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— Mikrofilmarchiv

der deutschsprachigen Presse e.V.

Angemeiner Kreibanzeiger

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fue den Ennepe=Kahe kreis

Schibeier Radlangeiger

Auf roter Erde

Mit den Beilagen:

— Blätter für Unterhaltung— Modebericht—

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Auf heimischer Scholle.

Nummer 5 Erstes Blak: Donnerstag, den 7. Januar 1932

103 Jahrgang

Anihutter=Tehundtangeil und kepacatlous

toK,Treeg Amschiaud auß auf Enblosung des Aeparandusprodiems bestehen

* Berlin, 6. Jan. Angesichts der Tatsache, daß immer noch kein endgültiger Termin für den Be­ginn der Lausanner Reparationskonferenz festge­setzt ist, da Frankreich bemüht ist, den von Eng­land für den 18. Januar vorgeschlagenen Beginn um einige Zeit zu verschieben, wird an zuständi­ger Stelle erneut daran erinnert, daß Deutsch­land sich mit dem englischen Vorschlag einverstan­den erklärt hat. Die deutsche Regierung ist der Auffassung, daß die Konferenz so schnell wie mög­lich zusammentreten muß. Selbstverständlich muß dabei Voraussetzung sein, daß bis dahin auch die Stillhalteverhandlungen zu einem Abschluß ge­langen, damit Deutschland bei den Verhandlun­gen auf der Reparationskonferenz restlose Klar­heit über seine gesamten Zahlungsverpflichtungen schaffen kann. Auch die an den Stillhalteverhand­lungen beteiligten Bankenkreise sind der Auf­fassung, daß ihre Verhandlungen bis zum Beginn der Lausanner Konferenz zu einem Ergebnis füh­ren müssen. Sie hoffen. Mitte Januar das neue Stillhalteabkommen fertigestellt zu haben.

Wenn in den Erörterungen in der Oeffentlich­keit gegenwärtig von einer provisorischen Rege­lung des Reparationsproblems und einer Verta­gung der Reparationskonferenz um mehrere Mo­nate die Rede ist, so muß demgegenüber mit aller Entschiedenheit festgestellt werden, daß eine end­gültige Lösung des Reparationsproblems nötig ist. In allen Regierungs= und Sachverständigen­kreisen steht man auf dem Standpunkt, daß höchste Gefahr im Verzuge ist und daß die Konferenz un­bedingt zu einem endgültigen Ergebnis führen muß.

Unterredung Hoesch-Flandin

Frankreich will Deutschland ein dreijähriges Moratorium gewähren

* Paris, 6. Jan. Havas bestätigt, daß die Un­terredung des deutschen Botschafters mit Laval und Flandin der Vorbereitung der Reparationskonferenz galt. Nachdem man sich, wie die Agentur behauptet, in Berlin auf die Ver­längerung der eingefrorenen Kredite um ein Jahr geeinigt habe, stehe dem Zusammentritt der Re­parationskonferenz nichts mehr im Wege. Aber der 18. Januar scheine der französischen Regie­rung wegen der am 12. Januar beginnenden Par­lamentssession zu nahe zu liegen. Da Laval per­sönlich an der Wiederaufnahme der Parlaments­arbeiten teilzunehmen wünsche, werde er vorschla­gen, die Einberufung der Reparationskonferenz um einige Tage, vielleicht bis zum 25. Januar zu verschieben. Die französische Regierung sei grund­sätzlich geneigt, Deutschland ein Moratorium, je­doch nicht über den 1. Juli 1934 hinaus, zu ge­währen. unter der Bedingung, daß die ungeschütz­ten Youngannuitäten von Deutschland weiterge­zahlt würden, wobei Deutschland wie beim Hoo­ver=Moratorium die Möglichkeit hätte, über diese Summen in Form verbürgter Anleihen an die Reichsbahn zu verfügen.

Dreijähriges Moratorium

verschäest die Gesanlige

Pariser Blätter zur Reparationsfrage

* Paris, 6. Jan. In einer Besprechung des Ergebnisses der Berliner Bankierverhandlungen betont„Journal“, daß die Lausanner Konferenz nur dann Erfolg haben könnte, wenn sie genügend vorbereitet sei. Die Vertagung um ein Jahr be­deute jedenfalls keine Lösung, sondern nur ein Be­helfsmittel, durch das man die Regierungskonse­renz schleunigst herbeiführen wolle. Das Blatt unterstreicht, daß die Regierungen an eine Rege­lung der politischen Schulden nur denken können, wenn sie eine allgemeine Regelung der privaten Schulden zur Grundlage nehmen.

Der sozialistische„Populaire“ wendet sich gegen den Vorschlag eines dreijährigen Mo­ratoriums, das zwar den finanziellen und wirt­schaftlichen Zusammenbruch Deutschlands verhin­dern, aber keine Besserung, sondern eher eine Verschärfung der Gesamtlage bringen würde.

Die radikale„Ere Nouvelle" bezweifelt den Zahlungswillen Deutschlands und fordert vor einer Entscheidung der Reparations= und Kredit­frage die Bildung einer geschlossenen Gläubiger­front, die von Deutschland unantastbare Garan­tien verlangen müsse.

Die deutsche Oeffentlichkeit ist über den Fort­gang der Berliner Stillhalteverhand­lungen mit den ausländischen Privatbankiers bisher nur sehr ungenügend unterrichtet worden. Die Preffestelle, die im Gebäude der Reichsbank von den Verhandlungspartnern eingerichtet wor­

den war, hatte eigentlich nur den Auftrag, auf alle Anfragen mitzuteilen, daß im Interesse eines ungestörten Fortgangs der Verhandlungen keine Mitteilungen gemacht würden und erst nach einem gewissen Abschluß das Notwendige in einem öf­sentlichen Bericht verlautbar werden soll. Trotz= dem sind durch die schalldichten Türen des Ver­handlungszimmers jetzt Nachrichten durchgesickert, die auf einen gewissen Abschluß der allgemeinen Diskussion und auf die Festlegung eines bestimmt umrissenen weiteren Arbeitsprogramms der Ver­handlungspartner hindeuten. Wie wir erfahren, handelt es sich dabei vor allem darum, daß man von einer Dauerlösung abgekommen ist und nur bis zum Beginn der Reparationskonferenz in Lausanne die Richtlinien für eine Verlängerung der bisherigen Stillhalte=Bestimmungen um ein Jahr fertigzustellen sucht. Zu diesem Zweck wer­den die einzelnen Paragraphen des alten Still­halteabkommens Punkt für Punkt durchgesprochen und auf Verbesserungsmöglichkeit untersucht. Von seiten der deutschen Delegierten sind besonders Vorschläge für eine einheitliche Gestaltung der Zinssätze für die Finanzkredite gemacht worden. Außerdem bemüht man sich, einheitliche Richt­linien für die Provisionen der Rembours=Kredite zu erreichen. Der bisherige Zustand hat zu stellen­weise untragbaren Zinsforderungen geführt. Je­des Land und fast jeder Gläubiger konnte sich auf andere Vereinbarungen berufen. Hier soll eine gewisse Normalisierung und Ausgleichung herbei­geführt werden. Die Forderungen der ausländi­schen Gläubiger erstrecken sich demgegenüber be­sonders auf die Beibehaltung, ja Verstärkung der deutschen Tilgungsleistungen während der Still­haltung. Sie verlangen ferner vermehrte Sicher­heiten für die eingefrorenen Kredite und das Zu­geständnis, daß sie Kredite von gefährdeten Punk­ten abziehen und an andere, gesichertere Stellen in Deutschland übertragen können. Gegenüber diesen komplizierten und bedenklichen Forderun­gen, welche die deutsche Zahlungsfähigkeit weitaus überschätzen, wird von deutscher Seite besonders darauf hingewiesen, daß Deutschland in Zukunft keineswegs mehr so hohe Rückzahlungen leisten kann wie bisher. Gerade die Lücken des alten Stillhalteabkommens haben sich als eine Gefahr für die deutsche Währung erwiesen. Die deutschen Valuta=Reserven sind durch die Rückzahlungen völlig aufgebracht worden. Nur die ungeheuer scharfen Devisenbestimmungen konnten bisher ein

1932 das Jahr der schwersten Entscheidungen

* Stuttgart, 6. Jan. Im Mittelpunkt der heu­tigen Landesversammlung der Deutsch=Demokra­tischen Partei Württembergs stand eine Rede des Reichsfinanzministers Dr. Dietrich über die Außen= und Innenpolitik. Dr. Dietrich führte u. a. aus, daß das Jahr 1932 ein Jahr der schwersten Entscheidungen werden wird. Außenpolitisch gehe der Kampf um Regelung der Privatschulden und um die Reparationen, innen­politisch werde das gegenwärtige System darum zu kämpfen haben, sich gegen die anstürmenden neuen Gewalten zu verteidigen. Der Minister gab dann einen Ueberblick über die Entwicklung des Reparations= und des Schuldenproblems, wo­bei er besonders auf die Feststellungen des Base­ler Sonderausschusses hinwies, daß von einer Zahlung der geschützten Annuitäten auch im näch­sten Jahre keine Rede sein könne und daß alle Voraussetzungen des Youngplanes entfallen sind. Ganz besonders wichtig sei aber die, wenn auch in verklausulierter Form ausgesprochene Feststellung, daß ohne eine gründliche Neuordnung des Repa­rationsproblems eine Genesung nicht eintreten wird.

Die Notverordnung vom 8. Dezember, die in der neueren Geschichte auch nach Ansicht der Base­ler Sachverständigen ein Gegenstück nicht hat, steht im engen Zusammenhang mit den Zuständen die durch die Reparationen und die Fehler der Welt­wirtschaft heraufbeschworen sind. Sie verfolgt fünf große Ziele: 1. die Senkung der Preise und Ge­stehungskosten, um auf dem Weltmarkt konkur­renzfähig zu bleiben; 2. den Ausgleich des Reichs­etats, von dem 3. abhängt die Erhaltung und Be­hauptung der deutschen Währung; 4. die Sicherung

völliges Weißbluten verhindern. In Zukunft kann überdies der deutsche Exportüberschuß für Tilgungsleistungen nicht mehr wie bisher in Rech­nung gestellt werden, da die hohen Zollmauern und Einfuhrverbote des Auslandes den deutschen Export von Wache zu Woche drosseln. Der Zu­sammenhang der Rückzahlung der privaten Schul­den mit der Lösung des Reparationsproblems wird an dieser Stelle deutlich genug. Hier wur­zelt deshalb vor allem der Wunsch der ausländi­schen Bankiers, die endgültige Lösung des priva­ten Schuldenproblems so lange hinauszuschieben, bis jede politische Sabotage durch die Verhand­lungen der Reparationskonferenz ausgeschaltet wird.

Die Berliner Mission des Botschafters Eoge

* Berlin, 6. Januar. Der amerikanische Bot­schafter in Paris, Edge, hat sich einige Tage zu iuformatorischen Zwecken in Berlin aufgehalten. Anläßlich seiner Anwesenheit hat der Berliner amerikanische Botschaften Sackett am Mittwoch ein Frühstück gegeben, bei dem Edge mit Reichs­kanzler Dr. Brüning zusammengetroffen ist. Man nimmt in unterrichteten Kreisen an, daß der Ber­liner Besuch Edge's in ersten Linie der Unterrich­tung dieses amerikanischen Staatsmannes über die wahre wirtschaftliche Lage Deutschlands gegolten hat. Denn Edge ist derjenige amerikanische Diplo­mat, der bei den kommenden Verhandlungen über die Tributfrage die größte Rolle zu spielen hat. Ob die amerikanische Politik in die Lausanner Ver­handlungen besonders aktiv eingreifen wird, läßt sich jetzt noch nicht übersehen. Auf alle Fälle steht fest, daß die Vereinigten Staaten hinter den Ku­lissen der Tributverhandlungen eine gesteigerte Aktivität entfalten.

Auf deutscher Seite werden jetzt die letzten di­plomatischen Vorbereitungen für die Lausanner Konferenz getroffen. Noch in dieser Woche treffen die Botschafter von Neurath, von Hoesch und von Schubert in Berlin ein, um den Reichskanzler über die Stimmung in London Paris und Rom genau zu unterrichten und um die Weisungen des verantwortlichen Leiters der deutschen Außenpoli­tik über die Absichten entgegenzunehmen, die Deutschland auf den bevorstehenden Konferenzen verfolgt.

der deutschen Stellung in den Verhandlungen über Reparationen und Schulden und 5. den Schutz des inneren Friedens. Aber so wichtig der Inhalt dieser Notverordnung ist: Entscheidend für die Zukunft des deutschen Volkes wird der Ausgang des Kampfes sein, der sich in einigen Monaten in der Wahl des Reichspräsiden­ten entspinnen wird. Hier wird sich zeigen, ob das deutsche Volk gesonnen ist, einzusehen, daß man nur mit Einsicht, Beharrlichkeit und rücksichts­loser Anspannung aller Kräfte die Not meistern kann, aber nicht dadurch, daß man irgend einem Phantom nachläuft, das dem deutschen Volke Wunder verspricht.

Der Minister beschäftigte sich weiter mit der Frage der Arbeitsbeschaffung, die leider im ver­gangenen Jahre nicht mit der wünschenswerten Energie betrieben worden sei. Durch die Auf­tragsvergebung der Reichsbahn und die Umgestal­tung der Siedlung sei wohl etwas, aber nicht ge­nug erreicht. Schon sind wir, fuhr der Minister fort, in einem Zustand, bei dem die Gefahr besteht, daß der Staat in einem Maße in die Privatwirt­schaft hineingedrückt wird, die kaum zu ertragen ist. Die ganz großen Gebilde, die seit Kriegsschluß in Deutschland entstanden sind, sind eine Gefahr für Volk und Wirtschaft. Man wirft der Reichs­regierung vor, daß sie die schweren Mißgriffe, die manche großen Wirtschaftskapitäne gemacht haben, toleriert; davon ist gar keine Rede. Die Reichs­regierung hat überall sich eingesetzt dafür, daß jeder verhaftet und eingesperrt wird, der in unver­antwortlicher Weise auf dem Rücken anderer ge­wirtschaftet hat. Aber die Reichsregierung kann nicht in die Justiz eingreifen und gegen Personen vorgehen, die nicht gegen die Gesetze verstoßen ha­ben, wenn sie vielleicht auch wirtschaftliche Fehl­griffe machten.

Der Minister schloß: Die Außenpolitik kann

„Investigation“

Die Geschichte der Nachkriegszeit ist reich an häßlichen Schlagwörtern, hinter denen sich meist auch sehr häßliche Dinge verbergen. Besonders die Völkerbundsbürokratie hat sich eine Anzahl derartiger Begriffe geschaffen, bei denen der harmlose Mitteleuropäer zunächst meist nicht weiß, was dahinter steckt. Das Wort„Investigation“, das vor einigen Jahren schon einmal eine große Rolle spielte, bedeutet zu gut deutsch: Schnüffelei. Deutschland mußte sich auf Grund des Versailler Diktates zunächst jahrelang die sogenannte Mili­tärkontrollkommission gefallen lassen, die dafür sorgte, daß auch die letzte Feuerwasse aus dem siebziger Kriege abgeliefert und zerstört wurde. Ein Heer bezahlter Denunzianten hat den En­tente=Offizieren dabei geholfen, alle Waffenver­stecke aufzuspüren und die Vernichtung der deut­schen Kriegsrüstung sehr gründlich zu betreiben.

Als diese Schnüffelkommission dann ihr Werk vollendet hatte, ging die Kontrolle über Deutsch­lands Abrüstung auf den Völkerbund über. Der Völkerbundsrat kann beschließen, auf Grund ir­gend einer Beschwerde oder Denunziation in Deutschland eine„Investigation“ vorzunehmen, also nachzuschnüffeln, ob nicht etwa die bösen Deutschen es für richtig gehalten haben, sich doch noch ein paar Waffen zu beschaffen oder einige militärische Formationen aufzustellen. Es ist be­zeichnend, daß jetzt, unmittelbar vor dem Beginn der sogenannten Abrüstungskonferenz. in der französischen Presse und in der Propaganda der militärischen Trabanten Frankreichs der Gedanke einer neuen Investigation auftaucht. Herr Paul= Boncour, der bekannte französische Militär­politiker, der jahrelang auf der Abrüstungskonfe­renz Sabotage getrieben hat, hält es jetzt für not­wendig, angesichts der bevorstehenden Abrüstungs­konferenz die Frage aufzuwerfen, ob nicht vor einer endgültigen Entscheidung über die Ab­rüstung noch einmal in Deutschland eine Kon­trolle vorgenommen werden müsse. Der griechi­sche Völkerbundspolitiker Politis geht noch einen Schritt weiter, indem er davon spricht, daß die Nachrichten über die deutschen Geheimrüstun­gen ein beunruhigendes Ausmaß angenommen hätten und daß infolgedessen im Interesse der Si­cherheit der übrigen Staaten etwas geschehen müsse.

Man staunt über so viel Harmlosigkeit, deut­licher gesagt: Unverschämtheit. Die fran­zösische Partei auf der Abrüstungskonserenz scheint sich ihrer Sache sehr sicher zu sein, wenn sie es wagt, jetzt einen so unverfrorenen Vorschlag in die Oeffentlichkeit zu werfen. Man scheut sich nicht, die Tatsachen völlig auf den Kopf zu stellen. Jeder einigermaßen Ver­nünftige weiß, daß Deutschlands Rüstung völlig ungenügend ist, um den Angriff auch nur eines einzigen seiner Nachbarn erfolgreich Widerstand zu leisten. Jeder weiß, daß die Militärstaaten in Europa ihre Rüstungen seit dem Kriege in der unglaublichsten Weise vermehrt haben. Ausge­rechnet diese Leute wagen es jetzt: Haltet den Dieb! zu rufen und so zu tun, als könne an die Abrüstung nicht gedacht werden, ehe der Völker­bund in Deutschland eine Untersuchung über et­waige Geheimrüstungen angestellt hat. Für Deutschland ist die Haltung gegenüber diesen un­verschämten Zumutungen selbstverständlich ein­deutig vorgezeichnet: Wenn irgend eine Macht auf der Abrüstungskonferenz an uns dieses Ansinnen stellen sollte, dann haben die deutschen Vertreter die Pflicht, dieser heuchlerischen Ge­sellschaft die Lügenmaske vom Ge­sicht zu reißen.

Aber damit allein ist es nicht getan. Denn wer sind die Leute, die dem uns feindlich gesinn­ten Auslande immer wieder das„Material“ für derartige Behauptungen liefern? Reichsminister Dr. Groener hat das landesverräterische Trei­ben der radikalen pazifistischen Gruppen mit er­freulicher Frische gekennzeichnet. Aus diesen Kreisen stammen die üblen Lügennachrichten über angebliche deutsche Geheimrüstungen. Es ist längst erwiesen, daß ausländisches Geld in Massen rollt, um die Beschaffung dieses„Materials" zu ermöglichen. Die Reichsregierung hat die dringende Pflicht, dieser gemein­gefährlichen Gesellschaft jetztendlich so gründlich das Handwerk zu legen, daß ihr die Lust zu derartigen landes­verräterischen Denunziationen für alle Zeiten vergeht.

Es ist bedauerlich, daß die geplanten gesetzge­berischen Maßnahmen, die ein schärferes Zupacken gegenüber diesen Elementen ermöglichen sollen, noch nicht in Kraft getreten sind. Wenn durch das Treiben dieser Gruppen für Deutschland ein Schade entstehen sollte, dann tragen vor allem auch diejenigen Kreise der deutschen Oeffentlich­keit daran die Mitschuld, die es bisher zu ver­hindern wußten, daß endlich durchgegriffen wird.

nur mit Erfolg betrieben werden, wenn der Kampf im Innern gedämpft wird. Dabei wird entscheidend sein, ob das Bürgertum neben den

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