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— Mikrofilmarchiv

der deutschsprachigen Presse e.V.

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ungemeiner kiteisanzeiger

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für den Ennepe=Kahe=Kreis

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„„ SJechepfennig, außerhal des Verdreitungsbegries 10 Reichepfennig.

ommeimer Htadtereoigor v.Rellanztel(ad um brait i Rechesteuitg, Vei wiederteln,

Mit den Beilagen:

Auf roter Erde— Blätter für Unterhaltung— Modebericht— Auf heimischer Scholle.

Frleung. Sei towogenllng Rabatt, der jedoch bei gerichtlicher Beitreibung und im Falle einer Ge chäftsaufsicht oder eines Konkurses fortfällt. Die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Cagen oder Stellen wird nicht gewährleistet Schluß der Anzeigenannahme: Vormittags 10 Uhr.

Nummer 2

Erstes Blakt

Montag, den 4. Januar 1932

103 Jahegang

Kurze Tagesneuigkeiten

Die Goldtransporte nach Frankreich halten an.

* Paris, 4. Jan. Mit dem deutschen Dampfer „Bremen“ trafen in Cherbourg aus Newyork 181 Fässer Gold ein, die einen Wert von 40 Millionen Mark darstellen. Dieses Gold ist für eine Reihe Pariser Großbanken bestimmt.

Belgien bestellt 60 Kriegsflugzeuge in England.

* London, 4. Jan. Die belgische Regierung hat der englischen Flugzeugfabrik Fairey Aviation Company in Hayes einen Auftrag auf 60 Kriegs­flugzeuge erteilt. Der Preis beträgt etwa vier­einhalb Millionen Mark.

Französischer Heerführer gestorben.

* Paris, 4. Jan. General Pau, der Vorsit­zende des Zentralkomitees des französischen Ro­ten Kreuzes, ist am Samstag im Alter von 84 Jah­ren gestorben.

Ultimatum San Jurjos an die spanische

Regierung.

* Paris, 4. Jan. Nach Blättermeldungen aus Madrid hat der Chef der Gendarmerie, General San Jurjo, an den Innenminister eine Art Ulti­matum gerichtet. General Jurjo sei wegen der gemeldeten Verluste der Gendarmerie in Badajos und Castilblanco, wo fünf Gendarmen ums Leben gekommen seien, vorstellig geworden und habe den Innenminister in Kenntnis gesetzt, daß, wenn die Regierung keine energischen, schleunigen Maßnah­men zur Behebung des Anarchiezustandes treffe, er persönlich diese Maßnahmen ergreifen werde. um dem Versagen einer Regierung, bestehend aus Radikalen und Sozialisten, zu begegnen, die sich von radikalen Elementen Vorschriften machen lasse.

Große Mehrheit für Aufhebung des Alkoholver­

bots in Finnland.

* Helsingfors, 4. Jan. Bis Samstag abend la­gen die Ergebnisse der Volksabstimmung aus 1610 Wahlbezirken vor. Für Beibehaltung des Alko­holverbots haben 129000 Personen gestimmt, da­von 70000 Frauen. Für Aufhebung der Prohi­bition stimmten 371000 Personen, darunter 163 000 Frauen. Für den Kompromißvorschlag wurden nur 6000 Stimmen abgegeben. Demnach haben 73 v. H. der bisher gezählten Stimmen die vollkom­mene Aufhebung des Verbots verlangt. Eine grundlegende Veränderung des Ergebnisses ist nicht mehr möglich.

Der Erreger der Kinderlähmung entdeckt.

* Berlin, 4. Jan. Wie der„Montag“ meldet, kommt aus New=Orleans die aufsehenerregende Meldung, daß es Professor Dr. Frederic Eberson von der medizinischen Fakultät der Universität Kalifornien gelungen ist, den Krankheitserreger der Kinderlähmung zu isolieren und zu züchten. Eberson behauptet, daß der Erreger in seinem virulentesten Stadium im Gehirn oder der Wir­belsäule nicht zu erkennen sei, wohl aber bei Züch­tung von Kulturen nach einigen Wochen Wachs­tums. Dr. Eberson hat den Erreger auf Affen verpflanzt. Auch dort wurde er unsichtbar. sobald das Tier krank wurde. Eberson hat jetzt Versuche zur Herstellung eines Serums gegen Kinderläh­mung begonnen.

Reichsangehöriger in Oberschlesien verhaftet.

* Kattowitz, 4. Jan. Die Rybniker Polizei ver­haftete einen gewissen Karl Dolla aus Stodoll im Bezirk Oppeln, der sich besuchsweise in Oberschle­sien aufhielt. Dolla soll in angetrunkenem stand Heilrufe auf Hitler ausgebracht haben. Simplonexpreß eingeschneit.

* Berlin, 4. Jan. Nach frühlingsartigem Wet­ter haben am Sonntag nach einer Meldung Ber­liner Blätter aus Bukarest in ganz Rumänien Schneestürme eingesetzt, die zu großen Verkehrs­störungen führten. Mehrere Telephon= und Tele­graphenlinien in die Provinz und ins Ausland sind gestört. Der Simplonexpreß ist eingeschneit und bisher noch nicht in Bukarest eingetroffen.

Eine dreitögüige Famisse in den Tod gegangen

* Hamburg, 4. Jan. In Blankenese wurde am Neujahrstage eine dreiköpfige Familie in ihrer Wohnung tot aufgefunden. Während die Frau und die zehnjährige Tochter einer Veronalvergif­tung erlegen waren, hatte sich der Ehemann durch einen Kopfschuß getötet. Die Tat ist nach den an­gestellten Ermittlungen auf Schwermut zurückzu­führen.

Die erste Himeichtung in Iallen sei 1870

* Rom, 3. Jan. Bei der gestern erfolgten Er­schießung des Mörders Diego Miguemi in Cal­tanissetta(Sizilien) handelt es sich um die erste Hinrichtung im Königreich Italien seit 1870. Das erst vor wenigen Monaten in Kraft gesetzte neue Strafgesetzbuch hat für Italien die Todesstrafe, die allerdings das vor einigen Jahren eingerichtete Sondergericht für politische Verbrechen bereits aussprechen konnte, auch für gewöhnliche Verbre­chen eingeführt.

Horl nin den=kepacationen

Deutschland kann nicht weiter zahlen— Keine Macht der Welt kann die Einhaltung eines solchen Tributvertrages garantieren Für endgültige Regelung

* London, 3. Jan. Die Forderung der City nach einer endgültigen Lösung den Tri­but= und Schuldenfrage findet in verschie­denen Veröffentlichungen starken Widerhall. „News Chronicle“ sagt, lange vor Ablauf des dreijährigen Zahlungsaufschubs werde Europa zusammengebrochen sein. England solle unter al­len Umständen erklären, daß es keine Reparatio­nen mehr empfangen wolle. Es solle Amerika da­hin verständigen, daß es nur soviel zahlen werde, wie es von seinen früheren Verbündeten selbst erhalte.

Das Blatt Laytons, der„Economist“, be­schäftigt sich eingehend mit den Nachteilen eines Zahlungsaufschubs für die wirtschsaftliche, politi­sche und währungspolitische Lage in der Welt. Es schreibt, die Reparationen dürften auf keinen Fall mehr als eine alleinstehende Frage behandelt wer­den, sondern seien, wie der Baseler Bericht zeige, ein Teil einer viel größeren Frage. Die endgül­tige Regelung sei zum Wiederaufbau der Wirt­schaft unerläßlich. Damit sei nicht gesagt, daß die Reparationszahlungen niemals wieder aufgenom­men werden könnten. Vielmehr werde nach ent­sprechender Erholung Deutschland wieder in ge­ringerem Umfange zahlen können. Jedoch müsse sichergestellt werden, daß die Zahlungen sich stets von selbst den Veränderungen im Wirtschaftsleben Deutschlands anpaßten.

„Inyestors Chronicle“ betont; daß an eine Hebung des Welthandels und an eine Besse­rung der Lage an den Effektenbörsen nicht gedacht werden dürfe, solange die Reparationsfrage nicht wirklich ernst in Angriff genommen sei.

Der Monatsbericht der National­City=Bank von Newyork bezeichnet es für die Vereinigten Staaten als am vorteilhaftesten, wenn sie sich zu einer vernünftigen Zusammenar­beit bekennten, da unzweifelhaft die Reparationen einen sehr stark niederdrückenden Einkluß auf das Geschäftsleben hätten. Die Reichsregierung, die versuchen wollte, wieder Repara­tionen zu zahlen, werde keine Neu­wahl überleben. Eine Anpassung der Repa­rationen und Schuldenzahlungen an die Lage der einzelnen Länder sei notwendig.

Italien und das Tributproblem

* Rom, 3. Jan. Maßgebende italienische Blät­ter nehmen in ihren Neujahrsbetrachtungen zum Reparationsproblem und zu der bevorstehenden Reparationskonferenz Stellung, deren Parole, wie „Corrieve della Sera“ sagt, wenn man alle Völker frage, nicht anders lauten könne als: Kurswechsel. Das Blatt unterstreicht die außer­gewöhnliche Bedeutung der neuen Reparationskon­ferenz und meint, es scheine kaum möglich, daß die verantwortlichen Regierungskreise nicht fühlen, daß hinter dem amtlichen Gegenstand dieser Kon­ferenz ein Gesamtkomplex stehe, der beschleunigte Maßnahmen, das heißt eine wahre und einheitliche internationale Zusammenarbeit, erheische, die nichts mit einer haarscharfen Dosierung des Soll und Habens der einzelnen Staaten zu tun habe. Der Verfall des Wirtschaftslebens, den alle Län­der in ihren lebenswichtigen Funktionen bedrohe, mache es notwendig, daß die Feinfühligkeit der Regierungen über die sinanziellen Grenzen des Problems hinausreicht. Auch wer die deutsche These über den Zusammenhang zwischen Weltkrise und Reparationszahlungen nicht im vollen Um­fange annehme, erkenne heute die schädlichen Folgen an, die aus den Reparations­

zahlungenentstanden.

„Stampa“ nimmt zunächst zu dem Baseler Bericht Stellung und unterstreicht die Bedeutung der Feststellung, daß Deutschland den ungeschütz­ten Teil der Reparationen nicht leisten könne. Trotzdem bestehe zwischen dieser Feststellung und der tatsächlichen wirtschaftlichen Lage des Reiches noch ein schreiender Gegensatz, wie auch das Pro­blem der internationalen Kriegsschulden noch un­berücksichtigt geblieben sei. Das Blatt weist dar­auf hin, daß dev ungeschützte Teil der Repa­rationszahlungen von einer Verständigung mit Washington abhängig gemacht sei. und vertritt die Forderung, daß angesichts der Schwie­rigkeiten in Amerika zunächst die europäischen Gläubiger Deutschlands, und damit in erster Linie Frankreich, in bezug auf den geschützten Teil der Reparationszahlungen zu einer vollständigen und endgültigen Lösung kommen.

Man sollte nicht von einem Moratorium sprechen, wenn man einen entscheidenden Beitrag für die Rückehr des Vertrauens erreichen wolle.

Würden die europäischen Gläubiger Deutschlands

auf den ungeschützten Teil von 600 Millionen Mark verzichten, so wäre es vor aller Augen klar, daß die Vereinigten Staaten für die Endlösung die alleinige Verantwortung zu tragen hätten. Eine derartige versöhnliche Haltung zwischen den Gläu­bigern und Schuldnern in Europa wäre sehr wahrscheinlich von solcher Ueberzeugungskraft, daß die Leiter der amerikanischen Politik, die eine klare Erkenntnis der gegenwärtigen Schwierigkei­ten wie auch der allein zur Ueberwindung der Krise führenden Methode der internationalen Zu­sammenarbeit hätten, eine stärkere Position in ih­rem Lande erhielten. Damit würde nicht nur we­gen der engen Zusammenhänge zwischen den Kon­tinenten und ihren Völkern dem Interesse der Vereinigten Staaten gedient, sondern auch im Hinblick auf die Abzahlung der gewaltigen kom­merziellen Kredite, die hauptsächlich Amerika Deutschland gewährt habe. Man müsse daher, wie das Blatt schließt, das Geschwür ausbrennen, das heißt, nicht ein neues Reparationsproblem aufstel­len, dessen Wert ohnehin gleich Null wäre, sondern

binnen kurzer Frist zu einer Streichung der intereuropäischen Schuldenzahlun­gen gelangen.

„Resto del Carlino" bewegt sich in einem ähnlichen Gedankengang und erklärt, die Wider­stände in Amerika seien durchaus verständlich. Un­verständlich dagegen sei, warum sich Frankreich dem moralischen Druck der ganzen Welt und der Stimme des Ge­wissens widersetzte und bei seiner hart­näckigen Vereidigung von Vertragstexten weiterhin in der Illusion leben wolle, daß Deutschland nach Ablauf eines Moratoriums, ob es nun von zwei oder fünf Jahren Dauer wäre, seine Zahlungen wieder aufnehmen könnte. Keine Macht der Welt könne die Einhaltung eines Vertrages garantieren, mit dem über zwei Generationen das Urteil gesprochen werde

und der für sechzig Jahre die Beziehungen aller europäischen Staaten, ja der ganzen Welt stören müsse. Die Reparationen seien in der Hand Frankreichs nicht mehr der Tribut des Besiegten an den Sieger, sondern ein Instrument, durch das ein ganzes Volk endlos unter­drückt werden soll. Das aber sei unmöglich, weil Europa und die übrige Welt die schweren Schäden nicht widerstandslos hinnehmen könne. Das französisch=deutsche Duell gehe die Interessen der ganzen Welt und nicht bloß diese beiden Staa­ten an.

Soll die Reparationskonferenz Verschöden werden!?

Französische Machenschaften

Paris, 4. Jan. Bekanntlich hat die franzö­sische Regierung noch vor kurzem täglich und immer wieder erklärt, die Verhandlungen über die eingefrorenen Kredite hätten nichts zu tun mit den Verhandlungen über die Reparations­zahlungen. Ministerpräsident Laval hat ähnliche Erklärungen abgegeben. Es überrascht daher ei­nigermaßen, daß man jetzt in der französischen Presse lesen kann, die französische Regierung könnte sich über den Zeitpunkt der Konserenz in Lausanne

erst dann besprechen, wenn die in Berlin tagenden Bankiers einig geworden seien.

Demnach erkennt die französische Presse also doch eine Beziehung zwischen den kurzfristigen deut­schen Verpflichtungen und den Reparationszah­lungen an und gibt, wenn auch stillschweigend, zu, daß sie bei Behandlung des Reparationsproblems einen Standpunkt vertreten hat, den sie jetzt auf­geben muß.

Pertinax teilt im„Echo de Paris“ mit, daß die französische Regierung der englischen nunmehr offiziell erklärt habe, daß

das Datum für die Eröffnung der Regierungs­konferenz erst nach Beendigung der Berliner Stillhalteverhandlungen festgelegt werden könnte.

Die französische Regierung, so betont der außen­politische Berichterstatter des Blattes, gehe dabei von dem Wunsch aus, vor Beginn der Konferenz die genaue Zahlungsfähigkeit Deutschlands zu kennen, was erst nach dem Abschluß der Beratun­gen über die Rückzahlung der kurzfristigen Kre­dite möglich sei. Anderseits befürchte man aber auch, daß die Gläubigerbankiers Deutschlands nach Kenntnisnahme des neuen Moratoriumstex­tes dann gewisse Schwächen entdecken könnten, die sie mit Hilfe Deutschlands geschickt zu ihren Gun­sten ausnutzen könnten. Pertinax ist der Auf­fassung, daß

eine Vertagung der Regierungskonferenz bis nach den Berliner Verhandlungen eine Ver­zögerung bis ins Ungewisse darstelle,

da Deutschland im Augenblick seinen Privatgläu­bigern denselben Widerstand entgegensetze wie den Tributgläubigern und das Ende der Besprechun­an daher noch garnicht abzusehen sei.

Englische Sorgen

* London, 4. Jan. In hiesigen politischen Krei­sen war gestern einige Besorgnis wegen der Mög­lichkeit einer weiteren Verzögerung in der Zu­sammenkunft der Regierungen zur Erörterung der Reparations= und Kriegsschuldenfrage be­merkbar. Auf die zu Beginn des neuen Jahres erfolgte Mitteilung, daß die britische Regierung die Initiative ergriffen hat, um die Konferenz nach Lausanne einzuberufen, folgte die Anden­tung, daß die Franzosen wünschen, den Zeitpunkt vom 18. Januar. der, wie man glaubte, allgemeine Zustimmung gefunden hatte, auf den 20. Januar zu verlegen. Dieser Unterschied von zwei Tagen wird für ernst angesehen, da man befürchtet. daß er den Erfolg der Reparationskonferenz

selbst, oder den der Weltabrüstungskonferenz, die bereits für den 2. Februar festgesetzt wor­den ist, beeinträchtigen wird.

Man ist der Ansicht, daß die vorgeschlagene weitere Verzögerung von zwei Tagen drei Dinge bedeuten kann.

1. daß die Abrüstungskonferenz verschoben werden muß, oder daß

2. ihre Eröffnung dilatorisch erfolgen muß, oder

3. daß die Konferenz zur Prüfung der Repa­rationen und Kriegsschulden nicht endigen wird, bevor die Abrüstungskonferenz beginnt, und daß ihre Beschlüsse daher verschoben werden müssen.

Es besteht Grund zu der Annahme, daß die britische Regierung in Anbetracht dieser Erwä­gungen wegen der Verzögerung der Reparations­konferenz beginnt, beunruhigt zu werden. Es verlautet, daß ihr sogar ein früherer Zeitpunkt als der in ihrer Einladung an die Mächte vorge­schlagene 18. Januar vorgeschwebt hatte. Fast zwei Wochen sind schon vergangen, seitdem die ernste Warnung aus Basel an die Nationen ge­richtet wurde, daß

eine allgemeine Katastrophe die Folge sein würde, wenn nicht eine sofortige Aktion von allen an dem Problem der Reparationen und Kriegsschulden betroffenen Nationen unter­nommen wird.

„Entscheidungen ohne Verzögerung“, so lautet der Appell, den der Baseler Ausschuß an die Regie­rungen gerichtet hatte, und die britische Regie­rung hatte unverzüglich nach Veröffentlichung des Sachverständigenberichtes ihre Bereitschaft zum Ausdruck gebracht sich sofort anderen Regierun­gen in den Bemühungen anschließen zu wollen, zu einer Lösung und Regelung der Krise zu ge­langen, der sich alle Nationen gemeinsam gegen­übergestellt sehen. Die Beunruhigung der briti­schen Regierung wegen der Verzögerung in der Abhaltung der Konferenz ist daher um so größer.

Amerikanische

Dankelegrawne an Hindenburg

Lafollette an Hindenburg

* Berlin, 3. Jan. Unter den zahlreichen Glück­wünschen, die dem Reichspräsidenten anläßlich des Jahreswechsels aus dem Auslande zugegangen sind, verdient das Telegramm des bekannten ame­rikanischen Senators Lafollette hervorgeho­ben zu werden. Das Glückwunschtelegramm lau­tei:

„Ihre ausgezeichnete Rundfunkansprache wandte sich an die Herzen unseres Volkes. Ich bin davon überzeugt, daß ich die Gefühle der amerikanischen Bevölkerung wiedergebe, wenn ich Ihnen die wärmsten und besten Wünsche und Neujahrsgrüße übermittle.“

Der Präsident der National Broadcasting Com­Panzau:, H. A. Anlesworth, sandte an den

Reichspräsidenten folgendes Telegramm:

„Die amerikanische Uebertragung Ihrer Rund­sunkansprache wurde durch die gesamten USA. Sender mit größter Klarheit empfangen. Wir brin­