Beilage
Sonntag, den 30. Juni 1940
Nr. 180
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Ein Raubna uuf Zwei Führiausenbe* Seit 700 Jühren unverletzt 7 Seeräuber und
Abenteurer seit ehedem! Neuraum Lust
Aus 700jähriger Sicherheit aufgelfört
die SicherEr sten Mal eit 700, Jahren zittert England um
seindliche Perz. in 3u st. 1215 landeten zum letzten Mal es danach versucht teinem Fritiae Iusel. Mancher bat dabei seine Ar. da un ist. es gelungen. Spanien bat guch die Fhart nu Kund seine Semacht eingebüßt und D: dnong Weder Phi o den englischen Dreadnonahts. Weoer Philipp II. von Spanien noch Lud
Siheih; noch Napoleon nog der Weltkrieg bat die so bedraßt.... Iden der Insel auch nur annähernd den und diev ie gesenblick. Frankreich ist überwun
tinents bis r lantikküste des Kon
der Frieg mit. den in unserer Hand. Run wird
gesammelter Kraft und kürzester Stoßrichtung gegen den geführt, der ihn angezettelt hat. An klaren Zagen kann man vom gotischen Turm der Kathedrale gen. egtais den Kreideselsen von Dover sehen und weit hört man schon den Donner unserer „In 40 Minuten fahren schnelle Dampfer die kilometer lange Strecke von Calais nach Dover. für „Sitzssrue ein Weg von wenigen Minuten. Die Zinazgcengarkeit der Insel hat ein Ende und der Wert Hie Zugitenüberlegenheit hat sich grundlegend geändert. #####usgornissenschwärme unserer Jäger und Stukgs vertilgen oder verletzen tödlich die See=Elefanten der Draednoughts. Die Stunde des so unterschütterlich erscheinenden Imperiums hat geschlagen.
Cälar- erlter Eroberer der britilchen Insel
" Richt immer war die britische Insel unverletzlich. Als
ge aus dem Dunkel ins Licht der Geschichte trat, war sie Zahrbunderte hindurch ein Spielball in der Hand mächrroverer, Von den eigentlichen Ureinwohnern der englischen Insel ist kaum etwas bekannt. Um 600 vor unlerer Zeitrechnung wurden sie von den aus Gallien auf die Insel vorstoßenden Kelten in den Westen der Insel verdrängt. Im Jahre 55 v. Chr. landete Cäsar mit zwei Legionen auf 80 Transvortschifsen. 18 Schiffen Reiterei und einigen Kampfschiffen zum ersten Mal auf der englischen nsel. Obwohl die Barbaren— so nennt Cälar die Inselbewohner— schon auf dem Festland, wohin sie Abgesandte geschickt hatten, Frieden und Gehorsam versprochen hatten, leisteten sie bei der Landung den Römern heftigen Widerstand, wurden aber geschlagen und mußten Geiseln stellen. Nach dieser ersten Landung, die mehr der Unterrichtung diente, unternahm Cäsar im nächsten Jahre 54 Sncsbiaten: uni Legionen und 2000 Reitern einen groß
zrnc###en„Feldzug gegen die Insel und eroherte einen großen Teil. In den folgenden Jahren und Jahrzehnten landen ständig römisch Legionen auf der Insel, die langlam aber sicher erobert und romanisiert wurde Ueber vier Jahrhunderte dauerte die römische Herrschaft über die Insel. Erst im Jahre 406 nach unserer Zeitrechnung wurden die römischen Legionen zurückgezogen, und damit war auch das Ende der römischen Herrschaft auf der Insel besiegelt. Jahrzehnte hindurch ist die Insel nach der römischen Herrschaft eine Beute innerer Zwietracht. 449 landeten. Angeln. Sachsen und Jüten unter Hengist und Horsa auf der Insel, eroberten sie in langen blutigen Kriegen und gründeten sieben Königreiche. Kent, Susser. Wesser, Nordhumbrien. Esser, Mercio. Ostangeln, die sich gegenseitig befehdeten. Egbert von Wesser vereinigte die sieben 829 zu einem Königreich England, das von ihm auch zum ersten Mal diesen Namen erhielt. Schon 793 waren die Dänen auf der Insel gelandet und kamen nun in den folgenden Jahren mit immer größeren Truppenmassen zu Eroberungszügen wieder. 832 landeten die Dänen mit 35 Schiffen zu Barmouth. wo Egbert geschlagen wurde. Nun häuften sich die Einfälle der Dänen und Normannen, bis 1016 die Dänen die Alleinherrschaft in England innehaben und sie bis 1035 auch hehalten und verteidigen. Auch die Norweger landeten Truppen auf der Insel und griffen vorübergehend in die Kämpfe ein. Mit den Normannen kam dann Habgier, blutdürstiger Egoismus und Feudalsystem auf die Insel. 1066 überfielen sie die Insel, und der Normannenherzog Wilhelm der Eroberer wurde englischer Könia Die Schlachten bei Hastings und Senlac brachten den Normannen den endgültigen„Sieg. Die Regierungszeit Wilhelms bis 1089 ist mit Mord und Krieg ausgefüllt. 1183 landeten nochmals die Dänen unter König Erik Lamb auf der Insel, weil sie glaubten, nähere Ansprüche auf die Krone anmelden zu können. Von den wilden Horden der Normannen aber wurden die Dänen völlig vernichtet. Die normannischen Seeräuber bildeten endgültig die Herrenschicht, die dem Land das Gepräge gab.
Blut, Mord und Raub
Will man sich ein Bild von dem Wesen der Normannen machen, so muß man bis zu ihren Sagas zurückgehen. die von Blut und Mord erfüllt sind. Blut. Mord und Totschlag gehörten zu den höchsten Vergnügungen der normannischen„Edlen“. Oder kann man es anders deuten, wenn die Könige Ongve und Alf bei einem Gastmahl sich nach Tisch gegenseitig die Schwerter in den Leib stoßen. Von zwei anderen Recken wird berichtet, daß sie ihren Gäulen die Gebisse aus den Mäulern rissen. um diese dann als Waffe zu verwenden und sich damit die Schädel, einzuschlagen. König Ingiald lud sich eine Reihe königlicher Kollegen oder auch Rivalen zu Gast, gab ihnen zu essen und zu trinken und zündete dann über ihrem Haupt die Gasthalle an, so daß alle verbrannten. So künden dei Sagas. Und wenn man hier auf die starke Liebhaberei der Engländer für blutige Unterhaltungen bis in die heutige reit hinweist, so wird man doch stark an
Rattärdrie, aus Honans
die normannischen Sagas erinnert. Denken wir nux an das brennende Interesse des englischen Volkes für TierJahrhundert unterhielt England Bärenzwinger, in denen man die Bären mit Hunden, Löwen, Stieren und Tigern kämpfen ließ. Es hatte lange gedauert, bis aus den normannischen Seeräubern Lords und Ritter des Hosenbandordens wurden und wenn man dann weiß, daß 1730 laut einer Ankündigung in London ein Kampf geboten wurde zwischen einem mit, Feuerperkskörvern bedeckten Stier, an dessen Schwanz eine lebende Katze gebunden sei. und einem Menschen, so
wird man vermuten dürfen, daß die Wandlung nicht allzu tiefgründig gewesen ist.
Calais- ein englilches Schicklal
Normannen waren nur schwer zum Chrientum zu bekehren. Als König Johann zu Beginn des 13. Jahrhunderts dennoch das Kreuz nahm, da wandten
sepichis,#ßsischen Baxone gegen ihn, weil er in beuch
Ha Jsretesicht sein Land dem Papst übertragen hatte.
Da glaubte Ludwig von Frankreich seine Zeit für gekommen und landete im Mai 1215 mit 600 Schiffen und 24 großen Koggen in Stonar unweit Sandwich und kämpft mit den Baronen gegen König Johann kann aber für nicht in England Fuß fassen. Eine letzte seindliche Landung unternahm der norwegische König Hakon Hakonson, 1267. wurde aber bei denm Cumxap=Inseln schwer geschlagen. Seit dieser Zeit blieb die Insel von Feinden frei. 1154 hatte der mächtige Heinrich von Anjou, der erste Platagenet, den englischen Thron bestiegen. Damit beginnen die Streitigkeiten mit Frankreich. Aus Eroberungsgelüsten eröffnete Eduard III. 1337 den Kries gegen, Frankreich, der ein Jahrhundert dauern sollte. Damals zu Beginn des hundertjährigen Krieges. als die Engländer mit seindlichen Absichten euroväischen Boden betraten, landeten sie in Calais. eroberten es, gewannen einige französische Provinzen und drangen immer weiter nach Norden vor, bis dem innerlich uneinigen Frankreich in der Jungfrau von Orleans eine Retterin erstand. Die Engländer wurden immer weiter zurückgedrängt und mußten als einen ihrer letzten Stützpunkte Calais aufgeben. In Calais entschied sich der hundertjährige Krieg zu ungunsten Englands. 600 Jahre später sind sie wieder über Calais in Eurova eingefallen, und wieder hat sich in Flandern das englische Schicksal entschieden. Damals vor 600 Jahren hatten die Engländer
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Pemmmmm
" Ab 1. Juli:
Besthsattsche Tagesheiluttg
Im Zeitungswesen unserer engeren Heimat hat sich mitten im Kriege eine Ronzentration der Kräfte vollzogen, die in der Oeffentlichkeit sicher besonders begrüßt werden wird. Die„Zeno=Zeitungen“ des Münsterlandes und der„Münsterische Anzeiger“. also die beiden größten Heimatblätter unseres Gebietes, haben sich zu einer großen Zeitung vereinigt, die ab 1. Juli d. J. unter dem Titel
„Westfälische Tageszeitung“
.rausgegeben wird. Durch diese Vereinigung erhält die Gauhauptstadt Münster und das weite Münsterland eine Großzeitung, die mit zu den führenden Blättern des Großdeutschen Reiches zählen wird.
Lange Jahre hindurch haben die„Zeno=Zeitungen“ zu ihren Lesern gesprochen, Jahre eines wechselvollen nationalen Schicksals, das endlich durch den Führer zum besseren gewendet wurde.
In den letzten Jahren des großdeutschen Aufbaues konnten die„Zeno=Zeitungen“ ihre Leser immer näher in das große Geschehen unserer Tage hineinführen. Sie taten es, fußend auf echter Verbundenheit mit der heimatlichen Scholle, getragen vom wechselseitigen Vertrauen zwischen Leser und Zeitung.
Ruch die„Westfälische Tageszeitung“ baut auf den starken Kräften auf, die in unserem westfälischen Dolkstum und in Sonderheit in unserer münsterländischen Heimat liegen. Darüber hinaus ist die„Westfälische Tageszeitung“ nach dem Zusammengehen des„Münsterischen Anzeigeis“ und der„ZenoZeitungen" die größte Zeitung in unserer Heimat, womit auch ihre Bedeutung als Organ des Gaues Westfalen=Nord am Sitz der Gauleitung gegeben ist.
So nehmen unsere Leser heute Abschied von der alten Zeitung, um in der neuen in weit größerem Maße ihre Heimat wiederzufinden, darüber hinaus den verpfsichtenden Gedanken des Einsatzes aller Kräfte für das einzige Ziel: Großdeutschland!
Verlag und Schriftleitung der Zeno=Zeitungen
mit einem neuartigen Feuergeschütz ihre Siege über die Franzosen gewinnen können. Die neuen Waffen, die nun Schlachtfeld das englische Schicksal be„und Stukas. Kein Weltreich, das nicht organisch entstanden ist, kann ewig bestehen. Das lehren die Reiche der Bäbylonier und Assyrer, der Römer und Spanier. Das britische Weltreich ist eine Schöpfung 255„Meeres und der Schiffe. Hier waren die norman
zeschen Seexäuber zu Hause. Nun aber ist als neuer Raum der Politik die Luft hinzugekommen. Damit ist der Schwerpunkt des Kampfes verlagert, und wer in diesem Kampf den Ausschlag zu geben hat, das wird die deutsche Lustwasse entschieden. Der Traum von der Sicherheit auf der Insel ist ausgeträumt, Englands Himmel ist verdunkelt. Wir stehen vor den Toren— die Zeit des Emvires ist vorbei und eine neue Zeit wird neue Entscheidungen treffen und neue Ordnungen finden. A. M.
Dülmener Zeitung
Dülmen
Ahlener Dolkszeitung Allgemeine Zeitung
Ablen Coesfeld
Areiszeitung für den Kreis Rhaus Dolksblatt für Bocholt und Areis Borken
Ahaus Bocholt
Borkener Zeitung Dolkszeitung u. Nachrichten Münsterländische Volkszeitung
Borken Emodetten Rheine
Neuer Emsbote Tageblatt für den Areis Steinfurt
Warendorf Ochtrup
Eigener Bericht
Amsterdam. 23. Juni.
Das kulturelle Leben der Niederlande hat durch die kriegerischen Ereignisse nur eine sehr kurze Unterbrechung erfahren. Nach wenigen Wochen hat das Kunstleben wieder voll eingesetzt. Mit bestem Beispiel ging das Reichsmuseum voran. indem es einen Teil seiner Räumlichkeiten wieder eröffnete. Unter den zahlreichen kleinen Werken. die man aus besonderen Gründen nur ausgestellt hatte, paren einige Werke pen„Ruisdal und Rembrandt(„Der Türke“) besonders ar#rz#:. Der Zustrom war naturgemäß sehr groß. Langsam wird auch das Reichsmuseum seine ganzen Sammlung wieder zugänglich machen.
„. Das Musikleben nimmt in Amsterdam eine besonders gepflegte Stelle ein Eine Reihe
die dem
deren erster Teil unter Wilhelm Mengelberg zur Durch
führung gekommen war, fand seinen Abschluß in einem Abend. bei dem Eduard von Beinum sich als feinsininger Interpret der großen Kunst des Russen zeigte. Die Niederlande ehrten mit diesen Gedenkabenden den Meister der absoluten Musik. In einem weiteren Konzert kamen Beethoven und Haydn zu Wort. Hervorgehoben werden muß die Wiedergabe des Klavierkonzertes von Beethoven, für das sich W. Andrießen(Den
Die„nächsten Abende werden den WerMeiste
bestens einsetzte. Joh. den Hertog, der in Bayreuth wirkt und im Kunstleben von Amsterdam eine bedeutende Rolle zu spielen berufen ist, wurde in einem Volkskonzert bestens gefeiert.
Von dem kulturellen Wollen der Niederlande zeugt die stattliche Reihe der Aufführungen. die im Rahmen „Kunstsommer 1940“ geboten wird. Zu dieser Reihe zählt eine Anzahl von Konzerten, deren erstes stattfand, bei dem E van Beinum ausschließlich Werke des niederdeutschen Meisters Johannes Brahms brachte. Außer der„Tragischen Ouvertüre“ und der 1. Symphonie wurde das Violinkonzert in meisterhafter Form
wiedergegeben. Die nächsten Abende we
ken der großen Meister gewidmet sein.
Im Rahmen dieser Veranstaltungen bringt auch die „Stadtschauburg", das Schauspiel= und Overnhaus von Amsterdam, eine Vielzahl von Abenden. Diese Reihe wurde mit der großzügigen„Harbietung der„Elektra“ zenSophokles, eröffnet. A. Diepenbrock, der verstorbene holländische Musiker, hat zu diesem Werk eine ausgeerögte Miriik geschrieben, die dem tragischen Inhalt dieses Stückes nahekommt. Die Aufführung. die in den Händen von den Hertog lag, war bester Auftakt zu diesen Abenden, bei denen u. o. Mozarts Zauberflöte aufgeführt, werden wird.— Hervorzuheben ist noch eine Aufführung von Hauptmanns„Vor Sonnenuntergang“. Das Stück, das auch in der holländischen Sprache seinen weblausgefeilteg,„Hedankengang behalten bat. fand eine sehr beifällige Aufnahme.— Eine Reihe von guten Lrgelkonzerten, in denen alte und neue Meister zu Gehör gebracht wurden. bilden den Schluß eines Berichtes. der beweist, daß in den Niederlanden nach sehr kurzer Unterbrechung das kulturelle Leben wieder seinen Fortgang nimmt.— Ein bedeutsames Ereignis ist das Erscheinen der„Deutschen Zeitung„in den Niederlanden“, der ersten politischen Tageszeitung in deutscher Sprache in der das Kulturleben eine ausgezeichnete Würdigung erfährt.
Dr. Erich Traumann.
die letzten handgranaten
Weltkriegserzählung von Christovh Walter Dreo
Karl Beuck, der drei Jahre lang. von 1915 bis 1918. im vordersten Graben lag und nie von leinen„Kriegsabenteuern erzählt, hat eine Tagebuchseite herausgesucht und mir gegeben:
uz####er.„ Vormarsch darch die„Argonnen war geglückt. Wir hatten uns in den französischen Stellungen festge
setzt. Die Linien blieben verzerrt und unübersichtlich. weil die Gräben oft auf Kilometerlänge völlig zerstört waren und die Mannschaften von Granattrichter zu Granattrichter Notgräben buddelten. Unser Kommando bezog einen Gefechtsunterstand. Das Haus darüber bestand nur noch aus Andeutungen, die Kellerfenster waren zersprungen, und die Treppe lag halbverschüttet. Am Boden stand fußhoch der Wein, den die abziehenden Franzosen einfach hatten auslaufen lassen. Aber ihre gezimmerten Pritschen genügten uns. Halbert. der Berliner Leutnant. der junge Johannsen aus Bremen. Peter aus Hamburg. Hansen. der Holsteiner und ich. wir hofften, hier etwas Ruhe zu finden. Einer sollte wachen, wenn wir andern schliefen. Unsere Burschen mußten drüben in den Gräben helfen, Gelegentlich feuerten die Feldhaubitzen der Franzmänner. unregelmäßig und nicht sehr aufregend.
Johannsen, als Jüngster, hatte die erste Wache. Er war vierzehn Tage draußen, direkt von der Schule in die Front gerutscht sehr rosig und neigte dazu. bei Geschoßeinschlägen=bleich zu werden Wird sich gewöhnen, der Junge, dachten wir und schoben ihn als ersten auf Wache an den Eingang, damit er bald vom Dienst erlöst sein würde. Vier Mann schnarchten nach achtundvierzig Stunden Kampf und Marsch. Ich schreckte plötzlich auf. Das Geknalle ist draußen beftiger geworden. scheint mir. Quatsch, die Nacht ist ganz still, habe nur geträumt. Stehe auf. Sitzt der Bengel nicht mehr auf der verschütteten Trevpe— draußen finde ich ihn die er die Sterne anstiert und vor sich hinredet:„Nimmt es denn gar kein Ende?“ Ich buffe ihn freundlich auf seinen Posten zurück und will mir den Mantel über die Knie wickeln, da höre ich Schritte auf dem Dach des Unterstandes. Ein paar Steine rollen. Ich springe auf. Johannsen sitzt. steif vor Schreck. auf der Trepve. und schon kullert vor seine Füße eine feindliche Handgranate.
„Alarm!“ schreie ich,„Franzosen!“ Halbert schläft zu fest, den kann ich nicht wecken. Peter und Hansen springen auf und reißen ihre Handgranaten vom Gürtel Wir anderen hatten keine mehr. Wir haben noch Glück diesmal— das Ding, das sie uns reingeworfen haben. zündet nicht, ich hebe es auf. schmeiße es durch die nächste
Kapitänleutnant Prien wieder erfolgreich
Kapitänleutnant Prien. dessen erfolgreiche Feindfahrten uns noch in bester Erinerung sind. meldet laut OKWBericht vom 28. Juni die Versenkung von weiteren 40 100 Bruttoregistertonnen feindlichen Handelsschiffsraums.
Weltbild().
Arbeitseinsatz eine Ehrenpflicht
Aufruf der BDM=Reichsreferentin zum Werk der berufstätigen Mädchen] Arbeitseinsatz auf allen Gebieten eine Ehrenpflicht
. Berlin. 28. Juni.
die Pssom=Fesch de# berufstätigen, Mädchen wendet sich
=Reichsreferentin Dr. Jutta Rüdiger mit folgendem Aufruf an alle deutschen Mädel:
In der Zeit des größten Schicksalskamvfes unseres Reiches darf keiner untätig bleiben, ohne sein Anrecht darauf zu verwirken. Angehöriger des deutschen Volkes zu sein. Der deutsche Mann greift zur Waffe, um unser Reich zu schützen, du aber, deutsches Mädel. gehst in die Munitionsfabrik. um unseren Kameraden die Waffen zu reichen, greifst zum Pfluge, um die Ernährung unseres Volkes sicherzustellen. Ueberall. wo Arbeit wartet, packst du zu.
Im Kriege adelt den Mann das Schwert, dein Adel, deutsches Mädel. ist die Arbeit.“
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Jugendbewegung stellte seit jeber die Mädel in die Gemeinschaft des Volkes hinein. Jede Arbeit in dieser Gemeinschaft ist für sie die Erfüleiner Pflicht gegenüber dem ganzen Volke. So gibt sehens Ffebt. Imedf ein Mädel. das abseits des Arbeitsallen Berufen setzen sich die weiblichen Arbeitskräfte ein. Sie stehen, in Stadt und Land. in Fabriken und Kontoren. in Geschäften und Werkstätten. sie sitzen an den Fahrkartenschaltern der Reichsbahn wie
in den Telephonzellen der Postämter.
hinaus setzen sich die berufstätigen Mädel tetträtis im ehrenamtsichen Hilfsdienst ein, Allein die .gihazte daß 80 000 Mädel mährend des Krieges an Gezundheitsdienstkursen des BDM teilegnommen haben, beweist, wie gern und freudig sie sich überall dort zur Verstellen, wo sie gebraucht werden. Das Deutsche und der Reichsluftschutzbund. die NSV. der Teichsnährstand und allge, Gliederungen der Partei rechIntarderge d fe der Mädel bei der vielfachen neuen Anforderungen. die der Krieg stellt. Sie wurden bisher nicht enttäuscht und werden sich auch in Zukunft auf das berufstätige Mädel verlassen können
Luke wieder heraus. drücke Johannsen schnell den Revolver in die Hand.
die unterste Stufe und
bausch eche ne Seie elt
Er gehorcht, müde, zerschlagen und traurig, wie er ist, wir anderen drei springen vorsichtig an die Luken. samitzanisrs Fäpfe nicht zu sehen sind— keine Minute gr.u1 bekomme einen Schlag gegen den Kiefer,
wanke, halte mich und feure nach draußen. Peter holt aus und wirft mit rundem Schwung seine Handgranate oben aufs Dach zwischen das Geröll— sie platzt —. es wird geschrien. Füße trappeln, und die Granate von Hansen, folgt auf dieselbe Art— nur bekommt er im selben Augenblick einen Kovfschuß. Was mit mir ist, weiß ich nicht richtig, ich habe Blut im Mund. zwänge mich aber noch durch die Klavve und feuere ein paar Schüsse ab.— Die zweite Granate und der Revolver wirkten. die Franzosen rennen zurück, was sie ssntestand Toter und ein Verwundeter liegen auf dem unzergrago. Johannsen ist vollkommen verknackst— zuviel Aufregungen liegen in 50 Stunden hinter uns!
rast mit dem Revolver durch den Unterstand und feuert wie ein Wilder gegen die Wände— nur mit Gewalt könen wir ihm die Waffe abnehmen.
Ich habe einen Schuß durch den Kiefer. der hinten am Halse wieder herausgegangen ist. und werde ohnmächtig.
Erst im Lazarett zu Godesherg erwache ich.
Wenn meine dreijährige Tochter, die mich kaum kennt. nach ihrem Vater gefragt wird, erzäblt sie: „Papa is in Dodesberg——“
*
Beuck lag drei Jahre draußen. Wenn andere groß von ihren Taten berichten, schweigt er. Nur einmal. als man von den Erinnerungen an die Front sprach. sagte er leise:„Manchmal träumt mir, ich liege im Trommelt uer und kann nicht raus. und sehe ganz genau,„wie eine große Granate rankommt— das ist mächtig unangenehm.“
Gaim ührigen tut er Tag um Tag seine Arbeit. Denn Helden sind in Wahrheit ganz schlichte Männer.
Bas keitlreie umsbas ii Die rieinige keinigungsnurtal Veriahhnähte Veralswoulcheriveni1ergieeig ne,kann manses 1pariumn gedraus chen; bei normaler Beschmutzung reicht 1 Daket für 5 Eimer Wasser.