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Geschäfts= und Verkehrs=Anzeiger Mengeder Zeitung(Amtl. Blatt)
Verbreitungsbezirk: Mengede, Bodelschwingh, Brüninghausen, Deininghausen, Deusen, Dingen, Ellinghausen, Groppenbruch, Huckarde, Ickern, Nette, Oestrich, Schwieringhausen, Westerfilde
Anparteiische Zeitung für jedermann## Organ zur Wahrung der Vorortsinteressen
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jeder Adonnent ist bei der Rürnberger Ledenoversicherungs=Bank in Nürnberg gegen die Folgen körperlicher Anfälle mit Reichsmark 1#9.— für den Loll des Todes und der Ganzinvalidität versichert. Jeder Unfall ist unverzüglich nach Eintritt der Rürnberger Ledensversicherungs=Baul anzuzeigen, auch muß sich der Verletzte unverzüglich, spätestens am zweiten Tage nach
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segen die Greuellügen
Antwort des
Die Vereinigten Deutschen Gesellschaften in ewyork hatten an Reichskanzler Adolf Hitler s nachstehende Telegramm gerichtet:
„Vereinigte Deutsche Gesellschaften von Newyork in Gemeinschaft mit hiesigen deutschen Juden deutscher und amerikanischer Staatsangehörigkeit erhoben heute schärfsten
Einspruch gegen unerhörte Deutschenhetze in Amerika. Erbitten zwecks Abwehr Erklärung über künftige rechtliche politische und wirtschaftliche Stellung der Juden in Deutschland. Persönliche Antwort für das Deutschtum von größter Bedeutung.“ Darauf ist vom Staatssekretär in der Reichsnzlei Dr. Lammers die folgende Antwort eringen:
„Reichskanzler dankt für Ihre Mitwirkung Im Kampf gegen jüdische Hetze. Deutsche Juden werden wie alle anderen Staatsangehörigen gemäß ihrer Einstellung zur nationalen Regierung behandelt werden. Abwehraktion nationalsozialistischer Partei durch Verhalten deutscher Juden im Auslande herausgefordert.“
Die Boykottbewegung
Ein Aufruf des Zentralkomitees
Das Zentralkomitee zur Abwehr der jüdiGreuel= und Boykotthetze weist in einem if darauf hin, daß der Boykott nur gegen wandfrei als Juden feststehende Personen und schäfte vorzubereiten ist. In Zweifelsfällen ist hen den Boykott zu entscheiden.
„Alle bekanntgegebenen Anordnungen treten tab Sonnabend 10 Uhr vormittags in Kraft dürfen nicht vorher in Anwendung kom
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beder Deutsche, so heißt es in dem Aufruf ter, muß seine Ehre daran setzen, daß gemäß Anordnung der Reichsleitung der NSDAP verlei Gewalttätigkeiten unterlaufen. Gewaltsskeiten werden umso schwerer bestraft, als unehmen ist, daß sie von Spitzeln, die der sechten Sache Schaden zufügen wollen, ausfl.
Warnung vor Provokateuren
Ritglieder der kommunistischen Kampforganion beabsichtigen, so berichtet das Contibüro Berlin, den morgigen nationalsozialistischen gegen die jüdische Greuelhetze dazu zu um Plünderungen durchzuführen. Die emunisten wollen sich dabei der SA=Uniform genen, um so getarnt jüdische Geschäfte zu edern und dadurch eine allgemeine Unruhe wen Städten anzuzetteln. Alle Anzeichen spre## dafür, daß sogar besondere kommunistische Korradstaffeln ausschließlich für diesen imengestellt werden, um in Gegenden, die ##so schnell von der Polizei zu erreichen sind, Enderungen durchzuführen. Es geht ihnen ptsächlich darum— da sie in SA=Uniform ljütreten beabsichtigen—, die Nationalsoziariche Deutsche Arbeiter=Partei zu belasten, um Auslande Material in die Hand zu spielen, dem die Greuelhetze weiter betrieben werOU. Es wird nochmals eindringlich vor die„Provokateuren gewarnt, da die SA=Mannrsten die strikte Anweisung haben, sich an die nungen des Zentralkomitees zur Abwehr Hreuelhetze zu halten, in denen ausdrücklich Et wird, daß den Juden kein Haar gekrümmt ##en darf.
Abgestempelt!
Fls Annaberg in Sachsen wird gemeldet: Hier E! Freitag vormittag vor den jüdischen Geeen starke SS=Abteilungen auf und drückten Käufer, der die Läden verließ, einen el mit der Inschrift:„Wir Verräter kaufJuden!“ ins Gesicht. 59 in Berlin sind, wie wir aus zuverlässiger erfahren, ähnliche Maßnahmen wie in
Samstag-Sonntag, den 1. und 2. April 1933
Zum Geburtstag des Eisernen Kanzlers
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Professor Dr. Hugo Lederers Bismarck=Statue für das Nationaldenkmal in Bingen
Annaberg in Sachsen vorgesehen, denen zufolge Käufern in jüdischen Geschäften von SA oder SS=Abteilungen Stempel mit der oben gekennzeichneten Inschrift ins Gesicht gedrückt werden sollen.
Entfernung jüdischer kichter und Anwälte
Der Kommissar des Reiches für das preußische Justizministerium Kerrl hat am 31. März eine Anweisung an sämtliche Oberlandesgerichtspräsidenten, Generalstaatsanwälte und Präsidenten der Strafvollzugsämter in Preußen erlassen, in der es heißt:
Die Erregung des Volkes über das anmaßende Auftreten amtierender jüdischer Rechtsanwälte und jüdischer Aerzte hat Ausmaße erreicht, die dazu zwingen, mit der Möglichkeit zu rechnen, daß besonders in der Zeit des berechtigten Abwehrkampfes des deutschen Volkes gegen die alljüdische Greuelpropaganda das Volk zur Selbsthilfe schreitet. Das würde eine Gefahr für die Aufrechterhaltung der Autorität der Rechtspflege darstellen. Ich ersuche deshalb umgehend, allen amtierenden jüdischen Richtern nahezulegen, sofort ihr Urlaubsgesuch einzureichen und diesem sofort stattzugeben. Ich ersuche ferner, die Kommissorien jüdischer Assessoren sofort zu widerrufen.
In allen Fällen, in denen jüdische Richter sich weigern, ihr Urlaubsgesuch einzureichen, ersuche ich, diesen kraft Hausrechts das Betreten des Gerichtsgebäudes zu untersagen.
Ich ersuche, mit den Anwaltskammern oder örtlichen Anwaltsvereinen noch heute zu vereinbaren, daß ab morgen früh 10 Uhr nur noch bestimmte jüdische Rechtsanwälte, und zwar in einer Verhältniszahl, die dem Verhältnis der jüdischen Bevölkerung zur sonstigen Bevölkerung etwa entspricht, auftreten.
Mir scheint es selbstverständlich zu sein, daß die Beiordnung jüdischer Anwälte als Armenanwälte oder Bestellung von solchen als Pflicht
Am 1. April jährt sich zum 118. Male der Geburtstag des „Eisernen Kanzlers“, der die deutschen Länder zur Reichseinheit zusammenschmiedete.
In den Tagen der großen Ereignisse, die wir jetzt durch. leben, und in denen Bismarcks Reich neugestaltet werden soll, lenken wir den Blick mehr denn je auf die Reckengestalt des Reichsgründers und ersten Lenkers seiner Geschicke.
Möge die Einigkeit, mit der sich heute die deutschen Stämme zum Werke Bismarcks beken. nen, das deutsche Volk und das Deutsche Reich zu neuer Weltgeltung, Frieden und Wohlstand führen!
verteidiger, zu Konkursverwaltern,
waltern usw. ab morgen 10 Uhr nicht mehr erfolgt. Aufträge zur Vertretung von Rechtsstreitigkeiten des Staates an jüdische Anwälte ersuche ich sofort zurückzunehmen.
Den Gesamtrücktritt des Vorstandes der Anwaltskammern ersuche ich durch entsprechende Verhandlungen herbeizuführen.
Wenn von den Gau= und Kreisleitungen der NSDAP der Wunsch geäußert wird, durch uniformierte Wachen die Sicherheit und Ordnung im Gerichtsgebäude zu überwachen, ist diesem Wunsche Rechnung zu tragen.
Ausschaltung jüdischer Geschäfte bei städtischen Aufträgen
Der Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf hat, wie es schon in anderen Städten geschah, angeordnet, daß bei notwendigen Anschaffungen für die Stadtverwaltung, Dienststellen und Betriebe Warenhäuser und jüdische Geschäfte nicht mehr zu berücksichtigen sind. Etwaige bestehende Verträge mit Warenhäusern und jüdischen Unternehmern sind mit sofortiger Wirkung zu kündigen, auch sind alle Aufträge betreffend Prozeßführung an jüdische Rechtsanwälte mit sofortiger Wirkung rückgängig zu machen. Ferner wurden die städtischen Dienstverhältnisse mit jüdischen Aerzten, Apothekern und Chemikern mit sofortiger Wirkung gelöst. Die Betroffenen sind sofort beurlaubt worden.
Keine Beweise!
Um der im Auslande getriebenen Greuelhetze gegen Deutschland zu begegnen, hatte sich der Verlag der„Hamburger Nachrichten“ vor etwa einer Woche verpflichtet, demjenigen einen Betrag von 2000 RM. auszuzahlen, der den Nachweis erbringt, daß in Hamburg oder in ganz Deutschland ein Jude hingerichtet oder ermordet worden wäre. Wie das Contibüro berichtet, hat sich noch niemand gefunden, der den Nachweis#
14. Jahrgang
erbracht und damit den Anspruch auf die ausgesetzten 2000 RM. verdient hätte. In Anbetracht der hohen Summe der Auslobung ist es beachtenswert, daß niemand bisher einen derartigen Nachweis oder einen Nachweis über Terror in Deutschland führen konnte. Die Hamburger Nachrichten haben, um weiterhin der Greuelhetze im Auslande entgegenzutreten, die Auslobung von 2000 RM. erneut ausgesetzt.
Die Margarine-Union
hat ihren wichtigsten Geschäftsfreunden auf dem Kontinent und in Uebersee in längeren Telegrammen mitgeteilt, daß in Deutschland überall Ruhe und Ordnung herrsche und die im Ausland vielfach verbreitete Greuelpropaganda nichts anderes darstelle, als verlogene Tendenzmeldungen schlimmster Sorte.
Ueber Rudolf Karstadt Hamburg-Berlin
verbreitet das Contibüro folgende Meldung aus Berlin: Aus dem Aufsichtsrat der Rudolf Karstadt A.=G., Hamburg=Berlin, find Dr. Gustav Gumpel, Dr. Norbert Labowsky, Julius Oppenheimer, Albert Schöndorff, Dr. Fritz Warburg und Dr. Arno Wittgensteiner ausgetreten. Da bekanntlich auch aus dem Vorstande und aus den Geschäftsleitungen der Filialen und Kaufhäuser der Gesellschaft, soweit dort bisher überhaupt jüdische Mitarbeiter tätig waren, diese restlos ausgeschieden sind, ist nunmehr der KarstadtKonzern entsprechend seiner alten 50jährigen Tradition wieder ein rein christliches Unternehmen.
Die Haltung Auslandes
Die Auffassung in den angelsächsischen Ländern
Aus Berlin, 31. März, verbreitet das Contibüro folgendes:
Bei den starken Machtpositionen, die das In. dentum in London und Newyork bekleidet, war vorauszusehen, daß die Agitation gegen Deutschland nicht so bald abflauen würde. Umso notwendiger ist es, sich auch in Deutschland klar zu sein, daß diese künstliche Bewegung keineswegs die Meinung der verantwortlichen Kreise oder überhaupt der großen Masse der Bevölkerung in den angelsächsischen Ländern wiedergibt.
Die Haltung der amerikanischen Regierung,
die von Anfang an unter stärksten Druck gesetzt wurde, ist nach wie vor vorbildlich korrekt und die nichtjüdische Bevölkerung der Vereinigten Staaten hat die Bedeutung der Probleme, mit denen Deutschland zu ringen hat, sofort erkannt, als der Versuch gemacht wurde, die angeblichen Judenverfolgungen in Deutschland zum Vorwand zu nehmen, um den„Opfern“ eine Masseneinwanderung nach Amerika zu ermöglichen. Der Protest der amerikanischen Regierung und der Oeffentlichkeit gegen jede Lockerung der Einwanderungsbeschränkungen für Osteuropäer zeigt, daß Amerika sich durch die Greuelhetze von seiner aus guten Gründen befolgten Einwanderungspolitik nicht abbringen lassen will.
Im englischen Oberhaus glaubte Lord Ceetl,
der in allen seinen Aeußerungen nur noch sich selbst vertritt, sich zum Sprachrohr der in England entstandenen„Besorgnis“ machen zu sollen und eine Parallele zwischen dieser und dem in den Verträgen geregelten Problem der nationalen Minderheiten ziehen zu können. Der englische Kriegsminister rückte als Vertreter der Regierung die Debatte sofort ins rechte Licht mit der Erklärung, daß kein britischer Untertan jüdischer Herkunft Ursache gehabt habe, sich über Mißhandlungen in Deutschland zu beklagen. Er lehnte für England irgendwelche Interventionen in Berlin ebenso entschieden ab, wie das Auftreten als Schutzmacht des Judentums. Vom deutschen Standpunkt bleibt auch dem, was er über das Minderheitenproblem gesagt hat, kaum etwas hinzuzufügen. Gerade ein Minderheiten. regime wäre für die deutschen Juden eine entschiedene Verschlechterung ihrer Lage, denn dann würden nicht mehr die ihnen noch immer in Deutschland grundsätzlich zugestandenen Rechte, sondern nur gewisse elementare Rechte gewähr
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