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Herner

nme Variane P. h. Fasisha 11..

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Druck und Verlag: C. Th. Kartenberg. Herne

Besugspreis: Monatlich RM. 2.15, halbmonatlich RM. 1.08. wöchentlich RM. 0.54. Selbstabholer RM. 1.84 oder RM. 0.92 im voraus zahlbar. Einzelpreis 10 Rpi.— Bel Betriebsstörungen oder sonstigen Ereignissen, hervorgerufen durch höbere Oewalt, können Ersatzansprüche nicht berücksichtigt werden.— Anzelgenoreis: 1 mm Höhe 22 mm Breite 8 Rpf.

Rummer 160

Zur Zeit ist Preisliste 4 gültig. In Konkursfällen wird der bewilligte Rabatt hinfällig.— Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Plätzen auch für die durch Fernsprecher aufgegebenen und abbestellten sowie undeutlich geschriebenen Aufträge wird keine Oewähr übernommen. Annahmeschluß: Taxs zuvor 16 Uhr. Erfüllungsort und Oerichtsstand Herne I. Westt.

K

Sonnabend, den 11., und Sonntag, den 12. Juli 1942

Pernruf: 511 41—43(Schriftleitung: 311 42)

Hauptschriftleiter: Willl Franke(z. Z. Wehrmacht). Stellvertreter: Otto Wilhelm Pohle. — Verantwortlich für Politik und allg. Tell Otto Wilhelm Pohle. für Lokales Albert Wemper. Berliner Vertretung: Hauptschriftleiter Erich Wagner.— Ver­antwortlicher Anzeigenleiter: Adolf Frasch. Hauptgeschäftsstelle: Herne. Von-der­Heydt-Straße 9.— Postscheckkonto: Dortmund 6542.

71. Jahrgang

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bedroht die ganze englische Kriegsführung!

Aber Churchill bringt es fertig und leugnet die Existenz des Murmansk-Großgeleitzuges

Der Wegzu den Robben

om Berlin, 11. Juli.

Drahtbericht unseres diplomatischen Vertreters

Es hat ganz den Anschein, als ob die amtliche englische Methode, nach der Verluste der Geleit­züge grundsätzlich erst dann gemeldet werden, wenn diese den Bestimmungshafen erreicht haben, eine ungeahnte Rechtfertigung erhalten wird. Nach dem gestrigen OKW.=Bericht sind von den am Rand des Packeises umherirrenden restlichen Schiffen des großen englisch=amerikanischen Geleit­zuges von 38 Transportern nach Murmansk von der deutschen Luftwaffe weitere drei zu den Rob­ben geschickt worden, wonach also nur noch drei übrig blieben; wenn auch diese, was nicht ausge­schlossen ist, von dem Schicksal der übrigen ereilt werden, könnte Churchill in der Geheimsitzung des Unterhauses in der nächsten Woche getreu dem verkündeten Grundsatz erklären, daß der Geleit­ug frei nach Palmström„als Nichtexistenz im inne des Gesetzes“ zu betrachten sei.

Der Tip, den wir hiermit dem britischen In­formationsministerium unentgeltlich zur Ver­fügung stellen, kommt allerdings etwas zu spät, denn schon hat man sich in England in dem läh­menden Entsetzen über die deutschen Meldungen zu Zugeständnissen hinreißen lassen, die nicht mehr aus der Welt zu schaffen sind. Vom Londoner Nachrichtendienst hat das englische Publikum nur die„von hoher kompetenter Stelle“, stammende Mit­teilung gehört, daß die##-Boote der Achse mehr Schiffsraum versenken als die Alliierten ersetzen können. Der Londoner„Daily Expreß" zieht dar­aus den Schluß, die ununterbrochene, heftigste und unerbittlichste aller Schlachten, die auf dem Meer ausgekämpft wird, macht nicht nur die schon wiederholt angekündigte große Offensive unmög­lich, sondern bedroht die ganze englische Kriegs­führung. Die Transport= und Tonnagekrise und damit einer der wichtigsten Posten in der Kriegs­rechnung der Achsenmächte ist also in ein akutes Stadium getreten.

Ohne weitere Folgerungen aus dieser Tatsache zu ziehen, kann man schon heute feststellen, daß da­mit der Plan einer europäischen Offensive„noch in diesem Jahr“ hinfällig geworden ist und daß der amerikanische Verpflichtungsschein, den Mo­lotow von seiner Reise nach Washington im Mai mit nach Hause gebracht hat, seinen an sich schon zweifelhaften Wert verloren hat. Die Wirkung des Tonnageschwundes auf die bolschewistische und ägyptische Front kann nicht ausbleiben. Viel deutlicher wird auch in der geheimen Sitzung des englischen Parlaments nicht gesprochen werden können, es sei denn, daß die Regierung selbst die Führung bei den Geständnissen übernehmen will. Ist der Mann, der bisher das Wort„Blut, Schweiß und Tränen“ nur als berechnend düste­ren Umschwung einer unverwüstlichen Siegeszu­versicht gebrauchte, schon soweit?

Ein Wanne=Eickeler Ritterkreuzträger!

□ Berlin. 11. Juli. Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwafse, Reichsmarschall Göring, das Ritterkrenz des Eiser­nen Kreuzes an: Oberleutnant Knacke, Flug­zeugführer in einem Nachtjagdgeschwader und an Feldwebel Grislawski, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader.

Feldwebel Alfred Grislawski, am 2. No­vember 1919 in Waune=Eickel geboren, hat sich in über 240 Feindeinsätzen gegen die bolschewi­stischen Gegner als überragender, einsatzfreudiger Jagdflieger besonders bewährt und 43 Luftsiege errungen. Darüber hinaus hat er vor allem wäh­rend der Schlacht auf Kertsch die kämpfende In­fauterie durch kühne Augriffe auf Artillerie= und Flakstellungen wirksam unterstützt.

Ritterkreuz

für Rittmeister von Someyer

□ Berlin, 11. Juli. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Rittmeister Friedrich von Homeyer, Führer einer selbstän­digen Aufklärungsgruppe, gefallen am 3. Juli 1942 in Nordafrika. Rittmeister von Homeyer hatte an den erfolgreichen Kämpfen um Tobruk hohen Anteil.

Militärbefehlshaber in Aegypten

re Ankara, 11. Juli.

Drahtbericht unseres Mitarbeiters

Die ägyptische Regierung hat heute für das ge­samte Kriegsgebiet Militärbefehlshaber ernannt, die an die Stelle der bisherigen Provinzgouver­neure treten und deren Machtbefugnisse wesent­lich weiter reichen.

Gescheiterte Anti-Inflationspolitik

Preise steigen ins Unermeßliche- Die Schraube dreht sich weiter

Telegramm unseres ständigen Korrespondenten

Schlechtes Zeugnis für Roosevelt

kb Lissabon, 11. Juli.

Roosevelts Anti=Juflations=Politik ist geschei­tert, stellt ein Reuter=Bericht aus Washington fest. Das Programm des Präsidenten war dadurch un­durchführbar geworden, daß die landwirtschaftlichen Produkte aus dem Preisstop herausblieben. Als der Farmerblock im Parlament diesen Erfolg er­zielt hatte, wehrten sich auch die Gewerkschaften mit demselben Ergebnis gegen einen Lohnstop. Die er­warteten Folgen sind nunmehr eingetreten. Wegen der starken Versteuerung der Gestehungskosten der Landwirtschaft stiegen die Lebensmittelpreise ge­rade in der letzten Zeit ungewöhnlich stark an, ob­wohl sie in dieser Zeit sonst zu sinken pflegen. Dar­auf antwortete die Gewerkschaft mit der Forde­rung einer allgemeinen Lohnerhöhung um einen Dollar täglich. Wenn ihr nachgegeben werde, wo­ran die englischen Korrespondenten in Washington

zweifeln, würden die Generalunkosten der Indu­strie um etwa acht Milliarden Dollar ansteigen. Sie konnten ihrerseits auch nur durch Preis­erhöhung ausgeglichen werden, dann aber würde sich die Schraube weiter drehen.

Wie die Bürger der USA. diese Wirkung beur­teilen, zeigt sich in der starken Kapitalflucht aus dem Dollar: Um zu verhindern, daß sich daraus eine Gefährdung der Währung entwickelt, hat Fi­nanzminister Morgenthau die Wiedereinfuhr ge­flüchteter Dollarnoten verboten. Dadurch wurde mit einem Schlage ein Betrag von rund zehn Milliarden Dollar in den iberoamerikanischen Staaten blockiert, die die Fluchtbeträge bisher aufnahmen. Wegen dieser Summe ist nunmehr zwischen der USA., Brasilien, Argentinien und Kuba ein Währungsvertrag abgeschlossen worden, bei dem das Clearingsystem Pate stand, das die New Yorker Bankiers früher nicht stark genug kritisieren konnten.

Bis auf den letzten Rest versenkt

Verfolgung im Südabschnitt der Ost front auf breiter Basis fortgesetzt

390 Panzer bei Drel vernichtet

dnb Führerhauptquartier, 11. Juli.

Das Oberkommando der Wehrmacht gab gestern bekannt:

„Im Südabschnitt der Ostfront wird die Verfolgung des weichenden Feindes durch die deutschen und verbündeten Truppen auf breiter Frout fortgesetzt. Oertlicher Widerstand wurde ge­brochen. Von Panzern unterstützte Entlastungs= angriffe des Gegners nordwestlich Woronesch bra­chen unter hohen Verlusten zusammen. Starke Kampf= und Schlachtfliegerverbände unterstützten die Abwehr der feindlichen Entlastungsangriffe und bekämpften mit großem Erfolg die zurückflutenden sowjetischen Kolonnen, die sich an einzelnen Ueber­gangen zu großen Ansammlungen stauten.

Nördlich und nordwestlich Orel wiederholte der Feind seine Angriffe mit starken Infauterie= und und Panzerkräften. Sie wurden in harten Kämp­sen abgewiesen, örtliche Einbrüche abgeriegelt und im Gegenstoß bereinigt. Die Zahl der im erfolg­reichen Zusammenwirken von Heer und Luftwaffe in diesen Kämpfen vernichteten Panzer hat sich auf 390 erhöht.

Im rückwärtigen Gebiet südwestlich Rschew scheiterten Ausbruchsversuche der eingeschlossenen Sowjetkräfte.

Durch Jäger und Flakartillerie wurden am gestri­gen Tage 78 sowjetische Flugzeuge abgeschossen, fünf eigene Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt.

Die Reste des englisch=amerikanischen Großgeleit­zuges im Nordmeer wurden gestern nochmals durch Kampfflieger und Unterseeboote erfaßt und ange­griffen. Von dem Geleit, das noch aus drei Damp­fern mit drei Zerstörern und zwei Bewachern be­stand, wurden sämtliche drei Dampfer versenkt, da­von zwei durch Unterseeboote.

Die Luftangriffe auf die Flugstützpunkte der Insel Malta wurden bei Tag und Nacht erfolg­reich fortgesetzt. In Luftkämpfen wurden sechs seindliche Jagdflugzeuge ohne eigene Verluste ab­geschossen.

An der Südküste Englands versenkten leichte Kampfflugzeuge in den frühen Morgenstun­den des gestrigen Tages aus dem zuvor von deut­schen Schnellbooten angegriffenen britischen Geleit­zug ein Handelsschiff von 3000 BRT. sowie einen größeren Bewacher, beschädigten ein weiteres Hau­delsschiff mittlerer Größe.— Im Kanal versenkte ein Räumboot in der Nacht zum 10. Juli ein bri­tisches Kanonen=Schnellboot nach hartem Nahgefecht durch Rammstoß.— In der Deutschen Bucht schos­sen Geleitfahrzeuge und Marineartillerie drei bri­tische Kampfflugzeuge ab.

Poworino bombardiert

* Berlin, 11. Juli. Deutsche Kampfflugzeuge griffen den Bahnknotenpunkt Poworino an der südlichen Ostfront erfolgreich an.

Fernkampfbatterte jeuert— Uebergang über den Don

Links: Von der Kanalküste aus beschossen Fernkampfgeschütze wichtige Ziele im Raum von Dover. Rechts: Pioniere erwarten am Ufer des Don das Material für einen Brückenbau.

PK.=Kriegsberichter Weizsäcker u. Kipper.

E

Islam und Judentum

OWP. Herne, 11. Juli.

Die Juden mögen in jener sagenhaften Zeit, da die Mauern von Jericho beim Posaunenblasen zu­sammenstürzten ein gewal­tiges Kriegsvolk gewesen sein. Damals war das ja auch leichter— vorausge­setzt, das man der alt­testamentarischen Nachrich= tenübermittlung glauben darf. Da diese aber zwei­felsohne schon in jüdischen Händen lag und eigen­tümlicherweise seit zwei­tausend Jahren keine Zei­chen und Wunder mehr geschehen, muß man auch die Glaubwürdigkeit der ersten jüdischen Geschichtsschreiber in Zweifel ziehen. Abgesehen davon, daß es später niemand vermocht hat, wie weiland Stammvater Moses in seinem 5. Buche, den eigenen Tod zu beschreiben.

Aber lassen wir das, gehen wir weiter! Es hieße die Bedeutung des jüdischen Volkes für die Welt­geschichte, vor allem für die europäische, zu unrecht leugnen, wenn wir— infolgedessen— die Be­hauptung aufstellen wollten, daß die Juden von der Kriegsführung nichts verstünden. Sie haben jahr­hundertelang einen großen, unheimlichen Krieg hinter den Kulissen Europas geführt und standen schon kurz vor dem vollendeten Sieg, als unsere Zeit die Ereignisse heraufbeschwor, die das Fun­dament einer faulen, morschen, verjudeten Welt ins Wanken brachten. Nicht mit Posaunengeschmet­ter, sondern mit dem Freiheitsruf unterdrückter Völker, die sich mit der Kraft ihrer Rasse aufbäu­men gegen die Willkür der heimlichen Fremdherr­schaft und des Geldsacks. So wurde der Weltfeind Nr. 1 aus dem Dunkel der Ghettos. der britischen Feudalsitze und der wolkenkratzerbeschatteten Ave­nuen hervorgezerrt, und es scheint die unerbitt­liche Konsequenz dieses Weltbrandes zu sein, daß Juda den großen Kampf diesmal auch am eigenen Leibe verspüren wird.

Vorläufig allerdings läßt es wieder die Po­saunen erschallen, wenn auch die Gesänge von „Gleichheit und Brüderlichkeit“ nicht mehr ziehen, gleich ob sie im Kreml, in der Londoner City oder in der Wallstreet angestimmt und auf kurzer Welle gesendet werden. Die ewige Lüge hat ihre Wir­kung verloren.

Am wenigsten glaubt man an das Zustandekom­men jüdischer Armeen zur„Rettung der Welt", das in London und neuerdings in Au­stralien ausposaunt wird. Viel glaubwürdiger er­scheint dagegen die Meldung, daß in den letzten zwei Wochen 400000 Juden aus Aegypten in Palästina eingetroffen sind; denn mit dem sieg­reichen Vordringen der Achsentruppen in Nord­afrika droht ihnen auc von anderer Seite Gefahr, nämlich von dem erwachenden Nationalbewußtsein der orientalischen Völker. Die Judenfrage wird plötzlich wieder für die mohamedanische Welt akut, nachdem sie für einige zwanzia Jahre einge­schlafen war. Vorher hatte der Islam sie auf seine Art energisch beantwortet. Wie, das erzählt Eugen Binder=Krieglstein, eine der be­merkenswertesten journalistischen Erscheinungen der Vorweltkriegszeit, der in seinem Buch„Ge­schichten aus der Wüste“(1918 bei Georg Müller) eine interessante Beobachtung verzeichnet hat, die er während der italienisch=türkischen Auseinander­setzung(1911) machte. Der kurz skizzierte Vorfall spielte sich im Bergland von Tripolis auf dem Wege zur tunesischen Grenze ab: Eine kleine Ka­rawane befindet sich mitten in der trostlosen Berg­welt mit tiefgerissenen wässerlosen Schluchten, als sich zu ihren Füßen„ein schmales Tal von etwa einem Kilometer Länge und Breite auftut, in dem seltsame tiefe Gräben aufgeworfen sind, in scharf­kantigem Viereck mit senkrecht abfallenden Wän­den.“ Aus diesen Gräben kriechen plötzlich Ge­schöpfe hervor, die einander in unverständlicher Sprache etwas zurufen, dann plötzlich massenweise aus der Erde emporquirlen, und als sie die be­waffneten fremden Reiter gewahr werden, mit einem Alarmschrei aus hunderten von Kehlen blitzartig wieder unter der Erde verschwinden.

Dem Berichterstatter stockt der Atem. Was sind das für seltsame Wesen, die hier ein von der Welt abgeschlossenes Dasein fristen? Da erfährt er es:

„Es sind Juden— Hamiten—. niemand weiß, wann sie gekommen sind, wohl vor tausenden von Jahren. Sie wohnen unter der Erde und Europa weiß nichts von ihnen, auch sie wissen nichts von Eurova, und daß in Europa die Juden die Herren sind und euch Christen, die ihr schon lange aufgehört habt.

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