Herner
nme Variane P. h. Fasisha 11..
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Druck und Verlag: C. Th. Kartenberg. Herne
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Rummer 160
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K
Sonnabend, den 11., und Sonntag, den 12. Juli 1942
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Hauptschriftleiter: Willl Franke(z. Z. Wehrmacht). Stellvertreter: Otto Wilhelm Pohle. — Verantwortlich für Politik und allg. Tell Otto Wilhelm Pohle. für Lokales Albert Wemper. Berliner Vertretung: Hauptschriftleiter Erich Wagner.— Verantwortlicher Anzeigenleiter: Adolf Frasch. Hauptgeschäftsstelle: Herne. Von-derHeydt-Straße 9.— Postscheckkonto: Dortmund 6542.
71. Jahrgang
90
bedroht die ganze englische Kriegsführung!
Aber Churchill bringt es fertig und leugnet die Existenz des Murmansk-Großgeleitzuges
Der Wegzu den Robben
om Berlin, 11. Juli.
Drahtbericht unseres diplomatischen Vertreters
Es hat ganz den Anschein, als ob die amtliche englische Methode, nach der Verluste der Geleitzüge grundsätzlich erst dann gemeldet werden, wenn diese den Bestimmungshafen erreicht haben, eine ungeahnte Rechtfertigung erhalten wird. Nach dem gestrigen OKW.=Bericht sind von den am Rand des Packeises umherirrenden restlichen Schiffen des großen englisch=amerikanischen Geleitzuges von 38 Transportern nach Murmansk von der deutschen Luftwaffe weitere drei zu den Robben geschickt worden, wonach also nur noch drei übrig blieben; wenn auch diese, was nicht ausgeschlossen ist, von dem Schicksal der übrigen ereilt werden, könnte Churchill in der Geheimsitzung des Unterhauses in der nächsten Woche getreu dem verkündeten Grundsatz erklären, daß der Geleitug frei nach Palmström„als Nichtexistenz im inne des Gesetzes“ zu betrachten sei.
Der Tip, den wir hiermit dem britischen Informationsministerium unentgeltlich zur Verfügung stellen, kommt allerdings etwas zu spät, denn schon hat man sich in England in dem lähmenden Entsetzen über die deutschen Meldungen zu Zugeständnissen hinreißen lassen, die nicht mehr aus der Welt zu schaffen sind. Vom Londoner Nachrichtendienst hat das englische Publikum nur die„von hoher kompetenter Stelle“, stammende Mitteilung gehört, daß die##-Boote der Achse mehr Schiffsraum versenken als die Alliierten ersetzen können. Der Londoner„Daily Expreß" zieht daraus den Schluß, die ununterbrochene, heftigste und unerbittlichste aller Schlachten, die auf dem Meer ausgekämpft wird, macht nicht nur die schon wiederholt angekündigte große Offensive unmöglich, sondern bedroht die ganze englische Kriegsführung. Die Transport= und Tonnagekrise und damit einer der wichtigsten Posten in der Kriegsrechnung der Achsenmächte ist also in ein akutes Stadium getreten.
Ohne weitere Folgerungen aus dieser Tatsache zu ziehen, kann man schon heute feststellen, daß damit der Plan einer europäischen Offensive„noch in diesem Jahr“ hinfällig geworden ist und daß der amerikanische Verpflichtungsschein, den Molotow von seiner Reise nach Washington im Mai mit nach Hause gebracht hat, seinen an sich schon zweifelhaften Wert verloren hat. Die Wirkung des Tonnageschwundes auf die bolschewistische und ägyptische Front kann nicht ausbleiben. Viel deutlicher wird auch in der geheimen Sitzung des englischen Parlaments nicht gesprochen werden können, es sei denn, daß die Regierung selbst die Führung bei den Geständnissen übernehmen will. Ist der Mann, der bisher das Wort„Blut, Schweiß und Tränen“ nur als berechnend düsteren Umschwung einer unverwüstlichen Siegeszuversicht gebrauchte, schon soweit?
Ein Wanne=Eickeler Ritterkreuzträger!
□ Berlin. 11. Juli. Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwafse, Reichsmarschall Göring, das Ritterkrenz des Eisernen Kreuzes an: Oberleutnant Knacke, Flugzeugführer in einem Nachtjagdgeschwader und an Feldwebel Grislawski, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader.
Feldwebel Alfred Grislawski, am 2. November 1919 in Waune=Eickel geboren, hat sich in über 240 Feindeinsätzen gegen die bolschewistischen Gegner als überragender, einsatzfreudiger Jagdflieger besonders bewährt und 43 Luftsiege errungen. Darüber hinaus hat er vor allem während der Schlacht auf Kertsch die kämpfende Infauterie durch kühne Augriffe auf Artillerie= und Flakstellungen wirksam unterstützt.
Ritterkreuz
für Rittmeister von Someyer
□ Berlin, 11. Juli. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Rittmeister Friedrich von Homeyer, Führer einer selbständigen Aufklärungsgruppe, gefallen am 3. Juli 1942 in Nordafrika. Rittmeister von Homeyer hatte an den erfolgreichen Kämpfen um Tobruk hohen Anteil.
Militärbefehlshaber in Aegypten
re Ankara, 11. Juli.
Drahtbericht unseres Mitarbeiters
Die ägyptische Regierung hat heute für das gesamte Kriegsgebiet Militärbefehlshaber ernannt, die an die Stelle der bisherigen Provinzgouverneure treten und deren Machtbefugnisse wesentlich weiter reichen.
Gescheiterte Anti-Inflationspolitik
Preise steigen ins Unermeßliche- Die Schraube dreht sich weiter
Telegramm unseres ständigen Korrespondenten
Schlechtes Zeugnis für Roosevelt
kb Lissabon, 11. Juli.
Roosevelts Anti=Juflations=Politik ist gescheitert, stellt ein Reuter=Bericht aus Washington fest. Das Programm des Präsidenten war dadurch undurchführbar geworden, daß die landwirtschaftlichen Produkte aus dem Preisstop herausblieben. Als der Farmerblock im Parlament diesen Erfolg erzielt hatte, wehrten sich auch die Gewerkschaften mit demselben Ergebnis gegen einen Lohnstop. Die erwarteten Folgen sind nunmehr eingetreten. Wegen der starken Versteuerung der Gestehungskosten der Landwirtschaft stiegen die Lebensmittelpreise gerade in der letzten Zeit ungewöhnlich stark an, obwohl sie in dieser Zeit sonst zu sinken pflegen. Darauf antwortete die Gewerkschaft mit der Forderung einer allgemeinen Lohnerhöhung um einen Dollar täglich. Wenn ihr nachgegeben werde, woran die englischen Korrespondenten in Washington
zweifeln, würden die Generalunkosten der Industrie um etwa acht Milliarden Dollar ansteigen. Sie konnten ihrerseits auch nur durch Preiserhöhung ausgeglichen werden, dann aber würde sich die Schraube weiter drehen.
Wie die Bürger der USA. diese Wirkung beurteilen, zeigt sich in der starken Kapitalflucht aus dem Dollar: Um zu verhindern, daß sich daraus eine Gefährdung der Währung entwickelt, hat Finanzminister Morgenthau die Wiedereinfuhr geflüchteter Dollarnoten verboten. Dadurch wurde mit einem Schlage ein Betrag von rund zehn Milliarden Dollar in den iberoamerikanischen Staaten blockiert, die die Fluchtbeträge bisher aufnahmen. Wegen dieser Summe ist nunmehr zwischen der USA., Brasilien, Argentinien und Kuba ein Währungsvertrag abgeschlossen worden, bei dem das Clearingsystem Pate stand, das die New Yorker Bankiers früher nicht stark genug kritisieren konnten.
Bis auf den letzten Rest versenkt
Verfolgung im Südabschnitt der Ost front auf breiter Basis fortgesetzt
390 Panzer bei Drel vernichtet
dnb Führerhauptquartier, 11. Juli.
Das Oberkommando der Wehrmacht gab gestern bekannt:
„Im Südabschnitt der Ostfront wird die Verfolgung des weichenden Feindes durch die deutschen und verbündeten Truppen auf breiter Frout fortgesetzt. Oertlicher Widerstand wurde gebrochen. Von Panzern unterstützte Entlastungs= angriffe des Gegners nordwestlich Woronesch brachen unter hohen Verlusten zusammen. Starke Kampf= und Schlachtfliegerverbände unterstützten die Abwehr der feindlichen Entlastungsangriffe und bekämpften mit großem Erfolg die zurückflutenden sowjetischen Kolonnen, die sich an einzelnen Uebergangen zu großen Ansammlungen stauten.
Nördlich und nordwestlich Orel wiederholte der Feind seine Angriffe mit starken Infauterie= und und Panzerkräften. Sie wurden in harten Kämpsen abgewiesen, örtliche Einbrüche abgeriegelt und im Gegenstoß bereinigt. Die Zahl der im erfolgreichen Zusammenwirken von Heer und Luftwaffe in diesen Kämpfen vernichteten Panzer hat sich auf 390 erhöht.
Im rückwärtigen Gebiet südwestlich Rschew scheiterten Ausbruchsversuche der eingeschlossenen Sowjetkräfte.
Durch Jäger und Flakartillerie wurden am gestrigen Tage 78 sowjetische Flugzeuge abgeschossen, fünf eigene Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt.
Die Reste des englisch=amerikanischen Großgeleitzuges im Nordmeer wurden gestern nochmals durch Kampfflieger und Unterseeboote erfaßt und angegriffen. Von dem Geleit, das noch aus drei Dampfern mit drei Zerstörern und zwei Bewachern bestand, wurden sämtliche drei Dampfer versenkt, davon zwei durch Unterseeboote.
Die Luftangriffe auf die Flugstützpunkte der Insel Malta wurden bei Tag und Nacht erfolgreich fortgesetzt. In Luftkämpfen wurden sechs seindliche Jagdflugzeuge ohne eigene Verluste abgeschossen.
An der Südküste Englands versenkten leichte Kampfflugzeuge in den frühen Morgenstunden des gestrigen Tages aus dem zuvor von deutschen Schnellbooten angegriffenen britischen Geleitzug ein Handelsschiff von 3000 BRT. sowie einen größeren Bewacher, beschädigten ein weiteres Haudelsschiff mittlerer Größe.— Im Kanal versenkte ein Räumboot in der Nacht zum 10. Juli ein britisches Kanonen=Schnellboot nach hartem Nahgefecht durch Rammstoß.— In der Deutschen Bucht schossen Geleitfahrzeuge und Marineartillerie drei britische Kampfflugzeuge ab.
Poworino bombardiert
* Berlin, 11. Juli. Deutsche Kampfflugzeuge griffen den Bahnknotenpunkt Poworino an der südlichen Ostfront erfolgreich an.
Fernkampfbatterte jeuert— Uebergang über den Don
Links: Von der Kanalküste aus beschossen Fernkampfgeschütze wichtige Ziele im Raum von Dover. Rechts: Pioniere erwarten am Ufer des Don das Material für einen Brückenbau.
PK.=Kriegsberichter Weizsäcker u. Kipper.
E
Islam und Judentum
OWP. Herne, 11. Juli.
Die Juden mögen in jener sagenhaften Zeit, da die Mauern von Jericho beim Posaunenblasen zusammenstürzten ein gewaltiges Kriegsvolk gewesen sein. Damals war das ja auch leichter— vorausgesetzt, das man der alttestamentarischen Nachrich= tenübermittlung glauben darf. Da diese aber zweifelsohne schon in jüdischen Händen lag und eigentümlicherweise seit zweitausend Jahren keine Zeichen und Wunder mehr geschehen, muß man auch die Glaubwürdigkeit der ersten jüdischen Geschichtsschreiber in Zweifel ziehen. Abgesehen davon, daß es später niemand vermocht hat, wie weiland Stammvater Moses in seinem 5. Buche, den eigenen Tod zu beschreiben.
Aber lassen wir das, gehen wir weiter! Es hieße die Bedeutung des jüdischen Volkes für die Weltgeschichte, vor allem für die europäische, zu unrecht leugnen, wenn wir— infolgedessen— die Behauptung aufstellen wollten, daß die Juden von der Kriegsführung nichts verstünden. Sie haben jahrhundertelang einen großen, unheimlichen Krieg hinter den Kulissen Europas geführt und standen schon kurz vor dem vollendeten Sieg, als unsere Zeit die Ereignisse heraufbeschwor, die das Fundament einer faulen, morschen, verjudeten Welt ins Wanken brachten. Nicht mit Posaunengeschmetter, sondern mit dem Freiheitsruf unterdrückter Völker, die sich mit der Kraft ihrer Rasse aufbäumen gegen die Willkür der heimlichen Fremdherrschaft und des Geldsacks. So wurde der Weltfeind Nr. 1 aus dem Dunkel der Ghettos. der britischen Feudalsitze und der wolkenkratzerbeschatteten Avenuen hervorgezerrt, und es scheint die unerbittliche Konsequenz dieses Weltbrandes zu sein, daß Juda den großen Kampf diesmal auch am eigenen Leibe verspüren wird.
Vorläufig allerdings läßt es wieder die Posaunen erschallen, wenn auch die Gesänge von „Gleichheit und Brüderlichkeit“ nicht mehr ziehen, gleich ob sie im Kreml, in der Londoner City oder in der Wallstreet angestimmt und auf kurzer Welle gesendet werden. Die ewige Lüge hat ihre Wirkung verloren.
Am wenigsten glaubt man an das Zustandekommen jüdischer Armeen zur„Rettung der Welt", das in London und neuerdings in Australien ausposaunt wird. Viel glaubwürdiger erscheint dagegen die Meldung, daß in den letzten zwei Wochen 400000 Juden aus Aegypten in Palästina eingetroffen sind; denn mit dem siegreichen Vordringen der Achsentruppen in Nordafrika droht ihnen auc von anderer Seite Gefahr, nämlich von dem erwachenden Nationalbewußtsein der orientalischen Völker. Die Judenfrage wird plötzlich wieder für die mohamedanische Welt akut, nachdem sie für einige zwanzia Jahre eingeschlafen war. Vorher hatte der Islam sie auf seine Art energisch beantwortet. Wie, das erzählt Eugen Binder=Krieglstein, eine der bemerkenswertesten journalistischen Erscheinungen der Vorweltkriegszeit, der in seinem Buch„Geschichten aus der Wüste“(1918 bei Georg Müller) eine interessante Beobachtung verzeichnet hat, die er während der italienisch=türkischen Auseinandersetzung(1911) machte. Der kurz skizzierte Vorfall spielte sich im Bergland von Tripolis auf dem Wege zur tunesischen Grenze ab: Eine kleine Karawane befindet sich mitten in der trostlosen Bergwelt mit tiefgerissenen wässerlosen Schluchten, als sich zu ihren Füßen„ein schmales Tal von etwa einem Kilometer Länge und Breite auftut, in dem seltsame tiefe Gräben aufgeworfen sind, in scharfkantigem Viereck mit senkrecht abfallenden Wänden.“ Aus diesen Gräben kriechen plötzlich Geschöpfe hervor, die einander in unverständlicher Sprache etwas zurufen, dann plötzlich massenweise aus der Erde emporquirlen, und als sie die bewaffneten fremden Reiter gewahr werden, mit einem Alarmschrei aus hunderten von Kehlen blitzartig wieder unter der Erde verschwinden.
Dem Berichterstatter stockt der Atem. Was sind das für seltsame Wesen, die hier ein von der Welt abgeschlossenes Dasein fristen? Da erfährt er es:
„Es sind Juden— Hamiten—. niemand weiß, wann sie gekommen sind, wohl vor tausenden von Jahren. Sie wohnen unter der Erde und Europa weiß nichts von ihnen, auch sie wissen nichts von Eurova, und daß in Europa die Juden die Herren sind und euch Christen, die ihr schon lange aufgehört habt.
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