Herner Anzeiger-nzeiger für Sodingen- Gerther Anzeiger.
Nr. 215 Dienstag, den 25. Sept. Zweites Blatt
Aus dem Stadtkreise Herne.
Herne, den 25. September 1923
Doppelquartett„Schlägel& Eisen“.
Nach langer, durch die schweren Zeitverhältnisse bedingter Pause war es uns vergönnt, am Sonntag endlich einmal wieder aus dem klaren Borne heiliger Kunst zu schöpfen und Musik zu hören, wie wir sie allzulange nicht mehr genießen konnten. Daß auch in der großen Herner Musikgemeinde das gleiche dringende Bedürfnis vorherrscht, das zeigte der überfüllte Saal des Ledigenheims in Herne=Süd, in welchem das unter Meister Eberhard Hennecke stehende Doppelquartett„Schlägel und Eisen“ uns solch seltenen Kunstgenuß bescheeren wollte. Und es war wirkliche Kunst, die das ernste Streben begnadeter Sänger zeigte, trotz allem nicht abzulassen von der Pflege und Verbreitung solcher Ideale, wie sie nach jeder Richtung hin das deutsche Lied und der deutsche Männergesang verkörpern. Die Darbietungen dieses Musterquartetts wirkten umso überwältigender, als die lange Zeit der Entbehrung unsere Seele wohl umso aufnahmefreudiger und daher auch empfänglicher gemacht haben mag. Was sollen wir hervorheben aus dem schönen Programm?„Das ist der Tag des Herrn“ mit seiner bekannt dramatischen Wucht und Fülle, das liebliche„Kirchlein" von Becker, oder Abts herrliche Waldandacht. Das war Musik in des Wortes wahrster Bedeutung, bei deren Klängen uns alte Erinnerung an das, was so lange schon hinter uns liegt, überkam und wehmütig stimmte. Und dann Rietz' Morgenlied, das immer so gern gehörte, mit dem Quartett und Leiter die Schönheiten dieser Komposition so recht ausschöpfen konnten, dank ihres Materials und ihrer wundervollen Anpassung aneinander. Möge der packende Schlußsatz:„Nun schöne Erde, wache auf“ auch uns im Ruhrgebiet in anderer Weise bald erklingen und uns das ungeschmälerte Genießen und Schwelgen in heiliger Kunst wieder gestatten, wie ehedem. Duftig zart erklang dann„Das Lied aus alter Zeit“, markig schwungvoll„Ossian", wie„Grüße“ aus alter Zeit Rudolf Hoffmanns gleichnamige Komposition und Jüngst'„Im Mai“. Auch Zerlett und Othegraven fehlten nicht auf dem Programm und gaben dem Konzertabend eine heitere Note. Daß das beifallsfreudige Publikum Sänger und Dirigenten mit Beifall überschütteten, braucht wohl kaum erwähnt zu werden. Ganz besonders war das bei dem fidelen Lumpenmann der Fall, der zwingend eine Zulage forderte.
Der instrumentale Teil lag in den bewährten Händen des Herrn Susen(Klavier) und P. Hellmann(Cellist). In der Hauptsache bestritt Beethoven und Mozart das Programm. Die Darbietungen dieser beiden Künstler paßten sich den Gesangsvorträgen an und ergänzten so das Programm in bester Weise. Der ganze Verlauf des Konzerts berechtigt uns zu der Hoffnung, daß das Doppelquartett „Schlägel und Eisen“ mit reichen Lorbeeren vom Sängerkrleg in Duisburg am 7. Oktober heimkehren wird.
* Rückkehr der Kinder vom Schwimmverein.
Morgen, Mittwoch, nachmittag zwischen 4 und 6 Uhr treffen die Kinder vom Schwimmverein in Wanne, Notbahnhof, ein. Wir bitten die Eltern, die Kinder dortselbst in Empfang zu nehmen.
* Rückkehr der Kinder vom Lande.
Am Sonntag, den 23. ds. Mts., kehrten 185 Kinder, welche auf dem Lande im Großherzogtum Lauenburg untergebracht waren, zurück. Sie sind am 22. nachmittags von Ratzeburg abgefahren und sollten am andern Morgen n Wanne eintreffen. Leider haben sie auf der Fahrt nicht die Anchlüsse der einzelnen Züge erreicht, so daß sie erst gegen Abend den Bahnhof Wanne erreichten. Es ist bedauerlich, daß die Eltern von der Rückkehr ihrer Kinder nicht in Kenntnis gesetzt worden sind, es war das aber nicht möglich, weil der Aufnahmekreis dem städtischen Jugendamt nur die Zahl der rückkehrenden Knder telegraphisch mitgeteilt hat, die Namen der Kinder also dieser Stelle nicht bekannt waren. Die Kinder sind unter Benutzung der erreichbaren Hilfsmittel von Wanne nach Herne geleitet und dort aufgeteilt worden. Es ist Vorsorge getroffen, daß die Eltern bei Rückkehr ihrer Kinder rechtzeitig durch die Presse oder sonst in geeigneter Weise künftig in Kenntnis gesetzt werden. Bei dieser Gelegenheit sei noch darauf hingewiesen, daß beabsichtigt ist, die noch auf dem Lande befindlichen Herner Kinder in der ersten Hälfte des Monats Oktober zurückzubefördern
* Herner und Recklinghäuser Weltwanderer.
Zu Fuß um die Welt wandern will der Naturheilkundige Albert Schwilkowski in Recklinghausen=Süd von der Loge Wohltat. In seiner Begleitung befinden sich die Psychologen Heinz Bertram, Hanz Schappe und Willy Klinge aus Herne. Für die Reise sind acht Jahre vorgesehen, und soll dieselbe über die Schweiz, Italien, Ungarn, Türkei, Aegypten, Tripolis, Algier, Marokko, durch die Sahara nach St. Louis, Brasilien, Australien Indien, China, Rußland gehen und enden über Petersburg, Berlin, Recklinghausen. Der Zweck der Reise soll die Erforschung der psychischen okkulten Naturheilkräfte sein. Der Lebensunterhalt soll durch Verkauf von Postkarten der okkulten Weltreisenden gesichert werden. Beginn der Reise am 1. Oktober 1923 ab Recklinghausen=Süd.
* Aufgeschobene Kommunalwahlen?
Bei der Verabschiedung des Notgesetzes über die Städte= und Landgemeindeordnung in Preußen ist vorgesehen worden, daß die Städte= und Gemeindewahlen bis zum 25. November 1923 stattfinden müßten. Sicherem Vernehmen nach besteht unter den Koalitionsparteien des preußischen Landtages der Wunsch, das Datum zu ändern und statt 25. November 1923 zu setzen: 25. März 1924
* Das Ehrengeschenk bei der Ehejubelfeier
Das Ehrengeschenk, das die Preußische Regierung bedürftigen Ehepaaren aus Anlaß der 50= oder 60
10
P
ährigen Ehejubelfeier bewilligt, ist, wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, n
Preußische Pressedienst mitteilt, nach einer gemeinsamen Verfügung des Ministers des Innern und des Finanzministers fortan nach einem Grundbetrage von 24 Mark, der mit der jeweils geltenden Schlüsselzahl zu vervielfältigen ist, zu bemessen. Für die Bemessung ist der Zeitpunkt der Auszahlung maßgebend
* Gewerdliche Berarbeitung von Zucker
Der Erlaubnis vom Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft bedarf, wer Zucker beziehen und verwenden will zur gewerblichen Herstellung von Marmeladen und Odstkonsern#n, Kunsthonig, Schokoladen und Süßigkeiten, Branntwein und branntweinhaltigen Getränken(Likören), Schaumwein und schaumweinhaltigen Getränken. Betriede, denen die Erlgubnis erteilt wird, dürfen Zucker nur in dem Um fan und unter den Bedingungen beziehen, die vom
Reicheminister für Ernahrung und Landwirtschaft feitgesetzt sind.
* Helft den armen Waisen!
Gedenket in dieser teuren Zeit des St. Autonine. Waisenhauses in Herne. Der Winter steht vor der Tür. Wovon sollen wir Kohlen und Kartoffeln bezahlen, wenn edle Wohltäter nicht ihr Scherflein opfern? Darum die dringende Bitte: Helfet den armen Waisen!
* Wohljahrtspflegerinnen.
Die staatliche Prüfung von Wohlfahrtspflegerinnen ist durch die vom Minister für Volkswohlfahrt herausgegebenen Vorschriften vom Oktober 1920 geregelt. Danach kann Wohlfahrtspflegerinnen, die vor dem Erlaß dieser Prüfungsbestimmungen eine gleichwertige Ausbildung und eine dreijährige erfolgreiche Tätigkeit in der Wohlfahrtspflege durch Zeugnis der Verwaltungsbehörden nachweisen, die staatliche Anerkennung als Wohlfahrtspflegerin ohne vorherige Prüfung erteilt werden.
* Westfätisches Rotgeld.
Die Landesbank der Provinz Westsalen gibt bekannt, daß das von ihr ausgegebene Notgeld, welches in ganz Westfalen Gültigkeit hat, von ihr mindestens bis zum 1. April 1924 eingelöst werden wird.
* Stiefelsohlen als Anwaltshonorar.
Die Flucht vor der Mark und das Bestreben, sich „wertbeständig" bezahlen zu lassen, greift auch neuerdings in den freien Berufen um sich, wie folgender Fall beweist: Vor dem Schöffengericht Berlin=Mitte trat ein Schuhmachermeister als Kläger gegen eine Schauspielerin auf, die ihn und seine Frau beleidigt haben sollte. Da die Beweisaufnahme die Haltlosigkeit der Behauptungen ergab, war die Schauspielerin genötigt, ihre Aeußerungen zurückzunehmen und die Kosten zu tragen. Bei der Festsetzung der Höhe der Kosten fragte der Vorsitzendé den Rechtsbeistand des Klägers nach dem von ihm vereinbarten Honorar. Unter allgemeiner Heiterkeit erklärte der Advokat, daß er mit dem Schuhmachermeister als Honorar vereinbart habe, daß dieser ihm zwei Paar Stiefel besohlen müsse. Die Beklagte übernahm auch diese Kosten.
* Muß der Vater auf jeden Fall eine Aussteuer gewähren?
Nach dem Gesetz besteht die Verpflichtung des Vaters, seiner Tochter bei der Verheiratung eine Aussteuer zu gewähren; dabei betont es ausdrücklich, daß durch die Gewährung einer Aussteuer sein und seiner Familie standesgemäßer Unterhalt nicht gefährdet werden darf. Mit anderen Worten, die vor der Verheiratung stehende Tochter und ihr Verlobter können nicht erwarten, daß der Vater der ersteren eine Aussteuer beschafft, die ihren eigenen, vielleicht sehr weitgehenden Wünschen nach jeder Richtung hin entspricht. Die jungen Leute werden sich also Einschränkungen nach dieser Richtung hin gefallen lassen müssen, zu denen ihn bei Berücksichtigung seiner Vermögensverhältnisse seine samilienrechtlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verpflichtungen zwingen. Ja, es kann der nicht seltene Fall eintreten, daß im Streitfalle selbst eine Klage des jungen Paares nicht zum gewünschten Erfolg führt: die ersehnte Aussteuer im gehofften Ausmaße zu erhalten, wenn der Vater nach der Darlegung seiner Verhältnisse zu einer solchen Leistung völlig außerstande ist. Die Tochter kann also nur dann mit Aussicht auf Erfolg klägerisch gegen ihren Vater vorgehen, wenn dieser aus irgend einem Grunde, trotz eigener Leistungsfähigkeit, die Aussteuerbeschaffung verweigert. Er ist jedoch zu dieser Verweigerung der Aussteuer berechigt, wenn unsittlicher oder ehrloser Lebenswandel der Tochter nach§ 2333 B6B. Verletzung der Unterhaltungspflicht gegenüber den Eltexn, körperliche Mißhandlung der Eltern oder Verbrechen oder Vergehen gegen Vater oder Mutter vorliegt. Schließlich auch dann, wenn eine geplante Verheiratung der Tochter ohne elterliche Einwilligung, also vor Vollendung des 21. Lebensjahres, bis zu welchem sie unbedingt erforderlich ist, erfolgen soll, und schließlich und letzten Endes dann, wenn die Tochter schon einmal verheiratet war und zur ersten Ehe eine entsprechende Aussteuer erhalten hat. Zur regelrechten Aussteuer gehören nicht nur alle zum persönlichen Gebrauch bestimmten Sachen, wie Kleider, Wäsche, Schuhe sondern auch die entsprechende Wirtschaftseinrichtung, wie Möbel, Küchen= und Eßgeräte, Bett=, Tisch= und Haushaltswäsche.
Neudeutschland aus Norderney.
Auch in diesem Jahre hat das Neudeutschlandheim auf Nordernev seine Pforten geöffnet und findet zahlreichen Zuspruch. Seit Anfang Juli sind Mitglieder des Bundes aus allen Gauen Deutschlands, Deutsch=Oesterreichs„und Deutsch=Böhmens hier eingetroffen, um körverliche und geistige Erholung unter der bewährten Leitung Pater Leenen's zu suchen. Neben dem Strandleben wird für bildende Geselligkeit durch Theateraufführungen. Vorträge, Heimat= und Liederabende gesorgt. Im Sinne des Bundes, dessen Ziele bekanntlich unpolitisch, dagegen stark ethisch=religiös eingestellt sind, werden von Zeit zu Zeit erhebende religiöse Gemeinschaftsfeiern in der ehemaligen Flughalle abgehalten.
Beim zweiten Kursus. der vom 2. bis 20. August lief und hauptsächlich von Gymnasiasten und Studenten aus dem besetzten Gebiet besucht war, hielt Dr. theol. Bierbaum aus Münster allmorgendlich bei der Gemeinschafts=Messe eine Anspräche über ein religiös=sittliches Thema, während sich Professor Dr. d’Ester besonders durch literarische Veranstältungen verdient machte. Beonders stimmungsvoll war jedesmal der Abendsegen unter freiem Himmel, wenn zum Sviel der Lauten und zum Rauschen der Wogen das altdeutsche Marienlied dich grüße ich“ erklang. Am Schluß der beiden Kurse erschien Pater Esch aus Köln und warb in Diskussion und Vortrag für die Ideale vo and.
von Neudeutsch=
per Liter, ca.
Büchsenfleisch Backöl per Liter, ca.
Salatöl Weizenmehl Erbsen Vollreis
Seise, 200 Gramm Seise, 250 Gramm Zucker Haferflocken Schnitt=Nudeln Graupen
gearbeiteter Entwurf einer Vergnügungssteuerordnung wurde angenommen, dagegen wurde einem vom Kreis. Ausschuß ausgearbeiteten Entwurf einer Getränke
steuerordnung nicht zugestimmt. Die Erfrischungshalle auf dem Marktplatze wurde dem alten Pächter, Selterwasserfabrikant August Schierfeld, weiter verpachtet. Die Pacht wird nach dem Dollarstand berechnet
Die neuen Richtpreise für das Amt Sodingen.
Margarine
Schmalz
Speck(gesalzen)
Speck(geräuchert)
Backöl
Salatöl
Weizenmehl
Erbsen
Vollreis
Seife, 200 Gramm Seise, 250 Gramm Zucker
Schweinefleisch
Rindsteisch
Pfd. 31—33000000 Pfd. 44000 000 42 000000 46000 000 50000000 55000000 10000000 14000000 8000000
Psd.
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Pfd.
Psd.
Pfd.
Pfd.
Pfd.
15000 000 19000000 10000000 80000000 Mf. 65000000 Mk.
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Mk.
Gewerbe.
1 Dollar= 146632500 Mark.
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Amtliche Devisenkurse.
A. September 21. September
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43 308 000 5 513 750 1912 250 501 250 000
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nditat Peeußische Berainwel##es.. Ubriges Rbeinland 10.83 Sächsisches Steinkohlensondikal
shausen V. Sächsisches Steinkohlensondikal Proz., Niedersächsisches Steinkohlensondikat 29.038 Proz., Oberschlesisches Steinkohlensondikat 28.012 Proz., Ritteldeutsches, Braunkohlensondikat 30.864 Proz., Oberhaverische Pechkohle 27.131 Proz., Braunkohle 30.861 Proz Hiernach stellen sich am 24. d. Mts. Rubrfettsi
Hiernach stellen sich u. 5
koble auf 38.46 Goldmark. Ruhrsettstückkobl; auf e S•
örder
erschlesische Stückkohle auf 29.36 Go mark. Mitteldeutsche Braunkohlenbriketts auf 10n Gold
mark
15
50.97 Goldmark, oberschlesist
Mit
I.
Der Umrechnungskuro für die Landabaabe.
X Berlin, 24. Sept.(Telear.) Der Umrechnungssat für die Abgabe der landwirtschaftlichen, forstwirtkhaft lachen und gärtnerischen Betriebe(Landabnabe) betrag für die Zeit vom 26. bis 28. September einschließlich 34 800 000 Wer. für je eine Goldmark
Das Goldiollausaeld
Berlin. 24. Sept.(Telegr.) Für die Zeit, vom 26
1
dsol l. ne Gold
h Essen, 24. Sevt.(Telear.) Zum markt waren aufgetrieben 402 Stück
6 496 200 19 448 500 155 388
Der amtliche Mittelkure
X Berlin. 24. Spt.(Telegr.) Mittellung der Reichsbank. Der für die Durchführung der Devisenverordnung maßgebende amtliche Mittelkurs des Dollars ist beute am 24. September 147 Millionen Mark.
Berliner Börsenbericht.
= Beriln, 24. Sept.(Telegr.) Durch die in den Sonntagsreden des französischen Ministerpräsidenten scharf betonte unnachgiebige Haltung Frankreichs in der Beilegung der Ruhrfrage erfuhren die Devisenkurse am Vormittag neuerliche Steigerungen, denen dann allerdings bei der amtlichen Kursfestsetzung durch Intervention mit abermals überwiegend voller Zuteilung Einhalt getan wurde. Am Effektenmarr: war in Rückwirkung der hohen Devisen und einer gewissen Erleichterung am Geldmarkt, besonders für die in der Vorwoche stärker gewichenen Papieren, durchweg höhere Kurse festzustellen, bei schweren Montanwerten mit 100 bis vereinzelt 900 Millionen Prozent, sie hielten sich aber ganz überwiegend unter 100 Millionen Prozent. Festverzinsliche, einschließlich Valutapapiere, wiesen geringe Kursveränderung auf. Das Geschäft blieb ruhig. Die Zurückhaltung war vorherrschend im Zusammenhang mit der zur Entsche dung drängenden Ruhrfrage und die eventuell davon eintretenden Rückwirkungen auf die innerpolitische Lage, die sich auch auf die zu Einheits kursen gehandelten Industriepaviere erstreckte. Die ansänglichen Erhöhungen konnten sich später nicht behaupten, es erfolgten Posttionslösungen der Spekulation.
Berliner Produktenbericht.
— Berlin, 24. Sept.(Telegr.) Bei
politischen Lage und den schwankenden Devisenvreisen war das Geschäft am Produktenmarkt sebr rubig. Bei den hohen Preisen und den für Geld aufzubringenden hohen Zinssätzen hielten sich die Käufer sehr zurück. Die Preise waren verhältnismäßig wenig verändert bei überwiegender Neigung zu Erhöbungen.
der unsicheren „Devisenpreise
Die Kohlenpreise.
Berlin, 24. Sept.
ich:
Sitzung
großen
21. Sept. d.
d. Mts. gültigen
(Telegr.) In der gemeinkamen
des„Reichskohlenverbandes und des Ausschusses des Reichskohlenrates am ). Is. wurden Zuschlage zu den ab 17. altigen Preisen beschlossen. Die Zuschläge, die einstimmige Annahmefanden, geben den Gruben lediglich eine Abgeltung für die durch Schiedsgericht ausgeprochene Erhöhung der Bergarbeiterlöhne, soweit sie, in Goldmaxk ausgedrückt, die Goldmarklöhne der Vorwoche überschreitet. Ein Aufschlag für Materialien war in den Zuschlägen nicht enthalten. Die Steigerung der Bergarbeiterlöhne auf Goldmark bezogen ist darauf zurückzuführen, daß die Lebenshaltungskosten in der in Betracht kommenden Lohnwoche gegenüber der Vorwache In weit stärkerem Mane gestiegen sind als die Entwertung der Papiermark in diesem Zeitraum. Die Preiszuschläce sind jedoch zum Teil vom Reichswirtschafts minister deanstandet worden. Nach der von ihm getroffenen Entscheidung halten sich die Kohlenvreise des unbesetzten Deutschlands ausschließlich der westlichen Randsechen innerhalb der Weltmarkvarität. Es erzeben sich nunmehr die folgenden prozentualen Er höhungen“ gegenüber den ab 17. d. Mts. gültigen Preisen. die ab Montag. den 24. Sept. in Kraft treten:
orewuug o.Hr a.F-Siommpegg
bis 28. September einschließlich beträgt das ausgeld 34799000 Mt vom Hunder mark gleich 34 600 000 Mer
Essener Börsenbericht.
Essen. 24. Sept.(Telear.) Die Eslener Börie ver
kehrte heute in fester Haltung. Im weiteren Verlauftrat ein wesentliche Bruhigunn ein doch komte sich die Tendenz gegen Schluß wiederum befestigen auf Grund von Meldungen, die eine weitere Befestigung der Devisenkurse besagten. Die Spekulation war geneint, an eine weitere Aufwärtsbewegung der Devisen zu alauben. du die am Sonntag gehaltenen Reden Poincares eine Einigung nicht alaubhaft erscheinen ließen. Von Stei#kohlenaktien wurden Carl Friedrich zu erhöhten ursen lebhaft umgesetzt. Dasselbe ist von den übtigen Rontanwerten zu sagen. Vor allen Dineen waren ie Werte, des besetzten Gebietes auf unkontröllierbare Gerüchte begehrt. Kaltwerte hatten lebhäftes„Geschäft aufzuweisen. Bevorzugt waren die Werte der Dr. Wilhelm Sauer=Gruope, die bekanntlich zu den besten Kallpapieren gehören. Am Frelverkehtsmarkt waren Steimkohle Becker bevorzugt, ebenso Houbenwerke, de sich nabezu den 100 Millionen Prozent näherten. Es notierten außerdem Oese 130—160. Rhenania Papier 20—32.
Essener Biehmarkt.
heutigen Vieß
# waren aufgetrieben 402 Stück Großvied. niervon
58 Ochsen. 81 Bullen. 140 Färlen und Kübe. 123 gering gepährtes Jungvleh. 321 Kälber. 311 Schafe und 1101 Schweine. Es wurden im Engrohbaudel für ein Piund Lebendgewicht bezahlt: Ochsen 18 28 Mill. Mit. Bullen 14—24 Mill. Mk. Kärsen und Kühe 18—28 Mill. Mk. Jungvieb 10—20 Väll. Mk. Kälber 22.-58 Mill. MR. Stallmastschafe nicht notiert. Weidentastschafe 12—18 Mill. Mk. Schweinz 25—40 Mill Mi Tendenz lebhaft. Auch in dieser Woche zogen die Preise wieder an.
Wieder erhältlich:
Die Mariannhiller Mission
1882— 1922.
Bilder aus dem afrikanischen Missionsleben.
*
Im Auftrage seine: Obern gesammelt von einem Mariannhiller Missionspriester. Zweite, bedeutend vermehrte Auflage.
212 Seiten Gr.=Lexikon=Format mit zahlreichen Illustrationen. Grundpreis Mk. 5.—, nehst jeweiliger Schlüsselzahl; z. Zt 30000, also Gesamtpreis Mk. 1 500000.
Das Werk ist aus Anlaß der Feier des 40-jährigen Bestehens der Mariannhiller Mission in Sidafrika erschienen. Der geschichtliche Inhalt der durch mehr als 200 hülbsche und interessante Bilder erläutert wird, umsaßt folgende Abschnitte!
1. Die Zeit der Gründung.
2. Weitere Entwicklung Mariannhills als Kloster des Reform. Zisterzienser=Ordens.
3. Mariannhill wird eine selbständige Missionsgesellschaft.
4. Ein Blick ins volle Kaffernleben.
5. Die Mariannhiller Mission im Weltkriege.
6. Aus neuester Zeit.
Wie die übrige Mariannhiller Literatur„so u. a.: Der Marlannhiller Missionskalender, die beiden illustrierten Zeitschriften„Vergißzmeinnicht" und „Missionsglöcklein“, erstere für Erwachsene, letztere für Kinder, so redet auch dieses Festbuch zum freundlichen Leser warm und innig vom hl. Werke der Mission und dient dem Zwecke, daß recht viele für den einzig schönen Miionsberuf begeistert werden und diese Begeisterung in die Tat umsetzen, sei es als echte Missionsfreunde, oder noch mehr als opfermutige Missionskandidaten. In jeder katholischen Familie wird das hochinteressante Werk, das sich auch als Gelegenheitsgeschenk vorzüglich eignet, mit größtem Interesse gelesen werden.
Es ist zu beziehen durch die Geschäftsstelle des „Herner Anzeigers“, wo es zur gefl. Ansicht
aufliegt
Der Reinertrag ist für die Mariannhiller Mission bestimmt
Die neuen Richtpreise für Herne.
Am Montag, den 24. Sept. 1923 fand eine Sitzung der Richtpreiskommission statt, welche folgende Richtpreise festsetzte:
Margarine Pfd. 26 500—27000000 Mk.
Schmalz Pfd. 37000000 Mk.
Speck(amerik.) gesalzen Pfd. 32—38000000 Mk. peck(amerik.) geräuchert, Pfd. 10% Aufschlag
22000 000 Mit. 2 Pfd., 40000000 Mk. 2 Pfd., 44000000 Mk. Pfd., 8500000 Mk. Pfd., 11000000 Mk. Pfd., 7000000 Mk. 15000000 Mk. 19000000 Mk. Pfd. 10000000 Mk. Pid 10 500000 Mk. Psd. 15 500000 Mk. Pid. 9000000 Mk.
Nachruf.
Am Preitag, den 21. September ds Is. starb Infolge Unglücksfalles der
Hilfspolizeibeamte
in Ausübung seines Dienstes.
Wir verlieren in dem Verstordenen einen pflichtgetreuen und verantwortungsfreudigen Beamten, dessen Andenken wir stets in Ehren halten werden. 336230
Herne, den 24. Sept. 1923.
Der Magistrat
sowie die Beamten d. Stadtschutzes
Ar
„GTERUBOTTBGBIGMADaBE
Mariannhiller Missienskalender
ljahr 1924.
Aus dem Amte Sodingen.
Börnig, 25. Sept.(Gemeindevertretung Börnig., In der gestrigen Sitzung der Gemeindevertretung wurde folgendes verhandelt und beschlossen: Das Marktstandsgeld für den Wochenmarkt in Börnig wurde erhöht. Die Erhöhung der Sätze für die Besteuerung der Hunde soll zunächst in einer gemeinschaftlichen Sitzung der Finanzkommission aller Gemeinden beraten werden. Nach dem Vorschlage der FinanKommission wurde beschlossen, in Fällen, wo besondere Bedürftigkeit vorliegt, die Armenunterstützungen über die bisherigen Sätze hinaus zu gewahren. Ein vom Kreisausschuß in Dortmund aus
C
Unserm verehrten Sportsfreund Herrn
Joseph Klüsener
den linken Läufer der I. Mannschaft zu seinem heutigen Geburlstage
ein kräftiges Ball Heil!
Gewidmet von der I. Mannschaft der Spielvereinigung Baut au
Jub lot di nich lumpen, alls gol
wi op delnen Namen pumpen.
Grundzahl 0.50 M. mal Schlüsselzahl z. Z. 30000000— 15 000000 M
Wir bitten unsere Freunde und Gönner, sich auch diesmal wieder Im Interesse unser Mission gütigst recht tatkrättig für den Kalender bemühen zu wollen. Der spannende und Interessante Inhalt, geschmückt mit vielen hübschen Illustrationen, läßt uns hoffen, daß der Kalender sich auch jetzt wieder zu den alten recht viele neue Preunde hinzugewinnen wird.
Zu beziehen durch die dankbare Mariannhiller Mission,
Geschäftsstelle des Herner Anzeigere und Anzeigers für das Amt Sodingen, sowie durch unsere Boten
—
Kaufe
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u. f. w. 5680 Postkarte erbeten an
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mnfolge seittes Dürden
Vonille- Arochas
1e der biwenPten
Wanner 2 Vonillin- Zucker
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30086
P. S. Gleichstrom-Motor Millionsberuse.
„Jünglinge von 15
mit Regulier-Anlasser gegen Fahren, Die
Drehstrom-Motof—*—.[Licbé J. Misionsbu
zu vertauschen gesucht.
Wo? sagi die Geschüftsstelle d. Anz I. d. Amt Sodingen, Buchhandl. Pust. Sodingen P8s26
haben, sind. Aufnahme als Missionsbrüder In der Genossenschaft der Mariannbinl Aiionare Anfrag. an 6079 1°. Provinztel. Wurzburg. Pleicher
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