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Gevelsberg
eitung
Amtsblatt der Stadt Gevelsberg.
Gegr. 1878 als Ennepetal=Zeitung.
sse Gevelsberger Zeitung ezugspreis: Ius Haus
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schr###ntionsdruck und Verlag von Phil. Baltin, Gevel
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i Eernsprecher Nr. 58. Telegramm=Adresse: Zeitung Gev Postschließoch r
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General=s Anzeiger
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Nr. 180
Dienstag, den 2 August 1921.
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4 Jahrgang
Neusses vom Tage.
In Holland konnten wir uns einen weiteren oldkredit eröffnen.
Palnische Strolche treten in Oberschlesien immer ewaltsamer und räuberischer gegen die deutsche Beölterung auf.
Eine von Cholera und Hunger andauernd veringerie millionenstarte russische Völkerwanderung pälzt sich auf Moskau.
Auf der Tagung des Verbandsrats am 8. d. M. vill England angeblich die Aufhebung der Gewaltnatznahmen am Rhein beantragen.
Gegen den Mangel an Futtermitteln soll staatich durch bessere Verteilung, durch Maislieferung ind Frachtverbilligung geholfen werden.
Auf dem internationalen Gewerkschaftstag in Lille ist es zu einer Abspaltung der Kommu sten tlommen.
Von der[Udslavischen Regierung wird ette völlige Ausrotlung des Kommunismus in Serbien beabsichg1.
Die Griechen haben ihre Offensive in Anatolien abgebrochen.
Die Kulisse der heiligen Alliance.
Deutschland wird wohl die Zeche zahlen.
London, 1. Aug. Das Abkommen, das zwischen England und Frankreich üder Oberschlesien erzielt worden ist, bedeutet nicht eine Unterstützung der stanzösischen Forderung auf den sofortigen Transport von Truppen durch Deutschland. Es handelt sich vielmehr um eine Art von Demonstraften, die den Zweck haben soll, die Einigkeit innerhalb der Enteuse zu illustrieren.
Dieser Demonstration wird die Form gegeden werzen, die den Anschein einer gemeinsamen Aktion begünstigt. Die sogenannte gemeinsame Aktion, die rahrscheinsich heute morgen vorgenommen wird, vird darin bestehen, daß der englische Botschafter in erlin sich dem wiederholten Vorgehen seiner franösischen Kollegen anschließen und die deutsche Resierung zur Abgabe einer Garantie auffordern vird, dahingehend, daß die beutsche Regierung sich dem Transport vo.l Truppen durch Deutschland icht widersetzen wird,
falls
ine Entsendung von Truppen vom Obersten Rat nschlossen werden sollte Dr. Rosen wird dann vernutlich nochmals die Erklärung abgeben, die er in er vorigen Woche schon einmal abgegeben hat, daß deutschland sich dem Beschluß des Odersten Rates uuf Grund des Vertrages von Versailles jügen vird.
England gegen die Sanktionen.
Die Konferenz des Obersten Rates ist, wie beeits kurz gemeldet wurde, vorläufig auf den S. lugust verschoben worden Lloyd George wird der konserenz an diezem Tage beiwohnen können, wähend er am 4. August verhindert war. England oird mit dem Vorschlag hervortreten, die Londoner Sanktionen aufzuheben, deren Aufrechterhaltung is eine große Gefahr s5: dee günstig drurteilte Kainelt Wirth angesehen wird. Die englische Reerung steht im übrigen ganz abgeseden von diesen pportunitätsrücksichten, auf dem Standpunkt, daß iese Aufrechterhatt ung durchaus unberechtigt ist, da deutschland seildem alle Verpflichtungen erfült und iitere Erfüllungen zugssagt hat.
aus Kostellitz und Burochau werden polnische Ban
denvorstöße gemeldet.
Italien winkt ab
Der römische parlamentarische Ausschuß für auswärtige Angelegenheiten hat in vertraulicher Sitzung den Außenminister und den italienischen Kommissar in Oberschlesien de Marinis über Oberschlesien angehört. General de Marinis beantwortele die an ihn gerichteten Fragen an Hand von Karten und wirtschaftlichen Statistiken. Toretta setzte die Motive seiner Politik auseinander und versicherte: Italien habe sich rein reale Ziele gesetzt. Er habe die an Italien gerichtete französische Aufsorderung: neue Truppen nach Oberschlesien zu schicken, für Italien abgelehnt und sich auch der französischen Forderung nicht angeschlossen, um so mehr, als die französtschen Truppen in Oberschlesten bereits in größerer Zahl seien als die englischen und itaienischen Truppen zusammen genommen.
Völkerwanderung des Hungers.
Rutzlands Todeskampf.
Aus Moskau wird berichtet, daß sich etwa sechs Millionen Auswanderer aus dem Wolgagebiet auf dem Wege nach Moskau befinden. Am 20. Juli erreichte die Menge Tambow. Hunderttausende von hungrigen Menschen durchbrachen die militärische Kette und begannen Geschäfte und Magazine zu plündern. Die Pferde der dortigen Feuerwehr und Kavallerie wurden gesangen, geschlachtet und an Ort und Stelle vertilgt. Zuverlässigen Nachrichten zufolge wütet unter der Volkomenge, welche auf Moskau marschiert, die
Cholera.
Die Sterblichkeit ist ungeheuer und erreicht selbst unter dem Sanitätspersonal 95 Prozent. Die Seuche griff bereito auf die Roten Truppen über, die der hungernden Volksmenge entgegengesandt sind, um sie aufzuhalten. Viele Rotgardisten gingen zu den Hungernden über.
An den Wegen slegen Leichenhaufen von Hunderten von Kadavein. Beim Verlassen der Dörfer brannten viele Bauern ihre Gebäude nieder. Infolge der Verpflegungsnot herrscht unter der Roten Armee eine erregte Stimmung. Die Kommunisten von Petersburg und Moskau nächtigen in den Kasernen. Die Fabriken werden unter der Form von Kartellen an die früheren Besitzer zurückgegeben. Die Petersburger Straßenbahn erhielt die frühere Besitzerin, eine belgische Gesellschaft, zurück.
Polnische Gemeinverbrecher„schützen“ Oberschlesien.
Entgegen dem Säulenanschlag in Oppeln von Seiten der Verbandskommission, in dem verkündet wird, daß die Ruhe im oberschlesischen Abstimmungsgebiet jetzt im allgemeinen wiederhergestellt ei, stellt das„B. T.“ an Hand von Nachrichten jest, daß besonders in den Landorten des Industriegebietes der polnische Schrecken weiter unumschränkt herrscht. Aus den Landorten des Kreises Beuthen werden Mißhandlungen, zahlreiche Verschleppungen und Raubüberfälle auf Deutschgesinnte gemeldet. Die Bemeindewachen, die den polnischen Banden entzegentreten sollen, erweisen sich als völlig unzuverlässig, da sie selbst zum größten Teil aus ehemaligen Schwerverbrechern bestehen.
In Rosenberg im Kreise Beuthen versuchten in der Nacht zum 30. Juli stärkere polnische Banden nach heftigem Maschinengewehrfeuer einzudringen. Der Abstimmungspolizei gelang es, die Banditen kach längerem Feuergefecht zu verrreiben. Auch
Die Rot der Wolgadeutschen.
Sie wollen nach Deutschland frausportiert werden.
Ein im Berliner dolschewistischen Blatt„Nowy Mir“ veröffentlichten Bericht über die Lage in den Hungergebieten zeigt deutlich, daß die Katastrophe ihren unaufhaltsamen Gang nimmt. Was uns Deutsche aber besonders schmerzlich berührt, ist die aus dem Bericht hervorgehende Tatsache, daß grade die Deutschen Wolga=Kolonien zu den am schwersten betroffenen Gebieten zählen. Das unter den Wolgadeutschen herrschende Elend ist herzzerreißend. In fast drei Vierteln des von ihnen bewohnten Gebietes hat die Ernte nicht mehr als 5 Pud— 16,38 Kilogramm Korn pro Desjatine(= 1,09 Hektat) ergeben. Von 100 Deutschen sind 90 durch Hunger und Entbehrun
gen am Ende ihrer Kräfte. Die Sterdlichkeit ist dem Bericht zufolge ungeheuer. Weiter heißt es:„Die Wolgadeutschen verlassen ihre angestammten Sitze und begeden sich auf die Suche nach Brot. In Moskau ist ein ganzer Zug dieser Deutschen eingetroffen, die ihren Abtransport nach Deutschland verlangen.“
Soll dieser Ruf ungehört verhallen? Das durch den Versailler Raubvertrag an jeder freien Bewegungsmöglichkeit gehemmte Deutschland ist heute nicht imstande, dem russischen Volke in seiner Not tatkräftige Hilfe zu leisten. Heilige Pflicht aber ist es, den schon auf halbem Wege nach Deutschland befindlichen Landsleuten die schleunige Weiterreise zu ermöglichen. und wir erwarten von der Reichsregierung, daß sie unverzüglich Maßnahmen ergreift, um die aus dem Hungergebiet nach Moskau entkommenen Deutschen nach Deutschland zu schaffen.
„Tierisch im gröbsten Sinne.“
Englisches Urteil über unsere fardigen Der nach dem Rheinland entsandte Kriegskorresponden des„Mauchaster Cwardien“ schildert sutt
seine Eindrücke über die Zustände im besetzten Gebiet. Sein Urteil über die fordigen Truppen unterschreibt alles das, worüber seit Monaten in dieser Richtung von der deutschen Presse Klage geführt wird. Es heißt da:
Man braucht nur einmal zufällig nach Mainz oder nach Wiesbaden zu gehen, und
man versteht die Stimmung im Beite.
ja sympathisiert mit ihr. Welche Gründe auch immer, wirtschaftliche oder sonstige, die Heranziehung afrikanischer Truppen bestimmt haben mögen— diese Gründe hälten nicht ausschlaggebend sein dürfen gegeniüber den unausbleiblichen Folgen, die der Gebrauch schwarzer Truppen haben muß. Es ist wahr, daß es sich nicht um Negertruppen handelt (das stimmt nur zum Teil), sondern um Nordafrikaner, die ein gewisses Minimum von Kultur haben. Soweit ich es habe feststellen können, werden sie auch nicht zwangsweise einquartiert, aber es macht wenig Unterschied, ob ihre Farbe ebenholzschwarz oder Milch und Kaffee ist und od sie in so nahe Berührung mit der Bevölkerung gebracht werden, daß sie in ihre Häuser kommen. Selbst wenn sie harmlos wären — und ungeachtet unvermeidlicher Uebertreibung und vieler Propaganda gibt es überreichliche und
unbestreitbare Beweise für schlechtes Betragen, das tierisch im gröbsten Sinne ist,— ihr bloßer Anblick in den Straßen und den Eisenbahnstationen bildet eine Beleidigung und Erniedrigung selbst für den fremden Besucher.
Des deutschen Volkes größtes Unglück.
Das sind die inneren Gegensätze, die einem zehrenden Feuer gleich in ihm leben, ist der unselige Haderdeist, der es innen= und außenpolitisch nicht nur einmal im Laufe seiner Geschichte um die Früchte seiner Tüchtigkeit gebracht hat. In den Togen von Weimar schien es, als sollte endlich die Lehre aus dieser bitteren geschichtlichen Wahrheit gezogen werden: in der Verfassung vom 11. August 1919 wurden die Grundlagen für den einheitlichen soztalen und politischen Aufbau des neuen Reiches geschaffen. Die Einheitlichkeit im Reiche wurde auch für olche Dinge verfassungsgemäß festgelegt, die bis dahin nur Sache der Länder gewesen waren(u. a. d. Eisenbahnen).
Dem in solcher Weise einheitlich aufgedauten Reich hätte man nun auch die Voraussetzung für eine einheitliche Geisteprichtung im Volke geben sollen. Bewußt und planmäßig kann diese Einheitlichkeit— die wichtigste für unsre Zukunst— nur durch die Arbeit und durch den Aufbau der deutschen Schule erreicht werden. Leider hat man in der deutschen Nationalversammlung diese Einsicht dem Parteiinteresse geopfert, denn die Schulartikel der Reichsverfassung— ein Niederschlag des Kuhhandels zwischen Sozialdemokratie und Zentrum— stehen in wesentlichen Stücken in offenem Widerspruch hierzu. Die Einheit der deutschen Schule und vamit die Einheitlichkeit des deutschen Volkes, das durch diese Schule geht, wird durch die Bestimmungen der Reichsverfassung in Art. 146,2 geradezu verhindert. Es ist Arbeil gegen die Volkseinheit, die hier getrieden wird. Der Entwurf des Reichsschulgesetzes zur Ausführung von Art. 146,2 zeigt das in jeder Zeile.
In Bekermtnis= und Weltanschauungsschulen, in Gemeinschafts= und weltlichen Schulen soll die deutsche Jugend in Zukunft unterrichtet werden. So wird der Kampf um die Form der Schule in jede Stadt, in jedes deutsche Dorf und in jede Familie hinein getragen. Und die Jugend, die ein Bedü inis nach Sonderung doch wahrlich nicht kennt, wird von allem Ansang an getrennt, und— die po tischen Nutznießer der Volkszerklüftung wollen es so,— gegeneinander eingestellt. Was die Verfassung i. dem unglücklichen Art. 146,2, durch den die Schul der Volksmassen den wirklichen oder vermeintlichen Bedürfnissen der Politik von damals geopfert wurde, nur ahnen ließ, nach dem Entwurf zum Reichsschulgesetz soll es in schlimnester Form Wirklichkeit werden.
Aeußerlich ist die Reichseinheit durch das Verfassungswerk von Weimar begründet. Der Reichsschulgesetzentwurf aber sorgt dafütr, daß im Innern der Geist der Zwietracht schon in die zarte Jugend der Volksmasse— für die höhere Schule gilt der Entwurf bezeichnenderweise nicht— gepflanzt wird Zur inneren Geschlossenheit im Voike, zur Grundlage der äußeren Freiheit des Reiches gibt es uin einen Weg: Der führi durch die einheitliche deutsche Schuie. Der Reichsschulgesetz=Entwurf verdaut diesen Weg. Er darf daher, so klingt es in diesen Tagen aus Tausenden von Kundgebungen im deutschen Reich, er darf nun und nimmer Gesetz im neuen Deutschland
Das knappe Viehfutter.
Im Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft fanden Samstag unter Vorsitz des Staatsekretärs Dr. Huber Beratungen über Maßnahmen zur Bekämpfung der infolge der Dürre entstandenen Futtermittelnot statt. Der Vorsitzende betonte einleitend, daß nach den aus den verschiedenen Reichsstelen vorliegenden Nachrichten von einer
Gefährdung der Ernie im allgemeinen nicht gesprochen
werden könne, daß aber in einzelnen Gedieten der Reiches die Rauhfutter= und Futterpflanzenernte unter der Dürre außerordentlich gelitten habe. Sowohl von den Vertretern der Landesregierungen als aum von den Vertretern der landwirtschaftlichen Organisationen wurde besonders Gewicht darauf gelegt, daß jene Notstandsgebiete, die ganz besonders unter der Dürre zu leiden haben, bei der
Belieferung mit Tauschmals zeitlich vorzugsweise berücksichtigt würden. Die geringen Bestände an Kraftfuttermitteln, die sich noch im Besitz des Reichs befinden, namentlich Kleie und Gerstenfutler, sollen nach Maßgabe des Rinderstandes, jedoch unter Berücksichtigung der besonderen Notlage einzelner Reichsteile, den Ländern zur Verfügung gestellt werden. Die Vertreter der Landwirtschaft gaben einstimmig dem Wunsche Ausdruck, daß die im Jun zugelassene teilweise Ausfuhr von Oelkuchen aus ausländischen Saaten im Hinblick auf die in den letzten Wochen eingetretene Futternot baldigst gesperrt werde. Zum mindesten müsse diese Regelung einer sofortigen Nachprüfung unterzogen werden. Um wie bisher den Viehhaltern zu ermöglichen, sich die Fut¬ter= und Streuvorräte der öffentlichen und privaten Waldungen wie in den Kriegsjahren zunuße zu machen, soll die Bekanntmachung über
Streu=, Heide= und Weldenntzung vom 13. April 1916 aufrechterhalten bleiben, wonach die Besitzer von Forsten und anderen nicht landwirtschaftlich genutzten Grundstücken auf Anordnung der höheren Verwaltungsbehörde auf Anordnung der höheren Verwaltungsbehörde verpflichtet sind, die Werbung von Futter= und Streumaterial jeder Art und das Weiden von Vieh zu gestatten.
Als besonders wirksames Mittel zu einer baldigen besseren Futterversorgung der Viehhaltungen der gefährdeten Gebiete wurde von den Vertretern der Landesregierungen in voller Uebereinstimmung mit Landwirtschaft und dem Futtermittelhandel die Einführung von Notstandslarifen für Futter= und Streumittel bezeichnet. Von der Regierung wurde die unverzügliche Entscheidung über die einzelnen Aniräge und Wünsche zugesagt.
Aus dem Reiche.
Reichskredit für die Waren-Versorgungstelle deutscher Gewerkschaften.
Das Reichsarbeitsministerium hatte der WarenVersorgungstelle deutscher Gewerkschaften aus Mitteln der produktiven Erwerbslosenfürsorge einen Reichskredit von 25 Millionen Mark gewährt um hierdurch auf der einen Seite die Arbeitslosigkeit in der Industrie zu bekämpfen, und andererse ts die Versorgung von Mitgliedern der Gewerkschaften mit Bekleidungsgegenständen zu möglichst niedrigen Preisen zu fördern. Die Reichsregierung plant jetzt die Erhöhung des bisher gewährten Kredites um eine sehr erhebliche Summe, wie es heißt, auf etwa 50 Millionen Mark, um es der Warenversorgungtelle deutscher Gewerkschaften zu ermöglichen, etwa 1000 Filialen im Reich einzurichten.
Niederländisches Gold.
Die Reichsbank teilt mit daß sie sich durch Vermitttung des Hauses Mendelssohn u. Co. in Amsterdam einen zerneren Kredit von 50 Millionen Goldmark beschaffte. Die Gesamtsumme der durch Mendelssohn u. Co. beschafften Kredite erhöht sich damit auf 250 Millionen Goldmark.
Ein Pascha am Rhein.
In Mainz traf dieser Tage, von dem Vertreter des französischen Generals Degoutte feierlich empfangen, an Bord eines Schiffes der alltierten Rheinflottille der Pascha von Tanger ein. Dieser fardige Franzose konnte das stolze und schmeichelhafte Gefühl haben, als Bundesgenosse des siegreichen Frankreichs auf dem Boden Deutschlands zu weilen und dort seine in französischen Unisormen steckenden marokkanischen Landsleute in festlicher Parade on sich vorbeistolzieren zu lassen.„Marokko als Herr im europäischen Deutschland" durfte sich der eise Pascha schmeicheln. Die deutsche Bevölkerung fragt sich aber,