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Mitgliedern, welche man in Deutschland zählt, 431 Vereine mit 11000 Mitgliedern zur Stolzeschen Schule bekennen. 3040000 Lehrbücher werden jährlich abgesetzt und lassen auf die Zahl der Schriftgenossen schließen, welche sich keinem Verein zuwenden.

Die neue russische Anleibe wird nicht in Deutschland aufgelegt werden. Die Berliner Firmen, welche die Verhandlungen wegen der Anleihe geführt hatten, er­klären, daß sie mit Rücksicht auf die allgemeine Abneigung, welche sich gegen die Subskription in Deutschland zu erkennen gegeben, von derselben Abstand nehmen.

DieNordd. Allg. Zeitung" bespricht in einem durch gesperrte Schrift als offiziös gekennzeichneten Artikel von Neuem die Stellung der Regierung zu der neuen russischen Anleibe. Es erscheint heißt es da als eine mit wichtigen Interessen unvereinbare Beschränkung, wenn durch jede Anfrage die Regierung vor die Wahl gestellt werden soll, entweder sich gegen die Unter­bringung der Anleihe auszusprechen und damit einen unfreundlichen Akt gegen eine auswärtige Macht zu begehen, oder aber die ausdrückliche Zustimmung zu geben, damit indirekt die Beteiligung des inländischen Kapitals an der Anleihe zu fördern und in gewissem Maße auch die Ver­antwortlichkeit für die finanziellen Folgen zu übernehmen.

Die Zumutung zwischen diesen beiden Alternativen, die häufig beide gleich unerwünscht sind, zu entscheiden, wird namentlich dann zurück zu weisen sein, wenn die Verhält­nisse politischer und finanzieller Natur, auf die es ankommt, jedem erkennbar zu Tage liegen und schon seit Jahren zu wiederholten Malen Gegenstand einer eingehenden öffentlichen Besprechung gebildet haben. Wir erachten daher, daß keiner­lei Grund vorliegt, die Regierung wegen ihrer Neutralität in dieser Frage zu tadeln und vermögen keinen Nachteil darin zu finden, wenn das Publikum sich daran gewöhnt, derartige Fragen nach dem Beispiele anderer Länder selbst zu entscheiden, ohne daß jedesmal das Schwergewicht eines bestimmten Wunsches der Regierung in die eine oder andere Waagschale gelegt wird.

DieHamburger Nachrichten sprechen sich für die Beteiligung des deutschen Geldmarktes an der neuen russischen Anleihe aus. Dazu schreibt dieNationalzeitung, sie glaube nicht, daß man es hier mit der Wiedergabe von Ansichten des Fürsten Bismarck zu thun hat. DieHamburger Nachrichten" waren lange, bevor sie als Organ desselben zu fungieren begannen, sehrrussisch, namentlich in allen Fragen, in denen es sich um die russischen Staatspapiere handelt. In gewissen Hamburger Kreisen scheint noch immer ein sehr starker Besitz an solchen vorhanden zu sein.

DieKölnische Volkszeitung" bringt folgende telegraphische Mitteilung:Verschiedene Anzeichen sprechen dafür, daß sämtliches in der letzten Zeit ausgeschriebenes Eisenbahnmaterial bei den inländischen Walzwerken bestellt wird, wobei die Staatsbahnverwaltung allerdings von diesen verlangt, daß sie mindestens bis auf die vom Ausland geforderten Preise zurückgehen.

Es ist überdies wahrscheinlich, daß der Bedarf der preußischen Staatsbahnen innerhalb der nächsten 12 Monate ein so starker sein wird, daß mit den Werken Verhandlungen angeknüpft werden müssen, um sämtliches für die Lieferung während der beiden nächsten Etatsjahre ausgeschriebenes Bahnmaterial schon im ersten Jahre zur Ablieferung zu bringen. Auch sollen noch in nächster Zeit bedeutende Ver­dingungen von Lokomotiven und Eisenbahnen erfolgen.

Ausland.

Oesterreich. Der Besuch des Kaisers Franz Josef in Prag ist das Ereignis des Tages. Der Kaiser betonte in einer Ansprache, daß die Entwickelung und Förderung des geistigen und materiellen Wohles Böhmens Gegenstand seiner dauernden kaiserlichen Fürsorge bilde. Hierauf fuhr der Kaiser in böhmischer Sprache fort und drückte die Hoffnung und Erwartung aus, daß die unausgesetzten Bemühungen, den für das Wohl des geliebten Königreiches Böhmen und das Reichswohl gleich notwendigen innern Frieden in Böhmen zu erreichen, die hingebungsvolle und selbstlose Mitwirkung aller patriotischen Männer finden möchten.

Frankreich. Großes Aufsehen in Frankreich selbst wie im Auslande macht die mit stürmischem Beifall aufge­

nommene Rede, welche der Minister des Auswärtigen, Ribot, anläßlich der Enthüllung des dem General Faidherbe in Bapaume gesetzten Denkmals gehalten hat. Europa, sagte er unter anderen, habe Frankreich endlich Gerechtigkeit wider­fahren lassen. Ein Souverän, vorausschauend und fest in seinen friedlichen Absichten, wie dies auch Frankreich selber sei, habe öffentlich die tiefen Sympathien bekundet, die sein Land mit Frankreich verbänden.(Lebhafter Beifall und Rufe: Es lebe der Zar!Es lebe Frankreich!") Die russische Nation habe sich ihrem Kaiser angeschlossen, um Frankreich herzliche Freundschaft zu bezeugen. Jedermann wisse, wie die Gefühle erwidert worden seien. Die Vorgänge von Kronstadt hätten in den kleinsten Ortschaften Frankreichs Wiederhall gefunden. Nachdem der Redner auf den Besuch in Portsmouth hingewiesen hatte, fuhr er fort, Frankreich befinde sich in einer neuen Lage, was aber nicht etwa bedeute, daß es sich einer neuen Politik anzupassen habe. Die bisher befolgte Politik sei eine so günstige gewesen, daß man sie nicht aufgeben dürfe an dem Tage, wo ihr Wert vor aller Augen zu Tage trete, und wo Frankreich beginne, die Früchte derselben einzuernten. In dem Augenblicke, wo wir mit der größten Würde in Frieden leben können, werden wir uns nicht dem aussetzen, den Frieden zu gefährden. Frankreich, im Bewußtsein seiner Stärke voll Vertrauen auf die Zukunft, werde fortfahren, die Klugheit und das kalte Blut zu zeigen, die ihm die Achtung der Völker verschafften und dazu beitrügen, ihm den Rang wieder zu geben, den es in der Welt einnehmen müsse.

In den Worten Ribots:Unser einziges Verdienst ist, fortgesetzt zu haben, was unsere Vorgänger begannen, und allenfalls auch begriffen zu haben, daß der Augenblick ge­kommen war, ihren Anstrengungen den Abschluß(Consecration) zu geben, der den Wünschen des Landes entsprach. Hieraus ergiebt sich für uns eine neue Lage, sehen die Blätter das erste offizielle Zugeständnis, daß zwischen Frankreich und Rußland förmliche Abmachungen bestehen. Erwähnt mag werden, daß Ribot jedes Mal, so oft er des Zaren und Rußlands gedachte, von minutenlang währenden Beifalls­stürmen unterbrochen wurde und daß die russische Hymne immer mit der Marseillaise zusammen gespielt werden mußte.

Mitteilungen aus Nab und Fern.

Lemgo. Die auch durch dieLipp. Post gebrachte Notiz:kloriefe werden während der Nacht künftig nur dann zugestellt, wenn der Brief rc. den Vermerk trägt: Auch Nachts zu bestellen ist nicht richtig, vielmehr verhält sich die Sache gerade umgekehrt. Eilbriefe werden nach wie vor Nachts nur dann nicht bestellt, wenn sie den Vermerk tragen:Nachts nicht zu bestellen. Im andern Falle werden sie ohne Rücksicht auf die Stunde gleich nach Ankunft an den Adressaten übermittelt.

Lemgo. Dienstmädchen dürfte der folgende, vor der Strafkammer in Essen zur Verhandlung gekommene Fall zur Warnung dienen. Die Dienstmagd einer dortigen Herrschaft hatte beim Anzünden des Feuers sich des Petroleumbehälters bedient, welcher, dem Feuer zu nahe gebracht, derart explodierte, daß das Mädchen schwere Brand­wunden erlitt. Dasselbe hatte nach seiner Ueberführung in ein Krankenhaus eine lange Leidenszeit zu erdulden und konnte erst nach Verlauf eines Jahres zwar geheilt, aber doch als Krüppel entlassen werden. Es waren bei der Explosion auch mehrere der Dienstherrschaft gehörende Sachen durch das Feuer beschädigt worden, weshalb das Mädchen unter der Beschuldigung der fahrlässigen Brandstiftung vor der Strafkammer erscheinen mußte und unter Zubilligung mildernder Umstände mit 10 Mk. Geldbuße bestraft wurde.

Lemgo. Im Lehrplan der Fortbildungsschulen in Hessen=Darmstadt müssen nach einem Beschlusse der zuständigen Schulbehörden des Landes von nun an die Bestimmungen des Invaliditäts= und Altersversicherungsgesetzes einen Platz finden. Es ware zu wünschen, daß eine gleiche Anordnung in ganz Deutschland getroffen wird.

Lemgo. Trotz der vielen Obstdiebstähle, über welche in diesem Jahre so häufig geklagt wurde, ist durch den Ver­kauf des Obstes an unseren städtischen Wegen ein guter Betrag, nämlich über 540 Mark erzielt worden.

Lemgo.Die lustigen Weiber von Kyritz" oder Deutsche Sangesbrüder" sollten nach den Bestimmungen der Direktion eigentlich den Schluß der diesmaligen Theater­Saison bilden, es wird nunmehr aber, voraussichtlich am Dienstag nächster Woche noch einmal gespielt werden und die schon oft gewünschtePension Schöller" zur Aufführung gelangen zum Benefiz für Herrn Biensfeld. Das Haus war zu der Vorstellung am Dienstag Abend ausverkauft und das Publikum kargte nicht mit Beifallsspenden. Eine tüchtige Kraft, Herr Schwedler, fehlte, die für denselben be­stimmte Rolle des Bäckermeisters Rux hatte Herr Grohé übernommen. Der uns sonst als gewandter Spieler be­kannte Künstler gab sich alle Mühe, derselben gerecht zu werden, vermochte die nötige Komik aber doch nicht voll zu erreichen. Die Pyritzer Sangesbrüder(Herren Marberg, Albert und Schwarzer) spielten ihre Rollen vortrefflich, des­gleichen fanden sich die lustigen Kyritzer Weiber recht gut zurecht, namentlich errang die Eulalia als sich durch nichts abschrecken lassende und tüchtig den Pantoffel schwingende Bäckersfrau durch vorzüglich gewählte Maske und Spiel reichen wohlverdienten Beifall. Hervorgehoben zu werden verdient noch Herr Biensfeld als Piepenberg und Herr Lauermann als Peter Lietzow, welche in Verbindung mit dem oben erwähnten Bäckermeister Rux, entronnen den scharfen Augen ihrer Ehegesponste, sich dem leichten Leben der Großstadt hingegeben und allen möglichen, vor allen aber Liebesabenteuern nachgingen. Frl. Schmidt spielte ihren verliebten Sekundaner gewandt und Fräulein Schulte paßte sich demselben als Ge­liebte mit vielem Geschick an. Auf eins unser Detmolder Referent hat auch bereits einmal darauf hingewiesen möchten wir den Regisseur aufmerksam machen: darauf zu achten, daß die Aussprache namentlich der jüngeren Kräfte eine deutlichere wird. Zu einem guten Spiel gehört auch vor allen Dingen ein ausdrucksvolles Sprechen, eine Aus­sprache, in der jeder Buchstabe verständlich ist. Für die be­treffenden Mitglieder ist es ein großer, später sehr schwer zu beseitigender Fehler, sich im Sprechen vollständig gehen zu lassen. Wir möchten den jungen Mitgliedern dringend raten, den größten Fleiß auf ihre Aussprache zu verwenden.

Hoffentlich bringt diePension Schöller" dem Benefi­zianten, Herrn Biensfeld, am kommenden Dienstag ein recht volles Haus.

Detmold. 29. September.(Verschiedenes.) All­gemeine Teilnahme fiodet hier in allen Kreisen der Bevölkerung der am vorgestrigen Abend um 94 Uhr ganz plötzlich und uner­wartet erfolgte Tod des Oberlehrers am hiesigen Gymnasium, Professor Dr. phil. Theodor Vogel. An demselben Nach­mittage begegnete er uns noch im Büchenberge mit Frau und Tochter, freundlich wie immer grüßend und auscheinend im besten Wohlsein. Im Begriffe, seine Stiefel auszuziehen, sank er um und war eine Leiche. Geboren am 5. Juli 1839 in dem Dorfe Tauhn bei Weißenfels, besuchte er zunächst die lateinische Haupt­schule zu Halle a. d. S. Nach bestandenem Abiturienten=Examen studierte Vogel erst in Jena, dann in Halle, woselbst er auch sein Staats=Examen bestand. Hiernach wurde er Lehrer am Gymna­sium zu Putbus, darauf ordentlicher Lehrer am Gymnasium zu Friedberg in Mecklenburg. Nach Detmold kam der Verstorbene Ostern 1875 als Oberlehrer. Seit dieser Zeit hat er in ge­wissenhafter Pflichterfüllung das Wohl der Anstalt und seiner Schüler, die in ihm einen treuen Berater und beliebten Lehrer verlieren, im Auge g habt. Sein Andenken wird von seinen Kollegen und Schülern stets in Ehren gehalten werden. Seine hinterlassene Gemahlin, so erzählt man sich, teilt mit ihren drei Schwestern, die binnen ungefähr einem Jahre ihre Männer durch den Tod verloren haben, das Geschick, nunmehr auch Witwe zu sein.

Detmold.(Fürstliches Theater.) Die Saison beginnt am 1. Januar und dauert bis zum 10. April. In der Oper finden wir von bekannten Mitgliedern den Regisseur Jacobi und die Opernsoubrette Frl. Fischer wieder, beide sehr gute Kräfte, das älteste Mitglied des Fürstlichen Theaters, der Chorführer Herr Waldmann, bleibt auch in dieser Saison uns treu. Im Schauspiel ist eines der beliebtesten Mitglieder ausgeschieden, näm­lich Frau Grunert; die Dame hat sich in den langen Jahren, wo sie hier engagiert war, durch ihre meisterhafte Darstellungs­weise allgemein beliebt gemacht. Als Regisseur ist der tüchtige Charakter=Darsteller Herr Cökeritz wieder engagiert. Das übrige Personal ist neu. Novitäten sindDer neue Herr" undDie Quitzowe von Wildenbruch,Der Strick von Bötticher. In

Der Staatsunwalt der seinem jetzt fertigen Plane treu

blieb, nahm das Wort:Das Alles ist ja ganz interessant, ohne Zweifel, aber wir wollen etwas Anderes wissen und später auf Euere Bekenntnisse zurückkommen. Für jetzt die Frage: Wo verweiltet Ihr während der letzten Nacht und von wem erhieltet Ihr das Geld?

Ah so was wünschen Sie, das ich antworten soll? Die Wahrheit? Sie würden sie nicht glauben und darum sage ich lieber nichts allerdings das ist sehr fatal!

Ich warne Euch, John Hood, zu Eurem eigenen Besten die Wahrheit zu gestehen, denn wenn Ihr in Stillschweigen verharrt, so mun ich Euch als der Mitschuld an dem Morde verdächtig sofort verhaften lassen!:

Diese Drohung schien doch einigen Einfluß auf John auszuüben, dessen Augen sich plötzlich mit Thränen füllten. Er fiel auf die Knie und rief flehendlich:Verhaften Sie mich doch nicht, Sir! Ich beschwöre Sie ich bin un­schuldig!

Dann sprecht!

Sie wünschen es?" Dann erhob er sich, aber seine Züge, sein Ton veränderten sich plötzlich und er sagte:Nein, ich will nicht, ich kann nicht sprechen! Nur ein Mensch könnte mich retten, Mr. Stratton und der ist tot! Ich bin unschuldig und doch findet man die Schuldigen nicht verloren! Ich werde kein Wort mehr sprechen!­

(Fortsetzung folgt.)

(Ein Glücklicher.)... Denken Sie sich nur,

Baron, mein Reffe, der Rittmeister, hat 300 000 Mk. geerbt! Was Sie sagen! Fabelhaftes Glück! Da braucht er ja gar nicht mehr zu heiraten!

zlauben! Wie könnten denn auch Menschen, wie Sie, einem olchen, wie ich bin, glauben? Ihr habt eine Vergangenheit, vürden sie sagen! Eine Vergangenheit das ist es, was ha! Als wenn die Zukunft von der Vergangenheit ab­zinge? Wohl ist es wahr ich bin ein Spieler, ein Trinker und schon'mal wurde ich wegen Hehlerei bestraft, iber, was beweist das? Ich habe mein Leben befleckt, mich selbst betrogen! Meine Vergangenheit habe ich sie nicht vieder gut gemacht? Ich habe nicht immer Anderen gedient, habe schon imal in guten Verhältnissen gelebt. Mein Vater var schon als freier Farbiger in Pensylvanien geboren und sehr wohlhabend wenn nicht reich und Besitzer einer Handelsgärtnerei, die für die beste im Staate galt. Ich vurde gut erzogen und studierte Rechtswissenschaft, als ich 18 Jahre alt war. Nach vier Jahren sagte man mir, ich sei ein talentvoller junger Mann, da zum größten Unglück ür mich, starb mein Vater! Er hinterließ mir Haus und Ländereien im Werte von 50000 Dollars, die ich aber für 30000 Dollars verkaufte. Die Depision auf der Traders und Farmes Bank in Philadelphia eingerechnet, besaß ich nun rund 60000 Dollars, eine Summe, die, so dachte ich, für ewig ausreichen würde. Ich kam nach Newyork, wo mich eine Art Fieber, ein Vergnügungswahn ergriff und wie ein Narr geberdete ich mich!"

John machte eine Pause, wie wenn tausend Bilder an seinem Geiste vorüberzogen, dann rief er aus:Und doch, es waren schöne Zeiten! Acht Jahre gerade dauerte es, bis meine 60 000 Dollars verbraucht waren, und dann war es auch mit meiner Glückseligkeit aus. Aber dann wollte ich in eben der Weise wie früher weiter leben. Sie verstehen mich wahrscheinlich, Gentlemen? Aber in einer

Nacht verhafteten mich die Detektivs und ich bekam bald

darauf sechs Monate.Sing Sing. Dadurch führte ich ein elendes Leben, meistens in Gesellschaft des Abschaums der Metropole. So, das ist Alles und die reine Wahrheit!

Der Mayor schien von Abscheu und Erstaunen erfüllt. Gütiger Himme! rief er aus,welch' ein verwegener und durchtriebener Geuner! Wenn ich bedenke, wie man sich manchmal herbeilußt, solches Gesindel als Diener in sein Haus zu nehmen!"

Mr. Clay behielt seine Ruhe, er sah ein, daß John Hood augenblicklich in solch leidenschaftlicher Erregung sich befand, daß er leicht seine eigenen Gedanken Lügen strafen konnte.

Aber das werden Ew. Ehren wohl nicht in den Re­cords der Behörde finden, nämlich, daß ich das Leben endlich verabscheute und Selbstmord begehen wollte? Man verhinderte es aber und ich empfand wieder Lust am Leben und suchte Beschäftigung und nachdem ich vier Stellen inne­gehabt, nahm mich hier Mr. Stratton in seinen Dienst. Ich fühlte mich ziemlich glücklich hier, obwohl, nebenbei ge­sagt, ich immer im Vorschuß mit meinem Salair war. Aber, was will das sagen? Fragen Sie nur Jeden hier, ob man jemals eine Klage über mich geführt?

Bei den erfahrenen Kriminalbeamten ist die Ansicht vorherrschend, daß jene Verbrecher, die Erziehung genossen und einst in guten Verhältnissen gelebt haben, die gefähr­lichsten sind. Legt man nun diese Theorie als Maßstab bei John Hood an, so mußten die vor Staunen und Ent­rüstung stummen Zuhörer denselben für eine Spezies jener Sorte halten.