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8. Juli

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rch unseren Rechnungs­rl Modersohn aus­st außerdem am Sonntag rge zur Einsicht auf.

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ig durch die Stadt mit­iselben(nach Befehl des Kk..—, die am 21. und in Zahlung gegeben oder

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2 Mk.— Pfg.

6 Mk.— Pfg.

1 Mk. 50 Pfg.

3 Mk.— Pfg.

3 Mk.— Pfg.

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betrachten u. zuzulassen:

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alt sind, aber das 20.9 en, entweder Söhne re# vorübergehend aufhalten asse einen Scein, der d vor dem Feste von tellt, zur Empfangnahme

die oben bereits ge­Verwaltungsgebände ) die anderen Zu­#estattet.

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3 der Anleihe I sowie biger Verkaufsstelle der gebäude, Johannisberg

Uhr mittags sowie ch Westf. Diskouto­

werbebank hierselbst.

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der Geschäftsstelle n. an allen Postanstalten .20., bei täglicher

Pabagns in Bielesel) 40., burch Brief­

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Schießplatzes auf Gefahr, durch ab­ht ausgeschlossen ist.

Verwaltung

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Verwaltung.

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liefert schnell

inien, Bielefeld.

in Bielefeld.

1. Jahrgang

Anzeig

spaltige Peti­zeile oder deren Rau 15 Pf., Reklamen 40 P.

Erscheint

sehemdt wiührutlc.

Geschhlstchteite Ritterstr. 43. Fernsprecher Nr. 15.

22. Juli: Friedrich., König von Preußen

zu Königsberg geb. 1657— Wellingtons Sieg über Marmont bei Salamanca, 1812. — Gesecht bei Blumenau, 1866—

Sprengung der Kehler Brücke, 1870.— Professor Rudolf von Gneist, Gelehrler und Politiker, gestorben 1895.— Große Ueber­schwemmungen in Schlesien, 1903.— Erlaß des kaiserlichen Manifestes aus Anlaß der Auflösung der russischen Reichsduma; 185 Abgeordnete erlossen in Wiborg einen Aufruf zur Steuervernelgerung an das Bolt, 1906

Bielefeld

Montag, 22. Juli 1907.

Ein Mißgriff der Kolonial­Verwaltung.

Im Reichstage war seiner Zeit durch die Annahme einer Resolution Ablaß der Wunsch ausgesprochen worden, das über das Ein­geborenenrecht in den deutschen Kolonien vorhandene Material zu sammeln und zu sichten und eine autheatische Zusammen­stellung der Rechtsgebräuche der En geborenen herstellen zu lassen. Diesem Wunsche hat das Reichskolonialamt durch Einberufung einer Kommission entsprochen, die bereits ihre erste Sitzung abgehalten hat. In diese Kommission zu der unter andern auch der stellvertretende Vorsitzende des Reichsverbandes gegen die Sozialdemokratie, Richstagsabgeordneter Landgerichtsrat Hagemann=Erfurt gehört, ist auch der sozial demokratische Reichstags abgeord­nete Dr. Sudekum berufen worden, eine Wahl, die in der nationalen Burgerschaft nicht geringes Aufschen erregt hat.

Der neue Leiter der Kosonialverwaltung ist ein viel zu kluger und kenntnisreicher Mann, als daß ihm eine falsche Bewertung der Sozialdemokratie zuzutrauen wäre, hat doch gerade er in den parlamentarischen Kämpfen, welche der Auflösurg des Reichs­tages vorausgingen, tiese Einblicke in das wahre Wesen der Sozialdemokratie tun können. Herr Dernburg wird sich also wohl niemals der Täuschung hingeben, daß es möglich wäre, eine Partei, die grundsätzlich die bestehende Staats und Gesellschafts­ordnung bekämpft, dadurch zu gewirnen, daß man mit ihr paktiert. Wenn trotzdem der Staatssekretär des Reichskolonialamts an der Berufung Dr. Südekums in jene Kom­mission keinen Anstoß genommen hat, so wird vielleicht die Erwägung obgeweltet haben, daß Dr. Südekum dem sogenannten „revisionistischen" Flügel der Partei angehört und daß es politisch zweckmäßig sein könne, diese Gruppe gegenüber den Un versöhnlichen vom Schlage Bebel, Mehring und Kautsly zu stärken. Demgegenüber muß aber betont werden, daß die Revisionisten innerhalb der Partei gar keinen Einfluß und keine Be­deutung haben, daß es Offiziere ohne Sol­daten find, daß sie, wie der Reichskanzler Fürst Bülow im neuen Reichstage sehr treffend ausführte, den Parteigewaltigen gegenüber noch immer zusammengeklappt sin? wie ein Taschenmesser. Aber auch abgesehen davon— wir sind der Ansicht, daß der Revisionikmus in der sozialdemokratischen Partei der viel gefährlichere Feind des Bestehenden ist, weil der wilde Fanatismus eines Bebel, Ledebour oder Stadthagen schließlich doch an seiner eigenen Uebersparnung verpuffen während die Revisionisten ohne großes Geschrei, in stiller, unauffälliger Minier arbeit das sozialdemskratische Gist den Massen einzuträufeln nicht ohne Erfolg ber üht sind. Und was Dr. Südekum im besonderen betrifft, so hat gerade dieser,

wern auch nicht im Reichstage, so doch in sozialdemokratischen Versammlurgen, genug­sam bekundet, daß er genau so wie die un entwegten Marxisten die geschichtlich ge­wordene Oednung zu untergraben bereit ist. So sagte Dr. Südekum in einer am 12.

Nov mber 1906 in Regensburg ab­gehaltenen sozialdemokratischen Versammlung

((aut„Münchener Post“ vom 14. November 1906), daß durch die Sozialisierung der Gesellschaft nicht weniger als 98 Prozent der deutschen Bevölkerung nur gewinnen würden, und in einer Versammlung des ersten Berliner Wahlkreises, von der der„Vorwärts“(Nr. 219 vom 20. September 1906) berichtete, erklärte Dr. Südekum, daß unser ganzes Kolonial= system bis ins innerste Mark faul sei und daß die Kolonialverwaltung bisher eine geradezu phänomenale Unfähigkeit be­wiesen habe. Am Schluß derselben Rede nannte Dr. Südekum unsere Kolonialpolitik eine wahnwitzige Verschwendung des Nationalvermögens und gab der Meinung Ausdruck, daß eine wirklich kultur­fördernde Kolonisation erst unter der Herrschaft des Sozialismus be­trieben werden könne, weil das kapitalistische Raub= und Aus­beutungsprinzip dann seine Geltung verloren habe.

Auch wenige Tage nach der Auflösung des Reichstages ließ sich Herr Dr. Südekum in Nürnberg, seinem Wahlkreise, ver­nehmen. In der betreffenden Versammlung äußerte sich Dr. Südekum nach einem Berichte des„Fränk. Kurier“ vom 17. Dezember 1906 folgendermaßen:

„Die Abenteuerpolitik bezüglich der Kolonien habe das Deutsche Reich in figanzielle Schwierigkeiten gebracht Der neue Mann im Kolonialamt, die aus dem Bankfache herbeigeholte Bull­dogge, welche Bülow auf das Zentrum losgelassen, habe eine Abrechnung vorgelegt, nach welcher sich die gesamten Ausgaben für die Kolonien auf rund 200 Millionen Mark berechnen. Das sei ein dreistes anöver, um das Volk zu täuschen.“

Diese Aeußerungen, die sich noch beliebig vermehren lassen, zeigen, wes Geistes Kind Herr Dr. Südekum, der„Revisionist", ist. Ein Mann, der derartige Ansichten über die Kolonialpolitik hat, wird schwerlich imstande sein, an einer positiven Aufgabe auf Kolonialpolitischem Gebiete mitzuarbeiten. Die Berufung Dr. Südekums in die Kom­mission zur Feststellung des Eingeborenen­rechts war daher keine sehr glückliche und geschickte Maßregel, abgesehen davon, daß es im Volke nicht verstanden wird, wenn ein Angehöriger einer Partei, zu deren nachhaltiger Bekämpfung die Regierung mit Recht fortgesetzt auffordert, von eben dieser Regierung ohne Not zur Mitwirkung an wichtigen Staatsaufgaben herangezogen wird.

teile einzuheimsen, so ist das eine der vielen grundlosen Verdächtigungen, die der„ent­schiedene" Liberalismus im politischen Kampfe arwendet, um seine Gegner beweislos zu verunglimpfen. Im Spekulieren auf Partei­vorteile ist die Linke zweifellos der Rechten stark überlegen; das sieht man ja gerade jetzt, da die Freifinnigen die gegenwärtige Korstellation der Parteien, an der sie selbst recht wenig Anteil haben, dazu benutzen, um möglichst viel für sich herauszuschlagen. Mit solchen Arsprüchen, wie sie die Frei­finnigen und Demokraten jetzt erheben, in so unerhörtem Maße drängend, fordernd und drohend wie dieser„unesttbehrliche" Block­partikel, ist das Zentrum auch in den Tagen seiner stärksten ausschlaggebenden Macht nicht aufgetreten; die Konservativen aber halten sich ganz selbstverständlich von derartigem Auftreten fern. Was soll also der plumpe, vom Zaune gebrochene Angriff des freifinnigen Blattes? Will es die Rechte denn durchaus aus dem„Blocke“ hinausekeln?

Konservative Wandlungen.

Die„Freisinnige Zeitung“ hat in diesen Tagen von konservativen Wandlungen phan­tesiert. Dabei ist das Blatt zu dem Schlusse gekommen, die Konservativen hätten sich nach­weislich immer nur gewandelt, wenn für sie in der neuen Gestalt größere Vorteile winkten. Sie hätten meist nicht übel gerechnet, und mit diesen Rechnern seinerseits zu rechnen, werde der Liberalismus niemals auch nur einen Augenblick vergessen dürfen. Das Organ der Freifinnigen Volkspartei ahnt garnicht, wie arg es sich mit dieser seiner neuesten Weisheit blamiert. Dem Wandel sind bekannt: lich alle Dinge auf Erden, auch die Parteien, unterworfen, und daß die„Freisinnige Zig.“ dies für die konservative Partei ausdrücklich feststellt, ist ein Beweis für den Widersinn der Behauptung, die Konservativen seien Reaktionäre. Das Gegenteil ist richtig. Die konservative Partei will nicht erhalten, was ist, sondern nur das, was gut ist; anders die Freisinnigen, die manche selbst von aller Welt als gut und notwendig erkannte Ent­wickelung mit Starrköpfi zkeit zu verhindern bestrebt sind, wenn es die Parleischablone verlangt. Was aber die Unterstellung betrifft, die Konservativen hätten sich nur dann gewandelt“, wenn es gegolten habe, Vor­

Offiziöse Kundgebung über den „neuesten Dänenkurs“.

Dim Wochenschauer der„Nordd. Allg. Ztg.“ ist diesmal die Aufgabe geworden, den Oberpräsidenten v. Bülow zu verteidigen und das, was man dieser Tage in der Presse den„neuesten Däuenkurs“ genannt hat. Das Regierungsblatt knüpft zu dem Ende an einen Artikel der„Köln.

Volkszig.“ an, der es unlogisch genaant hatte, daß der preußische Staat seine dänisch sprechenden Angehörigen streichele,###des er die polnisch redenden stäupe, und meigt: der Gang der deutschen Politik könne nicht vom Standpunkt der Bekämpfung einiger Tausenddänisch gesinuter Staatsangehörigen be­urteilt werden:„Die Dänen= und die Polenfrage erlauben also keine Parallelen, es sind— auch ganz abgesehen von der Rassenfraze— politisch und wirtschaftlich völlig anders geartete Odjekte der Gesetz­gebung und Staatskunft. Die Blätter, die die Ankündigung einer Aenderung der Re­gierungspolitik verurteilten, gingen in ihrem Eiser weit über das Ziel hinaus.„Sie stellen“, so heißt es da weiter,„in ihrem polttischen Kalkül nicht die Steigerung der freundschaftlichen Beziehungen, Gesinnungen und Gefühle für Preußen und Deutschland ein, die in dänischen leitenden Kreisen Platz gegriffen, und sie übersehen die Lösung der nationalen Spannung, das Hinschwinden der Verstimmungen und mancher Mißverständ­nisse, welche freundnachbarliche Beziehungen bisher nicht aufkommen ließen.“ Der Ar­tikl sucht dann noch an einigen Preß land, um

kimmungen darzutun, daß in solchen ab= tungen für Arbeiterhäuser zu studieren. neigen Aeußerungen keineswegs die allein An ihrer Spitz: steht der Schöffe der Stadt

oder auch nur vorzugsweise in Schleswige Brüssel Lemonnier. Die Abordnung besucht

Der Wirkl. Geh. Rat Regierungspräsisent a. D. und früherer Reichstagsabgeordneter Freiherr von Tiedemann ist am Sonnabend im Alter von 71 Jahren gestorben.

Die Affäre des Arztes Dr. Schellen­berg in Wiesbaden soll nach hiefigen Blättermeldungen dadurch ihre Lösung finden, daß die Postbehörde einen Stabsarzt zum Vertrauensarzt der Post ernennt.

Das zweite Geschwader der Hoch­seeflotte soll über kurz oder lang, dauernd in Wilhelmshaven stationiert werden. Da zur Unterbringung der zum Geschwader gehörigen Offiziere usw. eine er­hebliche Anzahl größerer Wohnungen er­forderlich ist, sordert die Jntendantur der Nordseestation die Hausbesitzer auf, die Anzahl der zurzeit leerstehenden größeren Wohnungen (mindestens 5 Wohnzimmer) baldigst zur Anmeldung zu bringen. Falls die vor­handenen Wohnungen nicht ausreichen, wird der Marinefiskus wahrscheinlich Offizier­Wohnhäuser erbauen.

Um in der Inder=Angelegenheit seine Stellung zum„Kulturbunde“ klar zu legen, veröffentlicht der Abgeordnete Freiherr von Hertling folgende Er­klärung:„1. Ich habe niemals und in keinem Stadium der Verhandlung die Absicht gehabt, einer solchen Ocganisation beizutreten. 2. An der Abfassung der„Organisations= grundlage" hatte ich keinen Anteil. Ich habe sie bis heute nicht vollständig gelesen.

3. Ich bin ohne mein Wissen und gegen meinen Willen als Mitglied der Zentral­leitung aufgeführt worden,„irrtümlicherweise", wie eine von Münster an verschiedene Zeitungen gerichtete Zuschrift besagt. 4) Mein Interesse und meine Beteiligung galten lediglich einer in Sachen des Index nach Rom zu richtenden Bittschrift. Auch hier­von habe ich mich zurückgezogen, als sich herausgestellt hatte, daß dieselbe nach Absicht ihrer Urheber mit jener Organisation enge zusammenhängen sollte.“

dem Auslande.

Haag, 19. Juli. Nelidow teilte heute mit, daß der englische Abrüstungs­vorschlag morgen noch nicht einge­bracht wird. Nach dem„B..“ geschieht dies deshalb noch nicht, weil die dringende Form, in der Sir Edward Fiy die Wu#sch­formel von 1899 einzubringen gedachte, vielleicht nicht die glatte Ecledigung von damals gefurden.

Brüssel, 20. Juli.(Hann..) Eine cus neon Herren bestehinde städtische Abordnung reiste heute nach Deutsch= rund, un die besten deutschen Eirrich­

Holstein herrschende Stimmung zum Ausbruck komme, und schließt:„Won wird hoffen dürfen, daß die ruhige und besonnene Auf fossung der Lage bei der deutschen Bevölkerung in Schleswig Holstein den Sieg über die übertriebenen Besorgnisse gewisser Kreise davontragen wird.“

Politische Nachrichten.

Aus dem deutschen Reiche.

Berlin, 21. Juli.

Der Kaiser hat zur Erinnerung an die 150. Wiederkehr des Tages der Schlacht Prozent Margarine.

bei Leuthen ein Denkmal gestiftet, das an jener Stelle errichtet werden soll, die die Bezeichnung„Altar von Leuthen“ führt. Die Enthüllung des Denkmals soll am 5. Dezember im Beisein des Kaisers stattfinden. — Nach der Londoner„Tribune" wird König Eduard am 14. August nach Marienbad abreisen und am 15. August voraussichtlich mit dem Kaiser auf Wilhelmshöhe eine Zusammenkunft haben.

der Reihe nach Köln, Kassel, Quedlinburg, Berlin, Leipzig und Frankfurt a. M.

Frankreich. Der Direktor des Staatz­laboratoriums in Toulouse, das für sechs Departements Untersuchungen anstellt, gibt folgende für die Dinge im Süden bezeichnen­den Erklärungen: Von 100 Nahrungs­mittelproben, die dem Laboratorium eingereicht wurden, waren 53 gefälscht. Von 13 Proben Tomatenkonserven waren 11 künstlich rot gefärbt mit Teerfarben. Gewisse Sorten Schweinefeit enthielten 60 Ein Viertel der

roben der Aude waren übermäßig gegipst oder gezuckert. In manchen Milchsorten waren 55 Prozent Wasser. Am wenigsten gefälscht seien Brot, Koffee, Pfeffer, Schokolade.

Paris, 20. Juli. Dem„Gaulois" zu­folge hat der Kriegsminister von der Budget­kommission Kredite von zusammen 5 Millionen Frarci verlangt, die in das außerordent­liche Kriegsbudget für das laufende Jahr eingestellt werden sollen. Diese Kredite