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den 28. Juni 1929
Jahnhofstr. 8 im Neumarkt
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Zeilage
chstunden des Samstags) 18 6 Uhr.
mfaßt 16 Seiten
reiten. Er warf as Bett. Die Frau chte und stieß HilfeTeil des EisenbahnVorgänge wahrnahm der Angeklagte von lei zur KriminalAls sie zurückkehrte, und nun ging die Ingeklagte fiel über n und versuchte ihr en die Kriminalahm den Angeklagie hinter verschlossesich heraus, daß der Mal wegen Gewaltlicher Untaten vore ihm noch einmal unter der EinwirEs verurteilte ihn von zehn Mo
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nten bei den Postsowie den ZweigScholven und der es Feiertags weter igen 28. Juni statt. 0 sind die Schalter Brief= und Geldbis 19 Uhr(in beon 8 bis 9 und 11 9.30 und 11 bis 13 inst findet eine eindungen statt. Die und Scholven und 30 bis 12 Uhr gein Buer=Erle und 8 bis 13 Uhr geimalige Zustellung
he Knappen=Unter= e begeht am Sonndas Fest seines nit Bundesfest. Am Ehrung der Jubitschleife und des Bürger von Resse Flaggenschmuck an
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+ Beurlaubt. Pfarter Fuchs von der hiesigen evgl. Kirchengemeinde ist von Samstag an beurlaubt und wird von Pfarrer Schmidt vertreten.
ch. Evangelisch=Kirchliches. Am Montag 18 Uhr im Gemeindehause Sitzung der größeren Kirchengemeindevertretung.
ch. Schützenverein Hubertus. Zur Teilnahme an dem Schützenfest des Vereins Hattin die Mitglieder am Sonntag Abmarsch 13,10 Uhr nach Steele selbst 13.40 Uhr.
Staôt Wattenscheis.
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ihrer silbernen Hochzeit seiern am ge die Eheleute Bergmann August von hier, Graf=Adolfstraße 32. Ferner beehen am kommenden Sonntag dieses Fest die E
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Das Fest utigen Tage imon
gehen am kommenden nntag dieses#e.——
leute Bergmann Fr. Busse von hier, Ruhrstr. 1 I. Die Auszahlung der Erwerbslosenunterstützung erfolgt von nun ab jeden Freitag vormittag von 9 bis 10,15 Uhr für männliche und von 10,15 bis 10.30 Uhr
für weibliche Unterstützungsempfänger. Gestempelt erden muß täglich von 11 bis 11,30 Uhr vormittags Samstags, weibliche Erwerbs
weibliche Unterstützungsem den muß täglich von 11 bis mit Ausnahme von Samstags, lose stempeln von 11,30 bis 11,45 Uhr.
I. Berufsschulbeiträge. Im hiesigen Stadtbezirk werden in den letzten Tagen die Berufsschulbeitrags—##rauf hingewiesen, daß
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zettel ausgetragen. Es wird darauf hingewiesen, d der Beitrag für das erste Halbjahr des Rechnung jahres 1929 sofort zu zahlen ist und daß es sich u
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Veranlagung handelt, die seschlusses
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diesjährigen Sommer am Samstag im Fest5 Jubelfest.
eine provisorische Grund des Stadtverordnetenbe 1929 in Höhe des vorjährigen folgte.
i. Benutzung der städtischen Badeanstalt. Wegen des Feiertages(Peter und Paul) ist die städtische Badeanstalt heute den ganzen Tag über durchgehend geöffnet, während sie morgen vormittag nur in der Zeit von 9 bis 12 Uhr benutzt werden kann. An den Sonntagen ist die Anstalt von 9 bis 12 Uhr vormittags geöffnet.
i. Nähkursus. Am kommenden Montag beginnt ein neuer Nähkursus, an dem noch einige Frauen und Mädchen teilnehmen können. Der Kursus wird nunmehr ganztägig abgehalten, und zwar so, daß die Teilnehmerinnen entweder vormitags von 9 bis 12 oder nachmittags von 4 bis 7 Uhr, oder zu beiden Zeiten kommen können. Die Anmeldung hat bei Frl. Ulke, Gemeindehaus, Voedestraße 77, unverzüglich zu erfolgen.
scheid, der im Lokale Hölsche feiert in Verbindung mit dem est des Stadtkriegerverbandes zelt auf dem Gertrudisplatz sein 50jähriges Jubel. Mit der Feier verbunden ist die Ehrung der Jubilare, die in den Jahren 1928/29 auf eine 25jährige Mit gliedschaft zurückblicken können. Es sind dies folgende Kameraden: Peter Heermann, August Burmester, Gustav Skowronneck, August Seidel, Peter Prieß, Gustav Wappler, Anton Maase, Friedrich Marzinowski und Friedrich Lohrmann.
V. Evangelischer Arbeiterverein Günnigfeld. Zur Teilnahme an der Jubelfeier Röhlinghausen am Sonntag treten die Mitglieder Punkt 1,30 Uhr zum Abmarsch im Vereinsheim Böcke an. Die Fahnenmannschaft nimmt morgens schon am Festgottesdienst teil und wolle sich vormittags 8.15 Uhr zum Abmarsch bereithalten. Diejenigen Mitglieder, die an der Jubelfeier am Samstag, den 29. Juni. teilnehmen, wollen sich um 18 Uhr am Günnigfelde: Platz(Marktplatz) einfinden.
A. Erhöhung der Straßenbahnfahrpreise. Durch Schiedsspruch sind die Löhne auch des Personals der Westfälischen Straßenbahnen Gerthe beträchtlich erhöht worden. Durch die daher und durch die allgemeine Materialpreissteigerung eingetretene Mehrbelastung sind wir gezwungen, unsere Beförderungspreise ab 1. Juli entsprechend der in der Ausgabe dieser Zeitung gegebenen Veröffentlichung zu erhöhen. Die Erhöhung der Fahrpreise im Uebergangsverkehr erfolgt in Gemeinschaft mit den an diesem Uebergangsverkehr beteiligten sechs Straßenbahngesellschaften des engeren Bezirks.
i. 50jähriges Jubelfest des Männergesangvereins „Schläge= und Eisen“ 1879. In großzügiger Weise begeht der M.=G.=V.„Schlägel und Eisen“ Höntrop am Samstag, Sonntag und Montag sein goldenes Jubiläum, das in einem, auf dem neuen Sportplatz an der Emilstraße aufgestellten Festzelt feierlich begangen wird. Etwa 31 Vereine werden an den Feierlichkeiten teilnehmen.
Das Iltisdenkmal in Shanghai wieder aufgestellt.
Das für das Kanonenboot„Iltis“ in Shanghai aufgestellte Denkmal, das während des Krieges auf Ver— s s c h e n<space> K o n s u l s<space> a b g e t r a g e n<space> w e r d e n<space>
des französischen Konsuls abgetragen werden mußte, ist setzt auf dem Grundstück der deu
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gemeinve wieder aufgerichtet worden. Die Wiederberstellung geschah auf Anordnung der
Regierung. Wie bekannt, hatte das Kanonenboot„Iltis“ während des sog. Boxerkrieges in
bedeutende Rolle gespielt.
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und hörten auch den Vortrag von Frau Prof. Jahn über die Leiden der Evangelischen unter der Bolschewistenherrschaft in Rußland Der Gatte der Rednerin ist als Pfarrer von den Bolschewisten ermordet.
Arbeitervere und Arbeite
rverein sowie der Bertlicher mit der
en zu Mittag frei verpflegt. Ein Festbeitrag wird nicht erhoben. Es ist Ehrensache der hiesigen Mitglieder, an der Feier des Brudervereins teilzunehmen, denn die Beziehungen beider Vereine sind eng verrnüpft.
s. Motorradunfall. Beim Einbiegen in die Bertlicherstraße fuhr ein Motorradfahrer gegen einen Lattenzaun und beschädigte den Zaun. Außerdem trug der Fahrer erhebliche Verletzungen davon. Auch seine Maschine wurde schwer beschädigt.
s. Gelddiebstahl. Am 21. Juni wurde dem an der Marlerstraße wohnenden Bergmann R. B. ein Geldbetrag von 123 RM. Bargeld aus der Wohnung entwendet. Das Geld war in einer Schublade untergebracht und ist durch Einbruch den Spitzbuben in die Hände gefallen.
s. Unredlicher Schneider. Ein hier wohnhaft gewesenen Schneider J. N. wurde wegen Betrugs zur Anzeige gebracht, weil er mit 50 RM., die ein Kunde auf einen Anzug als Vorschuß gezahlt hatte, ohne Abmeldung sich aus dem Staube gemacht hatte.
Staôt Wanne=Eickel.
er. Militärrentenzahlungen. Am Samstag. den 29. Juni. von morgens 8 bis 12 Uhr und nachmittags von 3 bis 6 Uhr wird die Militärrente bei Holtkamp(früher Henkel), Bochumerstraße, gezahlt. Die Unfallrente wird am Montag, den 1. Juli. gezahlt. Um pünktliche Abholung wird dringend gebeten.
Ae. Deutsche Volkspartei. Die Eickeler Frauengruppe unternahm gestern bei zahlreicher Beteiligu eine Wagenfahrt nach Schloß Bergeborbeck. Das Wetter war verhältnismäßig günstig, die Sonne kam auch hervor und so klingt es verständlich, wenn wir berichten können, daß der Verlauf der Fahrt ein sehr erlebnisreicher war.— In Röhlinghausen hatten die DBP.=Frauen Dienstag eine schöne Zusammenkunft. Frau Weber aus Bochum wußte die Frauen durch einen packenden Vortrag zu begeistern.
Br. Der Verein technischer Grubenbeamten macht seinen diesjährigen Sommerausflug am Sonntag, den 7. Juli. nach Königswinter. Hinfahrt ab WanneEickel 6.30 Uhr, ab Gelsenkirchen 6.40 Uhr, Ankunft in Königswinter 9.30 Uhr, Rückfahrt ab Königswinter 20.45 Uhr, Ankunft in WanneEickel 23.24 Uhr. Die Mitglieder erhalten freie Fahrt. Jede weitere Person zahlt 6,40 Mk. Um rechtzeitiges Erscheinen der Teilnehmer an dem Zuge wird gebeten.
Aus der Amgegens.
Polsum.
C. Silberhochzeit. Die Eheleute Anton Röttder in Polsum feierten in diesen Tagen ihr 25jähndes Ehejahr. Aus allen Kreisen trasen Glückwünsche ein.
Westerholt.
E. Aus der evangl. Frauenhilfe. Am Montag Karen die Frauen der evangl. Frauenhilfe WesterholtDertlich zahlreich in Rechlingbausen zu der 8jährigen Stiftungsfeier des Gustav=Adolf=Vereins erschienen
Gladbeck.
W. Rentenzahlungen bei der Post. Die Auszahlung der Heeeresrenten bezüglich für den Monat Juli findet wegen des Feiertages Peter und Paul vereits beur:— Freitag— statt.— Am 29. Juni(Peter Postschalter von 8 bis 9.30 und
und Paul) sind die von 18 bis 18 Uhr
W. Meisterprüfung. Der Friseur Paul Helmutb. Berlinerstraße 53, bestand vor der Handwerkskammer in Münster die Meisterprüfung im Friseurhandwerk.
W. Autobuslinie Gladbeck—Zweckel. Wegen Sperrung der Rentforterstraße fährt der Autobus der Linie Glavveck—Zweckel ab heute wie folgt: Gladbeck, Rathaus, Bottroverstraße, Bahnunterführung, HammOsterfeld, Möllerstraße, Schultenstraße und dann weiter wie bisher.
Rheinlans=Westfalen.
Schwerer Verkehrsunfall.
Ein Toter, mehrere Verletzte.
* Düfseldorf, 27. Juni.
Am Mittwoch abend nach 23 Uhr ereignete sich an der Hütten= und Helmholtzstraßen=Ecke ein folgenschwerer Zusammenstoß zwischen einer Autodroschke und einem Personenkraftwagen. Der Zusammen
prall war so heftig, daß sich die Autodroschke zweimal überschlug und die Insassen unter sich begrub. Während der Chauffeur nur als Leiche unter dem verunglückten Wagen hervorgezogen werden konnte, kamen die Insassen wie durch ein Wunder nur mit leichten Verletzungen davon. wagen wurde durch den A geschleudert, jedoch kamen Schrecken davon.
burch ein Wunder nur mit avon. Der PersonenkraftAnprall auf den Bürgersteig en die Infassen mit dem
Der 48. Deutsche Aerzietag.
R. Essen, 27. Juni Unter starker Beteiligung wurde heute vormittag im großen Saale des Essener Saalbaues der 48. Deutsche Aerztetag eröffnet. Der Vorsitzende. Geheimer Sanitätsrat Dr. Stauder=Nürnberg begrüßte die Versammelten. Er führte u. a. aus:
Noch einmal, wie bereits an früheren Aerztetagen, möchte ich namens der deutschen Aerzteschaft die Bereitwilligkeit bekunden, an den zur Hebung der Volksgesundbeit notwendigen Aufgaben der öffentlichen Fürsorge zur Verhütung der Volkskrankheiten mitzuarbeiten. Die deutsche Aerzteschaft glaubt sich dieser Aufgabe um so weniger entziehen zu dürfen, als sie weiß, daß ohne die freudige und sachverständige Arbeit der gesamten und einheitlich für diese Zwecke eingesetzten Aerzteschaft alle organisatorisch noch so stark aufgebaute und durchdachte Fürsorgearbeit letzten Endes Stückwerk bleiben wird und muß. Die deutsche Aerzteschaft glaubt das Recht auf maßgebende Mitarbeit für sich in Anspruch nehmen zu können und ist dazu bereit, nachdem auf Seiten der maßgebenden Stellen der Grundsatz der Trennung von fürsorgeärztlicher Tätigkeit und Heil
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Ausubung
der freien ärztlichen Heilbetätigung an den einzelnen Kranken und ihren Femilien. Ueber die jetzige und zukünftige Organisationsform des deutschen Aerztestandes äußerte sich der Vortragende in längeren Ausführungen. Nachdem er vor dem Ergreisen des medizinischen Studiums wegen der Ueberfüllung des Aerzteberuses gewarnt und die Gewerbesteuer als wesensfremd für die Aerzteschaft abgelehnt hatte, äußerte er sich weiter zur
Nachdem der VorBedeutung des Krane, wies er zum Schluß die Behauptungen eines englischen Arztes mit Entschiedenheit zurück, nach welchen von deutscher Seite im Weltkriege Pestbazillen durch Fliegerbomben zu verbreiten versucht worden sei. Mit einer Erinnerung an die Not der besetzten Gebiete Dank
Beifall ausgenommenen Ausführungen.
Den Reigen der Gratuilanten eröffnete Oberbürgermeister Bracht als Vertreter der Stadtverwaltung, dem sich eine Reihe weiterer Glückwünsche anschlossen.
Darauf hielt Sanitätsrat Dr. Streirer=Leipzig einen Vortrag über die Stellung des Arztes zur Sozialversicherung.
Dr. Schneider=Potsdam erstattete den Jahresbericht, worauf weitere geschäftliche Angelegen
Major Franco seit Tagen überfällig.
Ueber das Schicksal des spanischen Majors Franco, der zu einem E nach den Vereinigten Staaten ausgestiegen war, liegen seit ersten Meldungen. nach denen der ser, daß er 120 Meilen no
enflug über die Asoren achrichten vor. Entgegen den ei. meldet
tiegen war, liegen seit Tagen keine Nachrichten vor.
seger bereits auf den Azoren gelandet sei, meldet jetzt ein englischer estlich der Inselgruppe die schwimmenden Reste eines Wasserflugzeuges ohne Bemannung gesichtet habe. In Spanien zweiselt man nicht mehr daran, daß es sich um das Flugzeug Francos handelt und gibt den mutigen Piloten, der sich vor drei Jahren durch seinen grr Südamerikaflug einen Namen gemacht hat, bereits verloren. Unser Bild zeigt den von Major Fr
benutzten Dornier=Wal. Im Oves der Flieger.
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„Pastor“. Um eben Linie der Schedelich
heiten erledigt wurden. Nachmittags sprach Prof. Dr. Hellpach über„Gründe und Grenzen, Bewährung und Entartung der Staatsfürsorge am kranken Menschen.“
R. Bochum, 27. Juni.(Sonderbare Grenzregulierung.) An der Grenze zwischen Weitmar und Stiepel, im Lokal der Witwe Frau Wiedig, gibt es eine nicht alltägliche Grenzführung. Das betreffende Lokal, bekanntlich unter dem Namen„Am Wieg", wird von einer Gemeindegrenze glatt durchschnitten. Die große Wirtshausstube liegt mit dem üdlichen Teil auf dem Boden des Landkreises attingen, ein Teil der Schenktheke aber steht auf
Bochumer Gebiet. Bei Eintritt der Polizeistunde
rücken die Gäste dann oft scherzeshalber nach BochumWeitmar, weil dort die Polizeistunde behördlich etwas später eintritt.
Ritter von Schalte und
Wiedertäuferkönig.
Von Reinhold Grasreiner, Pfleger für kulturgeschichtliche Bodenaltertümer.
Es ist schon lange der— wodl siebenhundert Jahre und mehr— da lebte in Schalbe ein Ministerial= und Rittergeschlecht, das sich auch Schalle nannte. Es schrieb sich aber nach alten Schreibungen Scedelyr, Scadelyk. Schedelich, Schadelich, Schadelick.
sicke. Schaliche, Schalche. Von der vormaligen Burgstätte steht und weiß man heute in Schalte nichts mehr. Ein Essener Ministertale mit Namen Heinrich von Scadelecke wird 1246 genannt. Von der Familie Scadeleke oder Schalke zweigte um das Jahr 1300 ein Cesartus von Schadeleck in die Gegend von Dulmen[Haus Dillmen:), Haus Osthoff:)] ab, allwo diese Familie drei Jahr#underte blühte und in der e am Katharinentag Anno 1605 ein
nde fand. Auf dem Stammgut in ud bald nach dem Jahre 1400 das der Schalle, nachdem nicht lange vor
nrich von Schadelike unter die Ratmannen
Essen ausgenommen, also Essener Bürger war. Um die Mitte des Fünfzehnhundert wir von dem einen oder anderen Schallick als rchener„Vikar" oder diese Zeit blühre die Dülmer oder Schadelich als Ritter und Freiherren.
Nur wenige Jahrzehnte von Ausbruch der Wiedertäuferunruhen in Münster hören wir von einem Hermann von Kerßenbroick, ein gelehrter Mann, der in seinen jüngeren Jahren einen Teil der Wiedertäuferunnhen in Münster miterlebte, schrieb als gereifter Mann in lateinischer Sprache ein umfangreiches Buch über die Wiedertäuferunruhen. Dieses Buch wurde später ins Deutsche übersetzt und gedruckt und ist kürzlich in orginalgetreuer Wiedergabe des Erstdruckes von 1771 in dritter Auflage von S. P. Widmann herausgegeben worden.(Verlag Aschendorff, Münster.)
Aus dem Kerßenbroickschen Buche erfahren wir Näheres über die für Gelsenkirchen gewiß recht interessante Tatsache, daß der Wiedertäuferkönig Jan van Leiden der Sohn einer Leibeigenen des genannten Freiherrn Godfried von Schedelich oder Schalbe war und manches andere:
Es war ein Mägdchen mit Namen Adelheid, von Gitern, welche auf dem Landgut Zoeltene) in dem Bistum Münster wohnten und dasselbe baueten, zur Welt gebracht worden. Und dieses Landgut, welches in dem Dodorfischen:) Amt lag. gehörte dem Freiberrn Godfried von Schedelich nicht nur als Eigentum zu, sondern alle daselbst Geborenen waren ihm auch leibeigen. Da nun dieses Mägdchen viele Brüder und Schwestern hatte und der größte Teil der Güter von dem Herrn, welchem es als leibeigen zugehörte, ihm weggenommen worden war, so, daß sie aus diesem Landgut sehr wenig Nutzen zu ziehen hossen konnten, so hat dieselbe(Adelheid) sich entschlossen, viel lieber unter auswärtigen Leuten ihr Glück zu suchen und durch Dienen und Arbeiten unter Unbekannten ihren Lebensunterhalt und ihre Nahrung zu finden, als unter den Ihrigen zu verderben und ein elendes Leben zu führen. Sie ist also nach Holland wegen ihres guten Anönheit) und ihrer glück##, Bildung dem Schultheiß(=
etwa: Bürgermeister) in Gravenhagen(—'s Gravenhage, Haag). Namens Bockel, gleich anfänglich wohlgefallen, so suchte derselbe mit ihr in eine nähere Bekanntschaft und Vertraulichkeit zu kommen.... Sie hat also demselben einen Sohn in dem Dorf Hagen(— Haag) geboren, den sie Bockelsohn, das ist einen Sohn Bockels, geheißen. Nachdem sie sich aber einige Jahre darauf bei dem Freiherrn von Schedelich mit Geld von der Leibeigenschaft losgekauft, ist sie hemnach mit dem erwähnten Bockel in Gravenhagen den Landesgesetzen gemäß getraut und dessen ordent
liche(= rechtmäßige) Gattin geworden.....
Hierauf hat sie einige Jahre vor der Belagerung ihr Vaterland und ihre Verwandten besucht und sehen wollen, ob sie vielleicht von dem Landgut, worauf sie geboren, noch etwas als ein Heiratsgut berommen könnte. Sie ist aber auuf ihrer Rückkehr nach Leiden(— Stadt in Holland) zwischen dem Landgut Zoelchen, als dem Ort ihrer Geburt, und dem Amit Dovorf von einer Krankheit befallen worden und mußte sich an einem Baum niedersetzen, alltvo sie auch plötzlich verschied. Und da man ihren Körper allda gefunten, so ist denselbe nach Dodorf, dem nächstgelegenen Ort, gefahren und begraben worden. Unterbessen aber wurde ihr erstgeborener Sohn Johann Bockelsohn von seinen Verwandten zu Leiden erzogen. Und nachdem er eine ziemliche Fertigkett im Lesen und Schreiben in seiner Muttersprache erlernt hatte, so lernte er das Schneiderhandwerk. Darauf ist er, da er äbter geworden, um teils die Handlung, teils das soeben erwähnte Handwert zu treiben, nach o gereist, allwo er beinahe vier ganze re geblieben, und hierauf nach Flandern und gegangen, darauf nach Lübeck und von da endlich nach Leiden wiederum zurückgekehrt.
(Nach Ausbruch der religtös=wirtschaftlichen Unruhen in Münster begab sich Jobann Bockelsohn in diese Stadt und schwang sich zum„Wiedertäuferkönig“ auf.)
Aus dem Bericht des Hermann von Kerßenbroick zu ersehen, inwiefern Verbindungssäden von alke zum Wiedertäuferkönig Jan van Leiden hinÜberleiten.
elendes Leben zu führen. S gereist. Und nachdem sie 1 sehens(—= körperliche Schö lichen(körperlichen) Bildun
!) Haus Dülmen 5 Kilometer südwestlich von Dülmen, an der Kunststraße Dülmen—Haltern *) Haus Osthoff 2 bis 3 Kilometer nordöstlich von Dülmen, ganz nahe der Eisenbahnlinie Wanne— Münster.
*)<space> D a s<space> L a n d g u t<space> Z o e l c k e n<space> i s t<space> w o h l<space> d a s<space> n o c h<space> b e <space> stehende große Bauerngut Solbe. 7 bis 8 Kilometer nordöstlich von Dülmen
Xchon# ist der frühere Name für Darup, 13 Kilometer nördlich von Dillmen. Freiberrn Godfried von Schedelich, der im engsten geschichtlichen Zusammenhang mit dem Wiedertäufer
löhnrig Jan van Leiden steht.
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Herz sei ruhig!
Ab morgen nur noch Kaffee Hag
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