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Alnemeine Zeitung.

Dienstag, den 2. Dezember 1924.

des Neubaucs eines Vereinshauses an­geschnltten worden war, wurde eingevend die bevor­stebende Kirchenwahl besprochen und beschlossen, für eine gemeinsame Vorschlagslifte einzutreten und hlerzu aus den Relhen des Vereins geeianete Namen zu venenten. Anschließend wurde die Inner­politische Lage und die Reichetagswabl ein gebend erortert und betont, daß bei den Wablen iedes Mitglied seine Wahlpflicht erfüslen muß und seine Stimme nur dem Kanbidaten geben kann, der die Bestrevungen des Vereins würdigt und veriri#. Auf die am Tonntag, den 11. Dezbr., in der Lobr­beide stattfindende nreisverbandstagung wurden die Mitglieder aufmerksam gemacht. Mit Dauteswort wurde nach ergieviger Aussprache die Versammlung geschlossen.

Der Ostpr. evangl. Arbetterverein Bulmte hielt am Sonntag seine aut besuchte Versammlung ab. Diese wurde vom Vorsivenden Czelustet geleitet. Nach Zahlung der Betträge und Auszahlung von Kranlengeld leßen siev vier Mitglieder aufnehmen. Die Niederschrift wurde verlesen und sand Annahme. Das Weihnachtssest sonl am 1. Festtag, nachm. 4 Uhr, geselert werden. Auf Wunsch der Versammlung wird ein Getstlicher eingeladen. Ferner wurde be­schlossen, den bettragsfreien Mitaliedern und Wit­wen über 60 Jahre eine besondere Wetbnachtsfreude zu beretten. Die Witwen unter 60 Javie, die an der WBethnachtsbescherung tellnehmen wollen, zadlen einen besonderen Beltrag von 75 H. Der Vorstpende erstattete Bericht ülver die Sitzung des Wirtschafts­bundes und stellie fest, daß die Vereine der Groß­stadt Gelsentirchen nach wie vor diesem angevören. Den Mitgliedern zur Kenntnis, das die Provestunde der Kinder=Auffübrungen wegen der Relchs= und Landtagswabl am 7. Dezember ausfällt und am 14. Dezember, nachm. 2 Uhr, stattfindet. Die Mitalie­der werden gebeten, die Kinder zur Probestunde pünktlich zu schicken. Die Kassenabrechnung ist am 14. Dezember, 2 Uhr nachm. Nächste Versammlung am 28. Dezember: Generalversammlung.

K Evangetischer Arbetterverein Uedendorf. Am Sonntag sand im Gemeindebause die monatliche Ver­sammlung statt, die vom Vorstvenden nuver ge­leitet wurde. Die Niederschrift sand Annahme. So­dann wurde das Weidnaisfest zur Sprache gebracht, das am Sonntaa, den 28. Dezember, im großen Saale des Gemeindebauses gefeiert wird. Es soll jedes Vereinsmitglied beschert werden. Zu der Feier hat der„Verein für Volkskunst" zugesagt, der mit einer Wethnachtsauffüdrung das Fest verschönert. Einen Bericht über die Delegiertenversammtung in Wattenscheid erstattete das Vorstandsmituliod Job. Eversmever. Die Beerdigungsfrage war noch nicht zu Ende zu sprechen. Nach Aufnahne von drei Mit­dliedern und Zabiung der Beiträge wurde die Ver­sammtung um 2 Uhr vom Vorsivenden geschlossen. Nächste Versammtung am 4. Januar 1925: General= versammlung und Vorstandswahl.

* Jugendabteilung des evgl. Volksvereins Gel­senkirchen 1. Peure(Dienstag), abende 7.30 Uhr. versammeln wir uns am evgl. Vereinsbaus, um geminsam an der Evangellsatton in der Altstadt­kirche teildunehmen. Vollzähliges Erscheinen ist Pflicht eines jeden Mitgliedes.

all der warmen Hingabe geboten, die dieses Lied braucht. In die eigenartige Melodit des„Minne­

liedes aus dem 16. Jahrhundert“ sand sich der Cvor sicher und leicht. Glanzstücke waren„Brüderchen komm und tanz mnit mir“ von Alrimn und„Ein Männteln siebe im Walde“ von Steinhausen. Der Ohor zeigte auch in den noch folgenden Liedern, daß er noch der alte ist. Die Stimmen sind gnt verteilt und ergänzen sich gegenseitig auss beste. Arnold Mertelvach ist seinen Sängern ein sicherer Fün rer, der den Chor über Unebenbetten leicht binweg­führt.

Frau Nierste=Quade hatte sich wiederum zur Verfügung gestellt. Mit ibren reichen Gaben sand sie großen und wohl verdienten Anklang. Feier lich brachte sie Reinbolds„Bespergesang“, scheimisch

nn ie

„Im Volkston“ von Schmidt und„Die Schichterne von Kiuse. Das dankvare Publikum mußte durch eine weitere Zugave befriedigt werden.

Aus dem Tanökreis.

Waltenscheid.

* Ev. Kirchengemeinde Wattenscheld. Nachdemi die Frist für die Anmeldung zur Eintragung in die Mählerliste abgelausen ist, wird die für die bevor siebende Wahl festgesetzte Wädlerliste zwa Wohen lang. nämlich vom 14. Dezember bis 28. Dezember, werttäglucb von vormittags 9 bis 10 Uhr, im Pfarr­bause an der Chausscestraße bezw. in Hontrop zur Einsicor ausliegen. Einsprüche gegen die Liste können nur während vieser zweinöwigen Ausleg frißt angebracht werden, und zwar stpriftlich und mündlich deim Vorsitzenden des Presbyceriums, der bierfür im Pfarrbause an der Chausseestraße werk­läglich von 9 bis 10 Uhr zu sprechen sein wird.

Ein gefährlicher Schwindler festgenommen. Freitag abend wurde der beschäfigungslose angeblicht Kaufmann M. aus Barmen in einem biesigen Kassee fesigenommen. M. hat, wie man wobl zu sagen pflegt. Land und Leute betrogen. Nach dem er in vielen Orten Gaunereten verübt hatte, so in Köln. Dortmund, Klel usw., war ihm dort der Boven zu heiß geworden, und verlegte dann sein Arbeitsfeld nach vier. Leider hat dieser Mann in Wattenscheid viele Geschäftsleute gesunden, die er nricht nur um große Posten Waren, sondern amb um bares Geld zu beirugen verstand. Auch mu sal­schen Schecks operierte er. Jedenfalls dat er sich in den paar Tagen seines Hierseins viel zu? sammengebolt. Vor seiner Fesinahme dat er den ganzen Tag über in einem Auto Lustfahrten ge­macht. nuch der Chauffeur dat, was die Zahlung anbetrifft, das Nachseben. Nun befindet sich der Fest­genommene im Amtsgerichtsgefangnis, wo er Ge­legenheit hat, über seine Sünden nachzusenten.

in Gelsenkirchen=Rotthausen.

Feier des 25täbrigen Besteheus des evangelischen Kirchenchors.

Zweiter Tag.

Während in dem Konzert im Volkshaus Werke aus der Kammermustt Bachs und zwei seiner welt licven Kantaten auf dem Programm standen, also noß des gewaltigen Invalts immerhm Stucke kleinen äußeren Formais, brachte das Konzert am Nach­mittag des zweiten Tages in der evangelischen Kirche zu Rotcchausen Kompositionen, die aum den äußeren Dimensionen nach als Monumentalwert angespro chen werden müssen: zwei geisttiche Kautaten und zwei große Orgeltomposttionen. Die beiden nan taten„Wachet auf ruset uns die Stimme“ und„O ewiges Feuer, o Ursprung der Liede“, liesern in je­dem einzelnen Tell Beweise für die unerschöpfliche Phantaste Bachs, der immer neue musikalische Aus drucksmöglichtelten für den Inhali der Texivorlage findet: so oft sich auch ein Satz wiederholen mag, Bachs Kunst weiß ihn jedesmal in andere Beleuch tung zu rücken: seine Tonmalereien sind einfach und überzeugend. realtstisch, aber nirgendwo aufdringlich.

Die Darvietung erbrachte tn noch höberem Grade als die der Gesänge des Vortages den Nachweis dafür, daß Hermann Landaracber und sonn Cvor mit energischem Fleiß und liebevollem Ver ständnis die Einübung dieser schwierigen und an strengenden Werte verrieben haben. Die Chor duziplin war ausgezeichnet der Gesang klangrein und sicher und erzielt auch die wuchtigen Wirtungen, wie sie z. B der Eingangscor der zweiten Kantate verlangt. Gesteigert wurden diese Wirtungen noch durch die günstigen akustischen Verhältnisse; wie denn überbaupt die Veranstaltung vielen zeigte, daß kirch liche Kunst ihrer rechten Auswirkungen an iorer Heimarstätte im Gotteshause sicher ist. Der Cbor und sein verdienstvoller Leiter dürfen auf die Proven ihres Könnens, die sie an diesen beiden Tagen ge­geben haben, mit Befriedigung und Stolz zurück blicken.

An dem schönen Erfola hatte aucn das Soltsten­quartett(Hella Lohmann=Seidler, Leonie Schwankasreutzberg, Albert Lauven­thal. Bill Fiedler) Anteil; es sang außer den Solopartien der Kantaten noch zwei geistliche Ge sänge mit gutem Ausdruck, ohne jedoch die nötige Ausgleichung und Verschmelzung der Stimmen zu erreichen. In hervorragender Weise löste seine An gaben Theodor Allekotte(Köln) an der Orgel er hatte seme leichte Aufgabe: seine belden Solo stücke, Präindium und Fuge in G dur. sowie Phan rasie und Fuge in Gemoll stellen an die Technir des Spielers ungewönnlich hohe Anforderungen: sie wurden meisterhaft bewältigt und der Künstler wußte außerdem die Werke auch in iorer herrlichen musi kaltschen Architektur tlar und plastisch aufzubauen; er verzichtete auf häufige Reginerwechsel und hob dafür mit Recr desto schärfer die kunstvolle Lintenführung herver. Die vorigen Instrumentalpartien führte das Peannenorchester(Essen) sucber und den Weisun gen des Dirigenten mut Autmerksamkelt folgend, aus

daden. Ihm ist es gelungen, die gefährdete preu­gisch=deutsche Kurtur zu retten. Reoner ergebi sich nun in karen turzen Ausführung über das Wesen der deutschen Kultur. Er erinnerte an die Kulturarbelten Friedrichs des Großen.=Dr. Marten Lntders und des Pollosophen Kant, und fordert, daß der Geist von Polsbam nnd Kouig=bera im deutschen Volke wieder levendig werden mdar.#ie zweite Arbelt, die Boclitz leistele, war die(rbal­tung der konsesstonenen Sanile. Nur in einer Schule, in der Retigion geieort wird, lann die Ju­geid Jum Staatsbewußtsein erzogen werden. Ein Volk vyne Religron mug zu Grunde genen. Der 2. Redner, Beramann Nitolat, sprach üiber Arbeitspolltt. er givi zunächst einen kurzen Ueberblick üder das, was war, was in und wir es werden wird. Ein Volt mun in Freibelt leben. Das Dawesaulachten sei eine Fesset und unmöglich könne es in dieser Form durchgeführt werden. as bedeute die Erdrosselung des gesamten deutschen Wirtschafts­levens. Nun kommt Redner auf den Achenundentag. Auf der Internationalen Konserenz in Bern habe Deutschland. England und Fraufreich den Ach stundentag beschlossen. Aber nur Deutschland short ihn durch. Fremde Länder treiden Sozlaspolttir un Rabmen der Mögrschkett und jeder Versuch, diese Grundsätze zu durchbrechen, scheitern an dem Natto­nalbewußtsein der einzelnen Länder. Beweis: Mar­donalds Polttik schetterte schnell an dem Staaleve wußtsein der Engländer. Wir verdanken die stände der letzten Jahre der Latenpolttik in Deutsch­land. Lalenköpfe haben sich an die Spite gesetzi und verderben alles. Niemand solt sich

Dem meoner dankte reichticher Beifall. An der sich lebhaft entwickelnden Debatte nahmen Mit glieder der S. P. D. und der K. P. D. tell.

4 Adventsseler in der engl. Schule zu Leithe. Der Avendgotteedienst sand in der sehr ollvsch geschmüc ten Schulklasse der evangeltschen Schule statt. Er er­hielt sein besonderes Genräge durch musilatische Dar­bietungen am Harmonlum mit Geigenbegleitung. 3oichgesänge wechselten mit dem Aufsagen der Ver­beißungen, die durch junge Mädben des Jungfrauen­vereins als Engel mit roten Lichtern aufgesagt wurden. Pastor Keinatwleare seiner Predigt die Worte der Offenbarung d. Johannes 22 V. 20 zu Grunde. Ein mit brennenden Kerzen erlenchieter Adveneekranz und ein erleuchteter Stern gaben dem Naum eine echt weldnachtliche Stimmung, die sich den zadlreich Ersatenenen mittellne. Fräulein Lies­chen Wieneke sang zwei Lieder mit schöner Varer Stimme. Fräulein Erika Prein und Herr Winy Lautenbera spielzen das Lango von Händel. Anni Müller und Erika Zilla sprachen zwei Adveursgedichte. Die Feier schloß mit Gebei und Segen.

die zahlreich Erschlenenen. As Redner war der Ge­neratkommtssar für Rhein und Ruhr. Bürgerme

a. D. Schmiol=Lüsseldorf gewonnen. In seinen Vortrage behandette er die Fragen: Wie ist der Nudhr­kamo entstanden und weiche Bedeutung vat dies¬­un unsere Innen- und Außenpolitik grbabtr Ret. ner unterstrich neven der Wichtiateit der Reichstags. wahlen auch die Bedeutung der preußischen Land. lagowahlen und bezeichneie als vornehmste Aufgaben des rommenden Landiages die Beibehaltung oe rbeinischen Stadieordnung, den Schutz des Mitteh standes gegen Soztalisterung und Kommunalisterung.

Ferner forderte er grundliche Sparsamtell in Siagts. und sronnmalbetrieden. Vereinfachung des Steuer­sysems. In der Auswertung vertrat er die Ansiche daß der Staat setzt woln in der Lage sel. eine Au' werinna eintreten lassen zu können. Redner unter­strich dann die Erfolge der Teutschen Volkspartet# der Außenvoltitk, besonders die Erleichierungen an wirtschaftlichem Geblete. Scharf betämpfte er die Bildung neuer Parteten und Gruppen, die dezu ge cianet seien, die Zerrissenbell des deutschen Paria­mentes woco mehr zu fördern, anderentells aber zur Bedentungs#osigkeit verurtellt seien. Reichg Veifall beronnie den Redner. Nach reger Aussprach­sans die Versammlung gegen 11 Uhr tor Ende.

nlgvoch avend 8 Uhr ist eine Vererauensmänng. versammlung in den Ratskeller einvernfen.

3. Blatt. Nr. 243.

Uebe

Leithe.

* Wohltätigkeitskonzert des evangel. Kinderchors

zu Leiihe. um Samslag sand im Suale des Wirts Sonnenschein, Meststraße, das Wodltatigkeiskonzert des evangel. Kinderwors zu Leitde statt. Der schiewie Besuch war wodl darauf zurückzufuhren, daß augen blicklich eine Veranstaltung die andere jagt und immer noch große Geldinapphett herrscht. Es war dies umsomehr zu bedauern, als sich die Kinder und die Mitwirkenden seit langem darauf gefreut hatten, durch diese Veranstaltung dem evangel. Kirchbauver­ein Leitne eine ansehnliche Summe abführen zu können. Das Programm vatten wir uns bei aller Reichhaltigkeit etwas einbettlicher gewünscht. Der Kinderchor unter der bewährten Leitung des Rektors Prein eröffnete den Abend mit der Volksweise„An den Gesang". Die Kinder folgten dem Dirigenten stabe ihres umsichtigen Leiters mit größter Freude und ernieten wie auch bei den folgenden Darbietun­gen„Naher rückt die trübe Zelt“ von Sticher,„Russt­scher Bespergesang“ von Stevensen,„Freiheit, die lch meine“ von Groß und„Am Rhein“ von Bach, wobl­verdienten Beifall. Es beruhrte besonders ange

nehm, daß die Kinder die einzelnen Gesange der se­weiligen Stimmung entsprechend mit deutlicher Aus­sprache und richtigem Tempo zu Gehör brachten

Gerade im Punkte Tempo wird so bäufig gesündigt, indem es überstürzt wird, wodurch die Wirtung dann meistens verloren gebt. Die Mitwirtende Frl. Linka erfreute die Zuhörer durch den Vortrag von Schuberts„Ave Maria“. Brahms„O, wüßt ich doch den Weg zurück“ und Curschmanns„Es lächelt der #ce. Frl. E. Säck, den Wattenscheidern bestens be­kannt von früberen Konzerten in der Friedenstirche usw., sang in formvollendeter Weise das Löns'sche „Herzblau am Lindetbaum“.„Ich liebe dich von Bezthoven und„Die Forelle“ von Schubert. Sie ver­stand es auch diesmal, durch die mustergültige Wie­dergabe der Lieder, sich die Herzen der Zudörer zu obern und mußte sich zu zwei Zugaben versteben. Besondere Beachtung verdient auch die 13jährige Schillerin H. Verg. die mit zwei Liedchen„Wiegen­lied" von Humperdink und„Heidenröslein“ von Schubert aufwartete. H. Berg hat eine kräftige, weit­tragende Stimme, die wetter ausgebildet zu werden verdient. Am Flügel satz Frl. Erika Prein. die den„Herentanz“ von Holst und„Variationen“ von Schuvert verständnisvoll und mit seiner Technit spielte. Fräulein E. Prein datte auch die Beglettung der Sologesänge übernommen: sie laa bei thr in guten Händen. Vierhändia spielten Frl. L. Wie­necke und Heumuth Hollmann die Ouvertüre zur L per„Zampa“ von Herold(nicht von Weber. wie es irrtümlich im Programm bieß). Auf dem brachtvollen Konzertflügel, den das Pianobaus Nev­ries=Gelsenkirchen gestellt vatte, ram die Ouvert schön zur Geltung. Fritz Lautenberg liche änderen Mitwirkenden ebenfalls hatte zu seinem Vortrage des berühmte

Röhlinghausen.

st Ev. Bürger= und Arbetterverein.

Die monat­

lich Versammlung wurde vom Vorsivenden Fi­

scher mu einer herziichen Begrüßung an die zahl­reub Erschienenen eröffnet. Zunächst wurde ein Dankschreiben der in der letzren Versammlung mit einer Unterstützung bodachten Mitglieder vorgelesen, und ein wetieres Mitglied, das durch Kranryeit in der Jamilie und Erwervslosigteit in Rot gera#en ist, mit einer angemessenen Unterstützung bedacht.

Ferner wurde ein Dankschreiben der Familie des kürzlich gestorbenen Ebrenmitgliedes Göddenhoff, Hun## wegen der zahlreichen Beteiligung des Vereins bei der Beerdigung, bekannt gegeven. Der Vorsivende sreiste kurz die Verdienste des Verstorvenen um den Verein. Zu Ehren des Verstordenen erhoben sich die Mitglieder von den Sitzen. Ueber den Bettritt zum Provinzialverband konnte kein Beschluß ge­aßt werden. Der Kernpuntt des Abends war ein Vortrag des Herrn Rettors Luth über„Helmat= tunde", der von den Anwesenden mit großem In­(eresse verfolgt wurde. Reicher Beisall erntete der Vortragende. In der nächsten Versammlung wird Rektor Lütb über den Reichtum der Steinkohle

sprechen.

gesent und Aus dem Pollzeivericht. Zur Anzeige gelang.

verantwortlich#en zwei Personen megen Verstoß gegen die va­

fehrepot#zetlichen Vor#spritten, zwei Personen wegen Nerübung groben Untugs, eine Person wegen unter­lassener reckntzeitiger Reinigung des Bürgersteiges vor lbrem Hause. eine Person wegen Verraufe von Waren zu verbotener Zest am Sonntag und ein Schüler in Alter von 14 Jahren, weil er einer Frau eine Geh­börse mit einigen Zeburfennigstücken sowie einen

Lustdaston stahl. Zwei wettere Personen verüben da­durch groben Unkug und einen Menschenauflauf, au der Essenerstraße, indem sie mit einem offenen

Fester in der Hand einen Wirt vedrohten. Da ste sich nicht aueweisen konnten oder auch nicht wollten und etwas angetrunken waren, wurden sie bis zur Ernüchterung einstwellen in Haft genommen. Einen wetteren Menschenanstauf verübte eine andere Per­son aus Brauck. indem diese versuchte, am Bahn­hof Horst=Nord am Stratzenübergang bei der Duntel­beli eine dort aufgestellte Weschenlaterne mu dem Fuße zu zertrummern. Von Polizelbeamten zur Rede gestellt, ließ er von seinem Vorhaben ab. Bei der Feststellung der Personalten wurde ein an­derer Zuschauer wültend und wollte die Beamten an der Ausnbung des Dienstes bindern. Zudem belei­digte er die Beamten in grovlicher Weise. Diefer wurde zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhze, Ordnung und Sicherheit evenfaus in Haft genom. men. An der Wohnung des Hochstraße wohnvasten Schneidermeistets Siessen wurde in der letzten Nacht eine Scheibe mutwilligerweise zertrümmert. Die Tater entkamen in der Tuntelbeit. In den meisten Fällen bandelt es sich um auswärts wohnhafte Täter, die In Horst Unzug treiben.

K Evangelischer Knappenverein. Die monatlich Versammtung sand am Sonntag bei Vorvolt statt und war sehr gut besuicht. Bei Zahlung der Beiträg­mußie die Kinderzabi zur Weihnachtsbescherung an­werden. Nach der übrichen Tagesordnung eingebend die Weiynachtsfeier bespro­chen. Es wurde beschlossen, die Feler am ersten Weibnachtstag, nachmittags 5 Uhr, mit Kinderbesche­rung abzuhalten. Der Vorsitzende wies darauf hin, daß nun die Vereinsmüpzen da sind und beim Kas­sierer E. Grönnert abgeholt werden können. Die Mnden sind binlig und brauchen nicht in einmal be­zahlt zu werden. Hierauf entspann sich, durch eine Ansbrache des Herrn Fr. Klein angeregt. eine reue Aussprache, woran sich mehrere Nameraden beteilig­ten, über die am. Dezember stattfindende Wahl. Es wurde von sämtlichen Rednern aufgefordert, am 7. Dezember vonljählig an der Wahlurne zu erschei­neu und nur die Deutsche Volkspartei zu

Geäfknung einer Aunstauastallung in Maun, wainen. Durch Beisall gaven die Mitglieder idre Zu­

Eröffnung einer Kunstausstellung in Wanne. sicherung, für die Deutsche Volkspartei zu werben.

Dank der Opserwillingkett bürgerlicher Kreise, und 1* Vandalismus. In den letzten Nächten sind

dem Arbeitseiser der„jungen Gilde“— einer Un= von Bubenband wieder medrere der neu angepflanz­terabteitung, des Kunstvereins Wanne—— konnte##ten Bäume an der Industriestraße abgebrochen wor­gestern die 3. Kunstausstellung eröffnet werden. Un- den. Die Einwohnerschaft wird gebeten, doch ihrer­

ter den geladenen Gasten bemerkte man die Verire ter der Aemter Wanne und Elckel sowie eine Abord­nung der„Freien Künstler=Verenigung" Dusseldorf, die Herren Seipel, Corisiens und Swoemann.

seits das Mögliche dazu beizutragen, daß diese Täter der verdienten Strafe zugeführt werden lönnen.

* Ein anderer Unfug besteht darin, daß neuer­dings wieder einige allzubequeme Fuhrwerksbesitzer

Eröffnungsansprache dielt Recusanwalt Franke=sihren Müll und sonstigen Unrat fuhrenweise auf dem

Wanne.

Er gab einen kurzen Rückblick aus die Ent wicklung und die Gründe, die zu einer eigenen Gemnsgründung geführt hatten. Dann sprach Redner den opferberetten Kreisen den Tank aus für die geleistete Hilfe und betonte, daß dieses gebrachte Opfer seine guten Früchte tragen würde. Die Aus stellung solle nun nicht nur den gebildeten Kreisen mngänglich sein, sondern allen Schichten der Bevöl­lerung. Den Arbeitslosen, Unterstützungsempfänt­gern und Kurzarbettern, wie auch den Klein= und Sozialrentnern sei der Eintrittspreis erlassen. Dar auf nahm Herr Kunstmaler Seipel(1. Vorstvender der Freien Künstler=Vereinigung) das Wort. Er dankte für die ehrenvolle Einladung, der sie um so lieber gefolgt seten, als diese erne Ausstellung als

ein Symbol dafür betrachtet werden könne, daß die zwrtschen dem Rhein und dem Industriegeblei avge­

brochenen Verbindungen nun wiederbergestellt wer den würden, und nun hoffentlich von Dauer blieben. Amtmann Dr. Matzmann Eickel erössnete nun die Aussteuung. worauf ein Rundgang durch dir Aus­stellung angetreten wurde. Diese überraschie durch wie säme1 die wirtungsvolle Art und Weise der Bilderano##d­ein Fe#####“ nung sowoyl als auch durch die Güte und Retchhal Largo“ ven#feit der Gemäldt., Herr Gewerbelehrer Braun

von Wever

Händel und„Aufforderung zum Tanz“ von mer## Wanne, der 6 Plastiken ausgestellt hatte, fand ell

gewählt. Auch er trug durch sein Spiel nach Kräften#ine Anertennung, besonders seine Werte„Drei zum guten Gelingen der ganzen Veranstaltung bes. 1 Musikanien“.„Ind strie“ und eine Vorträtbuste„Frl.

* Oeffentliche Wählerversammlung r Kausm K.“. Ebenso Derr Ernst Jungschläger=Waune mit

Voltspartet, um Sonntag sand unser d.“ Parsia seinen 5 Stizien für Mardräume, werr Zungschid des Steigers Domscheid im Kampmannschen seinen Skizzen am besten, wie wenig Taale eine Wätlerversammlung sig;, die an na#r#s berechtigt die Bebauptung ist, daß unser Kunstge

war. Als erster Redner sprach Lehrer Müngg“ werbe verflacht und unschöpferisch fei. Auf die Oei sprach Lehrer Münster= gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Pastelle, Radie

Holzschnitte und Scherenschnitte, die

Cvangel. Männercher Aeckendorf.

Einen wohlgelungenen Liederabend veranstaltete der Eval. Männerchor Ueckendorf am Sonntag abend im Gemeindehause an der Scharndorststraße.

Voltslieder brachte der Cvor, wie sie drau ßen gesungen werden, anspruchslos und doch mit einer von erzen gebenden Empfindung. Kindliches Glauben und Hoffen tönte aus den ersten Gesängen „Gebet“ und„Müde bin ich ich geh' zur Rub“, beide von M. Neumanu bearbeitet. Au. Stimmen wie aus einem reinen Guß.„Ewig liebe Heimat“ wurde mit

mann über„Kultur, Schulfragen und chulpolitik.“ Er könne, so führte der Redner etwa aus, nur andeutungsweise die Grund= und Richtlinien der deutschen Volkspartei zu diesen #demen geben. Nach dem Zusammenbruch der Staatsform 1918 set ein unverständlicher Kampf gegen das Deutschium und die Schule entbrannt, der zu einer großen Verwirrung führte und Geister an die führenden Steuer berief. die gar keine Abnung von dem tiesen Wesen unserer Kultur und dem Wert der deutschen Schulen batten. Da waren natürlich Leute nug. die mit

rungen, Holzschnitte und Scherenschnitte, die einer ganz besonderen Würdigung bedürsen, kommen wir später zurück. Sämtliche ausgestellten Kunstwerke sind bis auf wenige Ausnahmen verläuflich. Am letzten Tag der Ausstellung finder noch eine Ver losum von Kunstwerken statt. Lose sind zu 1 M

erhältlich. 9.—p.

genug, die mit dem Treiben, wie es nun begann, nicht einverstanden waren. aber. es fehlte ihnen die innere Kraft. belfend einzuspringen. So kam es, daß ein Adolf Hoffmann und danuch ein Konrad Haenisch als Autusminister in Preußen austraten. Beide Mit­glieder, der sozialdemotratischen Partei. Nach scherem inneren und äußeren Ringen wurde dann nach drei verlorenen Jahren dem setzigen nune minister Dr. Boelitz das Amt übertragen. Boelipz Verdienst ist, die Wege zur inneren Ge sundung des Deutschtums gefünden zu

Aus den Nachbargedieten.

Krav.

Sportplatz an der Industriestraße widerrechtlich abladen, das nicht zur Verschönerung des Straßen­bildes beiträgt. Sollte denen der Müllabladeplatz an der alten Müble nicht bekannt sein! Oder ist er zu weit abgelegen? Hossentlich gelingt es, die Täter zu ermitteln.

Zuer.

* Wegen Fahrlässigkeit und dadurch dervorgern­fenen Unfall auf der Straße, war der Kraftwagen= führer H. aus Horst als Angeklagier erschlenen. Veslagter fuhr ein Personenauto von Buer nach porn am 20. September. Zwischen Beckbausen und Horst war die östliche Scite der Straße wegen Re­paraturen der elettrischen Bahn aufgerissen, so daß nur eine freie Fahrbahn von 4 Meiern für das ge­samte Straßenfuorwerk passterbar dlieb. Nun be­kundet der beklagte Autoführer, daßz er nur mit einer Geschwindigkeit von 20 bis 25 Kilometer gefahren set. Er habe in einiger Richtung vor sich zwei Leor­lnge mit einer Tischlerkarre in selbtger Richtung sahren sehen, die durch seine Hup=Signale verbiesten wurden, so daß einer die Karre rechts, der andere inks gezogen habe. Er versuchte trotzdem durchzu­sahren, wobei ihm einer der Jungen so unglücklich vor den Wagen gesprungen ist, daß er vom Vorder­nagen überfahren wurde. Die Zeugenaussagen lau­leten sehr unterschiedlich, während der eine Zeuge bekundet, daß das Auto mäßig gefahron sei, sagt ein anderer, es wäre wie wütend gesagt. In Anbetracht der nur geringen Verletzungen, die der Lebrling er­litten hat, verurteilte das Gericht den Angeklagten wegen Fahrlässigkeit zu 75 Geldstrafe.

* Widerstand gegen die S#tatsgewalt. Unter obiger Antlage erscheint ein Horster Vergmann K. vor den Schraufen des Gerichts. Es wird ihm zur Last gelegt, am 14. Dezemper durch Lärmen auf der traße einen Mensche auslauf verursacot zu baben

Dem Verwaltungsrat und für die im Dezember Vorlagen wegen Ermäßlan und Fernsprechgebühren zu puoren im Inlande en gon den Vorkriegssätzen ehr ist eine Herabsetzung sachen Brief auf 25 H. für aussiche genommen. Für außer einer wesentlichen E fartengebühr eine betracht Auszahlungsgebuh daß die Gebühr für Varan Tausend auf einhalb vom 2 und für bargeldlose Ausz auf ein Zehntel vom Ta ermäßigt werden soll. F­für Auszahlung niedriger m. die Gebühr künftig nich auf 1 J abgerundet wer hohe Gebühr für telegraph Im Zusammenhang damtt phische Postanweisungen damtt die Gebühr für Scheckverkehr werden dure verbilligt. Wetter wi gebühr für Telegramme 11 auf 12 L beravzusetzen. bühr auf 10 S, ist weger Emnahmeausfalls zurzei# den Wünschen der Oeffer zukommen, soll auch im te Nabzone auf 75 Kiloniet Vortgebülhr von 8 eing gebühr für Ortstelegramm und für Vrieftelegramme Bei den Stundungsgebübl Einzelgebühren von 7½ geschlagen, so daß für die p. des Rechnungsbetrages Die Ermäßzigung bühren soll sich auf## Ortsverfehr und im Ferl uungsgebühren erstrecken; für das Aufgeben der Te der oder durch Nebentel Die Ortsgesprächsgebühr: 10 Gespräche im Monat. Gesprächen ermäßzigt sich d Gesprächen um einen Pse die Zahl 500 im Monat Künftig wird die Ermäßt scon in den Stufen von finden, so daß der 10. meitung der Jahl 300 c der Ortsgesprächsgebühre präche läßt sich nicht ern losten der Verwaltunge ein Teilnehmer etwa 125 führt. 65 v. H aller Teil sprächs zahl jedoch nicht. natlich zu zahlenden Mind der Zugang an unreni## böber ansteigen. Aus di ine Herabsetzung der G Ertsgespräche nicht durchf Die Ermäßigung der Eutfernungen über 50 K für Entsernungen von 50 Berlin—Frankfurt O.)e 1.20 M. In den weiteren asse 30 L., so daß ein start 1.80 K 1.90 M und burg statt 2.10 u 1.80 ko ain bis 50 Kilometer hal bühren unterbleiben mit bundene Einnahmeansfall Die bei Herstellung ne als einmalige Gebühr z1 bühr wird bei Hauptanse bed Nebenstellen von 60 al die bei den Haupistellene Anschließen der Nebenst

Gelsenkir V

Grol

der hinzutretence

er auf eir Aus­forderung, sich ruhig zu verhalten, keine Folge g0“ leistet, worauf die Pollzisten ihn mir zur Wache zu nehmen versuchten. Dabei soll der Bellagte der bemtigsten Widerstand gcleistet und sich des öe teren zur Erde geworfen haben. Es soll ein schwercs Stück Arbeit gewesen sein, ion zu verdaften. Ein­mal auf„Nummer sicher“, hat er dort den wilden Mann gespielt und einem in der Zelle besindlichen

Kray.

Wah

* Deutsche Vollspartei, Bezirksverein Einen äußerst angeregten Verlauf nahm eine versammtlung, zu der der Bezirksverein der Deutschen Vollspartei seine Mitglieder und Freunde am Sams tag in das Lokal Gröne am Bahnhof Nord einge laden hatte. In Verhinderung des Vorsitzenden be grüßee dessen Stellvertreter, Fabrikant Schwarz

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