zum Inhalt
Zur Seitenansicht
 

Crefelder Wochenblatt

Bestandshaltende Institution

Stadtarchiv Krefeld

Geschichte und Entwicklung

Das „Crefelder Wochenblatt“ erschien ab dem 1. Januar 1807 wöchentlich Donnerstags (ab dem 10. Juni 1807 Mittwochs). Für die Herausgabe und den Druck zeichnete der Verlag der Wwe. Schüller verantwortlich. Das Blatt war vor allem auf lokale Angelegenheiten ausgerichtet, Politik war nicht Gegenstand der Berichterstattung. Redakteur der Zeitung war der kaiserliche Kommissar des Krefelder Zivilgerichtes, Cremer, dem der Lehrer Philipp Dieffenbach nachfolgte. Ab Oktober 1810 hatte die Zeitung zusätzlich einen französischen Titel „Feuille hebdomadaire de Creveld“. Die wahrscheinlich letzte Nummer erschien am 26. Dezember 1810.
Dem Wochenblatt nachfolgend erschienen im gleichen Verlag von Dezember 1811 bis Februar 1814 in wöchentlichem Rhythmus die „Feuilles d’affiches, annonces et avis divers de Creveld“, die als offizielles französisches Anzeigenorgan in französischer und deutscher Sprache galten.

Nach Abzug der Franzosen erhielt das Blatt erneut den Titel „Crefelder Wochenblatt“. Bis zum 15. Februar 1822 erschien es wöchentlich immer mittwochs. In der Literatur wird das Wochenblatt als „allgemein gehaltenes Anzeigenblatt mit offiziellem Charakter“ beschrieben.

Nachfolger: "Intelligenzblatt für Crefeld und umliegende Gegend"

Das „Intelligenzblatt für Crefeld und umliegende Gegend“ ist das Nachfolgeblatt des „Crefelder Wochenblatt“. Es erschien ebenfalls im Verlag der Wwe. Schüller, zunächst wöchentlich Mittwochs, ab 1829 zweimal wöchentlich dienstags und freitags, ab Oktober 1834 dann täglich außer montags. Ab 1. Oktober 1834 war Carl Max Schüller Herausgeber des Blattes. Der Fokus lag unverändert bei der Verbreitung allgemeiner und unterhaltender Beiträge und Anzeigen.

Nachfolger: "Crefelder Kreis- und Intelligenzblatt"

Das „Intelligenzblatt für Crefeld und umliegende Gegend“ erhielt ab dem 1. Juli 1841 den neuen Titel „Crefelder Kreis- und Intelligenzblatt“. Herausgegeben wurde das Blatt unverändert von Carl Max Schüller im täglichen Rhythmus (außer montags).
Die Zeitung wurde 1845 vom preußischen Innenministerium neu konzessioniert. Ab Januar 1849 firmierte es mit dem Untertitel „Tageblatt für Politik, Handel und Gewerbe, Gemeinnütziges und Unterhaltung“.
Am 1. April 1850 wurde das Blatt der an diesem Tag neu erscheinenden „Crefelder Zeitung“ zweimal wöchentlich (mittwochs und samstags, ab Juli 1852 nur noch sonntags) als Beilage beigegeben. Die letzte Ausgabe erschien am 28. Dez. 1856. Die redaktionelle Verantwortung lag bei dem Herausgeber Carl Max Schüller, mit Ausnahme der Monate Mai bis Dezember 1848, während der Eduard Schräder sowie C. Friedrich Schuchmann die Zeitung redaktionell betreuten.

Literatur

  • Stefan Schröder, Das Krefelder Zeitungswesen in der Mitte des 19. Jahrhunderts, unter besonderer Berücksichtigung der Revolutionsjahre 1848/49, Münster 1982. Hausarbeit zur Erlangung des Magistergrades der Philosophischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität zu Münster.
  • Gustav Kampendonk, Die Geschichte des Krefelder Zeitungswesens von den An-fängen bis 1814, Krefeld 1933.
  • Hermann Keussen, Zur Geschichte der Crefelder Zeitungspresse, in: Crefelder Zei-tung Nr. 30 (30.1.1892, Nr. 37 (6.2.1892), Nr. 44 (13.2.1892) u. Nr. 58 (27.2.1892)

Beschreibung verfasst von

Dr. Christoph Moß, Stadtarchiv Krefeld