Nr. 125.
Deutsche Reichs=Zeitung Sieg=Rhein=Zeitung Godesberger Volkszeitung
Donnerstag, den 2. Juni 1932.
Aus dem Siebengebirge. Fähre wartete, in den Rhein. Sofort sprang ihr einer Kurzbrief aus Sonnes. der Herren nach und brachte sie völlig erschöpft an das
t. Honnes: Tragisches Geschick. Im Hotel Klein erlitt am Samstag der Referendar Artur Figge von hier, der seit einiger Zeit die Leitung des Hotels hat, einen Gehirnschlag. Der Tod trat sofort ein. Der Tod ist anscheinend als Folge auf eine innere Kopfverletzung zurückzuführen, die dadurch hervorgerufen worden ist, daß dem Verstorbenen, als er nachmittags am
Macd 2. ahe Pl. Gae. Mele fe. bert. ler Re deutung bei und beschäftigte sich weiter im Hotel. In den späten Abendstunden, als er sich im Kreise von Gästen befand, erlitt er dann plötzlich einen Schwächeanfall und war sofort tot. Die Polizei hat eine Untersuchung eingeleitet und die Staatsanwaltschaft über den Vorfall in Kenntnis gesetzt. Ein mit zwei Insassen besetztes Faltboot schlug in der Nähe der Insel Nonnenwerth um. Ein auf dem Wege nach Grafenwerth befindliches Fährboot nahm die mit den Wellen Kämpfenden auf. Auch das Boot konnte geborgen werden. An der Lohfelder Fähre stürzte eine hier zur Kur weilende Dame, die mit anderen Kurgästen auf die
Land. In der katholischen Pfarrkirche hatte man es auf einen Opferstock abgesehen der zweimal mit Gewalt er brochen wurde. Zur Mitnahme des Geldes ist es nicht gekommen, da der Täter anscheinend bei seinem Vorhaben gestört wurde.
Kreis Neuwied. ä. Rheinbreitbach: Um die Wasserleitung. Seitdem die neue Wasserleitung an die alte Rohrleitung angeschlossen ist, ist der Wasserdruck so stark geworden, daß täglich neue Rohrbrüche entstehen. Daher hat der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung beschlossen, das alte Rohrnetz 1200 Meter zu erneuern. Der Auftrag .wurde einer auswärtigen Firma übertragen.— In den Gemeindewaldungen, die in den letzten Jahren durch Waldbrände stand gelitten haben, hat man wieder mit Neuanpflanzungen von Fichten begonnen. Etwa 25 000 Stück sind von der Gemeinde aus angepflanz worden. Diese Arbeiten wurden von Wohlfahrtsempfängern ausgeführt. Auch vom Waldbauverein sind 15 000 Fichten angepflanzt worden.
60 Jahre.-.-V. Aegidius-Hersel.
Hersel: Der Männer=Gesang=Verein„Aegidius begeht am kommenden Sonntag sein 60. Wiegenfest. Schon im Jahre 1842 regte der damalige Dechant Bierbaum, der sich durch seine musikalische Begabung und Kompositionen von Messen und Liedern einen Namen erworben hat, an, einen Chor zu gründen, der gleichzeitig auch als Kirchenchor dienen sollte. So fanden sich dann im selben Jahre Männer und Jünglinge die den weltlichen und kirchlichen Gesang pflegten. Die Leitung hatte Lehrer Saß übernommen. Nach dessen Tode, im Jahre 1864, war bis 1870 Wilhelm Weber Chorleiter. Durch den deutsch=französischen Krieg wurde der Chor zu einer zweijährigen Ruhepause gezwungen Dann vereinigten sich 1872 unter dem Vorsitz Petei Hemmersbach 24 sangesfrohe Männer und Jüng linge, die den Männergesangverein Aegidius ins Leben riefen. Am zweiten Weihnachtstage 1874 wurde schon Fahnenweihfest abgehalten. Bis 1878 übernahm Wilhelm Schmitz den Vorsitz, 1884 Hyronimus Heuser, 1891 Matthias Sieberg, 1898 Servatius Pütz, 1918 Adam Saß und 1926 Matthias Esch, der auch heute noch den Verein mustergültig führt. Als Chorleiter wirkte von 1872—89 Wilhelm Weber, auf kurze Zeit Hauptlehrer Kerp, der infolge Versetzung das Amt niederlegen mußte. Dann übernahm bis 1892 Lehrer Eschweiler die musikalische Leitung, bis 1895 der jetzige Dirigent der Bonner Liedertafel, Musikdirektor Werth und bis 1925 Anton Backhausen aus Bonn=Poppelsdorf. Auf dem Gesangwettstreit 1890 in Godesberg errang der Verein von 23 Brudervereinen den zweiten Preis, 1897 konnte man auf ein 25jähriges Bestehen zurückblicken, und am 23. Juli 1905 wurde eine neue
Vereinsfahne eingeweiht. Die folgenden Jahren bis zum Weltkrieg, der fünf der Besten hinwegraffte, per gingen friedlich und arbeitsreich. Unter Teilnahme von 30 Brudervereinen nahm das 50. Stiftungsfest 1922, wobei der Verein von der Preußischen Staatsregie rung das„Diplom für Kunst und Wissenschaft“ erhielt. einen glänzenden Verlauf. Im Jahre 1925 übernahm der derzeitige Chorleiter Matthias Raaf aus Bonn dem der Jubelverein seinen heutigen Aufschwung zu verdanken hat, den Dirigentenstab. Während seines 60jährigen Bestehens besuchte der Verein viele Gesangs= und Fahnenweihfeste. Auch bei Hochzeiten und Beerdigungen von Vereinsmitgliedern beteiligte man sich vollzählig. Vier Mitgründe: des Vereins können an dem diamantenen Iu belfeste teilnehmen. Es sind dies der 76jährige Ehrenpräsident Adam Saß, der heute noch als vor bildliches aktives Mitglied dem Verein angehört und die inaktiven Mitglieder Johann Faßbender, Heinrich Hummelsheim und Ferdinand Lohkampf. Der Verein zählt 60 aktive und 59 inaktive Mitglieder Mit einem Fackelzug wird am Samstagabend das Jubelfest eingeleitet. Danach beginnt im Stammlokale Zimmermann der Festkommers. Am Sonntagmorgen findet ein Festgottesdienst, in dem der Kirchenchor die Messe„Stella maris“ von P. Griesbacher für vierstimmig gemischten Chor mit Orgelbegleitung vorträgt. Anschließend wird am Kriegerdenkmal eine Gedächtnisfeier abgehalten. Um.30 Uhr setzt sich der Festzug, bestehend aus 35 Korporationen, in Bewegung. Darauf beginnen in den Sälen Zimmermann und Schirm Sänger konzerte, wobei 22 Vereine mitwirken.
Der älteste Einwohner Niederbachems. Niederbachem: Herr Joseph Eller, der älteste Einwohner unseres Ortes, vollendete Samstag sein 83. Lebensjahr. Trotz seines ehrwürdigen Alters erfreut er sich noch einer außerordentlichen körperlichen und geistigen Frische und Rüstigkeit So sahen wir ihn auch heuer wieder, wie in vielen früheren Jahren, bei den Prozessionen als Brudermeister seines Amtes walten. Die Deutsche Reichs=Zeitung, der er schon seit Jahrzehnten die Treue hält, zählt noch heute zu seiner täglichen Lektüre. Herr Eller ist auch der Mitbegründer der Obst= und Krautfabrik Gebr. Eller, Niederbachem, die gleich den übrigen ortseingesessenen Firmen alljährlich ihre leckeren Erzeugnisse in Stadt und Land sendet. Im vergangenen Herbst konnte das von ihm mitgegründete Unternehmen, das seit 25 Jahren von seiner Tochter, Frau Schreiber, geleitet wird, auf ein 50jähriges Bestehen zurückblicken.— Wir wünschen dem alten Herrn noch einen langen und frohen Lebensabend. Der Sieglarer Haushaltsplan. f. Sieglar. Der diesjährige Haushaltsplanentwur zeigt noch weit mehr als die letzten das trostlose Bild der heutigen Lage der Kommunalfinanzen. Sie tragen denn auch die Hauptschuld am finanziellen Elend der Gemeinde. Der Wohlfahrtsetat gibt dem Entwurf das Gepräge. Während die Fürsorgeverwaltung des Jahres 1931 254000 Mark erforderte, sind hierfür im neuen Haushaltsplan 365 255 Mark vorgesehen. Beträchtlich gesunken sind vor allem die Kosten des Schuletats. Durch den Wegfall des Beschulungsgeldes, bezw. durch die Ermäßigung der Schulverbandsbeiträge sanken die Ausgaben für das Schulwesen von 164 800 Mark im Vorjahre auf 106 496 Mark in diesem Jahre. Durch die Herabsetzung der Beamten= und Angestelltengehälter ermäßigen sich die Kosten der allgemeinen Verwaltung von 91540 Mark auf 85 175 Mark. Im übrigen sind die Zahlen des Vorjahres bei den Ausgaben wenig verändert. Starke Ausfäll an Steuereinnahmen zeigen sich jedoch auf der Einnahmenseite, die ihre Ursache im wirtschaftlichen Niedergang der Industrie und des Handels und Gewerbes haben. Der Entwurf schließt n Einnahmen mit 726,000 Mark und in Ausgaben mit 996 000 Mark, so daß ein Fehlbetrag von 270000 Mark bleibt. Das Rechnungsjahr 1930 schloß mit einem solchen von 112 600 Mark, das Jahr 1931 mit einem solchen von 176000 Mark ab. Die Steuersätze sollen wie im Vorjahre mit 230 Proz. Grundvermögenssteuerumlage, 400 Proz. Gewerbeertragssteuerumlage und 1000 Prozent Gewerbelohnsummensteuerumlage und dem dreifachen Satz der Bürgersteuer erhoben werden. ü Niederkassel: Die Sommer= bezw. Herbstferien an den Schulen des Amtes Niederkassel sind wie folgt festgesetzt: Mondorf: Sommerferien vom 28 7. bis 28.., Herbstferien vom 3. 10. bis 10. 10.; Rheidt vom 28. 7. bis 23. 8. und vom 24. 9. bis 12. 10. Niederkassel: vom 28. 7. bis 20. 8. und vom 24. 9
Schiedsspruch für das rheinische Pflasterergewerbe. Köln, 2. Juni. Der stellvertretende Schlichter für das Rheinland fällte heute für das Pflasterergewerbe in der Rheinprovinz einen Schiedsspruch zum Rahmentarif. Dieser sieht eine Lauffrist bis zum 31. 3. 1933 vor. In dem Lohnschiedsspruch wird das Vertragsgebiet Rheinland in vier Lohngebiete eingeteilt: Für das Lohngebiet 1(Bezirke Köln, Düsseldorf und Wuppertal) wurde der Lohn für den Pflasterer auf.02 Mk., für den Rammer auf.92 Mk. festgesetzt, für das Lohngebiet 2(der linksrheinische Teil des Regierungsbezirkes Düsseldorf) für den Pflasterer auf.98 Mk., für den Rammer auf.88 Mk., für das Lohngebiet 3 (Stadt= und Landkreis Bonn, Siegkreis und Kreis Euskirchen) für den Pflasterer auf.97 Mk., für den Rammer auf.87 Mk., für das Lohngebiet 4(Regierungsbezirke Aachen und Koblenz) für den Pflasterer auf.87 Mk., für den Rammer auf.78 Mk. Das Lohnabkommen kann erstmalig zum 30. 11. 1932 gekündigt werden. Die Erklärungsfrist über Annahme oder Ablehnung läuft bis zum 15. Juni 1932. Provinzial=Pferdeausstellung in Köln. Der Anmeldeschluß für die diesjährige ProvinzialPferde=Ausstellung die am 2. und 3. Juli in Köln stattfindet, iss bis num 11. Juni verlängert. Die Pferdebesitzer werden gebeten, ihre Anmeldungen umgehend, spätestens bis zu diesem Termin, einzusenden. Mit Rücksicht auf bie umfangreichen Vorarbeiten ist eine Berücksichtigung von Anmeldungen, die nach diesem Termin eingehen, nicht mehr möglich.
is 13. 10.; Lülsdorf: vom 28. 7. bis 2. 9. und vom 5. 10 bis 12. 10.; Ueckendorf=Stockem: vom 28. 7. bis 24. 8. und vom 2. 10. bis 21. 10. Zum Ausgleich sind die Weihnachtsferien gekürzt in Mondorf um 2 Tage, vom 24. 12. bis 9. 1. 1933, in Rheidt um 7 Tage, vom 24. 12. bis 4. 1. 1933, in Niederkassel um 6 Tage, vom 24. 12. 1932 bis 5. 1. 1933, in Lülsdorf um 6 Tage vom 24, 12. 1932 bis 5. 1. 1933, in Uckendorf=Stockem um 8 Tage, vom 24. 12. 1932 bis 3. 1. 1933.
Kemmerzienrat Julius Vorster(Oberkassel) gestorben. Köln. 31. Mai. Der langjährige Ehrenvorsitzende des Vereins der Industriellen Kölns und Seniorchef der Chemischen Fabrik Kalk...., Geheimer Kommerzienrat Julius Vorster, ist am Sonntag auf seiner Besitzung in Oberkassel bei Bonn kurz vor Vollendung seines 87. Lebensjahres gestorben. Vorster hat in Industrie und Wirtschaftskreisen eine führende Rolle gespielt.
25 Jahre Jugendbildnerin. Rösberg: Am Samstag feiert die in allen Kreisen beliebte Lehrerin Frl. Kath. Otten aus Bonn=Kessenich ihr silbernes Dienstjubiläum. Ihr erster Wirkungskreis war Fritzdorf, wo sie 19 Jahre lang zum Wohle der Kinder und der Gemeinde gewirkt hat. Besonders in der schweren Kriegszeit, hat sie in treuer Pflichterfüllung manches Gute getan. Im Jahre 1926 übernahm sie die Lehrerinstelle in Rösberg. Durch ihr freundliches, offenes Wesen, jedem zuvorkommend und stets hilfsbereit, hat sie sich die Hochachtung der ganzen Gemeinde erworben, ganz besonders auch bei den Kindern, denen sie eine wirkliche Lehrerin und Erzieherin ist. Möge es der Jubilarin vergönnt sein, noch viele Jahre in ihrem Amte segensreich zu wirken. Hersel: In der Kirche des Ursulinenklosters wurde am Dienstag, dem Festtage der hl. Angela, der Gründerin der Genossenschaft der Ursulinen, von Pfarrer i. R. Peters unter Assistenz eines Redemptoristenpaters und des Klosterrektors ein feierliches Hochamt gehalten Der Redemptoristenpater hielt die Festpredigt, in der er das heiligmäßige Leben der Ordensstifterin vor Augen führte und Klosterschwestern und Schülerinnen zur Nachahmung ihrer Tugenden anspornte. Der Engelstimmen gleichende Gesang des Klosterchores gab dem Gottesdienste ein besonders festliches Gepräge. Hersel: Empörender Leichtsinn. Als ein Motorradfahrer, der in unserem Orte kurze Rast gemacht hatte, wieder auf der Köln=Bonner Landstraße weiter fahren wollte, versuchte sein nicht mehr nüchter ner Mitfahrer zu fahren und riß an der Lenkstange. Dadurch kam das Fahrzeug ins Schwanken und rannte gegen die Bordsteine. Beide Fahrer stürzten, wobei der Mitfahrer anscheinend einen Fuß brach, während der Fahrer mit Hautabschürfungen davonkam. Es war ein Wunder, daß beim Ueberqueren der Straße kein größeres Unglück geschah. Bürgermeissterei Juisdorf. Röttgen: Unglücksfall. Die Aufmarschstraße zum Nürburgring zeigte am Sonntagmorgen einen lebhaften Verkehr. Man zählte um 7 Uhr, der Hauptverkehrszeit, nicht weniger als 289 Fahrzeuge, die Fahrräder nicht eingeschlossen, innerhalb 5 Minuten, die unseren Ort durchfuhren. Infolge der öligen Straße kam ein Motorradfahrer aus Köln ins Schleudern oberhalb Ueckesdorf. Er fiel von seiner Maschine und zog sich eine erhebliche Kopfverletzung zu. Sanitäter aus Röttgen leisteten die erste Hilfe und sorg
Klinit sere Kapellengemeinde das Fest ihres Schutzpatrons, des dem Kaiser Dezio unter grausamen Qualen den Mar= Trockenheit. Wassermangel ein, wovon in erster Linie tyrertod erlitt. Zu seinen Ehren fand in unserer Ka= die höher gelegenen Häuser betroffen werden. Um pelle ein Levitenamt statt, das Rektor Gehlen unter diese Mängel zu beseitigen, wird man zunächst durch Assistenz des Kaplans von Lengsdorf und eines Paters eifrige Nachsuche feststellen, an welcher Stelle Oberflächenwasser in die Leitung eindringt und die beschäaus dem Jekuitenorden darbrachte. Der Chor verschö
Gemeinderatssitzung in Adenau. 0 Adenau, 31. Mai. Unter dem Vorsitz des Gemeindevorstehers Koll und in Anwesenheit von Bürgermeister Müller fand Montag abend im Sitzungssaale des Kreishauses eine Sitzung des Gemeinderates statt. In ten für die Ueberführung des Verletzten in die Bonner Vordergrund der Beratungen stand die Frage der Beseitigung der Mängel, die sich bei der Wasserversorgung Röttgen: Patronatsfest. Am Sonntag beging un in Adenau zeigen. Das Wasser weist zeitweilig eine starke Trübung auf, die wahrscheinlich von dem Eindringen von Oberflächenwasser in die Leitung herrührt. hl. Venantius, jenes jugendlichen Heiligen, der unter Auch tritt nicht selten, besonders bei anhaltender
Aus der Eifel. Sute Aussichten für eine Waldbeerernte.
nerte die Feier durch vollendeten Vortrag der Messe St. Hildegardis von Wiltberger unter der Stabführung seines Chormeisters Gehlen. Als Einlage zum Offertorium sang der Chor das Jubilate Deo von Plag. Die Festpredigt hielt der Jesuitenpater aus Bonn, der den Gläubigen unsern Schutzpatron als einen rechten Kämpfer Gottes zeichnete, der trotz seiner jugendlichen Jahren sich nicht beirren ließ, seinem Herrgott das größte Opfer, sein Leben darzubringen, ein Martyrer im wahrsten Sinne des Wortes Mit dem sakramentalen Segen(Tantum ergo von Haller) schloß die für alle Teilnehmer erhebende Feier. Kreis Euskirchen. Eine Verwechslung der Namen. Euskirchen: Wir berichteten am 13. Mai. in Gießen habe der Schreiner Joseph Neuburg aus Euskirchen seinen Wanderkollegen Friedrich Röll aus Elberfeld durch einen Herzstich tödlich verletzt. Neuburg sei verhaftet worden. In diesem Bericht sind die Namen des Getöteten und des Täters verwechselt worden. In Wirklichkeit hat am 10. Mai in Gießen der Bergmann Friedrich Röll aus Elberfeld nach einem Streit. an dem mehrere Schausteller beteiligt waren, den Schreiner Joseph Neuburg aus Euskirchen durch einen Messerstich, der die Hauptschlagader dicht am Herzen durchschnitt, getötet. Röll wurde verhaftet.
digten Rohre auswechseln. Ferner wurde vorgesehen entweder eine weitere Quelle zu kassen oder die vorhandene zu erweitern. Auch soll durch medizinische Untersuchung festgestellt werden ob das Wasser keine schäd lichen Stoffe enthält.— Ein Antrag des Rheinischen Bauernvereins auf Herabsetzung der Gebühren für die Viehmarktbeschickung wurde abgelehnt. Der Gemeinderat glaubte durch eine vor 3 Monaten erfolgte Ermäßigung von 30 auf 25 Pfg. je Stück Großvieh und 10 Pfg. für jedes Milchkalb den Landwirten ausreichend entgegengekommen zu sein. Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde eine neue Hundesteuerordnung entsprechend der Vorlage angenommen. Danach beträgt die Steuer für den ersten Hund 14 Mark und für jeden weiteren jeweilig den doppel ten Satz des vorhergehenden.
Vom Vorgebirge. Witterschlick: Unfall. Mittwoch abend stürzte, ein Arbeiter so unglücklich die Treppe hinunter, daß er schwere innere Verletzungen erlitt und ins Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Bonn gebracht werden mußte.
Adenau, 1. Juni. Infolge Auftretens der Maul und Klauenseuche wurden die Viehmö-kte in Bitburg und Kyllburg bis auf weiteres polizeilich gesperrt.
Der Gewerkverein christlicher Bergarbeiter protestiert gegen die Lohnsenkung der Metallarbeiterlöhne. zi. Mechernich: Die Gewerkschaft Mechernicher Werke hat zum 31. Mai 1932 die bestehende Lohntafel so wie den Manteltarif zum nächstzulässigsten Termin gekündigt. Sie fordert einen Lohnabbau und Angleichung der Löhne der Bergarbeiterbelegschaften im Siegerländer= Mansfelder= und Harzer Bergbau. In einem Schreiben an die Gewerkschaftssekretäre wird darauf hingewiesen, daß die Regierungsstellen in Berlin die Angleichung der Löhne für die subventionierten Betriebe verlangen. In einer am Sonntag in Mechernich stattgefundenen Konferenz des Gewerkvereins christlicher Bergarbeiter Deutschlands wurde zu den beabsichtigten Forderungen eingehend Stellung genommen. Die rege Aussprache ergab, daß eine noch weitere Herabsetzung der Löhne geradezu eine Katastrophe bedeute, zumal die Metallarbeiterlöhne im Eifelbezirk die geringsten aus ganz Deutschland seien und daß die Löhne vieler Bergarbeiter nicht an die Unterstützungen mancher Wohlfahrtserwerbslosen heranreichen. Bezirksleiter Kallscheid(Liblar) wurde beauftragt, alles zu versuchen, um einen Lohnabbau im Mechernicher Erzbergbau zu verhindern. Weiter wurde auch darauf hingewiesen, daß der Reichsarbeitsminister Dr. Stegerwald keinen Lohnabbau mehr wünscht vielmehr nur eine Angleichung der Löhne. Und diese Angleichung der Löhne könnte auch dahin verstanden werden, daß eine Aufbesserung der Löhne erfolgen soll.
Aus der Eifel,.. Juni. Die Erträgnisse des Waldes an Beeren und Pilzen bieten der armen Eiselbevölkerung alljährlich die Möglichkeit, sich in bescheidenem Umfange einen Barverdienst zu erwerben, der ihnen die Anschaffung der dringendsten lebensnotwendigen Bedarfsartikel gestattet. Die Bevölkerung beobachtet daher die Entwicklung, besonders der Wardebeeren, bis zur Reife stets mit großer Sorge. In diesem Jahre sind die Aussichten für eine gute Waldbeerenernte allenthalben, recht günstig. Die Blüte hat keinen Frostschaden gelitten. Der Behang ist gut und die reichliche Bodenfeuchtigkeit läßt die begründete Hoffnung zu, daß die Beeren sich bis zur Reife in der günstigsten Weise entwickeln. Es wäre im Interesse der Eiselbevölkerung nur zu wünschen, daß auch der Absatz sich zufriedenstellend gestalten würde. Starkes Auftreten der Maul= und Klauenseuche in der Eisel. Aus der Eifel, 2. Juni. In ganz verheerendem Ausmaß macht sich in den letzten Wochen das Auftreten der Maul= und Klauenseuche in der Eifel bemerkbar. Glaubte man doch vor wenigen Monaten, daß die Seuche, von der die Eifel schon seit dem vergangenen Sommer befallen war, zurückgegangen sei, so haben die letzten Feststellungen doch ergeben, daß die Seuche einen großen Umfang angenommen hat. Alle Eifelkreise sind von der Seuche mehr oder weniger erfaßt. Die Gemeindeverwaltungen haben schärfste Maßnahmen angeordnet, um ein weiteres Umsichgreifen zu verhindern. Nicht minder unliebsam macht sich das Auftreten der Seuche auf den Eiseler Marktorten bemerkbar, wo die Abhaltung der Märkte untersagt werden mußte. Es gibt Orte, in denen in normalen Zeiten allmonatlich ein Viehmarkt stattfand, jetzt aber bereits seit fünf Monaten, kein Verkauf möglich ist. Der Schaden hat sich in den Eifeler Landwirtschaftskreisen sehr stark fühlbar gemacht. Märkte in der Eisel. Adenau, 1. Juni. Der Viehmarkt wies einen verhältnismäßig schwachen Auftrieb auf. Der Besuch aus Käuferkreisen war dagegen befriedigend. Aufgetrieben waren 157 Stück Rindvieh, 4 fette Schweine und 360 Ferkel. Die Preise für Ferkel zeigten gegenüber dem letzten Markt eine leichte Besserung. Die Rindviehpreise waren unverändert. Der Handel auf dem Schweinemarkt war sehr lebhaft, dagegen auf dem Rindviehmarkt schleppend. Bezahlt wurden in Mark für Ochsen 1. 550—700, 2. 420—540, 3. 300—400 die Koppel. Jungochsen, nicht angelernt, 50—180 das Stück, junge Milchkühe und trächtige Kühe 1. 230—320. 2. 150—220, tragende Rinder 150—250. Rinder bis 1½ Jahre 50—120 das Stück: —8 Wochen alte Ferkel—.50 die Alterswoche. Läuferschweine je nach Alter und Qualität 25—50 das Stück, fette Schweine 32—36 Pfennig je Pfund Lebendgewicht. Nächster Markt Mittwoch, 15. Juni.
Bei kleinen Verletzungen
Einlach ein Stück in der erferderlichen Gröhe euf die Wunde legen und ein wenig andrücken. Der Verbend sicht immer seuber eunser sitzl unverrückber lest, ohne bei Bewegungen zu pören; je, er verträgt sogar eine gelegentliche Durchleuchtung. Des enlissplis Mullkimen schützl die Wunde und wirkt blutstillend. hältlich in Apotheken, Dregerien u. Bendegengeschällen, Verlangen Sie eusdrücklich Henseplast, weiben Sie angeblich„ebense gules“ mrüd.
##ot zachlig luht- u. domuenbaden Das heißt: Nie mit nassem Körper in die Sonne, und stets vorher einreiben mit NIVEA-CREME NIVEA-ÖI
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