Erscheint wöchentlich 6 mal. Publikations= Organ des Stadtkreises Bocholt, des Landratsam es und des Finanzamtes Borken und der Amter Rhede, Dingden und LiedernWer 5 Offentlicher Anzeiger des Stadtkreises Bocholt und des angrenzenden Niederrheins, Bezugspreis Durch Boten monatlich.80 Mk., von der Geschäftsstelle abgebelt wöchentlich.40 Nr. Einzelpreis.16 Ml. Sernsuf 2991. Postscheckkonto Dortmund Nr. 21 770. zugleich Abend=Zeitung für Borken, Rhede und Umgegend. Verantwortlich für den allgemeinen Teil: Hermann Büssing, Bocholt, für den Anzeigenteil: Richard Cagg, Bocholt. Anzeigenpreis: Der 29 mm breite, 1 mm hohe Raum kostet im Verbreitungsgebiet: Familien= und kleine Anzeigen 6 Pfg., für Geschäfts=, Vergnügungs= und Vereins=Anzeigen 7 Pfg., für behördliche and amtliche Anzeigen 10 Pfg., für auswärtige Anzeigen 12 Pfg. Bei Nichtbarzahlung erhöhen sich die Preise um 10 Proz. Schluß der Anzeigen=Annahme: Größere vorm. 10 Uhr, kleinere nachm. 2 Uhr. 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Die Erklärung, die die sowjetrussische Delegation voraussichtich schon morgen abgibt. soll, wie verlautet, sehr umfangreich sein und eine Reihe genau präzisierter Anträge zur weiteren Durchführung der Abrüstung enthalten. Allgemein wird mit einer längeren Diskussion gerechnet, da die sowjetrussische Delegation auf einer gründlichen Auseinandersetzung über die von ihr eingebrachten Anträge bestehen wird. Die Haltung der deutschen Delegation ist in großen Zügen bereits festgelegt. Die deutsche Delegation wird entsprechend ihrer bishergen Stellungnahme mit Nachdruck eine aktive Weiterführung der Abrüstungsverhandlungen und insbesondere den Eintritt in die zweite Lesung des Konventionsentwurfes fordern. Es muß damit gerechnet werden„daß von französischer und englischer Seite versucht werden wird, die weiteren Abrüstungsverhandlungen zu verschleppen und von dem Aufbau der Sicherheitsgarantien abhängig zu machen. Man will somit das Schwergewicht jder Verhandlungen ausschließlich auf die Behandlung der Sicherheitsfrage konzentrieren. Es wird Aufgabe vor allem der deutschen Delegation sein, dieser Taktit mit größter Energie entgegenzutreten und eine aktive Durchführung der Abrüstungsverhandlungen zu fordern. Man darf annehmen, daß die deutsche Delegation hierbei die Unterstützung einiger anderer Delegationen finden wird. In Völkerbundskreisen rechnet man nunmehr allgemein damit, daß die Verhandlungen der Abrüstungskommission nicht wie vorgesehen, bereits am Sonnabend zu Ende gehen, sondern voraussichtlich bis in die Mitte der nächsten Woche dauern werden. Die„Times" befürchtet deutsche Opposition in Genf. : London, 29. Nov.(Radio.) Die„Times" beschäftigt sich in ihrem heutigen Leitartikel mit der bevorsteheniden Genfer Tagung. Nach einer Würdigung der herigen Verdienste des Völkerbundes, der besonders die Beilegung des griechisch=bulgarischen Konfliktes und die Regelung der Jrak=Grenzfragen als Erfolg verbuchen könne, wendet sich das Blatt der Stellung Deutschlands im Völkerbunde zu. Der ehemalige Feindstaat Deutschland sei nur zu geneigt, gegen die Alliierten im Völkerbundsrat zu opponieren, obwohl zugegeben werden müsse, daß die deutsche Opposition vielfach fruchtbringend sei. Trotzdem gefährde die Anwesenheit Deutschlands im Völkerbundsrat die Einstimmigkeit, die für die Beschlußfassung entscheidender Fragen im Völkerbundsrat nötig sei. Im Gegensatz hierzu erklärt das Blatt im gleichen Artikel, daß der Völkerbundsrat durch den Eintritt Deutschlands und trotz des Verlustes Spaniens und Brasiliens an Wirksamkeit gewonnen habe. Der polnisch=litauische Konflikt. Eine Zirkalarnote der polnischen Regierung. Warschau, 28. Nov. Im Zusammenhang mit der von der litauischen Regierung an das Generalsekretariat des Völkerbundes mit Berufung auf Artikel 11 des Völkerbundspaktes gegen die polnische Regierung gerichteten Beschwerde, ist heute an die Regierungen sämtlicher Staaten, mit welchen Polen diplomatische Beziehungen unterhält, eine Note ergangen, in der darauf verwiesen wird, daß die Angelegenheit der polnischlitauischen Beziehungen auf die Tagesordnung der demnächst stattfindenden Tagung des Völkerbundsrates gesetzt worden ist. Die polnische Regierung präzisiert aus diesem Grunde nochmals ihren Standpunkt in Bezug auf das Verhältnis zwischen beiden Staaten. Sie hege keinerlei Absichten gegen die politische Unabhängigkeit und die territoriale Integrität der Republik Litauen. Ihr einziger Wunsch sei, mit der litauischen Regierung im Geiste der höchsten Friedensbereitschaft normale nachbarliche Beziehungen Absage sämtlicher Regierungen Litauens gestoßen, die anzuknüpfen. Sie sei hierbei stets auf die kategorische behaupten, daß ihr Land sich im Kriegszustande mit Polen befinde. Ein solcher Zustand, der in sich fahren für die friedliche Zusammenarbeit der Völker berge, sei für die Dauer unhaltbar. Die polnische Regierung sei überzeugt, daß sämtliche Regierungen, wie auch die aufgeklärte Meinung der Welt, alle in ihrer Macht liegenden Mittel anwenden würden, um durch Beendigung eines mit solcher Zähigkeit verkündigten Kriegszustandes den einzigen Wunsch der polnischen Regierung zur Verwirklichung zu bringen. Warschau, 28. Nov. Heute mittag wurden Seim und Senat durch ein Dekret des Staatspräsidenten infolge des Ablaufes der gesetzlichen Tätigkeitsdauer des Parlamentes aufgelöst. Die Dekrete, die das Datum des 28. Novembers tragen, wurden durch den Adjutanten des Vizepremiers Bartel in den Kanzleien des Seim und des Senates niedergelegt. lichst davor,„den Kopf in den Sand zu stecken und sich mit billiger Vertröstung zufrieden zu geben.“ Daß die Blätter der Opposition das Ergebnis der Wahlen mit großer Genugtuung aufnehmen, kann nicht weiter Wunder nehmen. Die„Vossische Zeitung“ zieht aus dem Braunschweiger Ergebnis die Lehre, daß der Stahlhelm, der in Braunschweig bekanntlich die Deutschnationalen unterstützte, im politischen Leben Deutschlands keine Rolle mehr spiele, wobei das Blatt zugleich feststellt, daß die Partei des Grafen Westarp in Braunschweig die katastrophalste Niederlage erlitten habe, nur bei den Völkischen habe man bisher einen ähnlichen Niederbruch erlebt. Wenn auch solche Kommentare wohl über das Ziel hinausschießen, so stellt doch auch mit einer gewissen Resignation die„Tägliche Rundschau" fest, daß die Wahlen zum Braunschweigischen Landtag ein ähnliches Bild zeigen wie die sämtlichen in der letzten Zeit vorgenommenen Wahlen: die Sozialdemokraten gewinnen Stimmen, die Deutschnationalen verlieren und die Mitte erhält sich ziemlich. Es bestätigt sich mithin auch nach den letzten Sonntagswahlen der Eindruck, daß man bei den kommenden Reichstagswahlen mit einer Stärkung der Linken wird rechnen müssen. Mögen auch in den einzelnen Ländern bei den Wahlen Fragen zur Debatte gestanden haben, die die Reichspolitik nicht allzu sehr berühren, so gibt doch der beinahe übereinstimmende Wahlausfall in Hamburg, Königsberg, Bremen, Hessen und Mecklenburg nahezu die Gewißheit, daß die Linke bei den kommenden Reichstagswahlen recht gut abschneiden wird. Die Arbeitsgemeinschaft zwischen Zentrum und Baperischer Volkspartei. München, 28. Nov. Nunmehr werden die kürzlich in Regensburg zwischen der Bayerischen Volkspartei und der Deutschen Zentrumspartei getroffenen Vereinbarungen bekanntgegeben, nachdem die zuständigen Parteiinstanzen dieselben gebilligt haben. Die Vereinbarungen sind für die Bayerische Volkspartei vom Präsidenten Speck, für die Zentrumspartei vom Reichskanzler Dr. Marx unterzeichnet. In der Einleitung wird erklärt, daß die Vereinbarungen getroffen wurden aus dem Wunsch heraus, ein einheitliches Vorgehen in allen wichtigen politischen Fragen zu sichern mit dem Endziel der Wiederherstellung der politischen Einheit. Ueber die parlamentarische Zusammenarbeit der Fraktionen wird bestimmt: Die Fraktionen des Zentrums und der Bayerischen Volkspartei bilden eine freie Arbeitsgemeinschaft. Die Fraktionen bleiben selbständig. Bei besonders wichtigen Fragen find gemeinschaftliche Sitzungen der Vorstände und der Frattionen selbst vorzusehen. Diese gemeinschaftlichen Sitzungen werden nach Vereinbarung der Vorsitzenden der beiden Fraktionen einberufen und geleitet. Zwischen der Landtagsfraktion der Bayerischen Volkspartei und den Zentrumsabgeordneten des bayerischen Landtages wird im gleichen Sinne engere Fühlungnahme herbeigeführt. Zur Regelung der Beziehungen der Parteiorganisation und der Parteipresse wird bezüglich der Pfalz vereinbart: Die beiderseitigen Parteivorstände verpflichten sich, in Achtung des gegenseitigen Besitzstandes mit allen Mitteln auf eine friedliche Zusammenarbeit der beiden Parteiorganisationen in der Pfalz hinzuwirken. Es besteht Uebereinstimmung darüber, daß eine gemeinschaftliche Organisation in der Pfalz empfehlenswert sei. Es wird ein Ausschuß von Vertretern der beiden Parteiorganisationen gebildet, welcher alle den Verständigungsgedanken fördernde Maßnahmen treffen soll. In diesen Ausschuß entsendet jede Partei die gleiche Vertreterzahl. In den kommunalen Vertretungen treten die Fraktionen der beiden Parteien gleichfalls in eine Arbeitsgemeinschaft. Für das rechtsrheinische Bayern wird der Vorstand der deutschen Zentrumspartei seine Parteiangehörigen auffordern, fortan ihre volle Tätigkeit im Rahmen der Bayerischen Volkspartei auszuüben. Die Landesparteileitung der Bayerischen Volkspartei wird die örtlichen Organisationen ihres Landesverbandes auffordern, die enrsprechenden Zentrumsorganisationen zum Beitritt in die Organisationen der Bayerischen Volkspartei einzuladen, und wird zum Beitritt von Angehörigen der bisherigen Zentrumsorganisation eine loyale Mitarbeit ermöglichen. Endlich sollen die Presseorgane im Sinne der Arbeitsgemeinschaft gegenseitige Verbindung aufnehmen und unterhalten. Bezüglich der Landtags= und Reichstagswahlen wird für die Pfalz bestimmt: Die politischen Wahlen werden mit gemeinsamen Listen durchgeführt. Die gemeinsame'st: für die Landtagswahlen führt das Kennwort„Beyerische Volkspartei“ und wird mit dem Wahlvorschlag de: Bayerischen Volkspartei in Bayern rechts des Rheins verbunden. Der Wahlkampf in der Presse und in Versammlungen wird unter dem Stichwort„Gemein.amer Wahlvorschlag der Bayerischen Volkspartei und des Zentrums“ geführt. Bei der Ausstellung der gemeinsamen Wahlliste für den Bayerischen Landtag sind beide Parteien gleichberechtigt. Die Kandidaten werden in Zusammenarbeit der Kreisausschüsse der beiden Parteien bestimmt und so auf die Stimmkreise verteilt, daß die Wahlaussichten für die Vertreter beider Parteien möglichst gleichmäßig sind. Für die Reichstagswahlen wird die gemeinsame Wahlliste die Bezeichnung„Zentrum und Bayerische Volkspartei“ haben und wird an den Reichstagswahl vorschlag der Deutschen Zentrumspartei angeschlossen. Auf der gemeinsamen Reichstagsliste wird an erster Stelle ein Kandidat der Bayerischen Volkspartei, an zweiter Stelle ein Kandidat der Zentrumspartei aufgestellt. Die weiteren Kandidaten werden von den bei den Parteien in gleicher Abwechselung genannt. Die Auswahl der Kandidaten steht jeder Partei selbständig zu. Im rechtsrheinischen Bayern soll in die Kandidatenliste der Bayerischen Volkspartei für die Landtagswahlen ein dem Zentrum nahestehender Kandidat an aussichtsreicher Stelle aufgenommen werden. Beide Parteien wählen durch ihre dazu berufenen Organe auf die Dauer einer Wahlperiode einen ständigen AusDer Einn der Auch der letzte Sonntag hat wieder in verschiedenen deutschen Landesteilen Wahlen gebracht, so zum Braunschweigischen Landtag, zu den Gemeinde= und Kreisvertretungen in Anhalt und zu den Stadtparlamenten in Mecklenburg. Angesichts der bevorstehenden Reichstagswahlen werden auch diese Wahlen wieder sehr ausführlich kommentiert. Besonders bemerkenswert ist der sehr starke Verlust der Deutschnationalen in Braunschweig, die von 10 Mandaten fünf einbüßten, und der sehr erhebliche Stimmengewinn der Sozialdemokraten bei diesen braunschweigischen Wahlen, die zu ihren 19 Mandaten fünf neue hinzugewannen. Auch die mecklenburgischen Wahlen brachten im allgemeinen für die Sozialdemokraten Gewinne, wenn auch bei eiten nicht in den Brunschwpetger Augnatz, Jr Unlt, wo die Sozialdemokraten an der Regierung benigt sind, hatten sie jedoch einen Stimmenzuwachs nicht zu buchen, konnten sich im allgemeinen aber behaupten. Damit würde ungefähr das Ergebnis der bisherigen verschiedenen Wahlen, daß nämlich das Pendel wieder nach links ausschwingt, eine Bestätigung erfahren haben. Auch in der deutschnationalen Presse fehlen denn die warnenden Stimmen keineswegs mehr und es find nur verhältnismäßig wenig Blätter, die sich über dad Ergebnis der Braunschweiger Wahlen hinwegsetzen. Die„Kreuzzeitung" hingegen erklärt, daß es höchste Zeit sei, sich den Einst der Lage, wie er aus allen bisher vor sich gegangenen Wahlen erkennbar sei, ohne Verschleierung vor Augen zu führen, nachdem die Deutschnationalen in Braunschweig 50 Prozent ihrer Stimmen eingebüßt hütten. Das Blatt warnt eindrück von 10 Mitgliedern, dessen Aufgabe es ist, die Aohale Durchführung dieser Vereinbarungen zu überund weitere Maßnahmen in diesem Sinne anzubahnen. Jede Partei entsendet in diesen Ausschuß die gleiche Vertreterzahl. Um den Verrat an Schlageter. Verlin, 28. Nov. In dem Beleidigungsprozeß gegen den der Formation„Heinz“, Hauenstein, verkündete Amtsgerichtsrat Büchert den Beschluß, daß der Vertagungsantrag des Nebenklägers wegen hinreichender Klärung des Sachverhalts abgelehnt und Zeuge Götze wegen Verdachts des wissentlichen Meineides vorläufig festgenommen wird. Ferner erging das Urteil dahin, daß der Angeklagte Hauenstein freigesprochen wird und daß Privatkläger Schneider die Kosten des Verfahrens zu tragen hat. In der Verhandlung wurde nach dem Zeugen Götze Zeuge Becker vernommen, der ebenfalls Mitglied eines Sabotagetrupps war. Dieser erklärte, sowohl Götze wie Schneider hätten die Nachricht von der Verhaftung Schlageters ganz gleichgültig, scheinbar als etwas selbstverständliches aufgenommen. Schneider hate sich dann auch später verdächtig benommen. Schlageter hätte schon eine Woche vor seiner Verhaftung die Anweisung gegeben, die Verbindung mit Schneider und Götze abzubrechen. Sehr inter ssant gestaltete sich die Vernehmung des früheren Sekretärs des französischen Spionageoffiziers, Richers, in Saarbrücken, Karlheinz Hartmann, der erklärte, daß er schon im Sommer 1923 bei Richers von einem französischen Offizier namens Jouillart gehört habe, daß zwei Deutsche Schlageter verraten hätten. Von einem anderen Mitglied des französischen Nachrichtendienstes sei ihm mitgeteilt worden, daß Götze und Schneider diejenigen gewesen seien, die Schlageter und seine Kameraden verraten hätten. Der Zeuge überreichte dann auch ein Bild Götzes, das von einer französischen Behörde stammen soll. Unter großer Bewegung erklärte dann Rechtsanwalt Herold, daß er aufweitere Zeugen für den indirekten Beweis verzichte und einen direkten Beweis für den Verrat Götzes und Schneiders antreten wolle. Er bittet um die Vernehmung eines von ihm geladenen Zeugen Müller, der konkrete Angaben darüber machen würde. Dieser Zeuge wurde dann aufgerufen. Es ist ein ehemaliger französischer Kriminalbeamter, der erklärt, wenn er diese Beiden auch heute hier nicht wiedererkenne, so habe er sie jedoch seinerzeit auf Pholographien sofort erkannt und zwar auf Photographien, auf denen vorher von französischen Offizieren ausbrücklich die Beiden als Götze und Schneider bezeichnet worden seien. Er habe auch die Berichte über die Verhaftung Schlageters eingesehen und auch die Einzelheiten, daß Götze und Schneider dabei geholfen haben, von Allard und anderen Beumten erfahren. Das wäre ein öffentliches Geheimnis gewesen. Die Pensionserhöhung vor dem Kaushaltsausschuß. Berlin, 29. Nov.(Radio.) Bei der Weiterberatung des Abschnittes V des Besoldungsgesetzes im Haushaltsausschuß des Reichstages legte ein Regierungsvertreter noch einmal die Schwierigkeiten dar, die Altpensionäre in die neue Besoldung einzureihen. Ohne Einreihungsübersicht würde man jedoch mit einer großen Anzahl von Prozessen zu rechnen haben. Die Pensionäre seien tatsächlich in demselben Ausmaß wie die aktiven Beamten bedacht. Der Reichsfinanzminister habe in Magdeburg nicht mehr versprochen und sein Wort sei durchaus eingelöst worden. Bei den Abstimmungen wurde u. a. der Zentrumsantrag, nur bis zu einem Grundgehalt von 12000 RM. eine Pensionserhöhung eintreten zu lassen, abgelehnt. Angenommen swurde ein gemeinsamer Antrag der Deutschnationalen lund der Deutschen Volkspartei, wonach die§§ 24 bis 33 des Regierungsentwurfes gestrichen werden und an ihre Stelle die Vorschrift gesetzt wird, daß die Bezüge der in den einstweiligen und der seit dem 1. April 1920 in den dauernden Ruhestand versetzten Beamten sowie die Bezüge der Hinterbliebenen dieser Personen und der seit dem 1. April 1920 im Dienst verstorbenen Beamten mit Wirkung vom 1. Oktober 1927 neu festgewerden. In der weiteren Abstimmung wurde§ 25 des gemeinsamen Antrages der Deutschnationalen und der Deutschen Volkspartei durch die Annahme eines sozialdemokratischen Zusatzantrages, der bei einem Grundgehalt von mehr als 6000 RM. bis einschl. 12000 RM. nur 12 Prozent Pensionsaufbesserung zubilligt, auch die Antragsteller dagegen stimmten. Dadurch entsteht eine Lücke im Gesetz, da auch§ 25 der Regierungsvorlage nicht aufrechterhalten wird. Ferner wurde§ 26 des erwähnten gemeinsamen Antrages genehmigt, ebenso die§§ 27 bis 33a. Die Novelle zum Mieterschutzgesetz. ## Tertir, 29. Nov.(Radio.) Der Wohnungsausschuß D Keichstages setzte heute die Beratung über die Novelle zum Mieterschutzgesetz beim§ 4 fort. Ein Vertreter des Justizministeriums wies darauf hin, daß die Entscheidung über Einführung von Lockerungsmaßnahmen grundsätzlich obersten Behörden zu überlassen sei, die die Möglichkeit hätten, bestimmte Gemeinden oder Gemeindeteile sowie bestimmte Mietsräume von en Bestimmungen des Gesetzes auszunehmen. Ein preußischen Wohlfahrtsministeriums be##.##e Entwicklung der Wohnungswirtschaft seit durchaus richtigu dnund gezeigt habe, daß und für die Wirtschaft gesund etz#.„Es nüßte ein Durcheinander entstehen, die Aterungsverordnung der Länder durch die Reichsgesetzgebung durchkreuzt werde. noit“ auf der Unterelbe auf Grund. Auch verschiedene andere Dampfer haben Unfälle erlitten. Erdbeben in der Herzogowina. Wien, 29. Nov.(Radio.) Nach einer Blättermeldung aus Rostar wurde heute nacht die Gegend zwischen Gacko und Popovo Polie in der Herzogowina von einem starken Erdbeben heimgesucht. Der in einigen Ortschaftn angerichtete Schaden ist ziemlich groß. Furchtbares Familiendrama in Brettheim in Württemberg. Stuttgart, 29. Nov.(Radio.) Der Oberlandjäger Erhardt, der seine Ersparnisse ausgeliehen hatte sie aber als verloren betrachten mußte, tötete seine im Bette liegende Frau, sowie sein Kind durch Erschießen. Hierauf schrieb er einen Abschiedsbrief und setzte seinem Leben auf einem Stuhl vor dem Bette seiner Frau sitzend durch einen Kopfschuß ein Ende. Schweres Eisenbahnunglück in Titu. Wien, 29. Nov.(Radio.) Bei der Eisenbahnstation Titu stießen gestern abend, wie die„Neue Freie Presse“ aus Bukarest berichtet, der Temesvarer und der Bukarester Schnellzug aufeinander, kurz nachdem der Sonderzug mit der königlichen Familie aus Florica vom Leichenbegängwis Bratinanus zurückgekehrt war. Der Anprall war so heftig, daß beide Lokomotiven und sechs Wagen zertrümmert wurden. Zwei Personen sanden sofort den Tod, sechs weitere wurden schwer verletzt. Flugzeugabstürze in den U. S. A. Newyork, 29. Nov.(Radio.) In Dallas im Staate Texas stürzte ein amerikanisches Militärflugzeug ab. Das Flugzeug ging in Flammen auf, die beiden Insassen kamen ums Leben. In der Nähe von Uniontown in Pennsylvanien wurden neben halbgeöffneten Fallschirmen zwei Fliegerleichen gefunden. Von dem Flugzeug fehlt noch jede Spur. Zu der Blumenstein=Assäre. Paris, 29. Nov.(Radio.) Nach einer Meldung des Wiener Sondertorrespondenten des„Petit Parisien“ erklärte ein Intimus des jungen Blumenstein, daß dieser im August d. J. eine Begegnung mit einem französischen Senator hatte, der im Besitze eines Diplomatenpasses ungarische Papiere ohne jede Schwierigkeit nach Frankreich befördern konnte. Nach einer anderen Meldung haben die von der französischen Polizei in der Wiener Bodenkreditanstalt beschlagnahmten ungarischen Titel Blumensteins einen Wert von 1 600 000 Goldfranken. Die Abstempelung der gefälschten ungarischen Renten war umso leichter, als den Angestellten des österreichischen Bankinstitutes Anweisung gegeben war, den alliierten Besitzern ausländischer Kriegswerte keine allzu großen Schwierigkeiten in den Weg zu legen. Folgenschwerer Mauerneinsturz. Chicago, 29. Nov.(Radio.) Hier stürzten gestern drei Wände einer im Umbau befindlichen großen Garage, in der sich 30 Personen befanden, zusammen. Man befürchtet, daß 10 unter den Trümmern begrabene Personen ums Leben gekommen sind. Revolte in einem Budapester Zuchthaus. Wien, 29. Nov.(Radio.) Nach einer Meldung der „Arbeiterzeitung“ aus Budapest kam es in dem dortigen Zuchthaus heute früh zu einer Revolte der politischen Gefangenen. Die Gefangenen bauten aus Betten, Stühlen und Tischen eine Barrikade, begannen zu lärmen und zu schreien und verlangten ihre Freilassung. Es waren durchweg Anhänger der Vagi=Partei, die die Kundgebung veranstalteten. Die Budapester Polizei=Korrespondenz meldet dazu ergänzend, daß bei der Abführung ein Gefangener den Polizisten entfloh und vom zweiten Stock in den Hof sprang, wo er tot liegen blieb. Unpolitische Nachrichten. Altechin voraussichtlich Weltmeister im Schachspiel. ischen ur d Nov.(Radia) Wie die B. 3. aus Newyork be34. Partie zwischen Aljechin und Capablanca in Buenos Aires nach dem 80. Zuge wiederum abgebrochen worden as eeine Dier Capaklanaas, das Spiel noch zu gewinnen, sind er kurz nach Spielabbruch erklärte, bei der Wiederaufnahme des Spieles am Dienstag die Partie überhaupt aufzugeben. Damit kann Aljechin schon heute als neuer Weltmeister im Schachspiel betrachtet werden. Schiffsunfälle infolge Nebels. (Radio). Infolge des immer noch anhaltenden Nebels geriet, einer..=Meldung aus Hamburg zuder frangösische 12. 000 To. Dampfer„Docteur Pierre BeDie Belagerung Tschutschaus durch chinesische Nordtrupp:u. London, 29. Nov.(Radio.) Wie aus Peking berichtet wird, herrschen in der seit mehr als einem Monat von Nordtruppen belagerten Stadt Tschutschau furchtbare Zustände. Zahlreiche Personen sind bereits Hungers gestorben. Ein europäischer Missionar ist der einzige Europäer in der Stadt, der den Verwundeten und Kranken noch sachgemäße Hilfe leisten kann. Der Befehlshaber der Schansi=Truppen lehnt die Uebergabe der Stadt nach wie vor ab. Die belagernden Truppen sollen giftige Gase verwenden. Der Prinz von Wales wieder einmal gestürzt. London, 29. Nov.(Radio.) Der Prinz von Wales stürzte gestern bei der Jagd kopfüber vom Pferde, ohne sich indessen zu verletzen. Meuternde Mannschaft eines norwegischen Dampfers. Oslo, 29. Nov.(Radio.) Die Besatzung des norwegischen Dampfers„Newa“ soll nach hier eingegangenen Berichten an der Holtenauer Schleuse gemeutert haben. Die berauschte Mannschaft stürzte sich auf den Kapitän und brachte ihm sowie einem Matrosen schwere Schußverletzungen bei. Die deutsche Küstenpolizei soll die Meuterer bereits verhaftet haben. Aus Bocholt und Umgegend. Bocholt, den 29. November 1927. „Die Musterung auf dem Meeresgrund“. Wie wir bereits mitteilten, werden der Bocholter Kriegerverein und der Marine verein Bocholt am Sonntag, dem 4. Dezember, abends 8 Uhr im Schützenhaussaale das Weihespiel„Die Musterung auf dem Meeresgrund" zur Aufführung bringen. Es handelt sich um ein Spiel, das bereits in der Vorkriegszeit in Bocholt aufgeführt worden ist und damals in allen Kreisen der Bevölkerung großen Anklang gefunden hat. In etwas verändertm Gewande wird es jetzt zum zweiten Male über die Bretter gehen und wiederum bei allen Besuchern einen starken Eindruck hinterlassen, zumal es ergänzt wird durch ein zweites Weihespiel des gleichen Verfassers„Das deutsche Heldenlied zur See““, das sich on das erste Spiel anschließt und am gleichen Abend zur Aufführung kommen wird. Beide Werke zusammen schaffen ein eindrucksvolles Bild deutscher Pflichterfüllung in aller Welt, deutscher Not und deutschen Sterbens und wirken in ihrer schlichten Art und ihrer schönen Sprache groß und wuchtig. Dazu kommt der Reiz des Ortes der Handlung, der auf den Meereogrund verlegt ist; ergänzt und verstärkt wird die Wirkung noch durch die dem Sinn der Handlung angepaßten Chöre, die der Quartettverein Bocholt zum Vortrag bringen wird. Es ist daher mit Sicherheit zu erwarten, daß die beiden Vereine mit ihrem Unternehmen Erfolg haben und daß die Aufführung einen starken Besuch finden wird. Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen. „Hesellschaft zur Ueberwachung von Dampflesseln. Am 24. Damnstesseg Vorstund der Geselschaft zur Ueberwachung von dami wcseigzu.=Gladbach hier eine Sitzung ab und verband ##h die Einweihung des in der Kaiser=Friedrich= Straße 24 errichteten Dienstgebäudes, das im August bezogen der Gesellschaft, Herr Handelsgerichtsrat Cords, Fabrikbesitzer in.=Gladbach, wies in längerer Ansprache hin auf die Entwicklung des Dampfkessel=Ueberwachungsvereins und seiner Nebenstelle in Bocholt, für die es jetzt nach 25jährigem Bestehen möglich gewesen sei, ein eigenes, prächtiges Temm zu schuffen. Der Nebenstelle Bocholt, der seit Mai d. J. ein zweiter Ingenieur zugeteilt ist, unterstehen in der Stadt Bocholt und den Kreisen Borken, Nees und Cleve 579 Dampfkessel. 167 Dampffässer und 118 Aufzüge Ferner erfordert eine erhebliche Tätigkeit die Prüfung der Kraftfahrzeugführer. da ja gerade das Kraftfahrzeugwesen in den letzten Jahren einen großen Aufschwung genommen hat. Während die Anzahl der zu überwachenden Kessel vor dem Kriege jährlich stieg, ist seit einigen Jahren ein langsames Sinken festzustellen. In den Kreisen Borken und Nees waren 1914 500 Dampfkessel vorhanden; heute sind es nur noch 425. Daraus darf aber trotz der Strom= und Kraftlieferung durch die Ueberlandzentralen nicht auf einen Rückgang in der vielbenutzten Anwendung des Dampfes geschlossen werden, denn trotz er geringeren Anzahl der Dampfkessel hat sich die Gesamtsumme der Heizflächen gehoben, ebenso wie in dem Dampsdruck bei neuerbauten Kesseln eine gewaltige Steigerung eingetreten ist. B. Bocholter Weihnachtswerbewoche. Der Beginn der Weihnachtswerbewoche ist auf Mittwoch, den 7. Dezember 1927, mittags 12 Uhr festgesetzt. Die Konsumgenossenschaft„Eintracht" bittet uns im Interesse der Verbraucher und insbesondere ihrer Mitglieder um Aufnahme folgender Zeilen: Nachdem das Zugabewesen der Vorkriegszeit während und nach dem Kriege so ziemlich ausgestorben war, sieht man in letzter Zeit immer mehr Firmen, die anscheinend glauben, dieses vom reellen Handel, sowie dessen Organisationen abgelehnte System wieder einführen zu müssen. Während vorgenannte Kreise hier stets einen ablehnenden Standpunkt einnahmen, mehren sich auch jetzt aus den Kreisen der Verbraucherschaft immer mehr Stimmen, die gegen dies die Verbraucher irreführende System sich wenden. In„Der Montag Morgen“ vom 24. 10. 27 veröffentlicht. Herr Dr. Georg Pelka einen längeren Aussatz, betitelt:„Das Zugabeunwesen“. U. a. führt er eine Entschließung der Verbände Berliner Hausfrauen an:„Alle Zugaben beim Absatz von Nahrungsmitteln sind abzulehnen, weil sie den Verbraucher über den wirklichen Wert der angebotenen Waren täuschen und irre führen Der Einzelkaufmann, welcher Wert darauf legt, seine gute Ware preiswert in den Verkehr zu bringen kann keinerlei Zugaben wie Zucker, Margarine, Tafelschokolade, Haushaltungsgegenstände. Porzellan, Kaffeemaschinen und dergleichen gewähren. Jeder reelle Kaufmann wird, wenn er seine Ware billiger abgeben kann, den Preis der Ware senken und nicht durch Zugaben das Preisbild verschleiern". Nachdem Dr. Pelka auf die Notwendigkeit der Erledigung des dem Parlament vorliegeden Antraßes auf ein Zugabeverbot hinweist, sagt er: „Das Zugabeunwesen verhindert eine gewissenhafte Pfennigkalkulation. Um diese Tatsache richtig zu verstehen, muß man folgedens wissen: der mit Zugaben arbeitende Kaufmann sucht nicht durch gute Ware zu angemessenem Preise Kunden zu werben, sondern er lenkt im Gegenteil die Hauptaufmerksamkeit der Käufer von der Güte und Preiswürdigkeit der eigentlichen Verkaufsware ab und sucht ihre Kauflust zu wecken, indem er ihnen„Gratiszugaben" verspricht. Durch die Illusion, etwas „geschenkt“ zu erhalten, wird die Urteilskraft des Käufers von der eigentlichen Vrkaufsware zu dem„angeblichen“ Vorteil der „kostenlosen“ Zugabe abgeleitet. In Kürze ein Beispiel:„Wenn die Hausfrau der Zugabenlockung, auf einen Kaffee=Einkauf eine beträchtliche Menge Zucker„gratis“ zu erhalten, erlegen ist, so ist es eine psychologische Folgerung, daß sie die Güte des Kaffees in der Regel nicht so genau prüfen wird, da sie ja auf alle Fälle Zucker dazu„geschenkt“ erhalten zu haben glaubt. Die Binsenwahrheit, daß in den gegenwärtigen schweren Zeiten kein Mensch etwas zu verschenken hat, am wenigsten der Kaufmann, ist leider so manchem Käufer noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen!. Wie sehr durch eine solche Entwicklung der geschäftlichen Verhältnisse auch die Verbraucherschaft geschädigt wird, läßt sich in ein paar Sätzen andeuten: Der Zugabenkaufmann hat an einer Preissenkung kein unmittlbares Interesse, denn seine Kundschaft kommt ja zu ihm, weil sie wähnt, etwas„geschenet“ zu erhalten. Die Tatsache, daß wiederholt vor Gericht einwandfrei nachgewisen wurde, daß der Käufer diese oder jene Zugabe im Preise der eigentlichen Verkaufsware mitbezahlt, verdirbt vielleicht dem gerade vor Gericht entlarvten Zugabenkaufmann das Geschäft, aber hundert andere betreiben die gekennzeichnete Irreführung des Publikums nach wie vor weiter, da es sehr schwer ist, vor Gericht den lückenlosen Beweis dafür zu führen, daß diese oder jene Zugabe mitbezahlt werden muß. Wegen der prakrischen Schwierigkeit, den Nachweis der Zugabentäuschung vor Gericht zu erbringen, wird immer lauter die Forderung nach einem zweckmäßigen Zugabenverbot im Rahmen des Wettbewerbgesetzes erhoben“. Aus vorstehendem mögen alle Verbraucher den richtigen Wert des Zugabewesens selbst erkennen. Denkende Hausfrauen kaufen nicht im Geschäft, das glaubt, durch Zugaben Kundenfang betreiben zu müssen. (=) Die Städtische Freiwillige Feuerwehr hielt am Montag abend im Bürgerkrug eine Saalübung ab, bei der die verschiedenen Arten von Ranchschutzgeräten und Wiederbelebungsapparaten eingehend erklärt und praktisch vorgeführt wurden.— Die sich hieran anschließende Mitgliederversammlung wurde von dem Herrn stellv. Branddirektor Techtmann eröffnet und geleitet. Eingangs dieser begrüßte derselbe besonders den Herrn Kreisbrandmeister Rudolf Fischer und die reich erschienenen Mitglieder. Sodann hielt Herr vertretender Branddirektor Techtmann einen in tiven Vortrag über das Verhalten der Wachen Theatervorstellungen, ermahnte Führer wie Mannsch ten im Brandfalle zu ruhigem und besonnenen## gehen und warnte vor überstürztem und kopfli Handeln. Herr Kreisbrandmeister Fischer erg die lehrreichen Ausführungen des Vorredners Schilderung der verschiedenen Arten von Theate den und ihrer Löschmethoden.— Der Vorsitze nahm dann unter Begrüßungsworten die Aufnah eines neuen Mitgliedes vor und verpflichtete denselben unter Hinweis auf den erhabenen Wahlspruch„Gott' zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr" durch Handschlag als freiwilligen Feuerwehrmann. Das übliche Winterfest soll am 28. Januar n. J. gefeiert werden und wun * 1 Belage zu Nr. 27. Die Herbst=Vollversammlung der HanswerksTamier Kufstel! Dienstag, 29. November 1927 derspruch besonders aus Kreisen der Verleiher zeitigen wird. Vielleicht aber bedeutet er wenigstens einen Sch#### in der Richtung auf die so notwendige Hebung des normale Productionsniveaus. Aus Nah und Fern. Münster, 28. Nov. Die Handwerkskammer für den Regierungsbezirk Münster hatte ihre Mitglieder auf heute Vormittag 10 Uhr zu ihrer diesjährigen Herbst=Vollversammlung eingeladen. und die berufenen Vertreter des Handwerks waren dem Rufe in so stattlicher Zahl gefolgt, daß anscheinend nicht ein einziger Abgeordneter fehlte. Der Grund dafür wird vor allem darin gelegen haben, daß der bisherige Präsident Kehl eine Wiederwahl ablehnte und daher die Wahl eines neuen Präsidenten notwendig war. Der Präsident leitete kurz nach 10 Uhr die Verhandlungen mit herzlichen Worten der Begrüßung ein dige, LindenbeKrebs, Witte Imping, Dresemann, Kasten, Austermann; PeAugschaut. ud Bacschalpsen;, L Grasenischesteonzsen: Jhaden, rufungsausschuß: Bäumer(Rheine), Nahuis mann Schallück; Gesellenausschuß: Vorsitzender Schallück( Als Kammermitglied wurde Schornsteinfegermeister Böger R ewartende Handwerksnoelle. Nachden do, Miniger zegt eine Swoe de den gul Naumer Herungnziehen. Kummeraberbeamter Rogenaun und schlug folgende EntLehrlingswesens einzig und allein ureigenste Aufgabe des Handwerks selbst ist und das esee bunn den dedmatlichen Achotnee## In der Besprechung wichtiger Angelegenheiten des Handwerks Standpunkt des Bezirksausschusses bei der Gewährung zu über die Herstellung sogenannter Gehfilme durch wilde Kurk leute und sonstige Auswüchse dieses Gewerbes. Schließlich kam noch die Verschmeigung= frage die sich ged Schiase warde schwere Klage getsihzt von der gilnsterischen Konditorenvereinigung wegen der allzu scharfen Kontrolle des Sonntagsverkaufs durch die Schutzpolizei, die ge Grosse W zu unerträgliche Formen annehme. Von Recklinghauser und Bocholter Vertretern wurde die Klage stark unterstrichen und gleichfalls Aenderung verlangt.. D rsiat Dann kamen noch die Verhältnisse in der Osgaguton des Holzschuhmachergewerbes zur eingehenden Vorsitzende die dringende Bitte, auf engere Gemeinschaftsarbeit zwischen Holzschuhmacherverband und Handwerkskammer ausIn dem Schlußwort dankte der neu gewählte Präsident allen für die treue Mitarbeit, bat um gemeinschaftliches für das Gesamtwohl des Handwerks zum allgemeinen Besten, damit wieder die Zeit komme, wo man sagen konne: Handwer## hat einen goldenen Boden. Gott segne das ehrbare Handwerk! — Gott segne es! Der Kampf ums Filmkontingent. Immer wieder erheben auch hinsichtlich des internationalen Filmaustausches die Wirtschaftstheoretiker die Forderung, nach dem ungehemmten Austausch von Land zu Land, der das Endden biese Howderungen bet aler Anerlennung des indellen marktes im Auge und denken daran, daß im Laufe der Jahr 1923—26 die Anteilnahme Amerikas an der Belieferung rüichsichtigt, daß auch das übrige Ausland den deutschen Filmwogen, o.... dann in vollem Umsange bemerkbar muchen, chne weiteres an. Diete Vestimrzuns,ehogder, voie, ihre wüsh gaig bie dezische Fimpradution sch notgedrungen auf liche Aera der Produtrior, Pogzichogztvgeuteiftgpeg hagrizien Simen, die nur und auscaznepn.g, dv zu dem ste viemals aufwis auf:1 erhöhte: Die große Menge der Filmproduzenten ont Shcsen zur de Kontiagentsperiche 18232, 2. J. hi: damit beholfen, für die Kontingenz=gerige 182829, d. h. für die Shtsihe auschnbicher Feime de. Jast on 2d sehgziete. Herford, 28. Nov. Am kommenden Tonnerstag wird hier in Herford allgemein in den Gasthöfen und auch in den meisten Privathäusern mit einem besonders delikaten Gericht aufgewartet werden. Es gibt Grüzkohl, der in diesem Jahre durch den frühen Frost zu einer ausnahmsweise guten Qualität gekommen ist, und dazu frische, würzige Mettwurst. Dieser Brauch, am Donnerstag nach dem ersten Adventssonntag ein allgemeines Kohlessen zu veranstalten, ist uralt und hier und in der weiteren Umgegend als„Radewiger Kohrfest“, rühmlichst bekannt. Wie die„Westfälische Ztg.“ dazu meldet, stammt diese Sitte bereits aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Damals nahmen von der Jakobskirche in Herford aus alljährlich zahllose Pilger eine Wallfahrt zum Grabe des hl. Jakobus nach St. Jago in Spanien auf. Da diese Pilgerfahrten sich aber allmählich zu einer Landplage entwickelten, auf den Rat der Stadt die Ki te geschlossen. öffnete nach 60 Jahren der damalige Bürgermeister Brudloch wieder feierlich ihre Pforten. Und das war am Donnerstag nach dem 1. Adventssonntag. Da man für die Ausschmückung der Kirche um diese Jahreszeit aber kein Grün bekommen konnte, nahmen die Herforder in ihrer Findigkeit den Grünkohl von ihren Feldern. Und daher der Volksbrauch des allgemeinen Kohlessens. Aehnliche„Spezialgerichte“ kennt übrigens auch in andern Städten. So werden z. B. in Münster allgemein am Tage der sog. großen Prozession(am 1. Montag im Juli) große Bohnen mit Speck gegessen. Hersord, 28. Nov. Ein in seinen Ausmaßen entsetzliches Autounglück trug sich gesterg. rachritge gan der Landstraße nach Bielefeld u.„ielefeder Rechtzausonen besetzte Kraftwagen eines Bieleserder Neclranalts versuchte in ziemlich grober Veich haheig fetze een anderen Kraftwagen zu überholen, Schleudern und erfaßte ein etwa 20jähriges junges Mädchen. Zunächst wurden der Bedauernswerten beide Beine abgefahren, dann der Körper auseinandergerissen und als blutige, leblose Masse auf ein nahes geschleudert. Das Auto riß einen Baum um und zerschlug dann an einer Mauer. Seine Insassen mit leichten Verletzungen davon. Das unglück ereignete sich angesichts zahrreicher Spaziergänger, die Straße bevölkerten. Uhr bei Beldthausen(Bentheim), ebenso ger, mit Ausnahme eines einzigen, der sich über die niederländische Grenze weg verflogen hatte. Vattensched, 28. Rov. Ein Eisenhemergte erfefe, Familienvater von mehreren Kindern, bemerkl in## des dichten Nebels auf dem Bahnhof GelsenkirchenWattenscheid nicht das Herannahen einer Lokomotive. Er wurde von ihr erfaßt und so schwer daß er kurze Zeit später den Verletzungen erlag. M! WE MEFEEERA (5. Fortsetzung.) Gnädige Frau, Sie wundern sich gewiß, daß Ihnen ein wenig über Ihren Sohn plaudern möchte. Meine Bitte ist aber nur scheinbar seltsam. Ich brauche eine neue Kraft, einen Menschen, auf den ich mich restlos verlassen kann, und Sie sollen mir noch einmal bestätigen, daß ich recht gewählt habe. Sie als Mutter, die ihr Kind bis in die innerste Herzensfalte kennt, sollen mir sagen, ob Ihr alte Frau nickte und wartete mit hellen Augen, daß er weiterspreche. Das Gefühl der Sympathie für den Mann, das sie gleich bei seinem Eintritt gehabt hatte, verstärter „Mein Unternehmen, gnädige Frau,“ fuhr Karner fort, Es ist meine Erfindung. Und dieses Wer. son die sammte Bewunderun auf. Ihr Junge sollte das augen stammte„Sewunperung auf. Hyl gung. ollte das gesucht. gute und tüchtige Menschen, geniale Köpfe, aber wenige, die für eine solche Aufgabe geeignet sind. Ich zlaube, daß ich in Ihrem Sohne den richtigen Mann gefunden habe, der mir hilft, meine Lebensaufgabe durchzuführen. Ich weiß, daß er technisch alles schafft, und glaube auch, daß ich mich auf seine der schwersten Ausoove, st.. ais Mensch, gnädige Fraurund begann: Sie suchen einen Menschen, dem Sie alles, eder auch das Letzte anvertrauen können? Einen der Treue bült, und der. ehrich ist De ued eie eihd Sin uin Ghehengen. Gott soll mich am jüngsten Tage strafen, wenn Sie, eirgmal an seiner Treue zweifeln müßten. Es ist mein Soyn, err In Karners Augen trat ein glückseliges Leuchten. Er ergriff die Hand der alten Frau und küßte sie ehrfurchtsvoll. „Ich danke Ihnen, liebe gnädige Frau.“ Als sie dann Abschied genommen hatten von der alten Frau und im Auto einander gegenübersaßen, sagte Karner „Was sich wil. das habe ich Ihnen erzäht. Die Aufgabe wartet auf uns, und wir werden gemeinsam an sie herangehen. Jetzt geben Sie mir Ihre Hand und versprechen Sie Seine klaren Augen ruhten voll auf Hallenbach. sollen mir versprechen, Herr Hallenbach, daß Sie zu mir kommen, wenn Sie es einmal mit Ihrem Innern nicht meiner Seite schaffen. Versprechen Sie mir das, Herr Hallenbach! „Ich danke Ihnen, Herr Minister. Ich hoffe, daß ich v. Ba. Pag, eönnen Sie dermein fester Wille.“ Die Acen ere Gchaice eceeelee Karners Demonstration statt. Karner ließ io ungebeure u vier Geöderzurdefießen, daß man Berlin wochenlang damit hätte speisen können. „Mein Strom ist der Erde entnommen!“ sagte Karner. Die drei sahen dem Wunder stumm zu. Die Hochachtung vor dem Menschen Karner hteigerte Ha, Profeor frageng Als Karner zu Ende war, sah er ven Plosessot, ahet an. Der aber faßte ungestüm Karners Rechte und drückte „Ihre Erfindung ist unfaßbar, ist furchtbar und gepaltig. Bald werden Sie den Erdball mit Strom versorgen.“ Prophetisch klangen die Worte des begeisterten Gelehrten. Stumm standen der Minister und der Ingenieur. Sie Ale sie wieder im Auto saßzen, sagte der Minister: „Bauen Sie, Herr Karner, Sie brauchen keinen Plan einzureichen. Ich werde morgen Herrn Gritzner Anweisung *„ Res eche be e ece e eche Auch Chefredakteur Doktor Schneider sah es. Er kam eben aus seinem Privatkontor und wollte mit dem Feuilleto##### Er bemerkte die Hochspannung in Hollings Mienen. fetter Ueberschriftszeile. Hauptblatt erste Seite. Ich brauche Naul Daor nuih he eiu Frhzae Halae um Sie gleich mit zu mir herein. Fräulein####c kann Holing folgte dem Chefzeichnung, daß er der Privatsekretärin des Chefs diktieren durfte. Fräulein Wagner zog einen Mund, als sie aufnehmen mußte. Uebellaunig tat sie es. Holing diktierte:„Das elektrische Zeitalt= gitenzi ur der Tür! Von einer Erfindung, deren gewaltige Ausu##### sich noch nicht übersehen lassen, wird uns berichtet...“ Des Chefredakteurs Mienen wurden immer hochachtungsvoller und gespannter, je länger Holling diktierte. „Donnerwetter, das ist ja'ne tolle Sensation! Kram nur stimmt. Wer hat Ihnen die Meldung gegeben?" „Professor Helmholtz, mein Studienfreund selber. Er mir auch für die Morgenausgabe einen Artikel versprochent.“ antwortete der Reporter mit gerbieten Mangen. „Ausgezeichnet! Ich bin mit Ihnen zufrieden,####r Holling. Diesmal sind wir der Konkurrenz voraus. haben sich doch das Priortätzgeitz. dungen? Ja! Das ist schön. Nacurlich nehmen wir „Das wolte. 18 uud pürgf Rager Hab#s#immt. Dder Name Zeimtot, u. v. uogyr, 1,eiehg bete) „Steuden“. „Steuben“, so steht auf einem Grabstein, der sich auf der Höhe von Onsida im Staate Newyork U. S. A. befindet. Es wird hter in der alten Welt die Zahl derer nicht allzu groß sein, denen heute noch gegenwärtig ist, was dieser Mann, denn um einen solchen handelt es sich, der dort begraben liegt, für Verdienste erworben hat, daß man seiner noch jetzt Erwähnung tut. Aber drüben in der neuen Welt, un den Vereinigten Staaten, weiß man es um so besser. Dort feiert man jetzt am 1. Dezember das Gedächtnis des Mannes, eben dieses August von Steuben, der neben Washington der Mann gewesen ist, dem es heute die Vereinigten Staaten verdanken, daß sie als unabhängiges Staatgebilde dastehen. Wie ein Treppenwitz der Weltgeschichte mutet es uns heute an, daß ein Deutscher, der August von Steuben war, den Amerikanern geholfen hat, den Staatenbau der Vereinigten Staaten von Nordamerika zu zimmern. Es sind jetzt am 1. Dezember genau 150 Jahre her, als Steuben, gerade z. Zt. des nordamerikanischen Freiheitskrieges, amerikanischen Boden betrat. Es geschah dies nicht so von ungefähr, sondern hier suchte sich ein Mann, von Betätigungsdrang erfüllt, ein neues Wirkungsfeld, nachdem er schon in der alten Welt ein hohes Können bewiesen hatte und hatte zeigen dürfen, wie man Schwierigkeiten meistert. Steuben stand bereits im 48. Lebensjahr, als er ausging, um sich in Amerika neue Lorbeeren zu holen. 19 Dienstjahre im preußischen Militärdienst hatte er damals schon hinter sich. Er hatte unter Friedrich dem Großen gekämpft und dessen wechselvolles Kriegsglück an verantwortlicher Stelle miterlebt, war schließlich zu dessen Adjutanten ernannt worden und führte später dann noch selbständig ein Kavallerieregiment, bis er im Jahre 1763 den Abschied nahm. Was hat Steuben nun eigentlich in Amerika gewollt? Hören wir ihn selbst. Als er in Amerika landete, schrieb er an den Kongreß einen Brief:„Der eigentliche Beweggrund, der mich diesem Weltteil zuführt, ist der Wunsch, einem Volke zu dienen, das einen so edlen Kampf für seine Rechte und Freiheit kämpft. Ich verlange weder Titel noch Geld. Mein einziger Ehrgeiz besteht darin, bei Ihnen als Freiwilliger einzutreten, mir das Vertrauen Ihres Oberbefehlshabers zu erwerben und denselben in allen Feldzügen ebenso zu begleiten, wie ich während des siebenjährigen Krieges dem Könige von Preußen folgte. Ich möchte gern mit meinem Blute die Ehre erkaufen, daß mein Name eines Tages unter den Verteidigern Ihrer Freiheit genannt wird.“ Das Ideal des Befreiungskrieges war es also, das Steuben anzog. Und man nahm gern seine Dienste an, wie man zur damaligen Zeit überhaupt gern Deutsche als Armeeführer warb, weil man von ihnen wußte, daß sie an militärischem Können so ziemlich an der Spitze aller Völker standen. Friedrich des Großen Genie strahlte über die ganze Welt seine Wirkungen aus. Man hatte sich in Steuben auch nicht getäuscht. Als Generalinspekteur der amerikanischen Freiheitsarmee hat er ebensolchen großen Anteil an dem Obsiegen des amerikanischen Freiheitsstrebens, wie Washington es auf politischem Gebiete hatte. Seine Aufgabe war es nicht,„Armeen aus der Erde zu stampfen“, aber sie war viel schwieriger. Es galt, aus einem regellosen Haufen undisziplinierter und unorganisierter Freischärler eine Armee zu formen, die nicht nur im Kampfe ihren Mann stand, sondern den englischen Truppen, die ihrerseits viel besser ausgerüstet und geführt waren, die entscheidende Niederlage bereiten konnte, die die Freiheit Amerikas sicherstellte. Es müssen Verhältnisse vor Steubens Antritt in der amerikanischen Armee geherrscht haben, die etwa an russische Zustände gemahnen. Steuben schildert in seinen Aufzeichnungen die damalige Situation:„Es fehlte an allem, an Geld, an Waffen, an Verpflegung, an Uniformen, an Reglements, an Vorgesetzten, die ihrer Aufgaben gewachsen waren, an Ordnung und Befehlsgebung. Ein Ding, wie militärische Disziplin existierte nicht. Kein Reglement war regelmäßig formiert. Jeder Oberst hatte sein eigenes Exerziersystem, der Soldat kannte seine Waffe nicht, hatte deshalb kein Vertrauen zu ihr. Die Bekleidung der Truppen war völlig unzulänglich. Daß es etwas wie eine innere Verwaltung eines Regiments gäbe, war allen unbekannt. So wenig die Offiziere über die Zahl ihrer Leute Rechenschaft ablegen konnten, ebensowenig vermochten sie dies über deren Waffen, Munition und Ausrüstung. Niemand führte Buchung oder Rechnung außer den Lieferanten.“ Und aus diesem militärischen Chaos schuf Steuben, der deutsche General, eine Armee, vor der am 19. Oktober 1781 der englische General Cornwallis die Waffen strecken mußte. Die nordamerikanische Unabhängigkeit war errungen, und in nicht ganz vierjährigem Schaffen hatte Steuben das militärische Instrument geschaffen, das die nordamerikanische Unabhängigkeit sichergestellt hat. So hatte Steuben mitgeholfen, ein Staatengebilde zu schaffen, das allein durch die Tatsache seiner Existenz schon die Weltpolitik maßgebend beeinflußt hat. In der militärischen und politischen Situation, in der sich Deutschland nun gegenwärtig befindet, könnten wir ja der Meinung sein, daß lediglich den Amerikanern die Pflicht obläge, dieses Mannes zu gedenken, der so Großes an ihrem Volk getan hat. Aber diese Meinung würde einige geistige Kurzsichtigkeit verraten. Immer strahlt etwas davon auf das Volk und das Land zurück, von dem ein großer Sohn Großes anderen Völkern getan hat. Steuben ist ein Weltbeweis für den deutschen Idealismus, der etwas wagt und etwas einsetzt, lediglich des Ideals halber. Um geistigen Gewinn von diesem Idealismus zu haben, müssen wir Steubens gedenken, denn wenn wir selbst für unser Vaterland Großes und Größtes erwünschen, so kann dies nur einem Idealismus entwachsen, der so rein und so uneigennützig ist, wie Steuben ihn uns vorgelebt hat. Biugden, 29. Nov. Ein gutes Konzert ist in Tingden eine Seltenheit. Um so freudiger war daher das hiesige mustkliebende Publikum am Sonntag der Einladung des Cäcilienchors zu seinem Konzert im Metelingschen Saale gefolgt. Die Besucher wurden nicht enttäuscht; der Chor zeigte gute Schulung und der Dirigent, Herr F. Schmitz, hatte seine Sängerschar fest in der Hand. Mit dem„Angelus Domini“ führte sich der Chor gut ein. Starken Beifall riesen das Lied„Hoch tut sich auf“ von Hirsch und der„Vespergesang“ von Kämpf hervor. Tankbar ausgenommen wurden die Solis des Tenoristen Meierhaus=Reckling= hausen, die von Herrn Sandkühler auf dem Piano begleitet wurden. Das Publikum lauschte ihm ergriffen und hielt mit Beifallsbezeugungen nicht zurück. Zum Schluß sang der Chor Haydns„Die Himmel erzählen die Ehre Gottes". Die hiesigen Musikfreunde werden sich der musikalischen Feierstunde vom Sonntag noch lange erinnern. Sie geben an dieser Stelle der Hoffnung Ausdruck, daß der Cäcilienchor dem ersten Konzert in diesem Winter ein zweites folgen läßt. Hattingen, 28. Nov. Der mit drei Personen besetzte Lieferwagen einer Brotfabrik fuhr im benachbarten Nierenhof infolge Versagens der Steuerung gegen eine Brücke. Alle drei Personen wurden mehr oder weniger schwer verletzt. Großenbaum, 28. Nov. Das geheimnisvolle Verschwinden eines Geschwisterpaares aus Großenbaum, des 27jährigen Johann und der 24jährigen Gertrud Schweizer, im August dieses Jahres hat sich aufgeklärt. Die Geschwister waren von einem Besuch der St. Viktorspiele in Xanten nicht mehr zurückgekehrt. Die Leiche des Mädchens wurde jetzt in Holland aus dem Rhein gelandet und von den Eltern anerkannt. Man nimmt an, daß die Geschwister gemeinsam Selbstmord verübt haben und daß sich auch der Bruder ertrunken hat. Odnabrück, 28. Nov. In der heutigen Schwurgerichtssitzung wurde der Knecht Klebba aus Thiena bei Bramsche wegen Totschlages, begangen an der Dienstmagd Johanna Schlieba, zu 10 Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt. Der Staatsanwalt, der während der Verhandlung die Anschlages fünf Jahre Gefängnis beantragt. Der Angeklage auf Mord fallen gelassen hatte, hatte wegen Totklagte hatte die Magd, mit der er ein Verhältnis unterhielt, nachts mit einem Beil erschlagen. Duisburg, 28. Nov. Die Kriminalpolizei Tuisburg teilt mit, daß am Freitag, dem 25. November, der vierte Komplize des berüchtigten Ausbrechers Jäckel, Schroeder, der vor einiger Zeit aus dem Polizeigefängnis Elberfeld ausgebrochen ist, in Ruhrort festgenommen sei. Lokales, Stadttheater Duisburg. Zur Fremdenvorstellung„Margarete“(Faust), Oper von Ch. Gounod am Sonntag, den 4. Dezember 15. Uhr. Thomas und Gounod, zwei Zeitgenossen, zwei Bühnenkompowisten denen das Glück wurde, während ihres Lebens LiebLinge des Publikums zu sein, sind nicht nur dadurch in leichte Verbindung gebracht, werden auch nicht allein als Vertreter des spätromantischen Weltgefühls in der Musik oder auf Grund ehren national=künstlerischen, der französischen Eigenart brüderlich vereint genannt. Sie bedeuten gerade für uns Deutsche ##twas Besonderes durch ihre gemeinsame Beziehungen zu unserem Heros, zu Goethe. Thomas,— mag man zu seiner Oper stehen, wie man will— ist es zuzuschreiben, daß Goethes„Wilcelm Moister"=Roman, wenigstens in seiner„Mignon“— Episode in einem Maße populär geworden ist, wie es der epischen Fassung des Originals nie beschieden war. Durch Gounod's „Margarete"ist Goethes weltweites und weltschweres Drama der Volksseele derart genähert, wie es eigentlich nur noch den Volksbüchern vom Dr. Faust ergangen ist. und keiner der anderen zahlreichen Faustbearbeitungen ist solch unverwüstliche Beliebtheit und Lebensfrische zum Schichsal geworden.— Die Liebeoiragödte Fausts und Gretchens, herausgeschnitten aus der Goetheschen Gesamtdichtung, bildet die Handlung des Werkes; die Schuld des liebenden Mannes, die Verstrickung des liebenden Mädchens, die Lösung und Erhöhung der fühnenden Neue alles dies, gespiegelt im romanischen Temperament ihres Gestalters, gleitet aus der deutschen Gefühlswelt Goethes hinüber in die finnlichere, schwärmerischere, glutvollere Atmosphäre der Parisers. Wer kennt nicht Mararethes„Schmuckarie“, den berühmten Faustwalzer, den Soldatenchor,— wer kennt nich grosge Kärfer E Seatr RRECHTSSCHUTZ DURCN VERLAG RiderRRAWERDAUESAS 66. Fortsetzung.) „Nichtig! Richtig! Das muß eine gewaltige Erfindung sein. Ihre nächste Aufgabe, Herr Holling, ist jetzt, Minister Willgreuve und diesen unbekannten, sensationellen Herrn Karner zu interviewen. Sie haben immerhin ein paur Stunden Vorsprung. Nutzen Sie diese aus und setzen Sie alle hebel in Bewegung. „Mache ich, Herr Doktor! Mache ich!“ „Die Kasse wird Ihnen vorläufig 400 Mark Spesen auszahlen. Also... dann Hals= und Beinbruch!“ *„ I c h d a n k e, H e r r D o k t o r. Und der Reporter wurde zum rasenden Reporter. E. Die Meldung der„Großdeutschen Zeitung" über Karners geniale Erfindung erregte ungeheures Aufsehen. Elektrizität aus der Erde gewonnen! Zu einem kaum glaublichen, phantastisch niedrigen Preise, der die Elektrizitätsgesellschaften erschrecken ließ. Die Induftrie horchte gespannt auf. Stand tatsächlich das elektrische Zeitalter bevor? Der Name Helmholtz hatte Klang. Man wußte, daß von dieser Erfindung ungeheuer viel zu erwarten war, daß man sie ernst nehmen mußte, denn eine Kapazität wie Professor Helmholtz deckte nichts Unsicheres mit seinem Namen. Karner! Wer war Karner? Ein Unbekannter, den niemand kannte. Keiner wußte, woher er kam, wer er war. Was würde die Zukunft bringen? War für Deutschland eine Wendung zum Besseren zu erwarten?“ Der Artikel des Professors Helmholtz, der der Meldung folgte, und das Interview mit dem Minister von Willgreuve erhöhten die Wirkung der Meldung ganz bedeutend. Storm=Raugardt, der Großindustrielle und Wirtschaftsführer, der als der vermögendste Mann Deutschlands galt. las den Artikel des Professor Helmholtz in der Morgenausgabe der„Großdeutschen Zeitung", als er mit seiner Tochter Eliza bei Tische saß. „Eliza!“ Das junge Mädchen mit den schlanken, sportgestählten Gliedern und dem rassigen, schönen Gesicht, das ein prächtiger, blonder Bubikopf schmückte, wandte das Haupt zur Seite. „Hast du schon einmal von einem gewissen Karner gehört oder gelesen, Eliza?“ „Nein!“ gestand sie.„Wer ist das?“ „Anscheinend ein ganz genialer Kopf, wenn das zutrifft, was Professor Helmholtz in der„Großdeutschen Zeitung schreibt. Karner will eine umwälzende Erfindung gemacht haben. Er gewinnt ungeheure Massen Strom aus der Erde und will den Strom zwei Drittel billiger liefern als die Elektrizitätsgesellschaften. Eliza überlegte eine Weile und sagte dann:„Es bestünde also die Möglichkeit der... Ausschaltung der Kohle, die Gefahr, daß die Bergwerke wertlos werden?" „Wenn die Meldung im vollen Umfang zutrifft... ja! Meist ist das aber nicht der Fall. Es sind mehrmals schon ähnliche Erfindungen mit großem Tamtam angekündigt worden, und dann war es doch nichts. Hier macht mich aber der Name Helmholtz stutzig. Der Mann, diese anerkannte erste Kapazität auf dem Gebiet, deckt nichts Unsicheres mit seinem Namen. Da ist er viel zu ängstlich. „Du hegst Besorgnisse, Pa?“ „Ja und nein! Besorgnisse ist zuviel gesagt. Aber ich habe das Gefühl, daß hier etwas vorliegt, mit dem wir rechnen müssen. Und Du meißt, ich disponiere gern etwas voraus. Im übrigen wird auch in diesem Falle nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Ich habe mir überschlagen, was dieser Herr Karner in die Riesenleitungen an Kapital hineinstecken muß. Das ist eine so große Summe, daß ich glaube, Herr Karner wird daran scheitern. Du weißt ja, daß die Anlage und die Regie bei der Stromerzeugung die Hauptkosten verursachen. Und wenn ihm die Stromerzeugung so gut wie nichts kostet, so ist es doch fraglich, ob dieser Umstand sich auf das Wirtschaftsleben nennenswert auswirkt. Wertvoll würde es auf alle Fälle sein, fraglich ist nur, ob die Ersparnis der Wirtschaft die Produktion verbilligen kann.“ Eliza nickte und sagte:„Das leuchtet mir ein! Ich würde mich zunächst einmal mit Professor Helmhoitz und Minister Willgreuve in Vervindung setzen und dann... gleich an die rechte Schmiede, dann mußt du zu Herrn Karner fahren. Am nächsten Morgen sprach Storm=Neugardt den Minister, der ihm willig Rede und Antwort stand. Professor Helmholtz traf er nicht an, er beschloß daher, gleich nach Portau zu Herrn Karner zu fahren. Karner hatte in Mitteldeutschland, etwa zwei Kilometer von Portau entfernt, rund 1000 Morgen Land gekauft. Bis jetzt stand nur das Verwaltungsgebäude, das wie ein Landhaus wirkte, und in dem Karner und Hallenbach Wohnung genommen hatten. Von hier aus dirigierte Karner in Gemeinschaft mit Hallenbach alles. Unverzüglich hatten sie sich beide in die große Aufgabe gestürzt. Hallenbach staunte über die immense Vorarbeit, die bereits geleistet war, Zu der Bewunderung für den Erfinder Karner kam noch die Hochachtung vor dem glänzenden Organisator. Für das leibliche Wohl sorgte die verwitwete Frau Direktor eine feine ältere Frau, zusammen mit einem anstelligen und willigen indischen Hausmädchen. Ferner hatte Karner noch einen Sekretär für Herrn Hallenbach engagiert, Herrn Heinze, einen offenen, freundlichen Menschen, der aber die Gabe besaß, schweigen zu können. Außerdem waren Werkmeister Carl und zwei Hausmeister angestellt. Diese beiden ehemaligen Feldwebel waren die eigentliche Schutzgarde für Herrn Karner, die wie die Cerberusse wachten, daß keine unrechte Seele ins Haus kam. An ihrem harten Schädel scheiterte alles. Die Reporter, die in Portau aus aller Welt zusammenströmten, stießen bei ihnen auf unüberwindlichen Widerstand. Auch mit Geld war nichts zu machen. Auch Herr Holling, dem es nur gelang, einmal Hallenbach zu sprechen und eine verunglückte Aufnahme von Karner zu machen, kam vergeblich. Selbst Herr Storm=Naugardt mußte unverrichteter Sache wieder abfahren, nachdem er von Heinze erfahren hatte, daß Herr Karner sich selbst mit Herrn Storm=Naugardt in Verbindung setzen wolle, wenn das Werk aufgebaut sei. Herr Karner dürfe unter keinen Umständen jetzt gestört werden. Diese selbstverständliche Art der Abweisung war für den allgewaltigen Industriekapitän wie eine kalte Dusche. Er kannte kraft seines Reichtums und seiner führenden Stellung bis jetzt nur offene Türen, und es dauerte lange, ehe er begriffen hatte, daß es hier einmal so ganz anders war. Und das imponierte ihm gewaltig Seine Freunde spürten es, als sie ihn wenige Tage späte. interpellierten.(Fortsetzung folgt.) .— Glanznummern der Oper, die von romantischer Lyrik geEittigt, dabei auch die dramatische Leidenschaft aufkauschen läßt? Es wäre nicht richtig, Geethes Genius zu beschwören, um den Genuß an Gounods Werk zu verkleinern. Es lag nicht in der Absicht des Komponisten, den Problemen faustischen Menschenaums musikalisch nachzugrübeln— ihm ging es um eine Opernzandlung, die der Bühne das gibt, was der Bühne ist, den hörern und Schauern Stunden bereitet, wo alle Schleusen ronantischen Fühlens sich auftuen, wo Entzücken und Grauen, Gut nd Böse, Lachen und Weinen, Schuld und Sühne, Frevel und besetz in lebhaftester Sinnfälligkeit uns durch und durchschütten. Personalveränderung beim Zollamt. Vom 1. Dez. d. J. ab st der Zollinspektor Westerath, Leiter der hiesigen Zollinspekson(St.), zum Vorsteher des Zollamts Bocholt bestellt. Der zollinspektor Homisse aus Hagen übernimmt mit demselben sage die Leitung der Zollinspektion(St.). Mit dem 15. d. M. ist er Zollassistent Möller aus Wanne=Eickel in gleicher Eigenschaft n das hiesige Zollamt versetzt. zum Attentat auf den Wiener Bürgermeister. Das verunglückte Seeflugzeug 9 1220 in Horta(Azoren). Am 26. Novmeber d. J. wurde auf den Wiener Bürgerzeister Karl Seitz vor dem ehemaligen Wiener Nordwestbahn= pf ein Revolverattentat verübt. Seitz blieb jedoch unverletzt. der Attentäter wurde verhaftet. * Die Mutter des letzten Zaren 80 Jahre alt. Die ehemalige Kaiserin von Rußland, Maria Feodorowna, Witwe Alexanders III., wurde am 26. November 80 Jahre alt. Die wohn: in„Hvidore“ in der Nähe ihres Gburtsortes Vopenbggen. Zum Herausforderungskampf : Doung=Spears—Czirson. Blick auf die mächtigen Schmelzösen eines engl. Stahlwerkes in Middelsboraugh, in denen heute der Stahl für die Bewaffnung der stärksten Flotte der Welt gegossen wich. . Young Spears(links), der hervorragende englische Leichtgewichtler, der fünfzig Kämpfe in Deutschland ungeschlagen beendete und der den deutschen Meister Paul Czirson(rechts) jetzt herausgefordert hat. Der Kampf bildet die letzte Etappe ger Gironamesterschaft. Kapitän Ehrharêt 28 Millionen Autos auf der Erde. S Eine moderne Waffensch miede. Der zerstörte Gasometer in Pittsburg. verletzt. S 0 000 2. Vereiaigt Katune Die Automobilproduktion nimmt von Jahr zu Jahr Den Löwenanteil an der Kraftwagenvermehrung huben die Vereinigten Staaten, die über 23 Millionen Aulos ihr eigen nennen. Deutschland hat bisher nur 400 000 Wagen im Verkehr, das ist bei der Hälfte der Einwohnerzahi nur## der : Kraftwagen des Dollarlandes. uut sein Amt im Bundesvorstand des„Sröchlhelm“ niedergelegt und ist aus der Stahlhelmorganisation atogstreten. Curnen, Spiel und Sport. Spiel= und Sportverein 1920 Dingden. En vergangenen Sonntag hatte die erste.=Mannschaft die erste.Mannschaft von Chamavia Bocholt zu Gast. Am 125 Uhr stellten sich die Gegner dem Schiedsrichter Herrn G. Kösters=Dingden Bei herrlichem Wetter wurde ein flottes Spiel gezeigt. Gleich nach Anstoß legten die Böcholter mit Gewal los, so daß das Spiel bis zur ersten Halbzeit:1 für Bocholt stand. Nach Wiederanstoß konnte sich Dingden finden und durch sleißiges, eergisches Spiel bald wieder ausgleichen sodaß das Spiel:3 endete, Eckenverhältnis:0 für Dingden. Bocholt stellte eine körperlich überlegene Mannschaft und spielte auch technisch einen guten Ball. Anschließend spielte um 3 Uhr die neu aufgestellte Jugend gegen die Jugend von Chamavia. Auch hier wurde ein flottes Spiel gezeigt. Obschon die Jugend zum ersten Mal spielte, konnte sie dieses Spiel doch mit:1(:0) gewinnen, Eckenverhältnis:2 für Dingden. Interessant war, wie direkt beim Anstoß der kleine Mittelstürmer Mücken den Ball faßte und mit ungeheurer Schnelligkeit sofort ein Tor vorlegen konnte. Angefähr 10 Minuten später setzte auch dieser kleine fixe Kerl das zweite Tor für Dingden. Kurz vor Schluß konnte Bocholt noch das Ehrentor retten Auch hier waren körperlich die Bocholter überlegen. Um 4 Uhr fand eine einigermaßen gut besuchte Generalversammlung mit Neuwahl des Vorstandes statt. Als Vorsitzender wurde Herr Lehrer Litmann einstimmig wiedergewählt Zum Schriftführer wurde Herr G. Kösters und zum Kassierer Herr Joh. Görnemann bestellt. Den Spielausschuß bilden die Herren I. Benders, H. Pols und J. Münken, Oerätewart Herr Hugo Wiedenbrück. Die monatlichen Beiträge sind folgende: für aktive und passive Mitglieder unter 18 Jahren 20 Pfg., über 18 Jahren 30 Pfg. Es wurde beschlossen, eine Umzäunung des Platzes vorzuehmen. Die Anschaffung der Netze hinter den Toren wurde aus finanziellen Gründen zurückgestellt. Sollte wider Erwarten ein Sportinteressent da sein, der die Anschaffung der Neye übernehmen will, so steht diesem nichts im Wege. Um 5 Uhr schloß de rerste Vorsitzende mit einem kräftigen Jugendtraft Heil die Versammlung. Aus dem Reiche des Rundfunks. Mittwoch, 30. Vggzubez, 13.05: Köln: Konzert. 6 15.45: Köln: S 16.30: Monier„ise iunf lie): Keiepreben. 3 153: Elbserss: Peioegreg. JF„Leiskaus: Fiun,„moderges hadt. Wohlabrtsagt. Aus Recht und Praris der Wohlfahrtspflege,§ 17.30: Köln: Dr. Stichtenoth: Klangkampf. 6 18: Röln: gosgpzst,„Hero;.8 Heidedksburg Marsch.— Schubert: Duv,„Rosamunoe“. giz.. rani: Ein Immortellentrani auf=8, /O Go,; Poivgr. Menerbeer. Melodien a. Provber: S 19.15: Köln: W. Schaesergiek: Die Stunde des Arbeiters. Ausgewählte Gedichte von G. Engelke. Komn(Klaver), Haureager: Emsonsche Bariaionen 1hr#5 Kinderlied.— Reger=Pillnen: Variationen ung iagsg, Pei# Thema von Johann Seb. Bach,— Elgar: Sintonugr Lariationen über ein Originalthema. Anschl.: Köin: Sportbericht. Dann: Nachtmusik. Donzerstag 1 Dezember, 13.05: Dortmund: Kower; Ze Kapelle Iseglio. Mitw.: Pros. Fischer=Berlin Köln: Wie bleibe ich gelund? S 16.30: Röln: Kinder=Märchen, stunde.# 17.30: Köln: Univ.=Prof. Dr. Sperber: Gutes Deutsch! S 18: Köln: Kammermusik. Lemacher: Von der Plisze,„Streißztre =moll.— Beethoven: Streichtrio.— Scherrer: Aurrxam. Tamze. S 19.15: Köln: Prof. Dr. Salomon vom Osteurov. Seminar der Univ Hamburg: Kulturpolitik im heutigen Rußland. S 20: Pöln: Volkston und Balladen. Leit.: O. L. Brandt.(Rez.) ).: Cläre Hanlen(Sopran). Helene Guermanowa(Alt). Hein Hosp;(Barnon). Dodia Feldmn Cello). Org, des Westd. RyndEint Vortrag: Bragdt.— Frieger: Hrch.: Partita.Zur. — Gesang: Aennchen von Tharau: Innsbruck, ich muß dich — Reiat.: Die Ribelungen: Der Rönig G. angl“Z Berssger g Der Wirtin Töchterlein: Bidder Lung. Blathz, Die taurige Krönung, Dgg. gerzrochene Rinsen; Märctzu vom Fischer un syner Fru: Niedersächl. Dorftanz.— Wetzler: Orch: Schäfertanz aus der Suite„Wie es Euch gefällt“.— Gesang: Ich ging einmal spazieren: Der Kuckuck auf dem Birnbaum saß: Horch was kammt von draußen rein: Der eine allein. Rezitgt.: Ahseitz: Traum:„Vom Scheiden: Der Arbeizemgug: Lied der Kohlenhäuer: Abendird.— Schumann: Orch.: Abendlied. Anschl.: Svortbericht. Dann: Nachtmusik. AMieinsche ssnus blsnggns nsun gignisihenseschnsbhebungunehisehhumgumdhun Zum Wikslausfoste besonders preiswerte Angebote in Damen- und Herren-Konfektion Wollwaren, Baumwollwaren, Kleiderstoffen, Strümpfen:: Handschuhen:: Schürzen. Der Name Hermann Pottmever am Markt bürgt für Qualitätswaren. M ng angiseenge umii Aus neuen Schdungen finden Sie bei mir: Kompl. und kombinierte Küchen. Kleiderschränke, 1, 2 u. 3türig, mit u. ohne Spiegel. Kompl. Bettstellen in allen Farben. Plüsch- u. Ledersofas in erstklass, Verarbeltung. Elmerschränke, Tische, alle Arten Stühle. Matratzen u. Auflagen in la. Verarbeltung. Bettiedern, Ia. 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Die heilig= Lüge. Der Schach pieler. Ben Hur. Der alte Fritz. Metropolis. Faust. Der peilige Berg. Hofel Stadt Lomberg. La Boheme. Dubbary von heute. Die Frauengasse von Der Meister von Nürnberg usw. usw. Die Direktion. 8 den einem erwetterten Festausschuß die weiteren Vorarbeiten übertragen. Nach Bekanntgabe einiger interner Angelegenheiten und mehrerer schneidiger Darbietungen des Trommlerkorps schloß Herr stellvertr. Branddirektor Techtmann die in allen Teilen anregend verlaufene Versammlung. !! Ausnahmesonntage. An den drei letzten Sonntagen vor Weihnachten, und zwar am., 11. und 18. Dezember d. J. ist ein Gewerbebetrieb in offenen Verkaufsstellen und eine verlängerte Beschäftigungszeit für Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter zugelassen. Während der für den Gottesdienst festgesetzten Zeit von —11 Uhr und von 14—15 Uhr wird die Beschäftijungszeit unterbrochen. Auch sind die Verkaufsstellen n dieser Zeit geschlossen zu halten. Es wird noch beonders darauf hingewiesen, däß am 22. und 23. Dez. J. offene Verkaufsstellen bis 20 Uhr geöffnet sein fürfen. Am 24. Dezember— hl. Abend— find die Verkaufsstellen um 19 Uhr zu schließen. (:) Verein kathol. Akademiker. Am Freitag, dem 2. Dezember, spricht P. Dr. Schröder, Paderborn, m kleinen„Saale des Schützenhauses über Stefan heorge und Franz Wersel als Repräsentanten modernen Zeiste (:) II. Konzert 1927/28(Kammermusikabend) des K. G. V. Sängerbund e. V. am Donnerstag, dem 8. Dezember(Maria Empfängnis), abends 7½ Uhr, im Saale des St. Georgius=Schützenvereins. Der Verein hat in den letzten Jahren im Rahmen von Kammermusikabenden sehr viel Abwechselung gebracht. Im vorigen Jahre trat das Kammer=Harfenterzett auf(Sopran, Flöte und Harfe) und in diesem Jahre hören wir zum erstenmal das Westfälische Streich=Quartett aus Münster. Die Zusammensetzung ist folgende: Fritz Frier(Violine), Werner Göhre(Violine), Kurt Platz (Bratsche), Max Renger(Cello). Diesem Streichquartett geht ein ganz hervorragender Ruf voraus, was die Mitwirkung bei erstklassigen Musikveranstaltungen im ganzen Reiche beweist. Glänzende Kritiken liegen vor. Es ist daher auf einen hohen Kunstgenuß zu rechnen. Des verkaufsfreien Feiertags wegen ist der Beginn auf 7½ Uhr festgesetzt. Schon heute machen wir ganz besonders auf den pünktlichen Beginn aufmerksam. Der Kartenvorverkauf in der Buchhandlung von Johann Valk, Nobelstraße, hat begonnen. Passive Mitglieder erhalten ihre Karten gegen Vorzeigung der letzten Beitragsquittung ebenfalls dort.(Siehe auch besondere „Anzeige in der heutigen Nummer.) A Wetterbericht. Für das mittlere Norddeutschland: Zunächst noch trübe mit etwas Regen, später zeitweise aufheiternd, milder.— Für das übrige Deutschland: Nur im Südosten noch leichte Fröste, im übrigen Reiche milder, strichweise Regenfälle, im Westen vielfach aufheiternd. Steuersprechtag des Finanzamtes. Der nächste Steuersprechtag des Finanzamtes Borken in Bocholt findet statt am Donnerstag, den 1. Dezember d.., im Stadtverordneten=Sitzungssaale, Eingang Realschulstraße, vormittags von 10.30 bis 1 Uhr und nachmittags von 3 bis 5 Uhr. Fundsachen: Als gefunden wurde abgegeben bezw. angemeldet 1 Damenpelz un deine Handtasche mit Inhalt. Sachbeschädigung: Auf dem Hochfeld zerschlug ein Arheiter eine Kücheneinrichtung a. Isselburg, 29. Nov. Der Theaterklub Fidelitas bringt am Samstag und Sonntag das Theaterstück„Deutsche Frauen, Deutsche Treue“, dramatisches Zeitbild in 4 Akten mit Gesung, zur Aufführung. Man hat mit diesem Stück einen guten Griff getan, und da die Rollen gut besetzt sind, ist mit einem genußreichen Abend zu rechnen. Der Inhalt des Stückes ist kurz folgender: Der alte Graf Steineck, ein im Jahre 1871 reichsdeutsch gewordener Franzose hat sich 1914 zu Beginn des Weltkrieges unter dem Einfluß eines französischen Offiziers, der sich in Verkleidung bei ihm aufhielt, zu einem heimtückischen Anschlag auf die einrückenden deutschen Soldaten verleiten lassen. Da gelang es seiner Tochter Eva=Maria, die wie alle Kinder des Grafen, sich als echte Deutsche fühlt, ihren Vater zu bewegen, den Verrat dem deutschen Befehlshaber zu offenbaren aber zu spät,— sein eigener jüngster Sohn; der für Deutschland kämpft, ist dem Anschlag bereits zum Opfer gefallen. Der alte Graf stirbt durch die Kugel eines französischen Offiziers, der als Spion tätig ist. Eine Liebesgeschichte zwischen der jungen Försterstochter Beate und diesem französischen Offtzier ist in das Stück hineinverwoben Beate sühnt ihren Landesverrat mit dem Tode. nachdem sie sich an dem französischen Spion gerächt hat.— Wir wünschen dem Theaterklub Fidelitas bei seinen Aufführunge ein volles Haus. Isselburg, 29. Nov. Bei der Betriebskrankenkassenwahl der Isselburger Hütte war nur vom Christlichen Metallarbeiterverbande eine Vorschlagsliste rechtzeitig eingereicht worden. Sämtliche Ausschußmitglieder werden daher vom Christl. Metallarbeiterverbande gestellt. Hapag Nordd. Lloyd Bankaktien. Narmer Bank Vers. Handelsg Commerzbank Darmstädt. Bau Deutsche Bank Diskonto=Ges. Dresdener Bank Reichsbank Industrie aktien Schultheiß Dortmund. Union Adler Portland Adlerwerke A. E. G. Angelo Quano J. P. Bemberg Berger Tiefbau Bergmann Elektr. Verzilius Berg Pochumer Guß. Puderus Eisen Charl. Wasser Chem. v. Heyden Chem. Ind. Gels. Daimler Mot. Dessauer Gas Deutsch Luxemb. Deutsch Erdöl Deutsch Masch. Dresdener Gard Dürkoppwerke Dynamit Nobe Elek. Licht. u. Kr. Els. bad. Wolle Eschweiler Vere Ess. Steinkohle Fahlberg List J. G. Fabr.=Ind Felten& Guill. Friedrichshall Gelsenberg Gelsenguß Germ. Zement Gil. el. Unterneh. Germes& Co. Gladbach Wolle Goldschmitd Görlitz Waggon 131.75 138.50 193.80 209.75 152,00 900.25 •7,.50 140.50 141.75 188.60 340.50 230,00 128.50 79,00 145.50 00,00 370,00 245,00 174,50 00,00 00,00 77.75 116.50 108.% 77.00 76,00 154,25 000,00 108,00 59,00 102,00 61.00 111.00 188.“ •.7 193,50 125,00 121.% 240.25 108.50 148,0 126,50 000.05 176,50 260.25 228,00 •800 9610 20.50 135.25 140,75 126,00 218,00 164.75 05.5 148,50 144,00 143.50 198.50 357,0 231.00 130,00 80.50 149.25 00,00 389,00 252.50 178,50 00.0 010.00 81.25 .9,00 111. 77,00 76.25 158,50 000,00 111,50 61.50 114,50 65,01 113.25 192,00 26,00 190,00 125.00 121.% 242.7/ 111,00 160,00 129,50 10,00 182,00 164,7 230,0 187,00 99,00 20,50 Gruschwitz Terti# Hammersen Hansa Llond Harvener Verg Hartmann Masch. Hösch Eisen Hoffmann Stärke Humbold Masch. Kabla Porz. Kali Aschersseben Karlsruh. Masch. Karstadt Klöcknerwerke Köln Neuessen Köln Rottweil Gebr. Körting Lahmener Laurabütte Linke Hoffmann Magirus Mannesm. Nöh Mansfeld Berg Mechan. Linden Mechan. Zittan Mir& Genest Mülheim Berg Ober Koks Orenstein Phönix Berg Ponas Spinnerei Reisholz Papier Rheinmetall Rheinstahl Rombacher Rütgerswerke Schuckert elektro Siemens Halske Thör'. Oel Leonbardt Tietz Ver. Di. Nickel Ver. Glanzstoffe Wandererwerke Westd. Handel Wicking Portl. Zellstoff Waldhof R. Westfl. Elektr. Adler Kohle Benz Motoren Kabel Rheydt Ad er Kali Krügershall Deutsche Petrol. 87.25 160,00 174.% 272.00 133,25 68.00 31.00 8750 138.25 16.75 135 00 111.¾ 132.½ 00.00 73.75 47.2 72.50 39.00 131.% 96.00 03.00 95.00 34.00 106.00 83.00 111.00 86.5 00,00 235.00 000.00 145,00 00.0 77.00 .50 249.50 94.00 •4,0 144 25 15·00 18500 72•00 3•00 218•00 176•00 6000 00•00 15°00 56•00 20•0 20 88,00 160.00 00,00 178.00 274.00 134,50 70.00 32,00 87.75 148.50 16.75 137,75 113.% 136.50 00,00 74,00 151.00 72. 000.00 40,00 35,50 99.75 206.50 97,00 135,00 128,00 85.00 115,00 89,00 41,00 239.75 00.00 149.25 00,00 80.25 159,00 215,00 97.50 157,00 145,00 533,00 191.75 72,00 140.00 229,00 177.25 59,00 030.00 151,75 55.00 121,00 62.50 Turnen, Spiel und Sport. Tud. Bocholt. 1 Am vergangenen Jonntag weilte unsere 1. Elf in Hamborn, eum gegen die gleiche Elf von Rheinland=Hamborn das fällige erste Meisterschaftsspiel auszutragen. Da der angesetzte Schiedsrichter ausblieb, einigte man sich auf einen Herrn von Tub.— Sofort bei Anstoß legen die Tuber mächtig los, aber die Hintermannschaft der Grünweißen ist auf der Hut und sie vereitelt lange alle Angriffe der Bocholter. In der 22. Minute wird vom Schiedsrichter den Tubern ein Elfmeter zugesprochen, der aber länzend verschossen wird. 10 Minuten später heißt es wieder Elfmeter für Tub. Dieser wird vom Linksinnen glatt verwandelt. Bis zur Pause wird an diesem Resultat nichts mehr geändert. Nach der Pause sieht man wieder verteiltes Feldiviel. bis es den Grünweißen gelingt, durch ihren Mittelstürmer gleichzuziehen Die Tuber setzen sich eine Zeit lang in der Hälfte des E eners fest, können aber keine Tore erzielen. Lannsam losen sich die Grünweißen aus dieser Umklammerung. Jetzt rollt Angriff auf Angriff gegen dis Tor der Tuber. Aber Torwart ##d Verteidiger sind ollen Gefahren gewachsen Der Schlußn'iff des Unpartetischen trennte zwei dl#st wer###e Mannschaften um Sonntag um.30 Uhr sptelt die 1. Mannschaft gegen den Spitzenführer der Gau=.=Klasse Arminia=Oberhausen. Näheres Stimn An der Nachbörse vermochten sich die höchsten Tageskurse nicht zu behaupten da vereinzelt Gewinnsicherungen erfolgten. Man nannte nach Schluß der Börse u. a. J. G. Farbenindustrie 245, Simens 255, AEG. 149,75, Bergmann 179.5, Gesfürel 264,5 Mannesmann 136, Verein. Stahlwerke 100, Zellstoff Waldhof 230,5, Verein. Glanzstoff 526, Bemberg 389, Hapag 135.75, Nordd. Lloyd 141,25, Danatbank 206.5, Schantung 7,25, Neubesitzanleihe 12,40, Ablösungsanleihe 1 und 2 52.25, Ablösungsonleihe 3 55,25. Berliner Produktenbericht. Berlin, 29. Nov.(Radio.) Während für Weizen auf ziemlich unveränderter ausländischer Basts, die Tendenz ruhig eröffnete und die Preise auf dem Niveau des Vortages verharrten, war Roggen vielfachtin Derkungen per Ultimo November gefragt. Die damit zusammenhängende leichte Aufwärtsbewegung der gestrigen Schlußnotierungen übertrug sich durchweg auf den Zeitmarkt, wo der Handel bis annähernd 1 Mark höhere Gebote abgab. Die Angebote hier sind klein, auch befriedigen die Qualitäten nicht. Futtergetreide hat keine nennenswerte Situationsänderung. Bei Abfassung dieses Berichtes war der erste Kurs für Hafer noch nicht festgesetzt, man rechnete aber den Kurs im Ferminhandel um etwa 1 Mark niedriger. Gerste ist sehr vernachlässigt. Mehl schwer unterzubringen. Aeldt S wollen Sie behalten, auch wenn Sie Schuhe purzen. Dann dürfen Sie nur Erdal verwenden. Die Erdal-Dose öffner sich durch einfache Hebel-Drebung spielend: Ihre Hände bleiben rein. Berliner Wertpapierbörse. Berlin, 29„Nov.(Radio.) Die Effektenbörse verkehrte unter den üblichen Schwankungen in widerstandsfähiger Halung. Die Anfangskurse bewegten sich überwiegend auf einem etwas erhöhlen Riveau. Eine Beruhigung löste die Meldung aus, daß der Reichsbankpräsident Dr. Schacht entgegen anderweitigen Gerüchten heute im Hansa=Bund keine Rede halten werde. Die Befestigung hielt aber nicht lange an, da Dr. Schacht dieser Tage in einem Reichsausschuß sprechen soll und angeblich die Vorstellungen der Industrie gegen Hinausschiebung des Arbeitszeitgejetzes ohne Erfolg geblieben seien: Eine Bestätigung für diese Version war zunächst nicht zu erhalten. Die Spekulation hatte von den gestrigen Käufen noch Material übrig und benutzte die höheren Kurse zu Gewinnrealisationen, nach deren Beendigung wurde die Tendenz wiederum fester. Zahlreiche mittlere Bankfirmen hatten auf den verschiedensten Gebieten Kaufordres auszuführen, so daß die widerstandsfähige Grundstimmung insbesondere auf der Nachfrage nach den kleineren Industriewerten beruhte. Freundlich aufgenommen wurde die reichliche Geldversorgung der Börse, die trotz der erhöhten sätze anhielt. Tagesgeld wurde mit 6 bis 8 Prozent genannt, war aber in genügenden Beträgen angeboten, so daß die im Hinblick auf den Zahltag hervorgetretene stärkere Nachfrage befriedigt werden konnte. Für Gelder auf einige Tage über den Ultimo mußten 8 bis 9 Prozent und für Monatsgelder.25 bis 9,5 Prozent gebilligt werden. Am Devisenmarkt ging das englische Pfund gegen Newyork auf 4,8790 zurück. Der Dollar lag international fest und erzielte daher auch in Berlin mit 4,1870 einen etwas höheren Kurs. Die spanische Währung schwächte sich leicht ab, London Madrid 29,22. Auch die belgische Valuta neigte nach unten, London Brüssel 34,91. Im Vordergrunde standen Elektroaktien, die allerdings im Kurse keine größeren Veränderungen zeigten. und Spritwerte. Schultheiß wurden lebhaft gehandelt, da nach der morgn stattfindenden Aufsichtsratssitzung günstige Miteilungen über die Gesellschaft erwartet werden. Die Gerüchte über ein vorteilhaftes Bezugsrecht erhielten sich trotz der mehrfachen Dementis. Schultheiß plus.75, Ostwerte plus.25. Die Steigerung der Polyphon=Aktien um 6,75 Prozent wurde auf angebliche Interessenkäufe zurückgeführt Kaliaktien erzielten durchweg Steigerungen von 5 bis 7 Prozent. Zellstoff und Kunstseidenaktien begegneten ebenfalls Interesse und gewannen 3 bis 5 Prozent.— Die Einführung der Bemberg=Aktien in den Terminverkehr soll, wie verlautete, für Anfang nächsten Jahres zu erwarten sein. Von Bauwerten zogen Berger Tiefbau um 6,25 Prozent an. Schiffahrtsaktien 1,5 bis 4,75 Prozent fester, vor allem Hansa und Hamburg Süd. Bankaktien 2 bis 4,5 Prozent erhöht.— Heimische Staatsrenten etwas freundlicher. Auch ausländische Renten lagen günstiger. Nach den ersten Kursen verzeichneten Spezialwerte Steigerungen um 2 bis 3 Prozent. J. G. Farben wurden mit 244 lebhaft gehandelt. Auch Zellstoff Waldhof, Montanaktin und Elektrowerte blieben gefragt. Im weiteren Verlauf der Börse setzte sich die Befestigung an den Effektenmärkten fort Die Spekulation wandte ihre Aufmerksamkeit verschiedenen besonderen Papieren zu, von deren Steigerung eine allgemeine Erholung ausging. In der zweiten Stunde wurden neben den bereits genannien Werten auch Ludwig Loewe Dessauer Gas, Gesfürel und Schantung gesucht. Die Entschädigungsverhandlungen der Schantung=Eisen bahngesellschaft sollen angeblich günstig fortlaufen. Der Kurs zog von.75 auf 72 Prozent an. Die Börse schloß in fester Eimmmung. Privatdiskont 6,75 Prozent unverändert für beide Markse Roittrnech war nicht zu verbessern, deshalb schufen wir eine bessere Packung alle satt zu kriegen ist manchmal nicht leicht, denn Kinder haben einen gesunden Appetit. 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