17. Jahrgang Donnerstag, den 24. März 1927 „Nr. 60 Tageblun sur dus westische Mansterland Erscheint wöchentlich 6 mal. Täglich 8 Seiten. Publikationsorgan des Stadtkreises Bocholt, des Landratsamtes und des Finanzamtes Borken und der Amter Rhede, Dingden und Liedern=Werth. Verantwortlich für den allgem. Teil Hermann Büssing, Bochelt, für den Anzeigenteil Richard Gagg, Bocholt. Anzeigenpreis: Der 37 mm breite, 1 mm hohe Raum kostet im Verbreitungsgebiet: Familien= und kleiße Anzeigen 6 Pfg., für Geschäfts=, Vergnügungs= und Vereins=Anzeigen 7 Pfg., für behördtiche und amtliche Anzeigen 10 Pfg., für auswärtige Anzeigen 12 Pfg. Beitücht Barzahlung erhöhen sich die Preise um 10 Prozent. Schluß der Anzeicen=Annahme: Größere vormittags 10 Uhr, kleinere nachmittags 2 Uhr. Geschäftstelle und Redaktion: Bocholt, Osterstraße 21. Vertreter in Rhede: Bernhard Essing, Hohestraße, in Werth: Th Parras, in Dingden: Wilh. Wiedenbrück in Anholt: Robert Etzbach, in Suderwick: Terstegge=Hövener, in Borken: Joh. Beser.— Rotationsdruck: Druckerei Grenzwarte(Mayland& Büssing), Bocholt. Bezugspreis: Durch Boten monatl. 1,80 Mk., von der Geschäftsstelle Obgeholt wöchentlich 0,40 Mr., Einzelpreis.10 M. Feruruf 391. Draht=Adresse: Erenzwarte Bocholt. Postscheckkonto Dortmund No. 21770. Fortsetzung der außenpolitischen Bebatte im Reichstag. Eine neue Rede des Reichsaußenministers. Berkin, 23. März.(Radio.) Vizepräsident Esser eröffnet die Sitzung um 1 Uhr. Die Genehmigung zur Strafverfolgung des Abg. Feder(Nat.=Soz.) wegen Beleidigung des Ministers Dr. Stresemann wird nicht erteilt. Die zweite Lesung des Haushalts des Auswärtigen Amtes wird darauf fortgesetzt. Abg. Dr. Haas(Dem.) klagt die Regierung an, daß sie in Genf sowohl in der Saarfrage wie in der oberschlesischen Schulfrage auf einwandfreie deutsche Ansprüche verzichtet hat. Das Zugeständnis eines militärischen Bahnschutzes an der Saar scheint auch für die Zukunft außerordentlich bedenklich zu sein. Für Deutschland wie für Frankreich ist die Verständigung so sehr eine Lebensnotwendigkeit, daß eine glückliche Entwicklung dieser Bestrebungen nicht hätte leiden müssen unter einer stärkeren Betonung des deutschen Rechtsstandpunktes. Wir treiben aber keine demagogische Oppositionspolitik und erkennen die Schwierigkeiten, in denen sich der Reichsaußenminister befand, an. Wenn er Konzessionen gewährte, so gewiß nur deshalb, weil er seinem Vaterland nutzen wollte. Die Deutschnationalen müssen endlich die Verantwortung für die Politik ihrer Regierung übernehmen. Es geht nicht an, daß sie im Land= und im Reichstage den starken Mann spielen, im übrigen aber die Politik, die sie öffentlich angreifen, im Kabinett ohne jede Einschränkung billigen. Die Rede des Grafen Westarp über das Elsaß hat den Bestrebungen der elsässischen Kreise schweren Schaden zugefügt. Ebenso unglücklich war seine Rede in Schneidemühl, in der er die Isolierung Polens verlangte. Trotzdem wir nie die jetzigen Grenzen im Osten als zu Recht bestehend anerkennen, müssen wir uns doch bemühen, durch eine Besserung des Verhältnisses zu Polen eine friedliche Lösung dieser schweren Probleme zu erreichen. Es war ein Fehler, daß wir zuerst die Handelsvertragsverhandlungen mit Polen abbrachen. Wir brauchen ein aufrichtiges Verhältnis zum Westen wie zum Osten. Mit der im Versailler Vertrage versprochenen Rüstungsbeschränkung muß endlich Ernst gemacht werden. Unerträglich ist die Behandlung der Deutschen in Südtirol. Sie ist ein Hohn auf die europäische Kultur. Trotz unserer Opposition wünschen wir der Regierung auf dem Gebiete der Außenpolitik große Erfolge und hoffen besonders, daß in äbsehbarer Zeit die Rheinlandsräumung erreicht wird. Abg. Dr. Bredt(W..) erklärt, wirklich zufrieden sei keiner mit dem Ergebnis von Genf. Aber dennoch bestehe fast eine Einheitsfront für den Außenminister, da die sogenannte Opposition der Deutschnationalen aufgehört habe. Die jetzige Außenpolitik sei zwangsläufig geworden. Der Redner bedauert, daß man seinerzeit im deutschen Volke so übertriebene Hoffnungen auf die Früchte von Thoiry gesetzt habe. Die Weltpolitik werde heute beherrscht von dem russischenglischen Gegensatz. Wenn der Völkerbund offen gegen Rußland vorgehe, könne Deutschland neutral bleiben, wie es überhaupt auf strengste Neutralität bei allen Gegensätzen achten müsse. Abg. Dr. Emminger(B..) weist darauf hin, daß die Mehrkosten des Etats des Auswärtigen Amts gegenüber der Vorkriegszeit hauptsächlich durch die Balkanisierung Europas hervorgerufen sei. Ein großer Teil der deutschen Außenpolitik werde in Zukunft in Genf gemacht werden. Das Pflänzchen von Locarno sollte man nicht alle Augenblicke aus dem Boden herausziehen, um nachzusehen, wie es sich entwickele. Der Redner fragt, ob in Genf auch Verhandlungen über die Rückgabe der deutschen Kolonien stattgefunden haben und wie es mit der Abrüstung stehe. In den bedrohlichen russisch=englischen Gegensatz dürfe Deutschland unter keinen Umständen hineingezogen werden. Reichsaußenminister Dr. Stresemann nimmt erneut das Wort in der Aussprache und erklärt, an Kritik an der Haltung der deutschen Delegation in Genf habe es ja nicht gefehlt. Es habe in dieser Frage beinahe eine Einheitsfront in diesem Hause gegeben. Mit Ausnahme einer Fraktion hätten die Darlegungen des Ministers über die Stellung der deutschen Reichsregierung in der gegenwärtigen politischen Lage Zustimmung gefunden. Abweichend scharf kritisiert wurde diese Haltung von dem kommunistischen Redner. Diese Kritik ist von der Roten Fahne aufgenommen worden, und es wird dort gesagt, daß die ganze Art der Ausführungen des Außenministers bewiesen hätte, daß feste Vereinbarungen zwischen Chamberlain, Mussolini und Stresemann beständen über Deutschland als Aufmarschgebiet und Kriegsschauplatz gegen Rußland. Daß dies die Auffassung des kommunistischen Abg. Stöcker ist, so erklärt der Minister, ist mir bekannt. Würde sie von der Roten Fahne nur wiederholt, so hätte ich keine Veranlassung mich dagegen zu wenden. Aber ich wende mich mit Recht dagegen, daß behauptet wird, daß meine gestrigen Ausführungen das hätten erkennen lassen. Es liegt nicht im Interesse unserer Beziehungen zu den anderen Mächten und auch nicht im Interesse undwer Beziehungen zu Sowjetrußland, daß solche Behauptungen fortgesetzt wiederholt werden.(Zustimmung.) Wenn sie richtig wären, müßte man daraus schließen, daß wir vertragsbrüchig seien gegenüber den Verträgen, die wir abgeschlossen haben. Die Verträge von Locarno, der Eintritt in den Völkerbund u. der Berliner Vertrag müssen als Einheit genommen werden. Es liegt durchaus nicht im deutschen Interesse, wenn die Dinge immer so hingestellt werden, als ob die deutsche Regierung nicht in der Lage sei, ihr Programm durchzuführen. habe keine Veranlassung, so erklärt der Minister weiter, mich denen anzuschließen, die die Ergebnisse von Genf als mbefriedigend bezeichnen. Einen Außenminister, der jedes Mal befriedigende Ergebnisse aus Genf zurückbringt, wird man schwer finden. Ich muß es ablehnen, irgendwie eine Garantie dafür zu geben. In der Dezembertagung haben wir unsere Wünsche in ziemlich großem Maße durchsetzen können. Vielleicht hat das zu mancher Zurückhaltung der Staatsmänner in der März=Tagung Veranlassung gegeben. Jede Lösung des Völkerbundes wird der Natur dieses Bundes entsprechen und ein Kompromiß sein müssen. Auch in unserer eigenen Politik ist es nicht möglich, daß jemals eine Partei allein durchkommt. sondern auch hier müssen wir im Reichstag immer den Weg des Kompromisses gehen. Man sagt, wir hätten lieber in der Minderheit bleiben sollen. Es gehört zu den ungeschriebenen Gesetzen des Völkerbundes, niemals nach Nationen abzustimmen. Es muß eine Einigung gesucht und gefunden werden. Ob es bei dem Weg, den wir noch vor uns haben, psychologisch richtig gewesen wäre, wenn in dem Augenblick, wo zum erstenmale der deutsche Außenminister den Vorsitz führte, eine von allen Nationen anerkannte Tradition gebrochen wäre, muß ich bezweifeln. Man muß sich fragen, ob das Objekt, um das gestritten wurde, diesen Einsatz lohnte. Zur Saarfrage übergehend, betonte der Minister, der Bahnschutz, der dazu diene, die im Rheinland stehenden Truppen in die Heimat zu befördern, sei nicht eine Idee der Saar=Regierung, sondern des Völkerbundsrates, der seinerzeit vor Deutschlands Eintritt in den Völkerbund die Saar=Regierung aufgefordert habe, ihm darzulegen, wie sie nach dem Abmarsch der französischen Truppen den Schutz der Transporte und Güter übernehmen wolle. Das bedeute, daß sich der Völkerbundsrat schon vor dem Eintritt Deutschlands in den Völkerbund in bezug auf die Errichtung eines derartigen Bahnschutzes festgelegt hat. Die Aufrechterhaltung unseres Rechtsstandpunktes hätte keinerlei praktischen Erfolg für uns bedeutet. Die Sache wäre dann auf den Juni verschoben worden und wenn auch dann keine Einigung möglich gewesen wäre, an das Haager Schiedsgericht gekommen und inzwischen wären die Truppen weiter ruhig an der Saar geblieben. ] Kas wir durchgesetzt haben, ist durchaus nicht bedeutungslos. Wenn dann der Präsident der Saar=Regierung kritisiert worden ist, so muß man darauf hinweisen, daß dieser Präsident objektiv die deutschen Interessen gewürdigt hat und mit uns für eine befriedigende Regelung eingetreten ist. Mit dem Abzug der Truppen wird wieder ein Stück Unrecht gut gemacht. Für unsere weiteren Wünsche mit der Saarbevölkerung zu kämpfen, wird ferner unsere Aufgabe sein. Der Minister behandelt dann die oberschlesische Schulfrage und stellt fest, daß es sich hier um die Beseitigung eines Notstandes handele und nicht um die Wahrung eines Rechtsstandpunktes. Die deutsche Delegation in Geuf sei sogar über die Wünsche der oberschlesischen Petenten: noch hinausgegangen. Dr. Stresemann beschäftigt sich dann mit der Rede des, deutschnationalen Abgeordneten Dr. Spahn, der ein enges Vertrauensverhältnis zwischen den einzelnen Mitgliedern des Kabinetts gefordert habe. Wenn Sie glauben, daß man für internationale Verhandlungen feststehende und starre Verhaltungsmaßregeln geben kann, so irren Sie, (Zustimmung.) Das Vertrauensverhältnis zwischen Außenminister und Kabinett ist an und für sich etwas Selbstverständliches. Die Verantwortung für die Führung solcher Verhandlungen, bei denen die Entscheidung in Stunden wechselt, t stüberhaupt mehr als man einer einzelnen Person zumuten kann. Im übrigen, so ruft der Minister ziemlich erregt, ist der Vertreter eines Landes natürlich keine Grammophonplatte, die nur eine bestimmte Melodie wiedergibt.(Heiterkeit und Zustimmung.) Keine Rede kann davon sein, daß Deutschland Polen gegenüber nachgegeben hat, weil es schon zu weit gegen Rußland orientiert sei. Es wäre die größte Torheit, wenn jemand glaubt, daß Deutschland durch einen Zollkrieg mit Polen auf die Dauer etwas gewinnen könnte. Es handelt sich doch in der Hauptsache darum, daß das Niederlassungsrecht von Polen in stark antideutschem Sinne ausgelegt wurde. Der Erfolg ist. daß wir jetzt in anderer Zusammsetzung über die Nieder. lassung verhandeln und die Steine aus dem Wege räumen. die den Handelsvertragsverhandlungen entgegenständen. Außerordentlich schädlich waren die Ausführungen des Abgeordneten Dr. Bredt über Thoiry.(Lebhafte Zustimmung.) Wir haben keine Veranlassung, uns abdrängen zu lassen von dem, was damals der Führer der französischen Außenpolitik für möglich hielt.(Erneute Zustimmung.) Allerdings haben sich inzwischen in Frankreich die Wider. stände erheblich verstärkt. Gegenüber dem weitgehenden Optimismus des französtschen Außenministers im September sind wir zurück. gekommen. Mit Rückschlägen muß man aber immer rechnen, wie ich das auch schon in Köln vorausgesagt habe. Darüber besteht kein Zweifel, daß in allen Ländern gekämpft wird um den Gedanken, ein Locarno, einen Geist zu schaffen, der ein Zusammenwirken in ganz Europa ermöglicht. Wir brauchen nicht pessimistisch für die Zukunft zu sein. Auchdie Abrüstung wird kommen, denn Locarno wird Unsinn, wenn man sich als Friedensstützer preisen läßt und andererseits Bajonette braucht, um diesen Frieden zu wahren. Es gibt viele Staatsmänner, die diese Konsequenzen einsehen und es wird ihnen gelingen, die öffentliche Meinung, die sich ihnen entgegenstellt, zu überwinden. Zum Schluß stellt der Minister mit Genugtuung fest, daß sich Regierung und Opposition in diesen Lebens. fragen der Nation einig seien.(Beifall.) Deutschland uns der Dawes=Plan. Tendenziöse Darstellungen des früheren Botschafters Gerard. Newyork, 23. März.(Radio) Der frühere amerikanische Botschafter in Berlin sprach vor der britischen Handelskammer in Newyork über die Zukunft des Dawes=Planes. Er erklärte u.., es sei nicht ausgeschlossen, daß Deutschland infolge innerer Forderungen, lebhafter Propaganda und militärischer sowie wirtschaftlicher Stärke eine Revision des Dawes=Planes erzwingen werde. Der Dawes=Plan habe Deutschland infolge der Goldanleihe Vorteile gebracht, da es dadurch in die Lage versetzt wurde, auf den Auslandsmärkten vielfach die Konkurrenz zu schlagen. Gerard unterstellte Deutschland weiter eine Fälschung seiner Handelsbilanz, die es so veröffentliche, daß sich ein ungünstiges deutsches Wirtschaftsbild ergebe. Zum Schluß kam Gerard auf die augenblickliche Lage in Osteuropa zu sprechen, wobei er zugeben mußte, daß die Abtrennung Oberschlesiens von Deutschland zu Unrecht erfolgt sei. Ein offener Brief des Andreas Hofer=Bundes an Scialoja. Wien, 23. März.(Radio.) Nach einer Meldung aus Innsbruck hat der Andreas Hofer=Bund für Tirel einen offenen Brief an den Völkerbundsdelegierten Italiens, Senator Scialoja gerichtet, der kürzlich einem deutschen Pressevertreter erklärt hat, daß zwischen ddem deutschen und dem italienischen Volk volles Einvernehmen eintreten könne unter der Voraussetzung, daß Südtirol aus dem Gedankenkreis der Deutschen verbannt würde. Dieser Ansicht gegenüber macht der Andreas Hofer=Bund geltend, daß die Deutschen und besonderr die Tiro' ler ebenso wenig jemals aufhören werden ihrer brüder in Südtirol zu gedenken, wie ein Italiener seiner Volkg genossen, wo immer sie sich auch in der Welt befinden mögen vergessen und verraten würde.n Auhenpeiltäsche Sebattet in der ethgichtich. E.(Radio.) Die außenpolitische Debakte in Ain allen gründlegenden Fragen der AußenBelgra dur Shuschfhreh polittk eine auffallende Ueberoinstimmung der der Regierungsmehrheit und der Opposition. Alle Redner unterstrichen den Grundsatz,„Der Valkan den Balkanvölkern" und betonten die Notwendigkeit eines Bündnisses mit Bulgavien als der sichersten Garantie des Friedens auf dem * Balkan. Die Redner aller Parteien traten ferner für die Anlehnung Südslawiens an England ein. Diese Auffassung deckt sich mit deen Bestebungen der südslawischen Regierung. den Wog nach London zu gehen, wozu der erste Schritt das Ersuchen um Vermittlung Englands zwischen Jugoslawien und Italien war. In der Frage der ferneren Haltung gegenüber Italien erklärten sich die Parteien im allgemeinen für ein korrektes, ja feundschaftliches Verhältnis unter der Bedingung, daß Italien gegenüber Jugoslawien loayl handele und die Sicherheit des Landes nicht ständig bedrohe. Am Schluß der Debatte kam es noch zu einem kleinen Zwischenfall, als der Abgeordnete der selbständigen Demokraten Bozovitsch den den albanischen Präsidenten und den albanischen Gesandten in Belgrad Betrüger und Hochstapler nannte. Dem Abgeordneten wurde vom Präsidenten das Wort entzogen. Die Pariser Linksblätter zur italienischjugoslawischen Spannung. Paris, 23. März.(Radio.) Die Pariser Linksblätter verkangen zur endgültigen Behebung der italienisch=jugoslawischen Spannung die Lösung des Problems des Status quo in Albanien. Das Blatt Seydoux', die„Volonte“, schreibt, Frankreichs Bemühungen, den Streifall durch direkte Verhandlungen zu regeln, hätten nur insofern einen Fortschritt zu verzeichnen, als Mussolini die französische Demarche begrüßt habe und wissen ließ, daß er keinen Zwischenfall suche, der das Pulverfaß zur Explosion bringen könnte. Deutschland oder Ungarn.— Die möglichen Feinde der Tschechoslowakei. Prag, 23. März.(Radio.) In der gestrigen Sitzung des Abgeordnetenhauses erklärte in der Debatte über die Wehrvorlagen der Abg. Spacek von der tschechischen nationaldemokratischen Partei, die unbestreitbare Tatsache, daß Deutschland oder Ungarn die möglichen Feinde der Tschechoslowakei sein könnten, müßten jeden von der Notwendigkeit überzeugen, das augenblickliche militärische System beizubehalten. Anarchie im Chinesenviertel von Schanghai. London, 23. März.(Radio.) Wie aus Schanghai gemeldet wird, herrscht im Chinesenviertel nach wie vor größte Anarchie. Auch in der Umgebung von Schanghai macht sich das Fehlen jeder Autorität bemerkbar. Der Kleinkrieg zwischen den Anhängern der verschiedenen Richtungen und den Streikenden hat seit gestern nachmittag unaufhörlich angedauert. Der britische Generalkonsul und zwei Generalstabsoffiziere, die von dem britischen Oberbefehlshaber General Duncan beauftragt waren, sich mit den neuen militärischen Behörden in Schanghai in Verbindung zu setzen, wurden gestern im Eingeborenenviertel in ernste Kämpfe mit den Kantonesern verwickelt. Es gelang ihnen nur mit Mühe in die europäische Niederlassung zurückzukehren. Der Streik in Schanghai dauert nach wie vor an. Die gemäßigieren Elemente rechnen mit einer kurzen Streikdauer, während die Radikalen für einen ausgedehnten Streik eintreten. Berlin, 23. März.(Radio.) Wie die chinesische Nachrichtenagentur aus Hankau meldet, hat die Nationalregierung beschlossen, den Außenminister, den Finanzminister und den Verkehrsminister nach Schanghai zur Uebernahme der Verwoltung und Wiederherstellung der Ordnung zu entsenden. Die Mitglieder der Nationalregierung seien einmütig der Ansicht, daß die Konzessionen der fremden Mächte in Schanghai nicht mit Gewalt d. h. nicht mit militärischer Macht oder mit organisierten Massenaufständen zurückerobert werden sollen, betrachten aber Propaganda= und wirtschaftliche Kampfmittel nicht als Gewalt. Nanking noch nicht gefallen. London, 23. März.(Radio.) Wie die„Times“ aus Schanghai berichten, ist Nanking entgegen gestern verbreateten Meldungen noch nicht von den Kantonesern besetzt worden. Englands diplomatischer Vertreter in Hankau. London, 23. März.(Radio.) Nach einer Meldung aus Peking hat die britische Regierung den ersten Sckretät der britischen Botschaft in Anshigton, Newion, zum diplomatischen Vertreter in Hankau ernannt. Ein Lastauto mit 70 Personen verunglückt.— Bis jetzt 6 Tote und 18 Schwerverletzte geborgen. Glatz, 23. Mürz.(Radio.) Heute früh hat sich zwischen Gellenau und Kudowa=Sakisch ein folgenschweres Automobilunglück steilen Stelle der Fahrstraße rollte ein mit 70 Arbeitern besetztes Lastautomobil infolge Kettenbruches rückwärts bergab und stürzte, nachdem es das Geländer einer Brücke durchbrochen hatte, in einen Bach. Die Insassen wurden unter den Trümmern des schweren Wagens begraben. Aerzte, Sunitätskolonnen und Feuerwehren waren bald zur Stelle. Bis zur Stunde sind 6 Tote und 18 Schwerverletzte geborgen worden. Es ist jedoch mit einer noch weit höheren Anzahl von Toten und Verletzten zu rechnen. Der Chauffeur des Automobils ist verschwunden, man nimmt an, daß er über die nahe Grenze geflüchtet ist. Es hendelt sich um Arbeiter der Mechanischen Weberei Christian Tierig in Kudowa=Sakisch. Zubilligung einer Entschädigung für Landgerichtsdirektor Verli, 23. D. Jurgent. gricht in bat sde“ gen... Schwumericht beim Land.. 4 hur vem Lundgerichtsdirektor Jürgens gemäß§ 4 des Gesetzes vom 14. Juli 1904 eine Entschadigung zugebilligt. Eine Anfechtung dieser Entschiedung durch die Anklagebehörde „ nicht zulassig. Landgerichtsdirektor Jürgens muß nunmehr Sesteng nrachen. Stautsanwallschaft II Die Entscheidung über diesen Antrag fällt das preußische Justizministerium. 10 Jahre Zuchthaus wegen versuchten Mordes. wustrow, 23. März.(Radio.) Das Schwurgericht Güstrow veren Schuhmacher Zeidler wegen versuchten Mordes an seiner Ehefrau zu 10 Jahren Zuchthaus und Aberkennung der bürgerlichen Chrenrechte auf die„ Dauer von 10 Jahren. Riesenbrand in Rangoon. London, 23. März.(Radio.) Im Eingeborenenriertel von Versonen ewdachlos. Düuser durch Feuersbrunst zerstört. 300 ... Beim Fechten getötet. Paris, 23. März.(Radio.) In einem Pariser Fechtklub verunglückte während einer Uebung einer der Schüler tödlich. Seinem Gegner war bei einem heftigen Zusammenprall der Degen abobrochen. Der Stumpf drang dem Unglücklichen in die Automobilmassendiebstähle in Paris. aris, 23. März.(Radio.) In Paris sind in den letzten Monaten 35 Automobile gestohlen worden. Die Polizei stellte fest, daß die gestohlenen Wagen nach Brüssel gebracht und dort wieder verkauft wurden. In Brüssel sind jetzt zwei Mitglieder der Diebesbande verhaftet worden. glieder bitien, wenn sie sich nich einen guden Platz sichern wollen, ihre Karten bis zum 28. März bei Valk, Nobelstraße 3, in Empfang zu nehmen. Amerikas neuer Schritt gegen Mexiko. Scharfe Kritik in Senatskreisen. 2. März.(Radio) Mehrere noch in Washington weilende Senatoren kritisieren den neuen Schritt der Washingtoner Regierung gegen Mexiko sehr scharf. Sie sehen in einer Aufhebung des Waffenausfuhrverbotes eine direkte Unterstützung der mexikanischen Revolutionäre. Während die„Newyork World“ von, der letzten Trumpfkarte spricht, die Washington gegen Mexiko auszuspielen beginne, erklärt Senator Norris, der Wassenschmuggel nach Mexiko könne nunmehr ungehindert finanziert werden. Senator Borah hält es für selbstverständlich, daß das mexikanische Volk in der Entscheidung der Washingtoner Regiorung einen unfreundlichen Akt erblicken werde. Fast überall kommt zum Ausdruck, daß die Regierung jetzt, nachdem der Kongreß auseinandergegangen sei, die Situation für sich ungehindert ausnutzen könne. 's Borken und Amgegend Borken, 23. März. Die für den 24. März vorgesehene Bezirksvereinstagung für Klempner und Installateure in Münster mußte verlegt werden auf Donnerstag, den 31. März 1927. Die Tageseinteilung bleibt vieselbe. Borken, 23. März. Sonntagsruhe. Von der Mittelstandsvereinigung wird uns geschrieben: Den gemeinsamen Veranstaltungen der interessierten Kreise des Münsterlandes bezüglich der Beibehaltung bezw. Erweiterung der Verkaufsmöglichkeiten in offenen Ladengeschäften an Sonn= und Festtagen in den ländlichen Teilen des Münsterlandes in der Zeit vom 1. April bis 31. Oktober ist ein großer Erfolg beschieden. Durch einen mit großer Mehrheit am 17. März d. Is. im Preußischen Landtag gefaßten Beschluß wird das Staatsministerium ersucht, dahin zu wirken, daß in den in Betracht kommenden ländlichen Gemeinden insbesondere in Westsalen(Münsterland) und Hannover die Erleichterungen bezüglich der Sonntagsruhe aufrechterhalten, bezw. genehmigt werden, die nach den Nichtlinien der Reichsarbeitsverwaltung zulässig sind. Insbesondere die landwirtschaftliche Bevölkerung unseres Bezirks, sowohl die Landwirte selbst, als auch die landwirtschaftlichen Angestellten und Arbeiter werden sicherlich diesen Erfolg freudig begrüßen, wonach es ihnen in Zukunft also wieder möglich sein wird, am Sonntag ihren notwendigen Bedarf zu decken. Aus Bocholt uns Amgegens Vocholt, den 24. März 1927 Kleine politische Nachrichten Einzelberatung der Finanzausgleichs im Steuerausschuß. Berlin, 23. März(Rudio.) Der Steuerausschuß des Roichstages setzte heute die Einzelbexatung des Finanzausgleiches fort. Von den Regierungsparteien wurde beantragt, das Chausseeund ühnliche Wege=Gelder von Kraftsahrezugen füi die Beautzung öffentlicher Mege und Brücken nicht erhoben werden dürfen. Kompromiß in der Arbeitszeitfrage zustandegekommen. Berlin, 22. März. Der intersraktionelle Ausschuß der Regierungsparteien verhandelte heute abend untek Beteiligung des Reichsarbeitsministers Dr. Brauns und der Fraktionsführer Sraf Westarp(Du.) urd Dr. Scholz(DV.) nochmale#ber das e e et mn Giag al un Rengeute gefunden wurde. Ueber die Einzelbeiten wird noch Stillbewahrt. Eine Unterkommission wird in den nächsten Togen die Formulierung fertigstellen. Unpolitische Nachrichten eier und Zahter etrusten. Achigenere. 23. Mätz.(Radio) Das dreijährige eines Focmers fiel beim Spielen in den ertrank vor der Augen der Mutter, die #m Herzschlag getroffen gleichfalls ins Wasser stürzte And ebenfalls den Tod fand. :: Instrumental=Verein 2. Konzert. Die Schöpfungen eines Künstlers sind die wahren Stationen seines Lebens. Von diesem Gesichtspunkte betrachtet, gewinnt die Möglichkeit, in kurzer Folge von den 9 Symphonien Beethovens die., 3. und 5. zu hören, die letztgenannte sogar von einem auswärtigen Orchester, einen ganz besonderen Reiz, dem sich niemand entziehen sollte. Ist doch Beethoven ein in der Instrumentalmusik noch nie gesehener, noch immer nicht zureichend gemessener Stern erster Größe, der Bannerträger der Instrumentalmusik in ihrem Gesamtbegriff in der Geschichte menschlicher Geistestätigkeit. Becihoven hat an seiner 1. Symphonie, mit der das Konzert des Instrumental=Vereins am 27. März eingeleitet wird, schon im Jahre 1791, im Alter von 21 Jahren, angefangen, aber erst im April 1800 kam sie als Op. 25 zur ersten Aufführung. Man sieht mit der heutigen Beethovenbrille dem Werke die zehn Jahre Arbeit nicht an, man tut ihm aber Unrecht, wenn man es schlechthin, wie das zuweilen geschieht, für eine Kopie im Mozartschen Stil erklärt. Kraft und Lust, Fröhlichkeit, leichter Scherz, sprühende Heiterkeit, ja auch ein wenig Schwärmerei, anmutiges Träumen— aber nur Empfindungen friedlicher Natur— bilden den Ideenkreis, den Beethoven in seiner ersten Symphonie durchschreitet. Nichts von dem tiefen Ernst des nordischen Bach, nicht eine Spur von dem Pathos Haydn'scher Adagios. nicht von der Mozart'schen Melancholie— nichts vor allen von dem Beethoven, der die 3. Symphonie, die Eroica, schrieb, die Kreutzer=Sonate, die beide am 27. März zur Aufführung gelangen. Und doch ist er schon in der ersten Symphonie als Eigener zu erkennen, im Ausdruck einzelner Stellen, im kühnen Vortrag und Wechsel der Gedanken. Diese Eigenschaft war es, die C. M. v. Weber im Auge haben mochte, als er die erste Symphonie Beethobens eine„feurig strömende" nannte. Auf die Bedeutung der am 27. März als zweites Orchesterwerk zum Vortrag gelangenden Eroica, die Beethoven selbst bis zur Zeit, wo die„Neunte" erschien, für seine beste Symphonie erklärte, kommen wir noch zurück. Zwischen beiden Symphonien wird Hermann Grevesmühl, Duisburg, der bekannte Beethovenspieler, im Verein mit Otto Bettzieche, Beethovens bekühmteste Sonate für Geige und Klavier, die Kreutzer=Sonate. zu Gehör bringen. (=) Beethoven=Konzert des„Sängerbundes“. Ueber das Dortmunder Orchester, welches vom„Sängerbund“ zu seinem Konzert verpflichtet ist, schreibt die Sängerzeitung aus Anlaß eines Konzertes in Bochum folgendes:„Es war wirklich ein Genuß, von diesem ausgeglichenen Klangkörper Beethovens 5. Symphonie zu hören. All die Schönheiten wurden unter der feinsinnigen und sicheren Stabführung Albert Lamberts in vollendeter Weise hervorgebracht. Das war echte Kunst im Geiste Beeihovens.“— Die fünfte Symphonie wird auch hier vorgetragen werden. Das Konzert verspricht ein besonderen Genuß, den man sich nicht entgehen lassen soll. Da die Nachfrage nach Eintrittskarten. schon eine sehr rege ist, s. omöchten wir die passiven Mit(:) Lehrgang im nenzeitlichen Mädchenturnen. Ge2½ Uhr wurde der Lehrgang im neuzeitlichen Mädchenturnen, in volkstümlicher Gymnastik, und Volkstänzen, der vom 22. bis 25. März unter Leitung der Seminarlehrerin Fräulein Gerta Leiseld' stattfindet, mit einer Ansprache des Herrn Oberbürgermeisters Dr. Schmitz eröffnet. Zu der Eröffnungsseiet hutten sich die Lehrerinnen und andere in der weiblichen Jugendpflege tätige Personen zahlreich eingefunden. Der Herr Oberbürgermeister wies auf den Zweck des Lehrganges hin, dessen Ziel nicht allein sei, durch Aufklärung über neuzeitliches Turnen bisher Versäumtes nachzuholen, sondern alle auf diesem Gebiet gesammelten Kenntnisse und Erfahrungen der Jugend nutzbar zu machen. Fräulein Leiseld sprach dann. über die Bedeutung des neuzeitlichen Mädchenturnens. Früher stand der Uebungsstoff im Mittelpunkt des Turnunterrichtes, heute das Kind, an dem wir den. Uebungsstoff ablesen können. Wenn wir seinen Bedürfnissen Rechnung tragen, kommen wir von selbst zu einem gesonderten Mädchenturnen, das auf die Anderwertigkeit des Mädchens, auf seine physischen u. geistig=seelischen Besonderheiten Rücksicht nimmt. Darum haben wir uns die wertvollen Erfahrungen der rhythmischen Schulen dienstbar gemacht. Neuzeitlich, ist zunächst die Loslösung vom straffen Schema. Heute beginnen wir den Unterricht nicht mehr mit Ordnungsübungen, sondern mit fcoh machenden Uebungen. Befehl und Kommando, die früher den ganzen Turnunterricht beherrschten, sind fortgefallen. Neuzeitlich ist vor allem auch die Art der Freiübungen, die den Körper geschmeidig machen sollen. Im Gegensatz zu den ruckartigen Uebungen von früher, von einer Höchstanspannung zur anderen, haben wir heute Bewegung mit Spannen und Lösen. Die Freiübungen werden verbunden mit Gang=, Lauf= und Hüpfübungen, die auch nichts mehr mit früher zu tun haben. Auch das Geräteturnen gehört in den Mädchenunterricht. Hier sind alle gekünstelten Uebungen durch natürliche ersetzt worden, die schädlichen sind fortgefallen. Dazu kommt das Laufen, Springen und Werfen im Freien. Alle Leibesübungen sollten soweit wie möglich im Freien geübt gerden die Turnhalle ist nur Notbehelf.— Nach dieser ##riauternden Einführung begann der Lehrgang mit praktischen Vorführungen. Nachmittags von—5 Uhr. ist Unterricht für Lehrerinnen und abenos von—10, Uhr für Mitglieder der weiblichen Jugendpflegevereine. r. Abiturienten=Abschiedsfeier am Gymnasium. Heute(Mittwoch) morgen fand in der Aula des hiesigen Gymnasiums die feierliche Entlassung der Abiturienten statt. Das Lehrerkollegium und sämtliche Schüler des Gymnasiums und Realgymnasiums hatten sich eingefunden. Der Festakt wurde mit der Komposition„Reigen sel'ger Geister“ von Gluck, vorgetragen vom Gymnasial=Orchester, eingeleitet. Taran schloß sich das herrliche Lied„Im schönsten Wiesengrunde“. Ein Schüler der Obersekunda brachte sodann „Hektors Abschied von Andromache" zum Vortrag. Der: Abiturient Hunhoff dankte hierauf namens der Abiturientia 1927 dem Lehrerkollegium für den erhaltenen Unterricht und nahm Abschied von Lehrern u. Schülern. Nachdem der vierstimmige Chor„Wie's daheim war" verklungen war, spielte das Orchester„Largo" von Händel. Im Anschluß an die Entlassungsrede des Herrn Gymnasialdirektors, Regierungs= u. Schulrats Broichmann, erfolgte dann die Austeilung der Zeugnisse an die Abiturienten. Den Schluß des Festaktes bildete das vierstimmige Chorlied„Behüt' dich; Gott!“ von Rheinberger. Mögen den 18 Abiturienten dieses Jahres, die nun dem Gymnasium Lebewohl sagen, erfolgreiche Lebensbahnen beschieden sein! ! Zerstörungswut. In der Nacht vom 19. zum 20. d. Mts. wurden von einem Wächter der hiesigen Wach= und Schließgesellschaft vier junge Burschen dabei überrascht, als sie im Begriff waren, das in der Münsterstraße zur Reparatur des Telefonkabels aufgehängte Zelttuch zu zerstören. Von dem Hunde des Wächters verfolgt, liefen die Burschen zwei Polizeibeamten in die Arme und wurden dann zur Wache gebracht. 1 Wetterbericht. Für das mittlere Norddeutschland: Anfangs größtenteils bewölkt und mild ohne erhebliche Niederschläge, später starker Temperaturrückgang.— Für das übrige Deutschland: im Nordosten rasch sinkende Temperaturen, in Mitteldeutschland noch mild, später auch kühler. Im Süden und Westen noch mäßig warm, überall stärker bewölkt und im Westen vielfach leichte Niederschläge. alle sätt zu kriegen Ist manchmal nicht leicht, denn Klnder haben einen gesunden Appetit. Eie großer Kuchen, den Sie mit Dr. Oetker's Backpulver„Backin“ sehr preiswert backen, wird ihnen immer zusagen, denn er ist wohlschmeckend, sättigt gut und ist trotsdem leicht verdaulich. Sie sehen unten, daß Dr. Oetker's Fabrikate zu Priedenspreisen überall zu haben eind.— Viele neue Auregungen au Beckversuchen empfangen Sie aus dem neu erschienenen fardig illustrierten Oetker-Reseptbuch Ausgabe F. Auch lesen Sie darin Näheres über den vorzüglichee Backepparat„Küchenwunder“, mit dem Sie auf klainer Gaskocher-Flamme backen, braten und kochen können. Das Buch ist für 15 Pfg. in den Geschäften erhältl., wenn nicht verrät., geg. Eisn. v. Marken v. Dr. A. Oetker, Bielefeld. Ladenverkaufspreise: Beckp.„Backta“ 1 Stch.##. Pig. Eis::„Ezedtageziver Vanille-Mandellerig. 5 Gmd Lehtokeslachen. Padasen 992 Vcheglagen##gpalver 15 Plg. Schorolhenspeln# mit genackten mandem 15 Pig., Qustin 725 a 25 Pig. Die Wirtschaftskrise hat ihren Höhepunkt überschritten Heute gilt es, alle Kräfte in produktiver Weise auszunutzen. Bausteine zum Wiederaufbau der Geschäfte der Handwerker und der Gewerbetreibenden sind die kleinen Anzeigen in der * uns die Abrüstungs=Konserenz. Erklärung des deutschen Delegierten in Genf. Genf, 22. März. In der heutigen Sitzung der vorbereitenden Abrüstungskonferenz gab der deutsche Telegierte, Graf Bernstorff, im Namen der deutschen Regierung folgende Erklärung ab: „Wir müssen uns klar darüber sein, daß die Blicke, namentlich der kkleinen und der bereits abgerüsteten Staaten, wieder einmal auf Genf gerichtet sind. Die Verantwortung für eine Enttäuschung dieser Staaten würde niemand übernehmen können. Gerade die auf Grund nationaler Verträge abgerüsteten Staaten, also in erster Linie Deutschland, haben ein Recht darauf, daß nunmehr die allgemeine Abrüstung folgt, nachdem die deutsche Abrüstung restlos durchgeführt ist. Diese Abrüstung sollte nach dem Versailler Vertrag nur die Einleitung einer allgemeinen Rüstungsbeschränkung und Rüstungsherabsetzung sein, wie dies auch in aller Form offiziell von mehreren Delegierten dieser Kommission ausgesprochen worden ist. Deutschland ist ernsthaft entschlossen, an dem Werk der allgemeinen Abrüstung mit allen Kräften mitzuwirken, um das Ziel zu erreichen, wo es nur noch einen Krieg zwischen dem Völkerbund und einem angreifenden Staate gibt. Jedoch muß die allgemeine Abrüstung auf ein derartiges Niveau durchgeführt werden, daß es kein Staat jemals unternehmen kann, Angreifer gegenüber dem Völkerbund zu sein. Ferner soll jeder Staat in Zukunft genügend Truppen unterhalten, um eine derartige Aktion des Völkerbundes im Falle des Angriffes voll unterstützen zu können. Mit Befriedigung begrüßen wir den praktischen Vorschlag von Lord Robert Cecil, auf dessen durchgedachten Konventionsentwurf noch näher einzugehen sein wird. Eine Teillösung würde unbefriedigend sein, das Problem muß vielmehr in seiner Gesamtheit durchgefuhrt werben. Von den zwei Seiten des Problems der Herabsetzung und der Begrenzung der Rüstungen ist die letztere weniger aktuell, da wenigstens gegenwärtig ein Wettrüsten nicht mehr erfolgt. Was aber auf uns lastet, ist das Gewicht übermäßiger Rüstungen und die Gefahren des unausgeglichenen Rüstungsniveaus. Diese Unausgeglichenheit macht die Wirkungsmöglichkeit des Völkerbundes im Interesse der Friedenssicherung problematisch. Unsere wichtigste Aufgabe ist also gegenwärtig die Herabsetzung der Rüstungen nach dem Wort des Vertreters Italiens:„Die lRevision des gegenwärtigen Rüstungszustandes“. Hier müssen effektive Ergebnisse erzielt werden. Scheinlösungen, die nur neue Gefahren bringen, müssen vermieden werden. Zu ernster Mitarbeit beim Werke wahrhafter Abrüstung entschlossen, kann die deutsche Regierung unter keinen Umständ en ihre Zustimmung zu unbefrie digenden Lösungen geben. Das Endziel muß ein An= und Ausgleich der Rüstungen sein, die allein dem Völkerbund vollste Aktionsmöglichkeit gewährleistet. Nach Festlegung dieses Endzieles wären die Wege zu suchen, auf denen es eventuell in Elappen erreicht werden kann. Jeder Weg, der zum Ziele führt, ist willkommen, nur nicht die Sackgasse einer Scheinlösung. Unsere vorbereitende Abrüstungs=Konferenz hat, wie der Vertrete: Frankreichs mit Recht ausgeführt hat, den Erfolg der kommenden allgemeinen Abrüstungs=Konferenz sicherzustellen. Die Lösung des Abrüstungsproblems ist der Prüfstein für den Völkeröund. Im Artikel 8 ist die Abrüstung allen anderen Aufgaben des Bundes vorangestellt. An diesem Problem haben seit vielen Jahren Versammlungen des Völkerbundsrates und zahlreiche Kommissionen des Bundes sowie internationale DORESERDE CIRTSSCHUTZ. DURG VERLAG, OSKAR, MEISTER, WERDAU (11. Fortsetzung.) Wenn man ihn hätte jetzt beobachten können, wie er vor seinem stattlichen Blockhause stand, trotz des wütenden Eissturmes fest und unerschütterlich wie ein reckenhafter Baum, höchste Wertschätzung hätte jeden ergriffen. Er war ein ganzer Kerl. Wer ihn zum ersten Male sah, hätte ihn für einen Geistlichen gehalten, denn sein Antlitz war das eines Reverends. Seine Augen waren dunkelgrau und blickten stets kühl und gleichgültig. Er war sehr wortkarg. Nur Hein Drommel, der Riese, konnte sich rühmen, seine Freundschaft zu besitzen. Nur ihm zu Liebe hatte der Farmer den schwerverletzten Chefingenieur der Morefield=Werke ausgenommen. Er sprach, wie schon erwähnt, sehr wenig, wenn er aber den Mund öffnete, dann verschwand der friedliche Ausdruck seines Gesichtes und ein fast hämischer, grenzenlos weltverachtender Zug trat auf sein Antlitz. Und seine Rede war scharf, hart, oft auch boshaft. Aber der Mann war zuverlässig und korrekt. Nachdem John Middeling eine Weile in dem eisigen Wintersturm gestanden hatte, knurrte er einen Fluch und begab sich in sein Blockhaus zurück. Seine Haushälterin, die alte Sammy, eine sehr saubere und adrette Schwarze. stand im Vorraum zu den Zimmern der Farm und trug eine Tasse in den Händen. „Was macht er. Sammy? Ist ihm heute wohler?“ Sammy nickte eifrig.„Ja, Massa. Hat ihn Sammy gut gepflegt. Ist er bald wieder so stark wie Massa. „So. Sammy. Da werde ich mit dem Mister einmal ein paar Worte reden. Marsch. Sag' ihm, daß ich nachher zu ihm komme.“ „Ja, Massa!“ Als Sammy in das Zimmer des Kranken tnat, stellte sie die Tasse auf den Tisch, denn der Kranke schlief. Leise trat sie zum Bett und betrachtete verzückt das Antlitz des schlafenden Hans Gilldenherz. Herb und verschlossen war es, aber doch schön in seiner Gleichmäßigkeit, in seiner stolzen Männlichkeit. in Washington und anderen Hauptstädten abgehaltene Konferenzen mitgearbeitet. Besonders beschaftigt sich auch das große Vertragswerk von Locarno mit diesem Kernproblem. In dem Schlußprotokoll zu den Locarnoverträgen haben sich die Sisnatarmächte offiziell verpflichtet,„den vom Völkerkund zum der Abrüstung unternommenen Arbeiten ihre ehrliche Nitwirkung zu gewähren und in gemeinsamer Verständigung diese Bestrebungen in die Wirklichkeit umzusetzen.“ Nach der Erklärung des deutschen Telegierten führte der polnische Delegierte Sokal u. a. aus, daß Polen sich voll der Auffassung des englischen und des französischen Vertreters anschließe, nach der die gegenwärtige Tagung der Abrüstungs=Kommission unter allen Umständen zu praktischen greifbaren Resultaten gelangen müsse. Sokal wies dann darauf hin, daß Polen im 17. und 18. Jahrhundert sich als völlig entwaffnete Macht zwischen großen, schwer gerüsteten Nastionen befunden habe. Dieser Zustand de: völligen EEntwaffnung eines einzigen Staates zwischen anderen schwer gerüsteten Staaten habe dann zu der geschichtlich bekannten Katastrophe Polens geführt. Polen sei grundsätzlich bereit, an dem Abrüstungsziel mitzuwirken. Es müsse jedoch fordern, daß die allgemeine Abrüstung mit allen Garantien der Sicherheit ausgestattet sei. Nur so werde die allgemeine Abrüstung zu positiven Ergebnissen führen. Auch müsse Polen fordern, daß der Standpunkt der internationalen Solidarität voll berücksichtigt werde, unter voller Anerkennung der Mentalität und der lebenswichtigen Bedürfnisse eines jeden Staates. Bei der gegenwärtigen Lage der meisten Staaten sei eine restlose Abrüstung noch nicht möglich. Ohne eine moralische Abrüstung sei auch eine materielle Abrüstung nicht denkbar. Nach der Erklärung Sokals wurden die Verhandlungen geschlossen. Die nächste Sitzung ist auf morgen ½4 Uhr nachmittags angesetzt worden. Heute abend um 10 Uhr wird die französische Telegation ihren heute ausgearbeiteten Konventionsentwurf bekanntgeben. Man nimmt an, daß in den nächsten Tagen eine Unterkommission unter Leitung des belgischen Senators de Brouequere eingesetzt wird, die beauftragt werden soll, den englischen und französischen Entwurf zu einem einheitlichen Konventionsentwurf zusammenzufassen. Schluß der gestrigen Reichstagssitzung. Abg. Kaas(.) erklärt: Gegenüber der starken Aktivität der deutschen Außenpolitik in den vergangenen zwei Jahren bestehe heute das Gefühl einer bedenklichen Versteifung. In Frankreich ist die deutsch=französische Verständigungsaktion unleugbar ins Stocken geraten. In dieser an sich wenig vorteilhaften Entwicklung bildete die Regierungsumbildung ein erschwerendes Moment. In einem Augenblick, wo jede Regung des Mißtrauens im Auslande gegenüber der parteipolitischen Struktur Deutschlands als ein Erschwerung der im Zuge befindlichen außenpolitischen Aktionen sich auswirken mußte, habe das Zentrum den Weg der Rechtserweiterung des Kabinetts nur mit Widerstreben gewählt. Wir werden uns auch in Zukunft nur von dem Bestreben leiten lassen, den Gang der deutschen Außenpolitik in den Bahnen der Vergangenheit zu halten und uns durch keine Rücksicht, auch nicht durch die Erhaltung einer bestimmten Form der Regierungskoalition, davon abhalten lassen, von allen Parteien der jetzigen Regierung die lückenlose Einlösung der Abmachungen zu verlangen, die vor dem Zustandekommen der heutigen Koalition vereinbart wurden. So wenig wir daran denken, an den grenzpolitischen Rechtsansprüchen Deutschlands gegen Polen an der Forderung der Korrektur des Unrechts in Oberschlesien, am Korridor und in Danzig, irgendwie rütteln zu lassen, so müssen wir doch die Schaffung friedlicher Wirtschaftsbeziehungen mit Polen fordern. In der Frage der oberschlesischen Schulen glauben wir uns mit der Haltung der deutschen Delegation, wenn auch nur widerAuch die Augen. die er eben öffnete, waren schön, tiefbraun, herb und stolz. Verwundert sah Hans Güldenherz auf die Alte, die ihn so verzückt ansah. „Was ist dir. Sammy?“ fragte er freundlich, so freundlich wie es ihm möglich war. „O. Massa sein nicht böse. Sammy sich so freuen, daß Massa so schön, oh, so schön sein. Eine Wolke des Unmuts erschien auf Hans Güldenherz' hoher Stirn.„Sammy, rede nicht so. Ich will es nicht hören. Du hast mich gesund gepflegt. Sammy. Dank' dir. gute Alte. Aber denke daran, ein Mann kann Schmeicheleien nicht vertragen. Sammy, die ganz starr war. daß der Kranke so viel mit ihr sprach, nickte demütig.„Sammy werden guten Massa nicht mehr so sagen. Sammy danken guten Massa für gute Worte. Dann noch sagen, Massa wollen Massa sprechen. Kommen zu Massa ins Zimmer.“ Hans Güldenherz richtete sich auf und nickte.„Dann bringe mir meine Sachen, Sammn. Will mich rasch anziehen.“ Er wollte nicht im Krankenbett liegen, wenn Middeling zu ihm kam. Er dankte ihm, daß er ihn während seiner Krankheit allein ließ. Es war ihm zuwider, einem anderen Manne gegenüber krank zu erscheinen. „Nicht aufstehen. Massa!“ sagte die Schwarze energisch. „Massa werden wieder kränker. Sammy bringen nicht Sachen." Und sie gab den Bitten nicht nach. Eine Stunde später saß der Farmer am Bett des Kranken. „Wie geht es Euch. Mister?“ fragte Middeling und ließ seine Augen auf des Kranken Antlitz ruhen. Die Schönheit des Mannes, die er heute zum ersten Male gewahr wurde, verfehlte auch auf ihn ihre Wirkung nicht. „Danke. besser. Möchte aufstehen. Aber die Sammy leidet's nicht.“ „Tut sie recht. Erholt Euch ordentlich. Sonst packt es Euch wieder und dann schlimmer. Habt ja auch Zeit. „Nehmt meinen Dank, Mister. Werde es wieder gutmachen, was Ihr an mir getan?“ Der Farmer wehrte ab.„Ist nicht der Rede wert. Die Sammy hat Euch gepflegt. Hat es gern getan, ist ja reineweg vernarrt in Euch. Werdet gesund, bis der Hein wieder da ist.“ „Er ist noch nicht wieder da?“ „Nein, aber mit jedem Tage erwarte ich ihn. Den lieben. treuen Hein. strebend, abfinden zu können. Zur Saarfrage exklärte der Reze ner, daß sich die Saarbestimmungen des Versailler Vertrages heute schon als ein eklatanter Fehtfchlag darstellen, und daß die Volksabstimmung für die Gegenseite vollständig hoffnungslos ist. Je fadenscheiniger die sachliche Motivierung des französischen Bahnschutzes ist, um so deutlicher der wahre Gxund: der befehlshal rische Wille und der Druck des französischen Generalstabes. Die gänzliche Rheinlandräumung ist unbedingte Voraussetzung für das Zustandekommen einer Annäherung der beiden Nachbarvölker. Die militärischen Gründe Frankreichs für Aufrechterhaltung der Besetzung können angesichts des bie zur Ohnmacht entwaffneten Deutschland nicht ernst genommen werden. Wir hoffen, daß die amtliche Leitung der französischen Außenpolitik sich auch in Zukunft von verfehlten Erwägungen der zünftigen Militärs stark differenziert, und sich von der Ueberzeugung leiten lüßt, daß durch den Druck gegen eine baldige Aufgabe des Okkupationsplanes das große Werk der Verständigung zwischen Deutschland und Frankreich ins Stocken geraten ist. Bezüglich des Verhältnisses zu Rußland erwartet der Redner, daß an der Politik des Vertrages von Rapallo und des Berliner Uebereinkommens festgehalten werde. Beide Verträge enthielten keine Geheimklauseln. Deutschlands Verhalten gegenüber dem Balkankonflikt ist vorgeschrieben durch die Gebote der Menschlichkeit und Selbsterhaltung. Deutschsand will den Frieden für sich und Europa. Wir erwarten, daß der Völkerbund nicht untätig bleibt, während an verschiedenen Stellen Europas die Feuerfunken aufzufliegen beginnen. Auf die Loyalität Deutschlands für die Erhaltung des Friedens wird man im Auslande unbedingt rechnen können. Wir erwarten von der Führung der deutschen Außenpolitik, daß sie in dieser Zeit verstärkter Spannungen besonnen und wachsam den bisherigen Weg fortsetzt, der Deutschland aufwärts geführt hat. (Beifall im Zentrum.) Inzwischen ist ein Mißtrauensantrag der Kommunisten eingegangen gegen den Reichsaußenminister Dr. Stresemann. Abg. Frhr. v. Rheinbaben(DV.) regt die Wiedereinführung von Kleinen Anfragen auf außenpolitischem Gebiete an. Das Ergebnis von Genf sei keineswegs befriedigend; aber dem Außenminister gebühre Dank dafür, daß er in tatkräftiger und würdiger Vertretung der deutschen Interessen das durchgesetzt habe, was erreichbar war. Hinsichtlich Oberschlesiens müsse der deutsche Rechtsstandpunkt gewahrt werden, wenn nötig, vor einem Schiedsgericht. Das Saargebiet bittet der Redner, noch kurze Zeit auszuhalten. Das deutsche Volk habe die gewisse Hoffnung, daß die Besetzung bald ende. Mit innerpolitischen Vorgängen habe das Ergebnis von Genf nichts zu tun. Es sei lediglich zurückzuführen auf einen Umschwung in der außenpolitischen Einstellung Frankreichs. Der Wert der Locarnoverträge liege darin, daß die geschlossene Front gegenüber Deutschland durchbrochen sei. Das müsse offen ausgesprochen werden, angesichts der Tatsache, daß die Richtigkeit der Locarnoverträge bei den Deutschnationalen immer noch bezweifelt werde. Allerdings hätten die Besatzungsmächte ihr Wort bezüglich der Auswirkung von Locarno gebrochen. Die„fühlbare Herabsetzung" der Besatzungstruppen, die geltendes Völkerrecht sei, sei niemals eingetreten. Das Versprechen, mit dem man uns damals zur Unterschrift veranlaßte, war eine Vorspiegelung falscher Tatsachen.(Zustimmung rechts.) Deutschland müsse, wie der Minister gesagt habe, mit den anderen Großmächten zusommenarbeiten. Es müsse jede neue Gruppenbildung der Mäche vermeiden, die dem ohnmächtigen Deutschland wieder abträglich sein könnte. Darum müssen wir uns auch von dem jugoslawischen Konflikt fernhalten. Der Redner verlangt Rückkauf der Saargruben, ohne daß ein einziger französischer Gendarm dort bleibe. Die französische Andeutung, daß im geräumten Rheinlande irgendwelche Kommissionen oder Organe der Entente zurückbleiben könnten, müsse man zurückweisen. Die verabredete„Gesamtlösung", von der offenbar Poincare und die anderen französischen Politiker nichts mehr wissen wollen, müsse endlich in Angriff genommen werden. Die Grenzfrage habe mit den polnischen Handelsvertrags=Verhandlungen nichts zu tun. Niemals aber könne Deutschland die jehziger Ostgrenzen für die Ewigkeit anerkennen. Ein Ostlocarno dürse es nicht geben. An dem Berliner Vertrag hält der Redner fest kordert aber, daß Rußland mit der Bekämpfung des Kapitals aufhöre. England müsse unser Recht auf Kolonten anerkennen. Mit friedlichen Mitteln wolle seine Partei die volle Gleichberechtigung der Nation wiedergewinnen.(Beifall bei der Deutschen Volkspartei.) Güldenherz blickte auf, als er den warmen Klang in des Farmers Worten hörte.„Ja, er ist treu. Ohne ihn wäre ich heute ein toter Mann.“ „Er gibt das Letzte her und läßt der Freund Stich.“ „Welchen Tag haben wir heute?“ „Den 27. Januar.“g Güldenherz rechnete.„Dann muß' er vold kommbs. wenn ihm nichts zugestoßen ist.“ „Ja. wie schon gesagt, jeden Tag erwarte ich ihn.“ In diesem Augenblick hub es draußen en, als ob die losgelassen sei. Der Sturm schwoll an zum tobenden der an allen Ecken des Hauses rüttelte. Der Former stand an! „Will nur die Laden schließen. Hei, wie das wetter: Jetzt darf Hein nicht unterwegs sein.“ „Euer Haus ist fest gebaut, Mister.“ „Das ist es. Schon manchen ärgeren Sturm habe ich hier erlebt. War das ein Wetter, vor acht Jahren. glaube ich.“ Er verließ das Zimmer, und im nächsten Augenblick schlugen draußen die Laden vor das Fenster. Sammy brachte Licht, und nach wenigen Minuten saß der Farmer wieder an seinem Bett. Wenn auch die Unterhaltung sehr spärlich floß, denn beide waren im Schweigen größer als im Reden, so empfanden doch beide Sympathie für einander, die in der anscheinend gleichen Artung ihren Ursprung hatte. „Ich muß Euch etwas mitteilen, was Euch vielleicht enttäuschen wird. Der reiche Morefield ist tot.“ Entsetzt starrte der Ingenieur auf den Sprecher.„Was sagt Ihr? Der— Morefield, zu dem ich Hein geschickt habe, ist tot? Das kann nicht sein. Woher wißt Ihr es?“ „Gestern war ein Händler da, er brachte die Nachricht. Per Radio wäre sie über alle Welt verbreitet worden.“ „Wenn das Wahrheit wäre— Herrgott im Himmel, umsonst hätte ich Hein nach Deutschland gesandt!" Teilnahme malte sich in des Farmers Zügen. „Ist das so schlimm für Euch? Pfeift doch auf die Morefield=Werke. Eure Erfindung habt Ihr in der Tasche. Die kann Euch kein Mensch nehmen. Bringt sie unter, wo es Euch behagt. Die Forst=Company wird sie gern kaufen. Bitter lachte der Ingenieur auf. Die Forst=Company! Mister, wißt Ihr denn nicht Bescheid über alles? Die Forst Company will ja meine Erfindung kaufen.“ Middeling machte ein dummes Gesicht. „Das verstehe ein anderer. Der Vall verfolgt Euch doch der Vall, der Generaldirektor der Morefield=Werke ist.“ (Fortsetzung folgt.) #dg. Stöcker(Kom.) erklärt, Stresemann habe wohl von Herrn von Neudell gelernt, wie man durch Schweigen über unangenehme Situationen hinwegkomme. Der Redner fordert Anerkennung der jüdchinesischen Regierung.(Abg. Höllein bringt mit den übrigen Kommunisten ein dreifaches Hoch auf den Sieg der revolutionären füdchinesischen Armee aus.(Vizepräsident Graefe bezeichnet eine solche Demonstration als unzulässig.) Zur Abwechselung habe Stresemann jetzt das deutschnationale Nilpferd vor seine Politik gespannt, statt des sozialdemokratischen Heupferdes.(Heiterkeit.) Darauf werden die Beratungen abgebrochen. Mittwoch 1 Uhr Weiterberatung. Schluß.45 Uhr. Lokales. Von maßgebender Stelle erhalten wir folgende Zuschrift:„ 66499 128 shenfe 9 Zu den Leuten, die der Hausstau und ebenso dem Hausherrn stets ungelegen kommen, gehört bekanntlich der„Schwarze Mann“. Auch wenn er sich rechtzeitig und bescheiden angemeldet hat, gilt er oft als lästiger Eindringling, auf dessen Tätigkeit man am liebsten verzichten möchte. Und doch sind dem Schornsteinfeger Aufgaben gestellt, die für das Volkswohl und die Volksgesundheit große Bedeutung haben. Der Schornsteinfeger trägt mit die Verantwortung für den feuersicheren Zustand der Feuerungsanlagen und Schornsteine. Er nimmt dadurch unter den Organen, die der Feuerverhütung, also der Vermeidung eines Schadenfeuers, dienen sollen, einen bevorzugten Platz ein.— Feuerverhütung ist für den einzelnen und für die gesamte deutsche Volkswirtschaft ebenso wichtig, wie Feuerversicherung, von der jeder sorgsame Hausbesitzer Gebrauch zu machen pflegt. Deshalb legt auch das Gesetz vom 25. Juli 1910 den zum allgemeinen Nutzen errichteten öffentlichen Versicherungsanstalten die Verpflichtung auf, die Feuersicherhett in ihren Gebieten zu fördern. Die feuerverhütende Tätigkeit der Schornsteinfeger hat jedoch leider mit mancherlei Schwierigkeiten zu kämpfen. Diese beginnen schon beim Bau neuer Schornsteine. Nach der Bezirksbauverordnung soll der Bezirksschornsteinseger zur Gebrauchsabnahme eine Bescheinigung über die feuersichere Benutzbarkeit der Schornsteine ausstellen. Zu diesem Zeitpunkte sind aber diejenigen Teile des Schornsteins, welche erfahrungsgemäß am häufigsten fehlerhaft ausgeführt werden, durch den Einbau der Decken und Fußböden der Besichtigung entzogen. Gleichwohl wird dem selbstverständlichen Wunsche der Bezirksschornsteinfeger, sie auch zur Rohbauabnahme zuzuziehen, nur vereinezlt entsprochen. Im Laufe der Zeit treten auch an vorschriftsmäßig hergestellten Feuerungsanlagen Mängel und Fehler auf, die zum Ausbruch von Feuersbrünsten Anlaß geben können. So entstehen im Schornsteinmauerwerk zuweilen Risse, Reinigungstüren oder Schieber verrosten, Schornsteinköpfe verwittern, Ofenrohrlöcher werden mit Lumpen oder Papier verschlossen, die zum Schutze hölzerner Fußböden vor den Feuerungsöffnungen vorgeschriebenen Bleche verschwinden usw. Anstatt diese Mängek nach Möglichkeit sofort zu beseitigen, beantwortet der Hausbesitzer oder der Mieter die Hinweise des Schornsteinfegers nicht selten an manchen Orten mit Achselzucken. Kommt aber infolge pflichtgemäßer Anzeige, eine Aufforderung der Lokalbehörde, den Mißstand zu beseitigen, ist die Entrüstung über den„Schwarzen Mann“ da. Soll der Schornstein seinen Zweck erfüllen, zu einer guten Ausnutzung des Brennmaterials beitragen und keine Gefahr für die Feuersicherheit des Gebäudes und die Gesundheit seiner Bewohner sein, muß er häufig und gründlich gereinigt werden. Das ist besonders wichtig zu einer Zeit, wo stark rußende Kohlen infolge ihrer Billigkeit sich fortgesetzt weitere Absatzgebiete erobert. In solchen Gegenden sollten die Hausbesitzer selbst auf häufigere Reinigung dringen, nicht aber, wie es hier und dort geschieht, die maßgebenden Behörden um Einschränkungen der Zahl der Kehrungen angehen. In den letzten Jahren haben die Brände, welche durch fehlerhafte Feuerungsanlagen und Entzündung des Rußes in den Schornsteinen entstehen, eine bedenkliche Zunahme erfahren und unserem Nationalvermögen schwere Verluste zugefügt. Gleichzeitig mehren sich die Berichte über Erkrankungs= und Todesfälle, die dadurch verursacht werden, daß giftige, kohlenoxydhaltige Rauchgase infolge mangelhaften Schornsteinzuges in bewohnte Räume gelangen. Hier handelt es sich um schnell verlaufende Vergiftungsfälle. Größer noch ist die Zahl derjenigen Erkrankungen, die infolge geringeren Kohlenoxydgehaltes der Zimmerluft einen schleichenden Verlauf nehmen u. deshalb nur selten als Kohlenoxydgasvergiftungen erkannt werden. Nach dem Gesagten ist die Tätigkeit des Schornsteinfegers nicht nur für den Volkswohlstand, sondern auch für die Volksgesundheit von großer Bedeutung. Hausbesitzer und Mieter sollten deshalb die kleinen Unannehmlichkeiten, welche mit dem Besuche des „Schwarzen Mannes“ verknüpft sind, geduldig hinnehmen und ihm dankbar dafür sein, daß er durch seine keineswegs angenehme, aber schwere und verantwortungsvolle Arbeit dem Wohle der Allgemeinheit und dem Nutzen des Einzelnen dient. Aus Nah und Fern. Guderwick, 23. März. Im vorigen Jahre wurde hier ein Film gezeigt, in dem die Arbeit an den Taubstummenblinden in Romanes vorgeführt wurde. Wie wir vernehmen, kommt in nächster Zeit ein Film ähnlicher Art hierselbst zur Vorführung. Derselbe trägt die Ueberschrift„Vom unsichtbaren Königreich“. In seinem Mittelpunkt steht die opferbereite Arbeit der christlichen Liebestätigkeit. Ergreifende Bilder aus vor Not des Lebens werden gezeigt, aber das Mitleid, das sie auslösen, wird gemildert durch das Bewußtsein, wieviel Hilfe die chrittliche Liebe bringt, wie sie Verzweifelte tröstet. Kranke pflegt, Gesatlene aufrichtet, Kinder der Aermsten erzieht, losen Pflege und Nahrung bietet.— Noch viel könnte man aufzählen von dem, was dieser Film zu sehen gibt. Der Film hat überall, wo er gezeigt wurde, einen tiefen Eindruck gemacht. Seine Vorführung wird sicher auch an unserem Ort vor vollbesetztem Saale stattfinden, so daß es ratsam sein dürfte, sich ftühzeitig mit Eintrittskarten zu versehen. Hamborn, 22. März. Auf Schacht IV/VIII der Vereinigten Stahlwerke stürzten durch einen Seilbruch die beiden Förderkörbe in den Sumpf. Bei dem Absturz wurden die Spurlatten der Schachtzimmerung seinandergerissen, sodaß der Materialschaden bedeuind ist. Menschenleben sind dabei nicht zu Schaden kommen, da das Unglück sich glücklicherweise nicht i der Seilfahrt ereignete. Die Belegschaft des Schachtes IV/VIII wird für vier bis sechs Wochen, in denen die Förderung zwecks Ausbesserung des Schadens ruhen nuß, auf die anderen Schächte der Vereinigten Stahlwerke verteilt. Luisburg, 22. März. Auf dem Neubau der Kohinwaschanlage auf Schacht Beekerwerth fiel einem auf r Bühne des Kohlenturmes beschäftigten Monteur in Stück Holz von der Säule auf den Kopf. Bewußt's stürzte der Unglückliche von der 22 Meter hohen ühne auf das Gelände des Werksbahnhofes ab. Ein erer Schädelbruch und Beinbrüche führten den sofortigen Tod herbei. Tüsseldorf, 22. März. Die Kriminalpolizei ist einer ganz geriebenen Diebesbande auf die Spur gekommen. In einer Erfrischungshalle in Rath wurden mehrere Kisten mit Sachen vorgefunden, über die der Inhaber der Halle sich nicht glaubwürdig ausweisen konnte. Die Ermittlungen ergaben nun, daß der Schlosser Weichert aus Essen in einer eigens dazu angefertigten Kiste sich selbst von verschiedenen Bahnhöfen, z. B. Krefeld, Köln=Gereon, Düsseldorf, Derendorf usw., versenden ließ. Während der Fahrt signierte er eine passende Kiste um, welche dann von seinem Schwager in Düsseldorf in Empfang genommen wurde. Auf diese Art und Weise ist es der Bande gelungen, für mehrere tausend Mark Sachwerte zu erhalten. Trotzdem schon ein Teil der Helfershelfer festgenommen war, setzte Weichert seine Diebesreisen fort; er konnte gestern mit Hilfe der Eisenbahnkriminalpolizei in Essen festgenommen werden. Insgesamt sind fünf Personen in Haft genommen worden, jedoch stehen noch weitere Verhaftungen von Hehlern bevor. Köln, 22. März. In seiner Wohnung in Zollstock fand man einen 31jährigen Mann tot vor. Er hatte drei Gashähne des Gasherdes aufgedreht und war infolge des ausströmenden Gases erstickt. Familienzwistigkeiten dürften zu der Tat beigetragen haben. Am Oberländerufer, gegenüber dem Bayenthalgürtel, fand man einen 24jährigen Mann tot vor. Er hatte seinem Leben durch Erschießen ein Ende gemacht. Lebensüberdruß wegen Arbeitslosigkeit ist in diesem Fall als Grund zu suchen. Runsfunkprogramm des Langenberger Senders Wellenlängen: Langenberg(La) 468.8. Münster(Mü) 241,9. Dortmund(Do) 283. Donnerstag, den 24. März 1927. 11—12: Elberfeld(für La): Sendungen für Versuche und Industri. .30—.30: Köln(für La, Mü, Do): Mittagsmusik. .45—.15: Münster(nur für Mü): Büchersunk. .15—.00: Köln(für La, M, Do): Beethoven=Nachmittag. .10—.30: Elberseld(für La, Mü, Do):„Die Religion Beethovens“. .35—.55 Köln(für La, Mü, Do):„Große Fahrt“. .15—.35:„Praktische Winke für Kleingärtner“. .40—8: Köln(für La, Mü, Do):„Gutes Deutsch!“ .05—.15: Köln(für La, Mü, Do): Einführungsvortrag zur Sophokleischen„Antigone“ .15—10.15: Köln(für La, Mü, Do): Sendespiel„Antigone“. Anschließend: Köln(für La, Mü, Do): Letzte Meldungen und Sportbericht. 10.25—11.10: Dortmund(für Do, La, Mü): Lieder zur Laute. 11.10—12: Köln(für La, Mü, Do): Tanzmusik. Die fünf Minuten Funktechnik aus Münster(s. Tageseinteilung) fallen an diesem Abend aus. Turnen. Spiel und Sport Athletik=Sportvereinigung 1894. Boxen. Bei den Meisterschaftskämpfen vom Niederrhein und Westfalen, Veranstalter Boxklub Heros, Dortmund, gelang es Hermann Bülling in der Mittelgewichtsklasse als zweiter Meister hervorzugehen. In der Vorrunde besiegte er den Essener Kliekeit. In der Zwischenrunde besiegte er Brüggemann, Tortmund. In der Endrunde kam er mit dem vorigjährigen Meister Schupp=Essen ins Treffen. Nach drei vorzüglichen Runden, so schreibt die„Dortmunder Zeitung“, wurde Schupp=Essen mit einem kleinen Vorsprung an Punkten erster Meister. Bei den Bezirkskämpfen in Emmerich konnten folgende Mitglieder als Sieger hervorgehen: Leichtgewicht Franz Gregor 1. Sieger, Hans Raab 2. Sieger; Federgewicht Fritz Beerenwinkel 2. Sieger; Jugendklasse H. Looschke 2. Sieger; JugendFedergewicht Besten 2. Sieger. Den Siegern ein kräftiges Ring frei! Frühjahrswaldlauf des Bezirks Vorken=Rees. Am 1. Mai findet in Loikum der diesjährige Frühjahrswaldlauf des Bezirks Borken=Rees der Deutschen Jugendkraft statt. In allen Abteilungen wird eifrig trainiert, sodaß zu erwarten ist, daß der Waldlauf für den Bezirk Borken=Rees eine große Heerschau werden wird; er wird in aller Oeffentlichkeit Zeugnis geben über unsere Bestrebungen und Leistungen. Gelaufen wird in drei Klassen: 1.=Klasse, 5000 Meter; 2.=Klasse, 3500 Meter; 3.=Klasse, 2000 Meter. U. a. ist für die beste Durchschnittsleistung ein Wanderpreis ausgesetzt wie bisher, der von einer Abteilung dreimal hintereinander errungen sein muß, um in ihren Besitz überzugehen. An Meisterschaftsspielen wurden am Sonntag ausgetragen: Teutonia Emmerich 1. M.: T. u. V. Bocholt 2. M.:6(:), Ringenberg 1. M.: Blau=Weiß Wesel 2. M.:7(:), Gesellschaftsspiele: Blau=Weiß Wesel 2. Jugend: Teutonia Emmerich 2. Jugend 211, BlauWeiß Wesel 1. Jugend: Sportfreunde Bocholt 1. Jugend:1. Wie wir hören, hat eine in Grevenbroich stattgefundene Tagung des Kreisausschusses für Jugendpflege die Forderung aufgestellt, daß angesichts der überhandnehmenden Sportfeste monatlich ein Sonntag und die ersten Feiertage der hohen Festtage spielfrei zu halten seien. Dieser Beschluß liegt ganz im Sinne der Deutschen Jugendkraft, die seit ihrer Gründung im Jahre 1920 diesen Grundsatz praktisch durchführt und in ihren Satzungen festgelegt hat. Schuhmode 1927. Vor einem Jahr, so ungejähr um diese Zeit, schüttelte Frau Mama noch sehr den Kopf, wenn sie ihre Tochter im Kreise ihrer sämtlichen Schuhe sinnend sitzen und— man staune!— den Schuhtrosseau überlegen fah. Andere Mamas hatten schon damals begriffen, daß es gleich wichtig geworden ist, sich über die Fußtoilette sorgsam zu überlegen, wie den Kleiderschatz, den man in der Saison tragen will. Denn der Schuh ist jetzt ein so bestimmendes Stück der Kleidung geworden, daß er nicht mehr willkürlich, sondern nur im Zusammenhang mit der Gesamterscheinung der Dame oder des Herrn gewählt werden kann. Jawohl— auch des Herrn: Auch sein Schuhwerk hat eine stille und feine Mede. Nun ist es freilich durchaus nicht so, daß ein Schuh unter allen Umständen in allen seinen Einzelheiten genau den Einzelheiten des Kleides entsprechen muß. Der Schuh führt als odest der Gesamterscheinung sehr wohl sein eigenes Leben und es macht— insbesondere unter dem Regime der Parole der Konsektion„Zweierlei Tuch und zweierlei Farben“ — einen nicht sehr feinen, sondern magazinhaften Eindruck, wenn der Schuh allzusehr mit dem Kleide übereinstimmt: Er soll mit Kleid, Strumpf und Hut gut zusammenklingen, aber nicht farbengleich sein. Der Schuh soll die Gesamterscheinung gewissermaßen untergründen, darf also bei mittleren Kleiderfarben etwas kräftiger im Aussehen, bei dunklem Kleide auch in helleren Ledern sehr starktonig, bei ganz hellen Stoffen sehr licht sein. Die Schuhmode 1927 bringt Grau in Abschattierungen zum Weiß, Blau Rötlich und Moosgrün und das vom Vorjahre her bekannte Beige in sehr feinen neuen Tönungen, die dem Schuh frisches, farbiges Leben verleihen. Daneben stehen die sanften Pastelltöne auf grünem, bläulichem, rötlichem und bräunlichem Grunde und leiten über zu dem bald milden, bald satten Braun und Mahagoni des kräftigeren Schuhwerks für Vormittag und Spaziergang. Sehr viel Reiz hat man dem edlen Ebenholschwarz in Kombination mit anderen Farben, aber durch besondere Rasse der Schnittlinien auch dem rein schwarzen Schuh, abzugewinnen gewußt. Diese Haupttöne vom Porzellanweiß bis zum Ebenholzschwarz erscheinen heuer in ungemein seinen Kombinationen zweier Farben, deren Träger Einsätze, Spangen, Oesenriemen, Keter, Besätze, Schnürbänder, Laschen sind. Die Auswahl erscheint wohl manchmal sehr schwer. Aber die Schuhhäuser passen sich dem Bedürsnis ihrer Freunde folgsam an, sie wissen zu beraten. Eine klare Scheidung ergibt sich ja schon dadurch, daß der morgens angelegte Schuh aus Zweckmäßigkeits= und Hygienegründen wohl kaum auch für den Nachmittag und Abend getragen werden wird, sondern jeder Schuh die für seine Tageszeit passende Eigenheit wahrt. Da gibt es den eleganten hochgeschlossenen Einspangenschuh und Ristspangenschuh mit Louis XV.= oder Kuha=Absatz neben dem neuartigen, leichten Schnürschuh für den Ausgang und die Promenade untertags, während morgens bei den Besorgungen ein kräftigerer Schnür= oder Doppelspangenschuh mit niedrigem Absatz getragen wird. Von beiden unterscheidet sich der tief ausgeschnittene, kostbarere Abend=Spangenschuh sehr bedeutend. Die deutsche Schuhmode ist, gemessen an den Moden anderer Länder, aber immer noch sehr darauf bedacht, Schuhe zu bringen, die mit Fug zu mehreren Gelegenheiten getragen werden können. Die deutsche Dame kann mit drei Paar neuen Schuhen in ihrer Garderobe auskommen; höchstenfalls wird der Sommer mit seinen wundervoll leichten und praktischen Modellen noch Bedarf nach einem weiteren Paar wecken — oder nach zweien! Der Herr findet in den jetzt bald eröffneten Frühjahrsausstellungen auch einige sehr erfreuliche Ueberraschungen. Man mutet ihm, der für Frau und Töchter sorgen muß, nicht zu, kostbare Luxusmodelle, wie seiner allein würdig wären, zu tragen. Ultra posse nemo tenetur! Aber man hat seine Boxkalf= oder Rindboxhalbschuhe in Braun für den Vormittag und Beruf, seine rehfarbenen oder schwarz mit grau kombinierten Stifel und Schuhe aus Chevreau mit Exoten=Einsätzen für den Nachmittag und den schwarzen Schuh für den Abend mit bescheidenem Schmuck an Oesen, Perforierungen, Besätzen und Einsätzen versehen, den Schnitt schwungvoll vor# nach oben gezogen und viel Wert auf beste Qualität gelegt Der Kinderschuh folgt der Parole der„Großen" und noch einer anderen, sehr vernünftigen Parole: Er ist fast durchwegs fußhygienisch richtig gebaut. Wer könnte sich im übrigen der Freude des Kindes an Schmuck und Spiel entziehen? Auch der Schuh nicht: Er zeigt heuer sehr reizende kindliche Ausschmückungen, die bald so zur kindlichen Mode gehören werden, wie Farbe, seltenes Material, kunstvolle Form zur Frau von 1927 gehören. finden Sie in vollendeter Ausführung gut und preiswert im Schuhhaus Böcker Gaelhaugplein. „„„* P W WF 0 LPAcP Der böse Hans. Die Grete ist ein gutes Kind:###### Der Mutter folgt sie gern. Wenn diese ruft, kommt sie geschwind, Ist sie auch noch so fern. Ein schöner Lenztag war es nun,## Da durft sie draußen sein. Sie hatte schrecklich viel zu tun Mit ihren Kindern klein. In einen Wagen setzt sie dann Die Püppchen, o wie fein, Und läuft damit, so schnell sie kann, Die Straß entlang, allein. Da hört sie Rufe hinter sich Und lautes Schrein dabei. Sie dreht sich um und denkt bei sich: „Wer das wohl wieder sei!“ Das ist der Hans, des Nachbars Kind. Er biegt schon um die Eck, Und kommt im Wagen, pfeilgeschwind— Die Gret' ist starr vor Schreck. 4 274. 8 Die Grete weiß vor Angst nun nicht, Was sie da machen soll. Hans aber, dieser Bösewicht, Fährt auf sie zu, wie toll. Und auf den Puppenwagen dann Saust lachend er drauf los; Mit großer Wucht, so hart er kann, Versetzt er ihm nen Stoß. Die Puppen aber liegen dort Am Weg und Grete weint. Hans ist jedoch schon lange fort, „Das war'ue Tat!“ er meint. Am Abend aber dann, ja, ja, Da prahlt der Hans nicht mehr. Sein Vater mit der Rute da Hat ihn bestraft gar sehr. Ihr Jungen, stört die Mädchen nicht Beim Spiel mit Püppchen, klein, Sonst seid Ihr auch so'n Bösewicht, Der auch bestraft muß sein. Die Blumenfee. Kreuzwoltkätsel für die Kleinen. Die Kleinen müssen doch auch einmal wieder zeigen, daß sie seit dem letzten Male wieder mehr dazu gelernt haben. Ihr wollt doch gewiß auch ein Kreuzworträtsel lösen, und da haben wir heute ein solches für Euch speziell machen lassen. Damit Ihr nun nicht gleich den Mut verliert, ist es sehr leicht * sind uberzeugt, daß Ihr es sehr leicht vinden Mut verliert, ist es zemacht und wir sino uprizrugt, gun Ihr es sehr den werdet. In den nächsten Wor een Weteil. on un nlluiggten, Wochen bringen wir wieder ein anderes für Euch; das soll aber schwerer sein. Die,„Woge, gigr auf dem Bären, der, wie wir glauben, soeben Honig hat, bedeuten wie folgt: 46 Wagerecht: 1. nicht traunig: 2. nicht trocken. Senbrecht: 1. nicht grod: 2. Jungenname. * Hans und Grete waren zwei sehr artige, liebe Kinder. Sie lebten einander sehr und waren die Freude ihrer Eltern. Sie waren aber wirklich auch recht gute Kinder; sie folgten ihren Gltern aufs Wort und waren immer bestrebt, ihnen alles von hen Augen abzusehen. Vor allem suchten sie durch allerlei Kleinigkeiten ihre lieben Eltern zu überraschen und zu erfreuen, so : B. daß sie ihnen im Frühling und Sommer einen Strauß Blumen mitbrachten, die sie selbst gepflückt hatten. Besonders Blumen liebten sie sehr und gar behutsam gingen sie mit denselben um. Täglich versorgten sie dieselben mit frischem Wasser und meistens unterhielten sie sich mit ihnen, als ob sie lebende Wesen seien. Nun will ich Euch auch erzählen, wie er kam, daß die Kinder die Blumen so gut behandelten. Es war in einer lauen Sommernacht als Hans und Grete in ihren Betten lagen. Die Fenster standen offen und die würzigen Sommerlüste erfüllten das Zimmer. Da— was ist das? Ganz kleine, feine Gestalten schweben zum Fenster herein und fliegen nach Hansens Bett. Es sind ganz kleine Feen und die Oberste derselben setzt sich zu Häupten des Hans und mit feiner, zarter Stimme sagt sie zu dem Schlafenden:„Steh auf, Hänschen und komm mit mir, ich will dir etwas zeigen.“ Hans guckt ganz verschlafen auf und sieht die kleine Gestalt. Diese ergreift seine Hand und nimmt ihn mit. Im Fluge gleitet er mit ihr zum Fenster hinaus und schon stehen sie auf einer großen Wiese. die hinter dem elterlichen Garten liegt. Dort gehen sie weiter und die liebe Fee bleibt vor einer großen Marguerite stehen. Hans besieht sich dieselbe und mir einem Male ruft er aus: „O, sieh mal! Diese Blume hat ja ein Gesicht! Nein ein ganzer Kopf ist darin! Und sieh, wie lieb sie mich anschaut!“„Ja, ja,“ entgegnete die Jee,„alle Blumen haben solch ein liebes Gesicht und sie freuen sich, daß sie hier blühen und die Menschen erfreuen dürfen. Und siehst du, lieber Hans, wenn du die Blumen abpflückst und sie dann wieder wegwirfst, dann müssen diese kleinen Persönchen sterben. Und sie blühen und leben doch so gern! Wenn du nun wieder für deine Eltern Blumen pflückst, so mußt du sie gut versorgen und ihnen jeden Tag frisches Wasser geben. Nichtwahr, Hans?“ Hans hatte erstaunt zugehört. Das war ihm ganz neu, daß die Blumen leben, so etwas hatte er noch nie gehört und er blickte die Jee fragend an. Aber diese nahm ihn an die Hand und führte ihn weiter, zu anderen Blumen, und überall konnte er sehen, wie ihm aus den Blumenkelchen die kleinen Gesichtchen entgegenlachten. Da fand er auch eine Glockenblume, die ihre Kelchblätter geschlossen hatte, und Hans sogte zu der Fee: „Ach sieh nur, diese hier hat kein Gesicht; die wird nicht weinen und sterben, wenn man sie abpflückt und wieder wegwirft!“ Aber die Jee antwortete:„Nein. Hans, das stimmt nicht! Gerade diese Blume hat ein ganz besonders liebes Gesicht und ist sehr zart. Sie hat die Kelchblätter dicht vor das Gesicht gezogen damit der kalte Morgenwind und der Tau ihr nicht schaden; denn sie hat eine sehr zarte Gesundheit, und wenn du sie abpflückst, welkt sie viel schneller als ihre Schwestern.“ Hans aber war neugierig geworden und trat näher und bog die Kelchblätter auseinander. Da sah er wirklich ein liebes Gesichtchen, das ihn ganz verschlafen ansah. Dann hörte Hans, wie die Glockenblume Ein Bild zum Ausmalen Die gesperrt gedruckten Wörter geben die Jarde an, dit jeweilig benutzt werden muß. Der Sale vin. Seasen ade du. auad aih deiche habst oe 9ie andern Blumen. Da lachte die Glockenblume ganz fein und blinzelte noch schlaftrunken Hans zu und sagte:„Gelt, Hänschen, du brichst mich nicht ab?“ Darüber war unser Hans sehr gerührt und versprach, daß er dies nicht tun würde. Danach brachte die gute Fee den Hans wieder nach Hause in sein Bett, und nachdem er ihr noch versprochen hatte, immer lieb und gut die Blümlein zu behandeln, verschwand sie lächenld wieder durchs osfene Fenster., g„ Hans und G. 4..atstande Als am andern Mergen Hans und Grik. allgenanben waren, erzählte Hans seinem Schwesterchen, daß er diese Nacht mit einer schönen Blumenfee auf.r großen Wise hinter dem Garten gewesen sei und....“„Was:" rief Grete,„mit einer leibhaftigen, richtigen Jee bist du dort gewes.n? Und warum haft du mich nicht mitgenommen?“—„Die Jee kam und holte mich 15 schnell fort, daß ich dich nicht erst wecken konnte.“„Und was hat die Jee dann getan und gesagt?" fragte Grete neugierig weiter.„Sie hat mir die Blumen gezeigt und mich die Gesichter derselben sehen lassen. Grete, wenn du sie doch auch gesehen hättest; wie lieb und gut sie mich anblichten! Die Glockeublume aber bat mich, sie nicht abzubrechen, da sie sonst schnell sterben würde. Und da habe ich ihr versprochen, es nicht zu tun, und du mußt es auch nicht tunk“ g7 6 Sobald das Frühstück verzeyrt war, stucmten beide hinaus auf die große Wiese, um sich die Glockenblumen daraufhin einmal näher zu besehen.. Jsum Egal## sihm e Seht, Ihr lieben Kinder, von diesem Agg: an hromn Ians und Grete keine gepflüchten Blumen mehr weggewersen. sondern alle mit Lieb: gepflegt und versorgt. G. J. Hier ist die kleine, gelbhaarige Lotte. Sie steht auf dun grünen Gras bei ihrem Blumeubeet. Die Erde im Blumebeet und auf dem Wege hinter Lotte ist braun. Die blauen Blumen mit den gelblich=grünen(gelb und grün durcheinander) Blättern sind Hortensien und die roja Blumen(hellrot) sind Pionien; sie haben lange, schmale grüne Blätter. Eine gelbe Hecke wächst un der grauen(dünn schwarz) Holzwand. Das Haus ist aus wotren Regelsteinen mit gelben Fensterbänken. Da fliegen auch zwei Schmetterlinge. Der eine hat orange (rot mit geld) Punkte auf seinen Ilügein und der andere große rote. Lotte hat rosa Wangen und rote Lippen. Ihr Kleid int hellblau und ihre Strümpschen sind braun. # Am dritten Tage, als der Botschafter durch einen einsamen Wald zog, sah er ein kleines Häuschen. Vor demselben brannte ein Feuer und um dieses herum tanzte ein kleines, altes Männlein. Während des Tanzens sang das Männlein: „Heute back' ich, morgen brau ich, Dann bekomm ich's Prinzelein; Denn niemand weiß Daß Rumpelstilzchen ich heiß.“ Ein Irrgarten und noch etwas Diese Zeichnung ist, wie Ihr alle deutlich sehen könnt, ein Irrgarten. Nun müßt Ihr einmal versuchen, den Weg hinein zu finden. Am besten nehmt Ihr einen weichen Bleistift und sucht damit den richtigen Weg. Wenn Ihr ihn gefunden habt, müßt Ihr zum Eingang wieder herauskommen. In einer der Echen müßt Ihr anfangen. Wenn Ihr dem richtigen Wege gefolgt seid, werdet Ihr sehen, daß Ihr mit dem Bleistift etwas gezeichnet habt, was man, auf jedem Bauernhof sehen kann. Es steht zwar nie ganz aufrecht du; das schadet aber nichts. Wenn Ihr die Se## nung etwas dreht, wird es deutlich. St dies nicht ein hübscher Orraarten? — Kauft am Platze Nachstehende Firmen werden der gefl. Berücksichtigung unserer Leser bei ihren Einkäufen nachdrücklichst und bestens —. empfohlen..—: I H E Kauft am Platze## Sowohl in der Qualität wie auch in der Preislage ist die hiesige Geschäftswelt derauswärtigen GroßftadtKonkurrenz ebenbürtig, wenn nicht überlegen. Dus besie Dent mit blelbender Füllkraft nur garantiert echtrot Mk. 69,50. Dasselbe wird in Preis und Echthelt von keiner Kenkurrenz übertroffen. Der gute Ruf in Betten lst und bleibt uns eicher! Tollzahlung gestattet! Franz Tüsfeld Schützenstr. 9, Tel. 728. Kan Krellkamp, Bocholt, Untere Blumenstraße 28. Pamradory Ersatztelle, Reparaturen, Vernickein u. Emaillieren. Inh.s Poter Wiese. Fernrul 207, ss Nordwall 6. Seinbildbauerei, Marmorsehleileroi, Plallierungsgeschäll. 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Aus der Reichshauptstadt drang zu uns die Kunde von dem Kaplan, der durch die Macht seiner Rede, durch seinen philosophisch geschulten Geist und sein umfassendes Wissen sei: etwa Jahresfrist auf das Berliner Publikum enter Stände und aller Weltanschauungen einen saszinierenden Einfluß ausübt. Die Berliner Presse aller Richtungen, von den deutschvölkischen Blättern bis zu den sozialistischen und kommunistischen, beschäftigt sich seit dem vergangenen Jahr mit diesem merkwürdigen Mann und veröffentlicht eingehende Würdigungen seiner Vorträge. Der Kaplan, dessen Name die großen Säle Berlins zu füllen vermag, bildet, wie die„Vossische Zeitung“ sagt, eine Art geistigen Mittelpunkts der Reichshauptstadt. Er spricht namentlich über philosophische Probleme. Gewaltiges Aufsehen erregte besonders sein Vortrag über„Die heilige Johanna“ Shaws, der ihn mit einem Schlag zum„Kaplan von Berlin“ machte. Es war eine Sensation für Berlin. Die Blätter, auch die auf freigeistigem Standpunkt stehenden, brachten begeisterte Berichte, in denen die Bewunderung für die Gedankenfülle und die überragende geistige Bedeutung des Kaplans zum Ausdruck kam. Allmählich wurde auch die Provinzpresse auf den jungen Konvertiten aufmerksam, der einen so großen Zauber auf die Gemüter seiner Zuhörer ausübt. Heute ist Kaplan Fahsel eine der volkstümlichsten Persönlichkeiten Deutschlands. Kein Wunder, daß er auch in Bocholt vor einem ausverkauften Hause sprechen konnte. Weit über 1000 Menschen aus allen Ständen waren gekommen, den Kaplan zu hören und zu sehen, dessen Name immer und immer wieder durch die Zeitungen geht. Auch von auswärts hatten sich viele Besucher eingefunden. Kurz nach 8 Uhr betrat der Kaplan das Rednerpult. Seine äußere Erscheinung entspricht der Schilderung tr„Vossischen Zeitung":„Schlicht, ungezwungen, steht er auf dem Rednerpult, den knabenschlanken Körper eng umschlossen vom schwarzen Rock des Priesters. Das Haar fällt in die kantig geschnittene Stirn.“ Kaplan Fahsel sprach über„Ehe und Eros“. Er behandelte sein Thema mit einer Tiefe und Gründlichkeit, die Bewunderung erregen mußte, aber auch mit seltenem Freimut. Herr Kaplan Fahsel spricht schlicht und einfach, er verschmäht jeden Wortprunk, die große Geste und rednerische Effekte. Er fesselt durch seine Gedankenfülle, seine Gründlichkeit und den künstlerischen Aufbau seiner Rede. Kein Zweifel, dieser junge Priester ist ein Mann von reichen Geistesgaben, ein getstiger Mensch, der ganz von seiner Mission erfüllt ist, und bessen Worte tiesster Ueberzegung entspringen. Allerdings vermochten manche Zuhörer den philosophischen Teduktionen nicht immer zu folgen und es malte sich daher auf manchen Gesichtern Enttäuschung und Langeweile. Besonders schwer verständlich für den nicht vorgebildeten Zuhörer war der erste Teil des Vortrages, in dem sich der Redner vornehmlich mit den Anschauungen der griechischen Philosophie über den Eros beschäftigte. Der zweite Teil des Vortrages war der Ehe gewidmet, in der der sinnliche und geistige Eros sich vereinigen müßten. Ein genauer Bericht über den Vortrag ist wegen der Kompliziertheit der Tarlegungen nicht möglich. Wenn auch, wie schon gesagt, manche Zuhörer den verschlungenen philosophischen Gedankengänge des Redners zeitweise nicht zu folgen vermochten, so bedeutet doch der Vortrag für den größten Teil der Zuhörer ein Erlebnis, dessen Wirkungen sich nicht so bald verflüchtigen werden. :: Viehmarkt. Auf dem heutigen Viehmarkt waren 921(693) Ferkel und Läuferschweine und 4 tragende Sauen aufgetrieben. Verkauft wurden: 841(584) Ferkel. Für die Alterswoche wurden 3 bis.50 Mark gefordert und gezahlt. Der Handel war ziemlich lebhaft. (=) Vom Fundamt. Auf dem hiesigen Fundamt, Rathaus Zimmer 3, sind folgende Sachen als gefunden abgegeben bezw. angemeldet worden: 1 Hund(Tecel), 1 Hund(Rottweiler), 1 Fahrrad, 3 Damenhandtaschen und 1 Schrüffel. :: F u n d. I n d e r N a c h t v o m 2 1. z u m 2 2. d. M t o. g e g e n 1. 3 0 Uhr wurde von einem Wächter der Wach= und Schließgesellschaft auf der Kreuzstraße ein Fahrrad gesunden und bei der Polizeiwache als Fundsache abgegeben. Der Eigentümer hatte es versehentlich dort stehen lassen und konnte es am underen Tage auf der Wache wieder in Empfang nehmen. Handelsnachrichten Berliner Wertpapierbörse. Berlin, 23. März.(Radio.) Die Aktienmärkte konnten sich heute kräftig erholen, da die Geldsorgen bis zu einem gewissen Grade verringert sind, die außenpolitische Situation eine günstigere Beurteilung fand und über einzelne Hauptpapiere des Terminmarktes sehr vorteilhafte Mitteilungen vorlagen. So fand am Bankenmarkt der Abschluß der Commerz= und Privatbank eine sehr befriedigende Aufnahme. Für die nächsten Tage erwartet man jetzt die Danatbank=Bilanz, wobei man mit Sicherheit auf ein Dividendenvorschlag von 12 Prozent bei einem Rekordabschluß rechnet. Für Elektrowerte stimulierte die starke Nachfrage nach Siemens und Halske=Aktien, wobei von einer Aenderung der Gewinnrechnung verlautete, durch die auch Schukkertaktien eine Anregung empfingen. Die Kursgewinne der Elektrowerte stellten sich auf 4 Prozent, ferner fanden beträchtliche Umsätze bei eben solchen Steigerungen in Montanaktien statt, von denen wiederum Mannesmann im Mittelpunkte des Interesses standen(plus 4,5.) Die Verhandlungen mit den Verein. Stahlwerken über einen Anschluß an Mannesman sollen wieder aufgenommen sein und eine Annäherung der beiderseitigen Gruppen ergeben haben. Für Montanktien trat das Rheinland mit beachtenswerten Kaufaufträgen hervor, das auch sonst in stärkerem Maße als Käufer auftrat. Unter Führung dieser Spezialpapiere nahm auch der Verlauf der Börse einen angeregten und festen Fortgang. In den Geldverhältnissen trat keine nennenswerte Veränderung ein. Monatsgeld soll mit 7 Prozent in größeren Beträgen angeboten worden sein, während die Schätzungen für März=Reportgeld auf 7,5 bis 8,5 Proz. lauteten. Tagesgeld flüssig bei.5 bis 5,5 Prozent. Im Devisenverkehr hielt die gestern eingetretene Beruhigung an. London Mailand nannte man mit 105,40, London Madrid mit 27,33. Das englische Pfund gegen Newyork mit 4,8560 und die Reichsmark gegen Newyork, die eher fester lag, mit 4,2137. Am Montanaktienmarkt setzten Essener Steinkohlen 3, Harpener 3,5, Hoesch 3,25, Köln Neuessener 2,75, Klöckner 2,25 Proz. höher ein. Rhein. Braunkohlen plus 3,5, Rheinstahl plus 3,25, Riebeck Montan plus 3. Kaliwerte notierten durchweg etwa 3 Prozent fester. I. G. Farbenindustrie, die später lebahft gehandelt wurden, konnten den Kues von 300 um einige Prozente überschreiten und gegen den letzten Vorkurs um 6,5 Proz. anziehen. Am Elektromarkt notierten bei äußerst angeregtem Geschäft zunächst Bergmann 4,25, A. E. G. 2, Ges. f. el. Lief. .5, Siemens und Halske.75, Transradio 3,75 Prozent höher. Ludwig Loeweaktien wurden unter Hinweis auf den Besitz der Gesellschaft an Elektroaktien gleichfalls 3,75 Prozent höher bewertet. Bemerkenswert fest lagen Textilwerte bei Berichten über einen zunehmenden Beschäftigungsgrad dieser Industrie. Nordd. Wolle plus 6, Verein. Glanzstoff plus 5, Bemberg plus 6, Bankaktien 1 bis 8 Prozent höher, Danatbank plus.5 Bank el. Werte plus 8 Prozent. Schiffahrtsaktien befestigt namentlich Nordd. Lloyd(plus 4,75 Prozent). Von den Nebenwerten gewannen Hackethal Draht 2,5, Schultheiß plus 3,5, Dt. Staatsanleihe ruhig aber gut gehalten. In der zweiten Börsenstunde fanden zu den erhöhten Kursen Gewinnsicherungen statt. Die höchsten Notierungen konnten sich infolgedessen nicht behaupten. Trotzdem blieb die Grundstimmung allgemein freundlich, wobei unverändert die schen genannten Papiere im Vordergrund standen. Privatdiskont kurze Sicht 4,75, lange Sicht 4,5 Prozent. An der Nachbörse bröckelte das Niveau der Terminkurse eher noch um ½ bis ¼ Prozent ab. Das Geschäft war wieder sehr still geworden. Die Spekulation sprach von angeblichen Diskenterhöhungsabsichten der Reichsbank gelegentlich der in einer Woche bevorstehenden Zentralausschußsitzung, doch wird diese Version von anderer Seite als wenig wahrscheinlich bezeichnet. Man hörte gegen.30 Uhr u. a. J. G. Farbenindustrie 302,75. Schuckert 175, Gesfürel 249,5, Bergmann 188,5, A. E. G. 161,5, Siemens 267,5, Nordd. Lloyd 143.25, Hapag 148,25, Rheinstahl 221,5, Harpener 221,75, Gelsenkirchen 184 Verein. Sahlwerke 145, Phönix 134, Mannesmann 215,5, Danatbank 280,5. Mitteldeutsche Kreditbank 242, Commerzbank 209, Dresdener Bank 182,5 Ablösungsanleihe 23,70. deosstentanse. 22/3 Amst erdam Brüsse! Italien London New=Vork Paris Schweiz Wien(abg.) Schiffeaktien. Hapag Nordd. Lloyd Bankaktien. Barmer Bank Berl. Handelsg. Commerzbank Tarmnstädt. Bank Deutsche Bank Diskonto=Ges. Dresdener Bank Reichsbank Industrieaktien. Schultheiß Dortmund. Union Adler Portland Adlerwerke A. E. G. Angelo Quano I. P. Bemberg Berger Tiefbau Bergmann Elektr. Berzilius Berg Bochumer Guß. Buderus Eisen Charl. Wasser Chem. v. Heyden Chem. Ind. Gelf. Daimler Mot. Dessauer Gas Deutsch Luxemb. Deutsch Erdöl Deutsch Masch Dresdener Gard Dürloppwerle Dynamit Nobel Elek. Licht. u Kr. Els. bad. Wolle Eschweiler Ver; Ess. Steinkohle Fuhlberg List J. G. Fabi.=Ind. Fellen Sp#Cuill. Friedrichshall Geisenberg Gelienguß Germ. Zement Gis. el. Unterneh. Germes& Co. Gladbach Wolle Go dschmitd Görlitz Waggon Geld 1 814 58 51 19.17 20 439 42 9½ 16 42 80.94 59,21 22.,3. Brief 165 86 58.65 1921 20•491 .219 16 52 81.14 59,35 Effektenkurse. 23. 3. GHeld 138 43 58,49 1943 20.435 4 208½ .485 60 93 59,21 23. 3. Brief 168 85 58,63 19.47 20.487 .218“ 16.525 91.13 59,35 Gotha Waggon Gruschwitz Textil Hammersen Hansa Lloyd Harpener Bera Hartmann Masch. Hösch Eisen Hoffmann Stärke Humbold Masch. Kahla Porz. Kali Aschersleben Karlsruh. Masch. Karstadt Klöcknerwerke Köln Neuessen Köln Nottweil Gebr. Körting Lahmeyer Laurahütte Linke Hoffmann Magirus Mannesm. Nöh. Mansfeld Berg Mechan. Linden Mechan Ztttau Mir& Genest Mülheim Berg Ober Koks Orenstein Phönix Bera Pongs Spinnerei Reisholz Papiec Rheinmetall Rheinstahl Rombacher Rütgerswerke Schuckert elektro Siemens Haloke Thörl. Oel Leonhardt Tietz Ver. Dt. Nickel Ver. Glanzstoffe Wandererwerke Westd. Handel Wicking Portl. Zellstoff Waldhof R Weftfl. Elektr. Adler Kohle Benz Motoren Kabel Nheydt Ad er Kali Krügershall Deutsche Petrol. 22. 3. 25.00 97.25 164,00 63.00 220.25 64,0 193.50 93.50 52,00 128.00 100,50 44, 171,50 176,50 202,00 000,00 94,00 170.25 92,00 85,00 81.00 211,75 23.9. 25.00 99.75 163,00 62½ 223,00 63.75 196. 5 94.75 52.60 124,75 202,00 45,·0 171,00 177.75 205.75 000,00 91,00 174,50 93.25 86.25 83.75 216,00 260,00 125,00 143,75 165,00 123.75 129.75 132,% 00,00 299.75 0 0,00 219.75 11,“ 137.75 173,50 162,00 000.00 126,00 165,25 546,00 218,50 67.3 185,00 260,00 146,50148,00 264.00 126,00 144.50 16550 1.26 129. 134,2 00.00 299.75 000,00 211,% 137.25 1 266.75 118,75 129,00 169.60 5570 19.50 67.75 187.30 263.000 85.00 00,00 134,90 99.00 77.50 195.00 19725 81.00 4076 186.00 10000 182,001183,00 7850 Berliner Produktenbericht. Berlin, 23. März.(Radio.) Die Stimmung wurde heute wieder schwächer, lediglich im Weizen=Terminha###el machte sich für Mürz=Lieferung anhaltende Deckungsfrage infolge Verpflichtungen aus Vorverkäufen bemerkbar. Da aber nur sehr schwer kontraktliche Partien erhältlich waren, mußte der Bedarf seine Gebote um 2 Mark erhöhen; spätere Sichten im Ggensatz hierza bei größter Lustlosigkeit etwa 1 Mark schwächer. Roggen findet allgemein wenig Käuser, trotzdem die Forderungen bis über 2 Mark herabgesetzt waren. Gerste gut behauptet. Haser in der Preislage elwas schwächer, aber verhältnismäßig ruhig. Mehl behält kleine Umsätze, auch Hilfssuterstosse, Oelsaaten und Hülsenfrüchte still. Baumwollnotierungen. Bremen, 23. März.(Nadio.) März 00,00 00.00, Mas 14,88 15,00, Juli 15,09 15,19, Oktober 15,27 15.29, Dezemder 15,40 15,47, Januar 15,40 15,45. Tenden, stetig. Livespool, 23. März(Radio.) Eröffnung März 7,28 6,00, Mal 7,40 0,00, Juli 7,54—0,00, Oktober 7,62—0,00, Dezember 0,00, Januar 7,70. Tendenz willig. .-.-V. Sängerbund e. Bocholt Chormeister W. Overheidt, Wesel. Sonntag, den 3. April 1927, nachm. 5 Uhr(pünktlich), Im Saalbau des St. Georgius-Schützenvereins: Decthe ven- Aonzert (Chor- und Orchestervorträge). Orchester: Reichsbund ehem. Militärmusiker e.., Dortmund, Leitong: Musikdlrektor A. Lamber z. Chor:.-.-V. Sängerbund(Männer- und Frauenchor). Leitung: Musikdirektor W. Overheidt, Wesel. Aus der Vortragsfolge: Leonoren-Ouvertüre Nr. 3, Trauergesang mit Posaunenbegleitung, Symphonie Nr. 5. Opferlied für Sopransolo. Chor u. Orchester, Chor der Gelangenen aus Fidello u. a. Numerierte Stuhlreihen. Karten zum Preise von.— Mk. sind in der Buchhandlung Valk, Nobelstr. 7, zu haben. Dortselbst erhalten die passiven Mitglieder auch ihre Karten gegen Vorzeigung der letzten Beitragsquittung. Offene Motkererbutter höchst. Klasse, hocharomatisch Pfund Mk. 2 vom Block „„.10 in ein Pfundstücken gesa'zen und und ungesalzen, f. f. hön Moikereibutter mit Staatsstempel. 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Er starb in Cleve, wo er einige Wochen zur Erholung wellte, nach einem arbeitsreichen Leben für die Seinen, morgens 4½ Uhr, nach kurzer, schwerer Krankheit, im Alter von 68 Jahren infolge Herzschlag. In tiefer Trauer: Frau Henrlette Prohst geb. Plaßmann, Maria Proöst, Paula Probst, Ernst Probst, Walter Probst, Emil Niemann. Bocholt, den 22. März 1927. Die Beerdigung findet in Bocholt am Freitag, 23. März. nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Osterstr. 17 aus statt. Von Beileidsbesüchen bitten wir Abstand zu nehmen. Statt jeder besonderen Anzeige. Gestern abend 10½ Uhr entschlief sanft nach einem arbeitsreichen Leben unser lieber, guter Vater, Schwiegervater, Bruder, Schwager u. Onkel verl Hermahn Möntzer im Alter von 68 Jahren. In tiefer Trauer: * Johanna Mentzel, Josefine Hammerstein geb. Mentzel, Sophie Mentzel, Paula Mentzel geb. Jung, Walter Hammerstein. Bocholt, Essen-Ruhr, Duisburg, Düsseldorf, Hamm i.., Mülheim-Styrum, den 22. März 1927. Die Beerdigung findet statt am Freitag nachmittag 2 Uhr vom Trauerhause, Westend 23, aus. Nachruf. Am 21. d. Mts. verschied nach kurzem Leiden im Alter von 68 Jahren der städtische Bürohilfs-Angestellte herr herthant Montzen Der Verstorbene war 12 Jahre bei der Stadtverwaltung tätig und ein Mann von vornehmem Charakter, großem Fleiß und seltener Pflichttreue. Sein Andenken wird in Ehren gehalten. Bocholt, den 22. März 1927. Der Oberbürvermeister und die Beamien und Angestellen der Sladt Bocholt. LETILENILELIIE Ehe Sie sich zum Sellen-Einkauf begeben, kommen Sie zu uns. Gebr. SLeiner Das Haus guter Seiien. Markt 8. TEUTEETETE Echte dänische u. russische Schalbrren empfiehlt in Prachtware Samenhaus Behnen Nobelstraße. 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Karten zu Mk. 1,50(numeriert) und Mk..— bei Neyenhaus und Temming. Nur noch zwii Tage! Mittwoch, Donnerstag. Die Verfilmung des berühmten in der „Berliner Illustrierten Zeitung“ erschienenen Romans von Bernh. Kellermann Die Lruder Scherrenderg. Ufa=Großfilm in 7 Akten mit Conrad Veidt in der Doppelrolle der Brüder Michzgel und Wenzel Schellenberg, eine schaupielerische Leistung von ganz hohen Graden. In der weiteren Besetzung: Lil Dagover, Liane Heid, Regie: Karl Grune. 2. Großfilm: Der Munn im Balten. Ein Film der großen Sportsensationen. ∆ 6 spannende Akte nach dem gleichn. Roman der „Verliner Illustrierten Zeitung“ Regie: Manfred Noa. Demn erstes Aald. Lustspiel in 2 Akten. MAI2 Hörror- Mäntel Bumen-Mühtel riesige Auswahl, reelle Bedienung, Teilzahlung geslattet. Pranz-Tasteid Schützenstraße 9 Inserikteneling. Erwinn Freiw. Sanitätskolonne vom Roten Kreuz Am Donnerstag, 24. März, 8½ Uhr abends, findet im Bürgerkrug die Schlußübung der von der Sanitätskolonne ausgebildeten Betriebsnothelfe statt mit Vortrag und Vorführung des Wiederbelebungs=Apparates„Pulmutor“. Die Kursusteilnehmer und Kolonnenmitglieder wollen hierzu vollzählig erscheinen. Letztere in Uniform. Der Vorstand. Gesingelzuchl-Beremn Bökten. Unsere nachstehend aufgeführten Mitglieder geben Beuteier ab: Rhodeländer: H. Frese, Bocholterstraße 16, Mk. 4 Joseph Oßkopp, Weselerlandstraße Mk..—, Schw. Rheinländer: Pier, Rhedebrügge, am Bahnhof, Mi..—„„„4 sebhuhnfarb. Itatiener:=B. Faltes, Kluse 1(Preis n. Vereinbg.) Fr. Bödder, Dülmenerweg 49, Mk..— Joh. Böina, Sternstraße 1. Mk..—, silberhalsige Italiener: W. Niermann, Wilbecke 25, schwazze Hamburger: H. Nienhaus, Wilbecke 2, Mt..—. Silberbrakel: Eilers, Rhedebrügge, 21, Mk..— gelbe Orpington: von Oy Ferd., am Markt, Mk..—, Silbernöven: Gust. Domeier, Bocholterstraße 40, Mk..60. Nie. Koormann, Heidenerstr. 46, Mk..60. Branevelder: G. Dometer, Bocholterstraße 40, Mk..60, weiße Leghorn: Jos. Oßkopp., Weselerlandstr. 26, Hamburger Silberlack: Aug. SchmiittHeldenerWests. Krüper: Pier, Rhedebrügge, am Bahnhof, 10.— Wests. Totleger: Jac. Witten berg, Kornmarkt 2 Buttercops: Gerh. Lechtenberg, Heidenerstr. 44 .— Japanische Zwerge: Schwarz und weiß gescheck. Frz. Leesing, Goldstraße 16, Mk..—. Die eingesetzten Preise verstehen sich pro Dutzend Wettere Anmeldungen oder Berichtigungen der Liswolle man. sofort dem Schriftführer Johs. Blälc mls Wetlich ulochen• A6