Dienstag, den 25. Januar 1927 17. Jahrgang— Nr. 19 — Tagevlan fur das Weftische munsterland Erscheint wöchentlich 6 mal. Täglich 8 Seiten. Publikationsorgan des Stadtkreises Bocholt, des Landratsamtes und des Finanzamtes Borken und der Amter Rhede, Dingden und Liedern=Werth. Verantwortlich für den allgem. Teil Hermann Büssing, Bocholt, für den Anzeigentei Richard Gagg, Bocholt. Anzaigeupreis: Der 37 mm breite, 1 mm hohe Raum kostet im Verbreitungsgebiet: Familien= und kleine Anzeigen 6 Pfg., für Geschäfts=, Vergnügungs= und Vereins=Anzeigen 7 Pfg., für behördliche und amtliche Anzeigen 10 Pfg., für auswärtige Anzeigen 12 Pfg. Bei nicht Barzahlung eihöhen sich die Preise um 10 Prozent. Schluß der Anzeigen= Annahme: Größere vormittags 10 Uhr, kleinere nachmittags 2 Uhr. Geschäftsstelle und Redaktion: Bocholt, Osterstraße 21. Vertreter in Rhede: Bernhard Essina, Hohestraße, in Werth: Th Parras, in Dingden: Wilh. Wiedenbrück, in Anholt: Robert Etzbach, in Suderwick: Tersteage=Hövener, in Borken: Joh. Bläser.— Notationsdruck: Druckerei Grenzwarte(Mayland& Büssing), Bocholt. Bezugspreis: Durch Boten monatl. 1,80 Mk., von der Geschäftsstelle abgeholt wöchentlich.40 Mk., Einzelpreis.10 M. Fernruf 391. Draht=Adresse“ renzwarte Tocholt. Postscheckkonto Dortmu:) 21770. Dr. i.„ Weitel. Berlin, 24. Jan.(Nadio.) Die Sonnabend=Besprechungen des geschäftsführenden Reichskanzlers Dr. Marx mit den Führern der verschiedenen Fraktionen werden heute vormittag offiziell wieder aufgenommen. Die Verhandlungen mit den Deutschnationalen haben um 10 Uhr ihren Anfang genommen Es sind hierfür die Abgeordneten Graf Westarp, Exz. Wallraf, Nippel, von Goldacker und der politische Beauftragte Treviranus bestimmt worden. An der Unteredung mit den Deutschnationalen nehmen auch die Minister Stesemann und Brauns teil. Wie verlautet, soll Dr. Marx nach der Besprechung mit den Deutschnationalen auf Grund des Beschlusses des demokratischen Parteivorstandes, der den Inhalt des Zentrums=Manifestes als Mindestprogramm bezeichnet, das von allen Regierungspateien angenommen werden müsse, sowohl mit den Demokraten als auch mit den Sozialdemokraten verhandeln. In parlamentarischen Kreisen sieht man jedoch keine Möglichkeit, diese politisch sich widerstrebenden Pole zusammenzuführen. Anzunehmen ist, daß Dr. Marx bei den heutigen Besprechungen die Richtlinien für das neu zu bildende Kabinett vorlegen wird, zumal der Reichskanzler ja gestern mit Unterstützung einzelner Politiker in der Reichskanzlei die Grundlagen des Regierungsprogramms ausgearbeitet hat. An der Ausarbeitung des Regierungsprogramms haben neben dem Reichsarbeitsminister Brauns die Abgeordneten Wirth und Stegerwald mitgewirkt. Für einzelne Teite der Programms sind Minister des bisherigen Kabinetts konsultiert worden, vor allem Reichsaußenminister Stresemann. Sollten die Demokraten eine Nichtbeteiligung vorziehen, so bleibt die Frage offen, wie die jetzt von den Demokraten eingenommenen Ministersessel neu besetzt werden sollen. In parlamentarischen Kreisen ist man der Ansicht, daß an einem Zustandekommen der Regierung nicht mehr zu zweifeln ist. Alle Nachrichten, die über eine etwaige Verteilung der Ministersessel sprechen, sind verfrüht. Dr. Marx hat zwar die Absicht, seine Verhandlungen derart zu beschleunigen, daß er sein Kabinett schon in dieser Woche dem Reichstag vorstellen kann; ob dies ihm aber gelingt, bleibt fraglich, zumal das Plenum des Reichstages wegen der Thüringer Wahlen nur bis Dienstag tagt. In einer für heute mittag einberufenen Sitzung des Aeltestenrates des Reichstages sollen Mittel und Wege gefunden werden, in der kurzen parlamentarischen Pause bis zum 2. Februar die Reichstagsfraktionen verhandlungsfähig in Berlin zu halten. Die Verhandlungen mit den Deutschnationalen. Berlin, 24. Jan.(Radio.) Reichskanzler Dr. Marx, Minister Brauns und Außenminister Dr. Stresemann trafen heute vormittag mit den Führern der Deutschnationalen Walraff, Rippel, von Goldacker und Treviranus zu Verhandlungen über die Regierungsbildung zusammen. Gegenstand der Beraungen ist der Entwurf eines Regierungsprogramms, der im Laufe des gestrigen Sonnags ressortmäßig festgesetzt worden ist. Aus dem Regierungsprogramm wird bekannt, daß es außenpolitisch die Fortsetzung der Locarnopolitik und die loyale Mitarbeit am Völkerbund vorsieht und im übrigen die Fortführung der bisherigen Art der Außenpolitik verlangt. Innerpolitisch wiederholt es die Forderungen bezüglich der 4 Punkte, die in Bezug auf die Reichswehr am 4. Dezember aufgestellt wurden, verlangt weiterhin die Anerkennung der Symbole der Republik, die Aufrechterhaltung der Bestimmungen zum Schutze der Republik gegen Verleumdungen, Schutzmaßnahmen gegen umstürzlerische Verbände, sowie endlich die Fortsetzung des bisherigen sozialpolitischen Programms. Reichskanzler Marx wird im Laufe des Nachmittags den Führern der Sozialdemokratie Kenntnis vom bisherigen Verlauf der Regierungsverhandlungen geben. Die Verhandlungen des Reichskanzlers Dr. Marx mit der deutschnationalen Verhandlungskommission dehnten sich bis gegen.30 Uhr nachmittags aus. Die Verhandlungen wurden auf Dienstag vormittag 10 Uhr vertagt. Juzwischen findet heute nachmittag um 5 Uhr eine Fraktlonssitzung der Deutschnationalen Volkspartei statt. Wie aus parlamentarischen Kreisen mitgeteilt wird, soll der Sind der Verhandlungen nicht ungünstig seien. 7. Sächsische Landwirtschaftswoche. Eine Rede des Reichsernährungsministers. Dresden, 24. Jan.(Radio.) In Anwesenheit zahlreicher Vertreter der Reichs= und Staatsbehörden des Landbundes und andere Verbände wurde heute vormittag die 7. Sächsische Landwirtschaftswoche eröffnet. Der Präsident der Landwirtschaftskammer, Rittergutsbesitzer Vogelsang, sprach nach Begrüßungsworten an die Versammelten, darunter verschiedene deutsche Berufsgenossen von jenseits der Grenzen, von Böhmen, Mähren und Egerland über die Lage der sächsischen Landwirtschaft. Der sächsische Wirtschaftsminister Dr. Wilhelm gab hierauf das Versprechen ab, daß die Regierung mit allen möglichen Mitteln die Landwirtschaft im Rahmen des Möglichen fördern werde. Darauf hielt Reichsernährungsminister Dr. Haslinde eine Rede, in der auf die besondere Lage der deutschen Landwirtschaft hinwies. Das Ergebnis der deutschen landwirtschaftlichen Berufszählung oom Jahre 1925 sei ein relativer Rückgang der landwirtschaftlichen Bevölkerung, der zum Teil auf Blutopfer des Landvolkes im Kriege, andererseits aber auf die schlechte wirtschaftliche Lage der Landwirtschaft zurückzuführen sei. Jedoch dürfe man hieraus keine ungünstigen Schlußfolgerungen für die Bedeutung der Landwirtschaft in der deutschen Volkswirtschaft ziehen, sondern müsse im Gegenteil darauf hinweisen, daß durch weitgehendste Nationalisierung die deutsche Landwirtschaft ihre volkswirtschaftliche Produktivität gesteigert habe. Bevölkerungs= und sozialpolitisch sei der Rückgang des Anteils der Landbevölkerung an der Gesamtbevölkerung aber zu bedauern und lege uns die Pflicht auf, die landwirtschaftliche Basis insbesondere auch durch Siedlung zu verbreitern. Ein Haupterfordernis der Landwirtschaft sei nach wie vor die Rentabilität, die durch eine entsprechende Wirtschaftspolitik ermöglicht werden müsse. Das habe insbesondere durch ein Zollsystem zu geschehen, das die Landwirschaft einigermaßen schütze. Regierungsmaßnahmen könnten aber immer nur eine Stütze sein, das Wesentliche müsse die Wirtschaft selbst tun. Von besonderer Bedeutung für die künftige Gestaltung der Wirtschaftspolitik würden die Arbeiten der Wirtschaftsenquete sein, deren Ergebnisse verwertet werden müßten. Zur Frage der internationalen Beziehungen der Landwirtschaft übergehend, betonte der Minister, daß die Landwitschaft sich trotz einer gegebenen Zwangslage bisher bei internationalen Fragen Zurückhaltung auferlegt habe. Aber auch hier müsse die Landwirtschaft prüfen, wie weit ein Zusammenarbeiten mit der Landwirtschaft anderer Länder geboten sei. Ein solches Bestreben scheine sich auch in den Bemühungen der landwirtschaftlichen Verbände der wichtigsten Länder zur Schaffung einer internationalen Plattform anzubahnen. Jedoch würde alles Bestreben auf wirtschaftliche Zusammenarbeit fruchtlos sein, wenn nicht eine weitere Klärung der politischen Atmosphäre erfolge, zu der unbedingt die Räumung der Rheinlande gehöre. Die abschließenden Verhandlungen über das Kriegsgerätegesetz. Berlin, 24. Jan.(Radio.) Legationsrat Dr. Clodius, hat in Berlin die Vorverhandlungen über das Kriegsgerätegesetz mit den Sachverständigen der Interalliierten Militärkontrollkommission geführt und abgeschlossen hat, hat sich nach Paris begeben, um dort an den abschließenden Verhandlungen teilzunehmen, die zwischen dem Reichskommissar General von Pawelsz und der Botschafterkonferenz über den Gesetzentwurf stattfinden. In hiesigen diplomatischen Kreisen glaubt man, daß die Botschafterkonferenz dem Gesetz zustimmen wird. Gleichzeitig mit den Verhandlungen über das Kriegsgerätegesetz gehen in Berlin die Besprechungen über die Frage der Ostfestungen weiter, die in den letzten Tagen ins Stocken geraten ist, trotzdem über ihre juristische Seite bereits eine Einigung erzielt worden ist. Maginot gegen die Rheinlansräumung. Paris, 24. Jan.(Radio.) Im„Echo de Paris“ nimmt heute Maginot der Leiter der militärischen Operationen beim Ruhreinfall zur deutsch=französischen Annäherung Stellung. Er betont, die deutsch=französische Annäherung könne nur unter der Bedingung erfolgen, daß sie nicht zu teuer komme und nicht mit der Rheinlandräumung bezahlt werde. Erst Ausbau der französischen Festungen— sann erst Erwägungen über Rheinlandräumung Paris, 24. Jan.(Radio) Am gestrigen Sonntag veranstaltete die Republikanische Föderation in Saint Etienne eine politische Konferenz, in der der Deputierte Soulier gegen die Aufgabe des Rheinlandes sprach. Er erklärte u.., die Rheinlandräumung könne erst in Erwägung gezogen werden, werkn. die französischen Festungen gegen Deutschland genügend ausgebaut und die neue Heeresreform durchgeführt seien. Zur Faszistenverhaftung in Paris, 24. Jan.(Radio.) Im Laufe des gestrigen Tages fand eine Gegenüberstellung des in Nizza verhafteten Faszisten Canovi, des in Paris wohnenden antifaszistischen Journalisten Sacchi und des Direktors des in Nizza erscheinenden faszistischen Blattes, Torre, statt. Aus den bei Canovi gefundenen Papieren und ebenso einen vorgestrigen Artikel des„Popolo'Italia“ geht hervor, daß man schon vorher die Beweise zu schaffen versuchte, daß das geplante Verbrechen nicht dem Jaszismus an die Rockschöße gehängt werden könne. Man habe bei Canovi eine Art Testament gefunden, in dem er bekundet, daß das Attentat von ihm gewollt und vorbereitet sei. Seit mehr als einem Jahre arbeite er an der Durchführung dieses Planes, der Itakien und die Welt von dem Joch eines Schurken befreien solle. Er nähme die ganze Verantwortung auf sich. Der„Popolo'Italia“ veröffentlichte vorgestern eine Notiz, daß Canovi aus der faszistischen Partei ausgeschlossen worden sei. Daß diese Angabe unzutreffend ist, geht aus den Angaben Canovis hervor, die er vor der Polizei abgab, in denen er erklärte, daß er Sacchi hasse. Es handele sich auch nicht um einen persönlichen Racheakt, sondern er habe Sacchi der verdienten Strafe wegen seiner antifaszistischen Umtriebe zuführen wollen. Englands Rüftungen gegen China. Weitere antibritische Kundgebungen. London, 24. Jan.(Radio.) Nach Meldungen aus Malta haben das 3. Bataillon des Bedford=Regiments und das 2. Bataillon des Bordex=Regiments Befehl erhalten, sich für den Abtransport nach China bereit zu halten. Die indische Regierung hat, einem Berichte aus Kalkutta zufolge, 2 Dampfer der britisch=indischen Dampfschiffahrtsgesellschaft für Truppentransporte nach China gechartert. Ein Detachement ist bereits an Bord des Dampfers„Glenogle“ nach Schanghai abgegangen. Wie aus Hankau gemeldet wird, sind dort Nachrichten über eine am 16. Januar in Siang, in der Provinz Honau, ene große antibritische Kundgebung eingegangen, in deren Verlauf die„Anlagen der Asiatischen Petroleumkompagnie in Brand gesteckt wurden. Nach einer Meldung des Pekinger Sonderberichterstatters des„Dailn Telegraph“ berichteen die japanischen Agenturen über eine Verstärkung der russischen Streitkräfte an der mandschurischen Grenze. Kleine politische Nachrichten Judenausschreitungen gegen den Film„Ven Hur“ in Polen. chWarschau, 24. Jan.(Radio.) Wie aus Bjalistock gemeldet wird, hat am Freitag der Rabbiner der Stadt gegen den Film„Ben Hur“, der an diesem Tage in Bjalistock seine Erstaufführung erleben sollte, den Bannfluch verkündet, worauf die Juden der Stadt das Kino stürmten, das Publikum vertrieben und den Film verbrannten. Der Kinodirektor, der die Absetzung des Films„Ben Hur" abgelehnt hatte, wurde schwer verletzt. Da in Bjalistock Zusammenstöße zwischen Juden und Christen befürchtet werden, steht die Stadt unter militärischer Bewachung Vuter Stand der franzöfischen Staatssin Paris, 24. Jan.(Radio) Der„Excelsior“ schreibt heute, daß die Lage der Staatsfinanzen noch niemals so gut gewesen sei, wie in diesem Jahre. Das Schatzamt habe für die Vorschüsse der Bank von Frankreich 2,8 Milliarden zur Verfügung gestellt und verfüce über ein Kontokorrent von 1½ Milliarden. Außerd würden die Reserven an fremden Devisen gestg ohne Schwierigkeiten von heute auf morgen einen S. von 400 Millionen Dollar auszustellen. Eine autonome republikantsch=sozialistische Kammergruppe 5... in Frankreich. 24. Jan.(Radio.) In Ausführung eines Beschlusses des republikanisch=sozialistischen Kongresses hat sich nunmehr in der Kammer die autonome republikanischDialistische Gruppe konstituiert. Rufs'sche Goldankäufe in England. Lonvon, 24. Jan.(Radio) Wie der Finanzkorrespondent der„Daily News“ berichtet, hat Rußland 457 000 Pfund Gold von der Bank von England abgerufen. Die russische Regierung hat ferner bei mehreren Londoner Firmen Goldankäufe getätigt. Der Gesamtbetrag des von Rußland im Verlaufe der letzten Tage gekauften Goldes beläuft sich auf 1 500 000 Pfd. Guter Geschäftsabschluß der englischen Post. London, 24. Jan.(Radio.) Das englische Postamt erzielte in dem am 31. März vorigen Jahres endenden Finanzjahr einen Nettoüberschuß von 6 667882 Pfund, ist bisher der höchste Gewinn, den das Postamt mit einer einzigen Ausnahme seit dem Jahre 1913 erzielt hat. Der allgemeine Postdienst ergab einen Gewinn von 7 416 266 Pfund, der Telephondienst einen Ueberschuß von 550830 Pfund, während der Telegraphendienst für das Finanzjahr ein Defizit von 1299214 Pfund ergab. Aus Vorken uns Umgegens Borken, 24. Jan. In der Nacht vo m22. zum 23. Jan. wurden durch den diensttuenden Polizeibeamten drei verdächtig erscheinende Personen festgenommen und zur Wache(dbracht. Die Vernehmung ergab, daß es sich um mehrfach vorbestrafte Personen handelte, die u. a. Einbrecherwerkzeuge bei sich führten. Zwei dieser Personen wurden wegen Diesstahls und Einbruches bereits von der Staatsanwaltschaft gesucht. Anscheinend waren wieder für Borken Einbrüche geplant, wie sie in der letzten Woche wiederholt vorgekommen sind. Borken, 24. Jan.(Kriegerverein.) Am Samstagabend fand im Vereinslokal eine gut besuchte Versammlung statt, die durch den Vorsitzenden Herrn Geburtzki eröffnet und geleitet wurde. Er gab die Neujahrskundgebung des Kyffhäuserbundes bekannt und erstattete Bericht über die Delegiertenversammlung vom 2. November. Das Kreiskriegerverbandsfest in Gemen findet am 22. Mai d. Is. statt, die Provinzialkriegertagung im Juni in Münster, und die Landeskriegertagung im Juli in Köln. Es wurde der Vorstandsbeschluß bekannt gegeben, das Winterfest in diesem Jahre ausfallen zu lassen, dagegen am 21. Februar eine Kinovorführung zu veranstalten, zu welcher jedes Mitglied mit einer Dame freien Zutritt haben soll. Die Wahl der Fahnenoffiziere ergab: Rößing, I. Bennig, Brune. Als Ersatzoffiziere H. Dahlhaus, H. Westhof und Steemeter. Borken, 24. Jan.(St. Johannes=Schützenverein.) Die gestern abend im Saale des Restaurants Spangemacher stattgefundene Generalversammlung war gemessen an der Zahl der Mitglieder mäßig besucht, da nur etwa 80 Mitglieder anwesend waren. Die Versammlung wurde von dem Vorsitzenden, Herrn Brinkmans, geleitet. Zu Kassenrevisoren wurden die Herren August Schweers und Ernst Botschen gewählt, welche die Kasse stimmend fanden, worauf dem stellvertretenden Kassierer, Herrn Karl Schwenk, Entlastung erteilt wurde. Als stellvertretender Schriftführer wurde Herr Alois Schlattmann mit absoluter Stimmenmehrheit wiedergewählt, während der erste Rendant, Herr Bernhard van der Beck mit knapper Mehrheit in den Vorstand gewählt wurde. Bei diesem Wahlgang vereinigte Herr August Schmidt eine große Anzahl Stimmen auf seine Person. Die von Herrn Paul Lünenberg an den Vorstand gerichtete Frage, ob und wo das Fastnachtsfest gefeiert werden soll, schien dem Vorstand etwas ungelegen gekommen zu sein. Es soll gefeiert werden und zwar nach Angabe des Vorstandes im städtischen Saale. Ei###, purden aus der Versammlung die schwersten Elnsprüche taut, da viele Anwesende die Räume des Hotels Nienhaus schöner und gemütlicher fanden. Der Vostand konnte nicht umhin, die Mitglieder über diesen Punkt abstimmen zu lassen. Es entfielen auf den städtiichen Saal 40 Stimmen, für Hotel Nienhaus 31 Stimmen. Die Anregung des Herrn Böse, daß es endlich mal an der Zeit wäre, die veralteteen Statuten einer gründlichen Revision zu unterziehen, fand allgemeinen Beifall, und es ist zu erwarten, daß der sonst so rührige Vorstand sich auch dieser Sache annimmt. Borken, 24. Jan. Geflügelschau in Borken. Die vom Geflügelzuchtverein veranstaltete Geseugelschau wurde am vergangenen Samstag nachmittag mit einer kurzen Begrüßungsansprache durch den Vorsitzenven des Vereins, Herrn Walters, eröffnet. Was der Verein in seinen Ankündigungen versprach, t er gehalten; die Ausstellung war sehr interessant und kann sich allen vorhergegangenen Schauen würdig zur Seite stellen. Ausgestellt waren insgesamt 184 Nummern. Auf sehr gute Leistungen konnten 17 Ehrenpreise verteilt werden auf folgende Rassen und nachbenannte Züchter: Rebhuhnfarbige Italiener: Bernh. Faller zwei Ehrenpreise, Joh. Bölng, dritter Ehrenpreis; Hamburger Silberlack: August Schmitt; Hamburger Schwarzlack: Heinz Nienhaus; Silbermöven Nikolaus Kormann; Schwarze Rheinländer: EilersRhedebrügge; Weiße Leghorn: Oßkopp; Buttercops Tenhagen; Gelbe Orpington: Ferd. von Oy; Rhodelän der: Frese und Oßkopp; Japanische Zwerge: Leesing; Indische Laufenten: Nottelmann=Rhedebrügge; Emdener Riesengänse: Garvert=Hoxfeld; Brieftauben: Lechtenberg. Außerdem haben noch„Sehr gut“, ohne Ehrenpreis erhalten: Rebhuhnfarbige Italiener: Faller zweimal und Böing einmal; Silbermöven: Domeier; Weiße Leghorn: Printing; Silberbrakel: Eilers; Buttercops: Lechtenberg zweimal; Gelbe Orpington: Ferd. von Oy; Rhodeländer: Böhm, Oßkopp; Deutsche Zwerge: Leesing; Westfälische Krüper: Bollenberg; Bunte Haubenenten: Nottelmann=Rhedebrügge: Emdener Riesengänse: Garvert=Hoxfeld. Außerdem wurden eine An zahl Tiere mit„Gut“ und„Befriedigend“ ausgezeich. net. Mit„Sehr gut“ wurden ferner prämiiert die aus. Der Prozeß gegen Garibaldi und Macia. Vor dem Pariser Stafsenat begannen gestern die Verhandlungen gegen Garibaldi, Oberst Macia und die 16 angeklagten katalonischen Verschwörer. Die Verhandlungen wurden mit dem Protest eines Anwalts der angeklagten Katalonier eröffnet, der mit energischen Worten da gegen Einspruch erhob, daß die Anklage, gegen seine Klienten mit der gegen Garibaldi verbunden werde. Für Garibaldi fielen bei der weiteren Akgumentation des Anwalts wenig schmeichelhafte Bezeichnungen, die noch durch die Aussagen des französischen Polizeikommissars Benoit ergänzt wurden. Diese Beschuldigungen machten auf den Gerichtshof ersichtlich tiefen Eindruck. Er kommt zu dramatischen Auseinandersetzungen zwischen Garibaldi und Macia, der sich in temperamentvollster Weise verteidigt. Die stürmischen Zwischenfälle erzeugen eine für Garibaldi äußerst ungünstige Situation, die Sympathien der zahlreichen Zuschauer gehören dem Oberst Macia, während die Stimmung gegen Garibaldi feindlich genannt werden muß. Unser Bild zeigt den Oberst Macia, während seiner Verteidigungsrede. gestellten Fasanen von Wittenberg und die Kollektion Kanarienhähne von Scheepers. Am Abend des ersten Ausstellungstages fand im Ausstellungslokale BöckerVolls eine Versammlung statt, in welcher Herr Direktor Schmitz von den Ova=Werken in Krechting einen interessanten Vortrag hielt über: Zucht, Aufstallung und moderne Fütterung des Geflügels. Von dem Ehrenvorsitzenden des Vereins und Vorsitzenden des Provinzial=Geflügelzucht=Verbandes, Herrn Ferber Münster, war ein Schreiben eingelaufen, daß er infolge Erkältung leider die Ausstellung und Versammlung nicht besuchen könne. Er sprach in dem Schreiben den Züchtern aus Borken und Umgegend seine besten Wünsche für das Gelingen der Ausstellung aus. Ferner enthielt das Schreiben folgende für die Geflügelzüchter interessante Mitteilung: 1. Hebung der Geflügelzucht: Nach Mitteilung des Herrn Oberregierungsrats Dr. Gerriets vom Landwirtschaftsministerium, welcher am 8. und 9. Januar den Vortrag auf dem Verbandstage übernommen hatte, wurden im Jahre 1926 in der Zeit vom 1. Januar bis 1. Oktober 1926, also in neun Monaten, für 40 Millionen Mark Eier und Geflügel weniger aus dem Ausland eingeführt, als im Vorjahre, ein Zeichen, daß die Geflügelzucht in Deutschland sich schon gewaltig gehoben hat. Wenn es so weiter geht, werden wir es noch erleben, daß wir keinen Pfennig mehr für die Einfuhr von Eiern und Geflügel an das Ausland zu zahlen brauchen. Es muß aber auch jeder Züchter dazu beitragen, daß nur gute Zuchttiere gehalten werden. 22. Bildung von Eierverkaufs=Genossenschaften. Es wird angestrebt, um allen Züchtern und Landwirten gute Eierpreise zukommen zu lassen, Eierverkaufsgenossenschaften zu bilden, und in jedem Kreise Sammelstellen einzurichten, welche die Eier einmal in der Woche an die Hauptstellen in Münster und Dortmund abführen. Auf diese Weise könne man die Großstädte mit guten frischen Eiern versehen und die Käufer würden gern—2 Pfg. mehr zahlen.(Forts. folgt.) Aus Bocholt und Umgegens Bocholt, den 25. Januar 1927. :: Zentralvertband christlicher Textil#rbeiter, Ortsgruppe Bocholt. Die Ortsgruppe Bocholt des Zentralverbandes christl. Textilarbeiter hatte ihre Mitglieder zu Sonntag, dem 23. Januar, morgens 11¼ Uhr, zu seiner diesjährigen Generalversammlung eingeladen. Zahlreich war man der Einladung gefolgt, sodaß der Saal des Arbeitervereins St. Paulus voll besetzt war. Nach Eröffnung der Versammlung durch den Vorsitzenden, Kollegen Kerkhoff, machte derselbe besannt, daß der Kollege Böing aus Düsseldorf, der das Hauptreferat halten sollte, verhindert sei. Der Vorsitzende gab sobann den Jahresbericht. Von der Wirtschaftskrise sei Bocholt im vorigen Jahre besonders star? betroffen worden. Hatte doch die Ortsgruppe zur Zeit des Höchststandes der Krise 617 Mitglieder, die völlig arbeitslos waren und rund 2000, die Kurzarbeit verrichteten. Augenblicklich seien noch 80 Mitglieder arbeitslos. Wenn auch während der Krise die Mitgliederzahl etwas zurückgegangen sei, so sei dieser Rückgang in den letzten Monaten nicht nur wettgemacht, sondern man sei noch ein gutes Stück vorwärts gekommen. Zum Schlusse des Jahres 1925 betrug die Mitgliederzahl 2747 und am Schlusse des Jahres 1926 rund 3000. Auch jetzt im neuen Jahre könne man eine Aufwärtsentwickelung feststellen, sodaß man mit Recht die Hoffnung haben könne, daß die Zahl 3000 in diesem Jahre stark überschritten würde. 20 Teitglieder sind im Laufe des Jahres gestorben, deren Andenken in der üblichen Weise geehrt wurde. Sodann wurde ein Ueberblick über die Zahl der abgehaltenen Versammlungen usw. gegeben. 5585 Karten, Briefe und Drucksachen seien herausgegangen, 1337 mündliche Auskünfte erteilt und 1764 Schriftsätze in Steuer= und anderen Angelegenheiten angefertigt worden. Auch der Kassenbericht, der vom Kassierer, Kollegen Isselmann, der nun schon 27 Jahre die Kasse führt, gegeben wurde, zeigte trotz der Krise eine gute Entwicklung der Kassenverhältnisse. Dem Kassierer wurde einstimmig Entlastung erteilt. Bei der dann folgenden Vorstandswahl wurden die ausscheidenden Vorstandsmitglieder wieder, bezw. für drei, wegen Ueberhäufung mit Arbeit eine Wiederwahl ablehnende die Kolleginnen Elisabeth Ebbers, Elisabeth, Bockhorst und Emma Helming neugewählt. Nachdem die Wahl der Kartelldelegierten getätigt war, nahm der Sekretariatsleiter, Kollege Göwert, die Ehrung des jetzt 25 Jahre dem Verbande##ls Mitglied angehörenden Kollegen Josef Ueffing vor. Er schilderte kurz, welch ein Idealismus und welcher Mannesmut früher nötig war, um sich als Gewerkschaftler zu bekennen und stellte der Jugend diesen alten Kämneheg, den anderen, die schon in früheren Jahren au, eine 25jährige Zugehörigkeit zum Verbande zurückblicken konnten, als ein leuchtendes Beispiel vor Augen. müsse in die Fußstapfen der Alten treten und das Werk, das diese unter schweren Mühen und pfern geschaffen hätten, weiter ausbauen und befestigen. Als äußeres Zeichen der Anerkennung wurde dann dem Jubilar die vom Zentralvorstand gestiftete Ehrenurkunde und eine silberne Verbandsnadel überreicht. Dann gab Kollege Göwert einen Ueberblick über die augenblickliche Lohnbewegung und streifte auch kurz die Bewegungen in den anderen Tarifgebieten. Der Schiedsspruch könne nicht befriedigen, insbesondere auch nicht inbezug auf die Mehrarbeit, was auch in der Diskussion mehrfach zum Ausdruck kam. Aus triftigen Gründen habe sich jedoch die Konferenz, die am Sonntag, dem 16. Januar, in Münster stattgefunden habe, für die Annahme des Schiedsspruches ausgesprochen, und man habe die Verbindlichkeitserklärung beim Reichsarbeitsministerium beantragt. Am Dienstag, dem 25. Januar, seien Einigungsverhandlungen in Münster vorgesehen, die jeder Verbindlichkeitserklärung vorausgehen müßten. Der Beifall am Schlusse seiner Ausführungen gab den Beweis, daß die Versammelten mit dem Vorgehen der Verbandsleitung einverstanden waren. Auch in der Diskussion kam das immer wieder zum Ausdruck. Mit einem kurzen Schlußwort wurde die in allen Teilen gut verlaufene Versammlung vom Vorsitzenden geschlossen. n. Wie spare ich ein Schuljahr? Die Erörterungen über die Dauer der Grundschule(d. s. die ersten vier Jahrgänge der Volksschule) und der höheren Schule, die Gesetze und Erlasse dazu waren in den letzten Jahren so zahlreich und oft widersprecheno, daß die Eltern, die sich nicht eingehend mit diesen Dingen beschäftigen können, sich wohl kaum noch zurechtfinden; und dorh ist es nicht gleichgültig, aus finanziellen und erst recht aus pädagogischen Gründen, ob wir zur rechten Zeit die Gelegenheit wahrnehmen, unseren Kindern ein schnelleres Fortkommen zu ermöglichen. Neben den neuesten Bestimmungen und Gesetzen gibt es in Preußen drei Hauptzeitpunkte, an denen der Gewinn eines Schuljahres für unsere Kinder möglich ist. Zuerst in der Grundschule selbst: nach einem Jahre, nach eineinhalb Jahren oder nach zwei Jahren Grundschulbesuchs können besonders leistungsfähige Kinder in die nächstfolgende Klasse der Grundschule versetzt werden. Wenn die Erziehungsberechtigten(die Eltern) glauben, haß ihre Kinder körperlich und geistig besonders leistungsfähig sind, müssen sie einen Antrag stellen, und die Schulaufsichtsbehörde entscheidet dann, nachdem sie von der Schule ein Gutachten eingeholt hat. Wird die Genehmigung von der Schulbehörde erteilt, so können also solche Kinder schon nach drei Jahren Grundschulbesuchs in eine mittlere oder höhere Schule übergehen. In diesem Jahre ist ausnahmsweise auch den Kindern, die im dritten Grundschuljahre stehen, noch der sofortige Uebergang in die vierte Grundschulklasse gestattet. — Die zweite Gelegenheit bietet sich nach dem dritten Grundschuljahre. Besonders leistungsfähige Kinder können im Einzelfalle nach Anhören des betreffenden Grundschullehrers unter Genehmigung der Schulaufsichtsbehörde schon nach dreijähriger Grundschulpflicht zur Aufnahme in eine mittlere oder höhere Schule zugelassen werden. Die besondere Leistungsfähigkeit muß sich ergeben aus den Klassenzeugnissen, dem Gutachten des jeweilen Grundschullehrers, dem Gutachten des Schularztes und dem wenigstens genügenden Ergebnis der Aufnahmeprüfung in die höhere oder mittlere Schule. Den Antrag haben wiederum die Erziehungsberechtigten(die Eltern) zu stellen. Den Kindern der Grundschule sind gleichzuachten diejenigen Kinder, die entweder eine Privatschule besuchen oder aber vom öffentlichen Schulbesuche befreit sind.— Die dritte Möglichkeit bietet sich während des Besuches der höheren Schule selbst. Auch hier kann de## Klassenkonferenz besonders leistungsfähige Schüle: ganzes Jahr überspringen lassen. Da hierzu das E verständnis der Erziehungsberechtigten erforderlich wird es in diesem Falle Sache der Eltern sein Schule um Berücksichtigung ihres Kindes zu bil Die drei Möglichkeiten sind also laut ministerielle# Der Prozeß gegen die Katalanen. Paris, 23. Jan. Der Prozeß gegen die katalanischen Verschwörer und gegen Ricciotti Garibaldi hat gestern mit einem ziemlich milden Strafurteil abgeschlossen. Es lautete gegen den Obersten Macia und gegen Garibaldi auf je zwei Monate Gefängnis und 100 Franken Geldstrafe, gegen die übrigen katalanischen Verschwörer auf je einen Monat Gefängnis und 50 Franken Geldstrafe. Der Prozeß selbst ist mehr rednerisch und politisch interessant. Es war offenbar Weisung ausgegeben, daß Anklage, Verteidigung und Verhör nicht zu sehr aufs politische Gebiet übergreifen sollten, um nicht jenseits der Grenzen, hauptsächlich im Südosten, die dort herrschende Empfindlichkeit zu reizen nichtsdestoweniger wurden die katalonischen Verschwörer sehr glimpflich, ja sogar außerordentlich sympathisch behandelt, während man gegen Ricciotti Garibaldi etwas schärfer vorging. Dieser konnte den Eindruck, ein Lockspitzel der faszistischen Regierung gewesen zu sein, nicht verwischen; im Gegenteil wurden die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen noch bestätigt und unterstrichen. Auch die französische Presse sagt im allgemeinen Gutes von den Katalanen, während sie mit einem scharfen Seitenblick auf die italienische Regierung Garibaldi als unsymphatisch schildert und ihn als Verräter bezeichnet. Die Gefängnisstrafen gelten als durch die Untersuchungshaft verbüßt. Dem Obersten Macia wurde im Gerichtssaal eine Beifallskundgebung bereitet. Alle Angeklagten wurden sofort aus der Haft entlassen, nachdem ihnen zuvor ein Ausweisungsbefehl zugestellt worden war. Die Katalanen haben noch einen Monat Zeit, ihre Angelegenheiten zu regeln, bevor sie das französische Gebiet verlassen müssen, während Ricciotti Garibaldi innerhalb dreier Tage sich außerhalb des Landes zu begeben hat. Ricciotti Garibaldi wurde beim Verlassen des Gefängnisses von seiner Freundin Frau della Rosa und seinen beiden hier weilenden Brüdern in Empfang genommen. Er kündigte an, daß er und seine Brüder dem Präsidenten der französischen Republik als Einspruch gegen die ihm zuteil gewordene Behandlung sämtliche Orden und Ehrenzeichen zurückschicken würden. Schon ist aber ein neuer Zwischenfall, ähnlich demjenigen, in den Garibaldi verwickelt war, zu bezeichnen. Aus Nizza kommt die Kunde, daß dort ein faszistischer Lockspitzel namens Canovi, ein ehemaliger Redakteur des Popolo'Italia, gestern abend verhaftet wurde. Dieser hatte nach den Mitteilungen der französischen Blätter versucht, einen Redakteur des hier in Paris erscheinenden faszistenfeindlichen Blattes Corriere degli Italiani namens Sacchi zu bestimmen, er möge ihn nach Italien begleiten, um dort mit ihm zusammen einen Mordanschlag auf Mussolini zu verüben. Sacchi ging auf den Rat seiner Freunde anscheinend darauf ein. In Nizza machte er jedoch die sranzösische Polizei auf die Persönlichkeit seines Begleiters aufmerksam. Dieser wurde dann auch nach kurzer Beobachtung verhaftet und soll jetzt zugegeben haben, tatsächlich ein Lockspitzel im Dienste der italienischen Polizei zu sein, mit dem Auftrag, den Journalisten Sacchi über die Grenze zu locken und ihn dort den italienschen Behörden auszuliefern. Dr. Wiemer Vizepräsident des Preußischen Landtags. Als Nachfolger für den verstorbenen Abgeordneten, Geh. Oberregierungsrat Hugo Garnich wurde heute der volksparteiliche Abgeordnete Dr. Otto Wiemer(im Bilde) zum dritten Vizepräsidenten des Preußischen Landtages gewählt. Otto Wiehmer, der am 27. Januar das 59. Lebensjahr vollendet, begann seine parlamentarische Tätigkeit im Jahre 1898. Als Mitglied der Freisinnigen Vereinigung wurde er damals sowohl in den Reichstag als auch in den Preußischen Landtag gewählt und gehörte bald zu den führenden Mitgliedern seiner Partei. Beiden Parlamenten gehörte er fast ohne Unterbrechung bis 1918 an. In der Nachkriegszeit schloß sich Wiemer der Demokratischen Partei an, trat aber 1920 zur Deutschen Volkspartei über. Seit 1903 ist Dr. Wiemer Verwaltungsdirektor der Papierverarbeitungs=Berufsgenossenschaft, war von 1909 bis 1920 unbesoldeter Stadtrat in Berlin und erhielt bei seinem im September 1920 erfolgenden Ausscheiden aus dem Magistrat das Prädikat eines Stadtältesten von Berlin. Tage in China. Ein'schwerer Zusammenstoß in Schanghai. London. 22. Jon. Aus Hankau meldet die„Evening News“, daß die britischen Kaufleute beschlossen haben, die Geschäfte und Banken am kommenden Montag wieder zu eröffnen, die sie seit dem 5. Januar, wo die Niederlassung durch die Südchinesen überrumpelt wurde, geschlossen gehalten hatten. Der diplomatische Geschäftsträger'Malley soll erklärt haben, daß seine Verhandlungen mit Tschen bis zum Montag zu irgendeinem Ergebnis führen würden. Beide Nachrichten legen die Vermutung nahe, daß ein günstiger Abschluß der Verhandlungen bevorsteht. In Schanghai hat der seit mehreren Tagen durchgeführte Ausstand der Straßenbahnarbeiter heute zu einem schweren Zusammenstoß mit der Polizei geführt. Die Straßenbahner sollten nach einer mit den Streiaden getroffenen Abmachung heute den Dienst wieder aufnehmen. Stattdessen veranstalteten sie einen Demonstrationszug, an dem 5000 Menschen teilgenommen haben sollen. Aus der Menge wurden auf die Polizei Schüsse abgegeben. Die europäischen Freiwilligenabteilungen und eiligst aufgebotene Panzerwagen und Maschinengewehre standen zum Eingreifen bereit, doch gelang es der Polizei schließlich, ohne von der Schußwaffe Gebrauch zu machen, die Kundgebermenge in einem regelrechten Angriff mit Polizeiknüppeln und unter ausgiebiger Verwendung der Dampfspritze auseinanderzutreiben. Bei dem Tumult wurden fünfzig Chinesen schwer, einige Polizeimannschaften leichter verletzt. Berittene Polizeiwachen mit Panzerwagen durchziehen jetzt die Hauptgeschäftsstraßen, um weiteren Unruhen vorzubeugen. Nachdem nunmehr auch der Omnibusdienst in Schanghai in die Streikbewegung hineingezogen ist, beschränkt sich der Verkehr in der Stadt auf Privatautomobile und Rikschas. Es wird auch ein Uebergreifen des Ausstands auf das Telephonamt sowie die Wasser= und Elektrizitätswerke befürchtet, wodurch die Lage sich weiter zuspitzen würde. wurde ein hiesiger Eisenbahnbeamter im Rackgeble. von einer Lawine in die Tiefe gerissen. Er konnte nur als Leiche geborgen werden. Der Sohn eines österreichischen Ministers wegen Kreditschiebuingen verhaftet. #Wien, 24. Jan.(Radio) Der Sohn des ehemaltgen Finanzministers Marek ist wegen Kreditschiebungen im Betrage von mehr als 1½ Milliarden Kronen verhaftet worden. Ein Motorradfahrer von einem Zuge überfahren. Varel, 24. Jan.(Radio.) Bei Borgesteve wurde heute morgen ein Motorradfahrer von einem Zuge überfahren. Der Motorradfahrer passierte einen Bahnübergang, wobei er durch die niederfallende Schranke niedergeworfen wurde. Er kam auf die Schienen zu liegen und wurde von dem Zuge ungefähr 30 Meter mitgeschleift. Glück im Unglück. Paris, 24. Jan.(Radio) Bei Soroy versuchte ein englischer Flieger, der sich auf dem Flug von Basel nach England im Nebel verirrt hatte, zu landen. Hierbei überschlug sich das Flugzeug und fing Feuer. Obwohl der Apparat völlig verbrannte, blieb der Flieger unverletzt. Große Trockenheit in Südafrika. London, 24. Jan.(Radio) Nach einer Meldung des„Daily Expreß“ aus Johannisburg hat Südafrika zurzeit unter großer Trockenheit zu leiden. Der dadurch angerichtete Schaden wird auf 500000 Pfund geschätzt. Die Landschaft Umata in der Kapkolonie wurde gestern von einem Zyklon heimgesucht, der großen Schaden anrichtete. Jeuer in der Zentrale des französischen Marine=Füncheusten. Paris, 24. Jan.(Radio) Gestern nachmittag brach in der Zentrale des französischen Marineflugdienstes in Saint Cyr ein Feuer aus. Ein Schuppen, in dem sich die Archive und die Buchhaltung befanden, wurde vollständig zerstört. 7 Todesopfer bei eine: Gasometer=Explosion. New York, 24. Jan.(Radio.) Bei der Explosion eines Gasometers in der Nähe von Toledo wurden 2 Warenhäuser zerstört. Sieben Personen sind ums Lehen gekommen. Ein Autobus gegen einen Expreßzug gefahren. 14 Studenten getötet. New York, 23. Jan.(Tel.) In Roundrock(Texas) fuhr ein Großauto, das 22 Studenten von einer leichtathletischen Vereinigung nach Hause fahren sollte, mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Expreßzug. Der Autobus wurde mit furchtbarer Gewalt umhergewirbelt und vollkommen vernichtet. Vierzehn von den Studenten wurden auf der Stelle getötet. Der Chauffeur des Waengs hatte infolge des undurchdringlichen Nebels den herannahenden Expreßzug nicht früh genug gesehen. Unpolitische Nachrichten Eine blutige Familientragödie in Wien. Wien, 24. Jan.(Radio.) Am Sonntag spielte sich hier eine blutige Familientragödie ab. Ein beschäftigungsloser Hilfsarbeiter verletzte seine Frau durch mehrere Stiche in die Brust schwer und warf die um Hilfe Rufende durch das Fenster auf den Hof hinaus, wo sie tot liegen blieb. Hierauf sprang er selbst nach und erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Wieder ein Lawinenunglück. Wien, 24. Jan.(Radio) Am Sonntag nachmittag Aus Nah und Fern. Essen, 22. Jan. Nach vorläufigen Berechnungen wurden in der Zeit vom 9. bis 15. Januar im Ruhrgebiet in sechs Arbeitstagen 2516 238 Tonnen Kohle gefördert gegen 2 236 882 Tonnen in der vorhergehenden Woche in 5,378 Arbeitstagen. Die Kolserzeugung stellte sich in den sieben Tagen der Berichtswoche(in den Kokereien wird auch Sonntags gearbeitet) auf 501 282 Tonnen gegen 486 493 Tonnen in der vorhergehenden Woche, die Preßkohlenherstellung auf 84764 Tonnen gegen 75908 Tonnen in sechs bezw. 5,378 Arbeitslagen.— Die arbeitstägliche Kohlenförderung betrug in der Zeit vom 9. bis 15. Januar 419373 To. gegen 414304 Tonnen in der vorhergehenden die tägliche Kokserzeugung stellte sich auf 71612 (69 499), die arbeitstägliche Preßlohlenherstellung auf 14127 Tonnen(14122). 1 Des Freundes Schuld und Sühne. 24 Original=Roman von Ludwig Berger. Der zweite Winter, den Wilhelm auf der Försterei Eschengrund verlebte, neigte sich jetzt seinem Ende zu, ohne daß es gelungen wäre, daß jener Mordbube, in dem Wilhelm Zadowski richtig erraten hatte, von der Polizei ermittelt worden wäre. Auf den Bericht an den Grafen war nicht das mindeste erfolgt.— Dieser alte Herr kümmerte sich um seine Besitzungen überhaupt nicht mehr, da die Altersschwäche ihn vollkommen willenlos gemacht hatte. machte den Eindruck eines kindisch gewordenen Greises.— Ueber den vom Wintereis befreiten Fluren trillerten die ersten Lerchen, und wie Frühlingsahnen wehte es durch die erwachende Natur.— Ostern— also in vier Wochen— sollte Gretchens Hochzeit sein.— Gestern schrieb es der Vater an Wilhelm.—— Michalek, der geschäftige Wirt vom„Goldenen Hirsch“, saß heute in recht übler Laune über seinen Geschäftsbüchern und stellte für die verflossenen Monate ein ganz bedeutendes Defizit gegen frühere Winter fest. Ja, es ließ leugnen, der Wildhandel, den er neben seiner Gastwirtschaft betrieb, hatte sich um große Summen verringert. Früher lieferte man ihm jede Woche mindestens fünf Hirsche und doppelt soviel Rehe außer Hasen und Füchsen in großer Menge, aus den gräflichen Forsten. Auf ehrliche Weise erworbenes Wild befand sich freilich nur zu sehr geringem Teil darunter. Das meiste bezog dieser Ehrenmann von Wilderern, und manches gute Stück hatte er auch selber er— Diese einst so bedeutenden Einnahmen waren ihm nun bedenklich geschmälert worden, weil Wilhelm Hartung das Spiel verdorben hatte und den Wilddieben so scharf auf die Finger schaute.— Kein Wunder also, daß Michalek den schneidigen Grünrock zum Henker wünschte und sich die denkbar größte Mühe gab, ihm auf jede nur ersinnliche Weise zu schaden.— Und gerade jetzt, wo er durch genaue Berechnungen feststellte, welchen Schaden der Mensch ihm tat, steigerte sein Ingrimm sich zu einer an Wahnsinn grenzenden Wut. In dieser Stimmung fanden ihn der Oberförster und Zadowski, als sie sich am späten Nachmittag zum gemeinsamen Abendschoppen im Wirtshaus einfanden.— Das sonst so gesundheitstrotzende Gesicht Rogallas war auffallend welk und fahl, ein unruhiges Feuer flackerte in seinen Augen, und der starke Mann machte den Eindruck eines ernstlich Erkrankten.— Müde sank er in seine Sofaecke nieder, stürzte einen Kognak hinunter und sagte dann, als er mit dem Freunde allein war, tief aufseufzend:„Alter Genosse, unsere Sterne verblassen!— Ich weiß nicht, was es sein mag, aber in mir ist eine Unruhe, die mich nicht mehr zu mir selber kommen läßt.— Häring hat einen Brief von dem Hauptmann a. D. Kämpfer an unseren Grafen gelesen, und dessen Inhalt gibt mir sehr zu denken, sehr, sehr.— Sie kennen jenen Herrn ja so gut wie ich ihn kenne.— Nun, denken Sie nur an: er ist gesonnen, die ganze Forstwirtschaft käuflich zu erwerben und bietet einen geradezu fabelhaften Preis dafür.— Die Heirat mit einer steinreichen Berlinerin setzt ihn dazu instand.— Die Sache kommt zustande, befürchte ich.— Na, was dann folgt, kann man sich an den fünf Fingern abzählen.— Sie entsinnen sich wohl, daß ich Ihnen sagte, in welch hoher Gunst Hartung bei seinem ehemaligen Hauptmann steht.— Unsereins dürfte einfach kalt gestellt werden.— Das wäre am Ende noch zu ertragen. Aber ich fürchte, es bleibt nicht dabei!— Wir kommen vielleicht noch alle zusammen vor Gericht.“——— Zadowski zerrte nervös an den spitz gedrehten Enden seines schwarzen Schnurrbartes, legte die Stirn in tiefe Falten und stieß in höchstem Unmut hervor: „Dann würde natürlich nichts aus unserem glänzenden Holzgeschäft.— Dieser verdammte Hartung!— Schaffen wir ihn uns nicht bald vom Halse, so sind wir einfach verloren. Das ist meine feste Ueberzeugung. „Wie auch meine,“ stimmte Rogalla ihm lebhaft zu.— Bei Kognak und steifem Grog beruhigten sich dann die erregten Gemüter wohl ein wenig und der Oberförster schaute, ols er sich ein paar Stunden später auf den Heimweg machte, nicht mehr ganz so trübe in die Zukunft, doch in Zadowski trieben höllische Dämonen wieder einmal ihr teuflisches Spiel.— Was neulich an der Hohlen Gracht mißlang, müßte jetzt dennoch glücken. Und Michalek, der damals sein Begeiter gewesen— nicht einer der Förster wie Wilhelm angenommen—, sollte auch bei dem nächsten Anschlag mit dabei sein.—.. 2.12 „Alter Getreuer“, redete er den Wirt also an, als vieser zu ihm hereingetreten war,„was wir an jenem Abend nicht vollenden durften, soll schon in der nächsten Nacht zum geführt werden. Ihr habt mir manchen guten Vienst geleistet, und manches verwegene Stück führten wir gemennsam aus. Jetzt gilt es unser Meisterstück.— Hartung darf keine Woche mehr im Dienst bleiben, sonst sind wir alle In Kürze teilte er dem ihn entgeistert Anstarrenden mit, was er selber von Rogalla soeben erfahren, und fügte mit gehobener Stimme hinzu: „Es gibt keinen anderen Ausweg! Der Jäger muß sterben.— „Aber ich bleibe aus dem Spiel!“ erwiderte Michalet. Habe genug von dem Abend. Wenn es uns noch nich an den Kragen ging, so verdanken wir das lediglich einem glücklichen Zufall und— Rogallas Schlauheit. Nein, nein, ich mache nicht mehr mit, um keinen Preis.“— Zadowski gab sich indes nicht zufrieden, bot seine ganze Ueberredungskunst auf, denn nur diesen Mann allein durfte er sich zum Genossen in dem gefährlichen Werk auswählen. Niemand war verschwiegener und zuverlässiger wie der Wirt vom„Goldenen Hirsch“.— Und schließlich der lange Widerstrebende wirklich ein.— Bei einer Flasche Wein wurden neue teuflische Pläne ersonnen.— An glücklichen Gelingen ihrer Ausführung zweifelten die Mordbuben nicht.——— In der Frühe des nächsten Morgens versteckte Zadowoti seine Repetierbüchse und Michaleks Doppelflinte, dieser vorzüglich zu treffen pflegte, in einer hohlen Weide ganz in der Nähe der Hohlen Gracht. (Fortsetzung fol'g: W Sortmund, 22. Jan. Ueber die Schlichtungstätigkeit des Schlichters für den Bezirk Westfalen im Jahre 1926 wird von zuständiger Stelle mitgeteilt, daß das abgelaufene Jahr hinsichtlich der Zahl und des Umsanges der Arbeitskämpfe wesentlich ruhiger als die erden vorangegangenen Jahre gewesen ist. In der ersten Monaten herrschte noch die schlimmste Wirtschaftskrise, die in ihrer Wirkung noch verstärkt wurde durch die Maßnahmen zu ihrer Ueberwindung. Waren doch Ende Februar bei der Erwerbslosenfürsorge noch 2 058 853 Hauptunterstützungsempfänger vorhanden. Die Inanspruchnahme des Schlichters erfuhr aber eine natürliche Verminderung, weil die abgeschlossenen Tarisverträge heute eine erheblich längere Lauffrist haben, als in dem vorangegangenen Jahr. Die Zahl der erledigten Fälle betrug 101, dazu waren insgesamt 326 Verhandlungen notwendig. Von den erwähnten Streitfallen wurden im Jahre 1926 rund 1 766000 Arbeitnehmer betroffen. Remscheid, 22. Jan. In einem hiesigen Werke geriet der 45jährige Vorarbeiter Heinen aus Lennep beim Abrichten der Walze durch einen Fehltritt mit dem linken Fuß in die schwere Maschine. Der Fuß wurde zerquetscht und mußte in der Fabeikklinik abgenommen werden. Remscheid, 22. Jan. Das Fest der diamantenen Hochzeit feiern morgen in guter Gesundheit die 87= bezw. 80jährigen Eheleute Georg Keßler und Frau Katharina geb. Müller. Die Stadtverwaltung hat an das Jubelpaar ein Glückwunschschreiben und gleichzeitig eine Ehrengabe überreichen lassen. Curnen. Spiel und Sport F. C. Olympia. Das Spiel der dritten Mannschaft gegen die gleiche Elf vom Sportklub 26 konnten die Grünweißen mit :0 für sich entscheiden. Einen glänzenden Erfolg erzang Olympias zweite Jugend. Die erste Jugend vom Sportklub mußte sich ihr mit:1 beugen. Arbeiterturn= und Rasensporterein. In letzter Zeit hat der Verein einen erfreulichen Aufstieg zu verzeichnen. Die Teilnehmerzahl an den Uebungsstunden in der Turnhalle ist im ständigen Steigen begriffen, sodaß bei weiterem Steigen eine neue Uebungsstunde neben der bisher am Mittwoch abend stattfindenden eingelegt werden muß. Die Turnund Stemmabteilung übt fleißig für eine öffentliche Veranstaltung, die in nächster Zeit stattfinden soll. Was die Fußballabteilung anbelangt, scheint es so, als ob sich auch hier die Sache langsam aufwärts entwickelt. Hier haben wir zu verzeichnen, daß sich ein Stamm, wenn auch nur noch ein kleiner, von festen Mitgliedern gebildet hat. Am gestrigen Sonntag hatte die erste Mannschaft den F. C.„Germania“, Sterkrade zu Gast. Das Spiel litt sehr unter der Glätte des Bodens, trotzdem entwickelte sich aber ein flottes Spiel. Sterkrade, das mit 10 Mann spielte, stellte die technisch bessere und spielerfahrenere Mannschaft. Was jedoch den Einheimischen an Technik abging, ersetzte ihr Eifer, und so kam es, daß sie nach einiger Zeit mit:0 führten. Sterkrade legt jetzt los und es gelingt auch, das Resultat auf:2 zu stellen. Bocholts Eifer läßt aber nicht nach, und beide Tore kommen abwechselnd in Gefahr, jedoch bleibt der zahlenmäßige Erfolg für beide Parteien aus. In der letzten Viertelstunde drückt Sterkrade jedoch ganz gewaltig, sodaß die Verteidigung der Rasensportler alles hergeben muß, um einen Erfolg zu verhindern, und ihr ist es zu danken, daß das Spiel:2 endete. Eine Mannschaftskritik soll nicht stattfinden, doch sei den Rasensportlern gesagt, daß einige schwache Punkte in der Mannschaft noch vorhanden sind. Werden diese beseitigt, so kann sie getrost jedem Gegner gegenübertreten. Diese Sache zu erledigen, ist eine Spielerversammlung berufen. Ferner muß in Zukunft für eine bessere Platzordnung gesorgt werden, um dem Schiedsrichter nicht unnötigerweise die Arbeit zu erschweren. Englische Hospitalschiffe nach China unterwege. Die Wirren in China haben in den Kabinetten von London, Paris, New York und Tokio die allergrößte Verwirrung ausgelöst und besonders das britische Kabinett, das jetzt auf einmal alte englische Interessen schwer gefährdet sieht, tagt beinahe in Permanenz. England scheint nach neuesten Nachrichten auf der einen Seite eine gewisse Nachgiebigkeit durch Verzicht auf die englische Konzession in Kanton an den Tag legen zu wollen, sucht aber auf der anderen Seite durch Entsendung einer großen Flotte seine Forderungen bezw. Rechte mit aller Energie und Nachdruck aufrecht zu erhalten. Schon liegen vor Shanghai und den anderen bedeutsamen chinesischen Hafenplätzen an 60 englische Schiffseinheiten und jetzt soll sowohl die Malta=Flotte als auch ein größeres Schlachtschiffgeschwader aus England die Fahrt nach den Ein Jahr Deutsche Lufthansa. Die Deutsche Lufthansa veröffentlicht jetzt eine interessante Zusammenstellung ihrer Leistungen im ersten Betriellbsjahr, die im Vergleich mit den korrespondierenden Verhältnissen des Jahres 1925(hier Junkers und Aerolloyd) einen erfreulichen Aufschwung der Frequenz des Luftverkehrs zeigt. Die Streckennetzlänge hat sich 1926 auf 20 408 Km. gegen 17 574 Km. im Vorjahre erhöht die sich insgesamt auf 54 Linien verteilt. Im Sommerluftverkehr haben die Flugzeuge der Deutschen Lufthansa regelmäßig 57 Inlands= und 15 Auslandshäfen angefloWacker Rees 1..: Sportllub Bocholt 1926 1. M. * 224, In dem Freundschaftsspiele gelang es dem Sportklub, die Reeser auf eigenem Platze mit obigem Resuldat zu schlagen. Wahrlich ein schöner Erfolg der schwarzen Raben. Sp. Cl. 26 hatte zwei Mann Ersatz, die sich jedoch gut einführten, und Rees hatte einen Ersatzmann. Es wurde fair und flott gespielt. Nees ging durch ein Selbsttor der Sp. Cl.=Verteidigung in Führung, jedoch schoß der in guter Form spielende Sturm der schwarzen Raben bis Halbzeit zwei Tore. Nach Halbzeit glichen die Reeser aus und es wollte auf beiden Seiten zu keinem Erfolge mehr kommen. In den letzten 20 Minuten bekamen die Sp. Cl.=Leute die Oberhand und sandten noch zweimal unhaltbar ein. Der Schiedsrichter war vom Platzverein und leidete unparteiisch; nur gab er einmal ein Tor für Sp. Cl. nicht.— Die dritte Mannschaft verlor gegen Olympias dritte Elf:0 und die erste Jugend gegen sie zwotte Jugend Olympias:1. Leutsche Meisterschaften 1925. Das Verbandsfest, verbunden mit den Meisterschaften des Schwimmverbandes findet 1927 in Hannover stett. Die Stadt stellt dazu ein großes Schwimmstadion mir 100 Meter=Bahn neu her, welches durch das Verbandsfest feierlich eingeweiht werden soll. Schwimmunterricht der Binnenschiffer. den Binnenschiffern sterben mehr als die Hälfte eines unnatürlichen Todes; nämlich 55 Prozent aller Todesfälle fallen auf Ertrinken. Eine surchtbare Ziffer. Man kann also sagen, die Binnenschiffer sind Nichtschwimmen chbngzleste Jaser Tedrem abhre dern ein nen En41292: — Asemstertenbeng un pienmeß Luftverbahr#S berhen u beroheue Nas(Destache lnd 88 gen; im erheblich eingeschränkten Winterluftverkehr 23 Inlands= und 10 Auslandsstationen. Die Gesamtkilome= terleistung der Lufthansa betrug 1926 6141 479 Km. gegenüber 4949 661 Km. im Vorjahr. Sehr auffällig war die Steigerung der Fracht= und Postbeförderung im Jahre 1926. Allerdings ist in die Postbeförderung die große Zeitungsmasse, die im Sommer nach den Ostseebädern und nach größeren innerdeutschen Städten mit Spezialmaschinen befördert wurde, einbegriffen. Die Bäderstrecken haben überhaupt einen sehr guten Erfolg gebracht. Viel beflogen wurde auch die Nachtstrecke Berlin=Königsberg. Während sich die Passagierbeförderung um etwa 50 Prozent gegenüber dem Jahre 1925 steigerte, war bei der Frachtbeförderung eine Erhöhung um 115 Prozent zu verzeichnen. Die Regelmäßigkeit in der Durchführung des Sommerdienstes betrug trotz schlechten Wetters nicht unter 90 Prozent. Auf vielen Strecken wurde 100 Prozent Regelmäßigkeit erreicht. Die von der Lufthansa herausgegebene Zusammenstellung, die wir unsern Lesern als allgemein interessant obenstehend vorführen, behandelt in ihrer obersten Gruppe die monatliche Passagierbeförderung im planmäßigen Verkehr 1925 und 1926, in der mittleren Gruppe die monatliche Fracht— und Postbeförderung im planmäßigen Verkehr 1925=26, und in der untersten Gruppe die monatliche Kilometerleistung ebenfalls im planmäßigen Verkehr 1925=26. Es ist daher zu begrüßen, daß die ElbschiffahrtsBerufsgenossenschaft mit allen Schwimmvereinen an der Elbe Abkommen getroffen hat, daß jeder Schiffer bei den Schwimmvereinen umsonst Schwimmunterricht erhält. Aehnliche Abmachungen sind am Rhein getroffen, wenn auch noch nicht ganz so ausgebaut. Wanderkehrgänge im Deutschen Schwimm=Verband. Der deutsche Reichsausschuß für Leibesübungen hat dem Schwimm=Verband für ein Jahr den Dipl.= Sportlehrer Kriebel für Wanderlehrgänge zur Verfügung gestellt. Die Tätigkeit soll besonders den kleineren Vereinen gewidmet sein; auch soll die Aufmerksamkeit darauf gelenkt werden, daß überall da, wo es möglich ist, Badeanstalten gebaut werden. Stadthik. Die Mitgliederbewegung im Schvimm=Verband i? nach den neuesten Erhebungen als eine günstige zu bezeichnen. Die Erwachsenen haben zugenommen, was chinesischen Häfen angetreten haben. Man hört bereits von dem Transport von Truppen, die zur Unterstützung der Marinestreitkräfte Verwendung finden werden. Daß man sich auf ernste Vorkommnisse für alle Fälle einrichtet, zeigt die Entsendung von Hospitalschiffen, deren erstes und größtes(Maine), das wir im Bilde zeigen, sich gestern von Malta aus nach Shanghai in Marsch gesetzt hat. wohl dem allmählichen Aufrücken der Jugendlichen aus der Nachkriegszeit zuzuschreiben ist. Im ganzen sind die Zahlen um etwas gestiegen. Da andere Großverbände wesentlichen Rückgang aufweisen, erscheent dieses Beharren günstig. Führerkursus der Schwimmer 1927. Der Verbandslehrgang im Grunewald=Stadion wird nach den bisherigen Dispositionen erst nach dem Verbandsfest in der zweiten und dritten Woche im Aug. stattfinden, um die Vorbereitungen für die großen Wettkämpfe nicht zu stören. Im Anschluß daran soll ein besonderer Frauenkursus stattfinden, wenn die dafür erforderlichen Mittel aufgebracht werden können. Um Forsthause. Hirsche sind furchtsame„Leute“. Man sieht sie gar selten im Wald. Ich sah jedoch einen heute! Und dies vergeß ich nicht bald. Nicht weit von dem Wald, unter Bäumen Steht einsam ein Försterhaus. Dort kann man so herrlich träumen Und blickt in die Ferne hinaus. Da saß ich an einem Abend; Die Sonne ging unter, so rot, Mich an dem Anblicke labend Fühlt' ich um mich alles wie tot. Da hörte ich plötzlich im Walde Ein Knacken und Rasseln von Holz.— In elastischen Schritten gar balde Ein Hirsch erschien, groß und stolz Erst äugt er nach allen Seiten; Tritt langsam zum Walde heraus; Zur Pumpe will er schreiten. Vorsichtig blickt er aus. Er geht an das Wasser, das helle, Und labt sich noch für die Nacht. Dann dreht er sich um, und schnelle Ist fort er, eh'ichs gedacht. Dies Bild werd' ich niemals vergessen: Wie ich an dem Abend so mild, Beim Forsthaus habe gesessen Und konnte belauschen das Wild. Hänochen:„Mutter, was wünscht du dir denn übermorgen zu deinem Geburtstage?“ Mutter:„Daß du ein recht gutes Zeugnis aus der Schule mitbringst. Hünochen:„Lo. Muller, dar haltest du mir früher sagen wüssten: Gewandt. Telephonabonnent, wütend: „Mein Apparat wirkt seit Monaten nicht und Sie haben mir auf meinen Brief nicht geantwortet. Wie kommt das?“ Beamter:„Wir haben Sie antelephoniert. bekamen aber keine Antwort.“ Mn, Gf. Nre Beilage zur Grenzwarte. Nantag den 20. Jouner 9n. Un Drr pemfsrn,, in Wernmmne! Breisensträter: Rösemann unentschieden.— Rudi Wagener schlägt Paul Samson=Körner nach Punkten.— Die Spiele um die Rheinbezirksmeisterschaft.— Die vorletzten Punktetreffen in den übrigen Bezirken.— Winterspor Ruhrbezirk. 1. Bezieksklasse. Gruppe 1. Preußen Essen: Schwarz=Weiß Essen:6(:). Durch diese Niederlage geraten die Preußen in Abstiegsgefahr. Vor etwa 5000 Zuschauern lieferten die Schwarz=Weißen ein überlegenes Spiel, das sie jederzeit in Front sah. In den ersten 20 Minuten kommen die Schwarz=Weißen durch das Innentrio zu drei schönen Toren. Kurz vor dem Wechsel vermag Preußens Halbrechter ein Tor aufzuholen. Nach der Pause kommen die Preußen anfangs auf, und vermögen auf Grund eines Fehlers des gegnerischen Torhüters, ein weiteres Tor aufzuholen. Von nun an sind die Schwarz=Weißen wieder in Front, die auf Grund guter Stürmerleistungen das Endergebnie herzustellen vermögen. Bei Schwarz=Weiß ragten besonders hervor der Sturm und darin vor allen Dingen die beiden Halbstürmer. Sportfreunde 07 Essen: MVV. Linden:1(:). Durch diesen Sieg haben die Essener sich endgültig aus der Abstiegszone entfernt. Mit Anstoß gestalteten die Essener das Spiel überlegen und gingen bereits in der 9. Minute durch Halblinks in Führung. 4 Minuten darauf stellten die Essener durch einen vom Torwart verwandelten Handelfmeter das Ergebnis auf:0. In der Mitte der ersten Halbzeit scheidet der Essener Halblinke auf Grund einer Verletzung aus, so daß die Sportfreunde bis zum Wechsel nur mit 10 Mann spielen. Kurz vor der Halbzeit kommt Linden auf, vermag die spielerische Ueberlegenheit allerdings nicht zahlenmäßig auszudrücken. Dagegen können die Gegner durch einen 11 Meter (eine sehr harte Entscheidung) das Ergebnis auf:0 erhöhen. Nach Wiederanstoß steht das Spiel im Zeichen der Lindener, die auch in der 12. Minute im Anschluß an einen Strafstoß den Ehrentreffer erreichen In der 19. Minute der 2. Halbzeit werden der linke Verteidiger der Essener und der Lindener Mittelstürmer des Platzes verwiesen. Den Lindenern bieten sich noch mehrere Torchancen; es bleibt aber beim Stande von:0. Bei den Essenern leisteten besonders Gutes der Torwart und der linke Verteidiger; bei Linden gefielen Torwart. Verteidigung und die linke Sturmseite. Germania Bochum: Tus Bochum 48 226(:). Ein Spiel vor mehreren 1000 Zuschauern und zweier verschiedener Halbzeiten. Die Germanen leiten sofort zu Beginn gefährliche Angriffe ein und kommen in der 10. Minute auf Vorlage des Rechtsaußen durch den Innensturm zum ersten Erfolge. Die Gastgeber drängen weiter. In der 30. Minute kann der Rechtsaußen, der einen Ball von der Mitte aufnimmt, mühelos zum zweiten Male einsenden. Etwa 5 Minute darauf erhalten die Gäste einen Handelfmeter zugesprochen, den der Mittelläufer zum ersten Gegenkor verwandelt.:1 für Germania gehte in die Pause. Nach Wiederanstoß herrscht ansangs verteiltes Spiel. Ein Handelfmeter bringt den Gästen billig den Ausgleich Tus kommt jetzt mächtig auf und erzielt bis zum Schluß durch Mittelftürmer, Halblinks und Rechtsaußen weitere vier Tore Der Halblinke der Germanen war der beste Mann des Platzes. Tus zeigte in der 1. Halbzeit kein gutes Spiel, während man die Mannschaft nach der Pause nicht wiedererkannte. Der BV. Altenessen und Schwarz=Wieß Essen liegen nunmehr punktegleich an der Spitze. Mithin wird as auch in diesem Jahre ohne das Entscheidungsspiel nicht abgehen. Tus Bochum hält sicher den 8. Platz von dem MVV. Linden, der sich auch den Essener Sportfreunden am Sonntag mit:3 zu beugen hatte. Die Essener Preußen, die gegen Schwarz=Weiß mit:6 Toren hochden Kürzeren zogen, werden von den Bochumer Germanen, trotzdem auch sie ihr Spiel gegen Tus Bochum verloren, einen weiteren Platz nach unten verdrängt. Die Essener Sportfreunde kommen für den Abstieg kaum noch infrage, während Essen 99, Preußen Bochum, Preußen Essen und auch Germania Bochum für den Abstieg infrage kommen. — Gruppe 2. Buer 07: Erle 08:4(:). Den etwa 2000 Zuschauern wurde ein äußerst spannender Kampf vorgeführt, der die Erler in der ersten Halbzeit in Front sah. Nach 28 Minuten vermögen die Erler den ersten Treffer einzuheimsen, der auf Konto des Linksaußen geht. Eine Minute darauf vermag wiederum der gleiche Spieler, den zweiten Erfolg sicherzustellen. 5 Minuten vor Seitenwechsel stellt Erles Halblinker das Halbzeitergebnis her. Dann scheidet Buers rechter Läufer infolge Verletzung aus. Trotzdem vermag Buer das Spiel ausgeglichen zu gestalten. Nach 25 Minuten in der zweiten Halbzelt holt der Halbrechte der Buerer ein Tor auf. Kurz darauf fägt der 4. Treffer für Erle. Gelegentlich eines Durchbruches erringen die Buerer den zweiten Treffer. Ee bleibt somit beim Stande von•4 für Erle. Vorussia Dortmund: Dortmund 95 123(:). Das Spiel ist jederzeit ausgeglichen: doch entscheidet der Sturm der 9ber zu seinem Gunsten. Der Halbrechte der Wber erreicht das erste Tor Nach dem Wechsel vermögen der Halbrechte und der Rechtsaußen der Siegermannschaft zwei weitere Tore zu treten. Erst im Endspurte erzielt der gegnerische Mittelstürmer das Ehrenvor für seine Partei. Gelsenkirchen 07: Langendreer 04:0(:). Gelsenkirchen zeigt sich in veränderter Sturmaufstellung, die sich indes gut bewährte. Halbrechts tritt das erste Tor. Mehrere sichere Chancen tritt der Rechtsaußen Gelsenkirchens gegen die Querlatte. In der 26. Minute kommt Gelsenkirchen durch seinen Halblinken aus einem Gedränge heraus zum zweiten Erfolg. Nach der Pause läßt Langendreer merklich nach, der Gegner wird umso überlegener. Die Gelsenkirchener haben aber Pech mit ihren Schüssen, bis in den letzten Minuten der Halbrechte 2 weitere Tore buchen kann. Das Ergebnis entspricht dem Spielverlauf. Gesellschaftsspiel. Schalbe 04: B. f. v. B. Ruhrort:2(:). Beide Mannschaften traten zum Teil mit Ersatz an, der sich bei den Schalkern jedoch bewährte. In der ersten Halbzeit vermag Schalke das Spiel reichlich überlegen zu gestalten und erzielt nacheinander durch Mittelläufer, Halblinks und Rechtsaußen vier unhaltbare Tore. Nach dem Wechsel liegen die Schalker weiter in Front und erzielen zwei weitere Tore. Beim Stande von:0 ermannen die Ruhrorter sich und vermögen, zwei Tore aufzuholen. Der Endspurt sieht die Schalker wieder in Führung, die noch zwei Tore einzuheimsen vermögen. Niederrheinbezirk. Geuppe A. Duieburger Spielverein: Duioburg 90:1(420). Der Altmeister war von alteroher in entscheidenden Treffen im Vollbesitze seiner Spielkraft, die dann auch obigen gewiß beachtlichen Partner aus dem Gleise warf. Immerhin gewannen diese dem schlüpfrigen Boden kein Verständnis ab, während die Rothosen, im Angriff zwei Neulinge beschäftigend, stets infolge ihrer größeren Behendigkeit im Vorteil waren. Die Disqualifikation Genges bedingte Sackenheims Zurückgehen in die Deckung während Höschen und Preißler 2 den rechten Flügel bildeten. Die 99er waren vom Pech verfolgt insofern, als Weber, der talentierte Innensvieler verletzt ausscheiden mußte und der eben aus Frankfurt zurüchgekehrte Flick infolge interessenloser Spielerei vom eigenen Mannschaftsführer des Feldes verwiesen wurde(!). Die Spielvereinler führten schon bis zur Halbzeit:0, waren auch weiterhin tonangebend. Die Sturmdarbietung von Höschen war über Erwarten gut, allein sechs Treffer brachte dieser Debutant auf sein Konto. Einzig Malsch war von den Innenstürmern erfolglos, da Sackenheim 2 in seiner typischen Durchgängermanier, den heuer arg Geplagten, verblüffen konnte. Gruber entpuppte sich als seigentlich belanglosi) sicherer Verwerter von Elfmeterbällen. Im allgemeinen: es darf gesagt werden, daß die Altmeisterleute wieder forschen Schrittes auf das Ziel steuern... und aller Voraussicht zufolge auch das Meidericher Hemmniß bewältigen werden. Die Gesamtleistung der Elf war vorzüglich. Gruber und der in die Dechkung beorderte Sackenheim 1 spielten wie einst im Mai... Preußen Duioburg: Spielvereinigung Oberhausen=Styeum:6(:). In der Ruhrau erlebten annährend 3000 Oberhausener einen keinen Sieg ihrer Lieblinge, der indessen bis wenige Minuten vor Schluß in derart erklecklicher Trefferspanne längst nicht feststand. Der Preußenmut, der die Elf beinahe glücklich um die Fährnisse der ersten Halbzeit geführt hätte, war beim hart erkauften.0 für die Gäste gebrochen. Diese, so überlegen sie die gesamte zweite Halbzeit durchstanden, kamen nun erst in ihr Element. Mosch und Töpp. die ebenso gewiegten Taktiker wie technisch hervorragenden Ballspieler, machten dem Preußenhüter Pohl das Lehen fürwahr sauer. In wenigen Minuten mußte dieser trotz tapferer Wehr das unangenehme Geschäft des„Hinter=sich=greifene" bis zum sechsten Male ausführen. Ein Abseitstreffer wurde nicht gewertet. Spielklub Osterfeld: Union Kreseld:3(:). Hier hatten die Linkerheinischen ihre liebe Not, das Trefferverhältnis sicherzustellen. Die Elf der Osterfelder leistete ganz beachtlichen Widerstand. Sie mußte bei einigermaßen Glück dis zum Wechsel schon einen klaren Gewinn herausarbeiten. Erst die Schlußphasen bezeugten einen samosen Spurt der Jonier, die ohne Wiesener den Sieg nur in Gestalt von zwel verwandelten Elfmeterbällen festlegen konnten. Osterfelde sonst guter Torhüter ließ sich zu unsairen Handlungen hinreißzen, die seiner Elf zumindestens einen Punkt kosteten. Gruppe B. Meidericher Spielverein: Duisburg 08:3(:). Die entscheidende Schlacht in der=Abteilung dürfte nunmehr geschlagen und zugunsten der Hochselder beendet sein. Diese sormten in letzter Stunde ihre Elf noch um. Ein glücklicher beherzter Griff des Trainers, der den Halbrechten Weber aus einer unteren, Elf zu ehrenvoller Aufgabe berlef Wenn im allerletzten Scharmützel gegen den Homberger Spielverein nur noch ein Punkt gerettet wird, fällt den Grünhemden verdientermaßen der Titel zu. Die Duieburger vergaben in dei ersten Hälfte durch überhaftete Lugensturms greisbare Gelegenheiten Meiderich drehte der Pause den Spieß um ohne aber Dahm=Hellwig, die tüchtigen O8=Verteidiger, aus der Ruhe bringen zu####nen Grabowski als letzter Hort war wie stets auf dem Posten, so daß die Meidericher Vorstöße stets abgewiesen wurden. Alls Tal, der Schütze der O8er, durch plazierten Schrägball den Torreigen eröffnete, schien die Kampfeslust erst regelrecht entfacht zu sein. Das anhaltende Schneegestöber und die durch die Glätte des Rasenfeldes unvermeidbaren Rutschpartien beeinträchtigte den Hergang sehr. Schade wirklich, daß die herrschende Terminnot undedingte Austragung des Treffens gebot. Der eifrige Neuling als Halbrechts bei den Hochfeldern hatte wenige Augenbliche nach dem ersten Treffer Gelegenheit, dem Ersatzhüter eine gute Hereingabe Kirchhoffs unhaltbar in die Maschen zu kleben. Noch hofften die Zebras, die zudem durch ihren Halbrechten einen Treffer auswetzen konnten. Im Moment, wo Kirchhoff einen bedauerlichen Schnitzer des Tormannes zum dritten Erfolge auskosten konnte, sanken die Aussichten unter dem Gefrierpunkt, geostoben, besser gesagt, wie die„zentnerweise“ fallenden Schnesflocken in alle Windrichtungen... Spielverein Homberg: Preußen Krofeld.2. Das Unkorheinische Derby wurde wie allgemein erwartet ein sichere Beute der kultivierteren Krefelder, deren bessere Stürmerarbeit letzten Endes den Ausschlag geben mußte. Wohl trotzten die eifrigen Homberger lange Zeit erfolgreich, doch konnte man die Einheitlichkeit der Seidenstädter nicht aufweisen zumal nicht die Schußfähigkeit eineo Botschen. Hombergs Führung durch Forst war recht gut, doch die engherzige Spielart der Halbstürmer unter band den Erfolg, den nur schußfertige Stürmer herausfordern können. Zahleiche Beschauer verfolgten ein angenehm, satr durchstondeneo Treffen. 1.74 V. f. K. Hamm: Arminia Bieloseld:5(:). Die Bielefelder schonten für die schwere Aufgabs um kommenden Sonntage mehrere Leute, konnten aber trotzdem danernd den Ton angeben und bei Halbzeit bereite mit.0 führen. Der Halbrechte reihte hernach weitere Treffer in gleichen Adständen an. 10 Minuten vor Schluß brachte ein Durchbruch den Hammern das Ehrentor. Auch im Rahmen der Bielefelder stand ein neuer Hüter; er arbeitete mit Sicherheit, die Zuverlässighett verbürgt und verleiht. V. f. V. Bielefeld: Union Herford:4(:). Die erste Halbzett stand ganz im Zeichen der bis auf die Torlinie kombinierten Vieleselder, die bereits in der 2. Minute durch einen Eltmeter in Kührung gehen konnten, und das Spiel nach weiteren 10 Minuten mit:0 für sich hatten. Erst jetzt raffe ten die Herforder sich zu machtvollem Widerstande auf, aber ihr allzu sehr ins Breite gezerrte Spiel vereitelte jeglichen Erfolg, zumal die Bielefelder Verteidigung vorzüglich auf der Hut war. Dagegen konnte V. f. B. durch einen plazierten Strafstoß, der im Nachschuß verwandelt wurde, den dritten Treffer erzielen. Erst kurz vor der Pause glückte dem Linksaußen der Hersorder der erste Gegentreffer. Nach dem Wechsel zeigte das Spiel vollständig vertauschte Rollen. Die Herforder kämpften mit ausgesprochenem Elan, während Bielefeld sorglos mit dem Leder tändelte. Im Augenblick war der Vorsprung der Bielefelder aufgeholt, und kurz darauf fiel, durch einen Fehler des Torwarts, der Siegestreffer für Herford. In einem Endspurt von feltener Kraft rangen die Bielefelder wenigstens um den Ausgleich. Aber erst die letzten Minuten brachten diesen Erfolg. Verein s. Jugendpflege Paderdorn: Hammer Spielog.:3(:). Vorussia Rheine: Viktoria Recklinghausen 523(030). Südweftfalenbezirk. Hagen e5 Südwestsalenmeister. Die auf verschneiten Plätzen vorgeführten Spiele brachton größtenteile Ueberraschungen. Hagen 65: Hagen 72:0. Das Treffen hatte weit über 3000 Zuschauer angelockt. Allmählich wird in Hagen Fußball wieder Trumph. Man hatte sich ganz auf dieses Spiel eingestellt. Die Erschienenen wurden in etwa dedurch enttäuscht, daß Hagen 72 nicht das erwartete Spiel vorführte. Bei Halbzeit führte Hagen O5 bereite mit:0. Die Erfolge resultieren aus zwei Durchbrüchen Teilweise war Hagen 72 überlegen Beweie dafür ist dae Eckenverhältnie von:0 für 72 im Laufe der ersten Spielhältte. In der 2. Hälfte dor sich oen Zuschauern dae gleiche Bils. Die Ueberlegenheit der 7er wuche, sodaß 65 sich ganz auf die Verictoigung beschränken mußte. Dann holte plößzlich der Mittelstürmer aue einem Alleingang das eritte Tor dem dal: vas 4 Lor angereiht wurde. Alettenberg: Sportfreunde Siegen:2— Jahn Werdott: bo.. dv•1— Bst Weigenov: Hagen 11 624.. 1.—6 9 PAE Bergisch Märkischer=Bezirk. Dresden: Dreodensia Dresden:2.— Saalegau: Fapoxit, Halle; Eintracht Halle:1.— Sportfreunde Halle: Halle 9o.. f. L. Merseburg: Halle 96:3.— Vogtland: Concordia Plaue Im bergisch=märkischen Bezirk fanden fünf Meisterschaftsspiele: B. f. B. Plauen(Pokalendspiel):2.— Vogtländischer F. e.: satt, die zum Teil überraschten. Die Gruppe 1 zeigte S Spiele. S. V. Falkenstein:5. Su Südostdeutschant. Fortung Düsseldorf: SC. Sonnborn:1(120) gebann einen knappen, dem Spielverlauf aber vollauf gerecht werdenden Steg. Der Gegner enttäuschte. BC. 05 Düsseldorf: Solingen 95:2. „Düsseldorf war Gast in Solingen und in ausgezeichneter Form. BC. gestaltete das Spiel dauernd überlegen und führte beim WechDs8. Nensched: Ratngen 04.8(02).— BC. E scherte sich den zweiten Platz mit 14— 2 hinter Fortuna. In Gruppe 2 fanden keine Tabellenänderungen start. BV 04 Düsseldorf: VfL. Benrath:1(:).— Germania Elderfeld: Schwarz=Weiß Barmen:2(:). Freundschaftsspiel. SC. 99 Düsseldorf: Eller 04:5(:). Düsseldorf blieb mit viel Glüch Sieger.— EC. Kronenberg: BB. 07 Velhext,.3(.), Der Abstiegekandidat fertigte seinen Gegner mit vie. Glück ab Sportfreunde Breslau: Breslau 06:2.— S. F. V. Breslau:2.— Schlesien Breslau: Vorwärts Breslau:1. — Hertha Breslau — Viktoria Endspiele um die Rheinbezirksmeisterschaft. Odenkirchen 07: Kölner Klub f. Rasenspiele:5. Odenkirchen fuhr ziemlich siegessicher nach Köln, mußte sich über dort belehren lassen, daß der Kölner Gegner zum mindesten eine Klasse besser spielte. Ungünstig für die Odenkirchener wirkte allerdings der Umstand, daß mehrere Spieler im Laufe der letzten Wochen ernstlich erkrankten. Dieser Umstand zeigte sich besonders empfindlich im Felde. Immerhin zeigte der Verlauf des Spieles, daß die Kölner, wie bereits betont, um ein Kolsachee Überlegen waren. 3. V. Koblenz=Neuendorf: Sp. Bg. Köln=Sülz 07:2. In diesem Treffen, dem etwa 3000 Zuschauer beiwohnten, traten beide Mamnschaften ersatzgeschwächt an Bei„Sillz sehlte u. a. Swatosch, bei dem Gegner vermißte man vie ulten Stürmer. Der Kampf verlief äußerst interessant, der Sieg der Neuendorfer ist voll verdient. Es soll indes nicht verkannt werden, daß Sülz viel Pech hatte. Die 7. Minute brachte die Kölner in Front. Bis zum Wechsel gestaltete das Spiel sich ziemlich ausgeglichen. Nach dem Wechse. konnte Neuendorf durch 11=Meter gleichziehen. In der 20. Minute sällt das 2. Tor für Neuendorf und 5 Minuten darauf bereits das dritte. 5 Minuten vor Schluß kann Sülz durch Halblinks ein zweikes Tor buchen. Weitere Erfolge werden nicht erzielt. Sülz spielte guletzt nur noch mit 10 Mann. Die ganze Mannschaft machte einen zerfahrenen Eindruck, vor allen Dingen fiel die Unsicherheit des Torwartes unangenehm auf Gefallen konnte Rechtsaußen. Mittelläufer und Mittelstürmer. Die Neuendorfer machten einen ausgeglichenen Eindruck. Alle Mann waren auf dem Posten. und der Gieg.verdient. 1. Jußballklub Nürnberg: kombinierte Mannschaft(Sportklub .=Gladbach und Rheydter Spielverein):2. Dieses Treffen war das=Ereignie im Bezirk.=Gladbach—. Rheydt. Deutschlands Meister weilte im Stadion des Rheydter Spielvereins, um dort gegen eine kombinierte Mannschaft des Rheinbezirkes ein Propagandaspiel auszutragen. Die Nürnberger traten in vollzähliger Mannschaft auf und führten ein Zußballspiel vor, das in kultureller Hinsicht Anerkennung verdient. Was die Nürnberger an Leistungen boten, dürfte in Deutschland kaum zu übertreffen sein. Gegen den deutschen Meister hielten die kombinierten Gegner sich so gut es ging. Besonders in der 2. Halbzeit kämpften die rheinischen Vertreter ausgezeichnet. Das Endergebnis gibt den Spielverlauf nicht gunz richtig wieder. In der ersten Halbzeit verscherzen die ombinierten eine ganze Reihe Torgelegenheiten. Das soll jedoch keineswegs besagen, daß die Nürnberger nicht taktisch und techntsch überlegen gewesen wären. Dem Treffen wohnten etwa 6000 Zuschauer bei. Prominente Persönlichkeiten der Behörden und der Sportbehörden fahen zu. Aus Anlaß dieser Begegnung mußten die anderen zum Austrag gelangenden Spiele in den Hintergrund treten. So perkor das Spiel Vorussia.=Gladbach: Ballspielklub Köln:2 an Bedeutung. Ebenfalls schenkte man dem Meisterschaftsspiel Alemannia Nachen: Sportklub.=Gladbach:2 nicht die sonstige Beachtung. Kreisliga. * Fortgang der Meisterschaftsspiele. Wa'dhausen: Dohr:1.— Grünweiß Viersen: Mühlfort :0.— Union Rheydt: Borussia Dahl:0.— Rheydt 08: Sportverein.=Gladbach:1.— S. C. Aachen: Haren:1.— Rasenspiel Würsesen: Wickrath:1.— Stollwerk: Germania Düren Eine große Enttäuschung brachte die Niederlage des WestKreismeisters Alemannia Bresiau:2. Stettiner S..: Viktoria Schneidemühl:4. Stolp: Titania Stettin:3. Berlin. Verbandsspiele: Hertha Berliner S..: Meieor 06 Berlin:1.— Wacker 04 Tegel: Preußen Berlin:6.— Union 92 Berlin Berlin:6.— Vorwärts Berlin: Minerva Berlin:3.— Berliner S. V. 92: Viktoria 89 Berlin:5.—, Spandauer S..: Rorden=Rordwest Verlin=2.— 1.., Posizet g. g.#ein.g. lotienburg.0— Union Potsdarz:mzig.“, v. öerimn 810. Schöneberger Kickers: Union Oberschöneweie:0. Die Zwischenrunde in der Westsalenhaltt. In der ausverkauften Westfalenhalle kamen die Zwischenrunde um die Deutsche Schwergewichtsmeisterschaft zum Austrag. Im ersten Schwergewichtskampfe trafen sich Rösemann (Hannover) Hans Breitensträter(Berlin). In der ersten Runde hatte der Berliner mehrfach einzustecken, doch ist er der Runde wieder in Form. In der 2. Runde hat Breitensträter mehr vom Kampfe, da der Gegner sich Blößen aussetzt. Runde verläuft ausgeglichen, und auch in der 4. ist Ueberlegenheit nicht zu berichten. In der 5. Rundgkoge,träse manns Rase, die immer wieder herhalten„wghz, Dr, G reichhe ist ausgeglichen. In der 7. bedienen sich die wegner 3ay::,. Schlüge, der Verliner Hlcgt vev Zunde gotue gur ber g. Kunde seinem Gegner den Angriff schwer. Das Urteil lautete unentschieden. Körner=Paul Samson(Berlin) Rudi Wagner(Duisburg) waren die Gegner im zweiten Hauptkampf. Der Duisburger ist in guter Form. Erschlägt von Anfang an schwer. Der Partner kann in der ersten Runde den Gegner studieren, muß aber in der 2. Runde für einen Moment auf den Boden. In der nächsten Rundetreibt der Duisburger den Gegner in die Ecke. alte Voxer weiß der Gesahr aus dem Wege zu geber, Auezogaf, #### de war für den Duisburger, während die nächste sich ausgegli *“ Ichen gestaltete. Wesentlich besser sieht die 5. Runde den Berli ner, dem aker in der gleichen Runde das rechte Auge, aufgeserhige gen wird, wodurch er weiter zurückfällt. Die schlechtente# war die 6, wo die Boxer louigggreng bervze, Begen.. Er über diese und auch über die 10. Runde behaupten, obschon Wagener auf Niederschlag kämpft. Sieger Rudi Wagener nach Punkten. Die Einlagekämpfe sahen folgende Gegner: Seifried und Peter lieferten einen guten Kampf. Der Bochumer hat durchweg die Oberhand, während Peter glänzend parieren kann. In der 6. Runde wersen die Sekundanten das auch zum Zeiche Aufgabe für den Berliner. Gohres: Stamms. Gohre, hat alle Runden für sich und gewinnt hoch, nach Punkten. Im Entscheibungskampfe„Fliegengewicht sietzee#. Schmidt(Hannover) über den Aachener ulmenroth nach Punkten. Klasse 2 15 km(10 Läufer am Start): 1. Jens Rolssen, Essen(NorCgon Sontag, Winterberg:30,37.—, Std.— Altersklasse 1 15 km Alteroklasse 2 15 km(8 Läuser am Start);,.,V., Mangoso, Lieben :—.25.— Std— Altersklasse 8 15 um(3 Lauser am Start). 1. Oto Winter, Hagen 21521.— Sio.— Lgiegzer glegs#r, ia Herne 22:55.— Geländelauf: Jungmannen(3 Läufer am Start): 1. Heiarich Wittenborn, Willingen 12:01.— Min.— Klasse 1(3. Läufer am Start): 1. Friedrich Deimel=Winterberg 11:02.— Min.— Klasse 2 (11 Läufer am Start): 1. Jens Rolfsen, Essen 10:24.— Min., 2 G. Althaus. Neu=Astenberg 11:40.— Min., 3. A. Fresen, 12:18.— Min.— Altersklasse=(5 Läufer am Start): 1. Fritz Gins., Bochum 14.32.— Min, 2 Reichardt, Lüdenscheid 15=2/1g. M Altersklasse 2(2 Läufer am Start): 1. Grauhar, Köln 16.05.— Min Sprunglauf: Jungmannen(3 Läuser am Start): 1. Lorenz Cramer, Winterberg(Sprungwetzen 14 m gestanden, 125 m gsallen) Note.208.— Klasse 1(5 Läufer am Start): 1. Erich Genuit, Willingen(Sprungweiten 21.5 m und 20 m gestanden) Note 16.4 Friedrich Deimel. Winterberg(Sprungweiten 17,5 m gestanden. 17 m gefallen) Note.395.— Klasse 2(7 Läufer am Start): 1. Heinrich Wahle, Winterberg(Sprungweiten 235 m und 21 m gestanden) Note 15,479, 2. Johannes Bärensänger, Willingen(Sprungweiten 17.5 m und 15 m gestanden) Note 13.312. Zusammengesetzter Lauf: 1. terberg, Note 14.,697(Da die zur Erringung der Meisterschaft notwendige Note 15 nicht erreicht wurde, konnte der Meistertiter fur dieses Jahr nicht vergeben werden.) Die Skiläuse des Gaues Hoher Schwarzwald. Unter zahlreicher Beteiligung brachte der Gau Hoher wald in Schonach bei Triberg die Gauwettläufe 1927 zum Austrag. Die äußeren Austragungsbedingungen waren die denkbar besten, so daß recht beachtliche Zeiten erzielt wurden— Im Langlauf über 15 km siegte Dold. Schonach in:10.— Std., während der Ge ländelauf von Jäger. St Georgen in.58 Min. gewonnen wurde. Der Damenlauf fiel an Frl. Anna Schwer. Furtawngen, die:43,— Min. benötigte. Der Sprunglauf in der Klasse 1 war dem nacher M. Herr nicht zu nehmen. Er erreichte die Note 12,499 einem gestandenen Sprung von 26.5 Metern. Die endgültige deutsche Eishockey=Vertretung für Wien. Dadurch, daß Orbanowski und Jaenicke vom Berliner Schlittchuhklub seitens hrer Schulen erlaubt worden Wt., g,üregrig hockeykämpfen um die Europameisterschaft in Wien ist die deutsche Mannschaft als recht spielstark zu nennen. Die Vertretung steht wie folgt: Leis und Schmidt(Riessersee) Torwächter; Sachs(Berliner Schl.=Cl.). H. Schmidt. Kreisel(Riessersee) Verteidiger: Gruber. Rammelmeyer(Riessersee), Römer(Charlottenburg), Orbanowski. Kitte. Jaenicke(Berl. Schl.=Cl.) Stürmer.— Sachs (Berl. Schl.=Cl.) amtiert am Spielführer. Der Start deutscher Skiläufer im Auslande. Anläßlich der Schweizerischen Skimeisterschaft 1927 wird der deutsche Skiverband von Paumgarten=Graz, Glaß senberg, Tannheimer=Oberstdorf. Strischeck=Schlesien und BöckResselwang vertreten. Als Führer der deutschen Manpschaft wurde B. Biehler=München bestimmt. Die Meisterschust wird am 29. und 30. Januar in Chateau'Oeux zum Austrag gebracht. Ungleich größer ist die deutsche Beteiligung bei den internationalen Skirennen in Cortina'Ampezzo(Italien), die vom 3. bis 6. Februar ausgetragen werden. Vor nennen wir: Solleder=München, V. Schneider=München, Ernst Huber=München, Recknagel und Kröckel= Thüringen, ferner Dr. Neyer=Bregenz und Hörtnavel= St. Anton. Führer: Karl HailerMünchen.— Auch die Schweiz, Frankreich, Schweden. Poren, Ungarn. Italien und Tschechoslowakei werden Vertreter entsenden. Die deutsche Vertretung für den Eishockey=Kongreß in Wien. Für den am Montag in Wien stattfindenden Kongreß der Internationalen Eishockey=Liga sind als deutsche Vertreter Kleeberg, Sachs und H. Schmidt nominiert worden. Die Europameisterschaft im Eiskunstläufen für Paare und für Herren. Die Wiener Eissportwache. Fidel la Barba schlägt Elkie Clark nach Punkten. Der amerikanische Weltmeister im Fliegengewicht traf in Newyork auf seinen Herausforderer, Elkie Clark=England, der sich dem Amerikaner hoch nach Punkten zu beugen hatte. Fi la Barba bleibt somit Fliegengewichts=Weltmeister. 7 Ergebnisse aus dem Reich. Süddeutschland Boziek Bayern: Bayern München: München 1860:5. A. S. V. Nürnberg: Wacker München:2.— F. V. A. Führt: F. C. Führt:2.— Bezirk Württemberg=Baden: F. C. Freiburg : S. a Freiburg:3.— S. C. Stuttgart: V. s. B. Stuttgart 113.— Union Böckingen: V. f. R. Heilbronn:0.—Karlsruher F..: Phönix Karlsruhe:2.—, Rheinbezirk: V. f. R. Mannheim; F. V. Speyer:2.— V. s. L. Neckarau: Phönix Ludwigshafen:1..— Ludwigshafen 03: S. V. Mannheim=Waldhof:2. — F. C. Pirmasens: Sp. Vg Mannheim=Sandhofen:0— Bezirk Rheinhessen=Saar: Eintracht Trier: F. C. Idar:1.— F. V. Saarbrücken: Wormatia Worms:1.— Alemannia Worme: F. S. V. Mainz:3 Gesellschaftsspiele: Eintracht Frankfurt: Stuttgarter“ Kickers:0.— F. S. V. Franhfurt: Tennis=Borussia Berlin:4. Leichtathletik. Peltzer, Körnig und Houben in München? Mit einem Hallen=Sportfest wartet am 11. März der südbayrische Leichtathletik=Verband in München auf, zu dem wahrscheinlich neben dem Weltrekordmann Peltzer auch Körnig und de: Krefelder Houhen erscheinen werden. Norddeutschland Ringen. Der Meister im Mannschaftsringen siegt in Köln und Nachen. Am Donnerstag tra der&S. C. Dero=Procher porstaodz, gistrnherg Meister im Mannschaftsringen, den S. C. Mugvorstadt=Nürtberg, dem er hoch mit 24:4 Punkten unterlag Der Unterschied erscheint dadurch so katastrophal, da die Gastgeber drei Kämpfe, die sie de; De Ptage donmaden Ainger nch ue verzeiseihgeg, Ger 6. Köln, wo sie über den Kölner Club für Kraftsport ebenfalls hoch mit 19:9 Punkten siegreich blieben. Union Altona: St. Pauli Sport Hamburg:2.— Bezirk Harburg: Normania Harburg: Viktoria Wilhelmsburg:4— S. V. Harburg: Viktoria Harburg:2 Wilstorf: Blankenese :5.— Boziek Kiel: Kilia Kie! Union=Teutonia Kiel:4.— Gaardener B..: Nordmark Flensburg:2.— Bezirk HannoSpn Kaggeis Hegpor,: G 3 S Granschnaig 65— eim Schurzieh, I teig aaiemnt u den.: Eintracht Braunschweig aneg# fer am Wintersport. Die Verbands=Ski=Wettläufe in Winterberg. Jungmannen 6 um(3 Läufer am Start): 1. H. terberg 42:12.— Min Klasse 1 15 km(3 LäuLanglauf: 05.— Std.— In der österreichischen Hauptstadt nahm die Jubiläumswoche dee Wiener Eislaufvereins am Freitag ihren Anfang. Das Wetter am ersten Tage ließ für die Austragung der Weltmeisterschaft im Kunstlaufen für Paare, der Europameisterschaften im Eiskunstlaufen für Herren und der Europameisterschaften im Eishockey nichts gutes hoffen, da ununterbrochen strömender Regen niederging. In ausgezeichneter Verfassung befanden sich von den acht Teilnehmern an den Pflichtübungen im HerrenKunstlaufen Bernhauser und Schroetter=Wien und Hartel=Berlin.— Bei den Damen ging es um den Gurschner=Preis. Hier erwiesen sich neben Frl. M. Brunner, Frl. F. Burger und den Geschw. Hornung(Wien) die Berlinerinnen Frau Bernard, Frl. Böckl, Frl. Veist und Frl. E. Winter als die Besten.— glänzender war das Wetter am Samstag, dem ersten Hauptkampftag. Zahlreiche Zuschauer umsäumten die ausgezeichnete Kunsteisbahn.— Den Beginn machten die Pflichtübungen Herren für die Europameisterschaft. Reichen Beifall erntere der Weltmeister Böckl=Wien. Neben ihm gefielen vorneyminch der jugendliche Wiener Schäfer sowie der deutsche Meister FrankeBerlin.— Die Pflichtübungen der Damen um den Jubiläumspreis ließen klar erkennen, daß Frau Jarosz=Szabo als Preisträgerin in Frage kommt.— Nächst der Weltmeisterin zeichneten sich besonders Frl. Böckl, Frl. Schiffeler sowie Frl. M. Brunner und Frl. F. Burger aus. Bedauerlicher Weise hat sich die deutsche Meisterin Frau Brockhöft in Wien nicht eingefunden.— Der Europameister im Eiskunstlaufen für Herren sollte am Samstagabend ermittelt werden, dagegen ist mit den übrigen Ergebnissen nicht von Sonntagabend zu rechnen. Bob=Rennen in Winterberg. Fünfer=Bobrennen Bahnlänge 1500 m: 1. Bob„Hau=Ab“ (Führer Dicke=Barmen, Bremser Schulte=Elberfeld, Mannschaft: Frau Dicke, Müller=Elberfeld und Berghoff=Soest) 1. Lauf:28,5 Min. 2. Lauf:31,2 Min. zus.:59,7 Min. 2. Bob„Ruck=Zuck“ (Führer Kauert=Elberfeld, Bremser Toennies=Elberfeld) 1. Lauf 1·31.4 Min. 2. Lauf:28.5 Min. zus.:59.9 Min. Zweier=Bobrennen Bahnlänge 1500 m: 1. Bob„Ruck=Zuck“ (Führer Kauert, Bremser Dr. König=Münster) Zeit für beide Läuf= zus.:15,7 Min. 2. Bob„Hau=Ab“(Führer Dicke, Bremser Schulbe! Zeit für beide Läufe zus.:22,4 Min. 3. Bob„Eissuchs"(Führer Baecker=Barmen. Bremser Göcke=Schwelm) Zeit für beide Läufe zus•22.13 Min. * lasse gegeben. Ob man sie benutzen.ll, dazu wird es jedesmaliger ernster Prüfung aller Umstände bedürfen; denn nicht das ist die Hauptsache; daß ein Schuljahr gewonnen wird, sondern daß die Kinder an Leib und Seele gesund dabei bleiben. Allerdings soll auch nicht verschwiegen werden, daß es hochbegabte Kinder gibt, bei denen es unverantwortlich wäre, von diesen Möglichkeiten keinen Gebrauch zu machen. (!) Wichtig für Junglehrer. Zur Berechnung des Dienstalters der Schulamtsbewerber soll nach einem Ministerialerlaß festgestellt werden, an welchem Tage der Schulamtsbewerber unter regelmäßigen Verhältnissen(ohne Ausbruch des Krieges) frühestens in den öffentlichen Schuldienst eingestellt worden wäre. Als Prüfungstag ist der 1. pril oder der 1. Oktober eines Jahres— in der Regel drei Jahre nach dem Eintritt in das Lehrerseminar— anzunehmen. :: Der Ofsizier=Verein des ehemligen Clevischen Feldartillerie=Regiments Nr. 43 und die Vereinigung ehemaliger 43er, Wesel und Umgegend, haben zu einer ersten Wiedersehensfeier für den 9. und 10. Juli ds. Irs. nach Wesel aufgerufen. Alle ehemaligen Angehörigen dieses Regiments wollen, soweit dies noch nicht geschehen, ihre Anschriften an Herrn Emil Marten, Obrighoven bei Wesel, Haus Nr. 1611 einsenden. — Baralfindungen an bedürftige Personen, die ihr Reichsnotopfer in Kriegsanleihe entrichtet haben. Das Finanzamt in Borken schreibt uns: Unter Hinweis auf die Bekanntmachung im Anzeigenteil dieser Zeitung wird noch auf folgendes aufmerksam gemacht: Ist der Abgabepflichtige bereits verstorben, so kann seiner Witwe und seinen Verwandten in gerader Linie, wenn sie die obengenannten Voraussetzungen erfüllen, die Barabfindung gewährt werden; bei Verwandten in gerader Linie ist der ihrer Rechtsnachfolge entsprechende Anteil zu berechnen. Die Barabfindung kann versagt werden, wenn Tatsachen die Annahme rechtfertigen, daß eine Hilfe nicht benötigt wird. Als Fälle dieser Art seien genannt: Jemand ist nur mit geringem inländischen Einkommen oder Vermögen steuerpflichtig, hat jedoch erhebliches Vermögen im Auslande; jemand bezieht laufend größere Zuwendungen, die er nicht zu versteuern braucht, weil sie sich als Verwendung des Einkommens des Gebers darstellen. (:) Biehmarkt. Am Mittwoch, 26. Januar, findet in Bocholt Viehmarkt statt. Wetterbericht. Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland: Teils heiter, teils neblig, Temperaturen bleiben noch unter Nukl.— Für das übrige Deutschland: Im Westen Tauwetter, weiter östlich Frost, überall trocken. :: Stadtverordnesenversammlleng. In dem von uns in der Samstagsnummer gebrachten Verhandlungsbericht über die Stadtverordneten=Versammlung ist bei Punkt 6— Anleihen— ein Irrtum unterlaufen. Es muß dort heißen, daß für die Verzinsung und Tikgung höchstens insgesamt 10 Prozent aufgewendet werden sollen. Die Verzinsung soll dabei höchstens acht Prozent und die Tilgung höchstens zwei Prozent betragen. Zusätzlich wird dazu noch bemerkt, daß nach Ermäßigung des Reichsbankdiskontsatzes der Zinssatz sich entsprechend ermäßigen wird. :: Aus der Abstinenzbewegung. Eine Konferenz des Guttemplerordens, zu der auch Vertreter der Behörden, Lehrerschaft und einige andere Männer des öffentlichen Lebens geladen waren, fand am Samstag abend im Schützenhause statt. Zweck der Versammlung war, Aufklärung zu geben über das Wirken des Guttemplerordens am hiesigen Platze. Der Redner, Herr Reichenbach aus Düsseldorf, gab zunächst einen Ueberblick über die Geschichte des Guttemplerordens. Der Orden wurde 1851 in Amerika gegründet und widmete sich anfangs nur der Trinkerrettung. Später machte er sich die Bekämpfung der Trinksitten zur Aufgabe und entwickelte sich allmählich zu einer Organisation gegen den Alkoholgenuß überhaupt. Völlige Befreiung der Menschheit vom Alkohol sei das Ziel des Ordens. Redner kam dann auf die Symbolik des Ordens zu sprechen, der durch das gemeinsame Kleid alle Klassenunterschiede ausmerzen wolle; alle Mitglieder würden als Glieder einer großen Familie betrachtet. Der Guttemplerorden habe sich in Bocholt gut entwickelt und sein Wirken sei als ein Segen für die Gemeinde zu betrachten. Die Stadt Bocholt sollte es daher als Ehrenpflicht empfinden, mit dazu beizutragen, daß das jetzige Lokal, das zu klein geworden sei, durch ein größeres ersetzt werde.(Lebhafter Beifall.) Herr Rektor Oehlenschläger beglückwünschte den Orden zu seiner aufsteigenden Entwicklung und zu seinen Erfolgen. Dem Vorsitzenden, Herrn Hellerforth, gebühre Anerkennung und Dank für seine emsige Tätigkeit. Nachdem man noch einige Lieder gesungen hatte, wurde die Sitzung von Herrn Hellerfotth geschlossen. * B. F. E. 1900 e. V. Da am letzten Sonntag die beiden ersten Mannschaften des Vereins spielfrei waren, trugen sie ein Uebungsspiel auf dem Vereinsplatze aus, damit neue Spieler sich einspielen und Umstellungen vorgenommen werden konnten. Hoffentlich ist die erste Elf nun in guter Form, damit sie an den nächsten Sonntagen die schweren Meisterschaftskämpfe gegen Dinslaken=Lohberg und den Nachbarverein„Olympia“ gut besteht. Handelsnachrichten Berliner Wertpapierbörse. Die feste Tendenz der Aktienmärkte hielt bei Beginn der neuen Börsenwoche auf der ganzen Linie an. Der Eingang an Kaufordres aus der Provinz war wieder sehr lebhaft. Die berufsmäßige Spekulation folgte der optimistischen Einstellung der außerhalb der Börse stehenden Kreise, so daß die Eröffnungskurse eine bemerkenswert m a r k t g e w a n n e n Siebenhundertjährige Jubelfeier der Danziger Ricolaikirche. Die uralte Stadt Danzig, über deren Gründung Dunkel herrscht, stand schon zu Anfang des 10. Jahrhunderts in hoher Blüte und um 997 predigte dort Adalbert, Bischof von Prag, das Christentum. Zu dieser Zeit wurde auch die erste Befestigung Danzigs durchgeführt und es begann eine rege Bautätigkeit, die in zum Teil heute noch erhaltenen Bauwerken von der Vergangenheit zu uns spricht. Die schweren Kämpfe gegen Polea, Schweden und Brandenburger brachten viele Zerstörungen, aber trotzdem sind viele herrliche Bauten aus der ältesten Danziger Zeit erhalten geblieben, wie z. B. das großartige gotische Rathaus in der Rechtstadt, das altstädtische Rathaus, der Artushof, die Marienkirche und die Katharinenkirche. Die älteste Kirche Danzigs, die St. Nicolaikirche(im Bilde) feiert in diesen Tagen ihr siebenhundertjähriges stehen. Die kirchlichen Festlichkeiten erstrecken sich auf mehrere Tage und nahmen durch einen feierlichen Gottesdienst ihrer Anfang. Der Festgottesdienst am Sonntag vormittag bilde“ den Höhepunkt der Feierlichkeiten, die am Montag abend mit einem feierlichen Requiem ihren Abschluß finden. des Aktienmarktes überwogen 1 bis 2prozentige Befestigungen. Die Nachrichten über einen Fortschritt in der Vorbereitung der goßen beabsichtigten Reichsanleihe, die die Auflegung in der nächsten Zeit in den Bereich der Möglichkeit rücken, führten den heimischen Staatsrenten Interessenten zu. Die Ablösungsanleihe zog um etwa 8 Prozent an, die alten Reichsanleihen und einzelstaatlichen setzten ohne Ausnahme trotzdem erhöht ein. Für die bayrischen Werte erschienen an den schwarzen Tafeln sogar Pluszeichen. Die Kriegsanleihe war mit 0,972 zwar beachtet, doch ließ das Geschäft infolge der großen Bewegungen der Aktienkurse in diesem Papier zu wünschen übrig. Die im Vorbörsenverkehr geäußerte Vermutung, daß die großen Ansprüche des Reiches und anderer Stellen den Geldmarkt binnen kurzem erheblich verknappen könnten, beschäftigte die Spekulation in den Mittagsstunden weniger, zumal die auf dem Anleihewege aufzubringenden Gelder zum größten Teil wieder im Inlande Verwendung finden dürften. Die Geldsätze zeigten heute keine Veränderung. Das Angebot an kurzfristigen Mitteln war nach wie vor überreichlich. Devisen wenig verändert. Der Dollar notierte mit 4,2190 bis 4,2195 nach wie vor recht fest. Im einzelnen war das Geschäft in Montanaktien besonders angeregt, Hoesch stellten sich auf 9 Prozent, Köln Neuessener 7, Rhein. Braunkohlen 6, Schles. Zink 4, Klöcknerwerke 2, Harpener 2,5, und Rhein=Elbe=Were—3 Prozent höher. Kaliaktien zogen bis 2 Prozent an. Salzdetfurth haussierend plus 10 Prozent, Chemische Werte wurden namentlich für süddeutsche Rechnung aus dem Markt genommen. J. G. Farbenindustrie 5 Prozent, Rütgerswerke plus 3, Glanzstoffe plus 4 Prozent. An den Nebenmärkten blieben Schwachstromaktien begehrt. Die Kurse notierten durchweg—3 Prozent höher. Maschinenfabriken wenig verändert. Textilwerte anziehend. Schiffahrtsaktien still, Bankaktien gingen auf bisheriger Basis um und nur einzelne Institute setzten bis 2,5 Proz. gesteigert ein. Sarotti plus 5,5, Berger Tiefbau plus 2, Dessauer Gas stark gefragt, plus 2,5, Dt. Atl. Telegr. angeboten— 5 Prozent, Eisenbahnverkehrsmittel— 3 Proz. Im weiteren Verlauf der Börse wurde die Gesamttendenz schwankend. In der zweiten Stunde schwächten sich die Kurse der im Vordergunde stehenden Papiere fast durchweg ab, um später von neuem leicht anzuziehen. Die Spekulation zeigte das Bestreben, die erzielten Gewinne schleunigst glatt zu stellen. Auf diese Tatsache war es zurückzuführen, daß die andauernd weiter einlaufenden Kaufaufträge namentlich des Rheinlandes die Kurse nicht stärker nach oben beeinflussen konnten. Außerordentlich fest lagen trotzdem Licht und Kraft(plus 7 Prozent) und anderer Elektroaktien sowie Werftaktien. Die Börse schloß nach Ueberwindung der Abgaben widerstandsfähig und freundlich. Privatdiskont kurze und lange Sicht 4 Prozent. Die Nachbörse war lebhaft und besonders für Elektround Montanaktien fest. Das Interesse für heimische Staatsrenten trat dagegen bei abbröckelnden Kursen zurück. Man nannte gegen.30 Uhr u..: Siemens 220, A. E. G. 181¼, Licht und Kraft 204, Telefon Berliner 125, Hapag 176, Nordd. Lloyd 162¼, Hansa 235, Hamburg=Süd 232, J. G. Farbenindustrie 342½, Phönix 148¾, Köln=Neuessener 207, Vereinigte Stahlwerke 163, Gelsenkirchener 197, Harpener 214, Rheinstahl 226 ¼, Deutsche Erdöl 192¾, Vereinigte Glanzstoffe 498, Schutzgebietsanleihe 19¼, Kriegsanleihe 0,961. Bayr. Vereinsbank 233, Bank für Brauindustrie 220, Danatbank 289, Teutsche Bank 194¼, Dresdener Bank 187, Diskonto=Gesellschaft 186¾. Baumwollnotierungen. Bremen Schluß 14.73, Lverpool Eröffnung Jonuar 00.0 bis 0,00, März.12—7,13. Mai 7,23—0,00, Juli 7,33 bis 7,34, Oklober 7,40—7 41. Tendenz fletig. Dortmunder Viehmalkt. Dortmund, 24. Jan. Zum heut gen Vietmarkt waren aufgetrieben: 647 Stück Großvleb, 413 Kälber, 82 Scafe. 2783 Schweine. E= kosteten: Ochsen: a) 00—00 Mf., 61 53—56, 52) 51—.53 Mk., c 46—50 Lif., b) 40—45 Mf.)10—00, f) 00—00 Mk. Bullen: a) 58—60 Mf.. 6) 55—57 Mt., e) 52—54 Mt, d) 48—51 Mk. Kühe: a 53—54 Mt.,*) 50—52 Mk., c) 40—49 Mt.*) 28—39 Dk Für#en: a) 57—60 Mt.. b) 53—56 Mt. c) 45-5 geiher: a) 00—00 Ml., b) 94—93 c) 8. 93 ., d) 50—79 M. Schafe: a) 00—00 Mk., 5) 47—50 Mt., c) 42—46 Mk., d) 35—41 Mk., e) 00—00 Ml., Schweine: a) 72—73., b) 72—73., c) 72—73 Mk., d) 71—72 Mk., e) 69—70 Mt. f) 66—68 Mt g) 60—67 Mk. Marktverlauf: Sroßvieh schleppend mit Ueberstand, Kälber, Schafe und Schweine mittel. FEIF Essener Schlachtviehmarkt. Essen, 24. Januar.(Drahibericht.) Auftrieb: 331 Stück Großvleh, 39 Ochsen, 78 Bullen, 191 Kübe, 9 Färsen, 20 Fresser, 571 Kälber, 49 Schafe, 3082 Schweine. Es kosteten: Ochsen a) 61—82, b) 56—59, c) 50—54, 9) 42—46, Bullen a) 57—60, 9) 53—56, c) 50—52, d) 44—48, Kühe a) 56—69, b) 50—54, c) 40—46, b) 28 's 35. Färsen a) 40—46, b) 00—00, c) 00—00 Fresser a) 00—90. Kälber a) 95—125, b) 78—90, c) 65 bis 75, d) 50—60, Schafe a) 52—54, 5) 48—56, c) 43—46, d) 00—00. Schweine a) 73—74, b) 70—72 c) 68—60, d) 66—67, e) 62—66, f) 00—00, g) 60—61 Marktnerlauf schleppend. Devisenkurse. 22./1. 24./1. Amsterdam Brüssel Italien London sew=Dork Paris Schweiz Wien(abg.) Schiffsaktien. Hapag Nordd. Lloyd Bankaktien. Barmer Bank Verl. Handelsg. Commerzbank Darmstädt. Bank Deutsche Bank Diskonto=Ges. Dresdener Bank Reichsbank Industrieaktien. Schultheiß Dortmund. Union Adler Portland Adlerwerke A. E. G. Angelo Quano I. P. Bemberg Berger Tiefbau Bergmann Elektr. Verzilius Berg Bochumer Guß. Buderus Eisen Charl. Wasser Them. v. Heyden Chem. Ind. Gels. Daimler Mot. Oessauer Gas Deutsch Luxemb. Leutsch Erdöl Deutsch Masch. Dresdener Gard. Dürkoppwerke Dynamit Nobel Elek. Licht. u. Kr. Els. bad. Wolle Eschweiler Berg Ess. Steinkohle Fahlberg List J. G. Fard.=Ind. gelten& Guill. Friedtichshall Helsenberg Sellenguß berm. Zement bis. el. Unterneh. Hermes& Co Sladbach Wolle boldschmied Söilitz Waggon 178,00 164,00 184,00 85,00 221.00 294,7 194,75 187,25 188,00 181,75 344,50 274,75 158,00 124,00 176,0 131.50 323,00 300,00 185,75 00,00 190,50 136.“ 139.75 134.½ 127,00 105,00 196,00 191,50 18.50 126,50 139.75 83.50 167,25 194,50 30,0 192,00 20•,00 147,7 58.7. 172,00 141.00 193.90 17,00 211,7 237,00 165,00 172,50 151,% 259 178,00 161,00 184,00 285,75 221,00 290,00 194,50 187. 187, 181,75 340.25 286,50 159.75 122,50 178.% 130.75 325,00 305,00 187,00 00,00 195,00 138,75 139, 133,00 126,75 108,00 199,00 19..00 191 00 27.75 141,50 82.00 168, 200.00 60.73 192.00 206,60 149,00 341.50 175.50 138,50 195.0 18,50 212,00 236,50 165,0 171,00 154,50 16.50 Sotha Waagon Gruschwitz Textil Hammersen sansa Lloyd sarpener Berg Hartmann Masch. Hösch Eisen Hoffmann Stärke Humbold Masch. ahla Porz. Kali Aschersleben Karlsruh. Masch. Karstadt Klöcknerwerke Köln Neuessen Köln Nottweil Gebr. Körting Lahmeyer Laurahütte Linke Hoffmannn Magirus Mannesm. Röh. Mansfeld Berg 23.00 97.75 138,00 65,60 214,60 52,50 190.00 114 53,00 133,00 180,00 51,75 183.25 178,00 196.25 000,00 118,00 165,00 93.00 97.25 74½ 245,7 155,00 Mechan. Linden[271.50 Mechan Zittau 125.00 Mix& Genest[148,75 Mülheim Berg[170,00 Ober Koks Orenstein Phönix Berg Pongs Spinnerei 50,00 Reisholz Papier[325.00 Rheinmetall[0 0,00 Rheinstahl[226,50 Rombacher 13,50 Rütgerswerke[144,00 Schuckert eleltro 1179.50 Stemens Halske 1217,25 Thörl. Oel 124,75 Leonhardt Tietz[137,7. Ver. Dt. Nickel 178,“ Ver. Glanzstoffe 500,00 Wanderetwerke 1248,00 Westd. Hander 77.00 Wiaing Portl. 177,00 Zellstoff Waldhof s267,00 Westfl. Elektr. /208.75 Adlei Kohle 86,10 Benz Motoren 1 00,00 Kabei Rheydi(200,00 Ad er Kali 73,00 Krügershau(162,00 Deutsche Petrot. 86,00 25.50 90.00 142,00 68.00 214,½ 191 116.2 60.0 132.0 180, 52,0 172.54 182.0 000.0 116,0 168,7: 92.0 98.0 78,5 241, 155, 272.0 130.0 161.5 172.0 1540 146. 148.2 50,0 316.0 0000 221 13.5 146 160.2 218,0 125,0 187,7 170.7 492.0 263, 78, 173,0 273.5 207.7 86.5 10, 198.0 77.0 163, 63, Anzeigen jeglicher Ali haben in der.onau gutenE rls- naoh weia!! * NDUTWAUUNEMUDEN GAend. lerungen in Rlaterial, Garbe und Verarbeitung— HAnklange an die Okleidermode und Verarbeitung etwas. Von den starken Farben des vorigen Jahres und den dünnen Stoffen, wie Voile und Georgettekrepp, ist man wieder zu Weiß und zu ganz matten Farben, ebenso wie zu kräftigeren— zumindest relativ kräftigeren— Stoffen, wie Batist und Chinakrepp, zurückgekehrt. Die Farben, die man neben Weiß trägt, sind mattrosa, ganz zartes Blau, ein helles Beige, Champagne und Hautfarbe. Infolge dieser hellen Farben hat auch die stark gelbliche Spitze ihre Rolle ausgespielt, die nur zu starken Farben gut aussah. Die Spitze ist ebenfalls heller und außerdem schmäler und spärlicher geworden. Der hauptsächlichste Aufputz sind Hohlnähte und Biesen und Applikationen aus [sas kann sich bei der Wäsche, die man so 1iträgt, schon viel ändern“, denken Sie, gnädige Frau, und Sie haben gewiß insofern recht, als man immer weiter die Hemdhose oder Hemd und Hose am Tag und den Pyjama oder das Nachthemd zur Nacht trägt. Aber — und jetzt kommt das große Aber — jedes Jahr ändern sich Material, Farbe, Aufputz nahe plastisch wirkende Blumen und Ranken entstehen. Die Verarbeitung, besonders der Nachthemden, lehnt sich in diesem Jahr sehr stark an die Machart der Kleider an. Die vielen Abnäher im Rücken und auf der Schulter werden übernommen, ebenso wie das weite Armaus Teikotstoff W 1234. D Saenihese phoss ist vorn wie ein BüstenDi: Hemdholez ist ogen wie ein Bust halter gearbeitet und schließt im Rüc mult einer Klappe. Sie reicht nicht gum Ante. ien bis demselben Stoff, doppelt genommen, so daß beiDe moderne Strumpsbandgürtel W 1294. Ein rosa Seidenband schließt mit zwei Knöpfen fest um die Zütten. Die Strumpfbänder nzen„durch schmälere Bänder gehalten an diesem fest. loch. Nachthemden mit Kimonoärmeln und mit Raglanschnitt sind letzte Mode. Ferner hat das Nachthemd ebenso wie das Kleid entweder gar keinen oder einen, langen Aermel. Der kurze Aermel gilt nicht mehr als schick. Auch der Kragen ist geschwunden. Dieneuen Rachtgewänder sind kragenlos mit viereckigemoder rundem Ausschnitt. Nachthemd mit Achselträgern N 1263 Weißer Batsst„ist mit schmaler Zackenspitze eingefaßt und mit Ornamenten aus Biesen und Hohlnühten vemiert Dazu passend Hemd und Hose W 1262. Die Hose hat die Biesenornamente seitlich und ist oben mit einem Zugsaum gearbeitet. Das Hemdwird mit Bandtrügern gehalten. Nachthemd mit Raglanärmeln W 1268. Material ist gelblichee Chinakrepp. Der runde Ausschnitt ist mit einem Banddurchzug gearbeitet. Applikationen aus liem Coff als Aufputz. Unterrock in Peinzeßform Ne 1274. Der Unterrock ist mit Rückenschluß gearbeitet und bekommt die nötige Rockweite durch seitlich eingesetzte Falten. Stickerei am Ausschnitt und am Saum. Ein hübscher Pojama W 1240. Aus blau kariertem Zephir oder Waschseide mit blauem Reverskragen und Aufschlägen. Der Knopfschluß sitzt in Taillenhöhe. Neben diesen modischen Neuerungen an den üblichen Wäschestücken gibt es aber auch wirkliche Neuheiten, das heißt neue Gegenstände, die man bisher nicht trug. Zum Beispiel die Unterziehhose. Das ist ein kleines Höschen aus Trikot, ähnlich wie die Herrenbadehose. Eigentlich eine verkümmerte Trikotkombination für solche, die hauptsächlich unten herum warm sein sollen. Man trägt es auf der bloßen Haut, darüber den Strumpfbandgürtel— denn welche Frau trägt noch ein Korsett?— und dann die Hemdhose. Das Unterziehhöschen hat außerdem den Vorteil, daß man die Hemdhose sozusagen „obendrauf" tragen kann und sie nicht mehr mit dem Strumpfbandgürtel zu zerdrücken braucht. Bei Schnee und Eis empfiehlt es sich, noch ein Paar Seidenschlüpfer überzuziehen, da bei den kleinen Unterhöschen ein Stück Bein über dem Strumpf bloß bleibt. Nicht ganz neu, aber zum mindesten jetzt erst viel populärer, sind die Wäschekombinationen mit eingearbeitetem Höschen, die Hemd, Hose und Unterkleid, alles in einem sind. Heddy Hadank. dellen(UIIstin- Ochnittmust ** i n * 0 #.n Jausha Verkaufsstelle für Bocholt: S. B. Löwenstein Bekanntmachung über Gewährung von Barabfindungen an bedürftige Personen, die ihr Reichsnetopfer in Kriegsanleihe entrichtet haben. Der Reichominister der Finanzen ist ermächtigt worden, an bedürftige Personen für das von ihnen seinerzeit in Kriegsanleihe entrichtete und noch nicht Reichsnotopfer Baradfindungen zu gewähren. Zur Verfügung steht hierzu ein begrenzer Um zu ermitteln, welche Personen und mit welchen in Kriegsanleihe entrichteten Beträgen die einzelnen Personen in Frage kommen, werden zur Stellung eines Antrages aufgefordert: Erweibsunfähige oder am 31. Dezember 1926 mindestens 60 Jahre alte Personen, die auf das Reichsnotopfer Kriegsanleihe hingegeben und hierfür eine Erstattung in Kriegsanleihe oder Anleiheablösungsschuld nicht oder nur zu einem Tell erhalten haben, wenn nach der letzten Veranlagung ihr Vermögen nicht mohr als 10 000.=M. und ihr Einkommen nicht mehr als 3000.=M. betrug. Vertretungen gesucht! Wir suchen für den Vertrieb unserer bewährten 60 000 mal verkauften inal-Hlfa-Laval-Meikmaschinen Vertretungen. Die Verkaufsaussichten sind denkbar günstig, da 12-monatliche Ratenzahlung gestattet ist. Provisionsauszahlung sofort, Kapital nicht erforderlich. Alfa-Laval-Separator O. m. b. H. Berlin N W 40, Döberitzer-Straße 2. Rutg. Frauenbans Feutschlands, Zweigverein Die Anträge sind spätesiens bis zum 31. März 1927 bes dem Finanzamt einzureichen, das für die Eiakommen= und Vermögenssteuerveranlagung des Antragstellers zuständig ist. Sollte bereits ein Antuag gestellt oder abgelehnt sein, so ist auf Grund dieser Bekanntmachung ein neuer Antrag einzureichen. Es empfiehlt sich, im Antrage die Finanz= kasse anzugeben, an die das Notopfer gezahlt ist. Verdrucke für den Antrag sind vom 31. Januar 1927 ab beim Finanzamt erhältlich. Die Entscheidung, ob und welche Barbeträge ausgezahlt werden können, wird später getreffen Vorken, den 24. Januar 1927. Das Finanzamt. Am Mittwoch, 2. Februar, nachm. 3 Uhr, findet im großen Saale des Schützenhauses — Eingang nur durch die Kegelbahn— eine Mitgnieder Versammtutig statt mit gemeinschaftlichem Kaffee und Veriofung. Hinskens' FERRULIN das solt 25 Jahren bestbewährte Alttol gegen Knochenlähme und inochenweiche sämtl. Haustiere Uberraschende Erfolge! Viele Anerkennungen! Erhältlich: Borken: Brinktor-Drogerie Jos. Kolks; Rhede: Marktdrogerie Theod. Schüling; Ruedebrügge: Anton Hambrock. Tassen und Teller sind mitzubringen. Nur Mitglieder können teilnehmen. Die neuen Mitzliedskarten für 1927 sind durch die Vertrauensfrauen zu erhalten. Die Kaffeekarten a.— Mk sind gegen Vorzeigung der Mitgliedskarten zu erhalten am Mittwoch, 26. Januar, in der Rechisschutzstelle Laggenbergstraße von—6 Uhr nachm. Für die Bezirke, in denen keine Vertrauenspersonen sind, können die Mitgliedskarten für 1927 und die Kaffeekarten in der Rechtsschutzstelle am Mittwoch. 26.d. Mts., in Empfang genommen werden. Für meine neuzeitliche Licht-Reklame-Uhr gesch.) suche ich serlösen Horrn zur Werbung von Inserenten. Bavorzugt werden Herren, welche Beziehungen zu den Bocholtor Firmen baben Roberi Verkmann jr. Moderne Beklame, Köln. Ne ver4 raße:. Zwangsversteigtru..g. Am Mittwoch, dem 26. Januar 1927, nachmittags 2 Uhr, werde ich in der Wirtschaft Reidick, Baobondonst. Kisamshe. 21= stechmaschine, 1 Kreissäge für Büsselhorn, ca 190 Groß Kropfe, 1 Büsset, 1 Gläserschrank, 1 Sprechapparat mit Schräulchen und 1 Leppich öffentlich meistbietend gegen Barzahlung versteigern. Bothe, Obergerichtsvollzieher. Pickek, Mitesser, Plüten derschwinden sehr schuel, wum mag abends den Schaum von„Zutzer, b Bige.(15336), e.#end Nr..30(lb; tär#ge Form), eintrocknen Schaum erst morgens abwa und mit„Zuckooh=Creme“ 65 und 90 Pfg.) nachstreichen. Grotzartige„Wirkung, von Tauoden Progerzen, Parshmerlen und Friseurgeschatun eshaltlich, Drogerie Bruns, Nordstr. 21 Gebr. Steiner, Kirchstr. 3 Drog. Uhlenkotte. Neustr 22 Scheer&Napp, Parfümerte Kenner Zunigar Vunenienn Samuen : Maschmnendau Histagg Jschnif. Hoch-u. M ronindüstrie. Getrenate# Wer kmeister-Abfellongen Stes-Kasing Lohrpians frei. Msshh Übernehme mit meinem Lieferwagen Transporte jeder Art, nach allen Richtunzen bei billigster Berechnung. Wilhelm Winter. Osterstr. 47. Erprobte Veriretet für den Verkauf meiner Fuiterkalt= und Kraftsuttermittel bei enorm hoher Pro vision gesucht. Fiz. Kortendieck sen., Dortmund, 1. Kampstraße 118. bevorzugen meinen Guatemala=Kassee zu Mk. 3,50 das Pfund. Machen auch Sie einen Versuch. Joh. Hinse, Langenbergstr. 6, Ecke Gasthausplatz. Zwei anständige Arbeiter erhalten Wäsche srei. Näh. in der Gesch. d. Bl. 17 Eine neue Waschkommode und Bettselle mit Nachtkoniole äußerst billig zu verkau Dortselbst ist auch ein klei# gebrauchter Schieblo: zu verkausen. Näh. in der Geschi