7 IX. Sounggng Samstag, den 1. Januar 1927 Nr. 1 Tageblatt für das westliche Münsterland Erscheint wöchentlich 6 mal. Publikationsorgan des Stadtkreises Bocholt, des Landratsamtes und des Finanzamtes Vorken und der Amter Rhede, Dingden und Liedern=Werth. Täglich 8 Seiten. Anzeigenpreis: Der 37 mm breite, 1 mm hohe Raum kostet im Verbreitungsgebiet: Familien= und kleine Anzeigen 6 Pfg., für Geschäfts=, Vergnügungs= und Vereins=Anzeigen 7 Pfg., für beyordliche und amtliche Anzeigen 10 Pfg., für auswärtige Anzeigen 12 Pfg. Bei nicht Barzahlung erhöhen sich die Preise um 10 Prozent. Schluß der Anzeigen=Annahme: Größere vormittags 10 Uhr, kleinere nachmittags 2 Uhr. Geschäftsstelle und Redaktion: Bocholt, Osterstraße 21. Essina, Hohestraße, in Werth: Th. Parras, in Dingden: Wilh. Wiedenbrück, in Anholt: Nobert Etzbach, in Euderwick: Terstegge=Hövener. Bezugspreis: Durch Boten monatl. 1,80 Mk., von der Geschäftsstelle abgeholt wöchentlich 0,40 Mk., Einzelpreis 0,10 M. Doppelnummer#15 Mk. Fernruf 391. Draht=Adresse: Grenzwarte Bocholt. Postscheckkonto Dortmund No. 21770. Neufahrserkaßse an die Wehrnacht Berlin, 31. Dezember.(Radio.) An die Wehrmacht sind zum Neujahrstage folgende Erlasse ergangen: „An die Wehrmacht! Der deutschen Wehrmacht spreche ich wiederum meine herzlichsten Wünsche zum Jahreswechsel aus. Ich weiß, daß sie wie bisher auch künftig in selbstloser treuer Arbeit ihre Schuldigkeit tun wird.“ Perlin, 30. Dezember 1923. Der Reichopräsident von Hindenburg. „An die Wehrmacht! Im neuen Jahe mit neuer Kraft das alte Ziel! Glückauf!“ Beelin, den 39. Dezember 1926. Der Reichswehrminister De. Seßler. „An das Reichoheer! Kameraden! Ein ernstes Jahr liegt hinter uns. Unbeirrt durch alles Schwere hat das in Gehorsam, Manneszucht und treuer Kameradschaft festgeeinte Reichoheer auch in diesem Jahr aufrecht, still und selbstlos seine Pflicht getan. Daher sage ich jedem Angehörigen Dank und Auerkennung. Unserm der Reichsversassung geleisteten Eid unerschütterlich tren, dem ganzen deutschen Volke gehörig, keiner Partei dienend, so treten wir mit blankem Ehrenschild als scharses, zuverlüssiges Instrument des Staates in das neue Jahr. Ich habe die sichere Zuversicht, daß das deutsche Volk in allen seinen Teilen mehr und mehr erkennen wird, daß die Wesenbzüge uuseres„ Reichoheeres wie Noher d auch in der Zukunft treue, unbeierbare Pflichtersüllung und selbstkose Hingabe an dem Dienst für Volk und Vaterland sind. Was wir dazu tun können, wollen wir tun. Wohlan denn, Kameraden, surchtlos und treu voran, mit Sott im festen Glauben an die deutsche Zukunft.“ Veelin, den 39. Dezember. Heye, General der Insanterie und Chef der Heeresleitung. „An die Reichomarine! Mit meiner dankbaren Anerkennung für die treue Arbeit daheim und über See verbinde ich meine herzlichsten Neujahrswünsche für die Reichsmarine. Unbeirrt durch den Kampf der Parteien werden wir auch im kommenden Jahr nur dem Vaterlande dienen und uns allzeit zu dem Fahneneid bekennen, den wir auf die Versassung des deutschen Reiches geschworen und bieher unverbrüchlich gehalten haben. Aus deutschen Soldaten gilt jetzt und immerdar die Losung: Für Volk und Reich.“ Berlin, den 31. Dezember 1926. Zenker, Admiral und Ehef der Marineleitung. Stresemanns Neujahrswunsch. Berlin, 81. Dezember.(Radio.) Die Nationalliberale Lorrespondenz veröffentlicht einen Neujahrswunsch Dr. Streseganns, der folgenden Wortlaut hat: Ansere Partei hat im vergangenen Jahr mit großer Einigkeit und Geschlossenheit am Wiederaufban Deutschlands mitgearbeitet. Wenn wir am Jahresende die Bilanz über das Erreichte ziehen, so können wir sagen, daß diese Arbeit nicht ohne Erfolg gewesen ist. Trotz großer Hemmungen und immer wieder einsetzender Rückschlüge hat die Festigung der Beehültnisse auf innen= und außenpolitischem Gebiet Fortscheitte gemacht. Gewitz ist zu einem Optimismus über die Weiterentwicklung namentlich auf wirtschaftlichem Gebiet keinerlei Veranlassung gegeben. Das große Problem der Erwerbolosigkeit ist einer Lösung noch nicht näher geführt, wührend die sinanziellen Leistungen an das Ausland wachsen. Aber wir können doch seststellen, daß das deutsche Volk vir Kraft aufgebracht hat, das, was es zu leisten vermag, für die Rettung seines Staates herzugeben. Die psochologische Staatokeise, unter der wir lange Jahre gelitten haben, ist mindestens in bezug auf die Staatsform und die Versassung überwunden, und wenn das parlamentarische Leben sich keisenloser gestaltete, # würde auch nuch außen hin die Geschlossenheit des deutschen Volkos in allen Fragen klarer, zutage keeten, dis seine Zukunst entscheiden. Eine spütere Geschichtsschreibung wied in erster Linie diejenigen als Teüger dis Wiederaufbaus dehgen, die in schweren Zeiten die Verantwortung für die Führung der Staatogeschüfte übernommen haben. Aufgabe der Deutschen Volkspartei ist en, die staatobejahenden Krüfte im weitestem Einne zusammenzufassen. Bei jedem Versuch dieser Znsammenfassung werden die Parteten der Mitte, zu denen wir als Uherale Partei zühlen, detz Kern jeder Regierungsbildung abgeben müssen, weil sie in den Jahren des Wiederanshaues im wesentlichen die Teüger. ren und auch in Zukunft sein müssen. In einer Zeit, in der stärker als früher der rein wirtschaftliche Interessenstandpunkt in weitesten Kreisen Zustimmung findet, mußte die Uebernahme der Verantwortung durch eine Partei naturgemäß mit einer vorübergehenden Einbusse an Volkstümlichkeit bezahlt werden. Umso stärker wird bei sortschreitender Konsolidierung das Volk sich künftig den Ideen verantwortlicher Realpolitik zuwenden. Wir können der Zukunft unserer Partei mit Nuhe und Vertrauen entgegensehen, wenn wir uns von dem Wege, den wir im letzten Jahr gegangen sind, nicht abbringen lassen und ihn entschlossen weiter verfolgen. Mit allen guten Wünschen für das niue Jahr verknüpfe ich den Dank an alle Parteifreunde in Stadt und Land für ihre treue Gefolgschaft und Mitarbeit, die sie der Partei geleistet haben und die auf dem Parteitag in Köln zu einer so großen Kundgebung einigenden Willens wurde. Möge die Partei auch in Zukunft stets den Weg einschlagen, der in gleicher Weise vorgezeichnet ist von der Liebe und der Verantwortungsfreudigkeit für die Zukunft von Volk und Reich. Viel Slück im neuen Jahr und gate Sesanchetl Brianös Wünsche für das neue Jahr. Berlin, 31. Dezember.(Radio.) Die V. Z. veröffentbicht folgenden Neujahrswunsch Briands: Ich wünsche für das Jahr 1927 die Entwicklung der deutsch=französischen Annäherungspolitik, die Herr Stresemann und ich eingeleitet haben. Ein gewisser Teil der französischen Presse wirst mir die Locarno=Politik vor. Zu Unrecht! Sie ist nicht im Bilde, sie hat nicht begrissen, wag=dig französische Oefsentlichkeit verlangt. Außer meiner Politik wüäre nur noch eine einzige denkbar: Frankreich könnte stürker rüsten, könnte seinen Heeresbestand ins Anendliche erhöhen, könnte jede Zusammenarbeit mit dem Feinde von gestern, mit Deutschland, ablehnen. Wohin würde das führen? Ganz unsehlbar zum Kriege! Man spricht von einer vorzeitigen Näumung der Rheinlande? Das linke Rheinufer wird unter den im Versailler Vertrag vorgesehenen Bedingungen geräumt werden. Aber ich möchte darauf hinweisen, daß der Vertrag im Artikel 431 eine vorzeitige Räumung noch vor Ablauf der Höchstfristen möglich macht. Ich bleibe also wie immer durchaus im Nahmen des Vertrages und halte mich an seine Bestimmungen. Gerade durch den Locarno=Seist ist der Abschluß einer Vertragsserie zwischen deutschen und französischen Geschäftsleuten ermöglicht worden. Begünstigt durch den Loearnopakt haben Kaufleute und Industrielle beider Lünder sich unterhalten, sind in nutzbeingende Zusammenarbeit getreten. Darüber hinaus hoffe ich, daß sich eine ausgedehnte Juteressengemeinschaft zwischen Franzosen und Deutschen herausbilden wird und daß Franzosen und Deutsche sich mehr und mehr kennen lernen. Die Einheit der Wirtschaftokräfte wird die stärkste Srundlage des Friedens bilden. Sie ist ganz zweifellos nötig. Ich hoffe, daß im Jahre 1927 die materielle Vbrüstung einen großen Fortschritt machen wird und die moralische Abrüstung gleichfalls. Uebrigens ist es der Wunsch Frankreichs, daß sich die Internationale Abeüllunsskeuferenz in Bälde ausammenDr. Vell zur Begierungskrise. Köln, 31. Dezember.(Radio.) Reichsminister Dr. Bell stellt der K. V. Neujahrsbetrachtungen zur Verfügung, in denen er sich mit der Regierungskrise beschäftigt. Er sagt, nach gründlicher Ernüchterung würden sich auch die Krisenmacher der Einsicht nicht verschließen können, daß das durch keinerlei triftige Gründe zu rechtfertigende oder zu entschuldigende Mißtrauensvotum lediglich als schwerer politischer Fehler und verhängnisvolle Verantwortungslosigkeit charakterisiert zu werden verdiene. Das Verhalten der Reichsregierung und der Regierungsparteien zumal gegenüber der Reichswehr habe dazu nicht die geringste Veranlassung gegeben. Wolle man das Vaterland über die Parteisache stellen, dann müsse der ernstliche Wille der Wegbereiter werden für eine erträgliche Lösung dieser sonst geradezu staatsgefährlich sich auswirkenden Krise. Zugleich werde die Frage der Reformbedürftigkeit der einschlägigen Vorschriften über das Mißtrauensvotum einer gründlichen Nachprüfung bedürfen. Ersprießliche Politik lasse sich unmöglich treiben, wenn eine Regierung bei jeder möglichen und unmöglichen Gelegenheit durch einen einfachen Mehrheitsbeschluß gestürzt werden könne. Was die Außenpolitik angehe, so werde der unerhörte Fall Germersheim=Landau hoffentlich dazu beitragen, den besetzten Gebieten endlich die langersehnte Freiheit wiederzugeben und dadurch auch das deutsche Land von solcher„Rechtssprechung“ endgültig zu befreien. Im neuen Jahr solle man dem deutschen Volk vor allem den Mut zur Verantwortung, die Entschlußkraft zur ersprießlichen Aufbauarbeit wünschen, ferner tiefgründige politische Erziehung und porkamentarische Schulung. Vorah gegen die Errichtung der neutralen Zone in Kikaragua. Paris, 31. Dezember.(Radio.) Wie aus Washingten gemeldet wird, hat Senator Vorah, der Vorsitzende des Auswär tigen Ausschusses des Senats, beim Stäatssekretär Kellogg Pro test gegen die Errichtung einer neutralen Zone in Nikaragu: erhoben. Zum Besuch des Grafen Ishii bei Brians. Paris, 31. Dezember.(Nadio.) Der offiziöse Petit Parisien schreibt zu dem gestrigen Besuch des japanischen Botschafters bei Briand, daß die japanischen Interessen ganz anders gelagert seien als die der übrigen Mächte und daß sich der Standpunkt der französischen Auffassung nähere, wie sie vom französischen Botschafter in London im Foreign Office vorgetragen worden sei. In Tokio und Paris werd man eine vorsichtige und zurückhaltende Politik verfolgen. Weitere englische Pressestimmen zum deutschitalienischen Vertrag. London, 31. Dezember.(Radio.) Die Londoner Presse beschäftigt sich weiter eingehend mit dem deutsch=italieniischen Vertragsabschluß. Die Times erklären an leitender Stelle u..: Der deutsche Außenminister sei im Gegensatz zur italienischen Presse vernünftig genug gewesen, alles zu vermeiden, was den Anschein einer politischen Demonstration hätte erwecken können. Der diplomatische Korrespondent des Daily Telegraph weist auf den Unterschied zwischen den deutschen und italienischen Pressekommentaren über den Vertragsabschluß hin. Während die deutsche Presse die politische Bedeutung des Vertrages zu, verkleinern suche, bemühten sich die italienischen Blätter, das politische Moment besonders zu betonen. Der Vertrag, so schreibt; der Daily Telegraph, sei zweifellos unanfechtbar, er enthalte keine Bestimmung, die sich nicht mit dem Völkerbundpakt in Uebereinstimmung bringen lasse. Von größerer Bedeutung werde der Pakt für die deutsch=österreichische Anschlußfrage, für die Frage der Behandlung des deutschen Völkerbunds außerhalb des Reiches und schließlich für das Kolonialproblem sein. Der neue Vertrag werde die deutsch=italienische Zusammenarbeit befestigen und es erscheine nicht ausgeschlossen, daß sie im Laufe der Zeit größere politische Auswirkung haben werde. Kleine politische Nachrichten Keine Verhaltungen im Mainzer Zwischenfall. Paris, 31. Dezember.(Radio.) Havas meldet aus Mainz. daß die beiden französischen Soldaten, die an dem angeblichen Zwischenfall in der Weihnachtsnacht beteiligt gewesen sein sollen, nicht am 30. Dezember verhaftet worden sind, sondern lediglich noch in der Weihnachtsnacht eine strenge Diszivlinarstrafe erhielten, weil sie am 24. Dezember nicht zum Appell erschienen waren und eine Dienstmütze und einen Revolver verloren hatten. Millerunds vergebliche Bemühungen. Paris, 31. Dezember.(Radio.) Millekands Bemühungen auf irgend einer Senatswahlliste als Listenführer aufgenommen, zu werden, sind ergebnislos geblieben. Jetzt hat auch die Vertrauensmännerversammlung der Republikanischen Vereinigung im Departement Seine die Aufstellung Millerands als Listenführas abgelehnt Perurteilung spanischer Artillerkeoffiziere. 31. Dezember.(Radio.) In dem Verfahren gegen die der Anstiftung zur Revolte beschuldigten spanischen Artillerieoffiziere hat das Kriegsgericht über einige Generäle und mehrere Stabsoffiziere das Urteil gefällt. Das Urteil wird erst bekanntgegeben werden, nachdem es dem Kriegsminister vorgelegt worden ist. Neue revolutionäre Bewegung in Saloniki? Belgrad, 31. Dezember.(Radig.) Nach Meldungen aus Saloniki macht sich in der dortigen Garnison eine revolutionäre (Bewegung bemerkbar. Man spricht davon, daß die dort liegenden Truppen den Marsch nach Athen beschlossen hätten, um (die Regierung zu stürzen. Auch Athener Meldungen sprechen von royalistischen Umtrieben im Lande und die Regierung hat zu ihrer Sicherheit Marinetruppen zusammengezogen. Zwei Spione zum Tode verurteilt. Gelgrad, 81. Oezember.(Radio.) Das Belgrader Staatsgezicht verurteilte gestern zwei ungarische Staatsangehörige, die Spionage angeklagt waren, zum Tode. Unpolitische Nachrichten. Beim Aufspringen auf einen fahrenden Zug tötlich verunglüst, Haungner, 81. Bezember.(Radio.) Auf dem hiesigen sprang ein 25jähriger Reisender auf einen bereits in Fahrt befindlichen Zug. Dabei geriet er zwischen das Tritibrett und den Bahnsteig und konnte nur als Leiche geborgen " Eretz Reichtum verhungert. Paris, 31. Dezember.(Radio.) Im Krankenhaus von Orleans starb eine 80jährige Witwe kurz nachdem sie halb vereingeliefert worden war. Eine Haussuchung in ihter Wohnung förderte ein Vermögen von 55 000 Franken in Gold und Silber zutage. Ein Dampfer in Rewuork. 31. Dezember.(Radio.) Von verschiedenen Funkstationen wurden S. O..=Rufe des englischen 5090=TannenDampfers Clearton aufgefangen. Der deutsche Dampfer Ver#in ist der Clearton zu Hilfe geeilt. Der in Seenot befindliche engliche Dampfer ist am 26. Dezember in Baltemere nach Kingstewn in See gestechen. Sanderhaver Gelbstmerd. Paris, 31. Dezember.(Radis.) In Lorient stürzte sich ein Juwelenhändler von einer Brucke in den Fluß, nachdem er sich völlig entkleidet hatte. Die Leiche wurde vom Steudel fortgerissen und konnte noch nicht geborgen werden. Aus Gocholt und Umdegens. Bochelt, den 1. Januor 19•7. Mordversuch. Heute Vormittag gegen 7 Uhr ereignete sich auf dem Burloerweg ein blutiges Familiendramo. Ein in der Betsdamstraße wohnender 56jähriger Stuklateur gab auf seine von ihm getrennt lebende Ehefrau nach einem Wortwechsel drei Schüsse ab, von denen zwei trafen und die Frau erheblich verletzten. Der Tüter flüchtete. Die Verletzte wurde von der Sanitötslolonne zum Krenkenhause gebracht. i: Geschäftsverkohr des Dinanzamts. Das Finanz= amt in Vorken schreibt unsi Es besteht Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß das Finanzamt für den Verkehr mit dem Publikum nur Dienstags und Freitags von—19½ Uhr vormittags und—6 Uhr nachm. geöffnet ist. Außerhalb dieser Zeit kann Publikum im Interesse der Aufrechterhal ung eines ordnungsmäßigen Geschäftssangs nicht abgefertigt weeden. ies Weitnachts=Oratorium. Wie bereits von uns erwühnt wurde, findet die zweite und letzte Aufführung des Weihnachts=Oratoriums durch den Cäeilien= Verein St. Joseph, verstärkt durch Damenchor und Orchester, am Sonntag, dem 2. Januar, nachmittags 5½ Uhr, im Schützenhause statt. Da die erste Aufführung am zweiten Weihnachtstage, wie auch aus der Besprechung an dieser Stelle hervorging, gutes Können das Chores zeigte und auch bei dem zahlreichen Publikum lebhaften Beifall fand, kann ein Besuch dieser letzten Aufführung nur warm empfohlen werden, und dem Cäcilien=Verein St. Joseph wäre ein ausverkauftes Haus für seine Mühen zu wünschen. Eintrittsbarten zu.— Mark und 1,50 Mark(numeriert) sind zu haben bei Valk, Nobelstr.(linke Seite) und Neyenhaus(rechte Seite) und an der Kasse. Bubenkopfdemonstration. Wie aus dem Inseratenteil ersichtlich, sucht die diesige Friseurinnung zu ihrer am Montag, dem 3. Januar, im Bürgerkrug=Saale stattfindenden Bubenkopf=Demonstration Modelle. Damen, die sich für einen auf das modernste bearbeiteten Dubenkopfneuschnitt oder einen Beischnitt interessieren, werden gebeten, sich als Modelle im Eriseurgeschäft W. Gathmann, Osterstraße, vormerken zu lassen. Der Vorführende ist ein vielmals ausgezeichneter menfriseur und darf daher das Allermodernste erwartet werden, Die evang. Jugendvereine veranstalten an den kommenden Neujahrstagen ihre Weibnachtsfeiern im Gemeindehause, und zmar der Jugendbund am Neujahrstage und der Jungmädchenverein am Conntag. Die Feiern finden im Kreise der Mitglieder und besonders geladener Gäste statt. Weihnachteseier im Turnverein Bocholt von 1907 e. 9. Zur Weihnachtsfeier des obigen Vereine hatten sich die Angehörigen der jugendlichen Mitglieder mit diesen in großer Anzahl eingefunden. Auch viele andere Mitglieder, Freunde und Gönner des Vereins waren zugegen. Der Vorsitzende des Vereins begrüßte sie akte mit herzlichen Worten, erläuterte die Ziele und Bestrebungen der D. T. und des Turnvereins Bocholt auf dem Gebiete der Jugendpflege, streifte die Bedeutung des Weihnachtsfestes in Beziehung auf die utsche Turnerschaft und damit den Turnvere Dei cholt und bat die Anwesenden, den Verein und seine Bestrebungen wie bisher so auch in der Zukunft zu unterstützen. Gs folgten dann die Barbietungen der Jugendabteilungen, die in ihrer lustigen und tadellos ausgeführten Rut bei ellen Zuschauern große Freude und Bewunderung auslösten. Spiele, Uebungen aus verschule, Volkstänze und Reigen wechselten in Folge mit gut vorgetragenen Gedichten ab und n nach einem flotten Turnen an Barren und mit fauhen ausastührten Ayramiden die Reier schloß, hörte man nur eine Stimme des Lobes über die reiche und schöne Fülle des Gebotenen, Sicherlich hat diese Feier dem bektebten Verein wieder eine Reihe neuer Freunde gewonnen, hat sie doch gezeigt, wie gut die jugendlichen Freunde edlen deutschen Strebens im Turnverein Bocholt von 1867 aufgehoben sind. (1) Gohlfichrtsbriefmarken. Da die öffentliche Fürsorge bei weitem nicht ausreicht, die bittere Notlage der auf sie Angewiesenen auch nur annühernd zu beheben, hat die freiwillige Liebestätigkeit Mittel und Wege ersonnen, um hier ergänzend eingreisen zu können. Als ein solches Mittek hat sich auch der Vertrieb von Wohlfahrtsbriefmarken berährt. Diese Briefmarken sind bei den Wohlfahrtsorganisationen und sämtlichen Postanstalten zu haben und können bis Ende Juni 1927 wie gewöhnliche Briefmarken Verwendung finden. Der Reinertrag ist vor allem stimmt„zur ergänzenden Fürsorge für Kinder, alte Leute und Erwerbsunfühige, sowie für Sueisungseinrichtungen allen Art“. Ramhafte Beträge können für diese odten Zwecke flüssig gemacht werdon, wenn jeder Einzelne und jede Organisation hin und wieder Wohlfahrtsbriefmarken anstelle der gewöhnlichen Postwertzeichen verwendet. Alle deutschen Männer und Frauen, die in der heutigen Notzei: unseres Volkes das Glück haben, in einigermaßen erträgli hen wirtschaftlichen Verhältnissen leben zu können, müssen es als eine Chrenbetrachten, in dieser Weise ihren notleidenden Brüdern und Schwestern beispringen zu können. Ein großes Berdienst um die gute Sache können sich vor allem die Leiter von Vereinen und größeren Organisationen erwerben, wenn sie in ihren Kreisen auf die Bedeutung der Verwendung von Wohlfahrtsbriefmarken wiederholt und nachdrücklichst hinweisen. Wetterbericht. Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland: Weiterhin ziemlich trübes und feuchtes Wettor, Temperaturen nur wenig verändert.— Für ganz Deutschland: Norden und Osten Fortdauer des trüben, regnerischen und ziemlich milden Wetters, im Süden trocken, Temperaturen noch über Null. !! Preisschießen und Wettschießen, Preis= un Wettschfeßzen mit Geuerwaffen, mit Ausnahme des beeonblichen und volkstümkichen Vogelschießens, dürsen nur auf Schießzständen stattfinden, die von der Polizeiheh##de genehmigt und abgenommen worden sind. Auch dürfen nur Waffen und Munition solcher Art verwandt werden, die von der Polizeibehörde für den betreffenden Schießstand zugelassen worden sind. des Schießen muß unter der Leitung eines von der Ortspolizeibehkrde anerkannten Schietmeisters stattfinden, der für die Einhaltung der erforderlichen Vorsichtsmaßregeln verantwortlich ist. !! Tragen von Wassen. Schußwafsen aller Art, deren Patronen Explosivstoffe enthalten, dürfen nur solche Perfonen mit sich führen, denen ein Waffenschein für solche Waffen erteilt worden ist. Bisher war ein Waffenschein nur für Revolver, Gistoken und ähnliche Schußwafsen, sowie deren Vatronen erforderlich. Das Feilhalten und Mitführen von Schlagringen, sogenannten Totschlägern(Gummiknüppeln, Ochsenziemern, Pavierstöcken) und sogenannten Hampelmännern(Gummischläuchen, Stricken oder Riemen, welche mit Metall oder anderen Beschwerungen versehen sind), ist verboten. Schutzfraffen alter Art, deren Patronen Explosivstoffe enthalten und diese Patronen selbst dürsen nur an den rechtmäßigen Inhaber eines Waffenscheines u. gegen Vorzeigung des letzteren verkauft werden. Suderwick, 30. Dez. Theater in Zinxperlo. Die Sportvereinigung Zinxperlo gibt am zweiten Neujahrstage im Saale der Herren Voland einen Theaterabend mit Ball. Zur Aufführung gelangt„Eine halsbrecherische Hochzelt“, ein Lustspiel in drei Akten, Ansang 7 Uhr(holländische Zeit). Nach Schluß der Aufführung beginnt der Ball. Werth, 30. Dez. Theateraufführung. Der Cäcilien=Verein Werth wird am 2. und 9. Januar, abends 5 Uhr, im Breuilschen Saale seine diesjährige Theateraufführung veranstalten. Wie verlautet, wird der Chor diesmal, im Gegensatz zu den letzten Jahren, nur humoristische Stücke aufführen, sodaß auch der Scherz wieder zur Geltung kommt. Wer also einmal tüchtig lachen will, versäume die Gelegenheit nicht, sie wird sicher jedem Besucher einige frohe Stunden bereiten, Auholt, 30. Dez. Weihnachtsfeier. Am Mittwoch vergangener Woche harten die Kinder der Liegehalte des Krankenhauses eine schöne Weihnachtsfeier mit Theater und Bescherung im Jugendheim, daran schloß sich am Donnerstag die Feier der Kleinen der Kinderbewahrschule. Zu dieser Feier waren außer den Angehörige der Kleinen ihre K. und K. Hoheit, Erbprinzessin zu Salm=Salm, ihre Durchlaucht Fürstin Campofraneo(geb. Erbprinzessin Henriette zu Salm=Salm), mit ihrem Söhnchen, ihre Durchlaucht Prinzessin Ceeilie zu Salm=Salm, Herk Bürgermeister Schulte und Herr Kapkan Schwegge erschienen. Die Ehrwürdige Schwester hatte den Kleinen zu dieser schönen Feien Weihnachtsgedichtchen, Weihnachtslieder und einige Reigen mit Gesang beigebracht, welche von den Kleinen zur größten Freude der Anwesenden unter dem schön geschmückten Weihnachtsbaum recht nett vorgetragen wurden. Eines der Kleinen hieß in einem gut vorgetragenen Begrüßungsgedicht alle Erschienenen willkommen. Für die Kleinen lag der Höhepunkt des Festes in der Bescherung, die, da sie sehr reichlich ausftel, ihnen den Welhnachtszauber noch verschönte, sodaß alle hochbeglückt den Heimweg antreten konnten. Rees, 31. Dez. Gestern abend verbrannte das Auto einer hiesigen Getreidehandlung durch Entzünden des Benzins bein Putzen vollstündig. Der Chauffeur erkitt an einem Arm schwere Vrandwunden. Ein anderer Kraftwagen dorselben Firma verunglückte, wie in der gestrigen Nummer berichtet wurde, infolge starken Nehols am Dienstag bei Clevo. Da aller„guten“ Dinge drei lind, broch in der Wohnung des Besitzers gestern auch noch ein####nbrand aus, der allerdings lald gelöscht werden konnte. Tehre Radlisierbungen. Die Kobleuzer Verhandlungen. Berlin, 81. Dezember.(Radio.) Anläßlich der durch das Urteil des Landauer Kriegsgerichts im besetzten Gebiet entstandenen Beunruhigung hat im Auftrage des Reichsministerfür die besetzten Gebiete Dr. Bell, der Reichskommissar Langwerth von Simmern, heute mittag mit der Interalliierten Rheinlandkommission in Koblenz Besprechungen darüber gehabt in welcher Weise wirksame Maßnahmen zur Verhütung weiterer Zwischenfälle getroffen werden können. Das Auswärtige Amt legt Wert auf die Feststellung, daß gegenüher alarmierender Meldungen es sich hier nicht um eine Demarche handelt, sondern um Besprechungen im Nahmen der bereite mitgeteilten lausen den Verhandlungen über Erleichterungen im besetzten Gobiet. Keine Ausweisungen aus dem Memelgebiet Beslin, 31. Dezember.(Radio.) In der Frage der Aus. weisungen aus dem Memelgebiet ist eine endgültige Entschei. dung seitens der litauischen Regierung noch nicht getroffen, doch hat sie die zuständige Behörde angewiesen, die Ausweisungsbefehle vorläufig nicht zu vollstrecken. Die für den 29. Dozembe: füllige Ausweisung des Redakteurs Brieskorn ist daher unterblieben. Somit ist zu heisen, daß dieser Zwischensall, dor dilitauisch=deutschen Beziehungen zu trüben drohte, in befriedigender Weise erledigt wird. Curnen. Spiel und Sport Sport= und Spielverein Rhade. Am Neujahrstage hat der Vergin die 1. Mannschaft des B. F. E. 1900 nach hier verpflichtet, Die Bocholter Elf ist der hiesigen Sportwelt zur Genügbekannt. Sie spielt in der=Klasse und nimmt hierin eine der ersten Plätze ein. Als=Klassenverein muß Nyede dapealle Kräfte aufbringen, um ein einigermaßen gunstiges Resultat zu erzielen. Es wird demnach ein interessanter Kampf zu erwarten sein, da Rhede in verstärkter Aufstellung antritt. Die Parole eines jeden Sportinteressonten ist daher am Neujahrstage: Auf zum Sportplatz an der Lindenstraße. Das Spiel beginnt pünktlich.30 Uhr.— Am Sonntag, den 2. Januar spielt die 1. Mannschaft gegen die gleiche des Sportklubs Bocholt 1026 in Bocholt(früher T. u. B. Mussum). Des Spiel beginnt 11 Uhr vormittags. S. E. Westsalie Anholt. Am letzten Sonntage spielte eine kombinierte Mannschaft gegen die 2. des Ballspielvereins 1926 Bocholt und gewann das Spiel mit:0. Die Leistungen waren in Anbetracht des schlechten Gegners rocht minderwertig.— Am kommenden Conntag vormittags um 11 Uhr spielt die 1. Jugend gegen die 2. von Spiel und Sport 00 Emmerich. Nachmittags um 3 Uhr trägt die 1. Mannschaft gegen die 2. des V. f. A. Rheingold ein Gesellschaftsspiel aus, das Anholt knap## aber sicher gewinnen dürfte. Devisenkurse 30/12. 91. 12. Amsterdam Sale London Jew=Volk Marie Schweiz Wien(obg.) Schiffeaktien. Hepag Kordd. Lkoyd Bankaktien. Barmer Bank Verl. Handelsg. Commerzbank Darmstädt. Bank Deutsche Bank Diskanto=Ges. Dresdener Bank Reichsbank Industeieaktien. Schultheiß Dortmund. Union Adler Portland Adterwerke 8. C. G. Angelo Quano 3. B Vemberg serger Tiefhau Bergmann Glektr. Verzilius Berg Bochumer Guß. Auderus Eisen Charl. Wasser Chem. v. Heyden Chem. Ind. Seilj. Daimler Mot. Dessauer Gas Deutsch Luxemb. Deutsch Erdöl Deutsch Masch.Dresdener Gard. Dürkoppwerke Dynamit Robel Elek. Licht. u. Kr. Ess. bad. Wolle Eschwoller Berg Ess. Steinkohle List . 6. Fard.=Ind. GHelten& Guill. Ariedrschohell Gelsenberg Gellenguß Germ. Zement Sis. el. Unterneh. Germes& Co. Sladbach Welle Goldschmidt Sädlitz Wagsen 172,87 168,7 ** 157,87 275,00 227,76 267,80 100.50 180,80 174,75. 168.50 298.50 261.00 151,60 112.00 189.12 109,00 284,75 279.25 167,00 00.00 192.23 119.75 129.•0 134,78 166.00 87.00 181.75 192.75 189,61 119.85 131.50 79 100.00 165.00 58,75 174.25 100.75 135.25 325,00 164.50 126.00 182.75 13,25 109.50 191.00 144,50 157,00 147.50 R 0 175,00 171,87 164,00 277.00 217.30 263.50 191.00 183.00 175,00 173,75 300.00 161.00 164.75 146.50 170.00 107,00 240,00 278,60 109,60 00,00 182.50 119.00 131.50 134,.25 104,00 83.00 132.02 189.75 198.50 120,00 10075 81,00 161.87 167,00 60.37 180,00 195.010 135,00 324.00 100.27 116.25 184,00 14.19 199.25 193,00 153,50 102,00 100,00 Gotha Wasgon Gruschwitz Textil Hammersen Hansa Llend Harpener Berg Hartmann Masch. Höch Eisen Hoffmann Stärke Humhold Masch. Kabla Porz. Kali Aichereleben Karlsrutz. Masch. Karstadt Klöcknerwerke Köln Neuessen Köln Rottwell Gebr. Körting Lahmeper Laurabütte Linke Hoffmannn Moginus Beannesm. Nöh Mansfeld Berg Mechan. Linden Mechan Zittan Mix& Genest Mülheim Borg Oder Kote Orenstein Berg Ponge Spinnere Reisholz Papiee Rheinmetall Rheinstahl Rombacher Rütgerswerke Schuckert elektro Siemens Halske Thörl. Oel ardt Tietz er. Dt. Rickel ler. Glanzstoffe Wandererwerke Westd. Handel Wicking Portl. Zellsteff## E. Wessl. E voler Kohle Benz Motoren 85b4 Abunst 4er Kali Krugershall Deutsche Petrol. Be .00 84.25 121.50 67.75 197,00 41.25 180,00 77,50 10,00 150.60 157./0 47.87 104.00 160,00 13•,82 161.00 110,00 14•.00 89.87 86.00 62,00 209,00 146.25 249.00 113.50 129.00 185,00 148.50 106,62 199.87 42,/0 310,00 400,00 2.00 14.25 144.00 109.25 108.87 102.00 126.00 181.75 305,00 215.25 1120 170.00 236.12 183.50 81,00 90.00 162.00 000.00 129.00 75.00 22.0 86,00 124,00 68.37 197,00 43.75 181,7 80.00 53,00 123.50 ..25 47,87 16 ,50 160.50 188,87 161,00 114,0 150,00 80,00 98.5 62,12 212,50 147.75 250.00 111.00 130.0 157,/0 149,6: 138.50 140.25 42.50 301,00 001,00 907.62 14.50 144,00 170,00 208,00 106,00 127.75 181.75 387.00 220.00 #0 104,00 241.50 184.50 81.50 90.00 100.60 ∆ 405 #400 Bilanz der Woche Das Jahr 1926 bringt insofern einen ein wenig ersöhnenden und nicht völlig hoffnungslosen AusNang, als sich die französische Regierung entschlossen hat, die durch den untragbaren Spruch des Landauer Kriegsgerichts verurteilten Deutschen zu begnazigen. Damit ist gewiß dem Recht nicht Genüge geschehen, denn der Freispruch gegen den Mörder Roueier wurde nicht aufgehoben, aber immerhin kann man die Tatsache, daß ein französisches Kabinett, und dazu noch ein Kabinett Poincare, 48 Stunden nach der Urteilsverkündung die Begnadigung der Deutschen einstimmig empfahl, doch als einen kleinen Fortschritt betrachten und als Beweis dafür, daß die französische Regierung nicht vor den Kreisen kapituliert, die die Durchkreuzung der Verständigungspolitik sich als Ziel gesetzt haben. Zum anderen eröffnet auch die Unterzeichnung des deutsch=italienischen Schiedsgerichts= und Vergleichsvertrages ekwas günstigere Aussichten. Wenn man sich daran erinnert, daß noch der Beginn des Jahres 1926 die deutschlandfeindlichen Reden Mussolinis brachte, so wird man mit Befriedigung feststellen können, daß in den Beziehungen zwischen Rom und Berlin eine erfreuliche Entspannung eingetreten ist. Dabei wäre es aber falsch, die Bedeutung dieses Vertrages zu überschätzen. Es ist, wie schon oft genug betont wurde, ein Schiedsgerichtsvertrag, wie ihn Deutschland mit einer Reihe von Staaten abgeschlossen hat, ohne daß dabei die Presse etwa von dem Abschluß dieser Verträge anders als durch die Wiedergabe kurzer Meldungen Kenntnis genommen hätte. Wenn die italienische Presse es zeitweilig so dargestellt hat, als ob dieser Vertrag sich irgendwie gegen Frankreich richtet, so ist das von deutscher Seite oft genug dementiert worden, und auch die italienischen Blätter selbst haben diese Lesart fallen lassen. Tatsächlich richtet sich der Vertrag auch gegen keine andere Macht, sondern ist nur ein Ausdruck des Willens, die zeitweilig stark gefährdeten Beziehungen zwischen beiden Ländern wieder besser zu gestalten dadurch, daß sämtliche etwa entstehenden Streitfragen einem Schiedsgericht überwiesen werden. So wird man diesen Vertrag als einen weiteren Schritt zur Befriedung Europas begrüßen können. Auf der anderen Seite fehlt es aber keineswegs an Beweisen dafür, wie weit wir auch heute noch von einer solchen Befriedung Europas entfernt sind. Man braucht nur einen Blick über die Ostgrenze des Deutschen Reiches zu werfen, um blindwütigen Chauvinismus an der Arbeit zu sehen. Im Memelgebiet sind eine Anzahl Reichsdeutscher ausgewiesen worden, darunter vor allem die leitenden Redakteure der deutschen memelländischen Blätter. Es ist selbstverständlich, daß die deutsche Regierung sofort gegen diese Ausweisungen Protest erhoben hat, zumal es sich bei der Ausweisung der Redakteure um ganz systematische Bemühungen, die deutsche Presse in Memel völlig mundtot zu machen, handelt. Die litauische Regierung hat sich mit der Erledigung dieser Angelegenheit nicht gerade besonders beeilt. Sie ist sich offenbar nicht recht bewußt, daß sie im Begriffe steht, sämtliches überhaupt vorhandenes Porzellan zu zerschlagen. Die Beziehungen zu Deutschland haben sich durch die unsinnige Politik im Memelland wesentlich verschärft, auf der anderen Seite ist aber auch Moskau schwer entrüstet, da die neue Regierung außerordentlich scharf gegen die Kommunistenführer vorgeht und vier von ihnen durch ein Kriegsgericht zum Tode hat verurteilen lassen. Wie stark in Rußland die Verärgerung ist, geht daraus hervor, daß die„Prawda“ überhaupt die Lebensfähigkeit Litauens anzweifelt und plötzlich— nur rund drei Monate nachdem der russisch=litauische Freundschaftsvertrag abgeschlossen ist mit dem Gedanken spielt, der schon früher von anderer Seite in die Debatte geworfen wurde, Litauen Polen einzuverleiben. das dafür andererseits auf den polnischen Korridor verzichten müßte. Nimmt man hinzu, daß die litauische Regierung mit Polen auf gespanntestem Fuße wegen der Wilna=Frage steht, so zeigt sich, daß das neue Kabinett Woldemaras sich glücklich zwischen sämtliche vorhandenen Stühle gesetzt hat. Trotzdem ist der von der„Prawda“ wieder ausgenommene Gedanke heute noch keineswegs spruchreif. Polen selbst dürfte am wenigsten geneigt sein, etwa auf den Korridor; zu verzichten und gerade die letzten Terrorakte in Oberschlesien sowie die Hetze gegen Calonder und Lukaschek zeigt aufs neue, wie wenig Polen für eine Politik der Verständigung reif ist. Auch sonst fehlt es keineswegs zum Jahresschluß an Unruheherden. Man braucht dabei den Blick keineswegs auf Europa zu beschränken, sondern auch das viel gerühmte Amerika birgt, wie die Vorgänge in Niearagua beweisen, Explosivstoff genug in sich. Es scheint allerdings, als ob die Washingtoner Regierung zu der Einsicht gekommen ist, daß die Unterstützung des Präsidenten Diaz in Nicaragua kein sehr zweckmäßiges Mittel war, zumal Diaz von seinem liberalen Gegner Sacasa vernichtend geschlagen wurde. Dabei geht es freilich sehr viel weniger darum, wer in Zukunft in Nicaragua regieren soll, als vielmehr um die Sicherung der Verträge, die Amerika mit Nicaragua über den Bau eines zweiten Kanals zwischen dem Großen und dem Atlantischen Ozean abgeschlossen hat, und des ferneren bedeutet dieser Kampf zugleich eine Auseinandersetzung mit der mexikanischen Regierung, die Sacasa unterstützt, sodaß in Wahrheit Kanalbauund Oelinteressen verfochten werden. Auch in China bleibt die Lage nach wie vor alles andere als erfreulich. Die englische Regierung hat mit ihrem Chinamemorandum, durch das sie die Bedeutung der nationalen Bewegung in China anerkannte, und sich zu Zugeständnissen sehr weitgehender Art bereit erklärte, wenig Glück gehabt. Sowohl Tschangtsolin, der Machthaber im nördlichen China, wie auch die Kantonregierung lehnen die Vorschläge ab, und auch in Frankreich und Japan steht man den englischen Plänen gegenüber auf einem ablehnenden Standpunkt, da man eine Finanzierung des chinesischen Bürgerkrieges durch die von England befürwortete Zollerhöhung befürchtet. Damit es aber auch sonst nicht an weiteren Streitfragen fehle, bemüht sich die spanische Regierung wieder, zunächst allerdings vergebens, die Tangerfrage in den Vordergrund zu schieben, sodaß die außenpolitische Situation am Jahresschluß nicht gerade als besonders friedlich und befriedigend angesehen werden kann. Aus Nah und Fern. Bochum, 30. Dez. Mit Unterstützung durch die Polizeipräsidenten des rheinisch=westfälischen Industriebezirks und im Einvernehmen mit den höheren Kriminalbeamten und Schutzpolizeioffizieren dieses Bezirks hat die westfälische Verwaltungsakademie an ihre Abteilung Industriebezirk in Bochum in Gemeinschaft mit der freien Vereinigung für Polizei= und Kriminalwissenschaft Berlin, deren Vorsitzender Staatsminister u. Präsident des Oberverwaltungsgerichts Dr. Drewa ist, die Einrichtung eines sechssemestrigen kriminalwissenschaftlichen Lehrganges beschlossen. Die von der westfälischen Verwaltungsakademie geplante Einrichtung stellt sich als die erste kriminalwissenschaftliche Einrichtung dar, die das ganze Gebiet der Kriminalwissenschaften in einem auf längere Zeit berechneten Studiengange systematisch umfaßt. Essen, 30. Tez. Gestern abend fuhr auf der Bismarckstraße ein Personenkraftwagen in voller Geschwindigkeit in einen Lastkraftwagen hinein. Der Personenwagen wurde schwer beschädigt. Während der Wagenführer mit leichteren Verletzungen davonkam, wurde ein im Wagen befindliches vierjähriges Kind stwpr teich.— Wanne=Eickel, 30. Dez. Der neue Oberbürgermeister Kiwitt aus Münster und die neu gewählten Beigeordneten wurden in einer außerordentlichen Sitzung der Stadtverordneten vom Regierungspräsidenten König in ihr Amt eingeführt. Regierungspräsident Kölßg gedachte in seiner Ansprache der Verdienste des früheren Amtmanns Weiberg um die Schaffung der neuen Mittelstadt Wanne=Eickel. Im Namen der Stadtverordnetenversammlung begrüßte Stadtverordneter Westhoff den neuen Oberbürgermeister. Oberbürgermeister Kiwitt erbat in seiner Ansprache das Vertrauen und die Mitarbeit der Stadtverordnetenversammlung und der Beamtenschaft. Die Finanzlage der Stadt sei gewiß sehr ernst. Es werde sein Bestreben sein, durch Sparsamkeit und Vereinfachung der Verwaltung die erforderliche gesunde Finanzlage zu schaffen. Erkelenz, 30. Dez. Als ein von Baal kommender Personenkraftwagen auf der Landstraße einem Radfahrer ausweichen wollte, geriet er wegen der Glätte der Fahrbahn ins Rutschen. Im gleichen Augenblick kam ein Lastkraftwagen vorbei und fuhr in den Personenwagen hinein, der völlig zertrümmert wurde. Der Fahrgast, ein Kaufmann aus Düsseldorf, erlitt vier Rippenbrüche und wurde saußerdem durch Glassplitter im Gesicht verletzt. Er mußte ins hiesige Krankenhaus eingeliefert werden. Der Führer des Personenwagens und die Insassen des Lastwagens kamen mit leichteren Verletzungen davon. .=Gladbach, 30. Dez. Die gestern und vorgestern staltgefundenen Sonderverkaufstage des hiesigen Textilgroßhandels hatten einen guten Erfolg. Aus allen Teilen Deutschlands hatten sich Käufer eingestellt, dagegen fehlten solche aus dem Auslande gänzlich. Sogenannte Rauhware(Biber) fand sehr flotten Absatz, sodaß die Läger fast ganz geräumt wurden. Die Preise waren allerdings auch stark herabgesetzt. Das Weihnachtsgeschäft im Textil=Detailhandel war im allgemeinen befriedigend. Lebhaft war der Verkauf in Strumpfund Wirkwaren. Köln, 30. Dez. Geheimer und Oberbaurat Tombaumeister Bernhard Hertel kann am 31. Dezember auf ein 40jähriges Wirken im Staatsdienst zurückblicken, Der Jubilar, der heute 64 Jahre alt ist, hat schon in jungen Jahren eine große Anzahl Kirchen und kirchliche Gebäude in Westfalen, Rheinland, Oldenburg, Schlesien, Berlin und auch im Auslande ausgeführt. Zu seinen Hauptwerken gehört der Neubau des St. Lambertiturmes in Münster, nach dessen Vollendung dem kaum Dreißigjährigen der Kronenorden vierter Klasse verliehen wurde. Mit der Geschichte des Kölner Domes wird der Name Hertels ohne Zweifel immer verbunden bleiben. Seiner nun 23jährigen unermüdlichen Arbeit ist es in erster Linie zu verdanken, daß dieses großartige Kulturwerk in seinem heutigen Zustande erhalten und vor Verfall und Verwitterung geschützt werden konnte. Neben seiner Lebensarbeit widmete der Jubilar sich aber auch noch zahlreichen anderen wichtigen sozialen und Kulturaufgaben mit demselben unermüdlichen Eifer. Als Preisrichter und gutachtlicher Aeußerer für kirchliche Bauten hat sich Dombaumeister Hertel auch im Auslande einen geachteten Namen erworben. Viernheim, 30. Dez. In einer der letzten Nächte entstand im Gasthause zum„Deutschen Adler“, ein schwerer Zusammenstoß mit Zigeunern, die ihren Wagen in den Hof des Gasthauses einstellen wollten, was der Wirt nicht zuließ. Nach Wirtschaftsschluß kam es dann zu einer regelrechten Schießerei zwischen den Zigeunern und drei Vieenheimer Bürgern, die zur Folge hatte, daß zwei Zigeuner und drei Viernheimer Männer schwerverletzt ins Krankenhaus eingeliefert werden mußten. Andernach, 30. Tez. In unglaublich frivoler Weise hat eine Korbmacherfamilie, die mit einem Wa gen im Lande herumzieht, ihr eigenes Kind ausgesetzt Die Glocken von St. Nikolai. Roman von Willy Zimmermann=Ssuslow. 59. Fortsetzung.. Nachdruck verboten. Im gleichen Augenblick fühlte sich Egon von mehreren Händen ergriffen, die ihn heftig ringsum drehten und seinen Körper nach Waffen abtasteten. „Wer ist das?“ fragte der führende Beamte. Graf Achner sah in das zusammenzuckende Gesicht Egons. „Ein Spitzbube ist's. " Nun wandte er sich dem Grafen Wartenberg zu. In tiefster Erschütterung beugte er sich über das zur Seite gekehrte Gesicht, dessen blutleerer, wenig geöffneter Mund die wie in letztem Schmerz aufeinander gepreßten Jähne zeigte. Schwach klang der Puls den Abschied von der Welt. „Graf Wartenberg,“— die Stimme des Grafen Achner bäumte sich gegen den Griff, den die Rührung an sein Herz tat—, wenn Sie mich noch verstehen sollten, so nehmen Sie dies als letzten irdischen Trost mit sich. Als ich soeben das Gesicht des Mannes sah, der kurze Zeit bei mir im Dienst stand, um die Verhältnisse in meinem Hause auszukundschaften, wußte ich sofort, wer die Spatenstiche zu Ihrem Grabe geschaufelt hat. Im Gedenken an Ihren toten Vater und Ihre tote Mutter rufe ich Ihnen zu: ich vergebe Ihnen, Graf Wartenberg. Nehmen Sie diese Worte als Geleit auf dem Wege zu Ihrem himmlischen Nichter.“ Die Hände des Sterbenden hoben sich langsam und falteten sich leicht über der Brust. Und die Lippen des Mannes, der sich im Kampf um den Sieg des irdischen Lebens der gleißenden Waffe der Skrupellosigkeit rücksichtslos bedient hatte, bewegten sich unmerklich, lautlos, als wollten sie mit einem letzten Glaubensseufzer für Lüge und Falschheit Vergebung ersliehen. Die Beamten standen mit entbloßtem Ro# in ehesurchtsvoller Entfernung von der Gruppe. Die Abendmahlstine mung des Augenolicks ließ selbst in ihren harten den wehmutsvollen Akkord des miims erklingen. XXVII. Die Glocken hatten Recht. Am Abend vorher war Walter in den Anlagen des Tiergartens umhergeirrt. Wild zauste das Wetter in seinen Kleidern, noch wilder tobte die Leidenschaft gegen seine Ohnmacht im Strudel des Geschehens. Tausendmal hatte er in die sich pfeifend neigenden Baumkronen hineingeschrien: es kann nicht sein, es darf nicht sein. Und ebenso oft kam ihm die höhnische Antwort der satanisch aufkreischenden Natur entgegen: du änderst es nicht. Laß den Dingen ihren Lauf, geh unter in Kummer, Elend, Not, versinke im Unrat dieser Welt! Wer kümmert sich um dich? Zuweilen war ihm, als komme ihm die schlanke Gestalt Lydias entgegen, mit großen Augen voller Tränen auf ihn schauend. Dann rannte er in den Wirbel irgend eines Seitenweges hinein, lief ohne Ziel, nur vorwärts, vorwärts, bis er erschöpft vor einem Hindernis halt machte. sserspiegel auf. Ein wuchernder Gedanke uch el—, Ein wuchernder bedanke krallte sich in Walters Hirn fest, die Nerven wie in einem elektrischen Schlag zusammenfahren lassend, dann allmählich in ein wohliges Gefühl ruhiger Betrachtung hineingleitend. Nein, so beglückend hatte sich Walter den aufkeimenden Entschluß zum Scheiden vom Leben nicht vorgestellt. Ein Mensch, so war es ihm stets durch den Sinn gegangen, der alles verloren hat, hat schließlich immer noch sich selbst, and um den Zweck dieses einen Lebens willen mußte er es zu erhalten suchen. Es war schon richtig so. Aber konnte er in sich jetzt noch einen Menschen mit Zweck und Ziel des Daseins erblicken? Nein, nimmermehr! Ohne sie war er nur der Bruchteil eines Lebens, die verkümmerte Schale, fruchtenteignet, ohne den Halt der stützenden Wölbung. Ein Ende mußte er machen, der Vorhang mußte sich vor einem unsinnigen Schauspiel senken. Ja, ich lösche es aus. Der Abschied von ihr war der Abschied vom Leben gewesen. Er war ja schon tot, es fehlte nur noch die Quittung der kalten Konsequenz. Aber nicht hier! Ein Leben in Voesie meidet das Ende in Prosa. Richt fürchtete sich Walter vor dem letzten Schritt, und doch legte er Wert auf die Form des Abcieds. Min29 Gine Vielleicht ein langsames Abbrockeln des Willensr Emnd allmähliche Auflösung des Körpers? Ein bewußtes Hinabsteigen, Schritt für Schritt, ins Reich des Todes? Dort war das Brandenburger Tor. Das Flackern der Lichtfahnen schmerzte seinen Augen. Stille Wanderer lieben stille Straßen. Das brodelnde Gemisch von Lärm und Lüftesingen drückte ihm die Schläfen mit glühenden Klammern.„„„. I,2 Zurück in den Part. Die Fahrstruße entlang schlich sich Walter durch die gewundenen Gänge, tauchte irgendwo im Gewühl des Potsdamer Platzes unter, um da hinten die weniger belebte Zimmerstraße zu gewinnen. Nun stand er vor dem Café am Dönhoffplatz, in dem er vor noch nicht zu langer Zeit die ersten Wermutstropfen des Großstadttrankes gekostet hatte. Die Flügel der Drehtur schluckten ihn hinunter. Einer der vielen dichtbevölkerten Tische— vielleicht war es sogar der, an dem das Schicksal einen Knoten in sein Leben geflochten hatte— war leer. Walter bestellte ein Getränk, ganz gleich was, nur als Vorwand für den Wunsch, der ihn hierhergetrieben hatte. „Haben Sie Schnee?“ flüsterte er dem Kellner zu. Der schloß stumm die Augen und entschwand in dem Gebräu von Zigarettendunst und Töneklagen. Nun hatte Walter das unschuldige weiße Schächtelchen in der Hand. Das verlangte Getränk ließ er unberührt. Mit heißem Verlangen, bald die Erfüllung seines Wunsches in holdem Zwiegespräch bei sich zu haben, drängte er sich durch die Menschenwogen. Dort stand der ehemalige Flötist in seiner hohen Zeitungsträgermütze, laut das Echo seines brüchigen Schicksals durch die Straßen rufend. Was ging ihn der an! Der schrie und kämpfte und lebte. Hier war das Dreieck im Spreewasser. Es gab eine Zeit, da hatte er trotz aller Bedrängnis den Mut gehabt, die ihm dargebotene Hand des Vergessens von sich zu weisen und das Schächtelchen mit Kokain fortzuschleudern. (Fortsetzung folgt.) * Einwohner eines Nachbardorfes fanden im Walde das Ainf Mengte alte Mädchen, das nur leicht bekleidet 9 zu erfrieren drohte. Die Eltern sind von sich schwere Kaanshellerscheinungen A. Dez. Auf der Zeche Julia in Bauckau #regleute verschüttet. Sie konnten nur als Leichon geborgen werden.— Auf der Zeche LothEinoer, Kürzte ein Schlosser in den Schacht und fand und in den Konstruktionsbüros der Friedrichshafener Zeppelinwerft sind die Vorarbeiten für die Erbauung vien.- Tadamerish reits mit der Mantage eines.oeden. Wian dat benach keinen Peobeteils des Gerippes, besteben wpied beggnn ostellung aus acht Albtelungen n Ftun, begonnen. Das Gerippe besteht wieder tuncheene e 84d Verechält im Gegensatz zu allen anderen Bauten gelagerte Gaszellen, von denen die Ebere, er shere mit dem üblichen Traggas gefüllt wird, 4 wis denr wnteren Zelen sich daus Lriehgas de. Inder, n dem in Zukunft die Motoren anstelle des Haliche ah hei verden, Gerade dieser Amstand erG# Schiffen, in Zukunft ihre keit für Nuglesten sehr wesentlich zu erhöhen, da bisder ein großer Teil der Tragfähigkeit des Wasserstoffgsls durch die tote Last des Benzins absorhiert wurde. Inzwischen sind auch bei den Maybach=Werken die eticheien dem Brenngas zu treiben, Maschinen worden, und es hat sich gezeigt, daß die unrdtre such bei den Ungsten Beanspruchungen eirBenesenl kaufen können. Ende Januar wird mit der Sisg Ginde Man de genmen werden, das Einkan etiggestellt werden foll. Lann beBie sees g Rotoren und der Gaszellen und zichtlich im.. sanzen Lustschiffes, sodaß boraus. Sepremver das Schiff vollendet sein kann. asten Probesahrten kommenden Jahres mit Gong, Pied im wolanten innerhalb Guropas beginnen Sepn, Tier ium werentlichon von der Witterung abhän. %# grühjahe 1998 sind jedenfalls gusgeschr“s Plüe, un, den Atlantik vorgesehen, wobet nach ##ststeht, ob viese Fahrten noch von der Friedrichshafener Weoft aus angetreten werden oder bereits von der spanischen Küste. Diese Frage wird vor allem davon abhüngen, ob man in Spanien noch im kommenden Jahr mit dem Bau der großen Halle bei Sevilla beginnen kann. Europas Friedenssehnsucht für 1927. Jahreswende bringt es mit sich, daß wie der Ginzelne es guch, die Völker nicht nur Rückschau halten, sondern auch einen zn werfen wünschen in das noch im Dämmer liegende neue Jahr, von vem man nicht weiß, was gs bringen wird. Insbe„rie die Staatsmänner Europas, die heute ihre Völker sühheffez, und münschen, daß ihre Politik Erfolg haben möchte, meit die Prichs Landes und zu(hrem eigenen Ruhme. Inwie„ grisbenssehnsucht der einzelnen Staatsmänner wirklich Whrlich empfunden wird und in welchem Maße sie daher den Besinn des neuen Jahres als das wirklich friedenbringende mit yren Beschwörungen umgeben, versucht unsere Zeichnung auszudrücken. Wir sehen in ihr außer den bekannten Exxonenten der europäischen Friedspolitik, wie Chamberlain, Stresemann, Briand und Benesch, die Repräsentanten Spaniens(Primo de Vigera),„Italiens(Mussolini), Griechenlands(Kondplis), und Polens(Pilsudski) sowie den österreichischen Bundeskanzler Seials Herold des Völkerbundes dessen Generalsekretär Sir Erik Drummond. Die lustige Zeichnung stellt die Staatomänner dar, wie sie den Blick auf das neue Jahr, das in einer Friedenstaube verkörpert, sich naht, gerichtet, den Jahreobeginn erwarten. Die Stadt der Srren. von; Peine Verichaige Pee in der belaischen Provinz Antiner. Wachelichte den, Veidael, hellt dauptächlich Tuche und Kaust fak. Gine Gehensmsendighen ichr bn semn Woner Goha-Gsel. Ianr Aulernd Geiheskanten dis Ne in vom Lorsue. 1. Denn diese armen Kranken sind nicht ier pastäiger Prair sich vielmehr ##gr- gresheit, genau so wie die normalen Bürger; gehen äteeengsi beluchen Koffeohäuser und Vergnügungsstätten. deurtm vo in Gheel, daß diese Kalonse seit zwölf Jahrhunbreten besteht. Das Recht, sich in voller Freiheit zu bewegen, srer Schstrattenig, dau dur Leseubt, der beiligen Dymphng, in Stuaf seweist ih. Gech siue der beihen gatischen Biechen Lomohng“: a. etuu vir Aeborlieferung wor diese land mit dein; geomms irische Magd, die der König von Irn Winen Heiratsanträgen verfolgto. Da sie als fromme stod bie in Pealeitung voen deust aus maltes an Lies Beichtnaters noch Kntverzen und en Srtrer#rit natz Gheel, wo sie der König, der mit seidie Verfolgung ausgenommen hatte, erveichte. Als Dymphna den erneuten Heiratsantrag des stürPeirchele Wcier den.. zurückwies, schlug ihe der König in bom Beihtnsier Rop 6b, wübrend einer dur Gelelgsleut: Tat gächehen, ale ich der.iclal beictetz. Neum ver die . Siergon,.— y Konig, von Gowissensbissen bedrängt, Die Glocken von St. Nikolat. Roman von Willy Zimmermann=Ssuslom. Nachdruck verboten. Zandeig leblicher Kroklosakeit, Pn den Bringer des mnh sein, duues wrchugperen gesthalten, festhatten, 4# Märchenbilder des KokainReslezölkiue mondbeschienenen Schnes über die 2. zerschmetteen. Hilfloses Lächeln lag auf Walters BüAr us un au a und caltete das Dicht ang. de 2e: Bitelatiche duech die Nacht. in ie binelia.-Basite au gu. Fe Fur wich“ Bullen Waltr nicht hier, aber doch für mich. Jetzt in diesem Augenblick umschwedt mich ihr inniges Geernten. Darf ich var dem milden Schein ihres Blickes ino Vergessen flüchten? Würde sie nicht in Trauer erschrecken, wenn sie in meinen Sinn Gauen könnte?“ (Oiggen, unsere Herzen zusammen. Wie worgen aob Ase“u unserer Liebe trüben wollens Rein. Eabasinsen. 4eut üe für itl Moramn let uud mein in„Neue und Zerknirschung zum Christentum dekohrte. Sein heißer Wunsch war es, die Leiche der Dymphna nach Irland zurückzuführen, allein ihr Körper war so schwer, daß ihn selbst die stärtsten seiner Krieger nicht von der Stelle bewegen konnten. Hieran erkannte der König, daß es Gottes Wille sei, die fromme Dymphna an dem Ort bestattet zu sehen, wo sie den Wäztrrezted gefunden hatte. Der König folgte dem Gebot und ., dem Grabe der Jungfrau eine Kirche, die bald der Schaupluy wunderbarer Heilungen wurde. Unter dem Eindruck dieser Vorgänge erinnerte sich die Bovölkerung, daß die Heidurch ihren Opfertod Beelzebub, von dem der König besessen sein mußte, vertrieben hatte, und da in jener Zeit der Volksaberglaube in den Irren nichts anderes als vom Teufel Besessene sah, so lag auf der Hand, daß Dymphna auch diese zu heilen vermochte. Man veranstaltete von nun an Pilgerzüge von Irren, und richtete maind a geheilt werden konnten, so er". unn neben der Kirche eine Herberge, in der sie auf die Undoe warteten. Jeden Tag begaben sich die Irren zur Kirche, um am Grabe der Heiligen zu beten. Aber der Zuzug wurde im Laufe der Zeit zu stark, daß die Herberge nicht alle Geisteskrankon aufnehmen konnte, und so wandte man sich an die Einwohner mit der Bitte, Irre gegen Bezahlung in ihrem Hause aufzunehmen. So bildete sich in Gheel die Gewohnheit heraus, Scherrocem Sriade den 18000 Einwohnern der ###r ist nicht einer, der nicht gern einen solchen Penronur veherbergen würde. Aber das Recht, Goisteskranke als Pensionäre anzunehmen, wird nur 1900 Familien zuerkannt. sind verschiedene Ersordernisse, von deren Erfüllung die Sesresesung eines Pensionärs abbängig gemacht wied. Die gamilie muß sich eines gewissen Wohlstandes er# er sie in die Lage versetzt, dem armen Geistesgestörten ui se ei un ud eie ie ae Hätte der Morgen des nächsten Tages Sturm und Hagel aus den wehenden Gewändern des Himmels auf die Erde so wäre sich Walter beim Erwachen der Zerrissenwie seiineen nicht in dem Maße dewußt geworden, ## 50 die Conne wie ein funkelnder Diamant im Auhblauen Sammet des Azurs lag. „Paxdel drachte wie gewöhnlich den Kaffee und mit der Gand Aber gu dir. Geits on. Liedsvoll strich sle mit der Hank übe. die Serviette. Es schien, als könne die u Szugedachte Mitte des Tabletts nicht finden, oft kackte murter Bandel sie hin und her. Auch ihre den Lamen vor Zopien. e Die tausend Fält. P·. ae ein schpsieß und Handdügeln nicht in Ruhe. #ges Wetter zum Frohwerden,“ sogte Frau Sandel siyumrern,„da sollte man sich einmal die Berliner lonbtmehin iene wald oder sind nur ein paar Staionen. Ader „Warunsaut, die Alite fagend Sier shig is“ mit Charlottenburg wird doch bald werden. schmale Trepps nicht recht hinauf. Stiesel wollen die ja, ich hab's gedacht. Aber warum denn nur?“ sselben mich jerh ide Frau Bandel. Die „Die Glocken von St. Rikokai? J, das wäre!“ eehrocht Pesseiben mit dos Herz, Ne haben mir Unglück Hände zusammen. u. Ipesaclecen Unglück? Dann sind Sie der erste, dem ##,#ringen. Diese herrlichen Glocken! Mein seliger Mann hal immer gesagt: schinere und feierischere Klänge gibt's auf der ganzen Wel: nicht zum zweitenmal. Ist man ein behagliches Heim und ausreichende Ernährung zu dieten. Keine Familie darf mehr als zwei Irre in Pension nehmen, und diese sind berechtigt, ihr Quartier zu wechseln, wenn sie sich nicht wohlfühlen. Der Pensionsinhaber übernimmt die volle Verantwortung für das Wohlergehen seines Schützlings. Im übrigen sind die tausend Irren, aus denen sich die Kolonie von Gheel zusammensetzt, vollständig ungehindert in ihrer Lebonsführung. Viele helfen ihren Wirtsleuten in der häuslichen Beschäftigung und bei der Feldarbeit, andere sind in Büros beschäftigt oder warten auf Straßen und Plätzen auf fremde Touristen, um diesen als Führer zu dienen. Alle Kranken. die arbeiten, erhalten eine Entlohnung. Wenn sich jedoch bei einem der Irren Anzeichen bemerkbar machen, die eine Verschlizimerung der Krankheit und Gefahren für die Allgemeinheit befürchten lassen, so wird der Betreffende nach der nahegelegemin Irrenanstalt übergeführt. Bemerkenzwerterweise sind es seine Leidensgefährten selbst, die zuerst die drohende Gefahr erkennen. Die Irrenkolonie von Gheel teilt sich in Gruppen, deren jede von Psychiatern und mehreren Wärtern beaussichtigt wird. Jede Abteilung verfügt über eine Badeanstalt. Auf ddie Einwohner von Gheel ist das Zusammenleben mit don Irren natürlich nicht ohne Einfluß geblieben. Sie gelten nicht mit Unrecht als die besten Kenner soelischer Erkrankungen, die es in der Welt gibt. Und das ist kein Wunder: haben se doch eine seit Jahrhundorten von Generationen auf Generation vererbte Erfahrung für sich, die ihren Instinkt für die Symptome der verschiedenen Arten des Wahnsinns geschärft hat. Inseriert in der Grenzwarte! sch. mit. Ist man traurig, dann singen Herz ist, daß man dos. und wenn einem schmer um2 e Kois Pesdiezsuten, so dat man wieder Nut und duli: eserihg aien Sice sitas Koesie esen elie ch ue. Ihnen Unglüick bringend. 8ie, 50) e „Ich weiß es.“ . und denken Sie nicht auch daran, daß alles, was Ihnen zuwider kommt, nur zum Guten dienen soll? Das ist miner so. Wenn man glaubt, in einer finsteren Gasse umguckt die Freude um die Ecke. Wie oft K es mir Hon lggegengen. „Ach was trösten! Jch Si. 14t dan Kops hünc“ sage nur, was richtig ist. Lassen aug, Alleg hat i. dabs. hauen Gie immer gerade. Kutzen:. u: in anden seinen Grund und alleg ist zum Bandel, in der eo trotz der kapferen Worte senen Harsensaten. Ling, gewahrte sie die gerHarz, Verrissene Saien Iu grover Schrid fuhe lh2 ine ##? Wenn er nun doch recht hätte mit, dem Unglück!„luter Gott.“ stammelte sie in der Ruchs,„laß es doch gut werden, laß es gut werden“. innen ausiehnte, datten eden Tros von auhen oder Sscs=-Zekast: Aimmerton durch die vellerten Zenster. auch das solkte ihm nicht erspart bleiden. Fort, sort vom Fenster. Warum? Grade jetzt, der Kelch mußte bis zur Reige geleert werden. Jede Kutsche, jeder aufmit starrem 60 uiuns Gmin..-Boron Rorh. ne Seuebruheit, die sich im Dezember 1926 im deutschen Lande Thüringen wirklich zugetragen hat. Wie lesen in der Kölnischen Zeitung: Sündling Ader soost war ane sohz vie Fremds, sendern en 6. mar nicht in dem Tal goboren, u. Sctillerschen Gebdicht: unier sch, dann siuder. i wehren. War mon aber —„Und die Damenwelt, Ezzelleng, die ist außer Sie Kesesiaiene, Milhein den Druthen erianat, ven Sohdr Zigaretten zu paffen, zu Hause erlaube es Mutti nicht.“ Homöa,#östlich“ Man Aürte die silberhelle Stimme Weingeustimmen sind immer silberhell) sagen:„Ich hoffe, alle bald wiederzusehen, denn Mutti wird glücklich sein, meine Thüringer Freunde nach Oels oder in den Potsdamor Cäeilien nicht nehmen lasen Best gtlge ause nuaue duich lednenledign Schaim die stellung hielt Seine Hoheit im Schloßhotel Cerele ab. Wer sich über Kommugalfreagen Prinz Oderforstmeister u. Blücher. Groß war die Betrübnis, als der Prinz schließlich erklärte, nun müsse ein dabel in dieser unnachahmlichen Natürlisckeit und mit seiSeich in Drdgung ezensut, die bringt das alles unrd Herten Bies aa Gauterleins. Den vornehmen alten Damen and ken fug en vo. Rührung feucht in die Augen. Von sen, sondern flüsterten diskret, jeder werde sch ein Vergnügen machen, wenn Hohelt nur geruhen wolle.— Na“ dann seien wir dies eine Mal nach leichts.....“ Prinz, nahm einen Herrn beim Arm und zag für schwiegene Ecke.„Wenn Sie also die Güte hätten. ron, vielleicht 3000 Mark)“—„Königalich=“ mir eine unverdiente Ehre. poheit erweisen nachdem er seinen Namen noch zn est nach Weimnar, eingetragen hatte. In Weimar gedachte der ten, der Wagen wariete derweil vor der Tür, abe Balgel aitelt, un Briag set ein Sge.— Mur, uir u. lugnen— um mit Chr Morgenitern... adet wolte teugnen— dunr.: Wht, Wreitzensteen zu reden unre Sympathie gehört"? aß Schon pioder i. dumi de it zn dumm is. MaziK ein Jahr kerum, Mit dum:: PPeitz. begrüßt mit grodem Geschzet, „men Spassen und allerlei, So blode, wie sie stets schon war, Die wichtigste Sache, das neue Jahr. Unsere Meteorologen sind zum Schlusse des alten Jahres Ggäheing#tel meschugge geworden. Das ist doch gerodezu — Wespnacten d Witerung. Schallen B. det asl. 10 bezüglich des Weiters loweit recht Lehalten. Er gu: gestoren, wie sich das zu Weihnachten gehört, und man konnte ganz nett ahnen, wie es draußen aussieht, wenn 15 em hohe Schneeschicht liegen würde. Auch am Tage nach dem Feste war as nech so kalt, daß noch nicht mal ig Stdnung ik. donn die g ngen mas übrigens ganz sahr selt seder im Selle sed; wwlschen Weibnachten und Nau: um Man:. iner Familig verbringen. 3ait ie betennie Redet dien wieder der und in leten .: Weer en#### der Dienstagmongen erwachte gran Die. Watte weiters schließen, wie sch urd Sütmere. iie Barometer uns Bahneruugen, obwohl viese beiden Dinge an sich ziemlich verläßlich sind. Und wenn die Leser diese Zeilen zu Gesicht bekommen, scheint vielleicht die liebe Sonne— wie einst im Mai, Die Geschäftsleute haben keine Zeit, sich in Gedanken über Wetter zu ergehen. Nach den Feiertagen sieht es nämlich nicht viel anders aus als vor den Yesertagen. Betrieb, Betrieb und dennoch kein Betried. Vor den Veiertagen gekauft, um Wünsche zu ersüllen, und nach den wird umgetauscht, um den wirklichen Wünschen gerocht zu werden. Das Schenten ist keine Kleinigkeit, es reißt sohr ins Geld und mancher wird deewegen Silvester sich die Bettdecke hen müssen, aber es ist doch viel schwietiger, a heen„Laven kann seder Kaufmanz ein Ged „lgen. Der hevende Mann wollte seine traute Gattin mit einem Staubsauger beglücken und sie wollte einen neuen Herd. Don Juan, schenkte seiner Breundin ein frllher modernes Emskingkostüm und sie möchte etwas nach Maß. Er wes ie Saite. lie. Ghbend gieieten ein zartes Aemkend Kiqustpralinen. Willi, der Sohn, Aus Borken uns Amgegens. Prosit Neujahr! Oinsherplandereten. gen das neue Jahr ansängt. Nicht wahr,— das ist doch so— da steht so ein lauer Schmus wis auf das neue Jahr setzen. alte dun Sosinnngn, dte r öit äs. utem Sric, sKreiben, se zict Siest Die maigen das neue ansingt. Auhzerdem witz man findet das oft bei den Leiten- gchant Rubrl:„Reuig Zatung sesen, nachber dach brennend gerne nach mal in der: zwischen das Schönste der Beste ebense uur und dat wir in. uuis am Hailigen Ahend um den Christhau seit Wahen ausgedacht dat Schaufenstern. Und die jungen Mädchen, die so oft von einer nicht alle auf ftre Kosten Seben, Rand and trachtung man, venn mon nicht gradec dr elieben, Laens, Dah in den“ bab men Besaus ahne weiteres daran schuld sind, wenn eine Verlobung nicht zustande kommt. gehabt. Die eine wollte eine Puppe und bekam ein Puppenvolte Oberhenden. Ge aist Strümpsen holict und Bescheid weit, sagt sich„Dunnermatterr den dcdene. Wier nihzt wied sie ihm nach Weihnachten Ware Glüicklich los, dann manchmal eine einem belannten Geschäft in der Röße des Manktes inend ven salden Ehemännern gschäz von Kondsnations geitäumt von Gais ancdeinend ven bitiin Magen gelegen. Dorum bes semie sanen Odsektes höhstens eine kompleite Garnitur in wase lunee en Gualiht belom. S. Jut Ne benn eimas griel Trouesge igentlich nicht ion sallen: Gi. dai vor Liebten geschimpst, auf henu sanz gewelig auf ihren Ehe. liebst.. auf ven Mann überhaupt und auf den Gelesenheitskanf und schließlich aug auf das beireffende Geschäft. hat sich die der: ragizrende Dume, vermutlich die Inda verin, natürlich nicht zesallen lassen und der jungen Frou in nicht mißzuverstehender Weise angedeutet, daß sie künftishin liePrasen " als Kundschaft versichten wolle. Daraufhin ist die Frau wutschnaubend hereusgeluufen und hat dus Wschepake: llegen gelassen. Ein Glück, daß man im Geschält idre Adresse Wische laett nach da. . Dos, vor tein schöner Jahresahschlotz in den Sde der junSekhal g e se Wen unt us nuste Johe sorisg. I Pbes ciien Reste uich under die elton Betan sepon, Wen man Ainter sich läßt. Insofern ist die Trunkenheit des Eilossie in der Haupisache Verichte. eingesessenen Leute garnicht insuc:„Herbstmaniver; ausauwesen. 36 din ia. für sich nicht davon überzeugt, daß militärische zum Kaputlachen“ sein müssen und bin auch Gegne: zert, aber alles was recht ist, dieser Film wirkt kolossal sie das wieder tut, werde ich mich auch wieder mit ihr beschäfinfolge Ueberfüllung verdorbenen Mägen sind wieder Silpester seinen Gästen entgegen. bitoret als Hauptattrattion die modernen Gerichten vergessen und ist doch so eine Hauptsache. ein nicht zu unterschätzender Fortschritt im Vorkener gewerbe. Besonders jetzt, wo es so kalt ist. D. h. die sogeLimn( allge male verpfuicht zu sein. Aber das wird deute abend SKonsum voraussichtlich keinen Abbruch tun. man den Vorkenern überhaupt zur Ehre nachagen: für alles, was mit Geist bezw. geistigen Getränken gujanmmenchangt, haben sie ein bewunderungswürdiges Verständdae etenen deat; Nacht die Ellpestergloten mit ehemnen anstnden, dann wollen vi. ahres und ais Werden du nenen quälen, von wegen alle dem, was uns das neue Jahr mohl beinSeneesie. — Es kommt ja doch alles, wie es kommt.— dem Neujahr seine Launen, Das Leben währt so kurze Frist. Und plötzlich merkst du voller Staunen. Daß auch bei dir Silvester ist. meden ga. Stadt Vorten and dum AngMarke nur für den Konsum in Borken Stadt und Land bestimmt strmn ür beste Aualist Aurzt, Skaste Diese muos Marte vmn allen Vorkener Bürgern wohl nur begrüßt werden. Rteis eine angenehme Unterstützung. Die Polizel hut ia pflichtgemäß die leidige Kuallerei verboten. Um sich zu vergnügen, muß man nicht unbedingt einen ohrenbetäubenden Lärm verursachen. Ich bin mohr für ruhiges und beschauliches Vergnügen. Wer unbedingt knallen und Frösche springen lassen i eringt es auc futtig und stigt um 12 Uhr auf Thc wirft Flaschen um und zertrümmert die Gläser. Nun je, man kann einwenden, daß zerbrochenes Glas Glück bedeutet brauchen kung. Ader don Wietgn don Kaursan: Buic er“ Rauchen kunn. m. en Wittin, venl Mausstunen und sonsete gen Personen, deren Obhut Glöserner anvortrant ist, ist es an„enehmer wver schon unangenehm genug, wenn ihnen im Laufe des Jahres durch unvorsichtiges Hantieren Gles Glück bedeutet, s kann man das verstedrn. Am Silauter kann aber— wie Guten werden. 1 was keinesfalls die menschliche Zefriedenheit auf einen Höbepunkt trügt. Das Glück läßt sich nicht zwingen, auch zu Silvester nicht, und wenn sich die Leute auf stellen, zehn Flaschen umwerfen und hundert Gläser zerschmettern, es hilft alles nichts. Für alle Fälle kann aber in diesem Jahre den Bocholter Wirten ompfohlen werden, schleunigst eine Spezialversicherung einzugehen, denn in der hauZeit geschieht er nur zu oft, daß gerade die unpfündbaren Leute sich am stärksten glückohungrig gebärden. Nun ist es nicht jedermanns Sache, Silvester in Lokalen zu verbringen, es gibt auch noch Leute, die ihre Feste gern im trauten Kreise der Familie feiern. Aber auch da muß sich in den meisten Fällen der Magen, der ohen vorher noch Unmengen von Ruchen und Marzipan hat verschlingen müssen, nun zu neuen Stropazen rüsten. Das sind so uralte Gelbstverständlich. keiten. Wer sich Weihnachten den Magen nicht verdirbt, der wird auch om 1. Januar den Kater entbehren müssen. Ge iR also Silvester die Frage akut, wie und we man sich diesen Nater holen jell. Das„Wo“ ist sehr einfach: Man braucht nur die deutige Nummer der„Grenzwarte" nachzulesen. Dao„Wie“ ist schon schwieriger. Das Hauptgetränk ist bekanntlich der punsch. Es gibt aber auch Leuto, die seldn zu Silvosten Wier und Wein vorziehen oder gar einen guten Schnap#. Wie dem nuch sei und wo man auch sei, um 12 Uhe wird irgend ein Begeisterter das neue Jahr verkünden und wird mit seiner Begeisterung alle anstocken. Spitter wird dann elles von selbst schon lauter, denn zu Silvester hat Die Pokizei auch nach 12 Uhr noch ausgiebig Zeit dafür gelassen. Mit Dankbarkeit denke ich dann an unsere Leser und Lekringes. Einen Augenblick lang werde ic mich mit sämtlichen Gefühten in deren Gedanken vertiefen und mit einem ganz kräftigen Schluck allen Lesern der„Grenzwarte“ ein„Glüdliches neues Jahe“ derbringen. Die Hölle der französischen Fremdenlegion. Vor einigen Tagen statteten zwei ehemalige Fremdenlegionäre unserer Redaktion einen Besuch ab, um durch die Presse vor dem Treiben der Werber für die Fremdenlegion und vor dem Eintritt in diese Truppe zu warnen. Sie entwarfen ein außerordentlich trübes Bild über die Art und Weise, wie Frankreich sich den Ersatz für die Fremdenlegion beschafft und vor allem über die Strapazen und Entbehrungen, mit denen die Legionäre in ihrer harten Dienstzeit zu kämpfen haben. Einer der Legionäre stellte uns folgenden Artikel, in dem er seine persönlichen Erlebnisse schildert, behufs Veröffentlichung zur Verfügung: Meine Erlebnisse während meiner 4jährigen Dienstzeit in der französischen Fremdenlegion. Im Juli des Jahres 1921 beschlossen mehrere Kameraden und ich, da die Arbeitslosigkeit sehr groß war, auf Wanderschaft zu gehen. So zogen wir unter dem Klange froher Lieder am altdeutschen Rhein hinunter, wo sich uns nach und nach noch mehrere wanderlustige junge Männer anschlossen. Bei unserer Ankunft in der alten Stadt Mainz zählte unsere Gesellschaft zwölf Personen. Da unsere Barmittel ziemlich erschöpft waren, beschlossen wir, den kommenden Tag im Wartesaal vierter Klasse auf dem Hauptbahnhof in Mainz abzuwarten. Um die elfte Stunde gesellten sich zu uns zwei besser gekleidete Herren, welche uns fragten, nachdem sie uns längere Zeit fixiert hatten, ob wir auf der Arbeitssuche seien. Als wir dieses bejahten, meinte der eine dieser Herren, er könne uns Arbeit besorgen durch eine Firma in Metz, und zwar für das Wiederaufbaugebiet. Er gab sich als Bauunternehmer der Firma aus. Hocherfreut, endlich Arbeit gefunden zu haben, nahmen wir dieses Anerbieten nach längeren Beratungen an. Tarauf besorgte uns dieser Herr reichlich zu Essen und in der Hauptsache reichlich alkoholhaltige Getränke. Da wir alle müde und ausgehungert waren, bekam uns das Essen vorzüglich. Nachdan wir uns gelabt hatten, löste derselbe Herr für jeden eine Fahrkarte dritter Klasse nach fuhren wir am nächsten Tage in vorgerückter Stunde und in ziemlich angeheitertem Zustande nach Metz, wo to##r am Abend sehr spät ankamen. Auch hier wurden wir sehr freundlich empfangen. Mchrere Herren sagten zu uns, wir sollten uns noch ein wenig stärken, denn wir hätten noch—2 Stunden zu wandern bis zur Arbeitersammelstelle. Auch hier mangelte es wiederum an alkoholischen Getränken nicht. Dann machten wir uns auf den Weg und kamen nach 1½ stündigem Marsche in der sogenannten urbeitersammelstelle an. Diese schien ein Fort zu sein. In der stockdunklen Nacht und da keiner von uns Metz lannte, konnten wir dies jedoch nicht genau feststellen. Man wies uns Betten an, und da wir alle übermüdet und angetrunken waren, legten wir uns gleich nieder und schliefen, immer noch nichts Böses ahnend, bis zum nächsten Morgen.——— Um so größer aber war unser Erstaunen am nächsten Morgen beim Erwachen, als uns die Sonne durch kleine vergitterte Fensterchen weckte. Es war an dem uns zum Verhängnis werdenden 13. Oktober 1921. Jetzt sahen wir erst, wo man uns mit Hilfe der dunklen Nacht hingeführt hatte. Wir befanden uns in— einem Fort, das militärisch besetzt war. An ein Entkommen war leider nicht mehr zu denken, da sämtliche Ausgänge durch Doppelposten bewacht wurden. Nun stiegen uns allerhand Befürchtungen auf, die sich auch bald bewahrheiten sollten. Gegen 9 Uhr ließ man uns vor dem Büro antreten, und es erschien ein junger französischer Offizier,der uns unter den gemeinsten Drohungen gegen irgendwelche Auflehnungen verkündete:„Daß wir jetzt keine deutschen Arbeiter mehr seien, sondern fünf Jahre lang französische Fremdenlegionäre!" Diese Worte klangen in unsern Ohren wie ein Todesurteil, denn manche von uns hatten schon viel Unerfreuliches von der Fremdenlegion gehört. Zwei meiner Kameraden, die gesagt hatten:„Diese Lumpen haben uns so hinterhältig in dunkler Nacht entführt und wollen uns zwingen, in die französische Fremdenlegion zu gehen!“ wurden unter schweren Mißhandlungen durch Peitschenhiebe von dem Offizier und Kolbenstöße von zwei Marokkanern mit aufgepflanztem Bajonett in Arrest abgeführt. Durch diesen Vorfall abgeschreckt unterschrieben wir übrigen den in französischer Sprache vorgelegten Verpflichtungsschein, der das uns schmachvoll aufgezwungene Engagement für fünf Jahre in der französischen Fremdenlegion bedeutete. Was aus meinen Kameraden geworden ist, vermag ich leider nicht zu sagen, da wir noch am selben Tage unter schwerer Bewachung nach Marseille abtransportiert wurden. Unsere Fahrt ging über Nancy, Dyjon, Lyon und Orange nach Marseille, wo wir nach 17= stündiger Schnellzugsfahrt ankamen. Bei unserer Ankunft wurden wir wie ein Trupp Verbrecher auf Umwegen, zum Gaudium der Bevölkerung, durch das Zentrum der Stadt nach dem berüchtigten Fort St. Jean geführt. Wie uns zu Mute war, kann ich schriftlich überhaupt nicht wiedergeben, zudem lasen wir, bei unserem Eintritt ins Fort die an der Pforte in goldenen Lettern angebrachten Worte:„Wer diese Pforten passiert, der lasse seine Gedanken draußen!“ Hier blieben wir, unter Verrichtung der niedrigsten Arbeiten, wie Abortreinigen usw., einige Tage bis zum Abgang des nächsten Schiffes, das uns nach Afrika bringen sollte. Abends beim Schlafen machten sich zum erstenmale die Abnormalitäten der französischen schwarzen Armee bemerkbar, indem schwarze Soldaten versuchten, die jüngeren Kameraden im Sinne des§ 175 des deutschen Strafgesetzbuches zu vergewaltigen. Die näheren Umstände kann ich nicht niederschreiben, aber, was ich damit sagen will, kann sich wohl jeder denken. Endlich am vierten Tage wurden wir mit einem Bataillon Marokkaner eingeschifft. Dieses ging folgendermaßen vor sich: Wir wurden gleich einem Stück Vieh, ohne Unterschied, ob schwarz oder weiß, in die untersten Laderäume eingepfercht. Keiner von uns erwartete, hier lebend wieder herauszukommen. Während der Fahrt wurde uns das Essen in großen Trögen gereicht, genau wie man es bei uns den Schweinen vorsetzt. Löffel, Gabel, Messer kannte man auf dem Schiffe nicht und so mußte jeder sehen, daß er etwas bekam und der Schwächere mußte dem Stärkeren weichen. So kamen wir nach 36stündiger Seereise in Oran an, das an der Nordküste Afrikas liegt. Von hier aus ging es mit der Bahn 92 Klm. ins Innere des Landes nach Siddi=Bell=Abbes, welches die Zentrale der Fremdenlegion ist. Hier wurden wir sofort eingekleidet, und zum Zeichen, daß es nun aus sei mit der goldenen Freiheit, wurden unsere Zivilkleider vor unseren Augen verbrannt. Dann wurden wir sofort den einzelnen Instruktions=Kompagnien zugeteilt. Ich kam zur dritten Kompagnie nach Saida, welches an der Nordgrenze der Sahara liegt, wo ich vier Monate lang in allen Waffenübungen militärisch ausgebildet wurde. Dann kam ich am 11. Februar 1922 zum zweiten Regiment Meknes(Marokko). Hier wurde ich der zweiten Kompagnie zugeteilt, die schon zwei Tage nach meiner Ankunft auf Marsch ging. Jetzt begann meine eigentliche Leidenszeit. Mit einem Gepäck von 28—30 Kilo, bestehend aus: Tornister, Mantel, Kochgeschirr, Feldflasche, Zelt, Provianttasche, Gewehr, 120 Patronen, Seitengewehr, 10 Handgranaten, 5 Leuchtraketen, 4 Kilo Holz, wurden unter furchtbaren Entbehrungen, wie schlechtes Essen, Wassermangel, bei einer Hitze von 30—40 Grad, Celsius, täglich 25—30 Klm. zurückgelegt. Auf diesen Märschen waren Mißhandlungen durch die Vorgesetzten, worunter auch sehr viele Landsleute sind, an der (Fortsetzung siehe 3. Seite Hauptblatt.) Unsern werten Leserinnen und Lesern zum Jahreswechsel die herzlichsten Glück- und Segenswünsche! Verlag und Redaktion der „Grenzwarte“, Bocholt. Unserer verehrlichen Kundschaft, andten, Preunden und Bekannten zum Jahreswechsel ein herzliches Prosit Neujahr! allen in neuen Jahre viel Glück reichster Segen beschieden sein. Famille Johann Peters, Textilwarenhandlung Werth 1. W. r uud Leetten finden Hilfe und Rat in der Zweigstelle der Vereinigten Institute„Asthmara (Zentrale Köln). Knst-Laumann, Gechelt, Ostmauer 40. Spez.-Behandlung für Asthma- und Lungenleiden, Bronch-Kat., Grippe, Keuchhusten pp. AU und Ho und Hü und Ho durch Rundfunk künden: .. Alle Welt es wissen soll: ) Hornhautschwielen, Hühneraugen Wird man los mit„Lebewohl“!“) “) Gemeint ist natürlich das berühmte, von vielen Arzten enpfehlene Hühneraugen-Lebewohl für die Zehen und Lebewohl-Ballenecheiben für die Fußsohle, Blechdose(8 Pflaster) 75 Pfa, Lebewohl-Pußbad gegen empfindliche Füße und Fußschweiß, Schachtel(2 Bäder) 50 Pig., erhältlich in Apotheken und Drogerien. Sicher an ein I Drasatis. Bruns. Nordstr. 22. Reiehsbund der Kinderreieben Le3 zum Schulze der Familie e. V. Orisgruppe Boshell. Ub2 9 Die diesjährige P E B D E P — 23 findet am Sonntag, dem 9. Januar 1927, nachm. 4½ Uhr i. Arbeiterverein St. Paulus statt. Eintritts- nebst Kinderkarten sind beim Schriftführer Weikamp, Niederbruchstraße ab Montag, den 3. Januar bis spätestens Freitag, 7. Januar abzuholen. Gleichzeitig müssen die abgelaufenen Mitgliedskarten gegen neue umgetauscht wranden. Der Vorstand. EIEEIEEI GEIEL EEE EEH EEEELEILELELE Was die Welt zusammenhält, Ist Arbelt und erspartes Geld. nehmen wir in jeder Höhe bei höchster Verzinsung an. Gewerbebank Bocholt. Zum Großen Kurfürsten! Am Samstag, dem 1. Januar(Neujahr), ven nachmittage 5 Uhr ab: Großer Ratree.— Mk. Silvester abend von 5 Uhr ab vorne Im Lokale: Preisschleßen. Am 1. Januar, abends 11 Uhr: Stechen. Wer holt sich die 120.— Mk. In Bar? Atblelik-Sportvereinigung. Wir drucken Briefbogen Briefumschläge Besuchskarten Einladungen Geschäftskarten Glückwunschkarten Mitteilungen Postkarten Plakate Programme Rechnungen Rundschreiben Speisekarten Totenzettel Totenbriefe Zirkulare Druckerei Grenzwarte in Einheilskurzschrift, sowie Lehrbücher und Schrelbhefte für Elnheltskurzschrift, ferner 181 urkaulungesucher empflehlt Osteratr. Habe mein Buro und Wohnung von Wesemannstraße 23 nach Konigstraße 2 verlegt (Ecke Königstraße Neustraße am Markt). W. Hallen, Architekt. 41 e. E. m. b. B. Bocholl. Keiselascht sowie sämtliche Wegebauund Betonbaustoffe liefert frachtgünstig nach jed. Bahnstation Heinr. Balbob, Billeup I. V. Fernsprecher Nr. 22 und 61. Metallbetten Stahlmatratzen, Kinder“ betten, güustig an PeivKatalog 1673 frei. Aleen„möbellobr, Zahl Shlle) Sämtliche, seit dem 1. März ds. Is. ausgegebenen Warenbous, sowie Markenkarten, müssen bis zum 6. Januar in den Verkaufsstellen abgegeben werden. Später eingereichte, verlieren ihre Gültigkeit. Gleichzeitig machen wir die Mitglieder darauf aufmerksam, daß auf die neuen Maiken ab 1. Jan. bis auf weiteres 4 Prozent Rabatt gewährt werden. Der Vorstand. Bekanntmachung. In letzter Zeit sind auf dem Fundbüro, Rathaus, Zimmer 3, nachstehend aufgeführte Segenstände als gefunden abgegeben bezw. angemeldet: 1 Kellerfensterrost, 3 Regenschirme, 2 Ringe, 35 Pfeifenköpfe, 2 Portemonnaies mit Inhalt, 1 Windhund, 1 Jagdhund, 2 Schäferhunde, 1 Hündin mit 7 Jungen, 6 Fahrräder, 1 Damenbluse, 1 Herrenuhr mit Kette, 3 Damenhandtaschen mit Inhalt, mehrere Geldbeträge, 1 Strickweste, 1 Untertock, 1 Kinderstricksacke, 1 Autohupe. Bocholt, den 31. Dezember 1926. Die Polizeiverwaltung. (Salum Nisettete! — 4 Berliner Wertpapierbörse. Berlin, 31. Dezember.(Nadio.) Das Jahresende hat sich em Effektenmarkt sehr günstig gestaltet. Die Haussestimmung, die fost das ganze jetzt abgeschlossene Jahr beherrscht, kam noch inmal elementar zum Durchbruch. Auf der ganzen Linie schritt zu Käufen, während gleichzeitig Reuanschaffunen des Publikums einsetzten. An den Maklertafeln erschienen dei Beginn der Bürse zahlreiche Plüszeichen, besonders am Banen= und Schiffahrtsmarkt. Von Schiffahrtswerten waren Hadag um 7 Prozent gesteigert. Die durchschnittlichen Befestigungen stellten sich sonst auf—3 Prozent. Eine große Anzahl von Spezialwerten notierte jedoch—6 Prozent, teilweise auch 8 Prozent höher. Diese besonders hevorzugten Papiere erstreckten sich fast auf alle Aktienmärkte. Auch in mehreren Kassaindustriewerten trat erneut stärkere Kauflust hervor. Während der Markt der Auslandsrenten vernachlässigt war, wurden chomische Renten von dem festen Stand der Dividendenpapiere freundlich beeinflußt. Der Ultimo gilt als überwunden. Für Nachzügler stellte sich der Geldsatz mit—10 Prozent sohr teuer. In Monatsgeld fanden keine Abschlüsse statt. Am Dovisenmarkt hielten sich die Notierungen in den wichtigsten Valuten etwa auf der gestrigen Basis. Nur die Reichsmark lag gegen Newyork weiter abgeschwächt. Im weiteren Verlauf der Börse kam die Hausse zunächst noch nicht zum Stillstand. Das Interesse war außer auf Bankworte, von denen Barmer Bankverein um über# Prozent in die Höhe gingen, auf Montanpapiere gerichtet, die nuch den ersten Kursen eine Steigerung von—4 Prozent erzielten. Schlesische Zink hatten eine insgesamt 8prozentige Erhöhung aufzuweisen. Die Börse schloß zwar leicht unter den höchsten Kursen aber in bemerkenswert fester und zuversichtlicher Haltung. Der Erleichterung der Geldmarktlage wurde auch durch eine Ermäßigung der Privatdiskontsätze um je ein Achtel Prozent für beide Sichten Rochnung getragen. Die amtlichen Schlußzkurse konnten sich im inoffiziellen Spätverkehr im ganzen behaupten. Die Spekulation handelte hauptsächlich noch Bankwerte und solche Papiere, bei denen mit einiger Sicherheit eine feste gleichbleibende Rente erwartet werden kann. Privatdiskont kurze Sicht 4siebenachtel, lange Sicht 414. An der Nachbürse wurde die Renderung der Situation am Geldmarkt, die im Verlauf der Mittagsstunden eintrat, lobhaft erörtert. In Tagesgeld, das bekanntlich jetzt über den Ultimo läuft, lag im Gegensatz zu den heutigen Vormittagsstunden später ein außerordentlich reichliches Angebot vor, das wohl hauptvon halböffentlichen Bankinstituten stammte. Man nannte gegen 1,30 Uhr per Medio u. Orenstein 139¾, Schultheiß 30 4¼, Ostwerke 254¾, Hapag 177½, Lloyd 172 7/8, Deutsche Bank 19 4¼, Danat Danat 267½, Kommerzbank 293½, Barmer Bank 171, J. G. Farben 828½. Stemens 208½, A. E. G. 171,5, Bergmann 172, Helsen 183½, Vereinigte Stahlwerke 155¼, Harpener 197⅞8, Rheinstahl 207¾, 1 40½, Mannesmann 214½, Berger Tiefbau 980, Kriegsanleihe 0,808¼. Berliner Produtsenbörie. * Berlin, 31. Dezember. Die amtlich notierten Preise betrugen ab Station in Reichsmark: Weizen märkischer 264 Tagesordnung. Ich habe gesehen, wie grausam man deutsche Kameraden behandelte, die tatsächlich krank waren und nicht weiter konnten. Man nahm ihren einsuch alles ab, ja sogar den Proviant, und ließ sie, dem Verderben ausgesetzt, zum Opfer der Araber halbtot am Wege liegen. Abends bei der Ankunft an einem bestimmten Lagerplatze dachte man endlich Ruhe zu haben, aber nein, nun ging es an das Mauernbauen, wozu man die Steine 400—500 Meter weit heranschleppen mußte. Auch hier spielten die Reitpeilschen der Offiziere eine große Rolle; wenn man zu kleine Steine nahm, wurde man immer sehr hart bestraft. Diese Mauern dienen zum Schutze gegen die nicht unterworfenen Araber, da sämtliche Gegenden außerhalb der größeren Garnisonen durch diese Araber gefährdet sing. Angriffe u. Ueberfälle kamen fast täglich vor, wobel es an großen Verlusten nicht fehlte. Um Mitternacht, wenn die Mauern fertig waren, dachte man endlich daran, Essen zu kochen, das aber ganz selten richtig zustande kam, da es an dem nötigen Wasser und Holz mangelte. So kam es, daß wir oft 10—12 Tage ohne jegliches warmes Essen blieben und nur von kalten Konserven und trockenem Brot lebten; aber auch dieses kam nur in sehr schinalen Nationen zur Verteilung, in der Hauptsache gab es viel Wein, und zwar—2 Liter pro Tag.— Infolge dieser surchtbaren Strapazen und Entbehrungen waren Vergehen gegen die Militärgesetze, wie Desertion usw., an der Tagesordnung; schwere Strafen durch das Kriegsgericht waren die Folge. Die Mindeststrafe, hauptsächlich ür Deutsche, waren—5 Jahre Zangsarbeit, die in großen Strafanstalten in den heißesten Zonen Nordafrikas vollstreckt wird. Diese Strafen zählen nicht zu der regulären Dienstzeit, sontern müssen nachgedient werden. Ich kenne Deutsche, welche schon 10 und#### Jahre drüben sind und ihre ersten fünfese noch nicht abgedient haben. Go kommt es, daß##elsach statt fünf Jahre 10 und mehr Jahr: in dieser Höll; zugebracht werden müssen. Die Fremdenlegion besteht aus fünf Regimentern (vier Regimentern Infanterie und einem Regiment Kavaller:) welche zusammen nach meiner Schätzung ungefähr*0*0 Legionäre zählen, wovon etwa 75 Pr. Neutsche sind. Das zür Regiment liegt in Siddi=Bell=Abbes(Algerien),# zweite Regiment in Meknes(Marokko), vas dritte Regiment in Fez(Marokko), das vierte Regiment ir Marakesch(Marokko), das fünfte Regiment (Kavallerie) in Rabbatt(Marokko). Turch das elende Leben in der Fremdenlegion habe ich mir ein schweres Herzleiden zugezogen; außerdem din ich zweimal verwundet worden. Aus diesem Grunwurde ich ohne jede Entschädigung entlassen. Ich warne hierdurch die deutschen jungen Männer vor dem Eintritt in die Fremdenlegion, vor dem ruchlosen Sklavenhandel— denn anders kann man es nicht nennen,— vor der Hölle der französischen Fremdenlegion. Dieses schreibt zur Aufklärung ein Deutscher,„der lü#zlich aus der Fremdenlegion zurückkehrte. Ernst Ariedrich Heit aus Hamburo bis 267, Dezember 293,00—294.00, März 287,50's .50- On Rogzen mält 217 00 kl 214,90, Erzemtei 252,00—000,00, März 247,50—000,00, Mai 248,75—000,00, Sommergerste 192—205, Wintergerste 000,00—000,00, Fu tergerste 000—000, Haser märkisch 177,00—187,00, Mais 192—194. Weizenmehl 34,75 bis 87,75, Roggenmehl 82,75—84,25, Weizenkleie 13,25—13,50, Roggenkleie 12,00—12,25, Viktoriaerbsen 51—61, kleine Speiseerbsen 81—83, Futtererbsen 21—24, Peluschlen 20—22, Ackesbohnon 21—22, W den 22—24, Lupinen bl. 13,5—14,5, Lupinen geld 14,50—15,00, Seradella neue 22,00—24,50, Rapekuchen 16,40—16,50, Leinkuchen 20,80—21,20, Kartosellochen 2909-—9040.=scelt 1616-1960, Ein Stuachen Erde. Novelle von Alfred Probst. Es war an einem kalten Winterabend. Heulend bruuste der Sturm durch die menschenleeren Straßen der Stadt und rüttelte wütend an den Jensterlden und Dächern der Häuser. Prasgen Die groben Hagelkörner gegen die Rolladen, Eine schaunige Nach:: Mein Freund, Doktor Vampa und ich, feierten an viesem Abend unsern Geburtstag= auf unsere eigene Art und Weise. Dle Wirtin Dokter Vampas hatte uns eine vorzügliche Bowle gebraut und ein prüchtiger Kuchen zierte unsere kleine Tafel. Wir hatten die Lampe heruntergeschraubt und lauschten den Klängen einer schwermütigen russischen Volksweise, die der Parlophonapparat meines Ireundes zum Besten gab. Plötzlich läutete das Telephon. Doktor Vampa hob den Hörer von der Ghabel und nannte seinen Namen. Sein Gosicht wurde ernst, das bartlose, reisige Profil meines Freundes hob sich scharf gegen das Dunkel ab. Minutenlang hörte er dem Sprecher zu, dann sagte er ruhig:„Ich komme sofort!“ Langsam legie er den Hörer auf die Gabel und stand ebense langsam auf. Dann schritt er zum Schreibtisch und steckte seinen Browning in die Tasche. "„Komm! Es ist ein Unglück geschehen. Doktor Lorenz hat sich beim Reinigen seines Revolvers erschossen,“ sagte er dann mit gepreßter Stimme.—4 k Ich fuhr empor. Ich glaubte mich verhört zu haben. Dr. Lorenz unsee beider Jugendfreund— tot? Erschossen?—— unmöglich! Doktor Vampa stülpte den Kaladreser aufs Haupt, zog den Wettermantel über die Schulter und stürmte die Treppe hinab. Ich folgte ihm. Wir holten den Wagen meines Ireundes aus der Garage und sausten im nächsten Moment davon. Mit zusammen gebissenen Sähnen, die Hände krampfhaft am Steuer, saß mein Ireund neben mir und blickte mit starren Augen geradeaus, dem Ziel entgegen. Der Wagen vog dann in einen kleinen Seitenweg ein und raste einen kleinen Hügel hinauf, auf dessen höchstem Punkt die Villa unseres Lugendfreundes lag. Mit einem Ruch hielt der Wagen vor dem riesigen Portale des ehemaligen Jagdschlosses. Wir eilten die Stufen hinauf. An der Tür wurden wir von dem alten Diener unseres Freurdes mit bleichem, verstörtem Gesicht empfangen. Wir legten Hut und Mantel ab, und folgten dem Alten, nach dem Labaratorium, das in den unteren Räumen lag. Die oberen dienten als Wohn= und Schlafzimmer. Außer diesen beiden Menschen hatte das Haus keine Bewohner. Doktor Vampa hielt plötztich den Alten, der eben die Tür zum Labaratorium öffnete, zurück und sagte:. „Haben Sie außer mir noch semand benachrichtigt?“ „Rein, Herr Doktor! Ich wollte erst Ihre Ansicht hören.“ „Gut so! Dann noch eins. Hot Doktor Lorenz gegen Abend Besuch empfangen?" F 24 12/ „Nein! Ich schloß gegen neun Uhr die Haustür und zing zu Bett. Herr Doktor saß noch an seinem Schreibtisch und arbeitete. Gegen zwälf Uhr hörte ich plötzlich einen Knol! und eilte hinunter. Da fand ich meinen Herrn erschossen, den Revolver noch in der Hand; ich habe alles stehen und liegen kafsen, und Sie sofort benachrichtigt!“ Doktor Vamoa nickte langsam mit dem Kopfe und öffnete bie Tür zum Labaratorium. Wie gedannt blieben wir auf der Stelle stehen; und blickten schweigend zum Schreibtisch hinüber, an dem unser Freund mit gesenktem Haupte und schlaft herabhängenden Armen in seinem Seisel saß. Dann traten wir hinein. Plötzlich siockte Vampa. Langiam schritt er auf den Toten zu und betrachtete ihn stumm. Die Kugel war in die rechte Schläfe eingedrungen ein dünner Streifen dunkekrotes Blut zog sich über die rechte Gesichtshälfte hinweg. Die linke Hand, die schlaft über die Lehne des Sessels hing, hielt krampfhaft den Browning umspannt. Auf dem Schreibtische lagen einige Kugeln, einige Tücher und ein kleiner Kasten. Doktor Vampa hob das Haupt des Toten in die Höhe und drückte ihm die gebrochenen Augen zu. Dann trat er ans geöffnete Fenster und blickte schweigend hinaus. Minutenlang stand er so. dann wandte er sich um. Seine Augen glitten langsam üder die Gestait des Toten, dann über den Schreibtisch und blieden schließlich an dem Aschendecher haften. och merkte, wie die Gedanken hinter seiner Stirn arbeiteten. Dann hob er mit einem Ruch den Kopf. „Meine Mission ist hier noch nicht beendet,“ wandte er sich un mich.„Jahre du in die Stadt zurück, und komme morgen früb mit einem Arzte und der Mordkommission zurück; ich bleibe hier und halte die Totenwacht.“ .„Die„Mordkommission,“ wagte ich zu entgegnen.„Glaubst du, baß Voktor Lorenz———?“ Er hob abwehrend die Hand. „Morgen abend um diese Zeit werds ich dir erzählen, wie unser Ireund umd Leben kam. 39 guchte die Achsel und ging lanzsam hinana. Draußen bestteg ch den Wagen und fuhr in die Stadt zurück, um am anveren Mlorgen meinen Auftrag zu erledigen———. Als ich um die neunte Vormittagsstunde des anderen Taden Herren der Mordkommission und einem Arzte wurden wir von Doktor Vampa empfangen. Er dePoserte###es#. Zerren und führte sie ino Labaratorium, wo unser wie 1a ion zusehe Verselben uneränderten Stellung saß, iun der Toie 2#.##, gesehen hatte. Mit den Worten:„Dier „ e, ließ sich Doktar Vampa in einen Sessel fallen und beobachtete scharf jede Bewegung der Herren. Der Arzt den Dand Hielt ungachag den der Tote noch immer in der Undem Schreisbtisch uu Schreibtisgteslegzten Die auf uns, da der Tote keine Vers95, die ersorderlichen Maßnahmen zu treffen, und ter Vampa mit einem verächtlichen Lachen auf und sagte: „Sag mal, Alfred, kann man sich deim Reinigen eines Revolvers eine Kugel durch die rechte Schläfe jagen?“ Doch, das hann man!“ entgegnete ich eilnigermoßen erDoktor Vompa lächelte leite. haten Dand Lal. zu. dent, wenn man den Reooloer in der „Auch dunn ist es möglich.“ das gebe ich zu. Betrachte dir einmal die Schußel Lorenz hätte die Hund hinter den Kopf halten mössen, um sich eine Kuael du H:; Sant zu sagen. nichtwahr?“ Ich betrachtete de Wunde und mußte ihm recht geben. „Siehst du, und das glaube ich nicht! Er hatte sich wohl durch die Brust oder durch die Stirn jagen können, aber nicht von hinten durch die Schläfe und dann noch mit der linten Hand. Dann betrachte die einmal die vier Sigarettenteste dort im Aschenbecher.“ Ich folgte seinen Worten, konnte aber nichts Verdächtiges bemerken. „Du weißt, daß Lorenz nur gani leichte Zigaretten rauchte, dieses aber uind eine schwere türkische; außerdem sind zwei derselben an den Enden eingeknissen, die zwei anderen nicht: lotztere rauchte Lorenz, die andern sein Besucher. Dieser Besucher ist auch der Mörder unseres Freundes, und wenn nichts Lazmischen kommt, werde ich ihn heute abend noch vorhoften Er., steltzte den„Ascheghecher auf den Tisch und stülpte den Hut auf. In ehtlichr: Bewunderung blickte ich in die stahlgrauen Augen meines Freundes, dessen Scharfblick ich wieder einmal bewundern konnte. „Komm, laß uns gehen. Wir wollen den Abend abwarten; dann werde ich durch die Pollzei den Mörder verhasten lassen.“ Und Doktor Vampa hielt Wort. In derselben Nacht, gegezwei Uhr, hlelt ein geschlossenes Auto vor meinem Hause, Wiein Freund stieg aus und trat bald darauf in mein Zimmer. #„Sol“, meinte er, nachdem er sich, niedergslassen hatte,„be## Morder hütten wir glücklich gefangen. „Also doch!“ warf ich ein. Bitte erzähle mir nun euch wie du auf den Gedanken kamst, Doktor Lorenz könnte en mordet worden sein.“ „Höre zu!“ 4 490 „Du weißt doch, daß unser Freund vor kurzer Zeit einen Sprengstoff erfunden hatte, gegen den Dynamit vollständig verblaßt. Ein Fingerhut voll hat genau dieselbe Wirkung, wie ein Zentner Dynamit. Einiges von dieser Erfindung drang in die Oeffentlichkeit. Der oben am Berge wohnende Ingenieur Luigi Vallero mußte davon gehört haben. Er suchte gestern abend, nachdem der Diener zu Bett war, unsern Ireund auf und traf, ihn beim Reinigen seines Brownings an. Jeder rauchte zweZigaretten und dabei unterhielt man sich über die Erfindung.“ In dem Moment, als Lorenz die erste Patrone in den Lauf steckte, zog Vallero seine Pistole und jagte unserm Freund eine Kugel durch den Kopf. Lorenz war sofort tot. So schuell wie möglich zog der Mörder dann die Kugel aus dem Browning unseres Freundes und steckte die Hülse aus dem seinen hinein, dern preßte er dem Toten die Pistole in die linke, nahm einen Schlussewund an sich, sprang durchs Jenster und verschwand in der Dunkelheit. Heute gegen Mitternacht wollte er Pläne und Aufzeichnungen stehlen. Wir kamen noch früh genug en, um ihn abzufassen. Als ich ihm den Mord auf den Kopf zusagte, brach er zusammen und gestand.“ „Und woher wußtest du, daß Luigi Vallero der Mörder war?“ Doktor Vampa lächelte.„ „Erstens durch di. Zigaretten, zweitens durch die Haltung der Pistole und drittens durch ein Stückchen stark mit Mennige durchsetzte Erde, die neden dem Schreibtisch auf dem Fuß=) boden lag. Mit Mennige durchsetzte Erde findet man bekanntlich in dieser Gegend nur am Berge, wo Luigi Vallero wohnt. Als er unsern Freund besuchte, mußte er die Stelle passieren: im Labaratorium unseres Freundes verlor er ein Klümpchen dieser Erde und das wurde ihm zum Verhängnin. Fest der Beschneidung des Herrn. St. Soorg. 6, 7, 8 und 9 Uhr hl. Messen. 10 Uhr Hochamt. 2 Uhr und 4 Uhr Neujahrsandacht. Die Kommunion=Knaben # an der Kurfürstenstraße haben am Sonntag gemeinschaftliche hl. Kommunion. Liebfrauen. 6,90, 7,16,.15 und 9 Uhr Lesewessen. 10 Uhr Hochamt. 2,30 Uhr Andacht, darauf Beichtgelegenheit eine Stunde lang(bis 4 Uhr). St. Joseph. 6. 7, 8 und 9 Uhr hl. Messe. 10 Uhr Hochamt. 2 Uhr Andacht; darnach wird Beichte gehört bis 4 Uhr. 8 Uhr gemeinschaftliche hl. Kommunion der Mädchen aus der Schule 6. St. Agnes=Hospital. 7 Uhr hl. Messe..30 Uhr Andacht. Werth. 7 Uhr hl. Messe, 10 Uhr Hochamt,.30 Uhr Festandacht.„ St. Klara. 7 Uhr hl. Messe mit Predigt. 2 Uhr Andacht. Spork..30 Uhr Frühmesse. 10 Uhr Hochamt und Predigt 2,30 Uhr Andacht zum göttl. Kind. Sonntag, den 2. Januar(Fest des hl. Namens Jefu): St. Seorg. 6, 7, 8 und 9 Uhr hl. Messen. 10 Uhr Hochamt. 2 Uhr und 4 Uhr Andacht von der Kindheit Jesu. Das Männerapostolat hat am Sonntag 8 Uhr gemeinschaftliche hl. Kommunion. Liebfrauen. 6,30, 7,15,.15 und 9 Uhr Lesemessen. 10 Uhr Hochamt..30 Uhr Andacht. Heute haben die Männer 7,16 Uhr Apostolats=Kommunion. St. Joseph. 6, 7, 8 und 9 Uhr hl. Messen. 10 Uhr Hochamt 2 Uhr Andacht. 7 Uhr Monatskommunion für die Männer. St. Agnes=Hospital. 7 Uhr hl. Messe..30 Uhr Andacht. Werth. 7 Uhr hl. Messe, 10 Uhr Hochamt,.20 Uhr Andacht zum süßen Namen Jesu. Kapuzinerkloster. 6,30, 7 Uhr hl. Messen. 8 Uhr Sing messe mit Predigt. 2,30 Uhr Andacht. St. Klara. 7 Uhr hl. Messe..15 Uhr Andacht. Dienstag, den 4. Januar: 5,15 Uhr Antoniusandacht. Spork. 7,30 Uhr Frühmesse. 10 Uhr Hochamt und Predigt. 2,30 Uhr Andacht. Vorken. Neujahr. Hl. Messen sind: 5,45, 6,30, 7, 7,45 und.30 Uhr. 10 Uhr Hochamt mit Predigt. 2,30 Uhr Vesper— =Uhr=Andacht fällt aus. Beichte wird am Neujahrstage nicht gehört. 2. Neujahrstag. Hl. Messen sind:.45,.30, 7..45,.30 Uhr mir Predigt. 10 Uhr Hochamt mit Predigt. 12 Uhr für 3. Orden..30 Uhr Todesangstbruderschaft. 5 Uhr Andacht zu Ehren des hl. Namens Jesu. Donnerstag, 6. Januar. Hl. Messen sind:.45,.30, 7,.45,.30 Uhr. 10 Uhr feierliches Leviten=Hochamt mit Predigt und Vesper(Polyphoner Gesang). Vorken. Cäeillenverein. Dienstag abend .30 Uhr Generalversammlung. 6. Januar, 4 Uhr nachmittags, Weihnachtsfeier im Saale des Hotels Nienhaus. Kreuzbündnis. Sonntag, 2. Januar, 4,30 Uhr nachmittags, Weihnachtsfeier im Heim. Am Feste der hl. drei Könige, nachmittags 4 Uhr, Weihnachtsfeier im Hotel Nienhaus. Der Schutzengelbund feiert am 9. Januar, nachmittags 5 Uhr ebenfalls seine Weihnachtsfeter im ###tel Nienhaus.) A E Joseph Dammeyer is gestorben. Die Beerdigung findet am Montag, den 3. Januar, 8½ Uhr, vom St. Agnes=Hofpital aus statt. Musik und Kameraden treten an um 8¼ Uhr bei der Wirtschaft Aloys Beckmann. Oeden und Ehrenzeichen had abgnlegen. J. Kruchen, Vorsitzender. Auch im neuen Jahre bleibt Zur besten Einkaufsquelle PemmPren. der Wegweiser für die sparsame Hausfraul FillalSrol--Onterrehmen Deste Bezugsquelle für gute und wirklich preiswerte Lebensmittel In Rheinland und Westtalen ca. 150 eigene Geschäfte STATT KARTEN! Ihre VERLOBUNG geben bekannt: Aenne Ressing Josef Hötger Bocholt, Neujahr 1927. Neine Preise sind unverändert! Sie kaufen bei mir alle Lebensmittel zu denselben billigen Preisen wie vor dem Weihnachtsfeste! 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Die Priseur-Zwvangsinnung des Troisss Borkeg, Silz Große öffentliche Seete Am 2. Januar, vormittags 11 Uhr, findet eine große össeutliche Versammlung im Arbeiter Verein. St Paulus statt. Thema: 1. Freiheit und soziales Recht der Mieier. 2. Was steht uns bevor? Reserent: Heir Verbandovoisitzender Hotten, Bochum, Ausschußzmitglied des Wohljahrtsmin steriums. Sämtliche Mieter sowie Gewerberaummieter und son Rige Jateressenten weiden hierzu eingeladen. De: Vorstand des Mieterschutzvereins. D. Heisterkamp, 1. Volsizender. des .=V.„All=Heil“, Bocholt i. im Vereinslokal Hotel=Restaurant Nienhaus, Niederbruchstraße. 1. Preis 1 Wanderer=Motorrad 2."* Damen# nd 6 3. 4. 5. 6. 7 8. 9. 10. 1 Damen= od. Herrenfahrrad nach Wahl 1 Göricke=Jugendfahrrad 1 3X6 teiliges Esbesteck mit Kasten 1 Regulator(14 Taze Gehwerk) 1 silbeine Taschenuhe 1 Kaffeeservice 100 gute Ziga ren 1 Dynamo=Radlampe 1 Weckuhr. 3 Schuß 30 Pfg. Beginn am 1. Januar 1927, vorm. 11 Uhr. Täglich Schießgelegenheit. Der Schlußtag wird durch die hiesigen Zeitungen bekanntgegeben. Die Preise sind im Bereinslokal ausgestellt, woselbst die Schießregeln eingesehen werden können. Um rege Beteiligung bittet Der Vorstand. Bosonnnonansesamenengnerannnmnen! Zwangsversteigerung. Im Auftrage der Finanzkasse Borken werde ich am Montag, dem 3. Januar, nachmittags 3 Uhr, in dr Wirtschaft Neidick, Bocholt, Nordstraße, folgende Gegen“ände: 4 Seiten Speck. 30 Mettwürste, 4 junge Schweine, 1 Mutteischwein, 1 Regulator, 10 Uh teller öffentlich meistbietend versteigern. Bocholt, den 30. Dezember 1926. Brill, Vollziehungsbeamter. Achtung! Wir suchen Firmen, welche Nähmaschinen gratis an Bewerber und Interessenten abgeben und ohne wöchentliche Raten von—3 RM, da diese Methode die Nähmaschinen nur verteuert und auch nur Dumme hereinzulegen sucht. Off. unter A. B 300 an die Geschäftsstelle. Das große Festprogramm! Eine 2 jähr. dressierte Schäferhündin (reinrassig) zu verkaufen. Näh. in der Gesch. d Bl. 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Aufführung dieses Prachtprogramms nur 2 Tage heute(Preitag) u. Samslag(1. Neujahrstag). Am Sonntag(2. Neujahrstag) bis einschließlich Montag vollständig neues Programm. Alles Nähere am Theater ersichtlich. Seöffnet: Wochentags von 5 Uhr an. An Conn= und Feiertagen von 2 Uhr an. lonnnnnanennnmmmn Tanzkontröner In nouer Ausführung Druckerei Grenzwarte. saumanangrnangen AAE?