der deutschsprachigen Presse.V. Erscheint täglich un Ausnahnte der Sonn= und geieplichen Fiertage. Bezugspeets: Vierteijährtich 2., monattich 70 Pf.; mit illustrirtem Untechaltungsblatt: vierteljährtich 2 M 50 Pf., monatlich 85 P Einr#ckungsgebühr: 15 Pf. die Peit#rile od. derre Raum Druck und Verlag von Ferd. Dienu. Getsentn Rnitten. Amts= und Kreisblatt für den Lreis Gelsenkirchen. Früher:„Der Reichsfreund". Sincere et constalt Lublikations=Oegan der sämtlichen Behörden des Kreises. und lokalpolizeiliche Verordnungen für den KreiGelsenkirchen durch die„Emscher Zeitung“ verössentlicht, erlangen ausgrund gesetzlicher Bestimmungen(laut Bekanntmachung Agl Regierung zu Arnsberg vom 19. Juli 1885) rechtsverbindliche Kraft für die Kreis=Emgesessenen.# Der Kreis umsaßt die Bürgermeistereien Gelsenkirchen und Wattenscheid, die Aemter Braubauerschaft, Schalle, Ueckendorf, Wanne und Wattenscheid. Nr. 20. u: eiei ung Eritz Louisgaus, Gelsenkirchen. Gelsenkirchen, Samstag, 24 Januar 1891. Anschlus: 30. A: Relsenkircden 17. Jahrgang. Preußischer Landtag. Herrenhaus. (Sitzung vom 22. Januar.) Das Herrenhaus erledigte heute drei kleinere Vorlagen ohne erhevliche Besprechung. Die Gesetzentwürfe über die Erhöhung der Hundesteuer, über die Ausdehnung einiger Bestimmungen des Pensionsgesetzes auf unmittelbare Staatsbeamte und schließlich über die Abänderung und Ergänzung einiger Bestimmungen wegen der Wahl von Stadtverordneten fanden unverändert die Zustimmung des Hauses. Morgen stehen gleichfalls kleinere Vorlagen auf der Tagesordnung. Abgeordnetenhaus. (19. Sitzung vom 22. Januar.) Das Abgeordnetenhaus begann heute die zweite Lesung des Staatshaushalts mit dem Domänenetat. Abg. Stengel(freikons.) wies darauf hin, daß die Neuverpachtungen in Ost= und Westpreußen einen Nieder= gang der Pachtpreise von mehr als 39% ergeben hätten. Man würde einen allgemeinen Niedergang des Pachtertrages um 10% zu verzeichnen haben, wenn nicht einzelne Domänen in besonders guten Gegenden eine Erhöhung der Pachtsumme bewirkt hätten. Er rate daher zur Vorsicht in den Verhandlungen mit Oesterreich betreffs der Getreidezölle. Nur in Rüben bauenden Gegenden sei die Pacht in die Höhe gegangen, diese Pachtverträge aber seien abgeschlossen worden von den Pächtern im Hinblick auf die Zuckerprämien, die man jetzt durch das neue Zuckersteuergesetz abschaffen wolle. Die Regierung möge diese Verhältnisse erwägen. Es sei wahrscheinlich, daß der Reichstag die Abschaffung der Material= steuer annehmen werde, was eine schwere Benachteiligung der Zuckerindustrie bedeute; wie werde sich dann die Regiernug zu den Domäuenpächtern stellen, die bei Abschluß des Pachtvertrages auf die Dauer der bisherigen Zuckersteuer'gerechnet hätten? Darüber erbitte er Auskunft vom Regierungstisch. Abg. Rickert bemerkte dem Vorredner gegenüber, die Zuckersteuer gehöre vor den Reichstag; übrigens seien die Herren beim Tabaksmonopol wegen der Entschädigungen nicht so ängstlich gewesen. Aus den kurzen Notizen über Domänenverpachtung lasse sich kein Schluß auf das Befinden der Landwirtschaft ziehen. Wenn es ihr im Osten wirklich schlecht gehe, so sei daran nur die jetzige Wirtschaftspolitik schuld, oder wolle man etwa die Getreidezölle noch erhöhen? Man möge Domänen verkaufen und parzellieren. Die Erfolge des Abg. Sombart in Stresow sprächen durchaus dafür. Auf diese Weise könnten die Domänen im Osten mit benutzt werden zu der großen politisch=sozialen Reform, die die Regierung im Auge hat. Abg. Sumbart hielt auch seinerseits eine Entschädigung der betreffenden Domänenpächter für nötigfalls das Zuckersteuergesetz im Reichstag durchgehe. Betreffs der Parcellirung von Domänen und des dabei einzuschlagenden Verfahrens richtete der Redner mehrere Anfragen an den neuen landwirtschaftlichen Minister. Herr von Heyden glaubte heute die Frage nicht erörtern zu sollen, was nach dem Inkrafttr teu des neuen Zuckersteuergesetzes zu Gunsten der Domänenpächter zu geschehen habe; doch erklärte er, sein Amtsvorgänger habe stets in der entgegenkommendsten Weise die Verhältuisse von Domänenpächtern gewürdigt, und diese Handhabung der Geschäfte werde von ihm fortgesetzt werden. Aus den Verpachtungen des letzten Jahres teilte der Minister mit, daß sie einen Rückgang der Erträge zeigten, nur in Hannover sei ein kleiner Fortschritt zu verzeichnen. Was die Parcellirung von Staatsdomänen anlange, so sei es nicht ratsam, Staatsgrundbesitz zu veräußern; anderseits sei anzuerkennen, daß es als eine Aufgabe der Regierung angesehen werden müßte, nichts unversucht zu lassen, was geeignet sei, den bäuerlichen Besitz zu erhalten und zu stärken; die Kolonisation lasse sich nach den früheren ungünstigen Erfahrungen nur langsam betreiben. Der Abg. Humann vom Centrum und nach ihm auch der Abg. v. Erffa wandte sich gegen die Agitation wegen Vertheuerung des Brotes; sie traten nachdrücklich für die Erlaltung der Getreide= und Viehzölle ein. Minister v. Heyden erklärte in Bezug auf die getroffenen Erleichterungen der Fleischeinfuhr, keine Regierung könne sich den Erwägungen verschließen, ob nicht ein übermäßiges Steigen der Fleischpreise zu Maßnahmen Anlaß geben müsse; es sei jüngst die Gefahr vorhanden gewesen, wenn nicht eine erweiterte Zufuhr von Schlachtmaterial stattgefunden hätte, daß die Preise noch erheblich höher gestiegen wären. Anderseits müsse die Regierung aber auch auf den Schutz der deutschen Viehzucht Rücksicht nehmen. Das Thema der Lebensmittelzölle wurde weiter noch von den Abgg. Schultz=Lupitz, v. Below=Salleske, Rickert, Pleß, Arendt und Seelig, in ausführlicher Weise erörtert. Beim Erat der Forsten wurde vom Abg. Olzem die vom eheinischen Provinziallandtage gewünschte staatliche Verwaltung der rheinischen Gemeindewaldungen zur Sprache gebracht und vom Regierungsvertreter zwar als schwer durchführbar bezeichnet, aber wohlwollend aufgenommen. Abg. Graf Matuschka trat füreine Erhöhung der Gehälter der Postkassenrendanten, Abg. Conrad für eine Besserstellung der Forsthülfsaufseher ein. Ueber die Gründe des geringen Besuchs der Forstakademie erklärte der Minister, keine bestimmte Auskunft geben zu können. Nach der damit beendeten Beratung des Frstetats wurde Vertagung beschlossen und die nächste Sitzung, in der die Sperrgeldervorlage zur Beratung kommen soll, auf Sonnabend 11 Uhr anberaumt. Schluß 41 Uhr. rrgesetz fährt fort, die öffentliche Meinung zu beschäftigen. Die „Germania“ hat ihrem kurzen Ausdruck der Freude und Genugthuung einen längeren Artikel folgen lassen, der von demselben Geiste getragen ist. Aber man muß anerkennen, daß dem Triumphe über den errungenen Sieg Zügel angelegt sind. Vielleicht mag sich das leitende Blatt des Ultramontanismus daran erinnert haben, daß ein Entwurf noch kein Gesetz ist, und daß das Anerbieten, welches die Regierung macht, erst noch der Bestätigung durch das Haus der Abgeordneten bedarf. Die„Germania“ schreibt zwar, daß es nur in der Hand der Regierung liege, der Vorlage die Annahme im Abgeordnetenhause zu sichern, sie fügt indessen nicht hinzu, worauf sich diese ihre Annahme stützt. Thatsache ist, daß bis in die Reihe der Konservativen hinein die neue Vorlage der Regierung nicht rur lebhafte Ueberraschung, sondern auch ernsteste Bedenken hervorgerufen hat, die durch die seltsame Begründung nur noch gesteigert werden konnten. Noch nicht ein Jahr ist es her, als Herr von Goßler mit Emphase im Abgeordnetenhause vor versammeltem Kriegsvolk erklärte, daß die Regierung mit ihren Vorschlägen bis hart an die Grenze gegangen, welche überhaupt noch möglich sei. Er wies auf die Schwierigkeiten hin, welche schon die bisherige Nachgiebigkeit in den Kreisen der evangelischen Bevölkerung gemacht habe. Es sei politisch unmöglich, ein Fehler, wenn man den Bischöfen die 16 Millionen auszahlen würde. Und in Bezug auf die beleidigenden Auslassungen der klerikalen Presse, aber auch der ultramontanen Abgeordneten—. Graf Strachwitz nahm sich heraus, von einer Verletzung des siebenten Gebotes zu sprechen— erwiderte der Herr Minister,„daß auch in der Regierung Menschen sitzen, welche eine politische Ehre haben". Und nun doch die Bewilligung der vom Zentrum erhodenen Forderungen und damit indirekt das Zugeständnis, daß die früher von dieser Partei erhobenen Bedenken durchaus begründet gewesen seien! Herr Windthorst hat früher einmal in Bezug auf einen ähnlichen Vorgang von einem Erschießen vor der ganzen Front gesprochen. Es ist das ein mehr drastisches als schönes Bild, aber ungemein bezeichnend für die gegenwärtige Lage der Dinge. Nicht uninteressant isi es, zu sehen, wie der Erfolg, den das Zentrum errungen, bereits seine Wirkungen auch auf anderen Gebieten zeigt. Die „Kreuzzeitung", die eben nicht ohne Grund auf die kühle Haltung hingewiesen hatte, welche die Staatsregierung gegenüber Forderungen für die evangeliiche Kirche einnehme, hatte zugleich hinzugefügt:„Die Zeutrumspartei hat wieder einmal erfahren, daß entschiedenes Festhalten an der für richtig gehaltenen Position schließlich doch zur praktischen Anerkennung dieses Standvunkts führt. Die Nutzanwendung liegt auf der Hand.“ Es braucht kaum hervorgehoben zu werden, daß das konservative Organ die Nutzanwendung von seinen eigenen politischen Freunden in der Frage der Landgemeindeordnung gezogen wissen möchte. Anmutiger nehmen sich noch die von der soz aldemokratischen Partei angemeldeten Forderung.n aus. Der „Vorwärts" begrüßt die Vorlage der Regierung, der er das Lob politischer Klugheit spendet,„um so mehr, als sie ein Präzedenz für ähnliche Rückerstattungen und Entschädigungen bilde.“ Auch die Sozialdemokratie sei durch ein Ausnahmegesetz, welches man als ein schweres Unrecht aufheben mußte, schwer geschädigt worden. Die materiellen Verluste, welche der Sozialdemokratie zugefügt worden, beliefen sich in die Millionen. Die Sozialdemokraten hätten genau dasselbe Recht der Entschädigung wie die Katholiken, und wenn sich diese Frage jetzt auch noch nicht zur greifbaren Aktualität verdichtet habe, so werde sie sich doch gelegentlich herandrängen und eine Lösung heischen. Bereits sei im Reichstage die Angelegenheit bei zwei verschiedenen Gelegenheiten von Liebknecht gestreift worden, als er die Haftpflicht der Urheber des Sozialisten= gesetzes betonte. Man sieht, daß die neue Saat des Herrn v. Goßler auch seltsame Blüten treiben kann. Deutsches Berlin. 23. Jan. — Im Herrenhaus ist von zahlreichen Mitgliedern eine Anfrage eingebracht worden, ob und welche Maßregeln die Regierung gegen das drohende, ganz außergewöhnliche Hochwasser mit einem wohl noch nicht dagewesenen Eisgang angeordnet hat. — Am Sonnabend wird bereits die Sperrgeldervorlage zur ersten Lesung im Abgeordnetenhause kommen. Die Entscheidung über das Gesetz liegt unter den obwaltenden Verhältnissen fast allein bei den Konservativen, über deren Haltung noch wenig verlautet. An schweren Bedenken soll es aber auch in dieser Partei nicht fehlen. — Die Ansprüche der Ultramontanen sind durch ihre vielen Erfolge und die geringe Widerstandskraft, die sie finden, dermaßen gestiegen, daß sie es bereits als eine unerhörde Beleidigung und Herausforderung ansehen, daß in der Volksschulgesetzkommission des Abgeordnetenhauses der Antrag Windthorst, welcher der Kirche nicht nur das Recht auf Erteilung des Religionsunterrichts, sondern mittelbar die volle Herrschaft in der Schule zuerkennen will, von der Regierung und sämmtlichen Parteien außer dem Zentrum zurückgewiesen worden ist. Die klerikale Presse ist voll Entrüstung, daß der Kultusminister den Antrag Windthorst für unannehmbar erklärt hat, weil demselben die Anschauung zu Grunde liege, daß es Sache der Religionsgesellschaften sei, den Religionsunterricht in den Volksschulen zu erteilen, die Staatsregierung müsse dieses entschieden bestreiten, sie stehe auf dem Standpunkt, daß es ausschließlich Sache des Staates sei, den ganzen Unterricht, mithin auch den Religionsunterricht in der Volksschule, zu erteilen; diejenigen Religionsdiener, welche die Regierung zur Erteilung des Religionsunterrichts in der Volksschule zulasse, seien in Bezug auf diese Erteilung nur beauftragte Organe der Staatsgewalt. Das ist ein von jeher in Preußen geltender Grundsatz gewesen und es wäre traurig um die Zukunft des Staates bestellt, wenn jemals davon abgegangen würde. Das Ziel des „neuen Kulturkampfes“, die hierarchische Besitzergreifung der Schule, ist selten so unverhüllt verkündigt worden als es in den neuesten Auslassungen der ultramontanen Blätter geschieht. Es möchte übel in Preußen aussehen, wenn der„kirchliche Frieden" nach den Wünschen Zentrums erst einmal vollständig zu Stande gekommen wäre! Wie die„Germania“ mitteilt, hätte der Kriegsminister in der Budgetkommission heute erklärt, daß vorläufig in absehbarer Zeit keine militärischen Forderungen erhoben werden würden, abgesehen von solchen, die durch notwendige Reformen bedingt seien. Der Bericht der Arbeiterschutzkommission ist erschienen Er liegt auch dem Bundesrate behufs Stellungnahme zu den von der Commission getroffenen Abänderungen des Entwurfes für die zweite Lesung im Plenum vor, die über acht Tage beginnen soll. Im Ganzen stellen sich die einzelnen Regierungen, so weit man erfährt, den Kommissionsbeschlüssen nicht ablehnend gegenüber. Der„Post" zufolge ist in parlamentarischen Kreisen viel von einem Gespräche die Rede, welches der Kaiser bei dem letzten Gesellschaftsabend im Opernhause mit dem polnischen Abg. v. Koscielski gehabt hat. Der Kaiser soll bei dieser Gelegenheit seiner Befriedigung Ausdruck gegeben haben über die Haltung der polnischen Abgeordneten bei der Debatte über die Kornzölle, bei welcher die Polen mit der Mehrheit gegen die Herabsetzung der landwirtschaftlichen Schutzzölle stimmten. — Nach dem„Berl. Tabl.“ würde an Stelle des aus dem Pfarramte an der hiesigen Matthäikirche ausscheidenden Generalsuperintendenten Dr. Braun der Hofprediger a. D. Stöcker in Aussicht genommen. — Zu den deutsch=ostafrikanischen Personenfragen kommen beinahe täglich neue Meldungen. Jetzt sollen beim Auswärtigen Amte in Berlin Depescheu vom 16. d. Mts. eingegangen sein, wonach Major v. Wißmann thatsächlich seine Kilimandscharo=Expedition angetreten hat und also nicht krank ist. Es werdei in Berlin am 24. d. Mts. Berichte aus Afrika darüber erwartet, welche Angehörige der Schutztruppe und der Deutsch=Ostafrikanischen Gesellschaft zum Eintritt in die Reichsdieuste geeignet seien, und soll, wie verlautet, nach dem Eingang dieser Berichte Herr v. Soden alle Einzelheiten der Neugestaltung mit dem Auswärtigen Amte beraten und demnächst als Gouverneur nach Ostafrika zurückkehren. Von einer Herrn Dr. Peters nahestehenden Seite hören wir übrigens, daß auch der Eintritt von Dr. Peters in den Reichsdienst gesichert sei, und zwar werde er wahrscheinlich unter Herrn von Soden thätig sein.— Was von alle diesen Meldungen sich verwirklichen wird, muß ja eine nahe Zukunft lehren. — In einem Petersburger Briefe der„Pol. Korr.“, dem das Lob der auswärtigen Politik Rußlands einen unverkennbaren offiziösen Stempel aufdrückt, findet sich die Bemerkung, der Abschluß einer russisch=französischen Allianz könne unter den gegenwärtigen Umständen von der Politik der dem Dreibund angehörenden Mächte abhängig gemacht werden; man werde jene Allianz erst mit dem Augenblicke in Erwägung zu ziehen haben, wo Deutschland, Oesterreich=Ungarn und Italien aus ihrer bisher beobachteten friedlichen Haltung heraustreten sollten. Von Deutschland also soll es abhängen, ob Rußland die Allianz mit Frankreich überhaupt„in Erwägung zieht!“ Und um dieses mageren Resultates willen kriecht halb Frankreich seit Jahren vor jedem Russen in der lächerlichsten Weise. Das ist bitter; wird aber auch die Franzosen von ihrer unglücklichen Liebe nicht heilen. München, 22. Jan. Sehr angesehene Zeitungen Baierns reproducieren einen Vorschlag, der von„hochgeschätzter Seite in Würzburg“ ausgeht, den Prinzregenten an seinem 70. Geburtstage zum König auszurufen. Die Agnaten würden zweifellos zustimmen, hernach solle die Einberufung des Landtages stattfinden, der eine Gesetzesvorlage über die Aenderung der Verfassung sicher annehmen würde, da die Verfassung gegenüber dem langen Interregnum den Staatsbedürfnissen und den Volksempfindungen nicht entspräche.(Der obige Vorschlag ist insofern verkehrt, als die Verfassungsänderung der Proklamierung des Prinzregenten als König vorangehen müßte. D..) Luxemburg. * Luxewburg, 22. Jan. Der Erbgroßherzog ist gestern Abend aus England hierher zurückgekehrt. Wie hier verlautet, wird binnen Kurzem die Verlobung des Erbgroßherzogs mit einer Tochter des Prinzen von Wales veröffentlicht werden. Frankreich. * Paris, 22. Jan. Nach einer Meldung des „Siécle“ hat die portugiesische Regierung der Mozambique=Gesellschaft die Verwaltung und Ausbeutung des gesamten portugiesischen Gebiets in Ostafrika vom Zabi bis zum Zambesi überlassen. Das Kapital der Gesellschaft werde aus 20 Mill. Francs bestehen, wovon zwei Drittel von französischen Kapitalisten beigetragen worden seien. Das Gebiet der neuen Gesellschaft grenzt an das der englischen Zambesi=Kompagnie. Der„Siecle“ hofft, daß die bei der portugiesischen Gesellschaft engagierten französischen Interessen die englische Gesellschaft bestimmen werden, bei der endgültigen Abgrenzung beider Gebiete weniger schroff vorzugehen. Großbritannien. * London, 22. Jan. Im Unterhause hat Parnell ein Tadelsvotum wegen Handhabung der Ausnahmegesetze in Irland angemeldet. * London, 22. Jan. Der Ministerpräsident Lord Salisbury sprach gestern in Cambridge, wo er erklärte, die wahre, aus den letzten Ereignissen in Irland gezogene Lehre sei die Enthüllung über die Macht der enormen Organisation, deren Häupter die Bischöfe Kooke und Walsh seien. Wenn die Homerule=Forderungen angenommen würden, so wären die Bischöfe und Priester die wahren Herrscher Irlands und würden schonungslos gegen die Protestanten in Ulster vorgehen.— An Stelle des verstorbenen Deputierten in Hartlepool wurde Furneß(Gladstonianer) gegen den Unionisten Grey gewählt. Portugal. Lissavon, 19. Jan.[Der Aufstand in Chile.] Die letzten hier eingetroffenen bis zum 24. Dezember reichenden Postnachrichten beweisen, daß Präsident Balmaceda von einer Gewaltthat zur anderen geschritten ist und selbst einen seiner politischen Gegner in einer öffentlichen Versammlung ermordet hat. Dieser Mord wurde am 19. Dezember begangen. Mit Revolvern bewaffnete Geheimpolizisten drangen in eine Versammlung der parlamentarischen konservativen Partei, welche gegen das unverfassungsmäßige Vorgehen des Präsidenten protestiren wollte. Die Polizei rief Ruhestörungen hervor und schoß 20 Revolverschüsse auf Mitglieder der Versammlung ab. Die Anhänger Balmacedas behaupten freilich, die Polizisten hätten erst dann gefeuert, als ein Mitglied der Versammlung seinen Revolver auf die Eindringlinge abgeschossen hätte. Das Gebäude wurde zu gleicher Zeit von den Polizeimannschaften umzingelt. Ein Polizist schoß einen jungen Mann ohne Anlaß in den Kopf. Sämtliche 188 in dem Gebäude befindliche Abgeordnete wurden gefangen genommen, in die San Pablo=Kaserne geführt, dann aber alle entlassen. Die Chilenen waren entrüstet über solche Gewaltmaßregeln und griffen zu den Waffen. Schon lange hatte das Volk den Präsidenten Balmaceda gehaßt. Der Letztere wünschte den verabscheuten Minister des Innern, Sennor Vicuna, zum Nachfolger in der Präsidentschaft. Parteigenossen erhielten deshalb im ganzen Lande die wichtigsten Stellen, um Druck auf die Wähler auszuüben und das neue Wahlgesetz unmöglich zu machen. Der Präsident weigerte sich anzuerkennen, daß die Land= und Seemacht nach dem 31. Dezember nicht mehr zur Verfügung des Präsidenten stände, sondern daß die Vollmacht des letzteren aufs Neue bestätigt werden müsse. Oeffentliche Versammlungen wurden willkürlich verboten. Als der Präsident von Talcahuano zurückkehrte, wurde er von der hauptstädtischen Bevölkerung verhöhnt. Der Präsident ließ darauf seine Kavallerie=Eskorte auf das Volk einhauen. Er selbst aber fuhr eiligst in seinem Gefährt nach dem Regierungshaus. Die Armee und Marine sind der Ansicht, daß der Präsident ihnen seit dem 1. Januar nichts mehr zu sagen hat, und dieses bildet die Entschuldigung, daß sie ihm den Gehorsam gekündigt haben. Diejenigen, welche Balmaceda kennen, sagen, daß er außerordentlich eitel und zornig ist. In der Erregtheit ist er zu allem fähig, um seine Schwäche zu verdecken, welche ihn zum Werkzeug anderer macht, die fähiger, aber noch gewissenloser sind und ihr Ziel erreichen, indem sie seiner Eitelkeit schmeicheln. Rußland. Moskau 23. Jan. Auf Anordnung des hiesigen Polizeichefs sollen alle Juden, welche Moskau ohne besondere Erlaubnis betreten, als Vagabunden verhaftet, und bestraft werden. Die Polizei ist auch befugt, unter Umständen Juden, welche die Stadt mit Pässen betreten, zu verhaften und auszuweisen. Es heißt, diese und andere in Aussicht genommenen Maßregeln bildeten die Antwort auf die londoner Protestkundgebung. Amerika. Newyork, 22. Jan. Der Präsident Balmaceda beschlagnahmte die sämtlichen Staatskassen und die in Santiago befindlichen Staatsgelder und zwang die großen Banken zur Herausgabe bedeutender Summen.. Seine Stellung gilt für unhaltbar, weil die Mittel zur Be* der deutschsprachigen Presse.V. soldung des Landheeres nicht ausreichen. Der Kammerpräsident Luco organisirt eine vorläufige Regierung in Volvergssa. Brasilien. Rie de Janeiro, 21. Jan. Die konstituirende Versammlung nahm in erster Lesung den Verfassungsentwurf mit einigen Aenderungen an, beschloß gleichzeitig aber ein Tadelsvotum gegen die vorläufige Regierung wegen gewisser Maßnahmen derselben. Rio de Jaueiro, 22. Jan. Der Rücktritt des gesamten Kabinets ist durch Meinungsverschiedenheiten mit dem Präsidenten Fonseca über das Hafenprojekt herbeigeführt worden. Fonseca besteht darauf, daß die Zinsen für die Kosten des Unternehmens verbürgt werden. Eine weitere Ursache der Krisis ist die Ablehnung des Verfassungsartikels, durch den die Gesetzmäßigkeit der Handlungen der vorläufigen Regierung seitens des Kongresses ausgesprochen werden sollte. Deutscher Reichstag. * Berlin, 23. Januar. In der heutigen Sitzung des Reichstages ward der Antrag Barth auf Beseitigung des Einfuhrverbotes für amerikanische Schweineprodukte mit 135 gegen 106 Stimmen abgelehnt. Die Mehrheit bestand aus den Konservativen, dem Zentrum und der Reichspartei. dem Kreise. * Gelsenkirchen, 24. Jan.[Ein fürchterliches Grubenunglück,] durch schlagende Wetter verursacht, hat gestern Nachmittag kurz vor 3 Uhr die Belegschaft der Nachmittagsschicht auf Zeche Hibernia betroffen und steht die ganze Einwohnerschaft unter dem Eindruck dieses schrecklichen Ereignisses. Erst gerüchtweise, dann immer bestimmter auftretend verbreitete sich die Nachricht zwischen 3 und 4 Uhr, so daß unser Berichterstatter an Ort und Stelle eilte, um sich Gewißheit zu verschaffen. Leider sollte sich das unheimliche Gerücht bewahrheiten. Auf der achten Sohle hatten schlagende Wetter die Belegschaft überrascht und es wurden sofort Rettungs= und Bergungsmaßregeln getroffen. Allein das Verhängnis wollte es, das infolge der Zertrümmerung der Stollenbauten, der Fahrgeräte u. s. w. ein Herankommen an die Unglücksstelle zunächst unmöglich war; allein die zu Hülfe eilenden beherzten Rettungsmannschaften ließen sich durch kein Hindernis entmutigen und arbeiteten sich mit aller Anstrengung über Trümmer und Pferdeleichen hindurch, wobei ihnen zu statten kam, daß die Wetterführung funktionirte. Nach stundenlangem Bemühen gelangte man endlich zu der Unglücksstätte und stieß leider, leider auf Tote oder doch Bewußtlose. So schnell es den rüstigen Männern nur möglich war, drang man weiter und weiter vor, um die bewußtlosen und betäubten Kameraden zunächst aus der Grube zu schaffen. So viel ich bis 6 Uhr erfahren konnte, waren 120 Mann Belegschaft auf der achten Sohle angefahren, im Ganzen aber befanden sich über 400 Mann in der Nachmittagsschicht, die meisten auf der neunten Sohle, welche man jedoch für unbeschädigt, bezw. nicht betroffen hielt. Etwa von 5 Uhr an begann die Förderung der Verunglückten mittelst des Förderkorbes zu Tage. Inzwischen hatte sich auf dem Zechenplatze ein zahlreiches Publikum eingefunden, das teilnahmsvoll auf Nachricht harrte und viele Angehörige der eingefahrenen Bergleute standen klagend und jammernd an dem Zechenthore, wo auf Krankenwagen Tote und Verwundete herausgeschafft wurden. Bis 7 Uhr waren 10 Tote zu Tage gefördert, während 13 verstümmelte Tote noch in der Grube lagen; außerdem fand man bis um genannte Zeit 30 Verwundete, von denen etwa ein Drittel schwer verbrannt sein soll. Unter den Toten befindet sich der Steiger Schwarz. Die Aerzte Dr. Limper, Dr. Grüttner, Dr. Klein waren zunächst zur Stelle, nach kurzer Zeit fanden sich auch die Herren Dr. Lindemann und Dr. Niemann ein, welche sämtlich die thatkräftigste Hülfe leisteten. Ferner erfahre ich, daß mehrere Mitglieder der hiesigen Sanitätskolonne sich nützlich machten und auch mehrere Chirurgen den Verwundeten und Betäubten Beistand leisteten. Bis heute Morgen sind 38 tote und 31 verletzte Bergleute aus der Grube geschafft worden, von welch' letzteren noch 3 in der vergangenen Nacht in den Krankenhäusern gestorben sind, so daß das Grubenunglück bis jetzt im Ganzen 41 Opfer erheischte. Die schreckliche Katastrophe, durch welche so viele Frauen zu Witwen, so viel Kinder zu Waisen geworden und wohl manches alte Mütterlein seinen treuen Ernährer verloren, hat nicht allein Jammer über viele Bergmannsfamilien gebracht, nein die ganze Stadt ist von wehmütiger Stimmung über diese furchtbare Heimsuchung erfüllt und wie die Thräuen reichlich fließen, so regt sich auch das herzliche und thatkräftige Mitgefühl in allen Herzen, den vom Unglück so jäh betroffenen Familien Trost und Unterstützung zu bringen. Die Festlichkeiten, welche heute stattfinden sollten, sind abgesagt, die Freude in Trauer gewandelt und das heiße Gebet dringt aus tausend Herzen zum Himmel, daß Gott uns vor solchen Schrecknissen weiterhin gnädig bewahren möge. * Gelsenkirchen, 24. Jan.[Die Stellungnahme des bergbaulichen Vereins] zu den bekannten Müllensiefen'schen Erklärungen bezüglich verschiedener Forderungen der Bergleute haben wir in der gestrigen Nummer durch ausführliche Mitteilung des betreffenden Protokollpunktes unseren Lesern bekannt gegeben. Wir haben dieselben schon vor kurzem in einem Artikel unter der Spitzmarke„Verwahrung" über die Stimmung nicht in Zweifel gelassen, welche die Zugeständnisse unseres Reichstagsabgeordneten gegenüber Forderungen, die namentlich von dem radikalen Teile der Bergarbeiter seit Langem an die Verwaltungen gestellt waren, hervorgerufen haben, indem hervorgehoben wurde, daß jenes Verfahren kurz vor der Stichwahl den Mitgliedern der Bergwerksdirektionen besonders in unserem Kreise Veranlassung war, sich der Abstimmung überhaupt zu enthalten. Unsere damalige Kitteilung wird durch die zu Protokoll gegebene B Stellungnahme des Bergbaulichen Vereins vollauf bestätigt. Der Verein erklärt, daß der gewählte Abgeordnete in der Mehrzahl der in den Bereich seiner Erklärung gezogenen Punkte sich von den im Industriebezirk herrschenden Auffassungen getrennt habe. Insbesondere weist er dabei auf die hinsichtlich der Arbeitszeit abgegebene Erklärung hin, durch welche sich Herr Müllensiefen mit den Ansichten des Vereins und der Gesamtheit der Kohlen verbrauchenden Industrie, welche den Preis der Kohlen durch Verminderung der Arbeitsleistung nicht weiter erhöht zu sehen wünscht, in schroffen Widerspruch gesetzt und damit die schwere Verantwortung auf sich geladen habe, die Agitation unter den Bergarbeitern gefördert und damit die ruhige Weiterentwicklung der Arbeiterverhältnisse im Bergrevier auf das Empfindlichste gefährdet zu haben, wie denn auch schon der Nachweis geführt werden konnte, daß jene Erklärungen bereits Anlaß zu erneuter und kräftiger Agitation in den Belegschaften bilden.— Andererseits konstatirt das Sitzungsprotoll vom 20. Januar, daß der Vorstand nie ein Aufhören der Knappschaft ins Auge gefaßt, auch die volle Gleichberechtigung der Arbeiter bei der Verwaltung nicht in Frage gestellt habe; ferner daß, außer in Fällen der Gefahr kein Arbeiter zu Ueberschichten gezwungen sei und in dem disziplinarisch unentbehrlichen Wagennullen nach Ansicht des Vorstandes kein Vorteil für die Zechen gesucht werde. Man darf füglich erwarten, daß Herr Mällensiefen über die Punkte— und es betrifft dies vor Allem die Arbeitszeit—, bezüglich deren seine Stellung von derjenigen des Bergbaulichen Vereins vollständig abweicht, sich demnächst erwidernd äußern wird; andererseits wird der Leser anerkennen, daß die Erklärung des Vereinsvorstandes in durchaus arbeiterfreundlichem Tone gehalten ist und so manche Anklage Lügen straft, welche grade in letzter Zeit von gegnerischer Seite, gegen den Verein erhoben worden ist. Wir können schließlich nicht umhin, des wunderlichen Gedankenrahmens Erwähnung zu thun, mit welchem die „Rh.=Westf. Ztg. in ihrer Morgenausgaube vom 23. Januar die Erklärung des Bergbaulichen Vereins umgibt und der im Grunde genommen kein schmeichelhaftes Zeugnis für ihre Kenntnis der Parteiverhältnisse im Bochumer Wahlkreise ablegt. Die„Rh.=Westf. Ztg.“ hat zu viel Selbstbewußtsein, wenn sie meint, die nationalliberale Partei würde ihr eine etwaige Niederlage aufs Konto geschrieben haben. Die„Rh.=W. Ztg.“ glaubte auch nicht im geringsten an einen Sieg Müllensiefen's; hier im Wahlkreis glaubte man aber nach dem Ergebnis der Hauptwahl sicher daran, insofern die liberalen Wähler von der Parteidisziplin der Sozialdemokraten anders dachten, als sie sich bei der Stichwahl erwies; zudem standen den Nationalliberalen aber auch noch starke Reserten zu Gebote. Wenn die„Rh.=Westf. Ztg.“ endlich mit der Haltung der Vertreter der Bergwerksindustrie anläßlich der Wahl ins Gericht gehen zu sollen meint, so ist das ihre Sache; zu verwundern bleibt nur, daß sie von der Zurückhaltung jener Herren erst jetzt wissen will und ihnen Lässigkeit zum Vorwurf macht, während doch die unausgesetzten gehässigen Angriffe der Gegner, als übten die Vertreter der Großindustrie bei den Wahlen einen Druck auf ihre Arbeiter und seien jene die eigentlichen Wahlmacher, Veranlassung geworden ist, daß sie in keiner Weise mehr agitatorisch in die Wahlen eingriffen. * Gelsenkirchen, 24. Januar.[Männergesang verein Gelsenkirchen.] Der für heute Abend auberaumte„Musikalische Abend" fällt aus und ist bis auf weiteres verschoben. * Gelsenkirchen, 22. Jan.[Unfug.] Wohl ein jeder, der sich bei dem jetzigen Schneewetter auf die Straße wagt, erlebt täglich das Schauspiel, daß junge Burschen in schulpflichtigem und höherem Alter, nicht selten sogar Erwachsene sich ein Vergnügen daraus machen, kleine und große Mädchen mit Schneebällen zu werfen oder, wie der Volksmund hier sagt, zu„klüten". Abgesehen davon daß erfahrungsmäßig solche Würfe leicht gefährlich werden können, erscheinen diese Angriffe der streitbaren deutschen Jugend auf das schwache Geschlecht, das sich trotz der bei uns herrschenden„allgemeinen Wehrpflicht" nicht zu wehren versteht, wenig ritterlich. Wir glauben, daß die Herren Lehrer ein gutes Werk stiften würden, wenn sie ihren Zöglingen einmal eindringlich in diesem Sinne ins Gewissen reden wollten. Die Jungen mögen untereinander klüten, soviel sie wollen. * Gelsenkirchen,[Aus„hohen Regionen“] geht uns eine Zuschrift zu, die wir ganz gern hier veröffentlichen. Sie lautet:„Vogelheim, Eismonat 1891. Die täglichen Frei=Konzerte müssen auch in diesem Winter auls naheliegenden Gründen wegfallen. Unsere ganze große Sänger=Gesellschaft befindet sich in großer Not, der grimme Hunger bei starrem Frost plagt uns und decimirt unser Ensemble in schreckenerregender Weise. Wir wenden uns an das verehrungswürdige Publikum mit der nur von äußerster Not diktirten Bitte, uns in dieser schlimmen Zeit zu unterstützen. Wir verlangen kein Geld, sondern nur Naturalien. Wir nehmen alles: Weizen und Korn, Hafer und Gerste, Kartoffeln und Brot, abgenagte Schinkenknochen und Abfälle aller Art. Teller und Löffel brauchen wir nicht, auch kein Tischtuch, nur ein rein gefegtes Plätzchen hinter der Hecke im Garten oder Feld. Zum Danke hierfür bekommt jeder gütige Geber wieder ein Zaunbillet für die Sommer=Konzerte, und außerdem versprechen wir unsere Pflicht als angestellte und verordnete Feld= und Gartenpolizisten im kommenden Sommer mit besonderem Eifer zu thun, Hochachtungvsoll im Namen der ganzen Sängergesellschaft: gez. Meister Fink, Frau Meise, Madame Drossel.“ S Gilsenkirchen, 24. Jan.[Theater.] Zum 2. Male wurde gestern Abend das Schauspiel„Die Haubenlerche“ von Ernst v. Wildenbruch, leider bei schwach besetztem Hause gegeben. Ohne Ausnahme waren alle Rollen in gute Hände gelegt, vornehmlich aber verdienen das als Gast aufgetretene Fräulein Binchen Grohé (Lene) und Herr Richard Grohé(Hermann), deren Spiel ein so sehr natürliches und vorzügliches ist, lobend erwähnt zu werden. Das Stück selbst ist reizend geschrieben und packt und fesselt das Drama in jeder Weise. Eine nochmalige Aufführung dürfte immerhin ein besser besetztes Haus verdienen. * Geisenkirchen, 20. Jan.[Reiseversicherung durch— Hosenknöpfe.] Die Firma I. M. Caron u. C. in Rauenthal bei Barmen versendet Zirkulare, worin sie auf ihre seit anfangs dieses Jahres einzig dastehende Reiseversicherung für die Konsumenten ihres Hosenknopfes(Vierloch=Metall=Hosenknöpfe— Carons Patent) aufmerksam macht. Die betr. Firma gewährt eine unentgeltliche Reise=Unfallversicherung von Eintausend Mark den Verbrauchern der von ihr fabrizirten Metallknöpfe. Diese Versicherung versteht sich gegen jeden, die Haftpflicht einer deutschen Eisenbahn bedingenden, während des Betriebs einer dieser Verkehrsanstalten einem versicherten Fahrgast zugestoßenen Unfall, welcher sofort oder binnen einer Woche den Tod des Versicherten herbeiführt. Versichert ist der, der im Augenblick des Unfalls an seinen Kleidern mindestens sechs echte Carons Patentknöpfe trägt.— Mehr kann man sicher nicht verlangen! * Braubauerschaft, den 22. Januar.[ Geburtstag unseres Kaisers.] Am Samstag den 24. ds. Mts. begeht der Gesangverein Germania die Feier des Geburtstages unseres Kaisers. Dieselbe wird den Charakter eines Familienfestes erhalten, da nur Mitglieder und deren Familien Zutritt haben. Ein einaches Abendessen und Gerstensaft wird für die Bedürfnisse des Leibes, Musik=Gesangvorträge, Reden etc. für diejenigen des Geistes sorgen.— In demselben Lokale feiert am folgenden Tage auch der Beamtenverein den Geburtstag des Kaisers und zwar auch geschlossen. c Bulmke=Hüllen, 22. Jan.[Kaisers=Geburtsfeier.] Nach den Vorbereitungen zu urteilen, welche in diesem Jahre getroffen werde, scheint sich die Feier des diesjährigen Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers besonders glanzvoll gestalten zu wollen. Die meisten Vereine haben ihre Beschlüsse inbezug auf die Feier schon gefaßt und sind bemüht, die Feier zu einer schönen und der Bedeutung des Tages angemessenen zu machen. Der Kriegerverein Hüllen veranstaltet in seinem Vereinslokale bei Rau ein Festessen, an welchem sich sämtliche Mitglieder beteiligen. In dem neuen Kaiser=Saale des Herrn Hundt feiert der MännergesangVerein Liedertafel am 25. Jan. den Geburtstag des Kaisers durch Konzert, Theater und Ball. Außer den Mitgliedern und ihren Familien haben nur solche Zutritt, die im Besitz einer Einführungskarte sind. Der evangelische Arbeitervereiu verbindet die Feier des Geburtstages mit seiner monatlichen Generalversammlung, welche am 1. Februar stattfindet. Für die Festrede ist ein tüchtiger auswärtiger Redner gewonnen, außerdem werden noch andere auf den Tag bezügliche Ansprachen gehalten werden. Alle Mitglieder, befonders aber die Ehrenmitglieder, werden deshalb gebeten, am 1. Februar im Saal des Herrn Vronner recht zahlreich zu erscheinen.— Am 1. Februar feiert auch der Bulmker Kriegerverein in seinem Vereinslokale bei Stommel den Geburtstag des obersten Kriegsherrn. Bulmke 22. Jan.[Blinder Eifer.] Auf der Kesselfabrik wollten zwei Arbeiter mal versuchen, wer von ihnen der stärkste sei. Bei dem Ringen fiel einer zu Boden und der andere oben drauf. In diesem Augenblicke kam zufällig der Bruder des Unterliegenden vorbei und ergriff eine schwere eiserne Brechstange und versetzte den Sieger einen gewaltigen Schlag auf den Kopf, sodaß die Hirnschale zerschmettert wurde. Der so zur Unzeit zu Hülfe Eilende war der Meinung, sein Bruder sei in Gefahr und schlug ohne Besinnen auf den Gegner desselben ein. Es ist leicht möglich, daß der Tod infolge des wuchtigen Schlages eintritt. Wattenscheid, 22. Jan.[Meisterprüfung.] Herr Wilh. Feldhoff, Sohn des Herrn Schornsteinfegermeisters F. dahier, hat gestern vor der RegierungsPrüfungskommission in Soest seine Meisterprüfung, mit dem Prädikat„gut", bestanden. Die Prüfung wurde unter dem Vorsitz des Hrn. Regierungs= und Baurats Westphal von Arnsberg abgehalten. * Höntrop, 20. Jan.[Kaisergeburtstagsfeier.] Laut Beschluß der letztstattgehabten Generalversammluug des hiesigen Kriegervereins feiert derselbe den Geburtstag des Kaisers am Sonutag den 1. Februar und zwar durch Konzert, Festessen und Ball. Zur Feier, die im Saale des Herrn Gahmann stattfindet, wird auch die Bürgerschaft eingeladen werden. Ferner wurde beschlossen, eine Aenderung der Ssatuten nach den Bestimmungen des Normalstatuts vorzunehmen. Auch soll die schon längst gehegte Absicht, eine Sterbekasse für die Vereinsmitglieder ins Leben zu rufen, nunmehr zur Ausführung gelangen. Die Liste zur Einzeichnung für die Teilnahme an der Festfeier liegt im Lokale des Herrn Restaurateurs Gahmann offen. Höntrop, 22. Jan.[Stenographiekursus.] Mehrseitigen Wünschen entsprechend wird Herr Lehrer Lüters im hiesigen Orte einen Kursus in Gabelsberger Stenographie eröffnen. k Rottdausen, 22. Jan.[Verschiedenes.] Die heutige Gemeinderatssitzung, in welcher außer andern wichtigen Angelegenheiten auch die Kommunal=Kirchhofsfrage auf der Tagesordnung stand, wurde wegen mangelhafter Beteiligung aus Anlaß des Schneeunwetters wiederum vertagt.— Vor einigen Tagen wurde ein junger Mann von hier, welcher sich anf dem Rückwege von Stoppenberg nach Rotthausen einen unsittlichen Angriff auf ein 16—17jähriges Mädchen hatte zu Schulden kommen lassen, verhaftet, später aber wieder auf freiem Fuß gesetzt.— Wer das Mißgeschick haben sollte, krank zu werden, kommt nun hier auf der Suche nach einem Arzte nicht mehr in Verlegenheit. Herr Dr. Lindemann hält hier täglich seine Sprechstunde als Knappschaftsarzt ab und hat daneben noch eine große Privatpraxis am Orte. Außerdem praktiziert Herr Dr. Oelk seit etwa zwei Jahren hier, und nun hat sich ein dritter Arzt, Herr Franz Lobeck in der Nähe der neuen Apotheke hier niedergelassen. Wir wünschen den Herren eine recht lohnende und segensreiche Praxis, uns aber vor allen Dingen Gesundheit. Ob sich die beiden Wünsche nicht gegenseitig ausschließen, ist freilich eine andere Sache. Westfalen, Rheinland, Hessen=Nassaurc. S Bredenei, 20. Jan.[Haushofmeister beim Vicekönig von Egypten.] Der langjährige erste Kammerdiener des Herrn Krupp ist dieser Tage nach Egypten abgereist, um beim Vizekönig eine Haushofmeisterstelle anzunehmen. Der neue Hofmeister ist früher schon in Egypten gewesen bei Gelegenheit einer Reise Krupps nach Kairo. Die Söhne des Khedive studieren in Deutschland und waren schon des öfteren Gäste auf Villa Hügel und haben jedenfalls die Anregung zum Ergagement des sprachgewandten Kammerdieners gegeben. Bochum, 21. Jan.[Strafkammer.] In der heutigen Sitzung wurde zunächst gegen die Bergleute Christoph und Carl., Heinrich H. und Konrad M. von Werne verhandelt. Am 10. November 1889 geriet G. mit H. in der Nähe der Berg'schen Wirtschaft au der Wernerheide in Streit, während des Streites kamen auch M. und Carl G. hinzu; Christoph., welcher sich nur mit einem Schirm zur Wehr setzte und demnächst laufen ging, wurde von H. verfolgt und mittelst eines Messers derart mißhandelt, daß er 15 Tage arbeitsunfähig war. H. wurde deshalb wegen vorsätzlicher gefährlicher Körperverletzung zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt. Gegen Christoph und Karl G. und M. wurde auf Freisprechung erkannt.— Der mehrfach vorbestrafte Bergmann Heinrich W. von Bochum wurde wegen Diebstahls im wiederholten Rückfalle zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt und sofort in Haft genommen. Der Kleinhändler Heilbron von hier hatte bei dem Wirt Köllermann eine Hechselmaschine stehen. Am 23. September v. Is. kam der Angeklagte zu Heilbron und frug, was er für die Maschine haben wollte, er hätte einen Käufer dafür. Heilbron forderte 75 Mark, worauf der Angeklagte 60 Mark bietet. Schließlich läßt Heilbron die Maschine für 65 Mark und bemerkt ausdrücklich, duß solche nur gegen Zahlung abgegeben würde. Der Angeklagte behauptet, 50 Pfg. Handgeld gezahlt zu haben. Als der Auktionator C. Herder sen. abends gegen 6 Uhr von der Bahn zurückkehrt und ihm die Maschine zum Kauf angeboten wird, sagt dieser, er müsse solche erst sehen. Der Angeklagte holt die Maschine widerrechtlich ohne Zahlung fort und bringt dieselbe abends nach 9 Uhr zu Herder, dem dies verdächtig vorkommt. Der Angeklagte verlangt dann Geld, erhält 3 Mark und wird am nächsten Morgen wieder hinbestellt, wo er dann seitens der Polizei in Empfang genommen wurde.— Zum Schlusse wurde gegen die aus der Untersuchungshaft vorgeführten Bergarbeiter Jakob und Theodor., Anton B. und Hermann O. von Herne wegen Körperverletzung verhandelt. Jakob und Theodor K. und B. wurden je zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt, während gegen O. auf Freisprechung erkannt wurde.— Eine Sache wurde verragt. Dortmund, 21. Zau.[Verschollen.] Die„D. .“ meldet: Der Vollziehungsbeamte Müller von der Kämmerei=Kasse, der Hauptbelastungszeuge in dem Prozesse gegen Peter Heep wegen des Krawalls am Steinplatze, wobei H. bekanntlich zu 9 Monaten Gefängnis verurteilt wurde, ist„unbekannt wohin“ seit längerer Zeit verschwunden. Dortmund, 21. Jan.[Seitens des Vorstandes des westfälischen Städtetages] ist eine Eingabe an die beiden Häuser des Landtages gerichtet worden, welche Anträge und Bemerkungen zu dem Entwurfe des neuen Volksschulgesetzes enthätt und vorzugsweise auf diejenigen Punkte des Gesetzentwurfes sich bezieht, welche die Beziehung der Volksschule zur Selbstverwaltung der Städte und die Mitwirkung der stadtverfassungsmäßigen Vertretung bei der inneren und äußeren Verwaltung der Schule berühren. Insbesondere wird darin begründet, daß dem Gemeindevorstande und speziell dem von den Gemeindevertretungen zu wählenden Schulvorstande zu wenig Rechte der Verwaltung und Mitn irkung bei derselben eingeräumt seien. Essen, 21. Jan.[Schwurgericht.] Nach zweitägiger Verhandlung des Schwurgerichts wurde in der vergangenen Nacht um 12 Uhr das Urteil gesprochen gegen den Fabrikauten Wilh. Overmann, geb. in Mörs, welcher bis zum Jahre 1884 in Werden, dann in Kettwig und bis zum vorigen Jahre in Schönau a. d. Elbe Besitzer einer Seilerei mit Maschinenbetrieb gewesen war und wegen Brandstiftung in zwei Fällen und Betrugs unter Anklage stand. Derselse wurde zu 6 Jahren Zuchthaus, 10 Jahren Ehrverlust und 1200 Mk. Geldbuße verurteilt. Essen, 22. Januar.[Schwurgericht.] Heute wurde unter Ausschluß der Oeffentlichkeit verhandelt gegen die Ehefrau Johann Christ. Pape, Louise geb. Flemme aus Altendorf, beschuldigt, im August vorigen Jahres ihr neugeborenes Kind getötet zu haben. Die Beweisaufnahme und besonders das Gutachten der Herren Sanitätsrat Dr. Albers und Dr. Racine fielen sehr zu Ungunsten der Angeklagten aus. Die Herren Geschworenen sahen sich trotzdem veranlaßt, die Schuldfrage zu verneinen und wurde hierauf die Angeklagte vom hohen Gerichtshofe freigesprochen.— Zur Verhandlung in dieser Periode sind weiter angemeldet: Freitag den 23. als zweite Sache gegen den Bergarbeiter Christoph Rappstein aus Laar wegen Verbrechens gegen die Sittlichkeit; Samstag den 24. gegen den Bergmann Rud. Schmalz aus Langendreer wegen Meineids. Frankfurt a.., 20. Novbr.[Selbstmord.] In der Halle einer Badeanstalt in der alten Mainzergasse machte heute Morgen zwischen 10 und 11 Uhr der Amtsgerichtsrat Dr. Eysen seinem Leben ein Ende, indem er sich mit einem Rasiermesser die Gurgel durchschnitt. Man fand ihn zwar noch lebend, der Tod trat aber bald nachher ein. Eysen war Junggeselle.(F..) Neueste Nachrichten. Luxemburg, 23. Jan. Bei der Eröffnung der heutigen Kammersitzung teilte Miuister Eyschen den Tod des Prinzen Baldnin von Flandern mit und erklärte, das Land nehme an der Trauer Belgiens darüber Teil. Zum Zeichen der Trauer wurde die Sitzung auf Vorschlag des Präsidenten aufgehoben. Eingesandt. Es ist schon wiederholt darüber Klage laut geworden, daß ein und derselbe Kaminfeger die beiden Aemter Herne und Wanne zu versorgen hat. Das führt zu mancherlei Mißständen, die der Bürgerschaft höchst unangenehm sind. So wurde dieser Tage hier um die Mittagszeit gefegt, ohne daß es vorher angemeldet worden war und Mittagessen und Wäsche sind dabei übel weggekommen. Bei dem Meister konnte man sich nicht beschweren, aus dem einfachen Grunde, weil er selbst nicht erschienen war, sondern nur seine Leute geschickt hatte. Da in unserem Amte(Wanne) ein Kaminfeger recht gut bestehen kann, so wäre es wirklich eine Wohlthat, wenn Amtsbehörde und Gemeindevertretung die Anstellung eines besonderen Kaminfegers durchsetzen würden. Unter den jetzigen mißlichen Verhältnissen wäre es uns noch lieber, wollte man einem Gelsenkirchener das Fegen in unserem Amte übertragen. Mehrere Bürger aus dem Amt Wanne. Briefkasten der Redaktion Nach Bickern. In der gestrigen Korrespondenz — das Fest des Gesangvereins„Westfalia" betreffend— hat sich durch Unterlassung der Korrektur des Wortes keiner" in„jeder“ ein höchst unliebsamer Druckfehler eingeschlichen. Wir glauben annehmen zu dürfen, daß jeder Zeitungsleser denselben als solchen erkannt hat und selbstredend lesen wird:„daß gewiß jeder hochbefriedigt das Fest verlassen wird.“ — Nach Schalke: Bericht folgt Montag. A sonst u im frü Herren Gottesdienstord evangelischen Braubauer Sonntag, din 25. 9½ Uhr: Gottesd bauerschaft: Pastor 9½ Uhr: Gottesd im Rau'schen Saale: von der N hmer. Diens ag den 27 1. Uhr: Got od bauerschaft, Fier des Er Maje ät des K Bruns. Gottesdienst=O der evangel. G Schalke. Sonntag, 25. Janu Frührirche.9 U Barlen. Hauptkirche 2410 U Vosw ukel. Polnischer Gottesdi Pastor Bohle. Die Am swoche hat Kanarie Empfehle rollee mit schweren To gute Zuchtweidchen; Abnahme. Joseph Jansen, Rott in der Nähe des Ze Ein Laden per Wohnung zu vermieten. S. Brockhoff. Ge Friedrichstr Ein reau s. Schreib mit schöner Handschrift Offerten unter 325 schäftsstelle d. Bl. erbe En in allen häuelle as hreu s evangl. Dienstmäd auf sofort gesucht. Wo, sagt unter Nr. schäftsstelle d. Ztg. Ein ordentliches Madch 95 Sonn lle rann, wil Loyn gesu „Nur sol lungen w in der GeEin braves Däde häuslichen Arbei findet Stelle bei Frau# Gelsenklrchen, ger 95 — der deutschsprschigen Presse.. 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Januar 1891: 9½ Uhr: Gottesdienst in Braubauerschaft: Pastor Bruns. 9½ Uhr: Gottesdi nst in Hüllen im Rau'schen Saale: Hülfsprediger von der N hmer. Diens ag den 27, Jannor 1. Uhr: Hotsdenst in Braubauerschast, Fier des.bu tstag 8 Er Mase li des Kais is: PastoGruns. Gotiesdienst= Ordnung der evangel. Gemeinde Schalke. Sonntag, 25. Januar 1891. jührirche 1/.9 Uhr: Pastor Barien. Hauptkirche% 10 Uhr: Pastor Bosw nkel. Polnischer Gottesdi us 3 Uhr: Pasior Bohle. Die Am swoche hat Pastor Werih Kanarienvögel. Wanr Fesecschaft Sondssem me C0. Gelsenkirchen, Tähnhesstr. 30, im früheren Lokale der Herren Gebr. Kausmanst. Gelsenkirchen, Bahnhosstr. 90, im früheren Lokale der Herren Gebr. Kaufmann. Empfehle meine Hohlrollee mit nur tiefen, schweren Touren, sowie gute Zuchtweidchen zur gefälligen Khahng.. 416 Jansen, Rotthausen 28/7, in der Nähe des Zolverins. Ein Ladenlokal nnbs Wohnung per 1. Mai er. A dberwicken. G. Brockhoff, Gelsenkirchen, Friedrichstr. 5. 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JDIII Angesichts des auf Zeche Hibernia stattConcert und Ball sehabten Grubenungläcke findet ber angesetzte bei Wirt Wäsche. Commers zur Kaisersgeburtstagsfeier Die Kameraden treten um 3½ Uhr im Vereinslokale zum Abholen der Fahne an. Montag den 26. Januar treten diejenigen Vereine, die sich an dem Eu gemeinsamen Fackelzuge# beteiligen wollen, auf dem Platze bei Witwe Breyl ¼ vor 8 Uhr an. Die Vereine, die nicht mitgeloost haben, kommen an die Queue. Der Zug beginnt um 8 Uhr. Die Fackeln können um 7 Uhr im Vereinslokal in Empfang genommen werden. Der Vorstand des Krieger= und Landwehr=Vereins. NB. Die Bürger werden ersucht, zur Ehre des Tages zu flaggen. 638 Peuscher Resorn=Verein Zur Feier des Geburtstags Sr. Maj. Kaiser Wilhelm II. findet am Mittwoch den 28 Januar er., Abends 8 Uhr, im Vereinslokal Zum deutschen Kaiser“ am Kaiserplatz ein Abend=Essen(Pfefferpotthast) und Fest-Commers statt. Mitglieder des Vereins, sowie Freunde unserer Sache, welche sich beteiligen wollen, mögen gefl. in die im Vereinslokale aufliegende Lite einzeichnen. Der Preis für das Essen beträgt M. 1. Dr Vorstand. Männergeseng=Verein„Jangesust“ Rotthausem. Kaisers- Geburtstagsfeler am Sonntag den 1. Februar im Verreinslokale durch Cönderrund Tanzkranzenen. Der Vorstand. 327 3 enfolge des großen Unglücks auf Zeche Hibernia findet das Cavallerie=Con ert am 25. Januar nicht statt. Franz Haumeister. Hate nicht statt. Der Turnrath. Mäanergesangserein Gelsenüirchen. für heute Abend in Aussicht nommene Musikalische Abend finditdes Grubenunglücks auf Zeche Hibernia wegen nicht statt. Der Vorstand. Turner=Club zu Heßler. Grosses Preis Maskenfest (10 prachtvolle Preise). Sonntag, den 8. Februar 1891, im Lokale des Herrn Heidemann. Beginn des Concerts 6 Uhr. „ der Maskerade 8½„ „ Demaskirung 10½„ Eintrittspreis für Herren und Masken ander Kasse 1,50 Mi. Karten im Vorverkauf 1 Mark bei den Mitgliedern und im Vereinslokal. Masken, welche nach 9 Uhr erscheinen, werden bei der Preisverteilung nicht berücksichtigt.) Tarnrat und Festausschuss. NB. Die Preise sind im Vereinslokale zur Ansicht ausgestellt. 321 arineVerein Gelsenkirchen. Die diesjährige Feier des Geburtstages Sr. Maj. des Kaisers wird am Sonntag den 25. Januar 1891 im Saale des Herrn Schürmann(Touhalle) hier durch An Comcert,### Ansprachen, Gesangvorträge, Aufführung lebender Bilder sowie Tanzkränzchen festlich begangen. Nur Vereinsmitglieder und Eingeführte haben Zutritt. Anfang 6 Uhr abends. Der Vorstand. Zur Feier des Kaisers=Geburtstages findet im Gesangverein Frodsinn Samsag den 24., abends 8 Uhr, ein gemütliches Zusammensein nebst Freibier statt, wozu alle Sänger und Sangesfreunde eingeladen werden. 618 - Gut D heil Turn=Verein. Braubauerschaft. Sonntag den 25. Januar er., Vormittags 11 Uhr: Monatliche Versammlung. Un alfestiges und pünktliches Erscheinen dittet 318 Der Bosstand. Rheinischer Ernbeatrchantg, Malzextraet, Feuchelhonig, Zwiebelbonbous, Bonner Kraftzucker, Salmiakpestillen empfehlen als bestes Haus= und Genußmittel bei Husten und Heiserkeit..—. 910 Otten& Küllenberg, Gelsenkirchen Alter Markt, Braubauerschaft Sophienau. Blektrische Anlagen von Th. Sellmann Gelfenkirchen Hochstraße Nr. 6. Ale Thürenschellen. Haus= und Hotel=Telegraphen und Tel phond 3c. an Gegehubet 1972. Parasäien, Garantirt reine täglich frische Naturbutter a 9 M. 50 Pfg. Süßrahmbutter„ 10„ 50 PtCoeußnußbuter.„ 6 N. 50 versende in Kissen en. 10 Hl franko geg. Nachn. prima gerduch westf. Schinken per Pfund.05 M. A. E. Rosel in Autendors. 515 Krieger= u. LandwehrVerein Gelsenkirchen. I. Vataillon. Sonntag, den 25. Jannar er., Nachmittags 6 Uhr: im Vereinslokale(Loh). Tagesordnung: 1. Empfang der Beiträge. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Wahl von zwei Kassenrevisoren. 4. Kaisergeburtstagsfeier. un Der Vorsand. BergmannsUnterstützungsverein zu Ueckendorf. Sonntag den 25. d. Mis., nachmittags 8 Uhr: Vereinslokale des Wirt He des Wirt chern im Vereinssofale Timpe. Um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 31 Der Verstand. Eine schöne herrschaftliche Spoonung ist zu vermieten. Von wem, sagt unter Nr. 328 Geschäftsstelle dieser Zeitur) 26n I der deutschsprachigen Presse.V. HRLCGHTESSHZ Bahnhofstraße 53(Holssen####chen Bahnhofstraße 53 und Kampftraßen=Sce. Gersenrerchen. und Kampstraßen=Ecke. En gros. Tuch=, Manufactur=, Modewaaren=, Damen=, Berren=& Kinder=Garderobe, Bett=& Weißwaaren.#s En detail. Der diesjährige PIrVUAUUY NüSVUrHauT begam Freitag deu 23. dieses Monats und endet Sonntag den 15. Februar abends. Ohne Rücksicht auf den uns erwachsenden Verluß verkaufen wir während dieser Zeit sämmtliche Kleiderstoffe, Cachemires, Seidenstoffe, Besätze Weißwaaren, Gardinen, Möbelstoffe, Hemdentuche, Leinen, Halbleinen, Bettzeuge, Barchende, Drelle, Waffeldecken, Gebild=Tischzeuge, Gedecke, Bettfedern u. Daunen, Tuche, Buxkius, Paletot= u. Hosenstoffe zu deu bei der Inventur festgesetzten ner beispiellos billigen Preisen. Außerdem haben wir mehrere große Parthieen in den unteren Verkaufsräumen separat ausgelegt, von denen wir nur einige besonders hervorheben; dieselden übertressen an Billigkeit alles bisher Geleistete. 120 Stück Cheviot für Spazierkleider, dovpelbreit. Meter von 50—65 Pfr. Wert Meter von 83—105 Pfg. 150 Stück farbige Fantasiestoffe Pert— Meier dopschrit. Ner v. 130-.50. 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Arbeiter zu staunend er Preisen zum Mdeiuer vrechrten 2t mir dos Haa beiden Geschäften(Alt Nr. 55) wis früber nur 30 4024 Roman aus der Gesellsch „Ich joüte es „doch ich will mie versoreche 1. Je) niag „Haben Sie mi “ schämte sich ein liebesle r vor ihr gef ihm sehr den habe ramn olte 14ch Eina wie meit Elugefähr sol“ Wenn er nur den Gefallen er war # Mein gnädig #e gesagt,„ zurückzuweise #, beleidigend ##be, und Sie überzeu Pie halten ##l, aber er k, daß Str kränkte oberflächlie g gar nicht eung dar l e ihn oder #hatsache war aber as iae vrswpritel Auf seinem einsam " WRktotkaren.= der deutschsprachigen Presse.N. Erscheint#äglich ait Ausnadaue der Soan= und gesetzlichen Feiertage. Bezugspreis: Vierteljährllch 2., monatlich 70 mit illustrirtem Untechaltungsblatt: viertetjährlich 2 M. monatlich 865 Pl. Einrückungsgebühr: 15 Pf. die Peinzeste od. deren Raum. Druckund Vertag von Ferd. Dienst. CLeitrauichen. und Kreisblatt für den Lreis Gelsenkirchen. Grüber:„Der Reichsfreund“. Sincere et Comstan (Pabislattnng#egun de: sumlichen Behorden deo Kreizes. Kreis: und Jolalp#inetliche Verotdnungen für den Kreiu Geinenktichen durch die„Pmscher Zeitung“ verösfentlicht. Gelhenüchen durch die„Kmichee Aeitung“ veröffentlicht erlingea ansgenund gesticter Lesmmungen(lout Reianntmachung Rgl Regierung zu Arnoberg vom 19. Juli 1885) rechtoverdindliche Krast für die Kreis=Emgesessenen..* Kreis uniaht die Ailaumpeisterer zu. Pite Nr. 20 Für de Schriftlettung verantwortlich: trit voutogung, Gelsenkirchen. echeoderomdliche Kraft für die Der Kreis umsaßt die Bürgermeistereien Gelsenkirchen und Wattenscheid, die Aemter Braubauerschaft, Schalle, Ueckendorf, Wanne und Wattenscheid. Gelsenkirchen, Samstag, 24. Januar 1891. Pernsprech Anschlus: 95. a ut Melieskirdrs 17. Jahrgang. PaSienS Presen an mich zu bringen. Den Razen bieset biligen Sinkaus wilich den gehrten Käntern wieder zu Gutekonnen lasen, iuden ich diese Partien in verschiedenen grosen u. Neinen Im Hleuse Bahnhefstrasse Nr. 18 Best inerhalb drei Tagen,(elstredend in de de desen. Perue deite= Verkaus.— 3ch erklitre mich Vetrag bereitwiligst zurück zu zahslen, ein 1 der Käufer ist alio durch diese meine Erklärur den ve nuten Vurande) vrüchuechnen und den bostr„Supzigteten trauen gegen diesen Meste-Verkauf hinfällig. Dos Mas und dr Preis steht aut jieden Wear zue gede nireltät geschutzt und somit jeve: Aüitbgleicheiig zu bemerken, daß die Preise streng Keat und daher ewa jedweder beanspruchende Sesten wetirt, erlabe mir jedoch Kladerstosfen, shwarzen Cachmirs, Kleider=Biber, Kleder=Sianosen, sleder=Bladruck, Buxlins, Cutaunen, Veltbarchenden, Hete.... Die deite besteshen in bversen Piouet,Schürzenzengen, Möbel=Cattunen, rothen und weißen Dunmasten, Flauellen, Henden= Biber, Blauleinen, Futers, Hofenstosfen, Gardinen uso. nanden in Tischdecken, Bett= und Commoden=Decken, Biber=Bittichern, Steppdecken, Unterröcken, verschiedenen Sorten Tüchern, Regenschirmen, Trikot=Taillen ze. Während dieses Verkaufs stelle die vorräthigen (Damen=„Herren=, Kuobenu. Arbeiter=Garderobe zu staunend erregend billigen Preisen zum Ausverkauf.: schen, Bahnhofstr. 13. enn Tr. 192. Hagrschneiden und Rastren u beiden Geschäften(Alter Markt 16 und Bahnhofstraße Nr. 55) wis früber nur 30 Pfennig kostet. Hochachtungsvo#! Friseur H. 40 In Schalke am Markt, Ecke der Kaiserstrasse. Unterricht wird in allen Handarbeiten, Maschinennäben, Wäscheruschneiden and Nähen, Kleldermachen ond. ügein erteilt. Anmeldungen werden zu jeder Zeit entgegengenoramen. Hanriette Heide Heiße Herzen. Roman aus der Gesellschaft von T. Tschürnau, (Nachdruck verboten.) ##isch sollte es eigentlich thun,“ hatte sie leichthin geich wil Gnade für Recht ergehen lassen, wenn mir versprechen, nicht wieder solche Thorheiten zu 1. Ich mag das nicht leiden.“ .Oaben Sie mich denn nicht ein wenig gern, Eva?“ “ schämte sich jetzt nachträglich vor sich selbst. ein liebeflehender Jüngling von zwanzig Jahren ##er vor ihr gestanden und ihre spottfunkelnden Augen ##ihm sehr deutlich gezeigt, wie komisch sie das fand. #Gewiß habe ich Sie gern!“ hatte sie gesagt. ###um sollte ich Sie nicht gern haben?“ Enwa wie meinen Dietmannsdorfer Onkel? #lugefähr so!“ #enn er nur wenigstens dem kleinen Dämon nicht # den Gefallen gethan hätte, heftig zu werden! # er war heftig geworden. Vein gnädiges Fräulein,“ hatte er mit zornbebender ##e gesagt,„es steht ja gewiß bei Ihnen, meine zurückzuweisen. Daß Sie es aber in dieser spöt, beleidigenden Weise thun, ist mehr, als ich verhabe, und mehr, als ich zu ertragen gedenke. überzeugt, daß ich Ihren Spott nicht zum A undt verausfordern werdei: EEs hatten dann kein Wort mehr miteinander ge###l, aber er hatte ihr helles Lachen gehört und hatte #, datz Strinsty fortwährend an ihrer Seite war. l# gerchurte ihn aufs tiefte; er nanute sie herzlos, "; oberflächlich; er sagte sich, daß sie einer tiefen gar nicht wert sei, und fand eine Art zorniger üthnung darin, ihr in nächster Zeit beweisen zu ## doß es nicht in ihrer Macht lag, ihn unglücklich # Den oder ihm auch nur die gute Laune zu verhatsache war aber doch, daß er noch nie in seinem ..s ie verzweitelter Stimmung gewesen war, als 4 seinem einsamen Heimwege. Das trostlose GeAm 27. Januar cr. findet zur Geburtstags-Feier Zr. Majestät des Kaisers Wilhelm II. in meinm Lokale abends 7 Uhr ein Festessen, statt. Di: Liste zum Eiozeichnen liegt bei mir offeg. Braubauerschaft, der 21. Januar 1891. 883 H. Linden. fühl einer großen Leere und Oede wollte sich durch alle stolzen Entschlüsse nicht bannen lassen,— denn was füllt die weite Kluft der Leere und der Oede verschmähter Liebe? „Fräulein von Wulffen!“ meldete der Diener und ließ die junge Dame in ein Boudoir treten, daß mit seinen unzähligen Nippes und Luxusgegenständen weit mehr einem reichhaltigen Kunstmuseum, als einem zum Bewohnen bestimmten Raume glich. Man begriff nicht recht, wie die Besitzerin aller dieser Herrlichkeiten sich so behende zu ihrem Gaste hindurchschlängeln konnte, ohne auf dem Wege einige Tische und Tischchen, Konsolen und Vasen zu Falle zu bringen. Aber sie besaß Uebung in der Sache. Ohne irgend welches Unheil angestiftet zu haben, stand sie im Nu vor Eva und streckte dieser lachend beide Hände entgegen. „Sind Sie mir böse, Kindchen?“ fragte sie dabei. „Es war nämlich eine Kriegslsst!“ Eva machte große Augen. „Wie? Sie sind also nicht unwohl?“ „Nein, danke für gütige Nachfrage, gesund wie ein Fisch im Wasser! Wie ich Ihnen schon sagte: mein Billett war eine Kriegslist. Ich wollte und mußte Sie hier haben,— sofort, umgehend, heut Abend noch, und ich wußte, daß Ihr gute: Herz dem Sehnsuchtsruf einer Leidenden nicht würde widerstehen können. Sie haben doch Ihren Wagen nicht etwa warten lassen?“ „Nein. Marie hat mich hergebracht. Sie macht eine Spazierfahrt nach Schönbrunn und wird mich in etwa zwei Stunden hier abholen.“ „In etwa zwei Stunden! Das ist vortrefflich! Dann—.“ Lori Isenheim unterbrach sich und sah dabei so außerordentlich schlau aus, daß Eva immer weniger klug aus ihr wurde. „Kommen Sie, kommen Sie, petite!“ Die Gräsin schob dabei ihren Arm unter den Eva's und führte das junge Mädchen auf den geräumigen Balkon, von dem aus man durch ein Gehege exotischer Blattpflanzen auf den zierlichen Vorgarten der Villa und jenseits auf die vorüberführende Praterstraße sah, auf de runze end Erugurts geschmackvoll und billig. Abgeschnittene Brumen emnpsiehl!“ 814 Aug. Zitzen, Gelsenkirchen, Kirchstraße 48. Blatt. * ; der sich jetzt um die sechste Nachmittagsstunde ein großartiges Leben und Treiben entfaltete.“ Lori Isenheim drückte auf die Klingel. . Sie befahl einige Erfrischungen und während der Diener ging, das Verlangte herbeizuholen, sagte sie im geheimnisvollsten Verschwörertone: „Ich habe Ihnen eine Neuigkeit mitzuteilen, eine große Neuigkeit, eine ganz prachtvolle Neuigkeit, die keinen Aufschub duldet. Hand aufs Herz, Kindchen, erraten Sie nichts?“ 1 Eva zog ein paar Nachdenklichkeitsfalten über dem niedlichen, naseweisen Stumpfnäschen zusammen. „Nicht das mindeste,“ sagte sie nach einer kleinen Pause,„es müßte denu sein, daß der große Wohlthätigkeitsbazar für die Ueberschwemmten im böhmischen Erzgebirge, von dem Sie neulich sprachen...“ Gräfin Lori wehrte mit beiden Händen ab. „Nein, nein, nein! Warum nicht gar! Als ob mich das so in Aufregung setzen würde! Uebrigens habe ich die Bazar=Idee definitiv aufgegeben. Diese schauderhafte Gisela Salms wollte sich einmischen, womöglich die erste Rolle spielen, und als ich das natürlich nicht litt, hat sie mir einige gepfefferte Bosheiten gesagt, die ich ihr mit Zinsen zurückgegeben habe. Seitdem ist mir die Geschichte verleidet. Wenn ich mir wegen etwas derartigem erst ein Gallensieber anärgern soll, danu danke ich dafür.— Raten Sie besser, petito!“ „Wenn ich Ihnen aber versichere, daß ich keine Ahnung habe! Um wen handelt es sich eigentlich?“ „Um Sie natürlich!“ „Ah, um mich!" Eva sah ganz unglaublich meugierig aus; sie hätte am liebsten den Diener, der eben mit dem Theebrett erschien, sofort wieder hinausgesandt, und sie versorgte sich mit solcher Ungeduld, daß sie den Inhalt der Theetasse beinahe über ihr lichtes Sommerkleid geschüttet hätte. „Was ist'?“ fragte sie gespannt, als der Diener kaum die Balkonthüre hinter sich geschlossen hatte. „Eize„Kürmische Umarmung war die erste Antwort Lori Isenheim's; dann hielt sie mit beiden ausgestreckten Händen Eva von sich ab und sah ihr beschwörend in das hübsche ungeduldige Gesichtchen. „Sie müssen mir versprechen, pctite, daß Sie mich ein wenig als den Schutzengel Ihrer Liebe verehren werden, wenn Sie erst Prinzessin Strinsky sind!“ sagte se Gterlic. Eva's Miene drückte bei dieser Enthüllung weit mehr Schreck als Freude aus, aber die Gräfin bemerkte das gar nicht in ihrem Eifer. „Ja, ja Prinzessin Strinsky!“ fuhr sie fort. ist die große Neuigkeit! Wie eine Bombe wird sie einschlagen in die Gesellschaft. Niemand traut diesem guten Mus zu, daß er, der so oft mit der Liebe gespielt hat, endlich einmal Ernst machen würde. Selbst diese superkluge Gisela, die sich einbildet, das Gras wachsen zu hören, ist von der Meinung abgekommen, daß dieser Don Juan par excellence ersthafte Absichten hegen könne. Erst vorgestern, als wir uns des Bazars wegen zankten, brachte sie die Geschichte auf das Tapet.„Geben Sie sich keine unnütze Mühe, dieses Strohfeuer zu schüren, meine Teure,“ sagte sie mir mit ihrem malitiösesten Lächeln,„Sie werden nichts ausrichten und sich höchstens die Finger verbrennen!“ Grand Dien, wie sie ihr gelbes Gesicht in die Länge ziehen wird, wenn sie die Sache erfährt, und wie sie sich ärgern wird, daß sie das Zustandekommen dieser brillanten Partie nicht auf ihr Konto setzen kann! Doch in bin ganz närrisch vor Vergnügen und vergesse, daß ich mir vorgenommen hatte, Ihnen die Geschichte hübsch vernünftig von Anfang an zu erzählen. Heut' nach unserem Morgenritt verabschiedete sich Mus am Stern von Ihnen und Marie, ohne Sie wie sonst heimzubegleiten. Das wunderte mich höchlich, ja, ich gestehe Ihnen, daß ich sogar einen Augenblick stutzig wurde und zu fürchten begann, daß Gisela dennoch Recht haben könne. Dann aber, als er sein Pferd neben das meine lenkte und mit sichtlicher Befangenheit um die Erlaubnis bat, mich heim eskortieren zu dürfen, wußte ich sofort, woran ich war. Nun, kurz und gut, er gestand mir seine Liebe zu Ihnen und bat um meine Vermittlung. Sie haben diesen Löwen zum Lamme gemacht. Er, sonst der keckste der Kecken, ist inbezug auf Sie so schüchtern wie ein Primaner, der seine erste Tanzstundenflamme anschwärmt. (Fortsetzung folgt.) en *) der deutschsprachigen Presse.V. SEE Gchg eersenn e wene uc e WE EE caee # G EE M 103. Romgl. Preuss. Riassen-Hotterit, Haupt- u. Schlussziehung 20. Januar—7. Februar 1891. Houpttreher see dee Mark. Ich offerire: Originallonge mit Bedingung der Rückgabe Pgtkatcese nach beendeter Ziehung Depöt- resp. Antellloose au in meinem Besitz ½ ½ ½ 1/10 1/ 220 110 55 220 f. 110 M. 55 M. befindlichen Originalloosen n llan ½ 1/4 7 6.50 Mk. 28 24 14 12 Porto und Listen 75 Pfg. Zur Erhöhung der Gewinn-Chancen empfiehlt es sich, möglichst viele Anteile an vershiedenec Nummern zu nehmen: % 19/16 2% 1% 1% %c 260 240 140 120 70 60 35 Mk. Vrlpes Demhen I pgeo(nur baares Geld) à.50., ½ 2., ¼ 1 Kolhter Bombau-Loese M19., 2/ 47,50., 1% 9,50., 2% 19., 5% 47,50 M Als besonders ehancenreich sind die von mir eingerichteten Gesellschaftsspiele an folgenden 100 Nummern der Kölner Lotterie 170 601—625, 11826—850, 149826—.850, 156 726—750 und folgende. 1/160 Auteile à 5 Mark versendet(Porto und Liste 80 Pfg., Ausland 50 Pfg.) Nagus Funse, Berlin W. Friedrichstrasse 79. Cöln(Rhein) Hohestrasse 151. Teregr.-Adr: Fuhsebank-Bertin, Fuhsebank-köln. Georg Michel, 45, Bahnhofstr. 45. Salon zum Haarschneiden, Frisieren und Resieren. Anfertigung sämmtlicher Haararbeiten wie Perrücken, Toupets, Scheitel etc. Mache darauf aufmerksam, das sämmtliche Arbeiten von mir selbst angefertigt werden. Leiste für jede Arbeit Garantie. 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Januar findet im Saale des Stadttheaters(R. Rose) in Bochum das diesjährige ..: statt(Corcert, bumorikische Vorträge. Ball mit Bohnenkuchen). zu welchem die Mitglieder des Vereins mit ihren Angehörigen hiermit freundlichst eingeladen werden. Beginn#nctlich ½/26 Uhr. Marktstraße 3. Marktstraße 3. Mit dem heutigen Tage bernahm ich das Tapeten-, Glas- und Farbwaaren-Geschäft des Herrn W. Pellmann und werde dasselbe in gewohnte Weise fortführen. Bitte, das meinem Vorgänger geschenkte Vertrauen au uf mich übertragen zu wollen. Un alte stets ein reichhaltiges Lager in Tapisen, Glas und „ und sichere billigste Preise und reelle Bedienung zu. Wwre. W. Brull ftüher W. Peilmann, Marktstrasse 3. Suche bald noch einige brave Lehrmädchen für Wäsche und Stickerei. Frau Krieg, Gelsenkirchen, 9665 Friedrichstr. 30. Ein fein möblirtes Zimmer mit zu vermieten. Näheres in der Geschäftsstelle d. Zeitung. Eintrittspreis für Herren 1 Mark, Damen der Mitglieder frei. Nichtmitglieder haben keinen Zutritt, doch können Neu=Aufnahmen in der dem Feste vorhergehenden General=Versammlung erfolgen. Bochum, den 20. Januar 1891. 292 Der Fest-Ausschuss: Bombuch Hackert. Middeldorf. Wilh. Mummenhoff. Rottmann jr. Schulte=Bergen. Vierhaus. Turorn. Oelfarben trocken, sowie zum Anstrich feriig guberet#et, destes gekochtes boll. Feiusl, sertige lachkfarben. Keutschuk=Fußboden=Glanzlack, mit und ohne Forde Alle Sorten Nirnisse und Lacke. Ultramarin, grün u. blau. Giftfreie Stofffarben zum Auffärden von Kleidungsstücken aller Ark. Pinsel und Weissquäste in großer Auswahl, empfiehlt zu billigsten Presen 313 W. Schäfer, 74. Rayzangsstraße 74 1790, 100 J890 Sichen Jahre Zum An= und Verkauf von getragenen Kleidern, Uhren, Gold= und Silbersachen, sowie Möbeln aller Art empfiehlt sich 3262 Fr. A. Herder, Hofstraße Nr. 11 in Kellenkirchen e FOe WIrrEN 2 AAAE □)„tetne! Bester Ersats Vertroter ihe tbeiomutier don und Umgebung: Max Storeberg in Gelsenkiroben. Gesucht wird zum 1. Februar ein gewandtr und tüchtiger Fuhrmann als Flisch=ubierknischer und ein# krä tiger als Laufbmiche Friedrichstraße 40/42. Ge senkirchen. dan. 3. Ziehung der 4. Klasse 183. Königl. Preuß. Lotterie. Ziehung vom 22. Januar 1891. Nachmittags. Nur die Gewinne über 210 Mark sind den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. (Ohne Gewähr.) 56 78 130 447 90 602 951 71., 1055 152 86(3000) 218 99 419 51 60 508 48 607 73 755 807 980 93 2004 27 61 110000) 90 117 34 226 456 543 751 864 937 3080 199 326 480 724 95 864 937 41 4052 59 74 324 440 74(3000) 557 814 39 950 5002 11(300] 159 244 309 15091, 32 85 576 512 620 46 82 770 79 6000 10 16 23 33 127 201 35 434 663 96 709 308 37 907(3001 7190 245(1500) 345 422 651 800 b 951(300) 53 8090 1500) 113 79 242 323 462 577 642 707 26 96 894 9065(1500) 417 95 10104 39 302 40 b9 420 77 89·800 74 11001 3 106 282 371 478 568 700 994(500) 12124 90 93 728 50 83(500) 805 52 941(3000) 13222 365 65 401 45 526 74 77 659 734 928 14203 12 379 479 521 629 91 786 50 816 66 15082 85 200(1500) 545 46 16109 58 68 267 68 348 87 443 50 907 42 79. 17098 107 41 87 417 94 535 758 70 15001 71 854 58 18034 36 96 149 238 402 544 59 739(1500) 65 19308(30001 48 2006b 103 13 60 2f. 493 500 725 36 66 490 52 907 72 81221 510 630 57 799 844 22010 153 63 1500) 81 91 221 450 533 650 71 889 940 (1500) 23131 261 371 504 5 51 61 621 713 35 47 56 87 858 24035 (3000] 126 228 98 335 67 402 42 69 678 85(5001 717 80 990 85000 100 212 38 649(300) 750 58 26129 54 64 475 582 606 58 768 945 67 855 79 9b1 9916c 2i 8 346 ais 2.. 5 Bs S1o3i u7 us 79 437 520 305 499 130 713 46 58 808 34021 M9 (19 75 862 76 975 93 35015 87.153 253 66 95 5z0 935,642 97 99 812 86007 105 228 362 587 649 767 995 13000) 37177 270 326 420 616 718 939 38101 48 251 311 69 531 743 61 39011 28 213 386 555 767 964 40015 96 223 352 13001 470 527 58 70 642 41017 240 1500) 45 50 427 55 60 545 824 42119 200 514 85 670 77 943 43072 132 234 384 520 90 648 72 752 76 56 873 900 38 4 4006 87 129 82 224 15001 28 599 656 772 92(300) 892(500] 45156 83.300) 366 499 517 74 764 46053 112 79 465 745 830 68 42170 330 13000) 38 48152 321 423 515 65 641 706 28 50 837 49020 78 196 264 411 41 579 153 844 52 78 50194 596 722 28 815 925 15001 51194 295 328 729 58002 4 36 59 167 235 323 43 454 79 S3001 26 87 165 514 668 84 862 903 11 92 54025 46 54 70 95 114 270 13001 335 36 62 94 482 83 594 704 55089 90 218 32 77 347 518 614 21 782 820 22 96 927 33 56025 27 40 43 146 241 337 82 438 57 575 660 64 734 41(300) 875 91960 57299 348 1500 80 422 82 752 69 78 847 96 937 68072 92 97 294 323 75(1500) 453 545 854 912 50047 89 152 70 326(3001 60059 152(3000) 69 79: 115001 919 25 61061 90 99 116 200 66 18000, 309 18 472 51 1500) 96 696 732 96 849 918 62057 154 269 351 573 840 47 56 939 63162 404 51 707 64 64032 119 76 202 66 336 405 5e8 779 300 63019 42(500) 215 39, 1500) 566 67 637 792 954 66171 246 410 628 853 95.5 67289 343 79 413 555 701 13 822 68138 76 208 25 304 45 77 96.7 71 74 87 722 40 902 34 69095 109 62 230 61 343 493(15 4) 560 725 1500) 81 894 954 56 63 115 01 134 4·5 564 664 80 752 64 956 71047 501 614 42 46 764 ob5 de 96- 722011 52 10/9 15 54 370 552 73140 381 519 40 63 46 86 778 74076 300 438 76 710 27 54 908 14 86 75038 48 103 74 295 329 54 130.1) 608 26 20035 155 242 400 29 631 57 794 77124 255 356 14 5u 9• 674 79:29 95 78121 3150 76 91 233 324 460 510(15001 An8 925 75 7910) 266 320 21 31 71 413 532 11500 773 90 S. 4nit 10b 211 17 308 20 51 403:6 86 647 766 950 B1358 400 18 1 1 9 64 79 221 57 443(300) 95 551 627 64 83 87 730 192 242 79 514 4n 624 29 43 67 723 816 S4127 56 233 v 110 934.,025 44 385 444 552 663 864 86071 97 198 •4 89 503.4001 622 66 85 726 851 Mm 87062 21980 374 92 12 66 889023 32 51(500 145 205 41 536 81 792 802 4. 122 20 49 81 299 472 517 51 62• 467 516 737 41 47 801 954 11500] 95133 203 349 87 421 553 960 64 99 96076 140 341 83 449 526 665 712 15001 91 863 81 989 07133 72 334 81 91 459 662 76 773 811 98913 49 81 172 99 252 308 421 51 628 69 130001 746 919 99224 306 87 90 500 29 633 723 3001 841 77“ D 100006 27 41 104 43 242 70 96 497 622 701(3001 902 13001 101467 54. 69 638 71 73 75 935 102081 250 68 477 516 41 666 98 754 92 831 35 87 103226 353 445 56 81 517 82(300) 98 741 72 932 81 104153 3. Ziehung der 4. Klasse 183. Königl. Preuß. Lotterie. Ziedung vom 22. Januar 1891, Vormittags. Nur die Gewinne über 2110 Mark sind den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. *(Ohne Gewädr.) 93 121 40 266 323 27 64 532 609 811 58 905 39 68 84 1030 286 594 615(15001 711 65 92 867 999 2010 74 98 105 296 450 572 711 30 802 79 3213 484 92 99 571 717 893 4028 122 273 311 471 674 79 5014 301 481 605 1300 706 51 833 6315 7042 173 15001 272 96 315 43 408 555 30001 684 705 12 824 915 8116 287 304 64 864 9159 511 616 46 772 77 869 K5 1 0553 65 631 33 1500142 723 98816 90910 22 81 1 1125 452 99 617 ue 68 90 872 122080 13000) 337 42 48 493 524 53 62 648 110 0001 85 59 767 801 981 1:30009 33. 660) 13001 754 86 96 809 13000) 52 970 82 14382 93 11500) 429 529 716 66 829 908 86 15024 76 152 84 89 273 33.3 442 1 215 389 464 759 76 95 973 105262 303 7 13 15 430 708, J gg 78 84 208 93 397 450(1500) 501 77 720 855 931 40 19/741070 11600, 32 68 560 854 81 912 108414 509 92 641 872 906 39 109070(1500 93 97 104 71 235 417 57 519 35 83 89 615 728 856 1 10066 99 354 94 519 886 111153 250 67 311 94 503 63 6·5 765 81 807 80 87. 112041 57 273 342 456. 610 29 38 75 749 907 70 92 113013.201 315 410 515 114217, 32 75 520 24, 612 ½ 30 50 759 119034 111 305 95 527(30001 675 808 58 949 54 16025 26 113 204 78 87 641 45 95 96 241 371 86 1500) 410 12 19131 218 397 744 61 82 512.85 1 45 508 29 42 657 72 46 75 864 82 931 45 89 ue 71 83 6324 90 S. 67. 92019 299 437 49 15001 65 9.33000 931 4 9321 Ju 314 40 42 70 548 669 86 24 65 pp; 4001 Ju 143 69 89.18d) E5R 205 52 7 3 978 18009 123 92 455 792 20026 171 220 68 15001 91(1500) 367 1500) 534 605 33 34 829 937 60 21108 252 305 773 89(15001 857 71, 22007 70 171 86 377 601 97 630 68 795 801 11501 941 23138 53 76 233 318 447 60 615 717 43 823 24229 40 74 130 0 399 608 13000) 16 612 18 733 71 917 13001 23004 *0 85.817 20062 128 73 115001 222 49 77 330 92#4 P54A) 87116 298 86 940 28192 234 381 89 412.49 94 433 45 537 610 39 57 81 940 83 508 9 56 620 800 60 934 229004 15 107 25 69 202 b2 391 554 78 617 130080 108 84 529 66 95 772 82 806 93: 131613 100 b1 23: 69 773 901 1, a.. S1910 2. i iln e. umm er slh (3000) 363 84 407 26 503 6 913 20 65 132116 48 292 36. 549 642 865 30308 48 411 545 920 69 81248 74 521(3300) 65 920 93 82061 133005 503 677(300) 85 90 700 1300) 955 1340.4103 32 39 242—8 108 15001 43 431 15301 534 602 22 823 33112 71 1500) 90 306 51 75 77 523 34 60 82 603(300) 701 908 135038 168 226 75(300 83 422 5: 566 628 81 708 835 922-4150 94 222 473 530 97 606 87 799 823 615 32 74 763 882 958 136083 142 69 390(300) 41• 619 5 753 6. 85 35005 248 431 46 98 563 73 711 25 40 808 54 130001 36122 37 67.33 811 17 59 943(300) 80 137196 252 60 362 558 630 52 883 93 13820. 39(3000) 61 332 11500) 39 13001 43 78(30)1 462 75(1500) 5. 120051 67 125 48 311(500) 483 524 49 742 994 121009 215 667 68 786 887 900 1 90 122047 114 330 36 514 95 613(1510)) 53 738 86 926 73 87 1233005 54 110 368 638 79 841 983 99 124095 133 289 313 81 88 544 59 61 620 836 991. 125005 90 150 248 351 475,502 12 S9.3336 40 74 130 d 610 88 702 881 907 126095 212 329 849,(15001 92 920(15 000 10 49 156 250 509 602 710 85 817 20062 128 73 11500) 222 127057(1500 93 231 454 670 755 814 940 87 12802: 54 1500 144 412 549 80(3001 40 27 32 770 1300) 831 13000 925 15001 66 344 472 504 44 617 700 76 880 120019 106 10 59 228 36 338 79 370 403 6 529 73(5 0) 90 685 886 940 28192 234 381 89 B 0023 34 u7 72 108 238 75 425 83 598 612 711 822 e11 106 209 130) 51(3001 406 94 5·6•1(500) 886 922076 10 491 541 7: 682 798 994 933079 102 9 63 84 206 49 5 382 53 78.228 76 379 609 785 834 81 99 915 42 86 89 95000 M 326 436 13001 53 677 713 74 96030 158 248 512 759 113001 78 9 7071 182 409 585 619 772(1500) 841 42 69 943 989027 29 126 68 427 547 649 799 842 938 75 90033 236 424 4; 100134 38 63 233 329 76 654 94 748 56 878 905 10101 230 17:0 90 641 728 870 938 102092 100(300) 203 45 59 67 93 635 802 935(15001 89 103115 232 300 46 424 696 950 53 10103: 131 85 317 406 89 500 2 87 652 728 962 7 105101 46 65 69 234 42 406 521 13000) 56 804 967 104 110 0001 M 29 323 611 703 30 76(3001 965 80 107044 69 415 3: 47 63 92 94 509 6300) 722 839 108187 329 72 85 648 489 812 916 31 100060 77 D2 143 78 97 222 314 69 M 90 92 812 110 5 185 275 13001 92 476 81 539 838 111149 211 26 77 659§. 700 49 6. JN 34 941 97 112124 139 252 319 506 15011 33 41 667 89 730 13001 40 13000 5.:19 115124 97 239 353 96 525 54 741 822 79 992 114023 13480, 6. 82 301.28 113049 51 114 204 24 344 78 408 90 064 M1 722 96 130 01 116152 125 96 212 41 422 566 63: 58 819-0 4100 34 53 629 704 29 33 18 811 115 01 P1sO1 104 23. 761 826 1500. 6f 70 940 119210 56 80 310 595 662 300) 120 f1 an, 61 117 27 217 69 92 413 529 697 48 713 301 76 121013 411 55 74 94 15 0) 997 65 496 834.99 99.8 674 746 S1o 123029 119 85 502 36 6 01 56 1·4151 6332 5 115001 77.9 12 06 382 419 51 612 7ut 91.3 M 1269 509 16 80 613 127 31 279 80 50 115 D.1.99 4. 9. 33. 428 619 74 S. 105 5 S12 913 129111 305 4 S 517 401 564 681 772 851 948 98 139.06 147(300 98 466 638 941 140029 143 98 213 33 78 304 400 67 590 621 95 734 904 141128 227 30 335 73 424 522(3000) 27 671 746 839 909 47 142027 C8 107 27 87 216 86 313 513 603 792 835 956 143013 47 59 145 49 71 263 61 89 423 36 653 711 39 48 78 93 890 98 13000 62 144021 243 61 933 306 595 633 75 90 735 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