omme Ben daher lernen, Wir * 95 FeldGau nit 762 rmählt uel wurde für ein irdenes n ein irbenenh Banner er als Reichse folgte ar vong macht 5 einige sedenens zelassen 1 eun dei 40 hrandes merzlo## fennige Haupttheke n 829 85 5 2 0 S—. 1 S 50 9 A 2 2 Nr. 260 Pried Gnscher Sauntaosdlatt. Iaseridondprais: Die Verlehele oder deren Der Reich öfe m Sesenstrcher Siertsrt rieliährlich in Vorans, Ran adonnur auher dei der Erpedition Germe“ do Sutia ugr nne 13, bet allen Postanstalten und bei den Filial=Expeditionen: Rud. Gick. Herne: W. Walbeck, Wanne.— Druck und Verlag von F. Dienst in Gelsenkirchen Ser et oonthnter. uns: vr. Sru, Sruns=. prie in. Verlag, wer K. Dlent un Cellentirchen „Algeneius Organ du.. Stadt Heserüurhen, füir die Nentr Schalte, ueckendor, Wanne und Hrue.— Ausigeslat für Grichte und Miltär=Sehzirden. Politische Tages=Rundschau. .r Berlin, den 3. November. Unser Kaiser hat das herrliche Wetter der letzten Tage zu einem Jagdausfluge nach Hubertusstock benutzt, aber nur kurze Frist sich der Lust am edlen„Waidwerk hingegeben. Seit Samstag weilt der greise Monarch wieder in Berlin, und zwar die längste Zeit in seinem Arbeitszimmer. Dieeinzelnen Abteilungen des Staatsrats halten jetzt täglich Sitzungen ab, an denen der Thronfolger in seiner Eigenschaft als Präsident im ausgedehntesten Maße teilnimmt. Arbeitskraft und Arbeitsfreudigkeit wirken in der hohen Körperschaft zusammen und fördern das Beratungswerk in flottem Tempo. Bereits soll die Postsparkassenvorlage von der betreffenden Section durchberaten worden sein, und am Montag trat man in die Beratung über die Dampfersubventionsvorlage ein. Das Zustandekommen des für die fernere Entwickelung der deutschen Kriegsflotte so ungemein wichtigen Nordostseecanals scheint nunmehr ein gutes Teil gesicherter zu sein, nachdem die für den Kostenpunct unentbehrlichen Voranschläge beschafft sind, also einer Unterbreitung des Projects an die gesetzgebenden Körperschaften des Reichs formelle Hindernisse kaum mehr im Wege stehen. Den hierfür in Betracht kommenden militär=, marine=, und bautechnischen Erwägungen steht das große Publikum natürlich ganz incompetent gegenüber; aber auch ein Laienauge verkennt, namentlich in Ansehung des noch eben unserer Schiffsjungenbrigg„Undine“ in den von Herbststürmen gepeitschten Wogen der Ostsee zugestoßenen Unglücks, nicht den ungemeinen Vorteil, den die Flotte aus dem Vorhandensein einer sicheren Wasserstraße zwischen ihren beiden wichtigsten heimischen Tummelplätzen ziehen müßte, und würde aus diesem Grunde den Bau des Nordostseecanals mit ungeteilter patriotischer Genugthuung begrüßen. Die amtlichen Ziffern des Ergebnisses der Reichstagswahlen sind nunmehr bekannt gegeben und bestätigen vollauf, was wir gleich zuerst als mutmaßliches Resultat derselben bezeichneten: die Stärkung der nationalen und schöpferischen Bestrebungen auf Kosten der internationalen und unt erwühlenden. Das Anwachsen der socialdemokratischen Stimmen bringt uns nicht aus der Fassung, wir erkennen darin den Protest der Massen gegen die, jeder socialen Reform abholden Tendenzen des radikalen Manchestertums. Letzterem wird die Fortsetzung seines undeutschen und volksfeindlichen Treibens im neuen Reichstage bedeutend schwerer fallen. Der deutschfreisinnlerische Klingelbeutel gab vor etlichen Tagen an der hiesigen Börse eine Extravorstellung, die aber, wie man sagt, kaum einen„Achtungserfolg“ eingeheimst haben soll. Ein böses Zeichen, denn„kein Geld, keine Schweizer“, kein Wahlfonds, keine Wahlsiege, namentlich für eine Partei, deren politischer Credit, nach Ausweis der Hauptwahlen, so arg mitgenommen worden ist, wie jener der Freisinnler. Die Stimmung der Braunschweiger gegen ihren verstorbenen Landesherrn ist eine höchst erbitterte geworden, nachdem man erfahren hat, daß das Herzogtum im Testament des Dahingeschiedenen leer ausgegangen. Was etwa an welfischen Sympathien auf braunschweigischem Boden vorhanden gewesen sein mag, ist dahingeschmolzen wie Schnee unter den Strahlen der Aprilsonne. Braunschweig setzt seine Zukunftshoffnungen nur mehr auf Kaiser und Reich. Der Sturz Khartums ist am Samstag in London bekannt gemacht worden. Ein inzwischen bestätigtes Telegramm des Khedive an die Königin Viktoria stellt die Thatsache selbst außer allem Zweifel. Gordon ist Gefangener in den Händen des Mahdi, und Gladstone trägt die Verantwortung dafür. Man darf einigermaßen gespannt sein, zu sehen, wie letzterer sich vor der Opposition im Parlament aus der Patsche ziehen wird. Wenn ihn nicht seine Wahlreformbill herausreißt, wird Herr Gladstone gut daran thun, bei Zeiten sein Bündel zu schnüren. In auswärtigen Dingen ist und bleibt er nun mal der Täppische. Centrum und Deutschconservative in 3 Fällen „„ Reichspartei„ 3„ „„ Nationalliberale„10„ „„ Freisinnige„ 2„ „„ Socialdemokraten„ 4„ Deutschfreisinnige und Socialdemokraten„ 8„ Volkspartei und Socialdemokraten„ 1„ Dänen und Dänen„ 1 Elsässer und Elsässer 1 i Ausichek Bach=Rchatot. Nach dem nun amtlich festgestellten Resultat stellt sich das Ergebnis der Reichstagswahlen für die einzelnen Parteien wie folgt dar(Berichtigung vorbehalten): Reichspartei Deutschconservative Nationalliberale Centrum u. Welfen Polen Elsässer Deutschfreisinnige Volkspartei Socialdemokraten Hierzu kommt eine Stichwahl zwischen zwei Dänen.(1 dänisches Mandat ist definitiv verloren.) Bei den Stichwahlen stehen sich gegenüber: Reichspartei und Nationalliberale in 2 Fällen „„ Freisinnige„ 3„ „„ Polen„ 1„ „„ Volkspartei„ 1„ „„ Socialdemokraten„ 1„ Deutschconservative und Nationalliberale„ 3„ „„ Freisinnige„17„ „„ Polen„ 4„ „„ Socialdemokr.„ 3„ Nationalliberale und Freisinnige„20„ „„ Volkspartei„ 2„ „„ Socialdemokraten„ 8„ &a Brod= und Unter Anknüpfung daran, daß das Sinken der Kornpreise ohne Einfluß auf die Brodpreise in den großen Städten geblieben ist, wurde von conservativer Seite neulich darauf hingewiesen, daß die Preisbildung in diesem wie in zahlreichen anderen Fällen nicht sowol von dem Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage, als von dem Belieben der Zwischenhändler abhänge; Preis steigerungen würden regelmäßig auf das Publikum abgewälzt, der durch Preisherabsetzungen bedingte Gewinn bleibe dagegen sehr häufig in den Taschen der Müller und Bäcker liegen. Die freisinnige Presse behandelte diese Behauptung als Auflehnung gegen alle gesunde Vernunft und als tendenziöse Verdächtigung der Vertreter des Handels, indem sie im Tone der Unfehlbarkeit geltend machte, daß die„unabänderlichen Gesetze der Volkswirtschaft" jeden willkürlichen Einfluß der Zwischenhändler auf die Preisbildung unmöglich machten. Inmitten der Zeitungserörterungen über diese Frage hat die freisinnige„Vossische Zeitung" vor kurzem eine Pariser Correspondenz veröffentlicht, die interessant genug ist, um im Wortlaut mitgeteilt zu werden: „Paris(so heißt es a. a..) hat nun auch seine Brodfrage. Ungleich ihren Berliner Collegen, in deren Brodpreisen sich die Wohlfeilheit des Getreides und Mehles ausdrückt, suchen die Pariser Bäcker aus der augenblicklichen Lage des Getreidemarktes einen unerhört wucherischen Gewinn zu ziehen. Ihre Brodpreise sind heute dieselben wie vor einem und vor zwei Jahren, trotzdem das Mehl heute beinahe nur halb so viel kostet wie damals. Das Pariser Bäckergewerbe kauft sein Mehl in Säcken von 157 Kilogramm Reingewicht und bäckt das gewöhnliche Brod in Laiben von 2 Kilogramm. Man rechnet nun den Pariser Bäckern nach, daß 157 Kilogramm Mehl 204 Kilogramm ausgebackenes Brod geben; der Sack von 157 Kilogramm kostet zur Zeit 45 Frcs. Wenn man nun zu diesem Mehlpreis für Herstellungskosten und Unternehmergewinn den sehr ansehnlichen Betrag von 13 Fres. schlägt, so erhalten wir für 204 Kilogramm Brod 58 Frcs. oder für den Vierpfundlaib nicht ganz 57 Centimes. Würde dieser Preis, bei dessen Bestimmung den Interessen des Bäckers ohnehin schon sehr reichlich Rechnung ge55) tragen ist, nach hiesiger Gewohnheit auf 60 Centimes abgerundet,(einzelne Centimes sieht man nur noch in der Provinz und auch da selten; es wird daher in der Regel nach Sous— 5 Centimes— gerechnet), so könnten die Bäcker mit dem Gewinn wol zufrieden sein. Der Pariser Brodpreis istaber 80 Centimes und im., 16. und 17. Stadtbezirk sogar 90 Cent.! Das Publikum ist hierüber äußerst entrüstet und selbst die Regierung bleibt bei dieser Sachlage, die, wie es scheint, nicht blos in Paris, sondern im ganzen Lande herrscht, nicht gleichgiltig. Der Minister des Innern hat die Präfecten in einem Rundschreiben aufgefordert, ihm über die Brodpreise in ihren Departements Bericht zu erstatten, und er scheint entschlossen, die alte behördliche Brodtaxe wieder einzuführen, wenn die Bäcker sich nicht entschließen, mit ihren Brodpreisen freiwillig auf ein billiges Maß hinunterzugehen." Die vorstehend wiedergegebenen Mitteilungen sind von ungewöhnlichem Interesse: wenn die freisinnige Presse dieselben nichts destoweniger unberücksichtigt gelassen hat, so ist der Grund dafür unschwer zu erraten. Den Lesern einzureden, daß, was eben jetzt erst in Frankreich erlebt wird, in Deutschland„unmöglich“ sein solle, hält ebenso schwer, wie den Satz durchzuführen, daß das„unabänderliche volkswirtschaftliche Gesetz" von der Bestimmung aller Preise durch Angebot und Nachfrage nur für Deutschland und nicht auch für Frankreich Geltung habe. Die Pariser Vorgänge liefern den unwiderleglichen Beweis dafür, daß die Preise unter Umständen von den Zwischenhändlern ohne jede Rücksicht auf die sog. Gesetze der Volkswirtschaft bestimmt werden können, — und das will man auf freisinniger Seite nicht wahr haben. Dabei ist ein in den freihändlerischen Kram nicht hinein passender Umstand von besonderem Interesse. Wie wir dem liberalen„Temps“ entnehmen, datiren die Pariser die Verteuerung des Brodes von der im Jahre 1863 erfolgten Freigebung des Bäckergewerbes, die dazu geführt hat, daß die großen Bäckereien sich ohne weiteres die höheren Preise der kleineren, unter ungünstigeren Productions= und Creditbedingungen arbeitenden Bäcker angeeignet haben. Danach kommen also auch Fälle vor, in denen die Vermehrung des Angebots und der Concurrenz keine Herabsetzung der Preise zur Folge hat. Man wird wol daran thun, diese Thatsachen im Gedächtnis zu behalten. Wenn die Freihändler das nächste mal von der„Verteuerung der unentbehrlichen Lebensmittel“ reden, so werden bei Erörterung der Frage, wo dergleichen Verteuerungen unter Umständen herkommen können, die Pariser Vorgänge vom October 1884 nicht gut mit Stillschweigen übergangen werden können. Prder und Lhwcer. Erzählung von M. Gerhardt. „Du hattest Recht,“ fuhr Frau Werner fort, „Deine Mutter anzuklagen, die Dich treulos verlassen. Um Deinetwillen, um Else's willen hätte jede Demütigung auf mich nehmen, das Schwerste in Geduld tragen müssen. Aluch Deinem Vater par hartes auferlegt, wer darf es verkennen?— Wer darf ihn verurteilen, weil seine lebhafte Phantasie ihn verführt hatte, sich eine Fessel anzulegen, die seinem freien Sinn zu drückend wurde? „— Es war Vermessenheit von mir, das Weib eines Mannes zu werden, der mich so hoch übertagte; wir trugen beide die Strafe unseres Irruums.— Was ich gelitten, habe ich ihm längst bergeben. Vergieb auch Du Deiner unglücklichen Rutter, die ihre heiligsten Pflichten versäumt hat.“ Egbert, der seit frühester Kindheit nicht gebeint, schämte sich der Thränen nicht, die rasch und heiß seinen Augen entströmten. Er kniete vor siner Mutter, sein Haupt lehnte an ihrer Brust, #eine Arme umschlossen sie fest und warm; und die stolze Frau schmiegte tief herabgeneigt ihre Hanss an die Stirn und das Lockenhaar ihres ##es. Ein feierliches, schmerzlich süßes Schweigen busing wie mit Gottesodem Mutter und Sohn, as die Jahre der Trennung schmolzen zusammen schwanden in diesen Augenblick der Wiederkeinigung dahin, der eine Ewigkeit in sich zu (halten schien. X. von Ostrow hatte, berauscht von dem lück des Wiedersehens, erfüllt von der holden Nähe der Geliebten, die ihm erst jetzt ganz fest und voll ins Herz gewachsen schien, aufs innigste gerührt von dem frommen Vertrauen, mit dem das liebliche Geschöpf sich und seine Zukunft in seine Hand gab, den Pavillon verlassen, jeden Augenblick in Versuchung wieder umzukehren, um noch eine letzte Umarmung, einen letzten Kuß zu erobern. Aber er bezwang sich, und so oft er auch zurückschauend seinen Schritt hemmte, er setzte seinen Weg fort. Ein Gefühl ernster Verantwortlichkeit wurde mehr und mehr in ihm rege und erweckte seine besten männlichen Eigenschaften. Nicht umsonst sollte Else ihre Zuversicht auf ihn setzen, nicht bereuen sollte sie, der Mutter Trotz geboten zu haben um seinetwillen. Und hatte er die Sache bisher ziemlich leicht genommen und der Zukunft dabei das Beste zu thun anheimgestellt, so faßte er in dieser Stunde all ihre Schwierigkeiten ganz ernst und gewissenhaft ins Auge und kam zu dem Schluß, daß der Weg, den er Egbert nur so problematisch angedeutet, der einzige für ihn sei, rasch und sicher ans Ziel zu gelangen, und daß er keine Zeit verlieren dürfe, die ersten Schritte dazu zu thun. Auf dem Sopha in Egbert's Zimmer lang ausgestreckt hatte er seinen Plan in reifliche Erwägung gezogen. Jetzt sprang er auf und suchte den Herrn des Hauses auf. Seinen Beistand gedachte er in Anspruch zu nehmen. Der langjährige Freund seiner Mutter, der Vater Egbert's hatte auch ihm stets freundschaftliches Wohlwollen bewiesen, wenn es auch nicht eben seine Sache war, einem so viel jüngeren Mann eingehendes Verständnis und ernstes Interesse zu widmen. Halden empfing den jungen Offizier, dessen frisches heiteres Wesen ihm ungemein behagte, sehr freundlich. Er fragte nach seinen jüngsten Erlebnissen und erwähnte, daß er Gelegenheit gehabt, durch einen hohen Vorgesetzten Rühmliches von ihm zu hören. Er habe sich bei den Vorübungen zum Manöver ausgezeichnet. Leo errötete und seine Augen glänzten. „Ich wollte,“ sagte er lächelnd,„das Lob käme von Ihnen, Herr Halden, und nicht von meinem alten Obersten. Das wäre mir ein weit günstigeres Prognostikon für die Zukunft.“ „Wie das?“ fragte Halden erstaunt.„Bin ich etwa zu einer Autorität in Militärsachen avancirt?“ „Das nicht, aber mein Ehrgeiz hat sich neuerdings auf das Feld verirrt, auf dem Sie Ihre Lorbeern geerndtet haben.“ „Ah so— Sie haben etwas geschrieben?“ Leo gestand mit demütiger Miene, daß er sich allerdings eines Mißbrauchs von Papier und Tinte schuldig gemacht habe, den für Poesie auszugeben er indeß nicht unverschämt genug sei. Halden lächelte gutmütig und fragte, ob Leo ihn etwa zum Vertrauten seiner Extravaganz machen wolle. Ein tapferer Kriegsmann, den es einmal abwechslungshalber gelüste, den hohen Damen auf dem Parnaß den Hof zu machen, habe den strengen Kritiker in ihm nicht zu fürchten. „Aber ich möchte gerade die volle Strenge Ihrer Kritik herausfordern;" versetzte Leo, noch demütiger das Haupt senkend.„Ich möchte wissen, ob ich auf die Gunst der hohen Damen bauen könnte, wenn ich— mich erkühnte, das Schwert mit der Leier— oder sagen wir einfacher, mit dem Federkiel— meinetwegen des Journalisten zu vertauschen.“ Halden stutzte und blickte den jungen Mann betroffen an. „Das ist doch nicht Ihr Ernst, Leo?“ „Gewiß— mein voller Ernst.“ „Und wie kommt Ihnen solch eine Idee?— Ich will doch nicht fürchten—“ „Ich habe nichts Böses gethan, Onkel Halden, auf Ehre,— weder mehr Schulden, als notwendig, noch nächtlichen Unfug getrieben, noch einen Vorgesetzten beleidigt. Ich habe nur Unglück gehabt— oder Clück vielmehr, colossales Glück. Ich habe nämlich Herz und Seele an das holdeste, liebste Geschöpf auf Gottes Welt verloren;— und da der liebe Gott sie so reich mit Schönheit und Herzensreinheit ausgestattet hat, daß er billigerweise nichts weiter für sie thun konnte, so fällt es jetzt mir anheim, das schnöde Metall herbei zu schaffen, ohne welches die kleinste Hütte für das genügsamste junge Paar nicht erbaut werden kann.“ „Sie wollen heiraten— Sie, Leo, mit Ihren zwei und zwanzig Jahren,— ein armes Mädchen— Sie, der selbst so gut wie kein Vermögen hat?— Sie wollen eine vielverheißende Cartiere aufgeben, mit der dornenvollen unsichern Laufbahn des Schriftstellers vertauschen, um einer flüchtigen Jugendneigung willen,— haben Sie bedacht, was das heißen will?“ Leo richtete sich hoch auf und blickte dem ältern Freunde ernst und entschlossen in die Augen. „Wer nicht um einer Liebe willen, in der er das Glück seines Lebens sieht, das alltägliche Gleis ruhig gesicherten Vorwärtskommens verlassen und ringend, wettend und wagend sich Bahn brechen Politische Uebersicht. * Perlin, 4. November. Aus dem Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Unfallversicherung der in land= und forstwirtschaftlichen Betrieben beschäftigten Personen, welchen wir schon kurz erwähnt haben, sind noch folgende Bestimmungen von Interesse: § 5. Gegenstand der Versicherung ist der nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen zu bemessende Ersatz des Schadens, welcher durch Körperverletzung oder Tötung entsteht. Im Falle der Verletzung soll der Schadenersatz bestehen: 1. in den Kosten des Heilverfahrens, und zwar für diejenigen Personen, welche nicht nach Maßgabe des Krankenversicherungsgesetzes vom 15. Juni 1883 auch gegen Krankheit versichert sind, vom Eintritt des Unfalls ab, während der ersten dreizehn Wochen jedoch nur in dem im§ 6 angegebenen Umfange, für die übrigen Personen vom Beginn der vierzehnten Woche nach Eintritt des Unfalls an; 2. in einer dem Verletzten von Beginn der vierzehnten Woche nach Eintritt des Unfalls an für die Dauer der Erwerbsunfähigkeit zu gewährenden Rente. Die Rente beträgt: a) im Falle völliger Erwerbsunfähigkeit 66 2/8% des Arbeitsverdienstes, b) im Falle teilweiser Erwerbsunfähigkeit für die Dauer derselben einen Bruchteil der Rente unter a) welcher nach dem Maße der verbliebenen Erwerbsfähigkeit zu bemessen ist. Bei Berechnung der Rente für Arbeiter ist als Arbeitsverdienst das Dreihundertfache des für den Ort der Beschäftigung nach Maßgabe des§ 8 des Krankenversicherungsgesetzes von der höheren Verwaltungsbehörde für Erwachsene festgesetzten ortsüblichen Tagelohns gewöhnlicher Tagearbeiter zugrunde zu legen. Bei Betriebsbeamten wird die Rente nach Maßgabe derjenigen fixirten Bezüge berechnet, welche der Verletzte während des letzten Jahres seiner Beschäftigung in demjenigen Betriebe, in welchem der Unfall sich ereignete, bezogen hat, wobei jedoch derjenige Betrag nur mit einem Drittel zur Anrechnung kommt, welcher den Betrag von vier Mark täglich, das Jahr zu 300 Arbeitstagen gerechnet, übersteigt. War der Betriebsbeamte in diesem Betriebe nicht ein volles Jahr, von dem Tage des Unfalls zurückgerechnet, beschäftigt, so ist der Betrag zugrunde zu legen, welchen während dieses Zeitraums Betriebsbeamte derselben Art in demselben Betriebe oder in benachbarten gleichartigen Betrieben durchschnittlich bezogen haben; erreicht dieser Jahresarbeitsverdienst der Betriebsbeamten das Dreihundertfache des ortsüblichen Tagelohns gewöhnlicher Tagearbeiter am Beschäftigungsorte nicht, so ist das Dreihundertfache dieses ortsüblichen Tagelohns der Berechnung zugrunde zu legen. § 6. Im Falle der Tötung finden die Bestimmungen des§ 6 des Unfall=Versicherungs=Gesetzes mit der Maßgabe Anwendung, daß bei der Berechnung des Arbeitsverdienstes im Falle der Tötung von Arbeitern der durchschnittliche ortsübliche Tagelohn gewöhnlicher Tagearbeiter am Beschäftigungsorte zugrunde zu legen ist. Hat der Verletzte den Betriebsunfall vorsätzlich herbeigeführt, so steht ein Anspruch weder ihm noch seinen Hinterbliebenen zu. Wahlgang zu behaupten vermocht. Ob wol angesichts dieser unerhörten Niederlage durch die „Heidelberger“ die„Frankfurter Zeitung" etwas bescheidener wird? * In einem Schreiben an den Pandektisten Professor Eck in Berlin spricht Professor Windscheid in Leipzig, Mitglied der Commission zur Ausarbeitung des bürgerlichen Gesetzbuches, seine Meinung dahin aus, daß das letztere wol erst gegen das Jahr 1900 inkraft treten könne. * Wie die Deutschen in Melbourne, so hat jetzt auch die deutsche Bevölkerung Sydneys durch eine Deputation dem Schulminister das Gesuch vorgetragen, in der Universität und dem Seminare, besonders in Rücksicht auf die Prüfungen, die deutsche Sprache auf gleichen Fuß mit der französischen zu stellen. Der Minister bewilligte sofort das Gesuch inbetreff der Uni versität, mit dem er sich völlig einverstanden erklärte nicht aber inbetreff des Lehrerseminars. denn auch glücklich zu einer absoluten Mehrheit von 18 Stimmen brachte. Natürlich wird die Ungültigkeit dieser Wahl beantragt werden und hoffentlich wird dafür gesorgt, daß der Reichstag nicht erst in der dritten Session über den Fall zu einer Beschlußfassung gelangt. Antwerpen getroffenen militärischen Maß Shmen. Die Verhandlungen werden also von vornherein sehr stürmische werden.— Bekanntlich ist seit kurzem das römische Ministerium gestürzt. An seine Stelle ist ein gemäßigt klerikales berufen worden. * Der General=Postdirector von BritischIndien, Mr. H. E. James aus Kalkutta, ist in der Absicht in Berlin eingetroffen, die deutschen Post= und Telegraphen=Einrichtungen kennen zu lernen, und hat sich am Montag dem General=Postmeister Dr. Stephan persönlich bereits vorgestellt. * Ferlin, 4. November. An der Spitze des amtlichen Teils im„Reichsanzeiger“ wird folgendes veröffentlicht: Se. Majestät der Kaiser und König haben durch einen Fall im Zimmer Sich eine Quetschung an der rechten Schulter zugezogen und Sich deshalb veranlaßt gesehen, die beabsichtigte Reise nach Wernigerode aufzugeben. * Officiös wird versichert, daß die Regierung nicht beabsichtige," beim kommenden Reichstage eine„bedeutende Erhöhung der Getreidezölle durchzusetzen.“ NLC. Für die Stichwahlen stellt die socialdemokratische Parteileitung Grundsätze auf, welche nur eine Unterstützung der deutschfreisinnigen Partei möglich machen könnten. Es scheint indessen, daß diese Anweisung von den socialdemokratischen Wählern keineswegs ohne weiteres acceptirt werden wird. In den Berliner Versammlungen werden socialdemokratische Stimmen laut, welche sich unter allen Umständen gegen das Eintreten für deutschfreisinnige Candidaten erklären, und die Sache soll demnächst in einer großen Wählerversammlung besprochen werden. Auch von anderwärts wird ähnliches berichtet. Die Socialdemokraten sind offenbar schwankend: die Deutschfreisinnigen bieten Aufhebung des Socialistengesetzes, bei den weiter rechts stehenden Parteien ist au mehr Entgegenkommen in den Fragen des practischen Arbeiterwohls zu rechnen. * Im Staatsrate hat der„Nat.=Ztg.“ zufolge die Frage der Verwaltung der in die Postsparkassen eingelegten Gelder und der Bereitstellung der zur Rückzahlung erforderlichen Summen zur Aufwerfung principieller Bedenken geführt. Die infolge des Gesetzvorschlags in Aussicht stehende Begründung eines zweiten Darlehensinstituts neben der Reichsbank und die Ausdehnung, welche dem System der Ausgabe von Reichsschatzscheinen gegeben werden soll, bildete, wie verlautet, namentlich Gegenstände der Controverse. * Die überaus unerquickliche Entwickelung der Berliner Parteiverhältnisse wird Provinzielle Nachrichten. * Gelsenkirchen, 4. October. Die Ultramon. tanen verbreiteten kurz vor der Wahl ein Flug. blatt, in welchem folgende Stelle vorkomm: „Beherziget das Wort, das erst jüngst der hochwürdige Bischof von Luxemburg gesprochen hat: Der Zettel, den Ihr in die Wahlurneleget, wird dereinst vor dem Richter1 * Das westafrikanische Geschwader ist am 3. d. in Plymouth angekommen und beabsichtigt am 5. d. nach Madeira in See zu gehen. * Der Landes=Eisenbahnrat hat am Samstag über mehrere Modificationen des Gütertarifs beraten. NLC. Unter allen Parteien hat verhältnismäßig keine so große Verluste erlitten wie die Volkspartei: Diese süddeutsche Spielart des Fortschritts verschwindet nahezu von der parlamentarischen Bildfläche, und darüber wird man nur freudige Genugthuung empfinden können; die Sieger sind fast allenthalben Mitglieder der gemäßigten liberalen Parteien. Auch das Eintreten für die Getreidezölle, im Widerspruch mit allen Programmen der Partei, hat nichts geholfen. Die Volkspartei zählte im letzten Reichstag 10 Mandate, davon ist Würzburg an die Ultramontanen, Cannstadt, Hall, Ulm an die Nationalliberalen gefallen. In Heilbronn, Stuttgart, Mannheim finden Stichwahlen mit Nationalliberalen statt, in Frankfurt Stichwahl mit den Socialdemokraten. Nur zwei Mandate, Reutlingen und Crailsheim, hat die Partei im ersten * Die Dauer der westafrikanischen Conferenz wird in diplomatischen Kreisen auf zwei bis drei Wochen geschätzt. * Die französische Gemeinde in Berlin feierte am Sonntag in festlicher Weise den Jahrestag des Edictes von Potsdam, durch welches der große Kurfürst den französischen Refugiés in seinem Lande gastliches Unterkommen gewährte. NLC. Die Wahl des Abg. Rickert in Danzig, die mit nur 18 Stimmen über die absolute Majorität erfolgte, wird wegen Aufnahme zahlreicher wahlunberechtigter Personen in die Wählerlisten für ungültig erklärt werden. Schon bei Proclamirung des Wahlresultats hat der Wahlcommissar erklärt, daß er von Amtswegen beim Reichstag den Antrag auf Ungültigkeitserklärung der Wahl stellen werde. Die schleunige Kassirung der Wahl kann unter diesen Umständen keinem Zweifel unterliegen. Herr Rickert steht bekanntlich auch noch in Brandenburg zur Stichwahl und dürfte gut thun, im Fall seiner Wahl das dortige Mandat anzunehmen. längst in den weitesten Kreisen als ein arger Mißstand empfunden. Bei den Wahlen haben die Bürger der Reichshauptstadt regelmäßig sich zu entscheiden zwischen Socialdemokraten auf der einen Seite, den radicalsten Fortschrittsmännern oder der specie llen Berliner Spielart der hochconservativen Partei auf der andern Seite. Es liegt au der Hand, daß in weiten Schichten der Bevölkecdich de Aichtungen gleichnößtg uushnparhisch sind, daß zahlreiche gemäßigte Männer weder in den politischen Anschauungen eines Stöcker und Cremner, noch in denjenigen eines Virchow und Eugen Richter, noch gar in denjenigen der Socialdemokraten eine Verwandtschaft mit ihren eigenen Gesinnungen zu erkennen vermögen. Schon bei den diesmaligen Wahlen ist vielfach der Ruf laut geworden, es möchten zwischen den schroffen Extremen von rechts und links Candidaten von gemäßigter Richtung in Berlin aufgestellt werden, und wir sind überzeugt, der Versuch hätte sich wol gelohnt, wenn auch nicht gleich an Sieg zu denken sein mag. Die große Stimmenzahl, die einst Hr. v. Forckenbeck, als er noch nationalliberal war, in Berlin auf sich vereinigte, ist noch wol in der Erinnerung. Das Bedürfnis nach einer Zusammenfassung und Organisation der gemäßigten Elemente hat sich mit der angedeuteten schroffen und unerquicklichen Zuspitzung der Parteigegensätze in der Reichshauptstadt in immer weiteren Kreisen fühlbar gemacht. Bei der Stellung Berlins in unserem politischen Leben ist es eine Frage von weit mehr als localer Bedeutung, daß diesem Bedürfnis Befriedigung gewährt wird. Wie wir hören, sind Vorbereitungen im Gang, um einen festeren Zusammenschluß und eine dauernde Organisation der gemäßigten Richtungen in Berlin anzubahnen. Zugunsten der Wahl des Herrn Rickert in Danzig, wird uns anderseits geschrieben, sind russisch=polnische Juden requirirt worden. Es gelang auch, 61 derselben in die Wählerlisten einzuschmuggeln. 42 dieser Ausländer haben sich an der Wahl beteiligt und zweifellos für Rickert gestimmt, der es dadurch * Die ordentliche Session des belgischen Parlaments wird am 11. November wieder eröffnet werden; eine Thronrede wird zwar nicht verlesen werden, aber das neue Ministerium wird sofort gezwungen sein, seine Gesamtpolitik vor dem Lande klarzulegen und die Consequenzen aus seiner Umgestaltung zu ziehen. Drei Interpellationen sind seitens der Liberalen bereits angekündigt: von Frère=Orban über das neue Schulgesetz und seine Ausführung, von Bara über die Einmischung der Gendarmerie in die Localpolizei und eine dritte über die am Wahltage in stuhle Gottes wieder zum Vorscheipkommen, als Beweisstück, ob Ihr alz Freunde oder Feinde des göttlichen Richters und Seiner heiligen Kirche bei den Wahlen aufgetreten seid und des. halb Lohn oder Strafe verdient habt.Bekanntlich ist dieses Wahlmittel nicht allein in hiesigen, sondern auch im Wahlkreise Crefeld von den Ultramontanen in Anwendung gebracht worden, Katholische Arbeiter! Fragt Eure noch in die Schule gehenden Kinder, ob dieselben an die Erfüllung der„Allweisheit" des Luxemburger Bischofs glauben?! Mehr Licht! * Es wäre wirklich wünschenswert, daß aug hier nicht um 9, sondern um 8 Uhr an den Markttagen der Markt eröffnet würde. Die Amtsversammlung in Schalke hat bekanntlich in diesen Sinne Beschluß gefaßt. ∆ Schalke, 5. Novbr. Aus unserem ev. Ar. beiterverein haben wir heute folgendes zu berichten Etwa 50 Mitglieder beteiligten sich am Sonntag an dem Stiftungsfest des Arb.=Vereins in Hern, welches einen glänzenden Verlauf genommen hat.— Am künftigen Sonntag, den 9. cr., wird Hen Lehrer Clamer im Vereinslocal bei Deckert seinen zweiten Vortrag über die hochselige Königin Louise halten; an denselben werden sich einige Ansprachen anderer Herren anschließen.— Die Vereinsbibliothek, deren fleißige Benutzung wir den Mitgliedern wiederholt angelegentlichst empfehlen, zählt heute bereits 520 Bände; sie repräsentin annähernd einen Wert von 700 Mark.— Die Versammlung am Sonntag erfreut sich hoffentlich eines zahlreichen Besuches. * In der zu Lickern am 29. Oct. stattgehabten Repräsentanten=Sitzung der evangel. Kirchengemeinde Bickern wurden folgende 6 Herren zu Mitgliedern des Presbyteriums gewählt: A. Overhof, W. Wihelms, Fr. Stöckmann gen. Möller, W. Stöckmann gen. Bohmert, Eng. Heidtkamp und Kaufmann F. Lange. * Auf Zeche Centrum bei Wattenscheid feierten am 1. November 2 Schachthauer und ein Maschinen wärter ihr fünfundzwanzigjähriges Ar beits=Jubiläum. Der Grubenvorstand hatt in Anerkennung des treuen Ausharrens in d Arbeit jedem der drei Jubilare ein ansehnlicht Geldgeschenk bewilligt, welches denselben durch de Director der Zeche mit entsprechender Ansprach überreicht wurde. * Frl. Mager, die Vorsteherin der auf der Friedhofe in Portmund befindlichen Gewerbeschul in weiblichen Arbeiten, hat in dem Schullocal eine zweite Ausstellung von Arbeiten veranstalte die wirklich ein hohes Interesse bietet. Man sieh wie die Schülerinnen von der einfachen Steppnah vom Flicken und Stücke=Einsetzen, vom Strümpse stopfen zu den reichsten Stickereien, Leibwäsche### feinsten Art, Guipure, Kunststopfen, Putzmuche Kleidermachen mit allen Chicanen 2c. kommer Bei allen Sachen aber, von den einfachsten## zu den complicirtesten, tritt eins vorteilhaft hervo# das ist die sorgfältigste Accuratesse mit der gearbeitet ist. Wir möchten den Hausfrauen### gelegentlich raten, sich die Ausstellung anzusehe jede wird des sie Interessirenden genug finden. * In Vorstfeld hat sich am vergangenen Sont tag ein evangelischer Arbeiterverein gebildet. will in der Welt, dem, meine ich, sind seine Gaben und Kräfte umsonst verliehen.“ „Sie sprechen wie ein hochsinniger— unerfahrener Jüngling, der von dieser Welt, in der er sich Bahn brechen will, nur sehr oberflächliche Kenntnis hat. Weiß Ihre Mutter um diesen Einfall?“ „Nein— und ich bitte, ihr nichts davon zu sagen.“ „Gewiß nicht— es wäre unrecht, sie zu beunruhigen. Ihre Mutter ist nicht im Stande, etwas für Sie zu thun, Leo.“ „Es war nicht meine Absicht, Sie in Anspruch zu nehmen,“ entgegnete der Jüngling kurz, denn die peremptorische und wie ihm schien gänzlich unberechtigte Abfertigung im Namen seiner Mutter verdroß ihn. „Um so besser," versetzte Halden gelassen, „Sie sind zu verständig, Leo, um nicht zur Einsicht der Thorheit Ihres Vorhabens zu kommen.“ „Ich fürchte, das bin ich nicht. Und wenn Sie meine Braut kennten, würden Sie den Entschluß, sie um jeden Preis zu erringen, nicht einen thörichten Einfall nennen.“ Halden zuckte leicht die Achsel und ging nachdenklich auf und nieder. Leo saß, die Unterlippe zwischen die Zähne geklemmt, finstern Blicks vor sich niederschauend. Endlich stand er auf. „Sie wollen mir also Ihren Beistand nicht leihen, Herr Halden?“ „Ich will, da Sie es wünschen, Ihr Talent prüfen,— aber verlangen Sie nicht von mir, Leo, daß ich Ihnen die Hand reiche zu einem Schritt, der nicht anders als unheilvoll ausfallen kann. Das hieße Verrat an der Freundschaft üben. die mich mit Ihrer Mutter verbindet.“ „So verzeihen Sie, daß ich thörichterweise gerade bei Ihnen Teilnahme für meine Wünsche vorausgesetzt, und—“ „Mein junger Freund!“ fiel Halden dem jungen Mann ins Wort, der verletzt und enttäuscht sich entfernen wollte,„glauben Sie mir, ich bin nicht unfähig mit Ihnen zu fühlen. Ich bin es so wenig, daß ich gerade deshalb Sie von einer Klippe zurückzuhalten wünsche, an der mein eigenes Lebensglück zerschellt ist. Noch kann Ihre Liebe nicht annähernd so tiefe Wurzel gefaßt haben, wie die meine es hatte; und doch ward ich gezwungen, sie auszurotten, mochten auch unheilbare Risse und Wunden zurückbleiben; weil der dornige Baum, der mir daraus erwuchs, mein ganzes Leben zu verschatten und seine wertvollsten Pflanzungen zu überwuchern und zu ersticken drohte. Es ist nicht gut, Leo, der Liebe zum Weibe, die im Leben des Mannes eigentlich nur eine secundäre Stelle einnehmen darf, zu schwere Opfer zu bringen. Reue und ein zerstörtes Leben wird früher oder später die Folge davon sein, ob wir nun auf unsere Stellung in der Welt Verzicht leisten, oder— uns gewaltsam der Bande entledigen, die bereits tief und unzertrennlich mit den innersten Fasern unsers Seins verwachsen sind.“ Der Ton schweren, trüben Ernstes, in dem Halden sprach, verfehlte seines Eindrucks auf den jungen Mann nicht. Gesenkten Hauptes hörte er zu, aber als der Dichter geendet, blickte er wieder mit ruhiger Zuversicht auf. „Was für Sie gewiß volle Geltung hatte, trifft mich doch nur in sehr bedingtem Maße. Ein hervorragender Geist, wie Sie, hat Verpflichtungen gegen Welt und Nachwelt, denen er wol sein Gemütsleben unterzuordnen haben mag,— ich darf mir darüber kein Urteil erlauben. Ich bin kein bedeutender Mensch, das weiß ich ganz genau, und daher kann ich mich sehr wol mit der Aufgabe begnügen, das Glück eines geliebten Weibes zu begründen, indem ich einen beschränkten Wirkungskreis ehrenvoll ausfülle. Ich denke, dazu soll meine Kraft— und auch mein fester Wille ausreichen.“ „Sie beharren also auf Ihrem Sinn.— Ein Versprechen aber verlange ich, Leo, im Namen Ihrer Mutter: thun Sie keinen entscheidenen Schritt, ohne mich vorher davon in Kenntnis zu setzen.“ Leo zögerte, reichte dann aber doch dem väterlichen Freunde die Hand. „Es soll geschehen, ich verspreche es.“ Er ging, und Halden folgte der schlanken, aufrechten Gestalt mit den Augen, und etwas wie Bewunderung, ja eine Art schmerzlichen Neides kam ihm zum Bewußtsein. Wie unbeirrt, wie leichtherzig entschlossen dieser Jüngling auf die Klippe lossegelte, die ihm soeben in ihrer ganzen Gefährlichkeit gezeigt worden.„Er hat Verstand genug, sich nicht dagegen zu verblenden.“ sagte Halden sich.„Aber so sind diese beschränkten Naturen; ihrer selbst gewiß, da sie nicht höher streben, als ihr Flug sie mit Sicherheit trägt;— sie sind die Glücklichen!— Er wird es durchsetzen— oder rechtzeitig zum Einsehen kommen; ich din nicht bange um ihn.“ Er machte einen Gang durch den Garten, in dem es bereits zu dunkeln begann. Das Gespre# mit Leo hatte die bittersten Erinnerungen sein Lebens geweckt, die er sich sonst geflissentlich fel zu halten suchte, und es war nicht möglich, wieder zu verbannen. Ein Bild nach dem anden tauchte aus dem Nebel auf und rührte mit leist Finger an die halbvernarbten Wunden sein Innern, und wieder begannen sie zu breunen zu bluten—— Halden verließ den Garten und kehrte in Studirzimmer zurück. Ein Billet für das Sch spielhaus, das auf seinem Schreibtisch lag, fiel ins Auge, und er erinnerte sich der Einlad## eines, ihm von früher her befreundeten spielers, sein erstes Gaspiel anzusehen. Die# samkeit war ihm gerade heute unerträglich, seinem früheren Vorsatz zuwider, beschloß hinzugehn. Es war noch zu früh für das Theater Halden trat in ein Caffee=Restaurant in der desselben, in dem die Mitglieder der Bühne die Vertreter der Presse zu verkehren pfle Ein nicht mehr junger Herr von markirten drucksvollen Zügen, der im Begriff stand, den erleuchteten aber noch menschenleeren Saal zu“ lassen, blieb bei Halden's Eintritt stehen und grüßte ihn mit lebhafter Freude. Auch 50# schien erfreut. Er hatte mit Rosenberg, jenem berühmten Gast des Schauspielhauses, Jahren manche gute Stunde in Ernst und sinn verlebt, und die Erinnerung daran, d# Schauspieler mit liebenswürdiger Gesprächl' heraufbeschwor, stimmte auch ihn heiterer. * In Heven fand m Reichstagswahl in der Wahlzettels einen Kranke desselben hatte sich vergi daß dieserhalb Herr Dr. weniger erhielt. * Aus Castrep, 29. L der Nacht von Sonntag al Zeche Graf Schwerin ca. und mehrere Schachteln Zür schlossenen Raum gestohlen n erst nach Zertrümmerun Schlösser ausgeführt werde das gestohlene Gut zu we soll, und sind deshalb von umfassende Maßregeln zur angeordnet. * Im Zuchthause zu lebenslänglichem Zuchthaus Theodor Kurig, welcher v zu Dortmund zum Tode * Eine in Linden bei§ nationalliberalen Wählern sandte am Sonntag, den 2 marschall v. Moltke her seinem 84. Geburtstage. Da eingegangen: Kreisau, d. 29. 10. Dahlhausen Ruhr. Ew. verbindlichst für den mir telegraphisch übermittelten Geburtstage. Sehr Feldmarschall. * In Auisburg ist der Boninger’schen Tabakfabr eben vollendeten 56. Leben Geschiedene wird von d Freund seiner Untergeben Laufbursche der Offiein auf der Schwanenstraße 10 derselbe der Polizei überge * In Köln wollen bei der demokraten dem Candil Partei ihre Stimme geben, n Partei. Ein gutes Zeicher Kur= und Neumärkisa Rentenbriefe. Die nächste findet Mitte November statt. von ca. 1¾ pCt. bei der A Bankhans Karl Neubur zösische Str. 13, die Versich 4 Pf. pro 100 Mark. Bekanntmachung Der Stadtbaumeister Bunz heute sein Amt übernommen. Bureau befindet sich im Rat Zimmer Nr. 3. Gelsenkirchen, 3. Novemb. Bürgermeiste Vattmann. ¾“ glatt oder gesel 100 □ Fuß 14,—. 1“ glatt oder gefel 100 □ Fuß 12.—. in Längen von 6° bis 24 Joseph Schäfe Bochu m. Mausckartont und alle übrigen Soi zum Einkellern zu Tagesp empfiehlt H. Winterwerb, Schalke, Wilbelminenstre Patentweck Läutewerk (D..=Patent.) Dieser patentirte A Lifft alle bis jetzt bekann durch die starke Resot Eicherheit im Wesich daher ganz bese Bergleute, Bäcker, Fa Post= und Eisenbahnbee überhaupt für alle, die zur bestimmten Zeit müssen. Dieselben empflehlt un billigem Preise. Fr. Borggr Vormacher in## Simmer 01: zu vermieten. Schei imon Flugmmt: der rochen ahl. htereine als ichen e bei des. abt.“ in im d von sorden. In die e Erburger auch n den Amtsdiesem v. Arsichten: onntag Herne, sat.— Hen seinen nigin einige — Di dir den fehlen, äsentit — Die ffentlich ehabten emeinde liedern C. Wilöckmann ann F. feierten schinen 8 Ar d hatt in d ehnlicht irch de nsprach uf de ebeschul hullocal instalte in sieh eppnaht trümpf ische d4 tmuche kommer sten hervot er alluen## nzusehe nden. n Sont er Gespri n sein lich se lich, n anden uit leis sein unen e in s Schl fiel Einladu# n Scha Die 6 lich, ater der 90 ihne ten den 91 und 50 r0 uses, ind e die * In Heven fand man bei der gethätigten Reichstagswahl in der Wahlurne statt eines Wahlzettels einen Krankenschein. Der Inhaber desselben hatte sich vergriffen und ärgerte sich, daß dieserhalb Herr Dr. Haarmann eine Stimme weniger erhielt. * Aus Castrep, 29. Oct., wird berichtet: In der Nacht von Sonntag auf Montag sind auf der Zeche Graf Schwerin ca. 20 Kilogramm Dynamit und mehrere Schachteln Zünder aus einem fest verschlossenen Raum gestohlen worden. Der Raub konnte erst nach Zertrümmerung verschiedener starker Schlösser ausgeführt werden. Man fürchtet, daß das gestohlene Gut zu weiteren Verbrechen dienen soll, und sind deshalb von seiten der Polizeibehörde umfassende Maßregeln zur Entdeckung des Thäters angeordnet. * Im Zuchthause zu Werden starb der zu lebenslänglichem Zuchthause begnadigte Landwirt Theodor Kurig, welcher von dem Schwurgerichte zu Dortmund zum Tode verurteilt worden war. * Eine in Linden bei Hattingen von über 500 nationalliberalen Wählern besuchte Versammlung sandte am Sonntag, den 26. Oct., dem Generalfeldmarschall v. Moltke herzlichen Glückwunsch zu seinem 84. Geburtstage. Darauf ist folgende Antwort eingegangen: Kreisau, d. 29. 10. 84. Herrn Dr. Otto, Dahlhausen Ruhr. Ew. Wohlgeboren danke ich verbindlichst für den mir im Namen so Vieler telegraphisch übermittelten Glückwunsch zu meinem Geburtstage. Sehr ergebenst. Gr. Moltke, Feldmarschall * In Buisburg ist der langjährige Leiter der Boninger’schen Tabakfabrik August Brauer im eben vollendeten 56. Lebensjahre gestorben. Der Geschiedene wird von der„Rhrztg. als ein Freund seiner Untergebenen geschildert.— Ein Laufbursche der Officin genannter Zeitung hat auf der Schwanenstraße 1000 M. gefunden, welche derselbe der Polizei übergeben hat. * In Köln wollen bei der Stichwahl die Social= demokraten dem Candidaten der nationalen Partei ihre Stimme geben, nicht dem der römischen Partei. Ein gutes Zeichen der Zeit. Kur= und Neumärkische(Brandenburgische) Rentenbriefe. Die nächste Ziehung dieser Rentenbriese findet Mitte November statt. Gegen den Coursverlust von ca. 1¾ pEt. bei der Auslosung übernimmt das Bankhans Karl Neuburger, Berlin, Französische Str. 13, die Versicherung für eine Prämie von 4 Pf. pro 100 Mark. Berliner Börse. Berlin, den 4. Nooember 1884. Fonds und Staats=Papiere. Deutsche Reichs=Anleihe..... 4 103,60 Preußische consolidirte Anleibe... 4½ 102,80 do. Staats=Anleihe 1868 „ 1850, 52, 53 62 Staats=Schuldenscheine Oesterrei=bische Goldrente .. 4 103.50 .. 4 101 40 .. 4 101,40 .. 3½ 99.90 .. 4 86.70 Silberrente 4⅛ 68.90 Papierrente 4⅛ 68.20 Eisenbahn=Prioritäten=Obligationen. Nachen=Mastricht Brg.=Märk. I. und II. Serie Berg.=Märk. III. A. B. 3¼ g. „ Lit. C. „ IV. Serie „ V. Serie „ VI Serie Berg.=Märk. VII. Serie cono. " VIII. Serie IX. Serie Bank=Actien. Zinsfuß überall 4 pCt., bei der Reichsbank 4½ vE: 4 98.70 4½ 103,00 3⅛ 95,90 3½ 95 90 4½—— 4½—— 4½ 105.25 4⅛ 103.00 4½ 103.00 5 101,60 Aachener Disconto=Gesellschaft Allg. Deutsche Handels=Gesellschaft Bank für Rheinland und Westfalen Bergisch=Märkische Bank „ Industrie=Gesellschaft Berliner Handels=Gesellschaft Berliner Makler=Verein Cölnische Wechs.= und Bank Deutsche Bank Dortmunder Bank=Verein Essener Credit=Anstalt Nationalbank für Deutschland. Norddeutsche Bank Preußische Boden=Credit=Bank Reichsbank Schaaffhausener Bank=Verein Industrie Papiere. Aachen=Höngen Annener Gußstahl=Fabrik Arenberg, Gesellschaft für Bergbau Bochumer Bergwerks=A. Lit. A. Bochumer Gußstahlfabrik Pomfacius Bergwerk Borussia, Bergwerk Cölner Berawerks=Verein Cöln=Müsener Bergwerks=Verein Dortmunder Bergwerke Lit. A. Dortmunder Union 600 Mark „„ 400„ „„ 300„ Tortmunder Union Stamm=Vr. „ Part.=Obligatien Gelsenktichener Bergw.=Actier= Bes. Georg=Marien=Bergwerks=Verein Harkort Bergwerk „ Maschin. Harpener Hütten Hibernia u. Shamrock 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 6 11025 78 50 84.25 121,75 66 50 147,80 108,00 94,90 152.90 99.00 101,50 93.50 156,00 102,00 144.00 8800 30 75 32,60 132,00 74,00 12400 66.30 114,00 116.75 20,00 41,00 12,00 17.00 2225 68.70 106,75 118.00 62.00 68 90 25,30 85,00 97•30 Hörder Bergw.= u..=Aci.=Ges..: 0 29 00 Louise Tiefbau 0 43,00 Märkisch=Westfälische Bergw. 0—— Magdeburger Bergwerks=Act.=Ges. 0 211,75 Mechernicher 0 163.00 Oelheim Petroleum. 80%„„— 35,000 Phönix Berzwerks=.=G. Lit. A. 0 81,00 Pluto, Bergwerks=Gesellschaft 0 58.25 Westfälische Draht=Industrie 0 89.00 „ Union 0 13.30 Rhein.=Westf. Industrie— 16.10 Geld=Sorten und Bautnoten. Dukaten per Stück.70 Sovereigns per Stück 20.32 20 Francs=Stück per Stück 16,15 Gold=Dollars per Stück.188 Imperials(halbe) per Stück 16.71 Imperials per 500 Gr. 1395 00 Englische Banknoten 1 Lstr. 20,41 Französische Banknoten per 100 Fr.. 80.90 Oesterreichische Banknoten 100) Fl. 167,35 „ Silber=Coupons 166.90 Russische Banknoten per 100 Rubel. 20800 „ Zoll=Coupons 20,47 Umrechnungs= Sätze. 1 Dollar= 4,25 M. 100 Francs= 80 M. 1 Gulden Oest. Währ.= 2 M. 7 Gulden Südd. Wäh. = 12 M. 100 Gulden Holländ. Währ.=170 M. 1 Mark=Banco= 1,50 M. 100 Rubel= 320 M. 1 Liv. Sterl.= 20 M. Zinsfuß der Reichsbank. Discont 4 pCt. Lombarden 5 pCt. Meteorologische Notizen. (9 Uhr vorm.) 4. Nov. Bar. 760 mm. Therm.+ 90R. SW 5. Nov.„ 759 mm„+ 110R. SSW ** Die Ortskrankenkasse zu Gelsenkirchen. Mit dem 1. December er. tritt in Ausführung des Gesetzes vom 15. Juni 1883 in hiesiger Stadt eine Ortskrankenkasse ins Leben, um ihren Mitgliedern, welche die Zahl 1000 bereits überschritten, freie ärztliche Behandlung und freie Arzneien im Krankheitsfalle zu gewähren. In allernächster Zeit wird sich daher der Vorstand dieser neu gegründeten Krankenkasse mit der Frage zu befassen haben, in welcher Weise er die freie ärztliche Behandlung beschaffen will. Hierbei sind die Mitglieder in erster Linie an der Entscheidung interessirt, ob sie unter allen in hiesiger Stadt practicirenden Aerzten frei nach Neigung und persönlichem Vertrauen wählen können, ob ihnen nur eine beschränkte Auswahl geboten wird, oder ob ihnen vielleicht gar nur je nach Lage ihrer Wohnung ein bestimmter Arzt angewiesen wird. Man kann sicher annehmen, daß jedes Kassenmitglied die unbeschränkte Auswahl unter allen hiesigen Aerzten erstreben wird und nur den Vorbehalt machen könnte, daß die Krankenkasse bei dieser Einrichtung nicht höhere Auslagen für ärztliches Honorar zu leisten hätte. Es ist dies nicht der Fall; es muß die Kasse an ihre Aerzte entweder für den Kopf eines jeden Mitgliedes pro anno ein Bestimmtes zahlen, oder sie bezahlt jede Einzelleistung des Arztes nach einer mit den Aerzten vereinbarten Taxe. Wird die letztere Art gewählt, so kann ein Mitglied unter allen hiesigen Aerzten, die die vereinbarte Taxe angenommen haben, frei wählen; im andern Falle wird jedes Kassenmitglied einem bestimmten Arzte zugewiesen, oder höchstens steht ihm die Wahl zwischen mehreren Aerzten offen, was jedoch noch besondere Modalitäten der Honorar=Ausgleichung unter den betreffenden Aerzten zur Folge hätte. Da die Neubildung mehrerer Krankenkassen auch in die Erwerbsverhältnisse der Aerzte sehr eingreift, so haben letztere sich schon vorgesehen und sich über die Taxe sowol bei der Auswerfung eines Fixums als auch bei der Zahlung für jede ärztliche Einzelleistung geeinigt. Hierdurch ist schon gesichert, daß alle hiesigen Aerzte ohne Ausnahme sich zu der Behandlung der Mitglieder der neuen Krankenkasse zu derselben Taxe verstehen werden, und ist mithin die Möglichkeit der ganz freien Wahl gegeben. Sollte der Vorstand trotzdem Bedenken tragen, die Frage auf dieser breitesten Grundlage zu entscheiden, so ist der Plan, nur zwei Aerzte anzustellen und jedem einen örtlichen Bezirk zu überweisen, auch nicht zu empfehlen. Durch die Einigkeit unter den Aerzten ist nämlich an eine Herabsetzung des Honorars durch Bildung von größern ärztlichen Bezirken doch nicht zu denken, und wird also auch kein Interesse der Kasse dadurch berührt; außerdem läßt sich, wenn vielleicht—5 Kassenärzte angestellt würden, doch immer noch eine beschränkte Auswahl des behandelnden Arztes herbeiführen. Möge der Vorstand obige Puncte wol erwägen und sich dann so entscheiden, wie es nicht minder im Interesse der Kasse wie ihrer Angehörigen in Krankheitsfällen liegt. Sociales. SC. Verein der Freundinnen junger Mädchen. Union internationale des amies de la jeune fille nennt sich eine im schweizer Neufchätel vor 4 Jahren gestiftete Verbindung, welche zur Zeit 1029 Freundinnen in 19 verschiedenen . St###machung. Der Staowanmeister Bunzel hat heute sein Amt übernommen. Das Bureau befindet sich im Rathause Zimmer Nr. 3. Gelsenkirchen, 3. Novemb. 1884. Der Bürgermeister: Vattmann. ZAzorben ¾“ glatt oder gefedert 100 □ Fuß 14,—. 1“ glatt oder gefedert 100 □ Fuß 12,—. in Längen von 6° bis 24° bei Joseph Schäfer, Bochum. Mausckurtönein und alle übrigen Sorten zum Einkellern zu Tagespreisen empfiehlt H. Winterwerb, Schalke, Wilbelminenstraße. Patentwecker Läutewerk. (D..=Patent.) Dieser patentirte Wecker übertrifft alle bis jetzt bekannten Systeme Drg die starke Resonanz, sowie Eicherheit im Wecken, eignet sich daher ganz besonders für Zergleute, Bäcker, Fabrikarbeiter, ost= und Eisenbahnbeamte 2c. 2c., überhaupt für alle, die unbedingt fur bestimmten Zeit aufwachen müssen. Dieselben empflehlt unter Garantie billigem Preise. Fr. Borggrafe, Uhrmacher in Wanne. 2 Zimmer Famlte auf sosort zu vermieten. Schalter Hof. Ueckendorf. Am Samstag, den 8. November cr.: I. Abonneilents Cöndert Im Saale des Wirts Herrn Herm. Börste. Nachher: Tanz-Kränzchen. Anfang präcise 8 Uhr. Fr. Giesenkirchen Fahrgelegenheit abends 8 Uhr von C. W. Dieckmann hin und zurück. 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October 1884 ab Von Gelsenkirchen nach Wanne 5,46.43 10,09 2,08 4,19 5,43 8,53 1,19[Wanne Abf. nach Münster 6,10 10,40 10.40 2,19 5,52 10,05 1,39 139.] Von Gelsenkirchen nach Deutz=Köln 5,34.12.49 11,30 12,34 2,22 5,02 8,35 11,13. Von Wanne nach Dortmund 8,56 10,37 10.30 4,30 9,04 9,52 .45[Herne Abf. 9,05 10,47 4,40 9,14 1,56.] Von Gelsenkirchen nach Essen 5,17 6,41 3,12 11,40 1,45 3,33 (5,20 nur bis Kray) 7,20.05 [von Kray nach Dortmund 6,58.56 12,08.45 5,41 8,18(11,37 nur bis Bochum)). (5,34 nur bis Langendreer) Von Bochum nach Ueckendorf=Wattenscheid 5,30 8,05.50 11,41 1,41.30 4,48 7,20 10,46 9,03 12,50 svon UeckendorfWattenscheid nach Kray=Essen 5,43.55 8,21 11,54 1,54 3,43 7,30 9,16 10,56. Von Dahlbusch nach Essen 5,22 6,46 8,17 11,45 1,50 3,38 (5,25 bis Kray) 7,25 9,10. Von Dahlbusch nach Gelsenkirchen 5,58 7,21 9,05 12,21 4,01 2,53 4,01 5,51 8,28 11,45. Von Essen nach Gelsenkirchen(rhein.) 5,25 6,49.4711.59.36 5,32 8,09 11,28.(5,04 bis Kray.) Von Essen nach Gelsenkirchen (Köln=Minden) 5,20 8,15 9,40 1,40 3,50 4,55 8,20 9,20. Von Herne nach Deutz=Köln 5,33 8,28 11,09 1,59.8,13[Wanne Abf. 5,26, 5,59 6,02 8,39 11,19 12,25 2,10 4,54.24 (11,04 nur bis Duisburg)]. Von Schalke nach Wanne 5,51 10,1s 4,39 9,40. Von Schalke nach Sterkrade 5,52 9,18 2,29 8,04. Von Sterkrade nach Schalke 5,18 .47 4,00 9,08. Von Wanne nach Schalke 5,42 9,05 2,20 7,55. Von Wanne nach Ueckendorf=Wattenscheid=Bochum 5,27 8,40 12,28.55 5,29 8,00 11,07. Von Ueckendorf=Wattenscheid nach Wanne 5,47 10,07 1,58 5,05 7,34 9,19 1,07. Von Uelkendorf=Wattenscheid nach Dortmund 7,05 9,03.4212,15 .52 5,48.25 11,44(von Uecken=dorf=Wattenscheid nach Bochum von Wanne kommend 12.45 4,15 11,27.] Von Schalke nach BismarckWinterswyk 8,28 2,33 6,20 9,09. Von Schalke nach Essen 6,58 3,20 1,18 7 35. Von Essen nach Schalke 8,07 2,14 5,52.48. Von Herne nach Bochum 7,35 1,12 7,10. Von Bochum nach Herne.40 12.21 .87. —. — 83 — * * v. Ländern umfaßt. In England, Frankreich und Deutschland haben sich Zweigvereine mit selbstständiger Verwaltung gebildet, den einzelnen Ländern Gelegenheit gebend, sich nach ihrer Nationalität und ihren Verhältnissen zu gestalten. — Welchen Gefahren ein Mädchen entgegengeht, wenn sie Familie und Heimat verläßt, ist an dieser Stelle so oft besprochen worden, daß wir nicht weiter darauf eingehen. Das Streben des Vereins ist darauf gerichtet, einzeln stehenden Mädchen durch Nachweisung guter sicherer Stellen im Inlande den Broderwerb zu erleichtern und sich mit ihrem sittlichen Wohl zu befassen. Trotz aller amtlichen und außeramtlichen Warnungen nimmt neuerdings auch in Deutschland die Auswanderungslust junger Mädchen in bedenklicher Weise zu und nicht selten verführt sie, den verhängnis vollen Schritt in sorglosester Weise zu thun. Der Verein richtet darum an seine Mitglieder und Gönner u. a. folgende Fragen: „Existiren bei Ihnen Orte, in denen alleinstehenden Mädchen, Bonnen, Verkäuferinnen, Schneider=, Putzmacherinnen(nicht Dienstboten) Gelegenheit gegeben ist, in ersprießlicher Weise mit einander zu verkehren? In Privathäusern oder öffentlichen Sälen? Wer leitet die Vereinigungen? Wird vorgelesen, gesungen, Handarbeit vorgenommen, Speise und Trank gereicht? Wer trägt die Kosten?" 2c. Der Verein giebt einen„christlichen Ratgeber“ heraus, der gute Logirhäuser, Mägdeherbergen, Arbeiterinnenheime, Feierabend=, Genesenenhäuser nachweist. Anfragen sind an die Schriftführerin G. Schellbach in Naumburg a. d. S. zu richten. Unterstützungen nimmt dankbar an die Vorsteherin Frau General=Superintendent Baur in Coblenz, und die Stellvertreterin, A. Vollmar in Berlin, Leipzigerplatz 5. Dem Unternehmen ist alles Gedeihen zu wünschen. SC. Kinderschutzvereine. Nach dem Vorgange von Liverpool ist in London am 8. Juli ein Kinderschutzverein gegründet worden. Die Uebelstände, denen man entgegenwirken will, sind 1) körperliche Mißhandlung, 2) Vernachlässigung, 3) Betteln, Herumtreiben und Obdachlosigkeit, 4) Unsittlichkeit, 5) Kindesmord. Der Verein gedachte zunächst im October eine Zufluchtsstätte in London zu eröffnen, wohin mißhandelte Kinder vorübergehend gebracht werden können, und Beamte anzustellen, welche in allen Bezirken der Hauptstadt Aufsicht üben und Fälle, in welchen Kinder in Not und Gefahr sind, zur Kenntnis des Vereins bringen sollen. Das weitere Verfahren, wie es in Liverpool organisirt ist, wird dann vorzüglich darin bestehen, die betreffenden Eltern, Vormünder u. s. f. auf gütlichem Wege zu ihrer Pflicht zurückzuführen, wo das nicht angeht, den Schutz der Gesetze nachdrücklichst zu Hülfe zu nehmen und der Wirksamkeit des Vereins die größtmögliche Oeffentlichkeit zu geben. Bei den Verhandlungen wurde hervorgehoben, daß allerdings nur ein kleiner Teil selbst der ärmsten und verkommensten Volksschicht sich der Grausamkeit gegen Kindrr schuldig mache, und auch dieser fast ausschließlich in der Trunkenheit, daß aber haarsträubende Fälle dem, der danach suche, nur zuviel vor Augen kommen. In einem Jahre sind in London 47 Kindesmorde vorgekommen, nicht etwa von Müttern unehelicher Kinder, sondern von Eltern, um eine Versicherungsprämie auf das Leben des Kindes einzuziehen. ** Ueber die Impffrage bringt die„N. A..“ einen längeren Artikel, dem folgende Schlußsätze entnommen seien:„Bis vor kurzem war es nicht möglich, gute animale Lymphe, und zwar in größerem Vorrate für eine größere Zahl von Impflingen ausreichend, zu erhalten. Man mußte also mit humanisirter Lymphe von Arm zu Arm impfen und abimpfen. In der neueren Zeit ist es aber gelungen, auch von animaler Lymphe größere Quantitäten anzuschaffen und dieselbe auch für lange Zeit vollständig wirksam zu erhalten. Durch den Gebrauch solcher Lymphe, die nur von vollständig gesunden Tieren aus den Impf=Anstalten zur Benutzung bezogen werden darf, würde aber fast allen der Impfung mit humanisirter Lymphe vorgeworfenen, wenn auch nicht wahrscheinlichen, doch immerhin möglichen Schädigungen vorgebeugt werden. Es würden Uebertragungen irgend welcher Krankheitskeime eines Menschen auf den anderen unmöglich stattfinden können. Um über alle diese Fragen und Möglichkeiten zu einem dem heutigen Stande der Wissenschaft entsprechenden Resultate zu kommen, um die vorgebrachten Klagen der Impfgegner über den event. Schaden des Impfgesetzes endlich definitiv erledigt zu sehen, hat die Reichsregierung auf Veranlassung des Reichstagsbeschlusses eine Impfcommission, zu deren Beratungen außer den hervorragendsten Medicinalbeamten Deutschlands auch mehrere Impfgegner zugezogen wurden, berufen, und hat deren Thätigkeit im kaiserlichen Gesundheitsamte unter Vorsitz des Geh. Reg. Rats Köhler am 30. October begonnen.“ * Hoch klingt das Lied von den braven Männern. Berlin, 1. Nov. Ueber die Strandung der Brigg„Undine“ werden jetzt Einzelheiten bekannt, welche zeigen, daß unsere Offiziere und Mannschaften das Herz auf dem rechten Fleck haben und die altpreußische Disciplin sich ebensowenig auf dem Wasser, wie zu Lande verleugnet. Die „Undine" hatte, wie die„Schleswig=Holsteinische Zeitung" erfährt, von Samstag ab, ohne Cours halten zu können, unter Sturmsegel beigelegen. Observationen zur Bestimmung der Position des Schiffes waren in der schweren See kaum möglich und muß das Schiff in außerordentlich heftige Stromversetzung geraten sein, die, wie die vielen Strandungen an den Bänken von Agger beweisen, zahlreichen Fahrzeugen verderblich wird. Als Montag Nachmittag Land in Sicht kam, versuchte man trotz des rasenden Nordwest=Sturmes, sofort die Gefahr erkennend, Segel zu setzen, um frei zu kommen. Wunderbarerweise hielt das Schiff dieses gefährliche Manöver aus, welches die junge seeungeübte Mannschaft vorzüglich ausführte; allein es half nichts mehr. Sturm und Strom trieben die Brigg auf die Bänke; bald stieß sie in der Brandung. Es wurde versucht, die Masten zu kappen. Die Masten aber blieben stehen; zwei Leute gingen hierbei über Bord, der Obermatrose Trabes aus Magdeburg, der ertrank, und ein anderer, welchem es rätselhafter Weise gelang, durch die haushohe wütende Brandung das noch weit abliegende Land zu gewinnen, dem die„Undine", über die Bänke stoßend, zutrieb. Ein herrlicher Zug verdient hier mitgeteilt zu werden. Sowie die„Undine“ von den brechenden Wogen überrollt, in der Brandung heftig stieß und alles am Bord sich schon in der nächsten Minute rettungslos verloren glaubte, ließ Capitän Cochins die Mannschaft sich sammeln und brachte im Angesicht des Todes unter donnerndem Sturmesbraus und eisigem Wogenguß ein dreifaches Hoch auf Se. Majestät den Kaiser aus, in das die 159 deutschen Seeleute laut und begeistert einstimmten. Wahrlich, ein solches Hoch ist auf unseren Kaiser wohl noch kaum ausgebracht worden. Nach langen, bangen Stunden gelangen ja unter der tapferen Assistenz der dänischen Küstenbewohner die Rettungsarbeiten.— Die Besatzung mußte inzwischen bange Stunden unter Deck, da oben immer die Wogen über das Fahrzeug tosten, ausharren, während sie merkten, wie das Wasser unter ihnen immer höher im Raume stieg. Was das bei musterhaftester Aufrechterhaltung der Disciplin bei solcher unerfahrenen Mannschaft heißt, kann man sich denken. Es konnte sogar Abendbrot zubereitet und eingenommen werden.— Die Rettungsleine mit Rakete um 6 Uhr abends an Bord geschossen, wurde am Fokmast befestigt, die im Rettungsstuhl Sitzenden wurden dabei oft vollständig in das eisige Wasser untergetaucht, überhaupt war es besonders die nasse Kälte, unter der man auch an Bord zu leiden hatte. Erst um 1 Uhr nachts konnte die Rettung beginnen und war erst um 7 Uhr Dienstag morgen beendigt, Zuerst wurden ein Offizier zur Ueberwachung an Land und der Arzt geborgen, dann folgten in größter Ordnung die Mannschaften mit ihren Waffen, zuletzt das Offiziercorps und zwar als Letzter der Commandant Corvetten=Capitän Cochins. Auch die allgemein beliebte Schiffskatze ist nicht vergessen worden. Der Commandant in mit einem Commando von 40 Mann noch am Strandungsplatze zurückgeblieben, wol um möglichst bei besser gewordenem Wetter noch Inventar bergen. Die übrige Mannschaft ist unter Führung des 1. Offiziers, des Capitänlieutnants Altag, nach Kiel zurückgebracht worden.— Wir vermuten, daß für sie eine der anderen älteren Briggs„Roveroder„Musquito“ in Dienst gestellt werden wird. Litterarisches. Die„Deutsche Romanbibliother“.(Stuttgort, Deutsche Verlags=Anstalt, vormals Eduard Hallberger) welche in der langen Reihe von Jahren ihres Exscheinens einen Schatz von Unterhaltung aus den Federn der ersten Erzähler der Nation angesammelt, hat sich besonders im letzten Jahrgang so beillant bewährt daß sie aufs Neue unsere höchste Anerkennung verdient. Die Redaction hat namentlich verstanden, durch die größte Abwechslung von Local und Stoff, welche diese Romane hervorragender Namen und neu auftauchender Talente behandeln, dem Blatte einen ganz eigentümlich fesselnden Reiz zu geben. So führt uns K. Frenzel in den hohen Norden Deutschlands, R. Byr nach Rumänien, D. v. Geyern nach Oesterreich, M. v. Reichenbach nach Schlesien und Frankreich, O. Ernst nach Aegypten, J. v. Dewall nach Amerika und Sachsen. Th. Fontane nach Wien, J. Grosse nach Rußland, G. v. Freiberg nach England, H. Wachenhusen nach Italien, B. Aba nach Galizien, W. Berger nach Norddeutschland und Amerika— bunter Abwechslung wahrlich genug! Außer diesen zwölf Romanen der vorgenannten Autoren finden wir in einem reichhaltigen Feuilleton Dichtungen aus der modernen Lyrik, kleine Geschichten und Essays und zwar, was besonders hervorgehoben zu werden verdient, in einem für die Lectüre überaus„handlichen Format und für einen beispiellos billigen Preis, kostet doch dieser Jahrgang in zwei stattlichen Bänden broschirt nur 8 Mark. Während diese 12 Romane in Einzelausgabe wenigstens 25 Romanbände gewöhnlichen Umfangs füllen und dann mindestens das Zehnfache der für den complet broschirten Jahrgang geforderten Preises, also 80 Mark kosten würden, kommt hier der Inhalt eines Romanbandes auf nur etwa 30 Pfennig und jeder der zwölf vollständigen Romane im Durchschnitt auf nur wenig mehr als eine halbe Mark zu stehen. So verdient die„Deutsche Romanbibliotbek“ mit vollstem Recht allen Denen empfohlen zu werden, welche sich eine gute und zugleich billige Lectüre verschaffen wollen. Die günstigste Gelegenheit hierzu bietet der soeben begonnene neue Jahrgang, denn der Preis von nur M. 2.— für vierteljährlich 13 Nummern oder 35 Pf. für das alle 14 Tage erscheinende Heft ist gewiß im Verhältnis zu dem Gebotenen einzig dastehend, und es ist gewiß nicht zuviel gesagt, wenn wir die„Deutsche Romanbibliothek“ einen reichen Schatz von Unterhaltung nennen, der im neuen Jahrgang nach den in Aussicht gestellten Namen und Romanen und nach dem hübschen Anfang ein nicht minder glänzender zu werden verspricht. Bekanntmachung. Die von uns unter dem 21. Juli cr. veröffentlichte Bewilligung des Vorsitzenden des Aussichtsrats des Wasserwerks Herrn Gewerke Grillo von Gratis=Abgabe des Ruhrwassers an Solche, welche ihre Grundstücke nicht an die Wasserleitung hatten anschließen lassen, wird hiermit aufgehoben.„ 166 Gelsenkirchen, 31. October 1884. Polizei Verwaltung: Vattmann. Bekanntmachnug. Die festgestellten Rechnungen der Gemeindekassen Braubauerschaft und Bulmke für das Jahr 1883/84 liegen in Gemäßheit des§ 48 der Landgemeindeordnung vom.—17. November cr. im hiesigen Verwaltungsbureau zur Einsicht der Gemeindemitglieder offen. Schalke, den 31. October 1884. Der Amtmann: Klose. Rheingauer Wein- Mest empfiehlt per Liter M. 0,60 die Wein-Handlung von Carl Hense, Gelsenkirchen. als:Ohrensaufen, Ohrenbrausen, Ohrenstechen, Ohrenfluß, leichte und harte Schwerhörigkeit, sowie temporäre Taubheit werden schnell und sicher beseitigt durch das echte Gehör-Oel d. Oberstabsarzt u. Physikus Dr. S. Schmidt. Preis à Flasche nebst Gebrauchsanweisung Mk..50 zu haben: in Wien VII. Apotheke R. Scharrer, KreuzApotheke, Mariahilferstr. 72. Central-Dépôt bei Theod. Jacobi in I. Schlesien. Sih. Biverkeid, Dentisté, Gelsenkirchen, Alten Markt. Zahnziehen, Zahnfüllen und Zahnerestz, eante Behandlung der Zahn- und Mundkrankheiten. Empfehle zur diesjährigen Saison.in reichhaltig assortirtes Lager in allen Sorten Oefen, als: Füll=Regulir=Oefen, gewöhnlicher Art, sowie die sehr zu empfehlenden Lönhold'schen Oefen, amerikanischen Systems. Säulenöfen, Mantelösen, Kochöfen 2c. Ferner: Tafelherde, Sprungherde und Kochmaschinen. Haushaltungsgegenstände aller Art zu den billigsten 18 Preisen. Gelsenkirchen, Hochstraße. Wilh. Kechs. Geschäfts=Verlegung. Stenografie. Meinen verehrten Abnehmern mache hierdurch die ergebene Mitteilung, daß ich mein Geschäft aus dem Hause des Herrn H. Nettebeck in das gegenüberliegende neu erbaute Haus des Bauunternehmers Herrn H. Timmermann verlegte. Indem ich für das mir bisher geschenkte Vertrauen bestens danke, bitte, mir dasselbe auch dahin übertragen zu wollen. Es wird mein Bestreben sein, durch fortwährende Verbesserung meiner Fabrikate die Wünsche der Herren Raucher zu befriedigen. Geisenkirchen, 16. Sept. 1884. Hochachtend Aug. Marten, Tabak- u. Cigarrenfabrik, Bochumerstraße. Bringe meine gutabgelagerten ** sowie sämtliche Parsümerien, Mundwasser, Haarfärbemittel und die nur allein bekannten, echten Gebr. Sehrigs Zahnhalsbänder, ferner meine Auswahl fertiger Flechten in empfehlende Erinnerung; auch werden Flechten sowie andee = Haararbeiten= schnell und sauber angefertigt.— Die Ausübung der kleinen Chirurgie, Zahnziehen, Schröpfen, Blutegelsetzen 2c. wird von mir bestens besorgt. Carl Dröge, Bardier und Friseur, Selfenkirchen, Kreuzstraße 14. Der erste Unterrichts=Abend des von uns eröffneten Cursus findet am Donnerstag, den 6. Novbr., abends 3½ Uhr, im Locale des Herrn H. Duesberg, Marktstraße hier, statt. Weitere Meldungen werden daselbst entgegen genommen. Der Gabelsberger StenografenVerein zu Gelsenkirchen. Soennecken's Schreibfedern sowie alle übrigen Soennekken'schen Specialitäten des Schreibfaches vorrätig bei F. Dienst, Gelsenklrohen. RGGCCLSSGG V Nathenow. Brillen. Cylinder=Uhren von 11 M. an. Regulateure von 24 M. an. Wanduhren von 3. M. an. Th. Holtmann, Uhrmacher, un eche Bekanntmachung. Für die am 1. Januar k. J. ausscheidenden Mitglieder des Stadtverordneten=Collegiums finden die Ergänzungswahlen wie folgt, statt: Mittwoch, den 26. November er., vormittags von—12 Uhr, und nachmittags von—6 Uhr. III. Abteilung, Neuwahlen von 3 Stadtverordneten für die ausscheidenden Herren: Th. Grewer, J. Rohmann und Th. Löchtenkamp für die Dauer von 6 Jahren. Donnerstag, den 27. November er., vorm. von—12 Uhr, und nachmittags von—4 Uhr. II. Abteilung, Neuwahl von 3 Stadtverordneten an Stelle der ausscheidenden Herren: A. Hermann, H. Herbert und J. Heimann für die Dauer von 6 Jahren. Donnerstag den 27. November er., nachm. von 4 bis 5 Uhr I. Abteilung, Neuwahl von 3 Stadtverordneten an Stelle der ausscheidenden Herren: H. Naderhoff, Fr. Vohwinkel und W. Kochs, für die Dauer von 6 Jahren und Wahl eines Ersatzmannes für den verstorbenen Herrn Rechtsanwalt Cremer für deffen Functionsperiode bis Ende 1888. Die Wahl findet in dem Locale des Wirts W. Althoff, Hochstraße 33, statt. Die den Wählern behändigten Einladungen sind zur Legitimation mitzubringen. Gelsenklrchen, den 31. October 1884. Der Bürgermeister: Vattmann. Bekanntmachung. Die Ersatz= bezw. Ergänzungswahlen für die während der Wahlperiode ausscheidenden bezw. ausgeschiedenen Gemeinde=Verordneten in der Gemeinde Braubauerschaft finden durch die III. und I. Abteilung gemäß§ 28 der Landgemeinde=Ordnung vom 19. Marz 1856 am Samstag, den 29. November d.., im Locale des Wirts Schulz in Braubauerschaft statt. Die dritte Abteilung wählt für das ausscheidende Mitglied F. Frovermann für die Wahlperiode 1885/90 von—4 Uhr nachmittags. Die erste Abteilung wählt Ersatzmänner 1. für den verzogenen Gemeindeverordneten Strathmann gen. von Oven für den Rest der jetzigen Wahlperiode 1883/88; 2. für den ausscheidenden Gemeindeverordneten Kleinalbenhausen für die neue Wahlperiode 1885/90. Die Wahl der I. Abteilung findet von 4½—4¾ Uhr nachmittags statt. Zu den Wahlterminen werden die Wähler mit dem Bemerken eingeladen, daß das Verzeichnis der stimmberechtigten Gemeindeglieder in der Zeit vom 1. bis 28. November d. J. bei dem Gemeindevorsteher in Braubauerschaft offenliegt.— Reclamationen gegen dasselbe machen die späteren Waolverhandlungen nur dann ungültig, wenn erst nachher eine solche Abänderung des Verzeichnisses verfügt wird, durch welche der Gewählte die absolure Stimmenmehrheit verliert. Schalke, den 29. October 1884. Der Amtmann: Klose. Günstige Lotterie-Offerte: Orlgi Knechtstedener Gold-Eier- Le inal- Lose -Otterte und S 2 8 Beide Lose m. Liste u. Porte.40 M. emf.(Ag. w. ges) Gen.-Ag. A. Fuhse, Mülheim(Ruhr) und den Verkaubstellen. Evang. Gesangbücher S 5 2 6 S 3 Die„Euscher Zeitung“ ers Beilage:„Illustrirtes Em Kaum 15 Vi., Reklamen: Allgemeines Orgar Die Socialdemo Stichw. * Gelfen Wiederholt haben wi die socialdemokratischen maligen Wahl meist reformatorischer Program Die in Berlin ausgegeb Flugblätter waren so abge das Socialistengesetz fielen dert verbreitet werden: Thatsache, welche nicht un wenn man über die Bed abgegebener socialdemok Urteil abgeben will. Die 1884 socialdemokratisch st wußt revolutionär gestim zettel für die socialdemo in der durch die sociald und Reden in ihnen hervo daß sie damit die sociale im politischen Leben steh demokratischen Führer ebe Taktik so gemäßigt vor d sie nur so auf Erfolge h nicht die Thatsache, daß Revolutionspartei durch zwungen waren, die Ma nehmen— ist diese Thatso Im Reichstage hat die keine Förderung von der so zu erwarten; sie wird m gegen die Vorlagen bet Unfallversicherung auf und gegen die Altersstimmen, denn sie hat Interesse daran, die Unz deren Interessen sie an lichkeit aber mit Füßen 1 Recht bezeichnend für d demokratischen Partei Centralwahlleitung zu! ist kein Wort mehr en Berliner socialdemokroti führlich behandelten So durch Verunglückung, Al werbsunfähig gewordene er im Elende umkommt, stehen und betteln muf demokratischen Central=A sie scheert sich den Hen langt ist einfach: Luft ganda, also Beseitigung Das ist die vornehmste jenigen stellt, welche sie stützen will. Aufhebung eine sonderbare Forde welche es in der Hand gesetz sofort hinfällig zu keiner Partei angenehm 26) Pruder un Erzählung vo Die Zustände der L bildeten bald den Gegen und Rosenberg, der nie sich über Halden zu bek als dieser den zunehmer Bitterkeit und Schärfe 1 „Warum schreiben gutes Stück?“ warf de wir uns vor vier Jah Sie die Absicht. Ich h gefreut, in Ihrem Dafür wird mir jetzt zu Helden vor die Lampen heut lebhaft in die Rüdesheim zurückversetzt, bei blinkenden Römern sprachen. Ich war so es sich um mein eigenes nicht vergeben, daß Si gegen die Philister, so war, vergessen haben.“ „Ein Zerrbild mein fragte Halden. „Das ganze Machn bild Ihres Drama's, Phantasie Gestalt gewon spieler ärgerlich.„Ein das der Intendant wom Anwesenheit aufführen narrt in das Ding Meinung geben, Rat zu machen sei. Aber