Donnerstag, 12. April. der bieten Geraut etonn täglie ereime!. em Cege nere bonn. und Teiertegen einmal. e e Sien ue Se Beschtien: biümhegente 1—I. Spreohunbe 10.-11 15h: Oapeetllen: Ehutplnebe 56. Sesbnm s lihr ssom bis 7 Uihr Egr „e Ceigenbirete Becm, Bhaterutl. Redchtlen Nr. 203. Exseduten Nre. 112. „ F% Segründet 1822. Illorgen-Husgabe. 3s. Jahrgang. 1906.— Nr. 181. Bezuseprette Vierteljährlich: zu Munder dei der Expebtsten um merts bu ollen beusichen Boßamsern Dlt 2.50. otimenatli#: Zn Munker vei der Erped: N 134. Munder ull 1.80, aubwegns ducd, Mouat bes Quertais zu brüg. Dati N! Au baben in der Expcbitien. an di Schubeten: 10 M5. Oszeigengrette: Sür bir Betitartis odmr beren Haum 20 Dig Meflemsegatls in S. Aazeigen-Banchme: Ia Illäniter Kbulgitrebe 59, iemte sämtml marts burch dir ense Cuartels) Giamonatlich: Iu Munder und 1. schen unge um Steme bes Giuzelaumm: 1e. Die angeblichen Schwierigkeiten der Fahr. kartensteuer. Wir wollen durchaus nicht behaupten, daß die Fahrartensteuer in Form eines kilometrischen Zuschlages, wie sie die Kommisston beschlossen hat, eine ideale Steuer ohne Jehl und Tadet wäre. Es gidi überhaupt keine Steuerrose ohne Dornen. Ader die Abgabe in erträglich und gerade durch die kilometrische Berechnung wird sie zugleich gerechter und ergiediger. Die Imanz= und Eisenbahnminister der Einzelstaaten wollen nun gerade von der Berechnung nach Kilometern nichts wissen, sondern höchstens einen Feststempel mit möglichst wenigen Abstutungen sich gesallen lassen. Sie empfinden den kilometrischen Zuschlag als einen Eingriff des Reichs in ihre Tarishoheit. Nach unserer Ansicht mit Unrecht; denn vom politischen Rechts= und Machtstandpunkte aus ist es ganz gleichgultig, ob der Reichsstempel nach Zonen von so und so viel Kilometern oder nach einzelnen Kilometern berechnet wird. Gie schieben ferner die Schwierigkeiten vor, welche bei der Berechnung, der Einkassierung id der Abfuhrung der Reichsabgabe entstehen wurden. Gewiß, das macht Umstände und Arbeit und Unkosten. Aber nicht bloß bei den kilometrischen Zuschlagen sondern auch bei dem Feststempel, den die Verbundeten Regierungen selbst vorgeschlagen hatten. Nur sind die Schwierigkeiten bei der kiloteirischen Berechnung etwas größer; dasur sind freilich auch die Erträge bedeutend größere, so daß die ausgewendete Arbeit sich lohnt. Für vollständig versehlt mussen wir es erklären, wenn ie amtliche Zeitung des Vereins deutscher Eisenbahnverwaltungen“ die technischen Schwierigkeiten in tendenziöser Weite maßlos übertreibt, um dadurch die beantragte Steuer dem Reichstag und der öffentlichen Meinung zu verekeln. Welch eine Tendenzschrift das ist, ersieht man schon aus der einleitenden Erörterung, daß der Schalterverkehr heillos aufgehalten wurde, wenn bei jeder geforderten Fahrkarte erst die kilometrische Entsernung und die Höhe des Stempels festgestellt werden sollte. Ja, wer hat denn überhaupt jemals an ein so unßinniges Verfahren gedacht? Ratürlich muß auf jeder Fahrkarte, die seil gehalten wird, vorher die Stempelsumme bemerkt werden. Das kann für eine Uebergangszeit, wenn eine solche nötig werden sollte. durch Aufkieben einer Stempelmarke in der zutressenden Höhe geschehen und wird für den Dauerzustand einfach durch Auf druck erfolgen. Im letztern Falle kann unter den beiden Summanden Fahrkosten+ Stempel(oder nach Umständen drei Summanden: Fahrkosten+ Schnellzugszuschlag+ Stempel) der vom Kaufer zu zahlende Gesamtbeirag recht deutlob angebracht werden. Sobald ein solcher Neudruck der Fahrkartener folgt ist, regelt sich der Schalterdienst ebenso glatt und einsach, wie vor Einführung der Reichsabgabe. Aber der Neudruck von„mehreren Millionen Fahrkartensorten“, soll nach dem amtlichen unenbahnblatt eine für hterliche Arbeit sein, die sogar eine Vergrößerung der Druckereien bediuge, wenn sie in absehbarer Zeit eriedigt werden soll. Ei ei, wie haben denn die oienbahnminister sich an den Plan einer grundsturzenden Tarifreform wagen können? Wenn die neuen Tarise in Kraft treten, so braucden wir mit einem Schlage für den ganzen Personenverkehr im Reiche sunkelnagelneue Fahrkarten. Bisher hat kein Mensch, geschweige denn das amtliche Eisenbahnblatt, die groteske Ansicht geaußert, daß man wegen der Schwierigkeiten des Neudruckes oder gar wegen der Schwierigkeit der neuen Aufech nung nach Kilometern auf die Tarifreform verzichten müsse. Was der einzelstaatlichen Tarifreform recht ist, wird der Steuerhoheit des Reiches billig sein. Das beste ist, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, d. h. die Tarifreform und den Fahrkartenstempel gleich zeitig einzuführen. Dann kann die Rechnerei und die Druckerei für beide Neuerungen gleichzeitig erfolgen. Wenn aber die Tarifreform langer auf warten läßt, als das Steuergesetz des Reiches, wie soll man sich dann heife Natürlich muß dann für jede Fahrkartensorte der Stempel berechnet und auf den vorrätigen Fahrkarten vermerkt werden. Die Berechnung nach Kilometern ist aber gar nicht so schrecklich, da die betreffende Bahnbehörde natürlich die Kilometerziffern für jede Relation in ihren Listen hat und sich darnach der jeweilige Stempelbetrag durch Multivlikation mit ¼. ½ oder 1¼ Pfg. ganz leicht nach Adam Riese ergibt. Auch die Fahrpreise selbst sind ja, bis auf gewisse außerordentliche Zuschläge, nach Kilometern berechnet. Auf die paar Hilfsarbeiter als zeitweilige Rechenknechte kann es wirklich nicht ankommen Und wie bringt man den Vermerk über die betr. Stempelabgabe auf den vorhandenen Fahrkarten an! Im Notfalle reichen die spielerischen Druckapparate mit Kautchuktypen zu diesem Zwecke aus. Man kann aber auch einsach Stempelmarken auskleben. Da sagen nun freilich die Gegner, der Kilometerzuschlag erfordere eine zu große Zahl von Stempelmarken. Aber ist denn die Zahl wirklich so ungeheuer großk Es wird ja auf 5 Pfg. abgerundet, so daß auf jede Mark des Betrages nur 19 oder 20 Marken entfallen. Der Reichstag würde aber gewiß gern beschließen, dei Beträgen von 1 bis 2 Mark auf 10 Pfg., bei höheren Beträgen auf 50 Pfg. abzurunden, wodurch die Zahl der Kiebemarken aus einige Dupeno sinken wurde. Damit müssen doch die geschulten Beamsen sich abfinden können. Wir halten es für sehr wichtig, daß das Publikum von lastigen Formalitäten verschont bleibt Aber die Beamten können schon eine Portion arithmetischer oder technischer Schwierigkeiten überwinden. Bange machen gilt — Zur Reform des Hulsokassengesetzes. Dem Reichetag liegt bekanntlich gegenwärtig ein Gesetzentwurf über die Hulfskassen vor, der jetzt die erste Beratung in der Kommisnon durchgemacht hat. Die Einbrungung des Geseres ist veranlaßt worden durch die lebhaften Klagen über den Mißbrauch des Huliskassengesetzes seitens sog. Schwindelkassen, denen auch wiederholt der Abg. Trimborn bei der Beratung des Etats Ausdruck verlieh. Der Uebelstand der Mißbrauchs konnte im wesentlichen dadurch entstehen, daß die gesetzlichen Bestimmungen über die Grundung von Hulfskassen seiner Zeit bei Schaffung des Krankenverscherungsgesetzes möglichst weitherzig gesatzt wurden, um den Arbeitern die Gründung von Halsekassen zu erleichtern. Der§ 1 des Hul okassengesetzes besagt Kassen, welche die gegenseitige Unterstutung ihrer Mitglieder für den Fall der Krankheit dezwecken und auf freier Uedereinkunft deruden, erhalten die Rechte einer eingeschriedenen Ouisekasse unter den nachstehend angegebenen Bedingungen.“ Jede Kasse, welche den gesetzlichen Mindestbestimmungen entspricht, erhält also das Recht der„eingeschriebenen Hulfskasse". Das hat spekulative Köpfe meist zweiselhaften Charakere dazu verleitet, diese im Interesse der Arbeiter loyal gesatzten Bestimmungen auszunupen und Kassen zu ihrem Gelderwerd zu gründen. Die Schwierigkeit, solche Schwindelkassengründungen zu verhindern, liegt in dem Umstand, daß die Behörde den Berechtigungsschein nicht verweigern kann, wenn die zu gründenden Kassen ihr Statut den gesetzlichen Bestimmungen anpassen. Der Schwindelcharakter der Kasse steilt sich erst später in der Praris heraus, und nur im Falle der Nbweichung von den gereßlichen Mindestbestimmungen steht der Behörde die Besugmie zur Schließung der Kasse zu. Ferner liegt nod eine Hauptschwierigkeit darm, daß die Ansicht über die Kasse bei Städten über 10000 Einwohner in den Händen der Ortsbehörden. in den andern Gemeinden des Landrats liegt; ale höhere Instanz fungiert der Regierungspründent. Be diesen Beyörden sehlt es meist an den geeigneten Organen zur Ueberwachung der Kassen. und man konnte deshalb die Erfahrung machen, daß Schwindelkassen, für welche in einer größeren Stadt die Schließung verfügt worden war, plötlich in einer kleinen undekannten Stadt wieder von neuem auftauchten Die wesentliche Aufgabe der gesetzlichen Aktion gegen die Schwindelkassen war also, ein geeignetes Aufsichtsorgan zu schaffen. Die Vorlage der Regierung schlägt den Weg ein. das Gebiet des Hulsskassenwesene dem Aufsichtsamt für die Privatversicherung zu unterstellen und das Hulsekassengesetz selbst als solches auszuheden. Diese Tendenz des Geseper hut bei der ersten Beratung im Neschstag starken Widerspruch gefunden, der wesentlich verursacht wurde durch die Mangelhaftigkeit des Entwurtes und der lastigen Begründung. Die Kommission hat nun den Regierungeentwurf bedeutend verbessert. und vor allem hat auch die Regierung in Folge der Kritik im Reichstag der Kommissi umfangreiches Material zur Verfugung gestellt. Der bedenklichste und schwierigste Punkt dei der Kommissio beratung war die Unterstellung der Hulsekassen unter das Privataufsicht=amt, was gleichbedentend ist mit der Anfgedung des jerigen Hulfskassengesetzes. Nach eingebender Beiatung in die Kommiision in idter Mehrdeit zu der Ueberzeugung gelangt, daß den Schwindelkassen nicht andere beizukommen ist, ale durch eine sachverständt mit entsprechenden Rechten ausgestattete Uebermachung=dehörde. als solche konnte unter den gegenwärtigen Verdältnissen nur das Privataussichtsamt in Frage kommen. Gegen das Privataussichtsamt besteht allerdings in weiten Kreisen der sozielen Vereinigungen eine große Adneigung wegen des Bestredens deeselben, die alten auf Umlags- oder mangeldafen Beitragsverfohren beruhenden Sterdekassen auf eine gesunde versicherungstechnische Grundlags zu stellen. Aber aber mit dem Sterdekassenwesen näher vertraut ist, wird zugestehen müssen, daß diese Resormbestrebungen durchaus zeitgemüt und notwendig sind. Im übrigen kommt der Aufsittsrat den sozialen Vereinen bei Umwandlung der Kassen sehr entgegen. Bei Regelung der Hulfskassentrage bestand vor allem die Furcht, ee würde nunmehr auch für diese eine ihre Existenz erschwerende, versicherungstechnische, finanzielle Fundierung verlangt werden. Das in grundsalsch. Das neue Gesey ändert an den Vorschriften dezüglich der finanziellen Fundierung nichte. Ueberhaupt ist an der gesetzlichen Grundlage und für die Hulfskassen, welche dem 753 de: Krankenversicherungsgesetzes entsprechen, an dem öffentichen richtlichen Cdarakter derselben nichts Wesentliches geündert worden. Die prinzipiell wichtigste Aenderung im neuen Hülfskassengesetz ist also die, daß die Hülfskassen als private„Versicherungsvereine“ auf Gegenseitigkeit zu betrachten und dementsprechend dem Gesetz über die privaten Versicherungsunternehmungen eingegliedert sind. Die Rechtslage der Hulfskassen wird dadurch etwas komplizierter als bisher. Auf Beschluß der Kommission erhalten jedoch die Hulfskassen nach s 3= ohne weiteres den Charakter der„kleinen Vereine" im Sinne des 3 53 des genannten Gesetzes. Dies bedeutet den Fortfall vieler Kontroll- und Verwaltungsvorschriften, welche für die Hulfskassen nicht notwendig sind und hochstens ihre freie Entwickelung hemmen könnten. Evenso finden die #f 11 und 12 des Privat=Versicherungsgesetzes, welche von dem Geschäftsplan nach versicherungstechnischen Grundsätzen handeln, keine Anwendung. Desgleichen der§ 115 nicht. der für Versicherungsunternehmungen die Anzeigepflicht bei den einzelnen Bundesbehörden und die Bestellung von Hauptbevollmächtigten vorschreibt. Eine Ausnahme ist gemacht worden mit den aus landesrechtlichen Vorschriften errichteten Halfskassen. Hier ist den einzelnen Landesregierungen überlassen, zu bestimmen, ob und wann dieselben den Vorschriften des neuen Gesetzes unterliegen.(§ 2 d. G.) Der§ 3 des Gesetzes enthält die Vorschriften für die eingeschriebenen Hulfskassen d. h. die Kassen, welche der gesetzlichen Versicherungspflicht genugen wollen. Die Bestimmungen entsprechen den Vorschriften des Halfskassengesepet. Die eingeschriebenen Hulfskassen müssen demnach außer den Vorschriften des§ 75 des Krankenversicherungsgesehes folgenden Anforderungen genügen: 1. Der Beitritt dars von der Beteiligung an anderen Gesellschaften oder Vereinen nur dann abbäugig gemacht werden, wenn eine solche Be eitigung für sämtliche Mitglieder bei Errichtung des Versicherungsvereine durch die Satzung vorgeseden ist. Im übrigen darf den Mitgliedern die Verpflichtung zu Handlungen oder Unterlassungen welche mit dem Zwecke des Versicherungsvereins in keiner Verbindung sleden, nicht auserlegt werden. Ale Krankenunterstutzung durfen den Mitgliedern nur Krankengeld, ärztliche Beyandlung Arzuei und andere Heilmittel Verpflegung in einem Krankendause sowie die geeigneten Mittel zur Erleichterung der ihnen nach der Genesung verdliebenen korverlichen Mängel gewäort werden. Auch darf die Krankenunterstugung an Wöchnerinnen sowie eine Schwangerschaftsunterstutzung gewährt und die Gewührung ärztlicher Bevandlung von Arzuei und sonstigen Heilmitteln auf die Familienangedörigen der Mitglieder ausgedehnt werden. Den Hinterbliedenen verstordener Mitglieder darf ferner eine Beihilfe gewährt werden welche das Zehnfache der wöchentlichen Unterstutzung, auf welche das verstordene Witglied Anspruch hatte, nicht überschreitet. 3 Zu anderen Zwecken als den in Nr. 2 bezeichneten Unterstätzungen und der Deckung der Verwaltungskosten durten weder Beitrüge von den Mitgliedern erdoden werden, noch Brwendungen aus dem Bermögen des Versicherungsvereine erfolgen 1. Dem Vorstand und dem Aufsichtsrate bürfen nur polljährige und im Besitze der bürgerlichen Eyrenrechte defindliche Mitglieder angeboren. 5. Wegen Ueberschreitung der Altersgreuze, über welche dinaus nach Bestimmung der Satzung Mitglieder nicht aufgenommen werden, und wegen Veränderung de: Gesundbeitszustandes. von welchem nach Bestimmung der Satung die Aufnahme abbängig ist darf der Ausschluß nicht erfolgen. Wegen des Austritts oder Ausschlusses aus einer Gesellschaft oder einem Vereine können Mitglieder nicht ausgeschlossen werden wenn sie dem Versicherungsvereine dereits zwei Jahre angedört baden. Erfolgt ihre Ausicslietzung vor Ablauf dieser Zeit. so daben sie mindestens Anspruch auf Ersatz des von ihnen dezahlten Geunteritegeldes. 8 Err: Ln E. mnmt. 8. aul. Die Befreiung von der Verpflichtung der Gemeinde=Krankenversicherung oder einer nach Matzaae ds Krankenversicherungsgeseges errichteten Krankenkasse anzugehören, ist ferner davon abdängig, daß dem Versicherungsverein ene Bescheinigung gemäß ## des Krankenversicherungsgeseges erteilt is welche sich ungleich darauf erstreckt daß die Sayzung dieses Vereins den Anforderungen des Ads. 2 Nr. 1 dis 5 entspricht. Die Bescheinigungen und die Legimationen für die Vorstände und Verwaltungen sind kosten= und gebührenfrei. Die Kommon hat noch verschiedene aus dem Hilfskassengesetz entnommene Bestimmungen in das Gesetz ausgenommen. So die Vorschrift der Ansammlung eines Reservesonds in der Höhe von mundestens der durcdschnittlicden Jahrreausgaben der letzten fünf Rechnungsjahre. Bis diese Summe ist, massen jährlich 10 Prozent der Jahreseinnahme dem keservesonds zugeteilt werden. Die Versicherungsvereine so heißen im Gesepze jetzt die Hilfskassen können ortliche Verwattungsstellen und Zweigvereine nach Maßgabe der Satzungen errichten. Sie können serner auf Beschluß der Generalversammlung sich mit anderen Kassen zu einem Verband vereinigen zu folgenden Zwecken 1. der Anstellung eines gemeinsamen Rechnungs= und Kossenführers und anderer gemeinsomer Bediensteter, sowie der Einrichtung einer gemeinlamen Arankenkontrolle 2. der Abschlietzung gemeinsamer Verträge mit Aerzten, Apotheien, Krankenhäusern und Lieseranten von Heilmitteln und anderer Bedurfnisse der Kreutenpflege. 3. der Anlage und des Betriedt gemeinlamer Austalten zur Heilung und Verpflezung erkrankter Mitglieder. sowie zur Fürsorge für Rekonvaleszenten. Der§ 5 des Gesetzes bestimmt, daß die einer Versicherungsunternehmung als eingeschriebener Hilfskasse auf Grund des§ 753 des Krankenversicherungsgesetzes ausgestellte Bescheinigung widerrufen werden kann, wenn dieselbe den in den Bestimmungen des§ 3 Abs. 2 Nr. 1 bis 5(siehe oben) gegebenen Voraussetzungen nicht mehr entspricht und der Auflage der Aufsichtsbehorde, diesem Mangel abzuhelfen. innerhalb der gesetzten, auf mindestens 6 Wochen zu bemessenden Frist nicht nachgekommen ist. Durch diese Bestimmung soll die Gründung von eingeschriebenen Hilfskassen mit Minderleistung verhindert werden. Für die bestehenden Hilfskassen läuft die Berechtigung der Bescheinigung mit dem 1. Januar 1908 ab. Bis dahin müssen dieselben ihre Statuten dem neuen Gesetz angepaßt haben. Die Besorgnisse der Hilfskassen, es würden ihnen Schwierigkeiten gemacht werden, tressen aber nicht zu. Es ist meist eine formale Sache und das Aufsichtsamt hat die tunlichste Rücksichtenahme den gemeinnützigen Kassen zugesagt. Um den Kassen die Umwandlung zu erleichtern, nahm die Kommission eine vom Abg Giesberts eingebrachte Resolution an, in welcher der Reichskanzler ersucht wird, nach Annahme des Gerepes sofort ein Normalstatut mit entsprechenden Erläuterungen herauszugeben. Eine weitere Resolution Mugdan verlangt, daß dem Versicherungbeirat, welcher dem Aufsichtsamt für Privatversicherungen beigegeben ist, mehrere Personen zugeteilt werden, welche in den Hilfskassen und deren Verwaltung praktisch tätig sind. Die sozialdemokratische Presse hat bereits das neue Gesetz als ein„Erdrosselungsgesetz der kassen“ hingestellt, soeben wieder das Blott des sozialdemokratischen Maurerverbandes der Grundstein(Nr. 14). Die Praris wird lehren daß alles andere eher der Fall is. als dies. Es muß demgegenüber hervorgehoben werden, daß die Kommission den von dem Kongreß der freien Hilfskassen geforderten Bedingungen für die Unterstellung der Hilfskassen unter das Privataufsichtsamt nicht nur vollauf gerecht geworden ist, sondern noch weit darüber hinaus Garantien geschaffen pei Deutschland. Berlin, 11. April. Der Reichskanzler und die russische Anleide. Der „Deutsch. Tageszig wird bestätigt, daß der Reichs kanzler vor seiner Erkrankung dem Geheimen Kommerzienrate v Mendelssohn eröffnete er könne die JIuanspruchnahne des deuts ven Marktes für eine neue russische Anleihe bei der jetzigen Lage des Geldmarktes und bei der einer inneren Anleihe nicht gutheißen Mehrfach verlautete auch, daß der Reichskanzler Fürst Balow in der kritischen Sitzung des Reichetags, in der er einen Ohnmachtsansall erlit ursprunglich besbichtigte noch eine zweite Rede zu halten. um sich gegen die Zulassung der russischen Anleihe in Deutschland auszusprechen. 9 Zur Sonntagsrube. Bei dem Entwurie von Bestimmungen über Ausnahmen von dem Vervote von Sonntagsarbeit in Gewerdevetrieden, der in den zuständigen Bundeeratsausschüssen einer Vorberntung unterzogen wird, handelt es sich um die scdon lange vorvereitete Umge taltung der seinerzeit zugleich mit den Sonntagsruhevorschritten der Gewerbeordnung in Kraft getretenen Ausführungsanweisung des Bundesrats. Wie die Berl Pol Natr hören sind die Neuerungen, die jett in die er Ausführungsanweisung geGewerdeaussichtsbeamten zuruckzuführen die über die Notwendigkeit der Aufr nahmen vom Verdot der Sonntagsardeit für verschiedene Gewerbezweige sich zu äußern veranlatzt wurden Man wird wohl in der Annahme mot fehlgehen, daß die ganze mit dieser Umgestaltung bezweckte Aktion dem Gedanken ihren Ursprung verdankt, daß manche Gewerdezweige für die die Ausnahmevorschritten überhaupt nur als Uebergangebestimmungen gedacht waren seitdem genügend Zeit gefunden Dritter Musikpädagogischer Kongreß. (Zweiter Tag.) (Nachdruck verboten.) C. Berlin, 10. April. In der heutigen, zweiten Hauptversammlung, die wiederum im Plenarsitzungssaale des Reichstagshauses abgehalten wurde, sprach vormitta s an erster Stelle Wilhelm TappertBerlin, der bekannte frühere Musikkritiker und=Pädagoge über unsere Rotenschrift, ihre Entstehung und ihre Vorzüge. Redner kam zu dem Schluß, daß unsere Notenschrift gegenüber allen anderen die größten Vorzuge besitzt und durch nichts besseres ersetzt werden kann. Es sei eine notwendige Forderung, daß in den Musikschulen genügend Harmonielehre getrieben wird und daß die Schüler zum Notenschreiben angehalten werden. Freilich zeigten meist die jungen Damen, welche der Musik freundlichst näher zu treten wunschen, hierzu wenig Lust.(Heiterkeit.) Ihm hätte eine adelige Dame einmal erwidert, daß„die von Schreckenstein“ niemals Noten geschrieben hätten.(Große Heiterkeit). Eine bürgerliche Dame aber meinte, daß man heute Noten ja billizer kaufen könne. Ern. Heiterkeit.) Weiter beschäftigte sich die Versammlung mit der kulturellen Bedeutung der Musik in der Vergangenheit(Reserent Dr. Karl Storck=Berlin) und in der Gegenwart(Referent Dr. Max Dessoir=Berlin). Dr. Storck wies hin auf die Bedeutung der Musik, als seelische Ausdrucksweise für die Poesie. Die Musik ist eine Seelensprache und damit eine seelische Macht, die aus dem Irdischen hinüberleitet zum Transzendentalen. Daraus erhellt ohne weiteres ihre gewaltige kulturelle Bedeutung, die ganz besonders im Mittelalter im Kirchenkultus hervortritt. Hier sich die Musik in den Dienst der stärksten und ausgebildetsten aller Gemeinschaftslehren, die schließlich den Einzelnen nicht mehr als Individuum, sondern nur als Teil einer Gesellschaftsgruppe betrachtet, bis das Zeitalter der Renaissance, die Wiedergeburt der Antike hervorzaubert und von neuem das Recht der Individualität predigt Der Nachmittag wurde mit der Beratung über soziale Fragen ausgesüllt. Es wurden dabei besonders folgende Gesichtspunkte erörtert: Das Proletariat im Musiklehrerstand, der Mißbrauch des Wortes„Konservatorium“, die Unterbietung der Honorarsätze, unwürdige Reklame etc. Der Hauptberichterstatter, Musikdirektor C. Mengewein Berlin), führte aus: Es ist Recht und Pflicht des Verbandes, dafür zu sorgen, daß auch die Musiklehrkräfte ihr gutes Auskommen haden. Das ist bis jetzt den meisten sehr schwer geworden, und der herrschende Zustand wird sich auch nicht ändern, solange nicht die staatliten Behörden heisend eingreisen. Die Ursaen darin zu finden, daß uns zahlreiche Unberufene und Unbefugte das Leben sauer machen. Diese Leute schädigen nicht nur das Ansehen des Standes, sondern sie erschweren auch den Fachleuten das Fortkommen ungemein. Weiter ist an den heutigen Zuständen schuld die Uneinigkeit der Standesgenossen. Die Folge sind Unterbietung, unwurdige Konkurrenz unwürdige soziale Verhaltnisse. Deshalb kann nur ein staatlicher Befähigungsnachweis eine Aenderung herbeifahren. Die Regierung in Koln verlangt s#von seit 1881 einen solcben Besahigungenachweis. Deshalb wandte sich Prof. Kulenkamp vor einigen Wochen an das preußische Kultusminnterium mit der Anfrage, ob nicht für ganz Preußen eine solche Bestimmung sich durchführen ließe. Das Ministerium wies uns an den Berliner Prandenten, und Prof. Kulenkamp richtete daher ein entsprechendes Schreiben an Herrn v. Vorries. Es wurde darm auf die mangelnde technische und wissenschaftliche Bildung in Munklehrerkreiten hingewiesen und angefragt, ob die bestehenden gesetzlichen oder polizeilichen Bestimmungen nicht eine Handhabe böten, hier bessernd einzugreifen. Herr v. Vorries hal darauf sein Wohlwollen für die einschlägigen Fragen zum Ausdruck gebracht. Es ist mir übrigens auch mitgeteilt, daß in der Provinz Sachsen ähnliche Bestimmungen bestehen, wie in Köln. Erst nach einer reinlichen Syeidung der Berufenen und Unberusenen wird es möglich sein, feste Honorarsäßze einzuführen und auf strenge Innehaltung zu dringen. Ganz besonderin Berlin liegen die Verhältnisse äußern traurig. Jeder Arbeiter hat sonst seinen bestimmten Tarif und erhält, wie ich mich überzeugt habe, das Doppelte und Dreifache an Lohn. wie viele Munklehrer(hört hört!). Das ist doch eine Schmach für unseren Stand!(sehr richtig!) Jedenfalls ist eine Aenderung unabweislich(drave!). Es folgt eine lebhafte Besprechung. Herr H. Munnich(Gr. Lichterselde bei Berlin) bemerkt: Der Befähigungs= nachweis ist wohl das Allermindeste, was gefordert werden muß, um der unwürdigen Konkurren; durch abgedankte Gouvernanten. Kindergärtnerinnen etc. zu begegnen. Auch für das Publikum ist die Vorlegung eines staatlichen Diploms wertvoll, speziell für das umsangreiche Gebiet des Kunstgesangen Krause(Charlottenburg) tritt diesen Forderungen entgegen. Es frage sich, ob der Musiklehrer berechtigt ist. mehr zu verlangen als andere Berufestände. Ihm scheine so. als ginge durch die ganzen Verhandlungen ein artstokratischer Zug. Nicht einmal die staatliche Hochschule aber verlange eine besonders hohe Schulbildung. Ich meine, eine wirkliche Besserung kann nur auf sozialer Grundlage erreicht werden. nicht durch polizeiliche Einmischung. Mögen sich die Musiklehrer zusammentun nach dem Muster des Allgemeinen Schriftsteilerverbandes.(Widerspruch und Beisall. Musikdirektor Mengewein(Berlin): Der Herr Vorredner möge bedenken, daß das, was er vorschlägt von uns schon tausendmal versucht worden ist.(Seyr richtig!) Da vei uns leider die Selbsthilfe absolut nicht zum Ziele führen kann so müssen wir auf die staatti de Hilfe zurückgreisen, durch die jedenfalls andere Berufestände schon vieles erreicht haben.(Veifall.) Pros. Adolf Schulze(Vertreter des preuß. Kultusministere) spricht seine versönliche Ueberzeugung dahin aus. daß es nicht möglich sein werde durch Eingriff des Kuliusministers oder des Polzzeiprändenten eine dur vareifende Besserung herbeizuführen. Das„geistige“ Proletariat wird dadurch nichts gewinnen. Und wer will die Bevolkerung zwingen ihre Kinder nur bei diplomierten Leuten unterrichten zu lassen?! Ich glaude, der Verband in auf dem ganz richtigen Wege: er ist dabei. Prüfungskommissionen zu bilden, die namene des Verbandes Befähigungszeugmisse auestellen. In dem Maße. in welcdem der Verband im Volke an Ansehen gewinnt, wird auch der Wert dieser Zeugnisse sleigen. Zeugnisse allein nin es auch nicht!(Heiterkeit) Ein Zeugnis in ein Blatt Papier! (Erneute Heiterkeit.) Die bedeutendsten Lehrer der Welt haben keine Zeugnisse! Andererseits gibl es Leute, die wundervolle Zeugnisse haben und nichts können!(Stürmische leit.) Die munkalische Befähigung ist nebenbei eine Sache des Talents! Zu uns kommen häufig Leute auf die Ho##schule, die zur Empfehlung mit vorzüglichen Zeugnissen erster Lehrer aufwarten und bei einer praktischen Prutung abfolnt unsähig sind. Ich kann hier keine Namen neunen aber wenn Sie einen näheren Eindlick hätten, so wür den Sie erschrecken (Heiterkeit und Veifall.) Musikdirektor Mengewein(Berlin) sucht seine Stellungnahme nochmals zu rechtfertigen. Es gebe auch Naturheilkundige, die gelegentliv heisen. Aber das durfe nicht zum Prinzip werden. Wie würde es in unteren Sdulen wohl ohne pädagogische Vorbildung der Lehrkrüfte auesehen! (Beisall. Damit ist die Devatte brendet. Der Verbano wird nach der Erklärung des Referenten auch fernerhin sein Ziel Einführung eines Befähigungsnachwettes mit allen Mitteln durchzuführen suchen. Um 6 Uhr sand noch eine Sitzung der Kunstgesangslehrer und=Behreriunen statt. die sich namentlich mit einer Prüfungsordnung far den Kunstgesang besaßte.(Reserent: Fri Corneite van Zanten=Beriin.) Die morgige Schlußßtzung findet im Krosl'schen Theatersaale statt. Es stehen die Ausgaben des Schulgesangsunterrichts und die Reserm d#### chuigesanges zur Verhandlung. Wissen, Welt und Leben. * Begazzares Roman„Il Sauto“ auf dem Inder. Das Dekret der römtschen Inderkongregation über den dieldesprochenen neuen Roman des zialientichen Senators Antonte Jogazzaro„Il Santo d. b. Der Heilige ist am 5. d J. er assen und lautei ohne alle Einschrünkung wörtlich dabin, dah. Niemand. wetz Standes er auch sei, das verurteilte Buch künftigden in irgendweicher Sprache herausgeden, lesen oder aufbewahren dürfe, unter den Strafen, die im Inder der der. botenen Bücher vorgeseden sind“ Das ist ein öberaus soh erer Schlag für die Münchener Zeitschrift Hochland; welche den genannten Roman seit Jannar d. J. in deutscher Ueberseguug bringt und bamit noch nicht zu Gube gekommen# Der die Zeitschrift auch ferner noch als ein katdolisches Organ gelten will. so muß sie nach dem klaren Wortlant des Dekretes offender den Abdruck der Fortsetzungen sofort einstellen und darf die #####ktent noch in möglichtter Kürze und mit Vermeidung jeder wörtlichen Wiedergade üder den weiteren Vertan“ der Handlung des Romans unterrichten Evenso wird die katdolische Verlagthandlung des Hochland den Roman späner nicht in Buchform derausgeden dürfen, was hr lenß woll zweisellos getau bütte. Der Vermelfanal-Iunneidau. Der beit kast einem Bierkeiiadrdundert ad aria gelegte, sa als endgültig degraden betrachtete Lunneldan unter dem Vermelfarel iß unn doch burch dur ntiale wieder aus seinemt###en Schlummer erwodkt werden. und die diesjährige Rammertagang lol bereite beiur Weederauferstedung aus den Manden der Gru der und Ingenieute erieden. Die Männer, die beinerzeit an der Spite der großen Piause Konden, daden sich wieder zulemmr grtenben und angeungt von verschiedenen Seiten den UUnt getaßzt dae Rreienurterechmes von mercmn vor das Forum des engli ichen Boitre seiner perienenter#iche Vertretung und Regierung zu biiugen. Echon einmal im Jobie 1881 die 19802 glendie man dem Jieie rade zu kein und teftst### wurden beweis vereits ziemlich bedeutende Arbeiten ir Aroris genommen als pooglich im Juli 1882, das Porbeicamt deren Sistierung veranlaßte. Der Grund bezu wer us miltthetichet und straiegische Bedenkon entschieden beweis be: Ec dei dre Linternedmens. Seitbrm bet sich me Oet geüubert und du Unterurdner sind überzeugt, daß wenn n ein e=glisches Poriament ane Medrdeit betatz oder in desiten verspricht in der Jufenft der 8 Plaue einer Ilntertne nelung bes Bermeliereit gürsteg wriges der### beetes Parioment des gegruwürtig ist En migen deren Neo. baden. De Grunder baden sic eitrng umged'rt und Kup 7“ der Ueberzeugung grlemmen beß im Bertemrmt be oir eime deit vordanden is du durdaud eutferat von dem frübere- Stordpunktr der ungebeuren Deoreritet bes brittichen Beitee ud berare Vertretung ist daß eine drroktr Badeverde dung der wiichen England und Fraufreich erne miisiäriiche Gesahr fer des Inteimich in# tragen. leptrirs vloß terust bchristemämltich eeiner trinderen Siehung brrauben und vunm deuttursielen W.191.(Dorgen Ausgabe Weittdllscher(Derkur. b#aden bio auf das Vervol der Conntagsarben einzurichten. und daß es beshalb angängig int, die früber nemachlen Ausnahmen aufzuhrben oder wenigsiens umzugestalten. Die Vertielungen der verschiedenen Indunriezweige haden dem Reichkamt des Innern, in dem der in Rede stehende Entiourf deitet worden in ihre Wanide auf dem sie betreiten den Oediets geaubert Inwieweit diese Wunsche vom Bundesgut jezt werden derücksichtigt werden, bleibt abzuwarten. Die Wehlen zu den Seldstverwaltungskörpern. Die Germania hatte eine Zuschrift aus dem Kreise Wiedenbruck veroßentlicht worin darüber geklagt wurde, daß die katdoltichen Mitglieder des Kreisinges des Kreises Wiede. bruck zur Wahl von zwei evangelischen Abgeordneten zum westiählischen Provinziallandtage beigetragen hatten. obwohl der Kreis Wiedenbruck zu“. katholisch sei.— Es wurde gefragt wo wohl eine evangelische Kieistagsmehrheit gegebenen Falls auch einen Katholiken wählen wurde. Wie wir jetzt aus einer Zuschrift an die„Wiedenbrücker Zig ersehen hat der Kreistag des last ausschließlich evangelischen Kreises Halle in Wensalen s. 3. den gut katholischen Grafen Scmising als Landrat pcchentiert und ihn als einzigen Kreisvertreter auch zum Provinziallandtag gewahlt, und ein Katholik ist auch Kreisdeputierter des wvangeli#den Kreises Halle. Das verdient volle Anerkennung. Leider aber handett es sich um Ausnahmealte „Sicherung der Güter der toten Hand.“. Unter dieser Rubrik entnehmen zahlreiche deutsche Blatter einer rö. mischen Korrespondenz der liberalen Bruffeler„Stoile Beige“ das folgende Hier besteht ein aus vervorragenden Rechtsgelehrten zusammengesetzter Ausschuß, der die Süter der toten Hand verwaltet und fie gegen die Anschläge des„Veraubungsstaates“ zu verteidigen hat. Diese Juristen haben neulich an den Heitigen Stuthl und an die zahlreichen religidsen Orden Ialiens ein interessantes Rundschreiden gerichtet, worin sie unter Hinweis auf die Anschläge der franzosischen Regierung gegen die Güter der Kirche und der toten Hand die Befürchtung ausdrücken, die italienische Regierung könne dies verdammungswürdige Beispiel wohl nachahmen. Die Orden werden daher aufgefordert, nur im Rotfalle Heitere liegende Güter in Italien anzukaufen und sie mit Hypotheken zu belasten, um ihren Wert zu vermindern. Die Kapitalien sollen in Deutschland angelegt werden, da dieses Land wegen der KUmacht des katholtschen Zentrums gegenwärtig die größten Burgschaften gegen die Versoigung und gegen die Beraudung bietet. So sind bedeutende Kapitalien der katholischen Partei in Posen für die Erwerdung von Gütern vorgestreckt worden, um die Einsickerung der protestantischen Deutschen in den polnischen Provinzen zu verhindern. Wir wissen nicht, so bemerkt dazu die Köln. Volksitg. ob ein Rundschreiben der angedeuteten Art überhaupt existiert; sollte es existieren und was jedenfalls sehr zu bezweiseln ist— in Wendungen abgesaßt sein, wie die Etoile Belge sie berichtet, so wäre es sehr toricht und den tatsächlichen Verhältnissen in keiner Weise entsprechend. Wer nur ein we mit den deutschen Verhältnissen vertraut ist, muß wissen, daß es ein„katholisches Zentrum“ in Deutschland nicht gibt. sondern lediglich eine nicht konsessionelle, politische Zentrumsfraktion. Und diese Zentrumsfraktion ist nichts weni ger als„allmächtig“! Im preußischen Abgeordnetenhause in sie in keiner Weise ausschlaggebend, sieht sich vielmehr, besonders neuerdings, sast regelmäßig einer Koalition der die große Mehrheit bildenden Konservativen und Nationalliberalen gegenuber. Im Deutschen Reichstage hat das Zentrum allerdings eine starke Position und ist es oft ausschlaggebend. Aber„allmächtig“ ist es auch dort so wenig, daß es nicht einmal den so berechtigten Toleranzantrag, geschweige denn die Aufhebung des Ausnahmegesetzes gegen die Jesmten durchzusetzen vermag. Wahrscheinlich ist, wenn überhaupt ein Rundschreiben der fraglichen Art eristiert, die Geschichte von dem „allmächtigen katholischen Zentrum in Deutschland“ lediglich eine Zutat des Korrespondenten der Etoile Belge. Die Angabe, es sollten Kapitalien französischer und ztalienischer Genossenschaften in Deutschland angelegt werden ist wohl darauf zuruckzuführen, daß vor kurzem die Mitteilung durch die Presse ging, es sei beabsichtigt, mit Unterstugung von Zentrumsmitgliedern in Berlin eine Bank zu gründen welche die Finanzierung der Gelder ausländischer Orden übernehmen werde. Die Mitteilung ist bekanntlich längst in bündigster Weise dementiert worden. Daß der„katholischen Partei in Posen“, was ist das?— Kapitalien vorgestreckt seien, ist ganz sinnloses Gerede. Anscheinend ist hier die polnische Ansiedlungsgesellschaft gemeint. Die hat allerdings Geld. aber sie bekommt es nicht von französischen und italienischen Ordensgenossenschaften, sondern aus ganz anderen Quellen. Niederlande. Die zweite Friedenekonserenz. Der französische Botschafter in Washington, Junerand, benachrichtigte das Staatsdepartement, daß die franzosische Regierung Rußland habe mitteilen lassen, daß sie für günstig halte, wenn Rußland seinen Einfluß dahin end mache, daß die Friedenskonserenz im Hang dem Wunsche der amerikanischen##taaten entstrechend versch oben würde. Der russische Botschafter Baron Rosen teilte seiner Regierung den Wunsch des Staatsdevartements bezl. der Aenderung des Zeitvunktes mit. Die holländische und belgische Regierung erklärten, daß sie gegen die Aufschiebung der Friedenskonserenz nichts einzuwenden haben. Angrisse aussetzen würde. Naturlich bleiden diezenigen, die heute mit Lord Roberts an der Spite eine so leddafte Agitation zuzunsten einer besseren Landesver eidigung immer wieder zu beleden suchen, auch Gegner bieses Tunneldaues. Indes auch für sie det man bereits eine verlockende Erklärung bereit. Man wird ihnen vorhalten, daß man von dem jetzt befreundeten Frankreich ja überhaupt keinen Angeiff mehr zu gewärtigen habe, daß der gebaute Tunnel ader im Kriegsfalle den Franzosen gestatten würde, in zürzester Frist einen bedeutenden Teil ihres großen Heeres an die bedrohte englische Küste zu werfen, und daß diese schließlich von Calais aus gerade so leicht verteidigt werden könne, wie das von Aldershot etwa aus geschehen könne. Noch mehr: Werde eine der beiden Nationen angegriffen, so würden beide ihre Truppen in ungehindertster Weise gegen#eitig zusammen gegen den gemeinsamen Feind operieren lassen können. Aiso auch diesen Widerstand hofft man erfolgreich bekämpfen und überwinden zu können. Das Parlament soll deshald demnäclst angegangen werden, einer Resolution zuzustimmen, die sich dafür au spricht, daß die experimentalen Vorarbeiten unverzüglich wieder ausgenommen werden. Findet sich dafur die nötige Mehrheit. so sollen die endanittigen Pläne usw. im November vorgelegt und im kommenden Jahre ein Gesetzentwurf eingebracht werden, der die vollständige Durchfuhrung des Tunnel= daue sanktioniert. Projekt und Pläne sind und bleiben dieselben. die schon im Jahre 1875 von Mr. Francis Brady entworfen wurden. Zwei nedeneinander lausende Tunnels, 20 Fuß von einander entfernt und je 18 Fuß breit, um die Bewegung von Arbeitern usw. neben den Gleisen zu gestatten, sollen vorallel neden einander von Dover nach Sangatte bei Calais fuhren. In einer Entfernung von 400 zu 400 Metern würden beide Tunnels durch Kreuztunnels verbunden sein, die gleichzeitig zur Erhödung der Ventilation und der Sicherung der Doppelströme der Elekt##zität für Beleuchtung usw. dienen würden. Von Dover aus sollen die beiden Tunnels dem langsamen Fall des grauen Kalks auf eine Entfernung von 12 Km. folgen. Dann tritt eine langsame Steigung von 1 zu 1.760 ein, die bis zur Mitte des Kauale, d h. etwa 20 Km von der Küste andauert. Hier hört die britische Sektion des Tunneldaue= auf, der vollständig unter der Kontrolle der englischen Militärdehörden in Dover stehen würde. Das Kapttal für diese Halfte des Baues wird englischerseits gestellt und ist angeblich dereite gesichert. Von demselden Punkte aus dis nach Sangatte bei Colais sollen die Franzosen Kapttal wie Arbeit stellen und letzteres auch dort schon fest zugesagt baben. Der Graue Ralt des Kanalbettes erleichtert die Bohrung außerordentlich, wie er die Tunnels gegen jedes Eindringen von Wasser schutzt Zwischen dem Merresdoden und dieser grauen Kaltschicht defindet sich bekan tlich eine genügend starke pordie Kalkschicht, die Seewasser durchläßt. An #3 e##en sosl die schütende graue Ralldecke mindestene 100 gzus vin, in der Mitte dee Hanals etwa 150 Jud stait sein. Seroehun dienem. Nach „4 des Doppeltunnels, dessen Gleiswette sich naturlich venen der großen europäischen Bahnlinien genau anpassen würde. wäre die Moglichkeit gegeden, direkte Bohnzüge, sofern sie sich dem elektrischen Betriede anpassen von London durch Frankreich und Deutschland sowohl nach Rußland und Asten, wie durch Oesterreich nach Konstantinerel ulw lausen zu lassen, wie ebento natärlich ein deutscher Expreßzug z. B. direkt dis London und nach Schotlland hinaus durchfahren köunte. Die„Tridung“, die sich eingebend mit dem neuen Projekte deschäftigt, gidt dabei der Hoffnung Ausdend. daß dieses neue Bindeglied zwischen England und dem Kontinente zu einem weiteren Unterpfande internetionalen Vertrauens und betigen Friedens werden möge. Donnerstag, den 12. April 1906. der Parts=Lhon=Mittelmeerdahn. Geseustga. e dettiette bekämpfen. Kellen die W eigerung# Ersola ihrer eigenen Frankreich. Beris, 10. April. In der beute nachmitteg Rattacbabten Generalverlammlung der Aktionare der Beris Vvon-Mittelmeerdahn Schie der Pradsent des Verweltungerales. Dervilles, den Antrag. den früderen Bissidenten der Republik. Loudet. in den Ver: waltungerat zu mdbien. Eine Anzabl Aktionare protestierte IArmend gegen dieten Autrag und gegen bie in Begräubung besiell Loutet gelpendeten Bodspruche Ein Aktionür. Baron Tnsen Lambert, erbob gegen diese Kandidatur, welche eine politische sei, charsen Einspruch und richtete unter dem Beisall einte Teiles der Versammlung sehr deftige Angrisse gegen Loudet. Schließlich wurde Loubet mit 1651 gegen 504 Stimmen zum Verweltungsralsmttglieb gewadlt. Paris, 11. April.(Tel.) Der früdere Präsiden! Loudet lehnte die Wadt zum Mitglied des Verwaltungsrals der LyonRitt=iweerdahn mit dem Bemerken ab, er könne es nicht über sich gewinnen, die Wadl anzunehmen, die unter Widerspruch oder sogar unter einem Drucke zustande gekommen sei. Pario, 11 Korti. Die nationaltstischen und konservativen Blätter welche schon seit langer Zeit die Randidatur Loudet# ale Verwaltungereiemitglieb b.=# V. g.„.... 4 f aufe nahe M Wadl anzunehmen. Agitationin. Paris. 11. April. Der Kammerpräsident Doumer wird am 16. d. M. in Fere. Dep. Alzne, wo ihm zu Ehren ein Bankeit veranstaltet wird, eine Rede halten, in der er im Hindlick auf die Kammernahlen seine Grundläge entwickeln wird. Man fieht dieser Rede mit Interesse entgegen. Pario, 11. April.(Telegramm.) Dem„Matin“ zufolge wird der Minister des Neußeren. Bourgeois. in der Erklarung, die er voraussichtlich in der Kammer abgeben wird, mit Nachdruck detonen, daß alle Nationen, die an der Konseren: in Algecires teilgenommen haben, sich zu der getroffenen billigen und gerechten Losung beglückwünschen dürsen, insbesondere konne Frankreich davon defriedigt sein, daß in Maroklo gegenüber den diederigen friedlosen Zuständen eine dauernde Ordnung eintreten werde. Durch die Erklärung soll nach Ansicht Bourgeois und seiner Kollegen Letont werden, daß Frankreich den marofkanischen Zwischeusall als deendet ansede. Dortugal. Lissadon, 11. April. Havas. Die Besatzung des vortugiesischen Kreuzers„Dom Cartos, die sich gestern Widersetzlichkenten hatte zuschulden kommen lassen, weit ihr nicht gestattet worden war, an Land zu gehen, wurde heute an Land gebracht und in Militärdaracken interniert. Rußland. Die Lage in Nutzland. Petersvura, 11. April.„R. T.=A.“ Gestern wurden dier 29 Adgeordnete gewählt davon gehören 9 der Linken, 1 der Rechten. 2 der gemößigten Partei an, die uorigen sind porteilos. In acht Jällen daden Nachwadlen stattzufinden. Bakn, 10 Aprnl.(R. 1. A.) Mit Revolvern bewaffnete Leute verschafften sich deute bei hellem lichtem Tage Eingang in eine im Zentrum der Stadt gelegene Druckerei, bedrohten die Anwesenden mit dem Tode und demächtigten sich der 5 Zeutner schweren Druckpresse, die sie auf einen Karren luden und undehelligt fortbrachten. Griechenland. Atden, 11. April.(Tel.) Nach nunmehriger Feststellung sind gewählt: 120 Theotokisten, 42 Rallusten, 4 Zaimisten, 8 Unabbtngge. Amerika. Aldaug, 11. April. Der Genat des Staates New Fork hat 5 vom Reprasentantenhaus angenommene Gesetzentwurse. nach denen verschiedene Gepflogenheiten im Versicherungswesen als strafbare Vergehen angesehen werden sollen, edensalls angenommen. Dersien. Teveran, 11. Apcil.„Reuter.“ Bei den infolge der Verteuerung der Ledenemittel in Mesched stattgebadten Ruhestörungen wurden nur 3 Personen getötet, worunter sich kein Europder defindet. Jegt herrscht wieder vollständige Rude. Afrika. Kalte, 10. April.„Reuter." Zwischen den Regierungen des Sudan und des unadhängigen Rongostaates ist soeben ein voriäufigee Uedereinkommen abgeschlossen worden. Nach dem Uedereinkommen versteht der Rongostaat sich zur Räumung der fudlich vom 5. Grad nord! Breite, nordlich von der Wasserscheide und dem Wasserdecken des Kongos und des Rils gelegenen Punkte, die er seit dem Abschluß des von dem belgischen Major Lemairs als Vertreter der Kongoregierung und vom Gouverneur von Bahrel Gdazal. Major Boulno#r als Vertreter Englande im März 1905 derbeigefuhrten Modur rirerch inne hat. Tas Ue ereinkommen besagt daß die Krittigen Gediete vorlchung durch sudauefische Beamte verwaltet werden sollen. Andererseite werden die seit mehreren Monaten bestehenden Beschränkungen der Rilschiffahrt, wonach den Dampfern nicht gestattet war, an belgischen Stationen anzulegen, abgeschafft und die Verdindung mit den am Laufe des Rils gelegenen belgischen Stationen wiederdergestellt. Japan. London, 11. Norn.(Tel.) Wie„Daily Telegraph“ aus Tokio meldet, verlangte Japan in aller Form, daß China Mukden und die Provinz Autung im nächsten Monat für den Handel öffne. Kirchliche Nacbrichten. München, 11. April. Der hochw. Stiftspropst an der hiesigen Hofkirche zu St Cajetan, Jakob Ritter von Türk, vollendet am Donneretag sein 80. Uebensjahr. Gevoren am 12 April 1826 in Burgan in Schwaben ale Sohn des dortigen Stadtschullehrers, absolvierte er das Gymnasium in Dillingen mit der Note„vorzüglich würdig". Das Studium der Theologie absolvierte er zu München mit der Note I. Hier war er Hörer Hanebergs, dem er als Landemann persönlich nahesteht, Döningers und Reithmayers, des Kommentators des Römerbrie#es. 1852 im Dom zu Augeburg von Bischof von Richarz zum Priester geweiht, wurde er zuerst Stadtkaplan in Lindau, das damals überwiegend protestantische Bevöllerung hatte. Hier war er 4 Jahre tätig und wurde mit dem Prinzen Luitpold, dem jetzigen Prinzregenten, wie mit König Ludwig I. bekannt. 1856 Stadtkaplan an St. Ulrich in Augsburg, legte er hier eine Sammlung der Ulrichskreuze an, die er 1904 anläßlich des 900jährigen Ulrichsjubiläums dem Ulrichsmuseum in Angeburg zum Geschenke machte. 1860 wurde er Hoskurat in Fürstenfeld und Militärseelsorger. Bereits damals ward er vom Kriegeministerium delobt wegen seines guten Einflusses auf die Soldaten. 1862 ernannte ihn König Max II. zum Kanonikus an St. Cajetan in München. Gleichzeitig wurde ihm die Professur für Retigione= lehre am königlichen Radettenkorps übertragen, die er 27 Jahre inne hatte. Fast alle höheren Offiziere sind seine früheren Schüler. In dieser Stellung erward er sich uneingeschränkte Berehrung in den Kreisen der Armee. König Ludwig 1I. ernannte ihn 1866 zum Wirklichen Geistlichen Rat. In dieser stellung wirkte er versöhnend und vermitteind. Auf sein Gutachten hin wurden die Kapuziner und Franziekaner in Bayern belassen. Er versah mit Tatt die Stellvertretung des Stiftepropstes von Döllinger, der, odwohl von der kirchlichen Behörde aller geistlichen Funktionen enthoben und mit den kirchlichen Zenfuren belegt, von dem geisteekranken Rönig Ludwig II., der ihn als früheren Religionslehrer verehrte. in seiner Stellung bis zum Lebensende belassen wurde. Sowohl der hochw. Erzvischof von München, wie der päpstliche Runtins sprachen Herrn Geistl. Nar Türk wiederholt ihre Anerkennung für sein mildes und versöhnendes Auftreten in der Sache Döllingers aus. In den Jahren 1876 bis 1880 erhielt der hochwurdige Juvilar Briese von Mitgliedern des deutschen Episkopates, die ihn um Rat und Vermittelung angingen und ihm für alles dankten, was er in stiller Selbstlosigkeit gewirkt. Wiederholt lehnte er die Erhedung auf bischöfliche Stühle ab. 1883 wurde er zum Stintsdekan und zum Kunos der reichen Kapelle ernannt. 1885 Ritter des Verdienstordens der bayerischen Krone. In der Gedächtnierede, die er 1886 deim Tode Ludwigs II. hielt, sprach er offen von der Geisteskrankheit des Königs und trug zur Beruhigung der öffentlichen Aufregung bei. Er hielt auch später die Gedächinierede auf die verstorbene Königin Mutter. Das Jahr 1890 brachte ihm die Ernennung zum Hofstiftspropst durch den Prinzregenten. Am 24. Februar 1890 wurde er von Leo XII1. kurch besondere Bulle bestätigt und 1899 von Beo XIII. zum Apostolischen Protonotar ernannt; ebenso vom Patriarchen von Jerusalem zum Großkomtur des Ordens vom hl. Grade. 1902 fvierte er sein geldenes Priesterjubiläum und erhielt dazu ein Glückwunschschreiben des Kardinalstaalssekretärs Rampolla und eine goldene Gedenkmünze von Beo XIII. Er ist Inhaber des Michaeleordene I. Klasse und zahlreicher anderer Auszeichnungen. Am 17. März d. J ward er motu propito Papst Pius X. antäßlich des 80. Geburtstages zum Dr. theol. honorts ebuns ernannt, eine Eyrung, die seit dem Pontisikat Pius X. noch keinem Würdenträger der Kirche zu teil geworden. Und jetzt eben sind iym laut„Germania“ dem Batikan nebst dem kunstvoll ausgestatteten Doktordi. n amei Bildnisse des Bapkkes mit loigenden, eigenhändigen Sohne Jakob Ritter von Türk Apostolischem Proionslar, insuliertem Propste der Hofkirche zu Si. Cajetan in München, welchen wir jüngs in das hochans guliche Kollegium der Doktoren der Theologie ausgenommen haben, erkeilen wir anläßlich der Boilendung seines 30 Ledensjahres zum Zeugnis unseres Wohlwollens aus lebevollem Herzen den apostolischen Gegen. Aus dem Batikan, am d. April 1906. Pius P. P. K.“— Diese mit der seinen, flaren Handschrift des Heiligen Vaters geschriebenen Zeiten stellen eine hohe Ehrung des ehrwürdigen Stistepropster von Türk dar. Der Prinzregent verlieh ihm den Titel„Exzellenz“. In vollster Rüstigkeit halt Stiftspropst von Türk die Pontisikalsunktionen der Karwoche und lebt als Patriarch des Alerus der Erzoidgese geliedt von allen, die ihn kennen. Freund des Regenten, den er jährlich in die Berge begleitet, ist er der Vertrauensmann des königlichen Hauses, dabei ein Vater der Armen 44 plurimen anson Städtisches. (Rachdrus der mni! Originalzei den Sunsdesnsche aurch Birn grichn u mi beutide Münser, 11. April. 8 Medrere Münstersche Mitburger hatten zu Anfang dieser Woche das Blück, in Rom einer Audienz beim heil. Bater beiwohnen zu können. Einer von ihnen schreibt und olgendes:„Unverhofft kommt oft! Während wir mit unseren Reisebegleitern unter der bewährten Führung Monsignor de Waals die Battkanischen Gärten besichtigten, lies im Hotel die Mitteilung betr. Zulassung zur Andienz deim hl. Vater ein und zwar schon für den gleichen Mittag um 4,30 Uhr. Das war ein Hasten nach dem Diner, um noch alles in Ordnung zu bringen; besonders, da es hieß, er gäbe in der Charwoche keine Audienz mehr. Gegen 4 Uhr hatten sich in der Sala Clementina zirka 12) Damen und Herren versammelt. Um 4.45 Uhr erschien der heil. Vater nur von zweien seiner Kaptäne begleitet. Kniend küßte ein Jeder den Fischerring, den der hl. Bater, die Runde machend. jedem zum Kusse reichte Nach einigen Worten und dem Segen für die Anwesenden und auch deren Angehörige verließ der heil. Vater festen Schrittes die Sala Clementina. Das Aussehen des hl. Vaters war ein vorzügliches. Ein erhevender Augenblick!“ s Eisenbahnheim Vorkum zu Münster i. ev. Diese Genossenschaft, die vor Jahresfrist mi 19 Mitgliedern ins Leden getreten war, hat nach dem uns vorliegenden Jahresbericht bis zum Ende des ersten Geschäutszahres einen Mitgliederbestand von 752 Genossen erreicht. Während bei der Grundung nur 90 Geschäfteanteile und 882 Ml. Geschättsguthaben dei 900 Ml. Haftsumme zu verzeichnen waren, sind jetzt 1087 Geschäftsanteile in den Handen der Mitglieder dei 10 753 Mk. Geschätteguthaden und 108.0 Mf. Haftsumme. Diese Zahlen sprechen allein fur die Wirksamkeit des auf genossenschaftlicher Grundlage berubenden Vereine. Erfteulicherweise konnte schon im ersten Geschaftsjahr ein Reingewinn und zwar in Höbe von 3725 Ml. erselt werden. Die dem Eisenbahnheim gebörenden Grundstucke und Gebäude reprasentieren einen Buchwert von 125 194 Ml., worauf 95000 Ml. Hypotdekenschulden lasten. In Bar verfügt das Eisenbahnheim über 3720 Mt. Nach dem vortrefflichen Ergeduts des ersten Geschäftejahres steht zu dossen, daß die Genossenschaft auch in der lausenden Betriebevertode eine weitere erfreuliche Entwickelung nimm“. Conniagstüge Munster=Woldeck. Am 13. April(Karfreitag und am 16. Apell(zweiter Ostertag) wird zwischen Munster und Woldeck ei Sonderzug verkehren ab Munster 7.30 Uhr abende, an Wolbeck 7.41 II, abends, ab Woldeck 7.50 Uhr abends. an Münster 8.04 Uhr aunde. Neue Bahn. Die Nedenbahn Rotenburg(Haunover)= Zeven(an der Strecke Bremen=Hamburg) mit den Haltestellen Wassensen, Mulmsdorn. Gykum und Eledorf wird in kurzer Zeit eröffnet werden Die Eisendahndireki#on Münster welcher diese etwa 25 Kilometer lange Bahn unterstellt ist dat im Fabrplan(vom 1. Mai ab) 4 Personenzugspaare vom Tage der Eröffnung ab vorgesehen. Drovinzielle Nacbrichten. Horstmar. 10. April. Gestern nachmittag sind auf der Chaussee Lunen=Kamen, in der Schwansdeller Waldung, zwei Damen üdersallen und ihres Geldes deraudt. Der Räuder war ein Radfahrer im Alter von 35 die 40 Jadren. Als der#elde eine kurze Strecke an den Damen vordeigesedien war stieg er vom Rade, und stellte dasseite an einen Bium. Er forderte die inzwischen herangekommenen Damen auf. ihm Geld zu geben, andernfalls er sie ermorden werde. Als diese sich weigerten, das Geld freiwillig derauszugeden. raudie er es ihnen aus der Tasche und suchte das Weite. “ Wickede, 10. April. Aus dem Fenkter gestürzt ist in der Nacht zum Sonniag dier der Bergmann Fr. Kohlowe# aus Gertye bei Bochum. K. datte dier einen Landsmann desucht. mit dem er auscheinend zuviel Schnapt getrunken hat; als er sich in der Wohnund seines Freundee aus dem Feuster lednte sturzte er ab und erntt einen Gchldeldruch. Im Krankendause zu Unne ist er gestorden, ohne die Besiunung wieder erlangt zu bader. Soen, 10. April. Im venachdarten Dorfe Allagen erstach die Edetran de Arbeiters Schütte ihren schlasen den Mann. Beide waren dem Trunke ergeren. * Dagen, 10. April. Die Stadtverordneten daden ihren frudern Beschluß der den Ladenschluß an Sonntagen von 2 aus 1 Uhr deruntersetzte, wieder aufgedoden, und zwar wegen der Schädigung der bießigen Geschäfte durch die Nachdarnädte. Sie dewilligten ferner 170.000 Mark für den Bau einer Doppelturnhalle für das Gymnasium und die dodere Mädchensckule und erkeilten die Genehmigung zur Errichtung eines neuen Rädtischen Krankenhauses an der Buschenstraße. Dagen. 10. Apfil. In gedeimer Sigung beschlossen die Stadtverordneen gestern adend endgiltig über den Vertrag deir. das kommuuale Eleltristatewert. Die Liste der Beteiligten ist nun dis auf die Er#e dahnverwaltung adgeschlosse Es beteilinen sich Hagen mit 1 700000, Rumnialerenfabrik Hagen 600 000 Mart.(Liese hat auf Wunsch ihre Beteiligung um 000 Marl deradgesetzt. Stadt Ludenscheid 450 000 Ml. Iterlohn 450000 Mt. Hode slimdurg 200 000 MI. Oaere 250 000 Umi Badenscheid 200000 Mk., Altens 9000 Ml. Landki## Altena 200000 Ml., Landkreis Dagen 2000 Ml., Schweite 150—200 000 Ml., Halver 100 000 Mark. Außerdem will sich noch die Dessauer Gasanstalt der die Verforgung Altenbagene odliegt. mit 20 00 Mart beieiligen; dez. Beteiligung der Eisendadu mit 300 000 Mark ich eden noch Verdandlungen mit dem Minister. Seitens der Stadt Hagen sind dereite 6 Herren ale Mitglieder des Anssich srats gewählt worden, vorl###iger Vorstand ist Stadtdaurat Lamprecht Hagen. Von Interesse in, daß die Pla##trage noch große Schwienigkeiten macht. Der Erste Burgermeister. Cuno. detonte, daß er, wenn es nicht gelinge, einen Plag zu finden an der Ruhr wo der Betried das Hagener Wasserverk nicht gesährde. eventuell dat ganze kommunale Elektrizitatswert wieder fallen lassen musse. Bo num, 10. April. Der wegen der Handverkaufstaxe zwischen dem allgemeinen Kuappschaftsverein und den Apotdekern des rheinisch=west dlischen Industrie= dezirkes entstandene Konflikt wird voraufledtlich deigelegt werden. Der rdeintsch=westsälische Apotbelerverein stimmte heute dem Kompromißbeschluß einer von beiden Parteien deichickten Kommission in der Voranesetzung zu, daß der Knappschafteverein die Uebereinkunft auf funf Jahre anerkennt. Die Instimmung des Knappschaftsvereins erscheint ziemlich sicher. * G e i s e n k i r c h e n, 1 0. A p r i l. A u f d e r J e c h e O i d e r n i a g e r i e t der 16jährige B rgmann Hinz mit dem Kopf zwischen die Forderwagen. Er war sofort tot. * o s s e n, 1 0. A p r i l. D e r„ L i b e r a l e V e r e i n“, v o n dessen Existenz man dieher in der Oeffentlichleit recht wenig gemerkt hal. veranstaltele am Sonntag im städtischen Saalban eine Protestversemmlung gegen die neue Schulvorlage. Die Versammlung war ziemlich gut besucht, doch bestand, wie es sich später de##auesteite, die übergroße Medriadl der Zndörer aus Sozialdemotraten. Rektor Lindenessen, der erste Redner. Kellte sich als warmen Freund der Simultanschule vor, die aus pädagogtschen und nationalen Günden den„Vorzug“ vor der konfessionellen Schule verdiene. Der zweite Redner, der freifiunige Reichtag abgeordnete Merten aus Berlin, ließ an dem ganzen Gesetentwurf kein gutes Oaar. dezeichnete ihn als„bildungsfeindlich" und„rückschrittlich" und rief zum slammenden Proteste gegen das gepiante„Aitentat auf die preußische Volksschule“ auf, damit, wie im Jahre 1892 durch einen Entrastung=Kurm ans dem Volke die Vorlage zu Fall gebracht werde. In der Diekussion kam gundest ein roter Tiichter zu Worte dessen Ausführungen sich in völlig atbeistischem Fadrwasser bewegten. Trotzdem er mächtig gegen„Junker= und Plossentum“ wetterte, duldete inn die Versammlung nicht lange am Bednerrult. da sein Gerede immer wirrer wurde. Der sozialdemo####### Neichstagtadgeordnete Hue vertrat den sozialdemokratischen Standpunkt, sprach dem Lideralen Verein für seine„mutige Tat“ seinen Dank aus und deionte diejenigen Ziele, die den Enderutern der Versammlung und seiner Partei gemeinsam beien. Die Sozaldemokratte sei gern dereit. in diesen oder Adnlchen Fragen mit wirklich lideral gesinnten Angedörigen anderer Vorteien SHulter an Schuller gegen Reaktion und Volkeverdummung zu kAnpfen. Also ein Uideral=roter Block. Schließlich wurde eine Resolutte angenommen, die sic im Sinne des Reterenten aussprach Obcn beieichnend ist. daß wadre#nd der Versamulung Zettel vertenlt wurden, die zum Auctritt aus den Rirchenee. inden aufforderten. * Duisdurg, 10. April In der heutigen St#divernetensitzung wurden zur Ausstattung der Gart. sträuchener Schule in Duisburg=Meiderich 30 0 M. bewilligt. Die Ueberschüsse der Sparkasse zu Dutsburg Ruhrort sollen wie leigt verteilt werden: Die Beitebthllochef grhhtt 30000 M. die Feuerwahr 16 00d M., der Gemeinderat 7040 M. Für du u.: haltung von Kouversationdübungen au deu he heren Leyranstalten durch englische und franzößtichKandidaten wurden 110 M. monatlich bewilligt. Dem Antrage betressend Beitritt der Stadt als Mitglied zur DeutscheSchwimmerschaft mit einem jährlichen Beitrag von 30 M. wurde zugestimmt. Biersen, 10. April. Ein Ungenannter bai der Stodt für eine Vollsdibllothei teusend Bände und die Einrichtunwlche:!!.— Abendt, 10. April. In der heutigen geheimen Sitz beschäftigte sich das Stadtverordneten-Kollegium mit einem zwischen der Stadt Rueydt und der Firma Rabelwerk Ryend## Alt.=Ges. abschließenden Vertrag, wonach die genannte Firmo sich verpflichtel, auf die Tauer von acht Jahren jährlich mindenene 1800000 Kilowattstunden Strom aus dem städtischen Elektri. zudtewerk zu entnehmen und bei der ersen Miltion Aiiomalt= stunden 8,5 Pig, bei der zweiten 8 Pig und bei der dritten Million 7,5 Pig für jede Kilowattstunde zu zahlen. Im Anschluß deran wurde über die dadurch notwendig werdende Erweiterung des städtischen Elektrigttatswerks beraten, die ohne Grunderwerbskosten 1 230000 M. erfordert und zwar für die Maschinenanlagen 860 000 M. und für das Kabelnetz 390 000 M In den einschlägigen Kommissionen wurden beide Vorlagen angeusmme! * Eiverseld, 10. April. Die Firma Kan Seyd, des dedeutendste und alteste Modewarengeschäft en gros et en deiall hiesigen Platze, 1816 gegründet, dai heute Konkurs augemeibel. Barmen, 10. April. In der heutigen Stadtverord. netensitzung wurde ein Beschluß gesaßt, wegen der Auf lösung der städtischen freiwilligen Feuerweyzr einen akademisch bautechnisch gebildeten städtischen Branddirektor anzustellen, der Vorschlage zur Neorganisation des Feue ldschwesens machen soll. Fur die vom 15. bis 27. Mai stattfindende 1. westdeutsche Kochkunstauestellung wurde ein Ehrenpreis von 750 M ausgeworsen. Verschiedene andere Ausgaben wurden noch festgestellt. Dufseldorf, 10. April. Zur Bildung eines von 20000 Ml. dehuse Neuanschaffungen für den Zeutral gewerdeverein far die Rheinlande und Westfalen haben bisher Bankier Mar Trinkaus 50000 Ml., Geh Kommerzienrat Franz Hauiel 10000 Ml. Maler Professor Oeder 5000 Mt. und Geh Kommerzienrat Heinrich Lueg 3000 Ml. gezeichnet. Der genannte Verein hat namentlich fur das Kunsthandwert eine erhedliche Bedeutung gewonnen. Trier, 10. Noril. Am Palliener Eisenbahnübergang. der ohne Barriere ist, überschritt eine Waschrau mit ihren 2 Kindern das Bahngeleise, als ein Guterzug herandrauste. Die Frau wurde mit ihrem Knaden von der Maschine schwer verletzt und die Boschung hinabgeschleudert. während ihre Tochter überfahren und tödlich verletzt wurde. Sie hatten einen Personenzug an sich vorbeifahren lassen und den in entgegengesetzter Richtung kommenden Guterzug nicht bemertt. Bechta, II. April. Wegen dringenden Verdachts der Geährdung eines Eisendahnzuges wurde gestern in Lohne der 24jährige Jabrikardeiter Joseph Rottinghaus verhaftet und dem hiesigen Untersuchungsgesängute zugefährt. Der Weichenwärter Oberding, der gegen 5 Uhr die Bayustrecke Krimpenfort=Lohne passierte, sand auf dem Geleise 8 je 100 Meter auseinanderliegerde Kilometersteine, die quer über die Schieren gelegt waren, so daß eine Entgleisung des kurz darauf die Stellen vossierenden Personenzuges unvermeidlich gewesen wäre. Die solort in Kenntnis gesetzten Bahnmeister Wustefeld jr. hierselbst und Hohlseld in Lohne stellten umsangreiche Nochforschungen an, die denn aus glucklicherweise von Erfolg waren. Die am Tatorte zurückgelassenen Fußspuren gaben Anhaltspunkte und führten zur Verhaftung des Odengenannten. Verwaltung und Rechtspflege Gewerdesteuernflicht des Kommanditisten. Ein Kommanotistis auch dann gewerbesteuerpflichtig wenn er für sein Kapital anstatt des Gewinnanteiles eine feste Verzinjung erhält. Der Landrat Dr. Wichelhaus in Breslau war als Teithader der Kommandiigesellschaft Wicheldaus in Eiverseld zu 79 Mk. Gewerdesteuer veranlagt worden, und der Beurtsautschutz in Dusseldorf datte die dagegen eingelegte Klage zuruckgewiesen. odwohl Dr. Wichelhaus geltend machte er beziehe als Teilbader für seine feste Einlage eine feste Verzinsung von 4% Proz., ohne Rücksicht auf die Höhe des Gewinnes. Das Oderverwaltungegericht wies die Revision dagegen zurüd. Es handele sich darum ob die rechtliche Natur des Einkommens sich nach der Gewinnbeteiligung oder nach der Tatrache, daß er Kommanditist sen demesse. Wichelhaus sei sowot nach dem Vertrage als auch nach dem Handelsgerepduch als Kommanditist anzuieden. Er hatte nämlich mit seiner Einlage. Davei sei es gleichgittig ob sein Einkommen sich nach der Höde des Ge schäftsgewinnes richte oder in anderer Weise festgesetzt werde. Du Pflicht zur Jahlung von Gewerbesteuer liege daher vor. Volkswirtschaftliches und Soziales. Deutsche Arbeiterkolonien gidt es zurzeit 33 derunter eine in England. In den 32 im Deutschen Reich wirkenden Kolonien befinden sich 4176 Pläge dezw. Schlatstellen. Im Jahre 1905 wurden. laut der in dem Wanderer. 1906 pest 1. mitgeteilten Stai kik. 10 009 Kolonisten ausgenommen(1819 im Vorjahri, w.durch dis Zehl der seit dem Besteden aufgenommenen Koloniste sich auf 170 115 geh. 9 5d 633 Von den 195 aufgenommenen 1000) kamen zum ersten male 4113 zum zweiten male 2066 in die Kolonie, öfter ale fieden ma waren 779 dereits in den Kolonten auige sommen gewesen. Dem Alteach waren von den Aufgenommenen 25: 15 Jadre. 435. 17 bie 20. 188: 21—30, 5264: 30—50 1864: 51-60. 493: 61—70 und uder 70 Jahre Unter den Aufgenommenen defanden sich 423 Nchtdeutsche. Nach den Familienverdaltnissen waren 74 jedig 455 verbetratet. 652 getreunt. 801 verwitwet und 3# geschieden Der Religion nach waren 6770 evangelisch 3158 katdoll#c 52 mosaisch 11 anderer Religion. 10 kontessionelos. Zur Aufnahme meldeten sich traten ader vor derseiden zurück 501. adgewiese wurden wegen zeitweiliger Uedertullung Kis. Adgegangen sind in Jahre 1905: 10.055 davon entfernten sich heimlich 295. Die Jad der Ardeitstage Kellte sich in ämtlichen Kolonien auf 8: 272.— Buer, 10. April. Im Schreinergewerde in es gestern adend nach medrstundiger Verdandlung zwischen der Kommission der Meister und der Kommission der Gehilsen ertieulichernerse zu einer Einigung gekommen. Man einigte sich üder einen Tarisvertrag, der mit dem 1. Juni in Kratt treter und dis zum 1. Avril 1948 in Kraft kleiden soll. Die täglichArbeitszett wird auf 10 Stunden dei#lg##egt. Damit wird der Gesellen je nald Leistung ein Stundenlodn von mindestens X5#### 45 Pig. gezadlt mit der Maßzgade, daß die dieder in deeei Höde Der Ardettszeit um 10 Prozent und in Betr eden mit einer beederigen Arbeits zeit von 10°, Skunden um 5 Prozent erdöbt werden. Die Hilfeardeiter erhalten 10 Prozent Lohnerdodung. Uederarten soll mit 10 Prozent zwischen 9 Uhr adends dis 5 Uhr mergens mnil 25 Prozenk. und Sonntagsardent mit 100 Prozent Ausschlag bezablt erden. Akkordardett ist zulässig und soll bei schulerig abzuschägender###kordarbeit der Stundenlohn pera##tiert werde dem 1. April 1907 sollen die Stundenlöhne erfadren. Wird der Vertrag nicht ein Vierte Adlenf von einen der beiden Terie anfgefändigt, gst er füre eitere: Jadr. In Irage kommen die Angedörigen des Schreineretgenerdes von Buer Hors und Umgegend Nacen, 11 April.(Teicgramm.) Gestern abend fand eine Versammlung der Arbeiigeder d# Nochener Textilindustrie statt. Laut„Echo dei Gegenart wurde deschlassen, falls tis Sametag die Attenl dei Firma M. Mever nicht wieder aufgenommen is am Diersta# nücker Wocde eine General=Aussperrung der dießigen Weder eintreten zu lasser Damdurg. 10 Aorl. In einer deute in Altona abgebe teuen sehr stail besuchten Versammlung der Areikenden Geeleute von Dauburg-Allena#prach sie die Streiktettung gege die beantragte Proflamierung des(euereistrets ans. Dagegen chlug die etreisieilung vor, ab worgen für samtliche Bemer Schiffe dee Ausmuserung zu verweigern weil die Bremet Rerde abgeiednt datten, mit dem Secmanneverdand in Unterda Aunge zu treter. Diesen Vorschag nahm die Versommlung einsimmig an Hamdurg, 11. Appl. Uebder 1000 in der Roufelllen#. dranche deichaftigte Personen sind gestern abend in den AusKand getreten. Zwischen den Leitern des Arbeitgederverde nors und dem Verdand der Schnerder und Schneidertanen####8 Unterbandlungen eingeleniet, die wie man hofft, zu einer deldegen friedlicher Einigung führen werden. Vermischtes. Nr. T Nr. 191.(Dorgen Ausgabe. Oeien 11. Mpeil.( Teiegramm.) A 8 2. aus ben diehum Mulltkrostangnts entiprungene zum verurteilte Mushetter Rollusky wurde gostern abend auf der nach Odauil ergrissen und in der Nacht dem MiltI##eridng.# mieber zugetuhtt Neuhadt: s 4. 10. Aprtl. Der Persouenzug Neu=Loudan Rieh heute mittag beim Speverdorter Bahnsdergang auf zwei zusemmen deugen de MObelwagen. weber der zwetle vollig zertrümmert wurde; der Fuhrmann und die Vlerde blieden unverlept. Noch Aussoge des Bahnwdtiere wer ihm die Abfehrt des Zuges von Neustadt zu spät gemeldet GEE 10 Apoil. In der Moibi- und Riastsohrzeug #abril von Echmidl, die ein Zweiggeschaft in Erfurt dat erfolgte beuie nechmitleg eine Explosion; der so entstandene Brand ##scherte des Fabrikget dude vollständig ein. Motortäder. Iämtliche Bodelle und Werkzeuge sind verdrannt. Der Schaden in bedr groß. da des Auwelen nur niedrig versichert war. Die Fadrik sollte in von nüchsten Tagen nach Ansdoch verlegt werden. varis, 11. Aprll.(Tel.) In der Nede von Granville in infoige Windstoßes die Bergnugungszacht„Ange de mer untereegangen. Von den 7 Jusossen sind 6 ertrunken, darunter der Be###e der Jacht, Frankots Golselin aus Granbille. reuben, 10 April. In Cardiff derricht große Aufregung Auf einem in den Parry=Docke liegenden Kodlenschiff wurde genern adend deutliches Klopfen an der Schiffewand und Stöhnen und Hilferure aus dem scdon mit Rohlen verladenen Schiffe gepori. Ee war kaum zu bezweiseln, daß ein Mann unter de: Rohle degiaden liegt bei einem ungebeuren Menscheuzulemmenleute wurden heute einige Schiffeplatten entsernt und durch einen Gang von Arbeitern Untersuchungen angestellt, die ader reiultatlos dlieven. Man furchtet, das der Mann tot i#. und wird die Kodie detwegen wahrscheinlich wieder gelbscht werden. New Pork. 10 April. Ueber die Höbe der amerikanischen Auwaltsgeduhren ist schon oft gesprochen. In einem Berdor vor der Staatseisendadnkommission in Albany üder die Klage von J. G. Wall von Brooklyn, welcher bedauptet. eisendahnkommistion erstatteten Berichte unrichtigerweise Paossiva in der Hode von 4 500 000 Doller als Aktive auffüdren, kam die interessante Tatsache in die Oefsentlichkeit daß Paul D. Cravaih, der Anwalt der Gesellschaft. für das Aussetzen eines Kontraktes zwischen der genannten Gesellschaft und der Metropolitan Street Railway Company die Kleinigkeit von 300000 Ml. als Honorar erhalten datte. nährend Anwalt Lauterdach, weicher bei der Aufsetzung des ernähnten Kontraktes eine halde Stunde lang seine Diensie geleiste: hatte, dafür ein Honorar von 24000 Ml. in Rechnung stellte. Beachtenswerte Madnung. In dem Jahresberichte des Wiesbadener Rea gymnasiume heißt es zum Schluß: Die Unsitte des Tragens von Ringen, Busennadeln und Uhrgehängen dabe bei den Schülern dis zu den untersten Klassen in den letzten Jahren so zugenommen, daß die Eltern schon im erziehlichen Interesse, abgesehen von Gefahren deim sen und Spielen, gedeten werder Söhnen verzichten zu wollen. Rehuliches gelte von jeglichem Lurne in Kleidung und Ledensführung. Zulezt werden die Eltern dringend ersucht, beim Herannaben oder Schl# Ferien nicht ohne Grund durch Urlandsgesuche jeder Art den regelwäßigen Gang des Unterrichts für ihre Södne sowobl, als auch fur die Schule, storen zu wollen. Achtsehn Jahre Assessor. Man schreidt der Frankfurter Zeitung: Der alteste Afsessor im preußischen Staate. Herr Kor nctine Müller. ist Amterichter geworden. Achtzehn Jahre vindurch hat er den Titel Affessor mit sich derumgetragen, so daß dieser keinabs einen character ind Jebihs eine bleidende Ergenschaft zu bilden schten Am 1. April ist nun Derr Müller in Traben=Trardach an der Mosel ernannt worden, na dem er auf alle früberen Beforderungen versichte datte, um gerade in diesem Orte angestellt zu werden. Als Besiter uderans reich licher Erdengüter, darunter eines kleinen Schlosses in derrlicher Lage in Traben=Trerdach konnte er sich das gestatten. Der „Muller gidt es ja in der Welt unendlich viele und wer sie alle auftädlen wollte, mäßte dazu schon das bekannte bidlische Alter erreichen. Und doch gidt es wieder nur einen Muller, der achttehn Jahre lang Assessor gewesen ist. Allerdungs wird die Statistil der Anstellungsverbä tnisse der Juristen nunmehr ganz über den Hausen gewoisen. Eusanna B. Anthouy f. In ihrem Heim in Rochester. Niew Pork. stard am 12. März d. J. Susanna B. Authony im Atter von 86 Jahren. Vor wenigen Wochen noch wohnte sie der er„Wadlrechtlerinnen“ in Baltimore bei. erkältete sich jedoch auf der Heimreise. und das führte zu ihrem irdischen Ende. Miß Anthonys ganzes Leden war einer Ider gewidmet: die Stellung der Frau zu bessern. Mehr als 60 Jahre kämpfte sie unablätsig desur, und sie gewann dadurch einen interna#### alen Ruf. An dem internationalen Frauenkongreß von R B. Anthons zum Sterden legte, sad sie das von ihr angestrebte Ziel, das allgemeine Wahlrecht der Frau, noch nicht realistert, und es mag noch lange dauern, ede es dahn kommt Susanna B Authony. in AdamsWaffackusetts) geboren, entstammte einer Quckkersamilie. Von ihrem 17. dis zum 32 Jahre war sie Schullehrerin, und zwar meist mn. Reinger Bezahlung. In diesem Berufe hatte sie in Stelle eines männlichen Lehrers einnehmen müssen und erhreit für die gleiche Leistung nur die Hälfte und sellst weniger an Bezahlung wie ihr männlicher Vorgänger. Ein Umstand übrigens, der auch heute noch nirgends in Amerika beseitigt ist. Jahre 1852 gab sie den Lehrerveruf auf und entschloß sich. aktiven Anteil an den be den die damals Amerika aufrührten, nämlich für Temperenz und für Abschaffung der Sklaverei. Schon vorher hatte sie an solchen Ver sammlungen teilgenommen, aber nur als passive Zudörerin. Die männlichen Temperenzvereine des Staates New Yort hatten 1852 eine Zusammenkunft in Albany abgehalten und die weidlichen Tempesenzvereine eingeladen. Vertreter zu schicken. Miß Anthony war Delegierte von Rochester. Als sie sich erhob, um einen Antrag zu stellen, wurde ihr vom Vorsitzenden bedeutet, daß Frauen wohl zuhören, aber nicht sprechen oder stimmen dürften Weftiällicher(Derkur. Donnerstag, den 12. April 1904. Neueste Nacbrichten. Der Ausbruch des Besuve. Konnte man euf grund der gestrigen Telegramme sich der Hoffnung hingeben, daß die Tätigkeit des Vulkans im Abne#men begriffen ist, so wird diese Hoffnung wieder vernichtet durch die neuesten Deveschen, wonach ein neuer La##astrom sich gebildet hal, der gegen Pompesi sich wendet. Selbst wenn sich auch die Hofsnung erfüllt, daß der Ausbruch langsam zurückgeht, so bleibt doch großer Schaden gut zu machen. Denn die Ladschaft am deo Besuve, dessen Hauptkegel eingestürzt ist, und der nicht n das altgewohnte Bild zeigt, ist vernichtet und manche Orlschaft so gut wie zerstört. Von Boscotrecase sind nur rauchende Trümmer übrig geblieden, in anderen Ortschaf#en sind zahlreiche Häuser unter dem Drucke der Asche zusammengedrochen und haben unter ihren sturzenden Mauern die Bewohner begraben. Zeyntausende haben Haus und Habe verloren. Die Dächer der Kirche in Ottojano und einer Markthalle in Neavel sind eingestürzt und zahlreiche Personen haben darei ihr Leben eingebüßt. Es wird großer Austrengungen bedursen, um der Not zu steuern, die nun in die bis vor kurzem in paradiesischer Pracht und Fruchtbarkeit praugenden Gefilde eingezogen ist.— Nachstehend die neuesten Telegramme. Neapel, 10. April. Aus den Trümmern der Kirche Sen Giuseppe=Besuviano sino jetzt im ganzen 105 Leichen## vorgeholt. Bei den eingesturzten Häusern werden die Bergungsarbeiten fortgesetzt. Neapei, 11. April.(Telegramm.) Das„Mattino" berichtet: In Somma sind 50 Häuser ganz und 3 Kirchen teilweise eingestürzt. Das Rathaus ist mit Vernichtung bedroht. Die Asche liegt 2 Meier hoch. Die Bevölkerung flieht. Flüchtlinge aus Ottajano berichten von weiteren Häusereinstürzen. Der Zustrom von Flüchtlingen aus dem Eruptionsgebiet nach Neapel hält an. In San Giuseppe erreichten die niedergehenden Aschen= und Sandbaufen einbrittel der Höhe der Häuser. Heute früh 1 Uhr Kürzte in Somma das Rai haus und die Unterpräfeltur ein. Die Lage, wie sie heute früh bestand, läßt sich wie folgt reshmieren: Torre del Greco, Sarno und San Gennaro sind geräumt. Portici. Zercole und Popiomarino sind schwer bedroht durch den niedergebenden Regen von Sand und Asche. Der Besuvausbruch, der sich gestern abend von 8 bis 10 Uhr steigerte. scheint sich abzuschwächen. Der Versuv wirft jetzt geringere Sandmassen aus. Das Getöse tritt seltener und mit geringerer Stärke auf. Der Wind führt den Aschenregen nach Neapel weiter. Die Asche liegt in den Straßen 5 Zentimeter hoch. Eine spätere Meldung desselben Blattee belagt: In Torre del Oreco hat die durch den Lavastrom drobende Gefahr wieder aufgehört. Die Lage ist allgemein gebessert. Der in Sarno und San Gennaro angerichtete Schaden ist nicht genau bekannt; er soll aber sehr groß sein. In Torre dei Greco fallt unaufdörlich Regen von Sand und Asche. Die meisten Einwohner verlassen die Stadt und erwarten die Dampfer, die sie fortfährenDer Ort is in Dunkelheit gehällt. In Son Gennaro sind viele Häuser eingestürzt. Drei Personen sund getötet, 20 ver“ wundet. Der Ministerpräsident Sonnine trifft deute hier ein. wom, 11. Aprl(Tel.) Der Zeltung Wite wird ans Ceftellamate vom 11. de Mis. 3“, Uhr frab gcmeibel: Im Laufe der Nacht trafen dier Eisendahnzüge mit Tausenden von Fluchtlungen aus Torre dei Greco ein. Die mit Asche bedoeckten Fluchtlinge sind mit Schrecken ersällt und in desammernewertem Zustande. Sie er##hien, es lade in Torre dei Greco ein Veredlic Orkan gewüle! Dor Wosser dade askocht. Eiergroße Steine leien niedergesallen und Häuser eingesturzt Die Fluchtlinge werden mit Ledensmittein verieden und im Rathause und Bischosspalaste untergedracht. Der Miardeiter des Blattes Bita“ schließt seine Tepesche mit der Meldung, während er telegraphiere. habe bas orfanartige Unweller, bas Lorre Annunziala bebrobe, wieder begonnen. Teuion. 11. Apeil. Die aus den Vouzerschissen„Jena“. Saulois“ und dem Kreuzer„Bouvet" destedende zweite Abteilung des Mittelmeergeschwadere ist gestern nachmittag ch Neapel abgegangen, um an den Hilleleistungen teilzunehmen. Geschäftliches. Munster, 10. April. Erösfnung des Neudaues der Firma Ewiersen= Diependrock. Eigenartig und schon fielen den Passanten des Peinzipalmarktes an den letzten Abenden die dell erleuchteten Anslagesenster des Neudaues der Firma Clemens Swiersen=Tievenbrock, Inbader August Zuwdasch auf. Bei der Groffnung des Geschäftte glänzte bis impolante Auslage in einer Falle von Licht und ließ dieses neden den großartigen Auslagestucken, desonders den Eingang zum Geschäfte und die hier an der Decke angebrachten kostbaren Malereten glanzend hervortreten. In sinniger Weise zeigt das Deckengemälde alles delebende Sonne, die uber dem Kindes=, Junglinge=, Mannes= und Greisenalter ewig gleichmäßzig stradtt. Die zwolf Zeichen des Tierkreites und reiche Ornamente umgeden dieses edento sein ausgetüorte wie prächtig wirkende Bild. ein Produkt des Malerateliers der Firma. Hinter den mächtigen, dis auf die Erde reichen den Spiegelscheiden, die die ganze Höhe des Ladeneinganges einnehmen, prangen gotische Metzgewänder von echtem Goldbrokat. mit reich in Seide und echt Gold gestickten Ornamenten und in feinster Nadelmalere ausgeführten Figuren. Meßzgewänder von schwerem Seidendamast mit Rausenstickerei, reich in Seide und Gold mit Ziguren in seinster Nadelmalerei, sowie ein Bauner von Seide mit edenfalle in feinster Nodelmalerei auegefuhrten, großen bidlischen Figuren. Corporale. Pallen. Bursen in Seide und Gold gestickt bestricken und blenden das Ange. Zwei kleine Banner, in blauem und gelbem Samt. mit gesticktem preußischem Adter und reicher Ornamentenstickerei. in grunem und weißem Samt mit sein estickten Schützeninsignien fallen besondert auf. Verschiedene zuvone echter Beusseler Spitzen wer en durch ihr prachtvolles Aeußere besonders wodl von den Damen bewundert werden. Wirkt nun dieses dem Gesamtbilde des Marktes harmonisch angegliederte Haus von außen schon dedentend, so int der Besucher des Inneren erst recht von der praktischen Einteilung und Durchfährung entzückt. Oier zeigt sich, wie deschränkt vor handene Räume durch eingehende und richtige Bauarbeit ansgenntzt werden können. Tritt man iu den tiesen Ladenraum, so fällt dem Besucher sofort die Fulle von Licht, die dier herricht, auf. Der Hofraum, gewisser maßen zum mächtigen Lichtschachte verwandett. fuhrt das naturliche Licht in einer solchen Fulle in den Geschäfteraum, daß hier immer am Tage ohne kunstliches Licht gearbettet werden kann ein Vorzug, der sehr wenig Bogendäusern eigen ist. Zwei mächtig Kronen von einfacher, aber vornehmster Ausfuhrung sorgen am Adend für wirkungsvolle Beleuchtung. Vom Ladenraum hinter dem noch Kontor und Privatkontor liegen. führt uns der elektrische zunächs ins Erdgeschoß woselbst das Teppichlager untergebracht, wie solches auch von der Straße aus durch das tiefere Schaufenster zu üdersehen ist. Hinter diesem Lager liegen Packund Versandräume, worin auch unt. and. die Versandschachteln 2c. sabrikationsmäßig deigestellt werden. Hieran schließt sich das Lager für Stick= und Posamentierwollen. Jahnen und Flaggen Rangen. Spitzen 2c. Der Aufzug fndrt uns nun zur ersten Etage. woseldst der große. nach der Straße gelegene Ausstellungeraum überrascht. Hinter demselden ist der große und besonders delle Stick. und Nähraum, woselbst sowohl die Stick= wie Nähmaschinen nach modernstem Muster elektrischen Antried daden. Der Aufzug dringt uns dann nach Besictigung der edenso hüdsch wie praktisch eingerichteten Wohnung in der zweiten Etage zum dritten Stock. werk. Hier sind in hellen und Iuftigen Räumen die Zeichner= und Maler=Ateliers der Firma und werden wir überrascht über die uns vorgelegten kunstlerischen Arbeiten. Gerade unter den Dänden befanden sich großere fardige Stiazen, für Ameriks bestimmt. und eine besonders sein ausgeführte Malerarbeit für Köln. Ein Haustelephon verdindet Kontor und Geschafts. tdume im Erdgeschoß mit allen Arbeiterdumen und Ateliers und f#hrt der moderne elektrische Aufzug mit Knoptsteuerung die sqnellste und prompteste Verbindung der Betriebe untereinander. Wenn wir unser Urteil zusammenfassen, können wir nur sagen, daß dier ein Haus entstanden ist weiches, neven seinem überane gesättigen, dem Prinzupelmarkt angepaßten Neußeren. in seinem Inneren, bei einer ungemeinen Sauderkeit und Eleganz in jeder Weise alle Vorzüge eines modernen Geschäftshauses in sich vereinigt, so daß der Spruch am Giedel des HaueStolz im Aeußern. rein im Innern, Daran soll dies Haus erinnern! voll und ganz seine Berechtigung hat. Landwirtschaftliches. Vetersvurg. 10. April. Der„Handels= und Industriezig.“ zufolge ist der Stand der Wintersaaten für Anfang April neuen Stils im indlichen enrophischen Rutland und Polen folgender: In den ludlichen Destrikten vollig gut, dauptsächlich in Kleinrußzland, in den südwestlichen Gouvernements. im Sudosten und in Nordvolen teils defriedigend und Sudpolen defriedgend. Die Aufdaustäche der Sommersaaten bat sich nicht verkleinert. Wafningion. 10. April. Das Ackerbauburean schätzt den Durchschnittestand des Winterweizens am 1. Auril auf 89.1 gegen 94.1 am 1. Dez. 1905 und 916 am 1. April 190 den Durchschnittestand des Winterroggens auf 90,9 gegen 95.4 bezw. 92.1, alles in Prozenten. Bandels-Nacbrichten. Der Nachdruck a Arttel in ser mit Osel 70 000 u Amstell. Ai Assbeute wurden 40 0i0(10 CCo, u. deilt Lie Zeche mem eins moderne Vorderanlage und sonstiglleg-n echaßen, um entspiech der Novelle zum verggenetr die ntdauer fur die Leoisforderung beschrünben zu bonnen Nach Durchfuhrung der Auis en, deren K.eten aus dem Hetrict, bestritten werdan, erboin die Verwaltung gibasere Ersparung an Beibetkunten. ds dm Fünderung gans auf die Morgenechicht gelegt werden hann " Gewerberhalt Hieb-rer Gruben In blegen. Dlie Oesertschaft aahlt für das I. Viertei dieses Jahres fur den Kur 30 M. Aesbeute. A#l.-Ges. für Zinkindustrie(verm. Wülbelm Orille) 1. Oberhassen. Nach dem Hschnunganbechlues für 1905 er#ab sich, dam die Abschreibungen erechtlich gemnacht werden, einertihten: lich des Vortrags un ln gewinn von 835 566 M(i. V. 541 221) M., woron der Ruchlage 20 00(29000) M. und der Sonderrückias# 60000(27 194) f. abrass-u. 22 Pros.(15 Prez.) Divide 4 0(33 600) fl. Gewisnantelle an den Aufeichtera verteilt und 20 666(2066) M. vorgetragen werden. Bei ei em Grundtapstal von 1 llicnen Mark, einer neu ererhunenden Aktieneinzahlungeree nung m 850000 fl. und einer Anleibeschuld von 1 730 000(1 706 000) Mart siehen u. a. die Obert ausener We be mit 998 863(413 000) Mart, die Harberter Werte mit 2 826 704(2 797 034) M. die Grundstuche Hieerit(Heerdter Oelwerke) mt 229 020(257 687) M., und die Beteill-ungen mit 468 531(431 434) M. zu Bech. Ibie Bestände Betrieberechnungen worden mit 1 794 973(1 940 623) M. bewertet. De ver-cluedenen Ausständen von 1 051 362(933 938) M. standen 793178(1 465 247) M. Buchschulden gegeanler. Kammgaruspinnerei und Weberei Eisert, A.-G. in Eiterf. In der Generalversammlung wurde die Vertellung einer Dhividende 8 Proz.(1. V. 8 Proz.) beschlossen und der Autrag enes Aktumare auf Einestrung eines Prutungsaunschusser abgeichst. Der Aktiosar fahrte Beschwerde, dam der Vorstand ihm im Novernber v. J. eine schriftliche Anfwort zukommen less, der er entnei men musst“, dass eschaltelage mi destens au gut, ja noch bouser sei, als im Vorjahre. Darauf habe er seinen Bomtz an Altien der Gesellschaft vertossert. Der Voretzende den Aufsichtsrates erblart-, dass zur Prufung der Rechnus. en Leise Veranlassung vorheg-, da die Verhaltmese der Gesell-chaft neserdings von der Treuhand-Vereinigung Berlis prütt wurden, weiche die Bücher in Ordrun; fand. Ueber beutige Lane des Geschälts sprach sich der Vorsitzende dabin aus, dass das Geschaft an lertigen Erzen nisser einer Prmen teilwei Westfälische Metallindustrie, Akt.-Ges., Lippstadt l. W Die Verwaltung beruft auf den 27. Amll eine au sprordentliche Generalversammlung ein mt der Ta,esordnung: Hinzuwahl von drei Aufeichterat#mitgbottern. * Gütrreieher Brauerei, Akt.-Ges., Gütersich. Im gerichtlichen Zwangsverstei erungsverfahren kam das am Hahnhof gelegene Hotel„Schmale“ in Gutereich mit angrenze der Berhalle und Garten zum Verkauf. Meistbietender blieb die Oütersloher Brau A.-G. fur das Gebet von 66000 M. Vor 8 Jahren hatte der Kaufer das Hotel einschliesslich Inventar für 75000 M. ersland-n. * Bürserliches Brauhaus, Akl.-Ges., Olpe I. W. Unter dieser Firma wurde in Olpe eine neue Aktienges-llschaft errichtet. Das Grundkepital beträgt 150000 M. und ist in 100 auf den Inhaber laut-nden Aktien über je 1000 M. und 250 auf den Nam lautenden Aktien über je 200 M. eingeteilt. Die t####nder der ellschaft eind: Fabrikdirekter Richard Buchmann, Halle, Brauere besitzer Joseph Krmper, Brauereiberitzer Anton Kemper, iastw Franz Joseph Mund, Hotelbesitzer Wilhelm Deimel, Ziegele- ur Buchdruckereib-sitzer Richard Ruereaberg, Kaufman Vermann Wigger, Mublenbesitzer Franz Köster, Hotelbenitzer Edunrd Deimel. Braumeister Haus Emminger und Fabrikdirektor Joreph liemse,-Amtliche aus Olpe. Die Gründer haben nicht alle Aktien ubernommDie Gesellschaft erwirbt in Aurechnun auf das Grundkaratal v der Fima Löwenbrauer-i J.& A. Kemper in Olpe die auf de Namen von Johann Joseph und Aaton Kemper in Olpe im Grundbuche der Stadt Olpe eingetrarenen Liegenschalten nebst eümtlichen darauf stehenden Brauereigebaulichkeiten, sowie nebet samtlic Zutehör zum Preise von 67 000 M., ferner samtliches zur Braubehörige lebende und tote Inv utar zum Preiar von 39000 M. Zum Ausgeche der Gesamtkauspreisen von 106 0 0 M. ubernimmt die Ge-ellschaft die auf dem übernommenen Orundstücke an erster 8 elle für die Siegener Bank für Handel und Oezerbe zu Siegen eingetragenen Hypotheken im Oesamtbstrage von 40000 M. Auf den Rest von 66000 M. er alt die Löwenbrauerei J.& A Kemper 30000 M. in 30 Stück Aktien von je 1000 M. zum Nomna betrage. den Ueberrest von 36 000 M. in bar ausgezahlt. Die Mitglieder des Aufsichtsrates und: Fabrikdirektor Joseph Heuse, Fabrikberitzer Adolf Kemper, Gestwirt Franz Joseph Mund, Kaufmann iermann Wigger, Brauereibesitzer Joseph Kemper. * Rb-in.-Westfäl. Zementeyndihat, Bechum. Im Mo at März betrug der(esamtversand einschl. Soddeutschlande 340 923 Fare. Die Syndikatswerke setzien 291 635 Fass ab, gleich 4,28 Proz. Beteiligung. Im 1. Vierteljahr 1906 hat eich der Abeatz um 223 579 Fase gegen den gleichen Zeitinum den Vorjahres erhöht. * Testenle, Mieburger Pertland-Zementwerke, Haanever. Die Verwaltung hat beschlossen, der auf den 30. d. M. einzuberulenden Generalversammlung die Verteilung einer Dividende 15 Pos.(1. V. 8 Proz.) bei reichtichen Abschreibungen und Rückstellunge“, vorzuschlagen * Gewerbechaft ver. Bchürbank und C’harlettenburg in Aplerbeck. in dem Bericht über das Geschäft-jahr 1905 teilt die Verwaltung mit, dass auf das Ergehnie des vertlossenen Jahren der Bergarbesterausstand nachterlig eingewirht habe. Die Möglchtest des Aleatres der altern Birihettbestände hennte für den erheblichen Fördersustall im Januar-Februar nur eringen Ausgleich bieten. Die Ausbeuteverteilung für das erste Vierteljahr munste aufgegeben werden. Dlaus trot-dem gegen das Vorjahr ein besseres Betriebeergebris erzielt wurde, wird haupt-Schlich auf die gute Förderleistung nach dem Ausstande zurechauführen sein. Der Betrietegewinn brtrug 254 182(l. V. 190367) M. Der Btreih verursschte Baumwolle. 1I. Apeil.(Eig. Drahtberieht uen.Westl. Werbar., Baumwelle. Upland anddl. Jose(59) 59½ Pig test. * Lverpesi, 11. Agril, mutags 12 Uhr 45 Mis. B.snelle Umssts 12 000 Ballen, davon fur Spehulatien und Expert 1000 Ballen. Tendenz für Amerikaser less dest. Peue 6.24. che good erdinery Lieferungen:—. eletig Aprit(1.99) 6.06. April-Ani(5.92) 6.06. Mai-Jum(6 00) 6.07. JuniJuli(6011 6.07, Juli-ang.(6,01)647, Aug.-Sest.(5.97) 6.0“. Sept.Oet.(5.82) 587, Okt.-Nov.(5.75 5.79, Nor.-Dar(5.74; 5.78, Des.Jan.(5.74) 5.78. (etalle. 11. 4grl.(Eig. Drahtbericht de:„Wostt. Merbur.) Anlang. Chill-Kupfer 84½. per 3. Monst 82. 3. Monst 171. fl.u. a Lage. nur langsam gedeckt werde. Es sei auf die Press vedrückt worden. zengung abgeschlosern, sei aler in ntern Teil zu günstigeren Preisen als sen. Die Wollpreise seien t ois erbebischer h sehr fest. haft Steigerung auch ven hlich gedeckt ha das Unternehme Beschäftigungegrat sei als gut zu bezeichnen. Bedburger Well-Industeie, Akt.-Ges. In Bedberg. Der #s. fur 1905—#gab nach Aleetzung von 26 937 M.(i. V. 17 270 M.) fur Ve##uste einen Roh, ewinn von 101 908(111 703) M. schon gemeldet, wieder zu Abschrotbungen verwandt wird. Der Tch betrag von 297 275 M. bleibt somit unverändert bestehen. Zur Bentirung des Fehlbstrages und Vornahme grösserer Abchreibungen sicht sich die Verwaltung veranlasst, die schon von undigte n V 9. 1. Neuanschaffungen erhalt die Gesellscl vornehmlich aus der mittlerweile erfolgten Aufgabe der Beteiligung es B. Lupke u. Co. und dem Antell, der ihr aus dem Silverbergechen Nachlass zullnssse wird. Eine verhaltnismnhani gun-tige Abnichlung des letztern stehe in Auseicht. Nech dem Vermogensaus wesse betragen die Ausstände 1 299 372(1174 262) M. An bar und Wecbeeln eind 50 973(57 366) M. vorhanden. Die Materialienbestande sind mit 308 348(123685) M. bewertet, die Wasenvorrate mt 272733(449 136) M. Ibie Beteiligung ei R. Lupk- u.(b. stcht unve andert mit 75000 M. zu Buch. Bei 3 000 00 M. Aluenkaptal und 605 000(622 000) M. Aaletheschulden betragen die Hankechuldrn 4·7 458(585 742) M., die sonstigen Buchschulden 290 0:0(251 345) M. * Fabrit landwirtschaltlicher Maschisen In Henuel an der Sieg. Im Rechnungcjanre 1105 hat sach der aus dem Vorjah über sommene Fehlbetrag von 11 189 M. auf 14720 M. erhöb Stelberser Bank in Stolberg. In der Geveralversammlung wurde die von heute ab zalllbere Uvidende auf 7% Proz(7 Pre 1 V.) festgesetst. Der bisherige Verlauf im neuen Geschatsjahre wurde als„ unstig beseichre“ Aschener Rüchversicherungs-Gesellschaft.##achen. Der Aufsschtarat wird der Ceneralversammlung eine Dividen 130 M. pro 4kte fl. V. 110 M.) vorse " D e s t a c h e S t e i n z e u g a r e n f a b r i k f ü r K a n a l i s a t i o n u n d chemieche undustrie in Friedrichsteld Baden). Generalversammlung seiste die Uhrvidende auf 14 Pros.(uie i. V.) lest. lieber die Aussichten des laufenden die Dir ktion auf Anfrage mit, eie glaube fur 300 000 f. auf 2.5 Mill. M. erhöhten Aktienke#stels und trots der in lissem Jahre in Betracht zu mehend n Mchrausgab.n fur Lohn an Achien, wieder ein gleich b-fnedigendes Ergebals in Ausssel stellen zu können. * Badische Auilin- und Sedalabrik, Akt.-Ges., Ladwigshalen a. Rh. ller Aufsichtarat schlagt 27 Pros.(i. V. 24 P. * elettiser Valean, Alt.-Ges., biettia-Bredew. uchturat brantragt wieder 14 Pros. Duridende(wie in 5 Jabren). * Herliser Börse. Aus Aulam der Oesterfeiertage Fondetmres und der Produbfenmarkt von Dosserstag naDer AufNaumwellgent in drn Vereislst Acderehamter n Siaaten ulengansung oder Ph c Henkersnacbrichtes. Zahlungssen wierigterten kämp * Berlis, 11. Apfi Predubtenbörse 189% Sept.(—) 4171½) 171 1/1. Sept. (164) 166 1/, Sept.( 183. Juli(—)—. in 22. Getreide. P#g. Drahtber. des„Postf. Merder. Wezen Nai(183“.) 186 1/. Joli(189 —. Reugen Uu(167“-) 167% 16 Haler Um(168½) 104 136 11 IA 24.30. Regrenmch: 20.60 * L i v e r p e s i, 1 1. A p n l.( F i g. D r a h t b. 4.„ W e s t f. M e r d e r. Boter Winterweizen Mai(6/1“.) 6/8, Juli(6 6%) stetig. Hunter auterihanierber Maie Mai(4/4“.) 4 4½ (4/2%) 4/3“ ruhig. Sucker * Namburg, 11. April, aschm. 3 Uhr.(Eig. Drahtbericht de:„Weall Merkur.)(Schlussbericht.) Ruben- Rohaucke: 1. Preduht Basis 86% Rendement neue I'sanes frei an Hord Hamburg April 17.05, Mei 17.15, Aug. 17.35, Ott. 17.70, l#s. Nars 18.20. beb. * Nardcburr, 11 Aprtl.(Eig. Dradtbericht des Westt. Derkur.) Kernsucher##%, ohne Nuich B.15-8.37. Nechprodukte 5% eune berk 6.45-6,65 Stimmung ruhig. Brostraflinode 1. ohse Fess 18.00-18.25. Kryetallsucher 1 mit Baek 000 00.CC.(iem. Kalbe: mit Sack 17.75-18.00. dem. Melle mit Bach 17.25-17.50 Summang rubig. Bei Abnahme vos mindentens 200 Zentnern alles Leutner. Rehsucker 1. Preduht Traseto dru an Herd Hember Apni 16.80 04., 17.10 bff., Mei 17.10 04. 17,20 bf. Juni 17.20 04., 17.20 Brf., Aug. 17.80 04., 17.5 Grt., Olt.-Des. 17,75 C4., 17.83 Br., Jan.-Nürs 18.00 04., 18.10 brf. rahig. Rallee. * Namburg, 11. April, sschm. 3 Uhr.(Eig. Drahtberiel: des„Westl. Nersur.)(Schlussberscht.) Gend areruge Ganten An 38, Sept. 39. lbes 39%. Marz 40% rhig. * Havre, 11. Aprtl. verm. 10 Uhr 20 Mie.(Big. Draht bericht des„Westf. Wertar.) Kaffse gond everage Ganten Mai 47½. Sapt. 47½, Dlen. 48½. Märn 48%. ruhig. Zing 1751 5 Lenden, 1I. April. Werbar.) Schlums. ChillZias 175 ½, per 3. Monst (Eig Drabtb per 3. Mon Oele und Spiritus. Bertia, 11. Apnl.(Eig. Drahtbericht des Westt Merker) Rusel Na(48.30) 48.60, Oktober(51,20) 51.30. • Parte, 11 April.(E#g. Drastber. des„Westf. Merkar.) Wetter kalt. Eröffsungekurse Auf. Schlam Rube 11. lest 10. Lcns Wai-Aug. 58.— Sept.-Des. 59.— fost st Leins Sept.-Des. 51 Spanton stet Apeil 40 An 40 Ka-4-8 g 11. ust 10. lest 50— April 48.25 Amerikanische Warenkurse. (Zigener Drahtbericht des„Westt. Merkur. * New-Terk, 11. April. Baomwelle. Mei(11.82) 11.28. Juli(11.20, 11.25, Olt.(10,00) 10.66, Der.(10.61, 10.60, stetig. Neu-Verk. 11. April. Weizen. Juli(83½ 84½. schwach. birase, 11. April. Weizen. Juli 178%) 76½. Maie. Juli(46 45%. Metig. Hafer. Juli(30¼) 30% * Cchleage, 11. April. Sebmalz. Jali(8,90) 8.85. Pert Juli(16.40)—. Berliner Börse. Eigener Drahtbericht des„Westfälischen Merkur“ Schlssckurse. 11. 4. Wechs Amst. kurz 168.50 Italien 9.50 81.20 91.20 20.400 20.465 91.60 31.50 91.45 91.45 95.10 85.10 Privatdiskont Berl. Handelsges. Darmstädter Bank D.-Asist. Bank. Deutsche Bank Distonto Kommand. Dreudner Bank Dresdner Hankv. Lasener Kreditanst. 166 42 160 40 Hannov. Bank 182,40 132.50 Nat.-Bank f. Dtschl. 130 90 130. 80 Oesterr. Kreditanst 213.90 215.25 Oenabrucher Bank. 143.60 142.50 Pr. Zentr. Bod Kr. 192 49 193.30 Schaffb. Bankv. 161.00 161 49 3½ 5 D Reicht 171 40 172.00 146 25 146 25 187,00 107.02 240.00 240.60 5 186.90 161.90 102 C0 10 114,50 Dostm. Toient Victon eld. Eisen Dynamtt Tras Elekt. Hoel Eschweiler beiswender Eies beisenk. Bergu. 10. f. 11. 4 374,50 376.00 140.00 140.00 131 00 131.00 186.76 167,00 129 00 128.90 Bergw. 200.10 262.50 Eisen 147,10 146.C0 itte. 181.50 161,00 -H. 227.00 S 229.50 7.76 0 112.80 5.00 Georg-M.-H. St.-A. St. Pr.-A. kauf-Brauere Or. Berl. Str.-B. Hamb. Paketl Hann. Masch. Egest. 3 " Strassenb. Hanen Hark. Bruchenb. e „" Sr. Pr. 122.00 120.50 Harpener Bergb 216.90 21 8 20 Haaper Lsen. 224.60 295 20 Hengstenlerg. 184.00 102.50 Herbrand Waggen. 186.60 187.80 Hibernis Bergu Hochdahl V-4. Horder St. Pr.-A. Hosch Stahlu Humboldt Masch. Iscabech-Brauere. Koin- Au. Konig Will * Konigsborn B. 4½ 5 Argent. hem.—— Auppersbusch Lahmeyer 142.00 144.00 Laurahutte 24850 242 40 Lundsnbr Uans.. 74.25 76 25 Luise Tiefb. St. Pr. 106.60 100.40 Magise Bergu 424,75 524 75 Nassene: Bergw. 145 00 145 00 Nech. Web. landen 130.49 130.44 Nenden u. Schwerte St. Pr. 121 92 122.84 Norod. Llovd 135.90 136.06 Nordstern Bergw. 315 00 S19 30 Oberschl. Eis.-Bed. 149 00 147.87 " Ems.-Ind. 128 90 180.07 Oresstern u. Koppel 821.00 191.00 Oenabr. Kupferdr. 114.50 116.00 100.60 100.60 38„„ 98.90 89 80 3 ½ 4 Preums. Kons. 100 00 100.60 3*„„ 98 90 38 80 35. Säche Hente 87 50 97.75 3½ 8 Rb. Obl. 8.19 69 76 96.76 15 Westf Pr.-Anl. 102.20 102.20 3½S" u. 1915 98.30 99.25 Anst. Stadt-Anl.—— 1 Westf. Pfandbr.—— 3½*„„ 96.00 00 13 Rh-W. Rentbr. 102.50 102. 50 ### Buenen.Aues St.-Anl., u. U. 109.20 103.25 Chmnesen 1896 107.90 102.90 4½S" 1898 99.25 96.50 15 Italrener s Merikaner.— 102 50 18 Osterr Goldr. 100.40 45" Kronenr. 100,10— 144 50 142.50 193.20 193.50 165.00 105, 60 391.00 82.22 31.90 139.00 140.21 v. 109 80 100.75 5 25 125.80 197 00 197.80 42.00 242 00 120 30 130.00 184,80 100.75 20 421 50 Bergw. 123 00 110 00 b.oon. A. 272 25 272.00 " Bt. Pr. 362.50 261 00 nigaborn Bergw. 171 10/171 50 91.00 ons 1889 70.10 1 Turten 1903 Ost.-Ung. Staatab. Sudosterr. Lemb. Canada Pacihe 99 10 97.90 97.10 96 90 53 25 147.00 149.50 84.80 24.20 179.50 Las. Prisce Heury 143.76/143.80 Allg. El Neallv -A 212 00 213.20 .. 30 9.C0 110.8 . 1 2 7. 2 5 1 1 7 7 0 . 119 10 112 10 . 1 7 7. 0 0 1 7 7. 2 1 " Stahlv. 204 80 196.10 Westf.Kallu. 143 30 142 60 mbecher Hutte 224 10 110.20 Hote Erde 70,60 70.02 Thaie Ein. V.-A. Lovenbrau. 203 00 204.03 Wul Wechber: S 60 210 00 Türte 179 75 179 75 h 245.00 242 60 197.40 129 b 214 75 210 C 184.00 133 Of 166 29 200 00 166 50 263 50 146.74 146 90 96.40 366 40 243 25 86.60 30.75 46 60 147.40 7 50 119.76 118.66 Geissehircbener 826 7 Harrener 217.00 219 40 23.20 82.80 Ilbernin— Reichstenl-Dretont 5% * Berie: 1 Tendena-Bertent. * Bertia, 11. Apnl. Das Geschäft reigt: geringe Betethgung. de es nach wns vor n peder regung mangelt. Die Festgleit in Mataneltsen hang mit lokslen Doctengen der Tagempel uls ektien:(seisenhirchen 1 Pree., Herpen 1% Pres. höber. 5 Spezialm#erung der ande en Ma kte erobrigt sich. da. vm gemn. 1, der Vertehr gans belanglos war. Ven Liesebabsektie- lare Ame dhaner auf Newyot echwach. Im erdieren Verlaufe weren Bochamer dent: deegleichen Resostahl 1 Pros. hüber aef Rechbaufe. Tegl. Geid 3½ Pes. Dre zu. Begran der 2. Börernete de weiter anbelund: Lostlos#heit führte rum vellstandigen Stelistend som Kerer, sndam sur vereirneite Noures sominell warce. Fende auf Ereßsensusiand enverändert. Monta ehtsen werter dest. Dre Ausisssungen in des gestngen Geserahenermieng ers Mulbumer Berges Arvereiss wirtten auregend auf Montanahtien. Bei Dersctersigeng aus österreschtsche Werte auf Woen derter; Krodliahtien 214.00. unteriofer! Is dur a. Büremnstande wur die Tendens## der Jodestruwerte der Kossamertime epessell Isssssl-Tleikleber 8 Pros. büber auf di Urverteng eiem goustl en Alaublessen. der ungehlich 3 Millie en Mat Medrgrwsen gn en des Verzahr aufwrei. Des Bubetrepbie ersruftst fer die##%#pres. Rerrh-e deche und Kossele dertbe erst in vorgerüchter Abrodssunde beloret geun die Tetater Jis 191.(DorgensRusgabe. Donnerstag, den 12. April 19 Familiennachrichten. Soade Fuu Srmrr k##l. eher. B#sschee— Gernsine 1.8 Seinu, Nrußz.— Heiurich Lein. Wuhelm Gorie. Rüdchen Kan Brügelmann. T#htrider Verlod!: Gepdr Husmann deim a d. Muhr. u. Obtar(Geidmans Amsegrrichterat a D. 7 Artes Moiens Dusselder.— Itan Cophn Schung. 49 J. Luendeig— Joupd Keinen. 74 J ###eteld— Raufmann Ratl Gunft. Km.— Tbredor Mangeoi, 723. #ocm. Rechoid Einstes, 67 J., llochen.— Joo Bernd Sommers, ## J. Zekenser. Zwiend der Stadt Mänker. (Tachhrud verboten) Seburten: 2. Apill. I. u. G. d. Schlosers Bernard Dreter.— S. d Postdoten Fricdr. von Zwrydorfs.— 3. Apatl. 8. d. Soneiders Hrc Langer. — S. d. Eiend.=Ardettere Theod. Süder.— S. d. Restauratente Heiurich Rlemann.— 2 d. Kutmeisters Ederd. von Arntm. — I. d. Zementordetters Joh. Launnz.- 4 April 2. d. Lok.= Heizers Heinrich Rumüller Zwillige E d. Fuhrmanns Hich. Podimann.— S. d. Kaufmanns Alez Puimapesi.— S. d. Dachdeckermeistere Heinrich Saße. S d. Weders Wud. Bevier. Ausgcdote: 5. Aprtl. Landdriefträger Aaton Putt und Gertrud Koch. d. h.— Eisen.=Sekr. Jod. Weder und Martda Winddausen. . 4.— Maurer Bid. Wiechers u. Klara Klemtombulte, d. d. 6. Aprtl. Pol.=Sergeant Hemrich Hüts u. Anna Gusse, d. 5— Detoraten Josef Schlatmann u. Wildelmine Pädler, d. d.— Lagenist Karl Wagemann und Marg. Düdner. d. h— Arbeit Cdrisnau Wessel und Marte Knoop. b. d. Sterdefäue 4. Aprul. Zwillinge S. d. Fuhrmanns Heinrich Poblmann, 2 Bi uten.— 5. A. J. S. d. Maurere Otto H dermann, Mon.— Ardeiter Karl Auska. 71 J.— Wwe. Anna Averkamp ged. Möllendeck, 79 J.— 6. Aprtl. Ebeir Anna Teermann ged. Newe. 37 J.— S. d. Hülfoschaffnere Czerwm f. 2 J.— 1. Schlossers Felix Zurmann, 6 20 9. Badnwärters Wudelm Bansberg. 1 Woche. Betanntmachung. Auf Grund dee§ 2, Abs. 3, der 2 Zagdichem=Geicz vom 31. Juli wird die rdurch zur öffentlich n Kenntnis gebracht, daß im März d. J#olgenden Personen Jagdscheine erteilt worden sind: Genossenschafts Revisor Karl Huß. Kaufmann Joscf Bülten, Kaufmann Hermann Odendadl, Agent Berndard Woldering. Haupt mann Gustav Schulte=Monting. Kaufmann Josef Austermann. Münster, den 2. Aprn 1906. Der Oberbürgermeister. J. B. Farwick. Bekanntmachung. Auf dem Fundbureau der Polizeiverwaltung sind im Monat März d. J. tolgende Gegenstände als gesunden angezeigt und bisher nicht abgehoben: 4 Portemonnates m: Inhalt, eine silberne Damenuhr ohne Keite, eine Erinnerungsmedaille, ein Goldstdk Die undekannten Verlierer oder Eigentumer dieser Gegenstände wollen sich auf dem Funddureau der Polizeiverwaltung, Zimmer Nr. 11, melden. Münster, den 4. April 1906. Die Polizei=Verwaltung. J. N.: ReinkenDie Tuchlabrik I. G. Vocke, Bramsche bei Odnabrück, Größtee u. altestes Geschäft auc Beserurt, übermmint Wollen zur guten und billigen Auferngung von Herrenu. Damenstossen, Schlaf= und Pferdedecken, sowie Wed= und Strickgarnen. 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Bei Kauf, Miete, Umtausch, Reparatur oder Stimmung wendeman sich an die mehr als bundertjahrige Erfahrung des darch vier(enerationen beechender klausIBAUA Bekanntmachung über die Ein= und Durchfuhr von Schweinekleisch aus Rumänien, Serdien und Bulgarten. weigzer Unterdrückung von Beedtruchen vom 23. Juni 1880 1. Mei 1894(Meichs. gefepdlan 1894, S 4ud und des 5 S des preupischen Ausfüdrungsgesepes vom 12. März 1881(Getepiammlung S. 123) in der Hassung des Ersepes vom 22. Juli 1905(Gesepsamml. S. 318) wird zur Verdatung der Einschleppung von überiregdaren Seuchen der Scweine, inddetondere des Rotlaufs, dei Schweineseuche und der Schwemepest, welche Klankdetten in Rumänten, Gerdien und Bulgarten in einem für den inländichen Bieddestand bedrodlichen Umsange herrichen, für das ganze pirutztsche Staatsgediet folgendes angeoiduct S 1. Due Eiuduhr von Schweinesteisch aus Rumänten, Serdten und Butgarimn int verdoten, jedoch mu Ausnahme seichen Schwetnesleisches, das als„zuderettei“ im Stune des§ 12 des Reichsneseges, detressend die Schlachtueg= und Fietichbeschau vom 3 Juni 1900(Reichs=Gesepdl. S. 547) und der dazu erlaßtenen Ausführungsbesuimmungen anzusehen ist. Zudeteitetes Scdweinefieisch in deesem Sinne darf mit den aus den vordezrichneten Vorsautten sich ergedenden Beschränkungen und unter den dort vorgesehenen Bedingungen aus den genannten Lüändern eingeführt werden. 2. Die Durchfudr von Schweinesteuch, das aus Rumänten, Serdien oder Bulgarten stammt und dem Emfuhrverdote des§ 1 unterliegt, ist unter Beachtung dei Berschriften des Fleichdeschaugesepzes vom 3. Juni 1900 und der dazu erlassenen Ausfuhrungsdestimmungen, sowie unter der Bedingung gestattet, daß die Turchfuhi dei ganzen Wagenladungen in plombrerten Waggons ohne Um= und Zutadung oder bei Stückgutsendungen in festgeschlossenen Bepälmissen erfolgt. 3. Diese Anordnung tritt mit dem 1. März 1906 in Kraft. Zugleich werden die von den einzeinen Regierungspräsidenten üder die Einsuhr von Schweinesteisch aus Rumänien und Serdien erlassenen veterinärvelbetiche Auebuunger aufgeteter. 4. Zuwiderhandlungen gegen diese Anordnungen unterliegen, Jow#ri keine strengeren Sirafgesege verlen werden, den Strafbestimmungen der § 326 des Strafgetepduche und des§°6 No. 66 No. 1, 9 67 des Reichsgrsetzes vom 23. Juni 1680 1. Mei 1894. Berlin, den 24. Februar 1906. Der Königliche preußische Miniker für Landwirtschaft, Domänen und gez ven Pedbleichl. Vorstchende Anordnung wird hierm gewracht Münster, den 2. April 1906 per Bffentichen Krantues Der Landrat des Landkreites Münster: Der Overdürgermeister: Ledens=, Unfall= und Hastpflichtversicherung. Die Geueralagentur für Westfalen einer altangesehenen deutichen Gesellschaft ist unter sedr gunstigen Bedingungen pr.! Juli er. neu zu besetzen. 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