Freitag, 23. Februar. der üloree Gochu ercheet tögtich eneimel. en Cege soi bonn und Seiertagen einmal. Beiege Beshmt benzge 1. S. e ###preillen: Kintgllrabe 39. Geehhete lib: sonm bu! Uihr ennn. Pesieg und Dress euchruns der Speßlatischen Berrsusbrunderet. Leegsennlrets Beom. Bouterutl. bernprech-Suichleh: Redehtlen Nwr. 203, Expediien Nre. 111. „„ Segründet 1822. Illorgen-Husgabe. 85. Jahrgang. 1906.— Nr. 93. Bezusegrette: ehe e en ae e S,. Raselsenoreite: Ser bie Salltgatls oder beren Siaum 20 Die Hazsigen-Ranchme: Sn Illhatter Königliche 39, iem Seouss=Verrans bes Do= ud Buslautes A Heu ##dern, er widauch die Wi am ein Schm Die Demo ches Zurückgeben # gelepgeberische es Tages den * Die Botschaft deo Prasidenten Die Antrittsbotschaft des Präsidenten Fallieres, die dieser der franzosiichen Deputiertenkammer am Dienstag zur Verietung drachte ist wert, daß man etwas nüher darauf einzeht Der Prastdent führte aus Um meine Aufgade zu erleichtern, appolliert ich an die Mitkung eller Repudlikaner, ohne übrigens zu vergessen. i; wenn man mit Mäunern seiner Portei regiert, ####es im dozeren Interesse der Nation geschieht, und daß man alet ohne Unterschied der Absimmung und des littschen Staudens den Schutz sämtlicher Rechte und : Gewäpriestung aller Freideiten schuldet. Die neuen Staatsoderhauptes dat sich mit Warde und de vollzegen und überall den unzweiselhaften Beweis für der Fortschriit unserer politischen Sitten und der Festigkeit des mes ergeven, das nach 35 Jahren seines Bestevens— und reiches Regime hat nach der Revolution eine annädernd so lange Tauer auszuweisen!— trotz glledem heute noch edenso lebensund vielversprechend ist wie nie zuvor. Entsprechend dem trauen und den Gesegen des Landes. in dem sie ihre Bevereint, um für seine Sicherdent, seine Größe und seine Kkaunft zu wirten, als ergebene Hüterin unserer Einrichtungen Geleze ledt die Armee der Ehre und der Uneigennätzigkeit. sichts wird sie in der Erfüllung ihrer beiligsten Pflicht. der für die Verteidigung ihres Landes und ihrer Fadne. ten. Wenn auch jeder Gedanke fernliegt, daß ihre Stärke eine ug gegen irgend zemand bedeuten soll, so darf doch niemand hre Berminderung denken, da sie das sicherste Unterpfand für ## eerhaltung des Friedens bildet. In seiner auswartigen tik, die von Gradheit. Erleuchtung und Mäßigkeit. nicht der aber auch von Festigkeit geteitet wird, gibt da nicht die uditt in ihrer andauernden Treue gegen ihre Freunde und Verdändeten ein Beispiel, um welchen Preis sie herzliche Beedungen mit allen Müchten zu erdalten sucht? Im Innern, die östeutliche Ordnung auf dem unantastdaren Gersam gegenüber dem Gesetze deruht, wird der ie Genius nach wie vor die regetrechte Entwickelung des Ackerdaues und der Industrie ird nicht nachlassen, mit seinem verjüngenden ssenschaften und Käuste, die gleichuck des Augendlickes sind, zu beieden. okratie, die ebensowenig wie wir ein politieill, wird ohne Ungeduld die Abstimmung über den Mahnahmen erwarten, deren Beratung deute sie herantritt, und deren verschiedene Anwendungen ir made herbeiwünschen, ebenso viele grundsozialen Friedens sein werden. Die große begung der Holidarit#t, die nach und nach in alle Echichten der Gesellschaft drang wandert auch auf die vom 4 Enierdten, die eine leidenschaftliche Sorge der treter des Landes sind, zu. In der Welt der Arbeit. er Schulunterricht von der Ruechtschaft und Unwissenheit und bei der die Erziedung den Cdarakter und das Geendi für individnellen Stolz gelestigt hat, wird man nicht unem#fänglich sein fur die Inntiartomaßnahmen, die gleichzeitig so#l fur ihre weise Vorsicht wie für ihr tielgedendes Gerechtig ke#tsgefühl Zeuguis ablegen. Der Augendlick ist nicht fern, wo man überall degreisen wird, daß in einem Lande mit all gemeinem Stimmrecht, unter einer Regierung der Freihe#t. man lediglich auf em Wege der Vernunft, des guten Rechtes und der Billigkeit zur i der Interessen, zu einer moralischen Ein seit der Nation gelangen wird. Bis dahin wollen a16 tneue Diener der Demokratie ohne Unterlaß daran arbei Menschheit immer besser zu machen, mit immer tiefer gehendem esentlichen Gewissen, und wir wollen uns in Treue edmen der Sache des Fortschrittes und dem Kultus des merkt bald heraus, daß die Botschaft reich an Phlusen in. Aber diese dienen dem Präsidenten dazu, die angendlicklichen Gefühle und Plane der Clique, die ihn erwahlt hat, in wohlklingende Redensarten zu fassen. Dabei war es sehr klug von ihm, daß er auf die brennenoste innerAlntische Frage der Trennung von Staat und Kirche nur von ##e# kem mit dem Hinweis auf den Gehorsam gegen die Gelte. Fur weniger klug halten wir es, daß er nur übtikauer“ zu seiner Unterstätzung heranrief und seinem Wahlthron herab das System der Parteiregierung verkündete. Die„Republikaner“ sind allein zur Herrschaft berusen; die Anhänger anderer Parteien verden geduldet! Um das recht zu verstehen, muß man beten, daß nicht etwa bloß die Gegner der republikanischen natsform ausgeschlossen sein sollen, sondern auch die sog. erten, die#ir#blich gesinnten Abgeordneten, die sich offen und ehrlich auf den Boden der bestehenden Staatsverfassung estellt haben. Andererseits werden die Sozialdemokraten, ie auf den Umsturz der Bourgeois=Republik ausgehen, als Mitregenten in den herrschenden Block ausgenommen. Es handelt sich einfach um den Versuch der vereinigten Freimaurerlogen und roten Atheistenklubs, die Religion und die konservativen Ideen gewaltsam zu unterdrücken. Die„Demokratie" wird immer, wenn sie langere Zeit die Macht hat, eine ärgere Tyrannin, als es die Monarchie werden kann. Der neue„demokratische" Präsident von Frankreich vill nicht einmal den Schein mehr wahren, als ob er der Repräsentant des ganzen Volkes sei und über den Parteien stehe. In liberalen Blättern wird als glänzende Erprobung der Staatskunst des neuen Präsidenten gepriesen, daß er das Ministerium Rouvier einsach im Amte bestätigt habe, obschon ihm doch durch das übliche Entlassungsgesuch Gelegenheit geboten worden sei, von seinen frischen machten nach Herzenslust Gebrauch zu machen. Die das sagen, scheinen auch vom französischen Pyrasengeist angesteckt zu sein. Der neue Präsident hätte schon ein Stümper schlimmster Art sein müssen, wenn es ihm eingefallen wäre, während der hochpolitischen Krisis infolge der Marokkofrage sich auf den Sport des Ministerwechsels einzulassen. Er würde ja die Verantwortlichkeit für einen schlechten Ausgang des marokkanischen Abenteuers leichtsinniger Weise auf sein eigenes Haupt laden, wenn er jetzt das Ministerium Rouvier irgendwie störte. Wenn das Spiel von Algeciras zu Ende gegangen ist, wird der Präsident mit Ministerkrisen noch geung zu tnn bekommen. Es zeigt sich hier wieder, was schon oft von den fremdländischen Beobachtern bewundert worden ist: die sonst so uneinigen Franzosen zeigen in allen Angelegenheiten, wo die Ehre oder die Interessen ihren Landes gegenüber dem Auslande ins Spiel kommen, eine stramme Dieziplin. Wenn man Frankreich das Land der Phrase nennt, so darf man nicht übersehen, daß unter dieser schaumigen Oberfläche sich eine zähe Tatkraft in der Durchsetzung der nationalen Interessen geltend macht. Die Franzosen lassen sich zern wegen ihre: Höflichkeit und Liebenswurdigkeit preisen; aber wenn die Sache ernst wird, so entsalten sie eine Dreistigkeit und Rucksichtslosigkeit, die wahrhaft verblüssend wirken kann. So auch jetzt in Algeciras: nachdem Deutschland sich sast ein ganzes Jahr lang eifrig bemüht hatte, den Franzosen klar zu machen, daß Marokko doch noch keine französische Provinz sei, und anscheinend auch die Franzosen zur Anerkennung des internationalen Standpunktes gebracht hatten, treibe jetzt die Herren in Algearas ganz ungeniert die alte Telcassi sche Politik und bringen mit der harmlosesten Niene Projekte über die Bank= und die Polizeiverwaltung ein, die auf deutsch nichts anderes besagen, als: Frankreich macht alles und Frankreich beherrscht alles, ihr anderen Mächte habt artig zuzusehen! Man denke sich einmal den umgekehrten Fall, nämlich, daß Deutschland sich ein Land wie Marokko von England hätte schenken lassen, daß es Frankreich nicht mal der Vertrag mitgeteilt, daß es eigenmächtig dem Sutlan die„Resorm"=Pistole auf die Brust gesetzt, daß er dann sich zu einem Abkommen mit Frankreich über die internationale Regelung verstanden und schließlich auf der Konseranz wieder alle anmaßenden Forderungen, die durch das Abkommen beseitigt schienen, keck hervorgeholt und unerbittlich verfochten hätte! Welch ein Geschrei würde dann in der ganzen Welt über die deutsche Habgi schallen! Aber Frankreich darf solches tun, ohne der gebührenden Kritik zu verfallen; ja die französisch-englischen Pretzverschworenen bringen es sogar fertig, das eroberungssüchtige Frankreich als das unschuldige Lamm und das mühsam sich verteidigende Deutschland als den abscheulichen Sidrenfried hinzustellen. Ein sonderbares Spiel! Aber wie die Dinge liegen, kann doch bei diesem Abenteuer für das von der össentlichen Meinung verwöhnte und von englischer Rankeschmiederei verführte Frankreich eine bittere Lektion herauskommen, wenn Deutschland fest und klug verbleibt. Ein solcher Rückschlag würde auch für die innerpolitische Entwicklung Frankreichs vorteilhaft sein. Auch dort muß man lernen, daß allzu scharf schartig macht. Landtags-Verbandlungen. Abstorductenbaus. (Nachdruck verdoten.) Berlin, 21. Februar. (#bendsitzung.) Am Ministertische: v. Budde. Das Haus in schwach besett.,—„ Prasident v. Krocher eröffnet die Sitzung um 7 Uhr Etat der Bauverwaltung beim Titel Ministergebalt. Abg v. Arnim(kons.): Meine politischen Freunde waren niemals Freunde des Dortmund= Emt=Kanals. Nachdem er aber einmal genehmigt war, haben wir Ausgaben dewilligt.um die dort vergradenen Millionen einigermaßen zentabel zu machen. So schwer es uns wird, werden wir der Vergöößerung des Emdener Hafens zustimmen. Wir sehen hieraus den ersten Schritt zur Schaffung eines Konkurrenzhasens für Hamburg und Bremen. Der Redner bespricht die Hasenverhältnisse in Geestemünde und Harburg. Er ersucht im Auftrag seiner politischen Freunde die Regierung driugend, undekümmert um den Vorteil der großen Handelsemporen Hamburg und Bremen ohne eine Schädigung dieser herbeiführen zu wollen, ißzischen Interessen jetzt und in aller Zukunft aufe nachdr lichste zu wahren lebhafter Beifall rechte), denn nur so könnten die preußischen Hofennädte einigermaßem zu idrem Rechte kommen. Der Einfluß der Hansastädte, besonders der großen Schiffahrts= gesellschaften, ist bei uns ein sehr großer. Wir dürfen nicht unsere Interessen zurücksetzen gegenüber denen Amerikas. Dem Einflusse der großen Schiffahrtsgesellschaften, die ja ein erhebliches Interesse an dem Zustandekommen eines Haudelsvertrages mit Amerika haden, ist die jetzige Einbringung des Handelsproviseriums zuzuschreiden, odwohl uns ein Zollk rieg oder die Aussicht darauf rascher zum Ziel gedracht dätte. Diesen Einfluß glauben wir auch dier zu jeden, und daher richte ich meine Madnung an die preußische Staattregierung. Adg. Kreitting(Fri. B.) verlangt Nutzbarmachung der Wasferkrafte für elektrische Kraftanlagen. Frhr. v. Jedtitz fre kons): Ich will Herrn v. Arnin nicht auf das Gediet der Jollpolitik folgen Ich nehme aber mit ihm an, daß die Regierung die preußischen Interessen an den großen Strommündungen mit voller Energie wahren wird, und daß ee möglich sein wird, die preutzischen Interessen mit denen der Hauserädte in Uebereinstimmung zu bringen. Der Redner wirkt im weitern die Frage auf. od zu Leitern der zwei neuen Kanalbeudirektionen Techniker oder Verwaltung: deamte zu ernenuen seien. Er tritt für letztere ein, denn ein noch so guter Techniker besitze nicht immer, jedenfalls nicht regelmötzg die erforderlichen Eigenschaften# Unterstaatssekretär Holle verweist derauf, daß das Neben anderarbetten eines Oderregierungsrats mit ei Oberdaurat geplant ist, wie es sich bereits bewährt hat. Er bedauert das vom Vorredner ausgesprochene Mißzkrauensvotum und ersuckt. es den Ressorts zu überlassen, die geeigneten Personlichkeiten auszuwäblen. v. Standy(kons.) und Posseldt Frs. Bag) fragen nach dem meinrischen Kanalproselt. Unterstaatssekretät Holle verweist auf die im Gange besindlichen Ermittlungen, die eine Einigung der Gegner und Freunde des Prosekts dezwecen.„„„er r.9.s un u. Abg. Glatzel(nl.) hau es für selostverna dlich, daß die Regierung die Interessen der preußischen Häsen gegenüber den großen Seestädten wahrnimmt, dütt aber eine so feierliche Erklärung wie die des Herrn v. Armm eden deshald für nicht Unterstaatssekreiär Holle: Nachdem von verschiedenen Seiten auf die programmatische Rede des Herrn v. Arnim dingewiesen ist. möchte ich auch dazu Stellung nehmen, und zwar kann das nur geschehen unter voller Zustimmung zu dem Grundsatz daß die preußischen Interessen jetzt und in aller Zukunft an den Nordseehesen energisch gewahrt werden müssen. Etat zeigt ja. welche großen Aufgaden uns hier gestellt sind. Hamburg und Bremen mit gewaltigen Mitteln und gewaltiger Energie vorangehen, müssen unfere Oasen, soweit möglich, folgen. Die Staatsregierung ist gewillt besonders auch die Interessen von Geestemünde und Harburg zur Geltung zu bringen gegenüder den großen Handelsemvoren, ohne deren Gedeihen deeinflussen zu wollen, in dem Bewußtsein, daß auch die preußischen Seedäsen gefördert werden können, ohne daß den andern Unrecht getan wird(Beisall.) Nach weiter:. Dedatten über den masurischen Kanal wird das Gehalt des Ministers bewilligt. Nach kurzer weiterer Besprechung wird die Weiterderatung Konnerstag 1 Uhr: Forstverwaltung, Fivanzministerium— Schluß 10½ Uhr. Darlamentarische Nacbrichten. Berlin, 21. Fedruar. = Die Steuerkommisston des Reichstages dat am Mitwoch den Antrag Wiemer(sis. Bu) detreffend Reform der Branntweinstener in einer von dem Abg Speck(I.) vorgeschlagenen Fassung angenommen, welche sich lediglich auf die Forderung einer solchen Reform beschränkt ohne die Richtung derselden festzulegen. Weiterhin beschäftigte sich die Kommission mit einem Antrage Bokelmann(natl.) detr. Reform der Postund Telegraphengedühren.— Zu einer Beschlußfassung kam noch nicht. epe In der Budacttommisnon des Reichstages gab am Mittwoch der Abg Erzberger(Z.) eine Erklärung zu Protokoll, welche sein Vorgehen gegen das Kolonialamt in Sachen der Auskunftserteilung des letzteren über Personalangelegenheiten rechtfertigt. Die Kommission setzte dann die Beratung des Etats für Südwestafrila fort, wobei namentlich die Hafendaufrage in Swakopmund erörtert wurde. * Der Zentrumsabg. Prinz v. Arenderg ist seit einiger Zeit an Magenkatarrd erkrankt. Wenngleich die Krankheit nicht bedenklich ist, wird Prinz Arenberg durch dieselde doch noch für einige Zeit an das Zimmer gesesselt sein. Deutschland. Berlin, 22. Februar. 22 Mit der„großen liberalen Vereinigung““ ist's nichts; nachdem gestern bereits die Freis. Zig. mit dürren Worten erklärt hatte, die Freisinnige Volkspartei als solche habe weder mit dem von den Delegierten der Vereinigung aufgestellten„Einigungsprogramm“, noch mit den Bestrebungen, einen sog.„liberalen Block“ zu bilden, etwas zu tun, folgen jetzt auch andere Blätter. Recht deutlich wird die freisinnige „Ostsee=Zig. des Abg. Brömel: Leider gingen die Beratungen(der liberalen Vereinigung) über diesen Gegenstand nicht zu Ende, ohne daß von mehreren Seiten wieder das alte Leitmotiv von dem Zusammengeden mit der Sozlaldemotratie kräftiglichs gebiesen wurde Das Stichwahldund. 4 in Baden mußte herdalten, um allen anderen Landesteilen als mustergüiltig vorgerückt zu werden. Es scheint. man lann oder will nicht begreisen, daß dier für sehr viele Literale ein Stein des Anstoßes liegt, daß es allgemein gültige gregeln dier nicht gibt, ja daß man sich eigentlich das Vergnügen. Einigungsprogramme aufzustellen. sparen könnte, wenn man bei jeder möglichen und unmöglichen Gelegenheit immer wieder mit dtefer alten Spreugdombeaurdgt.... Hat man s# berauf abesiehen. immer mehr Teite der allen Feristanigen Dereinigung von ihr abzuspreugen, je lann man es allerdings nicht geschickter anfangen. Es ist sicher nicht von ungefähr, daß auf dem eben beendeten Delegiertentage Bremen unvertreten idar; wir fürchten, wenn man das Retige Schielen nach der Sozialdemokratie, die gestern von einem Redner(Darth) als die„Erzieherin des Liberolismus“ gepriefen wurde, nich lossen kann, wenn man fortfährt, diejenigen als bemitleidenswerte Schücher zu dehandeln, die in diesem Spiel nicht mittun woll m. man wird bald noch viei mehr sehlen sehzen. Auch die„Nationalzig will von dem Einigungsprogramm nichts wissen und überschreibt ihre Ausführung mit der vielsagenden Spitzmarke„Veruneinigung der Liberalen!" Bei vieser Sachlage brauchten wir uns eigentlich weiter mit der ganzen Angelegenheit nicht zu befassen; aber es ist doch von Interesse, den tieserliegenden Beweggründen nachzugeben, denen die nahezu krampshaften Bemühungen der Hintermänner des Berl. Tagebl.“, eine breitere Folie für ihre Partei zu gewinnen, entstammen. Man muß sich dann erinnern, daß es das Berl. Tagebl.“ war, das bei den vorjährigen Landtagswahlen in Bayern die Hoffnung zum Ausdruck brachte, aus der bayerischen Wahlbewegung werde ein neuer„Kulturkampf“ geboren werden, der durch das ganze Reich segen und die„kultur= und freiheitfeindlichen" Gelüste des Zentrums zu nichte machen werde. Als diese Hoffnung gründlich getauscht wurde, erneuerte sie das führende Organ des„weiblichen Freisinns“ gelegentlich der Landtagswahlen in Baden. Kein liberales Blatt in Norddeutschland hat den Mischmasch, der durch das Zusammengehen der Nationalliberalen, Freisinnigen, Demokraten und Sozialdemokraten im„badischen Musterländle" zuwege gebracht wurde, so warm und einsig verteidigt, wie das Berl. Tagebl.“, und zwar lediglich aus Haß gegen das Zeutrum. Die Abneigung„derer um Barth“ gegen die Sozialdemokratie ist ja längst vollständig geschwunden. Es ist bei ihnen nur noch die Aversion gegenüber dem Zentrum geblieben. Auch die jetzige Aktion zugunsten einer großen liberalen Partei“ würde über kurz oder lang zweisellos ihre Spitze gegen das Zentrum gerichtet haben; denn um einigermaßen Ansprüche auf politische Geltung zu erlangen, kann der Freisinn die Sozialdemokratie nicht entbehren. Daß die Freisinnige Volkspartei wie der Nationalliberalismus in den Plänen der Herren Barth und Naumann ein Haar gesunden haben, ist leicht erklärlich angesichts der Mißerfolge, die gerade jetzt der„liberale Block“ in Baden erzie t hat. Die nationalliberale Presse Badens ist zu der Ansicht gelangt, daß das Zusammengehen ihrer Parteifreunde mit den„Genossen" keineswegs zum Vorteil der ersteren ausgeschlagen ist. Die letzten rsatzwahlen in Baden haben einen klassischen Beweis dafür geliesert. Man wird demnach fürs erste nicht die Sorge zu hegen brauchen, daß das badische„Muster“ größerem Stile auf das Reich übertragen wird. Immerhin wird es gut sein, wenn man sich die Vorgänge, die sich jetzt hinter den Kulissen der Freisinnigen Vereinigung abgespielt haben, merkt. Der Grundcharakter dieser Vorgänge, den wir in Vorstehendem gekennzeichnet haben, weist einen sonders hervorstechenden Zug auf durch die Beteiligung des Abg. Dr. Müller=Meiningen an der„Einigungsaktion“. Dieser freisinnige Volksparteiler soll einer der Urheber des ins Wasser gesallenen Eimgungsprogramms sein. Bei der bekannten Stellung dieses Herrn zum Zentrum und katholischen Kirche ist kein Wort mehr über die Richtung zu vertieren, in weicher die„große liberale Parte“ marschieren sollte. Für die künftigen Reichstagewahlen hat, wie die „Oberschlef. Volkezig“ von volnischer Seite erfährt, das polnische Wahlkomitee für alle in Betracht kommenden Wahlkreise Oberschiesiens bereits die Kandidaten aufgestellt. Ausgenommen sind nur die deutschen Kreise Leodschutz. Reiße, Grottlau und Falkenberg. Gegen den Duellzwang. Prosessor v. Below=Freiburg. der schon früher den Duellzwang mit guten Gründen bekampft hat, wendet sich im„Tag“ gegen den vom Reichskanzler proklanierten gesetzwidrigen Duellzwang für Offiniere und betont die Unvereinbarkeit des Duellzwanges mit Recht Sittlichkeit und Retigion. Derselbe Reichskanzler, der den ungesetzlichen Sinn der Sozialdemokratie gegeißelt habe, erkläre, zu ungesetzlichen Handlungen zwingen zu wollen und verbiele den Offizieren bei Dienstenklassung die Geltendmachung ihres rechtlichen Sinnes und ihrer christlichen Ueberzeugung. Rach einem Wort des Kaisers könne nur ein guter Christ ein guter Soldat sein: der Reichekanzler aber drohe demjenigen Sotdaten, der als guter Christ das Duell verwerfe. Dienstentlassung an. Was habe es noch für einen Zweck, die Soldaten in die Garnisonkirchen zu führen? Pros. v. Below geißelt dann die Heuchelei, die darin liegt, daß man das Duell mit dem unzureichenden Schutze gegen Beleidigungen im Strafgesetzbuch zu rechtfertigen suche; man wolle ja auch nach einer Nevision nicht das Duell fallen lassen, sondern negiere dus ordentliche Gericht. Die Gefahr der Bulowschen Erklärung liege besonders in der Uebertragung auf bürgerliche Kreise durch die Reserve= und Landwehroffiziere Unbedingt sei daher ein Widerruf der Bulowschen Erklärung zu verlangen. Zur Erdschaftssteuerfrage. Aus dem Kreise Büren wird berichtet: Am Sonntag, den 18. Februar, hat in Salz: kotten eine zahlreich besuchte Versammlung von Bandwirten des Kreises Büren, zusammenberufen durch den landwirtschaftlichen Kreisverein, stattgefunden und sich im Anschluß an einen Vortrag des Vorsipzenden mit der Reichserbschaftssteuer befaßt. Wie sehr diese Steuer in die Verhältnisse des Grundbesitzes, insbesondere auch des ländlichen, eingreift und Bennruhigung in weite Kreise der Bevölkerung getragen hat, zeigte sich erneut in dem allseitigen. dem Verhandlungsgegenstande entgegengebrachten Interesse. Besonders trat die Ueberzeugung hervor, daß auch in dieser Frage die Landwirtschaft treu zusammenhalten muß und nicht durch Schlagworte sich eine Trennung der Interessen des größeren Grundbesitzes von denjenigen des unttleren und kleineren vortäuschen lassen soll. Die Ausdehnung der Erbschaftssteuer auf Ervschaften zwischen Rezendenten und Deezendenten sowie Ehegatten, wurde einmütig als grundsätzlich zu verwersen zurückgewiesen. Der westicklischen Auffassung von der Einheit des Familienvermögens widerspricht eine solche Besteuerung durchaus. Man wollte auch nicht eine solche grundsätzlich zurückgewiesene Maßnahme auf den Großgrundbesitz angewendet wissen. Dazu liebt der westsältsche Bauer viel zu sehr die Gerechtigkeit und gleiche Rechte für alle. Die Wansche der Versammlung wurden am Schlusse der Verhandlung in nachstehende Resolution zusammengefaßt Oesterreich-Uingarn. elsen. 1 + P. Ssere Freund, Redempterik 21. Febr., wird uns geschrieden: In Wien start den 19. d. M., nachmittags plotzlich der geseierte Versammlungsredner, Missionar, Schriftsteller und Ordensmann Herr Pater Georg Freund; heute, 21. Fedr., nachmittags erfolgte die feierliche Bestattung. Das jähe Hinscheiden des erst 56jährigen, hochverdienten Ordenspriesters weckt weit über Deutschösterreich hinaus größtes Bedauern; da mehrere Schriften desselben und seiner Ordensbrüder auch in Mäuster verlegt wurden, dürfte er auch dort bekannt und geschätzt sein. Der Verblichene war 1849 zu Peterskirchen in Oberösterreich gevoren. 1872 zum Priester geweitzt, begründete die Ordensniederlassung und Rirche in Lustenau=Linz und war für das kath. Vereinswesen sehr tätig. Im Kolleg zu Maria Stiegen in Wien brach Montag bei einer Unterhattung piötzlich zusammen und z#ing nur noch die hl. Absolution und Oelung. Frankreich. Paris, 22. Fedr.(Telegramm.) Die Liller Polizei beschlagnahmte mehrere Tausend Aufruse. in welchen die Katholiken zur Revolte aufgefordert werden. Italien. N. Rom, 21. Nummer einer neuen## zeitung. Sancio Pan Versuch, wie die Namen der zuleinanderfolgenden F Don Chisciotte beweise z Bericht.) Dieser Tage erschien die erste moristischen iAustrierten Tagesein. Es ist nicht der erste derartige er in der römischen Zeitungsgeschichte Faufulla. Kapitän Fracassa, Folchetto, Pancio will die Tradition des Letztgenannten fortsetzen; ob der getreue Knappe mehr Gluck haben wird als sein Ritter ohne Furcht und Tadel? Wir bezweiseln es. Es ist nicht so leicht, das schwer zu befriedigende Publikum täglich genügenden Dosis von Geist und Wit zu versehen. Jedenfalls konnten die Katholiken von der Tätigkeit der Liberalen auf dem Gediete der Presse lernen. Man dat in Rom von seiten der Ratholiken weniger wichtige und dringende Prodleme in Angriff genommen, ader mau boi noch nicht genügend erkannt, daß einzig die Presse den wirksamsten Einfluß auf des Publikum ausäbt. Hoffen wir, daß die Einsicht auch in diesem Punkte baldigst triumphiert. Die Vignette der ersten Nummer des„Sancio Pancio“ ist der volitischen Situation gewidmet und stellt Sonnino als Hanswurt in der volkstümlichen aus den verschiedenfarbigsten Stücken zusammengesetzten Maske dar. Sonnino, hager wie ein Laterneupsahzl. steht inmitten seiner Kollegen, breitet die Arme aus und zuft im Predigerton:„Endlich gehi aus der langen, dunklen Nacht das neue Ministerium auf, leuchtend..“.„wie ein Regendogen“. antworten im Chore die Kollegen. Und mit Recht, denn die el Minister stellen genau 7 Farden dar. Der Mailänder Carmine. Minister der öffentlichen Arbeiten gedört der alten gemäßigten Rechten an, der Unterrichtsminister. Boselli Genua und der Schayminister Luzzatti aus Venedig gemäßigt= fortschrittlichen Rechten, der Finar Salandra aus Apulien der dem Epescheidungsgesetz geguerischen no der ehescheidungsfreundlichen Zentrumsgruppe, der Minister des Aeußeren. Guicciardini aus Ilorenz, der historischen Linken, der Römer Baccelli(Postminister) der Linken und zwar der Gruppe der Zauardellianer, der Lombarde Sacchi(Justiz= und Kultusminister) und der Siulianer Pautauo (Aderdauminister) den Gruppen der Radikalen und Republikaner der äußersten vinken. So dat sich die Vorversage bewahrheitet, daß auch Sonnino, nachdem er die Buntscheckigkeit des Ministerinms Fortis bekämpft, zu den verschiedenen Kammergruppen seine Zuflucht nehmen mußte, um ein lebensfähiges Ministerium zusammenzudringen. Denn woie die Kammer zusammengesetzt ist, kann sie nicht die Basis eines einheitlichen Ministeriume garantieren. Das heutige Ministerium unterscheidet sich jediglich durch die tatsächlich größere personliche Tüchtigkeit seiner Mitglieder von dem verflossenen. Od das bei der bedenklich rasch wechseinden Stimmung der Vorlamentsmitglieder, bei denen des peridnliche Rutzlichleiteinteresse die Stelle von Grundsätzen veritt. genügen wird, Sonnino zu hatten, wird sich ja zeigen müssen. Bemerteuswert ist, daß der Kriegsminister Mainoni und der Marineminister Mirabello auch im neuen Kadinett verbleiden und das auf Wunsch des Könige, der in Zukunft diese Verwaltungen dem Schvanken der Pesitik entzogen wissen will. Dasselde wänscht der König für das Ministerium des Aeußern. dessen leitende Politik gesichert sein muß. Die Nachfolge Gu#cciardinis im Ministerium des Aeußern auf San Geuliani ist als nicht sehr glücklich zu bezeichnen, größere Garantien und Sympathien dätte die Rucklehr Tittonis erweckt. Was die Rirchenpolitik betrifft, so daben die Sonnino- freundlichen Blätter sich deeill, den von ihm in der Kammer algegedenen, die reihett reipektierenden Erklärungen die weitgehendste Deutung zu geden. Aber die Anwesenheit des Freimaurers und Radikalen Saccht im Aultusministerium i8 nicht dazu angeten. die Katdoliken zu beruhigen, um so weniger, da die radikalen Biatter und besouders des Leidorgau des Ministers.„La Vite tersichern. daß dieser erst. nachdem er formelle Versicherungen betreffe der prinzipiellen Fragen erdelten, annahm. Sofort einen Kulturkampf zu inszeuteren, wärt zu unklug und undolitisch: aber Die„Patrie“ Organ der Freimaurer, kündigt Deputierte. Freunde Sacchit einen Initialtoantrag für das Edescheidungsgesez eindringen wollen. Man g'audt. daß das Ministerium einen Aufschud verlangen wird, ader menn ihn auch die Kammer gewähren wird so ist es don rotwendig daß die Rutdoliken die drohende Gefohr Rlets im Ange Sedalten. Der Sonnins=freundliche„Curiere delldaß ei sumn von Mailand scaum: des Ausergrarnschen Laze und ug notide digerwette dat Sonnino in dieter erklärt gelegentlich der Besorechung des Prodenten, daß in Italien infolge seiner ge: distorischen Uederlieterungen die Verwaitn# dezentraltsiert werden mut. Er scheint alte Hinsicht bedentende Reformen anstrebt. Diese und die versprochenen sozialen Beifall aller, besonders der Katdoliken, erc gramm sie seit Jahren enthalten sind Dänemark. Kopendagen, 22. Jedr(Tel.) Köuig Oßfar wurde dende vormittag auf der Durchreise nach ivelin auf der Moerredio von dem König Friedrich, dem Kronpeinzen und der Proupnngebin beztäht. Amerika. New Nork, 22 Jedr.(Tel.) Ein Telegiomm aus Manile vom 21. Fedruar desagt: Der Milltärgonverneur von Miubenen. Generalmajor Wood tritt am 24. Jedruar eine Jnszeft an; dies schrint derauf hiuzudenten, daß die Regierung die###. sortige Enisendung von Truppen neck C### beobsichtig!. Die Chineten von Mantia die dir 2## dielten, detz in Chius eine Erdebung gegen dir Fremden für den 24. Fedruar gerient sei gleuben, bei Ilnruben bert numittelber deveistehen, zutolge dessen ist der Handel zwischen den Chinesen dter und in Gting sehr eingrschrdaf. New Nork, 22. Jedr.(Lel.) Einem Telegramm ans Wekem. Kad zufolge ist dort ein Soreiden eines angeledenen Boamten in Careces eingegangen worin es deißt. Caktre werde durch die untätige Oaltung Irankreichs und der Uintenloaten 1# Kriege gegen die Fremden ermuntert. Aug gad Castre du Anweisung Altenst öeke zum gerichtlichen Vorgeben gagen Gesellschalten mit bedeutendem Rapttel anzulegen dir sie in euglischen Jnden definden, ndmlich die La Guaire=Herdeur Corpedie nachstehende Resolution Puinzamenge Die heute gier zahlreich versammelten mtitglieder des land= lischen LJnden definden, nämlie die Da Guain### wirtschaftlichen Kreisvereins Büren fassen einstimmtig folgende## ration und bie Ba Guatra Geretel-Rattroab, beurn es wahricheinResolution: lic ebenso ergeben werbe, wir den Aepbeitgrtellichelten und aubern Der landwirtschaftliche Kreisverein Büren richtet an den ausländischen Unternchmungen. Reichstag die Bitte, wenn möglich, überdaupt von der EinAhrung einer Reichtrbschafeseuer abzuschen sokte dietz„ aber unumgänglich netwenbig bein, bei der Oehaltung der. Polkswirtschafttiches u. Bozictes. 1. von der Verücksichtigung der besonderen Berhältnißse bes— Gerein für Deublungs-dommts von iene(keu# Grundbesitzes auszugeden in dem Einne der Vorschläg#nnischer Vereinl in Hembare der westsättschen Landwirtschaftskammer und des Bauern: gand dieses Vereins steütte sich am 31. Oemembrr v. J. aus 72 82#0 Stein. Scheuerane voi u. ui. Vrindengerbörge nechen abe Mitgicher, un in L. von einer Ausdehnung viener Besructang. i Vorlags vorsieht, auf die Erdanfülle von Kind Ne 916 Vorlage vorsieht, auf die Erdanfülle von Kindern an die Eitern ganz abzusehen, und erst recht und vor allem abzusehen von einer Besteuerung der Deszendenten und Edegellen=Ardschaften Franz Ferster. Taver Jürgans. Fose. Bürger. Die Unterzeichner sind eigens von der Versammlung hierzu gewählte, ausschließlich kleine und mittlere Landwiche 1905 ihren Beitrag nicht entrichtet oder tufeigr Abiebens Anömeldung und sonstigen Gründe aus dem Berrin ausgrichsser: Aud. gestrichen wurden. Die Stellenvermittelung des Orrein= bei vo lopten Jahrr 6779 Stellen deiegzt und damit gegen das derdergeben### hohr ein Mehr von 285 Steller erzwit. Dis pot sed in gerarz Sser 114 400 Steüen vermittelt werbrn. fu Peusensfele einem Vermegen von 10 Mistonen Morf bei bchen 1½. Michtsure Mark an Aitere. Japeliben: Orstwen-Bonten u., dir Branden- und Begrübni6-Kalfe über 2 Mibleser Phout en Drouber. and Verwaltung und Rechtspflege. Bertin. 21. Fedr. In einem polntichen Orte in der Näde gzu bd nibemüh, bellend uns eine mehrtlellige#r Ise: Sonl: mii##eng koufethonellem Cbarakter, so daß dis ewungettichen Kinder in einem Naudarorte ihrer Schuldflicht nochten men mußten. Vor einiger Zeit beichtoß nun die Gemeindedes Stadichand auf Betteiden des Vondrats einen 2 u. den an das Schntdaus, der zur Unterdringung zweier Klassen g' anstolußticher Beautzung durch evangelische Schüler dienen ###ie. Peeier Zostand erreichte sein Ende durch einz Versugung dei Regierung, in der die somtlichen Klaffen zu einer Simultan schule vereinigt wurden. Oiergegen protestierten die katholische Bewodner dei S#ädichens dadurch, daß sie idre Rinder von dem Betuch der Eimnulianschule serudtetten und zwar ohne sie anderweitig unterrichten zu lassen. Die Bäter wurden daher sümtlich wegen Eduvershumnis ihrer Kinder unter Anklage gestellt und von beiden Justanzen Jämttich zu Geidstraten verurteilt. In der Urtedlsdegrändung wurde ausgeiahrt, daß die Verjugung der Regierung zu Rechi bestehe, da die dort getige Verordnung vom 28 Cttoder 1817 die Aussicht und Verwaltung des gesamten Elementarschul eiens in ihre Hände lege. Otergegen legten die Bater Revihon beim Rammergericht ein mit der Begründung, daß der Neuden der Gemeinde nur unter der Bedingung gedaut worden wate, daß der Rreug kontetstonalle Cdarakter der katdoltichen Klassen gewadrt dliede. ein Borschlag, dem der Landrat des Kreises ongedlich zuoestimmt haben soll. Der erste Stratsenat des Kammer= gerichis tom zu folgender Eutscheidung: Wenn die Büter iere der nicht in die neue umgewandelte Schule schicken wollten. so mutzten die nach dem Landrecht anderweitig für deren Unterricht lergen Sie waien dader die auf einen zu besrafen dei seinen Stiefsohn von der Schule ferugehalten dat. Bei deesem war die etterliche Gewalt auf die Mutter übergegangen und der Vater nicht verpflichtet, seinen Stiefsohn zum Schuldesuch enzbeiler. Jahresbericht üder die Gemeinde=Angelegen: heiten der Stadt Munster. (Schluß.) 0 Münker, 22. Jedr. In Schlachthof wurden im Berichtsjahre geschlachtet 1276 Rinder üder 300 Kilogr., 5193 Rinder die 300 Kilogr., 22 142 Schweine, 9083 Külder. 3844 Schafe u., 382 Pferde. Diese StaliRit ergidt die Zunadme der Rind= und Schwein:: schlachtungen und einen Rückgang in den Schlach: tungen der Relder, Schafe und Plerd: Dae Plus an zum Konsum gelangtem Fleisch entspricht wodl dem Zuwachte in der Beoökterungsgisser der Stadt.— Die Ergednisse der Fleiscbeschau waren folgende: Sanz verworen wurden: 24 Kade(15 wegen Tuberkulose, 8 wegen Blutvergittung infolge Aufnadme jauchiger Stoffe, 1 weil im Verenden geschlachtet). 1 Rind(allgemeine Strahlenpilzerkrankung), 13 Schweine(8 verendet eingebracht bezw. im Stalle verendet, 2 Tuderkulose. 1 Trichinose. 1 jauchige Bauchsellentzündung, 1 dochgradiger Rotlauf). 4 Rdlder(2 gauchine Nadelvenenentzündung. 1 Geldsucht soden Grades. I eitrige Nietenentzundung). 6 Schafe(2 zauchige Bauchsellentzundung. 1 dochgtadige Geldsucht. 3 allgemeine Wasserigkeit des Fleisches). 1 Pierd(Jauchevergittung). Auf der Freidank verkauf wurden: 1 Stier(einstunig). 1 Ochse(Tuderkulose). 20 Kude (16 Tuderkulose. 1 Enterentzändung 1 Biüttermagenverstopfung. 1 ausgedeynte Quetschung anf dem Transporte. 1 Mogerkeit). 1 Rind(Bauchtellentzundung). 31 Schweine(14 wezen Geschlechtsgeruch, 5 Knochenweiche. 4 Gelbsucht leichten Grades, 3 nolgeschlachtet wegen Erstickungsgefadr. 2 Nierenentzündung, 1 Tuderkutole, 1 Lungenentzündung 1 lokale Strahlenpilzerkrankung). 4 Kälder(3 Geldsucht leichten Grades, 1 notgeschlachtet wegen Erstickungsgefahe). 49 Schafe(1 Tuverkulose. 47 Wässerigkeit des Fleisches. 1 Geldsucht leichten Grades). 1 Pferd(beginnende Jauchevergiftung) ale minderwertig dem Zoologischen Garten üderwiesen. Außerdem waren der Freidank aderwiesen worden: 271 Kiso Rindfleisch und 170 Kilo Schoinefleisch. Im übrigen wurden wegen der verschiedensten Krankheitsursachen eine große Anzagl einzeiner Organe vernichtet. 637 Kilo Rindersett, welches zum menschlichen Genusse untauglich war, wurde mit Petroleum degossen und sodann dem zeweiligen Besiver zur technischen Ausnutzung zurückgegeden. Wae die Badeanstalt angeht, so weiß des abgeschlossene Berichtejahr sowohl hinsichtlich der Besucherzaht els auch der Einnahme eine ganz erbedliche Steigerung aus. Die Zahl der Beder detrug im Jahre 1904 153 405 gegen 127 369 im Jahre 1903, dat sich also um 26 036 vermehrt. Die Einnahme betrug im Jahre 1904 49252 Mark gegen 41 910.55 Mark im Jahre 1903, mitdin ein Mehr von 7342.45 Mark. Der Ktärtste Tsuch war am Samstag den 16. Juli. mit 2342 Badern. Scawimmunterricht wurde an 486 Personen erteilt. adgelausenen Jahre wurde auch mit der Instandhaltung der Anstalt nicht innegehalten und ist besonders hervorzugeben der Neudelag des Fußoodene des Reinigungsraumes und des Flures vor dem Reinigungeraume im bedeckten Schwimmbad mit Meitlacher Platten. Ferner wurde die Schwimmhalle mit elektrischem Licht versehen und der Wandanstrich teilweise erneuert. Der Anstrich der Auskleide. zellen in der Schwimmhalle wurde ganz erneuert. Im offenen Schwimmbad wurde ein neues 3 Meter hohes Sprungdrett engelegt. Zum ersten Male sand im verflossenen Jahre das Schwimmfest des deutschen Schwimmerdundes verdunden mit Wettstreit um den von S. M. dem Kaiser gestifteten Ehrenkranz in der städtischen Badeanstalt statt. Das Herdergswesen ist im Vergleich zum Vorjahre ziemlich unverändert. Im Ludgeri=Hospiz— Bült 9— wurden in der Zeit vom 1. April 1904 dis 31. März 1905 im ganzen 11 780 Logis(Schlafnächte) gewährt. 7440 Personen erhielten ganze oder teilweise Verpflegung. Im katdolischen GesellenHospiz— Domplaz 37.38— wurden 860 fremde zugereiste Mitglieder deherdergt. Diese erhielten in 630 Nüchten freies Logis mit Adendbrot und Morgenkaffee. Außerdem nehmen in dem Hospiz durchschnittlich 35—38 hier in Arbeit steyende Mitglieder dauernd Wodnung. Im ganzen wurden 13300 Logisnächte gewährt. In der Herberge zur Heimat— Sternstraße— wurden an 7989 Personen in 15.000 Schlafnächten Logis gewährt. Von diesen Personen erhielten 1463 freies Logis und freie Verpflegung (Natural=Verpflegungestation). Die Finanzlage der Stadt ist eine günstige zu neunen. Der Jadresadschluß für 1904 stellt sich wie folgt: Ordinarium: in Einnahme 3 164 407.93 Mark. in Ausgade 2457384.71 Mark. mithin Bestand 707023.22 Mark Exlia=Ordinarium: in Einnahme 1 705512.94 Mark. in Ausgabe 3 575 308.44 Mark. mithin Fehldetrag 1 869 795.50 Mark. Marktbetrieb: in Einnahme 18 708.26 Mark. in Ausgabe 18 575.90 Ml., mithin Bestand 132.36 Mark. Servis: in Einnahme und Ausgabe 1570.54 Mark. Im Ordinarium ist ein buchmätziger Bestand verblieden von 707023.22 Mark. Die Einnahmeieste detragen 478 154,58 Mark. Die Ausgabereste betragen 163609.38 Mark. Mithin„Mehr“ an Einnahmeresten 314545.20 Mark. Das duchmäßige Vermögen beläuft sich auf 1021 568.42 Ml. Das Extra=Ordinarium schließt mit einem Vorschuß von 1869795.50 Maik ab. Im Lause dieses Jahres wird der Rest der 10 MillionenAnleihe von der Lande bauk abgehoben und dadurch der Vorschuß beglichen werden. Vorläufig sind die Mehrausgaben aus den bei der stadtischen Sparkasse ausgenommenen Vorschuß=Darlehen beKritten. Die Einnahme= und Ausgabe-Reste beim Extra=Ordinarium betragen se 2221 053.85 Mark. Der Gesamt=Jahresabschluß für 1904 ergibt folgendes Bild: a. gleich Einnahme.. gleich Ausgabe. Kämmereikasse u. 3 164 407.93 Mark. d. 2457 384.71 Mark. ExtraOrdinarium a. 1705 512.94 Mark, d. 3575 308.44 Mark. Realgemzsstun u 188148.38 Mark, k. 188148.38 Mark. Handwerker. M#oildungsschule 2. 10441,33 Mark. b. 10441,33 Mark. Kaufmännische Fortbildungsschule u. 6292.08 Mark. d. 5968.24 Mark. Schlachthof u. 142 651.51 Maik. d. 121 347.92 Mark, Badeanstalt a. 00 500.03 Mark. d. 60 500.03 Mark. Depositen a. 3574 015.51 Mark, d. 1063(59.07 Mark. Vorschüsse u. 721 814.94 Mark, d. 967 475.49 Mark Marktbetrieb u. 18 708.26 Mark. d. 18 575.90 Mark. Servis a. 1570,54 Mark, b. 1570,54 Mark. Hasen a. 274 533 17 Mark, d. 62878.41 Mark. Polizei=Offinanten=Kleiderkasse a. 11 408.32 Mark. d. 10108.59 Mark, Gesamt=Einnahme 9880004.94 Mark. Gesamt=Ausgade 8542767,05 Mark. Der duchmäßzige Umschlag im Rechnung=jahre 1904 betrug mithin 18422 771.99 Mark. Neu hinzugekommen ist die Realschulkasse, dieselbe wurbe im letzten Jahre noch in einem besonderen Anhaiag bei der Realgymnafialkafse geführt. Der Bestand an Wertpapieren betrug am april 1904 1264 405.26 Mark. hiuterlegt wurden bis zum Jahresabschluß 256 518,69 Mark. Gumma 1 520923.95 Mark. zurückgegeden wurden 243566.49 Mark. Am 1. April 1905 war also ein Bestand vorhanden von 1 277 357,46 Mark. Der hohe Bestand ist auf die Zunahme der Kautionen für die Ausdaukosten der Interessentenstraßen zurückzuführen. Die Wertpapiere umfassen: Keutionen, die von Unternehmern als Sicherheit für die im Auftrage der Stadt ausgeführten größeren Arbeiten und Bieserungen verlangt werden. Kautionen zur Sicherung der Straßendaukosten bei Andau=Genehmigungen an nicht ausgedauten Straßen. Diese Sicherheiten werden in Sparkassendüchern. Sichtwechteln. Reicheund Staatsanleiden, sicheren Provinzial= und Siedtanleihen und auch in Kautionehyp theken gestellt. Kautionen für die Ausbaulosten der Interessentenstraßen. Diese werden in Sichtwechseln oder Sparkassenduchern angenommen und zur Deckung der gezahlten Ausdaukosten der betraffenden Straßen nach Bedart durch Einiösung der Sichtwechsel deiw. Abtebung bei der Sparkasse denugt. Amtsleutionen der Kassenbeamten und Bollnehungsbeamter, mit Auenaume der Kaution des Kämmerei=Rendanten, die bei der Spartasse dinterlegt ist. Das Verzeichnie der Aertpapiere weist nach: Wertpapiere der Stadt(Rämmerei=Vermögen) Stittungen. Toeaterbaufonde, Feuerwehrsonde Außervlanmätziger Tügungsk##ndt der Stradendahn. Reiervefonds der Straßendahn. Grundanlaufssonds. Aktien der gemeinnätzigen Basgesellschaft Aktien der Westsältschen Landeseisenbahn=Gesellschaft Huvotdelenbriefe üder Restlaufpreise der von der Stadt verkauften Besigungen. Wertpapiere dei Reeigymnasiumt, der Handwerter=Fortbildungsschule, des S#btischen Oasens(Ernsusrungsjeube), bes flddtischen Schlechtdauses(Erneuerungskouds). Diese Wertpaptens werden auch in den Stait der detressenden Kassen na ugewiesen. Der Schuld##destand am 1. April 1904 betrug 15 416 411.06 Mt. Im Johre 1904 find gettgt: planmößig 352 446.29 Bil. außerplanmäßzig 159 23 47 Bt, es beträgt also der Schuldendestend am 1. April 1905: 14 904 761.20 Mi. Die außerplanmätzigen Tilgungsbeträgletzen sich zulamman; erstlich aus den zur Einziedung gelangenden Straßendaukosten, wosern die sie detressenden Straßenanlagelosten aus Auleidemittein beichafft sind, ferner aus den Einnaymen für verlauften Grund und Boden, soweit sie nicht ausbrucklich für andere Zwedke destimmt sind, dann aus dem Erlos für altes Material und enblich aus don Einkünften bei außergewöhnlichen Abdolzungen. Von der durch Stadtverordusten=Beschluß vom 22. Jannar 1902 bewilligten Anleide sind noch 2 065 000 Ml. zu deschaffen. Diese Summe ist in odiger Aufstellung nicht entholten. Die Anleide ist bei der Landesbank zu machen. Wie schon oden erwähnt, wird im Lause des Jahres 1905 die Abbedung der 2 635 00 M ertolgen. Feruer is in der Aufstellung nicht enthatten der Kapitalwert der an die Armenkommission zu zablenden. unkünddaren Reute von jährlich 7333.53 Mi. Die Auslosung der jährlich gemäß Tügungsplanes zurückzuzablenden Anleihescheine der Münsterischen Stadtanleibe II. und 11. Rusgabe. sowie die Beinichtung der eingelosten Zinescheine und ansgeloften Anleidescheine erfolgte zu den bestimmten Terminen durch die Herren Mitglieder der Schuldentilgungs=Kommission: Stadtrat Hermann Horstmann, die Stadiverordneten Wildelm Hüfser und Joseph van Gemmeren. An Stelle des ausgeschiedenen Herrn van Gemmeren ist der Stadtverondnete Herr Feides zum Milgliede der Schuldentilgungs=Kommission gewählt. Odschon die einmaligen Ausgaben infolge der vielseitigen Unternehmungen der Stadt sowie auch der Eingemeindung wiederum recht bedeutend waren und eine Zunahme der regelmäßzigen Ausgaden veranlaßzten. so war es doch durch die weiter wachsenden Steuerkraft der Bevölkerung und die rocht günstigen Ergednisse der slädtischen Betriede, als: Gat= und Elektrizitätswerte. Straßendahn usw. und der Sparkasse abermals möglich für das abgelausene Johr 1905 die gesamten Ausgaden außer durch Erbedung der indirekten Steuern— Hundesteuer, Lustvarkeitosteuer. Biersteuer und Umian. Keuer— sowie auch unter Belassung des bisherigen Prozentsapet zur Gemeinde-Grundsteuer, durch 100 Proz. Zuschlag zur Einkommen Gewerde= und Betriedssteuer zu decken, ohne daß ein Desizit sich ergeden det. Städtisches. u beutiche Mänder, 22. Jebruer. #eisenbadntunnel am Baduhof Munster. In der 13. Sitzung der Budgetkommission des Hauses der Abgeordneten bei Beratung des Eisendahnetats drachte ein Mitglied des Zentrums die Angelegenheit betr. Herstellung eines Tunnels unter dem Hauptbahnhof zu Münster zur Sprache und betonte die Wichtigkeit der Verdindung des östlichen Stadtteils mit dem westlichen Stadtteil durch eine solche. Ein Regierungskammissar erklärte darauf in Gegenwart des Eisendahuministers, „daß die Herstellung eines Tunnels keine Schwierigkeiten diete“. Wenn dierdurch auch über die Rostenfrage noch keine Entscheidung getrosfen ist und namentlich nicht seststeht, ob der Eisendadsielus seldst zu den Kosten deitragen will, so erscheint es doch immerhiu erfreulich, nunmehr zu wissen, daß Betrieberücksichten der Herstellung des Tunnels nicht entgegenstehen. Hiermit die rückt ganze Angelegenbeit ein tüchtiges Stück weiter, und man wird die Hoffnung degen dürten, daß die Zeit nicht sern sein wird, wo es der Stadt Münster in Verbindung mit den beteiligten Interessenten gelingen wird, das Projekt, das seit einiger Zeite weite Kreise Münsters deschäftigt hat, zur Vollendung zu bringen. □ Prälat Alone Schäfers Vater f. Aus Strahburg kommt die Nachricht, daß dort am 20. d. M. der 80 jährige Vater des Herrn Prälaten Pros. Dr. Schäfer designierten Apostolischen Vikars für das Königreich Sachlen. nach längerer Krankdeit gestorden ist. Der alte Herr war auch in Münster wohldekannt. da er mit Frau und Tochtern seinem geistii den Sohne nach dessen Berufung an unsere Akademie(1885, dieder gefolgt war, gleichmie er dann mit ihm später(1896) von dier nach Breslau und vor ein paer Jahren von dort nach Straßburg zog Früher datte er in Dresden ein Geschäft gehadt. Die Gattin verlor er hier in Münster; sie liegt auf dem Maurit Kirchhofe degraden. Bis vor kurzem erfreute sich der dochbetagte Herr geistig wie körverlich noch großer Rüstigkeit und Frische. Es freut uns, daß er die edreuvolle boden bischöflichen Würde noch der Rüstigkeit und FrHerufung seines Sohues erledt dat. * Personal=Veränderungen in der preußischen Armee. Wännenderg. Lazarett Verw.=Jusp. in Insterburg. zur Wahrnehmung der Lazarett-Oderinspektorstelle noch Münster i. W. versetzt. Idler, Rechnungsrat. Lazarett=Oderinsp. in Münster i. W., auf seinen Autrag zum 1. April 1906 mit Pension in den Ruhestand versetzt. □0 Die Binzenz=Konserenz der Pfarre St. Mauritz besteht aus zwei Abteilungen, deren eine ihre regelmänigen Sitzungen am Sonntag nach dem Hochamte, die andere am Montag abend abhält. Gestern abend hatten beide Abtetlungen sich zu einer gemeinschaftlichen Sitzung vereinigt, in weicher der Beitritt des Herrn Pfarrers Binkhoft zur Konferenz stattsand und gedührend gefeiert wurde. Die Sitzung der Konferenz degann zur gewodnten Abendsunde, mit dem vorgeschriedenen Gebet und geistlicher Lesung. Der Herr Pfarrer wurde sodann vom Vorsitzenden in den Verein ausgenommen und versprach, ein ebenso treues Mitglied sein zu wollen, wie sein verstordener Vorgänger. Der Vorsitzende gab sodann eine sehr interessante Uebersicht über die Geschichte der Binzenz=Konserenz St. Mauritz. Die Konserenz wurde am 26 Dezember 1870 gegründet, dieselbe zählte von da an bis heute 168 tätige Mitglieder. Herr Pastor Binkhoff ist der 25. Geistliche, welcher in diesem Zeitraum der Konferenz beitritt. An Geldbeiträgen sind seit Gründung der Konterenz 654 Mk. gesammelt worden. Die Konterenz hat es verstanden, stets eine selbständige Stellung zu bewahren, es herrscht in ihr stets ein echt katholischer Geist der Eintracht und Liebe, es waren. wie in keiner anderen Konferenz der Stadt, die Pfarrgeistlichen stets eifrige Mitglieder und Besucher der Konserenz und besteht zwischen ihnen und den übrigen Konserenz=Mitgliedern ein überaus schönes und herzliches Einvernehmen. Der neu ausgenommene Herr Pfarrer stellte den„Antrag“, den von der Konferenz zu unterstützenden Armen auf seine Kosten die zugewiesenen Bebensmittel= und sonstigen Anweisungen verdoppeln zu dürfen. Dieser Antrag sand jubelnde allseitige Zustimmung. Nachdem dann die Vereinssitzung wie gewöhnlich durch Gebei geschlossen, folgte unter sachkundiger Leitung eine Sitzung der Gemütlichkeit. Die vorzügliche Rüche und der Keller des Herrn Frönd schafften eine solide Unterlage, auf welche er Humor und harmloser Scher; bald üppige Blüten sprossen ließen. Die herrlichen Solovorträge zweier sangeskundiger Vereinsmitglieder entfesselten wahre Beitallsstürme; dazwischen fielen launige Reden und allgemeine Lieder. sodaß die Stunden nur allzu schnell verrannen Zum Schluß würdigte der Herr Pfarrer in einer schönen Ansprache der großen Verdienste des Vorsitzenden Herrn Rentners Koppernagel um das Blühen und Gedeihen der Konferenz St. Mauriß.— 14 maltos annos! 6 Gemäldeverlosung zum Besten des Binzenz=Waisen= hauses. Die seit einigen Tagen von der Aiademie für Maten und Zeichnen(Leitung Caesar Eimermacher) im Schöninghschen Neubau am Lambertikirchplatz ausgestellten Studien und Skizzen, Originalarbeiten nach der Natur von fortgeschrittenen Schülern und Schülerinnen, in Blei, Feder, Koyle, Pastell und Aquarell ausgeführt, werden heute zum Besten des Binzenz=Waisenhauses verlost. Die 100 Nummern verteilen sich auf: Blumen, Früchte und Stilleben, Landschaftliches. Interieurs und Figürliches. Die erstgenannte Gruppe dürfte die ansprechendsten und künstterisch wertvollsten Arbeiten enthalten. Träumerische Rosenknospen, vollreise Weintrauben, saftgeschwellte Apselfinen, rotwangige Aepfel, Pflaumen, Kolosnüsse und andere Herrlichkeiten eines heiteren Sonnentages entzücken den Kunstfreund durch die Füte der in ihnen niedergelegten Naturdeobachtung, die sichere und sandere Technil der Kleinkunst und durch die warme, lebendige Fardengebung, welche mittels einer wirkungsvollen Beleuchtung oft eine impressionistische Berklärung erziett. Die zweite Gruppe, Landschaftliches, enthält wenige aber auch recht gute Stücke z. B. die hypochondrische„Regenstimmung“. Ans den Interieurs seien erwähnt das gemütvolle Augenblicks. bild„Hoffschu tesche Rüche in Angelmodde“ und zwei plastisch recht gut herausgearbeitete Motive aus der Ueberwasserkirche „Kanzel und Weihnachtskrippe“. Die figürlichen Darstellungen sind aus dem Kindes= und Volksieben gegrisfen, z. B. die Nummern Mußestündchen eines Schülers".„Lachender Philosoph“. „Schuster in der Werkstatt".„Meister beim Abendtrunk“.„Frau am Spinnrad“ und dringen auch Münstersche Typen wie„Junge mit Altvierbullenkopp“ und„der Orgeldretzer". Die ausgestellten Arbeiten nehmen sich in den Kartons und den geschmackvollen Rahmen ganz häbsch aus und werden den Gewinnern gewiß viele Freude machen. Das in den Studien und Skizzen dewiesene technische Können der beteiligten Schüler und Schülerinnen der Akademie verdient alle Auerkennung, wie auch die Opserwilligkeit, mit welcher von ihnen gewiß viele Wochen unter Aufwand von Mühe und Kosten im Dienste einer charttativen Sache gearbeitet worden ist. * Die Hermann Hubertus=Stiftung, Ebtimen- und Waisenkaßse des latu. Leyrerverdanden der Provinz Westfalen, hat sich im Lause von 12 Jahr u ihres Bestehens zu einem großen S9#1. t#tigkeiteinnttut ausgebiidet. Die Unterstügzungs= und Seidetaße umsaßt jetzi 7v0 Dinglieder und hei emn Vermögen von Don Mautenicherichch ded inen Heurn 10 082/48. Die Kasse dal im lozten Jodre an 56 Lehrerwumen Pensionen ausbrzadti. Um die Leistungssänigkeit der Kasse noch mohr auszugestalten, in auf der legzten Muglieberversammtung beschlossen, die Aehrrige Zwangskasse in eins freie Hülsskasse umzumanbein Die Genehmigung der vrründerten Sazungen ist ablerdings noch nicht eingegangen, siehen aber in sicherer Aussicht. Zugielch ist von derselden Mugliederversammlung beichlossen, den Beitrag zur Unterstätzungskasse eitmas zu erdöhen und die Leistungen der Kasse auf 500 Sterdegeld und 300 Pension zu bringen. Drovinzielle Nacbrichten. a. Hausbälmen d Dülmen. 22. Fedr. Unsere Gemeinde wird in diesen Tagen das Glück daben, den ersten Prießter aus idrer Mitte dervorgehen zu seden. Es ist der Missionsichuler Herr Heinrich Niewind, der am 24. Fedruar im 2 „St. Gabeiel“ zu Mödling in Oeste reich die dl. Priesterweihe empfängt. Die Gemeinde rustet sich schon eifrig, dem jungen Missionar bei seiner Primiz die er gegen Mitte Aprit hier zu sniern gedenkt, einen würdigen Empfang zu beretten. In absehbarer Zeit wird Herr N. wahrscheinlich in die fernen Mistionen gesand! werden c Neuenkirchen, 21. Fehr. An der Genicnerre erkrankt ist zurzeit der 15jährige Sohn eines diesigen Kotters. Auch andete Krankheiten treien vielsach auf; das hiesige Morienholpital ist mit Kranken überfallt. Der Scharlach will auch noch kein Ende nehmen, e konmen immer neue Fälle vor. Diese Krankheit herrscht hier nun schon seit mehreren Monaten. rippspringe, 19. Fedr. Der Mühlenbesitzer Poppe in Lippspringe wurden durch Schietzübungen des 7. Armerkorps zu Münster seit dem Jahre 1898 große Schwierig= keiten für den Zugangseiner Mühle bereitet. In den Jahren 190103 wurden alle Wege zu seiner Mühle an de bezw. 80 und 140 Tagen jährlich abgesperrt. Um freiere Hand zu haben, hatte der Militärfiskus das Grundstück des P. erst ankausen wollen, die Parteien waren aber über den Kauspreis nicht einig geworden. Die Gefährdung aus dem Grundstück, das von dem Ort Lippspringe abgetrennt liegt und von Rugeln umsanst wurde, war naturgemäß während des Schießens eine große, wie auch aus dem Auffinden von Geschossen auf dem Grundstück erhellt. Da nun der Besitzer sich während der Zeit des Schietzens niemals auf die Verbindungswege mit dem Dorf wagen durfte, und deshalb seine Mühle auch von der Kundschaft ganz abgesperrt war, klagte er gegen den Mititärsielus auf Schadenersatz, den er in den letzten 3 Jahren auf 1900 Mk. beziffert hatte. Der beklagte Fiskus wendet nun aber ein, daß dem Kläger ein Schadeuersatzrecht nicht zustehe, da er kein Eigentumerecht an den Wegen habe und er somit auch nicht widerrechtlich geschldigt sei. Temgegenüber wendet der Kläger ein, daß der Firrus die Wege widerrechtlich und ohne die Genehmigung des Gemeindevorstandes nachzusuchen, gesperrt have. Das Lundgericht Padervorn erkannte den Anspruch des Klägerfür berechtigt an und verurteilte den Militärfiskus gemäß§ 75 der Einführung des Allgemeinen Landrechts, wonach der Staat für Nachteile aufzukommen hat, die der Geschädigte im öffentlichen Interesse für den Staat erlitten hat. Auf die Berufung des Fiekus beim Oberlandesgericht Hamm wurde Kläger mit seinem Anspruch unter Aufhebung des landgerichtlichen Urteils abgewiesen. Das Oderlandesgericht geht davon aus, daß es an einer gesetzlichen Bestimmung sehl“, nach welcher der Firkus Schaden= ersat zu leisten hade; der§ 75 der E.; Allg. Landrecht gewähre nur Schadenersatz für verminderte Vorteile aus privaten Rechten, nicht für Einschränkungen von bestehenden Verhältninen öffentlich=rechtlicher Natur. Dieses Urteil wurde vom Rläger durch Revision vor dem Reichsgericht angegrissen, mit dem Hinweis auf ein Urteil vom 5. Zivilsenat des Reichsgerichts, in dem bei einem Fall, wo ein Nachbar dem anderen gegenüber bei Beeinträchtigung eines öffentlichen Weges zur Entschädigung verur teitt wurde, ausgesprochen ist, dagegen dem Klüger ein Sonder recht an dem öffentlichen Wege zustehe. Dae Reichsgericht schloß sich jedoch dem Berufungsgericht an und erkannte auf Zurück.weisung der Revision. Seisenkirchen, 20. Fedr. Am Samstag is hier ein Shepear verhaltet worden, dem zur Last gelegt wird, den frühen Tod einer Reihe von Kindern vorfdylich verscul. det zu baden. Ueder die mustertöse Aug legenheit wird der G. Z. folgendes mitgeteilt: Es wird debauptet, daß das verhaftete Ebevaar den Tod seiner in den Jahren 1897. 1898. 1899. 1900. 1901. 1902 und 1904 gedorenen Kinder— im ganzen also sieden verschuldet hade. Am 31. Jannar d. J. wurde den Eltern wiederum ein Kind gedoten, das nach Auslage von Leuten, die es gesetzen datten, kräftig entwickeit geweien sein soll. Zwei Tage nach e gntdindung sagte die Frau zu anderen Personen. die ior Mittagessen drachten, sie glaude nicht daß idr Kind dem Leden erdalten dliede Ihr Mann sei lungenkrank und da: Kind nicht levenefähig. Sie dade s#oon eine ganze Anzahl Kinder gehadt, die elle kurs nach der Geburt. teile infolge von Brämpfen, teile infolge ihres schwachen Zustandet gestorden seien. Die anderen Frauen dielten das tur nicht möglich, de das Kund doch krättig antwickelt lei. Ale acht Tage vergangen waren. Außerte die Frau zu Hausbewohnern, ihr Rindeden sei gestorden; ihrem Wesen nach schten sie üder den Tod desselden nicht besonders betrüdt zu sein. Am Abend vorder und in der Nacht zum Sterdetage hat das Kind was sonst wädrend der acht Tage nicht demerkt worden is— Kark geschrien; am anderen Morgen war es eine Leiche. Was die Todesursache war. konnte dieder nicht sestgest Ut werden. Die Frau soll nach dem Tode einen Arzt um die Ausstellung eines Totonscheines ersucht baden welchem Ersuchen der Aizi nachgekommen sein sonl Am Abend des Sterdetagee packte der Mann die Leiche in ein Küstchen und trug es fort. Wohin er den ileinen Leichnam gedracht hal. bedarf noch der Feststellung Mann und Frau trafen sich sodter und kehrten beide in angetrunkenem Zustande noch 9 Uhr deim Nach einer halden Stunde ging die Frau abermale auf und kehrte erst um ½12 Uhr zurück. Zwischen den Edeleuten kam es nun zu beitigen Auseinandersetzungen in deren Folge sie sich gegenseitig verprügelten. Beide Edeleute sollen dem Trunke ergeden sein. Als die Frau in einer früderen Wohnung von ihrem Manne einmal geschlagen wurde, soll sie ihm mit einer Anzeige wegen Verschuldens des Todes der Kinder gedroht haden. O ossen, 22. Fedr. Zur Lohndewenung im Baugewerde. In der gestrigen Sitzung des Einigungsamtet wurde einstimmig der Antrag Münster auf Eindeziedung in den Vertrag angenommen. Es soll am 12. März in Münster eine Situng des Einigungsamtes Kattfinden, zu der 3 Arbeitgeder und 6 Ardettnehmer aus Münster hinzugezogen werden sollen, um die Lohnsähe für Münster festaustellen. * M.=Giadbach, 21. Fedr. Als ein weiteres Zeichen der Unduldlamkeit der M.=Giaddacder Liberalen dezw. eines Teiles derfelden muß folgendee Vorkommnis der letzten Tage angesehen werden Ein junger Reierveossizier der Marine la#t sich wie der Köln. Volkszig berichtet wird, durch einen Kameraden, edenfalle Reserveofhizer der Marine, als Mitglied für die hiesige aus überwiegend Lideralen destehende Gesellschaft Erdolung vorschlagen. Nach der dereitwilligen Zusage des Kameraden, die schriftliche Anmeldung deim Vorstande der Gesellschaft zu übernehmen, erklärte dieser dei Gelegenheit der Festfeier des Gedurts. tages des Kaisers dem aufzunehmenden Otfizier, er sei veranlaßt worden. ihn zu fragen, wie er sich bei einer eventuellen Wadl stellen wärde. Der Gefragte erwiderte, er gedöre zur Zentrumspartei und würde natürlich nech seiner Ueberzeugung wädlen. Der Kamerad entgegnete darauf, dann musse er seine Unterschrift beim Vorstande der Gesellschaft zurückziehrn, was dann auch geschah mit dem Ersuchen, die Angelegenheit ruhen zu lassen. Trotzdem wurde ader durch den Vorsigenden der Name des zur Baslorage vorgeichlagenen Offiziers auf die Ballotagetafel gesetzt, dann ader am nächsten Morgen wieder davon entferut. Nun griff ein um das Gemeinwohl hochverdienter und in der Bürgerschaft sehr deliedter Herr aus der Freisinnigen Partei ein und erdot sich edensalle als Reserenz für den so behandelten nach jeder Richtung tadellosen jungen Offizter. Das Ende war, daß dieser bei der Ballotage, an der die Teilnadme so zadlreich war, wie noch nie. „glänzend" durchstel. Der eden erwähnte, der Freisinnigen Partei angedörende Herr trat darauf sofort aus der Gesellschaft Erholung aus. Es bleidt nun abzuwarten, welches Nachspiel— auch seitens des Offizierskorp— die Sache haden wird. Für heute deschräulen wir uns auf die Darstellung des Herganges. Der einsichtsvollere Teil der liberalen Partei ist natärlich bevon nicht erdaut. Schmidtdors, 22. Febr. Hier ist wieder ein Kind an Genicknarte gestorden. * Cleve, 22. Fedr. Die diesige Stadtoerwaltung plant die Einrichtung eines dauswirtschaftlichen Untereichts zur Ot * Rees, 22. Fedr. Auß Anlaß der silbernen Hochzeit des Kaisenpaares dat dir diesige Stadtverordnetenversammlung deichlossen, dem desigen Krankenhause jährlich 1200 Mark zur Verpflegung bedürftiger Kranken zuzuwenden. * Barmen, 22. Fedr. Beim Ban eines Wasserdassins des ##üdtischen Wassenwerts erfolgte der Einsturz eines Gewöldes. Mauter sind 191. * Dasseldorf, 20. Fedr. Die Urteilsverkändigung in dem Prozetz, den die Firma Werner u. Vordach gegen die Verdandsvorstände des Deutschen und christlichen Oo. zarbeiterverdandes, sowie dee Deutichen Gewerkvereins für Tischler(Hirsc=Dunter angestreugt datte, und in dem sie auf Zahlung von 2600 Mart als Ertag dei ihr durch Ridteinbaltung der vereinbarten Rüubigungsfriß, burch Warnung der Zuzug und gewaltlame Abbeltung von Arbeite. willigen entkandenen Schadens flagte, war auf den deutigen To# verschoden worden. Das Gericht bei die Klage der Ferme kosten#llig abgewielen. bamit bei se alle den Ausführungen der Verletbiger rrcht gegeben, die behaupteten, ein Schuprrcht des Unter. nehmers gegenüber den Arbeiterergantieltenen bei rechtlich wirgendwe#e#bdrleistet. Dieses Urteil Rchl im Gegenian zu d m Schleos. sprnn des höchen eugtlichen Gerichtsbofel, dos zu Ungunsten der Arbeitererganiiettonen entschieden hat.— In der jüngsten Generalsertammlung der Sieflgen Ortetrandenhalle für Gebrif- und Meießarbaiter wurde beschlossen, den Vonstant mit den Verarhette an Errichtung eines Geuslungsheimt zu beauftrage spdienens April einen Bericht einzufordern. 8 Düsselvors, 21. Jedr. Eine nomentlich für den Wi#t#, Kand bedeutungsvolle Eutscheidung selle### hiesige Strafkammer als Verufungsiustanz. Der Neutner The Vergrath in Rbepdt hatte den August Gleßzen auf Grund e zwischen ihnen gefertigten Vertrags els Stelldertreter keine dortige Wirtschaft eingesetzt. Das deraufhin gegen C. wege seldständiger Führn.a rines Schautdetriedes ohne Konzeisten gegen B. wegen Gest eingeleitete Strafverfahren enteie im Rheydter Schoffengerichte mit der Freisprechung beider Be. schuldigten. Mit Erfolg wandte sich der Amtsanwelt im Ee## der Berufung gegen dieses Ertenntnis. Die zweite Instanz sprach sich heute dahin aus, ih der zwischen den Parteien geichtig Kontralt zwar Außerlich sich els ein Steilvertretung=# charakterisiere, daß er aber deutlich die Absicht des Inhoderee kennen lasse, die Wirtschaft zwecke Umgehung eines neuen##t#ge Konzessionsverfahrens im ganzen Umsange mit allen Rechte Pflichten gegen Zahlung einer bestimmten Summe an einen Aut zu übertragen. Es liege somit eine Uetertretung der deBestimmungen der Gewerdeordnung vor, für die eine Geldst### von je 20 Mark angebracht erscheine. Kdin, 21. Fedr. Im Summsaal des Gürzenich zu 2#### heute mittag um 12 Uhr unter Teitnadme des Overpiksidenten de Rbeiuprovinz, Freiherrn von Schoilemer, der in Vertretung i## Reichekanzlers die Versammlung begrüßte, sowie vieler dervorte Vertreter des Staates, der Gelehrtenwelt und der Großindustrt Grünkung einer Bereinigung für rechts= und##nt#. wissenschaftliche Fortbildung statt. Der Gedanke wurdin einer Reihe geistvoller Reden nüher begründet und sand all freudige Zustimmung Eschweiler, 21. Fedr. Hier fuhren zwei Süter; gegeneinander, eif Wagen wurden lotal demel Die Lokomottvführer gaben das Notsignal, wobei die Beamten zeitig absprangen. * Trier, 21. Febr. Em Raubmord unter der Er wird aus dem Saarrevier gem det. 80 Schritt unter dem Ecdbote. wurde der Bergmann Solat auf dem Giudenstollen Hayitigen von Kroaten ermordet und der Uhr und 300 Mk. beraubt. Der 2## Radofrwic wurde verdaftet; semn Genosse mit dem Raud ist ftüchtig Caarlouis, 22. Fedr. Die Stadtveroiducten:# ammlung bewitligte aus Anlaß der silbernen Hochzeit des## paares 7000 Mi als Grundsock für Freistellen für bedüch Schüler am hiesigen Gymnasium Leye, 21. Fedr. Der Weinhändler Otte Schmidi, frühe Altenbruch, jetzt in Bremen wohnhaft, hat deute nachmittag in Iolterwoerth, wo seine Familie lebt, seine Schwiegermutter und sein 2 ermordet, seine Frau und seine Schwägerin schwer, sowir der Müller Mau und einen Kuecht schwei verteßt. Die Frau dieg Sterden. * Söttingen, 20. Fedr. Ein Aufruf an sam:. liche Universitdten und Hochschulen mit der Aufsorderung, sämtliche Prosessoren und Studenten sollten aus ihren Kirchen austreten, wird auch hier verbreitet. Das Schrinstück trägt die Unterschrift von sünf jungen Leuten, die sich schmackvoller Weise als„früher ev.“.„früher rei.“.„früter kath bezeichnen. Wenn man den Aufruf liest, ist man versucht einen Faschingestreich zu glauben, aber dazu ist die Sache de doch zu erust. Die Unterzeichner, vier Stud. philos. aus Lein und einer aus Berlin, sind zu der Erkenntnis gekommen, da# die„schwer erkämpfte Freiheit der deutschen Geistes in Geiat ist“ und daß an diesem Zustande die„zweideutige und unent schiedene Haltung der Hochschulen die Schuld trägt.“ Diese sun jungen Leute fuglen allo den unabweisbaren Beruf in sich, nich nur die deutschen Hochschulen, sondern mit ihnen den deutsch. Geist zu reformieren durch Losreißung aller Akademiter# ihrem Glaubensbekenntnisse, denn. so sagen sie: „Die Zugehörigkeit zu einer der überkommenen kirchtich Konfessionen ist bei der Meyrzahl der Akademiker nur noch en äußerer Schein Tatsächlich sutlen sich schon längst Prosessoren und Studierende in überwältigender Mehrheit von jeder konfessionellen Bindung frei. Wir halten die blinde oder un äußere Zugehörigkeit zu einer Konsession, welcher Art diesauch sei, für völlig unvereinbar mit der Würde un Verantwortlichkeit eines akademischen Bürgers Die akad mische Freiheit bedeutet die schlechthinnige Unabhängigkeit jed einzelnen in allen geistigen Fragen, die retegiosen Fragen alt die wichtigsten mit eingeschlossen Darum bitten wir die 2o zeuten der nichttheologischen Fakuttäten, soweit sie nur noct äußerlich zu ihrer Konfession gehören, in corpore ans den verschiedenen Kirchen auszutreten und mit Entschiedenheut dahin zu wirken, daß die theologisa: Fakultät als dem akademischen Geiste widersprechend gehoben werde.“ Ee würde zu weit führen, den ganzen Unsinn, den fan jugendlich unreise Hirne auszudecken imstande sind, hier wier zugeben. Die obigen Säßze durften schon jedem denkenden? schen genügen Ader der Evangelische Bund mag daraui sehen, wie widernnnig seine Amtation an deg Univern gegen die katholischen Vervindungen ist. Die fünt jungen Herre# nehmen seine Agiiationsreden für dare Munze und zichen dor für sich die weitgehendsten Konseqnenzen Die Schuld dara hauptsächlich denen zuzuschreiben, weiche den Kampfruf die konlessionellen Verbindungen erhoden haben aus Haß den Katdoliziemus. Jett wird jeder Konfession und dam jeder Retigion der Krieg erklärt. Und damit hätte der Evar lische Bund dem modernen Heidentum wieder wiskkommenen Vorspann geeistet, dessen Reinkultur sich in der Sozialk motratie findet. Die gläudigen Elemente des edangeliichen Wolter mögen diese Symptome wohl deochten. Anonyme Briese. 11I. C. Bochum, 21. Febr. Heute wird in der Zeugenvernehmung fortgesabren(um längere Auteinandersetzung entspinnt sich gelegentlich der Audes Bergwerkedirektore Bergasselse## Latdgen über einen Briefpassus:„Das Soschert trostet sit im Wagen mit der Kognakoulle.“ Der Zeuge Dieelte: Lätdgen fuhr zur Winterszeit mit dem Grudenininektor Ar dem Vater des gestern vernommenen Zeugen Dr. Arndt in Wagen. Direktor Lutdgen trug ein kleines Fiäschchen mit Silwein bei sich, das er#erin Arndt reichte. Dierer Vorfall wurde bald darauf von den Edeleuten Dr. la Roche er ädlt. Ais in der anonymen Brieten dann von der Kognakpulle die Rede war erinnerte man sich sofort der Sache. Anderseite erinnert sie Luid### auch daran, daß er vor mehreren Jahren in Bochum Geschu war und bei dieser Gelegenheit mit anderen Ge hworenen auf einer Flasche Kognal getrunken dade.— Dr. la kocht: Dur Geschichte dai mir Dr. Vogeler eist vor secht Wochen erz## vorder wußte ich nichts davon.— Frau Dr. Arndt: Hei Dr. la Roche dei mir die Sache i##n mehreren Jahren erzahlt.— Dr. la Rect Dae destreite ich. Dr. Vogeler tagte mir: Er dade rr von fe Kutscher gedört.— Frau Dr. Arndt: Ich dolte meine Autsage aufrecht.— Auf Antrag des Verteidigere beschlußt Gerichtsdos. Dr. med. Vogeler=Leine und dessen Rutscher fofert Zeugen zu laden Ein fernerer Zeuge int fErster Bargermeine: Schafer=Herne: Er bei der Meinung, daß unter der Bezeignung„Ohpapachen“ in den anonymen Brieten er geee gewesen sei. Er werde vietfach in Herne se genaunt.— Vertrete: der Nevenkläger N.=A. Dr. Niemeger: IR auch der Nutor „Japapa“ allgemein dekannt gewesen?— Zeuge: Ne Bors.: Wat mag der Auedruck bedenten!— Zeuge vermute, einen Mann, der zu allem Ja tagl. Amtmann Thiel=Huckarde Er tei fruher Arutstekreit Baukau gewesen. Er halte es nach Lag. der Diege far ausgeschlossen, dag Frau Dr. le Nockt sich zwecke geadrung ihert Korrespondenz Papter aus dem Amiszimmer genomner date. Er glaube auch nicht, daß Fra Dr. ie Roche des Abenke allern aubgegangen sei und daß sie in den Amteickumen Briete geschriebe. bade.— Vergassessor Büthgen: Jo kann mitterten, daß in Amierdumen sogar Kestlichleiten degene# wurden.— Bors.: Herr Amimann Thel. ist Ihnei besen einet bekannt?— Zeuge: Rein. Eine feinere Zeugin ist Irou Stahlmeren: See de Dienstwädchen dei Dr. ie Roche geweten. Iron###. ia Roche## bes ubeubt numale allein ausgegangen. Im Oeembei 1907 fr Frau Dr. ia Roche 14 Tage dettichgerig krauf geweten.— D• Sie sind die eiste Zeugin, die bekundet Irou Nr. 1e Rode sei Dezember 1903 14 Tage lang krauf geweten. IR des wiisi## wadr, oder können Sie#ich dierdei irren?— Jeua#n: 6s### möglich, daß Frou Dr. is Mocht bin und wirber anserbeuben### sie war ader zedenfelle 14 Tage lang kic u# ie beß Die dn: Jinuf nicht verlassen konnte.— Frau Weuker: Eer wor 12 27. Ohloder 1903 dis 17. Mürz 1905 Duenstmädchen dei Nr## Roche. Die Zeugin bestätigt im allgemeinen de Eckaubung dei Vorzeupin und demerkt voch: Am 26. Noramte. 1104 fre 66.2 Dr. ie Rette isant gev#n rad zicht ent drm mmet gepouer Ste dabe auch Frau Dr. la Nocke nicht sohcrinen ehe Dr moe ia Rec:: Geilenkurchen: Am 13 Drers der 1900 bei er telegrapbisch zu seiner Schuügenn nach Deufen geruter worden. Seine Schucgerin war an Gebenkuinkeitl erfrenh S# sei das ein Bnden, das nucht behr schraß zu dohrden ie# es ie fehr weti miglic, bet bur Kraufent 14 Segr leng e gebauert heie. as erichtint bienauf els Druge Arimtrefrechtmerher Breeter. Herus: Er hode im Auftrage der Eteateanweitichaft Netsorschungen wagen der Herkunft der zu den anendat Briesen deunpten Qouoeris and dr. Beriets en gestellt. Bezüglich der Converte babe er nichtt entboeder Joaur bat Peptet einst anengmen Bristes iei mit drm Pereer ehruti## erweten, dos er in der Dapterbenblung von Per in Hermentboll hode. Von dusem Popuer hoim Vor gehn Burt as bas Aut Beulen, unun Slies en du Ceabterrweitung in deum Seige en — den Di perte bes wilen, de 19 9 Saicha gewesen. pulle der### Auf 2. digers wirt leiten und 34 wil Aoode ia wachen“ Es ne vernom me enong bateinische ##chnortel Zimmtes s## verstellten 1711 der an 11schen Hauptsock eine bera deit wer Schrittzen tischen E Gerich S 9t1in komine 10 Abereing di bade auch geselli o die 21 sucht. g den Ratere der Angela# Bert. Jon vorgeleg: seknellen Kellter Ho Zimmung Aßessor Lu## Jnbeit dai daß er de dem Sach #bertand der Hant 55 der detrefe dieiem det: das Suik trriger Der gecchl-fer auf 2 # Da## Oer!! 1911 591* noch imu: Kaisse e in Betrau Llaße Ger! er trane: müfe ankern#e: beprtischDe die 6 An Saios iu Studen:* Er a. Strat ortibersete #er gess 191e1 9.6 • 5 K Nr. en. Morsensäusgabe: in: Beshgich der Reguathaße danbelt er Sich nicht um eizet * K4lg 61 net mit allgelell Portg## Laibsen mehriech elhentlich aud der Weltiälischer(Derhur Freitag, ben 23. Tebruar 1904. habe bei einmal bem Dr. ie Rode erzühlt. Peuun urben.:.5-.—,em Pertuts ber Bat. Asger 91.-1. Seids dr 8a. Wr. S-ce. Jc tabe uich 1285 is Beuten als praftischer Fedier begangen, mich nicht in zu nägern. Einige Zeit dr 21 geit- Suee: 30.— ac Arzt niedergelassen. Ich detie den ann jeg. teheren Orsellschattskreise.— wurde ic zum Ruappichaltsarst gemdblt, allein ## Mouoten warde mir de Stellung getandigt. 36 v##tand nach der Urlache der Wer. chen erkundig 2ich dei## Krospie Von Horra Direstor Ludowig wur zai nichte gegen Eis einzuwenden. vertsderetter Lütdgen Klage gegen n deder degreilen, wenn ich von L wienters erbaut wer. Jc urerdustenwedl einem Oerr Renbebeten meine Stimme nich zu Uch kommen und legle uich 9 1, denn 11. r Sate 29 gelagt: Der Vorstand es in ader vom Herrn BergEn eingelausen. Sie werden derin Bergaffessor Luidgen ste auch einmel bei einer Affessor Butdgen nicht genehmen geden. Herr Affessor Lütdgen liet ind lagle mir: Wenn Sie nicht eine Ectichrung # l.(den Zeugen unterdiechend): Das gedört Dr. Vogeler: Ich möchte des gern miteine nachtt#gliche Wadldeein ri.: Dier ist nicht der Ort. das Sie Idre che waschen.— Kutscher Krieslangere Zeit Kutscher bei n aus beodachtet, daß der Asfesse Bertin, 28 Fedr. 1.——mm.) Reichttag. um starstisch Reichelangter Gb.m Setiew,—rMrg#4 un) etretür des Auewärtigen v. Tschirschly=Bogensugg. Oraf Ballestrem eröffnet die Sitzung um 1.20 Uhr. Der Reichslag mimmt dedatteles in 8. Lesung den Freundund Haubsleverttag mit Abessinien an und beginnt die 1. Beratung des Haubeleprspisoriume mit den Reichelouoenr Fürs Bötew Lepkuut die Volage 12) führt aus: Beim Abschluß der enropdischen Handelsverttäge#### Aufgade der Neuordnung der wirtschaftlichen Verbältnisse mit Vereinigten Staaten an uns verau. Dieie exportieren vorn ens Rogual. 9 Pefchht: er geweien er dade Aus Aptuag das Verteriers der Nebenchläger und des Verteiugers wird darauf ein von der Angetlagtenn #r##tater S4tt####rliien. Ju beteganseg getlage biue Bchauptung auf, dah bolitige und uungtanisun Lisserenzeu zwischen den Männern. sowie Disserenzen—.— Vaterländischen Frauenvereins die Haupttriedseder der Feind#e##gteiten und die Hauptursache dieses Prozesses seien. Staatsanwalt: 36 gil nur sechtchen bet der S.y:=zapzeg, P Jeode je noch nich, beß sie bat jeiegt bat. 19191 8. WDoi! machen“ sich auch in einem der anonymen Briefe findet Es werden danach die Schreibsachvernandigen vernommen: Gerichtschemiker Dr. Loock(Düsseldorf): Die anonymen Briete weisen vier verschiedene Schriftarten auf. b##teintsche Drusschrut, gotische Druckschrift und die laleinische verchnortelle Scrift babe er ausgeschieden, de aus diesen etwas Betimmtes sie nicht feststellen lasse. Dagegen dabe er aus der etwas verstektten deutschen Schrift mit hoder, ja dochtter Wadrceinlichleil eine volle Uedereinnimmune der anonymen Schreiben mit der autdenHauptsachlich enthalte der an Hölscher gerichtete anonyme Bliel eine derartige Uedereinstimmung, daß letztere san zur Gewißheit werde. Dafür sprechen ganz:nders die carakteristischen Schriftzeichen, die in den anonymen Briesen und in der authentichen Schrift vollständig überei stimmen. Gerichtschemiter Dr. Jeserich(Berlin) sWrteal oollinhaltlich dem ersten Gutachter an. Ee lomme ja vor, daß unter den Millionen Vienschen Handschriften üderein simmen, es gede aber gewisse charatieristische Schriftzüge, die nicht zweien Menschen vollständig gleichmätzig eigen seien. bade auch die Tinten der anonymen Briese untersucht und festgestellt, daß sieden Briese mit einer Tinte geschrieden seien. Do die Tinte aus dem Hause is Roche Rammt, habe er nicht unterSchrifisteller Oans Busse(Mänchen) schließt sich vollKändig den anderen Gutachtern an. Ganz besonders bade er die Uedereinstimmung zwischen einem Kuvert einer autheutischen Schrift der Angeklagten und dem eines der anonymen Briefe festgestellt. Vert.: Als Ihnen im Fedruar 1905 der Schriftsatz der Angeklagten vorgelegt wurde, da haden Sie eine Ueb reinstimmung nicht settstellen können?— Sachverst.: Der Schriftsagz ist auch mit verntellter Hand geschrieden, deshalb vermochte ich eine Uebereinstimmung nicht festzustellen. Inzwischen ist Kuticher Koch erichienen: Er hade wohl Herrn Affsessor Lutdgen mehrsoch aus einer Flasche trinken sehen, den Indelt hade er aber nicht gekannt. Es sei ihm nicht erinnerlich daß er das Dr. Vogeler erzählt hade. Vert. Justizrat Dr. Wellach: Von einem diesigen Kollegen ist mir mitgeteilt worden, daß in einem vor dem diesigen Schöffengericht verhandelten Prozeß gegen einen Telegraphendeamten dem Sachverständigen Dr. Loock drei Posttarten zur Begutachtung übersandt wurden. Dr. Loock erklärte, alle drei Karten seien von der Hand des Angeklagten geschrieden. Da meldete sich ein Telegraphenträger Richter und erklärte: Er könne es nicht mit anieden. daß der Angeklagte unschuldig verurteilt werde, die Karte habe er geschrieben. Ich deantrage, dierüder Beweis zu erbeden. Der Gerichtshof beschließt nach kurzer Beratung, das Urteil der detreffenden Schöffengerichtsverdandlung zu verlesen. Aus diesem geht dervor, daß der Angeklagte freigesprochen wurde, de sich das Gutachten des Schreibsach ver stündigen als trrig erwiesen dade. 4 Der Vorsitzende erklärt danach die Beweisaufnahme für geschlossen und vertagt gegen 3 Uhr nachmittags die Verhandlung auf Donnerstag. vormittags 9 Uhr. Es werden alsdann sofort die Schlußvorträge beginnen. Das Urteil ist in später Nachmittagsstunde zu erwarten. Neueste Nacbrichten. (Telegramm.) trn Be Wis Udaft Vermischtes. Berlin 20. Fedr. Der Raubmörder Hennig soll wieder gesehen worden sein, doch scheint ein jeder höllischen Reipekt vor dem Raubmörder zu haben, so daß er bisder noch immer frei herum äuft. Bekannte wollen ihn, dem B. T. zufolge. teils in Arbeiterkleidung. teils auch in einem desseren Anzuge gesehen haben. Nach den übereinstimmenden Aussagen aller in Betracht kommenden Leute hat der Raudmörder ein auffellend blasses, eingefallenes Gesicht. Berlin, 21. Fedr. Der Kronprinz übernahm das Prolektorat über die vom Deutschen Sportverein 1907 in Aussicht genommene internationale Sportausstellung. Fiensburg, 21. Febr. Auf der Station Oberjersdal stieg der Gutsbesitzer Dietrich=Vordesholm von der unrichtigen Seite in den Zug und wurde von einem einfahrenden Zuge zermalmt. Ludwigshasen a Rh., 19. Fedr. Ein interessantes Bild dietet gegenwärtig der Rheinstrom zwischen hier und Mannheim. Wegen des ungeheuer großen Andranges von Getreidetransporten, die noch vor dem 1. März verzollt sein müssen, wenn nicht der neue Zolltarif angewendet werden soll, ankern sehr viele Kähne als sog. Getreidelagerschiffe an dem dayerischen Ufer, auf dem sich die großen Getreideseicher befinden. Da die Getreidelagerräume der Walzmühle bekanntlich abgebrannt sind, so ist diese Firma gezwungen, viele solcher schwimmenden Silos zu mieten. Es ist bei dem hiesigen Hauptzollamie eine ganz enorme Menge von Getreide angemeldet, das auf Zolladfertigung Straßburg i. E., 19. Febr. Ein 23jähriger, nervenkranker Student erfaßte bei einem Spaziergange am Rhein=Rhoue=Kanal seine Mutter und sprang mit ihr ins Wasser. Ein Schleusenwärter rettete die Mutter; der Student ertrank. Straßvurg i. Els., 21. Fedr. Ein Leutnant im 67. Feldartillerieregiment erschoß sich in seiner Wohnung.— In Marsbach schoß anläßlich einer Kindtause ein Knecht mit einem scharf geladenen Revolver in eine Gruppe von Kindern und totete den vierjährigen Sohn des Wirtes Grosse.— Brigadekommandeur Fridderg sturzte bei einer Uebung der Saarburger Garnison vom Pierde und erlitt einen Beckenbruch Wien, 20. Fedr. Der Chef der hiesigen Edelsteinkommissionsfirma Hermann Mayer ist seit dem 18. Februar flüchtig. Mayei steht im Verdachte, große Betrügereien verübt zu haben. Bis gestern haben sich vier Geschädigte gemeldet, die Mayer Schmuckgegenstände im Werte von 160000 Kronen anvertraut hatten. Außerdem ist bekannt, daß der Flüchtige bedeutende Warenschulden hinterlassen hat. Mayer gab vor, geschäftlich nach Berlin reisen zu müssen. * als ein„Freuschloß auf Schienen“ wird der Eisendahnwagen beschrieben, dem die hohe Ehre zufallen soll. Mitz Alice Roosevelt und ihren Gatten nach ihrer Vermählung aufgunehmen, um sie von Wasdington aus zunächst nach irgend einem stillen Päpchen zu führen, wo sie ihre Flitterwochen verleben wollen, möglichst undehelligt von der Neugier des Publikume und der Revorter. Der Eisendahnwagen ist nach dem System der Pullman=Cars gebaut, aber viel geräumiger als diese gehalten und mit besonderer Procht ausgestattet. Der Salon ist in grüner Farde gehalten, während die Möbel aus Mahagoniholz besteden, und er ist groß genug, daß sechs Personen sich darin bequem aushalten und an einem Tische zusammen speisen könnten. Da Mr. und Mrs. Longworth aber ihre Hochzeitereise natürlich nur zu Zweien antreten werden, so werden sie nicht über Raummangel klagen können. Der Wagen enthält zwei getrennte Schlafzimmer, die mit je einem Bette. einem großen Spiegelschranke und einem zierlichen Waschtische veriehen sind. Zu Häupten jedes Bettes ist eine elektrische Leie=Lampe angedracht, und der Zwischenraum zwischen den beiden Zimmern ist. um die Tonart der ameriksnischen Presse inne zu halten, als„ein lauschiges Boudoir“ eingerichtet. Ein wahres Schmudlä##lchen aber ist die Rüche, der auch nicht das Mindeste sehlt, was ötig ist, um das junge Ebepaar anf das glänzendste zu verpflegen.— Joder Tag bringt fer Prinzet Allce“ veue Hochneitegeschense und Glück bünsche, und bis jetzt hat sch i1 den beginnenden Festestrubel nur ein einziger Mitzklang gemischt, der allerdings mehr humortstischen Charakiere iR. Er rührt von der„Union chrislicher Tenperenzlerinmen“ der, die beim Prasidenten Roosevel! er beim Hochzeitspirtschaftliche Produkte und Rodkosse Tropdem ist. des Adg. Schwerin=Ldwitz nachweist, die Landden Verhandlungen mit Amerika nicht in beleiligt. Die Landwirtschaf: dotte durch den in Zollterif und die Handelsverträge den notwendigen S## aten und konnte den Ereig issen mil Rude entgegensehen. Bei Vertragsverhandlungen gelt es namentlich das Ergebnis der neuen Haudeleverträge für nuseren Handel und unere Jud beachten. Beide leiden bei der Ausfuhr unter ver ersondeten Hode der amerikauischen Zollläte und der Zollabfertigung, die zusammendängen mit dem Wertzollsoltem. der komplizierten Fakturenbeglaudigung durch die Konsuln usw. schlugen Amerita bei der Rundigung des 1900er Abkommens einen Vertragsvergleich nach dem Muster unseter europhischen Handelsverttäge vor. Berlin, 22. Febr.(Telegramm.) Sbgseronstenbaus. Minisertische Kommissare. Das Haus setzt die zweite Beung des Etate deim Forstetat fort. Dazu liegt ein AnKovsa Fr. Vp.) vor, der die Einbringung eines Nachtragsetats zur Aufdesserung der Lage der unteren Forstdeamten verlangt.„„„ 5-mislic Die Budgetkommission beantragt eine valomogliche Verbesserung der Lage der mittleren und unteren Forstbeamten durch Erhöhung der Dieust= und Pensionsbezuge. Abg. Kaute(3) simmt dem Antrag der Budgetkommission als einem weutgehenden zu.„ Gedeimrat Odersinangrai Förner weis darauf vin, van die Forstdeamten seit der großen Gehaltsausbesserung vom Jahre 1890 eine viermalige Aufdesserung erfahren haden. Daduich stelli sich jetzt das Hocstgedalt der Forster auf 1950 Mart anstatt recht bald die Wunsche der Förster zu erfällen, zumal die Ferster gar nichts Ungeheuetliches verlangten. Allerdinge baden die Horster kleine Nedeneinnahmen und freie Dienstwodnung. Die Kosten der Erziedung der Kinder und der Beschaffung der Lebensmittel stellen sich dafür infolge der Abgelegenheit der Wohnung bedeutend hober. Berlin, 22. hedr. 4 el.) In der Budgetkommislion des Reichstans machte Erdprinz v. Hodenlobs=Langenburg Mitteilung von einem Telegramm. nach dem ein Zeit der Corneliusleute nachträglich außer der Zusicherung des Levene die Zusicherung des geraudten Biede= verlangt bade. Ale das aber adgelehnt wurde, seien 100 Leute abgeritten. Cornelius mit dem Bersedakapilan sei nachgeritten, um die Leute zur Ruckkehr zu bewegen. Nachdem das fehlgeschlagen, habe Cornelius erktärt, seine Leute nicht im Stich lassen zu können. □ Bertin, 22. Fedr.(Privattelegramm.) Die Antisemiten haben in der Steuerlommission des Reichs. tages einen Antrag auf Einführung einer InseratenNeuer eingedracht, wonach von Juseralen in Zeilungen, Zeitschriften id Büchern dei einer Auflage bis zu 2000 Exewplaren 2, Proz. bis 10 000 Exemplaren 5 Proz., dis 25 000 Exemplaren 7% Proz. bei noch mehr Exemplaren 10 Proz. des gezahlten Preises als Steuer gezahlt werden sollen. Der Inseratenstempel soll in Jorm eines Schlußstempels erhoden werden. Weiterdin deantragten die Antisemiten eine Stener auf PIal offentlichen Straßen und Piezen. in össentlichen Gedäuden und Eisenbehnwagen, ferner einen Aussudrsoll auf Rali eine Bergwerkssteuer, eine Steuer auf Rilige legte Zechen und undenndte Grudenfelder. Zeubon 22 Fedr.(Tel.) Wie Reuter erfährt, sollen die Unrnhen in Rigeris vom Auftreten des neuen Mahdunter dem mächtigen Stamm der Tuareg, der s. Zt. den Franzosen so viel Müde gemacht dat derruoren. Obgleich noch keine weiteren Einzeldeiten vom Oderkommissar vorliegen. so geden doch aus anderen Quellen eingegangene Depeschen zu der Vermutung Anlaß, daß nicht nur englische, sondern auch franzdsische Truppen in die Niederlage verwickett worden sind. Das Gesecht dat am 14. Februar stattgefunden. Der Ort ist unbekannt, doch in es wahrscheinlich daß es dicht dei der franzosischen Greuze, nordostlich von Lokota stattgefunden dat. Man degt die Erwartung, daß Frankreich deim Vorgeden gegen den neuen Maddi seine Unterstugung gewähren wird. Innerdold 3 Wochen werden 1000 Mann zuglischer Truppen in Kanc versammelt sein. Die Rerolution in Rußlaud. Lidan, 22. Fedr.(Telegramm.) In der Nühe von Hasenpot sind am 16. d. M. 32 Personen ersoossen und am nächsten Tage ein Schullehrer erhängt und 2 Personen erschossen worden. In ter Umgegend von Grodin wurden gestern 8 Personeu erschoffen. Zur Konserenz in Algeciras. Paris, 22. Febr. Algeciras berichtet, daß deutsche Note eingetrosfen sei. Sie sei in einer Form abgesaß welche eine evenzuelle Verständigung erleichtere, dadei jedoch den endgiltigen Charakter der fruder ausgesprochenen Grundsäpe betone. Wasdingion, 22. Fedr.(Telegramm.) In offiziellen Kreisen dezeichnet man die Aussiclen der Konseren in Algeciras für niet gani se gAußig wie am 19. Fedruar. Trotzdem aber ist man weit davon enternt. die Lage als doffnungslos anzuieden und hält an der Meinung fest. daß es undeteiligten Mächten doc noch gelingen könne, ein Einvernehmen zwischen Frankreich und Deutschland zustande zu bringen. Briefkaften der Redaktion. w. in G. Sie haben die Notiz offenbar übersehen; darauf zurückkommen möchten wir nicht. Besten Dank. Sum cn u. Akurabsptal, 240.000 M. Obh. asie a. und 201006 M4. 340 8n0 M.) Schulden im laufender Bech ung sichen bei Liebstoren 431(203 671) M. an. In ber sind 2007(2523) M., in Wechssln 4287(4420) M. und in Weren 2b4 863(244 316) M. verhanden. und(ietände siehen mit S24 283 M.(822 797 M.) und Naschine- und Ulemaahien mit 423 923(489 505) M. zu tech. Verhaubvereis westfällscher Kaltwerke, Dertmend. #ren, Bedst am 26. d. wieder eine tieneralversam ung den Verkaafsvereins statt. Auf der Tagssordsung stcht Wahl einen aus 8 oder 5 Mitgliedern des Autsichtsrats bestehen Ausschusses zur Eriedung dringender geschaftlicher Angegeuhaten; fernel ein Antrag an Feststellung von Konventionalatralen wegen vertragsuidrigen Versandu von Kalt mit Umebs in Voosie * Uelen, Abt.-Gra. für Bergbau, zmien- und Siahlisaustrie (Dertmunder Unien), Dertmand. Von informierter Beite wird uns geschrieben:„Die Aufwaltigu gaarbeiten auf der Ersgrube Friedrich Ia Niederboveis, auf der bekanntlich vor einigen Wochen der Schacht senstürste, sind soweit vorgeschritten, daus in den nächsten Tagen die vole Fönderung wieder aulgenommen werden kann. Llibeabsichtigt noch grbesere Neuschen, um die Grube, die guten Eisenstein liefert, Küns, Fl. 1ar lautache geot erdinar; Vetr.(5.85), 5./0. Teis.-Mars(5 Apnl-Au(2.20) 5.53, Mai-Jani Ang.(5.76) 5.71. Aug.-bept. r.) Fesi Aa(51.10) 51.40. 70er loco—. Umsetz—. Poris, 22. Fetr.(Eig. Dretbe Wetter halt. Eröffsungsturee Adl. Schlam Bubs enlagen leistan Angrifl genon leraniaze ist fird die Vorzal geetalten ibe eichtrient. 4. Die geplante Seilbabs sum Tran = Bahabof Niederhövels soll in diesen un werden. Auch ist die Verlegung ianlage gerdant. Für die erste Zeit Grete wohl unter Arbeitermangel zu lndes hahes, da Zuil der alten Belegschaft auf anderen Gruben Arbeit genom in der gentrigen Aufsichteratseitzung wurd den 31. Desember 1905 gezogene Bilans für das erste des Geschaftzjahres 1905 0d vorgelegt. Bie ergibt gewins von 2 515 008 M.(iin gleichen Zeitraum 9 171 854 M.), der sich nach Abestzung der Zinsen mit 599 546 M. (555 585 M.) und der allgemeinen Unkosten mit 176 430(196 314) M. auf 1 739 081 M.(1 410951 M.) ermäseigt. Hierzu tritt noch der Oewinavortrag aus dem vorigen Geschaftsjahre mit 73821 M. (421 325 M.), sndaus sich der Robgswinn auf 1812852 M. 1 851 296 M.) beihuft. Die Halbjahrsbilanzziffern haten, wie die Verwaltung betont, nur eine vorübersehende und reistive Bedeutung, da erst in der Jahr-alilenz die Inventur und die verachiedenen abrechnungen Berückeichtigung ünden können. An uneriedigten Aufträgen lagen am 31. Desember 1905 vor: 147 534 t im Verkaufswerte „ 172=2394 M, gegen 194 348t im Werte von 12 096 188 M. 21. Desember 1904. Bodana wurde beschlossen, zur Behaflung der erforderlichen Mittel für Neuanlagen,— m handelt sich um die Errichtung eines neuen Hochofens, die Aufstellung von swei neuen Gebläsemaschinen, die Anlage neuer Walzenstrassen und einer zweiten elektriechen Zeutrale für Gasdynamomaschinen nebet Ossreinigung. Kühlanlege usw., sowie um den Autbau der Erzruben der Union,— einer diemnächst einzuberufenden Generalmammlung die Ausgabe von 6000000 M. neuen Verganktien Lit. D. vorzuschlagen * Kall-Bo rreselischaft Dortmand. Am 5. Marz fiodst eine Prordentliche(Jeneralversammlung statt. Aul der Tazesordnung stcht: 1. Wahl des Vorstanden, 2. Geschäftsbericht und RechDie Füllung des ersten Bohrisches ist nabrau bendet allernächster Zeit mit dem Niederbriagen der zweiten Bohrung begonnen werden. Die Nachricht, dam die Gesellschaft mit den Fiskus wegen Austauscb von Gerechtsn Unterhandlung stehe, bewahrbeitet sich nicht. Naschisenfabrik Deut=chland, Akt.-Ges., Dertmund. Unternehmen ist wieder eine grössere Lirferung von Weichen und sonstigem(Bleismater al vom Hamburger Staat übertragen worden. Wie verlautet, ist das Werk auch im übrigen bereits fur langere Zeit gut beschäftigt. Bo hat sich auch für den Maschinenbau die Nachfrae in erfreulicher Weise gehoben. Zechenvereinigung. Dbe an der gestrigen Börne eingetretene Preiusteigerung einer Anzahl von schweren Koblenkuren wurds auch Geröcht begründet, dass eine Fusion ven Kohlenbevorstehen soll. Unter anderen nanate man die Zeche atin der Orosse als eine oiche, die mit angeblich eine Fusion einzugehen benbuchtire. * Viersener Aht.-#ies. für Spinserei und Weberel, Vlersen. r gestrigen Generalversammlung wurde mitgeteilt, dass Verwaltung, um dem Arbeitermangel zu etonern, den Beu vesteren Arbeiterhäusern in Erwi ung nieben wolle. Eisem Aktionär, der wünsente, dams aus dem Vortrare eine Iividende von 2 Pros. gewährt würde, bedeutete die Verwaltung, dams im 1 der Soliditat der Gese lschaft an die Verteilung eiser Dir dende für 1905 nicht gedacht werden könne. Ueber die Aussichten A die Zukunft konnte der Vorstand nur ein wenig vorteilhaft BIId entwerten. Die Gesellechaft habe teurere und weniger giebige Flächse als im Vorjahre. In dieser Weiss sei sie schlechter gestellt als im Jahre 1905. Dazu komme, dam sie bis jetzt noch nicht den gewünechten Erfolg, die Erhöhung der Garapreiss, genabt abe, doch sei anzunchmen, dam die Gernpreise sich bis Eade des Jahres sech höber stellen werden. Dazu träten noch dlie aumererdentlich ungüostigen Arbeiterverhältnsese und die Schwierigkeit des Heranziehens fremder Arbeiter. Ilte Oesellechaft zahle die böchsten Arbeiterlöhne, die in den Flechmepuanneresen Deotschlands eberbaupt zu verseichnen ssi. Ee eei dadurch der Gesel schaft schwierig gemacht, dieselbe Rente wis andere Usterschmungen zu verdenen. Durch den neuen Betrieb o-ien schon im vorire Jahrreparnisse von 17000 M. gemacht worden; dies werde sich im laufenden Jahre verdeppein. Der erste Monat des Jahres 1206 hale allerdinge mit 12 651 M. Reinverdienst(i. V. 9419 M.) sehr günstig lossen, Rohstoff en bis zum Oktober vorhanden. Geerg EgesterE. Salzwerke, Hannever. Die Verwaltung benntrast fur das Geschaft jahr 1905 eine Dividende von 9 Pres. (gegen 7 Proz. i. V) zu verteilen. * Destecbe Bank, Berlis. Vor kerzem wurde gemeldet, serenz in Algeciras. 4# Koosostium, des im November v. J. die damale zur Ausgebe .) Dem Erlair“ v“) ang 1 gelangten 20 Mill. M. jungen Aktien des Institute ubernahm, sich (Telcoreuv. ga eiinlt Witd ens hel. Nach der„Frankf, Zig, scallt sich der seitens des die tranzohlche autwortnot: auf bie lepe eums an mnins Mitglinder unnmnchr ansgeschättete Notsen auf zu bei. Sie sei in einer Form abgefaßt. * Handelsgebrauch bei Zementlleierungen. Die Handelshammer zu Bochum hat dem Amtagericht zu Geisenkirchen die folgende gutschthiche Auskunft erstattet:„Ee ist bei Zementbei rungen allgemeiner Handelsgebrauch, dam die zur Verpeckung vervaudeten Säche deren Zurücksendung noch nicht bestätigt ist, Deun der Verhauf erfolgt seit Jahren Preis eind die bhosen. Die Säcke geben daber in das Eigestan der Käufer über. Handelsüblich werden jedech die Séche, falle mie innerhalb eiser bestimmten Frist, de beim Rbeinsch-Westfälischen Syndikat auf eeche Wochen bemensen ist, in der Regel aber auf 2—3 Monats ausgedehat wird, in gebrauchsfähigem Zustande frachtfrei zurückgrsandt werden, dem Käufer zu einem vereinbarten Preise vergütet, der je nach eirderr den Sachen auf 20—30 Pig. bemersen wird. Dnrese ver ervencete Büntes mitbezahlt werden müssen. noon uinschliesslich der Verpackung und in Sache mit eingeschhesen. Die Säck gehen daber Bandels-Nacbrichten. Der Naehdruck aller mit eisem“ beneichssten Artibel int ner, mit doeilenanzbe gertattet. * Steinhehlen im Münsterlande. Der niederrheinisch-westfäl. Steinkohlenbergbau nähert sich bei seinem Vordringen nach Norden immermehr den west älischen Hochmooren(Veonl ie den Kreisen Borken und Coeafel4. Steben die in den Standesherrechaften der Fürsten von Salm-Salm und Croy-Dülmen errichteten Behrfürme doch schon zum Tell in den von gressen Moarflächen umgebenen steriles Heiden. Da es haum einem Zweifel unterliegt, dass men auch dort Steinkohlen in einer grösseren Teufe antreflen wird, so ist die Aufnahme des Kohlenbergbaues in der n. ünsterländischen Moorgegend nur noch eine Frage der Zeit. En wird sich in Westfalen dann die gewiss seltene Erscheinung bieten, dans die der jün sten Formation der veretativen Breanstoffe angehörende dicht neben der der dritten paläozonischen Periode entstammenden Steinkohle gewonnen und am Ort der Fürderung selbst mit dieser in einen Wettbewerb treten wird. Der Torf bildet mämlich im nordwestlicher Teil des Reg.-Bez. Münste heute noch das Hauptbeizmaterial der Landbewohner. In kleisen gewerblichen Betrieben wird er sogar vielfach noch zur Kesselbeirung verwendet. Die Tortgräberei bildet eune Haupterwerbequelle der dortigen Bevölkerung. Was den Torf selbst anbelangt, so unterscheidet man gewöhnlich drei Bort-n Torf, nämlich den der oteren Schicht, der sich durch seine bellere Färbung auszeichnet, den der tieferen, etwar dunkleren Schicht und endlich den der unteren, meistens sehr wasserhaltigen Torfschiont, der an Farbe der Braunkohle abnelt und— weil die meiste Heink aft enthaltend— der wertvollste ist. Der Torf der oberen Br’icht wird von den Landwirten meistens nur als Btreu in den Viehställen verwe det und später zur Döngung des Bodens verwertst. In neuerer Zeit werden vom Staate in den Moordistrikten landwirtschaftliche Vereuchestationen errichtet, die sich die Kultivierung der Moorländereien durch Trocheslegung mittele Abflusskandlen und Bodenmischungen mit mehr oder weniger grossen Erloigen nur Auigabe machen. Mit dem Eindringen des Kohlenbergbauen in die Moorgebiete wird der Torf seine bieberige Bedeutung ale Bronustoff immer mehr verlieren. Mit Rücksicht darauf stellt man Verssche an, den Tort durch Zunats ven letter Feinkohle und Bindemittel zu bribettieren und ihm auf diese Weins ene grössere Heirkraß zu verleiben. Ferser wird der Versuch gemacht, Tort bei der Fabrikatien von Papser als Rohstof zu ve wenden. Ob en indes gelisgen wird, die Bedeutung und den Wert des Tortes au erhöben, bleibt abrswarten. * Alt.-Ges. für Baumwellinds#trie, Bechelt. Im abgelanfenen Geschäftsjah ist nech der ure verliegenden Fhria## der Druttoüberschuss von vorjährig 290 052 M. auf 21629“ M. zurückge. a ge. Wenn auch die Ausgaben für Löhes bei 147710 M. am rund 30 000 Mart niedriger waren und sonatie Urhosten gegenüber dem Vorjahr am get 6000 Ml. vermind-rt werden ben inn, m bleibt unter Berück sichtlrung ven welleren 10400 M.(1. V. 10 841 M.) für Reparaturen Verlast von 15 502 M., der unerheisend aus den vorhandenen 8697 M. redecht und mit dem Hast auf " and Lapur Rus: 679. —. elstig. Ab) 5.50, Marz-April (5.72) 5.86, Juni-Juhi4 15.78) 5.96, Saxt-Obt. 6 Vertin Oele und Spirttas. 22. VelBer Märt-Apfil Mai-Ang. 21. 57.75 58 25 ruhig 46.25 Leinsl 84.7 Seiin Lenden, 22. Fets. Mierne gr. R. Ta. G6. eer.) bie umertker Aingene Ccbariads Berliner Börse. Eigener Drahtbericht des„Westfälischen Merkar“ Schlssckurse. 21.2. 22 f. Wechs. Amst. kars— Brüssel London Paris Italien Prratdiahen! Berl. Handelsgen. Darmstädter Hank D.-Anet. Bank Deutsche Hank 108.70 — 91.30 — 20.476 — 91.45 — 31.44 85.06 35.10 " 8½ 174 40 174.25 142 40 149 76 182.60 183.70 lank. 24220 242 40 Diskonto Kommand. 180 C0 189. 90 ser Kreditanst. 165.80 165 S0 Hannov. Bank Nat.-Bank f. Dte err. Kreditenst 211.20 211.80 Denabrucker Hank 142.60 143.60 Zentr. Bod Kr. 193 25 103.25 Schaffh. Bankv. 164.69 104 75 8½ E D. Reichsanl. 101.10 101.20 99.00 30.30 101 20 101 25 99 10 99.20 98 60 89.10 Derim: Toe wrabe Ssait Kur Bicher. Bechhate 344.00 346.00 134.26 135.50 126 60 126.50 100.10 100.25 124 70 121 Eschweiler Bergw. 266 76 201.20 Geiswender Eisen 122.80 323.25 32 Frm Ker 3½ 38 Säche Rente Rh. Obl. 8.19 99 30 90.3 15 Westf Pr.-Anl. 102.40 102.30 " a. 1915 98.90 98.20 u. Stadt-Anl.—— 45 Westf. Plandbr. 102.10 102. 10 3½*„„ 98.20 96.20 1# Rh.-W. Rentbr. 102.20 102.30 *„„ 96.60 99 50 4 Rb.-Westl. Bod. Plandbr. 8 9 102.0C 103.00 3½ E de. 8.6 96.90 96.90 S Argent. Auss.— 0## Baenon. Alres Geurg-A.-H. S.-A. „„M. Pr.-A. Gtuchauf-Brauere Gr. Berl. Str.-B. Hamb. Paketl Hann. Masch. Egest. 397.90 30 " Strassend. 88.55 82 9 Hanss 126.60 141 00 Hart. Brückenb. cr. 109 00 100. 2: " St. Pr. 131.25 182.0 226 75 327 114 00 214.00 74.10 74.00 96.90 67.60 136.50127.00 196,1e 196.00 166.90 106 216,10 217.30 242.76 242.71 160.20109 50 180.80 100.20 8t.-Anl. * U. 58 Chim1896 13 Itehener 5g Meziksser 1 1# Oeterr. Goldr 1"" Kroseur. 106, 40 100.50 Lalberr 4# Ramäner 1896 91.30 91.20 1 Rums Kons 1889 93.:0 33. " inn. Anl— 902 18 Spanier.—— 1# Ungar. Goldr 96.20 96. • Krosenrente. 95 60 95 15 Turten 1903. 53 30 93 Ost.-Ung. Stasteb. 142.90 144 Sudosterr. Lomb. 24.70 24.1 Canada Phoiße 178. 40 175 Lax. Praare Heury 133,26/133. 126.26 129.25 106 10 196.00 239 00 229 25 128.80 113.60 97.10 97.10 419 60 423 06 . 1 4 2, 0 0 1 4 2. 5 0 246.10 245 00 74.75 76.00 Allg. Eestr.-Ges Anglo Coot.(uase Baroper Walsw. Bismarch hutte Bliesenbach Verzug Boch. Beggw C. " Gussetahl " Viktoriehr Böhler 223.49 323 50 124.60 116.25 95.90 65.90 330 50 820 50 90.10 70 76 67.90 67 25 246 00 245.2 127.00 157 25 267.00 256.50 Bossperde Walrw 135, 76 135 40 Buderun 131.00 130.50 Aamenn berch Hasper Lisen Hengstenlerg Hlerbrand Weggon Hibernis Bergu Hochdahl V-A. Horder St. Pr.-A. Hosch Stahlw Hamboldt Masch. Iseabeck-Brauerei Kolner Bergu Koln- Mm. Bergw. 127. 26 126 25 Kong Wilb. con. A. 262 25 208 00 " St. Pr. 241 00 344 00 Kraigebern Bergw. 166 00 167 25 Kuppersbasch 208.00 205 50 Lahw-yer Laurahutte Luns Liefb. St. Pr. 118.00 116.75 Magieb Bergu 31876 519.75 Masseser Bergw. 136 00 126 CC Nech. Web. landen 140.85, 144,50 Menien u. Schwerse St. Pr. 111 6C 114,25 Nordd. Llord 126.60 Nordstern Bergw. 597.00 202.00 Oberahl. Eia.-Bed. 144 30/143 0 Eis.-Ind. 115.00: 20.00 Orenstein u. Koppel 206.80 207.60 Oenabr. Kupferdr. 113.50 114.50 Phonin Bergw. St.-A 206.20 205. 30 Rbein-Nasen 208 75 206.25 " Bergbon 181,00 111 75 " Metallv 117,00 117 00 Rbein Spaegel. 176.50 1744 Scahlv. 204.10 200.50 Westf.Kalkv. 141 26 141.69 Rombecher Hutte 26.80 239.10 Rote Erde 81.00 f1. 26 Schaller Gruben Schuchert Klektr. Schals Knandt-Akt. bemene u. Halete Stelb. Zinkh Tecklenig. Schiffw. Thale Eis. V.-A. Vam Gelsenk. Diese Vergutung erfolgt nach Rücksendung und Bestätigung Emplangen. Eise Leihgebühr wird für die beseichsste Frist nicht erhoben.“ Getreide. * Berlin, 22. Fobr.(Eig. Drabtber. des„Westf. Merd ar.) redubtesbörse Weisen Nu(188) 185 1/8. Juli(188½) 186¼. Sept.(184)—. Reggen Mu(171½) 171. Juli (171½) 171. Sept.(—)—. Hafer Mai(163½) 163. Juli (163) 162¼. Mau amerik. Mized Mai(127½) 127¼. Juli (—.— Weisenmchl 22.25—24.50. Regreameh. 21.10—23.00. * Paris, 22. Fehr.(Big. Drahtber, des„Westt. Mersar. Wetter kalt. Kröffaunrekures I. Schlen Auf. Schle 21.— 92 21. Gah: Fotr. Mars Mai-Juli Mai-Aug. Fohr. Märs Mai-Juli Mai-Aug. * Liverpesl, 22. Febr.(Eig. Drabt#. 4.„Westf. Merker.) Beter Winterweisen Märs(6/6½) 6/6½. Mai(6/0%) 6 6%. ruhig. Bunter amerihnniseber Mais Marn(9/ 11%) 8/11½ Mai 01 4/1. rahig. Sucker. Hamberg, 28. Febr., aschm. 3 Uhr.(Eig. Drahtberien: des„Weatt Merkar.)(Schlussberscht.) Rüber- Rohrucker 1. Predukt Besis 80% Rendement neus(lsaner him an Bord Hamburg Fobr. 16.45, Märn 16.50. Mai 16.75, Aug. 17.15, Ott. 17.25, er. 17.55. stetig. * M a g d e b u r n, 2 2. F e b r.( d i g. D r a e t b e r s e n t d e s W e s t t. Der kur.) Kernzucher 85% chne Nuck 7.85-6,00. Nechpredukte 5% enur Bach 6.10-4.40. Sümmung ruhig. Brodrafdande 1. chne Fams 17.62-17.87. Kryetallsucher I. mit Sack 00.00-00.00. Gem. Refbonde mit Saet 17,25-17,62. dem. Melis mit Goct 17.87-17.12. Summgen rabig. Du Abschme ven mindentene 200 Zentnern alles golte Sentner. Rehsucher 1. Predaht Thanstte hrei an Berd Hamburz Fedr. 16.35 64., 16.45 bel., Märr 16.40 64, 16.20 Mf. Aprü 16.55 C4., 16/65 Urt., Un 16.70 94., 16.20 b#t., Aug. 17.05 17.15 Br., Ott.-Des. 17.40 C4., 17.80 brt. anb. Kaftee. * Mamberg, 22. Dehr., sschm. 8 Uhr.(Big. Drehtberich: des„Westl. Merser.)(Schlussbericht.) Gesd everage dauter 2 37½. Am 38. Sept. 39. Des 30“, elstig. * M a r r e, 2 2 F e b r., v e r m. 1 0 U h r 3 0 M i n.( E i g. D r e h t bericht des„Weetf. Mertur.) Kafte gend everage Santen Mürn 65½. Mal 45½. Sept. 47%, Deu. 45½. ruhte. Baumwolle. Coseordin Bergw. 315 60 315.00 Dtsch.-Uebs. Elett. 173.80 172 50 Brauerei 881.80 331.50 Germ.-Dr. 196,00 190 00 Löwesbran. 201.10 201.10 Pess lurggti#l. Kupfe " Draht " Stahl Wicking Cement Wissener Bergw. Lalick Nallh Machbüres. Türteslosse 4½ 5 Jepaner 133.10 122, 60 106 00 167.10 191.25 167 50 190.20 180.25 173.70 17. 50 114.50 112.20 277.75 276 50 255.90 254.20 137,00 126.90 200.10 200.50 133.00 123.50 149.29 141 e0 197 90 156 60 260.25 200 15 306.50 307.60 180.00 191.90 190 S 811. 211.40 211 50 174.60 176.89 242 10 242.50 109.20 153.10 166.90 166.75 173.60 173.10 Osis 112.10 113 82.75— 94.10 64. Boch Je asf. Der 146.85 145.60 94.33 84.30 945 49 245.60 84.75 69.50 249.10 A45.6e 412 50 4r4.50 826.90 821 00 416 60 817.60 Breisbanf.-Sönhaunt. Daus Oesterr. Kredit Berl. Handel Deutsche Bank. Diskosto Dresdner Bani Canade Paciße Raitune: Ssaam..... Rasen 1202 Tendens: fester Fenden a-Berich t. Berlie, 22. Fetr. Auf du gegen gussern freundischerr Auf lamung der Marokkofrage wer die Borne bei Eröff. eng in munen bebauptet, dech ohrr U.berechmengalost, de geschäftliche An erungen von auswärte Schlten. Immerhin ungte der Leislmarht Stetigheit. Beahen wienm nach oben wie nach un echerde bins etma ¼ Phez. und daruster auf Hent werkenktien giechlalle am Brochteite verschieden. Ponds seineen auf gestrigem Schlousstand enn; die Umeitze waren ie beumissten wis in internatsenalen Anlagen dumseret geringfürig. Behsen rahn: Baltimere an. 1 Pres. bessur auf gönsteren Jonen-Aurven. Quserreichische Werte peishaltend. Schiffahrtmatten fert. 4% bis 4 Pros. 4gl. Geld 3 Pres Z: Berins der 2. u. lussende Hanhen anziehend. Mostanrurte behaupert: Bahens und Schiffahressicm. Allg. Mettr.-4 Oesamtrakel: Bei Berichtsabeung war des 0 deun mrn breiune uhwicher Opstur 6 Millienen Mart Vorregeaktien I1: D. Kellemstem desu. In der a. Böreesstunde wur die Zundens dust auf Perta. JnAteus de Lomnates u abenen ge gönts vangellagt woren miedur schwere Kohir papiere wis Eöuer Welhstn 8 Pres. böbe, Keiser Bugw. 4 Dus. Nerdeiern 3 Dus. durssiidatten 6 Pres. böber, Jststeres Peapin auf engobtiche Kchles eldere. 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Arbeiters Hermann Brinkmann.— T. d. Prov.=SteuerEtrertige Ed. Ampen.— 18. Fedr. T. d. Zimmerpoliers Hub. Standermann. 19. Fedr. S. d. Hülfsdremsers Anton Autepohl. Heiraten: 20. Febr. Maurervosier Brd. Caspers, v. Haudorf und Maig, Casenfahrt, v. d.— Gäriner Frr. Westerser, v. h., u. Christine Liltenbecker, v. Sandrup. — Gewer sch.=Sekr. Joh. Effert, v. Essen, u. Maria Luig, v. h. Trainer Karl Broda u. Ferdinande Reisener, b. b.— Gärmner Drasiker u. Kath. Benke. beide dir. Sterbefälle: 19. Febr. Feuersoz.= Gekr. Korl Kühn, 46 J.— Ehefrau Maria Kimmina geb. 25 J.— T. d. Arbeiters Theod. Anfang. 11 Mon.— 20. Fedr. 7. d. Maurers Hermann Leson, 2 Mon.— 7. d. Schlossers Ew. 6 Mon.— T. d. Schrifte jetzers Anion Tkaczuk, 1 J.— Wwe. Amalie Dasche geb. Drechsler 70 J. Das Jahres=Seelenamt für die verstordene Frau Wwe. Dr. Schöningh uen Aintemater findet statt am Freitag, den 23. Jebr., um 9 Uhr in der St. Ludgerikirche, wozu Bezwandte und Bekannte freundlichst eingeladen werden. 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