Nro. 40. Samstag, 1. April 1876. Jahrg. VIII. (Wattenscheider Anzeiger.) Erscheint Dienstags, Donnerstags, Samstags u. kostet vierteljährlich incl. Botenlohn 2 Mark pränumerando. dn Wtoitecht. 1o0 Mlart. Politische Rundschau. Von einem angeblichen Attentat auf den Kaiser wird in süddeutschen Blättern erzählt. Die Sache ist, leut der Tribüne, auf einen thörichten Knobenstreich zurückzuführen, welchen ein auch sonst übel angeschriebener Schüler in Heilbronn ausgesonnen hat. Die ganze Geschichte hat der Knabe vermuthlich nur erfunden, um von sich reden zu machen. Das dem Fürsten Bismarck von Bürgern der Stadt Hanau gestiftete Ehrengeschenk, ein Schmuckkästchen, an dessen Herstellung die ersten Kräfte der Hanauer Kunstindustrie sich betheiligten, ist nunmehr vollendet und wird, nach einer mehrtägigen Ausstellung am Orte, demnächst dem Reichskanzler überreicht werden. Das Kästchen ist von seltener künstlerischer Vollendung und gereicht der Hanauer Industrie zu hoher Ehre. Der Termin zur mündlichen Verhandlung vor der kaiserlichen Reichs=Disciplinarkammer in der Disciplinar-Untersuchungssache wider den ehemaligen Botschafter 2c. Grafen Harry von Arnim ist nunmehr definitiv auf Donnerstag den 28. April d. I., Vormittags 9 Uhr, im Sitzungssaale des königlichen Kreisgerichts anberaumt. Die am 13. d. M. aus Besehl des Kaisers zusammengetretene Commission höherer Capallerie= Offiziere, welche Vorschläge betreffs Aenderung des Exercier=Reglements der Cavallerie machen sollte, ist am 31. März geschlossen worden. Ueber das Ergebniß der Berathungen verlautet, daß man sich für wesentliche Beibehaltung des neuen Exercier=Reglements von 1873 erkläct und die Zurücknahme des im vorigen Herbst an die Regimenter zur Probe versandten Entwurfs eines neuen Excercier=Reglements empfohlen hat. In militairischen Kreisen, so schreibt man aus. wärtigen Blättern von hier, erörtert man lebhaft die Frage, ob es nicht angesichts der bedeutenden Verstärkung, welche die Artillerie der leitenden europäischen Staaten während der letzten Jahre erfahren hat, geboten sei, auch eine Vermehrung der deutschen Artillerie vorzunehmen. Maßgebende Persönlichkeiten sollen sich entschieden für eine ae Veritäctung gucgchrochen boben und btlt. man es für wahrscheinlich, daß eine diesbezügliche Forderung bereits in der nächsten Reichstagssession gestellt werden wird. Wie es heißt, sollen die der Reserve und Landwehr angehörigen Offiziere und Unteroffiziere, sofern sie bei Eisenbahnen angestellt sind, zur Uebung zum Eisenbahn=Regiment einberufen werden. Der dem Bundesrathe wie gemeldet, vorgelegte Entwurf verpflichtet die Privateisenbahnen zur Anstellung von Militär=Auwärtern in demselben Umfange, als gegenwärtig die Anstellung seitens der Staatsbahnen erfolgt. Der Entwurf ist von eingehenden Motiven begleitet, in denen die Wichtigkeit und Nothwendigkeit dargelegt wird, die Aussichten der Unteroffiziere auf Civilversorgung und damit die immer mehr abnehmende Zahl der Capitulanten zu vermehren. Als besonderer Uebelstand wird hervorgehoben, daß ca. 15,284 Kriegsinvaliden der preußischen Armee civilversorgungsberechtigt sind, von denen bis Ende 1874 noch 1488 Unteroffiziere und 5969 Gemeine ohne Civilversorgung geblieben waren. Die Angelegenheit wegen Umwandlung des Zeughauses in eine Ruhmeshalle für die preußt sche Armee ist in den vorbereitenden Stadien so weit vorgerückt, daß eine Vorlage darüber wohl im Laufe dieser Session noch wird erfolgen können. De: Finanzminister hat dem Kaiser dieser Tage Vortrag über den Iinanzabschluß des Jahres 1875 halten d Sr MPgieß die Mittheilung machen gehatten und St. Masestat n 15—16 Mill. können, daß sich ein Ueberschuß vo. Resultat erM. und somit ein höchst erfreuliches## geben habe. Die Prov.=Corr. meldet: Am Sonnabend April) wird voraussichtlich die Vertagung des Abgeordnetenhauses über das Osterfest bis etwa zum 20. April eintreten. Von da ab dürften die größeren jetzt in der Commissionsberathung befindlichen Gesetze zur öffentlichen Berathung gelangen. Jedenfalls wird die Erledigung derselben die Zeit bis über Pfingsten hinaus in Anspruch nehmen. Die Volksschullehrer Preußens werden in Bezug auf die neue Städteordnung an das AbgeInserate werden die Petitzeile oder deren Raum mit 15 Rpfg., Anzeigen unter 4 Zeilen mit 50 Rpfg. berechnet. Reklamen 10 Roig, pro Zeite. ordnetenhaus eine Petition richten, in welcher gebeten wird, den Lehrern das passive communale Wahlrecht, welches ihnen durch die Städteordnungen von 1808 und 1831 gewährt, durch diejenige von 1856 hingegen entzogen wurde, wieder verschaffen und somit den Ausnahmezustand, welchen auch der neue Entwurf aufrecht erhält, beseitigen zu wollen. Die Lehrer in Stadt und Land, welche sich der Petition anschließen wollen, haben ihre Zustimmung dem Lehrer Clausnitzer Berlin SW. Wasserthorstraße 42, unter Angabe des Ortes und Kreises mitzutheilen. Die Königin Victoria ist mit der Prinzessin Beatrice und Gefolge am 29. März Nachmittags 4 Uhr in Baden=Baden eingetroffen und in der Villa Hohenlohe abgestiegen. Lord Derby, der sie begleitende Minister, traf ebenfalls Nachmittags dort ein.66 Außer Deutschland, Rußland und Großoritannien erklärten Frankreich und die Ver. Staaten officiell ihren Beitritt zu einer gemeinschaftlichen Action der Seestaaten behufs Ausrottung der Seeräuberei in den chinesischen Gewässern. Deutschland gebührt das Verdienst, die Initiative hierzu ergriffen zu haben. Die Deutsche Expedition nach West=Sibirien ist nach Ueberwindung vieler Schwierigkeiten glücklich in Kasan eingetroffen. Auf diplomatischem Wege soll, wie man aus dem Haag berichtet, die preuß. Regierung jetzt ihre Geneigtheit zu erkennen gegeben haben, das Verbot der Einfuhr niederländischen Viehes zurückzunehmen, wenn der amtliche Nachweis geführt würde, daß die in holländischen Gegenden so stark unter dem Rindvieh grassirende Rippenfell=Entihren epidemischen Charakter verloren habe. 3Uh. schen dem österreichischen Vermittler, FeldZwie eich. Statthalter in Dalmatien und zeugmerster Rov##,!... Verständigung erzielt Mukhtar Pascha ist eine incl. 10. April worden. Vom 28. März bis„-seligkeiten werden in der Herzegowina die Feino#... vollständig eingestellt sein. Mukhtar Pascha key#### am 26. Tags darauf nach Trebinje zurück. Ali Pascha verläßt Ragusa. Verräther und Erretter. (Criminal=Novelle von Ernst Löher.) (Fortsetzung.) „Ich blieb Ihnen die Antwort schuldig, weil mich Ihr Vorschlag überraschte,“ erwiderte Heinz lächelnd.„Es wäre so übel nicht, obwohl ich deswegen keineswegs hergekommen bin, nur wird es mich einigermaßen in Verlegenheit setzen.“— Er brach ab und blickte wieder vor sich nieder, augenscheinlich noch nicht ganzentschlossen. Rasch aß er einige Bissen, um die Pause auszufüllen, die er zu einer versteckten Ueberlegung nöthig 4 hatte. Warum schweigen denn die Warnungsstimmmen in unserem Innern, wenn es gilt, einen Entschluß zu fassen, der unsern früheren Borsätzen zuwiderläuft? Wäre der junge Gesell durch widerwillige Gedanken aufgeregt, wäre er, von dunkler Ahnung erfaßt, dem Vorschlage des redlichen Altgesellen abhold geworden, so hätte er die Macht des bösen Geschickes, das ihn hier ereilen sollte, gebrochen. Aber sein Schutzengel schwieg und überließ ihn seiner eigenen Weisheit. Heinz blickte nach kurzem Schweigen auf. Die Meisterin, welche ihm gegenüber saß, hatte sein Schweigen sehr richtig gedeutet und sah ihn mit ihren klugen Augen bittend an. Der Altgesell hielt ihm treuherzig die Hand hin und rief:„Eingeschlagen!“ „Topp! Es gilt!“ entgegnete Heinz leichtfertig. „Ich will meinen Landsleuten ein Kunstwerk zum Andenken an den lustigen Heinrich Grunert hier lassen, damit sie sehen, daß ein fröhlicher Sinn nicht immer in Uebermuth untergeht!“ „Wie denn? Willst Du nicht hierbleiben, Heinz?“ fragte die Meisterin forschend. Sie mochte wohl schon daran gedacht haben, duß der junge Mann das erste Anrecht auf ihres seligen Mannes schöne Kundschaft habe. „Gott behüte mich! Hier müßte ich umkommen, nachdem ich in Berlin, London, Paris, Wien u. s. w. gearbeitet habe. Ich war willens, Euch Alle nochmals zu sehen, bevor ich außer Landes ginge.“ „Außer Landes!“ riefen Alle, selbst das stille, schüchterne Linchen und der kleine Lehrbursche mit allen Zeichen einer großen Ueberraschung. „Ja, außer Landes!“ bekräftigte Heinz.„Ich zog es vor, mir die nothwendigen Scheine dazu selbst zu holen— ich wollte meinem guten Meister Graßhof eine handgreifliche Versicherung in die Hände liefern, daß er sich nicht in mir geirrt, daß er seine herzliche Liebe keinem Unwürdigen zugewendet hatte. Ich komme zu spät. Er sollte diese Genugthuung nicht erleben. Gut. So will ich Euch Allen durch die That, durch den Augenschein belehren, daß an mir was ist. Darüber nun morgen mehr. Jetzt frage ich bei meiner Frau Meisterin an, ob der Lehrling nicht hinlaufen kann und meinen Ränzel holen.“ Der Bursche sprang flink auf.„Dem bergsvater sage nur,“ fügte Heinz schlau blinzelnd hinzu,„ich hatt' schon eine Stelle und würde mir morgen mein Wanderbuch abholen.“ Weg war der Bube, der ordentlich stolz auf seinen neuen Gesellen schien. „Sehen Sie, Frau Meisterin,“ fuhr der junge Grunert, behaglich seinen schönen Bart streichelnd, fort,„ein Verein von sechs bewährten Meistern beabsichtigt, ein Möbelmagazin anzulegen. Dazu hätte ich schon Lust und deshalb will ich auswandern." „Gehört aber dazu nicht ein Kapital?“ fragte sie erstaunt, die klugen Augen auf ihn heftend. Hast Du gespart? Von Haus aus hast Du nichts, Du armer Schelm." „Wo sechs zusammentreten, da verlangt man von dem Einen„Erfindungsgeist,“— von dem Andern„Speculationsgeist,“ von dem Dritten Geld,“ von dem Vierten„Geschicklichkeit und Kunstsinn.“ von dem Fünften„Umsicht im Handel und Wandel" und von dem Sechsten„ein Haus.“ Das Alles findet sich zusammen und nun soll es vorwärts gehen,“ sprach der junge Mann mit einer gewissen Siegesfreude. „Was wurdest Du denn dazu liefern können?" fragte die Meisterin mit einigem Neide. Lokal= und Notiz für Steuerzahler. Montag, den 3. und Dienstag, 4. ds. Mts., Empfangstermin für die Staatssteuern bei Hrn. Albert Jäger. * Wattenscheid. 30. März. Das von dem Herrn Friedrich Fichtner in Aussicht genommene Frühlings=Concert mit Ball ist nunmehr auf den zweiten Ostertag festgesetzt und ist die Giesenkirchen'sche Kapelle aus Dortmund, unter persönlicher Leitung des bekannten und beliebten Meisters, bereits für diesen Tag und Zweck engagirt. Concert=Programm in der nächsten Nummer dieses Blattes. * Aus verschiedenen Gründen(Aushebung, Collekte für die Ueberschwemmten, Renovirung des Vereinslokals u. s. w.), wird die nächste Versammlung des Deutschen Reichs Vereins am 9. April stattfinden.(s. Annoncen.) * Wattenscheid, 31. März. In vergange ner Nacht ist der Güterschoppen unseres Berg. Märk. Bahnhofes durch einen frechen Diebstahl heimgesucht. Außer 2 Faß Butter von 50 und 36 i Gewicht, ist noch 1 Ballen mit Wollgarn (43.K), 1 Faß Branntwein(21 cK) und 1 Korb Kandiszucker(16 ½.*) gestohlen. Mehrere andere Kolli z. B. Einen mit Strangtaback und einen anderen mit Droguen und Medikamenten hatten die Diebe ebenfalls aufgeschnitten, aber nicht der Mühe werth erachtet. Auf welche Weise die Diebe in das Lokal gekommen sind, ist garnicht zu sehen, so daß die Vermuthung vorliegt, dieselben hätten durch Nachschlüssel die Thür geöffnet. Zugleich sind in dieser Nacht 2 Schiebkarren vom Hohenstein gestohlen, mittelst welchen die Diebe wahrscheinlich die gestohlenen Sachen wegtransportirt haben werden. * Wattenscheid, 1. April. Wie wir schon früher mittheilten, wird mit Dienstag 11. d. M. “ a n u n s e r e r h ö h e r e n S t a d t s c h u l e d a s l a u s e n d e Schuljahr geschlossen werden. An diesem Tage findet Morgens 11 Uhr in der Aula der Anstalt öffentliche Prüsung und Schlußfeier statt. Das neue Schuljahr wird nach den Osterferien mit Donnerstag 27. April eröffnet. Am Tage zuvor werden die Aufnahmeprüfungen der neuaufzunehmenden Schüler, welche sich vorher beim Hrn. Rektor Dr. Gottschalk zu melden haben, abgehalten. Im laufenden Schuljahre haben die Anstalt 104 Schüler besucht. Hiervon waren 11 in Terttia, 19 in Quarta, 34 in Quinta, 40 in. Setxa. Von diesen gehören 52 der vung., 35 der kath. und 17 der israel. onfession an; einheimisch waren 61, auuswärtig 43. Seit Gründung der Schulle wurde dieselbe im Ganzen von 120 Schülern besucht. * Bis gestern Abend waren für die Ueberschwemmten beim Herrn Schatzmeister Dalberg aus 9 Bezirken 905 M eingegangen. Der Ertrag aus 7 Bezirken ist noch zurück. Mit Rücksicht auf dies prachtvolle Resultat glauben wir zu dem Lobe berechtigt zu sein, daß Wattenscheid und seine brave Bürgerschaft auch bei diesem Anlaß seine altbewährte Mildherzigkeit wiederum glänzend bewährt hat! * Es wird uns mitgetheilt, daß außer den Sammlungen auch noch ein Concert zum Besten der durch die furchtbaren Überschwemmungen beschädigten Bewohner am Niederrhein veranstaltet werden soll. Wir werden hierauf zurückkommen. * Wattenscheid, 1. April. Heute begeht unser allverehrter Reichskanzler, Fürst Bismarck seinen 63. Geburtstag. Aus diesem Anlasse hat der Vorstand unseres deutschen Reichsvereins dem gefeierten Manne ein Glückwunschtelegramm folgenden Inhalts zugehen lassen: „Euer Durchlaucht widmen wir den herzlichsten Glückwunsch zum heutigen Feste. Gott erhalte Sie noch lange zum Heile Deutschlands! Im Namen vieler Bürger. Cöls, Amtmann. * Mit dem heutigen Tage beginnen die Dienststunden an unserm hiesigen Post- und Telegraphen= amt Morgens 7 Uhr und dauern mit einer einstündigen Unterbrechung von 1—2 Uhr Mittags bis 8 Uhr Abends. * Bei der Aushebung ist auch eine Simulirung an den Tag gekommen. Ein gestellungspflichtiger Pole aus Ueckendorf hatte seine Augen durch fortgesetztes Einreiben mit Zwiebelschalen in einnen krankhaften Zustand versetzt. Dem Arzte fiel der Zustand der Augen sofort auf, worauf der Inculpat auf Vorhaltung auch der That geständig war. In wie weit hier ein Vergehen gegen§. 143 des Strafgesetzbuches vorliegt, wird die eingeleitete Untersuchung ergeben. * Ueckendorf, 30. März. In dem heute hier angsetzten Termin behufs Verding des Schul Neubaues erhielt Herr Bauunternehmer F. Henkel in Wattenscheid zu dem Satze von 18% unter dem Kostenanschlag den Zuschlag. Ein aus. wärtiger Unternehmer hatte bis zu 21% geboten.— Bekanntlich hatte die hiesige Gemeinde, Vertretung für den Neubau eine Conkrurrenz ausgeschrieben. Unter den 8 einggelaufenen Conkurrenz=Plänen war der kunseres Mitbürgers, des Herrn Bauunterenehmers C. Lier als der Beste erkannt undo angenommen. Auf Grundlage dieses Prrojektes und Kostenanschlages hin fand der helutige Verding statt. Der Kreis Bochum, schreibt die„Westf. Ztg. das Centrum des niederrheinisch=westfälischen Industriebezirks, hatte im Jahre 1855 eine Bevölkerung von rund 64,000 Seelen; bei der nächsten Volkszählung 1858 stellten sich 76,000 heraus; 1861: 83.000, 1864: 97,000, 1867: 116,000, 1871: 149,000 und bei der letzten Volkszählung, die im December v. J. stattfand, ergab sich eine Gesammtbevölkerung von nicht weniger als 204,714 Seelen, ein Resultat, welches die Erwartungen der königlichen Regierung weit übertroffen hat, da angenommen war, daß bei der jetzigen Zählung im Kreise Bochum etwa 190,000 Seelen sich herausstellen würden. Die Kreisst adt Bochum selbst zählt 28,000 und nach dieser kommt Witten mit 18,000 Seelen. Zur Verwaltung dieses nur 6½ Quadratmeilen großen Kreises ist nur ein Landrath berufen, dessen Kraft trotz seiner Leistungsfähigkeit und Vortrefflichkeit nicht ausreicht. Es ist daher mit Rücksicht darauf und auf die Vorstellung unseres Abgeordneten Herrn Berger seitens des Ministeriums des Innern beschlossen worden, den Kreis Bochum zu theilen, zunächst durch Ausscheidung der Stadt Bochum aus dem hisherigen Kreisverbande und Bildung eines Stadtkreises Bochum, sodann durch Bildung eines Kreises Witten, aus der Stadt Witten und den angrenzenden Theilen, namentlich dem Amte Langendreer und aus Theilen der jetzigen Kreise Hagen und Dortmund. Die Verhandlungen sind hierüber bereits eingeleitet und im vollem GangeBochum, 29. März. Der Bochumer Verein hat bekanntlich mit der portugiesischen Regierung im vorigen Jahre größere Lieferungsverträge über Eisenbahnmaterial abgeschlossen. Die portugiesische Regierung hat in Anerkennung der vorzüglichen Ausführung dieser Verträge dem General=Secre.är des Vereins Herrn Bernhard Baare, Sohn des Generaldirektors, welcher dieselben zu samaliger Zeit in Lissabonpersönlich abgeschlossen hat, das Ritterkreuz des portugiesischen ChristusOrdens verliehen. Hattingen, 28. März. Gestern Nachmittag ist ein hiesiger Dachdecker-Meister bei Ausübung seines gefährlichen Berufs leider zu erheblichen Schaden gekommen, indem er beim Repariren eines Daches ausglitt und aus der schwindelnden Höhe zur Erde stürzte. Bewußtlose wurde von Hinzukommenden aufgehoben, wobei es sich herausstellte, daß ein Arm zweimal gebrochen war.(Märk. Blätter.) Dortmund, 29. März. Seit Freitag wird der hiesige Brauereibesitzer Hengstenberg vermißt. Nach seiner Entfernung ist man großartigen Betrügereien auf die Spur gekommen, die derselbe verübt. Es wird von Wechselfätschungen im Betrage von etlichen Tausend Thalern gezählt. Dortmund, 29. März. Wie die Dortm., Ztg. aus sicherer Quelle erfährt., werden sämmtliche Beamte or. Bergisch- Märkischen Eisenbahn vom 1. April d. J. ab einne Gehaltserhöhung bekommen, und zwar die Bremser bis ca. 30 Thlr., Lokomotivführer bis 100 Thlr. jährlich u. s. w., je nach der Stellung, welche die Beamten bekleiden, mehr oder weniger. — Auf Zeche Westfalia verunglückte ein Hauer dadurch, daß er, nachdem schon das Signal„Auf“ gegeben war, noch auf den Förderkorb springen wollte. In diesem Augenblicke setzte sich der Korb in Bewegung und der Unglückliche wurde zwischen Kord und Einstrich gedrückt. Hamm, 29. März. Gestern Abend stürzte, das 1½jährige Kind des Fabrikarbeiters V. in der Nordenfeldmark in eine kaum ½ Fuß hohe Wasseransammlung und fand darin seinen Tod. Münster, 27. März. Am Samstag Morgen starb hier der als Vorksredner auf Katholiken-Versammlungen bekannte Stadtverordnete und Apotheker Johannes Ohm c 40 Jahr alt.6 Herford, 27. März. Der von dem hiesigen Kreisgerichte resp. der königl. Staatsanwaltschaft steckbrieflich wegen betrügerischen Bankerotts und Wechselfälschung verfolgte und demnächst— in Folge der durch den„Kladderadatsch“ veröffentlichen Photographie— „Kunstsinn und Geschicklichkeit!“ antwortete er, pathetisch.„Wer in Wien, in Paris, in London und in Dresden Meisterstücke geliefert hat, der wird wohl den Beweis seiner Geschicklichkeit und seines Kunstsinnes festgestellt haben. Der Altgesell Anselm fuhr sich erschrocken mit der Hand durchs grau melirte Haupthaar.„Sie sind Meister, Herr Grunert?“ stammelte er leise und heimlich. Still! Still! Das ist von keiner Bedeutung weiter," flüsterte Heinz ebenso zurück.„Jetzt reden wir nun nicht davon, sonst muß ich mein Meisterstück hier im Stich lassen und ich brenne darauf Euch zu zeigen, was der Mensch kann, wenn er sonst nur will.“ „Ja— hier bleibt aber das Kunstwerk nicht, Herr Grunert,“ sagte der Altgesell sichtlich verlegen.„Sie sollten das ausgeben— es paßt sich nicht als Meister zu conditioniren.“ So leise er auch sprach, die Meisterin verstond dennoch das Wort„Meister.“ „Ach was! Beweiset mir doch, daß ich Meister geworden bin!“ rief Heinz keck. „Laßt ihn doch, Anselm,“ sprach die Meisterin vermittelnd dazwischen.„Für die Tochter seines Herrn Vormund kann Heinz schon noch arbeiten, selbst wenn er Meister wäre.“ Heinz horchte scharf auf. „Für wen ist die sstattung?“ warf er neu1 gierig ein.„Für wen soll ich einen Schreibsecre= tair versertigen, wie ihn die Königin von Sachsen bekommen hat?“ „Für des Oberpfarrer Schirlitz älteste Tochter Ulrike,“ sagte die Meisterin. Heinz sah sie erstaunt an.„Ulrike Schirlitz — die kann doch nicht heirathen? Ulrikchen, die noch ihr Püppchen wartete, als ich Abschied nahm— dieselbe Ulrike will heirathen? Wer heirathet denn dies kleine Mädchen?“ „Dieselbe Ulrike ist keineswegs ein kleines, sondern ein großes, schlankes, hübsches Mädchen von 18 Jahren geworden, seit Du weg warest,“ erklärte heiter die Meisterin.„Sie ist mit dem Pfarradjunkt Pettri verlobt und dieser hat die Aussicht in wenigen Monaten Pfarrer in Gundlingen zu werden.“ „Wächst denn hier Alles heran, wie die Blumen— bin ich denn ein alter Kerl, der bestimmt ist, für die kleinen Mädchen, denen er Puppenwiegen fabricirte, Kinderwiegen zu machen?" „Ja, ja! Dazu kann Rath werden!“ scherzte die Meisterin.„Ernestine wenigstens hat schon eine Wiege nöthig gehabt.“ „Ernestine?“ wiederholte der junge Mann und das Blut schoß ihm plötzlich so gewaltig in's Gesicht, daß es Jeder bemerkte, auch Karoline, der Meisterin junges, stilles, schüchternes Töchterchen. „Ist Ernestine Volker verheirathet?“ fragte Heinz, eine ruhige Stimme erheuchelnd. „O, schon seit drei Jahren!“ war die Antwort der Meisterin Graßhof „Mit wem ist sie verheirathet?“ „Mit dem Kaufmann Ehlers.“ Heinz fuhr erschrocken zurück und seine Augen öffneten sich sehr weit. „Mit dem alten, gichtbrüchigen Ehlers—“ schrie er hell auf.„Ist sie toll!“ „Nicht doch! Nicht doch! Mit dem jungen Ehlers,“ fiel der Altgeselle beschwichtigend ein. „Gibt es denn einen jungen Ehlers?“ „Ja freilich— er kam urplötzlich zum Vorschein, als der alte Ehlers die Augen zugemacht hatte. Davon kannst Du allerdings nichts wissen, lieber Heinz. Sieh, der alte Mann war zuletzt sehr elend und Ernestine, die mit ihrer Muhme bei ihm wohnte, nahm sich seiner sehr an.“ „Ernestine war immer ein gutes Mädchen,“ murmelte der junge Mann, indem er seinen Kopf in die Hand stützte. Es war als lagere sich ein Schatten auf die helle Stirn und als ginge ein Nebel über die strahlenden Augen desselben. „Der alte Mann starb endlich,“ erzählte Frau Graßhof ungestört weiter, während ihr Töchterchen kein Auge von Heinz verwendete. (Fortsetzung folgt) in Rom zur Haft gebrachte Kaufmann Hasenpatt aus Vlotho ist, nach dem Bielefelder„Wächter“ gestern Abend per Transport über Lörrach aus Italien bier eingetroffen und im Untersuchungs-Gesängniß aufgenommen. Ein fernerer und zwar der Haupt=Attentäter beim Ueberfalle des Bahnhofs=Inspektors Rödder in Steele ist in Wesel verhaftet worden. Zur allgemeinen Freude kann das„Ess. Vlksbl.“ die Mittheilung machen, daß nach Aussage der Aerzte das Leben des Herrn Bahnhofsinspektors Rödder nicht mehr in Gefahr schwebt. Essen, 30. März. Zum Nachfolger des zum Previnzialschulratb ernannten Herrn Dr. Probst ist der Direktor des Gymnasiums in Münstereisek, Herr Dr. Vogt, berufen worden.(Da Herr Dr. Probst Protestant ist, muß diesmal dem Gymnasial-Statut zufolge der neue Direktor katholisch sein.)— Wir berichteten seiner Zeit, nach der„Ess. Ztg.“, daß am 5. d. Mts. eine Gesellschaft von jungen Burschen auf der Steeler Chaussee mehreren Vorübergehnden mit Messern und Todtschlägern bedeutende Verletzungen beigebracht haben. In der gestrigen Kriminalgerichtssitzung standen die jugendlichen Raufbolde unter Anklage und wurde der Hauptanstifter zu 2 Jahren, drei andere zu 1 Jahr und mehreren Monaten Gefängniß verurtbeilt. Die Angklagten glaubten mit einigen Thalern oder einigen Tagen Gefängniß los zu kommen und wunderten sich ganz gewaltig, dafür so lange Gefängnißstrafe zu bekommen. Werden, 27. März. Vorgestern wurde in der Nähe des Krupp'schen Wasserwerks in Bredeney eine männliche Leiche mittleren Alters aus der Nuhr gezogen. Dieselbe war bereits so entstellt, daß das Gesicht nicht mehr zu erkennen war. Die Leiche wurde heute Nachmittag auf dem hiesigen Kirchhofe in aller Stille bestattet. In der Tasche des wahrschemlich bei dem Hochwasser Verunglückten fand sich eine Uhr mit Kette und ein Portemonnaie mit 1 Groschen Inhalt vor. Mülheim a. d. Nuhr, 28. März. Bon Seiten des Komites, welches sich vor Kurzem hier zur Errichtung eines Denkmahls für die Königin Luise gebildet, ist an den Kaiser die Bitte eingereicht worden, der Grundsteinlegung im Laufe des Sommers beizuwohnen und die Stadt Mülheim mit seinem Besuche zu beglücken. Die vom kgl. Hofmarschallamt eingelaufene Antwort drückt die Freude des Kaisers über die Errichtung des Denkmals aus, lehnt aber die Einladung des persönlichen Erscheinens aus Mangel an Zeit ab. Barmen, 27. März. Am Samstag hatte der Lehrling eines hiesigen Schreinermeisters das Unglück, einen Geldbetrag von 500 M.(Wechsel von 300 M. und zwei 100 Markscheine), den er für seinen Meister geholt hatte, auf der Hohensteinerstraße zu verlieren. Ein junges Mädchen fand das Geld und der Vater desselben, Fabrikarbeiter St. auf Clausen, brachte es gestern dem Eigenthümer, dessen Adresse er auf dem Wechsel ersehen, war aber anfänglich zur Annahme eines Geschenks von 15. M., welches ihm als Finderlohn efferirt wurde, nicht zu bewegen, trotzdem er eine große Familie zu ernähren hat. Erst nach längerem Drängen nahm er das Geld an, mit der Erklärung, daß es als Confirmationsgeschenk für die Finder n, seine Tochter, welche gestern confirmirt wurde, gelten solle. Es verdient diese lobenswerthe Handlung gewiß nicht, der Oeffentlichkeit vorenthalten zu werden. Der unglückliche Lehrling, dem das Malheur des Verrustes passirte, hat in seiner Angst Reiaußs genommen und ist bis heute noch nicht wieder zurückgekehrt. Neuß, 29. März. Von den beiden letzten der sieben am 12. d. M. ertrunkenen Personen sind trotz des eifrigsten Suchens die Leichen bis heute noch nicht aufgesunden worden. Man vermuthet, daß dieselben entweder fortgetrieben oder zum Theil von Schlamm überreckt sind. Bei dem heutigen Suchen wurden nach der„Neuß. Ztg.“ 1 Paar Stiefel, wahrscheinlich dem jungen Hansen zugehörig, dessen Leiche ohne Stiefel aufgefunden worden, serner 1 Regenschirm und 1 Taschentuch aufgefischt. Kaub, 23. März. Heute Morgen wurde die letzte Leiche, die einer zehnjährigen Tochter des verunglückten Hebner, von dessen Familie noch zwei Kinver, ein Cohn und eine Tochter, am Leben sind, aufgesunden. beginnt am Sonntag, den 2. April und endet am 22. April. Sammtliche Waarenvorrathe, als: Kleiderstoffe, Seide, Jacquets, Talmas& Regenmäntel, Chäles& Tücher, Tuche& Buxkins, Bettzeuge, Federn& Daunen etc. etc. werden zu nie dagewesenen Preisen verkauft. Gottesdienst in der evang. Kirche Frühgottesdienst 8½ Uhr: Pfarrer Niemeper. Hauptgottesdienst 10½ Uhr: Pfarrer Fromme. Nachmittagsgottesdienst: Pfarrer Niemeper Amtswoche: Pfarrer Fromme. In der Zeit vom 9. bis 20. Mai und 13. bis 14. Juni d. J. werden aus den Jahrgängen 1867, 1866 und 1865 die im diesseitigen Bezirt kontrolirten Landwehrmannschaften der Provinzial=Infanterie zu einer 121ägigen Uebung einberufen werden. Bochum, den 14. März 1876. Königl. Bezirks=Commando. 5 Den geehrten Bewohnern von Wattenscheid und Umgegend mache ich hierdurch die ergebene lung, daß ich mit dem heutigen Tage ein MittheiGesiebte wird fortwährend abgegeben auf beiden anlagen der Zeche ver. Maris-Anna und Steinbark. Hausverrauf zu Wattenscheid. Ein 1½stöckiges, aus Fachwerk vor etwa 3 Jahren neuerbautes Haus, Nro. 11 1/8. Haidestr. hier, mit Einfahrt, großem Hofraum und Stallung, nebst großem Garten, zu jedem Geeste geeignet, ist unter günstigen e#=dingungen unter der Hand befall, thunlichst bald ankann am 1. Mai er. verden. a wollen sich gefl. mögGei af u.5 uch,- Burkius--Herre. im Hause des Herrn Heinrich Bohmers, Oststrasse Nr. 25, neben dem Bürgermeisteramt errichtet habe. Vermittelst eines sehr bedeutenden Lagers in Tüchen, Garin und der bevorzugtesten Fabrikate Deutschlands, Englands und Frankreichs vermag ich auch den weitgehendsten Ansprüchen hinsichtlich einer grossen Auswahl der modernsten Stoffe sowohl als auch in fertigen Anzügen für Herren& Knaben gerecht zu werden. Es wird zudem mein aufrichtiges Bestreben sein, meine Kundschaft derartig zu bedienen, daß jedermeiner Abnehmer gewiß die Ueberzeugung gewinnen wird, daß mein Geschäft in Folge seiner streng reellen Bedienung und der Vorzüglichkeit seiner Waaren, jedes andere Geschäft gleicher Branche übertrifft. Anzüge nach Maaß werden unter Leitung eines tüchtigen Zuschneiders, bisber Leiter eines der ersten Maaß=Geschäfte Kölns unter Garantie guten Sitzens und eleganter Ausführung in kürzester Frist geliefert. Achtungsvol! Joseph Kaufmann. Attest. Mit Freuden habe ich die Wirkung des Mittels des C. Göring in Minden verspürt, denn mein Körper ist völlig wieder rein, welcher mit Flechten bedeckt war, vom Fuße bis zum Scheitel. Herm. Hötter. Sterkerade(Gutehoffnungshütte), im Mai 1872. Aufträge nimmt& Topf 3 1½/ M. Herr Wilh. Spelberg entgegen. Mieners Somfe, W. un# e bee Chocoladen der Kaiserl. Königl. Gebr'der Stall-l I. h. Stollwerk in Cöln, wegen vorzgl. Qualitt allgemein bevorzugt, befinden sich auf Lager in Wattenscheidt leei Angust Schulte. Bekanntmachung. Von jetzt an ist täglich frisch gebrannter Land=, Weiß= und Mauer=Kalk. zu haben auf der Kalkbrennerei von Hobel in Ueberruhr. Wo es gewünscht wird, liefere ich den Kalk mittelst eignen Fuhrwerks für einen billigen Fuhrlohn nach jeder Richtung hin. Bestellungen werden täglich angenommen. Briefliche Bestellungen mit der Adresse: W. Hobel in Ueberruhr. Die Communal=Einkommensteuerliste der Gemeinde Höntrop pro 1876 liegt vom 1. April ab an 8 Tage lang im Bureau des Herrn Rendanten van Bürck zur Einsicht der Betheiligten offen. Wattenscheid, 30. März 1876. Der Amtmann 8516. Holzverkauf Haus Dahlhausen Montag, 3. April, Vormittags 11 Uhr anfangend, will der Rittergutsbesitzer Herr Schragmüller in der Haus Dahlhauser=Haide 150 Lerchen& Fichten zu Balken, Sparren, Leiterbäumen u. Schleitern geeignet, sowie einige Haufen Brennholz, in 40 Nummern, auf Credit gegen Bürgschaft öffentlich verkaufen lassen. Versammlung auf dem Hause Dahlhausen. Buschmann, Rentmeister. Verkauf einer Kottenbesitzung auf der Eppenzu WATTENSCHEID. Der geänderten Schulordnung gemäss beginnt auch an der hiesigen höheren Schule der Jahrescursus fortan nicht mehr im Herbst, Anmeldungen nehme ich von Jjetepoig, FFüch, gutgesen. Dr. Gottschalk. Rastanchedten Freiwillig. Feurrücht: Monatliche GENERAL-VERSAMMLUNG. am Samstag=Abend 8½ Uhr. im Vereinslolal. Der Chef Dieckmann. zu Wattenscheid. Die nächste General-Versammlung findet künftigen# Sonntag, den 9. Die Tagesordnung wird in einer der nächsten Nummern Hauptversammlung. Sonntag, 2. April, Abends 8 Uhr, im Vereinslokal. Der Tururath. Wattenscheider Schweine=Versicherungs=Lade. Sonntag, den 2. April, Nachmittags punkt 3 Uhr. GENERAL-VERSAMMLUNG im Vereinslokale(Johanneshalle.) Tages-Ordnung: 1. Rechnungsablage. 2. Wahl eines neuen Vorstandes. 3. Besprechung über Vereinsangelegenheiten. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen eisucht Der Vorstand. Von seher, venn es galz, den Nachstern u.— jiudern ul Gh 2 Häuser ode beshechehgen ud eugemeye, esgarnherzigteit unserer Gesan au Abbruch ur vrlasa u. belsen, Vot de Aunidyhgatge getgaige, sanr ans po 1. Rak und bas auende u. ester besye ub beshugt gliand in Foige der uecbere sdere pio 1. Jeuiuet. venn, Baterlandes hereingebrochen. Bleiben pir auch diesnal aunse statt.—. Tage mitgetheilt werden. * Der Vorstand. Mnon=gerten. ggug. Von jeher, wenn es galt, dem Nächsten in Roih und Eedorfer Heide. Der Schustermeister Wilh. Treckmann auf der Eppendorfer Heide bebsichtigt seine daselbst am Communalwege von Ehpendorf nach Dahl. a„ hausen gelegene Kottenbesitzung beste= S aHUA, hend aus Wohnhaus nebst Stallung, II.„„ Hofraum, Garten und Ackerland, I#1CKen groß 4 Morgen, parzellenweise, auch„ im Ganzen, öffentlich meistbietend zu verkaufen und hierzu ein Termin auf Mittwoch, den 8. Nachmittags 3 Uhr. in der Wohnung des Wirths daselbst angesetzt, wozu Kauflustige hiermit eingeladen werden. Auch sollen alsdann eine schwertragende Kuh und mehrere Karren guten Dünger öffentlich gegen Credit verkauft werden. Bochum, den 27. April 1876. Löns, Bevollmächtigter. November. Auton Bomers. Ein geräumiges, zu jedem Geschäft adenlo nebst Wohnung steht noch auf 1. Mai zu vermiethen. H. Weimann. Eine Wohnung ergebenst von 2 Zimmern nebst Keller, Stall u. Saale des Herrn I. Bünner hierselbst ganz.:[Dingergube zu vermniehen u. kann üeckendorf, dei 27. Mirz 1876. 3Itb9 f.k.buy(G. Gaschermann . Jer K lOg.-Absanden ggonnen ut mir en junger dicker Doggenhund, grauund gelb, mit weißer Brust und abgeschnittenen Ohren, und kann gegen eine Belohnung bei Wirth G. Hartwig in Hordel abgegeben werden. necendorf, den 27. Roth und weiss blühender Free Sowie Saathafer und zu haben bei Voortmann,: Dampfmühle. Wattenscheid und Umgegend die ergebene Anch Wegen Mangel an Beschäftigung steht bei mir ein schweres Ar**.. ur gu: Spesen unbd beitspferd zu peitgten„ der Sau Wluv: Suizer bemnonneg, vov,„Wzilhelm Balzen. Hönrop. Hr. Klob. Getränke steis Sorge tragen werde. Woilhelin 2... Soe ae. Pace. Ich bringe mein als Pfandleihgeschäft Hiermit mache ich den gechrten Bewohnern der Stov ,evg, ims bei reller Bedienung in enpiehlende Colonial- und Fett-Waaren ch werde ich darnach st Prima Sächsische Spese-& Planz-Kartosfel verkauft billigst en gros& en detall Crieboom, Unternehmer, Günnigseld. Bei gestrigen Collekte ist in einem Hause am Köln=Mindener Bahnhofe ein Stock stehen gelassen, um dessen Rückgabe gegen eine Belohnung bei Herrn H. Gaschergree rsch den besten Wounigen vezege Bezienung und gute Waare darzabeten. Wichels Somte, Gelsenkirchen, Bahnhofstrasse Alter Korn 65 Pfg per Liter. sortwährend zu haben bei August Kiel, Westenfeld. eun u dem 8 Gachag, Alter Kor. 6 mann gebeien vird g., Eine geräumige Preuß. Original=Toose 2 Eine noc, in. We m Familienwohnung Hierdurch empfehle mich zur Aufertigung von schriftlichen Arbeiten und Aufsätze jeder Art,(Reklamationen, Beschwerden, Klagen, Exekutions=Gesuchen, Bittschriften), sowiez* Abhaltung von Auktionen. Kuhlmann, wohnhaft bei Herrn Gast Kheinische Eisenbe Abfahrt nach B. Nr. ur. 1. Sr 8