27. Mai Dienstag, 27. Mal. Wlite Aund, unr u Ner Aurug Pas ferben der Peamten an der 3. BRscuhn Aubhun udn de, Mehlschzebung ohlen wurde, onsga eenste bce sen Waogan. den Waggon: Meh. 1 dd verschicken halte 1 e9 bcr h chte sich der Schwig Ballons während## sse. Durch die en, daß das Wasser sc4 efüllt war. Die Sira## ren und sechs sichte spielte sich auf### unter## Ofegrohr unter### Reise sortzusetzen.#### men, um dos Geräc## ut sechen, Schelckeu taunten Magn das 94 esseilben. Und wos verpackt besanden sich 25 Pfund Bu### Beschlagnahme. #rliner Börse. das drückende Gefühl eß die Börse nur in stätigkeit entwickeln. zu Umsätzen, wobei Prozent verloren# Schiffahrts=Aktien Hamburg=Et r einige von der Vat## Dingen Kanada, di. mer Prinz Heinrich## wesentlich höher stelle os, tells ohne bemerke## n neigten zur Schwät h. Oesterreichische### wach bei unbedeuten her auch Nunche u Pachatunr Kündr 9 kertz, beide in Mänser i.# Ptelesser ein verreist. . Die Betstunde an 9 mstag(Chrisit Himmahse det 3 Uhr nachutitap## r. Aegidsi=Kirche Rat. Für das verstordene um 10 Uhr in 2 me 61. Messe sheater in Doouertes vermann wösler in sinen Fümgek: hoofte lungen pon 1ess Wlülam Woue. gestette von Dra. Moier. Ausler-Topelle. elhaus 25. urce wichent Meilch gpeine Bellliüche Arrcer Soun- und Jeiertagen elamal. Ienlemchres der Betllilichen Breochzuhrt. . en Vestelungen muit bontlücher Wdrisenenaate siehe ae, Broimarieng,# aeadie men ricten an bite Orschtftehens, Rüntghraße 88. pestrige Ausgag, Pd1 zug: Lhtkegasse 1—3. Sproczstunden 20—11 Uhr vorn. etrede Bacdn. Bücherut Pacher: Redaktton Nr. 203, Geichshestele P2r3 u. l. Leiesebe: Rönigstr. 30. Gröffnet verm. o. B-1284 Uhr; 3- 45 fhr. Besscheffente: Aut Chin 14822 Die Beantwortung der deutschen Wirtschaftsnote. axs, Versailles, 24. Mai. Die dentsche Feiedendelegollen an 22. Mal abends nachstehende Rote erhalten: Herr Präsident! 1 Die allierten und assoziierten Mächte haben don Bericht der ### die deutsche Regierung zur Präfung der wirtschaftlichen Bedinen des Frieden=giereg, eingretzten Kommission erhalten und elie Frsielane dur P.agricht scheint ihen eine beihr unzu. icende Barstenung der Tatachen zu geben, an gewissen Stellen # uebertreibungen aufzuwetsen und die grundlegenden PrinWien zu verkennen, die sich aus den Urfachen des Krieges und aus #om Ausgang ergeben und welche die aufzuertegenden Bedingun##erklären und rechtsertigen. 11. Die deutsche Note erklärt einlettend, daß die industriellen ugnellen Deutschlands vor dem Kriege zur Deckung des Bedarfes Bevölkerung von 67 000 000 Einwohnern nicht genügten, und #ell es so dar, als entspräche diese Ziffer der Bevölkerungszahl, * de Deutschland mit verminderten Kraftquellen auch in Zukunft Eeter sorgen muß. Das ist nicht der Fall. Die gesamte Bevölkeuug Deutschlands wird um etwa 6000 000 Seelen verringert neg, die zu nichtdeuschen Gebieten gehören und die man zu zannektieren beabsichtigt. Es sind die Bedürfnisse dieser verminBevölkerung, die wir berufen sind, zu prüfen. III. Die deutsche Note klagt darüber, daß man von Deutschland Abtretung seiner vorhandenen oder im Bau befindlichen Handelssowie ein Prioritätsrecht auf seine Schiffsbauten während D#er bestimmten Anzahl von Jahren verlangt. Die Note erwähnt doch nicht, daß man Deutschland einen wichtigen Teil seiner kleinen kndelsschifse unversehrt überläßt. Die Vertveter Deutschlands Linen vollständig übersehen zu haben, daß das Opfer seiner großen Indelsschiffe die unvermeidlich notwendige Sühne bildet, die ihm erlegt wird, weil es in den letzten zwei Jahren des Krieges allem Seises Sgr se siene esehi en n ge dl. man Deutschland wegzunehmen beabsichtigt, stellen wew als den dritten Teil der Tonnage dar, die auf diese nicht #fertigende Weise zerstört worden ist. Das Defizit an Handelsjoge der ganzen Welt ist das Ergebnis nicht der Friedensbedinmn. sondern der Hattung Deutschlands; man kann sich vernünferweise nicht wundern, daß man von Deutschland verlangt, seinen #— dieser Teil ist sehr bescheiden— an den Verlusten zu über#nen, die rs durch seine verdrecherischen Handlungen verursacht hat. IV. Die Note betont nachdrücklichst die Absicht, Deutschland im S#ten Gebiete zu entziehen, die besonders für die Erzeugung von reide und Kartoffeln in Betracht kommen. Das ist richtig, aber Pemerkt nicht, daß nichts in dem Friedensvertrag die Fortsetzung #r Art von Bodenkultur in den betreffenden Gegenden oder die nuhr dieser Erzeugnisse nach Deutschland verbietet. Im GegenMist die Zollfreiheit dieser Erzeugnisse aus den Ostgebieten für eine nr von 3 Jahren vorgesehen, außerdem ist es ein Glück für buschland, daß diese Geuenden nichts von ihrer Produktivität inD#e von Kriegsverheerungen verloven haben. Sie sind dem ent#tlichen Schicksal entgangen, das die deutschen Armeen den entrechinden Gebieten Belgtens und Frankreichs im Westen, Polens, ##tlands, Rumäniens und Serbiens im Osten auserlegt haben. Es #offenbar kein Grund dafür vor, weshalb ihre Erzeugnisse nicht zer auf deutschem Gebiet Absatz finden sollten. V. In der Note wird besonderer Nachdruck auf die beabsichn Einschränkungen betreffend die Einfuhr von Phosphaten gebu. Es wird jedoch außer acht gelassen, daß Deutschland die werhate, deren es bedarf, niemals erzeugt, sondern stets einge#ri hat. Ferner findet sich in dem Wortlaut des Friedensvertrages Bestimmung, die in Zukunft die Einfuhr von Phosphaten nach utschland vervienst oder verhindert. Andere Länder, die keine e#phate erzeugen, sind gleichfalls gezwungen, sie einzuführen, desb#ichn viele andere Erzeugnisse, die aus dem Auslande kommen; er Unterschied zwischen den beiden Situationen wird alletn gebildet b#urch den jeweitigen Grad des Reichtums oder der Armut der beetsenden Länder. VI. Die deutsche Note beschwert sich ganz besonders darüber, daß in Deutschland seine Kohle wegnehme, und behauptet, daß ruischland fast ein Drittel der Erzeugung der bestehenden Kohlensden verliere, aber sie unterläßt es zu bemerken, daß ein Viertel deutschen Kohlenverbrauchs vor dem Kriege in den Gebieten B#tfand, deren Uebertragung setzt beabsichtigt ist. Außerdem vergißt ## die Erzeugung der Braunkohle zu erwähnen, die für Deutschland O##lich vor dem Kriege 80 Millionen Tonnen detrug, von denen aus diesen übertragenen Gebieten stammt. Eo wird auch die Tatsache berücksichtigt, daß die Kohlenerzeugung der nicht Etagenen Geviete vor dem Rriege rasch stieg; es besteht kein n) zu bezweiseln, daß diese Steigerung sich in Zukunft bei sachnittzer Ausbeutung fortsetzen wird. VII. Aber muß nicht die Kohlenfrage unter anderen und zwar ##ieren Gesichtspumkten betrachtet werden? Es darf nicht vergessen daß zu den underechtigten Verheerungen, die die deutschen n während des Krieges begangen haben, die fast vollständige Atbrung der Kohlenschäße In Nordfrankreich zählt. hanze Industrie ist mit Vorbedacht und Wildheit vernichtet und es werden Bahre nöttig sein, um sie wieder ins Leben zu Die Folge davon ist ein langwährender und ernster Mangel kozte in Westeuropa: Es gibt gerechterweise keinen Grund daSe die Folgen dieses Mangels ausschließlich von den alltierten euerin getragen werden, die die Opfer davon waren, oder dafür, 9 Deuschland, welches mutwillig dieses Defizit verschuldet hat, er Maße seiner Kräfte ausgleicht. VIII. Die Note hedi ebenfalls die Schwierigkeiten hervor, die Peutschland dadurch verursacht werden, daß es in Zukunft 4gerze und Zinn einzuführen genötigt ist. Man versteht Ere##. Deutschland unter Verhältnissen feiden sollte, denen sich biche autwillig unterwerfen müssen. Es wäre ein grundeuoeräpsig..“ 31 glauben, daß eo notwendig ist, die politiche Seettünna aufzuheben, um sich in einem Lande einen angemesseder Erzeugung zu sichern.: Eine solche Anschauung 7r 2% einem wirtschaftlichen oder histortschen Gesetz. ## Die allierten und assozlierten Mächte köawen die rein speku####ch der“ Ttungen, nicht anerkennen, die die deutsche Note veMeinenunft der deutschen Industrie im allenihält. Diese Betrachtungen erscheinen ihneg als durch dungen gekennzeichnet und entstellt. Die Tatsoche ## vrurfe 2 ctigt, daß die wirtschaftliche Katastrophe, die der erstrech“ sehr ausgedehnt ist und sich sogar auf die ganze Alle Länder werden darunter zu leiden haben. Es u nich, Prund dafür, daß Deutschland, das die Schuld am Krlege X. Hesgtgfalls darunter beiden lollt Ping beirie kann man, was die runftige BevollePnten. 3.1“ den Angaben der deutschen Note keinen Glauben Berung izerner versucht diese zu bewelsen, daß die W#aher diete#####schland notwendig sein wird, aber Awessen z“ wanderer aufnehmen werden. Sie versucht auch A#ct hren s eine Menge von Deutschen in ihr Geburtsland den setz werden, um dort umer Bedingungen zu leben, die man Geoichverträglich dingestellt hat. Ge wäre unrichtig, zu #n. 4e auf die eine oder die andere dieser Mutmaßungen zu brieher ieblich behauptet die deutsche Rote leichtfertig(ih, daß Menischen loglscher Weise den Tod mehrerer Millionen 5##n#regg Deutschland außer denen nach sich ziehen wörden, IIWeht, Man. den sind oder die man als Opfer der Blockade iches durch 2=34; mik sehr großem Recht den infolge des Wies Verluste(land erkitenen Verlusten die noch viel beszutzt, r Gonbe, Arorite-genstellen, bie den allierben Apohgg, wuoc: #e Verluste, 3mrist und durch keine Kriegführung A##uch Euronggbschliche Spuren bei der männlichen Bevöl#ae der Verlusc#ressen haben. Andererseits deruhen die chig, ind, auf“ Die durch unsere Blockade angeblich verursacht reinen Hypothesen. Die deutsche -hungen 10 nür dann enertennt werchen, wenn mon die #SPhaupfung. auf deren Grundlage sie nach der deutenen rrichm““ beruhen. Aber diese Voraussetzungen sind vollVan doh eingvlich, es lleat nicht der mindeste Anlaß vor, zu, glau##!“ in Zufans: zu dauernder Unfählgkeit verurtelt ist, #ge zu ergeugen it ihren Nachbarn freiben muß, anstatt was sie bedarf. Ein Land kann gleichzgite ###### erzugen Sar%, perden und bielben, ohne selbst dre Roh##an“, 4 8. Fer on für seine Hauptindustrien notwendia sind. ##osiager G##Deg, bei Groß=Britannten, das mindestens die ###s einführtzeugnisse und den größten Tell seiner ###rie hindern, sia.“ esem neuen Reaime kann nichte Wisen, Sein 2##:#este und gedeihliche Steilung in Curopa ##“ dle u1, Seine webiele haben während des Krieges meniger Si###dend eines anderen Freenführenden eurondischen eritze Pien tatsächlich weder Plünderungen noch Verxol: di unverfehrten Roattgusechen, Die vem in *** 7417. 1919.— Nr. 229. Gegründet 1822. Abend=Ausgabe. 98. Jahrgang. Bezugspreis: 9 Vierieljährlich: In Münster bei der Geschäftostelle 2 320. auswärts bei allen deutschen Postämtern KK 3.80. Zweimonatlich: In Münster bei der Geschäftsstelle# 2.007 auswärts durch die Post## 2.40. Elumonatlich: In Münster K 1.20, auswärts durch die Post für s. einzelnen Monat d. Vierteljahres zulässig) 1.20. Einzelnummer: Zu haben in der Geschäftostelle, an den Bahnhöfen 2c. das Stück 10 Pfennig. Anzeigenprets: Für die Petttzeile oder deren Raum 30 J, Reklamezeile 1##. Anzeigen-Annahme: In Münster Königstraße 59 sowie sämtliche Annoncen=Bureaus des In= und Auslandes. t ee leer Einsuhr bleibden, müssen sater Wiederderstellung ch nicht die großen gangemeise elnsa; Piederderstellungsbeitre. an Eceni; vinzegrankung seiner künftigen mili. genuepen wird. Hunderttausende seiner EinwohFiner Entwickelung genügen. deutsche Antwort derücksichtigt auch ver a geneven wird. Hundertausende beiner EinwodDder an der ar bäher entweder in der Vorbereitung des Krieges nummeher für frichische De torungswertgeugen beriätioten, werwickelung dar kodristen. Ardeiten nerfügbar sowie für die Entder mouhrriellen Erzeugung des Landes. Kein anderes eeriz, könnte dem deutschen Volke mehr Genugruung verschaffen. „ G#er die erste Bedingung für diese Wiederherstellung an deren Schastung ag—1.10 die oegenwärtige Welage ertennt, ansehen, daß en wiche zum gröbten Leil beteligt war. Es muß ungeheuren Katastronge die(udemne) bleiben dart. In der der für Deuschland hesitr Weit dimeingebrochen I9, IR nicht nach Deuischlanda Machten Verschulden, sondern nur nach seinen Kräften Alle Kanonen Europas haben Verluste erlitten schner sind. Diese Loten ag müsen, die für sie last zu Anaritt Deugsch und diese Verluste sind ihnen durch den and, aie tersii. Es ist gerecht, daß DeutschMisiel miede Unglücks es nach dem vollen Maße seiner Hensbedingreg mache. Seine Leiden werden nicht aus den Frievenduevingungen entstehen, sondern aus den Handlungen jener, die den Krieg verursacht und verlängert haben. Die Urheber des Krieges gerechten Folgen nicht entgehen. igen, Ste. Herr Präsident, die Versicherung meiner ausgezeichneten Homachrung gez. Clemenceau. .—###. Perlin, 27. Mai. Das Dokument, in dem Clemen### die samtlichen Vorschläge Deutschlands auf wirtschaftlet ablehnt, reiht sich, wie es in der„Deutschen Allg. Itg.“ heißt, würdig der Friedensbedingungen von Trianon an. Das gilt sowohl für den Ton als auch für den Inicht ein einziger deutscher Vorschlag wird verücksichtigt, sa nicht einmal in wohlwollende Erwägung geesct, das neue Schrstück Clemeneaus wied in der Ge. ichre der Volkswirtschaft dauernd seinen Platz behalten und n geistiger Vater wird den Beinamen erhalten, den einst eir deutscher Gelehrter Napoleon I. gab:„Er war in wirtschäftlichen Dingen ein brutoler Dilettant.“ Französische Unzufriedenheit. #l. RXZ. Versailles, 26. Mai.(Tel.)„Tempo“ findet, daß die Aunerten in ihrer Note über das Saarbecken erneute Konzessionen machen und leider gerade auf Kosten der französischen Interessen.„Temps“ erinnert an die Proklamation der Saarbrückener Stadtbehörde am 12. Mai, in der vor neuen Zuwanderungen aus Deutschland gewarnt wird. Es scheine, daß die Einwohner Saarbrückens nicht so schlecht am Herde der Gesellschaft der Nationen leben. Die Alliierten hätten diese Nuance in ihrer Note hervorheben müssen. Warrum erklärte denn der Viererrat, daß die Abtretung deutscher Grubenaktien eine unangebrachte Verschmelzung französischer und deutscher Interessen schaffen würde? Sei man denn vorläufig der Ansicht, daß die Angehörigen jener Staaten, die gegen Deutschland kämpften, an keinem deutschen Unternehmen außerhalb der alliierten Kontrolle teilnehmen dürften? Wenn man eine solche gut zu rechtfertigende Politik durchzuführen gedenke, so hätte man dies in der Antwortnote an Brockdorff=Rantzau hervorheben müssen. Wenn nicht, so bestände kein Grund, in dieses interalliierte Dokument eine Art von Verbot aufzunehmen, das ausschließlich auf Frankreich ziele. Der Hauptfehler der Antwort sel, daß sie in ihrem letzten Teit ein ernstes Zugeständnis an Deutschland mache. Die Verfasser des Vertrages hätten, indem sie Frankreich das Recht auf Annektierung des Saarbeckens einräumten, für den Fall, daß Deutschland den Rückkaufspreis nicht in Gold erlege, der französischen Regierung die Mittel in die Hand legen sollen, um Deutschland zur Zahlung zwingen zu können. Die deutsche Delegation stellte aber diese Abmachung so hin, als hätten Wilson und seine Kollegen beabsichtigt, die Einwohner des Saarbeckens zu vergewaltigen. Diesen Redekünsten hätte man schnell ein Ende bereiten können, indem man den im Vertrage vorgesehenen Zwangsmitteln eine andere Form gegeben hätte. So hätte man beschließen können, daß die Gruben, falls Deutschland die Rückzahlung verweigere, Besitz des französischen Staates würden und von einer interalltier= ten Heeresgruppe besetzt gehalten blieben. Aber der Viererrat beschloß nichts derartiges. Am Ende seiner Note schlage er sogar vor(der„Temps“ hebt das Wort„vorschlagen“ hervor und fragt, ob dieses Wort auf neues Feilschen und auf neue Rabattgewährung vorbereiten solle), daß der interallilerte Wiedergutmachungsausschuß diese Affäre regeln solle. In diesem neuen Verfahren werde Frankreich das Recht genommen, eine Bezahlung fordern zu können, und der internationale Organismus werde die Angelegenheit als eine deutsch=französische Frage in die Hand nehmen und nach Gutdünken lösen. Frankreich habe jetzt also nicht mehr mitzusprechen. Zum Schluß bedauert der„Temps“, daß im Vertrage das Rückkaufsrecht der im preußischen Staatsbezirk befindlichen Saargruben Deutschland gesichert werde; auf diese Weise stärke man die Einheit Deutschlands, statt den separatistischen Strömungen Vorschub zu leisten. Französische Vermutungen. TU. Gens, 26. Mai. Die Rückkehr der Grasen BrockdorffRanhau wird in der französischen Presse als ein Zeichen dafür angesehen, daß Deutschland sich mit dem Gedanken vertraut macht, den vorgeschlagenen Frieden zu umerzeichnen. Der„Petst Parisien“ glaubt Anhallspunkte dafür zu haben, daß Graf Brockdorff und Graf Bernstorff in Spaa für die Unterzeichnung eingetreten sind und daß Scheidemanns Widerstand schwankend geworden ist; besonders infolge der Berliner Friedenskundgebungen. „Ferstr. Z1g.“ wird. Eine kurze Frist von drei Tagen ist alsdann der deutschen Delegation zur endgültigen Stellungnahme eingeräumt Mahnahman. eenung würden militärische sofort in Kraft treten. Gleichzeitig würden Maßnahmen ergriffen und SonderverhandlunEin mit Bayern, Baden und Württemberg angestrebt werden. Die. Ankündigung der„Daily Mail“ von eventuellen Luftier Heutische de Ddie wichtigsten deutschen Städte nennt hillig verschanend ein Kindermärchen, mit dem man uns diulig verschönen sollte. * Rückkehr Landsbergs und Giesberts nach Deutschland. TU. Versailles, 27. Mai. Unmittelbar nach der Ueberreichung der großen deutschen Denkschrift werden die Mitgliedeutschen Delegation, Reichsjustizminister Dr. Landsberg und Reichspostminister Giesberts, sowie eine Anzahl Sachverständiger und ein großer Teil des Bureaupersonals Paris verlassen, um sich nach Deutschland zurückzubegeben. Ihre Rückkehr nach Versailles dürfte erst erfolgen, wenn die Antwort der Alliierten eingetroffen und so gehalten ist, daß die Anwesenheit aller Mitglieder der Delegation erforderlich erscheint. Wahrscheinlich wird die deutsche Denkschrift heute, Dienstag, übergeben werden, und man rechnet, daß die Prüfung der Friedenskonferenz 6 bis 7 Tage wird. die beanspruchen TU. haag, 27. Mai. Aus Paris wird gemeldet: Auch der Vorsitzende der Kommission der Sachverständigen der amerikanischen Friedensdelegation hat sein Amt niedergelegt und tritt wieder in seinen Zioilberuf in Newyork zurück. Aroge. Zur deutschen Rote über die vb. Berlin, 27. Mai. Zur deutschen der Schuld schreitt, die„Deusche ulg. angeblicher Fortschritt, wenn der Weg deutet, nunmehr mit aller Entso Eine deutsche Schuld am Kriege oeis würde den Wilsonfrieden bringen, ist ebense 4 verleren itschen Note über die Frage Allg. Ztg.“: Es wäre ein g-g den diese, Note anhiedenheit beschritten würde. besteht nicht. Die Tactik der der nicht vorhandenen Schuu,—nv.... 7. Takite wor Zu Vbersozst nichzte, lich gescheitert, wie diese Taln war. Hu beineten fr, nichls, zr. Lereinnen. piel, wenn man Zestigkeit and Würde bis zum enur bowans. Tu. Verln, 29. Mo)., Zsnhzichen Frsedenebag) Berlin vor und ist bereits in Druck derselben Stunde, oa die Erwiderung in Versalles den Ententereglerungen überreicht wird, wird er Hautschland bekannt gegeben werden. Die Uebere guch in ven sosort nach der Fertigstelung der geforder: ten Uebersetzung ins Französische und Englische, wahrscheinlich am Dienstag. DRe e e e cheche vertrag erst seinen eigentlichen Inhalt geben. be eov v 2d. Mal, Pariser poltische Kreise nehe die Antwort des Verbandes auf die deutschen Gegennorshiüge soilessene die pon d kont serig gesteill sein Jriedensausschuß erst nach Pfingsten. TU. Berlin, 27. Mai. Die Mitglieder des Friedensausschusser erhteiten durch den Präsidenten der Nationalversammlung die Mitteilung, daß nach ihm zugegangenen amtlichen Nachrichten es nicht wahrscheinlich ist, daß vor Mittwoch, den 4. Juni, eine Sitzung der Friedensausschusses stattfindet. Möglicherweise verschiebt sich diese sogar bis nach Pfingsten. * Die deutsche Friedensgesellschaft an Wilson. WTB. Berlin, 27. Mai.(Tel.) Die deutsche Friedensgesellschaft richtete an Wilson einen offenen Brief, in dem es heißt: In den letzten Wochen werden aus Deutschland unzählige Empörungsrufe über die uns zugemuteten Friedensbedingungen an Ihr Ohr gedrungen sein. Manchem derer, die sich am lautesten entrüsten, werden Sie die Berechtigung dazu bestreiten, denn sie haben in Tagen des Glückes die Grundsätze, als deren Vertreter sie jetzt auftreten verleugnet. Wir deutschen Pazifisten aber dürfen sprechen. Wir haben zurzeit der glänzendsten Siege verlangt, daß der Friede, der diesen Krieg beendet, ein Friede des Rechts sein soll, und wir befanden uns in Uebereinstimmung mit dem Friedensprogramm, zu dem Sie, Herr Präsident, sich bekannten. In Vertretung dieser gleichen Gedanken protestieren wir gegen den Entwurf, der unter Ihrer Mitverantwortung dem deutschen Volke vorgelegt worden ist. Man sagt uns, der Entwurf sei ein Kompromiß zwischen Ihren Grundsätzen und den viel weiter gehenden Forderungen Ihrer Verbündeten; wir hätten es Ihnen zu verdanken, daß die Vorlage nicht noch viel ungeheuerlicher ausgefallen sei. Gestatten Sie uns zu sagen, daß es wohl in den Fragen der Zweckmäßigkeit oder der Anwendung eines Prinzips, aber nicht in Fragen von Grundsätzen selbst einen Kompromiß geben darf und daß Sie die Welt berechtigt haben zu glauben, Ihre Handlungen nicht durch einen Vergleich nach unten, sondern nach oben zu messen, sie nach dem Abstand nicht von der Abscheulichkeit, sondern nach dem Ideal, das Sie selbst aufgestellt haben, zu beurteilen. Der offene Brief verweist dann auf die verhängnisvolle Preisgabe des Grundsatzes der öffentlichen Verhandlungen und auf die Tatsache, daß ein Teil der feindlichen Machthaber noch setzt die Oeffentlichkeit fürchte. Dann heißt es weiter: Man hat Sie über die Schlachtselder des verwülfrten vegetteu= und Brinens geführt, um eie für die froanzstüichen Tord. Herz gegen ein zern. Wir empfine. Übersteigenden Zerstört leitung in Nordfrankreich angerichtet worden. Wir sind geneigt zu glauben, daß sie die Notwendigkeiten der KriegsEihtruns in unverantwortlicher Weise Perschritzen„haben. hir errennen die Pflicht des deutschen Volkes, für Verwüstungen und Verletzung der belgischen Neutralität Wiedergutmachung zu gewähren, bedingungslos an. Wir glauben sagen zu dürfen, daß wir deutsche Pazifisten das auch getan hätten, wenn die Deutschen Sieger geblieben wären. Aber wir bitten Sie, im Geiste auch das deutsche Schlachtfeld des völkerrechtswidrigen Aushungerungskrieges zu besichtigen. Wenn Sie den Jammer dieses Schlachtfeldes demjenigen Nordfrankreichs gegenüber stellen, wird es Ihnen leichter werden, vollkommen gerecht zu sein.— Schließlich wird noch betont, daß ein Friede, der im wesentlichen auf der jetzt gebotenen Grundlage geschlossen würde, die Aufpeitschung aller nationalistischen Instinkte und Wachhaltung des Völkerhasses, für Deutschland aber außerdem noch eine schwerste Erschütterung der jungen Demokratie bedeute und in alle igten Ländern die Geschäfte der Reaktion fördern würde. Damit gefährde er das gänze Werk einer friedlichen Neuorganisation der Welt, als deren Prophet Wilson aufgetreten sei. steten Frankreichs und Beloiens geführt, um Wischen Forverungen zu gewinnen und Ihr Mitgefühl mit den deutschen Opfern zu paninden mit Ihnen die entsetzlichen, alles Maß Zerstörungen, die von der deutschen HeeresPerside französische Unterstellung. WTV. Berlin, 26. Mai. Ein Funkspruch vom Eiffelturm vom 23. Mai meldet: In einem Artikel in dem Rovert de Flers „Figaro" beweist, wie erbarmungslos der Friede war, den Deutse land seinerzeit mit Rumünten geschlossen hat, erzählt er fe gende bezeichnende Anekdote: Dr. Kriege vom Auswärtigen Amt war einer der Sachverständigen bei den Verhandtungen in Rumönien. Als der rumänische Delegierte Rissir ihm gegenülber erklärte, daß der von Deutschland dorgeschlagene Frieden sein Land in den Zustand der Sklaverel stoßen würde, antwortete Kriege, daß Rumänten eines Tages erkennen werde, wie freundschaftlich dieser Frieden für Rumänten sel. Als darauf Rissir fragte wann das sein würde, antwortete Dr. Kriege: Wenn sie den Frieden sehen werden, den wir für Frankreich und England vorbereitet haben, werden sie erst begreifen, was ein harter Frieden ist. Wie wir von zuständiger Stelle erfahren sind die herrn Dr. Ariege in den Mund gelegten Aeußerungen vollständig aus der Cuft veister. * Iranzösische Ausweisungen. TU. Paris, 26. Mal. Der österreichische Jeurnalist, Dr. Irlschauerder Berichterstatter der„Neuen Freien Presse“, dessen Austreten in St. Germain schon wiederholt Mißstimmung hervorgerufen hatte, versuchte am Samstag nach Paris zu gehen. Er wurde angehalten und aus Frankreich ausgewiesen. Die Ausweisung findet in Frankreich allgemeinen Beifall. Frischauer hatte seine Stellung auch gegenüber der österreichischen Delegation vollkommen unmöglich gemacht. TU. Paris, 26. Mai. Die französische Regierung hat dem Sroßfüeften Voris, dem Bruder des früheren Zaren, der keit einigen Monaten in Frankreich weilte, in der vergangenen Woche erklärt, daß seine Anwesenheit unerwünscht sei. Er wurde durch zwei Deiektioe zur spanischen Grenze gebracht. Der Großfürst wurde aber auch aus sponien ausgewiesen und hat sich numnmehr nach Italien gewandt. Belgische Mahnahmen. WTB. Amsterdam, 26. Mal. Der Niederländischen Tel. Agentur Eindhoven berschtet, daß die beigische Grenze geschlossen ist. darf Belgten verlassen. Im Zusammenhang mit dem Ablauf deutschen Delegation bewilligten Termins am 29. Mai wurde und allgemeine Mobilwied aus Eindhoven berschet, Niemand des der deutschen aller Milllärurlaub rückgängig gemacht machung angeordnet. * Der Scheitt des Kardinals Hartmann in Rom. TU. Rom, 26. Mai. Das„Glornale 5' Itatia“ erfährt zu dem Schritt, den Kardinal hertmann deim Papst unternommen hat, daß der Appell des Rötner Kirchenfürsten sich weder auf Gebiets= noch auf mitttärische Fragen bezogen habe, sondern bediglich auf diesenigen Bestimmungen de Vertragsentwurfeo— in erster Linie Bestimmungen sinanzleiler Natur— deren Erfüllung Deutschland unmöglich sei. Diese Form deo Ersuchene um Ontervention dai es dem Papst ermöglicht, sich für die erwähnte Angelegenheit zu interessieren. Er hätte schon Schritte bei England und seinen Bundesgenossen unternommen. Die Selbständigkeitsbestrebungen rheinischer Kreise. WTB. Berlin, 26, Mai. Das Wolffsche Telegraphen, Bureau verbreitet folgende Mitteilung: Die„Köln. Volksztg.“ glaubt mitteilen zu können, daß die Selbständigmachungsbestrebungen gewisser rheinischer Kreise nicht ohne Vorwissen der Reichsregierung sich abspielen und daß die Besprechungen, die einzelne rheinische Politiker mit dem französischen General Mangin gehabt haben, vorher und auch nachher der Regierung in Berlin und der Friedensdelegation in Versailles berichtet seien. Das Blatt sagt schließlich: Wenn die Reichsregierung damit einverstanden war, dann kann es die „Rheinische Zettung" wohl auch sein. Demgegenüber sei unzweideutig festgestellt, daß weder die preußische noch die Reichsregierung von diesen Verhandlungen verständigt worden und daß von einem Einverständnis nicht im entferntesten die Rede sein kann. Im Gegenteil, die Reichsregierung steht nach wie vor auf dem Standpunkt, daß diese Tage, in denen die Existenz des ganzen Reiches durch die Friedensbedingungen in Frage gestellt ist, sich am allerwenigsten dazu eignen, grundlegende, rein interne deutsche Angelegenheiten zu erörtern, als welche sich die Einrichtung neuer Bundesstaaten unbedingt darstellen muß. * Die Verwaltung des linken Rheinufers. WTB. Rotterdam, 26. Mai. Dem„Nieuwen Rotterdauischen Couran!“ zufolge meldet„Daily News“ aus Paris: Einer der#### amerikanischen Bevollmächtigten, Gencral Dit hat sich in einem Memorandum energisch dafür eingesetzt, daß die besetzten deutschen Gebiete auf dem linken Rheinufer eine bürgerliche, nicht eine militärische Verwaltung erhalten. Bliß ist soeben von einem Besuch am Rhein zurückgekehrt. Dies, und die Tatsache, daß er selbst Soldat ist, gibt seinem Vorschlag besonderen Nachdruck. * mit Baden. Leipz. N. N.“ melden aus Mann=, heim: Eine große Versammlung württembergischer und badischer Handelskammern hat sich gegen die Vereinigung von Württemberg mit Baden ausgesprochen. Dieser Entschluß ging von der Erkenntnis aus, daß die Verschmelzung zu ungunsten des neuen staatlichen Wirtschaftslebens ausfallen und im allgemeinen Württemberg der gewinnende Teil sein würde * Die englische Arbeiterpartei gegen die Friedensbedingungen. WTB. haag. 26. Mai. Aus der Ansprache des bekannten Arbeiterführers Smillies, des Präsidenten des Verbandes der Bergarbeiter, bei der großen Protestversammlung in der AlbertHall in London gegen die Blockade und ggen die Friedenobedingungen von Versailles sind die folgenden Sätze noch hervorzuheben: „Wie in Gottes Namen können wir hingehen und mit den Deutschen verhandeln, während wir ihre Frauen und Kinder aushungern? Es würde menschlicher sein, die Maschinengewehre auf sie zu richten, als Kinder zu Tode zu hungern. Es ist eine ewige Schande, nicht nur für die Politiker, sondern für das Volk, daß so etwas geduldet wird. Ich sähe am liebsten, daß die Arbeiterpartei sich würdig zeigte, die Zügel der Macht zu ergreisen, um der Regierung klar zu machen, daß das Massakrieren aufhören muß.“ Am Schlusse seiner Rede sprach Smillies die Hoffnung aus, daß die organisierte Arbeiterpartei Englands eine sofortige Aktion unternehmen würde, um die Aufhebung der Blockade und einen wirklich dauerhaften Frieden zu sichern. Smillies Ausführungen wurden von der Massenversammlung mit stürmischem Belfall begrüßt. * Demonstration gegen die französische Regierung. TU. Versailles, 26. Mai. Gestern mittag fand in Paris eine gewaltige Demonstration sämtlicher sozialistischer Parteien gegen die Regierung wegen ihres Verhaltens am 1. Mai und wegen ihrer Haltung in den Friedensfragen staft. Die Beteiligung an der Kundgebung war bedeutend größer als an der Demonstration am 1. Mal. Niederländische Kundgebungen gegen beigische Annerionen. TU. haag. 26. Mai. Hier fand gestern eine graße Kundgebung der Bevölkerung von Limburg und Seeländisch=Flandern gegen den belgischen Annexionismus statt. Der Veranstaltung wohnten die Königin, der Prinz=Gemahl, die Königin=Mutter und die Prinzessin bei. Es wurden nationalistische Reden gehalten und entsprechende Lieder gesungen. Gegen die Vereinig. Leipzig, 26. Mai. Die m: Eine g1 2u. Eugano, herrschende MißstimmunIkalienische Mißstime 1. Die in Itali 26. Mai. talien gen die Verbündeten ing wird durch die Tatlache beleuchtet, daß umzug und die BaleP der Amsren.e vorgestern in Rom der Eungun und vir Bvirsversammlung. die zum vierten Jahrestage der Italienischen Kriegserklärung stattfinden sollte, verboten wurde, weil die Regierung Rundgebungen gegen die anderen Ententestaaten befürchtere. Hinzu kam noch, daß als Hauptredner d' Annunzio ausersehen ist, der jüngst Frau Wilson in einer öffentlichen Kundgebung aufs schwerste beleidigt hatte. Die nationalistische Presse hat sich über das Verbei sehr empört, und der„Idea Nazionale“ wurde ihr ganzer Leiterlikel von der Zensur gestrichen. * Einlenken gegen Ungarn. WTB. Paris, 26. Mai. Reuter. Eine amtliche Mitteilung besagt, daß die alktierten und assoziierten Mächte beschlossen haben, die Blockad= über Ungarn aufzuheben. sobald dort eine Regierung ist, die Gewähr für georbmete Verhältnisse bietet. * Der Viererrat und Rußland. WTB. Paris, 26. Mai. Der Viererrat beschloß, die Rezierungen Koltschaks und Denikins anzuerkennen, wenn die Leiter dieser Regierungen sich bereit erklären, sich, was die Rußlands anbetrifft, ü# Zukunft Rußlank gebenden Versammlung zu dem fügen. Einspruch einer gesetzchtlosen darauf WTB. Amsterdam, 26. Mai.(Tel.) Nach einer drah Meldung soll Wilson den Viererrat ersucht haben, sich vorzubereiten, daß die Vereinigten Staaten kein Mandat über Konstantinopel oder irgend einen anderen Teil der Türkei übernehmen werden. Man betrachtet das nicht als Beweis dafür, daß Wilson dagegen ist, sondern als Maßregel gegen eine eventuelle Weigerung seitens des Kongresses. Man schlägt vor, Konstantinopel einer internationalen Kommission zu unterstellen, in der alle Großmächte Stimme haben, und wenn dieser Plan undurchführbar sel, die Verwaltung der Stadt Griechenland zu übertragen. Sonstige Meldungen. Berlin, 25. Mai. Der frühere Großwesir der Türkei, Talaat Pascha, sollte nach einer der Havasagentur entstammenden Meldung in den letzten Tagen in Konstantinopel verhaftet worden sein. Wie den„Verl. Neuest. Nachr.“ mitzetellt wird, befindet sich Talaat Pascha noch auf deutschem Boden und somit in Sicherheit. Talaat Pascha denkt auch vorläufig nicht daran, nach Konstantinopel zurückzukehren. Mit Talaat Pascha befindet sich auch der frühere Marineminister Dschemal Pascha, der Generalgouverneur von Syrien und Palästina, In Deutschland, während der frühere Kriegsminister und Generalissimus der türkischen Heere, Enver Pascha, im Kaukasus wellt. WTB Wien, 25. Mai. Wie aus Prag gemeldet wird, st dort Paderewskl am 25. Mai eingetroffen. WTB. Prag, 26. Mai.(Tel.) Wiener Korr.=Bureau. Poderewskl vereinbarte mit Masaryk, daß die Teschener Frage durch eine polnisch=tschechische Kommission entschieden werden soll, die in Krakau zusammentritt. Paderewskt reiste Mitternacht ab. Brand in einem französischen Truppenlager. TU. Mannheim, 26. Mai. In der Nacht brach In Ludwvigehafen im Lagerhause der städtischen Bahnen, das mit französischen Truppen belegt war, ein Feuer aus. Das Feuer griff so rasch um sich, daß viele Soldaten sich nicht mehr retten konnten. Man spricht von 30 Teten und 100 Verletzten. Viele sprangen aus den oderen Stockwerken in den Rhein. Das Gebäude ist vollständig niedergebrannt. Als Ursache wird angegeben, daß beim Kafferkochen ein Spiritusapparat explodierte. Bei der strengen milltärischen Abwperrung von Budwigehafen lüßt sich biese Angabe nicht nochprühen. Nr. 222. Westsälischer Merkur. Rußlands Schuld am Kriege. Neue Urkunden. In einer bei E. S. Mittler u. Sohn erscheinenden Schrift„Rußlands Mobilmachung für den Weltkrieg" werden von amtlicher Seite eine Reihe bisher nicht bekannter Urkunden und eine aktenmäßige Darstellung der russischen Kriegsvorbereitungen in den letzten Jahren vor dem Kriege, lnsbesondere der Zeit vom 26. Juli bis 1. August 1914 veröffentlicht. Das reichhaltige urkundliche Material, das meist erheuteten russtschen Archiven entnommen ist, erhärtet die jedem Kundigen geläufige Tatsache, daß Rußlands Rüstungen seit 1913 einen immer bedrohlicheren Charakter angenommen hatten. Ferner werden auch einige ganz neue Tatsachen, die für die Beurteilung der Schuldfrage von ausschlaggebender Bedeutung sind, zur öffentlichen Kenntnis gebracht: 1. Bereits am 26. Juli 1914 trat durch Geheimbefehl die sogenannte„Kriegsvorbereitungsperiode“ in Kraft, wodurch tatsächlich sämtliche aktiven Truppen Rußlands mobil gemacht wurden. 2. Mit der am 29. Juli offiziell angeordneten Teilmobilmachung begann die Aufstellung von zwei Dritteln der Reerveformationen, wodurch die Bedrohung auch gegen Deutschland verschärft wurde. 3. Das Geheimprotokoll einer im November 1912 in Pelersburg abgehaltenen Sitzung der Generalstabschefs gibt überraschende Aufschlüsse über den Zusammenhang zwischen den weit vorgeschrittenen russischen Kriegsvorbereitungen (Juli 1914) und den gleichzeitig damit von russischer Seite geführten diplomatischen Verhandlungen, die nunmehr einwandfrei als Scheinverhandlungen enthüllt werden. Das Protokoll sagt darüber wörtlich: „Es kann sich als vorteilhaft erweisen, den Aufmarsch zu vollziehen, ohne die Feindseligkeiten zu beginnen, damit dem Gegner nicht unwiederbringlich die Hoffnung genommen wird, der Krieg könne noch vermieden werden. Unsere Maßnahmen müssen hierbei durch diplomatische Scheinverhandlungen maskiert werden, um die Befürchtungen des Gegners möglichst einzuschläsern. Wenn solche Maßnahmen die Möglichkeit geben, einige Tage zu gewinnen, so müssen sie unbedingt ergriffen werden.“ Diese Dokumente beweisen einmal, daß Deutschland gegenüber der von Stunde zu Stunde drohender werdenden Gefahr der russischen Mobilmachung, die als solche von den verantwortlichen deutschen Stellen damals sofort erkannt wurde und heute durch das vorliegende urkundliche Material in ihrer vollen Größe vor aller Augen geführt wird, in dem Bestreben, den Frieden doch noch zu erhalten, bis an die äußerste Grenze der Sicherheit des Reiches, wenn nicht schon über diese Grenze hinaus, gegangen ist. Zugleich aber gibt das geheime Protokoll vom November 1912 den unwiderleglichen Beweis dafür, daß Rußland nicht nur längst zum Angriff entschlossen war, sondern daß seine Verhandlungen mit Deutschland nur Scheinverhandlungen waren, bei denen die wirklichen russischen Machthaber den schwachen Zaren gleichsam nur als spanische Wand benutzten. So beweisen diese Dokmente in gleicher Weise die aufrichtige Friedensliebe des leutschen Reiches wie die Verlogenheit der Entente, wenn Angreife (9 Ein schlauer Schustermeister. In einen hiesigen Zigarrenladen kam dieser Tage ein gewandt auftretender Herr und erbat 2 Zigarren à 90 Pfennig. Als er zahlen wollte, hatte er zu seinem „grohen Erstaunen die Geldbrieftasche vergessen. Da er nun unaufschiebbare Geschäfte eilig zu erledigen hätte, bat er den Besitzer des Ladens um ein Darlehn von 25 Mark, das im Laufe des Tages noch zurückerstattet würde. Anstandslos erhielt er das Geld. Als Pfand ließ der Mann ein Patet, vorgeblich mit Wäsche, zurück. Gleich nebenan ist ein Rasierladen. Dahinein geht der„Herr“, läßt sich verschönern und macht dasselbe Manöver mit der Brieftasche. Auch hier bekommt er das gleiche Darlehn. Dann holt er das Wäschepaket von der ersten Stelle wieder ab, da ihm angeblich die Waschfrau begegnet sei. Bald wird der Reinfall gemerkt und beide Nachbarn erzählen sich ihr Mißgeschick. Unerwartet kommt vorgestern morgen der„Herr“ wieder in den Rasierladen. Kaum sitzt er auf dem Stuhl, als er erkannt und festgehalten wird. Die Kriminalpolizei erscheint sofort und auch der Zigarrenhändler, der den Mann wiedererkennt. Der Angehaltene ist mittellos, bittet aber die drei Herren, ihn zu seiner im andern Stadtteil wohnenden Schwester zu führen, die die 50 Mark bezahlen werde. Dort angelangt, verweigert die Schwester das Ansingen. Nun entsinnt sich der„Herr“ eines oben im selben Hause wohnenden Bekannten, eines Schuhmachermeisters, der sicher die Summe erstatten würde. Also hinauf! Der Meister erklärte sich auch bereit, das Geld vorzustrecken unter der Bedingung, daß der„Herr“, den er als arbeitsscheuen Schustergesellen kennt, für die 50 Mark in seiner Werkstatt arbeitet. Wohl oder übel mußte sich der Mann nun dazu bequemen, das Meisterhandwerk Hans Sachs' zu üben. Seine elegante Kleidung wurde als Sicherheit in Verwahr genommen. Wer lacht wohl jetzt am besten? sie Deutschland als schuldhaften.. hinzustellen sucht! Siadnsches. Mänster, 27. Mai. Range der Oberregierungsräte: Verwick, Eisenbahnsetretär in Münster, zum Obersekretär; Meichers, Oberbahnassistent in Bremen, Run cohnen Pacmeister und Vongalskt, in Osnabrück, zu Zugführern: Debbelt, Praktikant in Münster, zum Gütervorsteher; Derbolowski, Stationsdiätar in Meppen, zum Eisenbahnassistenten. Bersetzt: Neuter, Obersokretär, von Lingen nach Münster: Hauert, rechn. Eisenbahnsekretär, von Breinen nach Kirchweyhe; Reckenfelderbäumer, Eisenbahn=Assistent, von Hervest=Dorsten nach Münster, Greve, Eisenb.=Assistent, von Kirchweyhe nach Rheine: Schmalacker, techn. Büroassistent, von Osnabrück nach Münster: Löcken, Lokomotioführer, von Münster nach Rheine. Aus dem preußischen Staatsdienste ausgeschieden Wyszyaski, Regierungs= und Baurat, Vorstand des Betri in Rheine. :] Im Stadttheater gibt am Dienstag die Niederdeutsch Bühne der Literarischen Gesellschaft als Gastspiel Wagenselds Bauerndramo„Hatt giegen Hat!“. Die Aufführung wird da durch besonders interessant, daß neven diesem hervorragenden Bühnenstück auch die anderen Gediete der niederdeutschen Dichtkunst, insbefondere die Lyrik und die Erzählrungskunst zur Ergänzung herangezogen werden. Während Wagenfeld zwei ernstere Prosasachen hest, wird Caften schlagen. Provinzielle Sufeelle in den ihrischen Dichtungen den heiteren Ton an* Kinderhaus, 26. Mai. Der Plan über die Errichtung einer oberirdischen Telegraphenlinie an dem Gemeindeweg in der Bauerschaft Sandrup von der Wirtschaft Rensert bis zum Forsthaus„Rote Erde“ liegt bei dem Telegraphenamt in Münster(Westf.) vom 26. ab 4 Wochen aus. 6' Greven, 25. Mai. Eine eindrucksvolle Kundgebung gegen den Gewaltfrieden veranstalteten heute vormittag die Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen Grevens im Winninghoffschen Saale. Schriftleiter Mehls=Münster legte eingehend die Unerfüllbarkeit des vorliegenden Friedensvertragsentwurfs dar und forderte einen Vernunftfrieden. Besonders wies er auf den Artikel 244 hin, wonach die Renten der Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen in den feindlichen Ländern kapitalisiert und unter Hinansetzung der deutschen Renten vom Deutschen Reiche als Kriegskosten=Entschädigung, die ungezählte Milliarden ausmacht, gezahlt werden sollen. Dabei sei nicht zu vergessen, daß Frankreich im Hindlick auf den Friedensvertrag die Vollrente auf 2000 Francs heraufgesetzt habe, und diese Rente soll allgemein maßgebend sein. Die Belastung des Reiches durch die Versorgung der eigenen Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen werde nach dem gegenwärtigen Stande der Versorgung auf mindestens 6 bis 6½ Milliarden Mark veranschlagt. Sollte Deutschland die noch weit höheren Lasten der Gegner dazu tragen, so würde, ganz abgesehen von den ungeheueren Anforderungen aus den übrigen Teilen des Friedensvertrages, die Versorgung der eigenen Kriegsopfer unmöglich sein. Es wurde eine Entschließung angenommen, in der verlangt wird, die Frieunsbedingungen so zu gestalten, daß für die deutschen Kriegsbeschadigten und Kriegshinterbliebenen eine ausreichende Versorgung gewährleistet wird.— Im Anschluß daran wurde eine Abreilung für Kriegshinterbliebene innerhalb der Wirtschaftlichen Vereinigung Kriegsbeschädigter gegründet. (OBillerbeck, 26. Mai. Die Zentrumsporlei hatte am Sonntag die Bürgerschaft Billerbecks zu einer, der Not der Stunde entsprechen. den Versammlung eingeladen. Lehrer Holtkamp begrüßte die Erschlenenen, und Postassistent Vorschlüter sprach sich in einem pakkenden Vortrag über die Entwickelung, das Wesen und die Bekämpfung des Bolschewismus aus. Rektor Löcke verbreitete sich in eindrucksvoller Rede über die Friedensbedingungen. Auch ihm wurde herzlicher Beifall zutetl. Auf Anregung des Propstes Spiecker richtetc die Versammlung ein Telegramm an den Nuntius in München betr. der Zionskirche im gelobten Lande. Deklamatorische Dardietungen des Herrn Vorschlüter, namentlich interessante Prophezeihungen auf die heutige Zeit aus Weders Dreizehnlinden, umrahmten die wirkungsvolle Kundgebung. Hamm, 26. Mai. Nach dem Entwurf zum Stadthaushaltspkan für das Rechnungsjahr 1919 sind drei Millionen Mark Steuerfehlbetrag vorhanden, die nach einem Beschluß des Magistrats durch eine Erhöhung der Steuersätze um 110 Prozent zu decken sein werden. So wird der Steuersatz zur Einkommensteuer von 240 Prozent auf 350 Prozent erhöht werden müssen, vorausgesetzt, daß nicht eine noch weitere Erhöhung infolge der noch immer einkaufenden Forderungen notwendig sein wird. X herne, 25. Mai. Die Siedtverordneten faßten in ihrer Sitzung eine Entschließung gegen den Gewaltfrieden; die 11 polnischen Stadtverordneten stimmten dagegen. Bei der Frage der Ueberlassung von Schukräumen für den polnischen Unterricht teilte der Oberbürgermeister mit, daß die Regierung nicht gewillt sei, eine solche Abtretung zu genehmigen. Es soll eine entsprechend ausführliche Eingabe an den Kultusmmnister gerichtet werden. Der Weggang des Bürgermeisters, Baurats Lampe bedingt eine Neuordnung des Magistrats. Gemäß dem Vorschlag der Verwdltung wurde die Ausschreibung der Stadtratsstelle beschlossen, edenso das Aufrücken der beiden besoldeten Magistratsmitglieder Stahl und Sudkamp. Als 5. besoldetes Magistratsmitglied wurde der Stadtverordnetenvorsteher Hölkeskamp(Soz.) mit 39 von 44 Stimmen gewählt. Da die Verhandlungen sich ins Ußerlose ausdehnten, verließen die Pressevertreter den Sitzungssaal. * herten, 26. Mai. Mittels Einbruch wurde aus dem Manusakturwarengeschäft der Firma Schoppmann an der Kaiserstraße seidene Blusen, Mäntel, Röcke, Sommerröcke, weiße Voileblusen, seidene Kleider und außerdem größere Stücke Seide im Gesamtwerte von etwa 100000 M gestohlen. Von den Dieben fehlt jede Spur. + Osterfeld, 26. Mai. Zum juristischen Beigeordneten der Stadt Oberhausen wurde von der dortigen Stadtverordnetenversommlung der juristische Beigeordnete des Amtes Osterfeld, Herr Kiwitt gewählt. Die gleiche Wahl durch die alte Stadtverordneten=Versammlung war von der Regierung nicht bestätigt worden, weil diese der neugewählte Stadtrat vornehmen müsse. Herr Kiwitt ist auch, wie wir mitteilten, zum Bürgermeister von Arnsberg gewählt worden TU. Düsseldorf, 26. Mai. In den letzten Tagen hat das außerordentliche Kriegsgericht in Wesel mehrere schwer belastere Führer der Spartakisten aus Dulsburg, Hamborn und Mülheim wegen Hochverrats zu längeren Zuchthausstrafen verurteilt. Die Verhandlungen haben die Fortsetzung eines sehr gefährlichen bolschewistischen Treibens aufgedeckt und u. a. den Beweis erbracht, daß in der Nacht zum 25. Mai in Düsseldorf, Duisburg, Mülheim und anderen Orten des rheinisch=westfällschen Industriebezirks gleichzeitig bewaffnete Aufstände erwartet und vorbereitet waren zum Sturze der Verwaltungsbehörden und Herbeiführung einer Räterepublik. Durch das rechtzeitige Eingreisen des Militärs ist die Ausführung dieses Vorhabens vereitelt worden. Gräfrath, 26. Mai. Der Schmuggel nimmt trotz seiner Gefährlichkeit kein Ende. In der vergangenen Nacht wollte wieder eine Schmugglergesellschaft größere Mengen Schleichhandelsware bei Friedrichstal über die Wupper ins unbesetzte Gebiet schaffen. Dabei wurde der 19jährige Eduard Boos aus Wald, der auf Anruf nicht stehen blieb, von dem Posten erschossen, während 7 Personen, darunter 2 Frauen, verhaftet wurden. * Hildesheim, 25. Mai. Mafnahmen zur Bekämpfung der Wohnungsnot beschlossen die städtischen Kollegien ia ihrer gestrigen gemeinschaftlichen Sitzung. Nach den angestellten Ermittelungen fehlen zum 1. Juli d. Is. insgesamt 93 Wohnungen, und zum 1. Oktober wird noch mit einem größeren Mangel gerechnet. Um schnellmöglichst Wohnungen zu schaffen, wurde beschlossen, die Kasernen an der Steingrube und der Waterloostraße pachtweise zu übernehmen und dort Wohnungen einzubauen. Dabei sollen die vorhandenen Exerzierplätze umgepflügt und zu kleinen Gärten für die Wohnungsinhaber hergerichtet werden. Die Miete der Kasernen erfordert 46045 Mark, und für Instandsetzung der Gebäude und Einbau der Wohnungen sind 240000 Mark erforderlich, die bewilligt wurden. Insgesamt hat die Stadt jetzt durch ihre Maßnahmen 378 Wohnungen geschaffen und dafür 638000 Mark aufgewendet. Versuche mit Lehmbauten, besönders zu Einfamilienhäusern, werden in Kürze in größerem Umfange aufgenommen. WTB. Hannover, 25. Mai. Die deutsch-hannoversche Partei benutzte heute ihre hier abgehaltene Landesversammlung zu einer groß angelegten Kundgebung für die Befreiung Hannovers. Die Veranstaltung verlief, abgesehen von einer kleinen Gegendemonstrastration seitens der Spartakisten, die mittags bei einer Kundgebung gegen den Gewaktfrieden versucht wurde, ohne Störung. Der große Demonstrationszug am Nachmittag sand bei strömendem Regen statt. In der anschließenden Versammlung in der Stadthalle wurde zunächst eine Entschließung gegen den Gewaltfrieden angenommen. Eine andere Entschließung brtonte den hannoverschen Standpunkt und ruft unter starkem Prozest gegen die Unterstellung in der preußischen Landesversammlung, daß die Partei das Deutsche Reich zertrümmern wolle, das hannoversche Volk zum Kampf auf für ein freies Hannover im freien Deutschland. lands sei. Diejenigen, welche glaubten, daß die Enien— an der Erhaltung Deutschlands hätte, feien Toren, sis“ wie die Welt regiert werde. Wir würden in Zutung.bten nich den wie die Hunde. Eine Schuld am Kriege hätten gehabt, als wir nicht einen Staatsmann und Gemeinheit unserer Gegner gewachten war. I### Verfidz, unannehmbar und dürse nicht unterschrieben werden, Ieden### unterschreiben, sind wir vernichtet. Unterschreiben mir wi den wir doch goch einige Hoffnung, uns wieder emp uicht, so## Redner fan. srurmischen Beifall. Sinvorzuraffen. Oekonomierat Sültemeyer=Hahlen führte Landwirtschaft möglichst viel produzieren müsse, damit:: daß### im Interesse der Valuta beschränkt werden könne. Nat“ aber andere Preise, die den Löhnen usw. entsprächen. ein assessor Schulze=Westen=Kamen begründete die v. einer starken gesunden Landwirtschaft. Die Gesundung dugstet ands werde kommen von dem Manne, der hinter dem Geschäftsführer von Krane verlas hierauf folgend, schließung die einstimmig angenammen wurde:„Die heut, in 5 Entsehr zahlreich versammelten Mitglieder des Bundes der#“ hamn erheben nachdrücklichsten Widerspruch gegen die schunge dwirtz dingungen, die die neidischen, rachelüsternen Feinde une 3s Friedensverhandlungen auserlegen wollen. Diese B.#. d können und dürfen nicht angenommen werden. Die veri* Mitglieder verlangen die sofortige Herausgabe der deutt mmelten gefangenen. Die Landwirtschaft wird in der Zukunft der ein, auf dem nach vollständigem Zusammenbruch Deuuc aufgebaut werden kann. Deswegen verlangen wir sofort: ner der produktionsstörenden Zwangswirtschaft und Beseit Kriegsgesellschaften. Die Landwirtschaft kann die an i Anforderungen nur erfüllen, wenn die Preise der landwriri Produkte entsprechend den zu gewährenden höheren Löhnen. Preisen für die Bedarfsartikel der Landwirtschaft erhöht Die Landwirtschaft will bei den Fragen, die ihre Existen# im Interesse der Allgemeinheit gehört werden.“ berühren Die Nersommlieng nahm nach den*## provinzialversammlung des Bundes der Landwirte. tagte hier im Hotel 's Bundes der Land# hamm, 25. Mai. Gestern nachmittag Feldhaus die hiesige Provinzialversammlung dewirte, stark besucht aus allen Teiten der Provinz. Der stellvertr. Vorsitzende, Ehrenamtmann Berken=Berkenhoff, begrüßte die Erschienenen. Der neugewählte Vorsitzende, Gutsdesitzer LanzeWindhof, gedachte der Gefallenen und wandte sich gegen den Versailler Schmachfrieden. Im Mittelpunkt der Tagung stand ein Vortrag des Bundesvorsitzenden, Abg. Dr. Roesicke=Hörsdorf, über die politische Lage. Er erblickt eine der Ursachen unserer Niederloge darin, daß wir auf den Krieg nicht wirtschaftlich vorbereitet waren, trotz der Warnung des B. d. L., daß einmal die Zeit kommen würde, wo Deutschland, abgeschnitten vom Auslande, allein auf seine Landwirtschaft angewiesen sei. Nach Kriegsausbruch habe der B. d. L. ständig für die Elaschränkung der verderblichen Zwangswirtschaft gekämpft. Aus politischen Gründen wage man heute nicht, die Preise zu erhöhen und damit die Produktion. Aus politischen Rücksichten lasse man lieber das deutsche Volk verhungern, als daß man dem Landwirt das gibt, worauf er Anspruch hat. Der Mangel eines Zollschutzes für den Futtermittelbau sei Schuld, daß der deutsche Viehbestand heute so deztmiert sei. Der B. d. L. habe immer für eine gesunde Heimatvolitik gekämpft, er habe immer die Auffassung vertreten, daß die Entwicklung der Industrie nicht über das Maß des Gesunden hinausreichen dürfe. Redner beschäftigte sich dann mit den Friedensbedingungen, deren Tendenz die Vernichtung DeutschDie Berschnmtung nahm noch den Geschäftsbericht wurde dann mit einem Hoch auf das Vaterland geschlossen. Vermischtes. Hamburg, 25. Mai. An der neuerrichteten Hamburgischen u. versität ist die Neubegründung folgender Professu sehen: in der rechts= und staatswissenschaftlichen Fakultät seche demtliche Professuren(eine für öffentliches Recht, insbesondere v## waltungsrecht, drei für bürgerliches Recht und Handelsrecht, eine u Gerichtsverfassungs=, Prozeß= und Strafrecht, eine für Nationat, ökonomie) und zwei außerordentliche Professuren(eine für Gerichte. verfassungs=, Prozeß= und Strafrecht, eine für Nationalökonomie. in der medizinischen Fakultät zwei Ordinariate(für Anatomie und ice Prosesiuen Fakulickt vier ortent liche Pof guren(te emne für Philosophie und alte Geschichte un zwei für klassische Hynologte) und drei außerordentliche Prosessurg. (je eine für vergleichende Sprachwissenschaft, Semitistik, Literatz, geschichte); in der naturwissenschaftlichen Fakultät zwei Ordinarlat (rut Marhrmatik) und vier außerordentliche Professuren(je Mathematik, analytische Chemie, physikalische Chemie, und Petrographie). Ferner sollen errichtet werden zwei Prosessinen für Privatwirtschaftslehre, sowie ein Lehrstuhl für kaufmännsgund industrielle Betriebslehre. W2B. Kiel, 25. Mal. In allen größeren Städten Schles. fanden heute gewaltige Demonstrationen ie deutschen Bevölkerung gegen den Gewaltfrieden und für die Untremzbarkeit der Provinz statt. In Kiel selbst nahmen über 40.000 um sonen an der Kundgebung tell. Der " Berlin, 25. Mai. Die Ausfüllung gewisser Lücken, die bei### durch Notgesetz erfolgten Neuordnung des preußischen Kommunstwahlrechts offengeblieben sind, soll alsbald erfolgen. Zunächst### die preußische Siaateregierung beschlossen, der Landesversammtung vorzuschlagen, die Wählderkeit von Frauen zu Mogistraten ei#eführen und Stadtverordnetenwahlen in den bisher ausgenommenen „„„„ Gevieren zu ermöglichen, soweit vie polinschen Verhältnisse dies Phetten. Mei. 1 WTV. London, 28. Moi. Zach einer amtlichen Neutermeddung liegt der Punkt, an dem Hawker und Brieve mit ihrem Flugzeug treibend aufgefischt wurden, auf 30 Grod 20 Minuten nöctlicher Breite und 29 Grad 30 Minuten westlicher Länge, asse uu noch nicht ¾ ihrer Flugstrecke von Nordamerika nach England. Beste Flieger sind wohlauf. Sport. □ Münster, 25. Mai. Dom Sport=Clud Preußen 08, e. 8. 5 es gelungen, den Westdeutschen Ligo=Meister, den Dutsburger Stict verein, zum Donnerstag, den 29. d. Mis., nach hier zu verpflichten. Ja eingeweihten Kreisen sind die Namen der alten Spieter, ul Quatram und Fischer ufw., seit 10 Jahren rühmlichst bekannt. Verantwörtlich für den redaktionellen Teil: Hauptredakteur Theodor Warncc für den Anzeigen= und Reklameteil: Masthles Bückenz, beide in Münser l. S. C Statt besonderer Anzeige! Geil der Herr berief heuts mittag 12 Uhr meinen berzensgelen Menn onsen wasergerbe Beie Steiegerreie Greßdater, Druder, Schwager und Onkek, den Anotheienbeiber „„ Snrant Statt besonderer Anzeige. Ein prüchtiger Lungr angekommen. Ludwig Rolofs und Frau ged. Dürger. Münster i. W., den 27. Mel 1919. Worendorserstraße 631. Dr. med. übernimmt sofort ärztliche bis Mitte Juni. Bedingung nach Uebereinkunft. Off. unt. 9191 an die Gesch. d. V1. Ehrenbürger der Stadt Recklinghausen Ritter des St. Gregoriusordens und des Roten Adterordene 4. Kleshe. zu sich in die Gwigfelt. Gr utfchmmete fenttintelee berihräce pchtrortberetet burch einen wohrhoft christlichen Lebenswendel und den häufigen Empsang der Al. Setramonte, im 74. Johre foines an Arbeit, Gebei und Wehltun reichen Ledens. Um ein stilles Gebenken bitten nemend der trauernben Dadebtebenen Marle Strunk, geb. Rienhausen, Recklinghausen Dr. Friedrich Landschütz und Frau Antonie, geh. Strant. Meppen P. fr. Innscenz M. Strunk, O. P., tbool. Jest., Bechto Wilhelm Strunk, Kuratus, St. Nordert, BerlinSchtneberg Karl Strunk, Kunstmaler, Mänchen Dr. Adolf ten Hompel, Rechtsanwalt, und Frau Maria, geb. Strunk, Münster I. 2. Dr. Rudolf Strunk, Apotheler und Rahrungsmittelchemiter, und Frau Gerda, Oed. Grüter, Zotünshausen und 12 Entelkinder. Sehtheudx sofort zu haufen gesucht. Es kommt nur ein erstklassiges, in tadellosem Zustande besindliches in Frage. Außerdem kause noch ein gates kompl. Pferdegeschirr(für Donny). W. C. Hüttmann, Neustraße 8. Teleson Retllssheufen, den 23. Mei 1919. Die Beerdigung Endet statt am Mittwoch, den 29. Mel, morgens 9 Uhr vom Sterdehause(Alte Apotheke) and, das feierliche Seelenamt anschließend deren in der St. Detruskirche. Im Stane des Verstordenen wird gebeten, ven Rranzspenben ebguschen, Hatt bosfen herllatber Giarichtungen zu gebenfen. dr vernchmen, glängend begutachteten, z. Patent angemeldeten und gesetziis geschüßten, vooller Muassenartikel, von Konkurrenz unerreichbar, daber leicht verkäuflich und hohen Gewinn abwersend, zu vergeden. Mitarbeiter, zieibewußt arbeitend, an Durchführung systematischer Organisation gewöhnt, sofort gesucht. Ersolgreiche Einardeitung auch für Nichtkausleute. Firma unterdält ZenungsInserate. Herren mit Getriebskaptial von 3000 Mart erfahren Nüderes durch die Geschäftestelle d. Gl. 3164 Keusm. Unternchmen in Mäuster sucht zum Leusm. Unternchmen in Mäu 1. Juni oder später selbntändig arbeitenden Buchhalter oder Buchhalterin, nicht unter 23 Jahre alt, vertraut mit deppelter Buchführung und emerien. Journat einschl. Abschlußerbeiten, und schon Angere Zeit in solcher Stelung rs Erig. Osserien mit Zeugulsabschrtten Eub Orpulsmugrhegen unter 5178 an die GeschäftsBebe d. B8l. S non-beergntwete entäniges Rchberitulle für Gebriß veromischer Schleifscheiden gesucht. Aufrag. m. O. 75s an Haasenstein& Vogler, Drooden erbeten. zutanfengefaacht in der Stadt oder an der Peripderte der Siedt. erbeten under 5470 an die Geschsteopelle d. 81. (S#euleim, Ruechrnleim, Denrin usw.) Agaretten, Bigarren und Rauchtabel ##ust in großen Mengen wig Vand. Lude 4nder, S ET 400 Ershen gent ime Warn, Kisten 60 PIA. nette, à P1 44 2, nette K 61.—. 6nn3 Vernelung Semir Verikellag Rüacger Aeurgech. losort gesucht. Rüheres in der Geschäfisftelle d. Bl. 8297 Böchtiges 8153 zum Spülen u. Dutzen für die Küche gesucht. Verm. Aurtenbach, Biemarckstr. 44/46. Sung! Künstl. sud. p. 1. Juni möbliertes Zimmer (mit Blen.) endl. HandDaw ad. mterhankes wr ceer — Ofl. unt. O. K. an dir 815g. Anz.= Ann., Michael#spl. 7 8. Wie nohmen — D* unf wöndeleicher: 4% Westfälische ProvinzialPeruurdrernrdruugen VI. Ausgabe zum Vorzugekurs von 94,70% vom 15.—81. Mai 1919 entgegen. Sparhasse Sparbasst der Stadt Künster. des breises Hönster. Welcher eheihentende würhe einen ermer fashel. Theologen 3½m schwarzen geg. mäßigen Preis Überlassen? Frdi. Ang. w. man unter 9148 an die GeLogsenen: d. 1l. ricten. Junge Dame sucht Stellung in nur der Küche. Gut eder Oderförsterei bevorzugt. Bedin. gungen nach Uebereinkunft Frd. Angeb. an Christel Kemming, Bottrop I 13., Hansostr. 20. 9190 zuderl., 1s. Mann. 1.80 gr.(Odere später Stellung als 3107 unturnihen Kesanisals Vertrur n—Pessscmn: m. allen Arbelten u. Forstwirschaft, VBerb gehales. Kautien verhauben. Sesl. Ofl. erb. an 2 Damen Keahenr uin pschracer Gsan Ingenteur suocht in besserem Hause zum 1. Juli möbl. Zimmer mit Morgenkaffer. Gefl. Offerten mit Preis unt. 5193 an die Beschästsstelle d. Bl. berläßt junger Lehrerssamllite(2 Personen) 2—3 unmöbl. Zimmer mit Kochgelegenheit? Angeboie unter 8144 an die Geschüstsstelle d. B1. 3—4 Zimmerpchnung un Zudehör sucht In enstite mult wis 1. Juli oder wünscht elektr. Licht. Gefl. Osferten mit Preis unt. 5187 an die Geschättestelle d. B1. Kaufmann, 2 Personen, snacht Wohnung 4 Zimmer) zu Juli od. gogen Gegenicherung. die Schosfosiehe 9. Bl. Laden=Lonn. sauder. a Lage für ein „eers den beiner Wohnung Ang erd. an G IPnk allleZ... Aaggere. 90 Am Donnerstag, 29. Mal, nachm. 5 Uh in Samsen Buger Aige## e. Togesordnung: Wahl zur Orts= u. Nüs wettbrrehtigten Hentrunduihle und Bülleten ud eingeladen. Der Vorstand. echte echuel. Telirer B. Hagedorn * Beis Bchstamsen Verangehge! Ab Freiteg, 30. Mai bis 2. Juni: lichletel ween• heen dn Opentin ntont 16 Bes Atagel. Libte. Mesith O. Krause. Verögiche Geungbrte: Dostüe. Verslürkcte Repelle. Nur ronbilaBai Wittinot eerdes u. Rotoliensbrud relle man richten an pheter Sültegete!Prieudher, genige. nachm. v. 2—634 Uhr. Die deutse B29. Berlin, 2 #er deutschen Frieden der herabsetzung d wied zugestimmt und simtlicher Linienschiff saß dem deutschen B gegeben wird. An der Grundsatz gestellt, setsioden dürfen ohr Bevölkerung, daß jede der beteiligten Bevölt * ce wird die Abtretze# 9 witt du Aontrial Fchnt, ebenso der Ausz Memel. Aus Danzig ü8 Ven Aue Gecht 1 vön einrichtungen gen 6 Monaten innerhalb 8 Aeouuten ein Volterbund zustal schberechtigtes Mit utschland die Verwe sitzen des Völkerbund Randatar. Die Stre der Vorschlag eines in genen Verletzungen d# eburteilen soll, wiedet # ist Deutschland bere Soldmark zu zahlen un in fünf Freiraten 0 Milliarden beie ag 10. Die deuche TU. Versailles, 2 beitung der großen Dworden. Die Druckle nihung erfoigt wergDie Parteifül TU. Berlin, 27. sommelten sich die Pa Fräsidenten Scheidema rung über den Inhalt #n nehmen. Der Wor en Clemenceau bevorst ## telegraphisch überi „ Get haag. 26. Mai. zily News“ hat nanzminister Dern mettsrat in Spaa. eeit sei, die Verbündetdazu sei, wenn man ih bustrie und die Gelege Entwicklung lasse. 2 hat nicht die Absicht. deutschland bewaffnet man wird die Verbün wollen. Doch ist klar Entschädigung zu beze Bllonen 9; wird. ne. Mark, und die notwendigen Ra braucht aber auch Ro Baren zu erzeugen, werden kann. Deutse produkten bezahlen. nach der Förderung Rillionen Tonnen. 1 hen, wenn das Sai niche Geblete, abge von 80 Millionen soll der Verbündeten diese 40 Millionen, wovon here Höhe gebracht u üchtel der männlichen #elten gekostet hat, un all nährung erschöpft gen angeht, so kann a##rklären. Das### Schlesien. 1904 ga langten, mit dern se### Glaft enn dem aen whossen hatten. Wir biete abzutreten. Rail“ Pinist Vertr# Enter ein mati sehin 9 A.. 20 en Bart el Die Stellung 4