Nr. 196. Gelsenkichen, Fretag, den 22. Angst 1884. 10. Jahrgang. Die„Emscher Zeitung“ erscheins taglich mn Ausnahme der Sonn= u hoben Fheiertage. WochenBelage:„Muutzrset, Grigg, Senungslatr.— Zusertadvrng Pde Vettezell oder derer Des deichs feeund ubasenitrcgsi, Martkrchelt, be alen Potantaten und ben an Flilalich Sstonen: Kaum 15., Rellamen u1 B6.— Lerannmworlicher Redageur F. Dienst m Gelisenkirchen] Sinere et oonetanter. derne: B. Walleck, Wanna.— Druck und Verlag von J. Dienst in Geisenkirchen Allgemeines Organ für die Stadt Gelsenkirchen, für die Aemter Schalke, Ueckendorf, Wanne und Herne.— Anzeigeblatt für Gerichts= und Militär=Behörden. Worrtteer * Wahlaussichten von sonst und jetzt. Als vor zwei Jahren zu den preußischen Landtagswahlen gerüstet wurde, ließ man sich von fortschrittlicher und vorgeschrittener liberaler Seite die Bildung einer„großen liberalen Oartei“ mit wahrem Feuereifer angelegen sein. Die angesehensten Führer des Fortschritts, der Secession und des Nationalliberalismus schienen darüber einig zu sein, daß einer Vereinigung ihrer Kräfte nicht nur kein wesentliches Hindernis im Wege stehe, sondern daß nur mit Hülfe einer solchen die Sache des Liberalismus am Leben erhalten werden könne. heute, wo es sich abermals um Wahlvorbereitungen handelt, herrscht auf beiden Seiten die gegenteilige Meinung. Die freisinnige Oresse behandelt die Nationalliberalen als Wölfe in Schafskleidern, die Nationalliberalen aber haben einsehen gelernt, daß die gemäßigt conservativen Elemente ihre natürlichen Verbündeten sind und daß eine Gemeinschaft mit den Gegnern der socialpolitischen und der wirtschaftlichen Reform ihrer Dartei zum Verderben gereichen würde. Der Mehrheit der Nation können Zumutungen, die vor zwei Jahren allenfalls möglich gewesen wären, heute nicht mehr gestellt werden, weil dieselbe von den inzwischen gemachten Erfahrungen wirklich gelernt hat. Ueber eine ganze Anzahl von Dingen, die damals den Gegenstand des Streites bildeten, kann heute nicht mehr gestritten werden. Im Jahre 1882 sah man den Wirkungen des Zolltarifs von 1878 in nationalliberalen Kreisen vielfach mit Besorgnis entgegen: heute steht unzweifelhaft fest, daß dieser Tarif zu einem Aufschwunge unseres wirtschaftlichen Lebens den Anstoß gegeben hat, der sich in erfreulicher Weise fortsetzt. Damals hörte man vielfach die Mleinung aussprechen, die von der Reichsregierung vorbereiteten socialpolitischen Reformen würden, weil sie der gehörigen Bestimmtheit und Ausführbarkeit entbehrten, verwirrend und beunruhigend auf die arbeitenden Klassen einwirken und erst auf mühsamem und weitem Wege an's Ziel gelangen: gegenwärtig ist Deutschland im Besitz zweier gesetzlicher Einrichtungen(der Kranken= und der Unfallversicherung), um welche ganz Europa uns beneidet und deren Festsetzung die öffentliche Ruhe und Sicherheit nicht nur nicht gestört, sondern befestigt und der Socialdemokratie bereits gegenwärtig einen gewissen Abbruch bereitet hat. Es giebt aber noch einen dritten Dunkt, über welchen heut' zu Tage nicht mehr gestritten werden kann: über die Unfähigkeit der Freisinnigen, an irgend einer schaffenden Chätigkeit teil zu nehmen und für die wahren Bedürfnisse des Volkes Verständnis zu gewinnen. Hier liegt der eigentlich entscheidende Dunkt. Auf nationalliberaler Seite hat man die Gedanken an eine Gemeinschaft mit den sogenannten Vorgeschrittenen aufgeben müssen, nachdem dieselben mit ihrer Widerspruchslust dabei angelangt waren, nicht nur den beiden zugunsten der Arbeiter eingebrachten Gesetzentwürfen, sondern ebenso den zugunsten der Erweiterung und Ausdehnung des nationalen Wirtschaftsgebietes vorgeschlagenen Maßregeln von vorn herein zu widersprechen. Ueber wenige Dinge sind die Deutschen so einig, wie über die Notwendigkeit, ihrer Industrie neue Absatzgebiete eröffnet und Spielraum gewonnen zu sehen für den Ueberschuß an Menschenkraft, den ihr Land regelmäßig erzeugt; daß diese, von jeder politischen Oarteistellung unabhängige Forderungen von den sog. Freisinnigen vollständig verkannt und daß selbst die bescheidenen Anfänge deutscher Colonialpolitik von den Bamberger und Genossen leidenschaftlich angefeindet worden sind, hat vielen Leuten die Augen geöffnet und auf das Verhalten der Nationalliberalen den größten Einfluß geübt. Vor zwei Jahren wurde ein großer und entscheidender Wahlsieg erfochten, obgleich die Nationalliberalen damals eine schwankende und unklare Stellung einnahmen. Nachdem inzwischen eine so erfreuliche Klärung eingetreten ist, darf in der Chat gehofft werden, daß das Ergebnis dieses mal nicht minder günstig sein werde. pr Aleuigseiten aus der Verwaltung. Nachdem die Landwirtschaft, das Handwerk, die Industrie und der Handel in dem Volkswirtschaftsrat eine gemeinsame Vertretung für das gesamte Staatsgebiet erhalten haben, erachtet die Staatsregierung es als ihre Aufgabe, auch eine locale Organisation zu schaffen, in welcher diese Hauptzweige der gewerblichen Thätigkeit bezirksweise sich zu gegenseitiger Verständigung und lebendiger Förderung vereinigen, und in welcher die Verwaltung des Staates und des Reiches für ihre, auf die Hebung des allgemeinen Wohlstandes gerichteten Bestrebungen eine wirksame Stütze finden können. Bisher haben nur einzelne Zweige der gewerblichen Thätigkeit eine organisirte Vertretung erhalten, welche indessen für eine allseitig förderliche Entwickelung schon deshalb nicht ausreicht, weil sie, thatsächlich, oder ihrer Anlage nach, nur einseitigen Rücksichten dient und weil es an einem Vereinigungspunkte fehlte, in dem die verschiedenen, auseinandergehenden aber gleichberechtigten Interessen einen Ausgleich finden. Es ist daher für jeden Regierungs=(Landdrostei=) Bezirk die Bildung einer Gewerbekammer, welche sich aus Vertretern der vier bezeichneten Categorien unter einem aus ihrer Mitte zu wählenden Vorsitzenden, zusammensetzen soll, Ein gemütlicher Bauswirk. 19) Humoristische Erzählung von J. Krüger. (Schluß.) Christian und Dörthe, zu Ehren des Tages festlich geputzt und mächtige Blumensträuße tragend, schlossen den Zug. sieh, das sind die Geschenke, von denen ich ### erklärte Schulze, indem er seine Frau sahft umfaßte.„Nun zeige, daß Du eine andere Mutter bist, als Frau Knorbe und Frau Zippelmann. Denke an das, was das gute Mädchen da“— er deutete auf Wilhelmine—„Dir vorhin vorgesungen hat!“ Und Frau Sophie Schulze dachte daran. Ihr Herz hatte die Worte des Liedes aufbewahrt. Sie streckte ihre Hände aus gegen die beiden jungen Paare. „Kinder,“ sagte sie mit vor Freude zitternder Stimme,„ich habe nichts mehr gegen Eure Wahl. Herr Hobe, machen Sie meine Tochter glücklich. Für Ihr Fortkommen wird mein Mann sorgen. Und Sie mein Kind,“ wandte sie sich zu der jungen Choristin, deren Wangen in hohem Purpur glühten,„wenn sie eben so gut sind, wie hübsch, so werden Sie meinem Sohne das sein, was ich meinem Manne gewesen bin. Und nun, Kinder, umarmt mich!“ Frau Schulze hatte eben die schwiegermütterlichen Küsse ausgeteilt, als Herr Schulze sich zwischen die Glücklichen drängte. „Sapperment! Habt Ihr denn ganz den Papa vergessen?“ „Nein, nein,“ riefen alle und der gutmütige alte Herr wurde von den jungen Leuten mit gleicher Herzlichkeit wie seine Frau umarmt. Dann, während er seine Frau umarmte, flüsterte er ihr zu: „Nun laß uns gleich den Tag der Verlobung und der Hochzeit festsetzen. Wenn es Dir recht ist, so feiern wir in acht Tagen Verlobung und in vier Wochen zwei glückliche Hochzeiten.“ In dem Jubel, der nun ausbrach, traten Dörthe und Christian hervor. Beide überreichten der Herrschaft ihre Blumensträuße und wünschten Glück zu dem heutigen festlichen Tage. Dann räusperte sich der alte Diener. „Aller guten Dinge sind drei,“ sagte er. „Machen Sie das Sprüchwort wahr. Dörthe und ich sind schon zwanzig Jahr im Stillen Braut und Bräutigam, und so wäre es wol allgemach an der Zeit, daß auch wir uns einen eigenen Herd gründeten.“ Herr Schulze fiel ihm ins Wort: „Was ich versprochen habe, halte ich, Christian. Gut denn! In einem Monat soll hier auf drei Hochzeiten getanzt werden. Treue Dienste müssen redlichen Lohn finden!" Karl und Rosa riefen: „Bravo, Papa! Das erhöht unser Glück nur noch mehr!“ Auch Frau Schulze gab ihre Eimwvilligung und so verließen Dörthe und Christian seelenvergnügt den Salon. Wie vorauszusehen, war die Witwe Vornheim hoch erfreut, daß die heimliche Liebe ihrer Tochter einen so erwünschten Ausgang genommen. nach Maßgabe bereits aufgestellter„Bestimmungen“ in Aussicht genommen worden. In der Erwägung, daß ein gedeihlicher Erfolg der neuen Einrichtung insbesondere davon erwartet werden kann, wenn die Gestaltung und die Thätigkeit der Gewerbekammern mit der Selbstverwaltung der communalen Verbände in Zusammenhang gebracht wird, soll die Wahl der Mitglieder und die Aufbringung des zur Erstattung ihrer baren Auslagen erforderlichen Geldbedarfs den Provinzialverbänden(Landescommunalverbänden) überlassen werden, und es steht zu hoffen, daß die Provinziallandtage (Communallandtage), denen dieserhalb bei ihrem nächsten Zusammentritt eine Vorlage seitens der Staatsregierung zugehen wird, in richtiger Erkenntnis der hohen Bedeutung der beabsichtigten Einrichtung für die wirtschaftliche Entwickelung der einzelnen Landesteile, die zur Uebernahme der den Verbänden zu übertragenden Rechte und Pflichten erforderlichen Beschlüsse fassen werden. Da indessen, auch wenn diese Erwartung sich erfüllt, bis zum thatkräftigen Inslebentreten der Gewerbekammern eine geraume Zeit vergehen dürfte, so empfiehlt es sich, einstweilen provisorisch Vertreter der genannten vier Gewerbezweige bezirksweise zu wiederkehrenden Conferenzen über einschlägige Fragen zu vereinigen. Was die Zahl der Mitglieder dieser Conferenzen anlangt, so wird dieselbe zwar nach dem Umfange des Bezirks und nach der Intensität seines wirtschaftlichen Lebens verschieden bemessen werden können; überall aber wird darauf zu halten sein, daß alle Hauptzweige der Gewerbsthätigkeit in der Conferenz eine Vertretung finden. Andererseits aber würde eine Ausdehnung der Mitgliederzahl über das erforderliche Maß hinaus den zwangslosen Gedankenaustausch in den beabsichtigten Conferenzen beeinträchtigen, und es muß schon aus diesem Grunde jeder überflüssige Aufwand von Kräften vermieden werden. Die Verteilung der Mitgliederzahl auf die vier Gewerbszweige wird nach der örtlichen Bedeutung derselben für die wirtschaftliche Gesamtlage des Bezirks zu erfolgen haben und dabei, neben dem Interesse einer allseitigen Vertretung, auch die Persönlichkeit der Mitglieder, auf welche sich die Auswahl voraussichtlich lenken wird, zu berücksichtigen sein. Es wird sich empfehlen, die landwirtschaftlichen Vereine, die Innungsverbände, die Handelskammern und kaufmännischen Corporationen, sowie etwa andere inbetracht kommende Vereine zur Namhaftmachung geeigneter Vertreter aufzufordern. Den Mitgliedern der Conferenzen wird die Erstattung ihrer baren Auslagen nicht zu versagen sein, soweit sie solche beanspruchen, und es wird, da die Mitglieder als Sachverständige in Angelegenheiten der allgemeinen Landesverwaltung zugezogen werden, die Zahlung der erforderlichen Tagegelder und Reisekosten aus dem hierzu staatlicherseits disponiblen Fonds bewerkstelligt werden können. Die wackere Frau wurde von Wilhelmine noch denselben Tag in Schulzes Familie eingeführt und von derselben aufs herzlichste empfangen, ebenso die Mutter des jungen Bernhard Hobe. XII. Für Heinrich Schulze, der sich nun in seinem häuslichen Kreise so behaglich wie früher fühlte, blieb nur noch eins zu thun übrig, um nicht wieder in seiner Ruhe gestört zu werden. Er sprach sich darüber gegen seinen treuen Diener aus. „Christian,“ sagte er nächsten Tages,„Du weißt, wie arg einige von meinen Mietern mir mitgespielt haben. Sie haben meine Güte mißbraucht und sind unverschämt gewesen. Ich sehe jetzt doch ein, wie schwer es ist, an Gutmütigkeit ein nie dagewesener Hauswirt zu sein. Ich will mir deshalb diese Leute vom Halse schaffen und am nächsten Termin den Betreffenden ihre Wohnungen aufkündigen!“ Umsonst suchte der treue Christian die Leute zu verteidigen. Er sprach in den Wind. Der gegen seine Mieter erzürnte Rentier behauptete, daß seine Ansicht von den Leuten die richtige sei. Schon die nächste Stunde sollte ihn vom Gegenteil überzeugen. Er war gerade im Begriff, sich in seinen Garten zu verfügen, als Christian ihm sämtliche oben wohnenden Mieter anmeldete. „Sie bitten dringend, vorgelassen zu werden. Sie hätten Ihnen wichtiges mitzuteilen,“ erklärte der Diener. „Ich wüßte nicht, was das sein könnte. Doch laß sie kommen, ich din gerade in der Stimmung mit ihnen ein vernünftiges Wort zu reden!“ Seitens des Ministers der geistlichen, Unterrichts= und Medicinal=Angelegenheiten sind den Regierungs=Präsidenten in den KreisordnungsProvinzen, wie früher berichtet worden, Schemata für die Abfassung der Sanitätsberichte der Physiker und der General=Sanitätsberichte der Regierungs= und Medicinalräte übersandt worden. Um den letztgenannten Beamten eine weitere und wie angenommen werden darf, nicht unergiebige Quelle für die Gewinnung eines umfangreichen Materials zur Ermittelung der Häufigkeit von Erkrankungen innerhalb ihres Bezirks zu eröffnen, sind die Regierungs=Präsidenten angewiesen worden, thunlichst dahin zu wirken, daß überall da, wo Communal=Armenärzte(Distriktsärzte) angestellt sind, dieselben, soweit dies nicht bereits geschieht, der ihnen vorgesetzten Communal= Behörde periodische Berichte über Zahl und Art der von ihnen behandelten Krankheitsfälle zu erstatten verpflichtet werden, und daß die betreffenden Communalbehörden von diesen Berichten den Regierungs=Präsidenten inhaltlich Kenntnis geben. Bei Feststellung des den suspendirten Beamten gemäß§ 51 des Gesetzes vom 21. Juli 1852 und gemäß§ 48 des Gesetzes vom 7. Mai 1851 sowie geeigneten Falls aufgrund des§ 15 Nr. 3 des zuletzt gedachten Gesetzes zu belassenden Teils ihres Diensteinkommens sind nach einem Beschluß des Staatsministeriums die Witwen= und Waisengeldbeiträge vor der Teilung des Diensteinkommens von dem letzteren in Abzug zu bringen. In gleicher Weise ist bei Feststellung der nach dem Allerhöchsten Erlaß vom 15. Juni 1863 bei der Beurlaubung eines Beamten auf mehr als 1½ Monate demselben für weitere 4½ Monate des Urlaubs zu belassenden Hälfte seines Gehalts zu verfahren. Sociales, industrielle und ArbeiterVerhältnisse. sc. Ausstellung für Handwerkstechnik. Die Vorbereitungen für die Ausstellung für Handwerkstechnik in Dresden werden so getroffen, daß auch die gewerblichen Hülfsarbeiter, welche tagsüber keine Zeit zum Besuch der Austellung finden und welche außerdem nur bei niedrigen Eintrittspreisen in größerer Zahl die Ausstellung frequentieren würden, von diesem gemeinnützigen Unternehmen Vorteil ziehen können. Denn bekanntlich tritt der Gedanke, aus der Ausstellung einen finanziellen Vorteil für den Desdener Gewerbeverein, welcher das finanzielle Risico übernommen hat, herauszuschlagen, durchaus in den Hintergrund gegenüber dem Hauptzwecke der Ausstellung, den mittleren und kleinen Gewerbebetrieben förderlich zu sein und in dieser Hinsicht dahin zu wirken, daß die Kenntnis und Benutzung neuer und bester Werkzeuge, Arbeits= und Kraftmaschinen im Handwerkerstand weiter verbreitet werde. Die Ausstellung Christian öffnete die Saalthüre und herein traten sämtliche Mieter mit Ausnahme der Familien Bornheim und Hobe. Die Männer verbeugten sich. Frau Hampel knixte. Der Musikus trat gravitätisch vor und nahm das Wort. „Höchst jeöhrter Herr Hauswirt," begann er, „wir haben von Herrn Christian jehört, daß Sie durch eenen Jaudieb vou Speculant in die Dinte jeraten sind, un det Sie Ihr schönes Haus verkoofen un den Wanderstab in de olle Hand nehmen müssen. Da haben wir uns denn an all die Jüte erinnert, die Sie jegen uns jezeigt, un Rat zusammen jehalten, un jeder von uns hat jesagt:„Wenn Herr Schulze ooch mit seine Familie von seine Iläubiger uff de Straße jesetzt wird, so soll der jute Herr mit de Frau un de lieben Kinder doch in de erste Zeit keene Not nich leiden.“ Un so hat jeder sein Erspartes hervorjeholt, um et janz jehorsamst un erjebenst eitenhändig in Ihre Hände zu legen.“ „Ja, ja, das wünschen wir!“ riefen alle. Einer nach dem anderen näherte sich dem erstaunten Hauswirte. „Die Subscription auf meine Gedichte,“ sagte Vielmagen,„ist durch Ihre Protection so gut ausgefallen, daß ich, was Sie mir ausgezahlt, Ihnen mit Dank wieder zurückerstatten kann.“ Er legte eine Anzahl in Papier gewickelte Thaler von Herrn Schulze auf den Tisch. „Die Turnanstalt in Ihrem Garten, Herr Schulze," versetzte der Lehrer Kempe,„hat mir zwanzig neue Schüler zugeführt. Dies zum Zeichen meiner Dankbarkeit.“ wird reichlich beschickt sein von den qualificirtesten Werkzeug= 2c. Fabrikanten; namentlich die Angehörigen der diversen Gewerbe=Industrien, einschließlich der Bekleidungsgewerbe, sowie die MetallIndustriellen werden reiche Ausbeute auf der Ausstellung finden; nächstdem ist für diejenigen Handwerksgattungen, welche Holz= und andere Schnitzstoffe, sowie für diejenigen, welche Leder verarbeiten, eine reichliche Anzahl bester Hülfswerkzeuge und Maschinen vorhanden. Wir kommen auf die Beschickung der Ausstellung noch zurück und bemerken vorerst nur, daß die Eröffnung am 15. September— wie im Programm vorgesehen— stattfinden wird. ec. Strikes. An dem Strike der Cigarrenarbeiter in Breslau sind 250 Arbeiter und Arbeiterinnen bereiligt.— Der Strike der Grubenarbeiter im Kohlenbergwerke des Reichenberger Kohlenabbau=Vereins zu Hartau ist dadurch beendet worden, daß Seitens der Direction die Ansprüche der Arbeiter voll befriedigt worden sind. Die rasche Schlichtung der Differenz wird allseitig mit Befriedigung begrüßt.— Der Strike der Weber in Crimmitschau ist insofern noch nicht beendet, als Seitens des Vereins der arbeitgebenden WebFabrikanten 146 Arbeiter von der Zulassung zur Arbeit bis zum 1. Septbr. ausgeschlossen worden sind. Unter diesen Arbeitern sollen sich viele Familienväter mit starker Familie befinden. Die Forderung der Arbeiter war 11—12 stündige Arbeitszeit und eine kleine Lohnzulage. Bis jetzt betrug, nach der Mitteilung des Comites der strikenden Arbeiter, die Arbeitszeit 12—14 Stunden, bei einem Wochenlohne von 6,50—13 Mark.— In Stettin brach unter den Schmiedegesellen ein Strike aus.— Der Strike der Corsettweber in Oethlingen(Württemberg) ist beendet. Die Arbeiter mußten sich mit geringer Lohnaufbesserung begnügen, jedoch ist ein vollständiger Lohntarif der Arbeiter in Aussicht gestellt.— Der Strike auf Zeche„Tremonia“ wurde bereits am 16. d. M. durch Vergleich beendet.— Nach Mitteilung des „Berl. Volksbl.“ haben in Budapest 37 Meister die Forderungen der Spenglergehülfen acceptirt, während nach dem„Pester Lloyd“ die großen Werkstättenbesitzer nicht nachgeben wollen und nur 7 kleinere Meister bis jetzt die Forderungen der Gehülfen angenommen haben sollen.— Der Strike der Maurer in Budapest ist durch Genehmigung der Forderungen derselben Seitens der Meister am 10. d. M. beendet worden. stabs=Offiziere versehen, spährend für Die übrigen Schiedsrichter seitens des Chefs des Generals der Armee die nötige Zahl an Generalstabs=Offizieren bestimmt werden soll. 8: Die Meldungen über die Aufziehung der deutschen Flagge an der westafrikanischen Küste gingen etwas durcheinander. Die von „Wolffs telegraphischem Bureau“ verbreitete Mitteilung ist insofern unrichtig, als die Firma Wörmann südlich vom Congo überhaupt keine Besitzungen hat. Die deutsche Flagge wurde aufgezogen zu Karamun und zu Bimbia. Was die Aufhissung der deutschen Flagge zu Bageida an der Goldküste anlangt, so teilt darüber die„Hamburger Börsenhalle“ folgendes mit:„Am 2. Juli traf das Kanonenboot„Möwe“ in Little Popo ein und hörte dort, daß die Negerstämme in der Nähe von Bageida gedroht hätten, die dortige Factorei der hamburgischen Firma Wölber u. Brohn zu zerstören, wenn sie nicht binnen sieben Tagen geräumt werde. Darauf dampfte die„Möwe“ nach Bageida und hißte zum Schutze der Factorei die deutsche Flagge auf, während zugleich der Factorei=Chef, Herr Randad, zum deutschen Consul daselbst bestellt wurde. Nach Rückkehr der„Möwe“ nach Little Popo ratificirte der Negerkönig Lorson den s. Z. mit Capitän Stubenrauch, dem Commandanten der deutschen Corvette„Sophie", abgeschlossenen Freundschaftsvertrag und versprach, sich fernerhin aller Feindseligkeiten gegen Deutsche zu eathalten, worauf die d. s. Z. von der„Sophie" fortgeführten 2 Geiseln gelandet und in Freiheit gesetzt wurden. “ Auch zu Angra Pequena soll die feierliche Aufhissung der deutschen Flagge stattgefunden haben. Vor kurzem ging die gedeckte Corvette „Leipzig" von Capstadt in einer Specialmission nach der Lüderitz'schen Besitzung und man nimmt an, daß diese Mission eben nur in der Aufhissung der deutschen Flagge bestehen konnte. sc. Ehrentafel. Der am 3. d. Mts. zu Erfurt verstorbene Rittergutsbesitzer Eduard Keuthe hat testamentarisch die Zinsen eines Capitals von 150000 Mark ausgeworfen zur Unterstützung würdiger invalider Arbeiter seines Gutes zu Wundersleben, ferner ein Capital zur Errichtung eines Siechenhauses bestimmt. * Perlin, 20. August. Als Schiedsrichter bei den diesjährigen großen Herbstübungen des VII. und VIII. ArmeeCorps gegen einander sollen, wie man hört, nach den Allerhöchsten Orts getroffenen Bestimmungen fungiren: Se. Kaiserl. und Königl. Hoheit der Kronprinz des deutschen Reiches und von Preußen, der General der Infanterie von Biehler, Chef des Ingenieur=Corps und der Pioniere und GeneralInspecteur der Festungen, der General=Lieutenant von Voigts=Rhetz, General=Insp. der Artillerie, der General=Lieut. v. Scheliha, Insp. der 4. FeldArtillerie=Inspection, der Generalmajor von Hänisch, Director des Allgemeinen Kriegs=Departements im Kriegs=Ministerium und der General=Major von Arnim, Inspecteur der Jäger und Schützen. Bei dem das Amt des Ober=Schiedsrichters versehenden Kronprinzen, Kaiserliche und Königliche Hoheit, werden der Chef und die Offiziere des Stabes der 4. Armee=Inspection die Geschäfte als GeneralXLc. Während man von Rom aus mit Hülfe dienstbereiter Correspondenten unserer conservativen Blätter den Faden der Verhandlungen vor dem Abreißen zu schützen bemüht ist, erschöpft unsere ultramontane Presse der preußischen Regierung gegenüber alle Mittel der Lockung und Einschüchterung. Da sie hierbei, wie sie nun wol einsieht, nur den Erfolg hat, sich lächerlich zu machen, verfällt jetzt die„Germania“ auf den Ausweg, auf den derartige Naturen stets verfallen, wenn ihr Zorn von einem Stärkeren ignorirt wird, sie verlegt sich aufs Höhnen. Es war in den letzten Sessionen eine beliebte Tactik des Centrums, gelegentlich an den bisher durch die Liberalen und durch Conservative von der Art des Herrn von Goßler irregeleiteten Reichskanzler zu appelliren. Man hatte vergessen, welche Invectiven man in der Blütezeit des Culturkampfes gerade dem Reichskanzler ins Gesicht geschleudert hatte, und mußte erst daran erinnert werden, daß kein anderer das Verdienst hat, den Kampf für die Hoheit des Staates gegen clericale Anmaßung und für den Bestand des hohenzollernschen Kaisertums gegen römische Feindseligkeit aufgenommen zu haben, als Fürst Bismarck. Jetzt, durch die Gleichgültigkeit gegen alle Herausforderungen aufs Aeußerste gereizt, richtet man seine Pfeile wieder gegen die Person des leitenden Staatsmannes.„Staatsomnipotenzler durch und durch" heißt er jetzt.„Er steht nicht über die Parteien, ruft die„Germania“, er ist auch nicht conservativ in irgend einem concreten Sinne dieses Wortes, er ist Mittelparteiler durch und durch, in aller und jeder Beziehung, inbezug auf Kirche und Schule, historisches Recht und Legitimität, Wirtschafts= und Socialpolitik. Er gehört auf den linken Flügel der Freiconservativen oder auf den rechten der Nationalliberalen. Dahin hat er vor 1867 bis heute ohne Unterbrechung gehört.“ In diesem Tone geht es weiter. Daß die „Germania“ glaubt, durch den höhnenden Ton, in welchem sse dies ausspricht, an der betreffenden Stelle Eindruck zu machen, läßt sich nicht annehmen. Sie fühlt nur das Bedürfnis, ihrer Galle Luft zu machen. Aber recht eigentümlich sind die Geständnisse, welche dabei zu Tage kommen. Ist Fürst Bismarck in allen den angeführten Beziehungen nach der Auffassung der„Germania“ „Mittelparteiler“— das Aergste, was ultramontane Phantasie sich vorstellen kann—, dann weiß man, was man von der Ehrlichkeit der Unterstützung zu halten hat, welche das Centrum den Plänen des Reichskanzlers auf jenen Gebieten zu widmen gedenkt. Wir heben nur die Socialreform hervor. Die Bismarck'sche„Socialreform“ ist also „mittelparteilich“. Wir registriren das als interessantes Seitenstück zu der„nationalliberalen Social= reform“, von welcher ein anderes ultramontanes Blatt kürzlich in Beziehung auf Unfall=, Invalidenund Altersversicherung sprach. Wir vermissen in dem Artikel der„Germania“ nur den consequenten Abschluß: das Angebot eines unbedingten Schutzund Trutzbündnisses an Demokraten und Deutschfreisinnige, dort sind ihre natürlichen Verbündeten, wenn es in solcher Weise gegen den Reichskanzler Politik zu machen gilt. Die bei der Dampfervorlage so erfolgreich inaugurirte Tactik ließe sich ja zu einer großartigen systematischen Action erweitern, wenn endlich einmal offen das Panier aufgepflanzt würde, auf welchem die Devise prangt: Fort mit Bismarck! * Wien, 21. August. Graf Kalnoky ist heute angekommen und hat sich sofort zur Audienz beim Kaiser nach Schönbrunn begeben. Eine egegnung mit Kaiser Wilhelm, dem Zaren und dem Kaiser Franz Josef wird heute von der Regierung nahestehenden Kreisen direct als wahrscheinlich bezeichnet. ** In Paris wird erwartet, daß seitens des päpstlichen Stuhles gegen das neue Ehescheidungsgesetz Protest eingelegt werden wird. 1* In den südfranzösischen Departements sind z. Z. etwa 40 Ortschaften von der Cholera inficirt; in den letzten 24 Stunden hatten Toulon 6, Marseille 5, Herault 9, Gard 5, Aude 5, Ostpyrenäen 16 Choleratodesfälle. * Nach einem Telegramm vom 20. d. sind an der Cholera in den letzten 24 Stunden in Marseille 8, in Toulon 1, in Herault 2, in Gard 3, in Aude 7, in den Ostpyrenden 15 Personen gestorben. j* Die Provinz Rom, welcher für gewöhnlich eine Anzahl von 1026 Gendarmen mit 20 Offizieren zugewiesen ist, hat eine Verstärkung von 80 Carabinieri und circa 100 Polizeiagenten und Soldaten erhalten. Ursache ist die allarmirende Zunahme von Raubanfällen, die man fast als Wiedererwachen des Brigantappio characterisiren könnte. Nachdem kürzlich in der fast constant unsicheren Gegend von Cori mehrere solcher Verbrechen verübt worden sind, zwischen Frascati und Marino im Albanengebirge am hellen Tage der Bürgermeister des letzteren Ortes beraubt worden ist, vor den Thoren Roms ein Ueberfall stattgefunden hat, der glücklicherweise zur Festnahme von drei Wegelagerern führte und im Kreise Viterbo ein Carabinier durch Briganten getötet, ein anderer verwundet worden ist, werden schon wieder ähnliche Fälle gemeldet. i* Die Pforte hat ebensowol inbezug auf die fremden Postämter als inbezug auf die internationale Sanitätscommission eingelenkt. Es ist dies namentlich infolge freundlicher Vorstellung von Berlin aus geschehen, nachdem die Macht, welche die Pforte insgeheim zu ihrem Vorgehen ermutigt hatte, die Pforte schließlich im Stich gelassen hatte. vierte. blanke ick in Ein zweites Päckchen Geld gesellte sich zu dem ersten. „Da Sie, mein gutes Herrchen, und der Herr Christian meine wunderscheenen Berücken doch nicht gedragen,“ sagte der Friseur,„so will ich Sie ooch kein Geld dafür haben.“ Es folgte das dritte Geldpäckchen. Der Schuhmacher Knorbe lieferte das Die Wäscherin Frau Hampel legte zehn Thaler auf den Tisch. „Det is vor dat Tanzverjnügen, bet Ihren Jarten jenossen habe,“ sprach sie. Obwol der Hornist zuerst gesprochen, legte er seinen Wohlthätigkeitsbeitrag doch zuletzt hin. Derselbe bestand aus fünf Thalern. „Es sind nich ville Musikanten, die hier klingen,“ sagte er.„Abers, weeß Jott, ick bin nich daran schuld. Bei dem ewigen Durscht jeht der letzte Jroschen druf. Sie jloben gar nich, Herr Schulze, wie dat Blasen de Kehle drocknet!“ Der Rentier, der schweigend zugehört, mochte kaum, seine Rührung zu verbergen. bewegt erhebenb, sprach er: „Kinder, Eure Herzensgüte hat mir Thränen in die Augen getrieben. Nehmt meinen wärmsten Dank. Aber ich brauche Euer Geld nicht, denn ich bin nicht ruinirt. Es war ein Spaß von Christian. Er hat Euch etwas weiß gemacht. „Ach, das ist Schade!“ riefen alle.„Wir hätten unserm guten Hauswirt so gern geholfen.“ „Ich nehme es für gethan an, Leute, und will nach wie vor Euer guter Hauswirt bleiben,“ versetzte Schulze.„Ihre Schüler, Herr Kempe, mögen ferner in meinem Garten turnen. Sie, Frau Hampel, können darin Ihre Wäsche trocknen, Provinzielle Nachrichten. * Seisenkirchen, 22. August. Der Herr Capellmeister Matzenauer ist einem Rufe„an die Oper“ nach Berlin gefolgt. Er hat aus Mangel an Unterstützung, die ihm als vorzüglichem, theoretisch und practisch gebildetem Musiker zuteil hätte werden sollen, Gelsenkirchen Valet gesagt. Der Fall ist umsomehr zu bedauern, als es die tüchtige musikalische Kraft eines soliden Mannes nicht so leicht wieder unternehmen wird, wirklich guten Musikunterricht zu betreiben! X Schalte, 22. August. Das gestrige, vom schönsten Wetter begünstigte Garten=Concert im Hotel Böminghaus hatte sich eines sehr zahlreichen Besuches zu erfreuen. Der, wenn auch nicht große, aber zierliche Garten war auf das schönste decorirt und mit bunten Lampions und Lampen erleuchtet. Mit Präcision trug die Klenke'sche Capelle die einzelnen Nummern des reichhaltigen Programmes vor, besonders gefielen im ersten Teile das reizende Duett aus dem„Glöckchen des Eremiten“, „Zigeuner=Ouverture" und— last not least— der vom Dirigenten componirte, immer wieder gern gehörte„Schützenmarsch". Der zweite Teil brachte uns a. a. die effectvolle Ouverture zu Suppés melodienreicher Oper„Dichter und Bauer" und auf Wunsch des Publikums eine Wiederholung des vorbenannten Marsches. Dem wirklich genußreichen Concerte schloß sich ein Tanzkränzchen in den Parterreräumen des Hotels an, bei welchem nicht weniger Frohsinn und Gemütlichkeit herrschte. Es läßt sich also auch in Schalke sehr gut etwas arrangiren, selbstredend, wie anderwärts auch viribus unitis. * Von den im Amte Schalte vorhandenin 473 Brunnen mußten infolge polizeilicher Revision 61 geschlossen werden, da das Wasser nicht gut war. * Portmunds Bierproduction belief sich im Jahre 1883 auf 471360 Hectoliter. Da man in den meisten Wirtschaften jetzt nur sogenannte Tulpen zu je ¼/4 Liter erhält, so beträgt diese Bierproduction 188544000 solcher Gläser. Wenn dieser Tropfen in Deutschland confumirt würde, so käme, bei einer Bevölkerung von 74000 Seelen, auf jeden Einwohner, von Säugling bis zum Greis, eine Leistung von 2547 Glas pro Jahr. Im Stadt= und Landkreise wurden 516369 Hectoliter Bier producirt. Die dafür entrichtete Brausteuer belief sich auf 491123,25 Mark. * Aus Büsseldarf wird berichtet: Die bevorstehenden Kaisermanöver nehmen in ganz außerordentlicher Weise die Transportmittel der rheinisch=westfälischen Eisenbahnen in Anspruch. So muß allein die links=rheinische Direction für einen Tag 23 Extrazüge stellen. Alle Vorsorge ist bereits getroffen, damit der sonstige Dienst keine Unterbrechung in dieser Zeit erleidet. Sämtliche fremdherrliche Offiziere, circa 100 an der Zahl, werden als Gäste des Kaisers in Düsseldorf untergebracht, während sie beim letzten Kaisermanöver in Köln Aufenthalt genommen hatten. * Von dem Elberfelder Kriegerverband war auf den 16. ds. abends in dem Locale des Herrn Bergmann an der Bachstraße eine Delegirtenversammlung sämtlicher dort bestehenden Krieger= und patriotischen Vereine anberaumt worden, um gemeinschaftlich die Festsetzung der Sedanfeier zu bestimmen. Der große Festzug, welcher nachmittags auf dem Neumarkt um 3 Uhr zusammentritt, wird 35 Vereine und Musikcorps zählen. * In Köln bewilligten die Stadtverordneten in geheimer Sitzung für den Empfang des Kaisers einen Credit von 28000 M. Hiervon sollen 10000 M. für die Generalunkosten und die Ausschmückung der Altstadt, 18000 M. für die Ausschmückung der Neustadt verwendet werden. Am Schluß des Kaiser=Wilhelm=Rings wird eine Tribüne errichtet, deren Kosten sich auf 5000 M. belaufen. * In Moselweiß erschoß sich mit seinem Dienstgewehr ein Soldat der dort einquartirten 4. Compagnie des hessischen Pionier=Bataillons Nr. 11. ausver: Sich fast das heißt, wenn ich nicht in meiner Laube sitze, und Sie, Herr Rumohr, dürfen draußen blasen, so viel Sie wollen, mit der Bedingung, daß meine Ohren nicht dadurch maltraitirt werden. Und jetzt steckt Euer Geld wieder ein, denn noch einmal, ich bedarf dessen nicht!“ Sämtliche Mieter thaten, wie der Rentier wünschte, und empfahlen sich mit dem heiligen Versprechen, ihrem ausgezeichneten Herra Hauswirt nie wieder Anlaß zur Klage zu geben. Ungefähr sechs Wochen später wurden in Herr Schulzes festlich erleuchtetem Hause drei Hochzeiten gefeiert, die an Fröhlichkeit kaum ihres gleichen hatten. Niemand von den alten Bekannten, die sich zufolge des Gerüchts von seinem vermeintlichen Ruin von ihm abgewendet, war dazu eingeladen. Und doch war die Gesellschaft ziemlich zahlreich, denn Herr Schulze hatte es bei seiner Sophie durchgesetzt, daß sämtliche Hausbewohner sich neben den glücklichen Brautpaaren nach den Klängen des reichbesetzten Orchesters im Tanze schwingen und auf das Wohl der glücklichen Familie trinken durften. Nicht so heiter ging es an diesem Tage in verschiedenen anderen Häusern zu. Mutter und Tochter Zippelmann waren vor Aerger krank geworden, und der gleichfalls erboste Brauer Knorbe trank sich einen so schweren Rausch an, daß seine Leute ihn aus der Bierstube forttragen mußten. Herr Kribbler aber rief in seiner Wut aus: „Wenn alle Hauswirte so verrückt wären, wie der Heinrich Schulze, da möchte der Henker ferner ein gemütlicher Hauswirt sein!“ * Rüdesheim, 17. August. Der Anblick unseres herrlichen Nationaldenkmals begeistert unsere Dichter fortgesetzt zu poetischen Kundgebungen, die teils im Niederwald=Fremdenbuche, das bereits zum zweiten stattlichen Foliobande gediehen ist, niedergelegt, teils von den Blättern unserer Gegend veröffentlicht werden. So enthält der„Rheingauer Anzeiger“ von gestern die nachstehende patriotische Dichtung von Dr. Bernhard Endrulat, Königlichem Staatsarchivar aus Wetzkar,„geschrieben am Fuße des Nationaldenkmals, den 8. August 1884,“ die es wol verdient, in weiteren Kreisen bekannt zu werden: Germania auf dem Niederwald. Im Winde fliegt Dein Lockenhaar, Du aber blickst so ruhig=klar, Als dächtest Du im storzen Sinn: „Ich stehe gut hier, wie ich bin! Mich schützt vor Feindes Drang und Prall Fern der Vogesen hoher Wall, Doch besser noch im Waffenschein Mein herrlich Volk, die Wacht am Rhein. Drum, ob ringsum auch eine Welt Voll Neid und Arglist mich umstellt, Ich halt' empor im Himmelsblau Mein Kleinod hier zu stolzer Schau, Die Krone, die dem Feinde sagt: „„Weh' dem, der'ran zu rühren wagt!“ Und wer dies hehre Bild erschaut, Dem wird im tiefsten Herzen laut Der Wunsch, wie keiner treu gemeint, Der Wunsch, der alle Deutschen eint: „Gott schütze vor der Bösen Streich Den deutschen Kaiser und sein Reich!“ Verunglückte Luftballonfahrt. t Elberfeld, 19. August. Am Sonntag Nachmittag ließ man in Solingen einen großen Luftballon steigen, der sodann abends 8 Uhr hier im Oesterssiepen landet= und zwar mitten im v. Carnap'schtn Walde, wo die Luftschiffer mit Lebensgefahr durch die Baumkronen geschleift wurden, bis das Netz des Hängekorbes in einigen starken Eichenkronen sich verstrickte. Ueber die weiteren Bemühungen, auf den Boden zu kommen, schreibt ein Augenzeuge den„Wupperth. Volksbl.“: Die Luftschiffer hatten versucht, auf der Jägerhofer Weide niederzusteigen, und Anker geworfen. Der Anker versagte jedoch und wurde noch etwa 300 Meter in den Wald geschleppt. Die auf der „Honigkirmes“ am Husar und Waldschlößchen zu Tausenden sich Amüsirenden strömten alsbald dem Schauplatz zu, und in wenigen Minuten wimmelte der Wald von Schaulustigen, welche das in den Eichenkronen sich hin= und herwälzende Ungetüm anstaunten. Dem Luftschiffer blieb bei der schnell zunehmenden Dunkelheit keine andere Wahl, als mit Aexten und Sägen, die umstehenden Bäume fällen zu lassen, um so dem Ballon Raum zum Entleeren zu schaffen. Um halb 10 Uhr, wo ich den vollständig finstern aber dichtbevölkerten Schauplatz verließ, war die mühselige Arbeit nur um weniges vorangeschritten. Begrüßung des Kaisers. ** Barmen, 20. August. Das„Krsbl.“ teilt mit: Der„Bergische Krieger= und Landwehrverband“, dessen Delegirten am 13. v. M. den Vorsitzenden des Verbandes Herrn Dr. Stratmann beauftragt hatten, die nötigen Schritte zu einer Vorstellung bei der Anwesenheit des Kaisers in Benrath zu thun, ersucht jetzt die Vereinsvorstände derjenigen Kriegervereine Barmens, welche dem Bergischen Krieger= und Landwehrverbande angehören, um baldmögliche Angabe, ob und in welcher Stärke sie sich an der Begrüßung des Kaisers in Benrath beteiligen wollen, * Wiesbaden ist! leider einen weit trag hat, als die letzten in verübten Raubanfälle, versetzt worden. Als Droschkenkutscher mit gästen bei der am Au genen„Leichtweißhöhle Innern der unterirdise der Fremden bestellte schon ältern Mann liegend vor. Derselbe sagen zu machen und Als er in den Frühst Wohnorte Rambach habe er einen anständ von ungefähr 20 J der ihn gebeten habe, zu zeigen. Als sie seien, habe der Unb gezogen und zwei Sch erste Schuß streifte nu zweite in den Hinterko der Unmensch den Hal schweren Stücke Holz und Wertsachen Suche Uhr entrissen und dan Wächter will den Tage vorher in der# beobachtet haben; er bei ihm eine größere suchern der Höhlee vermueet habe. Eine sich sofort an Ort unt Thatbestandes begeben tirte am Hinterkopfe d welche der hindurchgefi Spielraum gestattete. nach dem städtischen L# Kugel herausgenommen sehr bedenklich. Nach Wochen wiederholt v# die man durch die Dörschingen zum Al machte der Anfall in von den letzten Häuser viel besuchten„Leichtw. rung einen doppelt tie * In Frankfurt ist ei welcher seinen Schlüss mißte, in der Frühe Schranke eine Kassette im Betrage von 36·0 Der Dieb, der wol im Bescheid wissen muß, in Verlust geratenen S# verschlossen. Das Nu der evangel. Ge Gelsenkirchen Sonntag, den 24. Aug Frühgottesdienst ½8 U, Deutelmoser. Hauptgottesdienst 10 Uh vicar Ronte. Nachm. 2 Uhr: Kinderg. Past. Deutelmoser. Amtswoche hat P. Deut Standesamts=Nach des Amtes Scha Geburten: Wilhelm, S. des Be Delhey. Heinrich, S. d Geiß. Anna, T. des Henn, Bulmke. Louise des Bergm. Robert Kotzt Minna Clara, T. des Riedel, Braub. Franzis Fabr. J. Henze. Herman Bergm. Georg Brungs Theodor, S. d. Tagel. Clara Anna, T. des SBaule, Bulmke. Friedri Bergm. Fr. Weber. Ger T. des Bergm. I. Dros T. des Fabr. A. Lö Ausgebote. Bierbrauer August C Duisburg mit E. Ch. K evang. Bergm. L. Braub, mit Ant. va beide kath. Hetraten. Rangirer A. G. Girn mit J. J. H. Schlickan, Sterbefäll Aug. Lipek 2 J. aus? Henn 1 T. aus Blk. Woiff 3 M. aus Blk. Adams 36 St. Karl Ki 2 M. aus Brb. Josef M. aus Brb. Franz D 18 T. aus Brb. Fried Kreutzer 5 M. Friedr kamp 14 T. Herman 26 St. aus Ble. Bekanntmacht Wegen Anlegung ist die Friedrichstraße vom Hause des Wirt Lünhörster bis Metz von Freitag, den auf—10 Tage ful gesperrt. Während dieser Zeit werk aller Art die Kai Wirt Lünhörster bis woselbst in die Friedi eingelenkt werden muß Schalle, 21. August Die Polizei=Ve J. V. Der Beiger Schulte=M Sau für MagenKöln, Mi Uhr. Sonn CapellOper“ n Unter. ud pracn sollen, msomehr se Kraft r unterricht zu e vom cert im hlreichen st große, decorirt leuchtet. die einframmes das reiemiten“, ast— der gern brachte Sappés und rhgluung genußzchen in welchem errschte. t etwas nuch— n 473 sion 61 ut war. lief sich Da man enannte st diese Wenn würde, Seelen, Greis, r. Im ectoliter mustener bedor: außerer rhei5. So r einen ist best keine imtliche Zahl, f untergandger war Herrn tenverr= und gemeinu benittags wird eten in Kaisers sollen e AusAusAm ribüne aufen. DienstCom11. lehendhe surden, starken eiteren chreibt Die rhofer Der 300 der * Wiesbaden ist durch ein Raubattentat, das leider einen weit tragischeren Ausgang genommen hat, als die letzten in den Waldungen Wiesbadens verübten Raubanfälle, in nicht geringe Aufregung versetzt worden. Als am 19. ds., Vormittags, ein Droschkenkutscher mit einer Gesellschaft von Badegästen bei der am Ausgange des Nerothales gelegenen„Leichtweißhöhle“ vorfuhr, fand er im Innern der unterirdischen Höhle den zum Empfange der Fremden bestellten Wächter derselben, einen schon ältern Mann Namens Meister, im Blute liegend vor. Derselbe war noch imstande, Aussagen zu machen und gab ungefähr folgendes an: Als er in den Frühstunden des Tages von seinem Wohnorte Rambach an der Höhle angelangt sei, habe er einen anständig gekleideten jungen Mann von ungefähr 20 Jahren daselbst vorgefunden, der ihn gebeten habe, ihm das Innere der Höhle zu zeigen. Als sie daselbst angelangt gewesen seien, habe der Unbekannte plötzlich ein Pistol gezogen und zwei Schüsse auf ihn abgefeuert; der erste Schuß streifte nur den Körper, während der zweite in den Hinterkopf eindrang. Dann habe der Unmensch den Hals des Wächters mit einem schweren Stücke Holz bearbeitet, hierauf nach Geld und Wertsachen Suche gehalten, seinem Opfer die Uhr entrissen und dann die Flucht ergriffen. Der Wächter will den frechen Attentäter schon am Tage vorher in der Nähe der„Leichtweißhöhle“ beobachtet haben; er nimmt an, daß der Räuber bei ihm eine größere Geldsumme, die von den Besuchern der Höhle eingegangene Trinkgelderkasse, vermueet habe. Eine Untersuchungscommission hat sich sofort an Ort und Stelle zur Aufnahme des Thatbestandes begeben; der Kreisphysikus constatirte am Hinterkopfe des Angefallenen eine Wunde, welche der hindurchgeführten Sonde einen breiten Spielraum gestattete. Der schwer Verletzte wurde nach dem städtischen Lazareth übergeführt, wo die Kugel herausgenommen wurde; sein Zustand ist sehr bedenklich. Nach den während der letzten Wochen wiederholt vorgekommenen Raubanfällen, die man durch die Verhaftung des Räubers Dörschingen zum Abschlusse gekommen glaubte, machte der Anfall in der kaum eine Viertelstuude von den letzten Häusern der Stadt gelegenen und viel besuchten„Leichtweißhöhle“ auf die Bevölkerung einen doppelt tiefen Eindruck. * In Frankfurt ist einem dortigen Geschäftsmanne, welcher seinen Schlüssel zum Kassenschranke vermißte, in der Frühe des 16. August aus diesem Schranke eine Kassette mit Wertpapieren und Losen im Betrage von 36000 Mk. gestohlen worden. Der Dieb, der wol im Hause verkehren und genau Bescheid wissen muß, hat den Schrank mit dem in Verlust geratenen Schlüssel geöffnet und wieder verschlossen. Das Nummer=Verzeichnis der gestohlenen Effecten lag neben der Kassette im Schranke. Der Dieb hatte dasselbe glücklicherweise nicht bemerkt und so ist es der Polizei heute möglich gewesen, die Nummern der gestohlenen Papiere den Bankiers mitzuteilen und an der Börse zu veröffentlichen, resp. vor Ankauf zu warnen. 2%- 8 80 Industrie, Handel und Verkehr. Neuß, 21. August.[Fruchtpreis.] 4 S 14 3 Hafer alter à 100 Kilo 15 80 " neuer„„„ 15 20 Raps 1.„.„„ 26 50 „ 2.„„„ 26 30 Kartoffeln„„„ 400 Heu per 50 Kilo 360 Roggenstroh 600 Kilo 28 00 124 Weizen 100 Kilo /3."—— Landroggen /1. neu 15 00 à 100 Kilo 12.„ 1400 Gerste 100 Kilo 15 30 Buchweizen„—— Preßtuchen per 1000 Kilo Börse zu Düsseldorf. Coursbericht vom 21. August 1884. Berechnung in Mark pro 1000 Kilogr. und, wo nicht anders bemerkt, loco Werk. A. Kohlen und Coaks. Mark. Förder=Gaskohle 6,60—7,80 Flammkohle 5,60—6,20 Fettkohle.20—.80 Magerkoble 4,40—5,40 Stückkohle=Framm 7,40—8,60 Fettstückkohlen 6,60—7,60 Gewaschene Nußkohle I 7,00—.00 II„ 6,10—7,00 (Fett) III.60—6,20 Gruskohle.80—3,40 Coakskohle 4,00—4,50 Coaks I. Qual.„ 7,40—10,00 „ II.„(Kleincoaks) 6,40—7,20 B. Roheisen. Spiegeleisen da 54,00—56,00 Weißstrahliges Eisen I. Qual... 48,00—49,00 Luxemburger Roheisen.. 35.00—36,00 Holzkohlenroheisen 70,00—77,50 Gießereieisen I. Qual. 63,00—65,00 „ II.„ 5800—59,00 III. 52 00—53,00 Span. Gießereisen, Marke„Mudela“ loco Ruhrort incl. Zoll„„—— Engl. Roheisen Nr. 3, loco Ruhrort 5100—55,00 Engl. Bessemer Eisen, Nr. 3. loco Verschiffungshafen Span. Bessemereisen Marke Rotterdam Deutsches Bessemer Eisen C. Stabeisen Gewöhnliches Stabeisen. Feinkorneisen D. Bleche Gewöhnliche Bleche Kesselbleche Dünne Bleche Berliner Börse. Berlin, den 21. August 1884. Eisenbahn=Prioritäten=Obligationen. Aachen=Mastricht Bra.=Märk. I. und II. Serie Berg.=Märk. III. A. B. 3¼ g. „ Lit. C. „ IV. Serie „ V. Serie „ VI. Serie Berg.=Märk. VII. Serie cono. „ VIII. Serie " IX. Serie 4 98.50 4½ 103,10 3½ 96.60 3½ 96 60 4½—— 4½ 103.10 4½ 104.50 4½ 103.40 4½ 103,10 5 102.30 sh. 44,00—45,00 „Mudela“ cif. *" eh.—— ". 52,00—53,00 (Grundpreise). 115,00—118,00 140,00 (Grundpreise). 155 60—160(0 16500—170,00 160,00—165,00 Im allgemeinen ist der Kohlenmarkt noch wenig verändert, obgleich sich eine bessere Stimmung für das Herbstgeschäft bemerkbar macht.— Eisen unverändert ruhig. 6 0 0 5 0 0 0 Industrie=Papiere. Aachen=Höngen 0 35 00 Annener Gußstahl=Fabrik——— Arenberg, Gesellschaft für Bergbau Bochumer Bergwerks=A. Lit. A. Bochumer Gußstahlfabrik Borussia, Bergwerk Bouifactus Bergwerk Cölner Berawerks=Verein Cöln=Müsiner Bergwerks=Verein Dortmunder Bergioerke Lit. A. Dortmunder Union 600 Mark „„ 400„ „„ 300„ Dortmunder Union Stamm=Pr. 0 „ Part.=Obligation 0 Gelsenkirchener Bergw.=Actien=Ges. 0 Georg=Marien=Bergwerks=Verein 0 Harkort Bergwerk 0 „ Maschin. 0 Harpener Hütten. 0 Hibernia u. Shamrock 6 Hörder Bergw.= u..=Act.=Ges. 0 do. zusammengen. 0 Louise Tiefbau 0 Märkisch=Westfälische Bergw. 0 Magdeburger Bergwerks=Act.=Ges. 0 Mechernicher 0 Oelheim Petroleum. 80%„„— Phönix Berzwerks=.=G. Lit. A. 0 „ Lit. B. 0 Pluto, Bergwerks=Gesellschaft 0 Westfälische Draht=Industrie 0 „ Union 0 Rhein.=Westf. Industrie— Geld=Sorten und Banknoten. Dukaten per Stück Sovereigns per Stück 20 Francs=Stück per Stück Gold=Dollars per Stück Imperials(halbe) per Stück Imperials per 500 Gr. Englische Banknoten 1 Lstr. Französische Banknoten per 100 Fr. Oesterreichische Banknoten 1000 Fl. „ Silber=Coupons Russische Banknoten per 100 Rubel " Zoll=Coupons Zinsfuß der Reichsbank. Discont 4 pCt. Lombarden 5 pCt. 138.00 76,10 124 00 115.90 69.00 118.50 22,50 45,00 13.20 0—— 23 50 75,70 108,20 119.25 65.00 73.75 32,00 93.25 96 75 30.60 44,10 61.50 230,00 170.50 40,00 86.40 34.50 60,10 92.25 11.00 17,50 .70 20.35 16,23 4,20 16,74 1397.00 20,39 81.05 167,90 167.30 206 70 20,76 21. August 22. August Meteorologische Notizen. (9 Uhr vorm.) Bar. 758 mm. „ 760 mm Therm.+ 160R. W "+ 170R. 0 * Verein zur Wahrung der gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen in Rheinland und Westfalen. Düsseldorf, 16. August. In der gestern dort abgehaltenen Ausschußsitzung des„Vereins zur Wahrung der gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen in Rheinland und Westfalen" bildete den hauptsächlichsten Gegenstand der Beratung das Unfallversicherungsgesetz, und zwar speciell die in demselben vorgesehene Bildung der Berufsgenossenschaften. Bei der eingehenden Besprechung dieses Gegenstandes stellte es sich heraus, daß noch an keiner der beteiligten Stellen genügende Klarheit über die Behandlung dieser wichtigen Frage herrscht. Der Ausschuß erachtete es als die Pflicht des Vereins, die Gelegenheit zur Klärung der Ansichten zu geben und glaubte diesen Zweck am geeignetsten dadurch erreichen zu können, daß alle unter das Unfallversicherungsgesetz fallenden Industriellen von Rheinland und Westfalen, auch diejenigen, welche dem Verein als Mitglied nicht angehören, durch einen Aufruf in den Zeitungen zu einer in der zweiten Halfte des September stattfindenden Versammlung nach Düsseldorf eingeladen werden. In derselben sollen die folgenden Fragen erörtert werden: 1. Für welche hauptsächlichsten Industrien ist die Bildung von Berufsgenossenschaften ins Auge zu fassen, und auf welche verwandten Industriezweige hat sich die einzelne Genossenschaft zu erstrecken? 2. Empfiehlt sich für die hauptsächlichsten Industrien der Anschluß an Berufsgenossenschaften, die sich über das ganze Reich erstrecken; oder: und für welche erscheint es zweckmäßiger, die in Rheinland und Westfalen liegenden Betriebe zu besonderen für diesen Bezirk gebildeten Genossenschaften zusammenzufassen? An den Pranger. * Hagen, 19. August. Die königl. Regierung, Abteilung des Innern, erläßt im Arnsberger Amtsblatt eine Bekanntmachung, die auf Thatsachen hinweist, deren allgemeinstes Bekanntwerden im Intereresse der Industrie dringend wünschenswert. Am 12. April d. I. explodirte in der Druckerei der Gebr. Schultze u. Ruscher in.=Gladbach die sogen. Dampfhütte, und wurden durch die fortgeschleuderten Stücke zwei Meister getötet und ein Arbeiter verletzt. Der explodirte Dampfapparat war von der Firma John M. Summer u. Co. in Manchester bezogen und am Tage der Explosion zum ersten mal in Benutzung genommen. Die amtliche Untersuchung hat ergeben, daß die schlechte Construction und das ungeeignete Material des Dampfapparates die Explosion größtenteils verschuldet hat. Es genügt, darauf hinzuweisen, daß der vordere Boden des cylinderförmigen Apparates, ebenso wie der Verschlußdeckel aus Gußeisen hergestellt waren, daß dieser vordere gußeiserne Boden in zu d dem gmeite. 1 den getüm schnell als ume zum o ich schaute um teilt ngehr: den M085 einer 3 in fünde dem anin des Gottesdienst=Ordnung der evangel. Gemeinde Gelsenkirchen. Sonntag, den 24. August 1884. Frühgottesdienst ½8 Uhr. Pastor Deutelmoser. Hauptgottesdienst 10 Uhr. Kreisvicar Ronte. Nachm. 2 Uhr: Kindergottesdienst. Past. Deutelmoser. Amtswoche hat P. Deutelmoser. Standesamts=Nachrichten des Amtes Schalke. Geburten: Wilhelm, S. des Bergm. Jos. Delhey. Heinrich, S. d, Fabr. A. Geiß. Anna, T. des Fabr. W. Henn, Bulmke. Louise Anna, T. des Bergm. Robert Kotzur, Braub. Minna Clara, T. des Bergm. Riedel, Braub. Franziska, T. des Fabr. J. Henze. Hermann, S. des Bergm. Georg Brungs, Braub. Theodor, S. d. Tagel. P. Adams. Clara Anna, T. des Schmied Fr. Baule, Bulmke. Friedrich, S. des Bergm. Fr. Weber. Gertrud Chr., T. des Bergm. I. Drosten. Elis., T. des Fabr. A. Löttringhaus. Ausgebote. Bierbrauer August Glomb aus Duisburg mit E. Ch. Korff, beide evang. Bergm. L. Biegala aus Braub. mit Ant. van Hasselt, beide kath. Heiraten. Rangirer A. G. Girnt, evang., mit J. J. H. Schlickan, kath. Sterbefälle. Aug. Lipek 2 J. aus Brb. Anna Henn 1 T. aus Blk. Josefine Woiff 3 M. aus Blk. Theodor Adams 36 St. Karl Krischel 1 J. 2 M. aus Brb. Josef Küpper 6 M. aus Brb. Franz Dudykowski 18 T. aus Brb. Friedrich Wilh. Kreutzer 5 M. Friedrich Distelkamp 14 T. Hermann Maurer 26 St. aus Blt. Bekanntmachung. Wegen Anlegung eines Canals ist die Friedrichstraße in Schalke, vom Hause des Wirtes Bernhard Lünhörster bis Metzger Vooßen, von Freitag, den 22. ds. ab, auf—10 Tage für Fuhrwerk gesperrt. Während dieser Zeit kann Fuhrwerk aller Art die Kaiserstraße von Wirt Lünhörster bis Wirt Klee, woselbst in die Friedrichstr. wieder eingelenkt werden muß, denutzen. Schalle, 21. August 1881. Die Polizei=Verwaltung. I. Der Beigeordnete Schulte=Möntiing. Dr. Saurbier, Spezialarzt für Magen= u. Unterleibskranke Köln, Mittelstraße 1.(12 bis Uhr. Sonntags v. 11 bis 1 Uhr. Er kkalsrirfahren. In dem Concursverfahren über das Vermögen des Fabrikanten J. Höhmann zu Wanne ist zur Prüfung der nachträglich angemeldeten Forderungen Termin auf den 20. September 1884, vormitt. 9½ Uhr, vor dem Königlichen Amtsgerichte hierselbst, Zimmer Nr. 3, anberaumt. Gelsenkirchen, den 7. August 1884. Hovestadt, Eerichtsschreiber des Königl. Amtsgerichts. Nur die besten Cacao-Sorten werden verarbeitet. Puder-Cacao's, absolut rein und schalenfrei, daher leicht verdaulich. Chocoladen mit 5 u. 10% Sago-Zusats per ½ Ko. von M..25 ab; mit Garantie-Marke Rein Cacao und Zuckere von M..60 ab. Die Originalverpackung trägt die Verkaufspreise. Unsere Kaiser-Chocolade(pr. ½ Ko. M. 5) ist das Beste, was in Chocolade gefertigt werden kann. Dépôt-Schilder kennzeichnen die Verkaufsstellen, woselbst auch wissenschaft: liche Abhandlungen über den Nährwerth des Cacao erhältlich. Köln. Gebr. Stollwerck, Kais., Königl., Grossherzogl. ac. Hoflieferanten. □ 9 6 ZMayfarths neue ratent-Dresch-Maschine hat sich vorzüglich bewährt, ist eine wichtige Erfindung für die Landwirtschaft, weil sie bei 2spännigem Betrieb das Getreide vollständig reinigt, gerades, glattes Stroh liefert und kaum mehr kostet, als eine sonstige gewöhnliche Dresch-Maschine. Für Wasser- oder Dampfkraft extra starke Ausführung mit doppeltem Wind.— Ueber 100 Stück in Betrieb; lobende Zeugnisse von allen Besitzern. Ph. Mayfarth& Comp., Maschinen-Fabrik und Eisengiesserei, Frankfurt am Main. Soung. Gesangr ücher g. Bienst. 8 Unterstützungs=Verein Tchlägr'K soistn, Gelsenkirchen. Außerordentliche General=Versammlung: Sonntag, den 24. August, nachm. 3½ Uhr, im Vereinslocale. Tagesordnung: Beratung und Beschlußfassung über die gemeinschaftliche Feier des Sedanfestes der biesigen Vereine. Besprechung und Beschlußfassung wegen Beschaffung der Bergmanns=Uniformen für die Mitglieder des UnterstützungsVereins Schlägel und Eisen. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Vorstand. Eine brave Frau zum Kartoffelschälen, und ein tuchtiges Madchen gegen hohen Lohn gesucht. Bulmke, Menage. Garde Verein Gelsenkirchen. General=Versammlung: Sonntag, den 24. August, vormittags 11½ Uhr, im Vereins=Locale. Tagesordnung: Mitteilung und Besprechung über Sedanfeler 1e. Der Vorstand. Meterstäbe g. Bieng. Vererit Sstanch, Gelsenkirchen. Generalversammlung Freitag, 22. August er., abends 8½ Uhr. Tages=Ordnung: 1. Bestimmung des Termins einer Freiverlosung und Wahl einer Ankaufs=Commission. 2. Wichtige Vereinsangelegenheiten Der Vorstand. Heterbiemen. Reingehaltene Rhein- und Moselweine per Flasche von 65 Pf. an. Garantirt reinen französischen Rotwein (Bordeaus) per Flasche I Mark, Fritz Le Claire. empfiehlt : Sedan! Sedan! Sedan! Fahnen und Flaggen, wasserecht, von echtem MarineSchiffsflaggentuch. Wappenschilder, Lampions, Illuminations-Töpfchen àp 10 Pfg.— Transparente: Kaiser, Kronprinz, Germania etc. Vereinaabzeichen. Feuerwerkskörper. Reichhaltige Preisverzeichnisse gratis und franco. Bonner Fahnenfabrik(Hof-Fahnenfabrik) in Bonn. Kriegerbund Gelsenkirchen=Wiehagen. Sonntag, den 24. Aug. er., nachmittags 5 Uhr: Außerordentliche Generalversammlung. Tages=Ordnung: Beratung über Sedaufeier. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Bürger=Schützen=Corps Gelfenkirchen. III. Compagnie! Samstag, den 23. ds. Mts., abends punkt 8 Uhr: ppell in Mütze beim Schützen Herchenbach. Der Hauptmann. Gut Heil! Ziehung unwiderruflich 6. October 1834. Lott. Abteikirche Kuechtsteden. # 1. Haupigew. 15000 M. Gold lse Ziehung nnwiderrnlich 15. Deebr. 1884. Beecker Kriegerdenkmal-Lott. 1. Haupigew. 3000 M. siller. Lose à 1., 11 Lose 10 Mk. Liste u. Pto. 30 Pf., Ausl. 40 Pf. Beide Lose m. Liste 2. 40 M. emp.(Agenten werden gesucht) die Gen.=Ag. A. Fuhse, Mülheim(Kuhr) u. d. Verkaufsst Turn=Verein Bulmke. Samstag, den 23. Aug. er. abends nach dem Turnen: Generalversammlung. Tages=Ordnung: 1: Sedanfeierangelegenheiten. 2. Kugelung. Der Turnrat. Evang. Arbeiterverein Ueckendorf. Sonntag, den 24. Aug. er. nachmittags 4 Uhr: Außerordentliche ersammlung im Locale des Wirts Herrn Stalberg. Tages=Ordnung: 1. Zahlung der rückständigen Beiträge und des Fahnengelds. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Empfangnahme der Abzeichen. 4. Ergänzungswahl der Festordner. 5. Verschiedene wichtige VereinsAngelegenheiten. Um allseitiges Erscheinen der Mitglieder wird gebeten. Der Vorstand. Nachmittags 3 Uhr: eine quadratische Oeffnung von 147 Centimtr. im Lichten für den gußeisernen Verschlußdeckel hatte und daß die zur Aufnahme der Deckeldichtung bestimmte Kehle des vorderen Bodens, wie auch ein Charnier des Verschlußdeckels des als neu bezogenen Apparates bereits von früher her gebrochen und schlecht geflickt waren. Da ein strafrechtliches Einschreiten gegen die englische Firma, welche durch die Lieferung des schlechten Dampfapparates den Verlust zweier Menschenleben mit herbeigeführt hat, aussichtslos ist, so ist es notwendig, den Namen und das Verhalten der Firma wenigstens der öffentlichen Verurteilung zu übergeben.(M. Sp.) Bäckerversammlung in Berlin. * Berlin, 19. August. Während vor zwei Monaten die deutschen Brauer in Berlin getagt hatten, sind jetzt die deutschen Bäcker dort zahlreich vereinigt. Beide Gewerbe gelten im Volksmund als diejenigen, die zur Zeit verhältnismäßig die besten Geschäfte machen, und der Mehrzahl ihrer Vertreter kann man in der That auch nicht ansehen, daß es ihnen schlecht geht. Um so gespannter konnte man auf die Stellung sein, welche der Congreß zur Handwerkerfrage, insbesondere zur Zwangsinnung nehmen würde. In dieser wichtigsten Frage sind aber die Geister aufeinander geplatzt, ohne daß ein Ergebnis erzielt werden konnte Der Referent, Bäckermeister Meyer aus Magdeburg, sprach sich für die Zwangsinnung aus und ihm schlossen sich Redner aus Bremen, Breslau Berlin und Altona an. Um so schärfer widersprachen die Delegirten aus Mittel= und Süddeutschland sowie ein Bäckermeister aus Elbing. Von diesen Rednern wurde betont, daß, wer die Zeiten der Zwangsinnung mit durchgemacht habe, sich nicht nach den Uebelständen derselben zurücksehnen werde; bei der Abstimmung mußte schließlich beschlossen werden, über die ganze Frage zur Tagesordnung überzugehen. Mit dem Congreß ist eine sehr stattliche Ausstellung verbunden, in der ganz hervorragende Leistungen, namentlich in Marzipanwaren, zur Schau gestellt sind. Die aus Anlaß des Congresses des Bundes gewerbetreibender Bäckermeister Deutschlands und der damit verbundenen 6. Deutschen Bäckerei= und ConditoreiAusstellung erschienene Festnummer des Fachblattes (F. A. Günthers Bäcker= und Conditor=Zeitung) meldet, daß vom Ministerium für Landwirtschaft sechs silberne(darunter zwei große) und acht broncene Staatsmedaillen behufs Prämiirung von Producten der Landwirtschaft, wie Mehl, Hefe u. s. w. gewährt worden sind. Auch das Handelsministerium hat Staatsmedaillen für gewerbliche Leistungen den Vorschlägen der Jury entsprechend zugefügt. Landwirtschaftliches. * Verdauungsversuche mit Fleisch und Milch von Ernst Jessen(Zeitschr. f. Biol. 1883). Am schnellsten verdaut werden rohes Rind= und Hammelfleisch, etwas langsamer halb gar gekochtes Rind= und rohes Kalbfleisch, dann folgen ganz gar gekochtes oder halb gar gebratenes Rindfleisch nebst rohem Schweinefleisch und saurer Kuhmilch, noch schwerer verdaulich ist rohe Kuhmilch, abgerahmte Kuhmilch und rohe Ziegenmilch, und die längste Zeit zur Verdauung erfordert ganz gar gebratenes Fleisch und gekochte Milch. * Ueber Futterdämpfen. Das Dämpfen von Futter sollte sich nach den Ergebnissen, die bei Versuchen über die Verdaulichkeit von gedämpftem und ungedämpftem Futter erhalten worden sind, auf Futtermittel beschränken, die von Natur hartstenglich sind und in rohem Zustande von den landwirtschaftlichen Nutztieren ungern in geringer Menge aufgenommen werden, ferner auf solche, von denen man wegen Befalls von Pilzen einen Nachteil der Tiere befürchten muß. Es gilt, durch das Dämpfen diese Art Futtermittel, wozu in erster Linie nur Spreu, Aehren, Rapsschoten, befallenes Stroh, verschwemmtes Heu gehören, weicher, schmackhafter, bezugsweise gesünder zu machen. Rauhfutter besserer Qualität gewinnt ebensowenig wie solches geringerer Qualität an Verdaulichkeit seiner Bestandteile, erleidet vielmehr eine nachteilige Veränderung, indem die Verdaulichkeit der Eiweißstoffe vermindert wird. Vom Dämpfen der Körnerfrüchte läßt sich dasselbe sagen; indessen ist es nicht unmöglich, daß, wenn auch die Verdaulichkeit der Eiweißstoffe etwas herabgesetzt wird, dieser Nachteil durch andere Vorteile hinsichtlich der Schmackhaftigkeit, durch Ersparen des Schrotens u. a. m. ausgeglichen wird. * Rettung der Pferde bei Feuersgefahr. Es ist eine bekannte Thatsache, daß es sehr schwer ist, Pferde zum Verlassen des Stalles zu bewegen, wenn ihnen der Feuerschein eines brennenden Nebengebäudes entgegenleuchtet; es ist aber auch eine Sache der Erfahrung, daß Pferde gesattelt oder angeschirrt ohne Schwierigkeit den Stall verlassen. Leider ist dieses Mittel nicht allgemein bekannt und wenn es bekannt ist, wird gewöhnlich im Augenblicke der Gefahr nicht daran gedacht. * Raubt der Chilisalpeter den Boden aus? In der Praxis hört man oft die Meinung aussprechen, der Salpeter vermehre zwar in hohem Grade die Erträge, raube aber den Boden aus. Dies ist in der That doch nur unter Umständen richtig, unter welchen ein Boden nicht mit der erforderlichen Umsicht gedüngt wurde. Wird nämlich ein„phosphorsäurearmer“. Boden mit Salpeter gedüngt, so sättigt sich die Pflanze nur sehr allmählich mit Phosphorsäure und nimmt einen großen Teil derselben erst in soweit vorgeschrittenem Stadium ihrer Ausbildung auf, daß sie zum Zweck einer üppigen Entwickelung keinen Gebrauch mehr davon machen kann. Eine Düngung mit Salpeter und Kalisalz ohne Phosphorsäure veranlaßt daher die Pflanze zu einer Luxusaufnahme von Phosphorsäure. Dies findet aber nur dann statt, wenn der Boden nicht mit Phosphorsäure gedüngt und daher nicht imstande ist, die Pflanzen schon in demjenigen Stadium ihrer Entwickelung damit zu sättigen, in welchem sie relativ große Mengen derselben verwerten können. Hieraus folgt für die Praxis, daß bei Anwendung von Chilisalpeter und Kalisalzen gleichzeitig Phosphorsäure gegeben werden muß. Vermischtes. ** Lübeck, 18. Aug.(Explosion.] Heute Morgen ist im Keller der Brumm'schen Chemikalien= handlung(obere Wahmstraße) ein Ballon explodirt. Der Geschäftsinhaber und sein Lehrling Pölcke haben dabei ihr Leben eingebüßt, desgleichen der Tischlermeister Schwarz, der grade durch die enge Straße an der Kellerluke vorüberging. Andere Personen sind schwer verletzt worden. „ Koosbüsch, 14. Aug.(Zu Tode geschleift.] Der„Eif. Volks=.“ wird geschrieben: Ein Knabe hütete wohlgemut die einzige Kuh seiner Eltern, indem er einen Strick, woran das Tier befestigt war, um den Leib geschlungen hatte. Durch die große Hitze und die Mücken gepeinigt, wird die Kuh plötzlich wütend und sucht in rasendem Lauf das Weite. Der arme Knabe wurde von derselben mit fortgeschleppt und fand so einen jämmerlichen Tod. ** Wendisch=Buchholz, 18. Angust. [Abnorme Entwickelung.] Ein Mädchen von drei Jahren vier Monaten, die Tochter eines hiesigen gut situirten Tischlermeisters, ist in seiner körperlichen und geistigen Entwickelung soweit vorgeschritten, daß es den Eindruck eines 14jährigen macht. Es wiegt 61 Pfund und ist 3 Fuß 2 Zoll groß; die Aerzte, die es untersuchten, constatirten, daß das Kind vollständig gesund ist, und verordneten die denkbar magerste Diät, womit die Kleine aber durchaus nicht einverstanden ist, da sie fortwährend vom Hunger geplagt wird. Bismarck und Windthorst als Studiengenossen.] Bismarck, der Reichskanzler, und Windthorst, die kleine welfische Excellenz, haben nach einer Mitteilung der„Gött. Fr. Pr.“ gleichzeitig auf der Georgia Augusta„sich Studirens halber“ aufgehalten. Das Personalverzeichnis der Universität Göttingen für das Semester von Michaelis 1832 bis Ostern 1833 enthält folgende Notizen über beide damaligen Commilitionen: v. Bismarck, L. E. O. Nr. des Matrikel: buches 118. Zeit der Immatrikulation: Ostern 1832. Heimat: Schönhausen, Pr. Studium; Jura. Wohnung: Rothestr. 299 bei Schumacher. Windthorst, L. Zeichen des Matrikelbuches: E. Zeit der Immatrikulation: Michaelis 1832. Heimat: Ostercappeln, Hann. Studium: Jura. Wohnung: Kurzestraße 121 bei Kollmann. Nr. 1 (Einfaches Desinfectionsmittel.] Um Miasmen(Ansteckungs=, Krankheits=, Seuchestoffe) zu zerstören, die sich besonders in der warmen Jahreszeit über den Senkgruben und an den Ablagerungsorten leicht verwesender Abfallstoffe bilden, wendet man gegenwärtig in der Regel Desinfectionsmittel an, die durch ihren Geruch mehr oder weniger unangenehm auf die Nerven einwirken. Nachstehend empfiehlt die landw. Ztg. des„Hamb. Corr.“ ein Mittel, welches, ohne nur im geringsten zu riechen, dennoch ausgezeichnete desinficirende Eigenschaften besitzt und besonders Landwirten nicht genug empfohlen werden kann. Um nämlich einen nur wenig Raum einnehmenden Ort zu desinficiren, nehme man 1 Kilogramm feingestoßenen, in jedem Materialladen käuflich zu erhaltenden Eisenvitriol und menge denselben mit 1 Kilogramm Gyps. Diese Mischung bringe man in ein Gefäß, z. B. einen Eimer, in welches man nun. mehr 5 Liter zum Sieden gebrachtes Regen= oder Flußwasser unter beständigem Umrühren nach und nach eingießt. Nachdem diese Lösung etwa 5 Minuten lang tüchtig umgerührt worden ist, gießt man sie in die Senkgruben oder über den zu desinficirenden Ort. [Der Täne Petrus.] Lehrer:„Nun, Josefchen, was war denn der heilige Petrus for'n Landsmann? Härste?"— E' Däne, Herr Lehrer!“—„Ja, wie so denn?"—„Der Herr sagte doch zu ihm:„Wahrlich, Du bist auch einer von Dänen!" **(Eine perfecte Köchin.]„Aber, Ursula, wie können Sie mich so anlügen und mir sagen, sie seien auf dem Gute des Herrn Baron zwei Jahre als Köchin gewesen.— Sie können ja nicht einmal eine Suppe kochen! Sagen Sie die Wahrheit, sie waren nie beim Herrn Baron als Köchin?“—„Gewiß, Madame, aber wissen Sie, dort hab' ich halt nur für's Vieh gekocht.“ Bestellungen auf die„Emscher=Zeitung“ nebst illustr. Sonntagsblatt werden von den Postanstalten, unsern Zeitungsboten und in der Expedition dieses Blattes noch fortwährend entgegengenommen. Bekanntmachung. Wegen Verhinderung des Rendanten sind die Communal= und Instituten=Kassen des Amtes Wanne am 28. August d. J. geschlossen und können an diesem Tage weder Zahlungen geleistet noch Gelder in Empfang genommen werden. Wanne, 19. August 1884. Der Amtmann: von Borries. Verkauf von Grundstackrn. Die in der Steuer=Gemeinde Holsterhausen in nächster Nähe mehrerer Zechen, unmittelbar an der Elberfeld=Dorstener Chaussee und an der Cöln=Mindener Eisenbahn, bei dem Centralbahnhofe Wanne belgenen, den Perrot’schen Erben gehörenden Grundstücke zur Größe von 13 Morgen 113 Ruthen sollen am Freitag, den 12. September, nachm. 4 Uhr, parzellenweise event. im Ganzen unter günstigen Bedingungen öffentlich verkauft werden. Das ganze Areal eignet sich seiner vorzüglichen Lage wegen zur Anlage eines Fabrik=Etablissements und für jeglichen Geschäftsbetrieb, sowie zu Privatbauten, und werden Kauflustige auf diese günstige Gelegenheit besonders aufmerksam gemacht. Einteilungskarten und Bedingungen sind bei dem Unterzeichneten jederzeit einzusehen. Wanne, den 15. August 1884. W. Walbeck, Bevollmächtigter. Bekanntmachung. In Gemäßheit des§ 11 des Unfallversicherungsgesetzes vom 6. Juni 1884 hat jeder Unternehmer eines der unter den§ 1 dieses Gesetzes fallenden Betriebes den letzteren unter Angabe des Gegenstandes und der Art desselben, sowie der Zahl der durchschnittlich darin beschäftigten versicherungspflichtigen Personen binnen der von dem Reichs=Versicherungsamt auf den 1. September er. festgesetzten Frist bei mir anzumelden. Demgemäß fordere ich die Unternehmer nachbenannter Betriebe auf, letztere in folgender Weise bis zum 1. September er. schriftlich zur Anmeldung zu bringen: Nicht zu übersehen! Haarflechten Ketten werden sauber und dauerhaft gearbeitet; auch werden ausgekämmte Haare zu den höchsten Preisen gekauft. P. Kittel, Friseur, Gelsenkirchen, Bahnhofstr. Nr. 45. Tapeten in schönet Auswahl von 13 Pf. an Spiegel= u. Fenster=Glas sowie alle Sorten Farben, fertige Oelfarbe empfiehlt zu sehr billigen Preisen C. Handwerk, Gelsenkirchen, Kreuzstraße, nahe am alten Markt. Mehrere herrschaftliche Wohnungen er 1. Novemder zu vermieten. 9, zu erfragen unter Nr. 1530 in der Erped. d. 8l. Name des Unternehmers (Firma). Gegenstand des Betriebes. (Bei mehreren Betriebsarten ist der Hauptbetrieb zu unterstreichen) Art des Betriebes. (Dampfkraft, Wasserkraft 2c. Handbetrieb.) Zahl der durchschnittlich beschäftigten versicherungspflichtigen Personen. 5 s Gelsenkirchen, den 1884. (Unterschrift des zur Anmeldung Verpflichteten.) Die Unternehmer nicht angemeldeter Betriebe verfallen gemäß § 11, Absatz 3 des cit. Gesetzes event. in eine Geldstrafe bis zu einhundert Mark. Die Anmeldungspflicht erstreckt sich auf alle versicherungspflichtigen, d. h. unter den§ 1 des Unfallversicherungsgesetzes fallenden Betriebe. Zu diesen gehören u. a: a) Bergwerke; b) Steinbrüche; 0) Fabriken aller Art und Hüttenwerke. Als Fabriken gelten insbesondere— auch wenn dies nach dem Sprachgebrauch zweifelhaft sein sollte— alle Betriebe, in welchen die Bearbeitung oder Verarbeitung von Gegenständen gewerbsmäßig ausgeführt wird und zu diesem Zwecke mindestens zehn Arbeiter regelmäßig beschäftigt werden. Hiernach muß z. B. ein Schuhmacher, welcher mindestens zehn Arbeiter regelmäßg beschäftigt, seinen Schuhmachereibetrieb anmelden; d) alle Betriebe, in welchem Dampfkessel oder durch elementare Kraft(Wind, Wasser, Dampf, Gas, heiße Luft 2c.) bewegte Triebwerke zur Verwendung kommen. Hiernach muß z. B. ein Schneider, welcher mit einem Gasmotor und einem Lehrling arbeitet, seinen Betrieb anmelden; e) jeder Gewerbebetrieb, welcher sich auf eine der nachstehend bezeichneten Arbeiten: Maurer=, Zimmer=, Tachdecker=, Steinhauer=, Brunnen= oder Schornsteinfegerarbeiten erstreckt. Nichtversicherungspflichtig sind: a) das Handwerk, soweit nicht die unter 1 o bis o bezeichneten Merkmale für den Betrieb zutreffen; b) das Handels= und Transportgewerbe, sowie die Gast= und Schenkwirtschaft; 0) Betriebsbeamte mit mehr als 2000 M. Jahresverdienst. Ist ein Unternehmer zweifelhaft, ob er seinen Betrieb anzumelden habe oder nicht, so wird derselbe gut thun, die Anmeldungspflicht nicht unbenutzt verstreichen zu lassen, wenn er sicher sein will, den aus der Nichtanmeldung eines versicherungspflichtigen Betriebes sich ergebenden Nachteilen zu entgehen. Hierbei bleibt ihm unbenommen, in dem Formulare, Spalte„Bemerkungen“, die Gründe anzugeben, aus denen er die Anmeldungspflicht bezweifelt, auch wird ihm event. im Rathause, Zimmer Nr. 4, jede erwünschte Auskunft erteilt werden. Gelsenkirchen, den 13. August 1884. Der Bürgermeister: Battmann. „„„„* Aleppo-Tinte angfieblt F. Dienst, Gelsenkirchen. 3 —— .„ 9. 5 8 a D Berechtigte Landwirtschaftsschule und bauschule zu Cleve. Beginn des Wintersemesters für die Landwirtschaftsschule Vorschule und Ackerbauschule: Mittwoch, 13. October 1834 Aufnahmeprüfung: Dienstag, 12. October, morgens 9 Uhr. Denjenigen Schülern, welche das Zeugnis für den einjährigfreiwilligen Militärdienst nicht beanspruchen, gi bi die Ackerbauschule(Schulgeld 20 M. pro Semester) Gelegenheit, in einem Cursus von 1½ Jahren(2 Win ersemester und dem dazwischen liegenden Sommersemester) nicht nur zur weiteren Fortbildung in den Elementarfächern, sondern auch ganz besonders zur Aneignung eines entsprechenden Maßes von Fachkenntnissen. Zu weiteren Mitteilungen sind gerne bereit: Herr Rittergutsbesitzer W. Gerpott auf Schmitthausen bei Cleve, die Herren Stadtverordneten Kaufmann Th. Nemy und Thierarzt Angenheister hierselbst, sowie der Unterzeichnete. Die Anmeldungen nimmt entgegen Dr. Fürstenberg, Director. Es wurde vollständig ADRLAN BALDT' Allgemeine Erdbeschreibung. Ein Handbuch des gesgraphischen Wissens für die Bedürfnisse aler Sebildeten. Siebente Auflage. Vollkommen neu bearbeitet von Dr. Josef Chavanne. Mit 400 Illustrationen und 130 Textkarten. In 45 Lieferungen à 40 kr.= 75 Pf.= 1 Fr.= 45 Kop. Oder in 9 Abteilungen à 2 fl.= 3 M. 75 Pf= 5 Fr. = 2 N. 25 Kop., auch in drei eleg. Halbfranzbänden geb. 4 7 fl. 20 kr.= 13 M. 20 Pf.= 17 Fr 60 Cts. = 7 N. 92 Kop. Die Auskattung ist eine durchaus sorgfältige. Jede Lieferung enthält vier Druckbogen(gleich 64 Seiten) Tert. Die Abnahme hann in Lieferungen oder Händen beliebig nach und nach erfolgen. S Adrian Balbi's Erdbeschreibung ist in ihrer siebenten Auflage das erste geographische Handbuch, welches bereits die Ergebnisse der letzten Volkszählungen in den Jahren 1880 bis 1882 im Deutschen Reiche, in Oesterreich=Ungarn, Frankreich, Großbritannien, Dänemark, Schweiz, Westrußland und selbst jene in Britisch=Ostindien enthält. Im topographischen Teile der einzelnen Länder wurde auf practisch bedeutsame Partien desonderes Gewicht gelegt, und die Bedeutung jedes Ortes für Industrie und Handelsverkehr hervorgehoben. Das Werk, dessen Register mit besonderer Ausführlichkeit bearbeitet ist, dient somtt gleichzeitig als zuverlässigstes Seographisch=Ratistisches Terikon. Alle statistischen Daten entsprechen den jüngsten, mit größter Sorgfalt gesammelten Erhebungen aus den Jahren 1879 bis 1882. Als besonders wichtige und umfassende Bereicherung der siebenten Auflage sind fünf doppelsettige, in vielfachem Farbendruck ausgeführte Karten zum Allgemeinen Teile (Isothermenkarte, Regenkarte der Erde, die Vegetationsgebiete der Erde, die Völker= und Religionskarte der Erde, 50 Textkarten und 400 Illustratirnen, darunter 120 Vollbilder) zu nennen.— Das Werk ist auf holzfreiem Papier gebruck! S. Hartleben's Verlag in Wien. vom 20. Mai 1884 ab. Von Gelsenkirchen nach Wanne .46.43 10,36 2,08.19 5,43 8,52 1,19[Wanne Abf. nach Münster 6,05 10,53 2,19 5,52 10,04 1,39.] Von Gelsenkirchen nach Deutz=Köln 5,34 6,12 8,49 11,30 14,32 2,22 5,02 8,35. Von Wanne nach Dortmund 8,56 10,51 4,30.03 9,52.45 [Herne Abf. 9,05 11,01 4,40 9,13 1,56.] Von Gelsenkirchen nach Essen 5,20 6,44 8,13 11,40 1,50 3,34 (5,17 nur bis Kray) 7,24.05 (5,34 nur bis Langendreer) svon Kray nach Dortmund .58 8,56 12,02.45 5,39 8,17(11,37 nur bis Bochum)). Von Bochum nach Ueckendorf=Wattenscheid 5,30 8,05 11,41 1,46 .30 7,20 10,46 9,02(von Ueckendorf=W. nach Kray=Essen 5,43.55.21 11,54 1,59 3,43 7,30 9,15. Von Dahlbusch nach Essen 5,25 6,49 8,18 11,45 1,55 3,39 (5,22 bis Kray) 7,29 9,10. Von Dahlbusch nach Gelsenkirchen 5,58 7,31 9,05 12,15 4,01 2,53 .49 8,28 11,45. Von Essen nach Gelsenkirchen(rhein.) 5,25 6,49.47 11,53 2,36 5,30 8,08 11,28. Von Essen nach Gelsenkirchen (Köln=Minden) 5,20 8,15 10,00 1,40 3,50 5,15 8,20 9,20. Von Herne nach Deutz=Köln 5,39 8,28 11,09 1,59 8,13[Wanne Abf. 5,26,.59 6,02.39 11,19 12,23 2,10 4,54.24 (11,04 nur bis Duisburg)]. Von Schalke nach Wanne 5,52 10,38 4,39.40. Von Schalke nach Sterkrade 5,53 .23 2,29 8,04. Von Wanne nach Schalke.40 9,15 2,20.55. Von Wanne nach Ueckendorf=Wat: tenscheid=Bochum 5,27 8,40 12,30.55 5,29 8,00 10,07. Von Ueckendorf=Wattenscheid nach Wanne 5,47 10,30 2,01.05 7,35 9,18 1,07. Von Ueckendorf=Wattenscheid nach Dortmund 7,05 9,03 12,09 2,52 5,46.24(von Ueckendorf=Wattenscheid nach Bochum von Wanne kommend.42 12.50 11,10. Von Schalke nach BismarckWinterswyk 8,28 2,33 6,20 9,09. Von Schalke nach Essen 6,58.20 1,17 795. Von Essen nach Schalle.07.14 5,52.48. Von Herne nach Bochum.10.12 7,35. Von Bochum nach Herne 6,40 12,21 6/7. Die„Zmscher Zeih *—.—.— Kaum 15 Beilage:„Illustrit 15 Gv., Rei Allgemeines * Die mit welcher man ohne auf Dinge mit den eigenen weilen daß Maf In diesen schrittlicher Seite Colonial= und# Reichskanzlers I man den Leuten Brot verteuert Cocosnüsse aus 2 und daß nicht: „Schwindel“ mit Dingen, mit den heiß machen u stürzungen verfü Leitartikel, der Appetit nach Co „Verführung“ zu steht nichts desto den Besitz des getretene Handlu sich vor Anerbiet ihm von untern lustigen Leuten gemacht werden selben Zeitung w Angra Oequena keit geradezu sinn wirklichen Belehr gegen kämen. S auch die Fortschr des kinderreichste neue Absatz= und zu machen, un einem unwiderst hat, indem er Afrika und Aust zusagte und gleic gung unserer Aus ersten Ounkt, ist hält und über wendigen nicht h daß die öffentlich die eigentlich trei gesagt, von der beigebracht, inde der Firma Lüde Kunde giebt und bungen derselben verbreitet. Weil gegen alles, was kommt, zum„C Organe, die diese haben, sich nich gegen die Maßr aus ihren eigene + O. achte stets Du Bergmann Sie ist's, die r Sie leuchtet dir Ob böse Wette Die gierig nachk Sich dran zu Was du gedau Du weißt, sie Ob dräuend sie Willst auf die Brauchst du ni Doch Vorsicht „Das Glas, d Man kennt des Sobald befreit Die, Unglück u Mit Brand un Den, der noch Ereilt der Sch Da hilft kein 3 Des Unglücks Läßt keinen vo Sobald das O Drum achte wi Halt rein und Nie hänge dich So schlimm ist Denn plötzlich, Des Wetters 2 „Und ist dann Hast du dir sel Al Ein Bild au Der M 50000 Fro Einers sonst ein