st 5es ittellen. u einer Hände chnitten Becher elle ihn it einer Wagen bährend Becher eise im Getöse wie ein en, wie wischen, n eines trinket: or Dir en und 5. Du n Hund Apfel Mitte nd gieb Du eine Apfel streiche ). Die iß sie lahbert. uig vere. Die rrichtet; d Freizlich an Nädchen rden in verkauft. auf die erinnen. bunden, fnimmt. ge und hast gesehen, inflasche Fritz: — das 19 Uhr nächstnahme Nr. 8. Gelsenkirchen, Samstag den 12. Aprl 1884. 10. Jahrgang. Die„Emscher Zeitung“ erscheint täglich mit Ausnadme der Sonn= und hohen Feiertage. Wochen=Beilage:„Iünstrirtes Emscher Sonntagsblatt“. Insertionspreis: Die Peti=Zeile oder deren Raum 15 Pf., Reklamen 40 Pf. Verantwortlicher Redacteur F. Dienst in Gelsenkirchen. verbunden mit dem Amt Herner Tage=Blatt. (Früher: Der Reichsfreund.) Sindere et constanter. Adonnementspreis: Mark.50 vierteljährlich im Voraus. Man abonntrt außer, bei der Expedition in Gelsenkrchen, Marktstraße 13, bei allen Reichspostanstalten und bei den Filial=Expeditionen: Nud. Eic, Herue; W. Walbeck, Wanne; W. Pötter, Wattenscheid. Druck und Verlag von F. Dienst in Gelsenkirchen. Allgemeines Organ für die Stadt Gelsenkirchen, die Aemter Schalke, Neckendorf. Waune und Herue.— Anzeigeblatt für Gerichts=, Civil=Verwaltungs= und Militär=Behörden. ** Ostern. Feierlich klingen die Osterglocken iu's Land hinaus, in die aus ihrem Winterschlaf erwachte Natur und die Herzen der Menschen schlagen wärmer; ist es doch, als erfülle sie seliger Friede nach rastlosem Kampfe. Leben ist kämpfen. Alles was lebt, kämpft den Rampf um das Dasein und strebt, die Bedingungen desselben zu erweitern. Der Baum, der seine Wurzeln tief in den Boden senkt und seine Aeste in die Lüfte breitet, das Cier in Wald und Feld und endlich der Mensch. Aber der letztere steht auf der höchsten Stufe der organischen Wesen der Erde, ihm ward höheres zuteil als allen Uebrigen— Dernunft. Darum auch soll für ihn der Kampf in anderen Formen vor sich gehen, wie für die unvernünftigen Wesen um ihn. Bei diesen drängt das Individuum, um Raum und Nahrung zu gewinnen, dem Stärkeren gehört der Sieg, während der Schwache zum Untergange bestimmt ist. Nicht so beim Menschen. Dieser ist unter einer Doraussetzung reicher mit Mitteln ausgestattet, sich die Bedingungen seiner Existenz zu sichern, als seine Mitbewohner der Erde. Und diese Doraussetzung ist, daß er den Kampf ums Dasein in Gemeinschaft mit, aber nicht gegen Seinesgleichen führt. So weit die Aenntnis der Geschichte der Menschheit zurückreicht, ist die Notwendigkeit eines Zusammenwirkens der Menschen zu jenem Zwecke erkannt worden; die Vernunft hat immer wieder darauf zurückgeführt. Den höchsten Ausdruck aber fand die Idee von der Gemeinsamkeit der Interessen aller Menschen in dem Christentum und vor Allem in der Erlösung. Hier trat bewußt zu Tage, was vorher nur geahnt und häufig miß. verstanden worden war. Das Werk der Erlösung wurde zum Heile Aller vollbracht— Aller, ohne Ausnahme. Damit ist ein Band um die gesamte Mienschheit geschlungen, wie es inniger nicht sein kann, denn es ist das heiligste. Wenn aber unsere seelischen Interessen gemeinsam sind, sollten es dann nicht auch unsere irdischen sein? Soll die Liebe, die uns Christus predigte— Liebet Euch untereinander— nichts Anderes sein, als eine bloße abstracte Empfindung, die sich nirgend bethätigt, neben welcher der materielle Kampf des Einen wider den Anderen schonungslos geführt wird? Nimmermehr, denn Christus selbst hat uns durch das Beispiel, das er gegeben, den Weg zur Bethätigung der von ihm gewollten allgemeinen Menschenliebe gewiesen— zuletzt dadurch, daß er für uns in den Cod ging. Ihm nach in der Uebung practischen Christentums? Das allein ist die dem Menschentum würdige Art des Daseinskampfes. Und wenn wir darin nach Kräften unsere Oflicht gethan, dann wird dauernd seliger Osterfriede unsere Brust erfüllen, denn dam ist uns Christus wieder erstanden und unter uns wandelt die Liebe im Lichtgewand. * Die Erklärung des Bundesrats. Die in dem Programm der sog. freisinnigen Partei enthaltene Forderung wegen Errichtung eines „verantwortliche n Reichsministeriums“ hat dem Bundesrat Veranlassung zu einer gewichtigen Erklärung gegeben, welche die mit diesen Bestrebungen verbundene große Gefahr für den Fortbestand des Reichs und für die Erhaltung der nationalen Einheit in scharfen Zügen kennzeichnet. Die Erklärung, welche von dem führenden Bundesstaate Preußen aufgestellt ist und der sich sämtliche Regierungen— die bairische noch in einer besonderen von demselben Geiste getragenen Kundgebung — angeschlossen haben, führt aus, daß die Errichtung eines verantwortlichen Reichsministeriums eine Verschiebung des Schwerpunkts der Regierungsgewalt auf Kosten der vertragsmäßigen Rechte, welche die verbündeten Regierungen gegenwärtig im Bundesrat ausüben, bedeute und zugleich eins von den Mitteln bilde, durch welche der Schwerpunkt der Reichsregierung in die wechselnden Majoritäten des Reichstags hinübergeleitet werden soll, und daß sowohl die Verkürzung der vertragsmäßigen Rechte den Fortbestand des Reichs in Frage stellen würde, wie auch die Unterwerfung der Regierungsgewalt unter die Mehrheitsbeschlüsse des Reichstags den festen Grund und Boden, auf welchem das Reich aufgebaut ist, erschüttern und dieses selbst dem Verfall und der Auflösung entgegenführen würde. Die innere Wahrheit dieser Erklärung wird von Jedermann anerkannt werden müssen, welcher mstande ist, aus gegebenen thatsächlichen Verhältnissen die richtigen politischen Folgerungen zu ziehen. Selbst die Freisinnler werden nicht in Abrede stellen können, daß die Verwirklichung ihres Zieles mit der unveränderten Aufrechterhaltung der gegenwärtigen Rechte der Bundesstaaten unvereinbar ist. Ebenso kann es keinem Zweifel unterliegen, daß wenn die Regierungsgewalt in ein Reichsministerium aufgeht und dieses von der Majorität des Reichstages seine Weisung erhält, hiermit die monarchischen Elemente des Reichs— die Bundesregierungen— aus ihrem gegenwärtigen Besitzstande verdrängt, zu einer thatkräftigen Entfaltung ihrer eigenen Lebensfähigkeit abseits und außerhalb des Reichsverbandes angespornt, zu neuen Kämpfen unter einander geführt werden würden und somit die Reichseinrichtungen immer schwächer werden und verfallen würden, wogegen die Beschlüsse der Majorität des Reichstags keine genügende Schutzwehr bilden. Daß hierdurch das gesamte Leben der Nation in seinen innersten Interessen auf's Tiefste geschädigt werden würde, ergiebt sich hieraus von selbst. Für die neue Partei ist freilich die„Weiterentwicklung" des Reichs im Sinne der Verkürzung der Rechte der Reichsglieder„ein Ziel, auf's Innigste zu wünschen,“ ebenso wie für sie die materielle Wohlfahrt und die friedliche Eintracht der Reichsglieder hinter der„Vervollkommnung" der Verfassung oder vielmehr hinter der Einführung der Parlamentsherrschaft und Parteiwirtschaft weit in den Hintergrund treten. Wohin diese Bestrebungen, die angeblich im nationalen Interesse verfolgt werden, führen müssen, das zu erkennen, ist die neue Partei zu kurzsichtig. Vielleicht giebt es noch andere Leute, welche im„nationalen Interesse“, jene Bestrebungen für gerechtfertigt halten. Um so notwendiger war und um so bedeutungsvoller ist, daß der Bundesrat die Folgen dieser Parteibestrebungen aufdeckt und dieselben im letzten Ende und in ihrer Wirkung als ein Attentat auf die nationale Einheit und Wohlfahrt kennzeichnet. Die Erklärung des Bundesrats ist von echt nationalem Geiste getragen. Der einmütige Widerstand, welchen die verbündeten Regierungen diesen gefährlichen Bestrebungen entgegensetzen, darf als eine neue Bürgschaft für den Bestand des Reichs gelten und beweist von neuem, daß die Bundesregierungen— wie Fürst Bismarck am 30. November 1881 im Reichstage sagte—„als die stärkeren Bürgschaften für die Erhaltung und Förderung der deutschen Einheit im Vergleich zu dem Parlamente zu betrachten sind".„In der Durchführung der nationalen Einheit— so erklärte der Kanzler damals— sehe ich mich durch die Regierungen gefördert, durch den Reichstag gehindert, es liegt dies an der Zerfahrenheit unseres Fractions= und Parteilebens.“ Eine weitere Ausbildung desselben im Sinne des Programms der„Freisinnigen" würde der nationalen Wohlfahrt nur noch größere Hindernisse in den Weg legen. Darum war es im richtig verstandenen nationalen Interesse notwendig, daß der Bundesrat diesen Bestrebungen einen Riegel vorschob und seine warnende Stimme erhob, zugleich aber auch den Weg zeigte, welcher im Interesse der Einheit und Wohlfahrt Deutschlands inne zu halten ist: nämlich Aufrechterhaltung der vertragsmäßigen Rechte der Reichsglieder und Bekämpfung der Einführung des parlamentarischen Regiments. Für den Frieden der Nation wird es erforderlich sein, daß die Bundesregierungen im Reichstage eine kräftige Stütze hierbei finden und daß die Nation dafür sorgt, daß jene Parteibestrebungen keine Macht über sie gewinnen. vorigen Jahre Wohnhäuser für einen Teil ihrer Arbeiter, sowie ihrer Meister in unmittelbarer Nähe ihrer an der Kieler Föhrde belegenen Fabrikanlagen herzustellen. Im Jahre 1883 sind 46 Häuser fertig geworden. In diesen, sowie in fünf daselbst angekauften Häusern wohnten am Jahresschlusse 408 Personen. Die Arbeiterhäuser, massiv und unter harter Dachung, enthalten je 2 Familienwohnungen von je 3 Zimmern nebst Küche, Keller und Stall. Jedes Haus hat einen kleinen Garten. Jedes Doppelhaus kommt— ohne den Baugrund zu rechnen— auf 6400 Mark zu stehen. Die Meisterhäuser kosten das Stück 13000 Mark. Nach Fertigstellung der ganzen Colonie sollen die Häuser zum Selbstkostenpreis in das Eigentum der bei den Herren Howaldt Beschäftigten übergehen. Im laufenden Jahre werden gegen 50 Häuser neu errichtet. Die Arbeiter bezahlen 15 Mark, die Meister 30 Mark monatliche Miete. Die Wohnungen finden bereitwillig Mieter. Nach dem Plane der Anlage soll die Colonie auch eine Kirche, eine Schule, ein Krankenhaus, freie Plätze, Spielplätze, öffentliche Gärten 2c. erhalten.— Der ungarische Finanzminister hat einer Deputation von Fabrikbesitzern und Grundeigentümern in Pest eine 30 jährige Steuerfreiheit für neu zu erbauende Arbeiterhäuser gewährt. Ueber industrielle und Arbeiterverhältnisse. § Arbeiterwohnungen. In der neuesten Nummer des„Nordwest“ giebt P. Chr. Hansen nähere Mttteilungen über die Arbeiter=Colonie der Gebrüder Howaldt bei Kiel. Die Firma beschäftigt in ihrer Schiffswerft, Eisengießerei und Maschinenfabrik gegen 1800 Arbeiter. Sie begann im 8 Beschäftigung jugendlicher Arbeiter. Nach einem jüngsten Urteil des Reichsgerichts darf die Beschäftigung junger Leute zwischen 14 bis 16 Jahren in Fabriken nicht länger als 10 Stunden pro Tag dauern. Nach Entscheidung vom 10. December 1883 bezieht sich diese Bestimmung nicht nur auf die eigentlichen Arbeiten innerhalb des Fabrikgebäudes, sondern auch auf die sogenannten Außenarbeiten, d. h. die Beschäftigungen, welche für die Fabrik innerhalb des Fabrikraumes vorgenommen werden, selbst dann, wenn diese im Freien vorgenommen werden. Auch ist dabei gleichgültig, ob die betreffende Arbeit gesundheitsschädlich ist oder nicht. Tags=ckunichen. ** Ferlin, 10. April. Dem Bundesrat ist ein Antrag Preußens auf Annahme einer Novelle zum Gerichtsverfassungs=Gesetz zugegangen. Die Novelle enthält folgende Bestimmungen:„Die Ausübung der inländischen Gerichtsbarkeit gegen einen nicht zum Deutschen Reich gehörigen Staat, sowie gegen das Oberhaupt eines solchen Staates ist ausgeschlossen. Auf Familienglieder des Staatsoberhauptes findet die vorstehende Bestimmung so lange Anwendung, als sie sich in Begleitung desselben im Deutschen Reich aufhalten. Das Gleiche gilt von den zum Gefolge des Staatsoberhauptes gehörigen Personen und von solchen Bediensteten desselben, * Ehrlos. Hamburgischer Roman von F. Klinck. „Johannes Winkelmann, Du, der Gatte meiner toten Mara, wirst an mir zum Dieb? Ewiger Himmel, der Schlag tötet mich!" Nun erst hatte der Ueberraschte sich von seinem Entsetzen, seiner Ueberraschung erholt, nun erst begriff er in vollem Umfange die Tragweite seiner Handlung. Er, der seinen einzigen Sohn erbarmungslos verdammt, stand hier als ein Dieb, ein überführter Verbrecher— ehrlos! Entsetzlicher Gedanke! Wenn die Welt es erfuhr! Wenn Marie, — wenn Gustav,— wenn— Seine Gedanken verwirrten sich. Mit geisterbleichem Antlitz stand er da. Das Blut hämmerte und pochte in seinen Schläfen. Er blickte auf Jan van der Houte, in dessen Augen sich die grenzenloseste Verachtung ausprägte. Wilder jagte das Blut durch seine Adern. Und wer war denn der Mann, vor dem er zitterte? Ein Schwächling, ein hülfloser Greis, der am Rande seines Grabes wandelte. Er that einen Schritt vorwärts, dann hielt er inne. Was wollte er thun? „Mord!“ kam es unbewußt in lallendem Ton über seine Lippen. Der Greis dichtete sich höher auf, als erwartete er einen Angriff. Hatte er das leise gesprochene Wort verstanden? „Nur zu, Johannes Winkelmann, ich fürchte mich nicht. Du hast mir alles genommen, aber ich hielt Dich für einen Mann, der Liebe meines teuren Kindes würdig. Jetzt sehe ich Dich in Deiner wahren Gestalt und das ist ein Schlag, härter als der, welcher, eines Tages mein Elend begründete. Du bist ein Ehrloser— ein Schurke!" Was war urplötzlich mit Jan van der Houte vorgegangen? Wie blitzend sahen ihn die Augen des Greises an! Er— ehrlos! Johannes Winkelmann erbebte. Schrecken bemächtigte sich seiner. Unnennbare Angst und Verzweiflung erfaßten ihn. Die Wogen braus'ten heran und drohten ihn zu verschlingen. Nimmermehr. Was jetzt folgte, was er jetzt gethan, er hätte niemals Auskunft darüber geben können. Aber wenige Minnten später lag Jan van der Houte starr und regungslos am Boden und neben ihm stand Johannes Winkelmann, die Augen rollend vor Entsetzen, das Antlitz totenbleich, mit gesträubtem Haar, die Arme schlaff an seinem zitternden Körper niederhängend. Geisterhafte Stille herrschte in dem kleinen Raum; nur ab und zu ließ sich ein qualvolles Aechzen hören. Das bleiche Gesicht des leblosen Jan van der Houte nahm im Zwielicht einen gespenstischen Ausdruck an und Johannes Winkelmann glaubte, die weit aufgerissenen Augen mit unheimlichem Ausdruck auf sich gerichtet zu sehen. „Fort, fort!“ raunte es ihm zu. Er wandte sich ab, um zu fliehen, aber seine Füße waren bleischwer; er konnte sich nicht von der Stelle bewegen. Und doch— er mußte fort! Fieberschauer schüttelten seine Gestalt. Er mußte fort, aber zuvor mußte er sich übzeugen, ob noch Leben in der regungslos daliegenden Gestalt sei. Jan van der Houte war nicht kalt, aber der Atem war bereits aus ihm entflohen. Was sollte nun mit ihm geschehen? Die Leiche durfte nicht hier bleiben; der alte Mann mußte spurlos verschwinden. Aber wie? Noch schauerte Johannes Winkelmann in jähem Entsetzen zusammen, als er die Hand seines Opfers berührte, denn er war noch ein Neuling in der Kunst des Verbrechens; er hatte noch keinen Mord begangen. Aber die Furcht vor Entdeckung, vor Strafe überwältigte bald sein Gewissen, das sich seinem Willen, seinem festen Entschluß widersetzen wollte. Er näherte sich dem einzigen Eingang, durch welchen man in diese Räume gelangte, öffnete die Thür und horchte auf den Gang hinaus. Niemand betrat um diese Stunde das alte Hinterhaus. Dennoch machte der Kaufherr die Thür hinter sich zu und ging bis an den Rand der Treppe. Keine Menschenseele war weit und breit zu sehen. Nun kehrte er in das Gemach zurück. Es gab für ihn kein Schwanken, kein Säumen mehr. Er hob die Gestalt Jan van der Houte's auf und verließ mit ihr das Gemach. Er war auf alles gefaßt, zu allem entschlossen. Ungehindert stieg er die Treppe hinab, die größte Gefahr war überstanden. Wer sollte ihm jetzt noch begegnen? Er wandte sich dem Gange zu, der in die Kellerräume führte. Auf die kleine, breite Treppe von Sandstein, welche in die Tiefe hinabführte, fiel das Licht eines kleinen Oellämpchens, weil kein Tageslicht bis hierher dringen konnte. Es war zweifellos auszulöschen vergessen worden und Johannes Winkelmann segnete in diesem Augenblick ein Versehen, das er in jedem anderen Falle hart gerügt haben würde. Die unteren Räume des Hinterhauses wurdn von ihm nur äußerst selten betreten, vielleicht alljährlich nur einmal und er hätte sich notwendig hinunter tasten müssen. Nun konnte er wenigstens no dürftig sehen. Aber das Licht fiel gleichzeitig auf das Antlitz des Toten und— noch auf ein anders Gesicht. Neben dem Treppengeländer, hart au die Wand gepreßt, stand ein Mann. Er stand starr und regungslos wie ein Marmorbild, wie aus dem Stein gehauen, an welchem er lehnte. Wenn Johannes Winkelmann nur ein einziges mal das Auge erhoben hätte, so müßte es auf das entsetzte Gesicht des Lauschenden gefallen sein. Aber er war zu sehr mit sich selbst, mit der furchtbaren Last beschäftigt, welche er trug. In der nächsten Minute war er im Dunkel verschwunden. Gleich darauf drang ein Geräusch aus dem Keller herauf, wie von einem dumpfen Fall herrührend. Dieses Geräusch schien Leben und Bewegung in die regungslose Gestalt des lauschenden Mannes zu bringen. „Barmherziger Gott!“ kam es zitternd über seine blutlosen Lippen. Im nächsten Moment glitt er geräuschlos den Gang entlang, welchen Johannes Winkelmann mit seiner Last gekommen war. Dieser hatte gerade die Treppe wieder erreicht, als er die Thür des Vorderhauses ins Schloß fallen hörte. Unwillkürlich fuhr er zusammen. Was war das? Er stand einige Augenblicke mit vorgebeugtem Oberkörper, angstvoll lauschend. Alles blieb still. *.(Und die Treue, sie ist kein leerer Wahn!] Von Erfurt sind vor einigen Tagen(31. März) die„Sechsunddreißiger" nach Halle a. d. S. verlegt worden. Infolge dieses Garnisonwechsels haben sich, wie der„N. A..“ aus Halle als Curiosum, aber thatsächlich begründetes, gemeldet wird, an ein dortiges Vermietungsbureau nicht weniger als vierzig jetzt in Erfurt in Diensten stehende Mädchen um Dienste in Halle gewendet. * 1 * d d 5 8 nei 1. Ar in Er der der 64. welche nicht Deutsche sind. In der Begründung heißt es: Das Gerichtsverfassungsgesetz hat den in der völkerrechtlichen Praxis unbestritten anerkannten Rechtssatz, wonach die Ausübung der inländischen Gerichtsbarkeit gegen den ausländischen Staat selbst und dessen Oberhaupt ausgeschlossen ist, nicht besonders ausgesprochen, vielmehr unter stillschweigender Voraussetzung dieses Grundsatzes sich damit begnügt, lediglich die auf demselben beruhende Vorschrift des internationalen Rechts zu bestätigen, wonach die Chefs und Mitglieder der bei dem Deutschen Reich beglaubigten Missionen, sowie die Familienglieder der Ersteren, das Geschäftspersonal und die ausländischen Bediensteten der Gerichtsbarkeit der deutschen Gerichte entzogen sind. Indem das Gesetz sich auf die ausdrückliche Hervorhebung der letzteren Vorschriften beschränkte, war die Möglichkeit gegeben, diese Vorschrift dahin auszulegen, daß die darin berücksichtigte Ausnahme die einzige durch völkerrechtliche Grundsätze gebotene sei. In der That haben Gerichte mehrerer Bundesstaaten in einer Reihe von Fällen den Rechtsweg gegen nicht zum Deutschen Reich gehörige Staaten für statthaft erachtet, und es sind unter Anderem Arrestbefehle gegen solche Staaten erlassen worden. Vorgänge dieser Art, durch welche in die Souveränetätsrechte fremder Mächte eingegriffen wird, sind geeignet, die freundlichen Beziehungen des Deuschen Reiches zu denselben zu gefährden, und es erscheint daher geboten, einer Wiederholung solcher Fälle in wirksamer Weise entgegen zu treten. Diesem Bedürfnisse soll der vorliegende Gesetzentwurf Rechnung tragen. *8 Berlin, 10. April. Der Kaiser fühlte sich nach einer gutverbrachten Nacht bedeutend wohler. Gegen 11 Uhr erschienen die Kronprinzlichen Herrschaften und die Mitglieder der Königlichen Familie im Kaiserlichen Palais, um, wie alljährlich am Gründonnerstag, daselbst gemeinsam mit den Majestäten sich an der Abendmahlsfeier zu beteiligen. *s Wie verlautet, wird demnächst Graf Wilhelm Bismarck, welcher bisher als Hülfsarbeiter in der Reichskanzlei beschäftigt war, in gleicher Eigenschaft in das preußische Staatsministerium versetzt werden. * Wie die„Voss. Ztg.“ wissen will, hieße es allerdings, daß in dem Ministerium des Innern demnächst eine Vacanz eintreten dürfte, aber nicht deshalb, weil Herr v. Puttkamer veranlaßt sein könnte, seine Entlassung zu verlangen, sondern weil der bisherige Vicepräsident des Staatsministeriums und Minister des Innern bestimmt sei, Ministerpräsident ohne Portefeuille zu werden. *8 Aus London geht der„Nat.=Ztg." die Mitteilung zu, daß die Abberufung des diesseitigen Gesandten in Washington, Herrn v. Eisendecher bevorstehen dürfte. NLO. Berlin, 11. März. Die Heidelberger Erklärung der süddeutschen Nationalliberalen regt eine Frage wieder an, welche den Reichstag in früheren Jahren wiederholt beschäftigt hat, nämlich die Revision des Gesetzes über den Unterstützungswohnsitz. Die Unterzeichner der„Erklärung" halten das Gesetz in vielen Beziehungen für mangelhaft und eine Revision desselben, unter voller Aufrechterhaltung der Freizügigkeit, für geboten. Dieser Satz giebt Wünschen Ausdruck, die namentlich im Süden und Westen Deutschlands weitverbreitet sind und im allgemeinen auf eine Erschwerung der Erwerbung eines Unterstützungswohnsitzes und Verlängerung der Frist hierfür ausgehen. Als die Angelegenheit vor einigen Jahren zuletzt im Reichstag zur Erörterung kam, traten die entgegengesetzten Bestrebungen, Herabsetzung der Aufenthaltszeit und des Lebensalters für Erwerbung eines Unterstützungswohnsitzes mit der gleichen Entschiedenheit auf, Wünsche, die namentlich in Nordorstdeutschland verbreitet sind. In einer Weise, die Alle befriedigt und von keiner Seite als Ueberbürdung betrachtet wird, wird es schwerlich jemals gelingen, diese je nach den landschaftlichen Verschiedenheiten, dem Vorwiegen von Stadt oder Land, den wirtschaftlichen Zuständen entgegengesetzten Interessen zu ermitteln. NLC. Das Centrum will zur Socialistenvorlage angeblich den Antrag stellen, die Gültigkeit des Gesetzes um ein einziges Jahr, statt wie vorgeschlagen um zwei Jahre, zu verlängern, mit der Begründung, daß man während dieser Zeit Muße habe, die Vorschläge gründlich zu prüfen, wie man auf den Boden des gemeinen Rechts zurückgelangen könne. Der Antrag ist offenbar die reine Ausflucht der Verlegenheit. Das Centrum fürchtet nach beiden Seiten die Entscheidung und will sie daher möglichst hinausschieben, namentlich über die Wahlen, daß die Regierung sich darauf nicht einlassen wird, hat sie bestimmt erklärt und man muß ihr darin recht geben. Die vorgeschlagene Frist von zwei Jahren ist schon so gering gegriffen, daß man sich allgemein darüber gewundert und nach besonderen Gründen für diese Bescheidenheit geforscht hat. Die inbetracht kommenden Fragen sind auch an sich einfach genug und zudem in jahrelangen Erörterungen gründlich erschöpft. Es bedarf nur einer Entschließung. Hat das Centrum in der That verständige und wirksame Vorschläge, wie die socialdemokratischen Ausschreitungen durch eine Revision des gemeinen Rechts zu bekämpfen sind, in Vorbereitung, so werden sie auch nach zwei Jahren nicht zu spät kommen. Von Jahr zu Jahr in der Ungewißheit über den Fortbestand eines für unsere ganzen inneren Zustände so bedeutsamen Gesetzes zu schweben, geht doch wirklich nicht an. ** Polizeipräsident v. Madai hat kürzlich an den Dirigenten der hiesigen politischen Polizei anläßlich der gegen denselben im Reichstage und in einem Teil der Presse gerichteten Verunglimpfungen der Executivbeamten der politischen Polizei eine Verfügung gerichtet, worin dem königlichen Polizeirat Krüger(derselbe war im Reichstage von dem Abg. Liebknecht ausdrücklich genannt worden) und den demselben unterstellten Kriminalcommissarien, Wachtmeistern und Schutzmännern der politischen Polizei volle Anerkennung ausgesprochen und die Erwartung betont wird, daß die Beamten in richtiger Erkenntnis der wichtigen Aufgabe, welche ihrer Thätigkeit für die Erhaltung unserer staatlichen und gesellschaftlichen Ordnung zufällt, auch bei hohen Anforderungen, welche gerade unter den heutigen Zeitverhältnissen an ihre Pflichttreue gestellt werden müssen, zu entsprechen wissen und am allerwenigsten durch die gehässigen Verhetzungen der öffentlichen Meinung und Provocationen, wie die ebenerwähnten, sich verleiten lassen werden, den Boden strengster und gewissenhafter Beobachtung der gesetzlichen Vorschriften in irgend einem Falle zu verlassen. ** Die Berliner Stadtverordneten haben beschlossen, unter Verwahrung gegen die durch das Rescript des Oberpräsidenten Achenbach erfolgte angebliche Beeinträchtigung der Rechte der Gemeindebehörden über dieses Rescript„zunächst" beim Minister des Innern Beschwerde zu führen. Das fragliche Rescript untersagte bekanntlich, den Antrag Singer auf Vermehrung der Berliner Abgeordneten zum Reichs= und Landtag auf die Tagesordnung zu bringen, weil dieser Antrag keine Gemeindeangelegenheit betraf. ** Das Berliner Polizei=Präsidium verbietet auf Grund des Socialistengesetzes das Einsammeln von Beiträgen zur Unterstützung von 7000 strikenden Webern im Tetschener Kreise in Böhmen. * Der Vorstand des deutschen Kriegerbundes hatte an den Fürsten Bismarck eine Eingabe in Sachen derjenigen Kriegsinvaliden, welche ihrer Ansprüche auf Pension verlustig gegangen sind, weil ihre Krankheiten erst nach Ablauf der Anmeldefrist zum Ausbruch gekommen waren, gerichtet. Bekanntlich ist von der Pfälzischen Kampfgenossenschaft in neuerer Zeit die Agitation dafür eingeleitet worden und hat die deutsch=freisinnige Partei auch einen darauf bezüglichen Initiativantrag im Reichstage gestellt. Unter dem 4. April hat Fürst Bismarck folgendes Schreiben an den Vorstand des deutschen Kriegerbundes erlassen: „Die gefällige Zuschrift vom 25. Februar d. I. zeugt in erfreulicher Weise von dem Vertrauen, welches der Vorstand des deutschen Kriegerbundes in das hohe Wohlwollen Sr. Majestät unseres Allergnädigsten Kaisers und Herrn für sein Heer und für die durch Strapazen des Krieges invalide gewordenen Soldaten setzt. Um diese Fürsorge, soweit es möglich ist, zur practischen Bethätigung gelangen zu lassen, hat die Regierung schon seit längerer Zeit Ermittelungen darüber veranlaßt, in welcher Weise und in welchem Umfange für die infolge des Krieges 1870/71 durch innerliche Krankheiten beschädigten aber durch die gesetzliche Präklusivfrist mit ihren Versorgungs=Ansprüchen ausgeschlossenen Invaliden Hülfe zu schaffen sei und hofft, durch das Ergebnis dieser Ermittelungen in naher Zeit in den Stand gesetzt zu sein, eine Besserung in der Lage der bezeichneten Invaliden herbeiführen zu können. Der Vorstaud wolle hieraus entnehmen, daß eine neue Anregung in dieser Richtung nicht erforderlich sein wird, weil etwas weiteres, als die von Seiner Majestät angeordnete Ermittelung jetzt nicht thunlich ist, die Ergebnisse dieser Ermittelung aber ihrer geschäftlichen Behandlung ohnehin entgegengehen, ohne daß es einer äußeren Anregung dazu bedürfte! * Aus Frankfurt a. M. wird dem„Schwäb. Merk.“ geschrieben: „Daß unser Ober=Bürgermeister Dr. Miquel nicht daran denkt, seine parlamentarische Thätigkeit wieder aufzunehmen, ist Thatsache. Das schließt aber nicht aus, daß Miquel aus der politischen Zurückhaltung, welche er während der letzten Jahre beobachtete, herausgetreten ist und für Süddeutschland thatsächlich die Führerrolle der gemäßigt Liberalen übernommen hat. Der Entwurf zum Heidelberger Programm rührt von ihm her, wie er auch zugesagt hat, am Ostermontag auf dem Parteitage zu Neustadt a. H. die einleitende Rede zu halten. Auch bei den gegenwärtig bevorstehenden Veränderungen im preußischen Ministerium wird Miquels Name mit Recht genannt. Aus guter Quelle kann ich mitteilen, daß Miquel während seiner jüngsten Anwesenheit in Berlin, Ende März, vom Fürsten Bismarck empfangen worden ist, und man geht wohl nicht fehl mit der Annahme, daß es sich bei dieser Besprechung um die Uebernahme des Finanzministeriums durch Miquel handelte. Ob noch jetzt von seinem Eintritt ins Ministerium die Rede ist, steht dahin, jedenfalls ist die Thatsache beachtenswert, daß sich der Kanzler wieder an ein Mitglied der nationalliberalen Partei gewendet hat.“ * Wenn bei unsern geehrten Mitbürgern vom Centrum bei all ihrer Frömmigkeit überhaupt von der Milch der frommen Denkart gesprochen werden konnte, so hat sie sich, schreibt die„Köln. Ztg.“, seit der polnischen Interpellation in gährendes Drachengift verwandelt. Ein ultramontanes Blatt empfiehlt, die preußische Regierung mit gleicher Münze zu bezahlen und einfach zu sagen:„Wir lehnen das Socialistengesetz ab und wollen für die Ablehnung keine Gründe anführen.“ Die Führer der Partei und namentlich Windthorst wollen sich aber bis zuletzt freie Hand vorbehalten. * Der liberale Reichsverein hat in einer in Eisenach zahlreich besuchten Versammlung die Umwandlung in einen nationalliberalen Reichsverein mit Anschluß an das Heidelberger Programm einstimmig beschlossen. Die Commission der ersten badischen Kammer hat ihre Beratungen über die Frage der Verschuldung und des Creditwesens der Landwirtschaft beendigt und hierüber einen Bericht erstattet, welcher zu dem Resultat kommt, die Regierung möge die Initiative zur Errichtnug einer staatlichen Anstalt für Immobiliencredit der Landwirte ergreifen. ** In der bairischen Abgeordnetenkammer hat der Minister des Innern auf eine Interpellation betreffs der Stellung der Regierung zur Frage der Erhöhung der Getreidezölle erklärt, es lägen dem Bundesrate mehrere darauf bezügliche Eingaben vor, die bairische Regierung sehe sich daher zur Ergreifung der Initiative nicht veranlaßt, sei aber bereit, jede mäßige Erhöhung der Getreidezölle zu unterstützen. Provinzielle Nachrichten. * Selsenkirchen, 10. April. Ob infolge der Anwesenheit des Herrn Oberpostdirectors Köhne dieser Tage in Gelsenkirchen das Personal der Postschalterbeamten vermehrt werden soll, haben wir nicht erfahren. Wir wissen nur, daß in Schalke der Bauplatz für das neue Postgebäude einer Besichtigung unterzogen und die questionirte Stelle für gut befunden worden ist. Wie lange Gelsenkirchen auf ein geeigneteres Gebäude zu warten hat, die Götter mögen es wissen. Vorderhand dürfte jedoch dafür gesorgt werden, daß das allzuhäufige lange Warten an den Postschaltern vermieden wird— und scheint uns dies an der geringen Zahl der Schalterbeamten zu liegen, deren Hände überreich voll zu thun haben. Wir haben oft beobachtet, daß, trotz des eifrigsten Bestrebens der Schalterbeamten, das Publikum abzufertigen, dies nicht in dessen Macht lag, weil vor Abgang irgend eines Zuges so und so viele Packet= und Wertsendungen eingetragen, Stadt= oder Landbriefträger abgefertigt werden müssen, oder falls sonstige eilige dienstliche Angelegenheiten hindernd in den Weg treten. Die hiesigen Geschäftsleute wissen sich nun in der Weise zu helfen, daß dieselben ihre Lehrlinge, Boten oder Arbeiter schicken. Da kommt es denn nicht selten vor, daß in dem Warteraum im Drücken und Schieben recht viel geleistet wird. Kräftig riechender Kanaster würzt nebenbei das Ganze. Nur ganz wenige Geschäftsleute sind es, welche ihre Postsachen selbst abholen und ein Aufenthalt für Damen ist der Warteraum der Post gar nicht, wo Lümmels sich nicht scheuen, das überstehende Schalterfensterbrett als Divau zu benutzen.„Solche Uebelstände zur Sprache zu bringen, ist doch kein Hetzen, sondern Menschenpflicht, nicht dadurch heilt man eine eiternde Wunde, daß man sie zudeckt, sondern offen schneidet und die faulen Stellen bloslegt, sagt unser Herr Bürgermeister Vattmann im Verwaltungsberichte 1881. * Bekanntlich dürfen an allgemeinen kirchlichen und dazu gesetzlichen Feiertagen, als Neujahrstag, Charfreitag, Ostern, Himmelfahrtstag, Pfingsten, Buß= und Bettag, Weihnachten, auch an einigen katholischen Feiertagen, als Frohnleichnam, Peter und Paul, öffentliche, ruhestörende Arbeiten nicht vorgenommen werden. Viele Katholiken suchen am Charfreitage eine Manie darin, auffallende Arbeiten, besonders im Fenster= oder Treppenputzen außer des Hauses zu verrichten. Aus einem Spaziergange durch die Bürgermeisterei Stoppenberg— Kray sahen wir sogar Bauern ihre Felder flügen, Dreschmaschienen arbeiten, ja man scheute sich### nicht, an dem Hause Nummer 75 Kray auf hohem Gerüste den Verputzer arbeiten zu lassen. Ein uns unbekannter aus dem gegenüberliegenden Wirtshause kommender Polizist hielt es nicht für der Mühe wert, den Arbeiter auf diesen Verstoß des Gesetzes aufmerksam zu machen. Wir meinen die gute Sitte müßte durch solche in demonstrativer Weise unternommenen Thätigkeiten leiden und soll der Zweck dieser Zeilen der sein, die Verwaltungsbehörde von Stoppenberg hierdurch auf Obiges aufmerksam gemacht zu haben. * Die Postbriefkasten sind dieser Tage neu angestrichen und zumteil auch broncirt worden. * Der Dortmunder Ausschuß für das rheinisch=westfälische Feuerwehrverbandsfest hat an die Eisenbahndirektionen Circulare gerichtet, in welchen um Fahrpreisermäßigung und Verlängerung der Gültigkeitsdauer der Fahrbillets für die Teilnehmer an dem am 25. Mai cr. in Dortmund stattfindenden Verbandsfeste ersucht wurde. Da. auf hat die 0 für diejenigen Fe in einer Stärke suchen wollen, Prozent eintreten * Der Vorst vereins zu Vor Die Vermehrung tende, daß die E durch die Sperl minderung dersell schaftliche Kreisve reichen, bis zum Sperlinge 25 bei den Herren Prämien auszahl * Unter den mann“ untergega zwei Portmunder Wilhelm Hebel. 23 Jahren, war auf der„Union“ „D..“ zufolge konnte, wandte er Gottesdienst der evangel. 1. Ostel Sonntag, den 11 Frühgottesdienst 1 Deutelmoser. Hauptgottesdienst Leich. Nachm. 3 Uhr Past In allen Gottes für unser Krank 2. Oste Montag, den 14 Frühgottesdienst 1 Leich. Hauptgottesdienst Deutelmoser. Die Amtswoche h der evangel. Scha Ostersonntag, Hauptgottesdienst Collecte zur Decku der Barmener§p Nachmittagsgottes Östermontag, Gottesdienst vorn Evangelische Kir 1. Oste Frühpredigt 8 Uhr Vormittags 10 Uhr Nachmittags 3 Uhr 2. Oste Frühpredigt 8 Uhr Vormittags 10 Uhr In den Hauptg beiden Ostertagen zur Erbauung des hauses eingesamme Amtswoche hat Pf Ev. Arbei Gelsenk Es hat dem gefallen, unser te mitglied Herm. 6 unerwartet vlöt die Ewigkeit ab Die Beerdigur tag(zweiten O mittag 3 Uhr Dahlbusch, Sche Die Mitgliek ½3 Uhr im mit Abzeichen. Um recht reg bittet Der Emanuel Geibel+. Aus dem ungedruckten Nachlasse des am 1. Juli 1879 verstorbenen Heinrich Leuthold bringt die „N. Z..“ das nachstehende schöne Sonett: An Emanuel Geibel*. Du kanntest unsere Zeit, doch fremd der Spaltung Der wogenden Partei'n und ihrem Toben, Hast gewendet Deinen Blick nach oben In selbstbewußter, priesterlicher Haltung! Ein schönes Bild harmonischer Entfaltung Hast Du uns, Unvergänglicher, gewoben, Und ein mal noch auf ihren Thron gehoben, Die Kunst durch formvollendete Gestaltung! Das Lied ist Dir wie wenigen gelungen; Die ernste Weisheit auch ward Dir gegeben: Du hobst den gold'nen Schatz der Niebelungen. Nicht einer Zeit, die rosselt, gilt das Streben Des Dichters, der für alle Zeit besungen Das, was unendlich ist im Menschenleben. Heinrich Leuthold. * Zum Gedächtnis an Emanuel Geibel. Im„Allgemeinen Bürgerverein“ zu Barmen eröffnete am Dienstag Abend der Vorsitzende desselben, Herr Emil Rittershaus, die Sitzung mit folgenden Worten:„Am vorigen Sonntag hat das deutsche Volk einen schweren Verlust erlitten; denn nach langem Leiden ist in seiner Vaterstadt Lübeck Emanuel Geibel im 69. Jahre seines Lebens verstorben. In Emanuel Geibel tragen wir einen der größten Lyriker zu Grabe. Nach Goethe wußte keiner die Sprache so zu beherrschen, wie er. Aber, meine Damen und Herren! mehr als einen kühnen Poeten, im schönsten und besten Sinne des Wortes, haben wir in ihm verloren, nein, auch einen kühnen, für die Größe und Einheit des Vaterlandes begeisterten Patrioten. Emanuel Geibel eble deicsten bohcendn eltenp Schiller oder Freiligrath, aber er gehörte zu den Talenten, die mit Fleiß und Eifer wucherten mit dem Pfunde, das ihnen Gott gegeben. Tiefe, Maß und Schönheit gewahrt zu haben, nach dem Vorgange Heines, der es mit Form und Schönheit nicht so genau nahm, ist sein Vorzug. Emanuel Geibel hat das deutsche Volk mit einer Reihe von Liedern beschenkt, die wie:„Der Mai ist gekommen“ und:„Fern im Süd das schöne Spanien“ dem Dichter ein unvergängliches Denkmal in dem Herzen desselben gesetzt haben. Aber weit mehr noch als den deutschen Dichter ehren wir in Emanuel Geibel den Mann, den Patrioten, der auch in den Zeiten der Reaction für Deutschlands Größe, Einheit und Freiheit in seinen Liedern eintrat, der schon 1850 gesagt:„Und muß ich bald im Kampf des Tages schweigen“, der um die deutsche Einheit und das verlorene Elsaß klagte und die Zeit herbeisehnte, wo es wieder mit Deutschland vereinigt sein würde. Ein großes, schweres Leiden kam über ihn. Als aber der arme, kranke Mann 1870 das Feuer der Volksbegeisterung in Deutschland auflodern sah, als er vernahm, daß Alldeutschland wider den Erbfeind ziehe, da griff er trotz seines entsetzlichen Uebels zur Harfe, und sie klang in den Liedern: „Nun laßt die Glocken von Turm zu Turm“ und „Habt ihr in hohen Lüften den Donnerton gehört?“ so schön wie nur wenige. Im Spätherbste seines Lebens, vor wenigen Jahren, sammelte Emanuel Geibel seine zerstreuten Lieder. Die letzten Jahre waren keine gute Zeit für die deutschen Dichter. Die politische Arbeit hat das deutsche Volk in Anspruch genommen. Auch Emanuel Geibel sah das ein, und eines seiner letzten Lieder: „Aechtes Göld wird klar im Feuer“, spricht es so schön aus. Die fromme Zuversicht auf ruhigere Tage wird den Dichter Ewanuel Geibel nicht zu Sboin prün leilen, Ded buithe Bell uirch. den Dichter nicht vergessen, und seine Lieder werden nie vergessen werden. Ein solcher Poet, wie Emanuel Geibel, ist auch ein Volksbildner, und mancher weiß es ihm zum Danke, und so bitte ich Sie, sich zum ehrenden Andenken des größten Lyrikers unserer Tage sich von Ihren Sitzen erheben zu wollen", was geschieht.— Theater in Rußland. Während der russischen Fasten dürfen Schauspiele in russischer Sprache nicht stattfinden, ebensowenig an den Samstagen. Es ist erklärlich, daß das Verbot mancherlei Unzuträglichkeiten zurfolge hat, über welche neuerdings in der russischen Presse lebhafte Erörterungen stattgefunden haben. Das Verbot stützt sich auf religiöse Gesichtspunkte, welche in früherer Zeit, wo das Theater noch keine Bildungsanstalt war, wohl am Platze sein mochten. Die Schauspiele, welche damals in Frage kamen, lassen sich in keine Parallele mit den theatralischen Aufführungen der Jetztzeit stellen. Es handelte sich um die rohen Spiele der Circus=Arena oder um lascive Darstellungen heidnischer Theater, denen gegenüber eine Beschränkung geboten war, da man sie nicht ganz verbieten wollte oder konnte. Aber inzwischen hat sich die griechisch=katholische Kirche mehr oder minder wie jede andere des Theaters selbst bedient, um durch dasselbe einen erziehlichen Einfluß auf das Volk zu üben. Die Frage der Gestattung theatralischer Aufführungen während der Fasten liegt jetzt einer Specialcommission zur Begutachtung vor. Es heißt, dieselbe sei sich bereits dahin schlüssig geworden, ernste Aufführungen, einschließlich des feineren Lustspiels, während der Fastenzeit zuzulassen, und zwar sowohl in fremder wie in russischer Sprache. Dagegen sollen Ballet, Vaudeville, Operette, Singspiel und Circusvorstellung nach wie vor ausgeschlossen sein. Es wäre das unzweifelhaft ein Fortschritt, der indeß in der russischen Presse noch nicht als genügend erachtet wird. Die einzig richtige Lösung findet man in der Aufhebung jedweder Beschränkung. Man möge, sagt man, es doch jedermanns# freier Wahl überlassen, welche Art Schaustellung„ er bevorzugen will; auch komme inbetracht, daß das Theater in Rußland nicht weniger als 75.000 Personen ernähre, die andere Hülfsquellen nicht besäßen und auf die man daher Rücksicht zu nehmen habe. Ob die volle Beseitigung der bestehenden Beschränkungen wirklich der richtige Weg sein würde, steht noch dahin. Auf den Bühnen der russischen Provinzialstädte herrscht die Operette fast ausschließlich und mit den Operettensängerinnen wird oft ein Cultus getrieben, der alles Maß übersteigt. Man überhäuft sie mit Geschenken, man überreicht ihnen Adressen, man schießt sich ihretwegen, und zahlreich sind die ruinirten Existenzen, welche sich daran knüpfen. Die„Neue Zeit“ glaubt, daß das durchgreifendste Mittel, dieser excessiven Vorliebe des Publikums für die Operette zu begegnen, darin bestehe, eine große Anzahl von Provinzialbühnen unter der Bedingung zu subventioniren, daß sie mehrere Male in der Woche gute Stücke zur Aufführung bringen. Dieses Auskunfts= mittel wird insbesondere für solche Städte empfohlen, in denen es nur ein Theater giebt. Das Verbot der Aufführung von Stücken in russischer Sprache an Samstagen(fremdsprachliche Stücke dürfen aufgeführt werden) wird besonders bitter empfunden, da der Samstag der Tag ist, der die größte Einnahme verspricht. In Tiflis hat man sich damit geholfen, daß sich die Sänger ein italienisches Repertoir eingelernt haben, welches für die Samstage bestimmt ist. Es wird dort also die? ganze Woche über gespielt, Samstags italienisch, an den übrigen Tsen russisch. I. Bekanntn Der auf Donr d..anberaumte von Schulvorstehe Schulgemeinde m auf das Passahfes den 21. d.., Uhr, verlegt. Gelsenkirchen, 1 Der Bürgermeister Bekanntn Im Anschluß a verhandlung vom v. J. hat der Herr ding in Bochum Inangriffnahme de arbeiten der Zeche bezw. behufs endg der hiermit in Ve den Vorflutverhäl durchlässe unter d Mindener Eisenba Louisenstraße un straße der Gemein Termin auf Dien April d.., 9 Uhr, im Hotel Gelsenkirchen a Interessenten wer Teilnahme an die geladen. Schalke, 9. Api Der Amta Bekanntn Die Besitzer v an hiesiger Bahn! zu einer Besprec welche am Dien I. Mts., aben Hotel Schlenk Tagesordnung: Festigung der Bü Herne, den 9. Der Amtma Da. auf hat die Eisenbahndirektion sich bereit erklärt, für diejenigen Feuerwehren, welche genanntes Fest in einer Stärke von mindesteus 30 Personen besuchen wollen, eine Fahrpreisermäßigung von 50 Prozent eintreten zu lassen. * Der Vorstand des landwirtschaftlichen Kreisvereins zu Portmund veröffentlicht folgendes: Die Vermehrung der Sperlinge ist eine so bedeutende, daß die Ernte von Wintergerste, Weizen 2c. durch die Sperlinge leidet. Eine erhebliche Verminderung derselben ist Bedürfnis. Der landwirtschaftliche Kreisverein zahlt, um dieses Ziel zu erreichen, bis zum 15. Mai d. I. für je 25 tote Sperlinge 25 J. Die Sperlinge sind abzuliefern bei den Herren Gemeinde=Vorstehern, welche die Prämien auszahlen. * Unter den mit dem Dampfer„Daniel Steinmann“ untergegangenen Personen befinden sich auch zwei Portmunder und zwar Adolf Müller und Wilhelm Hebel. Letzterer, ein junger Mann von 23 Jahren, war Dreher, und arbeitete ein zeitlang auf der„Union“. Da er in Dortmund,(der „D..“ zufolge), später keine Arbeit bekommen konnte, wandte er sich nach Essen, von wo aus er ausgewandert ist, um in Amerika sein Glück zu suchen. Das Geschick hat es anders gewollt. Hebel, war elternlos und in Bochum geboren, wird von seinen früheren Wirtsleuten als ein sehr braver Mensch geschildert. Adolf Möller ist der Sohn des Milchhändlers Möller, genannt Gäsemärker, aus der Alsenstraße hier. Der Verunglückte ist 20 Jahre alt und war ein wackerer Mensch. Der junge Mann war Missionar und der Stolz seiner nunmehr klagenden Eltern und Geschwister. Die beiden Verunglückten waren eng mit einander befreundet. * Herr Gymnasialdirector Dr. Pilger in Essen ist zum Provinzialschulrat in Berlin ernannt worden. * Der Kaiser wird, wie die„Düss. Vz.“ wissen will, nicht in Benrath, sondern in Büsseldorf, und zwar im Präsidialgebäude, für zwei Tage Quartier nehmen. * In Crefeld erschien vor acht Tagen die Probenummer eines neuen Lokalblattes„Crefelder Tageblatt“ benannt. Das Blatt hatte jedoch nur ein sehr kurzes Leben; denn bereits am vorigen Samstag versammelte es sich wieder zu seinen Vätern, nachdem sechs Nummern von ihm erschienen waren. Der Unternehmer, sagt die„Cref. Ztg.“, scheint sich die Gründung einer neuen Zeitung recht leicht gedacht haben. * In Eiberfeld haben die Socialdemokraten am Sonntag unter freiem Himmel in einem Gehölze in der Nähe des Freudenbergs eine Versammlung abgehalten, zu welcher sich etwa 200 Personen aus Elberfeld und Barmen eingefunden hatten. Es heißt, daß die Agitation zur Reichstagswahl der Gegenstand der Versammlung gewesen sei. Als Candidaten der Partei nennt der„Allg. Anz.“ den Specereihändler Harms. * In Lonn sind in das Infanteriebataillon ca. 40 Einjährig=Freiwillige mit dem 1. April eingetreten. * Der„D. Rztg.“ zufolge wird mit Anfang des Wintersemesters Prinz Friedrich Leopold von Preußen, welcher auf zwei Jahre zur Universität geht, an der Hochschule zu Vonn seine Studien beginnen. Wahrscheinlich würden feruer Prinz Wilhelm von Hohenzollern, der das erste Semester an der Straßburger Universität absolvirt, mit dem 1. October d.., sowie der Prinz„von Battenberg, der Bruder des Fürsten von Bulgarien, die dortige Universität besuchen. * Aus Kreuznach wird gemeldet: Ein mächtiger Felsblock fiel in der Nähe der Eisenbahnbrücke bei Münster am Stein auf das Geleise und hätte dort leicht ein großes Unglück anrichten können. Ein Zug, der das Geleise passirte, trieb den Stein 10 m weit vor sich her und hielt dann an, worauf das Felsstück entfernt wurde. Bald darauf brauste ein Schnellzug über das Geleise, der jedenfalls entgleist wäre, wenn das Hindernis nicht vorher beseitigt worden wäre. * In Frankfurt a. M. erschoß sich in einem dortigen Hotel ein angeblich aus der Schweiz zugereister Baron von Lilien. Er soll aus Westfalen stammen. In einem anderen Hotel wurde der angebliche Associé eines Banquiers E. H. aus Trier wahnsinnig. Er schlug alles, was um ihn war, entzwei, mußte gefesselt auf die Constablerwache und später in das Irrenhaus verbracht werden. X Freigebigkeit für öffentliche Zwecke. Ein hochherziger Menschenfreund, welcher ungenannt bleiben will, hat dem Vorsitzenden des Gottesdienst=Ordnung der evangel. Gemeinde Gelsenkerchen. 1. Ostertag, Sonntag, den 13. April 1884. Frühgottesdienst ½9 Uhr. Pastor Deutelmoser. Hauptgottesdienst 10 Uhr. Pastor Leich. Nachm. 3 Uhr Pastor Deutelmoser. In allen Gottesdiensten Collecte für unser Krankenhaus. 2. Ostertag, Montag, den 24. April 1884. Frühgottesdienst ½9 Uhr. Pastor Leich. Hauptgottesdienst 10 Uhr. Pastor Deutelmoser. Die Amtswoche hat Pastor Leich. Gottesdienst=Ordnung der evangel. Gemeinde Schalke. Ostersonntag, 13. April. Hauptgottesdienst vormitt. 9 Uhr. Collecte zur Deckung des Defieits der Barmener Heidenmission. Nachmittagsgottesdienst 2 Uhr. Östermontag, 14. April. Gottesdienst vormittags 9 Uhr. Epangelische Hirche zu Herne. 1. Ostertag. Frühpredigt 8 Uhr: Pf. Dransfeld. Vormittags 10 Uhr: Pf v. Martitz. Nachmittags 3 Uhr: Pf. v. Martitz 2. Ostertag. Frühpredigt 8 Uhr: Pf. Drausfeld. Vormittags 10 Uhr: Pf. v. Martitz. In den Hauptgottesdiensten an beiden Ostertagen wird eine Eollecie zur Erbauung des evangl. Krankenhauses eingesammelt. Amtswoche hat Pfarrer v. Martitz. Ev. Arbeiterverein Gelsenkirchen. Es hat dem Allmächtigen gefallen, unserteures Vereinsmitglied Herm. unerwartet plötzlich zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Die Beerdigung findet Montag(zweiten Ostertag) Nachmittag 3 Uhr von Zeche Dahlbusch, Schacht II, ab statt. Die Mitglieder treten an ½3 Uhr im Vereinslocale mit Abzeichen. Um recht rege Beteiligung bittet Der Vorstand. 1 Reanstanschan Der auf Donnerstag, den 17. d..anberaumte Termin zur Wahl von Schulvorstehern der jüdischen Schulgemeinde wird mit Rücksicht auf das Passahfest auf Montag, den 21. d.., vormittags 11 Uhr, verlegt. Gelsenkirchen, 10. April 1884. Der Bürgermeister: Vattmnann. Bekanntmachung. Im Anschluß an die Terminsverhandlung vom 9. November v. J. hat der Herr Landrat Schmie: ding in Bochum behufs definitiver Inangriffnahme der Entwässerungsarbeiten der Zeche Hibernia u. s. w. bezw. behufs endgültiger Regelung der hiermit in Verbindung stebenden Vorflutverhältnisse der Wasserdurchlässe unter der ehemals CölnMindener Eisenbahn zwischen der Louisenstraße und der Heinrichstraße der Gemeinde Gelsenkirchen Termin auf Dienstag, den 22. April d.., vormittags 10 Uhr. im Hotel Le Claire in Gelfenkirchen anberaumt. Alle Interessenten werden hierdurch zur Teilnahme an diesem Termine eingeladen. Schalke, 9. April 1884. Der Amtmann: Klose. Besgurtnurs Gunge. an hiesiger Bahnhofstraße werden zu einer Besprechung eingeladen, welche am Dienstag, den 15. I. Mis., abends 6 Uhr. im hotel Schleuthoff stattfindet. Lagssordnung:„Gemeinschaftliche Festigung der Bürgersteige. Herne, den 9. April 1884. Der Amtmann: Schäfer. Tag Bekanntmachung. Die Aufnahme der schulpflichtig n Kinder des evangelischen Schulbezirks Amt Schalke findet am Montag, den 21. ds. Mis., vormittags während der Schulstunden wie folgt statt: 1) die Kinder beiderlei Geschlechts aus dem östlichen Teile der Gemeinde Schalke einschließlich der ganzen Friedrichstraße und ausschließlich der Häuser am Marktplatze bis zur Bahn Cöln=Minden und ferner ausschließich derjenigen aus allen Häusern nördlich dieser Bahn, dei dem Lehrer Weber in der Victoriaschule daselbst: 2) die Kinder beiderlei Geschlechts aus dem westlichen Teile der Gemeinde Schalke, begrenzt durch die Linie ud 1 und ausschließlich derjenigen aus den Häusern nördlich der Bahn Cöln=Minden, bei dem Lehrer Börger in der Friedrichschule zu Schalke. 3) die Kinder beiderlei Geschlechts aus den Häusern nördlich der Bahn Cöln=Minden der Gemeinde Schalke und dem westlichen Teile der Gemeinde Braubauerschaft, welcher begrenzt wird durch die Bahnlinie Cöln=Minden nach Bahnhof Bismarck von Süd nach Nord, bei dem Lehrer Köster in der Bismarckschule das elbst. 4) die Kinder beiderlei Geschlechts aus dem östlichen Teile der Gemeinde Braubauerschaft, begrenzt durch die Bahnlinie ad 3 Cöln Minden nach Bismarck, sowie die Kinder der Gemeinde Hüllen bei der Lehrerin Lemke in Brangauerschaft. die Kinder beiderlei Geschlechts aus der Gemeinde Bulmke bei der Lehrerin Mittelacher zu Bulmke. 6) die Kinder beiderlei Geschlechts aus der Gemeinde Heßler bei der Lehrerin Lubitz in Heßler. Schalke, den 8. April 1884. Der evangelische Schulvorstand. 5) die Noch nicht hier gewesen! Noch nicht hier gewesen! Ostermontag, den 14. April 1884, in D. Eickelkamp's Restauration, Gelsenkirchen, Hermannstr. 8: Großes humoristisches Instrumental=Concert von den ersten Wiener Gaude=Brüdern J. Metz. Hochkomisches Programm. Wiener Specialitäten ersten Ranges. Die Gesellschaft gastirt nur auf 2 Vorstellungen. Erste Vorstellung Aufang 4 Uhr. Zweite Vorstellung 8 Uhr. Entree 30 Pfg. Noch nicht hier gewesen! Noch nicht hier gewesen! 2. Gstertage, Montag, I4. Agri 1994. findet im Saale des Herrn Tacke(E. Heidkamp) zu Wanne Conrert, Ehrater u. Hau statt. Anfang präeise 8 Uhr abends.— Entree 1 Mark. Eine Dame frei. NB. Der Reinertrag ist zum Besten der diesjährigen hülfsbedürftigen Erstcommunicanten beider Confessionen bestimmt. Das Fest-Comité. Sämtliche Neuheiten für die Saison in Noten, Pedern, Biullen, Bändern, Stoffen etc. empfehlen in reichhaltiger Auswahl u. billigen Preisen Geschwister Koch, Gelsenkirchen, Kreuzstraße 1. Bringe meine gut abgelagerten sowie sämtliche Parfümerien, Mundwasser, Haarfärbemittel und Odie nur allein bekannten, echten Gebr. Sehrigs Zahnhalsbänder, ferner meine Auswahl fertiger Flechten in empfehlende Erinnerung; auch werden Flechten sowie andere Haararbeiten schnell und sauber angefertigt.— Die Ausübung der kleinen Chirurgie, Zahnziehen, Schröpfen, Blutegelsetzen 2c. wird von mir bestens besorgt. Carl Dröge, Bardier und Friseur, Selsenkirchen, Kreuzstraße 14. Umzugshalber Orrzer Ausberrauf meiner sämtlichen 2 Uhren, Gold-, Süber- und Alfenide-Waren für Konfirmanden. Mache noch ganz besonders auf eine große Auswahl in goldenen Halskeiten, Ohrringen, Brochen, Ringen! u. s. w. u. s. w. aufmerksam. Gleichzeitig bringe mein gut assortirtes Lager in optischen Gegenktänden in empfehlende Erinnerung. Aug. Spelberg, Gelsenkirchen, alter Markt Nr. 2. Dan wciahgn Ganstgen un Bastentecden und dngent! die ergebene Anzeige, daß ich ich mich hiersekbst als Mater und Wagentackiret etablirt habe.— Prompte und reelle Bedienung versprechend, zeichne Hochachtungsvoll Chr. Nessen. NB. Werkstelle befindet sich auf Pottböhmer's Hof, Schulstraße Nr. 2, neben„Geselschaft Verein“. Bekanntmachung. Bezugnehmend auf Titel VIII der Gewerbeordnung§ 1410 Nr. 3 und aufgrund des Statuts S 2 Absatz 3 fordern wir die Meister hiesiger Stadt auf, ihre Gesellen, welche der Lade noch nicht angehören, bei unserem Ladenschreiber, A. Elbers, Ahstraße 17, anzumelden. Gegen Zuwiderhandelnde wird unnachsichtlich nach folgender Bestimmung vorgegangen:§ 2 des Statuts Absatz 3. Durch die Beschäftigung eines bei der Kasse nicht angemeldeten Gesellen verwirkt der Arbeitsherr eine Strafe von 1 bis 3 Mark. Gelsenkirchen. Der Vorstand der„Vereinigten Gesellenlade“. Naturelltapeten von 13 Pfg. an, Glanztapeten„ 40„ Goldiapeten„ 30„ in größter Auswahl. Ziegler& Jansen, D. Die neuesten##s Pariser Ineb hhale zur sind bereits eingetroffen und gefl. Ansicht ausgestellt. Geschwister Koch, Gelsenkirchen, Kreuzstr. 1. Die Gelsenkirchener = Actien= läßt sehr gute Parzellen Wiesen und Hütung von Hüller=Hof in Bulmke südlich der Cöln= Mindener Eisenbahn gelegen, verpachten. Angebote nimmt Unterzeichneter entgegen. Rotthausen, im April 1884. John. Gottfrd. Michels. THager! Versammlung am Dienstag, den 15. d.., abends 8 Uhr, in der Restauration H. Duesberg. Tagesordnung: 1. Vorlage des Fest=Programms. 2. Aufstellung einer Liste der Teilnehmer behufs Beschaffung der Festkarten. 3. Feststellung der gemeinschaftlichen Abfahrt nach Düsseldorf. Unterstützungs=Verein Schlüget K ae Eisen Gelsenkirchen. Montag, den 14. ds. Mis., nachmittags 3½ Uhr: Generar=Versammtung. Tagesordnung: 1. Berichterstattung der Kassenrevisoren des 1. Quartals. 2. Erledigung der Anträge. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Zur Anfertigung von Bauplänen, Kosten-Anschlägen etc. empfchlt sich M. Baum, Architect, Seisenkirchen, Marktstr. 13. Thurmbau=Lotterie Astenberg= Brilon. Geschäftsbücher aller kirt bei F. Dienst. * Denkmal für Westfalenland, zur Verherrlichung deutschen Ruhmes. Ziehung(16000M. Gew.) in Kürze. Lose à 1 M. (im Vorverkauf bis 15. April zu ermäßigtem Preis à 95 Pfg. 11 Stck. 9½ M. Agent gesucht. Generalagentur C. Deppe, Lotteriebank Bochum, Beckstraße 8. Mittwoch Morgen die oldenburger Sch Garwecke Gelsenkirchen, Bochumerse. Fure werden geschmacvoll und billig garnirt. Geschwister koch, Geisenkirchen, Kreuzstr. 1. Oeynhauser oder sogenanntes Bielefelder Graubrot kostet 8½ bis 9 Pfd. nur 35 PfoJ. Pollerberg, Gelsenkirchen, Bochumerstraße 18. Zur Saison empfehlon: Gartenschläuche. Aug. Köckmann Nachf. Mein .33 Laiserplatz Nr. 1, sowie Sauplatz ist mit 1500 Mark Anzahlung von mir zu verkaufen IF. Horn, Gelsenkirchen. Woltkeitfuttente, Regenschirme, Stroh=Güte große Sendungen eingetroffen, zu den billigsten Preisen. G. Boltmann, Gelsenkirchen. Bahnhofstraße Nr. 37. Die Beleidigung, die ich gegen D) den Polizei=Sergeanten Herrn Greitemeier, Herrn Wilh. Kroeger und Herrn Anton deber am 30. März in der Wirtschaft des Herrn H. Börste gethan habe, nehme ich als unwahr zurück, Ueckendorf, den 8. April 4884. H. Elbracht. Dem Herrn Wilhelm Beich und seiner Schwiegertochter Wilhelmine zu ihrem morgigen Wiegenfeste ein dreifach donnerndes, von hier bis nach der Wilhelminenstraße schallendes, nie verhallendes Lebe hoch! hoch! hoch! Es ist uns allen wohl beekannt, Daß Ihr ein Faß habt liegen; Drum kommen wir ganzungenant, Um auch ein Glas zu kriegen. Sollte'8 Minchen knurren, Gehn wir ohne Murren, Hüten uns vor'm nächsten mal, Bei Euch zu feiern solches Mahl. Gewidmet vom lnstigen Kleblatt. Tanz=Anterricht im Locale des Herrn Eickelkamp zu Gelsenkirchen, Hermannstr. Derselde beginnt am Dienstag, 22. April, abends 8 Uhr. 3 Honorar 18 Mark. Achtungsvoll Fr. Beindorf. Ein Lehrling, der Lust hat die Horndrechslerei zu erlernen, wird gesucht. Hermann Braß, Gelsenkirchen, Hochstraße. 8 mhommsed), LuG, D emick in gug, uamsusbzug aputs ul Hugngg mning * * # 895 * 5 5 5 5 3 1r 1. Nr in Co 65 der der 64 * Dresdener Vereins gegen Armennoth und Bettelei und des Bezirksvereins gegen den Mißbrauch geistiger Getränke eine Summe von viertausend Mark überreicht mit der Bestimmung, daß die eine Hälfte dem Verein gegen Armennot und Bettelei und die andere Hälfte dem Bezirksverein gegen den Mißbrauch geistiger Getränke zufließen solle. Der Geber will einerseits besonders die von dem Verein gegen Armennot und Bettelei neu errichtete Arbeitsstätte für beschäftigungslose, hülfsbedürftige Arbeiter unterstützen und andererseits dazu beitragen, daß die Bevölkerung über die Gefahren des Branntweintrinkens und Wirtshauslebens belehrt und an Arbeit und Häuslichkeit gewöhnt werde. Er wünscht vor dem Osterfeste auch andere Herzen dafür zu gewinnen, daß sie von ihrem Ueberflusse etwas für ihre Mitmenschen opfern und Familien= glück und Volkswohl fördern helfen. Wenige Tage vorher hatte ein anderer ebenfalls ungenannter Wohlthäter dem Dresdener Verein gegen Armennot und Bettelei ein Geschenk von eintausend Mark überreicht. Die Schützlinge des großen Kurfürsten. 30) Historische Erzählung von Max Ring. „Sei vernünftig, liebes Bäschen, und laß uns offen mit einander sprechen, wie es sich für gute Freunde schickt. Wir befinden uns in derselben Lage und tragen das gleiche Leid. Darum müssen wir fest zusammenhalten und einander beistehen, so viel wir können. Ein Vertrauen ist des andern wert." „Aber was sollen wir anfangen? Der Vater wird nie einwilligen, daß wir—“ „Ich werde dem Vater sagen, daß ich Dir Dein Wort zurückgegeben habe, weil ich eine andere liebe.“ „Das wolltest Du? Hans! Du bist wirklich der beste Mensch, zu gut für mich, ein wahrer Engel.“ „Und einen Engel,“ scherzte er,„kann man nicht heiraten.“ Natürlich konnte ein Geheimnis, das so viele Mitwisser hatte, nicht lange verschwiegen bleiben. So erfuhr auch bald die Familie Roussel die edle Selbstverleugnung des guten, ehrlichen Hans, der dadurch in ihren Augen ebenso viel gewann, als er bei der Zunft verloren hatte. „0 Monsieur Aus!“, sagte der französische Goldschmied bewegt, Sie sein ein excellentes Mensch, un homme de coeur comme un vrai Français.“ „Ehrlich und wahr,“ fügte Raoul hinzu, wie ein echter Deutscher.“ Am meisten aber freute sich die holde Gabrielle, die ihm mit dem süßesten Lächeln dankte. Noch nie hatte sie ihn so freundlich angeblickt und so zärtlich seinen Händedruck erwidert, so daß er darüber den Zorn seines Oheims und die Anfeindungen seiner Innungsgenossen vergaß und sich so glücklich fühlte, daß er mit keinem König getauscht hätte. Durch alle diese Vorgänge wurde aber der Name und die Geschicklichkeit des französischen Goldschmieds nicht nur in der großen Stadt, sondern auch am Hofe bekannt, da das Tafelgeschirr allgemeines Aufsehen und die größte Bewunderung erregte. Bei einem Feste, welches der Kurprinz veranstaltete, fiel auch dem Kurfürsten und besonders der Kurfürstin Dorothea, seiner zweiten Gemahlin, die schöne Arbeit auf, so daß sie sich nach den näheren Umständen erkundigten. Dabei verfehlte nicht der ebenfalls anwesende Ober= Stallmeister, Graf Louis de Beauvau, die Kunstfertigkeit seines französischen Landmanns zu rühmen und die ihm bekannten Thatsachen den hohen Herrschaften mitzuteilen. Infolge dieser Empfehlungen erhielt der bisher unbeachtete Goldschmied zahlreiche Aufträge und Bestellungen. Selbst die Kurfürstin ließ ihn eines Tages nach dem Schlosse rufen und vertraute ihm einen kostbaren Schmuck an, den er nach ihren Angaben neu fassen sollte. Bei dieser Gelegenheit zeigte sie ihm auch die sorgsam gehüteten, in ihrem Zimmer verwahrten Kronjuwelen und forderte ihn auf, dieselben abzuschätzen. Während dieser Beschäftigung ließ sich der Kurfürst, der grade einen heftigen Gichtanfall hatte, auf seinem Krankenstuhl in das Gemach rollen. Nicht wenig überrascht, in den Händen eines ihm fremden und gänzlich unbekannten Mannes die so kostbaren Kronjuwelen zu sehen, konnte er einen leichten Vorwurf über eine solche Unvorsichtigkeit nicht unterdrücken. „Mein Gott!“ sagte die Kurfürstin.„Der Herr ist ein Refugis, der Goldschmied Roussel—“ „Derselbe," versetzte der Kurfürst,„der das Tafelgeschirr des Kurprinzen gearbeitet hat und den uns der Graf Beauvau empfahl. Das ist etwas anderes. Ich freue mich, einen so wackern und geschickten Mann zu sehen.“ „Und ich,“ erwiderte der Goldschmied mit einer tiefen Verneigung,„fühle mich glücklich, Eurer kurfürstlichen Gnaden für die mir und meinen Glaubensgenossen erwiesenen Wohlthaten meinen unterthänigsten Dank abstatten zu können.“ Mit der ihm eigenen Huld und Herzensgüte erkundigte sich der Kurfürst nach den Verhältnissen der Familie und ließ sich alle Einzelnheiten der von ihr erlittenen Verfolgungen und ihrer Flucht berichten, welche im hohen Grade seine Teilnahme und sein Mitleid zu erregen schienen. Ebenso verlangte er eine genaue Auskunft über die jetzige Lage und Aussichten des Goldschmieds, über den Geschäftsbetrieb und die ihm aufgetragenen Arbeiten, indem er ihm wiederholt seines Schutzes und Beistandes versicherte. „Ich wünsche nur,“ fügte er freundlich hinzu, „daß Ihr in Eurer neuen Heimat gedeiht und sie mit der Zeit so lieb gewinnt, wie Euer früheres Vaterland. Was ich dazu thun kann, soll geschehen.“ *."(Lebendig toi] Frankfurt a. Main, 29. März. Ein seit Jahren in Paris wohnender Frankfurter, der jetzt 81 Jahre alt ist, brauchte seinen Geburtsschein und ersuchte einen seiner hiesigen Verwandten um Besorgung desselben. Auf dem Standesamt wurde aber erklärt, daß derjenige, welcher den Geburtsschein verlange, schon vor einigen Jahren, laut vorhandenem Eintrage, gestorben sei. Der Verwandte des Parisers machte sich an die Aufklärung dieses Rätsels und brachte nach vieler Mühe heraus, daß der Verstorbene, der sonderbarerweise genau die Namen geführt hatte, wie der in Paris Lebende, nach zehnjährigem Aufenthalte im Versorgungshause hier im Bürgerhospitale verschieden war. Da diese Feststellung aber noch nicht genügt, so wird der Einundachzigjährige, der in seiner Vaterstadt schon in der Totenliste figurirt, wohl hierher kommen und, um alle Zweifel zu heben, sich vorstellen müssen. * Frhr. v. Eramer=Klett, der größte In** [Fortschritt.]„Madame,“ fragte ein gebildetes Dienstmädchen die Hausfrau,„ziehen Sie morgen auf der Landpartie Ihr neues weißes Kleid an?— Ja! Aber warum fragst Du, Marie?“—„Na, dann werde ich mich mein blaues anziehen; wir beide sehen sonst zu egal aus und das macht sich nicht!“ Gustav Henschel’s Gelsenkirchen, Wiehagen, Bochumerstr. 38,(Ecke Das Lager enthält in stets reichster Auswahl Manufactur=Waren. Herren=Garderoben. W aren=Abzahlungs=Geschäft Knaben=Anzüge. Damen=Mäntel. Hüte. Schirme. Stiefel und Schuhe. Wand= und Caschen=Uhren unter Garantie. Moltke-Narkt) liefert an jeden Standes Waren auer Art auf wöchentl. halbmonatl. monatl. oder ½jährl. „„„„ ebenso billig als gegen Baar, ohne Bürgschaft— ohne Preiserhöhung. Credit erhält Jedermann Möbel, Betten, Oefen, Beerde auf Abzahlung. Bedingungen: 1. Jeder Käufer hat sich durch Steuerzettel oder Mietsbuch zu legitimiren. 2. Beim ersten Einkauf ist ein Drittel anzuzahlen, später nicht mehr. 3. 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Die zarten Röte angeha in melancho 1* melancholisches Die Dame