9Nr. 52. Gelsenrirchen, Donnerstag, den 7. Februar 1884. 10. Jahrgang. Die„Emscher Zeitung“ erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und hohen Feiertage. Wochen=Beilage:„Ilustrirtes Emscher Sonntagsblatt“. Insertionspreis: Die Petit=Zeile oder deren Raum 15 Pf., Reklamen 40 Pf. Verantwortlicher Redackteur F. Dienst in Gelsenkirchen. verbunden mit dem Amt Herner Tage-Blatt. (Früher: Der Reichsfreund.) Sincere et constanter. Beiruna 5 nonche Aügeneinrs Grgan für die Liadt Sellenkirchen, die Zeuter Schtalte, Betenderf, Wanne und Herne.— Auzeigeklatt für Gerihto, Cini=Vernaltungs= und Miltiär=Heherden.# K — Adonnementspreis: Mark.50 vierteljährlich im Voraus. Man abonnirt außer bei der Expedition in Gelsenkirchen, Marktstraße 13, bei allen Reichspostanstalten und bei den Filial=Expeditionen: Rud. Eick, Herne: W. Walbeck, Wanne; W. Pötter, Wattenscheid. Druck und Verlag von F. Dienst in Gelseneirchen. * Deutschland und der Orient In dem jetzt erschienenen zweiten Teile des Buches„Bismarck, Zwölf Jahre deutsche Politik“ ist u. a. ein Bericht eines dem Fürsten Bismarck angeblich nahestehenden Reichstagsabgeordneten aus dem Jahre 1880 über Vorschläge enthalten, welche der Reichskanzler angeblich nach dem Abschluß des Allianzvertrages mit Oesterreich dem französischen Botschafter Grafen St. Vallier gemacht haben soll. Diese Vorschläge gehen von dem in diesen Blättern wiederholt erörterten Gedanken aus, daß es endlich Zeit sei, der jahrhundertlangen Fehde der mitteleuropäischen Mächte über einen relativ unbedeutenden Streifen Land endlich ein Ende zu machen, da diese Fehde für die Beteiligten immer neue Verluste, nie aber Vorteile zur Folge hatte, denn während diese Mächte in Vorbereitungen zum Kriege oder im blutigen Ringen begriffen waren, fanden Rußland und England Zeit und Gelegenheit„ihre colossale Macht aufzurichten“. Die Vorschläge sollen nun, auf dieser Voraussetzung bastrend, im wesentlichen wie folgt gelautet haben:„Zu keiner Zeit war das Bündnis der drei mitteleuropäischen Mächte eine solche Notwendigkeit und verhieß so segensreiche Früchte, als in diesem Augenblicke. Das Programm der Mächte wäre zunächst, kein Fuß breit Erde auf der Balkanhalbinsel darf in den Besitz Englands oder Rußlands übergehen; ferner das türkische Festland in Europa darf nur den Oesterreichern, Franzosen und Deutschen gehören. Aber wenn diese Völker sich erst auf der Balkanhalbinsel festgesetzt haben, so werden sie auch den Weg nach Kleinasien und den Inseln finden und in den brachliegenden Ländern Asiens reiche Ernten und neues Leben erwecken. Nicht durch einen gewaltsamen Anstoß oder Krieg soll das Ereignis verwirklicht werden, man braucht nur die türkischen Länder nicht vorweg in die Hände Englands oder Rußlands zu spielen und mit voller Einigkeit für den geeigneten Moment bereit zu stehen.“ Diese Vorschläge kommen uns nicht sehr wahrscheinlich vor. Vorerst wäre es doch höchst wunderbar, wenn jemand, der wirklich in die auswärtige Politik unseres Reichskanzlers eingeweiht ist, durch die Mitteilung der Vorschläge gerade im jetzigen Augenblick eine unbegreifliche Indiscretion begehen sollte. Wir stehen jetzt mit Rußland auf gutem Fuße und haben allem Anscheine nach Anlaß, mit diesem Stande der Dinge zufrieden zu sein. Wozu also unsere Nachbarn im Osten, die empfindlicher sind, als es gut ist, durch derartige Veröffentlichungen mißtrauisch zu machen? Und ferner, kann man Frankreich ein solches Bündnis wie das, von dem eben die Rede ist, mit Aussicht auf Erfolg anbieten? Mit wem soll es abgeschlossen werden? Die erste Grundlage für ein solches Bündnis würde doch wohl eine Garantie für den Bestand einer Regierung sein; für den Bestand der französischen Regierung fehlt aber eine solche Garantie gänzlich. Innerhalb des Rahmens der Republik sind die größten Umgestaltungen möglich; außerdem ist aber die Dauer der Republik selbst nicht einmal gewährleistet. Endlich tragen auch die Vorschläge an sich den Stempel der Unwahrheit: das türkische Festland in Europa dürfte nur den Oesterreichern, Franzosen und Deutschen gehören. Die Teilung möchten wir sehen und die Eintracht, welche unter den drei Besitzern des türkischen Festlandes herrschen müßte. Nach einer solchen Dreiteilung würden wir schwerlich aus den Wirren herauskommen. Das türkische Festland in Europa kann nur einem gehören, entweder Rußland oder Oesterreich oder— es muß beim alten bleiben. Deutschland hat alles mögliche gethan, um den letzten Ausweg passirbar zu machen, indem es durch deutsche Militärs und Beamte das türkische Reich lebensfähig zu machen suchte. Das ist die Politik der Uneigennützigkeit, die des ehrlichen Maklers. er„Moniteur de Rome“ über die kirchenpolitische Lage. In einem Herrn v. Schlözer gewidmeten Artikel schreibt das vaticanische Organ: :„Der erste Eindruck, den man von den Erklärungen des Herrn von Goßler empfängt, mußte für alle Freunde des religiösen Friedens von niederschlagender Wirkung sein. Nachdem der Minister zuvörderst allen Aufragen des Centrums über die demnächstigen kirchenpolitischen Absichten der Regierung Schweigen entgegengesetzt hatte, bemerkte er endlich, daß sein desfallsiges Programm in der(Schlözer'schen) Note vom 5. Mai enthalten sei, seit welcher Zeit sich nichts geändert habe. Diese Antwort hat eine ungeheure Tragweite. Sie beweist, daß Preußen mit einer Hartnäckigkeit ohne gleichen an seiner fixen kirchenpolitischen Idee festhält: die äußeren Anzeichen des „Culturkampfes“ schwinden lassen zu können, ohne zugleich an den Grundlagen der Maigesetze etwas zu ändern. „Der Stand der kirchenpolitischen Verhandlungen vor dem letzten(Juli=) Gesetz war folgender: Der Vatican erklärte sich bereit, die„Anzeigepflicht“ in dem nur irgend zulässigen Umfange zu bewilligen, falls Preußen in eine organische Revision der Maigesetze einwilligen wollte. Preußen aber verfolgte unter leeren Versprechungen seinen alten Plan, dem hl. Stuhle das Einspruchsrecht herausznlocken (arracher), ohne vorher die... Gesetzgebung von 1873 zu ändern. Vor der ruhigen und correcten Haltung Roms schien dann Preußen einen Augenblick nachgeben zu wollen. Es ersuchte den Vatican, die(von ihm speciell geltend gemachten) Wünsche, betreffend die Freiheit der Erziehung des Clerus und der bischöflichen Amtsgewalt zu formuliren. Darauf erfolgte eine eingehende Antwort. Aber was that nun die Regierung? Ohne auf diese Antwort irgendwie bezug zu nehmen, verlangte sie in ihrer Note vom 5. Mai die„Anzeigepflicht" für alle Pfarrer(als Gegenleistung für die Befreiung der Capläne von der„Anzeige“ und gleichzeitig unter Androhung des Repressiosystems für den Fall, daß man über die Modalitäten der „Anzeigepflicht" sich uicht auf gütlichem Wege verständige). Von Revision der Maigesetze kein Wort! In seiner Note vom 19. Mai protestirte der heilige Stuhl gegen ein solches Vorgehen und verlangte, daß die Verhandlungen auf das frühere Terrain zurückgeführt würden. Darauf machte Preußen sein letztes kirchenpolitisches Gesetz, welches amoviblen Geistlichen die Seelsorge in den verwaisten Gemeinden freigeben sollte. Vom Wunsche nach Frieden beseelt, gestattete der Vatican die Dispensgesuche. Dafür erwartete er— und man hatte in letzter Zeit Gründe, es zu erwarten—, daß die Regierung nunmehr wenigstens versuchen würde, eine organische Revision der Maigesetze eintreten zu lassen. Aber die Antwort, welche Herr v. Goßler schon auf den Antrag Reichensperger gab, ließ keinen Zweifel über die wahren Absichten der Regierung; seine neueste Erklärung und der Artikel der„Nordd. Allg. Ztg.“ über die Souveränität des Papstes verbreiten noch mehr Licht in dieser Sache.— Da sind wir also wieder so weit, wie am ersten Tage der„Verhandlungen“! „Wenn Preußen die„Anzeigepflicht“ erlangt hätte, so könnte es den„Culturkampf“ scheinbar einstellen, das katholische Volk einschläfern, das Centrum sprengen und die Maigesetze durchführen. Das aber kann und wird nicht geschehen, und ein neuer Kampf wird beginnen! Das katholische Volk und seine Vertreter werden lieber eine neue Verfolgung ertragen, als Nachgiebigkeit zeigen. Die Regierung aber sollte bedenken, wohin sie in einem Kampfe kommt, aus welchem der Katholicismus stets als Sieger hervorgegangen ist!“ 41. Sitzung des Abgeordnetenhauses. 88 Berlin, 5. Februar. Die zweite Beratung des Cultusetats wird bei den Ausgaben für die höheren Lehranstalten fortgesetzt. Reg.=Commissar Geh.=Rat Stauder erwidert Kantak, daß, wenn in der Provinz Posen die deutsche Sprache in den höheren Lehranstalten mehr zur Anwendung kommt, dies seinen Grund darin habe, daß die Zahl der in deutscher Sprache vorgebildeten Schüler jetzt erheblich zugenommen habe. Abg. Dr. Kropatscheck beklagt sich über die Ungleichmäßigkeit der Verteilung von Wohnungsgeldzuschuß und Alterszulagen. Namentlich seien die nicht academisch gebildeten Lehrer an den Gymnasien schlecht gestellt. Regierungsseitig wird erwidert, daß die Regierung bemüht sei, die Lehrer möglichst gleichmäßig in den Gehaltssätzen zu stellen, wobei sie leider vielfach auf Widerstand bei den Communen stoße. Abg. Dr. Virchow erörtert eine Arbeit, in welcher festgestellt wird, daß gegenwärtig die Schüler ein höheres Alter erreichen, bevor sie die erforderliche Reife erlangen als früher. Fast ein Viertel der Abiturienten sei 21 Jahre alt. Es sei das eine bedenkliche Erscheinung, die sich auch bei Realschulen zeige. Es sei unumgänglich nötig, zleugh ub die doppelte Schrift fallen zu lassen. In der te###5 wissenschaftlichen Welt habe man sich längst ent= emiß schlossen, die deutschen Lettern aufzugeben. Die Bish, deutsche Schrift vermehre unnötigerweise den 12# Unterrichtsstoff und verschlechtere die Handschrift. gitkro Die Stenographie wird mehr und mehr Bedürfnis. srottz Die Regierung möge erwägen, ob die Stenographie rign nicht zum obligatorischen Unterrichtsgegenstand gemacht werden könne. Die staatlicherseits eingeführte Orthographie sei nicht empfehlenswert, da sie eine große Unsicherheit mit sich bringe. Man solle die Rechtschreibung vereinfachen, anstatt sie durch überflüssige Buchstaben zu erschweren. Deshalb füge sich auch die Presse der neuen staatlichen Orthographie nicht. Es empfehle sich, eine lußl Conferenz aus ganz Deutschland zur Vereinfachung Trü der Rechtschreibung zusammenzuberufen. Reg.=## Comm. Geh.=Rat Gandtner: Eine amtliche Er= ithol hebung über das Alter der Gymnasialabiturienten habe wiel andere Resultate ergeben, als die in der vom Vorred= gehör ner erwähnten Petersilge'schen Schrift enthaltenen. rchlie Das Durchschnittsalter sei 19 Jahre, was durch tspres das für die Aufnahme in die einzelnen Klassen poln vorgeschriebene Alter gerechtfertigt sei. In den an letzten 20 Jahren sei das Alter der zu prü= 5. fenden Abiturienten immer das gleiche gewesen; wenigstens seien die Schwankungen unbedeutend, eisen Abg. Dr. Kropatscheck würde auch die Be bei schränkung des Schreibunterrichts auf eine Schriftart als vorteilhaft erachten. Was den StenographieUnterricht an höheren Lehranstalten anlange, so erzie ständen sich hier Vorteile und Bedenken gegenüber; ge## er wolle darüber zur Zeit noch kein definitives vese. Urteil abgeben. Auf eine Anfrage des Abg. von Eynern erwidert Ministerialdirector Greiff daß die von der Regierung angestellten Ermittelungen, ob es sich empfehle, die Zuschüsse: zu den Communallehranstalten so zu regeln, daß icken die Communen alle sachlichen, der Staat dienet fr persönlichen Lasten tragen solle, ergeben habe, daß eistlidurch eine solche Regelung eine Mehrsorderung anen. den Staat von 4½ Millionen nötig werde. Abg.#in v. Heerem ann bedauert, daß die Abiturienten Wäh kein schriftliches Examen für den Religions= der unterricht abzulegen haben und daß der Religions= ist unterricht überhaupt zu sehr vernachlässigt werde.gegar Reg.=Comm. Geh.=Rat Bonitz constatirt, daß dieren, Stundenzahl für den Religionsunterricht nicht verootati mindert sei. Die mit dem schriftlichen Religions=dnu unterrichts=Examen in zwei Provinzen gemachtenun## Erfahrungen führten zur Aufhebung desselbenn Abg. v. Eynern hält eine Regelung des Staatsm zuschusses an communale höhere Lehranstalten füpc dringend nötig. Abg. Dr. Windthorst hält das schriftliche Religionsexamen für unbeding notwendig. Abg. Peters beklagt sich darüber daß die Schüler den griechischen Unterricht vielfacht ohne brauchbares Lehrbuch empfangen, wodurck“ dem Lehrer eine erhebliche Mehrarbeit aufgenötig.“ werde. Dr. Reichensperger=Köln wende“ sich gegen die neue Orthographie. Es sei gerades unglaublich, daß man die Fortentwickelung de deutschen Sprache durch Ministerialrescripte förder# 4) Zu stolz. Roman nach dem Englischen von Chr. Fester. Drei Minuten später trat Eveline in das matt erhellte Krankenzimmer Rupert Lisles. Wie im Traum sah sie mehrere Personen das Bett umstehen, die, sobald sie sich näherte, ein wenig bei Seite traten. „Eveline, Sie sind gekommen!" flüsterte Rupert mit schwacher Stimme.„Sie wollen mir die letzte Gunst erweisen?“ „Ich kann Ihnen nichts verweigern, teurer Freund!" „So willst Du also bei mir bleiben? Dein süßer Blick soll mich hinüber begleiten aus diesem Leben in das Jenseits, Eveline?“ In demselben Augenblick entstand eine Bewegung am Eingang. Es trat jemand in das Zimmer. Eveline sah, daß es ein nach englischem Ritus gekleideter Geistlicher war. Er hielt ein Gebetbuch in der Hand. Das halb betäubte, junge Mädchen fühlte mehr, als sie sah, daß der alte Doctor und eine Dienerin hinter ihr standen. Der Geistliche ergriff ihre kleine, eiskalte Rechte und legte dieselbe in die fieberheiße Hand des Kranken. Eveline ließ alles mit sich wie im Traume geschehen. Es kam ihr vor, wie in einem Märchen, nur dünkte sie die Totenstille in dem Gemach so beängstigend, als wie eine Vorbedeutung all der Qual und all' der Bitterkeit, die für sie die Zukunft bergen sollte. Aber sie war keines klaren Gedankens fähig. Nur das eine hatte sie erfaßt und das hielt sie fest: Der Mann, der da krank, siech zum Sterben vor ihr lag, hatte als seinen letzten Wunsch begehrt, daß sie ihm angehören sollte für die letzten Stunden seines Lebens, und sie hatte nicht die Kraft und den Mut, ihm zu widerstehen. Weshalb auch hätte sie es thun sollen? Wenn alles vorüber, dann würde sie in ihr stilles Heim zurückkehren mit dem Bewußtsein, einem Sterbenden das Scheiden leichter gemacht zu haben. Und dann würde wieder alles so sein wie zuvor! Wie zuvor? Des Geistlichen Worte schreckten sie auf aus ihrer Träumerei. Die verhängnisvollen Worte, die sie mit Rupert Lisle verbanden, bis der Tod sie trennte, sollten gesprochen werden. Eveline fuhr auf wie aus einem schweren Traume. Einen Augenblick zögerte sie, das inhaltsschwere Wort zu sprechen, aber ein einziger Blick auf das erwartungsvolle Gesicht Rupert Lisle's und voll und klar tönte ihr„Ja“ durch das stille Gemach. Es war vorüber. Sie war seine Frau— eine Braut in Hut und Mantel, ohne Schleier, ohne Myrtenkranz. Gewiß war selten eine Hochzeitsfeier so fern von aller Ceremonie als diese. Nur der goldene Reif an ihrem Finger und der tiefe, unermeßlich zufriedene Blick aus Rupert's Augen zeigte, daß sein Wunsch erfüllt, daß Eveline sein Weib geworden war. Der Geistliche ging. Welche guten Wünsche, welche Segensworte konnte er bei einer Gelegenheit wie dieser sagen? Er ergriff bewegt Evelinens Hand und sprach: „Gott segne Sie!“ Und dann ging er fort, indem er sich sagte, daß diese Hochzeit die traurigste sei, der er je beigewohnt habe. „Ich will jetzt schlafen," flüsterte Rupert, mit ruhigem, zufriedenem Tone.„Ich habe ja nichts mehr zu wünschen!“ Der Doctor geleitete Eveline in eine Ecke des Zimmers, um ihr einige Verhaltungsmaßregeln zu geben. Die Dienerin hatte das Zimmer verlassen. Der Schlaf hatte die müden Augen Ruperts geschlossen. Der Doctor und die junge Frau befanden sich allein in dem Gemach. „Sie haben Mr. Lisle sehr glücklich gemacht!“ „Ich habe nicht umsonst gelebt, wenn ich selbst nur dies gethan haben soll," versetzte sie mit sanftem Tone. „Kennen Sie seine Familie?“ Eveline schüttelte das Haupt. „Ich habe nie jemanden seiner Angehörigen gesehen.“ „Aber Sie kannten ihn schon seit längerer Zeit?“ „Ja. Er kam früher öfters nach unserm Dorfe zu einer befreundeten Familie, um bei derselben einige Sommerwochen zu verbringen, dort lernte er meinen lieben Vater und mich kennen.“ Mr. Howard schüttelte das Haupt. Er hatte nicht erwartet, daß Eveline solch' eine Unerkenntnis der Verhältnisse Ruperts haben würde. „Er hat zwei Schwestern. Die eine verheiratet und heißt Lady Courtenay; die andere, Fräulein Lisle, lebt bei ihr.“ „Warum sagen Sie mir all' dieses jetzt?“ fragte Eveline. „Weil auch seinen Verwandten die Nachricht von seinem Unglücksfalle mitgeteilt wurde. Sing können jeden Augenblick hierher kommen. Es.): deshalb gut, daß Sie vorbereitet sind da Sür möglicherweise von Ihnen nicht gerade freundlieiner begrüßt werden könnten.“ Eveline warf stolz ihren Kopf zurück. acb er „Niemand kann mir das Recht, für ihn saste sorgen, streitig machen. Nur seiner Mutter würdaß ich dieses Recht einräumen.“ iner „Er hat keine Mutter— nur zwei Schwesterrs einen Schwager und einen Vetter.“ 45g, „Ein Vetter ist kein naher Verwandter.“ orte „Trotzdem steht ihm der Vetter näher, wie* C0 Schwestern. Beide waren wie Brüder. Ich kem#### Rupert Lisle seit seiner Kindheit und ich weitch daß er Denis liebt wie sein zweites Selbst.“ Die Nacht war vorüber. Mr. Howard Prief mit Tagesanbruch und fand keine Verändernkupert in dem Befinden des Leidenden. Gegen Mitt wurde der Notar gerufen. Eveline mußte ihrsie,## treuen Wächterposten am Lager des Kranken Resei.“ lassen und Ruperts Testamentvollstrecker schloß juugen, mit ihm ein. Retrübt Als Eveline zurück kam, sah sie ein glücklichen, daß Lächeln auf ihres Gatten bleichem Antlitz. Trauer. „Jetzt ist alles in Ordnung““ flüsterte er## zu,„Deine Zukunft ist gesichert, Epeline.“# Sie waren beinahe den ganzen Tag# Haps allein. Der Arzt kam in kurzen Zwischenräumt sonst unterbrach nichts das Zusammensein zweis Menschen, die nur kurze Zeit zusammen sollten. wolle. Redner schildert sodann die nachteiligen Folgen der Vertreibung der frommen Schwestern, wodurch die Schulen für noch nicht unterrichtspflichtige Kinder verwaist worden seien, die Kinder ohne Aufsicht und Erziehung blieben und der Staat schließlich, um nur einigermaßen Abhülfe zu schaffen, bedeutende Summen aufwenden müsse. An die Bildung junger Mädchen würden heute übermäßige Forderungen gestellt: Turnen, Clavierspielen, Singen, Schlittschuhlaufen.„Turnen Sie doch mal, wenn Sie fünf Stunden gesessen haben.“ (Heiterkeit.) Die Mädchen sollten gottesfürchtig und bescheiden und so erzogen werden, daß sie eine Zierde unseres Hauses werden. Cultusminister von Goßler: Es sei nicht möglich, einem 16 jährigen Mädchen eine abgeschlossene Bildung zu geben; es müsse vielmehr die Grundlagen für weitere Fortbildung erlangen. Alle Städte, welche höhere Töchterschulen besitzen, bitten seit langem um Aufstellung eines Lehrplans; aber viele Töchterschulen würden durch einen solchen Lehrplan schwer geschädigt werden. Der Turnunterricht für Mädchen sei nirgends obligatorisch, aber er finde in allen Kreisen immer mehr Sympathien. Ich habe bei einem Besuch in Osnabrück mit den Geistlichen dem Mädchenturnen beigewohnt und wir waren entzückt; die Mädchen müssen ein bedeutendes Maß von Aufmerksamkeit der Ausbildung und Beherrschung ihres Körpers zuwenden. Abg. Dr. Windthorst: Das Turnen müsse ebenfalls mit großer Vorsicht betrieben werden, damit sich neben den Vorteilen nicht auch große Nachteile einstellen. Das wichtigste sei die Bilduug des Gemüts, die nur auf religiöser Basis möglich sei; warum rufe man die Klosterfrauen zu diesem Zwecke nicht zurück? Namentlich sei deren Hülfe auf dem Lande nötig, da die Volksschulen lange nicht genug leisten. Die Debatte wird geschlossen und die Ausgaben für die höheren Lehranstalten genehmigt, worauf die Etatspositionen für das Elementarschulwesen folgen. Abg. Zaruba führt Beschwerde über die Unterdrückung der polnischen Sprache in den oberschlesischen Volksschulen. Für den Verkehr in Oberschlesien genüge die polnische Sprache vollständig.— Darauf wird die Weiterberatung auf morgen vertagt. Grad hätte vermieden werden können, wenn der Landtag nicht in diesem Jahr ganz unnötig spät einberufen worden wäre, rückt nachgerade wieder sehr in die Nähe und es ist begreiflich, daß das Präsidium bei Zeiten Vorkehrungen trifft, um die Mißstände möglichst erträglich zu machen. Eine Nachsession nach Schluß der Reichstagsarbeiten wird gleichwohl schwer zu vermeiden sein, namentlich wenn noch die großen Verwendungsgesetze über Schuldotation, Beamtenbesoldung, Communalbesteuerung eingehen sollten. Lc. Perlin, 6. Febr. Heute beginnen im Abgeordnetenhause die Abendsitzungen, um in die unmäßig in die Breite gehenden Etatsberatungen ein etwas beschleunigteres Tempo zu bringen. *8 Berlin, 6. Febr. Der Kaiser wohnte gestern Abend dem diesjährigen Subscriptionsballe im Berliner Opernhause bei. Ebenso waren die meisten in Berlin weilenden Mitglieder des königlichen Hauses anwesend. Bei dem üblichen Umgange führte der Kaiser die Prinzessin Christian von Schleswig=Holstein. Die Frische in der äußeren Erscheinung des hohen Herrn wurde allgemein mit Freude wahrgenommen. Er unterhielt sich mit sichtlicher Lebhaftigkeit mit den Prinzessinnen sowie den Gemahlinnen der landsässigen Fürsten und der Botschafter. *8 Der Kaiser hat dem Fürsten zu Schwarz= burg=Rud olstadt die Insignien des Johanniterordens für Souveräne verliehen. Der Herrenmeister des Johanniterordens Prinz Albrecht von Preußen hat den Reichstagspräsidenten, Landesdirector von Levetzow zum Ehrencommendator und gleichzeitig zum Schatzmeister des Johanniterordens ernannt. 88 Ferlin, 6. Febr. Das Abgeordnetenhaus beriet heute den Etat für das Elementarschulwesen. Abg. Seyffart=Crefeld trat der s. Z. von Dr. Windthorst ausgegebenen Parole, Kampf um die Schule! entgegen und sagte, daß es sich hierbei für das Centrum nicht um Bildungs=, sondern um Machtfragen handle. Abg. Mooren klagte über den Rückgang der Schule; seitdem durch Falk die Politik in die Schule eingeführt worden, sei der Segen daraus entwichen. Er verlangte schließlich Herabsetzung der Schulpflicht auf 7 Jahre. Abg. Seyffarth=Liegnitz tritt dem entgegen; rüttle man am Schulzwange, so rüttle man an der Säule des Staates. Abg. Knörcke wünschte Vorlegung eines Schuldotations= und Lehrerpensionsgesetzes. Abg. v. Zedlitz= Neukirch betout die Notwendigkeit einer Regelung der Schullast, womit gleichzeitig für die Reichssteuerreform ein Anstoß gegeben werden würde. Cultusminister v. Goßler teilte mit, daß der Entwurf eines Schuldotations= und Pensionsgesetzes bereits ausgearbeitet sei, wies auf die Gefahren hin, die eine Verkürzung der Schulzeit nach sich ziehen würde, indem er constatirte, daß von der Dispensations=Befugnis ein umfassender Gebrauch gemacht werde, und bemerkte schließlich, daß die Regierung bemüht sei, dem in Oberschlesien herrschenden Idioma möglichst Rechnung zu tragen. Abg. von Stablewski verurteilte das System der Regierung, das dahin gehe, die polnische Sprache auszurotten. Die Polen wollten keine Revolution. Abg. von Tiedemann=Bomst führt Beschwerde über die traurigen Schulverhältnisse in Posen und tritt dann der nationalpolnischen Agitation entgegen. Die Polen warteten nur auf einen Krieg zwischen Oesterreich, Rußland und Deutschland. Geh.=Rat Kühler belegte die nationalpolnische Agitation in Posen mit zahlreichen Beispielen und hob sodann hervor, daß die Zahl der Analphabeten in den letzten 20 Jahren von 50 auf 9 Procent zurückgegangen ist. Abg. Rickert stellte einen Antrag auf Einstellung von 100000 Mark für Lehrerpensionen in Aussicht. Abg. Dravo begründete einen Antrag, in den Elementarschulen, welche nicht Halbtagsschulen sind, den Unterricht ausschließlich auf die Vormittagsstunden zu verlegen Der Antrag wurde an die Unterrichtscommission zur Vorberatung verwiesen. Abg. Lohren betonte die Notwendigkeit der Ermäßigung der Communal= lasten, was nur mit Hülfe des Reichs möglich sei. Dr. Windthorst bekämpfte die Forderung für die Kreisschul=Inspectoren. Schließlich wurden die Ausgaben für die Elementarschulen sowohl als auch für die Schulaufsicht genehmigt. * Die Prinzessin Georg zu Sachsen ist gestern Abend kurz vor 11 Uhr verschieden. Noch am Samstag glaubte man, daß die Krankheit in der Abnahme sei und selbst am Montage herrschte noch die Hoffnung, daß die hohe Patientin noch zu retten sei. Dem Kaiser wurde die Nachricht von dem Ableben der Prinzessin Georg durch den am Berliner Hofe beglaubigten sächsischen Militärbevollmächtigten Major v. Schlieben überbracht. Der preußische Hof legt für die verstorbene eine 14tägige Trauer an. Der auf morgen, Donnerstag, angesetzte Ball bei dem Kronprinzen und der Kronprinzessin fällt infolgedessen aus.— Die Leiche der Prinzessin Georg wird heute Abend 10 Uhr von dem Prinzlichen Palais nach dem Palais am Taschenberge übergeführt werden, während die Beisetzung in der Familiengruft in der katholischen Kirche am Freitag, 7 Uhr abends erfolgen soll.(Prinzessin Maria Anna, Schwester des Königs von Portugal, wurde am 21. Juli 1843 geboren und vermählte sich 1859 mit dem Prinzen Georg von Sachsen, dem mutmaßlichen Thronerben. Aus der Ehe mit dem Prinzen Georg von Sachsen sind sechs Kinder entsprossen, vier Söhne und zwei Töchter.) Aufenthalte in Berlin gestern nach Petersburg begeben, um die russische Vermittelung gegen den Widerstand, den Bulgarien in der Tributfrage leistet, anzurufen. Man glaubt, daß die Verhandlungen Erfolg haben werden. * Merzig, 5. Februar. Bei der heutigen anderweiten Wahl eines Landtagsabgeordneten im 4. Wahlbezirke des Regierungsbezirks Trier an Stelle des Professors Dr. Könighoff, welcher sein Mandat niedergelegt hat, wurde der Landrichter Lehmann aus Saarbücken(Centrum) mit 378 von 379 Stimmen gewählt. und Tstzis: 6. Febr. Heute früh zwischen 3 aus einem Postwagen auf Briefpostbeutel 80000 M. gestohlen. Der Thäter scheint mit dem Postdienst vertraut gewesen zu sein. * München, 5. Febr. Die Abgeordnetenkammer beriet heute den zum Etat des Cultusministeriums vom Ausschuß gestellten Antrag wegen möglichster Einführung eines confessionellen Geschichtsunterrichts an den humanistischen Gymnasien. Die Linke sprach sich gegen den Antrag aus, der Cultusminister erklärte denselben für principiell bedenklich und auch für nicht durchführbar, die Abstimmung wurde auf morgen vertagt. * München, 6. Febr. Die Abgeordnetenkammer hat gegen die Stimmen der Linken den Antrag, wonach der Geschichtsunterricht auf den humanistischen Gymnasien nach den Confessionen getrennt erteilt werden soll, angenommen. ** Eine der ersten Autoritäten unserer Zeit auf dem Gebiete der Wasserbaukunst, Geh.=Rat Hagen, ist am Sonntag Nachmittag im Alter von 87 Jahren gestorben. Der Jahde=Kriegshafen ist hauptsächlich von ihm geplant und durchgeführt. Auch sonst dankt ihm Preußen zahlreiche wichtige Hafenbauten. Von autoritativer Bedeutung ist sein neunbändiges„Handbuch der Wasserbaukunst“. Politische NLC. Perlin, 5. Febr. In den nächsten Tagen werden nach der Ankündigung des Präsidenten im Abgeordnetenhause die Abendsitzungen beginnen. Der ungünstige Stand der Arbeiten, namentlich der langsame Gang der Etatsberatung, nötigt zu diesem unliebsamen Mittel der Geschäftsbeschleunigung. Hätte der Reichstag in diesem Jahr einen Etat zu erledigen, so wäre jetzt schon die Zeit gekommen, wo er notwendig einberufen werden müßte. Die Etatsberatung im Reich kommt nun in diesem Jahre in Wegfall und dadurch ist es ermöglicht, die Einberufung des Reichstags noch eine Weile hinauszuschieben. Immerhin wird dieselbe in etwa vier Wochen erfolgen müssen und es stritt dann wieder für das Abgeordnetenhaus die Frage der längeren Vertagung oder der concurrirenden Arbeit der beiden Parlamente auf. Diese geSwangtlag, dir Bu im dnem gewisen Berlin, 6. Februar. Die Steuercommission des Abgeordnetenhauses hat gestern Abend die Aufhebung in der dritten und vierten Stufe der bisherigen Classensteuer abgelehnt. Bei der Abstimmung stimmten von den anwesenden 23 Commissionsmitgliedern 4 für den Erlaß der Jahreseinkommen bis 1500 Mk., 6 für den Erlaß bis 1200 Mk.,(Regierungsvorlage), 11 für den Erlaß bis 1000 Mk., und die große Mehrheit endlich für den Erlaß bis 900 Mk. Für die Steuerbefreiung bis 1500 Mk. sprachen Dr. Wagner (cons.) und der Pole Maguzinski, für die Befreiung bis 1000 Mk., v. Oertzen(cons.) Die Nationalliberalen von Benda und Tanner, die Fortschrittler Dr. Hänel und Büchtemann sowie Jansen(Cent.:) erklärten sich gegen weitere Erlässe überhaupt. Dr. Hänel machte den komischen Vorschlag, man möge die Salzsteuer erlassen. Bekanntlich ist die Salzsteuer eine Reichssteuer und das preußische Abgeordnetenhaus ist garnicht in der Lage, einen Beschluß zu fassen, wie ihn der Staatsrechtslehrer Dr. Hänel will. + Wien, 5. Febr. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ in Berlin kommt auf die Verhandlungen des österreichischen Abgeordnetenhauses über den Sprachen=Antrag zurück und bezeichnet die Behauptung des Minoritäts=Berichterstatters Sturm, Fürst Bismarck habe die Deutschen in Oesterreich getadelt, aber nicht etwa wegen ihrer Haltung gegen die Slaven, sondern wegen der von ihnen eingenommenen Stellung der früheren liberalen Regierung gegenüber, als ungenau und hält es für geboten, bei dieser Gelegenheit festzustellen, daß Fürst Bismarck den Deutsch=Oesterreichern in erster Linie die Nichtachtung der Dynastie, des Kaisers, seiner Rechte und seiner Macht zum Vorwurf gemacht hat.„Gerade die Deutschen in Oesterreich,“ sagt die„Nordd. Allg. Ztg.",„sind vorzugsweise berufen, das monarchische Princip zu pflegen, in Treue gegen den Monarchen, ihren angestammten Kaiser; ihnen liegt es ob, den anderen österreichischen Nationalitäten ein Beispiel zu geben, und der Dynastie die Regierung, zu welcher dieselbe gerade des deutfchen Elements als Bindemittel zwischen allen übrigen bedarf, zu erleichtern.“ + Wien, 6. Febr. Das österreichische Unterhaus hat die Vorlage wegen der über Wien und Umgebung verhängten Ausnahmemaßregeln an eine Commission zur Vorberatung verwiesen, nachdem Minister Graf Taaffe die Maßregeln mit den bekannten verbrecherischen Vorkommnissen begründet hatte. Die Annahme der Vorlage gilt als sicher. Inzwischen nimmt die DrohbriefFabrikation ihren Fortgang. Graf Taaffe hat, er selbst erklärt hat, bisher nicht weniger als 70 Drohbriefe erhalten. In der Wohnung des Mörders Stellmacher wurde, außer einem großen Vorrat revolutionärer Schriften, eine Kiste mit Blei und Dynamit gefunden.— Der Statthalter Jonanovic ist von Zara mit seiner Familie abgereist und wird nicht wieder dorthin zurückkehren. Als sein Nachfolger wird Graf Richard ClamMartinitz genannt. Mehrere Blätter teilen mit, daß zur Ausführung des Flottengründungsplanes die Summe von 140 Millionen Mark vom Reichstage gefordert werden wird, und daß die über diesen Gegenstand vom General=Lieutenant von Caprivi ausgearbeitete Denkschrift, die eine sehr umfangreiche sein und namentlich in der übersichtlichen Darstellung des Marinewesens der anderen euro päischen Staaten bleibenden statistischen Wert behalten soll, soweit fertig gestellt sei, daß sie zu den allerersten Drucksachen gehören würde, welche der Reichstag nach seinem Zusammentritt zu erwarten habe. Wie der„N. A..“ aus Kiel telegraphirt wird, soll die beabsichtigte Nachtragsforderung zum Marine=Etat sich auf 18 Millionen belaufen und nur behufs Vermehrung der Torpedoboote und des seemännischen Personals für dieselben eingebracht werden. Für das diesjährige Kaisermanöver sind das 7.(westfälische), 8.(rheinische) und 14.(badische) Armeecorps in Aussicht genommen. s Der Bevollmächtigte der französischen, engschen und holländischen Gläubigen des türkischen Staates, Mr. Valfrey hat sich nach zweitägigem Paris, 5. Febr. Das„Cridupeuple“ will wissen, daß mit Rücksicht auf die Arbeitercrisis und die herrschende Gährung die in Paris tehende Infanteriedivision die Hauptstadt nicht verlassen und an den großen Mannövern nicht teilnehmen werde. Eine gleiche Vorsichtsmaßregel sei für Marseille getroffen.— Der Pariser Stadtrat wird sich in einer seiner nächsten Sitzungen mit der Frage der Beschaffung billiger Mietswohnungen beschäftigen, die schon seit mehreren Monaten schwebt. Die mit der Vorberatung der Angelegenheit betraute Commission hat alle Vorschläge verworfen, die darauf hinauslaufen, daß die Stadt selbst sich mit dem Bau von Arbeiterhäusern und Arbeitervierteln befassen soll. Schließlich ist man auf den ursprünglichen Vorschlag zurückgekommen, wonach mit dem Credit foncier ein Vertrag geschlossen werden soll, auf Grund dessen das genannte Creditinstitut Vorschüsse bis zur Höhe von insgesamt 50 Millionen denjenigen Besitzern leistet, welche auf ihren Terrains Häuser mit billigen Wohnungen(nicht über 860 Francs Jahresmiete) errichten wollen. ## Jendon, 6. Febr. Gestern wurde das englische Parlament mit einer Thronrede eröffnet, welche die Beziehungen Englands zu allen Mächten als freundschaftliche bezeichnet. Inbezug auf die Besetzung Egyptens sagt die Thronrede: die im Herbst wegen Zurückziehung der englischen Occupationstruppen aus Egypten ergangenen Befehle seien wegen der Niederlage der egyptischen Truppen im Sudan zurückgenommen worden, nichtsdestoweniger bleibe der schon angegebene Zweck der englischen Occupation ganz unverändert, die Königin erteilte der ägyptischen Regierung die Ratschläge, die sowohl in Beziehung auf die weitere Entwicklung der Hülfsquellen, wie auch inbezug auf die sociale Lage des Landes gewünscht wurden. General Gordon sei abgeschickt worden, um über die geeignetsten Mittel zur Räumung des Innern von Sudan zu berichten und bei der Ausführung derselben mitzuwirken. Anlangend die Verhandlungen mit den Delegirten des Transvallandes, so werde von der Königin ein günstiger Abschluß gehofft. Die Lage im Zululand sei fortgesetzt eine durch Unruhen gestörte. In Irrland fahre die Lage fort, sich zu bessern. Die neue Session wird unzweifelhaft von großer Wichtigkeit sein. Von den angekündigten Gesetzvorlagen ist die über die Erwerbung des Wahlrechts die bedeutsamste.— Aus Suakim wird gemeldet, daß Baker Pascha mit großem Verlust geschlagen worden ist. Baker verlor 2000 Mann an Toten und Verwundeten und befindet sich auf der Flucht.— Unverzüglich nach Empfang der Meldung von der Niederlage Baker Paschas ist an alle nach Indien unterwegs befindlichen Truppenschiffe telegraphisch der Befehl ergangen, Halt zu machen. Baker Pascha ist mit den ihm verbliebenen Truppenresten gestern abend in Suakim angekommen. Die Befestigungen Suakims wurden durch brittische Marinesoldaten besetzt. Es bestätigt sich, daß das von Sinkal zum Fouragiren ausgeschickte Truppencorps durch den Feind vernichtet worden ist. O Petersburg, 5. Febr. Das unter kaiserlichem Protectorate bestehende Marieninstitut zu Warschau, eine Erziehungsanstalt für Töchter höherer Stände, hatte sich bekanntlich im vorigen Jahre als ein förmliches Nihilistennest eutpuppt. Die„Damen“ trieben nihilistische Propaganda und unterhielten mit männlichen Nihilisten intime Beziehungen. Als das entdeckt wurde, zündeten sie das Institutsgebäude an. Damals war die Rede von der Aufhebung des Instituts, davon scheint man indeß zurückgekommen zu sein, wenigstens wird jetzt neu gemeldet, daß ein Wechsel in der Person der Vorsteherin eingetreten ist. Die bisherige Vorsteherin wurde entlassen und durch die seitherige Vorsteherin des kaiserlichen Erziehungsnstituts in Charkow ersetzt. * Petersburg, 6. Februar. Der Kaiser hat dem Präsidenten der deutschen Reichsbank von Dechend, den St. Annen=Orden erster Classe und dem Reichsbankdirector Rotth, den St. Stanislausorden zweiter Classe mit dem Stern verliehen. * Nachrichten. * Gelsenkirchen, 5. Februar. Die Königliche Regierung zu Arnsberg hat verfügt, daß die Weihnachtsferien für die Volksschulen ihres Bezirks fortan bis zum 2. Januar einschließlich und die Osterferien vom Gründonnerstag bis zum Sonntag nach Ostern dauern sollen. Die Weihnachtsferien sind demnach um einen, die Osterferien um drei Schultage verlängert worden. * Die westfälische Provinzial=FeuerSocietät hat an die Herren Bürgermeister und Amtmänner ein Schreiben gerichtet, in welchem sie mitteilt, daß sie zur Gründung einer Unfall=Versicherungscasse der Feuerwehrleute ein Capital von 10000 M. fundirt habe und ladet zur Beteiligung an der Casse refp. zur gemeinsamen Erledigung der Unfall=Versicherungsfrage ein. Hoffentlich wird diese Frage, welche schon lange die Feuerwehren beschäftigt, nunmehr bald zur allseitigen Befriedigung geregelt werden. * Schalte, 5. Febr. Die„Sch. Ztg. berichtet: Die kürzeste Verbindungsstraße zwischen dem Amte Buer und dem Amte Schalke, der Sutumerweg, befindet sich schon seit Jahreu in einem solch verwahrlosten Zustande, daß dieselbe nicht für Fußgänger, geschweige denn für Fuhrwerke zu passiren ist. Wenn man dabei inbetracht zieht, daß gute Verkehrswege zu schaffen eine unausgesetzte Sorge für alle strebsamen Gemeinden bilden und auch den sämtlichen Vewohnern zugute kommen, so muß der Sutumerweg für alle Beteiligten in den Vordergrund des Interesses treten. Den Bewohnern von Sutum und der nördlich und südlich von der Gemeinde Buer dem gleichnamigen Amte zugehörigen Bauerschoften ist infolge des unpassirbaren Sutumerweges der Absatz ihrer Landesproducte in den diesseitigen, die Stadt Gelsenkirchen und das Amt Schalke umfassenden, circa 40 000 Seelen zählenden Industriebezirk zur Unmöglichkeit geworden und damit eine lohnendere Verwertung ihrer Erzeugnisse abgeschnitten. Da es doch nur geringer Mittel— etwa des An— ta Jonden, 5. Februar. Der Sudan, den jetzt General Gordon mit englischen Münzen parificiren soll, umfaßt, soweit er egyptisches Gebiet war, eine Einwohnerzahl von mindestens 1 2Millionen. Dreiviertel davon sind Neger, der Rest ist semitischen oder hamitischen Ursprungs. Während von den Schwarzen ein großer Teil aus Heiden besteht, sind die anderen fanatisirte Muselmänner. Nach einem Berichte des Obersten Stenvart vom vorigen Jahre treiben die Negerstämme meist Ackerbau, während die Araber Nomaden sind und mit ihren Kameelherden und Selaven das weite Gebiet durchziehen. Chartum, die wichtigste Stadt Centralafrikas, zählt 40000 Einwohner, die ebenso gemischt sind wie die Einwohnerschaft Kairos. Gordon, welcher auf dem Wege nach Chartum ist, beklagt sich bitter über die Hindernisse, welche ihm die egyptischen Beamten in Kairo bereiten; so haben sie ihm als Sohn des Sultans von Darfur, ein ganz herabgekommenes Individium von 18 Jahren, das 42 Weiber hat und fortwährend betrunken ist, mitgegeben. Gordon hat diesen Burschen weggejagt; der wirkliche Sohn des Sultans von Darfur, ein sehr gesetzter Mann von 32 Jahren mit nur 2 Weibern, weilt noch ruhig in Kairo. Arabi Pascha wurde in Ceylon nterviewt. Er erklärte den Sudan für Egypten verloren, was jedoch dem Lande zu keinem Schaden gereichen werde. Den Mahdi kennt er persönlich. Er bezeichnet ihn als einen characterfesten und sehr tüchtigen Mann, hinter dem 150000 kriegsgeübte Männer stehen. Egypten sei nicht imstande, der durch den Mahdi hervorgerufenen Bewegung Herr zu werden; dieser aber werde das eigentliche Egypten nicht angreifen, solange England die Schutzmacht des Landes bleibe. fahrens von Ko alle, die es an beteiligten Aem von Sutum 2c., weges Sorge t1 X Schalke Geburtstages unser, jetzt sch evangelische Ar 23. k. M. zu Einweihung sein verbinden. Auc Festlichkeit Zutr 75 Pfg.,(für wobei eine Dame unter 14 Jahre * Das groß der evangelischen kirche veranstalte geteilt wird, eine habt, daß man Kirche war bis wird die Zahl geschätzt. Die L und Unruh ware Der etwa 65—7 den Choral: A Composition: We Motetten:„Wer hymne von Gäbl Kraft und Fülle, weise Bewunder erwerwarb sich F zwei prächtigen L Jahre 1667(Sti solo) von Hilter d schloß mit dem Ch der, mit Orgelbeg Wirkung war. 2 sich auf—900 witwenkasse der er .* In Werden Verbrechern gelung zu entkommen. fast durchgefeilt, sich daran herunte eitelt wurde.— Zuchthausstrafe ve * In Quiobur welcher mittels L Josephskirche besto selbe hat angegebe zu sein. * Im Proceß dem Verteidiger de anwalt Grommes eingelegt worden. betreffend das Fest in den Gemeinde Pöppinghausen un In der Gemeind Castrop, ist ane Tollwut constatirt den Gemeinden Castrop die Festle Hunde angeordnet Es wird desha Grund des§ 50 d die Abwehr und der Viehseuchen v 1875 und der§§ Gesetzes über die tung vom 11. Mär Umfang der Gem horst, Pöppinghau hausen nach Beratu treffenden Gemein folgende Polizei=D lassen, welche sofort § 1. Alle Hunde Gemeinden müssen April 1884 festgel einem sicheren, das hindernden Maulk. werden. § 2. Wenn Hut schrift zuwider, fre betroffen werden, sofortige Tötung er § 3. Zuwiderha diese Verordnung Geldbuße bis zu 9 Herne, den 30. J Die Polizei=Verwal Eine kleiner a angekommen bei Rhein=El Sruft=. v. S. Soldmann#. anerkannt bewährt Genuß= und Haus wachsene und Kin erregend in seinen Heiserien kleit, Berschle und Brustleiden Mk. 1,00 und M zu haben bei Wi Nachf. G 50 Sack K im ganzen oder## würdig zu verkaufe Gelsenkirchen. vorrätia 44 an, den Münzen hes Gebiet Millionen. semitischen von den steht, sind ach einem gen Jahre während Kameel= irchziehen. kas, zählt sind wie lcher auf itter über Beamten ils Sohn kommenes iber hat Gordon che Sohn er Mann heilt noch Ceylon Egypten Schaden ersönlich. sten und kriegsimstande, ewegung igentliche and die 1 de das onrede lands ftliche kgyptens Zurücken aus sen der Sudan bleibe nglischen erteilte ge, die wicklung sociale Gordon gnetsten idan zu mitzuit den von der ie Lage Inruhen sich zu ift von indigten g des Suakim großem r2000 befindet npfang Jaschas idlichen jangen, en ihm Juakim wurden bestäragiren d vertigliche aß die Bezirks d die onntag ferien n drei euerister t, in einer wehrhabe " zur ungswelche amehr erden. schtet: Amte rweg, verFußssiren gute borge auch muß den nern der zuissirndeslsencirca Unidere Da An— fahrens von Kohlenasche— bedarf, so mögen doch alle, die es angeht, insbesondere die Behörden der beteiligten Aemter, sowie die Gemeindevorstände von Sutum 2c., für die Instandsetzung des Sutumerweges Sorge tragen. I Schalte, 7. Febr. Mit der Feier des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers, welche unser, jetzt schon über 600 Mitglieder zählende, evangelische Arbeiter=Verein am Sonntag, den 23. k. M. zu begehen gedenkt, wird derselbe die Einweihung seiner, in Berlin bestellten Vereinsfahne verbinden. Auch Nichtmitglieder haben zu dieser Festlichkeit Zutritt, und ist der Eintrittspreis auf 75 Pfg.,(für Mitglieder auf 30 Pfg.) gestellt, wobei eine Dame freieingeführt werden kann. Kinder unter 14 Jahren ist der Zutritt nicht gestattet. * Das große Kirchenconcert, welches die Lehrer der evangelischen Gemeinde zu Essen in der Marktkirche veranstalteten, hat, wie der„Elb. Ztg.“ mitgeteilt wird, einen so durchschlagenden Erfolg gehabt, daß man allgemein darüber erstaunt ist. Die Kirche war bis in den letzten Winkel gefüllt und wird die Zahl der Anwesenden auf 11—1200 geschätzt. Die Orgelvorträge der Lehrer Eckhardt und Unruh waren von künstlerischer Vollendung. Der etwa 65—70 Stimmen zählende Chor trug den Choral: Wachet auf..., die Eickhoff'sche Composition: Wer Gottes ist... und die beiden Motetten:„Wer unter dem Schirm“ und Festhymne von Gäbler vor urd erregte durch seine Kraft und Fülle, sowie durch die correcte Vortragsweise Bewunderung. Von den Gesangssolisten erwerwarb sich Frau Gymnasialdirector Pilger mit zwei prächtigen Liedern: Arie für Alt aus dem Jahre 1667(Stradella) und das„Gebet"(Altsolo) von Hilter das höchste Lob. Das Programm schloß mit dem Chor:„Das ist der Tag des Herrn", der, mit Orgelbegleitung gesungen, von großartiger Wirkung war. Der Reinertrag des Concerts wird sich auf—900 M. belaufen, die für die Lehrerwitwenkasse der evangel. Gemeinde bestimmt sind. .* In Werden wäre es bald drei gefährlichen Verbrechern gelungen, aus der dortigen Strafanstalt zu entkommen. Eine Eisenstange hatten dieselben fast durchgefeilt, drei Strohsäcke zerschnitten, um sich daran herunter zulassen, was zum Glück vereitelt wurde.— Einer ist zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe verurteilt. * In Quisburg wurde ein wohlgekleideter Herr, welcher mittels Leimruten den Opferstock in der Josephskirche bestohlen hatte, festgenommen. Derselbe hat angegeben, ein Handelsmann aus Münster zu sein. * Im Proceß Ziethen in Elberfeld ist von dem Verteidiger des Albert Ziethen Herrn Rechtsanwalt Grommes das Rechtsmittel der Revision eingelegt worden. Industrie, Handel und Verkehr. Nationalbank für Deutschland Desß 9 Sehrssenf„„ Norddeutsche Bank Preußische Boden=Credit=Bank Reichsbank Schaaffhausener Bank=Verein Nrug, 6. Froruar. 44• Weizen 4 Qu. 1880 100 Kllo 18.:: 1680 Landroggen 1. neu 14 80 à 100 Kilo 12.„ 12 80 Gerste 100 Kilo 15 50 Buchweizen„ 15 50 Roggenstroh 600 g Rüböl per 100 Kilo in Partien von 100 Ctr. Rüböl per 100 Kilo faßweise Preßkuchen per 1000 Kilo Kleien per 50 Kilo Fruchtpreis.] 4• Hafer alter à 100 Kilo 15 40 " neuer„„„ 13 80 Raps 1.„ " 2. Kartoffeln„„„ 400 Heu per 50 Kilo 360 Lieggenslieh 500 Kilo 34 00 69 50 137 5 80 0 97.20 0 152.50 0 102.25 0 148.75 0 91,25 Weizen=Vorschuß 00 per 100 Kilo Glasgow, den 6 Februar. 2 Uhr 3 Min. nachm. Roheisen. Warrants 433—4. Berliner Börse. Berlin, den 6. Februar 1884. Fonds und Staats=Papiere. 4 102,70 4½ 103.80 4 102,50 4 101,50 4 101,50 3½ 99 00 85,00 67,70 Polizei=Verordnung betreffend das Festlegen der Hunde in den Gemeinden Bladenhorst, Pöppinghausen und Horsthausen. In der Gemeinde Rauxel, Amt Castrop, ist an einem Hunde die Tollwut constatirt und duher in den Gemeinden des Kirchspiels Castrop die Festlegung sämtlicher Hunde angeordnet worden. Es wird deshalb hiermit auf Grund des§ 50 des Gesetzes über die Abwehr und Unterdrückung der Viehseuchen vom 25. Juni 1875 und der§§ 5 und 20 des Gesetzes über die Polizei=Verwaltung vom 11. März 1850 für den umfang der Gemeinden Bladenhorst, Pöppinghausen und Horsthausen nach Beratung mit den betreffenden Gemeinde=Vorständen folgende Polizei=Verordnung erlassen, welche sofort in Kraft tritt. § 1. Alle Hunde in genannten Gemeinden müssen bis zum 14. April 1884 festgelegt, oder mit einem sicheren, das Beißen verhindernden Maulkorbe versehen werden. § 2. Wenn Hunde dieser Vorschrift zuwider, frei umherlaufend betroffen werden, so kann deren sofortige Tötung erfolgen. § 3. Zuwiderhandlungen gegen diese Verordnung werden mit einer Geldbuße bis zu 9 Mark bestraft. Herne, den 30. Januar 1884. Die Polizei=Verwaltung: Schäfer. Deutsche Reichs=Anleihe Preußische consolidirte Anleihe do. Staats=Anleihe 1868 1850, 52, 53 62 Staats=Schuldenscheine Oesterreichische Goldrente 4 „ Silberrente 4⅛ „ Papierrente 4½ Eisenbahn=Stamm=Actien. Verstaatlichte Eisenbahnen. Bergisch=Märkische0—— Rheinische, abgestempelte 0—— „ L. B.(gar.) 0 102,50 Gotthard vollgezeichnet..... 0 6 100,00 Russische Staatsbahn..... 0 5 126,40 Eisenbahn=Prioritäten=Obligationen. Aachen=Mastricht 4 97, Brg.=Märk. I. und II. Serie.. 4½ 103,70 " nII. A. B. 3¼ g. 3½ 95.50 „ Lit. C. 94 0 „ IV. Serie Berg.=Märk. V. Serie „ VI. Serie „ VII. Serie conv. „ VIII. Serie " IX. Serie 3½ 95,50 4½ 103.70 4½ 103,70 4½ 105.25 4½ 103,70 4½ 103,40 5 103,70 Zinsfuß überall 4 pCt., bei der Reichsbank Aachener Disconto=Gesellschaft Allg. Deutsche Handels=Gesellschaft Bank für Rheinland und Westfalen Bergisch=Märkische Bank „ Industrie=Gesellschaft Berliner Handels=Gesellschaft Berliner Makler=Verein Cölnische Wechs.= und Bank:. Deutsche Bank Hyptheken=Bank " National=Bank Disconto=Commandit Dortmunder Bank=Verein Essener Credit=Anstalt 60% 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 4½ PEt. 108.25 8900 Annener Gußstahl=Fabrik Arenberg, Gesellschaft für Bergbau Bochumer Bergwerks=A. Lit. A. m*„ Lit. B. Bochumer Gußstahlfabrik Borussia, Bergwerk Bonifacius Bergwerk: Cölner Berawerks=Verein Cöln=Müsener Bergwerks=Verein Dortmunder Bergwerke Lit. A. „„„ Oblig. Dortmunder union 600 Mark „" 400„ „*„ 300„ Vortmunder Union Stamm=Pr. " Part.=Obligation Gelsenkirchener Bergw.=Actien=Ges. Georg=Marien=Bergwerks=Verein Harkort Bergwerk „ Maschin. sarpener Hütten. hibernia u. Shamrock zörder Bergw.= u..=Act.=Ges. Oguise Setsen zusammengen. Toaise Tiefbau Märkisch=Westfälische Bergw. Madeburger Bergwerks=Act.=Ges. Mechernicher Oelheim Petroleum. 80% Phönix Berzwerks=.=G. Lit. A. Mute Lit. B. Plulo, Bergwerks=Gesellschaft Westfälische Draht=Industrie .. Union. Khein.=Westf. Industrie Geld=Sorten und Banknoten. Dukaten per Stück Sovereigns per Stück 20 Francs=Stück per Stück Gold=Dollars per Stück Imperials(halbe) per Stück Imperials per 500 Gr. Englische Banknoten 1 Lstr. Französische Banknoten per 100 Fr. Oesterreichische Banknoten 100 Fl. Puisisch.m„Silber=Coupons Russische Banknoten per 100 Rubel Zoll=Coupons 39,10 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 136.00 80,00 44 90 94.50 116,00 66.00 116.00 20,00 52,75 102,00 11,25 17.50 24,00 83.20 108.25 116.40 70,00 62.00 35,50 95.50 92,00 30,00 60.50 41,90 6010 195.00 167,50 40.50 85.50 Neuer Beitrag zur Leidensgeschichte der Volksschule. 63.00 103.00 .00 2080 .73 20.35 16,21 .18 16,72, 1393 50 20.443 81.35 168.75 168.40 197,80 20.70 118.30 68 75 122 50 105,40 93.25 144,60 89,50 107,50 194.90 97.0 97.00 Umrechnungs=Sätze. Guiden Alur—.25 M. 100 Franes= 80 M. 1 19# st. Währ.= 2 M. 7 Gulden Südd. 1 Mark=Paneg Guden Hollind. Währ.= 170., Lwv. Sterl. u 20 Pe N. 100 Rubel= 320 W. .. Zinsfuß der Reichsbank. Discont 4 pCt. Lombarden 5 pCt. 6. Februar 7. Februar Meteorologische Notizen. (9 Uhr vorm.) Bar. 767 mm. 763 mm. Therm. Eine große Partie kleiner und großer Faselschweine angekommen bei Friedrich Büscher, Rhein=Elbestraße 9. U nter Aufhebung des§ 5 des Orts=Statuts vom 4. December 1875 mer Perd Zerrnit auf Grund der I§ 120a und 142 der Reichs=Ge.ter=Lienung und nach Anhörung der Stadtverordneten=Versammlung dem genannten Paragraphen folgender Wortlaut gegeben: „Die Entscheidung des Schiedsgerichts ist zwar keine endgültige, vollstreckbare. Gegen die Entscheidung steht den Beteiligten Berufung auf den Rechtsweg binnen zehn Tagen präclusivischer Frist offen, die vorläufige Vollstreckung wird durch die Berufung nicht aufgehalten. Die Vollstreckung des Urteils, welches der Vorsitzende des Schiedsgerichts in schriftlicher Form von sämtlichen bei dem Spruche beteiligt gewesenen Schiedsrichtern unterschrieben nebst den etwaigen Verhandlungen zu den Acten der Gemeinde=Behörde zu einrser aie b z. 5, olgt auf Antrag der obsiegenden Partei durch die Gewoltung des Oris. au deren Requistion durch die Polzei=VerGelsenkirchen, den 25. October 1884. Bürgermeister:(gez.) Vattmann. Die unter diesem Titel erschienene neue Schrift Dörpfeld's enthält Anticritiken über die dem Verfasser zu Gesicht gekommenen abfälligen Beurteilungen seiner Schrift:„Beitrag zur 2c. 2e.“ Den Kern dieses letztgenannten Buches bildet beschtsordmunge der aden Schulaufe. Scegnge namentlich der Local= und Kreisschulinspection. Es wird diesen Einrichtungen vorgeworfen, daß sie den corporativen Schulinteressenten zu wenig Beteiligung gewähren und daß die Schuteufsicht fast ausschließlich in die Personen legen, welche weder in der Paitzischeule practisch gearbeitet, noch die bezüglichen #. Prüfungen absolvirt haben. Gegner Dörpfeld's betreffs der Schulaufsicht, meist orthodoxe Pastoren, machen sich ihren Kampf möglichst leicht und verfahren nicht laot im Mietzusherger a. Cousisorialrat Bur! .. im Walktemberger Schutwochenblatt:„Dörpselo nimmt in den Kämpfen der Schule die Stelvermwirst,; daß er zwar die confesionslose Schule dagegen die Aufhebung der geistlichen nicht zu vermarherdert, was bei einen Manne nicht zu verwunvern ist, für welchen die Kirche Bedeutung des Hundes hat, welcher dem Staat erfeggen, Oirten die Schafe zutreibt. Es ist ein (ahrener Schulmann, der hier zu uns redet, auch hebt er manche Uebelstände, welche insonderhertz au rrebischen Schulvesen sch finden, richtig vor. wver im ganzen haben wir die Schrift eines Hypochonders vor uns.“—„Eher ließe sich von einer Siegesgeschichte der Volksschule Der erste Satz Burk's ist eine vollständige Söhrsbens, eines. in einer früheren Schrift von Kanduumeteaee Sleichnisses:„Vom Schulsandpuncie aus liegt in Summa die Sache so, iß der Staat, als der eigentliche Hirt der Schulheerde gilt, während die Kirche vorwiegend nur die Dienste des Hirtenhundes zu thun scheint. der gireche ind. deu ue uwürdige Stelung der„, vann muß unser Auge ein Schalk characterisirt den Critiker als einen Hirten, der seinen gläubigen Schafen durchaus keinen Verstand zutraut. Der dritte lehrt uns einen Geistlichen kennen, der neben seinem Stande eigentlich gar keinen andern anerkennt. des Peierischen“; Redacteur des Schulblates seinem Plate; evangelischen Schulbereins, sagt in „Zur Characteristik des Dörpseld'scher Zuches führen wir zunächst den Umstand " baß dir tiveralen Jeitungen von Süd und Nord des Lobes über dasselbe voll sind.“ Dieser #0 ntt Ue. u4 5 te 5 uud ##e78 gittro Frot6. rict glerg De übe -C Tru # ithol wie. 19.— gehör rchlie tsprec voln an keisen 5 F. 3 3 erge vese. 8 Ordnung bierdurch genehmgt. auterund bes S 142 der Arnsberg, den 24. Januar 1884. Königliche Regierung, Abteilung des Innern. (gez.) Settemaier. Wird hiermit veröffentlicht. Gelsenkirchen, den 24. Januar 1884. Die Polizei-Verwaltung: Vattmann. Tieiratton. Die Lieferung nachbezeichneter Consumtibilien für Gefängnis=Verwaltung für das Etatsjahs 1884/85: ca. 3000 Kilo „ 300„ „ 400„ „ 400„ „ 250„ 200„ 100 h. Gerstengrütze i. Hafergrütze k. Gerstenmehl 1. Rindfleisch m. Nierenfett n. ger. Speck ca. 100 Kilo 100„ 100„ 200„ 120 120 Wegesabllscher 8 Selhmenn#. 0 v. S. Golvmunn& Cie., Dresden anerkannt bewährtestes diätisches Genuß= und Hausmittel für Erwachsene und Kinder, stannenderregend in seinen Erfolgen bei Husten, Keuchhunen, Catarrh, iserkeit, Berschleimung. Halsund Brustleiden 2c. à Flasche Mk. 1,00 und Mk. 1,75 allein zu haben bei Witwe F. W. Nachf. Gelsenkirchen. 50 Sack Kartoffeln im ganzen oder sackweise preiswürdig zu verkaufen. Gelsenkirchen. Tüssing, Gefangenaufseher. Gerühe Fwreben .auig g. Dienst. I. a. Schwarzbrod d. Erbsen o. w Bohnen d. Weizenmehl v. Graupen k. Linsen g. Reis soll an den Mindestfordernden; II. Der Küchenallfall an den Meistbietenden vergeben werden. Verschlassene Offerten, in welchem die Preise ad 1 von je 100 Kilo anzugeben, sind bis zum 16. d. M. der GefängnisVerwaltung, Zimmer Nr. 14, einzureichen, woselbst auch die Bedingungen zur Einsicht offen liegen. Gelsenkirchen, den 1. Februar 1884. Königtiches Amtsgericht. Bekanntmachung. "„Die Abteilungslisten zur Ersatz=Wahl der Wahlmänner behufs ganzungswahl für das Haus der Abgeordneten, liegen am., und 7. Februar 1884 und zwar: 1. für die Urwahlbezirke lui und V der Gemeinde Herne auf dem hiesigen Amtsbureau, Zimmer 5, und 2. für den Urwahlbezirk II der Gemeinde Baukau im Hause des Herrn Gemeinde=Vorstehers Kortebusch zu Baukau zur Einsicht offen. Der Urwahlbezirk III der Gemeinde Herne 1. Bahnhofstraße Haus Nr. 10 und 12, von 13 bis 45 und die Nr. 44, 49, 50, 51, 52, 53, 55, 57, 58, 59, 60, 61, 62, 63, 65, 70, 71 72, 73, 80, 82, 84, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94 und 101. 2. Wilhelmstraße von der. 1 bis 26. 3. Kampstraße von Nr. 1 bis Brunnenstraße Nr. 3 bis Ende, 3. Coaksstraße Nr. 1 bis Ende, 4. Kriechhestraße Pre bis Ende, 5. Shamrock Nr.1 bis Ende, 6. Shamrock. 4 316 gt uiw Eende, f. Grenzweg Nr. 17 bis Ende, 8. Regenkamp :. Ende, 9. Bochumerstraße Nr. 20 bis Ende, 10. Altenhöfen „.#. Ende und 11. Böhdestraße Nr. 2 bis Ende. Der UrwahlWiesbestraße Pr.5 bis kg. 1 dernerstraße Nr. 1 bis 3/2. straße Pr..bis 4, 5. Eschstraße Nr. 1 bis 7, 6. Stationsstraße Nr. P.9-, v. Oststraße Nr. 1 bis 9, 8. Hafenstraße Nr. 1 bis 3 und 9. Coluplex Providence. Wer die Aufstellung dieser Listen für unTierschutzverein Fauna, Gelsenkirchen. Samstag, den 9. Febr. er., „ abends 8½ Uhr, im Vereinslocale bei H. Duesberg: ee. keesummlung. Verichter a ordnung: 1. Berichterstattung über das Vereinsjahr 1883/84. 2. Rechnungslage. 3. Statutenänderung. 4. Vorstandswahl. 5. Vereinsangelegenheiten. Der Vorstand. Verein zur Versicherung von Schweinen 15 aien net fl Zeistli. 80 1as Wäh der ist! gegat ten, otat dnu richts oder unvollständig hält, kann seine Einwendungen gegen dieseiden Wührend genannter Tage bei dem Unterzeichneten bezw. bei dem Protagolt ertiären. Herne, den 2. Februar 1884. Amtmann: Schäfer. für Gelsenkirchen u. Umgegend. Sonntag, den 10. d. Mts., nachmittags 4 Uhr: n bo nachmittags 4 Uhr: Generalversammlung im Vereinslocal. er Fahrplan vom 15. October 1883 ab. Landwirtschaftsschule zu Cleve. Das Sommersemester beginnt am 19. April 1884. Aufnahmeprüfung für die Landwirtschaftsschule am 18. April, für die Vorschule am 17. April, morgens 8 Uhr. Zeugnis der Reife gilt als Qualisicationszeugnis für den einjährig=freiwilligen Militärdienst. Sprachen: Französisch und Englisch. bei Cleve, die selbst, sowie der Unterseichnete.. Angenheister vierDie Anmeldungen nimmt entgegen Dr. Fürstenberg, Director. Von Gelsenkirchen nach Wanne 6,18.43 10,36 2,08 4,19 5,43.52 1,19[Wanne Abf. nach Münster 6,45 10,52 2,19 5,52 10,04 1,39.] Von Bochum nach Ueckendorf=Wattenscheid 5,30 8,08 11,44 1,48 .30 7,20 10,16 9,02 svon Ueckendorf=W. nach Kray=Essen 5,43 6,.55.21 11,54 2,01 3,43 7,30 9,15. Von Dahlbusch nach Essen 5,41 6,52 8,18 11,45 1,55 3,39 (5,22 bis Kray) 7,29 9,10. Von Dahlbusch nach Gelsenkirchen 333 45 4o1 253.40 Von Essen nach Gelsenkirchentrhein.] 6,52.47 11,53 2,36 5,30 8,08 11,28. Von Essen nach Gelsenkirchen (Köln=Minden) 5,55 8,15 10,00 1,40 3,50 5,15.20. Von Schalke nach Wanne 8,.57 12,04 4,39 9,44. Von Schalke nach Sterkrade 5,52 927 2,29 8,04. Von Wanne nach Schalke 5,40 9,15 2,20 7,55. Von Schalke nach BismarckWinterswyk 8,28 5,26 9,11(Bismarck Abf. 8,37 2,42 5,52.20.] Von Schalke nach Essen 6,56.20 .17 7/35. 4 Von Essen nach Schalke 8,07 2,17 4,54.50. Von Gelsenkirchen nach Deutz=Köln 5,39 6,54 8,49 11,30 12,41 2,22 5,02 8,35(10,55 nur bis Essen, Altenessen Abf. 6,10 u. 4,47 Eilzug.) Von Gelsenkirchen nach Essen 5,36 6,47 8,13 11,40 1,50 3,34 (5,17 nur bis Kray) 7,24 9,05 svon Kray nach Dortmund 7,01.56 12,02.45 5,9., 8,17(11,37 nur bis Bochum)]. Von Wanne nach Dortmund 8,56 10,51 4,30.03 9,56.45 13 456, 905 1101 440 Von Herne nach Deutz=Köln 6,34 8,28 11,09 1,59 8,13(Wanne „ 5,31,.43.39 11,19 12,55 2,10 4,54 8,24(10,46 nur bis Essen)]. Von Herne nach Bochum 7,11 1,12 7,35. Von Bochum nach Herne.40 12,21 6,37. Von Wanne nach Ueckendorf=Wattenscheid=Bochum 5,33 8,40 12,40 4,05 5,32 8,00 10,50. Von Ueckendorf=Wattenscheid nach 2 5is Von Ueckendorf=Wattenscheid nach Dortmund 7,08 9,03 12,09 2,52 5,46 8,24(von Ueckendorf=Wattenscheid nach Bochum von Wanne kommend 5,47 1,00.25 11.10.) Tagesordnung: z. Berichterstattung der Revisoren. T. Zuhlung der Beiträge. 3. Verschiedene VereinsangelegenDer Vorstand. re ür einer freiwillige Burger=Feuerwehr. Donnerstag, den 7. d. Mts., abends 8½ Uhr: Generalversammlung. Tagesordnung: 1 Mall•=.ans: 1. Bauotage. 1. Vereinsangelegenheiten. Der Vorstand. Dr. Pattison’s ichtwatte, destes Heilmittel gegen als: Gesichis, Brust, Hals= und Bütederreisen In Packeten 60 J. dei..."“ 1 M. und halben zu Ziegler& Jansen, Gelsenkirchen, Bahnhofstraße. Anrnigeiliich, vers. Anweisung z. Rettungv Trunksucht mit u. ohne Vorwissen vollst. i. beseitigen. M. O. Falkenberg, Berlin., Rosenthalerstr. 62. 2 Dachdeckergesellen werden gesucht bei Adam Schmidt, Gelsenkirchen, Florastraße 8. eine Satz könnte einer weiteren Beachtung der Critik überheben, denn der Recensent hat nicht einmal gefunden, oder ignorirt es absichtlich, daß Dörpfeld's ganze Arbeit von jeglichem politischen Parteistandpunkte sich fern hält, und wo derselbe einmal durchschimmert, mehr politisch conservativ als liberal gefärbt ist. Nur wenn man erfährt, daß der Critiker im Lager der orthodoxen Kirche Convertit ist, begreift man den blinden Eifer desselben, welcher ihn ausrufen läßt: „Das ganze Buch(Dörpfeld, Beitrag) ist das Machwerk eines sich selbst beräuchernden Menschen, atmet Gift und Galle gegen den Stand der Geistlichen; wer sich in solcher Weise dazu herbeiläßt, mit dem antichristlichen Teile der heutigen Welt in ein und dasselbe Horn zu blasen, der hat als christlicher Schulmann abgedankt.“ Convertiten sind der Regel nach Streber, und diese können sich selten anders bemerklich machen, als wenn sie auf recht hohen Stelzen einherschreiten. Häufig kommen sie dabei zu Falle, wir beklagens nicht. Dörpfeld sagt mit bezug auf die unchristliche pfäffische Auslassung des Pfarrers Röck: „Sollte die Schulverfassungsfrage, soweit sie die Anliegen der Lehrer betrifft, nur unter Zerreißung des Bandes zwischen Schule und Kirche sich lösen lassen? Der Herausgeber des evangelischen Schulblattes möchte gern eine bessere Hoffnung festhalten und vertreten, aber er muß doch gestehen, daß Kundgebungen wie die obige(von Röck) einem dieses Festhalten recht schwer machen.“ Dörpfeld und vor und mit ihm manche andere brave und tüchtige Schulmänner haben lange das Vertrauen gehegt, daß die orthodoxe evangelische Geistlichkeit den Volksschullehrerstand in seinem Streben für Standesrechte und Standesehren unterstützen würde und haben sich um diese Unterstützung mit Eifer bemüht. Referent hat dieses Bestreben schon vor vielen, vielen Jahren ein erfolgloses genannt. Man hat das aus seiner Abneigung gegen die confessionellen Dogmen der orthodoxen Kirchen herleiten wollen, aber man irrte darin. Diese Abneigung und jene Erkenntnis basirten gleichmäßig auf geschichtlichen Erfahrungen. Gebt dem orthodoxen Kirchentum, dem evangelischen wie dem katholischen, und jedem andern, so viel ihr wollt, sie werden immer noch wieder neue Wünsche haben, nie aber von ihren, wie sie sagen, ererbten ewigen Rechten auch nur ein Jota abgeben, bis sie dazu gezwungen werden. Kirchenverbesserungen im ruhigen Wege der Reform durch die Geistlichen gehören zu den unmöglichen Dingen. Schule und Kirche sind nie Freunde gewesen, auch ein verwandtschaftliches Liebesverhältnis hat nie zwischen ihnen bestanden; Friede herrschte zwar zuweilen, aber nur der Friede zwischen Bäurin und Magd; der Friede hörte auf, sobald die Schule aus dem abhängigen Dienstverhältnisse hinaus wollte. Zuerst lösten sich den Verhältnissen entsprechend von der Kirche diejenigen Schulen, welche den hohen weltlichen Herren dienten. Seit einem halben Jahrhundert stark sind auch die Volksschulen bemüht, selbstständig zu werden. Wenn irgend jemand, so sind es die orthodoxen Geistlichen im Bunde mit denen, die auch auf staatlichem Gebiete gern alles beim alten lassen möchten, also im Bunde mit den Conservativen, welche ihren Bemühungen fort und fort Hindernisse in den Weg legen. Kirche und Volksschule sehen sich mit schelen Augen an. Die Einigungspunkte, welche sich zwischen ihnen noch finden, sind meist erzwungene. Es geht ihnen, wie zwei Freundinnen, die Männer von verschiedenen Standpunkten geheiratet haben— sie suchen sich nicht mehr. Wie kann die Schule, die, im vollen Leben stehend, sich mit dem Fortschritte verbinden mußte aus innerem Drange und äußerer Notwendigkeit, wie kann sie noch eine treue Magd, oder eine dienstfertige Freundin der Kirche sein? Niemand kann zweien Herren dienen, auch die Schule nicht, dem wissenschaftlichen Fortschritte und dem Stillstande. Drei andere abfällige Critiken des Dörpfeld'schen Buches sind in der evangelisch=lutherischen Kirchenzeitung in Leipzig erschienen. Die erste Recension ist überschrieben:„Die geistliche Schulinspection.“ Diese Ueberschrift schon deutet auf eine Verschiebung der eigentlichen Streitfrage. Dörpfeld spricht in seinem Buche nur von„hergebrachter Schulinspection.“ Der Recensent giebt sich alle erdenkliche Mühe, die Fähigkeit der Geistlichen zur Schulinspection darzulegen. Das läßt sich aber doch für jeden einzelnen Fall nicht anders feststellen, als durch eine Prüfung, und Dörpfeld hat weiter nichts verlangt. Mit dieser Prüfung aber wäre noch immer nur die Möglichkeit gegeben, daß diese Geistlichen Schulinspectoren werden könnten, aber noch lange nicht bewiesen, daß die Inspection durch solche Geistliche die beste sei. Daß mit der Ausschließung der Volksschullehrer von der Schulaufsicht noch manche schwerwiegende Uebelstände verbunden sind, hat der Recensent unbeachtet gelassen. Wie Röck und Burk, so macht auch dieser Recensent sich die Entgegnung dadurch leicht, daß er die objectiv begründeten Klagen auf subjective geistige oder moralische Mängel der Person oder des Standes schiebt. Der zweite Artikelschreiber der Kirchenzeitung, der ein practischer Schulmann— ein sehr weitschichtiger Begriff— sein soll, wie Dörpfeld ihm nachweist, seine Schrift nicht gelesen, sondern nur den ersten Artikel des Kirchenblattes, und auch diesen sehr leichtfertig. Wir unsererseits haben die practischen Schulmänner, welche im Lager der geistlichen Hirten umher schweifwedeln, schon lange satt, daß wir uns von diesen sofort verabschieden. Von dem dritten Artikel der evangelischlutherischen Kirchenzeitung sagt Dörpfeld, daß in ihm nur sachlich bemerkenswert sei die Abneigung des bairischen Kirchendieners gegen das Hauptlehramt. Das nun in der Schrift„Neuer Beitrag 2c.“ folgende abfällige Votum über den alten„Beitrag zur 2c. 2c.“ nimmt die Aufmerksamkeit des Lehrers von vornherein doppelt stark in Anspruch. Es ist von einem Schulbeamten der Neuzeit, dem Stadtschulinspector Dr. Boodstein, früheren Seminardirector zu Hilchenbach in Westfalen, verfaßt und in den pädagogischen Blättern zur Lehrerbildung von Kehr erschienen. Der„neue Beitrag“ enthält zwei Besprechungen desselben, eine kurze von Dörpfeld selbst und eine längere von einem Mitarbeiter des evangelischen Schulblattes. Wir empfehlen diese sachlichen Anticritiken dem Studium der Leser. Wer sie mit der Crikik vergleicht, der wird sich von dieser und damit von dem Critiker mit undefinirbaren Gefühlen abwenden. Für den, welcher die„Leidensgeschichte" kennt, werden folgende Sätze aus der Recension von 2c. 2c. Boodstein zur Kennzeichnung derselben genügen: 1.„Mag man über diese Sache(Mitwirkung der Geistlichen bei der Schulaufsicht) denken, wie man will— ich für meine Person gestehe gern und offen, daß ich für die Mitwirkung geeigneter Geistlichen innerhalb der Schulvorstände unter keinen Umständen verzichten möchte— so muß man doch zugestehen, daß sowohl in der Art und Form des ausgesprochenen Urteils, als auch in der eröffneten Perspective eine bedenkliche Reizung des gesamten Standes gefunden werden könnte. 2. Das von Dörpfeld Geforderte berücksichtigt zu einseitig die Interessen des Lehrerstandes, läßt aber diejenigen der anderen Interessenten außer acht oder bedenkt sie nebenher mit einem Brocken, immer den Schwerpunkt darauf legend:„Die ganze Volksschule für die Lehrer.“ 3. So bereit ich wäre, auch dem Lehrerstande eine Vertretung im Schulvorstande, wenigstens die Möglichkeit sich in demselben nachdrücklichst zu Gehör zu bringen zuzugestehen, so wenig könnte ich für die Vorherrschaft des Lehrertums im Schulvorstande eintreten. Wie 2c. Boodstein in diesen Sätzen der „Leidensgeschichte“ auf berechnete Weise Ansichten, Behauptungen und Forderungen unterschiebt, von welchen in dem Buche meist das gerade Gegenteil steht, so ist es mit der ganzen Recension. Erst macht sie den Leser glauben, Dörpfeld habe etwas Ungeheuerliches behauptet, dann behauptet sie annähernd, was Dörpfeld gesagt hat, und läßt es als eigene Meinung erscheinen. Das ist eine falsche Art der Polemik. Die Schrift:„Neuer Beitrag 2c. 2c.“(von Dörpfeld, Barmen, Wiemann) ist Lehrern und Schulfreunden besonders deshalb recht warm zu empfehlen, weil sie die Schwäche unserer Gegner in schlagender Weise offenbart. ** ** [Zerstreut.] Der Herr Professor ist eben Bekanntmachung. Nach Mitteilung des Königlichen Landrats=Amtes vom 30. v. M. ist von den 1882 gethätigten Wahlmänner=Wahlen diejenige des Heinrich Weber der III. Abteilung des VIII. Bezirks, H. L. Cremer der I. Abteilung des VIII. Bezirks für ungültig erklärt und auf Grund des§ 21 des Reglements vom 4. September 1882 die Ersatzwahl angeordnet worden. Zu diesem Zwecke liegt die neu aufgestellte Ur= und Abteilungsliste der I. und III. Abteilung des VIII. Bezirks, umfassend: die Heinrichs=, Weiden=, Mühlen= und Querstraße am., 8. und 9. d. M. zur Einsicht auf Zimmer 5 des Rathauses aus. Innerhalb 3 Tagen kann gegen die Richtigkeit derselben schriftlich oder mündlich Protest erhoben werden. Gelsenlirchen, 4. Februar 1884. Der Bürgermeister: Vattmann. Bekanntmachung. Nachdem zu der auf Montag, den 4. d. M. anberaumten Ersatzwahl eines Wahlmannes für die III. Abteilung des II. Urwahlbezirks der Gemeinde Heßler=Hüllen stimmberechtigte Urwähler nicht erschienen waren, werden die Urwähler der genannten Abteilung zur nunmehrigen Vornahme der Wahl auf Montag, den 11. Februar er, vormittags 10 Uhr, eingeladen. Wahllocal ist die Schenkwirtschaft des Justus Goebel(Wilhelms: garten) hier, Wahlvorsteher ist Herr Gemeindevorsteher Behmer, Stellvertreter Herr H. Lohmann in Hüllen. Schalke, 5. Februar 1884. Der Amtmann: Klose. Slmer Ziehung am 18., 19., 20. u. 21. Februar 1884. Erster Hauptgewinn: 75000 Ulmer Dombau verlost 1063 Geld=Gewinne mehr als die Kölner. 20SE à.50 sind bei mir zu haben. Theodor Dahl, Gelsenkirchen, neben der kath. Kirche. Veilchen-Abfal-Seife in vorzüglicher Qualität empf. à Packet(3 Stück) 40 Pf. A. Springerum. Zwangsversteigerung. Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das im Grundbuche von Schalke Band 2, Artikel 95 auf den Namen des Bergmanns Carl Kälberloh zu Schalke eingetragene, in der Steuergemeinde Schalte belegene, Grundstück Flur 1 Nr. 601/63 am 1. April 1884, vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Zimmer Nr. 1 versteigert werden. Das Grundstück ist mit einer Fläche von 6 Ar 44 Quadratmeter und mit 324 M. Nutzungswert zur Gebäudesteuer veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des Grundbuchartikels, etwaige Abschätzungen und andere das Grundstück betreffende Nachweisungen, sowie besondere Kaufbedingungen können in der Gerichtsschreiberei II eingesehen werden. Alle Realberechtigten werden aufgefordert, die nicht von selbst auf den Ersteher übergehenden Ansprüche, deren Vorhandensein oder Betrag aus dem Grundbuche zur Zeit der Elntragung des Versteigerungsvermerks nicht hervorging. insbesondere derartige Forderungen von Copital, Zinsen, wiederkehrenden Hebungen oder Kosten, spätestens im Versteigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, falls der betreibende Gläubiger widerspricht, dem Gerichte glaubhaft zu machen, widrigenfalls dieselben bei Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt werden und bei Verteilung des Kaufgeldes gegen die berücksichtigten Ansprüche im Range zurücktreten. Diejenigen, welche das Eigentum des Grundstückes beanspruchen, werden aufgefordert, vor Schluß des Versteigerungstermins die Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls nach erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Auspruch an die Stelle des Grundstücks tritt Das Urteil über die Erteilung des Zuschlages wird am 3. April 1884, vormittags 12 Uhr, an Gerichtsstelle verkündet werden. Gelsenkirchen, den 29. Januar 1884. Königliches Amtsgericht. Bringe meine gut abgelagerten sowie sämtliche# Parfümerien, Mundwasser, Haarfärbemittel und die nur allein bekannten, echten Gebr. Sehrigs Zahnhalsbänder, serner meine Auswahl fertiger Flechten in empfehlende Erinnerung; auch werden Flechten sowie andere Haararbeiten schnell und sauber angefertigt.— Die Ausübung der kleinen Chirurgie, Zahnziehen, Schröpfen, Blutegelsetzen 2c. wird von mir bestens besorgt. Carl Dröge, Bardier und Friseur, Gelsenkirchen, Kreuzstraße 14. S„„„* Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das im Grundbuche von Braubrauerschaft Band 2 Artikel 16 auf den Namen des Winkeliers Heinrich Pollmann in Braubauerschaft ein getragene, in der Steuergemeinde Braubauerschaft belegene, Grundstück Flur 2 Nr. 740/289 am 1. April 1884, vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Zimmer Nr. 1, versteigert werden. Das Grundstück ist mit einer Fläche von 2 Ar 50 Quadrat= meter und mit 243 M. Nutzungswert zur Gebäudesteuer veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des Grundbuchartikels, etwaige Abschätzungen und andere das Grundstück betreffende Nachweisungen, sowie besondere Kaufbedingungen können in der Gerichtsschreiberei 2 eingesehen werden. Alle Realberechtigten werden aufgefordert, die nicht von selbst auf den Ersteher übergehenden Ansprüche, deren Vorhandensein oder Betrag aus dem Grundbuche zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerks nicht her vorging, insbesondere derartige Forderungen von Capital, Zinsen, wiederkehrenden Hebungen oder Kosten, spätestens im Versteigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, falls der betreibende Gläubiger widerspricht, dem Gerichte glaubhaft zu machen, widrigenfalls dieselben bei Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt werden und bei Verteilung des Kaufgeldes gegen die berücksichtigten Ansprüche im Range zurücktreten. Diejenigen, welche das Eigentum des Grundstückes beanspruchen, werden aufgefordert, vor Schluß des Versteigerungstermins die Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls nach erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspruch an die Stelle des Grundstückes tritt. Das Urteit über die Erteilung des Zuschlages wird Im Verlage des Unterzeichneten erschien soehen: auf dem Rheindampfer. Der hochwürdigen Facultät der evangelischen Theologie zu Bonn und allen unbefangenen Herzen gewidmet von J. M. Arouet. Preis M..20. Anknüpfend an den Kirchenstreit, zu welchem Bender's Lutherrede Veranlassung gegeben, führen die hier auftretenden Repräsentanten des modernen Pietismus, der bergische Pfairer, der Hofprediger und der schwäbische Prälat, ihre Sache ebenso naiv und offenherzig, als der Oberbürgermeister und sein Freund Arouet, welche für das gute Recht der natürlichen Religion und humanen Sittlichkeit kämpfen. Der Hauptreiz des Büchleins liegt in der picanten, mit dramatischer Lebendigkeit durchgeführten Form des Tischgespräches, welchem die warmen Localfarben des Schauplatzes noch einen besonderen poetischen Hauch auflegen. Emil Strauß Verlagsbuchhandlung in Bonn. Kundder I. I. □ am 3. April 1884, vormittags 12 Uhr, an Gerichtsstelle verkündet werden. Gelsenkirchen, den 30. Januar 1884. Königliches Amtsgericht. Gelsenkirchen(Wiehagen), 18. Empfehle: Arbeiter=Kleidlung Heefors Oeynhauserechten Tokayer=3Uein; Waschpulver, ganz neu, erspart Seife und Zeit: gute Colonialwaren zu heragesetzten Preisen. J. Pollerberg, Bochumerstr. 18. pens. Betriebsführer. Gesangrücher g. Dienst. Ulmer Dombau- Lotterie Hptgw. 75000 M. bar. 1 Los 3,50, 11 Lose 35 M. Zieh. unwiderr. 10. Mär 1884. Köln. St. Martins-Lotterie Hpigw. 20000 M. Gold. Los nur 1., 11 Lose 10 M. Beide Lose mit amtl. Listen 4,90 M. 1 Ulm., 7 Mart. m. Listen 10 M. 2 Ulm., 14 Mart. m. Listen 20 M. □ Snag, Lallbeim KahnH 53000000000 * Rathenow. Brillen. von 11 M. an. Regulateure von 24 M. an. Wanduhren von 3. M. an. Th. Holtmann, Uhrmacher, Schalke, Friedrichstr. 0 ATTTT Kegenschirme stets in größter Auswak. G. Boitmann, Gelsenkirchen, Bahnhofstr. 37. [Geschlossene Jagd.] Frau:„Lieber Albext, ich möchte mir ein neues Kleid kaufen. Schieß' mir etwas vor!“— Mann:„Nein, mein Herz, jetzt wird nichts geschossen. Um Weihnachten war große Treibjagd in Geschenken; jetzt ist die Jagd geschlossen, Schonzeit für das Portemon naie bis Ostern.“ in Berechnungen über das Wiedererscheinen eines Cometen vertieft, da fragte ihn seine Köchin: Herr Professor, wann soll ich die Suppe anrichten? — Professor: Am 27. Sept. 1915. Nr. 70 des practischen Wochenblattes für alle Haus: frauen„Fürs Haus“(Preis vierteljährlich 1 Mark) enthält: Ein weiblicher Fehler.— Borgen im Haushalt.— Die deutsche Frau.— Lieblingsspeisen.— Kindergebet. — Sommersprossen.— Vegetarische Lebensweise.— Amme und Flasche.— Vor dem Spiegel.— Sandmännchen und Compagnie.— Schutzengel.— Kindergedanken.— Nahrung.— Graveurin.— Retouchensinnen.— Mütter erwachsener Töchter.— Gesang= schule.— Duette.— Vortragsstücke.— Eierfressende Hühner.— Erziehung von Hunden.— Spurgelanlage. — Acacia lophanta.— Gasöfen.— Verborgene Winkel.— Steinfliesen zu scheuern.— Scheuerfest.— Unterrock in Streifen zu stricken.— Beinkleider für Knaben.— Kartoffelkocher.— Wäscherollen.— Tabaksgeruch aus Zimmern, Kleidern 2c. zu entfernen. — Fußbodenlack.— Oelfarben aus wollenen Stoffen zu entfernen.— Schnecken aus dem Keller zu vertreiben.— Plättpappe.— Wäscheschrank.— Für die Küche.— Rätsel= Preisaufgabe.— Fernsprecher.— Echo.— Briefkasten der Schriftstelle.— Der Markt. — Anzeigen.— Probenummer gratis in allen Buchhandlungen.— Notariell beglaubigte Auflage 35000. — Wochenspruch: Wer nichts zu thun hat, findet niemals Zeit, Weist alles von sich mit geschäft'gen Mienen. Wer ernstlich wirkt und schafft, ist stets bereit Auch andern gern mit Rat und That zu dienen. Die neue Auflage des Zeitungs=Verzeichnisses von Haasenstein& Vogler in Köln liefert wiederum den Beweis, daß diese Firma ihrem Bestreben, die Presse von Europa sowohl wie auch des gesamten Auslandes ihrem Kundenkreise zugänglicher und nutzbringender zu machen, treu geblieben ist. Vertretung für Gelsenkirchen und Umgegend: F. Dienst in Gelsenkirchen. — #.