Nr. 20. Gelsenkirchen, Donnerstag, den 24. Januar 1884. 10. Jahrgang. 1 * Die„Emscher Zeitung“ erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und hohen Feiertage. Wochen=Beilage:„Illustrirtes Emscher Sonntagsblatt“. Insertionspreis: Die Petit=Zeile oder deren Raum 15 Pf., Reklamen 40 Pf. Verantwortlicher Redacteur F. Dienst in Gelsenkirchen. verbunden mit dem Amt Herner Tage=Blatt. (Früher: Der Reichsfreund.) Sincere et censtanter. Abonnementspreis: Mark.50 vierteljährlich im Voraus. Man abonntrt außer bei der Expedition in Gelsenkirchen, Marktstraße 13, bei allen Reichspostanstalten und bei den Filial=Expeditionen: Rud. Eick, Herue; W. Waldeck, Wanne; W. Pötter, Wattenscheid. Druck und Verlag von F. Dienst in Gelsenkirchen. Sumn Der Antrag Reichensperger. Die Verhandlungen des Abgeordnetenhauses über den Antrag Reichensperger wegen Wiederherstellung der durch das Gesetz vom 18. Juni 1875 aufgehobenen Artikel 15, 16 und 18 der preußischen Verfassung haben das Interesse wieder auf die kirchenpolitische Frage gelenkt. Das war wohl auch der Hauptzweck des Antrags: die katholische Partei wollte weniger dem Abgeordnetenhause als„der katholischen Bevölkerung zeigen, welche Ziele— wie Herr Windthorst sagte— wir unverrückbar verfolgen,“ und daß sie sich„auf eine Versumpfung des Culturkampfes nicht einlassen" wolle.##m ärti Ob das Centrum durch die gegenwärtige Lage wirklich zu einer politischen Kundgebung in diesem Sinne notwendig veranlaßt war, ist eine Frage, die von jedem verneint werden wird, welcher die Ereignisse des Vorjahres auf diesem Gebiete noch einmal im Geiste an sich vorüberziehen läßt. Dieselben beweisen, wie sehr die Staatregierung bemüht ist, den Juteressen auch des katholischen Teils der Bevölkerung Rechnung zu tragen. Es ist durch Gesetz nicht nur die Anzeigepflicht wesentlich ein'schränkt und die Zuständigkeit des Gerichtshofs für kirchliche Angelegenheiten auf dem Gebiete der Anzeigepflicht beseitigt, sondern auch die Straffreiheit für die Vornahme geistlicher Amtshandlungen erheblich ausgedehnt worden. Nachdem die Bischöfe von dem Papst ermächtigt worden waren, die notwendigen Dispensationen von den maigesetzlichen Erfordernissen der Vorbildung für die Anstellung von Seelsorgern einzuholen, und thatsächlich die Dispense eingingen, hat die Regierung einen weiteren Beweis von ihrer wohlwollenden Praxis durch den Antrag auf Begnadigung des Bischofs du Limburg bei Seiner Majestät dem Kaiser gegeven, und schließlich hat sie zum Jahresschluß die Aufhebung der Sperre in drei Diöcesen verfügt. Nicht minder fällt die Thatsache in's Gewicht, daß der Kronprinz aus Anlaß seiner Anwesenheit in Rom während des Decembers dem Oberhaupte der katholischen Kirche einen Besuch machte. Alle diese Dinge reden eine beredte Sprache von der friedlich wohlwollenden Gesinnung der Regierung gegenüber der katholischen Kirche und sind eine Bürgschaft dafür, daß diese Gesinnung der leitende Gedanke ihrer Kirchenpolitik ist. Vonseiten des Centrums ist auch in der Debatte das, was in dieser Beziehung geschehen, dankbar anerkannt worden. Zu irgend welchem Mißtrauen, zu irgend welcher Besorgnis, daß sich über Nacht diese Gesinnung geändert habe, lag kein Grund vor. Wenn trotzdem das Centrum es für gut fand, die Regierung mit einem neuen Antrage zu drängen, so wird man vielleicht nicht fehlgehen, wenn man annimmt, daß nicht„die Trümmer und Ruinen“ der Kirche, welche es noch immer wahrnehmen zu können glaubt, das treibende Motiv waren, sondern die Thatsache, daß in der katholischen Bevölkerung mehr und mehr eine große Befriedigung mit der gegenwärtigen Kirchenpolitik Platz greift, von der man sagen kann, daß sie nicht an sich dem Centrum unbequem ist, sondern nur deshalb, weil damit der Eifer, die„höheren" Ziele zu erreichen, erlahmen könnte. Was den besonderen Zwecken des Centrums dienen mag, dient aber noch nicht demjenigen Frieden, den der Staat erstrebt. Speciell würde die Wiederherstellung theoretischer Grundsätze über die Stellung der evangelischen und römisch=katholischen Kirche, wie sie früher in der Verfassung standen, den Frieden nicht fördern. Der Cultusminister führte aus, daß die Schwierigkeiten, welche gegenwärtig über die Festsetzung der Grenze zwischen der staatlichen Autorität und den Religionsgesellschaften bestehen,„nicht gelöst werden können durch theoretische Sätze, die man zu actuellem Recht macht, sondern durch eine Reihe von gesicherten, gesetzlich und materiell festgestellten Einzelvorschriften.“ Theoretische Grundrechte sind mannigfacher Auslegung fähig und ihre verschiedene Auslegung hat den Kampf veranlaßt. Dieselben erheischten mehr und mehr eine Ausführung durch concrete Gesetze, und weil von katholischer Seite stets behauptet wurde, daß letztere, wie sie gestaltet wurden, den „Grundrechten" widersprachen, wurden diese aufgehoben. Ihre Wiederherstellung würde uns nicht weiterbringen, sondern die Differenzen zwischen Auslegung der Verfassung und concreten practischen Gesetzen erneuern und verewigen. Die katholische Partei hat selbst anerkannt, daß die practischen Gesetze der letzten Jahre der Kirche förderlich waren und dem Frieden zwischen dem Staate und der katholischen Kirche die Wege ebneten. Und ebenso sind zu lebhafter Befriedigung unserer katholischen Mitbürger auf dem Gebiete der Verwaltung durch eine wohlwollende Praxis, wie der Cultusminister sagte, die Fäden, die abgerissen waren, wieder angeknüpft worden. Wozu diesem erfolgreichen Wirken durch Anträge entgegentreten, welche— wenn sie verwirklicht würden— die Kämpfe und Zwistigkeiten erneuern würden? Aus diesem Grunde, also nur im wirklichen Interesse des Friedens, erklärte der Minister den Antrag für unannehmbar. Das Resultat der Debatte entsprach denn auch diesen Erwägungen: der Antrag wurde mit großer Majorität abgelehnt. 31. Sitzung des Abgeordnetenhauses. §8 Berlin, 22. Januar. Am Ministertische: Maybach und Commissarien. Die zweite Beratung des Eisenbahnetats wird bei den Ausgaben fortgesetzt. Abg. Dr. Graf(nat.=lib.) findet die gestrige Erklärung des Ministers, den Wohnungsgeldzuschuß der Beamten abzuschaffen, sehr bedenklich. Er sei das einzige Mittel, Ungleichheiten, die durch locale Verhältnisse bedingt sind, auszugleichen. Die Petitionen der Eisenbahnsecretäre bittet er der Regierung zur Berücksichtigung zu überweisen. Abg. Bachem(Centr.) ist ähnlicher Ansicht und bittet, namentlich die Materialien=Verwalter besser zu stellen, da bei diesen Beamten infolge ungenügender Besoldung mehrfach Veruntreuungen vorgekommen sind. Abg. Rickert(Sec.) meint, daß der Minister die zwingende Verpflichtung habe, die Eisenbahnbeamten noch in der Zeit der Eisenbahnüberschüsse besser zu stellen. Die Remunerationsfonds bedürften einer gänzlichen Regelung; sie seien heute gegen früher gänzlich verwandelt. Dasselbe gelte von den Gratificationen. Heute gewährt man Remunerationen bis zur Höhe von 1000 Mark. Wolle man höhere Gehälter gewähren, dann werden wir sie bewilligen. (Präsident v. Köller bemerkt, daß die Remunerationsfrage bei dem Etat des Innern für alle Ressorts zur Erörterung kommen werde.) Die Abgg. v. Neumann, Biesen bach und Strombeck haben beantragt, die Petitionen der außeretatsmäßigen Beamten zu Bromberg, der Büreau=Assistenten zu Frankfurt a.., Berlin, Stettin und Bromberg, sowie der Wagen= meister der Ost= und Niederschlesisch=Märkischen Bahn der Regierung zur Berücksichtigung zu überweisen. Abg. Dr. Hammacher stellt einen gleichen Antrag betreffs der Petition der Betriebssecretäre. Die Budgetcommission beantragt, über alle diese Petitionen, welche sämtlich Gehaltserhöhungen betreffen, zur Tagesordnung überzugehen. Ministerialdirector Brefeld weist auf den erheblichen Unterschied in der Qualification und den Ansprüchen der verschiedenen Beamten= categorien hin. Erst vor kurzem seien 6 Millionen Mark zu Gehalts=Aufbesserungen verwendet worden; nun solle schon wieder ein unabweisliches Bedürfnis in dieser Beziehung vorhanden sein? Abg. Dr. Windthorst wird für die gestellten Anträge stimmen. Die Leute haben sämtlich einen sehr schweren Dienst, der ihre Kräfte vor der Zeit aufreibt. Den bezüglich der Remunerationen gemachten Ausführungen schließt sich Redner an. Abg. Schreiber(cons.): Es ist nicht angängig, einzelne Beamtencategorien zu bevorzugen, die anderen würden dann sofort nachkommen. 6 Millionen sind bereits bewilligt; geben wir heute mehr, so werden die Beamten auch nicht zufriedengestellt. Von einem Notstande unter den Beamten könne keine Rede sein. Die Regierung ist am besten in der Lage, bestehende Uebelstände auszugleichen und wir haben das Vertrauen, daß sie dies thun wird. Abg. Büchtemann(Fortschritt): Daß die Beamten heute ganz andere Ansprüche erheben, wie früher, sei erklärlich. Das sei eine Folge der Verstaatlichung. Geh.= Rat Schulz betont, daß bei den Gehaltserhöhungen die Beamten anderer Ressorts auch Berücksichtigung verdienen. Die einseitige Verbesserung der Eisenbahnbeamten sei ungerecht. Abg. v. Minnigerode(cons.): Gerade im Interesse der Gerechtigkeit ist jetzt die Erhöhung der Gehälter für einige Categorien nicht ratsam. Wer diese Erhöhungen will, muß für alle Beamten gleichmäßig sorgen. Von diesem Standpunkte aus werden wir den Antrag der Budgetcommission annehmen. Abg. v. Heeremann will die Petitionen der Regierung nur zur Erwägung überweisen; sie mag dann prüfen, wo noch Gehaltsverbesserungen nötig sind. Abg. Windthorst erklärt sich mit diesem Vorschlage einverstanden. Bei der Abstimmung ergiebt sich folgendes: Die Petitionen der außeretatsmäßigen Bureaubeamten und der Bureau=Assistenten werden dem Antrage Strombecks gemäß der Regierung zur Erwägung überwiesen, während die Petition der Betriebssecretäre nach dem Antrage Dr. Hammacher der Regierung zur Berücksichtigung überwiesen wird. Alle anderen Petitionen werden durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt. Im weiteren Verlaufe der Debatte weist Abg. Büchtemann(Fortschritt) auf die Preiserhöhung für Eisen hin, die unsere Regierung bezahle gegenüber dem Auslande, welches deutsches Eisen fast für den halben Preis erhält.(Hört! Hört!) Dieselben Werke, welche für die Regierung liefern, erhalten vom Auslande pro Tonne 50 M. weniger, als von unserer Regierung. Das ist eine so auffallende Erscheinung, daß hier offenbar Mißstände vorliegen müssen, denen die Regierung entgegentreten sollte. Die Cartells der Hüttenwerke schädigen die Regierung und es wäre besser, wenn sich auch ausländische Firmen bei den Submissionen beteiligten Regierungs=Commissar Schneider: Zu de Submissionen ist noch nie eine ausländische Offerte eingegangen. Abg. Vygen(nat.=lib.): Bei den Lieferunger ins Ausland arbeiten unsere Hüttenwerke mit Schaden und nur, um ihre Werke im Gang zu erhalten. Das Interesse des Staats wird dabei genügend gewahrt. Ausländische Werke würden beiuns auch nicht billiger liefern, als unsere Werke Abg. Dirichlet(Fortschr.): Diese Zustände werfen interessante Streiflichter auf unser Schut zollsystem. Soll denn dieser Zustand in der Th noch Jahrzehnte fortdauern, nur um eine schwinde. hafte Production zu begünstigen, die mit 50 pCt Schaden ans Ausland liefert? Dabei sehen wir eine imense Zunahme der Bevölkerung in diesen Industriegegenden und eine Entvölkerung der Ackerbau treibenden Gegenden. Wohin soll das führen? Der preußische Steuerzahler muß als seine Steuer dazu hergeben, damit die Italiener oder Spanier billigere Schienen bekommen. Abg. Vygen verwahrt die Eisenindustrie gegen den Vorwurf des Schwindels. Lieferten unsere Fabrikanten nicht fürs Ausland, so thäten es die Engländer. Abg. Meyer=Breslau dringt darauf, daß der Fiscus seine Schienen so billig wie möglich kauft nötigenfalls auch im Auslande. Unsere Eiser 23) Die alte Lady. Erzählung von Balduin Möllhausen. Miß Eva neigte als Antwort ihr HauptWie giftige Pfeile hatten die einzelnen Worte des arglosen Mädchens sie getroffen, und doch regte sich keine Muskel ihres tief gefurchten Antlitzes. „Geh nach Hause,“ hob sie an, nachdem sie Abel die Hand gereicht und sich von seiner fortschreitenden Besserung überzeugt hatte,„ja, geh nach Hause, Elly. Die Thür ist offen. Da liegen auf dem Ladentisch Sachen, welche Deine flinken Hände schneller beseitigen und ordnen, als es mir gelingen möchte; auch gönnst Du mir wohl ein Stündchen der Rast. Ich vertrete Dich so lange hier. Bist Du fertig, so kehre zurück. Ich verspreche, bis dahin nicht von Abels Seite zu weichen.“ Wie von bösen Ahnungen beschlichen, sah Elly zu Miß Eva auf; aber vergeblich forschte sie in deren Augen nach der Ursache des rätselhaften Verfahrens. Geschah es doch zum ersten Mal, daß sie einen Dienst von ihr forderte, zum ersten Male, daß sie ihre Stelle, wenn auch nur auf kurze Zeit, bei Abel einnehmen wollte. Sie kehrte sich daher diesem zu und fragte zweifelnd: „Soll ich gehen?“ „Gehe, Elly,“ antwortete dieser freundlich, „Miß Blair und ich sind zu bewährte Freunde, als daß wir ihren Wünschen auch nur im Kleinsten entgegen sein dürften. Ja, gehe; es ist ohnehin lange her, seitdem wir beide Alten ein ordentliches Wort mit einander redeten. Bin ja kräftig genug, mir im Fall der Not selbst zu helfen.“ Elly trat vor den jungen Mann hin, legte ihre Hände auf seine Wagen, küßte ihn und sprach innig: „Weil Du es sagst, gehe ich. Aber ich warne Dich: Laß Dich nicht abspenstig machen. Es wäre mein Tod.“ Lachend erwiderte Abel auf den nach seiner Meinung launigen Einfall: „Miß Blair wäre die einzige, welche Dir gefährlich werden könnte. Wir lieben uns nämlich schon seit meiner Kindheit.“ Auch Elly lachte, jedoch etwas erzwungen. Dann kehrte sie sich der hinter ihr stehenden alten Lady zu und einen eigentümlich bezeichnenden Ausdruck in ihren Blick legend, hob sie an: „Miß Blair, wenn Sie zwischen mich und den Abel treten, so verschwinde ich. Sie aber mögen alle Gewässer in der Nachbarschaft durchfischen, um mich wieder aufzufinden.“ Sie trat zur Seite, und ein munteres Liedchen anstimmend, schritt sie durch den Garten dem Hofe zu. Abel sah ihr mit unverhohlenem Entzücken geringfügiger Angelegenheiten willen diese Zusammenkunft mit Dir herbeiführte. Seitdem Du für gerettet erklärt wurdest, ging es mir im Kopfe herum und marterte es mich, daß ich glaubte, wahnwitzig werden zu müssen; aber ich zögerte, um Dich zuvor mehr Kräfte sammeln zu lassen. Und Kräfte gebrauchst Du, um zu verstehen und anzuerkennen, was Dir mitzuteilen ich die heiligste Verpflichtung habe. Selbst wenn ich wüßte, daß es Dir ein ewiges Geheimnis bliebe, dürfte ich nicht schweigen, wäre ich gezwungen, mit rauher Hand in das einzugeifen, was Du für Dein größtes Glück hältst, in Wahrheit aber Dein und Ellys Verderben sein würde.“ Sie säumte, um Abel, der sie, wie seinen Ohren nicht trauend, erstaunt betrachtete, Zeit zur Sammlung zu gönnen, und mit feierlichem Ernst sprach sie weiter: „Ein verhängnisvoller Zufall hat Dich mit Elly zusammengeführt, denn Ihr dürft nimmermehr Mann und Weib werden.“ Abel erbleichte. Gleich darauf lachte er mit versteckter Erbitterung. „Miß Eva Blair!“ rief er rauh aus,„gehen Sie hin, die Rocky Mountains übereinander zu nach. In Miß Evas Angen dagegen, die ehgnz.„——.—. g leichter als Elp falls jede Bewegung der anmutigen Gestall. Mai oder frühr lund es gelingt Ihnen keichn:, als Elly tiefer Teilnahme verfolgten, offenbarte es ein Kampf gegen andringende Thräigzg, Erst nachdem das Mädchen verschwunden war, ließ sie fer, 18, den leeren Siuhi nieder, u. greifend, hob sie mit ängstlich# „Du kannst Dir vorstellerch Frau Gesenirchen.—. 2 feinmöblirte Zimmer mit Frühstück sind an 1 oder 2 Herren sofort zu vermieten. Wo sagt die Exp. d. Ztg. unter Nr. 114. c ,virst Du bald Von Schalte nach Sisa. wyk 8,28 526.1119. Abf. 8,37 2,42 5,52.21 Von Schalke nach Essen 6,56 .17 7,35. „Ja, Unglück will ich abwenden,“ fuhr Ab leidenschaftlich, sogar feindselig auf,„ich will ein für alle Mal abwenden, indem ich den erst geeigneten Tag dazu benutze, mit Elly zur Sta zu fahren, um sie als meine rechtmäßige Fra wieder heimzubringen. Doch reden Sie weite Miß Eva; ich fürchte Ihre Mitteilungen nie will Sie nicht unterbrechen, will anhören, v# Sie auf dem Herzen haben. Sie aber wer dann einsehen, daß es dieser Probe nicht bei hätte, um sich von meiner und Ellys Zusam gehörigkeit zu überzeugen.“ „Abel,“ hob Miß Eva wieder an, als sie seine Erklärung überhört gehabt,„weißt wer Deinem Vater das Leben raubte?" Der junge Mann runzelte die Braunen antwortete zähneknirschend: „Ich weiß nur, daß in den Tagen, in welich noch nicht auf eigenen Füßen stehen ko# mein Vater auf den Pferdehandel ausgeritten und nicht mehr heimkehrte. Später, als ich ständnis dafür besaß, erfuhr ich, daß er weit hier in einem Walde erschlagen und beraubt funden wurde, und trotz der eifrigsten Nach forschungen der Mörder unentdeckt blieb.“ „Wohlan, Abel, ich erfuhr den Namen Mörders, und doch durfte ich nicht, obwohl m armes Herz vor Jammer und Entsetzen brei wollte, als Anklängerin gegen ihn auftreten.## dagegen kann ich ihn Dir bezeichnen, heute, gr irdischen Gerechtigkeit entrückt ist. 7 * production ist eben auf falschem Wege und es wäre Zeit für sie, umzukehren. Reg.=Comm. Schneider: Der Regierung ist Zuverlässiges über die Coalition der Hüttenbesitzer nicht bekannt geworden. Ausländische Submittenten sind nie ausgeschlossen; sie haben aber ihre Lieferungen an Bedingungen geknüpft, die von der Regierung nicht acceptirt werden konnten. Abg. Löwe=Berlin nimmt die Eisenindustrie in Schutz, die auf den Export angewiesen sei. Abg. Büchtemann: Eben darum dürfen wir uns durch unsere Schutzzollpolitik die Pforten des Auslandes nicht verschließen. Im weiteren Verlauf der Debatte werden von den Abgg. Götting, Kleist von Bornstedt und Seyffarth=Crefeld verschiedene Wünsche lokalen Characters zum Ausdruck gebracht. Minister Maybach bemerkt, daß die Verbesserung des Crefelder Bahnhofs in Aussicht genommen sei, was auch durch die interimistischen Aushülfsmittel nicht ausgeschlossen werde. Die dauernden Ausgaben werden unverändert nach den Commissionsanträgen genehmigt, ebenso das gesamte Extraordinarium ohne wesentliche Debatte. Nächste Sitzung morgen Vormittag 11 Uhr. (Anträge und Petitionen.) * Ferlin, 23. Jan. Das Herrenhaus nahm in seiner heutigen Sitzung den Gesetzentwurf betreffend die Vermehrung der Mitgliederzahl der Staatsschulden=Commission in der vom Abgeordnetenhause angenommene Fassung nicht an, sondern änderte den entsprechenden Gesetzesparapraphen dahin ab, daß der Regierung die Ernennung von einem Director und mindestens drei Mitgliedern gestattet werden solle.— Die nächste Sitzung ist unbestimmt. G.# Kerlin, 23. Jan. Das Abgeordnetenhaus beschäftigre sich heute, an einem Schwerinstage, zuerst mit dem Antrage der schleswig=holsteinischen Abgeordneten der liberalen Fractionen, in welchem eine Entschädigung für die Gestellung von Trainpferden für die dänische Armee im schleswig= holsteinischen Kriege 1864 gefordert wird. Der Antrag wurde nach kurzer Discussion, in welcher Abg. Francke die Motivirung desselben übernommen, und Geh. Ober= Finanzrat Rüdorff die Erklärung abgegeben, daß die Regierung Dänemark in dieser Angelegenheit für zahlungspflichtig erachten müsse, an die Petitionscommission verwiesen. — In der langen Reihe der zur Tagesordnung stehenden Petitionen, nahmen die erste Stelle diejenigen der Städte Ehrenfeld und Burtscheid ein, welche beide gesetzliche Vorschriften bezüglich der Heranziehung der Staatsbeamten zu den Communalsteuern an ihrem wirklichen Wohnorte verlangen. Die Gemeindecommission hatte durch ihren Referenten Götting beantragt, beide Petitionen der Regierung zu überweisen, um die Materie einer als notwendig zu erachtenden gesetzlichen Regelung im Sinne der Petenten möglichst bald zuzuführen. Das Haus schloß sich nach kurzer Discussion diesem Antrage an. Die Petition der Gemeinde Longerich bezüglich der Aufhebung der Verpflichtung zur Pensionszahlung an eine Lehrerin wird durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt. Die sehr langwierige Debatte schloß damit, daß der Antrag Francke, die Petition an die ad hoc um 7 Mitglieder zu verstärkende Gemeinde=Commission zu überweisen, angenommen wurde. Das Haus schritt dann zur Beratung einiger weiterer Petitionen, welche indessen ein verhältnismäßig geringes Interesse zu bieten schienen. Politische Tages=Rundschau. X Ferlin, 22. Jan. Wer das Kleine nicht ehrt, ist des Großen nicht wert. In Deutschland hat man früher so häufig von deutschem Colonialbesitz geträumt. Als aber die Regierung ansing, die Sache ernst zu behandeln, und die bekannte Samoa=Vorlage dem Reichstage unterbreitete, da kam man aus allerlei Bedenken nicht heraus und schließlich lehnte der Reichstag, nachdem Dr. Bamberger aus einem alten Kalender von den Fidji=Inseln ein paar anecdotische Notizen vorgelesen hatte, die Vorlage mit großer Majorität ab und schob so die SamoaInseln verächtlich beiseite. Nun ist englischen Blättern zufolge auf den Samoa=Inseln eine Bewegung zugunsten einer Annexion mit der englischen Colonie Neuseeland entstanden und bei der annexionistischen Neigung, die jetzt in den britischen Colonien Australiens herrscht, ist wohl anzunehmen, daß sich Neuseeland wohl nicht lange bitten lassen vird, die Samoa=Inseln einzustecken. ersuchen, womöglich noch dem gegenwärtigen Landtage einen Gesetzentwurf vorzulegen, womit solchen Personen, welche mit Absscht oder durch ungeordneten Lebenswandel und dergleichen sich in die Lage versetzt haben, öffentliche Abgaben nicht zahlen zu können, einem Schank= und Tanzstättenverbote unterworfen werden dürfen. So ein Reactionär! Wie? §* In der sächsischen zweiten Kammer ist gestern bei Beratung des Justizetats die Bitte an die Regierung gerichtet worden, auf eine Beseitigung der Oeffentlichkeit des Strafverfahrens de. Deleidigungen hinzuwirken und die Amtsblätter anzuweisen, nur warnende Fälle und keine Voranzeigen zu veröffentlichen. Gegen die Oeffentlichkeit des Strafverfahrens in Beleidigungssachen scheint sich allmälig eine Bewegung größeren Umfanges entwickeln zu sollen. Im vorigen Winter sind in berlinern Volks=Versammlungen mehrfach Resolutionen im Sinne obiger Bitte gefaßt worden. bes 2 NLO. Berlin, 23. Jan. Die Erklärung der Reichstagswahlen die Anhänger des Centrums bei der Unterstützung von Candidaten anderer Parteien lediglich nach der Stellung derselben zur kirchenpolitischen Frage sich zu richten und in dieser Beziehung ganz bestimmte Erklärungen zu fordern haben, daß also ein„zuverlässiger“ Fortschrittsmann einem„unsicheren" Conservativen vorzuziehen sei, verdient zur Characteristik der ultramontanen Partei wohl beachtet zu werden. Mit welcher sittlichen Entrüstung pflegen Redner und Presse des Centrums in Abrede zu stellen, daß ihre Partei die kirchlichen mit den politischen Fragen vermenge, daß für ihre Haltung in politischen namentlich in wirtschaftlichen Dingen kirchliche Rücksichten und Interessen maßgebend seien! Mit welchem Pathos pflegen sie auf die Unentbehrlichkeit der Centrumspartei be einer socialen und wirtschaftlichen Reformpolitil hinzuweisen! Und nun wird wieder dieses schnöde Schachergeschäft eröffnet, das aus den letzten Reichstagswahlen noch in peinlicher Erinnerung steht, und es kann nicht fehlen, daß von rechts und links wieder Windthorst'sche Anträge und maigesetzliche Paragraphen gegen ultramontane Wählerstimmen abgewogen werden. Wenn das Centrum außer seinen kirchlichen Interessen, die seinen ganzen Mittelpunkt und Zusammenhalt bilden, noch irgend einen politischen Character hätte, wenn es in der That eine sociale und wirtschaftliche Reformpartei wäre, wie es sich darzustellen liebt, so müßte für seine Wahltactik allein der Gesichtspunkt maßgebend sein, in welchem Maß näher oder entfernter die ReichstagsCandidaten zu der Wirtschafts= und Socialpolitik stehen, wie sie im Programm des Centrums steht. Einen größeren Gegensatz gibt es aber gewiß nicht, als die officielle Social= und Wirtschaftspolitik der Centrumsführer und diejenige der„manchesterlichen“ Fortschrittspartei. Mit Kirchenfragen hat sich der Reichslug so gut wie gar nicht zu beschäftigen; die wenigen mit dem„Culturkampf“ zusammenhängenden reichsgesetzlichen Bestimmungen, deren Aufhebung im Reichstag beantragt werden kann, sind sehr nebensächlicher Art; sie würden von selbst hinwegfallen, wenn die preußische Kirchenpolitik den entsprechenden Verlauf nimmt. Im preußischen Landtag ganz allein wird sachlich über die Kirchenfrage entschieden; im Reichstag kommt es höchstens einmal zu einer bedeutungslosen Demonstration. Wohl aber treten in immer wachsendem Maße an den Reichstag die Aufgaben der social= und wirtschaftspolitischen Gesetzgebung heran, die seine ganze Existenz ausfüllen. Und gerade diese Fragen erklärt das Centrum bei seiner Wahltaktik für ganz nebensächlich und bedeutungslos, die Stellung zu den kirchlichen Fragen aber, die für die Reichsgesetzgebung völlig belanglos sind, wird für allein entscheidend erklärt. Besser kann das innere Wesen dieser Partei und ihre Zuverlässigkeit in politischen Fragen nicht gekennzeichnet werden. * Die Steuercommission hat den§ 1 des Einkommensteuergesetzes mit einem Amendement Wedell=Malchow:„Im Auslande lebende Preußen, die unter 3000 M. Einkommen haben, sind nicht heranzuziehen“ angenommen. * Die Budgetcommission nahm mit 14 gegen 6 Stimmen die Position von 2000000 M. zur Vermehrung der Sammlungen in den königlichen Museen an. §* In der Secundärbahnvorlage ist u. a. eine Forderung von 430000 M. für die Umgestaltung und Erweiterung des Bahnhofes Steglitz enthalten. Im vorigen Jahre verlangte bekanntlich die Regierung für denselben Zweck 422000.; das Abgeordnetenhaus war damals der Meinung, es ließe sich billiger machen und lehnte die Forderung ab. * Der„Reichsanzeiger“ meldet, daß Bischof Brinnkmann durch Cabinetsordre vom 21. d. M. begnadigt und die Wiederaufnahme der eingestellten Staatsleistungen für die Diöcese Münster von Neujahr 1884 angeordnet ist. 2* Das Cultusministerium hat behufs schleuniger Erledigung der Gesuche, welche der Bischof von Culm wegen Erteilung der Dispensation Geistlichen von den Erfordernissen des Vorbildungsgesetzes eingebracht hatte, zunächst diejenigen Dispense, welche ohne größeren Zeitaufwand erteilt werden konnten, ausgefertigt. Die Zahl der erteilten Dispense beträgt 886. Für ie Erzdiöcese Köln sind noch keine Anträge auf Dispensation beim Cultusministerium eingegangen. Graf zur Lippe beantragt beim Herrenhause die Ablehnung des Gesetzentwurfes, durch welches die Dischränkung der Mitglieder der Staatsschuldencommission auf drei aufgehoben werden soll. Durch die Einführung des Staatsschuldbuchs erwächst der Commission eine größere Arbeitslast, deren Belästigung schwerer fallen wird, wenn eine Vermehrung der Mitglieder der werden faute. Commisson wirlich abelchnt la Jonden, 21. Jan. General Gordon geht in seiner Eigenschaft als englischer General, also nicht im Dienste des Vicekönigs von Egypten, nach dem Sudan, um dort Ruhe zu schaffen und mit Geld und guten Worten die Ordnung wiederherzustellen. Die Verhandlungen zwischen der egyptischen Regierung und dem Könige Johann von Abyssinien sollen begonnen haben. Wie es heißt, fordert König Johann die Ueberlassung des ganzen Boghoslandes und des Hafens Massaua, andernteils werde er Egypten den Krieg erklären. Die egyptische Regierung ist dagegen bereit, das Boghosland, sowie den Hafen von Zulla unweit Bassush abzutreten, verlangt dagegen die Mithülfe des Königs Johann gegen die Horden des falschen Propheten. In London aber besteht bezüglich des Verhaltens des Königs Johann keinerlei Befürchtung. Mau hat demselben bereits vor einem Vierteljahre bedeutet, daß er, wenn er Egypten angreife, er es mit englischen Truppen zu thun bekomme. Uebrigens ist die englische Regierung der Abtretung des Hafens von Massaua an die Abyssinier nicht abgeneigt, doch stellt sie eine Tributzahlung an die Errichtung einer englischen Residenzschaft in Massaua zur Bedingung. 1# Jonden, 22. Januar. Die egyptische Regierung drohte bekanntlich der englischen an, sie werde, wenn sie bezüglich des Sudan im Stich gelassen werde, den Sudan an die Türkei abtreten. Die englische Regierung erklärte ihrerseits, daß sie nichts dagegen habe. Inzwischen hat die hohe Pforte erwogen und dies hat so lange gedauert, daß darüber beinahe vergessen wurde, daß die Türkei Oberhoheitsrechte über Egypten und den Sudan besitzt. Von der Türkei war in letzter Zeit gar nicht die Rede. Jetzt ist nun der türkische Botschafter in London angewiesen worden, mit der egyptischen Regierung wegen der egyptischen Angelegenheiten in einen Meinungsaustausch einzutreten. Provinzielle *8 Berlin, 23. Januar. Der Kaiser wird einer hiesigen Localcorrespondenz der im Frühjahr bevorstehenden Doppelhochzeit der beiden hessischen Prinzessinnen Victoria und Elisabeth mit dem Prinzen Ludwig von Battenberg bezw. mit dem Großfürsten Sergius von Rußland persönlich beiwohnen. Die Hochzeit soll in die Tage fallen, in welcher der Kaiser seinen alljährlichen Aufenthalt in Wiesbaden nimmt, so daß die Fahrt nach Darmstadt eine Anstrengung für den hohen Herrn nicht mit sich bringt. 60 Ferlin, 22. Jan. Die unterscheidet sich, soweit ieselbe im sächsischen Landtage vertreten ist, sehr besentlich von den Preußen, wo sie unter dem Einflusse demagogischer Führer steht. Ein hervorragendes Mitglied der sächsischen Fortschrittspartei, Dr. Heine, ist Schutzöllner und Doppelwährungsnann, die sächsischen Fortschrittler haben für die serstaatlichung der sächsischen Eisenbahnen gestimmt, td— horibile dictu— der Fortschrittsmann Nay hat sich sogar im vorigen Landtage zu dem Wunsche hinreißen lassen, es möchte für gewisse Frevelthaten die— Prügelstrafe eingeführt werden. Mehrere sächsische Gemeinden haben s. Z. Verfügungen getroffen, wonach böswilligen Steuerrestanten der Besuch von Schank= und Tanzstätten verboten wird. Die berliner fortschrittliche Presse hat sich über diese reactionären Verfügungen in allen Tonarten moquirt und siehe da, jetzt ist es r fortschrittliche Abgeordnete Schenck, der, unter tzt von Mitgliedern aller Parteien, mit Aushme natürlich der Socialdemocraten, im säch* Landtage beantragt hat, die Regierung zu *8 Die Nachricht von der bevorstehenden Rückkehr der Prinzessin Friedrich Carl nach Berlin ist von offenbar unberufener Seite dementirt worden. Die Rückkehr hat sich allerdings etwas verspätet, steht aber in kürzester Frist zu erwarten. *8 Der Statthalter von Elsaß=Lothringen, Feldmarschall Freiherr v. Manteuffel ist heute Abend von seinem Besuch beim Reichskanzler in Friedrichsruhe nach Berlin zurückgekehrt. ** Berlin, 23. Jan. Der preußische Volkswirtschaftsrat hat heute die Beratung der Grundzüge des Entwurfs eines Arbeiter=Unfallversicherungsgesetzes fortgesetzt. In der Discussion herrschte Einverständnis darüber, daß nur auf der Basis dieser Vorschläge etwas zu erreichen sei. obgleich denselben mancherlei Mängel anhafteten. Für die Aufnahme der Arbeiter des Baugewerbes verwandte sich insbesondere Leuschner=Eisleben.— Man hofft, daß der Volkswirtschaftsrat bis Sonnabend seine Arbeiten beendet haben werde. Am Gorschast Seiner s Stellvertreter des Handelsministers den Mitgliedern des Volkswirtschaftsrates ein Diner. dem Leiter der deutschen wissenhaftlichen Commission zur Erforschung olera, dem Geheimen Regierungsrat Dr. Koch,### ein vierter, aus Kalkutta, den 16. December, datirter Bericht eingelaufen. * Von der Telegraphen=Juspection zu Hannover ist laut der„Elb..“ ein Versuch mit Fernsprech=Apparaten von Hannover nach Kugfel und Frankfurt vorgenommen worden; bis nach Cassel ist eine sehr gute Verständigung möglich gewesen, während man in Frankfurt nur schwach das von Hannover Gesprochene vernommen hat. Jedenfalls würde aber von Hannover nach Frankfurt eine bessere Verständigung möglich sein, beiett wir, Der Mars von so vielen Statonen resehr wart. Del Versuch soll an einer von wer den Stationen belegten Leitung fortgesetzt ... Die sächsische zweite Kammer hat den von den socialdemokratischen Abgeordneten gestellten und der Arbeitervertag. uu suseben und ern urbeitervertrag zwischen Dienstboten und Dienstherrschaften auen uorigen Arbeitsverträgen gleichzustellen, gegen die Stimmen der Social= demokraten abgelehnt. Die Socialdemokraten bezweckten mit ihrem Antrage, ein neues Agitationsgebiet zu gewinnen. Darin glaubte sie selbst die Fortschrittspartei nicht unterstützen zu dürfen. ..“ Gldenburg, 23. Jan. Die Strafkammer des hesigen Landgerichts verurteilte heute die wegen Beleidigung des Majors Steinmann angeklagten au Schröder zu 100, Buchdruckereibesitzer Lallmann zu 50 und Redacteur Hesse zu 150 M. Geldstrafe. Die Kosten der Voruntersuchung trägt der Staat. Rechtsanwalt Sello aus Berlin vertrat den Nebenkläger. 23. Januar. Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd,„Neckar“, an dessen Bord sich die Leiche Dr. Eduard Laskers befindet. ist heute früh 5 Uhr von Southampton weitergegangen, und dürfte voraussichtlich morgen nach. mittag um 5 Uhr in Bremerhafen eintreffen. „.Paxis, 21. Jan. Frankreich hat im Jahre 1883 ur 4 994 256 000 Frcs. Waren importirt und für 3524 894 000 Francs Waren ausgeführt. ## ist.. Unterbilanz von 1½ Milliarden. Gibi auch die Handelsbilanz allein keinen sicheren Anhalt zur Beurteilung des Zu= und Abgangs es Nationalvermögens, so ist doch die Ziffer von 1½ Beiutarde zu groß, als daß man nicht daraus .###ine, Abnahme des französischen Nationalwohls: des schließen sollte. Gegen das Jahr 1882 ist die Einfuhr um mehr 152 Millionen gestiegen, vermiadert hat.—schr un 431, Paris, 22. Januar. Im Senat machte Pouyer=Quertin den Frankfurter Vertrag für die wirtschaftliche Krisis in Frankreich verantwortlich, Nach jenem Vertrage sei Deutschland zum Schutzzollsystem übergegangen, während Frankreich den übrigen Mächten gewisse Concessionen gemacht habe. Das ist eine etwas eigentümliche Auffassung. Deutschland hat das Freihandelssystem noch nahezu 10 Jahre nach dem deutsch=französischen Kriege festgehalten und ist erst im Jahre 1879 zu der gegenmärtigen Wirtschaftspolitik übergegangen. Wie man hiernach einen ursächlichen Zusammenhang zwischen der Frankfurter Vertrage und der deutschen Schutzzlpolitik finden will, ist ganz unerklärlich, Uebrigens hat ja auch Frankreich seine Zölle, die bereits früher höher waren als die jetzigen deutschen, sehr beträchtlich erhöht. D Selsenkirchen, 24. Jan. Morgen(Freitag) Abeno stuve. eine Benefiz=Vorstellung für Fräulein Baumann und Herrn Sweistrup statt und haben die Beneficanten das einactige Liederspiel„Hans und Hanne" und„Sie ist wahnsinnig“ Schauspiel in 2 Acten von Angeli, ausgewählt. Herr Sweistrup, der ein guter Bassist und Geigenspieler ist, wird in den Zwischenacten einige Lieder und auch klassische Sachen auf der Geige zum Vortrag Wenn nun auch Fräulein Baumann noch nicht eine vollendete Schauspielerin, so ist sie doch dem Publicum, wenn sie das Podium betreten, noch immer eine angenehme Erscheinung gewesen und ist auch ihr sonstiges Auftreten im Leben ein anspruchlos bescheidenes. Bei Herrn Sweistrup erlauben wir uns nur daran zu erinnern, wie refflich derselbe im„Dorfbarbier" als Träger der Titelrolle den Lux zeichnete und mit welcher von ihm die schöne Baß=Arie gesungen wurde. Evenso wurde ja auch von Herrn Sweisn„Facinelli“ der schwermütige König Ferdinand it gewiß recht künstlerisch gespielt. Mit Fleiß sind die zu dem Benefiz ausgewählten Stücke einstudirt, so daß sich wohl ein Kunstgenuß erwarten läßt, und wünschen wir den beiden Beneficianten daher ein vollbesetztes Haus. Es wird sich ja an dem Abend das Angenehme mit dem Nützlichen recht wohl verbinden lassen. § Die Sterbekasse des evangelischen Arbeitervereins, welche seit einigen Monaten ms Leben getreten ist, hat sich bereits in einigen Fällen als eine sehr wohlthätige Einrichtung a wieselbe zahlt nämlich im Todesfalle eines Mitgliedes 45 M. und bei dem Tode der Frau 30., Dieser Betrag muß laut Statut ninerhalb drei Tagen den Hinterbliebenen überwiesen werden, da schnelle Hülfe vielleicht nach langer Krankheit meistens doppelt nötig ist. Als Beitrag zur Kasse zahlen die Mitglieder dafür in jedem Sterbefalle den geringen Betrag von 15 Pf. Obschon sämtliche wirkliche Mitglieder des Vereins ohne weiteres zu dieser Sterbekasse gehören, so ist es zu bedauern, daß viele derselben ihren Verpflichtungen nicht nachgekommen sind, und somit bis en Anteil an der Sterbekasse haben. Hoffentlich werden die Frauen, wenn sie dieses lesen, Gelegenheit nehmen, ihre Männer zu fragen, icheus guch in der Sterbekasse sind, und erforderAchenfaus dafür sorgen, daß möglichst bald die Sache in Ordnung gebracht wird. * Am 3. Febr. wird Herr Dr. Penzler im evangelischen Arbeiterverein einen Vortrag halten über das Thema: Wahre und falsche Aufklärung. X Schalke, 24. Januar. Der Krieger= und Landwehrverein Schalke geleitete gestern seinen verstorbenen Kameraden Ernst Polte, Rechnungsführer auf Zeche Consolidation, der nach 8 wöchentlichem Krankenlager seinen Leiden am Samstag erlegen, zur letzten Ruhestätte. Der hiesige Turnverein gedenkt in kürzester Zeit eine carnevalistische Festlichkeit zu veranstalten, bei welcher dem Vernehmen nach auch die bereits von uns erwähnte Fastnachts=Zeitung zur Ausgabe gelangen soll. Ein seltener Anblick bot sich den Passanten der Vongard=Straße zu Bochum. Eine Arbeiter= frau transportirte, dem„Märk. Spr.“ zufolge, eigenhändig mit starker Hand einen kräftigen, erwachsenen Mann, den sie des Diebstahls bezichtigte, zum Stadt=Gefängnis. Obwohl sich der Betreffende energisch sträubte, und kein Mensch aus dem sich ansammelnden Publicum Hülfe leistete, gelang es der Frau doch, den Menschen glücklich bis zum Rathaus zu bringen. Es soll ihr Bruder gewesen sein. * Ein älterer Mann in Zuisburg, der seit längerer Zeit an Schwermut litt und bereits vor kurzem einen Selbstmordversuch gemacht hatte, stürzte sich am Vormittag des 21. Jan. aus dem Dachfenster seiner Wohnung. Die Folgen dieses Sturzes waren so schrecklich, daß er bald darauf verschied. * Auch in Crefeld beabsichtigen die Herren Wilhelmi und Niemann, und zwar am 25. Januar, abends 7 Uhr, ein Concert zu geben. * Ein Viertel des zweiten Hauptgewinns der königl. preußischen Klassenlotterie von 300000 M. ist, laut dem„Echo“, einem Subalternbeamten in Jachen zugefallen. * Aus Coblenz, 19. Januar, wird gemeldet: Der General der Infanterie v. Thile hat mit folgendem Tagesbefehl von dem 8.(Rheinischen) Armeecorps Abschied genommen:„Nachdem Seine Majestät der Kaiser und König die Gnade gehabt haben, durch die mir gestern zugegangene A..=O. vom 12. d.., meiner Bitte gemäß, mich von dem Commando des 8. Armeecorps zu entbinden und mich zur Allerhöchsten Disposition zu stellen, lege ich hiermit das Commando des Corps, an dessen Spitze zu stehen ich während 3 Jahren das Glück und die Freude hatte, mit Bedauern, aber auch mit dem Bewußtsein nieder, das Corps in Adieser ganzen Zeit auf der Höhe der Tüchtigkeit, oder Ausbildung, der Disciplin und des echt Zmilitärischen Geistes erhalten zu haben, wie ich es von meinem berühmten und so tief beklagten Vorgängern übernommen habe. Zugleich hege ich die Hoffnung, daß die Officiere und Beamten des Corps erkannt haben werden, daß es mir an Wohlwollen für jeden einzelnen und an dem Willen, nach besten Kräften meine Pflicht zu thun, nicht gefehlt hat. Wenn trotzdem eine strenge Selbstprüfung mir gesagt hat, daß die Folgen des zunehmenden Alters sich bei mir nach verschiedenen Richtungen geltend machen, so hielt ich es für meine Pflicht, Se. Majestät zu bitten, meine verantwortungsvolle Stelle einer jüngern und frischern Kraft zu übertragen, und ich bin Sr. Majestät für die Erfüllung dieser meiner Bitte auf das tiefste dankbar. Ich scheide von dem Corps mit der Bitte, mir ein freundliches, wohlwollendes Andenken zu bewahren, und mit der Versicherung, daß ich dem Schicksale desselben und jedes einzelnen Officiers und Beamten für den Rest meines Lebens stets mit Interesse und herzlicher Teilnahme folgen werde. Gott sei stets mit dem 8. Armeecorps. * Der Circus Wulff wird auf dem Clemensplatz in Coblenz Aufstellung finden, und am 24. Februar seine erste Vorstellung geben. * Die vom Cultusminister erteilten Dispense für Geistliche der Diöcese Crier belaufen sich nach der„Trier. Ztg.“ auf 143. Ungefähr 70 Geistliche der Diöcese harren noch des Dispenses, doch wird derselbe nicht mehr lange auf sich warten lassen. Preußische Klassenlotterie. (Ohne Gewähr.) Bei der am 22. Januar fortgesetzten Ziebung der 4. Klasse 169. königl. preuß. Klassenlotterie fielen: 1 Gewinn von 150000 Mark auf Nr. 37944. 1 Gewinn von 30000 Mark auf Nr. 61958. 2 Gewinne von 15000 Mark auf Nr. 18994 85219. 2 Gewinne von 6000 Mark auf Nr. 68341 69073. 46 Gewinne von 3000 Mark auf Nr. 1406 8746 9539 10096 12433 14150 17532 17952 18503 20003 20591 21687 22399 22598 23443 23778 37419 38352 38659 40511 41988 46060 49700 54850 56159 57766 60079 62431 63102 64151 64442 67441 69421 72282 72891 74321 75769 76356 77204 78100 78103 80163 80518 84778 86316 89838. 50 Gewinne von 1500 Mark auf Nr. 156 670 2639 3136 4577 4916 9724 9999 10470 11971 13111 14811 17738 17995 19132 21274 22339 22994 25547 27005 29745 31073 31719 40140 46774 48164 49390 50226 53848 55140 57981 67224 67663 67846 69259 70788 73502 74153 74570 78461 78949 80981 81114 81758 82665 85488 85802 89187 89644 90145 75 Gewinne von 550 Mark auf Nr. 69 1444 2969 3003 4957 5147 12165 12245 14861 16507 16937 17995 18034 20186 20433 24086 24248 24403 26343 35049 37945 38818 39565 39798 42355 42794 43758 44789 45199 46409 46448 47339 47943 49390 49864 50631 50842 50870 51522 52320 54417 54995 56033 57745 58350 59177 59405 59832 60960 62356 62838 65730 66481 67504 68312 69187 69434 71067 71812 72334 74541 74845 76176 78758 81590 81612 84333 85632 85969 87705 88241 88264 89558 89999 94807. Anmeldungen zum Bezug unserer Zeitung können zu jeder Zeit erfolgen bei unseren Boten oder Expeditionen. Industrie, Handel und Verkehr. Neuß, 23. Januar. Sämtliche Preise unverändert. Rüböl und Kuchen unverändert. 44. S Weizen 1 Qu. 19— 100 Kilo 3.“ 17— Landroggen /1. neu 15— à 100 Kilo 12.„ 13— Gerste 100 Kilo 15 50 Buchweizen„ 15 50 Rüböl per 100 Kilo in Partien von 100 Ctr. Rüböl per 100 Kilo saßweise 44 S Hafer alter à 100 Kilo 15 40. " neuer„„„ 13 80 Raps 1.„„ „ 2.„„„„ Kartoffeln„„„ 400 Heu per 50 Kilo 360 Roggenstroh 600 Kilo 32 00 70— 71 50 Preßkuchen per 1000 Kilo 141 Kleien per 50 Kilo 5 80 Weizen=Vorschuß 00 per 100 Kilo Glasgow, den 23 Januar. 12 Uhr 5 Min. nachm. Roheisen. Warrants 43s 11 ½d. Berliner Börse. Berlin, den 23. Januar 1884. Fonds und Staats=Papiere. Deutsche Reichs=Anleihe..... 4 102,20 Preußische consolidirte Anleihe.... 4½ 103,10 do. 4 102,30 Staats=Anleihe 1868 4 101,20 „ 1850, 52, 53 62... 4 101,10 Staats=Schuldenscheine... 3½ 99.00 Oesterreichische Goldrente 4 85.00 „ Silberrente 4⅛ 67.75 „ Papierrente..... 4⅛ 67,10 Verstaatlichte Eisenbahnen. Bergisch=Märkische Rheinische, abgestempelte " L. B.(gar.) Gotthard vollgezeichnet Russische Staatsbahn 0 0 0 0 0 6 5 166.60 102.25 92.00 125.75 Aachen=Mastricht... 4 97.10 Brg.=Märk. I. und II. Serie.. 4½ 103,50 " III. A. B. 3¼ g.." 3½ 95.40 „ Lit. C... 3½ 95,40 „ IV. Serie 4½—— Berg.=Märk. V. Serie„.. 4½ 103,75 „ VI. Serie 4½ 104.75 „ VII. Serie conv. 4½ 103,25 „ VIII. Serie. 4½ 103,20 „ IX. Serie.. 5 103,40 Bank=Actien. Zinsfuß überall 4 pCt., bei der Reichsbank 4½ pCt. Aachener Disconto=Gesellschaft Allg. Deutsche Handels=Gesellschaft Bank für Rheinland und Westfalen Bergisch=Märkische Bank „ Industrie=Gesellschaft Berliner Handels=Gesellschaft Berliner Makler=Verein Cölnische Wechs.= und Bank:.. Deutsche Bank „ Hyptheken=Bank 60% „ National=Bank Disconto=Commandit Dortmunder Bank=Verein Essener Credit=Anstalt Nationalbank für Deutschland Norddeutsche Bank Preußische Boden=Credit=Bank Reichsbank Schaaffhausener Bank=Verein Industrie=Papiere. Nachen=Höngen Annener Gußstahl=Fabrik Arenberg, Gesellschaft für Bergbau Bochumer Bergwerks=A. Lit. A. „„ Lit. B. Bochumer Gußstahlfabrik Borussia, Bergwerk Bonifacius Bergwerk: Cölner Berawerks=Verein Cöln=Müsener Bergwerks=Verein Dortmunder Bergwerke Lit. A. „„„ Oblig. Dortmunder Union 600 Mark „„ 400„ „„ 300„ Dortmunder Union Stamm=Pr. „ Part.=Obligation Gelsenkirchener Bergw.=Actien=Ges. Georg=Marien=Bergwerks=Verein Harkort Bergwerk „ Maschin. Harpener Hütten Hibernia u. Shamrock Hörder Bergw.= u..=Act.=Ges. do. zusammengen. Louise Tiefbau Märkisch=Westfälische Bergw. Madeburger Bergwerks=Act.=Ges. Mechernicher Oelheim Petroleum. 80% Phönix Berzwerks=.=G. Lit. A. „ Lit. B. Pluto, Bergwerks=Gesellschaft Westfälische Draht=Industrie „ Union Rhein.=Westf. Industrie 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 9860 96.00 33,50 67.25 45.25 61,30 192.75 164.00 43,00 87.40 33,00 66,00 107,50 .00 20,40 Geld=Sorten und Banknoten. Dukaten per Stück Sovereigns per Stück 20 Francs=Stück per Stück Gold=Dollars per Stück Imperials(halbe) per Stück Imperials per 500 Gr. Englische Banknoten 1 Lstr. Französische Banknoten per 100 Fr. Oesterreichische Banknoten 100 Fl. „ Silber=Coupons Russische Banknoten per 100 Rubel " Zoll=Coupons .73 2022 16,19 4,18 16,73 1393,00 20,38 81,15 168,45 168,00 197,50 20,60 61 Umrechnungs= Sätze. 1 Dollar= 4,25 M. 100 Francs= 80 M. 1 Gulden Oest. Währ.= 2 M. 7 Gulden Südd. Währ. = 12 M. 100 Gulden Holländ. Währ.= 170., 1 Mark=Banco= 1,50 M. 100 Rubel=320 M. 1 Liv. Sterl.= 20 M Zinsfuß der Reichsbank. Discont 4 pCt. Lombarden 5 pCt. Meteorologische Notizen. (9 Uhr vorm.) 23. Januar Bar. 754 mm. Therm.+ 80R, SSW 24. Januar" 741 mm."+ 60R. W □ Mädchenschutz. Es ist schon vielfach darauf aufmerksam gemacht worden, wie notwendig und wünschenswert es ist, daß sich eine entsprechende Vereinsthätigkeit auch mit denjenigen Kindern zu beschäftigen hat, welche nicht zu den armen Waisen gehören, deren Staat und Gemeindeverwaltungen sich annehmen, sondern solchen, die wohl noch Eltern oder doch einen Vater oder Mutter haben, welche aber nicht in der Lage sind, ihre Kinder genügend zu überwachen, zu überwachen gerade in der Zeit, wo für jedes Kind das am nötigsten ist, nämlich da, wo auch die Schule nichts mehr für sie thun kann und sie so zu sagen in's Leben selbst hineingestoßen werden, ohne die Fürsorge des Elternhauses oder sonst eine freundlich leitende Hand zu finden. Von dieser Notwendigkeit und dem Wunsche durchdrungen, gerade hier, und bei den Mädchen Standesamts= Nachrichten des Amtes Schalke. Geburten. Conrad S d Fabr Conrad Stock Sch. Pauline Marie Td Bergm Casemir Litzkowski Sch. Dorothea Pauline Henriette T d Zimmerm Heinrich Voigt Braub. Anna T d Fabr Aegidius Doll Braub. Joy Heinr S d Bergm Ludwig Fröhner Braub. Blasius Robert Sd Beigm Eberhard Kübel Braub. Friedrich Heinrich S d Bergm Friedrich Kracht Sch. Clemens Anton S d Händlers Anton Bartoldus Hüllen. Gustav Wilhelm Albert Sd Schlosser Heinr Meine Bulmke. Elisabeth Maria T d Bergm Joh Hemshorn Bulmke. Carl Ludwig Wilhelm S d Maschinenw Jul Borchers Bulmke. Aufgebote. Bergm Joh Plewa kaih m Genovefa Cyrus katy b a Braub. Heiraten: Bergm Laurentius Frackowiak kath m Maria Elis Kirchhoff kath b a Bulmke. Zimmerm Hermann Conradi kath m Cath Raabe kath b a Sch. Bergm Joh Weyer kath a Braub m Witwe Anna Foth geb Suckan kath a Bulmke. Fabr Simon Aug Witte ev m Anna Borth ev b a Sch. Schmied Joh Heinr Theodor Wingart kath m Anna Maria Cath Strohmann kath a Braub. Fadr Emil Valentin Klatt ev m Joh Antonetta Hegmans kath b a Braud. Börse zu Essen. Nächste Börsen-Versammlung Montag, 28. Januar 1884, nachmitt.—½6 Uhr, Im Casino(bei C. Rothe), Kastanienallee 95. Die Börsen-Commission. Wegesabülscher „„ 9 v. S. Golomann& Cie., Dresden anerkannt bewährtestes diätisches Genuß= und Hausmittel für Erwachsene und Kinder, staunenderregend in seinen Erfolgen bei Husten, Keuchhusten, Catarrh, Heiserkeit, Berschleimung, Halsund Brustleiden 2c. à Flasche Mk. 1,00 und Mk. 1,75 allein zu haben bei Witwe F. W. Pasch Nachf. Gelsenkirchen. Einiache Kleider, wie elegante Costumes werden gutsitzend und billig angefertigt. Geschwister Koch, Kreuzstraße 1. Bringe meine gut abgelagerten * 5 sowie sämtliche Parfümerien, Mundwasser, Haarfärbemittel und die nur allein bekannten, echten Gebr. 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Die Reichhaltigkeit und Gediegenheit der Zeitschrift hat in den 10 Jahren ihres Bestehens genügend deren Wert zur Anerkennung gebracht, und sollte es kein Industrieller und Gewerbsmann unterlassen, auf diese killige und dabei doch allen Ansprüchen gerecht werdende Zeitschrift zu abonniren. Probehefte auf Verlangen gratis u. franco. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen, Postanstalten u. direct aus A. Hartleben's Verlag in Wien., Walsischgasse 1. Zichrpran vom 15. October 1883 ab Von Gelsenkirchen nach Wanne 6,18.43 10,36 2,08 4,19 5,43.52 1,19[Wanne Abf. nach Münster 6,45 10,52 2,19 5,52 10,04 1,39.1 Von Bochum nach Ueckendorf=Wattenscheid 5,30 8,08 11,44 1,48 .30 7,20 10,16 9,02 svon Ueckendorf=W. nach Kray=Essen 5,43.55.21 11,54 2,01 3,43 7,30 9,15. Von Dahlbusch nach Essen 5,41 6,52 8,18 11,45 1,55 3,39 (5,22 bis Kray) 7,29 9,10. Von Dahlbusch nach Gelsenkirchen 7,31 9,05 12,15 4,01 2,53 5,49 .28 11,45. Von Essen nach Gelsenkirchen(rhein.) 6,52.4711,53 2,36 5,30 8,08 11,28. Von Essen nach Gelsenkirchen (Köln=Minden) 5,55 8,15 10,00 1,40 3,50 5,15.20. Von Schalke nach Wanne 8,57 12,04 4,39.44. Von Schalke nach Sterkrade 5,52 927 2,29 8,04. Von Wanne nach Schalke 5,40 9,15 2,20.55. Von Schalke nach Bismarck Winterswyk 8,28 5,26 9,11[Bismarck Abf. 8,37 2,42 5,52.20.] Von Schalke nach Essen 6,56 9,20 .17 7,35. Von Essen nach Schalke 8,07 2,17 4,54.50. Von Gelsenkirchen nach Deutz=Köln 5,39 6,54.49 11,30 12,41 2,22 5,02 8,35(10,55 nur bis Essen, Altenessen Abf. 6,10 u. 4,47 Eilzug.) Von Gelsenkirchen nach Essen 5,36 6,47 8,13 11,40 1,50 3,34 (5,17 nur bis Kray) 7,24.05 [von Kray nach Dortmund (.01.56 12,02.45 5,9. 8,17(11,37 nur bis Bochum)]. Von Wanne nach Dortmund 8,56 10,51 4,30 9,03 9,56.45 [Herne Abf. 9,05 11,01 4,40 913 1,56.] Von Herne nach Deutz=Köln 6,34 8,28 11,09 1,59 8,13[Wanne Abf. 5,31, 6,43 8,39 11,19 12,33 2,10 4,54 8,24(10,46 nur bis Essen)]. Von Herne nach Bochum 7,11 1,12 7,35. Von Bochum nach Herne 6,46·12,21 .37. Von Wanne nach Ueckendorf=Wattenscheid=Bochum 5,33 8,40 12,40 4,05 5,32 8,00 10,50. Von Ueckendorf=Wattenscheid nach Wanne 6,08 10,30 2,03 5,15 7,35 9,18 1,07. Von Ueckendorf=Wattenscheid nach Dortmund 7,08 9,03 12,09 2,52 5,46.24(von Ueckendorf=Wattenscheid nach Bochum von Wanne kommend 5,47 1,00 4,25 11,10.) — * Büd Aersere-ces peitegun bers gekömmen;###d ich fatto keine Antbort Galau ganz besonders, so viel wie möglich helfend einzugreifen, läßt der Frauenbildungsverein in Leipzig sich seit Ostern angelegen sein. Er ließ sich damals von den Lehrern der Bezirksschulen diejenigen Mädchen notiren, welche Ostern confirmirt wurden und in solchen häuslichen, zweifelhaften Verhältnissen leben, die nicht geeignet sind, ihnen einen sittlichen Halt zu bieten. Einzelne Vereinsdamen suchten sodann dieselben auf und zogen die weiteren Erkundigungen über sie bei ihnen selbst und anderen ein. Ein Paar davon wurden sogar sogleich von Damen, in deren Verhältnisse es gerade paßte, eine kleine, noch ganz in häuslichen Arbeiten unerfahrene Gehülfin aufzunehmen und dabei anzulernen, mit in deren Haus genommen. Die anderen Mädchen lud man ein, zu Sonntagsunterhaltungen im Local des Vereins von—7 Uhr zu erscheinen. Die Kinder werden da je mit 2 Tassen Caffee und Zwieback bewirtet. Dabei sind—3 Vereinsdamen(darunter stets eine geprüfte Lehrerin) gegenwärtig, welche für belehrende und heitere Unterhaltung sorgen. Es wird Passendes vorgelesen, Rätsel aufgegeben und werden solche Gesellschafts=Spiele vorgenommen, welche das Nachdenken wecken und schärfen, sich für Alter und Verhältnisse eignen und auch später unter sich den jungen Mädchen zur Unterhaltung dienen können.— Der Sommer war diesem Anfang nicht günstig, es kamen nur wenige, aber seit Michael sind oft 15 bis 20 da. Es wird über diese Unterhaltungen ein Buch geführt, damit nicht so viel Wiederholungen u. s. w. vorkommen, ein anderes, und das ist das wichtigste, über die Mädchen selbst. In diese Liste der Schutzbefohlenen wird eingetragen: der Name der Schutzbefohlenen, deren Wohnung, Stand und Beruf ihrer Eltern(Vater oder Mutter), das letzte Schulzeugnis bei Entlassung aus der Schule, dann der eigene Beruf oder Beschäftigungszweig des Mädchens; mehrere sind bereits in Diensten, ganz oder als Aufwärterinnen, andere arbeiten in Blumen=, Farben=, Federn= und anderen Fabriken, oder gehen einzeln auf Arbeit. Auch die Namen der Arbeitgeber werden eingetragen. Es haben sich nun eine Anzahl Vereinsdamen anheischig gemacht, je eines dieser Mädchen als ihre Schutzbefohlene zu betrachten(womöglich die zunächst wohnende). Jedes Mädchen erhält nun ein Buch, worin ihr Name und der der Schutzdame steht. Die Beiden treten nun einander insofern näher, als das Mädchen ihr jede Lebensveränderung (Stellung und Wohnungswechsel) anzeigt und das Recht hat, sich vorkommenden Falles um Beistand mit Rat und Tat an diese zu wenden. Es ist dies nur ein kleiner Anfang, woraus sich Heilsames entwickeln kann. Darum sei er hier zur Nachahmung mitgeteilt. Berliner Sie würden gewiß gut thun, ein der Wahrheit entsprechendes Geständnis abzulegen,“ ermahnte der Herr Vorsitzende im Laufe der Verhandlung die unverehelichte Fabrikarbeiterin Emma Veronika Lesser, ein 22 Jahr altes, recht hübsches Mädchen. Angekl.: Na, so blau, Herr Jerichtshof; wenn ick doch nischt Böset jedahn habe, denn kann ick nu schon allens jänzlich unjelogen lassen. Vors.: Sie wollen doch nicht bestreiten, Ihre Arbeitsgenossin mit den Fäusten überfallen und an den Haaren zu Boden gerissen zu haben? Angekl.: Keene Ahnung, Herr Jerichtshof, indem bei mir sowat janich wohnt. Vors.: Wenn Sie von dem Vorfall nichts wissen, so muß zur Vernehmung der Zeugen geschritten werden. Angekl.: Ob ick wat weeß, det steht natierlich wieder uf'n janz anderet Blatt. Janz jewiß weeß ick von den Lenz wat; indem ick ihr nich liefen sah, verhedderte ick mir mit de Beene in ihre Kluft un schoß mit den Kopp über ihr weg, wobei ick ihr denn woll'n bißken in't Jesicht anjekommen sind kann. Wenn sich'n jeder Zoddelkopp mitten uf den Bürjersteeg hinfleezen will, denn derf er sich ooch nich verwundern, wenn ihn eener'n bißken mit de Beene in't Jesichte springt. Vors.: Es ist ja aber von vornherein garnicht anzunehmen, daß sich ein vernünftiger Mensch, zumal zur Winterszeit auf's Pflaster legen wird. Angekl.: Det is’ne Idee, Herr Jerichtshof; 'n vernünftijer Mensch wird et nu schon nich duhn, det stimmt; aber wenn sich eener't Leib stoppevoll jesoffen hat, denn hantiert er sich ooch wie'n janz natierlicher Bachuner un fielt sich balde'mal in de Josse. Vors.: Woher wissen Sie denn aber, daß die Zeugin betrunken war? Angekl.: Na, die is nu merschtendeels schon immer ejal besoffen. Ick keen ihr janz jenau, wir arbeeten schon int zweete Jahr uf eene Fabrike. Vors.: Wie kamen Sie aber so spät in der Nacht in die Friedrichstraße? Angekl.: Der Fall liegt Sie nämlich so, Herr Jerichtshof; ick hatte mir mit mein Verhältnis uf den Abend bestellt, un wo ick mir denn mein Kleed bei Spindlern hatte uf de neie Art reenijen lassen, indem t' denn doch mehr Effect macht un nich jroß wat kosten duht, krieje ick denn mit eenmal in't Ooge, det ooch keene eenzigste Naht rejulär sind duht. Nu kann ick allens leiden, aber de Kluft muß nobel sind. Ick springe denn ooch janz jeschwinde zu de Mieze nebenan un hole mir ’ne Fitze Zwirn. Vors.: Aber verschonen Sie uns doch mit so gleichgültigen Dingen, die garnicht einmal zur Sache gehören. Angekl.: Det is ja eben det Hauptjeschäft be den janzen Knaatsch, Herr Jerichtshof. Ick sage denn zu de Mieze, Mieze sage ick, loofe schon janz jeschwinde nach mei Verhältnis und sage ihn, ick wollte ihm Klocke elwen bei Jrattweilen treffen; det is nämlich son oller Blubberkopp un zieht jleich Leine, wenn ick'mal nich uf'n Punkt antrete. Sowat kann doch vorfallen; aber ooch jedet einzigste mal muß ick denn Rooch schnappen. Det is nu schon janz jewiß nich mehr hübsch. Vors.: Ihrem Wunsche wurde nun entsprochen? Angekl.: Ja woll, Sie daht mich den Jefallen; aber weil ick ihr nun alle beede kenne, verwarne ick ihr denn noch un sage: Mieze, mach' schon keene Dosen und markele Dir nich mit ihn, wo se denn noch spitzfindig is un meent, det ihr sowat jerade passen könnte. Vors.: Nun kommen Sie aber zur Sache. Angekl.: Ick war ooch uf den Kopp elwen bei Jrattweilen; aber der faule Junge kam nich, wie't nun Klocke zwelmen schlug, hatte ick keenen Mumm mehr zu't Warten un länderte sachteken los. Uf den Dönhoffsplatz muß ick denn ooch mit de Juste, wat meine Freindin is, zusammenrennen, wo ick denn höre, det mein Verhältnis mit de Mieze int' Theater in de Reichshallen jewesen is, wodruf er ihr denn noch mit'n Paar Warme jefuttert hat. Na, det is nu jerade mein Fall, wenn er vor sein Jeld andere Meechens det Leib vollprumpfen duht. Ick boste mir mächtig, wo ick mir denn bei't Nachhausejehen mit de Beene verheddere un über ihr wegschieße. Vors.: Räumen Sie doch nur ein, daß Sie sich infolge einer eifersüchtigen Anwandlung zu den Thätlichkeiten hinreißen ließen. Zwei ganz einwandsfreie Zeugen haben ja aus unmittelbarer Nähe mit angesehen, wie Sie der Zeugin zunächst das Gesicht blutig kratzten, dieselbe dann an den Haaren zu Boden rissen und die Ueberfallene demnächst sogar mit den Füßen bearbeiteten. Angekl.: Na, so ist't recht, so'n Pudel möchte noch mit Chocolade bejossen wer'n, wenn man über ihr fallen duht, wat knapp an't Jenickebrechen vorbeijeht. Die Beweisaufnahme fiel durchweg zu Ungunsten der Angeklagten aus; der Gerichtshof erblickte indessen in der hochgradigen Erregung der Beschuldigten ein milderndes Motiv und erkannte, obwohl die Angeklagte wegen Beleidigung und wegen Widerstandes bereits Vorstrafen erlitten, was auf eine gewisse Neigung zu Gewaltthätigkeiten schließen läßt, auf nur eine Woche Gefängnis. „Na, et is ja noch nich alle Dage Abend; ick were mir schon weiter verwenden!“ äußerte die Verurteilte nach Publication des Erkenntnisses. **(Straßenbeleuchtung mittels electrischen Lichtes.] Der vom Berliner Magistrat mit der deutschen Edison=Gesellschaft vereinbarte Vertrag ist den Stadtverordneten zugegangen. Dem Magistrat wird durch denselben u. a. das Recht eingeräumt, von der Gesellschaft die Lieferung des electrischen Lichtes zur Straßenbeleuchtung unter gewissen Bedingungen zu verlangen. Die vom Magistrat für jedes 16kerzige Glühlicht zu leistende Vergütung soll 120 Mark jährlich betragen und die deutsche Edison=Gesellschaft verpflichtet sein, für diesen Preis die Lampe bis zu 4400 Stunden jährlich brennen zu lassen. Für jedes electrische Bogenlicht von 800 Normalkerzen,— wobei sich der Magistrat zu einer Minimalvergütung von mindestens 2000 Brennstunden per Lampe verpflichtet,— sollen für die Brennstunde 40 Pf. vergütet werden. Mit diesen Preisen soll alles ohne Ausnahme abgegolten sein, namentlich also die Lieferung der Lampe und der Electricität, sowie die Benutzung der Lampe. Was die Lieferung von electrischem Licht an Private anlangt, so stellt sich der ungefähre Preis einer 10kerzigen Glühlampe pro Stunde auf 2,8 Pf., 16kerzigen Glühlampe pro Stunde auf 4 Pf., 32kerzigen Glühlampe pro Stunde auf 8 Pf., 50kerzigen Glühlampe pro Stunde auf 12,8 Pf., 100kerzigen Glühlampe pro Stunde auf 25 Pf. Der Preis, zu welchem die electrischen Ströme zu anderen als zu Beleuchtungszwecken geliefert werden, bleibt besonderer Vereinbarung vorbehalten. Außer dem obigen Preise haben die Abnehmer für jede in ihrem Hause installirte Lampe, gleichviel wie groß die Leuchtkraft derselben ist, eine jährliche Gebühr von 6 Mark zu entrichten. Die„Emscher hohen Feierta Iulertte Verantme Allgemeines## Socialistist * [Dynamo=Electrieität.] Die beim Haupttelegraphenamt in Berlin stattgefundenen Versuche mit Dynamo=Electricität, anstatt mit Batteriestrom zu telegraphiren, haben zu einem überraschend günstigen Ergebnis geführt. So sind z. B. am 14. ds. Mts. vier Hughes= und neun Morseleitungen mit vollkommenem Erfolge gleichzeitig durch die Dynamomaschine gespeist worden. In Betrieb genommen wurden Leitungen von sehr verschiedener Länge und nach sehr verschiedenen Richtungen, z. B. nach Frankfurt a.., Hamburg, Cöln, Bremen, Emden, Dresden, Stettin, Coblenz, Aachen, Cuxhafen, Thorn, Elbing, Halle a. d. S. und Leipzig. Die höchste Zahl der gleichzeitig durch dieselbe Stromquelle gespeisten Leitungen beträgt 42, womit jedoch das Maximum der Ausnutzung noch keineswegs erreicht zu sein scheint. *„Ameri immer giebt es halten, so sehr schiendensten S parteiischen Bei hältnisse widerle bei sich doch im anderen, so dock modernen gelob sein bischen G Billet zur Ueber gründlichsbekeh solcher Schritt ein Lotteriespiel Los speculirt, TE * 74 Bekanntmachung. Nachdem der Bergschuldirector Herr Bergrat Schultz sein Mandat als Landtags=Abgeordneter niedergelegt hat, wird auf Grund des§ .19 der Verordnung vom 30. Mai 1849 über die Ausführung der Wahl der Abgeordneten zur 2. er Kammer hierdurch zur öffentlichen 9 Kenntnis gebracht, daß der Termin * zur Vornahme der Ersatzwahlen für die in hiesiger Stadt ausgeschiedenen Wahlmänner August Köckmann, Christoph Golle, C. W. Dieckmann, Andreas Gerlach auf Sonnabend, den 26. Januar, vormittags 10 Uhr, festgesetzt ist und werden die Urwähler der I. Abteilung des I. Bezirks, umfassend: die Friedrich=, Industrie=, u. Kaiserstraße, Kaiserplotz und Mauspott, in das Local des Wirts Schulte: Uechting; der III. Abteilung des II. Bezirks, umfassend: Carl= Hoch=, Hof=, Ring= und Wannerstraße, in das Local des Wirts W. Althoff; der III. Abteilung des VII. Bezirks, umfassend: Acker=, Bahnhofstraße, von Haus Nr. 78 bis zu Ende, Breite=, Gas=, Johannes=, Kessel=, Louisen= und Waldstraße, in das Local des Wirts Le Claire; der : III. Abteilung des IX. Bezirks, umfassend: Bochumerstr. bis incl. Haus Nr. 61, Josef=, Martin=, Ottilien= u. Seifenstraße, in das Local des Wirts Dinnendahl, hiermit unter dem Bemerken eingeladen, daß eine andere Einladung der Urwähler als die vorstehende nicht erfolgen wird. Als Wahlvorsteher resp. dessen Stellvertreter fungiren: im I. Bezirk Herr I. Müller resp. Herr Tigges, im II. Bezirk Herr Rendant Naberschulte resp. Herr „Fr. v. Oven, im VII. Bezirk Herr Vohwinkel resp. Herr van Gulick, m IX. Bezirk Herr Rohmann esp. Herr Fr. Schmidt. Nur diejenigen Urwähler, welche rechtzeitig in dem Termine erscheinen, können won ihrem Wahlrechte Gebrauch machen. Das Stimmrecht muß in Person ausgeübt werden und können Abwesende in keiner Weise durch Stellvertreter oder sonst an der Wahl teilnehmen. Wahlkcommissar des Wahlkreises Dortmund=Bochum ist Herr Landrat v. Rynsch zu Dortmund. Gelsenkirchen, 21. Januar 1884. Der Bürgermeister: Vattmann. .„Anzeigen, welche vormittags nach ½9 Uhr end##gehen, können erst in der nächstalgenven nummer dieser Zeitung Aufnahme Beste und billigste neue deutsche Copir-Tinte Dienstag, 29. d.., nachmittags 4 Uhr, läßt Herr H. Langebeckmann hier in seiner Holzung ca. 50 Haufen Eichendurchforstungsholz nummerweise gegen Credit und Bürgschaft verkaufen. W. Walbeck, Wanne. u. Kaisertinte, Hr. 1e Pmte empfiehlt F. Dienst, Gelseukirchen. oviliär= elc. *„ Elnpfehle mich zum Fahren von Kohlen und sonstigen Gegenständen Friedrich Glittenberg, „Wilhelminenstr. 30, Gelsenkirchen. vellchen-Abfall-Seife Samstag, 26. d.., vormittags 9½ Uhr, werde ich für Herrn Kötter W. Schulte in Röhlinghausen 3 Tische, 1 Tafel=Clavier, 3 Bettstellen und sonstige Haus= und Küchengeräte, 1 Wannemühle, 1 Häckselbank, 1 vollst. Pferdegeschirr, 1 schwertragende Kuh, 54 Obstbäume, Weintrauben u. sonst. Strauchgewächs gegen Barzahlung und event. gegen Credit verkaufen. W. Walbeck, Wanne. Von heute ab „** Aahe. Ein großer Posten, nur ff. prima Ware soeben eingetroffen und verkaufe so lange der Vorrat reicht: für Damen, weiße, 2kn. „ schwarze, 2kn. „„„ mit Raupen „ coul., 2kn. „„„ mit Raupen „ Ballhandschuhe, 3kn. „ Waschleder, 2kn. für Herren, weiße „ schwarze „„ mit Raupen „ coul. „„ mit Raupen „ Waschleder „Bemerke, daß obige Handschuhe nur vom feinsten Leder sind. M. 1,25, " 1,25, „ 1,50, „ 1,25, „ 1,50, „ 1,25, „ 1,— " 1,25, „ 1,50, „ 1,75, „ 1,50, „ 1,75, 1,50. Ein Posten weißer Herren= und Damen=Handschuhe SESDO 75 Pf. SERGG vorzüglicher Qualität empf. Packot(3 Stück) 40 Pf. A. Springerum. nur 60 Pf. F. Buchmüller, Gelsenkircheg, Theresiepstraße. Cr. Beitmann, " Bahnhofstraße Nr. 37. Bekanntmachung. Zum Zwecke der Ersatzwahl eines Landtags=Abgeordneten ist die Neuwahl mehrerer Wahlmänner notwendig und zwar in den Urwahlbezirken: Nr. V der Gemeinde Herne für die aus dem Urwahlbezirke verzogenen Herren Ober= steiger H. Wefelscheid und Ingenieur F. Baum, ersterer von der ., letzterer von der 1. Abteilung gewählt: Nr. III der Gemeinde Herne für den aus dem Urwahlbezirke verzogenen Herrn Steiger Albert Otten, gewählt von der 3. Abteilung; Nr. II der Gemeinde Baukau für den verzogenen Herrn Obersteiger Carl Sichtermann, gewählt von der 2. Abteilung. Die zu diesem Behnfe aufgestellten Listen der stimmberechtigten Urwähler jener Bezirke liegen am 24., 25. und 26. Januar 1884 zur Einsicht offen und zwar die Listen von Herne auf dem hiesigen Amtsbureau Nr. 5, diejenige von Baukau in der Wohnung des Herrn Gemeindevorstehers Kortebusch. Reclamationen gegen die Richtigkeit oder Unvollständigkeit der Listen sind innerhalb 3 Tagen nach erfolgter Offenlage der Listen vormittags von 9 bis 12 Uhr und nachmittags von 3 bis 6 Uhr bei mir oder Herrn Vorsteher Kortebusch schriftlich anzubringen oder zu Protokoll zu geben. Heine, den 22. Januar 1884. Der Amtmann: Schäfer. SHHer 60 Ziehung am . 20. u. 21. Rebrnar 1884. Erster Hauptgewinn: 75000 M. Baar. Es sind 3435 Gewinne in Baar im Betrage von 350,000 Mark ohne Abzug. Ferner 50000 Mark an Kunstgegenständen kommen zur Verlosung. Ulmer Dombau verlost 1063 Geld=Gewinne mehr als die Kölner. OeE à.10 —#Lsind bei mir zu haben. Theodor Dahl, Gelsenkirchen, neben der kath. Kirche. Vielleicht eines Arbeiters versuchen woller seine Enttäuschi eignet, die eur handerungssuch üddeutscher, h biefe" aus A München(C ##den sind. Anteil a glaubtef schtigen B , n i c h t such dort uktische Verhö Grundsätze bestä r zieht die politi industriellen, a der neuen und nahme auf Der und kommt nick in der alten A auch seine polit socialdemokratis selbst bekehrt w gewanderten bei Der Briefsc Arbeiter sein A Erfahrungen mindestens so Arbeitslose wir behandelt. Uel den deutschen 2 ihm so hoch ve der Menschengeschmähren De amerikanische 2 englische Arbei nur stolz sind die Carbatsche Gesicht geschlag wissende, rohe Procent können erst der Auswu in Gelsenkirchen. Im Saale des Herrn Baumeister, („Germania.“) Vonnerstag, 24. Jannar 1884. 120 Erste Gastvorstellung— Verkaufe von heute an FI. Rindfleisen u. zu 60 Pf. S. Steinberg, Gelsenkirchen, Abstraße. des gesamten Opern=Personals des Dortmunder StadtTheaters und der bestrenommirten Giesenkirchen'schen Kapelle, unter Leitung des Directors Ignats Pollak. Martna oder: Verantarkt zu srichmond Große Oper in 4 Acten von Fr. v. Flotow. Kassenösnung 7 Uhr. Infang 8 Uhr. Preise der Im Vorverkauf: Sperrsitz 2,25., Kassapreise: Sperrsitz 2,50 Mk. 1. Platz 1,50 Mk., 2. Platz 1 Mk. Billete sind im Vorverkauf zu haben im Hotel Feller und im Theater=Local bei Herrn Baumeister.— Die Abonnementsbillets müssen im Hotel Feller umgetauscht werden. Die Direction. urbier, Spezialarzt für Magen= u. Unterleibskranke, Köln, Mittelstraße 1.(12 bis 4 Uhr Erzähl — „Der Man vis vier Woche mih erhob, der seinem Blute erchlagen.: „Was hat mit Elly zu sch „war er in de Mutter zur W zu einem frühe da, wo die mer nicht ausreichte, in die Hand befriedigen, de welche die Verf dadurch die 2 Hand wurden.“ „Deine Gef Eva wieder ei Lippen einige Schmerz, fester sind gerechtferti ich bin die Letz Du aber eben Gedächtnis. A wieder, währe Und eine lang licher Qualeni Sie sann daß Abel, wie