4 Nr. 3. er: bet, riff nn end 3 sche in Anas ertig= ervir B. den E. den inn kura ler, und end ben in, ten ors den irklag der nal blistes mt en 1 3 5 2 T Perrung 6 Aügeneines Grgan für die Stadt Gelfenkirchen, die Zeuter Schalte, Reterderf, Wanne und Herne.— Anzeigeblatt für Gerichls, Cinil=Verwaltungs= und Militär=Vehörden. Bestellungen auf die„Emscher Zeitung“ nebst illustr. werden von den Postanstalten, unsern Zeitungsboten und in der Expedition dieses Blattes noch fortwährend entgegengenommen. S§ Am 1. Januar 1384. Mit dem Anbruch des neuen Jahres 1884 sind gerade fünfzig Jahre seit der Begründung des deutschen Zollvereins verflossen. Der Fall der innern Zollschranken und die Herstellung eines freien Personen= und Warenverkehrs unter der Mehrzahl der deutschen Volksgenossen hatte schon in den ersten beiden Jahrzehnten ein so festes wirtschaftliches Band um Nord= und Süddeutschland geschlungen, daß sich der Zollverein als die einzige Position erwies, aus welcher Preußen durch die isterreichische Politik nicht verdrängt werden konnte. Tteußen mußte sich bald nach seiner politischen Demütigung in Olmütz wegen des Ablaufs der Zollvereinsverträge wieder zu einer selbständigen inneren Politik aufraffen und ein Hort der wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands werden, um die materielle Existenz der eigenen preußischen Bevölkerung zu sichern. Preußen unterhandelte im Jahre 1851 mit Hannover und Oldenburg wegen ihres Beitritts zum Zollverein, es widerstand den Anträgen Oesterreichs auf Eintritt in den Zollverein und ging durch Neubegründung und Erweiterung des deutschen Zollvereins im April 1853 wenigstens in wirtschaftlicher Hinsicht siegreich aus der deutschen Krisis hervor. Zehn Jahre später trat infolge des Abschlusses des preußisch=französischen Handelsvertrags wiederum eine Existenzcrisis des Zollvereins ein. Preußen stellte seine Zollverbündeten vor die Wahl, entweder den Handelsvertrag mit Frankreich anzunehmen oder aus dem Zollverein auszutreten. Nur die Festigkeit der preußischen Regierung und ihr Vertrauen auf die Unlösbarkeit des wirtschaftlichen Bundes entschied einen neuen großen nationalen und freiheitlichen Fortschritt, denn Bayern und Württemberg maßten schließlich kurz vor Ablauf der Zollvereinsverträge doch ihre Zustimmung erklären.— Bald nach der Erneuerung der Zollvereinsverträge im Jahre 1864 schien es eine Zeit lang, als könne der Main zu einer Grenze zwischen dem norddeutschen Bunde und den süddeutschen Staaten werden; aber die wirtschaftliche Einheit bildete die Brücke zur vollen politischen Einheit. Der Zollverein wurde schon im Jahre 1867 aus einem völkerrechtlichen Verbande souveräner Staaten in einen unauflöslichen nationalen Verband mit parlamentarischer Vertretung umgewandelt, und noch ehe es ein deutsches Parlament gab, tagten die officiellen Vertreter des deutschen Nordens und Südens in einem Zollparlamente. So hat sich der deutsche Zollverein als die reale Grundlage für den Bau der deutschen Einheit erwiesen und die Geschichte des Zollvereins ist die Vorgeschichte des deutschen Reichs geworden. Die Angehörigen des deutschen Reichs sind nicht blos durch ihre Sprache und politische Verfassung, sondern ganz besonders auch durch wirtschaftliche Interessen und durch die Verfassung ihres Volkswohlstandes unauflöslich mit einander verbunden und auf einander angewiesen. Erst seit der Begründung des Zollvereins hat sich eine deutsche Großindustrie gebildet, welche nicht nur einen großen freien heimischen Markt in immer ausgedehnterem Maße zu versorgen, sondern auch auf dem Weltmarkt erfolgreich zu concurriren weiß. Schon die erste im Jahre 1844 in Berlin veranstaltete Zollvereinsausstellung eröffnete einen erfreulichen Ueberblick über den Stand des deutschen Gewerbfleißes und übte einen mächtigen Einfluß auf die Weiterentwicklung der Industrie. Gleichzeitig gab sie auch den Anstoß zu einer Reihe volkswirtschaftlicher Fortschritte und Verbesserungen auf dem Gebiete der Gesetzgebung und Vereinsthätigkeit. Schon damals wurde der Gedanke der Fürsorge für die Arbeiter in denkenden Köpfen rege und durch die Begründung des„Central= vereins für das Wohl der arbeitenden Klassen" zur Ausführung gebracht. König Friedrich Wilhelm IV. sprach in einer Cabinetsordre vom 25. October 1844 sein warmes Einverständuis mit den Bestrebungen des Centralvereins durch folgende Worte aus:„Auf dem Wege des gemeinsamen hülfreichen Wirkens für das Wohl der arbeitenden Klassen wird die vaterländische Industrie, die so glänzend durch ihre Fortschritte sich auszeichnet, zugleich eine höhere Weihe erhalten und sich am gewissesten einen dauernden Segen sichern.“ Mögen diese königlichen Worte, mit denen die neueste, dem Arbeiterwohle gewidmete Botschaft des deutschen Kaisers übereinstimmt, alle Unternehmer und Arbeiterfreunde auch in dem neubegonnenen Jahre an ihre socialen Pflichten erinnern! — Jsraeliten im deutschen Reiche. SC. Da die Frage der Verbreitung der Israeliten so viel besprochen wird, so möge zur Beleuchtung des Sachverhalts folgendes aus dem neuesten Heft der Statistik des deutschen Reichs (Band 57, Teil 2) mitgeteilt werden. Man zählte am 1. December 1880 im deutschen Reiche 28 331152 Protestanten, 16232 651 Katholiken, 78 031 sonstige Christen, 561 612 Israeliten, 366 Bekenner anderer Religionen, 3138 Personen mit unbestimmter Angabe des Religionsbekenntnisses und 27111 Personen ohne Angabe der Religion. Unter 10 000 ortsanwesenden Personen befanden sich 6263,2 Protestanten, 3588,6 Katholiken, 17,3 sonstige Christen, 124,1 Israeliten, 0,1 Bekenner anderer Religionen, 0,7 mit unbestimmter Angabe des Religionsbekenntnisses und 6,0 ohne Angabe der Religion. Während mithin auf 10000 Einwohner des deutschen Reiches nur 124,1 Israliten kommen, hat Preußen etwas mehr als den Durchschnitt, nämlich 133,4 Israeliten auf 10 000 Bewohner. Die verschiedenen Provinzen Preußens zeigen jedoch sehr große Unterschiede, die Provinz Posen hat 332,3, Hessen=Nassau 265,8, Brandenburg 195,5, Westpreußen 188,8, Schlesien 131,5, Hohenzollern 114,0, Rheinland 107,3, Ostpreußen 94,2, Westfalen 92,0, Pommern 90,2, Hannover 69,8, SchleswigHolstein, 31,2, Prrvinz Sachsen nur 29,0. Das Königreich Sachsen hat eine ähnliche niedrige Ziffer, nämlich unr 21,9 auf 10 000 Einwohner. Es wohnen in Sachsen verhältnismäßig die wenigsten Israeliten, mit Ausnahme der kleinen Staaten Reuß ältere Linie mit 11,8, Reuß jüngere Linie mit.8, Schwarzburg=Rudolstadt mit.6 und Sachsen=Altenburg mit 2,1 Israeliten auf 10 000. Die höchste Verhältniszahl in Deutschland zeigt Hamburg, nämlich 353,1 auf 10000, dann kommt Großherzogtum Hessen mit 285,7, ElsaßLotbringen mit 250,7, Baden mit 173,7(in Baden hat der Kreis Mannheim 429,3, der Kreis Villingen nur 12,0), dann Waldeck mit 151,1. Bayern hat 101,3(Reg.=Bez. Unterfranken hat 243,6, Nieder=Bayern nur 2,5), Lübeck 88,5, Lippe 85,7, Schaumburg= Lippe 83,4, Sachsen= Meiningen 78,6, Anhalt 75,3, Großherzogtum Oldenburg 49(Fürstentum Birkenfeld 175,0, Fürstentum Lübeck 5,4, Herzogtum Oldenburg 36,3), Bremen 46,9, Mecklenburg=Strelitz 45,7, Mecklenburg=Schwerin 44,7, Sachsen=Weimar 40,5, Braunschweig 39,7, Schwarzburg=Sondershausen 29,8, Sachsen=Coburg=Gotha 25,2. +* Arbeitslöhne in Frankreich. Das kürzlich erschienene, von dem Ministerium des Handels herausgegebene statistische Jahrbuch für Frankreich auf das Jahr 1883 enthält einige sehr interessante Zusammenstellungen über die in der Kleinindustrie und im Handel 2c. im Jahre 1880 gezahlten Löhne, denen wir folgendes entnehmen. Im allgemeinen ist wahrzunehmen, daß Die alte Kadly. Erzählung von Balduin Möllhausen. Elly benutzte die Pause, einen Blick um sich — zu werfen. Sie befanden sich in einem schmucklosen Raume mit oberflächlich behauenen Balkenwänden. Die unregelmäßig in das Holz getriebenen Nägel und Pflöcke trugen Kleidungsstücke, Tücher, mehrere eingerahmte Lithographien und endlich schmale Bretter. Auf diesen waren dann wieder Lampen, Leuchter, Krüge, Flaschen, Tannenzapfen und hundert andere Gegenstände, welchen man kaum einen anderen Wert, als den von Reliquien hätte beimessen mögen, sorgfältig geordnet worden. Bettstelle, Tisch, eine Bank und mehrere Stühle entsprachen in ihrer Herstellung den rauhen Blockwänden. Von besserer und festerer Arbeit war nut ein Spinde, welches zur Aufbewahrung von Wertsachen diente. „Hier ein Bett für Dich aufzuschlagen, würde den Raum zu sehr beengen,“ erklärte die alte Lady, indem sie aus dem Winkel forttrat,„Du magst daher auf dem Boden schlafen. Das Dach list gut verdichtet, daß Wind und Regen Dich nicht Finden. Eine bequeme Bettstelle steht oberhalb Der meinigen. Decken und Pfühle hängen zur Hand auf einer Leine. Im Uebrigen kannst Du Dich hier unten nach Bequemlichkeit einrichten.“ Sie schritt auf den engen Flur hinaus. Dort tand eine Leiter, welche mit dem oberen Ende in ine Oeffnung von mäßigem Umfange hineinreichte. „Begieb Dich hinauf,“ fuhr sie alsbald wieder — die Löhne seit 1877 eine allmälige Steigerung erfahren haben. Der gewöhnliche Durchschnittstagelohn eines in Kost befindlichen Arbeiters stieg in Paris von 1,70 auf 1,86 Fr., der eines nicht in Kost befindlichen Arbeiters in Paris von 4,78(1877) auf 4,79(1878), 4,81(1879) und 5,15 Fr.(1880). Der Durchschnittslohn eines in Kost befindlichen Arbeiters in der Provinz betrug 1877 ebensoviel, wie 1880(nämlich 1,51 Fr.), während der eines nicht beköstigten von 2,87 Fr.(1877) auf 2,91(1878), 2,93(1879), .07 Fr.(1880) stieg. In Paris erhielten bei Selbstbeköstigung die höchsten Durchschnittslöhne die Steinmetzen 8 Fr. täglich, die Zimmerleute 7,85 Fr. die Maurer 7,50 Fr., die Dachdecker 7,35, die Goldschmiede, Bäcker, Schmiede, Tischler, Decorc tionsmaler, Ofensetzer, Bildhauer, Metalldrechsl 7 Fr., die Hutmacher, Buchdrucker, Schlosser 6, Fr., die Fleischer, Ziegelbrenner, Wagenba Kupferschmiede, Messerschmiede, Hufschmiede, macher und Bleigießer 6 Fr. Die niedr Durchschnittslöhne erzielten die Friseure(3 Fr.) die Schuhmacher(3,50 Fr.), die Gärtner(3,75 Fr.), die Weber(3,85 Fr.), die Steinbrecher, Seiler und Töpfer(4 Fr.) Es ist hierbei zu beachten, daß die genannten Lohnsätze Durchschnittssätze für die einelnen Berufe sind, daß es Arbeiter giebt, die bedeutend über und bedeutend unter dem angeführten Satz verdient haben. Von den Pariser Arbeiterinnen wurden— bei Selbstbeköstigung— bezahlt Corsettnäherinnen und Damenschneiderinnen u 2 Fr. täglich, die Wäscherinnen, Spitzenmacherinnt Blummenmacherinnen und Schuhstepperinnen# 3 Fr., die Handschuhmacherinnen mit 4 Fr.,# Stickerinnen mit 4,25 Fr. Ueber die Bezahlung des Handelspersona sei folgendes hervorgehoben. Commis erhielte im Jahre 1880 in Paris durchschnittlich 1200.M In der Provinz beträgt der durchschnittliche Geha. nur 909 Fr. Comptoirgehülfinnen e hielten in Paris durchschnittlich jährlich 800 in der Provinz durchschnittlich 616 Fr. Ladenmädchen erzielen namentlich in B# nur kärgliche Löhne, sodaß sich sogar die gewit lichen Dienstmädchen besser stehen. 400 Fr der Durchschnittsjahresgehalt(d. i. 320 M. e lich oder 26¾ M. monatlich!) der Pas# Ladenmädchen. Beim männlichen Handelsperst sahen wir, daß die Löhne in der Provinz sichs deutend niedriger als in Paris stellten, bei Ladenmädchen tritt der umgekeh Fall ein, sie erhalten in der Provi# höhere Löhne als in Paris, und er durchschnittlich 478 Fr. Die Bezahlung der Dienstboten ist in# Paris höher, als in der Provinz. Die Löhn der Diener bewegen sich in Paris zwischen 400 bis 1000 Fr., der Durchschnittsgehalt beträgst 600 Fr., in der Provinz variiren sie zwischen 322 und 546 Fr., der Durchschnittsgehalt is 411 Fr. Für Kutscher, Stallknechte 2ch .636 8 n3 n3 zu Elly gewendet fort, indem sie auf die Leiter wies,„benutze das Restchen Tageslicht, Dir ein ordentliches Lager zu bereiten; dann komm herunter zum Essen.“ Bereitwillig stieg=Elly nach oben. Miß Evas Blicke folgten ihr mit eigentümlicher Schärfe. Jede einzelne ihrer Bewegungen schien sie zu prüfen. Starrer wurde dabei ihr Antlitz; aber es war jenes erkünstelte Erstarren, hinter welchem man wohl schmerzliche Empfindungen zu bekämpfen trachtet. Denn aus den großen dunklen Augen leuchtete es wundersam, als hätten Thränen in ihnen zusammenrinnen wollen. Erst als Elly allmälig in der Oeffnung verschwand und endlich nur noch die zierlichen Füße sichtbar waren, erschlafften die harten Züge wieder; es regten sich die schmalen Lippen und wie es der alten Lady in der langen trüben Einsamkeit zur Gewohnheit geworden sein mochte, flüsterte sie ihre Gedanken vor sich hin: „Damit ich nicht allein sei, schickt man das Kind zu mir. Wer hat der Person meinen Aufenthaltsort verraten? Eine Wohlthat sollte es sein, und meine Folter wird es werden. Hätte ich das junge Geschöpf von meiner Thür fortgewiesen, war's vielleicht besser. Aber ich konnte es nicht, nein, ich konnte es nicht über's Herz bringen.“ Sie trat in das Zimmer zurück und ein künstlich belebtes Gebilde von Holz hätte sich nicht ausdrucksloser umher bewegen können, als sie, indem sie vor dem Kamin niederkauerte und die unter einem Blechkessel und einem fest zugedeckten eisernen Tiegel glimmenden Kohlen schürte. Kurze Zeit verrann. Abendliche Schatten umschlichen die Blockhütte und verdichteten sich im Inneren derselben. Miß Eva war im Begriff, eine Lampe anzuzünden, als Elly in der Thür erschien. Mit heller fröhlicher Stimme verkündete sie oben ein Bett hergerichtet zu haben, dessen eine Gouverneurstochter sich nicht zu schämen brauche. Kaum aber gewahrte sie die Lampe in der alten Lady Händen, als sie zutraulich derselben sich bemächtigte und sie zum Gebrauch herzurichten begann. Anfänglich leistete Miß Eva Widerstand. Unfreundliche Worte schwebten ihr auf den Lippen; auf ihren Zügen prägte es sich aus, als hätte sie so viel unerhörte Kühnheit nicht fassen können. Sie wich indessen der sanften Gewalt, mit welcher sie verdrängt wurde, und sich auf den nächsten Stuhl niederlassend, betrachtete sie die geschäftigte neue Hausgenossin mit unverkennbarem Erstaunen. Elly beendigte ihre Arbeit schnell und zuversichtlich, ihre gewandten anmutigen Bewegungen fortgesetzt mit heiterem Geplauder begleitend. Und als die Lampe brannte, schritt sie nach dem Kamin hinüber, wo sie zunächst mit dem Inhalt der Gefäße sich vertraut machte und dann der Beaufsichtigung der dampfenden Speisen mit regem Eifer oblag. „Du scheinst Dich hier zu Hause zu fühlen,“ bemerkte Miß Eva verdrossen. * Elly kehrte der Alten ihr blühendes Antlitz zu und fragte munter: „Wo sollte ich zu Hause sein, wenn nicht hier?“ „Ich lasse niemand in meine wirtschaftlichen Obliegenheiten eingreifen,“ fuhr Miß Eva fort. „An Ihrer Stolle würde es mir ebenso ergehen,“ hieß es mit großer Entschiedenheit zurück;„befänden Sie sich aber an meiner Stelle, so glaube ich kaum, daß Sie von einer ehrwürdigen Dame sich bedienen lassen möchten. Im Hauswesen bin ich übrigens kein Neuling. Ich möchte denjenigen## seheu, der das Maisbrod gleichmäßiger zu bräune den Caffee pünktlicher zu sieden und das Fleistr zarter zu rösten verstände.“ Bei den letzten Worten warf Elly einen Blich auf die alte Lady, um zu erforschen, wie die ihren Freimut aufnehme. Daß sie nicht zürne glaubte sie zu erraten. Sobald sie aber bemerkte daß sie, wie in ernste Grübeleien versunken, vor sich niederstarrte, schwieg anch sie, und die Geräthandhabte sie geräuschlos, wie befürchtend, Jemand in seinem Schlummer zu stören. Denn was hintert dem verwitterten Antlitz wirkte, was die Faltei## zu beiden Seiten des Mundes anscheinend noch tiefer in die harte Haut preßte, hätte auch ein schärferer Beobachter nicht aus den regungsloseu## Zügen herauszulesen vermocht. Und dennoch rief es zuweilen den Eindruck hervor, als hätte die alte Laoy sich unter ihrem eigenen Dach nieht heimisch gefühlt, als wäre sie durch die Anwesel heit des jungen Mädchens mit dem heiteren, freimütigen und doch jungfräulich sittigen Wesen störend beeinflußt worden. Denn ob sie das alt Antlitz geneigt hielt, ob ihre Hände fest in einander ruhten: immer wieder sandte sie unter den gesenkte Lidern hervor einen flüchtigen i# zu die Löhne, was Paris anlangt, die gleichen für die Diener, in der Provinz erhalten sie as mehr wie die Diener, nämlich durchschnittlich 1 Fr. Weibliche Dienstboten, Köchinnen, Dienstmädchen s. w. erhalten in Paris 300 bis 600 Fr., durchnittlich 500. In der Provinz bewegen sich die Ihne für gewöhnliche weibliche Dienstboten wischen 272 bis 454, der Durchschnittslohn becägt 299 Fr., während die Löhne der Köchinnen ischen 261 bis 487 Fr. variiren und der Durchhnittslohn 330 Fr. beträgt. Im großen und ganzen erhellt aus diesen sahlen, daß Frankreich und Paris nicht das ldorado der Lohnarbeiter ist, für das es immer lt, und daß nur die Löhne gelernter Handerker dort im Durchschnitt höher sind als in eutschland. Politische Tages=Rundschau. * Ferlin, 2. Januar. Es verlautet bestimmt, daß im Cultusministerium eine Vorlage in Ausarbeitung begriffen ist und baldigst dem Abgeordnetenhause zugängig gemacht werden soll, welche eine desinitive Regelung der staatsseitigen Vorschriften über die Vorbildung der Geistlichen bringen wird. Zur 1 Zeit hat der Herr Cultusminister discretionäre zi Befugnis, von den maigesetzlichen VorbildungsVorschriften Dispens zu erteilen, und ist hiervon ##elfach bereits Gebrauch gemacht worden. Am ot. April 1884 jedoch erlischt diese discretionäre TBefugnis und man steht vor der Alternative, entweder das letztere discretionäre Gesetz zu erneuern oder eine definitive Bestimmung platzgreifen azu lassen. Eine Rückkehr zu den früheren Falkoi hen Bestimmungen ist nach dem ganzen Gange Verr gegenwärtigen Kirchenpolitik als ausgeschlossen eg betrachten. Die erstere Alternative, die Verir zerung der discretionären Befngnisse, stand noch erein zwei Monaten zur Erwägung. doch wurde enceind genommen. Man versichert, daß die ### des Herrn v. Goßler nach Genua, welche eine zeitlang thatsächlich geplant gewesen, mit dieser Angelegenheit in Verbindung stand. Ueber den sonstigen Inhalt der zu erwartenden Vorlage verlautet noch nichts bestimmtes. * Berlin, 3. Jan. Gestern fand eine Sitzung des Staatsministeriums statt, in welcher über Schuldotations= und Communal= K steuergesetz sowie Kirchenpolitik Beschlüsse efaßt wurden. * Perlin, 3. Januar. Gestern als am hrestagedes Todes Königs Friedrich lhelm IV.(gest. 2. Januar 1861) war die serstandarte auf den Palais des Kaisers zum hen der Trauer auf halbem Maste aufgezogen. e gewöhnlich waren die Hoftheater geschlossen. der Friedenskirche zu Potsdam, wo die irdische ille des Königs und seiner Gemahlin beigesetzt fand eine Andacht statt. Heute Vormittag um 11 Uhr fand die rliche Einweihung der auf dem sding belegenen Dankeskirche statt. send waren das kaiserliche und das kronprinzPaar nebst Töchtern, die Prinzen Wilhelm, ander, August von Württemberg, das Erbzenpaar von Meiningen; außerdem Feldmarschall tke, die Generalität, die Minister, gegen hundert tliche und der Oberbürgermeister mit etwa Stadträten und Stadtverordneten in Amtstracht. * Der Staatssecretär des Auswärtigen nts, Graf von Hatfeldt, ist zurückgekehrt und it die Geschäfte wieder übernommen. * Presden, 3. Jon. Die wegen starken Treibeises oorden. Elbschifffahrt wieder eingestellt * Paris, 3. Jan. Die Anleihe von 50 Millionen wird dem Vernehmen nach wischen dem 20. Januar und 10. Februar aufgelegt werden, man befürchtet jedoch, dieselbe werde den obwaltenden Bedürfnissen nicht genügen. Der „Télégraphe“ glaubt versichern zu können, daß die Absendung der letzten Truppenverstärkungen nach Tonking bereits einen großen Teil der bewilligten Credite verschlungen habe und die französische Regierung im März oder April neue Geldbewilligungen beantragen werde. Admiral Courbet hat, wie verlautet, in Sontay eine Besatzung von 2400 Mann zurücklassen müssen. New=Pork, 3. Januar. Der Bericht des Secretärs der amerikanischen Eisen- und Stahlfabrikation giebt eine Uebersicht über die Entwickelung des Eisen= und Stahlgeschäfts pro 1883, bemerkt, daß der Preis den niedrigsten Punkt erreichte. Viele Walzwerke und Stahlfabriken löschten ihre Oefen, weil die Eigentümer der Ansicht seien, daß für die nächste Zukunft keine Hoffnung auf Besserung der Verhältnisse vorhanden. * Coronto, 2. Jan. Auf der Grand TrunkEisenbahn, unweit Torontos, sind heute ein Personen= und ein Güterzug aufeinander gestoßen und dabei 27 Personen getötet, 20 bis 30 verletzt. * Bei dem Eisenbahnunfall auf der GrandTrunk=Bahn wurden nach weiteren Nachrichten 15 Personen sofort gerötet, 7 starben im Hospital, der Zustand mehrerer anderer Personen ist hoffnungslos. Provinzielle Nachrichten. * Gelsenkirchen, 4. Jan. Der Director Beckert versendet seinen ersten, für das Schuljahr 1882/83 erstatteten Jahresbericht über die Rheinisch Westfälische Hüttenschule in Bochum; dieser Schule sind folgende Hauptgesichtspunkte zur Lösung gestellt: Der Schwerpunkt ist auf die Heranbildung von Meistern und Aufsehern für den eigentlichen Hüttenbetrieb(Hochofen, Walzwerke, Stahlwerke) und erst in zweiter Reihe für die maschinellen Betriebe zu legen; denn für den erstern Zweck besteht noch nirgends, auch nicht im Auslande, eine Fachlehranstalt, während für den zweiten in Deutschland immerhin eine Anzahl vorzüglicher Schulen vorhanden ist. Die Ausbildung darf keine zu theoretische sein und das Unterrichtsziel nicht zu hoch gesteckt werden: denn es kommt darauf an, tüchtige Unterbeamte(analog dem Unterofficiercorps der Armee) und keine halbfertigen Ingenieure heranzubilden. Der Bericht, der die vollständige Geschichte der Entstehung der Schule und die wichtigsten Ereignisse während des ersten Schuljahres schildert, erwähnt, daß die Eröffnung am 3. Juli 1882 mit 26 Schülern stattfand. Für die Unterstützung begabter und strebsamer, aber unbemittelter Schüler haben 66 rheinischwestfälische Werke sich verpflichtet, für fünf Jahre pro Kopf der auf ihren Hüttenwerken und in den mechanischen Werkstätten beschäftigten Arbeiter jährlich 30 Pf. zuzuschießen; der Gesamtbetrag dieser Unterstützungen beläuft sich auf jährlich 9374.; dazu kommen 1200 M. Zuschuß des Bochumer Vereins und zwei Stipendien von je 300., die der Kreistag des Landkreises Bochum bewilligt hat. Der Bericht klagt, daß die Judustriellen des Saargebiets der Schule gegenüber eine wenig wohlwollende Stellung einnehmen. Das LehrerCollegium besteht aus dem Director undr Lehrern. Mit Ende des Schuljahres betrug die Schülerzahl 56. * Noch vor Schluß des Jahres hat, der „Watt. Ztg.“ zufolge, im Lokale des Wirtes Herrn Stalberg in Ueckendorf eine Versammlung behufs Gründung eines evangelischen Arbeitervereins stattgefunden.— Die Vermehrung der Gemeindevertreter auf die Zahl neun soll der Behörde zur Genehmigung empfohlen worden sein. * Der Landkreis Bochum, aus 4 Städten und 10 Aemtern bestehend, zählte bei der Personenstandsaufnahme behufs Veranlagung der Klassensteuer pro 1884/85 231 006 Seelen gegen 219674 hinüber, und dann zuckte es jedesmal um die zusammengepreßten Lippen, als hätten unbarmherzige Strenge und weibliche Milde in ihrer Brust im erbitterten Kampfe mit einander gelegen. Ungestört ließ sie ihren jugendlichen Gast vor dem Kaminfeuer schalten; gleichsam willenlos duldete sie, daß Elly den Tisch mit den zur Hand befindlichen Erfordernissen deckte, das einfache Mahl uuftrug und mit herzig fragendem Blick ihr gegeniber Platz nahm, sie zuvorkommend bediente. Dann ber vermochte sie ihr düsteres Schweigen nicht inger zu wahren; wie Unnatur schien es ihr so A kindlichem Zutrauen gegenüber. Wenn auch hren unerschütterlichen Ernst beobachtend, eröffnete ie ein Gespräch, welches, obwohl von ihrer Seite uit einer gewissen Einsilbigkeit geführt, Beide bis n die Nacht hinein munter hielt: Mit einer gewissen Sorgligkeit leuchtete sie Elly vom Flur aus iach dem Boden hinauf, erst nachdem diese niederjerufen hatte, keiner Hülfe mehr zu bedürfen, ehrte sie sich der Hausthür zu. Die Lampe zur Seite stellend, trat sie auf die Schwelle. Lange lickte sie in die laue Sternennacht hinauf. Die iefe Stille ringsum schien ihr wohlzuthun. Endlich ber seufzte sie tief auf.„Unbegreiflich, unbeseiflich,“ entwand es sich leise ihren Lippen,„ich ante an Verrat glauben, lägen nicht so viele Jahre dazwischen.“ Sie schloß die Thür und schob den Riegel vor. Gleich darauf kehrte sie ins Zimmer zurück, essen kleines Fenster noch immer der erquickenden achtluft geöffnet war. Sie wollte es zudrücken, sie eines Zettels ansichtig wurde, der unterhalb desselben auf dem Tisch lag; ein kleiner Feldstein beschwerte ihn. Fester legten sich bei dieser Entdeckung ihre schmalen Lippen auf einander; zugleich wich der letzte Blutstropfen aus ihrem Antlitz. Einen gleichsam ersterbenden Blick sandte sie in die Dunkelheit hinaus; dann erst gewann sie es über sich, den Stein zu lüften. Mit unverkennbarem Widerstreben hob sie den Zettel empor. Augenscheinlich aus einem unsauberen Taschenbuch gerissen, war er während der kurzen Zeit ihrer Abwesenheit dort hineingelegt worden. Zögernd und unter dem vollen Eindruck des sie fast überwältigenden Schreckens senkte sie den Blick auf die mit einer Bleifeder ausgeführten Schriftzüge. „Ich muß Dich noch in dieser Nacht sprechen,“ las sie;„wenn Du glaubst, daß das Mädchen eingeschlafen ist, laß mich herein. In einer halben Stunde ist alles abgemacht. Ich muß Dich sprechen, komme, was da wolle. Bevor Du die Hausthür öffnest, verhänge das Fenster; wir gebrauchen keine Zeugen. Machst Du Umstände, so rufe ich das Mädchen.“ Wie von einer plötzlichen Lähmung befallen, ließ Miß Eva die Hände mit dem Papier sinken. Sie wußte, daß sie beobachtet wurde und das allein gab ihr die Kraft, in ihrer Haltung nichts von dem zu verraten, was in ihrem Innern vorging. Endlich ermannte sie sich. Mit fester Hand schloß sie das Fenster und ließ sie den roten Vorhang nieder, sorgfältig darauf achtend, daß er die Scheiben vollständig bedeckte und langsam begann sie in dem engen Raume auf und ab zu wandeln. in 1883/84. Von December 1882 bis dahin 1883 hat sich die Bevölkerung daher um 11 701 Seelen vermehrt. Die stärkste Vermehrung, schreibt die„W. Vz. zeigen die Aemter Bochum II und Schalke. * Ueber die große Anzahl der in den Schulen Preußens eingeführten Schulbücher schreibt man der„Kln..“:„Wer sollte es glauben, daß von den 160 Lehrbüchern für evangelische Religion genau die Hälfte an einer einzigen höheren Lehranstalt Preußens eingeführt ist, während nur 16 an mehr als 10 und nur eins an mehr als 100 Anstalten Boden gewonnen hat. Von den 1544 Lehrbüchern, die an den preußischen höheren Schulen gebraucht werden, sind nur 530, also wenig mehr als ein Drittel, an mehr als 3 Anstalten eingeführt und nur 25 erfreuen sich einer Verbreitung über mehr als 100 Anstalten. Das verbreitetste von allen ist: Plötz, Schulgrammatik(366) und demnächst Hopf und Paulsiek, deutsches Lesebuch(321 Anstalten). * Die Strafproceßordnung erklärt niemand für unfähig, als Zeuge vernommen zu werden, mit der einzigen beschränkenden Ausnahme, daß öffentliche Beamte über Umstände, auf welche sich ihre Pflicht zur Amtsverschwiegenheit bezieht, ohne Genehmigung ihrer vorgesetzten Dienstbehörde als Zeugen nicht vernommen werden dürfen. Nur die allgemeine Eidesfähigkeit des Zeugen ist beschränkt, indem es drei Klassen von Personen giebt, welche unbeeidet zu vernehmen sind. Es giebt Zeugen, welche die Berechtigung zur Verweigerung ihres Zeugnisses im vollen Umfange besitzen, und andere Personen, welche ihr Zeugnis nur betreffs gewisser Gegenstände verweigeru dürfen. Der Ehegatte eines Beschuldigten ist zur Verweigerung seines Zeugnisses schlechthin berechtigt; will er sich aber vernehmen lassen, so hängt es von dem richterlichen Ermessen ab, ob er unbeeidigt zu vernehmen oder zu beeidigen ist; danach ist die Zulässigkeit, den Ehegatten eines Beschuldigten als Zeugen, und zwar selbst eidlich zu vernehmen, falls er sein Zeuguis nicht verweigert, so lautet eine gerichtliche Entscheidung, im Gesetz ausdrücklich anerkannt; denn das ihm erteilte Weigerungsrecht hat die Fähigkeit des Ehegatten, als Zeuge zu fungiren, zur notwendigen Voraussetzung. X Schalke, 4. Januar. Auch Schalke wird in diesem Jahre seine„Fastnachtszeitung“ bekommen. Der Turnverein ist es, welcher eine solche herauszugeben beabsichtigt, und hat sich zu dem Zweck eine Redactions=Commission gebildet, welche humoristisch=satyrische Beiträge für das Blatt, die einfach an den„Schalker Turnverein“ zu adressiren sind, entgegennimmt. 10 Manne, 2. Jan. Gestern Nachmittag bewegte sich, unter Vorantritt der beiden KriegerVereine Wanne und Eickel, sowie der Schneider'schen Capelle, ein großartiger Leichenzug von hier nach Eickel, um dem verstorbenen K. Gensdarmen Wichmann das letzte Geleite zu geben. Außer Frau hinterläßt der Verstorbene noch 2 unmündige Kinder. Alle, die den Verstorbenen gekannt, werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren; treu und streng in seinem Berufe, war er ein äußerst liebevoller und gemütsvoller Mensch. Friede seiner Asche! * In Castrap wäre beinahe, wie die„W. Vz. schreibt, das gesamte Personal des Herrn Buchdruckereibesitzers Culbart durch Einatmen von Kohlenoxydgas erstickt. Der Deckel eines mit Coaks geheizten Füllofens war nicht ganz dicht verschlossen, so daß das äußerst giftige Gas ungehindert ausströmen und sich in dem Saale verbreiten konnte. Das Uebel wurde nicht eher bemerkt, bis der an der Maschine beschäftigte Sohn des Eigentümers plötzlich besinnungslos niederstürzte. Jetzt machte sich auch bei den übrigen Personen der Einfluß des Gases bemerkbar. Ein Setzer, der sich in den Garten flüchtete, brach dort ebenfalls zusammen, während die übrigen, Dank der schleunigen Zuführung frischer Luft, mit einem kurzen Uuwohlsein davon kamen. Auch die beiden ohnmächtig gewordenen Personen konnten nach einiger Zeit die Arbeit wieder aufnehmen. Daß kein wirkliches Unglück zu beklagen ist, wird wohl in erster Linie der Größe des Saales zu verdanken sein, indem sich das Gas so verbreiten konnte, daß es nur erheblich verdünnt eingeatmet wurde. * In Portmund haben bereits 13 Handwerksburschen auf dem Holzplatz des Vereins gegen Verarmung und Hausbettelei als Gegenleistung für Freiquartire, Abendbrot und Frühstück je zwei Stunden Holz zerkleinert. * In Portmund ließ sich am Neujahrsmorgen gegen 9 Uhr eine gut gekleidete Frau in einer Wirtschaft einen Schoppen„Alten“ und ein Mainzer Käschen vorsetzen. Beides verzehrte dieselbe. Beim Herausgehen ließ sich die Zecherin noch einen Schoppen Pfeffermünz mit auf den Weg geben. Auch diesen trank das Weib in einem Zuge aus. Die kann's noch weit bringen. * Aus Witten, 31. December, wird der „Rh.=W. Ztg.“ geschrieben: Heute wird der hiesige evangelische Schulrector Herr Dr. Riemenschnei der die Acten als Kreisschulinspector des Landkreises Duisburg=Mülheim übernehmen. Wenn demnach die Befürchtung, den tüchtigen Schulmann hier verlieren zu müssen, anscheinend zur Wahrheit geworden ist, so liegen immer noch Gründe genug vor, denselben zurückerwarten zu dürfen. Vorläufig handelt es sich nur um einen halbjährigen Urlaub, während dessen Herr Dr. Riemenschneider die Thätigkeit auf dem neuen Arbeitsfelde in Gang bringen wird. Ob dieselbe dann weitergeführt wird, hängt von Umständen ab. Wie wir hörten, hatte der genannte Schulkreis bisher 210 Klassen, zu denen der Herr Minister kürzlich noch etwa 60 hinzugefügt hat. Trotz der bedeutenden Arbeitskraft, welche der neue Schulinspector auerkannter Weise besitzt, dürfte doch die Bewältigung I einer solchen Riesenaufgabe auf die Dauer auch die größte Manneskraft übersteigen, in welchem Falle eine Rückkehr in den Communaldienst vorbehalten ist. Haben doch diese Schulinspections= bezirke meist nur einen Umfang von wenigen Stunden Weges und umfassen gegen 150 bis 160 Schulklassen. Hier sind dagegen über hundert Klassen mehr, und der Bezirk soll stark 10 Stunden in der Länge und 4 Stunden in der Breite haben. Nach der einen Seite geht er fast in die Gegend von Wesel. Hier ist aber kürzlich der Kreisschulinspector gestorben, so daß der Bezirk frei ist und neu organisirt werden soll. Vielleicht wird dann ein Teil des Mülheimer Inspectionsbezirkes nach Wesel abgezweigt, so daß dann auch ersterer auf einen normalen Umfang zurückgeführt würde. * Der Essener Musikverein veranstaltet am 13. Jan. d. J. sein drittes Winterconcert, für welches als Solisten die Altistin Fräulein Clotilde Oebbecke aus Frankfurt a. M. und der Violinvirtuose Herr Tiradar Nuchéz aus Paris engagirt sind. Das Programm ist einfach, aber schön. Die Einleitung bildet die Bach'sche Cantate:„Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit!“ welcher sich ein Violinconcert von M. Bruch anschließt. Hiernach folgt wieder eine Cantate, und zwar von Beethoven: „Meeresstille und glückliche Fahrt“; und als Nr. 4 eine Symphonie von W. A. Mozart. Im zweiten Teil gelangen zum Vortrag: Rhapsodie für AltSolo. Männerchor und Orchester von J. Brahms; Solostück für Violine von H. W. Ernst und R. Schuman und Lieder für Alt von I. Brahms und Fr. Bendel. * Am Eisenbahnbetriebsamt(rechtsrheinisch) in Essen wird in den nächsten Tagen ein Personenwechsel stattfinden. Herr Regierungs= und Baurat Grünhagen ist nach Bromberg als technisches Mitglied der dortigen Eisenbahndirection versetzt; seine Geschäfte übernimmt der bisherige Vorsteher der ersten Bauinspection, Herr Bau= und Betriebsinspector Pilger, welcher wiederum durch den bisherigen Vorsteher der dritten Bauinspection Herrn Bau= und Betriebsinspector Koch ersetzt wird. An die Stelle des Herrn Koch tritt der von Halle nach Essen versetzte Betriebsinspector Herr Baensch. * Dem Vernehmen nach soll zwischen Rellinghausen und Heisingen der Ruhr entlang ein Deich gebaut werden, um die angrenzenden Wiesen und Aecker in Zukunft vor Ueberschwemmungen zu schützen. Die Adjacenten sind deshalb vom Bürgermeisteramt aus zu einer Versammlung am 5. Januar in Heisingen eingeladen. Die Ausführung des Projectes wird ungefähr 80000 M. beanspruchen, zu deren Aufbringung die Interessenten sich um so schwerer verstehen werden, als die Erfahrungen, welche in Steele mit solchen Deichvorrichtungen gemacht worden wenig geeignet sind, die Zuverlässigkeit solcher Anlagen als gesichert erscheinen zu lassen. * Am letzten Tag des verflossenen Jahres ist ein um Crefeld sehr verdienter Mann, der Oberlehrer Dr. Krumm, welcher 23 Jahre lang dem dortigen Realgymnasium angehörte, gestorben. * Die nächste Frühjahrsprüfung für den einjährig=freiwilligen Militärdienst findet am 5. März und den folgenden Tagen im Dienstgebäude der Königlichen Regierung zu Büsseldorf statt. Gesuche um Zulassung sind bis spätestens bis zum 1. Febr. bei der Königlichen Regierung anzubringen. * Das Kaisermanöver wird dem Vernehmen nach in diesem Jahre in der Rheinprovinz stattfinden; das siebente Armeecorps würde solchenfalls bei Büsseldorf manöveriren. Für den Fall, daß das Manöver zur Ausführung kommt, sind zum Empfang des Kaisers, sowie für ein Ständefest vom Provinziallandtag bekanntlich 40000 M. bewilligt. * Ein Fabrikarbeiter in Büsseldorf, der schon einmal Unglück mit dem Neujahrschießen hatte, hatte auch diesmal Malheur; die Pistole zersprang, der Schütze verletzte sich in schrecklicher Weise die Hand. * Die Königliche Regierung, Abteilung für Kirchenstern ltung und Schulwesen zu Büsseldorf, nimmt Veranlassung, die Schulvorstände und die Lehrer auf die von Herrn Friedrich Bender, Schadowstraße 25, hergestellten Schultafeln aus hartem Glas mit dem Bemerken aufmerksam zu machen, daß diese Tafeln wegen mannigfacher Vorzüge von den bisher in den Schulen meist gebrauchten Holztafeln sich zur Anschaffung besonders empfehlen. Der Preis einer solchen Tafel beträgt 45 Mark und 30 Mark. 50 Pfg. und kann als Hänge= oder als Stelltafel benutzt werden. * Auf dem Hahnerberge bei Elberfeld fand am Samstag Abend eine Mutter in der Tasche eines Beinkleides ihres Knaben eine— Dynamitpatrone. Der Junge will der„Elb. Ztg.“ zufolge die Patrone von einem größern, ihm unbekannten Buben zum Geschenke bekommen haben. * Die Königliche Regierung zu Cöln macht bekannt, daß derjenige, durch dessen Thätigkeit die Entdeckung und Bestrafung des Mörders der Familie Stockhausen ermöglicht werde, eine Belohnung von 300 M. erhalte. * Die„Bonn. Ztg.“ schreibt: Wir erfahren soeben, daß Herr Rentner August Deutschmann in Vonn durch einen sanften Tod von seinen längeren Leiden erlöst worden ist. Die vielen Freunde des in den besten Mannesjahren dahingerafften Junggesellen werden sein Andenken wegen seines biederen und treuherzigen Characters stets in Ehren halten. Der Heimgegangene hat die Güte seines Herzens und die Anhänglichkeit an seine Vaterstadt auch im Tode bewährt, indem er die Armen Bonns zu den Universalerben seines gesamten(wohl weit über 100 000 M. betragen den) Vermögens testamentarisch eingesetzt hat. Dies Vermögensobject ist nur mit einer Rente von 500 * N. 14 auho belastet, hraven Haushälterin des auszuzahlen * Seit etwa zwei Jah ven Wohlthätigkeitssinn eine Einrichtung getroffen, unserer Jugend von nich Werte ist, und es deshall bekannt zu werden. Den Volksschulen wird Geleger freien Nachmittagsstunden Samstags in der Buchbir uuterwiesen zu werden.## Jahren arbeiten unter Leit und eines Schreinermeisters aufsicht eines Lehrers an zwei-Stunden lang in d evangelischen Schule, und e beobachten, mit welchem Geschick die Kinder diesen Erfolge sind nicht minder einfache Tische, Küchenge Treppchen und dergleichen i Laubsägearbeiten, Bücherein Pappkästchen und ähnliches fertigt, und bei verschied stellungen haben die vollen erkennung des Publikums von diesem angekauft wi #ie wertvoll es für das s. ven practischen Bedürfnissen unvorbereitet und unselbständ zu sehen, der wird den Seg richtung nicht verkennen. * Wie der„Rhein= und der Locomotivführer, welche im Bahnel bei St. Goar und Zeichen, die er abgab, de zuges veranlaßte, langsam zi so großes Unglück verhütete 1000 M. erhalten. Industrie, Handel Neuß, 3. Jan. Am heutige Preise sämtl. Fruchtgattungen Rüdöl und Kuchen unverän Hafel Rank Weizen 100 Kilo 13.*—— Landroggen 11. neu 15 60 100 Kilo 12.„ 1360 Gerste 100 Kilo 15 50 Buchweizen„ 15 50 Rüböl per 100 Kilo in Parti# Rüböl per 100 Kilo faßweise Preßkuchen per 1000 Kilo Kleien per 50 Kilo Weizen=Vorschuß### per 100 Ki Karl Heu Roge Todes-Anzeige. Heute Mittag verschied infolge eines Herzschlages plötzlich unser lieber Vater, Schwiegervater, Grossvater und Onkel, der Königliche Obersteuerinspector a.., Herr Carl Aug. v. d. Herberg, im nahezu vollendeten 76. Lebensjahre, nachdem ihm scine Gattin vor 2 Monaten im Tode vorangegangen. Gelsenkirchen, Coblenz, Burtscheid, Stuttgart, Steele, Bonn und Essen, den 3. Januar 1884. n Nanen der Hinterbliebenen: Georg Beurath. Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag ½3 Uhr, vom Trauerhause, Bochumerstrasse 60, aus ntat Todes=Anzeige. Heute Morgen entschlief nach kurzem Kran„ unsere liebe Tohhter und Schwester Lisette Nottebaum ter von 18 Jahren 5 Monaten. Freunden u. Bekannten #e Nachricht mit der um stille Teilnahme. Lanne, 2. Jan. 1884. trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Samstag, den 5. cr., nachmittags 3 Uhr, in Eickel statt. 8 Lehrling ##s sofort oder 1. Mai gesucht. an ilb. Scharpwinkel, Schuhn a. rmeister in Wanne. schsof rre die Ehefrau Raster zu die Beleidigung, die sie get die Witwe Gödert aussputin hat, gegen Frau Ma#tc binnen 3 Tagen zurück ienen, da ich sie sonst gerichtLlangen werde. Frau Maschovsky. * 14 anno belastet, welche der langjährigen den Haushälterin des Verstorbenen auf Lebensauszuzahlen ist. * Seit etwa zwei Jahren ist in Zoun durch even Mohlthätigkeitssinn einiger dortiger Bürger eine Einrichtung getroffen, die für die Erziehung unserer Jugend von nicht zu unterschätzendem Werte in, und es deshalb wohl verdient, weiter bekannt zu werden. Den Zöglingen der dortigen Volksschulen wird Gelegenheit geboten, in den freien Nachmittagsstunden des Mittwochs und Samstags in der Buchbinderei und Schreinerei unterwiesen zu werden. Knaben von 9 bis 13 Jahren arbeiten unter Leitung eines Buchbinderund eines Schreinermeisters und unter der Oberaufsicht eines Lehrers an den genannten Tagen zwei-Stunden lang in den Räumen der alten evangelischen Schule, und es ist hocherfreulich, zu beobachten, mit welchem Eifer und mit welchem Geschick die Kinder diesen Arbeiten obliegen. Die Erfolge sind nicht minder erfreulich. Es werden einfache Tische, Küchengestelle, Wandbrettchen, Treppchen und dergleichen in der ersteren, hübsche Laubsägearbeiten, Büchereinbände, allerlei nützliche Pappkästchen und ähnliches in der letzteren verfertigt, und bei verschiedenen öffentlichen Ausstellungen haben die vollendeten Arbeiten die Anerkennung des Publikums gefunden und sind von diesem angekauft worden. Wer es weiß, #wie wertvoll es für das spätere Leben ist, auch ####den practischen Bedürfnissen desselben nicht völlig unvorbereitet und unselbständig sich gegenübergestellt zu sehen, der wird den Segen einer solchen Einrichtung nicht verkennen. * Wie der„Rhein= und Nahebote“ hört, hat der Locomotivführer, welcher bei der Catastrophe im Bahnel bei St. Goar durch seine Notsignale und Zeichen, die er abgab, den Führer des Courier= zuges veranlaßte, langsam zu fahren und hierdurch so großes Unglück verhütete— eine Prämie von 1000 M. erhalten. den 3. Januar. Roheisen. Warrants 43e 1d. 3 Uhr 2 Min. nachm. Börse zu Düsseldorf. Coursbericht vom 3. Januar 1884. Berechnung in Mark pro 1000 Kilogr. und, wo nicht anders bemerkt, loco Werk. Staats=Anleihe 1868 1850, 52, 53 62... 4 Staats=Schuldenscheine 3½ Oesterreichische Goldrente 4 „ Silberrente 4½ „ Papierrente 4½ 100.90 100,60 9900 83,90 67.40 6680 Mark. .20—8,00 5,80—6,50 5,60—6,30 5,20—6,20 8,00—9,09 7,50—.5) 7,80—8,80 .80—7,80 5,60—6,60 .00—5,00 4,00—4,60 .20—11,50 7,50—8,50 60.00 53,00 37,00 69.00 64,00 55,00 Handel und Verkehr. Neuß, 3. Jan. Am heutigen Getreidemarkte blieben Preise sämtl. Fruchtgattungen unverändert. Rüvöl und Kuchen unverändert. Wezen 1. Ou. 1% 100 Kilo /3."—— Landroggen /1. neu 15 60 100 Kilo 12.„ 1360 Gerste 100 Kilo 15.50 Buchweizen„ 15 50 Roggenstroh 600 K Ruvol per 100 Kilo in Partien von 100 Ctr. Rüböl per 100 Kilo saßweise Preßkuchen per 1000 Kilo Kleien ger 50 Kilo Weizen=Vorschuß### per 100 Kilo Hafer 1. O. à 100 Kilo 15 60. Raps....—“ 1.„„„„ 33 " 2.„„„„ 31 50 Kartoffeln„„„ 400 Heu per 50 Kilo 360 Roggenstroh 600 Kllo 32 00 6900 71 50 142 5 60 A. Kohlen und Coaks. Förder=Gaskohle Flammkohle Fettkohle Magerkohle Stückkoble=Framm Fettstückkohlen„ Gewaschene Nußtohle 1 II (Fett) III Gruskohle Coakskohle Coaks I. Qual. „ II.„(Kleincoaks) B. Roheisen. Spiegeleisen Ia Weißstrahliges Eisen I. Qual. Luxemburger Roheisen Holzkohlenroheisen Gießzereieisen I. Qual. „ II.„ * III. Span. Gießereisen, Marke„Mudela“ loco Ruhrort inel. Zoll Engl. Roheisen Nr. 3, loco Ruhrort Engl. Bessemer Eisen, Nr. 3. loco Verschiffungshafen Span. Bessemereisen Marke„Mudela“ cif. Seris Lot terdam.... ah. 58,00-59.00 Tralsches Bessemer Eisen„. 55,00—56,00 C. Stabeisen(Grundpreise). Gewöhnliches Stabeisen.. 115,00—118,00 Feinkorneisen 140,00 D. Bleche(Grundpreise). Gewöhnliche Bleche 160,(0 Kesselbleche 170,00—175,00 Dünne Bleche 160,00—170,00 E. Draht. Walzdraht(Stiftdr ahtqualität). 121,00 Im Kohlengeschäft ist eine Aenderung nicht eingetreten. Im Siegerlande sind verhältnismäßig zahlreiche Abschlüsse für das I. Quartal des laufenden Jahres, freilich unter dem Preise der Convention gemacht, und da die Vorräte an den Hochöfen im ganzen kaum eine halbe Monatsproduction betragen, so hofft man, daß die Aussichten etwas besser sich gestalten werden. Eisenbahn=Stamm=Actien. Vergsch=Miärkt Eisendabnen. Elgsch=Maltische 0 127.25 Rheinische, abgestempelte.. 0 16610 „ L. B.(gar.) 0 102,00 Gotthard vollgezeichnet..... 0 6 85,75 Russische Staatsbahn..... 0 5 124.00 Aachen=Mastricht.. 4 96,00 Brg.=Märk. I. und II. Serie.. 4½ 103,25 " lII. A. B. 3¼ g." 3½ 94.50 „„„ Lit. d. 3½ 94.50 on.* Terie... 4½ 102.90 Berg.=Mart. V. Serie.. 4½ 102,90 „ VI. Serie 4½ 103.75 „ VII. Serie conv. 4½ 103,00 „ VIII. Serie.. 4½ 102,90 „ IX. Serie... 5 103,30 Zinskrc aberen; Paut=sletien. Innsfuß uberau 4 pot., bei der Reichsbank 78,00—80,00 5660 sh. 46,6 Nachener Disconto=Gesellschaft Allg. Deutsche Handels=Gesellschaft Bank für Rheinland und Westfalen Bergisch=Märkische Bank „ Industrie=Gesellschaft Berliner Handels=Gesellschaft Berliner Makler=Verein Cölnische Wechs.= und Bank. Deutsche Bank „ Hyptheken=Bank „ National=Bank Disconto=Commandit Dortmunder Bank=Verein Essener Credit=Anstalt Nationalbank für Deutschland Norddeutsche Bank Preußische Boden=Credit=Bank Reichsbank Schaaffhausener Bank=Verein 4½ PEt. 106.25 8810 118.40 Berliner Börse. Berlin, den 3. Januar 1884. Fonds und Staats=Papiere. Deutsche Reichs=Anleihe..... 4 101,90 Preußische consolidirte Anleihe do. 4½ 102,6 4 102,10 Nachen=Höngen Annener Gußstahl=Fabrik Arenberg, Gesellschaft für Bergbau Bochumer Bergwerks=A. Lit. A. Pachs„„. Lit. B. Bochumer Gußstahlfabrik Borussia, Bergwerk Vonifacius Bergwerk: Cölner Berawerks=Verein Cöln=Müsener Bergwerks=Verein Dortmunder Bergwerke Lit. A. **„„ Oblig. Dortmunder Union 600 Mark „„ 400„ „„ 300„ Dortmunder Union Stamm=Pr. „ Part.=Obligation Gelsenkirchener Bergw.=Actien=Ges. Georg=Marien=Bergwerks=Verein Harkort Bergwerk Maschin. Harpener Hütten — 18.25 Aibernia u. Shamrock zörder Bergw.= u..=Act.=Ges. do. zusammengen. Louise Tiefbau Märkisch=Westfälische Bergw. Magdeburger Bergwerks=Act.=Ges. Mechernicher Oelheim Petroleum. 80%. Phönix Berzwerks=.=G. Lit. A. „ Lit. B. Pluto, Bergwerks=Gesellschaft Westfälische Draht=Industrie:. „ Union Rhein.=Westf. Industrie Geld=Sorten und Banknoten. Dukaten per Stück Sovereigns per Stück 20 Francs=Stück per Stück Gold=Dollars per Stück Imperials(halbe) per Stück Imperials per 500 Gr. Englische Banknoten 1 Lstr. Französische Banknoten per 100 Fr. Oesterreichische Banknoten 1000 Fl. —.„ Silber=Coupons Russische Banknoten per 100 Rubel " Zoll=Coupons Umrechnungs= Sätze. 1 Dollar= 4,25 M. 100 Francs= E0 M. 1 Gulden Oest. Währ.= 2 M. 7 Gulden Südd. Währ = 12 M. 100 Gulden Holländ. Währ.= 170 M. 1 Mark=Banco= 1,50 M. 100 Rubel= 320 M 1 Liv. Sterl.= 20 M Zinsfuß der Reichsbank. Discont 4 pCt. Lombarden 5 pCt. .73 20,30 16,17 4,18 16.74 1393,25 20,388 80,95 168,90 168,05 197,35 20.60 80 M. 1 Meteorologische Notizen. 3. Januar 4. Januar (9 Uhr vorm.) Bar. 760 mm. „ 760 mm Therm. 659R. 75R. SW SW Die sociale Bedeutung der Electro= technik für den Kleinbetrieb. □ Die Wohlfahrt der Völker wird alljährlich durch immer neue Entdeckungen und durch eine immer bessere Verwendung der Naturkräfte weiter gefördert. In dem verflossenen Jahr 1883 hat namentlich die Electricität eine hohe öconomische Bedeutung erlangt und auf der electrischen Ausstellung in Wien glänzende Siege erstritten. Die Naturkraft der Electricität ist nach den im Telegrafen und im Telefon erzielten Erfolgen in Kraft in der Industrie eröffnen. Die Maschinen haben erst die Großindustrie Todes-Anzeiger Heute Mittag verschied infolge eines Herzschlages plötzlich unser lieber Vater, Schwiegervater, Grossvater und Onkel, der Königliche Obersteuerinspector a.., Herr Carl Aug. v. d. Herberg, im nahezu vollendeten 76. Lebensjahre, nachdemihm scine Gattin vor 2 Monaten im Tode vorangegangen. Gelsenkirchen, Coblenz, Burtscheid, Stuttgart, Steele, Bonn und Essen, den 3. Januar 1884. An Nanen der Hinterbliebenen: Georg Benrath. Vilberbucher, ganz neue Coloristen und Stifte empfiehlt F. Dienst. 33600000000 Schreibzeuge. 0 Tintenfässer. 0 Sandfässer. 0 Tuschnäpfe 0 billigst bei F. Dienst. g 35000000000 53000000005 Lampenschirme, feine, billigst bei F. Dienst. 0 0 0 0 Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag ½3 Uhr, vom Trauerhause, Bochumerstrasse 60, aus statt. 50008000000 * * 9 50500880000 schtechin. Tusche echten Carmin, echten Carmin, * Farben einzeln zum Zeichnen## 0 billigst bei 0 0 F. Dienst. 0 48050080000 30000800000 " Griffelbüchsen, V Griffeldosen, Kanteln,# 0 Liniale u. s. w. 0 0 in Auswahl bei 0 #. F. Dienst.0 2035s09900 empfiehlt A*-euiehon — F. Dienst. Soeben wurde vollständig: ADRLAN BALBT“ Allgemeine Erdbeschreibung. Ein Handbuch des gesgraphischen Wissens für die Bedürfnisse aller Gebildeten. Siebente Auflage. Vollkommen neu bearbeitet von Dr. Josef Chavanne. Mit 400 Illustrationen und 130 Textkarten. 45 Lieferungen à 40 kr.= 75 Pf.= 1 Fr.=45 Kop. Odez in 9 Abteilungen à 2 fl.= 3 M. 75 Pf.= 5 Fr. = 2 n. 25 Kop., auch in drei eleg. Halbfranzbäuden geb. à 7 fl. 20 kr.= 13 M. 20 Pf.— 17 Fr 60 Cts. = 7 N. 92 Kop. Die, Axskaltung it eine durchans sorgfällige. Zede Lieserung Ge# vier, Prumgagen(gleich 64 Seiten) Tert. Die Abnahme nunn in Fieferungen oder Bänden beliebig nach und nach erfolgen. Heute Morgen entschlief sanft, nach kurzem Krankeilager, unsere liebe Tohhter und Schwester Lisette Nottebaum #„Alter von 18 Jahren s Mionaten. (Freunden u. Bekannten gse Nachricht mit der #di um stille Teilnahme. Wanne, 2. Jan. 1884. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet #om Samstag, den 5. cr., nachmittags 3 Uhr, in Eickel statt. Grudenhe ZSrrrauf Ein Lehrling #s sofort oder 1. Mai gesucht. En lb. Scharpwinkel, Schuhn a. rmeister in Wanne. #re die Ehefrau Raster die Beleidigung, die sie e Witwe Gödert aushat, gegen Frau Mabinnen 3 Tagen zurück en, da ich sie sonst gerichtlangen werde. Roschepat. in den dem Königlichen Waisenhause zu Steele gehörenden, ½ Meile von der Eisenbahn=Station Castrop entfernten Henrichenburger Waldungen. Konnerstag, den 15. Januar d. Io., vormittags 10 Uhr beginnend, sollen im Forstdistrikt Langenkamp Tes Stuc Kiefern mit, einem Festgehalte pp. 90 km. auf dem Stamme derartig meistvictens verkauft werden, daß die Gebote pio fm. abgegeben werMunschesdesgerbeitung des. Holzes unter Verücksichtigung des Wünscher des Käufers seitens der Waisenhaus=Verwaltung bewirkt wird. Die im Termine zur Verlesung kommenden Verkaufs=Bedingungen wesen wird, angeschen werden. u Veirat, weilher das Hoelien, Steele, den 2. Januar 1884. Busch, Director. Günstige Lotterie=Offerte Original=Lose der Köln. Dombau. Zieh. 15. Jan. 1884 k 3 M. Hauptg. 75000 M. der Ulmer Dombau. Zieh. 18. Febr. 1884 à 3 M. Hauptg. 75000 M. au. Plusr,. St. Martins. Zieh. 5. Jan. 1884 k 1 M. Hauptg. 200 M. Für 90 mn tamit amtl. Listen vers. fre. gegen Einsendung von 7, 60 M. 9re 40 M. sende 2 Kölner, 2 Ulmer u. 8 Martins=Lose mit amtl. Listen fre. Agenten werden gesucht, erhalten Lose in Commission und bekommen hohen Rabatt. General=Debit August Fuhse, Mülheim(Ruhr). Verkaufsstelle bei Wilh. Arstauration Prchrt Gelsenkirchen, Bahnhofstr. 39. Heute Abend: Guraseh. Jeden Morgen von 9½ Uhr ab: Bouillon. Theater in Gelsenkirchen. Im Saale des Herrn W. Dickmann(Central=Halle). Freitag, 4. Jannar 1884. Auf vieles Verlangen zum 2. Male Maria Stuart. Trauerspiel in 5 Acten von Fr. v. Schiller. C, Henning. Gesucht zum 1. Februar ein tüchtiges evongelisches Dienstmädchen, welches waschen und bügeln kann, auch etwas Gartenarbeit versteht. Frau Papentin, Zeche Shamrock. Adrian Balbi's Erdbeschreibung ist in ihrer siebenten Auflage das erste geographische Handbuch, welches bereits #5rgso nisse der letzten Volkszählungen in den Jahren : 1882 im Deutschen Reiche, in Oesterreich=Ungarn, Grumreich, Großbritannien, Dänemark, Schweiz, Westrußland und selbst jene in Britisch=Ostindien enthält. . Im topographischen Teile der einzelnen Länder wurde auf practisch bedeutsame Partien besonderes Gewicht gelegt, und die Bedeutung jedes Ortes für Industrie und Handelsverkehr hervorgehoben. Das Werk, dessen Register mi besonderer Ausführlichkeit bearbeitet ist, dient somit gleichzeitig als zuverlässigstes Geographisch=statistisches Lezikon. „. Alle statistischen Daten entsprechen den jüngsten, mit oßter. orgfalt gesammelten Erhebungen aus den Jahten 1819 bis 1884. besonders wichtige und umfassende Bereicherung der siebenten Auflage sind fünf doppelseitige, in vielfachem Farbendruck ausgeführte Karten zum Allgemeinen Teile (Isothermenkarte, Regenkarte der Erde, die Vegetationsgebiete der Erde, die Völker= und Religionskarte der Erde, 50 Textkarten und 400 Illustrationen, darunter 120 Voll#or## nennen.— Das Werk ist auf holzfreiem Papier A. Hartleben's Verlag in Wien. Söher Bonlad Lotterie. Letzte Ziehung unwiderruflich vom 15.bis 17. Januar 1884. Geld=Gewinne ohne jeden Abzug M. 75000, 30000, 15000 f. à Mark 3,50(auch gegen Coupons oder Lose beauftragte Haupteoletion von die unt dem Verktaut der Carl Heintze, Bankgeschäft, Berlin., Unter den Linden 3.(Zweisseschäfte in Hamburg und in Bremen.) Telegramm=Adresse„Lotteriebank Berlin.““ mitten der durch dieselben herbeigeführten Umwälzungen. Mit Recht hat der„Oesterr. Oeconomist“ am Schlusse der Wiener electrischen Ausstellung darauf aufmerksam gemacht:„daß sich nun die Möglichkeit eröffne, durch Verwendung electrischer Kraftmotoren den kleinen Betrieben wieder einen Aufschwung zu geben und eine bedeutsame Wendung in der Production herbeizuführen. Wir stehen vielleicht an der Schwelle von Veränderungen, die nicht nur in öconomischer, sondern auch in socialer und cultureller Beziehung eine neue Aera eröffnen, die der Menschheit zum Nutzen gereicht". Es wird vor allem darauf ankommen, die neuen Verwendungsarten der Electricität wirtschaftlich möglich, d. h. concurrenzfähig zu machen. Jede Neuerung hat mit den bestehenden Einrichtungen einen mehr oder weniger heftigen Kampf zu bestehen. Die angewandte Electricität wird nur dann eine neue Epoche bringen, wenn sie eine billigere Production gestattet, als heute möglich ist. Die Chancen sind nicht ungünstig und die Gütererzeugung hat Aussicht, in eine neue Phase zu treten. Der dadurch herbeigeführte Fortschritt schließt gewiß eine Vermehrung des Wohlstandes der Völker und eine günstigere Lebensführung auch der unteren Schichten der Gesellschaft in sich. Die Wirkungen der Heiratsfreiheit. ∆ Die Aufhebung der Ehebeschränkungen wird sehr oft als eine Ursache der Verarmung und bitterer socialer Not bezeichnet. Die Statistik zeigt uns jedoch, daß die Eheschließungen viel weniger von dem Stande der Gesetzgebung als von der allgemeinen volkswirtschaftlichen Lage eines Landes abhängen. Wenn wir das Jahrzehnt nach der Begründung des deutschen Reichs von 1872 bis 1881 betrachten, so zeigen die Eheschließungen im deutschen Reiche folgende Zahlenreihe: 1872: 423900,1873: 416049, 1874: 400282, 1875: 386 746, 1876: 366 912, 1877: 347810, 1878: 340016, 1879: 335 113,1880: 337342, 1881: 338909. Auf 1000 der mittleren Bevölkerung jeden Jahres kommen Eheschließungen: 1872: 1874: 9, 53 1875: 9, 1878: 7/71, Wir 1879:7, 10 451• also bei 10/9 1873: 10.02 1876: 8,52, 1877: 7,08 1880: 7/48, 1881: 7/46. Wir sehen Berücksichtigung der Zunahme der Bevölkerung von 1872 bis 1881, trotz der Heiratsfreiheit, eine ganz enorme stetige Abnahme der Eheschließungen, was wohl größtenteils nur durch die seit der Crisis schwieriger gewordenen Erwerbsverhältnisse und durch die Auswanderung vieler heiratsfähiger junger Leute sich erklären läßt. Freunde dem„B..“ mitgeteilt, der sich für die völlige Wahrheit desselben verbürgt. Unser Kronprinz traf bei einer Promenade auf der Straße am Kupfergraben einen Einjährig=Freiwilligen eines Berliner Garderegiments, welcher mit dem einen Beine merklich hinkte. Als der Soldat vorschriftsmäßig Front machte, schritt der Kronprinz auf ihn zu und fragte ihn, was ihm fehle.„Ich habe mir beim Springen den Fuß verrenkt", antwortete der Einjährig=Freiwillige.„Weshalb befinden Sie sich aber da auf der Straße?“ examinirte der Kronprinz weiter.„Ich bin zu einer Untersuchung bei dem in dieser Straße wohnenden Regimentsarzt befohlen worden", war die Antwort.„Was sind Sie?“ fragte nun der Kronprinz.„Candidat des höheren Predigtamtes, kaiserliche Hoheit", erwiderte der Einjährig= Freiwillige.„Sehen Sie“, sagte darauf der Kronprinz leutselig,„das kommt davon, wenn ein Geistlicher Sprünge macht.“ *.* Fürsten au, 28. Decbr. Hier wohnte bis vor einem halben Jahre ein Bauer, der nacheinander drei Schwestern heiratete. Jede seiner Frauen war Wittwe und brachte ihm Kinder zu. Da aus jeder Ehe zwischen ihm und seinen Frauen Kinder hervorgingen, so hatte er das gewiß seltene „Glück“, Vater von 27 Kindern aus sechs verschiedener Ehen zu sein. Mehrere Jahre hindurch waren nicht weniger als zehn seiner Kinder schulpflichtig. Trotz der vielen Esser waren die äußern Verhältnisse des Mannes recht günstig zu nennen, und er konnte es ermöglichen, jedem seiner Kinder zu einem angemessenen Fortkommen zu verhelfen. Heute sind die vielen Vögel bereits ausgeflogen, während der kinderreiche Vater in einem kleinen Städtchen in Ruhe seinen Lebensabend verbringt. Das Wort„viel Kinder viel Segen“ ist hier zutreffend gewesen. ** Vom Hochwalde, 28. Decbr. Gestern schoß der Schwiegersohn des Försters Mittnacht zu Rascheid einen feisten Rehbock, der nur drei Läufe hatte. Der rechte Hinterlauf fehlte ihm. Wahrscheinlich ist derselbe ihm durch einen frühern Schuß unfreiwilligermeise dicht am Leibe amputirt worden. Die Wunde war sehr schön vernarbt und mit Haaren überwachsen. Das Tier kam so flüchtig an, daß man ihm die Dreibeinigkeit nicht ansehen Lehrers antwortet sie: konnte. chwamm drüber!] Der Dichter des ** * Vortragende niedergesenkt werden kann, deren Redefluß ein Ziel gesetzt werden soll. Wie das Schwert des Damokles, schwebt dieser Schwamm drohend über dem Haupte des Redners und hüllt ihn vollständig ein, wenn er auf ihn niederfällt. Herabgesenkt hat der Riesenschwamm sich bis dato noch nicht, obwohl er schon zu wiederholtenmalen bedenklich gezuckt hat. Diese Mahnung hat immer genügt, um die Suade des betreffenden Vortragenden in den üblichen Schranken zu halten. [Sonnenschirme aus Blumen.] Die Damen in Nizza gebrauchen— wie„Queen“ schreibt— jetzt Sonnenschirme, die ganz und gar aus natürlichen Blumen bestehen und die wie riesige Blumensträuße, an Stöcken befestigt, aussehen. Die Stengel der Blumen werden so zusammengenommen, daß ein Blütennetz entsteht; die innere Seite wird mit Seide gefüttert. Ein Sonnenschirm wird ganz aus Veilchen, mit einem Rande von Jasminblüten, gemacht, ein anderer aus Geranium, in weißen und roten Reihen mit Farnkraut besetzt, wieder ein anderer aus Stiefmütterchen u. s. w. Welken die Blumen, so muß der Sonuenschirm wieder aufgearbeitet werden, was meist jeden dritten Tag nötig ist.— Natürliche Vögel auf den Hüten, frische Blüten auf den Schirmen; nun noch comprimirte Sonnenstrahlen als Colliers oder Armspangen und ein bischen Zephyr=Extract im Flacon, dann ist der lebendige Liebesfrühling fertig! **[Halk' emol mei Mütz'.] Auf seiner Firmungsreise fragte der Bischof von Trier, Dr. Felix Korum, jüngst in der Schule einen sechsjährigen Knaben:„Kannst Du schon beten?" Als der Kleine mit„Ja“ antwortete, forderte der es nun auch zu zeigen.„Halt' sagte der Kleine, und der Bischof worauf der Kleine die Händchen und sein Vaterunser betete. *.* Lehrer: Wir sprechen heute von den Katzen. Ihr uennt den Löwen, den Tiger, den Jaguar und andere wilde Katzen. Jetzt nennt mir aber eine Katzenart, die sich dem Menschen nützlich und den Kindern vielen Spaß macht.— Lieschen hebt die Hand in die Höhe.— Auf die Frage des „Der gestiefelte Kater.“ Ein Reisender, der auf der Landstraße ritt, sah einen sehr faulen Jungen am Wege liegen * [Aus dem Sprechzimn Arztes.] Patien::„Aber Doctor die Bäder, die Sie mir verordnet haben und die ich nun schon seit Wochen gewissenhaft nehme, haben mir noch nicht das Mindeste genützt; soll ich damit fortfahren?“ Arzt:„Gewiß, lieber Herr.“ Patient: „Aber da ich kein Resultat damit erziele?“ Arzt: O, eine Wirkung haben Bäder immer, die der Reinigung.“ Bischof ihn auf emal riei Mütz'“, nahm die Kappe, faltete ** * 90 " Ein Scherzwort unseres einen Geistlichen gerichtet, ** Kronprinzen, wird von einem „Bettelstudent“ hat schwerlich daran gedacht, daß und fragte nach dem richtigen Wege nach N. besagter Coupletrefrain in so practischer Weise zur]„Der“, antwortete der Junge und hob die Anwendung gelangen würde, wie dies thatsächlich große Zehe in der Richtung des Ortes. Erstaunt in der hochangesehenen Carnevalsgesellschaft„Elfer“ über diese Faulheit stieg der Herr ab in Wiesbaden der Fall ist. Ueber dem Faß nämlich, welches in dieser lustigen Gesellschaft als Rednertribüne dient, ist ein Riesenschwamm angebracht worden, der vom Präsidenten mittels einer einfachen mechanischen Vorrichtung auf solche und sagte: „Mein Junge, wenn Du noch etwas Fauleres thun kannst, so bekommst Du eine Krone." Der Junge drehte sich langsam auf die Seite und sagte:„Stecken Sie sie in meine Tasche, Herr!" — Und er hatte seine Krone! Un hett di Gott en Wiw beschert. Un hett di Gott en Wiw beschert, Dat di recht gaud von Harten is, Dat holl du as din Ogen wert, Dat holl du warm, dat holl du wiß. Ehre ihrst Gedank dat is ehr Mann, Wenn s’ mit de Sünn von'n Slap upwackt, Un abends denkt sei noch doran, Wenn s' wedder tau die Ogen makt. Un wat du blot man wünschen deihst, Sei lest dat ut de Ogen di, Und wo du seihst un wo du geihst, Sünd ehr Gedanken ok dorbi. Un wenn din Har mal grisen deiht. Sei starkt di tru denn nat Gesicht Un makt mit ehre Fründlichkeit Din Lewensabend hell und licht. Un scheidst du ut de Welt eins af Un geiht de Weg nah'n Kirchhof ben, Denn is ehr leiwste Platz din Graw, Dor fitt se denn, dor weint se denn. Drüm heit di Gott en Wiw beschert, Dat di recht gaud von Harten is, Dat holl du as din Ogen wert, Dat holl du warm, dat holl du wiß. (Aus„De Eekbom“.) Die„Emscher Zeitung“ hohen Feiertage. WochInsertionspreis: Verantwortlicher 1 Algemeines Organ für Bestel auf die„Emsch nebst illustr. werden von den Postau Nr. 1 der Allzemeinen Ausgabe der„Social= Correspondenz“(herausgegeben von Dr. VictorBöhmert in Dresden) enthält: Am 1. Januar 1884.— Die sociale Bedeutung der Eletrotechnik für den Kleinbetried.— Das neue statistische Bureau der Stadt Köln.— Die Israeliten im Deutschen Reiche. — Verbrechen und Verbrecher in Preußen 1854 bis 1878.— Die gefährlichen Klassen und die Kinderhülfsgesellschaft in New=York.— Sociales.— Arbeiter= verhältnisse. Die neue Auflage des Zeitungs=Verzeichnisses von Haasenstein& Vogler in Köln liefert wiederum den Beweis, daß diese Firma ihrem Bestreben, die Presse von Europa sowohl wie auch des gesamten Auslandes ihrem Kundenkreise zugänglicher und nutzbringender u machen, treu geblieben ist. Vertretung für Gelsenterchen und Umgegend: F. Dienst in Gelsenkirchen. boten und in der Exped fortwährend entgegengeno Bekanntmachung. Der Erat des Amtes Herne für 1884/85 liegt vom 5. Januar d. J. ab 14 Tage lang bei mir zur Einsicht der Amtseingesessenen effen. Herne, den 1. Januar 1884. Der Amtmann: Schäfer. auien Dezeagen, die Reien Mann, Bruder und Schwager, Herrn Adam Pletsch das letzte Ehrengeleite gegeben haben, und besonders den Herrn Beamten der Zeche Alma, sowie den Mitgliedern des evangelischen Arbeiter=Vereins unsern herzlichsten Dank. Alma bei Gelsenkirchen, den 3. Januar 1884. Die traurigen Hinterbliebenen. Holz=Verkauf. Samstag, 12. Jan. cr., nachmittags 2 Uhr beginnend, läßt Oeconom Herr H. KleineOven zu Heßler in seiner, in Nähe der Straße Heßler=Altenessen belegenen Hofesholzung, 50 Nummern hochstämmige Eichen und Buchen, zu jedem Bau= und Nutzholz geeignet, öffentlich meistbietend auf Credit gegen Bürgschaft verkaufen. Zusammenkunft an Ort u. Stelle. Gelsenkirchen. W. Behmer. Ueber das Vermögen des Hutmachers J. von Hoegenzu Gelsenkirchen wird, da der Schuldner seine Zahlungen eingestellt und die Eröffnung des Konkursverfahrens beantragt hat, heute am 2. Januar 1884, vormittags 11 Uhr, das Koukursverfahren eröffnet. Der Kaufmann Carl Fasch zu Gelsenkirchen wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 26. Jannar 1884 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfassung über die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintretenden Falls über die in§ 120 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände, und desgleichen zur Prüfung der gemeldeten Forderungen auf den an30. Januar 1884, vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr.., Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von den Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 26. Jannar 1884 Anzeige zu machen. 33050000000 Rathenow. 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Amtsgericht zu Gelsenkirchen. 1884.. n u mehr Rabatt. 265. Auslage. 146736 1884. Die Armee=Einteilung und Quartierliste des Deutschen Reichs=Heeres und der Kaiserlichen Marine für das Jahr 1884. Nach amtlichen Mitteilungen bearbeitet. Mit 34 Abbildungen und Beschreibung von Orden und Ehrenzeichen. 25. Jahrgang. 265. Gesamt=Auflage. 40 Seiten groß Octav, sauber geheftet und beschnitten. Vorzüglich empfohlen u. zur Instruction bei allen Truppenteilen eingeführt. Ladenpreis 50 Pf. ord., 37 Pf. neito baar. Partiepreise: 7/6 mit 60% oder à 20 Pf. baar, 117/100 à 17½ Pf., 235/200 à 15 Pf. baar. Des größten Absatzes fähig, bezogen fast alle Handlungen große Partien und zwar: Mittler'sche Sort.=Buchhandlung(A. Bath) in Berlin 1575 Exemplare, Adolf Müller in Brandenburg.|H. 1067, Kaulfuß'sche in Liegnitz 507, Steudel jun. 850, A. Rathke 343, L. Keseberg 1887, I. Brumby 281 u. s.., weil diese Armeeliste die im Nabatt lohnendste und gangbarsteist. 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Von Schalke nach Bismarck Winterswyk.28 5,26.11(Bismarck Adf. 8,87 2,42.52.20.) Von Schalke nach Essen 6,56.20 .17 725. Von Essen nach Schalke 8,07 2,17 4,54.50. Von Gelsenkirchen nach Deutz=Köln 5,39.54.49 11.30 12.41 .22 5,02 8,35(10,55 nur bis Essen, Altenessen Abf. 6,10 u. 4,47 Eilzug.) Von Gessenkirchen nach Essen 5,36 .47 8,13 11,40.50 3,34 (.17 nur bis Krav) 7,24.05 (von Kray nach Dortmund 7,01.56 12,02.45 5,9. .17(11,37 nur bis Bochum)]. 83 9 Eine transatlanti für Bi□ Die amerikanisch ebenfalls über die ital prinzen und bezeichnet sie schickten Schachzug des Fi sehr interessant, daß ma Art Canossagang nicht gl. teren und freieren Blick im Vatican entwickelt, ist. An einen bloßen man in Amerika umsowen der Spannung zwischen der beharrlichen Verweiger seitens der Curie ganz n daß der Besuch noch in wäre. Sehr richtig bemerk daß auch in der Erweist Anerkennung liege, daß de macht, der Papst ein Her liche Rücksicht verdiene, w Die Regierung des deutsch reiche Preßcommentare ern nationalen Ereignissen zu das Verhältnis zwischen S lich beeinflussen. Damit, so urteilt Staatszeitung“, kommt mar Bismacks feines Spiel er Ansicht dieses und anderer Presse dem Kanzler sogar erwiesen, wenn sie möglich Besuche gemacht hat, denn unterliegen, daß die deutsch die Hochachtung, welche der hauses dem Papste erwiese schmeichelt fühlen. Die 111 Beginn des Culturkampfes gelassen, die staatliche Auto Christenheit Deutschlands a starke Contingent der Ultro und Landtage beweist deut ihnen geglaubt und die L bittere Feinde der Kirche Besuch des Kronprin war die Antwort B Anfeindungen der Cl Für diese amerikanise allerdings vieles. Schon in den leitenden Kreisen un 9 Die alte Erzählung von Baldi Von Wanne nach Dortmund 8,56 10.51 4,30 9,03.56.45 Herne Abf..05 11,01 4,40 9,13 1,56.) Von Herne nach Deutz=Köln 6,34 .28 11,09 1,59 8,13(Wanne Abf. 5,31,.43 839 11,19 12.33 2,10 4,54.24(10,46 nur bis Essen)]. Von Herne nach Bochum 7,11 1,12 7,35. Von Bochum nach Herne.40 12.21 6,37. Von Wanne nach Ueckendorf=Wattenscheid=Bochum 5,33 8,40 12,40 405 5,32 8,00 10,50. Von Ueckendorf=Wattenscheid nach Wanne 6,08 10,30 2,03 5,15 735 9,18 1,07. Von Ueckendorf=Wattenscheid nach Dortmund 7,08 9,03 12,09 .52 5,46.24(von Ueckendorf=Wattensch=. nach Bochum von Wanne kommend.47 100 45 11.10. 63 — 2 Wie um sich selbst d lispelte sie ihre Gedanken v# *„Ich glaubte, ihn für hieß es da,„und jetzt, de fürchten muß, erscheint er w sich an seine Fersen geheftet Ort, oder er wäre lieber als hierher zurückgekehrt. 1 allen erdenklichen Schwüren giuchen.: Sie blieb stehen, sann und sich mit der Hand vor brach sie wieder in die v# gegebenen Worte aus: „Was gelten ihm Versp er kann es gewesen sein, verriet“— ich war ihm noch mein letztes Stück Brot wil entwinden, mir und anderen. Bei den letzten Worten Augen leidenschaftlich auf. ihr hageres Antlitz, und vi intretend, zog sie einen Sch — Gleich darauf öffnete sich i, die Thür des festge ##schlos. Ein Weilchen lat Elhrend ihre Blicke unstö gooun aber, nachdem sie## guer Umgebung überzengt# *