Gelsenkirchen, Donnerstag, den 3. Januar 1884. ) 10: Jahrgangez AUrruna 8 Die„Emscher Zeitung“ erscheint täglich mit Ausnadue der Sonn= und hoben Feiertage. Wochen=Beilage:„Illnstrirtes Emscher Sonntagsblatt“. Insertionspreis: Die Vetit=Zeile oder deren Raum 15 Pf., Reklamen 40 Pf. Verantwortlicher Redacteur E. Dienst in Gelsenkirchen. verbunden mit dem Amt Herner Tage Blatt. (Früher: Der Reichsfreund.) Sincere et constanter. Abonnementspreis: Mark.50 vierteljährlich im Voraus. Man abonn außer bei der Expedition in Gelsenkirchen, Marktstraße 13, bei aluf Reichspostanstalten und bei den Filial=Expeditionen: Rud. Eick, Herwar W. Walbeck, Wanne; W. Pötter, Wattenscheid. Druc und Verlag von F. Dienst in Gelsenkirchen. 1 gemeiues Organ für die Stadt Selsenhirchen, die Zeuter Schalbt, Petenderf, Wanne und Herue.— Auzeigeblatt für Gerichts, Civi=Verwaltungs= und Miltär=etzörden. Bestellungen f die„Emscher Zeitung, nebst illustr. Sonntagsblatt den von den Postanstalten, unsern Zeitungslangs den und in der Expedition dieses Blattes noch worh dem Bau## abges nied mit Nor nun zwei fand der twährend entgegengenommen. Neueintretende Abonnenten erhalten bereits erschienenen Nummern der höchst #nnenden Erzählung„„Die alte Lady“ von Do####lduin#uhausen gratis nachgeliefert. 9 Herr Kranh, stehe# nien durch seinet nahm rüstich Fuße## Unser Sparkassenwesen. Seitdem im Jahre 1818 auf Beschluß der tverordneten die erste Sparkasse in Berlin #nd, hat sich das Sparkassenwesen in Preußen tig entwickelt, daß es heute 500 städtische kassen, 96 Kirchspielsparkassen, 275 Kreisssen, 8 Bezirkssparkassen, 5 Provinzialsparkassen, Vereinssparkassen, mit 273 Filialen und 571 melstellen giebt, welche ein Vermögen von „Millionen Mark besitzen, wovon 490 Mill. heriek, Städtische, 490 Mill. auf ländliche Hypotheken, es un Millionen auf Inhaber=Papiere, 171 Mill. her,# Shaldscheine oder Wechsel, 46 Millionen sich Faustpfand und 122 Millionen bei öffent#stituten ausgeliehen sind. #l zesichts dieser Entwicklung hat man, als 2 Am Reichspostamte das Project einer Postsparkasse auftauchte, den Plan einer Verstaatlichung der Sparkassen nicht sogleich durchführen wollen, sondern sich begnügt, dem Magistrat von Berlin und den Provinzen Rheinland und Westfalen den Vorschlag zu wachen, den Postanstalten die Annahme und Auszahlung von Spareinlagen gegen eine Gebühr zu übertragen. Als dieser Vorschlag aber abg lehnt wurde, sei es, daß man die verlangte Gebühr für zu hoch fand, sei es, daß man fürchtete, die Post werde das ganze Sparkassenwesen an sich reißen, arbeitete man einen vollständigen Plan zur Srichtung von Postsparkassen aus, und dieser Plau wurde von der Reichsregierung nur deshalb nicht mit der socialpolitischen Vorlage des Unfallversicherungsgesetzes verbunden, weil man diese nicht compliciren wollte. Aufgegeben ist der Plan wohl kaum. Die Statistik lehrt nun, daß in allen Ländern, in di#t Postsparkassen errichtet worden, die bis dahin bestandenen Sparkassen entweder zum Stillstande gekommen sind, oder Rückschritte gemacht haben. So fiel in England das Guthaben bei den Privatsparkassen von 35,40 im Jahre 1861 auf 32,68 im Jahre 1878, während das bei den Postsparkassen in diesem Jahre auf 22,70 gestiegen war und die Zahl der Sparkassenbücher, welche bei den Privatsparkassen im Jahre 1861 auf je 1000 Einwohner 54,85 betragen hatte, fiel im Jahre 1878 auf 44,70, während sie bei den Postsparkassen in diesem Jahre auf 55,90 gestiegen war. Ganz ähnlich ist es in Belgien und Italien gegangen, und in Deutschland würhe es ebenfalls nicht anders werden, wenn hier Postsparkassen eingeführt würden. Diese Thatsache schließt eine große, bedeutsame Mahnung für die jetzigen Sparkassen in sich, nämlich, die Vorteile und das Gute, welches die Postsparkassen bieten, sich selbst anzueignen, und besonders in der Vermehrung der Sparkassen keinen Stillstand eintreten zu lassen. In erster Linie muß dabei die Errichtung von Pfennigsparkassen ins Auge gefaßt werden. Die möglichste Vereinfachung des Betriebes erscheint als ein Gebot der Notwendigkeit, weil jeder unnütze Zeitaufwand den Nutzen kleiner Einlagen für viele Sparenden paralysirt. Die möglichste Vereinfachung des Betriebes ist bei den Ein= und Auszahlungen geboten. Die Errichtung von Postsparkassen ist bekanntlich aus dem Anerkenntnis hervorgegangen, daß aus den Pfennigen Mark, aus einer Mark hunderte und tausende werden. Dem kleinen Sparer müssen die Wege geebnet werden, auf denen er sich mit unbedentenden Anfängen ein Vermögen erwerben kann, welches für sein Alter von Bedeutung ist. Das Sparkassenwesen und das Sparen ist ein wichtiger Beitrag zur Lösung der socialen Fragen, weil kluge und regelrechte Praxis die tiefe Kluft wenigstens einigermaßen ausfüllen hilft, welche zwischen Reich und Arm besteht. Das Geheimnis des Sparens und damit das Erwerben eines gewissen Wohlstandes liegt nicht darin, daß Mark auf Mark, sondern darin, daß Pfennig auf Pfennig gelegt wird. Diejenigen, welche in erster Linie sparen müssen, sind nicht so gestellt, daß sie sofort mehrere Mark zur Sparkasse tragen können, Pfennige zu sparen, ist jeder fleißige Mensch imstande, wenn nicht besondere Unglücksfälle eintreten. Die Sparkassen sollen den Sparsinn fördern, sie erreichen ihr Ziel am besten, indem sie der Postsparkasse nacheifern, und das Gute, welches diese besitzt, acceptiren. □ Die Wichern'schen Nettungshäuser. Eine Rettungsanstalt soll nach Wicherns Plan verwahrlosten Kindern bis zur Confirmation Zuflucht und diejenige Erziehung gewähren, welche die Stelle elterlicher Fürsorge so viel als möglich vertritt. Sie ist aber kein Waisenhaus, keine Armenschule, keine Strafanstalt für jugendliche Uebelthäter, keine bloße Herberge für bettelnd umherstreifende Kinder; sie will vielmehr auch das nicht verwaiste Kind den Einflüssen einer verderblichen Umgebung durch den liebevollen Ernst einer christlichen Hausordnung dauernd entreißen und die Kräfte eines neuen Lebens mit dem Evangelium nicht an die Strafe, sondern an die Vergebung und den Entschluß fortschreitender Besserung knüpfen. Die Abhülfe äußerer Not wird von ihr lediglich als das Mittel zu einem sittlichen Zweck betrachtet. Soll an der Wurzel geholfen werden, so kann es von Privaten nur geschehen mit dem Versuche, die Kinder von den Eltern auf gütliche Weise zu überkommen, um dadurch möglichst den alten Familienstamm abzubrechen und in den Kleinen ein mit frischer Lebenskraft ausgerüstetes Geschlecht wiederherzustellen.„Dem Geiste der Anstalt gemäß ist es dem Lehrer und Erzieher dabei eine heilige, unerläßliche, ja eine der höchsten Aufgaben seines Berufs, weder dem Ganzen, noch dem Einzelnen das Gepräge seines individuellen geistigen und religiösen Lebens aufzunötigen, sondern die freie, selbständige Entwickelung der verschiedenen Gemüter in die verschiedenen wahren und echten Formen des christlichen Lebens und Sinnes zu gewähren.“ Wie die Unternehmungen von Francke, Recke, G. Müller und anderen ward auch das Wichernsche, am 8. October 1832 begründete Unternehmen als„Glaubenswerk“ angelegt, d. h. Geldmittel waren nicht vorhanden. Sämtlichen Verbündeten wurde an's Herz gelegt, zuvor die Sache im Gebet zu überlegen, ob sie auch den festen Glauben haben, so ohne Geld den Anfang wagen zu dürfen. Dieser Glaube war da und— die Mittel fanden sich. Eine schwere Sorge für Wichern war der Widerstand, den er bei seinem einflußreichsten Gönner, dem Senator Hudtwalcker, fand, bezüglich einer organischen Verbindung des Rettungshauses mit einer Bildungsanstalt für Laiengehülfen. Zum Glück wurde die Gesundheit und Fruchtbarkeit dieses Gedankens, die sich dereinst trefflich bewähren sollte, von anderen Freunden der Sache, u. a. dem Senator Sieveking, rechtzeitig erkannt.— Nur wo eine„Bruderanstalt“ mit dem Rettungshause verbunden werden kann, läßt sich Casernirung vermeiden und das dem Familienleben sich nähernde Gruppensystem einführen, nach welchem je 10 bis 12 Kinder unter einem Dache und wohl beaussichtigt hausen, lernen, spielen, heranwachsen. Wo dies nicht zu ermöglichen, ist wenigstens zu sorgen, daß die Kinder in kleinere Kreise geteilt und in gesonderten Räumen untergebracht werden. An wohl= und übelgemeinten Anfeindungen des Rettungshaussystems hat es natürlich seit jeher nicht gefehlt. Näher darauf einzugehen ist hier nicht der Ort, nur sei angeführt, daß Wichern aufgrund statistischer Erhebungen(vergl. Lehmann, Werke der Liebe, 2. Auflage, Leipzig, bei Hinrichs, 1883) festgestellt hat, daß in 79 Anstalten von 8100 ordentlich entlassenen Zöglingen 8,9 pEt. sich schlecht, 17,3 pCt. schwankend geführt haben, von 11,2 pCt. verläßliche Nachrichten fehlten, dagegen 62,6 pCt., also beinahe 3/8, bürgerlich ehrenhaft dastehen und sich redlich von ihrer Hände Arbeit ernähren. Aufgrund solcher doch gewiß willkommen zu heißender und dankenswerter Ergebnisse ist denn auch durch das Zwangserziehungsgesetz mit gutem Rechte der Erfolg der Anstalten staatlich anerkannt worden. Der Procentsatz würde sich noch weit günstiger stellen, wenn nur Anstalten berücksichtigt würden, wo das Gruppensystem und namentlich nachhaltige Beeinflussung der entlassenen Pfleglinge durchgeführt ist. Auch nach dieser Seite hin arbeiten, kann nicht genug empfohlen werden. 1* Die diesjährige Wollsaison in Süd=Australien. Einem Consulatsbericht aus Adelaide, 6. Oct. 1883, entnehmen wir folgendes: Die Wollernte dieses Jahres wird für den Schafzüchter Süd=Australiens eine ziemlich günst Die Quantität wird im ganzen wohl nicht größer wie die des letzten Jahres, da die F; der Schafe, der vorhergehenden drei trock Jahre wegen, bei allen Züchtern sehr abgenom' hatte, und die Verbesserung in dieser Hinng durch den nassen Winter dieses Jahres hert“. gerufen, wird sich erst im nächsten Jahre ze## Die Qualiiät der Wolle jedoch wird dieses viel besser wie im vorigen Jahre. Dem währe der letzten—6 Monate ungemein günstig% Wetter haben die Züchter überall gutes Futter# verdanken, sodaß die Wolle ein gutes gleichmäßig Wachstum zeigt. Der große Fehler unserer Mi letzten Jahres war der, daß im Frühjahr## trockenes Wetter eintrat, Futter knapp wurde#### erst später mit neuem Regen sich erholte.## zeigte sich deutlich in der Wolle und rief fes Bruch im Wachstum hervor.— Dieses jedoch ist sie alle schön gleichmäßig und krät gewachsen. Bis jetzt ist noch wenig neue Wolle## schifft— nur in den oberen Gegenden des Flussek#### „Murray“ an der Grenze zwischen South Australi und New South Wales und im hohen Norde ist die Schafschur vorüber.— Alle anderen Ge## genden Südaustraliens sind beinahe einen Mona# später— seit dem 1. September d. J. sind, yo## neuer Wolle von Port Adelaide(unserem Haupthafen) 7934 Ballen Wolle nach London und 266 Ballen nach Melbourne verschifft. Erstere ginget. alle mit Dampfern, um noch zu den NovemberDie alte Lacy. Erzählung von Baldnin Möllhausen. „Ich war's nicht, die von Liebe und sonstigem Unsinn zu. sprechen anfing,“ erwiderte Elly kühnlich, „ich glaubte nur, Ihnen eine Antwort schuldig zu sein Meiner Wege gehe ich ebenfalls, jedoch nicht früher, als bis Sie diesen Brief gelesen haben,“ und ein versiegeltes Schreiben aus der Jasche ziehend, überreichte sie dasselbe. Die de Lady nahm den Brief zögernd und ohne di###licke von dem jugendholden Antlitz abzuziehen. Ein aufmerksamer Beobachter würde indessen entdeckt haben, daß ihre harten Züge sich, wie in Besorgnis, anspannten. Endlich sah sie mißtrauisch auf die Adresse nieder. „Die Handschrift kenne ich nicht,“ sprach sie ruhig;„am ratsamsten wär's, ich würfe das Papier in's Feuer. Bringt's mir Aerger, so wird der###rch vermieden; liegt Gutes drinnen, so sind auch ohne Schrift seinen Weg an's Ziel.“ U hn hätte ich freilich hier nichts mehr zu erklärte Elly entschlossen,„und es wäre mich#rweitig nach einem Obdach umzusehen.“ „So?“ antwör#e Miß Eva gedehnt, den Brief mit zwei Fingerspitzen haltend, als wäre dessen Berührung ihr peinlich gewesen,„so nenne mir wenigstens Deinen Namen, bevor Du gehst.“ „Elly Hounslow.“ „Soy“ wiederholte die Alte noch gedehnter und südent se die Pfeise aus dern Mande nahm, such. Zeit, glaubte Elly zu entdecken, daß ihre Hand leise zitterte,„also Elly Hounslow. Hm, der Name ist mir fremd— hm, da ist mir die Pfeife ausgegangen— das geht vor— setz' Dich dort auf die Bank. Den Brief will ich lesen, aber zuvor“ — und sich abkehrend, klopfte sie die Pfeife aus, obwohl dieselbe noch nicht bis zur Hälfte ausgebrannt war. Langsam trat sie an den Ladentisch, langsamer noch füllte sie die Pfeife wieder und rauchte sie dieselbe an, wobei sie ängstlich dafür Sorge trug, daß Elly keinen Anblick ihres Gesichtes erhielt. Sie mochte fühlen, das dasselbe sich merklich verändert hatte, jede einzelne Linie desselben von einem tief empfundenen Schrecken zeugte. Ebenso bedächtig und ihrem Gast fortgesetzt den Rücken zugekehrt, las sie auch den Brief. Lange las sie an demselben, obwohl dessen Inhalt nur ein kurzer; so lange, bis sie ihre Ruhe zurückgewonnen hatte und zu irgend einem Entschluß gelangt war. Dann trat sie vor Elly hin, die sich bescheiden erhob. „Ich vermute, Du kennst den Inhalt dieses Schreibens,“ sprach sie grämlich, und die Pfeife wieder aus dem Munde nehmend, berührte sie mit deren Spitze das hochgehaltene Papier. „Nicht eine Silbe,“ beteuerte Elly überzeugend.„Der Brief wurde vor längerer Zeit geschrieben und mir unter der Bedingung anvertraut, ihn lieber zu verbrennen, als ihn zu lesen oder ihn einen anderen lesen zu lassen. Ebenso streng wurde mir angeraten, ihn an seine Adreffe zu tragen, sobald ein bestiumtes Ereignis stattgefunden haben würde.“ „Und das Ereignis hat stattgefunden?" „Leider; die alte Frau, bei welcher ich nach dem Tode meiner Mutter liebevolle Aufnahme fand, ist kürzlich gestorben, und sie war es doch, welche, wohl in Voraussicht ihres baldigen Endes, den Brief schrieb und mit dessen eigenhändiger Beförderung mich beauftragte. Sie meinte noch, hier würde ich Gelegenheit finden, mich nützlich zu machen; und arbeiten habe ich gelernt.“ „Weiter sagte sie nichts?“ „Nichts.“ „Keinerlei sonstige Bestellung?“ „Nichts. Ich sollte den Brief abgeben, hieß es. Das Uebrige sei nicht meine Sache.“ „Du weißt nicht, woher sie meine Adresse erfuhr, weshalb sie überhaupt auf mich und nicht auf jede andere beliebige Person verfiel?" „Ich ahne es nicht. Wenn mir die Angelegenheit geheimnisvoll erschien, daß ich neugierig wurde, glaubte ich doch, kein Recht zu besitzen, ihr näher auf den Grund zu gehen. Die Ratschläge meiner alten Wohlthäterin lauteten zu ernst und bestimmt.“ Miß Eva neigte das Haupt. Eine Weile betrachtete sie den Brief, jedoch ohne in demselben zu lesen. „Es ist noch nichts verloren,“ lispelte sie unbewußt, und lauter zu Elly gewendet: „Du magst vorläufig bleiben. Gefällt's Dir nicht, so kannst Du zu jeder Stunde gehen. Ebenso nehme ich das Recht für mich in Anspruch, sobald es mir angemessen erscheint, unsere Trennung zu bewirken.„ „Besseres wünsche ich nicht,“ antwortete Elly unbefangen. Sie nahm Miß Eva's Hand zwischen ihre beiden und freundlich in die strengen Jugen schauend, fuhr sie arglos fort: „Wurde ich Ihnen unberechtigter Weise zugeschickt, so lassen Sie mich es nicht entgelten. Ich konnte nur thun, was mir als eine Art Vermächtnis aufgetragen wurde. Nebenbei hegte ich die Zuversicht, Gelegenheit zum Broterwerb hier zu finden. Haben Sie nur die Güte, mich zu unterweisen, wie ich Ihnen nützlich sein kann.“ „Ich bin kein Freund vom vielen Reden, noch weniger vom Erziehen und Unterweisen,“ erklärte die alte Lady, und sie entzog dem Mädchen di: Hand.„Du bist alt und klug genug, Dich selber zu erziehen. Nur vor einer Klippe warne ich Dich, an welcher unser Einvernehmen sehr leicht scheitern könnte: Hüte Dich vor dem Abel Fancy, daß er Dir die Augen nicht verblende. Er mag seine guten Eigenschaften besitzen; im übrigen ist er ein gewissenloser hinterlistiger Bursche, dem ein Mädchenherz nicht mehr wert, als eine Mandel Deinen kleinen scharfen Zähnen.“ „Es giebt auch Hickorynüsse, und an solchen können auch schärfere Zähne, als die meinigen, aus gebissen werden,“ sprach Elley mutwillig; danr### ernster und geschäftsmäßig:„Wohin darf ich meine“ Sachen bringen?" „Ins Wohnzimmer,“ antwortete Miß Evaz## und sie schritt auf die Straße hinaus, wohin Elly ihr schnell nachfolgte. Schweigend trugen sie den mit der Tasche beschwerten Koffer in das bezeichnete Gemach, wo sie ihn in einen Winkel stellten, irkten in London einzutreffen. Jeder Wolle hat einen Wert von 15 Pfund ing, also bis jetzt sind 16311 mit einem e von 244 665 Pfund Sterling von der n Wolle verschifft. Der Hauptteil unserer lernte geht jedoch erst Ende dieses Monats während November ab. In der nächsten Woche fangen die regelßigen Wollverkäufe hier an und werden dann chentlich hier fortgeführt. Es wird erwartet, dieses Jahr ungefähr 10 000 Ballen wöchentauf dem hiesigen Markte zum Verkauf ausen werden. Da jedoch die niedrigen Preise indon auch ihren Einfluß auf unseren Verausüben werden, so werden billige Preise tet. In dem Falle wird weniger hier verund desto mehr von den Züchtern selbst London versandt. Bis jetzt sind nur wenige ufer von Europa hier eingetroffen, obgleich le derselben ihre bevollmächtigten Agenten hier ben. London ist immer noch der Platz, wo nah alle die hiesige Wolle hin gesandt wird. ist jedoch zu hoffen, daß mit der jetzt regeläßig fahrenden directen Dampferlinie(die Slomansche) jedes Jahr mehr Wolle direct nach Hamburg gehen wird. Es muß auf jeden Fall für die deutschen Käufer vorteilhafter sein, die die Wolle direct von Australien zu beziehen, instatt in London mit den vielen Extra=Kosten zu kaufen. Der größte Teil der Wolle wird jetzt mit Dampfern versandt, welche jetzt hier regelmäßig wöchentlich, auf ihrer Reise von den anderen Colonien Australiens nach London, vorfragen und gitt Wolle auffüllen.— Außerdem gehen jedoch zuch eine Anzahl Segelschiffe und es fehlt nicht an Schiffsgelegenheit.— Frachten sind ziemlich billig nach Europa, auf Dampfern drei viertel Pence für das Pfund Bruttogewicht und auf egelschiffen einen halben Pence— dies ist r die gewöhnliche(greasy) Wolle— für die ereinigte(scoured) ist die Fracht einen achtel ence mehr. nissen, lassen sich nicht verkennen, aber die völlige Undurchführbarkeit wird man angesichts der anderwärts gemachten Erfahrungen schwerlich behaupten wollen, und der Gewinn dürfte doch kein so ganz unsicherer sein, wie die Motive behaupten. Man wird im Ganzen auf eine sehr viel vollständigere Heranziehung der Censiten zu ihren gesetzlichen Verpflichtungen gegen den Staat rechnen dürfen, und auch das wird schon ein Gewinn sein, daß im öffentlichen Bewußtsein die Erkenntniß dieser Pflicht und das Gefühl für die Strafwürdigkeit und Ehrlosigkeit ihrer betrüglichen Nichterfüllung geschärft wird. Nach den Aeußerungen der Presse der verschiedensten Parteirichtungen zu schließen, besteht auf allen Seiten der Wunsch, die Frage in Erwägung zu nehmen. * Perlin, 2. Januar. Der Kronprinz hatte gestern Nachmittag den Botschaftern und deren Gemahlinnen, sowie dem Generalfeldmarschall Grafen Moltke Gratulationsbesuche abgestatttet. des gestrigen * Berlin, 2. Jan. Anläßlich fünfzigsten Jahrestags der Gründung des deutschen Zollvereins fand beim Finanzminister v. Scholz ein Festdiner statt, an welchem alle Minister, die preußischen und nichtpreußischen Mitglieder des Bundesrats und andere hohe Reichs= und Staatsbeamte teilnahmen. Der Finanzminister hob in seiner Rede hervor, wie die materiellen Bedürfnisse des Volkes auf die Versöhnuung des deutschen Sondergeistes mit * Ferlin, 31. Dec. Nach dem Moniteur de Some hat Jacobini über den Besuch des deutschen Kronprinzen eine Note an die Nuntien abgehen lassen. Es soll in derselben hervorgehoben werden, der Kronprinz habe seines erlauchten Vaters und seinen eigenen ernstlichen Wunsch ausgesprochen, allen berechtigten Interessen der Katholiken in zen, und soweit dies in die Befugnis der macht falle, im Reiche Schutz zu gewähren, en er die Hoffnung ausgesprochen hätte, ie preußische Regierung mit dem Oberhaupte tholischen Kirche über diese Interessen ebenso ier Verständigung gelange, wie diese in Staaten erzielt worden sei. Danach da man diese Darstellung wird für genau a können— in der Unterredung die kirchenische Frage wohl berührt worden, aber nur Cgemeinen Ausdrücken. Wenn man unter Veriigung nicht ein Concordat verstehen will— wohl ausgeschlossen ist— so kann es leicht ner solchen kommen. Die Curie braucht sich zu entschließen, in Preußen das zu gestatten, ie in anderen Staaten erlaubt. Wenn die rung anderswo Geistliche, ja, Bischöfe, ohne ces ernennen darf ohne Schaden für die se, so kann es in Preußen unmöglich gegen Lehren der Kirche verstoßen, die Ernennung Geistlichen wenigstens der Regierung anzuu Das ist eine Forderung des gesunden nschenverstandes, gegen welche alle spitzsigen Unterscheidungen der clericalen Presse nicht kommen. dem dentschen Einheitsgeiste hingedrängt hätten, wie die Gründung des Zollvereins die erste glückliche, practische Versöhnung beider Richtungen gewesen sei, wie der Zollverein im neu entstandenen Reiche eine Stelle voll befriedigender Gestalt gefunden habe. Der Minister schloß mit einem dreifachen, begeistert aufgenommenen Hoch auf den Kaiser und die deutschen Bundesfürsten. Ermland und Provinzielle Nachrichten. * Selsenkirchen, 3. Januar. Der Justizminister erklärt in einer allgemeinen Verfügung vom 22. December, daß den Gerichtsvollziehern fortan nicht mehr gestattet ist, bei freiwilligen Mobilarversteigerungen dem Auftraggeber die Gewähr für den richtigen Eingang der etwa zu creditirenden Kaufgel der zu übernehmen, und daß die bezügliche Bestimmung der Geschäftsanweisung für die Gerichtsvollzieher von 1879 aufgehoben ist. Ferner hat der Justizminister angeordnet, daß die durch Verfügung von 1881 vorgeschriebenen Zusammenstellungen von Zwangsversteigerungen auch für das Geschäftsjahr 1884 anzufertigen sind. Sollten bereits im laufenden Jahre Zwangsversteigerungen, welche nach dem Gesetz vom 13. Juli 1883 behandelt sind, bis zur Verteilung des Kaufgeldes gediehen sein, so sind diese auch schon für das laufende Jahr zusammenzustellen. Auch ist eine Angabe der Zahl derjenigen Fälle von Zwangsversteigerungen beizufügen, in welchen das Verfahren aus dem Grunde, weil das festgestellte geringste Gebot nicht erreicht wurde, im Laufe des Jahres aufgehoben worden ist. * Es waltet im Publikum noch häufig eine Ungewißheit darüber, wer verpflichtet ist, Vormundschaften zu übernehmen, und wer befugt ist, eine Uebernahme abzulehnen. Der§ 23 der Vormundschafts=Ordnung giebt darüber Aufschluß, indem er sagt: Die Uebernahme können ablehnen: weibliche Personen, welche das 60. Lebensjahr überschritten haben; wer bereits mehr als eine Vormundschaft oder Pflegschaft führt; wer an einer die ordnungsmäßige Führung der Vormundschaft hiudernden Krankheit Am— einem Ban. * In den Diöesen Culm Hildesheim ist nach dem„Staats=Anzeiger“ durch Beschluß des Staatsministeriums die Wiederaufnahme der eingestellten Staatsleistungen an die katholischen Bistümer und Geistlichen vom 1. Oct. ab angeordnet worden.— Es verbleiben somit nur noch die Erzdiöcesen Köln und Posen, sowie das Bistum Münster unter dem Sperrgesetz. * Es wird jetzt von mehreren Seiten bestätigt, daß die Reise des Ministers v. Puttkamer nach Friedrichsruh mit dem Schuldotations gesetz zusammenhänge, welches jetzt im Entwurf durch Beratungen von Commissaren der Minister des Innern, der Finanzen und des Cultus fertiggestellt worden ist und in kürzester Zeit das Staatsministerium beschäftigen soll. * Im Justizministerium ist man Anlaß der bezüglichen Erörterungen im Ageordnetenhause, wie die„Voss. Ztg.“ mitteilt, der Frage näher getreten, ob nicht die Forderung der Eidesleistung zu beschränken sei. NLO. Berlin, 2. Januar. Beim Wiederbeginn r parlamentarischen Arbeiten am 8. Januar bessichtigt die nationalliberale Fraction s Abgeordnetenhauses sofort in die Besprechung r Steuergesetze und der Jagdordnung einzutreten. die Mitglieder der nationalliberalen Fracti on werden jebeten, mit Rücksicht hierauf sich besonders pünktlich zum 8. d. M. in Berlin einzufinden. * Wie die„N. P..“ hört, hat das Königliche Kriegsministerium jetzt angeordnet, daß für den Landsturm des., II., V. und VI. Armeecorvs Bekleidungsgegenstände angefertigt werden sollen. Diese werden für den Sommer in Drillich= anzügen und für den Winter und bei ungünstiger Witterung in sogenannten mecklenburgischen Blouseu von leichterem Tuche bestehen; als Kopfbedeckung sind Mützen mit Schirm und zur Bewaffnung Zündnadelgewehre und Säbel in Aussicht genommen. * Der„K..“ schreibt man: Die Anordnung des Kriegsministers hinsichtlich der Beschaffung von Bekleidung und Bewaffnung für den Landsturm der Armeecorps der Provinzen Preußen, Pommern, Posen und Schlesien ist lediglich als eine Fortsetzung der Anordnung über die Ausrüstung des Landsturms der gesamten Armee anzusehen, welche vor etlichen Jahren ergangen ist und deren allmähliche Ausführung von Anfang an in Aussicht genommen war. „Posener Ztg.“ NLC. Die Steuervorlagen der Regierung schlagen die Declarationspflicht nur für das Einkommen aus Capitalbesitz vor und führen damit einen grundsätzlichen Unterschied der Behandlung ein, der durch die von der Regierung gegebene Begründung kaum genügend gerechtfertigt sein dürfte. Wenigstens geht die Begründung über die Nichteinführung der Declarationspflicht für nicht aus Capitalrenten gezogenes Einkommen nur mit allgemeinen und keineswegs beweiskräftigen Wendungen zinweg. Eine solche Einrichtung würde, heißt es arüber blos, zweifellos als höchst lästig empfunden erden und große Unzufriedenheit erregen, während en unstreitig großen Schwierigkeiten der Durchührung nur ein unsicherer Gewinn gegenübertehen würde. Soweit in andern Staaten und Städten günstige Erfahrungen mit der obligatorischen Selbstdeclaration des gesamten Einkommens gemacht worden seien, könne man in denselben ioch keine ausreichende Bürgschaft finden für die Gleichmäßigkeit der Steuerveranlagung in einem Staate von dem Umfange Preußens. Hiermit ist die Frage doch kaum außerhalb aller Discussion gerückt und es wird eine wesentliche Aufgabe der Landesvertretung sein, zu erwägen, ob darin der Regierung zu folgen, oder nicht vielmehr Fürsorge u treffen sei, daß durch Ausdehnung der Declarationspflicht auf das ganze Gebiet der Einkommensteuer dem unleidlichen Zustande einer notorisch im allgemeinen zu niedrigen Einschätzung für die Zukunft ein Ende gemacht werde. Die mannigfachen Schwierigeiten der Durchführung, namentlich in den unteren ###ekassen mit ihren stets wechselnden Verhält* Ein Bägerane: 4nd Lehrling nach Hagen, um be. einen Wechsel in Höhe von ca. 61 Mark zu zahlen. Der Lehrling erkundigte sich bei ihm gerade begegnenden Manne, wo das betrei Bankhaus sei. Der Mann suchte nun von Lehrling zunächst zu erforschen, was ihn nach deBankhanse führe, und als er erfuhr, daß Wechsel bezahlt werden sollte, erbot er sich, in er sich als einen Angestellten des quest. Ba hauses ausgab, die Einzahlung des Wechsels besorgen. Der Lehrling händigte dem Schwindler, denn ein solcher war es, das Geld ahnungslos ein und dieser verschwand auf„vielleicht Nimmerwiedersehen. * Eine furchtbare Detonation verkündete den Bewohnern unserer Stadt, schreibt man der „Elb. Ztg.“ aus Tiegen, 31. Dec., am Samstag Abend, daß auf einem der sich nach West und Ost reihenden Werke ein Unglück passirt sei. Gestern Morgen nun ereilte uns die Kunde, daß auf der ca. 3 km entfernten Niederschelder Hütte — Firma Kreutz& Comp.— eine Gasentzündung in dem erst einigen Wochen angeblasenen Hochofen stattgefunden habe. Zweidrittel des glühenden Inhaltes— eine gewaltige Steinmasse— flog wie aus einem Krater in die Luft, fiel prasselnd herab und durchlöcherte u. a. das Dach des Gießhauses wie ein Sieb. Blechrohre von 2 Fuß Durchmesser und 20 Fuß Höhe waren wie ein Haselgerte abgebrochen und kreuz und quer schleudert. Ueber die Ursache der Explosion das Urteil noch nicht reif. Sicher ist, daß in einer fünfstündigen Reparatur am durch Einsetzung eines neuen Rohres auf leidet; wer nicht im Bezirk des Vormundschafts= durch Einsetzung gerichts seinen Wohnsitz hat; wer nach Maßgabe ein Stillstand eingetreten war und daß durt des§ 58 der Vormundschaftsordnung zur Stellung durch den Halt verursachte Sackung der# einer Sicherheit angehalten wird und wer 5 und die Explosion möglicherweise hervorgerufen### mehr minderjährige ehelche Kinder hat. Die ist. Leider sind zwei Menschen verunglückt Führung der Gegenvormundschaft fällt nicht unter eine, am Vorabend seiner Hochzeit stehend, obige Bestimmungen. Das Ablehnungsrecht geht sofort tot; der andere, an den Händen verloren, wenn es nicht vor der Verpflichtung bei dem betr. Vormundschaftsgerichte geltend gemacht ist. * In den meisten Familien wird in letzterer Zeit die Bemerkung gemacht worden sein, schreibt man der„Dtm. Ztg“, daß das amerikanische Petroleum bei weitem nicht mehr die Leuchtkraft entwickelt, wie dies früher der Fall war. Das Uebel läßt sich trotz allen Reinigens der Lampen, des Dochtes 2c. nicht bannen. Dieses schlechte Leuchten soll angeblich besonders bei den Oelen gemacht werden, welche im Sinne der kaiserlichen Verordnung über den Entflammungspunkt testirt worden sind. Wenn auch der ursächliche Zusammenhang dieser Erscheinung mit der gesetzlichen Forderung geringerer Entflammbar= keit des Petroleums keineswegs heute schon als erwiesen zu betrachten ist, so liegt doch eine solche Vermutung nahe genug. Die mannheimer Petroleumbörse hat dieser wichtigen Frage ihre volle Aufmerksamkeit zugewendet. * Im Kreise Bochum sind nunmehr alle bisher in demselben wohnenden alten Krieger] Interesse an dem endlichen Bau des Rhein=Eiz# aus den Freiheitskriegen gestorben. Es hat daher, schreibt man der„Rh.=W. Ztg.“, das KreisCommissariat des Nationaldanks für Veteranen Veranlassung genommen, bedürftigen Hinterbliebenen ehemaliger Veteranen eine einmalige Unterstützung zuzuwenden. Zu Weihnachten sind durch Vermittelung der betreffenden Ortsbehörde 100 Mk. 4 Personen verteilt. Gesicht total verbrannt, hatte noch die gegenwart und Kraft, sich durch Klettern anbeinen Blechwand dem Treppengerüst zu nähern, von er Hülfe bekam.— Für Sachverständige dürf es interessant sein, zu erfahren, daß der gan Gichtverschluß zerstört auf die Seite geworf# wurde und ein sofortiges Niederblasen des Ofe dringend geboten war. Der Westdeutsche Fluß= und Cana verein wird am 5. Januar in Münster i. 2 seine konstituirende Versammlung abhalten un damit als Zweigverein des Centralvereins zi Hebung der deutschen Fluß= und Canalschiffah seine Thätigkeit beginnen. Dem Westdeutsche. Fluß= und Canalverein sind bereits über 60 Mitglieder beigetreten, darunter etwa 400 Breinen allein. Die Bürgerschaft von Münster bis jetzt nur schwach vertreten und ist eine rei Beteiliguug von Bürgern aller Berufsklassen rei sehr zu wünschen, um so zu zeigen, wie groß un an * Posen, 2. Januar. Der wird aus Warschau mitgeteilt, daß die den von Kramsta'schen Erben gehörigen Güter, sowie Eisenund Kohlen gruben im Gouvernement Petrikau, Kreis Dendzin, an ein Berliner Bank=Consortium für acht Mill. Rubel verkauft worden sind. * München, 2. Jan. Die„Allgemeine Zeitung" veröffentlicht folgendes Handschreiben des Königs an den Ministerpräsidenten v. Lutz: „Mein lieber Minister v. Lus! Gern ergreife ich den durch den Jahreswechsel gebotenen Anlaß, Ihnen einen neuen Beweis der Anerkennung Ihrer ausgezeichneten Dienste sowie meines fortdauernden vollen Vertrauens dadurch zu geben, daß ich Sie in den erblichen Freiherrnstand des Königsreichs erhebe. Ich freue mich, Ihneu, mein lieber Minister, durch die gegenwärtigen Zeilen hiervon Mitteilung zu machen unter der erneuten Versicherung meiner besondern Wertschätzung.“ Ron, 2. Januar. Bei dem gestrigen Empfange sagte der König zu dem Deputirten Spaventa, das neue Jahr beginne unter glücklichen Auspizien, Italien werde nunmehr als gewichtige Bürgschaft des europäischen Friedens angesehen. * Rom, 1. Januar. Der König empfing heute den deutschen Botschafter von Keudell, welcher ein eigenhändiges Schreiben des Kaisers Wilhelm überreichte, in besonderer Audienz. * Anzeigen, welche vormittags nach ½9 Uhr bei uns eingehen, können erst in der nächstsoigenden Rummer dieser Zeitung Aufnahme sabgr. X Schalke, 3. Januar. Der Männergesangverein„Concordia" feierte ebenfalls den SylvesterAbend durch gemütliches Zusammensein seiner Mitglieder im Vereinslokal bei Herrn Wilms. ) An dem Abendessen im Locale des Herrn Stallberg am Sylvester=Abend haben ca. 80 Personen teilgenommen. * Aus Herue, 28. Dec. wird der„Dtm..“ gemeldet: Die bisher hier tätigen Ingenienre der Firma Brandt und Brandau in Leipzig haben ihre Wirksamkeit auf Zeche„Shamrock“ eingestellt, nachdem sie hier mit der Herrn Brandt patentirten Bohrmaschine bedeutende Aufschlüsse gemacht haben. Ihr jetziges Arbeitsfeld ist in der Provinz Sachsen, resp. in Italien, wo dieselbe Firma mit derselben Maschine an Tunnelbauten beteiligt ist. Die hier zur Anwendung gekommenen Maschinen sind von der Zeche„Shamrock“ käuflich erworben worden. * Die dem Königlichen Eisenbahnbetriebsamt zu Essen unterstellte 1,5 km lange Bahnstrecke Wiemelhausen— Weitmar, Fortsetzung der am 1. v. Mts. eröffneten Bahnstrecke Bochum(Rh.)— Wiemelhausen, wird für den Güterverkehr in Wagenladungen eröffnet. * In Vserlohn explodirte im neuen Gesellschaftshause der Kessel der Dampfheizung. Das Kesselhaus ist in die Luft geflogen. Die nahe gelegenen Gebäude sind beschädigt. Eine Frau ist tot, ein Knabe schwer verletzt. * In der Nacht zum 30. December wurden auf dem Uebergange der Bahn bei der Güterstation Einhaus bei Hagen einem Wanderer beide Beine abgefahren. Derselbe wollte dem Personenzuge Schwerte=Hagen aus dem Wege gehen und Canals ist und daß im westlichen Deutschland#### Verlangen nach Verbesserung der natürlichen## Anlage von künstlichen Wasserstraßen ein allsemeines ist. Bei großer Mitgliederzahl wird hr Einfluß des Vereins auf die baldige Ausführung des Rhein=Dortmund=Ems=Weser=Clbe=Canals von Bedeutung sein. Der Beitrag ist auf 3 M. jährsich festgesetzt und nehmen die Herren Dr. NatozoEssen und Ingenieur Fritz Geck, Münster i. W. Beitrittserklärungen entgegen. Den Bildungsvereinen Rheinlands und Westfalens ist seitens des Vorortes Essen die neue Rednerliste mitgeteilt worden. Wir finden in derselben aus den Städten Barmen, Wesel, Schwelm, Essen, Remscheid, Crefeld, Düsseldorf, Nippes, Langenberg, Elberfeld und Bochum 19 Redner, welche im Ganzen 73 Themata aus dem Gebiete der Geschichte, der Naturwissenschaft, der Jurisprudenz, der Kunstgeschichte, der Sprachforschung, der Wirtschaftslehre u. s. w. zu behandeln sich brreit erklären. * In der städtischen Tonhalle zu Büsselderf tagte eine Ausschußsitzung des liberalen Schulvereins für Rheinland und Westfalen, in welcher die Herren Prof. Dr. Jürgen Bona Meyer=Bonn, Abg. Seyffard=Crefeld, Walter Simons=Elberfeld, Abg. Dr. Natorp=Essen, Director Köhler=Bielefeld, Ratsherr Bertelsmann=Bielefeld, Dr. BeumerWitten, Director Knops=Siegen, Rector SchraderMinden, Dr. Tombo=Barmen, Georgi=Bonn, Prof. Dr. Karsch=Münster, Dr. Peters=Bochum und Dr. Besserer=Duisburg anwesend waren. wurde zunächst als Ort der nächsten General#### versammlung Duisburg, als Tag der 4. Mai 1884 und als Thema festgesetzt:„Die angebliche sittlicht Verwilderung der Jugend und die behauptete Mitschuld der Schule an derselben". Das Referat über diese Frage wird Herr Prof. Meyer=Bonn übernehmen, während sich zu dem Correferat Herr Director Köhler=Bielefeld bereit erklärt hat. Nach Erledigung verschiedener interner Vereinsangelegenheiten blieben darauf die Mitglieder des Ausistuitg ein,##. junge Mann### ung des Verste Sohn eines cht, Musiker z Unterricht geno ####ohne das #hestät den s Uter=Institut bitte tadt=Anzeiger“ der Schreiden aus dem Cabin worig shieselbe ersucht wir des Bistellers Aufklärung n Neutz ging eine ieben Monate altes Kind den Oßen gebettet hatte, ach Zause zurücktam, fan Wage vollständig verkoh In Fanke aus dem Ofen * Ddie Vorbereitungen ung des Zoologischen Ga peit gediehen, daß in beleuchtung in Wirksamke horigen Woche sind die M worden. * Die Maschine, wel dem nördlichen Domturm Baumaterialien in Betrieb abgeschlagen, aus ihrem ###, niedengelassen worden. G mit dem Abbruch der von langen Stämmen gestützt Nordseite des Turmes nun die beiden Turmstock zweite, in welchem sich die fand, wird zu einem S ## der die Modelle und Zeic ### Dombau zur Verwendung * Der älteste der wen den Veteranen der Befreiur Herr Cl. Aug. Muß, ist Krankheit gestorben. Di stehende Herr war noch u nien gewesen und hatte durch eine Kugel erlitten, seinem Körper entfernt u nahm er es bis vor kurze rüstigen jungen Mann a Fußgänger auf. Sein T Folge von Altersschwäche. * In Heinzenbach soll Jag in Reh erlegt un haben. Während man h beri, was mit dem Tier es##er Leben, sprang her,###brach Spiegel und sich s# wild, daß Alles ir Anzeig Gestern Morgen 1 U verschied sanft und go# ergeben nach längerem L den, vorher gestärkt u #Heilsmitteln der rön ###. Kirche, mein lieb unser guter Vate Brc'er und Schwager, d frülne Brücken=Contr Zeche Rhein=Elt er t Aose,h Eickelmann im Alter von 44 Jahre Freunden und Bekan tez widmen diese Traunachricht mit der Bitte u stille Teilnahme. Ueckendorf, 2. Jan. 188 Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung na Wattenscheid findet Freitag Morgen ½8 U vom Sterbehause, Si straße 13,— statt. ede debei vone lhar daneben her, schusses noch zu längerem Gedankenaustausch über. wurde vuoee von einem unmittekone—— Dr:(Lhuses noch laufenden Güterzuge erfaßt. die gegenwartige schulpolitische Lage zusammen. * Ein Handwerksmeister in Hagen teilte vor“ Das alte Büsseldorfer Theater wird jetzt bald einigen Abenden bei Gelegenheit eines Gespräches vom Erdboden verschwunden sein, mit dem Abbruch über Sparsamkeit im Bekanntenkreise mit, daß er desselben hat man bereits begonnen, wodurch den jedem seiner Kinder von dem Geburtstage an Katzen ein bedeutendes Jagdterrain und den jeden Tag 10 Pf. in eine Spardose lege und den Fledermäusen die Wohnung entzogen wird. gesammelten Betrag halbjährlich zur Sparkasse!* In Büsseldorf hatte sich ein Heizer der Vertrage. Als Sparresultat mit Zinseszinsen gerechnet, gisch=Märkischen Bahn eine unbedentende Verwunhabe sich nun bei der Verheiratung einer ca. 22= dung an einer Hand zugezogen, welche ihm indes Der Uche e Abla.Domb.=Lotterie Geldgew. 75000 M. 2c. b Ari- fra Orieinal=Losev # Zusendung amtl. Liste à 1 ard.50. Der Hal A. J. Pottgießer, Köln. Febr.)4 3 M. Lif Bergmann’s Original allein echte 2a st das vor. 40 Ahren von Dr. mann erfund ine allein von E, Frankfurt fabrisirte vorzügliche Zah gungmittel, welches einen pfiechen Ruf erworben. Zu jährigen Tochter das nette Sümmchen von 1448 Mark 20 Pf. ergeben. Wahrlich ein schöner Beweis, daß selbst die kleinste, täglich sich wiederholende Spareinlage reichliche Früchte trägt. Möge dieses Beispiel viele Nachahmer finden. die Versehung seines Dienstes gestattete. Da die kleine Wunde offen war, so war die größte Vorsicht geboten. Bei irgend einer Verrichtung an der Maschine kam dem Verletzten eine Kleinigkeit verunreinigtes Maschinenöl in die Wunde, es trat gtüls 90 Pf. bei A. Spring werden elegant und angefertigt. Geschwister K Krer zstraße 1. %erdere. de Ehefrau ###. die Beleidigung, ### die Witwe Göder den hat, gegen Frai binnen 3 Tagen sen, da ich sie sonst ingen werde. Frau Maschor zftuig ein#—lb weniger Tage junge Mann.# hestern fand bereits cung des Verstorbenen statt. Sohn eines Wirts von Rittershausen scht, Musiker zu werden und bereits in der P# Unterricht genommen. Derselbe schrieb vor###ohne das Vorwissen seiner Eltern an###stät den Kaiser, um Aufnahme in ein mater=Institut bittend. Es ist nun, laut dem Ftadt=Anzeiger“ der Behörde in Barmen ein Schreiten aus dem Cabinet des Kaisers zugegangen, worigtdieselbe ersucht wird, über die Verhältnisse des Bistellers Aufklärung zu geben. in Deutz ging eine Frau, nachdem sie ihr sieben)Monate altes Kind in einem Wagen neben sen In gebettet hatte, aus dem Hause. Als sie ach Hause zurücktam, fand sie das Kind mit dem sages vollständig verkohlt vor; jedenfalls war In Fanke aus dem Ofen in das Bett gefallen. oie Vorbereitungen zur electrischen Beleuchuung des Zoologischen Gartens in Cöln sind so peit gediehen, daß in den nächsten Tagen diese Peleuchtung in Wirksamkeit treten kann; in der vorigen Woche sind die Maschinen schon aufgestellt worden. * Die Maschine, welche im Jahre 1869 auf dem nördlichen Domturm in Köln zum Aufzug der Baumaterialien in Betrieb gesetzt wurde, ist nun abgeschlagen, aus ihrem Standorte beseitigt und niedergelassen worden. Gegenwärtig ist man noch mit dem Abbruch der von zwei mächtigen, 24 m langen Stämmen gestützten Holzbühne auf der Nordseite des Turmes beschäftigt. Es werden nun die beiden Turmstockwerke zugewölbt und das zweite, in welchem sich die erwähnte Maschine befand, wird zu einem Saale hergerichtet werden, der die Modelle und Zeichnungen, welche bei dem Dombau zur Verwendung kamen, aufnehmen soll. * Der älteste der wenigen in Bonn noch lebenden Veteranen der Befreiungskriege von 1813—15, Herr Cl. Aug. Muß, ist heute morgen nach kurzer Krankheit gestorben. Der im 98. Lebensjahre stehende Herr war noch unter Napoleon in Spanien gewesen und hatte dort eine Verwundung durch eine Kugel erlitten, welch letztere nicht aus seinem Körper entfernt werden konnte. Trotzdem nahm er es bis vor kurzer Zeit noch mit manchem rüstigen jungen Mann als frischer und munterer Fußgänger auf. Sein Tod war ein leichter, eine Folge von Altersschwäche. *. In heinzenbach soll ein Einwohner auf der Jagt in Reh erlegt und für tot heimgetragen haben. Während man hinter dem warmen Ofen beri“, zwas mit dem Tiere zu machen sei, bekam es##er Leben, sprang wie toll im Zimmer umher,###brach Spiegel und Lampe und geberdete sich s0 wild, daß Alles im Zimmer in Furcht und Schrecken geriet, Erst nach furchtbaren Anstrengungen gelang es, das Tier zu knebeln und abzuschlachten. Industrie, Handel und Verkehr. Neuß, 2. Jan. Am heutigen Betreidemarkte blieben Preise sämtl. Fruchtgattungen unverändert. Rüböl und Kuchen unverändert. Weizen# Qu. 100 Kllo sg. 1740 Landroggen /1. neu 15 60 à 100 Kilo 12.„ 1360 Gerste 100 Kilo 15 50 Buchweizen„ 15 50 Rüböl per 100 Kilo in Partien von 100 Ctr. Rüböl per 100 Kilo faßweise Hafer 1. O. à 100 Kilo 15 60. „ 2."„„"—— Raps 1..... 33 „ 2.„„„„ 61 50 Kartoffeln„„„ 400 Heu per 50 Kilo 360 Roggenstroh 600 Kilo 32 00 69 00 71 50 Glasgow, den 2 Januar. 3 Uhr 2 Min. nachm. Roheisen. Warrants 438-4. Berliner Börse. Berlin, den 2. Januar 1884. Fonds und Staats=Papiere: Deutsche Reichs=Anleihe..... 4 101,90 Preußische consolidirte Anleihe.... 4½ 102,60 do. 4 102,10 Staats=Anleihe 1868 4 100,90 „ 1850, 52, 53 62... 4 100,80 Staats=Schuldenscheine 3½ 9900 Oesterreichische Goldrente 4 83,90 „ Silberrente 4⅛ 67.25 „ Papierrente 4 1 66,80 Eisenbahn=Stamm=Actien. Verstaatlichte Eisenbahnen. Bergisch=Märkische 0 127.25 Rheinische, abgestempelte.. 0 166.25 „ L. B.(gar.) 0 101,80 Gotthard vollgezeichnet..... 0 6 85,60 Russische Staatsbahn..... 0 5 124.00 Eisenbahn=Prioritäten=Obligationen. Aachen=Mastricht.. 4 96,00 Brg.=Märk. I. und II. Serie 4½ 103,50 " III. A. B. 3¼ g. 3½ 94,20 „ Lit. C. 3½ 94,30 „ IV. Serie. 4½ 103.25 Berg.=Märk. V. Serie... 4½ 102,90 „ VI. Serie 4½ 103.75 „ VII. Serie conv. 4½ 103,00 VIII. Serie. 4½ 102,90 „ IX. Serie 5 103,20 Bank=Actien. Zinsfuß überall 4 pCt., bei der Reichsbank 4½ vCt. Aachener Disconto=Gesellschaft„ 0 106,00 Allg. Deutsche Handels=Gesellschaft. 0 89 50 Bank für Rheinland und Westfalen. 0—— Bergisch=Märkische Bank 0 119.50 „ Industrie=Gesellschaft.. 0 69 55 Berliner Handels=Gesellschaft.. 0 115.75 Berliner Makler=Verein... 0: 101 00 Cölnische Wechs.= und Bank... 0 9300 Deutsche Bank 0 144,50 „ Hyptheken=Bank.. 60% 0 89 00 „ National=Bank 0 107,00 91.25 120.25 69.00 5½ 119.00 — 22,80 — 53,75 103,00 Disconto=Commandit..... 0 189,.50 Dortmunder Bank=Verein..... 0 96,50 Essener Credit=Anstalt„.. 0 97.50 Nationalbank für Deutschland. 0 98,60 Norddeutsche Bank 0 149.00 Preußische Boden=Credit=Bank 0 100,50 Reichsbank 0 149,00 Schaaffhausener Bank=Verein..—.. 0 90,25 Industrie=Papiere. Nachen=Höngen 0 42.25 Annener Gußstahl=Fabrik Arenberg, Gesellschaft für Bergbau Bochumer Bergwerks=A. Lit. A. 0 87,25 „„ Lit. B. Bochumer Gutzstahlfabrik Borussia, Bergwerk Bonifacius Bergwerk Cölner Berawerks=Verein Cöln=Müsener Bergwerks=Verein Dortmunder Bergwerke Lit. A. „„ Oblig. Dortmunder union 600 Mark „„ 400„ „„ 300„ Dortmunder Union Stamm=Pr. „ Part.=Obligation Gelsenkirchener Bergw.=Actien=Ges. Georg=Marien=Bergwerks=Verein Harkort Bergwerk „ Maschin. Harpener Hütten Hibernia u. Shamrock Hörder Bergw.= u..=Act.=Ges. do. zusammengen. Louise Tiefbau Märkisch=Westfälische Bergw. Magdeburger Bergwerks=Act.=Ges. Mechernicher Oelheim Petroleum. 80% Phönix Berzwerks=.=G. Lit. A. „ Lit. B. Pluto, Bergwerks=Gesellschaft Westfälische Draht=Industrie „ Union Rhein.=Westf. Industrie Geld=Sorten und Banknoten. Dukaten per Stück 9,73 Sovereigns per Stück 20,30 20 Francs=Stück per Stück 16,17 Gold=Dollars per Stück 4,18 Imperials(halbe) per Stück 16,74 Imperials per 500 Gr. 1393,25 Englische Banknoten 1 Lstr. 20,365 Französische Banknoten per 100 Fr. 81,05 Oesterreichische Banknoten 100 Fl. 168,70 „ Silber=Coupons 180,15 Russische Banknoten per 100 Rubel 197,40 „ Zoll=Coupons 20,60 61 Umrechnungs= 1 Dollar= 4,25 M. 100 Francs= 80 M. 1 Gulden Oest. Währ.= 2 M. 7 Gulden Südd. Währ = 12 M. 100 Gulden Holländ. Währ.= 170 M. 1 Mark=Banco= 1,50 M. 100 Rubel=320 M 1 Liv. Sterl.= 20 M Zinsfuß der Relchsbank. Discont 4 vCt. Lombarden 5 pCt. 0 0 0 0 0 0 7 0 0 0 0 5½ 0 0 0 0 11 13 0 0 0 0 0 18.00 24.20 81,60 107,40 118,90 66,00 62.75 31 50 97,50 97.50 30.40 59,90 46,60 59.00 194,50 37,00 85.50 35,50 67.75 107,00 5,25 18.25 Gestern Morgen 1 Uhr verschied sanft und gottergeben nach längerem Leiden, vorher gestärkt mit d Heilsmitteln der röm.= ###. Kirche, mein lieber unser guter Vater, Br##er und Schwager, der frülne Brücken=Controgr#t Zeche Rhein=Eibe, Fost,) Eichelmann im Alter von 44 Jahren. Freunden und Bekanntez widmen diese Trauernachricht mit der Bitte um stille Teilnahme. Ueckendorf, 2. Jan. 1884. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung nach Wattenscheid findet am Freitag Morgen ½8 Uhr vom Sterbehause, Südstraße 13,— statt. Letzte 24 Aung A bla. Vomb.=Lotterie sans. Geldgew. 75000 M. 2c. bar ohne Arzug us Original=Lose versende #o Zusendung amtl. Gew.= Liste à 1 arb.50. Der Haupicoll. A. J. Pottgießer, Köln. Ulmer .) Zieh. 18. Febr.) à 3 M. Liste 20 Pf Bergmann’s Original allein echte Zahnseife st das vor 40 Ahren von Dr. Bergmann erfund ine allein von BergFrankfurt a.., fabrisirte vorzügliche Zahnreinigungmittel, welches einen europäiselen Ruf erworben. Zu haben Pf. bei A. Springorum. tlegant 11e0 aufrfertigt. Geschwister Koch, Krer zstraße 1. fordere de Ehefrau Raster Pf, die Beleidigung, die sie die Witwe Gödert auschen hat, gegen Frau Macy binnen 3 Tagen zurück sen, da ich sie sonst gerichtingen werde. Frau Maschopsky. Ueber das Vermögen des Schuhmachers J. von zu Gelsenkirchen wird, da der Schuldner seine Zahlungen eingestellt und die Eröffnung des Konkursverfahrens beantragt hat, heute am 2. Januar 1884, vormittags 11 Uhr, das Koukursverfahren eröffnet. Der Kaufmann Carl Fasch zu Gelsenkirchen wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 26. Januar 1884 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfassung über die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintretenden Falls über die in§ 120 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände, und desgleichen zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf den 30. Januar 1884, vormittags 11 vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr.., Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von den Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 26. Jannar 1884 Anzeige zu machen. Königl. Amtsgericht zu Gelsenkirchen. Vermischtes. *.*[Ein Monstre=Regenschirm.] sensationelles Project ist jüngst von zwei Dentschen.“) namens Bournehoser und Flückigen dem Gemeinderate von Buenos=Ayres zur Begutachtung unterbreitet worden. Diese Herren erbieten sich nämlich, ganz Buenos=Ayres mit einem Monstre=Regenschirm als Schutz gegen den Regen zu bedecken. Der Ueberzug des Regenschirms, dessen Gestell einen Durchmesser von 670 Fuß und eine Höhe von 1500 Fuß haben soll, würde aus bestem, 1½ Zoll dicken Schmiede=Eisen bestehen. Wenn in die Höhe gehoben, würde der Regenschirm sich über 1½ Meilen ausdehnen, und ringsum soll ein Kanal angelegt werden, der das Regeuwasser in## den Laplata ableitet. Für die Ausführung desg: Projectes verlangen die Unternehmer nicht weniger als 1 115000 Pfd. Sterl. Das klingt alles ein bischen sehr— amerikanisch. Gelsenkirchen.[Neue Erfindung.] Von dem Obertelegrafen=Assistenten Ed. v. Mengden in Köln ist ein Apparat construirt worden, mittelst dessen Reparaturen 2c. an Dampfschornsteinen ohne Gerüst sicher ausgeführt werden können. Der Apparat ist patentirt und in den Besitz des Civilingenieurs W. Eckardt in Dortmund übergegangen. Seit zwei Jahren hat bereits Herr Eckardt in unserem Industriebezirk mit diesem sog. Steigeapparate zahlreiche Kaminarbeiten ausgeführt, als: Anbringen des Blitzableiters, Binden, Geraderichten und Ausfugen. Alle diese Arbeiten geschehen während des Betriebes. Augenblicklich wird das Binden und Ausfugen mehrerer Dampfschornsteine des Walzwerkes Grillo, Funke& Co. in Schalke nach dem neuen Verfahren ausgeführt. Die Vorzüge dieses Steigeapparates sind: 1) Ersteigen von 100 Fuß in einer Minute, 2) vollständige Sicherheit gegen Hinabstürzen, 3) absolute Rettung bei Ohnmacht, Krampf oder sonstigen Krankheitsanfällen, 4) beide Hände bleiben zur Arheit an jeder beliebigen Stelle am Kamine frei, 5) Ersparnis des Gerüstes. .—* Unsere Zeitungsboten sind nur daun berechtigt, Abonnementsgelder zu erheben, wenn dieselben im Besitze der Abonnementsquittung sind. Wir machen hierauf noch besonders aufmerksam.„ 8 □ Die Auswanderung junger Kaufleute. Da man von Berlin aus den jungen Kaufleuten eindringlich abrät, ihr Glück in der Reichshauptstadt zu versuchen, ist es nur natürlich, daß zl die Beschäftigungslosen ihren Blick nach Amerikannnt richten. Fünf junge Kaufleute in Tübingen,### Trewbaren. Doppelt gereinigte stanbfreie Federn, Taunen, Pflanzendaunen, garantirt federdichte Barchende u. Priten empfiehlt zu besonders niedrigen Preisen. R. T. Weldert, Gelsenkirchen, Kreuzstraße 1, neben der ev. Kirche. 53000000000 Rathenow. Brillen. von 11 M. an. Regulateure von 24 M. an. Wanduhren von 3. M. an. # Th. Holtmann, Uhrmacher, H Schalke, Friedrichstr. Luplersritzen vorrtäig bei F. Dienst. Peizwaren Vom Guten des Bestel.)(Nur soid und preiswürdig Grösstes Lager am biesigen Platze in allen modernen Garnituren und PörzArUUK Ille Reparaturen und rungen werden schnellstens und bestens besorge. Hermann vom Berge, Kreuzstr. 5. Bekanntmachung. Auf Grund des§ 23 der ErsotzOrdnung vom 28. September 1875 werden die im hiesigen Amts=Bezirk wohnenden oder sich vorübergehend daselbst aufhaltenden Militärpflichtigen aufgefordert, sich in der Zeit vom 15. Januar bis 1. Februar 1884 zur Aufnahme in die Rekrutirungsstammrolle auf dem hiesigen Amtsbureau zu melden. Militärpflichtig, demnach zur Meldung verpflichtet sind: 1. alle wehrpflichtigen Leute, welche im Laufe des Jahres 1884 20 Jahre alt werden, 2. alle älteren wehrpflichtigen Leute, über welche von der königlichen Oberersatz=Commission noch nicht desinitiv entschieden ist. Die Militärpflichtigen des Jahrgangs 1864, welche nicht in der hiesigen Gemeinde geboren sind, haben bei der Anmeldung den Geburtsschein, die Militärpflichtigen älterer Jahrgänge den Losungsschein vorzulegen. Sind Militärpflichtige während der Anmeldefrist zeitig abwesend, so haben ihre Eltern, Vormünder, Lehr=, Brodund Fabrikherren dieselben anzumelden. Militärpflichtige, welche nach der Anmeldung zur Stammrolle von hier verziehen, haben dies behufs Berichtigung der Stammrolle, bei der Abmeldung hier, und bei der Anmeldung in dem neuen Aufenthaltsorte anzuzeigen. Die Unterlassung der vorgeschriebenen Meldung zur Stammrolle oder zur Berichtigung derselben wird gemäß§ 33 des Reichs=Militärgesetzes vom 2. Mai 1874 mit Geldstrafe bis zu 30 Mark oder mit Haft bis zu 3 Tagen bestraft. Ueckendorf, 31. Deeember 1883. Der Amtmann Cramer. Evang. Arbeiterverein Gelsenkirchen. Sonntag, den 6. Januarer.: Generalversammlung im Vereinslocale. Tagesordnung: 1. 3½ bis 4½ Uhr Zahlung der monatlichen Beiträge und Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Erledigung der Anträge. 3. Umwahl des Vorstandes. 4. Wahl der Kassen=Revisoren. Um rege Teilnahme bittet Der Vorstand. Gesangverein Concordia Bulmke. Sonnabend, den 5. Januar, abends 8 Uhr: Generalversammlung. Tages=Ordnung: 1. Zahlung der rückständ. Beiträge. 2. Rechnungsablage pro 1883. 3. Vorstandswahl. 4. Vereinsangelegenheiten. Um recht pünktliches Erscheinen wird gebeken. Der Vorstand. Auf dem Wege von Wilhelmine # nach Braubauerschaft ein goldenes Medaillon, enthaltend Photografie, verloren. Gegen Belohnung abzugeben. Wo, sagt die Exp. d. Zeit. Auf sofort ein evangelisches Mädchen für Küche und Hausarbeit gesucht. Kaiserstraße 330. Tühnen=Pliarert Mennasartur Hannover, empfiehlt Fahnen und Festabzeichen für alle Arten Vereine. Kirchenschmuck in gediegenster, edelster Ausführung. Bringe meine gut abgelagerten na hielte 00 F Geha, —* • sowie sämtliche Parfümerien, Mundwasser, Haarfärbemittel und die nur allein bekannten, echten Gebr. Sehrigs Zahnhalsbänder, serner meine Auswahl fertiger Flechten in empfehlende Erinnerung; auch werden Flechten sowie andere Haararbeiten schnell und sauber angefertigt.— Die Ausübung der kleinen Chirurgie, Zahnziehen, Schröpfen, Blutegelsetzen 2c. wird von mir bestens besorgt. Carl Dröge, Bardier und Friseur, Gelsenkirchen, Kreuzstraße 14. * beabsichtigen, nächstes Frühjahr nach Amerika uszuwandern, haben sich vertrauensvoll an die verehrliche Stellenvermittelungs=Commission in New=York gewendet, um zu erfahren, ob ihr Vornhaben nicht zu gewagt ist. Sie möchten wissen: 11) ob ein Kaufmann, ohne der englischen Sprache mächtig zu sein, eine Stelle als solcher erhalten ekann; 2) in welchem Staate für die Kaufmannsßi branche die besten Aussichten sind; 3) ob ein juna ger Mann, der erst die Anfangsstufen in der „Kaufmannschaft überstiegen hat, ohne vom Glück gresonders begünstigt zu sein, in Amerika Stellung ernden kann; und 4) welch' anderes Handwerk nan, falls es mit der Kaufmannschaft nicht ginge, .wa ergreifen könnte. Der Brief ist nach Castle Garden an die deutsche Einwanderer=Schutzcommission gewandert und ein Beamter derselben hat der„New=Yorker Staatszeitung" Einblick gewährt, af welche die Fragen, weil sie vou allgemeinem Interesse sind, beantwortet. * oi 8 BeDieses angesehene unabhängige Blatt billigt vollkommen, daß junge Kaufleute, ehe sie die Reise über den Ocean wagen, sich erst genau über die Verhältnisse in den Vereinigten Staaten erkundigen. Sie gehören einer Berufsklasse an, welche durchschnittlich in Amerika sehr wenig reussirt. Der „junge Kaufmann, und namentlich der halb ausgebildete, der nicht einmal englisch kann, ist stets im Ueberflusse„im Markt,“ und er paßt um so weniger nach Amerika, als er durchschnittlich gerade infolge seiner Halbbildung mit einem Dünkel behaftet ist, welcher ihm lehrt, daß Heringe verkaufen viel vornehmer sei als etwa Schuhnageln. Die vernünftigste Idee, meint das amerikanische Blatt, dokumentire sich noch in der vierten Frage, in welcher die jungen Leute wissen wollen, welches Handwerk sie ergreifen könnten, falls es mit dem Kaufmannsspielen nicht ginge. Wenn junge Kaufleute nach Amerika kommen u wollen, heißt es da, so sollten sie dieser Eventuazreiclität sofort als eine Notwendigkeit ansehen, denn ence ur unter ganz ausnahmsweisen Verhältnissen ##erden sie in ihrer Branche dort Beschäftigung finden; aber sie können versichert sein, daß, wenn sie mit dem festen Willen hinkommen, allen „europäischen Firlefanz“ hinter sich zu lassen, zu ergreifen, was sich ihnen bietet, und brav und fleißig einem bestimmten Ziele nachzustreben, ihre Lage sich in Amerika bald günstiger als im alten Vaterlande gestalten wird; wer indessen nicht Mut und Selbstvertrauen genug besitzt, um sich auf die eigenen Füße zu stellen, wer einer humanen Rezerung bedarf, die sich seiner mit fürsorglichen gesetzen annimmt, wer da hofft, getragen zu werei, anstatt sich selbst energisch durchzuarbeiten, i bleibe lieber daheim! eg G ** Was ein Schneefall in Berlin kostet.] Der erste tüchtige Schnee in diesem Winter fiel in der Nacht vom 5. bis 6. Dec. Er hat der Stadt Berlin eine Ausgabe von 33074 Mark 75 Pfg. verursacht. Zum Wegfahren des Schne'es, wozu eine Zeit von 5 Tagen erforderlich war, machten sich 12221 Fuhren notwendig. ** Was das Jagdvergnügen kostet, erzählt das„Kl. Journ.“: Eine Gesellschaft von sechs Jägern fuhr am letzten Sonntag mit der Stettiner Eisenbahn zur Jagd, um in der Nähe von Biesenthal dem edlen Waidwerk nachzugehen. Trotz der überaus ungünstigen Witterung haben die Schützen verhältnismäßig noch Glück gehabt, denn in vier Tagen haben sie sechs Hasen erlegt. Am Donnerstag kehrten die wackeren Nimrods nach Berlin zurück; jeder von ihnen konnte wenigstens Muttern einen Hasen mitbringen. Während der Rückfahrt nach Berlin wurden die gemeinschaftlich zu tragenden Kosten berechnet. Herr., der Pächter der Jagd, hatte die Ausgaben bestritten. Dieselben stellten sich wie folgt: 6 Mann auf vier Tage Verpflegung pro Mann und Tag 3 M. = 72., 16 Flaschen Portwein àp; 3 M.= 48 M. Eisenbahnfahrt hin und zurück und einmalige Benutzung eines Bauerngespanns 19., 150 Stück Cigarren à 10 Pf.= 15., in Summa 154 M. Eine ganz respectable Summe für sechs Hasen. Rechnet man hierzu noch diverse kleine Ausgaben, wie z. B. Jagdmunition, Zehrungskosten auf den Bahnhöfen u. s. w. und berechnet den Verlust im Geschäfte, so kann man sich einen Begriff machen, was unsern Berliner Jägern ein einziger Hase kostet. Diese Hasenjagd war noch keineswegs die teuerste. Im September v. I. hat vier Jägern bei einer Rebhühnerjagd, welche sechs Tage bei Lübben abgehalten wurde, jedes Rebhuhn 37 M. gekostet. Und doch bleibt das Jagen ein schönes Vergnügen. ** 79 Neue Haartracht.] Den neuesten Befehlen der Pariser Mode=Machthaber zufolge haben die hohen Frisuren, welche das Haar gleich einem Knoten auf dem Kopfe auftürmten, ein Ende gefunden. Die neueste Mode läßt die Haare in leichte Wellen legen, daun nach rückwärts kämmen und, lose befestigt, über den Nacken hinabfallen. Diese ebenso graziöse, als kleidsame Frisur hat den Namen à la Régence und ersetzt in vorteilhaftester Weise das Unding, das man zuletzt getragen. *.* In Währing bei Wien wurde der Gemeindearzt vorige Woche zu einer begüterten Familie berufen, nachdem bereits mehrere Aerzte ein an starken Colikanfällen leidendes Kind fruchtlos behandelt hatten. Er fand dort ein ziemlich herabgekommenes, bläulich livid aussehendes, in einem fort schreiendes, Füße und Hände zusammenziehendes Kind von 5 Wochen. Der Arzt forschte nach allen möglichen Ursachen, konnte jedoch keine ermitteln, bis er endlich einen Blick auf das Gesicht der Amme warf und ihm sofort die Krankheitsursache klar wurde. Die Amme hatte nämlich ein wunderbar hübsches, weiß und rot gefärbtes Gesicht. Der Arzt fuhr mit dem Zeigefinger über das Angesicht der Amme, und siehe da, eine ziemliche Portion fettiger Bleischminke blieb auf dem Finger haften. Die Amme hatte sich, wie sie gestand, seit längerer Zeit mit einem stark bleihaltigen Schönheitsmittel geschminkt. Welch colossale Privatvermögen in den Kreisen der elsässischen Groß=Industriellen vorhanden sind, davon giebt ein beim Landgericht in Colmar anhängiger Proceß Kunde, welcher gegen die Familie des vor einigen Jahren verstorbenen Fabrikanten Hartmann angestrengt ist wegen Verheimlichung des wahren Vermögensstandes des Verstorbenen und nachträglicher Zahlung von 790476 Mk. zu wenig erlegter Erbschaftssteuer an die Staatskasse. ** Paris, 24. Dec. An der Spitze des „Figaro" liest man heute einen Artikel gegen die deutschen Spielwaren und natürlich für die französischen Fabrikate. Der Verfasser zählt die einzelnen Producte der deutschen Spielwarenindustrie auf, um besser vor ihnen zu warnen, und macht dabei die nicht uninteressante Enthüllung, daß die drei neuesten Vexirspiele:„'Annamite“,„La Question égyptien“ und„Jules-Tonkinals“, die zwischen den Buden auf der Neujahrsmesse ausgeschrieen werden sollen, in Berlin das Licht der Welt erblickte. Ein nettes Müsterchen chauvinistischer Gesinnung gibt der Mann, der sich zu dem patriotischen Mahnrufer aufgeschwungen, u. a. in folgendem Wink:„Wenn Sie sich für eine Puppe entschließen, so sehen Sie sich die Extremitäten, die Feinheit der Haut, das Evenmaß der Formen genau an und Sie werden leicht die anmutige Französin von der Deutschen unterscheiden.“ Also sogar die leblosen Pariser Puppen sind von der Natur in so ungerechter Weise vor ihren Schwestern bevorzugt worden! *,* Bombay. Die Schlangenpest in Indien kostet, wie man einer kürzlich veröffentlichten officiellen Liste entnimmt, jährlich 20000 Menschen das Leben. Diese enorme Zahl ist um so überraschender, als die Todesfälle von Schlangenbissen trotz der von angestellten Schlangentötern ausgeführten Tötung von 322421 giftigen Reptilien in einem Jahre keine Abnahme zeigen. Die Präsidentschaft Bombay allein weist 262384 getdtete Schlangen auf. Hecken von Aloe. Cactus und Dornsträuchern, sowie unbewohnte oder halbzerstörte Häuser in der Nähe von Dörfer von Reptilien besonders heimgesucht. * Eine für Kegelschieber interessante Wette hat dieser Tage ein Berliner Gastwirt, der in seinen Bekanntenkreisen als tüchtiger Kegelschütze bekannt ist, gewonnen. Um zu beweisen, daß er nicht seinem„Schwein“, sondern seiner Geschicklichkeit seinen Ruf verdanke, hatte er die Wette offerirt, fortgesetzt in 3 Kugeln durchschnittlich 80 Points schieben zu wollen, und gestern wurde diese Wette zum Austrag gebracht. In einer Stunde hatte unser Held nach der Wette 4500 Points zu werfen. Um allen Aufenthalt zu vermeiden, waren drei Kegeljungen in Thätigkeit, und mehr als ein Dutzend Preisrichter controlirten das Spiel, mit welchem der Kegelherons schließlich im Schweiße seines Angesichts seine Wette glänzend gewonnen hat. In 60 Minuten schob der Restaurateur nicht weniger als 5580 Points, das heißt, in jeder Minute durchschnittlich 93 Points. Auf je drei Kugeln kamen fast 90 Points— jedenfalls eine überaus respectable Leistung! a 9% Heute Morgen 11 Uhr starb nach längerem Lei den, an Lungenschwindsucht, unser lieber Gatte und Vater, der Landwirt Wilhelm Schulte-Hüllen, im Alter von 37 Jahren. Dies zeigen tiefbetrübt 87 Hüllen, 31. Der. 1883 Julie und Kind. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 3. Januar, nachmittags 1 Uhr, vom Sterbehause aus statt. Heute Vormittag 10¼ Uhr entschlief sanft nach langem Leiden unsere liebe Mutter, Schwieger= und Großmutter Bölliche Heinr. Pathmann, im Alter von 65 Jahren. Um stille Teilnahme bitten Gelsenkirchen, 2. Jan. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Samstag, nachmittag 2½ Uhr, vom Sterbehause, Alter Markt Nr. 11, statt Mit dem heutigen Tage eröffne ich in meinem neuerbauten Hause an der Friedrichstraße, kkirchen Gelser eine Wagenschmiederei u. Schlosserei. Ich halte mich den geehrten Bewohnern von Gelsenkirchen und Umgegend bestens empfohlen. Gelsenkirchen, den 2. Jan. 1884. Schmiedemeister. Veilchen-Abfall-Seife in vorzüglicber Qualität empf. "# Packet(3 Stück) 40 Pf. K Opriggerum. Söfner Bombau Zotterte. Letzte Ziehung unwiderruflich vom 18. bis TT. Sanuar 1801. ohne jeden Abzug M. 75000, 30000, 15000 2c. Original=Lose& Mark 3,50(auch gegen Coupons oder Briefmarken) empfiehlt und versendet die mit dem Verkauf der Lose beauftragte Hauptcollection von Carl Heintze, Bankgeschaft, Berlin., Unter den Linden 3.(Zweiggeschäfte in Hamburg und in Bremen.) Telegramm=Adresse„Lotteriebank Berlin.““ Soeben wurde vollständig: ADRLAN BALBI“ Aitgemeine Erdbeschreibung. Ein Handbuch des gesgraphischen Wissens für die Bedürfnisse aller Sebildeten. Siebente Auflage. Vollkommen neu bearbeitet von Dr. Josef Chavanne. Mit 400 Illustrationen und 130 Textkarten. In 45 Lieferungen à 40 kr.=75 Pf.= 1 Fr.= 45 Kop. Oder in 9 Abteilungen à 2 fl.= 3 M. 75 Pf= 5 Fr. = 2 N. 25 Kop., auch in drei eleg. Halbfranzbänden geb. à 7 fl. 20 kr.= 13 M. 20 Pf.= 17 Fr 60 Cts. = 7 N. 92 Kop. Die Auskattung ist eine durchaus sorgfältige. Jede Lieferung enthält vier Druchbogen(gleich 64 Seiten) Cert. Die Abnahme kann in Lieferungen oder Händen beliebig nach und nach erfolgen. Adrian Balbi's Erdbeschreibung ist in ihrer siebenten Auflage das erste geographische Handbuch, welches bereits die Ergebnisse der letzten Volkszählungen in den Jahren 1880 bis 1882 im Deutschen Reiche, in Oesterreich=Ungarn, Frankreich, Großbritannien, Dänemark, Schweiz, Westrußland und selbst jene in Britisch=Ostindien enthält. Im topographischen Teile der einzelnen Länder wurde auf practisch bedeutsame Partien besonderes Gewicht gelegt, und die Bedeutung jedes Ortes für Industrie und Handelsverkehr hervorgehoben. Das Werk, dessen Register mit besonderer Ausführlichkeit bearbeitet ist, dient somit gleichzeitig als zuverlässigstes Geographisch=Ntatistisches Terikon. Alle statistischen Daten entsprechen den jüngsten, mit größter Sorgfalt gesammelten Erhebungen aus den Jahren 1879 bis 1882. Als besonders wichtige und umfassende Bereicherung der siebenten Auflage sind fünf doppelseitige, in vielfachem Farbendruck ausgeführte Karten zum Allgemeinen Teile (Isothermenkarte, Regenkarte der Erde, die Vegetationsgebiete der Erde, die Völker= und Religionskarte der Erde, 50 Textkarten und 400 Illustrationen, darunter 120 Vollbilder) zu nennen.— Das Werk ist auf holzfreiem Papier gedruuck!. A. Hartieben's Verlag in Wien. Günstige Lotterie=Offerte Original=Lose der Köln. Dombau. Zieh. 15 Jan. 1884; 3 M Hauptg. 75000 M. der Ulmer Dombau. Zieh. 18. Febr. 1884 3 M. Hauptg. 75000 M. der Kölner St. Martins. Zieh. 5. Jan. 1884 à 1 M. Hauptg. 20000 M. Alle 3 Lose mit amtl. Listen pers. fre. gegen Einsendung von 7,60 M. Für 20 M. sende 2 Kölner, 2 Ulmer u. 8 Martins=Lose mit amtl. Listen fre. Agenten werden gesucht, erhalten Lose in Commission und bekommen hohen Rabatt. General=Debit August Fuhse, Mülheim(Ruhr). Verkaufsstelle bei Wilh. 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[Gut qualificirt.] Polizeivorsteher: „Sie haben sich zum Polizeidiener gemeldet, Krayser; haben Sie denn aber auch einen Begriff von den Pflichten, die Sie übernehmen? Wenn Sie z. B. eine Brieftasche mit einigen Tausend Mark fänden, was würden Sie dann thun?“— Aspirant Krayser:„Gar nichts mehr!“ Die„Illustrirte Welt“.(Stuttgart, Deutsche Verlags=Anstalt, vormals Eduard Hallberger) übt in ihrem neuesten Jahrgang wieder eine gewaltige Anziehungskraft auf ihren großen Leserkreis aus Das verdankt dies Journal neben seinem reichen Bilderschmuck der außerordentlichen Fülle und Mannigfaltigkeit seines vorzüglich für die Familie passenden Unterhaltungs= und Bildungsstoffes. Zu diesem rechnen wir besonders den prächtigen Roman„Glückauf“ von B. Renz, der jetzt zum Schluß gelangt, den spannenden Kaufmanns=Criminalroman„Gold und Liebe“ von E. A. König, und die ebenso amüsanten wie fesselnden kleinen Erzählungen, Abenteuer, Humoresken und dann die uns aus früheren Jahrgängen wohlbekannten Rubriken, welche Mitteilungen aus der Industrie, sorgfältig ausgewählte Recepte für Haus, Küche, Keller, Garten, ferner Lotterieziehungen, Anecdoten, Spiele und zum Denken anregende Unterhaltung für die Jugend und noch vieles andere Interessante bringen. Soeben hat auch ein neuer Roman von Rosenthal=Bonin, „Schwarze Schatten", begonnen, der nach den ersten Kapiteln zu den besten des allgemein beliebten Autors zu zählen scheint. So finden wir denn, daß für den fabelhaft billigen Preis von nur 30 Pf. pro Heft wirklich Erstaunliches geleistet wird, selbst der Umschlag der Hefte bietet noch eine höchst stoffreiche Chronik der Jahresbegebenheiten— und duß bei diesem Journal seine große Verbreitung durch alle Kreise des Publicums nichts als eine gerechte Anerkennung des Wertes der„Illustrirten Welt“ ist.— Bestellungen nimmt entgegen die Buchhandlung von Scipio, Gelsenkirchen. 6 1 Die Fnicher de hohen Feiertage. Inserttandy Verantmariitt Algemeines Orgat auf die„En nebst illust werden von den P# boten und in der fortwährend entgege SS Am 1 Mit dem Anbr sind gerade fünfzig deutschen Zollverein innern Zollschranker freien Personen= ur Mehizahl der deutf in den ersten beide wirtschaftliches Band geschlungen, daß sich Position erwies, au sterreichische Politik Dteußen mußte sich Demütigung in Olr Zollvereinsverträge: inneren Politik aufr schaftlichen Entwicklu die materielle Existen völkerung zu sichern. Jahre 1851 mit Ha ihres Beitritts zum Anträgen Oesterreich verein und ging du weiterung des deutsch wenigstens in wirtsch der deutschen Krisis trat infolge des Ab zösischen Handelsvert crisis des Zollverein Zollverbündeten vor Handelsvertrag mit aus dem Zollverein keit der preußischen auf die Unlösbarkeit entschied einen neuen lichen Fortschritt, der maßten schließlich kur verträge doch ihre Z nach der Erneuerung Jahre 1864 schien e der Main zu einer deutschen Bunde un Die Erzählung von * Elly benutzte die zu werfen. Sie bef losen Raume mit o wänden. Die unrege Nägel und Pflöcke# mehrere eingerahmte schmale Bretter. Al Lampen, Leuchter, K und hundert andere kaum einen anderen hätte beimessen möge Bettstelle, Tisch, eir entsprachen in ihrer wänden. Von besse nur ein Spinde, w Wertsachen diente. „Hier ein Bett f den Raum zu sehr Lady, indem sie au magst daher auf dem ist gut verdichtet, daf finden. Eine beque der meinigen. Deck Hand auf einer Lei Dich hier unten na Sie schritt auf d sand eine Leiter, wi ine Oeffnung von Begieb Dich hin