gadutuuzgbg## gali..„s h hn IER der deutschspfschigen Presse e9l. „„ e Vergegeer AUTTrtstor Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage. Seangspreiz: Biertelsählich 2., monalich 70 Pfe Wöchentliche Illustrirtes Sonntagsblatt. Gratis=Vellagn: Der Grzädler. Nericher= Zeellerall einssdungssebälu##. B. Bebatzeülch. kamkum für den Stadt= u. Taniokreis Gelseikkirchseit. e Druck und Verlag von Ferd. Dienst, Gelsenkirchen. Früher:„Der Reichsfreund“. Bineere et constanter. Publkations=Organ der sämtlichen Behörden des Kreisag. Kreis=.lokalpolizeiliche Verordnungen für den Land= u. Stadtkreis Gelsenkirchen durch die„Emscher Zeitung“ verössentlicht, erlangen aufgrund gesetzlicher Besimmungen laut Bekanntmachungen Kgl. Regierung zu Arnsberg vom 19. Juli 1885 und 30. April 1896 rechtsverbindliche Kraft für die Eirgesessenen des Land= und Stadtreises. Ersterer umfaßt dir Stadt Wattenscheid, sowie die Aemter Bismarck, Gickel, Schalte, Ueckendorf, Wanne und Wattenscheld; lepterer die Stadt Gelsenkirchen. Offizielles Organ für Militär=, Gerichts=, Eisenbahn=, Post=, Handelskammer= und Knappschaftswesen. Nr. 92. Sek. Tiens sen Salsalrcer. Gelsenkirchen, Montag, 21. April 1902. FernstrecL Anschlaf Nr. F. 28. Jahrg. Hierzu eine Beilage. Lotterie= Listen. Das Setmn. Wr haben uns im Deutschen Reiche im Laufe der Zeit bereits derart an die dominirende Stellung des Zentrums gewöhnt, daß uns die Anomalie, welche darin zum Ausdruck kommt, nicht mehr oder doch nur bei seltenen Anlässen auffällt. Und doch gehört sie z: den merkwürdigsten Erscheinungen, die se im polutschen Leben eines großen Volkes vorgekommen sind. Deutschland zählt über 56 Millionen Einwohner, und die weitaus überwiegende Mehrzahl derselben gehört nicht der tömisch=katholischen Kirche an, ebenso wenig das Staatsoberhaupt der Kaiser. Man kann auch nicht sagen, daß der Kathollzismus in der Verwaltung des Reiches, Preußens oder der Mehrzahl der Bundesstaaten bemerkbar hervoriräte. Trotzdem aber ist das Zentrum, als Vertretung der römischkatholischen Kirche und ihrer Unsprüche, die ausschlaggebende und„egierende“ Partei in unserer Volksvertretung. Obgleich in einer politischen Körperschaft streng genommen gar kein Raum für spezifisch konfesionelle oder kuchliche Parteien ist, und obwohl kein Mensch es für möglich halten würde, daß sich bei uns etwa eine dem Zentrum analoge protestantische Fraktion in auch nur annähernd demselben Umfange und mit derselben Machtfülle bilden könnte, läßt man sich die ganze beispiellose Positso: des Zentrums dennoch ruhig gefallen. Die anderen Parteien und ihre Führer rechnen mit dem Zentrum und seinem Einfluß wie mit einer unabänderlichen Größe; es wird umworben wie keine andere Partei. Die Minister hegen Scheu, ihm irgendwie zu nahe zu treten; der Tod des Zentrumsführers Dr. Lieber ist in der Regierungspresse behandelt worden, als ob der Heimgegangene ein„Vater des Vaterlandes“ gewesen sei und nicht ein demokratischer Römling, dem das Deutsche Reich und seine Wohlfahrt und Sicherheit minder wichtig waren als der Bestand der päpstlichen Leibgarde im Reichstage, und der für Lebensfragen des Reiches nur eintrat, wenn er damit kein römisches Interesse verletzte, oder wenn dabei wenigstens irgend ein Vorteil für das Zentrum herauskam, sei es auch nur eine Verstärkung seiner Position im Reichstage oder der Regierung gegenüber, wie wir es beim Bürgerlichen Gesetzbuche, bei der ersten Flottenvorlage usw., gesehen haben. Ja, man hat diesem Manne hohe Staatzämter angetragen, obwohl man wußte, daß das Zentrum, so wie es ist und bleiben muß, wenn es nicht in sich selbst zusammenfallen soll, ein unversöhnlicher Gegner des Deutschen Reiches schon wegen dessen preußisch=protestantischer Spitze ist. Der Zustand, der sich hierin ausdrückt, ist so widersinnig, daß es zu den auffäligsten Elscheinungen unserer doch an solchen nicht armen Zeit gehört, die Bekämpfung des Zentrums von allen staatlichen Autortiähten und nationalen Parteien total ausgegeben zu sehen. Die Sache ist nur so zu erkären, daß man die schlefe Situation, die infolge der Herrschaft des Zentrums besteht, nach der langen Gewöhnung nicht mehr als solche empfindet. Gerade darin aber liegt die Gefahr, und es dünkt uns hohe Zeit, daß eiwas geschieht, was uns aus dieser Indolenz aufrüttelt, set es ein Ereignis, das blitzartig die Nebel zerreißt, die jetzt die wahre Beschoffenheit der Zentrumsposition im Deutschen Reiche verhüllen, sei es, daß in der Regierung oder im Parlament ein politischer Luther auftritt, welcher der Zentrumsherrlichkeit ein Ende macht. Wir verkennen die Schwierigkeiten, die dem entgegenstehen, in keiner Weise, halten sie aber nicht für unbefieglich, freilich nur unter der Voraussetzung, daß die Regierung dazu die Hand bietet. Aber daran, schreibt man den„Hamb. Nachr.“ aus Berlin, gerade wird es leider fehlen. Die Moxime der heutigen Regierung ist:„Nur keinen Kampf, nur keine inneren Konflikte; nur immer umwerben, umschmeicheln und versöhnen, damit keine Krisis einirit, der wir doch nicht gewachsen sind.“ Es herrscht auf dem Gebiet der inneren Politik in dieser Beziehung dasselbe System, wie nach außen hin, wo es heißt:„Nur keine ernsthaften Dfferenzen, nur keine Abrechnungen, selbst wenn sie noch so notwendig sein sollten; lieber künstliche Vertuschung aller Risse oder Gegensätze durch Liebenswürdigkeit, äußerliche Schmeicheleien und Veranstaltungen, welche die Eitelkeit fremder Nationen befriedigen und sie von Feindseligkeiten gegen uns abhalten!“ Auf! beiden Gebieten, dem inneren, wie dem äußeren, kann solche Methode eine Reihe von Jahren mit Erfolg fortgesetzt werden, namentlich wenn ein so ungeheuer reiches Eibe an politisch=militärischer Macht vorhanden ist, wie es der Schöpfer des neuen Deutschen Reiches hinterlassen hat. Aber auf die Dauer kann das System nur unter Gefährdung der wichtiesten Interessen von Reich und Volk befolgt werden, eine einzige ernste Krisis auf dem Gebiete der inneren oder äußeren Poltik, die sich für alle Zeiten doch nicht vermeiden läßt, wird ausreichen, die schwächenden Wirkungen einer fortgesetzten Politik des Umwerbens und Nachlaufens den feindlichen oder mindestens zweifelhaften Elementen=gegenüber, in ein leider nur zu schaufes Licht zu setzen. Bisher ist ja zum Glick alles noch ziemlich„gut gegangen“— um ei vulgär auszudrücken— aber es kann auch einmal anders kommen, und je länger die Glücksserie andauert, um so wahrscheinlicher wird der baldige Eintritt irgend eines Umschlages. Fürst Bismarck, dieser große Staats= und Menschenkenner, wußte sehr genau, was er that, wenn er dem Kampfe gegen die inneren und äußeren Feinde des Reiches eine so einflußreiche Stelle in seiner Politik anwies und es verschmähte, durch„Versöhnung“ Erfolge zu erzielen. Versöhnungspolitik treiben, ist leicht, begiem und macht bei uneinfichtigen Leuten schnell populär, schwächt aber die Kraft des Staates, die nur durch unablässigen Kampf erhalten werden kann. Der eiste Kanzler hat das Zentrum ebenfalls benutzt, wenn es ihm für seine Zwecke dienlich sein konnte, aber sich nie von ihm beherrschen und sich niemals über die wahre Beschaffenheit dieser Partei täuschen lassen. Sie mußte jederzeit darauf gesaßt sein, daß ihr vom staatlichen oder nationalen Standpunkt aus ein„Quos ego!“ entgegen gedonnert wurde, das alle ihre Pläne und Intriguen zum Scheitern brachte. Heute ist das Zentrum vor solcher Gefahr nur zu sicher! Es kann thun und lasser, was es will und Furcht hat es lediglich vor seinen Wählerv. Damit aber ist der Weg bezeichnet, auf dem es gelingen kann, die unheilvolle Machtstellung des Zentrums zu brechen. Es muß den katholischen Wählern klar gemacht werden, daß ihre kirchlichen Interessen im Deutschen Reiche in keiner Weise bedroht find und folglich einer besonderen Vertretung oder Verteidigung im Parlamente so wenig bedürfen, wie die protestantischen. Es muß ihnen zur Erkenntnis gebracht werden, daß alle katholischen Fragen, auf die sich das Zentrum zum Beweise der Notwendigkeit seines Fortbestandes als Partei bezieht, erst durch eben dieses Zentrum in das Parlament hineingetragen worden sind, lediglich, um die Notwendigkett dieses Fortbestandes den Wählern vor Augen zu führen. Es muß den katholischen Deutschen zum Bewußtsein gebracht werden, daß die Existenz des Zentrums in seiner heutigen Größe und Stärke eine steie Herausforderung der nichtkatholischen größeren Hälfte des deutschen Volkes bildet und daß wir nicht eher zu gesunden parlamentarischen Zuständen gelangen können, bevor nicht diese einseitige kirchliche Interessenvertretung verschwunden ist. Wir trauen den deutschen Katholiken soviel patriotische Einsicht zu, daß sie sich, wenn sie die Gefahr, die in der Forteristenz des Zentrums für Deutschland liegt, einerseits klar erkannt und anderseits sich überzeugt haben, daß ihre kirchlichen Interessen des Schutzes dieser päpstlichen Kampfpartei nicht bedärfen, sich allmählich der Wahl von ausgesprochenen Zentrumsmännern in bisherigem Umfange enthalten werden. Auf diese Belehrung der Zentrumswähler hinzuwirken, halten wir für eine ebenso wichtige Aufgabe, wie die, die Arbeitermassen im Deutschen Reiche davon zu überzeugen, daß sie von der sozialistischen Führerschaft mißbraucht werden und nur dazu da sind, ihnen die Existenz zu ermöglichen, da sie jetzt moralisch und materiell auf Kosten der Arbeiter führen. Rehnliches gilt, wenn auch abgeschwächt, vom Zentrum und seinen Wählern. Hier also muß der Hebel angesetzt werden. Graf hoensbroech und die ultramontane Presse. * Berlin, 18. April. Wie der Ultramontanismus Toleranz übt, davon giebt die Art, wie er den Grafen Paul Hoensbroech verfolgt, einen Vorgeschmack. Seitdem dieser seinen Austritt aus der katholischen Kirche vollzogen hat, ist die ultramontane Preßmeute ihm beständig auf den Fersen. Vor kurzem hat man durch Pöbelszenen einen öffentlichen Vortrag des Grafen in München zu verhindern gewußt. In Leipzig ist das nicht möglich gewesen. Dafür fällt jetzt die Germania“ in einem fast drei Spalten langen Artikel über ihn her. Gr strotzi von hämischen Anspielungen und direkten groben Angriffen. Nur um zu zeigen, mit welchen Waffen der Kampf geführt wird, heben wir aus dem Artikel die Bemerkungen heraus, daß„in dem Leben des Grasen Hoensbroech, noch während er Oedensmann war, das Leben des Weltmannes die unheilvolle Klippe gewesen ist, an der er gestrandet sei.“ Wenn das Blatt wirklich den Beruf und die Berechtigung zu haben glaubt, öffentlich den Moralprediger zu spielen, warum, bemerkt die„Madb. Ztg.“, wendet es sich nicht, anstatt jesuitischen Zuträgern Gehör gegen Personen zu schenken, die mit der katholischen Kirche nichts mehr zu schaffen haben, z. B. an seinen ehemaligen Ehefredakteur und kirchlichen Würdenträger D. A. Franz, der mit den Erträgen einer aus protestantischem Besitze stammenden Millionenerbschaft in seiner Schloßvilla am Traunsee in der That das Leben eines Weltmannes führt und somit von Klippen bedroßt wird, an denen minder glaubensfeste Männer leicht zum Scheitern kommen könnten. Die ultramontane Presse behauptet freilich, Graf Hoensbroech sei es selbst, der ihre Krütik herausfordere, weil er seine Person und seinen Namen immer wieder öffentlich zur Diskussion stelle. Wie wahr das ist, geht schon aus der Thatsache hervor, daß sie ihn öffentlich verfolgt hat, noch ehe er öffentlich anders als durch seinen Austritt aus der Papstkirche hervorgetreten war. Deutsches Reich. Resefrüchte. In der Eifersucht lliegt mehr Eigenliebe. als Liebe. Rochesoncauli. Unter falschem Ramen. Roman von Gustav Rebfeld. 89) (Nachdruck verboten.) „Jawohl, Herr Vogel!— Ach, das habe ich je noch garnicht erzähl! Gr wünscht nicht, daß unsere Leute seinen wahren Stand und Namen kennen, daher passitt er bei uns im Schlosse als der Kommis Voyageur Fritz Vogel aus Charlottenburg, der in Weinen und Zigarren reist. Hahaha! Sonderbare Marotte von ihm, nicht wahr? Ich muß mir jedesmal in die'ppen beißen, wenn Papa ihn bei Tische in Gegenwart der Dienerschaft„Herr Vogel“ tütulirt. Die Leute scheinen übrigens auch nicht recht zu wissen, wie sie ihn nehmen sollen. Er sieht so sehr distinguirt aus und dabei— Fritz Vogel, der Handlungsreisende! Zu dumm!“ Helmut von Groppen hatie mit wachsendem Stannen gelauscht. Als Eilly uun geendet hatte, fragte er, im höchsten Grade gespannt: „Er ist ein großer schöner Mann mit gebräuntem Gesicht und dunklem Schuurrbart, nicht wahr?“ „Jal“ entgegnete Ellig erstannt.„Kennst Du ihn denn schon?“ „Gr ist per Rad bei Such eingetroffen, nicht wahr?“ forschte der junge Mann unbeirrt weiter. „Allerdings,— zu Papas größtem Leidwesen!“ entgegnete Cily lebhaft.„Pepa kann ja bekanntlich den Radfahrsport und die Radfahrer in ihren Sportanzügen, die seit mehreren Jahren unsere so ldyllisch einsame Gegend unsicher machen, nicht leiden, Und unn muß gerade dieser Vetter Axel, von dem er schon wochenlang geschwärmt hat und um bessenwillen er es sogar über sich gewann, sein liebliches Schrackenstein auf zwei Tage zu verlassen und nach Berlin reisen, ihm den Kummer bereiten und——.“ „Himmelkreuzhagelbombenelement! Wer treibt sich denn da herum?“ erscholl in diesem Augenblick eine gewaltige Stimme aus geringer Entfernung. Entsetzt fuhren die Liebenden auf aus ihrem traulichen Geplauder. „Um Gott, mein Papa!“ flüsterte Cilly schreckensbleich. Und wie ein flüchtiges Reh sprang sie auf und war im nächsten Augenblick hinter den nahen Bäumen verschwunden. Helmut aber starrte angstvoll nach der Richtung, aus welcher die schreckliche Stimme erschallt war, dann gab auch er Fersengeld. „Steh, Schurke, oder ich schieße!“ tönte es hinter ihm her.„Himmel und Hölle, ist das nicht der Laffe von Groppen? Der auf meinem Grund und Boden — ein Rendezvous? Warte, Du Himmelhund das will ich Dir doch eintränken!“ Und im Nu flog die Büchse an die Wange des alten Freiherrn, doch ebenso schnell fühlte der Wütende die Waffe aus seiner Hand gerissen. „Erlauben Sie, Vetter!“ sagte Axel ernst und gebieterisch zu dem Verbläfften.„Man schießt nicht auf einen Wehrlosen!“ „Was fällt Ihnen ein,“ brauste der alte Herr auf,„haben Sie mir auf meinem Grund und Boden Vorschiften zu machen? Da,— unn ist er verschwunden!“ „Man schießt nicht auf einen Wehrlosen!“ wiederholte Axel sehr nachdrücklich.„Ueberlegen Sie es sich,— es wäre ein Mord, ein gemeiner Mord gewesen!“ Der Freiherr sah ihn starr an. Eudlich sagte er, tief aufatmend: „Haben recht, Better,— wieder meine unselige Hitzel Gut, daß Sie mir die Büchse fortnahmen, wäre sonst ein Mörder geworden!— Aber was hatte der Schlingel auch hier in meinem Walde zu suchen! Das möchte ich wissen!— Und das Mädel an seiner Seite, — kam mir bald so vor wie——“ Er hielt inne und sah Axel von der Seite an. „Vermutlich trgend eine Försterstochter!“ Kußerte Arei vollkommen unbefangen. Der alte Herr erwiderte nichts. Mit Riesenschritten durchmaß er den Wald in derselben Richtung, welche die Fliehenden genommen hatten, ohne natürlich eine Spur von ihnen zu erblicken. Auf dem Wege angelangt, blieb er stehen, sah sich scharf um und sagte endlich zu Axel, der ihm schweigend gefolgt war: „Mir ist die Lust zum Pärschen vergangen! Wollen nach Hause gehen!“ Nach dem Schlosse zurückgekehrt, hörte Axel, als er eben im Begriff war, sein Zimmer zu betreten, wie der alte Herr, seine machtvolle Stimme mözlichst dämpfend, fragte: „Wo ist meine Tochter, Liese?“ „Das gnädige Fräulein schlafen schon längst!“ hieß es aus weiblichem Munde. Ein langgedehntes„Sok“— dann klappte vernehmbar eine Thür. Axel lächelte belustigt vor sich hin. „Sibylle, weißt Du, wer dieser Kommis Voyageur Fritz Vogel, den Du als Gast in unser Haus führtest, in Wahrheit ist?“ fragte Helmut höchst aufgeregt seine Schwester, als er sie am nächsten Morgen allein auf der Veranda traf. „Weißt Du es? Hast Du es erfahren?“ forschte Sibylle aiemlos.„Sage es mir!“ Sie, die Männliche, die sonst Neugier als etwas Weib sches zu verachten pflegte, brannte darauf, es zu erfahren. War sie doch seit einigen Tagen wie umgewandelt; gitterte sie doch vor Ungebuld, von ihm zu hören, nach dem sie sich mit jeder Fiber sehnte, von dem sie Tag und Nacht träumte, den sie— sie gestand es sich halb beschämt, halb jubelnd ein— unendlich, grenzenlos, glühend liebte! „Es ist der Premierleutnant Axel von Schreckenstein, ein Vetter unseres alten Freundes dort!“ sprudelte Helmut hervor, und er deutete in die Richtung, in welcher Schreckenstein belegen war.„Er ist der Eilliy zum Zukünftigen bestimmt und macht ihr eifrig den Hof,— aber sie mag ihn nicht, obwohl ihr Papa es wünscht!“ Sisolle fragte nicht, woher ihr Bruder diese Iuformation hatte; sie sah ihn nur entsetzt an und fuhr sich mit der Linken unwillkürlich nach dem Herzen. „Ist das— wahr!“ fragie sie leise, gweifelnd, Berlin, 19. April. — Durch kaiserliche Verordnung ist soeben eine bedeutsame Veränderung auf dem Gebiete der elsaßlothringischen Landesverwaltung zur Ausführung gelangt. Aufgrund des 3 5 des Gesekzes vom 4. Juli 1879 betr. die Verfossung und Verwaltung Elsaß=Lolhringens ist nämlich die Verordnung vom 16. Januar 1895 dahin abgeändert worden, daß von jetzt an der im Ministerium bestehenden IV. Abteilung für Landwirtschaft und öffentliche Arbeiten aus dem Geschäftsbereich der Abteilung des Innern die auf den Bau und Betrieb von Eisenbahnen bezüglichen Angelegenheiten überwiesen werden. Auf diese Weise ist das on veohr uagt. au er usd dr dr.— Hof?“ „Ja, das thut er!“ erwiderte Helmut stutzend. Ein unartikulirter Wehruf ertönte, und Sibylle stärzte davon. Helmut sah ihr verbläfft nach. Eine Uhnung von dem wahren Sachverhalt überkam ihn. „Arme Sibylle!“ flüsterte er, eine Thräne im Auge zerdrückend.„Wir beide also durch einen unglücklich!“ „O, ich Ungläckliche!“ stöhnte Sibylle, als sie die Thür ihres Zimmers hinter sich verriegelt hatte, und mit einem wilden Wehlaut warf sle sich zur Erde nieder.„Der Elende,— der Elende! Ich hätte ihn geliebt als das, für was er sich ausgab, — ich war bereit, das Weib des schlichten Kaufmannes zu werden,— ich hätte ihm auch verziehen, daß er ein Schreckenstein ist,— und er betrügt mich wie ein Schreckenstein,— er verlacht mich und freit um die reiche Gebin! 0, ich Ungläckliche,— wie ich ihn hasse,— wie— wie ich ihn hasse!“ VIII. Es war am nächsten Morgen. Der alte Freiherr von Schreckanstein war zeitig auf das Feld geritten. Axel stand am Fenster seines Zimmers und sah nachdenklich auf den Hof, als er einen dunkelgekleideten Herrn von hoher, kräftiger Gestalt bemerkte, der aus dem Parke irat, also vermutlich von Roden her gekommen war, und sich nun unschlüssig umschaute. Sleich darauf redete er einen daherkommenden Gutsbeamten um Auskunft an. Der Mann blickte nstaunt auf ihn und schüttelte dann den Kopf. Axel siel sogleich ein, daß dies der längsterwartete Polizeikommissar aus Minden sein könne. Se eilto er denn schnell hin zu ihm. „Zu wem wünschen Sie, mein Herr?“ fragte er ihn. „Ich soche den Herra Premierleutnant Axel von Schrickenstein,“ erwiderte der Fremde, höflich den Hut ziehend,„höre aber soeben zu meinem größten Bedauern, daß derselbe hierselbst vollkommen unbekannt Is. Köanen—“ (Fortsetzung folgt.) Frr A Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. gesamte Verkehrswesen mit Eisenb bahnen, Wegebauten rc. unter einheitliche Zeitung gebracht, wodurch gleichzeitig eine wünschenswerte Geschäftsvereinfachung ermöglicht wird. Die von einzelnen Blättern aufgestellten Vermutungen, als ob diese längst aus praktischen Rücksichten für notwendig erkannte Reform durch politische Gründe veranlaßt worden sei, wird von Allen, die den einschlägigen Verhältnissen näher stehen, als jeder Begründung entbehrend bezeichnet. P Die Reichstagskommission für die Anträge auf Abänderung des Strafgesetzbuchs und der Strasprozeß. ordnung beschloß nahezu einstimmig, dem Reichs. tag eine Resolution vorzuschlagen, in der die verbündeten Regierungen ersucht werden, dem Reichstage möglichst bald eine Vorlage zu machen zwecks Abänderung der Strafprozeßordnung und des Gerichtsverfassungsgesetzes im Sinne der Wiedereinführung der Berufung. Seitens der Regierung war hierzu Geneigtheit bekundet worden. 4 Daß das deutsche Element in den gemischt. sprachigen östlichen Landesteilen einen äußerst schwierigen Stand hat gegenüber den Gehässigkeiten und Aufeindungen der polnisch=sprechenden Bevölkerung und der großpolnischen Hetzpresse ist eine Thatsache, die in ihrem vollen Umfange erst anläßlich der jüngsten Polendebatten im Abgeordnetenhause aufgrund amtlicher Berichte der preußischen Regierungsvertreter in Posen und Westpreußen dargelegt wurde und die durch die Mitteilungen der in diesen Provinzen erscheinenden deutschen Tages. zeitungen, sowie durch die Kundgebungen der groß polnischen Hetzpresse selbst täglich neu bestätigt wird. Besonders sind es die preußischen Beamten, gegen die sich Haß und Eifer der großpolnischen Agitation wendet, zumal wenn es jenen etwa einfallen sollte, das politische Ideal des Polentums, welches die Leiter der groß. polnischen Bewegung mit nie erlahmender Beharrlich. keit durch Kuidgebungen in Versammlungen, in Vereinen, in der Presse unter der polnisch=sprechenden Bevölkerung lebendig zu erhalten wissen, den Traum einer Wiederherstellung des ehemaligen polnischen Reiches anzutasten. Soweit ist bereits die großpolnische Empfindlichkeit gediehen, daß selbst Vorträge, die in rein historischer Darlegung die Entwickelung und das Schicksal des ehemaligen Polenreichs behandeln, sofern sie von einem Deutschen gehalten werden, die erbitterste Wut der großpolnischen Hetzpresse auslösen und eine noch etwa mögliche Steigerung in der Bekundung ihres Deutschenhasses zu Tage fördern. Ein markantes Beispiel dafür liefert die von der„Gazeta Gdanska“ an einem Vortrage geübte Kritik, der das Thema „Bilder aus der polnischen Geschichte“ zum Gegenstand hatte und von einem Marienburger Professor in einer der letzten Sitzungen des Ostmarkenvereins in Neustadt gehalten wurde. Natürlich begnügt sich das genannte Hitzblatt nicht, den Vortragenden als hakatistischen Lügner und Verleumder zu verschreien und ihn als einen im Solde der preußischen Regierung stehenden Vertreter der antipolnischen Bewegung zu bezeichnen, mit innigem Behagen und unverhohlenem Spotte erinnert es, in Erwiderung der angeblichen Angriffe des Redners auf die polnische Geschichte und die Vergaugenheit der polnischen Nation, an die unglücklichen Zeiten der preußischen Geschichte, beispielsweise daran, daß man„von dem Fürsten Poniatowski noch heute mit Recht in den volks tümlichen Liedern lese, daß er die Deutschen gut versohlt habe“, woran sich weiterhin der Versuch schließt, die Einrichtungen und Maßnahmen der preußischen Staatsregierung zu verunglimpfen. Gleichzeitig erhebt sich die„Gazeta Gdanska“ zu folgendem Dithyrambus auf die Einigkeit und die durch den Widerstand der polnischsprechenden Bevölkerung gegen das Vorgehen der preußischen Staatsregierung bereits errungenen Erfolge:„So ist dieses brüderliche, durch die Nachbarn zerrissene Polen noch bis heute imstande, seinen Söhnen und Töchtern allen Schulbehörden zum Trotz eine solche Erziehung zu geben, daß der mächtige, von einer Million Bajonetten starrende, von einer Million Beamten und Polizisten wimmelnde preußische Staat seine ganze Kraft anstrengen muß, um unser Häuflein im Schach zu halten". Man wird diese Auslassung der großpolnischen Hitzpresse als ein wertvolles Dokument des systematisch geübten und mit bewußter Absichtlichkeit durchgeführten Widerstandes gegen die Maßnahmen der preußischen Staatsregierung betrachten und bewahren können. — Gegen den Alkoholgenuß im Heere wendet sich ein Befehl, den der Erbprinz Bernhard von Sachsen. Meiningen als Kommandeur des 6. Armeekorps erlassen. Die wichtigsten Sätze des Befehls lauten, wie dem „.=.“ berichtet wird, wie folgt: „Der Genuß von Alkohol und alkoholischen Getränken auf Märschen, Uebungen aller Art und auch während der Manöverübung ist verboten. Es dürfen daher keinerlei alkoholische Betränke, wie Schnaps, schnapsähnliche Getränke(Kognak, Liköre aller Art, alkoholische Essenzen) oder Bier in Feldflaschen mitgenommen oder von seiten der Marketender an die Mannschaften verkauft werden. Unter Manöver. übung ist nicht der Zustand der Ruhe im Biwak und in der Ortsunterkunft zu verstehen. Der Vertrieb von Schnaps und schnapfähnlichen Getränken in den Kantinen ist für die Gemeinen im Winter von 9 Uhr abends, im Sommer von 10 Uhr abends ab, für Unteroffiziere im Winter von 10 Uhr abends, im Sommer von 11 Uhr abends ab bis zur Ausgabe des Mittagessens am nächsten Tage untersagt. Derartige Getränke dürfen überhaupt nur glasweise, nicht in Flaschen oder anderweitigen Behältern verkauft werden. Weitere Einschränkung zu befehlen, bleibt den Vorgesetzten überlassen.“ — Eine deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten ist in der Bildung begriffen. Ein vorbereitender Ausschuß, bestehend aus din Herren Dr. Blaschko(Berlin), Dr. Galewsky(Dresden), Professor Lesser(Berlin), Professor Neisser(Breslau) Professor Wolff(Straßburg) und Professor Kirchner (Berlin) erläßt ein Rundschreiben, in dem es u. a. heißt: „Der Ausschuß hat geglaubt, den Kampf gegen die Geschlechtskrankheiten in unserem Vaterlande am wirksamsten durch die Gründung einer eigenen Gesellschaft, der„Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechts=Krankheiten aufzunehmen, um so einen Mittelpunkt für alle Bestrebungen zu schaffen, welche zu einer Einschränkung der GeschlechtsKrankheiten führen können. Geplant ist die Gewinnung einer möglichst großen Zahl von Mitgliedern aus allen Besellschaftsschichten, Bildung von Zweigvereinen an Orten mit größerer Mitgliederzahl, Abhaltung von Versammlungen, Veranstaltung von öffentlichen belehrenden Vorträgen aus dem Gebiete der Sexualhygiene, Verbreitung von aufklärenden populären Schriften und Flugblättern usw., direkte und indirekte Beeinflussung von gesetzgebenden und Verwaltungskörpern zur Abhllfe von Uebelständen und zur Anbahnung von Reformen auf dem Gebiete der öffentlichen Fürsorge für Geschlechtskranke und der Ueberwachung der Prostitution. Eine konstituirende Versammlung wird im Laufe des Sommers nach Berlin einberufen werden. — Neben den Sozialdemokcaten und den durch eine rührige Presse und ein umfangreiches Vereins. wesen gestützten Klerikalen ist es besonders die demokratische Partei, welche sich durch straffe Oeganisation zu den bevorsteheneen Wahlen rüstet. Ursprünglich verfolgte letztere Partei unter der Führung der Colmarer Rechtsanwälte Blumenthal und Preihs protestfreundliche Tendenzen. Eine Aenderung trat ein, nachdem Preihs aus der Parteileitung ausgeschieden und zu dem von Abbé Wetterlé geleiteten linken Flügel der klerikalen Partei übergetreten war. Von da an sagte sich die demokratische Partei offen von der Protestpolitik los und ermöglichte es dadurch, erfolgreiche Wahlbündnisse mit der altdeutschen Partei einzugehen. Neuerdings hat die Partei ihre Organisation auf Mülhausen aus. gedehnt, wo sie ihre Stärke erstmals bei den im Juni stattfindenden Gemeinderatswahlen erproben wird. — Nach den jetzt vollständig vorliegenden Ausweisen über die Auswanderung im März gingen über Hamburg und Bremen 2087 deutsche Auswanderer gegen 1464 im Vorjahr. Ferner wurden in fremden Häfen 549 deutsche Auswanderer(gegen 427) ermittelt. Die Zunahme betrug also insgesamt 745 Köpfe. Aus deutschen Häfen wurden im März 1902 ferner 29441 Angehörige fremder Staaten befördert; davon gingen über Bremen 16592, über Hamburg 12849. Ausland. Von diesen Konten entfallen 86,2 v. H. auf Kapitalien bis zu 50000 Mark und 13,8 v. H. auf größere Kapitalsanlagen. Für physische Personen waren Ende März 1902 18872 Konten über 717527000 Mark, für juristische Personen 5515 Konten über 584669850 Mark eingetragen. Die Zahl der Konten für Bevormundete oder in Pflegschaft stehende beträgt 1901. Von den Zinsen ließen sich die Empfangsberechtigten halbjährlich 17666 Posten von der StaatsschuldenTilgungskasse in Berlin durch Wertbrief oder Postanweisung direkt zusenden, 5017 Posten wurden durch Gutschrift auf Reichsbank. Girokonto berichtigt und 13604 Posten wurden bei den mit der Auszahlung betrauten Königlichen Kassen und Reichsbankanstalten abgeboben. Von den Konteninhabern wohnen 26 175 in Preußen, 3838 in anderen Staaten Deutschlands, 251 in den übrigen Staaten Europas, 14 in Asien, 16 in Afrika und 43 in Amerika. Das Staatsschuldbuch ist allen denjenigen Besitzern Preußischer Konsols zu empfehlen, für welche diese Papiere eine dauernde Anlage bilden und welche Kapital und Zinsen gegen den Schaden unbedingt sichern wollen, der ihnen, so lange ihr Recht von dem jeweiligen Besitze der Schuldverschreibungen und Zinsscheine abhängig ist, durch Diebstahl, Verbrennen oder sonstiges Abhandenkommen dieser Effekten nicht selten entsteht. Laufende Verwaltungskosten werden von den Konteninhabern nicht erhoben. Für jede Einschrift ist ein einmaliger Betrag von 25 Pfg. für jede angefangene 1000 Mk. des Kapitalbetrages, über welchen verfügt wird,(mindestens 1 Mk.) zu zahlen. Die„Amtlichen Nachrichten“ über das Preußische Staatsschuldbuch“, welche über den Zweck und Einrichtung des Schuldbuchs Genaueres enthalten, können durch jede Buchhandlung oder direkt von dem Verlage J. Guttentag, G. m. b.., Berlin für den Preis von 40 Pfg. oder durch die Post frei 45 Pfg. bezogen werden. zuschaffender Seeleute, betr. die Stellenvermittelung für Schiffsleute und betr. Abänderung seerechtlicher Vorschriften des Handelsgesitzbuchs. Ueber die Anträge Rietelen, Munckel=Lenzmann und v. Salisch betr. Abänderung der Gerichtsverfassung, der Strafprozeß= und Zivilprozeßordnung, sowie des Strafgesetzbuchs wurde zurzeit zur Tagesordnung übergegangen und dafür die Regierung in einer Resolution ersucht, baldmöglichst dem Reichstage einen Entwurf betr. Wiedereinführung der Berufung in Strafsachen vorzulegen. Staatssekretär Nieberding stimmte dieser Resolution zu, es sei ernste Absicht der Regierung, die Frage der Berufung mit dem Reichstage einer Regelung zuzuführen. Montag: Servistarif, fliegender Gerichtsstand der Presse. Preußischer Landtag. Abgeordnetenhaus. Sitzung vom 19. April 1902. Im Abgeordnetenhause wurden heute zunächst diejenigen neuen Mitglieder des Hauses, die den Eid auf die Verfassung noch nicht abgelegt hatten, vereidigt. Der Mennonit Schlabach(.) wurde anstatt eidlich durch Handschlag und„Ja, welches ein Ja ist," verpflichtet. Dann nahm das Haus in 3. Lesung an: die Gesetzentwürfe betr. Schlachthauszwang, Abgrenzung der Berufsgenossenschaften, Grundstückslegungen in linksrheinischen Landesteilen, Erweiterung des Ruhrorter Hafens und Aufhebung des kommunalständischen Verbands der Kurmark. Der Gesetzentwurf betr. Kompetenzkonflikte zwischen Gerichten und Verwaltungsbehörden wurde an die Justizkommission verwiesen, der Gesetzentwurf gegen Verunstaltung landschaftlich hervorragender Gegenden durch Plakate, Reklameschilder und dergl. ging an die Kommission mit einem Antrage Markour(Ztr.), der die Vorlage nicht unerheblich modifiziert, zurück. Schließlich wurden Petitionen erledigt. Montag: dritte Beratung des Etats. Petersburg,, 29. April. Mit einer Eile, wie sie sonst vor allem in Rußland nicht üblich ist, hat der Zar einen Nachfolger für den ermordeten Minister des Innern ernannt. Kaum war die letzte Scholle auf den Sarg Ssipjagins gefallen, so wurde bekannt gegeben, daß dem bisherigen Staatssekretär für Finnland Herrn v. Plehwe das verwaiste Portefeuille übertragen sei. Von Herrn v. Plehwe weiß man nur, daß er nach dem Generalgouverneur Bobrikoff am meisten für die gewaltthätige Russifizirungspolitik Finlands verantwortlich war; welche Politik er als Minister des Innern einzuschlagen gedenkt, vermag niemand zu sagen. Selbst den Fall gesetzt, er hege liberale Gesinnungen, als sie sein unglücklicher Vorgänger bethätigt hat, wer bürgt dafür, daß er auf seinem neuen Posten nicht recht bald nachdunkelt. Auch Ssipjagin galt ehedem als liberal, aber der Oberprokurator des Heiligen Synods hat ihn mit Erfolg in seine Schule genommen, und der Wirkliche Geheime Rat Pobjedonoszew ist noch immer der allmächtige Mann. — Noch ein Wort über die schnelle Neubesetzung des Amtes. Die Eile kann sich damit erklären lassen, daß der Zar schon seit längerer Zeit Herrn v. Plehwe zum Nachfolger des durch die Studentenunruhen immerhin etwas kompromittirten Ssipjagin ausersehen hatte, möglich aber ist auch, daß Nikolaus II. die Lage im Innern für zu bedenklich hält, um die Stelle längere Zeit vakant zu lassen. Vielleicht treffen auch beide Momente zusammen. Vermischte Nachrichten. Zur Lage in Belgien. Ausstellung Busseldorf 1902. * Düsseldorf, 19. April. Seitens des litterarischen Bäreaus der Ausstellung wird uns folgendes mitgeleilt: Die Eröffnungsfeier der Ausstellung, die bekanntlich am 1. Mai, vormittags 11 Uhr, stattfinden wird, verspricht überaus glänzend zu werden. Die Beteiligung des Protektors der Ausstellung, des Kronpeinzen, wird unter allen der Person Seiner Kaiserlichen Hoheit gebührenden Ehrenbezeugungen vor sich gehen. An allerhöchster Stelle ist angeordnet worden, daß eine Ehrenkompagnie die militärischen Ehrenbezeugungen zu erweisen hat. Die Kompanie wird ihre Aufstellung gegenüber der Kuppel der Hauptindustriehalle finden. * Berlin, 18. April. In einem von Berlin in Wirballen eingetroffenen Kourirzuge wurde ein Passagir verhaftet, welcher zwei Koffer mit Doppelböden bei sich führte, in denen sich nihilistische verbotene Schriften befanden. Innerhalb der letzten 14 Tage ist dies die dritte Nihilistenverhaftung an der deutsch=russischen Grenze. * Berlin, 18. April. Ein schwerer Bau=Unfall ereignete sich heute Vormittag gegen 10 Uhr auf einem Neubau in Steglitz. In der Höhe des dritten Stockwerks zog sich dicht unter der Dachkante ein aus Balken und Brettern gebildetes Schutzdach, auf dem, obgleich nicht für ein Betreten geeignet, der Bauunternehmer und zwei Klempnergehilfen entlang gingen, um zu einer bestimmten Stelle des Daches zu gelangen. Diese Belastung hielt die leichte Versteifung nicht aus; ein Netzriegel brach, und alle drei stürzten in die Tiefe. Im Falle durchschlugen sie das schräge Schutzdach, welches sich am Bürgersteige entlang zieht. Einer der Klempnergehilfen war sofort tot. Die beiden anderen Personen waren äußerlich nicht schwer verletzt und konnten noch einige Angaben über den Unfall machen. Dann wurden sie in das Groß Lichterfelder Krankenhaus gebracht. H Pola, 19. April. Der hiesigen meteorologischen Station wurde heute früh 3 Uhr 36 Min. ein starkes Erdbeben von vornehmlich ost=westlicher Richtung signalisirt. Das Maximum der Bewegung wurde 7 Uhr 15 Min. beobachtet. Die Entfernung des Epizentrums wird auf 10000 Kilometer geschatzt. * Frankfurt a.., 19. Apcil. Wie der„Frkf. Zig. aus Stuttgart gemeldet wird, wurde der Tübinger Universitätsprofessor Dr. Fehr. v. Pechmann heute früh in seinem Bette tot aufgefunden. Man vermutet Selbstmord durch Vergiflung. Westfalen, Eheinland. Elberfeld, 19. April. Eine interessante Schulsatistik veranstaltet die hiesige Schulverwaltung bei Gelegenheit der diesjährigen Schulentlassung. Durch Fragebogen für jeden zur Entlassung kommenden Schüler soll ermittelt werden die Dauer der Schulzeit, die Zahl der durchlaufenden Klassen, der von den ins Leben tretenden Schülern erwählte Lebensberuf und Wohnort des Lehrherrn oder Arbeitgebers. Das Resultat der Statistik dürfte recht lehrreich werden. * D ü s s e l d o r f, 1 8. A p r i l. E i n n i c h t s w ü r d i g e r P a t r o n ist der hier wohnende Fabrikarbeiter August Lantz, der ein junges Mädchen, welches von seinen Werbungen nichts wissen wollte, des Diebstahls eines Jacketts beschuldigte, trotzdem er wußte, daß das Mädchen den Gegenstand von ihrer Mutter erhalten hatte. Die zur Anzeige Gebrachte mußte als Folge der Denunziation einen Tag in Untersuchungshaft verbringen. Der ehrlose Denunziant wurde von der hiefigen Strafkammer zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. * Düffeldorf, 19. April. Ein großer Buttersälschungsprozeß wird demnächst vor der hiesigen Strafkammer zur Verhandlung kommen; hervorragende Sachverständige sind dazu geladen. * D ü s s e l d o r f, 1 9. A p r i l. D e r D e u t s c h e F i s c h e r e i r a t und Fischereitag finden in diesem Jahre hier in den Tagen vom 26. bis 28. Juni statt. H Brüssel, 20. April. Zwischen Amay und Hesse auf der Nordbahnlinie wurde der Versuch gemacht, den Expreßzug Paris=Köln zur Entgleisung zu bringen. Eine Schwelle war über das Geleise gelegt worden, glücklicherweise aber von einem dem Expreßzug vorauffahrenden Güterzuge bei Seite geschleudert worden. Trotzdem mußte der Expreßzug zum Halten gebracht werden, da die Stelle, wo die Schwelle gelegen hatte, defekt geworden war. Verunglückte Automobilfahrt 1 Aus Vamberg, den 16. April, wird dem„N W..“ gemeldet: Vorgestern Nacht ist bei einer Automobilfahrt von Bamberg nach Kulmbach ein schweres Unglück geschehen. Während der Abfahrt von einem steilen Berge bei Lichtenfels versagte die Bremsvorrichtung, und das Fahrzeug rafte mit voller Wucht gegen ein am Fuße des Berges stehendes Haus. Das Automobil zerschellte total. Von den beiden Insassen erlitt Fabrikbesitzer Pensel von Kulmbach einen Schädelbruch, dem er inzwischen erlegen ist. Der Zweite, Fabrikbesitzer Hornschuh jun. aus Forchheim, wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. *' Brüssel, 19. April.„Peuple“ veröffentlicht Telegramme aus Amsterdam, Leipzig usw., in welchen die belgische Arbeiterpartei ersucht wird, im Ausstande zu verharren. Die Leipziger Sozialisten sandten 1000 Frks. Unterstützung. H Brüssel, 1 9. April. Die deutschen Sozialisten haben beschlossen, die belgischen Ausständigen mit einer Summe bis zu 50000 Mark zu unterstützen. * Brüssel, 19. April. Der Ausstand erfuhr heute eine abermalige Ausdehnung. Die Zahl der Streiker erreicht bereits 400000. Die großen Eisenwerke von Cockerill, welche bisher niemals feierten, schlossen sich der Bewegung an. Die Lage ist unverändert ungünstig. Die gestrigen blutigen Zwischenfälle in Loewen erzeugen große Aufregung unter den Arbeitern. * Löwen, 19. April. Gestern Abend gegen 8 Uhr kam es hier zu mehrfachen Zusammenstößen zwischen Bürgergarde und Sozialisten. Litztere durchzogen die Straßen, brachen in der Rue Tirlemont durch den Polizeikordon und warfen dann im Klubhause der„Jeune garde calholsque“, die Fenster ein. Auf der Place St. Antoine, vor der Wohnung des Vizepräsidenten der Kammer Schollaert stießen sie auf eine Abteilung Bürgergarde und eröffneten auf dieselbe ein Bombardement mit Steinen. Jetzt gab die Bürgergarde Feuer, zwei oder drei Sozialisten wurden getötet und etwa zwölf verwundet. Genaue Zahlen lassen sich nicht angeben, weil die Toten und Verwundeten von ihren Freunden weggeschafft wurden. Vor dem katholischen Klub in der Rue Tirlemont kam es dann noch zu einem zweiten Zusammenstoß, wobel es ebenfalls Tote und Verwundete gab. Die Polizei beziffert die Zahl der Toten auf insgesamt fünf, die der Verwundeten auf zwölf. Anstelle der Bürgergarde hat jetzt das Militär den Sicherheitsdienst übernommen, alle Straßen sind gesperrt. H Antwerpen, 19. April. Der hiesige Gemeinderat beschloß die Absendung einer Adresse an den König, in welcher derselbe um Auflösung der Kammer ersucht wird.— Gestern Abend hatten sich wiederum zahlreiche Personen auf dem Bahnhofe eingefunden, um gegen die aus Brüssel zurückkehrenden katholischen Abgeordneten zu demonstriren. Die Menge zog alsdann, die Marseillaise singend, vor das Rathaus. H Verviers, 19. April. Hier wurde ein von 275 Delegirten der 25.000 Arbeiter Verviers unterzeichnetes Telegramm an den König abgesandt, worin der Monarch ersucht wird, seine Minister anzuweisen, den Arbeitern baldigst Genugthuung zu geben. Deutscher Reichstag. vo. Staatsschuldbuch. Das Preußische Staatsschuldbuch ist auch in dem Ende März d. J. abgelaufenen Geschäftsjahre seitens der Besitzer von Schuldverschreibungen der konsolidirten Staatsanleihen lebhaft in Anspruch genommen worden. Die Zahl der eingetragenen Konten betrug Ende Währ: 1900: 26 102 über 1 365 316 900 Mark Kapital, 1901: 28900" 1 466 168 350" sie ist bis Ende März 1902 auf 30 887 über 1577323 650 Mark getleger. Sitzung vom 19. April 1902. Der Reichstag beriet heute bei schwacher Besetzung des Hauses zunächst die von der Kommission für die Seemannsordnung beantragte Resolution, in welcher Vorlegung eines Gesetzentwurfs erbeten wird, durch welchen die Frage einer behördlichen Aussicht über Seetüchtigkeit, Tiefgang, Bemannung und Verproviantirung von Kauffahrteischiffen geregelt, für Abstellung etwaiger Mängel Sorge getragen und zu diesem Zwecke eine der Oberaufsicht des Reiches unterstehende Instanz bestimmt wird. Abg. Lenzmann beantragte außerdem einen Zusatz betr. Vorlegung noch eines Gesetzentwurfs über den Tiefgang und die Badelinie der Seeschiffe. Abg. Stockmann(Rp.) beantragte dagegen in der Resolution der Kommission gleich zu Anfang hinter den Worten„mit thunlichster Beschleunigung noch einzufügen:„und unter Berücksichtigung der Erfahrungen der Handelsmarine über Tiefgang und Badekinie. Es entspann sich hierüber eine längere Oebaite, die Abstimmung wurde indes bis zur dritten Lesung vertagt. Dann wurden in zweiter Lesung angenommen die Gesetzentwürfe betr. die Verpflichtung der Kaussarteischiffe gur Mitnahme heimBrüssel, 20. Aprll. Gestern Abend fand im Volkshause ein großes Meeting statt, worin die sozialistischen Abgg. Bertrand, Delporte und Vandervelde nach dem Ausdruck des Bedauerns über die Löwener Massakres die Arbeiter aufforderten, die Arbeit wieder aufzunehmen. Delporte erklärte, der König halte nunmehr die Monarchie in Belgien in seiner Hand. H Brüssel, 20. April. Der Generalrat der Nationalligader liberalen Propaganda faßte gestern einstimmig einen Beschluß, sämtliche Gemeinderäte, Handels= und sonstige wirtschaftliche Vereinigungen zu ersuchen, eine Petition an den König zu richten, die Auflösung der Kammer zu verfügen. Der Generalrat beschloß gleichzeitig, ohne Rast die Agitation zu gunsten der Revision der Verfassung fortzusetzen. Das Manifest ist unterzeichnet von sämtlichen Abgeordneten der progessistisch=liberalen Fraktion und zahlreichen hervorragenden Liberaler.„Petit bleu“ glaubt zu wissen, daß der sozialistische Generalrat, der sich heute zur Beratung über die Lage im Volkshause versammeln wird, sich diesem Beschlusse anschließen werde. Dadurch würde die Ruhe sofort wieder hergestellt sein. H Brüssel, 20. April. Der dortige Vorstand der Arbeitersyndikate hat beschlossen, morgen die Arbeit wieder aufzunehmen. Gestern Vormittag wurde bereits in kleinen Werkstätten der Streik beendigt. Voraussichtlich wird dieses Beispiel bald im ganzen Lande befolgt, vielleicht sogar Dienstag mit Ausnahme der streiklustigen Arbeiter im Bezirke Charleroi und Mittelbeken.— Am Freitag kam es auch in Charlers und Huy zu sehr erregten Szenen In wurden die Feuster katholischer Institute eingeworsen LebettetennzichnenschrtiebnBichgbellengen gelang es, die Febrikzentrum Nacht durch Poste hatte man eine gesienden.— Fe hause beionten allein vom Kön schaffen. Band daß die Koalitio welches die Regie geschweiht werde. H Brüssel, 20 der freien Unive König eine Petit Auflösung d# gegenwärtigen se „eilt bien“ verge beabsichtige eine partei wegen### Staates gerichtli H Brüssel, 2 Loewen ohne entfernte einen der Oberst de! in den Glauben Streikpatronen, worden seien. D und verurteilen im Zivilleben S Brüssel, verurteilte gester von Wiffen, B kleineren Gefäng zu 5 Monaten C schüsse auf die H Brüssel, 2( Bürgerwehr= weggeworfen ha Tambour, der e keine scharfen P weiter vorzudri Die Beerdigung früh 8 Uhr ft Trauerzuge get Zwischenfälle zu H Wien, 2 deutschen So ihrer Kasse 1 Genossen abe gesandt:„Im! schaft Oesterreich recht mit Bewun Euch die Parte Oesterreich ihr Brudergrüßen. Der 2 Amsterd heit das Gerüc von den Burenft bedingunge: habe. Die off binnen Kurzem * Londen, haben die mi englischen U sich noch weit werde, wenn sollten. 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Vandervelde gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Koalition der Opposition durch das Blut, welches die Regierung vergossen, nur fester zusammengeschweiht wende. H Brüssel, 20. April. Eine Anzahl Professoren der freien Universität beabsichtigt ebenfalls, an den König eine Petition zu richten, in welcher um die Auflösung der Kammer ersucht wird, um der gegenwärtigen schwierigen Lage ein Ende zu machen. „Petit bleu“ verzeichnet das Gerücht, daß die Regierung beabsichtige eine große Anzahl Mitglieder der Arbeiterpartei wegen Vergehens gegen die Sicherheit des Staates gerichtlich zu verfolgen. H Brüssel, 20. April. Der gestrige Abend ist in Loewen ohne Zwischenfälle verlaufen. Die Polizei entfernte einen sozialistischen Maueranschlag, worin der Oberst de Neiff beschuldigt wurde, seine Leute in den Glauben versetzt zu haben, daß nur sogenannte Streikpatronen, deren Wirkung nicht tötlich sei, verteilt worden seien. Die Blätter besprechen diese Angelegenheit und verurteilen dieses Verhalten der Obersten, welcher im Zivilleben Sekretär= und Ministers Frooz ist. ∆ Brüssel, 20. April. Das Schwurgericht verurteilte gestern mehrere Kundgeber wegen Tragung von Wiffen, Beleidigung der Polizei=Agenten 2c. zu kleineren Gefängnisstrafen. Nur einer derselben wurde zu 5 Monaten Gefängnis verurteilt, weil er Revolverschüsse auf die Polizei abgegeben hatte. H Brüssel, 20. April. In Loewen sollen mehrere Bürgerwehr=Mitglieder, welche ihre Waffen weggeworfen hatten, verhaftet worden sein. Der Tambour, der erklärt haben soll, die Bürgerwehr besitze keine scharfen Patronen und die Kundgeber aufforderte, weiter vorzudringen, wurde ebenfalls verhaftet.— Die Beerdigung der Opfer vom Freitag fand heute früh 8 Uhr statt. Zahlreiche Kränze wurden im Trauerzuge getragen. Bis jetzt sind keine weiteren Zwischenfälle zu verzeichnen gewesen. H Wien, 20. April. Die Parteivertretung der deutschen Sozialisten in Oesterreich hat aus ihrer Kasse 1000 Kronen an die belgischen Genossen abgehen lassen und folgendes Telegramm gesandt:„Im Ramen der klassenbewußten Arbeiterschaft Oesterreichs, die Euren Kampf für das Wahlrecht mit Bewunderung und Spannung verfolgt, sendet Euch die Parteivertretung der deutschen Sozialisten in Oesterreich ihre heißesten Wünsche mit herzlichen Brudergrüßen. J. A. Adler Staet.“. Der südafrikanische arieg. Amsterdam, 20. April. Hier tritt mit Bestimmtheit das Gerücht auf, daß Präsident Krüger die von den Burenführern angeblich acceptirten Friedens bedingungen in der Hauptsache angenommen habe. Die offizielle Erklärung Krügers werde binnen Kurzem erfolgen. * Londen, 19. April. Nach dem„Daily Expreß“ haben die militärischen Sachverständigen im englischen Unterhause die Ansicht, daß der Krieg sich noch weitere achtzehn Monate hinziehen werde, wenn die Friedensverhandlungen scheitern sollten. Die Buren könnten sich während des Winters verbergen und zu Beginn der Sommersaison mit frischen Kräften in den Feldzug eintreten. Die augen blickliche Stärke der Buren werde auf 12000 Mann berechnet und man sehe ein, daß zu deren Nieder. hetzung eine gut berittene und gut schießende Truppe von mindestens 60000 Mann erforderlich sei; ein Truppe von dieser Stärke stehe aber augenblick. lich für den Felddienst nicht zur Verfügung. H London, 20. April. Lord Aberdeen erklärte, man könne den Buren wie seinerzeit den Canadiern das liberalste Maß von Amnestie gewähren. Akquit sagte in einer Rede, daß der Friede so gut wie gesichert sei. Der beste Dienst für die Sache des Friedens sei nunmehr, zu schweigen und Geduld zu haben. Ein ernstes Wort an John Bull. Um Krieg zu führen, braucht man Geld,— John Bull, erwäg' es!— Das war so immer in der Welt— Wohl überleg' es! Es sprach Marschall Trioulzio Schon zu Ludwig XII so. Verpulvert häst du schon recht viel, John Bull, im Kriege, Und stehst noch immer nicht am Ziel Trotz aller Siege. Du sags je wohl:„Ich hab's dazu!“ Was aber mußt schon borgen du! Schon drei Milliarden Mark und mehr, John Bull, an Kosten Verschlang in Afrike dein Heer— Ein netter Posten! So viel bereits hast du verputzt, Und gar nichts hat es dir genutzt. Neunhundert rund Millionen Mark— John Bull, erblasse!— Im Jahr schov fehlen dir, kein Quark Isl's für die Kesse. Schon fragst du dich:„Wo nehm' ich's her?“ Der Kornzoll drückt schon manchen schwer. Du hast nicht richtig kalkulirt— John Bull, besinn dich! Nicht hoch geuug den Feind toxirt— John Bull, geh in dich! Geld sind und macht im Kriege gut, Doch schwerer noch wiegt Heldenmut. An Schlägen kriegtest du mir scheint, John Bull, entschieden Geuug; unn reich' dem tapfren Feind Die Hand zum Frieden! Gure ger, John Bull, Nu abends ein Festbankett. Der 26. April(Sonnabend) wird eingelettet durch ein Gesangsständchen der Männer= Gesangvereine vor dem Schlosse. Mittags ½1 Uhr folgt große Parade der Truppen auf dem Schloßplatze, Salutschießen euf dem„Engländerplatz“. Nachmittags 4 Uhr: Festcor cert im Stadtgarten und Luftballonauffahrt daselbst. Abends 8 Uhr: Fackelzug der Studentenschaft der Hochschulen des Landes, daran anschließend Festkommers im großen Saale der Festhalle. Abends feierliches Einläuten des Festes mit allen Glocken, festliche Beleuchtung der Stadt und Rundfahrt des Großherzogs durch Karlsruhe. Der 27.(Sonntag) bringt morgens das Läuten aller Glocken, Abgabe von 101 Kanonenschüssen vom Lautenberg, Choralmusik vom Turm des Rathauses: dann militärisches Wicken vor dem Schloß. Hierauf Festgoltesdienst in den Kirchen. Mittags 12 Uhr findet die Ueberreichung der Jubiläumsgabe an den Großherzog durch das Sammlungskomitee statt, später Festessen der Mitglieder des Sammlungskomitees und der übrigen Ehrengäste der Stadt im Saal des Museums. Nachmittags erfolgt die Aufstellung der Vereine in den geschmückten Straßen der Stadt und Rundfahrt des Großherzogs. Abends 8 Uhr: Festspiel im großen Saal der Festhalle:„Des Landes Huldigung", Dichtung von Albert Herzog, Musik von Siephan Krehl. Daran anschließend Stadtgartenfest mit Beleuchtung des Stadtgartens und des Lautenberges.— Die Reihe kleinerer Veranstaltungen wird sich bis tief in den Mai hinein erstrecken. Letzte Nachrichten und Telegramme der„Emscher=Zeitung vom Kaiser. H Berlin, 19. April. Der Kaiser hat befohlen, daß zum 24. d. Mts. anläßlich des Regierungsjubiläums des Großherzogs von Baden eine Abordnung des ersten Seebataillons nach Karlsruhe geht. * Wie wir hören, hat der Kaiser die Rhodessche Stiftung noch nicht angenommen. Es bestehen Zweifel, daß der Kaiser die Annahme vollzieht, da sie dem Träger der Krone die ungewöhnliche Verpflichtung der persönlichen Auswahl der Studenten und damit die Verantwortung auferlegt. H Der Kaiser, der Kronprinz und Prinz Heinrich sind Sonntag Morgen in Meppen eingetroffen. — Am nächsten Mittwoch abends 11 Uhr wird die Ankunft des Kaisers mittelst Sonderzuges in Primkenau erfolgen. Die Kaiserin wird am selben Abend etwas früher erwartet. H Krefeld, 19. April. Für den 20. Juni ist der Besuch des Kaisers angesagt. Es findet festlicher Empfang statt. H Hannover, 20. April. Der Kaiser begab sich heute früh vom Schlosse nach der Garnisonkirche, no er am Hauptportal vom Feldmarschall Grafen Waldersee und General v. Staenzner empfangen wurde. Der Monarch wurde bei seinem Eintreffen von einer zahlreichen Menschenmenge, welche die ganze Straße besetzt hatte, mit Hurrarufen begrüßt. Nach Beendigung des Gottesdienstes, kurz nach 11½ Uhr, begab sich der Kaiser nach dem Provinzialmuseum und von dort nach dem Rosenberg=Derkmal. In den Straßen bildete das Mil tär Spalier. P Die letzten Nachrichten über das Besinden der an einem typhösen Fieber erkranklen Königin Wilhelming der Niederlande lauten beruhigender Komplikationen sind nicht eingetreten. * Der General der Artillerie Fürst Anion Radzlwill, feiert heute sein 50 jähriges Dienstjubiläum. Derselbe erhielt aus diesem Anlaß vom Kaiser ein Glückwunschtelegramm. Um 1 Uhr mittags erschien das gesamte Offizierkorps des 1. GadeFeldartillerie=Regiments, um dem Fürsten, der seit dem 26. April 1892 à la suite des Regiments steht, seine Glückwünsche zu überbringen. Am nächsten Montag findet beim Offizierkorps des genannten Regiments zu Ehren des Fürsten ein Jubiläumsfestmahl statt, an dem auch der Kaiser teilnehmen wird. H Ein feierliches Reguiem für den verstorbenen Abgeordneten Dr. Lieber wird auf Veranlassung der Zentrumsfraktionen des Reichstages und des Landtages am nächsten Mittwoch vormittags 10 Uhr in der Hedwigskirche abgehalten werden. In hiesigen politischen Kreisen glaubt man nicht, daß die Verhandlungen in Südafrika ganz resultatlos verlaufen werden, wenn man auch nicht in der Lage ist, sich für diese Aufsassung auf bestimmte politische Thatsachen zu stützen. H Nach einer Meldung aus Budapest ist daselbst gestern Abend der ungarische Finanzminister Horansky gestorben. Dem„Berl. Tagebl.“ wird als Nachfolger der Abg. Kierongmi genannt. * Der„Lok.=Anz. meldet aus Petersburg: Mit dem Mörder des Ministers des Innern hat die Untersuchung einen schweren Stand. Der Mörder gab an, daß er Balmaschow heiße und ehemaliger Student der Kiewer Universität sei. Heute bestritt er diese Aussage wieder und nannte einen anderen Namen, weigerte sich auch, das Protokoll mit seinem Namen zu unterschreiben. Niemand weiß, woher er kam, noch wo er in Petersburg abgestiegen war. Sämtliche Ober=Duvaniks wurden vor den Chef der Geheimpolizei zitirt behufs Feststellung derjenigen Einwohner, die seit dem 12. bis zum 15. d. Mts. nicht mehr in ihre Wohnung zurückgekehrt sind. Man hofft, auf diese Weise etwas Licht in das Dunkel zu bringen. Die Untersuchung nimmt an, daß der Mörder nicht aus eigener Initiative gehandelt, sondern von seiner Partei als Werkzeug ausersehen wurde, den Mord zu vollführen. Aus Petersburg will das„B..“ gehört haben: Ein unverbürgtes Gerücht will wissen, daß Valtaschew alias Malyschew, der Mörder des Ministers Ssipjagin, wenige Stunden nach seiner Einlieferung in das Gefängnis Gift nahm und tot ist.— Es wurde in den letzten Tagen eine große Reihe von Verhaftungen vorgenommen. Bestätigung bleibt abzuwarten. H Die Märchenbrunnen=Angelegenheit ist heute bis zum Herbst vertagt worden, nachdem Dem katholischen Lehrer Guser Heinemann zu Külkede in endaültig eine Schulstelle in der Gemeinde Holberhausen: dem Schulamtsbewerder Samnel Oppenheim aus Langeseldold ist einstweilig eine Schulstelle in der israelitischen Schulgemeinde Wattenscheid; dem katholischen Schulamtsbewerber Dominikus Leisels aus Bochum ist einstweilig eine Schulstelle in dem Amtsschulverlande Schalke; dem evangelischen Lehrer Franz Schneider zu Bredelar ist einstweilig eine Schulstelle in der katholischen Schulgemeinde Eickel; dem Lehrer Rudolf Krull zu Niesen ist endgültig eine Schulstelle in der katholischen Schulgemeinde Selsenkirchen; der evangelischen Schulamtsbewerberin Ida Balcke aus Eickel ist einstweilig eine Schulstelle in der Gemeinde Eickel übertragen worden. Die Lehrerin Käthe Bruus zu Bismarck ist auf ihren Antrag aus dem öffentlichen Volks schuldienst unseres Verwaltungsbezirks entlassen worden. Der Lehrerin Maria Müting ist endgültig eine Schulstelle in der katholischen Schulgemeinde Sünnigfeld übertragen worden. Soust kommt am ErdAns D. fizit noch eine Alt. (Kladderadalsch.) Programm zum 50 jährigen Regierungs=Jubiläum des Sroßherzogs Friedrich von Baden. Am 19. und 20. d. Mis. finden bereits Fest. coreerte statt, am 25. erfolgt die Gröffnung der Kunst=Ausstellung, sowie der Gersenbau=Ausstellung, "“ Auf Anregung des Kaisers hat der Norddeutsche Lloyd beschlossen, Versuche mit der Einführung von Spiritusmaschinen im Betriebe von Hafenfahrzeugen zu machen. H Reichskanzler Graf Bülow empfing Samstag Abend den gegenwärtig hier weilenden Botschafter in St. Petersburg Grafen v. Alvensleben. Der Botschafter folgte hierauf einer Einladung des Reichskanzlers zum Diner. * Ueber die Erfolge des Grafen Bülow in Wien kommt folgende Meldung aus Rom: Graf Bülow hat alle Schwierigkeiten, welche der Erneuerung des Dreibundes entgegenstanden, so vortrefflich überwunden, daß der neue Vertrag bereits vollständig redigirt ist und in diesen Tagen unterzeichnet werden wird. Dieser Vertrag stabilire im Gegensatz zu dem ablaufenden genau die Fälle einer militärischen Intervention der Alliirten. Hierauf hätten sich vor allem Bülows Gespräche mit dem österreichischen Generalstabschef bezogen. Bezüglich der Handelsverträge hätten sich die Vertreter der drei Staaten vorläufig mit freundschaftlichen Versicherungen begnügt. Die Verhandlungen für Italien führte Graf Nigra. * Der„Germania“ erscheint es unwahrscheinlich, daß der Reichstag schon vor Pfingsten geschlossen, oder vertagt werden soll. Die Hauptaufgabe des Reichstags liege gegenwärtig in der Zolltarifkommission und wenn über den Zolltarif eine Verständigung zwischen den Parteien und der Regierung herbeigeführt werden solle, dann sei das dann wohl kaum mözlich, wenn der Reichstag geschlossen oder vertagt sei und die Fraktion sowie deren Führer damit die Verbindung untereinander verlieren. * Dem„Lok.=Anz.“ wird aus Matupi, welches auf der zum Bismarck=Archspel gehörenden Insel Neu=Pommern liegt, telegraphirt: Am 3. d. M. wurde Frau Hedwig Wolff mit ihrem Säugling in ihrem Hause in Paparatava von den Eingeborenen durch Axthiebe ermordet, während Wolff sich von Hause entfernt hatte. Die Verfolgung des schuldigen Stammes wurde sofort energisch betrieben. Alle Pflanzungen des Distriktes wurden zerstört und das Paparatava=Gelände von den Eingeborenen gesäubert, auf Seiten der Eingeborenen wurden etwa 30 Leute getötet und zehn gefangen genommen. Die Polizeitruppe hatte keine Verluste. Eine weitere Ausbreitung der Unruhen ist nicht wahrscheinlich.— Der stellvertretende Gouverneur Hahl ist schwer am Fieber erkrankt: Das Kriegsschiff„Möwe“ ist gestern hier eingetroffen. H Für die dritte Beratung des Etats im Abgeordnetenhause beantragt die nationalliberale Feaktion die Wiederherstellung des von den Konservativen und dem Zentrum in der zweiten Lesung verworfenen Statspostens für den Umbau des Bahnhofs in Homburg v. d. H. Auch von anderer Seite werden darauf bezügliche Anträge vorbereitet. Stadtbaurat Hoffmann der Kunstdeputation einen neuen Entwurf vorgelegt hatte. ∆ Greiz, 19. April. Fürst Heinrich XXII. Neuß k. L. ist heute Nachmittag kurz nach 5 Uhr nach schwerem Todeskampfe gestorben. * Ausländische Nachrichten. H Wien, 20. April. Mit Bestimmtheit tritt hier das Gerücht auf, daß der Reichskriegsminister v. Krieghammer nach Schluß der Delegationen zurücktreten und durch den Feldmarschallleutnant Schäwich ersetzt werden wird. H Wien, 20. April. Nach hier auf Umwegen eingetroffenen Privatmeldungen aus Novi=Bazar sollen von einem früheren Studenten, einem Nihilisten, auf den dortigen Gouverneur drei Revolverschüsse abgefeuert worden sein, von denen zwei trafen. Die Verwundungen seien jedoch ungefährlich. H Wien, 19. April. Der römische Korrespondent der„N. Fr. Pr.“ ist zu der Erklärung autorisirt, daß die Angaben des„Giornale'Italia“ über vorgenommene Aenderungen militärischen Charakters im Dreibundvertrage jeder Begründung entbehren. Der Vertrag sei noch nicht abgeschlossen, und von irgend welchen Aenderungen des Inhalts sei niemals die Rede gewesen. Auch sei es unwahr, daß hinsichtlich Abkommens andere Vereinbarungen getroffen seien als diejeniger, welche zur Sicherung des gegenwärtigen Besitzstandes und des Friedens seit Jahren bestehen. Die Verhandlungen über die künftigen wirtschaftlichen Beziehungen Italiens zu Oesterreich dauern fort, und es sei zu hoffen, daß diese einen guten Verlauf nehmen. H Barcelona, 20. April. Die Polizei verhaftete den Karlistenführer Juan Alegria. H Londen, 20. April. Nach hier eingetroffenen Telegrammen wurde die Stadt Mexiko von einem schweren, 90 Sekunden dauernden Erdbeben heimgesucht, welches verhältnismäßig wenig Schaden angerichtet hat. Wetterbericht der Emscher=Zeitung. Nachdruck verboten.) An 28 April: Zunehmend bewölkt, warm, Gewitterregen. Am 28. April: Nach weiteren Gewittern und Regen sfolgt Abrählung, meit wollig nod trst. Tagliche Erinnerungen. 21. April 758 v. Chr. Gründung Roms. 1488. U. von Hutten ged.(Burg Steckelberg.) 1736. Prinz Eugen f.(Wien.) 1782. Fröbel, Pädagog, geb(Oberweißbach.) 1900. Vogel, Teuorist F.(München.) Aus dem Emschergebiete. s Gelsenkirchen, 21. April.[Kuappschafts=Augelegenheit.] Der Knappschaftsälteste des Sprengels 214, Bernhard Fank in Ueckendorf, ist gestorben.— Die Aeltesten=Geschäfte sind dem Ersatzmann Bergmann Friedrich Olk, daselbst Hochwegstraße, übertragen worden.— Der Sprengel umfaßt: Gemeinde Ueckendorf östlich der Bochumerstraße, westlich der Schulstraße und nördlich der Bergmannsstraße, letztere auf beiden Seiten. : Selsenkirchen, 21. April.[Kein Arbeitsnachweis für das ganze Reich.] Die durch die Presse verbreitete Mitteilung, daß sich die arbeitsstatistische Abteilung des kaiserlichen statistischen Amtes demnächst mit der Einführung eines Arbeitsnachweises für das ganze Reich beschäftigen werde, wird der„Germania“ von zuverlässizer Seite als unrichtig bezeichnet. ss Selsenkirchen, 21. April.[Messerstecherei.] Der Fuhrmann Ernst Klockenbusch, welcher in der Heinrichstraße wohnt, wurde gestern gegen Mitternacht in der Breitestraße durch Messerstiche in die Brust und in den Hals schwer verletzt. Eine kurze Stricke schleppte er sich noch weiter, brach dann aber wie tot zusammen. Die Polizeipatronille sorgte für Ueberführung des Verwundeten in das kath. Krankenhaus, wo derselbe bereits gestorben sein soll. Vier Personen wurden verhaftet, jedoch soll der Hauptbeteiligte sich geflüchtet haben. r Schalke, 19. April.[Rektorprüfung bestanden.) Mitte dieser Woche hat Herr Hauptlehrer H. Ischerland aus Schalke sich in Münster der Rektorprüfung unterworfen und diese bestanden. m Sladbeck, 17. April.[Diebstahl.] Vorgestern haben zwei Diebe in einem hiesigen Geschäft Hosen entwendet und sind dann geflüchtet. Die hiesige Polizei hat dieselben verfolgt und auch festgenommen. m Sladbeck, 19. April. Die hiefige öffentliche Rektoratschule, welche Ostern 1900 mit einer Klasse eröffnet wurde, ist unter Leitung des geistlichen Rektors Herrn Renfing schnell emporgeblüht. Sie umfaßt jetzt bei Beginn des neuen Schuljahres die drei unteren Klassen des Gymnasiums und zählt bereits 52 Schüler; von diesen gehören 49 der katholischen und drei der evangelischen Konfession an. Auf Antrag und Vorschlag des Kuratoriums wurde von der Kgl. Regierung als 8. Lehrer der Herr Korrektor Eister angestellt, welcher schon eine Reihe von Jahren an verschiedenen Schulen thätig war, zuletzt an der höheren Stadtschule zu Heinsborn. m Sladbeck, 19. April.[Rohheit.] Heute Nacht wurde ein hiesiger Arbeiter auf dem Heimwege von mehreren rohen Bursch.n überfallen und durch Faustschläge und Stockhiebe deratt mißhandelt, daß derselbe ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. Die Thäter sind ermittelt. m Sladbeck, 20. April.[Gutankauf.] Seitens der Zeche„Mathias Stinnes“ zu Carnap wurde der umfangreiche Hof des Herrn Hartmann in Brauck käuflich erworben. Mau sieht, daß die Grundeinkäufe seitens der Zechen in unserer Gemeinde noch anhalten. m Sladbeck, 20. April. Der hiesige Handwerksmeisterverein hat ein den hiesigen Verhältnissen entsprechendes Statnt ausgearbeitet zur Einführung einer Gewerbevereinigung um die Gewerbetreibenden vor böswilligen Schuldnern zu schützen. Arbeiter= und Lohnbewegung. * Kopenhagen, 19. April. Durch die Arbeitsstockung, die heute in allen dänischen Häfen eingetreten ist, wurden 6200 Arbeiter betroffen; weitere 2000 werden indtrekt arbeislos. Verwaltung. de Der Minister des Innern hat dem Verein zur Förderung der Pferde= und Viehzucht in den Harzlandschaften zu Quedlinburg die Erlaubnis erteilt, in diesem Jahre wiederum eine öffentliche Verlosung von Wagen, Pferden, Reit=, Fahr= und geräten 2c. zu veranstalten und die Lose in der ganzen Monarchie zu vertreiben. Personalien. Der Pfarrer Hellweg zu Wanne ist durch Erlaß des Herrn Ministers der geistlichen, Unterrichts= und Medizinalangelegenheiten vom 4. Spril 1902— U, III. B. Ne. 1065 G I — vom 1. Mai 1902 ab mit der kommissarischen Verwaltung des Kreisschulinspektions bezirks Gelsenkirchen—Hattingen under vorläufiger Auweifung seines Wohnsthes in Wanne do austrest werden. Der Hauptlehrer Theodor Dohle in zum Rellor der katholischen Volksschule— Marienschule zu Gickel, und der Hauptlehrer Grust Neuter ist zum Rektor der edangelischen Seitsschale iu Wesenfeld ernaunt werben. Standesamts=Nachrichten des Amtes Schalte. Geburten. Paul v. Wazemeister Paulus Bockler. Eherhard v. De ahtwalzwerkarbeiter Friedrich Spelsberg. Friedrich Wilhelm v. Hauer August Tonk. Aona Elisabeth v. Hauer Johann Malaszewskl. Wilhelmine Friederike v. Hauer Friedrich Falk. Johann Heinrich v. Zeichner Heinrich Schagen. Kurt Hermann Albert v. Werkmeiner Heinrich Dringenberg. Martha v. Metzgermeister Jakob Klumb. Berphardine Wilhelmine# Weichensteller Peter Berghaue. Friedrich Karl v. Klempnermeister Karl Schrag. Mergarethe Maria v. Hauer Jakob Wiercioch. Gertrud Hedwig v. Hauer Gottlieb Buttler. Kark Adalbert v. Schneidermeister Karl Schmidt. Hermann Georg Adam v. Bergtagesarbeiter Heinrich Blum. Martha Anna v. Tesegraphenarbeiter Robert Rostock. Friedrich und Albert. Zwill. v. Johannes Köhler. Gustav Emil v. Hauer Gustav Hagemann. Karl Gustav v. Hauer Karl Porzenie. Karl Mathias v. Bergtagesarbeiter Johann Wiegand. Auguste v. Herdfabrikarbeiter Karl Wein. Josef v. Drahtwalzwerkarbeiter Anton Schulz. Jakob v. Kesselschmied Jakob Huder. Walther v. Blechwalzwerkarbeiter Hermann Becker. Margarethe Elise v. Hauer Peter Eichenhauer. Aufalbete. Blechwalzwerkarbeiter Karl Herm. Saschiuskt u. Emilie Maria Flakowski, beide ev. Herdfabrikarbeiter Karl Johann Debee kath. u. Wwe. Anva Maria Aßmann geb. Andrees, ev. Schlepper Michael Kuschmierz u. Klara Karoline Rogalinski, beide ev. Hauer Karl Otto Janas u. Adele Wessek, Bulmke, beide ev. Kesselfabrikarbeiter Karl Friedrich Franz Adam Wagenknecht, ev. und und Wwe. Katharina Tolksdorf geb. Anntd, kath. Lehrhauer Wilhelm Friedrich u. Martho aline Brunnecker, beide ev. Heiraten. Fabrikarbeiter Friedrich Wilhelm Tobies m. Maria Auna Krause, beide ev. Hauer Heinrich Ernst Tilke m. Johanna Mathilde Oeckenpöhler, beide kath. Lehrhauer August Pfeiffer m. Agatha Domnik, beide kath. Bureaugehilfe Gerhard Josef Prinz m. Magaretha Wilhelmine Karthäuser, beide katd. Lehrhauer August Staubach m. Anna Maria Bernardine Scäfer, beide kath. Schneidergeselle Albert Radolf Konrad m. Klara Auguste Zutz, beide ev. Rangirer Sottlieb Dorsch m Karoline Zimowskt geb. Ksinzek, beide er. Blechwalzwerkarbetter Err### Pingel, kath. m. Maria Schulz geb. Chedor, er. Fabrikerbeiter Mlozstas Bialk m. Jotsige Towoka, bailte katt. jeder Art finden durch die weite Verbreitung mis sicherem Erfolg. ** MFA — Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. Stadt-Halle Gelsenkirchen. Mittwoch, den 23. April d. Is., abends 8 Uhr: 1970 „Ccheer uld-Cckeert, 100 Sänger. K 100 Sänger. Honanutmachung. Ueber das Vermögen dei Schwarzacher Dampfsägewerks, besellschaft mit beschränkter Haftung, zu Schalke, ist heute Vormittag 11½ Uhr das Konkursverfahren eröffnet. Der Rechtsanwalt Greve zu Gelsenkirchen ist zum Konkursverwalter ernannt. Erste Gläabiger=Veisimmlung am 23. Mai 1902, vormittags 10 Uhr. Termin zur Prüsung der bis zum 28. Mai 1902 anzumeldenden Forderungen am 13. Juni 1902, vormittags 10 Uhr, Zimmer Nr. 6. Offener Arrest mit Anzeigepflicht und Aumeldefrist der Forderungen bis zum 23. Mai 1902. Selsenkirchen, den 18. April 1902. 1972 Der Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts: Thönnes, Sekretär. Bekanntmachung. Auf Grund der Vorflut= und Bachschau=Polizeiverordnung vom 16. September 1895 für den Schwarzbach(Mühlenbach) und dessen Umfluten werden die Reinigungsverpflichteten hiermit aufgefordert, diese Wasserläufe im Laufe des kommenden Monats bis auf die Sohle zu ztumen. Die bei der Räumung(minbestens 1 Meter vom oberen Uferrande) aus zuwerfenden Stoffe sind von den Räumungstflichtigen, soweit sie nicht zur Uferbefestigung gebraucht werden, gleich nach dem Abtrocknen, spätestens aber nach Aberntung der angrenzenden Grundstücke einznebnen oder abzufahren. Von öffentlichen Wegen ist der Grabenauswurf stets sofort nach der Räumung durch die Räumungspflichtigen zu entfernen. Die Tiefe ist so zu bemessen, daß überall ein möglichst gleichmäßiges Gefälle entsteht Die mittlere Breite der Bachsohle beträgt innerhalb der Gemeinde Ueckendorf 2 Meter. Säumige Räumungspflichtige werden mit Geldstrafe bis zu 60 Mk. belegt, auch wird die Räumung im Zwangswege auf Kosten der Verpflschteten ausgeführt werden. Ueckendorf, den 19. April 19·2. Die Polizei=Verwaltung: von Wedelstaedt. Srbaung, betreffend die Erhebung einer Hundesteuer im Bezirke der Landgemeinde Sickel. Auf Grund des Beschlusses der hiesigen Gemeinde Vertretung vom 28. Januar 1902 wird hierdurch in Gemäßheit der§§ 16, 18, 82 des Kommunal=Abgabengesetzes vom 14. Juli 1893 nachstehende Ordun a, betreffend die Erhebung einer Hundesteuer im Bezirke der Landgemeinde Eickel unter Aufhebung des bis herigen Regulativs, betreffend Erhebung von Hundesteuer vom 27. September 1889, erlassen: S 1. Wer einen nicht mehr an der Mutter sangenden Hund hält, hat für denselben jährlich eine Steuer von 10 Mk. in halbjährigen Raten, und zwar in den ersten vierzehn Tagen, spätestens aber in dem ersten Hebetermine eines jeden halben Jahres an die Gemeindekasse Eickel zu entrichten. Das erste halbe Jahr erstreckt sich auf die Zeit vom 1. April bis Ende September. Es ist gestattet, die Steuer für das ganze Jahr in einr Summe im Voraus zu entrichten. Ueber die Steuerzahlung ist Quittung zu erteilen. S 2. Für einen Hund, welcher im Laufe eines halben Jahres(§ 1) steuerpflichtig wird, sowie für einen steuerpflichtigen Hund, der im Laufe eines halben Jahres angeschafft worden ist, muß die volle Steuer für das laufende halbe Jahr binnen 14 Tagen, vom Beginn der Steuer pflicht an gerechnet, entrichtet werden. Wer einen bereits versteuerten Hund erwirbt, oder mit einem solchen neu anzieht, oder einen Hund an Stelle eines eingegangenen versteuerten Hundes erwirbt, darf für das laufende halbe Jahr die gezahlte Steuer auf die zu zahlende in Anrechnung bringen. S 3. Steuerrückstände werden im Wege des Verwaltungszwangsverfahrens beigetrieben. Bei Unpfandbarkeit kann der Hund auf polizeiliche Anordnung gelötet werden. S 4. Wer einen steuerpflichtigen oder steuerfreien Hund anschafft, oder mit einem Hund anzieht, hat denselden binnen 14 Tagen nach der Auschaffung bezw nach dem Umzuge bei dem Meldeamte anzumelden. Neugeborene Hunde gelten als angeschafft nach Ablauf von 14 Tagen, nachdem dieselben aufgehört haben, an der Mutter zu sangen. Jeder Hund, welcher abgeschafft worden, abhanden gekommen, oder eingegangen ist, muß spätesteus innerhalb der ersten 14 Tage nach dem Ablaufe des halben Jahres(§), innerhalb dessen der Abgang erfolgt ist, abgemeldet werden, widrigenfalls die Steuer, welche für denselben zu entrichten ist, bis einschl. desjenigen halben Jahres, in welchem die Abmeldung geschehen, fortgezahlt werden muß. 3 5 Von der Steuer sind die Besitzer solcher Hunde frei, die zur Bewachung oder zum Gewerbe unentbehrlich sind. Mit dieser Maßgabe tritt die Steuerfreiheit ein: a) für einen Hund, welcher auf einzeln belegenen Gehöften zur Bewachung gehalten wird: b) für solche Hunde eines Besitzers bezw. Gewerbebetriebes, die dauernd als Ziebhunde verwendet und festgelgt werden, wenn sie nicht zur Beuutzung dienen Es bleibt dem Steuerausschusse unbenommen, die Steuerfreiheit der vorgenannten Hunde von Fall zu Fall zu prüfen und zu bestimmen, S 6. Einsprüche gegen die Hundelener=Veranlagung sind binnen vier Wochen nach Offenlegung der Heberollen bezw. Zustellung des Steuere zettels beim Gemeindevorstand schriftlich anzubringen und zu begründen, welcher durch Beschluß entscheidet. Gegen diesen Beschluß ist innerhalb 2 Wochen vom Tage des Empfanges des Bescheides die Klage im Verwaltungsstreitverfahren, welche beim Kreis=Ausschusse anzubringen ist, zulässig. Durch den: Einspruch wird die Zahlung der Steuer nicht aufebellen. S 7. Wer sich durch Verheiwlichung eines Hundes der Steuer zu entziehen sucht, unterliegt einer Stuafe von zehn bis dreißig Mark. 8. Die in Beziehung auf das Halten von Hunden bestehenden Polizeivorschriften werden durch vorstehende Bestimmungen nicht berührt. S 9. Gegenwärtige Ordnung tritt mit dem 1. April 1992 in Kraft. Eickel, den 23. Jannar 1902. Der Amtmann: Der Gemeinde=Vorsteher: Berkermann. Garthmann. Senehmigt. Seisenkirchen, den 14. April 1902. (L. 9) Ramens des Kreis=Ansschusses. Der Vorsttzende: Lindrat Dr. Hammetschmibt. Wird hiermit veröffentlicht. Eickel, den 17. Aprll 1909. Der Amtrann: Berkermann. Impfungen. Zur Vornahme der diesjährigen öffentlichen unentgeltlichen Jupfungen sind für das hiesige Amt nachbezeichnete Termine festgesetzt worden und zwar für die Gemeinde Sppendorf und Munscheid Stunigtel Hlintueh Leithe Geeinghausen Westenfeld Spyson un Mittwoch, 23. Juli, nachmittags 4½ Uhr Mittwoch, 9. Juli, nachmittags 4½ Uhr Mittwoch, 16. Juli, nachmittags 4½ Uhr Montag, 21. Juli, nachmittags 5 Uhr Mittwoch, 9. Juli, nachmittags 6½ Uhr Mittwoch, 23. Juli, nachmittags 6½ Uhr Rahlchen an im Lokale des Wirts Mittwoch, 30. Juli, nachmittags 4 Uhr Mittwoch, 16 Juli, nachmittags 4 Uhr Mittwoch, 23. Juli, nachmittags 3½ Uhr Montag, 28. Juli, nachmittags 4 Uhr Mittwoch, 16 Juli, nachmittegs 6½ Uhr Mittwoch, 30. Juli, nach mittags 5 Uhr Montag, 21. Juli, nachmittags 4 Uhr Biggeltag Dorennecht bto. Sürhe in der Schule Kopp Schmidt Montag, 14. Juli, nachmittags 5 Uhr Die auf den' Vorladungen noch näher angegebenen Zeitakschr itte— 5, 5½, 6 Uhr uso.— sind genau inne zu halten. Impfpflichtig sind sämtliche Kinder, welche im Jahre 1901 oder früher geboren, aber noch vicht mit Erfolg geimpft, und diejenigen Kinder, welche in den Jahren 1887, 1888, 1889 und 1890 geboren und noch nicht mit Erfolg wiedergeimpst Rod....## Je Lop Li.steitlagr mi.8 walen Li. 9P Die Eitern oder Pflegeeltern impfpflichtiger Kinver des viesfeinigen Amtes wollen die krinder rein gewaschen zu den angegebenen Terminen pürktlich gestellen, auch wenn ihnen zu den letzteren eine besondere Vorladung nicht zugegangen sein sollte. Von denjen'gen Kindern, welche privatim geimpft werden sollen, sowie denjenigen, welche wegen Krankheit von der Impfung in diesem Jahre zurückgestellt oder gänzlich befreit werden müssen, sind spätestens zu den angegegebenen Teiminen die erforderlichen ärztlichen Bescheinzigungen beizubringen. Die Nichtbefolgung obiger Vorschriften zieht eine Geldstrafe bis zu 30 Mk. eventl. verhältnismäßige Haft nach sich. Wattenscheid, den 14. Apeil 1902. Der Amimann: Emisch. Konkursverfahren. Das Konkursverfahren über das Vermögen des Kaufmanns Smil Romberg zu Rotthausen wird nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins hierdurch aufgehoben. 1975 Gelsepkirchen, den 17. April 1902. Königliches Amtsgericht. Synagogen-Gemeinde Gelsenkirchen. Gottesdienst am Passahfeste. Montag, den 21. April, abends 7¼ Uhr. Dienstag, den 22. April, morgens 8½ Uhr. Festpredigt 9½ Uhr. Dienstag, den 22. April, abends 7½ Uhr. Mittwoch, den 25. April, morgens 8½ Uhr. 1963: Der Verstand. Dessentr. Versteigrrung. Am Dienstag, den 32. April, vormittags 10 Uhr, werde ich in der Wirtschaft Wilh. Heining, Schalke: 1 halbschweres Pferd m. Geschirr, 2 karren, 1 Heuwagen, 1 Langwagen mit Kasten, 1 Ziehkarre, 1 Hobelbank mit 1 Posten Schüppen, 1 Pumpe mit öffentlich gegen gleich baare Zahlung versteigern. 1959 Herm. Bracuner, Auctionator. Verlegte meine U von Hermannstrasse 8 nach 98 Terchstragt 38. Das Geschäft wird in unveränderter Weise fortgeführt. 1887 Herm. Bremer, Gelsenkirchen Tier=, Vogel=, Samen= u. Räfighandlung. „Sebüicking! nster a lte: garantirt reiner Münsterländer Doppelkorn Vielfach prämürt mit gold. Medaillen und Ehrenpreisen im in- und Auslande. In fast allen Restaurants zu haben. Dampf-KorabranntweinBronnerei 6464 B. Schücking, Dälmen bei Münster(Westf.) Wegen vieler Nachahmungen achte man auf Flasche und Etiquett. Vertreter: Helar. Hechklrehen, Gelsenkirchen. Oalittatitt,atte-Suhiitat A. Schfe.„ Gelsenkirchen, 98 Bahnhofstrasse 98, neben dem Bahnhofs-Hetel. Bekanntmachung. Die Hebeliste für die Kehrichtabfuhr in der Geweinde Bulmke für das Rechnungs jahe 19(2 liegt vom 19. d. Mis. ab 2 Wochen lang im Amtsbause, Zimmer Nr. 7, zur Einsicht offen. Die Gebühr beträgt 1/3% des Gebäudesteuer=Nutzungswertes. Bismarck, den 17. April 1901. Der Amtmann: b. Eberstein. Bekanntmachung. Die Revision der Quittungskarten wird voraussichtlich am 24. d. Mts. im hiesigen Amtsbezirk beginnen. Die Arbeitgeber werden aufgefordert, Qutttungskarten, Aufrechnungs. bescheinigungen, Dienstbücher pp. bei Vermeidung einer Ordnungsstrafe bis zu 300 Mk in Gemäßheit des § 161 des Reichsgesetzes vom 13. Juli 1899 zur Vorzeigung bereit zu halten. Wanne, den 19. April 1902. Der Amimann: Winter. Bekanntmachung. Die Gewerbesteuerrollen der Gemeinden Eickel und Holsterhausen für das Steuerjahr 1902 liegen vom 21. d. Mts. ab eine Woche lang im hiesigen Amtshause, Zimmer Nr. 1, zur Einsicht der Beteiligten offen. 1978 Eckel, den 19 upril 1902. Der Amtwann: Berkermann. Von der Reise Zuruckgekenrt. Gelsenkirchen, 19. April 1902. Saritätsrat Dr: Lindemann. Bank= u. Sparkassengelder auf erststellige Hypotheken sind stets durch mich zu haben. 1976 J. Duhrmann, Caternberd. Mittelstr. 4— Fernsprecher 1359. Cesucht wird zum 1. Mai ein Jange als 1942 Hausbursche. Wohnung und Beköstigung im Hause. Bismarok-Apotheke, Roonstraße 21. Ein Mädchen (16—17 Jahre alt) für Geschäft und leichtere Arbeit bei Familienanschluß gesucht...... 1932 Schalke, Friedrichstraße 28. Leichter Sommerwagen (Naturesche, Zweispänner) nebst zwei completten Plattgeschirren preiswert zu verkaufen. 1931 Schalte, Friedrichstraße 28. Marke Füllhorn, Shin-Sarpetel Silliest beit Gustav Kullenberg Selsenkirchen, Alter Markt und Karlstraße. Dia sichten Herberge zur Heimat, Kirdstraße 21, empfiehlt Mittagessen und 1213 Abendessen. Auch bringen wir unser Teinlager, namentlich f. Kranke in empfehlende Erinnerung. Eehalte Mittwoch, 22. d. 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Vorlage der Rechnung für 1901. 2. Verschiedenes. Ueckendorf, den 17. April 1902. Der Vorsitzende: 1826 C. Lier. Anstreichergehaisen gesucht. 1946 Gustav Hartwig, Gelsenkirchen Klosterstraße 4. Kneipp'sche Heilanstalt Kutser Friedrich=Dal Die Anstalt ist täglich v. morzens 8 Uhr an geöffuet. Ein wermes Wannenbad Mk. 0,50. Ein Dtd. warme Wannenkäder Mk. 4,80. Der Kneipp'sche Arzt Herr Dr. Rebloh giebt hier Sprechstunden jeden Mittwoch und Samstag Nachmittag von 5 bis 6 Uhr.— Bis Mai nur des Mittwochs. 1968 Wattenscheid, Ausweiche Querstr. Fritz Schlüter. „ S 5 nach Maass, anter Leitung einer durchaus tüchtigen und bewährten, ersten ." Zuschneiderin. Louste Garantie für tadellosen Sitz und sauberste Näharbeit. Anfertigung in kürzester Zeit.— Trauerkleider sofort. Reichhaltigste Auswahl modernster Modebilder. Das Kleirersid,, Täger durch die jetzt erhöhten Ausprüche ganz bedeutend vergrößert und aufs Reichhaltigste ausgestattet. Täglich Eingang von Neuheiten. 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