„Die Lippische Landes=Zeitung= erscheint mit Ausnahme der Sonn= und Festtage täglich und werden in derselben die amtlichen Bekanntmachungen des Amtsblattes für das Fürstenthum Lippe in besonderer Rubrik veröffentlicht. Redaction u. Expedition: Detmold, Leopoldstraße Nr. 117. TcrAe Abonnementspreis für das Vierteljahr: In Detmold 2 Mark 25 Pf., auswärts durch die Post bezogen 2 M. 60 Pf.,— mit Bestellgeld 3 M. Inserate werden mit 12 Pf. für den Raum der einfachen Corpus=Spaltzeile berechnet. Verantwortlicher Redacteur August Klingenberg. Druck und Verlag der Meyer'schen Hofbuchdruckerei(Gebr. Klingenberg) in Detmold. Ae 272. Vienslag, 20. November. 1005. Zwei neue landwirthschaftliche Industrien. (Schluß.) Welche Wandlungen in Produktion und Handel hätte nun die auf deutschem Boden stattfindende Verbreitung dieser neuen Zuckerpflanze? Auf Kosten welcher Kultur ginge ihr Anbau? Auf Kosten des der Zuckerrübe gewidmeten Areals gewiß dann, wenn die Rentabilität der neuen Industrie überhaupt größer ist als die der Zuckerrübe, oder auch dann, wenn die spezifischen Bedingungen der Sorghumkultur leichter gegeben werden können als die der Zuckerrübe, wenn also z. B. die Sorghumkultur weniger Ansprüche an Tiefgründigkeit des Bodens 2c. macht, oder wenn unser Boden durch den langjährizen Anbau der Rüben bereits erschöpft und ungünstig beeinflußt ist(z. B. wegen der RübenNematoden); oder auch dann, wenn der Sorghumzucker, als dem Rohrzucker näher stehend, dessen Einfuhr und Raffinirung unnöthig machen und beliebter, als der bisherige Rübenzucker würde. In allen diesen Fällen ginge die der Kaltur der alten Zuckerrübe gewidmete Fläche zurück und würde frei für das Sorghum. Wenn aber die Zuckerproduktion für Deutschland so vortheilhaft bliebe, daß sich dieselbe noch ausdehnen und vielleicht neben der alten Zuckerrübe noch das neue Sorghum aufnehmen würde, so ginge diese gesammte Kultur gewiß auf Kosten des Getreides, dessen Anbau für unsere Verhältnisse wenig lohnt, weil wir im Gegentheil auf Poussirung von Futter= und Handelspflanzen angewiesen sind, weil wir mit dem Dung der ersteren die letzteren erzielen können— das Sorghum ist beides zugleich— weil wir, wenn unser Boden für unsere Ernährung nicht ausreicht, am vortheilhaftesten fremdes Getreide einführen, dessen Anbau den Boden erschöpft, aber die Viehproduktion, welche den Boden bereichert, möglichst im Lande selbst. Ob nun die doch noch zweifelhaften Vortheile der Sorghumkultur bei uns die viel wahrscheinlicheren Nachtheile ihrer Einführung in Amerika auf uns paralysiren, muß einstweilen dahingestellt bleiben; wahrscheinlich werden sich die ungünstigsten Seiten der neuen Konjunktur nur allmählich entwickeln und uns Zeit geben zu neuen Ideen in der Produktions= und Handelspolitik: z. B. ob wir nicht aus Mais Stärke fabriziren sollten, nachdem gerade jetzt die Kunde eines neuen höchst vortheilhaften Verfahrens dafür aus Ungarn herüberkommt, und diese Maisstärkefabrikation ist die zweite Novität auf dem Unter der Maske. Novelle von Antonie Haupt. (8. Fortsetzung.) „ Proserpina, o meine Göttin!“ rief er vor Freude wie außer sich, und wenig hätte gefehlt, so wäre er der reizenden Erscheinung zu Füßen gefallen.„Sage mir, daß dies unverhoffte Glück kein Traum ist. Nein, es ist kein Traum,u fuhr er begeistert fort,„denn ich halte ja Deine lebenswarmen, zarten Finger umschlossen, ich darf sie mit meinen Lippen berühren wie ehemals in der seligsten Stunde meines Daseins.“ Damit that er so, wie er sagte, oder vielmehr nicht ganz so, denn seine Lippen begnügten sich nicht mit der behandschuhten Rechten, sondern fanden höher hinauf an dem runden, weichen Arm eine viel passendere Stelle, um recht inbrünstig zu küssen. „Wenn Du nicht sofort Vernunft annimmst und Dich beträgst, wie andere gesittete Menschenkinder, werde ich mich genöthigt sehen, wieder spurlos zu verschwinden.“ „Das wirst Du nicht thun, meine Proserpina, ich halte Dich fest und lasse Dich nicht.“ Er zog den Arm durch den seinen, was sie auch willig geschehen ließ; ja sie folgte ihm sogar, als er jetzt eine kleine Promenade durch den Saal vorschlug, die er diesmal natürlich mit viel weniger Hast ausführte, als seine bisherigen Spazierläufe. „ Nan sage mir, meine grausame Göttin, warum finde ich Dich erst heute wieder?“ „Vielleicht duldeten die Rachegeister es nicht eher, zur Strafe Deiner ehemaligen frevelhaften Aeußerungen.“ „Die Strafe wäre zu hart für die aufrichtige Aeußerung meiner waren Ansichten, die ich rur dann als kleines Vergehen betrachten könnte, wenn sie Dich, süße Holde, verletzt hätte.“ landwirthschaftlich=technischen Gebiete, auf die wir aufmerksam machen wollen. Von dem Professor Ladislaus v. Wagner an der technischen Hochschule zu Budapest sind soeben in mehreren landwirthschaftlichen Zeitschriften gleichlautende Artikel über die Maisstärkefabrikation nach ihrer wirthschaftlichen und industriellen Bedeutung erschienen, worin einem neuen patentirten— wie wir vermuthen vom Herrn Verfasser selbst entdeckten— Verfahren große Zukunft zugesprochen wird. Wir folgen in einer die Hauptgesichtspunkte zusammenfassenden Schilderung dem Gedankengang des Herrn Verfassers. Die Aufgabe der landwirthschaftlichen Industrie ist Futtergewinnung, d. h. indirekte Dungproduktion, um die Fruchtbarkeit und Rentabilität des Bodens auf das Höchste zu heben. Die wichtigsten Bestandtheile des Futters sind aber die Protein= oder Eiweisstoffe, und sind diese im Mais und in den Rückständen der Fabrikation aus ihm reichlicher als in den Rückständen aller übrigen technischen Fabrikationen enthalten. Der Mais weist durchschnittlich 10 Proz. solcher Eiweißstoffe auf, und diese können vollständig in die Rückstände übergeführt werden und in denselben in frischem, unverändertem leicht verdaulichem Zustande erhalten bleiben— durch das neue patentirte Verfahren. Während bei den bisherigen in England und Nordamerika gebräuchlichen Verfahren die Eiweisstoffe den Rückständen nur zum Theil erhalten blieben und diese Rückstände selbst durch die vorgängige Behandlung mit Aetznatron in einen für die Fütterung unbrauchbaren Zustand kamen, hat die neue Fabrikationsweise, welche kein Aetznatron, keine höhere Temperatur, keinen Dampfdruck anwendet, diese Nachtheile nicht und ihre Rückstände bleiben außerdem eine konfistente, konservirbare Masse— im Gegensatz zu den anderen leicht sich zersetzenden dünnflüssigen Schlempen. Aber auch im Hauptprodukt repräsentiren sich die günstigen Folgen der neuen Erfindung. Die darnach gewonnene Maisstärke erscheint in nahezu chemisch reinem Zustande und nur in einer einzigen Qualität, das heißt der ganze Stärkegehalt wird in Primastärke übergeführt ohne jeden Verlust durch Entstehung von geringwerthigeren Nebenqualitäten, die das pekuniäre Gesammtergebniß sonst so beeinträchtigen, denn alle diese Sekundaqualitäten, die früher unvermeidlich waren und schwer verkäuflich sind, sollen hier wegfallen. Die Maisstärke ist überhaupt— von dem Verfahren ihrer Gewinnung ganz abgesehen — in den meisten Verwendungsarten der Weizenstärke ganz gleichzusteller, als Klebmittel verdient ihr Kleister „Du hast also Deine Ansichten in Bezug auf wissenschaftliche Thätigkeit der Frauen noch immer nicht geändert?n „Ganz und gar nicht! Ich bleibe dabei, die Wissenschaften gleichen einem Hute, der nicht auf jeden Kopf paßt; will nun ein kleiner, zierlicher Frauenkopf sich mit dem Hute schmücken, so wird er zum lächerlichen Zerrbild.: „Einem Frauenkopf, der zufällig dick genug ist, sich des Hutes bedienen zu können, darfst Du dies doch nicht verübeln. Wenn ich nun zuweilen auch schon Gebrauch von dem mir nicht erlaubten Hute gemacht hätte?“ lachte sie schelmisch. „Du, meine reizende, bestrickende Proserpina, Du sollst einer solchen Verkehrtheit gehuldigt,— Du solltest dem strengsten Dienst des Gedankens Dich gewidmet haben? Gewiß nicht, Deine echt weibliche Liebenswürdigkeit, Deine bezaubernde Anmuth wären dabei verloren gegangen.“ „Ich hätte doch erwartet, daß der Umgang mit den hiesigen Damen, die alle mehr oder minder dem Dienste Minervens sich weihen, Dich eines Besseren über die Leiftungsfähigkeit unseres Geschlechtes belehren würde.“ „Offen gestanden, kümmerte ich mich sehr wenig um die ganze Damenwelt. Mein einziger Gedanke warst nur Du,— das Bestreben, Dich, meine entschwundene Göttin, wiederzufinden." „So hast Du den gefürchteten Besuch bei Professor Werner auch noch nicht in Szene gesetzt?“ frug sie mit unterdrücktem Lachen. „Bewahre der Himmel! Ich denke weniger wie je daran, ihn auszuführen, da ich gegründete Ursache habe, anzunehmen, daß mein Vater mittlerweile auch den Professor über seinen Heirathsplan unterrichtet. Wie peinlich müßte es mir sein, mit diesem auf Gegenseitigsogar noch den Vorzug, weil er größeres Streifungsvermögen hat, als der aus Weizenstärke. Aber unter den Maisstärkearten selbst ist die nach dem neuen Verfahren erzeugte Maisstärke, weil fast chemisch rein 2c., noch einmal preiswürdiger, als die nach bisheriger amerikanischer Methode mit Aetznatron erzeugte Stärke. Bei der vorjährigen Triester Industrieausstellung erhielt die in der ungarischen Abtheilung ausgestellte Maisstärke (und Maizena), Produkte der nach dem neuen Verfahren erst kurz vorher eingerichteten„Ersten Maizena= und Maisstärkefabrik zu Budapest“— Die goldene Medaille als Preis für ihre vorzüglichen Leistungen. Dieses Fabrikationsverfahren ist bereits in einigen weiteren neuen Fabriken, so in Czernowitz in der Bukowina (Firma Lauffer), in Halle an der Saale(Firma Dammann und Co) 2c. mit Erfolg eingeführt und Herr Professor v. Wagner in Budapest ist selbst gern zu jeder weiteren Auskunft bereit. Durch diese Vorzüge des neuen Verfahrens, dessen Einzelheiten wir hier nicht wiedergeben können, soll sich die Maisstärkefabrikation rentabler als die Stärkefabrikation aus Weizen oder Kartoffeln stellen, und folgende Vergleichungen mögen dies deutlich machen. Gute Kartoffeln enthalten durchschnittlich 25 Prozent Trockensubstanz mit 1,1 Prozent Proteingehalt. In 100 kg Trockensubstanz enthält somit die Kartoffel 4,4 kg Proteinstoffe. Der Mais enthält durchschnittlich 77,6 Prozent Trockensubstanz mit 10,6 Prozent Proteingehalt, so daß in 100 kg Maistrockensubstanz 13,6 kg Proteinstoffe enthalten sind, also mehr wie dreimal so viel als in der Kartoffel. Die Kartoffelfaser, d. h. Schlempe der Kartoffelstärke=Fabrikation, enthält 11 Prozent Trockensubstanz mit ½ Prozent Proteingehalt, die Trockensubstanz der Kartoffelschlempe also 4½ Prozent Protein. Das bei der Maisstärkefabrikation gewonnene Nebenprodukt, die sogenannte Maisschlempe, enthält 25— 33 Prozent Trockensubstanz, welche fast ausschließlich aus verdaulichen Proteinstoffen besteht, während die getrennt als Abfall gewonnenen Keime und Hülsen den größten Theil des im Mais befindlichen Fettes enthalten, da ja die fett und proteinreichen Keime des Maises fast unverändert ausgeschieden werden. Dies über den Nährwerth der beiderlei Rückstände. Nun folgt eine Parallele über die Ausnutzung des Bodens durch den Kartoffelbau und den Maisbau, der wir nur das Resultat entnehmen, daß der letztere dem Boden(resp. der Luft) zweimal so viel Protein entzieht keit beruhenden Bewußtsein vor den ledernen Blaustruwpf zu treten, der gewiß mit pedantischer Steifheit einen wohlaufgesetzten, pflichtgetreuen Heirathsantrag von mir erwartete." „Deine Einbildungskraft ist nicht gering, junger Mann,“ sagte die Zauberin lachend.„Der„„lederne, pedantische Blaustrumpfen wollte vielleicht gar nicht den eiteln, selbstgefälligen Museumsdirektor zum Herrn und Ehegemahl.“ „Was diesem wenig Kummer verursachen würde. Doch, wie kommt es, daß man Fräulein Werner nirgends sieht?“ „Mir däucht, Du beginnst Dich für den Blaustrumpf zu interessiren." „Wie wenig ich das thue, kannst Du daraus entnehmen, daß ich ihren Vater, den ich gelegentlich traf, und der mir in seiner milden, ruhigen Weise außerordentlich imponirte, dennoch ängstlich mied, ja mich ihm nicht einmal vorstellen ließ.: „Dann kann es Dir auch gleichgiltig sein, weshalb Valerie nirgends sichtbar ist. Doch ich will Dir es sagen: einfach aus dem Grunde, weil ihr Vater keinen Spaß an geselligen Vergnügen hat, und Valerie um alles nicht dem ernsten Mann das Opfer zumuthen wollte, sie dorthin zu begleiten.“ „Es fänden sich doch gewiß befreundete Familien, unter deren Schutz die junge Dame die Gesellschaften besuchen könnte.“ „Dann müßte ihr Vater, dem ihre aufheiternde Gegenwart ein Bedürfniß ist, viele, viele Abende allein zubringen; denn eine Gesellschaft bringt andere mit sich. Da die Mutter nun, wie Du weißt, vor einigen Jahren gestorben ist, so hält es Valerie umsomehr für ihre Pflicht, ihren alten Vater nicht zu verlassen.“ (Fortsetzung folgt.) resp. erzeugt als der erstere. Die Ausbeute an Stärkemehl hingegen ist pro Hektar bei der Kartoffelkultur etwas größer als bei dem Mais, das Stärkemehl des letzteren ist aber ca. 25 Prozent mehr werth, als das der Kartoffel, daneben wird nur eine Primaqualität gewonnen und deshalb stellt sich der Geldertrag für Stärke pro Hektar bei dem Maisbau wieder wesentlich höher als bei dem Kartoffelbau. Wir enthalten uns, die jetzt folgende Rentabilitätsberechnung der Fabrikation mit Zahlen wieder zu geben, weil die dabei zu Grunde gelegten Verkaufspreise der Maisstärke wie die Ankaufs= resp. Produktionspreise des Maises unsichere und wechselnde sind, weil in Ungarn die Steuern, die Einheitspreise für Arbeit und Kapital, die Amortisationsgrundsätze rc. vielfach verschieden gegen Deutschland sind. Wir begnügen uns, anzugeben, daß die Rentabilität eine sehr hohe ist, daß eine Fabrik mit 15000 Gulden Einrichtungskosten je nach Lage 2c. 20—40 Proz. Reinertrag abwerfen soll, welcher, wenn hohe Verwerthung der Rückstände durch Verkauf an städtische Milchwirthschaften rc. wie in Budapest dazu kommt, noch höher steigen kann. Die Hauptsache bleibt natürlich der Ankaufs= oder Erzeugungspreis des Maises und die Absatz= resp. Verwerthungspreise für die Stärke und die Rückstände. Ob Deutschland den Mais so billig und so qualitätsreich wie Ungarn und Amerika erzeugen kann, ist bei seinen Naturverhältnissen sehr zweifelhaft, aber es kann ihn importiren zu Preisen, die noch lohnend sind; so erwähnt unser Gewährsmann, daß eine norddeutsche Stärkefabrik, die sich nach seinem neuen Verfahren eingerichtet habe, amerikanischen Pferdezahnmais zu 14 ¼ M per g. loco Fabrik kostend, verarbeite. Ob wir aber bei gekauftem Mais mit Ungarn z.., welches seinen Mais selbst erzeugt, konkurriren können, ist nur dann wahrscheinlich, wenn wir den Gewinn nicht in dem Stärkeabsatze, sondern in der Rückständeverwerthung suchen und auch finden werden, denn wenn wir auch die Stärke trotz höherer Selbstkosten nicht theurer wie Ungarn werden verkaufen können, so können wir doch diese höheren Selbstkosten auf die Rückstände schlagen, welche bei uns als Futtermittel gewiß einen höheren Werth haben als in Ungarn oder Nordamerika. Von diesem Gesichtspunkte aus kann die neue Fabrikationsmethode für uns von größerem Werth werden, während es der Zukunft anheimgestellt bleiben muß, ob die Maisstärke die Weizen= und vielleicht auch die Kartoffelstärke wirklich verdrängt, ob ihre Preise bei größerem Angebot nicht unter das Niveau der ersten Rentabilitätsrechnungen herabgehen und damit auch die bisherigen Rohmaterialien— Weizen und Kartoffel— vielleicht mit neuen verbesserten Gewinnungsmethoden wieder zur Geltung kommen. Nachschrift. Soeben nach Abschluß unseres Artikels lesen wir im„Landwirth“ eine Erklärung des Professors v. Wagner, wonach die Marktpreise der Maisstärke— in Budapest— genau dieselben sind wie die der Weizenstärke, daß aber die erstere ihrer Vorzüge wegen lieber gekauft wird, und zwar stellt sich der Marktpreis für diese beiden Stärken auf 21—22 fl. ö. W.— 36 bis 37 M, für die Kartoffelstärke hingegen auf 16 fl. ö. W. = 27 K. Auch an der Pariser Börse wird laut „Journal de la meunerie“ Maisstärke gehandelt und zwar zu dem Preis von 42—43 Fr. oder 38—39M für den Maierceniner, dies ist aber amerikanisches, also geringerwerthiges Fabrikat. Demnach sind die den Berechnungen Wagners zu Grunde gelegten Preise von 35 i für Maisstärke nach neuem ungarischem Verfahren als sehr mäßige zu bezeichnen. Diese Erklärung soll eine Antwort auf die zahlreichen öffentlichen und privaten Anfragen wegen des Preises sein, die anläßlich dieser das Interesse so vieler Kreise in Anspruch nehmenden Erfindung täglich und aus den verschiedensten Gegenden an Professor v. Wagner gelangten; derselbe ist übrigens fortwährend zu weiteren Antworten bereit, insbesondere auch zur Namhaftmachung der Bezugsquellen, an welche sich Interessenten behufs Einrichtung und Inbetriebsetzung von Maisstärkefabriken zu wenden haben.(Wes. Ztg.) Deutsches Reich. * Berlin, 19. November.(Die„Nordd. Allg. Ztg.*) lancirte vor einigen Tagen den zweiten Wasserstrahl nach Paris, er galt dem ehemaligen Organ Gambettas. Die„République francaise“, schreibt das gonvernementale Blatt, macht nun ebenfalls, wie viele andere französischen Blätter, den Versuch, die Reise des deutschen Kronprinzen nach Spanien als ein Ereigniß von verhängnißvoller Tragweite darzustellen.„Der Dynastie wird es nicht an Warnungen fehlen“, schreibt sie. Der„National hatte sogar von einem„unüberschreitbaren Abgrund zwischen den Dynastien und den Völkern gesprochen. Nach dem letztgenannten Blatte hätten die Souveräne Europas selbst diesen Abgrund gegraben, und zwar dadurch, daß sie sich der deutschen Politik nicht feindlich gegenübergestellt. Wir brauchen nicht zu untersuchen, ob es in der That richtig ist, daß diejenigen Staaten, die in gutem Einverständniß mit Deutschland leben und leben wollen, dadurch einen Abgrund zwischen ihren Dynastien und Völkern graben. Das wird dem„National“ außerhalb Frankreich wohl schwerlich jemand glauben. Dagegen würden wir dem französischen Blatte nicht widersprechen, wenn es, sich enger fassend, von dem Abgrunde spräche, den die unendlich ermüdende französische Hetzpresse mit der Zeit zwischen den Dynastien Europas und dem französischen Volke gegraben hat. *—(Militärisches.) Die Ernennung der bisherigen etatsmäßigen Stabsoffiziere der Infanterie zu Bataillonskommandeuren und die Uebertragung der Funktionen der genannten Offiziere an die Oberstlieutenants find nunmehr vollzogen. Es werden hierdurch zahlreiche Versetzungen nöthig, da ein Theil der Oberstlieutenants nicht in den Regimentsstabsquartieren stand, weiterhin weil es auch öfters der Fall war, daß in einem Regiment sich überhaupt kein Oberstlieutenant befand, dafür in einem anderen Regiment deren aber zwei oder gar drei. Als die Hauptvorzüge dieses neuen Systems dürften sich geltend machen, daß der naturgemäße Stellvertreter des Regimentskommandeurs jetzt schon dauernd Gelegenheit erhält, sich mit seinen späteren Amtspflichten bekannt zu machen und daß es jetzt vermieden wird, jüngere Stabsoffiziere mehrere Jahre hindurch dem praktischen Dienste zu entziehen. Selbstverständlich wird die nun eingeführte Maßregel auch dauernd laufende Versetzungen nöthig machen, da mit der Ernennung zum Oberstlieutenant jetzt eine bestimmte Funktion verbunden ist, während es früher nur eine Rangerhöhung war, welche die dienstliche Stellung weiter nicht berührte. *—(Offizier=Konsumverein.) Die„Leipziger Zeitung:(Regierungsorgan) schreibt: Wir glauben den durch die ins Werk gesetzte Gründung eines Offizier=(Konsum=) Vereins für die deutsche Armee und Marine irritirten gewerblichen Interessen im Lande die beruhigende Mittheilung nicht vorenthalten zu sollen, daß dieses Unternehmen nach unseren Informationen in den betreffenden sächsischen Kreisen bisher keinen Anklang gefunden hat und eine Betheiligung sächfischer Offizierkorps und Offiziere an demselben kaum in Aussicht stehen dürfte. *—(Vom Tabakmonopol), dessen Segnungen die Offiziösen so verlockend zu schildern bemüht waren, erfahren wir aus dem vom Reichsamte des Innern herausgegebenen„Deutschen Handelsarchiv= nicht viel Gutes, wenn anders die Folgen der Aufhebung des Monopols einen Schluß auf den wirthschaftlichen Werth des Systems zulassen, was sich doch wohl mit einiger Gewißheit annehmen läßt. In einem Konsularberichte aus Manila ist dort nämlich zu lesen, daß die definitive Aufhebung des Tabakmonopols mit Freude begrüßt ist, daß sich eine überaus große Anzahl Unternehmungslustiger dem hausindustriellen Betriebe zugewendet hat, daß eine große Tabakgesellschaft die„Compana General de Tabacos de Filipinas“, sofort nach Erlöschen des Monopols vier Fabriken mit 10,000 Arbeitern in Betrieb gesetzt hat und noch eine fünfte errichtet, die 3 bis 4000 Arbeitern Beschäftigung gewähren wird. Diese Gesellschaft hat auch bereits in den zwei Provinzen Isabel und Cagayan, welche den besten Tabak liefern, fünf Haciendas von 9230 Hektar Fläche zum Tabakbau, der 4000 Familien beschäftigen wird, angekauft und eine aus vier großen Schiffen bestehende Dampferlinie ins Leben gerufen, um eine regelmäßige Verbindung von Liverpool über Barcelona, Suez, Point of Wales, Singapore nach Manila herzustellen. Man hoffe zuversichtlich, wird hinzugefügt, bei einer anderen Behandlung des Rohmaterials und der größeren Sorgfalt, die man auf den Tabakbau verwenden wird, Cigarren fabriziren zu können, die den besseren Sorten Havana ebenbürtig an die Seite gestellt werden können. Also Hebung des Tabakbaues, Aufschwung der Fabrikation und des Handels, und das Alles ohne Staatssubvention ist in Manila die unmittelbare Wirkung der Aufhebung des Tabakmonopols! Liegt in diesen Erfahrungen nicht eine neue Bestätigung der seiner Zeit von den Gegnern des Monopols vertretenen Anschauung, daß die Einführung des Monopols in Deutschland genau das Gegentheil von Alledem bewirken müßte? *—(Beschlüsse des Landes=Eisenbahn= rathes.) In der Freitagssitzung des Landes=Eisenbahnrathes wurde der Antrag Bueck auf Einführung einer zweiten Stückgutklasse dem Ausschusse zur Vorberathung überwiesen, ebenso der Antrag Stumm, die Annahme des Ausnahmetarifs für Glas von rheinischwestfälischen Stationen nach Basel herbeizuführen. Ferner wurde beschlossen, den Minister um eine nach Artikeln, Relationen und Streckensätzen geordnete Zusammenstellung aller bestehenden Ausnahmetarife, sowie um Mittheilung aller eintretenden Aenderungen zu ersuchen. Der Antrag der Handelskammer Altena, der Drahtindustrie an der Lenne gewisse besondere Tarifbegünstigungen zuzugestehen, wurde abgelehnt. Von den 40 Mitgliedern des Landes=Eisenbahnraths nahmen 37 an den Berathungen Theil, den Vorsitz führte Ministerial= direktor Brefeld. *—(Der„Reichsbote“) tröstet sich über das Unglück, welches das Debut des Hofpredigers Stöcker in London gehabt hat, mit dem Hinweise darauf, daß die Tumultuanten Sozialdemokraten und Juden gewesen seien. Die Thatsache scheint richtig; aber weshalb ist es denn, wie die„Wes.=Zkg." bemerkt, den Freunden des Herrn Stöcker in London nicht gelungen, ein des zweiten Luther würdiges Publikum auf die Beine zu bringen? Auf die Beantwortung dieser Frage wären wir gespannt. * Hannover, 18. November.(Hofjagd in Springe.) Der kaiserliche Extrazug traf vorgestern Abend präzise 6 Uhr an der Kaiserallee bei Springe ein und wurde Se. Majestät dort von dem Amtshauptmann Blumenbach und dem Bürgermeister von Springe, Hauptmann a. D. v. Berkefeld, empfangen, worauf der Kaiser die bereit gehaltene vierspännige Hofequipage bestieg und um 6 Uhr 25 Minuten im Jagdschlosse eintraf. Empfang fand im Schlosse nicht statt. Kurze Zeit nach dem Eintreffen sammelten sich die Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften nebst den hohen Gästen zum Diner. Nachdem gestern früh der Extrazug mit den von Hannover geladenen Jagdgästen angelangt war, erfolgte um 9 Uhr 10 Minuten der Aufbruch zur Jagd mittelst Wagen nach den Hülsegründen, wo eine Suche auf Sauen mit der Findermeute abgehalten wurde; um 10 Uhr 15 Minuten war das Feuer in vollem Gange, so daß schon nach Verlauf von einer Stunde das Jagen abgeblasen werden konnte. Es sammelten sich nunmehr die Allerhöchsten und Hohen Herrschaften zum Dejeuner im Jagdzelte, wo die kaiserliche Küche bereits gewaltet hatte und nach Belieben Punsch, Warmbier und kalte Küche servirt wurden. Schon vom frühen Morgen ab herrschte Kaiserwetter; gelinder Frost hatte die Wege und Stege trocken gelegt und freundliche Sonnenstrahlen beleuchteten den in herbstliche Pracht eingehüllten Forst. Nach dem Dejeuner wurde sofort zum zweiten Jagen nach dem Hallerbruche geeilt und schon um 1 Uhr 30 Minuten widerhallte der erste scharfe Büchsenknall an den Höhen, vielfaches Echo hervorrufend. Auch hier tönte Schuß auf Schuß und nach dem Verlaufe einer Stunde war das Jagen beendet. Um 3 Uhr schon sammelte sich die hohe Jagdgesellschaft zum Diner im Schlosse, und zwar im Reiseanzuge. Zur Strecke waren gebracht 225 grobe Sauen und kleinere Schweine, sowie 10 Hirsche; Se. Majestät der Kaiser hatte allein 14 grobe Sauen und 8 Hirsche erlegt. Um 4 Uhr 20 Minuten wurde die Strecke besichtigt und um 5 Uhr 5 Minuten bereits erfolgte die Abfahrt.— Leider hatte sich während des zweiten Jagens ein Unfall ereignet, eine von Sr. Excellenz dem Generallieutenant z. D. und Vice=Oberjägermeister v. Kotze abgeschossene Kugel hatte, an einen Baum schlagend und von dort aus ricochetirend, den Stand Sr. Excellenz des General= lieutenants von der Armee v. Thile erreicht und war diesem Herrn in das Muskelfleisch des rechten Oberschenkels eingedrungen, so daß dieser die Jagd aufgeben und sich nach dem Jagdschlosse zurückbringen lassen mußte. Hier in Hannover angelangt zeigte der verwundete Herr sich sehr munter und lautet auch das ärztliche Gutachten durchaus beruhigend und günstig. Um 5 Uhr 30 Minuten langte der kaiserliche Separattrain in der festlich geschmückten Empfangshalle des Staatsbahnhofes an; wiederum hatten sich tausende von Verehrern des Heldenkaisers eingestellt und empfingen den geliebten Monarchen mit jubelnden Hochrufen. Se. Majestät verließen den Salonwagen, begrüßten den anwesenden Stadtkommandanten Generallieutenant v. Barby. Nachdem inzwischen die Lokomotive umgesetzt, bestieg Se. Majestät nach erfolgter herzlicher Verabschiedung von Sr. königlichen Hoheit dem Prinzen Albrecht den Salonwagen und unter andauernden Hochrufen dampfte der kaiserliche Zug in der Richtung nach Berlin ab. (H..) * Hannover, 15. November.(Eingabe.) Die hiesige Handelskammer hat, nachdem ihr Eintreten gegen den Offizierkonsumverein bei den Aeltesten der Berliner Kaufmannschaft nicht die gewünschte Unterstützung gefunden hatte, in gleicher Angelegenheit an den Fürsten Bismarck— sowohl in seiner Eigenschaft als Reichskanzler wie als Handelsminister— eine Eingabe gerichtet, in welcher dieser unter Darlegung der aus dem Projekte für die kaufmännischen und gewerblichen Kreise resultirenden Nachtheile ersucht wird: dafür eintreten zu wollen, daß diese Gefahren abgewandt werden, und insbesondere, daß von der Verleihung der juristischen Persönlichkeit an das Offizier=Vereinshaus abgesehen werde. * Aus Westfalen, 17. November.(Adreßbuch deutscher Exportfirmen.) Heute hatten wir zum ersten Male Gelegenheit, den auf Anregung des preußischen Handelsministeriums im Auftrage des deutschen Handelstages und des Centralverbandes deutscher Industrieller herausgegebenen ersten Band des Adreßbuches deutscher Exportfirmen zu sehen, der in reichster Ausstattung 90 Quartbogen stark die zwei Abtheilungen enthält: I. Bergbau und Metallindustrie. II. Maschinen, Transportmittel und Instrumente. Wir müssen gestehen, daß hier ein Riesenwerk vorliegt, das in vier Sprachen— deutsch, englisch, französisch und spanisch oder italienisch, russisch, schwedisch, dävisch— abgefaßt, ganz gewiß zur Hebung des deutschen Exporthandels beitragen wird und das durch seine großartige Ausstattung nicht in letzter Linie auch der deutschen Buchdruckerei— es wird bei O. Spamer in Leipzig verlegt — zur Ehre gereicht. Der zweite Band wird demnächst erscheinen und die Textilindustrie umschließen mit den Hauptgruppen der Fabrikation in Baumwolle, Wolle, Leinen, Seide, Hanf, Jute 2c., dazu die chemikalischen Erzeugnisse nebst Droguen, Farbstoffen 2c. Der dritte Band wird alle übrigen Industriezweige enthalten, insbesondere in Steinen, Erden und Glas, in Holz und Holzwaaren, in Leder, Papier und in allen Konsumtibilien. Frankreich. * Paris, 17. November.(Der Anfall auf Ferry) wird durchweg nicht für ernst genommen. Man hat es wahrscheinlich mit der That eines Verrückten zu thun. Der Vorfall hat Aehnlichkeit mit der neulich in Danzig erfolgten Verhaftung eines hungrigen Narren, der angeblich Bismarck tödten wollte. Die Blätter behandeln den Vorfall ganz nebensächlich. Die Radikalen wollen an ein bestelltes Attentat glauben machen. Britisches Reich. * London, 16. November.(Stöcker.) Ueber den lärmenden Verlauf, den der von Herrn Stöcker augekündigte Vortrag über christlichen Sozialismus in der Memorialhalle genommen, berichtet die„Allg. Korresp.“: „Eine halbe Stunde mochte der unmenschliche Lärm gewährt haben, als der Sozialistenführer Taubenspeck auf die Tribüne gerufen wurde. Nach kurzer Verhandlung mit dem Ausschusse winkte er Ruhe und alsbald war es ihm möglich, sein Uebereinkommen mit Herrn Stöcker zu verkündigen. Den Sozialdemokraten sollte gestattet werden, nach dem Vortrage eine Diskussion zu eröffnen. Die Art und Weise, in welcher diese Ankündigung geschah, war jedoch so beleidigend für Herrn Stöcker, und die weitere Forderung, einen sozialistischen Präsidenten zu wählen, so anmaßend, daß dem Ausschusse nichts Anderes übrig blieb, als die Versammlung aufzulösen. Mit einem Triumphgeschrei stürmten nun die Sozialdemokraten auf die Tribüne und versuchten es, ein Meeting zu eröffnen. Trotz ihrer Drohungen hielt eine kleine Schaar der Begleiter Stöckers Stand und ließ Jene nicht zu Worte kommen. Diese stimmten nun die Marseillaise an. Auf der Gallerie antworte man mit der„Wacht am Rhein“ und Hochrufen auf den Kaiser. So ging es über eine Stunde fort, bis endlich die Polizei einschritt und dem Skandale durch Räumung der Halle ein Ende machte. Italien. * Genua, 19. November.(Der deutsche Kronprinz) ist in der verflossenen Nacht um 12½ Uhr hier eingetroffen und auf dem festlich geschmückten Bahnhof von dem deutschen Botschafter v. Keudell, dem deutschen Generalkonsul Dr. Bamberg, den Offizieren des deutschen Geschwaders, dem Präsidenten und dem Sindaco Genuas, von zahlreichen italienischen Offizieren und Angehörigen der deutschen Kolonie empfangen worden. Das Musikkorps der von der Munizipalgarde gestellten Ehrenwache spielte die Nationalhymne. Der Kronprinz auf der Fahrt nach dem königlichen Palaste durch die illuminirten Straßen von den freudig erregten Menschenmassen unausgesetzt mit Evvivas und Händeklatschen begrüßt, trat, als die Ovationen vor dem Palast fortdauerten, auf den Balkon, um zu danken. Spanien. * Valencia, 18. November.(Vorbereitung für den Empfang des deutschen Kronprinzen.) Die hiesigen Behörden sind mit Vorbereitungen für den festlichen Empfang des deutschen Kronprinzen beschäftigt. Der deutsche Gesandte in Madrid, sowie der Oberstkämmerer und ein Flügeladjutant des Königs werden am nächsten Dienstag hier erwartet. Aus dem Fürstenthum Lippe und Umgegend. * Detmold, 20. November.(Strafkammer.) Am 16. d. M. standen drei Sachen wegen Körperverletzung an und wurden in den ersten beiden Fällen die Thäter auf Grund des§ 223a, der Einlieger Wilh. Meier hiers. zu 4 Monat, der Sim. Dieckmann hier zu 4 Wochen, und die Ziegler Sim. Diekmann und Aug. Schäfer aus Luerdissen zu je 1 Jahr Gefängniß verurtheilt. Der dritte Fall, gegen den Kolon Friedr. Platena zu Meinberg, wurde in der Berufungsinstanz verhandelt und endete mit der Aufhebung des Urtheils 1. Instanz und Verurtheilung des Angeklagten zu 4 Wochen Gefängniß. Die am 17. angestandene Berufung in Sachen des Domänenpächters Oberamtmann Ernst Lodemann zu Varenholz wegen Sonntagsentheiligung wurde verworfen. * Detmold, 18. November.(Aichung der Schankgefäße.) Mit dem 1. Januar 1884 tritt bekanntlich für ganz Deutschland das Gesetz betr. die Aichung der Schankgefäße in Kraft, und haben sich wohl alle Gastwirthe 2c. in dieser Beziehung bereits genügend vorgesehen. Weniger beachtet wird aber die ebenfalls im Gesetz enthaltene Bestimmung, daß die Gastwirthe auch verpflichtet sind, stets vorschriftsmäßig geaichte Flüssigkeitsmaaße, deren Inhalt dem der Schankgefäße entspricht, bereit zu halten, und außer bei der polizeilichen Kontrolle auch jedem Gast auf Verlangen das Nachmessen zu gestatten. Es dürfte Zeit werden, sich nach solchen Maaßen umzusehen. * Detmold, 19. November.(Perpetua.) Am vergangenen Sonnabend hatte der hiesige Gesangverein „Perpetua" wieder ein Konzert veranstaltet, welches ein so zahlreiches Publikum angezogen, daß der geräumige Saal des Odeon die Erschienenen nicht alle fassen konnte. Durch die freundliche Unterstützung des Fräulein Johanne Meyer, der Herren Hofmusikus Lacour und Wolff, sowie des Herren Hautboisten Bertram bot das Programm eine reiche Abwechslung. Fräulein Meyer, welche über eine weiche, sympathische Stimme von guter Schulung verfügt, erfreute mit der reizenden Wiedergabe des Schubert'schen Liedes„Frühlingsglauben und der Arie der Fatime aus„Oberon“, wofür sie, besonders nach der Letzteren, so lebhaften Beifall erntete, daß sich die geschätzte Dame zu einer Extranummer entschloß. Auch das Violinsolo des Herrn Lacour wie das Cellosolo des Herrn Wolff, beide Vortragende anerkannte Künstler unserer früheren Hofkapelle, wurden mit großem Beifall aufgenommen. Die Chöre des Konzert gebenden Vereins gelangten sämmtlich glatt und präzis zum Vortrag und zeugten von fleißigem Studium und Lust und Liebe zur Sache, während die Solovorträge der Mitglieder bewiesen, daß der Verein auch über ganz tüchtige Einzelkräfte verfügt. Alles in Allem genommen, zeigte dies Konzert von Neuem, wie ernst es sich die Perpetua um die Pflege des Gesanges sein läßt, und werden die Freunde desselben eine baldige Wiederholung solchen Abends gewiß mit Freuden begrüßen. Nach dem Konzert hielt ein Kränzchen die tanzlustige Jugend noch ziemlich lange in fröhlicher Stimmung beisammen. * Minden, 16. November.(Zur Zahlungseinstellung.) Die Unterbilanz im Konkurse Theodor Müller hierselbst dürfte sich noch etwas ungünstiger für die Gläubiger gestalten, als gestern angegeben. Sie kann sich recht wohl von 270,000 M auf 290,000 bis 300,000 U vermehren. Bei dem angeblichen Mangel einer Bilanz ist der Status schwer erkennbar. Bremer Häuser verlieren 160,000 bis 170,000 M, der Rest vertheilt sich auf andere größere Plätze wie Antwerpen 2c., von welchen amerikanischer Speck bezogen wurde. Selbstverständlich sind auch Mindener Geschäftsleute in Mitleidenschaft gezogen. Der erhebliche Preisrückgang der vor Einführung der Zölle sehr gestiegenen ausländischen Fettwaaren soll zur Herbeiführung der in Rede stehenden Katastrophe ein gut Theil beigetragen haben. * Pyrmont, 15. November.(Verwendung der indirekten Reichssteuern.) Am 9. d. Mts. wurde hier eine Versammlung abgehalten, in welcher eine Resolution betreffs Verwendung des auf Waldeck=Pyrmont entfallenden Antheils an den indirekten Reichssteuern und Zöllen berathen und beschlossen wurde. Mit kurzer Motivirung wird in derselben der Landesregierung wie dem Landtage gegenüber die Erwartung ausgesprochen, daß der obengenannte, auf Waldeck=Pyrmont entfallende Antheil„zur Ermäßigung der direkten Staatssteuern verwandt oder an die sehr belasteten Gemeinden der beiden Fürstenthümer zur Bestreitung ihrer kommunalen Bedürfnisse überwiesen werde.: Diese Resolution, für welche in den letzten Tagen in den einzelnen Gemeinden Unterschriften gesammelt wurden, ist an das Landesdirektorium und an die Ständekammer abgegangen. wird jedoch eine zweite Resolution in entgegengesetztem Sinne von hieraus auf dem Fuße folgen. Von einem Cigarrenfabrikanten aus Holzhausen wurde nämlich in jener Versammlung der Gegenantrag gestellt, „die Verwendung gedachter Steuern in analoger Weise wie in Preußen, nämlich zur Befreiung der beiden niedrigsten Steuerklassen von der Staatssteuer, zu befürworten." Da dieser Gegenantrag in der Versammlung keine Unterstützung fand, so wurde zu seiner Propagitung dieser Tage ein Flugblatt verbreitet und sodann in Holzhausen eine Versammlung abgehalten, infolge deren gestern für eine Resolution im Sinne dieses Gegenantrages Unterschriften gesammelt worden sind. Mit Spannung erwartet man nun die Verhandlungen der Ständekammer, welche vorgestern ihre Arbeiten in Arolsen wieder aufgenommen hat.(H..) Vermischtes. * Zwei echte Engländer. Gelegentlich des Durchschlags des Arlberg=Tunnels hatten sich, wie der „Bozener Zeitung" mitgetheilt wird, zwei Engländer mit dem Anerbieten an die Bauunternehmung gewandt, sie wollten je 1000 Lstrl.(20000.) aussetzen, wenn ihnen gestattet wäre, nach erfolgtem Durchschlag im Tunnel sich als Erste die Hände reichen zu dürfen. Dieses echt englische Anerbieten soll angenommen und der betreffende Betrag dem Fonds für das Arbeiterfest, das nach glücklich beendetem Durchschlag stattfindet, überwiesen worden sein. Schiffsnachrichten. Bremen, 17. November. Der Postdampfer Hohe staufen, Kapitän Th. Jüngst, vom Norddeutschen Llo in Bremen, welcher am 31. Oktober von Bremen a gegangen war, ist heute wohlbehalten in Baltimore a gekommen. S. u. O. Marktberichte. * Bielefeld, 17. November. Weizen 20,25, Roggen 15,50, Gerste Ia 14.50, Gerste IIa 17,50, Hafer 15,—, Bohnen 15,50, Buchweizen—.—, Rüböl 76,—, Raff. Oel 29,60, Raps 21,—, Kocherbsen 21.—, Futtererbsen—.—, Spiritus—.—, per 100 Kilo. * Berlin, 19. November. Weizen still, per Novbr.=Dezbr. 180,—, per. April=Mai 188,— M. Gek.— Ztr. Roggen behauptet, per Novbr.=Dezbr. 146,50, April=Mai 151,50 M. Ger 4000 Ztr. Hafer still, per Novbr.=Dezembr. 127.—, April Mai 133,— M. Gek.— Ztr. Rüböl matt, loko mit Faß 66,20, ohne Faß 65,30, per Novbr. 65,80, April=Mai 65,80 M. Gek. — Ztr. Spiritus besser, loko 50,30, per Novbr. 50,30, Nov.= Dezbr. 48,80, April=Mai 50,— M. Gek 10001. Petroleum fest, loko 26,20, per Novbr.=Dezbr. 25,80, Dezbr.= Januar 25,80 M. Gek.— Ztr. * Köln, 19. November. Weizen hiesiger 19,50, fremder 19.50, per Nov. 18,45, per März 19,20, per Mai 19,35. Roggen hiesiger 15.50, fremder 15,50, per Nov. 13.80, per März 14,50, per Mai 14,80. Hafer hiesiger 15,—, fremder 15,—. Rüböl in Partieen 36.—, per Mai 34.60. * Neuß, 19. November. Weizen à 100 Kilo erster Qualität 19,80, zweire Qualität 17,80. Landroggen 100 Kilo 1. Qualität 16,—, 2. Qualität 14.—. Wintergerste 15,50. Buchweizen à 100 Kilo 1. Qualität 15,50, 2. Qualität 15,—. Hafel pr 100 d 15,60. Raps à 100 Kilo 1. Qualität 33,—, 2. Qualität 31,50. Kartosseln à 100 Kilo 4—. Heu à 50 Kilo 3,60. Roggenstroh à 600 Kilo 28.— M. 2# 100 Kilo in Partien von 100 Ztr. M. 71,50, Rüböl per 100 Kilo faßweise 73.—. Gereinigtes Oel per 100 Kilo 3 M. höher als Rüböl. Preßkuchen per 1000 Kilo M. 132,—. Kleien per 50 Kilo 5,60. * Bremen, 19. November. Petroleum fest, loco 8,35, per Dez. 8,35, Jan. 8,45, Febr. 8,55, März 8,65. Schmalz Marke Wilcox loco 42, per Nov.=Dez. 42. Berliner Kurse vom 19. November. Deutsche Fond: Deutsche Reichs-Anl. 102, 4½% Preuss. kons.„ 102,60 4„„„„„„ 101,10 3½„ 4„ 3½ 4„ 4½ Staatsschuldsch. 99.— Ostpr. Pfdbr. 100,80 Pomm. neue Posen. Westfäl.„ Westpreuss. 91.10 101,60 112.— 100,60 101.50 101.75 4% Rhein.-Wstf. Rtnb. 100,90 4½% Brem. 74er Anl.—.— 4%„„ 80er„ 100.25 4" Bad. Präm.„ 130,75 4" Baier.„„ 132,60 Braunschw 20 Thlr.Loose—.— 3½% Köln-Mind. Loose 126,— Kurhess. 40Thlr.-„—.— Meining. 4„„ 27,10 3% Oldenburger„ 146,10 3½% Preus. PrämienOblig. Ausländische Fonds. 4½% Oesterr. Silberrente J/J. 66,75 4½„„ Papierrente M/N 65,50 4„„ Goldr. 83.25 5„„ 60r Loos. 117.25 Oesterr. 64er Loose 312,10 5% Russ. Stieglitz VI. Ser. 81.25 5„„ 62er Anl. 85,10 5„„ 71er„ 85,50 5½„„ 75er„ 75,60 4" 77er„ 77,20 4„„ 80er„ 70,90 5„" III Orient. Anl. 56,10 5% Russ. Prämien 66 128.— 5% Russ. Bodenkred. Pfandbr. 5, Gömörer„ 5" Ital. Rente. „ Jersey City " New-Yorker 136.— 85.— 100.40 89.75 6 4„ 80 n„ n„ Raab-Grazer Präm Rumän. Anl. 93.— 106,75 „ 102.25 „ 97,80 Amortisations Anleihe 93.— 4½% Schwed. 75er Anl. 103.— 6% Ung. Goldrente. 101,20 4„„„ 73,30 Bankaktien. Berg.-Märk. Bank 117,75 Braunschweig-Hannov. Hypoth.-Bank 86.— Bremer Bank 109,60 Deutsche Bank 144.25 Disconto-Gesellschaft 184,80 Essener Creditanstalt 96.25 Gothaer Grundkr.-Bank 64.— „„ j u n g e 7 6.— Hannover’sche Bank 112,— Aachen-Mastricht Bergisch-Märkische Bresl.-Schwdn.-Freib. Dortmund-Enschede Gal. C. Ludwb.(gar) Gotthardbahn Kronpr. Rudolf(gar.) Köln. Wechslerbank 93.— Leipz. Disconto-Ges. 105.— Oesterr. Kreditanstalt 472.50 Preuss. Bodenkreditb. 98.50 „ Hyp. Akt.-Bk. 88,90 „ Hypoth.-Vers. Ges. 92.— Reichsbank 149.25 Schaffhausen. Bankv. 90,10 Westfälische Bank 96.— Eisenbahn-Stammaktien. 54.—Mainz-Ludwigshaf. 105,40 125,75 117.50 61.50 120.20 94,90 71,10 Eisenbahn-Priertäts-Obligatienen. 4% Aachen-Mastricht 96,25 4% Elisab. Westb. Goldpr. steuerfrei 90,75 I. u. II. Ser.—.— 4½% Gal.Karl-Ludwb. 83,10 Oberschlesische 272,90 Oesterr. Staatsb. 526,50 Südb.(Lomb). 239,— Rechte Oder-Uferb. 193.— Rheinische 164,75 Russ. St.-B.(5% gar) 124.— 3½ 4½ 4½ ½ 4½ do. La. C. do. IV. und V. Serie 102 90 do. VI. Ser. 103,90 do. VII. und VIII Serie 103.— do. IX. Serie 103.25 Braunschweig.—.— 5 4½ 4½ Köln-Mind. III. S. 102,70 IV. u. V. Serie 100,40 „ VI. B.—.— 4½„ Magdb.-Halb. 102,80 4½ Rheinische.... 102,75 4½ Oester. Staatsb. 500 fs. 382,90 3„ do. v. 1874. 376,50 5„ do 104,50 3„ do. Süd-Bahn 500 fs.—— 5„ do. Sdb.(gar.) 104,50 5„ Rudolfsb. III. E. 84,80 5„ Ung. Ostb.(Silb.) 76,60 5„„„(Gold) 98.50 5„ Warsch.-Wiener III. E. 100,90 5„ do. VI.„„9920 5„ Gotthardtb. I.„ 101,40 Hypotheken-Certiflkate. 4½% Braunsch.-Hann. 101,70 4 4½ 4„ 5„ 5„ 4½ 4„ „„„ 98 25 Deutsche(Berlin) 102,50 do. 98,90 do. 103,80 Gothaer Präm. I 118,— „„ II 116,— „ rzb. 110 104,50 „„ 100 96.20 4½ Meininger 100,50 * 4½ Harpener Bergwerke 4„„ Präm.—.— 5„Preuss. Bodencr. V. u. VI. Ser. 102,50 „ Preuss. Bodencr. rzb. 110—.— do. III.„ 100 100,70 do.„ 100 97,50 Indullsstrie Gesellshaften. Aachen-Höngener 39.50 Bochumer Gussstahl 97.50 Bonifacius Bergwerk 66,— Borussia„ 131.— Donnersmarkhütte 64.25 Dortm. Union St. Prior. 85,90 Egestorff’s Salzwerke 104.— Gelsenkirchen... 121.— Georg Marienh.St. Act. 74,— Hannov. Masch.—.— do. St. Prior.—.— Harkort Bergwerke 64.— 5% Prss. Centr. Bdnc. rzb. 100 99,80 5 do. rab. 110—.— 4½, do.„ 100 103,70 4½, Preuss. Hypoth. Pfdbr.rzb. 120 108.— „ do.„ 110 108,50 do.„ 100 102,— do.„ 100 101,50 4½, Preuss. Hypoth. V. A. G. Certific. 101,80 5" Stettiner Nat. Hyp. rzb. 100 100,50 do.„ 110. 104,— Schwedische 103.— 5 5„ 4½ Hibernia Hörder Hütten. conv. Königs- u. Laurah. König Wilhelm Louise Tiefbau Nordd. Lloydaktien Ravensberg. Spinnerei 134.60 Sächsische Maschinen 122.25 Vorwärts, Bielef. Spinn. 118 75 Westfäl.Drahtindustrie 114,50 Westf. Union St. Prior. 63.25 101.— 97.75 83,60 117,60 33,50 48.75 129.25 Neueste Nachrichten. * Berlin, 19. November. Der Kaiser Alexander von Rußland hat zur Begrüßung Sr. K. K. des Kronprinzen den Admiral Tschebyochteff mit der Korvette„Svetlana" und noch einer zweiten Korvette nach Genua entsendet. * Genua, 19. November. Der Kronprinz verließ heute Nachmittag um 2 Uhr den königlichen Palast, um sich im Hafen zur Fahrt nach Spanien einzuschiffen. Er trug die Uniform eines Generalfeldmarschalls mit italienischen Ordensabzeichen. Eine Kompagnie Infanterie mit Fahne und Musik hatte am Hafen Aufstellung genommen und erwies die militärischen Ehren. Dicht an der Landungsbrücke stand eine Abtheilung Feuerwehr; der Kronprinz schritt die Front derselben ab und lobte ihre treffliche Haltung. Bei der Verabschiedung von den Vertretern der Stadt bemerkte der Kronprinz, es werde ihm zum Vergnügen gereichen, bei allen Gelegenheiten von seiner Freundschaft für Italien und das königliche Haus Savoyen Zeugniß ablegen zu können. Im Augenblick, als der Kronprinz an Bord des„Adalbert“ ging, zogen die sämmtlichen im Hafen liegenden deutschen, italienischen und russischen Schiffe Galaflaggen auf; die Matrosen standen in den Raeen, die Musikkorps stimmten die itatienische und deutsche Nationalhymne an, Artilleriesalven erdröhnten und die zahlreiche Menge fiel mit begeisterten Hurrahrufen ein. Eine große Reihe von Barken begleitete das kronprinzliche Schiff noch etwa eine Stunde weit, bis das deutsche Geschwader unter nochmaligen Artilleriesalven den Hafen verlassen hatte. General Carava und der deutsche Botschafter v. Keudell hatten den Kronprinzen bis an Bord des Schiffes begleitet. Die Brücke, bei welcher der Kronprinz sich einschiffte, wird mit Ermächtigung desselben in Zukunft seinen Namen führen. * Madrid, 19. November. Der hiesige deutsche Gesandte und die zum Empfange des deutschen Kronprinzen bestimmten Persönlichkeiten gehen heute nach Valencia, der königliche Hofzug geht am Dienstag dorthin. Eine Batterie Feldartillerie wird bei der Landung des Kronprinzen Salutschüsse abgeben. Die Behörden werden zum Empfange auf dem Quai versammelt sein. Die Truppen, 10 Bataillone Infanterie, 2 Regimenter Kavallerie und ein Regiment Artillerie, werden Spalier bilden. Allgemeiner Witterungscharakter: 20. bewölkt; Regenschauer. Sonnen=Anfgang 8 U 10 Min., Untergang 3 U. 45 M. Mondes Aufgang 1142 Abds., Untergang 1122 Vrm. Meteorologische Beobachtungen vom 19. November, Morgens 8 Uhr. London: milde. Unter dem Einflusse einer ziemlich tiefen Depression nördlich von den Shetlands und des hohen Luftdrucks im Osten wehen im Nord- und Ostseegebiete lebhafte südliche bis westliche Winde bei trüber Witterung und meist steigender Temperatur. Ueber Central-Europa ist bei vorwiegend schwacher südlicher Luftströnung das Wetter veränderlich, im Westen vielfach regnerisch ohne wesentliche Wärmeänderung. In Deutschland liegt die Temperatux fast allenthalben über der normalen, stellenweise wird Nachtfrost gemeldet. Ringofen=ZiegeleiVerpachtung. An einen kautionsfähigen Pächter, im Besitz der nöthigen Mittel, ist eine Ringofenziegelet in der Nähe Dresdens zu verpachten. Pachtlustige wollen sich unter J. T. 859 in der Annoncen=Expedition der Herren Haasenstein& Vogler in Dresden gefl. melden. Für ein Kolonialw.=Geschäft wird zum 1. Januar k. J. ein angehender Commis gesucht. Nur solche wollen sich melden, die gute Zeugnisse aufzuweisen haben. Offerten werden unter H. K. 308 an die Exp. d. Blattes erbeten. Toilette-Seifen der renommittesten Fabriken Deutschlands, Englands u. Frankreichs, von den billigsten Preisen an empfiehlt Aug. Kersten, Hoflieferant. Gegen Hals-& Brustleiden sind die Stollwerck'schen Honig-Bonbons, Malz-Bonbons, Gummi-Bonbons, à Packet 20 Pfg., Haupt= und Schluß=Ziehung vom 20. bis 27. Novbr. dieses Jahres. 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