„Die Lippische Landes=Zeitung erscheint mit Ausnahme der Sonn= und Festtage täglich und werden in derselben die amtlichen Bekanntmachungen des Amtsblattes für das Fürstenthum Lippe in besonderer Rubrik veröffentlicht. Redaction u. Expedition: Detmold, Leopoldstraße Nr. 117. „" Abonnementspreis für das Vierteljahr: In Detmold 2 Mark 25 Pf., auswärts durch die Post bezogen 2 M. 60 Pf.,— mit Bestellgeld 3 M. Inserate werden mit 12 Pf. für den Raum der einfachen Corpus=Spaltzeile berechnet. Verantwortlicher Redacteur August Klingenberg. Druck und Verlag der Meyer'schen Hofbuchdruckerei(Gebr. Klingenberg) in Detmold. Dienstag, 9. Oktober. 1883. Neu=Bestellungen auf das 4. Quartal 1883 der Lippischen Landesz werden von sämmtlichen Postanstalten für M. 2,60 — einschließlich Bestellgeld 3 M.— und für Detmold von der Unterzeichneten für M. 2,25 entgegengenommen. Die bereits erschienenen Nrn. werden, soweit der Vorrath reicht, nachgeliefert. Inserate finden bei dem notorisch größten Leserkreise der Lippischen Landeszeitung im ganzen Fürstenthume die weiteste Verbreitung. Die Erpedition. Deutsches Reich. * Berlin, 7. Oktober.(Das Befinden des Kaisers) ist nach Privatnachrichten aus Baden=Baden ein durchaus erfreuliches. Die plötzlich eingetretene rauhe herbstliche Witterung, welche den Kaiser öfter nöthigt, das Zimmer zu hüten, könnte vielleicht zu einem früheren Termine, als beabsichtigt war, seine Rückkehr nach Berlin herbeiführen. *—(Schulwesen.) Wie sehr das höhere Schulwesen nicht blos die Fürsorge der Regierungen, sondern auch das Interesse des Bürgerthums und insbesondere des höheren Gewerbestandes beansprucht, zeigt eine von Dr. Friedländer=Hamburg soeben herausgegebene Flugschrift„Mittheilungen an die Mitglieder des allgemeinen deutschen Realschulmännervereins.“ Insbesondere legt der Leitartikel„Zur Situation“ den innigen Zusammenhang dar, in welchem die Gestaltung des höheren Schulwesens und namentlich die Ordnung des Berechtigungswesens mit den wichtigsten Fragen unseres nationalen und sozialen Lebens steht. Er warnt die Realschulfreunde vor weitgehendem Pessimismus und weist sie darauf hin, daß die Realschulen ja erst im Anfange der Regierung unseres Kaisers(durch die Unterrichts= und Prüfungsordnung von 1859) klare und feste Gestalt gewonnen, und daß auf Geheiß des Kaisers auch dem Unterricht in den Kadettenhäusern der Lehrplan der Realgymnasien zu Grunde gelegt worden sei. Andererseits kann er der preußischen Unterrichtsverwaltung des letzten Dezenniums den Vorwurf nicht ersparen, daß sie Schatten! Kriminal=Novelle von N. J. Anders. (22. Fortsetzung.) Bald saßen die beiden Herren beim einfachen Mittagsmahl, wobei Marie in gewohnter Anmuth die Stelle der Hausfrau vertrat, und es den beiden Liebenden vergönnt war, unbehelligt von dem würdigen Hausherrn, der sich ganz dem Genusse eines saftigen Bratens überließ, manch glühende, verständnißinnige Blicke zu wechseln, und als Kühn dann unter herzlichen Dankesworten für die freundliche Bewirthung sich verabschiedete, duldete es das hübsche Mädchen, daß der stattliche Mann einen Kuß auf ihre weiße Stirn drückte. Die Brust von süßen Zukunftshoffnungen geschwellt, verließ Kühn das gastliche Haus, machte noch eine Anstandsvifite bei dem Kreisgerichtsrath und dem Staatsanwalt und fuhr dann auf dem von ihm gemietheten Wagen aus dem Städtchen. Er befahl dem Kutscher, die Richtung nach M. einzuschlagen. Welche Kombinationen stellte er während der Fahrt an! Bei ihm stand es fest, daß der verhaftete Fleischergeselle an dem Morde unschuldig sei. Dennoch durfte er nicht mit dem Beweise von dessen Unschuld hervortreten; nicht eher, als bis der nach seiner Ansicht wirkliche Mörder der That überführt war. Es konnten darüber Wochen, Monate vergehen, dennoch mußte er schweigen, bis das Netz gestellt, der Mifsethäter in die Falle gegangen war. Ob der unschuldig Verdächtigte darunter schwer zu leiden hatte, mußte ihn kalt lassen, wenn nicht alle seine Pläne durch Voreiligkeit scheitern Ihm blieb nur ein Trost, und zwar der, daß der Verhaftete bei einem Verbrechen ergriffen und somit wenigstens nicht ganz schuldlos leiden mußte. Er hatte ja als schwerer Verbrecher gewisse Vergünstigungen, soweit solche mit der Haft verträglich. auf halbem Wege stehen geblieben sei, indem sie die Anforderungen und Lehrziele der Realgymnasien erhöht habe, aber sich nicht entschließen könne, ihnen die Vortheile oder auch nur partielle Gleichberechtigung mit den Gymnasien zu gewähren, daß sie die Realgymnasten in einen circulus vitiosus gebracht habe, indem sie durch Vorenthaltung der Berechtigungen ihnen das bessere Schulmaterial entziehe und doch die Förderung der Schulen von den tüchtigen Leistungen ihrer Schüler abhängig mache, daß sie auch in der„Ueberbürdungsfrage“, nicht über Palliativmittel hinauskomme, indem sie theoretisch zwar die Unmöglichkeit der„Einheitsschule" anerkenne, faktisch und praktisch aber das Gymnasium als solche behandle.„Alles ist berücksichtigt und erwogen, nur die Hauptsache, die Aenderungen im Berechtigungswesen, nicht, und so müssen die Anordnungen im Einzelnen Palliative bleiben.“ Nichtsdestoweniger wird vor der pessimistischen Auffassung gewarnt, als sei die preußische Regierung mit dem Vorgehen des Statthalters von Elsaß=Lothringen insgeheim einverstanden, welcher dort die Realgymnasien einfach mit einem Federstrich beseitigt hat. Diesem Staatsakte ist der zweite Artikel„Die Beseitigung der Realgymnasien in ElsaßLothringen: gewidmet, während der dritte Artikel von der Vorbildung der Offiziere in Gymnasien und Realgymnasien, insbesondere in Baiern handelt. Ueber die Einzelnachrichten scheint diejenige über die Dortmunder Handelskammer beachtenswerth, welche in ihrem letzten Jahresberichte eingehend auseinandersetzt, daß die gesetzliche Ordnung der Berechtigungen der Realgymnasien, welche jetzt noch, je nachdem der Wind weht, im Kurse steigen oder fallen, auch eine den gesammten Gewerbestand berührende Frage sei. *—(Gerichtsvollzieher.) Die in letzter vorgekommenen Veruntreuungen Seitens einzelner Gerichtsvollzieher haben die Behörden zu Maßnahmen veranlaßt, welche ähnlichen Vorfällen in Zukunft vorbeugen dürften. Abgesehen davon, daß die Gerichtsvollzieher eine häufigere Rechnungslegung machen müssen, sind auch noch, wie wir hören, besondere Kontroleure angestellt worden, welche die ausgeführten Kommissionen, gleichgültig wo die Kontroleure die Gerichtsvollzieher antreffen, genau prüfen und sich von dem Vorhandensein der einkassirten Beträge überzeugen. * Stendal, 4. Oktober.(Freisprechung.) Gestern hatte sich die Wittwe Rieke, Elisabeth, geb. Drittes Kapitel. Auf einer holprigen, kaum fahrbaren Gebirgsstraße langte der schwerfällige Miethswagen nach etwa vierstündiger Fahrt in M. an. Dennoch zählte Kühn diese Fahrt mit zu den schönsten Ereignissen seines Lebens. Und welcher Städter würde nicht ebenso denken? Dem Gewühl der Großstadt entrückt, befreit von dem Anblick der Alltäglichkeit und von dem der rastlos schaffenden, feilschenden und wuchernden Masse, athmete Kühn den balsamischen Duft, der ihm hier von Thal und Höhen entgegenwehte. So weit das Auge reichte, eine Hügelkette, an welcher sich zahlreiche Dörfer, die aus der Entfernung oft den Anblick niedlicher Spielsachen boten, schmiegten. M. ist ein Dörfchen, wie eben alle Gebirgsdörfer, die von denen in flachen Gegenden wesentlich abweichen und eher den Namen Kolonien verdienen. Kleine Häuschen, an denen hier und da allenfalls der Stall für eine Ziege, eine Kuh oder ein anderes Hausthier angebracht ist, ziehen sich am Fuß eines umfangreichen Hügels hin. Da ist nichts zu merken von den großen Wirthschaftsgebäuden und Scheunen, ohne welche man sich in fruchtbaren Ebenen kaum ein Dorf denken kann. Fast auf dem Gipfel des Hügels, welcher wie ein Schutzgeist das Dörfchen bewacht, erhob sich ein prächtiges Schloß mit einzelnen daran stoßenden kleineren und größeren Gebäuden. Es war das die Besitzung des Gutsherrn, eines Baron von J. ist in Deutschland daran gewöhnt, eine größere ländliche Besitzung Gut zu nennen, selbst dann, wenn der Begriff dieses Wortes, das ursprünglich mit dem der Landwirthschaft in Verbindung steht, nicht darauf paßt. Ein pommerscher oder sächsischer Bauer hätte wohl mitleidig gelächelt, wenn er die wenigen Morgen Landes gesehen, die sich in der Nähe des Gutes befanden, und dann vernommen, daß diese den Ackerbesitz des Baron Feike aus Mechau, vor dem Schwurgerichte wegen Giftmordes zu verantworten. Die Angeklagte wohnte mit der unverehelichten Krüger in dem Armenhause zu Mechau, und zwar in derselben Stube. Es kam oft Zank und Streit zwischen ihnen, so daß schließlich bittere Feindschaft herrschte. Im Februar d. I. erkrankte nun die Krüger wiederholt nach dem Genusse von Kaffee. Der hinzugezogene Arzt konstatirte Symptome von Phosphorvergiftung. Als dann ein Teller voll Kartoffelbrei gefunden wurde, zu dem die Angeklagte erweislich Phosphor gesetzt hatte, gerieth dieselbe in den Verdacht des versuchten Giftmordes. Sie betheuerte, unschuldig zu sein und wollte den Brei mit Phosphor verwengt haben, um Ratten zu vergiften. Die Geschworenen hielten Schuld der Angeklagten nicht für erwiesen, und in Folge dessen erfolgte Freisprechung.(Magd..) * Staßfurt, 6. Oktober.(Bodensenkung.) Heute Morgen brach unter starkem Krachen auf dem Wege nach Güsten zu bei Rathmannsdorf auf anhaltischem Gebiet das Erdreich in einer Fläche von circa 40 Quadratmetern zusammen und an Stelle der bestandenen Aecker entstand eine Senkung von nahe an 50m Tiefe. Der Zutritt zu der Bruchstätte ist von der Bergbehörde sofort abgeschlossen worden. Frankreich. * Paris, 5. Oktober.(Die Entlassung des Kriegsministers) ist rascher erfolgt, als man vermuthete, da Grévy in den beiden Unterredungen mit Ferry sich noch geweigert hatte, Thibaudin abzusetzen. Ferry hatte ebenfalls seine Zustimmung gegeben, daß bis zur Eröffnung der Kammern Alles beim Alten bleibe, und obgleich es zwischen ihm und Thibaudin im gestrigen Ministerrath zu lebhaften Erörterungen gekommen war, so glaubte man doch, daß Grevy ihn jetzt nicht fallen lassen werde. Die Sachlage wurde aber dadurch geändert, daß der hiesige spanische Botschafter in einer Unterredung, die er gestern mit Ferry hatte, zu verstehen gab, daß, falls General Thibaudin, welcher dem Oberhaupte des spanischen Volkes durch sein Wegbleiben vom Bahnhofe eine offene Beleidigung zugefügt habe, noch länger im Kabinet bleibe, dieses in Spanien einen schlimmen Eindruck machen werde. Der spanische Botschafter deutete natürlich dies Alles nur an, aber Ferry nahm die Gelegenheit wahr und eilte gleich nach diesem Gespräch ins Elysée, um dem Präsidenten v. J. bilden. Dennoch war dieser ein reicher Mann. Die reizende, anmuthige Gegend hatte ihn veranlaßt, sich bei M. anzusiedeln und die malerisch gelegene Ruine eines alten Schlosses umzubauen. So hatte er sich durch Anwendung bedeutender Mittel einen Sitz geschaffen, dem Ruheplätzchen eines Fürsten gleich, und indem er die wenigen Morgen Acker in der Nähe desselben erwarb und bewirthschaften ließ, folgte er nur den Traditionen seiner Vorfahren. Baron J. hatte als Offizier in der preußischen Armee gedient, seinen Abschied als Oberst erhalten, und konnte, da er unverheirathet war, ganz seinen Neigungen leben, denen er bei Anlegung des romantischen Schlosses folgte. Der alte Herr erging sich eben in dem kleinen reizenden und parkartigen Garten, als ihm von einem Diener eine Visitenkarte überreicht wurde, welche die wenigen, doch inhaltsschweren Worte:„Kühn, Königlich preußischer Kriminalkommissarius" enthielt und in einem versiegelten Kouvert enthalten war, das der Baron erst lösen mußte. „Laß den Herrn eintreten!" befahl er dem Diener. Als sich dieser aber entfernt hatte, sprach er erstannt für sich:„Ein Kriminalkommissarius bei mir? Da bin ich doch gespannt, was dies zu bedeuten hat.“ Kaum aber hatte der Angemeldete den Garten bebetreten, als der Baron mit dem Ausruf freudigsten Erstaunens ihm entgegeneilte und mit solcher Herzlichkeit die Hand bot, wie das eben nur unter alten Bekannten vorkommen kann. „Ei der Tausend, Lieutenant Kühn!“ rief er lachend; „Sie sind also ein Jünger der heiligen Hermandad geworden? Potz Wetter! Was hat Sie denn dazu veranlaßt, gerade diesen Dienst zu wählen?“ „Lust und Liebe zu dem Beruf, Herr Oberst, waren es, die mich, wie schon viele Kameraden, zum modernen Vehmrichter machten.“ (Fortsetzung folgt.) Grévy zu Thibaudins Entlassung die Zustimmung abzujagen. Grévy gab eingeschüchtert diesmal nach, als Ferry ihn mit dem sofortigen Rücktritt des Kabinets bedrohte. Durch die Entlassung Thibaudins ist die Krisis jedoch nur verschoben. Im Elysée ist man zorniger denn je gegen Ferry und Genossen. Wilsons Einfluß ist keineswegs beseitigt, und es wird bei Wiedereröffnung der Kammern jedenfalls zu einem heißen Kampfe zwischen den Anhängern Grévys und den von Jules Ferry geführten Gambettisten kommen. Ferry hat äußerst grimmige Feinde und wird heute schon scharf vom Télégraphe und anderen Blättern angegriffen. Gambetta wurde gestürzt, weil er mit dem Elysée schlecht stand, und es läßt sich noch keineswegs sagen, ob Ferry, der mehr oder weniger das Beispiel des Exdiktators befolgt, nicht das nämliche Schicksal haben wird. * Paris, 6. Oktober.(Trauung.) In der Madeleinekirche fand heute Mittag die Trauung des Prinzen Georg Radziwill, Lieutenants im Garde du Korpsregiment und Sohn der Generaladjutanten Sr. Maj. des Kaisers und Königs, Fürsten Anton Radziwill, mit der Komtesse Branicka, Tochter des Grafen Ladislas Branicki und der Gräfin Branicka, geborenen Prinzessin Sapieha, statt. Der meistens in Paris lebende Graf Branicki ist einer der reichsten polnischen Magnaten, dessen Vermögen allein an Liegenschaften und Grundstücken auf sechzig Millionen geschätzt wird. Außer den Mitgliedern der beiden Familien bemerkte man in der glänzenden und zahlreichen Festversammlung den Herzog und die Herzogin von Sagan, den Marquis und die Marquise von Castellane, den Fürsten Clary, den Grafen Chotek, mehrere Offiziere vom Garde du Korpsregiment und die Herren der deutschen Botschaft. An die Trauung schloß sich ein Frühstück beim Grafen Branicki in dessen Hotel in der Rue du Lübeck. Italien. * Rom, 8. Oktober.(Empfang der Laienpilger.) Der Papst empfing gestern 8000 italienische Laienpilger und richtete an sie eine Ansprache, in der er sich darüber beklagte, daß ihm die Ausübung der geistigen Autorität unmöglich gemacht sei, und sich gegen die von den Gegnern jüngst proklamirte(?) Entkatholisirung Italiens aussprach, zu der die Okkupation Roms der erste Schritt gewesen sei. Die Laienpilger sollten dem vorbeugen und den Glauben kennen und verbreiten, daß der Papst nicht frei sein könne, wenn er nicht alle seine Rechte besitze. Aus dem Fürstenthum Lippe und Umgegend. * Detmold, 6. Oktober.(Gemeinschaftliche Sitzung der städtischen Behörden vom 3. d. M. Schluß.) Stadtvv. Prof. Horrmann und Husemann sind wohl auch der Ansicht, daß der Wunsch ein allgemeiner, die Post möglichst am alten Platze zu lassen, und dem auch Ausdruck gegeben werden solle, doch glaubt Ersterer nicht, daß auf die Petition viel Gewicht gelegt werde und hält deshalb dafür, daß man auch gleichzeitig mit pofitiven Vorschlägen kommen müsse, als welcher natürlich der Kaiser=Wilhelms=Platz der Mühlenwiese vorzuziehen sei.— Stadtv. Pieper giebt anheim, das Seminargebäude in Vorschlag zu bringen, welches sich zu seiner jetzigen Verwendung durchaus nicht eignet. Mit dem Vorschlag des Stadtv. Hinrichs könne er sich durchaus nicht einverstanden erklären, sondern müsse sich entschieden dagegen aussprechen, da dieser eine entschiedene Umgehung des Reichstages sei.— Der letztere Hinweis wird von anderen Rednern zwar, weil für uns von nur untergeordneter Bedeutung, als wenig zutreffend zurückgewiesen, doch glaubt man deshalb nicht Die Ausstellung zu Carácas. (Fortsetzung.) Doch, wie erwähnt, die europäische Betheiligung ist sehr mäßig und ich gehe daher zur Beschreibung der Produkte, der Thiere 2c. von Südamerika, speziell von Venezuela über. Im ersten Zimmer sind verschiedene Möbel ausgestellt. Die Leistungen in diesem Fache sind wirklich anerkennenswerth. Ganz besonders fallen die schönen Spiegel auf. Ebenso verdienen die Hüte und Mützen, welche in den folgenden Zimmern sind, volle Anerkennung. Die Filiale des Hamburger Hauses Dübbers& Co. und eine hiesige deutsche Firma, A. Gillmeyer, haben hübsche Sachen geliefert.— Schuhmacherarbeiten sind weniger vorhanden, dagegen haben sich die Lederfabrikanten um so reger betheiligt. In allen Qualitäten und Farben präsentiren sie ihre Arbeiten.— Die Sattler haben recht hübsche Sattel, sowohl für Damen als auch für Herren, ferner Ledertaschen, Gürtel und mancherlei Anderes ausgestellt.— Doch das sind alles Sachen, welche in Deutschland billiger und reichlich so gut hergestellt werden. Diese Branchen bieten wenig Neues. Interessanteres ist schon auf dem Gebiete der Kunst zu sehen; ja theilweise sind diese Arbeiten wirkliche Schätze. Reizende Sachen aus Knochen, Kaimanzähnen, Kokosnüssen und aus den Schalen anderer Früchte erregen die Bewunderung der Besucher.— Uater den Gemälden befinden sich z. B. zwei große, hübsche Gemälde(Eigenthum des Präsidenten), die eine ganze Wand einnehmen. Sie stellen die Schlacht bei Casabobo und die Seeschlacht auf dem Lago de Maracaibo vor. Ferner sinb nennenswerth „Der Empfang Bolivars" und„Die Uebergabe der venezuelanischen Flagge an Bolivar“. Doch allen setzt die Arbeit von dem auch in Frankreich sehr geschätzten darauf eingehen zu sollen, weil unsere Finanzlage derartige Operationen nicht gut verträgt, außerdem aber auch Stephan mit derchleichen Manipulationen im Reichstag schon auf viele Schwierigkeiten gestoßen sei.— Rathsherr Ehlerding glaubt nicht, daß am Bruch für die Post zu wenig Verkehr sei, da sich doch eine ganze Reihe größerer Firmen bereits dort draußen befänden, auch wäre er entschieden dagegen, daß seitens der Stadt für einen Bau Opfer gebracht würden.— Stadtv. Hinrichs und Grote treten nochmals für den Bau seitens der Stadt und zwar im alten Stadttheile ein, da hierdurch der Stadt keine Opfer zugemuthet würden, sondern sie nur als Unternehmer auftrete und den Unternehmer=Gewinn einstreichen könne, wie es die Stadt Hameln gethan, welche sich dabei sehr gut stehe; Letzterer betont nochmals, daß die Mühlenwiese ein so unpraktischer Vorschlag sei, wie nur irgend möglich.— Stadtv.=Stellv. Dr. Piderit kann nicht gut glauben, daß Hameln die vom Stadtv. Hinrichs angegebenen Summen erzielt hoben sollte, diese seien ja geradezu halsabschneiderisch zu nennen und glaubt, daß man sich über ein zu erwartendes günstiges Geschäft nur Illusionen hingebe. Wolle man die Post in der alten Stadt erhalten, dann möge man der Post positive Vorschläge machen, er glaube jedoch, daß dieses seine Schwierigkeiten haben werde, weil die Grundstücke in der Nähe des Marktes zu theuer seien.— Nach einigen kurzen Bemerkungen der Stadtvv. Horrmann, Pieper, Grote, Husemann und des Bürgermeisters Petri wird schließlich beschlossen, der Oberpostdirektion ad I zu eröffnen, daß es der Wunsch der Stadt sei, die Post auf dem bisherigen Grundstücke resp. in der alten Stadt zu behalten. Zur zweiten Frage, ob die Stadt bereit sei, den Bau selbst zu übernehmen, schlägt Stadtv. Hinrichs vor, daß sich die Stadt damit einverstanden erklären und um Einsendung der Bedingungen ersuchen solle. Da diese Frage bereits im Vorgehenden erörtert war, wurde dieselbe nach einer kurzen Replik und Duplik zwischen den Herren Hinrichs und Dr. Piderit mit 10 gegen 12 Stimmen abgelehnt und beschlossen, daß die Stadt nicht gewillt sei, selbst den Bau eines Gebäudes zu übernehmen, sei es in der Alt= oder Neustadt.— Zu der letzten Frage der Oberpostdirektion soll also ein Terrain von 1 Scheffelsaat am Kaiser=Wilhelmsplatz und der Paulinenstraße vorgeschlagen werden.— Stadtv. Hinrichs wünscht ausgesprochen zu haben, daß der Platz an der Mühlen wiese sehr ungeeignet sei.— Stadtv. Prof. Horrmann ist nicht dafür, daß es ausdrücklich betont werde, sondern glaubt, es genüge, wenn bemerkt würde, daß der von der Stadt vorgeschlagene Platz der geeignetere sei.— Stadtv. Hinrichs weist darauf hin, daß zu der Mühlenwiese nur zwei Zufuhrwege führten, da der Verkehr über den Schloßplatz nicht in Betracht gezogen werden könnte, in Folge dessen also der Platz in der That der ungeeignetste sei.— Stadtv.=Stellv. Dr. Piderit glaubt, daß die Versammlung so viel Vertrauen zu dem Magistrate haben müsse, diesem die Motivirungen selbst zu überlassen.— Bürgermeister Petri ist gleichfalls nicht dafür, daß der Platz an der Mühlenwiese ausdrücklich für ungeeignet erklärt werde, sondern hält es für genügend, wenn der Platz am Kaiser=Wilhelmsplatz als geeigneter vorgeschlagen werde; im Uebrigen würden dem Schreiben ja auch Motive und ein Situationsplan beigefügt werden. Nachdem noch von anderer Seite darauf hingewiesen worden, daß das Terrain sehr sumpfig und in Folge dessen die Erhöhung, wie dieses der Bau der Ressource gezeigt, sehr kostspielig werde, außerdem aber auch die Nähe des Theaters die Feuersgefahr nahe lege, zieht Stadtv. Hinrichs seinen Maler Tovar die Krone auf. Dies Gemälde befindet sich indessen nicht im Ausstellungsgebäude, sondern gegenüber, im Kapitolio, und zwar im Sitzungssaale der Abgeordneten, in dem es eine Wand vollständig bedeckt. Das Bild zeigt die Unabhängigkeitserklärung Venezuelas. Die Personen sind in Lebensgröße dargestellt und wirklich so meisterhaft, daß man sie lebend vor sich zu sehen glaubt. Der Meister hat auch schon für diese Leistung eine Prämie im Voraus erhalten, indem ihm der Präsident durch die ganze Militärkapelle ein Ständchen bringen ließ. Tovar ist ein Sohn der Republik, war aber lange Jahre in Frankreich und hauptsächlich in Paris.— Dann sind in der Ausstellung niedliche, aus Federn gefertigte Sachen vorhanden. Diese Pracht und diese merkwürdigen Arbeiten zu beschreiben ist sehr schwer. So etwas muß man sehen. Theilweise stellen die Arbeiten Landschaften vor, theilweise einzelne Häuser, Flußpartien, Bouquets 2c. Die Blumen wie Glockenblumen, Calla oder Gras und Kornähren, Alles ist so naturgetreu, daß man kaum begreift, wie solche Kunstwerke fertig gestellt werden können.— Ebenso befinden sich wunderbare Arbeiten von Haar angefertigt vor. Diese Sachen sind natürlich nicht so schön, weil man kein Haar von so mannichfachen und lebhaften Farben hat wie Federn; aber sie sind gewiß nicht weniger kunstvoll. Die schönste dieser Haararbeiten zeigt: Bolivar auf Wolken zum Himmel fahrend, während eine Göttin sich ihm naht, um ihm einen Lorbeerkranz aufzusetzen. Vergessen wie aber auch die Kunst nicht, die den Menschen so häufig hilft, um solche Schätze bewundern zu können. Ich meine die Arzneikunst. Die dänische Firma G. Stürup& Co. zu Caracas, die polnische Tabosky e hijo zu Sombrero und die venezuelanische Arteaja& Co. zu Caracas haben sich alle drei sehr angestrengt. Sie haben ihre Präparate in großen, Antrag: Im Schreiben auszusprechen, daß die Lage an der Mühlenwiese sehr ungeeignet sei, weil diese durch den Komplex des Schlosses von dem Hauptstadttheil ganz abgespeert liegt, aus Rücksichten auf die Geschäftsordnung zurück und wird dann der Vorschlag des Magistrats angenommen, den dritten Punkt dahin zu beantworten, daß die Stadt geneigt sei als geeigneteren Platz, wie den an der Mühlenwiese ein Terrain von 1 Scheffelsaat Größe am verlängerten Kaiser=Wilhelmsplatz und der Paulinenstraße abzutreten. * Detmold, 8. Oktober.(Strafkammer.) In der Sitzuug vom 5. d. M. wurde gegen den Ziegelarbeiter Wilhelm Wiele aus Augustdorf unter Ausschluß der Oeffentlichkeit wegen eines Verbrechens wider die Sittlichkeit verhandelt. Angeklagter wurde zu 1 Jahr 6 Monat Gefängniß verurtheilt. Der Kolon Otte Nr. 18 zu Meinberg erhielt wegen Körperverletzung eine Gefängnißstrafe von 9 Monaten. Der Dienstknecht Möllemeier aus Schönemark hatte vor dem Termin die Berufung zurückgezogen, weshelb dieselbe nicht zur Verhandlung kam. In der Sitzung vom 6. d. M. führte die Berufung in der Privatklagesache des Uhrmachers Alb. Heilmann zu Salzuflen gegen den Buchhändler Adolf Bülow aus Obernkirchen wegen Beleidigung zur Aufhebung des Urtheils erster Instanz und wurde Angeklagter in eine Geldstrafe von 15 J, eventuell 5 Tage Gefängniß genonmmen. * Detmold, 8. Oktober.(Warnung.) Am Donnerstag, den 11. d. Mts., finden auf dem Hiddeser Bent größere Schießübungen der beim Füsilierbataillon eingezogenen Reserven statt. Vor Betreten des Schießplatzes an diesem Tage wird zur Verhütung von Unglücksfällen hiermit gewarnt. * Detmold.(Museum.) Herr Professor Treplin, der die Sammlungen des Museums schon durch eine ganze Reihe interessanter, von ihm selbst erlegter Thiere bereichert hat, schenkte neuerdings ein durch Größe und Schönheit in gleicher Weise ausgezeichnetes Exemplar eines Silberfuchses. Die selten vorkommende Varietät unterscheidet sich von dem gewöhnlichen Rothfuchs vorzugsweise durch lichtere Farbentöne. Herr Präparator Eichentopf überwies dem Museum ein merkwürdig gestaltetes Eatenei, das bei übernormaler Größe— es hat etwa die Dimensionen eines Gänseeis— im Innern ein zweites vollkommen mit Kalkschale ausgebildetes Ei enthält. Herr A. Erda schenkte einen aus Büffelhaar und Kupferblech bestehenden Armring aus Südafrika. Herr Gusdorf in Fernandez de Taos(Neu=Mexiko) schickte mehrere, aus verschiedenartigem Gesteinsmaterial hergestellte Pfeilspitzen, die aus einem alten Indianergrabe stammen und durch die außerordentliche Zierlichkeit ihrer Formen bemerkenswerth sind. Endlich bereicherte Herr Geometer Fröhlich die mineralogische Sammlung durch Bernsteinstücke von Nikolaiken(Ostpreußen) und eine größere Anzahl von Schwefelkieskrystallen aus der Umgegend von Bösingfeld.— Dem naturwissenschaftlichen Vereine sind kürzlich als Mitglieder beigetreten: Herr A. Krohn, z. Z. in Detmold, B. Müller, Kaufmann in Oerlinghausen, Frau Geh. Oberregierungsrath Petri in Detmold, Herr Paster Wessel in Reelkirchen, Justizrath Lücke in Detmold. * Salzuslen, 5. Oktober.(Der städtische Steinbruch) am Fierenberge wurde im angesetzten Termin an den Bauunternehmer Damm hierselbst für die Summe von 1650 M pro Anno auf 6 Jahre verpachtet. Der bisherige Pächter des Steinbruchs zahlte der Stadt nur 1053 M. Die Stadt erzielt in den 6 Pachtjahren eine Mehreinnahme von 3582 K. *(Die Versicherungskasse für Schweine) hübschen Glasschränken ausgestellt. Unbegreiflich erscheint es, daß die deutsche Apotheke Braun& Co. sich in so wenig würdiger Weise betheiligt hat, obgleich das Geschäft eines der größten der ganzen Republik ist.— Die Aerzte haben zum Theil ihre Patentmedizin ausgestellt.— Großes Aufsehen machte ein Präparat, „Curarina“, genannt und von der deutschen Firma Winiewsky, Jürgens& Co., Apotheker zu Cücuta in Columbia ausgestellt. Das Mittel hilft gegen den Biß aller giftigen Schlangen, Skorpione 2c.- und die hier von vielen Aerzten angestellten Versuche sind äußerst günstig verlaufeg. So wurde z. B. ein Bursche binnen einer halben Stunde von zwei verschiedenen Schlangen gebissen, von einer Klapperschlange(die gefährlichste aller Schlangen) und von einer Korallenschlange. Der Bursche hielt es nicht für der Mühe werth, etwas davon zu sagen und erst als der verwundete Arm dick angeschwollen war und der Unglückliche bereits aus Nase und Mund blutete, ließ er Anzeige von seinem Unfall machen. Ein schnell herbeigeholter Arzt behaudelte den Patienten mit Curarina und gelang es, dem Burschen das Leben zu erhalten. Sollte sich das Mittel also bewähren, so würde es ein Segen für die Bewohner der Tropen sein. Denn es sterben doch alljährlich noch eine große Anzahl am Schlangenbiß. Besonders ist dies auch auf Martinigue der Fall, wo Trigonocephalus Canceolatus so manchen Arbeiter der Zuckerplantagen des Lebens beraubt. Die französische Regierung setzte für die Erfindung eines Antidots 25,000 Franken aus, um welche Prämie sich auch genannte Firma bewerben wird. Das Mittel ist Eigenthum eines Indianers, der es aber um keinen Preis verrathen will. Diese Rothhaut liefert den dazu gehörigen Pflanzensaft, der dann in der erwähnten Apotheke in genießbare Form gebracht wird. (Schluß folgt.) ist seit Montag in Kraft getreten. Es ist diese die erste, auf Gegenseitigkeit gegründete städtische Kasse, welche unentgeltlich verwaltet wird.(M. Ztg.) * Bielefeld, 5. Oktnber.(Die Konferenz der Vorständedeut scher Arbei terkolonien), welche am 16. Oktober Nachmittags 4½ Uhr im evangelischen Vereinshause zu Hannover stattfinden soll, wird namentlich folgende Gegenstände einer eingehenden Berathung unterwerfen: 1) Gemeinsame innere Organisation der Kolonien; 2) Stellung der Kolonien zu einander; 3) Stellung der Kolonien zu den Naturalverpflegungsstationen; 4) Gemeinsames Vorgehen der Kolonien in Bezug auf nothwendige Aenderungen der Gesetzgebung; 5) Sicherung des materiellen Bestandes der Kolonien; 6) Bildung eines gemeinsamen Centralvorstandes und Bureaus für die ganze Arbeiterkoloniensache. Das schlefische Komité beantragte zu 1) die Beschäftigung des Kolonisten im Winter und die Einführung der Hausindustrie. Zu derselben Position beantragt das Komité für die Provinz Sachsen, in Ueberlegung zu nehmen, ob sich nicht eine Verlängerung des Aufenthalts der Kolonisten über eine Zeit von drei Monaten hinaus empfehle. Zu 3) beantragt Schlesien die Stellung der Kolonien auch zu den Strafanstalten und Gefängnissen, sowie zu den Fürsorgevereinen für Entlassene. Außerdem wird voraussichtlich die wichtige Frage zur Erörterung kommen, nach welchen Grundsätzen ein zweckmäßiges Netz von Naturalverpflegungsstationen im Bezirke einer jeden Arbeiterkolonie anzulegen sei, und schließlich wird in Erwägung genommen werden, eine zunächst an den Reichskanzler zu richtende Denkschrift auszuarbeiten, welche sich über die zum Gedeihen der Arbeiterkolonien und Verbesserung der Armenpflege unerläßlichen Aenderungen der Gesetzgebung verbreitet. Die Anlegung einer Kolonie für unverbesserliche Vagabunden in einem nordischen Moore wird ebenfalls Gegenstand eines Referats sein. Am Montag den 15. Oktober findet ein gemeinsamer Besuch der hannoverschen Kolonie Kästorf bei Gifhorn statt und nach Beendigung der Verhandlungen ist ein Besuch von Wilhelmsdorf bei Bielefeld in Aussicht genommen. (W. Ztg.) * Höxter, 3. Oktober.(Der jüngst erfolgte Tod des Amtmanns Fr. Schonlau), während der letzten 30 Jahre Pächter des Ritterguts Hainhausen, ist, wie das„Wf. Volksbl.“ sagt, überall in den Kreisen Höxter, Warburg und Holzminden tief empfunden worden. S. war ein tüchtiger Landwirth; die Führung der eigenen Wirthschaft diente vielfach anderen zum Vorbilde. Zur Hebung der Viehzucht trug derselbe durch die Betheiligung an den Bestrebungen des Teutoburger Schaf=Züchter=Vereins erheblich bei. Ihm ist mit zu danken, daß die Zuckerfabrik zu Brakel ins Leben trat, und damit ein für die Entwicklung der Landwirthschaft im Kreise Höxter, ja im ganzen Westfalenlande, hoch bedeutsamer Fortschritt geschehen konnte. Sch. starb 53 Jahr alt. * Paderborn, 6. Oktober.(Eine eingebüßte Erbschaft.) Das„Westpr. Vbl.“ bringt die Nachricht, daß der plötzlich ohne Testament verstorbene Delegat Maszkowski den größten Theil seines Vermögens dem Bonifaziusverein überweisen wollte. Einige Tage vor seinem Tode schrieb er an den Vorstand des Vereins nach Paderborn und bat um die Absendung eines Vertreters, dem er etwa 60,000 M einhändigen wolle. Der erbetene Vertreter kam mit dem Zuge von Laskowitz um 9 Uhr 45 Minuten an, traf aber den Delegaten bereits als Leiche, denn er war kurz vorher um 9 Uhr verstorben. Der betreffende Herr reiste Nachmittags unverrichteter Sache wieder nach Paderborn zurück. Literatur, Kunst und Wissenschaft. *(Emanuel Geibel) ist, wie aus Lübeck gemeldet wird, nicht unbedenklich erkrankt und konnte deshalb auch nicht der an ihn ergangenen Einladung zur Enthüllung des Niederwalddenkmals Folge leisten. & Sondershausen, 5. Oktober.(Konservatorium.) Das Ergebniß der jetzigen Herbstaufnahmeprüfung in das fürstliche Konservatorium der Musik in Sondershausen ist derart günstig gewesen, daß die Zahl der Schüler auf 95 gestiegen ist; besonders erfreulich ist es, daß unter den Aufgenommenen ein großer Theil als vorzüglich beanlagt zu bezeichnen ist.(.) Sport. * Baden=Baden, 6. Oktober.(Jagdrennen.) In dem großen Armee=Jagdrennen zu Iffezheim gewann den Ehrenpreis des Kaisers und 5000 M. Lieutenant Graf Nesselrode mit „Boneen.“ und Landwirthschaft. * Emden, 5. Oktober.(Molkerei=Ausstellung.) Das Ereigniß des Tages bildet hier die erste Oftfriesische Molkereiausstellung, welche gestern eröffnet worden. Beschickt ist dieselbe, was die Molkereiprodukte, Butter und Käse, anbetrifft, fast ausschließlich aus Ostfriesland. Sie bietet daher ein zutreffendes Bild von dem Zustande dieses landwirthschaftlichen Betriebszweiges in Ostfriesland. Wie bedeutend dieser Betriebszweig ist, wird uns von dem Komité in der Einleitung zum Katalog vor Augen geführt. Darnach betrug der Rindviehbestand Ostfrieslands nach der Zählung von 1883 127,550 Rinder, wovon 72,683 Stück oder 55,46 Proz. Kühe waren. Die Quantität der bereiteten Produkte wird auf rot. 72,000 Ctr. Butter und auf reichlich 60,000 Ctr. sog. Lederkäse veranschlagt; letzterer wird fast ausschließlich in Oftfriesland selbst konsumirt, während von der Butter nach der zollamtlichen Statistik, den Verkehrsübersichten der Eisenbahnen und anderen Ermittelungen ca. 45,000 Ctr., im Durchschnittswerth von 100 M pro Centner, im Ganzen von 4,500,000 Ml zur Ausfuhr gelangen. Das Urtheil, welches die Preisrichterkollegien, die vorzugsweise aus auswärtigen Sachkundigen gebildet sind, in der gestrigen extraordinären Hauptversammlung des landwirthschaftlichen Provinzialvereins abgaben, lautete im Allgemeinen recht günftig, wenn auch in mancher Hinsicht nicht befriedigend. Was den Käse anbetrifft, so wurde von Herrn Martini=Berlin hervorgehoben, daß er von der guten Qualität im höchsten Grade überrascht gewesen sei, daß der Käse aber durchweg an einer gewissen Trockenheit und Krümeligkeit des Teiges leide, dem durch Herabminderung der Temperatur bei der Bearbeitung nach Maßgabe des Thermometers abzuhelfen, so wie, daß dem Milbenfraß in sehr unzulänglicher Weise vorgebeugt werde. Herr Mahlo=Berlin hatte im Jahre 1878 auf der Oldenburger Ausstellung ein im Allgemeinen ungünstiges Urtheil über die oftfriefische Butter fällen müssen, konnte aber gestern einen wesentlichen Fortschritt konstatiren. Dagegen mußte derselbe bemerken, daß in vielen Fällen eine„Ueberarbettungn der Butter stattfinde, wodurch dieselbe trotz größter Reinlichkeit ein schmieriges, unklares Ansehen gewinne; diese Ueberarbeitung bestehe darin, daß man des Guten zu viel thue und dadurch eine zu hohe Temperatur der Sahne hervorrufe, weshalb stets für Messung mittelst Thermometers und eventuelle Abkühlung zu sorgen sei. Nicht weniger werde stellenweise noch ein zu großer Zusatz von Salz, der—5 Proz. pro Centner nicht übersteigen dürfe, vorgenommen, auch nicht für genügende Entfernung von Kuhhaaren gesorgt.— An Prämien wurden vertheilt: für Butter 4 Ehrenpreise, 2 filberne Staatsmedaillen, 9 silberne und 30 bronzene Medaillen, 25 Ehrendiplome; für Käse: 4 Ehrenpreise, 6 silberne und 14 bronzene Medaillen, 10 Ehrendiplome. In den übrigen Abtheilungen für Butter= und Käsefarben, Labextrakte, Salze 2c., für Geräthe aller Art und Maschinen rc. find die auswärtigen Aussteller bei Weitem vorwiegend. Sehen wir von Maschinen ab, da Fabriken dafür in Oftfriesland nicht existiren, so ist die mangelhafte Beschickung der Abtheilung für die zur Milchwirthschaft nothwendigen gewöhnlichen Geräthe ein Beweis, daß die Industrie hier in dieser Hinsicht noch nicht auf der Höhe der Zeit ist. Hoffentlich wird die Ausstellung zu einem erheblichen Fortschritt auf diesem Gebiete eine kräftige Anregung geben. Berliner Kurse vom 8. Oktober. Deutsche Fonds. Hypetbeken-Certikkate. 4½% Braunsch.-Hann. 101,60 0 9 4„ 4½ 4„ 2% 5 5„ 4½ 27 *„ 98.40 Deutsche(Berlin) 102.50 do. 99.— do. 104,— Gothaer Präm. I 118,10 „„ II 115,75 „ rsb. 110 104,80 100 96.70 Meinir ngs 100,90 Präm.—.— Preuss. Bodener. V. u. VI. Ser. 102,90 Preuss. Bodencr. rzb. 110 110,60 do. III.„ 100 100,70 do.„ 100 98,20 Indastrielle Gesellshaften. % Pras. Centr. Bdne. rzb. 100 104,60 do. rad. 110 114,25 do.„ 100 103,50 Preuss. Hypoth. Pfdbr. rab. 120 108,60 do.„ 110 109,— do.„ 100 102.— do.„ 100 101,50 4½, Preuss. Hypoth. V. A. G. Certific. 101,80 5" Stettiner Nat. Hyp. rzb. 100 100,75 do.„ 110. 103,30 Schwedische 101,60 4½ 4½ 5„ 5„ 4½ 4½ Aachen-Höngener Bochumer Gussstahl Bonifacius Bergwerk Borussia„ Donnersmarkhütte Dortm. Union St. Prior. 45.— 104,50 79.40 150.— 69.25 97.50 Harpener Bergwerke—.— Egestorff’s Salzwerke 107,10 Gelsenkirchen.. 126,— Georg Marienh. St. Act. 83.— Hannov. Masch. 88.— do. St. Prior. 10,50 Harkort Bergwerke 68,80 Hibernia„ 105,20 Hörder Hütten. conv. 96,50 Königs- u. Laurah. 182,40 König Wilhelm.. 37,75 Louise Tiefbau 53,80 Nordd. Lloydaktien 135.25 Ravensberg. Spinnerei 133.— Sächsische Maschinen 128.— Vorwärts, Bielef.Spinn.—.— Westfäl. Drahtindustrie 181,25 Westf. Union St. Prior. 68.25 Marktberichte. * Bielefeld, 6. Oktober. Weizen 20,25, Roggen 15,50, Gerste Ia 20,—, Gerste IIa 15,—, Hafer 14,—, Bohnen 22,50, Buchweizen—.—, Rüböl 76,—, Raff. Oel 29,60, Raps 21,—, Kocherbsen 21,—, Futtererbsen—.—, Spiritus—.— per 100 Kilo. * Berlin, 8. Oktober. Weizen flau, per Okt.=Nov. 178,50, per April=Mai 191,50 M. Gek. 9000 Ztr. Roggen flau, per Oktbr.=Novbr. 144,25, April=Mai 151,75 M. Gek. 12,000 Ztr. Hafer flau, per Oktbr.=Novbr.—.—, April=Mai 134,— M. Gek. 5000 Ztr. Rüböl flau, loko mit Faß 67,50, ohne Faß 66,50, per Oktbr. 65,30, April=Mai 64,80 M. Gek.— Ztr. Spiritus behauptet, loko 51,90, per Oktbr. 51,50, Oktbr.=Novbr. 50,10, April=Mai 50,70 M. Gek. 10,000 I. Petroleum fest, loko 24,80, per Okt.=Nov. 24,60, Novbr.=Dezbr. 24,80 M. Gek. — Ztr. * Köln, 8. Oktober. Weizen hiesiger 19.50, fremder 20.—, per Nov. 18.45, per März 19,45. Roggen hiesiger 15,50, fremder —.—, per Nov. 14.15, per März 15,-“. Hafer hiesiger 15.50, fremder—.—. Rüböl in Partieen 36,—, per Oktbr. 35,40, per Mai 34,10. * Bremen, 8. Oktober. Petroleum ruhig, loco 8,05, per Nov. 8,20, Dez. 8,30, Jan. 8,45, Febr. 8,55. Schmalz Marke Wilcox loco 43, per Okt.=Nov. 42½. * Antwerpen, 8. Oktober. Petroleum ruhig, disp. 19⅞. per Okt. 19¾4, Nov. 20½/8, Dezbr. 20½, Jan. 20¾, Jan.=März 21 fr. Kaffee behauptet, Verkäufe 215 B Bahia zu 26 c, verzollt. Deutsche Reichs-Anl. 102.25 4½% Preuss. kons.„ 102,80 4„„„„ 1 0 1, 9 0 3½„ Staatsschuldsch. 99,— 4" Ostpr. Pfdbr. 101.— 3½" Pomm.„ 92.40 101,70 102.50 100,80 ", P ocmm. „„ n" „ neue Posen. „ Westfäl.„ „ Westpreuss. .,Westgreups.„ 102,60 4% Khein.-Wstt Rtnb. 100,90 Ausländische Fonds. 4½% Oesterr. Silberrente J/J. 67,20 4½„„ Papierrente M/N 66,50 4„„ Goldr. 85.— 5„„ 60r Loos. 118,10 314, 4½% Brem. 74er Anl.—.— 4%„„ 80er„ 101,25 4" Bad. Präm.„ 131,10 4" Baier.„„ 132,10 Braunschw. 20 Thlr.Loose 98,50 3½% Köln-Mind. Loose 125,90 Kurhess. 40Thlr.-„ 295,20 Meining. 4„„ 28.40 3% Oldenburger„ 148,10 3½% Preus. PrämienOblig. 139,90 5% Russ. 5 Oesterr. 64er Loose % Russ. Stieglitz VI. Ser. „„ 62er Anl. „„ 71er„ 5½„„ 75er„ „„ 77er„ „„ 80er„ 5"" H1l Orient. Anl. 82,20 86.50 86,15 92.60 71,55 55,90 % Russ. Prämien 66 129,60 Bodenkred. Pfandbr. Gömörer Ital. Rente Jersey City New-Yorker 85.30 100,80 90.75 Raab-Grazer Präm. 93.75 8„ Rumän. Anl. 108.50 „„„ 103.— 5„„„ 97,90 5"" Amortisations Anleihe 93,60 4½% Schwed. 75er Anl. 102,80 6% Ung. Goldrente 101.— „„ 74,10 Berg.-Märk. Bank 118.25 Braunschweig-Hannov. Hypoth.-Bank 88.55 3remer Bank 108,60 Deutsche Bank 147.50 Disconto-Gesellschaft 192.— assener Creditanstalt 97.90 Jothaer Grundkr.-Bank 69.60 „„ j u n g e 7 8, 7 5 Jan nover’sche Bank 112.25 Bankaktien. Köln. Wechslerbank 94.— Leipz. Disconto-Ges. 106 75 Oesterr. Kreditanstalt 495.— Preuss. Bodenkreditb. 100,50 Hyp. Akt.-Bk. 90.75 Hypoth.-Vers. Ges. 91.— Reichsbank 150,80 Schaffhausen. Bankv. 92.50 Westfälische Bank 96.75 chen-Mastricht gisch-Märkische sl.-Schwdn-Freib. rtmund-Enschede I. C. Ludwb.(gar) tthardbahn onpr. Rudolf(gar.) Eisenbahn-Stammaktien. 57,10 127,10 117,90 67.70 122,70 104,75 70,90 Eisenbahn-Priertäts-Obligatienen. Aachen-Mastricht 96,50/40/ Elisab. We Bergisch-Märk. I. u. II. Ser. 103.— do. La. C. 92,90 , d o. I V. u n d V. Serie 102,90 do. VI. Ser. 104,— do. VII. und VIII Serie 103.— do. IX. Serie 103.— , B r a u n s c h w e i g. 1 0 4,— Köln-Mind. III. S. 102,90 „„„ IV. u. V. Mainz-Ludwigshaf. 112.30 Oberschlesische 272.90 Oesterr. Staatsb. 542.— „ Südb.(Lomb). 260.— Rechte Oder-Uferb. 193.10 Rheinische 165 60 Russ. St.-B.(5% gar) 124,10 täts-Obligatien. 4% Lusau. estb. Goldpr. steuerfrei 91,70 4½% Gal.Karl-Ludwb. 83,90 Serie 101,30 „ VI. B. 102,80 Magdb.-Halb. Rheinische 102,80 102,80 Oester. Staatsb. 500 fs. 388.— do. v. 1874.382,60 do..:.... 105,40 do. Jud-Bahn 500 fs. 290,90 do. Sdb.(gar.) 102,60 Rudolfsb. III. E. 85,80 Ung. Ostb.(Silb.) 77,40 „„(Gold) 96.80 Warsch.-Wiener III. E. 102,40 do. VI.„ 100.— Gotthardtb. I.„ 101,90 Neueste Nachrichten. * Nauenburg, 8. Oktober. Die gestern wegen der Maßregeln gegen die Heilsarmee abgehaltene Volksversammlung war von 8000 Menschen besucht und verlief ruhig, nachdem einstimmig eine Resolution, die Ausweisung der Mitglieder der Heilsarmee betreffend, angenommen worden war. * Paris, 8. Oktober. Der Expreßzug Paris=Bern ist heute früh bei Pontarlier entgleist; vier Reisende wurden hierbei verletzt.— Die Besprechungen zwischen Ferry und General Lewal führten wegen abweichender Ansichten Lewals über militärische Reformen zu keiner Verständigung; die Ernennung Saussier zum Kriegsminister gilt als wahrscheinlich.— Amtliche Berichte aus Haiphong vom 26. v. Mts. sagen, die Schwarz= Flaggen begännen sich nach Laokai zurückzuziehen. Es sind annamitische Bevollmächtigte in Haiphong ange“ kommen, dieselben wollten sich nach Hanoi begeben. Meteorologische Beobachtungen der Deutschen Seewarte in Hamburg vom 8. Oktober, Morgens 8 Uhr. London: Nebel. Wegen eines Malheurs beim Druck konnte die heutige Nummer unserer Zeitung für die erste Post leider nicht rechtzeitig fertig gestellt werden und bitten wir unsere geschätzten Abonneuten wegen der Verspätung um gütige Nachsicht. Die Exped. d. Lipp. Landeszeitung. Für den Inseratentheil verantwortlich: A. Mewes in Detmold. Pedentisch Pust Kamptain als: Ladentisch, Pult, Kcomptoirschemel, große Leiter u. s. w. zu kaufen gesucht. Näheres in der Expedition.(261. Soeben wieder eingetroffen 600 Paar Hosenträger à Paar 20, 25, 30 bis 50 Pf. Extrafeine 50 bis 100 Pf. Unterjacken, Unterhosen, Lamahemden, Leinenhemden, Blousen und Socken Für jeden Preis. Nur gegen Baar. Detmolder Bazar. Lager fertiger Garderoben. Krummestrasse 4. Fir de licbevole Thelahne bei der Beerdigung unserer lieben Schwester und Tante, Henriette Schlepper, sagt im Namen der trauernden Hinterbliebenen besten Dank Aug. Schlepper. Detmold, den 8. Oktober 1883. Best iecier Khunsione Heute Nachmittag 5 Uhr ist meine liebe Frau Dina geb. Herlein im Alter von 27 Jahren sanft in dem Herrn entschlafen. Um stille Theilnahme bittet A. Lindemann, Polizeidiener, nebst Kinder. Die Beerdigung findet am Donnerstag Nachmittag 5 Uhr statt. Mein Lager in allen Neuheiten der Herbst- und Wintersaison ist jetzt auf das Reichhaltigste ausgestattet und halte ich dasselbe bei Bedarf bestens empfohlen. Muster= und Auswahlsendungen stehen gern zu Diensten. W. Starke. Wohne jetzt auf der Krummenstraße. Reese, Schirmmacher Eine kleine Wohnung, Stube, 1 bis 2 Kammern, Küche 2c. auf gleich oder zum 1. April zu verwiethen. Carl Helmke. Zum 1. Mai 1884 wird eine Wohnuug, bestehend aus 5 Zimmern nebst Küche und Keller, zu miethen gesucht. Offerten werden franko erbeten. Gutsbesitzer H. Schmitz. Heil bei Lünen. E. Meißner, Sambor, österr. Galizien, versendet franko pr. Postnachnahmel netto 8½ frische Naturbutter für M. 7. Eier pr. Bahn nach Tageskours. 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Pfd. feinster dto.„ à 45„„„ feinster Campinos à50„„„ feiner grüner Java à 60„„„* feinster dto.„ à 70„„„ feiner gelber„ à70„„ feinster dto.„ à 80„„ feiner Guatemala à70„„ feinster dto. à 75„„ Sämmtliche Sorten sind kräftig u. reinschmeckend. Preise verstehen sich bei Abnahme von mindestens 9½ Pfd. Netto gegen Nachnahme. Nach sechstägigem Krankenlager verschied sanft und friedlich im 71. Jahre seines arbeitsreichen Lebens der Bäckermeister Ernst Adam. Detmold, 8. Oktober 1883. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Donnerstag Nachmittag 4¼ Uhr statt. Gesucht zun n. Todes=Anzeige. Es hat Gott gefallen, unsere liebe Tochter und Schwester Minna heute Nachmittag um 6 Uhr nach langen und schweren, aber in Geduld ertragenen Leiden im 17. Lebensjahre aus dieser Welt zu sich in sein himmlisches Reich zu nehmen. Istrup, den 6. Okt. 1883. Die trauernden Hinterbliebenen Gastwirth C. Mische, Frau und Kinder. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 10. Oktober, Nachmittags 2 Uhr statt. 1. Januar oder 1. April J. fünf Losknechte. Oktober 1883. Domaine heerse. Ed. Busse. Ein mit guten Empfehlungen versehener junger Mann, am liebsten ein solcher, welcher seine Lehrzeit noch nicht lange vollendet hat, findet sofort Stellung bei Schröder& Wagner in Rinteln. Daselbst kann auch ein Lehrling plazirt werden. Lemgo. Zur Führung meiner Schwarz= und Weißbrod=Bäckerei suche ich sofort einen erfahrenen * 404 mit guten Zeugvissen. Irdr. Schnitger Ein guter Schlossergeselle findet auf gleich dauernde Beschäftigung bei Fr. Arens. Mittwoch, den 10. Oktober: General=Versammlung, Stiftungsfest betr. Am 17. und 18. Oktober er. veranstaltet der Lippische landwirthschaftliche Hauptverein bei Lage in Lippe eine mit Probepflügen verbundene • Wun von insbesondere zum Zuckerrübenbau geeigneten Maschinen und Ackergeräthen, zu deren Besuch alle, die sich dafür interessiren, hierdurch freundlich eingeladen werden. Das Comité. J. A. Herm. Meyer. 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