„Die Lippische Landes=Zeitung erscheint mit Ausnahme der Sonn= und Festtage täglich und werden in derselben die amtlichen Bekanntmachungen des Amtsblattes für das Fürstenthum Lippe in besonderer Rubrik veröffentlicht. Redaction u. Expedition: Detmold, Leopoldstraße Nr. 117. Abonnementspreis für das Vierteljahr: In Detmold 2 Mark 25 Pf., auswärts durch die Post bezogen 2 M. 60 Pf.,— mit Bestellgeld 3 M. Inserate werden mit 12 Pf. für den Raum der einfachen Corpus=Spaltzeile berechnet. O Verantwortlicher Redacteur August Klingenberg. Druck und Verlag der Meyer'schen Hofbuchdruckerei(Gebr. Klingenberg) in Detmold. Dienstag, 26. Juni. 1883. S 147.— Mit dem 1. Juli beginnt ein neues Quartals=Abonnement auf die Lippische Landeszeitung und ersuchen wir unsere geehrten Post=Abonnenten dasselbe baldigst erneuern zu wollen, damit keine Unterbrechung in der Zusendung stattfindet, da die Post nur auf ausdrückliche Bestellung die Zeitung weiter liefert; den hiesigen Abonnenten wird das Blatt, wenn keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, ohne Weiteres auch ferner zubestelt. Die Expedition. Die Entscheidung über das Kirchengesetz. N. Mit 245 gegen 87 Stimmen ist der entscheidende Artikel I der kirchenpolitischen Vorlage im Abgeordnetenhause angenommen worden; mit wenig geringerer Mehrheit wird das ganze Gesetz angenommen werden. Die Ultramontanen haben einen Triumph gefeiert, wie er größer nicht denkbar ist, und Herr Windthorst hat alle Ursache zu der siegesbewußten übermüthigen Haltung, die er mehr und mehr zur Schau trägt. Der Staat hat seine Kontrolle bei Besetzung geistlicher Aemter thatsächlich in weiterem Umfange preisgegeben, als es vielleicht in der Absicht und Meinung des Gesetzgebers lag; er hat eines der festesten Bollwerke der Maigesetze freiwillig geräumt und angesichts der großen zustimmenden Mehrheit der Volksveitretung darf man wohl zweifeln, ob er die andern zerbröckelnden Schanzwerke gegen das Ueberfluthen der klerikalen Herrschaftsgelüste noch lange zu behaupten versuchen wird. Zugeständnisse von der allergrößten praktischen und prinzipiellen Tragweite sind gemacht worden, und das Centrum hat höhnisch und geringschätzig die Gaben eingestrichen, mit der stets wiederholten feierlichen Erklärung, daß es damit den Kampf gegen die noch bestehen bleibenden maigesetzlichen Bestimmungen nicht im geringsten aufzugeben gedenke, daß es nur um so mehr sich aufgefordert fühle, nach Kapitulation dieser einen wichtigen Feitung den erfolgreichen Feldzug fortzusetzen, bis die Kirche und mit ihr die Schule„freis d. h. vollständig unter päpstlich=jesuitischer Herrschaft sind. Die eine Wirkung des Gesetzes, die klerikalen Ansprüche ins Maßlose zu Sein eigen Blut. Aus den Papieren eines Kriminalisten von N. I. Anders. (3. Fortsetzung.) In diesem Augenblicke verkündete das laute, fröhliche Signal des Schwagers, daß die Zeit zur Fahrt herangebrochen sei, und nachdem ich dem biederen Frachtfuhrmanne die Hand geschüttelt und ihm für seine Auskunft den besten Dank gesagt hatte, eilte ich hinaus, um die letzte Strecke bis zu dem Städtchen L. zurückzulegen. Eine Stunde war es nur noch, und dennoch wurde sie mir lang, sehr lang. Indessen aber war mir das Zusammentreffen mit dem Fuhrmann auf der Poststation von hohem Werth gewesen, denn gerade dadurch sing ich an, der Sache ein eigenes Interesse abzugewinnen. erblickte in der Tochter des Pfarrers nicht mehr die Mörderin, sondern zunächst nur eine Angeschuldigte, für die ich sogar durch die Erzählung des Fuhrmanns veranlaßt eine gewisse Sympathie empfand. Das aber sicherte mich zunächst vor Uebereilung. Noch einmal stieß der Schwager ins Horn, und bald spürte ich an dem Rasseln der Räder, an dem häufigen Emporschnellen des schnellen Wagens, daß wir uns auf jenem holprigen Pflaster befanden, wie es die Landstädtchen zu der Zeit fast überall und theilweise auch heute noch aufzuweisen haben. Nach wenigen Minuten war das Gasthaus erreicht, und da dasselbe auch zugleich der bedeutendste Gasthof des Städtchens ist, so befand ich mich einige Minuten später in einer von vielen Menschen besuchten Gaftstube, die derartig mit Tabakqualm geschwängert war, daß ich nur nach längerer Anstrengung im Stande war, die einzelnen Gruppen und Personen der heftig redenden und gestikulirenden Menschen von einander zu unterscheiden. steigern, sehen wir schon jetzt vor uns. Und nichts berechtigt zu der Hoffnung, daß während der Staat sein Einspruchsrecht gegen geistliche Ernennungen zum großen Theil aufgiebt, die Kurie den übrig bleibenden Rest der Anzeigepflicht anerkennt und die Bischöfe danach handeln; und zu erzwingen, was fceiwillig nicht geschehen wird, hat der Staat auch keine wirksamen Mittel. Von liberaler Seite hat man vielfach als einen Vorzug der Vorlage anerkannt, daß sie aus der einseitigen selbstständigen Autonomie des Staates, ohne Rücksicht auf Abmachungen mit der Kurie hervorgegangen sei. Aber welche Sicherheit haben wir, daß auch nur in diesem Punkte die eingeschlagene Bahn festgehalten wird? Die Redner des Centrums haben unaufhörlich betont, daß nur durch Verständigung mit der Kurie ein wirklicher Frieden zu Stande kommen könne, und der Kultusminister gab sich alle Mühe, die Annahme zurückzuweisen, als ob die Verhandlungen mit Rom fernerhin nicht fortgesetzt werden sollten. Auch das wagte die Regierung von Ferne nicht zu erklären, daß mit dem vorliegenden Gesetz etwas Dauerndes geschaffen werden solle, daß damit die Grenze der Nachgiebigkeit erreicht sei, bis zu welcher der Staat im Interesse seiner katholischen Unterthanen glaube gehen zu können; hinter dem vorliegenden Gesetz erhoben sich sofort die weitergehenden Ansprüche der Ultramontanen und es ist keinerlei Aussicht, daß die Regierung auch nur diese Grenze standhaft zu vertheidigen suchen werde. Das Gesetz ist eine konservativklerikale Abmachung, die, wie Herr Windthorst freudig hervorhob, auch auf andern Gebieten nicht ohne Nutzen sein wird. Daß auch ein ansehnlicher Theil der Fortschrittspa tei, Eugen Richter an der Spitze, hinter diesen konservativ=klerikalen Abmachungen herlief und den entscheidenden Schlag gegen die Maigesetze mitmachte, ist betrübend und kläglich. Der„Standpunkt Lenzmann“ und die ultramontanen Wählerstimmen an so manchen Orten ziehen eben ihre Konsequenzen; auch ein Mitglied der Sezession befand sich unter den Todtengräbern der Falk'schen Gesetzgebung. Das wird aber die fortschrittliche Presse nicht abhalten, nach wie vor mit der festen Geschlassenheit ihrer Partei zu prahlen und die mangelhafte Eintracht in wichtigen Fragen— bei der Nationalliberalen zu beklagen. In einem fortschrittlichen Blatt finden wir die jüngste Entscheidung des Abgeordnetenhauses treffend als die Vollendung der Schienenlegung nach Kanossa bezeichnet. Es wird noch öfter daran zu erinnern sein, daß auf der Lokomotive des jetzt nach jenem welthistorischen Schloß abgehenden Zuges neben Herrn Windthorst und Herrn von Rauchhaupt auch Herr Eugen Richter steht. Preußischer Landtag. Abgeordnetenhaus. Sitzung vom 25. Juni. Präsident v. Köller eröffnet die Sitzung um 9 Uhr 20 Minuten. Am Ministertische v. Goßler, v. Puttkamer, Dr. Friedberg und mehrere Regierungs=Kommissarien. Der Präsident theilt mit, daß um zur Wahl eines Bauplatzes für ein neues Dienstgebäude zu schreiten, der Entwurf einer Bauskizze nöthig geworden sei, die im Bureau des Hauses zur Einsicht offen liege.— Es wird demnächst in die dritte Lesung der kirchenpolitischen Vorlage eingetreten. Abg. Götting(Nat.=lib.) ist gegen die Vorlage. An einen Frieden mit der katholischen Kirche ist nicht zu denken, wie wir dies aus den täglichen Angriffen ihrer Presse sehen. Abg. Stöcker: Diese Haltung der Presse billige ich auch nicht, aber die konfessionellen Gegensätze müssen in ruhiger Erwägung, nicht in einem verzweifelten Kampfe erörtert werden. Abg. Eynern(Nat.=lib.): Wenn kein Schrei der Entrüftung bei dieser Vorlage durch unser Volk geht, so liegt das einfach daran, daß es den Namen des Kanzlers trägt, von dem das Volk noch immer nicht glauben will, daß er, der Einiger Deutschlands, jetzt der Kirche nachgiebt; wir erkennen ihn in dieser Vorlage nicht wieder. Ich bestreite jede Nothwendigkeit für die Vorlage. Sie ist kein Schritt zum Frieden, sondern nur ein Zurückdrängen des Staates. Minister v. Goßler: Ich bin mir bewußt den Standpunkt des Staates überall innezuhalten, und ich bin deshalb überzeugt, daß ich in der Vorlage an den Rechten des Staates nichts vergeben habe. Die Vorlage rechtfertigt sich aus den Gesichtspunkten, die ich als Minister eines paritätischen Staates beobachten muß. Abg. Bachem (Centr.): Wir müssen hier nicht betonen was uns trennt, sondern was uns vereinigt. Wir Katholiken haben nicht um unsere Rechte, auf die wir hier nur eine Abschlagszahlung erhalten, zu bitten, sondern wir verlangen sie, und ich hoffe, daß die Vorlage den ersten Schritt zum Frieden darstellt. Abg. Virchow ist gegen die Vorlage; man möge sich doch keine übertriebenen Vorstellungen von deren Wirkung machen, es könnte sich leicht ereignen, daß infolge der Vorlage die UebelMühselig hatte ich mir endlich Bahn gemacht durch den dichten Knäuel, ein bescheidenes Plätzchen in einer Ecke aufgesucht und so Gelegenheit gefunden, mir aus den verschiedenartigsten Mittheilungen, die sich alle auf das stattgefundene Verbrechen bezogen, ein nothdürftiges Bild zu machen. Wie der Kleinstädter im Allgemeinen, waren auch die Bewohner von L. gesprächig und frei von Mißtrauen. Außerdem kam mir wohl aber auch meine Erscheinung zu statten, wenigstens schien es mir so, als ob die guten Leute mich für einen Mann von Distiaction hielten, denn wiederholt wurde ich aufgefordert, an dem Stammtische, einem großen, runden, eichenen Tische, Platz zu nehmen, und nicht eher ließ man nach, bis ich dieser Aufforderung Folge geleistet hatte. Mir konnte damit nur gedient sein, denn auf diese Art war ich in der Lage, den mangelhaften Bericht des Bürgermeisters, der sofort nach der That abgefaßt worden war, durch die Wahrnehmungen Dritter zu ergänzen, und gebe nun die Eindrücke wieder, die ich damals, bevor ich noch den ersten amtlichen Schritt gethan hatte, empfing. Der Sachverhalt war folgender: Der Pfarrer Zacharias war seit etwa sechsunddreißig Jahren in dem Städtchen L. als Stadtpfarrer angestellt. Derselbe war ein Mann von seltener Lauterkeit des Charakters, dem das Wohl aller Gemeindeglieder, auch der Aermsten unter ihnen, am Herzen lag, und der sich deshalb mit Recht allgemeiner Achtung und Liebe erfreute. Vor etwa achtzehn Jahren war der Kupferschmiedemeister im Ort, ein gewisser Jordan, plötzlich an der Cholera gestorben. Ihm folgte einige Tage darauf seine Gattin, die ein kleines Töchterchen hinterließ, das eben erst das erste Lebensjahr vollendet hatte. Da Jordan eben so wie seine Frau sich im Städtchen allgemeiner Beliebtheit erfreuten, so konnte man sich nur schwer entschließen, das Töchterchen dem Pround Herdebatie und herdevut###t, was mit dem Kinde anzufangen sei. Da endlich machte der Pfarrer Zacharias den Debatten dadurch ein Ende, daß er dem Bürgermeister anzeigte, er wolle, da er kinderlos, das kleine Mädchen zu sich nehmen und auf seine Kosten erziehen. Adoptiren konnte er dasselbe nicht, da Jordan einige Tausend Thaler Vermögen hinterlassen, und es dann den Anschein gewonnen hätte, als wolle sich Pfarrer Zacharias an dem Vermögen des Kindes bereichern. Gern ging die Bürgermeisterei auf den Vorschlag des Pfarrers ein; wußte man doch auf diese Weise die Kleine am besten versorgt. Der Pfarrer Zacharias nahm die kleine Elise, ein hübsches, blauäugiges Mädchen, zu sich. Und während die Haushälterin des Pfarrers in den ersten Jahren, wo das Kind noch weiblicher Pflege bedurfte, ihr eine zweite Mutter war, ersetzte ihr der würdige Seelenhirt später den Vater. Und so wuchs Elise zur Freude ihres Pflegevaters und sämmtlicher Einwohner des Städtchens heran, ohne ihre Eltern, deren Erinnerung bald ihrem kindlichen Gemüthe in Folge der großen Jugend verschwunden war, je vermißt zu haben. Friede und Eintracht herrschte in dem Pfarrhause. Der Pfarrer segnete oft die Stunde, in der er sich entschlossen hatte, das Kind bei sich aufzunehmen, das ihm nun in seinen alten Tagen eine Stütze war. Und Elise suchte jede Gelegenheit zu ergreifen, dem Vater, wie sie ihn in kindlicher Zuneigung nannte, Freude zu bereiten. Weiter konnte ich an dem Abend nichts erfahren. So viel ich auch nach dem Gehörten darüber nachsann, ich konnte keinen Grund dafür finden, daß das junge Mädchen eine so grauenhafte That verübt haben sollte. Dennoch aber wurde sie vor allen Anwesenden mit seltener Einmüthigkeit der That bezichtigt. (Fortsetzung folgt.) tände viel größer werden als sie heute schon sind; wir beklagen gerade, daß schon jetzt so viel amovible Geistliche angestellt sind, während des Kulturkampfes; in Zukunft könnte deren Zahl noch größer werden in Folge der Bestimmungen der Vorlage. Abg. Windthorft: Wir haben gesehen, daß die Nationalliberalen die entschiedensten Feinde der katholischen Kirche sind; sie haben sorgfältig alles Gift gesammelt, um es hier vorzubringen gegen die Kirche; ich würde bedauern, wenn diese Herren für die Vorlage stimmten, denn ihre ablehnende Haltung ist ein Nagel mehr zu ihrem Sarge. Den Herrn Minister aber bitte ich, schleunigst weitere Schritte auf dem eingeschlagenen Wege zu thun. Es wird hierauf die Vorlage in namentlicher Abstimmung mit 224 gegen 107 Stimmen angenommen, 8 freik. Abgg. enthalten sich der Abstimmung. Ohne weitere Debatten werden noch die Holsteinische Eisenbahn=Vorlage in dritter Lesung und Petitionen, welche zur Erörterung im Plenum nicht geeignet erachtet werden, erledigt. Hierauf vertagt sich das Haus.— Nächste Sitzung Mittwoch 11 Uhr: Tagesordnung: Antrag Zelle(Städteordnung betr.) Wahlprüfungen und Schul=Versäumniß=Vorlage) Schluß 2½ Uhr. Deutsches Reich. * Berlin, 25. Juni.(Unterricht in Geschichte und im Deutschen an den Gymnasien.) Dem Vernehmen nach soll nach einer vor einiger Zeit ergangenen ministeriellen Anweisung an den Gymnasien auf Einhaltung des vorgeschriebenen Maßes im geschichtlichen und im deutschen Unterrichte um so mehr geachtet werden, als eine den Schulzweck übersteigende Anhäufung, von historischen Details zu einer mindestens nutzlosen Ueberbürdung des Gedächtnisses führe, und als im Schulunterricht in der Geschichte der Literatur, soweit sich derselbe nicht an die Beschäftigung der Schüler mit den ihnen zugänglichen Literaturwerken anschließe, zu den erheblichsten Bedenken Anlaß gebe. Von dem Schulunterrichte in den früheren Eatwickelungsformen der deutschen Sprache habe die Erfahrung das schon aus sachlichen Erwägungen hervorgehende Ergebniß bestätigt, daß derselbe in der Regel die Schüler nur zu einem wenig vortheilhaften Besitz unsicherer Kenntnisse bringe und zugleich die Erreichung der ungleich wichtigeren Aufgabe des deutschen Unterrichts beeinträchtige. *—(Krankheit des Reichskanzlers.) Die „Norddeutsche„Allg. Ztg.“ schreibt:„Die von hiesigen Zeitungen verbreiteten Nachrichten über das Befinden des Reichskanzlers sind in so fern unrichtig, als dieselben von einem leichten Unwohlsein sprechen. Fürst Bismarck ist vor acht Tagen an einem heftigen Magenkatarrh, verbunden mit Gelbsucht erkrankt und hat sich in Folge dessen von allen Geschäften zurückziehen müssen. Seit gestern ist eine Wendung zum Besseren eingetreten. Der Fürst ist aber noch immer an das Krankenzimmer gefesselt.“ *—(Erhebung in den Adelstand.) Der Major Meyer, welchem seit einer Reihe von Jahren die Leibpferde des Kaisers unterstellt sind, ist, wie die „Voss. Ztg." erfährt, in den erblichen Adelstand erhoben worden. *—(Kunstgewerbliche Ausstellung.) Für das Jahr 1885 wird eine deutsch=österreichische kunstgewerbliche Ausstellung in Berlin geplant, für die ein Umbau des Lehrter Bahnhofes in Aussicht genommen worden ist. In den betheiligten gewerblichen Kreisen ist der Gedanke einer solchen Ausstellung lebhaft angenommen worden. Doch hofft man, daß es gelingen werde, durch Heranziehung von Frankreich, Italien, England und andern Länderen dieselbe zu einer internationalen zu gestalten. Die Kosten für den Umbau des Lehrter Bahnhofs werden auf zwei Millionen Mark angegeben. *—(Streit zwischen zwei Fürstenthümern.) Die Streitigkeit, welche zwischen den beiden schwarzburgischen Fürstenthümern entstanden und zu deren Lösung die rudolstädter Regierung die Hülfe des Bundesraths angerufen hat, ist schließlich offenbar mit einer gewissen Lebhaftigkeit geführt worden. Das letzte Schreiben, welches von der sondershäuser Regierung ausgegangen und welches vom 18. Dezember v. J. datirt, bricht alle weiteren Verhandlungen über die Streitfrage ab und schließt mit den wenig versöhnlichen Worten: Befehl Sr. Durchlaucht des Fürsten, unseres allergnädigsten Herrn, haben wir schließlich zu erklären, daß Höchstdieselben die Erörterungen in dieser Sache für abgeschlossen erachten und der Hoffnung sich hingeben, durch weitere Korrespondenz nicht in Anspruch genommen zu werden." Was die Streitfrage selber betrifft, so ist bei dem im Jahre 1880 in Sondershausen eingetretenen Regierungswechsel dort Veranlassung genommen, neue Bestimmungen über die Verwaltung und Nutzung des Kammergutes und über die Höhe der Domänenrente einzuführen. Da hierbei der gebung zu beschreiten war, so wurde derselbe zugleich benutzt, um auch noch andere Festsetzungen über das Kammergut zu treffen. Dem Landtag für Sondershausen wurde im März 1881 ein Gesetzentwurf vorgelegt, der neben verschiedenen Bestimmungen über eine Erhöhung der Domänenrente u. s. w. mehrere Sätze aufstellte, die in die Rechte und Interessen der fürstlich rudolstädtischen Linie direkt eingreifen und Dispositionen über das Kammergut des fürstlichen Gesammthauses enthalten, die nach dem Hausvertrage von 1713 ohne Zustimmung der Agnaten nicht getroffen werden können. Diese Zustimmung ist nicht erbeten und nicht ertheilt worden. Die rudolstäter Regierung hat dann förmlich Protest erhoben und die sondershauser Regierung um Mittheilung des Protestes an den Landtag gebeten. Diese Mittheilung ist abgelehnt. Das Ministerium von Sondershausen hat sich darauf beschränkt, den erhobenen Einspruch als unberechtigt abzuweisen, und das Gesetz ist am 15 Juni 1881 erlassen worden. Nun hielt die rudolstädter Regierung vor weiteren Schritten sich für verpflichtet, den Bestimmungen des Hausvertrags entsprechend, in Sondershausen den Vorschlag zu machen, über die hausgesetzliche Zulässigkeit und Rechtmäßigkeit des Gesetzes ein Austrägalverfahren eintreten zu lassen. Auch das ist abgelehnt worden, weil ein Streitfall im Sinne des Hausvertrages nicht vorliege. Da diese Ablehnung, deren Schlußsatz oben mitgetheilt worden, jede weitere direkte Verhandlung zwischen beiden Regierungen abschneidet, so hat sich die rudolstädtische Regierung darauf hingewiesen gesehen, nach Artikel 76 der Reichsversassung den Bundesrath um Erledigung der Streitigkeiten anzurufen. * Celle, 23. Juni.(Norddeutsches Sängerfest.) Das Sängerfest der„Vereinigten norddeutschen Liedertafeln“ findet in diesem Jahre am 20., 21. und 22. Juli in Celle statt. Von den 55 verbündeten Bereinen sind gegen 900 Festtheilnehmer angemeldet. Die drei festgebenden Liedertafeln in Celle treffen schon jetzt die umfassendsten Vorbereitungen zu dieser Feier. Das königl. Hofmarschallamt hat bereitwilligst den herrlichen„Französischen Garten“ zur Abhaltung des Festes hergegeben und außerdem eire beträchtliche Geldsumme bewilligt zur Wiederinstandsetzung des Parkes nach Verlauf des Festes. Sechs Vereine sind für dieses Fest zur Aufnahme in den Bund angemeldet. Das Festkonzert wird am Sonnabend, den 21. Juli, Nachmittags von 1 Uhr ab in der dortigen Stadtkirche gegeben werden. * Münster, 22. Juni.(Gedenktag.) Am 24. Juni 1535 wurden die wiedertäuferischen Anführer hingerichtet und die Stadt Münster, welche der Schauplatz der unsinnigsten Thaten und wildesten Ausschweifungen unter dem„Könige Johann v. Leyden“(Schneider Bockhold) war, durch mehrere protestantische Fürsten im Verein mit dem Bischof von den Wiedertäufern befreit. Am 24 d. M. wird im hiesigen Dome ein Dankfest für die Vertreibung der Wiedertäufer stattfinden. (Osn. Ztz.) Baden. * Freiburg, 23. Juni.(Verurtheilung.) Der Student Weidig wurde wegen Tödtung des Studenten Belgardt im Zweikampf zu 3½ Jahr Festung verurtheilt. Die mitangeklagten Mitglieder des Ehrengerichts wurden freigesprochen. Sachsen=Weimar. * Jena, 22. Juni.(Versammlung.) Hier hat der Verein reichstreuer Wähler am 20. d. M. eine zahlreich besuchte Versammlung unter Vorsitz des Reichstagsabgeordneten Professor Dr. Meyer gehalten, in welcher Professor Dr. Delbrück einen Vortrag über den„Rücktritt des Herrn v. Bennigsen und die Zukunft der nationalliberalen Partei hielt. Die Versammlung nahm darauf einstimmig folgende Resolution an:„Der Verein erklärt, daß er auch nach dem beklagenswerthen Rücktritt des Herrn v. Bennigsen unverändert dieselben Tendenzen wie bisher verfolgen wird und beauftragt den Vorstand, Herrn v. Bennigsen die Sympathie des Vereins und die Hoffnung auf baldigen Wiedereintritt des verdienstvollen Staatsmannes in die aktive Politik auszudrücken.“ Sachsen=Koburg=Gotha. * Gotha, 21. Juni.(Bezüglich der Berufung des Landrath v. Ketelhodt) wird dem„Frankf. Journ.“ von hier geschrieben: Wenn man der Meinung begegnet, daß die Ernennung des Landraths v. Ketelhodt zum Chef der Abtheilung des Innern im Staatsministerium eine Folge der bekannten(auch im„Frankfurter Journal erwähnten) Rathschläge in der„Norddeutschen Allgemeinen Zeitung“ sei, so darf dies als durchaus unrichtig gelten. Die Verhandlungen mit Herrn v. Ketelhodt sind älteren Datums, als jener Artikel in der„Norddeutschen“, und Staatsminister v. Seebach hätte sicher denselben dem Herzog nicht empfohlen, wenn man von ihm reaktionäre Tendenzen zu gewärtigen hätte; überdies tritt mit v. Ketelhodt gleichzeitig der Geheimrath Gebhardt aus Koburg als verantwortlicher Chef des Kultusdepartements ins Ministerium; Letzterer ist aber ein altbewährter freisinniger Charakter und sehr tolerant, und es wäre doch eine sehr unwahrscheinliche Anomalie, für das Innere eine andere politische Richtung als für den Kultus ins Ministerium zu bringen. Oesterreich=Ungarn. * Nyiregyhaza, 23. Juni.(Tisza=Eszlarer Prozeß.) In der heutigen Verhandlung wurden 14 Zeugen aus Eszlar, sämmtlich Israeliten, über die Tagesordnung der Eszlarer Juden an jenem Samstag vernommen. Dieselben sagten abweichend von dem Untersuchungsprotokoll aus. Während der Verhandlung lief eine Meldung des Untersuchungsrichters Bary bei dem Staatsanwalt ein, daß er noch im Auftrage des Präsidenten nach Eszlar gereist sei, um eine Nachuntersuchung anzustellen bezüglich einer Frau, welche die Kleider Esthers für die Dadaer Leiche geliefert habe. Staatsanwalt und Vertheidigung protestirten gegen diese Verfügung des Präsidenten. Der Gerichtshof beschloß, Bary zurückzuberufen. Amerika. Newyork, 24. Juni.(Gelbes Fieber.) Nachrichten aus Vera=Cruz zufolge richtet das gelbe Fieber unter der dortigen Bevölkerung, sowohl unter den Europäern wie Amerikanern, schreckliche Verheerungen an; während der verflossenen beiden Monate sollen gegen 1000 Personen gestorben sein. dem Fürstenthum Lippe und Umgegend. * Detmold, 25. Juni.(Braune Tapeten.) Es kommen gegenwärtig im Handel vielfach Tapeten vor, deren braune Grundfarbe, sog. pompejanisches Roth, arsensaures Eisenoxyd enthält. Da in feuchten Zimmern durch Schimmelpilze eine Reduktion der Arsensäure stattfind n kann, so ist auch die Bildung des höchst giftigen Arsenwasserstoffes nicht ausgeschlossen und deshalb Vorsicht bei Verwendung genannter Tapeten anzurathen. * Hameln, 25. Juni.(Ruderklub.) An der Verwirklichung der schönen Idee, auch hier einen Ruderklub zu gründen, wird eifrig gearbeitet Wo in aller Welt finden sich auch wohl für Sport so günstige Verhältnisse, als gerade hier. Eine Stunde oberhalb der Stadt beginnend, verbreitert sich die Weser immer mehr und hat neben der Stadt ganz die Ausdehnung und den Charakter eines Landsees. Die Strömung ist durch die Wehre fast auf Null reduzirt. Von den Ufern aus hat man von allen Stellen einen freien Blick über die ganze Wasserfläche und dieselben sind wie geschaffen, um bei Wettfahrten den Zuschauern bequeme Sitz und Stehplätze zu bieten.— Die hiesigen Freunde des Wassersports glauben auf die Unterstützung und Förderung ihres Projekts Seitens der benachbarten Ruderklubs rechnen zu dürfen. * Von der Weser, 22. Juni.(Weser=Korrektion.) Zahlreiche Vertreter der von der Weser durchflossenen Lande haben in den letzten Tagen auf dem Dampfer„Wittekind“ die diesjährige Befahrung des Stromes von Münden bis Bremen vorgenommen. Ueberall sind vorgelegte Beschwerden an Ott und Stelle geprüft worden und es hat sich herausgestellt, daß noch vielfache Korrektionen erforderlich sind, ehe die Weser einigermaßen gründlich regulirt ist. Da indeß besonders die preußische Staatsregierung gewillt ist, Ueberschwemmungsgefahren möglichst zu beseitigen, und mit Bereitstellung von Mitteln zur Weserkorrektion nicht geizt, so konnte den Anwohnern in vielen Fällen baldige Berücksichtigung ihrer Wünsche in Aussicht gestellt werden. Der Strombau wird demnächst mit noch stärkeren Kräften wie bisher betrieben.(O. Ztg.) * Arolsen, 24 Juni.(Erbprinz Friedrich von Waldeck=Pyrmont) ist in Begleitung des Herrn Hofraths Möhlmann zu längerem Aufenthalte nach Versailles abgereist.— Die Zahl der Wildunger Kurgäste beträgt fast 800, diejenige in Pyrmont fast 3000. Das VIII. lippische Sängerfest zu Schötmar am 24. Juni. Einen fteundlicheren Eindruck wird kaum ein Ort unseres Landes auf seine Festgäste machen können, als es am letztverflossenen Sonntage Schötmar that. Man fühlte sich beim ersten Anblick in einen herrlichen Wald versetzt; denn der durch viele Baumgruppen ohnehin schon so lauschig beschattete Fleck Erde war noch aufs schönste mit Ehrenbogen, Guirlanden, jungen Tannen und Flaggen reich geschmückt. Die Gastgeber hatten allen Fleiß und Kunstsinn angewandt, um zu zeigen, daß ihnen besonders daran gelegen war, dei lieben Gästen einige genußreiche Stunden zu bereiten. Am Morgen um 6 Uhr war das Gesangfest mit dem Chorale„Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren!" durch die örtlichen Gesangvereine eingeleitet. Vor Beginn der Hauptkirche waren sämmtliche Vereine, 19 an der Zahl, im Korf'schen Gasthause empfangen. Gegen 10½ Uhr begann daselbst die Sitzung der Delegirten. Stock=Lemgo leitete an Stelle des erkcankten Kantor Kaiser=Detmold die Verhandlungen. Gegen das Protokoll der vorigen Sitzung wurden keine Erinnerungen vorgebracht. Der Rechnungsabschluß ergab einen Kassenbestand von 363.53 M Der Vorschlag von Stolte=Detmold, die Oerlinghauser Angelegenheit endlich gütlich zu beseitigen, weil das fernere Btstehen des Sängerbundes dadurch sonst in Zweifel gezogen werden wüsse, wurde angenommen. Die Anträge Moritz=Schötmar: 1) der Bundesausschuß möge§ 8 des Bundesstatuts so handhaben, daß ein Fond geschaffen würde, aus dem demnächst die Kosten des alljährlich stattfindenden Sängerfestes gedeckt würden, sowie 2) ein allgemeines Sängerfestzeichen anzuschaffen und die Kosten dafür aus der Bundeskasse zu bestreiten, wurden angenommen Ein Antrag Pagenstecher=Blomberg: Preisrichter für das nächste Sängerfest zu wählen und einen oder mehrere Preise für die vorzüglichste Gesangleistung auszusetzen, wurde durch den weiteren Antrag RodewaldSalzuflen als erster Gegenstand für die Tagesordnung der nächsten Delegirten=Sitzung in Vorschlag gebracht und angenommen. Als nächster Festort wurde Brake bei Lemgo bestimmt und der bisherige Vorstand durch Akklamation wieder gewählt. Gegen 11½ Uhr begann im Saale des„Odeon“ die Generalprobe. Es zeigte sich in derselben, daß im Allgemeinen die Chorlieder ziemlich geübt waren; doch möchte sich Berichterstatter die Bitte an den Vorstand erlauben, als Chorlieder nicht so schwierige Sachen zu wählen, wie es für diesmal bei einigen der Fall war. Nachdem nun zum Festzuge Aufstellung genommen war, ging es unter den Klängen der Regimentsmusik nach dem Marktplatze. Vor der Wohnung des Kaufmann A. W. Brüggemann hatten die Ehrendamen unter schattigen Lindenbäumen, geschmackvoll mit Eichenguirlanden durchzogen, Platz genommen. Unter der ausgezeichneten Leitung des gesangskundigen Bundesdirigenten, Herrn Küster Meyer=Detmold, erklang Kreutzers mächtig ergreifendes Sonntagslied:„Das ist der Tag des Herrn".— Ortsvorsteher Nagel bestieg die schön geschmückte Tribüne, um die Festrede zu halten. Zu der weihevollen Kraft und der jubelnden Erhebung des eben verklungenen Liedes, so begann der Redner, stimmen die Empfindungen, mit denen wir uns hier zusammengefunden haben, um das Fest des lippischen Sängerbundes mit einander zu begehen. Als Träger des Festes die Einen— die Andern als dankbare Zeugen seiner hoffentlich glanzvollen Entfaltung sind wir gleichermaßen von dem Wunsche erfüllt, daß dieser Tag mehr bringen wird, als den flüchtigen Genuß wohlklingender Stunden; wir hoffen, er soll auf dauernder Erinnerung uns emporheben über des Lebens Alltäglichkeit und, indem er die edelsten Empfindungen in uns zum Mitschwingen bewegt, uns läuternd kräftigen zum Weiterstreben— einen Jeden von uns auf der Lebensbahn, die er zu wandeln berufen ist.— Nachdem Redner dann die Sangesbrüder herzlich willkommen geheißen, wies er darauf hin, daß zu allen Zeiten Meister des Worts und des Tons die Liedschöpfung gepflegt und namentlich die Liebe zum Vaterlande im Liede sich besonders da lebendig erhalten habe, als das Vaterland selbst nur in den Träumen unserer Dichter bestand, und die deutsche Herrlichkeit im rabenumschwirrten Kyffhäuser schlief. Doch, fuhr Redner sott, uns ist es vergönnt, lebende Zeugen der glorreichsten Epoche deutscher Geschichte sein zu dürfen, denn wir haben Deutschlands Friede verheißende Einheit und Majestät erstehen sehen. Konnte damals ein deutscher Dichter rufen: „Dir möcht ich diese Lieder weihen, geliebtes deutsches Vaterland!“ wir können heute unser Dichten und Singen dem Vaterlande darbringen und die Jubelakkorde deutscher Sänger sich aufschwingen stolz und frei, wie des Adlers mächtiges Gefieder. Wir können ihm zujauchzen, dem kaiserlichen Helden, der den versunkenen Nibelungenschatz deutschen Reiches Herrlichkeit gehoben, auf dessen Thaten und Namen für alle Zeiten der dankbare Herzschlag der Nation antwortet und dessen ehrfurchtgebietender Person auch der begeisterte Gruß unseres lippischen Sängerbundfestes zu gelten hat: Seine Majestät Kaiser Wilhelm lebe hoch— hoch — hoch! Begeistert fiel die nach Tausenden zählende Menge ein.— Solch herrlichen Worten hatte die Festgesellschaft still gelauscht und in gehobener Stimmung erklang das Chorlied:„Dir möcht ich diese Lieder weihen!" Die Ehrendamen bekränzten darauf mit dem Grün der deutschen Eiche die Banner der Vereine und unter den Klängen der Mosik begann nun der Festzug durch die Leschmückten Straßen des Ortes zum Festplatze. (Fortsetzung folgt.) Vermischtes. *(Unglücksfall beim Rennen.) Bei dem Sommerrennen zu Hannover war am Sonnabend Nachmittag ein Unglücksfall zu beklagen, der in Sportskreisen Aufsehen und Bedauern hervorrief. In dem „Prinz Albrechts=Rennen“ stürzte Freiherr v. Kapp=herr II, Lieutenant vom 13. Ulanenregiment, beim Sprung über eine Steinmauer mit der„Maria Pia“, fiel unter das Pferd und blieb regungslos auf dem Platze liegen. Aerzte konstatirten eine Verletzung der Wirbelsäule, owie Kontusionen am Kopfe und hatten wenig Hoffnung, den Verunglückten am Leben zu erhalten. Marktberichte. * Paderborn, 23. Juni. Roggen 15,—, Weizen 20,—, 15,70, Hafer 15,— M. per 100 Kilo. * Berlin, 25. Juni. Weizen flau, per Juni=Juli 186,50, per Sept.=Okt. 192,50 M. Gek. 1000 Ztr. Roggen gewichen, per Juni=Juli 145,—, Sept.=Oktbr. 147,75 M. Gek. 2000 Ztr. Hufer flau, per Juni=Juli 133,—, Septbr.=Oktbr. 136,75 M. Gek.— Ztr. Rüböl ruhig, loko mit Faß 72,—, oh#e Faß 71,—, per Juni 73,—, Septbr.=Oktbr. 60,90 M. Gek. 1200 Ztr. Spicitus matter, loko 57,30, per Juni=Juli 56,70, Aug.=Sept. 57,20, Sept.=Okt. 54,50 M. Gek.— I. Petraleum still, loko 24,—, per Sept.=Okt. 24,—, Oktbr.=Novbr. 24,40 M. Gek.— Ztr. * Köln, 25. Juni. Weizen hiefiger loco 21,—, fremder loco 21,—, per Juli 19,55, per Nov. 20,20, Roggen loco 15,—. per Juli 14,10, per Nov. 15,20. Hafer loco 15.—. Rüböl loco 36,—, per Oktbr. 32,30. * Neuß, 25. Juni. Weizen à 100 Kilo erster Qualität 20,50, zweiter Qualität 18,50. Landroggen 100 Kilo 1. Qualität 14,80, 2. Qualität 12,80. Wintergerste 14,—. Hafer pr. 100 Kilo 15,—. Kartoffeln 8,50. Heu d 50 Kilo.—. Roggenstroh à 600 Kilo 24,— M. Rüböl per 100 Kilo in Partien von 100 Ztr. M. 71,—, Rüböl per 100 Kilo faßweise 72,50. Gereinigtes Oel per 100 Kilo 3 M. höher als Rüböl. Preßkuchen per 1000 Kilo M. 130,—. Kleien per 50 Kilo 5,60. Wochenmarktbericht. * Paderborn, 23. Juni. 100 Kilo Erbsen 20,50. Bohnen 24,—. Linsen 29,—. Kartoffeln 8,50. Stroh 3,80. Heu 5,40. ½ Kilo Rindfleisch 0,65. Schweinefleisch 0,65. Kalbfleisch 0,50. Hammelfleisch 0,60. Speck 0,90. Butter 0,90. Schock Eier.—. Berliner Kurse vom 25. Juni. Dautsche Fonds. Deutsche Reichs-Anl. 102,—4½% Brem. 74er Anl.—.— 4½% Preuss. kons.„ 103,40 *„„„„ 101,70 3½„ Staatsschuldsch. 98.50 4" Ostpr. Pfdbr. 101,60 ½" Pomm. 3, 4½ 4½ 70"„ 4„ neue Posen.„ „ Westfäl.„ 4„ Westpreuss.„ 92.80 101,75 101.25 101,40 101,70 4% Rhein.-Wstf Rtnb. 101,40 101,90 131,50 4%„„ 80er 4" Bad. Präm. 4" Baier.„„ 132,90 Braunschw. 20 Thlr.Loose 97,75 3½% Köln-Mind. Loose 125,90 Kurhess. 40Thlr.-„ 296,25 Meining. 4„„ 28,90 3% Oldenburger„ 148.— 3½% Preus. PrämienOblig 147,90 4 1/8" Oesterr. Silberrente J/J. 67,35 Papierrente M/N 67.— Goldr. 84,90 Ausländische Fonds. 41 5 33 60r Loos. 121,40 Oesterr. 64er Loose 316,— Russ. 10 n Stieglitz VI. Ser. 62er Anl. 71er„ 75er 77er„ 80er„ 1II Orient. Anl. 5% Russ. Prämien 66 132,40 5„" Bodenkred. Pfandbr. 84,90 5, Gömörer„ 100,50 5„ Ital. Rente.... 92.25 Jersey City—.— New-Yorker—.— 82.50 86,40 79,90 93.70 72.55 4„ 5 4½% Räab-Grazer Präm Rumän. Anl. 94.75 110,— 103.75 98,60 Schwed. 75er Anl. 103,10 6% Ung. Goldrente 102,60 57,10/4„„„ 76,40 Bankaktien. Berg.-Märk. Bank 116,75 Hannover’sche Bank 112,50 Berliner Handels-Ges. 113,75 Köln. Wechslerbank 93,25 Braunschweig-Hannov. Leipz. Disconto-Ges. 106.50 Oesterr Kraditen Hypoth.-Bank 89.—Gestelf. Kreuntanstalt 520.— Bremer Bank 108,50 Preuss. Bodenkreditb. 109,20 Cob.-Goth. Cred.-Ges. 78,—„ 010 Dessauer Creditanstalt 94,25 Deutsche Bank 151,— Disconto-Gesellschaft 199,60 Essener Creditanstalt 95.— Gothaer Grundkr.-Bank 72.70 „„ junge 79,75 Eisenbahn-Stammaktien. Hyp. Akt.-Bk. 91.50 Hypoth.-Vers. Ges 91.— Reichsbank 149,90 Schaaffhausen. Bankv. 91,50 Westfä lische Bank 98.75 Aachen-Mastricht Bergisch-Märkische Bresl.-Schwdn-Freib. Dortmund-Enschede Gal. C. Ludwb.(gar) Gotthardbahn Kronpr. Rudolf(gar.) 54,75 Südb.(Lomb). 268.— Rechte Oder-Uferb. Rheinische 117.40 62.20 129.40 122.— 71.20 Eisenbahn-Priortäts-Obligationen 4% Aachen-Mastricht 96,10,5% Elisab. Westb. 72 (gar.) Mainz-Ludwigshaf. 105 25 Oberschlesische 269,40 Oesterr. Staatsb. 560,50 19225 164,50 Russ. St-B.(5% gar) 128.50 4½% Bergisch-Märk. I. u. II. Ser. do. La. C. do. IV. und V. Serie do VI Ser. do. VII.„ 4½ *„ 93.75 41 4½ 4½ 5„ 4½ 4„ 4½ 4½ 4½ do. VIII.„ do. IX.„ Köln-Mind II S. N n „„ V„ „„ VI B. Magdb.-Halb. Rheinische 102,90 104,40 102,90 102,90 104,— —5 4½% Gal.Karl-Ludwb. .250 84.— do. do. 4½% Brannsch.-Hann. 102,10 4 5 Oester. Staatsb. 500 fs 387.50 v 1874.380.— 105,20 do. Sud-Bahn 500 fs. 296,25 do. Sdb.(gar.) 103.— Rudolfsb. III. E 87.— Ung. Ostb.(Silb.) 78,25 „„(Gold 97,50 Warsch.-Wiener III. E. 101,70 do. VI.„ 98.50 „ Gotthardtb. I.„ 103,60 Hypctbeken-Certidkste. 101,10 102,80 102,80 103.— 4½ 4½ 4 98.50 Gothaer Präm. I 118.75 „ II 114,70 n rzb. 110 104.— Meininger Preues. Bodener. 100 95.— 101.20 Präm.—.— 103.75 V. u. VI. Ser. Preuss. Bodener. rsb. 110 110,50 do.„ 100 100,75 do.„ 100 98,50 Prss. Centr. Bdnc. rzb. 100 104,30 5% Prss. Centr. Bdnc. rzb. 110 114,90 4½, do.„ 100 103,50 4½, Preuss. Hypoth. Pfdbr.rzb. 120 108.50 5* 5„ 4½ 4½ 4½ 4½ do. do. do. „ 110 108.50 „ 100 101,75 „ 100 101,50 Preuss. Hyp. V. A. G. Certific. 101,70 Stettiner Nat. Hyp. rzb. 100 do.„ 110 Schwedisch. Hypotheken 101,90 104.— 102,70 Berg. Märk. Bergw.-Vn.—.— Bochumer Gussstahl 108.— Bonifacius Bergwerk. 76,— Borussia„ 140,60 Deutsche Eisenb. Bau.—.— Donnersmarkhütte 67,60 Dortm. Union St. Prior. 94,75 Egestorff’s Salzwerke 107,40 Gelsenkirchen. 122,90 Georg Marienh.St. Act.—.— Hannov. Masch. 10.— do. St. Prior. 87.75 Harkort Bergwerke 72.— Industrielle Harpener Bergwerke Hibernia„ Hörder Hütten. conv. Königs- u. Laurah. König Wilhelm Louise Tiefbau Menden u. Schwerte Nordd. Lloydaktien Ravensberg. Spinnerei Sächsische Maschinen Vorwärts, Bielef.Spinn. Westfäl. Drahtindustrie Westf. Union St. Prior. 117,50 96.25 95.25 133.— 34,20 48,65 64.— 127.— 125.— 151.60 110,60 132,80 83,10 Neueste Nachrichten. * Berlin, 25. Juni. In Betreff der Landesverraths=Affaire, welche, wenn auch nicht im Vordergrund der Diskussion, doch in dem des öffentlichen Interesses steht, verlautet glaubwürdig, daß es sich bei derselben um die Preisgabe von Plänen unserer Oftseebefestigungen handelt. Der verhaftete Hauptmann a. D. Hentsch hat diese Sache acht Jahre hindurch betrieben, es braucht kaum hinzugefügt zu werden, wohin seine„Arbeiten“ wanderten. * London, 25. Juni. Im Kanal hat ein Zusammenstoß zwischen den Schiffen„Waitrara“ und„Hurunni“ stattgefunden, welche beide sich auf dem Wege nach Neuseeland befanden. Die„Waitrara“ kenterte und fünfundzwanzig Personen ertranken. London, 25. Juni. Entgegen der Reuter'schen Meldung vom 22. Juni, Abends, melden die„Daily News," der chinesische Gesandte, Marquis Tseng, bestreite durchaus das Gerücht einer Einigung zwischen Frankreich und China über die Tonking=Frage. Das genannte Blatt sagt ferner, daß chinesische Truppen an mehreren Punkten der Provinzen Jün=Nan, Kuang=Si und Kuang=Tung zusammengezogen werden. * Rom, 25. Juni. In dem Theater in Devio (Provinz Como) brach gestern Abend während der Vorstellung Feuer aus. 47 Personen kamen ums Leben. 10 wurden verwundet. Meteorologische Beobachtungen der Deutschen Seewarte in Hamburg vom 25. Juni. Morgens 8 Uhr. Stationen. Aberdeen Kopenhagen Steckholm Haparanda Petersburg Moskau Hamburg Memel Paris Münster Karlsruhe Wiesbaden München Chemnitz Berlin Wien Breslau Barometer Therm. Celsius 758 763 767 771 770 763 763 760 760 761 761 761 762 763 763 762 762 Wind und Wetter. +12 SSO., bedeckt. +14., leicht, bedeckt +14 0NO., stürmisch, bedeckt. +15., mässig, halb bedeckt. +12., leicht, wolkenlos. +10 /ONO., leicht, wolkenlos. +18 Still, wolkenlos. +15 □ NO, schwach, bedeckt. +20 I., wolkig. +17 Still, wolkenlos. +19 1 Still, bedeckt. +19 □ SW., wolkig. +16 □ Still, wolkenlos. +151 Still, wolkenlos. +14/ NW., leicht, bedeckt. +16 /NW., leicht, wolkenlos. +12 /NW., mässig, bedeckt. London: schwül. Zwischen flachen und umfangreichen Depressionen im Nordwesten und Südosten erstreckt sich eine breite Zone Bonsae hiattdrucks von dem Mittelmeere nordwärts über Pionland liest. Nordeuropa, dessen Maximum über "„mend hogt. Ueber Centraleuropa ist das Wetter ruhig, neiter, trocken und ziemlich warm, nur im südliehen Ostseegebiete, sowie im östliehen Deutschland herrscht bei leichten bis mässigen, meist nördlichen Winden trübe und ziemlich kühle Witterung. Nennenswerthe Niederschläge sind in Deutschland nicht gefallen. Gestern Abend und Nachts fanden in dem Striche Clermont-Dünkerque Gewitter statt. Meteorologische Beobachtungen in Detmold. Relative Juni. Stunde. Barometer. 25. 26. 26. 8.1 Abds. 7 U Mrgs. 1„ Migs. 27. 10,3 27 10,3 27. 10,5 ThermometerGrade R. Feuchtigkeit Windder Luft frichtung Der euft in Proc. 16 13 13 16 60 93 68 =Stärke. W. SW. mäßig. Sonnen=Aufgang 3 U. 40., Untergang 8 U. 24 M. Mondes Aufgang 119 Abds., Untergang 1031 Vorm. Für den Inseratentheil verantwortlich: A. Mewes in Detmold. Für Familie Eichmeier gingen ein: bei der Redaktion: Frau D. G. 1 K, M. und G. 1 M; bei Herrn Pastor Böhmer: von Herrn Generals. Koppen 1,50 M, Herrn Hofbuchdruckereibesitzer Klingenberg 1,50 J, Groskopf 3 Ml. Fernere Gaben befördern gern Die Obigen. Blumenpflanzen, zu 75%, in den besten Sorten, Rosenkohl, 100 St. 60%, Kürbispflanzen im Topf(große Centnerfrucht zum Einmachen), bei H. Delker, Handelsgärtner, Detmold. Auf gleich oder Oktober ist die obere Etage des Wohnhauses des Tischlermeisters Hausmann in der Bismirckstraße zu vermiethen. ein zuverlässiges Mädchen, welches in Hausarbeit erfahren ist und mit Kindern umzugehen versteht, gegen jährlichen Lohn von 40 Thalern. Näheres zu erfragen in der Exp. d. Bl.(162) Aechter Eimburger Bast traf wieder ein bei Meier. Gesucht. Zum 1. Oktober wird ein Mädchen gesucht, das in der Küche Bescheid weiß und plätten kann. Gartenstraße 15. in Gold und Silber für Herren u. Damen, neue und gebrauchte. F. W. Remmert. Nachdem der Teutoburger Wald-Verein seine Thätigkeit wieder aufgenommen hat, zu der u. a. der unentgeltliche Nachweis von Wohnungen gehört, richtet derselbe an Hausbesitzer in Detmold, die Häuser zu verkaufen oder nungen zu vermiethen haben, das Ersuchen, ihm hiervon Mittheilung zu machen. Auch die Inhaber solcher Wohnungen, die während der Sommermonate an Pensionäre abzulassen sind, in Detmold sowohl wie in Hiddesen und Berlebeck, werden um Aufgabe derselben gebeten unter genauer Angabe der zur Verfügung stehenden Räume, des Preises 2c. Mittheilungen dieser Art sind an den mitunterzeichneten Geschäftsführer Hans Hinrichs in Detmold zu richten. Das Comité des Teutoburger R. Döpping. H. Leistner. Dr. Thorbecke. Hans Hinrichs. übersehen!! Dem geehrten inserirenden Publikum bringen wir hierdurch zur gefälligen Kenntnißnahme, daß wir bis auf Weiteres Anzeigen für die am selben Tage erscheinende Nummer nur bis 9 Uhr Morgens aufnehmen können; größere Inserate erbitten wir möglichst schon Tags zuvor. Die Expedition. Erklärung. Ich erkläre, um Irrthümern vorzubeugen, daß ich trotz der gegen mich jetzt rechtskräftig aus§ 185 des Strafgesetzbuches erkannten Gefängnißstrafe von drei Monaten wegen nicht beabsichtigter Beleidigung dreier Mitglieder des hiefigen Landgerichtes meine Advokatur fortsetzen und für Vertretung während der Strafverbüßung sorgen werde. Es soll mir stets am Herzen liegen, zu beweisen, daß ich rechtskräftig erkannte Strafe ertragen kann und jeden Fehler durch Thaten zu sühnen bemüht bin. Ich bedaure zwar aufrichtig, daß meine mit Anstrengung aller meiner Kräfte und nach allen Richtungea geführten Kämpfe nur mit dazu beigetragen haben, daß unsere Justizpflege nicht weiter zurückgegangen und daß dadurch nicht die Beseitigung großer Mängel bewirkt ist; indeß soll mich dies nicht abhalten, ferner unentwegt und unabhängig an der Lösung der mir als Rechtsanwalt und Staatsbürger gestellten Aufgaben zu arbeiten. Detmold, den 25. Juni 1883. Oskar Asemissen, Rechtsanwalt. Bilanz-Extract des Feuer-Asseeuranz-Vereins in Altona vom Jahre 183z. Die Dampfschiffe des Norddeutschen Lloyd in Bremen fahren regelmäßig Mittwochs und Sonntags nach Amerika. Passagierverträge schließen ab: Die Haupt-Agenturen des Norddeutschen Cloyd: Betrag von Salomon& Oppenheimer, Detmold, W. Schröter, Lemgo, A. H. Bachrach Ww., Schwalenberg. Der Reservefond betrug...... ult. Dezember 1882: J 348799. 88 Die Sicherheit des Vereins betrug ult. Dezember 1882: M 1666521. 59 Altona, den 25. April 1883. Die administrirende Direction: Gustav Wall. C. Sieveking. César Gayen. M. F. Claren. Revidirt und mit den Büchern des Vereins übereinstimmend befunden: Altona, den 6. Juni 1883. C. Gerdt. Wilh. Nielsen. Revisoren. Der laut obiger Bilanz sich ergebende Ueberschuss de M 25724. 92 vertheilt auf den concurrirenden PrämienM 208569. 05 macht à 11 Procent Prämien-Rückgabe R 22942. 60 zuzüglich 5% an die Herren Makler und Agenten, für deren Vertheilung„ 1147. 13 verbleiben für Kosten der Publication„ 1635. 19 KK 25724. 92 A Heute Abend 8 Uhr Concert (Mitglieder der Hofkapelle) und Feuerwerk. Entré 20 J. Zu zahlreichem Besuche lade freundlichst ein Prauerei Neuer-Krug# H. Dütemeyer. 5 Terererrie Zu dem am Sonnabend den 30. Juni und Sonntag den 1. Juli hier stattfindenden Schützenfeste ladet freundlichst ein Der Vorstand. Berlebeck, im Juni 1883. Die Empfangnahme obiger 11 Procent Prämien-Rückgabe muss gegen Quittung resp. in Altona, im Bureau des Vereins, Blücherstrasse 14, oder bei den Herren Maklern,— auswärts bei den Agenturen des Vereins— bis zum 31. October d. J. von den Berechtigten beschafft werden. Altona, den 7. Juni 1883. Die Ober-Direction: G. H. Sieveking, p. t. Vorsitzender. G. Dibbern. M. H. R. Drews. Johs. Dubbers. V. Lankenau. Otto Meyer. Max Möller. Gustav Mourier. E. A. Wriedt jr. Zum Abschluss von Versicherungen jeder Art empfiehlt sich Aug. Brinkmann in Salzutlen. NB. Agenten werden überall unter günstigen Bedingungen gesucht. Filz-Hüte. Schwarze Filz=Hüte in nur ächtem Haasenhaarfilz, sich besonders auszeichnend durch sehr leichtes Gewicht und Eleganz der Facons, empfiehlt in größter Auswahl und neuesten Facons Aug. Köster Ww., Hornsche= Str. Cordpantoffel aobt u. imnfüirt. LaderPeaget Fengen dauend si, Ahenis belzgenagelten festen Tuchschl. für Frauen Dutzend 8% Mk. Bei grösser. Abnahme billiger lief. G. 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