„Die Lipptsche Landes=Zeitung= mit Ausnahme der Sonn= und Festtage täglich und werden in derselben die amtlichen Bekanntmechungen des Amssslattes für das Fürstenthum Li#pe in besenderer Rubrik veröffentlicht. Redaction u. Expedition: Detmold, Leopoldstraße Nr. 117. ,„ Abonnementspreis für das Viertelfahr: In Detmold 2 Mark 25 Pf., auswärts durch die Post bezogen 2 N. 60 Pf.,— mit Bestellgeld 3 M. Inserate werden mit 12 Pf. für den Raum der einfachen Corpus=Spaltzeile berechnet. Ter NeT Trcent Verantwortlicher Redacteur August Klingenberg. Druck und Verlag der Meyer'schen Hofbuchdruckerei(Gebr. Klingenberz) in Detmold. N6 103. Bestellungen auf die Lippische Landeszeitung für die Monate Mai und Juni werden von sämmtlichen Postanstalten für K 1,67— inel. Bestellgeld K 2— für Detmold von der Expedition für K 1,50 entgegengenommen. Exped. der Lipp. Landesztg. Deutscher Reichstag. Sitzung vom 2. Mai. Präsident v. Levetzow eröffnet die Sitzung um 12½ Uhr. Am Bundesrathstische: v. Caprivi, Bronsart v. Schellendorf, Scholz und zahireiche Kommissarien. Es ist ein Schreiben des Reichskanzlers eingegangen, und zwar in Folge eines vom Abg. Richter eingebrachten Antrages: den Reichskanzler zu ersuchen, den Gewerbebetrieb beim Militär, namentlich der Schneider, Schuhmacher 2c., sowie die Verwendung von Militärpferden zu Gewerbezwecken, zu beseitigen. Das Schreiben des Reichskanzlers weist nun darauf hin, daß die Militärverwaltung keine detartige Stellung nach der Verfassung einnehme, daß ihr vom Reichskanzler Vorschriften gemacht werden könnten. Im Namen seiner Majestät glaubt der Reichskanzler deshalb gegen den Antrag Richter Verwahrung einlegen zu müssen.— Minister Bronsart v. Schellendorf betont ebenfalls diese staatsrechtliche Seite der Frage. Abg. Richter=Hagen bedauert, daß sein Antrag bei der militärfrommen Haltung des Centrums keine Aussicht auf Majorität hat. Abg. Windthorst protestirt gegen diese Bezeichnung, der Kriegsminister habe genügenden Aufschluß gegeben über die Maßnahmen, die gegen die Auswüchse des Militärgewerbebetriebes getroffen sind. Abg. Goldberg(Sez.): Die Schäden sind in hohem Maße vorhanden, daß die Annahme der Resolution nur zu empfehlen ist. Abg. Heydemann(Nat.=lib.) wird gegen die Resolution stimmen; er hat das Vertrauen zu dem Kriegsminister, daß dieser die vorhandenen Uebelstände beseitigen wird. Richter: Es sind hier so wichtige staatsrechtliche Fragen erörtert worden und sogar die Stellung der Krone ist in die Debatte gezogen; bei dieser Schneiderfrage, denn um weiter handelt es sich nichts, war das garnicht nöthig; wollte nur der Minister staatsrechtlich unterhalten, so wäre es wohl erwünschter gewesen, seine Herzenswandlungen. Von Antonie Haupt. 28. Fortsetzung. „Ich habe mir den Umgang mit gekrönten Häuptern doch viel unangenehmer, viel peinlicher gedacht, sagte Letzterer zu Mister King, indem er sich in die Brust warf und verwegen um sich blickte.„Ich finde es gar nicht schwer mit ihnen zu verkehren, zumal wenn man so viel zum Gelingen der Vorstellung beigetragen hat wie ich.“ Der Engländer zuckte die Achseln und brummte etwas Unverständliches in den Bart. Es war übrigens Herrn Fischbach gang gleichgiltig, was dieser Mann sagte, der nur beim Aufstellen und Abräumen der Dekorationen und beim Abbrennen des Feuerwerks verwandt werden konnte. Obgleich Seine Durchlaucht für Alle ein freundliches Wort hatte, so schien er doch eine hervorragende Neigung für Elisabeth gefaßt zu haben; so oft sich diese mit einer Verbeugung zurückziehen wollte, richtete der Fürst aufs Neue die Rede an sie, oder flocht sie durch ein Wort in die Unterhaltung mit dea Uebrigen ein. Wie gerne hätte das junge Mädchen Andern den Platz gegönnt, um sich ungestört mit Albano unterhalten zu können, dessen bleiches Aussehen ihr Besorgniß erregte. Er hatte sich, nachdem er die Pflicht erfüllt, seine Freunde und Bekannte mit mehr oder minder schmeichelhaften Zusätzen dem Fürsten vorgestellt zu haben, in die entfernteste Ecke des Saales zurückgezogen. Nur mit Mühe schien es ihm zu gelingen, die furchtbare innere Aufregung zu verbergen, mit der er fortwährend nach der Thüre starrte, als ob er Jemand erwarte, der über Leben und Tod zu entscheiden habe. „Ganz gewiß ist es die Fremde, deren Erscheinen er mit so großer Erregung entgegen sieht“, sagte sich Elisabeth mit schmerzlichem Gefühl. Wer mochte die Freitag, 4. Mai. Stellung dem Kanzler gegenüber näher kennen zu lernen; aus dem hier eingegangenen Schreiben kann man sehr wohl folgern, daß, wenn der Kriegsminister seine Stellung dem Kanzler gegenüber nicht richtig zu wählen weiß, er bald der 26. Minister sein wird, der unter dem Kanzler den Dienst quittirt. Minister Bronsart widerspricht, daß der Kanzler illoyal gegen die preußischen Minister verfahre. Diese Art der Debatte, die Persönlichkeit anzugreifen, werde er wohl nie lernen.— Ueber die Resolution wird erst bei dritter Lesung der Vorlage abgestimmt.— Den Antrag Büchtemann, betr. die Gründung von Gesellen=Innungen, beantragt die Kommission abzulehnen; das Haus lehnt nach kurzer Debatte, in welcher Dr. Hirsch und Büchtemann für, Abg. Ackermann aber gegen den Antrag gesprochen, diesen ab. Nächste Sitzung Freitag 11 Uhr. Tagesordnung: Fortsetzung der Gewerbe=Novellen=Berathung und Etat pro 1884/85. Schluß 5½ Uhr. Preußischer Landtag. Abgeordnetenhaus. Sitzung vom 2. Mai. Präsident v. Köller eröffnet die Sitzung um 9 Uhr 20 Minuten. Die zweite Berathung des Zuständigkeitsgesetzes wird fortgesetzt. Eine längere Debatte entspinnt sich bei der Frage nach dem Bestätigungsrecht der aus Gemeindewahlen hervorgegangenen Beamten. Abg. Zelle verlangt, das Bestätigungsrecht, das ganz entbehrlich sei, zu beseitigen. Minister v. Puttkamer bittet, das Bestätigungsrecht den Staatsbeamten allein (ohne Assistenz der kollegialen Bebörden) ausüben zu lassen. Abg. Dr. Brüel(Welfe): Die Kommission hat diese Frage sehr eingehend erwogen, man könnte die Auffassung des Abg. Zelle nur dadurch beseitigen, daß man die kollegialen Behörden Theil nehmen läßt bei der Beschlußfassung, wenn die Bestätigung versagt werden soll. v. Zedlitz(freikonservativ) kann sich für den Kommissionsvorschlag nicht entscheiden, er wird für die Regierungsvorlage stimmen; das Bestätigungsrecht muß von einzelnen Staatsbeamten gehandhabt werden, die Theilnahme der Kollegien empfiehlt sich nicht. Abg. Windthorst: Ich schließe mich der Ansicht Zelles an. Sollte der Minister aber den Antrag der Kommission nicht annehmen, so ist für mich das ganze Gesetz unannehmbar. Abg. Dirichlet ist für den Antrag Zelle, Abg. v. Rauchhaupt(konservativ) für den Kommissions= vorschlag. Der letztere wird mit einer unwesentlichen schöne Frau sein und in welchem Zusammenhang konnte sie zu ihm stehen? War sie vielleicht seine treulose Geliebte? Diese Gedanken beschäftigten sie so, daß sie dem Fürsten ganz zerstreute Antworten gab, worauf Seine Durchlaucht eigenthümlich lächelnd nach Hellberg hinüberblickte und den jungen Mann an seine Seite winkte, um ihn mit ins Gespräch zu ziehen. „Ob die schöne Fremde vielleicht ebenso spurlos und geheimnißvoll entschwinden wird, wie sie auf räthselhafte Weise plötzlich in unserem Kreise aufgetaucht ist?“ fragte sich Elisabeth. Sie sollte nicht lange im Zweifel bleiben. Die Thür öffnete sich weit und in vollständiger Hoftoilette rauschte die Unbekannte herein. Ein schwerer mattblauer Atlas, mit echten Spitzen verziert, schmiegte sich um ihre unvergleichlichen Formen und fiel in langer Schleppe auf den Boden nieder. Aus dem Spitzengekräusel des tief ausgeschnittenen Kleides hoben sich marmorartig Schultern und Arme in blendender Fülle. Schimmernde Perlen flochten sich durch das rothe Gold ihrer Locken und wie Perlen glänzten auch die weißen Zähnchen zwischen den feinen Lippen, die sie lächelnd geöffnet hatte. Mit jener eigenthümlichen Gluth in den dunkeln Augen schritt sie rasch auf Albano zu, der, nachdem sie einige Minuten lebhaft mit einander gesprochen, sie am Arme dem Fürsten zuführte: „Darf ich mir erlauben“, sagte er mit seiner sonoren Stimme ruhig und ohne Bewegung,„Eurer Durchlaucht eine alte Bekannte von mir: Frau Claudia Seebeck, vorzustellen.“ Ah,— die vortreffliche Darstellerin der Revolution:, sagte Seine Durchlaucht erfreut, indem er das Auge wohlgefällig über die schöne Frau hingleiten ließ. Habe ich wirklich das Glück, in Ihnen das Original zu dem Bilde kennen zu lernen, welches stets meine größte Bewunderung erregt und welche die Hauptzierde meiner Gemäldegallerie bildet? 1005. Aenderung angenommen. In der ferneren Debatte kam noch die Frage zur Erörterung, ob ein Streit zwischen dem Bürgermeister und dem Verwaltungskollegium der höheren Instanz zur Entscheidung unterbreitet werden kann. Entgegen den Ausführungen des Abg. Lauenstein wurde die Frage bejaht, und die Kommissionsvorlage unverändert angenommen. Für die Armensachen wurde die vom Abg. Dirichlet verlangte Provinzialinstanz in Uebereinstimmung mit der Kommissionsvorlage abgelehnt. — Nächste Sitzung heute Abend 8 Uhr. Fortsetzung der Berathung. Schluß 12 Uhr. ** (Abendsitzung.) Das Abgeordnetenhaus beendete in der Abendsitzung am Mittwoch die zweite Berathung des Zuständigkeitsgesetzes; es wurde die Kommissionsvorlage überall beibehalten, alle Abänderungsanträge wurden abgelehnt. An der Debatte nahmen Theil die Abgeordneten Zelle, v. Rauchhaupt, Köhler=Göttingen und die Geh. Räthe Rommel und Goltz. Nächste Sitzung Freitag 9 Uhr. Tag.=Ordn.: Petitionen über Schulangelegenheiten. Schluß 10 Uhr. Deutsches Reich. * Berlin, 3. Mai. Zur zweiten Berathung des Antrages Baumbach und Genossen, betreffend die Militärwerkstätten und Kantinen, hat der Abg. Richter(Hagen), unterstützt von den fortschrittlichen und sezessionistischen Mitgliedern der Gewerbekommission, die Resolution eingebracht, die Militärverwaltung aufzufordern, den Geschäftsbetrieb in Militärwerkstätten für Privatrechnung, den Handelsverkehr der Kantinen mit Civilpersonen und die Verwendung von Pferden der Militärverwaltung zum Lohnfuhrwerke zu untersagen. Auf die gesetzliche Regelung der einschlägigen Verhältnisse in der Gewerbeordnung ist damit Verzicht geleistet. Dem Kriegsminister wird aber Gelegenheit geboten werden, zu erkennen zu geben, in wie weit er entschlossen ist, den Uebergriffen der Militäranstalten in die Gewerbethätigkeit der Privaten Einhalt zu thun. Das Einverständniß, welches angeblich in der Kommission erzielt ist, würde durch Annahme dieser Resolution einen offiziellen Ausdruck erhalten. *— Der Reichskanzler leidet wie die„Köln. Ztg.“ mittheilt seit einigen Tagen wieder en äußerst heftigen Gesichtsschmerzen, welche durch den Wechsel in der Witterung hervorgerufen zu sein scheinen und ihm jede Thätigkeit, „Ganz gewiß, Euere Durchlaucht“, entgegnete Frau Seebeck, indem sie sich leicht verneigte.„Ich hatte die Ehre von Meister Ferrigno zu dem Bilde als Modell benutzt zu werden. Er malte mich jedoch nur aus dem Gedächtniß, da ich zu jener Zeit in weiter Ferne weilten, setzte sie nicht ohne Stolz hinzu. „Mir hatte er weis gemacht, das Original sei nicht mehr unter den Lebenden“, sagte der Fürst, indem er den Maler lächelnd mit dem Finger drohte. „Durchlaucht verzeihen, ich glaubte wirklich nicht, der Dame jemals im Leben wieder zu begegnen“, versetzte der Italiener mit tiefem Ernst. „Und da uns der glückliche Zufall nun dennoch wieder zusammengeführt hatte, so freuen wir uns darüber; nicht wahr, mein Freund?“ sagte sie mit reizendem Lächeln, Albano tief in die Augen blickend. „Wir haben uns nach jahrelanger Trennung so viel zu erzählen“, wandte sie sich wieder an den Fürsten,„daß ich Euere Durchlaucht sogar um die Erlaubniß bitten muß, den Freund auf ein Stündchen diesem heiteren Kreise entziehen zu dürfen, um ungestört mit ihm plaudern zu können.“ „Es wäre höchst grausam von mir“, sagte der Fürst lächelnd,„wenn ich diese Erlaubniß verweigern wollte: und mit einer freundlichen Handbewegung waren die Beiden verabschiedet. „Ich bitte um Ihren Arm, liebster Ferrigno“, sagte die schöne Frau schmeichelnd; und als dieser mechavisch ihrem Begehr willfahrte, flüsterte sie, sich an ihn schmiegend, laut genug, daß Elisabeth es hören konnte:„Ich weiß ein köstliches Plätzchen, wohin Sie mich führen müssen. Dort wollen wir plaudern aus vergangenen Zeiten.“ „Ein wunderschönes Paar“, sagte der Fürst, der ihnen wohlgefällig nachblickte. (Fortsetzung folgt.) nementlich wenn dieselbe mit Schreiben verbunden ist, sehr erschweren. Die Schmerzen treten in derselben Art wie früher auf. Eine Verschlimmerung des allgemeinen Gesundheitszustandes des Fürsten hat nicht stattgefunden, aber diese seit langer Zeit andauernden heftigen Schmerzen wirken sehr verstimmend auf seinen ganzen Zustand. *— Ueber das Befinden des jungen Großherzogs von Schwerin zirkuliren trübe Mittheilungen. Ein Gerücht, das hoffentlich keine Bestätigung finden wird, behauptet, daß derselbe in Folge der Erregung über das Ableben seines Vaters von Neuem von einem Blutsturz befallen worden sei. Nach dem letzten Willen des verstorbenen Großherzogs übernimmt die Großherzogin=Wittwe die Regentschaft, und der telegraphisch von seiner indischen Reise zurückberufene Herzog Johann Albrecht soll ihr dabei zur Seite stehen. Vom Herzog Paul, der hierbei übergangen ist, verlautet, daß er in der That zum katholischen Glauben übergetreten sei und daß in Folge hiervon der verstorbene Großherzog unter Umgehung des zweiten Sohnes seinen dritten Sohn der Stiefmutter zur Seite gestellt hat. *— Am schwarzen Brett der Berliner Universität und der königlichen Technischen Hochschule befindet sich ein„Aufruf an die gesammte evangelische Studentenschaft Deutschlands“, der auch die Berliner Studirenden zu einer großen gemeinsamen Luther=Jubelfeier in Erfurt und auf der Wartburg auffordert. In dem Aufruf ist bereits eine kurze Skizzirung des Festprogramms enthalten und soll demnach die Feier zu Anfang der großen Universitätsferien stattfinden. Das Anschreiben ist datirt Erfurt, 19. April 1883 und von dem Vorsitzenden des studentischen Komités, Erich v. Seebach, stud. jur. in Freiburg, unterzeichnet. Mit unterzeichnet sind ferner die Zweigkomités der Universitäten Berlin, Jena, Freiburg, Göttingen, Leipzig, Marburg, Halle, Heidelberg, Straßburg und Tübingen mit 45 Studirenden der verschiedenen Fakultäten, von denen 12 der theologischen angehören. Am Dienstag, 1. Mai, wird die erste Versammlung der Berliner Studirenden zum Zweck einer diesbezüglichen Beschlußfassung abgehalten werden. *— Es sind im Bureau des Reichstages zahlreiche Petitionen um Abänderung der Gesetze über die Freizügigkeit und den Unterstützungswohnsitz eingegangen. Diese Petitionen kommen in der nächsten Sitzung der Petitionskommission zur Verhandlung. Zu Referenten sind die Abgeordneten Dr. Perrot und Lipke bestellt worden. * Hannover, 1. Mai. Gestern und heute sind in zwei großen Sälen unseres Museums die Leiftungen der Schüler der kunstgewerblichen Lehranstalt des hiesigen Gewerbevereins ausgestellt. Mit großer Befriedigung nimmt Jeder, der für die Entwicklung unseres Kunstgewerbes offenen Sinn hat, von dem tüchtigen Streben Kenntniß, das diese Fülle von Zeichnungen und Entwürfen beweist. Der eine Saal wird eingenommen von den Arbeiten der Dekorationsmalerei, unter denen sich eine große Menge nicht unbedeutender Leistungen findet. Der andere Saal enthält Zeichnungen nach Borlagen und nach dem Leben, sowie Entwürfe zu Zimmereinrichtungen, namentlich zu Speisesälen. Auch diese Entwürfe, namentlich die von Homann und Günther, verdienen alles Lob. Diese kunstgewerbliche Lehranstalt des Gewerbevereins, an der tüchtige Kräfte wirken, ist ein wichtiger Faktor für die Hebung unseres Kunsthandwerks, das sich seit Jahren eines wohlbegründeten Rufes erfreut. Anzuerkennen ist auch, wie bereits in unseren Bürgerschulen, deren abgehende Schüler sich mehr als zur Hälfte dem Handwerke zuwenden, der Zeichenunterricht systematisch gepflegt wird und daß tüchtige Zeichenlehrer zum Theil ganz überraschende Resultate erzielt haben. Ein rüstiges Vorwärtsschreiten auf diesem Wege wird auf die künstlerische Seite unseres Handwerkes nur von wohlthätigem Einflusse sein. Göttingen, 30. April.(Zur Sauppe=Feier.) Eingedenk der hohen Wirksamkeit Sauppes haben fast alle früheren Mitglieder des pädagogischen Seminars sich vereinigt, um ihrem unvergeßlichen Lehrer eine künstlerisch ausgestattete Adresse und ein großes Prachtalbum mit ihren Photographieen zu überreichen. Das Album enthält gegen 150 Photographieen und ist gestern von einer Deputation dem Jubilar dargebracht worden. Von den früheren Mitgliedern find 2 Universitätsprofessoren(in Wien und Jena), 9 Gymnasial= direktoren, 1 Seminardirektor, 5 Professoren an Gymnasien, 30 Oberlehrer, 60 Gymnasiallehrer, 1 Direktorialassistent en der Nationalgallerie in Berlin, 1 Lehrer an der akademischen Hochschule für Musik in Berlin, 22 Kandidaten des höheren Schulamtes und der Philologie.— Unter den zahlreichen Deputationen, welche von nah und fern, von Akademieen und höheren Lehranstalten, von Korporationen und gelehrten Gesellschaften gestern zur Feier des Jubiläums erschienen waren, sind auch die Lehrer an den höheren Schulen der Stadt Hannover vertreten gewesen. Herr Gymnafiallehrer Schäfer vom Lyzeum II hat im Namen von 28 Philologen Hannovers dem Jubilar die Glückwünsche ausgesprochen und ihm eine Votivtafel in lateinischer Sprache überreicht.(H..) * Münster, 1. Mai. Die kärzlich gerüchtweise auftretende Meldung, daß die Direktion der holländischen Staatseisenbahnen den Vertretern der ausländischen Presse bei der Ausstellung in Amsterdam freie Fahrt erster Klasse auf allen Linien bewilligt habe, findet ihre Bestätigung.(M. Ztg.) * Bremen, 1. Mai.(Allgemeine deutsche Lehrerversammlung.) Lehrer, Lehrerinnen und Schulfreunde, welche an dieser Versammlung vom 15. bis 17. Mai theilzunehmen gedenken, werden ersucht, als letzten Termin der Anmeldung, den 5. Mai, anzusehen und bis zu diesem Tage die Einsendung des Betrages für die Mitgliedskarte— event. weitere 3 für die Bankettkarte— zu bewirken. Es ist dringend wünschenswerth, daß diese Einzahlung durch Postanweisung geschieht und daß auf dem Abschnitt derselben vermerkt wird: 1) Name, 2) Stand, 3) Wohnort, 4) Wünsche in Bezug auf das Quartier(Freiquartier, bezahltes Quartier), 5) ob Theilnahme am Festessen beabsichtigt wird oder nicht. Alle Briefe und Zusendungen gehen unter der Adresse:„Komité für die 25. allgemeine deutsche Lehrerversammlung Bremen.“ Oesterreich=Ungarn. 1. Mai. Die Presse meldet, nächster Tage steht nach einer offiziellen Mittheilung ein freudiges Ereigniß in der Familie des Kconprinzen bevor. * Pest, 1. Mai.(Oberhaus.) Bei der fortgesetzten Berathung der Mittelschulvorlage bemerkt der Neusohler Bischof auf die gestrige Rede Tiszas, die geistlichen Güter seien keine königlichen Donationen, sondern Fundationen der hohen Geistlichkeit, und glaubt, große Besitzungen könnten schon aus dem Gesichtspunkte # Bleichberechtigung nicht das Maß für kleinere bechte buden. Der Redner unterstützt des Kardinals Haynald Ansicht, betreffs eines besonderen Katholikenausschusses, welcher hinsichtlich der Aufsicht der katholischen Schulen maßgebend sein soll und erkennt an, daß Tisza den Ausspruch Disraelis nur citirte, nicht selbst akzeptirte. Britisches * Dublin, 1. Mai. In dem Prozesse wegen des Phönixpark=Mordes hat die Jury gegen den fünften Angeklagten, den Kutscher Fritz Harris, das Verdikt auf nichtschuldig gesprochen. Rußland. * Das kaiserliche Manifest, welches vor den Krönungsfeierlichkeiten unter die Volksmenge vertheilt werden soll, wird gegenwärtig in Hunderttausenden von Exemplaren in Moskau gedruckt. Der Text ist von buntgemalten Rändern umrahmt, eine dem Geschmacke des Volkes gemachte Konzession. * Ueber neue Verhaftungen wird auswärtigen Blättern aus Petersburg, 29. April, telegraphirt: Am letzten Dienstag wurden hier in aller Stille acht Offiziere verhaftet, darunter ein Oberst, Lehrer an der Konstantinow=Junkerschul:, zwei Artillerieoffiziere und drei Marineoffiziere. Vorher hatte man in Smolensk sechzehn Personen, davon die Mehrzahl Artillerieoffiziere, verhaftet. Gleichzeitig sind Verhaftungen in Perm und Jekaterinoslaw vorgenommen worden. Man ist, wie es heißt, einer ziemlich weitverbreiteten Militärverschwörung auf die Spur gekommen. Die Verschworenen standen mit den früheren Terroristen in engen Beziehungen und hatten ihre eigenen Exekutivkomités gebildet. Das Hauptkomité scheint seinen Sitz in Smolensk aufgeschlagen zu haben, während die Komités in Petersburg, Perm und Jekaterinoslaw nur Filialen waren. Der Zweck der Verschwörung soll der Umsturz der Selbstherrschaft gewesen sein und direkt die Dynastie Romanow bedroht haben; ferner war es die Absicht der Verschwörer,„womöglich“ eine republikanische Regierungsform in Rußland einzuführen. Smolensk sind sehr wichtige Schriftstücke aufgefunden worden, aus welchen heroorgeht, daß die Aktion der Verschwörer gleich, nachdem die Krönung stattgefunden hätte und die Krönungsfeste abgeschlossen waren, beginnen sollte. Die Krönung selbst soll weder von den Terroristen, noch von anderen Revolutionären gestört werden. Rothgedruckte kleine Zettel, welche die Vertreter des Auslandes vor eventuellen Unglücksfällen in Moskau warnen und sie bitten, nicht dahin zu kommen, werden durch von der Partei der russischen Revolutionäre ausgegebene Zettel als eine Mystifikation erklärt. In Petersburg gingen die Verhaftungen ganz still vor sich; nur in Smolensk wurde von beiden Seiten geschossen. Dort fand man auch eine große Anzahl der neu verbesserten Wurfgeschosse mit Dynamitladung. Aus dem Fürstenthum Lippe und Umgegend. * Detmold, 4. Mai. In dem Befinden Ihrer Hoheit der Fürstin ist in den letzten Tagen keinerlei Beränderung eingetreten und in Folge dessen auch kein ärztlicher Bericht im Schlosse ausgelegt worden. * Detmold, 4. Mai.(Extrafahrt.) Wie aus dem Inseratentheile ersichtlich, veranstaltet die königl. Eisenbahndirektion zu Hannover im Bereiche ihres Betriebes zum Pfingstfest eine Extrafahrt nach Berlin zu bedeutend ermäßigten Preisen(im Allgemeinen ungefähr zum Betrag der einfachen Fahrt für Hin= und Rückfahrt) mit einer Gültigkeitsdauer von ungefähr 8 Tagen. Mit Rücksicht auf die bis dahin eröffnete HyzieneAusstellung wird diese Einrichtung gewiß von vielen Seiten mit Freuden begrüßt werden und steht daher wohl eine lebhafte Benutzung des Extrazuges zu erwarten, um so mehr als die Rückfahrt innerhalb des gegebenen Zeitraumes mit jedem fahrplanmäßigen Personenzuge erfolgen kann. * Salzuslen, 2. Mai.(Bad.) Wir bringen dieses Mal eine erfreuliche Nachricht. Es hat sich nämlich im Einvernehmen mit fürstlicher Badeverwaltung ein sogen. Wohnungskomité gebildet, welches die Sorge für Beschaffung von geeigneten Wohnungen für die Badegäste in der Stadt in die Hand nehmen will. Wir wünschen diesem, dem Interesse der Bürgerschaft, der Badeverwaltung und der Badegäste Rechnung tragenden Bestreben den besten Erfolg und zweifeln hieran nicht, als unser Bürgermeister sich an die Spitze gestellt hat, dem es am besten gelingen wird, in nach allen Seiten vermittelnder Weise die Ausführung zu sichern. Möchten viele Gäste ihre Anträge an das Komité richten. * Bielefeld, 1. Mai.(Bahn Osnabrück=Brack= wede.) Aus dem Protokolle der Handelskammersitzung vom 22. v. M. ist laut der„Westf. Ztg.“ Folgendes hervorzuheben: Nach einer Mittheilung des hiesigen Magistrats sind unter den hannoverschen Interessenten neuerdings Verhandlungen behufs Beschaffung der restlichen Zuschüsse zu den Kosten des Eisenbahnbaues Osnabrück=Brackwede eingeleitet worden. Die Handelskammer nimmt daher von dem in Aussicht genommenen Antrage auf Berufugg einer Sitzung des Gesammtkomités einstweilen Abstand. * Bielefeld, 2. Mai.(Die Bäckerausstellung), welche für den Juni d. J. hierselbst geplant war und alle Maschinen, Geräthschaften, Rohstoffe rc. umfassen sollte, die im Betrieb der Bäckerei, Konditorei und Lebküchlerei erscheinen, kommt, wie man dem„Wächter“ mittheilt, nicht zu Stande, da das Unternehmen vorläufig auf nicht zu überwindende Schwierigkeiten stößt. Minden, 1. Mai.(Brieftauben=Wettflug.) Der hiesige Verein für Vogelschutz, Geflügel und Singvögelzucht beabsichtigt, in den nächsten Wochen einen Brieftauben=Wettflug von Köln nach hier zu veranstalten. Die Vortouren beginnen schon am Donnerstag, den 3. d. M. und zwar werden die Tauben zuerst in Oeynhausen aufgelassen. Dann folgen die Touren: Herford am., Bielefeld 13., Gütersloh 20., Hamm 27. Mai, Dortmund., Essen 10., Köln 17. Juni.— Diejenigen Brieftaubenzüchter, die dem Verein noch nicht angehören, aber wünschen, ihre Tauben den Wettflug mitmachen zu lassen, wollen sich bei Herrn Gustav Steinmeyer, Hohnstraße, behufs Aufnahme in den Verein anmelden.(Mind. Ztg.) Das Begräbniß des Abg. Schulze=Delitzsch. Potsdam, 3. Mai. Unter einer Theilnahme, deren Großartigkeit alle Erwartungen übertraf, erfolgte heute in Potsdam das Begräbniß des Abgeordneten Dr. Hermann SchulzeDelitzsch. Auf dem hiesigen Potsdamer Bahnhof gab es seit den frühen Morgenstunden bereits ein außergewöhnlich lebhaftes Treiben. Zahlreiche Vereine und Korporationen, welche mit Fahnen und Emblemen und zahllosen Kränzen erschienen waren, füllten die Wagen und die Züge reichten kaum aus für die Theilnehmer an dem Begräbnisse. Fahnen und Banner der Vereine waren mit Trauerflor umwunden. In der Nähe des Sterbehauses zu Potsdam mehrte sich von Stunde zu Stunde die Zahl der Theilnehmer an dem Begräbnisse. Für die Kränze, Palmen und Blumenspenden, deren Zahl nahezu 2000 betrug, war ein eigenes Zimmer im Sterbehause eingeräumt worden. Unter diesen Ehrenspenden befand sich auch ein Kranz, den der Großherzog von Hessen gesandt hatte; sämmtliche Fraktionen der Linken des Reichstags wie des Abgeordnetenhauses hatten Kränze mit besondern Inschriften gesandt; ein Kranz der Volkspartei war mit einer mächtigen Schleife in den Farben schwarz=roth=gold geschmückt. Deputationen hatten die Genossenschaften aus allen Gauen Deutschlands entsandt; eben so waren erschienen zahlreiche Deputationen von politischen Vereinen, so der vereine von Berlin, Magdeburg und Breslau, der Reichstagswahlkreis des Verewigten: Wiesbaden=Rheingau. Besondere Zuschriften nebst Blumenspenden waren von den Genossenschaften in Wien, München, Frankfurt, Mainz 2c. eingegangen. Unter den Deputationen befanden sich endlich auch Vertreter des akademischen volkswirthschaftlichen Vereins und der Burschenschaft„Marchia“ aus Berlin in studentischem Wichs. Im Trauerhause war der Sarg in dem geräumigen Arbeitszimmer des Verstorbenen aufgebahrt, fast erdrückt von einer Fülle von Blumen und Kränzen und umstellt von brennenden Kandelabern. Hier versammelten sich mit der Familie des Heimgegangenen eine Anzahl von Deputationen und die Mitglieder des Reichstages und des Abgeordnetenhauses, welche ein Sonderzug von Berlin befördert hatte. Das P äsidium des Reichstages(abgesehen von dem in München befindlichen Freiherrn v. Franckenstein) war vollzählig erschienen, ebenso die Fortschrittspartei(in deren Reihen auch der Abg. Virchow nicht fehlte), die Volkspartei, die liberale Vereinigung und zahlreiche Mitglieder der National=Liberalen unter Führung des Abg. v. Bennigsen. Von Sozialdemokraten bemerkte man die Abgg. Frohme und Rittinghausen, von den Freikonservativen den Abg. Lohren, vom Centrum den Abg. Dr. Lieber, von der äußersten Rechten die Abgg. Hartmann, Günther(Sachsen) und Fihr. v. MaltzahnGültz. Anvesend war auch eine Anzahl von Mitgliedern der hiesigen städtischen Behörden, hierauf der Bürgermeister und eine Anzahl von Stadtverordneten von Potsdam in Amtstracht. Die Leichenfeier wurde durch Absingung des Chorals„Wennich einmal soll scheidene seitens eines Gesangvereins eingeleitet. Darauf hielt der Hof= und Garnisonpfarrer Rogge(Schwager des verstorbenen Kriegsministers Grafen Roon) in der diesem hervorragenden Gesstlichen eigenen eindrucksvollen und alle Herzen tief bewegenden Weise die Gedächtnißrede. Er betonte die Wirksamkeit des Heimgegangenen für das Allgemeinwohl, welche ihn den Besten seiner Zeit und seines Volkes an die Seite stelle. Der Redner beleuchtete das Streben des gegangenen zur Lösung der Arbeiterfrage, wie er, die Gefahren der Zukunft voraussehend, mit Selbstverleugnung auf Hebung des Arbeiterstandes gewirkt habe, nicht nur für seine materielle Lage, sondern zur Hebung seines sittlichen Wirkens u. Familienlebens, durch Ermahnung zur Ordnung Sparsamkeit, guten Sitte und Zucht. In seiner Wirksamkeit für das deutsche Volk, für welche 3500 genossenschaftliche Vereine sprächen, sei er segensreichen Volksmännern wie Ernst Moritz Arndt an die Seite zu stellen. In seiner 35jährigen parlamentarischen Thätigkeit sei er sich stets treu geblieben und nicht nach einzelnen Redensarten dürfe der Mann beurtheilt werden, der, wenn er auch seine eigenen Wege gegangen, doch treu zu Kaiser und Reich gestanden habe. Das Endurtheil über den Heimgegangenen sei der Geschichte vorbehalten, den Zeitgenossen aber bleibe er ein Vorbild edelsten Strebens für die Wohlfahrt des Volkes und das Heil seines Vaterlandes. Gesang schloß die Feier im Sterbehause. Nun wurde der Sarg auf den Leichenwagen gehoben und es ordnete sich der Zug, welcher aus 13 Gruppen bestand, in folgender Weise: vorauf schritt ein Musikkorps, dann folgten Gewerkvereine, der Berliner Arbeiterverein, ein zweites Musikkorps und der vierspännige Leichenwagen, diesem folgten die Angehörigen, das Präsidium und Abgeordnete des Reichs= und Landtages, Deputationen der Behörden, die Genossenschaften und andere Vereine, denen ein drittes Musikkorps voraufschritt. Eine kleine Anzahl von Wagen schloß den imposanten Zug. Zu Tausenden stand das Publikum Kopf an Kopf zu beiden Seiten der Straßen, durch welche sich der Zug nach dem alten Friedhofe bewegte; alle Fenster in den Straßen waren dicht besetzt. Auf dem Friedhof bildeten die Vereine Spalier. Am Grabe ertönte zunächst das Goethe'sche Lied:„Ueber allen Wipfeln ist Ruh'!“ Dann sprach Hofprediger Rogge ein kurzes Gebet. Darauf folgte seitens des Bürgermeisters Nitzsche aus Rostock ein Abschiedswort im Namen des Verbandes der deutschen Genossenschaften unter dem Gelöbniß, daß diese im Sinne des Gestorbenen fortwirken wollten. Nunmehr nahm der Reichstagsabgeordnete Professor Dr. Möller als langjähriger politischer Genosse des Heimgegangenen das Wort. Er schilderte das politische Wirken des Verstorbenen, betonte sein Streben und seine Erfolge als Weltbürger, seine Thätigkeit für das Genossenschaftswesen und stellte ihn als leuchtendes Vorbild für Gleichstrebende hin. Abermals folgte Gesang, und unter dem Segen des Geistlichen schloß sich das Grab. Die fünfte Nachmittagsstunde war herangekommen, als sich die Schaaren auf den Heimweg begaben.(Köln. Ztg.) Standesamtliche Nachrichten. Standesamt Stadt Lemgo. Monat April. I. Geburten. Ein Sohn: dem Wagenfabrikanten Gustav Scheidt, dem Cigarrenmacher Philipp Althage, dem Postillon Heinrich Böger oder Stock. Eine Tochter: dem Maurer August Kuhlmann, dem Cigarrenmacher Wilb. Meyer(ist in Amerika), dem Maurer Wilh. Carels, dem Landwirth Wilh. Langenberg, dem Arbeiter Simon Gron=meier, dem Buchdruckereibesitzer Fr. Wagener, dem Knecht Heinrich Holzkämper, dem Handarbeiter August Kemper, dem Ackerbürger Wilh. Koch. II. Heirathen. Gymnasiallehrer August Gülker und Maria Biecherl, Schornsteinfeger Georg Kreit und Elisabeth Rieke, Ziegler Heinrich Krüger und Friederike Wieseler, ###empner Theodor Scheidt und Emilie Pecher, Bäckermeister Philipp Maag und Henriette Wilm, Destillateur Wilh. Amelung und Charlotte Korbach. III. Sterbefälle. Töpfer H. Christ. Kreit, 64 Jahre alt; Tabakfabrikant Eduard Plöger, 62 Jahre alt; Ziegler Adolf Rottmann, 40 Jahre alt; Auguste Tünnermann, 10½ Monat alt; Kaufmann Salamon Salamon, 36 Jahre alt; Wittwe Elise Christiane Kuhlmann, 63 Jahre alt; Hermann Werthoff, 11 Jahre alt; Knabe des Handarbeiter Wilh. Rodewald, todtgeboren; Tochter des Postsekretair Sußiek, todtgeboren; Ehefrau Dorothee Stapperfenne, 64 Jahre alt; Philipp Althage, 7 Tage alt; Ehefrau Dorothee Blanke, 25 Jahre alt; Louis Schnitger, fast 4 Monat alt; Rentier Christian Reese, 75 Jahre alt. Vermischtes. * Eine eigenthümliche Punschbowle. Lord Russel Lab im Jahre 1786 allen Offizieren und Matrosen keiner Flotte ein Punschgelag. Statt der Punschbowle leß er in seinem Garten ein großes Bassin graben und dusmauern. Dies wurde mit 100 Flaschen Cognac, 300 Flaschen Malaga, 600 Flaschen Rum, 4 Tonnen genden Wassers, mit dem Safte von 2600 Citronen, .. Pfund Zucker und 200 geraspelten Muskatnüssen gefullt. Ein kleiner Schiffsjunge, als Ganymed gekleidet, segelte in einem Kahne von Mahagonyholz in dem Punschbassin herum und schöpfte für die Herren Zecher, welche, 6000 an der Zahl, auf einem Amphitheater von Bänken um die kolossale Terrine saßen. ** * Folgende Ordensgeschichte finden wir im„Deutschen Montagsblatt: Ein ordenssüchtiger Schauspieler hat am Hoftheater eines generösen Fürsten mit Erfolg gastirt, der Fürst drückte ihm mündlich seine Befriedigung aus— aber der Orden erschien nicht, obwohl der Mime drei Tage in der Residenz verweilte. Endlich riß ihm die Geduld, er bestellte den Wagen und fuhr zur Bahn. Auf dem Wege dahin kommt man an dem Park des Souveräns vorüber. Serenissiaus stand eben auf der Parkterrasse neben seinem Adjutanten, als der Gast mit einem ziemlich verdrossenen Gesicht vorüberfuhr. Als der Fürst ihn so herankommen sah, wendete er sich an seinen Adjutanten:„Was hat denn der.?“ Der Adjutant lächelte diplomatisch und wies nach dem Knopfloch.—„Ach so“, lachte der Gebieter,„laufen Sie doch hinein und holen Sie einen Orden!“„Pst, pst, Herr.“ Der Wagen kehrte um und lenkte dicht unter die Terrasse. Der Adjutant kam athemlos mit einem Papierpäckchen aus dem Schloß.„Hier!“ sagte der Fürst, dem verwirrten Schauspieler das Päckchen zuwerfend.—„Auf Wiedersehen!" Doch kaum hatte das Pferd sich in Trab gesetzt, als sich der Schauspieler erhob und zurückrief:„Durchlaucht, es sind zwei Orden!“ — Durchlaucht winkte:„Geben Sie den Andern dem Kutscher! und Landwirthschaft. * Ueber Vergiftung von Rindvieh mit gekeimten Kartoffeln geht dem„Leipz. Tagebl.“ von einem Landwirth in Posen folgende Mittheilung zu: Bei Rindvieh, welches mit gekeimten Kartoffeln gefüttert wurde, mochten dieselben nun roh oder gekocht verabreicht worden sein, ist wiederholt in verschiedenen Stallungen ene eigenthümliche Krankheit beobachtet worden, bei der sich in der Regel folgende Sympteme einstellten: die Thiere lassen auf einmal vom Fressen ab und stehen mit ausgespreizten Füßen und gesenktem Kopfe wie betäubt; der Puls ist dabei stark beschleunigt, das Auge stier und die Bindehaut desselben stark injicirt(mit Blut?); werden sie zur Untersuchung aus dem Stalle geführt, dann treten die Erscheinungen einer fast vollständigen Lähmung der Bewegungsorgane hervor. Die Thiere taumeln von einer Seite auf die andere, rutschen auf den Knieen herum und brechen östers in den Sprungoder Fesselgelenken zusammen; sich selbst überlassen, würden die armen Thiere kopfüberstürzen. Dies ist das ungefähre Bild der Krankheit, von den Aerzten „Solaninvergiftung“ genannt. Das betreffende Gift ist ein Alkaloid der Kartoffelkeime und wirkt lähmend auf die Centraltheile der Bewegung, also auf das kleine Gehirn und das Rückenmark. Zur Bekämpfung der Krankheit ist die Kartoffelfütterung schleunigst mit Heufütterung zu vertauschen und dem Vieh innerlich reizend restaurirende Mittel zu verabreichen. In der Regel ist die Krankheit in diesem Falle nach einer Dauer von 6 bis 8 Tagen gehoben und die Thiere find vollständig wieder hergestellt. Amtl. Bekanntmachungen des Amtsblattes Nr. 35. Die Nr. 5 des Reichsgesetzblattes, ausgegeben zu Berlin den 25. April 1883, enthält: Nr. 1490. Bekanntmachung, betreffend eine Abänderung des Verzeichnisses der gewerblichen Anlagen, welche einer besonderen Genehmigung bedürfen. Vom 21. April 1883. Detmold. Regierung. Dem Internationalen Klub zu Baden=Baden ist der Vertrieb von Loosen zu der für das Jahr 1883 beabsichtigten Verloosung zum Zweck der Erhaltung der Iffezheimer Wettrennen, sowie zur Förderung der Kunst, Industrie und Pferdezucht unter dem Namen„Lotterie von BadenBaden“ für hiesiges Land gestattet worden. Detmold. Ablösungskommission. Der Kolon Timmer Nr. 13 zu Bentrup beabsichtigt, die an Kolon Seffen Nr. 12 zu Oettern jährlich zu prästirenden 0,75 M. Hülfsgeld mittelst Zahlung eines Ablösungskapitals von 18,75 M. freizukaufen. Dritte Berechtigte haben ihre Ansprüche an letzteres binnen 3 Monaten, spätestens im Termine den 11. August d. I, Mittags 12 Uhr, geltend zu machen, widrigenfalls sie damit ausgeschlossen sind. Detmold. Der Landgerichtspräsident ersucht die Schiedsmänner ihren Bericht pr. 1882, soweit dies noch nicht geschehen, binnen 14 Tagen einzusenden, Detmold. Verwaltungsamt. Der Ziegler Hermann August Beermann von Nr. 5 zu Müssen will nach Amerika auswandern. Detmold. Amtsgericht II. Der dem Zimmermann Simon Krüger hierselbst gehörige Grundbesitz, bestehend aus dem Wohnhause A 137 mit Stallung nebst dem im Rödlinghauser Felde Rev. VII Nr. 96 gelegenen Lande soll Donnerstag den 10. Mai Morgens 11 Uhr auf Zimmer Nr. 1 des Gerichtsgebäudes zwangsweise meistbietend verkauft werden und müssen etwaige Ansprüche spätestens in diesem Termine geltend gemacht werden. Taxe und Verkaufsbedingungen liegen 14 Tage vorher auf der Gerichtsschreiberei aus. Der Kaufmann Fr. Burghard hierselbst hat mit seiner Ehefrau die Gütergemeinschaft ausgeschlossen. Detmold. Amtsgericht lII. Das Kolonat Finke Nr. 12 in Spork soll Montag den 4. Juni Morgens 10 Uhr im Landgerichtsgebäude, Zimmer Nr. 10 zwangsweise meistbietend verkauft werden und müssen etwaige Ansprüche spätestens in diesem Termine geltend gemacht werden. Taxe und Verkaufsbedingungen liegen 14 Tage vorher auf der Gerichtsschreiberei aus. Bremke. Der Amtsanwalt erläßt hinter den Dienstknecht Heinrich Schmiedekamp aus Bentorf, zuletzt in GroßenBerkel bei Hameln, einen Steckbrief. Lemgo. Das Amtsgericht I erläßt hinter den Cigarrei arbeiter Wilh. Büssing einen Steckbrief. Salzusten. Amtsgericht I. Der Einlieger Wilh. Manhenke in Bexten und der Kolon Menke Nr. 9 in Werl haben das Aufgebotsverfahren über eine verloren gegangene Hypotheken=Urkunde über ein Darlehen von 80 Thlr. 25 Sgr. beantragt. Dasselbe war am 10. Januar 1854 für die Vormünder der Kinder des weil. Kolon Menke Nr. 9 der Bauerschaft Werl und Aspe auf das Kolonat Reese m. Hose Nr. 40 der Bauerschaft Grastrup und Hölsen 4. Orts ingrossirt worden. Etwaige Ansprüche müssen unter Vorlage der Urkunde spätestens in dem auf Donnerstag den 8. November d. I. Vormittags 10 Uhr angesetzten Termine geltend gemacht werden, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird. Salzuflen. Amtsgericht II. Die Stätte des Kolon Weber Nr. 59 zu Holzhausen soll Freitag, den 11. Mai, Vormittags 10 Uhr, zwangsweise meistbietend verkauft werden und müssen etwaige Ansprüche bei Vermeidung des Ausschlusses spätestens in diesem Termine geltend gemacht werden. Taxe und Verkaufsbedingungen liegen 14 Tage vor dem Termine in der Gerichtsschreiberei aus. Lage. Amtsgericht. Die Erben des am 14. d. M. verstorbenen Wittwers Adolf Holste zu Lage haben die Erbschaft nur mit der Wohlthat des Inventars angetreten und werden daher Alle, welche Anspruch auf Befriedigung aus derselben zu haben vermeinen, aufgefordert, dieselben bei Vermeidung der Rechtsnachtheile spätestens im Termine Mittwoch, den 23. Mai 1833, Morgens 10 Uhr, auf hiesiger Gerichtsstube geltend zu machen. Am Mittwoch den 9. Mai, Morgens 10 Uhr soll die Stätte des Schneiders Fr. Kölling Nr. 326 zu Lage auf dortiger Gerichtsstube zwangsweise meistbietend verkauft werden und müssen etwaige Ansprüche spätestens 8 Tage vor dem Termine geltend gemacht werden. Bedingungen und Taxe können auf der Gerichtsschreiberei eingesehen oder gegen Gebühr abschriftlich bezogen werden. Neueste Nachrichten. * Bremen, 2. Mai. Kapitän Dunham von der Bark„Nicosian ist nach hier eingegangenen Meldungen in Belfast angekommen und berichtet, daß er am 20. April den Dampfer„Habsburg“ auf 16 Grad westlicher Länge angesprochen habe. * Wien, 2. Mai. Der Kaiser, Prinz Wilhelm von Preußen, Kronprinz Rudolf und Prinz Leopold sind mit ihrem Jagdgefolge heute Vormittag aus Neuberg hier wieder eingetroffen. * Dublin, 2. Mai. Delaney bestätigte, indem er seine Theilnahme am Morde von Phönixpark eingestand, durchaus die Angaben der Kronzeugen Carey und Kavanagh und sagte aus, daß Bourke und Cavendish von Brody und Kelly erdolcht worden seien und die anderen Angeklagten den Opfern weitere Stiche versetzt haben. * Dublin, 2. Mai. Delaney, der sechste, und Caffrey, der siebente der des Mordes im Phönixpark Angeklagten, bekannten sich heute schuldig und wurden zum Tode verurtheilt. * Leipzig, 28. April. In der unter Vorsitz des Herrn Justizrath Richter in Leipzig heute abgehaltenen Generalversammlung der Mitglieder der Lebensversicherungsgesellschaft zu Leipzig wurde die von dem Direktorium aufgestellte, von dem Verwaltungsrath und dem ständigen Revisor geprüfte Jahresrechnung für das Jahr 1882, welche mit einem Ueberschuß von 2,062,615 M. 14 Pf. abschließt und für die Todesfallversicherungen die Gewährung einer Dividende von 41 Proz. der ordentlichen Jahresprämien pro 1884 gestattet, einstimmig genehmigt und das ausscheidende Mitglied des Verwaltungsraths, Herr Konsul Albert de Liagre, wiedergewählt. Meteorologische Besbachtungen der Deutschen Seewarte in Hamburg vom 3 Mai, Morgens 8 Uhr. Wind und Wotte + 6 + 4 0 — 1 + 9 + 5 + 4 + 6 + 5 + 8 + 7 + 9 + 7 + 7 +11 + 8 London: kalt. ., stark, wolkig. OSO., leicht, halb bedeckt. ., mässig, bedeckt. NO., mässig, Schnee. SSW., Regen. SW., bedeckt. WNW., mässig, bedeckt. NNO., heiter. NNW., leicht, halb bedeckt. NO., leicht, bedeckt. ., leicht, heiter. SW., heiter. Still, wolkenlos. NW., leicht, bedeckt. Still, heiter. WNW., leicht, heiter. Die Depression, welche gestern am Finnischen Busen lag, ist nordwärts nach Finnland fortgesehritten, daselbst beträchtliche Schneefälle hervorrufend, während das barometrische Maximum im Nordosten an Intensität etwas abgenommen hat. Ueber Centraleuropa ist bei gleichmässig vertheiltem Luftdrucke und schwacher Luftbewegung aus variabler Richtung das Wetter kühl und vorwiegend trübe. Unter dem Einflusse kleiner aber deutlich ausgeprägter Depressionen fallen im nordwestdeutschen Küstengebiete und in Süddeutschland stellenweise leichte Niederschläge. Auch an der ostdeutschen Küste ist etwas Schnee gefallen. Hangö meldet: Schifffahrt vollständig eröffnet. Allgemeiner Witterungscharaktei: 4. bewö kt. Sonnen=Aufgang 4 U. 26., Untergang 7 U. 29 M. Mondes=Aufgang 3 Mrgs. Untergang 426 Nchm. Für den Inseratentheil verantwortlich: X. Mewes in Detmold. In Fürstlicher Wagenremise zu Detmold stehen zum Verkauf: ein einsitziger verdeckter Wagen zu 550 Mark und ein halbverdeckter Wagen (Phaeton) zu 330 Mark. Beide Wagen sind in sehr gutem Zustande. Fürstl. Lipp. Marstalldepartement. Troost. Echter Peru=Guano, GuanoAmmoniak=Superphos= phat, aufgeschlossenes Knochenmehl, Chili=Salpeter, 15—16% Stickstoff, unter Garantie der angegebenen Düngewerthe vorräthig bei Detmold. H. F. Reuter. Zu soliden Preisen empfehlen Garten= Tische, Bänke und Stühle. L. Schonder& Co. Frischen großen Nordsee=Schellfisch Aug. Kieler Buckinge à Stück 8„, Aug. Kast. empfiehlt Kieler Bücklinge S. Meier. Samereien. Garten-, Feld-, Wiesenund Waldsämereien (Böhm. und Schlesischer Rothklee, Provencer Luzern, sorgfält. gesiebt) empfiehlt in echter keimfähiger Qualität S. F. Reuter, Detmold. Samenverzeichnisse werden gratis abgegeben. Auf den Barenholzer Weiden sind pro Sommer 1883 noch einige Weideplätze für Pferde, Füllen, Kühe und Rinder zu haben. Auftrieb am 21. Mai. Oberamtmann Lodemann. In dem beutigen Sühnetermine hat Herr A. Schals die über Herrn H. Schröder, jetzt in Lage, ausgesprochene Beleidigung gern zurückgenommen. Salzuflen, 1. Mai 1883. Der Schiedsrichter. Barkhausen. Drillmaschinen u. Hactmaschillen der Firma F. Zimmermann& Co. empfiehlt zu äußerst billigen Preisen F. Ottomeyer, Steinheim. Maschinenfabrik. Kinverwagen in neuen, schönen Formen, leicht und haltbar, sehr billig bei E. J. Kinteln. Gesucht zu miethen eine möblirte Wohnung für eine fremde Familie, möglichst mit Beköstigung.— Off. werden durch Herrn Brockmanns, Hotel Stadt Frankfurt, erbeten. Geübte Plätterin findet Beschäftigung bei E. Plöger& Kellner, Werrestraße 2. erBerein. Morgen, Sonnabend, den 5. d. M. Abends 8½ Uhr Generalversammlung. Tagesordnung: 1) Zahlung der Beiträge für das verflossene und laufende Vierteljahr. 2) Bericht der Rechnungsre visoren. 3) Mittheilungen über den Abgeordnetentag in Görlitz und den Delegirtentag in Salz uflen. 4) Verschiedenes. Darauf: Vorlesung: Die Belagerung von Danzig im Jahre 1813. Fortsetzung und Schluß. Der Vorstand. Frischen Helg. Scheilfisch empfing Julius Tuensing. Kieler Bücklinge empfing W. Wittenstein. Emser Kränchen und Kesselbrunnen=Pastillen, bewährtes Mittel gegen Hals= und Brustleiden, Verschleimung und Magenschwäche, stets vorräthig in der Hofapotheke zu Detmold. Königl. Preuß. BrunnenVerwaltung. —•„ nach Berlin zu Pfingsten am Freitag, den 11. Mai 1883. Billets II. und III. Wagenklasse für Hin= und Rückfahrt werden auf den nachgenannten Stationen zu folgenden ermäßigten Preisen ausgegeben: Ankunft in Berlin(Lehrter Bahnhof) ca. 6 Uhr 30 Minuten Nachmittags. Die Rückfahrt erfolgt mit einem beliebigen fahrplanmäßigen Personenzuge, jedoch nur ab Lehrter Bahnhof in Berlin,— also mit Ausnahme der Expreß=, Courier= und Schnellzüge— und muß spätestens am 17./18. Mai cr. mit dem um 11 Uhr 50 Minuten Nachts abgehenden Zuge sangetreten werden. Außer dem Handgepäck wird Freigewicht für Gepäck nicht gewährt. Hannover, den 30. April 1883. Königliche Eisenbahn-Direktion. Einen Bäckerlehrling sucht auf gleich oder 1. Oktober Karl Pohl, Bäckermeister, Blomberg. Gesucht nach Bremen zu Johanni ein erfahrenes Mädchen für Hausarbeit. Gute Zeugnisse erforderlich. Näheres bei Frau Baumeister Petri. Verlag der Meyer'schen Hofbuchhandlung in Detmold. USEN ROTE, Veredelung und Pflege der Rosen und Obstbäume von C. Voß, Lehrer in Schieder bei Pyrmont. Preis 60 Pf. ana Fünste UBS 1 vermehrte und unege: BAUME. Eine kurze und bündige Anweisung zur Veredelung und Pflege der Rosen und Obstbäume, jedem Rosen= und Obstbaumfreunde zu empfehlen, da sie von einem erfahrenen Praktiker geschrieben ist. (Volksschulfrd. Königsberg.) .... Zur Veranschaulichung der einzelnen Operationen sind treffliche Abbildungen beigefügt, welche selbst den ersten Anfänger in der Rosenzucht davon überzeugen, was im gegebenen Falle zu thun ist. (Hefs. Schulztg.) Zu beziehen durch jede Buchhandlung. Bekanntmachung. Mein angekauftes, früher Thumannsches Kolonat Nr. 136 der Bauerschaft Meinberg, wozu ein gut eingerichtetes, fast neues Wohnhaus nebst angebauten Schuppen und circa 16 Scheffelsaat gute Ackerländereien und Wiesen gehören, beabsichtige ich zu verkaufen, oder unter günstigen Bedingungen auf mehrere Jahre im Einzeln oder im Ganzen zu verpachten. Termin hierzu ist auf Montag, den 7. d.., Vormittags 10 Uhr an Ort und Stelle angesetzt, wozu Kauf= resp. Pachtliebhaber, mit dem Bemerken geladen werden, daß der Zuschlag sofort ertheilt, werden soll, wenn irgend annehmbar geboten wird. Duensen, den 1. Mai 1883. Rostert. □ — Die Dampfschiffe des Norddeutschen Lloyd in Bremen fahren regelmäßig Mittwochs und Sonntags nach Amerika. Passagierverträge schließen ab: Die Haupt-Agenturen des Salomon& Oppenheimer, Detmold, W. Schröter, Lemgo, A. H. Bachrach Ww., Schwalenberg. 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