Abonnementsprets für das Vierteljahr: In Detmold 2 Mark 25 Pf., auswärts durch die Post bezogen 2 M. 60 Pf.,— mit Bestellgeld 3 M. „Die Lippische Landes=Zeitung= erscheimt mit Ausnahme der Sonn= und Festtage täglich und werden in derselben die amtlichen Bekanntmachungen des Amtsblattes für dus Fürstenthum Lippe in besonderer Rudrik veröffentlicht. Redaction u. Expedition: Detmold, Leopoldstraße Nr. 117. „„„ Inserate werden mit 12 Pf. für den Raum der einfachen Corpus=Spaltzeile berechnet. Verantwortlicher Redacteur August Klingenberg. Druck und Verlag der Meyer'schen Hofbuchdruckerei(Gebr. Klingenberg) in Detmold. Montag, 26. Februar. 1883. Je 48. Bestellungen auf die Lippische Landeszeitung für den Monat März werden von sämmtlichen Postanstalten für 87 Pfg.(incl. Bestellgeld 1 Mrk.) und für Detmold für 75 Pfg. von der Unterzeichneten entgegengenommen. Die Exp. d. Tipp. Landesztg. Preußischer Landtag. Abgeordnetenhaus. Sitzung vom 24. Februar. Präsident v. Köller eröffnet die Sitzung um 10 ¼ Uhr. Abg. v. Jadzewski(Pole) bringt die Nothstände in den Diözesen Gnesen und Posen zur Sprache, und beklagt sich namentlich über das Verfahren des mit der Verwaltung des bischöflichen Vermögens betrauten Regierungskommissars. Minister v. Goßler findet die Beschwerden nicht gerechtfertigt. Abg. Biesenbach bringt die Agitationen in Köln wegen der Petition um Rückberufung des Erzbischofs Paulus Melchers zur Sprache. Die dortige Bevölkerung hat Unterstützung von der Regierung erwartst, nicht aber, daß man ihn einen so schweren Vorwurf daraus machen würde. Heute, wo die Gefahr des Sozialismus so groß sei, müsse der Frieden mit der Kirche beschleunigt werden. Der Staatsmann, der diese Wunden heile, werde sich mit unsterblichen Lorbeeren schmücken. Abg. Steinbusch (Centrum) beklagt sich über die Lesebücher der Volksschulen, deren Inhalt vielfach ungeeignet sei, für Knaben und Mädchen zur Erziehung zu dienen. Abg. Dr. Kropaczeck(Konserv.) wünscht beim Abschluß einer Literarkonvention mit Frankreich darauf Bedacht zu nehmen, daß unser Unterricht im Französischen die nöthige Berücksichtigung finden könne. Minister v. Goßler verspricht, diesem Wunsche Rechnung zu tragen. Abg. Kantack(Pole) führt Beschwerde über die Versetzung des Provinzialschulrath Milawski, die als eine Disziplinarmaßregel zu betrachten sei. Abg. Frhr. v. Thiedemann hält diese Versetzung für berechtigt; der betreffende Herr sei bemüht gewesen, die PoloniDas Vonauweibchen. Aus dem Leben eines Künstlers von George Baron Dyherrn. (Fortsetzung.) 6 „Welch wunderschönes Pferd, Herr Graf!“ sagte sie und hob ihren Schirm ein wenig. „Sie reiten nicht mehr, meine Gnädigste?“ fragte er. fehlt mir ein Kavalier, der mich begleitet!“ entgegnete sie lächelnd. „O, ein Wink würde alle Kavaliere der Residenz an Ihre Seite rufen.“ „Und alle Damen zum Kampf gegen mich.“ „Sie können den Kampf gegen alle Damen aufnehmen.“ Errha zuckte zusammen bei seiner plumpen Schmeichelei, doch sie biß sich auf die Lippe und fuhr fort: „Ich denke jetzt wieder mehr der Geselligkeit zu leben, die heutige Ausfahrt ist der Anfang dazu Wenn man sich abschließt, fordert man die Menschen heraus und sie suchen nach Gründen.“ Der Arm ihrer Nachbarin berührte den ihrigen und diese sagte:„Die alte Dame wird ganz vergessen, kommen Sie an meine Seite, Graf man könnte auch Vermuthungen daran knüpfen, wenn Sie neben Fräulein Doliwa reiten.“ Er lenkte sein Roß neben sie. „Wo ist Ihr Herr Sohn, gnädige Frau?“ fragte er leise,„man sagt, Fräulein Doliwa habe viel Interesse für ihn.“ Sie sah ihm lachend ins Gesicht.„Für seine Kunst meinen Sie wohl, Graf, nur für seine Kunst. Sie hat Augen für die Schönheit eines Mannes, und mein armer Ede ist so garstig! Aber wie brillant Sie zu Pferde sitzen, als seien Sie Eins mit dem Thiere. Das macht die Rasse. Ich möchte Sie wohl neben Errha reiten sehen! Sehen Sie, sie spricht eben mit dem Baron Serr, oder vielmehr, sie spricht nicht, sondern läßt ihn reden. firung der Provinz Posen zu fördern; so habe er einen Lehrer in der polnischen Geschichte examinirt, und als dieser sich darauf berief, daß der Gegenstand nicht vorgeschrieben sei, erwiderte er:„Wenn Sie polnisches Brod essen wollen, müssen Sie auch polnische Geschichte kennen.“ Die Polen, nicht die Deutschen, gehen aggressiv vor. Abg. Dr. Windthorst wundert sich, daß auch die sachlichsten Beschwerden der Polen so oberflächlich behandelt werden.— Im Kap. 118 werden 10,800 Ml gefordert zur Besoldung der Kommission für die praktische Prüfung der höheren Lehramtskanditaten.— Abg. Dr. Stern bringt hier die Ueberbürdungsfrage der Schüler zur Sprache. Die Frage rühre daher, daß der Andrang zu den höheren Lehranstalten ein so bedeutender sei, weil die Meisten nur die Berechtigung zum Einjährig=Freiwilligen Dienst erlangen wollen. Die praktische Prüfung der Lehrkandidaten sei entbehrlich und bittet er die hierfür geforderten Kosten zu streichen. Abg. Graf Limburg=Stirum(Kons.) ist ähnlicher Ansicht und gegen die Bewilligung der Pofition. Abgeordneter Dirichlet(Fortschritt) hält dafür, daß eine Ueberbürdung nicht vorliege. Das größte Interesse an dieser Frage haben die Herren Sekundaner, die sich überbürdet fühlen. Die Prüfung der Lehrkandidaten hält Redner ebenfalls für überflüssig.— Aehnlicher Ansicht ist auch der Abg. Dr. Kropatscheck, ebenso Abg. Perger (Centrum.) Letzterer fürchtet, daß beim Examen im kulturkämpferischen Sinne verfahren werden könne. Reg.=Kommiss. Bonitz weist nach, daß eine Ueberbürdung der Schüler nicht vorliege. Die Regierung habe fortgesetzt die Frage im Auge; es wird heute nicht mehr von den Schülern verlangt, wie vor 50 Jahren, nür gründlicher sollen sie lernen. Das Examen der Lehrkandidaten sei nöthig.— Letzterer Ansicht ist auch der Abg. Löwe(Bochum), der eine Ueberbürdung ebenfalls nicht anerkennt.— Die Pofition wird jedoch abgelehnt. Hierauf vertagt sich das Haus. Nächste Sitzung Montag 10 Uhr..=.: Fortsetzung der Etatsbera= thung. Schlus 4½ Uhr. Deutsches Reich. * Berlin, 24. Februar. Der Kaiser und die Kaiserin ließen sich vorgestern Vormittag 11 Uhr durch den Branddirektor, Major Witte, diejenigen Mannschaften seines Ressorts vorstellen, welche sich im Laufe des abgeschlossenen Ihre Gedanken sind gewiß bei uns. Sie ist ein vielumworbenes Mädchen, freilich ist sie auch immens reich! Baron Serr, tauschen Sie Ihren Platz mit dem des Grafen!" rief sie plötzlich. Erfreut ritt der Graf neben Errha zurück.„Unser Klub veranstaltet nächsten Freitag eine Waldpartie, darf ich Sie ersuchen, mit Frau von Domanin Theil zu nehmen? „Gewißn,“ sagte sie schnell,„ich knüpfe nur die Bedingung daran, daß mein Bruder auch von der Partie ist.“ „Nun?n bewillkommnete Frau von Domanin den Baron.„Wer die Tochter gewinnen will, muß der Mutter den Hof machen, Errha ist meine Tochter. Haben Sie diese alte Weisheitsregel ganz vergessen?“ „Allerdings hat mich Fräulein Doliwa sehr berücksichtigte, erwiderte er ärgerlich. „Wie so?“ „Sie hat mir ganz einfach, so unbequem es ihr auch wurde, beständig ihren Rücken halb zugewendet.“ „Ahl“ lachte die Dame in heiterster Laune,„sie war noch in der Stimmung, die sie gegen den Grafen immer hat! Er vertraute mir soeben, unter uns gesagt, daß er um ihre Hand sich bewerben wolle. Sie hat viel Geld und er viel Schulden, er wirft seinen alten Adel in die Waagschale, dann steht sie gleich auf beiden Seiten.n „Ihre Mutter war auch adlig“, entgegnete der Baron. „Ja, aber der alte Doliwa blieb immer ein Parvenu. Legen Sie Zimmet Jahre lang neben Vanille, so wird er etwas vom Geruch derselben annehmen, bleibt aber Zimmet!" Baron Serr schüttelte sich vor Lachen.„Dieser Zimmet ist doch nicht so übel!" dachte er mit einem Blick auf das schöne Mädchen,„und mir scheint, Graßwang reussirt. Die Domanin ist ein boshaftes Weib, Jahres besonders ausgezeichnet haben. Es waren dies fünf Oberfeuermänner sowie drei Feuermänner. Beide Majestäten sprachen in huldvollster Weise mit jedem der Vorgestellten; dieselben erhielten demnächst aus der Hand der Kaiserin, welche sich leider noch im Krankenstuhle befand, Brieftaschen oder Portemonnaies mit dem Bildnisse des Kaisers geschmückt und einem beträchtlichen klingenden Inhalt. Damit die Leute diesen Ehrentag im Kreise ihrer Familien verleben können, hatte ihnen Major Witte für heute sämmtlich Urlaub ertheilt. *— Die Berathung des Kultusetats im Abgeordnetenhause ist seitens der Führer des Centrums in einem Tone begonnen worden, der deutlich genug anzeigt, daß man Versicht, Zurückhaltung und Schonung in diesen Kreisen gegenwärtig nicht mehr für nöthig hält, daß man nicht der Ansicht ist, es schwebten in diesem Augenblick noch Verhandlungen, die man durch ungestümes Vorgehen und bitte:e Rekriminationen störend zu durchkreuzen Scheu tragen müsse. Wer die in zornigem Pathos gegen die Regierung und speziell gegen deren leitenden Mann geschleuderten Angriffe Windthorsts und die demonstrativen Beifallssalven in den Reihen des Centrums bei den stärksten Kraftstellen mit anhörte, der kann nicht mehr im Zweifel sein, welcher Wind auf ultramontaner Seite weht. Anders war der Ton auch nicht zur Zeit der Hochblüthe des Kulturkampfes. Der Centrumsführer drängte mit einer gewissen Hast auf Eatscheidung und Klarheit. Er fragte in bestimmtester Weise, ob die Verhandlungen abgebrochen seien, ob auf den letzten päpstlichen Brief noch eine kaiserliche Antwort ergangen sei; falls dies geschehen, wollte er den Inhalt des Schreibens wissen. Der Kultusminister bemühte sich, die Verhandlungen als noch nicht abgebrochen darzustellen; er theilte mit, daß allerdings noch eine kaiserliche Antwort auf das letzte päpstliche Schreiben ergangen sei; über den Inhalt des, wie es scheint, erst in den letzten Tagen abgesandten Schreibens verweigerte er jede Andeutung. Allein daß die Regierung die Situation nicht anders auffaßt, als das Centrum, wird gewiß allgemein der Eindruck der Ausführungen des Kultusministers sein. Das Ergebniß der Debatten im Abgeordnetenhause scheint uns in dem wenn auch seitens der Regierung nicht offen ausgesprochenen Eingeständniß zu bestehen, daß der jüngste Gedankenaustausch mit der Kurie keine aber gescheidt, man ist sich nicht unklar über ihre Meinung.“ Als habe sie seine Gedanken errathen, sagte sie: „Lieber Baron, es ist doch ein schönes Ding um den Adel, nicht wahr?“ „Ja, um die Vanille, gnädige Frau.“ „Sagen Sie mir, Baron, ist's denn wahr, daß Sie Ihre Abstammung aus grauer Vorzeit ableiten?“ „Allerdings, unser Geschlecht ist uralt.“ „Wie schade, daß ich keine Tochter haben, sagte sie seufzend und nachdenklichen Tones. Der Baron, der wegen seines Hochmuthes bekannt war, rief:„O, es würde mir ein Vorzug sein!“ „Ich könnte die Doliwa adoptiren“, fuhr sie finnend fort,„Sie würden Ihr Stammgut zurückkaufen können,— Graf Graswang ist so hohl, und Errha giebt Alles auf mein Urtheil.“ Ihre Worte klangen ihm wie Musik. Und sie wußte, daß er sich in alle Heirathsbureaus eingegeben hatte. Er drehte seinen blonden Schnurrbart. „Es geht eine Familientradition“, hob sie wieder an, daß unser Geschlecht schon vor der Sündfluth mächtig war. Als Noah in der Arche saß, schwamm ein Lakai in unserer Livré heran, ertrinkend hob er noch eine in Schweinsleder gewickelte Mappe empor und rief:„Rettet die Papiere der Familie Domanin! Groß und ernst sah sie ihn an, innerlich erstickte sie fast vor Lachen. „Nach Hause!“ befahl sie dem Kutscher.„Adien, meine Herren, ich verabschiede Sie!" „Auf Wiedersehen bei dem Waldfest!" rief der Graf. „Alter Adel, uralter Adel!“ wiederholte der Baron, dann ritten sie nebeneinander und vermieden es, über die Damen zu sprechen. (Fortsetzung folgt.) Grundlage zu erfolgversprechenden weiteren Verhandlungen gegeben hat, daß die jüngste Verständigungsphase zu einem negativen Abschluß gekommen ist. Die Kurie hat nichts geboten, worüber man ernstlich verhandeln kann; die ultramontane Agitation ist trotz einer Reihe entgegenkommender Schritte in alter Feindseligkeit fortgesetzt worden und hat gerade in den Augenblicken, wo die Stimmung in Regierungskreisen am versöhnlichsten war, sich in einer Weise geäußert, welche auch den Friedliebendsten die Gefahren und zugleich die Nutzlosigkeit weiterer Nachgiebigkeit zum Bewußtsein bringen mußte. Die augenblickliche Situation ist offenbar eine gespanntere, für die Herstellung friedlicher Beziehungen ungünstigere, als es zu verschiedenen Malen seit dem Erlaß des neuesten Kirchengesetzes der Fall war. *— In der vom Abgeordneten Wagner wieder angeregten sozialen Frage ist auch mehrfach das Christenthum als gestaltende Macht zur Lösung dieser Frage herangezogen worden. Es macht einen eigenthümlichen Eindruck, wenn die konservative Partei sich hinter diese Macht birgt. Hier handelt es sich um die rechtliche Gestaltung des öffentlichen Lebens, und wenn auf keiner, am wenigsten auf liberaler Seite die Grundsätze des Christenthums bei Seite gelassen werden sollen, so will das Christenthum doch nie eine Rechtsinstitution, nie die formelle Gesetzgebung gestalten. Das Christenthum will dienen, nicht herrschen, und der Stifter des Christenthums scheidet selbst aufs Schärfste Weltliches und Geistliches, wenn er sagt:„Gebet dem Kaiser, was des Kaisers und Gott, was Gottes ist." Die Vertreter jenes achristlichen: Sozialismus mögen sich doch stets jenes Wort vorhalten:„Mein Reich ist nicht von dieser Welt!“ *— Mit großer Spannung fieht man der sogenannten Speckverordnung des Bundesraths entgegen, nach den bisherigen Veröffentlichungen ist nur die Einfuhr von Schweinen, Schweinefleisch und Würsten amerikanischen Ursprungs verboten; ob auch importirtes ausgelassenes Schweineschmalz verboten sein soll, ist aus den bisherigen Veröffentlichungen nicht zu ersehen. * Barmen, 21. Februar. Die beiden letzten Sitzungen des Stadtverordneten=Kollegiums brachten recht erbauliche Dinge zur Sprache. Das vor acht Jahren erbaute neue Rathhaus droht einzustürzen. Das Gebäude war zu 300,000 A veranschlagt, hat aber nicht weniger als 800,000 M gekostet und ist, wie die„Nordd. Allgem. Ztg.“ berichtet, so schlecht fundamentirt, daß die auf Säulen ruhenden unteren Hallen schon seit Jahresfrist bedenkliche Risse zeigen, die sich immer mehr vergrößern und nach den eingeholten Gutachten über kurz oder lang den Einsturz des ganzen kolossalen Gebäudes herbeiführen müssen. Um die drohende Gefahr zu beseitigen, wurden 6000 K zum Ausbau der Hallen bewilligt. * Dortmund, 22. Februar. Wie man der Westf. Ztg. aus Altena mittheilt, wird die Hochzeitsgabe der Provinz Westfalen für den Prinzen Wilhelm von Preußen Luf Veranlassung der Provinzialstände am 24. und 25. d. in Bochum, am 27. und 28. in Dortmund, am 2. und 3. März in Soest und am 5. und 6. März in Bielefeld zur öffentlichen Ausstellung gelangen. Sachsen. * Leipzig, 21. Februar. Am heutigen Tage begingen fünf Professoren ihr goldenes Doktorjubiläum. Wie man richtig athmen soll. In einer Modezeitschrift, die unter dem Titel Blätter für Kunst in der Mode, in Albert Thiels Verlag in München erscheinen soll und nach der uns vorliegenden Probenummer Gutes zu leisten verspricht, finden wir einen Beitrag des bekannten Kleidungsreformators Professor Dr. Jäger in Stuttgart, der nicht nur die Anhänger des„Wollregime“ interessiren wird, sondern auch für andere Leser einige beherzigenswerthe Winke enthält. „Wenn ich in etwas raschem Tempo bergauf ging“, erzählt Professor Jäger,„so empfand ich— namentlich je heißer es war— einen Schmerz am unteren Ende des Brustbeins, der nach rechts und links ausstrahlte. Ich hatte mir oft vergeblich den Kopf über die Ursache dieses Schmerzes zerbrochen und war lange auf der falschen Fährte, es handle sich um eine alte Verwachsung der Lunge und Brustwand, die ich eben geduldig mit ins Grab nehmen müsse, bis mir endlich folgendes Licht aufging: Während ich an einem der heißesten Sommertage zur heißesten Tageszeit(zwischen 4 und 5 Uhr) einen schattenlosen Pfad an dem Südabhang eines Thales, auf den die Sonne erbarmungslos niederbrannte, hinaufkeuchte, wurde mir plötzlich klar, daß der Schmerz genau dem Ansatz des Zwerchfells am vorderen Rand des Brustkorbs entspreche und die natürliche Folge der heftigen Thätigkeit des Zwerchfells sei. Bei weiterer Beobachtung meiner Athmungsbewegungen bemerkte ich ferner, daß ich ganz ausschließlich mit dem Zwerchfell und den unteren Rippen athmete und die oberen Rippen fast völlig unthätig blieben. Nun erinnerte ich mich der bekannten Thatsache, daß Schwerathwigkeit,(Asthma, Dampf der Pferde) auf einer stets in den oberen Lungenpartien beginnenden Verödung des Lungengewebes beruht, und darüber war ich mir schon lange klar, daß dieser Prozeß eine Verkümmerung in Folge ungenügenden Gebrauchs der Lunge sei. Nahm ich hierzu die Thatsache, daß Asthma bei Es waren dies die Herren Prof. Dr. theol. und phil. Horlemann und Dr. phil. Minckwitz in Leipzig, Pastor Dr. phil. Müller in Oeltzschau bei Leipzig, Geh. Rath a. D. Dr. phil. Gilbert in Dresden und der Direktor des königl. stenographischen Instituts, Dr. phil. Heyde in Dresden. Sämmtliche Jubilare wurden durch Diplome mit Glückwünschen, Dr. Horlemann überdies vom König durch Verleihung des Ritterkreuzes vom Albrechtsorden geehrt und ausgezeichnet. Frankreich. * Paris, 22. Februar. Der Vertheidiger von Metz im deutsch=französischen Kriege, Marschall Bazaine, der seit seiner Flucht aus dem Gefängnisse(1874) in Madrid lebt, macht wieder einmal von sich reden. Er steht im Begriff, ein Werk über den Krieg von 1870 und die Belagerung von Metz zu veröffentlichen. Das Buch, ein Quartband von 350 bis 400 Seiten ist der Königin Isabella zum Dank dafür gewidmet, daß sie ihm während des Prozesses und nach der Verurtheilung die herzlichste Theilnahme bezeigte und trägt den Titel: „Episodes de la guerre de 1870 et blocus de Metz, par’exmaréchal Bazaine. Dem„Figaro“, welcher darüber Bericht erstattet und die ersten Aushängebogen erhalten hat, entnehmen wir, daß Bazaine darin nicht vorwiegend den Zweck verfolgt, sich selbst zu rechtfertigen, sondern die Ereignisse für sich sprechen läßt. Dem Texte sind 11 Karten der Umgebung von Metz und verschiedener Schlachtfelder, vier kolorirte und sieben schwarze, außerdem zahlreiche amtliche Schriftstücke, Briefe, Depeschen u. s. w. beigefügt. Darunter befindet sich ein Rapport, den Bazaine dem auf Wilhelmshöhe gefangenen Kaiser Napoleon III. erstattete und der mit Randbemerkungen von der Hand des Kaisers versehen ist, sowie ferner ein Schreiben, daß der Marschall am 14. September an die Kaiserin Eugenie richtete, um ihr den Rath zu ertheilen, sie möchte zu Pferde steigen und sich an die Spitze der Metzer Truppen stellen. *— Paris wird demnächst voraussichtlich gleichfalls seine Stadtbahn erhalten, wie London und Berlin sie besitzen und Wien sie erstrebt. Der Ausschuß des Gemeinderathes, der mit dieser Frage befaßt ist, wird, wie man vernimmt, in den nächsten Tagen seinen Bericht erstatten. Die verschiedenen Systeme sind eingehend geprüft worden, wahrscheinlich wird man sich für eine unterirdische Bahn entscheiden. Die Pariser Bevölkerung, welche in der letzten Zeit jährlich um 60000 Seelen zunahm, hat jetzt eine Dichtigkeit erreicht, die aller Voraussetzungen spottet. Die Omnibusgesellschaft, die noch vor nicht langer Zeit 30 Millienen Passagiere jährlich beförderte, befördert jetzt deren 200 Millionen. Alle großen Straßenlinien sind mit Fuhrwerken geradezu gestopft und die Mittel für Beförderung so mangelhaft, daß der Arbeiter trotz der großen Höhe der Löhne gezwungen ist, einen ganz unverhältnißmäßigen Theil seines Einkommens für Wohnung auszugeben, da er im Centrum wohnen muß, wo die Wohnungen ungemein theuer und dazu ungesund sind. Aus diesen und anderen Gründen ist, wie der Korrespondent der„Times“ hervorhebt, die Erbauung von Stadtbahnen ein unabweisliches Bedürfniß. Schweden und Norwegen. * Professor Nordenskjöld hat, wie„Aftonbladet“ mittheilt, von der holländischen Regierung die BelohMännern viel häusiger vorkommt, als bei Frauen, so lag alles klar vor Augen und zwar so: Beim Athmen müssen wir zwei Fälle unterscheiden: Das ruhige Athmen im Liegen, Sitzen und langsamen Gehen. Hierbei verhalten sich Mann und Weib— bei uns, ob überall, möchte ich bezweifeln,— verschieden. Der Mann arbeitet hier nur mit dem Zwerchfell, wobei lediglich die unteren Lungentheile sich wechselnd füllen und entleeren, während die obern ganz unthätig sind. Das Weib dagegen athmet offenbar größtentheils deshalb, weil sie entweder durch das Tragen eines Corsets oder dadurch, daß sie mit den Kleidern die untern Theile des Körpers zusammenschnürt, an der Zwerchfellathmung mithin gehemmt ist, ausschließlich mit den oberen Rippen, also mit den Lungenspitzen, und das ist die Ursache, daß sie relativ seltener vom Asthma befallen wird, als der Mann. Bei gesteigertem Athmen dagegen, wie es heftige Körperbewegungen erfordern, verschwindet beim Normalmenschen der Unterschied zwischen Mann und Weib; es athmen jetzt alle Theile gleichmäßig. Nun ist weiter klar: wenn ein Mann sitzende Lebensweise hat und sehr selten oder nie durch stärkere Körperbewegung zum Starkathmen gezwungen wird, so tritt Verödung der unthätigen Lungenspitze mit folgender Schwerathmigkeit ein und er gewöhnt sich an die ausschließliche Zwerchfellathmung und verlernt damit die Rippenathmung vollständig. Tritt nun einmal das Bedürfniß ausgiebiger Athmung an ihn heran, so begeht sein Körper aus Gewohnheit den Fehler, dies Bedürfniß l diglich durch Steigerung der Zwerchfellthätigkeit befriedigen zu wollen, anstatt die Rippenathmung zu Hülfe zu nehmen. Was war zu thun? Da es besonders das Bergsteigen ist, welches erhöhte Athmungsfähigkeit erfordert, so dachte ich sofort an die Bergvölker, und vor meinem inneren Auge stand der von mir längst als deutscher „Normalmensch“ verehrte Tyroler mit seinem vorn fast zwei Hand breiten Gürtel. Ich kalkulirte: Wenn man einen so breiten Gürtel trägt, so ist Zwerchfellathmen nung von 25,000 Gulden für sich beansprucht, welche die Generalstaaten im Jahre 1596 für die Entdeckung einer Nordostdurchfahrt ausgesetzt haben. Der damals von den Niederlanden ausgeschriebene Preis ist nicht zurückgezogen worden. Nordenskjöld hat hierauf fußend dieser Tage seinen Anspruch dem holländischen Minister: residenten in Stockholm, Herr Wetewall van Stoetwegen, überreicht. Türkei. * Konstantinopel, 23. Februar. Der Dampfer „King Arthurn ist auf dem Schwarzen Meere gescheitert: 14 Personen ertranken, die übrigen wurden gerettet. Aegypten. * Kairo, 22. Februar. Das Gefühl der Unsicherheit greift um sich. Das Verbleiben der englischen Truppen im Lande soll für mehrere Jahre noch als unbedingt erforderlich scheinen. * Newyork, 22. Februar. Der Ohio ist im Fallen begriffen; der Mississippi dagegen wächst voch. Columbus, Kentucky und Belmont sind überschwemmt, bei Memphis steht das Wasser 4 Fuß über der Gefahrlinie. dem Fürstenthum Lippe und Umgegend. * Detmold, 24. Februar. In der vorigen Woche bot das Theater so wenig Bemerkenswerthes, daß wir die Theater=Wochenschau diesmal mit einigen kurzen Worten erledigen können. Das Volksschauspiel Arthur Müllers:„Ein' feste Burg ist unser Gottn behandelt bekanntlich die Vertreibung der Salzburger Protestanten durch den Fürst=Erzbischof Leopold Anton. Die Charaktere sind gut gezeichnet, die Sprache, den Umständen entsprechend, eine theilweise sehr derbe, besonders die Auslassung des preußischen Gesandten, und die Handlung eine flotte. Störend wirkte dagegen die Absingung des Chorals: Ein' feste Burg rc.; eine deklamatorische Andeutung, allenfalls Beginn des Gesanges hinter der Szeue, wäre unseres Erachtens zweckentsprechender gewesen. Die Aufführung am vorigen Sonntag war eine höchst befriedigende. Besonders zeich neten sich die Herren Steffen(Rupert Stuhllebner), Adolf Müller(Fürst=Erzbischof), Weiß(Graf Darkelmann, preuß. Gesandter) und Klug(Andreas Stuhllebner), sowie die Damen Frau Grunert(Frau Magdalena Stuhllebner) und Frl. Marly(Veronika Kirchner) aus. Schließlich können wir nicht unerwähnt lassen, daß das Stück etwas vor der Zopfzeit spielt und daher statt der Zopfperrücken Allongeperrücken richtiger am Platze gewesen wären. Der„Schwabenstreich“ von Schönthan, welcher am Montag zur Aufführung gelangte, zeichnet sich durch feine Sprache und sich von Act zu Act steigernte witzsprudelnde Handlung aus, so daß es bei dem hier gewohnten guten Spiel stets einen durchschlagenden Erfolg erzielen wird. Eine höchst feinkomische Figur war der von Herrn Wohlbrück mit Eleganz gespielte Palmiro Tamburini. Sehr unnatürlich sind dagegen die Verwickelungen in dem am Mittwoch gegebenen Annoschen Schwank: „Die Familie Hörner“ und fand derselbe denn auch trotz des durchweg giten Spiels eine sehr getheilte Aufnahme. Der Freitag brachte eine höchst befriedigende Wiederhelung des Saarschen Schauspiels„Die Rantzans, M. e nur in beschränktem Maße möglich, und das zwingt den Menschen, bei jeder Steigerung des Athmungsbedürfnisses die Rippen zu Hülfe zu nehmen, verhindert so die Verkümmerung der Lungenspitze durch Nichtgebrauch, das Verlernen des Rippenathmens und das unmäßige, schmerzerzeugende Zwerchfellathmen. Sofort ließ ich mir aus festem Wollstoff einen Gürtel genau so breit wie der Tyroler Gürtel anfertigen, und das Resultat übertraf meine Erwartungen. Von Stunde an wurde mir das Tiefathmen beim Bergsteigen ganz bedeutend erleichtert, und namentlich von dem Schmerz war ich definitiv befreit, und zwar sofort. Zum Schluß fügt der begeisterte Apostel der Wollkleidung noch einige Worte über das Corset der Damen hinzu. Nach den Auslassungen der herrschenden Hygieniker gäbe es nichts verwerflicheres als das Corset: das Einzige, was sie über Damenkleidung zu sagen wissen, ist der Feldzug gegen das Corset. Nach Jäger's Meinung ist aber nicht das Corset an und für sich das Fehlerhafte, sondern der Umstand, daß dasselbe immer aus derber, meist noch verkleisterter Leinwand verfertigt sei. Da aber nach Jäger's Annahme die Pflanzenfaserstoffe den Körper verweichlichen und die Fettbildung begünstigen, so führen sie mittelbar den Zwang herbei, die„unförmliche Volumszunahme; des verweichlichten, Körpers mit Gewalt durch Einpressung zu verhindern, und daß dabei die inneren Theile leiden, erscheint als selbstverständliche Folge. Die Sache ändere sich aber in der Wolle und mit dem wollenen Corset sofort.„Die wollenen Damen, insbesondere die, welche in der Wolle Damen werden, brauchen keine Gewalt anzuwenden, um„Fagon“ zu behalten, und ihr strammer, fester Körper braucht keine Stütze; fie schnüren sich deßhalbnicht mehr als zulässig.“ Mit dem Corset ist es fast wie mit dem Schuh. Die bisherige Hygiene hat die Uebelstände immer nur in den mechanischen und Räumlichkeitsverhältnissen gesucht, während der Sitz des Uebels die Anwendung gesundheitsschädlicher Stoffe ist.“ G. v. D. * Detmold, 26. Februar. Da es in der letzten Zeit häufiger vorgekommen ist, daß Scheine über die bei der Landessparkasse gemachten Einlagen dem Kontroleur nicht zur Unterzeichnung vorgelegt sind, so machen wir hier darauf aufmerksam, daß jeder prozentige Einlageschein zu seiner Gültigkeit die Unterschrift des Direktors, Rendanten und Kontroleurs, sowie die Beidrückung der betr. Stempel erfordert und zu diesem Zwecke dem Kontroleur innerhalb einer sechswöchentlichen Frist von der Zeit der Ausstellung an während der Kassenstunden vorzulegen ist. * Detmold, 26. Februar. In Nr. 7 der„Deutschen Gemeinde=Zeitung“ finde ich Folgendes: Den in verschiedenen Städten gemachten kleineren Versuchen mit Einführung der elektrischen Beleuchtung ist die Stadt Temesvar in Ungarn(33,000 Einwohner) zuvorgekommen und dürfte dieselbe vielleicht die erste Stadt in Europa sein, welche in nächster Zeit vollständig und ausschließlich, sowohl für die öffentliche, wie für die Privatbeleuchtung das elektrische Licht einführen wird. Nach einem von dem Munizipalausschuß mit der Anglo-Austrian Brush Electrical Company Limited in Wien kürzlich abgeschlossenen Vertrage verpflichtet sich die gedachte Gesellschaft 300 ganznächtliche und 200 halbnächtliche elektrische Glühlampen und 16 Bogenlampen auf eigene Kosten und nach Angabe der Stadt im jetzigen Gas= und Petroleumbeleuchtungsbezirk derselben aufzustellen, zu erhalten und um den jährlichen Pauschalbetrag von 24,500 fl. zu beleuchten, dieselben Lampen auch auf Verlangen der Stadt zu vermehren. Der Preis, den die Gemeinde jährlich für eine halbnächtliche Lampe zu bezahlen hat, beläuft sich auf 29 fl. 22,75 kr. und für eine ganznächtliche Lampe auf 53 fl. 95 kr. Als leitendes Prinzip, welches dem Vertrage zu Grunde liegt, verdient besondere Beachtung, daß die Stadt die elektrische Beleuchtung nur in dem Falle anzunehmen verpflichtet ist, wenn sich dieselbe bewährt. Die Stadt hat demnach kein Risiko zu übernehmen, und die entsprechende Beleuchtung der ganzen Stadt ist gleichzeitig auch die Probe, von welcher die weitere Verpflichtung der Stadt abhängig ist. Die Preise sind, wie die„Deutsche Gemeinde=Zeitung" behauptet, so mäßig, daß die Stadt billiger fährt, als mit den bisherigen Gaspreisen. Insbesondere kommt die Privatbeleuchtung billiger, als die Gaspreise den Privatkonsumenten bisher zu stehen gekommen sind. * Detmold, 26. Februar.(Das Reisegepäck auf Eisenbahnen.) Zufolge ministerieller Anweisung soll fortan auf den preußischen Staatsbahnen auf größere Sorgfalt und Vorsicht bei der Verladung des Reisegepäcks in die Packwagen, sowie beim Ausladen gehalten werden, um Beschädigungen der Gepäckstücke und deren Inhalt vorzubeugen. Desinfektion von Krankenzimmern. Wirksam desinfizirt können nur Räume werden, welche man nicht sofort wieder benutzt. Das Desinfiziren geschieht durch Scheuern der Böden mit Chloikalklösung oder Bleichflüssigkeit oder Chlormanganlange. Man stellt in Schalen Chlorkalk mit Salzsäure oder Essigsäure oder konzentrirte Salpetersäure mit Staniol auf. Verbrannt wird Schwefel auf Thongeschirren (event. Schwefelkohlenstoff in geeigneten Lampen). Nach diesen Räucherungen ist zu lüften und zwar sehr energisch und mit Karbolsäurewasser zu besprengen. Bei der Räucherung mit Chlor, Salpetersäure u. s. w. hat man sich natürlich in geeigneter Weise vor den höchst schädlichen Dämpfen zu schützen, beim Wiederöffnen des Zimmers und der Fenster(nach 12 bis 24 Stunden) durch ein vorgehaltenes befeuchtetes Tuch. Stoffe, Metallgegenstände sind vor der Rävcherung möglichst zu entfernen, da sie angegriffen werden. Bei ansteckenden Krankheiten empfiehlt sich auch das Abreißen der Tapeten, und Tünchen der Wände mit Kalk, der mit etwas Chlorkalk versetzt ist. Bei der Chlorräucherung stelle man das Entwicklungsgemisch möglichst hoch im Zimmer auf, weil das entwickelte Chlor schwerer ist als Luft und demnach auf diese Weise eine schnellere Vertheilung desselben stattfindet. Durch nachherige kräftige Ventilation dürfte der Chlorgeruch allmählich verschwinden. Man verwende übrigens niemals Chlor oder Ch.orkalk und Karbolsäure zu gleicher Zeit; es entstehen in diesem Falle gechlorte Phenole von ganz ungemein anhaftendem Geruch, der viel unangenehmer ist, als derjenige der erstgenannten Körper allein. Wäsche ist nach dem Gebrauch sofort mit Karbolsäure zu besprengen, dann in kochendes(event. mit etwas Zinkvitriol versetztes) Wasser zu bringen und einige Zeit darin zu lassen. Matratzen, Bekleidungsstücke u. s. w. werden am besten auf 100—120° C(80—960.) erhitzt und nachher ausgeklopft. Wo dies nicht thunlich, sind besonders infizirte Stücke zu verbrennen, die andern mit Karbolsäurewasser zu durchtränken und nachher in warmen Räumen zu trocknen. Wollene Kleidungsstücke und kleinere Gegenstände kann man, falls die Farbe nicht leidet durch Tränken mit hochprozentigem Alkohol desinfiziren. Ferner wird Schwefeln der Gegenstände in geschlossenen Räumen empfohlen. Dr. Wiedrehol empfahl die Wäsche 24 Stunden in eine Lösung von 30 Theilen Elainseife und 15 Theilen Soda in 600 Theile Wasser, die mit 30 Theile Benzin durch Schütteln vermischt ist, zu legen und dann auszuwaschen. Auch bloße intensive Räucherung mit Benzindämpfen bei gewöhnlicher Temperatur in geschlossenen Räumen soll angeblich Stoffe und Möbel desinfiziren. Ein erprobt, unzweifelhaft wirksames Desinfektionsmittel ist das— Feuer und Zuführung von frischer Luft. Ein angenehmes Desinfizirungsmittel für Krankenzimmer und Wohnräume ist eine Auflösung von Salicylsäure in Kölnischem Wasser. Die Vertheilung geschieht vermittelst eines Verstäubers auf Möbel, Teppiche, Vorhänge u. s. w. Aerzte können auf diese Weise ihre Kleider desinfiziren lassen und so der Verbreitung von ansteckenden Krankheiten durch dieselbe vorbeugen. Die Zusammensetzung wird auch als Parfüm für Taschentücher empfohlen, vorzugsweise für Damen und beim Fahren im Omnibus, beim Besuch von Kirchen und gemischten Versammlungen, besonders zur Zeit, wo Epidemien herrschen.(Deutsche Hausfrauenztg.) * Man weiß, daß das weltberühmte Pariser Waarenhaus„zum Bon marchén sein eigenes Orchester und seinen eigenen Gesangverein unterhält. Am vorletzten Samstag fand in dem Etablissement ein Conzert statt, ausgeführt— abgesehen von drei zur Mitwirkung eingeladenen hervorragenden Künstlern— von Angestellten des„Bon marché“. Der Verstorbene Begründer des Hauses hielt auf seine musikalischen Körperschaften große Stücke, und seine Wittwe, Frau Boucicaut, ist in seine Fußstapfen getreten. Herr Bosquin, von der Oper, und Frau Brunet=Lafleur brillirten mit ihren Gesangs=Piècen, Coquelin jun. trug einige seiner komischen Monologe vor, im Uebrigen besorgten die Mitglieder der„Harmonie" unter der Leitung des Herrn Paulus und der„Choral" unter jener des Herrn Professors Esbin die Vorträge, die mit stürmischem Beifall aufgenommen wurden. Mehr als viertausend Personen waren eingeladen worden, ohne daß für das Billet etwas zu zahlen war; eine unter den Anwesenden veranstaltete Sammlung zu Gunsten der Armen des sechsten und siebenten Arrondissements ergab eine sehr bedeutende Sumwe. Die Leitung des„Bon marché“ kann sich ungestraft manchen Luxus erlauben. Am vorigen Montag betrug die Tageslösung 1,150,000 Franks. Industrie, Handel und Verkehr. * Paris, 22. Februar. Die Bank von Frankreich hat den Diskont auf 3 Proz. herabgesetzt. * Cincinnati, 24. Februar. Der Strom ist hie bereits eine Meile breit, 6000 Familien sind obdachlos. Noch größer ist die Noth in der Nachbarstadt Lawrenceburg an der Mündung der Miami. Der Boden steht dort 4 Fuß unter Wasser; jede Verbindung von hier aus ist durch gewaltige schwimmende Holzmassen unterbrochen. Die Höhe des Wasserstandes von 1832 ist bereits um 3 Zoll überschritten. Amtl. Bekanntmachungen des Amtsblattes Nr. 16. Detmold. Kabinets=Ministerium. Der bisher provisorisch mit den Geschäften des Direktors der Landessparkasse und des zweiten Kommissarius fürstl. Leihekasse betraut gewesene Rentner O. Ruêlberg ist nunmehr definitiv zum Landessparkassendirektor und zweiten Kommissarius fürstl. Leihekasse ernannt worden. Detmold. Regierung. Nach Anordnung des Reichskanzlers soll im Interesse des deutschen Wollhandels in diesem Jahre nach Beendigung der Schafschur in den westlich der Elbe belegenen Bundesgebieten ein allgemeines Verfahren zur Tilgung der Räude unter den Schafen(auch Grind oder Schorf genannt) stattfinden. Zu diesem Zwecke werden die Besitzer von Schafen aufgefordert, den Behörden in 14 Tagen Anzeige davon zu machen, wenn bei ihren Schafen Räude(Schorf oder Grind) vorhanden ist und es wird zugleich darauf aufmerksam gemacht, daß die Unterlassung der Anzeige nach dem Reichsseuchengesetze strafbar ist. Dem Cigarrenarbeiter Karl Stube aus Berlin ist der Aufenthalt im hiesigen Lande untersagt. An Stelle des Lehrers Hilker zu Kohlstädt ist der Vorsteher Geise Nr. 10 das. zum Stellvertreter des Schiedsmanns erwählt worden. Detmold. Konsistorium. In dem Verlage von E. Staude in Berlin ist eine Schrift„Schul=Hygiene“(Preis 2.) erschienen, welche aus den Verhandlungen des dortigen medizinischpädagogischen Vereins hervorgegangen ist und den Schulvorständen des Landes zur Anschaffung empfohlen wird. Detmold. Direktion der Landessparkasse. Da es öfters vorgekommen ist, daß Scheine über die bei der Landessparkasse gemachten Einlagen dem Kontroleur nicht zur Unterzeichnung vorgelegt worden sind, so wird hiermit darauf aufmerksam gemacht, daß jeder 3½prozentige Einlageschein zu seiner Gültigkeit die Unterschrifft des Direktors, Rendanten und Kontroleurs, sowie die Beidrückung der betreffenden Stempel erfordert und ist dem Kontroleur zu diesem Zwecke innerhalb einer sechswöchigen Frist von der Zeit der Ausstellung an während der Kassenstunden vorzulegen. Detmold. Magistrat. Das Verzeichniß über die zur Gebäudesteuer eingeschätzten neuen Gebäude vom Jahre 1882 liegt vom 26. d. M. ab 14 Tage lang zur Einsicht auf dem Bureau aus. Repertoir des königlichen Theaters zu Hannover. Montag, den 26. Februar. Die Maschinenbauer. Dienstag, den 27. Februar. Glück bei Frauen. Mittwoch, den 28. Februar. Der Troubadour. Donnerstag, den 1. März. König Renés Tochter. Prometheus, Ballet. Freitag, den 2. März. Maurer und Schlosser. Sonnabend, den 3. März. Der neue Stiftsarzt. Sonntag, den 4. März. Faust und Margarethe. Neueste Nachrichten. * Kaiserslautern, 24. Februar. In der Baumwollenspinnerei Lampertsmühle bei Kaiserslautern brach eine Feuersbrunst aus, durch welche die alte Spinnerei mit 12,000 Spindeln zerstört wurde. Die neue Spinnerei mit 8000 Spindeln wurde gerettet. * Paris, 24. Februar. Die heute erwartete Veröffentlichung der Dekrete betreffs der Versetzung der Prinzen in Disponibilität ist nicht erfolgt. Es heißt, die Regierung verschob die Veröffentlichung bis zur Erledigung der heute in der Deputirtenkammer stattfindenden Interpellation. * Paris, 24. Februar. Kammer. Der Bonapartist Jolibois interpellirt die Regierung über die Stelle in der Ministererklärung, betreffend die der Regierung zustehenden höchsten Rechte, und fragt, ob dies ein Recht bedeute, das über dem Gesetz stehe. Ferry erwidert, es sei das legitime Recht der Vertheidigung, welches der Republik vor Allem zustehe, weil sie direkt aus der nationalen Souveränetät entspringe. Es sei unmöglich, die Grenze, worin sich dieses Recht bewegen werde, genau zu bestimmen. Er rathe aber den Bonapartisten, die republikanische Langmuth nicht zu sehr auf die Probe zu stellen.(Beifall.) Jolibois replizirte, die Antwort Ferry's enthalte mehr persönliche Angriffe als sachliche Erklärungen, sein Wunsch sei, daß man die höheren Rechte, deren wan sich bedienen wolle, präzisire; er wünsche ferner, daß man feststelle, wo eine Konspiration beginne. Daß die Republik aus der nationalen Souveränetät hervorgegangen sei, müsse er bestreiten, denn der Republik fehle das Plebiszit, das einzige wirkliche höchste Recht. Hierauf wurde die Verhandlung über die Interpellation Jolibois geschlossen. Der Opportunist Ranc bringt einen Antrag ein, welcher das Vertrauen in die Festigkeit der Regierung ausspricht, daß sie den republikanischen Institutionen Achtung verschaffen werde. Jolibois brachte einen Antrag ein, worin er erklärt, die Kammer wolle, daß die individuelle Freiheit Aller unterschiedslos respektirt werde. Der Antrag Jolibois wurde mit 395 gegen 92 Stimmen abgelehnt und der Antrag Ranc mit 368 gegen 93 Stimmen angenommen. Detmold. Amtsgericht lI. Der Hutmacher H. Siebürger klagt gegen den Apotheker Bauer, früher hierselbst, auf Zahlung von M. 41,50 und ist Termin dazu auf den 16. April d.., Vormittags 10 Uhr, anberaumt. Lage. Der Amtsanwalt ladet den Reservist, Musketier Friedrich Wilhelm Ludwig Biermann alias Binda, 31 Jahre alt, wegen unerlaubten Auswanderns auf Mittwoch, den 28. März d.., Vormittags 10 Uhr vor das Schöffengericht zu Lage. Lage. Amtsgericht. Das Kolonat Sobbe Nr. 42 in Hagen soll Mittwoch, den 18. April, Morgens 10 Uhr zwangsweise meistbietend auf der Amtsgerichtsstube verkauft werden und sind etwaige Ansprüche bei Meidung des Ausschlusses spätestens in diesem Termine geltend zu machen. Taxe und Bedingungen können auf der Gerichtsschreiberei eingesehen oder gegen Gebühr abschriftlich bezogen werden. Schötmar. Verwaltungsamt. Der Hund des Kolons Kramer Nr. 90 zu Evenhauserholz ist tollwüthig geworden und getödtet worden, weshalb die Hundesperre auf 3 Monate in den Orten Greste, Bechterdissen, Hovedissen, Asemissen und Mackenbruch angeordnet worden ist. Nach Amerika wollen auswandern: Der Kolon Friedrich Rüenbühl zu Nienhagen mit seiner Familie und seiner Mutter, der 66jährigen Wittwe Wilhelmine Rüenbühl; der Einlieger Heinrich Kampen zu Sudheide, Bauerschaft Lockhausen, nebst Familie und der Einlieger Friedrich Lücking daselbst nebst Familie. Brake. Verwaltungsamt. Heinrich Brand von Nr. 23 zu Loßbruch, z. Z. Knecht auf Nr. 5 in Silixen, geb. 24. März 1867, sowie der Kolon Kirchhof Nr. 89 in Lieme mit Frau und zwei Kindern beabsichtigen nach Amerika auszuwandern. Blomberg. Magistrat. Der Bürger Heinrich Piderit beabsichtigt auf seinem Lande auf dem Mergelplatze einen Ziegelofen anzulegen und müssen etwaige Einwendungen gegen die Anlage vom 22. d. M. ab innerhalb 14 Tagen bei Meidung des Ausschlusses angemeldet werden. Lemgo. Amtsgericht I. Auf Antrag des Konkursverwalters soll das dem Bierbrauer Th. Giebisch gehörige Grundbesitz, Wohnhaus mit Felsenkeller verbunden, in welchem bisher Brauerei und Wirthschaft betrieben, sowie daneben liegendem Garten, Freitag, den 30. März, Morgens 10 Uhr auf dem Amtsgericht, Zimmer Nr. 3 zwangsweise meistbietend verkauft werden und müssen etwaige Ansprüche spätestens in diesem Termine bei Meidung des Ausschlusses geltend gemacht werden. Taxe und Verkaufsbedingungen können 14 Tage vorher eingesehen oder gegen Gebühr eingefordert werden. Hohenhausen. Amtsgericht. Auf Antrag des Eigenthümers soll das Kolonat Hagemeier Nr. 19 zu Kalldorf Freitag, den 16. März, Morgens 9 Uhr an Gerichtsstelle öffentlich meistbietend verkauft werden. Bedingungen werden im Termine selbst bekannt gemacht. Gütersloh. Der Amtsanwalt erläßt hinter die aus der Arbeiterkolonie Wilhelmsdorf entwichenen Cigarrenmacher August Brokmann aus Donop und Schuhmacher Ernst Hollensteiner aus Schötmar, über welche beide die Untersuchungshaft wegen Unterschlagung verhängt ist, einen Steckbrief. Meteorologische Beobachtungen in Detmold. Febr. Stande. Horometer Thermsmeter Grade R. Relative Feuchtigkeit der Luft in Proc. 25. 26. 25. 8 U Abds. 8 U Mrgs. 1„ Migs. 28. 3,5 28. 3,5 28..5 Sonnen=Aufgang 6 U. 56 8 .5 3,8 87 90 80 WEN frisch. ., Urtergang 5 U. 31 M. Mondes=Aufgang 1041 Abds., Untergang 8: Vorw. Für den Inseratentheil verantwortlich: A. Mewas in Detmold. Holzverkäufe in den Fürstlichen Forsten. Forstrevier DiestelbruchBexten. Am Mittwoch d. 7. März Nachmittags 2 Uhr sollen im Kruge zu Bexten aus d. Fstdst. Ellerbruch, Niederholz, Dornenkamp, Mühlenhagen u. Dickebruch meist bietend verkauft werden: a Eichen holz: 116 Stck. Rthz. zu 219,15 fm. 42 rm dgl., 96 rm Kl. u. Kn. u. 885 rm Ast= u. Dchfft.= Rsg.; b. Buchenholz: 3 Stck. zu 3,81 fm, 21 rm 8 u. 20 rm Astrig., c. Birkenholz: 5 Stck. Ntzhz. zu.69 fm. Detmold den 24. Februar 1883. Der Oberförster Schmidt. Forstrevier Lopshorn. Am Sonnabend den 3. k. M. März Morgens 10 Uhr soll im Kruge zu Hiddesen nachbenanntes Nadelholz meistbietend verkauft werden: Distr. Sprengers Hellberg(): 79 Stück Fichten= und LärchenNutzh. zu 55 fm, 7 Fichtenst. I. u. II. Cl., 34 rm Fichten= u. Lärchen=Klob. u. Knüp. ungek. Distr. Grotenburg(9, 10 u 11): 3 St. Kiefern=Nutzh. 2,09 fm. 39 rm Kiefern=Klob. u. Knüp., ungek., 35 St. Fichten=Nutzh. 13 fm. 602 Fichtenst. I. u. II. Cl. 119 rm Fichten=Nutzh., 55 rm Fichten= u. Lärchen Kis. u. Knüp., ungek., 5 rm Durchf. Rel. Heidenthal, 21. Febr. 1883. Der Oberförster Limberg. Die Erweiterungsarbeiten an dem Schulhause zu Ahmsen, veranschlagt zu 5200 K sollen an einen der 3 Mindestfordernden vergeben werden und ist Termin hierzu auf Sonnabend, den 3. März Nachmittags 3 Uhr im Schulhause daselbst angesetzt. Kostenanschlag und Riß liegen von heute ab beim Schulvorsteher Böhmer zur Einsicht bereit. Ahmsen, den 26. Febr. 1883. Der Schulvorstand. Das früher Wehren'sche Haus neist Garten in Schlangen, an der Hauptstraße und in der Mitte des Dorfes belegen, worin seit 30 Jahren Kolonial= und Manufakturgeschäft betrieben, steht vom 1. April d. J. ab als Privat= oder Geschäftshaus unter günstigen Bedingungen zum Verkauf oder zum Verpachten aus. Auskunft ertheilt Wilh. Koch in Schlangen. Lippischer Ziegler=Verein. Das Anschreiben geschieht für dieses Jahr in Lage an jedem Dienstag und Freitag bei Herrn Gastwirth Kampmann, in Lemgo an jedem Donnerstag bei Herrn Gastwirth Brockhausen, in Detmold am 17. und 24. März bei Herrn Gastwirth Jansen und in Schötmar am 14. Märzk bei Herrn Gastwirth Junker. Lage, den 22. Februar 1883 Victor Schütz, Agent. * Nicht 21. März, wie in einem Theil der Sonnabend=Ausgabe angegeben war. Oberförsterei Kohlstädt=Horn. Freitag, d. 2. März Nachm. 2 Uhr, sollen im Keuge zu Leopoldsthal meistb. verkauft werden: I. Forstd. Südholz Buchen. 300 rm Kl. 90 rm Kn. 340 rm Astr Eichen. 3,5 rm Nutzh. 20 rm Durchf.=Rsg. II. Forstd. Wiehagen Buchen 77 rm Kl. 300 rm Astr. III. Forstd. Velmerstot Erlen 130 irm Durchf.=-Rsg. 11 Stck. Nutzh. mit 5,45 fm 2 Stug. III. Cl. 4 rm Nutzh. Oesterholz, d. 21. Februar 1883. Der Oberförster Bühring. Eichen=Nutzholz=Verkauf. Oberförsterei Falkenhagen. Freitag, den 2. März d. I. Morgens 10 Uhr sollen im Kruge zu Falkenhagen meistbietend verkauft werden: I. Schutzbezirk Hummersen: 130 Stück mit 182 fm aus den Forstdistricten Brümmernsiek, Vogelsang, Hummerser=Egge und Molkenkiel. II. Schutzbez. Wörderfeld: 95 Stück mit 190 fm aus den Forstd. Berkenhagen und Klosterberg. Die Bedingungen werden im Termine bekannt gemacht. Falkenhagen den 20 Febr. 1883. Der Oberförster Frevert. Ein#6r von 200 bis 300 Scheffels., guteBoden in ebener Lage, wird von einem zahlungsfähigen Käufer gesucht. Offerten unter W. K. 64 an die Exp. d. Bl. Todes=Anzeige. Meine einzige Tochter Anna wurde mir in vergangener Nacht durch den Tod entrissen. Beerdigung Donnerstag, den 1. März, Nachmittags 4 Uhr. Um stille Theilnahme bittet O. Clemen, Rechtsanwalt. Detmold, 26. Febr. 1883. Die viel verlangte Kern=Abfallseife mit feinem Wohlgeruch, à K 30 c. für 3 M 11 g, ist wieder vorräthig. Ferner empfehle: weiße und gelbe Waschseife, rothe und blaue Kernseife, gelbe Kernseife, letztere 15 g für 3 J, Toilette=Abfallseife, fein parfümirt, à K 40+, Mandelseife in Staniol, à K 50 J, Soda, Bleichsoda, Pottasche und Stärke zu ganz billig gestellten Preisen. §. h. Wolff, Langestr. 59, Seifenfabrik: Elisabethstr. 32. Die alten Bürgerschützen, welche zu dem am Sonnabend, den 24. Februar stattgehabten Bürgerschützenballe keine Einladung erhalten haben, werden zu einer Versammlung auf Donnerstag, den 1. März Abends 8½ Uhr auf dem Rathskeller eingeladen. Ausserrern., Wenn Simon Albert, Ziegelarbeiter zu Schling bei Heiligenkirchen, seine Verleumdungen gegen mich nicht in drei Tagen zurücknimmt, so werde ich ihn gerichtlich belangen. Friedrich Ziegelmeister. Gestern Abend ist auf dem Wege nach dem Büchenberge ein Hut verloren gegangen. Wiederbringer eine Belohnung. Abzugeben in der Expedition d. Bl.(67) In meinem Laden ist am Freitag Abend Geld gefunden Der Legitimirende kann sich bei mir melden. August Priester. Gefunden ein Porte monnaies mit Inhalt in Pivitsheide. Bis zum 5. März aus dem Eichenkruge daselbst abzuholen. Entlaufen ist mir eine junge Hühnerhündin, weiß mit braunem Kopf und braunem Fleck an der Seite. Dem Wiederbringer eine Belohnung Asemissen, den 25. Febr. 1883. Bolhöfer. Fürstliches Theater. Dienstag und Mittwoch geschlossen. h. Steffen. Für Ziegelmeister. Das übliche Anschreiben der Ziegelarbeiter geschieht für dieses Jahr bei mir in meinem Hause an jedem Dienstag und Freitag. In Detmold am Donnerstag, den 22 März, auf dem Rathskeller. In Lemgo am Freitag, den 23, März bei Herra Gastwirth Weege. Lage, im Februar 1883. W. Rosemeier, Agent. Ziegelmeister und Gehulfen wollen sich zur Besprechung in Ziegelangelegenheiten jeden Donnerstag in der Woche im Vereinslokal „Tivoli“ Schötmar einfinden. Verkauf. Am 5. März, Morgens 11 Uhr,) beabsichtige ich 2 gute Ackerpferde mit schirr, 2 Wagen mit Leitern und 6 St. Holzketten öffentlich meistbietend in meiner Wohnung zu verkaufen. Lipp. Feldrom. Joh. Dammeier. Auf dem Rittergute Schwöbber stehen 2 Gebäude (Wohnhaus und Scheune, Fachwerk, stark von Holz) zum Verkauf auf Abbruch. 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