MIkromma der deutschsprachigen Presse e.V. Druck, Verlag u. Hauptgeschäftsstelle: Wilhelm Laumer, Halver i. West. Verantwortl. Schriftleitung: Alex Laumer, Halver: Vertr. Willy Nagel, Lüdenscheid. Verantwil. für den Inseratenteil: Heinz Bremicker, Oberbrügge. D. A. 3.34 1035. Erscheint täglich außer Sonn=u. Feiertags. Fernsprecher Nr. 410 Halver. Postscheckkonto: Köln Nr. 32097. Erfüllungsort Halver. Monatlicher Bezugspreis durch die Post 1.88 RM(einschließlich 30 Pfg. Postgebühren und 36 Pfg. Zustellgebühren). Eine Rückzahlnug d. Bezugsgeldes für ausgefallene Nummern findet nicht statt.— Gegründet im Jahre 1880 als„Halversche Zeitung“ Breckerfelder Zeitung. Dohler Zeitung, Schalksmühler Zeitung, Brügger Zeitung, Kierspe=Rönsahler Zeitung, Meinerzhagen=Valberter Zeitung. Rummer 101 Amtliches Organ 2. Mai 1934 Anzeigenpreise: 1 mmhoch 46 mm breit 8 Pfg. Anzeigen imTextteil 1 mm hoch, 92 mm breit, 30 Pfg.— Nachlässe und Sonderpreise nach besond. Preisliste Nr. 3. Offertgebühren 30 Pfg. und Porto. Anzeigengrundschrift ist Pettt. Zahlungen sind innerhalb drei Wochen nach Rechnungsdatum zu leisten. Jeder Nachlaß gilt als Kassenrabatt und erlischt bei gerichtlicher Beitreibung, bei Konkursen und bei außergerichtlichen Vergleichen. Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen sowie an bestimmten Plätzen wird keine Verantwortung übernommen. Der Tag der Gemeinschaft Nationalfeiertag des deutschen Volkes- Das ganze Volk hört den Führer Der Verlauf des Tages in Berlin Ein herrlicher Maientag bricht über Deutsch land an. Es ist der Tag der Gemeinschaft, der Nationalfeiertag des deutschen Volkes. Es ist der Ehrentag der Arbeiter der Stirn und der Faust. Ein wieder einig gewordenes Volk hat zu sich selbst gefunden, und voll Dankbarkeit gedenkt es dabei des Mannes, der vor einem Jahr durch Gesetze die Arbeit auf den Ehrenschild erhoben hat, des Führers Adolf Hitler. Hitlerfahnen über allen Straßen! Ja, Hitlerfahnen vom deutschen Rhein bis hin in das letzte Dorf Ostpreußens und über den Kohlengruben Schlesiens, von den Alpen bis zur Nordsee über allen deutschen Landen. Und Maiengrün an jedem Haus, Girlanden in den Straßen, die Reichshauptstadt selbst ein wogendes Flaggenmeer, das Grün der Hoffnung und des Hohen Maien an allen Türen und Fenstern, Transparente mit der Aufschrift:„Führer befiehl, wir folgen dir!“ Der Jestzug des deutschen Volkes zieht durch Berlin Gewaltige Menschenmassen, die sich in den frühesten Morgenstunden an zahlreichen Plätzen in Berlin und seinen Außenbezirken versammeln, ziehen sternförmig in 13 langen Zügen zum Riesenaufmarsch nach dem Tempelhoser Feld. Inzwischen formiert sich der vom Reichsbund für „Volkstum und Heimat“ ausgerüstete Festzug, der in einer Länge von etwa 2 Kilometer sinnvoller Zusammenstellung das Brauchtum des deutschen Volkes und aller seiner Stämme widerspiegelt. Auch das Regierungsviertel liegtein feierlichem Schmuck des Maiengrüns und der nationalen Farben. Eine zahlreiche Menschenmenge hat sich hier eingefunden, um den Führer bei seiner Abfahrt zu sehen, der zur Kundgebung im Lustgarten fährt. Nicht endenwollender Jubel#hraudet seinen Wagen auf der ganzen Fahrt. We. Jugend leitet den Tag ein land der Kraft wollen, so müßt Ihr einst kraftvoll sein. Wenn wir ein Deutschland der Ehre wiedergestalten wollen, so müßt Ihr einst die Träger dieser Ehre sein. Wenn wir ein Deutschland der Ordnung vor uns sehen wollen, müßt Ihr die Träger dieser Ordnung sein. Wenn wir wieder ein Deutschland der Treue gewinnen wollen, müßt Ihr selbst lernen, treu zu sein. Keine Tugend dieses Reiches, die nicht von Euch selbst vorher geübt wird, keine Kraft, die nicht von Euch ausgeht, keine Größe, die nicht in Eurer Disziplin ihre Wurzel hat. Ihr seid das Deutschland der Zukunft, und wir wollen daher, daß Ihr so seid, wie dieses Deutschland der Zukunft sein soll und sein muß. Ihr müßt daher aber auch alles das vermeiden, was dem Deutschland der Vergangenheit den Stempel des Unedlen ausprägte. Ihr müßt vor allem in Eurer Jugend lernen, etwas zu vermeiden, dessen Ihr Euch im späteren Leben sonst nur noch schwer entwöhnen könnt: Ihr müßt den Geist der großen Gemeinschaft, wie er Euch in der Kindheit zu eigen ist, pflegen, müßt ihn niemals mehr von Euch lassen, auf daß Ihr einst als Erwachsene nicht wie in den Zeiten der Vergangenheit in Klassen. in Stände usw. auseinanderfallt. sendern einst in der Zukunft im Großen das seid. Ihr im Kleinen in Eurer Jugend waret: eine Gemeinschaft deutscher Menschen, die deutsche Volksgemeinschaft. Sie beruht auf Euch, Ihr seid dereinst ihre Träger, und Ihr in dem das junge Deutschland aufmarschiert war, wurde zu einem unvergeßlichen Erlebnis. Aus allen Ortsteilen Groß=Berlins war die Schuljugend von zwölf Jahren aufwärts mit besonderen Verkehrsmitteln herangebracht worden. Von der Schloßfreiheit die Treppen hinauf zur Nationalgalerie, von den höchsten Stufen des Doms bis hin an die Spree standen wohl hunderttausend Buben und Mädel, umvogte Jugend den annähernd 50 Meter hohen Maibaum, den die Schwarzwälder uns geschickt haben. In der vollen Höhe der Schloßfassade und einer Breite von etwa 25 Meter leuchtete aus braunem Felde der Spruch, umrahmt von riesigen Hakenkreuzfahnen:„Die Jugend grüßt den Arbeiter und den Führer“. Von den Rampen und aus dem Lustgarten heraus grüßten die hohen Masten der Fahnen der Hitler=Jugend, Hunderte von Wimpeln und Bannern der Jugendorganisationen flatterten im frischen Morgenwind. Wagen an Wagen bringen die Arbeiterführer aus dem Reich, dazu die fremden Ehrengäste. Man sah vom Diplomatischen Korps den Runtius Orsenigo in Begleitung des Msgr. Auditor Colli und zahlreiche Vertreter ausländischer Missionen. Nacheinander trafen ein der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Heß, die Reichsminister Dr. Goebbels, Dr. Frick, Generaloberst von Blomberg, Eltz von Rübenach und Seldte, der Chef der Marineleitung, Admiral Raeder, Generalinspekteur Todt, Reichsleiter Rosenberg, der Polizeigeneral Daluege, Landespolizeigeneral Baltzer, der stellvertretende Gauleiter von Berlin, Staatsrat Görlitzer, Polizeipräsident von Berlin, von Levetzow, Oberbürgermeister Dr. Sahm, der Kommandeur der Berliner Schutzpolizei und Reichsbischof Müller. Der verantwortliche Leiter des Staatsaktes Regierungsrat Gutterer vom Propagandaministerium eröffnete die Kundgebung und erteilte sogleich dem Reichsminister Dr. Goebbels das Wort. Ein Sturm der Begeisterung bricht los und lange Zeit kann sich Dr. Goebbels kein Gehör verschaffen. Dann aber lauscht ihm andächtig die Jugend, Deutschlands Zukunft. Dr. Soebbels grüßt die deutsche Jugend Dr. Goebbels führte u. a. aus: Um unwürdigen und die Zukunft unseres Landes bedrobenden Zustand dat Adolf Hitler mit seiner stolzen Kampfbewegung ein Ende gemacht. Darum ist die deut„ ssche Jugend und seinem getreuen Walten für das Reich unauslöschlichen Dank schuldig. Ihr gilt die Fürsorge der Regierung, denn diese Regierung weiß, daß ihre Arbeit Stückwerk wäre, wenn sie nur für die lebende Generation getau würde.#... Darum bekennt sich in dieser ersten FeierstundesFeld des Nationalseiertages unseres Volkes die Jugendin Stadt und Land zum Reich, zum Nationalsozialismus, zum Führer und Gestalter von Idee. Bewegung und Staat. Darum. Ihr Jungens und Mädels. hebt hoch die Fahnen und die Wimvel. hebt hoch die Herzen und die Hände! In Treue vereint Hoch und Niedrig und Arm und Reich, marschiert ihr hinter dem Führer in eine bessere deutsche Zukunft binein Wir grüßen das wiedererwachte Leben unseres Volkes. Und wir, die wir Euch um eine halbe Generation voraus sind, wir grüßen Euch Jungens und Mädels, den Mai unseres Volkes. Alle zusammen aber vereinigen wir uns in den Gruß an den Schirmer und Führer des und rufen: Unser Reichspräsident, der Generalfeldmarschall von Hindenburg. unser Führer, des Volkes Kanzler, Adolf Hitler, Sieg=Heil, Sieg=Heil. Sieg=Heil! Begeistert erklingt das Horst=Wessel=Lied aus hunderttausend jungen Kehlen. Während die SA=Kapelle den Badenweiler Marsch beginnt. künden brausende Heilruse die Ankunft des Führers selbst. Schrittweise nur kann sich der Wagen durch die von der Leibstandarte Adolf Hitler freigehaltene Bahn bewegen. die Heilrufe wollen und wollen nicht enden und die dumpfen Wirbel auf den Landsknechtstrommeln der Hitlerjugend begleitet diese ergreisend herrliche Kundgebung. Zwei Mädel überreichen dem Führer, der in Begleitung des Vizekanzlers von Papen, des versönlichen Adjutanten des Führers, Brückner. und des Reichspressechefs der RSDAP. Dr. Dietrich. die Schloßfreiheit betritt, einen Fliederstrauß.— Dr. Goebbels verkündet vom Rednerpult: „Der Führer spricht!“ Und wieder stürmt eine Welle jugendlicher Begeisterung über den weiten Platz, bis sich endlich. nach einem Fanfarensignal, der Führer Gehör verschafft. Meine deutsche Jugend! Dieses neue Deutschland soll Erfüllung bringen der Sehnsucht vieler deutscher Generationen. Ein Reich soll erstehen, stark und kraftvoll. Seine Kraft und seine Stärke aber kann nur liegen in seinen Bürgern. Seine Bürger aber werden einst nur das sein, was sie zu sein vorher gelernt haben. Was wir vom kommenden Deutschland ersehnen und erwarten, das müßt Ihr. meine Jungens und Mädchen, erfüllen. Wenn wir ein Deutschland der Stärke wünschen. so müßt Ihr einst stark sein, wenn wir ein Deutschmüßt in der Jugend lernen, diese Träger zu sein. Die Nation erwartet von Euch. meine deutschen Jungen, daß Ihr dieser großen Zeit würdig seid. Und das erwartet vor allem auch jenes gute alte Deutschland, das einst auch unermeßliche Opfer gebracht hat für den Bestand des Reiches und das Sein unserer deutschen Nation, dieses alte Deutschland, das einst Blut über Blut bringen mußte, um uns und Euch überhaupt den Weg in die Zukunft freizuhalten. Und das erwartet vor allem der eine große Repräsentant dieses alten Deutschland. der als Generalfeldmarschall unsere Heere im Weltkrieg führte und heute der Segner und Schirmherr unseres Volkes geworden ist. So wollen wir, die deutsche Jugend. mit dem Blick auf unser Deutsches Reich und unser deutsches Volk dem unser Heil zurusen, der für uns drei Generationen verkörpert und in dem wir ein Zeichen der ewigen Lebenskraft des deutschen Volkes erblicken. Das deutsche Volk, das Deutsche Reich und unser Reichspräsident. Generalfeldmarschall von Hindenburg. Heil! Heil! Heil! Bei der Abfahrt des Führers wieder ein beispielloser Jubel, ein Rufen und ein Fahnenschwenken, bis dann alte Marschlieder das Eintreffen des Trachtenfestzuges im Lustgarten ankündigen. Nur kurz konnte der Reichskanzler verweilen, während dann der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, und Reichsminister Seldte den Festzug abnahmen. Anmarsch zum Tempelhofer Feld Roch in der Morgendämmerung waren viele hundert fleißige Hände auf dem Tempelhofer Feld am Werk. In der Nacht waren Lastwagen auf Lastwagen angerollt, um heranzuschaffen, was nötig ist, um rund zwei Millionen Menschen mit Erfrischungen zu versorgen. Noch im Licht der Scheinwerfer wurden die Ladentische aufgestellt, Stände errichtet und Zeltbahnen ausgebreitet. Um 6 Uhr erfolgte die allgemeine Flaggenhissung. Herrlich flattern die Fahnen in der Morgensonne. Schon von weitem grüßen die ganz ungewöhnlich hohen Hakenkreuzbanner und die tulpenförmigen, über den ganzen Platz verstreuten Lautsprecher. Die ersten Kolonnen, die eintreffen, sind Schutzpolizei und SA, die kameradschaftlich und in vorbildlicher Zusammenarbeit den Ordnungsdienst versehen. Feuerwehr nimmt hinter der Tribüne Aufstellung. Alles ist bis ins kleinste durchorganisiert. Von den Hydranten laufen endlose Schlauchschlangen. Die Aufmarschleitung gibt den Funkwarten ihre Anweisungen, in wenigen Sekunden dringen vom hohen Kommandoturm herab die Befehle bis in den entlegensten Winkel, jeder Ordner weiß, was er zu tun hat. Vor den Sanitätszelten treten die Mannschaften des Roten Kreuzes, der SA, der Teno an, Bahren, Aerzte sind zur Stelle, die Stadt Berlin verteilt ihre Wasserwagen über das ganze Feld. Postbeamte prüfen noch einmal die Fernsprechleitungen. Sogar ein geschlossenes Telephonverzeichnis mit allen auf dem riesigen Feld vorhandenen Anschlüssen kiegt aus. Selbst Briefkästen sind vorhanden, die Kindersammelstelle ist nicht vergessen. Die Händler richten ihre Stände, oder sie schnallen sich ihre„Bauchläden" um. Schon kurs nach 9 Uhr hört man von der Verliner Straße her Marschmusik, Fahnen werden sichtbar. Die Spitzen der ersten Züge treffen ein. Schon nach einer Stunde herrscht auf allen Anmarschstraßen voller Betrieb. Eine Kapelle köst die andere ab. Funksprüche aus der Gondel des kleinen Luftschiffes, in der die Aufmarschleitung über der Riesenstadt schwebt, verhindern Störungen, lösen Stockungen auf. Der „Die Freude sei Dein, Deine Kraft dem Vaterland, dem Führer die Treue“ ist einer der Sinnsprüche, die zu Hunderten auf Transparenten den Zügen vorangetragen werden. Ueber dem wundervollen Bild liegt frohe Feststimmung. Große Teile der Belegschaften marschieren in ihrem Arbeitskleid, das ihr Ehrenkleid ist, Beamte aller Kategorien marschieren in Uniform. Die Namenschilder der Betriebe sind mit Maiengrün, Sträußen blühenden Flieders umkränzt. Wie ein Lauffeuer pflanzt sich gegen 11 Uhr, als der Kreis 6 durch die Friesenstraße marschiert der Ruf fort:„Göring kommt!“ Die SAAbsperrung kann kaum den Ansturm der begeisterten Menge aufhalten. Eine SA=Kapelle kündet das Nahen der AEG.=Belegschaft an. Hier marschiert in der zweiten Reihe, inmitten der Arbeitsveteranen des AEG.=Betriebes, in brauner Uniform, mit dem Pour=le=merite geschmückt, der preußische Ministerpräsident Hermann Görina. In der folgenden Belegschaft der Bergmann=Elektrizitätswerke AG. marschiert in der ersten Reihe der Führer des Gesamtverbandes der deutschen Wirtschaft, Philipp Keßler, inmitten seiner Gefolgschaft. Fürbikte für die deutsche Arbeit Der Reichsbischof predigt im Dom Während sich am Montagabend im Berliner garten eine große Menschenmenge zur mückung des Maibaumes versammelte, riefen die Domglocken zu einem Rüstgottesdienst für den Tag der Arbeit, den der Reichsbischof hielt. Eine andächtige Gemeinde füllte das Gotteshaus bis auf den letzten Platz. Der Reichsbischof legte seiner Predigt das Jesus=Wort zugrunde:„Alles, was ihr bittet im Gebet, so ihr glaubt, werdet ihr empfangen.“ Der Prediger erinnerte an den schweren Kampf, der in Deutschland bis zum 30. Januar 1933 mit unvergleichlichem Opfermut geführt worden ist. Zum ersten Male in der Geschichte der Kirche fänden nun in allen evangelischen Kirchen Gottesdienste statt, in denen der Feier des 1. Mai in dankbarem Aufblick gedacht werde. Gott wolle alle deutsche Arbeit in seinen Seaen nehmen. IIKTO der deutschsbrachigen Presse e.V. Arbeiter beim Führer Die Empfänge in der Reichskanzlei Um 12 Uhr empfing der Führer im Kongreßsaal der Reichskanzlei die Arbeiterabordaus allen deutschen Gauen, insgesamt 33 Abordnungen zu je drei, also zusammen 99 Arbeitervertreter. Ferner waren unter Führung des Reichsjugendführers Baldur von Schirach die 15 Sieger im Reichsberufswettkampf in ihrer Berufskleidung angetreten. Die Arbeiterabordnunzen führte der Führer der Deutschen Arbeitsront Dr, Ley. Der Führer unterhielt sich zunächst mit den Siegern des Berufswettkampfs, dankte ihnen für ihre Leistungen, erkundigte sich bei jedem einzelnen nach seinem Beruf und unterhielt sich mit einzelnen Jungarbeitern längere Zeit. Dann entspann sich eine ausführliche Unterhaltung zwischen den Arbeiterabordnun gen und dem Führer. Jeden fragte der Führer nach seinen Sorgen und Nöten, und die Antworten der Arbeiter waren sehr freimütig, so daß sich eine offene und ehrliche Aussprache über wesentliche Probleme ergab, wie sie zwischen Regierung und Arbeiterschaft früher niemals zustande gekommen wäre. Besonders ausführlich war die Unterhaltung mit den Bergleuten. Das Hauptthema waren naturgemäß die Lohn- und Arbeitsbedingungen. Unter den Arbeitern waren Vertreter fast aller Berufe. Die Abordnungen hatten auch viel Erfreuliches zu berichten, und immer wieder hörte man Aeußerungen wie: „Wir freuen uns, daß die Arbeitslosigkeit in unserem Bezirk so stark zurückgegangen ist, und wir danken dafür". Die Ueberreichung der Geschenke an den Führer brachte auch manche humorvolle Situation. Zum Schluß des Empfanges, der ganz im Zeichen eines lebendig gelebten Sozialismus stand, richtete der Führer an die Versammelten eine kurze, eindrucksvolle Ansprache. Mehrfach wies der Führer darauf hin, daß ein wahrer Sozialismus eine völlige innere Umbildung des Menschen zur Voraussetzung habe. Ihn in seinem innersten Wesen zu verwirklichen, sei eine ungeheure Erziehungsaufgabe, die sich erst in den kommenden Generationen vollenden könne. In der großen Linie aber sei heute bereits in Deutschland ein gewaltiger Fortschritt zu verzeichnen. In Deutschland seien jedenfalls die Menschen im Begriff, wieder glücklicher zu werden; der Vergleich mit anderen Ländern zeige das besonders deutlich. Das volle Glück könne erst in langem Kampf errungen werden. Aber daß wir auf dem Wege zum Glück seien, das strahle ihnen allen, die hier versammelt seien, aus den Augen. Möge, so schloß der Führer, indem er den Sendboten der deutschen Arbeiterschaft für ihr Kommen nach Berlin an diesem Tage dankte, der heutige Tag noch lange in ihrem Gedächtnis haften bleiben. Er lud sie dann zu einem Imbiß in seine Wohnung ein. Der Führer der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley, brachte ein dreifaches Sieg=Heil auf den Führer aus. Voraufgegangen war ein besonderer Empfang einer Abordnung der 2000 zum deutschen Nationalfeiertag nach Berlin gekommenen Saardeutschen unter Führung des ältesten Nationalsozialisten des Saargebietes, Weber. Unter den Gekommenen war auch der älteste SS=Mann des Saargebietes und eine Reihe anderer alter Kämpfer der nationalsozialistischen Bewegung. Weber überreichte dem Führer im Namen der 26er Kameradschaft eine Grubenlamve mit der Widmung:„Unserem Führer treu bis in den Tod. Die Führer der 26er Kameradschaft an der Saar“ Er brachte dem Volkskanzler die Grüße des Saarlandes. Heute sei bestimmt keine Stadt in Deutschland so im Flaggenschmuck wie die Städte an der Saar. Der Führer richtete recht herzliche Worte an die Saarabordnung. Viel besser als schöne Worte könne der 1. Mai ihnen zeigen, daß das deutsche Volk sich gefunden habe und sich ebenso auf den Tag freue, an dem das Saarland wieder zu Deutschland gehöre. Der Maizug vor dem Reichskanzler Von den Fenstern des ersten Stockwerkes der Reichskanzlei aus sahen dann der Führer und der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, Reichsminister Dr. Goebbels und Vizekanzler von Papen den Vorbeimarsch des Festzuges. Eine unübersehbare Menschenmenge jubelte dem Führer zu. Als der Wagen der Maienkönigin die Reichskanzlei erreicht hatte, hielt das Gefährt, und die Maienkönigin, ein Bild des Frühlings und der Freude, und ihre Begleiterinnen, junge Mädchen in duftigen Kleidern, mit Blumen im Haar und in den Händen, wurden von Baldur von Schirach zum Führer geleitet, der sie herzlichst begrüßte. Als sich der Führer mit der Maienkönigin am Fenster zeigte, wollte die Begeisterung der Menge kein Ende nehmen. Um 14 Uhr trat der Führer durch das Spalier der SA die Fahrt zur Staatsover an. Festsitzung der Reichskulturkammer Das Parkett und sämtliche Ränge der Staatsoper Unter den Linden waren voll besetzt. In den beiden ersten Parkettreihen hatten die Minister und Staatssekretäre Platz genommen, im ersten Rang die Botschafter und Gesandten fast aller in Berlin vertretenen auswärtigen Mächte mit ihren Damen. Erschienen waren ferner die Präsidenten und Präsidialmitglieder der Einzelkammern der Reichskulturkammer. Vertreter der Reichswehr. der Reichsmarine und der Polizei, der SA und SS. die Führer der politischen Organisationen und Nebenorganisationen der NSDAP. die in Berlin zu Besuch weilenden volnischen und südslawischen Journalisten sowie sonstige Vertreter der in= und ausländischen Presse. Punkt 14 Uhr erschien der Führer in Begleitung des Präsidenten der Reichskulturkammer, Reichsminister Dr. Goebbels. und des Vizepräsidenten Staatssekretär Funk. Weiter waren anwesend der Stellvertreter des Führers. Rudolf Heß. Vizekanzler v. Papen. Ministerrtäsident Göring. die Reichsminister Dr. Frick, Rust, Eltz=Rübenach und Seldte. der preußische Justizminister Kerrl. die Staatssekretäre des Reiches und Preußens. Reichsbischof Müller und zahlreiche andere Persönlichkeiten des politischen und kulturellen Lebens. Der Vorhang öffnet sich. Auf der Bühne ist ein wundervoller Hain von weißen und roten Blumen und sattem Grün erstanden. Im Hintergrund, auf gold=gelbem Grunde ein riesengroßes Abzeichen des nationalen Feiertages. Nach dem einleitenden Vortrag des Staatsovernorchesters bestieg Reichsminister Dr. Goebbels das Rednerpult. In seiner großangelegten Rede gab er ein lebendiges Bild von den geistigen Errungenschaften und Fortschritten des ersten Jahres der nationalsozialistischen Regierung und verkündete am Schluß die Zuerteilung der nationalen Preise für das beste Buch und das beste Filmwerk des Jahres. Die feierlichen Klänge aus Richard Wagners „Meistersinger" beendeten die in ihrem glänzenden Rahmen ungeheuer eindrucksvolle Feststunde. Auf der Rückfahrt waren der Führer und die Minister wiederum Gegenstand großer Kundgebungen. Festakt auf dem Tempelhofer Feld Reichsminister Dr. Goebbels Um die Mittagszeit waren alle Blocks auf dem Tempelhofer Feld voll besetzt. Von den Tribünen aus bot sich den Beschauern ein schier unvorstellbares Bild. Kopf an Kopf standen die Teilnehmer. Aber nur 150 Meter weit waren sie ohne Glas zu unterscheiden, weiter hinaus verschwammen sie zu einer einheitlichen, von einem dünnen Rauch= und Staubschleier überlagerten Masse. Eine Stunde vor Beginn des Festaktes mar schierten die Fahnen der SA, der RSBO, des Freiwilligen Arbeitsdienstes und der Technischen Rothilfe auf, während auf dem die Rednertribüne umrahmenden Podium Formationen der SSLeibstandarte„Adolf Hitler" Aufstellung nahmen. Nachdem als letzte Ehrenabordnung ein Bataillon Reichswehr, das mit jubelndem Beifall begrüßt wurde, Aufstellung genommen hatte, trafen kurz vor 16 Uhr die Ehrengäste der Reihe nach kurz hintereinander ein. Wenige Minuten vor 16 Uhr verkündet der Organisationsleiter, Regierungsrat Gutterer, die Ankunft des Führers, und gleich darauf bog auch der Wagen mit dem Kanzler in die Flughafenstraße ein. Wie mit einem Schlage hoben sich die Arme der vielen Hunderttausende zum deutschen Gruß, den der Führer im Wagen stehend erwiderte. Die Kapellen spielten den Badenweiler=Marsch, unter dessen Klängen das Auto des Führers, von tosenden Heil=Rufen begleitet, die ganze Flughafenstraße entlangfuhr, um dann zum Viereck zurückzukehren. Als der Führer auf der Tribüne erschien, stimmte der Sängerchor das Lied „Deutschland, du mein Vaterland“ an. Damit war der eigentliche Festakt eröffnet. der Arbeiter-Abordnungen in Berlin Reichsminister Dr. Soebbels begrüßt die Schwarz wälder Holzarbeiter auf dem Flugplatz Tempelhof. wohin sie mit Flugzeugen gebracht wurden, um als Vertreter ihres Berufsstandes an der Feier des 4. Mai in der Reichshauptstadt teilzunehmen. gab dann mit einer Ansprache dem Führer das Wort. Dr. Goebbels betonte: Heute vor einem Jahre stand der Führer an dieser Stelle, um vor der Nation das grandiose Projekt des Vierjahresplanes nationalsozialistischen deutschen Aufbaues zu entwickeln. Ein Jahr von diesen vieren ist nun verstrichen. Es war ein Jahr unerhörter Umwälzungen, großer Erfolge und grandioser Leistungen in allen Schichten und Ständen des deutschen Volkes. Wieder ist die Stunde gekommen, da der Führer am Nationalfeiertag des Starhemberg Bizekanzler Fey Sicherheitsminister— Die Ambildung des österreichischen Kabinetts Der Bundeskanzler Miklas hat am Dienstag auf Antrag des Bundeskanzlers Dollfuß den bisberigen Vizekanzler Fev auf dessen Ersuchen von seinem Amt als Vizekanzler enthoben und den Bundesführer des Heimatschutzes. Starbemberg. zum Vizekanzler ernannt. Gleichzeitig hat der Bundespräsident Major Fey zum Bundesminister ernannt und ihm die Leitung des öffentlichen Sicherheitswesens sowie die Führung des Stiftungs= und Fondswesens übertragen. Der dem Landbund angehörige Minister Kerber wurde mit der Leitung des neugeschaffenen Bundesamtes für Statistik betraut. Der bisherige Staatssekretär Feys. Karwinsky. wurde mit der Unterstützung des Bundeskanzlers beauftragt. Anläßlich des ersten Staatsfeiertages überbrachte der apostolische Nuntius der Bundesregierung die Glückwünsche des divlomatischen Korps zu der neuen österreichischen Bundesverfassung. Unterzeichnung des österreichischen Konkordates Bundespräsident Miklas hat am 1. Mai 5 Minuten nach Mitternacht als ersten Staatsakt im Rahmen der neuen Verfassung das Konkordat mit dem Heiligen Stuhl ratifiziert. Hierauf wurde sogleich der Austausch der Ratifikationsurkunden zwischen Bundeskanzler Dr. Dollfuß und dem apostolischen Runtius Monsignore Sabilia durchgeführt. Die beiden Akte wurden im Arbeitszimmer des Bundespräsidenten in feierlicher Weise vollzogen. deutschen Volkes vor die Nation hintritt, um Rechenschaft abzulegen über die Arbeit des kommenden Jahres. Ueber zwei Millionen schaffender Berliner Menschen sind auf dem Tempelhofer Feld zusammengekommen. Mit ihnen vereinigen sich. verbunden durch die Wellen des Aethers, weit über 50 Millionen im ganzen Reich: insgesamt das schaffende deutsche Volk. Und ich glaube. mich zum Dolmetsch der Gefühle dieses ganzen Volkes zu machen, wenn ich in seinem Namen dem Führer, der uns Richtung gab und Weg wies. die Treue und die Dankbarkeit der ganzen Nation zu Füßen lege. So wie es auf den vielen Transvarenten, die quer über die Straßen hängen. geschrieben steht, so steht es in unserem bewegten Herzen geschrieben: Wir grüßen den größten Arbeiter des Volkes. Adolf Hitler. Der Führer spricht Kaum war der Beifall nach den Worten Dr. Goebbels' verklungen, als ihn schon jubelnde Heil=Rufe ablösten, die dem Führer galten, der nun die Rednerkanzel betrat. Die minutenlang anhaltenden HeilRufe, die sich immer wieder von neuem über das Feld fortpflanzten, zwangen ihn, einige Minuten zu warten, ehe er mit seiner Rede begann. Hitlerjugend auf dem Brocken Mitternächtliche Maiteier— Ein Schwur der Treue Die Feier des 1. Mai wurde mit einem mitternächtlichen Fest der Hitlerjugend auf dem Brocken eingeleitet. Ein buntbelebtes Bild brachte gegen Abend den traditionellen Herenzug der Walvurgisgemeinde. Unter Vorantritt einer Musikkapelle zog das Heer der Teufel und Hexen. gejoigt von Walpurgisjüngern, in das Brockenhaus ein, wo sich in den Abendstunden ein frohes und lebhaftes Treiben entwickelte. Mit dem Anbruch der Nacht wurde es auf dem Festplatz immer lebendiger. Scharen der Hitlerjugend füllten das weite Rund, in dessen Mitte unter dem grellen Licht der Scheinwerfer Svielscharen aus den verschiedensten Gegenden Deutschlands in ihren bunten heimatlichen Trachten Volkstänze vorführten. Gebietsführer Cerff erläuterte kurz vor 12 Uhr Sinn und Bedeutung der Kundgebung und dankte dem Reichsjugendführer und dem Ministerpräsidenten Klagges für ihr Erscheinen und ihre Mithilfe. Inzwischen war alles Licht erloschen. Wie ein trutziges Mahnmal stand der Brockenturm gegen den nächtlichen Himmel, als zwölf Schläge der Hillebille, der uralten Köhlerglocke. Mittemnacht verkündeten. Zugleich flammten die Holzstöße auf. krachten die Salven der Salutbatterie in die Nacht hinaus. Feierliche Fanfarenklänge leiteten die Weihestunde ein. Nach einer Gedenkvause für die Gefallenen des Weltkrieges und der Bewegung folgten in bunter Reihe die Chöre und Lieder der Spielscharen. Kurz vor ½1 Uhr ergriff Reichsjugendführer Baldur von Schirach das Wort zu einer Ansprache, in der er unter anderem folgendes ausführte: Die Jugend kann heute mit Stolz feststellen: Auch wir haben im Geiste des Führers gehandelt und haben im Reichsberufswettkampf der deutschen Jugend dem Gemeinschaftsgedanken des 1. Mai einen überwältigenden Ausdruck verliehen. Die Auslese nach der Leistung hat die wahre Aristokratie Deutschlands zutage gefördert. Ich wünsche, daß die ganze deutsche Jugend unermüdlich bemüht sein wird, die Frage der Freizeit des deutschen Jungarbeiters zu lösen. Kein höherer Schüler hat ein inneres Recht auf über 70 Tage Ferien im Jahr, solange nicht auch der Arbeiterjunge die Erholungszeit besitzt, die er haben muß. So soll in dieser Stunde von der Höhe des Brockens verkündet werden: Das junge Deutschland steht mit der deutschen Arbeiterschaft. Möge in den Flammen dieses Feuers verbrennen die Zwietracht. Ichsucht und der Standesdünkel. Mögen verbrennen die schmutzige Profitsucht, die Wahnidee des Kapitalismus und der Geist des Geldes. Wie ein Schwur klangen die Schlußworte des Reichsjugendführers:„Du, mein großer Führer, vernimm aus weiter Ferne von der Höhe des Harzes meine Worte, die nicht die eines Einzelnen sind. sondern des ganzen jungen Deutschlands. Adolf Hitler, wir glauben an Dich! Ohne Dich wären wie Einzelne. Durch Dich sind wir ein Volk. Du gabst uns das Erlebnis unserer Jugend, die Kameradschaft. Du gabst uns die Aufgabe, die Pflicht und die Verantwortung. Du gabst uns Deinen Namen, den geliebtesten Namen, den Deutschland je besessen hat. Wir sprechen ihn in Ehrfurcht. Wir tragen ihn in Treue. Du kannst Dich auf uns verlassen. Adolf Hitler, Führer und Fahnenträger. Die Jugend ist Dein Name. Dein Name ist die Jugend. Wir sind eins und zusammen. Darum grüßen wir Dich als ersten am 1. Mai, und unser Gruß ist mit dem Herzen gesprochen. Nach den Worten des Reichsjugendführers sang die Jugend begeistert das Lied ihrer Bewegung „Vorwärts. vorwärts“, mit dem die Feier ihren Abschluß fand. Während viele Festteilnehmer die Nacht auf dem Brocken verbrachten, zog der größte Teil der Hitlerjugend ins Tal. Partei= und SA-Mitgliedschaft ruhen während des Dienstes in der Wehrmacht Der Reichswehrminister hat, wie das Vos.= Büro meldet, eine Aenderung der Ergänzungsbestimmungen für die Wehrmacht verfügt. Danach ruht für Freiwillige, die Mitglieder der NSDAP oder Angehörige der SA waren, während der Zugehörigkeit zur Wehrmacht die Mitgliedschaft bei der RSDAP und der SA. Die Freiwilligen sind beim Diensteintritt hierüber zu unterrichten und anzuweisen, ihren Partei= und SA=Dienststellen hiervon Meldung zu machen. Die Freiwilligen haben in diesem Zusammenhang ein Verhandlungsprotokoll zu unterzeichnen, worin sie u. a. zu erklären haben:„Mir ist bekanntgegeben worden, daß die Mitgliedschaft bei der RSDAP und die Zugehörigkeit zur SA während meiner Zugehörigkeit zur Wehrmacht ohne weiteres ruht. Solange ich der Wehrmacht angehöre, bestehen für mich keinerlei Rechte und Pflichten gegenüber NSDAP und SA. Ich unterstehe allein den Gesetzen und Vorschriften der Wehrmacht und den Befehlen meiner militärischen Vorgesetzten.“ Diese Erklärung schließt mit dem Satz:„RSDAP und SA haben zugesichert, daß die Mitgliedschaft nach ehrenvollem Ausscheiden aus der Wehrmacht ohne Nachteile für mich wieder auflebt.“ Chinesischer Dampfer im Sturm gesunken In der Nähe von Hakodate geriet ein chinesischer Frachtdampfer in einen schweren Sturm. Von dem Dampfer und seiner 31köpfigen Besatzung fehlt bis jetzt jegliche Nachricht, so daß man das schlimmste befürchtet. marchiv der deutschsprachigen Presse e. ekanzler Umbildung des etts im Dienstag auf 6 den bisberigen hen von seinem nd den Bundesiberg. zum Vizeder Bundespräsister ernannt und Sicherheitswesens s= und Fondsbund angebörige leitung des neustatistik betraut. eys. Karwinsky. Bundeskanzlers ages überbrachte desregierung die ros zu der neuen rreichischen n 1. Mai 5 Min Staatsakt im das Konkordat ziert. 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Ich unVorschriften der keiner militäriärung schließt A haben zugeich ehrenvollem ohne Nachteile m Sturm eriet ein chinehweren Sturm. 31köpfigen Beachricht, so daß Insonderheit aber wollten wir die Millionen unserer Volksgenossen die monumentale These zum inneren Verständnis bringen, daß es keine Arbeit gibt, die als Arbeit an sich zu einer minderen gesellschaftlichen oder gar menschlichen Einschätzung berechtigt.(Starker Beifall.) Es ist kein Zufall, daß die Parteien des Klassenkampfes und der Klassenspaltung einst am schärfsten die Arbeitsdienstpflicht bekämpften. Sie lebten vom Zerfall der Nation und wollten daher die Beendigung des deutschen Zwiespaltes nicht. So logen sie den Massen vor, daß sie nur dazu bestimmt sei, dem Arbeiter Arbeit wegzunehmen. Sie hatten allerdings keinen Arbeitsdienst, dafür aber über sechs Millionen Erwerbslose. Wir haben den Arbeitsdienst eingeführt und die Zahl der Erwerbslosen um mehr als die Hälfte gesenkt. Wir wollen aber den Arbeitsdienst nicht, etwa um dem Arbeiter einen Platz wegzunehmen, denn dies ist angesichts der Zahl der erwerbstätigen Menschen und der im Arbeitsdienst Befindlichen an sich unsinnig, nein: wir wollen den Arbeitsdienst, um jeden jungen Deutschen einmal zu zwingen, durch seiner Hände Arbeit beizutragen am Aufbau seines Volkes. (Wiederholte Zustimmung.) Wir wollten vor allem aber die Deutschen aus Lebensstellungen, die keine körperliche Arbeit leisten, zwingen, die körperliche Arbeit kennen zu lernen, um damit das Verständnis zu finden für jene Volksgenossen, die auf dem Acker oder irgendwo in der Fabrik oder Werkstatt stehen. Wir wollen in ihnen sinnfällig den Hochmut abtöten, mit dem leider so viele Intellektuelle auf die Handarbeit herabsehen zu müssen glauben, und wollen allerdings umgekehrt bei ihnen auch das Selbstvertrauen stärken durch das Bewußtsein, ebenfalls körperliche Arbeit leisten zu können. Darüber hinaus aber wollen wir dadurch zur Verständigung der einzelnen Klassen beitragen, um das Band der Volksgemeinschaft zu verstärken. Wir wollen, daß sie sich gegenseitig kennen lernen, um so allmählich die natürlichsten Grundlagen einer wirklich inneren Gemeinschaft zu finden. Denn im Laufe vieler Jahrhunderte ist diese Gemeinschaft gelöst worden. Der Nationalsozialismus hat den unabänderlichen Willen, sie wieder aufs neue zu beleben. Wir alle aber wissen, daß nicht Worte und äußere Bekenntnisse zu dieser Gemeinschaft führen, sondern nur eine innere Um= und Neuerziehung der Menschen. Ich weiß, daß die ewiger Kritiker und Nörgler auch das nicht verstehen werden, weil sie es nicht verstehen wollen. Und ich weiß, daß sie ausgehnd von der überall in Erscheinung tretenden Unzulänglichkeit der Einzelnen gerade hier immer wieder auf das Unzulängliche des Gesamten hinweisen. Allein ich weiß, daß sie mit dieser ihrer Prophezeiung genau so fehlgehen, wie mit ihren anderen Prophezeiungen. unserer Bewegung gegenüber seit 15 Jahren. Der nationalsozialistische Staat ist entschlossen, die neue deutsche Volksgemeinschaft zu bilden, er wird dieses Ziel nie aus den Augen verlieren und wird es wenn auch langsam, so doch sicher erreichen. Die gigantischen Organisationen unserer Bewegung, ihre politischen Einrichtungen sowohl wie die Organisationen der SA und SS, der Aufbau unserer Arbeitsfront genau so wie die Staatsorganisationen unseres Heeres, sie sind nationale und gesellschaftliche Schmelztiegel in denen eben doch allmählich ein neur deutscher Mensch herangebildet wird. (Wiederholte brausende Zustimmungskundgebungen.) Und was uns mit der heutigen Generation nicht gelingt, werden wir mit der kommenden vollenden. Denn genau so zäh wir wir um den erwachsenen Mann und die erwachsende Frau kämpften und kämpfen, ringen wir um die deutsche Jugend. Und sie wächst in einer anderen Welt heran und wird erst recht mithelfen, einst eine andere Welt zu bilden. In unserer nationalsozialistischen Jugendorganisation schaffen wir die Schule für die Erziehung des Menschen eines neuen Deutschen Reiches. Gläubigen Herzens und starken Sinns soll diese Jugend einst ein besseres Glied der Geunseres Volkes sein, als wir selbst es waren und heute vielleicht sein können. Der Nationalfeiertag des 1. Mai, den wir heute in Deutschland feiern, hat in diesem Programm der Neubildung unseres Volkes aber eine besondere und gewaltige Bedeutung. Wir alle reden von der menschlichen Kultur und den persönlichen Leistungen, aber nur die Wenigsten sehen darin das Ergebnis einer gemeinsamen Arbeit von Geist und körperlicher Kraft. Nur zu sehr hat man sich im Laufe der Jahrhunderte angewöhnt, vom Unternehmer zu reden, vom Künstler, vom Bauherrn, die Techniker zu preisen und Ingenieure zu loben, die Architekten zu bewundern, die Chemiker und Physiker mit Staunen in ihrer Arbeit zu verfolgen, den Arbeiter aber hat man meist vergessen. Man redete von der deutschen Wissenschaft, dem deutschen Handwerk, der deutschen Wirtschaft überhaupt und meinte immer nur die eine Seite. Und nur so konnte es geschehen, daß man den treuesten Helfer nicht nur vergaß, sondern am Ende auch verlor. Das deutsche Volk hat, angefangen von seinem ehrwürdigen Reichspräsidenten bis zu jedem Arbeiter und jedem Bauern, nur einen einzigen Wunsch, durch seine Arbeit nach seinem Willen glücklich und selig zu werden. Es kennt keine Rache und wünscht keine Eroberungen. Es möchte jedem Volk die Hand zur Verständigung und zur Versöhnung reichen. Allein es wird auch ewig unbeirrbar sein eigenes Lebensrecht verteidigen und gegen jedermann in Schutz nehmen. Wir wollen, meine deutschen Volksgenossen und=Genossinnen, die Sie in dieser Stunde in den Zehntausenden unserer Städte, Marktflecken und Dörfer den 1. Mai mitfeiern, aber auch nicht vergessen, demütig dem zu danken, der uns durch ein ganzes Jahr unsere Arbeit so ersolgreich gedeihen ließ und wollen ihn bitten, auch für die kommende Zeit unserem Volk seinen Segen nicht zu versagen. Vor allem aber möge die Vorsehung unsere sehnlichste Hoffnung in Erfüllung gehen lassen, daß unsere deutschen Menschen sich immer mehr zusammenfinden in gegenseitiger Nachsicht und in gegenseitigem Verstehen, um endlich das Ziel zu erreichen, für das unser Volk seit Jahrtausenden kämpfte, viele Generationen litten und Millionen sterben mußten: Ein freies deutsches Volk in einem starken Deutschen Reich.(Ununterbrochener, nicht, endenwollender Beifall.) Rings um den Stillen Ozean Das Kräftespiel auf der anderen Seite der Erde— Entscheidung zwischen weiß und gelb— Hampf um die politische, wirtschaftliche, rassische Vormachtstellung Der jüngste Vorstoß Japans, das eine Vorherrschaft über ganz Chinas anstrebt, hat gerade im Abendland eine starke Beunruhigung hervorgerufen. Mit größter Besorgnis beobachten Amerika, England und Frankreich die Entwicklung in Fernost, der, wenn nicht alles trügt. mehr als örtliche Bedeutung zukommt. Es geht um die Herrschaft auf dem Stillen Ozean und in den ihn begrenzenden Reichen. Sieger in diesem Kampf wird das Volk und die Rasse der Zukunft sein. Weiß oder gelb— das ist die entscheidende Frage in diesem Kampf, der vermutlich nur in einzelnen Brennpunkten— wie Mandschukuo— Kriegsform annehmen wird, aber von Bedeutung für die Zukunft unserer alten Erde zu werden scheint. Vor vierhundert Jahren etwa, während im Abendland die damaligen Kulturvölker im Kampf mit= und gegeneinander die Vorherrschaft der weiten Rasse befestigten, faßten die ersten Europäer am Rande des Stillen Ozeans und auf seinem Inselreich Fuß. Noch war Australien kein Begriff. Amerika keine Macht, und die Völker des Abendlandes, mit ihren eigenen Sorgen voll beschäftigt. gänzlich erfüllt von dem stolzen Bewußtsein ihrer Ueberlegenheit und Unüberwindlichkeit. Ihre Besitztümer in Fernost hatten fast ausschließlich koloniale Bedeutung und mit Rücksicht auf die Belanglosigkeit der östlichen Völker kaum eine politische.„„„ Inzwischen aber entwickelten sich in Fernost, erst dumpf und schwerfällig, dann aber lawinenartig anwachsend. Großmächte, die gigantische Ausmaße annahmen. Die Frage der Stützpunkte europäischer Völker am Stillen Ozean gewann zusehends an Wichtigkeit, um so mehr, als der jüngste dor mornon Rasse. Amerika. sich entfaltete wie ein Wunderkind. Heute steht das Kräfteverhältnis rings um den Stillen Ozean etwa in den folgenden Zahlen zu lesen: China mit annähernd 480 Millionen Menschen, Javan mit Korea rund 90 Millionen, die Mandschurei etwa 33 Millionen, die Küstenstaaten von Nordamerika etwa 5½ Millionen. Mexiko mit Mittelamerika und den Küstenstaaten Südamerikas rund 20 Millionen. Rußland am Stillen Ozean etwa 1.7 Millionen, Britisch=onoien 350 Millionen, Niederländisch=Indien 60 Millionen, Französisch= Hinterindien und Siam 32 Millionen, die amerikanischen Philipvinen 13 Millionen. Neuseeland mit allen Inseln zusammen 2½ Millionen. Australien knapp 7 Millionen, Britisch=Kolumbien 600000 Bewohner! Diese Riesenziffern, die im Durchschnitt eine verhältnismäßig geringe Bevölkerung auf ungeheuren Landstrichen bezeichnen, lassen über das Ausmaß des Konfliktes keinen Zweifel zu. Welches Interesse hat nun die weiße Rasse, die Bevölkerung der neuen und alten Welt. an der Entwicklung rings um den Stillen Ozean? Zunächst einmal wirtschaftliche Interessen. Die Jagd nach dem Besitz von Landgebieten. die jede europäische Nation unabhängig machen würde vom Welthandel durch ausgedehnte Rohstoffquellen, war schon von jeher bestimmend bei der Kolonialpolitik. Kohle, Oel. Eisen. Getreide. Erze. Baumwolle. Nahrungsmittel— beherrschen das Leben der Völker in höherem Maße. uls das Geld. Weiterhin bieten die zum Teil schwach besiedelten, wenig erschlossenen Riesenländer rings um den Stillen Ozean ungeheure Absatzmöglichkeiten. Dieses Motiv erscheint vor allem heute. nachdem die weißen Völker im Netz der Wirtschaftskrise auf Grund der vorangegangenen, verfehlten Wirtschaftsordnung verstrickt sind, besonders deutlich. Der Außenhandel eines Reiches wie China mit seinen fast 500 Millionen Menschen ist wenig stärker als der eines Landes wie Belgien mit seinen 10 Millionen Bewohnern. Sobald, um bei diesem Beispiel zu bleiben, in den nächsten Jahrzehnten die Bedürfnislosigkeit dieser 500 Millionen nur um ein Geringes zurückgeht, entstehen schon Absatzmöglichkeiten in einer Höhe, wie sie die alte Welt niemals bot und bieten konnte. Wer hier als erster mit den billigsten und zweckmäßigsten Produkten der Entwicklung entgegenkommt, dürfte ungeheure Aussichten haben. Javan macht diesen Versuch mit großem Erfolg. indem es noch einen großen Teil des Wirtschaftspartners unter seinen direkten Einfluß bringt— Mandschukuo. Aber weiterhin handelt es sich bei der Entwicklung rings um dem Stillen Ozean auch um ein anderes, hochbedeutsames Zukunftsproblem, um die rassische Vorrangstellung! Wenn unbeeinflußte Bevölkerungspolitiker feststellen mußten. daß innerhalb des nächsten halben Jahrhunderts von keiner europäischen Nation wie auch nicht von der amerikanischen ein Bevölkerungszuwachs zu erwarten ist, daß vielmehr, falls die bisherige Entwicklung keine Wandlung erfährt, ein vernichtender Völkerschwund einsetzt, so stehen die Aussichten für die weiße Rasse schlecht. Vor allem, wenn man sie mit dem Stand der gelben und gemischten Rassen vergleicht. Es wurde festgestellt, daß unter Voraussetzung einer Fortentwicklung wie bisher Tokio in zwanzig Jahren die größte Stadt der Welt sein würde! China und Japan haben allein von allen Völkern innerhalb der letzten Jahrzehnte ihren Geburtenstand beibehalten— 4,3 Kinder je Ehe!— und zum Teil sogar erhöht! Die Stützpunkte der weißen Rasse rings um den Zum 65. Geburtstag von haus Pfitzner Stillen Ozean sind ohne Zweifel nicht ungünstig. Aber gerade in einigen der Kolonialgebiete zeigen die ständigen Schwierigkeiten, daß ein Zusammenleben von Weißen und Fremdrassigen unter den bisherigen Bedingungen keine ideale Lösung der Frage darstellt. Die asiatischen Völker lernen zusehends. den Kampf um ihre Eigenbestimmung führen und durchhalten. Schon lange bereitet sich eine Entscheidung vor— sie wird vielleicht nur an einzelnen besonders exponierten Punkten eine Beschleunigung durch offenen Kampf erfahren, doch auch ihre langsame Entwicklung ist nicht weniger ernst zu nehmen. Kontingentierung der Mühlenverarbeitung Der Verwaltungsrat der Wirtschaftlichen Vereinigung der Roggen= und Weizenmühlen hat am 28. April 1934 eine Reihe von Beschlüssen gefaßt, die für die gesamte deutsche Müllerei von weittragender Bedeutung sind. Um die Mehl=Herstellung in Deutschland dem Mehlverbrauch anzupassen, ist beschlossen worden, alle Mühlen des Deutschen Reiches hinsichtlich ihrer Verarbeitung zu kontingentieren. Jede deutsche Mühle erhält ein Grund= und ein Verarbeitungskontingent zugewiesen, das ihren Beschäftigungsgrad genau regelt. Explosion der Versuchsrakete Erfindervech jugendlicher Weltenraumflieger Bei Raketenflugversuchen, die drei Amsterdamer Studenten auf einer bei Amsterdam gelegenen unbewohnten Insel anstellten, ereignete sich eine Reichsminister Der am Montag zum Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung ernannte preußische Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung Bernhard Rust ist einer der ältesten nationalsozialistischen Kämpfer. Er hat in seinem Amt als preußischer Kultusminister dem Kulturleben Preußens und damit aber auch dem Kulturleben Deutschlands seinen Stempel aufgeprägt und sich als eine eigenwillige und neue Wege gehende Persönlichkeit erwiesen. Bernhard Rust wurde am 30. September 1883 in Hannover geboren, besuchte dort das Gymnasium, studierte in Göttingen, Halle, München und Berlin Germanistik, Philosophie und klassische Philologie. 1908 machte er in Halle die Staatsprüfung für das höhere Lehramt. Dann diente er sein Jahr beim Infanterieregiment 74 ab. Vom 1. April 1909 war er am Ratsgymnasium in Hannover tätig. Bei Kriegsbeginn ging er als Leutnant der Reserve an die Front. Bis zum letzten Kriegstage blieb er vorbildlicher Frontsoldat. Er wurde schwer verwundet, verschüttet; aber kaum war er notdürftig wieder zusammengeflickt, da war er schon wieder bei der Truppe. Das Eiserne Kreuz Zweiter und Erster Klasse und das Ritterkreuz des Hohenzollernordens Vernhard Rust waren der Lohn seiner Tapferkeit. Seine Soldaten verehrten ihn, weil er nicht nur Vorgesetzter, sondern auch Führer und Kamerad war. Nach dem Kriege nahm er seine Lehrtätigkeit wieder auf, und war bald einer der beliebtesten Lehrer in Hannover. Er fand schon bald nach dem Kriege in die völkische Bewegung, wurde Nationalsozialist und bei Wiedergründung der NSDAP 1925 zum Gauleiter von SüdhannoverBraunschweig ernannt. 1930 wurde er Mitglied des Reichstages und Bürgervorsteher in Hannover. Als er als Fraktionsführer im Provinziallandtag der Provinz Hannover gegen den marxistischen Oberpräsidenten Noske wegen des Verbotes der Hitler=Jugend einen Mißtrauensantrag einbrachte, wurde er von seinem Lehramt entfernt. Am 30. Januar 1933 wurde Bernhard Rust, der Niedersachsenführer, zum Reichskommissar für das preußische Kultusministerium ernannt und nach der Einsetzung des neuen preußischen Ministeriums preußischer Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung. In dieser Eigenschaft hat er sein Ministerium zu einem schlagkräftigen Instrument im Sinne des Nationalsozialismus umgestaltet. Pros. Dr. Hans Pfitzner, einer der bedeutendsten Komvonisten der Gegen wart, wurde am 5. Mai 1869 in Moskau als Sohn eines deutschen Musikers geboren. Seine Komvositionen wurzeln in der Romantik Schumanns und Wagners. Die bedeutendsten Werke sind die Overn „Der arme Heinrich".„Christelflein".„Palästrina“ und das Chorwerk„Von deutscher Seele". Explosion, durch die einer der Beteiligten, ein 17= jähriger junger Mann. schwere Knochenbrüche erlitt. Er mußte dem Krankenhaus zugeführt werden. Die Polizei. die zunächst angenommen hatte, daß ein Unglück bei der Herstellung illegaler Sprengkörper geschehen sei, stellte fest, daß die drei jungen Leute ohne jegliche Vorkenntnisse sich daran gemacht hatten, Flugraketen zu konstruieren. Als Ziel hatten sie sich gestellt, das Problem des Weltenraumfluges zu lösen. Die drei jungen Leute hatten sich auch eine Art Sternwarte eingerichtet. Die Sternwarte wurde jedoch in einer stürmischen Nacht vom Dach heruntergeweht. Lohnkürzung in der belgischen Textilindustrie In der belgischen Textilindustrie in Gent und Kertriik ist es zu einer Einigung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern gekommen. Die Belegschaften haben sich mit einer am 15. Mai in Kraft tretenden dreiprozentigen Lohnherabsetzung einverstanden erklärt. Innerhalb weniger Monate ist dies die dritte Lohnherabsetzung. die die Arbeiterschaft in der belgischen Textilindustrie anzunehmen gezwungen war. Außerdem wurde eine Klausel vereinbart, daß beim jeweiligen Sinken der Inderziffer um 20 Punkte automatisch eine Lohnherabsetzung um weitere 5 Prozent eintreten solle. WIrkTOTHTGe der deutschsprachigen Presse e.V. se.- enluchenan an Die Rede des Führers In seiner großen Rede auf dem Tempelhofer Feld führte der Reichskanzler aus: Meine deutschen Volksgenossen und=genossinnen! Deutsche Männer und Frauen aus allen Gebieten des Reiches und darüber hinaus! Millionen Deutsche, Männer und Frauen aus allen Berufsständen, sie feiern mit uns in diesen Stunden zum zweiten Male das große Frühlingsfest der Arbeit unseres Volkes. 1933 stand ich am selben Tage hier an der gleichen Stelle. Damals erfüllt vom Glauben an das Gelingen des Werkes des nationalen Wiederaufbaues unseres Volkes, heute getragen von dem glucklichen Bewußtsein der Richtigkeit unseres Weges und ergriffen vom Gefühl des Dankes an die Vorsehung, die unser Beginnen so erfolgreich ließ. Dankend aber auch unserem ganzen Volke, das in seinen Millionen arbeitenden Menschen mit uns sich diesen Erfolg selbst mehr als redlich verdiente. Denn ganz gleich, ob man uns liebt oder ob man uns haßt, eines kann niemand leugnen. Ein neuer Geist hat das deutsche Volk erfullt, hat es erweckt zu neuem Leben und ihm die Kraft geschenkt zu Werken der Arbeit und zu Leistungen auf allen Gebieten einer neuen Volksgestaltung, die bewunderungswürdig sind. Wir können an diesem heutigen Tage des Festes einer emsig tätigen Volksgemeinschaft mit stolzer Zufriedenheit das eine feststellen: Dieses Jahr der deutschen Geschichte wurde nicht vertan. Diese zwölf Monate wird man einst nicht als vergeudet ansehen können, sie sind nicht Stillstand gewesen, sondern unerhörte Entwicklung. Nach 15jähriger Verzweiflung hat ein großes Volk wieder Tritt gefaßt, entschlossen begonnen, um sein Leben zu ringen, um es aus eigener Kraft und nach eigenem Sinne und Willen neu zu gestalten. Die Geschichte zeigt uns zahllose Beispiele an Krisen im Leben der Völker, verlorene Kriege, Naturkatastrophen, Krankheiten und Seuchen, sie zerstörten öfter als einmal die Früchte langjährigen Fleißes und langjähriger Sparsamkeit. Und wenn die Menschen dann unter solchen Folgen zu hadern begannen und einander nicht mehr verstehen wollten oder gar konnten, dann mochte es wohl geschehen, daß sich ihrer tiefe Verzagtheit bemächtigte und sie am Ende ihrer letzten Zuversicht, ihres Glaubens und damit ihrer Tatkraft beraubte. So wie der Bauer, dem das Unwetter und der Hagel die Frucht monatelanger Arbeit zerstört, an solchen Tagen oft wie verzweifelt in die Vernichtung all seiner Arbeit, seiner Pläne und Hoffnungen stiert und von den verwüsteten Feldern in den Hof zurückkehrt, nicht wissend, was nun im Augenblick überhaupt begonnen werden soll, so geht es Völkern oft auch im großen. Und so ging es uns Deutschen 15 Jahre lang. Wir hatten einst ein blühendes Reich. Es war nicht aufgebaut auf Eroberungen, auf fremdem Gute fremder Völker, es war nur das Ergebnis einer unendlichen Arbeit, unsäglichen Fleißes, zahlloser Mühen und Sorgen unserer eigenen Volksgenossen. Wenn eine andere Welt glaubt, unserem Volke die Friedensliebe wegleugnen zu können, so spricht für diesen wirklichen Geist unseres Volkes nichts schlagender und gewaltiger als das Verhältnis des Besitzes des deutschen Volkes an Lebensraum auf dieser Welt, verglichen mit dem Besitz anderer Nationen. 70 Millionen Menschen lebten schon vor dem Kriege auf einer engen Grundfläche. Daß sie lebten und wie sie lebten, verdankten sie wirklich nur ihren Fähigkeiten und ihrer Arbeit. Sie allein machten uns damals zum reichen Volk, reich an jenen Gütern der menschlichen Kultur, die ihre Wurzel nicht in kriegerischen Unternehmungen, sondern ausschließlich in den Werken und Leistungen besitzen, die nur durch Fähigkeit, Arbeit und Fleiß entstehen und gelingen können. Das deutsche Volk wollte auch daher keinen Krieg, weil es ihn nicht benötigte. Es ist fähig genug, ohne fremde Raubgüter, Tribute, Kontributionen usw. sein eigenes Leben erträglich gestalten zu können. Ohne Schuld am Kriege wurde unser Volk das Opfer desselben. 15 Jahre lang standen seitdem die deutschen Menschen gebrochen vor den Ruinen der so mühsam in langen Jahren aufgebauten nationalen Existenz. Schlechte Ratgeber, die es in das Verderben geführt hatten, fanden seitdem kein anderes Mittel zur Rettung der Nation als die Empfehlung sklavischer Gesinnung und lethargischen Allesgeschehenlassens. Jedes Jahr des sortschreitenden Verfalls schien denen recht zu geben, die die Aussichtslosigkeit aller Versuche zur Wendung unseres Schicksals prophezeiten. Am 30. Januar des vergangenen Jahres erhielt endlich unsere verlästerte nationalsozialistische Bewegung die Führung des deutschen Volkes. Wenige Monate später traten wir zum ersten Male am neuen Nationalfeiertag der deutschen Arbeit vor das deutsche Volk und versicherten ihm unseren Entschluß und unbändigen Willen, die deutsche Rot zu beenden. Und nun ist seitdem ein Jahr verflossen. Wer will sich im deutschen Volke erheben und uns in das Angesicht behaupten, daß unser Wille vergeblich und die Not stärker war? Wie oft habe ich dem deutschen Volke erklärt, daß nur ein unermeßlicher Wille die Not einst wird brechen können. Heute weiß es das ganze Volk, unser Wille war stärker als die deutsche Rot.“ Dieser unser Wille aber, deutsches Volk und deutscher Arbeiter, ist mit euer Wille. Es ist der ewige Wille der Selbsterhaltung, der jedem gesunden Wesen zu eigen ist und der— wir danken es unserem Gott— auch unser deutsches Volk nicht verlassen hat. Er schlummerte und ist nunmehr erwacht. Eine Welt von Vorstellungen, Auffassungen und Einrichtungen wurde beseitigt und eine andere trat an ihre Stelle. Das Entscheiden de aver ist: Das deutsche Volk hat jetzt nach 15jähriger Verzweiflung und Selbstaufgabe sich wieder gefunden. Es sucht mit eigener Kraft die Wege zu einem neuen Leben und es wird sie daher auch finden. Die größte Not, die wir damals vergrößert fanden, war die Katastrophe unserer Arbeitslosigkeit, bedingt und eingeleitet durch den Wahnsinn der Friedensverträge, weitergetrieben dank der Unfähigkeit und Schwäche früherer Staatsführungen mußte sie endlich zur Zerstörung unseres Volksgefüges und damit aller Lebensvoraussetzungen führen. Ich brauche ihnen nicht die Wirkung der Arbeitslosigkeit zu erklären, nein, meine deutschen Volksgenossen! Ich weiß, daß in diesem Augenblick hier vor mir und weiterhin im ganzen Deutschen Reich Millionen von Volksgenossen stehen und hören, die dieser Not verfallen waren und ihre Folgen am eigenen Leibe kennen lernten. Und ich weiß, daß leider nur zu viele in Deutschland auch jetzt noch nicht erlöst werden konnten von dieser Sorge. Ich kann diesen allen aber das eine versichern, nicht nur sie allein litten unter dieser Sorge, ihr Leid war die größte Sorge auch für uns. Und deshalb haben wir damals die große Arbeitsschlacht proklamiert. Erfüllt und entschlossen alles zurückzustellen und in erster Linie zwei Aufgaben anzupacken und zu lösen: Zwei Aufgaben, die darin bestehen, die Rettung des deutschen Bauerntums durch die Sicherstellung des deutschen Bauernhofes und die Rettung der deutschen Arbeiterschaft durch die Sicherstellung des Arbeitsplatzes.(Beifall). Ich weiß, daß die nie zu versöhnenden Gegner nicht müde werden, mit ihrer ewig negativen Kritik zu nörgeln, allein sie können das Tatsächliche unseres Kampfes damit nicht wegleugnen. Wir haben diese Schlacht vor über einem Jahr begonnen, und wer wagt es den Erfolg zu bestreiten? Und wenn sie tausendmal mit ihren lächerlichen Aussetzungen kommen, so kann ich darauf nur eines sagen: Ihr habt früher regiert und konntet euch zu keiner Tat entschließen und habt uns damals gezwungen, zu reden. Heute versucht ihr, meine verehrten Kritiker, auf einmal zu reden, während wir die Probleme angefaßt haben und trotz eurer Rörgeleien und trotz eurer Kritik nach knapp einjähriger Arbeitsschlacht über 3 Millionen Menschen wieder in die Produktion zurückbrachten.(Minutenlanges Händeklatschen.) Ihr habt längere Zeit gebraucht, die Menschen arbeitslos zu machen, als ihr uns Zeit geben wollt, sie in die Arbeit zurückzubringen.(Wieder einsetzender Beifall.) Aber selbst das ist uns gelungen. Meine Volksgenossen! Wir sind nicht blind gegen die anderen Notwendigkeiten des Lebens. Wir wissen genau, was alles noch zu tun übrig bleibt und was geschehen muß. Allein eines weiß ich: man wird auf dieser Welt überhaupt nichts erreichen, wenn man sich in tausend Projekten verliert und immer Neues beginnt, statt eine Aufgabe anzufassen und zäh und fanatisch um ihre Erfüllung zu ringen. Ich bilde mir auch nicht ein, daß nach der Lösung des Problems der Arbeitslosigkeit etwa nichts mehr zu tun sein wird; habe nie behauptet, daß es keine sonstigen Aufgaben gäbe! Allein, ich kann unseren Kritikern versichern: Wir werden nicht eher ruhen, ehe wir nicht zunächst diese eine Aufgabe gelöst haben, und ich kann ihnen weiter versichern: Wir lösen sie nicht, um uns dann schlafen zu legen.(Heil=Rufe). Im Gegenteil, dann werden wieder andere Probleme ihre Behandlung finden. Und auch hier wird unser oberster Grundsatz immer sein, die ganze Kraft auf die Erreichung eines Zieles anzusetzen. Es ist das angemaßte Vorrecht aller wurzellosen Kritiker, über den Problemen stehend, allenthalben neue Möglichkeiten auszuschnüffeln. Allein es ist die Pflicht einer wahrhaften Volks= und Staatsführung, unbeirrbar Problem um Problem zu behandeln und zur gründlichen Lösung zu bringen. Wir sind uns dabei auch über folgendes klar: Auch der Mittelstand wird nicht durch Kritik und Theorien gerettet, sondern gerade er hängt auf Gedeih und Verderb zusammen mit der Rettung des Bauerntums und des Arbeiters. Hier muß man anfangen, und hier werden wir weiterfahren. Wie wichtig es war, das Problem der Arbeitslosigkeit als vordringlichste Aufgabe anzufassen, ersehen wir heute noch viel klarer als vor wenigen Monaten. Wenn diese Erwerbslosigkeit noch drei, vier oder fünf Jahre gedauert hätte, würde das deutsche Volk in Millionen seiner Menschen das Arbeiten verlernt haben, nicht aus schlechtem Willen, sondern einfach aus dem Zwang der Entwöhnung. Wir hätten vor allem, aber langsam, den gelernten Arbeiter verloren. Gerade er ist jedoch volkswirtschaftlich gesehen, mit unser wertvollstes Kapital, denn insbesondere der gelernte deutsche Arbeiter wird von keiner anderen Kraft in der Welt übertroffen. Indem wir mit gewaltigen Maßnahmen durch die Arbeitsbeschaffung von unten den Neuaufbau unseres wirtschaftlichen Lebens begannen, vergaßen wir keinen Augenblick die Aufgabe der allmählichen Ablösung dieser unserer Anleitung von oben durch die private Initiative. Wir sind uns alle über eines im klaren: Der Lebensstandard unseres Volkes ist nicht zu halten auf dem Wege einer Bürokratisierung unseres gesamten wirtschaftlichen Lebens. Nur wenn es uns gelingt, die eminenten, schöpferischen, persönlichen Werte aller zum Einsatz zu bringen und uns leben zu lassen, wird die Gesamtsumme unserer Nationalfähigkeiten nützlich zur Auswirkung kommen. Nur soll der Staat dabei nicht des einen Herrn oder des anderen Knecht sein. Die Autorität der Führung der Nation steht als Souveränität für jedem. Sie schafft durch die Organisation und Führung der Volksgemeinschaft die Voraussetzungen zur Auswirkung der Fähigkeiten, Kenntnisse und Arbeitskraft der einzelnen Menschen, allein sie muß auch dafür sorgen, daß sich nicht die Pflichten und Rechte einseitig verschieben, sie muß daher jedem Volksgenossen gegenüber, sei er wer er wolle, die Interessen der Gesamtheit wahrnehmen und dann ihre Respektierung durchsetzen. Sie kann vor sich nicht bevorrechtete Stände und Klassen anerkennen, sondern die gegebenen Fähigkeiten, das gegebene Können der einzelnen Menschen und muß daraus ermessen die gegenseitig entspringenden und für die Gesamtheit nötigen Pflichten. Nur in dieser über den einzelnen Kontrahenten des wirtschaftlichen Lebens gehaltenen Stellung der Führung der Nation kann die Quelle jenes Vertrauens liegen, daß eine der wesentlichsten Voraussetzungen des wirtschaftlichen Gelingens des Wiederaufbaues ist. Wir sind daher auch nicht bereit, dieses Vertrauen von jenem böswilligen Elementen zerstören zu lassen, die glauben, daß Kritik an sich ein lebenswichtiger Beruf sei.(Lebhafte Beifallsrufe). Der Gedanke, in der Kritik an sich einen moralischen Selbstzweck entdeckt zu haben, ist für uns unerträglich. Wir lehnen es ab, daß ein Teil der Nation die Arbeit leistet und ein anderer nebenbei steht und die Wichtigkeit seiner Existenz ausschließlich zu beweisen sucht durch ein Aufspüren von Kritikmöglichkeiten an den Leistungen der wirklich Schaffenden. Nur der ist für Kritik berechtigt, der eine Aufgabe besser lösen kann. Die Lösung der Aufgaben haben wir aber besser in Angriff genommen als unsere früheren Gegner und heutigen Kritiker. Wir denken daher nicht daran, die notwendige Autorität der Führung der Nation von denen angreifen zu lassen, die nur in Nihilismus einen Nährboden für ihre eigene Tätigkeit sehen. Sowie aber Kritik Selbstzweck wird, muß Chaos letzte Folge sein. Und so wie wir uns jetzt dieser Kritiker erwehren, um das Vertrauen zur Führung der Nation nicht erschüttern zu lassen, wollen wir aber auch in unserer Arbeit alles tun, um dieses Vertrauen zu befestigen. Millionen von Menschen, die am Aufbau tätig sein wollen, haben wir die Hand gereicht. Millionen von einstigen Gegnern stehen heute in unseren Reihen und werden von uns dank ihrer Arbeit und dank ihrem Können als Helfer beim Aufbau nicht weniger geschätzt als unsere alten Parteigenossen. Ich darf vor dem deutschen Volk bekennen, daß wir das Wesen unserer Autorität nicht in der Wirksamkeit von Kanonen und Maschinengewehren erblicken, als vielmehr in dem tatsächlichen Vertrauen, das uns entgegengebracht wird. Und so wie wir 15 Jahre als Partei um das Vertrauen der Volksgenossen gerungen haben, so ringen wir jetzt und in der Zukunft weiter um das Vertrauen der Nation. Denn der Glaube, daß es uns, den damals Verachteten und Verspotteten, dereinst gelingen wird, das deutsche Volk aus Not und Untergang zu retten, war nicht fundiert in dem Vertrauen auf die Kraft einer uns eigenen Gewalt, als vielmehr ausschließlich begründet in dem Vertrauen auf den inneren Wert unseres deutschen Volkes. Es ist die blutmäßige Substanz unserer Nation, die sich in den langen Jahrhunderten immer wieder bewährt hat, die wir kannten und die auch uns deshalb nie verzweifeln ließ. Wir lassen daher aber auch durch niemand das Vertrauen in diese Werte zerstören. Der kleingläubige Schwächling, der das große Geschehen unserer Zeit nur von der seiner eigenen Unzulänglichkeit aus sieht, soll selbst unseretwegen ruhig jammern, aber nicht andere verwirren. Wir haben daher in diesem letzten Jahre auch alle diejenigen Organisationen beseitigt, in denen wir nur Brutstätten des Geistes der Selbstschwächung, der Volkszerreißung und damit der nationalen und wirtschaftlichen Zerstörung sehen mußten. Wenn wir am 2. Mai im vergangenen Jahre die Vernichtung des deutschen Parteiwesens durch die Besetzung der Gewerkschaften einleiteten, dann geschah es nicht, um irgendwelchen Deutschen zweckmäßige Vertretungen zu nehmen, sondern um das deutsche Volk zu befreien von jenen Organisationen, deren größter Schaden es war, daß sie Schäden pflegen mußten, um die Rotwendigkeit ihrer eigenen Existenz zu begründen. (Stürmischer Beifall.) Wir haben damit das deutsche Volk von unendlich viel innerem Streit und Hader erlöst, der niemandem nutzte, außer den direkten Interessenten, dem ganzen Volke aber stets verhängnisvolles Unheil zufügten. Es wird heut mancher Arbeitegeber und Unternehmer nicht verstehen wollen, wieso wir diesen 1. Mai zum nationalen Feiertag proklamieren, der von dem Arbeitgeber bezahlt werden muß. Ich möchte ihnen hier die notwendige Aufklärung sagen: Die deutsche Wirtschaft hat früher mit Hunderten von Millionen Mark jährlich den Streit und Hader der Organisationen untereinander bezahlt, die Arbeitnehmer und Arbeitgeber zerrissen und in zwei seindliche Streiter verwandelt hatten.(Begeisterte Heil=Rufe.) Der Gesamtverlust an Nationalvermögen durch Streik und Aussperrung war ein gewaltiger. Der nationalsozialistische Staat hat diese primitiven und sinnlosen Methoden des Ausgleichs der wirtschaftlichen Interessen beseitigt. Die Ersparnisse, die der Wirtschaft dadurch zugute kommen, sind außerordentlich. Es ist nur ein ganz kleines Opfer, wenn dafür die Unternehmer ihren Mitarbeitern den Tag vergüten, der ein Symbol sein soll für die Ueberwindung dieser Kämpfe und für die Herstellung einer wahren Volksgemeinschaft. (Lang andauernder, immer neu aufflammender Beifall.) Wir haben in diesem letzten Jahr begonnen, diese Volksgemeinschaft aber nicht nur theoretisch einzuleiten, sondern uns bemüht, ihr auch die praktischen Voraussetzungen zu sichern. Denn es genügt noch nicht, die Arbeitslosigkeit als solche zu überwinden, neue Arbeiter auszubilden, sondern es ist notwendig, das Wesen der neuen Auffassung über die Arbeit den Millionen unserer Volksgenossen allmählich klar zu machen. Die Nationalsozialistische Partei hat vor über einem Jahre in Deutschland gesiegt. Alle Macht und Gewalt im Staate befindet sich in den Händen dieser Organisation. Millionen von Menschen haben sich ihr freiwillig unterstellt und Millionen andere gleichgeschaltet. Allein nicht alle sind, damit Nationalsozialisten geworden. Der Sinn der nationalsozialistischen Idee, über Stände, Berufe, Klassen, Konfessionen hinweg eine Volksgemeinschaft herzustellen, wird nicht erfüllt durch die nur äußere Anmeldung bei einer Partei. Parteigenosse kann man durch Einschreiben werden, Nationalsozialist jedoch nur durch eine Umstellung des Sinnes, nach einem eindringlichen Appell an das eigene Herz. (Lebhafter Beifall). Die Organisation einer Bewegung ist eine formale Erscheinung, auch wenn sie noch so genial und an sich richtig ist. Den inneren Wert geben ihr erst die Menschen, die ihren Sinn entsprechend die Idee lebendig verkörpern. Es ist die Aufgabe der nationalsozialistischen Revolution, den Millionen unserer Volksgenossen die Grundbedingungen klarzumachen, auf denen das Leben aller beruht. Was dem Einzelnen die Natur gegeben hat, muß er als Beitrag wieder abstatten seinem Volk. Es kann nur ein Recht in dieser Gemeinschaft geben, das erwächst aus der Erfüllung der zugewiesenen eigenen höchsten Pflicht. Die Arbeit ist daher in keiner Form eine Schande, sondern der höchste Adel für jeden, der durch sie und mit ihr getreulich mithilft am Aufbau des gesamten Lebens und damit beiträgt zur Erhaltung der Nation. Der nationalsozialistische Staat und seine Staatsführung verschließen sich nicht gegenüber den zahllosen Interessengegensätzen, die sich aus dem praktischen Leben für die Menschen ergeben. Allein um so nötiger ist es, die Prinzipien zu vertreten, die die Voraussetzungen einer wirklichen nationalen Exsstenz sind. Denn nicht durch Zwang läßt sich auf die Dauer eine Gesellschaftsordnung aufrecht erhalten, sondern nur durch ein inneres Verständnis für die ihr zugrundeliegenden Bedingungen. Es war daher unser höchstes Bemühen, den Begriff der Arbeit in seiner edelsten Bedeutung herauszuheben aus dem verwirrenden Getriebe unseres allgemeinen wirtschaftlichen Lebens. der deutschsprachigen Presse e.V das große Geder Perspektive aus sieht, soll ern, aber nicht tzten Jahre auch seitigt, in denen tes der Selbstund damit der zerstörung sehen gangenen Jahre rteiwesens durch einleiteten, dann lchen Deutschen ehmen, sondern eien von jenen Schaden es war, u, um die Rotz zu begründen. e Volk von unHader erlöst, der ekten Interessenets verhängnisjeber und Unterwieso wir diesen ig proklamieren, sezahlt werr die notwendige Wirtschaft hat onen Mark jährOrganisationen beitnehmer und feindliche Streiterte Heil=Rufe.) lvermögen durch gemaltüger, Her diese primitiven sgleichs der wirtDie Ersparnisse, ite kommen, sind Opfer, wenn in Mitarbeiein Symbol dung dieser ellung einer schaft. i aufflammender Jahr begonnen, ht nur theoretisch ht, ihr auch die sichern. 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P. weihte in den vollbesetzten Räumen des Gasthofes Lohmann ihre neue Fahne Nach Eröffnung der Veranstaltung durch den stellvertretenden Organisationsleiter Bornemann, der eindringlich auf den 1. Mai hinwies, stellte Ortsgruppenleiter Homberger den Abend unter das Leitwort:„Der Sieg im Kampf des Lebens gebührt nur dem, der beharrlich ist in der Treue und in der Pflichterfüllung gegenüber dem Volk, gegenüber dem Vaterland". Vergangene Zeiten bedeuteten Kampf. Wie war es dem Nationalsozialismus möglich, aus der kleinen Schar zur Staatsmacht zu werden? Die Zweifler blieben bis zum letzten Augenblick Heute betrachten wir das Geleistete fast als selbstverständlich. Deshalb ist es nötig, an die Kräfte zu denken, die das Werk schusen: Bedingungsloses Vertrauen, Gehorsam dem Führer, Glaube an die Kraft des deutschen Volkes und die Hoffnung auf Gesundung der Verhältnisse. Lebendig wurden die Begriffe erst durch die Opfer; denn das Leben gilt nichts ohne die Treue. Den Kameraden schwebte die Blutfahne voran, der sie die Treue bis zum letzten Atmezuge hielten. In echtem S. A.-Geiste soll auch die neue Fahne dem Parteigenossen voranschweben. Die Uebernahme der Fahne ist mit dem Gelöbnis der Treue verknüpft, der Treue bis zum Tode.— Der stellvertretende Kreisführer, Pa Putsch, erinnerte an die schweren Jahre des Kampfes, an das Einzigartige, das gewaltigste Geschehen der deutschen Geschichte Die Einigung des deutschen Volkes unter dem Hakenkreuzbanner ist von Zeit zu Zeit notwendig, nach den Gründen zu forschen warum nicht nur die Umformung des deutschen Denkens beginnen, sondern auch fortschreiten konnte. An den Vorgängen des Jahres 1932 lassen sich am besten die unbedingte Treue und diskussionslose Gefolgschaft der Anhänger der Bewegung erkennen. Bedeutete das Jahr 1932 das Jahr ungeheurer Opfer, 1933 das Jahr der Säuberung, so sind 1934 und die folgenden Jahre der Schulung, Verbreitung und Vertiefung nationalsozialistischen Gedankengutes gewidmet. Wir müssen wissen, warum wir kämpfen Als Vorkämpfer der nationalsizialistischen Idee müssen wir die Tragweite und die Zielsetzung des Nationalsozialismus, der sich wesentlich von anderen, verwandten Bewegungen, besonders vom Faschismus, unterscheidet, erkennen und der wartenden Welt die innere Geschlossenheit zeigen. Noch sind Judentum und Freimaurertum mächtig in der Welt. Formung und Schulung sind die wichtigsten Aufgaben der Parteigenossen. Pg. Putsch weihte nach diesen Darlegungen die Fahne mit dem Fahnenspruch:„Wer auf diese Fahne schwört, hat nichts mehr, was ihm selbst gehört.“ - va. Homberger übernahm die Fahne zu treuen Händen mit dem Gelöbnis der Treue für sich und die Ortsgruppe. Die erhebende Feier wurde von dem stellvertretenden Organisationsleiter Bornemann geschlossen. * Warnung vor einem Betrüger. Wetter. In Kürze findet eine Nacheichung der Gewichte und Maße statt. Ein Betrüger hat diese Tatsache zum Anlaß genommen, sein unsauberes Handwerk auszuüben. In einem Nachbarort erschien er, besah sich„sachverständig“ die Gewicht und Waagen und ließ sich Geld geben. Es wird vor diesem Betrüger gewarnt, da er versuchen dürfte, auch anderwärts die Geschäftsleute zu betrügen. Wenn der Mann auftritt, benachrichtige man sofort die Polizeiverwaltung. * Tolles Stück. Köln. Ein tolles Stück leistete sich hier ein 37jähriger Händler, der glaubte, mit seiner Frechheit die Polizei bluffen zu können. Der Mann war durch ein offenstehendes Fenster in eine Parterre=Wohnung eingestiegen, um dort zu stehlen. Als er bereits mehrere Behälter durchsucht hatte, und Kleider sowie Wäsche zu einem Paket verpacken wollte, wurde er von der zurückkehrenden Wohnungsinhaberin überrascht. Er hatte nun die Dreistigkeit, der Wohnungsinhaberin vorzuschwindeln, daß er einen ihm unbekannten Mann in der Wohnung beim Stehlen angetroffen habe. Bei seinem Erscheinen sei der Fremde durch das offene Fenster geflüchtet. Um die Wohnungsinhaberin vollständig in Sicherheit zu wiegen, ging der Bursche sogar mit zur Kriminalpolizei und erzählte hier dasselbe Märchen. Aber hier kam der dreiste Einbrecher an die richtige Adresse. Man hatte ihn sehr schnell durchschaut und des Einbruchs überführt. Der Händler, der bereits mehrfach wegen Einbruchdiebstahls vorbestraft ist und dem inzwischen auch noch andere Straftaten nachgewiesen werden konnten, wurde dem Gefängnis zugeführt. Von heute ab erscheint die„Halversche Zeitung“ mit ihren Schweiterausgaben unter dem einheitlichen Titel:„Das Sauerland“. Nicht leicht ist es uns geworden, unlere lieben, nunmehr 54 jahre beitehenden Titel, um deren Erhaltung wir bis jetzt gekämpft haben, aufzugeben. Doch haben auch wir, ebenso wie alle ähnlich gearteten Zeitungsunternehmen, uns den Mabnahmen des Reichsverbandes der Deutlchen Zeitungs-Verleger zu fügen und alle unlere Ausgaben nunmehr unter einem Titel erscheinen zu laffen. Bei der Suche nach einem Einheitstitel, der allen Lelern gerecht werden mußte, ergab lich für uns eine belondere Schwierigkeit inlofern, da wir unmöglich unlern Lelern in Breckerfeld, Schalksmühle, Valbert ulw. den Titel„Halversche Zeitung“ vorletzen konnten, ebenlo wie umgekehrt die Breckerfelder pp. Zeitung wo anders keine Zuftimmung finden konnte. In diesen Zeitungstiteln lag eine Abgrenzung unseres Verbreitungsgebietes in allzu engen Grenzen, die die Tatfachen ja auf den Kopf stellten. Andererleits widerstrebte es uns aber auch, eine Titel-Anleihe unter den lonit üblichen Zeitungstiteln zu machen, die in keiner Weile unler Sinnen und Streben kennzeichneten. Unler ab heute geltender Titel: „Das Sauerland“ war der Name unlerer früher in weiter Umgebung in gutem Rufe stehenden Heimatbeilage; er ist allo nicht irgendwoher entlichen, sondern schon alt... und doch neu. Er verlpricht nicht alle Schätze der Welt, sondern nur das, was wir immer bestrebt haben: eine Heimatzeitung im wahrlten Sinne des Wortes zu lein, die charaktervoll für die heimatlichen Belange eintritt, auf lauerländischem Boden gewachlen ist und schon im Titel die freundliche Werbung zum Beluch unseres wunderschönen Fleckchens Erde erkennen läßt. Im Dritten Reich haf das Wort„Heimat“ einen ganz anderen Klang gegen früher bekommen, weshalb auch unfere Aufgabe, den Heimatteil noch mehr als bisher zu pflegen, heute eine tiefere Bedeutung haf als früher. Unterlfützen Sie daher Ihre Heimatzeitung „Das Sauerland“. Sie unterstützen damit nur sich selblt. je mehr Sie lie unterstützen, umlo beffer für die Heimat, denn eine starke, gutgeleitete Heimatzeitung ist das nachdrücklichste Werbemittel ihres Heimatbezirkes. Die Jahre des Niederganges, der Parteiung und Zerletzung sind vorüber. Seit Volkskanzler Adolf Hitler die Zügel der Regierung in Händen haf, nimmt die Kurvenlinie der deutschen Politik und Wirtschaft eine starke Aufwärtsrichtung an— und lo ist zu hoffen, daß auch im darniederliegenden und schwer um seine Exiltenz ringenden Zeitungsgewerbe wieder bellere Tage kommen, Tage des Auf- und Ausbaues, die wir gewiß nicht verläumen, sondern nützen werden— zum Vorteil der Heimat, unseres schönen Sauerlandes. „Das Sauerland“ Schriftleitung und Verlag. Die Jagd im Mai. Die„tote" Jahreszeit, die Hegezeit, geht mit dem Wonnemonat Mai allmählich zu Ende. Die Natur ist aus ihrem Winterschlaf erwacht und schmückt sich wieder mit frischem Grün und Junglaub. Da hält es den Jäger auch nicht mehr in seinen vier Wänden. Mit Macht zieht es ihn hinaus in sein Revier, selbst wenn es noch nichts zu jagen gibt. Da der Mai der Setz- und Brutmonat für fast alles Wild ist, sind die Hegegänge, wie die illustrierte Jagdzeitung„Wild und Hund", Berlin SW 11 schreibt, jetzt besonders wichtig und nötig. Wie schnell können wildernde Hunde und streuende Katzen in unbeaufsichtigter Wildbahn Unheil anrichten, das schwer oder gar nicht wieder gut zu machen ist. Darum heißt es„Augen auf im Revier!" und durch strenge Beaussichtigung solchen Uebeln vorzubeugen. Bis Mitte des Monats ist fast überall noch die Jagd auf unser edles Flugwild, Auer-, Birk= und Trappenhähne, auf. Alllgemeines Die heutige Nummer umsaßt 8 Seiten. Das Wetter 3. Mai: Stellenweise Regen, teils Aufhellung, ziemlich kühl. Kalenderweisheiten für den Mai— Won nemond Bauernregeln: Der Mai kühl und naß, füllen Scheune und Faß.— Viel Gewitter im Mai, schreit der Bauer juchhei.— Um Philipp und Jakobi(1. Mai) sind die größten Wetter und gedeihen die besten Linsen.— Regen im Mai, gibt fürs ganze Jahr Brot und Heu. — Wenn sich naht St. Stanislaus(8. Mai), rollen die Kartoffeln raus. Aus dem Jahre 1526: In dissem mond man baden soll, Tanze, singe, springen, leben woll Dein negell von dein hende Mit eisenn den nicht wende(Fingernägel nicht mit Eisen beschneiden), Das dir im May verheissen, Damit wirst du gar oft gerissen(nicht gehalten). Aus dem Jahre 1700: Purgiere nun, laß zur Ader, trinck Wein, iß Gewürtz und Salat, ändere die Lufft, und suche Kurtzweil. Glücklich, wer dieses Wild oder doch eine Art in seinem Revier noch hegen und bejagen darf! In zahlenmäßig starken Beständen kommen sie leider nur noch in wenigen Gegenden vor. Und selbst hier sollte man jeden übertriebenen Abschuß vermeiden, damit uns dies Wild noch recht lange erhalten bleibt. Da die Gelege im allgemeinen vollzählig sind, ist jetzt, Anfang Mai, der rechte Zeitpunkt für den Jäger, sich seinen Lohn für winterliche Hegemaßnahmen in Gestalt des einen oder andern abkömmlichen Hahnes zu holen. Im übrigen besteht im Mai die jagdliche Betätigung in der Hauptsache in der Kurzhaltung von Krähen, Elstern und anderen Räubern. In Niederwildrevieren, die viel unter Füchsen zu leiden haben, schießt man am Bau Jungfüchse ab. Dabei ist aber zu bemerken, daß nach dem neuen Preußischen Jagdgesetz vom 18. Januar 1934 führende Fähen, wie auch führende Bachen, Marder und Iltisse, in der Zeit vom 16. März bis 15. September nicht erlegt werden dürfen. Zum Abschuß frei sind sonst noch Bleßhühner, Rohrweihen, Sperber, Hühnerhabichte, Fischreiher, Säger und Haubentaucher. Die Rehbockjagd geht nun wohl in allen Ländern einheitlich am 1. Juni auf. Zur Vorbereitung zu dieser Jagd wird der Mai aber jedem Weidmann willkommen sein. Zunächst wird er dafür sorgen, daß die Büchse eingeschossen ist. Dann geht es an die Bestätigung der Böcke. Gerade jetzt, wo überall saftige Grünäsung, aber noch wenig Deckung vorhanden ist, kann man sich am leichtesten ein Bild von seinen Rehbeständen machen. So hat man jetzt gute Gelegenheit, sich zuerst die kümmernden und schlecht veranlagten Böcke genau zu betrachten, um sie für die nahende Jagdzeit vorzumerken. Daß dies eine ernste, schwierige Weidmannsarbeit ist, weiß jeder Jäger, der sein Revier weidmännisch behandelt. Darum hinaus, so oft als möglich, und immer wieder beobachten, daß späterhin kaum wieder gut zu machende Fehler im Abschuß vermieden werden! K. Erinnerung. Nun löst die Nacht die schweren schwarzen Flechten, Aus denen süßes Duften, weich und lind, Erquickend über müde Fluren rinnt, Als ob die Winde Gottes Odem brachten. Das ist mir wieder wie in schön'ren Nächten, Die lang— wie lang!— hinabgeschwunden sind, Da abends ich— ein müdgespieltes Kind, Die Aermchen durft um Mutters Nacken flechten. Und ihre lieben schwarzen Haare fielen Mir übers Antlitz, bis dann Lust und Spielen Zur guten Nacht mit letztem Kuß belohnt... Heut greif ich nur in wesenlose Ferne, Tief aber in der Seele trau ich gerne, Daß doch auch hier die Liebe wohnt! Walter Flex. Roman von Klara Haidhausen. Arheberrechtsschutz durch Verlagsanstalt Manz, Regensburg. 35. Fortsetzung. Nachdruck verboten. Und der Mann ertappte sich plötzlich darauf, daß er das liebe Geschöpf an seiner Seite mit der Frau verglich, der seine erste starke Neigung gehört hatte. Nein, sie war nicht so schön wie Ditha, die kleine Lore Berger, und besaß weder ihr ungewöhnliches Wissen noch ihre seltene Charakterstärke. Aber sie war jung und süß, gesund an Leib und Seele und ven viel natürlicher Klugheit, die durch eine sorgfältige Ausbildung und nicht zuletzt durch das lange Zusammenleben mit Ditha in jeder Hinsicht erweitert und vertiest worden war. Und sie besaß vor allem die Eigenschaften einer Frau, die Dr. Römer in seinem Frauenideal verkörpert suchte. in dem gleichen Maße wie die Freundin: Ernste, gläubige Lebensauffassung, Lauterkeit des Empfindens, Selbstlosigkeit und Opferfähigkeit, Wärme und Treue. Weich und lockend schmeichelten sich diese Gedanken in Gert Römers Seele und woben feine, feste Fäden um ihn und das Mädchen an seiner Seite. Leise, ganz leise trat die Liebe zwischen sie, legte ihre Hand auf des Mannes Herz. daß es in rascheren Schlichen zu pochen begann, rührte an seine Sinne, daß ihm das Blut heißer durch die Adern strömte. Und hauchte ihren betörenden Atem über die Wagschale Lore Bergers, daß sie gewichtig tiefer und tiefer sank. Was war es doch, das auf einmal so sehr den Ausschlag zu Lores Gunsten gab, daß er sich darüber mehr und mehr von seiner bisherigen Neigung löste? Dr. Römer war sich seines persönlichen Wertes und dessen, was er seiner künftigen Frau zu bieten hatte mit selbstverständlichem Stolz bewußt. Sonst hätte er nie gewagt, um Ditha zu werben. Er hatte es sich schön gedacht, Hand in Hand mit ihr auf den Höhen des Lebens zu wandern— in gegenseitigem Geben und Nehmen zu beglücken und glücklich zu sein. Und doch war da manchmal, wenn er sich eine gemeinsame Zukunft ausmalen wollte, ein leises Bangen in ihm wach geworden, ob er einer Frau wie Ditha auch auf die Dauer das würde bieten können, was sie vom Leben zu fordern berechtigt war. Wie anders würde das sein bei dem Manne, der einmal Lore Berger in ihrer rührenden Selbstlosigkeit und Bescheidenheit an sein Herz nahm! Ihr, der armen, mittellosen Waise hatte er ja schon an äußeren Gütern viel zu bieten — Heimat und Versorgung— ihr gegenüber war es auch nicht allzuschwer, der geistig Überlegene zu sein. Sie würde so gerne zu dem Gatten aufblicken in gläubiger Dankbarkeit, würde ganz in ihm aufgehen und ihm in schrankenloser Hingabe alle Schätze ihres reinen Kinderherzens schenken. Sie würde in all ihrer fraulichen Anmut an seinem Herd walten, sein Haus mit Sonne und Liebe füllen und mit ihm gehen durch dick und dünn als bester treuester Kamerad. Versonnen blickte Dr. Nömer in das stille Dunkel, dorthin, wo neben ihm das feine Oval von Lores Gesicht sich mattschimmernd abhob. Noch war er nicht so weit aus all seinen Erwägungen die letzten Konsequenzen zu ziehen— sich klar darüber zu sein, daß er selbst die Hand nach Lore ausstrecken könnte. Noch wußte er nicht, daß die warme Zärtlichkeit, die sein Herz für das junge Mädchen erfüllte, schon das Erwachen einer neuen, glücklicheren Liebe war. Aber es werden noch mehr Tage und Abende solchen Zusammenseins folgen, in denen zwei füreinander bestimmte Menschen sich näher und näher kommen. Und einmal, da wird es klar in Gert Römer geworden sein. Dann wird er wissen, daß er Lore Berger liebt mit seiner ganzen unverbrauchten Kraft. And wenn er dann so wie heute, Seite an Seite mit ihr dem Hause zuschreitet, da wird auf einmal ein heißer Wunsch in seiner Seele brennen: Daß dieses Haus sein Haus wäre — ein liebes kleines Doktorhaus irgendwo in dem schönen Schweizerland— und daß das junge, blühende Weib an seiner Seite ihm gehöre,— daß er es auf seine Arme nehmen und glückbebend über die Schwelle tragen dürfe ins innerste Gemach. Dann Lore Berger wird er Dich fragen, ob Du seine Frau werden willst. VI. Drei Wochen waren schon ins Land gezogen, seit Ditha ihren Einzug ins schöne Doktorhaus von B. gehalten hatte. Es war an einem strahlenden Sommermorgen, wenig über die sechste Stunde, als sie leise das Haus verließ und ihrem Lieblingsplätzchen auf der Höhe des Gartens zustrebte. Das schöne parkartige Gelände, welches das Wohnhaus rings umgab, wurde auf der Nordseite von einer ziemlich rasch ansteigenden Höhe begrenzt, die schon mit Waldbeständen bewachsen, aber in sehr glücklicher Form noch dem Garten einverleibt war. Langsam stieg Ditha den schmalen Pfad empor, Herz und Sinne nicht ganz so offen für all die Schönheit dieser Morgenstunde wie sonst, und erreichte bald ihr Ziel— eine einfache Holzbank unter einer knorrigen, alten Eiche, von der aus man einen herrlichen Ausblick auf das liebliche Bergstädtchen und die blaue Alpenkette hatte. Tief sog Ditha die würzige, vom Duft der Alpenkräuter geschwängerte Morgenluft in die Lungen, und als sich nun auch das vielstimmige Frühkonzert der Vögel in den Zweigen an ihr Ohr schmeichelte, wurde ihr in all dem Frieden der Natur allmählich leichter und freier ums bange Herz. Hinter ihr lag eine Nacht voll quälender Zweifel, die sie kaum den notdürftigsten Schlaf hatten finden lassen. Drei Wochen lang hatte sie in der Nähe des geliebten Mannes traumhaft glückliche Tage verlebt. Fast völlig losgelöst von der Vergangenheit, ohne Frage an die Zukunft — so hatte sie den Becher getrunken, den eine freundliche Gegenwart ihr an die Lippen hielt. (Fortsetzung folgt.) der deutschsprachigen Presse e.V ee Treis Altena Halver Ein Zusammenstoß zwischen einem hiesigen Lastkraftwagen und einem auswärtigen Motorradfahrer erfolgte gestern nachmittag gegen 5 Uhr an der großen Gefahrenstelle Frankfurter und Kronprinzenstraßen=Ecke (Fastenrath—Bürger). Der Lastkraftwagen kam aus der Frankfurter Straße und wollte um die Ecke in die Kronprinzenstraße einbiegen, als gleichzeitig das Motorrad aus entgegengesetzter Richtung kam. Der Anprall war ziemlich heftig und für den Motorradfahrer verhängnisvoll: er erlitt schlimme Armverletzungen. Das Motorrad war auch total zertrümmert. „. Motorradunfall. In der Gefahrenkurve beim Manufakturwarengeschäft C. Fastenrath ereignete sich kürzlich ein Unglücksfall. Ein aus der Frankfurter Straße kommender Motorradfahrer stieß an dieser Stelle mit einem aus der Kronprinzenstaße kommenden Fahrer zusammen. Auf beiden Rädern war auch der Soziussitz besetzt. Bei dem Anprall flogen alle vier Personen zu Boden doch glücklicherweise ohne Schaden zu nehmen. Die Motorräder wurden allerdings beschädigt. Die Uebung des Löschzuges Halver der Freiw. Feuerwehr am Samstag nachmittag erhielt durch die Anwesenheit des Feuerlöschdirigenten Bürgermeister Watermann eine besondere Note. Es galt, die alljährliche Inspizierung der Wehr vorzunehmen. Nachdem Oberbrandmeister Aug. Brückmann die Meldung erstattet, übernahm Brandmeister Wilhelm Svieß die Leitung der Uebung. Zuerst wurde Fußexerzieren des gesamten Löschzuges gezeigt; dem folgten Uebungen der einzelnen Abteilungen an den Geräten. Zum Abschluß rief Hornsignal die Feuerwehr zur Bekämpfung eines Brandes. Angenommen wurde, das Schlachthaus von Wiebel, Kölner Str. sei vom Feuer ergriffen. Durch Funkenflug waren die Häuser in der Nachbarschaft gefährdet. Tatkräftig ging die Wehr mit sieben Schlauchleitungen gegen das entfesselte Element vor. In kurzer Zeit war die gestellte Aufgabe gelöst, und man rückte wieder zum Feuerwehrplatz an der Amtsstraße. In der Kritik drückte der Bürgermeister seine Befriedigung über das Gesehene aus und dankte der Wehr, ebenso der Freiw. Sanitätskolonne, sie zur treuen Zusammenarbeit auch für die Zukunft ermhnend. Der N. S. Frauenschaft Halver war die Betreuung und Unterbringung der über 400 Arbeitsveteranen übertragen worden, die, wie schon an anderer Stelle erwähnt, in 195 Privatautos gegen 2,30 Uhr nachmittags hier in Halver eintrafen. Die Lösung dieser Aufgabe, die ziemliche Anforderungen an unsere Frauenschaft stellte, und deren Vorbereitungen sehr schnell getroffen werden mußten, gelang in allen Teilen befriedigend. Liebenswürdigerweise war der Vereinshaussaal mit seinen Kochvorrichtungen zur Verfügung gestellt worden. Weißgedeckte, blumengeschmückte Tische, Kuchenteller boten einen einladenden Anblick. Die Autos rollten heran, ihre Insassen entlassend, und fanden in endloser Schlange in der Berlinerund Hochstraße Aufstellung. Rasch waren die Tische besetzt. Die Leiterin der N. S. Frauenschaft, Frau Emil Kreinberg, bewillkommnete am Eingang die Ankommenden und bald durchzog würziger Kaffeeduft den Raum. Einige Mitglieder der N S. Frauenschaft sowie einige Damen vom Vereinshaus hatten diese Arbeit übernommen. Inzwischen übernahm der B.d.M. das Einschenken, währenddessen sang Herr Steinbach vom Stadttheater Hagen:„Deutschland, du mein Vaterland" und„Auch ich war ein Jüngling im lockigen Haar“. Aber immer mehr Arbeitsveteranen kamen, deshalb mußten aus der Nähschule Tische herbeigeschafft und im Freien aufgestellt werden. Dann saßen sie alle, die alten in der Arbeit ergrauten Männer und ließen es sich schmecken. Plattdeutsche Döhnkes erzählte ein Vortragender dann sprach der Vorsitzende des Invalidenvereins zuerst seinen Tank dem Führer, dann der Arbeitsfront, der N. S. K. K. Hagen und der Frauenschaft Halver abstattend.„So einen Tag, wie den heutigen“, so sagte er,„haben wir in unserm ganzen Leben noch nicht erlebt, wo man uns alten Leute in einer schönen Fahrt ein Stück unserer Heimat zeigt, wo wir hier bewirtet und unterhalten werden". Zugleich aber stellte er noch fest, daß sich viele, die sich nicht vorher angemeldet, zur Abfahrt in die Wagen gesetzt hätten, und so die Zahl bedeutend vergrößert worden sei.— Nach ihm sprach noch ein bekannter auswärtiger S. A.-Führer.— Gegen 6 Uhr fuhren die Besucher von dannen Die diesjährige Wanderplakette, die bisher erst zwei Schulen verliehen worden ist, hat die Rektoratschule von Halver für ihr fleißiges Sammeln für den V.D.A. erhalten. * Schweres Unglück. Odersberg. Kindlicher Leichtsinn hat hier am Dienstag abend zu einem schweren Unglück geführt. Unterhalb des Ortes hängten sich, wie die Dill-Ztg. schreibt, mehrere Kinder an einen zum Transport von Steinen benutzten Lastzug, der aus einem Bulldogg und zwei Anhängern bestand. Dabei kam das neunjährige Töchterchen des Lehrers Georg zu Fall und wurde von einem der Anhänger überfahren. Das Kind zog sich schwere Verletzungen zu und mußte dem Krankenhaus in Herborn zugeführt werden, wo es bald starb. An dem Leid der schwergeprüften Eltern nimmt die gesamte Einwohnerschaft innigen Anteil. Den Kraftwagenführer trifft keine Schuld an dem beklagenswerten Unglück. Ein Denunziant. Altenkirchen. Ein Lehrer D. aus K., Kreis Altenkirchen, schrieb eines Tages einen Brief an den Kreisobmann des Nationalsozialistischen Lehrerbundes und beschuldigte darin seinen Kollegen L. aus St. in übelster Weise. Die Folge dieser mehr als leichtfertig ausgesprochenen Ehrenkränkung für den Briefschreiber war dessen Ausschluß aus der N.S. D. A. P., seine spätere ausgesprochene Versetzung als Lehrer sowie ein Strafverfahren wegen Beleidigung. Der Vorsitzende richtete nach Vernehmung des Angeklagten die Frage an den Beleidigten, ob er unter Bedingungen bereit sei, seinen Strafantrag zurückzunehmen, welche Frage bejaht wurde. Darauf sprach der Angeklagte sein Bedauern über seine beleidigenden brieflichen Aeußerungen aus u. wurde verpflichtet, 50 RM an die Kasse der N.S.=Volkswohlfahrt zu zahlen. 25(„Sieg. Ztg.“) Seltene Jagdbeute. Wermelskirchen. Im Westerwald erlegte ein Wermelskirchener Jäger ein Reh mit sechs Beinen, wovon sich zwei auf dem Rücken befinden. Ein Bein ist abgebrochen, das andere ist verkrüppelt. * N Der 1. Mai in Halver. Arbeit marschiert 1. Mai Kapelle und schon morgens an den Häusergeschmückt worden. zu beiden Seiten entlang und über viele Volksein zum letzten Platz sang der Kirchenchor das Mit herrlichem Sonnenschein brach der diesjährige an und die hellen Klänge des Weckrufs der N. S. Wirbel des Trommler= und Pfeiserkorps trafen schon morgens um 6 Uhr die Bewohner unseres Ortes wach und auf den Beinen. Hier und da wurde noch die letzte Hand an n schmuck gelegt. Und wie prächtig war überall Reihen junger Birken säumten die Straßen an den Häusern zogen sich Tannengewinde allem schwebten die Hakenkreuzfahnen. Aber, was ist denn das? Ueber dem Hauseingang der Gärtnerei Welteke ist ein aufsteigender Adler kunstvoll aus Lorbeer und Tannenzweigen angebracht, der in einem Ring ein Hakenkreuz aus Lorbeerblättern hält, das Hoheitszeichen sbmbolisierend. Recht plastisch und wirkungsvoll. Es war wohl kaum ein Haus, das nicht geschmückt hätte und manchmal bleibt der Blick bewundernd an einer besonders schöngeschmückten Hausfront haften. Aus den weitgeöffneten Fenstern tönt Radiomusik und all das junge Waldesgrün verbreitete einen frischen Duft in den Straßen. Schon ist es Zeit zum Gang in die Kirche. Dem Rufe zum gemeinsamen Kirchgang waren genossen gefolgt, sodaß die Kirche beinahe bis zum besetzt war. Zur Weihe des Tages su.„ Lied:„Gott ist meine Zuversicht und Stärke". Pastor Stommel sprach in seiner Predigt von dem 1. Mai, wie er früher gefeiert wurde, da das deutsche Volk, in Klassen und Parteien zersplittert, sich in Haß und Neid bekämpfte. Vielfach scheint schon vergessen, welch traurige Zustände noch vor zwei Jahren herrsch= ten, als die Marxisten durch Brandreden alles aufhetzten und zertraten, was deutschen Herzen heilig war. Den heutigen 1. Mai seiern wir dagegen als ein einig Volk von Brüdern, Arbeitnehmer und Arbeitgeber zusammen als eine Arbeits- und Volksgemeinschaft— und damit hat ein neuer Abschnitt in der Geschichte begonnen. So müssen wir mit Dank im Herzen Gottes gedenken, der uns in der größten Not einen Führer gab und bitten, daß es so werde, daß Arbeit Dienst und nicht Verdienst ist, daß ehrliche Arbeit wieder ihren ehrlichen Lohn empfängt. Denn Arbeit ist Lust und keine Last, Arbeit ist Ehre und keine Schande. Im neuen Reich gibt es keine Menschen zweiter Klasse und es gibt nur noch einen Adel, den Adel der deutschen Arbeit. Die Quelle der Kraft ist das Gebet, denn ein arbeitendes und betendes Volk kann nie untergehen.— Abschließend sang dann der Kirchenchor noch:„Die Kirche Christi wanket nicht". Ein Promenadenkonzert auf dem Markt seitens der N. S. Kapelle bot dann noch der Bevölkerung flotte Märsche und Musikstücke. Um 2 Uhr: Der Festzug. Die Beamtenschaft stellte sich am Amtshause auf, die Handwerker und Handeltreibenden der Hago und des G. H. G. am Bahnhof der K. A. S. Die einzelnen Belegschaften der hiesigen Betriebe unter Führung der N. S. B. O. im Eichholz, die Bauern an der Leye, ebenda die S. A. und die H. I. Es kostete vie Vorbereitung, den gewaltigen Zug zu formieren. Dann setzen sich die Massen in Bewegung. Voran die Musik, ein Trommer= und Pfeiserkorps, die N. S. Kapelle, dann die S. A., die Notor S. A., fünf Hakenkreuzfahnen wurden vorübergetragen vährend sich die Hände der Spalierbildenden zum Deutschen Gruß erhoben. Es folgte der Stab der N. S. D. A. P., die Halverschen Fabriken mit ihren Wirtschaftsführern und Belegschaften unter Führung der N. S. B.O. Handwerk, Handel und Gewerbe in Berufskleidung unter Führung der N. S. Hago. Die Kapelle von Carthausen war in blau=weißer Uniform vertreten. Eine hübsche Abwechselung im Bilde des Zuges bildeten die blauen Kittel der Bauern und recht schmuck hatten sich die Gärtner mit ihren grünen Strohhüten gemacht. In ihrem Dienstanzug die Bahn= und Postbeamten, die gesamt Beamtenund Lehrerschaft, die Hitlerjugend bildete den Schluß. So gings mit klingendem Spiel durch die geschmückten Straßen. Zahlreiche Transparente wurden mitgeführt, die den Wert der Arbeit betonten. Hervorhebenswrt ist noch besonders, daß die meisten Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront im Besitze der neuen blauen Mützen waren, was sehr gut aussah.— In der Hochstraße kams zu einer vorübergehenden Stockung denn eine unendliche Schlange Privatautos vollte heran. Es waren die Hagener Arbeitsveteranen, die in 195 Autos weit über 400 an der Zahl ankamen. Sonst aber nahm der Festzug seinen normalen Verlauf und bedeutete eine gewaltige, wohlorganisierte Kundgebung, an der sich sozusagen alle Arbeitenden beteiligten. Und die noch übrige Bürgerschaft, hauptsächlich Frauen und Kinder, bildeten reichlich Spalier Auf der Karlshöhe endete der Festzug, wo die große Kundgebung auf dem Tempelhofer Felde mit der Rede des Funrers durch Lautsprecher vermittelt werden sollte. Zuerst ging auch alles gut und planmäßig vor sich, bis daß ein plötzliches Gewitter mit begleitendem Regen unliebsame Störungen verursachte. Begreiflicherweise flüchtete die Menge dann sofort in die Gasträume von Adolf Radix, wo viele keinen Platz finden konnten. Glücklicherweise hielt der Regen vorerst nicht an... und gar bald überschien wieder lachender Sonnenschein das festliche Bild.— Vor Anhörung der Berliner Kundgebung ergriff der Ortsgruppenbetriebswart der N. S. B.O., Pg. Willr Böhle, das Wort zu einer kurzen Ansprache, darauf hinweisend, wie schon nach 1870 Bestrebungen zutage getreten seien, den 1. Mai zu feiern, wie er dann später von den Marxisten als internationaler Feiertag und als Mittel der Verhetzung propagiert worden sei. Die üblen Folgen zeigten sich denn auch nach dem Kriege, da kaum ein 1. Mai gefeiert wurde, der nicht mit Blutvergießen verbunden gewesen sei. Das habe nun aufgehört... und der 1. Mai werde jetzt gefeiert vom ganzen Volke und als nationaler Feiertag. So seien auch alle hier zusammen gekommen, um die Rede des Führers zu hören.— Inzwischen hatte die Uebertragung der Reichssendung stattgefunden. Im Anschluß daran gab die N. S. Kapelle ein Konzert. Auch die Vereinigten Sänger hatten sich für den Festtag zur Verfügung gestellt und sangen unter ihrem neuen Dirigenten SpießHaspe:„Mein Vaterland soll Deutschland heißen" und„Mahnung". Später noch:„Frisch in die Welt",„Mit dem Pfeil, dem Bogen",„Wandern im Mai“, und sie mußten sogar noch eine Zugabe machen. Wieder wogten die Klänge der Blasmusi! durch den Saal. Dann ein Theaterstück. Es war die Geschichte vom armen Leutnant und seinem Burschen, die allgemeines Lachen im Saale verbreitete. Der Dilettanten=Verein bot diese Gabe und machte seine Sache sehr gut. Ein Trompetenstoß kündigte nun den wichtigen Vorgang der Preisverteilung Leiters der Metallarbeiterjugend Halver, Emil Böhle, hielt Bürgermeister Watermann, folgende Ansprache: In den vor wenigen Wochen stattgefundenen Berufswettkämpfen will unsere deutsche Jugend zeigen, was in ihr steckt. Es soll ein Beweis sein, daß unser deutsches Volk an Leistungsfähigkeit nicht zu übertreffen ist. Ich freue mich feststellen zu können, daß dieser Ruf der Reichsregierung auch in Halver auf fruchtbaren Boden gefallen ist. 80 Jungen und Mädchen haben hier in friedlichem Wettbewerb ihre Kräfte gemessen. Ich danke allen, die sich daran beteiligt haben, und denen, die die Berufswettkämpfe in die Wege leiteten und ermöglichten. Die Bewertung ist nach Nummern nicht nach Namen erfolgt, sodaß eine vollständig objektive Beurteilung jeder einzelnen Arbeit Platz gegriffen hat. Ich möchte besonders betonen, daß auch den sog. ungelernten Arbeitern die Möglichkeit gegeben wurde, sich an den Wettkämpfen zu beteiligen, und so gezeigt, daß auch ihnen ein gebührender Platz in der Volksgemeinschaft eingeräumt wird. Wir haben das erfreuliche Ergebnis zu verzeichnen, daß von 80 Arbeiten 50 mit=Prämien bedacht werden kannten. Ich freue mich ganz besonders über diese außerordentlich guten Resultate. Mögen diese Berufswettkämpfe ein Ansporn für unsere ganze Jugend sein Möge ein jeder sich bemühen, das zu leisten, was in ihm steckt denn das Leistungsprinzip hat eine hohe Bedeutung in unserm Staate erlangt. Ich möchte wünschen, daß im nächsten Jahre sich alle Berufe beteiligen möchten". Danach verlas Bürgermeister Watermann die einzelnen Sieger, die ihre Preise erhielten und alle auf der Bühne Aufstellung nahmen, wo sie von Bürgermeister Watermann, dem Repräsentanten der Ortsgruppe und Emi Böhle beglückwünscht wurden. Das Schlußwort sprach Pa Emil Böhle, der seinen Dank dem Kampfwettleiter Ernst Kückelhaus, Werkmeister Brüninghaus, den Herren der Betriebe Lüsebrink und Haurand, und der H. J. und dem B. d. M. für die einleitende Propaganda. So endete auf der Karlshöhe unser 1. Mai im Jahre 1934 Im Orte wurde er weiter gefeiert... und es soll sehr schön gewesen sein... Die Sieger der Berufswettkämpfe. Gruppe II: Gelernte Arbeiter: Höchstpreis: Robert Riebold mit 82 Punkten, 2. Preis: Gottfried Kemver mit 72 Punkten, 3. Preis: Herbert Gabel mit 71 Punkten, 3. Preis: Alfred Biesenbach mit 71 Punkten, 4. Preis: Karl Hölting mit 68 Punkten. Gruppe III: Gelernte Arbeiter: 1. Preis: Adalbert Untermann mit 72 Punkten, 2. Preis: Karl Klich mit 71 Punkten, Preis: Erwin Schneider mit 69 Punkten, Preis: Wilhelm Höngen mit 66 Punkten. Gruppe I: Gelernte Arbeiter: Preis: Otto Müller mit 79 Punkten, Preis: Alex Faust mit 79 Punkten, Preis: Siegfried Grell mit#9 Punkten, Preis: Emil Singerhof mit 75 Punkten, Preis: Hans Schulte mit 65 Punkten. Gruppe III: Ungelernte Arbeiter: Preis: Walter Lauterjung mit 7 Punkten. Gruppe II: Ungelernte Arbeiter: Preis: Herbert Solmecke mit 18 Punkten, Preis: Heinz Wetzel mit 15 Punkten, Preis: Karl Wurth mit 12 Punkten Preis: Ernst Kaltenborn mit 12 Punkten. Gruppe I: Ungelernte Arbeiter: Preis: Karl Haase mit 19 Punkten, Günter Domke mit 18 Punkten, Walter Rasener mit 18 Punkten, Kurt Maschewsky mit 16 Punkten, Fritz Grüterich mit 16 Punkten, Ludwig Sauer mit 12 Punkten, Helmut Kemper mit 11 Punkten, Rudi Linde mit 11 Punkten. Kaufmannsangest ellte: Verbandspreis: Gruppe IV i. Bez.: Gust. Reh, Halver. Diplom: Hugo Ahlhaus, Halver i. W., Ernst Schäckermann, Halver i. W. Gruppe III: Mädchen: Höchstpreis: Magdalene Meier mit 48 Punkten, ? P r e i s: L o t t e F a u k m i t 4 5 P u n k t e n, Elisabeth Thiel mit 45 Punkten, Wilhelmine Becker mit 45 Punkten, Elfriede Czittrich mit 42 Punkten, Elfriede Klein mit 42 Punkten, Marta Schröder mit 41 Punkten, Lina Siepmann mit 41 Punkten, Herta Dickschart mit 39 Punkten, Irene Schröder mit 39 Punkten, Emmi Hohmann mit 39 Punkten, Irmgard Brosinsky mit 36 Punkten, Franziska Karbon mit 36 Punkten, Ruth Sinn mit 35 Punkten, Maria Nawakowsky mit 35 Punkten, Else Faut mit 35 Punkten, Anni Burmisbrack mit 35 Punkten, Paula Zukowsky mit 32 Punkten, Maria Schöps mit 31 Punkten, Therese Weber mit 30 Punkten. Gruppe I: Mädchen. Preis: Erika Altenbura mit 45 Punkten, Preis: Margarete Dörseln mit 44 Punkten Preis: Elsbeth Morlinghaus mit 42 Punkten. 3. 4. 1. 1. 1. 2. 3. 1. 1. 2. 3. 3. 1. 2. 2. 3. 3. 4. 5. 5. 2. Preis: Preis: Preis: Preis: Preis: Preis: Preis: 2. 2. 3. 3. 4. 4. 5. 5. 5. 6. 6. 8. 9. 10. 1. 2. 3. Preis: Preis: Preis: Preis: Preis: Preis: Preis: Preis: Preis: Preis: Preis: Preis: Preis: Preis: Preis: Preis: Preis: Preis: mut Wegen ärztlichen Arbeitsverbotes in den Tod. Idar=Oberstein(Rheinland), In einem Anfall von Schwerhat sich ein 22 Jahre alter Diamantschleifer am Mittwoch bier das Leben genommen. Der Arzt hatte ihm aus Gesundheits. rücksichten verboten, zu arbeiten. Dies hat sich der junge so zu Herzen genommen, daß er sich mit einem Messer Pulsader und Kehle durchschnitt. Er verblutete innerhalb wenigen Minuten. Rattenplage. Kiel. Die Rattenplage hat in der letzten Zeit in Süderbarup bei Kiel Formen angenommen, die eine Abhilfe dringend erfordern. Es fand deshalb eine Gemeinderatssitzung statt, in der man die Möglichkeiten einer wirksamen Bekämpfung dieses Ungcziefers erörterte. Der Gemeinderat faßte schließlich den Beschluß, für jeden eingelieferten Rattenschwanz eine Belohnung von 10 Pfennig zu zahlen. Der Roman:„Ditha will dienen“ befindet sich auf der 1. Seite der Beilage. der deutschsprachigen Presse e. Rönsahl Gründungs=Versammlung der N. S. Frauenschaft Rönfahl. Im Café Haarhaus hierselbst fand am Freitag die endgültige Gründung der am Geburtstage Adolf Hitlers ins Leben gerufenen N. S. Frauenschaft statt. Der Einladung waren etwa 50 Frauen gefolgt. Nach der Begrüßung durch den Vertreter der hiesigen pol. Ortsgruppe, Pg. Herm. Schacke ergriff die Kreisleiterin Frau Plessow=Plettenberg das Wort und referierte in einstündigem Vortrage über die Aufgaben der N. S. Frauenschaft. Sie führte u. a. aus, daß die N. S. Frauenschaft kein Verein, sondern eine aus dem Volke in der Kampfzeit entstandene Bewegung sei. Mit der Machtergreifung Adolf Hitlers hat die Aufgabe der Frau erst begonnen, nämlich die Umwandlung des inneren Menschen. Frühere Klassengegensätze werden jetzt durch die Volksgemeinschaft überwunden. Die deutsche Mutter ist ein Vorbild für ihre Kinder; wenn Vater und Kinder in der politischen Bewegung stehen, dann darf die Mutter nicht darin fehlen. Frau Plessow kam dann auf das Hilfswerk„Mutter und Kind“ zu sprechen. Durch die Mitarbeit der Frau an diesem Hilfswerk hat sie auch für sich Gewinn, nämlich die innere Befriedigung, ihre Pflicht erfüllt zu haben. Sodann referierte die Rednerin kurz über die Organisation der N. S. Frauenschaft. Jeden Monat findet ein Pflichtabend statt; Fehlen muß durch schriftliche Entschuldigung begründet werden. Die Ortsgruppenleiterin Frau H. Schacke dankte der Rednerin für ihren schönen Vortrag und erwartete, daß sich recht viele der anwesenden Frauen in die umlaufende Liste einzeichnen möchten; 43 Frauen erklärten ihren Beitritt. Als Kassiererin wurde Frl. Hedwig Schäfer ernannt, zu ihrer Stellvertreterin Fl. Magarete Vormann. Gegen 6 Uhr konnte die Gründungs=Versammlung geschlossen werden. Dem scheidenden Pfarrer Paul Radicke wurde am Sonntag vormittag seitens der eval. Kirchengemeinde noch eine besondere Ehrung zuteil. Das Presbyterium begab sich in die Wohnung des in den Ruhestand tretenden Pfarrers und überreichte ihm zum Andenken an die evg. Kirchengemeinde Rönsahl ein hübsch ausgestattetes Leder=Album mit Widmung. Es sind darin enthalten: 49 photographische Aufnahmen aus der Geso u. a. Photos sämtlicher Bauernhöfe, des Dores Rönsahl und dessen romantischen Winkeln in Sommer= und Winterpracht, sowie die jetzt im Wassergebiet der Kerspe=Talsperre liegenden frühreen Ortschaften; auch enthält das Album Photos geschichtlcher Erinnerungen uw. Am Schluß des Albums befindet sich die nachstehend wiedergegebene Ehrentafel der Pfarrer der ev. Kirche in Rönsahl: 1530 bis 11560 Johann Jenckelius, war der letzte Meßpriester. 1560 bis 1572 Hermanus Severts, 1572 bis 1580 Theodorus Stipel, 1580 bis 1588 Till= manus Fiddick, 1588 bis 1598 Christophorus Beck, 1598 bis 1607 Severinus Gummersbach, 1607 bis 1652 Hermanus Hunschedius 1652 bis 1700 Franziscus Christophorus Schrage, 1700 bis 1746 Franziscus Christophorus Schrage, 1747 bis 1780 Johann Peter Heuser, 1780 bis 1803 Johann Wilhelm Heuser. 1803 bis 1807 Friedrich Wilhelm Lehmann, 1807 bis 1821 Moritz Chr G. Erley, 1822 bis 1827 Friedrich Voat zu Klüppelberg(vertretungsweise) 1828 bis 1858 Friedrich Walther, 1859 bis 1895 Dr. phil. Carl August Martin Radicke, 1895 bis 30. Avril 1934 Paul Radicke. Für die Ehrung dankte Pfarrer Radicke tief gerührt. Ihrem scheidenden während 40 Jahre in der Kirchengemeinde Rönsahl als Seelsorger wirkenden Pfarrer Radicke ruft die Gemeinde ein„Herzliches Lebewohl“ zu und wünscht ihm in der neuen Heimat einen ungetrübten Lebensabend. * Gefängnis für Gotteslästerer. Siegen. Vor dem Siegener Schöffengericht stand der Bäckermeister St. aus Wissen=Sieg, der als„Spaßmacher“ Sonntags abends im Vereinslokal eines Fußballklubs die Leute„unterhielt". In geschmackloser Weise imitierte der Bäcker in Anzug und Geste einen protestantischen Geistlichen und äffte dessen Gebete nach, wobei er anstößige Worte einschaltete. Einige Gäste, S. A.-Männer, empörten sich über das„Spaßmachen“ des Bäkkers und erstatteten Anzeige. Das Gericht verurteilte den Gotteslästerer zu einem Monat Gefängnis und hob in der Urteilsbegründung hervor, daß den früher oft bekannt gewordenen Lästerungen des Namens Gottes, der Millionen Volksgenössen heilig sei, ein Ende gemacht werden müsse. Durch den Holzwagen erdrückt. Herford. Der 16 Jahre alte Lehrling Willi Stuke, der bei einer Möbelfabrik im nahen Eilshausen beschäftigt war, wurde beim Abfahren von Holz im Lübbecker Berge durch den schwer beladenen Wagen so unglücklich überfahren, daß ihm der Brustkorb eingedrückt wurde. Der Tod trat auf der Stelle ein. Die Schuldfrage konnte noch nicht geklärt werden. Der Tag der nationalen Arbeit in Kierspe Der Feiertag der nationalen Arbeit, wurde für uns zu einem großen Erleben. Unser Ort hatte sich allenthalben festlich geschmückt. Die Straßen waren von frischem Grün umsäumt unzählige Fahnen und Wimpel flatterten im lauen Frühlingswinde. Am Vorabend wurde auf der Höh bei Wolzenburg ein Feuer abgebrannt. Eine große Feuersäule flackerte zum Himmel empor und bot in die Stille und das Dunkel der Nacht ein schaurigschönes Bild. Die Hitler=Jugend und der Bund deutscher Mäde! umrahmten die Kundgebung mit Gesängen und Feuersprüchen. Der eigentliche Feiertag wurde frühmorgens durch einen Weckruf des Trommler= und Pfeiserkorps des F. A. D., eingeleitet. Ein herrlicher Frühlingssonntag war herauf gezogen, um eine rechte Festesstimmung aufkommen zu lassen. In den Fabrikbetrieben fanden von 9 bis 10 Uhr Betriebsfeiern statt, bei welcher Gelegenheit die neu gewählten Vertrauensräte ihr Gelöbnis ablegten. Anschließend begaben sich alsdann die Führer mit ihrer Gefolgschaft zur Kirche. Das Gotteshaus war bis auf den letzten Platz besetzt. Pastor Große=Dresselhaus aus Halver hatte freundlicherweise die Festpredigt übernommen. Unter Hinweis auf den Text Joh. 21, 18 wies er darauf hin daß die Losung des Tages unter der Worte„Bete und arbeite“ stehen müsse. Die Worte des Predigers sind hier nicht ohne Eindruck geblieben, und haben in den Herzen der Zuhörer eine dankbare Aufnahme gefunden. Der Evang. Kirchenchor unter Leitunc von Hauptlehrer i. R. Müller paßte sich der Morgenfeier durch einige Vorträge stimmungsvoll an. Um 1,30 Uhr wurde auf dem Sportplatz ein Festzuc zusammengestellt und zwar in einem Ausmaße, wie wir ihn bis dahin kaum erlebt haben. Die Spitze des Zuges bildeten die Fahnen, sowie die Musikkapelle des F. A.D. Es folgten der Ortsgruppenleiter der N. S. D. A. P. sowie der N. S. B.O.=Leiter mit ihrem Stab, denen sich die Jubilare der Arbeit anschlossen. Die nächste Gruppe wurde aus Berufs=Wetrkämpfern gebildet, denen alsdann Ehrengruppen des F. A. D., der H. J. und des B.d. M. folgten.„Kraft durch Freude" wurde in hübscher Weise durch 4 Reiter verkörpert. Der weitere Teil des Festzuges brachte alsdann Berufsgruppen der verschiedenen Handwerkszweige in ihren Arbeitstrachten. Auch unsere Bauern im blauen Kittel hatten sich zahlreich beteiligt. Sportgruppen und Lautenspieler brachten eine hübsche Abwechslung. Viele hundert Volksgenossen in Ziil waren dem Ganzen in mehreren Gruppen eingereiht, sodaß der gesamte Festzug ein schönes Bild gab. Er bewegte sich ab Sportplatz durch die Jahnstraße bis zum Felderhof, von dort zurück über die Hauptstraße zum Ufer, zurück bis zum Platenhaus, und löste sich alsdann vor der Kuhbierschen#festhalle auf.— Beim Betreten der Festhalle bot sich alsdann# ein Ueberraschung. Für die Jubilare der Arbeit ldie 25 und mehr Jahre an der gleichen Stätte tätig gewesen waren— sowohl Unternehmer als Arbeitnehmer) waren Tische gedeckt zor den, und wurden diese Jubilare mit Kaffee und Kuchen bewirtet der den Teilnehmern nach dem voraufgegangenen Marsche ire### lich mundete, wozu auch die liebevolle Bedienung nicht wenig beitrug. Der Ortsgruppenleiter Fritz Kuhbier begrüßte die zahlreich Erschienenen und stellte dem heutigen Feiertage, den das deutsche Volk in Frieden und Eintracht verlebe, den 1. Mai früherer Zeiten gegenüber.— Dann sprach der N.S. B. O.-Ortsgruppenleiter Ewald Zöller und gab einen Rückblick über die zurückliegende Zeit, leitete alsdann über zu dem großen Wer! Adolf Hitlers. Insbesondere gedachte er hierbei auch der braven Kämpfer, die ihr Leben für die Idee des Führers einsetzen mußten. Der Redner kam alsdann zur Ehrung der Jubilare, die ei als die verdientesten unter den Gefolgschaftsmitgliedern bezeichnete, und sie den übrigen Arbeitskameraden als Vorbild un hinstellte. Hiernach überreichte der Redner den Jubilaren als außeres Zeichen der Anerkennung eine goldene Nadel der Deutschen Arbeitsfront. Aus der Reihe der Jubilare konnte der Arbeiter Fritz Bohmer. der 50 Jahre an derselben Arbeitsstätte gewirk: hatte— bei der Firma Stahl—, besonders erwähnt werden. Die Ehrung in dieser Weise hinterließ einen nachhaltigen Eindruck und gebührt hierfür dem N. S. B. O.=Leiter Zöller ein besonderes Verdienst.— Seitens der Jubilare sprach Heinrich Plateiden Dank für diese Ehrung aus, gleichzeitig aber auch für die freundliche Bewirtung, um die sich eine Anzahl Damen besonders Mühe gemacht hatten. Die Teilnehmer hörten alsdann die Rede des sangen anschließend gemeinsam das Horst-Wessel=Lied. Ortsgruppenleiter Kuhbier brachte zum Schluß ein dreifaches Sieg Heil“ auf unseren Reichspräsidenten, unseren Reichskanzler und das deutsche Vaterland. O.„T2d. in Kierspe-Bhf. 11 Der 1. Mai wurde auch hier würdig gefeiert. Schon am Montag nachm. sah man fleißige Hände beim Ausschmücken des Ortes, der Straßen, Häuser und vor allem der Betriebe. Abends traten H. J. und B. d. M. zum gemeinsamen Marsch nach Wolzenburg bei Kierspe an, woselbst sie sich mit den Gliederungen von Kierspe zum gemeinsamen Abbrennen eines Feuers trafen Feuersprüche und Sprechchöre verschönten dieses Treffen. Es gab dann einen gemeinsamen Marsch nach Kierspe zum Denkmal wo die Rede des Reichsjugendführers Baldur von Schirach angehört wurde.— Am Dienstag weckte ein Weckruf die Bewohner aus dem Schlaf und bald herrschte reges Leben. Die Verkehrsfahrzeuge, Fuhrwerke usw. waren ebenfalls mit jungem Grün geschmückt. Um 9 Uhr versammelten sich die Betriebsbelegschaften in ihren Betrieben zu schlichten, würdigen Feiern. In einzelnen Betrieben wurde der Belegschaft das ihnen für diesen Tag zustehende Arbeitsentgelt als Zehrgeld ausgezahlt. Für 10.30 Uhr war Gottesdienst im Cramerschen Saale angesetzt. Die anrückenden Belegschaften fanden im Saal kein Unterkommen, sodaß man es vorzog, zum Denkmal zu marschieren, wo alsdann Pfarrer Meyer zu Theenyausen einen Feldgottesdienst abhielt. In seiner Predigt wußte er besonders den Adel der Arbeit hervorzuheben. Um 2 Uhr traten die Belegschaften der Betriebe unter Führung ihrer Betriebsführer zum gemeinsamen Festzuge an. Ein imposanter Festzug bildete sich. An der Spitze der Spielmannszug der M. S.A. Es folgten Fahnenabordnungen, die H. J., B. d. M., Jubilare der Arbeit(etwa 20, die länger als 25 Jahre einem einzigen Betriebe angehört hatten). Dann kam die Reihe der Belegschaften, die von einer Gruppe: Nach der Arbeit das Spiel, unterbrochen wurde.„Kraft durch Freude" fand seine Darstellung durch einen geschmückten Festwagen, darstellend ein Schiff mit dem Motto:„Mit Kraft durch Freude in die See“. Weiter marschierte mit die N. S. Hago, die Berufsgruppen gestellt hatte, die sich sehr vorteilhaft hervorhoben. Den Schluß bildeten wieder Belegschaften. Der Stab der P. O., die Amtswalter der N. S. B. O. und eine Ehrengruppe der S. S. marschierten mit. Es waren etwa 800 Teilnehmer, die hier unter dem von der P. O. dem örtlichen S. S.-Führer übertragenen Kommando marschierten. Nach dem Festzug marschierten die Fahnen und die Jubilare der Arbeit in den Cramerschen woselbst die Letzteren durch die N. S. Frauenschaft mit Kaffee u, Kuchen bewirtet wurden. In den Lokalen und Privathäusern versammelten sich die Volksgenossen, um der Rede des Führexs zu lauschen. Um 5.30 Uhr trat alles wieder an und marschierte zum Denkmal, woselbst durch den Vertreter der Deutschen Arbeitsfront, Pg. Zöller=Kierspe, die Ehrung der Jubjlare vorgenommen wurde. Er entrollte ein Gesamtbild über das Werden der N. S. D. A. P., zog einen Vergleich zwischen dem 1. Mai von früher und jetzt und forderte jeden auf, seine Pflicht zu tun. Dann wurden die Jubilare geehrt mit dem Abzeichen der Deutschen Arbeitsfront in Gold. Mit der letzten des Deutschland=Liedes endete hier die Kundgebung. Der marschierte wieder zurück bis Cramer, wo er sich auflöste.? fand in allen Lokalen Maiball statt. * 30 000 Eier beschlagnahmt. Cloppenburg. Von Polizeibeamten wurde ein Eiertrausport beschlagnahmt, der erwa 30000 ungestempelte Eier enthielt, für die auch kein Ueberweisungsschein vorgezeigt werden konnte. Die Eier waren für eine Firma in Lengerich bestimmt. Bekanntlich dürfen Eier ohne Handelsklassenstempel und Ueberweisungsschein nicht mehr in den Handel gebracht werden. ms Ein Heilkundiger. 1130 Wegeringhausen. Kommt da dieser Tage ein Mann, der sich selbst Heilkundiger nennt, und bietet einem Bauern ein„Gliederöl“ an, das seinem kranken Sohne zur Gesundheit verhelfen soll. Er verlangt dafür nur die Kleinigkeit von 5 RM und einen Schinken. Ein bei dem Bauer bediensteter Landhelfer wurde darob stutzig und benachrichtigte die Polizei. Diese konnte den „Heilkundigen“ am Bahnhof Hützemert ermitteln und ihm seinen „Verdienst" wieder abnehmen. Es stellte sich heraus, daß er das Gliederöl kurz zuvor in der Apotheke für ganze 60 Pfennig erworben hatte. Das dicke Ende wird natürlich folgen. Druck und Verlag: Wilhelm Laumer, Halver. Verantwortliche Schriftleitung Aler Laumer, Halver; Vertreter: Willy Nagel, Lüdenscheid.— Verantwortlich für den Inseratenteil: Heinz Bremicker, Oberbrügge. Halversche Zeitung verbunden mit Breckerfelder Zeitung, Schalksmühler Zeitung Kierspe=Rönsahler Zeitung, Allgem Valberter Lokal=Anzeiger(Gesamt) O. A. III. 34 1035 O Straßburg..! Ein fröhlicher Militärroman aus der Vorkriegszelt von Anton Schwad Vertrieb, Romanverlag K.& H. Greiser G. m. b. H., Rastatt „Es ist die... Brechung der Persönlichkeit... die sich auf den einzelnen Soldaten als Mensch am schwersten auswirkt und die ihm oft die Freude am Dienst, am Soldatsein nicht recht finden läßt.“ Der König reicht dem Freunde die Hand. „Heinz... ich danke dir! Das, was du jetzt gesagt hast... das mußt du dem Kaiser sagen! Ich werde für die Gelegenheit sorgen.“ „Sagen Sie Majestät aber auch etwas über das Heer ... das ihn freut, Hoheit!“ warf der General ein. Der Herzog lächelte und verbeugte sich. „Das werde ich tun! Ich werde ihm zum Schlusse sagen... eins aber steht über all den Dingen, eins gibts im Leben des Soldaten, das wie ein Wunder ist und wie helle Sonne über allem Ungemach steht, das ihn nach und nach so vieles Drückende vergessen läßt! Die Kameradschaft... die tiefe Freundschaft von Mann zu Mann! Schon um dieses Wunders willen wünsche ich, daß Deutschlands Heer... Deutschlands Stolz bleibt.“ Die Männer reichten dem jungen Herzog dankbar die Hand. Auch... der wirkliche Spielmann, der es sich auf Schloß Korbin in Böhmen hatte wohl sein lassen, war mit anwesend und Frau Hella hatte Gelegenheit, ihn mit dem Unsor Roman: O Straßburg.! Metttärroman aus der von Anton Gchmab dn n#nt nar unsete Erfermnen, sondern aud die Loser aller Lebenader mit Freude gelesen haben, ist even als Buch und toliet m Ganzseinen gebunk. 3.25 RM Bestellungon nehmen unen peeser, wie unsere Geschönsstelle entgegen Zu Weihnachten wurden Hella und der Herzog ein Paar. Die Hochzeit wurde in Dresden mit allen Pomp gefeiert und der König selber richtete die Hochzeit aus, zu der das ganze glänzende Dresden geladen war. Gatten, dem„falschen" Spielmann, zu vergleichen. Lachend sagte sie zu ihm:„Herr Spielmann... Sie sind ja ein reizender hübscher Mensch... aber der„faksche Spielmann“ gefällt mir noch besser!" „Das soll er auch, Frau Herzogin! Schier neidisch könnte man auf seinen Doppelgänger werden. Aber einen Tanz schenken Sie dem armen, wirklichen Spielmann?" „Von Herzen gern!“ Während sie tanzten, sagte der Herzog zu seinem Schwiegervater:„Schau... dort tanzt Hella mit dem richtigen Spielmann! Auch ein hübscher Bursche! Der Oberst schmunzelte. „Ist er bestimmt, aber... na... der falsche Spielmann tuts auch!" „Aber das ist gewiß, lieber Schwiegervater... die Hella hätte ich mir auch geholt, wenn ich... der richtige Spielmann gewesen wäre!“ „Da hätte ich wohl wenig dagegen machen können? „Bestimmt nicht! Die Liebe... nein, so weit reicht nicht einmal die Kommandogewalt eines Generalfeldmarschalls!“ Die Freunde, die Kameraden von der Korporalschaft hatte der Herzog nicht eingeladen, denn er sagte sich, daß sie sich doch in dem Kreise nicht wohlfühlen würden. Wenn sie ihre Militärzeit hinter sich hatten... dann hoffte er sie alle einmal auf Schloß Korbin zu sehen. Dorthin fuhr er auch gleich nach der Hochzeit, nachdem sie ihre Hochzeitsreise an die Riviera hinter sich hatten. So vergingen Monate des ungetrübten Glücks. * Das zweite Dienstjahr neigt sich dem Ende zu. Leutnant Busch denkt mit Schrecken an die Stunde. da ihn der Kilian verläßt. Keiner wird so gut für ihn sorgen wie es der Kilian fertiggebracht hat. (Fortsetzung folgt.) der deutschsprachigen Presse e. ershhceb Neue Stationen zu Reichsreform Errichtung eines Reichsministeriums für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung— Reichsinnenminister führt die Geschäfte des preußischen Innenministers Reichsunterrichtsminister Kust Amtlich wird mitgeteilt: Der Herr Reichspräsident hat einen Erlaß über die Errichtung des Reichsministeriums für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung vollzogen. Diesem Erlaß zufolge wird für das gesamte Erziehungs=, Bildungs= und Unterrichtswesen des Reiches sowie für die Aufgaben der Wissenschaft ein Reichsministerium errichtet. Der Leiter dieser Behörde führt die Bezeichnung Der Weg frei zur nationalen Erziehung Die soeben vollzogene Ernennung des preußischen Kultusministers Rust zum Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung bedeutet einen bedeutenden Schritt vorwärts auf dem Wege der Reform unseres gesamten volkspolitischen Lebens. Es ist damit erreicht worden, daß nunmehr alle Erziehungsfragen und solche, welche mit der Volksbildung zusammenhängen, nach einheitlichen Gesichtspunkten und unter einheitlicher Führung geregelt werden können. Die einzelnen Ressortministerien der Länder werden auf diese Weise in einer Spitze zusammengefaßt, wie auch die Referate für Bildungs= und Erziehungsfragen nunmehr an das neue Ministerium übergehen. Darüber hinaus ist mit der Ernennung des Reichsministers Dr. Frick zum preußischen Innenminister ebenfalls eine straffere Zentralisierung in die Wege geleitet. Dem preußischen Kabinett gehören nunmehr nur noch zwei Minister an, die nicht gleichzeitig auch Mitglieder der Reichsregierung sind, nämlich der preußische Finanzminister Popitz und Preußens Justizminister Kerrl. Die Persönlichkeit der beiden Minister und ihre Verdienste um die nationalsozialistische Revolution, also um das ganze deutsche Volk sind bekannt genug, als daß sie noch besonders erwähnt werden müssen. Die Reichsregierung hat damit wieder einmal ihren Willen bewiesen, alles Trennende und Bürokratische zugunsten lebendiger einheitlicher Zusammenarbeit aufzugeben. „Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung". Die einzelnen Aufgaben des Reichsministeriums für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung bestimmt der Reichskanzler. Er bestimmt auch die Aufgaben, die aus dem Geschäftsbereich der beteiligten Reichsministerien auf das neue Ministerium übergehen, und zwar auch dann, wenn hierdurch der Geschäftsbereich der betroffenen Ministerien in den Grundzügen berührt wird. Zum Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung hat der Herr Reichspräsident auf Vorschlag des Reichskanzlers Adolf Hitler den Preußischen Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung, Rust, ernannt. reußischer Innenminister Dr. Frick Ferner wird Mitteilung von einem am 17. irz an den Reichskanzler gerichteten Schreiben is Preußischen Ministerpräsidenten Cöring gemacht, in dem Ministerpräsident Göring auf seine Bemühungen hinweist, die Vereinheitlichung und Erneuerung des Reiches im nationalsozialistischen Sinne von Preußen aus voranzutreiben. Ministerpräsident Göring schlägt dann dem Reichskanzler vor, bei Ernennung des preußischen Kultusministers Rust zum Reichsunterrichtsminister den Reichsinnenminister Dr. Frick mit der Wahrnehmung der Geschäfte des preußischen Ministers des Innern zu beauftragen. Die Uebernahme der Geschäfte werde zweckmäßig am 1. Mai erfolgen. Ministerpräsident Göring betont dann u. a. weiter:„Ich kann mir kaum eine Maßnahme denken, die besser als diese geeignet wäre, der Reichserneuerung von Preußen her weiterhin den Weg zu bereiten. Denn mit der Verbindung der Leitung der beiderseitigen Innenministerien wird dem Reiche die gesamte Sachkunde und Erfahrung zur unmittelbaren Ausnutzung für die Ziele der Reichserneuerung zur Verfügung gestellt, die sich in der umfangreichen und gut eingearbeiteten preußischen Staats= und Kommunalverwaltung in langer Zeit herausgebildet haben. Auf der anderen Seite wird durch den Eintritt des Herrn Reichsministers des Innern in das preußische Kabinett die volle Uebereinstimmung zwischen Reichs= und preußischer Staatsregierung auf den in Frage kommenden Gebieten der Verwaltung in einer Weise gesichert, die jede Möglichkeit zum Auseinanderfallen der Meinungen und damit auch zu Störungen, die den Fortgang der Reichserneuerung abträglich werden könnten, für die künftige Entwicklung ausschließen wird.“ Hierauf hat der Reichskanzler Adolf Hitler auf Vorschlag des preußischen Ministerpräsidenten den Reichsminister des Innern, Dr. Frick, mit der Wahrnehmung der Geschäfte des preußischen Ministers des Innern beauftragt. Der Reichskanzler hat an den preußischen Ministerpräsidenten ein Schreiben gerichtet, in dem er darauf hinweist, daß er seinen Wünschen nachgekommen sei und Ministerpräsident Göring aufrichtigen und herzlichen Dank für seine Arbeit ausspricht. Das Schreiben des Reichskanzlers schließt:„Wenn Sie nunmehr unter Verbleibung in Ihrem Amte als preußischer Ministerpräsident, entsprechend Ihrem eigenen Wunsche, als preußischer Minister des Innern ausscheiden und Ihren Platz dem Reichsminister des Innern, Herrn Dr. Frick, überlassen, so weiß ich, daß hhierdurch, entsprechend Ihren eigenen Wünschen, die großen Ziele der Reichsreform in besonders geeigneter Weise gefördert werden.“ Hagel bis zu 30 Zentimeter hoch Schweres Unwetter in Schlesien und in Berlin— Hochwasser durch Wolkenbrüche In der neunten Abendstunde des Sonntags ging über dem Ort Neuendorf=Liebenthal bei Löwenberg(Schlesien) ein ungeheures Hagelwetter nieder. Die gewaltigen Wassermassen des Wolkenbruches ließen den sonst 3 Meter breiten Dorfbach innerhalb kürzester Zeit aus dem Bett treten, so daß weite Flächen von Wiesen und bestelltem Ackerland unter Wasser stehen. Da die erst vor kurzer Zeit angebrachten Uferbefestigungen des Baches durch die Gewalt des Wassers fortgerissen worden sind und sich an den Brücken stauen, sind unzählige Häuser in erhöhtem Maße gefährdet. Die Dorfstraße ist bis dicht vor Löwenberg bis zu einer Höhe von einem halben Meter überschwemmt. Die in Taubeneigröße niedergehenden Schlossen richteten gleichfalls großen Schaden an. Die Feuerwehr und das Löwenberger Arbeitsdienstlager sowie zahlreiche SA.=Männer wurden sofort alarmiert und leisteten erste Hilfe. Der Schaden ist sehr groß. Auch in der Stadt Greiffenbera trat der Oelsebach über seine Ufer und richtete schwere Ueberschwemmungen an. In zahlreichen Häusern mußten die unteren Stockwerke geräumt werden. Die Wassermassen haben, außer an Hölzern, in den vielen frisch angepflanzten großen Gartenanlagen erheblichen Schaden angerichtet. wehr und Arbeitsdienst wurden auch hier alarmiert zum Rettungswerk. Durch das infolge des Wolkenbruchs im Kreise Löwenberg eingetretene Hochwasser des OelseBaches wurde Langenöls schwer betroffen. Die Fußgängerbrücken wurden fast sämtlich fortgeschwemmt. Das Wasser drang in die Keller und Erdgeschosse der Häuser ein. Im Hause eines Fleischermeisters stand das Wasser 1½ Meter hoch. Der Meister und der Lehrling konnten nur mit knapper Not dem Tode des Ertrinkens entrinnen. Auch die Verbindungsstraßen standen unter Wasser, so daß der Fußgängerverkehr unterbrochen war. Frisch bepflanzte Gärten wurden verschlammt. Auch über Ferlin Am Spätabend des Sonntags wurde die Reichshauptstadt und ihre Umgebung von mehreren Gewittern, die mit schweren Wolkenbrüchen und Hagelschlägen verbunden waren, heimgesucht. Gegen 23 Uhr hatten die Wolkenbrüche in Berlin ihren Höhepunkt erreicht. Das Wasser konnte auf den Straßen nicht abfließen und trat stellenweise über die Bürgersteige. Stellenweise kam der Straßenbahnverkehr ins Stocken. Auf den Bahnhöfen drängten sich die Massen der Ausflügler, die In dem Unwetter überrascht wurden. Das Unwetter hat allenthalben große Verwüstungen angerichtet. Die Feuerwehr ist nicht weniger als 600mal zu Hilfeleistungen alarmiert worden. In der Hauptsache war sie damit beschäftigt, vollgelaufene Keller auszupumpen. Trotz der heftigen elektrischen Ent ladungen, die über vier Stunden fast ohne jel Unterbrechung erfolgten, sind größere Schäden durch Blitzschläge nicht entstanden. Zweimal schlug der Blitz in Straßenbohnmasten ein. Wolkenbruch und Hagelschlag machten viele Straßen zeitweise unpassierbar. Besonders an den Bahnunterführungen war längere Zeit jeder Straßenverkehr unmöglich. Winterlandschaft bei 20 Grad im Schatten Wer Montag vormittag zwischen Wedding und Schönhauser Allee die Berliner Stadtbahn benutzte, war nicht wenig überrascht, auf beiden Seiten der Bahnanlage eine Winterlandschaft zu sehen. Der in der Nacht gefallene Hagel war bis zu 30 Zentimeter hoch. Noch um 12 Uhr mittags, als das Thermometer schon wieder 20 Grad Wärme zeigte, sah man auf der ganzen Eisenbahnstrecke rings um den Bahnhof Gesundbrunnen den Hagel dick liegen. Schüler marschieren gemeinsam am 1. Mai Der Reichsminister des Innern weist darauf hin, daß die Schüler am 1. Mai auf den An- und Abmarschwegen zu den Feiern, in deren Mittelpunkt die Rundfunkübertragung der Kundgebung im Berliner Lustgarten steht, gemeinsam marschieren sollen. Es darf daher keine Jugendorganisation, einschließlich der Hitlerjugend, die Schüler aus ihren Schulgemeinschaften herausnehmen. Die Veranstaltungen sollen eine Feier des Nationalfeiertages im Rahmen der Schule sein, deshalb darf eine Trennung der Schüler nicht erfolgen. Jugendfeier auf dem Brocken Die Eröffnungsfeierlichkeiten zum Tage der nationalen Arbeit wurden auf dem Brocken durch eine machtvolle Jugendkundgebung eingeleitet. Aus allen deutschen Gauen waren sie herbeigeeilt und zogen in unübersehbarer Reihe schon in den frühen Nachmittagsstunden den Berg hinan. Unvermittelt erschien gegen 18 Uhr der Reichsjugendführer Baldur von Schirach begeistert begrüßt und bejubelt. Die erste Seefahrt der As-Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ Eintreffen der Teilnehmer aus dem Reich in Hamburg Im Rahmen der Arbeit der NS=Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ wird am 3. Mai die erste Urlauberseefahrt mit dem Dampfer„Monte Olivia“ von Hamburg aus beginnen. Die Teilnehmer an dieser Seefahrt trafen bereits Montag in Hamburg ein. Es sind Volksgenossen aus der Reichshauptstadt, aus Brandenburg, SachFranken und insbesondere aus Danzig. Die Gäste werden am 1. Mai an den Veranstaltungen in Hamburg teilnehmen und am 2. Mai die Schö: on und Denkwürdigkeiten der Hansestadt De den Hamburger Hafen besichtigen. „Grüne Post“ auf drei Monate verboten Die im Verlage Ullstein erscheinende Zeitung „Die Grüne Post“ ist auf die Dauer von drei Monaten wegen des Artikels„Herr Reichsminister, ein Wort bitte“ von Thomas Trimm in der Auscabe nam 29. Anril 1934 verboten * Mit Stolz und Genugtnung Aufruf des Reichspräsidenten und der Reichsregierung zum 1. Mai Der Reichspräsident und die Reichsregierung veröffentlichen zum 1. Mai folgenden gemeinsamen Aufruf: „Zum ersten Male in unserer Geschichte ist der innere Bruderzwist beseitigt und die Einigkeit aller Deutschen erreicht. Was unsere Väter seit Jahrhunderten ersehnt haben, ist damit Wirklichkeit geworden. Auf dieser Grundlage hat das deutsche Volk im letzten Jahr Großes geleistet. Mit den Waffen des Friedens sind siegreiche Schlachten gegen Not und Elend, gegen Arbeitslosigkeit und Verzweiflung geschlagen worden. Die heutige Generation kann das stolze Gefühl haben, daß sie ihre volle Pflicht getan hat und damit vor dem Urteil der deutschen Geschichte bestehen wird. Unser Dank gilt dem ganzen deutschen Volke für diese für alle Zeiten beispielhafte Leistung. Die Nation kann ihren nationalen Feiertag am 1. Mai mit Stolz und innerer Genugtuung begehen. Berlin, den 30. April 1934. Der Reichspräsident: gez. von Hindenburg Die Reichsregierung: gez. Adolf Hitler.“ Zwei Schwerverbrecher gefaßt Zehn schwere Wohnungseinbrüche und 50 Kraftwagendiebstähle in wenigen Monaten Der Berliner Kriminalpolizei ist es gelungen, die beiden berüchtigten Einbrecher und Kraftwagenbanditen, den 20jährigen Sattler Karl Klemm und seinen gleichaltrigen Helfershelfer Emil Schulze, die bereits am vergangenen Freitag in der Rettelbeckstraße von der Kriminalpolizei gestellt, aber trotz Beschießung in einem Kraftwagen entkommen waren, in einer Pension in der Fasanenstraße zu ermitteln und festzunehmen. Die Polizei hatte den ganzen Gebäudeblock mit einem größeren Aufgebot umstellt. Als die Beamten in das Zimmer eindrangen, fanden sie die beiden Verbrecher in ihren Betten. Sie waren derart überrascht, daß sie sich widerstandslos festnehmen ließen. Klemm trug eine schafgeladene Pistole bei sich. Schulze hatte bei der Verfolgung am Donnerstag einen Schu in den Oberschenkel und einen zweiten ins Ohr erhalten. Auf das Konto der Schwerverbrecher kommen zehn schwere Wohnungseinbrüche und etwa 45 bis 50 Kraftwagendiebstähle, die sie im Laufe von wenigen Monaten ausgeführt haben. In wenigen Zeilen Das Großflugzeug„Generalfeldmarschall von Hindenburg" startete am Montag in Belgrad mit einer Gruppe von 12 südslawischen Journalisten an Bord zum Flug nach Berlin. Die Journalisten machen eine zehntägige Rundreise durch Deutschland. Auf dem Fluge zur Internationalen Luftfahrtausstellung in Genf stürzte ein deutsches Sportflugzeug in Basel aus etwa 300 Meter Höhe ab. Der Führer des Flugzeuges Erhard aus Frankfurt a. M. trug schwere Knochenbrüche davon. Seine Frau starb kurz nach dem Absturz. In Marseille wurde am Montagfrüh eines der gefürchtetsten Mitglieder der Marseiller Unterwelt. Maucuer, vom Pariser Scharfrichter hingerichtet. Maucuer hatte im Oktober 1931 einen Raubüberfall auf ein Marseiller Postbüro verübt. wobei drei Postbeamte getötet worden waren. Der französische Außenminister Bartbou ist Sonntag von seiner Reise wieder nach Paris zurückgekehrt. Pressevertretern erklärte er. daß seine Mission durch keinen Schatten und durch kein Mißverständnis getrübt worden sei. Im Gegensatz zu den nach wie vor ablehnenden Leitartikeln der französischen Presse stellen die Berliner Berichterstatter Pariser Blätter fest, man müsse aus den Ausführungen des Reichsaußenministers von Neurath vor allem den Wunsch herauslesen, daß Deutschland nach wie vor in der Abrüstungsfrage zu einem Abkommen gelangen wolle. Trotz der Erklärung des Vizekanzlees von Papen, daß„Krieg ein Verbrechen sein würde," tischen die Londoner Sonntagsblätter die alten Märchen über angebliche kriegerische Absichten des Reiches erneut auf. wobei„Sunday Referee“ behauptet, die französische Heeresleitung sei im Besitz von Informationen, denen zufolge Deutschland einen Angriffskrieg gegen Frankreich führen wolle. Stadttheater Hagen I. W. Mittwoch, 2. Mai, 16 bis 17,15 Uhr:„Kasperle und das Tausendschön„ Ein heiteres Kasperle=Spiel von Heinz Sauermann. 20 bis 22,30 Uhr:„Der fliegende Holländer“, Oper von Richard Wagner. Donnerstag, 3. Mai, 20 bis 22 Uhr:„Die Seifenblase", Lustspiel von Hans Balzer. Freitag, 4. Mai, 20 bis 23 Uhr:„Mascottchen“, Operette von Walter Bromme. Samstag, 5. Mai, 16 bis 17,15 Uhr:„Kasperle und das Tausendschön“, Ein heiteres Kasperle=Spiel von Heinz Sauermann. 20 bis 23 Uhr:„Mascottchen“, Operette von Walter Bromme. Sonntag, 6. Mai, 20 bis 23 Uhr:„Edelweiß", Operette von Millöcker. 2 Trauerdrucksachen in kürzester Zeit bei billiger Berechnung liefert Wilhelm Laumer, Halver I. W. * LESTE A WERPEMITELIED DES REICHS· LUFTSCHUTZBUNDES Achtung! Achtung! Es wird am Freitag, dem 4. Mai, vorm. von 9—10½ Uhr an der Wirtschaft Karl Kind, Halver(Leye), von 11—12 Uhr bei der Wirtschaft Borlinghaus, Brügge, von 4½—6 Uhr am Hotel Plate in Kierspe ein großer Transport Die billigste Reklame ist die erfolgreichste Reklame. Perkel das Stück v. 10.— RM an, auch größere Läuferschweine spottbillig verkauft. Joh. Kutsch, Bossel.(Wesi.) In der N. S. V. stehen die Kämpfer für die Gesundung deutschen Volkes!— Willst Du abseits stehen? Inserieren Sie in dieser Zeitung.