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Bestellungen auf den Anzeiger entgegen. Eröffnung des Deutschen Reichstags. Berlin, 6. Dez. Der Reichstag wurde heute im Weißen Saale des Kgl. Schlosses vom Kaiser in Person unter den üblichen Förmlichkeiten eröffnet. Die Thronrede zur Eröffnung des Reichstags lautet: Geehrte Herren! Bei dem Beginn einer neuen Legislatuxperiode habe ich Sie zu Mir entboten, um Sie als die gewählten Vertreter des deutschen Volks namens der verbündeten Regierungen willkommen zu heißen; möchte es Ihrer selbstlosen Thätigkeit gelingen, die zahlreichen und wichtigen gesetzgeberischen Aufgaben, welche Ihrer harren, einem der Wohlfahrt des Vaterlandes dienlichen Abschluß entgegenzuführen. Der weitere Ausbau der sozialen Gesetzgebung liegt den verbündeten Regierungen nach wie vor am Herzen. Auf diesem Gebiete wird Ihnen wiederum ein Gesetzentwurf zugehen, der den Mängeln der Invaliditäts= und Altersversicherung in wesentlichen Beziehungen abzuhelfen sucht. Durch eine Novelle zur Gewerbeordnung soll der den gewerblichen Arbeitern bereits gewährte Schutz vor Gefahren für Leben, Gesundheit und Die Komödianten. Erzählung von Fr. Ferd. Tamborini. Nachdruck verboten.] (Fortsetzung.) Aber auch diese Stütze sollte ihnen genommen werden. Die Kinder starben kurz hinterein inder, ja fast in derselben Stunde, und hier war es, wo die Mutter zum erstenmal sich der Verzweiflung hingab und im rasenden Schmerz Hand an sich selbst legen wollte. Richard hielt sie selbst davon zurück; er tröstete die Verzweifelnde und wußte sie wieder aufzurichten, da er in gläubigen Worten darauf hinwies, wie die Kinder jetzt allem Erdenleid entrückt seien, und in dieser Zuversicht empfanden beide die Wohlthat des Gedankens, daß alles, was sie auf Erden am meisten geliebt hatten, nur einem Dasein voller Elend entflohen sei. An dem frisch aufgeworfenen Hügel, an dem Grabe ihrer geliebten Kleinen übekam Olga heißes Verlangen nach Versöhnung mit ihrer Mutter und Schwester. Der Gedanke, daß ihr Vater, unversöhnt mit ihr, ins Grab gestiegen war, — sie hatte die Anzeige seines Todes einst in Zeitung gefunden— erhöhte ihre Qualen, und da sie sich gerade jetzt in nicht zu großer Entfernung von dem Gut ihrer Eltern befand, Sittlichkeit auf die Gehilfen und Lehrlinge im Handelsgeschäft ausgedehnt und gleichzeitig ständen gesteuert werden, welche sich namentlich in der Konfektionsindustrie gezeigt haben. Eine besondere Vorlage schlägt Ihnen vor, die Zulassung von Beauftragten zur Vertretung der Parteien im patentamtlichen Verfahren gesetzlich zu regeln. Der Terroismus, durch den Arbeitswillige an der Fortsetzung oder Annahme von Arbeit gehindert werden, hat einen gemeinschädlichen Umfang angenommen. Das den Arbeitern gewährte Koalitionsrecht, welches unangetaftet bleiben soll, darf nicht dazu gewißbraucht werden, das höhere Recht: zu arbeiten und von der Arbeit zu leben, durch Einschüchterung oder Drohung zu vergewaltigen. Hier die persönliche Freiheit und Selbstbestimmung nachdräcklichst zu schützen, ist nach Meiner und Meiner hohen Verbündeten Ueberzeugung die unab#reisbare Pflicht der Staatsgewalt. Hierzu reichen aber die bestehenden Strafvorschristen nicht aus; sie bedürfen deshalb der Erweiterung und Ergänzung. Diesem Zwecke entspricht ein Gesetzentwurf zum Schutze des gewerblichen Atbeitsverhältnisses, welchem Sie, wie Ich zuversichtlich erwarte, Ihre Zustimmung nicht versagen werden Nach Vorschrift des Bankgesetzes ist bis zum Ablaufe des nächsten Jahres zu beschließen, ob das Privilegium der Reichsbank von neuem verlängert werden soll; Sie dürfen entsprechenden Vorschlägen entgegensehen, welche gleichzeitig bestimmt sind, dem Reichsbank=Institute die Erfüllung seiner finanzpolitischen Aufgaben zu erleichtern, ohne die erprobten Grundlagen unserer Bankgesetzgebung zu verlassen. Um den Gefahren zu begegnen, die der Verkehr mit ununtersuchtem, zum menschlichen Gemachte sie sich dorthin auf. Wie oft hatte Olga diesen Weg unter ganz anderen Verhältnissen zurückgelegt. Damals ein lebensfrohes Mädchen, der Stolz und Liebling ihrer Eltern, auch äußerlich angethan mit dem Zeichen der Wohlhabenheit, jetzt eine arme verwelckte Komödiantin in zusammengesuchtem Putz, der ihre bittere Armuth nicht verbergen konnte. An dem geöffneten Parkthore blieb sie stehen. Der breite Weg zum Schlosse war so wie damals, als er von ihr und ihren Gespielen belebt wurde. Sie kannte jeden Baum, jeden Strauch, jede Laube und jeden anderen Ruhepunkt; vorsichtig, als wollte sie ein Unrecht begehen, trat sie ein. Zagend stieg sie die Freitreppe hinauf und wagte für's erste nicht, an der Glocke zu ziehen. Die Fenster waren verhängt, Todtenstille schien in den Räumen zu herrschen. Voll banger Ahnung ergriff sie endlich den Glockenzug. Ein alter, ihr wohlbekannter Diener erschien; erstaunt fragte er die Fremde nach ihrem Begehr, stammelnd und unzusammenhängend nur vermochte sie nach ihrer Mutter zu fragen: Der Laut der Stimme rief die Erinnerung in dem Alten wach; er blickte Olga ins Auge und Thränen verdunkelten seinen Blick. „Endlich!“ murmelte er und führte die Tochter des Hauses hinein; erschöpft und wohl ahnend, was ihr der Greis melden würde, sank sie in nusse bestimmten Fleische, sei es in= oder ausländischer Herkunft, mit sich bringt, wird von den verbündeten Regierungen die allgemeine Einführung der Schlachtvieh= und Fleischschau erwogen. Ein diesen Gegenstand regelnder Gesetzvorschlag wird Sie, wie ich hoffe, noch in dieser Tagung beschästigen. Der in der vorigen Legislaturperiode nicht verabschiedete Gesetzentwurf über einige Aenderungen auf dem Gebiete des Post=Taxwesens und der grundsätzlichen Rechte der Pon wird in umgearbeiteter und erweiterter Fassung von neuem Ihrer Beschluffassung unterliegen. Aus Billigkeitsrücksichten ist darin eine Entschädigung der durch die Erweiterung des Postzwanges unmittelbar Geschädigten vorgesehen. Hinzugekommen ist die Neuordnung des Post=Zeitungstarifs. Um den breiten Schichten der Mittelklassen, die kein Girokonto bei der Reichsbank halten können, einen billigen und bequemen Weg für die Ausgleichung kleiner Zahlungen zu schaffen, wird beabsichtigt, ein Check= und Ausgleichungsverfahren durch Vermittlung der Postanstalten einzurichten. Den Bedürfnissen des mächtig fortschreitenden Fernsprechwesens soll eine Gesetzesvorlage dienen, die der Telegraphenverwaltung die Benutzung der öffentlichen Wege mehr als bisher sichert. Die Einnahmen des Reichs haben auch im verflossenen Rechnungsjahr und bis zur Gegenwart eine stetig steigende Entwickelung gezeigt. Der Reichshaushaltsplan sieht neben dem Aufwande für die Aenderungen der Heeresorganisation reichliche Mittel vor für weitere Verbesserungen der Lage zahlreicher Klassen von unteren und mittleren Beamten, sowie für die Förderung allgemeiner wirtschaftlicher Interessen, insbesondere in den Kolonien. Wenn insolgeeinen Sessel. Auch die Mutter war gestorben, vor wenigen Monaten erst. Ihre Schwester Marie, an einen Gesandschaftsattache verheirathet, befand sich mit ihrem Mann in London; das Gut wurde als ihr Eigenthum verwaltet. Der alte treue Mann sah nicht die verschossenen und verschlissenen Kleider seiner einstigen jungen Herrin, er lebte in der Vergangenheit und während er beweinte, daß sie nicht früher zurückgekehrt war, da doch die sterbende Mutter in ihren letzten Tagen und Stunden so dringend nach ihr verlangt hätte, bat er Olga um die Erlaubniß, daß ganze Gesinde zusammenzurufen, um ihnen die endliche Rückkehr der verschollenen Tochter mitzutheilen. Aber Olga schüttelte traurig den Kopf. Sie mußte zurückkehren zu ihrem Manne, um das Gebot bis zu Ende durchzuführen: Du sollst Vater und Mutter verlassen und dem Manne folgen! Olga nahm Abschied von dem Alten. Weil sie sich den Schmerz nicht vergrößern wollte, vermied sie es, noch andere Räume zu betreten; still und ohne Jufsehen, wie sie gekommen war, durchschritt sie an der Seite des alten treuen Dieners den Park und hörte zum letzten Mal die Pforte hinter sich schließen. (Schluß folgt.) dessen zur Herstellung des Gleichgewichtes in höherem Maße als in den letzten Jahren auf Anleihen zurückgegriffen werden muß, so ist doch bei der ungewöhnlichen Höhe der einmaligen Ausgaben zu erwarten, daß solche in auch nur annähernd so hohen Erträgen nicht wiederkehren werden, und daß mithin die Notwendigkeit einer stärkeren Anspannung des Kredits nur vorübergehend sein wird. Mit Rücksicht auf den bevorstehenden Ablauf des zur Zeit für die Friedenspräsenzstärke des deutschen Heeres gültigen Gesetzes werden Ihnen zwei Gesetzesvorlagen zugehen, welche den Zweck verfolgen, wesentliche Löcken unseres Heerwesens zu beseitigen. Mit dem Anwachsen der Armee hat die Schaffung der Kommandostellen nicht überall gleichen Schritt gehalten, und es bedarf an einigen Stellen einer anderweitigen, die Einwirkung der Führer wehr gewährleistenden Gliederung der vorhandenen Verbände. Auch ist bei einzelnen Waffengattungen, um den im Ernstfalle zu stellenden Anforderungen und den Fortschritten der Technik gerecht werden zu können, eine Vervollständigung der Organisation nicht länger aufschiebbar. Hierbei soll der finanziellen Leistungsfähigkeit des Reichs durch allmähliche Durchführung der nothwendigen Aenderungen Rechnung getragen werden. Ich vertraue, daß Sie sich von der dringenden Nothwendigkeit der Vorschläge der verbündeten Regierungen überzeugen und durch die Bewilligung der erforderlichen Mittel der Armee die Erfüllung ihrer hohen Aufgabe, ein zuverlässiger Schutz des Friedens und des Vaterlandes zu sein, auch in Zukunft ermöglichen werden. Der Voranschlag für die Marine ist durch das Flottengesetz vorgezeichnet und hält sich im Rahmen desselben. Die Beziehungen Deutschlands zu allen auswärtigen Mächten ist eine unverändert freundliche. An Meinem Theile mitbeizutragen zur Aufrechterhaltung und immer größerer Festigung des Weltfriedens, ist das vornehmste Ziel Meiner Se 69. ga e ech eel Mit warmer Theitnähme habe Ia berhalb die hochherzige Anregung Meines teuren Freundes, Seiner Majestät des Kaisers von Rußland, zu dem Zusammentritt einer internationalen Konferenz begrüßt, welche dem Frieden und der bestehenden Ordnung der Dinge zu dienen bestimmt ist. Die auf der Konferenz zutage tretenden Vorschläge, welche jenen edlen Zweck zu fördern geeignet erscheinen, sind von Seiten Meiner Regierung sympathischer Aufnahme gewiß und werden von ihr sorgfältig geprüft und behandelt wriden.. Gs hus Soben Mit tiefem Schmerze und Abschen gerente Ich des fluchwürdigen Verbrechens, das Meinem treuen Bundesgenossen, Seiner Majestät dem Kaiser und Könige Franz Josef, die erlauchte Gemahlin jäh entrissen hat, Die ruchlose That, die ganz Deutschland, Fürsten und Volk andauernd mit innigem Mitgefühl erfüllt, hat die Regierung seiner Majestät des Königs von Italien eine Beratung wirksamer Maßregeln gegen die anarchistische Propaganda geboten erscheinen lassen und ihr Veranlassung zur Einberufung einer Konferenz gegeben. Die Bereitwilligklit, mit welcher dieser dankeswerthen Einladung allerseits entsprochen worden ist, berechtigt zu der Zuversicht, daß ein richtiges Gleichmaß zwischen Rechten und Pflichten als unerläßliches Erfordernis für die gedeibliche Entwickelung der internationalen Beziehungen nicht nur theoretisch von neuem anerkannt, sondern auch durch praktisch braug###ate Schlußfolgerungen bethätigt werden wird. aus unserer Neutralität im spanisch=amekitatischen Krlege sich ergevenven bösterichtlichen Pflichten ist Deutschland gewissenhaft und loym nach beiden Seiten hin gerecht geworden. Die deutschen Kolonien besinden zsich in gedethlicher Entwickeinng. Den ruhestörenden Unternehmungen feindlicher Stämme sind Meine Schutztruppen in Ost= und Westafrika fiegreich begegnet. Mit der Neu=Buinea=Kompagnie ist wegen Uebernahme ihres Schutzgebiets auf das Reich ein Vertrag abgeschlossen worden, der Ihnen zur Genehmigung vorgelegt werden wird. In Kiautschou sind die ersten Schritte zur wirthschaftlichen Entwickelung des Schutzgebiets gethan. Die Grenze ist im Einvernehmen mit der chinesischen Regierung endgültig festgesetzt, der Freihafen ist eröffnet worden, die Hafenbauten sind in Angriff genommen und der Beginn des Eisenbahnbaues nach dem Hinterlande steht für die nächste Zukunft bevor: Gestützt auf die bestehenden älteren Verträge wie auf die durch den deutsch=chinesichen Vertrag vom 6. März d. Is. neu erworbenen Rechte wird Meine Regierung, unter gewissenhafter Acktung der wohlerworbenen Rechte dritter Staaten, auch in Zukunft bestrebt sein, die von Jahr zu Jahr gewichtiger werdenden wirtschaftlichen Beziehungen Deutschlands mit China weiter zu entwickeln und den deutschen Reichsangehörigen den vollen, ihnen gebührenden Antheil an der wirthschaftlichen Erschließung des fernen Ostens zu sichern. Bei Meinem Aufenthalt in Konstantinopel, Palästina und Syrien ist es Mir eine Freude gewesen, Mich durch den Augenschein davon zu überzeugen, wie deutsche Tüchtigkeit und Sitte den im Türkischen Reiche lebenden Reichsangehörigen zu geachteter Stellung verholfen haben. Mit bewegtem Herzen habe Ich mit der Kaiserin und Königin, Meiner Gemahlin, an den Stätten geweilt, die durch das Leiden des Erlösers der gesammten Christenheit theuer sind. Dem evanzelischen Bekenntnisse dort ein Gotteshaus zu errichten, war schon das sehnliche Verlangen Meiner drei Vorgänger an der Krone Preußens. Daß es Mir vergönnt war, jenes Verlangen zu erfüllen und die Erlöserkirche zu Jerusalem dem Dienste des Herrn zu übergeben, ist Mir ein neuer Antrieb, die Mir von Gottes Gnaden verliehene Gewalt auch weiter einzusetzen für die ewigen Grundwahrheiten des Christenthums. Von solchen Gefühlen geleitet, hat es Meinem Herzen besondere Genugthuung gewährt, einen langgehegten Wunsch der deutschen Katholiken durch Erwerbung eines ihnen durch weihevolle Erinnerungen geheiligten Besitzthums auf dem Berge Zion in Erfüllung zu bringen. So gebe Ich Mich der Hoffnung hin, daß Mein Aufenthalt im Türkischen Reiche, die ebenso gastfreundliche wie glänzende Aufnahme, die Ich bei Seiner Majestät dem Sultan, entsprechend den freundschaftlichen Beziehungen der beiden Reiche, gefunden, und der begeisterte Empfang, der Mir und der Kaiserin allenthalben von der osmanischen Bevölkerung bereitet wurde, dem deutschen Namen und den deutschen nationalen Interessen zu bleibendem Vortheil und Segen gereichen mögen. Geehrte Herren! Indem Ich Sie hiermit zu Ihren verantwortungsvollen Berathungen entlasse, will Ich dem Wunsche Ausdruck geben, daß die bevorstehende Legislaturperiode, durch gemeinsame Arbeit der Regierungen und der Volksvertretung, einen bedeutsamen Abschnitt in der geistigen und wirthschaftlichen Entwickelung unserer Volksgemeinschaft bilde. Amtlichtr. gesetzt worden, was hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Arnsberg, den 15. November 1898. Der Vorsitzende der Einkommensteuer=Berusungs=Commission Brenken, Ober=Regierungs= Rath. Publizirt Brilon, den 2. Dezember 1898. Der Vorsitzende der Veranlagungs=Commission Federath Königliche Landrath. Bekanntmachung, betreffend Abbaltung einer Hauskollekte. Der Herr Oberpräsident der Provinz Weftsalen hat durch Erlaß vom 14. November 1898 die Abhaltung einer Hauskollekte zu Gunsten des Neubaues einer katholischen Pfarrkirche zu Henrichenburg bei den katholisdhen Eingesessenen der Provinz Westfalen für das Jahr 1899 genehmigt. Die Kollekte wird durch besondere, von dem Kirchenvorstande mit Ausweis versehene Beauftragte abgehalten. Der von der Ortsbehörde zu beglaubigende, dem Kollektenbuche vorzuheftendes Ausweis muß die Bemerkung enthalten, daß dien Kollikte auf die katholischen Einwohner der Provinz Westfalen beschränkt ist. Brilon den 2. Dezember 1898 Der Königliche Landrath Federath Personal=Chronir. Der durch Erlaß des Herrn Ministers der geistlichen pp. Angelegenheiten vom 29. Oktober d. Is. zum Kreisphysikus des Kreises Brilon ernannte praktische Arzt Dr. Luettig aus Fürstenberg hat am 1. Dezember die Dienstgeschäfte übernommen. Brilon, den 3, Dezember 1898 Der Königliche Landrath. Federat h. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß nach dem Stempelgesetz die Versteuerung der schriftlichen Pacht= und Miethsverträge(After## pocht= und Aftermieth=Verträge, sowie antichretis Verträge) über unbewegliche Sachen dem Ver pächter und Vermiether,(Afterverpächter, Aftervermiether, antichretischen Verpfänder) oblieg# und daß nur gegen diese Personen, nicht aber auch gegen die Pächter, Miether pp. die Strafer welche die Zuwiderhandlungen gegen die bez treffenden Vorschriften nach sich ziehen, festzusetzen sind. Die Versteuerung erfolgt lediglich mittels eines von dem Verpächter, Vermiether pp. aufi zustellenden Verzeichnisses. In dieses Verzeichn### sind die während der Dauer des Kalenderjahres in Geltung gewesenen Pacht= und Mieth=pp. Verträge, sofern der nach der Dauer eines Jahres zu berechnende Pacht= oder Miethzins mehr all 300 Mark beträgt, einzutragen. Das Verzeichniß muß ferner enthalten: Die Bezeichnung des Grundstücks, den Namen der Pächter, Miether pp. die Dauer des Vertragsverhältnisses während der betreffenden Kalenderjahres, den Zins und den erforderlichen Stempelbetrag.(1/10 vom Hundert des Pacht= Mieth= pp. Zinses). Der Pächter, Verwiether pp. hat dieses Verzeichniß mit der Versicherung, daß er anderunter die Tarifstelle 48 Buchstabe a des St#e#pel. steuergesetzes vom 31. Juli 1895 f.“ er „.„*-- dr. T##9(uenden Ve träge nicht ahgeschlaster habe, zu versehen und die Versteuerung bis spätestens zum Ablauf### Januar des auf das betreffende Kalenderjah# Bekanntmachung betr. Abgabe der Steuerklärungen. Durch Bestimmung des Herrn Finanz=Ministers ist die Frist zur Abgabe der Steuererklärung (§ 24 des Einkommensteuergesetzes vom 24. Juni 1891) für das Steuerjahr 1899 auf die Zeit vom 4. bis einschließlich 20. Januar 1899 festfolgenden Jahres bei einer Steuerstelle z# bewirken. Bemerkt wird noch, daß den schriftlichen Pacht= und Mieth= pp. Verträgen die durch Briefwechsel zu Stande gekommenen Pacht= un Mieth= pp. Abschlüsse gleichstehen und daß aus diese, wie die auf Grund einer in einem Vertrag# enthaltenen Verlängerung in Geltung gewesen Pacht= und Mieth= pp. Verhältnisse in das Ven zeichniß aufzunehmen sind. Wenn in Verträgen der vorgedachten Ai noch andere besonders stempelpflichtige Rechtt geschäfte, wir z. B. Abreden über Vorkaufsrech Schiedsgerichte u. s. w. beurkundet sind, so mut dieserhalb der erforderliche Stempel zu den Ver trägen selbst entwerthet werden. Die näheren Bestimmungen des Stempel steuergesetzes über finden S. 413 f. f., ern Sino Mlanntmacht und Staatsa auf welche ve den Formular Verzeichnissen, ständigen Zo den Stempel gedruckt Polit — Par zu gunsten P unmöglich sch Kriegsgericht — Der neralstabs= Pe lich zu Mut deutlicher Henzy, der jo nicht mehr re gelandet sein sehr bezweife vor dem Ge war, welches handel an Generalstab drei zu scho Generäle do wird, wie d setzten nasfüt führen, wenn richt für O allen Winken Sache vertag nichtschuldig weiteres Ver —. Nach ziemlich alle wollen sie die wird nämlic Wiederherstell mit Spanien amerikanische kommen gezei kommenes die vorhande lich aus der denkt man Spaniens ein Mitthei Brilon 9. d. Mts. statt mit folg 1. Neuwe Bezirk Brilor 2. Revisi der städtische 3. Wiede über die Fest kassenrendant 4. Vorla Präsidenten mens der stö 5. Vorla nahme von die hiesige licher Bedür 6. Neuw abordnung f 7. Vorla digkeit der g vorstandes. 8. Antra die Umwand eine Oberleh 9. Antra Niederschlagtu 10. An mit zur öffentlichen mber 1898. ende zungs=Commission 6= Rath. r 1898. ende Commission prath. chung, er Hauskollekte. der Provinz Weft14. November 1898 llekte zu Gunsten des Pfarrkirche zu Henen Eingesessenen der 18 Jahr 1899 gebesondere, von dem is versehene Beaufder Ortsbehörde zu mnbuche vorzuheftendes ig enthalten, daß die Einwohner der Pro* 1898 Landrath th. terksam gemacht, das ie Versteuerung der Liethsverträge(After## ge, sowie antichretis se Sachen dem Vesterverpächter, AfteVerpfänder) oblieg Personen, nicht aber ether pp. die Strafer ngen gegen die bez# sich ziehen, festzullgt lediglich mittels Vermiether pp. aufe In dieses Verzeichn.### er des Kalenderjahres und Mieth=pp. VerDauer eines Miethzins mehr als sen. Das Verzeichniß die Bezeichnung des# Pächter, Miether ppa ältnisses während des den Zins und den :(1/10 vom Hundert ses). r pp. hat dieses Verung, daß er andere oftabe a des S##pell guenden Veabe, zu versehen und stene zum Ablauf# reffende Kalenderjah# ner Steuerstelle#### daß den schriftliche Verträgen die durch kommenen Pacht= un chstehen und daß aus iner in einem Vertrag in Geltung gewesen rhältnisse in das Bei der vorgedachten Au empelpflichtige Rechl# in über Vorkaufsrecht irkundet sind, so mut Stempel zu den Ver rden. ungen des Stempel steuergesetzes und Tarifs vom 31. Juli 1895 bierüber finden sich in der Gesetzsammlung für 1896 S. 413 f. f., die Ausführungsbestimmungen des Herrn Finanz=Ministers zu denselben in der Ackanntmachung vom 13. Februar 1896(Reichsund Staatsanzeiger 1896 Nr. 44) abgedruckt, auf welche verwiesen wird. Dieselben sind auch den Formularen zu den Pacht=(Mieth= Antichrese=) Verzeichnissen, welche unentgeltlich von allen zuständigen Zoll= und Steuer=Stellen, sowie von den Stempelvertheilern verabfolgt werden, vorgedruckt. Politische Nachrichten. — Paris. Die Stimmung aller Parteien zu gunsten Picquarts nimmt so sehr zu, daß es unmöglich scheint, ihn am 12. Dezember einem Kriegsgericht zu überweisen. — Der dreyfusfeindlichen Militär= und Generalstabs=Partei scheint es doch etwas unbehaslich zu Muthe zu werden, nachdem sich immer deutlicher Krauszustellen scheint, daß die Herren Henzy, der ja, dank dem berühmten Rasiermesser, nicht mehr reden kann, Esterhazy, der in Amerika gelandet sein soll, was aber von anderen Leuten sehr bezweifelt wird, und Paty du Clam, der den Verkauf einer in der Subhastation erstandenen Realität in Oberschledorn. 11. Neuvahl eines Magistratsmitgliedes an Stelle des Rendanten Deimel bezw. des die Wahl ablehnenden Stadtverordneten Boeddiker. * Brilov. Das seit längerer Zeit von unserm Konvict nichts wieder in die Oeffentlichkeit gekommen ist, so könnte man glauben, das Projekt sei ad Calendas graecas gelegt. Die Konvictangelegenheit ist indeß in bestem Fluß. Natdem durch die unentgeltliche Ueberweisung des frühern Krankenhauses die erste und vornehmste Grundlage zur Errichtung des Konvicts geschaffen, erübrigt nunmehr die innere Einrichtung des Konvicts und die Ausführung der darin erforderlichen räumlichen Veränderungen. Alles dies aber erfordert Zeit und— vielleicht auch etwas Kleingeld. Voraussichtlich wird es aber gelingen, daß alle diese wegzuräumenden Schwierigkeiten noch im Laufe dieses Winters beseitigt und das Konvict schon mit Beginn des nächsten Schuljahres wird eröffnet werden können. Wenn wir recht unterrichtet sind, wird dasselbe unter die Oberleitung eines eigens hierzu berufenen geistlichen Inspektors zu stehen kommen und das Haushaltungswesen der Leitung der Schwestern der christlichen Liebe unterstellt werden. Wie wir hören ist die Generaloberin dieser Schwestern, die ihren Sitz im Mutterhause zu vor dem Gefängnißthor steht, das Konsortium war, welches einen schwunghaften Nachrichten= Paderborn hat, in Angelegenheiten des Konvicts handel an fremde Staaten betrieb. Wenn der bereits vor einigen Tagen hier anwesend gewesen. Generalstab auch schließlich keine Ursache hat, die drei zu schonen, so blamieren sich die Herren Generäle doch gewaltig, wenn offen klargestellt wird, wie das saubere Kleeblatt seine Vorgesetzten nasführte. Darauf ist es wohl zurückzuführen, wenn angenommen wird, das Kriegsgericht für Oberst Picquart, welches selbstredend allen Winken von oben her folgt, werde dessen Sache vertagen. Wird inzwischen Dreysus für nichtschuldig befunden, so fällt von selbst ein weiteres Verfahren gegen Picquart fort. — Nachdem die Vereinigten Staaten so ziemlich alle Kolonien Spaniens eingesteckt haben, wollen sie diesem hochherzig entgegenkommen. Es wird nämlich aus Philadelphia gemeldet, die Wiederherstellung freundschaftlicher Beziehungen mit Spanien sei im Gange. Da Spanten den amerikanischen Wünschen so schnelles Entgegenkommen gezeigt habe, bestehe die Absicht ein vollkommenes Einvernehmen herzustellen, durch das die vorhandenen Skreitpunkte so bald wie möglich aus der Welt geschafft würden.— Vielleicht denkt man daran, dem geleerten Staatssäckel Spaniens eine kleine Zuwendung zu machen. Diese Schwestern, bekanntlich die Schöpfung der verewigten Pauline von Mallinckrodt, sind in vielen Erdstrichen Europas und über diese hinaus sogar in Amerika zahlreich verbreitet und entwickeln an allen Orten ihres Bestehens eine reiche Wirksamkeit. Es kann nicht fehlen, daß sich unter einer solchen tüchtigen Leitung unser Konvict schon sehr bald des besten Rufes erfreuen wird. Mittheilungen aus dem Kreise Brilon, 6. Dezember. Am Freitag den 9. d. Mts. findet eine Stadtverordnetensitzung statt mit folgender Tagesordnung: 1. Neuwahl eines Schiedsmannes für den Bezirk Brilon II. 2. Revision, Feststellung und Dechargirung der städtischen Rechnung für 1897—98. 3. Wiederholte Vorlage der Verhandlungen über die Festsetzung der Tantiemen des Sparkassenrendanten Mäller. 4. Vorlage eines Schreibens des RegierungsPräsidenten betr. Festsetzung des Diensteinkommens der städtischen Förster. 5. Vorlage des Magistrats betr. die Entnahme von Vorschüssen aus der Landesbank für die hiesige Sparkasse zur Deckung außergewöhnlicher Bedürfnisse. 6. Neuwahl der Mitglieder der Sparkassen. abordnung für die folgenden 3 Jahre. 7. Vorlage des Magistrats beer, oie Würdigkeit, der gewählten Mitglieder de“, Sparkassenvorstandes. 8. Antrag des Gymnaste„Curatoriums betr. eine Oberlehrerstelle. sen Hilfslehrerstelle in Nieders.: Wittwe Johann Gruß um -#iederschlagung der Communalsteuern. 1% Ankrag der Sparkassenverwaltung betr. Provinzial=Nachrichten. Münster. Nach einer Bekanntmachung des Provinzial=Schulkollegiums haben sich diejenigen jungen Leute, welche sich Ostern bei einem Gymnasium oder Realgymnasium als Externe der Reifeprüfung unterziehen wollen, sich spätestens bis zum 10. Januar 1899 unter Beifügung ihres Lebenslaufes und der erforderlichen Zeugnisse über ihre wissenschaftliche Bildung und sittliche Führung, sowie des Einwilligungsscheines der Eltern oder des Vormundes bei dieser Behörde zu melden. Meschede. Die katholische Pfarrgemeinde wird am 8. d. Mis. ein seltenes Fest begehen können, nämlich das fünfzigjährige PriesterjubiEhrentage mancherlei Anerkennungen zu teil. Erwähat sei noch, daß unter der etrra 30 Personen zählenden Nachkommenschaft des Jubelpaares seit 47 Jahren kein einziger Todesfall vorgekommen ist. Köln. Im Hansa=Saale hielt der Vorstand des deutschen Gewerbever ins=Verbandes eine Sitzung ab. In dieser Sitzung beschäftigte man sich mit der von den großen Warenhäusern für die kleinen Geschäfte drohenden Konkurrenz und erklärte eine besondere Besteu rung dieser Großbetriebe für dringend erforderlich. Kanten, 5. Dez. Ein schreckliches Brandunglück hat sich gestern Vormittag in dem benachbarten Labbeck auf dem Dahlicherhof ereignet. Während am Vormittag der Vater dem Hochamte beiwohnte und die Mutter im Hause beschäftigt war, hatten die in der Scheune spielenden 4 Kinder im Alter von 2 bis 6 Jahren dort ein Feuerchen angemacht. Die herumliegenden brennbaren Stoffe Holzreisig und Stroh wurden dadurch entzündet und bald stand die ganze Scheune in hellen Flammen. Die Kinder, die sich nicht zu retten wußten, fanden sämtlich in dem Feuer ihren frühen Tod. Scheune und Wohnhaus brannten vollständig nieder. Postalisches. In neuerer Zeit sind die sog. Riesen=Postkarten sehr beliebt geworden. Ueber die postalische Beförderung derselben hat das Reschspostamt aus Anlaß eines Specialfalles dem Absender nachstehenden Bescheid zugehen lassen:„Sendungen von sog. Riesen=Postkarten, welche die Größe der amtlich ausgegebenen Poftkarten erheblich überschreiten, können zur Postbeförderung gegen die Postkartentaxe nicht zugelassen werden. Dagegen sind Karten gegen das gewöhnliche Briefporto(10 Pfg. franko bis zu einem Gewicht von 14 Gr.) offen versendbar, sie dürfen indes den Aufdruck„Postkarte“ oder eine ähnliche Bezeichnung nicht tragen. Redigiert unter Verantwortlichkeit des Verlegers. Was braucht der Meusch Ekrahrung? Viel weniger als wir glauben, denn es sterben mehr Menschen an Ueberfluß wie an Entbehrung. Das Uebermaß an Essen und Trinken hat in vielen Fällen nur zur Folge, daß die Verdauungsorgane leiden und hierdurch auch die Gesundheit unseres Körpers und Geistes. Ebenso wichtig wie eine vernünftige Ernährung ist die tägliche geregelte Leibesöffnung, welche, wenn nöthig, durch den Gebrauch der beliebten und empfohlenen Apotheker Richard Brandt's Schweizerkönnen, nämlich das fünfzigjährige Priebte pillen(erhältlich nur in Schachteln zu Mi. 1.— läum ihres Kaplans Norbert Fischer. Der Prie= in den Apotheken) in bester Weise erzielt wird:*) sterjubilar ist übrigens, wie erwähnt sein mag, seit fast 47 Jahren in der Pfarrgemeinde Meschede thätig. Arnsberg. Nach einer im Amtsblatt der hiefigen Königlichen Regierung enthaltenen Zufammenstellung waren im Regierungsbezirk Arnsberg in der Zeit vom 1. Oktober 1897 bis 30 September 1898 insgesamt 20 Verpflegungsstationen vorhanden. Diese 20 Stationen verpflegten in obigem Zeitraum bezw. gewährten Logis und Essen an zusammen 30 346 männliche Personen. Die dedurch entstandenen Kosten be. liefen sich auf 22 915 30 Mark. Jn sämtlichen Stationen(bis auf zwei) wurde die Unterstützung nur gegen entsprechende Arbeitleistung gewährt. Menden. Im Alter von 20 Jahren befand sich bereits ein Mädchen, das dieser Tage als geboren angemeldet wurde. Das junge Mädchen wollte sein Ausgebot bestellen und da entdeckte man, daß seine Eltern seiner Zeit die standesamtliche Geburtsanmeldung der Tochter unterlassen hatten. Nunmehr hat das Mädchen die„Freude“, in den neuesten standesamtlichen Nachrichten als neugeboren aufgeführt zu werden. Hergste bei Höxter. Das so seltene Fest der diamantenen Hochzeit(60jähriges Ehejubiläum) begingen hier die Eheleute Landwirt Wilhelm Rehermann. Dem Jubelpaar, das sich einer seltenen Rüstigkeit erfreut, wurden an seinem **) Die Bestandtheile der ächten Apotyeker Richard Brandt'schen Schweizerpillen sind Extracte von: Silge 1,5 Gr., Moschusgarbe, Aloe. Absynth je 1 Gr. Bitterklee, Gentian je 0,5 Gr., dazu Gentian= und Bitterkleepulver in gleichen Theilen und im Quantum, um daraus 50 Pillen im Gewicht von 0,12 herzustellen. Fahrplan für die Strecke Belecke=Brilon. ab Brilon in Scharfenberg. „ Kneblinghausen „ Rüthen.. „ Altenrüthen „ Belecke... 952 1004 1016 1024 1030 1040 ab Belecke in Altenrüthen „ Rüthen.. „ Kneblinghausen „ Scharfenberg. „ Brilon 1130 1141 1147 1155 1207 1218 au de Cologne in frischer Füllung wieder zu haben bei M. Friedländer. ∆ Umständehalber ist eine bei Brilon belegene rentabele Cantine unter günstigen Bedingungen zu verpachten oder zu verkaufen. Reflectanten wollen sich melden bei Cantinenwirth Graf, Brilon, Christbaum-Confect hochf. incl. Kiste, ca. 240 große oder 440 kleine Stck. enthaltend, Mk. 2.50 v. Nachn. Friedr. Mietzsch, Dresden A. 4/016 (89.) Gratis 100 Preise! Wasche patent mit Cuhn's Wasch-Ertrakt mit rothem Band. Giebt schönste Wäsche! 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Reelle Bedienung. Umtansch gestattet. Franz E. Glaß. Untersachsenberg i. S., Nr. 40. Anfang November 1899 wird eine größere Anzahl Dreijährig=Freiwilliger bei den Seebataillonen zur Einstellung gelangen. Die Dreijährig=Freiwilligen müssen gemäß§ 11, 3b der Marine=Ordnung von kräftigem Körperbau, mindestens 1,65 cm groß und von guter Sehleistung sein. Auch wird die Anforderung der Tropendienstfähigkeit an dieselben gestellt, da sie im Frühjahr 1900 nach Kiautschou entsandt werden. Geeignete Leute haben sich unter Einsendung des Meldescheins und sonstiger Zeugnisse, sowie unter Angabe der Körpergröße möglichst bald an das Kommando des I Seebataillons in Kiel bezw. des II. Seebataillons in Wilhelmshaven zu wenden. Anmeldungen ohne diese Papiere pp bleiben unberücksichtigt. Den Meldeschein hat der Freiwillige bei dem Zivilvorsitzenden der Ersatzkommission seines Aufenthaltsortes zu erbitten und hierbei folgende Papiere vorzulegen: a) eine schriftliche Einwilligung seines Vaters oder Vormundes, b) eine obrigkeitliche Bescheinigung, daß er durch Zivilverhältnisse nicht gebunden ist und sich untadelhaft geführt 0) ein Geburtszeugniß(Auszug aus dem Standesamtsre= gister seines Geburtsortes). Krarmat, Kheamatismas. Seit zehn Jahren krankte meine Frau an verschiedenen Leiden, wie Gebärmutterleiden, Unterleibsjeiden, Blutarmut, Weißfluß, Rheumatismus, Rückenschmerzen, Schlassucht und Aufstoßen. Die rheumatischen Schmerzen machten sich besonders bei naßkaltem Wetter und Witterungswechsel in unangenehmer Weise fühlbar. Wir haben in dieser langen Zeit an vielen Orten Hülfe gesucht und viel Geld geopfert, aber alles vergebens. Zuletzt hat sich die Privatpoliksinik in Gsarus meiner Frau angenommen, sie eine Zeit lang brieflich behandelt und wie ich heute konstatieren kann, zum Erstaunen aller Bekannten, vollkommen geheilt. Solche Erfolge verdienen meiner Ansicht nach veröffentlicht zu werden, was hiermit geschieht. Nr. 140, Loxten b/Versmold i Westfalen, den 9. April 1898. C. Stodieck. Die Unterschrift des C. Stodieck wird beglaubigt. Loxten, den 9. April 1898. Der Gemeinde=Vorstand: Hartwich. Adresse:„Privatpoliklinik, Kirchstraße 405, Glarus“(Schweiz). Lichtdruck-Postkarten mit Ansicht aus dem Hoppeckethal mit Ansicht von Brilon und Umgebung Mondschein=Postkarten Buntdruck=Postkarten in feinster Ausführung zu haben bei M. Friedländer, Brilon. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Geschichtl. Nachrichten von Brilon, Preis 1 M. Chronik des Minoriten=Klosters in Brilon Preis 80 Pfg. vorräthig in M. Friedländers Buchhandlung, Brilon. Die seit langen Jahren bekannte Flachsspinnerei von George Stelling, Gräber& Co., Hannoder, erlaubt sich dem geehrten Publikum wiederum in empfehlende Erinnerung zu bringen. Spinnlohn p. 1 Stück 25 PfgAuf Wunsch wird auch die Vorwebung der Garne zu Drell, Leinen und Bettzeug übernommen. Annahmestellen bei den Herren: D. Hunecke, Bestwig Th. Muffert Wwe., Messinghausen I. A. Schulte, Siedlinghausen Hau fland, Bruchhausen Joh. Keuth, Beringhausen Carl Hesse, Fretter b. Finnentrop. D. Humberg, Oedingen J. Neuhoff, Meschede: Aug. Würminghausen in Assinghausen. F. 8300 M. Friedländer's Buchdruckerei Brilon. 1. 4. 5. Nächsten Sonntag, den 11. d. Mts., Abends 7½ Uhr beginnend, findet im Vereinslokale eine General= Versammlung statt. Tagesordnung: Ersatzwahl eines Vorstands=Mitgliedes. Abnahme der Jahres=Rechnung. Berathung und Beschlußfassung über die beantragte Erhöhung des Jahresbeitrags. Feier des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers u. Königs. Verschiedenes. Brilon, den 6. Dezember 1898. Jungermann. 1. Vorsitzender.(746.) Wer zu Weihnachten seinen Söhnen und Töchtern seinen Dienstboten oder sich selbst ein nütz liches Buch schenkeu will, dem empfehlen wir die vom Fröbel=Oberlin=Verein zu Berlin herausgegebenen Volksschriften: II. Für Hausfrauen und Mütter Die Resterküche 2,50 Mk. Die Behandlung der Wäsche 50 Pf. Der Päppelkatechismus 80 Pf. Die Kindererziehung 80 Pf. II. Für Söhne und Töchter. Anstandskatechismus 50 Pf. Katech. d. deutsch. Litteratur 1.— M. III. Für die Dienstboten. Katechismus für Hausmädchen 65 Pf. Katechism. f. Kindermädchen 40„ Katech. f. Kindergärtnerinnen 80„ Katechismus für Landmägde 30„ Katechismus f Offiziersburschen 50„ Die Rester=Küche ist ein wertvolles Buch für sparsame Hausfrauen, dessen Anschaffung sich durch Ersparnisse in Haus und Küche hundertfach lohnt. Aus dem Päppelkatechismus lernen junge Mütter ein Kind künstlich ernähren. Söhnen und Töchtern, welche in das feine Geschäfsleben eintreten wollen, empfehlen wir den Anstands- und LitteraturKatechismus. Für dienende Mädchen giebt es kein nützlicheres Geschenk, als unsere billigen Volksschriften. Kausen Sie, gnädige Frau, lieber einen Honigkuchen weniger und legen Sie dafür von unsern Schriften ctwas auf den Weihnachtstisch. Wir senden sämmtliche Schriften gegen Zusendung des Betrages in Briefmarken oder was sicherer ist gegen Postnachnahme. Der Vorst. Fröbel=Oberlin=Vereins Frau Erua Grauenhorst, Berlin, Wilhelmstr. 10. züer an Asthma (Luftmangel) leidet, erhält umsonst und portofrei die durch D. R. G. geschützten Eck's Asthma=Tafeln z. Probieren. Man schreibe seine Adresse per Postkarte an die Adler=Apotheke in Frankfurt a. M. (45) Köhler's 1899. Mit 9 farb. Illustrationsbeilagen, zahlreichen Abbildungen im Text, 1 große Kunstbeilage mit dem Porträt unseres Kaisers in 56 cm. Höhe und 41 cm. Breite. 1 fard. Kaiser Wilhelm=Postkarte und 1 bunten Wandkalender. Preis 50 Pfennig. Zu haben bei M. Friedländer, Brilon. Nr. 14 Sonnabe den 10. Dez Erschein T und kostet in bei den Filial 1. Mk. 25. P Pf. viertel den mit 10? Raum berecht den bei uns aufgenommer nur 15 Pf. 2 Für nehmen Exped. d. betr. die 2 der Steuer III u. IV Die dr 21. Oktobe geordneten) steuerklassen zirks Brilor lagungsjahre Zur Vos und zwar a) für b) fü: im hiefigen Es sind glieder und für jede Klo von Stellver Die Gel lade ich zu Erzählu Aber de nieder an lem heißen was ihr vo Verzeihung Olga wiede der zum A madenleben preiszugeber beschiedenf Die 2# Frau Dir ihre Gesch worden, u ändert. 7 seine Sch Fräulein worden, Arm um die sich de Premier schien seit