aum-Confect ca. 240 große oder 440 ltend, Mk. 2.50 v. Nachn. sch, Dresden A. 4/016 (89.) Bienstag den 29. November. ger Kaffee. tig und schön schmeckend, 50, 60 und 80 Pfg. das s von 5 Pfd an zollfrei Rahmstorff, en b. Hambura. Ho. 9455 instrumente. undharmonika 2c) gratis Mk. 1 bis Mk. 5, der rages entsprechend, füge ig von 5 Mk. an bei. irmonikas, Brachtinstr. n hoch, off Nckelklaviat. Doppelb.: Metallschutzecken 2c. 50 St. 2 Bässe, Mk. 5.50 70„ 2„„ 7.50 92• 2„„ 9.50 123. 2.„„ 19.— ern(vorz. Fabrikat) n. nebst Schule, Verpack llem= Zubehör. ten, 46 cm gr. M. 4.— „ 5 2„„ 7, 5 0 52„„ 14.— de Ziehharm. u Accordegen Nachn: Ferner embester Waare alle übrigen Accord=, Guttarre=, und ithern, Blasaccordeons, s, Streich= und Blaslog postfrei und gratis. ng. Umtansch gestattet. E. Glaß. berg i. S., Nr. 40. Nr. 141. □ * Techeigen. 1898 62. Jahrgang 125 ich die Post bezogen 1. Mr. 45 Pf. vierteljährlich. Inserate und Anzeigen werden mit 10 Pf. die 1=spaltige Petitzeile oder deren Raum berechnet. Anzeigen 2c., welche gleichzeitig in den bei uns erscheinenden„Waldeckschen Anzeiger aufgenommen werden sollen, kosten für beide Blätter nur 15 Pf. die 1 spoltige Pettzeile oder deren Raum Zugleich für den Kreis Brilon. Briefe und Gelder für die Redaktion oder Er dition dieses Blattes werden portofrei unter d. Adresse„Sauerländischer Anzeiger und amtliches Kreisblatt“ grbeten. Unsere Filial=Expeditionen für Nieder Marsberg und Büren, sowie sämmtie Annoncen=Expedttionen nehmen Anzeigen fü den Anzeiger entaegen.. Dem Anzeiger wird unentigeltlich beigegeben: Wöchentlich, Sonnabends, das„Illustrierte Anterhaltungsblatt“. Für den Monat Dezember nehmen die betr. Postämter und die Exped. d. Bl. Bestellungen auf den Anzeiger entgegen. Amtliches. xistierenden Isiknte u. Saiten 1 unter Garantie. Kletetschka, thal in Saasen. imsonst und postfrei. (88.) Hchn Se Mitesser, Sommersprossen, Schönheitsfehler e m. B r o s c h ü r e ü b e r tmassage Marken franco, verers, Berlin, ergerstraße 55. Bekanntmachung, beir. den Nachtrag zu dem von der Preußischen Central=Genossenschaftskasse bearbeiteten Kataster der in Preußen vorhandenen eingetragenen Genossenschaften. Zu dem im Frühjahr d. Is. ausgegebenen Kataster der im Königreich Preußen vorhandenen eingetragenen Genossenschaften hat die Preußische Central=Genossenschaftskasse soeben einen„Nachtrag“ umfassend die Zeit vom 1. März 1897 bis 30. Juni 1898 und ein neues Verzeichniß sämmtlicher am 30. Juni 1898 im Königreich Preußen vorhandenen eingetragenen Genossenschaften alphabetisch nach dem Sitz geordnet unter gleichzeitiger Angabe der Verwaltungsbezirke, der Höhe der Geschäftsantheile und Haftsummen, der Genossenzahl und der Gesammthaftsummen, sowie des Revisionsverhältnisses erscheinen lassen. Um die wünschenswerthe Verbreitung dieser ersten amtlichen Materialten zur Genossenschaftsstatistik nach Möglichkeit zu fördern, wird das ursprünglich auf 45 Mk. angesetzt gewesene Wose 80 erpgsoeler r soppelt gereinigte und gedische tfedern. Ifrei, gegen Nachn,(jedes ) Gute neue Bettfg., 80 Pfg., 1M., M. 40 Pfg.; Feine iunen 1 M. 60 Pig. Polarfedern: weiß 2 M. 30 Pfgsilberweiße BettN. 50 Pfg., 4 M. 5 M.; chinesische GanzUkräftig) 2 M. 50 Pfg. ug zum Kostenpreise.— indestens 75 M. 5% Rab. bereitw. zurückgenommen. in Herford in Went# Katasterwerk sammt Nachtrag und neuem Genossenschaftsverzeichniß von nun an zu dem ermäßigten Gesammtpreise von 25 Mark abgegeten. Denjenigen, welche das Kataster noch zu dem früheren höheren Preis bezogen haben, werden der diesjährige Nachtrag, das neue Verzeichniß und der nächstjährige Nachtrag kostenlos nachgeliefert werden. Der Preis des neuen„Verzeichnisses der eingetragenen Genossenschaften" allein beträgt 2 Mt. 50. Pfg. Bestellungen sind zu richten an die Preußische Central=Genossenschaftskasse zu Berlin N. W. 7 Dorotheenstraße 42. Zugleich wird hie durch bekannt gegeben, daß die den Geschäftsverkehr der Central=Genossenschafts=Kasse regelnden Vorsoristen in einer von der Kasse herausgegebenen Druckschrift zusammengestellt worden sind, welche unter dem Titel „Bestimmungen der Preußischen Cntral=Genossenschaftskasse über den Geschäftsverkehr" im Verlage von W. Weber zu Beilin W. Charlottenstraße 48 zum Preise von 1,20 Mk. käuflich zu haben ist. Vorstehende Bekanntmaaung bringe ich hier. durch zur öffentlich'n Kenntnuß. Brilon, den 22 November 1898. Der Königliche Landrath I. V. Der Kreis=Deputirte Carpe Bekanntmachung, betr. hinterlegte Massen. Unter Hinweis auf die Bestimmungen des § 53, 54 und 55 der Hinterlegungsordnung vom 14. März 1879(Gesetzsammlung Seite 249) machen wir die Berbeiligten darauf aufmerksam, daß in dem öffentlichen Anzeiger zum 48. Stücke des Regierungs=Amtsblattes das durch§ 57 a. a. O. vorgeschriebene Verzeichniß derjenigen bei uns hinterlegten Massen veröffentlicht worden ist, bei welchen im Laufe des Vierteljahres vom 1. Januar bis 31. März 1899 die Einstellung der Verzinsung bevorsteht. Arnsberg, den 15. November 1898. Königliche Regierung. Hinterlegungsstelle. Surmann. Publizirt. Brilon, den 23. November 1898. Der Königliche Landrath I. Der Kreis=Deputirte Carpe. Politische Nachrichten. Potsdam, 26. Nov. Der Kaiser und die Kaiserin sind heute Vormittag elf Uhr wohlbehalten hier eingetrossen. — Der„Reichsanzeiger“ meldet: Das Kaiserpaar wurde bei seiner Ankunft in Potsdam durch das gesammte Staatsministerium begrüßt. Namens desselben gab der Reichskanzler der lebhaffen Freude über die glückliche Heimkehr des Kaiserpaares Ausdruck. Der Kaiser versammelte hierauf das Staatsministerium um sich und machte ihm Mittheilung über die erreichten und für die noch zu erhoffenden Ergebnisse der Orientreiset. Die Komödianten. Erzählung von Fr. Ferd. Tamborini. [Nachdruck verboten.] (Fortsetzung(“ „Und darf ich fragen, ob Sie aus Liebe zur Kunst?“— „Nein!" Beide schwiegen. Der Rittmeister mochte nicht durch wiederholte Fragen aufdringlich erscheinen, während die Frau offenbar mit dem Wunsche kämpfte, diesem liebenswürdigen Manne, der ihr von vornherein so viel Interesse und Wohlwollen geschenkt hatte, ihr Herz auszuschütten. Wie lange schon war man ihr nicht so begegnet. Was war sie sonft: die Direktorin einer Scmiere. Was sie gewesen, was sie in sich vergessen mußte—, wen interessiirte es? Jetzt sah sie sich einem Manne gegenüber, dessen Feingefühl sie durchschaute, und der ihr neben sich einen Platz einräumte. Die arme Komödiantin und der vornehme Rittweister aus adeligem Hause waren nicht nur geistesverwandt, sie war ihm ebenbürtig, das hatten ihm ihre Züge, ihre feine schmale Hand gezeigt, und während sich in ihm die Neugier regte, diese Frau nach ihrem früheren Leben zu fragen, erfüllte sie der Drang, diese bisher unausgesprochene Frage zu beantworten. Sie sah nach ihrem Manne hinüber; dann warf sie einen Blick auf die junge, fröhliche Gesellschaft in der Ecke, und da sie sich von niemanden beobachtet sah, richtete sie ihre Augen auf den Rittmeister und sprach: „Ich erinnere mich, verehrter Herr, seit vielen Jahren keines Abends wie den heutigen. Ich meine damit nicht die Genüsse, die uns durch den Theaterbesuch und Ihre Einladung geboten wurden, sondern die Art und Weise, mit der Sie sich wir näherten, und die wieder die große Kluft gezeigt hat, die für mich zwischen einst und jetzt besteht. Lassen Sie mich einmal sprechen, Herr Rittmeister, sprechen nach acht Jahren zum ersten Mal von dem Leid und Weh, das meine Brust erfüllt; denn es mögen wohl wieder acht Jahre vergehen, ehe ich mich abermals einem Menschen gegenüber befinden könnte, der mich verstehen würde. Wer weiß, vielleicht tritt dies Ereigniß nie wieder ein und mir ginge die Wohlthat verloren, meinen Schmerz einer fühlenden Brust anzuvertrauen, in der er einen Widerhall zu finden hoffen darf." Längst hatte innige Theilnahme den Rittmeister für diese Frau erfüllt. „Meine verehrte Frau,“ sagte er,„ich bin Ihnen von Herzen dankbar für das Vertrauen, das Sie mir schenken wollen, und glauben Sie mir, ich werde Sie verstehen und mit Ihnen fühlen, wenn auch das Reiter= und Soldatenleben— Sie wissen es jedenfalls— den Schein erweckt, als ob es von den durkeln Tiefen des Lebens nicht berührt werden könnte. Sprechen, erzählen Sie ohne Scheu und ohne Rückhalt.“ Auf dem Gutshofe des Barons von Horst hielt ein bepockter Reisewagen. Seit acht Tagen waren der Präsident aus der Residenzstadt mit seiner Gemohlin und Tochter Gäste des Barons gewesen, der Präsident hatte mit seiner Familie einen Theil seiner Ferien hier zugebracht, die sich ihrem Ende näherten, und jetzt sollte der Wagen den Jugendfreund nach der einige Meilen von dem Gute entfernten Bahnstation bringen und gleichzeitig die Baronesse Olga entführen, ein lebensfrohes, schönes Mädcken im Alter von siebzehn Jahren, die mit der gleichaltrigen Tochter des Präsidenten innige Freundschaft geschlossen hatte. Baron von Horst hatte zwei Töchter, Olga und die um zwei Jahre jüngere Marie, ein paar reizende junge Mädchen, denen er, seinem Stand und seinem Verwögen entsprechend, die vor nehmste Erziehung gegeben hatte. Nur ungern trennten sich die Eltern jetzt von ihrer älteren Tochter; aber sie hatten sich den Bitten der Freunde gefügt, die das junge Mädchen mit den Reizen des Stadtiebens vertraut sowie über die augenblickliche politische Lage am Mittelmeer unter dem Ausdrucke der Befriedigung mit den erzielten Erfolgen. — Der„Münch. Allg. Zig." wird aus Stuttgart telegraphiert: Infolge der persönlichen Rücksprache des Kaisers mit König Wilhelm von Württemberg und Peinz=Regenten Luitpold in München sei in der lippischen Frage eine Wendung eingetreten, welche allen Vaterlandsfreunden zur Befriedigung gereichen könne. Zwischen dem Kaiser und der Mehrzahl der größeren Bundesfürsten sei eine Uebereinstimmung dahin erzielt, daß auch in der Behandlung dieser Frage die großen nationalen Gesithztspunkte den Ausschlag geben müßten, denen gegenüber kleine Differenzen zurückzutreten hätten. Paris. Hier herrscht angesichts des Vorgehens der Militärpartei gegen Picquart eine wahrhaft leidenschaftliche Erregung, die immer weitere Kreise ergreift. Die Anklage gegen Picquart, die der radikale Deputirte Bos heute im „Rappel“ als die größte Infamie des Jahrhunderts bezeichnet, hat Tausende, die sich bisher reservirt verhalten haben, aus ihrer Beshaulichkeit aufgerüttelt. Zeigen sich die Regierung und General Zurlinden weilerhin Dinen gegenüber ablehnend, welche einen Aufschub des Prozesses Picquart bis zur Aufklärung der ganzen Dreyfus=Affaire durch den Kassationshof fordern, so wird die Bewegung für Picquart schnell außerordentliche Dimensionen annehmen— Lavori und Mornard beschlossen, den Sekretär Laboris, den Advokaten Hild zu Dreyfus nach der Teufelsinsel zu senden. Hild dürfte sich am 9. Dezember einschiffen. Athen. Die Gesandten der vier Mächte notifizierten dem König die Ernennung des Prinzen Georg zum Prinz=Gouverneur von Kreta. Der König gab seine Genugthuung und sprach seinen Dank dafür aus. Der Prinz erklärte, er werde nach Kräften danach trachten, der Insel den Frieden wiederzugeben. Mittheilungen aus dem Kreise :Brilon, 29. November. Nur noch wenige Stunden trennen uns von dem Vorabende des bedeutungsvollen und erfreulichen Ereignisses, wodurch unsere Stadt durch die Ecöffnung der Möhnethalbahn nach langem Harcen und Bangen in das europäische Eisenbahnnetz eingeführt wird; ein Ereignis, das sich finnreich genug gerade am Ersten des Weihnachtsmonats vollzieht, weil unserer Stadt eine freudigere Weihnachtsspende, als machen wollten, weil sie meinten, daß die ländliche Erziehung zu einseitig wäre, und die Anschauungen beschränkte. So wurde denn beschlossen, daß Olga den Winter über unter Obhut der Familie des Präsidenten in der großen Stadt zubringen sollte. Der Wagen fuhr vor, man half den Damen hinein, der Diener sprang auf den Bock, und im schnellen Trabe eilten die prächtigea Pferde der Station entgegen. Olga trat in der Stadt in eine für sie neue Welt. Auch das väterliche Gut hatte der Abwechslung, der Gesellschaft und der Vergnügen viel geboten, aber alles doch in beschränktem Kreise, immer unter denselben Gesichtern der benachbarten Gutsbesitzer und der wenigen Honoratioren der Kreisstadt. Die endlosen breiten Straßen, die großen vierstöckigen Häuser mit ihren vielen Bewohnern, die die nächsten Nachbarn nicht einmal kannten, während es zu Hause kein Bauernkind gab, das der Herrschaft nicht von seiner Geburt an bekannt gewesen wäre, die strahlenden Läden, der Verkehr auf den Straßen, alles das war für Olza neu und verwirrte sie. (Fortsetzung folgt.) die Eröffnung der Bahn, nicht wohl hätte bereitet werden können. Wenn wir sagen: ein Ereignis, wen wird dieser Ausdruck befremden? Und wenn wir sagen: nach langem Hoffen und Harren, so ist das keine bloße Phrase. Schon in der Mitte der 50er Jahre, also vor mehr als 40 Jahren, war das Project der Möhnebahn neben dem der Ruhrbahn Gegenstand ernstlichster Erörterung und manche Kämpfe, — völlig unblutig indeß— sind derzeit dieserhalb geführt. Nach Ansicht der Einen sollte die Möhnebahn als eine Zweigbahn der Ruhrbahn, deren Bau schon damals vorausgesetzt wurde, ihren Anfangspunct beim Ausfluß der Möhne in die Ruhr bei Neheim nehmen und der Möhne entlang bei Brilon in's Hoppekethal gehen, wo sie die Ruhr wieder treffen würde; nach Ansicht der Andern sollte die Möhnebahn in Soest an die Westfälische Bahn anschließen, den Harstrang überschreiten, bei Beleke in's Möhnethal münden und von hier weiter bis Brilon geführt werden. Schon im Jahre 1857 wurde diesbezüglich ein Techniker, der Geometer Georg Dickel von hier, mit der generellen Aufnahme des Nivellements und der Trace beauftragt. Als sich diese Projecte durch die Ungunst der Verhältnisse zerschlugen, sah man hierorts mit höchster Spannung der Entwickelung des Bahnprojects der Ruhrthalbahn entgegen. Jedermann weiß das wahrhaft tragische Ende dieser Erwartung. Brilon, die erste und größte Stidt unseres Kreises, die Hauptstadt dieses Kreises, ehemals Jahrhunderte hindurch die Hauptstadt des früheren Herzogthums Westfalen, wurde umgangen und wir Briloner mußten, aller Anstrengungen für eine uns günstigere Bahnlegung ungeachtet, erleben, daß die Bahn in meilenweiter Entfernung neben unserer Stadt vorbeigeführt wurde. Und wieder haben wir seitdem fast 30 Jahre geharrt und gewartet. Mit vollem Recht begrüßen wir daher die Eröffnung der Bahn als ein freudiges Ereignis. Ja welchem Maße und Umfange jedoch unsere Stadt für die Folge an den Seguungen der Bahn theilnehmen wird und wie sich die industrielle, gewerbliche und bergbauliche Thätigkeit durch den Eintritt kunserer Stadt in den unmittelbaren Eisenbahnverkehr entwickeln und gestalten wird, vermögen wir jetzt, da wir erst an der Schwelle und sozusagen an der untersten Stufe der Erfahrungen stehen, noch nicht zu erkennen. Wir haben aber allen Grund, auch in dieser Beziehung dem Benefiz der Zeit vertrauensvoll entgegenzusehen. Die Stadt Brilon, immer opferwillig und bereit, wenn es gilt, edle und gemeinnützige Interessen in's Leben zu rufen und zu fördern, hat sich an der Möhnethalbahn mit einem, in Rücksicht ihrer ungünstigen siganziellen Verhältnisse höchst ansehnlichen Beitrage von nicht weniger als 150,000 Mark betheiligt. Wir wünschen nichts mehr, als daß ihr dieser Beitrag hundertfältige Frucht bringen möge! Hierbei wollen wir noch eines Ereignisses erwähnen, das mit dem von uns besprochenen in verwandtschaftlicher Verbindung steht. Am 15. Oktober 1844, am Geburtstage des Hochseligen Königs Friedrich Wilhelm IV. nämlich, wurde die Chaussee von hier nach Rüthen, die zweite innerhalb unseces Stadtbezirks seit 1812, dem Johre der Eröffnung der Arnsberg—Beverunger Straße seierlich dem Verkehr übergeben. Unsere gesamn te Schuljugend beiderlei Geschlechts, zwei und zwei, unter Begleitung des Landraths, der Pfarr## geistlichen, des Magistrats und der Stadtverord. neten, der Lehrer und einer großen Schaar anderein Bürger mit der Musik an der Spitze, bewegt## sich in fröhlichem Zuge die Chaussee entlang Jedes Schulkind trug ein Bäumyn auf seine zarten Schulter. Auf gegebene Zeichen wurden dann die Bäumchen in die dazu angelegten Baumlöcher eingesteckt. In der neuen Anlag neben der Chaussee unterhalb des Dorfes Wülfte wurde die Jugend mit einem kräftigen Imbiß bewirthet. Allgemeine Freude und Heiterkeit wan die Signatur des Tages. Unserer neuen Bahn aber rufen wir zu ein freudiges Vivat, floreat crescat! Provinzial=Nachrichten. Arnsberg.(Schwurgericht.) In Sitzung am 23. d. Mts. stand vor den Schranken des Schwurgerichts der Arbeiter Johann Krüger aus Winterberg. Derselbe war beschuldigt, am 29. Sept. d. J. vor dem Kgl. Schöffengericht zu Medebach wissentlich ein falsches Zeugniß mit einem Eide bekräftigt zu haben. Der## Ang-klagte wurde durch Wahrspruch der Geschwor nen von der Anklage des Meineids freigesprochen, dagegen wegen fahrlässiger Verletzung der Eidespflicht für schuldig erklärt. Das Urtheil lautete auf 6 Monate Gefängniß. — Am 24. d. Mts kam die Anklage gegen# Tagelöhner Peter Dornseifer aus Altenhof zur Verhandlung; dieselbe betraf Urkundenfälschung und Uebert etung des Personenstandgesetzes vom Februar 1875. Das Urtheil lautete auf 14 Tage Gefängaiß. Die zweite Sache, welche verhandelt wurde, betrof Münzverbrechen. Angeklagt dieses Verbrechens waren der 55 Jahre alte, in Wien geborene Karl Kalliwoda aus Siegen und dessen Ehefrau, Elise geb. Schneider daselbst, 49 Jahre alt, wegen wissentlicher Beihülfe zu diesem Verbrechen. Der Wahrspruch der Geschworenen lautete auf Schuldig unter Annahme mildernder Umstände und verurtheilte der Gerichtshof den Ehemann Kalliwoda zu ein Jahr Gefäggniß, wovon vier Monate durch die erlittene Untersuchungshaft als verbüßt erachtet werden, die Ehefrau Killiwoda wegen Beihülfe zu 2 Monaten Gefängniß. Am 25. war wiederum Münzverbrechen der Gegenstand der Verhandlung. Angeklagt desselben war der Bergmann Heinrich Schnell aus Niederndorf im Kreise Siegen. Der Wahrspruch der Geschworenen lautete auf Schuldig unter Verneinung mildernder Umnände, worauf der Gerichtshof den Angeklagten zu drei Jahre Zuchthaus verurtheilte. Gegen dieses Urtheil hat der Vertheidiger— Herr Ju ttzrath Scheele— das Rechtsmittel der Revision angemeldet. * Am 22. November fand in Meschede, Hotel Hoff, eine Sitzung der Handelskammer für Kreise Arusberg Mesch Zonengebühr 25 Pfennig dem Reichs=P Der Anti das Staatsn keine Aerzte, dem Amte ei wird nach ein ständiger Sei Die Kam kaufmännische das Vorgehen Deutschlands hiesigen Bezir Ein Antr Zuchthausarb und Wollwar macht, und d drückt,— wi rate des Her angenommen. Bezüglich von Wagensta spricht sich die Herrn Minist Aufhebung d Feiertage anz Gleichfalls fügung des der Ladefristen Ein Antre westdeutschen sonderen Min unter Mitübsoll unterstützt Das Vor der Eisenbahn Umbau der A Herstellung ei bezw. Köln, s Mebrere Konturrenz de ten pp, welche gen,— sollen lung nimmt, dern der Han Auf eine sters„ob es unrichtiger E und Vervollstd Registergericht en an die§ und diesen letzt die zu ihrer gtiger oder ur unterbliebener anzuzeigen,“ dem Sinne sie Ueber die und Gewerbe die Grenzen d Gutachten der mission gehört dem Herrn M den. für die Kreise urns„ schede und Brilon statt. Vor Eintritt in die Tagesordnung machte der Vorsitzende Mittheilung über die betreffs Ecrichtung einer Richsbanknebenstelle in Arnsberg geführten Verhandlungen. Hiernach ist es als undurchführbar zu betrachten, daß die Nebenstelle in Verbindung mit der Kgl. RegierungsHauptkasse eingerichtet werden kann, doch dürfte sich empfehlen, besonders unter Berücksichtigung des umfangreichen Giro=Verkehrs der Regierung die Angelegenheit weiter zu verfolgen. Es wurde beschlossen, sich mit den Interessenten diesbezüglich in Verbindung zu setzen. Ein Antrag auf Einführung einer Zwischenstufe von 50—100 Kilometer bei Berechnung der Telephongebühren wird dadurch erledigt, daß sich die Versammlung für Einführung einer Ein Antr. Kleineiseninduf Verzollung vor soll diesseits 1 Die Kamn derrn Handele über den Verk bestehenden U der Täuschung dieser Waren soll, aus. Die Versat laß einer neue elskammer. Auf die 2 ung soll die perren im Ru Ferner wir der Unter=Ein rovinzial=Ste horten. Zum Schli — Beverunger Straße gzeben. Unsere gesamn Geschlechts, zwei un Landraths, der Pfarr## und der Stadtverordgroßen Schaar anderei n der Spitze, bewegte# die Chaussee entlang Bäumyn auf seine ebene Zeichen wurden die dazu angelegten in der neuen Anlage alb des Dorfes Wülfte nem kräftigen Imbiß de und Heiterkeit war Unserer neuen Bahn idiges Vivat, floreat achrichten. zurgericht.) In der sand vor den Schrander Arbeiter Johann Derselbe war beschuleir dem Kgl. Schöffenlich ein falsches Zeugitigt zu haben. Der# Wahrspruch der Gee des Meineids freifahrlässiger Verletzung g erklärt. Das UrGefängniß. im die Anklage gegen## er aus Altenhof zur caf Urkundenfälschung sonenstandgesetzes vom theil lautete auf 14 de verhandelt wurde, Ingeklagt dieses Verhre alte, in Wien ges Siegen und dessen der daselbst, 49 Jihre ihülfe zu diesem Verder Geschworenen Annahme mildernder der Gerichtshof den in Jahr Gefäggniß, die erlittene Untererachtet werden, die beihülfe zu 2 Monaten Münzverbrechen der ing. Angeklagt desHeinrich Schnell aus en. Der Wahrspruch auf Schuldig unter nuände, worauf der zu drei Jahre Zuchtdieses Urtheil hat der rath Scheele— das ingemeldet. fand in Meschede, er Handelskammer Meschede und Brilagesordnung machte über die betreffs knebenstelle in Arnszen. Hiernach ist es rachten, daß die Neder Kgl. Regierungs= en kann, doch dürfte nter Berücksichtigung kehrs der Regierung verfolgen. Es wurde! teressenten diesbezügsrung einer Zwischeneter bei Berechnung dadurch erledigt, daß Einführung einer Zonengebühr von 100 Kilometer zum Satze von 25 Pfennig ausspricht und soll dieser Antrag dem Reichs=Postamte unterbreitet werden. Der Antrag der Handelskammer Wiesbaden, das Staatsministerium zu ersuchen, in Zukunft keine Aerzte, sondern nur geprüfte Apotheker zu dem Amte eines Apothekenrevisors zu berufen, wird nach eingehender Begründung von sachverständiger Seite,— angenommen. Die Kammer sprach sich gegen die Einführung kaufmännischer Schiedsgerichte aus und beschloß, das Vorgehen des Verbandes reisender Kaufleute Deutschlands nicht zu unterstützen, da für den hiesigen Bezirk kein Bedürfnis dazu vorliege. Ein Antrag betr. anderweite Regelung der Zuchthausarbeit, welche dem heimischen Wirkereiund Wollwaren=Gewerbe eine starke Konkurrenz macht, und die Löhne in diesem Industriezweig drückt,— wurde nach einem erläuternden Referate des Herrn C. Ewers=Küstelberg, einstimmig angenommen. Bezüglich eines Antrages über die Erhebung von Wagenstandgeld an Sonn= und Feiertagen, spricht sich die Versammlung dahin aus, bei dem Herrn Minister der öffentlichen Arbeiten eine Aufhebung des Standgeldes für Sonn= und Feiertage anzustreben. Gleichfalls wird die Kammer gegen die Verfügung des Herrn Ministers betr. Verkürzung der Ladefristen, vorstellig werden. Ein Antrag des Wasserrechts=Ausschusses der westdeutschen Industrie auf Schaffung eines besonderen Ministeriums für Wasserwirtschaft, ev. unter Mitüberweisung des Hochbauwesens,— soll unterstützt werden. Das Vorgehen des Komitees für den Bau der Eisenbahn Overath=Hoffnungsthal=Kalk, betr. Umbau der Aggerthalbahn zur Vollbahn und die Herstellung einer näheren Verbindung mit Kalk, bezw. Köln, soll ebenfalls unterstützt werden. Medrere Eingaben betr. Beseitigung der Konturrenz der Beamten, Raffeisengenossenschaften pp, welche die Detailgeschäfte schwer schädigen,— sollen— ehe die Kammer hierzu Stellung nimmt,— vorerst bei sämmtlichen Mitgliedern der Handelskammer zirkulieren. Auf eine Anfrage des Herrn Handelsministers„ob es sich empfehlen würde, zur Verhütung unrichtiger Eintragungen und zur Berichtigung und Vervollständigung des Handelsregisters den Registergerichten eine Mitteilung der Eintragungen an die Handelsvertretungen vorzuschreiben und diesen letzteren die Verpflichtung aufzuerlegen, die zu ihrer Kenntnis gelangenden Fälle unrichtiger oder unvollständiger Eintragungen oder unterbliebener Anmeldungen den Registergerichten lanzuzeigen, beschließt die Kammer in bejahendem Sinne sich auszusprechen. Ueber die vom Herrn Minister für Handel und Gewerbe beabsichtigten Bestimmungen über ldie Grenzen des Kleingewerbes,— soll erst das Gutachten der zuständigen Handelskammer=Komgehört und entsprechend diesem Gutachten dem Herrn Minister Vorschläge unterbreitet werden. Ein Antrag des Vereins der Märkischen Kleineisenindustrie an den Bundesrath, betr. Verzollung von Fahrrädern und Fahrradtheilen, ssoll diesseits unterstützt werden: Die Kammer spricht sich ferner für eine vom herrn Handelsminister zu erlassende Verordnung über den Verkehr mit Stearinkerzen, wodurch der bestehenden Unsicherheit sowie der Möglichkeit der Täuschung des Publikums im Einzelverkehr dieser Warengattung entgegengetreten werden ol, aus. Die Versammlung genehmigt ferner den Erllaß einer neuen Geschäftsordnung für die Hanelskammer. Auf die Tagesordnung der nächsten Versammlung soll die Frage der Errichtung von Thalperren im Ruhrgebiet gesetzt werden. Ferner wird die Kammer die Errichtung eier Unter=Einnehmerstelle in Meschede beim Herrn Provinzial=Steuer=Direktor in Münster befürhorten. Zum Schluß nahm die Versammlung ein Referat über den Detaillistentag in Elberfeld entgegen, beschloß jedoch von einer Stellungnahme zu den dort gefaßten Beschlüssen abzusehen. Münster. Die Untersuchung in der Postraub=Affoire, für welche man einen Geheimpolizisten aus Berlin hatte kommen lassen, ist im Sande verlaufen. Neuerdings klammert man sich an einen Hut, der am Morgen in der Promenade gefunden wurde. Wie es scheint, wird man die 130000 Mk. nicht wiedersehen, die vielleicht schon längst zum Ankauf einer Hazienda jenseits des Oceans verwendet worden sind. — Die Generalversammlung des westfälischen Bauernvereins beschloß eine Resolution betreffend die Einführung der obligatorischen Fleischschau im ganzen Reich, sofort nach dem Schlachten und sprach dem Landwirth Pottsenne die Mitgliedschaft ab, weil er den Socialdemokraten seinen Hof für eine Versammlung abgelassen hatte. Werl. Mit dem Soester AllerheiligenMarkt kommen die Zigenner alljährlich in unsere Gegend. So lagert auch dies Jahr wieder eine Bande mit etwa 20 Wagen vor dem Steinthor. Die Pferde grasen auf den anliegenden Weiden und dem jungen Roggen. Die Weiber und Kinder durchstreifen die umliegenden Dörfer, bettelnd und gelegentlich auch stehlend, während die Männer das süße Nichtsthun pflegen. Einer der braunen Gesellen mit Namen Christian Eichholz ist, nachdem er die kirchlichen Sterbesacramente erhalten hatte, an der Schwindsucht gestorben. Der behandelnde Arzt wollte den Schwerkranken ins Krankenhaus transportieren lassen, aber da hieß es:„Unter freiem Himmel sterben.“ Eichholz war 30 Jahre alt und besitzt in Dortmund mehrere Häuser. Die Beerdigung soll heute nach katholischem Ritus stattfinden. Eine große Anzahl Zigeuner wird dazu erwartet. Der bei den Söhnen der Pußzta übliche Leichenschmaus wird in der neuerbauten Halle des Bäckermeisters Binholt abgehalten. Wattenscheid. Infolge des hier sehr stark auftretenden Scharlachfiebers und der Diphteritis sind sämmtliche Volsschulen geschlossen worden: Der Landrath hat eine sorgfältige Desinfection der Klassenzimmer und Schulhöfe angeordnet. Dortmund. Das neueste auf dem Gebiete der Reklame ist hier eine Geschäftseröffnung mit Musik. In dieser Weise wurde am Steinplatz ein Konfectionsgeschäft eröffnet. Im Eingange zum Geschäft hatte eine Musik=Kapelle Aufstellung genommen, die fleißig konzertierte. Die Zuhörer zählten nach vielen Tausenden. Bonn. Ein„stellvertretender Herr Doktor“ stand in der Person des gewerblosen Heinrich Hang wegen Betrugs und Vergehen gegen die Gewerbeordnung vor den Schranken. Dieser Gauner hatte, ohne ein Examen gemacht zu haben oder die Approbation als Arzt zu besitzen, Aerzte in der Rheinprovinz vertreten. Er erhielt hierfür 5—6 Mark pro Tag und freie Station. Die Patienten, die er behandelte, pumpte er theilweise an, einem knöpfte er sogar 500 Mark ab. Hang ist jedenfalls ein Schwindler von Talent, sonst hätte er diese Rolle nicht spielen, sogar als stellvertretender Arzt sich die volle Zufriedenheit seiner Patienten erwerben können. Er will, nachdem er im Abiturienten=Examen durchgefallen, neun Semester Medizin gehört haben. Nebenbel ist er mehrfach wegen Betruges bestraft worden, auch beim Militär, wo er als Dreijähriger diente. Seinem Schwindel hat er in Bonn dadurch die Krone aufgesetzt, daß er sich unter Vorspiegelung falscher Augaben verheirathete. Das Verfahren wegen Ehescheidung ist in der Angelegenheit anhängig. Nebenbei machte er auch im stillen Verlobungen, was einer Dame aus Solingen 100 Mk. kostete. Es muß überraschen, daß Hang, der allerdings dreist als Dr. med. und praktischer Arzt auftrat, nie um Vorzeigung seiner Approbation ersucht wurde, und so seinen bedenklichen Schwindel treiben konnte. Der Staatsanwalt beantragte gegen den gefährlichen Menschn 6 Jahre Zuchthaus und 450 Mk. Geldbuße. Buntes. — In einem Theater in Yorkshire war folgen es Plakat zu lesen:„Damen die ihr Haar an den Hüten befestigt haben, ist gestattet, die Hüte aufzubehalten.“ Damit war die leidige Hutfrage für das Theater zur Zufriedenheit ge15n. Fahrplan für die Strecke Belecke=Brilon. Redigiert unter Verantwortlichkeit des Verlegers. 28 goldene u. silberne Medaillen u. Diplome. 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Anna Wallocha. Joseph Wallocha Beglaubigt: Der Gemeinde=Vorstand: Sobotta. Adresse:-Privatpolitlinik, Kirchstraße 405, Glarus“ (Schweiz.) Zidelitas. Zeitschrift für gesellige Vereine und Privatkreise. (Inhalt. Lustspiele, Soloscenen, Couplets(mit Musik), Vorträge Gesellschaftsspiele u. dgl.) Monatlich eine Nummer. Halbjährlich 1 Mk. 50 Pfg. Probenummern gratis und franco; Probequartal 75 Pfg. Der Gesangskomiker. Ausgewählte Couplets, Duette, Soloscenen 2c. mit den Noten der Melodien und Pianoforte=Begleitung. 31 Bände, jeder Band 1 Mk. Inhaltsverzeichniß gratis. Vademecum für Dilettanten. Eine Anleitung zum öffentlichen Auftreten. Von Max Trausil.— Geh. Preis 1 Mk. 20 Pfg. Die besten Declamationen und komischen Vorträge. 10. Auflage.— Geh. Preis 1 Mk. 50 Pfg. Der Haubersalon. Die interessantesten Kunststücke der modernen Salon=Magie von Robert Robin. Mit 122 Abbildungen. 2. Auflage Preis 2 Mk. 40 Pfg. Die Bauchrednerkunst. Von Gustav Lund. 2. Auflage. Mit Illustrationen. Geh. 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