140. ang-Vereins ember 1898, demnabench den 26. November. 1898. 62. Jahrgang Eichem Oiertagt -c seint Dienstags, Donnerstags u. Sonnabends tostel in Briton, bei der Expedition 1 Mk. 15 Pf. n in N.=Marsberg u. Büren Pf. und durch die Post bezogen 1. Mk. 45 Pf. vierteljährlich. Inserate und Anzeigen werden mit 10 Pf. die 1=spaltige Petitzeile oder deren Raum berechnet. Anzeigen 2c., welche gleichzeitig in den bei uns erscheinenden„Waldeckschen Anzeiger, aufgenommen werden sollen, kosten für beide Blätter nur 15 Pf. die 1 woltige Pettzeile oder deren Raum Zugleich Tutttichrrerteirein. für den Kreis Brilon. Briefe und Gelder für die Redaktior oder En dition dieses Blattes werden portofrei unter der Adresse„Sauerländischer Anzeiger und amtliches Kreisblatt“ erbeten. Unsere Filial=Expeditionen für Nieder Marsberg und Bürer, sowie sämmtie Annoncen=Expedttionen nehmen Anzeigen fü den Anzeiger entaegen von Thiele. „ Kücken. " Franke. Brandt. Popp. Heim. Franke. Attenhofer. Geneé. Clarens. Loewe. Franke. Dem Anzeiger wird unentgeltlich beigegeben: Wöchentlich, Sonnabends, das„Illustrierie Auterhaltungsblatt“. Hunger. Kegel 15 Pig. on der eine an doppeltem, nd welche Sie im Jahr, lt sind. Die Brüche sind Vorschein gekommen, ein Post Ommersheim, PfalzDie Echtt eit vorstehenden nber 18.### Bu sirchstrat. Glarus Für die Monate November und Vezember nehmen die betr. Postämter und die Exped. d. Bl. Bestellungen auf den Anzeiger entgegen. linstrumente. Kundharmonika 2c) gratis Mk. 1 bis Mk. 5, der trages entsprechend, füge ng von 5 Mk. an bei. armonikas, Prachtinstr. m hoch, off. Nckelklaviat. Doppelb.: Metallschutz ecken 2c. 50 St. 2 Bässe, Mk. 5.50 70„ 2„„ 7.50 93• 2"„ 950 123. 2„„ 19— tern(vorz. Fabrikat) on, nebst Schule, Verpack allem= Zubehör. niten, 46 cm gr. M. 4.— „ 52„„ 7,5 " 52„„ 14.— ede Ziehharm. u Accordgegen Nachn: Ferner embester Waare alle übrigen Accord=, Guitarre=, und Zithern, Blasaccordeons as, Streich= und Blastalog postfrei und gratis ung. Umtansch gestattet. iz E. Glaß. nberg i. S., Nr. 40. beten! ten von 10 Pfg. an „ 20„„ nund neuesten Mustern. z überallhin franco. der Ziegler Lüneburg. * Zur Heimkehr des Kaiserpaares. In diesen Tagen langen Kaiser Wilhelm und Kaiser in Auguste Vitioria von ihrer großen Orientreise wieder in ihrer bevorzugten Sommerresidenz Potsdam an, aus welcher die Majestäten vor sechs Wochen zum Besuche KonstantinoPalästinas und Syriens aufgebrochen waren. Mit lebhaftem Interesse ist man in den weitesten Volkskreisen Deutschlands dem Verlaufe der hochinteressanten Orientfahrt des allverehrten Herrscherpaares gefolgt, mit spannungsvoller Theilnahme hat man im Geiste auf all“ die glanzvollen und farbenprächtigen Bilder geschaut, welche das Erscheinen der kat#erlichen Gäste an den von ihnen berührten hinorischen Punkten entrollte, dazwischen machte sich aber immer wieder die besorgte Frage geltend, ob es denn den erlauchten Reisenden beschieden sein werde, ohne störenden oder peinlichen Zwischenfall ihr Reiseprogramm erledigen und froh der empfangenen mannigfachen Eindrücke nach der Heimath zurückkehren zu können. War doch die noch kurz vor Antritt der Reise der Majestäten bekannt gewordene Kunde von dem verruchten Anschlag, welchen anarchistische Verschwörer gegen das ge heiligte Leben unseres Kaisers geplant hatten, nur geeignet, solche Besorgnisse wach zu rufen, während außerdem auch von anderen Seiten, an welchen man mit Neid und Mißgunst auf diese Kaiserjahrt blickte, Versuche zu einer Störung derselben zu befürchten waren. Aber glücklicher Wise haben sich die gehegten Besorgnisse und Befürchtungen in keiner Weise erfüllt, wohlbehalten sind der Kaiser und die Kaiserin von ihrer Reise nach Deutschland zurückgekehrt, ohne daß dieselbe durch den geringsten Mit klang eine Trübung erfahren hätte, und so grüßt denn Deutschlands Volk aus frohbewegtem Herzen sein geliebtes Kaiserpaar zur glücklichen Rückkehr nach der Heimath. Mächtige Eindrücke und die buntesten und mannichfachsten Bilder orientalischen Volkslebens sind vor den Augen der Mojestäten vorübergezogen, während sie zugleich ganz neue und eigenartige Naturszenerien schauen durften. Nicht zum Wenigsten aber wird in dem erlauchten Paare die Erinnerung an die großartige und begeisterte Aufnahme haften bleiben, die ihm allerorten auf seiner Orientreise von der Bevölkerung bereitet wurde, und welcher herzliche Empfang nirgends den Charakter des Gekünstelten und Anbefohlenen trug, sondern aus dem ureigenen Empfinden des morgenländischen Volksgemüths seine Anregung empfing. Was nun die Frage nach den Ergebnissen anbelangt, welche Deutschland für sich aus dieser gesoimmten Reise seines K iserpaares vielleicht erwarten darf, so muß es natürlich der Zeit überlassen bleiben, die etwaigen greifbaren Früchte dieses epochemachenden Ereignisses zu zeigen. Aber im Allgemeinen läßt sich doch schon jetzt behaupten, daß das Ansihen und die Stellung des deutschen Reiches in der morgenländischen Welt, soweit sie mittelbar oder unmittelbar unter der Heirschaft des Padisaah steht, durch die Kaiserreise eine bemerkenswerthe Kräftigung und Stärkung erfahren hat, die im Speziellen sicherlich dem Deutschthum in Palästina und Syrien zu Gute kommen wird. Der äußerliche Glanz in dem Auftreten unseres Kaiserpaares auf morgenländischem Boden, verbunden mit der gewinnenden persönlichen Liebenswürdigkeit, welche der Kaiser und die Kaiserin zu entfalten wissen, lat auf die Orientalen mächtig ei gewirkt, und ihnen die Bedeutung des großen deutschen Reiches saärfer denn je vor die Augen geführt. Dazu kommt die vom Kaiser Wilhelm in Verlauje seiner Orientreise wieder holt betonte persönliche Freundschaft, die ihn mit dem Sultan Abdul Hamid verbindet und welche naturgemäß auch in den gegenseitigen Beziehungen zwischen ihren Richen zum Ausdruck gelangt; auch dieser Umstand ist nur geeignet, erfreuliche Nackwirkungen für die gesammte Stellung des Deutschthums im Orient von der nun wieder beendigten Kaiserreise erhoffen zu lassen. Lied van der„Nuigen Uisenbahn“. in lippisch Platt. (Die neue Eisenbahn, welche am 30. d. M. eröffnet wird, hat unsern Freund„Simon“— der ja auch zur Zeit die Bahn von Lippstadt nach Wiedenbrück besungen hat— veranlaßt, auch unsere neue Bahn zum Gegenstand seiner Poesie zu machen und zwar in dem nachfolgenden uns ugesandten Gedicht, welckes unsere Leser, trotz des lippischen Platt, schon verstehen werden. Red.) Wat kümmt dor achter heer van Ruin? Dat mot wall wat Besonners suin. Dat Dink dar siuset dor jo heer, Gans ohne Minsken un ohne Peer! Un Augen het ei de sind seu graut Os lieke man in'n deupen Saut. Un quiken doit et ossen Schwiun, Un spuigget Futer no beuden Suin. De Thier de süß alleine goht, De sind teuhaupe kumen un roth, enn seuwat het se nau nich seun, Se meunt, et wörn Wunner gescheun! De Voß, de jümmer alles weut, De seggt, heu wüsse keun Bescheud, Un Vedder Dax, de krüppt ivt Hius In schwigt seu stille of'n Mius. Der Reiher steut up eunem Beun Nei seuwat hew eck nau nich seun, Eck wonne hutr all sieben Johr, De Sake stimmt nich, dat es wohr! De Hase meunt, dat wör Klaunkaspar sümst, Niu mak man, dat de öwer de Berge kümst! Süß fret' e dui up met Hiut und Hoor, Un Keuner wert er wat van gewohr. Seu roth euner düt, de anner dat, Un keuner weut seu recht nich wat, Teu leste röpt de Auerhahn „Hault Miaul, dat is'n Uisenbahn!“ „Un'n Uisenbahn es et, dat es wohr, Wui hed'r upliurt seu manchet Johr, Niu foird wui nau Bruil'n, wo prächtig dat klinkt, Wo die Nachtigall auk in Winder sinkt. Jo Bruilen, dat es'n leuwe Stadt, Da hew eck oll manch Pleseuerken hat, Blaus euns, dat was mui jümmer teu stak: =Nächtliche Störung tostet fünf Mark!“ Drum wer van Dage Radau well schlohn, De kann man gluiks no Alme gohn, Dor kann' e bölken, seu viel oss’ e kann: „Eune Mark fiftig kost et pro Mann!“ Wat was dat froier vörn Uemmestand Wennt heude: rin mot ek int Siuerland, Dann nahm ek Afscheud up lange Tuid, Man weut nich ob’n sick wedder suit. Det Obends dann genk et inne Post Med'n Buddel vull Schnaps un tweu Meter Wost, Un olle Tasken vull van Braut, Süß schmachte man unnerweges daut. Dann kam man lade in Ruien an, Dann wörn se oll an Schlopen dran, Un wenn se nich grade an Kodenspieln wörn. Dann was keun Minske teu seun und teu hörn. Do was et denn jümmer'n grauden Genuß. An der Möhneburg, buim Blasius, De kam gluik an med'n granden Schlucke: „Niu siup, olle Hucke!" Dann genkt dürn Schnee tweu Feude deup, De Schwoger upem Bocke schleup, Up eumol blieben de Prere stohn, Wui wörn bieden in Graben gerohn. „Jü“, reup de Schwoger,„Uise, Drache!“ Eck bleif in Wagen sidden un lache. Dann steige van Bocke und packe int Rad, Un gaf den Peern wat vört Gatt. Doch do hulp keun schiuwen und keun schlohn, Eck most teu Feude no Bruiln gohn, Half daut kam eck bui Lohmanns an, Muin ganzet Lieben denk eck dran: De olle Clemens seh:„Heer, seu sind schlaff!“ Un dann reif e mui medden Strauwiske af, „Seu, dat es geut vor Minsken un Peer, Niu vokuilt seu sick nich mehr.“ Un Clemens hadde recht, am annern Morn, Dann was eck ofe nuig geborn, Un wenn eck dann but Alex sat, Dann dacht eck bui mui, wer well dut wat? Niu es dat Reusen garnicks mehr, Medder Uisenbahn foird'n hen un heer, Wai süß'n Reuse von Dagen gaf, Dat makt man nin in Stunnen af. Drüm geut ist, dat wui die Uisen bahn het, De Post, de was doch garnich nett, Niu künnt wut kräggen os'n Hahn: „Hauch liewe deu nuige Uisenbahn! Simon. Im Uebrigen harrt des Kaisers bei seiner Heimkehr eine Fülle von Arbeit, die sich aus der selbstständigen Initiative erklärt, welche der Monarch in den großen wie kleinen Fragen der deutschen und preußischen Politik zu berhätigen pflegt. Vor Allem sind es mancherlei wichtige Entschließungen, welde der hohe Herr jetzt in den schwebenden inneren Angelegenheiten Deutschlands und Preußens zu treffen hat, und von diesen kaiserlichen Entscheidungen steht zweifellos eine Neubelebung des Ganges der politischen Geschäfte bei uns zu erwarten. * Zum Schutze der Vögel im Winter erheben mit Beginn der kalten Jahreszeit in den Tageszeitungen und anderen Preßorganen zahlreiche Thierfreunde ihre Stimme und das mit Recht. Kein anderes Wesen ist so sehr den Qualen der Kälte und des Hungers ausgesetzt wie der fröhliche Sänger, der uns zur schönen Sommerzeit so oft mit seinem Gesang erfreute und der aus irgend einem Grunde zurückbleiben mußte bei der großen Auswanderung seiner leichtbeschwingten Stammesgenossen nach sonnigem Süden. Wie ist es aber möglich, ihn am besten zu schützen? wird mancher frazen, in dessen Brust ein theilnahmsvolles Herz für die kleinen Hilfsbedürftigen und Bettler schlägt, die bald in Schaaren hereinkommen aus den Wäldern und Fluren, um in den wärmeren Städten und Ortschaften in den verlassenen Nestern der Schwalben und in den Scheunen Wohnung zu nehmen. Einfach dadurch, daß man ihnen Futterplätze einrichtet an vor Regen und Schnee geschützten Orten. Wie soll nun aber das Futter beschaffen sein? In erster Linie so, daß es der Möglichkeit des Gefrierens nicht ausgesetzt ist. Viele Leute glauben, wenn sie übrig gebliebene Kartoffeln oder Speisen von viel Flüssigkeitsgehalt auf den Hof hinauswerfen, dann haben sie der Pflicht der Wohlthätigkeit den kleinen Sängern gegenüber vollauf genug gethan. Leider irren sie sich darin ganz gewaltig. Solche Nahrungsmittel gefrieren ungemein leicht und werden dadurch ungenießbar, sie verfehlen vollständig den guten Zweck, für den sie gewidmet wurden. Am besten sind Körner, Sämereien, wie Hanf, Korn, Weizen, Hafer und Gerste, auch Brodkrumen etc. Diese sind am geeignetsten, die vothleidende, geflügelte Bevölkerung zu sättigen und man weiß es aus eigener Erfahrung, daß man mit einem satten Magen auch den Frost viel leichter ertragen kann, weil der Körper dann viel mehr Lebenswärme besitzt. Aber nicht in dieser Weise, sondern auch in einer andern müssen die armen Sänger geschützt werden. Der Winter ist die beste Zeit für die Vogelsteller, die gar zahlreich herumziehen, um die Vögel, die in ihrem Hunger jedem Lockfutter verfallen, in Stellnetzen oder anderen Fallen einzufangen. Sehr mannigfaltig ist die Bestimmung, der die armen Thiere verfallen. Während die einen um ihres Gesanges willen Zeitlebens in die Gefangenschaft verkauft werden, tödtet man die andern wegen ihres schmackhaften Fleisches, oder auch wegen des schönen Federschmuckes, den dann die zarten Damen ohne jegliche Regung irgend eines Mitleides auf ihren Hüten als Schmuck tragen. Dieser letztere ist wohl der verwerflichste, der den Massenmorden der Singvögel zu Grunde liegt und die italienische Regierung hat, um dem alljährlichen Blutbad unter den abziehenden und ankommenden kleinen Auswanderern zu steuern, in anerkennenswerther Weise eine strenge Bestrafung für die gefühllosen Massenmörder eingesetzt. Möchten sie doch auch bei uns nicht so gelinde davonkommen.— Politische Nachrichten. — Bei der in Preußen bestehenden Nachregulirung der Gehälter der Unterbeamten werden große Schwierigkeiten zu überwinden sein. Das wird klac, wenn man erwägt, wie ungleich stärker die Verschiedenheit der Preisverhältnisse auf die Lebenshaltung dieser niedriger besoldeten Beamten sich geltend macht, als bei den besser gestellten Klassen der Beamtenschaft. Diese Wirkung ist so stark, daß schwerlich davon wird abgesehen werden können, zum Ausgleich für besonders ungünstige Theuerungsverhältnisse Stellenzulagen in größerem Umfange, als sie bisher schon bestehen, für Unterbeamte in Aussicht zu nehmen. So wenig die grundsätzlichen und praktischen Bedenken der Errichtung von Stellenzulagen zu verkennen sind, so dürfte doch nothgedrungen auf sie als Aushilfe zur Ausgleichung zwischen dem Diensteinkommen und den Kosten der Lebenshaltung zurückzukommen sein. — Der„Altpr. Ztg.“ wird aus Braunsberg die Mitteilung gemacht, daß vor etwa vier Wochen, als der Zar sich auf der Rückreise von den Kopenhagener Trauerfeierlichkeiten befand, ein Attentat gegen das Leben des Kaisers versucht worden sei. Ein Bahnwärter habe die am Wegübergange Böhmenhöfen=Lagern befindliche Eisenbahnbrücke verbarrikadiert gefunden. Es sei dem Bahnwärter mit Aufbietung aller Kräfte gelungen, das Hindernis noch rechtzeitig vor Nahen des kaiserlichen Zuges zu beseitigen. Recherchen seien angestrengt, würden aber mit großer Heimlichkeit betrieben. Die Komobianten. Erzählung von Fr. Ferd. Tambori ni. Nachdruck verboten.] (Fortsetzung(“ Von seinem erhöhten Sitz aus mit scharfen Augen die Lage überschauend und seine Würde vergessend. unterbrach er seine Rede, indem er sich schnell erhob, ein kleines Tischchen ergriff und die darauf befindlichen Gegenstände auf den nächsten Stuhl legte; dann trat er an die Rampe, hielt das Tischchen herrüber und entemporirte, zu den Offizieren gewandt:„Bitte, meine Herren, nehmen Sie einstweilen dies hier!" Im nächsten Augenblick hatte der Violinist das Tischchen niedergesetzt, und während der Herzog sein Antlitz für seine hohe Stellung zurechtlegte, wurde das Intermezzo mit schallendem Gelächter belohnt. Jedenfalls war es die wirkungsvollste Scene des Abends. Nur einer schien der Vorgang wenig gefallen zu haben: die Herzogin saß in größter Verlegenheit da. Als aber ihr Gemahl den Dialog gerade so aufnahm, wie er ihn hatte fallen lassen, fand auch sie sich in das Unvermeidliche, und das Spiel nahm seinen Fortgang. Im Publikum war die Heiterkeit entfesselt, man lachte mit und ohne Veranlassung bis zum Schluß, den der fürsorgliche Direktor durch verständliche Kürzungen baldigst herbeiführte, um ja nicht zum Souper zu spät zu erscheinen. Bei diesem hatte der Premier die Regie übernommen. „War ein famoser Gedanke, Herr Rittmeister, die Leutchen einzuladen; wir haben auch selten eine Hoheit bei Tisch,— wird amüsant sein, sie in Civil kennen zu lernen.“ Der Chef lachte. Aber er konnte sich doch des Gedankens nicht erwehren, daß die Frau Direktor auf anderem Boden als auf dem des Theaters aufgewachsen sei. Er bat also die Kameraden, ihrer Laune nicht gar zu sehr die Zügel schießen zu lassen. Eine halbe Stunde später erschienen die Gäste. Herr und Frau Direktor Bernt, der kleine Vicomte in abgeschminkten Zustand, Fräulein Emmy Küster, und das vierte Fräulein Marie Eppe, eine schon etwas angejahrte Schönheit, deren Außeres jedoch noh sympatisch und voll wirkte. Die Vorstellung war schnell erledigt; der Rittmeister wandte sich an die Frau Direktor, und da der Premier, in diesem Augenblick ganz Weiberfeind, sich mit dem Arrangieren der Tafel beschäftigte, so waren die jungen Damen auf den Lieutenant von Bärendorf und den Arzt angewiesen. Der schneidige Sekondeleutnant hatte schnell die kleine Eumy für sib gekapert, dem Arzt Fräulein Mari: überlassend. Min Paris. Die Kammer bewilligte mit allen gegen 2 Stimmen eine allgemeine Amnestie für öffentliche Ruhestörungen, Aufstand, Preßvergehen und Massenverbrechen aller Art. Sämmtliche algerische Plünderer und die Mörder des Dr. Schebat sind damit ihrer Strafe ledig. Die Lebensmittelfälscher, d. h. die einflußreichen Weinwirte sollten in die Amnestie einbegriffen werden, doch gelang es Pourquert de Boisserin durch Hinweis auf die Gefahren für die allgemeine Gesundheit, dies zu verhindern. Ausdrücklich wurden von der Amnestie für Preßvergehen Zola und Gohier ausgenommen. Sie sind nicht gerade mit Namen angeführt, doch sind die Vergehen, um derentwillen sie verfolgt sind, so genau beschrieber, daß die Bezeichuung allein auf sie paßt. — Der sozialistische Pariser Abgeordnete brachte gestern in der Kammer den Antrag ein, demzufolge die Frauen, die das Licentiat oder das Doktorat der Rechte besitzen, zur Leistung des Advokateneides zugelassen werden sollen. Er wandte sich an den Justizminister Lebret mit der Bemerkung, daß es diesem, wenn er einmal sein Portefeuille einbüßen und zum Barreau zurückkehren würde, nur sehr angenehm sein könnte, einige freundlich lächelnde Frauengesichter unter seinen Kollegen zu finden. Herr Lebret mußte sich galant zeigen und erklärte sich mit der Dringlichkeits=Erklärung einverstanden, die denn auch mit großer Mehrheit genehmigt wurde. Paris, 24. Nov. General Zurlinden unterzeichnete einen Befehl, wonach Oberst Piquart wegen Fälschungen und Gebrauches von Fälschungen vor das Kriegsgericht zu stellen sei welches am 12. Dezember d. J. zusammentritt.— Der Kolonialminister ermächtigte Frau Dreyfus, ihrem Manne ein Telegramm zu senden. Dasselbe soll an den Gouverneur von Guyana adressiert werden, der es direkt an Dreyfus gelangen läßt. Mittheilungen aus dem Kreise Brilon. Wir machen an dieser Stelle darauf aufmerksam, daß nach der Oberpräsidialverfügung vom 27. April 1897 an den drei letzten Sonntagen vor Weihnachten die Geschäftszeit im Handelsgewerbe auf 10 Stunden verlängert werden darf. * Brilon, 25. Nov. Gestern Abend gab der Gymnasial= Musik= und Gesangverein in der Turnhalle ein Konzert mit recht glücklich gewähltem Programm vor einer zahlreichen Zusetzte sich; der Premier schenkte fleißig ein, und bald war man in fröhlichster Stimmung, ohne in jenen Ton zu verfallen, der bei solchen Anlässen so leicht einzutreten pflegt. Es war deutlich fühlbar, daß die Frau des Directors in einer Weise auf die andern Mitglieder einwirkte, die jede Ausschreitung fernhielt. Die Tafel wurde aufgehoben. Der sehr heiter gestimmte Doktor wimmelte von Zauberkunststücken und Rätseln; er erablierte sich mit den jungen Damen und Herrn v. Bärendorf in einer gemüthlichen Ecke, und während der Premier mit dem Direktor vor den Weinflaschen an der Tafel sitzen blieb, nahm die Frau Direktor mit dem Rittmeister auf dem Sofa Platz. Die Unterhaltung drehte sich natürlich um das Theater. Der Rittmeister, ein belesener und feingebildeter Herr, fand für alles Verständniß, und überzeugte sich bald, daß seine Vermuthung richtig gewesen und er hier einer Frau gegenübersaß, die einst in besseren, dim Theater fern gelegenen Kreisen zu Hause gewesen war. „Sie waren nicht immer beim Theater, Frau Direktor,= fragte endlich der Rittmeister. „Nein, Herr Rittmeister. (Fortsetzung folgt.) hörerschaft. Di sich derartige seres Gymnasiu dienten Sympai (Saachl die Ebe strumentale To durchgeführt. im Einsetzen ka vorzüglich zur eindrucksvoll wi die reine und merkbar. Die ebenfalls als die Vorträge kräftigem einhei zu wünschen übr Aufgabe vollau sowohl die Liede Gefühl und VeZuhörer zeigten außerordentlich außer Zweisel, vollste Befriedig S N.=M Mts. vierselbst wurde in der 1. timmig wieder in der 2. und Franz Jungebl Stelle der bie Dr. Bange ur abende des Wa Post eine Wa als Redner a Zimmermeister schmidt. Provi * Arnsbe in voriger Nun Anklage gegen damit, daß der und 1 Woche 6 die Untersuchun verurtheilt wur — Am 22 Dickel zu Neustiftung, zu 5 verlust und E urtheilt. Münster mit allen seine tungen usw. be der Betrieb au Unna. Bi Friedhofe ihr ve trieben, indem sehr wertvolle, die bei einigen würfel wurden es, diese Fried ihnen die verd Essen, 23 tag zum Dien Krankenlager Baedeker, ein Stadt, der sie große Verdienft Elberfe daß sich die Fr urteilten Barb gehen entschloss end aus angest teien, sei in d nachdem bereit stattgefunden h keit treten. E was zur Aufk und zur Sühn beitragen kann — Der R burg machte nem Geldschrat pieren gestohler lenkte sich sofo bewilligte mit allen emeine Amnestie für Aufstand, Preßveraller Art. Sämmtid die Mörder des r Strafe ledig. Die die einflußreichen mnestie einbegriffen irquert de Boisserin ahren für die allgeerhindern. Ausdrückie für Preßvergehen nen. Sie sind nicht t, doch sind die Vererfolgt sind, so genau nung allein auf sie Jariser Abgeordnete ner den Antrag ein, das Licentiat oder tzen, zur Leistung des den sollen. Er wandLebret mit der Bevenn er einmal sein im Barreau zurückgenehm sein könnte, Frauengesichter unter Herr Lebret mußte ste sich mit der Dringden, die denn auch sigt wurde. ieral Zurlinden unnach Oberst Piquart srauches von Fälschzu stellen sei welzusammentritt.— otigte Frau Dreyfus, m zu senden. Dasr von Guyana adresin Dreyfus gelangikte fleißig ein, und er Stimmung, ohne der bei solchen Anzt. Es war deutlich Directors in einer lieder einwirkte, die oben. Der sehr heimelte von Zaubererablierte sich mit ern v. Bärendorf in während der Premier Weinflaschen an der Frau Direktor mit sa Platz. sich natürlich um er, ein belesener und alles Verständniß, seine Vermuthung einer Frau gegendim Theater fern jewesen war. beim Theater, Frau Rittmeister. hörerschaft. Die rege Theilnahme bewies, daß sich derartige Veranstaltungen der Schüler unseres Gymnasiums einer lebhaften und wohlverAdienten Sympathie in der Bürgerschaft erfreuen. Sooohl die Gesangsnummern, als auch der instrumentale Theil des Programms wurden gut durchgeführt. Durch Sicherheit und Exactheit Zim Einsetzen kamen die ansprechenden Chorlieder vorzüglich zur Geltung, dieselben wurden sehr #eindrucsvoll wiedergegeben und machte sich dabei die reine und deutliche Aussprache angenehm beAmerkbar. Die Leistungen des Orchesters können ebenfalls als wohlgelungen bezeichnet werden; die Vorträge desselben ließen an Präzision und kräftigem einheitlichen Zusammenklang kaum etwas zu wünschen übrig. Auch die Solisten waren sich ihrer Aufgabe vollauf bewußt und wurden von denselben sowohl die Lieder, als auch die Instrumentalsätze mit *Gefühl und Verständniß zu Gehör gebracht. Die Zuhörer zeigten sich während des ganzen Abends außerordentlich beifallsfreudig und es erscheint außer Zweifel, daß das gestrige Konzert allseitig vollste Befriedigung gewährt hat. C N.=Marsberg. Bei der am 23. d. Mts. vierselbst erfolgten Stadtverordnetenwahl wurde in der 1. Klasse Herr Direktor Kleffner einstimmig wiedergewählt. Ferner wurden gewählt in der 2. und 3. Klasse die Herren Kaufmann Franz Jungeblodt und Steiger Linnenkugel an Stelle der bisherigen Stadtverordneten Herren Dr. Bange und Conrad Gerlach.— Am Vorabende des Wahltages fand in dem Gasthof zur Post eine Wahlversammlung statt, in welcher als Redner auftraten die Herren Dre Bange, Zimmermeister Schaake und Müller Kopperschmidt. s dem Kreise an dieser Stelle der Oberpräsidial1897 an den drei nachten die Geschäfts10 Stunden verGestern Abend gab Gesangverein in der recht glücklich gener zahlreichen ZuProvinzial=Nachrichten. * Arnsberg.(Schwurgerichtssitzung.) Die in voriger Nummer erwähnte Verhandlung, betr. Anklage gegen A. Kleinertz aus Siegen, endete damtt, daß der Angeklagte zu 1 Jahr 6 Monate und 1 Woche Gefängniß, wovon 3 Monate durch die Untersuchunghaft als verbüßt erachtet wurden, verurtheilt wurde: — Am 22. d. Mts. wurde der Maurer G. Dickel zu Neu=Astenberg, angeklagt wegen Brandstiftung, zu 5 Jahren Zuchthaus, 10 Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaussicht verurtheilt. Münster. Der hiefige Stadthafen wird mit allen seinen Nebenanlagen, Betriebseinrichtungen usw. bald soweit fertiggestellt sein, daß der Betrieb aufgenommen werden kann. Unna. Bubenhände haben auf dem hiesigen Friedhofe ihr verabscheuungswürdiges Unwesen getrieben, indem etwa 20 Grabdenkmäler, darunter sehr wertvolle, vollständig zerstört wurden. Selbst die bei einigen Denkmälern verwendeten Steinwürfel wurden zertrümmert. Hoffentlich gelingt es, diese Friedhofsschänder zu ermitteln, damit ihnen die verdiente Strafe zu teil wird. Essen, 23. Nov. In der Nacht vom Montag zum Dienstag verstarb hier nach kurzem Krankenlager der Verlagsbuchhändler Julius Baedeker, ein hochangesehener Mann unserer Stadt, der sich um das Gemeinwohl derselben große Verdienste erworben hat. Elberfeld. Der„Vorwärts" berichtet, daß sich die Freunde des angeblich unschuldig verurteilten Barbiers Ziethen zu einem neuen Vorgehen entschlossen haben. Ein Ausschuß, bestehend aus angesehenen Persönlichkeiten aller Parteien, sei in der Bildung begriffen und werde, nachdem bereits drei vorbereitende Konferenzen stattgefunden haben, dewnächst an die Oeffentlichkeit treten. Es werde nichts unterlassen werden, was zur Aufklärung der öffentlichen Meinung und zur Sühnung eines event. schweren Irrtums beitragen kann. — Der Rentier Hülse in Gröst bei Merseburg machte die Entdeckung, daß ihm aus seinem Geldschrank etwa 57000 Mark in Wertpapieren gestohlen worden waren. Der Verdacht lenkte sich sofort auf die eigene Ehefrau des Bestohlenen, welche von ihrem Gatten getrennt lebt und sich bei ihrer Mutter, einer im benachbarten Almsdorf wohnenden Witwe aufhält. Man nahm die Verdächtige in ein längeres Kreuzverhör, in dessen Verlauf sie schließlich die Thäterschaft einräumte. Sie gab an, daß sie 30000 Mark im äußersten Gebälk der Scheune ihres Verwandten, des Gutsbesitzers Fuß in SchlachtRoßbach, untergebracht und etwa 21000 Mark unter der Brücke zwischen Leiha und Almsdorf versteckt habe, wo das Geld auch bald darauf richtig gefunden wurde. Die fehlende Summe will die liebenswürdige Gattin inzwischen verausgabt haben. Für Küche und Haushalt. Das Kochen der Eier bis zu einer gewissen Härte war bisher insofern mit gewissen Schwierigkeiten verbunden, als eine Uhr jedesmal zur Hand sein mußte. Eieruhren sind nur sehr primitiver Art. Nunmehr ist es Herrn Otto Frommann in Frankfurt a. M. nach einer Mitteilung des Patentbureaus von H. u. W. Pataky in Berlinglungen, einen automatischen Eierkocher zu konstruiren, welcher alle bisher vorhandenen Uebelstände beseitigt und mittelst welchem die Eier auf die einfachste Weise pünktlich auf die Sekunde ohne jede Uebetwachung gekocht werden können. Der Eierkocher ist an jedem Topf oder sonstigen Kochgerät anzubängen. An der Vorderseite befindet sich ein Skala mit Minuten anzeiger und an der Rückseite ein Hebel, welcher einen Drahtbehälter zum Einlegen der Eier trägt. Dieser Drahtbehälter hängt direkt über dem kochenden Wasser. Sobald nun der Zeiger auf der Minutenzahl, während welcher die Eier kochen sollen, eingestellt ist, senkt sich der Behälter mit den darin befindlichen Eiern in das Wasser. Der Apparat bedarf nun keiner Beaussichtigung und hebt nach Ablauf der eingestellten Minuten die Eier selbstthätig aus dem Wasser. Die Neuerung wird besonders Anklang bei Hoteliers, in Kurplätzen und in Krankenhäusern finden, auch als praktisches Geschenk wird der Apparat vielfach gekauft werden. Die Vorteile, welche darin bestehen, daß Eier pünktlich auf die Minute gekocht werden, liegen auf der Hand. Buntes. — In Antwerpen sind kürzlich bemerkenswerte Thatsachen über die Familie Beethovens entdeckt worden. Im Jahre 1713 hat in Antwerpen ein Schneidermeister Namens Heinrich Adelhard van Beethoven ein Haus gekauft mit dem Schilde„Sphaera Mundi“, es ist das heutige Haus Nr. 33 in der Rue Longe=Neuve. Dieser Schneidermeister hatte 12 Kinder; einer seiner Söhne, Namens Ludwig, hatte sich im Jihre 1731 in Bonn niedergelassen, wo er Basfist in der kurfürstlichen Kapelle war. Später wurde er Kapellmeister. Er ist der Großvater des großen Tonsetzers. — Der Weltmeisterschaftsfahrer G: Kögel aus Pressel und dessen Reffe, der Kaufmann Lochmann aus Düben machten Anfang April d. I. eine Radtour nach Palästina, um den Festlichkeiten gelegentlich des Kaiserbesuches beizuwohnen. Die Reise ging von Leipzig über München, Wien, Budapest, Konstantinopel, Smyrna, Beirut, Haifa nach Jerusalem. Die kühnen Radler wurden am 2. November dem Kaiser und der Kaiserin vorgestellt. Die Rückreise von Jerusalem erfolgt am Jordan entlang über Tiberias nach Damaskus, Beirut per Schiff nach Alexandrien, Kairo usw. — In welch' seltener Weise große Freude und tiefstes Leid an den Menschen herantreten können, hat die junge Tochter eines Berliner Bureauassistenten an sich erfahren. Sie ist eine der Telephongehilfinnen, auf welche ein Teil des großen Loses entfiel. Freudestrahlend wollte sie die frohe Botschaft ihrem kranken Vater übere bringen, doch diesen fand sie nur noch als Sterbenden vor. Am Sonntag geleitete die nach der Meinung Vieler vom Blücke so Begünstigte ihren Vater zu Grabe. Redigiert unter Verantwortlichkeit des Verlegers. Heller'sche Spielwerke. Anerkannt die vollkommendsten der Welt, sind stetsfort eines der passendsten und beliebtesten Festgeschenke. Es wird mit denselben die Musik in die ganze Welt getragen, auf daß sie überall diFreude der Glücklichen erhöhe, die Unglücklichen tröste und allen Fernweilenden durch ihre Melodien Grüße aus der Heimath sende. In Hotels, Restaurationen u. s. w. ersetzen sie ein Orchester und erweisen sich als bestes Zugmittel, besonders die automatischen Werke, die beim Einwerfen eines Geldstückes spielen, wodurch die Ausgabe in kurzer Zeit gedeckt wird. Die Repertoirs sind mit großem Verständniß zusammengestellt und enthalten die beliebtesten Melodien auf dem Gebiete der Opern=, Operetten= und Tanzmusik, der Lieder und Choräle. Der Fabrikant wurde auf allen Ausstellungen mit ersten Preisen ausgezeichnet, ist Lieferant aller europäischen Höfe und gehen ihm jährlich Tausende von Anerkennungsschreiben zu. 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Es kennen mich gar viele Leute, und wird man sich allgemeinr wundern, daß ich nicht mehr trinke. Ich werde Ihr briefliches Trunksucht=Heilverfal das leicht mit oder ohne Wissen angewandt weeden kann, überall wo ich hinkof empfehlen. Freischützgasse 11, Zürich III, den 28. Dezember 1897. Albert We — Zur Beglaubigung vorstehender Unterschrift des Herrn Albert W. Freischützgasse 17, dahier. Zürich III, den 28. Dezember 1897. Der Stadtam Wolfensberger, Stellvertr.— Aresse:-Privatpoliklinik, Kirchstraf Gerns:(Schped. e e sehe eece O A 2. Es wird zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß im Jahre 1899 folgende Gerichtstage werden abgehalten werden: Von dem Amtsgerichte Brilon in Beringhausen im Hause des Gastwirths Siebert: am 20. 21. Januar, 3. 4. März, 11. April, 30. Mai, 11 Juli, 19 September, 10. 11. November, 15. und 16. Dezember: Von dem Amtegerichte Medebach: a. in Winterberg im Schullokal: am 12. 13. Januar, 23. 24. Februar, 14. April, 12. Mai, 9. Juni, 7. Juli, 29 September, 9. 10. November, 14. und 15. Dezember. in Hallenberg im Schullokal: am 4. 5. Januar, 16 17. Februar, 7. Aprtl, 5. Mai, 2. Juni, 1. Juli, 22 September, 3. 4 November, 6. und 7. Dezember. Anträge auf Eintragung zur Landgüterrolle können auf dem Gerichtstage zu Protokoll erklärt werden. Arnsberg, den 19. November 1898. Der Landgerichts=Präsident. (3937) Für eine größere Privatgärtnerei wird zum ersten Januar 1899 unter Leitung des Obergärtners ein Garinergehutst gesucht, welcher die Topfpflanzencultur versteht u. gute Zeugnisse besitzt. Ebendaselbst findet auch ein Barinerreheling b. aus braver Familie Gelegenheit, sich in allen Zweigen der Gärtnerei auszubilden. Schriftliche Ang b. unter Beifügung der abschriftl. Zeugnisse unter Nr. 20 beförd die Exp. d. Bl.(541-3 Gratis 100 Preise! Wasche patent mit Für Flachs und Heede(Werg) werden Garne gegen 25 Pfg. Vergütung für 1 Stück geliefert. E. Marckheim, Cassel, Bahnhofstr. 4. 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