8 ches Hausmittel bei allen nbekannte Kraut gedeiht sht, nicht zu verwechseln s, Luftröhren-(BronAsthma, Athemnoch, et, namentlich aber derlange u. bereite sich den t Weidemann, Lienpons. Attastengratie. rmann Dölling jr., kirchen i. S., Nr. 318. nst und portofrei. Prachtvoll loge über meine vorzüglichen s wolle man extra verlangen. lachtfedern: habe ich abzugeben ostpackete, enthaltend 1,40 v. Pfd. sortiert sohne Steife 75 per Pfund, g des Betrages. Für zantiere, und nehme zurück. F Müller, in Pomm. cksfälle. gestattet. wechselnde Haupttreffer M. 500 4900 u. s. w. Monatl. R. 2.80, 5 od. 10 M. jährl., Eintritt jederzeit ing ohne Nachzahlung. X] Sie Prospect und Versuchen Sie. ales Bank-Büreau Kopenhagen V. E R Mlügel gut u. billig verlange Preisliste er in Ulm a. U. t ital.-Produkte. Nr. 136. Komnerslag sen 17. November. =Tchrigrr. 1898. 62. Jahrganz Brilon, Preis 1 M. 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Briefe und Gelder für die Redaktion oder Exdition dieses Blattes werden portofrei unter d.r Adresse„Sauerländischer Anzeiger und amtliches Kreisdlatt“ erbeten. Unsere Filial=Expeditionen für Nieder Marsberg und Büren, sowie sämmtie Annoncen=Expeditionen nehmen Anzeigen fü den Anzeiger entgegen. Dem Anzeiger wird unentgeltlich beigegeben: Wöchentlich, Sonnabende, das„Illustrierte Für die Monate November und Pezember nehmen die betr. Postämter und die Exped. d. Bl. Bestellungen auf den Anzeiger entgegen. Die Verjährung im Bürgerlichen Gesetzbuche. Bequemlichkeit, Vergeßlichkeit, Nachsicht und Gutmüthigkeit, auch Unkenntniß des Rechts führen häufig dazu, daß Gläubiger ihre Forderungen gegen Schuldner nicht rechtzeitig geltend machen. Wenn sie dann schließlich nach Jahren die gerichtliche Eintreibung versuchen, müssen sie die unangenehme Erfahrung machen, daß der Schuldner sich allen Verpflichtungen durch den Hinweis auf die inzwischen eingetretene Verejährung entzieht. Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuche beträgt die gewöhnliche Verjährungszeit dreißig Jahre; die Ausnahmen von dieser Regel sind aber so zahlreich und so wichtig, daß nach der Häufigkeit des Vorkommens diese Ausnahmen eigentlich die Regel bilden werden. Denn in nur zwei Jahren,(zu rechnen vom Schluß desjenigen Jahres, in welchem der Rechtsanspruch entstanden ist) verjähren beispielsweise die Ansprüche der Kaufleute für gelieferte Waren und Arbeiten; der Transport=Unternehmer für Fahrgeld, Fracht, Fuhrlohn; der Gastwirthe für Zechforderungen; der Angestellten im Privatdienste wegen Gehalts oder Dienstlohns; der Arbeiter in Industrie und Handioerk wegen Lohnes; der Aerzte und Rechtsanwälte. Für Zinsen(Hypothekzinsen 2c.), Miethen, Alimenten= und Renten=Forderungen beträgt die Verjährungsfrist vier Jahre. In einigen besonders hervorgehobenen Fällen wird der Lauf der Verjährung nur zeitweise gehemmt. Für eine wirkliche Unterbrechung der Verjährung, so daß eine ganz neue Verjährungsfrist zu laufen beginnt, genügt fortan nicht mehr die einseitige Mahnung des Gläubigers; vielmehr bedarf es zur wirksamen Unterbrechung des Verjährungslaufes eines ausdrücklichen Anerkenntnisses der Schuld durch den Schuldner oder doch einer stillschweigenden Anerkennung z. B. durch Leistung einer a conto=Zahlung, einer Zinszahlung auf das Kapital oder irgend einer andern Handlung des Schuldners, durch die er das Fortbestehen der Sauld zu erkennen giebt. Außerdem wird die Verjährung natürlich durch Erhebung der Klage beim Gericht unterbrochen; dieselbe Wirkung hat die Zustellung eines Zahlungsbefehls oder die Anmeldung der Forderung zum Konkurse sowie die Vornahme einer Pfändung gegen den Schuldner. Ist aber der Anspruch durch rechtskräftiges Urtheil einmal festgestellt, so tritt die 30 jährige Verjährung ein. Ueber die Verjährung der Jorderungen, die vor dem 1. Jaunar 1900 unter der Herrschaft der bisher gültigen Gesetze entstanden sind, bestimmt das Einführungs=Gesetz, daß auch auf die vor der kritischen Zeit entstandenen, am 1 Jan. 1900 noch nicht verjährten Ansprüche das Bürgerliche Gesetzbuch anzuwenden, und zwar so, daß die neue Verjährungs=Frist vom 1. Januar 1900 an berechnet wird; doch soll die Verjährung schon früher ablaufen, wenn dies nach der bisherigen Verjährungs=Frist der Fall sein würde. Jedem Geschäftsmann, Handwerker, Arzt, Gastwirth, Sculvorsteher, Grund=Eigenthümer, Fuhr Unternehmer ist dringend zu rathen, daß er sich in jedem Jahre, wenn er seinen schluß macht, einen Auszug aus seinen Büchern über die säumigen Sculdner mache, um sie zunächst einmal zu mahnen und sodann, wenn sie sich nicht rühren, ohne viel Federlesens zu verklagen. Es können durch solch entschiedenes Vorgehen viele Verluste vermieden werden. Vielleicht würde eine derartig prompte Justiz auch noch erziehlich auf die Persönlichkeiten wirken, die zwar instande sind, zu zahlen, die jedoch lieber ihren Schuster oder Schneider oder Kaufmann monate= und jahrelang warten lassen, ehe sie sich entschließen, sich von ihrem Gelde zu trennen. Vielleicht würden sich auch unsere Handwerker daran gewöhnen, ihre Rechnungen prompter als bishr zu schicken. Der Mörder Luccheni wurde in das Eveche=Gefängnis überfühzt und dort, wo er ein halbes Jahr zuzubringen hat, Zigennerliebe. Novelle von Fr. Ferd. Tamborini. Nachdruck verboten.] (Fortsetzung.) Und nun er zurück mußte, um sein väterliches Erbe in Empfang zu nehmen, hörte er von ihrem Geschick, wie alle sie verlassen, erfuhr von dem wüsten Leben ihres Gatten, der schon erkrankt an den Folgen seiner Leidenschaft darnieder lag. Seine Gedanken waren nicht voll haßerfüllter Schadenfreude, nein, inniges Mitleid war es, was ihn erfaßte und zu ihr führte. Gleichgültig und als ob man sich täglich sähe, sprach er zu ihr, aber sein Inneres erbebte beim Anblick dieses leidenden Wesens. Wie konnte er ihr sagen: Sehen Sie, mein Fräulein, Si: haben sich schwer vergangen! Sie haben ein Herz, das vor Liebe zu Ihnen fast überquoll, aus nichtigen Gründen in den Staub getreten. Und dazu noch ein Herz, in das Sie einst selbst ein wenig verliebt waren— niemals! Blickte sie ihn doch an, als sei sie ein Gespenst. Sie klagte nicht und er drang nicht in sie, ihm alles anzuvertrauen. Wohl sprach sie sich über die hoffnungslose Krankheit aus, wohl frug sie ihn nach seinen Erlebnissen, aber man merkte es ihr an, daß sie nicht recht an seine Theilnahme glauben konnte oder wollte.——— Woche um Woche floß in gedrückter Gleichförmigkeit dahin. „Fred!“ meinte Clair eines Tages,„die Kräfte unseres Herrn nehmen täglich ab, ich glaube nicht, daß wir noch in diesem Monat zum Heirathen kommen.“ „Heirathen?“ wiederholte Jean, der soeben mit einem Tablett und einer darauf stehenden Tasse in die Küche tiat.„Heirathen?— ich sage Euch, der oben machts nicht mehr lange; auch dieses leicht verdauliche Cacaogetränk kann er nicht mehr vertragen. Und so etwas will heirathen! Mit Vorbehalt, Fred, ich finde die Anwandlung auch sonderbar!“— „Ach ja,“ meinte Fred gähnend,„man hat wohl mal so Anwandlungen!“ Der Alte verstand die Anspielung und schwieg, setzte sich mit hörbarem Ruck in eine Ecke und schlürfte behaglich das von seinem Herrn verschmähte Getränk. „Hm!“ machte jener sich den Mund abwischend. „Was ist das eigentlich mit dem Herrn, der jetzt so oft zu unserer Gnädigen kommt?“ „Hm!“ klang es wieder. Jean verspürte nicht übel Lust, die Neugier der dicken Person, sowie auch die der andern, die sich zu ihr gesellt hatten, unbefriedigt zu lassen. Aber dies war just sein Thema. Es that ihm wohl, als der Träger aller Geheimnisse zu gelten und so setzte er hinzu: „Den mit dem hellen Ueberzieher und den braunen Handschuhen meinen Sie. „Ja wohl, eben den!“ „Hm, mit Vorbehalt, das ist eine Sache von größter Intimität. Ich weiß ja alles als Vertrauter der Herrin,— aber diese Geschichte ist mir auch dunkel wie Orpheus Unterwelt!“ „Ich glaube, es ist so was wie'ne alte Liebe!“ meinte Claire. „Alte Liebe!“ brummte Jean.„Vorwitzigkeit in Pergamenz!“ „Na, gehr er denn auch zum Herrn?" frug das Mädchen. „Natürlich, jeden Abend sitzen die Beiden an seinem Bett!" „S0—0—0— „Ja, aber,“ warf Fred dazwischen,„hat sie früher nicht mit——“ „Stl= flüsterte Jean.„Ich glaub's auch! Wenn sie den geheirathet hätte, ständ' es besser um sie.“ „Wer kann das wissen!“ erwiderte Fred. „Sie sagten doch einmal zu wir: Die gemüthvolle Liebe— wer versteht sie? Unsere Gnädige wird sie wohl verstanden haben.“ Jean warf dem lächelnden Kutscher einen Blick zu, der ihm zu verstehen gab, daß nur ein Tolpatsch wie er über solche hehren Dinge Glossen machen könne. „Ich hörte da neulich ein Gespräch,“ nahm Claire die Unterhaltung wieder auf,„mit eben dem hellgrauen Herrn— wie heißt er doch?— richtig: Vernet, da sprachen sie von Liebe und Spiel „Pscht!“ machte Jean wieder,„die Geschichte kenne ich auch, das heißt: nebenbemerkt nur die Sache mit dem Spiel.“ „Ja, mit Ihren Liebeswissenschaften ist's, soviel Sie sich auch darauf einbilden, Essig,“ warf Fred ein. „Sie— Sie!“ entgegnete der Alte erregt. interniert. Das Gefängnis, wohin Luccheni gebracht ist, liegt nach der Beschreibung eines Mitarbeiters der„N. W. Tgbl.“ in der alten Stadt, im Mittelpunkt der Justiz= und Polizeigebäude. Augenblicklich beherbergt das Gefängnis nur einen wegen Muttermordes zu lebenslänglicher Haft verurtheilten Sträfling, der aber tagsüber nicht in seiner lichten und fast komfortabel eingerichteten Zelle weilt, sondern entsprechend dem Zu tthausreglement im sogenannten Atelier(der Werkstätte) arbeitet und erst bei Einbruch der Dunkelheit in die Zelle kommt, die der Gefangene mit Bildern und Photographien seiner Verwandten geschmückt hat Luccheni gegenüber wird eine solde Milde nicht angewandt werden. Die für ihn bestiwmte Zelle, deren Thür durch ein C kenntlich gemacht ist, liegt in den Kellerräumen des Getängniss.s. Man steigt etwa 20 Stufen hinab. An der iinksseitigen Wand des engen Korridors befinden sich fünf Zillen. Der Kerkermeister erleuchtet den Raum durch eine Laterne und öffnet die schwere eisenbestzlagene Holzthür, zderen Obertheil einige Luftlöcher zeigt. Dann durchschreitet man einen meterbreiten Raum und steht vor der eigentlichen, ebenso schweren, mit Lustlöchern versehenen Zellenthür. In dem fensterlosen, stockfinsteren Raum bemerkt man außer einem zusammengerollten Strohteppit, der bei Tag als Sitz und bei Nacht als Lager dient, keinen Gegenstand. Hier wird Luccheni die ersten sechs Monate seiner Haft verbringen und nur alle vierzehn Tage für eine einstündige Dauer an die Luft gebracht werden. mierte der damalige Navigationsdirektor Schröder, wie historisch feststeht, das erste preußische Uebungsgeschwader bei Lauterbach im Greifswalder Bodden, und seit jenem Tage ist die preußische Kriegsflagge, die später zur deutschen wurde, nicht wieder niedergegangen. Politische Nachrichten. Berlin. Das Kaiserpaar befindet sich gegenwärtig auf hoher See, und wird noch vor Ende des Monats wieder in der Heimath eintreffen. Spanischen Meldungen zufolge wird das Kaisergeschwader am 19. d. Mts. in Cartagena und Cadiz erwartet; danach läßt sich der Zeitpunkt des Eintreffns in einem deutschen Hafen auf den 25. d. Mts. berehnen. Eine Landung auf spanischem und portugiesischem Boden liegt, nicht im Plane de: Majestäten. — Bisher galt der 29. November als der Tai, an dem die Eröffnung des Reichstags nattfinden sollte. In den Telegrammen von der Kaiserreise war aufs Bestimmteste angekündigt worden, baß der Kaiser den Reichstag persönlich am 29. d. M. eröffnen wolle. Nunmehr erfährt man plötzlich, daß der Zusammentritt des Reichstags erst in den ersten Tagen des Dezembers erfolgen wird. Die Hinausschiebung ist vermuthlich darauf zurückzuführen, das die Rückkehr des Kaisers sich durch die weite Seeresse und durch einige Abstecher, die noch geplant zu sein scheinen, um einige Tage verzögert. Man darf wohl annehmen, daß der Tag der Eröffnung erst auf Dienstag, den 6. Dezember falle wird. Rach der Vornahme der Wahl des Präsidiums wird dem Reichstag zu sachlichen Verhandlungen vor den Weihnachtsferien kaum mehr als eine Woche übrig bleiben. Berlin. Der 50. Jahrestag der Gründung inserer Marine ist ohre jede Feier vorübergezangen. Am 9. November 1848 for— Ueber das Befinden des Ziren soll in Petersburger Hofkreisen Besorgniß herrschen. Seine Konstitution ist stets eine zarte, sconungsbedürftige gewesen, und noch im Frühling dieses Jihres wurde der Zar bei den Truppenmusterungen in Zarskoje=Sselo mehrfach von Ohnmachtsanfällen heimgesucht. Die Schwere der Regierungssorgen, mit denen es Zir Nikolaus II. überaus gewissenhaft nimmt, hat sein Nerven system recht ungünstig beeinfluße und eine solche vom Zaren selbst bemerkte Uebermüdung herbeigeführt, daß er wiederholt die Minister in ihrn Vorträgen eine längere Pause hat machen lassen. Diese Mittheilungen werden der„Otsch. Tas.= zig. gemacht. Ferner wird dem Blatte über scharfe Gegensätze berichtet, die zwschen allen russischen Ministern bestehen. Es lasse sich zur Zeit gar nicht absehen, welche Wendung die nnere und äußere Politik nehmen werde. Murawjew gerate immer mehr in den Ruf, nicht zu wissen, was er wolle. bracht:— Die Kassierung des Urtheils gilt als zweifellos.— Alle Blätter der Revisionspartei greifen auf das heftigste den Ministerpräsidenten## Dupuy„wegen seiner Weigerung an, dem hinsiechenden Dreysus Nachricht über die Einleitung der Revision zukommen zu lassen. Alle weisen nach, daß diese Mittheilung nicht ungesetzlich wäre, daß im Gegentheil das auf Dreysus argewendete Ausnahme=Regime ungesetzlich sei. Provinzial=Nachrichten. — Privatnachrichten aus Cayenne zufolge ist der Zustand Dreysus' in der That ein trauriger; man befürchtet ernstlich den Ausbruch des Wahnsinns.— Cavaignacs Verbör hat nicht die geringste Beweise für Dreysus' Schuld ge„Ich muß Ihnen Beschränkung auferlegen! Mit dem Spiel— nun, die Sache will ich unter der Verschwiegenheit des siebengesiegelten Buches er zählen.“ Man setzte sich zusammen und der Alte berichtete im Flüstertone: „Das muß man gesehen haben— Monte Carlo— diese prunkerfüllten Räume und dieses Spiel! Alles sptelt dort. Und unser Herr spielte leidenschaftlich; trotz seiner Krankheit war er nicht zurückzuhalten. Auch die Gnädige schien an der Sache Gefallen zu haben. Ich sah heimlich hin und wieder zu. Da, eines Mittags, stand sie auch beim Spieltish; erst sah sie der rollenden Kugel zu, dann setzte sie mit. Douze, pair, impasse, rouge, rief der Croupier. Nach allen Seiten griffen die langen Holzschrapper aus, um die Nummern derer, die verloren hatten, einzuziehen; dann wurden die Gewinne schnell ausgezahlt und im nächsten Augenblick rollte schon wieder die Kugel. Da hatte unser Herr im Augenblick 15000 Franks gewonnen. Plötzlich, ich weiß nicht, wie's geschah, unser Herr hatte gerade gesetzt, stürzte ihm eine Blutwelle aus dem Munde und wir sprangen schnell zu, um dem Sinkenden zu helfen. Nun schnell in einen Wagen damit und da wurde er ohnmächtig. Stundenlang lag er ohne Besinnung. Von der Zeit an— es sind jetzt etwa zweteinhalb Jahre her, hat er's. Heute—! Ih sage Euch, so elend ist er noch nicht gewesen!" Es schellte, und der Alte eilte, als pflichtgetreuer Diener seines Amtes waltend. wir „Siehst Du's nun,“ sagte Claire, müssen noch warten.“ „Warten?“ rief der Kutscher unwillig. Der Zigeuner hätte sollen nicht so leichtsinnig leben, dann wär's nicht so gekommen!“ „Fred, Fred!“ drohte das Mädchen.„Denkst Du noch an die Heirathsgeschichte mit Jean—? Du bist auch nicht immer—“ Er umarmte seine Braut und schloß ihr den Mund mit einem Kusse. Die Köchin aber wandte sich murrend ab und murmelte etwas von„alter Leckerei" und „haben sich wie die Affen.— In das durch eine rosa beschirmte Lampe matt erhellte Krankenzimmer trat Francois Vernet. Mit nervöser Bewegung warf er dem harrenden Diener Rock und Hut zu und streifte die Handschuhe von den schmalen Händen. Ada, welche auf der Chaiselongue gelegen hatte, erhob sich und trat ihm leise entgegen. Sie waren Freunde geworden. Das Unglück des geliebten Wetbes hatte ihn alles vergessen lassen, und sie hatte endlich erkannt, welch edle Seele in diesem Manne wohnte. Schweigend reichte er ihr die Hand und beide traten an das mit kostbaren Spitzen verbrämte Bett, dessen Seidendecke mehr Werth besaß, als alles Geld, das der Kranke je sein eigen genannt, bevor er der Liebling der Millionärin wurde. Er, der in seiner ungarischen Heimath auf der Strohmatte geschlafen und, wie alle Zigeuner, viel gehungert hatte, verbrachte einen Theil seines Lebens in fürstlich eingerichteten Apartements und hatte gelebt wie ein König. Langsam hob der Kranke die makten Lider und verwundert streifte sein Blick, als käme er aus einer anderen Welt, das Paar; dann strich er mit der Rechten durch das Haar. Doch in der nächsten Sekunde blitzte es verständnitzvoll in seinen Augen auf und es ging ein verjüngendes Lächeln über sein bleiches, abgespanntes Gesicht; doch bald wurden seine Züge wieder ernst. Heftig zog seine Hand an der Decke; dann fragte er nach Jean. Als der Diener an die andere Seite des Bettes trat, befahl er noch einige Scheite Holz in den Kamin zu werfen und die Flamme der Amp l niedriger zu drehen. Während Jean geräuschlos diesen seltsamen Befehlen nachkam, lehnte sich Ferko ermattet in die Kissen zurück. Von Zeit zu Zeit warf er einen ungeduldigen Blick auf den Diener. Endlich hatte dieser sein Werk vollendet und wollte sich mit ehrerbietigem Gruß entfernen. Der Krauke aber winkte ihm mit der Hand und verlangte seine Geige. Seine Gattin und auch Vernet wollten ihn von dem Gedanken abbringen, er bestand jedoch auf seinem Willen. Vorsichtig entnahm Jean dem polierten Kasten das Instrument und legte dasselbe auf seine Decke. (Schluß folgt.) die Erhebung Verleitung zur sonen, die sich wanderung na setzt haben, soll scher Thatsacher Verhandlung darunter auch Berlepsch. Da klagten zu eine ten, sprach ihn truges frei. Bochum, 14: Nov. Der Bauunternehn#er Kreuzer aus Grumme ist wegen Wechselfälschu:; verhaftet worden. Wie verlautet, sollen Wechsel im Betrage von 50—70000 Mk. im Umlauf sein. Ein Kaufmana und Postbeamter sind r## 20000, ein Zimmermeister mit 17000 Mt. I troffen worden. Der Verhaftete genoß ein sehr großes Vertrauen, sodaß ihm noch kurz vor seiner Verhaftung ein Wechsel von 4000 Mk. diskontie wurde. Dortmund, 12. Nov. Heute begannvor der hiesigen Strafkammer ein Prozeß, derdas Interesse weitester Kreise in Anspruch nehmen dürfte. Der Volksschull hrer Robert Krämer nahm sich im Dezember 1894 einen längeren Urlaub und begab sich nach Honduras(Mitte'Amerika), wo er Bekannte hatte. Er kehrte dann nach Deutschland zurück, wo er bis zum November 1896 verblieb, um dann abermals nach Honduras zurückzukehren. Er hielt während dieser Zeit Vorträge über die Verhältnisse in Honduras, stellte diese als äußerst günstig hin und empfahl diese Gegend als geeignet für Auswande#er und Colonsation. Er gab auch eine Broschüre unter dem Titel„Mosquitia“ und die Kolonie Neu=Dortmund heraus und schilderte in diesen die klimatischn Verhältnisse als äußerst günstige. Durch die Vorträge und die Broschüre haben sich eine ganze Menge Leute zur Auswanderung verleiten lassen, denen es aber sehr schlecht erging. Die meisten setzten ihre Habe zu, litten die größten Entbehrungen und fanden alles anders, wie es Krämer ihnen geschildert hatte. Sie waren dann schließlich froh, mittellos den heimathlichen Boden wieder erreicht zu haben. Die Regierung sowie auch die Schu behörde legten sich schließlich in's Mittel, und es wurde seitens der Staatsanwaltschest ein Ermittelungsverfahren eingeleitet, dessen Endergebniß Rheydt. hierselbst gegrü #rung gewerbli Hauptaufgabe zu bekampfen. einen Beschluß sich künftighin fähigen Preisen den Geschäften derselben unter Zeitungen zur Vwird. Schließ dem jeweiligen Ansicht jedes I Die Beseitig seinem im Vere enbahndirector lich in Aussich zum Wohle der braucht man außerdem sich enbahnschienen, gänzlich aufzeh wird das Eisen annehmlichkeiter igsten fühlbar wie die Dampfr noch für ebens unentbehrlich ihrer Beseitigu Erfolg, obgleich steine verknüpf daß man von einem dringend den Locomotive ist er nicht nu willkommene 8 den Anstrich d mit einer klebr sogar in das auf Polstern u enden Schicht von Rauch ist ener Verbrenn mit einer unvoll ung. Bei der die Luft den b Spalten des Diese Luftzufu bildung stark des Rostes ver vielfach gestört Locomotiven k. wirkung des a erzeugt besonders Beide S gre Postversa des Urtheils gilt als r der Revisionsparteis# n Ministerpräsidenten## gerung an, dem hin#t über die Einleitung lassen. Alle weisen ing nicht ungesetzlich das auf Dreysus arne ungesetzlich sei. achrichten. Der Bauunternehner## begen Wechselfälschu#### rlautet, sollen Wechselg 000 Mt. im Umlauf# Postbeamter sind### mit 17000 Mk. 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Endlich det und wollte sich ernen. Der Krauke ind und verlangte Vernet wollten ihn , er bestand jedoch tig entnahm Jean strument und legte die Erhebung der Anklage gegen Krämer wegen Verleitung zur Auswanderung war. Die Personen, die sich mit Krämer wegen ihrer AusAwanderung nach Honduras in Verbindung gesetzt haben, sollen auch unter Vorspiegelung falscher Thatsachen arg betrogen worden sein. Zur Verhandlung wurden etwa 50 Zeugen geladen, darunter auch der frühere Staasminister o. Berlepsch. Das Gericht verurtheilte den Angeklagten zu einer Gefängnisstrafe von drei Moa #ten, sprach ihn dagegen von der Anklage des Betruges frei. Rheydt. Der zu Beginn dieses Jahres hierselbst gegründete D taillistenverein zur Wahrung gewerblicher Interessen hat es sich zur Hauptaufgabe gesetzt, den unlauteren Wettbeweib zu bekampfen. Zu diesem Zvecke hat er jetzt einen Beschluß gefaßt, nach welchem der Verein sich künftighin Waren, die zu nicht konkurrenzfähigen Preisen angeboten werden, aus den betreff nden Geschäften beschaffen und dann die Qualicät derselben unter Nennung der Verkaufsfirma in den Zeitungen zur Kenntniß des Publikums bringen wird. Schließlich sollen diese Waren auch bei dem jeweiligen Schriftführer des Vereins zur Ansicht jedes Interessenten ausgelegt werden. einiger Zeit bereits, wie such damals mitgetheilt worden, erfand der oesterreichische Ingenieur Langer eine Vorrichtung, die dem Lokomotiv= feuer zu dem Luftstrome von unten her noch eine ergänzende Oberluft derart zuführte, daß das Fuer stets ein gleiche Menge von Luft erhält. Bei einer geordneten Bedienung kann auf diese Weise jeder siotbare Rauch vollständig vermieden we den. Ein Berliner Ingenteur Namens Marcotty hat die ursprüngliche Erfindung Langers noch wesentlich vereinfacht und durchgearbeitet. Es wurden daraufhin an den deutschen Eisenbahnen Versutze in ziemlich großem Umfange mit dieser neuen Art der Feuerung an Lokomo tiven gemacht, und die Ecgebnisse sind so zufriedenstellend gewesen, daß weni stens eine wes m t l i c h e V e r m i n d e r u n g d e r R a u c h p l a g e s e i t e n s der Locomotiven als sicher gestellt betrachtet und soon für die nächnte Zukunft erwartet werden kann. Eisenbahnangelegenheiten. Die Beseitigung des Locomotivrauches soll nach einem im Vereine für Eisenbahnkunde vom Eisenbahndirector Garbe gehaltenen Vortrage wiiklich in Aussicht stehen. Was dieser Fortschritt zum Wohle der Eisenbahnreisenden bedeuten würde braucht man Niemandem zu sagen, und wenn außerdem sich auch die neue Verbindung der Eienbahnschienen, durch die das Stoßen der Wagen gänzlich aufgehoben werden soll, bewährt, dann wird das Eisenbahnfahren künftig der beiden Unannehmlichkeiten entkleidet sein, die sich am lästigsten fühlbar machen. Die Rauchplage ist so alt wie die Dampfmaschine, und sie wird vielfach heute noch für ebenso unveimeidlich gehalten, als diese unentbehrlich ist. Die zahlreichen Versuche zu ihrer Beseitigung hatten bisb.r auch nur geringen Erfolg, obgleich die mit dem Qualmen der Schornsteine verknüpften Nachtheile so bedeutend sind, daß man von ihrer Beseitigung nur als von einem dringenden Bedürfniß sprechen kann. Was den Lecomotivenrauch im Besonderen betrifft, so ist er nicht nur für die Reisenden eine höchst unwillkommene Zugabe, sondern er verdirbt auch den Anstrich der Wagen, überzieht ihr Aeußeres mit einer klebrigen, schmutzigen Schicht und dringt sogar in das Innere der Abtheile ein, um sich auf Polstern und Sitzbänken in einer übelriechenden Schicht niederzuschlagen. Die Entwickelung von Rauch ist immer ein Beweis von unvollkommener Verbrennung und diese hängt stets zusammen mit einer unvollkommenen Luftzufuhr zu der Feuerung. Bei der Heizung der Locomotiven wird die Luft den brennenden Kohlen nur durch die Spalten des Rostes von unten her zugeführt. Diese Luftzufuhr aber wird durch die Schlackenbildung stark beeinflußt, indem sich die Spalten des Rostes verstopfen, sodaß der Zutritt der Luft vielfach gestört und veimindert wird. Bei den Locomotiven kommt außerdem noch die Saugwirkung des ausgestoßenen Dawpfes hinzu. Vor Wetterbericht. — Ein früher, strenger Winter soll uns nach bäuerlichen Wetterregeln bevorstehen. Wesentlich unterstützt werden diese Regeln durch die Thatsache, daß die Zugvögel aus hohem Norden, wie oild. Gäase und Enten, nicht allein sehr früh, sondern auch in großer Zahl erschienen sind. Buntes. — Parfürmierte Butter ist die neueste Modethorheit, die sich die reichen Amerikaner zu ihrem Frühstückst sch leisten. Die Milchwirthschaften, wo diese Butter fabriziert wird, duften so wohlriechend wie ein Blumenladen oder das Laboratorium eines Parfürmeurs. Die Zutter wird zuerst in kleine Ballen, ähnlich wie die zum gewöhnlichen Gebrauch bestimmten, geformt und dann jedes einzelne Stück in seine Mousseline eingeschlagen. Hierauf legt man sie in ein Bett von Roseablättern, die eigens dazu in irdenen Töpfen präpiriert werden, und bedeckt sie von oben nochmals mit einer Schicht der frischblühenden Blucen. Dann wird das ganze Gefäß in einen Eiskasten gestellt und dort zehn Stunden stehen gelassen, worauf die Butter fertig zum Gebrauch ist. —(Ein 13jähriger 20facher Millionär.) In Mitz starb dieser Tage die kinderlose Witwe Albin, welche sich im Leben durch große Wohlthätigkeit ausgezeichnet hatte. Ihr hinterlassenes Vermögen beziffeit sid der„D. Tagesztg.“ zufolge auf rund 20 Millionen Mark und fäut ihrem einzigen, 13 Jahre alten Eakel zu. —(Der Streikbrecher.) Bussey:„Warum betheiligst Du Dich nicht am Steeik?"— dup:„Ich hab' sieven Gründe dagegen.“— Bussh:„Und die wären?“— Hardup:„Eine Frau, sechs Kinder.“ Albumblätter. Das Unrecht, welches je gethan dein Herz, Das schreib' mit fester. Hand auf Erz, Das Gute soll im flücht'gen Sande stehn, Damit ein Hauch die Züge kunn verwehn. „* * Wem Gott ein treues Herze gab, Der soll das wohl bewahren, Er ginze besser in das Grab, Ließ er die Treue fahren. Treu ist ein Spiegel, den ein Mann Soll für sich tragen allezeit. Treu ist das heimlich traute Kleid, Damit uns Gott hat angethan. ** * Das Wahre suchen und das Schöne lieben, Das Gute üben, Kein edler Ziel als dieses kann im Leben Ein Mensch erstreben. * Es ist auf Erd' kein schöner Kleid Denn Tugend, Ehr' und Redlichkeit, Je länger man dasselbe trägt, Je mehr es ziert und wohl ansteht. Redigiert unter Verantwortlichkeit des Verlegers. 28 goldene u. silberne Medaillen u. Diplome. Schweizerische Spielwerke anerkannt die vollkommendsten der Welt. 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