edländer. Poedanite, webe ern-Lager V Unna b. Hamburg egen Nachnahme arantirt r Ausführung: ttfedern 50, 60 u. f. d. Pfd. te Sorten für 1 M. „25 M. 1(besond. empfohl.) 1,60 M. albdannen nur 2 d. Pfd. en nur 2,50 M. N. d. Pfd. Betten(Unterbett, issen) für 15, 20, 30 M. bereitwilligst. iberall gesucht. und Händler apreise. Hosenträgern! rhält jeder frco. geg. I. 1 Gesundheitsalter, bequem, stets Haltg., kein Druck, kein Schweiss, kein 25 Briefm.(3 St 3M. Wer Berlin, #. Kortr. 849. 1280 E R0 flügel gut u. billig verlange Preisliste# ler in Ulm a. U. t ital.-Produkte. 705 Nr. 69. Ulbensing den 14. Juni. eP Tchrgrr. 1898 62. Jahrgang Sommcheno) Mr. 15 Pf. i. Büren ie vitertelfäbrlich. Juserat und Anzeigen werden mit 10 Pf. die 1=spaltige Petitzeile oder deren Raum berechnet. Anzeigen 2c., welche gleichzeitig in den bei uns erscheinenden„Waldeckschen Anzeiger, ufgenommen werden sollen, kosten für beide Blätter nur 15 Pf. die 1espaltige Petitzeile oder deren Raum. Zugleich für den Kreis Brilon. Briefe und Gelder für die Redoktion oder Exz dition dieses Blattes werden portofrei unter de Adresse„Sauerländischer Anzeiger und amtliches Sachlalt nöckn. Unsere Filial=Expeditionen für Nieder Marsberg und Büren, sowie sämmtich Annoncen=Expeditionen nehmen Anzeigen für den Anachger wrüntern. Anzeiger wird unentgeltlich beigegeben: Wöchentlich, Sonnabends, das„Illustrierte Anterhaltungsblatt“. Hierbei ein Gedenkblatt: „Zum 10jährigen Regierungsjubiläum Seiner Majestät des Kaisers.“ * Zum 10jährigen Todestage Kaiser Friedrichs. Und sage der Gottessonne, wenn über Deutschland sie fliegt, Daß sie küsse den Ort und die Stätte, wo er begraben liegt. (Ernst von Wildenbruch.) Die Kaiserstandarte auf dem Mittelbau der Communs vor dem neuen Palais senkte sich am 5. Juni 1888 Vormittags 11 Uhr 15 Minuten #uf Halbmast. Ein herbes Wehegefühl durchuckte jede Brust der außen in stummer Erwartung arrenden Menschenmenge. Kaiser Friedrich, der ##dle Dulder, hatte ausgelitten. Und Millionen ##nd aber Millionen Herzen ohne Unterschied der Partei wurden erschüttert und tief ergriffen, als der Telegraph gleich darauf nach allen HimmelsEichtungen hin die Trauerkunde verbreitete: Kaiser Friedrich ist dahingegangen. War er doch der Vielgeliebte, zu dem mit inem Gefühl von seltener Verehrung der schlichte Mann aus dem Volke emporblickte; auf den aber auch die Männer der Kunst und Wissenschaft blickten, als auf einen der Ihrigen und der nicht minder von allen deutschen Kriegerherzen als Held und Sieger gefeiert wurde. Und nun war der Tod gekommen, den man freilich seit Wochen vorausgesehen hatte und hatte den vielgeliebten Kaiser, dessen Erscheinung einst, als er noch in Kraft und Fülle einherwandelte, an Baldur, den nordischen Gott des Lichtes erinnerte, dahingestreckt im besten Mannesalter, nachdem es ihm gerade 99 Tage vergönnt war die deutsche Kaiserkrone als Nachfolger seines großen Vaters, mit dem er zusammen das Reich geschaffen, auf seinem Haupte zu tragen. Zehn Jahre sind heute darüber hingegangen, aber noch immer werden ernsten Männern die Augen feucht, wenn sie der Leidenstage Kaiser Friedrichs gedenken, noch immer spüren wir bis ins tiefste Mark hinein den unersetzlichen Verlust, den das deutsche Vaterland durch den frühzeitigen Tod des deutschen Frühlingskaisers, wie ihn zart und finnig das Volk genannt hat, erlitten. Ein edler Mensch, ein hoher Geist, ein gerechter Fürst ist mit ihm gestorben und darum wird sein Andenken fortleben im deutschen Volke bis in alle Ewigkeit. Politische Rachrichten. Berlin. Anläßlich des Todestages Kaiser Friedrichs, findet am 15. d. Mts. in der Friedenskirche zu Potsdam eine Gedächtnißfeier statt, zu welcher außer dem Offizier=Corps der Potsdamer Garnison auch das ganze Offiziercorps der KaiserBrigade befohlen worden ist. Außerdem sollen auch noch solche Persönlichkeiten Einladungen zu der Feier erhalten, die dem Kaiser Friedrich nahe standen. Berlin. Gegenüber der Angabe eines Depeschen=Bureaus, daß die spanische Regierung sich mit der Bitte um Friedensvermittelung telegraphisch an die Großmächte gewandt habe, erklärt die„Post“, von gut unterrichteter Seite gehört zu haben, daß hier von einem solchen Schritte Spaniens nichts bekannt sei. — Die Kaiserin Charlotte von Mexiko, die seit 32 Jahren mit umnachteten Geist im Schlosse Bouchont in Belgien weilt, ist 58 Jahre alt geworden. Der König, die Königin und die Prinzessin haben sich nach dem Schlosse begeben, um der unglücklichen Fürstin ihre Glückwünsche darzubringen. Seitdem die Kaiserin Charlotte im September v. J. eine ernste Krankheit durchgemacht hat, ist ein neues ärztliches Verfahren ihrer Behandlung in Anwendung gekommen. Dieses Verfahren soll wunderbare Erfolge hervorgerufen haben. Die schrecklichen Krisen, unter der die Kaiserin schwer litt, sollen aufgehört haben. Heilung steht allerdings nicht zu erwarten. Paris. Großes Aufsehen erregt augenblicklich die nunmehr amtlich nicht mehr bestrittene Thatsache, daß der frühere Kolonialminister Lebon, der bei den letzten Wahlen nicht wiedergewählt Eine Woche. Kriwinal=Roman von M.... Nachdruck verboten.] Erste Abtheilung. Das Versprechen. 1. Kapitel. Die Witterung war den ganzen Tag hindurch harf und rauh gewesen. Ein kalter, mit Schnee Vermischter Regen fiel unaufhörlich vom Himmel erab; der Sturm durchsaufte die Luft mit ohrenVerreißendem Geheul. Es war ein Hundewetter, #nd man konnte zufrieden sein für den geringsten Schutz, der sich bot. Ich saß in einem unbequemen, rüttelnden, ausekälteten Eisenbahnwaggon. Mit Windesschnelle Kilten wir dahin durch die dichte, undurchdringliche Finsterniß. Ich sehe nach meiner Uhr, sie zeigt #auf halb Zehn. Ich stecke den Kopf durch das Fenster: der eisige Wind sucht mir mit aller Nacht meine Reisemütze zu entreißen. Der strömende Regen peitscht mir erbarmungslos ins Besicht.— Ich ziehe mich wieder zurück und erfe mich auf die grünen Sammetpolster. Nur woch eine halbe Stunde und ich bin wieder in New=York. Ich werde eine angenehme Nacht haben, zehn Stunden ununterbrochenen Schlafes, hne durch Jemanden gestört zu werden. s Und ich bedarf dessen wohl, denn ich bin erSchöpft, ermattet, todtmüde. Während der letzten vierzehn Tage war ich gezwungen, mich an einem leinen Ort in der Nähe von New=York aufzuhalten. Ich war dahin geschickt. Es war eine schwere, verwickelte Aufgabe, die man mir anvertraut hatte. Falsche Wechsel, durchtriebene Schurken, die nicht die geringste Spur hinterlassen hatten, aber es war mir, Dank meiner übermenschlichen Anstrengungen gelungen, Licht in die Sache zu bringen. Und während ich halbschlafend daliege, durchlebe ich im Geiste noch einmal alle die Ereignisse, die sich in den verflossenen Tagen oder richtiger in den Nächten abgespielt haben. Denn die Nächte sind die Hauptarbeitszeit für den Detektiv. Im Schutze der Finsterniß gelingt es ihm, die Fäden aufzuspüren, die im Schutze der Finsterniß gesponnen sind. Und daher ist es wohl zu verstehen, daß ich mich schon in Gedanken auf die herrliche Ruhe freute, die ich nun während zehn langer Stunden genießen soll. Ein greller Pfiff. Der Zug vermindert seine Fahrt. Ich springe auf, nehme meinen leichten Koffer in die Hand und stelle mich an die Thür. Noch ein langgezogener Pfiff, der Zug hält vor dem Bahnsteig, die Thüren werden aufgerissen, und ich springe hinaus. New=York! Gottlob und Dank! Eiligst durchschreite ich den Wartesaal und belege eine Droschke. Ich wechsele einige Worte mit dem Kutscher und die Sache ist abgemacht. Er peitscht auf die Pferde los und dahin fliegt das Gefährt. Gleich einem dunklen, sich geheimnißvoll hinschlängelnden Riesenwurm liegt der Broadway in seiner ganzen Länge vor mir. Es ist finster und menschenleer auf diesem Centrum der Weltstadt, wenigstens für das Auge eines Amerikaners, und doch ist es erst 10 Uhr. Aber es gehören auch freilich viele Menschen dazu, um eine sieben(engl.) Meilen lange Straße zu bevölkern. Und der Wagen rollt dahin. Der Schmutz springt hoch an den Rädern auf. Ich sitze müde und abgespannt in meiner Ecke. Jetzt biegen wir in eine Querstraße ein, noch wenige Augenblicke und ich bin daheim! Der Kutscher erhält seine Bezahlung— „many tbanks Sir“,— und ich springe die vielen Treppen hinan, ohne auf den Elevator zu warten. Mein Diener erwartet mich offenbar. Rechtzeitig öffnet der aufmerksame Bursche die Thür, heißt mich willkommen und befreit mich im Handumdrehen von meinem durchnäßten Ueberrock. Ich trete in mein Zimmer, mein großes, gemüthliches Zimmer, mache ein wenig Toilette und begebe mich dann in die Eßstube, wo ein einfaches Junggesellenabendrod auf dem Tische steht. In der Regel speise ich außer dem Hause. Meine Mahlzeit ist bald beendet. Ich bin sehr mäßig. Mätigkeit und zwar in allen Dingen, ist eine nothwendige Bedingung für einen Sicherheitsbeamten. Es ist dies das dritte der drei Gebote, welche befolgt werden müssen. Das erste Gebot lautet:„Du sollst schnell zu Werke gehen.“ Geschwind wie der Pfeil, damit keine Spur verwischt, kein Beweis vernichtet wird. Und das zweite: Du soll genau sein!“ kein Umstand, wie gering er auch scheinen mag, darf dir entgehen. Kleine Ursachen, große Wirkungen. Wenn du wurde, den auf der Teufelsinsel schmachtenden Ex=Kapitän Dreyfus in Ketten legen ließ, um einer Interpellation über die ungenügenden Maßregeln zur Sicherheit des Gefangenen vorzubeugen Die Niederlage des grausamen Ministers wird daher in den republikanischen Kreisen als eine wohlverdiente Züchtigung bezeichnet. Madrid. Die öffentliche Meinung mißbilligt das Vorgehen der fremden Presse zu Gunsten des Friedens. Die Generäle sind der Ansicht, Spanien könne zwei Jahre den Krieg auf Kuba aushalten.(?) Die Regierung empfing keine auf den Frieden bezüglichen Vorschläge einer Macht, würde auch solche ablehnen, da Sparien entschlossen ist, den Krieg bis aufs äußerste zu führen. Nach hier gelangten Meldungen brach das gelbe Fieber auf dem Geschwader des Admirals Sampson aus. Havanna, 11. Juni. 8 Kriegsschiffe vom Geschwader des Admirals Sampson bombardierten gestern Freitag Vormittag Santiago. Gleichzeitig näherten sich mehrere Schiffe, welche von kleinen Dampfern geschleppt wurden, der benachbarten Küste zu, um eine Landung zu bewerkstelligen. Die Beschießung dauerte drei Stunden. Die Spanier vermochten aber die Landung der Amerikaner zu verhindern. Die auf große Entfernung abgegebenen Granatschüsse der Amerikaner richteten keinerlei Schaden an. des bisherigen Abgeordneten des Wahlkreises Brilon=Lippstadt insbesondere auch in der Flottenfrage, durchaus nicht einverstanden uind, ist beschlossen worden, den Herrn Landrath Dr. Federath in Brilon als Kandidaten für die bevorstehende Reichstagswahl aufzustellen, und die Hoffnung ausgesprochen, daß am 16. d. Mis. auch die gleichgesinnten Wähler des Kreises Brilon ihre Stimmen auf den Herrn Landrath Federath vereinigen werden. Münster. An der Königlichen Akademie hier sind in diesem Sommerhalbjahr 587 Studierende immatrikuliert. Davon gehören der theologischen Fakultät 308, der philosophischen 229 an. Außerdem haben 7 nicht immatrikulationsfähige Studierende vom Rektor die Erlaubniß zum Hören der Vorlesungen erhalten. New=York, 11 Juni. Nach einer über Kingston eingegangenen Depesche vom Bord des Presseschiffes auf der Höhe von Santiago soll das Kanonenboot„Suwance“ am letzten Mittwoch 300000 Schiffspatronen, 2000 Messer und 400 Gewehre an Land gebracht und einem Korps von 800 Aufständischen übergeben haben, welche von dem in den Bergen westlich von Santiago aufgeschlagenen Insurgentenlager entsandt seien. Die Zahl der in dem genannten Lager befindlichen Insurgenten soll 5000 betragen. Provinzial=Nachrichten. Lippstadt, 12. Juni.(Eingesandt.) Bei einer unlängst hier stattgehabten Besprechung nationalgesinnter reichstreuer Wähler des hiesigen Kreises, die mit der politischen Gesammthaltung Telgte. Einen unerwarteten Abschluß fand das Radfahrerfest. Der Sieger im Rennfahren hatte gerade den ersten Preis, eine goldene Uhrkette erhalten und trank mit seinen Freunden auf das frohe Ereignis ein Glas Bier, als er plötzlich mit den Armen in die Luft fuhr und lautlos zu Boden sank. Der Tod hatte seinem jungen Leben ein Ende gemacht. Geschrei eilten Erwachsene herbei, die das bedauernswerthe Wesen nach der elterlichen Wohnung schafften, wo es seinen Leiden erlag Kottbus. Mit der Badewanne durchgebrochen ist die Frau eines Kossäten in Sachsendorf. Als die Frau ein Wannenbad nahm, gab plötzlich der Fußboden nach, und die Badenden# siel plötzlich in die darunter gelegene„gute“ Stube ihres Wirtes, dessen Frau in dieser gerades ihre gesamten Küchenvorräte barg. Die letzteren sind natürlich bei der Katastrophe fast sämmtlich verdorben worden, zumal auch noch ein mit Asche gefüllter Eimer die Fahrt in die Unterwelt vervollständigt hatte. Glücklicherweise hat die über 250 Pfund schwere Frau bei dem Durchbruch nur geringe Verletzungen erlitten. Aus dem Rechtsleben. Iserlohn. Von einem bedauerlichen Unglücksfall wurde die Familie eines Fabrikwächters hierselbst betroffen. Das etwa 4 jährige Söhnchen trank aus einem Fläschchen, welches Salzsäure enthielt, unter großen Schmerzen ist das Kind gestorben. — Alles schon da gewesen, sagte angeblich der weise Ben Akiba. Daß aber eine Frau ihren Mann aus dem Hause jagte, weil er zu faul war, dürfte sich wohl noch nicht ereignet haben.(?) Dieser Vorfall wird aus Gräfrath gemeldet. Uebrigens soll der Mann über seine Ausweisung gar nicht böse gewesen und seelenvergnügt in die weite Welt gewandert sein. Kalk, 9. Juni. Gestern Nachmittag hatten mehrere Schulknaben an der Wipperfürther Straße hinter einem Schuppen in freiem Felde Putzwolle und Abfälle in Brand gesteckt und waren davon gelaufen. Drei Kinder spielten mit dem entstandenen Feuerchen weiter, wobei ein 4jähriger Knabe von seinem sechs Jahre alten Begleiter in dasselbe gestoßen wurde. Im Nu standen die Kleider des Knaben in Flammen: Auf sein — Für Wirte sehr bemerkenswerth ist ein Urtheil des Ober=Verwaltungsgerichts, dessen Grundgedanke allerdings nicht erfreulich ist. Während der Abwesenheit des Wirthes D., inStolberg(Rheinland) hatte ein Fremder auf einem im Wirthschaftszimmer unverschlossen stehenden Klavier vor einigen Einheimischen mehrere Stunden gespielt. D wurde zur Lustbarkeitssteuer herangezogen. D. erhob Klage, die in letzter Instanz vom Oberverwaltungsgericht zurückgewiesen ist. In den Gründen wird das Musizieren des Fremden als ein Vortrag im Sinne der Lustbarkeitssteuer bezeichnet, denn eine musikalische Darbietung bedürfe, um sie zu einem Vortrag zu machen, nur der Anwesenheit des Publikums, sei dieses auch noch so klein. Der Inhaber des Lokals sei aber auch, wenn er ein im Wirthslokal aufgestelltes Klavier unverschlossen oder doch so lasse, daß es von jedem Gaste ohne weiteres geöffnet werden könne, als Veranstalter der auf diesem Klavier durch Gäste dargebotenen Vorträge anzusehen, denn er sei es, der durch seine Thätigkeit und sein Verhalten bewirke, daß auf dem Klavier gespielt und damit ein unumschränkter Personenkreis unterhalten werden könne. Der Wirt hätte das Klavier verschließen müssen. Landwirthschaftliches. Anwendung des Chilisalpeters im Garten. (Schluß.) Sämtliche Sommerblumen, mit Ausnahme vielleicht der Schmetterlingsblütler, sind für Sticknur einen einzigen Faden erfaßt, kannst du mit Hilfe desselben vielleicht das ganze Gewebe entwirren. Und das dritte, bereits vorhin erwähnte Gebot heißt:„Du sollst mäßig sein!“ Welche Versuchungen dich auch locken mögen, in welcher Gestalt sie sich auch zeigen— entweiche ihnen, zeige dich niemals schwach! Du mußt Augen und Ohren offen halten. Dein Ohr muß das geringste, undeutlichste Wort auffassen, deine Augen müssen scharf sein wie die des Falken. Und dein Körper muß alle Strapazen ertragen können: strömenden Regen, eisige Stürme, schlaflose Nächte und Tage voller scharfsinniger, logischer, haarfeiner Berechnungen. Mein Diener hatte inzwischen mein Zimmer erleuchtet. Er kannte meine Gewohnheiten wohl und wußte, daß, wenn ich mich eine Zeit lang nicht in meinem Heim hatte sehen lassen, ich bei meiner Rückkehr— zu welcher Tageszeit dieselbe auch stattfinden mochte— durch alle Zimmer zu gehen und einen forschenden Blick um mich zu werfen pflegte. Meine Wohnung ist nämlich mein Stolz! Aber ich will mich erst erklären. Die europäischen Verhältnisse gleichen in dieser Beziehung den unseren so wenig. Eine Wohnung von acht Zimmern bedeutet nämlich in Amerika ein ganz bedeutendes Vermögen, eine von drei Stuben zeugt schon von sehr guten Einkünften. Ich stand vom Tische auf. Mein Speisezimmer ist nicht sonderlich groß, aber seine Form ist angenehm, auch gebe ich keine größeren Feste, ja kaum einmal kleinere Gesellschaften. Da das Zimmer nach dem Hofe hinaus liegt, ist es dunkel, doch nimmt sich der viereckige Raum vorzüglich aus, wenn die schweren, bunten, gewebten Gardinen die Fenster völlig verhüllen und das Licht des geschmackvollen Krystallkronleuchters sich in dem Silberzeug im Büffer bricht. . Es steht nur ein Stuhl an dem geschnitzten Tisch; der=Platz mir gegenüber ist leer, und so wird es auch wohl bleiben— ein Detektiv ist ein unstäter Gast! Ich fahre mir mit der Hand über die Stira. Welche sonderbare Gedanken kommen mir in den Sinn——! Und dann der Salon! Der dicke Smyrnateppich dämpft jeden Laut. Kahle Wände kann ich nicht leiden, deswegen sind die meinen mit Gemälden bedeckt, mit frischen Marinebildern, sonnigen, sommerhellen Landschaften, freundlichen Benrebildern; ich habe in meiner Jugend selber der Kunst ein wenig ins Handwerk gepfuscht. In der Mitte meines Salons steht die Venus von Milo, eine ausgezeichnete Arbeit. Ich habe mich schon lange darnach gesehnt, das Orginal einmal zu sehen, aber es ist ein weiter Weg von New=York bis Paris. Wir treten in mein Arbeitszimmer. Dies ist ein großer luftiger Raum. Ich muß mich rühren können. Wenn ich über eine schvierize Sache grübele, über eine verwickelte, mystische Geschichte, dann pflege ich von meinem Sopha oder Arbeitsstuhl aufzuspringen und mit langen Schritten durch das Zimmer zu gehen. Die Bewegung klärt gleichfalls meine Gedanken. Neben dem Fenster steht mein Schreibtisch. Derselbe ist ungewöhnlich lang und breit, und doch will er wir immer noch zu klein erscheinen. Meine große Papierscheere liegt auf der Schreibmappe, genau in derselben Lage, wie ich sie vor vierzehn Tagen verließ. Mein Diener ist die Ordnung selber. Niemals vermisse ich etwas, die geringste Kleinigkeit findet sich stets auf dem bestimmten Fleck. Das Papier ist mit Bleifederstrichen bedeckt; da find Zeichnungen, Quadrate und andere mathematische Figuren. Das ist so meine Gewohnheit. Wenn ich im Kopf meine Pläne entwerse, muß auch die Hand ihre Beschäftigung haben. Eins muß ich noch erwähnen. An einer der Längswände steht ein einfacher schwarzgebeizter Schrank. Darin verwahre ich meine größten Kostbarkeiten. Ich bin Sammler, und dieser Schrank birgt meine Schätze. Es sind keine Glas= oder Porzellangefäße, keine alten vergilbten Papiere, nein, meine Sammlung steht einzig in ihrer Art da— wenigstens giebt es wohl kaum einen zweiten Privatmann, der im Besitz einer solchen ist— und an jede Nummer knüpft sich eine Geschichte, in der ich selber eine gewisse Rolle gespielt habe. Ich will gelegentlich einige meiner Schätze vorzeigen und die dazu gehörigen Geschichten erzählen— die Gegenstände sind alle ohne Ausnahme Zeugen oder Mitschuldige irgend eines Verbrechens gewesen. Mein Diener tritt in das Zimmer, um mein Bett herzurichten. Ich sehr nach meiner Uhr, sie zeigt auf halb 12. Um nicht im Wege zu sein, kehre ich in den Salon zurück. (Fortsetzung folgt.) düngung, u geben, äußer pfkultur besti ack 2c., an den tig entwickeltes iche Blattpflanze lich, desgleichen venn der Topfb andige Erde ve Sehr empfir Humuswurzler en 2c.), welche sem Humusstick Die Fähigke ildunz zu beg eise zu verzöge den, wo es sich handelt, wo me doch genug der Al des Mag zu heißero weise ein Mage zugezogen dessen vor ## erprobt si. 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Es sind keine e alten vergilbten ung steht einzig in iebt es wohl kaum er im Besitz einer immer knüpft sich elber eine gewisse ge meiner Schätze gen Geschichten erd alle ohne Ausdige irgend eines Zimmer, um mein ich meiner Uhr, sie im Wege zu sein, 7.) offdüngung, namentlich in der ersten Jugend geben, äußerst dankbar, namentlich solche zur sopfkultur bestimmte Arten, wie Levkosen, Goldback 2c., an denen außer der Blüte auch ein kräfig entwickeltes Laubwerk gewünscht wird. SämtZiche Blattpflanzen sind für Chilisalpeter empfängZich, desgleichen die Topfpflanzen, namentlich ##enn der Topfballen stark durchwurzelt ist, oder andige Eide verwendet wurde. Sehr empfindlich gegen Chilisalper sind die Humuswurzler(Farne, Moose, Moorerdepflanhen 2c.), welche ihr Stickstoffbedürfnis lieber aus sem Humusstickstoff befriedigen. Die Fähigkeit des Chilisalpeters, die BlattBildunz zu begünstigen, die Blüte und Fruchtbeise zu verzözern, läßt sich überall da verwenen, wo es sich um ein künstliches Zurückhalten Landelt, wo man spät Blüten gewinnen will. doch genug der Beispiele. Einen so einfach anzuwendenden Nährstoff lernt jeder bald genug kennen und in jedem Garten sollte man sich seiner bedienen; ist es doch nicht nur die Aufgabe der Gartenkultur, den Pflanzen die Bedingungen zum Wachsthum zu schaffen, sondern auch durch alle möglichen(künstlichen Mittel und Eingriffe das Wachsthum so zu beeinflussen, woie es dem gewollten Zweck entspricht. Wer an seinen Pflanzen keinen Einfluß einer Behandlung mit Chilisalpeter bemerkt, sei überzeugt, daß es seinem Boden an Kali, Phosphorsäure, Kalk oder an allen dreien fehlt. Es gehört gar viel dazu, das Nahrungsbedürfnis unserer hochgezüchteten und immer von neuem verbesserten Gartengewächse zu befriedigen, und kann man nur dann größere oder frühere Erträge erzielen, wenn sämtliche Nährstoffe in reichlicher Meuge und leicht aufnehmbarer Form vorhanden sind und namentlich der Stickstoff zur rechten Zeit wirken kann. Buntes. Karlsruhe. In dem 12,40 nachmittags hier abgehenden Schnellzug nach Basel hat sich gestern im Abort des Packetwagens der Direktor Eduard Müller aus Wiesbaden durch Selbstmord entleibt. In Oos wurde der Selbstmord entdeckt und die Leiche am Abend nach Baden=Baden überführt. Warschau. Eine hiesige Buchdruckerei giebt einen Band der Werke Mickiewicz' heraus, der so winzig klein ist, daß die Schrift nur mit Hilfe eines scharfen Vergrößerungsglases gelesen werden kanr, während der ganze Band als Berlocke an der Uhrkette getragen werden soll. Redigiert unter Verantwortlichkeit des Verlegers. Kuntirintk. Allen denen, die sich durch Erkältung oder Ueberladung des Magens, durch Genuß mangelhafter, schwer verdaulicher, zu heißer oder zu kalter Speisen oder durch unregelmäßige Lebensweise ein Magenleiden, wie: Magenkatarrh, Magenkrampf, Magenschmerzen, schwere Verdauung oder Verschleimung zugezogen haben, sei hiermit ein gutes Hausmittel empfohlen, dessen vorzügliche heilsame Wirkungen schon seit vielen Jahren erprobt sind. Es ist dies das bekannte Verdanungs- und Blutreinigungsmittel, der hubert Ullrich'sche Kräuter-Wein. Dieser Kräuter=Wein ist aus vorzüglichen, heilkräftig befundenen Kräutern mit utem Wein bereitet, und stärkt und belebt den ganzen Verdauungsorganismus des Menschen ohne ein Abführmittel zu sein. Kräuter=Wein beseitigt alle Störungen in den Blutgefäßen, reinigt das Blut von allen verdorbenen krankmachenden Stoffen und wirkt fördernd auf die Neubildung gesunden Blutes. Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter=Weines werden Magenübel meist schon im Keime erstickt. Man sollte also nicht äumen, seine Anwendung allen anderen scharfen, ätzenden, Geundheit zerstörenden Mitteln vorzuziehen. Alle Symptome, wie Kopfschmerzen, Aufstoßen, Sodbrennen, Blähungen: Uebelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen(veralteten) Magenleiden um so heftiger auftr. n. werden oft nach einigen Mal Trinken beseitigt. Stuhlverstopfung wie Veklemmung, Kolikschmerzen, Herzklopfen, Schlaflosigkeit, sowie Blutanstauungen in Leber, Milz und Pfortadersystem(Hämorrboidalleiden) werden durch Kräuter=Wein rasch und gelind beseitigt. KräuterWein behebt jedwede Unverdaulichkeit, verleiht dem Verdauungssyhem einen Ausschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl alle untauglichen Stoffe aus dem Magen und Gedärmen. ent.,„ Tursigrhh Blutmangel, Entkräftung sind meist die Folge schlechter Verdauung, mangelhafter Blutbildung und eines krankhaften Zustandes der Leber. Bei gänzlicher Appetitlosigkeit, unter nervöser Abspannung und Gemüthsverstimmung, sowie häufigen Kopfschmerzen, schlaflosen Nächten, siechen oft solche Kranke langsam dahin. Kräuter=Wein giebt der geschwächten Lebenskraft einen frischen Impuls. Kräuter=Wein steigert den Appetit, fördert Verdauung und Ernährung, regt den Stoffwechsel kräftig an, beschleunigt und verbessert die Blutbildung, beruhigt die erregten„Nerven und schafft dem Kranken neue Kräfte und neues Leven. Zahlreiche Anerkennungen und Dankschreiben beweisen dies. Kräuter=Wein ist zu haben in Flaschen à K 1,25 u. 1,75 in Brilon, Bigge, Warstein, Rüthen, Gelecke, Ramsbeck, Büren, Meschede, Fredeburg, Medebach, Usseln, Adorf, Niedermarsberg, Fürstenberg, Corbach, Eslohe, Arnsberg u. s. w. in den Apotheken. Auch versendet die Firma„Hubert Ullrich, Leipzig, Weststraße 82“, 8 und mehr Flaschen Kräuterwein zu Originalpreisen nach allen Orten Deutschlands porto= u. kistefrei. 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Deutscher Reichs-Anzeiger und Königlich Preussischer Staats- Anzeiger. Berlin. In dem amtlichen Teile werden die Gesetze, Verordnungen und Bekanntmachungen, Ordensverleihungen und Ernennungen publizirt. Der nichtamtliche Theil enthält eine Zusammenstellung der bedeutendsten Begebenheiten in der Tagespolitik,— ausführliche Referate über die Verhandlungen des Deutschen Reichs= und des Preußischen Landtages,— sowie die nach dem stenographischen Berichte mitgetheilten Auslassungen der Bundesbevollmächtigten resp. der Minister, Kunst= und wissenschaftliche, Gewerbe=, Handels= und statistische Nachrichten aller Art,— Mittheilungen über Submissionen im Ausland,— den täglichen amtlichen Cours zettel der Berliner Börse 2c. In dem Inseratenteil werden u. A. die in den Justizgesetzen vorgeschriebenen Aufgebote öffentlichen Zustellungen, Vermögensbeschlagnahmen, ferner nach dem Bankgesetz die Statuts der Deutschen Zettelbanken, gemäß des Aktiengesetzes die Bekanntmachungen der Kommanditgesellschaften auf Aktien und der Aktiengesellschaften und die im§ 11 des Unfallversicherungsgesetzes vorgeschriebenen Auszüge aus den Statuten der Berufsgenossenschaften veröffentlicht. Das mit dem Reichs= und Staats=Anzeiger verbundene„Central=Handels=Register für das Deutsche Reich“ enthält die Bekanntmachungen aus den Handels=, Genossenschafts=, Zeichen=, Muster= und Börsen=Registern der Bundesstaaten der Waarenzeichen und Gebrauchs=Muster, ferner die im Patentgesetz und der Konkursordnung vorgeschriebenen Bekanntmachungen und die Tarif= und Fahrplan=Bekanntmachungen der meisten deutschen Eisenbahnen.— Das Central=Handels=Register kann auch besonders zum Preise von 1 M. 50 Pf. vierteljährlich durch die Post bezogen werden. Das„Post-Blatt“, welches in der Regel am 1. jeden Quartals-Monat erscheint. bringt Naachrichten von allgemeinerem Interesse für den Verkehr mit der Post. Der Abonnementspreis des Deutschen Reichs= und Preußischen StaatsAnzeigers beträgt pro Quartal 4 M. 50 Pf., der Insertionspreis für den Raum einer Druckzeile 30 Pfg. Alle Postanstalten nehmen Bestellungen an, für Berlin auch die Expedition, SW, Wilhelmstraße Nr. 32. Die„Allgemeine Verloosungs=Tabelle“ des Deutschen Reichs= und Königlich Preußischen Staatsanzeigers, welche in Folge amtlicher Veranlassung der Reichs=Bank herausgegeben wird, erscheint wöchentlich einmal zu dem vierteljährlichen Abonnementspreise von 2 Mark. Königl. Expedition des Deutschen Reichsund Königl. Preuss. Staats-Anzeigers. Fettleibige., Zuckerkranke, Sicht=, Magen=, Leber Nieren=, Blasen= Gallstein=, Hämorrhoidal=, an Verstopf. u. unrein. Haut=Leidende, Vollblütige erziel. ohne Diät störung an dem künstl. Neu-Karlsbader Zahlbrunnen d. sichersten Erfolg. Hunderte Anerkennung. v. Aerzten und Anderen k. eingeseh werden. Aerztl. Leitung. Paul Schindler, Fbrkt. künstl. Mineralwasser. Berlin S. Dresdener Str. 78. Broschüre gratis u. fr. 2 Probeflaschen gratis nicht fr. 10 Fl. m. Kiste 5,50 Mk, 35 Fl. m. K. 17 M., 55 Fl. m. K. 25 M. Bekanntmachung. In Gemäßheit der Vorschrift des§ 26 des Reglements vom 28. Juni 1870 zur Ausführung des Wahlgesetzes für den deutschen Reichstag vom 31. Mai 1869 bringe ich hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß ich zur Ermittelung des Ergebnisses der am 16. d. Mts. anstehenden Reichstagswahl in dem Wahlkreise LippstadtBrilon Termin auf den 20. Juni d. I., morgens 10 Uhr im Sitzungssaale des Kreishauses hierselbst anberaumt habe. Der Zutritt zu dem Lokale steht jedem Wähler offen. Lippstadt, den 7. Juni 1898. Der Wahl=Kommissar Frhr. von Werthern Landrath, Geheimer=Regierungsrath.(976) M I Das Chatzenrest zu Brilon mit CohnautE. findet am 19., 20. und 21. d. Mts. statt. 4. Zu recht zahlreicher Betheiligung ladet ein Brilon, den 10. Juni 1898. Der Vorstand des Schützenvereins. 2# augn (327) Grösse ca. 185:200 ctm. Grösse ca. 170:235 ctm. Axminster 6 Mk.! Perser Imitation 32 Mk. Tapestry 13 Mk. Smyrna Royal 28 Mk. Steppdecken aus eigener Fabrik, ca. 160 X 200 cm. gr., handgenäht per Stück 6½ Mk. Gardinen per Meter 13 Pfg., Paar 1.50 Mark. M. Schneider& Cie. BERLIN C., Spittelmarkt 11. Eigene Weberei in Landeshut 1. Schl. Preisliste gratis und franko.= ropf, Halsanschwellung. Haarausfall. Ich spreche Ihnen den innigsten Dank dafür aus, daß Sie mich von Kropf und Halsanschwellung durch briefliche Behandlung befreit haben. Auch mein Bruder ist von Haarausfall mit Schuppen und starkem Schwitzen der Kopfhaut, woran er seit drei Jahren litt, geheilt. Es zeigt sich ein frischer kräftiger Haarwuchs, worüber er sehr glücklich ist. Ich setze daher alles Vertrauen in Ihre Behandlung und werde mich in neuen Krankheitsfällen wieder sofort an Sie wenden. Polnisch=Probnitz, Post Zülz, Ober=Schlesien, den 13. März 1898. Frl. Anna Wallocha. Joseph Wallocha. Beglaubigt: Der Gemeinde=Vorstand: Sobotta. Adresse:-Privatpoliklinik, Kirchstraße 405, Glarus“ (Schach scesesese seehe e 25 2 6 245 24 245 . 5 5 245 245 5 3% 7/8 2.5 Das Krieger Fest in Alme wird am Sonntag, den 19. d. Mts. gefelert. Für gute Musik und Bewirthung ist bestens Sorge getragen. Es ladet ergebenst ein Alme, den 12. Juni 1898. Der Vorstand. (431) 2.6 245 245 245 2.5 2.h 255 5 3% 4 24c 46 2 65 2.5 2.5 Verding. 1 1 Die Lieferung von 5300 chm Steinschlag aus Basalt, Grauwacke, Grünstein und ähnlichem Hartgestein soll in 5 Loosen, vier von 1000 und eins von 1300 chm getrennt oder zusammen vergeben werden. Angebote sind verschlossen mit entsprechender Aufschrift versehen bis Mittwoch, den 22. Juni 1898, Vormittags 11 Uhr, an uns einzusenden. Die Bedingungen liegen bei dem Betriebssecretär Freitag in den Geschäftsstunden offen, können auch gegen porto= und bestellgeldfreie Einsendung von 1 Mark in Baar(nicht in Briefmarken) vom Genannten bezogen werden. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Northeim, den 2. Juni 1898. Königliche Eisenbahn-BetriebsInspection. (H 6 2259 k) Jüngerer Hausrnecht mit guten Empfehlungen für eine Apotheke in Elberfeld gesucht. Off. u. Ke 299 bes. Rudolf Mosse, Elberfeld. (918) Plumen-Inlanschetten zu haben bei M. Friedländer. Jetzt Schicklerstraße 4. M. Friedländer's Buchdruckerei Brilon. Fleißiges, reinliches Dienstmädchen nicht unter 20 J., das schon in besserem Haushalte gedient hat von ruhiger Familie(3 erwach Personen) für alle Haus= und Küchenarbeit einschl. Wäsche, au sofort nach Köln gesucht.— Mo nats=Lohn Mk. 18.— Offertet besorgt die Expedition d. Bl. (180 Osenarbeiter, Scheerenarbeiter, Tagrlohnit und jugendliche Arbeiter auf sofort gesucht. Thyssen& Co. Mülheim- Ruhr. (98 NER Jebend. ital. 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D)eut streuet grüne Reiser, ihr Creuen arm und reich, Dor Gott und ihrem Kaiser sind alle Deutschen gleich! Kann wohl die Fahrt gelingen dem steuerlosen Schiff? Wer mag im Rampfe schwingen die Klinge ohne Griff? In Frieden und Gefahren führt uns erprobte Hand! Wenn nicht die Zollern waren, wo blieb das deutsche Land, Klug haben sie gefunden, den rechten Ofad und Steg, Sie blieben bis zur Stunden„guet Zolre alleweg!“ Gut Zollern, was begonnen, vollende fest und klug! Glück auf, nicht weicht der Sonnen des schwarzen Adlers Flug, Er strebt durch Sturm und Grauen zur goldnen Strahlenfluth, Ihm wollen wir vertrauen und treuem, deutschen Muth. Wir brechen uns die Gassen, so uns die Schickung wies, Nie ward von Gott verlassen, wer sich auf Gott verließ Er schenke seinen Segen mit milder Daterhand Dem Kaiser allerwegen und unserm deutschen Land!„ Georg v. Rohrscheidt. und auch seis Günstling war, so ward es ihm nicht schwer, sich bemerkbar zu machen. Er schien ein wenig befangen, weil er mich um diese Zeit und unter diesen Umständen hatte stbren müssen, und entschuldigte sich mit vielen Worten. Ich unterbrach ihn jedoch und fragte:„Ein Diebstahl, ein Raub?“— eine gewisse, unbestimmte Freude erfüllte mein Herz. Meine Glieder zitterten wie vor aber es war nur mein übergroßer Eifer. Io lief so schnell, daß mein Begleiter Mühe hatte, mir zu folgen. Plötzlich stand ich einen Augenblick stille. I## knöpfte den Rock auf und zog meine Uhr hervor. „Der erste März, 11 Uhr 55 Minuten,“ 2 II. 1888 bis 1898. Ul 1ls im Jahre 1888, nur drei Monate nach dem Tode Wilhelms des Großen, auch sein edler Sohn Kaiser Friedrich verschieden war, mischten sich in die tiefe Trauer des deutschen Volkes auch dunkle Sorgen um die Zukunft. Nicht etwa, daß Kaiser Wilhelm II. als Prinz und Kronprinz nicht die besten Hoffnungen für seinen künftigen Herrscherberuf erweckt hätte! Aber mancher treue Mann durfte sich sagen, daß mit den beiden ersten Kaisern des deutschen Reiches eine seltene Fülle von Erfahrung und persönlichen Verdiensten dahingeschwunden war. Welche ungeheure Verantwortung ruhte auf dem jungen Herrscher!„Was du ererbt von deinen Vätern hast, Erwirb es, um es zu besitzen“, sagt der Dichter, je größer aber die Errungenschaften aus einer großen Zeit sind, um so schwerer ist es, sie zu bewahren. Und das Volk war nicht mehr dasselbe, das König Wilhelm und sein ritterlicher Sohn zu dem Siege von Königgrätz und dem Siegeszuge in Frankreich geführt hatten. Ein Theil der Generation, welche die große Zeit des Vaterlands mit erlebt und mit erkämpft hatte, war ins Grab gesunken. Einzelne erleuchtete Geister bewahren große Traditionen sicherer und treuer, als ein ganzes Volk. Für uns Deutsche lag die Zeit der Zersplitterung und des inneren Haders noch nicht so weit zurück, die politische Uebung im endlich geeinten Reiche war nicht so stark, daß nicht am Ende noch ein Rückfall in alte deutsche Schwächen, in kleinliche Streitsucht oder in ein internationales Weltbürgerthum möglich erschienen wäre. Wenn wir zurückblicken, hat nicht wirklich unser Kaiser während dieser ersten zehn Jahre seiner Regierungszeit manches Vorurtheil, manches Mißverständniß über seine Person und über die von ihm gewählten Ziele und Mittel zu überwinden gehabt? Da war gleich im Anfang, namentlich im Auslande, der Glaube verbreitet, der junge Herrscher strebe nach kriegerischen Lorbeeren und Europa habe sich von ihm heftiger Umwälzungen zu versehen. Kaiser Wilhelm II. ist diesem gefährlichen Wahn nicht nur mit manchem ernsten Wort entgegengetreten, sondern hat sich auch durch die That als mächtiger Förderer der Wohlthaten friedlicher Kultur erwiesen. 2. Die kaiserliche Politik in Europa. Kaiser Wilhelm der Große hatte noch auf dem Sterbelager seinem Enkel den Rath ertheilt, die traditionelle Freundschaft mit Rußland zu pflegen. Gerade aber in den Beziehungen zu Rußland zeigten sich seit den achtziger Jahren bedenkliche Spuren von Mißtrauen und Verstimmung. Die Lage drohte, sich zu verschlimmern unter dem steigenden Eifer, mit dem sich Rußland wirthschaftlich abzusperren suchte. Es bedurfte wiederholter Begegnungen unseres Kaisers mit dem von Natur argwöhnischen Zaren Alexander III., um eine Erkaltung des alten, freundschaftlichen Verhältnisses beider Nachbarreiche zu verhindern. Der nach einem heftigen Zollkriege abgeschlossene Handelsvertrag trug dazu bei, die Stimmung zwischen beiden Nationen zu verbessern. Von noch größerer Bedeutung war das Eingreifen der deutschen Politik in Ostasien an der Seite Rußlands nach dem japanisch=chinesischen Kriege und weiterhin die Freundschaft, die unser Kaiser mit dem Zaren Nikolaus II. zu pflegen verstand. So ist es dank den persönlichen Bemühungen Kaiser Wilhelms II. und der von ihm eingeschlagenen Politik gelungen, die Beziehungen zwischen den beiden großen Nachbarreichen, die keine entgegengesetzten Lebensinteressen und somit gar keinen Anlaß zu Konflikten haben, vertrauensvoller zu gestalten. Dieser Erfolg ist umso höher anzuschlagen, als gleichzeitig der Bund mit Oesterreich= Ungarn und Italien unter zweimaliger Erneuerung des Vertrags mit Italien seine alte Festigkeit bewahrt hat. Wenn sich während des letzten Jahrzehnts namentlich in der Presse eine gewisse Entfremdung in den deutschenglischen Beziehungen zu verrathen schien, so lag die Schuld nicht an uns und vor allem nicht an der kaiserlichen Politik. England hat uns früher den Erwerb von Kolonien geneidet, es neidet uns jetzt den außerordentlichen Aufschwung, den der deutsche Warenverkehr im Auslande unter der Regierung Kaiser Wilhelms genommen hat. Kaum irgendwo ist unser Kaiser so ungerecht beurtheilt worden, als zuweilen in englischen Blättern. Auch da schon hat sich ein Wandel zu vollziehen begonnen. England hat sich drein gefunden, daß sich das zersplitterte Deutschland in die stärkste Kontinentalmacht verwandelte, es wird sich auch daran gewöhnen, daß die deutsche Flagge deutsche Interessen auf dem Meere und im Auslande wirksam schützt. Unser Kaiser sprach einmal an der Festtafel des Brandenburgischen Provinziallandtages(5. März 1890) davon, daß seine Reisen ins Ausland vielfach Mißdeutungen ausgesetzt seien. Heute ist kein Zweifel mehr darüber, in wie hohem Maße der Kaiser mit diesen Reisen durch den Eindruck seiner Persönlichkeit die Pflege freundschaftlicher Beziehungen zu Herrschern fremder Reiche förderte und Achtung und Vertrauen' für die machtvolle und friedliche Beständigkeit der deutschen Politik erwarb. So wurde z. B. auch der Grund für das viel beneidete Vertrauen, das heute die deutsche Politik im türkischen Reiche genießt, mit dem Besuche gelegt, den Kaiser Wilhelm 1889 dem Sultan in Konstantinopel machte. Aber um den machtoollen Einfluß des deutschen Reichs in den großen Fragen des europäischen Friedens zu behaupten, dazu reichte die glückliche Ueberwindung des Vorurtheils, das sich gegen die Person Kaiser Wilhelms II. gerichtet hatte, nicht aus. Die Wahrung des Friedens hängt mit ab von den Machtmitteln, über die man verfügt. Unser Kaiser war von vornherein darauf bedacht, die beiden besten Werkzeuge für eine sichere Machtstellung nach außen, Armee und Flotte, zu vervollkommnen. Auch hier waren mancherlei Hindernisse zu überwinden. Die große Bedeutung der Militärvorlage von 1892/93 lag darin, daß sie den Grundsatz der militärischen Dienstpflicht für alle waffenfähigen Leute verwirklichte, wodurch der Vorsprung, den Deutschland in seiner Bevölkerungszahl vor Frankreich besitzt, voll ausgenutzt und der weitere Wettlauf Frankreichs in seinen Rüstungen unmöglich gemacht wurde. Auf der einen Seite hat es unser Kaiser verstanden, durch eine kluge Politik die französischen Hoffnungen auf Hilfe der„alliirten Nation“ in einem Revanchekriege gegen Deutschland lahm zu legen; auf der anderen Seite ist durch das Militärgesetz sowie durch die von Kaiser Wilhelm II. durchgeführten Reformen (neue Geschütze, kleines Gewehrkaliber) die deutsche Ueberlegenheit zu Lande u. s. w. ein für alle Mal gewährleistet worden. Diesen beiden Thaten danken wir es, daß die Beziehungen zu Frankreich ruhig und gleichmäßig gewesen sind und es zu bleiben versprechen. 3. Von Helgoland bis Kiautschou. Noch schwieriger und jedenfalls langwieriger war die Arbeit unseres Kaisers, das Verständniß der Nation für die Verstärkung der Flotte zu gewinnen. In derselben Rede, in der er von seinen Reisen im Auslande sprach, gedachte er eines Bildes, das lange in Vergessenheit gerathen war und jetzt in dem kaiserlichen Arbeitszimmer hängt; es zeigt eine Reihe stolzer Schiffe, den rothen Adler Brandenburgs in der Flagge.„Dieses Bild,“ sagte er,„erinnert mich täglich daran, wie schon der Große Kurfürst die richtige Erkenntniß dafür gehabt hat, daß Brandenburg zur Verwerthung seines Fleißes und seiner Arbeitskraft sich eine Stellung im Weltmarkt erobern müsse. In der That ist es wunderbar, wie schon der erste große preußische G* FII E F w— e. Haarausfall. spreche Ihnen den innigsten Dank dafür Dank dafür aus, daß Sie mich von Kropf und Halsanschwellung durch briefliche Behandlung befreit haben. Auch mein Bruder ist von Haarausfall mit Schuppen und starkem Schwitzen der Kopfhaut, woran er seit drei Jahren litt, geheilt. Es zeigt sich ein frischer kräftiger Haarwuchs, worüber er sehr glücklich ist. Ich setze daher alles Vertrauen in sofort an Sie März 1898. Frl. Anna Wallocha. Joseph Wallocha. Beglaubigt: Der Gemeinde=Vorstand: Sobotta. Adresse:-Privatpoliklinik, Kirchstraße 405, Glarus“ Shoch ma S. Marncus, Beria, Kagerltilhelnste 181. Jetzt Schicklerstraße 4. M. Friedländer's Buchdruckerei Brilon. 117. Berlin W. Schöneberg. (690) Für Rettung v. Trunksucht 2 versend. Anweisung nach 22 jähriger, Vorwissen, zu vollziehen, Berufsstörung, Briefen sind“ d fg. in Briefmarken beizufügen. Mät.“ e sire:„Orivat=Anstalt Villa Eyeis= tian bei Säckingen Baden.“ 3 ensinteressen haben, verumso höher esterreichleuerung des jahrt hat. s namentlich en deutsch, s o l a g d i e der kaiserErwerb von rordentlichen m Auslande ommen hat. st beurtheilt . Auch da inen. Engzersplitterte verwandelte, stsche Flagge n Auslande esttafel des Närz 1890) lfach weifel mehr iesen Reisen lege freundder Reiche e machtvolle litik erwarb. iel beneidete türkischen Kaiser Wilchte. schen Reichs sens zu bene des VorLilhelms II. es Friedens ie man verauf bedacht, dachtstellung inen. 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Noch ein Jahrhundert lang blieben wir Deutschen zwar groß und kühn als Dichter und Denker, aber politisch klein und ängstlich als Spießbürger und Philister, trotz der hinreißenden Größe kriegerischer und staatsmännischer Thaten und Werke des hohenzollernschen Hauses. Erst die napoleonische Fremdherrschaft rüttelte ganz Deutschland auf, und auch dann noch verging ein halbes Jahrhundert, bis sich das damals für die nationale Gestaltung Deutschlands begonnene Werk unter Wilhelm dem Großen vollenden konnte. Selbst bis auf die jüngste Zeit sehen viele unter uns noch lieber über den Gartenzaun als über das weite Meer und erschrecken vor neuen großen Ansprüchen an unsere Thatkraft. Die Erkenntniß des Herrschers, daß unsere Flotte nur nothdürftig zur Küstenvertheidigung, keineswegs aber zum Schutze der Millionen von Deutschen im Auslande und der Milliarden deutscher Werthe im Weltverkehr ausreicht, erschien einem Theile des Volkes anfangs im Lichte einer persönlichen Liebhaberei. Der Kaiser aber ließ sich nicht beirren und verfolgte planmäßig und zäh das vorgesteckte Ziel. Die erste Etappe bildete die Erwerbung von Helgoland,„des letzten Stückes deutscher Erde“, das der Kaiser dem deutschen Vaterlande einverleibte— „ohne Kampf und ohne Blut“. Heute wissen wir alle, was uns Helgoland als Stützpunkt unserer Flotte, als Posten vor den Mündungen der Elbe, Jahde und Weser mit ihren mächtigen Handelsthoren und als Einlaufshafen für den Kaiser Wilhelms=Kanal werth ist. An Helgoland vorbei ging der Weg sieben Jahre später nach Kiautschou. Daß wir diesen wichtigen Hafen in Ostasien als Sicherheit und Unterpfand für den deutschen Antheil an der Aufschließung Chinas besitzen, ist unbestritten das eigenste Verdienst Kaiser Wilhelms II., seiner„Liebhaberei“ für die Flotte, oder richtiger für die Macht und Größe Deutschlands. Im richtigen Augenblicke fuhr er mit den richtigen Maßregeln dazwischen und brachte das kühne Unternehmen allen Zaghaften zum Trotz mit Hilfe einer geschickten Diplomatie und unserer braven Blaujacken zum glücklichen Ende. Auf friedlichem Wege war er Mehrer des Reiches, semper augustus! 4. Unsers Kaisers Persönlichkeit. Man hat viel von der Initiative, der„impulsiven Thatkraft“ Kaiser Wilhelms II. gesprochen. Gewiß ist ein starker persönlicher Zug. in seinem Wesen und Wirken erkennbar. Aber man hat diesen Zug oft ganz falsch erfaßt und irrig und widerspruchsvoll zu erklären versucht. Bald sollte die Persönlichkeit unsers Kaisers von absolutistischen Neigungen erfüllt sein, bald erschien er, namentlich in Darstellungen des Auslands, als mittelalterlicher Romantiker, bald wieder als Vertreter moderner und modernster Anschauungen. Wie viele große historische Personen sind nicht ähnlich verkannt worden? Was unsern Kaiser vor allem leitet und erfüllt, das ist das Gefühl der großen Verantwortlichkeit„unserm obersten Herrn dort oben gegenüber“ und„die felsenfeste Ueberzeugung, daß unser Alliierter von Roßbach und Dennewitz mich dabei nicht im Stiche lassen wird; er hat sich solche Mühe mit unserer Mark und unserm Hause gegeben, daß wir nicht annehmen können, daß er dieses für nichts gethan habe“.(Rede vom 24. Oktober 1892.) Was Ausländern bald als Romantik bald als„Modern", bald als Mischung aus beiden gilt, ist das alte Hohenzollernsche Pflicht= und Kraftbewußtsein, das den Träger der Krone zu einem wirklichen wesenhaften Herrscher macht, jede gute Ueberlieferung treu bewahrt und jeden wahren Fortschritt für die allgemeine Kultur und des eigenen Landes Wohl frisch zu erfassen strebt. Daher die Pflege des historischen Sinnes durch Schule, Schaubühne und Bildnerei, daher die unermüdlichen Reformbestrebungen auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens, die Förderung alles Neuen in Wissenschaft und Technik, das warme Interesse für Männer wie Helmholtz, Röntgen, Koch, Slaby u. s. w., und alles dies als Ausübung der von Gott auferlegten heiligen Pflichten eines erleuchteten Monarchen. Bei den Franzosen erklärt sich die schiefe Beurtheilung unseres Kaisers als einer zwar groß angelegten, aber doch widerspruchsvollen Natur hauptsächlich daraus, daß sie in ihrer eigenen Geschichte an Vorbilder von Herrschern andrer Herkunft und andren Wesens gewöhnt sind und daß sie namentlich den Unterschied zwischen Napoleoniden und Hohenzollern nicht so tief empfinden können als wir. Bei den Napoleoniden war der Ursprung Revolution, das Wirken Rechtsbeugung und Tyrannei, der Erfolg Krieg und Verwüstung; dagegen bei den Hohenzollern Gottesgnadenthum, Gerechtigkeit und wahre Freiheit, Friedensschutz und Förderung der Kultur. Das ausländische Vorurtheil, das in dem jungen Kaiser Wilhelm einen Kriegsdränger sehen wollte, ist, wie gesagt, heute glücklich überwunden. Die Welt weiß, daß die Basis seiner auswärtigen Tolitik Friedlichkeit bei kraftvollster Wahrung der deutschen Unabhängigkeit und Würde war und ist. Aber auch das„Zagen und Zaudern“ im Innern, das unser Kaiser noch vor acht Jahren seiner Person und seinen Zielen gegenüber wahrzunehmen glaubte, ist gewichen. Was man bei unserer alten deutschen Schwerfälligkeit und unserm Hange zu kleinlicher Hypochondrie zuerst mit Besorgniß betrachtete, hat sich als ein glückliches Erbe aus der Zeit, da Hohenzollernfürsten dem deutschen Michel den Weg zur nationalen Größe zeigten, und als eine Wohlthat für das deutsche Volk erwiesen. Deshalb wollen wir dem Himmel dankbar sein für den herrlichen großen Zug, der in Kaiser Wilhelm II. lebt und schafft, und ihm in unverbrüchlicher Treue Heil und Segen für die Zukunft wünschen! Des Kaisers In dem sogenannten Hofbericht, einer täglich erscheinenden Mittheilung über Vorgänge am kaiserlichen Hofe, pflegen wir zu lesen: Seine Majestät empfing den Minister So und So oder den und den Chef eines der Kabinette zum Vortrag, hierauf begab er sich da und dahin, um eine Besichtigung vorzunehmen. Nach dem Frühstücke machte Se. Majestät einen kurzen Svaziergang und zog sich dann in sein Arbeitszimmer zurück. Abends besuchte er die Vorstellung in dem und dem Theater. So oder ähnlich lauten die kurzen Notizen über das Tagewerk V. Schöneberg. (690) v. Trunksucht sung nach 22jähriger, Lethode, zur sofgitigen auch ohne * id e* 16. wilger„ nstalt Eilla Cheissen Boden. itigung, mit, auch vollziehen,— Briefen sind! Ein Angenotick vergehr. Da sichem es Kosesals, ebenso schrill und anhaltend wie vorhin. denry stürzt hinaus in den Vorsaal, und ich höre halb im Traume die Worte, die er und der Fremde usteuschen. Mr. Moore zu Hause?“ #wohl, mein Herr ist soeben zurückgekommen. zöllig erschöpft von der Reise. Sie müssen korgen wiederkommen!“ * und auch sein Günstling war, so ward es ihm nicht schwer, sich bemerkbar zu machen. Er schien ein wenig befangen, weil er mich um diese Zeit und unter diesen Umständen hatte ftbren müssen, und entschuldigte sich mit vielen Worten. unterbrach ihn jedoch und fragte:„Ein Diebstahl, ein Raub?“— eine gewisse, unbestimmte Freude erfüllte mein Herz. Meine Glieder zitterten wie vor Kälte, aber es war nur mein übergroßer Eifer. Jo lief so schnell, daß mein Begleiter Mühe hatte, mir zu folgen. Plötzlich stand ich einen Augenblick stille. knöpfte den Rock auf und zog meine Uhr hervor. „Der erste März, 11 Uhr 55 Minuten,“ 4 unseres Kaisers. Die meisten Leser ahnen nicht, welche Summen von Arbeitsleistungen sich darin verbergen. a Im. ellgemeinen beobachtet der Kaiser, auch hierin ganz ###. Seispiele seines verewigten Herrn Großvaters, Kaiser Wilhelm des Großen, folgend, eine streng geregelte Zeiteintheilung, ohne die eine Bewältigung der gewaltigen Albenslast nicht möglich wäre. Der Kaiser steht früh auf, macht einen etwa einstündigen Spaziergang oder Ritt, nimmt dann erst das Frühstück ein, und im Winter um Uhr, im Sommer um 8 Uhr, oft auch noch früher, beginnt die Arbeit des Kaisers, welche ununterbrochen bis gegen 1 Uhr andauert. Die Kabinette haben ihre bestimmten Tage, an welchen sie dem Kaiser und König Vortrag halten; daneben werden die Minister zum VorPflichten der Repräsentation, durch militärische Besichtigungen und Uebungen und dergleichen durchbrochen und dann muß die sonst freie Zeit zu Hilfe genommen werden, um das Zurückgestellte nachzuholen. Nirgends, weder im engen Kreise seiner Familie, noch auf dem Paradefelde, noch im Theater ist Se. Majestät sicher, nicht durch irgend eine eilige Sache, die eine Entscheidung fordert, gestört zu werden. Man hat beobachten können, wie auf dem Frerzierplatze oder bei der Ankunft Sr. Majestät auf dem Bühlhofe ein Ministerialbote an das Gefolge herantritt und Schreiben zur eiligen Bestellung überreicht. Die kurze Fahrt von Potsdam nach Berlin ist in der Regel mit Meldungen und Vorträgen ausgefüllt. Auf eitezeg Reisen werden in dem kaiserlichen Salonwagen A Zeitungsausschnitte gelesen, Verfügung n durch Randvermerke getroffen und Unterschriften vollzogen. ausländischen Zeitungen, die Seine Majestät selbst hält, empfängt er täglich vom Ministerium des Innern und vom Auswärtigen Amt etwa 30 Ausschnitte aus der in= und ausländischen Presse, die sich auf alle wichtigen Fragen des öffentlichen Lebens beziehen und von ihm regelmäßig gelesen, zum Theil mit Randvermerken versehen werden. Ein Bild von den außerordentlichen Arbeitsleistungen, die fortlaufend die Regierungsthätigkeit erfordert, mögen folgende Zahlen geben. Allein beim Civil=Kabinet werden für den Kaiser und König, abgesehen von den nur durchlaufenden Dingen, sch über 50000 Sachen bearbeitet. Die täglichen sag bis Felegraphen=Eingänge für den Kaiser betragen .s und diese Zahl steigert sich zu Nenjahr, Königsgevattslag und bei besonderen Veranlassungen bis auf mehr als 2000. An Allerhöchsten Handschreiben, Kabinets=Ordres, Bestallungen und Patenten hat der Kaiser allein im„Bereich der Civil=Verwaltung jährlich rund 1000 Stal zu vollziehen. Enthüllung des Kaiser Wilhelm=Denkmals vor dem Berliner Schlosse am 22. März 1897. trag, so oft sie darum nachsuchen, empfangen, auch Konferenzen und Besprechungen abgehalten. Um 1¼ Uhr pflegt der Kaiser das Mittagsmahl einzunehmen, und der Nachmittag wird zu kleinen Ausflügen, Besuchen und dergleichen verwendet. Um 6 Uhr finden wir den Kaiser wieder am Arbeitstisch, Regierungsgeschäfte erledigend. Er liest dann die Berichte seiner Minister, Botschafter und Gesandten, sowie die Zeitungen. Um 8 Uhr wird zu Abend gespeist und der Kaiser liebt es, zur Abendtafel einige hervorragende Persönlichkeiten bei sich zu sehen— Staatsmänner, Militärs, Gelehrte, Künstler— und die Unterhaltung erstreckt sich gewöhnlich auf die neuesten Erscheinungen auf dem Gebiete der Kunst, der Literatur und Technik. Auch werden in freier Unterredung allgemeine politische und wirthschaftliche Fragen besprochen. abinets waren von S Majestät im Durchschnitt der letzten 9 Jahre jährlich vollziehen: Allerhöchste Kabinetsordres 5114, Patente de Generalordenskommission 1540, Patente der Geheime Kriegskanzlei 1726. Der Chef des Militär=Kabinets pfleg FF. Haarausfall. Ich spreche Ihnen den innigsten Dank dafür aus, daß Sie mich von Kropf und Halsanschwellung durch briefliche Behandlung befreit haben. Auch mein Bruder ist von Haarausfall mit Schuppen und starkem Schwitzen der Kopfhaut, woran er seit drei Jahren litt, geheilt. Es zeigt sich ein frischer kräftiger Haarwuchs, worüber er sehr glücklich ist. Ich setze, daher alles Vertr Ihre Beyandlung und werde mich in neuen Krankheitsfauen wieder sofort wenden. Polnisch=Prohnitz Anna Wallocha. Josepy Sobotta. Adres (Schweiz.) alles Vertrauen in an Sie sallocha. Beglaubigt: Der Gemeinde=Vorstand; se:-Privatpoliklinit, Kirchstraße 405, Glarus“ Post Zälz, Ober=Schlesien, den 13. März 1898. Frl. eresuegr. Res Sehller ache? M. Friedländer's Buchdruckerei Brilon. (690 Für Rettung v. Trunksucht eele cher Psicr epr rtex Meethode, zur sofgttgn radtkalen Beseitigung, mit, auch oon Vorwissen, zu vouziehen, keine Berufsstörung, Briefen sind“ s sg in Briefmarken beizufügen. Masire:„Orivat=Anstalt Villa Eyeist tian bei Säckingen Baden.“ äufig durch che Besichtibrochen und men werden, 3, weder im Paradefelde, durch irgend dert, gestört die auf dem tät auf dem e herantritt ellung überherlin ist in sefüllt. Auf Salonwagen ingn durch vollzogen. die Seine Rinisterium a 30 Ausdie sich auf ziehen und nit Randsleistungen, ert, mögen den Kaiser en Dingen, täglichen r betragen i Neujahr, sungen bis idschreiben, der Kaiser rlich rund Sr. Majestät jährlich rund 150 bis 160 Vorträge, der Kriegsminister und der Chef des Generalstabes je rund 59 Verträge zu halten. Die Zahl der Marinevorträge . sich im Jahr auf rund 185, die der Allerhöchsten Entscheidungen in Marinesachen auf 760. Neben dem Civil=, dem Militär= und dem MarineKabinet liefert das Auswärtige Amt mit seinen vielen Kabinets=Ordres oder Allerhöchste Telegramme. Der Kaiser hat Allerhöchste eigenhändige Unterschriften zu geben für Kabinets=Ordres, Ernennungen, Beglaubigungs=, Abberufungsschreiben, Vollmachten, RatifikationsUrkunden u. s. w. Die Zahl der Unterschriften betrug 802. Berichte wurden dem Kaiser vorgelegt 5857. Diese Zahlen ergeben für die 10jährige Regierungszeit von Sr. hrlich zu itente der Geheimen ets pflegt Depeschen und Berichten der auswärtigen Vertretungen Arbeitsstoff. Im Laufe des vorigen Jahres, . etwa die jährliche Durchschnittsziffer angiebt, hut das Auswärtige Amt dem Kaiser vorgelegt 1026 Allerböchste Entscheize Iumediattelgramme). durch emmme scheidungen erfolgten 751, theils hnlch Ranpbermert auf Immediatberichten, theils durch Kaiser Wilhelm II. Nach einer Photogravüre von Gebr. Engelhardt& Schiller in Berlin. Immediatberichte 10000— Allerhöchste Entscheidungen 7000— Allerhöchste Unterschriften 8000 — zur Kenntnißnahme dem Kaiser unterbreitet 58000 Besichte. Die Zahl der Allerhöchsten Randvermerke auserordentich Kaser unterbreiteten Schriftsticken ist schäten. d groß und läßt sich auch v„Traunkeuche sung nach 22jähriger, kethode, zur sofgtigen tigung, mit, auch g.u vollziehen. Briefen sind“ fügen. MaEin Angenotic vergehr. Da schrut hals, ebenso schrill und anhaltend wie vorhin. enry stürzt hinaus in den Vorsaal, und ich höre hlb im Traume die Worte, die er und der Fremde usteuschen. „Ist Mr. Moore zu Hause?“ ewohl, mein Herr ist soeben zurückgekommen. zöllig erschöpft von der Reise. Sie müssen orgen wiederkommen!“ Schen. Perm! M...— und auch sein Günstling war, so ward es ihm nicht schwer, sich bemerkbar zu machen. Er schien ein wenig befangen, weil er mich um diese Zeit und unter diesen Umständen hatte ftören müssen, und entschuldigte sich mit vielen Worten. Ich unterbrach ihn jedoch und fragte:„Ein Diebstahl, ein Raub?“— eine gewisse, unbestimmte Freude erfüllte mein Herz. Meine Glieder zitterten wie vor aber es war nur mein übergroßer Eifer. Jo lief so schnell, daß mein Begleiter Mühe hatte, mir zu folgen. Plötzlich stand ich einen Augenblick stille. Ich knöpfte den Rock auf und zog meine Uhr hervor. „Der erste März, 11 Uhr 55 Minuten,“ A Tur — 6 Ueberschaut man hiernach die unendliche Fülle der Arbeit und der Pflichten, welche dem Kaiser und König selbst im regelmäßigen Gange der Dinge obliegt, so wird man anerkennen müssen, daß auch für ihn das schöne Wort des Kaisers Wilhelm des Großen gilt:„Ich habe nicht Zeit, müde zu sein. Tagewerk unseres Kaisers ist Mühe und Arbeit. Getragen von dem höchsten Gefühle der Verantwortlichkeit vor Gott und seinem Gewissen erfüllt er freudig die ihm auferlegten schweren Pflichten eines thatkräftigen und erleuchteten Monarchen, ein erhabenes Beispiel für den Vornehmen und Reichen wie für den letzten Mühseligen und Beladenen seiner Unterthanen. aiser Wilhelm II. als S O)ell erstrahlend ging als Frühroth einer neuen Zeit ( das sociale Kaiserthum über dem Throne Wilhelms I. auf, um sich alsdann über dem Throne Wilhelms II. zu vollstem Glanze zu erheben. Kein Vermächtniß hat unser Kaiser mit heiligerem Eifer ergriffen, keines sorgsamer gehütet und treulicher gemehrt, als die November=Botschaft Kaiser Wilhelms des Großen. Gleich die ersten Regierungsthaten bei Beginn seiner Regierung zeugten von herzlicher Liebe zum Arbeiterstande. Auf seinen Ruf hin versammelten sich die Abgeordneten fast sämtlicher Kulturstaaten in der deutschen Reichshauptstadt, um hier internationale Maßnahmen zum Schutze der Arbeiterschaft zu vereinbaren. Ist es dann freilich späterhin auch nicht zu übereinstimmender Durchführung der gefaßten Beschlüsse gekommen, so war doch die Fülle gegenseitiger Anregung und Förderung überaus reich. Ja, man darf getrost behaupten, daß die übrigen Staaten erst durch den Vorantritt Deutschlands und durch die thatkräftige Führung unseres Kaisers auch ihrerseits auf die Bahn socialer Gesetzgebung hingedrängt worden sind. Das Jahr 1890 brachte ferner den Februar=Erlaß zum Schutze der Arbeiter. Diese kaiserliche Kundgebung wird für alle Zeiten eines der herrlichsten Zeugnisse wahrhaft socialen und arbeiterfreundlichen Sinnes bleiben. Sein Inhalt aber gelangte in der nachfolgenden Gesetzgebung wiederholt zu treffender Verwirklichung. Man kann diese Gesetzgebung einem machtvollen, wurzelfesten Baumstamme vergleichen, der sich in zwei weitschattende Zweige gabelt. Der eine dieser Zweige bedeutet den Reichsschutz, der andere die Reichsversicherung des Arbeiters. Im dem ersteren Falle handelt es sich um die Herbeiführung gesetzlicher Maßnahmen zum Schutze des gesunden, leistungsfähigen Arbeiters inmitten seines Berufslebens, im zweiten Falle um Hilfeleistung und Unterstützung für Krankheit, Invalidität und Alter. Die Arbeiterschutz=Gesetzgebung hat jeglicher Ausbeutung und Gefährdung des Arbeiters im Berufe einen festen Riegel vorgeschoben. Sie hat dem Arbeiter den Sonntag wiedergegeben, die Arbeitszeit erwerbthätiger Frauen und Kinder in angemessener Weise beschränkt und die Beschaffung gesundheitlicher Arbeitsräume zur unumgänglichen Bedingung für den Arbeitgeber gemacht. Im Arbeiter=Versicherungswesen aber knüpfte die gesetzgeberische Thätigkeit unter Wilhelm II. an die Errungenschaften der Epoche des großen Heldenkaisers an, um auf gegebener Grundlage weiterzubauen. Das Fundament gehört dem Großvater, die krönenden Schlußsteine sind das ureigene, mit liebevoller Sorgfalt vollendete Werk des Enkels. Doch nicht alle Bluthentraume, die oas socillle Wirten unsers Kaisers wachgerufen, sind auch gereift. Der finstere Geist des Umsturzes setzt nach wie vor das unheilvolle Werk der Zerstörung in unserm Volksleben fort. Deshalb hat der Kaiser aufgerufen zum Kampfe für Religion, Ordnung und Sitte. Dem positiven Aufbau muß sich die Abwehr zugesellen. Auf, scharen wir uns fest zusammen um das Banner unseres kaiserlichen Herrn! In der Einigkeit liegt die Stärke; sie wird und muß auch uns zum Siege führen. Es ist die eigenste Sache des Arbeiterstandes, für die wir kämpfen. Erst wenn der Boden gereinigt und das Unkraut gejätet ist, werden die edeln Absichten unseres Kaisers in reinem, ungetrübtem Glanze erstrahlen, erst dann werden auch seine socialen Schöpfungen ihre Segenskraft in voller Wirkung entfalten. H. P. 8 99* durch briefliche Behandlung befreit haben. Auch reche Ihnen den innigsten Dank dafür aus, daß Sie mich von mein Bruder ist von Haarausfall mit Schuppen und starkem Schwitzen der Kopfhaut, woran er seit drei Jahren litt, geheilt. Es zeigt sich ein frischer kräfAnna Wallocha. Sobotta. (Schweiz.) Vallocha. Beglaubigt: Der Gemeinde=Vorstand: Privatpoliklinik, Kirchstraße 405, Glarus“ irche und Schule. Grs ist ein altes Erbtheil des Hohenzollernhauses, den Schutz des christlichen Glaubens dem Unglauben wie der Zügellosigkeit gegenüber als eine der wichtigsten Aufgaben der Krone zu betrachten. Und diesen Schutz haben im paritätischen Preußen die katholischen Unterthanen allezeit gerade so erfahren als die evangelischen, und wie in Preußen, so auch im Reiche. Das Erbe solcher Erinnerungen hat Kaiser Wilhelm II. mit freiem Bewußtsein angetreten und er verwaltet es mit andauernder Kraft und Hingebung. Die Katholiken danken ihm den Besuch beim Papste, die Förderung und den Schutz der katholischen Missionen in Ostasien, das Verständniß für die segensreichen Arbeiten der Karitas und manches anerkennende Wort, wie das beim Besuch der Benediktiner Abtei zu Maria=Laach, sowie die Förderung kirchlicher Bauten. Insbesondere aber danken sie dem Kaiser, daß er der katholischen Kirche durch möglichste Beseitigung der letzten Erinnerungen des Kulturkampfes entgegengekommen ist. Die Evangelischen blicken auf eine lange Reihe von Wohlthaten, die sie dem obersten Bischof der Landeskirche verdanken. Wie er dereinst mit machtvollem Wort, das weithin in der Christenwelt wiederhallte, bei der Einweihung der durch seines Vaters Sorgfalt erneuerten Schloßkirche zu Wittenberg, sich zu dem alten Glauben der Väter bekannte, so hat er mit Thaten unausgesetzt bewiesen, wie sehr ihm der Schutz des evangelischen Christenthums auf dem ganzen Erdboden und in seinem eigenen Lande am Herzen liegt. In Jerusalem, auf dem geweihten Boden, den einst unseres Erlösers Füße betreten haben, erhebt sich der herrliche Bau der Erlöserkirche, der Kaiser Wilhelm II. seine Fürsorge gewidmet hat. Wir werden mit Gottes Hilfe das großartige Schauspiel noch in diesem Jahre erleben, daß der Kaiser des deutschen Reiches dort an einer Stelle von unvergleichlicher Bedeutung der Weihe eines stolzen, dem evangelischen Kultus gehörigen Gotteshauses den eindruckvollsten Glanz verleihen wird. Das Wirken in die Ferne hat dem geduldig ausharrenden, mühevollen, aber segensreichen Schaffen in der Nähe keinen Eintrag gethan. Wir brauchen nur an das noch vor einem Jahrzehnt so kirchenarme Berlin zu denken und uns zu erinnern, was durch die unermüdliche Fürsorge unseres Kaisers und seiner erlauchten, in der Begeisterung für alles Gute und Schöne ihm gleichgesinnten Gemahlin hier geschaffen und geleistet worden ist, um zu erkennen den gewaltigen Umschwung, den in dieser Größe auch der Kühnste und Zuversichtlichste zu hoffen noch vor kurzer Zeit kaum gewagt hätte. Würdig oder prachtvoll reiht sich seit Jahren in der Hauptstadt des deutschen Reiches ein Kirchenbau an den andern, und die Mittel fließen reichlich hierzu wesentlich durch den Antrieb, das Vorbild und die Theilnahme, die das hohe Herrscherpaar der großen Aufgabe zuwendet. Und ein ganz ähnlicher Eifer waltet draußen in den Provinzen, von der Großstadt bis zum Dörflein in der Diaspora. Was ein Jahrhundert versäumt hat, holte warmherziger Eifer eines Jahrzehntes nach. In und um Berlin wurden S. Marncus, Beria, Kazer Wtilhelmste 181. Jetzt Schicklerstraße 4. M. Friedländer's Buchdruckerei Brilon. KM Für Rettung v. Trunksucht „ehiser enz uid Mihe appiooirter Methode, zur sofohitigen „oikalen Beseitigung, mit, auch ohne Vorwissen, zu vollziehen,—## keine Berufsstörung, Briefen sind: d###g. in Briefmarken beizufügen, Mat.“# sire:„Orivat=Anstalt Villa Cyristian bei Säckingen Baden.“ — 7— 42 Kirchen vollendet. Die großen Gemeinden wurden getheilt. Die Zahl der Geistlichen wurde von 96 auf 135, die Zahl der Gemeindeschwestern von 75 auf 115 erhöht und außerdem wurden 102 Diakonissen für unentgeltliche Armen= und Krankenpflege angestellt. Die kirchliche Thätigkeit empfängt von unserem Kaiser neuen Ansporn und verstärkten Einfluß. Er schämt sich des Spangeliums von Christo nicht. Er geht im Besuche der Gollesvienstes seinem Volke mit leuchtendem Beispiel voran; er scheut sich nicht, selber das Amt der Verkündigung des heiligen Wortes zu übernehmen unter seinem getreuen Schiffsvolk und legt seinen Kriegern die Herrlichkeit des christlichen Glaubens und eines andächtigen Wanische shrzichen Porten u Herz. Er wählt die Sicicheen, und bestmmt die Terte für die kirchlichen Frieklichteiten bei den Hoffesten und betheiligt sich mit warmem Eifer an der Ausbreitung des Bibelbuches unter seinem Volke. Jedes Werk christlicher Liebesthätigkeit ist der herzlichen Theilnahme und kräftigen Unterstützung bei unserm kaiserlichen Herrn sicher und fühlt sich von ihm geschützt und getragen, das hat insbesondere auch der Besuch der Bodelschwinghschen Anstalten in Bielefeld gezeigt. Die Vereine der Kaiserin: der EvangelischKirchliche Hülfsverein und der Kirchenbau=Verein erfreuen sich der thatkräftigsten Unterstützung des Kaisers. Trotz mancher Stürme sind sie wie deutsche Eichen fest gewurzelt und zu einer Größe und Schönheit gediehen, wie sie bei ihrer Begründung niemand erwarten konnte. Gottes Wort und Nächstenliebe leuchten darüber als deren größten machen, wird es erforderlich sein, die ethische Seite desselben mehr in den Vordergrund treten zu lassen.“ Die beiden Reden des Kaisers in der Schulkonferenz vom Dezember 1890 umfassen das gesamte Unterrichtsziel für die höheren Schulen.„Auf den praktischen Nutzen des Unterrichts kommt es an.“„Die alten Völker zu kennen, ist wohl schön, aber für unsere deutschen Sitten und zum Verständniß der Fragen der Gegenist es nöthig, daß wir die neuere und neueste Geschichte unseres eigenen Volkes von Grund aus verstehen.“„Das Deutsche bilde den Mittelpunkt des gesamten Unterrichts.“ Insbesondere legt der Kaiser Gewicht auf männliche Erziehung und Charakterbildung, auf Förderung der Jugend= und Volksspiele, auf Schülersport im Rudern, Turnen, Schwimmen, Fechten, Reiten, Tennisspiel u. dergl. u, an„es sich angelegen sein, diese Bestrebungen auf aue Weise zu fördern, denn er kennt deutschen Lebensmuth und deutsche Kraft besser als diejenigen, die denselben schon zu lange durch einseitige Wissensbildung eingeengt Samo Und wie er selbst in seinen Jugendjahren als Corpsstuvent der Borussia in Bonn durch ritterliche Uebungen die Körperkraft und den Muth gestählt hat, und rüstige Leibesbewegungen ihm ein Bedürfniß sind, so verlungr er es von der akademischen Jugend: Sport mit Waffenübung und keine Völlerei, Uebung der Körperkraft und kein Politisieren! Als ausgezeichneter Schwimmer liebt er Strom und Meer und erweist sich im Segelboot sowie auf seiner„Hohenzollern“ als kundiger nag Mg Mooo MOoe CTHoer 0 Randvermerk Seiner Majestät auf einem Bericht aus Genua über den Tod des Generalkonsuls Schneegans. Versinnbildlichung durch die himmelan strebende Kaiser Am=Gedächtnißkirche, die vornehmste Kirche im evangetscher, Jeutschland, die mit ihren gewaltigen Glocken9.s, g###tonen tausende und aber tausende zur Andacht Versinnbildlicht auch durch 17 Diakonissen=Stationen, Wlache“ en,.io2 Hingebgerge, nter ihrer Kaserin Tag und Mersarien stit. te,„upezender Arbeit für die Kranken und Verlassenen wirken und sorgen. der Staatsgesetze, welche im Interesse der Kieche, glassen wurden, wird das PfarrerbesoldungsGeitlichen der velches eine zeitgemäße Besoldung für die einfüihrt. Den chesde, christlichen Kirchengemeinschaften ... ven Bestrevungen, welche das geistliche Amt in die bemagogische und sociale Bewegung hineinziehen wollen, ist der Kaiser offen entgegengetreten. Ueber Reund Ethik hat er sich wiederholentlich geA en„Dogmatische Zänkereien sind mir zuwider.“ „Der Glaube thut's nicht, sondern das sittliche Verhalten.“ „Wir dürfen niemand den wahren Glauben absprechen, girche fasich zu einem andern Dogma bekennt.“„Die ache sou sich mehr um praktische Aufgaben kümmern, als un Glaubensleyren.“„Ich lasse Mir Meinen landesherrlichen Summepiskopat nicht verkümmern.“ Auf keinem Gebiete der Staatsverwaltung ist der Kaiser mit seinen persönlichen Ansichten so bestimmt hervorgetreten, als auf dem der niederen und höheren Schulbildung. Im Allerhöchsten Erlaß vom 1. Mai 1889 ist die Forderung aufgestellt:„Um den Religionsunterricht gegen die socialdemokratischen Irrlehren fruchtbarer zu Die Gründung des kaiserlichen Yacht=Klubs in, Kiel. gill. für, die Fortsetzung dieser Pflege der Jugend##t###m Mannesalter„Sorge tragen.“ lieber alle Aufgaben der Förderung mannlichen Wesens aber geht ihm diese:„Erziehung der Jugend zu Gottesfnrcht und Treue gegen das Vaterland.“ Oon dem kunstsinnigen Elternpaare, das gern mit eu5 Künstlern und Gelehrten sich umgab, ist Begeisterung Schöne, Veranlagung für eigenes künstlerisches Schätshinu unsern Kaiser übergegangen. Manches bedentet uer von seiner Hand auf die Leinwand gebracht, „peuter gleven, gründlichen technischen Kenntnissen eine große Geschialichkeit in der Wiedergabe. An den von unserm Kaiser entworfenen Bildern:„Der deutsche Michel im Kampf gegen die Umsturzgewalten“ und„Völker Europas wahret euere heiligsten Güter!" wird auch der Freng Kritisierende eine geistvolle und wirkungskräftige Komposition anerkennen. In den Ateliers hervorragender und Bildhauer ist Kaiser Wilhelm 1). nicht nur als häusiger Besucher, sondern auch als freigebiger KunstMhost orlengel, Wie giunig wußte er den 80jährigen Deit Srisnse; zu egren, den trefflichen Ilustralor der Zeu Feibrichs ves Großen. Aufstrebenden Talenten hr vereito halb eingeschlafen. Ein Augenblick vergeht. Da schellt es aberhals, ebenso schrill und anhaltend wie vorhin. Denry stürzt hinaus in den Vorsaal, und ich höre hlb im Traume die Worte, die er und der Fremde usteuschen. „Ist Mr. Moore zu Hause?“ ewohl, mein Herr ist soeben zurückgekommen. zöllig erschöpft von der Reise. Sie müssen korgen wiederkommen!“ eersaggr welchen Preis! Und da er der Adjutant des Chefs und auch sein Günstling war, so ward es ihm nicht schwer, sich bemerkbar zu machen. Er schien ein wenig befangen, weil er mich um diese Zeit und unter diesen Umständen hatte ftören müssen, und entschuldigte sich mit vielen dorten. Ich unterbrach ihn jedoch und fragte:„Ein Diebstahl, ein Raub?“— Müdigkeit mehr, mein Blick war scharf wie immer, eine gewisse, unbestimmte Freude erfüllte mein Herz. Meine Glieder zitterten wie vor Kälte, aber es war nur mein übergroßer Eifer. Jo lief so schnell, daß mein Begleiter Mühe hatte, mir zu folgen. Plötzlich stand ich einen Augenblick stille. I## knöpfte den Rock auf und zog meine Uhr hervor. „Der erste März, 11 Uhr 55 Minuten,“ A stellt er würdige Aufgaben und setzt Preise aus für deren Lösung. Die Reichshauptstadt mit Kunstdenkmälern von bleibendem Werthe zu schmücken, läßt er sich ebenso angelegen sein, wie die verständnißvolle Beaufsichtigung dessen, was an Werken der Architektur oder Plastik zur Zeit im Werden ist. Genannt seien hier in erster Stelle das Denkmal Kaiser Wilhelms des Großen, die Ausschmückung der Sieges=Allee mit Denkmälern aus der vaterländischen Geschichte, das Marstallgebäude, die Erneuerung des Weißen Saales im Königlichen Schlosse zu Berlin. Des Kaisers litterarisches Urtheil ist kerngesund. Stoffe, die aus frivolen französischen Autoren zu uns herübergezerrt werden, oder in denen uns das moderne Leben in trostloser Häßlichkeit gezeigt wird, sind unserm Kaiser in der Seele zuwider. Es ist seine Ueberzeugung, daß die Bühne nächst der Schule und Universität die größte Volkserziehungs=Anstalt ist, die einem erleuchteten Monarchen zur Verfügung steht. Daher Bevorzugung geschichtlicher Stoffe. Neben Richard Wagner, in dessen Werken germanische Kraft und deutsches Fühlen in so mächtigen Akkorden sich ausdrücken, ist Shakespeare der Lieblings=Dramatiker des Kaisers. Selten gelangt ein neues Drama geschichtlichen Inhalts an einer Berliner Bühne zur Aufführung, dem nicht der Kaiser als aufmerksamer Zuschauer sein Interesse zuwendet, wie er denn auch in dem Königlichen Hoftheater in Wiesbaden eine Musterstätte der vaterländischen Bühnenkunst zu schaffen bestrebt ist. Wo immer eine bedeutsame Frage der Wissenschaft in den Vordergrund tritt, wo immer eine Errungenschaft auf technischem oder medicinischem oder hygienischem Gebiete segensreiche Folgen für die Allgemeinheit verspricht, da regt sich unsers Kaisers Interesse, er unterrichtet sich über das Wesentlichste und greift ermuthigend ein. Seine persönliche Freundschaft mit dem verstorbenen Physiker Helmholtz ist bekannt. Der bescheidene Würzburger Universitäts=Professor Dr. Röntgen, von dem der Kaiser sich Vortrag halten ließ über seine großartige wissenschaftliche Entdeckung, konnte in die Stiue seiner Studierstube die Erkenntniß mitnehmen, daß wahres Verdienst, gleichviel auf welchem Gebiete es sich zeigt, bei unserm Kaiser verständnißvolle Beachtung und gebührende Ehrung findet. Die bedeutsamen Versuche des Professors Koch zur Bekämpfung der Rinderpest durch Impfung, die epochemachende Entdeckung Berings, welcher durch Anwendung der Serumtherapie die Diphtheritis so erfolgreich bekämpft, die Impfungen gegen die Pferde=Influenza im Königlichen Marstall haben des Kaisers lebhaftestes Interesse erregt. Eine große Theilnahme wendet der Kaiser fortgesetzt den Fortschritten der Elektricität, insbesondere der Marconischen Entdeckung der Luft=Telegraphie durch elektrische Strahlen und den Wetterbeobachtungen zu. Ein reicher Geist, ein warmes Herz, ein kraftvoller Wille für des Volkes Wohl tritt uns entgegen, so oft wir unsern Kaiser in seinem Verkehr mit den wissenschaftlichen Berühmtheiten der Nationen erblicken. sandel, Inöustrie, Ackerbau. 1Oo im Laufe der Jahrhunderte Nationen Wohlstand und Macht erstrebten, haben sie ihre Unternehmungen ins Ausland gelenkt. In den letzten Jahrzehnten haben Deutsche aus allen Landestheilen diesen Weg beschritten. Die Anlagen in ausländischen Werthen und in ausländischen Unternehmungen belaufen sich auf viele Milliarden. Der deutsche Handel hat sich in staunenswerther Weise entwickelt. Unsere Handelsflotte ist die zweitgrößte der Welt geworden. Der Werth unsers Handelsverkehrs ist von 6300 Millionen im Jahre 1881 auf 7448 Millionen im Jahre 1894, das ist um 1148 Millionen Mark gestiegen. Im Jahre 1873 liefen in deutschen Häfen ein und aus 94 700 Schiffe mit 12,3 Millionen Registertonnen. Die Zahl stieg bis 1895 auf 133 800 Schiffe mit 30,5 Millionen Registertonnen. Die Zahl der verkehrenden Schiffe hat sich von 1873 bis 1896 vermehrt um 52.800 Schiffe mit über 18,6 Millionen Registertonnen. Es hat sich die Tonnage des Schiffsverkehrs in den deutschen Häfen seit 1873 um 174,3 Proent bermehrt.... geit facht im 9= chen bes Des Kaisers Wort:„Unsere Zell stehr im Zeichen des Verkehrs" trifft eine Kernfrage unsrer Tage; und das ganz besonders für Deutschland. Denn kein Volk hat in dem letzten Jahrzehnt eine so rasche Entwickelung seines Verkehrswesens erlebt. Frankreich und die Union wurden überholt. Während England sich seit Beginn der achtziger Jahre um die 14 Milliarden bewegt, steigerte Deutschland seinen Handel von weniger als 6 auf mehr als 8 ½/2 Milliarden. Deutschland braucht heute die See, um zu leben. Nicht nur der Seemann und der Fischer, die mühsam ihr hartes Brot auf dem Meere gewinnen, brauchen die See, nicht nur der Kaufmann unserer Küstenstädte, der mit Spannung die Fahrt seiner Schiffe und Waren verfolgt, sondern auch der Arbeiter tief im Binnenlande, im entlegenen Gebirgsthale, dessen rührige Hand die tausend und abertausend Dinge verfertigt, die über Land und See in alle Welt gehen. Diese Wahrheit hat unser Kaiser erkannt und in seiner Politik kraftvoll zum Ausdruck gebracht. Der enge Raum, den der Gang der Geschichte unserm Volke in Europa angewiesen hat, reicht nicht mehr aus, um die mächtig treibende Entwicklung unserer Volkskraft zu umspannen. Aber dieses alte Europa, in dem um jeden Fußbreit Landes Ströme von Blut geflossen sind, umklammert uns wie mit ehernen Wänden. So werden wir mit der Nothwendigkeit eines Naturgesetzes hinausgetrieben auf das freie Meer. Auch im Inlande hat sich der Handel gewaltig gehoben und Hand in Hand mit der Industrie dem Einzelnen und ganzen Klassen der Bevölkerung einen größeren Nahrungs=Spielraum geschaffen. Den besten Abnehmer bildet ja immer der Wohlstand im Lande. Wird hier die Kaufkraft gehoben, dann blühen die Gewerbe. Die Industrie hat nach Jahre langer Krisis unter der Regierung Kaiser Wilhelms II. einen unerwarteten Aufschwung genommen. Die Besuche an den Hauptstätten deutscher Industrie bei Krupp und bei Stumm geben Zeugniß von dem Interesse, das der Kaiser an der Entwicklung des Gewerbefleißes nimmt. Unter viel schwierigeren Verhältnissen arbeitet seit Jahrzehnten die Landwirthschaft. Die durch Eisenbahnen und Dampfschiffe erleichterte Konkurrenz aus Ländern mit jungfräulichem Boden und niedrigen Produktionskosten hat den Ackerbau nicht nur in Deutschland, sondern auch in andern europäischen Ländern in eine schwierige Lage gebracht. Die Landwirthschaft ist auf die Hülfe der Gesetzgebung schon darum bei weitem mehr angewiesen als die Industrie und vor allem als der Handel, weil sie sich den wechselnden Produktionsbedingungen nicht in demselben Grade wie diese anzupassen vermag, sondern an Boden und Klima ein für alle Mal gebunden ist. In sehr ernsten Worten hat unser Kaiser wiederholt unter Warnung vor übertriebenen Hoffnungen und Agitationen seine eifrige Fürsorge für das Wohl des heimischen Ackerbaues betont.„Was Sie bedrückt, das empfinde auch ich, denn ich bin der größte Grundbesitzer in unserm Staate, und ich weiß sehr wohl, daß wir durch schwere Zeiten gehen. Täglich ist mein Sinn darauf gerichtet, Ihnen zu helfen.“„Ich hoffe es von ganzem Herzen, daß es mir gelingen wird, dauernd Nützliches für Sie zu schaffen, und mit ganzer Kraft will ich dafür eintreten.“ Es ist eine lange Reihe von Maßregeln, durch welche die Regierung unseres Kaisers der Landwirthschaft zu Hülfe kam: die Entlastung des Grundbesitzes in der Steuerreform, die Zucker=Prämien, die Meliorationsausgaben(für Ostpreußen z. B. allein in vier Jahren 85 Mill. Mk.), die Börsenreform, die Landwirthschaftskammern, die Bestimmungen betreffend die Margarine, die innere Kolonisation u. a. m. Es ist allgemein bekannt, daß auch weiterhin eine dauernde Besserung der Lage der Landwirthschaft eines der wichtigsten Ziele der kaiserlichen Politik bleibt. Verantwortlicher Redatteur E. Hülle, Verlag der Schriftenvertriebsanstalt, G m. b. H., Verlin SWIs, Druckerei des Sonntagsblattes, Berlin SWIa, Hudraus 59 5 5. spreche Ihnen den innigsten Dank dafür aus, daß Sie mich von pp#f und Halsanschwellung durch briefliche Behank Kropf und Ha.##euuug halch bikerliche Erhandlung hefreit haben. Auch mein Bruder ist von Haarausfau mit Schuppen und starkem Schwitzen der Kopfhaut, woran er seit drei Jahren litt, geheilt. Es zeigt sich ein frischer kräftiger Haarwuchs, worüber er sehr glücklich ist. Ich setze daher alles Vertrauen in Ihre Behandlung und werde mich in neuen Krankheitsfällen wieder sofort an Sie wenden. Polnisch=Probnitz, Post Zülz, Ober=Schlesien, den 13. März 1898. Frl. Anna Wallocha. Joseph Wallocha. Beglaubigt: Der Gemeinde=Vorstand: Sobotta. Adresse:-Privatpoliklinik, Kirchstraße 405, Glarus“ (Schweiz.) Pansen uruer S. Marnrus, Bedia, Kazer Wtilhelmste 189. Jetzt Schicklerstraße 4. M Für Rettung v. Trunksucht Zonnersia den 16. Juni. Erscheint Diensta nd kostet in Brilo ei den Filial=Expe Mk. 25. Pf. un f. vierteljährl en mit 10 Pf. di aum berechnet. Hen bei uns ersc Aufgenommen wer ur 15 Pf. die 1. * Dem Bei betr. die Ve Auf Grund d erordnung vom lurch die Vertilgur de Feldmarken dnet und der lbe erfolgt sein u d Ober=Marsb #arsberg, Medebuni und für di rke des Kreise stimmt. Brilon, den 1 Der Kö Die Lag Am 15. d. M bhl in der Reicheh eneralstaatskasse nanzjahres 189 reußen wird dah ind für Preußen Zahlen erst b hrigen Etats wit hin auf die dem gen, nach denen teußen wiederun ibt, findet für fentlichung des statten die rege Kriwinal=9 ( „sesister Aiche uid Weihe! appiobirter Methode, zur sofatigen radikalen Beseitigung, mit, auch oone Vorwissen, zu vollziehen, keine Berufsstörung, Briefen sind“.? in Briefmarken beizufügen. Mat sire:„Orivat=Anstalt Vina Sheiftian bei Säckingen Baden.“ Ich strecke mic svan aus, und pft schon an me Ich höre weder Nebenzimmer, insterscheiben schl sch den Sturm, nicht mehr. 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