auf. mittags 9 Uhr Heinric ite, 2 Glasschränk leuchter, 1 Hausuh Ladentisch, 2 Oelb ard, 1 Symphoniozi droguenwaaren igern. mthun svollzieher. versicherungs=An einen thätige G. L. Daub Nr. 52. Diensing den 3. Mai. PTchrigrr. 1898 62. Jahrgang Erschetm Dienstags, Donnerstags u. Sonnabends und kostet in Brilon, bei der Expedition 1 Mk. 15 bei den Filial=Expeditionen in N.=Marsberg u. Büren Mk. 25. Pf. und durch die Post bezogen 1. Mk. 45 f. vierteljährlich. Inserate und Anzeigen werden mit 10 Pf. die 1=spaltige Petitzeile oder deren Raum berechnet. Anzeigen ze., welche gleichzeitig in den bei uns erscheinenden„Waldeckschen Anzeiger, aufgenommen werden sollen, kosten für beide Blätter ur 15 Pf. die 1espaltige Petitzeile oder deren Raum. Zugleich Tuttichtrerrtirkalt für den Kreis Brilon. Briefe und Gelder für die Redaktion oder Exs dition dieses Blattes werden portofrei unter der Adresse„Sauerländischer Anzeiger und amtliches Kreisblatt“ erbeten. Unsere Filial=Expeditionen für NiederMarsberg und Bären, sowie sämmtiche Annoncen=Expeditionen nehmen Anzeigen für den Anzeiger entgegen. Dem Anzeiger wird uneutgeltlich beigegeben: Wöhentlich, Somnabends, das„Ilnkriats Aaterhaltungsblatt“ Preise. varze s-Tinte, chiv- und n-Tinte. ge Tuschen nter. arben, issen, Me hältlich. BEYER, ibrik, Sachsen. Böhmen. enstraße 15. * issungen: istraße 55. Splatz 15. offy=utcza 54. Für die Monate Mai und Juni nehmen die betr. Postämter und die Exped. d. Bl. Bestellungen auf den Anzeiger entgegen. Amtliches. Bekanntmachung. Aus Anlaß des Krieges zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten von Amerika und mit Rücksicht auf die Blockade eines Theils der Cubanischen Häfen haben die Dampfergesellschaften mit Ausnahme der spanischen die regelmäßigen Fahrten nach der Insel Cuba eingestellt. Correspondenz nach Cuba kann daher bis auf Weiteres nur über Spanien zur Versendung geungen. Berlin, den 30. April 1898. Reichs=Postamt, I. Abtheilung. Kraetke. Bleibe im Lande! — Mit jedem Frühjahr beginnt der Auswandererstrom anzuschwellen. Daß nicht alle „drüben“ ihr Glück finden, das beweisen die ∆vielen Selbstmorde aus Nahrungsnoth. Einem - Berliner Blatte wird folgende Warnung aus New=York geschrieben, die sich an alle richtet, von 10 Pfg. anwelche Auswanderungs=Gedanken hegen: Nur mit 20„ nd neuesten Mustern. überallhin franco. er Ziegler üneburg. aufrichtigem Bedauern kann man die Armen landen sehen, die ihr Vaterland hinter sich geHosenträgern! hält jeder frco. geg. 1 Gesundheitsalter, bequem, stets Haltg, kein Druck, kein Schweiss, kein 5Briefm.(3St 8M. # ger Berlin, 2881 9. Vertr. geg. 44 gste Bezugsgnelle für spelt gereinigte und gefedern. rei, gegen Nachn.(jedes Gute neue Bett60 Pfg., 80 Pfg., 1 M., M. 40 Pig.: Feine aunen 1 M. 60 g. Polarfedern: „ weiß 2 M. 30 Pfgsilberweiße BettN. 50 Pfg., 4 M., 5 M.; chinesische GanzUkräftig) 2 M. 50 ing zum Kostenpreise.— lindestens 75 M. 5% Rab. bereitw. zurückgenommen. in Herford in West lassen haben, um hier nichts als ein an Entbehrungen überreiches Leben zu finden. Das Geschäft, das schon in letzter Zeit sehr schlecht ging, stockt jetzt gänzlich infolge der Kriegs=Unruhen mit Spanien. Man kann täglich in der„Staatszeitung“ eine unendliche Menge von Stellensuchenden finden, während die Zahl der verlangten Personen eine verschwindend kleine ist. Selbst für einen tüchtigen Handwerker, der in früherer Zeit immer gesucht war, ist jetzt hier kein Feld mehr. Mit Leuten, die in der Heimath Schiffbruch gelitten haben, ist es erst recht nichts. Ohne Barmittel, und zwar reichliche Mittel, kann man nichts anfangen. Jeder Einwanderer muß bei seiner Ankunft wenigstens 30 Dollars(120 Mt.) im Vermögen haben, oder er wird zurückgehalten. Wenn er nicht von Verwandten ausgelöst wird, wird er mit demselben Dampfer, auf dem er gekommen, wieder zurückgeschickt. Wehe den Unglücklichen, die inzwischen in dem elenden, schmutzigen Warteraume oft tagelang zubringen müssen, ehe sie von ihren Verwandten erlöst oder wieder auf das Schiff gebracht werden. Betten giebt es nicht, nur mit einer leichten Decke umhüllt, müssen sie auf der Erde kampieren. Die„Staatszeitung“ hat schon ost gegen die barbarische Art der Behandlung der Auswanderer Protest eingelegt— doch es bleibt beim Alten. Möge also der Mahnruf, im Vaterlande zu bleiben, nicht wirkungslos verhallen! Politische Rachrichten. Berlin. Die vorläufigen Dispositionen im Reichstag sind dahin getroffen, bis zum Freitag kommender Woche mit dem parlamentarischen Material aufzuräumen. Von Montag an wird bestimmt auf ein beschlußfähiges Haus gerechnet. Das gesammte Material ist soweit vorbereitet, das es schnell erledigt werden kann. Die dritte Lesung der Militärstrafprozeßordnung soll zum Schluß erfolgen. Bezüglich der strittigen Punkte, welche die zweite Lesung gelassen, wird bis dahin eine Einigung zu stande kommen. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden um dieselbe Zeit auch die Pforten des Landtags schließen. — Für die Unterstützung junger deutscher Mädchen, die zwecks Heirath nach Südwestafrika reisen wollen, hat der Kaiser dem früheren Landeshauptmann jetzigen Gouverneur Major Leutwein sein lebhaftes Interesse ausgesprochen, damit eine gesunde deutsche Bevölkerung sich in der Kolonie ansiedele. Dadurch werde das Aufkommen einer entarteten Mischraffe verhütet, die in den spanischen Kolonien sich jetzt als ein Strafgericht für das Mutterland infolge Nichtbeachtung dieses wichtigen Kolonisationspunktes fühlbar mache.— Von privater Seite erhielt Major Leutwein 1600 Mk. für die erste Auswanderin nach Südwestafrika. Er begiebt sich Ende Mai wieder auf seinen Posten zurück. — Die Bedeutung des Namens Kiautschon war von Prof. v. Richthofen in der Weise erklärt worden, daß die Silbe Kiau eine ehemals dort ansässig gewesene unabhängige Völkerschaft dieses Namens bezeichne. Wie Prof. v. Richthofen jedoch jetzt mittheilt, ist ihm vom Prof. A. Conrady in Leipzig auf Grund eingehender Beweisführung berichtet worden, daß diese Erklärung irrig sei, daß vielmehr das in dem Namen Kiautschou für die erste Silbe angewandte Schriftzeichen neben einem anderen von gleicher Aussprache zur Bezeichnung von„Leim“ gebraucht werde. Demnach dürfte die Uebersetzung von Kiautschon durch„Leimstadt“ richtig sein. Rom. Die Unruhen in Foggia waren weit Zu Tode gehetzt. Eine Skizze aus dem Leben eines Erfinders. Von Josef Märtl. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Sein Herz drohte ihm stille zu stehen. Weinllandt war eine jener nach innen gekehrten Naturen, die wenig auf das Glänzende der Aubenseite geben. Er war unverzagt und mit Zuversicht bis jetzt auf die Suche nach Brot gegangen weil er sich seines inneren Werthes wohl bewußt war, mit diesem Augenblicke aber, wor er erfahren, daß der Mensch mit dem Verfall seiner Kleidung im Preise sinkt, war ihm der letzte Hoffnungsstrahl aus dem bekümmerten Herzen gerissen. „Also zu reduziert—“ seufzte er, mühsam seine Thränen bekämpfend.„Gut denn, Genosse meiner Jugend, ich danke Dir für das Mitleid, dessen Du mich gewürdigt hast, leb wohl! Nun brauche ich Deine Hülfe nicht mehr. Ich möchte um alles in der Welt nicht eine Störung in Dein glückliches Familienleben bringen.“ Ohne eine Antwort abzuwarten, stürzte er hinaus und wieder hinein in das Getriebe der Straßen. „Arme Marie, armer kleiner Richard, warum hattet ihr auch dem Vater verschwiegen, daß er — zu reduziert aussah!“ Weinlandt war kaum fähig dieses Wort auszusprechen, dessen Tragweite er jetzt erst an sich selbst fühlen gelernt. Zwar ging er sauber gekleidet,— aber sein Wamms war abgetragen. Der ehemals braune Rock, der zu seinen blonden Locken so gut stand, hatte gleich dem Hute eine grünliche Färbung angenommen, die schwarze Hose war gräulich geworden— aber was that das alles? Sie waren ganz, darauf hatte Marie stets große Stücke gehalten.„Die Leute kaufen mir ja nichts anderes“— hatte er stets mit süßsaurem Lächeln gesagt, wenn sein Weib die Flicken immer größer machen mußte. Die Hauptsache am Mann ist sein Können, seine Ehrlichkeit und sein Schaffensdrang.“ Armer Thor, wie sehr hatte er sich getäuscht! Sogar die besten Freunde verkannten ihn und trauten sich nicht, einen Thaler auf seine Person zu setzen. Er war ihnen zu ceduziert. Mit solchen Gedanken ging er fürbaß, scheu den Menschen ausweichend. In seinem Magen wüthete der Hunger, vor seinen Augen tanzten tausend Lichter und bleierne Schwere lag ihm in den Gliedern.„Doch vorwärts, vorwärts, so lang die letzte Kraft im Herzen liegt!“ Sein armes Weib— seine Marie hungerte ja auch— und sein kleiner Richard sehnte sich gewiß wieder nach einer Suppe von Schwarzbrot, die ihm gestern so gut mundete. Vorwärts, heute mußten sie einen fröhlichen Abend haben, an Mariens Geburtstag war es noch immer lustig zugegangen. Zwar konnte er ihr keine großen Geschenke machen,— eine Kleinigkeit aber wollte er ihr dennoch mitbringen, damit sie seine Liebe sah. Dann wollte er ihr das Verbrechen abbitten, daß er sie aus Liebe zu seinem Weibe gemacht. Unten in der Kanalstraße vor dem Hafen wohnte ein Studienfreund, Pastor Eberhardt. „Geistliche müssen ja ein Herz haben“ sagte er— denen kann es ja gleichgiltig sein, was für einen Rock man an hat— und erst der Schulgenosse, mit dem er auf der Bank gesessen!“— In fiebernder Hast erreichte er das Pfarrhaus, das idyllisch, abgeschlossen von dem Weltgeräusch hinten in einem kleinen Gärtchen lag. Zitternd zog seine Hand die Klingel und nach kurzer Zeit erschien eine noch jugendliche Dame mit verweinten Augen und in Trauerkleidung. Weinlandt fragte nach dem Pastor, seine Stimme zitterte, die allgemeine Schwäche, die immer mehr seinen Körper umsing, lähmte die Beweglichkeit seiner Zunge. „Den Pastor Eberhardt wollen Sie sprechen?“ fragte die Dame verwundert.„Sie armer Mann haben gewiß keine Zeitung zu Hause, sonst hät schlimmer, als die amtlichen Meldungen erkennen lassen. Im Steueramt, in dem Civilstandsamt und der Provinzverwaltung wurde Feuer angelegt, viele Akten sind zerstört. Der Bürgermeister war genöthigt, vom Balkon der Präfektur die Herabsetzung des Brotpreises anzukündigen. Mangels genügender Militärkräfte wurden Läden geplündert und Privateigenthum zerstört. Einzelne Geschäftsleute warfen Lebensmittel und Geld unter die Menge. — Aus Kiautschou wird über den Besuch von Missionaren berichtet: Als die Karawane am Spätnachmittage ankam, sah sie einer Zigeunerkarawane im chinesischen Kostüm sehr ähnlich. Wir waren nicht wenig erstaunt, als diese vier Chinesen uns plötzlich deutsch anredeten. Dem stellvertretenden Gouverneur statteten sie in wirklich ergreifender Weise ihren Dank an den Kaiser und die Marine ab. Vor der mit eigenhändiger Unterschrift versehenen Photographie des Kaisers, die Kapitän Teuppel auf dem Tisch stehen hatte, standen sie minutenlang in ernster Stimmung und sahen sie immer wieder an. Aus der Unterhaltung bleibt noch hervorzuheben, daß die Herren betonten, wie groß bei allen Missionen die Freude über Deutschlands Eingreifen sei, wie sehr das deutsche Ansehen über das ganze Shantung gewachsen sei. — Mit der Möglichkeit einer amerikanischen Landung auf Kuba beschäftigt sich ein Artikel der„Hbg. Nachr.“! Es heißt da: Die Londung einer amerikanischen Armee auf Kuba gilt bei allen Kennern der Jasel, so lange die Regenzeit dauert, als aussichtslos. Während der Regenzeit werden die ebenen Theile der Insel in grundlose Moraste verwandelt; und nun gar erst die Wirkungen der feuchtheißen Atmosphäre auf Ankömmlinge aus nördlicheren Breiten! Die erschreckend große Sterblichkeit unter den spanischen Neulingen würde von den Verheerungen bei einem amerikanischen Landungskorps tief in den Schatten gestellt werden. Den Waffen der Kubaner sind vergleichsweise nur wenige Spanier erlegen. Während die Insurgenten als ernsthaft zu nehmender Faktor kaum in Betracht kommen, dürfte ein amerikanisches Landungskorps zur Zeit der schweren Sommerregen gegenüber den spanischen Truppen und den zahlreichen Kriegsfreiwilligen in eine schwierige Lage kommen. Daß diese Perspektive nicht übertrieben ist, lehrt die Geschichte vergangener Zeiten. Washington. Die Bevölkerung gelangt mehr und mehr zu der Ansicht, daß Spanien entschlossen ist, einen entscheidenden Schlag zu führen. Sollte die amerikanische Flotte eine Niederlage erleiden, so ist es wahrscheinlich, daß die Spanier eine Küstenstadt bombardieren werden. — Ein ernster kriegerischer Zusammenstoß zwischen den feindlichen Streitkräften ist bisher noch immer nicht erfolgt, wenngleich die Annahme des Präsidenten McKinley, es werde gelingen, die Insel Kuba ohne Schwertschlag lediglich durch eine friedliche Blockade in den Besitz der Verten Sie ja sicherlich gelesen, daß mein Gatte vor drei Wochen plötzlich verstorben ist.“ Das Auge der jungen Witwe füllte sich aufs Neue mit Thränen— der arme Mann aber, der schon seit Wochen auf die Zeitungslektüre verzichten mußte, prallte entsetzt zurück. „Plötzlich gestorben!“ seufzte er tief auf. Ihm wurde es grau vor den Augen. Mechanisch griffen seine Hände nach dem Treppengeländer, um seinen wankenden Körper zu stützen.„Ja tot— am Schlagfluß gestorben, er, der beste aller Menschen“— schluchzte die Pastorin und trocknete sich mit der Schürze ihr Antlitz. „Ja Frau, es giebt viel Elend auf der Welt. — Ich bin nicht fähig, Sie zu trösten.—— Verzweifeln Sie nicht. Der Tod ist oft nicht das Schlimmste, es giebt noch viel Entsetzlicheres.“ Weinlandt sagte es mit stockender Stimme. dann eilte er die Treppe hinab. Unten vor der Hausthür blieb er mit gefalteten Händen siehen. (Fortsetzung folgt.) einigten Staaten zu bringen, doch gar zu naiv klingt, als daß sie in weiteren Kreisen getheilt werden könnte. McKinley meint, wenn die Blockade Kubas ohne Kampf ausgeführt werde, würden am Ende auch die europäischen Großmächte mit dem Verlust der Insel für Spanien einverstanden sein. Mittheilungen aus dem Kreise Brilon. Der verflossene April war von normaler Temperatur, brachte aber bei reichlicher Bewölkung nicht die durchschnittliche Niederschlagsmenge.— Während das Temperaturmaximum mit 18.1° am 9. eintrat, wurde das Minimum mit— 3,30 am 6. gemessen; im ganzen hob sich die Temperatur im Laufe des Monats, im Mittel stellte sie sich auf 6,10. Die Bewölkung betrug im Durschnitt 7,5; sie war am größten in der mittleren Dekade, in der auch die meisten Niederschläge eintraten, darunter 11,2 mm am 13. Der ganze Monatsnieders hlag berrug 51,0mm, während das Monatsmittel bei 75,0 mm liegt. Der Wind war in allen Richtungen vertreten, jedoch wog die westliche Luftströmung vor, während die östliche besonders in der letzten Dekade zur Geltung kam. An drei Tagen wurde der Sonnenhof von 450 Durchmesser beobachtet und an einem Tage(20.) zog ein Nahgewitter central über uns hin, ohne Schaden anzurichten. Dr. Brilon. Dem Postschaffner Anton Kleinschmidt ist bei seinem Scheiden aus dem Dienste das allgemeine Ehrenzeichen Allerhöchst verliehen worden. Brilon, 2. Mai. Unser heutiger MaiMarkt war sehr zahlreich besucht, trotzdem die Landleute viel mit Feldarbeiten zu thun haben. Käufer und Verkäufer scheinen ein gutes Geschäft gemacht zu haben, was besonders von den Schweine=Verkäufern gesagt werden kann. Trotz der hohen Preise— ein 4—5 Wochen altes Ferkel kostete 21 M. und ein solches von 8—10 Wochen 30—32 Mi.— fanden die Thiere raschen Absatz. Antfeld, 29. April. Heute Morgen stand unser neues Schulgebäude plötzlich in hellen Flammen. Unter den Schulkindern entstand eine große Panik; doch konnten alle ohne Unfall die Schule verlassen. Unter der thatkräftigen Leitung des Herrn Verwalters Thiemann wurden die Löscharbeiten schnell in's Werk gesetzt, so daß es bald gelang, die größte Gefahr zu beseitigen. Das Inventar und die Kleidungsstücke der Lehrpersonen sind versichert. Der Dachstuhl brennt noch immer, jedoch ist große Aussicht vorhanden, daß das Feuer auf diesen Herd beschränkt bleibt. Besonderer Dank gebührt dem Herrn Baron von Papen für seine energische Mithülfe, sowie dem Herrn Rentmeister Vieth. Provinzial=Nachrichten. Münster. Das„Silentium“, die Verpflichtung der Schüler, in bestimmten Stunden (5—7 Uhr) zu Hause dem Studium obzuliegen, ist durch Beschluß des kgl. Provinzial=Schulkollegiums für die höheren Lehranstalten mit dem Beginn des neuen Schuljahres aufgehoben. Das gemeinsame„Schul=Silentium“ der unteren Klassen war bereits zu Beginn des letzten Wintersemesters aufgehoben worden. — Um den Zug noch zu erreichen, war in Bochum ein junger Mann, welcher verreisen wollte, sehr schnell nach dem Bahnhof gelaufen. Dies war sein Verderben, denn auf dem Bahnhof fiel er, von einem Herzschlag getroffen, zu Boden und war sofort eine Leiche. Havdel und Industrie. Bünde. Die„N. W. Vz.“ schreibt: Eine Massenzufuhr von amerikanischem Tabak ist seit einiger Zeit zu verzeichnen. Infolge des spanisch amerikanischen Konflikts sind die Pflanzer und Händler bemüht gewesen, noch vor Ausbruch des Krieges möglichst viel von ihrer aufgestapelten Ware nach Europa zu verladen. So ist das Gegentheil von dem, was man in Tabakinteressentenkreisen befürchtete, eingetroffen und zunächst eine Ueberfüllung der Läger erfolgt. Dieser Zustand dürfte jedoch von kurzer Dauer## sein, da die Vorräte der amerikanischen Exporteure ziemlich knapp sind und der Ausbruck des Krieges um Kuba nicht nur das Abschneiden der gesammten Tabak= und Zigarrenzufuhr aus Havanna bedeutet, sondern auch die Erschwerung der Ausfuhr des nordamerikanischen Tabaks durch die spanischen Kreuzer und Kaperschiffe mit sich bringt. Jedenfalls wirkt der Krieg wesentlich auf die Verhältnisse in der deutschen Tabakindustrie und wird nicht ohne Einfluß auf die Preise bleiben: Antwerpen. Die Getreitebörse war bewegt. Der Preis des Getreides stieg um 500 Centimes. Die Ladungen werden alle mehrmals verkauft. Ein Dampfer z. B. wurde sechsmal verhandelt, was einen Gewinn von 175000 Fr. darstellt. Die Mehlpreise sind um 2 Fr. für den Sack gestiegen. London. Der Preis des Brotes ist um 4 Pfennige gestiegen. Die Bäckerverbände haben gemeldet, daß die Preise noch um weitere 4 Pfennig steigen würde. New=York. Der Krieg fängt an, sich in Cents, Dimes und Quarters zu äußern. Mehl ist um 7 Dollars per Faß theurer geworden, und die Bäcker habea das Gewicht ihrer Brode verringert. Alle Nahrungsmittel haben unter der allgemeinen Preissteigerung gelitten. Frisches Fleisch ist um einen Cent per Pfund gestiegen, Zucker um einen Fahrting, Kaffee um einen Penny und Thee um fünf Cents. Weitere Preissteigerung ist in Aussicht gestellt, die Frachten sind theurer geworden, Kleidung ist theurer. Die Leute können nicht begreifen, warum das ist. Sie haben nicht erwartet, daß ein Krieg gegen eine Macht vierten Ranges außer neuen Steuern auch noch Geldverlust für den einzelnen Bürger zur Folge haben würde. Eisenbahnangelegenheiten. — Das reisende Publikum hat wiederholt darüber Beschwerde geführt, daß die Bahnsteigschranken auf den Zugausgangsstationen zu spät geöffnet werden und dann kurz vor Abgang des Zuges große Stauungen an der Perronsperre entstehen. Nunmehr ist angeordnet worden, daß in den größeren preußischen Bahnhöfen während des gewöhnlichen Verkehrs eine halbe Stunde vor Zugsabfahrt und während des gesteigerten Reiseverkehrs(zu Ostern, Weihnachten, Pfingsten und während der ganzen Reisezeit im Sommerfahrplan) mindestens eine Stunde vor Abfahrt der Züge die Bahnsteigschranken geöffget und auch schon von den Schaffnern bedient sein müssen. Aus dem Rechtsleben. — Eine Entscheidung von grundsätzlicher Bedeutung fällten Berliner Gerichte bezüglich der Haftung von Zimmervermietern für die von ihren Mietern eingebrachten Sachen. Ein auswärtiger Fabrikant, der sich wiederholt vorübergehend in Berlin aufhielt, hatte bei einer Zimmervermieterin ein Logis genommen. Während dieser Zeit sind ihm verschiedene Sachen abhanden gekommen. Er machte hierfür die Beklagte verantwortlich, weil sie nach einem im Hause angebrachten Plakat Zimmer„auf Tage, Wochen Monate" vermiete, deshalb als Gastwirtin anzusehen sei und als solche ohne weiteres nach§ 447 Teil 2 Titel 8 Allg. L.=R. für den Verlust der von dem Gaste eingebrachten Sachen zu haften habe, wenn sie nicht nachweise, daß dieser auf höhere Gewalt oder Schuld des Mieters zurückzuführen sei. Der Verteidiger führte demgegenüber aus, daß der Begriff Gastwirthschaft im vorliegenden Falle nicht erfüllt werde, da als Gastwirthschaft nach der Verkehrssitte nur ein allgemein benutzbares und zugängliches, regelmäßig für die Fremdenbeherbergung bestimmtes Lokal zu betrachten sei, auch sei von dem Gastwirthschaftsbetrieb ein gewisses Maß von Verpflegung, welches den Gästen gewährt werde, inzertrennlich. erbe auch ohne keiner anderen Schlafstellenvermi sich in Uebereinf auf den entgeg besen der Gast Theil 2 Titel 8 den gegen Entgel erhöhte Schadene eines solchen Bet Fremden, der no ein fremdes Haut stärkung seiner R Erwägung rechtfe en auf unbestio #uch geringe Mi die Kennzeichnung usreichend zu er en den Zustand dem das Gesetz 6 Verpflegung der F pegs zum Wesen bei die Verurthei verbebetrieb der F da diese denselb Die Beklagte wur — Die soebe 8 des„Reporte in,(Preis 10 P A. folgenden Der Krieg u Unermeßliche und 1 Tableau) kana und Viktor utschungen in Briefkasten.— — Ein Riese der Leipziger Str der„Konfekrionä nelden: Das Ge der Leipziger Str Ferusalemer und Heneralkarte Baham Von F. Han kadfahrer=Ka Kneebuse laschenbuch f Deutschla kosmos 2dretb Fridtjof Ranst Porräthig in M1 dem, was man in schtete, eingetroffen g der Läger erfolgt. von kurzer Dauer erikanischen Exporder Ausbruck des das Abschneiden der# renzufuhr aus Ha5 die Erschwerung sischen Tabaks durch aperschiffe mit sich : K r i e g w e s e n t l i c h deutschen Tabakne Einfluß auf die treitebörse war bedes stieg um 50 rden alle mehrmals . wurde sechsmal von 175000 Fr. um 2 Fr. für den 6 Brotes ist um 4 kerverbände haben och um weitere 4 eg fängt an, sich arters zu äußern. theurer gewordas Gewicht ihrer rungsmittel haben steigerung gelitten. Cent per Pfund ihrting, Kaffee um uf Cents. 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Die Beklagte, welche ihr Geserbe auch ohne Konzession betreibe, befinde sich keiner anderen Lage wie Chambre=garai= und Schlafstellenvermieter.— Das Landgericht stellte sich in Uebereinstimmung mit dem Amtsgericht auf den entgegengesetzten Standpunkt. Das Wesen der Gastwirthschaft bestehe nach§ 436 Theil 2 Titel 8 in der Beherbergung von Fremden gegen Entgeld. Das Allg. L.=R. setze eine rhöhte Schadenersatzpflicht für den Unternehmer ines solchen Betriebes fest, in der Aosicht, dem Fremden, der notgedrungen mit seiner Habe in ein fremdes Haus eintrete, eine angemessene Versärkung seiner Rechtelage zu bieten. Aus dieser Erwägung rechtfertige es sich, auch das Vermieen auf unbestimmt viele Tage an eine wenn such geringe Mehrzahl von Fremden als für sie Kennzeichnung eines Gastwirthschaftsbetriebes susreichend zu erklären; da auch solches Vermieen den Zustand der Unsicherheit mit sich bringe, dem das Gesetz gelte. Daß auch gleichzeitig eine Verpflegung der Fremden stattfinde, gehöre keineswegs zum Wesen der Gastwirthschaft, ebensowenig lei die Verurtheilung erheblich, welche der Gewerbebetrieb der Beklagten durch die Behörde finde, da diese denselben unrichtig beurtheilen können. Die Beklagte wurde zum Schadenersatz verurteilt. Literarisches. — Die soeben zur Ausgabe gelangte Nr. 8 des„Reporter“, illustriertes Weltblatt, Ver.,(Preis 10 Pfg., Postzeitungsliste 6038) hat u. A. folgenden Inhalt: Der Krieg um Kuba(mit 1 Illustration). — Unermeßliche Schätze(mit 4 Illustrationen und 1 Tableau) von Oskar Kresse.— Mariana und Viktoria(mit 1 Porträt).— Erdsutschungen in Böhmen(mit 2 Illustrationen). — Briefkasten.— Unter uns— Anzeigen. Buntes. — Ein Riesenwarenhaus soll demnächst in ser Leipziger Straße in Berlin errichtet werden. der„Konfekrionär“ weiß darüber Folgendes zu jelden: Das Gebäude soll in demjenigen Theile ser Leipziger Straße erstehen, welcher zwischen zerusalemer und Markgrafenstraße belegen ist. Es kommen 4 daselbst gelegene Grundstücke mit dazu gehörigen, nach der Krausenstraße belegenen Hinterhäusern in Betracht. Die Besitzer dieser 4 Häuser sind bis zum 15. Mai an ihre Offerte gebunden. Der Preis für den Grunderwerb beträgt 6 Millionen Mark, wozu noch 2 bis 2½ Millionen Mark für Errichtung der Gebäulichkeiten in Aussicht genommen sind. Das Warenhaus erhält eine Front von 60, eine Tiefe von 80 Metern. Dasselbe wird von den Herren Hermann Tietz in München und Leonhardt Tietz in Köln errichtet, welche daselbst schon seit vielen Jahren große Warenhäuser besitzen. — Ein Herr fiel bei einer Kahnfahrt ins Wasser und wurde von einem Schiffer mit eigener Lebensgefahr gerettet. Er gab seinem Lebensrettee als Belohnung— eine Mark. als die Umstehenden nun ihrem Unwillen Ausdruck gaben, meinte der Lebensretter:„Was wollt ihr, muß er nicht selbst am besten wissen, wieviel seine Haut werth ist!“ —(Bedenkliche Zustimmung.) Arzt:„Da ist nichts mehr zu retten, liebe Frau.... Sie hätten mich nur früher rufen sollen.“— Bäuerin:„I glaubs wohl, Herr Doktor... dann hät sich mein armer Mann nimmer so lang quälen brauchen. —(Theure Liebe.)„Sie sind mit Ihrem Lohn unzufrieden und haben früher doch auch nicht mehr bekommen.—„Ja, da hab ich aber auch nur die Arbeit gethan; Sie verlangen aber auch noch Liebe zu den Kindern und die wird überall extra bezahlt.“ —(Unnötige Warnung:)„Nun Karlchen, wohin willst Du denn so früh?“— Zum Kaufmann, ich soll etwas holen!“— So, das ist hübsch von Dir! Verlier nur nit das Geld!—„O nein... wir pumpen!“ —(Standesbewußtsein.) Bauer zu einem Feldwebel:„I' bitt schön, Herr Feldwebel, können S' mir net sagen, wo der Korporal Schmidhuber steckt?“ Feldwebel:„Der ist halt mit Abschied entlassen?“ Bauer:„So, so, was ist er denn jetzt?" Feldwebel:„Nix is er, Civilist!“ —(Bedenkliches Geschenk.) Die kleine Emmi: „Sieh doch, Papa, das schöne Puppenkochbuch, welches uns die Tante heute mitgebracht hat!“ Papa mit einem schwermüthigen Blick auf die kleine Portion auf seinem Teller:„Sehr hübsch, es scheint indessen, daß Mama danach gekocht hat.“ Redigiert unter Verantwortlichkeit des Verlegers. Wer an Blutandrang nach Kopf und Brust, Schwindel, Flimmern der Augen, Kopfschmerzen und Verstopfung leidet, sollte stets für tägliche ergiebige Leibesöffnung Sorge tragenDie von zahlreichen angesehenen Professoren der Medizin gepruften und empfohlenen Apotheker Rich. Brandt's Schweizerpillen sind das einzige Mittel, welches auf angenehme, sichere und absolut unschädliche Weise wirkt und dabei nur 5 Pfennige pro Tag kostet. 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Der Zimmermeister Heinrich Kraft in Brilon beabsichtigt auf den Grundstücken Flur 12 Nr. 923, 1455/159 und 1456/159 der Steuergemeinde Brilon an der Möhnestraße belegen, einen Ziegelofen und eine Wohnung für die Ziegeler zu errichten. Auf Grund der§ 16 u. 17 der Reichsgewerbeordnung vom 1. Juli 1883 und der Ministerial=Instruktion vom 19. Juli 1884 Nr. 35 u. folg. wird dieses Vorhaben mit der Aufforderung bekannt gemacht, Einwendungen gegen die Ausführung innerhalb einer Frist von 14 Tagen, welche mit Ablauf des Tages der Ausgabe dieses Blattes beginnt, und für alle nicht auf privatrechtlichen Titeln beruhenden Einwendungen präklusivisch ist, bei dem Unterzeichneten, bei welchem auch die Bescheinigungen, Zeichnungen und Pläne zur Einsicht ausliegen, anzubringen. Nach Ablauf obiger Frist können Einwendungen in dem Verfahren nicht mehr angebracht werden. Zur mündlichen Erörterung der rechtzeitig erhobenen Einwendungen wird gemäß§ 351 der vorbezeichneten Instruktion Termin auf den 20. Mai cr., Vormittags 11 Uhr auf dem hiesigen Magistratsbureau anberaumt und wird besonders darauf hingewiesen, daß im Falle des Ausbleibens des Unternehmers oder der Widersprechenden gleichwohl mit der Erörterung der Einwenduugen wird vorgegangen werden. Brilon, den 29. April 1898. Die Ortspolizeibehörde Schomberg Bürgermeister. (789) Eine der ältesten Deutschen Feuerversicherungs=An= Nr. 53. stalten sucht für Brilon und Umgegend einen thätiger Agenten. Offerten unter Nr. 1360 bef. G. L. Daub& Co. in Köln. lemmenetag den 5. Mai. Bonner Fahnenfabrik in Bonn a. Rhein. Hofllef. Sr. Majestät des Kaisers. " Königl., Grossherzogl., Herzogl., Fürstl. Hoflief. 14 Hoflieferanten-Titel.) Vereinsfahnen, Banner, prachtvolle künstlerische Ausführung, grösste Dauerhaftigkeit. Fahnen und Flaggen von echtem Marine-Schiffsflaggentuch. Vereins-Abzeichen.— Schärpen.— Fahnenbänder.— TheaterDecorationen. 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