und dem Landesn die Entscheidung 44 Mk. 66 Pfg. der Kreisgrenze h Braunshausen inghauser Com.= en, diesem Fond mmen, daß ein Kur und Pflege Die Zahl der Die dem Landen, von welchen p. in Anstalten ittwe Bunse zu Zuschuß von Grönebach, im Obermarsberg des Rechnungsigen im Itterg 153,80 Mk., chaftsanlage im itteln eine Red dabei wieder für 443 Stück 3fg. zusammen h. Jacobi und Nr. 41. Dienslag den 5. April Erscheim Dienstags, Donnerstags u. Sonnabends und kostet in Brilon, bei der Expedition 1 Mk. 15 Pf. bei den Filial=Expeditionen in N.=Marsberg u. Büren 1 Mk. 25. Pf. und durch die Post bezogen 1. Mk. 45 Pf. vierteljährlich. Inserate und Anzeigen werden mit 10 Pf. die 1=spaltige Petitzeile oder deren Raum berechnet. Anzeigen 2e., welche gleichzeitig in den bei uns erscheinenden„Waldeckschen Anzeiger, aufgenommen werden sollen, kosten für beide Blätter nur 15 Pf. die 1 spaltige Pettzeile oder deren Raum. Zugleich Amtliches Kreisblatt für den Kreis Brilon. Briefe und Gelder für die Redaktion oder Exr dition dieses Blattes werden portofrei unter de: Adresse„Sauerländischer Anzeiger und amtliches Kreisblatt“ erbeten. Unsere Filial=Expeditionen für NiederMarsberg und Büren, sowie sämmtiche Annoncen=Expeditionen nehmen Anzeigen für den Anzeiger entgegen. Dem Anzeiger wid uneutgeltlich beigegeben: Wöchentlich, Somobeande, das„Alutriate Antrtzallungstlatr“ Bestellungen auf den Anzeiger für das mit dem d. Mts: begonnene 2. Quartal 1898 werden in bekannter Art zu iachen gebeten. Die Expedition. Da der Osterfeiertage wegen am Dienstag den 12. d. Mis. kein Anzeiger erscheint, so wolle man alle für diese ausfallende Nummer bestimmten Aneigen so zeitig einsenden, daß sie noch Aufahme in der Nummer vom 9. dies. Mts. finden. Die Expedition des Anzeigers. Amtliches. Bekanntmachung, betr. die diesjährige Klassification der Reservisten und Mannschaften der Landwehr ersten und zweiten Aufgebots. In den stattgehabten Terminen zur Entscheidung über die von den Mannschaften der Reserve und Landwehr ersten und zweiten Aufgebots anDie Tochter des Sträflings. Kriminalroman von Friedrich Thieme. [Nachdruck verboten.] (Fortsetzung.) „Mein Stolz ist tief gedemüthigt worden, mein Freund— ich, die heute früh eine Regung Sfalschen Stolzes nicht zu unterdrücken vermochte, ich stehe jetzt vor Ihnen als ein Wesen, das Stief, tief unter dem steht, was mir heute Morgen Abereits als ein Unglück für mich erschien. InAdessen— ich will mir selbst Gerechtigkeit widerAfahren lassen; nur eine Viertelstunde, Alexis— dann gewann meine bessere Ueberlegung die Oberhand.“ „Wanda, wie glücklich machen Sie mich— „Ich sage Ihnen ja, daß wir davon nicht weiter reden wollen,“ wehrte die junge Dame Vschwermüthig ab.„Es würde zwecklos sein, denn ich komme mit ganz bestimmten, reiflich überlegten Entschlüssen zu Ihnen.“ „Wovon reden Sie, meine theure Wanda. Sie sind so blaß.“ „Hören Sie mich ruhig an.“ Wanda erzählte darauf dem aufmerksam lauschenden jungen Mann ihre Begegnung mit ihrem Vater und alle Einzelheiten, über welche der Sträfling berichtet hatte. gebrachten Gesuche um Zurückstellung für den Fall einer Mobilmachung hinter die letzte Jahresklasse der Landwehr zweiten Aufgebots bezw. Ersatz=Reserve sind seitens der verstärkten ErsatzCommission des diesseitigen Aushebungs=Bezirks in Berücksichtigung dringender häuslicher und gewerblicher Verhältnisse hinter die letzte Jahresklasse der Landwehr II bezw. Ersatz=Reserve zurückgestellt: 1. Friedrich Anton Joch aus Wiemeringhausen, 2. Friedrich Fredebeul aus Roesenbeck, 3. Karl Heppe aus Roesenbeck, 4. Franz Friedrich Carl Ewers zu Küstelberg, 5. Anton Diedrich zu Hallenberg, 6. Joseph Aßhauer zu Udorf. Brilon, den 26. März 1898. Der Civil=Vorsitzende der Ersatz=Commission des Kreises Brilon, Federath. Königlicher Landrath. Bekanntmachung, betreffend die Abhaltung einer Hauskollekte zu Gunsten des Umbaues und der inneren Ausschmückung der Synagoge zu Werl. Der Herr Oberpräsident hat durch Erlaß vom 1. März d. Is. Nr. 2099 die Abhaltung einer Hauskollekte zu Gunsten des Umbaues und der inneren Ausschmückung der Synagoge zu Werl bei den israelitischen Eingesessenen der Provinz Westfalen für das Jahr 1898 genehmigt. Die Kollekte wird durch besondere, von dem Synagogenvorstande mit Ausweis versehene Beauftragte abgehalten. Der von der Ortsbehörde zu beglaubigende, dem Kollektenbuche vorzuheftende Ausweis muß „Sie sehen also, Alexis,“ fügte sie hinzu, „daß es Ihr eigenes Vermögen, oder das Ihres Vaters ist, welchem ich meine glänzende Stellung in der Gesellschaft verdanke. Was ich besitze, ist mit Ihres Vaters Geld erworben, gehört also rechtmäßig ihm und soll ihm bis auf den Heller zurückgegeben werden.“ „Wanda, sind Sie rasend!" „Nein Alexis, nur gerecht. Ich habe über diese Sache reiflich nachgedacht.“ Alexis ging aufgeregt im Zimmer auf und ab. „Sie erzählen mir eine so wunderbare Geschichte, daß ich dieselbe noch gar nicht in allen ihren einzelnen Theilen fassen kann,“ äußerte er in höchster Verwunderung.„Indessen, den Fall gesetzt, es verhielte sich alles so, so hat hat mein Vater nur die ihm gestohlenen zwölftausend Rubel und höchstens noch die Zinsen desselben zu fordern, nicht aber—“ „Das Vermögen ist mit seinem Gelde verdient.“ „Gleichviel, der Verdienst gehört dem Verdiener, dem Besitzer des Kapitals gebührt nur Kapital und Zins." „Darüber werden wir noch weiter unterhandeln," antwortete mit schwermütiger Ruhe die junge Dame.„Unsere Meinungen hierüber mögen wohl auseinandergehen. Mag aus meidie Bemerkung enthalten, daß die Kollekte auf die israelitischen Einwohner der Provinz Westfalen beschränkt ist. Brilon, den 24. März 1898. Der Königliche Landrath Federath. Bekanntmachung, betr. die Abhaltung einer Hauskollekte zu Gunsten des israelitischen Waisenhauses zu Paderborn. Der Herr Oberpräsident hat durch Erlaß vom 1. März 1898 Nr. 2170 die Abhaltung einer Hauskollekte zu Gunsten des israelitischen Waisenhauses zu Paderborn bei den israelitischen Eingesessenen der Provinz Westfalen für das Jahr 1898 genehmigt. Die Kollekte wird durch Vermittelung der Synagogenvorstände oder durch besondere, von dem Kuratorium mit Ausweis versehene Beauftragte abgehalten. Der von der Ortsbehörde zu beglaubigende, dem Kollektenbuche vorzuheftende Ausweis muß die Bemerkung enthalten, daß die Kollekte auf die israelitischen Einwohner der Provinz Westfalen beschränkt ist. Brilon, den 28. März 1898. Der Königliche Landrath Federatb. Bekanntmachung, betr. Verloosung zu Gunsten des Vereins zur Förderung der Pferde= und Viehzucht in den Harzlandschaften in Quedlinburg. Dem Verein zur Förderung der Pferde= und nem Eigenthum werden, was da will, ich selbst werde keinen Nutzen mehr daraus ziehen. Ich will nicht in Gütern schwelgen, die durch Unrecht gewonnen sind. Sprechen Sie mit Ihrem Vater über den Fall. Nun zum zweiten Punkt. Ich habe aus dem mir vorgelegten Schreiben Wladtmir Ignatieffs die Ueberzeugung gewonnen, daß der alte Mann wirklich mein Vater ist.“ „Wenn Sie in der That wirklich Wanda Ignatieff heißen, so zweifle auch ich nicht länger an der Wahrheit. Mein Vater hat mir die Geschichte des Raubes erzählt und mir Wladimir Ignatieff als den Namen seines ehemaligen Kassirers bezeichnet.“ „Sehen Sie— ich bereue es jetzt bitter, den armen Mann von mir gewiesen zu haben. Wie schwer er auch gefehlt haben mag, er hat seine Schuld ebenso schwer gebüßt. Wie ich auch über die That, die mein Glück begründen sollte, denken mag— jedenfalls handelte er aus Liebe für sein Kind, und aus Liebe zu mir hat er die Flucht aus den Einöden Transbaikaliens gewagt. Meine Selbstvorwürfe kommen leider zu spät, vielleicht kann ich noch gut machen, was ich gefehlt. Meine Pflicht ist es, ihn sofort aufzusuchen, ihn zu pflegen und zu erhalten. Leider weiß ich nicht einmal, wo ich den armen verlassenen Unglücklichen finden werde." Viehzucht in den Harzlandschaften zu Quedlinburg ist seitens des Ministers des Innern die Erlaubniß ertheilt, in diesem Jahre wiederum eine öffentliche Verloosung von Wagen, Pferden, Reit=, Fahr=, und Jagdgeräthen pp. zu veranstalten und die Loose— 50000 Stück zu 1 Mark— in der ganzen Monarchie zu vertreiben. Die Anzahl der Gewinne beträgt 1600 im Gesammtwerthe von 25500 Mark. Brilon, den 28. März 1898. Der Königliche Landrath Federath. An die Besitzer von Obstbaumschulen und Obstpflanzungen. Der Einbruch der San José=Schildlaus, des gefährlichsten Feindes unseres heimischen Obstbaues, hat stattgefunden. Bei der Untersuchung von drei Kisten amerikanischer Aepfel wurde die Schildlaus auf 50 bis 60 Aepfeln festgestellt. Wie viel Aepfel, namentlich auch Apfelschalen zur Krautfabrikation mögen ununtersucht vor dieser Entdeckung ihren Weg nach Deutschland gefunden haben, abgesehen von den direkt importierten Obstpflanzen und Ziersträuchern. Die Uebertragung nach diesem oder jenem Orte, in diese oder jene Obstplantage, ja auf einzelne Obstbäume kann eine so vielfältige sein, daß Niemand sicher ist, die San José=Schildlaus nicht schon in seinem Besitzthume zu finden. Deshalb bitten wir alle Inhaber von Obstplantagen, namentlich von Obstbaumschulen, die Sachverständigen, welche zum Zwecke der Erkennung der San José=Schildlaus ausgebildet sind, und welche wahrscheinlich in der Zeit vom 20. März bis 9. April ihre Baumschulen und Plantagen im Auftrage des Herrn Oberpräsidenten für Westfalen einer Besichtigung unterwerfen werden, nach jeder Richtung hin zu unterstützen.— Auch alle Landwirthe und Gartenbesitzer, welche in den letzten fünf Jahren junge Obstbäume erstanden und gepflanzt haben, bitten wir auf diese Schildlaus zu fahnden, um einen Schaden für den deutschen Obstbau abzuwenden, wie er in Amerika zu Tage getreten ist. Dort schließen sich die einzelnen Staaten durch strenge Sperrmaßregeln ab und können doch den Fortschritt dieser„Reblaus des Obstbaues" nicht hemaen. Entdeckt einer der Besitzer an seinen namentlich jungen Obstbäumen einen verdächtigen Herd, so bitten wir ihn, sich unverzüglich an einen der Sachveiständigen zu wenden, die einen Kursus zur Erkennung der San José Schildlaus durchgemacht haben. Es sind das die Herren: Professor Dr. Landois=Münster i. W. Direktor Dr. Droysen=Herford, Professor Dr. Götting=Lüdinghausen, Direktor Hannemann=Hagen, Schloßgärtner Kohlstädt=Laasphe, Direktor Hartmann=Warburg. Oberlehrer Dr. Neumann=Herford, Landwirtschaftslehrer Dr. Potthast, Billerbeck b. schrs“ ia## ,„Dr. Thiele=Soest.(Coesfeld, Oberlihter Helless###erford. Der Vorstand des Landwirthschaftlichen Provinzialvereins für Westfalen und Lippe. Freiherr von Landsberg. Politische Nachrichten. den König, Karditzi und Giorgi, wurden zum Tode verurtheilt. Dieselben werden gegen das Urtheil des Schwurgerichts Berufung einlegen, indem sie sich darauf berufen, daß das Attentat ein politisches Verbrechen sei, für welches die Todesstrafe durch die Verfassung abgeschafft sei. Mittheilungen ausdem Kreise — Fürst Bismarck beging seinen Geburtstag im engsten Familienkreise. Nur wenige Gratulanten konnten den alten Kanzler selbst beglückwünschen, da ärztlicherseits noch immer streng auf größtmögliche Schonung des Rekonvaleszenten gedrungen wird. Der Fürst macht so oft wie es ihm möglich ist, Gehversuche, doch ist die Anstrengung dabei immer noch zu erheblich, als daß sie längere Zeit ausgedehnt werden könnten. Sonst ist er bei bestem Humor. — Die„Hamburger Nachrichten“ melden aus Friedrichsruh: Fürst Bismarck erhielt vom Kaiser einen Krückstock mit schwerem Goldgriff und eingravierten Kaiserlichen Namenszug. — Die Reichsschuldenkommission, welche auf Anregung des Abg. Hammacher im Reichsjustizamte zusammengetreten ist, hat sich zunächst mit den Mittheilungen über den gegenwärtigen Stand der Geschäfte der Kommission beschäftigt und ist daran anschließend in die Erörterung der Frage eingetreten, welche Kontrolleinrichtungen bezüglich der von der Reichsbank auszugebenden Banknoten zu treffen seien. Es wurde die Kontrolle der Staatspapiere bezüglich der An= und Ausfertigung sowie der Ausgabe von Reichskassenscheinen erörtert. Auch die Revision der Bücher der Reichsdruckerei und der Reichshauptbank bezüglich der Ausfertigung von Reichsbankscheinen wurde einer Keitik unterzogen. Die Einberufung der Kommission ist bekanntlich aus Anlaß der Affaire Grünenthal erfolgt. Paris 2. April. Die Kassationschef hob das Urtheil gegen Zola zwar auf, jedoch ohne Zola vor ein anderes Schwurgericht zu verweisen. Die Entscheidung wird damit begründet, daß das von Zola verläumdete Kriegsgericht und nicht der Kriegsminister die Klage gegen Zola hätte anstreugen müssen. Athen. Die Verüber des Attentats auf Brilon. Zur besseren Beachtung bringen wir Folgendes an dieer Stelle. Die Vögel beginnen jetzt zu nisten und es ist deshalb am Platze, daran zu erinnern, daß bestraft wird, wer unbeiugt Eier oder Junge von jagdbarem Federwild oder von Singvögeln ausnimmt. Um einen in jeder Beziehung wirksamen Schutz der kleinen gefiederten Sänger, welche gerade jetzt eifrig bei dem Bau ihrer Nestchen beschäftigt sind, zu bewerkstelligen, wird es jedoch erforderlich sein, daß Schule und Haus, sowie überhaupt jeder Erwachsene dieselben unter seine Obhut nimmt. * Medebach. Am Dienstag, den 29. v. M. wurde die neue Schule in Dreisar feierlich eingeweiht. Zu dem festlichen Akte hatten sich die Schulkinder mit dem Lehrer, die Gemeindevertretung und der Schulvorstand, der Ortsschulinspektor sowie der Amtmann in dem geräumigen Schullokale versammelt. Die kirchliche Einweihung nahm Herr Pfarrer Hillebrand vor und hielt derselbe dann an die Schulkinder eine kleine Ansprache, während von seiten des Amtmanns in kurzen Worten das Hoch auf den Kaiser ausgebracht wurde. Erwähnt sei noch, daß die Schule von dem Herrn Bauunternehmer Stuhldreher hierselbst erbaut worden ist. Am selbigen Tage wurde auch der Verkauf der alten Schulgebäude in Dreislar und Medelon vorgenommen. Provinzial=Nachrichten. — Unter der Obhut seines Schutzengels stand anscheinend das dreijährige Kind eines Gastwirths in Nuttlar. Dasselbe war aus dem Fenster des im dritten Stock gelegenen Schlafzimmers auf die Straße hinabgestürzt und wurde bewußtlos aufgehoben. Bei genauerer Untersuchung stellte es sich jedoch heraus, daß das Kind mit einigen unbedeutenden Hautabschürfungen und der Verrenkung eines Beines davongekommen war. — Günstiger Steuerverhältnisse erfreut sich die Stadt Arnsberg, denn sie ist in der Lage, das Defizit im Stadthaushalt durch 78%0 Zuschlag zu den Staatssteuern zu decken. In diese günstige Lage ist die Stadt durch die augenblickliche Der junge Mann dachte an seines Vaters Vorsatz, den Flüchtling der Polizei in die Hände zu liefern und senkte mit einem Ausdruck des Bedauerns den Kopf. „Arme Wanda— ihn finden— er ist ein Flüchtling, Sie dürfen das nicht vergessen. Er kann jeden Augenblick ergriffen werden, kann schon ergriffen worden sein.“ „Um so weniger darf ich Zeit verlieren, Alexis. Hören Sie meinen Entschluß. Sie sollen mir beistehen, ihn auszuführen. Ich bedarf einer männlichen Kraft und Stütze. Wollen Sie?“ „Wanda, Sie machen mich—“ „Halt, keine Phrasen jetzt. Ihre Hand, das genügt mir.“ Sie wechselten einen innigen Händedruck. „Ich danke Ihnen, Alexis. Vor Allem müssen Sie mir helfen, den alten Mann aufzusuchen, Wir müssen ihn in Sicherheit bringen. Sie müssen mir einen Paß für ihn verschaffen, während ich für eine passende Verkleidung sorge. Ich gedenke mit ihm zu Schiff noch Konstantinopel zu fahren, von dort finden wir leicht Gelegenheit nach dem Norden.“ „Sie wollen ihn begleiten?“ „Noch mehr— ich werde ihn nicht mehr verlassen. Wenn ich auch seine letzten Lebensjahre nicht mit Reichthum umgeben kann, weil ich mich des Gutes, das ich unrechtmäßig besessen, entledigen will, so hoffe ich doch, imstande zu sein, außreichend für ihn zu sorgen. Ich besitze ziemlich bedeutende Kenntnisse in der Musik und denke, daß es mir gelingen wird, irgendwie in sicherer Gegend eine Anstellung als Lehrerin zu erlangen. Alexis maß das Mädchen mit einem Blicke der Hochachtung. „Wahrlich, ich bewundere Sie, Wanda“ rief er mit dem ganzen Enthusiasmus aufrichtiger Leidenschaft.„Wie edel, selbstlos und gut erscheinen Sie mir auf einmal! Aber ich werde nie zugeben, daß Sie einen Kampf aufnehmen, den Sie nicht kennen. Der Kampf ums Dasein ist zu schwer für ein junges, schönes, an Arbeit, Sorgen und Verachtung nicht gewöhntes Geschöpf wie Sie. Liebe Wanda, Sie ließen vorhin einen Strahl der Hoffnung in mein Herz fallen— Sie sagten, Sie hätten zu mir kommen wollen, weil Ihr Sinn sich geändert hatte. Antworten Sie mir aufrichtig: darf ich darin einen Beweis Ihrer Liebe erblicken?“ Wanda schwieg. „O, antworten Sie mir!“ flehte Alexis. „Lassen Sie um des Himmels willen nur jetzt keinem falschen Stolze Raum. Sie wissen, ich bin unabhängig, meine schlechtbezahlte Stellung an der Universität kann ich jeden Tag aufgeben, um von dem Ertrag meiner Feder zu leben. Geben Sie mir die Erlaubnis, Sie zu begleiten, Wanda; werden Sie die Meine, teures Mädchen, ich will für Sie und Ihren Vater sorgen.“ Die junge Dame sah ihm lange ernst in das gerötete strahlende Antlitz. „Alexis, Sie sind ein edler Mann,“ sagte sie dann mit wehmütigem Lächeln.„Noch gestern hätte mich Ihr Antrag zur Glücklichsten der Sterblichen erhoben— seitdem aber haben sich die Dinge verändert. Ich bin Wanda Ignatieff, die Tochter des Mannes, der Ihren Vater betrogen und beraubt hat— ich will niemals die Schande meines Namens an den Ihren heften, Sie nicht in mein Verhängnis hineinzeihen. Lassen Sie mich die Dunkelheit suchen, welche ich bedarf, um zu vergessen und meine Pflicht zu erfüllen. Erschweren Sie mir meinen Entschluß nicht. Sie bedürfen eines Weibes, das die Sorgen des Lebens von Ihnen nimmt, damit Flug Ihrer Geisteskräfte sich ungestört entfalte. Ich bitie Sie, sprechen Sie nicht mehr zu mir von Ihrer Liebe— ich gehöre meinem Bater!“ höhe der Holzpr wöglichen, daß 0000 Mark an em Fonds nach zugeführt w — Die Vorb#sest des„S lches in Letwc ptlichen Komite #rde die Kapel pfanterie=Regin len die westft #d die Herren guptmann Ovei ent Winzer ein — Eine me en Schülern d Schluß des Shefte, Bücher us sicht mehr gebre Porfen, so daß al von diesen — Ein selte ede, indem sich altenen Konfirn zwei Mädchen 1 rei Geschwister Durchholz. Koblenz. den besten Lagen Trarbacher Kasi Lied auf den# dies ohne 8 Koselweinen ein verschaffen 1 pinnen. Um da at laut C. Z. soch ungenann Flaschen vorzüg bestimmt, der ei Ausgezeichnetes verfaßt. 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Als Ehrengäste len die westfälische Dichterin Johanna Baltz nd die Herren Oberpräsident Studt, Landeshuptmann Overweg, sowie der Regierungspräsient Winzer eingeladen werden. — Eine merkwürdige Sitte herrscht unter en Schülern der Volksschulen in Hagen. Am Schluß des Schuljahres werden nämlich alle hefte, Bücher usw., welche in der nächsten Klasse sicht mehr gebraucht werden, in die Vollme geporfen, so daß die Oberfläche des Flusses manchhal von diesen Gegenständen völlig bedeckt ist. — Ein seltener Fall ereignete sich in Herbede, indem sich nämlich der am Sonntag avgealtenen Konfirmanden=Prüfung auch Drillinge zwei Mädchen und ein Knabe) unterzogen. Die rei Geschwister stammen aus der Gemeinde durchholz. Koblenz. 1000 Flaschen seiner Weine aus en besten Lagen der Mosel sind bekanntlich vom Trarbacher Kasino als Preis für das trefflichste Lied auf den Moselwein ausgesetzt worden. Es dies ohne Zweifel ein geeignetes Mittel, den Koselweinen eine immer noch weitere Verbreitung verschaffen und ihnen neue Liebhaber zu gebinnen. Um dahinter jedoch nicht zürückzubleiben, hat laut C. Z. ein hiesiger Herr, der vorläuft soch ungenannt bleiben will, ebenfalls 1000 Flaschen vorzüglicher Rheinweine für denjenigen bestimmt, der ein nach Inhalt und Sangesweise usgezeichnetes Lied auf die Weine vom Rhein verfaßt. Insbesondere soll auch die etwas verachlässigte Umgegend von Koblenz dabei beröckssichtigt werden: Dichter und Komponist können In derselben Person vereinigt sein. Ist der letzbere ein anderer, so erhält er 300 Mk. in Bar, der Dichter 700 Flaschen. Darunter befinden sich Rüdesheimer Berg und Auslese, Schloß Johannisberger, Rauenthaler, Liebfrauenmilch, Hatenheimer, Bopparder u. s. w. Der Termin ur Einreichung des Liedes ist auf den 15. Okt. I. festgesetzt. Die näheren Bedingungen verden in nächster Zeit veröffentlicht werden, doch sind wir ermächtigt und bereit, schon jetzt auf besondere Anfrage allgemeine Auskunft zu geben. Aus dem Rechtsleben. — Die Justizverwaltung ist, wie bekannt, geneigt, eine Vermehrung der etatsmäßigen Amtsznwaltsstellen und zwar überall dort, wo die zeeigneten Bedingungen dafür vorhanden sind, Eintreten zu lassen. Sie wird hierin allmählich ortschreiten, und namentlich auch darauf Bedacht sehmen, daß Gerichtsschreibereibeamte in solche Stellen gelangen. Die Uebertragung von Amtsnwaltsgeschäften auf Gerichtsschreiber im Nebennie hält die Justizverwaltung dagegen für durchaus unzuträglich, weil der Beamte der Staatsanwaltschaft dem Richter durchaus selbständig gegenübertreten muß und dies bei einem vom Richter abhängigen Gerichtsschreiber nicht der Fall ein würde. Bei vielen Amtsgerichten ist überdies die Geschäftslast der Gerichtsschreiberbeamten, verart, daß sie ein umfangreiches Nebenamt nicht bernehmen könnten. Zur Heilkunde. —(Die Röntgenstrahlen im Aushebungs bureau.) Letzthin sind in dem Aushebungsbureau von Paris zum ersten Male die Röntgenstrahlen zur Anwendung gekommen. Es handelte sich darum, bei einem Rekruten festzustellen, welcher Art die inneren Verletzungen seien, die eine Revolverkugel im rechten Schienbeine angerichtet, und ob die Schwere der elben eine Dienstuntauglichkeitserklärung für den Betreffenden nothwendig mache. Die mit Hilie der Röntgenstrahlen erzielte Photographie zeigte nun in der That so schwere Verletzungen, daß der Mann für untauglich erkärt werden murte. Die Zeitungen geben dm Wunsche Ausdruck, daß die Anwendung der Röntgenstrah en in den Rekrutierungsbureaus verallgemeinert werde, um die Einstellung von Rekruten, deren innere Fehler und Verletzungen durch eine einsache Untersuchung nicht entedckt werden können, zu verhindern. Landwirthschaftliches. Rothlauf der Schweine und Porcosan. Bekanntlich hat sich die Schutzimpfung als ein unentbehrliches Rüstzeug im Kampfe gegen den Rothlauf der Schweine erwiesen. In Anbetracht dessen erscheinen, so schreibt man uns, die vielen vorliegenden Berichte über Impfungen mit Porcosan, dem Schutzmittel gegen Schweinerothlauf, das vor zwei Jahren von dem Farbwerk Friedrichsfeld, Dr. Paul Remy, Mannheim, in den Verk hr gebracht wurde beachtenswerth. Die Schutzimpfung mit Porcosan, als deren Vorzüge die bequeme Dosierung und einfache Anwendung des Mittels(eine einmalige Einspritzung erzeugt sicheren Impfschutz) gelten, ist in allen Gegenden unseres Reiches schon bei über 50000 Impfungen angewendet worden. Kreisthierarzt O. Melchert in Neugard=Pommern impfte 663 Schoeine jeden Alters mit Porcosan und hatte keinen einzigen Verlust zu verzeichnen. Landwirth Albert Jung=Meliungen, der im letzten Jahre 1350 und insgesammt 2025 Impf ungen mit Porcosan vorgenommen, schreibt, daß auch heuer wieder nicht ein einziges der geimpften Schweine vom Rothlauf befallen worden sei. Rittergutsbesitzer Dr. jur von BlankenburgStrippow screibt: In der Zeit vom 1. bis 7. Juni v. Is. starben wir ca. 90 Fettschweine im Werthe von ca. 4500 Mark. Nach spritzung des Porcosans sind nur zwei Schweine, welche schon Rothlaufausschlag hatten und getrennt gefüttert wurden, eingegangen. Des weiteren liegt ein Bericht an die großherzoglich badische Regierung von Bezirksthierarzt und Stlachthofotrektor Ph. Fuchs Mannheim vor. Daraus geht hervor:„daß auf der einen Seite der Impfstoff, trotzdem er es sich gefallen lassen muß, immer noch als Geheimmittel bezeichnet zu werden, eine streng wissenschaftliche Prüfung bestand und seitens der Regierung keine Bedenken gegen seine Anwendung in badischen Gemeinden erhoben, und zweitens, daß die Impfungen mit einem ganz vorzüglichen Ergebnisse zu Ende geführt wurden.“ Diesem Urtheil schließt sich Distriktsthierarzt Kögl=Greding (Mittelfranken) an. Diese von Fachmännern konstatierten Thatsachen beweisen die gute und zuverlässige Wirkung des Porcosans in der Praxis und daß sich dasselbe als unentbehrliches Hilfsmittel im Kampfe gegen den Rothlauf der Schweine bewährt hat. Wetterbericht. — Nach Falbs Berechnungen werden die beiden Hälften des Monats April in der Witterung einen bedeutenden Gegensatz zeigen. Während die erste Hälfte ziemlich normal verlausen wird bei mäßigen Niederschlägen und kühler Temperatur, soll es in der zweiten Hälfte warm werden, die Niederschläge werden bedeutend und sollen größtentheils von Gewittern, die überall zahlreich auftreten, herkommen. Für den 1. bis 6. April prophezeit Falb Neigung zur Trokenheit, gegen den 6. nehmen jedoch die Niederschläge zu, da der 6. ein kritischer Tag erster Ordnung ist. Buntes. — Die Lage in Eisleben bezeichnet die „Saaleztg. als ernst. Nicht nur, daß die Häuserzerstörung stetig zunehme, auch das Gebiet dehne sich aus. Wie einschneidend es für für den einzelnen werden könne, möge das Beispiel zeigen, daß die ganze Buchdruckerei von Winkler nach der Unterstadt verlegt werden muß, da die Maschinen unausgesetzt falsche Lagen erhalten und immer von neuem montiert werden müssen. Kürzlich ist das Senkungsgebiet von verschiedenen höheren Beamten in Augenschein genommen worden. —(Im Atelier.) Freund, bei einem jungen Portraitmaler, auf dessen Staffelei ein Damenporträt zu sehen ist:„Ei, wie— Sie sagten doch, Sie malten die alte Baronin M.?“ Maler:„Gewiß. Freund:„Na, hören Sie, wenn Sie aber so schmeicheln, wie steht es denn da mit der Erkennbarkeit?“ Maler:„Ach theuerster Freund, was fragt ein junger Maler nach Eckennvarkeit— für uns ist die Hauptsache die Erkenntlichkeit.“ Redigiert unter Verantwortlichkeit des Verlegers. E E S 366 S 9 ##S8 9# 2 *. B• 2 # S 85. en 3 3 G 5* G a S Sn S•213S S. D S Ser 2— S 5 S S S 53.e ∆ S" • 5 E 8 Vagss SESS 2 5 85 S# 3 2 8 5 e G ."• . 2•—2 6**" 8 23—E 6 2 S gS * 28 5 ** a S 8 5 a„— Sgg B ES S 21 * 8— S S 6. amp S5.1500 SnnP2 P eg 8. 3— G SiB = SE ##C. 2 9 88 KAIMIMI Modes. — Den geehrten Damen Brilons und Umgegend zeige ich die Eröffnung meiner 1 Tobeuhut=Neusstellung“— an. Dieselbe enthält alle Pariser Neuheiten und lade ich zu deren Besichtigung ergebenst ein. Hochachtungsvoll Pr. Balzer, Brilon. 5 P 2 und En in neuer schöner Auswahl sind zu mäßigen Preisen zu haben bei M. Friedländer, Brilon. VOrVtetoloTalonr Aufruf! die Ritter des Eisernen Kreuzes! Kameraden! Der höchste Ritter des Eisernen Kreuzes, der greise Kriegsheld auf Sachsens Thron, Seine Majestät König Albert von Sachsen, der einzige noch lebende Ritter des Groskreuzes des Eisernen Kreuzes, feiert am 23. April d. J. Sein 25jähriges Regierungsjubiläum. Der Gedanke, dem hohen Jubilar an diesem Seinem Ehrentage in einer würdig ausgestatteten Adresse auch die Glückwünsche und die Verehrung aller Ritter des Eisernen Kreuzes auszusprechen, hat begeisterten Wiederhall gefunden, und bitten wir daher alle Ritter des Eisernen Kreuzes, uns ihre genaue Adresse unter Beifügung eines, wenn auch noch so geringen Beitrages zu der Adresse umgehend einsenden zu wollen.— Nicht auf die Höhe des Beitrages kommt es an, sondern darauf, daß kein Ritter des Eisernen Kreuzes unter den an der Adresse Betheiligten fehlt. Die Beiträge— auch Briefmarken— sind unter der Bezeichnung:„König Albert=Adresse" zu senden: An den Kaiser=Wilhelm= Dank, Verein der Soldatenfreunde, Berlin W., Leipziger Straße 4. Vereine bitten wir, die Beiträge ihrer Mitglieder zu sammeln und mit dem Verzeichniß der Theilnehmer einzusenden. Sämmtliche Geber werden in das Verzeichniß der Stifter der Adresse aufgenommen. Der nach Deckung der Kosten etwa verbleibende Ueberschuß soll für die Deutschen Krieger=Waisen verwendet werden. Rechnungslegung und Berichterstattung erfolgt durch den Reichsananzeiger, und die Zeitungen der deutschen Kriegervereinigungen. Se. Majestät der Kaiser geruhte Allerhöchstseine Zustimmung zu unserem Vorhaben uns kundzugeben. Das älteste und größte Bettfedern-Lager William Lübeck in Altona versendet zollfrei (nicht unter 10 jegen Nachnahme fd.) gute neue Bettfedern für 60 P. das Pfd. vorzüglich gute Sorte M. 1.25 prima Halbdaunennur l. 60 u. 2 M reiner Flaum nur M. 2.50 u. M. 3. 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