1321. er als Spiensteß Seile eine Proge. be. Unzulis zlichten 1en. ingen 7. 17. 18 Ihr 6Uh 1UhrisUR s 107 110 11 18. 11. 11 Uh 16.62 16.48 16.53 16.42 aprese. Minu #ischer### 5). Somer 285 die 315 bis nchl 960—1030.— 95.— Roggenkleis —720.— Viktoriz- Tuttererdeen ge dasen 390—123.— 75— Leinkuchen setreide markt. ktenmarkt war di. hmäßig. In Weiie Mühlen über eutschland billigerde infolge stärken gehandelt. Für ngebot die Preise Die Haferpreise e der biesigen und s war bei schr geschwer verkäuflich. in der Geschäfts(Drahtbericht.) ationen 83—87 M. onen 82—87 Mart. drte. ecke; für Haudel und J. B. Dr. Hein r. Hetuz Bause; sor 11c in Dsuy ung! * te jahnen Ihr nachm. im gidüstrasse. sgewerkschaft. Kassen! Dus# age Baanfes. spost, deren n eingeladen. va 1.— Miust Vorntand. en ker cker“ Du Sahln AUE Fernrut 179 Mniums Instrumente Sonntag, 20. November. der Gestsälische Merkur erscheint täglich zweimal, an Sonn= und Jeiertagen sowie Montags einmal. Redattion: Lütkegasse 1—8. Sprechstunden 10—11 Uhr vorm. Felegramm=Rdresse: Merkur. Münsterwestf. hernspr.: Red. 3615, 3616 u. 3217, Geschäftsstelle 3217 u. 3218. Anzeigenpreis: der Raum für die Anzeigenspalte 36 mm breit, 1 mm doch, 50 3; für die Reklamespalte, 90 mm breit. A 2.—, ohns jeden Zeuerungszuschlag. Anzeigen= Annahme: In Münster Königstraße 59 sowte sömtliche Annoncen=Bureaus des In= und Auslaubes. Begründet 1822. Mergen A. Jare. 400. Jahrgang. 1921.— Nr. 538. Bezugspreis: Monatlicher Bezugspreis für Münster, 5.— 4 frei ins Haus gebracht: bei den dautschen Postanstalten ebensalls 5.— einschließlich Bestellgeld, bei zweimaliger Zustellung. Im Falle von hoherer Gewalt, Streik, Aussperrung, Betriedsstörung hat der 8 zieder keinen Anspruch auf Lieserung der Zeitung oder auf Ruckzahlung des Bezugspreiset. Einzelnummer: Zu haben in der Geschäftsstelle, den Zeizungslioeten, an den Bahnhösen 2c. das Stuck 20 Pfennig. Beschäftsstelle: Königstr. 59. Geöffnet vorm. v. 8—12½ Uhr, nachm. v. ½3—6 Udr. Postscheckkonto: Amt Cöln 14 622. Die neuen Steuern. * Berlin, 18. Nov. Im Reichstagsausschuß für Steuerfragen begann heute die Gesamtaussprache über die neuen Steuervorlagen der Regierung. Der Ausschuß hatte den Wunsch geäußert, daß sich zinleitend der Reichskanzler über sein Steuerprogramm für die Zukunft äußern möge. Der Reichskanzler Dr. Wirth erklärte jedoch, erst im Laufe der nächsten Woche dem Ausschuß die gewünschten informatorischen Erklärungen abgeben zu wollen. Ministerialdirektor Dr. Popitz gab Erläuterungen zu den zahlreichen tabellarischen Uebersichten, die den Abgeordneten überreicht worden waren. Folgende Steuern kommen in Betracht: Einkommensteuer 23 Milliarden M, Körperschaftssteuer 4 Milliarden K, Kapitalertragssteuer 1 Milliarde 530 Millionen A. Reichsnotopfer 8 Milliarden K. Besitzsteuer 20 Millionen R, Erbschaftssteuer 700 Millionen Umsatzsteuer(ohne Luxusgaststättensteuer) 24 Milliarden A, Luxusgaststättensteuer 500 Millionen R. Grunderwerbssteuer 550 Millionen A, Kapitalverkehrssteuer a) Gesellschaftssteuer 1067 350000 M, b) Wertpapiersteuer 117.850 000 M, c) Börsenumsatzsteuer 1075 300 M, d) Aufsichtsratssteuer 50 300 000 Mark, e) Gewerbeanschaffungssteuer 50 Millionen M. Kriftfahrzeugsteuer 125 Millionen K, Versicherungssteuer 330 Milsionen M, Rennwettsteuer 215 Millionen M#, Lotteriesteuer 60 Millionen A, Wechselstempelsteuer 30 Millionen AA. Stempel für Frachturkunde 100 Millionen A. Abgaben vom Personenverkehr 1 Milliarde A. Abgaben vom Güterverkehr 1600000000 M, Zuwachssteuer, Kriegsabgabe- vom Vermozenszuwachs, außerordentliche Kriegsabgabe 1919, außerordentliche Kriegsabgabe 1918, Zuschlag zur außerordentlichen Kriegsabgabe 1916, Kriegsabgabe 1916, Abgabe vom Vermögenszuwachs aus der Nachkriegszeit, zusammen 3 Milliarden Merk, Zölle 4 700000000 M, Kohlensteuer 10 150 000 000 4, Tabaksteuer 3½ Milliarden J. Biersteuer 1 Milliarde A, Weinsteuer 500 Millionen M. Schaumweinsteuer 100 Millionen M, Mineralwassersteuer 60 Millionen A. Aus der Branntweinverwertung 1748000000 M, Essigsäureverbrauchsabgabe 47 200 000 M, Zuckersteuer, 1 Milliarde A, Salzsteuer 60 Millionen A. Spielkartensteuer 10 Millionen Mark, statistische Gebühren 13 Millionen A. Aus dem Süßstoffmonopol 100 Millionen A. Ausfuhrabgaben soweit sie von Zollkassen erhoben werden 700 Millionen M. Die Gesamtsumme der vorstehend angeführten Steuern würde rund 95 Milliarden# im Jahr betragen. Die Gesamtbelastung auf den Kopf würde 1583,80 M ausmachen. Die künftigen Belastungen des Besitzes würden nach den Regierungsvorlagen rund 52,5 Milliarden betragen; das sind 51,1 v. H. der Gesamtbelastung. Die Verbrauchsbelastung durch Besteuerung entbehrlicher Genußmittel würde fast 7 Milliarden A betragen; das sind 6,8 v. H. der Gesamtbelastung. Die Besteuerung des übrigen Verbrauchs wür de einen Gesamtbetrag von rund 43 Milliarden A ergeben, das sind 42,1 v. H. der Gesamtbelastung. Eine Uebersicht über die Besitz= und Vermögenssteuerzeigt einen genauen Vergleich des Steuerertrags im Rechnungsjahr 1913, im Reichshaushalt 1921 und im Reichshaushalt 1922. Eine Gegenüberstellung der Belastung durch einzelne Steuern in Deutschland und im Ausland erweist die steuerlichen Unterschiede für Deutschland, Frankreich und England in den Jah ren 1913, 1920 und 1922. Die Belastung des Vermögens durch Reichsnotopfer und Vermögenssteuer wird gleichfalls in einer übersichtlichen Tabelle dargestellt. Ebenso die Wirkung der Vermögenssteuer auf das Einkommen. Der Regie rungsvertreter äußerte sich dann noch über die Belastung ein zelner Gegenstände durch Verbrauchs= und Umsatzsteuern im Verhältnis zum Kleinverkaufspreis und machte erläuternde Bemerkungen zu den vergleichenden Uebersichten über die Belastung des Einkommens aus Lohn= oder Gehaltsbezügen in Frankreich und Deutschland. Nach all diesem ergibt sich die steuerliche Belastung in England und Frankreich als unvergleichlich geringer gegenüber der steuerlichen Belastung in Deutschland, besonders was die Besitzbelastung betrifft und die angemessene Berücksichtigung der Einkaufskraft des Geldes. Abg. Bernstein(Soz.) kritisierte die Börsenspekulation und das Verhalten eines Teiles der Presse, das geradezu als Landesverrat zu bezeichnen sei. Nur durch Erfassung der Sachwerte sei eine Besserung des Markkurses herbeizuführen. Der Redner behielt seiner Fraktion die Entscheidung nach der endgültigen Gestaltung der Steuergesetze vor. Abg. Dr. Helfferich(DN.): Manche Kreise wünschen die baldige Auflösung des Reichstags und Neuwahlen; als Kampfparole sollen dann die neuen Steuern dienen. Wenn die enormen Belastungen, die nicht tragbar sind, dem Volk auferlegt werden, muß man wissen, was man erreichen will. Von den neuen Steuern fürchten meine Freunde und ich, daß sie uns nicht zur Rettung aus der außenpolitischen Lage führen können. Auch die Beseitigung des Fehlbetrages im Innern ist nicht zu erwarten. Daß wir eine verhaltnismäßig geringe Arbeitslosigkeit verzeichnen, dürsen wir nicht als erfreuliches Zeichen ansehen, denn aus verschiedenen Gründen sind die Leistungen auf den Kopf des Arbeiters, z. B. im Koylenbergbau und bei der Eisenbahn, nur etwa die Hälfte der früheren Leistungen. Der Grund, daß es den fremden Industrieländern schlecht geht, liegt darin, daß sowohl die deutsche Kauf= und Einfuhrkraft als auch allgemein die Kaufkraft in Mittel= und Osteuropa zusammengebrochen ist. Früher konnte Deutschland allein sich mit 12 Milliarden Goldmark Einfuhr zu mehr als einem Achtel an dem ganzen Welthandel beteiligen. Durch den Ausfall von über 100 Millionen Menschen als Käufer in Europa werden auch die fremden Länder katastrophal geschwächt. Daß wir in Deutschland nur eine wirtschaftliche Scheinblüte haben, zeigen die fürchterlichen Schleuderausverkäufe. Dadurch wird das deutsche Volk noch mehr geschädigt als das Ausland. Dazu tritt die Schleuderausfuhr an Aktien und andern Wertpapieren. Die Besitzer festverzinslicher Wertpapiere seien zu bedauern, denn ihr Besitz leide an grenzenloser Auszehrung. Das Ultimatum mit seinen Lasten führt uns in sicheres Verderben. Die deutsche Spekulation, die mit einem Steigen der deutschen Reichsmark gerechnet hatte, hat im Sommer gewaltig Haare gelassen. Die deutsche Spekulation war also nicht einseitig interessiert. Entscheidend für die Devisenkurse war das große Bedürfnis des deutschen Reichs an Devisen. Dadurch hat sich der Kurs der Reichsmark automatisch verschlechtert und hat den neuen Ausverkauf Deutschlands herbeigeführt. Von der ersten Goldmilliarde konnte bis zum 31. August nur e Bruchteil aufgebracht werden. Ohne Kredite von fast 600 Millionen Goldmark und Heranziehung anderer Reserven hätten wir die erste Milliarde nicht voll zahlen können, denn unsere Ausfuhr bleibt zurzeit um zwei Goldmilliarden hinter dem Einfuhrwert zurück. Das deutsche Volk braucht eine Ruhepause vor weitern Wiederherstellungszahlungen. Wir sind am Ende unserer Zahlungsfähigkeit, mögen wir noch so viel aus dem Fleisch des deutschen Wirtschaftskörpers herausschneiden, denn die deutsche Valuta ist seit der Annahme des Londoner Ultimatums auf den vierten Teil gesunken. Wir sind durch das Ultimatum und durch das kurzsichtige Verhalten der Feinde in eine unentwirrbare Entwicklung hineingeraten. Bei einer Erfassung der Sach= und Goldwerte bekommt das Reich eigentlich nur die Produktionsmittel in die Hand, dann ist die deutsche Regierung nichts anderes als die Durchgangsstation für die habgierige Entente, welche der deutschen Regierung alles aus der Hand reißt, was sie aus Privat= in Staatseigentum verwandelt. Nach dem Recht des Friedensvertrages und nach dem Völkerrecht ist das Privateigentum der letzte Schutzwall. Frankreich muß genau wie England nach den allgemein anerkannt völkerrechtlichen Grundsätzen das Privateigentum als heilig und unantastbar anerkennen. Daran haben auch die Vereinigten Staaten von Amerika sowie die ganze Welt ein Interesse, daß der Schutz wall des Privateigentums für Bergbau, Industrie, Landwirtschaft, Handel und Verkehr nicht angetastet wird. Reichsminister Dr. Hermes führt aus: In drei Punkten bestehe sicherlich Einigkeit im Ausschuß: 1. daß wir aus eigener Kraft versuchen müssen, unser Budget in Ordnung zu bringen, 2. daß dies nicht mög lich sei, wenn an den vorgeschriebenen Wiederherstellungsbedingungen festgehaltei werdr, und 3. daß eine Atempause nicht eintreten werde, wenn wir nicht zuvor den Nachweis erbracht haben, daß wic all taten, unser Finanzleb n zu regeln. Das Zel müsse natürlich d.rin bestehen, ung#e Wirtschaft zu erhalten und richt zeischlagen zu lassen. Der 22inister bedauerte, daß ausländische Presseberichte unsee Wirtschaftslage zu gnstig sih rerten. Wir hätten ein Inter sie an der richtenen Tarstellung und Beurteilung unsere Luge. Was die Ausmüchse der Pertenspekulation betreffe, so müsse allerbinge alles geschehen, um sie zu unterbinden. Anderseits soll., mon bedenk.n. daß der Stand unterer Währung nicht so sehr durch die Spekulation, als durch Angebot und Nachfragc bevingt sei. Die Nachfrage entstände nun in erster Linie aus unseren Verpflichtungen. Der Minister trat noch den Ausführungen des Abg. Dr. Helfferich entgezen, in denen dieser leitende Gesichtspunkte in der Vorlage der Regierung vermißte. Wie er bereits in der Vollsitzung des Reichstages ausgeführt habe, sei es der Sinn der Regierungsvorlage, an das Bestehende anzuknüpfen, jede vorhundene Steuerquelle aufs äußerste anzuspannen, aber eine für unsere Wirtschaft nicht mehr tragbare Belastung zu vermeiden. Dr. Heimes gab dann eine Uebersicht über die Finanzgestaltung des Reiches im Rechnungsjahre 1922. Nach einer Mitte Oktober vorgenommenen Schätzung betrug der Ausgabenbedarf des Reiches beim ordentlichen Haushalt, ohne die Kontributionsausgaben, rund 69 Milliarden. Hierzu treten der Mehrbedarf für Erhöhungen der Besoldung ab 1. Oktober 1921— ohne Post und Eisenbahnen mit 2.5 Milliarden—. dann der Mehrbedarf an Ueberweisungssteuer mit und 500 Millionen Mark(der übrige Mehrbesarf ist schon mit rund 12 Milliarden Mark in obigen 69 Milliarden Mark enthalten). Der Gesamtausgabenbedarf beim ordentlichen Reichshaushalt für 1922 würde also 72 Milliarden Mark betragen. An ordentlichen Einnahmen sind für 1922 zu erwarten: fortdauernde direkte Steuern rung 68 Milliarden Mark, einmalige direkte Steuern drei Milliarden Mark, Zölle und Verbrauchssteuern 23 Milliarden Mark, allgemeine Verwaltungseinnahmen 6 Milliarden Mark. Hiernach würde also an ordentlichen Einnahmen für 1920 rund 100 Milliarden Mark zur Verfügung stehen. Mithin würde sich ein Ueberschuß beim ordentlichen Haushalt in Höhe von rund 28 Milliarden Mark ergeben. Beim außerordentlichen Haushalt würden die Ausgaben ohne die Kontributionsausgaben und ohne die Fehlbeträge der Post und Eisenbahnen schätzungsweise wenigstens 5 Milliarden Mark betragen. Was die Betriebsverwaltungen anbetrifft, so wird mit rund 2.25 Milliarden Mark Fehlbeträgen bei dem außerordentlichen Haushalt der Post gerechnet. An ungedeckten Anleiheausgaben sind für Post und Eisenbahn rund 8.75 Milliarden Mark zu nennen, so daß der ungedeckte Ausgabenbedarf mit rund 11 Milliarden Mark zu beziffern sein wird, einer Summe, die in den außerordentlichen Haushalt der allgemeinen Reichsverwaltung übergeht. Das Reichsverkehrsministerium hofft die bisherigen Fehlbeträge im ordentlichen Haushalt durch Tariserhöhungen und Ersparnisse ausgleichen zu können. Der Mehrbedarf aus Anlaß der am 1. August 1921 ein getretenen Erhöhungen des Teuerungszuschlaces selegentlich der Besoldungserhöhung— ohne Post und Eisenbahn, aber einschließlich der Folgewirkungen für Angestellte, Arbeiter, Pensionäre usw.— ist für dig allgemeine Reichsverwaltung auf jährlich 4½ Milliarden Mark veranschlagt. Aus Anlaß der Besoldungserhöhungen ab 1. Oktober 1921 ergibt sich ein weiterer Mehrbedarf von jährlich 2½ Milliarden Mark. Hinzu tritt bei der Post die Erhöhung der Teuerungszuschläce ab 1. August 1921 mit jährlich 1200 Millionen Mark, die Erhöhung der Besoldung ab 1. Oktober 1921 jährlich mit 2600 Millionen Mark, bei der Eisenbahn die Erhöhung der Teuerungszuschläge ab August und Oktober 1921 mit insgesamt jährlich 11/ Milliarden Mark. Der Gesamtmehrbedarf für die Besoldungserhöhungen stellt sich also jährlich auf rund 22½ Milliarden Mark. Dieser Mehrbedarf ist in den Voranschlägen für 1922 bereits berücksichtigt. Den Ländern und Gemeinden soll der Mehrbedarf für Besoldunoserhöhungen insoweit erstettet werden, als er nicht in den Mehrerträgen und Ueberweisungssteuern gedeckt wird. Eine Schätzung dieses Mehrbedarfs ist zurzeit kaum möglich. Für Sozialrentner sind in dem Nachtragshaushalt für 1921 1,4 Milliarden Mark eingestellt. Für 1922 werden 2,8 Milliarden Mk. gesordert. Für Kleinrentner sind in den Nachtragshaushalt 1921 100 Millionen Mk. eingestellt: für 1922 werden 200 Millionen Mark gefordert. Endgültiges ist jedoch noch nicht festgelegt. Wegen der Kriegsbeschädigten schweben zurzeit Erwägungen. Weiterberatung morgen Die Ansicht der Reparationskommision. * Berlin, 19. Nov.(Tel.) Wie die Blätter mitteilen, wird die Reparationskommission voraussichtlich Berlin heute abend verlassen. Als Ergebnis der Verhandlungen zwischen der Kommission und der Reichsregierung glauben die Blätter feststellen zu können, daß die Ententemächte auf die ordnungsmäßige Erfüllung der am 15. Januar fälligen Reparationsverpflichtungen von 500 Millionen Goldmark bestehen. Die Reparationskommission sei zu der Ansicht gekommen, daß die deutsche Regierung in der Lage sei, den nötigen Betrag von der deutschen Industrie zu erhalten. Nach einer Pariser Meldung der„Information“ hat das englische Mitglied der Reparationskommission, Sir Breadburry, dem Kanzler erklärt, daß Deutschland zahlen könne und zahlen müsse. Der Präsident der Reparationskommission habe dem Kanzler erklärt, daß die Kommssion einstimmig beschlossen habe, die Zahlungstermine nicht abzuändern. Deutschland sei ein reiches Land. Seine Fabriken arbeiten und haben Aufträge für mehrere Monate. Deutschland könne im Auslande die notwendigen Kredite erhalten, wenn alle Kräfte des Landes sich gruppieren und wenn die politische Lage auf fester Grundlage aufgebaut wäre, wodurch Vertrauen hervorgerufen werden könnte. Die Reparationskommission habe dem„Intransigeant“ zufolge der Regierung Deutschlands nicht verheimlicht; daß das gegenwärtige Budget, welches ein Defizit von 90 Milliarden Mark vorsieht, nicht die Zustimmung der Reparationskommission finden könne, und daß die Regierung im Interesse Deutschlands die innere Finanzlage zur Gesundung bringen solle. Die Reparationskommission habe einige praktische Anregungen(!) gegeben. Man habe erklärt, daß Deutschland 40 Milliarden Mark für neue Arbeiten bestimmen wolle, die auf bessere(?). Zeiten vertagt werden könnten. Außerdem könnten die Steueranstrengungen verdoppelt werden. Wenn Deutschland nicht die Vermögenssteuern wolle, um damit seine Schulden zu bezahlen, so würde es notwendig sein, ihm einen Teil seines Nationalreich= tums zu nehmen, damit der Wiederaufbau Nordfrankreichs erfolgen könne. Die Annahme„daß die heute abend und morgen vormittag stattfindenden Besprechungen zwischen den Mitgliedern der Reparationskommission und der Reichsregierung von schwerwiegendster Bedeutung sein werden, wird an zuständiger Stelle bestätigt. Nach der Cpc. soll die Reparationskommission erklärt haben, daß auf die Reparationszahlungen Deutschlands im Januar und Februar nicht verzichtet werden könne, da diese Zahlungen Belgien, welches ihrer dringend benötige, zufallen sollen. Nach Leistung der beiden nächsten fälligen Reparationszahlungen soll die Reparationskommission bereit sein, über eine Stundung der deutschen Reparationsverpflichtungen mit sich reden zu lassen. Diese Mitteilungen kommen von einer Seite, die der Reparationskommission nahesteht. Wir sind nicht in der Lage, sie auf ihre Richtigkeit nachzuprüfen und begnügen uns daher mit ihrer Wiedergabe, ohne dazu Stellung zu nehmen.— Neueste Nachrichten. WTB. Berlin, 18. Nov. Der volkswirtschaftliche Ausschuß des Reichsloges nahm einen Antrag des Zentrums an, sich grundsätzlich mit einer Erhöhung der Erwerbslosenfürsorge um etwa ein Drittel einverslanden zu erklären. Paris, 17. Nov. Wie„Matin“ berichtet, ist der holländische Flugzeugkonstrukteur Fokker, der in der internationalen äronautischen Ausstellung in Paris einen Apparat ausgestellt hat, infolge von Kundgebungen ehemaliger Frontsoldaten gezwungen worden, seinen Namen von dem aus. gestellten Apparat zu entsernen und selbst das Versprechen zu geben, die Ausstellung nicht mehr zu betreten. Die Frontkämpfer hätten es auch erreicht, daß der Präsident der Republik, Millerand, der gestern vormittag die Ausstellung besichtigte, sich bei der Ausstellung Fokkers nicht aufhielt. Die Durchsuchung in Heidenau. WTB. Dresden, 18. Nov. Wolffs Sächsischer Landesdienst teilt zur Durchsuchung in Heidenau folgendes mit: Die Angelegenheit hat damit geendet, daß die Fabrikleitung und die Arbeiterschaft von sich aus beim Polizeipräsidium den Antrag auf Besichtigung und Durchsuchung des betreffenden Raumes stellten. Die von der interalliierten Kommission bei der Durchsuchung am Dienstag in dem im Hofe befindlichen Bau bezeichnete Mauer wurde darauf durchstoßen. In dem dahinter besindlichen Raume wurden von Polizeibeamten 150 aufrechtstehende Mantelrohre für leichte Feldhaubitzen aus Chromnickelstahl in den verschiedensten Bearbeitungsstadten festgestellt und zur wekteren Verfügung darüber durch die zuständischen Stellen sichergestellt. Die Fabrikleitung und die Vertreler der Arbeiterschaft erklärten einstimmig, es handele sich dabei um Manietrohre(Zwischenfabrikate), welche die Fabrik, die während des Krieges Militäraufträge gehabt hatte, noch in den letzten Monaten des Krieges in Bearbeitung genommen hatte, keinesfalls sei es Malerial, das nach dem Friedensvertrag angeschafft und in Bearbeitung genommen worden sei. Aus dem bayerischen Landtag. WTB. München, 19. Nov.(Telegt.) Im bayerischen Laudtag wies Ministerpräsident Graf Lerchenseld die gegen die Regierung erhobenen Beschuldigungen zurück, daß sie zur Proklamation des Prinzen Rupprecht keine Stellung gneommen habe. Nach gewissenhaster Prüfung der Kundgebung habe die Regierung eine staatsrechtliche Stellungnahme nicht für notwendig erachtet. Die Kundgebung lege ein so entschlediines Zeugnis ab von der Treue zum deutschen und bayrischen Vaterlande, daß ihrem Urheber Unrecht geschehe, wonn man ihm das zutraue, was die Linksparteien für möglich halten. 6 Zurück zu den heiligen Satzungen. Von Franziska Schneider. (Nachdruck verboten.— Alle Rechte vorbehalten.) (27. Fortsetzung.) Als intimer Freund ihres Hauses gestattete sich Mae Dona.d, Marys Hand zu ergreisen. Er befühlte ihren Puls und sagte lächelnd:„Noch viel zu stürmisch, erst müssen wir wieder im alten Tempo sein. Einen Augenblick behield er die kleine Hand in der seinen. Mary fühlte deren leisen Druck. In dem Momente, in dem er seine Hand zurückziehen wollte, empfand er, wie ein heißer Tropfen darauf niederfiel. Die Geliebte weinte. Warum war sie so bewegt? Er sagte sich diesesmal nicht, daß grundlose, unberechenbare Gefühle eines jungen MädchonLerzens mitsprächen, denn auch er verlor das gleichmäßige Lempo und mußte sich bemühen, die Fassung zu bewahren, ein Herz begann stürmisch zu klopfen. Rene und Beschämung hatten Mary die Träne erpreßt, über die Mac Donald in Deutungen sich erging. Sie empfand die Bitterkeit der Erkenntnis, ein treues Herz verkonnt und ihre Liebe an einen Unwürdigen vergeudet zu haden. Wäre Mac Donald fähig gewesen, ein solches schändliches Spiel mit ihr zu treiben? Nein, und wieder nein! Er war ein Ehrenmann im lautersten Sinne des Wortes. De hoch mußte sie ihn achten! Sie fing an, Bewunderung und Verahrung für den Mann zu empfinden, dem sie bis ett nur Freundschaft entgegangebracht hatte. Ihr war’s, us müsse sie Abbitte tun, ihm und den Ihrigen, sie sagte sich, daß sie an denen, die sie liebten, in ihrem Herzen Verrat heubt habe. In der weichen Stimmung einer augenblickschen körperlichen Schwäche und der seelischen Vorwürfe sagte sie wie ein Kind:„Ich möchte heim.“ „Gewiß, mein Töchterchen, wir werden sogleich aufbrechen,“ stimmte O'Nell bei. „Wenn ich bitten darf, so überlassen Sie es mir, Mary mzubringen, fiel Mac Donald ein.„Ich habe meinen Wagen hier. Sie, mein lieber O'Nell, dürfen sich als Vorhender der Versammlung nicht eniz'ehen. Da ONell programmäßig die Versammlung zum AbMüsse bringen mußte, so ging er gerne auf dieses Anerbeten ein, zumal er sah, daß Mary ansing, sich zu erholen. „Wo steckt denn Anny?“. Indem Mac Donald dieses stagte, sah er seine Schwester den Garten betreton. „Atmy,“rief er,„warum kommst Du jetzt erst?“ „ich bitte um Entschuldigung“ entgegnete diese,„Father Nathew hat mich bis jetzt mit seiner Unterhaltung beehrt, daner konnte ich nicht sobald folgen. Wie geht es dir, Nary?“ wendete sie sich an diese.„Wohl ein Schwächeanfall molge der drückenden Luft des Saales? Diesesmal bin ich * stärkere gewesen, ich habe mich kapfer gehalten. Father Mathew läßt nach deinem Befinden fragen und wünscht dir gute Besserung. „Danke, erwiderte Mary,„ich fühle mich wieder ziemlich wohl.“ Um es zu beweisen, erhob sie sich. „Komm, Mary,“ sagte Anny, ihren Arm der Freundin anbietend,„wit wollen ein wenig auf und ab gehen.“ „Ich lasse inzwischen anspannen,“ sagte Mac Donald. „Das werde ich schon besorgen,“ rief Roby, sich entfernend. Mac Donald bot Mary ebenfalls den Arm.„Bitte. Miß Mary,“ damit nahm er ihre Hand und legte sie auf seinen Arm. Ihr war’s als ergriffe er ohne weiteres Besitz von ihr. Mochte er es tun. Sie fand es beinahe selbstverständlich. Vorlängst hatte sie ihn verstanden, dann hatte sie ihn nicht mehr verstehen wollen, und jetzt mochte er die Mary nehmen, die ihm auch das Vaterherz zusprach, wovon sie überzeugt war. Obwohl sie nichts sehnlicher wünschte, als augenblicklich allein zu sein, nahm sie die Aufmerksamkeiten der Geschwister freundlich entgegen. Roby kam bald und meldete, der Wagen sei bereit.„Ich habe den Braunen selber eingespannt, erzählte er Mac Donald,„Ihr Kutscher war in dem Menschengetümmel nicht aufzufinden.“ „Den brauchen wir auch nicht,“ erklärte dieser,„ich fahre selbst. „och begleite Mary und bleibe bei ihr daheim.“ sagte Anny.„Nach der Versammlung bist du so gut und holst mich zur gemeinsamen Heimfahrt ab,“ beauftragte sie den Bruder. „Dann kann ich wohl hier bleiben, meinte Roby. „Aber sicher, mein Junge, laß dich nicht stören,“ entschied Mac Donald. Sorgsam half er Mary einsteigen, dann folgte Anny. Er selbst schwang sich auf den Bock und fuhr in sanzsamem Schritt, um unnötiges Stoßen auf der steinigen Straße zu vermeiden, dem etwa zehn Minuten von dem Dorfe gelegenen O'Nellschen Gutshofe zu. Dort angelangt, begab man sich in das Wohnzimmer. „Jetzt werde ich einmal die Hausdame machen,“ sagte Anny und schellte dem Dienstmädchen, dem sie auftrug, eine kleine Erfrischung für Miß Mary, die sich nicht wohl fühle. zu besorgen. Dann hieß sie Mary sich auf das Sofa zu setzen, doch diese wünschte sich im Sessel des Vaters am geoffneten Fenster niederzulassen, weil sie die frische Luft genießen wollte. Arnan schob ein Tischchen heran, auf dem sie die herbeigebrachten Erfrischungen servierte. Mac Donalo verabschiedete sich, um zu der Versammlung zurückzukehren. Ein Stündchen in den Abenddämmer herein saßen die beiden Freundinnon noch zusammen, denn Mary wünschte nicht sofort sich zur Ruhe zu begeben. Sie wollten beide ein wenig träumen, die Eindrücke des Tages seien zum Nachdenken wohl geeignet, meinte sie. „Ja,“ sagte Mary mit schwerem Seufzer,„du hast Recht. Der Eindruck dieses Tages ist mir unvergeßlich. Alsdann wurde es still im Zimmer. In beschaulicher Ruhe saß Anny und schaute verloren in die Ferne hinaus. Mary saß mit wehem Herzen und stürmischen Gefühlen. Die gefalteten Hände im Schoße krampften sich so fest ineinander, daß jegliche Farbe daraus wich. Zwei abgegrenzte role Flecken auf den Wangen zeugten von der inneren Erregung. Schmach und Schande! oaß Lord Playfour sie so behandelt hatte. O Schmach und Schande! daß sie ihn geliebt hatte. Und wie hatte sie ihn geliebt! Erschrocken war sie selber vor der Macht dieser Liebe gewesen. Sie war gewaltiger gewesen, als ihre ganze moralische Kraft. Mit Schaudern dachte sie an diese Liebe, die in ihr in kurzer Zeit so viel Beseligung und so viel Qualen erweckt, die sie beglückt und doch mit unheimlichem Feuer verzehrt, die sie mit süßem Rausche befangen hatte, um dann mit unsäglichem Schmerze in iyr zu ersterben. Sie selber hatte nicht vermocht, sie in sich zu ertöten, nun war sie tot ohne ihr Zutun. An ihre Stelle war Empörung, gekränkter Stolz und tiese Beschämung getreten. Und doch jammerte sie der Gestorbenen nach. So heftig wie der Schmerz um das Verlorene, so süß war ja auch der Besitz gewesen. Und einmal streckte sie die Arme aus, als wollte sie es zurückrufen, und einmal wehrte sie mit beiden Händen, als wollte sie ein Etwas von sich stoßen. Dann saß sie lange, den Kopf in die Hände vergraben. Sie war müde wie eine schiffbrüchige, die die Wellen an das User geworfen haben haben, nachdem sie ihr grausames Spiel mit ihr getrieben. Als sich ihre Hände wieder lösten, fiel ihr Blick auf den mit bunt bemalten Initialien versehenen Spruch des Hauses: „Treu Erins Zucht und Erins Sitte, Dem Gotte treu in seiner Mitte, 4 Kraft und Herz dem Vaterland, Soi Dir Lebensunterpfand. In den Tagen ihrer abtrürmigen Gesinnung hatte sie nicht gewagt, den Blick zu den heiligen Satzungen zu erheben. Jetzt las sie, was sie don Kindesbeinen an auswendig wußte, Wort für Wort. Gottlob, ihr Leben konnte sich wieder gestalten gemäß diesen Grundsätzen der Ihrigen. Sie war wieder unter ihnen. Dank einer gütigen Vorsehung war sie erlöst. Sie sellit war schwach gewesen wie ein Strohhalm. Die traurige Wahrhest dieser Tatsache mußte sie erkennen. Sie lehn'e den Kopf zur Fensterseite gemendet en die Lehne des Sessels und schaute müden Blickes in den zuukenden Tag. Mittlerweile war es stockfinstere Nacht geworden. Aus den Türpfosten des Hauses. im gefüllten Kruge, brannten zwei trübe Talglichter. Einige Oellampen warjen einen schwachen Schimmer auf die nachstliegenden Straßen. Die Versammlung war zu Ende. Die Menge strömte linaus. *Ein jeder trug seine Tasse mit heim. Die leidenschaftliche Erregung der vergangenen Stunde hatte sich noch nicht gelegt. Im Gegenteil, sie schien mit dem Einatmen der srischen Luft von neuem aufzuflackern. Das Toben und Schreien war ohrenbesäubend. Fast schien es, als habe die Mäßigkeitsgesellschaft der größten Unmäßigkeit gehuldigt. Trunken waren die Menschen vor Freude und Glück. Gesänge, Trommelschsag und Dudelsäcke, uralte keltische Melodien pfeisend, ertönten durch die Nacht. Father„Mathem sah mit weitsehendem Blicke manche seiner Jünger mit der Zeit abfallen, die meisten jedoch treu bleiben, denn die eigentlichen Errungenschaften ihrer Enthallsamkeit würden sich mit der Zeit in gesteigertem Maße zeigen und bewähren. Die Temperanze mußte nach seiner Ueberzeugung in Irland ebenso festen Boden fassen wie einst das Christentum. Mit ähnlicher Schnelligkeit und ähnlichen Begeisterung war seine Sache ausgenommen worden wie einst der Christenglaube, der eine noch weit größere Loslösung und Entsagung von Sünden und Laster verlangt hatte. Die Religionstreue hatte sich bewährt durch Jahrhunderte voll Bedrangnisse und Leiden; den Bestand seiner Sache verbürgte eine schon fünfjährige Dauer und eine Anhängerschaft von Millionen. Darum sagte Father Mathew am Schlusse des Abends, man solle die Leute sich austoben lassen wie die Kinder beim Spiele. Die Vernunft würde erst später sprechen und doch zu ihrem Rechte kommen. Nachdem Mac Donald die beiden Father zum Pfarrhofe gefahren hatte, stiegen O'Nell und Roby zu ihm in den Wagen ein, da er an deren Haus vorbeifahren mußte, um Anny abzuholem Während sich die Männer unterhielten, saß Roby in der Ecke des Polsters so stunen und still, als wäre er garnicht da. Den durch die Person Mathows hervorgerufenen Glanz seines Angesichts trug er mit heim. Sein Herz schwoll und quoll in slammender Begeisterung. Es sagte ihm, daß es ein erhebendes Gefühl sein müsse, also von dem Volke geliebt und verehrt zu werden. Das schicn ihm des Lohnes genug für die schwersten Mühseligkeiten einen anstrengenden Berufes. Father O Flaherty hatte zwar kurz vor Schluß der Versammlung zu ihm gesagt, Ruhm und Ehre gelten dem Pater nichts. Iin Privatleben sei er ein schlichter, demütiger Ordensmann, dessen Frouden die eines Kindes seien. Sein Lohn bestehe in dem Frieden des Bewußtseins, ein Werkzeug in der Hand Gottes zu sein. Sein Glück sei die Beglückung der Menschen, nicht deren Huldigung. Schahe 1rs2##n lärht 22s Eit Erann:-ez Wihre. Wilhelm Braune, G. m. b. H Oaedlisburg. Verlangen Bie ratisbroschüre No 2 * Nr. 538. Erstes Blatt. Wellsälischer Merkur. Sonntag, 20. Novembei 1921. 24. Stadtverordneten=Sitzung. 5—*„* Münsler, 18. Nov. (Schluß des Berichts.) Die Verzinsung und Tügung einer Anleihe In Höhe von 2 Millionen Mark, die seinerzeit bei der Stuttgarter Lebensversicherungs=A.=G. ausgenommen ist mit 5 #zw. 1½ Proz., ist nunmehr vom Bezirksausschuß genehmigt worden. Einwendungen werden nicht erhoben. Der Antrag des haus= und Grundbesihzervereins bezgl. der Veranlagung der Grundwertsteuer wird nach längerer Debatte durch Annahme eines Antrages Lühn erledigt. daß der Magistrat das Kollegium nochmals mit der Angelegenheit befassen soll, sobald die Antwort der Regierung vorge. In der Aussprache wurde die Notlage des Hausbestzers vom Stadtb. Lühn nochmals eingehend erörtert. Daß der Hausbesitzer allein die Belastung durch die fortwährende Erhöhung der Steuer usw. nicht tragen könne, erkannte auch Stadtv. Peters an, der sich aber gegen das Inserat des Haus= und Grundbesitzervereins wandte, das einer Amforderung zur Verweigerung der Steuer gleichkomme. Kriegsbeschädigte und Cunapark. * Die wirtschaftliche Vereinigung Kriegsbeschädigter und Kriecshinterbliebener für Münster und Umgegend stellte bei der Polizeiverwaltung im April dieses Jahres den Antrag, gelegentlich des Sommersendes dem„Mitteldeutschen Verein reisender Schausteller und Berufsinteressenten“ in Herford eine etwa 10tägige Lunaparkveranstaltung zu gestatten, da aus den Einkünften des Lunaparks der städtischen Fürsorgenelle für Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebene 25000 Mark zur Verfügung gestellt würden. Der Antrag wurde von der Polizeiverwaltung im Einverständnis mit dem Magistrat abgelehnt, dann aber vom Einheitsverband deutscher Kriegsbeschädigter und Kriegskinterbliedener, Ortegruppe“ Münster für den Herdstsend wiederholt. Auch dem neuen Antrage haben Polizeiverwaltung und Magistrat nicht, zuinngen können. Durch die Ablehnung des Lungparks geht m#riegsbeschödigten der vom Herforder Verband versprochene Geldbetrag verloren. Mit diesem Gelde haben die Kriegsbeschädigten bestimmt gerechnet, da in vielen anderen Städten der Lunapark auf Grund der Zahlung eines ähnlichen Betrages an die Knegsbeschädigten zugelassen ist. Um ein für allemal zu verhindern, daß die Unternehmer von Vergnügungsberanstellungen nach Art der Lunepar#s Vereine mit sozialen Zwocken vorschieben und ihren reinen Erwerdsoeschäften den Mantel der Wohltätigkeit umbäncen, hat der Magistrat teschlossen, in Zukunft jedem derartigen Unternehmen rücksichtslos die Zustimmung zu versagen. Rücksicht abe: aus die für die Kriegsbeschädigten aus dieser Ablebnung sich ergebenden Härten dat der Magistrat beschlessen, den Kriegsbeschädigten für dieses Mal den Betrag von 25 009 A aus Sparkassenreingewinn zu gewähren. Das Stadtverordnetenkollegium stimmte diesem Beschlusse debattedos zu. Einrichtung einer Wanderarbeitsstätte. Zu dem Zwecke, mittellosen arbeitsfähigen Männern, die brße-halb ihres Wohnortes Arbeit suchen. Arbeit zu vermitteln und vorübergehend gegen Arbeitsleistung Beköstiginn und Obdoch zu gewähren, sind in der ganzen Provinz restfalen Wandevarbeitsstätten eingerichtet. Eine solche Wanderarbeitsstätte bestand auch bis zum Kriege in Münster Sie war der in der Sternstraße befindlichen Herberge zur Heimat angegliedert und wurde durch das Personal der Herberge verwaltet. Während des Krieges ist sie eingegangen. Nach längeren Bemübungen ist es nunmehr gelungen, das Eirverständnis der Herberge zur Heimat zur Wiedereröffnung der Wanderarbeitsstätte zu erlangen. Zum Betriebe der Wanderarbeitsstätte ist aber ein Holzschuppen unbedingt erforderlich, unter dem die Wanderer ihre Arbeit ableisten. Der rüher benutzte Holzschrippen ist in sehr schlochtem Zustande. Insbesondere ist das Doch erneuerungsbedürftig. Die Instandsetzungskosten werden sich auf ungefähr 6000 zA belaufen. Von diesem Betrage ist die Prooinzialverwaltung bereit. zwei Drittel zu übernehmen, wenn die Stadt Münster das restliche Drittel übernimmt. Der Magistrat hat mit Rücksicht auf die Notwendigkeit der Einrichtung der Wanderarbeitsstätte und vor allem auch der Entlastung des durch die Obdochlosen übermäßig in Anspruch genommenen Polizeigefängnisses den Betrag bemilligt. Die Versammlung trat dem Beschlusse bei und bewilligte 2000 M. " Beihilfe an den Geflügelverein„Ornis“. Der Verein bittet um Bewilligung einer Geldsumme zur Beschaffung von Preisen für die Provinzialgeflügelaussteltung. Der Magistrat hat die Bewilligung von 500 A beschlossen. Das Kolle ium trat diesem Beschlusse bei unter Ablehnung eines Antrages, die Summe auf 1000 A zu erhöhen. In der Debatte wurde darauf aufmerksam gemacht, daß bei solchen Ausstellungen die Vereine verdienten, im Abrigen aber die Ausstellungen verteuernd wirkten. Beihilfe an den Vogel- und Naturschuhverein Münster. Die Bewilligung einer Beihilfe von 1000 Ml erfolgte ohne wettere Debatte. Instandsetzung der Lazarett- und Reiterkaserne. * Den wiederholten energischen Bemühungen des MagiKrats ist es gelungen, daß das Wehrkreiskommando das Bergkasernengrundstück(Lazarett= und Reiterkaserne) jetzt endgültig freigemacht hat. Das Grundstück ist von der Heeresverwaltung der Reichsvermögensverwaltung, als Vertreterin des Reichsschatzmtnisteriums, und von dieser am 22. Oktober der Stadt übergeben worden. Die gerichtliche Auflassung des Geländes in Erfüllung des im Jahre 1913 mit der Hoeresverwaltung abgeschlossenen Kaufvertrages soll in allernächster Zeit erfolgen. Da die Kasernengedäude für die endgültige Unterbringung der Schutzpolizei=Hurdertschaft Münster bestimmt sind, und diese nach dem Wunsche aller beteilicten Stellen und insbesondere auch nach dem Wunsche der Bürgerschaft sobald als möglich nach Münster zurückkehren soll, müssen die erforderlichen Wiederberstellungsarbeiten sofort begonnen und ununterbrochen schleunigst durchgeführt weren Da sich der Umfang der Erneuerungsarbeiten im einzeinen nicht übersehen läßt, wird ein Kredit bis zu 750 000J4 beantragt, der ohne Aussprache bewilligt wird. Höchstpecise und Zwanazwirtschaft. Zu einer längeren Debatte führte der von der sozialdemokratischen Fraktion gestellte Antrag, an die Reichsregie rung das Gesuch um Festsetzung von Höchstpreisen für die wichtigsten Beda-fsartikel und um Rationierung zu richten. Mon war im Kollegium mit den Antragstellern der Meinung, daß dem Wucher energischer als bisder zu Leide gerückt werden müsse, teilte aber die Auffassung der Sozialdemokraten üder Höchstpreise und Zwangswirtschaft nicht. Darüber ist so vie loesprochen und reschrieden, daß es sich nicht lohnt, auf die Debatte näder einzugehen. Interessant war der Hinweis, daß früher zur Krieoszeit von sozialdemokratischen Organigs icn une Im übrigen ist ja durch die letzten Reichstaasdebatten die lgenheit geklärt. Der sozialdemokratische Antrag wurde die Antragsteller abgelehnt. Verkehrsverband des Handelskammerbezicks Münster. Die Stadt gehört bereits dem Westsälischen Verkehrsderein en, der sich auch die Pfleie der Verkehrsverbindungen zu: i: gebe gestellt hat, seine Haup.aufgabe liegt jedoch auf anderem Gebiete. Die Entweicklung hat gezeigt, daß zum Schutz und zur Förderung der besonderen Interessen unseres engeren Bezirks die Vertretung durch die größeren Verbände nicht ausreicht. Es hat allerorten ein schorfer Kampf um die günitigsten Verbindungen eingesetzt, der eine ständige Ueberprüfung der Fahrpläne und dauernde Verbindung mit der Eisenbahnverwaltung erfordert. So haben bisher für wichtige Verkehrsfragen, insbesondere wegen der Eisenbahnfohrpläne gelegntlich Besprechungen stattgekunden, die von der Handelskammer veranlaßt waren. Die Wichtigkeit der erörterten Fragen und der Umfang der notwendigsten Arbeiten haben es jedoch angezeigt erscheinen lassen, diesen Besprechungen eine feste Form durch die Gründung eines besonderen verkehrsverbandes für den Handeiskammerbezirk Münster zu geben. Entsprechend einem einstimmigen Beschluß der Vertreter der zum Bezirk gebörenden Kreise und Gemeinden ist die Gründung dieses Verkehrsverbandes jetzt erfolgt, der Linen Sitz in Münster hat. Die Stadt Münster wied dem Ausschuß dieses Verbandes verireten sein. Der Magistrat hat den Beitritt der Stadt Münster mit dem lotzunasmäßigen Beitrag. von jährlich 500 4 beschlossen. Die verordneten stimmten dem zu. Verkauf von Grundstücken des Armensonds. Es liegt ein Angedot von 6 Antragstellern vor, an der Gutenberg= und Sternstraße sechs Einfamilienhäuser unter Inanspruchnahme öffentlicher Zuschüsse zu errichten. Das Gelände gehört der städtischen Armenkommission. Da nach dem Beschluß der Plenarversammlung die Armenkommission an Kaufpreis je 300 aA für die Geviertrute fordert, so haben die Antragsteller mit diesem Preise sich einverstanden erklärt. — Der Verkauf wird debattelos beschlossen. Verkauf von Baugelände. Es llegen vor ein Angebot des Fabrikanten Rudolf Winkhaus und des Heizers Anton Böcker. Ersterer beabsichtigt. 6 Beamtenhäuser in Form von Kleinwohnungen an der Verbindungsstraße zwischen Beckhoffstraße und Bohlweg in Form von Reihenhäusern ohne Inanspruchnahme irgendwelcher öffentlicher Zuschüsse zu erichten. Der zweite Antragsteller beabsichtigte zunächst, an der Nordseite der Beckhoffstraße, neben dem Hause Beckhoffstraße 15 ein Dreisamilienhaus unter Inanspruchnahme öffentlicher Zuschüsse zu errichten. Im Interesse einer besseren Ausnutzung des Geländes erklärt sich Herr Böcker in der Nachtragsurkunde vom 11. Oktober 1921 bereit, den von ihm deabsichtigten Bau an der gegenüberliegenden Südseite im unmitteldaren Anschluß an das Haus Beckhoffstraße 16 zur Ausführung zu bringen. Winkhaus bezahlt einen Einbeitspreis von 300 J. Böcker einen solchen von 200 A für die Geviertrute.— Der Verkauf wurde beschlossen. 9674 Zuschuß für den Verein für Geschichte und Alteriumsrunde. bisherige jährliche Zuschuß von 500 A wurde auf weitere 5 Jahre dedattelos bewilligt. Arbeitsvermittlung für die Landwirtschaft. Zwischen der Stadtverwaltung Münster und dem Landratsamt einerseits, sowie dem Landesarbeitsamt andererseits wird eine Vereinbarung dahin getroffen werden, daß das Landesarbeitsamt die Vermittlung landwirtschaftlicher Arbeitskräfte für Stadt= und Landkreis Münster einstellt. Beim Arbeitsnachweis für Stadt= und Landkreis Münster wird dagegen eine eigene Fachabteilung für Landwirtschaft begründet. in der ein Angestellter des Landesarbeitsamtes(früher Landwirtschaftskommer), ein guter Kenner der landwirtschaftlichen Arbeitsvermittlung als Vermittler tätig sein soll. Weder der Stadt Münster noch dem Landkreis erstehen durch Einrichtung der Fachabteilung Kosten, da diese durch Erhebung von Gebühren gedeckt werden sollen. Zurzeit werden vom Landesarbeitsamt durchschnittlich 20 bis 30 M für jede Vermittelung erhoben. Die Gesamtsumme der eingehenden Gebührenbetröge, deren Höhe natürlich nicht feststeht, soll nach der Vereinbaxung an das Landesarbeitsamt abgeführt werden, das dafür, wie schon erwähnt, einen seiner Angestellten zur Verfügung stellt. Der Vorlage wurde zugestimmt, nachdem noch auf Anfrage festgestellt wurde, daß es sich bei einer eventl. Aufiösung der Stelle nicht etwa um Uebernahme eines Angestellten einer anderen Organisation in das städtische Beamtenverhältnis handele. Genehmigung der Vergnügungssteuerordnung. Nach den vom Reichsrat am 9. Juni 1921 erlassenen Bestimmungen über die Vergnügungssteuer muß die bestehende Lustbarkeitssteuerordnung vom 24. Februar 1920 bis zum 15. Dezember 1921 abgeändert und die Genehmigung der Aufsichtsbehörden erteilt sein, andernfalls treten die Bestimmungen des Reichsrats an ihre Stelle. Da diese zum Teil erheblich geringere Steuersätze vorsehen als die bestehende Steuerordnung und in vielen Bestimmungen für die hiesigen Verhältnisse nicht passen, so war die Aufstellung einer neuen Steuerordnung erforderlich. Diese durfte von den Bestimmungen des Reichsrats nur bezüglich der Höhe der Steuersätze abweichen. Im einzelnen ist zu bemerken, daß in der neuen Steuerordnung als Neuerung die jetzt erst gesetzlich zulässige Bestimmung enthalten ist, daß die Unternehmer von Veranstaltungen, zu denen ein Eintrittsgeld erhoben wird, zur Ausgabe von Eintrittskarten verpflichtet werden. Die Wahl zwischen Kartensteuer und Pauschsteuer fällt damit fort. Ausgenommen sind Veranstaltungen, wie sie auf dem Send üblich sind. Im Einverständnis mit den Interessenten sind die Steversätze für die Kartensteuer nicht mehr als Zuschlag zum Eintrittsgeld, sondern als Hundertteile des Eintrittsgeldes, das auch die Steuer in sich schließt, festgesetzt. Da der Kartenzwang eingeführt ist, kommt die Pauschsteuer regelmäßig nur bei den Sendvergnügungen und bei Veranstaltungen von Vereinen, die kein Eintrittsgeld erheben, zur Anwendung. Die Steuerordnung lehnt sich möglichst an die Bestimmungen des Reichsrats an. Für Vorführungen von Licht= und Schattenbildern wurde die Steuer dem Vorschlage der Rechnnugskommission entsprechend auf 30 Proz.(statt 25 Proz.) festgesetzt und im übrigen die Vorlage genehmigt. Damit war die Tagesordnung erledigt. In die Kommissionen betr. die holländische Guldenschuld, welche nach dem Beschlusse der vorigen Sitzung zu bilden ist, wurden entsandt die Stadtvo. Stultz, Stemann, Wiegmann, Peters, Rincklake, Wilbrand und Lange. Eine Reihe von Eingaben wurde den betr. Kommissionen überwiesen. Schluß der öffentlichen Sitzung 8,30 Uhr; es folgte eine geheime Sitzung. 1 Z u r S i e d l u n g s f r a g e. Erwiderung auf die unter gleicher Ueberschrift in Nr. 451 des „Wests. Merk.“ vom 28. Sept. 21. veröffentlichten Ausführungen des Vorsitzenden des Rheinischen Bauernvereins, Freiherrn von Los. On seinen Ausführungen zu unserm Artikel vom 17. 9. (Nr. 432) sagt Herr von Loc: „In einem sind wir einig, daß die bisherige hung(des Siedlungswesens d. R.) eine absolut bürokratische war. Die Besserung nach dieser Seite wird aber nicht dadurch erzielt, daß die Siedlungsfrage dem Staate selber als Aufgabe überwiesen wird, sondern nur dadurch, daß sie den praktisch auswirkenden Kräften des Berufsstandes überantwortet wird. Richtig ist, daß die Siedlungsfrage bisher von politischen Motiven getragen war; von diesen wird sie aber auch am sichersten befreit, wenn sie dem Berufsstande gegeben wird. Wir stellen allerdings, und zwar auch im grundsätzlichen Sinne wie Herr v. Loé, die Forderung, die Siedlung vom Bürokratismus und von politischen Motiven zu befreien, haden aber von beiden Dingen unsere eigene Vorstellung und sind folglich auch hinsichtlich der Methode, dieses Ziel zu erreichen, anderer Ansicht. Wir haben gesagt, der Eingriff in das Bodeneigentum sei das Wesenselement der Siedlung. In diesem Sinne sei sie staatlicher Verwaltungsakt, der das höchste Maß von Verantwortungsbewußtsein des Staates selbst für sich in Anspruch nehme, und deshalb verlangten wir auch den autoritativen Staat selbst zum Träger dieser Verantwortung und einen behördlichen Organismus zum Vollstrekker. In dem Lesestückchen von der historischen Windmühle, an das Herr von Loi erinnert, ist uns nicht der sich beugende autokratische Monarch, nicht der Windmüller oder die Windmühle das Typische, sondern die über ihnen stehende unbeugsame staatliche Gewalt, auf die sich der Windmüller selbst dem autokratischen Monarchen gegenüber berufen konnte. Wir sind nicht geneigt, jede staatliche Maßnahme für Bürokratismus oder gar Staat und Bürokratismus für ein und dasselbe oder doch für untrennbare Dinge zu halten, und ebensowenig können wir zugestehen, das Interesse des Staates oder der Gesamtheit an der Siedlung sei kein anderes als das der landwirtschaftlichen Berufsorgan'sationen und deshalb seien sie die gegebenen neutralsten Träger der Verantwortung und der Ausführung. War bisher der Bürokratismus groß, so nicht minder die konjunkturale Ausnutzung wirtschaftlich und polit sch genommen) der Lage der Siedlung durch ihn. Unter beiden Uebeln ist sie abwegig geworden. Wir suchen die Mittelstraße des Rechtes und der Gerechtigkeit. Schon als sich die Kriegsgewinne in Bodenbesitz umzuspekulieren begannen, haben wir, um die Siedlung durch das rapide Steigen des Bodenpreises nicht aussichtslos werden zu lassen, u. a. den Vorschlag gemacht, man möge die Gütervermittelung in die Hand der Landwirtschaftskammern legen, dorthin gehöre sie, und einer Erweiterung der Zuständigkeiten der privatrechtlichen Siedlungsgesellschaften müsse vorgebeugt werden. Wäre dieser Vorschlag befolgt worden, so wäre damit schon der erste Schritt auf dem Wege getan worden, den Herr v. Los nun vorschlägt. Damals waren aber die Siedlungsgesellschaften konjunkturaler und heute untersteht fast der ganze Bodenbesitzwechsel und in seinem Verlaufe der Boden selbst von Gesetzes wegen ihrer Gewalt. Auch die wohlgemeintesten Vorschläge im Interesse eines geordne ten Siedlungswesens wurden gerade von den landwirtschaft lichen Organisationen ignoriert und ihnen das Bemühen entgegengestellt, der von der Kraft der Verhältnisse vorwärtstreibenden Siedlung durch Festigung der Privilegien des Grundbesitzes einen Damm entgegenzusetzen. Man wollte im letzten Augenblicke noch dieselbe Staatsgewalt für sich bin den, die wir für die Siedlung nicht minder in Anspruch nehmen wollen. Die Siedlung von der inneren Politik unseres Landes trennen wollen, wäre ein vergebliches Bemühen. Sie ist wirtschaftspolitische Maßnahme im Rahmen unseres Aufbaus und steht nicht an letzter Stelle. Was wir kategorisch nicht wollen, ist die Anwendung der Siedlung als wirtschaftlichen Kampfmittels zu politischen Zwecken nach dem Vor bilde der Ostmarkensiedlung. In den freiwirtschaftlichen staatsrechtlich unverantwortlichen Siedlungsgesellschaften ist die Möglichkeit einer derartigen Anwendung gegenüber den landabgabepflichtigen Besitzern wie gegenüber den Siedlungsanwärtern gegeben, oder vielmehr nicht beseitigt. Die Wehen der Gegenwart stehen in ihrem tiefsten Grunde mit dem Bodenbesitz im Zusammenhange, rein politisch so gut wie wirtschaftlich oder geschich lich, und darum hängt unsere Siedlung im Sinne einer Bodenfrage auch zwischen den beiden politischen Extremen von denen die Gegenwart und die Zukunft bedroht wird, zwischen dem Feudalismus von rechts und dem Ideokratismus von links. Wir müssen und wollen aus der Scylla des Feudalismus heraus, aber wir dürfen und wollen nicht in die Charybdis Städtisches. Münster, 19. November. * Die Pastoral-Konferenz für den Klerus der Stadt Münster ist im Gesellenhause am Montag, 21. November nachmittags 5 Uhr O Nuerwerbungen der Universitätsbibllothek, aufgestellt von Montag, den 21. bis Freitag, den 25. Nov. zu jedermanns Einsicht im Lesesaal(geöffnet vorm. 9—1. nachm. 4—10 Uhr): Cysarz, Erfahrung und Idee.— Engel, Geschichte der englischen Literatur. 9. Aufl.— Die Not der wissenschaftlichen Forschung in Deutschland.— Heman, Geschichte der neueren Pädacoc1k, 6. Aufl.— Schmidt, G., Eine heimatsiche Sprachschule.— Meisner Schleiermacher als Minsch.— Albertz. Die fynoptischen Streitgespräche.— Thomas v. Aquin: Texte zur allg. Moral, berausgegeben von Mausbach. 2. Ansl.— Lutherfeier in Worms vom 17. bis 19. April 1921.— Bühler, Klosterleben im deutschen Mittelalte-.— Ungnad. Retigion der Babylonier und Affyrer.— Soloveo Strafrecht vom S'andounkt der Sittlichkeit, übersetzt von Galin.— Hueck, Kündigung nach geltendem Recht.— Heymann, Weltkredit und Finanzreform.— Piechottka, Eleichberechtigung von Kavital und Arbeit.— Danner, Bedeutung der Binnenschiffahrt für die Volkswirtschaft.— Natorp, Ind'oiduum und Cemenschaft.— Gerkan Theater von P iene.— Weder, M., Fannn Lewald.— Thrneysen, Irische Helden= und Königssage bis zum 17. Jahrbundert.— Müller=Jabusch, Thersites. Erinnerungen von Garlieb Merkel.— Tagore, Nacht der Erfüllung.— Bullrich. Wie Englond den Krieg vorbercitete. Bd. 1.— Schwertseger, Poinea## und die Schield am Kriege.— Rote des deutschen Ausschusses für Oberschlesien.— Snowden, Durchs balschemistische Rußland, übersetzt von Statzl.— Huch. Der neue Nationatismus und die Schuldfrage.— Beckinchusen, Biefwechsel.— Predeek, Kritik, Künstler, Publikum.— Pringsbeim, Vorl=sungen über Zahlen= und Funkvionssahre.— Euler, Opera amnia. Ser. 1, 6.— Burckhardt. Funktionentheoretische Vorlefungen. — Föppl. Drang und Zwang.— Wens. Raum, Zeit, Materie. 4. Aufl.— Schulh. J. H., Seelische Krankenbehandlung. □ Westf. Provinzielverein für Wissenschaft und Kunft. Montag, 21. Novomber, abends 8 4 Uhr wird im Audito. rium Maximum Herr Professor Thomsen über die Katastrophen der Kulturvölker sprechen. Da die antiken Kulturvölker dem Untergang durch Aussterden und Verwischung anheimgefeillen sind, und den modernen dasselbe Schicksal droht, so ist es eine brennende Frage, durch welche Mittel und Wege einer solchen Latastrophe vorgebeugt werden kann. Armeldungen zum Eintritt in den Verein nimmt der Rendank des Vereins, Herr Museumssekretär Schröder, Landesmuseum, Domplatz, entgegen. * Die hiesige Handeiskammer hat vom 15. November 1921 ab neue Fernsprechnummern erhalten und zwar die Nununer 3360, 3331, 3332. des Ideokratismus hinein. Beiden Extremen gegenüber stellen wir uns auf den Boden der solonischen Frage:„Was nützen uns Gesetze ohne Sitten?“ Den besten Träger dieser Stientradition sehen wir im Bodeneigentumsrecht aber für alle gegenüber rechts und links. Mit den beiden Wörtern Feudalismus und Ideokratismus können wir den Gegensatz Im Rahmen eines Leitungartikelss nur summarisch andeuten und ihn an seiner Entwicklung kurz erläutern. Seitdem die revolutionären Ideen unter den Einflüssen der Fremdherrschaft im Befreiungsedikte vom 9. Oktober 1807 ihren ersten Erfolg hatten, ist unsere innere Politik Weiterentwicklung im demokratischen Sinne. Von hier an ist in unserm Staatswesen der Zug ins Demokrat'scho die Aktion zunächst zur Befreiung des monarchischen Systems von seiner gutsherrlichen Zubehörerschaft, von dem ständischen Mittelgliede zwischen Volk und Landesherrn. Zwischen beiden verblieb die Reaktion mit Krone und Voik im Kompfe um ihre alten gutsherrlichen Vorrechte. Was die französische Revolution von unten herauf gemacht hatte, wollte Ste.n von oben herab machen durch Abbau von oben. Wäre dieser Grundsatz in weiser Geltung bis in unsern Tagen befolgt worden, so hätte uns der radikale Zusammenbruch der Landesverfassung vielleicht erspart bleiven können. Reihen wir einmal die seudalistische Gegenströmung gegen die Steinsche Reform, die langen Verfassungskämpfe, die das Volk um entscheidendere Ankeilnahme an den Geschicken des Landes geführt hat, aneinander bis herauf zu den Kämpfen um die Osterbotschaft mit ihrem gleichen Wahlrecht und der freien Bahn für den Tüchtigen, um die Kriegsziele der Vaterlandspartei mit Landokkupation für die Setlung, so enden wir in der Politik notwendig an einer Stelle, die für die Siedlung die Scylfa bilden muß. Wir denken dabei aber nicht an eine ausschließlich parteipolitische Abgrenzung der Abneigung gegen die Siedlung, d. h. des Kampfes um Siedlungsland, sie bildet v'elmehr einen inneren wirtschaftlichen Gesensatz in allen Rechtsparteien. Was der Feudalismus an eigenem ständ schein Einfluß eingebüßt hat, hat er sich in der Führerschaft der berufeständischen Organisationen der Landwirtschaft zurückervvert. Die Führeneden mit der starken Betonung der drohenden Gefahr für das Eigentum in den Bauernvereinen richteten sich gegen die Landabtretung für die Sedtung und galten nicht nir so nebenher dem Fomilion. sideikommiß, dem rechtlichen Träger des traditionellen Feudalismus, aber nicht des Eigentums. Auch wer die Monarchie für das deste Staatswesen hält, kann den Feudalismus nicht wollen. Geht man nun von der anderen Seite der Sache auf den Grund, so ist das Streben, alles der bestehenden Rechtsordnung entgegen nach abstrakten Vernunftbegriffen zu ordnen, der Jdeokratismus, die treidende Kraft der Aktion, die die Geschichte unseres Landes in allen ihren Wechselbezirhungen bilden und entwickeln will. Der Idcokratismus nimmt seinen Ausgang von der theologischen und dann philosophischon Voraussetzungsmöglichkeit, die die Orundlogen der Sitte und damit des sich aus ihr entwickelnden Rechts beiseite geschoden hat. Mit der Voraussetzungslosigkeit ist er international geworden, aber hat es nicht den Anschein, als ob die ganize West dem Lande der Deuker mit Keinenschlägen den Dank abstattet für die Wssenschaft, die sie sich des ihm geholt hat? In unserm Lande wirkt sich der Ideokratismus konkret am stärksten im Sozialismus aus. Das Phantom, von dein er ausgeht, ist ein Elendszustand der werktätigen Menschheit, des Proletarismus, der vom Monopolismus erzeugt werde und folglich im Privateigentume seine Ursache habe. Sein Ziel ist deshalb die Auflösung des Peiogleigentums in Kommunierus, als das aleiche Ei für alle. Gäbe es wirklich einen solchen Elendszustand übersieht der Sozialismus, daß er nicht im Eizentumsich seinen Grund haben muß, sondern nur in seinem brauche. Nur vom Privateigentum wird die ganze Ga schaftsordnung getragen und für seinen Kommumismudem Sozialisnuns die wesentlichste Voraussetzung: eine in# hmeinpassende Menschennatur, die sich mit abstraktem ten nicht schaffen läßt. Er verleugnet die reale Nau# Menschen, den er somit gegen seinen Willen glücklich magg will, und katsächlich in Knechtschaft führt. Sozialismus### Kommunlsmus sind ein und dasselbe. Der Weg zur Maawar ihm die Proletarisierung der Massen, und alles, wogg. sördern konnie, war ihm recht, und was sie behindertvon ihm bekämpft. Aus seinem Prinzip heraus war er#. verbitterista Gegner der Siedlung; wer sich Bodeneigent, erwirbt, kann den Kommunismus nicht wollen. An der markensiedlung gesiel ihm nicht der Erfolg, sondern nur d#. am Eigenum und der Gesellschaftsordnung rüttelnde m. thode. Die in den letzten Jahren zunehmende Fideikomme. bildung war ihm zumehmende Monopolisierung und Proletarisierung: er stand auf ihrer Seite. 86m In der grundsätzlichen Gegnerschaft des Soziassmzum Privaleigentum liegt auch seine grundsätzliche Geong. chaft zur Siedlung. Wo von einem revisionistischen Sazig. lismus die Rede ist, handelt es sich nur um ein Zugeständne an die Methode. Mit der Wendung von der Revolutson u. Evolution prolongiert der Sozialismus nur seinen Wecziauf die Zukunft. Die Siedlung, die er sördern will, soul sie unter Formen vollzichen, die den Kommunismus anbahnen Auch im Görlitzer Programm ist der Satz von der Vergesen, schaftung des Grund und Bodens bestehen geblieben. Di. selbe Methode der Siedlung, duich private Unternehmungen die unter dem atten Regime die Regierung vor der Veran, wortung schützen sollte, ist heute seine Sozialisierungsmethad, Alles in den Verkehr kommende Siedlungsland unterlen dem Zugriffsrecht dieser Unternehmungen und dieses Zu griffsrecht behalten sie, weil sie an allem durch ihre Hanz gegangenen Lande für alle Zukunft das Vorkaufsrecht##. halten. Was die Siedlungsgesellschaften weiterhin noch er, reichen werden, wird uns die nächste Zukunft schon sehren Hinter dem von Herrn von Los als Blüte schlimmster An kritisierten Gesetzentwurf über den Verkehr mit landwirt, schaftlichen Grundstücken stecken sie, und die nun zu erwäh, nende Bodenreform. Im Sozialismus ist der Ideokratismus Geistesströmune einer politischen Partei und übt in ihr unmittelbere Einfluß auf den Gang der Dinge, soweit ihre Macht und ide Einfluß reichen. Der allgemeine Zug nach links außerhalt dieser Partei, von dem man nedet, hat seine Ursache zum nich gerlngen Teile aus einer rätselhaften Bodenfrage heraus der Bodenreformbewegung, die in dem Freimaun Adolf Damaschke ihren Mittelpunkt hat. Die Sozialdenekratie spricht ihren Gegensatz zum Privateigentum mit den Worte„Kommunismus rücksichtslos klar aus, während### Bodenreform mit ihrer biegsamen Formel von dem zu schafsenden Recht, das jeden Mißbrauch mit dem Grund ind Boden ausschließt, und dem unverdienten Wertzuwachs, der der Gesamtheit zugeführt werden soll, im Trüben sicht Sozialismus und Bodenreform stammen aus einer Quesse. sind beide gleich international, haben eine gemeinsame Geschichte und die Beweisführung des einen aus ihr, ist auch die der anderen. Die Bodenreformformel ist kein Parteiprogramm und kennt deshalb auch den revolutionären Weg zur Macht und zum Ziele nicht, aber soweit der Sozi lismus sich evolutiomstisch gemansert hat geht die Bodenreform offon an seiner Seite und sind sich beide gegenseinz Stütze und Hilse zum gleichen Ziele. Mit der Wertzuwachsteuer ist wohl zum ersten Male der Weg beschritten worden, wirtschaftliche Ungleichheiten durch die staatliche Steuermaschinerie auszugleichen. In Wirklichkeit ist sie en Opfer des Ansiedlers an die Gesamtheit, denn er ist es, der den unverdienten Wertzuwachs, den man wegsteuert, aufbringen muß. Hinter der Wer zuwachssteuer her gehen heute Sieuern und Abgaben denselben Weg,(Kohlenpreisaufsähl für den Ruhrsiedlungsverband, Mietsteuer), um die Mitte zur Förderung des Wohnungsbaues zu decken, an der das sich in der Bodenresonn ass milierende Bauspekulantentum der größte Interesse hat. Von dem gleichen Niveau der alten und neuen Mieten erwartet die Bodenreform die Abwann rung der Mieter in Eigenheime nach ihrer neuen Rechtskonstruktion, um diese so an den Mann zu bringen. Das Heimstättenrecht ist der Vorstellung en'sprungen, alle Haus= un Grundbesitzer seien von vormherein bei irgend einem Geselschaftsreprasentanten unter Kuratel zu stellen, um ihnen en# spekulative Auswertung ihres Eigentums unmöglich machen. Notorische Trunkenbolde stellt man mit Recht unter Kuratel, aber die ganze Menschheit unter Kuratei stellen wollen, weil sie einmal dem Trunke verfallen könnte, ist Ansinn. Das Damaschke'sche Recht ist seelen= und sittentos, ei ist das Recht auf Knechtschaft für den, der sich selbst nicht belsen kann. Wir legen das Gewicht auf eine seelisch=sittliche Hebung und bessere Wertschätzung eines Eigentums. Wievielen von den Millionen Kleinhauseigentümern ist unter denr heutigen Notverhältnissen ihr Eigentum seil, selbst wenn man ihnen Schieverpreise böte? Durch die Bodenreformstrebungen sind die breiten Massen des Volkes und sein Führer mit dem sozialistisch=kommunistischen Ideokratismus insiziert worden. Die Bodenreformepidemie trübt uns mi ihren unklaren Fermenten die Gorenwart mehr zur Charztbis als der klar ausgesprochene Sozialismus. (Schluß des Berichtes folgt.) Provinzielle Nachrichten. c' Herford, 19. Nov. In der Or'schaft Holsen nahe dei Bünde macht ein Hellseher von sich reden, der in der ganzen Gegend unter dem Namen„Holser Hinnerk“ bekannt ist. I der letzlen Zeit hot er, wie man dem„Lübbecker Kreisblatt schreibt, des öfteren vorbeigesehen. So kam ein Gastwirt### ihm, der für Ueberschreitung der Polizeistunde ein Strafmas daut bekommen hatte und gern den Angeber wissen wollt. Der Weisheitsspruch lautete:„Wenn du aus deiner Hausm tritist und blickst gen Osten, dann findest du den Denunzial ten. Und zusällig lag im Osten des Haus eines Berufskollgan, der doch nin unbedingt der Uebeltäter sein mußke. Einer scharfen Auseinandersetzung folgte ein Beleidigungprozeß, der durch Vergleich beigelegt wurde. In einem ar deren Falle halte ein Landwirt, dem ein gutes Roß gestohen war, Hise von Hinnercks Hellseherei nach der Erlegung einentsprechenden Odolus erfleht. Hier hieß der Spruch. auf einer bestimmten Stelle der Landstraße ihm sein gestor lenes Rößlein begegnen würde. Und in der Tat ihm ein Wagen mit zwei Pferden, von denen eins ihm fter dig zuwiehrrte. Dem Fuhrwerksführer wurde der Diegsiat auf den Kopf zugesagt; dieser sprang entrüstet vom Boa unlief davon. Der Landwirt eber zog mit seinem nd gehört nun zu Hinnerks treuesten Freunden. Doch ler sen sich Bürgen für dieses Ereignis nicht auftreiben. 2 Bochum, 19. Nov. Der Polkumer Raubmord. D Oberstaa sanwalt macht bekannt, daß auf die Ermittlung“ Raubmörder, die am 13. d. M. morgens zwischen 4 und Uhr auf dem Gehöft des Landwirts Eberhard Luthe zu Vor kum bei Datteln den Stiessohn des Eigentümers, Büßmann, erschossen und Sachen im Werte von 12000 M geraubt haben, eine Belohnung von 5000 Mark ausgesetzt“ Die guse, anld Gell und Großmutters Kaffeetisch! Erinnern Sie sich der sparsamen alten Dante die immer über den teuren Bohnenkaffee kleg Damals!!— Dubei wurde ihr Kaffee wegen seines kräftig“. Fromas und schönen goidbraunen Jons allgem gerühmt. Und ihr Geheimnis?— Blebers Carlsbader Raffeegewürz! schchen nur in seinem 5/3 d die ganze Gek. vantne sehung: ein in ue # abstraken da die reale Natur Uen, glücklich machez „Sezialisnus—7 Der Weg zur Macz sie bebiuder. sie behinderte, beraus wer er ig. Bodeneigenta vollen. An der D. olg, sondern nur de nung rühtelnde De. ilerung gut. lisierung und dam 16. ist des Sozialsuug rundsätzliche Gegren visiomistischen Sozio, der Revolulgng, nur seinen Betsä sördern will sol(d nunismus anbahrer itz von der Bergech. hen geblieben. Die, alte Unternchznungen, ung vor der Verau, zichilsgungsmethech. lungsland unterkez sen und dieses Zu em durch ihre Han) as Vorkaufstechl kr n weiterhin noch er Zukunft schon lehren Zlüte schlimmster Au erkchr mit landwrtdie nun zu erwähmus Geistesströmung in ihr unmittelberen t ihre Macht und ir nach sinks außerhal eine Ursache zum nich Bodenfrage beraus a e in dem Fremaum #d. Die Sozeldenvateigentum mit dm lar aus, während b nel von dem zu schacfmit dem Grund ud en Wertzuwach, dr II. im Trüben sich. en aus einer Dueite eine gemeinsame 6e n aus ihr, st aucdbe ist kein Parteiporevolutionären iber soweit der Sozo hat, geht die Boden sich beide gegenseilg Mit der Werizuvace seg beschritten worden n. Burch, die soalise Wirklichkeit ist sie en it, denn er ist es, der man wegsteuert, au steuer der gehen heu „Johlenpreisanch## leuer). um de Miui decken, an der das 1 auspekulantentum be hen Riveau der alen greform die Abwann hrer neuen Rechslor bringen. Das Heir ungen, alle Hauge. irgend einem Gese stellen, um ihnen### ntums unmöglich m man mit Recht, unte under Kurates lele 8 erfallen könnte, ist Ur elen= und Ittenlos, 6 der sich selbst ucht beiuf eine seeischsütniche ies Eigentums. Weentümern ist unter du um seil, selbst wen ch die Bodenreformddes Volkes und kin stischen Ideokratimmts pidemie trübt uns mi vort mehr zur Charstellemus 's Berichtes folgt) chrichten. schaft Holsen naße b1 den, der in der ganger unert“ bekannt ist. 31 „Lübbecker Kreisblau“ o kam ein Gastwir zu eistunde ein StrafnanAngeber wissen wolle. du aus deiner Hausik sell du den Denunzon# haus eines Verufskole Uebeltäter sein muiße. lgte ein Beleidigungs wurde. In einem a. in gutes Roß gestohe lach der Erlegung eims hieß der Spruch, daß straße ihm sein gestoh in der Tat begegneis n denen eins ihm fru# er wurde der Diebstah entrüstet vom Bock u nit seinem Freunden. Doch lr sicht auftreiben. umer Raubmord. auf die Ermitlung 7 gens zwischen 4 Eberhard Luthe zu Bo: Is Eigentümerz, Jft Verte von 12.000 Mal 000 Mark ausgesetzt“. * Sell Nr. 638. Erstes Blatt.. Beclihe Bata. Ds slier boagen dent brigen d Schuicht. den diren der Täler wird folgende Beschreibung gegeben: 25—30 Jahre alt: große schlanke Statur, ettva 175 Zentimeter groß, schmase Gesicht, anscheinend ohne Bau, oder doch mur mit spärschem Bartwuchs oder mit gestutztem Bart; Bekleidung vermutlich Ballonmüßze und Wickelgamaschen. 1 Köln, 13. Nov.„Aenderung der Gehalts- und Lohnverhältnisse der slädtischen Beamten, Angestellten. u. Arbeiter, sowie Deckung der Kosten“, so lautete der Punkt der Tagesordnung der gestrigen Kölner Stadtverordnetensitzung, die mit anderthalbstündiger Verspätung begann, weil man vorder noch in Sitzungen der Fraktionsvorsitzenden und der Fratzggg, die Lag zu lären versuche, die durch einen Spruch des Schlichtungsausschusses in der Frage der Entsöhnung der städtischen Arbeiter geschaffen worden war. Das Angebot der Stadt an die Arbeiter würde 78 Mill. 2A sährlichen„Wehraufwandes erfordert haben, während der Spruch des Schlichtungsausschusses Mehrkosten in Höhe von 9 1 Millionen Mark jährlich erfordern wird. Für das Rechnungssahr 1921 betragen die Mehrkosten nach dem städtischen Angebot 29.25 Millionen, nach dem Spruch des Schlichtungsausschusles 37 Milionen Mark. Die Verwaltung erbat die Zustimmung zum Spruch der Schlichtungsausschusses und gleichzeitia die Zustimmung zur Umrechnung der Gehälter der städtischen Beamten und Angestellten nach der Neuregelung der Beamtenbesoldung und der Ruhegehälter im Reich. Die Umrechnung soll sich nicht auf einzelnen Beigeordneten gewährte Zulagen erstrecken, da in dieser Hinsicht eine geordnete Regelung vorgesehen Ist. Oberbürgermeister Dr. Adenauer bemerkte bei dieser Gelegenheit, daß man sich zum ersten Male nicht über die Deckungsfrage klar sei, da man sa erst seit wenigen Stunden den Beschluß des Schlichtungsausschusses und damit den Mehrbetrag genau kenne, der jährlich 238 Millionen betragen werde. Der Oberbürgermeister verwies die Deckungsfrage deshalb auf die nächste Sitzung, bemerkte aber ausdrücklich, daß die Stadt Köln ohne Reichshilfe nicht in der Lage sein werde, die ungeheuern Mehrausgaben von sich aus völlig zu decken. Die Aussprache der Partoien zu diesen Anträgen der Stadtverwaltung war natürlich aufgebaut auf der Notwendigkeit, die verlangten Mittel zur Neuregelung der Besoldung der städtischen Beamten und Angestellten nach dem Beispiel des Reichs bewilligen zu müssen, wie sie auch nach Lage der Dinge zezwungen waren, dem Spruch des Kölner Schlichtungsausschusses ihre Zustimmung zu erteilen. Ueber diese notwendige Zustimmung hinaus gab es natürlich bei den einzeinen Parteien Sonderwünsche und Bemängelung, da nun einmal allen Tarifen und Klasseneinteilungen Mängel anhaften müssen. Bedauert wurde vor allem, daß die untern Beamtenklassen gegenüber den höheren in der neuen Besoldungsordnung verhältnismäßig schlecht abgeschnitten hätten und daß vor allem denn doch den behördlichen Spitzen eine überaus große Erhöhung ihrer Bezüge gewährt werden solle. Besondere Bedenken erregie auch in der Aussprache die Deckungsfrage, die von Köln allein nicht gelöst werden könne, o daß Reichs= und Staatshilfe unumgänglich notwendig sei. Der Redner der Kommunisten konnte es sich auch gestern nicht versagen, durch die üblichen Plattheiten und persönlichen Angriffe die üblichen Skandalszenen herbeizuführen. Schiedssprüche. G Uhlen, 19. Nov. Unter dem Vorsitze des Stadtrate Klostermann als Vertreter des Reichs= und Staatskommissars wurde am 15. d. M. in Ahlen über die Gehaltssorderungen, der Angestellten des Kleinhandels verhandelt und für die Zeit vom 1. Oktober bis 31. Dezember 1921 abgeschlossen. In den beiden ersten Gehaltsklassen wurde die Zahl der Berufsjahre von 19 auf 16 herabgesetzt. In der ersten Gehaltsklasse werden für die Angestellten vom 4. bis 16. Berufssohre(17 bis 30 Jahre) in entsprechender Staffelung 675 bis 1700 Mark gezahlt, in der 2. Gehaltsklasse vom 8. bis 16. Berufsjahr 1050 bis 1800 Mark, in der 3. Gehaltsklasse vom 17. bis 19. Berufsjahr 1500 bis 2150 Mark. Für Verheiratete wurden 250 Mark Verheiratetenzulage und 50 Mark Kindergeld pro Kopf festgesetzt. O Hamm, 19. Nov. Am gleichen Tage einigten sich die Transporlarbeiter von Hamm mit ihrem Arbeitgeberverband aus einen Wochen=Spitzenlohn von 400 Mark für den Monat Norember und 435 Mark für den Monat Dezember. Neueingeführt wurde ein Hausstands= und Kindergeld von se 9 Mark die Woche die Akordsätze für Hafenarbeiter wurden ebensalls geregelt. * Unna, 19. Nov. Ein außerordentlicher Schlichtungsausschuß unter dem Vorsitz des Referenten Linle als VerEeter des Reichs= und Staalskomm ssars fälle an 13 d. M. einen Schiedsspruch für die Metallindustrie Uuna und setzte eine Teuerungszulage von 20 Prozent in der Zeit von 1. Nover iber bis 15. November 1921 und von 30 Prozent in der Zeit vom 16. November bis 31 Dezember 1921 für alle Arbeiter auf die bisherigen Tariflöhne fest. = Essen=Ruhr, 19. Nov. In dem Lohnstreit zmischen dem Arbeilgeberverband für das Baugewerbe in Rheinland und Westsalen und den zuständigen Bauarbeiterverbänden dat das Lohnamt folgenden Schiedsspruch gefällt: Es erhalien Facharbeiter eine Lohnerhöhung von 3.80 Mk. se Stunde auf den bisherigen Tariflohn Bauhilfsarbetter eine solche von 3.80 Mt. se Stunde. Tief= und Platzarbeiter eine solche von 8 Mk. Diese Sätze sind rückwirkend einschließlich 7. Nopember 1921. Sport. = Deutsche Jugendpraft. Zwei Sensationen wird der hentige Tag bringen. Voll Spannung sicht man dem Trefsen M.=Ueberwasser—M.=Süd entgegen. Ein harter Kampf ist zu erwarten, beide Mannschaften gehen mit den besten Aussichlen in den Strelt. Bei lieberwasser wird die Verteidigung ausschlaggebend werden für Sieg oder Niederloge. Spielbeginn 3 Uhr Sentruperplatz. Boktrop wird Buer=Erle einen scharfen Kampf Uefern und knapp gewinnen. Grullbad=Wacker 20 wird einen aussichtslosen Kampf gegen Buer=Witte liesern, wenn Buer=Witte vollständig antritt. Handels-Nachrichten. * U m t a u s c h p o l n i s c h e r B a n k n o t e n. W i e u n s m i t g e t e l l t wird, ist die Bank Prsemyeloweöw-Industriebank, Berlia W 8. Frazösische Straße 15 von der Polska Kraiowa Kasa Posyezkows in Warschan(Pinische Staatsbank) mit dem Umiausch der mit dem 13. Derember 1921 aulber Kurs gesetzlen polnischen Banknoten der nachbensnnten Kategorien beauftragt: 500 NackBanknoten datiert vom 13. Januar 1919(1Satyeznis 1919 r.) verschen mit den Unterschriften: St. Karpinskl, Chamiee und Karpus. 100 Mark-Banknoten datiert vom 13. Februar 1919 13. Jutego 1919 r.) verschen mit den Unterschrilten: S. Kar piaski, Chamiee und Karpus, auf rosa.weillichem Papier, mit Kosciuerko-Abbildung. 1000 Mark-Banknoten datiert vom 13. Mai 1919(13. masa 1919%.) verschen mit den Unterschriften: E. Adam, J. Parzycki und M. Karpus, auf ross-weißlichem PaPier, mit Kosciuerko-Abbildung. Genaue Bedingungen, unter beichen der Umtausch erlolgt, werden noch durch die Tazespresse bekanntgegeben. Kochs Adlernähmaschinen-Werke, A.-G. in Blelefeld. In der auderordentlichen Hauptversammlung, in der 19 Aktionäre 23 000 M Aktien vertraten, wurde der Aatrag der Verwaltung auf Erhéhung des Aktienkepitals durch Ausgabe von 90000 Mi Vorzugsaklilen, die man mit der Gelahr einer ineder ausländischen Ueberfremdung begründete, einstlimmig antenommen. Die-Vorzugeaktien, auf die zunächst 28 Proseat eingerchlt werden sollen, werden an eine durch das Bankhaus barmang Padertein in Bieleleld vertreiene Cruppe aum Nennbegeben. und zwar unter Auschluß des Bezugerechtes der MAktliosäre. Sie sind vom 1. Jhnuar 1922 ab diridendenberech841 für das tsteichlich eingerchlte Kapitel. Sie werden mit einer Sprozentigen Vorzugs-Dividende und Nachzahlungerecht ausggestattet und im Fall einer Liquidation mit 100 Prosent verab eingelöst. Sie erhalten vierlaches Stimmrecht. * Mansenmannr öhren. Werke in Dösseldort. Die Mansesmanaröhren-Werke letes ihren Abschluß für 1921 krei vor. Der Rohgewins beträgt 221 717 790(104 229 356) M. Von ihm eind abzusetzen die Unkosten der Betriebsstätten und der Hauptverwaltung mit 49731 191(22938011) M. ein Wertberichtigungehoate erhält 30 Milionen(0) M. Steuern erfordern 34692341 (23 809 836) R. Abschreibungen 3683 122(7321.279) A. Der Angestelltenfürsorge ist im Berichtsjahr ein Betrag von 3 Mill. Mark überwiesen worden. Es verbleibt ein Ueberschus von 84 441 703 S1 133739 M. aus dem 6 Prosent Diridende aul die Vorzugenkties und 30(20) Prozent Dividende auf die Stammaktien ausgeschättet werden und zicke 49(22) Mill. M4 den Röcklagen überwiesen werden sollen. Rechaet uen die Dotierung der Rücklager, die Abschreibungen und die Ihptisrung des Werkerhaltunger aatos zusammen, so zeizt sich, daß des Unternchmen aus dem Ertrag des laufenden Geschäfte cn. 103 Null. M den Reserven zngelührt hat, bei einem eingezahltes Aktienkapital von 89.75 Mil. M. Ferner hat die Gesellschaft einen Anteil von 60 Prozent ihrer beiden Saarwerke Bous und Saarbrücken an die Socisté des Acitries et Ueines 4 Tuber. de Ie Sarre“ abgetreten, wobel sich nach Abschreibungen von 4725 894 M ein Buchgswinn von 178 949 703 M ergeb, der einer „Rücklage für Neuanlagen als Ersats der Saarwerke überwiesen wurde. Nach dem Geschäftsbericht konnte auf allen Werken der Gesellschaft ein regelmäßiger Betrieb, wenn auch zeitweise aur mit recht knappem Auftragebestand, aufrechterhalten und die Jahreserzeugung degenüber dem Vorjahr noch erhöht werden. Die Abnahmeverplichtung für 40 Prozent der Förderung der abgetretenen Saarwerke wurde gelöst, dabel der Höhe der Herstellungekosten der Saarwerke, in erster Linie vesursacht durch Einführung dr Frankenwährung, der Verkauf aur unter starken Verlusten möglich war. Die Stahlverkaaglagen der Crülich von Landebergschen Elektrostahl- und Metallwerke G. m. b. H. zu Greveabr öck wurden für Sicherstellung des Rohmaterialbedaris für die Erzeugung hochwertiger Quali. lätebleche erworben. Im Erzgrubenbesitz der Gesellschaft wurden die Aufschliebungearbeiten lortgesetst. Die MannesmannRöhrenwerke Ges. m. b. H. in Komotau haben im Geschäftsjahr 1920121 günstig gearbeitet. Die Dividende dieser Gesellschaft für das genanste Jahr ist mit 30 Prozent in Aussicht 4e. nommen. Sie hat im Berichtejsahr die Nichrheit der Aktien der Freistädter Stahl- und Eisenwerke A.-C. in Freistadt(Techechoelowakei erworben, um den Stahlmaterialbedart für das Röhrenwerk in Schönbrung von dort zu decken und ihr industrielles Programm durch Hinzutritt von Stabeisen, Blechen, Preßteilen und Schmiedestücken zu erweilern. Ferner übernahmen die Mannesmannröhren-Werke, C. m. b. H. in Komotau einen Teil der neu zur Ausgabe gelangenden Aktien der Prager EisenIndustrie-Gesellschaft, Prag, um zur besseren Sicherung ihres Bedarfe an Stahl eine innigere Fühlung mit dieser Gesellschaft zu gewinnen. * Stahlwerk Becker, A.-G. in Willich. In der Angelegenheit des schweizerischen Kohlenlieferungsvertrages des Stahlwerk Becker, über die in der Hauptversammlung am Dienstag keinerlei Mittellund gemacht wurde, verlautet, daß die Verhandlungen mit der Reicheregierung in dieser Frage noch nicht abgeschlossen eind. In Verwaltungekreisen des Stahlwerk Becker rechnet man jedoch mit Sicherheit darauf, daß die Angelsgenheit eine der Auliassung des Stahlwerke Becker entsprechende Erledigung finden wird. Die Schweizer Gruppe, die auf der Hauptversammlung des Stchlwerke Becker durch Prolessor von Salis einen größeren Aktienbesitz vertrat, ist auch sehr stark an der neugebildeten Steinkohlengesellschaft betelligt, in die bekanntlich die Zechen Präsident und Herbede eingebracht werden, doch soll das Stahlwerk Becker mit einem Aktienbesitz an der Zechengesellschaft, vor allem aber durch den Besitz an Vorzugeaktien mit 10fachem Stimmrecht einen ausschlaggebenden Einfluß erhalten. Daß die großen Banken sich vom Stahlwerk Becker zurückgezogen haben, wird aus Verwaltungekreisen lediglich damit erklärt, daß die Gesellschaft sich durch die jetzige Finanstranaktion, die ihr die Tügung aller Verpflichtungen ermögliche, von den Banken unabhängis semacht habe. Die Durchführung der Trarsaktion liegt nach dem Austritt der Großbanken anscheinend ausschließlich bei der Industriellen Bankgesellschaft in Düsseldorf, einer von den Brüdern Becker gegründeten Gesellschaft, die in der Hauptversammlung des Stahlwerke Becker 120 Millionen Mi Aktien vertrat. Bet dem neu in den Aufeichtrat dewählten Bankdirektor Schmidt(Uim) handelt es sich um einen Bankdirektor a. D. der Mitglied des Aufeichterate der Württembergischen NotenGank ist, sonst aber keiner=größeren Aktienbank vorstcht. AEG. Berlin. Der Reingewinn wird ausgewiesen in 62383 686 M gezen 45707332 M im Vorjahr, nachdem 100 Millionen(nicht 10 Mill) ale erste Rate für Errichtung eines Werkerhaltungekontos überwiesen eind. * Permutit A.-O. in Berlin. In der Ceneralversammlung wurde die Verteilung einer Dividende von 1s Proz.(i. V. 12 Proz.) beschlossen. Es wurde ferner die Erhöhung des Aktienkapitals auf 1o Mil. M beschlossen. Diese Erhöhung wurde mit der Ausdehnung des Geschäftebetriebes, dem Bau eines neuen Werkes in Rathenow und dem Steigen der Rohmaterialienpreise motiviert. In den Auteiehesrat wurden neu gewählt der Reichsminister a. D. Dr. Rathenau und Generaldircktor Dr. ing. h. c. Albert Wirt. Die Gesellschaft ist für die nächsten Monate voll beschäftigt. * Prridin-Schwetelsäure. Aus dem Ruhrberirk, 16. Nov. 1921, schreibt man der KV.: Die beim Kokerei-Veriahren ge. wonnenen Nebenerzeugaisse Rohbenzol und Solventnsphihe enthalten, so wie die nach einmaliger Destillation des Vorerzeugnisses gewonnen werden, geringe Mengen von Prridiabasen. Diese werden bei der nachtolgenden Behandlung mit Schweielsäure vernichtet und vermehren somit den Verbrauch von Schweteleäure, die besonders jetst sehr knapp ist, wenn auch zwar nur wenig, so doch zwecklos. Diesee Pridin ooll aunmehr nach einem neuen Verfahren gewonnen werden, weil es dauernd sehr hoch bezahlt wird. Die Gewinnung testaltet sich folgendermaßen: Unter Benutzung der vorhandenen Apparate wird vor der üblichen Behandlung mit starker Schweieleäure eine Auswaschung mit weniger, verdüanter Schweielsäure eingeschaltet. Die verdünnte Schwefelskure wird dabei so oft und lange für den gleichen Waschvorgang benutzt, bis eie soviel Pyridinbasen enthält, daß sie verkaulslähig ist. Für die Aufsammlung und den Versand sind verbleite Eisenlässer erforderlich. Die Gesellschalt für Teerverwertung(Duisburg) wird diese Prridin-Schwefeleäure zu schr günstigen Bedingungen abnehmen, wührend die Gesellscheft für Kohlentechnik, C. m. b. H.(Dortmund), es übernehmen wird, dieses Verkaufserzeugais auf Abestzfähigkeit zu überwachen und auf Prricia zu aneiyeieren. Gegenwärtig werden für das kg. Pri. din 28 M gezahlt; es sicht auch nicht zu befürchten, deß eich der Preis demnächst erheblich verschlechtern wird. Trote der geringen Rengen von Pyrichia, die aber ohne große Rühe ge. wonnen werden, ist der Gewinn doch ziemlich erheblich. Lett man die Jahreserzeugung einer mittleren Kokerei mit etve 4000 Tonnen Rohbenzol und Solventnaphthe bei einem durchschnitlichen Gehelt von 0.1 bis 0.15 Prozent Prridia zugrunde, so ergibt sich ein Entiall von eiva 3 Tonnen Pridia, die einen Wert von mindestens rund 100000 M bedeuten. * Ein deutsch-brasilianisches Kaffeeabkommen. Ein aus Sao Paulo vom 1s. November datierte Meldung der„Agencis Americana“ besagt, daß in der Kafleefrage zwischen der brasillanischen und der deutschen Regienung ein Abkommen abgeschlossen gein soll, das dem Staäte Sao Paul einen Gewinn von 120000 Contos bringen wird. Wie das„Verl. Tageblatt“ hört, handelt es sich bei diesem Abkommen um eine Regelung der Verplichtungen Deutschlands aus Artikel 263 des Friedensvertrages. Dieser Artikel besagt, das Deutschland der brasilianischen Regierung die„Rückzahlung aller bei dem bankhause Bleichröder in Berlin hinterlegten Summen, die auf dem Verkauf von Kallee des Staates Sao Paulo in den Hälen von Hamburg, Bremen, Antwerpen und Triest herrühren“, gewährleisten soll. Die in den angegebenen Häten lagernden Bestände waren Valorlsationskalfese, die zu Ausbruch des Krieges beschlagnahmt wurden. Inwieweit bei dem Abkommen ein Gewinn für den Staat Sse Paulo herausspringt, 1aße sich zunichst nicht feststellen. KOeie und Felle. (Marktbericht der Firme Karl Heiur. Stöber, Hemburg! Talgiettelure 28 M. Leinel rob rein 38 M. Leinölfiraie 39 M. Leissliettekure 40 M. Riziausl I. Pressung 3p M. Plansenolett. sdure 32 M. Kokospelmkeraslettelure 35 M. Kokossl roh 43 M. Dorschtrag, belblank 29, braunblank 26, dunkelbraun 17.30 M. Rindertalg bell 31 M. Terpentinsl, amerikanisches 90, kranzssisches 90, nordisches 38 M. Parallin 30/2 24 M. Ceresia 30/4. asturgelb 26 M. Abdeckereifet 30 M. Schellack TN. Orange 390 Mark. Rubis AC. 380 M.“per kg. astto inkl. Verpackung versollt ab meinem Hamburder Lager. Nordischer Kienteer 1160 Nark. Schwedicher Mellerteer 1293 A. per 100 kg, inkl. ab meisem Hamburger Lager. Steinkohleateer, dünnfl. der, wassertrei dest. 230 M. Buchenholsteer 193 M. Karbolineum, mittelhell 237, au Obraun 200 M. per 100 kl. enkl. Faß ab Lager. Lederleim 44 M. Kacchenleim transg. 11 M. Telelmischleim 17 M per k4 bis inkl. Verpackung ab meinem Hamburger Lager. Obige Noderunges geben nur des ungelähren Stand der Preise an. Bet rahiger Haltung wor der Markt lest. 4 Sountag, 29. Rovember Textil-Inudstrie. * Bremer Julespianerei und Weberei A.-G. Bremen. Die auberordentliche Hauptversammlung, in der 9 Aktionire 1924 Stimmes vertraten wählte neu in den Auleichtat Direktor Max Weil und Rechtsaawalt Dr. Oppenheimer, beide von der Firme Max Weil A.-C. für Jute, und Flacheindustrie in Düsseldort, die kürzlich das Kapital der Bremer Jutesgianerei und Weberet erworben hat. Direktor Jung hat sein Mandat ale Auleichteratsmitglied aiedergelegt. * Eine Interessengemeinschalt der Plauener Spitzenindustrie der alle maßgebenden Firmen angehören, wurde geschlossen. * Eine Convention der deutschen Wirkmaschinen-Fabriken soll in der Bildung begrillen sein. * E r r i c h t u n g s c w e i z e r i s c h e r S t i c k e r e i- B e t r i e b e I n O b e r schlesien bezw. Polen. Mit französischer Unterstälzung sollen in Oberschlesien bezw. in Polen Stickerei-Betriebe eingerichtet werden. Ia Kalsch bestehen derarige Fabriken schon seit längerer Zeit * E i n e T e x t l l w a r e n- M e s s e i n W a r s c h a u s o l l a l s s t ä n d i g e Eiarichtung errichtet werden. * Die kranzösische Seidenerate 1921 beträgt an Kokon4 2333000 Kllo gegen 3202900 Klo im Jahre 1920. * Zur Anwendung des Preisvorbehalts in der HerrenwäscheIndustrie wird uns geschrieben: Obwohl die Abnehmer nicht geneigt sind, den Lieferanton aschträgliche Preiserhöhungen auf lest verkaulte Ware zu bewilligen, und sich auch die Spitzenorganisationen im Groß- und Einzelhandel sowie in der Indusirie grundestzlich für die Einhaltung kester Preise ausgespro. chen haben, hat sich in der Herrenwäscheindustrie infolge besonderer Vereinbarungen mit dem Reichsverband Deutscher Textildetsillistenverbände, die lange vor Eintritt der gegenwärüigen Hochkonjunkturperiode geschlossen worden sind, eine Abmachung nicht umgehen lassen, die auf Grund gütlicher Verständigung zwischen dem Verbande Deutscher Herrenwische. jabrikanten und dem Reichsverband des Textileinzelhandels getroffen worden ist und hinsichtlich der Anwendung des Preisvorbehalts lolgendes bestimmt: Falls ein Mitglied des Verbandes Deutscher Herrenwäschefabrikanten bei laufenden Aufträgen mit längerer Lieferzeit in Hinsicht auf die erheblich gesteigerien Arbeitelöhne um eine nachträgliche Preiserhöhung ersuchen sollte, soll der Abnchmer, unter Würdigung bestehender angeachmer Geschäftsverbindungen und korrekten Verhaltens des Fabrikanten bei seinen bisherigen Lielerungen diesem Wunsche in loigenden Ausmalen entsprechen: I. bei bis zum 13. Juni erteilten Aufträgen dart der Aufschlag bis zu 8 Proz., 2. bei Aultrigen vom 13. Juni bie zum 13. Juli bis zu 7½ Prozent. 3. bei Austrägen vom 15. Juli bis zum 13. September bis zn 10 Prozent betrageh. Aufträge, die nach dem 15. September erteilt eind, werden vorläulig ohne Aulschlag belassen bis das Ergebais etwaiger neuer Lohntarifverhandlungen im November feststcht. Nachmittags 2½ Uhr Christenlehre. Abende 6 Uhr Kreuzwegandach zur Die armnen Ceien. ide Kreaupegantag St. Josefs-(Dominikaner=) Kleche(Salzstraße). 11 Uhr Akades mischer Gottesdienst: hl. Messe mit Gesang und Predigt. Gl. Areuzkirche.(Feier des ewigen Gebetes und vollk. Ablatz.) 6 Uhr Aussetzung des hochw. Gutes. 6. 6R, 7, 7½, 8 und 8/6 Uhr di. Messen, 9¾ Uhr Leviten=Hochamt mit polyph. Gesange, 11 Uhr Militärgotteadienst. Betstunden: 12—2 Uhr Schulkinder: 2—3 Uhr Zünelinge: 3—4 Uhr Jungfrauen: 4—5 Uhr Mütterverein: 5—0 Uhe freie Betstunde: 6 Uhr feierl. Schlußandacht mit Umgang, Tedeum und Segen. 5c. Cambersikirche. e WPeserehcsheäuee schaftliche Kommunion der Kommunionkinder, 9 Uhr Hochamt mit Predigt. 11 Uhr letzte bl. Messe mit Predigt. Nachmittags 2 Uhe Chrivenlehre und Andacht, 6 Uhr Todesangst=Bruderschaftsandacht. St. Codgerikirche. 6. 62t, 7 und 7½ Uhr bl. Messen, 814 Uhe vI. Messe mit Predigt, 9¾ Uhr Hochamt, 11 Uhr letzte hl. Messe mit Predigt, Nachmittage 2 Uhr Christenlehre. 2½2 Uhr Andacht. Abends 7 Uhr Andacht. St. Martiniklieche. K. 6½, 7 und 8 Uhr bl. Messen, 7 Uhr gem. hl. Kommunion der Jungfrauen, 9 Uhr Hochamt mit Predigt, 11 Uhr letzte hl. Messe mit Predigt. Nachmittags 2½ Uhr Christenlehre und Andacht. Abends 6 Uhr Andacht. St. Maurizkirche. 6, 7 und 8 Uhr bl. Messen, 7 Uhr gem. 5l. Kommunion des Müttervereins, ½10 Uhr Hochamt mit Predigt, 11 Uhr letzte bl. Messe mit Predigt. Nachmittags 2½ Uhr Christenlehre, 4 Uhr Andacht für den Mütterverein. Abends 6 Uhr Rosenkranzandacht. St. Servatiklirche. 7 und 8 Uhr bl. Messen, ½ 10 Uhr letzte#l. Messe mit Prediat. Nachmittage 7 Uer Andacht. St. Clemenskirche. 6 Uhr bl. Messe. 8 Uhr bl. Messe mit Predigt für die Cberrealschüler, 9 Uhr Sodalitätsmesse mit Predigt. Nachmittags 5 Uhr Rosenkranzbruderschaftsandacht. Tt. Magdalenenkapelle(Ludgeri, raße). 148 Uhr bl. Messe mie Predigt. Abends 7 Uhr Andacht mit Segen. Franziskaner=Klosterlirche. 6, 6½ und 7 Uhr bl. Messen, 715 Uhr letzte bl. Messe mit Predigt. Abends 7 Uhr Andacht mit Gegen. Kapuziner=Klosterkirche. 6 und 7 Uhr bl. Messen, letziere mit Predigt. Nachmitags 5 Uhr Armenserlen=Andacht. Klarissen=Klosterkirche. 6½ und 7 Uhr bl. Messen. Abends 6 Uhr Andacht. „Jesuitenkirche(Schützenstraße). 7½ Uhr bl. Messe mit Predigt, 83 Uhr bt. Messe mit Gesang, 9½ Uhr lepzte hl. Messe mit Predigt. * Höhere Lehranstalten. Paulinum: 8½ Uhr hl. Messe und Predigt. Städt. Gymnasium und Realgymnalium: 8 Uhr hl. Messe und Predigt. Oberrealschule: 8 Uhr hl. Messe und Predigt. Jeier des Ewigen Gebetes im Viskum Münsier. Sonntag, 20. Nov.: Münster(HI Kreuz), Bottrop(Herz Jesu) Luisburg(St. Michael), Sterkrade(St. Clemene): nachts: Klarissen zu Bocholt. Montag, 21. Nov.: Pont; nachte: St. Marienhospital zu Kevelaer. Dienstag 22. Nov.: Sevelen: nachte Franzskaner zu Warendorf. Mittwoch. 23. Nov.: Stenden: nachts: St. Matthiashospital zu Rheine. Lonnerstag. 24. Nov.: Twi eden: nachts: Kloster Binnenberg. Freitag, 25. Nov.: Veert; nachte: St. Johanneshospital zu Varel. Samstag, 26. Nov: Herzfeld; nachte: Vorromäum zu Münster und Schwefern U. L. Frau zu Mülhausen. Sonntag, 27. Nov.: Nienborg, Duisburg=Beeck und St. Tönio; nachts: St. Willehadhospital zu Wilhelmehaven. Markt-Ber’cht Manchesler 13. Novbr. Mitgetellt von Sir Jacob Behrens& Sons, Manchester. Der vierte Entkörnungsbericht wurde unmittelber nach Herausgabe unseres leisten Wochenberichts veröllentlicht, und die Zahl: 6 646 C00 Ballen überstiet die kühnsten Erwertangen so schr, daß ein scharfer Rückschlef eintrat, wovon der Markt sich bis jetzt noch nicht erholt hat. Die letste Schätzung von 6 34700 Ballen ist bei weitem überholt, man rechnet jetst allgemein mit 7½ Millionen Ballen, eine Million mehr, ale ursprünglich vorgesehen war. Die Folge ist, daß der tägliche Verhauf der amerikanischen Baumwolle sich in Liverpool nur mehr auf 3000 Ballen beläuft, und der Preis stellt sich auf 1 Peuny das Plund niedriger, Aesyplische Baumwolle zeigt nur wenig Veränderung. Der Garnmarkt ist völlig in Verwitrung geraten seit dem Sinken der Baumwolle. Die Käufer sind sehr zurückhaltend, die Nachfrage ist schr unbefriedikend sowohl hineichtlich der Quentiät als auch der Preise. Gestern land eine Zusammenkunft der Spinnerverinigung statt, woria bestimmt wurde, cie Produktion bis rum Ende des Jahres auf die Hällte zu beschränken. Bei den früheren Versammlungen kam man zu keinem Reeultst. Ueber Lapptische Garne kam es zu keinem Beschluß. Der Vorrat an Ketten= und Spindelgarn ist weit größer alder augenblickliche Bedarl; im allgemeinen ist Twist schwierlter zu verkaulen ale Webgerne. Die Anlorderung der heimi. schen Fabriken ist leicht zu befriedigen, und obgleich manche Nechtrage für den Exporthandel einläuft, ist das Geschäft doch schr beschränkt und nur kleine Mengen gehen nach China und Jndien ab. Die Geschäftelate auf dem Kontinent ist äuderet Nau. Während manche die jeteigen Preise als beständig an. sehen, de sie dem Erzeuger schon einen sicheren Verlust einbringen, glauben andere an ein noch tieferes Zurückweichen andesichte der trostlosen Lage in der danzen Welt. Vom Cewebemackt hört man auch nichts Erirenlichest eine vereitelle Hoflnung, die entmutigend wirkt. Der Verbrauchermarkt hat kein Vertrauen zu den heutigen Preisen, obgleich einige Händier gute Geschälte demscht haben, Abgeschen davon berracht überall aur geringe Tätigkeit; der Handel kommt nicht voran. Im Verhältnis zu den Rohstoflen, sind die Gernpreise entweder lest oder sinkend. Infolge der keringen Nachfrade sind die Stolle heute entechieden bilig. Würde aus Indien größere Nachfrage kommen, so seiste damit sofert eine scharte Steigerung ein. Amerikanische Baumwoll-Notierungen. Wachust und berin 10. Gottisdienst=Ordnung. Sonntag, 20. November. Hoher Dom. 5½ bis 9 Uhr hl. Messen, 9 Uhr Chordienst. 9½4 Uhr Hochamt. 11 Uhr letzte hl. Messe mit Predigt. Nachmittage 3 Uhr Besver, 4 Uhr Predigt und Segen. St. Aegidikirche. 6 und 7 Uhr hl. Messen, 7 Uhr gem. bl. Kommunion der Schulkinder.=8 Uhr Schulmesse, 9 Uhr Hochamt mit Predigt, 11 Uhr levte bl. Messe mit Predigt. Nachmittags 2 Uhr Christenlehre, 2½ Uhr Andacht. Abends 6 Uhr Sakramenisandacht. SL. Antoniuskirche. 17, 7 und 8 Uhr hl. Messen, 7 Uhr gem. vl. Kommunion der Schulknaben, 9 Uhr LI. Messe mit Preoigt, .11 Uhr letzte kl. Messe mit Predigt. Nachmittage ½3 Uhr Christenledre und Andacht. Abends 7 Uhr Andacht. Herz=Zeiu=Kieche, 6. 7 und 8 Uhr hl. Messen, 7 Uhr gem. hl. Kommunion des Müttervereins, 8 Uhr gem. hl. Kommunion der Knaden der Overbergschule, ½49 Uhr Schulmesse. ½ 10 Uhr Hochamt mit Predigt. 11 Uhr leßzte hl. Messe mit Prediat. Nachmittage ½3 Uhr Chrisenlehre, ½4 Uhr Andacht für den Mütterverein. Abends 7 Uhr Kreuzwegandacht für die armen Seelen. St. Josefskirche(Hammerstraße). 6 und 7 Uhr hl. Messen 7 Uhr gem. bl. Kommunion der Schulknaben, 8 Uhr hl. Messe mit Predigt, 9#5 Uhr Hochamt mit Predigt, 11 Uhr letzte hl. Messe mit Predigt. Besondere Andachten im Laufe der Woche: 4 Hoher Dom. 5½.—8 Uhr hl. Messen. 8½ Uhr Chordienst. 8 ühe Konventuglamt, 10 Uhr hl. Messe. Nachmitage 2 Uhr Besper; Samstag 3 Uhr. Montag Morgen 7 Uhr Per messe. St. Aegidikirche. Dienstag ½9 Uhr Pestmesse. Donnerstag ½59 Uhr Sakraments=Hochamt. Abends 7 Uhr Eakramentsandacht. St. Ankonluskieche. Dienstag ½4 8 Uhr bl. Messe zu Eyren des 5l. Antonius: abende 8 Uhr St. Antonlus=Andacht. St. Josefskirche(Hammerstraße). Donnerstag 7½ Uhr Sakroments=Hochamt. Hl. Kreuzkirche. Von Montag ab fällt die 6=Uhr=Messe an Werktagen aus. Die erste hl. Messe ist um 6½ Uhr. Freitag Abend 8 Uhr Kreuzwegandacht. St. Cambertikirche. Donnerstag 7 Uhr Sokramentsamt mit Pestsegen. Abende 8 Uhr Sakraments=Andacht. Freitag 8 Uhr Hochamt zu Ehren der hl. Katharina, 2. Patronin der Lambertikirche. Liebfrauenkirche. Donnerstag 8 Uhr Sakraments=Hochamt. Freitag Abend 8 Uhr Kreuzwegandacht. Samstag 7 Uhr Hochamt. St. Ludgerkirche. Mittwoch 8 Uhr Pessmesse. Donnerstag 8 Uhr Sakraments=Hochamt. Freitag Abend 7 Uhr Herz=Jesu=Andacht. St. Markinikirche. Freitag 7 Uhr Pesimesse mit Segen. Samstag nachm. 4 Uhr Andacht.„ St. Mauritzkirche. Donnerstag 7 Uhr Sakraments=Hochamt. St. Seroatikirche. Tienstag 7 Uhr Pestmesse. Mittwoch Abend 7 Uhr Andacht. St. Clemenskirche. Täglich 6 und 7½ Uhr hl. Messen. Mittwoch. Fest des bl. Clemens(Kirchenpatron). 8 Tage vollk. Ablatz, Morgens 6 Uhr Hochamt. Nachmittags 5 Uhr Andacht mit Predigt. St. Magdalenenkapelle(Ludgeristraße). Jeden Morgen 8 Uhr hl. Messe. Franziskaner=Klosterkirche. Dienstag Abend 6 Uhr AntoniusAndacht. Kapuziner=Klosterkirche. Dienstag Morgen 6¼ Uhr AntoniusAndacht. Klarissen=Klosterkirche. Dienstag nachm. 5 Uhr Antonius=Andacht. Jesuitenkirche(Schützenstraße). 7½ und 8 Uhr hl Messen. Samstag, am Feste des hl. Johannes Berchmans, vollk. Ablatz. Bezirkeverband der kash. Jüngsingsverenigungen. Jung=Hansa. Sonntag, 20. Nov: 6½ Uhr Versammlung; 7½ Uhr Vortrag: Kunst und„Kunst“. Montag und Tonnerstag: Buchsührung. Dienstag: Stenographie, Fortbildung. Mittwoch: Vorstandstung. Donnerstag: Turgen. Jeden(ltend: W.I. „St. Aegidii=Lamberti=Ludgeri.: Sonntag, 20. Nov.: Nachmittags 5 Uhr Lichtbilder=Vortrag P. Chm, O. S. B., Korea. Theaterspieler können sich nach dem Vortrag melden. Dienstag: Restabend. Mittwoch: Turnen. St. Antonius. Sonntag, 20. Nov.: 10 Uhr Bücherausgabe, 3 Uhr Meisterschaftsspiel gegen Ueberwasser auf dem Sentruper Platz. Montag und Donnerstag: Turnen. Dienstag: Restabend. Donnerstag: Spielausschußsitzung. St. Joseph. Sonntag, 20. Nov.: 11½ Uhr Bücherausgabe: nachm. 4½ Uhr jüngere Abtellung bei Schölling. Montag u. Samstag: 8 Uhr Theaterabteilung. Montag: 8½ Uhr Turnabteilung. Dienstag: 8½ Uhr Jungmännerabteilung bei Schölling. Mittwoch: Ne abend. Donnerstag: 8½ Uhr(pünttlich) Sportabteilung in der Hermannschule. Hl. Kreuz. Sonntag, 20. Nov.: 11 Uhr Bücherausgabe: 2—3 Uhr Betsunde bei Gelegenheit des ewigen Gebetes: 6 Uhr Schlußandacht. Die Versammlung sällt aus. Montag und Mittwoch: Turnen. Dienstag und Donnerstag: Wanderabteilung. Freitag: 8½ Uhr Euchari,ische Abteilung St. Markini. Sonntag, 20. Nov.: 12 Uhr Bücherausgabe: 4—6 Uhr Versammlung des Jugendvereins. Montag und Donnerstag: 8 Uhr Turnen. Dlenstag: 8½ Uhr Schwimmen In der Städt. Badeanstolt. St. Mauritz. Sonntag, 20. Nov.: Nachm. 4—7 Uhr im Gertrudenhof. Dienstag 8—9½ Uhr Schwimmen in der Städt. Badeanstalt. Karten an der Kasse 60 Pfg. Freitag: 8 Uhr Jungmännerchor. * Kathol. Gesellenverein. Sonntag, 20. Nov.: abende 8½ Uhr Vereins=Versammlung mit Lichtbildervortrag; vorm. 10½ Uhr Geschästskunde. Montag: 8½5 Uhr Religioneportrag(Pflichtbesuch). Dienstag u. Freitag: 8½ Uhr Turnen: Buchführungskursue: Schreiner= und Stellmacherfachabteilung. Mittwoch: 8½ Uhr Gärtner= und Schneiderfachabteilung. Donnerstag: 8½ Uhr Gesang, Metallhandw.= und Schuhmacherfachabteilung. Sonntag, 27. Kommunion(Aegiditirche). Nov.: 7 Uhr gem. bl. Oriskorteilder christlschen Gemersschaften Mönsters. Versammlungskalender vom 19.—25. November 1921. Graphischer Industrieverband(Buchdrucker, Buchbinder usw.): Samstag Abend 8 Uhr bei Beisenkötter Lichtbildervorttag: Vom Holzstamm bis zur Zeitung. Gemeindearbeiterverband: Samstag Abend 8 Uhr bei Bigalke. Schneider und Schneiderinnen: Montag Abend 8 Uhr bei Mackenbrock(Heimarbeiterfragen). Oriskartel: Donnerstag Abend 8 Uhr Unterrichtskursus im Vinzenghaus.(Leistungs= oder Famislenlohn.) cet e äer Lerantwortnch für den voltischen Tei: Lo. Woraece; für Hanbel uns Lirischaftlicheo: Karl Medez sor botales uns Proviazieleo: J. B. dr. Heinz Sause: sut Heuiseton, Kuns und Wissenschaft: Dr. Heins Bausez sar Anpigen und Reklamen: Max Peutes, smtlich in Manker. ber’s Gader gewürz! AmVotcn Band Wira HUHNDEFRGmhe Luhns-Seifen mit dem roten Band sind überall im Land bekannt. Sonntag, 20. November Westsälischer Merkur. ( Nr. 538. Erstes Blatt. Westsälische Sonn- und J ittion: Lüttezasse rammAdresse: ispr.: Red. 3615, das beste, sondern auch im Gebrauch billigste Waschmittel. eringer Kohlenverbrauch, größte Billigkeit! sein de unl umn ferdn mi bnin in m tud Henkel& Cie., Düsseldorf, euch der„Henko“, Henker: Wasch- und Bleich-Sode Sohanes WollindentsgeSehen —.n den Ateher Kentsrandt Verein der Frauen und Muner St. Martini. Die Konferen problem. Die La nung der Besprech bald jemand einige und einen Finger hand zurück, als noch immer nichtz gekommmen. Kei gut infolge der ro kann. Die Japan gar den chinesischer Statt jeder besonderen Meldung. Unser Mitglied Vergrösserung (Hörsterstraße 52) ist gestorden. 1714 Beerdigung Montag nachmittag 3½ Uhr, eelenamt Dienstag mergen 9 Uhr. Die Mitglieder werden freundlichst eingeladen. Nienhoff. Pfarrer. photogr. Aufnahme nur Rothenburg 54. Das Atelier ist ununterbrochen auch mittags geöffnet, Weihnachtsaufträge schon jetzt erbeten. Heute früh verschied unerwartet, doch verbereitet durch einen wahrhaft christlichen Ledenswandel meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Großmutter, Schrester und Schwägerin zweifelhaft nur Te viel und solien se sehr methodisch au ebenso sorgfältig ernd Aufzeichnung die Fetzen aber dai all den unersorsch den Konferenzkrei panischer Seite zu Frage, worüber bezgl. der taktische vorschlagen wird, deln, was Ameriko für Japan einen Stillen Ozean„be maßnahmen in öf würden. Aber di Frage der Abrüstr Amerikaner sind zukommen, jedes stehen. auch beha U=Boote bedarf, u will allein nur d Schwierigkeit bild Kreuzern für Eng hat aber das Pri genblick eine Uebe In sensatione Mitteilung, daß L ihn aufgesordert toner Konferenz d derheiten in Klein zugefügt, daß mai Mitgliedern der a des Einspruchs der slerung Cilie Es sei die Aosicht dazu zu überreden schueße, um dage Schutz der Christer mzosisch=engli Mitteilung erkenn Dder Erregung vor Prakfrage in England in franze Veilungen als eine Pecmet. In Paris ver Voll, nach ashing #aue Mitteilunger ielle Lage mache " Nach einer übe von soll Staatssek #bgegeben haben, #lieten, um die r Durchzusetzen. Die Wer amerikanische #0 Milliarden Fr#moglich sein, der Priegsschulden un ##rung der Valuta Scamm gesschert ashington stellt Sandpunkt, daß Aderten Zahlungen Ialien Abändert Einer Reuter ##ashington von 1 alicht Grof #.ools= und L nicht der Ansicht, #empfschiffe bei de uaffe nehme im lbst Bombenwi #durch solche Lufta ##engewendet werd iedoch nach Ansich ##urch die nicht die Jugeübt werden Sädte. neer Grau Inlh Anleber Verein der Frauen und Müter Et. Joschh. Steinweg Plagel Pianinos ged. Elisabeih Hölscher im 60. Jahre ihres Lebens. Um ein frommes Gebei für ihre liebe Seeie und stille Zeilnohee biüten Münster, den 18. November 1921. Die trauernden Angehörigen. Eine geschmackvolle gs gppmmmne Wuem Mimminminmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmnnmnmnd Unser Mitglied Feau (Blücherstr. 23) ist gestorden. Dieberdigengfade statt Montag 3½ Uhr, das Seelenamt Dienstag 9 Uhr. Alle freundlichst eingeladen. Druffel, Pfarrer. Weltberühmte Fabrikate Gebrauchte Instrumente in allen Vreislagen. Das Begrädn's findet statt am Moniag, den 21. Roobr., nachmittags 3½ Uhr vom Trauerhause Hörsterstraße 32. Das Seelenamt am Dienstag, den 22. Novem der, vermittags 9 Uhr in der Et. Martiniklrche. Kranzspenden und Beileldsbesuche höflichst verbeten. kaufen Sie leicht, wenn Ihnen vielseitige Auswahl erstklassiger Qualitäts-Möbel, außerordentlich niedrige Preisbemessung und sachgemäße ehrliche Beratung zur Verfügung stehen. vo vo vo Alles dies finden Sie in bervorragendem Maße in der Rasier=Apparate Scheeren aller An Tisch=Besiecke Dessert=Besiecke Alp. Silber=Lössel Alpakka=Lössel Aluminium=Lössel Brotmesser Schlachtmesser Gemüsemesser Brotschneide= Maschinen pferde= Scheermaschinen on gros en detail Die Kinderrettungsanstalt zum hl. Geiste in Neustadt(Dosse) Kr. Ruppin bittet auf Grund herzl. Empfehl, durch Se. Emin. AoderAusstent“ Seslfederhla Ludgeriplatz 3. Kardinal Bertram-Breslau in größter Bedrüngns um Lebe imittel, Kleidungsstücke, Möbel, Geldspenden u. jede andere Hilfe f. die armen Waisen u. die notleid. Eretkommunikanten. Paul Pietryge, Pfr., Posterherkkon o Herlin 3598. Das Jahres=Selenamt für unseren lieden Sohn und Bruder Frechtaealge findet am Montag, den 21. Rovemder morgens 9 Uhr in St. Lambertikirche statt, wozu Verwandte u. Bekannte freundlichst eingel den werden. Sider Dler Hoselwein, naturr. Braunebeiger zu verk. Proden nur am Faß. Tresterbranntwein, 51 2 Ltr. 45 4. W. Lorgheim, Eisenschmitt (Trier). 8789 Ständiges Lager von zirka Hundert Einrichtungen. 14 Schaufenster. Prinzipalmarkt 21. Hohlschleiferei u. RepiratunWeiknaut mit elektr. 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