1921.— Nr. 13. Montag, 10. Jannar. 544 7. Her Westsällche Merkur erscheint täglich zweimal. an Sonn= und Jeiertogen sowie Montags einmal. Redaktion: Bürkegasse 1—8. Sprechstunden 19—11 Uhr vorm. Felegramm=Adresse: Merkur, Münsterwestf. Redaktion 203 u. 3217, Geschäftsstelle 3217 u. 3216. Anzeigenpreis: Naum für die Enzeigenspalte 36 mm dreit, 1 mm hoch, so 3: für die Reklame,paite 90 mm breit 4mp; 1,30, zuzüglich 10 Prezent Teuerungszuschlag Enzeigen= Annahme: In Münster Königstraße 50 sotote sämtliche Annoncen=Buresus des In= und Auslandes. Gegründet 1822. Kocns=Kusgade. 100. Jahrgang. Bezugspreis: Monatlicher Bezugspreis für Münster, 5.— 4 frei ins Hamz gedracht; bei den deutschen Postanstalten ebenfaßs 5.— einschließlich Bestellgeld, bei zweimaliger Zustellung. 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Kam dieser auch in den Juniwahlen zum Reichstag nicht besonders stark zum Ausdruck, so hat doch die Verschiebung in der Parteistärke und die daraus folgende neue Koatition bei den Sozialdemotraten die Befürchtung wachgerufen, es könnte auch in Preueseseen, Daitek usen ur de hur Sehahemshalt genehme Verschiebung der Preußenwahlen auf einen mögist weitab von den Reichstagswahlen liegenden Termin ganz gußer acht. Ob der späte Wahltermin notwendig war oder nicht, diese Frage jetzt noch zu beantworten ist müßig. Jetzt heißt es, mit der Wahlbewegung rechnen. Und das tut die Sozialdemokratte ganz besonders. Sie möchte ihre viel gegängelten Wähler und die verdrossenen Mitläufer gern hinter Ihren Wagen spannen. Aber es ist eine Unruhe und Zersplitherung in die Massen gekommen, die von den Unabhängigen, Kommunisten und den neuen Moskowitern systematisch hineingetragen worden ist. Sie jetzt bei der Wahlbewegung in Preußen zu einer kompakten Masse wieder zusammenzufassen, dürfte der Sozialdemokratie nicht gelingen, geschweige denn, daß man von einem Wahlbündnis der getrennten Genossen reden könnte. Den Auftakt zur Wahlbewegung in der Sozialdemokratie hat der preuß'sche Ministerpräsident und preußische Landwirtschaftsminister Braun mit einer Rede in Königsberg in der vorigen Woche gegeben. Braun ist ja in der letzten Zeil mehr hervorgetreten, so besonders in seiner eigenartigen Attacke gegen Hermes, die er in Kassel auf dem sozialistischen Parteitage begann und dann fortführte bis in den von ihm ander einerihe Paldemotratschen„Volkswllen“ in Münster yinein. Man hätte nun von dem preußischen Mimit einer Eingabe der Außenhandelsstelle für den Exporthandel zu beschäftigen haben, die um Einsetzung eines besonderen Entscheidungs=Ausschusses für den Außenhandel ersucht. Die Außenhandelsstelle für den Exxporthandel bringt dazu in einer Eingabe die Einsetzung eines Ausschusses mit zwei Mitgliedern des Außenhandels=Ausschusses des Reichswirtschaftsrates und dem Reichskommissar für die Aus= und Einfuhrdewilligung als Vorsitzenden als Entscheidungs= Ausschuß in Vorschlag, dem keine Mitglieder irgendwelcher Außenhandelsstellen angehören. Dem Ausschuß soll zugewiesen werden: 1. Die Entscheidung in allen sachlichen Streitfragen zwischen den fachlichen Außenhandelsstellen und der Außenhandelsstelle für den Exporthandel, soweit eine Entscheidung nicht vom Reichskommissar getroffen wird oder getroffen werden kann; 2. Die Entscheidung der von fachlichen Außenhandelsstellen gegebenenfalls zu beantragenden und zu begründenden Verhängung von Sperren über Firmen, die der Außenhandelsstelle für den Exporthandel angeschlossen sind: 3. Die Vorbereitung grundsätzlich wirtschaftlicher, die Außenhandelskontrolle betreffender Fragen für die Entscheidung durch den Außenhandels=Ausschuß des Reichswirtschaftsrates. Es besteht bereits ein vom Reichswirtschaftsrat eingesetzter Ausschuß, der sieben Mitglieder umfaßt. Aus der Praxis hat sich aber ergeben, daß es in keinem Falle möglich war, diesen Ausschuß in verhandlungsfähiger Besetzung zusammenzubringen. Jedenfalls wird ein Ausschuß von nur drei Personen, zumal wenn Stellvertreter vorhanden sind, der Notwendigkeit schneller Entscheidungen leichter gerecht werden können. Siedlungs- und Wohnungsausschuß des Reichswirtschaftsrats. (1) Berlin, 7. Jan. In der Sitzung des Siedlungs= und Wohnungsausschusses des Reichswirtschaftsrats am 7. Jowohl etwas Beson= nuar 1921 wurde über den Antrag verhandelt:„Die Bederes erwarten dürsen, aber er hat sich über die üblichen Par. Hoziganohugr, von Räumen kann ein Wohnungeinhaber abnicht hinausgeschwungen. Allerdings, in einem Punkte hat er recht sozial=demokratisch geschwafelt, indem er von der Reichspolitik seine Schlüsse auf die Preußenpolitik zog. Aber Schlüsse mit einem gedanklichen Saltomortale. Er gab der rechtsstehenden Presse in ihrer Behauptung zunächst recht, daß es unhaltbar sei, wenn in Preußen eine andere Regierungskoalition bestehe: im Interesse eines reibungslosen Zusammenarbeitens der Reichsregierung und der preußischen Regierung hielt er es für erwünscht, daß im Reiche die gleichen walzen, wenn er a) entweder für jeden Raum einen örtlich zu bestimmenden Betrag(5—10000 MA) einer gemeinnützigen Baugenossenschaft, die Kleinwohnungen errichtet, stiftet, b) oder wenn er in einem geeigneten Hause auf seine Kosten eine entsprechende Kleinwohnung einwandfrei einbauen läßt, wobei aber die Mietshöhe der Genehmigung unterliegt.“ Der Antragsteller wies in seiner Begründung darauf Die neue deutsche Dieselnote. * Berlin, 8. Jan. Die deutsche Antwort auf die Rote der Botschafterkonferenz vom 10. Novemder wegen der Dieselmotoren liegt jetzt vor. Die Botschafterkonserenz verlangte erstens zum 31. Mürz 1921 einen Bericht über Standort und Verwendung aller Dieselmotoren, die am Tage des Wassenstillstandes U=Booten zugeteilt oder von der deutschen Regierung für U.Boote bestellt gewesen sind. Zweitens forderte sie, daß in der Zwischenzeit der Kontrollkommission die Kontrolle über die Verwendung der Motoren dieses Type in jeder Weise erleichtert werde. Die deutsche Regierung erklärt sich in der Antwort bereit, diese beiden Forderungen zu erfüllen, nicht weil sie eine Verpflichtung dazu anerkennen könnte, sondern weil sie keinen Grund hat, die Art der Verwendung dieser Maschinen geheim zu halten, und weil sie den alliierten Mächten beweisen will, daß der deutsche Dieselmotor in der Tat ein Friedenswerkzeug ist. Se wird dem. gemäß 1. zum 31. März 1921 der Kontrollkommission ein Verzeichnis der schnellausenden Dieselmotoren übermitteln, die a) aus dem Abbruch von Unterseebooten herrühren oder b) zur Zeit des Waffenstillstandes von der deutschen Regierung für Unterseeboote bestellt waren, auch wenn sie erst nach diesem Zeitpunkte fertiggestellt worden sind: 2. der Kontrollkommission jede Möglichkeit bieten, die Unterbringung der Maschinen zu kontrollieren; sie setzt dabei als seibstverständlich voraus, daß die Kontrolle in einer Weise gehandhabt wird, die den Absatz der Maschinen nicht verzögert oder behindert. Die deutsche Regierung bemerkt aber schon jetzt, daß sie durch die Zusage, am 31. März 1921 die Liste vorzulegen, nicht etwa die Gewähr dafür übernehmen will, daß die In der Liste zu verzeichnenden Motoren bis dahin sämtlich bereits in den Dienst des Wirtschaftslebens gestellt sein werden. Für diesen Fall will sich die Botschafterkonferenz das Recht vorbehalten, zu bestimmen, daß die noch nicht untergebrachten Maschinen unter Art. 192 des Vertrags von Versailles fallen. Die deutsche Regierung kann nicht anerkennen, daß der Botschafterkonferenz ein solches Recht zustände. Die Deutsche Regierung muß an ihrer Rechtsauffassung in vollem Umfange festhalten. Aus dieser Auffassung ergibt sich. um es nochmals kurz zusammenzufassen, das diejenigen Dieselmotoren, die aus dem Abbruch von Unterseebooten herrühren, für gewerkliche oder Handelszwecke, aber auch nur für diese, Verwendung finden können, und daß sie dem Ausfuhrverbot des Artikels 189 unterliegen, während für die übrigen Maschinen keine Beschränkungen gelten. Leistungsfähigkeit Deutschlando für die Wiedergutmachung zu beben. Die Verein. Staaten gegen die Besetzung der Ruhrgebietn. —( Paris, 8. Jan. Frankreich richtete an die Regierung der Vereinigten Staaten eine Mitteilung, daß es nicht die Absicht habe, das Ruhrgeblet zu besetzen oder die Besatzungozone deutschen Gebietes auszudehnen, daß es sich aber das Recht vorbehalte, zu fordern, daß Deutschland seinen Verpflichtungen in der Abrüstungsfrage entsprechend den Bestimmungen des Friedens von Versailles nachkomme. Das amerikanische Staatsdeportement veröffentlicht die Erriärung, daß gegenwärtig keinerlei Mitteilung über die Haltung der Vereinigten Staaten in dieser Frage erfolgen könne TU. Washingion, 9. Jan.(Tel.) Ale Antwort auf eine neue, dem Staatsdepartement überreichte Anfrage Frankreichs, welche französischen Maßnahmen die amerikanische Regierung für berechtigt halte, falls Deutschland auch weiterhin seinen Verpflichtungen nicht nachkommen sollte, wird das Staatsdepartement, wie in Regierungskreisen verlautet, mittellen, daß nach Ansicht der amerikanischen Regierung jede gewaltsame Durchführung der Beschlüsse von Spa durch Frankreich als völlig inopportun erachtet würde, insbesondere die Besetzung des Ruhrgebietes. Uebrigens wünsche die amerikanische Regierung die Entwicklung der ganzen AnGe p- Verier aemrnur fuer ürichr sen, von der Entsendung eines Delegierten zur Parises ferenz am 19. Januar abzusehen. Leygues über Frankreich und Englond. WTB. Paris, 9. Jan. Wie der„Tempo“ aus Londe: meidet, führte Ministerpräsident Leyques in einer Unterredung mit einem Vertreter der„Sunday Times“ aus, das englische und das französische Volk erwarteten mit Ungeduld die Entscheidung der Alliierten in der Orientfrage. Aber die Aufmerksamkeit wird auf die wichtigste der Fragen, auf die Frage der Entwaffnung Deutschlands und der Erfüllung der Besimmungen des Friedensvertrages gelenkt werden. Der Ministerpräsident sprach dann von den guten Beziehungen zwischen England und Frankreich. Es sei notwendig. Meinungsverschiedenheiten zu vermeiden und die auseinandergehenden Ansichten auf das Mindestmaß zu beschränken. Die beiden Länder hätten sich soeben wieder über die wichtig sten Punkte und über die allgemeine Linie ihrer Politik geinigt, weil jeder der beiden Staaten ein sehr lebhaftes GeSescesehse escece esceie e e Wahlen mehr geredet, als gerade die Sozialdemokratie. Das war aber vor den Reichstagswahlen. Nachher wurden die Rufer kleinlaut. Herr Braun rechnet auf die Vergeßlichkeit und ruft nun, um die verlangte Gleichheit der Regierungskoalition im Reiche und in Preußen zu begründen, emphatisch aus, dazu brauche das Steuer in Preußen nicht nach rechts gedreht zu werden, sondern im Reiche müsse das Steuer nach links gedreht werden.„Daß du die Nase ins Gesicht behältst“. würde Onkel Bräsig dazu sagen. Im Reiche ist der Volkswille zum Ausdruck gekommen, jetzt soll er aber— wo in Preußen derselbe Vorgang seine Schatten vorauswirft— wieder umgestaltet werden. Nun, Herr Braun mag sich beruhigen; wenn nicht alle Anzeichen trügen, wird auch in Preußen mit der Sozialdemokratie abgerechnet werden. Herr Braun will durch ein mittels der Wahlen zu schaffendes Uebergewicht der Sozialdemokraten in Preußen einen derartigen Einfluß auf das Reich ausüben, daß seine Regierung sich danach wandeln müsse. Wenn er mit diesem Rezepte die Wähler zu ködern glaubt, wird er sich stark irren. Gerade in Preußen ist man das sozialdemokratische Experimentieren leid und zwar in allen Schichten. Die rechtsgerichteten Elemente und das Zentrum stehen schon aus ihrer ganzen Weltanschauung heraus der Sozialdemokratie ablehnend gegenüber, und den linksgerichteten Kreisen behagt die sozialdemokratische Führerschaft nicht mehr. Die Massen der Linken haben sich in zwei Ströme gespalten, die einsichtigeren suchen bei den staaterhaltenden Parteien Anlehnung und die negativen Elemente, denen die Diktatur des Proletariats zum Schibboleth geworden ist, gehen ganz nach links, sie wollen von Braun kumal gar nichts mehr wissen. Für die Regierung in Preußen verlangt Herr Braun eine auf dem Boden der Republik und der Demokratie stehende Parlamentsmehrhelt. Wir wollen den Ausfall Wahlen abwarten, denn dann muß sich zeigen, ob Herr Braun die richtige Auffassung von der Demokratie hat oder nicht. Bislang haben die führenden Sozialdemokraten und mit ihnen Herr Braun unter der Demokratie nur ihre Parteischablone verstanden. Das ihnen näher zu Gemüte zu führen, wird Aufgabe der Wähler sein. * Kultusminister Hänisch über Schulfragen. TU. Frankfurt a. M., 8. Jan. Kultusminister Hänisch Peälchs eun Alsch eie. Gehalsgicen die Aensore nahme des Staates oder der Gemeinden erreicht worden sei. Der Vertreter des Reichsarbeitsministers erklärte, daß er den leitenden Gedanken des Antrages in ein Rundschreiben an die Länder aufnehmen werde, worauf der Antrag zurückgezogen wurde. Ein Antrag Dr. Schwarz=Humar, daß neue Steuern auf Grund und Boden und Wohnungen von Ländern und Gemeinden nur aufgelegt werden dürfen, wenn die Einnahmen daraus ausschließlich der Herstellung von Wohnungen zugeführt würden, wurde abgelehnt. Ein Antrag, bei Wohnungs=Luxussteuern die Notlage derer zu berücksichtigen, die aus großen Wohnungen nicht ausziehen können, weil sie keine kleinen Wohnungen finden, wurde abgelehnt. Bürgerliche Mehrheit in Bremen. TU. Bremen, 10. Jan.(Tel.) Gestern um 10 Uhr abends lagen aus 117 von 136 Stimmbezirken Bremens und aus ganz Bremerhaven folgende Ergebnisse des Volksentscheids in der Frage des Rücktritts des Senats und der Auflösung der Stadtwehr vor: 97.303 Stimmen erklärten sich gegen den Rücktritt des Senats und damit gegen die Auflösung der Stadtwehr, 72763 für den Rücktritt des Senats. Die Mehrheit der bürgerlichen Stimmen ist nach den vorläufigen Feststellungen bereits gesichert. Die Beamtenbesoldung. Bekanntlich ist zwischen Vertretern der Reichsregierung und dem Deutschen Beamtenbund eine Verständigung darüber erzielt worden, wie der wirtschaftlichen Not gesteuert werden soll. Ehe die getroffenen Abmachungen wirksam werden können, müssen zunächst noch die Einzelstaaten gehört werden, da die den Reichsbeamten eingeräumten Mehrbewilligungen natürlich von Einfluß auf die Besoldung der einzelstaatlichen Beamten sein werden. Die Reichsregierung beabsichtigt, die Vertreter der Regierungen der Einzelländer in der nächsten Woche nach Berlin zu berufen, um mit ihnen über die Angelegenheit und insbesondere auch über die Deckungsfrage zu verhandeln. Durch die zustande gekommene Einigung mit dem Deutschen Beamtenbund ist die Beamtenfrage, der nicht nur finanzielle, sondern auch erhebliche politische Bedeutung inneKein Rücktritt unseres Botschafters in Paris. Die Pariser Korrespondenten zweier Berliner Blätter haben die Nachricht gebracht, daß der deutsche Botschafter in Paris, Dr. Mayer, sich mit Rücktrittsabsichten trage. Auf Erkundigung an zuständiger Stelle wird uns mitgeteilt, daß Dr Mayer tatsächlich nicht zum ersten Male um Enthebung von seinem Pariser Posten gebeten hat. Auf Vorstellung der Reichsregierung hat er sich aber aus politschen Gründen entschlossen, auf seinem Posten zu verbleiben. Es wird bei dieser Gelegenheit daran erinnert, daß Dr. Mayer den Pariser Posten von Anfang an nur auf ein Jahe übernommen hatte. Unser Botschafter in Paris ist bekanntlich mit der deutschen Industrie eng tiiert und die erheblichen Interessen, die er nach dieser Richtung hin wahrzunehmen hat, mögen ihm allerdings den Wunsch nahelegen, von seinen diplomatischen Aufgaben entbunden zu werden. Man muß ihm danken, daß er diesen privaten Gesichtspunkt hinter den allgemeinen deutschen Interessen hat zurücktreten lassen, die sein Verbleiben auf dem Pariser Posten als sehr erwünscht erscheinen lassen. Dr. Mayer hat sich in Paris eine angesehene Polition zu verschaffen und weitreichende Beziehungen zu der französischen amtlichen und nichtamtlichen Welt anzuknüpfen gewußt. Sein Weggang von dem Pariser Posten, ehe ein vollwertiger Ersatz für ihn gefunden ist, würde deshalb nicht im deutschen Interesse liegen. Das„Berliner Tageblatt" und die„Vossische Zeitung" heben in ihren Bemerkungen zu der Meldung von der Rücktrittsabsicht Dr. Mayers einmütig hervor, daß er gerade jetzt und wohl auch für die nächste Zeit schwer zu ersetzen sei, daß er sich auf dem heißen Pariser Boden Achtung und Vertrauen erworden habe. Das„Berliner Tageblatt“ hat die Rücktrittsabsicht Dr. Mayers bekanntlich in Verbindung gebracht mit einem Gerücht von der Amtsmüdigkeit des bayerischen Ministerpräsidenten. Man kombiniere, daß Dr. Mayer der Nachfolger des Herrn von Kahr werden solle. Das ist nichts weiter als phantasievolle Konjekturalpolttik. Bergmanns Reise nach Berlin. —( Berlin, 8. Jan. Staatssekretär Bergmann, der Vorsitzende der deutschen Friedensdelegation für die Brüsseler Konferenz, trifft, wie schon mitgeteilt, in diesen Tagen aus Paris in Berlin ein, um sich mit den maßgebenden Stellen über die auf der Tagesordnung der Brüsseler Konferenz stehenden Fragen zu besprechen. Bergmann hat sich bekanntsprach gestern vor einer überfüllten Versammlung von Frank= zieue, sonver1 nuch eryegliche„politische Bedeutung inne= stehenden Fragen zu besprechen. Bergmann hat sich bekannturter Lehrern und Lehrerinnen über die während seiner wohnt, zunächst gelöst. Die Eisenbahnerverbände haben sich lich unmittelbar nach der Unterbrechung der Vollsitzungen zpeijährigen Amtstätigkeit verfolgte Schulpolittz. An die mit dem Kompromiß, der im Reichsverkehremtnisterzurg ab Ende Dezember zur Fortführung, der Verhandlungen über Kompromiß, der im Reichs geschlossen worden ist, einverstanden erklärt. Nicht überall ist man mit dem, was die Vertrauensmänner bei den Verhandlungen erreicht haben, zufrieden, aber im großen und ganzen stellen sich die Verbände doch hinter ihre Führer. Das Reichskabinett wird sich am Montag mit der Lage beschäftigen, in welcher Weise die durch die BewilSchwierigkeiten in der Durchsetzung, der neuen, Be; ligung der Besoldungserhöhungen, für die Beamten verursoldungsordnung der Lehrer, streifte die Maßnay= sachten Mehrausgaben von etwa 6—7 Milliarden Mark genen zur Berufung von Lehrern in das Ministerium deckt werden sollen. Ein Beschluß des Kabinetts ist an dieund die Schaffung von Kreis= und Bezirkslehrerräten. Er sem Tage noch nicht zu erwarten. zweijährigen Amtstätigkeit verfolgte Schulp# Spitze seiner Ausführungen stellte er den Satz, daß es im zeuen Staat nicht mehr Unterordnung und Autogität geben dürfe, sondern daß mit Verständnis und Verrauen gearbeitet werden müsse. Schulpolltik könne man niemals vom grünen Tisch aus machen. Dann ging der Miniter auf einzelne Schulfragen ein und betonte vor allen Dinsen die Schwierigkeiten in der Durchsetzung der neuen Bestellte für den neuen Landtag eine neue Gesetzesvorlage in Aussicht, durch welche diese Räte in der Gesetzgebung veranert werden sollen. Einen weiteren Punkt seiner Ausführunzen bildete der Abbau des Rektorats. Er kündigte an, daß im Herbst, fallser nach den neuen Landtagswahlen im Amtbleiben sollte, das Volksschulwesen durchweg auf dem Grundsatz der kollegialen Schulleitung aufgebaut werde. Bezuglich der Verschmelzung von Schule und Eiternhaus wies der Minister auf die versuchsweise Einführung des Besuchsrechts der Eltern in der Klasse hin. Das Verhältnis zwischen Lehrern und Schüllern soll auf dem Boden der Schulgemeinde, die sich in verschiedenen Städten Deutschlands bewährt hätte, weiter in gleicher Weise ausgebaut werden. Der Minister schloß:„Von deutschem Geist, von der deutschen Seeie, der deutschen Kunst, Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung muß die Erneuerung und Geundung unseres Volkes ausgehen.“ * Herr Hänisch zieht also auch schon die bevorstehenden Wahlen in den Kreis seiner Berechnung. Nachdem er„Unterordnung und Autorität“ genügend zerschlagen hat, sind seine neuen Pläne also nur Zukunftsgedanken, keine Reforisgr dse verlangen Ruhe und Stetigkeit im Schulbetriebe. lber durch Herrn Hänischs Maßnahmen ist beides vielfach araus verschwunden. Reichswirtschaftsrat und Außenhandel. Berlin, 8. Jan. Die Präsidentenwahl im vorläufigen Zeichswirtschaftsrat wird erst Ende Januar im Plenum des Reichswirtschaftsrates stattfinden. Dagegen wird der Vorsitzende Erzellenz von Braun gebeten werden und hat sich bereit erklärt, den Vorsitz fortzuführen. Nach dem Tode Leziens kommen für das Präsidentenamt mehrere Mitglieder des Reichswirtschaftsrates aus der Gruppe der Arbeitnehnervertreter in Frage. Die bisherigen Verhandlungen haden zu keiner Einigung auf einen bestimmten Kandidaten sesührt. Der Außenhandelsausschuß des vorläufigen Reichswirtschafterates wird sich in seiner Sitzung am 11. Jan Aus den Ausschüssen der Landesversammtung. (1) Berlin, 8. Jan. Der 23er Ausschuß der Landesversammlung beendete am Samstag die erste Beratung des Mittelschullehrerdiensteinkommengesetzes. Dem§ 3 wurde ein neuer Absatz eingefügt, wonach, wenn eine private mittlere Schule in eine öffentliche umgewandelt wird, den Lehrkräften, soweit sie an öffentliche mittlere Schulen übernommen werden, die Dienstjahre an der Privatschute auf das Besoldungsdienstalter ohne Nachzahlung angerechnet werden. Ein neuer Reichsverband. WTB. Berlin, 8. Jan. Wie der Verband der Geschäfteund Industriehausbesitzer in Berlin. Alte Jakobstroße 22. mitteilt, ist gestern der Reichsverband deutscher Geschäfteund Industriehausbesitzer gegründet worden zu dem Zweck, die Interessen der beteiligten Kreise im gesamten Reichsgediet zu wahren und zu fördern. Wirtschaftsverband Mitteldeutschland. WTB. Weimar, 8. Jan. Die gestern in Weimar versammelten amtlichen Interessenvertretungen des Handels, der Industrie, des Handwerks und der Landwirtschaft der Provinz Sachsen, der Freistaaten Sachsen. Thüringen, Anhalt und Braunschweig haben sich zu einem Wirtschaftsverband Mitteldeutschland zusammengeschlossen. Aufgabe des Verbandes soll es sein, die Interessen des mitteldeutschen Wirtschaftslebens geschlossen und kraftvoll zu vertreten. Für die weitere Behandlung der Angelegenheit ist ein Arbeitsausschuß eingesetzt worden. Die Fremdherrschaft am deutschen Rhein. Verbot von Feiern am 18. Januar. * Koblenz, 8. Jan. Die interalliierte Rheinlandskom= mission hat verfügt, daß innerhalb des besetzten Gebieter vaterländische Kundgebungen oder öffentliche Gedächtnisfeiern am 18. Januar zu unterbleiden haben. die Kohlenlieferungen nach Ablauf des Spaabkommens nach Paris begeben. Aus den letzten Mitteilungen darüber ist bekannt, daß diese Verhandlungen wegen der übermäßlforderungen der Franzosen ins Stocken geraten Der Staatssekretär wird daher Gelegenheit haben, über Stand dieser wichtigen Frage zu derschten. Vor der Brüsseler Konferenz. :,: Peris, 8. Jan. Wie aus Brüssel gemeldet wird, soll die Konferenz zwischen den deutschen und alltierten Sachverständigen bereits am 15. Januar ihren Fortgang nehmen. Der Grund für die Vorverlegung des Termins ist in dem Entschlusse zu suchen, die Entschädigungs= und die Entwassnungsfrage getrennt zu behandeln, so daß einem Wiederbeginn der Konferenz am 15. Januar nichts entgegensteht. In französischen politischen Kreisen gibt man der Ueberzeugung Ausdruck, daß die Besprechungen in wichtigen Punkten zu einem Ergebnis führen dürften. Allerdings sind sich Franzosen und Engländer noch nicht darüber klar, ob in Brüssel die Gesamtsumme der deutschen Entschädigung festzusetzen sein wird oder nicht. Auf englischer Seite wünscht man unbedingt das erstere, die Franzosen wollen jedoch eine Besserung der deutschen Finanzlage abwarten, um diese Endsumme festzusetzerz * Berlin, 9 Jan. Nach neueren Entscheidungen ist die für den 15. d. Mis. geplante Wiederaufnahme der Brüsseler Sachverständigenkonferenz bis nach der am 19. d. Mts. stattfindenden Zusammenkunft der Minister der Ententemächte vertagt worden. Ultimatum an Deutschland in Sicht. * Paris, 8. Jan. Der Pariser Korrespondent des„Journal“ erfährt aus den Kreisen der alliierten Diplomaten, daß nach dem Schluß der Pariser Konferenz Deutschland ein Ultimatum zugesandt werden würde, daß die Abrüstung sofort zu vollziehen und die freiwilligen Wehren aufzulösen seien. Auch der englische Botschafter in Berlin soll mit dem General Rollet in dieser Frage vollstandig übereinstimmen. Der englische General Malcolm soll in allernächster Zeit von seinem Posten abberufen werden. Der Berliner Korrespondent des„Journal“ hält seine Meldung aufrecht, daß Deutschland gegenwärtig ein U.Boot baue, und zwar für Rechnung Hollands, was den Bestimmungen des Friedensvertrages widerspreche. „Echo de Paris“ meldet, daß auf der bevorstehenden Konferenz in Genf auch die Beschränkungen der deutschen Staatsausgaben und die Beseitigung der Arbeiislosenpcämien in Deutschland erörtert würden, um die fühl für Realitäten bei der Prüfung jener Probleme gezeigt habe. Schließlich bemerkte der Ministerpräsident, Lloyd George sei der einzige an der Ausarbeitung des Friedensvertrages Beschäftigte gewesen, der setzt noch im Amte set. Deshalb habe er eine starke Stellung. Er habe gezeigt, daß er die Interessen Großbritanniens mit den Lösungen der Probleme und der Fragen, die anderen Ländern durch den Krieg gestellt wurden, in Einklang zu bringen suchte. Das Einvernehmen zwischen den beiden Völkern und den Alllierten sei unerläßlich für die Sicherheit und die Entwicklung derselben. aber auch für das Werk des Wiederaufdaues, das die Grundlage des europäischen Friedene bilde. Die Wahlen zum französischen Tenat. WTB. Paris, 9. Jan. Bei den Nachwahlen zum Senat wurden im ersten Wahlgang 72 Senatoren endgültig gewählt. In 24 Wahlbezirken hat Stichwohl stattzufinden, die im Gange ist. Es wurden gewählt 3 Liberale, 13 Progressisten, 32 Radikale und sozilistisch Radikale, 5 soziakistische Republikaner und 9 Linkerepublikaner. Die Konservativen gewinnen keinen Sitz und verlieren 4, die Liberalen gewinnen 2. verlieren keinen, die Progessisten verlieren einen und gewinnen 2 die Linkerepublikaner gewinnen 6 und verlieren I, die Radtkalen und sozialistisch=radikalen gewinnen 2 und vertieren 9. die sozialistischen Republikaner gewinnen 3 und verlieren keinen Sitz. In der Stichwahl wurden noch gewählt: 3 Linksrepublikaner, 8 sozialistisch Radikale und s sozialistische Repubtikaner. 11 Stichwahlen haben noch stattzufinden. Der ehemallge Präsident ist in seinem alten Wahlkreise wiedergewählt worden. Von den Ministern sind dieher gewählt worden Ju. stizminister L'Hopiteau, Finanzminister Marsal und der Minister für Kunst und Wissenschaft Honnorat. Sonstige Meldungen. B8. Berlin, 9. Jon. Auf offener Straße wurde in der vergangenen Nacht der Kriminalwachtmeister und Diensthundführee Aubert Benke erschossen. Er wurde heute früh vor dem Hause Weidenweg 41 lot auf dem Bürgersteige liegend aufgesunden. Die Täter, die den Beamten durch einen Brustschuß getötet daben, sind unerkannt entkonunen. Auf ider Eogreifung ist eine Belohnung von in im) Mark ausgeleht. WTV. München, 5. Jan. In der Kohlengrube von Zaushan bei Penzberg brach in der vergangegen Nacht ein Drubendrand aus. Sieben Personen, nämlich 3 Beamte und 4 Bergleute, sind ums Ceben gekommen. Rom, 8. Jan.(Stefani.) Heute vormittag wurde auf dem Schlosse Aglie(Piemont) im engsten Familienkreise die Vermählung der Prinzessin Bona von Savoyen mit dem Prinzen Conrad von Bayern vollzogen. Der König und die Königinmutter, sowie alle Prinzen des Hauses Savoyen und die Angehörigen des Prinzen Conrad wohnten der Feierlichkeit bei. Die Eheschließungsurkunde wurde von Giolitti aufgenommen, der Vigepräsident des Senats fungierte als Standesbeamter, die Einsegnung des Brautpaares vollzog Kardinal Richelmy. WTB. Buenos Aires, 8. Jan.(Havas.) Ein Fahrzeug, in dem sich etwa 100 staatliche Arbeiter befanden, ist gekentert. Eiwa 50 Arbeiter ertranken. Berliner Massenkundgebungen. WTB. Berlin, 9. Jan. Im Lustgarten fanden heute vormittag zwei Versammlungen statt. Um 10 Uhr stellten sich von den 60 000 organisierten Eisenbahnern etwa 3000 ein, die in ihren Reihen Schilder und Plakate mit Aufschriften, aber keine rote Fahne trugen. Ein Kommunist forderte die Eisenbahner unter Beschimpfung der Regierung auf, sofort in den Streik einzutreten und das Angebot der Regierung abzulehnen. Die Rede wurde fast ohne Beifall aufgenommen. Eine Stunde später rückten in 5 Zügen etwa 15 000 Anhänger der beiden kommunistischen Parteien an, um gegen die Flensburger Vorgänge zu demonstrieren. Unter anderem sprach auch Adols Hoffmann, der heftige Angriffe gegen die Grüne Polizei richtete und die volksbefreiende Internationale jeben ließ. Der jetzt einsetzende heftige Regen veranlaßte viele Demonstranten, sich schleunigst davon zu machen. Auf der Granitschale vor dem Museum kam es dann zwischen einem Redner der kommunistischen Arbeiterpartet und einem der kommunistischen Partei zu einem Faustkampf, der mit dem Siege des ersteren endete. Aber es war ein Pyrrhussieg, denn als er sprechen wollte, stimmten die Kommunisten der Internationale an, worauf sich die ganze Versammlung auflöste. Das Erdbeben in Albanien. WTB. Tirana, 8. Jan. Zu dem jüngst gemeldeten Erdbeben ist noch nachzutragen, daß die durch das Erdbeben angerichteten Zerstörungen bedeutend größer sind, als zuerst angenommen werden konnte. Der Erdstoß war stark und katastrophal. Die ganze Gegend von Tepelen bis nach Albasan ist dem Erdboden sast vollkommen gleichgemacht werden. Bei Tepeleni hat es im Gebirge große Einstürze gegeben. Die Gesamtzahl der Verwundeten beträgt 600 die der Getöteten 80. 15 Dörfer sind vollkommen verschwunden, und die Zahl der Obdachlosen beträgt über 30000 Personen. Die Regierung macht die größten Anstrengungen, um den dringendsten Bedürfnissen der Betrossenen zur Hilfe zu kommen. Behemrch un in wrbcschm Schessehern. Hang zu brmern. menn der Erzenger überbaust uuch werden soll, weuerhen Gemüte zu daun Eior dergarg# auf Geund gerochter Raik dar ouen nogt nur um Interest. braucher, du in erker Lime Wen derauf legen mäsen. haupt Gemute uuf die Märkte gedracht werden kaan. 2. erdöhung, weiche in der gegenwar amn Zeu erntreten u erster Liute von dam Stonde der Loims abtar.g, wr munten Massengennite der deutuden Grun au geortuche wir euf die Einkuhr von Holand andgeweesen sind. Der E, Voinze bringt es ader uut sich, duh beiss elswette 1 Pbkael erma 30 Pleamg kosdrt, bis es von Hellurd an die E. sation getangs ist. dur Unkocen für die Abfuhr. Scwon. den Verdienst das hä#dlers kommen dam: her zu, iesah## Weißkohl under 1 Mork nicht an don Verbruucher zeinn# Edenso bogen du Verhs gmsse du den übrigen anslänt müten. Es ist debei der erben zwer:, daß tret, Reter ic der dollladische Gürmer für keine Wert weniger erhe Sreiensgeu# 1. Jer äubauchsung dur berteffein. Bon der Städtisches. Mäufter. 10 Samsar. Ruteilungen des städtischen Des Biiumec, den 11. Sarner ab elleng: der Jonuery aßer m. 16 diamm n Kopimenge per Auogade. Dor Zucker much bie De bewschge vrnte Vherschud. ir haden schon kurz einen Vorschlag erwühnt. ceec e t#glic eine Stunde wehr An Dertn sol koms Deieugung des Ormdtagzer bem. eendern es seil zur eiur sorüder. me wöhrenn der JZeu der droiden Nur des dontiches elle mnn du Bergerdeiter nnt aud m endern Berghaucrneren gelen iaht ein, beh eine besarner Birackertung der Ein Ichsrnf der Bergmsbeilerersbäube. STE Esen, 8. Jou.(Tel.) Die Nechsgentreie für heimurdienß(Lebescht Eler) meidet zum Staeff in bomberner Berter: Die Strecklage i iehr ernst und der Streik vorlärsig noch richt derrdet. Aus bbelem Arloß toden die pier Vergerdeiterverdände soigenden Aufruf erloiten. An die Ber gordeiter des Aehrrenerz! Kauereden! Turesaert. liche und gewisserteie Eemmrne verinchen engentüickte die Ververdeiter in einen anzehlichen Somwertiebreik zu bededer Losser Hän: in hembern und zurä### ##rch zmeremrwertüche Personen in der Strek geir oder dort zuartt den Reisestand mit der Fasser edtem Naßz der„hm Ich nöchte an biebsten jofert nach haus.“ ent####bigne sc 4loge Ich bade uuch keine große Lust.“ Zimmme Richord der „Meine Eltern werden mich erwarten, und du weißt. Mutter wer kront.“ denn also nicht! Von der Medrheu schmätlich medergestimmt! Ihr seid richtige Phrüster. Ich wette, der Glogs wil dloß deute noch zum Postor!“ „Aber. Clemens. Herr Pastor ist doch mein Gönner und Das ist doch schon Pflicht der Dankdarkeit!“ Der Heidekrug kom in Sicht, von drei hoden Pappetn u. Seitwärts rogte der Zieddrunnen, die Haustür slund eintadend offen. Eden trot die Wirtin, die rote Hanne, under die Tür. Sie dielt die Hand über die Augen und schaut gegen die sinkende Abendsonne. Wer kym der dort des Weges? Uh, die drei Studemen kamen m Ferien. Sie schnumzette. Do stel wieder ein ordentlicher Happen für sie ab! Zwar an dem Aloys Leywater wer nichts zu verdienen, der datte keinen roten Stüder übrig, sein Vater wohnte auf einem Kotten vom Heidgershof. der Lehrerssohn tat wohl ganz gern mel mit, wurde aber mapp gedalten. Dagegen der Clemens Heidger, der reiche Venernsohn, das war ein flotter, der datte was in dee Rüch zu drocken, und dem kam es auf einen Taler nicht an! Der sockte ja möchtig viel Geld gedrauchen in der Stadt und noch Schulden dazu mochen, sagte man. Ja. ja, wenn einer eine trockene Gurgel dat! Der würde wohl mehr Bier fürdieren, als was anderes! Es dieß, er wolle Doktor werden. Ja, Vierdoktor wohl!... Als Richard der Wirtin ansichtig wurde. stimmte er übermütig an: zogen drei Burschen wodi über den Rhein. Bei einer Frau Wirtin, da kedrten sie ein. Frau Wirtin, dat sie gut Bier und Wein. Ge dur sie ihr dolder Töchterlein? Und gleichsem ale Antwort erschirn in diesem Lugenblie das bolde Töchterlein, die sommersprossige, schon ziemisch ar gejadrte Trine, eine vierschrötige Gestatt mit dochausoeschürz tem Rock, die Füße in mächtigen, düngerdehafteten Hol# #chrden. Sie datte dinter dem Hause Dünger aufgeiaden und kem nun, von dem Gesang gelockt, neugierig herdet, die lang“ Gadel noch in der Faust. Unwillkürlich drochen die drei bei diesem sieblichen Anin lautes Lochen aus, was Trine mit geschmeichelten Orinten quittierte, wodel sie versuchte, das schmutzige Kopftuch üder dem strodgelden Haar neu zu müpfen. Die Studenten schwangen die Mügen.„Auf ein andermel!“ rief Clemens der Aärtin zu. Ner. bei diesem holden Tochterlein ging einem je alle Poesie slöten! Locdend gingen üe weiter. an den Schuhmacher ans Böntgswoldr bei Werntgerabe but der Oefreite hauber der einen leompartet war underafferrt. Dies ib um eine mttemnssenange Rundacbung, bie elb undgebung gegen den Kunfachnasotatenare h nacd dm audern Alten wer der Beihen suer! dat der Besitzer dee Royenhofer bei Hachkreit. ptmnenn v. Lüttwin, den verigen Bofiher Emt eines Schirdscheinstrettes burch Revetverschüifse Relferelqutern, 7. Jon. Auf dem Verdare wuurde, wie die„Bfülzlsche Presse" met geltern lugenderziehung einzufügen. Die pirkliche Verstehen nur auf Grund einer lusbildung vom Einfachen zum Höheren elbst zu diesem Gedanken. Sollen aber stematisch entwickelten öglich sei, führte von che Aufführungen von Nr. 18. Abend=Ausgabe. muncdemn vngeben, ader Tamn, Liedes und Geborsan inamer wödren. möchtigem Schalle erkönte mim Beethovens„Die Himmel ylw.“, vom„Sängerbund“ exakt getumgen. Sodann über#b der Radner das Denkmal der Odhmu des Landesftnanzamts. Kräsidenten, dem Geheimen Obersinanzrat Schmedding, der Stomtlich vor Kurzen an die Spitze der mit der Oberzollditektion mreinigten Bedörde getreten ist. Dieser nahm das ehrenvolle Amt masgen umd gab in seinen Worten den Gefühlen des Dankes beAusdruck an alle, die zu der Entsteineng deo Monunentes beigetrogen haden Namentlich aber gedachte er des Rechaungsbirettors Gallw, der die Initiattve dazu ergriffen und in mneigennütziger Weite tüng gewesen sei, terner der Künstiers Bürten, nach dessen Origtnal=Entwurf das geschmackvolle, pröch# Nouiunent enstanden i, und schtießlich alle Beamten Kame#en die das Ehrenmommnent finanziell understützten. Wesentlich Schhut wurde die Feier durch den Gesangverein und die Mustk##pelle, welche mit einem altpreußtschen Marsch dem Wetheakt den gassenden Schlußz vertieh, der allen eine liebe Erinnerung bleiden Westsalischer Merkur. Montag, 19. Jannar 1921. wird Stedttheater.„Meriha oder der Markt zu Richmond“. Oper von G. v. Flotow. Von der ganzen Anzuhl von Opern, die der ursprünglich für den und Diplomatendienst bestanmte und später zur Musik und zum Theater bekehrte Flotow geschrieben hat, ieben nur noch„Martha“ und„Alessaudro Stradella“, von denen das erstere Werk als das beste und buhnenwirksamste seine große Zugkraft bis heute nicht perioren hat. Die Zeit der Lehre in Paris, das in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts so außerordentlich befruchtend auf die Pllgegesichen Konponisten Zurkie, it auch au Groreg gige, wir. kung### vorübergegangen. Der Einsluß französischer Auiter, wie etwa uubers, ist daher auch in seinen Weiten unverkennbar. Er Für das mischt aber in romanische Grazie und Roketterie eine ganze Portion1 vertreier gefühlswarmer Seutimentalität, so daß seine Werke— und vor Schenkine allem die Oper„Martha“— den grunddeutschen Komponisten nicht Die hiesige Aufführung am Samstagabend erfuhr unter der Spielleitung Waldens eine durchweg lobenswerte Wiedergabe. Dirigentenpult stand Kapellmeister Zimmer der des Werk Am Virigenlenpun Nne Auxmrffall= Hemmet, Aei zum ymsichtig, aber nicht immer einheitlich und konzentriert genug leiteie. Einige Sprünge im musikalischen Text waren glücklich ausgeführt und ohne Schaden für das Ganze. Daß die von früher her Onerhoff für ihre erkrat Lond wir schallicher Kreiavereie #1 Mänster, 8. Zanuer Bei Eintritt in die Tagesordnung erteitt der Vorsitende von. deoßkonemiere: Heroid dem Gusbesitzer Pellengahr das Wort zur Erstattung des Bahresberichts. Die Zahl der Bereinomitglieder detragt 807. Seit der letzten Geisammlung wurden vier ud Kurichgsraiehgungen ubprbh benz.#un uud ven lungen werden nicht mehr vem Kreiegerein, den Ortsvereinen eingerichtet. Am ande des Berichtsjahres delkuft sich das Gesomtvermögen auf 11 430 M4. Der Bericht mach dann noch Angaben liver die Pferde=, Gestügelzuchtvereine.— Oekonannierat Brüning regt an für die Pserde= und Rindviedzucht mehr als broder zu tun. ein sonst anderen Vereinen gegenüder leicht ius Hmtertreisen geraten Der Versthende teit mit daß tur den 26. Fedruar eine Bensammtung der Pferdezenchtjektion in Aussicht genommen is1. wo diese Angelegenhen zu Sprachde konunen werde. Als Rochnungsprüfer ichtet Landral Graf v. Westphalen über den Bestand der Fmanzen. Die boontrogte Enllastung wird erteilt. Der vorgeschlagene Etai für 1921, der mit 11 220 A dalanziert, wird genehnugt. Der Vorsitzende macht sodann Mitteitung von dei notwen. dig gewordenen Erhöhung des Jahresdeitragee, der dieder immer noch 3 A beirug. Um eige größere Beweghichke zu ermöglichen, soll die Höhe des Beitrags nicht in die Satungen ausgenommen werden. Der betr. Paragraph soll folgendermaßen lauten:„Jedes Mieglied zahlt jährtich inn Voraus zur Vereinskosse einen Beitrag, dessen Höhe von der Mitgiiederve:sammtung festgesent wird.“ Die Versammlung erklärte sich mit der Festsetzung des Jahre=beitrags auf 10.A einnerstanden Als Ort fin das nächfte Tierschaufest wied Woivock bestinim das in diesem Jahre die Feter seiner hihjädrigon Bestedene seiert. Jür das nächste Jahr soll Handorf berücksichtigt werden. Als KreieAnm. in das Westsälische Pferdestammtuch wird Gutsbesitzer Shingg=Hilirup gemähl:. Steilvertreter sind Guisbesiyzer Lange, haus Geldhaus bei Münster und Gutsbesitzer Elpermann=Teigte Außerdem werden die Wahlen von Vertretern in den Ausschuß dee Sereitns zur heb. der Aindzietpug im Miggggprge##n Emden, 7. Jan. Die städtischen Kollegten dewilligten der zen Heunstättenbaugenossenschatt für den Bau von sieden dern einen Zuschuchz von 165 000 JA, dem Verein Kriegerdetunnstötten für weitere 26 Leimscatten 260 000 M.— Die A#uber, bie türzlich den Raubanfafl in der Wallftraße verübten, aben eim Reibe wettever Elnbrüche zugestanden, die un vertgen He### dier muugsführt worben find. Es Rnd noch weitere Verdaftungm erteigt.— Von dier dat sich eine Vertem deocben, um ben Totbefaund des umstratiikhen Partei Vererdalsung gegeben, sich geim aflgemeinen in beherticher Wbette ausfputehneen. eingeführt munde, dam:# Berotungen erichten im bemetrastichen Arbeterros — Sttumgslant eine Deputation der fesielerpanisationen und verlangte im Mornen der braußen demertrierenden Arbeiter von dumm Stobtbirelter a D. Tremn eine Ertidrung wegen seiner in einer der begten Sitzungen genochten Aeußeruung, daß er sich von dem Höbel nicht hade unter die Füße troten lassen wollen, als er beim Ausbruuch der Resetutten Hannoser verließ Der Ausdruck„Pödel“ war von den Arbeitern eis Beleldigung enmunden werden. Nochdem Stadtdirektor a. D. Tramnn erNärt datte, duß er mit dem Ausbruck nicht die erganisierten Urdetter geneint habe, verluß dir Derutanon den Sitzungesaal wieder und die draußen darrende: Demonferanten egen dann ebenielle ab Aus ben trüben Zührsluspen 1 Sssen, 1. Gan. An die suuchtbaren Orruethaten, die sich unnurldor nach dem Einzug der Rotgardisten in Essen am 16. Per; Bellert ertaftung Dos M#ttgtien dre Betricberate der## der. Puditkum dat auch dort dem Beifeschaufptel eime verftünbnispelle und freurdliche Aufnahme berettet X Pario. 6 Jan. Die Grobe Oper dai gestern ebend die Wagner=Opern wieber in ihnen Spte’plan gutgenoanmten, ols erstes Werk wurde die„Welküre“ gesptelt. Die Vorstellung### ehne jeden Zwischenfall zu Ende geumgen, dein Ruf ertönte, der togendmte Aüu: Mißstimmung dervorrufen fönnen. Die Autät rung des Werke nahm einen gerabezu glüngeiden Berlauf. Der Auffubrung lettete Rapellructiler Cbesillerd mit großer Um beseaum Paste.&ue. Parter Kassen...— den botun Biez Sanit. dun wurde Gn.— Von der deutschen Schlllerstiftung. Dir an Drineur grmsche wurd br„Pegtihu.,##. Krnponich Lien derd sich an die Freunde der Schiue.— 0 mit der Bitte unn Anderftllhurnen der Stiltung ermanbt, in 5idn vordildliche und genwinnübige Unternebmen under der dautich. uns auhrrerbenttiich zu irtben hat Wie der eüifiche ebrich Miche amm Nemport maitbetst, bat der tliche Verein in Newpert etur Sammlung und gert zum Besten der Schillerstlltung verenfhattet umd diere: sehnis 200 000 Marf überwieten Demter in Außland. #asit###icn ien Amsurg#r###, 8ch hier Gri Daa un usteg: 8. en Runfsaniorücbe der Bemebrer gunzureichen. Mugerblidtich beber rüht Beteroburger Oper Mit erbtsleen Erteig mirt ##l. der shon der dam Priag Saruie pe; sind„Taannhber“ Kgrtr der„nsoilhl für agl! Koloratursängerin Frau Boerhof, u.„##trankte Kollegin eingesprungen war und die Titelpartie sang, wird manchem Besucher eine besondere Freude gewesen sein. Die Sängerin entzückte wieder durch den klaren, metallenen Wohllaut ihrer Stimme, die beider hier und da etwas unter dem Ton blieb, aber die Partie slepreich und sscae und darfatersich sicher zu Ende, sichre. Die Fa s Lhonel gab Peter Geitsam reichliche Gelegenheit zur an.saltung seines Konnens, das sich in einer solchen Rolle im besten Lichte zeigen kann. Trotz der überstandenen Krankheit führte der Künstler sie mit schönem Erfoige zu Ende. Dem schalkhaften Nevenspielerpaar Rancy und Plumkett gaben Betty Mergler und Paul Hackland natürlich=humorvolle Züge, die die Handlung so erfrischend beleden. In dieser Rolle nahm sich Frl. Mergler vorteilhast eus. Unser Bassist erfreute wieder durch seiner umsangreichen Stime Grundgewalt, die sich vor altem im Trinklied voll ausladen konnte. Den Trottel Triston gab Richard Walden mit dem ihm eigenen zwingenden Humor, mit dem er schon in so manchen Partien gefallen konnte. Mit der kleinen Rolle des Richters sand sich Julius Wahl gut ab. Der Chor machte— für die hiesigen Verdältnisse— eine Sache leidlich, wenn auch vor allem die Männerstimmen reichlich matt und sarblos klangen. Das Tempo geriet an einigen Stellen zu schnell, so daß der Dirigent manchmal seine liebe Not hatte. Alles in allem genommen war es eine Aufführung, die sich wohl lehen und hören lassen konnte und der wir für die Wiederholungen ein besser besetztes Haus wünschen, als es am Samstag der Fall war. ung der A. Preisrichtern zur Verteilung 1920=25 vorgenommen. Landrat Graf v. Westphalen nimmt hierauf die Ueberweisung der Auszeichrungen für treue Gesindedienste ver. Folgende 12 Personen erhetten für ihre Deenste ein Deplom ausgehändigt: 1. Fr. Bogt, 30 Jahre Bichwärter bei Schulze=Höping in Roxei(Präroie im Jahre 1908). 2. Aug. Rennekamp, 23 Jahre Knecht beim Kolon Weiling in Roxel(Prämie im Jahre 1910). 3. Marte Berkemeier, 18 Jahie Magd deim Koion Lütke Illdefeld in Nienberge(Präwie im Jahre 1910). 4. Anna Hartmer, 59 Jahre Magd bei Schulze Bisping in Rottuln. 5. Anna Beer mann, 36 Jahre Magd beim Koson Störkmann in Aibersloh. 6. Bernhard Wältermann, 30½ Johre nRecht bei Schulze Wenning, Wellstraße bei Nottutn. 7. Josef Krummbeck, 20 Jahre Knecht beim Omsbesitzer Huffekschutte in Greven 1. d. E. 8. Wildeim Bruns, 28 Jahre Knecht bei Ww. Lappe in Amelsbüren. 9. Theod. Fehmer, 21 Jahre nKecht bei Schulze Bisping in Nottum. 10. H. Eveis, 18 Jahre nRecht beim Kötter Bücker in Albachten. 11. GerMertens 17 Jahre Magd deim Koson Frie in Rottuln. 12. Wilhelmine Kösters, 12 Jahre Magd beim Landwict Rothmann in Greven l. d. E. Ueber die Frage: Ist die Verwendung von Kunstdünger und 1# Krastsuttermnittehr unter den herutigen Verhältnissen wirtschaftlich empfehlenswert? verbreitete sich in langeren Aussuhrungen der erste 6.0 c.—.. tuerm gwigneten, ertnnert eine in diesen Tagen in Essen 8 Satatng. fur Rallns A. tenlassul B. Wrs Schlüte: wurde under der Anklage, an diesen P## Ostelligt zu fein, verbeftel Es wird ihm ger Deft gelegt. mäbrend der ferdäberen Mepetei am Elaflerturm, webel über 20 weheiote Sicherdetteleute und sonstige Verteidiger der WosßerturmDeilsung von den Rotgardisten erichtagen wurden, eine Abteilung Rotgandiston angefruert zu haben, sich an den Rutigen Taten zu beteillgen, nachdem schon die weiße Flangr auf dem Turm gehißt und die Uebergabe soilzogen werden war Das dem Verhafteten zur Last getegte Verdrechen cdaratterisiert sich demnach als AufferMord. Die Verhottung hat unter densenigen Arbeitern hen Werks, die revoluttonar gesinnt sund, deitige Erremung hervergeruten, und die Ahrerden Elemente haden bereits versuucht, einen Genaralstreif und andere Oemaltnitttel in Anwendsung zu dringen, die Dustizbedörde zur Freilussung des Verhafteten zu zwingen. Diese Bemuhungen sind bielang ohne Erfoig gewesen Indessen werden sie unablässig sordgesent. Und wenn auch mitt Stcherhett zu erwarten ist, daß eine solche Aktion an der Besonnen= dett der Kruppschen Arbetterschaft scheitern wird, so ist sie inzwischen gan pelltischen Zwischensel! geworden, der die revoluttenäven Ebemende zu Versammdlungen und Demonstretionen anreigt. Eine in Essen adgehaltene Versammlung der freigewerkschaft. lichen Oetrieberäte des Essener Bezirke, an der auch der Bevirksausschutz der freien Gewerkschaften und der Afa=Bund Bertin, 7. Sen Deutr nochnutten seilltund auff dem egei dotn Abholen von A##bertenmition auf eincm Reichonenchond.Gesellschaft etur befiher Expiefen, wobe man gum Tell schuver verletzt wurden. wio UInache der a# dann erst durch etrgebrube Unterfuchsmg feihnrstellt werden. BS Mdachen, 7. Sen Wte der„Lok Anz“ aus München de. 813 Bertin. Sctehplatz 1. Eiggen der Ne 5 Senf ben abgrgete Der Täter. Jugendkonzerte der Westsällschen Hochschute für Musik der Stadt Münster l. 1. als unentgeltliche Lehrvorträge für die hiesigen Schulen. Es ist kein neuer Gedanks, Konzerte in den Ratzmen aber solche ung Erfolg sein, so ist zweiertei Bedingung. Zunächst müssen die Jugend vorgefühnen Werke dem Verständnis der Hürer angepaßt sein. Ausgehend vom Einfachen, müssen sie von Stufe zu Stufe emporsteigend, die Schüler immer tiefer in die Empfindungswelt der Tonkunst einführen. Die Grenze wird dort sein, wo das Leidenschaftliche die Grenze der kindlichen Gemütes überschrettet oder es beunruhigt. Die nervenreizende Kunst unserer Zeit gehört zum größten Teil hierher. Aber auch Beethovens gewaltige und geheimnisvolle Weit bietet dem Kindergemüt noch Klippen, Ueversteigung erst lange Uebung gehört. Der eigentliche der Jugend ist Mozart, seine kindliche Naivität, mit der er die schwierigsten Aufgaben spielend löst, macht ihn dazu. Seine Werke ins, um ein Schillersches Wort zu gebrauchen.„Göttersprüche aus Munde eines Kindes". Auch J. Haydn bietet uns eine unendiche Fülle wertvollen Stoffes. Es ist hierbei nicht der Inhalt allein, sondern vor allem die einfache, lichte Klarheit der Form, welche solche Werke dem jugendlichen Verständnis näher bringt. Die Eindringlichkeit des Kunstwerkes wird aber noch gesteigert, wenn zum Tone das erläuternde Wort tritt. Es ist kein Zweifel, daß das Lied oder das Oratorium auf den naiven, wenig vorgebildeten Menschen den größten Eindruck macht, weil hier seine Fantasse nach einer ganz bestimmten Richtung gelenkt wird. Erst auf dem Wege über die Wortusik gelangt er zum wachsenden Verständnis des abstrakt Instrumentalen. Das lehrt uns, in unseren Jugendkonzerd zum Ausgangspunkt zu nehmen und von ihm, besonitfe liedmäßiger Formen zur Instrumentalmusik überei ten das Lien„ zuleiten, um dann in stetem Fortschreiten zum Komplizierten, den Schüler bis zu den Höhen der Kunst emporzuführen. hrute hast ganz. Alle Reformversuche, be 9vt hr. Bezt Die, Puhziscgsische eet— mn dr Schale von einer grundäzlch falschen Voraus. Aufgabe durch Schulung dieser Unterricht ist, mit unserem Problem der Erziehung zur Kunst hat er nichts zu tun. Man mag noch soviele Lieder und Choräle fingen, die Stimme noch so schön bilden, das alles ist sicherlich schön und nützlich,— und wäre es noch mehr, wenn der Gesangunterricht mit dem Sprachunterricht mehr Hand in Hand ginge— aber weiter im Verständnis der Kunst bringt das alles nicht. Das aber allein muß die Aufgabe sein; die Schule muß die Vorbildung schaffen für ein sicheres östhetisches Urteil. So lange unsere Kunst in ihrer Hauptsache Bokalmusik war, hatte die Beschränkung der musikalischen Erziehung auf den Gesang eine gewisse Berechtigung. Geltdem aber hat die Entwickeiung der Musik ganz neue und unendlich reiche Gebiete erschlossen, denen auf desem Wege nicht mehr beizukomnnen ist. Hier kann nur eine vollBündige Umgestaltung heifen, die Schaffung einer neuen Trund. lage. Der ganze Zweck des Unterrichts muß nur die Erzte. zum musitalischen Verständnis sein. Zu den Mitteln, dieses Zie zu erreichen, gehört auch der Gesang. sogar als eines der wichtigsten, zur muß er dann auch in diesem Sinne gepflegt werden. Aber es gibt noch eine Reihe anderer Mittel, dir nucht minver wichtig sind: die mündliche Belehrung über das Kunstwerk und ihre Reister, das Vorspielen von Werken durch den Lehrer und wo es möglich, unter Mitwirkung musikalischer Schüler. Es würde hier zu weit führen, wollte ich den Weg im einzelnen beschreiben; ich verweise auf meine Arbeit„Die Neugestaltung des ichts“(1917) in der ich diese Fragen ausführlich erörtert habe. des Schulunterrichts aber müßte das sein, daß der empfehtenewext, verbreitele sich in langeren Au=sührungen### Reserent des Tages Pros. Dr. Bömer, der Vorsteyer der yiengen landwirtschaftlichen Versuchestation. Der Redner prüfte unter Heranziehung genau aufgestellten statistiichen Materials die Frage, ob unter den augenblicklichen Verhältnessen der Verteuerung der Kunstdüngermittel und der übrigen Anschaffungen die Anwendung von Kunstdünger wirtschaftlich rentabel sei und kommt nur zu einer bedingten Bejahung. Im Zusammenhang mit diesem Vortrag stand das Thema„Beschaffung des Kunsidüngers und der Krastfuttermittel“, üder das Direktor Ballas von der Westsätischen Zeutralgenossenschaft in Münster sprach. Beide Reserate sunden eine aufmerksamne Zuhörerschaft, der sie ohne Zwreifel Aufklärung gegeden haben dürsten. Der letzte Punkt der Tagesordnung gab den Mitelievein Geiegenheit, Wünsche und Anfragen vorzubringen. Die Verordnung betr. Zwangsbelieferung von Hafer bildete den Anlaß zu einer Entschließung, die nach kurzer Debatte in folgender Form ange nommen wurde: Der landwirtschaftliche Kreisverein erhebt energisch Prorest gegen die kürzlich erlassene Verfügung der Regierung über die Zwangsbelieferung von Hafer. Die Landwir#e haben insolge der bisherigen Freigabe des Hasers zur Verfütterung im eigenen Betriebe über ihre eigenen Bestände verfügt und ihren Betrieb dem entsprechend eingerichtet, zum Teil sind dieselben schon verfütiert. Die geforderte Ablieferung von Hafer würde nicht nur eine große Schädigung der meisten Betriebe bedemen, sondern von vielen Land. wirten Unmögliches verlangen und die hierfür vorgesehenen Strasen würden eine große Ungerechtigkeit darsteiten. Der landwictschaftliche Kreisverein bitlet dringend, von dieser Verfügung Abstand zu nehmen, weil die Landwirte nur noch über die für ihren Betrieb notwendigen Bestände verfügen. Nach dreistündiger Dauer schlaß der Vorsitzende die Versammlung mit einem Dank an die Erschienenen und mit der Hoffnung auf eine guie Zukunft Provinzielle Nachrichten. G' Voerde, 9. Jan. Bei einen Burschen von einem Landwirt daß Während der Zuberettung machten Lager bequem und schliefen ein. D hat sich bereits mit der Angelegenheit deschäftigt und letzung angenommen, in der nicht nur die lofortige Haftentlassung Schillers, sondern diejenige sämtlicher aus Anlaßz der gestrettten Vorgänge noch in Haft defindlichen Perionen gesordert wird. In der Entschtießing wird zum Schluß gesagt: Soitten die Dienstag, 11. Januar, die Inhaftierten nicht entlassen sein, werden die Bezirkorütr des Cssener=Bezirk: ener gisch Stellung dazu nehmen. Unter der Anschiuldigung, an den Metzeleten am Wasserturm deteiligt zu sein, befinden sich zurzeit noch etena 20 Personen in Untechutdumgs haft. Dao Verfahren, das un so schwieriger und langwieriger war, ale die beteiligten Rotgarditten grdheenteite aus. wärtige Elemente gewesen sind, ist inzwischen abgeschlossen und die Anklage erhoden worden. Der Prozeß durfte in der nächtten Zeit vor dem Essener Schwurgericht zur Verhandlung komneen. Gegen 12 der Angeklagten lautei die Anklage auf Mord, gegen die Ubrigen ausf Beihilse und Aufreizung zum Morde. Für heute nachmittag war eine Demonstration radikaler Massen vor dem Justizgebturde am Haumannshof geplant, in dem die Ar geflagten untergedrachtt sind. Der Demonstrationszug, der mittags von Essen=West aus seinen Anfang nehmen sollte, kam indessen nicht zustande. Die Poltzei hatte unfassende Vorsichtemaßnahmen getrossen. Er blieb vielmehr in der inneren Stadt, zog durch mehrere Strahzen und löste sich em lich start. Buraplatz auff. Die Beteiligung war außergewöhnDirekter Witten ein Schuß Witteu wunde ins Herz getcofsen und mar jofert tei. Oeder früdere Meister Leidig, der bei dom letzten Streik eine führende Rolle splette und die kaufmännischen Angestekten durch tötlichen Angriff von der Arbelt gurückgshalten hatte werhalb er aus dem Werte entlassen werden mar, gab noch der Tat auf sich feibit brei Schüsse ab, wedurch er so schmer verletzt wurde, baß er el9bale berstarb. B1B Besie, 7. Sen. Nach einer Meibunng aus Madrid i# Rarelg-Bezirk in einem Bergpert ein Braud ausgsbrochen. kan fürddtet, daß 22 Arbeiter ums Ceben gekommen sind TU Paris. 4. Von. Ernest Deutos, Proseffer für moderne Go. schichte an der Sordonne, ferd in einem Rrankenhaute in Parts enl Feiom einer schweren Operation. Der 78jährige Geiehrte, der als Geldichteforscher einen guden Ruf hatte, datte sich befondere mtt kawticher Geschichte besaßt BTs Condeu, 7. Jon.(Telegz.) Dao französische Krienogericht verurtettte den Jagdhilter und Forsder in Germersheim, der els tridenschaftlicher Sammler Wafsen und Munivion bei sich aufgedmet deite un! Schem Gethaate und 100 i Uechltroße Der rurteilte wiude von Deutschen bei den frangöstschen Behörden angegeigt(!). Deutscher Ostbund. Bertin, 4. Jon Generalseldmarschall von Hindendurg hat den Ohrenvorsitz der Deutschen Ostbundeo übernommen und sich damtt an die Spitze einer Bereinigung gestellt, die durch rund 200 Ortegruppen um ganzen Reiche sesten Fuß gefaßt hal und die außerdei die großen Verdände und Bereinigungen umsaßt, die sich die Förderung des Ostnarkdeutschtums zum Ziel gesetzt haben. der Deutsche Ostvund, dessen Hauptgeschäftestelle sich Zimmerstraße 87 und dessen Flüchtlingsfürsorge sich im Prinzessinenpolate Oberwaßstraße 1 befindet, ist die amtlich anerkannte Interessenvertretung der estmärkischen Gächtlinge. Raubüberfall er ihnen Bratkal es sich die Räu schnei herbei anglen drei losseln mache. der aus einen holte Polizei s- 4.—.—„."% bheid weif siter der herrlichen Kunstbesitz unseres Vaterionder daß scheid Geig üder den herrichen Aumstbefig ungseles Ealrrimdes, u er einen Begriff von der Schönheit dieser Welt durch eigenes Schauen erhalten hat, daß er die Großmeister der Kunst und idre Bedeutung und Persönlichkelt. die Wecke Der Lehrer allerdings kann diesen Emona Kunst nur in beschränktem Maße geben, sei es durch Vorspielen vom Klavier aus oder durch Schüleraufführungen. Das Fehlende zu ergänzen und im großen Stile auszubauen, daß ist die Aufgabe der Jugendkonzerte. Erst durch die engste Berb beider, der Schule und des Konzerts, ist ein wirklicher Wir brauchen nun aber nicht zu warten, bis diese Neugestal uung des Musikunterrichts in den Schulen vor sich gegangen ist wir müssen unsere Aufgabe zunächst von der anderen Seite her zu losen versuchen und mit den Konzerten beginnen. In der Tat hat unsere Stadt, in dankenswerter Einsicht der Wichtigkeit dieser Einrichtung, die Abhaltung von Jugendkonzerten beschlossen. Das zweite soll bereits am 26. Januar Stadthalle flattfinden für die Schüler der Volks= und höheren Schulen. Ausgeführt werden diese Konzerte durch unsere westklische Hochschule für Musik. Dos Programm desselben wird Lieder und Stücke für einzelne Instrumenee, Hioline, Harfe und Klarinette) bringen, auch zwei Chorlieder u. a. m. Das dritte Konzert, dessen Datum noch bestimmt wird, stellt in den Mittelpunkt eine Haydn=Symphonie für Orchester. Die finden vormitags um 11½ Uhr statt. Der Unterricht in diesen Stunden fällt dann aus. Die einzelnen Stücke werden jedesmal kurz erläutert werden.—„Wer die Jugend hat, hat die Zukunf“! zeipt ein Wort. Mein Appell an die Erwachsenen ist bis setzt oone Erfoig geblieben, hofsentlich gelingt es auf diesem Wege mitzuerdeiten, daß unsere herrliche Kunst Gemeingut des ganzen beutschen Volkes wird. Denn„Jugend“ heißt es im ChinestHea.„It der starke Stamm der menschlichen Natur, und Musik ist ise State der Tugend.“-" e f Rolbe# Professer N. Jn verhaftete die Schlummrigen, bei denen man Wassen und Munition M Hambora, 3. Jan. Die Verwaltung der August Thossenhütte hat, da ihre Aufsorderung zur Wiederaufnahme der Arbeit von der überwiegenden Mehrzahl der Streikenden nicht befolgt worden ist, sämkliche Werksanlagen si Ugelenk und die hütte g.schlossen. Au den Thyssenschen Zechen streiken heute von einer Gesamtbelegschaft von 18 500 Mann noch rund 5000 Mann. )=) Essen, 9. Jan. Auf der Zeche Westende des Phönix sind gestern fünf Bergleute verschüttet worden, von denen bis jetzt noch keiner gerettet worden ist, so daß nicht mehr damit gerechnet werden kann, daß einer der Verschütteten lebend geborgen werden Neuß 9. Jan. Die Stadtverordneten bewilligten 75 000 4 für die Bearbeitung von Entwürsen zum Ausbau eines dritten Hasenbeckens, zur Verbreiterung des Erstlanats und zum Ausbau der Rheinbahn vom Hasen zum Bahnvos Holzheim. Die Wohnungsaufwandssteuer wurde für einen Wohnraum über die Kopfzahl auf 50 fA festgesetzt, steigend für jeden weiteren Raun auf 120. 400, 1000, 2500, 5000 und für den 7 und jeden folgenden um 2500 MA. Dazu machte die Verwaltung Mitteilung von der Erklärung der Düsseldorfer Regierung, daß diese Sieuer, wie auch eine vor kurzem beschlossene Autosteuer, wenig Aussicht auf Genehmigung have. * Köm, 8. Jon. In der gestrigen Stadtverordaetensitzung erledigte die Versammmlung eine Reihe kleinerer Vorlagen und bewilligte als Greuzspende für Oberschlesien 60000 A. Ein Zentrumsantrag auff Mustersiedlungsbauten, an denen die Stadt#inanziell beteiligt ist, und auch Wertstätten für handwerkomäßige Betriebe vorzusehen, wurde an die zuständige Kommission verwiesen. Gegen die Vorlage waren die Sozialdemokraten. Die übrigen Parteien erklärten sich für die Annahme. Einen breiten Ramn nahm eine Anfrage des Zentrumsabgeordneten Heß ein, war die Stadtverwaltung zu tun gedenke zur Bekämpfung der Schund= und Schmutzliteratur. Stadtverordneter Heß verbreitete sich eingehend über ihre starke Zunahme. Als eine ihrer Ursachen bezeichnete er den Verrrieb von solcher Literatur in den stödtischen Zeitungsverkaufeständen. Die Verwattung ließ durch einen Beigeord. neten mitteilen, daß die Inhaber der Zeitungsstände angewiesen seien, ein Verzeichnis der zuin Verkauf aufgestellten Schriften vorzulegen, und daß die Ueberwachung der Betriebe durch das städtische Pretzamt zu erfolgen habe. * Osnabrück, 7. Jan. Generatsekretär Franz Ssumpf ist in verslossener Nacht im Alter von 81 Jahren gestorben. Gevoren zu Soeft, genoß er nach dem Besuche des dortigen Progymnasiiung seine Lehrzeit in Lüttich. Von 1865 bis 1876 war er kaufmännischer Direktor der Friedrich=Wilhelmes=Eisenhütte von Primavesl u. Co. in Gravenhorst, worauf er zum Sekretär der Osnabrücker Handelskammer gewählt und 1885 zum Generalsekretür des Georgs=Marien=Bergwerks= und Hüttenvereins bestellt wurde, weiche Aemter er lange Jahre bekleidet hat. Fernei war er von 1872 bis 1885 Geschäftsführer des Vereins deutscher Eisenzießereien, der ihm leit 1885 das Amt des ersten stellvertreienden Vorsiyenden übertrug von 1876 bis 1885 versah er die Geschäfte des Verbandes deutscher Leinen=Industrieller, seit 1890 war er ferner Vorstan demitglied der Nordwestlichen Eisen= und Stahl=Berufsgenossenschaf: und Vorsitzender des Ausschusses der Landesversicherungsanstalt a Honnover. Vor allem aber des deutscher Industcieller, der ihn in Auertennung seiner Verdienste um den Schutz der nalionalen Urbeit 1906 zu seinem Chrenmitglied ernonnte. Wie in seinen vielg#estaltigen beruflichen Steilungen, so hat sich Stumvf auch als langjähriger ste vertretender Vorsitzender des Kaufmännischen Vereins, els Vorsitender der kaufmännischen Fortbildungsschule, als Mitbegkünder des Musikvereins und der Volksunterhaltungsabende, nicht minder als Komponist verschiedener fleiner Opecn usw. um das gewerbliche soziele und künftlerische Leben unserer Stadt große und undergängliche Verdienste erworden. Nachdrücklich vertrat Stumps dor Zusammenwirken von Industrie und Landwictschaft: sein Ideal war eine gemeinsame Interessenvertrelung für Handel und Industrie, Landwirtschaft und Kleingewerde. Noch bei seinem Ausschesden aus der Handeiskammer hat er diesen Gedanken in Wort und Schrif. lebhaften Ausdruck gegeben. Mlt Stumpfs Tode hat ein reichbewegies, fruchtdares Leden seinen Arschluß getunden * Kassel, 6. Jan. Zur Feier des 75jährigen Besrehene des Bankhauses L. Pfeiffer, des größten und ältesten Privatbankhauses unserer Stadt, das ungefähr 400 Angestellte beschäftigt und im letzten Geschäfte ihre einen Uaisatz von 12 Mill urden Mork hatte, stifteten die Inhaber der Firma Dr. Ludwig Pseiffer und Stadtverordneter Karl Ludwig Pfeiffer der Londesuniversttät Marburg(Lahn) 50 0100 Mork zur Ferderung wissenschaftlicher Zwecke, der Stad. Kussel 100000 Mark zur Fürderung der Kunstpfloge und weitere 50000 Mar! zur Unterstlitzung notbeidender Künster. G' halle, 7. Jan Der Magistlat der Stoo#aute beoblichtigt aus finanziellen Erwägungen künstig keine Mittel mehr für Neuanschaffungen für die städtiichen Museen auszuwenden, den Posten des Dircktors der Miseen eingehen zu lassen und die Museen im Nebenamt von einem Laien verwatten zu lassen Rechdem er jetzige Direktor Dr. Burkhard Meyer und sein Vornänger Dr. Sauerland, jetzt Museumedirektor in Hamburg, die Halleschen Museen auf bedeutende künstlerische Höhe gebracht haben, würde die kleine Ersparnis, welche die Stodt durch die Vernachläffigung der Muteen erzielen würde, den Verlust, den Halle durch diese Maßnahmen ertitte, nicht rechtfertigen. K München, 6. Jan. Im Stadtrat machte der Erste Bürgermeister nähere Angaben über die hochherzige Stiflung einer kürzlich verstorbenen ehemaligen Heroine des Münchener Hofthootero. Hormine Blaud gehörte zu senem kleinen Kreise von Schaupielern, die seinerzeit vor König Ludwig II. Sondervochtellungen gaben, und wurde gleich ihren Reilegen und Kollcainnen öfter durch Geschenke, meist durch wertvolle Schmuchsachen, ausgezeichnet. Die reiigiös verantagte und jeder weltlschen Gilelken abholde Künstlerin hat aber diesen Schmuck weder semals getcagen noch ihn auch veräußern wollen, obwohl sie in recht bescheidenen Verhätnissen lebte. Testamentartsch vermachte sie ihn Münchenarmen und verwahrlosten Kindern. Nachdem der Schätzungswert der Schmuckes auf 68= bis 70000 Mark ecenitelt worden war, kamen Vorschläge aus Holland, denen zufolge dert unvergleichlich viel mehr zu erzielen sei. Beauftragte der Stadt de sich nach Amsterdam begaben, sanden bei der hollänmoergeete Rünchen, dischen Regierung, bei Publikun und Presse regste Teilaahme und Föcderung. Schließlich sind, indem man die Form einer Vertosung wählte, nicht weniger als 2144 000 Mark erzieit worden. Der Stadtrat beschloß noch, nach Hermine Bland eine Straße zu benennen und den Unterhalt ihrer Grabstätte auf städtische Kosten zu übernehmen. X Wien, 6. Jan. Die Direktion der Stoatsoper veranstoltet ein bastspiel des Opernballetts nach Spanien unter Leitung von Wöste Cärmfzenon im Bertiner Stebtperlament. * Vertin, 7. Jon. Die Berliner Stadtverordnetenversamm lung mußte gestern vor der sohlenden Tribüne das Zeid räumen. Zur Beratung stand der kommunistische Antrag, die Matzregelungen anläßlich der Elektrizitätsarbeiterstreiko rüchkgöngig machen, der mit 110 gegen 81 Stimmen abgelehnt wurde. Das 210 timmuuesergebule erregte den döchsten Unwillen der Tribüinen. besucher, die unn grohen Teil mit dem Hut auf dem Kopf basahen und mit gedallten Fäuften und wuterregten Gesichtern binunterschrien: Vaverlandsverräter! Schutte! Lumpe! Ale der Stadtver. ordnetenvorsteher Dr. Weyl die Räumung der Tridünen anordnetc, erwiesen sich die wenigen Diener ale mochtios. Nien and rührt: sich. Während von der Tribüne Stinkdomben nach den Siodivetordreten geworsen wurden, sohen diese sich schteßtlich zur Flucht in den Vorsaal genötigt und traten nach einer stundenlangen Unterbrechung in einem andeen Soat wieder zusannnen. Wahrenddessen verharrten die Tribünenbetucher auf ihren Plätzen und immten zusammen mit den im Saat gevliebenen kommunistischen Stadtverordneten die Internationale an. * Rauchverbot für Jugendtiche. In lenter Zeit konnte wieder settgestellt werden, daß jugendliche Personen auf öttentlichen Stratzen und in Lokolen ungeniert Zigaretten usw rauchen. Ee liegt im Interesse unserer Jugend, daß diesem Treiden nach Möglichkeit entgegengetreten wird Eine gute Handhabe hierzu bieter die anscheinend in Vergessenheit geratene Verordnung des Oberpräsidenten der Provinz Westsalen vom 19. April 1918. Nach dieser Verordnung, die den gefundheitoschüdlichen Wirkungen des Tabakrauchene dei Jugendlichen entgegentreten will, ist es Personen under 16 Jahren verboten, Tabak, Tadokopseisen, Zigarren, Zigaretten, Zigarettenpapier zu kausen und auf öffentlichen Wogen, Plätzen und Anlogen, sowie in öfsentlichen Verkedromittein und in öffentlichen Räuen zu rauchen. Des weiteren ist es verdoten, an Personen unter 16 Jahren die vorbezeichneten Gegenstände zu verkaufen oder in einem Gewerdedbtrieb abzugeden. Die Eltern usw. sind verpflichtet, die ihrer Aufsicht unterstellten jugendlichen Perlonen von Uebertretungen der angegebenen Art abzuhalten. Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrase dis zu 60 Mork, im Unvermögenesalle mit entsprechender Haft bestraft. Von der Einsicht aller Erwachsenen darf erwortet werden, daß sie es nicht ellein den Pollzeiorganen überlassen, gegen Mißstände der bezeichneten Ar emzzüchreiden Dr. Kart Bellmöller als artisttschen Berater und Rapellmeister Aeln aus Wien, sowte Fröhlich vom Düffeldorter Stadttheater. O Wien, 6. Jan. Der Burgtheaterdirektor Heine hat um seine Entlassuno nachgesucht. Es verlautet, doß er Oberregt#seur an einem reichedeutschen Theater werden wird. Sein Entlatsungsgesuch hängt mit deo Berufuung Mar Reinhardts zusammen. In den Blättern wird gesagt, daß die Vertmndlungen der Staatetheaterverwaltung mit Reinhardt einen glatten Verlauf nehmen und in den nächsten Tagen zu einem endallitigen Abschluß führen werden. Im April soll Reinhardt seine Tätigseit in Wien beginnen, und zwor unter Mitwirkung von Mitgliedern des Berliner Deutschen Theatere. Seine erste Inigenierungstat wird Iosen„Peer Neuaufführungen. In der Staatcoper sand am Mittwoch die erst.——fführung der„Gezeichneten“ von Franz Schreter den reichen Beifall der Hauses. Unter den Mitwirkenden sind Bardara Remp als Charlotto, Joseph Mann als Allviano, Karl Armster als Herzog, Schiusnus als Gras Vitelozz# zu erwädnen. Sie wurden zusaminen mit dem Dichterkomponisten und dem Kapellmeister Stiedry nach den Aktschlüssen wiederdelt gerusen. Die Oper war von Dr. Hoerth in Szene gesetzt. Berlin, 6 Jan. Unter der Leitung von Kortheinz Martin *„Vom Teusel gehall“, so überschrieb die kommumistisch Münchener Zeitung„Neue Zei!“ die Nachricht vom Tode Bettzmanns. Sie bemerkte dazu:„Die Millionen im Weitkriege Gesal. lonen werden ihm einen würdigen Empfang dereiten.“ Nach Kommuntsten=Anschauumg wären also alle diese Toten„vom Teusel geholt“ worden. Soike Rohetten sind nur möglich boi Leuten, die zum„Hoien“ selbst dem Teufel zu schlecht wären! # Berlin, 6. Jan. se Su send geseern im Großen Schausptethause eine glanzvoll inszenterte Aufführung des alten Bauernkriegodramas„Florian Geyer" von Gerhart Hauptmann statt, das 1896 bei seinem Erscheinen durchgesallen war und sich erst wieder 1914 am hiesigen Lessingtdeater bewährt hatte. Die jetzige Aufführung zeugte von einem storden Können. Die Wiedergabe der beiden ersten Akte geyört mit zum Besten, was das Große Schaupielhaus dioher geleistet hat; gegen sie flei der letzte Akt stark ad. Klöpfers Leistung als Florton Geyer wurde mit storkem Beisall ausgezeichnet. Dichter und Spieler konnten sich wiederdolt vor dem Publikum zeigen. se2 halle a. S., 6. Jon. Am 2. Jonuar erlebte ein Bühnenwerk von Ferruccio Buson!, detitelt„Das Wandbild“, eine Szene und eine Pantomime“, mit Othmar Schoecko Musik, eine erfelgreiche, unwidersprochene Uraufführung im Stadttheater zu Halle a. S. x heidelberg, 7. Jan.„Christopher“ das Legendenspiel der fungen deutschen Dichters und Kleistpceisträger: Dießenschmidt, das in Königeberg zur Uraufführung kam, hat nun durch eine Aufführung des Heidelberger Stadtthealers der dortigen Stadthalle seine süddeutsche Premtere eriedt. Dar □ Aufachme den Zwangrs zur Teülnahme am Gettdebtend Gefängnts. Für den Vollzug gerichtlich erkannter Freihette strofen besteht eine besondere Vereinbarung zwischen den Landesregierungen. Deren Orundsötze komnnen zur Anwendung, bis di# Frage weiter gomeiniam geregeit wied. Neu aufgenommen ist setdarin die Bestimmung, daß ein Zwang zur Teitnahme am Gottesdienst, an den kirchlichen Hestomittein und an den Andochtsülbungez nicht mehr stottfindet. Festungsgesangenen wird in den geeigneten Fällen die Möglichkeit gegeden, den Gottesdienst ihres Botenntnissen außerhalb der Anstalt zu besuchen. 2 Räubereien eines Rommuaistenführers. Die Eoereitung des Kommumistenführers Karl Roth aus Neundorf(Unhalt), der um 26. Juni 1920 in Stoßfurt zusammen mit 2 anderen Komplizen rund 200 000 Mark Postgelder durch Ueberfall an sich brachte, ist noch nicht gelungen. Die Postverwaltung hat die auf Ergreifung des Roth ausgesetzte Belohnung von 5000 Mark auf 10000 Mark erhöht; die Pelohnung wird gezahs werden, selbst wenn die Herdeischaffung des Geldes nicht gekingt. Englands Jurcht vor der deutschen Jümfenkurren: Wie die TU. mittellt, hat die„British Cinomatogrand Exhibtders Afsoctotion“, die sümtliche deutsche Filmo bis 1923 aus England verbannt hat, ihre Mitgkieder in einem vertraulichen Rundschreiben darauf aufmerksam gemacht, daß zwischen deutschen und amerikantichen Interessenten gebeime Unterhondlungen gepflogen werden, um deutsche Filmo in den Ber einigen Staaten einzuführen. bieseiben dort mit einer amerikaniichen Handelsmarke(TradeMark) zu versehen und alsdaun noch Ingland auszuführen. Die Mttglieder werden au gefordert, ihre amectkonischen Vertreter oder Verbindungen zu ersuchen. evennell diesbezügliche Peobachtungen unver vialich zu ihrer Kenntnis zu dringen und auch diesenigen Fumgetelligaften im Auge zu dehalten, die mit„neutralen“ dern arbethen Wiedereröffnung des Deutschen Archsologischen Instikals in 24cent. Der nach Liihen berusene Leinziger Ordinarlus der A“ cen Archöologie, Pros. Franz Studniczko, hat soeben die Einener Zweiganstolt der Archöologischen Instituse, die 1917 under demr. Zontag, 19. Januar 1921. Amerik. Schlußnotlerungen vom 3. Januar jonz New Tort Baum. 4. 1.7. 1. s4 1.1 wolle Loco.... 17.1014.75 Zufuhr. i. Atl. Häfen 20001## per Januar. 116.60 16.24" L.Golttiäten 17000 11 Februar. 15.57 15.30" im Innern 17009 110## Märs 18.4715.20„„ I.Pac.Häfen 1000 zl0 April... 18.50 15.20 Exportnach England 2000 115.13" nach d. Kontin. 8000 240 Sttch Bats. wendet. Aus einer übertriebenen würtedewegung, die sich in den send unt uuch noch iun der erten hat sich eim zurückhaltende Beurteilung allem wollen die Händler, die eine Stütze#b und künstlich angefachten Aufden Monaten Okwber und Rorgnher ersern Hülft des Monats Dezember zeigte, * Beurxteilung der Markttoge errzenen. Log Stütze der Umsätze in jener Zeit waren, heute nicht mehr wesentlche Mengen well se mit dem damals erworbenen Borüben feiegrr piese uns Reksenten vergabtich zu den Dopperb zuimnzang, ihre Vairiebe auft. eisfritg demüht, wenigstens in geringem. u.—, W, indagteige it. dae recht erhalten zu können. Nameatlich in der Kisten Geschäft vollständig heruntergekommen, weill es am Autzerrgg### bis dahin für die Ausfuhr beschäftigten deren Abmellungen wie 19,12, 1% ng g### apce Umsätze erzielt. Jetzt aber ist ein Sithland auf der gungen Einie eingetreten und die meisten Kistenfabriken leiden stark unter dem Druck der Abnahmeverpflichtungen aus früheren Verträgen, mit denen sie Kistenholz von ihren alten rleferanten zu hohen Preisen ge kauft haben. In der Küchenmöbelindustrie sieht es etwas dessee aber durchaus nicht freundlich aus. Die Austräge kommen langsum Oberschlesschen Lokswerte und Ehertin, haben eine Stichstoff-Kredtt S. m gegründet. Gegenstand des Unternetharakter hat, ist, durch Gewöhrung nichen Landwirtschaft den Bezun von ichtern und damit zur Steigerung der beizutragen. Das Stommkapital deZu Geschäftsführern wurden destellt: in zlachen. Unter der Firme Credit am 31. Dezemder, die scher Gaswerke in Köln, die 0 mischen Fabriken A.=G. in Bertin, hab b. h. mit dem Sitz in Bertin mens, das gemeinnützigen Ch langfristiger Kredite der deut Stickstotfdüngemitteln zu erleie inländischen Eonte=Erträgnisse trägt 500 Millionen Mert. R-Dr. Brückner und Dr. von Kniertem. * Belgische Aktiengesellschaft in* Genéral Liegeois A.=G. wurde Zweigniederlassung des Credit Genéral Liegeois Soc. An. imn Lüttich in eine selbständige Akttengesellschaft mit dem Sitze in Nachen umgewandelt und handelsgerichtlich eingetragen. Das Grundkapitel, das voll eingezahlt wurde, beträgt 12 Mill. 4. Die neue Aktiengelelschaft führt das bioher in Rochen als Zweigniederlassung der revit weneral Liegeois Soc. An. in Liutich betriedene Bank geschäft in unveränderter Weise fort. Dies dürfte der erste Fall sein, daß eine der zahlreichen im besetzten Gebiet bestehenden Zweigniederlassungen von ausländischen Bonken für den Betried ihres Unternehmens den Weg der Neugründuung einer Aktien=Gesellschaft nach deutschem Muster wählt. * Verband deutscher Elektro-Installationsfirmen, a. B. Franzfurt. a. M., Scheffelstraße 1 II. Der Verdand zählt gegenwärtig annähernd 4700 elektortechnische Installationofirmen aus dem ganzen Reiche zu seinen Mitgliedern. Aufgenommen werden nach der Satzung nur solche Firmen, die sowohl nach der dechnischen wie kaufmännischen Seite hin. Gewähr für Zuverlässigkett und Preiewürdigkeit ihrer Arbeit bieten. * Aenderung der Tabaksteuevermäßigung. Der Reichofmanzminister setzte die Ermäßigung der Tabaksteuer für die Leit vom 1. April bis 30. Septemder 1921 für Zigarren auf 65, für Zigaretten in der höchsten Steuertlasse auf 30 und für seingeschnittenen Rauchtabak in den obersten Steuerklassen auf 10 Prozent der vollen Tabaksteuersätze fest, jedoch nicht unter 87 24 für 1000 Stück Zigacetten bezw. 32 J für 1 Kilo.— Hierzu wird uns vom Zentrolverband rheinischer Zigarrenfabrikanten e. V. Bonn geschrieden:„Die vielsach zu verzeichnende Ueberschrift„Ermäßigung der Tabak. steuer“ ist irreführend. Mit Rücksicht auf die Veränderung der wirtschaftlichen Lage in der Zeit zwischen der Verkündigung des Tabaksteuergesetzes am 12. September 1919 und seinem Inkrafttreten am 1. April 1920 war für die Zeit bis zunn 31. März 1921 eine proZwonge der Enternte= Getandtem geschlossen werden nuchte, wieder tröffnen können. Der Gelehrte wird das Institut, da sein disheriger Beiter, Pros. Georg Karo, setzt eine Prosessur in Halle innehat, während des Winders leiten. Auch Pros. Dr. Friedrich Withelm Freiherr Hiller v. Gaertringen, der Inschriftenfocscher der Berliner Akademie der Wissenschaften, der vor dem Kriege für das friechtsche Inschriftenwerk dort tätig war hat sich setzt nach Athen begeden. Wie weit allerdings eine deutsche Ausgrabumgettätigkeit In Griechenkund möglich sein wird, muß erst die Zukunft lehren. Die von Schliemann durchgeführten Ausgradungen in Mytene z. B. oten jetzt die Engländer fort. Juni... Juli.... August September Oktober November Desember Handels=Nachrichten. Tendens: Stillegung der Thyssen=Hütte. Rotstandsarbeiten werden auf der Thyssen=Hütte nicht mehr ausgeführt. Heute mittag bewegte sich ein großer Demonstrationszug am Werk vorbei nach Duisburg, wohin man den Streik zu übertragen versucht. Es wurden die Rheinischen Stahlwerke und die Hütte Phönix aufgesucht und dort Reden gehalten. Zu Ausschreitungen ist es nicht gekommen. Beinerkenswert ist, daß während der Demonstrationszuges fast die ganze Belegschaft des stillgelegten Werkes sich zur Löhnung eingefunden hatte, ein Zeichen, daß der Demonstrationszug fast nur aus Ortsfremden bestand, die sich in graßer Lahl in Hamdorn eingefunden hatten. Auch viele Berliner wrifft man wieder in Hamborn. Die Belegschaften der Werke in den angrenzenden Städten halten heute Versammlungen ab, wie sie sich zu dem ganzen Streik der eine Krastprobe der Unionisten und Kommunksten darstell, stellen sollen. * Vereinsbank in Hamburg. Der Aufsichtorat der Vereinsbank beschloß mit Rücksicht auf die erhebliche Ausdehnung aller Geschäftszweige, das Grundkapital um 25 Millionen auf 75 Mill. AA zu erhöhen. Den alten Aktionäcen soll auf je 2000 A alter Aktien eine neue zu 1000 mit einer Dividende für 1921 zum Kurse von 150 Prozent bei sofortiger Vollzahlung angeboten werden. Die Verwattung teilt mit, daß das Ergebnie des verflossenen Bahres recht befriedigend ist. * Deutsch=Aslakische Bank, Berlin. Die zustündige Behörde in Tsingtau hat nach einer amerikanischen Mitteilung aus Tokio Zahlungen der dortigen Filiale der Deutsch=Asiatischen Bank nicht unter Kontrolle gestellt. * Die Atlengesellschaft für Ausomobi dau(A. S. A1) in VerünLichtenberg, die im Mai 1920 ihr Kapital von 1 auf 3 MU. A erhöht hat, erhöht ihr Kapital weiter auf 23 Millionen Mark, iun große Auskandtredite, die ihr zur Verfügung gestellt waren, abzulösen und um das Kapital mit den festgelegten Werten und dem Umsatz in Einklang zu bringen. Die Gesellschaft teist mit, der A. G. A.=Wagen habe sich im In= und Auslande ganz außerordent. lich eingeführt. Der Auftrogsbestand gewährleiste volle Beschäfgung ihrer Antage für fast ein Jahr. In den Aufsichterat sollen Gottesdienst= Ordnung. Besondere Andachten im Laufe der Woche: hoher Dom. 5½—8 Uhr#l. Messen. 3½ Uhr Chordiung 8.30 Uhr Konventualamt. 10 Uhr bl. Messe. Nachm. 2 Uhr Samstag 3 Uhr. Montag 7 Uhr Pestmesse. St. Aegldükirche. Männersonntag. 6 und 7 Uhr#### 8½ Uhr Sakr.=Hochamt. Abendo 7 Uhr Sakr=Andacht St. Autonlusklrche. Dienstag 8 Uhr St. Antonlusandacht St. Josephokirche. Donnerstag 7¾ Uhr Sakr.=Hochamt St. Martinikirche. Freitag 7 Uhr Pestnnesse und Seam Samstag 4 Uhr Andacht. St. Mauritzkirche. Donnerstag 7 Uhr Sokr.=Hochamt. St. Lambertikirche. Donnerstag 7 Uhr Sakramentsamt und Pestsegen. Abende 8 Uhr Sakramentsandacht. Liebfrauenkirche. Donnerstag 8 Uhr Sakramentsamt. Sam#. tag 7 Uhr Hochomt. Nachm. 4½ Uhr Andacht. St. Servatüklrche. Dienstag 7 Uhr Pestmesse. Mitwag abend 7 Uhr Muttergottes=Andacht. Clemens'irche. Täglich 6 und 7½ Uhr hl. Messen. St. Magdalenenkirche. Jeden Morgen 8 Uhr hl. Messe. Klarissenkirche. Dienstag 5 Uhr Antoniusandacht. Donner# Zehastentiche. Täglich 7½48 Uhr 8l. Mase. Jeier des Ewigen Gebetes im Bistum Münster. Sonntag, 9. Jan: Rheine(St. Dionysius) und Duusdu## Meiderich(St. Michael), nachts Franziskanessen zu Capellen. Montag, 10. Jan.: Hansell, nachts Kapuziner zu Münster. Dienstag, 11. Jon.: Alpen, nachts Maria=Lindenhof zu Dorsen — Mittwoch, 12. Jan.: Bönninghardt, nachts Franziskaner#u# Warendorf.— Dounerstag, 13. Jan.: Sythen, nachts Kapuzinec zu Rindern.— Freitag, 14. Jan.: Obermörmter, nachts Frauen vom Guten Hirten zu Bocholt.— Samstag, 15. Jan.: Sonsbeck: nachte Kloster Binnendeng und Vorromäum zu Münster.— Sonniag 16. Jan.: Beckum, Ennigerloh und Hocheminerich, nachts Hofpital zu Kempen. Verantwortlich für den redaktionellen Tell: Hauptredakteur Theober Boruch. für den Anzeigen= und Reklameteil: Max Peukes, beide in Münster 1. u#. darauf hingewiesen werden, daß derartige Schwellenlieferungen nur auf Orund der Wiedergutmachungsverhandlungen stattfinden können und einem freihändigen Verkauf schon an und für sich die Versagung der Ausfuhrertaubule im Mege stehen würde. * Einführung der Textilindustrie in Litauen. Die litauische Regierung will die Einführung einer Textttindustrie, welche in dem Lande bis setzt noch nicht besteht, nach jeder Richtung hin fördern Als erste Maßregel hat man sehr hohe Einfuhrzölle auf Textilien in Litauen festgestellt. * England und der ungarische handel. In Budapest ist mit englischer Unterstützung und mit sehr bedeutendem Kapital eine Import= und Export=Gesellschaft für Textil begründet worden. * Eine Krisie in der japanischen Wirkwarenindustrie. Die Kriste in der sapanischen Seidenindustrie ist akut geworden. Jetzt ist auch die japanische Wirkwarenindustrie, welche eigentlich auch erst im Kriege sich entwickelt hat, von einer schweren Krisis betrossen worden. * Beschränkung des Juteanbaues in Indien. Um ein weiteres Zurückgehen der Preise zu vermeiden, soll eine Beschränkung der Andaues von Jute geplant sein. * Jusammenschluß dr zeoslörten Kohlengruben Nordfrankreiche. Unter der Bezeichnung„Groupement des houilleres du Nord et du Pas=de=Calois“ haben sich die zerstörten Kohlenbergwerke Nordfrankreichs in einer Gesellschaft zusammengeschlossen, die über ein Kapttal von 50 Mill. Fr. verfügt. Dieser neue Organismus hat die Aufgabe, Vorschüsse zu gewähren und Anleihen aufzunehmen, die durch die vom Staate zu zahlende Entschädigungssumme garanliert werden. Im Verwaltuungsrat sind sämtliche großen Bergwerke der Departements Nord und Pas=de=Calais vertreten. berse A.=G. in Minchen=Hersin. die Wirschaftliche Vereinigung dem. un: Am deuischen Hatznarkt vau sich die Geschäftslage ger Gloße Posien Gammantl An die Stelle des vernor renen Auknonators Alber: Richter hierselbst ist de Reuisanwalt Dr. Schmitz, zum Liquidatol de. istenen Ha delsactellschaft Liquldation Gebr. Entrup verseldst ernanni. Lädingbausen, 3. Jan. 1921. Das Amtegericht. aus amerikanischen Heeresbeständen, gebraucht, jedoch gereinigt und durchrepariert, per Stück Mk. 133.— zuzüglich Porto. Außerdem: la. Pferde=Stalldecken, innen Wolle, außen Segeltuch, aus amerikanischen Heeresbeständen, gereinig und repariert, per Stück Mk. 105.— zuzüglich Porto. Versand unter Nachnahme oder vorheriger Einsendung auf unser Postscheckkonto Nr. 59101. Oeffentlicher Verding. Die Lieferung und das Emeten der Fruster für den Reubau eines Bürogebäudes für die Provinzialverwaltung. Warendorferstr. Nr. 25, voll im Wege des öffentlich Verdungs, in 5 Lose geteili, vergeben werden. Zeichnungen und Muster liegen im Baubüro, Warendoiferstraße 10. zur Einsicht aus. Angebotsormulare werden zum Preise von 10 Mk. dort abgegeben. Bei Abgabe eines Augevoles wird der Betrag zurückerstattet. Termin für die Eröffnung der Angebote am Montag. den 24. d. Alts., vormittags 11 Uhr, im Bauduto. Warendorferstraße 10. Münster, den 7. Jan. 1921. Der Landeshauptmann der Provinz Westfalen. Heute morgen 3 Uhr entschtief im Alter von 61 Jahren sanft im Herrn nach langjähriger mit großer Geduld ertragener Krankheit, versehen mit den hl. Sterbesakramenten, unser lieber Druder, Schwager und Onkel, hochelegante, fabrikneue, zuverlässige Personenwagen bester Qualität, offen und geschlossen. N. A. G. 10/30 P. S. Hansa Lloyd 16/50 P. S. Brennabor 8/24 P.S. Schlicker& Benjamin der bochwürdige Herr Bikar Clemens Hünewinkel. Mauritiussteinweg 5 Fernsprecher B 5061. 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Im Namen der tauernden Angehörigen: Bernardine Hünewinkel Stephan Hünewinkel. Ziehung: 19. Jan. 1921 un. Ju: 1 72000 Juusi-Snv.: M1 50000 Prich:„ 40 000 „„ 10000 Sämtliche Lose zu des amtlichen Original-Preisen sind zu beziehen unter Nachnahme von M 4.60 Ind. Liste und Steuer durch Narozny Lose-Vertriebs-Zentrate Marburg a. d. Elbe, Gazertstraße 13. au Die Beerdigung findet statt am Mittwoch den 12. Januar morgens 8% Uhr dom Sterbehause Dodostraße 13 aus, daran anschließend das feierliche Soetenamt in der St. MauritzPsartkirche. 893 Münster Warendorferstrasse 175. Foehe c eS Aü NO, Wer Münster I. W., Gemenestr. 32, Ludgeristr. 118(am Prinsipalmarkt, empfichlt sich zur Wiederherstellung sämtlicher Schäden in allen Stoffarten. Fechkundite Arbeit und Bedienund. Für sofort ein braves av. 809 Neuigkeiten aus dem Verlage Godr. Siessen, Lhmburg(Lahn): Für Gomucher. Dächer zur Weckung des„Ledens aus dem Glauden“. Dd. 1: Tiümann(C ve. R.) Wandel vor Geit Das Mittel der Bosskommenheit nach der Lehre der Hoiligen. Rurioniert 4.— — B0.2: Müller, Weg zur Liebe oder Berg der Vollkommenheit nach dem hl. Johannes vom Kreuz. Ein sicherer Führer durchs innere Leden. Karton ert 3.— 40 Bo. 3: Müller, Die dl. Theresia von Jesus. Ledens#izze der großen Lehredoisterin des Gedetes. Ein Vor##ld des innerlichen Lebens. Kartoniert 4.— Bb. 4: Möller, Das geistl. Loden nach dem EvangeKum oder Ascose Christl und der Apostel. Kort. — Bd. 5. Kuor, Vom guten Sterden, nach d. hl. Cpprian. „ Karteniert 3.— utner, Stedtpferrer in Trochtoisingen, Beue u. wohne weie und gesund! Ein populärer praktischer Leitfaden für Bauherren. Kartoniert 8.— Gesen, Dr., Domvikar in Speper, Die Kinderkommunion A nsum###dichut: uin der faelsoral chen Drand. Ersetz- und Zubehörtelle— Oele, Gummi, Benzin— steis am Lager. gesucht.— Tauerude. angen ame Stellung.— Hoder Lodn. HI. Rülander, Begesack v. Bremen. Neuss a. Rh. empfichlt: Mosel-, Rhein-, Rotweine, Büdweine. 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Ein Wert aus der Prazis für die Prozis— an die Driester in schwerer Zeit zur Westerneuerung im Geisie unserer hl. Kirche. Kart 3.30 am Sonntag, den 16. Januar 1921, abends 6 Uhr, in der Aule des Städt. Gymnafums, unter Leitung des Herrn Prof. Idr. Voldach und unter gütiger Mitwirtung von Fräulein bedwis Rode=Osnabrück(Alt) und Fräulein bedwig Siedel=Münster(Klavier). Die vier Jahreszeiten in Wort u. Ten. Soll von Rudinstein, Brahms, Zeiter u. Schubert. Männerchöre von Weinzierl, Hermes, Kremser, Hofmann, Mendelssohn, Humperdinck u. Woprsch. Karten zu 6 Mk. und 4,30 M. in den Musikalien= handlungen von Kneer, Hack& Schlichting und an der Kasse. Reitere, alrimnes. Daue aus dem Lande sucht baldigst Alteres, freundliches, unde eingt zuverläss., kathollsches, desseres Fräulein, das in freier Zeu Gesellschaft leisten u. alle Hauearbetten verrichten, sowie per #ett Kochen u Basten kann. Bei zurriedenstellenden Leistungen kann die Stelle eine dauernde b. Famili anichluß semn. 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