Mittwoch, 19. Tezember. Her Wesisclische Merlur erscheint täglich zweimol, am Tage nach Sonn= und Feiertagen elamel. Verlag und Rotationsdruck der Westsälischen Vereinedruckerei. Prodenummern: Bestellungen mit deutlicher Adressenangabe wolle man richten an die Geschaftsstelle, Königstraße 39. Redaktion: Lütkegasse 1—3. Sprechstunden 10—11 Uhr vorm. Telegramm-Adresse: Merkur. Münsterwests. Fernsprecher: Redaktion Nr. 203, Geschäftestelle Nr. 113. Geschäftsstelle: Königstr. 59. Geösinet vorm. vor 8—1 Uhr, nachm. von 2—7 Uhr. Postscheckkonto: Amt 4 oin 14 622. Oorrrheren Gegründet 1822. Mittag=Ausgabe. 96. Jahrgang. Dierteisshrlich:: b## In 2auswerie burch die Elamenellich: In Munen (für 1 einzeinen Mlöfk:##). Sinseinummer: Au haben Bahndofen u. das Stück 10 Anzeigenpreie: Ber die Peiitzelle oder deren Raum 25 4. Retie. Enzeigen=Annadme In Munster Röugstraße lämtlche Annencen-Bureaus Ars 9Dbes In. und Muslan. Dil Len Hierenseirail Die deutschen Unterhändler. WTB. Berlin, 19. Dez.(Telegr.) Neben Exzellenz v. Kühlmann wird das Auswärtige Amt bei den Friedensverhandlungen in Brest=Litowsk durch den Direktor der handelspolitischen Abtellung, Wirklichen Geheimen Rat Johannes, vertreten sein. * Die Teilnahme Heifferichs. Berlin, 18. Dez. Wie die„K. V.“ erfährt, ist. der frühere Staatssekretär des Reichsamts des Innern, Dr. Helfferich, dazu ausersehen, bei den Verhandlungen in Brest=Litowsk zwischen den russischen Bevollmächtigten und dem Vierbund an Hand seiner politischen Fähigkeiten die Interessen Deutschlands zu vertreten. Das Blatt begrüßt diese Nachricht, well dadurch Helfferich Gelegenheit bekommt. seine Fähigkeiten in Fragen des deutschen Wirtschaftslebens zu verwerten. * Polnische Vertreier? WTB. Bersin, 19. Dez.(Telegr.) Nach der„Kreuzztg.“ ist man von polnischer Seite an die Regierungen in Berlin und Wien mit dem Ersuchen herangetreten, auch die Vertreler des polnischen Staates an den Friedensverhandlungen teilnehmen zu lassen. Eine Entscheidung über dieser Ersuchen sei bisher nicht erfolgt. * r aie eien cha ungarischen Unterhändler. Wien, 18. Dez. Die Korr. Austria meldet: Der Minister des Aeußeren Graf Czernin, der den Präsidenten der österreichischen Delegation Hauser zu einer Besprechung eingeladen hatte, teilte diesem seine morgige Abreise zu den Friedensverhandlungen in Brest=Litowsk mit und knüpfte daran die Bemerkung, er hoffe sich bald wieder an den Arbeiten der Delegation beteiligen zu können. * W i e n, 1 8. D e z.( W i e n e r K. K. K o r r.= B u r.) A l s B e vollmächtigter Oesterreich: garns bei den in Brest=Litowsk zu führenden Friedensverhandlungen wird der Minister des Aeußeren Graf Czernin persönlich fungieren. Graf Czernin reist, wie bereits gemeldet, am 19. Dezember nach Brest Litowsk ab, begleitet von dem Sektionechef im Ministerium des Aeußern Dr. Gratz, dem außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister Baron Mittag und Dr. von Wiesner, den Legationsräten Baron Andrian und Graf Colloredo und dem Legationssekretär Baron Gantsch. TU. Budapest, 18. Dez. Im Anschluß an den Waffenstillstandsvertrag von Brest=Litowst wird dem„Pester Lloyd“ von Wiener diplomatischer Seite berichtet: Die diplomatischen Kreise werden sich bei aller Freude über das erreichte Ziel von jeder Ueberschwenglichkeit über die Wertung des Waffenstillstandes fernhalten. Der innere Kampf in Rußland geht weiter. Der Frieden ist noch nicht erreicht. Es besteht auch nicht die Gewißheit, ihn als Nachlese der Abmachungen von Brest=Litowsk ernten zu können. Die Mittelmächte werden natürlich alles daransetzen, das Friedenswerk nach Möglichkeit zu beschleunigen, welche Absicht auch die heutigen russischen Machthaber hegen. * Bulgarien zum Wassenstillstandsvertrag. WTB. Sofia, 18. Dez.(Bulgarische Telegraphen=Agentur.) Ministerpräsident Radoslawow hat heute in der Sobranje unter allgemeiner Aufmerksamkeit den mit Rußland geschlossenen Waffenstillstandsvertrag bekanntgegeben. Die Verlesung war von einmütiger Zustimmung aller Parteien begleitet. * Die türkischen Beauftragten in Berlin. WTB. Berlin, 18. Dez. Der türkische Minister des Aeußern Nessimy Bey und der Unterstaatssekretär im türkischen Ministerium des Aeußern Reschad Hilmed Bey sind heute auf der Durchreise zu den Friedensverhandlungen in Brest=Litowsk in Berllneingetroffen. * Die Aufsassung der türkischen Presse. WTB. Konstankinopel. 18. Dez. Agentur Milli: In Besprechung der Berliner Reise des Ministers des Aeußern schreibt „Tanin“: Wenn unser Minister des Aeußern nach Berlin reist, um dort einen einfachen Meinungsaustausch zu pflegen und seinem deutschen Kollegen die Versicherung wiederholen wird, daß die Türkei entschlossen ist, mit Deutschland aufrichtiaste und herzlichste Kameradschaft in Krieg und Frieden zu halten, so wird sich der frühere Botschafter in Konstantinopel keine neue Ueberzeugung bilden müssen, denn die beiden Kollegen haben sich während des, wenn auch kkurzen Zusammenarbeitens in Konstantinopel, vollkommen Rechenschaft über die gegenseltigen Gesühle gegeben, die beide Telle beseelen. Die beiden persönlich mit einander befreundeten Minister des Auswärtigen der zwei verbündeten Länder haben sich jetzt mit der gegenwärtigen Lage zu beschaftigen und bierbei die Ueberzeugung gewonnen, daß die Verbündeten in allen Fragen des Krleges und des Friedens eines Sinnes Aind. Diese Uebereinstimmung ist das Mittel des sichersten Erfolges für Diplomaten, die In den letzten Monaten des Weltkrieges viel zu tun bekommen werden. Während der Abwesenheit des Ministers des Auswärtigen wird Justizminister Halil Bei die Geschäfte des Ministeriums des Aeußern leiten. * Die Sorgen der Alliierten. K3. Von der schweizerischen Greuze, 18. Dez. Der Berichterstatter des„Corriere della Sera“ in Petersburg mieldet, die Verhandlungen zwischen Rußland und Deutschland schienen tatsächlich zu einem Sonderfrieden zwischen den beiden Ländern zu führen. Er legt den Regierungen des Verbands nahe, der sich vorbereitenden neuen Lage in Rußland Rechnung zu tragen und entsprechende Gegenmaßnahmen zu treffen. * Zustimmung der rumänischen Regierung. TU. Genf. 19. Dez.(Telegr.) Die Balkan=Agentur meldet offiztös aus Jassyr Die rumänische Regierung hat dem Abschluß des Waffenstillstandes amtlich zugestimmt. * TU. Wien, 18. Dez. Aus Bukarest wird berichtet, daß die tüngste Entwickelung der Ereignisse die letzte Hoffnung der Rumänen auf eine haltwegs günstige Liquidierung der von König Ferdinand und von der Regierung Bratianus verfolgten Politik vernichtete. Selbst exiremliberale Kreise beschuldigten jetzt den König und Bratianu offen, das Land getäuscht zu haben. Dieser Erkenntnis des Landes Rechnung tragend, haben maßgebende rumänische Politiker in Bukarest die Absicht, eine Aktion zur Absetzung des Königs einzuleiten. * Rückkehr deutscher Kriegsgefangener. WTB. Berlin, 19. Dez.(Telegr.) Englische Blätter Verichten angeblich aus Petersburg, daß deutsche Kriegsgeangene in großer Jahl aus abgelegenen Gebieten Rußlands sütrückkehren. Mehr als 100 seien am 17. Dezember aus den Provinzen Wologda und Archangelsk in Petersburg eingecoffen. Gestern wollten in Moskau Kriegsgefangene aller Kationalitäten eine öffentliche Versammlung abhosten, wo In Ausschuß gewählt werden sollte, der ihre Interessen vahrzunehmen habe Die Aufsassung in Rußland. BB. Rotterdam, 19. Dez. Aus Petersburg wird berichtet: Der Selbstmord des Generals Skalon wird allgemein als Protest gegen die Wassenstillstandsverhandlungen angesehen. Jedermann glaubt hier, daß der Friede, und sehr wahrscheinlich ein allgemeiner Friede, aus den Verhandlungen hervorgehen wird. Es steht fest, daß, wenn sonst niemand Frieden schließt, er „Rußland tun wird. * Die letzte russische Junkenslation des Verbandes in Händen der Maximalisten. Basel, 18. Dez. Nach einem Stockholmer Telegramm des„Baseler Anzeigers“ wird am Samstag aus Peiersburg gemeldet: Laut„Prawda" beorderte die Regerung das zweite Telegraphen=Vatoillon nach Archangetek zur Uebernahme der noch in englischen Händen befindlichen dortigen Funkenstation, der letzten dem Verband zur Verfügung stehenden drahlosen Verbindung auf Frussischem Boden. * Kerenski wieder aufgelaucht? Kopenhagen, 18. Dez. Ein in den frühen Morgenstunden aus Haparanda eingegangenes Telegramm besagt, Kerenski sei unvermulet in der Nähe von Petersburg aufgetaucht und marschiere mit einigen tausend Mann gegen die Hauptstadt. Die Regierung habe Truppen gegen ihn abgesandt, um ihn gefangenzunehmen. * Maßnahmen gegen widerspenstige Botschafter. WTB. Pekersburg. 18. Dez. Der Botschafter in Tokio, Krupensky, und der Botschafter in London, Nabokoff, werden vor ein revolutionäres Gericht gestellt, weil sie falsche, die Regierung der Volkskommissäre bloßstellende Gerüchte verbreitet haben. Falls die Botschafter sich dem Gericht nicht stellen, werden ihre Güter eingezogen. Die Annullierung der ausländischen Anleihen. Amsterdam, 18. Dez.„Times“ meldet aus Petersburg, daß die Volkskommissare angeblich beabsichtigen, alle ausländischen Anleihen zu annullieren, sobald mit Sicherheit foststeht, daß die Alliierten sich weigern, an den Friedensverhandlungen teilzunehmen. * Aus Finnland. BB. Stockholm, 19. Dez. Der Senat in Helsingfors beschloß, den russischen Militärbehörden und Truppen anheimzustellen, das finnische Gebiet zu verlassen. General Galkin wurde bei seiner Rückkehr von einer Urtaubsreise zur Front von den Soldaten ermordet. * Der Waffenstillstand zur See. K3. Berlin, 18. Dez. Ein Wafsenstillstand ist in der modernen Seekriegsführung ein wohl kaum schon gekanntes Ereignis. Seine schnelle Durchführung ist ja überhaupt nur bei örtlich so eng begrenzten Kriegsschauplätzen denkbar, wie es Ostsee und Schwarzes Meer sind. und wenn der Seekrieg nur in der Bekämpfung der müitärischen Streitkräfte, aber nicht des Handels, besteht. Ein Handelskrieg gegen Rußland bestand in der Ostsee in der Praxis überhaupt nicht, und im Schwarzen Meer hatte er keine ausschlaggebende Bedeutung. Ein Stillstand im Unterseebootskrieg und Rückzug der Unterseeboote hinter eine Demarkationslinie gegen die Westmächte, wäre selbstverständlich undenkbar. Die Waffenstillstandsbedingungen heben die Zulässigkeit der Handelsschiffahrr ausdrücklich hervor. In dem Gediet zwischen 15 Grad östlicher Länge und der Demarkationskinie wäre das schon durch das Ruhen der Waffen selbstverständlich. Daß aber ebenso wie zu Lande auch zur See ein Verkehr von Land zu Land zugebassen ist, geht aus diefer besondern Festsetzung hervor und aus der gegebenen Zusicherung, die gefahrlosen Wege, also auch die minenfreien, einander mitzuteilen. Das Ostseegebiet, auf das sich der Waffenstillstand erstreckt, ist das ganze östliche Ostseedecken. Der 15. Längengrod östlich von Greenwich verläuft durch den östlichsten Teil von Bornholm und etwa zwischen Steitin und Kolberg. Oestisch davon ist gegen Rußland Waffenstillstand, westlich davon tiegt die ganze Sundbesetzung, die ja gegen die Wesinnächte gerichtet ist und von einer Bedeutung nichts verliert. Daß die russische Regierung Gewähr dafür übernimmt, daß Seestreitkräfte des Verbands, die sich nördlich der Demarkationslinie befinden, oder später dorthin gelangen. sich ebenso verhalten wie die russischen, ist wichtig, weit sich jedenfalls zur Zeit der Unternehmung gegen Oesei noch englische Unterseeboote in der Ostsee befanden, und es wenig wahrscheinlich ist, daß sie die Ostsee verlassen konnten. Die Demarkationslinie, die unsere Streitkräfte nicht nach Norden, die russischen nicht nach Süden überschreiten dürfen, läuft ungefähr von der Nordwestecke Estlands hinüber nach Schweden und führt ihrer Richlung nach nördlich von Stockholm vorbei, vertagt also uns den Eintritt in den Finnischen und Bottnischen Meerbusen und den russischen Streitkräften den Zutritt zur ganzen östlichen Ostsee. * Annullierung sämtlicher Schiffoverträge. H. Haag. 18. Dez. Aus London wird gemeldet: In politischen Kreisen verlautet, daß die russische Regierung an alle Kapitäne der russischen Schiffe einen Befehl übermittelte, wonach sie den Transport von Munillon und Kriegomaterialladungen, die für die Länder der Entente und Rußland bestimmt sind, einzustellen haben. Die für russische Regierung geladene Munition soll in neutralen Häfen gelöscht werden, die russischen Schiffe sollen in neutralen Häfen die Anweisung der russischen Regierung bezüglich der neuen Fahrt und Ladung abwarten. Die neue Ladung soll tunlichst aus Lebensmitteln und sonstigen Erzeugnissen, deren Rußland dringend bedarf, bestehen. Nach der„Times“ hat die russische Regierung drahtlos mitteilen lassen, daß sie die Versenkung oder Charterung russischer Schiffe an ausländische Firmen oder Untertanen verbietel und alle seit dem 1. August 1914 bezüglich rufsischer Schifse abgeschlossenen Verträge für ungültig erklärk. * Entente-Gerede. WTB. Petersburg, 15. Dez.(Verspätet eingetroffen.) P. T.=A.:„Prawda“ widerspricht auf das entschiedenste dem in der ganzen bürgerlichen und sozialpatriotischen Presse verbreiteten Gerede über deutsche Waffenstillstandsbedingungen, die bei den Besprechungen in BrestLitowsk gefordert worden wären. nämlich, daß die deutsche Regierung verlangt hätte: 1. Räumung von Petersburg: 2. Räumung von Finnland; 3. Entwaffnung Rußlands; 4. Deutsches Monopol für Getreideausfuhr. Alle diese Mitteilungen sind unverschämte Lügen, weder diese Bedingungen noch irgend etwas ähnliches ist in amtlicher oder privater Form gefordert worden. Ein für allemal soll auch betont werden, daß auch nichts derartiges in einem Bericht von unseren Abordnungen aus Brest=Litowok gestanden hätte Drohungen der Alliierten. 8B. Berlin, 18. Dez. Die„Basler Nationalzig.“ meldet aus Petersburg, daß sich englische Flotteneinheiten an der Nordtüste Außlande konzentriert haben. TII. Bosel, 19. Dez(Telegr.) Der britische Gesandte in Bern verdot allen britischen Untertanen in der Schweiz an irgendwelchen Friedensbesprechungen teilzunehmen. Zuwiderhandelnden wird der Paß entzogen. TUI. Stockholm, 18. Dez. Die Generalionsuln von England. Japan und Amerika in Charbin haben im Auftrage ihrer Regierungen in zwei gleichlautenden Roten an die dortige russische Stadtverwaltung und den Sowjet die Erklärung abgegeben, daß, falle binnen zwei Wochen in der Nordmandschuret nicht eine die persönliche Sicherheit ihrer ausländischen Staatsangehörigen gerantierende Ordnung eingeführt werden sollte, die Machte sich genötigt sehen würden. Truppen nach der Nordmandschuret zu entsenden. * Portugal und die Geheimverträge. ( Basel, 19. Dez„Morning Post“ de neue portugiesische Regierung veranlaßte die Verössentlichung der Geheimverträge der früheren Regierung mit der Entente. Ein Teil der Vertrage ist bereite in der Stootedruckerei zum Druck gegeben worden. * Vor der Bekanntgade der englischen Kriegoziele? * Amsterdam, 18. Dez.„Algemeen Handelsblad" zufolge schlägt„Daily Chronicle“ vor, die Fragen im Parlament der Zenfur zu unterwerfen, da vielfach Fragen gestellt worden seien, aus denen der Feind Insormationen schöpfen oder die er für seine Propaganda benüten könne. Das Blatt beantragt, daß der Vorsitzende ermächtigt werden soll, über die Zulässigkeit von Fragen, ehe diese auf die Togesordnung gesetzt werden, zu entscheiden. Mittwoch werde im Unterhause die Debatte über die Kriepoziele stattsinden. Ee wird bei der Regierung energisch darauf gedrungen werden, die Kriegsziele Englands bekanntzugeben.— Die öffentliche Meinung in den Vereinigten Staaten ist, wie vertautet, sehr für eine klare Feststellung der Kriegsziele der Alltierten. Man hofft, daß der Premierminister oder Balfour eine Erklärung abgeben wird. Die Arbeiterpartei verlangt fast einstimmig die Revision der Kriegsziele und ihre neuerliche Bekanndgabe. * Die Niederlage der Vernunft. Unter dieser Ueberschriß schreibt in„Politiken" der (allzu deutscher Sympathien nicht verdüchtige) bekannte Schriftsteller Georg Brandes:„Die Staatsmänner aller triegführenden Staaten redeten alle vom„Auehal en bis zum endlichen Siege“. Es gebe aber nur einen endlichen Sieg: den Steg der Vernunft über die Dummheit.— und der scheine noch in welter Ferne zu liegen. Nach dem Laus. den die Ereignisse genommen hätten, könne miemand mehr bezweiseln, daß das französtsch=russische Bündnie für Frankreich eine große Dummheit gewesen sei. de Frankreich viel gekostet habe.“ Ueber den sogenannten deutschen Militarismus— meint Brandes— sollten sich diezenigen nicht deklagen, die für ihren eigenen Miliidrismus viel mehr Geld ausgeben. England habe wohl ein Interesse daran, den Krieg weiter zu führen, daß aber Frankreich troß Rußlands Abfall und Italiens Niederlage den Krieg fortsetze, sei eine Dummheit. * Wieder eine englische Versöhnungsstimme. W7B. Bern, 18. Dez. Dr. Juge. Dechant von Wercester, führte in einer in der Londoner Centralhall gehaltenen Rede zugunsten eines Versöhnungsfriedens aus: Das Schwert werde morgen in die Scheide gesteckt werden, wenn die Völker einander nicht so sehr sürchteten. Wenn England geschlagen werde, würde es nicht se'll liegen, ebenso wenig Deutschland. Dieser„Selbstmordklub“ müsse aufhören. Es sei eine weitverbreitete Ansicht, daß die Englander die Deutschen überreden oder zwingen könnten, eine Verfassung anzunehmen, von der die Engländer hofften, daß sie die Deutschen weniger aggressiv und, wie man sich zuflustere, weniger tüchtig machen werde. Aber obwohl die deutsche Verfassung keineswegs ein Ideal sei, glaubten die Deutschen daran, daß tatsacktzich Deutschland in vieler Hinsicht das Land der Wett sei. Jedenfalls habe leine Nazion in diesem Kriege eine solche Loyalität gegenüder ihrer Regierung bewiesen, wie die deutsche. Die Deutschen würden ihre Versofsung nicht gegen die englische eintauschen. Redner sprach am Schluß die Ueberzeugung aus, daß die kriegfudrenden Nationen nach dem Kriege bereit sein würden zu vergessen und zu vergeben, weim sie die Gewißheit gewönnen, daß sie künftig in Frieden und Sicherheit leben könmen * Die Stimmung in Frankreich. TU. Geaf. 19. Dez.(Telegr.) Die Verhandlungen im Osten muit der Aussicht auf Frieden üben, wie der„Mann“ schreibt, eine immer deutlichere Wirkung auf die Völker der Sutente aus. Schon spricht mon auch in den französischen Schutzengräden mehr von dem Wassenstillstand an der rustsche Front, als von den Vorgängen an der eigenen Westront. Die Regierung soll die Soidaten und das Volk genügend aufklären, damit nicht eine zweite Entmutlgungsphase die auf Sieg hoffende Nation ergreift, wie einerzeit vor der Marneschlacht TU Genf. 19. Dez.(Telegr.) Die geeinigten Soziallsten wollen, wie die„Humanité" berichtet, die deutsch rufsischen Waffenstillstands und Friedensverhandlungen zum Gegenstand einer Jaterpellation in der Kammer machen. um Clemenceau Gelegenheit zu geben, die Stellungnahme der Regierung zu den Frogen des Kriegs und Friedens unter den jetzigen veränderten Umständen darzulegen. WTB. Berlin, 19. Dez(Telegr.) Eine neue Regierungsvorlage des französischen Justizministers setzt eine Strafe von 5 Jahren Zuchthaus auf die Verleitung zum Kleinmut durch Wort. Schrift und Bild an. * Ans der Schweiz. W2B Berlin, 19. Dez.(Telegr.) 18 Mitglieder der verschiedenen Parteien der schweizerischen Bundesregierung haben beim Bundesrat angefragt, ob es nicht Zeit sei bei den Kriegführenden gegen die wirtschaftlichen Eiaschränkungen zu protestieren und bei den Neutralen einen gemeinsamen Schritt im Sinne des Angebots guter Dienste für Anbahnung von Verhandlungen für einen allgemeinen Waffenstillstand über die Weihnachts= und Neufahrezeit aneuregen. W7B. Bern, 18. Dez Der Vertreter des„Petit Hirlap“ hatte mit dem neuen Bundespräsidenten Calonder eine Unterredung, in der der Präsident erklärte, er habe den festen Willen, die strikteste, gewissenhafteste und loyalste NeutralItät einzuhalten. Der Bundesrot sei mit ihm dartn einig, daß diese Richtlinie beidehalten werden müsse. Die Schwetz werde von einer Intervention bei den Kriegführenden Abstand nehmen. die ins Gegenteil umschlagen und dem die Schweiz der Zukunft mit Vertrauen entgegen seden. Der deutsche Abendbericht. WIB Bertin, 18. Dez., ebende. Amtlich. Jn erfolgreichen Rämpfen im Gedirge öftlsc se: der Brente machten österreichisch-ungarische Truppes mehr als 1000 Gesangene. Ralienische Aingrifß am Monte Soiarolo scheiterten. Von den andern Kriegeschauptäyen nichte Neucs. * Ein„schwerwiegender Wechsel“ in der Kriegelage. WIB. Condon, 18. Dez Gardiner schreibt in einen Rücktlick uber die dreieinhalb Kriegsjahre in der„Daitz Newe“:„Wir stehen der nackten Tatsache gegenüder, daß in der Kriegslage ein schwerwiegender Wechsei eingetreten## und diese uns um die Jahreswende den erstauntschsten und in mancher Hinsicht beunruhigendsten Ausblick bietet, den wir seit September 1914 gehabt haben." Der Schreider fühe. dann aus, daß alle Voranschlage sehlgegangen sind. England habe sich bei Kriegsbeginn stark zur See und schwach# und alle Gesahr drohe von der See. Die Blockade gegen Deutschlans iue zweisellos ihre Wirkung, aber langsamer ale man gedacht, und der Feind habe dagegen die nie erwartete Gegenblockade unter Wasser eingerichtet, die ernstlich das Leden der Nation und die milltarische Leistungsfähigkeit der Verbündeten bedrohe. Gardiner zieht aus der Entwickelung der Krieges den Schluß:„Wir sehen, daß wir nicht durch eim schnelle und wirksame Verarmung Deutschland= auf einen Sieg rechnen und selbst mit allen unseren Dilfsquellen nicht auf eine endguttige militärische Entscheidung in ein, zwei oder drei Johren hoffen können und daß unsere Seeheerschaft, wiewohl wirksam und nicht in Frage gestellt, den Feind nicht hindern kann, unsere wirtschaftliche Extstenz ebenso wie wir die seinige, zu bedrohen.“ * Jiele der Kriegführung. W7B. Berlin, 18. Dez.„Manchesser Quardian“ von 24, Novemder behauptete; salle die Deutschen Benedig nicht erreichten, sei das politiiche Ziel der italienischen Offensive versehlt.— Das ist ein Zrrtum. Die Besetzung einer Kunst und Touristenstadt kann vielmals ein politisches Ziel sein, wie es etwa eine englischen Besetzung Brüssele wäre. Wenn die deutsche und österreichische Ossensive gegen Italien neben ihrer strategischen Bedeutung eine polltische das so kann es nur die sein, denjenigen Teil des italienischen Volkes, der sich durch bezahlte Agenten und chauvinistische Schwarmer verbienden ließ, in die Schranken des gesunden Menschenverstandes zurückzuweisen. Der Die Vernichtung dre Erleitzuges in englischer Dersiellung. Ce hat auffällig lange gedauert, bie sich die brittsche AdmireGt2s zu einem Gerichte üder das ihr se unangenehme an der norwegischen Küste verstand. Dieser Bericht, den(wie schon kurz erwähnt) Sir Geddeserst volle fünf Tage nach dem Vorfall vor dem Unterdause minetlte, besagt nach Reutes olgendes: Der von Sheiland nach Norwegen bestimmte Geleitzug wurde vom Feinde am 12. Dezemder angegrisfen. Er bestand einem britischen und fünf neutralen Schissen ven zusammen 8/00) Tonnen. Die Schiffe wurden durch eine Eekortaus den zwei Terpedotigern„Partridse" und„Pelew“ und oier bewoffneten Trawiern geschüßzt. Aus frgendeinem, noch nicht bedie Seestreitkräfte, die von dem ko dierenden Admtral der Flotte zum Schutz der skandingoischen Convoye ausgeschickt worden waren, nicht rechtzeitig zur Steile. Ein zweiter Geleitzug, der auch in derselben Weise geschüßt wurde, wurde nicht angegrissen. Ueber alle Umstände ist eine Unter* osarikt sgeice eieicelie aei Kastung— den die„Pelew- und„Patridge“ in ein Gesecht verwickelt, wäsaier Kesersie esise eiee ee. chweren Tresser bekommen datte. an Gleichteuitg hatte die„Pelew“ in der Wasserlinte ein Loch bekommen und der Maschinenraum füllte sich mit Dampf. Odmohl die Maschinen teilweise unbrauchbar waren, vermochte das Schiff doch nach England in Sicherheit gebracht zu werden. Offender unternahm der Feind darauf einen Angriff auf den Gelettzug, der aus den seche Handeleschiffen und vier bewaffneten Trowiern bestand, sie wurden in den Grundgebohrt. Ache Skandinavier, darunter zwei Frauen, und zehn britiche Seeleute. wurden von den oier Torgedosagern gerettet, die in Elle vor einem Kreuzergeschwader, das sich dem Kampffelde näderte, flüchteten. Andere Uebersebende erreichten Norwegen in Booten. Die ganze Besatzung(zwöls Mann) dee Trawlere„Lord Aloeston“ murbe gerettet Von der„Pelew“ wurden ein Offizier und drei Mann getotel und zwei verwundet. Die Bericht= über die Ueberlebenden des Terpedosogere„Patridae“ sind unvollständig: aber nach einem Telearamm des britischen Morineattacht; in Holland ist aus Kiel die Nachricht eingetrossen, daß drei Offiziere und 21 Mann „Patridge“, eif Mann des Trawiere„Lioinasione“ und ein Offtzier und vierzehn Mann des Trawiers„Tokto“ gerettet und nach gebracht wurden. Zehn Mann davon sind verwundet. * Helländischer Einspruch in Berlin. * A u s d e m H a a g. 1 7 D e z. D a s K o r r e s v o n d e n z= B u r e a n erfährt, daß die holländische Regierung anläßlich der jüngsten Erklärung Deutschlands über die Beschrankung der Schiffahrt auf der freien See, namentlich wegen der Erschwerung der Fahrt nach England. Einspruch erhoben dal. Sonsige Meldungen. BB. Berlin, 18. Dez. In der Kommission des preußtschen Abgeordnetenhauses zur Vorbereitung der Anträge über die politische Betätigung der Beamien wird der konservative Freiherr von Richlhosen-Mertschötz zum Vorsitzenden ernannt werden. Die Kommission besteht aus 21 Mitgliedern W7B. Bern, 18. Dez. Wegen handelsspionage zugunsten der Entente wurde der Kranzose Romet oder Robinson aus dem Konton Zürich evogrwiesen. Romet wollte in Zirich ein Blatt „Texportateur fuisse“ mit neutralltatewidrigem Charatter grünEr ist auch aus England ausgewiesen und in London wegen Schrinbeiekten vochechrch Die Tuberkulose im französischen Heere. WTB. Berlin, 18. Dez.„Rappel“ vom 15. ds. schreibt: Es war eine ernste und beangstigende Sache, die gestern Louis Martin im Senat in Form einer Interpellation zur Sprache brochte, einer Interpellation, die das fruchtbore Wüten der Tuberkulose in der französischen Armee erwähnte. Redner zeigte an der Hand statistischer Daten die bedngstigenden Fortschritte der Krankheit und sagte, daß die Amerikaner Frankreich als einen wahren Herd dieser Seuche ansehen. Nicht nur um die Allierten zu beruhigen, sondern vor allem, um die Zukunft unserer Ratse an schützen, verlange er dringend energische und wirksamte Oerianger Berker. Mittwoch, den 19. Dezember 1917. #treich. Clemenceau, der vor r des„Gefesselten Kampf gegen die BeLnfur geführ hat zeigt sich und hat bekanntlich verfügt, en Presse der vollständige F# veröffentlicht werde. Er uswerten Ertenntnis auszugehen, geeue Vertuschsystem und die gefärbten geeresberichte, denen in Frankreich recht wenig geschenkt wird, nich: geeignet sind, das Volt für vorstehenden schweren Entscheidungskampf stark und csichtlich zu machen. Aber auch Clemenceau, der die sale Offenheit schätzt, kennt seine Leure zu gut, um nicht wissen, daß sie unangenehme Wahrheiten nur in stark versünntem Zustande vertragen können. So erscheint denn trotz alledem der deutsche Heeresbericht nur in sehr verKürzter Form, meist fehlt der große Bericht, nur der kurze Abendbericht findet Erwähnung, und auch dann nur. wenn er keine größeren deutichen Erfolge zu melden hat. Daß außerdem die franzosische Presse ihren Lesern gegenüber alles versuchen wird, um die Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit der deutschen Generalstabsberichte durch bewußte Lügen in Zweifel zu ziehen, liegt nach ähnlichen Erfahrungen auf der Hand. Nach wie vor werden also die Franzosen über die wirkliche militärische Lage im Unklaren gehalten, ein Beweis, daß Frankreich infolge seiner hoffnungslosen Situation im vierten Kriegsjahr die Wahrheit nicht hören darf und nicht hören kann. * Französische„Justiz“. WTB. Bern, 10. Dez. Die französische Zeitung„Berité berichtet, daß ihr Direktor, der Abgeordnete Meunier, den Justizminister aufgefordert habe, den Mörder Jaurés endlich aburteilen zu lassen, da dieser seit drei Jahren infolge Rücksichtnahme auf die öffentliche Ordnung immer noch in Untersuchungshaft weile, die gesetzlich nicht unbeschränkt dauern Sonne. „Loß sie bettein gehn, wenn sie hungrig sind.“ WTB Bersin, 18. Dez.(Telegr.)„Daily Mail“ vom 20. November enthält folgende Notiz: Die Polizei wurde beauftragt, verwundete Soldaten, die betteln gehen, indem sie auf der Straße Musik machen oder Bilder zeichnen, seitenstellen. Deutschland. Zu der Desprechung beim Reichokonzer, urg Dornege, tag, erscheinen die Abgeordneten Graf Westorp,# mom, Trimborn, Erdberver, Over, gwig, dar Präsident des Richstags Dr. Kaempf und der Vorstzende des Hauptaus. buose, Sedrenbo zgmumen wicdh, st nach der„K. 3“ unwahrscheinlich. Einige Parteien sind dem durjfte Herr v. Kühlmann in diesen Tagen nicht in Berin wrcked ken. Neue Ritter des Ordens Poar ie mtrite. WTB Berlin, 17. Dez. Generalmosor Leguis wurde Städtisches. Der Zweck der Uebung. WTB. Bern, 17. Dez. den aus Newyork: Infolge einigten Staaten an Oesterreich=Ungarn chisch-ungarische Schisse von etwa 500 drängung in den Staatsdienst gestellt. Blätter mel(Telegr.) Lyoner der Kriegserklärung der Verwerden österreiTonnen WasserverDeutsche Schiffsbesatzungen in Deutsch-Ostafrika. Nach einem Telegramm, das von dem Kapitän des von der portugiesischen Regierung in Lourenzo Marquez deschlagnahmten Dampfers„Zieten" des Norddeu schen Lloyds bei der Reederei in Bremen eingegangen ist, sind die Offiziere und Mannschaften dieses Schiffes, das auf der Heimreise von Australien vom Kriege überrascht worden war und in dem damals noch neutralen Hafen von Mosambik Zuflucht gesucht hatte, nunmehr nach Portugal untergebracht worden. Der Kapitän und der Erste Offizier sind entlassen und nach Spanien abgereist. Es handelt sich nur um einen Teil der Besatzung des Dampfers„Zieten, und zwar um die Leute, die seit der Beschlagnahme des Schiffes in einem Kriegsgefangenenlager zu Mosambik eingeschlossen waren. Die übrigen, 59 an der Zahl, haben sich in der Zeit vom 11. April bis 5. September 1915 ohne Wissen der Landesbehörden aus Portugiesisch=Ostafrika entfernt, um sich den Behörden des Schutzgebiets Deutsch-Ostafrika zur Verteidigung der Kolonie zur Verfügung zu stellen. 28 Marinemannschaften vom deutschen Vermessungsschiff„Plauet“, die en Bord des Dampfers„Zieten“ auf der Heimreise begriffen waren, 3 Reisende des Schiffes und 15 Mann vom Dampfer Kholif" der Deutschen Ostafrika=Linie schlossen sich ihnen an. Im ganzen unternahmen 105 Deutsche die auf mindestens zwölf Tage zu berechnende Fahrt in offenen Rettungsbooten der beiden Dampfer und gelangten wohlbehatten nach Mikindani, um dann zu den deutschen Truppen zu stoßen, in deren Reihen sie tapfer mitgekämpft haben. Einzeine dieser wagemutigen Männer sind im Kampfe gefallen, andere sind verwundet oder im Lause der Zeit in Gefangenschaft geraten, die Mehrzahl aber dürfte bis zu der in diesen Tagen gemeldeten Beendigung des ruhmvollen Ringens gegen die Abermächtigen Gegner treu ausgehatten haben. Ihnen ge(wie schon gemeldet) für die Erfolge seiner Division g. 3.13; ten mait dem Orden Pour le mtrite ausgezeichnet. hatte diese die Isonzofront durchbrochen, in ununterdr och# Kömpfen den Engpaß bei Cividale überwunden und durch die Eroberung des stark verteidigten Brückenkopfes bei Daniel= und Ragogna den Uebergang über den Taoliamento — Der Leutnant der Reserve Schörner vom dayrischen Infonterie=Leid=Regiment erhielt den Orden. weil es ihm mit seiner Kompagnie durch rasches ungestümes Zugreifen gelang, den besonders stark ausgebauten Schlüsselpunkt der italienischen Hauptstellung zu gewimen, deren Besigz die emtschesdenden Erfolge am 25. August ermöglichte.— Dem Hausnn Wittekind wurde der Orden Pour le mérite verliehen, weil er mit seiner tapferen Truppe im schwersten Feuergesecht den Engländern durch kühnen Vorstoß große Verluste zufügte und ihnen bei Paschendaele hartnäckig verteidigte Stellungen — Hauptmann Keller wurde als Kommandeur eines Kampfgeschwaders mit diesem Orden ausgezeichnet für seine großen Erfolge auf verschiedenen Kriegsschauplätzen und für die schneidigen Angriffe auf Dünkirchen.— Oberleutnant der Reserve Schleich. Leutnant der Reserve Klein und Leutnant Buckler wurden mit dem hohen Orden beliehen für die große Anzahl ihrer Luftsiege. Oberteutnant Schleich blieb 25 mal, Leutwant Buckler 29 mal Sieger, im Luftkampfe, während Leumnant Klein neben der hervorragenden Führung seiner Jagdstaffel selbst 15 feindliche Flugzeuge und 5 Ballone abschoß. Eine Kundgebung des bayerischen Ministerpräsidenten. § München, 17. pez. Ministerpräsident v. Dandl gab in der Reichskammer bei Beratung des Etats des Aeußern eine längere programmatische Erklärung ab, die sich in ihren Grundgedanken mit den bereits früher in der Abgeordnetenkammer abgegebenen Erklärungen deckt. Er sagte u. a.: Worauf sich die Herzenswünsche unserer großen Gegner in der Welt vor allem richten, das ist das Streben nach einer Schwächung der inneren Biderstandskraft Deutschlands, selbst deg mit inneren Umwälzungen im Deutschen Reich. Die ertenm dieses Hauptzieles unserer Feinde bedeutet zugleich, daß man bei uns alles nicht nur wollen, sondern auch tun muß, um gerade diese Hoffnungen der Feinde endgültig zu vereiteln. Halten wir, alle Regierungen und alle parlamentarischen Korperschaften und das ganze große deusche Volk, zusammen in stählerner Ausdauer und Geschlossenhett, im Zurutrrungen dessen, was an politischen Meinungsverschiedenheiten unsere Kraftentwicklung nach außen irgendwie schwachen würde, dann kann es an einem glücklichen Ausgang des gewaltigen Ringens für uns Zur Frage der Neuorientierung erklärte der Ministerpräst dent: Festhalten an den bewährten Orundsätzen unserer Staatsverfassung, gleichzeitig aber auch Mitardeit an dem durch die Zeitverhältnisse gebotenen Ausbau der staatlichen Einrichtungen. So sehr ich umstürzenden Neuerungen entgegentrete, so möchte ich nicht während des Krieges jede Beteiligung an dem Ausbau der Staatswesens ausgeschlossen wissen. Ich glaube mich hier selben Auffassung mit der Kammer der Reichsräte zu befinden, die sich ja auch zu einer Umgestaltung der Kammer bereiterklärt hat Was hier für das engere Vaterland gilt, gilt auch für das Reich. Wir werden Schritte auf der abschüssigen Bahn nicht machen und vor allem dafur sorgen, daß der liche Charakter des Reiches aufrechterhalten wird. Ich stehe da auf dem gleichen Standpunkt wie mein Amtsvorgänger; an dem föderativen Charakter des Reiches darf nicht gerüttekt werden. Daß auch in der inneren Politik des Reiches die abschüssige Bahn nicht betreten wird, hat Graf Hertling jüngst mit schiedenheit mit den Worten bekundet, daß an den Grundsätzen der Reichsverfassung nichts geändert werden kann und darf. Zur Friedensresolution erklärte der Ministerpräsi. dent: Wenn das Deutsche Reich nach all den Erfolgen, die seine Heere errungen haben, vom Frieden spricht und die Hand zum Frieden bietet, so gibt es damit sicherlich kein Zeichen der Schwache. Aber es will nicht den Frieden um jeden Preis. Wir sind mit den Verbündeten einig darin, daß unsere Gegner nicht nur die Verantwortung, sondern auch die Folgen zu tragen haben, daß sie durch ihr hartnäckiges Festhalten an dem Vernichtungswillen die Orundlagen zerstört haben, auf denen der Friede ausgewerden konnte. Der Friede, den wir erstreben, muß ein Munster, den 19. Dezemder X Verleihung. Der Charakter als Staatsanwaltschaftsrat wurde verliehen dem Staatsanwalt D'heil in Münster. X Der Postscheckverkehr im Reichs-Postgeviet dat sich auch im November günstig entwickelt. Die Zahl der Postscheckkunden ist um 2590 auf 186 830 Ende November gestiegen. Der Umsatz während dieses Monats betrug 9.529 Milliarden#A. Bargeldlos purden 6452 Millarden 4 oder v5, Bozischegtrunden beliel glichen. Das durchschntttliche Guthaden delief sich im Novemder auf 66: Millionen A4 Anträge auf Eroffnung eines Postscheckkontos sind bei jeder Postanstalt erhältlich * Der Münsterer Zweigverein des Allgem. Deutschen Sprachvereins hält seine diesjahrige Hauptversammlung am Donnerstog, 20. d. M., abends 8½ Uhr in Stetners(Schucans) Kaffeehaus eb, wozu die Mitglieder eingeladen werden. □ Jugendwehr— 7. Kriegsanleihe. Die Jugendkompagnien im Bereich des 7. Armeekorps zeichneten zur 7. Kriegsanleihe im ganzen 1 478 589 Mork, davon entfallen auf den Regierungsbezirk Münster 124 845 Mark. Se. Exzellenz der kommandierende Herr General gibt in einem Schreiden an die Jugendkompagnie. führer seiner lebhaften Freude über das glänzende Ergebnis Ausdruck und ersucht die Führer, den Jungmannen seinen Dank für ihre freudige Hingabe an diese ernste vaterländische Sache auszusprechen. Se. Exzellenz schließt mit den Worten:„Die Begeisterung der Jugend wird in der Geschichte des Weltkrieges ein goldenes Blatt bilden.“ * Praktische Wohltätigkeit. In der augenblicklichen Zeit der i= und Stiefelknappheit ist der Holzschuh wieder zu gekommen, namentlich bei der Jugend. Nun ist beim Holzschuhtragen eine Art Ueberschuh über die Strümpfe notwendig, um diese vor zu starkem Verschleiß zu bewahren. Die Findigkeit unserer Frauen hat sich auch da bewährt: aus allerlei Stoffresten werden diese Strumpfüberzuge schön und gefällig hergestellt. Da aber diese Stoffreste zumal bei den ärmeren Leuten recht knapp oder gar nicht vorhanden sind, wird ihnen durch die Darbietung von solchen Ueberschuhen doch immerhin eine kleine Sorge abgenommen. Eine wackere Frau auf Mauritz hat bereits mehreren Hundert ärmeren Kindern in emsiger und uneigennütziger Arbeit diese Ueberschuh angefertigt und damit vielen eine Freude gemacht. Möchten dem schönen Beispiele andere folgen. Unerschrockenheit bei der Ausführung ihres umsichtig, langer Hand vordereiteten Plans, die deutsche Kolonte zu erneichen.(„K. 3. Ein wäckerer Patrouillenstreich. WTB. Bersin, 18.-Dez. Gestern um 5 Uhr nachmittags griffen zwei Unteroffiziere und zehn Mann nordwestlich von Pinon(an der Aisne=Front), nachdem sie den Kanal durchschwommen hatten, eine französische Feldwache, bestehend aus 1 Offizier 1 Unteroffizier und 15 Mann, an. Nach verlustreichem Nahkampfe für den Feind kehrte die an Zahl unterlegene deutsche Patrouille ohne eigene Verlufte mit Gefangenen zurück. dauernder sein: er muß unser Vaterland und die Welt vor ähnlichen Erschütterungen sichern, wie sie der Wettkrieg gebracht hat. Bayern zur Zollpolitik nach dem Kriege. WTB. München, 17. Dez. In der Kammer der Reichsräte führte der Minister des Innern v. Brettreich zur Frage der Schutzzölle namens der Regierung unter anderm folgendes aus: Die Verhandlungen über die Neugestaltung der handelspolitischen Verhältnisse mit der Donaumonarchie haben vorvereitenden Charakter. Es läßt sich nicht übersehen, zu welchem Ergebnis die Verhandlungen führen werden. Von einer Preisgabe von Interessen der bayrischen Landwirtschaft kann keine Rede sein. Die Staatsregierung wird die Interessen der bayrischen Landwirtschaft wahren. Die Bestredungen, der Landwirtschaft den Zollschutz zu entziehen, werden auf entschiedenen Widerstand der gesamten bayrischen Staatsregierung stoßen. Bauernverein. s Münster, 18. Dezember. Der Westfälische Bauernverein hält am:.— seine Generalversammlung hier ab. Dieser ging nach alter heit am Vortage, Mittwoch, eine Vorstands- und Ausschußfitzung im„Fürstenhof voraus. Der Präsident des Vereins, Freiherr v. Kerckerinck=Borg, begrußte die Versammlung auf das herzlichste und bewillkommnete besonders Exzellenz Obersthofmarschall Freiherrn v. Frydag, Exzellenz Schloßhauptmann Graf v. KorffSchmising, sowie die Abgeordneten Graf Galen, Herold, Westermann, Leppelmann, Schönkaes, Graf Max Drofte. Einen warmen Nachruf widmete der Vorsitzende dem im August verstordenen Direktor Koenen von der Ländlichen Centralkasse. Es war ein außerordentlich treues und eifriges Mitglied des Vereins. Ein dankbares und ehrendes Andenken wird ihm über das Grab bewahrt werden. Aus der Bekanntgabe geschäftlicher Mitteilungen sei erwähnt die kürzlich von uns mitgeteilte Entschließung der großen wirtschaftlichen Verdände(Sitz Berlin), die sich gegen die Einführung des gleichen Wahlrechts ausspricht. Die Versammlung nahm die Entschließung mit Beifall auf. Von einer Besprechung wurde abgesehen. Gutsbesitzer Abg. Westerman Lütgendortmund sprach den Wunsch aus, daß man es nicht dabei belassen möge, die Entschließung eingereicht zu haben, sondern die einzeinen Mitglieder der Bauernvereine sich veranlaßt fühlen sollten, in ihren Kreisen dafür Stimmung zu machen und die Herren Abgeordneten zu bitten, ob sie dieser Entschließung nicht zustimmen können.(Beifall.) Ueber Besprechungen im Landwirtschaftsministerium referierte Direktor Zenker von der Westfäl. Central=Genossenschaft. Es handelte sich um Fragen der Düngemittel, der Kohlen= und vor allem der Stickstoffversorgung. Bezüglich der Stickstoffversorgung sehe es für die Landwirtschaft überaus traurig aus. Als Quote dürften 3 Prozent des Friedens quantums in Frage kommen. Das sei eine solch geringe Menge, daß man sie nicht richtig verteilen könne. Die sichten wegen der Düngemittelversorgung seien außerordentlich mäßig.— Abg. Leppelmann hielt es für notwendig, daß die Regierung die Landwirtschaft in der Stickstoffversorgung innterstützt und ernst vorgeht, damit das, was von den Stickstoffabriken zu entbehren ist, der Landwirtschaft zugute kommt. Hier müsse Wandel geschaffen werden. Dem Reserat vom Geschäftsführer Dr. Crone uber gen des Neuner=Ausschusses des Kriegsernährungsamt sei entnommen, daß zur Hebung des Kartosfelanbaues eine Prämie von 50 Mark gewährt werden soll für jeden Morgen, der mehr an Kartoffeln angedaut wird.— Für Aufk der ländlichen Bevölkerung in den Ernährungsfragen müsse wei gesorgt werden.— Diese Anregung wurde namentlich vom Westermann warm befürwortet. Es müßten in jeder Gemeinde einige Herren bestimmt werden, die? Landwirte nach ihren Pflichten alle entbehrlichen Lebensmittel ablieferten. Dem Schleichhandel müsse entgegengetreten Ueber die Tätigkeit der Milchausschusses berichtete Gutsbesitzer F. Eickenscheidt=Krey. Er detonte die Schwierigkeiten, mit denen der Ausschuß immer mehr zu kämpfen habe. Der Konsumentenhöchstpreis(in Essen) von 30 Pfennig sei sehr zu bedauern, doch liege die Ursache in den teueren Futtermitte. preisen(Zentner Heu 25 Mark). Der Stadt Gelsenkirchen komme bei 27 Kühen der Selbstkostenpreis für 1 Liter Milch auf 1.20 Mark. Redner schloß: Landwirte Westfalens! Sorgt, daß wir in der Industriebevölkerung mehr Milch bekommen!— Freiherr v. Oer sprach sich dafür aus, auf die Staatsbehörde einzuwirken, daß von den Landwirten nicht ver langt wird, was sie nicht leisten können.— Gutsbesitzer Schenking=Hiltrup ersuchte, daß speziell auch Münster für Milch ein Preis gezahlt werde, der Futterkosten decke. Bei dem jetzigen Preis von 27 Pfennig legen die Landwirte etwa 12 Pfennig zu.— Der Bauernverein wird die Frage der Milchversorgung weiter eingehend prüfe Mit der Anstellung eines Wanderredners für Auftls. rungs#cke erklärte sich die Versammlung einverstanden.— Bezüclio des Ausoaues der Vereinszeitschrift„Westsalischer Bauer" wurde dem Vorstande Ermachtigung erteilt.— Den Bereinzbeitrag erhöhte die Versammlung von 1,50 Mark auf 2.50 Mark einschließlich der Zustellungsgebühr für das Vereinsorgan. Bei den getätigten Wehlen wurde unter lebhaftem Beifall der Versammlung Freiherr v. Rerckerinck-Borg als Vorsitzender einstimmig wiedergewählt, ebenso die stellvertretenden Vorsitzenden Oekonomierat Austmann und Oekonomierat Niendausen. Auch die Wiederwahl der übrigen Vorstandsmitglieder erfolgte. Die Zunahme der neuen Vereinsmitglieder stellt sich auf 110. — Gegen die Abnahme einer Reihe von Abrechnungen sand sich nichts zu erinnern.— Den Jahresvoranschlag setzte die Versamm. lung auf 102 000 Mark fest. Provinzielle Nachrichten. □ Oeventrop. 18 Dez. Was der Krieg für das hiesige her; Jesu-Missionshaus bedeutet, mogen folgende Angaven dartun Bis jetzt haben es von ungefähr 100 Insassen vor dem Krieg 72 verlassen, um entweder mit der Wasse zu dienen, oder un uls Feldgeistliche oder als Krankenwarter tätig zu sein: 7 Priester, 4 Theologen und 17 Laienbruder. Die Zahl der fürs Vaterland Gefallenen deträgt 10,(6 Theologen und 4 Bruder). Drei Studenten befinden sich in Gefangenschaft. Verwundet worden oder erkrankt sind nicht weniger als 51 Mitglieder des Groß ist die Zahl der Ausgezeichneten oder Besorderten: 23 Herz Jesu=Missionare tragen das Eiserne Kreuz, 10 die Ale K#n, Medaille, 6 verschiedene andere Auszeichnungen. Im ganzen sind 27 Mann befördert worden, darunter 3 Theologen zu Leutnants BxB. Barmen, 13. Dez. Wie in der heutigen Stadtverord. netensitzung vom Oberbürgermeister mitgeteilt wurde, stiftete der Fabrikant Johann Kaspar Engels einen Betrag von 500 000 Mart, dessen Zinsen alljährlich m. NgH#te#en.###gg. Unterstützung von Kriegsbesche u.e9 hinterbliebenen verwendet werden sollen. Die Stiftung soll den Namen„Bismarck=Hindenburg=Ludendorff=Tirpitz=Stif18. Dez. Anläßlich der Goldankaufzwoche haben die Vorstandsmitglieder der hiesigen Zungfrauen=Kongregation besonders eifrig mitgewirkt. Da schol im vergungenen durch die Werbearbeit des Herrn Kpl. Deiters eine recht beträchtliche Anzahl Goldsachen abgeliefert wurde, wie noch kürzlich rühmend hervorgehoben wurde, so wurden auch jegt noch Kreuze, Ketten, Broschen, Ringe gesammelt.— Zu gleicher Zeit bolten die Vorstandsmütglieder rund 1000— Pgapnggn#. vergangenen Jahre sogar über 1000.— für Liedes, P unseren Kriegern von der Gemeinde geschickt werden souten.— Ebenso schickten die Mitglieder der unserer Gemeinde ein Weihnachtspaket. Mehrmals machte die Kongregation einen Bittgang zu dem benachbarten Marienbaum, um Gottes Schutz für die Krieger, Trost für di Verwundeten und die ewige Seligkett für die Oezelteng####. flehen. An diesen Bittgängen nahmen fast alle Mitge.. der Kongregation teil. Düsseldorf. 18. Dez. In der heutigen Strafkammersitzung des Prozesser Schöndorff und Genossen wurden die Reden der Verteidiger zu Ende geführt. Sie beantragten sämtlich die Freiprechung der von ihnen vertretenen Angeklagten, da weder Kriegwucher, noch Untreue zum Nachteil des Avian Arruges des Regierungsbezirks Düsseldorf nachgewiesen sei. Zu einem scharfen Zusammenstoß kam es zwischen dem Staatsanwalt und dem Vertreter Kommerzienrats Hermann Schöndorff, dem Verinn: anwalt Dr. Alsberg. Das Urteil wird am Mittwoch mittag Därn. 17. Dez, Heute nachminag sand die Verrdigung von Urlauder statt. Die übrigen werden in ihrer Heimat bestattet In der Kapelle des städtischen Krankenhauses waren die Särge unter einer Fülle von Blumen und Kränzen aufgebahrt. Nach kurzer Amtshandlung der Geistlichen beider Bekenninisse erfolgte in feierlichem, saft unübersehbarem Zuge die Ueberführung zu dem städtischen Ehrenfriedhofe. An den offenen Gräbern sprachen der katholische Oberpfarrer Odenthal u. der Superintendent ferner der leitende Arzt des Reservelazaretts Oberstabsarzt Geh. Sanitätsrat Dr. Didolff. Eisenbahndirektionspräsident v. Schaewen, der mit mehreren Beamten der Eisendahnverwaltung erschienen wor, Oberbürgermeister Kloß und der garnisondtehe, usaug, Naior Jacobo. Ein Miltiärmufichor und eine Sopez,, gngegg, mehrten durch den Vortrag von Trauerweisen bre„# 3ig, dieser Stunde.— Die Jahl der bei dem Zulammgur gr. z Vertevern betug vv, bo.v Zie, ötzigen fnd auber Lebensgesahe. Tagen entlassen werden, die uusig 1—. Lebensgefahr Nach der Beerdigung befuchten der Präsihent und die anwesenden Mitglieder der Eisenbahndirektion die Berng#n im stüdttschen drontmtate. Literarisches. d S. J. Jesuitenroman aus der Gegenwart von Johanner Mayrhofer. Verlag von G. J. Manz in Regensburg. Preis dr. 2 A4, in modernem Pappband 2.20-4., W.gaschen Der vorliegende Roman des bei den Lesern der„Wensaar.“ Merkur“ wohlbekannen Schriftsheuer, er'c hacderung des Lehzenz wart. Mit der unterhaltenden Seite, schicksals eines Jesuiten=Zöglings, verbindet er auch eine belehrende, indem er Aufschluß gibt über das Leben und Treiben in einen Jesuitenkolleg. Gerade aber dieser belehrende Teil ist sant gehalten und so wirksam in den Gang flochten, daß er gleichsam die feste und harmonische Grundlage zu dem weiteren Ausbau gibt. Und dieser führt uns dann auf klaren und lichthellen Pfaden in das Menschenleden der Gegen: wart. Der Krieg sellbst gibt den Hintergrund zu den. immern#. tragischen Lebensabschluß des Helden des Romans, dessen Verbreiwir, namentlich für die studierende Jugend, angelegentlich empfehlen. Wir möchten noch darauf hinweisen, daß P. Kolb, welche dieselbe Signatur auf dem Titelblatt(S. J.) trägt. ben u,- un, Aetiamaun: Mansies eiderg, Lase in Maahrnt. Famikiennachtichten. Sterbefälle: 16. Tezember. BüroAssisten: Aimens Tapprogge, 45 J. 17. Dezdr. Pfrändnerin Kathortug Rüß, 59 J.— Edefrau Agneu Hummeldorf geb. Humbert, 51 J. — Schüter August Redfort, 12 J. — 18. Dezdr. Ehefran Franzieka Poblkam## geb. Wiegert. 4“ J. Wer und zu weichem Preis liefer: wir in größeren Partien gebrauchte Rhein= und Moselflaschen ab oder franko Station im Pbeingau. 6291 Balth. Rese, Weinautsbesitze: Hattenheim I. Rheingau Viensimnäechen sür alle Hausardenten sucht für sofor! Frau J. Reichenstein, Röln=Chrenseld, Subdekratderste he 130. gut erh. Her. und Plank kauft laufend für Heereslieferung gegen Kasse Ranz Knddrk, en Münster i. W., Bült 8. Stlichaelisplatz S1r. 4 #röffnete eine Annahme= und Verkaufsstelle für taustgeiskeoilknusch... Seidene und leinene Kinderkleider, Damenblusen, Unterröcke. Handtaschen. Kissen 2c. in großer Auswahl. Anfertigung noch Angade schnellstens. Jos. Lippe“Dwe., senderes bald ein 1o#h. Mädchen nicht unter 18 Jadren für Nüche und Hausarbeit gesucht. Eiee Kut meiten erwünscht. 8406 Frau Rochus Westhölter, Manusatinswarengeschäse, Adlen 1. W, Cstermaner 26. Modes. Suche Stelle als I. Arbeiterin am liebsten dei Familienanschluß. Gute Zeugnisse vorhanden. Lohn nach Uebereinkunft. Helene Borchers, Bapendurg, Haup kanal v. 93. Junger entlaufen, auf den Namen :###nd. Wiederbringer erdät 6tu ug. Gebeimral Buss, Heendestraße 16. P. Stogon! Inh.: Frits Graie Münster i. W. Rudgeristraße 21. Ternsprecher 528. Spezialität: Wriester Mieiaunn nach Maß. Teinste Referenzen. Reelle Bedienung. Billigste Dreise. Schmedunigs Wolnstüben Alter Steinweg 15. Vohund-Theuf. Ludgeristrasse 283. Das 99 Nur bis Freitag! beigpelles desiebende grosss Nationalwerk: A fürs Feld: Taschenmesser Rasiermesser Rasierapparate Haarschn.-Maschinen Feld- Eßbestecke Taschenlampen— Feuerzeuge etc. Ferd. Müller, Solinger Stablwaren Prinzipalmarkt Nr. 12 Gemeinden und Vereige böchsten Rabatt. komplete Umzüge; 5 nach allen Richtungen# besorgt prompt und billig Schmeken Kanoneugraden Füe sofort eine tüchtige im Kochen erfahren, gesucht. und ein junges 6591 für Hausarbeit. Offert. mit Zeugaisabschriften an Frau Hembergen, Post Emsdetten. Jange dom Lande ür leichte Hausarbett sofort gesucht. Paul Käcker, en Engelsberger Hof. Ohligs. Packendes dramatisches Lebensbild aus dem gegenwärtigen Weltkriege in 8 grossen Abteilungen. Verfasser: Alfred Deutsch-German. Regie: Georg Jacoby. Hauptrollen die Mitglieder des Wiener Burgthestere Hofschauspieler Georg Reimers. Lotte Medelsky. Frau Morpurge. Im Mittelpankte der Films die darstellerische persönliche Mitwirkung Ihrer Majestäten des Königs und der Königin von Bulgarien sowie der Prinsessinnen Eudorie u Nadeje. Die Presec des gansen Reicher hat dies Ereignis Diauax Fllm ist in Berlia, Wien Müinchen und Dresden vor hohen und böchsten Perrönlichkeiten aufgeführt worden. Er führt aus tiefstem Frieden mitten in das Knegsgetümmel, in vielgestaltigster Handlung die packenden Schicksale einer bulgerischen Pamilie enthaltend. 6610 Mit grossem Orchester. führengen 4½ und 8½ Uhr. Die gefeierte preisgekrönte Schäube: Vern Anura Von#b-unger 8. Riesenwerk: Das Gespenst der Vergangenheil. Drama in 4 Akten von Robert Reinert. 3. Teil und Schlum des Filmwerke„Ahasver“ mi den berühmten Darstellern JaTen. Gas de flert Und das ab nige Zicgsam. T □ A ISTA in ibrer zweiten diesjährigen wundervollen Filmechöpfung „Des Resens unge Mischis Firnus.. Grosses Zirkusdrams in 5 Akten. 1. Teil des grossen militérischen Filme: Die grosse 12. Isonsoschlacht. Dis ins Hauptquartier Cadornas. Lustepiele etc. ergänzen dieses grossartige Programm.