Der Westsälische Merkur erscheint täglich zweimal. am Tage nach Sonn- und Feiertagen einmal. Verlag Probenummern: Bestellungen mit deutlicher Adressenangabe wolle man richten an die Geschaftostelle, Königstraße 59. Redaktion: Lütkegasse 1—3. Sprechstunden 10—11 Uhr vorm. Telegramm-Adresse: Merkur, Münsterwestf. Jernsprecher: Redaktion Nr. 203, Geschäftsstelle Nr. 112. Geschästostelle: Königstr. 59. Geöffnet vorm. vor 8—1 Uhr, nachm. von 2—7 Uhr. Postscheckkonto: Amt Coln 14 622 Bezugepreie: Bierteijährlich: In Munster bei der Geschaftestelle M 9.001 auewarte bei allen deutschen Postamtern K 3.30. Zweimonatlich: In Münster bei der Geschaftostelle u 2.001 auswarts durch die Bost MA 2.34. Einmonatlich: In Munster A 1.00: auswarte burch bie Bel (für i. einzelnen Monat d Bierteljadres zulassig) 1.12 Einzelnummer: Zu haden in der Geschaftostelle, an den Bahndosen u. das Stück 5 Pig Anzeigenprets: Für die Petitzelle oder deren Raum 25 J. Reklamezelle 75##. Anzeigen=Annadme. In Munster Königstraße 30, Jowie Amtliche Annoncen-Bureaus des In= und Auslandee Aer., Nur gder. Begründet 96. Jahrgang. DerösterreichischeTagesbericht WTB. Wien, 30. Aug. Amtlich wird verlautbart: Oestlicher Kriegsschauplatz. Deutsche Regimenter bauten ihre neuerlichen Erfolge nördlich von Jocsani gestern durch die Eroberung des Ortes Iresti aus, dessen Besitz gegen zahlreiche Angriffe behauptet wurde. Südlich von Ocna scheiterten seindliche Vorstöße. Weiter nördlich hob sich an zahlreichen Abschnitten der Ostfront die Kampftätigkeit. Italienischer Kriegsschauplatz. Der große Waffengang am Isonzo wurde auch gestern mit höchster Erbitterung fortgeführt. Der Wall der Verteidiger widerstand siegreich den schwersten Anstürmen. Im Raume nördlich Kal brachen in den Morgenstunden zwei starke italienische Angriffe zusammen. Bei Podlesce, Madoni und Britof warf der Feind den ganzen Tag über bis in die späte Nacht ununierbrochen neue Massen gegen unsere Stellungen. Alle Anstürme prallten an der zähen Standhaftigkeil unserer Braven ab. Zu den vielen Kampfmitteln, mit deren Hilfe der Feind unseren Widerstand niederzuzwingen versuchl, trat gestern ein neues, in diesem Gelände kaum erwartetes: östlich von Britof ritt italienische Kavallerie gegen unsere Verschanzungen an; sie wurde von Maschinengewehren empfangen und vernichtet. Für die heldenmütigen Kämpfer auf dem Monte San Gabriele brachte der 29. August abermals heiße Stunden. Immer wieder lief der Feind gegen das Bollwerk Sturm. Gegen Abend gelang es ihm, am Nordhang in unsere Gräben einzudringen: nach Einbruch der Dunkelheit schritten in schwerem Unwetter unsere Truppen zum Gegenstoß. Neues Ringen endete mit regelloser Flucht der Italiener. Auch östlich von Görz ließ der Druck des feindlichen Heeres noch nicht nach. Waren am Vormittag nur Einzelangriffe abgeschlagen worden, so ging der Gegner nachmittags nach mehrstündigem Trommelfeuer neuerlich zu einem allgemeinen, breilangelegten Massenstoß vor. Wieder fand sich das Gelände von San Marco im Brennpunkt der Kämpfe. Mit Bajonett und Handgranaten wurde hier wie überall zwischen St. Catherina und Vertoiba die erste Linie behauptet. Bei Kostanjevica schob sich unsere Front nach einem erfolgreichen Ueberfall auf den Gegner etwas vor. Neben anderen Truppen fanden in den jüngsten Kämpfen noch Abteilungen der Regimenter 10(Przemys!), 48(Nagy-Kanisza) Gelegenheit, sich besonders hervorzutun. Die blutigen Verluste des Jeindes sind, außergewöhnlich schwer. Die Zahl der seil Beginn der 11. Schlacht eingebrachten Gefangenen ist auf mehr als 10000 gestiegen. Triest wurde vormittags zum zweiten Male, heute früh zum dritten Male innerhalb 48 Stunden von feindlichen Fliegern bombardiert. Den Angriffen fielen mehrere Einwohner zum Opfer, mehrere Privalgebäude wurden beschädigt. Der Chef des Generalstabes. WTB. Wien, 30. Aug. Aus dem Kriegspressequartier wird gemeldet:„Auf der Hochfläche von Bainsizza und im Raume nördlich Podlesce war gestern nur Stellungskrieg. Umso erbitterter wurde südlich davon gekämpft. Alle Angriffe des Feindes waren vergeblich. Besonders der Monte San Gabriele war vielfach das Ziel erbitterter Anstürme, wo es dem Feinde auch nach sechsstündigem ununterbrochenem Ringen nicht gelang, die Widerstandskraft der Unsere Linien von Die mißglückte Sozialistenkonferenz. Hl. Amsterdam, 31. Aug. Der Londoner Korrespondent des„Algemeen Handelsbiad" meldet: Ein Gluckwunsch an Rußland, der am Schluß der Soziahisten= konferenz des Vierverbandes angenommen wurde, war der einzige Punkt, über den Einstimmigkeit erreicht werden konnte. Bernhard Shaw war einer von den Delegierten, die die Versammlung verließen, weil, wie er sagte, nicht die geringste Aussicht auf eine Einigung bestände. Zu den Vorgängen in Rußland. Die Hallung der Arbeiter- und Soldatenräte. K 3. Amsterdam, 30. Aug. Der Berichterstatter der „Times“, in Moskau meldet: Das Verhalten der Arbeiter= und Soldatenrdte und ihrer Anhänger hat jede Hoffnung vereitekt, daß die Reichekonferenz zu einer Verbesserung der Lage führen konnte. Sie sind und bleiden taud für die Folgen einer Niederlage. Im entscheidenden Augendlick, als der Oberbesehlshaber. General Kornilow. die Rednertridüne bestieg, erhoben sich die meisten Anwesenden zur Begrußung. Die Mutglieder der Arbeiter= und Sotdatenrate sowie einzelne der Soldaten blieden sitzen und gaden nicht das geringste Zeichen der Zustimmung, obwohl ihnen von allen Seiten die Rufe:„Schande! Feiglinge! Verrater!“ entgegenschallten Diese Haltung vorsätzlicher Geringschatzung nahmen sie auch während der ganzen Zeit ein, in der Kerenski das Wort führte. WTB. Rotterdam, 30. Aug. Laut einer Londoner Meldung des„N. R. C.“ wird aus Petersburg berichtet: Escheint, daß zwischen Kornilow und Nerenok! Eisersucht entstanden ist. Die linken Parteien ärgern sich über die theatralische Art, in der Kornilow seinen Einzug in Moskau hielt. Er kam mit vielen Kraftwagen und einer Leibwache. Sein Besuch in der iberischen Kapelle mit dem wundertatigen Muttergottesbild.“früher immer ein Teil des Jeremoni.lls beim Einzug der Jaren. in Moskau war ein prunkvolles Schauspiel. Als Kornilow im Kongreßsaal erschien und sich zu seinem Sitz begab, wurde er von der rechten Seite mit gewaltigem Beifall begrüßt, während die linke absolutes Stillschweigen bewahrte. Beim Erscheinen Kerenskis spendete die Linke Beisall und die bürgerlichen Parteien schwiegen. W7B. Petersburg, 30. Aug.(Telegr.) Reuter: Rerenskl ist nach Petereburg zurückgekehrt.— Die Gräfin Panine ist zur Staatssekreiarin ernannt worden. Gegend von Tofana hat der Gegner nach sehr lebhafter Feuervorbereitung unsere Stellungen am Eingang des Travenanzes-Taleo dreimal kräftig angegriffen, ist aber glatt abgewiesen worden. Die Notlage in Ialien. BB. Berlin, 30. Aug. Die„Basler Nationalzeitung“ schreibt laut„B. Z.“: Berichte von unverdächtigen Reisenden besagen, daß der kommende Winter Italien vor ungeheuere, kaum lösbare Probleme stellt. Der Kohlenmangel hat sich so gesteigert, daß die Munitionsfabriken bald keinen Vollbetrieb mehr aufrecht erhalten können. Arbeitsein stellungen in größtem Umfange sind unvermeidlich; schon mehren sich die Proteststreiks, die, gewaltsam unterdrückt, sofort an anderer Stelle wieder aufflammen. Die Teuerung wird unerträglich. Die Bebauung des Bodens wird teils notgedrungen, teils absichtlich veinachlässigt, weil die Frauen durch diesen Protest den Friedeu erzwingen wollen. Die Transportkrisis hat sich unheimlich verschärft. Ueberall zeigt sich ein Geist des Trotzes, kurz die richtigen Vorvoten einer Revolution. Nur ein großer entscheidender Sieg, als der ausschließlich die Eroberung von Triest gelten würde, kann die Gefahr vielleicht noch beschwören. WTB. Bern, 30. Aug.„Idea Nacionale“ beantragt die sofortige Einführung der Brotkarte für ganz Italien, bevor die Maßnahme mit einer empfindlichen Herabsetzung der Brotration verbunden sein werde, die eher, als man erwarte, 50 Prozent betragen würde.„Avanti“ veröffentlicht verschiedene Protesttelegramme an Canepa, sowie des Turiner Bürgermeisters und des Getreidekonsortiums von Alessandria und Genua, in denen auf die neuerdings mangelnde Brotversorgung infolge ungenügender Eisenbahnzufuhr hingewiesen und der Lebensmittelkommissar für alle aus diesem Zustand sich ergebenden Folgen verantwortlich gemucht wird. Auch Ministerpräsident Boselli hat in einem Telegramm an Canepa gegen die andauernd unhaltbaren Zustande Einspruch erhoben. BB. Karlsruhe, 30. Aug. Von der schweizerischen Grenze wird gemeldet: Nach hier eingetroffenen verläßlichen Nachrichten waren die letzten Unruhen in Mailand, Turin, Ilorenz und Rom erheblich schwerer als die bisherigen Teuerungs= und Friedensdemonstrationen in den italienischen Städten. In Mailand beteiligten sich an den Kundgebungen, die sich gegen die Lebensmittelknappheit, gegen die Offensive und gegen die Friedensweigerung der Regierung richteten, etwa 150000 Personen. Die Menge zog durch die Straßen, sodaß der Straßenbahnverkehr völlig lahmgelegt wurde, und schrie:„Nieder mit den Menschen= schlächtern, nieder mit den Kriegshetzern! Wir wollen Brot und Frieden!“ In Turin hielt eine große Menschenmasse einen zur Front abgehenden Zug an und forderte die Soldaten auf, nicht an die Front zu gehen, sondern den Frieden zu verlangen. Während zahlreiche Mannschaften dieser Forderung nachkamen, griffen Patrouillen mit der blanken Waffe ein, wobei es zahlreiche Tote und Verletzte gab. Die Ruhe konnte erst nach einigen Tagen wieder hergestellt werden. In Rom nahmen an den kriegsfeindlichen Demonstrationen etwa 100000 Personen teil. Die Interventionisten veranstalteten darauf eine Gegenkundgebung, an der etwa 120000 Personen teilgenommen haben. Es kam verschiedentlich zu blutigen Zusammenstößen zwischen den beiden Parteien. „Corriere della Sera“ meldet: Dem Ministerpräsidenten Boselli wurde in den letzten Tagen eine Denkschrift der Staatsangestellten-Verbände, und der Arbeiterverbände überreicht, welche die Regierung ersucht, für die HerbeifühNeue Partei in Großbritannien. Hl. Amsterdam, 30. Aug. Das Reutersche Bureau meldet: Eine Anzahl Untonisten hat sich vereinigt, um eine Neugestaltung der Staatsordnung und der Landesverteidigung zu erstreben. Sie bilden eine neue Partei und erklaren als solche: „Wir wollen dem allgemeinen Ruf nach einer ausdauenden starten Politik entsprechen, die, auf demokratischer Grundlage errichtet, die Hoffnung auf ein baldiges siegreiches und entscheidendes Ende des Krieges eröffnet und zugleich die Baustoffe für das mühsame Werk des Wiederaufbaues nach Beendigung der Feindseligkeiten bietet.“ WTB. Amsterdam, 30. Aug. Laut„Algemeen Handeleblad“ veröffentlicht die„Times“ eine Kundgebung von 27 Personen, darunter 6 Peers und 6 Mitglieder des Unterhauses, weiche darin erklaren, daß sie sich von der konservativen Partei lossagen und eine nationale Partei bilden. Die neue Partei ist für energische Fortsetzung des Krieges bis zum völligen Sieg. für ehrliche Verwaltung und Politik, gegen den Verkauf von Adelstiteln, gegen den Kampf zwischen Arbeitgevern und Arbeitern und für die größtmögliche Gütererzeugung mit angemessenen Löhnen und angemessenen Gewinnen. In der Kundgedung heißt es: Wir finden nirgende Mangel an Ehrerbietung. Hingabe oder Loyalität gegenüber dem Throne, wohl aber in allen Klassen im Lande und in der Armee eine offen zur Schau getragene Abneigung gegen die Politiker und regierenden Personen, die una durch ein Parteisystem aufgedrangt sind. Wir beabsichtigen, zu handeln, ehe es zu spät ist. Dem„Nieuwen Rotterdamschen Courant“ zufolge schreidt die „Times“, daß die Mitglieder der neuen Partei sämtlich Schutzzöllner(Tarifreformer) sind. Auf ihrem Programm stehen an erster Stelle die Beschlüsse der Pariser Konferenz. tos und Log 4134 u. Freienohl nelten kann und der alle Haus4111 Burscheid, üsse.do:: 4123 C. Kaiser, sladbach. 122. es Fräulein gemitne s wird nur auf dden reflektiert, ellung sucht. Lohdech. lognerstraße 13. Gegen die Ukrainer. Hl. Amsterdam, 30. Aug.„Algemeen Handeloblad“ General Kornslow beschloß, alle dienstpflichtigen## des ukrainischen Arbetter= und Soldatendundee# Waffen zu rusen. * Berlin, 31. Aug. Der„Berliner Lokalanz“ hatte gestern eine Meldung gebracht, nach welcher der ehemalige Staatssekretär des englischen auswärtigen Amtes. Lond Edward Grey. am 29. August gestorden sein sollte. Diese Meldung war alsbald verbreitet worden: einige Blätter widmeten Lord Grey als einem Hauptschuldigen am Weltkriege bereits längere Nachrufe. Heute meldet derselbe „Berl Lokalanz.“, daß nach neueren Nachrichten aus London der verstorbene Earl of Grey nicht der frühere Minister des Aeußern, sonder der frühere Gouvetneur von Kanada sei. Es handelt sich also um den Better des Kriegsanstifters, un den Grafen Albert Henry George Grey: dieser, geboren am 28. November 1851, war von 1896—1897 Staatskommissar in Rhodesia und 1904—1911 Generalgouverneur von Kanada. Im übrigen sei bemerkt, daß der Einfluß Edwards Grey auf die britische auswärtige Politik aufgehört hat. nachdem im Dezember v. Is. die Umbildung des Kabinetts erfolgte; damals trat Lord Grey of Fallodon, wie sein Name richtig lautet, angeblich wegen eines schweren Augenleidens. vom Amte zurück. Iinnland vor der hungerenet? * Kopenhagen, 30. Aug. Nach einer Drahtnachricht aus Helsingforz sind bedeutende Mengen von Brotgetreide, welche die russische Regierung Finniand liefern wollte, dort noch immer nicht eingetrossen. Der sinnlandische Senat hat deohald in Peterodurg tatkräfugen Einspruch erhoden. Finnland steht vor der allgemetnen Hungersnot B8. Stockholm, 30. Aug. Wie aus Petereburg gemeldet wird. hat die russische Regierung eine vollständige Absperrung Imnlande angeordnet. Die Reise von Rußland nach Finnland ist künftigdin nur in dringenden Fällen gestattet und auch dann nur den Retsenden, die von den Behorden eine besondere Erlaudnie erhalter haden und sich im Besitze eines Passer definden * W7B Heisingsors, 30. Aug.(Telegr.) Die russischen Truppen, die das Landtagsgebäude besegt hatten, hinderten die Abgeordneten am Betreten des Gebaudes, 79 sozialistische Abgeordnete begaden sich in das Gedäude der alten Landtages und nahmen mit 44 gegen 39 Stimmen eine Resolution an, weiche anerkennt daß eine Litzung in gesehmäßiger Weise abgehalten wurde ucht## Herl.) Schrader, IV. Bilkerir. 14. verläffiges und deres Gesuche Die Cedenomitteinot auch in Südrußzland. WTB Kopenhagen, 30. Aug.„National Tidende“ melder aus Stockholm: Der Handelsrat von Kaew hat der Regierung telegraphisch mitgeteilt, daß der Lebenomittelmangel in Kiew sent eeinen drohenden Charakter angenommen hat. In einigen Tagen seien alle Vorrdte aufgebraucht. * WTE Stockholm, 30. Aug. Nach einer Meldung des„Aftonblodet“ aus Haparanda sind die Brotanteile in Petersburg herabgesetzt worden. Man rechnet mit ihrer weiteren Verminderung. Den Grund sieht man in der hungersnot im Wolgagediet. Stelle, i in desserem gut dem#ndert ton Hidden. senburg. den sucht Stellung Ausbildung## shalt der Familun= eoalt 4176 Hagen. raturg, kongskr. 8. ein sucht immnung im Hausg auf größerem Gut. Rüde Münsters. Nr. 4169 an die 8. erberten. Wilsons Abichnung des päpstlichen Vorschlages TU. Amsterdam, 31. Aug.(Telegr.) Wilsons Antwort, die in England bereits im Wortlaut vorliegen muß. scheint schroff ablehnend zu sein. Wenigstens schreibt „Daily Chronicle": Wilsons Antwort sei eine entrüstete, ja selbst leidenschaftliche Weigerung, über den Frieden zu verhandeln mit der gegenwartigen deutschen Regierung auf Grundlage des status quo ante. Diese frohe Botschaft(!) aus dem Weißen Hause über Recht und Unrecht und über die Unmöglichkeit, mit wohlwollenden Worten eine Versöhnung zustande zu bringen, hätte ebensogut aus dem Vatikan kommen können. Amerika trat in den Krieg ein zur Vernichtung des Militarismus, der einen dauernden Frieden unmöglich macht. Es wird sein Schwert erst dann in die Scheide stecken und am Friedenstisch Platz nehmen, wenn Deutschland und die Well von den Hohenzollern befreit ist.(!) TU. Stockholm, 31, Aug.(Telegr.) Von der hiesigen Presse nimmt einstweilen nur„Stockholms Dagblade!" Stellung zur Antwort Wilsons auf den Vorschlag des Papstes. Das Blatt geht außerordentlich scharf mit Wilsons Stellung zu Gericht. Es sagt: Wilson erklärte, er könne sich mit der derzeitigen deutschen Regierungsmacht in keine Verhandlungen einlassen, sondern nur mit einer Regierung, die sich auf den eigenen Willen des deutschen Volkes stützt. Aus den amerikanischen Zeitungsstimmen geht aber nicht hervor, wie sich der Präsident eine solche berhandlungsfähige deutsche Regierung denkt. Die amerikanischen Pressedesprechungen der Wilson=Note seien, selbst nach amerikanischem Maßstabe gemessen, ungewöhnlich schwulstig. In den neutralen Ländern, so schreibt das Blatt weiter, wo man gerade wegen des Eintritts Amerikas in den Weltkrieg großen Entbehrungen entgegensehe, werde man schwerlich Wilsons angeblich aus dem großen Herzen des amerikanischen Volkes hervorgegangene Weigerung als Freudenbotschaft einschätzen. Sonstige Meldungen. Das desinitive Kabinett Seidter. WTB Wien, 30. Aug. Die morgige„Wiener Zeitung“ enthalt die Allerhochsten Handschreiden, worin ernannt werden: Der bisherige Leiter des Unterrichtoministeriume Cwiklinety zum Kultus= und Unterrichtsminister, des Eisenbahnministeriume Bauhaus zum Eisenbahnminister, des Justizministeriums Schaues zum Justizminister, des Ministeriums für Offfentliche Arbeiten Homann zum Minister der Oeffentlichen Arbeiten, des Finanz= ministeriums Wimmer zum Finanzniimster, des Feidmarschallleutnants Czap zum Landesverteidigungeminister. Ferner wurde ernannt Universitateprofessor Freiherr v. Wieser zum Handetemintster. Graf Siloa Tarouca zum Ackerbauminister, der bisherige Leiter des Handeleministeriums Matasa, der bieherige Leiter des Ministeriums für Galizien Twardowski, ferner Sektionschef im Ministerratsprästdium Ritter v. Zolger und das Mitglied des Obersten Sanitatoratee Hofrat Horbaczemsk! zu Ministern ohne Porteseuille. Minister Twardowskt behält die Führung der bieher innegehabten Agenden, Mataja wird ale Minister mit den Vorarbeiten für die Schaffung eines Mmisteriume für soziale Fürsorge, Hobarczewskt mit den Vorardetten für die Schaffung eines Ministeriums für Volksgesundhett betraut. Die Aufgabe des Ministers Zolger wird darin bestehen, sich fallweise auf Wunsch des Ministerrates und unbeschadet der Zuständigkeit der verschiedenen Zentralstellen und sonstigen Verwaltungsinstanzen mit der einheitlichen Vorbereitung solcher mit dem Kriege zusammenhängenden Verwaltungsangelegenheiten der österreichtschen Regierung, die den Wirkungskreie mehrerer Ministerten berühren zu befassen, um deren einvernehmliche Austragung oder Bereitstellung für die Beschlußfassung im Ministerrat zu erleichtern. Schließlich wird Sektionschef Ritter v. Ertl unter voller Anerkennung der geleisteten sehr ersprießlichen Verdienste und der freien Verleihung der Würde eines Geheimen Rates von der Leitung des Ackerbauministeriums enthoben. WTB Wien, 30. Aug. Im definitiven Kabinett Seidler behält der dieherige Minister des Innern Graf Toggenburg. sein Portefeuille(das Ministerium des Innern). Zur Wahlrechtsreform in Angarn. WTB Budapest, 30. Aug. Die sozialdemokratische Partei hielt fünf Volkvversammlungen ab, in denen eine Entschließung angenommen wurde, nach der sie die Ausdehnung der Wahlrechts, wie sie das Kabinett Esterhazy beabsichtigt habe, als Mindestmaß erachte und die Erklärung Wekerleo mit Befriedigung zur Kenntnie nimmt. Der Wechsel im Kabinett habe an der Verpflichtung nichte geändert. Die sozialdemokratische Partei erklärt, daß sie auf der bezeichneten Grundlage neigt sei, die Regierung dis zur Schaffung der Wahlrechtsresorm mit der vollen Kraft ihrer Organisation zu unterstützen. Teuerungskundgebungen in der Schweiz. WTB. Bern, 30. Aug. Schweizerische Tel.=Ag.: In allen größeren Städten der Schweiz sanden heute Teuerungskundgebungen der Arbeiterschaft statt, die von der sozialdemokratischen Partei und dem Gewerkschaftsbund veranstaltet wurden. Nach den Kundgebungszügen durch Hauptstraßen wurden Ansprachen gehalten. Die Kundgebungen verliefen überall ruhig und ohne Zwischensall Straßenbahnverkehr war während einiger Stunden eingestellt heldenmütigen Verteidiger zu brechen. Cattarine über Grazigna, dem Panowitzer Walde und San Marco umklammern Görz. Um diese Fesseln zu sprengen, griff der Italiener gestern wieder dreimal an. Bei Tastagnevizza verbesserten wir durch Stoßtruppunternehmungen wesentlich unsere Stellungen. Ein schüchterener Angriffsversuch im Raume von Medeazza wurde glatt abgeschlagen. Die Fliegerangriffe auf Triest bechädigten vielfach Privathäuser, außerdem das Rathaus und die Unionbank. * Der österreichische Abendbericht. WTB. Wien, 30. Aug. Aus dem Kriegspressequartier wird vom 30. August abends gemeldet: Am Nachmittag griff der Italiener wieder auf der Hochfläche Bainsizza und am Monte San Gabriele vergeblich an. * * Aus dem Kriegspressequartier, 30. Aug., wird der „Köln. Volksztg.“ gemeldet: Seit Dienstag ist eine große Wendung in der Isonzoschlacht eingetreten. Der Feind wurde auf dem Lom=Plateau, an der Wippachtalfront und insbesondere im Brennpunkt der Kämpfe, im Bergstock des Der deutsche Abendbericht. Amtlich. WTB. Berlin, 30. Aug., abends. Keine besonderen Ereignisse. * WTB. Berlin, 30. Aug. Die Kampfpause im Generalangriff der Entente hielt auch am 29. August an. In Ilandern versuchten die Engländer lediglich in dem Angriffsabschnitt zwischen den Bahnen Boesinghe—Staden und Ypern—Roulers einen Teilangriff gegen die deutschen Stellungen nordöstlich Wieltje; er wurde restlos abgeschlagen. Die Artillerietätigkeit war bei stürmischem, regnerischem Wetter stark wechselnd. Das Feuer steigerte sich gegen 3 Uhr nachmittags auf die deutschen Stellungen notdöstlich von Ypern; gegen abend griff es auch auf die Gegend an der Küste, sowie vom Houthoulstwalde bis zum Kanal Hollebeke über. Während der Nacht wurde nördlich Langemarck eine englische Patrouille abgewiesen. Im Artois hörte die englische Angriffstätigkeit vollkommen auf. An der ganzen Front herrschte lediglich normale Gefechtstätigkeit.— Nördlich St. Quentin beschränkten sich die Engländer auf ein Stoßtruppenunternehmen, das um 6 Uhr 15 Minuten abends gegen die deutsche vorderste möblierte enzimmer ge loior zu vormiet Nordplatz 8 pt. ungs-Gesuche ne 19jährige Tochter wei gut möblierte Die Lage in Spanien. WTB. Bern, 30. Aug. Der„Progres de Lyon“ meldet aus Madrid: Der gestrige Tag war in der Hauptstadt nchig. Entgegen den Gerüchten fanden nur am Hauptbahnhof einige Zusammenstöße statt. Die Metallarbeiter von Bilbao haben der Militärbehörde bekannt gegeben, sie seien bereit, die Arbeit wieder aufzunehmen, wenn ein Schiedsgericht gebildet werde zur Verständigung mit den Arbeitgebern. In Valencia fanden vorgestern drei Verhaftungen statt wegen Aufwiegelet zu einer revolutionären Bewegung. Licht in nur gutem bglichst (gebote unterNr. 116 d. Bl. häftestelle rschielenes 300T Wark Der Seekrieg. oder kleineren teigungen unde en zu vergebei n unter Nr.4 in uns kürzlich eroberten Stellungen durch kräftige Gegenan wiederzunehmen. Er wurde überall zurückgewiesen, die Ungen wurden fest behauptet; an einigen Stellen wurden sie stert. Wir machten 561 Gefangene. Unsere Flugzeuge haben bewerfung feindlicher Batterien auf dem Bosko di Panovizza wiederholt. Auf dem Karst wurde ein feindliche zwischen der Wippach und dem Faiti=Rücken am 28., abend, unsere Truppen gebrochen. Längs der Trientiner Front vom er Joch bis nach Karnien hielten Samelfeuer und zahlreiche rnehmungen von Erkunderabteilungen am 28. und in der Das erste englische Standart Umsterdam. che Nr. 443. Mittag=Ausgabe. Betsallicher Merter. Freitag, den 31. August 1917. 9 Zur Bewertung unserer Kolonien. Es ist bisweilen nicht ohne Interesse, die Ansichten Gegner über die deutschen Kolonien zu hören. In Orgland z. B. werden sie für gewöhnlich nicht sonderlich hoch Die Engländer, die ja beinahe zwei Drittel des amten Kolonialbesitzes der Erde ihr eigen nennen, sehen rne mit etwas Geringschätzung auf den deutschen Kolonial= sitz herab, der nur den zehnten Teil der Fläche des britizen umfaßt und weit mehr noch in Erschließung und Handel hiner ihm zurücksteht. Die Franzosen, die Herren des nordwestlichen Teiles von Afrika und Indo=Chinas, dünken sich als Kolonialvolk nicht minder über die Deutschen erhaben. In hrer Presse kommt das fast immer zum Ausdruck, wenn vo deutschen Kolonien die Rede ist, besonders jetzt im Kriege. Freilich sind Engländer und Franzosen vri derrei B#rachtungen nicht ganz frei von Hintergedanken. Sie holten die deuischen Kolonien doch noch für gut genug, dem u. gleich wertvolleren englischen und französischen Koloniol= reich einverleibt zu werden. Frantreich würde Kamerun I Sehsiste SKlsias richen det Presliagen ###n bereits vor, welch große Bereicherung ihr P#itz durch die Einverleibung deutscher Gebiete erfahren wird, und begründen damit den Ausbau eines großen italienischen Kolonickreiches, das von Tripolis angefangen in udöstlicher Richtung über Abesstinien verläuft, bis—.. orittsch=Ostafrika hinein. Man sieht: eine sehr verschieden. Bewertung unserer Kolonien durch unsere Gegner— je nach dem Zweck, den sie gerade damit verfotgen. Man mag ruhig zugeben, daß unsere Kolonien in wirtstlicher Hinsicht für die Engländer und Franzosen nur besitzen. England, das bereits vor dem geschändet wurden. Goldsachen, Uhren. Uhrketten und Geldiaschen #en dam Rfarver als auch seinem Bruder gestohlen wurden dem Pfarrer, Deutschland. beischafttiche: I.riege seinen Nahrungsmittel= und Rohstoffbedarf zu 1 sche 30 Prozent aus eigenen Kolonien deckte und bei planmäßigem Vorgehen ein noch weit günstigeres Ergebnis erzielen kann, würde zwar in den Kautschut= und Sisalhaufi nuungen Ostafrikas, den Kokospalmen Neuguineas und Kakaoplantagen Kameruns eine nicht zu verachtende Pfa##n Vereicherung seines weltwirtschaftlichen, Zesives sehen. Aber es hat bereits in seinen eigenen Ruonten für den dieser Dinge eine reiche Quelle und damit eine ziemlich weitgehende Unabhängigkeit vom Weltmarlt. Vom Verkehrsund machtpolitischen Standpunkt aus werden Franzosen imo Engländer(Ostafrira.) unsere Kolonien naturlich hohrr bewerden. Anders haben wir unsere Kolonien wirtschaftlich einzuzätzen. Wenn ein bekannter Volkswirtschaftler berechnet, WTB. Berlin, 30. Aug. In der heutigen Sitzung des Bundesrats wurden angenommen die Vorlage über die Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten, die Vorlage über die Veröffentlichung der Handelsregistereintragungen und ein Antrag auf Verlegung des Inkrafttretens der Bekanntmachung vom 3. August 1917 über die Veranstaltung von Der Vorstand des Deutischen Städtelages hat an den Stellvertreter des Reichskanzlers, Dr. Helfferich, die Bitte gerichtet, eine Abordnung des Deutschen Städtetages zur Erorterung der Versorgung der Städte mit Hausbrandkohlen und den notwendigen kohlen zur Erzeugung von Gas und elektrischem Strom zu empfangen. Die„Norddeutsche Allg. Ztg.“ meldet: Der Reichskanzler, der amn 28. abends seine Informationsreise nach Belgien angetreten hat, hörte im Zuge die Vorträge des Chefs der Politischen Abteilung beim Generalgouvernement in Belgien, Freiherrn von der Lancken und vom Verwaltungschef für Flandern, Scheible. Während der Fahrt von Köln nach Aachen empfing der Reichskanzler auf ihren Wunsch einige Vertreter der rheinisch=westfälichen Industrie. Oschawid Bei in Berlin. WTB. Berlin, 30. Aug. Die„Nordd. Allg. Zig.“ schreibt: Heute abend trifft wiederum einer der hervorragendsten Staatsmänner der verbündeten Türkei in Berlin ein, Dschawid Bei, der Finanzminister des Osmanischen Reiches. Schon zu wiederholten Malen hat der in Deutschland gut bekannte Staatsmann während des Weltkrieges Beilin besucht, um in engster persönlicher Fühlung mit den deutschen Regierungs= und Finanzkreisen die schwebenden Verhandlungen seines Ressorts weiterzuführen. Er bekleidet sein schwieriges und verantwortungsreiches Amt nun schon zum dritten Male und wurde das letztemal wenige Tage nach Ernennung des jetzigen Großwesirs damit betraut. Eine seiner hervorragendsten öffentlichen Leistungen in jüngster Zeit war das lichtvolle Exposé der finanziellen Lage des türkischen Reiches, das er im März des Jahres der türkischen Abgeordnetenkammer vortrug. Diese Etaisrede der dritten Sitzung der dritten Legislaturperiode der türkischen Abgeordnetenkammer sichnete sich wegen ihrer Großzügigkeit und ihrer Offenheit aus. Provinzielle Nachrichten. X Darfeld. 30. Aug. Dem Poswerwalter Hagemann hierselbst ist das Verdienstkreuz für Kriegehilfe verliehen worden. Nienborg, 29. Aug. Heute morgen fand vierselbst die Einführung unseres neuen Pfarrers, des hochw. Herrn Ludwig Lampen, statt. Am Eingange unseres Ortes wurde der neue Pfarrer von den Vertretern der Gemeindeverwaltung, von Herrn Vikar und Psarrverwalter Suermann und mehreren auswärtigen geistlichen Herren empfangen und sodann in Prozession zur Kirche geführt, woselbst Herr Landdechant Storp aus Ahaus die kirchliche Einführung vollzog. Nach Verlesung des Evangeliums vom guten Hirten hielt Pfarrer Lampen eine eindrucksvolle Ansprache an die zahlreich erschienenen Pfarreingesessenen, in der er seines unvergeßlichen Vorgängers mit ehrenden Worten gedachte, in dessen Fußstapfen zu treten sein Bemühen sein werde. Nun begann das feierliche Leviten=Hochamt. Die Einführungspredigt hielt nach Absingung des Evangeliumo Herr Landdechant Storp. Er verbreitete sich über das hehre, aber auch verantwortungsvolle Amt eines jeden Priesters überhaupt und eines Pfarrers insbesondere und ermahnte die Pfarreingesessenen, der Stimme ihres nunmehrigen Pfarrers willig zu folgen. Der Ambrosianische Lobgesang beschloß die kirchliche Feier. Von einer weltlichen Veranstaltung war angesichts des Ernstes der Zeit Abstand genommen. Möchte dem neuen Pfarrer eine lange, gesegnete Tätigkeit in unserer Mitte beschieden sein! 2 haltern, 30. Aug. Die Stadtverordnetenversammlung wählte den bisherigen Bürgermeister Homann, dessen Wahlzeit am 1. Juli 1918 abläuft, auf weitene 12 Jahre zum Bürgermeister der Stadt Haltern.— Ein weiterer Beschluß der Versammlung betraf die Errichtung einer Stauanlage in der Stever. Dem Wasserwerk wurde nach längerer Aussprache die Errichtung unter der Bedingung gestattet, daß eine Holzbrücke über die Stever gebaut und eine fährliche Abgabe von 3000 A (2) Datteln, 30. Aug. In den letzten Nächten wurden hier und in der Umgegend eine Rethe von Einbrüchen verübt, bei denen in der Hauptsache Vieh und Levensmittel den Tätern zur Beute sielen. Mehrfach wurden Schweine, Hühner und Kaninchen gestohlen; in Pelkum plünderten Diebe im Garten des Landwirts Schulte im Busch sämtliche Obstbäume. Gegen 20 Personen wurden bei Felddiebstählen abgefaßt. emer, 30. Aug. Einem ganz raffinierten Gaunerstreich ist, lt.„Westf. Volksblatt“, eine hiesige Familie zum Opfer gefallen. Nachmittags wurde von Iserlohn aus beim Gaswerk selephonisch angerufen, Herr und Frau Direktor G. möchten nach dort kommen, um einen Verwandten, den sie lange nicht gesehen, zu begrüßen. Das Ehepaar begab sich alsbald nach dem vereinbarten Stellauftragsweise von ihm verwaltete Landratsamt im Kreise hörten vom 1. September d. J. ab endgültig übertragen. * Essen, 30. Aug. In den Tagen vom 10.—11. Septembefindet im hiesigen städtilchen Saalbau unter dem Protektorate der Kardinal=Erzbischofs Dr. Felix von Hartmann der 1. kath. Konares für alkoholfreie Jugenderziehung statt, dem am 9. September die Hauptversammlung des Kreuzbündnisses(V. a. K.) für das katholische Deutschland und der III. Westdeutsche Vertretertag für alle Quickborner vorhergeht. Die Veranstaltungen haben den Zweck, Maßnahmen zum Schutze der Jugend gegen die Gefahren des Alkoholgenusses zu treffen. Zu diesem Punkte werden besonders Kapl. Tertilt, Domprediger Surmann, Professor Hoffmann und andere das Wort ergreisen. Auf der Hauptversammlung des Kreuzbündnisses wird dann besonders noch ein Geschäfts= und Kassenbericht über das verflossene Geschäftsjahr 1916/17 erstattet. Als Redner für den dritten Quickvorntag sind vorgesehen: Quickvorn=Sekretär Benefiziat Hofmann=Lohr a. M.„Die Freideutsche Jugend und wir", Kuratus Weidner=Birstein im Taunus, Leiter der Süddeutschen Zentrale„Abstinenz und Religion im Quickborn“. Theol. Czelloth=Padervorn.„Die Ausgestaltung des Gruppenlebens", Gauwart Pelzer=Krefeld„Rüstungen für die Friedenszeit“. Bei dem allgemeinen Interesse, das man allerorts diesem Kongresse entgegenbringt, steht zu hoffen, daß ihm ein tüchtiger Erfolg — Aus dem Kreise Tecklenburg, 30. Aug. Das Eiserne Kreu, 1. Klasse erhielt Rawigh Theodor, Leutnant der Reserve aus Stift Leeden.— Das Verdienstkreuz für Kriegshilfe wurde liehen: Kampmeyer, Sparkassenrendant aus Recke und Verkemeyer, Maschinenmeister bei der Firma Keller in Laggenbeck. Iburg. 30. Aug. Der Landrat des Kreises Iburg macht bekannt: Obstdiebstähle werden nicht mehr nach dem Feld und Forstpolizeigesetz mit Ordnungsstrafen belegt, sondern, soweit keine höheren Freiheitsstrafen bestimmt sind, mit Gesängnis bis zu einem Jahre, wenn Milderungsgründe vorhanden sind, mit Geldstrafe bis zu 1500 A bestraft. Auch das Aufsammeln von Fallobst ist, wie die überall aufgestellten Warnungstafeln besagen, bei gesetzlicher Strafe verboten. Für die Vergehen der Kinder sind die Eitern strafbor.„ Merand uur 2..2# 1, Gand. Hildesheim. 30. Aug. Der versand von Ziegen im Landkreise Hildesheim hat in diesem Jahre einen bisher unerreichten Umfang angenommen. Der Wert der auf den Stationen Hüddessum und Bavenstedt nach Schlesien, Pommern, Sachsen, Westfalen usw. verschickten Tiere beträgt allein etwa 20000 M. Die Einnahme des Kreisverbandes Hildesheim=Land aus dem Erlös von Zuchtmaterial dürfte im laufenden Jahre 30000 M übersteigen. Die Preise für Gebrauchsziegen sind stark gefallen, während Zuchtmaterial nach wie vor gut bezahlt wird. daß der Wert des von uns besetzten Gevietes etwa das Zwanzigfache desjenigen Wertes darstellt, den unsere in die Hände der Feinde gefallenen Kolonien haben, so mag das, absolut genommen, zutreffen. Aber devartige Vergleiche können leicht zu einer ganz verfehlten Beurteilung der Frage führen. Der absolute, in Geld umgerechnete Wert der wirtschaftlichen Anlagen darf hier nicht als Maßstab angetegt werden. Zu berücksichtigen sind einnal die Entwicklungsmöglichkeiten, und die sind in unseren Kolonien gerade in den letzten Jahren vor Kriegsausbruch besonders aussichtsreich gewesen; dann aber auch der Umstand, daß es sich bei der Kolonialwirtschaft um eine unbedingt notwendige zung unserer heimischen Wirtschaft handelt. Nach dem Kriege müssen wir Baumwolle, Kautschuk, Palmkerne, Hanf, Kupfer usw.— Dinge, auf deren Bezug unsere Textil= und Gummiindustrie, unsere Elektrizitäts=, Seifen= und Oelindustrie unbedingt angewiesen sind— in ausreichendem Maße zu an gemessenen Preisen erhalten. Kohlen und Eisen haben wir in Ueberfluß. Aber jene Dinge fehlen uns im eigenen Lande, und deswegen brauchen wir Gebiete, die sie uns wenigstens zum Teil liefern. Geht doch die Absicht unserer Gegner eingestandenermaßen dahin, uns als Konsumenten wie als Produzenten unter ihre Kontrolle zu bekommen. Und ihre Hoffnung, diesen Wirtschaftskrieg mit Erfolg zu führen, gründet sich nicht zuletzt darauf, daß es ihnen gelingen werde, uns aus den überseeischen Besitzungen u verdrängen. Diesen Wirtschaftskrieg müssen wir verhindern. Das können wir auch, aber nur dann, wenn wir genügend großes Gebiet in tropischen und subtropischen Ländern unser eigen nennen. Unsere bisherigen Kolonien haben uns etwa 3 Prozent unseres Milliardenbedarfes an kolonialen Produkten gedeckt. Wäre der Krieg nicht gekommen, so würde heute bereits der Prozentsatz beträchtlich überschritten sein. Man vergesse nicht, daß eigentlich erst in den letzten Jahren vor dem Kriege in useren Kolonien die Vorbedingungen für eine rationelle, auch für die Allgemeinheit des Mutterlandes nutzbare Bewirtschaftung geschaffen wurden. Erst in den Etats der letzten Jahre finden wir größere Ausgaben für Wege=, Brückenbauten, Wasseranlagen, Baumwollkulturen, Eisenbahnerkundungen usw. Aber der Erfolg hatte sich bereits gezeigt. Immer mehr Land wurde in Plantagenbewirtschaftung genommen. In Ostafrika, um nur ein Beispiel anzuführen, daren 1908 noch nicht 12000 Hektar mit Kautschuk bebaut. fünf Jahre später betrug die bebaute Fläche bereitz weit über 100000 Hektar. Davon waren 1908 2100 Helm ertragfähig, 1912 56 750 Hektar! Das gleiche Bitd erfreulicher Entwicktung zeigte die Ein= und Ausfuchrstatistik unserer Kolonten, die stets im Wachsen begriffenen eigenen Einnahmen und die entsprechende Verminderung der Reichsal. Kurz, Der Vunden bei b Der grieng Hui nun de solonen vor der Zeit der Ernte. wicklung unterbrochen. Aber wenn wir nach dem Kriege dort wieder anknüpfen, wo wir vor drei Jahren gezwunnermaßen aufhörten, werden wir allein schon in kolonien ein Mtttel in der Hand haben, unsere oltswirtschaft aus eigenem überseeischem Grund und Poten zenigstens zum Teil zu ergänzen, und nicht g#.#### der Pilltür unserer Feinde ausgeliefert zu sein. Eine Antwort an die„Times“. T.d.A. Berlin, 30. Aug. Gegenüder der von der „Times“ an der Friedensnote des Papstes #tellt der„Osservatore Romano“ vom 26. August fest. 1. Wenn die„Times“ zugibt, daß der Papst und der erband für das gleiche Ziel„Recht geh. vor m. aber sagt, dies könne nur durch niederwerfung des eutschen Militarismus erreicht werden, so fragen wir: Beht nicht der päpstliche Vorschlag„Abrüstung und Schiedszericht" auf Niederwerfung jedes Militarismus? 2. Wenn die„Times“ der Wirksamkeit einer Abrüstung mißtraut, sind die praktischen Schwierigkeiten gewiß groß, aber als fällig aufgenommen unter dem Hinweis auf den Wirtschaftsboykott als wirksame Drohung gegen Vertragshruch, 3. Der gegenseitige Verzicht auf Entschuvigung mit gewissen Ausnahmen, den die„Times“ mißbilligt, entspricht samt dem Räumungsvorschlag durchaus den von den Verbandregierungen bereits geäußerten Ideen. 4. Auf Vorwurf zu allgemeiner Formulierung der päpstlichen Vorschläge ist zu erwidern, daß der Papst nur den Vermitter spielt und nicht auf Einzelheiten eingehen kann. 5. Die „Times“ hat also die päpstliche Note nicht genau gelesen oder will sie mißverstehen, wie denn aus einigen ihrer Aeußerungen über den Uebergang Serbiens und die Bevorzugung Polens der Geist verleumderischer Mißgunst spricht. Russische Greuel in Galizien. WTB. Berlin, 30. Aug. Die russischen Soldaten haben auf ihrem fluchtartigen Rückzuge aus Galizien in einer Weise gehauft, die an die schlimmsten Untaten der russischen Armee erinnert. In Tarnopol und Stanislau wurden sämtliche Häuser der wohlhabenmann, der hohes Können in seinem Fach mit klarem Blick für die wirtschaftlichen und finanziellen Beziehungen zwischen uns und der Türkei zu vereinigen weiß. WTB. Berlin, 30 Aug. Der turkische Fmanzmunster Dschavid Bei mit Begieitung ist gegen Mitternach mit dem Balkanzug auf dem Anhalter Bahnhofe eingetroffen. Zu seinem Empfange waren erschienen: vom Auswärtigen Amte der Geheime Legationsrat Dr. Göppert und Baron v. Wachendorf, der tunische Botschafter Makki Pascha und mehrere Herren der Botschaft, Damen und Herren der hiesigen türkischen Kolonie, darunter Oberst Asiz, und der Direktor der Deutschen Bank, Wassermann. Städtisches. Münster, 31. August. X Eisernes Kreuz. Dem Unteroffizier Gerhard Meinersmann vom Königs=Inf.=Regt. 145, zurzeit abk. zum Lehrkursus für Offizier=Aspiranten im Sennelager, wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. Er ist der Sohn des Regierungssekretärs Meinersmann hier.2—424usee fin (2 Die Auszahlung der Rriegsumerfiußungen sindet am Samstag, den 1. September, auf Zimmer 17 des städtischen Verwaltungsgebaudes in hergebrachter Weise statt. (2 Wiedereröffnung der Sammelstelle für freiwillig abgelieferte Einrichtungsgegenstände aus Messing und Kupfer. Am Montag den 3. September er. wird, die im alten Rathause— Prinzipalmarkt— eingerichtete städtische Sammelstelle für Einrichtungsgegenstände obenbezeichneter Art wieder eröffnet werden. Der freiwilligen Ablieferung, die mit dem 30. nächsten Monats abläuft, wird die Meldepflicht und Enteignung der durch Verordnung vom 20. Juni ds. Jo. beschlagnahmten Gegenstände folgen. Da in Kürze umfangreiche Ablieferungen durch hiesige Behörden, Institute und Korporationen erfolgen werden, wird das Publikum im eigenen Intersse dringend ersucht, die Abgabe der Gegenstände tunlichst in den ersten Tagen zu bewirken, damit starker Andrang und langes Warten an der Sammelstelle nach Möglichkeit vermieden wird. Die Zahlung der nur für freiwillig abgelieferte Einrichtungsgegenstände vorgesehenen Zuschlagsgebühr vors 1 A für jedes Kilogramm wird an der Sammeistelle, die werktäglich von 8 bis 12 Uhr vormittags geöffnet sein wird, sofort erfolgen. *t Missionswissenschaftlicher Kursus zu Münster i. W.(vom 7.—9. September dieses Jahres) Die Lehrerinnen des Landkreises Münster werden darauf aufmerksam gemacht, daß sie zur Teilnahme an diesem Kursus beim Herrn Kreisschulinspektor ein Gesuch um Erteilung von Urlaub einreichen können. Er sei sehr ermüdet von einer langen Reise und möchte sich zu legen, bis seine Verwandten von Iserlohn zurück seien. Der „Bruder" begab sich danach in die Wohnung. Als das Eehepaar von Iserlohn zurückkehrte, wurde ihm gesagt, der Bruder und Schwager sei inzwischen angekommen und habe sich ins Schlafzimmer begeben, um auszuruhen. Wie erschrak man aber, als man das Schlafzimmer leer fand und statt dessen wahrnehmen mußte, daß ein frecher Gauner das Ehepaar aus dem Hause gelockt hatte, um unter der Maske des„müden Bruders" die Wohnung ausplündern zu können! Der Dieb hatte einige hundert Mark Bargeld, mehrere Sparkassenbücher, Messer, Gabeln und sonstige Sachen an sich genommen. Es ist aber heute schon gelungen, seine Spur festzuftellen, sodaß die Freude an dem Raube nur eine kurze sein wird. * Hamm, 30. Aug. Eine Brotpreiserhöhung auf eigene Faust ließen mehrere hiesige Bäckermeister dieser Tage eintreten. Am Freitag veröffentlichte der Kreisausschuß des Landkreises Hamm eine Bekanntmachung, der zufolge der Preis für ein sechspfündiges Brot im Landkreise von 1.05 M auf 1,30 A erhöht wurde. Im Stadtkreise Hamm ist eine Erhöhung der Brotpreise bisher nicht erfolgt. Einige im Stadtkreise wohnende Bäckermeister haben sich aber am Samstag ebenfalls den nur für den Landkreis geltenden erhöhten Preis zahlen lassen. Selbstverständlich muß, wie die städtische Behörde bekannt gibt, der zuviel erhobene Betrag(25 Pfg.) zurückerstattet werden. Von einer strafrechtlichen Verfolgung soll für dieses mal noch Abstand genommen werden. — Ein Kriegsmuseum soll hier errichtet werden, in dem Waffen= und Zeugstücke, Feldzeitungen, beim Auswerfen der Schützengräben gefundene Gegenstände usw. gesammelt Für den Herbst wird eine Kriegsausstellung geplant, deren Ertrag zu Gunsten von Kriegerwitwen und=Waisen Verwendung e Hagen, 30. Aug. Einer Kleinigkeit wegen hat sich die Wirtstochter Gertrud Battenfeld ins Zuchthaus gebracht. Gelegentlich einer polizeilichen Vernehmung und einer damnach folgenden Schöffengerichtsverhandlung handelte es sich um die Feststellung, ob in der Wirtschaft ein Schnaps verkauft worden sei. Ein junger Mann von 19 Jahren gab dies zuerst zu, leugnete es darnach ab und blieb schließlich dabei, daß er tatsächlich den Schnaps bekommen habe, er sei jedoch von der Wirtstochter angestiftet worden, etwas falsches zu sagen. Diese wurde nun von der Hagener Strafkammer wegen Verleitung zum Meineide zu s Hörler, 30 Aug. Der Rezierungerat Freiherr von WolffMetternich ist mittels Allerhöchst vollzogener Bestattung vom 15. Auguft 1917 zum Landrat ernannt und es ist ihm das bisher Ein rätselhaftes Echo. Im Kampfgebiet an der Aisne hat der Oberstabsarzt Dr. Fuhrmann ein mertwürdiges Echo beobachtet. Er berichtet darüber selbst in der„Naturwissenschaftlichen Wochenschrift" das Folgende: Bei völliger Windstille und klarem SonnenNachmittage tackte in 400 Meter Entfernung von meinem Ste punkt ein Muschinengewehr vier, funf Schüsse hintereinander: zwei, drei Sekunden nachher begann das Echo dieser Schüsse zu wiederholen. Ich veränderte, verdutzt, wiederholt meinen Standpunkt, indem ich einen Kreis von ½ Kilometer Halbmesser schlug: das Echo schwieg nicht; es äffte sogar, um meine Verblüffung zu steigern, Abschüsse schwerer Geschütze nach, und zwar sowohl solcher eigener als auch feindlicher Stellungen. Endlich stellte ich als widerwerfende Schallwand fest: einen Fesselballon in ungefähr 800 Meter Höhe über mir! Hoch klingt das Lied vom braven Mann. Am 4. Juli waren in Lindau im Bodensee zwei Kinder, das achtjährige Töchterlein der Frau Tomi Segelbacher und der fünfjährige Sohn des Schlossermeisters Hentsch in den an dieser Stelle beträchtlich tiefen See gefallen. Das eine hatte das Gleichgewicht verloren und beim Sturze das andere mitgezogen. Ein Matrose der Bodenseeflottille in Lindau sprang ohne Zögern den Kindern nach. In dem Augenblick, als sie zu versinken drohten, erreichte er die Kinder und rettete beide vom Tode des Ertrinkens. Der beherzte Lebensretter ist der Matrose Paul Schulz aus Hamburg. Literarisches. X Jüns Jahre Reichsversicherungsordnung, Sondergsdruck aus der bekannten von Hermann Breithaupt, Kais. Geh. rungsrat, fr., ständigem Mitgliede des Reichsversicherungsamts herausgegebenen„Sammlung von Entscheidungen“ Verlag für Reichsversicherung, G. m. b. H. schäftsstelle: Rettach=Egern bei München). 96 S. Preis geb. 4,75 Mark, ungeb. 3.50 MA. Aus über 2000 maßgeblichen Entscheidungen des Reichsversicherungsamtes und anderer Spruchbehörden der Arbeiterversicherung sind Auszüge gefertigt, die in knapper, aber doch erschöpfender Form den Inhalt der Entscheldungen wiedergeben; die Auszüge sind nach den Paragraphen der Gesetze kommentarartig zusammengestellt. Da das gesamte Entscheidungenmaterial aus den Jahren 1912—1917 verarbeitet ist, bietet das Buch ein getreues Spiegelbild der seit dem Inkrafttreten der Reichsversicherungsordnung entwickelten Rechtsprechung. Es dürfte z. Zt. kein Werk geben, das eine gleich schnelle Orientierung in dem weitverzweigten Gebiete der Arbeiterversicherung ermöglicht Verantwortlich für den redaktionellen Teil: Hauptredakten: Theodor Warnede. für den Anzeigen= und Reklameteil: Matthias Lückert, beide in Münster. Statt jeder besonderen Anzeige! *— Inhaber: WIlh. Hofmeister. Preltag, den 31. August d. J., abends 8 Uhr: EHREN-ABEND ZUm Nach Gottes hl. Willen stard am 22. do. Mte. infolge schwerer, tags zuvor erlittener Verwundung in den letzten heißen Kämpfen den Heldentod für sein Vaterland unser lieber, hoffnungsvoller Sohn, unser unvergeßlicher, herzensguter Bruder Ferenant=Scfanke. Einjähriger in einem Infanterie=Regiment im jugendlichen Alter von 21 Jahren. Münster i. W., den 31. August 1917. In tiefem Schmerz: Jamilie Deter Schründer. Das feierliche Seelenamt findet am Montag den 3. September morgens 9 Uhr in der Liebfrauen=Pfarrkirche hierselbst statt, wozu freundlichst eingeladen wird. Von Beileidsbesuchen wolle man gütigst Abstand nehmen. 4199#0 Sinjährigen Jubiläumstage des hier so beliebt gewordenen Kapellmeisters Herrn L SVEROLOFF. Großes ausenwähltes Programm. SononiaUneu Ludgaulstraße 18a. Smmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmemmccmmmmmmtme Die gewaltigen Filmwerke: Lerse Uigel. Schauspiel in 4 Abteilungen nach Benriß Obsen. den Vevölterung geplündert, in Brand gester, um gegäche,### schlimmsten hausten die flüchtenden Russen in luse das heute ein Trümmerhausen ist. Das Zentrum Ortsol, das Geschäftsviertel, ist vollkommen zerstört. Nach den Aussagen der Bevölkerung hausten die Russen wie wilde Bestien, zwar besonders Spezialtruppen mit dem Abzeichen des Totenkopfes, angeblich die Sturmtruppen, Kosaken und Die Brandkompagnien endlich vollendeten das Werk der Vernichtung. Sie raubten, mordeten und schändeign. Die Mönner, ve gassee bis zum Hotel FärstenSiwprn eae sich Zurch hobe S 5/s2 gelde Der bof(Königstrageentlang in der sammelte 60d Kronen für die Nacht vom 29. auf, 30. Apou Famitiennachrichten. Sterbefälle: 29. August. S. des Fabrikarbeiters Hubert Bäumer, 8 Mon.— Witwe Ratbarina Kuper geb. Lohren, 40 J.— 80 August. Witwe Antonia Weverinck ged. Routebotm, 70 3. Berioten! Auf dem Wege vom KaiserNaffee bis zum Hotel FürstenBrauermeister Agse schoggh r. me e heli e die Kosaken. Er soule erschossen werden, konnte aber um letzten Augenblick noch entfliehen. Dem Delikatessenhändler Hrynienieckt wurden Waren und Geld im Werte von 250 Kronen Nach Aussagen der Juden sind an jedem Tage 18 Juden und 10 Christen ermordet worden. Der ruthenische Pfarrer von Kalusz erklärte, daß in jedem zweiten Haus die Frauen und Mädchen silberne Armband= Uhr(Tula) mit Monogramm A. S. auf der Innenseite verloren. Gegen gute Belohnung abzu. jeben beim Portier Hotel Arstenhof. 6194 Es können noch einige gute Fuder 6er Moselwein, beste Sachen aus mehreren Kellern 4000 bis 4400 Mark abgegeben werden. 4182 K. Kaspar Schausten, Poltersdorf bei Kochem. Braves, tüchtiges, katholisches für Küche und Haushalt gesucht. Sofortige persönliche Vorstellung erwünscht. 4181 Frau Postsekr. Bernh. Lambers, Meppen(Ems), Martt 7. Junges Mädchen sucht Stellung zur weiteren Ausbildung in Rüche und Haushalt bei Familien= anschluß und Gehalt. 4176 Frau H. Hagen, Barssel, Oldendurg, Langestr. 30. Frauer-Anzeigen (auch Sonntage) Totensettel, Denk- und Besuchskarten In Buch und Steindruck Meinrich Buschmann Bech- und Steindrucherei Drubbei 11/18 Hath. Waise vom Lande, die Küche 90 und Haushalt gründlich erlernte. sucht z. 15. Oktdr. od. später Stelle als Stütze der Hausfrau oder Haushälterin auf besserem Gute oder Landvastorat bei etwas Gehalt u. Familien= anschluß. Angebote unter Nr. 4187 an die Geschäftsstelle d. Bl. erbeter SUbOrat.. SSUSIUDUUT 5 Abteilungen. Erzählt und in der Hauptrolle gespielt von Laut Bess Vr dem weltberühmten Bühnenkünstler. Fräulein sucht zur Vervollkommnung im Haushalt Stellung auf größerem Gut, möglichst in der Nähe Münsters. Offerten unter Nr. 4169 an die Geschäftsstelle d. Bl. erbeten. Erstblassige große Rünstlerkapelte.