ch oincourt 7. Otteber st aus Otendof. 44 Nr. 64(Piena). 6: Neuviller u. Jorl% 91ie n. Jeni3 gefallen. ndet. 91.—. Jeui Junm — gefallen. Verluliste Nr. 42. kr. 120(Ulm). 1. ar. u. u. Spemun det. n 1e: gefallen. .— ncaucourt, Triancourt. Sn. 3913: Sepbi. Tonnerstag, 29. Lktober. oer Mestprusche Mertur erscheint(äalich zpeimat, am Tage nach Sonn= und Jeierlagen einmal. Wöchentliche Gratis-Beilage: „Das Leben im Bild“ (Aufnahmen vom Kriegsschauplatz). ##eclag u. Rotationedruck der Westfälischen Vereinsdruckerei. ###obenummern: Bestellungen mit deutlicher Adressenangabe wolle man richten an die Geschäftsstelle, Königsstraße 59. Telegramm=Adresse: Merkur, Münsterwests. Redaktion Nr. 203, Geschäftstelle Nr. 112. #caktion: Lütkegasse 1—3. Sprechstunden 10—11 Uhr vorm. eeschäftstelle: Königstr.59. Geöfn. SUhr vorm. b. 7Uhr e.rc:. 7• 1914.— Nr. 556. U Segründst 1822. Illorgen-Husgabe. Bezugspreiser Vierteljährlich: In Mänster bei der Geschssostella& Soo, auswärts bei allen deutschen Postkmtern A 3.50. Zweimonatlich: In Münster ber der Geschäftostelle 4 2.00, auswärts durch die Post.K 2.34. Einmonatlich: In Münster#K 1.00; auswärts burch die Pos (für jeden einzelnen Monat des Quartals zuläsig A 1.11. Einzelnummer: Zu haben in der Geschäftostelle, an den Bahnhösen 2c. 4 Exemplar 5 Pfg. 93. Jahrgang. Anzeigenpreise: Für die Petitzeile oder deren Raum 25 4, Anzeigen=Annahme: In Münster Lönigstraße 58., sowie sämtliche Annoncen=Bureaus des In= und Auslandes. Reklameg Nle 75 H. astraße 99. sowie Schömberg— gesallen aus Tuttlingen— scha se: ühlingen— gesallen. undet. „Oberstetten— gesalln #pl., Barennes 22. uod# 30. ttgart— verwundet. nse: leu=Ulm— verwundet. nie: irt— gefallen. sburg— verwundet. nie: lpchen=Schwabing— un sburg— verwundet. Offenburg— verwunde aus Heiligkreuzal—.e nigsbronn— verwurkr. seibrücken— verwunde. kegiment. K. 8 n: ona— leicht verwunda Banrchbetur Tündtrauneh ad Kuepo, beide in Narin. uch 10 sten T. 9000 * 0 eistlichen in met in Tunis gel versandt. leutschland: arlshauses chen. nshaus. Eher Nausnal Berlin-Halensee 41. K— Der neue Bericht der Heereslonttn.., Berlin, 28. Oktober, vormittags.(Telegr.) Die Kämpfe bei Nieuport—Dixmuiden dauern noch an. Die Belgier erhielten dort erhebliche Verstärkungen. Unsere Angriffe wurden fortgesetzt. 16 englische Kriege]e beteiligten sich am Kampfe gegen unseren rechten Flügel; ihr Feuer war erfolglos. L. Opern ist die Lage am 27. Oktober unverändert geblieben. Westlich Lille wurde unser Angriff mit Erfolg fortgesetzt. Im Argonnerwalde sind wieder einige feindliche Schützengräben genommen worden, deren Besatzung zu Gefangenen gemacht wurde. Auf der Westfront hat sich weiter nichts Wesentliches ereignet. In Polen mußten die deutsch=österreichischen Truppen vor neuen russischen Kräften, die von Jwangorod, Warschau und Nowogeorgiewsk vorgingen, ausweichen, nachdem sie bis dahin in mehrtägigen ämpfen alle russischen Angriffe erfolgreich abgewiesen hatten. Die Russen folgten zunächst nicht. Die Loslösung vom Feinde geschah ohne Schwierigkeiten. Unsere Truppen werden sich der Lage entsprechend neu gruppieren. Auf dem nordöstlichen Kriegsschauplatze sind keine wesentlichen Aenderungen. Oberste Heeresleitung. Das schwere Ringen am belgisch-französischen küstenabschnitt, woran mehrere deutsche Armeen ge##gen die vereinigten Franzosen, Engländer und Belgier be##teiligt sind, hält also noch an. Die Engländer suchen um jeden Preis das weitere Vordringen der Deutschen zu verhindern und haben darum einerseits für Verstärkungen Dder Belgier zu Lande gesorgt, andererseits wieder Kriegsschiffe eingreifen lassen. Nach dem ersten Rückzug des englisch-französischen Geschwaders sind offenbar größere Kriegsschiffe als bisher, vielleicht sogar SchlachtTschiffe, herangezogen worden; die Verhältnisse sind aber für Asie nicht günstiger geworden, so daß unsere Heeresleitung die Erfolglosigkeit des Jeuers dieser engliEschen Flotte feststellen kann. Wie heftig und erbittert die Kämpfe um die Küste sind, geht auch aus einem Berichte der„Daily News“ hervor, deren Korrespondent über den haag mittellt: Die Deutschen rücken an dem mittlerweile # andgültig überschrittenen Vserflusse in Panzerzügen langsam vor. Der Kampf hat hier ein wildes, durch alle Hilfsmittel der modernsten Kriegsführung geradezu schaurliches Gepräge angenommen. Von beiden Seiten wird mit Granaten, Handbomben, Dynamit, elektrischen Minen, Panzerautomobilen, Geschützen schwersten Kalibers Iu Land, zu Wasser und in der Luft gefochten. Beide Pareien liegen sich nur durch den schmalen Fluß getrennt in Laufgräben gegenüber. Das ganze Gelände ist maulwurf#artig nach allen Richtungen durchkreuzt und durchwühlt. Auf beiden Seiten sind unzählige Taten— deren Beschreibung ganze Bände füllen würde— größter Tapferkeit und Selbstausopferung verrichtet worden. Außerordentlich ermutigend ist für uns bei dem AnAdauern der gesamten Kämpfe um die Küste die Tatsache, daß der deutsche Angriff westlich Lille mit Erfolg fortgesetzt wird. S.]““ englische Meldungen issen zugeben, daß die Deutschen schon in der Gegend von La Bassée Boden gewonnen haben. Zugleich bekont der militärische Mitarbeiter der„Times“, daß die Deutschen wiederum Verstärkungen erhalten hätten. Es ist ganz selbstverständlich; daß sich, je weiter dieser Angriff fortschreitet, auch die Entscheldung im Norden nähert. Winn unser Generalstab sodann mitteilt, daß wieder einige feindliche Schützengräben im Argonner Wald genommen worden seien, so kann es sich hierbei nicht um Kleinigkeiten handeln. Zudem werden hierdurch abermals die ungeheuren Schwierigkeiten hervorgehoben, die die Deutschen gerade in diesem langgestreckten, die französische Verteidigung ungemein erleichternden Waldgebiete zu überwinden haben. Die Säuberung des Argonner Waldes ist aus #leicht erkennbaren strategischen Gründen notwendig: sie schreitet Schritt für Schritt fort und wird sich als sehr nuhbringend erweisen. Auf der anderen(östlichen) Seife der Linie Verdun=Toul hat sich nichts Neues ereignet. Daß aber auch die dort bisher erzielten Erfolge der Deutschen nicht gering sind, zeigt folgende Pariser Meldung vom 27. ds.: „Tiefe Trauer und Niedergeschlagenheit verbreiten in Paris sehr ungünstige, aus schweizerischen Grenzorten kommende Meldungen über die schrecklichen französischen Verluste im Woevregebiet. Seit der Eroberung von St. Mihiel und des Camps des Romains durch die Deutschen fielen auf Grund dieser Meldungen in der SchlItlinie Toul—Verdun über 40 000 Mann, ohne daß ein befriedigendes Resultat erzielt wurde. Beunruhigend ist der Verlust an moderner Artillerie, die gerade in den heißumstrittenen Höhenzügen des Raumes entscheidenden Wert besitzt. Der Generalissimus Joffre ließ die Lücken der Kampffront durch gute Truppen ausfüllen. Heute ist das nicht mehr möglich. Die Qualität des Nachschubes ist so minderwerlig, daß die Klagen der Kommandierenden bei der Heeresleitung kein Ende nehmen. Man zeigt sich in der Bevölkerung gegen den Generalissimus sehr aufgebracht, weil er die schlechten Resultate im Woevregebiet durch belanglose Meldungen verschleierte." In Polen hatte der deutsche Vormarsch bekanntlich die Russen gegen deren Willen zur Entfaltung riesiger Kräfte bei Warschau und Jwangorod gezwungen. Für die österreichisch-ungarischen Truppen in Galizien, in Ungarn und in der Bukowina, sowie für die deutschen Streitkräfte im Gouvernement Suwalki machte sich das als Enklastung wirksam bemerkbar. Die deutsch-österreichische Offensive auf der Linie Warschau—Jwangorod hat allerdings, wie gesagt, den Ansturm der russischen Uebermacht auf sich gezogen. Die Russen holten ihre letzten Kräfte heran, um die schon befürchtete Einnahme Warschaus zu verhindern und die Weichsellinie zu behaupten. Sie stützten sich dabei auf die Festungen Nowogeorgiewsk(25 Kilometer nordwestlich von Warschau), Warschau selbst und Jwangorod(90 Kilometer südöstlich von Warschau). Die bekeiligten deutsch-österreichischen Truppen hielten den wütenden russischen Angriffen mehrere Tage lang stand, sind aber jetzt angesichts der großen numerischen Ueberlegenheit der Russen auf dieser Linie vom Jeinde losgelöst worden. Diese Ablösung hat sich ohne Schwierigkeiten vollzogen, ein Beweis für die großen Verluste, welche die Russen auch bei diesen Kämpfen erlitten haben. Wenn man bedenkt, wie wenige gute Straßen für die deutsch-österreichische Offensive in Polen zur Verfügung stehen, wenn man ferner einigermaßen die bisherige Verteilung der Armeen kennt, wird man verstehen, daß nun eine anders gerichtete Operation gegen die Russen Platz greifen muß. Der heutige deutsche Tagesbericht sagt darüber:„Unsere Truppen werden sich der Lage entsprechend' neu gruppieren.“ Das„Wie“ dürfen wir getrost der Führung unserer 8. Armee und dem österreichisch-ungarischen Generalstabe überlassen; auf beide dürsen wir mit vollem Rechte verkrauen. Dieses Verkrauen wird uns auch die neue Geduldsprobe bestehen lassen. Die russische Hilfe. In England, das Herr der Koalition ist, spricht sich die Unzufriedenheit über das Versagen der„russischen Hilfe“ mit unangenehmer Deutlichkeit aus. Die „Dampfwalze“ richtet nichts aus, und man nimmt dort keinen Anstand, das offen zu äußern. Frankreich, das alles von seinen Bundesgenossen erwarten muß, darf das nicht tun. Es wäre aber ein Irrtum, anzunehmen, daß die Unzufriedenheit da nicht vorhanden wäre. Gerade hier waren die größten Erwartungen auf Rußland gesetzt worden, und hier mußte die Enttäuschung größer sein als in England, wo die Not des Krieges noch nicht am eigenen Leibe empfunden wird. In dem angeblich freien Frankreich dürfen solche Stimmungen nicht laut werden, sie könnten das künstliche Gebäude des in der jetzigen Lage unumgänglich nötigen Chauvinismus über den Hausen werfen. Infolgedessen liest man, laut dem„Hann. Cour.“, jetzt Ausführungen wie folgende, die ein rührendes Gemisch von Lügen, Besorgnis und falscher Sentimentalität darstellen: Es ist nur zu wahr, daß Rennenkampf lange vor Beendigung der Moblimachung und hauptsächlich um die russische Konzentrasion zu ermäglichen, in Ostpreußen eindrang und einen Augenblick die Linie Danzig—Thorn(1) bedrohte. Auch ist richtig, daß die Kosaken sch wenige Klometer vor Posen() zeigten, und sich auf einem burchtbaren Raid in der Richtung auf die Oder vorbereiteten, und die Festungen, die unmittelbar vor Verkin(1) liegen. Weshalb wurden diese kühnen Anläufe unternomznen, und weshalb nachher abgebrochen? Das geschah tür uns, um den Angriff des Feindes auf das gute treue Rußkand abzuziehen, das erst gar nicht seine Kriegsvorbereitungen beendete. Die Russen zögerten keinen Augenblick. Auf direkten Besehl des Zaren und des Oberstkommandierenden warfen sie sich in die Bresche, trieben die einigen 150.000 Mann, die sie vor sich hatten, vor sich her, bedeckten das Land mit ihren Geschwadern und verbreiteten einen solchen Schrecken von Königsberg bis Graudenz(1), daß die Bevölkerung floh, die Soldaten Wilhelms nach ihr, und man erwartete jeden Augenblick, daß die Scotnien der Hettmanns der Hettmänner in einem Ritt die Ufer der Spree erreichen würden. Da bekam der Generalstab des Kaisers Angst. Er änderte seinen Plan, was immer ein Fehler im Kriege ist(1), zog von der Marne einen Teil seiner besten Truppen zurück, und hat jetzt statt der ursprünglichen zwei hier nur noch anderthalb Millionen in der Front. Rußland war nun zufrieden, seinem Bundesgenossen geholfen zu haben. Jetzt vereinigte es seine Truppen und eröffnete den Feldzug, den es auf eigenem Boden führen wollte, und führt ihn jetzt siegreich. Auch auf dieser Seite hat setzt der große Krieg begonnen.“ Also gewissermaßen nur aus Gefälligkeit gegen die Franzosen haben sich die Russen bei Tannenberg und nachher bei Insterburg schlagen lassen! Ganz freilich stimmt das nicht, denn so unglaublich es klingt, von diesen Schlachten haben die Franzosen überhaupt keine Ahnung; es ist ihnen nie etwas davon gesagt worden! Die Manneszucht der österreichisch-ungarischen Truppen. Wien, 28. Okt.(Telegr.) Der Kriegsberichterstatter der„Neuen Freien Presse“ meldet: Der Chef des Generalstabes, Freiherr Conrad von Hoehendorf, empfing die zur Front abgehenden ausländischen Kriegsberichterstatter und sagte, er hoffe, die Berichterstatter würden auf Grund der persönlichen Eindrücke den Lügen der Ententepresse kräftig entgegentreten. Als der Däne Hellsen erwähnte, daß in seiner Heimat die österreichisch=ungarischen Truppen von 1864 her wegen ihres guten Benehmens im besten Andenken stünden, erwiderte der Chef des Generalstabes, die Berichterstatter würden sich gewiß überzeugen, daß die Manneszuchl in der Armee heute die gleiche sei wie vor 50 Jahren. Nachträgliches vom Russenwüten in Ostpreußen. Wie die„Germania“ erfährt, teilte der Oberpräsident der Provinz Ostpreußen einer Versammlung von ostpreußischen Abgeordneten und Herrenhausmitgliedern mit, daß von russischen Soldaten in Ostpreußen etwa 1000 Zivilpersonen ohne jede Veranlassung ermordet worden sind. Die Ausrottung des Deutschtums in den Ostseeprovinzen. Dem„B. T.“ wird ein Brief aus Riga zur Verfügung gestellt, der Anfang dieses Monats abgesandt worden ist. In ihm wird lebhaft über die Bemühungen der russischen Regierung geklagt, das Deutschtum in Riga mit Stumpf und Stiel auszurotten. Der deutsche Verein wurde aufgelöst, alle von ihm unterhaltenen Schulen geschlossen, so daß Tausende von Kindern in anderen Schulen unterzubringen sind, soweit noch Platz ist und die Schüler genügende russische Vorbildung haben. Ein russisches Torpedoboot gesunken. Frankfurt a. M., 28. Okt.(Eig. Drahtbericht.) Wie die„Franks. Ztg.“ meldet, ist in Petersburg eine Verlustliste veröffentlicht worden, nach der die ganze Besatzung eines russischen Torpedobootes vermißt wird. Unter den Vermißten befinden sich sechs Offiziere. Das Boot ist sicherlich gesunken. Nach den Erzählungen von drei geretteten Verwundeten ist das Boot durch eine Mine vernichtet worden. Die Kämpfe im Westen. Notterdam, 28. Okt.(Eig. Drahtbericht.) Die Verbündeten machen zwischen Opern und Rosselaere wütende Gegenangriffe, um Gelände zu gewinnen. Reisende, die soeben aus Ostende eintrafen, teilen mit, daß die Schlacht bei Dixmuiden und Nieuport an Heftigkeit noch zunehme. Andauernd hört man das Dröhnen der Schiffsund Landkanonen. Ostende ist mit Verwundeten überfüllt. Unter den Verwundeten sind auch zahlreiche Engländer, Belgier und Franzosen. Von den Seedeichen beschossen die Deutschen mit schweren Kanonen die englischen Schiffe, die dadurch vertrieben wurden. Dennoch taucht dann und wann ein Kriegsschiff an dem Horizont auf, was dann von diesen Kanonen und von den in den Seedünen aufgestellten Geschützen unter Feuer genommen wird. Größere Schiffe können wegen der vielen Sandbänke sich der Küste nicht nähern. Die indischen Truppen sind im Bajonettkampf sehr ungestüm. Sie greifen auch mit langen Messern an. Das Königliche Schloß in Ostende ist unbeschädigt und wird von den Deutschen sorgfältig bewacht. Die deutschen Soldaten betraten das Schloß nicht. Es wurden vor den Toren Posten aufgestellt. Montag wurden 500 englische Kriegsgefangene in die Stadt eingebracht, die nach einem Aufenthalt von einigen Stunden weiter transportiert wurden. Die Straßen nach Gent sind gedeckt mit frisch heranrückenden Truppen und Transporten aus den Dörfern in der Umgebung Ostendes. Hinter der französischen Fronk. Ein Kriegsberichterstatter des„Nieuwe Rotterdamsche Courant“, erreichte aus Dünkirchen quer durch die französischen Linien über St.=Omer St.=Tol, Amiens und Clermont nnt seinem Automobil Paris. Dem„Berl. Lok.=Anz.“ wird darüber gemeldet: Immer wieder wurden die Pässe des Berichterstatters revidiert und sein Automobil durchsucht, aber man behandelte ihn höflich. Ueberall auf den Straßen sah er gewaltige Truppenbewegungen, darunter französische Retterpatrouillen mit feldgrauer Helmbedeckung, die der Berichterstatter aus der Ferne für Deutsche ansah, und vorzüglich ausgerüstete Engländer. Die englischen Offiziere sind von ihren Mannschaften kaum zu unterscheiden und nur kenntlich an einem winzigen Abzeichen am Aermel. Alkohol ist unter ihnen verboten. Der Berichterstatter versuchte wiederholt, Engländer mit einem Glas Bier oder einem Likör zu traktieren, aber es gelang ihm nicht. Mit Früchten und Tee sind die Tommis vollständig zufrieden. In der Umgebung von Béthune wurde hefttig gekämpft. Der Berichterstatter bat einen englischen Offizier, ihn nach dem Schlachtfeld begleiten zu dürfen, aber er bekam von ihm die nämliche Antwort, wie früher von deutschen Offizieren:„Nein, es geht nicht, es wäre zu gefährlich für Sie.“ An den Straßen entlang sah er überall Feldbefestigungen und Hindernisse. um das Vorrücken der Deutschen in Richtung Dünkirchen und Calais aufzuhalten. In Creil waren die Spuren des Kampfes noch gut sichtbar. Die Brücke nach Paris war zerstört, und viele Häuser waren eingeäschert worden. Die Bewohner wußten zu erzählen, daß die deutschen Vortruppen, die bis in ihr Dorf drangen, Ulanen und Totenkopfhusaren gewesen seien.— Dann näherte der Berichterstatter sich Paris. Gespensterhaft warfen die zahlreichen Forts ihre Lichtgarben gen Himmel, um das deutsche Fiugzeug zu suchen, das es wagen sollte, die Stadt unter dem Schutz der Dunkelheit zu bennruhigen. Es war rund 7½ Uhr, als wir das Gemeindezollhäuschen hinter dem Rücken hatten. Am Anfang der Avenue des Champs Elyses an der Ecke des Konkordienplatzes stand einsam auf einer öden Fluchtinsel unter dem Licht einer einzigen Glaslaternenflamme ein Polizist. Die Rue de Rivoli war wie ausgestorben. Wir begegneten im ganzen nur drei Automobilen. Stellenweise sah man eine einzige elektrische Bogenlampe. Magazine und Läden waren geschlossen; wenige Spaziergänger, noch weniger Spaziergängerinnen beiebten die sonst so verkehrsreichen Boulevards. Ich hatte das Gefühl, daß ich ein Sterbehaus betrat. Die Deutschen sammelten ihre Streitkräfte hinter einem niedrigen Höhenzug und stürzten mit heftiger Gewalt gegen die englischen Laufgräben vor. Trotz des furchtbaren Feuers der englischen Maschinengewehre wurden die Engländer aus den Laufgräben vertrieben. Die Deutschen nutzten den Sieg aus und marschierten unter Gesang und Hurra vor, bis sie auf eine Abteilung indischer Truppen stießen, die in Reserve gehalten worden waren. Es entwickelte sich ein wilder Kampf, bei dem die Inder vorstürmten und die Deutschen unter schweren Verlusten zurückwarfen.(2) Bei La Bassée scheint es den Deutschen besser zu gehen; sie zogen dort ungeheure Truppenmassen zusammen und schweres Geschütz, aber ihr Vorrücken ist nicht beunruhigend.(Na, na“) Ein englischer Bericht. London, 28. Okt.(Telegr.) Die„Zentral News“ melden: Die deutschen Truppen waren in der vorigen Woche in Nordfrankreich in der Umgegend von Lille erfolgreich. Franktireurs in Rousselaer. Rotterdam, 27. Oktober. Der„Nieuwe Rotterdamsche Courant“ meldet, nach Berichten von Flüchtlingen aus Rousselaer hätten die Deutschen die Stadt beschossen, weil wiederum Franktireurs nach dem Abzuge der französischen Truppen auf die eindringenden Deutschen feuerten. Aus diesem Grunde wurde auch eine Kriegsschatzung von 200000 Franken der Stadt auferlegt. Der Bürgermeister und mehrere Gemeinderäte wurden als Geiseln in das Stadthaus eingeschlossen. Die moralische Niederlage Englands. Wien, 28. Okt.(Telegr.) Bei einer Besprechung der bisherigen Mißerfolge Englands sagt das„Fremdenblatt“: Die ganze Kurzsichtigkeit und Unfähigkeit der leitenden englischen Staatsmänner und ihr leichtsinniger und frevelhafter Dilletantismus treten nun klar zutage. Die moralische Niederlage, die Großbritannien bereits erlitten habe, läßt sich nicht mehr gut machen. Das Gefühl der Sicherheit, welches das englische Volk infolge der insularen Lage bisher besessen habe, sei verschwunden. Der Schreck, den die englische Armada der Welt einflößte, ist durch die deutschen Kreuzer und Unterseeboote verjagt worden. Das Ringen um die Vernichtung der Eristenz Deutschlands wurde zu einem Existenzkampf für England selbst. Der Zusammenbruch der englischen Vorherrschaft zur See und das Ende des Glaubens an Großbritanniens Unantastbarkeit ist eines der allerwichtigsten Ergebnisse von weltgeschichtlicher Bedeutung, die der Weltkrieg bisher gehabt hat. Gegen Verbien und Montenegro. Die Beschießung von Lovcen und Antivari. Wien, 28. Okt.(Telegr.) Die„Südslavische Korrespondenz“ berichtet ausführlich über die früher gemeldete Beschießung von Lovcen und Antivari. Am 10. Oktober vormittags wurde die montenegrinische Artilleriestellung bei Lovcen in wirkungsvoller Weise durch ein österreichischungarisches Flugzeug, das ein Maschinengewehr und Bomben mit sich führte und unter kräftiger Mitwirkung der in der Bucht von Cattaro liegenden Kriegsschiffe angegriffen. Das Flugzeug begann die montenegrinische Stellung aus dem Maschinengewehr zu beschießen, auch ließ der Flieger mehrere Bomben in die Stellung der Montenegriner fallen, die das Flugzeug vergeblich beschossen. Gleichzeitig nahm unsere schwere Schiffsartillerie Lovcen unter ein heftiges Feuer: es schien, daß das Bombardement eine starke Wirkung hatte. Am 18. Oktober nachts erschien eine österreichisch=ungarische Flottille aus Torpedobooten und Unterseebooten überraschend vor Antivari, wo am Tage vorher ein französischer Dampfer Artilleriematerial, Flugzeuge und Proviant für Montenegro ausgeladen hatte, die noch im Hafen lagerten. Mehrere Lagerschuppen wurden in Brand geschossen, die erneute Funkenstation wurde zerstört. Als die französische Flotte herandampfte, waren unsere Schiffe bereits außer Schußweite und fuhren unter dem Schutze der Küstenforts. Wie verlautet, herrscht in Cettinse über den ungenügenden Schutz Antivaris durch die französische Flotte große Verstimmung. Sonftige(eldungen. Wien, 28. Okt.(Telegr.) Der Komponist Richard Heuberger, Professor an der Musikakademie und Chormeister des Wiener Männergesangvereins, ist gestorben. Der Reichskanzler an Fürstbischof Dr. Bertram. Berlin, 28. Okt.(Telegr.) Dem Fürstbischof Dr. Bertram von Breslau, dessen feierliche Einführung heute stattsindet, ging vom Reichskanzler aus dem Großen Hauptauartier folgendes Telegramm zu: Ew. fürstbischöflichen Gnaden spreche ich am heutigen Tage meine aufrichtigsten Glückwünsche aus. Gott der Allmächtige gebe Ihrem oberhirtlichen Walten auch in Ihrem neuen Wirkungskreise reichsten Segen. Die schlesische Treue, die sich in dem harten aber ruhmvollen Kampfe für die Ehre und den Bestand des Vaterlandes wieder glänzend bewährt, wird auch Ihrer Friedensarbeit einen guten Boden bereiten. * Breslau, 28. Okt.(Telegr.) Heute vormittag fand die Inthronisationsfeier des neuen Fürstbischofs von Breslau, Dr. Vertram, in der Breslauer Kathedrale statt. Als Vertreter der Behörden nahmen an der Feier u. a. teil: Oberpräsident Dr. v. Günther, der stellvertretende kommandierende General v. Sacmeister, Stadtkommandant Generalleutnant v. Schalscha. Handels-Nachrichten. (Vergleiche 3. Seite.) Stimmungsbild der Berliner Börse. Berlin, 28. Okt.(Telegr.) Die hoffnungsvollBeurteilung der politischen und milltärischen Lage hält in uneingeschränktem Maßle an, Hineichtlich des Abbaues laufender Engagements verlautet, das die geforderte Sprozentige Abgabe, soweit bieher zu überschen ist, allseitig geleistet worden ist und daß die Banken Engagements für ihre Kundschaft durch den Bezug von Wertpapieren glattgestellt haben, so daß die Absicht auf eine allemeine Verringerung der offenen Engagementes erreicht wird. Am Markte der Auslandsnoten bleibt der Verkehr andauernd beschränkt; besonders gilt dies von belgischen Noten, für die wegen des bekannten Eingreifens des deutschen Gouvernements in Belgien weit niedrigere Preise als bisher genannt wurden. Tägliches Geld und Privatdiskont unverändert. Getreide. * Berlin, 29. Okt. Loco-Preise. Weizen 261—262. Roggen 223½—229. Hafer kein 226—232, mittel 221—229, Mais—. Weizenmehl 33-39½, Roggenmehl 29.80—-32.00. Stimmungsbericht. Das Geschäft war schr klein, de mas sich im flinblick auf die wahrscheinlich heute nachmittad erfolgende Bekanntmachung des Bundesrates sehr zurückhaltend zeigte. Die Preise waren im wesentlichen unverändert. Nr. 556. Morgen=Ausgabe. Westfälischer Merkur. K 9 00 Gold für Dapier. Vor 100 Jahren hieß die Losung: Gold für Eisen! Unsere Vorfahren opferten ihre Gold= und Silbersachen auf dem Altare des Vaterlandes, sogar ihre Trauringe, die sie durch eiserne Reifen ersetzten. Wird etwas ähnliches jetzt von uns verlangt? Durchaus nicht. Das Vaterland hat keinem Deutschen und keiner Deutschen zugemutet, die üblichen Schmucksachen abzulegen oder zu verkaufen. Das„eiserne Zeitalter“ herrscht auf dem Kriegsschauplatze; aber wir Zurückgevliebenen brauchen uns nicht mit Eisen zu behelfen. Ueberhaupt ist der Opferstock des Vaterlandes recht anspruchslos. Eine Kriegsanleihe ist freilich aufgelegt worden, doch wer da gezeichnet hat, darf sich nicht als patriotisches Opferlamm betrachten. Im Gegenteil: er macht ein gutes Geschäft, da er bei voller Sicherheit über 5 Prozent Zinsen bezieht. Nachdem die Zeichnungen und ebenso die baren Einzahlungen einen Bombenerfolg ergeben haben, kann die Reichskasse wahrlich nicht über Geldmangel klagen. Wir haben das notwendige Geld und haben sogar das notwendige Gold. Aber von letzterem Stoff kann man niemals genug bekommen, und es wäre ein Segen, wenn wir noch etwas mehr Gold zusammenkratzen könnten. Ein Segen wofür? Nicht für den Schatzsekretär oder den Finanzminister, sondern für die ganze Volkswirtschaft, für den Handel und Wandel, für die Wohlfahrt von uns allen. Die Sache liegt sehr einfach: Je mehr Gold die Reichsbank in ihren Gewölben hat, desto mehr Banknoten kann sie ausgeben,— bis zum dreifachen Betrage des Metallschatzes. Und diese Banknoten sind nicht etwa ein bloßes Papiergeld, das zur Bereicherung der Bank oder der Reichskasse dient, sondern sie werden benutzt zur Erwerbung von Wechseln und dienen in dieser Weise zur Gewährung von Kredit an die gewerblichen Betriebe. Das ausfließende Geld ist wie ein Blutstrom, der den wirtschaftlichen Körper durchströmt und erwärmt und belebt. Wenn die Goldstücke bei dir im Schrank liegen oder im Strumpf stecken, so bringen sie keinen Nutzen. Aber wenn sie in die Reichsbank kommen, so wirken sie befruchtend auf ben Handel und Wandel, auf die Volkswirtschaft und auf die wirtschaftliche Kriegstüchtigkeit des Vaterlandes. Nun wird dir keineswegs zugemutet, daß du diese Goldstücke verschenken sollst. Nein, wenn du sie abgibst bei der Post oder bei einer Bank oder sonst einer Behörde, so bekommst du den vollen Wert in Papiergeld, und dieses Papiergeld hat genau dieselbe Kaufkraft, wie dein Gold. Du verlierst also nichts. Ja, du kannt noch Zinsen gewinnen. Denn das aufgespeicherte Gold zu Hause bringt die keine Rente; trägst du es aber zur Sparkasse, so bekommst du dort deine hübschen Zinsen. Also heraus mit dem Golde! Ohne Trennungsschmerz, vielmehr mit Freude, weil die Herausgabe für dich selbst als für dein Vaterland vorteilhaft ist. Der Ruf ist nicht neu, aber er ist immer noch sehr zeitgemäß, da noch viel deutsches Gold in Wirklichkeit versteckt ist, Ein englisches Blatt hat neulich die Richtigkeit der Ausweise unserer Reichsbank angezweifelt, weil dort Woche für Woche eine Zunahme des Goldvorrates gemeldet wurde. Dieser Zweifel war aus gelbem Neid geboren,— aus Neid auf die Gesundheit der deutschen Volkswirtschaft, die viel besser ist, als die wirtschaftliche Lage in Frankreich und England. Der Goldvorrat unserer Reichsbank wächst ohne Zufluß von außen, weil immer noch neues Gold aus den Kisten und Kästen der vorsorglichen Bürger zum Vorschein kommt. Dieser Zufluß aus den Verstecken muß fortdauern und womöglich noch gesteigert werden. Der Aerger des Auslandes bekräftigt ja, daß es für Deutschland vorteilhaft ist, recht viel Gold in die Reichsbank gelangen zu lassen. Also lasset euer Gold leuchten und fließen, zum Wohle der Gesamtheit, ohne jeden Schaden für euch! So dient man dem Vaterlande ohne Opfer, mit etwas Vernunft! Angehörige feindlicher Staaten in Deutschland. Der Generalkonsul und Konsul Carl A. Schultz, Dresden, Fürstenstraße 7, erläßt folgenden Aufruf an alle in Deutschland weilenden Ausländer: Viele Zeitungen in Feindesland verbreiten in der Absicht, dem Ansehen Deutschlands zu schaden und den Haß gegen Deutschland zu schüren, die Nachricht, daß die bei uns weilenden Ausländer unwürdig behandelt würden. Die in Deutschland lebenden Ausländer erfahren gerade das Gegenteil. Kein Haar wird ihnen gekrümmt. Sie dürfen abreisen und, wenn sie bleiben, sich frei bewegen, dürfen ihrem Verdienst nachgehen und sich frohe Stunden bereiten. Jeder Ausländer(ausgenommen natürlich die nicht in Frage kommenden Angehörigen Oesterreich=Ungarns) möchte deshalb aus ehrlichem Empfinden heraus gegen die Lügen über schlechte Behandlung auftreten und dadurch der Wahrheit die Ehre geben, daß er sich baldigst entschließt, durch Unterschrift zu bezeugen, wie unbehelligt er hier geblieben ist.— Herren, die sich in den Dienst dieser vaterländischen Sache stellen und der Bekämpfung solcher Unwahrheiten unterziehen wollen, werden gebeten, sich an den Generalkonsul Schultz zu wenden. 5 Wer sind die Hunnen? Von Gottfried Stoffers. Im Nachstehenden berichte ich die traurigen Erlebnisse eines deutschen Oberarztes, eines Rheinländers, der das Unglück hatte, mit den Insassen seines Feldlazarettes, mehreren hundert Verwundeten, in französische Gefangenschaft zu geraten. Ich bemerke, daß das hier Berichtete, nebst anderen Geschehnissen, die öffentlich nicht mitgeteilt werden dürfen, amtlich zu Protokoll gegeben worden ist und daß man darüber wohl noch ein Mehreres hören wird. Bei dem Rückzug unserer Truppen aus der Nähe von Paris bis zur Aisne erhielt unser Oberarzt von seinem Oberstabsarzt den Befehl, bei dem Lazarett, worin sich fünfhundert Schwerverwundete befanden,— darunter zweihundertfünfzig Franzosen— zurückzubleiben, da ein Transport nicht mehr möglich erschien. Wider Erwarten aber gelang es dem Oberarzt, mit Hülfe der noch zuletzt durchkommenden Truppen, Artillerie und einer Telegrafenabteilung, alle noch transportablen Verwundeten auf requirierten Gefährten zu bergen und der sich zurückziehenden Truppe wieder zuzuführen. Schon auf diesem Transport erhielt der Arzt mit seinem traurigen Zuge Feuer und die Franzosen töteten fünfzig ihrer schwer verwundeten Landsleute, die in eine Scheune geflüchtet waren. Nach seiner Meldung beim Oberstabsarzt erhielt unser Oberarzt zum zweiten Male, da der Rückzug weiterging, den Befehl, bei den Schwerverwundeten, dreihundert an der Zahl, darunter fünfzig Franzosen, zurückzubleiben. Die letzten deutschen Truppen, mit denen er in Verbindung kam, war eine Ulanenpatrouille, die berichtete, daß der Feind in zehn Minuten zur Stelle sein werde. Nochmals versuchte der Arzt die Rettung seiner Schutzbefohlenen auf requirierten Fahrzeugen, und schon lag der letzte der Verwundeten auf den Wagen, als feindliche Geschosse einschlugen. Ein zweiter Oberarzt, der ohne Befehl bei seinem Kameraden ausgeharrt und ihm bei seinen heldenhaften Anstrengungen treulich ausgeholfen, wollte im letzten Augenblick den deutschen Truppen folgen und er hatte gerade ein letztes Glas Ehampagner mit unserem Oberarzt„auf glückliches Wiedersehen“ geleert, als er von einer Kugel getroffen tot zusammenbrach. So ehrten die Franzosen das Rote Kreuz. Als das feindliche Feuer immer heftiger und die in den Wagen liegenden Schwerverwundeten von Unruhe und Schrecken ergriffen wurden, lud der Arzt mit Hilfe derjenigen, die noch gehen konnten, seine Pflegebefohlenen aus und legte sie in den Chausseegraben, wo sie gedeckt lagen. Dann ergriff er die Fahne mit dem Roten Kreuz und lief so schnell er konnte, immer Croix rouge, Croix rougel rufend, dem Feinde entgegen. Der erste, den er traf, war ein fransischer Unterleutnant, der ihn gefangen nahm mit der höhnischen Bemerkung: Jedex gefangene preußische Offizier gebe sich für einen Medicin=Major aus, er glaube nicht, daß ######er ein Sanitätsoffizier sei. Mittlerweile kamen sein fangen andere Offiziere hinzu und der deutsche Oberarzt lud sie ein, leinen traurigen Transport zu besichtigen und sich zu überDie Kämpfe um Lsingtau. Die neuesten Hefte des Ostasiatischen Lloyds(vom 28. August und vom 4. September), die dieser Tage in Deutschland eingetroffen sind, enthalten ausführlichere SchilderunEreignisse in Tsingtau. Wir entnehmen ihnen die nachstehenden bemerkenswerten Einzelheiten: Die in Tsingtau Ende August herrschende Stimmung war etwa die: Das Ultimatum Japans hat hier keinerlei Beunruhigung hervorgerufen, sondern nur bitterste Entrüstung ausgelöst und allgemeines Erstaunen, daß die vereinigten Engländer, Franzosen und Russen den Angriff auf Tsingtau nicht allein gewagt haben. Durch die Mobilmachung von drei Divisionen seines Heeres und eines Geschwaders seiner Flotte gegen das kleine Tsingtau erweist Japan den deutschen Waffen große Ehre. Die von vier verbündeten Großmächten aufgebrachte Uebermacht kann an dem militärischen Entschluß, der hier gefaßt worden ist, auch nichts ändern. Dagegen wird die Absicht Japans, Tsingtau in dieser Weise zu überfallen, mit der weltgerühmten Ritterlichkeit und dem militärischen Takt der japanischen Nation für unvereinbar erklärt, da bei den bisherigen Handels= und besonders kulturellen Beziehungen Japans zu Deutschland, sowie der sorgfältigen Schonung japanischer Interessen im bisherigen Verlauf des Kriegs durch Deutschland kein Anlaß zu einem so erstaunlichen Bruch des Völkerrechtes vorlag. Dabei fällt der Zorn nicht so sehr auf das von Englands Schacherpolitik verführte und durch finanzielle Erpressung genötigte Japan, als vielmehr auf das unsoldatische Handeln der Briten, deren seemännischer Mut gegen eine kleine Besatzung sich nun gar noch mit Hilfe Dainippons ergänzen muß. Die Feindseligkeiten wurden dann von Japanern durch eine höchst feierlich angekündigte Blockade des Pachtgebietes öffnet. Kommardant des Geschwad erbisner. Kommendans des Geschwaders war Vizeadmiral Kato auf dem ehemaligen russischen Panzerschiff„Pobjeda“, jetzigem japanischen Linienschiff„Suroo". Tsingtau ist im übrigen bestens auf den Angriff vorbereitet, die Stimmung der Verteidiger ist glänzend. Der Landung der Japaner zum Angriff von der Landseite her sieht man mit Ruhe entgegen. Am 31. August läuft ein japanischer Torpedobootszerstörer bei Lientano auf einen Felsen auf; er wird alsbald von einem deutschen Kriegsschiff(„Jaguar") völlig zerschossen. Ein deutsches Torpedoboot(„S 90“) besteht einen siegreichen Kampf mit dem englischen Torpedobootszerstörer „Kennet"; das englische Schiff muß schwer beschädigt nach Weihaiwai flüchten. Ueber diesen Kampf findet sich folgender Bericht vom 2. September: Der englische Torpedobootszerstörer„Kennet(600 Tonnen), der weit außer der Schußzone der Bucht vorüberfuhr, verfolgte das draußen patrouillierende deutsche Torpedoboot„S 90“. „Kennet" beschoß„S. 90“ mit seinen 7,6 cm=Geschützen.„S. 90“ nahm den Artilleriekampf mit seinen 5 cm=Geschützen auf. Kreuzer u. Landbatterien haben nicht mitgewirkt. In einer Entfernung von dreizehn Seemeilen vor den Landbatterien drehte„Kennet" ab und nahm Kurs nach Norden.„S 90“ ist unverletzt in den Hafen eingelaufen. Ueber die Landungen der Japaner wird schließlich noch aus Chefoo gemeldet, daß achtzehn japanische Transportschiffe Truppen bei Lung=kou gelandet haben. Darüber folgende Meldungen aus Chefoo von Anfang September: Japanische Truppen sind am 1. September von Dairen abgegangen, um angeblich in der Bucht von Lai=chou an der Nordküste von Schantung zu landen. 3. September. Die chinesische Telegraphenstation in Lung=kou ist wahrscheinlich bereits von Japanern besetzt. Bisher sind höchstens tausend Mann dort gelandet. Nähere Nachrichten fehlen. 4. September. Die vorgestern in Lung=kou gelandeten japanischen Seesoldaten, höchstens tausend Mann, bauen eine Landungsbrücke, für die sie das Material gewaltsam fortnehmen. Vor Lung=kou liegen zwölf Transportschiffe, vier Kreuzer und zwei Torpedoboote. Das Landungskorps wird auf zehntausend Mann geschätzt. In Chefoo sind dreihundert Japaner in Zivil gelandet worden. Es war vor einigen Tagen bekannt geworden, daß hier einige hundert chinesische Anzüge von Japanern aufgekauft waren. Ihr Zweck ist jetzt durch die Landung der Japaner erklärt. Die Engländer begnügten sich indessen mit billigeren Erfolgen. Sie kaperten den Dampfer„Paklat", der die Frauen und Kinder der Deutschen von Tsingtau nach Tientsin bringen sollte, und setzten die Armen unnötigen Belästigungen und grausamster Behandlung aus. Anstatt die Reisenden einfach irgend an einem geeigneten Platze an Land zu setzen und sich mit dem Schiffe selbst zu begnügen, ließen sie das Schiff zunächst nach dem Stilliegen von einem Torpedoboot ständig umkreisen, bis dieses den Dampfer schließlich rammte. In zwecklosem Hin= und Herfahren ließen sie dann die„Paklat" bis kurz vor Wei=hai=wai dampfen, wieder begleitet von Torpedobooten, und dort mußte sie bis zum Tagesanbruch warten, bis sie endlich nach Wei=hai=wai hinein durfte. Dort aber hat sich dann das Schlimmste ereignet, was den Ruf des englischen„Gentleman“ in deutschen Augen und wohl auch in denen Anderer für lange Zeit schwer geschädigt hat. Nicht nur, daß die Frauen wieder bis zum letzten Augenblick in völliger Ungewißheit über ihre nächste Bestimmung gehalten wurden— eine gänzlich unnötige und unritterliche Grausamkeit—. man ließ sie auch ohne allen männlichen Schutz an Bord— die deutsche Besatzung wurde bei Wasser und Brot gefangen gesetzt und mußte auf dem Steinfußboden ihres Gefängnisses schlafen; nur der Schiffsarzt blieb auf der „Paklat“— und gab ihnen eine englische Wache, die nichts Eiligeres zu tun hatte, als sich zu betrinken, und die Frauen dann zum Teil in gemeinster Weise belästigt haben soll. Statt ihren Zweck als Wache zu erfüllen, ließ sie es ruhig geschehen, daß die chinesische Schiffsmannschaft anfing, zu marodieren. Die englischen Offiziere, die von Zeit zu Zeit noch an Bord kamen, blieben allen Vorstellungen gegenüber taub. Sie beriefen sich auf ihre Weisungen aus Hongkong. Endlich wurden dann sämtliche zweihundertfünfzig Frauen und Kinder gezwungen, auf einen kleinen, knapp für achtzig Passagiere eingerichteten Chinesendampfer„Shengking“ überzugehen, auf dem natürlich nichts vorbereitet war. Ihr Gepäck durften sie nur zum Teil mitnehmen. Dann schickte man diese überlastete Nußschale hinaus auf die See, obwohl ein Taifun gemeldet war, und dieses Mal natürlich ohne Begleitung. Auf Anfrage hatte der englische Kommandant aus Wei=hai=wai mitgeteilt, für die Passagiere der„Paklat“ sei auf das Zuvorkommendste gesorgt. Wenn man vergleicht, was den Frauen und Kindern zugemutet worden ist, und wie sie gänzlich unnötig gequält und beunruhigt worden sind, bis man sie schließlich auf einem kleinen Küstendampfer ohne alle Mittel und Vorsorge abschob und ihrem Schicksal überließ, so erhält man ein eigenartiges Bild von englischer Ritterlichkeit und englischer Zuvorkommenheit. Die Behandlung der„Paklat" verdient vielmehr als Muster echt britischer Roheit und Rücksichtslosigkeit vor aller Welt gebrandmarkt zu werden. Die Hoffnung auf den Mörder. Bekanntlich hat Rußland auf den Kopf eines österreichischen Truppenführers 80000 Rubel gesetzt; mit anderen Worten: es sucht Meuchelmörder, die für 80000 Rubel einen unbequemen Kommandanten hinterrücks erschießen oder erdolchen. Dazu macht die Wiener„Reichspost“ einige treffende Bemerkungen. Nicht auf die offene Feldschlacht, so sagt das Blatt, hat Rußland seine Hoffnung gesetzt, nicht auf seine Generale und Heerführer, nicht auf die Millionen seiner Soldaten. Es hat Heeresmassen, wie sie nie die Welt gesehen hat, aufgeboten, es rief Hunderttausende und aber Hunderttausende vom Don und von der Wolga und aus den Steppen Sibiriens; eine Völkerwanderung von Soldaten mußte sich auf sein Geheiß gegen die Grenzen Oesterreichs wälzen, Tausende von Kanonen speien Verderben, ganze Regimenter wurden vor den Verhauen von Przemysl mit Peitschen in den Tod getrieben und mußten sich in Fetzen schießen lassen. Aber nicht diese Heere und nicht die Waffen sind die Zuversicht Rußlands, nicht die Tapferkeit seiner Soldaten, die Tüchtigkeit der Heerführer, seine Hoffnung ruht auf einem gedungenen Bravo, auf einem Auswürfling der Menschheit. Ein Judas wird für den Sieg Rußlands benötigt! Der Beutel ist schon ausgeboten, 80000 Rubel klimpern darin. Sie sind der Preis für die Siegeserwartungen Rußlands. Es ist ein böser Traum. Leben wir wirklich im 20. Jahrhundert, oder wälzen sich die Horden eines Dschingisch Chan gegen Westeuropa? Welches wilde Asiatentum hat diesen scheußlichen Plan ausgebrütet? Man darf es den russischen Truppen nachsagen, daß sie den Schimpf nicht verdient haben, mit dem sie durch diesen Plan beworfen werden. Sie schlagen sich tapfer, sie sind gut geführt, und wenn man von den halbwilden Horden absieht, die nicht als reguläre Truppen angesehen werden können, benimmt sich der russische Soldat zumeist human und ehrenhaft. Aber hinter dem russischen Volke lauert wie ein finsteres Ungetüm eine böse, unheimliche Gewalt, die verderbt und gewissenlos ist, eine ländergierige Gewalt, die kein Recht und Gesetz kennt, im eigenen Lande nicht und nicht im fremden. Jene Macht, die anderthalb hundert Millionen Menschen in Unfreiheit und Tyrannei erstickt, die Volksgesundheit in Branntwein ersäuft, die Gewissen knechtet. Der Byzantismus des im Sumpfe verdorbenen oströmischen Reiches ist im Gewande des 20. Jahrhunderts wieder auferstanden, innerlich so schlecht, tückisch und grausam wie jener, und wo er hintritt, dort öffnet sich ein Grab der Völker. Er nennt sich heute: Rußland und verkörpert sich nicht in einem Volke, sondern in einem kleinen Kreis von Allmächtigen. Staunend hat die Welt den Wortbruch des Zaren gesehen, mit dem der Weltkrieg eröffnet wurde, und was man früher nur ahnte und kaum auszusprechen wagte, die Mitschud der russischen Machthaber an dem Morde von Serajewo, das wird nun angesichts der 80000 Rubel, die für Mörder österreichischer Truppenführer angeboten werden, einleuchtende Tatsache. Das Ausgebot der 80000 Rubel für einen. Meuchelmörder zeigt aber auch, in wessen Namen Oesterreich den Krieg zu führen hat. Wahrhaftig, für die Zivilisation Europas, dafür, daß diese Welt nicht in einem Brand von Gewalt und Verbrechen untergehe. Aber der Feind, der schon daran verzweifelt, mit ehrlichen Waffen siegen zu können, und der nur vom Meuchelmord Erfolg erwartet, gesteht schon selbst, wo nach seiner Meinung gerechter Weise der Sieg sein wird. ne machen in dieser Frage weise Vorbehal, Wir haben heute die moralische Gewißheit, daß die H. schen ihren Vormarsch nicht wieder aufnehmen können,(a3 warten!) jedoch haben wir in dieser Beziehung keinrielle Gewißheit, was auch im Innersten unsere Ueberz. gung sein möge. Die Communiqus lassen nur zu g. kennen, daß an einigen Punkten der Schlachtlinie#### gegen die unserigen nur in einer Entfernung von ungesäg100 Kilometer vor Paris kämpft. Die Rückkehr der rung und der Kammern würde die aggressive Täi!“ keit der Deutschen zweifellos noch erhöhen und würk. besonders ihre Unternehmungen im Lustm=, verdoppeln. Zudem würde die Anwesenheit der Regl.“ rungsbehörden die Verantwortlichkeit des Militäragunneurs steigern und General Joffre in seinen Entscheidung, beeinflussen. Die Zeitung fragt weiter: Darf man das dinsa. matische Korps zur Rückkehr auffordern, ehe jeder offensinRückstoß völlig unmöglich geworden ist? Auch Gründe d. inneren Politik sprechen dagegen. Gewisse Minister snz besonders empfindlich, insbesondere diejenigen, die in zerAmtsgeschäften den Agitationen der parlamentarischen Welt unterliegen. Wie sollen diese indifferent bleiben bei den ständigen Sonderversammlungen der Pariser Deputz ten, die eine Art von kleinerem Parlament bilden. Sie wirFor werden V Königstr. Bestellun entgegen preis betr stellungd den sich bald hier, bald dort versammeln, um ihre Wünschund Beschlüsse, die unter ziemlich normalen und Beschlusse, die unter Ziennichgwimaten Bedingungen zustande gekommen sind, an die Regierung zu telegraphie. ren. Heute sind es noch einfache Wünsche, morgen vielleicht schon Resolutionen und Forderungen, die sie in mehr odeweniger befehlshaberischer Weise darstellen werden. Abgeordnete, die ihre Kinder zum Schulbeginn nach Parie begleitet haben, finden am Nachmittag natürlich alle den Weg in die Wandelgänge. Von da bis zur Bildung von Sondergruppen ist nur ein Schritt. Das Blatt schließt: Di Entscheidung über die Rückkehr der Behörden ist ein schme, rer ernster Entschluß, voller Konsequenzen für die Zukunft der nicht auf die leichte Achsel genommen werden darf. A, durch die ausschliel hinzutrete die bis E nenden A Bellagen kostenfrei des We Französische Barbarei. In einem Berichte des französischen Mitarbeiterz des Kopenhagener„Politiken", der selbst wiederholt Militärlazarette besucht hat, wird unter anderm erzählt.... Die Franzosen werden beschuldigt, die Verwun, deten zu töten und was die Pflege verwundeter Gefangener betrifft, die gröbste Nachlässigkeit zu zeigen. Weshal wäre sonst auch die Regierung genötigt gewesen, eine Kundgebung zu erlassen, die daran erinnert, daß man den verwundeten Feinden dieselbe menschliche Behandlung schulde wie den eigenen Söhnen des Landes? Ich will hier bloß etwas von dem erzählen, worüber man hier spricht. Nach einem der erbitterten Kämpfe zwischen der deutschen Garde und den berüchtigten Turkos hatte einer der letzteren den Befehl erhalten, das Zelt zu bewachen, wohin nach und nach die verwundeten deutschen Soldaten gebracht wur, den. Als die Aerzte ihre Runde machten und zu dem von dem Turko bewachten Zelte kamen, winkte er ab und sagte beruhigend in seiner halbfranzösischen Sprache:„Pe-malad-ici!“(„Keine Kranken hier!") Er hatte rocht; ein französischer Arzt stellte jest. daß der Turko in seiner blinden Wut mit kaltem Blut allen deutschen Verwundeten, die seiner Obhut anvertraut waren— die Kehle durchgeschnitten hatte! Oder glaubt etwe jemand im Ernste, daß ein Neger die internationalen Abkommen dos Raten Preuzes achtete? Während ei 28 Eisernes Kreu Uerie=Regiment Nr. Rechnungsrats Arnold den Kämpfen bei! eichnet worden. I Apologetische Prälat Dr. Mausb Höttliche Sendu Tollegium Marianum bebildeter Damen abhe &a Sammlungen Bezirkskommando, Zit seueste Zeitungen zur mmelt. des noten Kreuzes achlete: Wahrend eines meiner Besuche in den Militärlazaretten sprach ich selbst mit einem farbigen Soldaten, der am Eingang einer Baracke stand, wo verwundete Deutsche untergebracht waren. Es war ein Mann aus Senegal mit breiter tierischer Nase.„Es wäre viel besser, sie alle totzuschlagen,“ sagte er, indem er eine bezeichnende Geste am eigenen Halse machte, „anstatt sie hier zu pflegen und ihnen Essen zu geben. Sie sind se Barbaren!“ Unleugbar war dies eine überraschende Bemerkung von einem Halbwilden, aber doch verständlich, wenn man in Betracht zieht, daß man in Europa im Jahre 1914 nicht weiter gekommen ist, als daß man Schwarze aus Afrika herbeiholt, damit sie in dem Kampf, den ein Kulturstaat gegen einen anderen„um der Kultur willen“ führt, Hilfe leisten! Sogar angesehene französische Preßorgane haben allen Ernstes die Regierung aufgefordert, deutsche Gefangene inhuman zu behandeln— wegen der angeblichen„Schandtaten“, die die Deutschen begangen haben sollen!... Dieser furchtbare Zustand und das Außerachtlassen allgemeiner menschlicher Rücksichten gegenüber Verwundeten, sowie die großen Mängel, worunter die Organisation des Roten Kreuzes in Frankreich leidet, sind um anderem von angesehenen Franzosen, wie Albert de Mun, Gustare Hervé und Clemenceau bestätigt worden, die in ihren Zeitungen eine auf unwiderleglichen Beweisen aufgebaute heftige Kritik ver. öffentlicht haben. c' Versorgung de Im unsere im Felde st sit warmen Unterklei bekanntlich vor ein Er warme Unterkleidi hen jetzt allwöchentl #m östlichen Kriegssch r hiesigen Abnahmes breits zweimal je 2 A slicken den Wollzügen sendung unter den Tr n ist, sind die mit achen den Angehön Ehrt und von dem! hn Bentheim, dem C. ergeben werden. S. serden, daß bei Verte Beserve=Armeekorps erden. Den am 29. gen werden von hier erden. Tag Donners Kanonenfutter. Aus Mailand wird der„B. Z.“ am Mittag vom 26. Oktober gemeldet: Die Stampa erfährt aus Ancona: Von den 1000 Italienern, die sich in Frankreich in die italienische Legion von Avignon einreihen ließen, sind aus der Feuerlinie nur acht zurückgekehrt. J. Kompagnie 3¼ 1 II. Kompagnie 3 U III. Kompag IV. Kompagn Dienstag, den 3. Vortrag des Lehrers gegen als Unteroffizier, Gesangsübungen Ein ernstes französisches Problem. Drovinz Paris, 28. Okt.(Telegr.) Unter der Ueberschrift „Ernstes Problem“, beschäftigt sich der„Temps“ am 25. Oktober mit der Frage der Rückkehr der Behörden nach Paris und sagt: Es gibt zwei Strömungen; die Bureaukratie der Kammer ist noch mehr für die Rückkehr als die Ministerien. Sie betreibt sie allgemein. Die Minister der nationalen Kopenhagen, 28. Okt.(Telegr.) Die„Berlingste Tidende“ meldet aus London: Maurice Maeterlinck hat in einem Briefe an den König der Belgier um die Erlaubms gebeten, sich dem belgischen Heere anschließen zu dürfen. # X Jobenbüren, 27 Beförderung zum Leut ann von hier. zeugen, daß sie auf Schwerverwundete und auf ihre eigenen Landsleute geschossen hätten. Jetzt war auch eine Kompagnie französischer Infanterie herangekommen und nun ereignete sich der erste Akt unglaublicher Brutalität, deren unser Held in den kommenden Tagen und Wochen noch viele erleben sollte. Die Franzosen stürzten sich auf die deutschen Verwundeten, und nahmen ihnen alles ab, was sie ihnen vom Leibe reißen konnten: Decken, Stiefel, Waffen, Uhren— alles, außer der notwendigsten Kleidung. Ein Hauptmann befahl unserem Arzte, den Ueberzug von seinem Helm zu entfernen. In seinem Unmut brach dieser die Spitze seines Helmes ab und übergab das zerstörte Stück dem Franzosen, der ihm dafür vom Pferde herab einen Tritt versetzte. Nun begann der Leidensweg landeinwärts. Der deutsche Oberarzt kam zwischen sechs Franzosen mit aufgepflanztem Bajonett, die deutschen Verwundeten, die noch eben humpeln konnten, mußten zu Fuß den langen Marsch machen; die anderen wurden auf rumpeligen Karren tranportiert. Die Franzosen hatte man sofort abgesondert und in gute Pflege gebracht. Die Zivilbevölkerung, die, solange die deutschen Truppen in dieser Gegend waren, ein freundliches Gesicht gemacht hatte, benahm sich jetzt gegen die Gefangenen und verwundeten Deutschen wie die Bestien. Die Menschen überfielen die Verwundeten mit Stockschlägen und Steinwürfen, ein Weib biß sich in den Arm des Oberarztes fest, ohne daß die französischen Offiziere eingeschritten wären. Der Zug wurde mit Kot und sonstigem Abfall beworfen und unsagbare Schimpfworte begleiteten die Armen auf dem ganzen Wege. So schleppte sich der Zug ganze Tage hindurch. Vergeblich bat der Arzt um Verbandszeug, ja selbst Wasser wurde den Verwundeten verweigert. Nachts mußten sie im Chausseegraben kampieren und so kann es denn nicht Wunder nehmen, daß infolge dieser unsäglichen Leiden der tapfere deutsche Arzt viele von ihnen als Tote unterwegs liegen lassenmußte. Sie erlagen ihren Qualen. Endlich sah man bei Fontainebleau Paris als große Häusermasse vor sich liegen und auf einem kleinen Bahnhof der Strecke Paris=Bordeaux wurde, was von dem Transport noch am Leben war, in Vieh. wagen nach unbestimmtem Ziel verladen. Auch diese Eisenbahnfahrt war für die Schwerverwundeten eine schreckliche Leidenszeit. Die Verpflegung bestand aus Wasser und schimmeligem Brot und wegen Mangels an jeglichem Verbandszeug, jeglicher anderer Hülfsmittel und ohne Hülfspersonal konnte der deutsche Arzt für seine Pflegebefohlenen so gut nichts tun. Auch ihm wurde fast acht Tage hindurch, wie sch. detdie der Transport dauerte, Wasser und Brot gegeben. Endlich war man am Ziel. In einem Feldlager zwiiden Limoges und Bordeaux wurde, was von den Verwunbeten nun noch übrig war, mit dem Arzte ausgeladen. In einer ehemaligen Kaserne wurden sie einquartiert. Weder Bett noch Matraze, ja selbst nicht einmal Strohsäcke wurde den armen deutschen Verwundeten gegeben; auf dem steinernen Fußboden, wo etwas halbfaules Stroh ausgebreitet war, mußte der Arzt seine Schützlinge betten. Hier in der Gefangenschaft fand man noch achthundert deutsche Verwundete, eine Anzahl Aerzte und zwanzig Schwestern, die hier schon längere Zeit entgegen allen Bestimmungen der Genfer Konvention gefangen gehalten worden waren. Wochenlange Leiden, wie sie eben beschrieben worden sind, hatten diese Armen geistig fast vernichtet. Sie machten einen apathischen Eindruck und ihnen gegenüber erschien unser Oberarzt, trotz allem, was er ausgestanden hatte, als ein frischer und regsamer Mann. Und in der Tat hatte er seine Arbeitsfreudigkeit nicht verloren. Er begab sich sofort an die Arbeit, konnte aber nur feststellen, daß die Behandlung der alten und neuen deutschen Verwundeten seitens der Franzosen aller Menschlichkeit Hohn sprach. Verbandsmaterial wurde ihm grundsätzlich nicht geliefert, ebenso wenig die notwendigen Instrumente. Ein große Anzahl sofort notwendiger Operationen mußte er mit den primitivsten Mitteln vornehmen, mit Stickscheren der Schwestern, mit alten Sägen, mik denen kein deutscher Chirurg daheim es gewagt hätte, eine Operation vorzunehmen und während der deutsche Arzt auf dem deutschen Schlachtfelde und auf dem Transport französische und deutsche Verwundete gleichmäßig gut behandelt hatte, wendeten die Franzosen in diesem Feldlager ihren eigenen Verwundeten zwar alle Liebe und Sorgfalt zu und sie wurden mit Liebesgaben überschüttet, während unsere armen Landsleute auch hier nicht nur ärztlich vernachlässigt wurden, sondern auch eine Kost erhielten, bei der auch ein gesunder Mensch zugrunde gegangen wäre. Nur die Elsaß=Lothringer unter den verwundeten Deutschen wurden mit raffinierter Unterschiedlichkeit behandelt; sie erhielten nicht nur gute Kost, sondern man bettete sie auch auf Strohsäcke. So konnte es denn nicht Wunder nehmen, daß alsbald unter den deutschen Verwundexen Krankheiten ausbrachen; Ruhr und Starrkrampf rafften täglich eine Anzahl von Opfern hinweg, die bei menschlicher Behandlung sicher gerettet worden wären. Unserem sehr energischen Arzte, der gegen diese Brutalität Tag für Tag auf das Lebhafteste beim Kommandanten protestierte, gelang es nicht, auch nur die einfachsten hygienischen Forderungen durchzusetzen. Das Lagerstroh konnte er nicht reinigen, weil man ihm nicht das geringste Eifspersogal stellte, und so verkamen die Verwundeten im schnuß. Die Behandlung der gefangenen und verwundeten deutschen Offiziere war nicht besser, als diejenige der Mannschaften. Der Arzt traf sie in einem kleinen Saal in verpesteter Atmosphäre zusammengepfercht an. Alle klagten über unzureichende Ernährung und über unzureichende ärztliche Hilfe und so waren auch in diesem Saale eine Anzahl von Todesfällen, die sonst vermieden worden wären, die Folge. Obschon der deutsche Arzt eigentlich durch seine Tätigkeit auch dem beschränktesten Franzosen hätte beweisen sollen, daß er ein Sanitätsoffizier sei, behauptete man immer noch, er sei ein aktiver Offizier und man beobachtete ihn argwöhnisch auf Schritt und Tritt. Da wurde eines Tages zum Glück für die Deutschen ein französischer Oberst schwer verwundet eingeliefert, dem sofort ein Bein amputiert werden mußte. Diese Operation führte unser Landsmann mit soviel Geschick durch, daß der Oberst mit dem Leben davon Dieses Ereignis kam. dan deutschen Verwundeten einige Erleichterung. Auf Verwendung des Obersten wurden sie zum ersten Mal mit frischem Stroh versehen und die deutschen Schwestern erhielten des Abends endlich warmen Tee statt Wassers. Aber auch jetzt noch war die Lage aller an dieser Stätte des Leidens zusammengepferchter Deutsche im höchsten Grade bemitleidenswert und unser wackern Landsmann wiederholte Tag für Tag seine Proteste bein Kommandanten sowohl gegen die allen Abmachungen unter den kultivierten Völkern Hohn sprechende Behandlung der Verwundeten, als auch gegen seine fortgesetzte Gefangenschaft. Alles war vergebens und endlich brach auch der Oberarzt, der solange sich aufrecht erhalten hatte, seelisch und körperlich zusammen. Er wurde von der Ruhr befallen und nachdem er sich selbst in hohem Grade fiebernd und elend noch einige Tage den Verwundeten gewidmet hattt, sank er von seiner Kraft völlig verlassen, mit ihnen aust Stroh. Eine Blinddarmentzündung gesellte sich hinzu un händeringend mußte er sich dagegen wehren, daß französischt Unterärzte eine Operation an ihm vornahmen. Er fürchten nach dem, was er von ihren Leistungen gesehen hatte, der das sein Tod sein würde. Mehrere Tage hielt er sich untet Einwirkung von Opium auf seinem Strohbündel unde glaubte zuversichtlich, daß sein letztes Stündchen, und dam die Erlösung von seiner Qual gekommen wäre. Aber nagh einigen Tagen ging das Fieber zurück und nun sollte n Stunde seiner Erlösung kommen. Die Franzosen erklärten ihn für abtransportfähig, und da sie offenbar Angst davor hatten, daß ein deutscher Sanitätsoffizier in der Gefangen schaft unter ihren Händen stürbe, packten sie ihn in Abteil erster Klasse, das mit Rotwein und Sekt reichlich versehen wurde, und in Begleitung eines Oberleutnants wurd er nach Genf geschafft und damit der Freiheit zurückgegeben Die welschschweizerischen Offiziere, denen er hier anvertran wurde, widmeten sich ihm mit kühler Höflichkeit, dages fand er bei den deutschschweizerischen Offizieren in Freibuth die allerherzlichste Aufnahme und in ihrem Kreise wult, von der deutschen Sache nur als von„unserer Sacht gesprochen. Der wackere deutsche Sanitätsoffizier hat inzwische seine volle Gesundheit wieder erlangt und sich bereits du Frent zurückbegeben, aber die entsetzlichen Erlebnisse in" französischen Gefangenschaft, die Erinnerung an die scht“ lichen Leiden der armen deutschen Verwundeten lastet mer noch schwer auf ihm. Wievielen hat er in der Stein stunde geholfen, wievielen versprochen, ihre„Angeßg zu benachrichtigen. Noch stehen vor seinem Auge bie““ scheinungen der Euphorie kurz vor dem Tode: Als er 191 die letzte Hülfe angedeihen ließ und sie ihn erkannten, sune ten sie beim Anblick der deutschen Uniform: Nun hat Deuhy land gesiegt! Nun sind wir gerettetl und damit starben!“ Die Worte, mit denen der Arzt seine Erzählung schlob waren: Bis zum letzten Atemzuge will ich meinen Dien draußen wieder tun; sollte ich aber nochmals in fregßasseg. Gefangenschaft geraten, so wünsche ich beim ersten Muss“ grab mein Leben zu beenden. 4 Und diese Menschen, die sich so an der Menschheit 5# sündigen, wagen es, uns Deutsche Hunnen zu nennen. Recklinghausen, 27 nes Liebesgabentrat im Samstag, den 17 #user Kraftwagen, g Kranz Carl, einem Künster an. Nach mi sonnerstag früh bei &a Gr. Roman vi „Was trauerst du tzie der andere.„H intracht beieinander „Bei Gott, das he „Haben wir nicht koh waren, als sie nit zen? Und haben ni Indreas, ihrem deutsch „Ich denke, die igte der andere, und ervordrangen und lan otblonden Bart rollter „Nun also, da ist je iger Schimmer über Verbenthal.„Aber je is Haupt der Familie imer nur der Aelte in, was ich dir nun „Ich verspreche es „In unserem Hal eine große hölzerne K Die mache auf und n erin finden wirst. V „Ich vergesse es „Darin findest du #en wirst, wie ich ein Sohn darf nicht! jetzt der Erde unser „Titels? Güter? „Beugs dich zu m ind die Stimme will: legne ihn— und grüf inkel— dem Sohn Zulver und Wes un Zuckn verkaufen. rafen genannt we enn die ganze Welt Denute und und cherze sauten, das nein, chättle nicht w es sind nicht die „Rege dich nicht dich nicht an, laut zu sind allo...“ „Geafen von Wei Masoratsderr von Fre Imern, nahe der meckle (Friestund. Patronats 29. Oktober 1914.### Ntr. 556. Morgen=Ausgabe. schges. 9: dut an am fee keine mote. ten unsere Ueberzeu. lassen nur zu Schlachtlinie 5er Zeinz fernung von ungefähr e Rückkehr der Regi ggressive Täll,. ch erhöhen und würd, nmeienhest we nwesencheil der des Militärgouver. seinen Entscheidungen Darf man das diplorn, ehe jeder offensioe „ Aluch Gründe der #ewisse Minister# lejenigen, die in ihren er parlamentarisch ndifferent bleiben bei der Pariser Deputiernent bilden. Sie würeln, um ihre Wünsche emalen Bedingungen lerung zu telegraphie. ische, morgen vielleicht die sie in mehr oder stellen werden. Viele hulbeginn nach Paris ag natürlich alle den bis zur Bildung von das Blatt schließt: ehörden ist ein schwenzen für die Zukunft, imen werden darf. barei. sischen Mitarbeiters er selbst wiederholt nter anderm erzählt: ldigt, die Verwunverwundeter Gefangener it zu zeigen. Weshalb wesen, eine Kundgebung en verwundeten Feinden die den eigenen Söhnen 1 dem erzählen, worüber ten Kämpfe zwischen der n Turkos hatte einer elt zu bewachen, wohin Soldaten gebracht wur. i und zu dem von dem ab und sagte beruhigend Permalad-ici!“(„Keine zösischer Arzt stellte fest, mit kaltem Blut allen t anvertraut waren— tte! Oder glaubt etwe ernationalen Abkommen ines meiner Besuche in inem farbigen Soldaten, vo verwundete Deutsche aus Senegal mit breiter alle totzuschlagen,“ sagte i eigenen Halse machte, en zu geben. Sie sindse je überraschende Bemerrständlich, wenn man in re 1914 nicht weiter geus Afrika herbeiKulturstaat gegen einen Hilfe leisten! Sogar organe haben allen che Gefangene inhuman „Schandtaten“, die die ieser furchtbare Zustand menschlicher Rücksichten Mängel, worunter die ikreich leidet, sind um Albert de Mun, Gustare die in ihren Zeitungen baute heftige Kritik vnWestfälischer Merkur. Fortwährend werden von unserer Geschäftsstelle Königstr. 59 und unseren Botenfrauen Bestellungen auf den Westfäl. Merkur entgegengenommen.— Der Bezugspreis beträgt bei zweimal freier Zustellung durch unsere Boten monatlich 1,00 Mark durch die Post bezogen Mark 1.17 ausschließl. Bestellgeldgebühr. Neu hinzutretenden Beziehern werden die bis Ende Oktober noch erscheinenden Ausgaben sowie die illustr. Bellagen„Das Leben Im Bild“ kostenfrei geliefert. Der Verlag des Westfälischen Merkur Städtisches. Münster, 28. Oktober. 28 Eisernes Kreuz. Der Leutnant der Reserve im Arerie=Regiment Nr. 22 Joseph Schmidt, Sohn des Rechnungsrats Arnold Schmidt hierselbst, ist am 16. d. Mts. den Kämpfen bei Arras mit dem Eisernen Kreuz ausgesichnet worden. I Apologetische Vorträge. Herr Universitätsprofessor Prälat Dr. Mausbach wird seine Vorlesungen über„Die Löttliche Sendung und Würde Christ!“ auch im Tollegium Marianum nachmittags 6 Uhr für weitere Kreise ebildeter Damen abhalten. &a Sammlungen von Zeitschriften und Zeitungen. Beim Bezirkskommando, Zimmer Nr. 2, werden Zeitschriften und eueste Zeitungen zur Verteilung an verwundete Krieger geammelt. 6' Versorgung der Truppen mit warmer Unterkleidung. m unsere im Felde stehenden Truppen möglichst gleichmäßig it warmen Unterkleidern und Wollsachen zu versehen, hat bekanntlich vor einiger Zeit in Berlin ein Kriegsausschuß r warme Unterkleidung gebildet. Auf dessen Veranlassung ehen jetzt allwöchentlich sowohl auf dem westlichen wie auf m östlichen Kriegsschauplatz sog. Wollzüge ab. Von den bei r hiesigen Abnahmestelle für freiwillige Liebesgaben sind breits zweimal je 2 Waggons mit Wollsachen und Kleidungssicken den Wollzügen angehängt worden. Während die erste sendung unter den Truppen des 7. Armeekorps verteilt worist, sind die mit dem zweiten Transport abgegangenen achen den Angehörgen des 7. Reserve=Armeekorps zugeEhrt und von dem Begleiter dieses Transportes, Prinzen on Bentheim, dem Chef des Generalstabes des Reservekorps ergeben werden. So wird auch für die Folge dafür gesorgt erden, daß bei Verteilung von Liebesgaben das aktive und das eserve=Armeekorps nach Möglichkeit gleichmäßig bedacht erden. Den am 29. d. Mts. von Berlin abgehenden Wolligen werden von hier aus wiederum 2 Waggons angehängt kerden. am Mittag vom 26. rt aus Ancona: Von kreich in die italieeinreihen ließen, sind Rehr!. .) Die„Berlingste ce Maeterlinck hat in er um die Erlaubms fere anschließen zu des Obersten wurh versehen und die is endlich warmen var die Lage aller pferchter Deutscher id unser wackerer eine Proteste beim lbmachungen unter Behandlung der gesetzte Gefangench brach auch der lten hatte, seelisch der Ruhr befallen jade fiebernd und n gewidmet hatte, i, mit ihnen auflte sich hinzu und n, daß tranzösich, men. Er fürchten gesehen hatte, das hielt er sich unter rohbündel und er ndchen, und damit wäre. Aber nach ind nun sollte die ranzosen erklärten nbar Angst davor in der Gefangenen sie ihn in ein Sekt reichlich vererleutnants wurde heit zurückgegeben. er hier anvertraut öflichkeit, dagegen zieren in Freiburg em Kreise wurr, „unserer Sache“ Jugendwehr Tagesbefehl zum Dienst. Donnerstag, den 29. Oktober: J. Kompagnie 3¼ Uhr Oberrealschule, zur Loddenheide. II. Kompagnie 3 Uhr Oberrealschule, zur Loddenheide, III. Kompagnie 3 Uhr Bezirkskommando. IV. Kompagnie 3 Uhr Schillergymnasium. Dienstag, den 3. Nov., abends 8 Uhr, Gesellenhaus: Vortrag des Lehrers am Gymnasium, Koch; zurzeit eingegegen als Unteroffizier, über Kriegslieder mit anschl. prakt. Gesangsübungen für die I. und II. Kompagnie. Das Kommando der Jugendwehr. Orovinzielle Nacbrichten. X Ibbenbüren, 27. Okt. Das Eiserne Kreuz erhielt unter Beförderung zum Leutnant Herr Obeklehrer Heinrich Verlemann von hier. Recklinghausen, 27. Okt. Ueber den tragischen Ausgang nes Liebesgabentransportes wird der„K. V.“ berichtet: i Samstag, den 17. d. Mts., reihten sich sechs RecklingAuser Kraftwagen, gesteuert u. a. von Tiefbauunternehmer Franz Carl, einem Kraftwagen=Liebesgabentransport von Künster an. Nach mehrtägiger Fahrt trafen die Wagen am sonnerstag früh bei einer Etappenstation in Nordfrankreich a Gräfliche Buren. Roman von A. J. Mordtmann. (Nachdruck verboten.) (2. Fortsetzung.) „Was trauerst du, Bruder, du Lieber, Getreuer?“ veritzte der andere.„Haben wir nicht unser Leben lang in intracht beieinander gewohnt, wie Brüder es sollen?“ „Bei Gott, das haben wir!" „Haben wir nicht die englischen Tommies gejagt, daß sie soh waren, als sie nicht mehr das Weiße in unsern Augen chen? Und haben nicht die beiden Werbenthals, Erich und Andreas, ihrem deutschen Ursprung Ehre gemacht?“ „Ich denke, die Rotröcke wissen davon zu erzählen!“ hgte der andere, und sein Auge blitzte, obgleich ihm Tränen ervordrangen und langsam über die Wangen in den dichten sotblonden Bart rollten. „Nun also, da ist ja alles gut!“. Und es flog wie ein freueiger Schimmer über die blutleeren Gesichtszüge des älteren Verbenthal.„Aber jetzt merke auf, Andreas. Du wirst jetzt as Haupt der Famtlie, und da mußt du etwas erfahren, was mmer nur der Aelteste wissen durfte. Versäume nicht zu in, was ich dir nun sage...“n „Ich verspreche es dir.“ „In unserem Hause links in der Ecke des Ladens steht ine große hölzerne Kiste, worin allerlei altes Gerümpel ist. Die mache auf und nimm die Blechschachtel heraus, die du arin finden wirst. Vergiß es nicht. „Ich vergesse es nicht.“ „Darin findest du Dokumente, die du wohl ebensowenig benutzen wirst, wie ich und unser Vater es getan haben. Aber ein Sohn darf nicht länger hier zurückgehalten werden. Er ist jetzt der Erde unseres Titels und unserer Güter...“ „Titels? Güter?“ „Beuge dich zu mir herab; mir dunkelt's vor den Augen, und die Stimme will nicht mehr. Höre: Dein Sohn— Gott egne ihn— und grüße den prächtigen Burschen von seinem Onkel— dem Sehn Lothar soll nicht wie wir den Farmern Pulver und Wey und Konserven und ihren Frauen Kaffee und Zuckn verkaufen. Haden wir ihn nicht oft den kleinen Brafen genannt, wenn er so selbstbewußt einherschritt, als wenn die ganze Welt ihm gehörte? Nun denn, was wir im cherze sauten, das ist im Ernste wahr. Wir sind Grafen neln, schättle nicht den Kopf— meine Gedanken sind klar, sund es sind nicht die Phantasten eines Sterbenden.“ „Rege dich nicht auf, Erich, ich glaube dir ja. Strenge dich nicht an, laut zu reden, ich verstehe dich ganz gut. Wir sind alle...“ „Grafen von Werdenthal. Nach meinem Tode wirst du asoratsbeer von Fresenhorst. Unsere Güter liegen in PomImern, nahe der mecklenburgtschen Grenze; Vorwerke noch bei Fricstund. Patronatsrechte über vierzehn Pfarreien und die ein, nachdem sie schon eine Anzahl der aufgeladenen Pakete verteilt hatten. Die Abgabe des Restes ging schnell von statten, und nun schlossen sich die Herren einem Offizier an, um einen Blick auf die Schlachtfelder zu werfen. Von einem Gelände aus, das schon seit mehreren Tagen nicht mehr von Feuer bestrichen worden war, hielten sie Umschau. Plötzlich sauste von der feindlichen Stellung aus eine Granate in die Gruppe und tötete den 29jährigen Tiefbauunternehmer Franz Carl. Glücklicherweise explodierte das Geschoß nicht, so daß die übrigen Herren unversehrt blieben. * Holzen, 27. Oktober. Den Heldentod fürs Vaterland starb als dritter Kämpfer aus unserer Gemeinde der Musketier im 13. Infanterieregiment Max Wald, Sohn des Polizeisergeanten Wald hier. Der junge wackere Krieger erfreute sich bei seinem stets munteren und offenen Wesen allgemeiner Beliebtheit. Erst vor einigen Tagen war er für eine kühne Waffentat auf dem westlichen Kriegsschauplatz mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet worden. * Arnsberg, 27. Oktober. Eine neue Polizeiverordnung über den Handel mit Nahrungsmitteln wurde vom Regierungspräsidenten in Arnsberg erlassen. Danach haben alle Händler und Gewerbetreibenden, die Lebensmittel feilhalten, den Preis in einer für jeden Käufer deutlich erkennbaren Weise, und zwar innerhalb des Verkaufsraumes und außerhalb desselben an der Tür oder an dem Fenster durch Anschlag bekannt zu geben. In Betracht kommen: Kartoffeln, Schwarzbrot, Graubrot, Weizenmehl, Roggenmehl, Schmalz, Butter, Hülsenfrüchte, Eier, Salz, Griesmehl, Hafergrütze, Zucker, Milch, Speck, Schweinefleisch, gesalzenes Schweinefleisch, Schweinekottelettes, frische Bratwurst, geräucherte Bratwurst, gewöhnliche Leberwurst, geräucherte Blutwurst, Fleisch=Schwartemagen, roter Schwartenmagen und Fleischwurst.— Die gleiche Verpflichtung haben auch die Händler und Gewerbetreibenden, die die vorstehend genannten Waren im Umherziehen feilbieten. X Arnsberg, 28. Okt. Der„Reichsanzeiger“ meldet die Ernennung des Oberregierungsrats Gisevius in Arnsberg zum Oberverwaltungsgerichtsrat. O Elberfeld, 27. Okt. Gestern sind mittels Sonderzuges ungefähr 600 Eisenbahner aus den Direktionsbezirken Elberfeld und Essen von hier aus nach Belgien abgegangen. Während eine Abteilung der Beamten zunächst in Lüttich bleibt, kommen die Betriebs= und Baubeamten nach Brüssel, wo sie dann weiter verteilt werden. Zum Abschied hatten sich auf dem Bahnhof der Eisenbahndirektionspräsident Hoeft mit mehreren höheren Beamten eingefunden. Unter begeisterten Gesängen der Eisenbahner verließ der Zug langsam die Halle. * Düsseldorf, 27. Oktober. Der Höchstsatz der Arbeitslosen-Unterstützung für Familien ist jetzt von 2 auf 3 Mark erhöht worden; auch den unverheirateten alleinstehenden Arbeitslosen ist nunmehr eine Geldunterstützung zugebilligt worden. Weiterhin wurden den Arbeitslosen noch einige geldlichen Erleichterungen gewährt.— Wiederholt waren bei der hiesigen Postbehörde Beschwerden eingelaufen, daß besonders die für Soldaten bestimmten Sendungen erbrochen und zum Teil ihres Inhalts beraubt worden waren. Die angestellten Ermittelungen führten zur Festnahme des Postaushelfers Karl St., als er sich gerade eine derartige Wertsendung aneignen wollte. Mehr wie 20 Fälle konnten dem Dieb bereits nachgewiesen werden. Aus der Lüneburger Heide, 27. Oktober. Auf dem sehr geräumigen Truppenubungsplatz für die Garnison in Celle, namentlich für das 77. Infanterie=Regiment daselbst, werden seit kurzer Zeit Baracken für Kriegsgefangene auf der Heide bei dem Dorfe Scheuen gebaut. Zu den Erd= und Bauarbeiten werden fast ausschließlich gefangene Soldaten, meistens Belgier, verwendet, die sehr zufrieden sind, daß sie beschäftigt werden. Außerdem findet die Verpflegung der Gefangenen an Ort und Stelle statt. Falls es notwendig werden sollte, ist noch genügend Raum vorhanden, so daß die Zahl der Baracken, deren jede 50 und 100 Mann beherbergen soll, noch erheblich vermehrt werden kann. Scheuen ist nun neben Munster(nicht Münster) und Soltau der dritte Gefangenenlagerplatz in der Lüneburger Heide. Donnerotag, den 29. Oktober 1914. der heiligen Gnadenmittel der Kirche, wie drängen sie sich täglich am Morgen und am Abend zu den kirchlichen Stätten des Wortes Gottes, des gemeinsamen Gebetes und des heiligen Opfers! Geliebte Diözesanen! Alle treuen Führer und Freunde unseres Volkes und wir besonders, die Gott in Seiner Herablassung zu Hirten der Herde Jesu Christi bestellt hat, kennen nur die eine Furcht, ob die sittliche Erhebung und die religiöse Erneuerung, die der Krieg bewirkte, auch in Zukunft, auch im Frieden bleiben wird. Diese Furcht ist leider wohlbegründet. Wir Menschen sind nun einmal, wie Sk. Augustinus uns geschildert hat: „Während der Strafe bekennen wir, was wir getan; nach der Heimsuchung vergessen wir, was wir bereut. Wenn Du, o Herr, Deine Hand ausstreckst, versprechen wir, recht zu tun; wenn Du das Schwert aufhängst, halten wir nicht, was wir versprochen. Wenn Du schlägst, schreien wir, daß Du schonest, wenn Du schonest, reizen wir Dich wieder, daß Du schlägst.“ Ein Rückfall in jene Diesseitsstimmung, die da und dort in unserem Vaterlande der ererbten deutschen Gottesfurcht und Sittenstrenge gefährlich werden wollte, er wäre das größte Unglück, das unserem Volke geschehen könnte; das brächte seiner Kraft und Größe, die von äußeren Feinden nicht bezwungen werden konnte, den sicheren Niedergang und schließlich einen unrühmlichen Tod. Im Hinblick auf den bevorstehenden Allerseelentag legt der Bischof seinen Diözesanen noch eine Pflicht der Liebe und Dankbarkeit besonders ans Herz: Erinnert euch mit Dankbarkeit der teuren Toten, die vor dem Feinde fielen, und die sich heldenmütig hingeopfert haben, um den schreckensvollen Krieg von unseren heimatlichen Fluren fernzuhalten.... Wie tröstet es jetzt euer Herz, zu wissen, daß eure in der Schlacht gefallenen Lieben nicht unvorbereitet hinausgezogen sind, daß vielmehr das schöne Wort der Heiligen Schrift von ihnen gilt:„Selig sind die Toten, die im Herrn sterben.“ (Offb. 14, 13.) Welch willkommene Botschaft bringt euch die Lehre unserer katholischen Kirche von der Gemeinschaft der Heitigen, d. l. von den inneren übernatürlichen Zusammenhängen zwischen allen Gliedern der streitenden, leidenden und triumphierenden Kirche. Wie verklärt sich euer Schmerz bei dem Gedanken, daß ihr den Entschlafenen, die zwar im Herrn gestorben, zur seligen Anschauung Gottes aber noch nicht gelangt sind, wertvolle Liebesdienste erweisen, ja ihnen wirksame Hülfe ins Fegefeuer bringen könnt.“ Zum Schluß erinnert er daran, wie Papst Pius X. kurz vor seinem Tode bestimmt habe, daß am Allerseelentage eines jeden Jahres alle Christgläubigen, die nach dem Empfange der heiligen Sakramente der Buße und des Altares eine Kirche oder Kapelle besuchen, um durch ihre Fürbitte den Verstorbenen zu helfen, und die dabei auch nach der Meinung des Hl. Vaters beten, bei jedem derartigen Besuche einen den armen Seelen zuzuwendenden vollkommenen Ablaß gewinnen können. Tylander als Andenken der Croberung verliehen und obendrein das Eiserne Kreuz. Die gleiche Auszeichnung wurde auch dem Kameraden Schissel zuteil. Regensburg. 26. Okt. In einem tiefergreifenden Allerseelen=Hirtenbrief, welcher gestern von sämtlichen Kanzeln der Diözese verlesen wurde, wendet sich der Bischof von Regensburg, Dr. Antonius v. Henle, an seine Diözesanen und gedenkt all derer, die den Heldentod für uns starben und nunmehr in fremder Erde ruhen.„Wer gibt meinem Haupte Wasser und meinen Augen eine Tränenquelle? So wollte ich Tag und Nacht die Erschlagenen meines Volkes beweinen,“ ruft der Oberhirte mit dem Propheten Jeremias aus, um aber dann unsere Trauer zu höherem Ziele zu führen und den Martyctod jedes Soldaten festzustellen. Die Hoffnung auf ein Wiedersehen legt sich tröstend aufs Herz. Aber auch zum Gebet für die Gefallenen und Dahingeschiedenen mahnt der Bischof und erinnert an die Segnungen der Kirche durch das Opfer zum Troste der armen Seelen.„Schöpfen wir aus diesem Opfer, wenn möglich täglich und besonders in diesen ernsten Tagen, die so viel Erbarmen nötig haben, die ganze Barmherzigkeit Gottes. Was können wir besseres tun, als im hl. Meßopfer diesen Erbarmungsruf recht oft zum Herzen Gottes,„dem eigen ist zu schonen und zu erbarmen", für unsere lieben Verstorbenen und besonders jetzt für unsere auf dem Schlachtfeld gefallenen Brüder gelangen zu lassen? Im Namen der lieben Seelen sei diese Bitte euch vorgetragen. Lasset sie ihnen zur frohen Botschaft werden, dann wird der Tag kommen, an dem auch an euch allen wahr werden wird: Selig, die Erbarmen üben, sie werden Erbarmen finden.“ Erdbeben in Italien. Rom, 27. Okt. Depeschen aus Florenz, Pistoria, Livorno, Pisa, Lucca und Massa berichten über ein Erdbeben, das um 10,20 Uhr vormittags Aufregung unter der Bevölkerung hervorgerufen hat, aber keinen Schaden verursachte. Nur aus Lucca und Massa wurden leichtere Beschädigungen gemeldet. Man verspürte das Erdbeben auf der Insel Elba, in Venedig, Bologna, Turin, Genua, Mailand, Ancona, Forli, Cesena, Faenza und Verona. Ein Schaden wurde nicht angerichtet. Barmberzige Schwestern. Von Hans Heinrich Bormann(Oberlahnstein). „Deutschland, küsse den Saum ihres . Gewandes; sie sind in den Kriegen deine Engel." Liliencron Der Tod holte weit mit der Sense aus, Ein letzter, rascher Schwung... Langsam verebbte das Schlachtengebraus. Das war ein heißer, blutiger Strauß, Heut sank manch' tapfrer Jung. Und viele, viele liegen im Blut, Stöhnen im Fieber wild. Ein Tropfen Wasser täte so gut! O diese schmerzende, brennende Glut! Wär nur der Brand gestillt! Käm' doch ein Engel vom Himmel her, Stillte er doch den Schmerz! Da sieh— dem Wunsche wird schon Gewähr, Barmherzige Schwestern wandeln umher, Sorgen für jedes Herz. Behutsam wie eine Mutter den Sohn Pflegen sie Freund und Feind. Gar mancher, der sonst mit Spott und Hohn Die Schwestern bedachte, der hat hier schon In ihren Armen geweint. Verkannt und verachtet von vieler Welt Lebten sie still dahin. Nun, da sie auf schwersten Posten gestellt, „Barmherzige Engel auf blutigem Feld“ Preist sie ein jeder Sinn. Mitgeteilt vom Sekretariat Sozialer Studentenarbeit. Vermischtes. Wien, 27. Okt. Die„Südslavische Korrespondenz“ meldet aus Serajewo: Im Namen mehrerer hundert serbischer Kriegsgefangener, die nach fünftägiger Quarantäne in das Innere des Landes abgeschoben wurden, baten zwei serbische Offiziere vor ihrer Abfahrt auf dem Bahnhof den diensttuenden österreichischen Offizier, er möge den Dank der serbischen Kriegsgefangenen für die ihnen und insbesondere den Verwundeten zuteil gewordene gute Behandlung den zuständigen Stellen übermitteln. Kirchliche Nacbrichten. Paderborn, 27. Okt. Der Herr Bischof Dr. Karl Joseph Schulte hat an seine Diözesanen einen Kriegs=Hirtenbrief gerichtet, der auf die ernsten und schweren Tage, die wir jetzt in unserem Vaterlande durchleben, Bezug nimmt. Niemals hat das deutsche Volk sich größer und würdiger gezeigt, denn in diesem Kriege. Vom Kaiser bis zum letzten Mann herrscht nur der eine starke Wille, das bedrohte Vaterland zu schützen. Und mit der Tatkraft und der Tapferkeit unserer Armeen draußen harmoniert im Lande die Energie und Emsigkeit der vielen, vielen Tausend, die freiwillig in den Dienst der Nächstenliebe traten und die nun gleichfalls Heldenhaftes leisten, um die Wunden, die der Krieg geschlagen, bei Freund und Feind zu lindern. Auch von heiligen Tagen, Tagen der Heiligung, darf Gott sei Dank in dieser Gegenwart gesprochen werden. In welch unübersehbaren Scharen und mit welch tiefem Ernste haben unsere wehrpflichtigen Männer und Jünglinge— selbst solche, die Gott und der Kirche jahrelang entfremdet waren— vor dem Auszug in den Krieg am Beichtstuhl und am Tisch des Herrn sich eingefunden! Der Gedanke an die Ewigkeit und an des Menschen letzte Dinge leuchtete blitzhell in Millionen Seelen auf, die dem Tode täglich nun ins Antlitz schauen müssen; er hat zahllose und unvergeßliche Wunder einer kindlich=frommen Rückkehr zu Gott, dem Ewigen und Allbarm= herzigen, bewirkt. Und die Daheimgebliebenen? Wann hat man je zuvor solchen Ernst im Lebenswandel, solche Anspruchslosigkeit, solchen Eifer im Gutestun wahrgenommen? Wie sehnen sich jetzt die Gläubigen nach den übernatürlichen Kraft= und Trostquellen Der Streich der beiden bayerischen Feldgendarmen. Berlin, 27. Okt. Dem„Berliner Tageblatt" wird aus München gedrahtet: Ueber den vor einigen Wochen kurz besprochenen Streich zweier Feldgendarmen, die 110 Franzosen und einen Offizier gefangen nahmen, ist jetzt von einem der beiden Helden folgender Bericht gegeben worden: Ich, Sergeant Otto Maurer, und Unteroffizier Schissel, kommandiert zur Feldgendarmerie des ersten bayerischen Armeekorps, haben auf unserem Patrouillenritt in einem großen Hof bei Zittersdorf im Saartal Franzosen gesehen. Ich glaubte, daß es nicht mehr seien als zehn Mann. Ich sagte zu meinem Kameraden Schissel:„Auf Leben oder Tod, wir reiten darauf zu!“ Ich nahm meine Pistole heraus und gab ungefähr fünf Schüsse ab. Mein Kamerad machte ein täuschendes Zeichen nach rückwärts, als wenn noch mehrere hinter uns wären. Nun ritten wir im Galopp gegen den Hof. In diesem Augenblick sprengten etwa 25 Mann mit Gewehren uns entgegen, aber durch mein energisches Auftreten waren die Franzosen so erschreckt, daß der Offizier sofort die Hände in die Höhe hob, und die Soldaten warfen die Gewehre weg. Bei der Untersuchung des Hofes fand ich im ganzen 110 Mann, welche ich aus dem Versteck herauszog. Ich brachte mit meinen Kameraden die ganze Gesellschaft nach Lixheim in Gefangenschaft. Der Degen des Offiziers wurde mir von Seiner Exzellenz dem General Bandels-Nacbrichten. * K a l i s y n d i k a t. I n d e r G e s e l l s c h a f t e r v e r s a m m l u n g a m 27. d. Mts. wurde berichtet, daß der Absatz an Kalisalzen vom 1. August bis 15. Oktober 4004000 dz gegen 12 404 000 dz in der gleichen Zeit des Vorjahres betrug, also infolge des Krieges ein Rückgang von 8 400 000 dz entstanden ist. Dieser Rückgang ist besonders im August wegen des Wagenmangels eingetreten. Der September hat bereits wieder 45 Prozent des Septemberabsatzes 1913 gebracht, und für den Oktober werden etwa 50 Prozent des gleichen Monats 1913 erwartet. Dem Werte nach beträgt der Absatzrückgang in den ersten 9 Monaten d. J. 16 900 000 M. Nach den feindlichen Staaten werden Kalisalze weder direkt noch indirekt geliefert. Das Ueberseegeschäft, das nach Ausbruch des Krieges fast völlig unterbrochen war, hat sich in letzter Zeit erfreulicherweise wieder belebt. Die Versammlung genehmigte die Aufnahmeverträge mit den Gewerkschaften Dönges und Koburg sowie den Bergwerksgesellschaften Reyershausen und Germania. Sie gab ferner ihre Zustimmung für die Aufnahme neuer Schächte von den Gesellschaftern Heiligenroda, Karlsfund, Beyenrode und Ludwig II. Die Stammeinlagen der Bergbaugesellschaft Wilhelmine, der Mansseldschen kupferschieferbauenden Gewerkschaft und der Gewerkschaft Theodor und Heiligenroda wurden erhöht, weil diese Werke höhere Beteiligungsziffern erhalten haben.— In der Gesellschafterversammlung vom 26. August war beschlossen worden, daß denjenigen Werken des Syndikats, die wegen Wagenmangels oder aus anderen infolge des Krieges entstandenen Gründen nicht imstande waren, zu liefern, ein Ausgleich gewährt werden sollte. Zu diesem Zwecke wurden Richtpreise für jede einzelne Salzgruppe festgesetzt. Die liefernden Werke erhalten für ihre wirkliche Beteiligung die vollen Erlöspreise, während sie für diejenigen Mengen, die sie über ihre Beteiligung hinaus liefern, nur die beschlossenen Richtpreise erhalten. Die Differenz zwischen Richtpreisen und Erlöspreisen fällt denjenigen Werken zu, die nicht in der Lage sind, zu liefern. Dieser Ausgleichmodus wurde jetzt unter Zustimmung aller anwesenden Gesellschafter für die Monate November und Dezember erneuert. * Die Wirtschaftslage in Luxemburg. Die luxemburgische Regierung läßt laut„Voss. Ztg.“ durch die Handelskammern genaue Informationen über die Einwirkungen des Krieges auf die luxemburgische Volkswirtschaft einziehen. Soweit bis jetzt die Ergebnisse der Untersuchung vorliegen, kann eine erfreuliche Besserung der industriellen Konjunktur gegen den ersten Kriegsmonat konstatiert werden. Diese Besserung macht täglich Fortschritte. Wetter-Drognose. (Unbefugter Nachdruck wird gerichtlich verfolgt.) 29. Oktober: Zeitweilig Sonnenschein, meist wolkig bis trübe, windig, mild, Regenfälle. 30. Oktober: Wechselnd bewölkt, zeitweise heiter, etwas kälter, Niederschläge in Schauern. Verlustliste siehe 4. Seite. Klosterschule in Stettin. Und Lothar ist Erbgraf von Werbenthal.“ „Wenn es dich beruhigt, Erich— ich gelobe dir, er soll es nicht nur dem Namen nach sein.“ „Es ist gut, Andreas.“ Der Sterbende sank zurück und wandte sein bleiches Antlitz nach dem Osten, wo orange= und lichtrote Strahlen das fahle Gelb durchschossen. Nach einem Weilchen begann er wieder, indem er die solange festgehaltene Hand seines Bruders losließ: „Lies mir aus der Bibel vor. Du kennst meine Lieblingsstelle— das 15. Kapitel aus dem ersten Briefe Pauli an die Korinther. Andreas zog das neue Testament heraus, das er immer bei sich führte, und las, anfänglich mit unsicherer, allmählich aber immer fester werdender Stmme die zuversichtlichen Worte des großen Heidenapostels. Die Sonne stieg auf und überflutete mit ihrem Lichte die Ebene und den unvergeßlichen Majubaberg. Erich Werbenthal aber lag regungslos da, die Augen nach dem aufgehenden Tagesgestirn gerichtet. Er war ohne einen Laut und mit einem zufriedenen Lächeln um die Lippen entschlummert, als der treue Genosse seiner Kinder= und Mannesjahre die jubilierenden und erhabenen Worte des 55. Verses las. 3. 938 Zwei gräfliche Buren. Wenige Wochen später, nachdem der glorreich erkämpfte Frieden den Buren ihre Unabhängigkeit— leider, wie wir wissen, nicht für immer— gesichert hatte, kehrte die bewaffnete Macht aus dem Felde zurück, und die Kämpfer zerstreuten sich, um ihre friedlichen Beschäftigungen wieder aufzunehmen. In manches der Farmerhäuser war Trauer eingekehrt; aber sie traf ein männlich entschlossenes Geschlecht, an Sturm und Drang, an den Kampf mit den Mächten der Natur und feindlichen Menschen gewöhnt, und die Freude über den Sieg erstickte das Wehklagen über die für die gute Sache Gefallenen. Andreas Werbenthal hatte seinen Bruder zur ewigen Ruhe gebettet, die Salven hatten über den schmucklosen Hügel geknattert. Er trug Leid um den Dahingeschiedenen, aber dann wandte er sich mutig wieder dem Leben zu und vergeudete nicht die Zeit mit Wehklagen um einen, von dem er frommen Sinnes hoffte, er werde als ein getreuer Knecht einen gnädigen Richter im Jenseits gefunden haben. Andreas' Sohn, der jetzige Erbgraf Lothar von Werbenthal, hatte seine Mutter nie gekannt und war in der Pllege einer rundlichen Holländerin aufgewachsen, die, als kann und Kinder an den Pocken gestorben waren, bei den Werbenthals gastliche Aufnahme gefunden hatte. Sie war seitdem mit der Familie völlig verwachsen. Mit offenem Munde und weit aufgerissenen Augen stand Antie da, als eine Woche nach seiner Heimkehr Andreas eines schstönen Morgens erklärte, er werde am nächsten Morgen eine längere Reise unternehmen, auf der Lothar ihn begleiten würde.„Und wo soll's hingehen, Meister Andries?“ fragte sie mit der Vertraulichkeit mehr eines Familiengliedes als eines Dienstboten. „Ja, Antje— vorläufig nur bis Durban, dann aber über's Meer. Ich bin nicht viel besser als ein Bauer, aber meinen Sohn möchte ich zu einem Gentleman machen.“ Antje schlug die Hände über den Kopf zusammen.„Du meine Güte, Andries!“ klagte sie.„Was ist das für ein unsolider Einfall? Habt ihr nicht ein Geschäft, das besser ist als eine Goldgrube und ein Diamantenfeld? Und liegen nicht die schönen Gulden in der Bank, soundsoviel Tausend? Seid ihr nicht einer der reichsten Männer im Lande?“ „Eben darum!“ antwortete Andreas.„Ich kann's machen. Es ist ehrlich verdientes Geld, und wenn der Lothar einmal nach Europa kommt, soll er auftreten können wie ein feiner Mann.“ Dabei blieb es, obgleich Antje den Kopf schüttelte und den wunderlichen Einfall ihres Herrn garnicht begreifen konnte. War nicht der Vater in dem Kramladen zum schwerreichen Manne geworden? Und nahm nicht der Sohn eine angesehene Stellung ein? Gab es in beiden Freistaaten irgend einen Mann, der sich geweigert hätte, dem Enkel seine Tochter zur Frau zu geben? Warum sollte er auf so neumodische Manier erzogen werden? So ritten Vater und Sohn, begleitet von einigen schwarzen Dienern, ab, um die Reise nach Durban zurückzulegen. Und Antje sah ihnen lange nach, setzte sich dann auf eine Mehlkiste, zog die Schürze über den Kopf und weinte bitterlich. Der deutsche Konsul in Durban ist mancherlei ländlichen Besuch gewöhnt, und er war daher nicht überrascht, als ein Deutscher tief aus dem Innern eines Morgens bei ihm anfragen ließ, ob der Herr Konsul eine Stunde für ihn übrig habe. Herr Thorsberg, als Chef eines großen Importhauses stark beschäftigt, ließ dem Ansuchenden gleichwohl sagen, daß er ihm zu Dienste stehe und ihn um zehn Uhr empfangen werde. Pünktlich um zehn Uhr stellte sich der Besuch ein. Ein Mann in mittleren Jahren, mit sonnverbranntem Gesicht von herkulischem Körperbau und in der gewöhnlichen Tracht der Farmer des Landes; in seiner Begleitung war ein junger Mensch von vielleicht siebzehn Jahren, eine hübsche, ungemein anziehende Erscheinung, dessen kurzes krauses Haar, energisch geschnittenes Gesicht, klare graue Augen und ebenmäßiger Wuchs den vorteilhaftesten Eindruck machten. „Herr Konsul," begann der Fremde,„ich bin der Farmer und Händler Werbenthal aus Pretoria, und das da ist mein Sohn Lothar. Ich bin da, weil ich mir in einer etwas verwickelten Sache Rat von Ihnen erholen möchte. Der Magister Klaaßzen sagt, Konsul kommt von Ratgeben. Nun sagen Sie mir gleich, od Sie ein Stündchen Zeit für mich übrig haben, sonst komme ich lieber ein andermal wieder.“ „Setzen Sie sich,“ antwortete Thorsberg.„Ich habe mir Zeit gemacht, das ist meine Pflicht. Reden Sie ganz offen mit mir.“ Alle drei setzten sich. Der Farmer holte eine beleibte Brieftasche hervor, der er eine Anzahl Papiere entnahm und sagte: „Sehen Sie, Herr Konsul, mein Vater hieß Werbenthal schlichtweg und hat einen Kramladen in Pretoria gehabt, womit wir, Gott sei Dank, einen hübschen Posten Geld verdient haben. Eigentlich aber war er ein Graf und sollte Luitpold Graf Werbenthal geheißen haben. Möchten Sie nicht einmal das hier lesen? Es sind nur ein paar Papiere und Dokumente, alle amtlich beglaubigt.“ „Geben Sie her, Herr Werbenthal,“ sagte der Konsuk. „Das ist ja rasch gelesen.“ Er nahm die Papiere, die Werbenthal ihm überreichte, und las sie aufmerksam durch; es schien kein Zweifel, daß die Angaben des Mannes richtig seien. „Soweit ich es beurteilen kann, stimmt alles,“ erklärte der Konsul.„Sie sind also der im Jahre 1844 geborene Graf Erich...“— „Nein, ich bin der jüngere. Sohn Andreas, 1846 geboren.“ „Sie sind also wohl im Auftrage Ihres älteren Bruders hier?“. „Mein Bruder Erich ist in der Schlacht am Maji ba gefallen," antwortete der Besucher einfach.„Wir halsen dort beide gefochten.“ „Ja so. Sie dürfen stolz sein, Herr Graf. Denn das sind Sie jetzt.“ „Nun— es ist wohl so. Aber, Herr Konsul, ich habe mir gedacht, ich bin für die Grafengeschichte nicht aufgewachsen und nicht erzogen, und wenn ich sprechen soll, wie mir ums Herz ist, so pfeife ich auf den ganzen Firlefanz. Aber was anderes ist das mit meinem Sohn. Es kann sein, daß es ihm auch einmal Spatz macht, den Holländern Zucker und Kaffee und den Koffern Tabak und Genever zu verkaufen. Wie gesagt, das kann sein, vielleicht aber auch nicht. Und da habe ich mir gedacht, es wäre gut, wenn ich ihm eine Tür offen hielte, daß er in ein anderes Zimmer hineingehen kann, wenn es ihm in diesem nicht mehr gefällt.“ „Ich verstehe, Herr Graf...“ „Wollen. Sie mich nicht so nennen wie bisher, Herr Konsul? Wissen Sie, der Titel geniert mich ein wenig.“ „Na also, ich verstehe, Herr Werbenthal. Ich werde mich mit meinem Rechtsanwalt in Berlin ins Einvernehmen setzen und zunächst#ge. V..=Phrami—— S###t Ihrer Papiere einen Kamen ergehen lassen, vorläufig davon abgesr#r.„eeg oringen. Richt wahr, das währe Uhre Absicht?“ chronnwal. in Bernin ins Einennehn unter Beilegung einer Abschrift allen Protest in Ihrem und Ihres Sohneg en, der Ihre Rechte wahrt, wenn auch jesehen werden soll, sie zur Geltung u# (Fortsetzung folgt) Feldartillerie=Regiment Ur. 22(Münster). Aus der 61. Donnerstag, den 29. Oktober Donnersta Thenelles am 1. und Merlet am 24. 9. 14. I. Abteilung. Untrggif. Losch####demann aus Benne— durch Unfall 1. Batterie: s Borgholzhausen— s. vw. m: gn n aus Glesien— gef. Lon Ferd. G. pger aus euthunter— geiallen. Kan, verm..“ a1s Köln— schwer verwundet. aus Gadderbaum, Bielefeld— s. ow. Otto Schwartze aus Münster— gefallen. Kan. unton Köckemann aus Münster— gefallen. Kan. Heinrich Fischer aus Burgsteinfurt— gefallen. Pizewochtmeister Friedrich Meyer aus Borg Sest. Ascheri A.e 9004 Brockmann aus münster— gefal Grenadier=Regimeni Nr. 12(Jrankfurt a. O.). Tongres am 14., Tertre am 23. und Homu am 24. 8. 14. UI. Bataillon. Oberleutnant der Resewve Hüffner aus Berlin— gesallen. Hauptmann v. Schönfeldt aus Frankfurt a. 9.— verw. Stellvertretendes Generalkommando XVIII. Armeekorps, Frankfurt a. M. " Verluste infolge Krankheit. Oberst z. v. Schulz— an Herzschlag verstorben. Kriegsbekleidungsamt des 14. Armeekorps(Karlsruhe). Infolge Unfall verstorben. Major u. Führer der Betriebsabteilung IV Lauer— überfahren. 42. Reserve-Infanterie-Brigade. Stab, Frankfurt a. M. Bassincourt am 10. 9. 14. Generalleutn. z. D. und Brigade=Kommandeur O. v. Oidtmann aus Vonn— leicht verwundet. Landsturm-Inspektion, Altona. Verluste infolge Krankheit. General=Major und Inspekteur der Landsturm=Inspektion Altona v. Schmidt=Pauly— an Herzschlag verstorben. Bezirkskommando I. Bochum. Weiar: 5##gfelge Unfall verstorben. Major z. D. ma geburg— auf einer Automobilfahrt verstorben. Gren. 5. Garde-Brigade-Ersatz-Bataillon, Spandau. Berichtigung früherer Angaben. Herm. Hegger aus Geldern— bisher vermißt, ist verw. Garde-Grenadier=Regiment Nr. 5, Spandau. 3. Kompagnie: ohersemen: Ja h olde Unfall verstorben. Overleumant der Resewve Schmidt— verstorben. Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 6(Görlitz, Muskau). Berichtigung früherer Angaben. Hauptmann Corte— bisher vermißt, war leicht verwundet und befindet sich wieder bei der Truppe. Grenadier-Regiment Nr. 7(Liegnitz). Verluste infolge Krankheit. Major von Byern— an Nierenentzündung verstorben. „Reseroe-Insanterle.=Reg. Nr. 15(Minden, Bieleseld, Deimold). Oberstleutnant Ziedrich— schwer verwundet. I. Bataillon. Masor Hans Baum— gefallen. Oberleutnant u. Adj. Kurt v. Briesen aus Anklam— l. vw. Hauptmann G 5 d: 1. Kompagnie: Leutnant d. R. g.;. schwer verwundet. 5 Grüter— schwer verwundet. Leutnant d. R. Bracht— schwer verwundet. Wehrm. Hugo Stucht gun g leicht verwundet. Res. Bernbard H. aus Lüchtenberg, Hörde— vermißt. Res. Dernharo Bahemann aus Lippramsdorf— vermißt. Lentnon d. R. Re 1=3=.— shar. Spalegz. Res. Albert Gell. untarate F.—..zenbec aus Iburg— verwundet. unteroff. Aloys Keller aus Neheim— verwundet. Haumtmann Kar.. 4 Kompagnie: Hauptmann Hans Busse— gefallen. Leutnant Max Pahde— gefallen. Vei. Jese Wniel aus Everswinkel— vermißt. Unteroff Heinrich 6. otte aus Haltern— vermißt. Unteroff. Heinrich Homborg aus Afferde, Hamm— verwundet. Maschinengewehr=Komvagnie: Seir B.- N. Zeinrich n..— schwer verwundet. Geir d D. Sriet“ Paun de aus Wiedenbrück— gefallen. Gefr. v. n. Friedrich Niggemann aus Bochum— s. vw. II. Bataillon. Autmant S... 5. Kompagnie: Leumant Schürmann— verwundet. Unteroff. Josef Jakob Feuerborn aus Kattenstroh— verw. Bef Sohr' 87 o gen gerd l. aus Neuenkirchen— vw. Rel. Kari Linn=me: gegehausen, Büren— verwundet. Heinrich d1 Osnabrück— verwundet. Bizeseldwebel Otte a mper aus Barensel, Wiedenbrück— ow. Rei. Ant. Höweih. Soest— verwundet. Geir. Heinrich Me end aus Oelsterwiche, Wiedenbrück— ow. Friedrich 5 ert5 aus Gütersloh— verwundet. Unteroff. Gnich Fritzenkötter aus Gütersloh— gefallen. Res. Heinrich Kröschke aus Hagen Beckewede— gefallen. Sefr. Heinrich Schlüpmann aus Gütersloh— verwundet. Res. Jacob Peters aus Emden— verwundet. Res. Herm. Voß aus Sundern, Wiedenbrück— verwundet. Res. Herm. Kleinerüschkamp aus Verl—. verwundet. Rel. Frans Heiles mann aus Kattenstroh— verwundet. Misalsganz, He##tamper aus Verl, Wiedenbrück— ow. „ gesetowevel Josef Bollkämper aus Oesterwiehe— vw. ##es. August Battré aus Steinhausen— verwundet. ### Heinrich Doppmeler aus Rietberg, Wiedenbrück— vw. umeierict Jostmann aus Pavenstädt, Wiedenbrück— vw. Rei. Heinrsch F.;agentort aus Neuenkirchen— gefallen. Rel. Heinrsch Hy aus Nordhorn— vermißt. Lsterschlink aus Neuenkirchen— vermißt. Res. Edmund Vogel aus Witten, Bochum— vermißt. 6. Kompagnie: Hauptmann v. Wedemeyer— gefallen. erleutnant, vermutlich d. R., Wengeler— schwer verwundet. Oberleutnant, vermutlich d. Overleutnant, vermutlich d. R., Sandrock— gefallen. Oberleutnant, vermutlich d. R., Hüffermann— leicht vw. Ssezman d Rackelmann— leicht verwundet. # 4ugust Büteröwe aus Gütersloh— verwundet. ####eehan nhörster aus Sende, Wiedenbrück— vw. Wehrm. Wuhelm Baumann aus Herzebrock— verwundet. Wehrm. Karl Moor aus Varensell, Wiedenbrück— gefallen. Wehrm. Wilhelm Muckermann aus Bokel— gefallen. Res. Konrad Meyertoberenz aus Kattenstroht— verw. Ves. Zainrich Rienaber aus Klarholz— verwundet. DTer. Wuhelm Blome aus Rehda— verwundet. Res. Withelm Hülsey aus Lintel, Wiedenbrück— verwundet. Res. Ludwig Kniepschild aus Bodefeld, Meschede— verw. Wehrm. Franz Oehle aus Pleda, Wiedenbrück— gefallen. Offizier=Stellvertr. Vizefeldw. Drewell aus Gütersloh— vw. Wehrm. Christ Peitz aus Druffel, Wiedenbrück— vermißt. 7. Kompagnie: Leutnant, vermutlich d. R., Ringhardtz— leicht verwundet. BRei. Heinrich Kriemann aus Rietberg— vermißt. muce Zeinrich Raabe aus Cleve— verwumdet. am:“s Saaun Hausschmidt aus Varensell— leicht vw. Musr. Herm. Honerlage aus Sende, Wiedenbrück— l. vw. Musk. Franz Orthras aus Brock, Wiedenbrück— leicht vw. Musk. Clemens Overesch aus Wadersloh— leicht vw. Musk. Joh. Heitmann aus Gütersloh— leicht vw. Musk. Stephan Westermann aus Mose, Wiedenbrück— vw. Musk. August Osthaus aus Kattenstroth— verwundet. Musk. Joh. Wittenstein aus Avenwedde, Wiedenbrück— vw. Gefr. Joh. Löppenberg aus Langenberg— leicht vw. Gefr. Heinrich Schröder aus Wiedenbrück— verwundet. Vizefeldw. Franz Tombar“ aus Neuhaus— leicht vw. Res. Theodor Reckord aus ebrock— gefallen. 8. Ko., paanie: Musk. Ernst Manehnke aus Rheda— leicht verwundet. Musk, Georg Engelbrachter aus Lippstadt— leicht vw. Res. Bernhard Daut aus Harsewinkel, Warendorf— leicht vw. Unteroff. Wilhelm Scholl aus Dortmund— gefallen. Musk, Wühelen a.:...pe, Hagen— verwundet. w###elm Ortkras aus Herzebroß— verwundet. Musk. Bernhard Middelhoder aus Enniger— verwundet. Gefr. Herm. Rasche aus Batenforst, Wiedenbrück— verwundet. Musk. Herm. Uekmann aus Herzebrock— gefallen. Nusk. Herm. Schürmann aus Wiedenbrück— verwundet. Hinr. Brinkmann aus Herzebrok, Wiedenbrück— gef. Musk. Albert Blanke aus Münster— verwundet. III. Bataillon. 9. Kompagnie: Wehrm. Josef Heißenberg aus Padervorn— leicht Wehrm. Gottlieb Schlüter aus Engern, Westfalen. 10. Kompagnie:en— vernng Res. Wilhelm Koch aus Gütersloh— verwundet. 11. Kompagnie: Leutnant, vermutlich d. R., Hubert— leicht per Wehrm. Wilhelm Feldmann aus Eickel— 12. Kampagnie: vermitzt. Oberleutnant Hergesell— gefallen. Oberleutnant Berthold— verwundet. Leutnant Hackbart— gefallen. Gefr. Otto Röhrig aus Hochlarmarck— vermißt. Gefr. Iranz Struwe aus Münster— verwundet. er Westfälische Me am Tage nach Se Wöchentli Das Bel (Aufnahmen Verlag u. Rotationsdru# Provenummern: Bestellt #wolle man richten an Telegramm-Adre # Redaktion Nr Bedaktion: Lütkegasse 1— zstelle: Köniastr Peschäftssteue: Konigstr.: Infanterie=Regiment Nr. 18(Osterode). „„„ II. Batallion. Oschekau am 26. 8., Pristanien am 9., Walterkemen am1 Osznagoeren am 11. und 12. 9. 14. 11. u0) 7. Kompagnie: Leutnant der Reserve Karl Juncker aus Kurowo— Musk. Wilhelm Papajewski aus Gelsenkirchen—*“. Musk. Karl Walter aus Nahmer, Iserlohn— schwer, foen. Einj=Freiw. Gefr. Wilhelm Spelberg aus Bochum 8. Kompagnis: Befalg, Leutnant Wolfgang Parisius aus Glatz— leicht verwunde Infanterie-Regiment Nr. 20(Wittenberg). I. Bakaillon. v. 19. bis 21., Jroidmont am 23. u. Rochefort am 25.g 2. Kompagnie:" 29. 9.11 Leutnant d. R. Teodor Cochius aus Carlottenburg— gefollg Reserve-Infanterie=Regiment Nr. 25(Koblenz). II. Bataillon. Gefechte im Westen, Orte und Tage nicht angegeben. 5. Kompagnie:90 Wehrm. Wagner II. aus Hamm— vermißt. Maschinengewehr=Kompagnie: Oberltn., vermutl. d. Res., Fritz Uhrmacher aus Obercassel v III. Bataillon(Andernach). Ostel Sedan am 25., Opont am 23., 25. und 27. 8., Pontion und Da remy am 8., Tahure am 15., 18. und Ripont am 17.g 9. Kompagnie:"“1 Leutn. d. Res. Fritz Peters aus Berlin— verwundet. Leutn. d. Res. Hugo Lacour aus Münster— verwundet. Leutn. d. Res. Schulz aus Berlin— vermißt seit 28. 8. 14. 10. Kompagnie: Leutn., vermutl. d. Res., Hell— verwundet. Lin. d. Res. Frohneberg— verwundet. 11. Kompagnie: Hauptmann d. Res. Wilhelm Deichen aus Danzig— verwunde Leutn. Jolasse aus Hamburg— verwundet. (Schluß folgt.) Verantwortlich für den redaktionellen Teil: Hauptredakteur Theodor für den Anzeigen= und Reklameteil: Conrad Knopp, beide in Münster. An England sch Kolonien zu vollziehe und Aegypten folgt Regierung ernste So# bestimmen gewuß ehen, aber in den 2 ##ngland her ein gut #utsche Hilfe und di ine Freiheit ringen einem großen Tei n Aufstand gegen! seits im Gange ist, ##ngland das Hinterl ns gegen Deutschla Souverneur von Sü hitteilt, ist im N. Thristian de W eyers ein sehr Eine große Anzahl B besetzt. Verschieden #ngen genommen. gehalten und die: Beyers haben alle 2 egen England aufger StollwerckKriegs-Erfrischungen fertis zum Versand mit der F.ldr Hah?Prunnnberungen. Auf der Strecke Dortmundfolgende Aenderungen ein: Gronau treten vom 26. d. Mis. ab rerug zum versand mit der reldpost Schokolade, Waffeln, Keks, Pfeffermünz, Schokol.-Pulver, Eucalyptus-Menthol-Bonbons (gegen die Folgen der rauhen Jahreszeit) Lünen Nord Bork(Westf.) Selm Lüdinghausen Ondrup Dülmen Ost ab 1111 „ 1123 „ 1136 „ 12505 MARKE 1 MARKE Kriegs-Gold Kriegs-Silber 80 Pfg.„." 60 u. 50 Pfg. (ausschlieaslich 10 ∆ Porto) an 1213 „ ab 1240 Lette(Kr. Coesfeld)„ 1255 Coesfeld..... an 102 Coesfeld. ab 300 1056 Leite....„ 308 1104 Dülmen Ost an 322 1118 "„ ab 325 1124 und weiter wie bisher. (ausschlliesslien 1U 6 Forto). Wir übernehmen auf Wunsch den regelmässigen Versand durch die Feldpost. 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Hernsprecher 112 Rbossese Der Kreis Wehlau in Ostpreußen war zum größten Teil fast drei Wochen in den Händen der Russen, die von dort aus versuchten, nach Königsberg vorzudringen.„Bei ihrem Rückzug fanden heftige Gefechte statt, die Schlachtfelder bieten ein trostloses Bild, die Stadt Allenburg ist ein Trümmerhaufen, viele Gehöfte sind dem Erdverbrandte dea die Stadt Tapiau ist fast Werkstatt für kirchliche Kunst Son. Wachter!! Münster i. W., Spiekerhof 19. Die zurückkehrenden Flüchtlinge finden ihre Heimstätten ausgeplündert oder ganz vernichtet wieder. Die Not ist groß, helft uns, sie zu lindern. * Pfeifen und Mutzpfeifen in wirklich guter brauchbarer Ba# (Liebespfeisen in größt. Auswahl] Stocke s. Verwundete, Lunte=Feuerzeug u. zu haben bei H. Pfeisendrechslerei, Krauenstr. 12. 21. enn: pflehlt ihre Akzidenz-AAbteilung zu Ierstellung sämtlicher Buchdruckarbeiten in Schwarz- und Buntdruck für Heschäfts- und Privatverkehr in allen Ausführungen. TasVolksburean ir Münster I. 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Die P lutet: Zu unserm großen er angesehener Männ von Geschältsstelle des Bauvereins für die Stadt Münster, Verspoel 1 Treppe, nimmt unentgeli### Beitritts=Erklärungen, Zahlungen, Wohnungs=Anmeldungen und der## entgegen. Anfertigung kirchlicher Gefässe und Geräte in stylgerechter und sauberer Ausführung. Zwar ist für Ostpreußen schon viel gegeben worden, lange nicht, um Jede, auch die kleinste Gabe ist willkommen! Muster und Preisberechnungen auf Alunsch gern m Diensten DasArbeits=Nachweis Bureau(ebenfalls Verspoel Nr. 6, 1 Treppebat " kz. eseesossssseen vermittelt unentgeltlich Stellc zwischen Arbeitoebern und Arbei nehmern, gewerbl. u. sonst. Arbeitem. Handwerkern. Dienstboten uc.) Sillininnmin In dem unterzeichneten Verlage sind mit bischöflicher Druckerlaubnis nachstehende Bebetszettel erschienen: Sebete für die Soldaten. Dieselben werden zu folgenden Preisen abgegeben: 1000 Stück... 9.— Mark 100 Stück.. 1.— Mark .„ Eing Sammelstelle für Liebesgaben(warme Kleidungsflücke, Wasche, haltbare, gut verpackte Lebensmittel, Schuhist eingerichtet in Berlin, Alexanderplatz, Polizeipräsidium, Leiterin Frau von Saucken. wesian= tragen, müssen den Vermerk:„Jür den Kreis maltaße im wessan. Neben der Aufgabe, den Gesunden und Arbeitsfähigen bei ihrem schweren Tagewerk zu helfen, steht für uns die Sorge um die kranken und schwachen Alten, die in dem kommenden harten Winter kaum verpflegt werden können. 13 Burgern im N Pest=Transvaa sporden, der sich zum Hierung anzugreifen. ungen schon seit ein #lles tun, um den u vermeiden. In de seit von treuen Bürge dieser Minderheit em: #erstützung leisten wil Verzustellen. Es ist Diesen Aufstand zu pr #s fordert, zu untersti Beteiligung an den bemacht haben, brauch #e ihr Unrecht einsehl ie Ruhe und Ordnu Zeilungen sür unsere Krieger! Unsere Krieger im Felde sehnen sich nach Tagegh Unsere Krieger im Felde sehnen sich nach Tagesolättern, um im aeistigen Zusammenhang nit, der Heimat und der übrigen Weit zu deiben.9 Sebete für die gegenWärtige Kriegszeit. Preise ebenfalls 1000 Stück. 9.— Mark 100 Stück.... 1.— Mark Weniger als 50 Stück können nicht abgegeben werden. Westfälische Vereinsdruckerei Königstr. 59. Münster i. W. Fernruf 112. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. In welchem Siechenbaus oder Altersbeim finden diese bedauernswerten Leute wobl für die nächsten(Donate unentgeltliche Aufnahme? I.„ Ostpreußen hat jahrzehntelang tausende von jungen, gerunden Menschen, als begehrte Arbeitskräfte nach Mitteldeutschland ziehen lassen. Kein schonre: Dank könnte uns werden, als daß uns die Sorge für unsr men würde. saosf mniten Kriagen zu verschafen edie vematt Setungen. Kagdkriten und Ghrüchen Bte= wistammen aen herzlichst um Geldspenden für diesen Zweck. Jede Gabe Einzahlungen erbitten wir unter der Bezeichnung:„Für unsere Krieger" durch Postauf Kartg.9331 dee Kerrn. Dr, Alsted, Salzgeber, Verlin, bei dem Postschekamt Verlin. Vir hoffen, vaß schneute und reichtiche Gaben uns instandsetzen, dem dringenden Verlangen vieler Tausende unserer Krieger zu entsprechen. Der marme Dank uuf e die ihr Leben für uns einsetzen, wirds lohnen.erer Berlin, im September 1914. önrer Dank könnte uns unsre Alten abgenomMitteilungen erbeten an Herrn Landrat Weber. Der Vorstand des Vaterläadichen Stauenoereins Komn! Prmr Sanhrat Wocdhn. Geihn Shtschm. Santiskmn. Der Arbeitsausschußz katholischer Vereinigungen zur Verteilung von Lesestoff im Felde und in den Lazaretten velenche euns Ballauneerin 8v. 48, Wilhelmstraße 97. Se Ler iaste Alile Peiser Kasi, aunionsenr don Bantz, 1 B. Kesan henel, Haeah, Wirtlicher Geheimer Ober=Regierungsrat Do. Wuermeling, Delezierter b. Charitasverbandes f. d. k. Deuschland Dr. Kleineidam, Fürstbischöfl. Delegat und Probst zu St. Hedwig. wichem Pessedenden Aufruf begleiten meine würmsten Empfehlungen und besten Wünsche für t Heinrich, Tünlar=Bischef von Esamo, Feldprobst der Armer. Gerade diese harauf schließen, daf und weit größeren Sisher vermutete. Segen England in de heigemessen; nachger Prade zu, daß Engl befassen muß. Das wirkung auf den Kri ngestiftet hat; sor Sehen Englands, de Kolonien begann. Aelt. kath. Fräuleit, in allen Zweigen des Haushalts durch aus erfahren, zuverlässig und tüchtig, sucht selbständige Stelle zur Führung des Haushalts, einem Gute oder beih#ggg Einzelschlac einem Gute#er dergleichen. Angebote unter F. N. 2883 an Geschäftsstelle d. Westfälischen Merkut, Dr. med. H. Birrenbach Oberarzt der inneren Abteilung des St. Franziskus=Hospttals ist bis auf weiteres täglich# 3— 5 Uhr in seiner Wohnutz zu sprechen. 8.231 Von einem alter Pok.=Anz.“ geschrieber Bis zu der Zeit wir nur einzelne Schl erfolgreich waren, d. ##als Siege und je nach ###, der Kriegsbeute #. Jeutung für die all wiiger große Siege ar Verstenmal trat im russ gewaltigen Tr entwickelnde T befestigte Feldst wie sie früher wohl Teile von Kriegsschal ang mit dem Gesam