Wöchentliche Gratis-Beilage: „Das Leben im Bild“. (Aufnahmen vom Kriegsschauplatz). Verlag u. Rotationsdruck der Westfälischen Vereinsdruckerei. Probenummern: Bestellungen mit deutlicher Adressenangabe wolle man richten an die Geschäftsstelle, Königsstraße 59. Telegramm-Adresse: Merkur, Münsterwestf. Redaktion Nr. 203, Geschäftsstelle Nr. 112. Redaktion: Lütkegasse 1—3. Sprechstunden 10—11 Uhr vorm. Geschäftsstelle: Königstr.59. Geöffn. 8Uhr vorm. b. 7Uhr abds. Segründet 1822 Illittags-Husgabe. 93. Sahrgang. Bezugspreise: Vierteljährlich: In Münster bei der Geschäftsstelle K 3.80. auswärts bei allen deutschen Postämtern K 3.50. Zweimonatlich: In Münster bei der Geschäftsstelle K 2.00 auswärts durch die Post MK 2.34. Einmonatlich: In Münster K 1,00; auswärts durch die Post (für jeden einzelnen Monat des Quartals zulässig)# 1.17. Einzelnummer: Zu haben in der Geschäftsstelle, an den Bahnhöfen 2c. à Exemplar 5 Pfg. Anzeigenpreise: Für die Petitzeile oder deren Raum 25 J, Reklamezeile 75 4. Anzeigen=Annahme: In Münster Königstraße 59, sowie sämtliche Annoncen=Bureaus des In= und Auslandes. „„ AJRotent. * Der Vizekönig ermordet? Berlin, 19. Okt.(Telegr.) Die„Deutsche Tagesztg.“ erfährt aus Konstantinopel unter dem 17. Okt.: 10 000 bewaffnete Hindus, die von den englischen Behörden mit Gewalt in die englische Armee eingereiht werden sollten, revoltierten in Kalkutta. Es entspann sich ein heftiger Kampf, über den Einzelheiten noch nicht vorliegen. Es heißt, daß der Vizekönig dabei ermordet worden ist. * Berlin, 18. Okt.(Telegr.) Die Morgenblätter melden: Drei aktive englische Bataillone passierten angeblich am 17. 1 Oktober den Suez=Kanal auf dem Wege von Malla nach Pinden. PHIODEN Verlust von vier kleinen deutschen Torpedobooten. r 1. Westf. Teleion 870 unmmmm Berlin, 18. Okt. Telegr.(Amtlich.) Am 17. Okt. nachmittags gerieten unsere Torpedoboote S. 115, 117, 118 und 119 unweit der holländischen Küste in Kampf mit dem englischen Kreuzer„Undaunted“ und vier englischen Zerstörern. Nach amtlichen englischen Nachrichten wurden die deutschen Torpedoboote zum Sinken gebracht und von ihren Besatzungen #61 Mann in England gelandet. Der stellvertretende Chef des Admiralstabes: Behncke. * Rae? inzimmer abbrark Nandeniege und 2 Seasel e 730 bis 2200 M. labeoans! ardinen eppiche ekorationen reicher Auswahl. te Garantie hien. n des Landwehrerscheines für Krast1914, vormittags alten evangelischen ünster i. W. wiedein. und eigenen Import lühendsten Sorten i nmenden Exemplaren à St. von 25—50 4 St. von 15—504 St. von 15—30 St. von 50 J an, St. von 4,00 an. St. von 20 S an, St. von 1.50 J4 an. 0 St. von 30 J an. 10 St. von 70 J an. St. von 30 J an. St. von 2.75 #St. von 10 St. von 2.75. Glaskultur 3.50 Kopfkultur 2.00 A. ne Kultur=Anleitung # on I an, #K an. Da über den Verbleib der genannten vier deutschen Torpedoboote keine amtliche deutsche Meldung vorliegt, andererseits die betreffenden englischen amtlichen Nachrichten von unserem Admiralstabe zur Kenntnis des deutschen Volkes gebracht werden, so muß man leider den Verlust der vier Torpedoboote als feststehend betrachten. Diese Boote gehörten zu unseren kleineren Torpedobooten; sie hatten nur je 420 Tonnen Wasserverdrängung, zusammen noch nicht einmal die halbe Größe des englischen Kreuzers, der zu ihrer Vernichtung beitrug. Dabei waren es ältere Boote, denn sie sind bereits im Jahre 1902 bezw. 1903 vom Stapel gelaufen, während der„Undaunted"(„Der Unerschrockene“) einer der neuesten englischen geschützten Kreuzer ist; er ist erst in diesem Jahre vom Stapel gelassen worden und hat 3560 Tonnen Deplazement. Die Größe der an dem Kampfe beteiligten englischen Zerstörer ist wohl mit je 1000 Tonnen nicht zu hoch geschätzt, bei einer Besatzung von je 100 Mann. Die Bemannung der untergegangenen Torpedoboote betrug je 56 Mann, so daß auf ihnen— die Richtigkeit der englischen Meldungen vorausgesetzt— insgesamt etwa 195 tapfere deutsche Seeleute den Heldentod im Kampfe gegen eine erdrückende Uebermacht gefunden haben. Die vier kleinen deutschen Torpedoboote waren auf Vorposten„unweit der holländischen Küste“. Es ist zu vermuten, daß sie sich bei dichtem Wetter plötzlich der Uebermacht der englischen Aufklärungsschiffe gegenübersahen. Ihre Geschwindigkeit(26 Knoten) war weit geringer als die ihrer Gegner, an ein Entkommen war ### also kaum zu denken; sie sind dem Kampfe aber auch ## nicht ausgewichen, sondern sind lieber ehrenvoll in den Tod gegangen. Die deutschen Seeleute„kneifen“ nicht #(wie die großen englischen Kriegsschiffe, wenn sie glau### ben, ein deutsches Unterseeboot zu bemerken), sondern sie gehen„ran an den Feind". Das wird auch in England seinen Eindruck nicht verfehlen. Der Schaden, der der deutschen Marine durch den Materialverlust erwächst, ist nicht erheblich; andererseits werden auch die Engländer nicht ohne Beschädigungen davongekommen sein. Erinnert sei noch daran, daß das Schwesterboot der jetzt untergegangenen Torpedoboote,„S. 116“, am 6. Oktober in der Nordsee durch einen Torpedoschuß eines englischen Unterseebootes in der Nordsee verloren ging. Kein Kampf ohne Opfer! Das gilt nicht zuletzt auch für den Seekrieg. Die deutsche Marine wird, da## von sind wir alle fest überzeugt, den ersten Krieg, den sie zu führen hat, siegreich bestehen. Wir beklagen den Verlust an Menschenleben, aber er entmutigt uns nicht. Unsere Flotte bleibt stark, ihr Mut und ihre Tüchtigkeit ungebrochen. Ein stilles, dankbares Gedenken den Gefallenen, und dann unentwegt weiter voran! Bumenzmiebete und Samen=Handlung Salzstraße 47 43. Alter Fischmarkt 7. stetfrapstfüuk. Kungk. Gefässe. # Lager. rüssel 1910: edallle. Berlin, 19. Oktober.(Telegr.) Zu dem Verlust der 4 Torpedoboote sagt die„Vossische Zeitung": Da nach der englischen Meldung nur 31 Mann gerettet zu sein scheinen, sind anscheinend 193 Mann den Heldentod für das Vaterland gestorben. Die englische Meldung läßt nicht erkennen, ob und in welchem Umfange die deutschen Torpedoboote vor ihrem Untergange den Engländern Schaden zugefügt haben. Im„Lok.=Anz.“ heißt es: So schmerzlich wir durch den Verlust an Schiffen und Mannschaften auch getroffen sind, so fest sind wir davon überzeugt, daß unsere Torpedoboote in dem ungleichen Kampfe ihre volle Pflicht und Schuldigkeit taten und ebenso fest vertrauen wir darauf, daß die deutsche Marine ihren Gegnern bald wieder durch neue Taten zeigen wird, welcher Leistungen sie fähig ist. Die„Kreuzzeitung“ meint: Die deutsche Marine ist kampfesmutig genug, um auch solche Verluste verwinden zu können. Wir müssen uns stark machen und auch solche Nachrichten in Kauf nehmen. Wir wollen sein wie die Sonnenuhr Friedrichs des Großen in Sansouci, die nur die hellen Stunden zählte, nicht die dunklen. Wir werden die Scharte schon auswetzen. „Emden“ und„Königsberg". London, 19. Oktober.(Telegr.) Wie aus Aeußerungen der Londoner Blätter hervorgeht, beunruhigt es die englischen Schiffahrtskreise auf das äußerste, daß alle Bemühungen, die„Emden“ und die„Königsberg“ unschädlich zu machen, bisher erfolglos waren. Man vermutet, daß beide Kreuzer fortgesetzt drahtlose Meldungen über die Bewegungen der englischen Kreuzer auffangen. Es wird jetzt Jagd gemacht auf Schiffe, die den Kreuzern als Tender dienen und zu diesem Zweck mit drahtloser Telegraphie versehen sind. Zum Untergang des„Hawke“. Stavanger, 18. Okt. Gestern ist der Dampfer„Medeste" eingetroffen, der 48 Mann von der Besatzung des englischen Kreuzers„Hawke“ aufgenommen hatte. Die„Modeste“ hatte von dem Untergange des Kreuzers nichts gesehen, sie traf ein Boot mit den Ueberlebenden 5 Stunden nach der Katastrophe, etwa 60 Meilen von Peterhead. Die„Modeste“ fuhr eine ganze Stunde zurück in der Richtung, aus der das Boot mit den Geretteten gekommen war, konnte aber keine weiteren Schiffbrüchigen finden. Gerade als die„Modeste" die Ueberlebenden aus dem Boot an Bord genommen hatte, tauchte vor ihrem Bug für einen Augenblick ein Unterseeboot auf. Die„Modeste" fuhr nach der britischen Küste, wo sie die Geretteten einem Fischdampfer übergab, der sie an Land brachte. Rotterdam, 18. Okt.(Nichtamtlich.) Anläßlich des Unterganges des englischen Kreuzers„Hawke“ wird daran erinnert, daß der Kreuzer im Jahre 1911 mit der„Olympia“ kollidierte, dabei den Rammsporn einbüßte und dafür einen geraden Vordersteven erhielt. Der Teil der Besatzung des „Hawke“, der bei dessen Untergang gerettet wurde, sah viele mit Schwimmwesten und auf Flößen auf dem Wasser, das Boot war aber so sehr überfüllt, daß es keinen mehr aufnehmen konnte. Die Witterung war zu dieser Zeit für Ueberrumpelungen sehr günstig, weil es morgens neblig war und dann die Periskope der Unterseeboote schwer zu sehen sind. Berlin, 19. Oktober.(Telegr.) Dem„Lok.=Anz.“ wird aus Rotterdam noch gemeldet: In Aberdeen Gelandete des englischen Kreuzers„Hawke“ melden, daß der Kreuzer mittschiffs in der Nähe eines Magazins getroffen wurde. Eine heftige Explosion folgte und in die Seitenwand wurde ein großes Loch gerissen. Sofort bekam das Schiff schwere Schlagseite. Ein Heizer, der anfänglich betäubt war, sah, als er wieder zu sich kam, völlige Verwirrung um sich. Aber als er an Deck kam, geschah alles in größter Ordnung. Der Kommandant und die Offiziere befanden sich auf der Brücke. Die Befehle wurden ruhig erteilt und befolgt, aber die schwere Schlagseite ermöglichte nicht, die Boote herunterzulassen. Das Schiff ging in 5 Minuten unter, nur eine kleine Pinasse, ein Floß und ein Kutter konnten abgelassen werden. Der Heizer wurde von dem Kutter aufgefischt, der so viel aufnahm, als er fassen konnte. Die Ueberlebenden warfen ihre Rettungsgürtel, Ruder und Holzstücke ins Wasser, um die mit dem Leben Kämpfenden zu retten. Einige von ihnen erreichten den Kutter und konnten sich an Tauen fest und über Wasser halten. Das Floß hatte, als es zum letzten Male gesehen wurde, 70 Mann aufgenommen. Der Tagesbericht des Großen Hauptquartiers. Großes Hauptquartier, 18. Okt., vormittags.(Tel.) Auf dem westlichen Kriegsschauplatz ist der gestrige Tag im allgemeinen ruhig verlaufen. Die Lage ist unverändert. Auf dem östlichen Kriegsschauplatz sind unsere Truppen in der Gegend von Lyck im Vorgehen. Der Kampf bei und südlich Warschau dauert an. Der rusische Bericht. Petersburg, 18. Okt.(Amtlich.) Es ist keine bedeutsame Aenderung an den Fronten zu verzeichnen. In Ostpreußen herrscht Ruhe. Die Kämpfe an der mittleren Weichsel in Galizien entwickeln sich. Ein englischer Bericht. Kopenhagen, 18. Okt.„Berlingske Tidende“ meldet aus London: Seit Donnerstag findet ein verzweifelter Kampf in der Umgegend von Aspern und Courtrai statt, wo die deutschen Abteilungen von Antwerpen mit größter Heftigkeit auf den äußersten linken Flügel der Franzosen drücken, um eine Verbindung zwischen dem westlichen deutschen Flügel in Belgien und dem deutschen rechten Flügel in Frankreich herzustellen. Die Anstrengungen waren bisher erfolglos.(?) Sie werden mit verminderter Gewalt fortgesetzt. Gleichzeitig griff ein starkes gemischtes deutsches Korps die englische und französische Besatzung von Ostende und die französischen Marinesoldaten an, die den Rückzug der Belgier nach Dünkirchen deckten und eine verschanzte Stellung zwischen Dirmuiden und Koulers vorbereiten. Der Ausgang des Kampfes ist noch nicht bekannt, doch wird nicht geglaubt, daß die Verbündeten ihre Stellungen halten werden. Die Bewegung des Heeres ist sehr durch die flüchtende belgische Bevölkerung gehemmt. Der nächste große Kampf wird bei Dünkirchen erwartet, wo die Franzosen und Engländer starke Feldbefestigungen um die Stadt angelegt und große Ueberschwemmungen vorgenommen haben. Hier das Vorrücken der Deutschen zu verhindern, ist von allergrößter Bedeutung, da es dem linken Flügel der Verbündeten gilt. Englische Erwägungen. London, 18. Okt.(Nichtamtlich.)„Manchester Guardian“ schreibt: Im August hielt man den ganzen Krieg für ein Wettrennen zwischen dem Vormarsch der Deutschen gegen Paris und dem Vormarsch der Russen gegen Berlin. Als wir unsere Leser warnten, einen Druck in der Richtung auf Berlin nicht viel vor Oktober zu erwarten, hielt man uns für übertrieben pessimistisch. Das Blatt fährt fort: Die Niederlage Samsonoffs in Ostpreußen war eine größere Affaire als selbst die Schlacht bei Mukden. Die Russen verloren bei Mukden etwas über 100000 Mann; sie verloren aber bei Tannenberg dieselbe Zahl allein an Gefangenen. Zwei andere ernsthafte Niederlagen folgten bei Insterburg und Lyck. Die an Zahl stärkste Armee kann Niederlagen von solcher Größe nicht ertragen, ohne erschüttert zu werden. Ein Wunder ist nicht, daß die Russen Gelände verloren, sondern daß sie imstande waren, es so schnell zurückzugewinnen.(?) Aber der Preis für die Verstärkung des russischen Flügels in Ostpreußen war der Verlust der Früchte des Sieges über Oesterreich in Galizien. Die Russen verloren in den letzten zehn Tagen fast allen Boden, den sie durch die zerschmetternden Siege(Die keine waren! D. Red.) über den österreichischen linken Flügel gewonnen. Das Blatt hält die russischen Aussichten auf einen Sieg an der Weichsel für gut(Abwarten!), sagt aber, man müsse die Tatsache anerkennen, daß die Russen zurückgehen(Alsol) und gegenwärtig eine Invasion in Schlesien nicht in Frage komme. Das Blatt fragt, woher die Deutschen all ihre Männer nähmen.(!). Die Verbündeten scheinen die Stärke der deutschen Reserven unterschätzt zu haben, dagegen sei die Reserve der russischen Bevölkerung so unausgebildet wie die englische, da die Lebensdauer in Rußland kürzer sei als in Deutschland und England: auch weisen die Reserven der ausgebildeten Männer einen stärkeren Ahgang auf. Die gewaltigen Massen der russischen Bevölkerung werden früher oder später ins Gewicht fallen, aber vielleicht erst später.(!) Einstweilen befinden sich die Verbündeten trotz ihrer Ueberlegenheit an Volkszahl über Deutschland und Oesterreich tatsächlich in numerischer Minderheit auf den entscheidenden Punkten des Feldes(2), und zwar in diesen ersten Monaten des Krieges, auf die sich Deutschlands größte Hoffnungen gründen. Später wird es anders sein(?); aber augenblicklich sind alle Anstrengungen für uns erforderlich. Die Angst der Pariser. Paris, 18. Okt. Der Kriegsminister Millerand befahl auf die Beschwerde der Seine=Deputierten die Rückkehr mehrerer Fliegergeschwader nach Paris zur Bekämpfung deutscher Flieger. Weiteres Bedenkliches für die Franzosen. Paris, 18. Okt. Der„Petit Parisien“ vom 15. Oktober fordert die Einstellung der Gendarmerie in die Fronk. Ferner fordert er Arbeitsgelegenheit für die Frauen der zu den Fahnen Eingezogenen, die wirtschaftlich schwer zu kämpfen hätten. Paris, 18. Okt. Auf zahlreiche Proteste und Beschwerden hin hob Millerand das Dekret auf, wonach der freihändige Serumverkauf seitens der pasteurschen Institute verboten wurde. In Pariser Blättern weisen Aerzte wiederholt auf die große Zahl der Opfer hin, die der Wundstarrkrampf fordere. Sie empfehlen dringend, die Serumbehandlung möglichst früh und auch prophylaktisch anzuwenden. Lücken! Paris, 18. Okt. Der„Temps“ gibt am 15. d. M. die deutsche Generalstabsmeldung von der Vernichtung zweier französischer Kavalleriedivisionen westlich von Lille ohne Bedenken wieder. Daran schließt die Zeitung den Satz, daß die Beute in Antwerpen noch nicht übersehbar sei, ebenso die Anzahl der nach Holland abgedrängten Truppen. Dann folgt in der Meldung eine Lücke von etwa 25 Zeilen. Auch bei dem Artikel über die Operationen in Flandern folgt auf die Ueberschrift eine Lücke von 55 Zeilen und danach der kurze Schluß, daß die genauen Berichte nicht bekannt seien, nur daß die Deutschen unter beträchtlichen Verlusten bei Ypern mehrere Kilometer zurückgeschlagen wurden.(Letzteres ist nicht wahrscheinlich. Vielsagend sind aber die Lücken, in denen doch allerlei gestanden haben muß, was der französischen Heeresleitung unangenehm war und vom Zensor ausgemerzt wurde. Was mag das wohl gewesen sein?) Die Rückkehr belgischer Flüchtlinge. Haag, 18. Okt. Halbamtlich wird gemeldet: Ein Meinungsaustausch zwischen der niederländischen Regierung und der deutschen Verwaltung in Belgien über die Rückkehr belgischer Flüchtlinge hat zu einem günstigen Ergebnis geführt. Die Rückkehr wird den Flüchtlingen nicht allein nach Antwerpen und dessen nächster Umgebung, sondern nach ganz. Belgien gestattet. Eine Proklamation, die die holländische Regierung anfänglich plante, wird nicht erlassen werden. Die Bürgermeister sollen aufgefordert werden, baldmöglichst die Personen, die nach Belgien zurückkehren wünschen, anzugeben, damit sie auf dem Verwaltungswege dorthin befördert werden können. Nur dienstpflichtige Männer sind von dieser Vergünstigung ausgeschlossen, da die deutsche Regierung mitteilt, daß sie nach ihrer Rückkehr nach Belgien zu Kriegsgefangenen gemacht werden würden.— Der Minister des Innern hat den Flüchtlingen, die sich bei Dordrecht aufhalten, die sofortige Rückkehr nach Antwerpen gestattet. Auch wurde der königliche Kommissar in Seeland ermächtigt, morgen und übermorgen einige tausend Flüchtlinge zurückzusenden. Rotterdam, 18. Okt.„Nieuwe Rotterdamsche Courant“ meldet aus Roosendaal: Der Stab der dritten Division ist bemüht, im Einvernehmen mit den deutschen Behörden die Rückkehr der Flüchtlinge möglichst gut zu regeln. Ein Stabskapitän hatte deshalb gestern eine Besprechung mit Vertretern der unteren belgischen Bahnbeamten, die in großer Zahl in Güterwagen wohnen, Maschinisten, Heizer, Weichensteller, Schaffner usw. Diese stellten Bedingungen, unter denen sie bereit wären, den Dienst in Richtung Antwerpen herzustellen. Die Bedingungen wurden von der deutschen Kommandantur Antwerpen genehmigt, doch wollten die Mehrzahl der Beamten die Arbeit schließlich nur aufnehmen, wenn die Regierung in Havre die Bedingungen bestätige. In Antwerpen. Rotterdam, 18. Okt.„Nieuwe Rotterdamsche Courant“ meldet aus Breda vom 17. Oktober: Zurückkenrende Reisende erzählen aus Antwerpen: Meherer Kaffeehäuser und einige Läden sind wieder geöffnet. Gestern war wieder frisches Brot zu erhalten, aber noch keine Milch. Die Straßenbahnen sind noch nicht im Betrieb. Die Wasserleitung ist an vielen Stellen wieder hergestellt. Deutsche Matrosen eröffneten heute auf Befehl einen Fleischerladen, aber das Fleisch war verdorben. Auf den Straßen ist es noch sehr still. Gestern waren an vielen Straßenecken Maschinengewehre aufgestellt, an der Zentralstation Feldgeschütze hinter Sandbarrikaden. König Alberts Selbsttäuschung. London, 18. Okt.(Nichtamtlich.)„Daily Expreß“ meldet aus dem Haag: Ein belgischer Diplomat, der von Ostende eintraf, hatte vor einigen Tagen eine Unterredung mit dem König der Belgier. König Albert sagte: Ich gebe niemals die Hoffnung auf, selbst wenn ich Belgiens Boden verlassen muß. Das Heer, das sich von Antwerpen zurückgezogen hat, befindet sich im ausgezeichneten Zustand(?) und hat eine vorzügliche Stellung eingenommen.(?) Alle sind, ebenso wie ich, bereit, ihr Leben für Belgiens Unabhängigkeit zu opfern. Wir müssen noch viel leiden und ertragen, aber wir vertrauen auf den endlichen Sieg, der größer als jemals sein wird.(?) Wir sind vorläufig geschlagen, aber nicht zerschmettert.(!) Der Diplomat erklärte ferner, die Königin der Belgier sei trotz ihrer angegrifenen Gesundheit bereit, allen Bequemlichkeiten zu entsagen, und habe den König angefleht, ihm und dem Heere überall hin folgen zu dürfen. Die erfolgreichen Kämpfe der Oesterreicher in Galizien. Wien, 18. Okt. Amtlich wird verlautbart vom 18. Okt., mittags: Unser Angriff in der Schlacht beiderseits des Strwiazflusses wurde gestern fortgesetzt und gelangte stellenweise bereits nahe an die feindlichen Linien heran. An einzelnen Punkten arbeiten sich unsere Truppen wie im Festungskriege in Laufgräben vorwärts. In der vergangenen Nacht wurden mehrere Angriffsversuche der Russen blutig abgeschlagen. Auch heute ist die Schlacht auf der ganzen Linie im Gange. Unsere schwere Artillerie hat angegriffen. Die Verfolgung des nördlich Wyszkow geworfenen Feindes wird fortgesetzt. Andere Teile unserer über die Karpathen gerückten Kräfte sind bis Lubience auf den Höhen nördlich Orow und in dem Raume von Uroz vorgedrungen. Die Verluste der Russen beim Angriff auf Przemysl werden auf 40000 Tote und Verwundete geschätzt. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: v. Hoefer, Generalmajor. Budapest, 18. Oktober. Der Berichterstatter des„Az Est““, der während der ganzen Dauer der Belagerung sich in Przemysl befand, gibt eine Schilderung von dem verzweifelten Sturm der Russen auf die Jeslung in der Nacht vom 6. auf den 7., der durch den Vormarsch der verbündeten Armeen und einen Befehl des Jaren, daß die Festung am 7. in den Händen der Rufsen sein müsse, veranlaßt war. Die Granaten der Russen verursachten an den Forts einigen Schaden. Der bei Tagesanbruch einsetzende Infanteriesturm wurde von den Verteidigern zurückgeschlagen. Auf einem Fort befanden sich einmal schon 270 Russen. Die rechtzeitig herbeigerufene Hilfe umzingelte diese und nahm 200 gefangen, während 70 fielen. Schließlich mußten sich die Russen nach sehr schweren Verlusten zurückziehen. Die Haltung Rumäniens unter dem neuen König. Wien, 18. Okt.(Telegr.) Die„Reichspost“ meldet aus Bukarest: Unter dem Vorsitz des Königs Ferdinand fand eine Beratung des Kabinetts mit Hinzuziehung aller Parteivorstände statt. Im Verlaufe der Besprechungen wurde die bisherige Haltung der Regierung gebilligt und festgestellt, daß keine Ursache vorliege, die geeignet wäre, eine Aenderung der Haltung Rumäniens zu bewirken. Zugleich wurde die Bildung eines großen Kabinetts auf weiter Grundlage erwogen und in dieser Beziehung eine Uebereinstimmung für den Möglichkeitsfall herbeigeführt. Aus Südafrika. London, 18. Okt. Das Reutersche Bureau meldet aus Pretoria: Zwischen General Smuts und dem im Bezirke von Kroonstad kommandierenden Offizier wurden Telegramme gewechselt. Der Offizier meldete, daß die den ganzen Oranjefreistaat nördlich von Bloemfontein vertretende Versammlung einstimmig eine Resolution annahm, in der die Verpflichtung zur Unterstützung der Bundesregierung innerhalb und außerhalb des Staatsgebietes anerkannt wird. Die Kommandanten forderten die Mobilmachung der Burghers, um einen Aufstand zu verhindern. General Smuts erwiderte, die Mobilmachung würde eine unnötig große Menge von Truppen ergeben. Er danke jedoch den Kommandanten für ihre patriotische Haltung. Die Bedeutung der Versammlung in Kroonstad liegt darin, daß der Oranjefreistaat in Sachen der Operationen gegen DeutschSüdwest bisher eine laue Haltung einnahm. Sonstige(Deldungen. Rom 18. Okt.(Nichtamtlich.) Heute vormittag fanden die Beisetzungsfeierlichkeiten für den verstorbenen Minister des Aeußeren Marquis di San Giuliano statt, an denen der Ministerpräsident und die Amtsgenossen des Entschlafenen und das diplomatische Korps teilnahmen. Als Vertreter der königlichen Familie war Hausminister Mattioli erschienen. Nach der kirchlichen Feier wurden die sterblichen Ueberreste des Verewigten zum Bahnhof geleitet, von wo sie nach Catania übergeführt werden. London, 19. Oktober.(Telegr.) Reuter meldet: In Deptford bei London sind in der vergangenen Nacht deutschfeindliche Unruhen ausgebrochen. Die Läden, die sich in deutschem Besitz befinden, wurden zerstört. Einer wurde in Brand gesteckt. Truppen sind zur Unterdrückung der Unruhen aufgeboten. Nr. 538. Mittags=Ausgabe. Westfälischer Merkur. Montag, den 19. OktEingabe der christlichen Gewerkschaften an die Reichsregierung. Der Gesamtverband der christlichen Gewerkschaften hat im Laufe dieses Monats an die Reichsregierung zwei Eingaben gerichtet, die sehr wichtige Fragen behandeln. Die erste Eingabe vom 5. Oktober betrifft die Unterstützung für die Jamilien der Kriegsteilnehmer. Es wird darauf hingewiesen, ### etzige Regelung der Unterstützung den tatsächlichen Bedunfnissen nicht gerecht werden kann. Der Betrag ist für bedürftige Familien zu gering. Ferner ist durch die schablonenmäßige Festsetzung der Unterstützung der Verschiedenartigkeit in den einzelnen Landesteilen nicht Rechnung getragen. Ein Betrag, der für ein Existenzminimum auf dem Lande zur Not ausreicht, ist für die Bevölkerung in den Großstädten, wo die Lebenshaltung viel teurer ist, absolut unzureichend. Ferner wird in der Eingabe darauf hingewiesen, daß andere kriegführende Staaten, insbesondere Oesterreich und Frankreich, den Familien ihrer Kriegsteilnehmer eine wesentlich höhere Unterstützung gewähren. Die Unzulänglichkeit unserer reichsgesetzlichen Familienunterstützung hat die Gemeinden, insbesondere die größeren Städte, gezwungen, zu der gesetzlichen Unterstützung noch erhebliche Zuschüsse zu leisten, um die Kriegerfamilien vor der äußersten Not zu schußen. Diese Hülfsmaßnahmen der Gemeinden weisen sehr große Unterschiede auf. Es wird eine lange Reihe von Städten aufgeführt, die teils 100 Prozent und mehr Zuschuß gewähren, zum Teil aber auch nur 75, 662, 50, 30 Prozent usw. Es gibt auch Städte, die keinen Zuschuß bewilligt haben. Bei den Landgemeinden trifft das fast auf der ganzen Linie zu. Weite Kreise, so heißt es in der Eingabe, sind mit uns der Ansicht, daß die Unterstützung der Kriegerfamilien eigentlich Aufgabe des Reiches sein müßte. Den Gemeinden erwachsen in der jetzigen Kriegszeit eine Reihe anderer dringender Aufgaben, die ihnen erhebliche Kosten auferlegen. In 538. MittagsAnsicht aus dem von den Deutschen besetzten Brügge. können. In Zweifelsfragen wende man sich um Auskunft an die Reichsversicherungsanstalt (Volksvereins=Korrespondenz.) Carl Peters über„englische Verlogenheit“. Im„Tag“ veröffentlicht Carl Peters, der die ersten beiden Monate des Krieges in London zubringen mußte, Ermangelung einer reichsgesetzlichen Arbeitslosenunterstützung Heien sehr beachtenswerten Aufsatz über„engische Verlogenbleibt vorerst die Sorge für die große Zahl der Arbeitslosen! Er beginnt damit#.. den Gemeinden aufgebürdet. Letztere würden für Arbeits=### eginnt damit, daß der Haß gegen die Deutmöglichkeiten und für die Arbeitslosen zweifellos mehr auf sochen in England ganz allgemein sei. Die große Mehrheit wenden können, wenn ihnen die Lasten der Unterstützung für des enalischen Voltes biche sich auch heute noch die Kriegerfamilien abgenommen würden. Aus all diesen Gründen wird gebeten, es möge die Reichsunterstützung für die Familien der Kriegsteilnehmer angemessen erhöht und eine andere, den verschiedenartigen Bedürfnissen der einzelnen Landesteile angepaßte Regelung herbeigeführt Anpassung könnte erfolgen auf Grundlage des ortsüblichen Tagelohnes, oder an Hand der Servisklasseneinfüx, die Reichsbeamten. Die seitens der Gemeinden erfolgten Regelungen geben genügend Anhaltspunkte und Unterlagen für eine befriedigende Lösung dieser Frage. Die zweite Eingabe datiert vom 17. Oktober und bezweckt des englischen Volles bude sich auch heule noih ein, daß die ehnachtan sieareich in Marlin Verbündeten um Weihnachten flegreich in Berlin einziehen Bisr Sehengel s140 auch in Deutschland nicht einbilden, teressen das olernt engtlsche Gefühle oder Inwüirden Diaagernsie an dieser Grundstimmung ändern wurven. Die Rücksicht würde nur als Schwäche ausgelegt werden. Deshalb empfiehlt Carl Peters, gar keine Rücksicht das wüirde immerbin des Verfassers Meinnei gewissen Eindruck machen. Nach meleitung genüge, falls es der deutschen Ardie Besetzur seiggen sollte, nach London hinüberzukommen, die Besetzung Kents mit London. Das Entscheidende bleibe Schung der Larsoelueng iu der Frage der Preis=Jest., tannien egzung drt aurtogen., it diesem notwendigen Massener: nur alein habe diesen Weltrieg entzundet, und es sel winnischiget Sngsran zureit eine gewinnfuchtige Sperulation getrieben. Die Preise, die jetzt fast auf der ganzen Linie gefordert werden, sind durch die MarktGortasiesernee rechtfertigen. Wenn die diesjährige .. weniger ergiebig gewesen ist, wie diejenige im vorigen Jahre, so ist die hohe Spannung gegenüber den vokeiner Weise zu begründen. Vo955, sats, wurden die Kartofseln fast allgemein für 2.00 bis g 3 20 entnex gerkauft, setzt verlangen die Landwirte Preise von 5,10 vis 4,50 M. und an manchen Orten noch mehr. Durch eine systematische Zurückhaltung der Vorräte wird der ob Mangel an Kartoffeln vorhanden wäre, um so die Preise künstlich in die Höhe zu treiben. Von sährigen Erntertrag keine Bege sein Halle hat auf Grund ag un em Professor Wohltmonn. Haue hat auf Gruno einer Untersuchung nachgerechnet, daß 800 Mialionen Doppe Deutichen Reiche sich auf tner beläuft, während es im Durchder letzten 6 Jahre 458,7 Millionen Doppelzentner ren. In normalen Jahren werden davon 130 Millionen Doppeizentner zur menschlichen Nahrung verwandt. Wenn sich etae erhöhen wird sich etwas erhohen wiro, so sind aber dennoch Kartoffeln geBrsien mirdsate landwirtschaftlichen Rreisen wird jetzt, gegen die Preistreibereien auf dem Kartoffelmarkt Einspruch erhoben. Der bayerische Bauernvereinsführer Dr. Heim hat sich öffentlich gegen die hohen Preise für Mehl und Kartoffeln gewandt. Die von ihm geleitete Genossenschaft offeriert Speisekartoffeln zum 2,65 M pro Zentner. Im Hinblick auf vorrichten die christlichen Gewerkschaften an die Reichsregierung die dringende Bitte, auf die Regierungen der Bundesstaaten und die Verwaltungsbehörden einzuwirken, daß von diesen Stellen aus den Preistreibereien auf dem Saronfeinunen Einhalt geboten wird. Die zuständigen BeSatiomemn in ayn sich mit den Produzenten und Händlerorganijationen in Verbindung setzen und verfügen ohne Zweifel über setigen Marftage u Preise herbeizuführen, die der bemitelten Voltskreise erleichtern. es in unserer Macht fiehe. schreibt Carl Peergiu d deuschen Einwohner Londons nach Ertlämng des Kr zirteren mute u ämtich poe####tleges registrieren zu tassen und ein uns eraubr morh zu bewegen. Sämtlicha den.) nf englischen Meilen uns Sümtliche beurschen und österreichischen Angestellten wurden überdies gleich nach Beginn des Krieges auf Befehl der Resisrane ochten ihre Herren dies wünschen oder nicht, Knall ontlassen, d. h. direkt auf die Straße geschmissen Einihnen, z. B. ein Diener, den ich selbst voriges Jahr Hatese Gecd des zuletzt Kellner im„Criterion“ war, hatten sich Sameet###e rswart und wollten in ihre Heimat abreisen. Wohlvemerkt, der Diener war noch zu jung, um militärpflichtig zu lein„Sie alle wurden auf dem Bahnhof, trotzdem sie schon ihre Fayrrarten hatten, verhaftet und an der Abreise verhindert SämtLord Kichener in sonenannte Lord Nuchenet m sogerunste„Concentration camps gesperrt, Olympia oder nach Aldershot oder auch schließlich auf die Jole of Man. Mohrungt chlasen müssen, und Käse und Brot als tägliche Sterling mon.... 1onen bis auf zwei Pfund Sterting weggenommen. Ein Bekannter von uns, ein Herr in Zur Bestreitung der militärischen Unkosten wird geplant, entweder eine direkte Kriegsanleihe zu machen oder das Tabaksmonopol einzuführen. Von manchen wird auch beides in Aussicht genommen. Die Teilnahme der Bevölkerung für die kriegführenden Mächte richtet sich immer noch nach beiden Seiten hin, indem die deutschen Schweizer im allgemeinen ebenso fest auf deutscher Seite stehen, wie die welschen auf welscher; und es wird dies auch wohl mit einer Heftigkeit zum Ausdruck gebracht, die den gemäßigteren Parteien manche Sorge bereitet und auch der Polizei manches zu schaffen macht. Hat diese sich doch auch bereits veranlaßt gesehen— in der freien Schweiz!— verschiedene Zeitungen zu unterdrücken. So zumal in Genf, wo allein drei Blätter ihr Erscheinen haben einstellen müssen, das Witzblatt„Gugguß“ und das „Journal francais“, die beide auf französischer Seite standen, und„La Deyeche Suisse“, die für Deutschland eintrat. Doch wie hoch auch die Wogen gehen, es wäre unrecht, wollte man daraus schließen, die alte, eidgenössische Einheit sei irgendwie gefährdet oder auch nur die alte bewährte schweizer Gastlichkeit gegen den Fremden in irgendeiner Weise beinträchtigt, was ich namentlich einigen andermeiin der letzten Zeit mit dem Attentäter in Vero#ng## standen haben soll. Ssternoung g Konstantinopel, 17. Okt. Bei der Besprechung z. gegen die Brüder Buxton verübten Attentats beme „Ikdam“ und„Tasvir“, wenngleich sie zugeben der Mord vor dem Gesetz verwerflich sei: Noel Burt; der größte Feind der Turkei und des Islam. Sein## wurde stets von der islamitischen Welt nur mit Verschungen genannt. Die Blätter zehlen die Intr' Burtans gegen die Türkei auf, wie die Vorbereitung ersten Balkanbundes, der so große Verwiistu gen und B#“ taten an Frauen und Kindern zur Loige hatte. Genüber, denen sie bu sch wenn sie selbst de gerung der Beobacht „Deutsche Diszipli n deutschen Soldate Apft zu haben, das im behr deutsch araKonstanlinopel, 18. Okt.(Telegr.) Hier sind in bischer Sprache verfaßte und in Syrien verbeeitete Provia tionen eingelaufen, die den Titel tragen:„Wos die Englän, der gegen den Islam getan haben?“ Es werden darin Unglücksfälle der Muselmanen mitgeteilt, die von verursacht worden sind. alle England Parlamentstagungen. London, 18. Okt. Das Parlament ist weiter versagt worden und zwar bis zum 11 November, wo es zur Ersed, gung verschiedener dringender Geschäfte zusammentreten wird Paris, 18. Okt. Der„Figaro“ meldet aus BordegurDie Kammern werden gegen Ende des Jahres zusamm treten Die Zahl der Sitzungen wird beschränkt. Die Session im Januar soll nur wenige Tage dauern. Die Kammer und der Senat sollen nur ihre Präsidenten wählen und sich dann auf unbestimmte Zeit vertagen. Die für Januar fostasetzten Senatswahlen sollen verschoben werden.“ Madrid, 18. Okt Der Miniüierrat setzte die Wiedererößs. nung der spanischen Kammern auf den 30. Oktober fest. Session wird von sehr kurzer Dauer sein. Ein unparteiisches Urteil über„deutsche Grausamkeiten“ t Weise hoeinträchtigt..!“ segenbemnet Teise Fremtrachlig!, was ich kümennich einigen underweitigen Auslassungen gegenüber auf das nachdrücklichste betonen möchte. Die mazedonischen Bulgaren gegen russische Versprechungen. Sofia, 16. Okt. Zu den letzten Nachrichten über das serbische Schreckensregiment in Mazedonien schreibt das Blatt „Kambana": Wenn die Serben und die Griechen Henker der mazedonischen Bulgaren sind so sind doch ihre schrecklichsten Jeinde, die Russen, die den Serben und Griechen das bulgarische Mazedonien ausgeliefert haben. Es ist frevelhaft, Versprechungen anzunehmen, daß Rußland einmal die Vereinigung der Bulgaren zugeben würde. Es wären einfältig, den Berserschungen Rußlands Glauben zu schenken, das heute die in Mazedonien machen Zuschanern des schrecklichen Dramas ur durch di: Krait z, möchte. Bulgarien kann Mazedonien das Rüchitgn ds Schwertes gewinnen. Heute ist es Mazedonier kreuzigten, seinem Anier der denter, weiche die i##e# Zufalt wollte es, daß fast zu derselben Zeit, zu der vie beigische Regierungskommission dem Präsidenten Wilson einen offiziellen Protest gegen die von den Deutschen Belgien verübten„Grausamkeiten“ unterbreitete, fünf amerikanische Kriegsberichterstatter, welchen Gelegenheit geboten worden war, an Ort und Stelle die schamlosen Lugengespinste über deutsche Grausamkeiten zu prüfen, das Ergebnis ihrer Untersuchungen bekanntgaben. Die amerikanische Presse gibt selbst zu, daß das Urteil dieser Männer, die sämt lich Amerikaner von Geburt und Abstammung sind, als unparteiisch zu gelten habe. Einer der Journalisten, welcher Vericht geschickt: 1soclated Preb“ gehört, hat den „Die belgischen Zivilgarden und Flüchtlinge, die am Abend vor dem Einzuge der Deutschen aus der Richtung von Lüttich her nach Brüssel hineinströmten, brachten Erzählungen von unaussprechlichen Grausamkeiten der Deutschen, von Mißhandlung alter Männer und Kinder und von Angriffen mit. Die belgische Hauptstadt war auf das Schlimmste gefaßt. Die Einwohner verschanzten sich hinter geschlossenen Fensterläden Die historische Stadt war vol sturren Entsetzens wie im Jahre 1815, als sie vor einem der, Fxansosen bei Waterloo zitterte. In weniger mit den deutich esanderten die belgischen Bürger gemitich scher Brutalie .„utalität und teuflischen Torturen hatten sich in eins der Märchen aufgelöst, die Begleiterscheinungen aller wesentlich in die nach Horsham und Dort erhielten sie eine ohne Matrat bung Rassands wird für de Blgaten der Weg nach Nage, von einer seindschen Armnueven Milion Cinwobnernt de Vom stellvertr #s VII. Armeekor Es ist zur Kenntn Kriegsgefang #rden, aus dem Stra sicken der Begleitman rgereicht wurden, wi ter deutscher Krieger ##rt schien. Ein so schmähliche brandmarkt werden. Frleugnet, ist nicht wi i fremden Gefangen Sgleich verbotener Wei #nimmt; im Herzen u en Menschen, der se De er es verdient! Kein Franzose wü ndeln, denn er ist sich rgibt sich als solcher soch weniger der Eng den traurigen? Besens zu sein, und es von der„Nation ar. Es scheint, daß ter uns gibt. Sind ersten Napoleon ni Deutschland, Deutschla sitig eine nichtswürdig ##anzosen= und Englä er, der das mit anseh wöhnlicher einheimisc Ihr Unwürdigen! Den die Gefangenen, igaretten reicht, eure n Tod gesandt oder zi nicht an unsere Kr brecklichsten Kriege de eben für euch aufs S Sollte sich ein Fal schmals ereignen, so i e, der einer är Fündlich und unzweide uung sagt und sie mit Pranger stellt, wie sie Doch nun ein ande Insere Gefangen ewegend sind die Au ##s französischer Krieg her Sanitätsunteroffiat. Es geht aus ihne elbst die Kranken und Vernachlässigt, ihnen ro on uns den fremden ährt wird. Wer die lgen gelesen, der wird Parnruf billigen, der Seibstherabwürdigung sichtet wird! Der Wirtschaftskrieg donien frei werden # Angestelltenversicherung und Krieg. Das am 1. Januar 1913 in Wirksamkeit getretene Versicherungsgesetz für Angestellte besteht im Gegensatz zur Inpaliden, und Hinterbliebenenversicherung noch nicht lange ge### Berufsunfähigkeit dem Versicherten mit Rhssl u#m. Jode den Hinterbliebenen mit Mahl finder u Pailengeld beistehen zu können. §.398 ABG beim Tode eines Versicherten ac eesch..i der aus einem andern Grunde bleibt Beitragsrückgewährung statt. Es wird die Hälfte, des Beitrags erstattet bei versicherungspflichtigen Angesteuten und drei Viertei bei freiwilliger Versicherung. Ausgeschlossen bleibt die Beitragserstattung, wenn sonstige Leistungen, z. B. Witwen= oder Waisengelder, beansprucht werden können. Letzteres ist aber wohl regelmäßig nicht der Fall, weil dafür die Erfüllung einer Wartezeit von 60 Beitragsmonaten Vorbedingung ist und nur wenige Versicherte gan der. gösetlichen Befugnis Gebrauch gemacht haben werEinzahlung der sogenannten Prämienreserve die Wartezeit abzukürzen. Die Erstattung kann von dem hinterbliebenen Ehegatten oder den Kindern unter 18 Jahren geltend gemacht werden. Der Antrag ist unter Beifügung der sstücke(Versicherungskarte, Todesnachweis) beim Rentenausschuß der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte in Berlin=Wilmersdorf anzubringen. Die Beitragsleistung ruht nach§ 51 ABG während der Erfüllung der Wehrpflicht in Friedens= oder Kriegszeiten. Dasselbe gilt für Kriegsfreiwillige. Dabei ist jedoch zu beachten, daß die Dienstzeiten auf die Wartezeit nicht angerechnet werden. Es empfiehlt sich also, möglichst die Beitragsleistung fortzusetzen, damit die Erfüllung der Wartezeit für die Versorgungsansprüche nicht um die Dauer des Krieges hinausgeschoben wird. .„Pährend für die Kriegsteilnehmer eine Fortsetzung der zur Erhaltung der Rechte aus den bisher geleisteten Beiträgen nicht erforderlich ist, haben die durch Krieg stellenlos gewordenen Versicherten darauf zu achten, daß für jedes Kalenderjahr mindestens 8 Wochenbeiträge zu entrichten sind. Wer also am 1. August 1914 seine Stelle aufgeben mußte, hat zur Aufrechterhaltung seiner Rechte in diesem Jahre wenigstens noch einen Monatsbeitrag zu 1,60 A an die Reichsversicherungsanstalt für Angestellte in Berlin=Wilmersdorf mit der Mitteilung einzusenden, daß damit die bisherige Zwangsversicherung freiwillig fortgesetzt werden soll. Gegen die Folgen einer Verabsäumung der rechtzeitigen Einzahlung der Mindestbeiträge sieht das Gesetz(§ 50) noch einen kleinen Rechtsbehelf vor. Innerhalb des dem Jahre der Fälligkeit der Beiträge folgenden Jahres(also hier während des Jahres 1915) kann nämuch der Versicherte noch die rückständigen Beiträge nachentrichten oder deren Stundung bei der Reichsversicherungsanstalt beantragen. Nach der Stundung können die in spätern Bahren geleisteten Pflichtbeiträge auf die gestundeten verrechnet werden, soweit sie die Mindestzahl von 8 Beitragsmonaten im Jahre übersteigen. Bis zur Erfüllung der Mindestwartezeit, 60 Beitragsmonate für die Hinterbliebenenversorgung und 120 Beitragsmonate für das Ruhegeld, ist es aber, das sei nochmals betont, ratsam, möglichst für jeden Monat die Beiträge zu zahlen, damit die Invalidität oder Tod der Ar den besten Verhältnissen, wurde direkt von der Straße nach Olympia geholt. Die sanitären Einrichtungen in diesen Concentration camps sind direkt miserabel, und es ist kein Wunder, daß Infektionskrankheiten dort sofort ausgebrochen und über 300 unjerer Lanosleute auf diese Weise gemordet sind. Die Leute liegen direkt auf der Erde in offenen Schuppen und sind weder von unten noch von oven gegen die Feuchtigkeit geschützt. Man meint, daß Lord Kitchener, dessen Vater nebenbei Koch geheißen haben und ein Deutscher gewesen sein soll, auf diese Weise sämtliche„damned Germans“, inEngland umbringen möchte. In Dundee und anderen Städten wurden fast sämtliche Deutsche ins Gefangnis gesperrt, und von dem Rest ward verlangt, daß sie sich alle paar Stunden auf der Polizeistation meldeten.“ „Zum Schlusse legt Carl Peters dar, daß Deutschland hoffennich heute keinen Frieden schließen werde, der den Statusquo ante aufrechterhalte. Dazu seien die bisherigen Opfer an Blut und Geld zu schwer. kolgenden Vemnertungen. 706 seine Betrachtungen mit sagen: In Londgn, wird jeder Restaurateur, Besitzer eines Hotels oder eines Boaroingyouse von Regierungs wegen mit Zuchthaus bestraft, der einen deutschen Angestellten nicht sofort entläßt oder gar neu engagiert Wohlverstanden, dieser entlassene Deutsche wird nicht etwa öffentlich uliuscheuft: es wird ihm nicht gestattet, sich ein anderes Land auf. „n. um sich einen Unterhalt zu erwerben, sondern in brutaler Weise wird er im Lande festgehalten, ohne etwas verbrochen 8ui. haben. Im günstigsten Falle wird er in eines der berühmten guuzeerschen concentrations camps gesperrt, um dort wie ein repieren. Keinem englischen Gewerbetreibenden oder es erlaubt, eine Schuld, welche er an einen Deutschen oder Oesterreicher hat, zu bezahlen, selbst wenn sie aus der Zeit vor dem Krieg stammt und wenn die Ware für die schuldige So0gg gere 1ch2 Trae, daß Deutschland .-, angtische,„n##egsgefangene hat. Wenn s#e einstweilen oie Suppe bezahlen müßten, so würde das auf britische Stimmungen schon einen gewissen Eindruck machen. Vor allem aber empfindet man es als empörend, wenn man das deutsche Elend in England gesehen hat, daß englische Residenten in Deutschland ganz ruhig ihren wirtschaftlichen Beschäftigungen nachgehen dürfen. Eine junge Dame in London, der in einer Berliner Fir Der Prozeß gegen die Mörder von Serajewo. " Serajewo, 17. Oktober. In der Fortsetzung der VerSanhe Mdi Angeklagten im Hochverratsprozeß erAninettor## Jewanowilsch, daß er unschuldig sei. Als Inspertor des Sokolvereins und Kommissar der Raxodna Odbrang sei er zwar für die großserbischen ### tätig gewesen, sei aber ein loyaler Untertan und wußie von dem Attentat nichts, obschon feststeht, daß er Waffen zur Ausführung des Anschlages ausgehändigt und von Tuzla nach Doboj befördert hat. Der Angeklagte gestand, es sei ihm unter der Verwaltung der Monarchie gut gegangen. Er beantwortete den Vorhalt des Vorsitzenden, welche Niederträchtigkeit er damit begangen habe, daß er nach der Ermordung des Thronfolgers im Namen der Sokolvereine des Tuzlaer Kreises an den Kaiser eine Beileidsdepesche abgesandt habe: er habe im Interesse des Sokols geyandelt. Cubrinowitsch erklärte freiwillig, er fürchte sich vor dem serbischen Major Tankosi, da ihm niemand verkönne, daß Tankosi nicht auch nach Serajewo käme. Als dem Angeklagten mitgeteilt wurde, daß Tankosi tot sei, er bestürzt Präparande Glukitsch, der Cubrinowitsch mit Ilitsch zusammenführte, behauptet, er hätte an die Ausführung des Anschlages nicht geglaubt. und bedauere den Tod des Erzherzogs. Er glaube aber, daß der Tod einer hohen Person als Zeichen des Protestes notwendig gewesen sei. Der Obergymnasiast Verin gibt zu, daß er den Mordplan aus Furcht vor der Rache der Täter, sowie aus Gründen der Kollegialität nicht angezeigt habe. Der Student Forkapitsch leugnet im allgemeinen, von dem Anschlag etwas gewußt zu haben, den er nicht billige. Obergymnasiast Kalember, der von dem Plane wußte, sah von einer Anzeige ab. weil er an den Ernst der Sache nicht glaubte. Serajewo, 18. Okt. J hat einen Bruder, der in einer Derliner Firma arbeitet. Ich sprach zu ihr eines Tages über die Brutalisierung, der private Deutsche in England ausgesetzt sind.„Es ist ganz gut,“ antwortete sie mir,„wer weiß, welche Verbrechen sie sonst noch begehen würden.“„Wollen Sie denselben Standpunkt auf ihre Angehörigen in Deutschland angewandt wissen?" fragte ich Die Wirkung dieser Frage war ganz verblüffend, daß man Deusche und Engländer auf gleichem Fuß behandeln könnte. Daran hatte sie nicht gedacht. Man darf als Deutscher jetzt in England keine Waffen haben, keine Signalapparate, keinen photographischen Apparat, kein Automobil oder Motorrad, keine Tauben, keine Atlanten, kein Telephon usw. Eine junge deutsche Dame erhielt neulich sechs Monate Zuchthaus, weil sie einen photographischen Apparat hatte. Jeden Tag erhalten soundso viele Deutsche sechs Monate Zuchthaus, weil sie unwissentlich den Fünf=Meilen=Zirkel überschritten haben. Ein Wort vom Sterbelager Kaiser Wilhelms I. Bei der letzten Unterredung, die Kaiser Wilhelm der Große am 8. März 1888, wenige Stunden vor seinem Tode, mit dem damaligen Prinzen Wilhelm, unserem jetzigen Kaiser, hatte, tat der Sterbende folgenden Ausspruch: „Unbedenklich würde ich, wenn uns jemand wortbrüchig überfiele mit dem Kaiser Franz Joseph das Schwert ziehen bis zum Aeußersten.“ Der Fall, den Kaiser Wilhelm I. noch auf dem Totenbette ins Auge faßte, ist erst 26 Jahre später eingetroffen. Wenn der Großvater für sich seinem erlauchten Bundesgenossen die treueste Waffenbrüderschaft zusicherte, der Enkel, Kalser Wilhelm II., hat diese Aufgabe pflichtgemäß übernommen und erfüllt. sies bestritt Stzung des Hochverratsprozes,„ Fcritt der Angeklagte Mleitsch, dem serbischen Finanzaufseher Grbitsch irgendwelche Briefe überbracht zu haben Er gab teils ausweichende, teils offenbar absichtlich unsinnige oder gar keine Antworten. Der Landmann Jakob Milowitsch gab zu, die zwei Studenten über die Grenze zum Veljke Cubrilowitsch und sodann über die Drina nach Bosnien geführt zu haben Dies habe er nur deshalb getan, weil die Studenten ihm gesagt hätten, sie hätten in Bosnien ihre Familien, Entgegen der in der Voruntersuchung abgegebenen Aussage leugnet der Angeklagte hartnäckig, zu oder von Cubrilowitsch irgendwelche Briefe gebracht zu haben. Er bleibt dabei auch gegenüber der ausdrücklichen Erklärung des Cubrilowitsch. Auch Waffen will er nicht getragen haben, obwohl Princip ihm dies ins Gesicht bestätigte. Der Landmann Obres Milowitsch erklärte sich für unschuldig. Eines Tages habe er den Angeklagten Milowitsch samt zwei Studenten vor seinem Hause gefunden; sie hätten verlangt, daß er ihnen den Weg zeige. Da er sich geweigert, hätten die Studenten auf ihre Revolver gezeigt und auch Säcke für Bomben verlangt. Der Angeklagte habe nunmehr die Bomven getragen, während Milowitsch die Revolver übernommen. Von dem Attentat will Milowitsch nichts gewußt haben. Er kenne keinen Sokolverein noch einen Probaimstwoverein; er wisse auch nicht, daß Serbien Bosnien von Oesterreich= Ungarn losreißen möchte Mit einer ähnlichen Erklärung million Sast— tzt..... einer Viertelminion Sotdaten besetzt wurde, ist mir nicht ein einziges zu Ohren gekommen, das Bestrafung hätte erheischen oder einen Protest zur Folge haben können. Die untersuchung(der den Deutschen zur Last gelegten Greueltstente beschtigt i Verüchte nicht nur nicht, sondern es Tcherisig Gem en de dnuen Augenzeuge von unantastbarer Glaubwürdigkeit erzählte mir, das Schlimmste, was er bei dem ersten Einzug der Deutschen in Löwen(19 August) beebocztst hatte. par, daß sich ein deutscher Reiter, dem ein hubsches stamisches Mädchen ein Glas Bier reichte, von seinep„Pferde herunterbeugte und dem Mädel einen Kuß schiert 0 ach t#kelang mit den deutschen Truppen marschnittlsch jie ab ineinem Dutzend Ortschaften durchschutich je zwanzig Personen interviewt und habe nur einen Fall gefunden, in dem ein Einwohner ohne Provokation getötet worden war, und in diesem Falle ist es nicht daß der Mann böswillig ermordet worden war hieß, oer Mann sei erschossen worden, als er ein Fernrohr sehen ließ, aber wahrscheinlicher noch ist, daß sich brirische Vorposten in dem Hause verborgen hatten, die auf die einziehenden Deutschen schossen, und die Deutschen mögen Vergeltung geüht haben, weil sie glaubten, die Schüsse seien beigischen Zivilisten abgegeben worden... In Merbes= le=chateau zeigte die geringe Zahl der ganz gebliebenen Sershestliche bszie deß die Deutschen die Einwohner angegrifDeutsche an der Schpodne elbst gaben zu, daß nur wenige daß diese nicht eber schießen gewvesen woren, und britischen Saldat Iu setziegen angefangen hatten, als die 9 bririschen Solbaten, oie sich in den Häusern verborgen hielStaat sgate Nuguste Pulsaden geschossen hatten. In dieser Stabt fügte Auguste Blariaux, der Bürgermeister, er wisse deutschen Grausamkeiten nichts, als was die vagen Gerüchte sagten, denen er seinen Erfahrungen nach keinen Glauben schenkte.... Robert J. Thompson, der amerikanische Konsul in Aachen, besuchte Lüttich während und nach Gen. Sass wmss FTorts. Es ist die Ansicht Herrn ThompOautichen JJährend der mehrtägigen Kämpfe dort von den Deutschen reine Grausamkeiten verübt wurden. .. Natürlich lassen sich nicht alle Fälle, von denen berichtet wird, untersuchen, entweder weil die Angaben zu unsicher sind, oder weil sich nicht feststellen läßt, welche Provokation vorlag. In Renouchamp, wo 112 Einwohner getet wurden, haben diese Leute den Angaben der deutschen Soldaren zusuige von den Hausdächern herabgeschossen. In Löwen, dessen Zerstörung jetzt allgemein bekannt ist, haben sich die Einwohner der deutschen Version nach unter Leitung des Bürgermeisters in der Kirche festgesetzt, dorthin auch ein Maschinengewehr gebracht und die Deutschen mit tödlichem Feusschäperschüttet. Die Belgier dagegen behaupten, die Deuischen hätten das Feuer einer Abteilung ihrer eigenen den für einen Angrif Felsrsehalten und beschossen wuroer Ziilisten gehalten. Aber von mubeteiligten Persogen wird durchweg die Erklärung angehasten fi. d0ß die Belgier, die die Waffen niedergelegt deutschen abzagen u admen als es aussah, als ob de teilung Deutscher geschofen eine zurückgehende deutsche Abdaß ich ir“ vestgrsen haben. Ich kann nur sagen, Die„Textil=Woche" unsere Feinde, allen vo erfreulicherweise der un discher Waren seitens d an Ende bereitet. Lan gegen diese Ausländere # s c h e i n t, a l s o b e r s t d auch die Tatsache unse Seibständigkeit völlig be nachtet es jeder Deutsch Möglichkeit nur deutsch geutsche Industrie zu st zann dazu beitragen, d " auch dem wirtschaftl ##. daß er— um nur ei anglischen Tuche die deu Nachener Herkunft, träg sches Garn aus Schlesie wendet, statt des englisch kauft oder statt der engli Seife der deutschen Krieg, der uns fast gän sat, hat deutlich gezeigt, leutschen Wirtschaftslebe Industrie fast allein au hat sich dieser nach Aufh #ls so aufnahmefähig er aschine nicht nur in ern auf zahlreichen G von Handel und Wand Krieg mit der Auslände #enden Publikum ein fi ancher damit alten, Ende setzen muß. baß ich in jedem pressalien, der dem Falle angeblicher Uebergriffe oder Reuntersucht werden konnte, gefunden habe, daß der belaischen Phantasie oder durch die Umorte Wertting mchte Win einet uhlllchen Eittägung stände mef. vezeichnete sich Jovo Kervowitsch als nicht schuldig. Auch 1 Kennt: as halb entschuldbar war. Ich habe positt Mitar Kervowisch will sich unschuldig fühlen. Er gestand rrenninis davon, daß in Mango= und ander“ H die vollen Leistungen der Angestelltenversicherung in AnDie Schweiz und der Krieg. Aus Lausanne wird uns unterm 10. Oktober geschrieben: „Wie stark selbst neutrale Länder durch den Krieg in mineidenschaft gezogen werden, zeigt uns auch die Schweiz, die behufs etwa notwendig werdender Verteidigung ihrer Neutralität ihre gesamte Armee mobilisierte und an den Grenzen aufstellte, eine Maßnahme, die an sich täglich eine Ausgabe von einer Million Franken eraber zu, gewußt zu haben, daß die Studenten den Thronfolger töten wollten, doch habe er eine Anzeige unterlassen aus Furcht, daß die Serben ihn umbringen würden. Der Angeklagte Blagoja Kervowitsch, der Vater der Vorgenannten, schildert den Besuch des Cubrilowilsch und der beiden Studenten bei ihm. Auf die Aufforoerung des Cubrilowitsch habe Princip die Bomben hergestellt; auch habe er deren Handhabung erklärt. Auch Revolne habder Angertagte gesehen. Auf sein denten beabsichiige ein Antental auf den Tyronfolger, habe hinzugefügt, die Studenten kämen aus Serbien und riskierten ihr Leben; deshalb müsse man darüber schweigen. in Manage und anberen Orien bie Bekelene seadit..Deusche abgeschossen haben, und die getan haben. Boß doggr zu. daß sie das in einigen Fälen und andere Einwohner Charlerot einen Priester sach bestätiat, Sie tatem si0 dergeführt haben, wird vielfach bestäligl. Sie katen das zum Schutze gegen die Kugeln Ich habe viele Fälle ausgesuchtester Höflichkeit der deutschen Soldaten beobachtet. In Brüssel e#. et bung eer, nach etooner gooe willg Eriniges— d Jehemn bezahlt, fonderz uch freiAngellagle gesehen. Auf seine Frage, warum die Stu=1 deutscher geep::e gegeben. Wenn auf dem Marsche ein n a 8. Heimlich, äten, habe Cubrilowisch angedentet, er 1 od, Zo. Usisier oder Fgldat in einem Hause um Nahrune brichlige ein Anentat auf den Thronfolger, und habe„Der Dbdach voxsprach, so verlangte er es nicht, sondern erVerschiedenbeit der' Dder Schwierigkeiten, die sich infolge der u her Sprache ergaben, kam es fast nie zu SchsersShunor. von ausge für im Fel Freiwillige Gaben timmte im Felde steher elne im Felde stehende allen Abfertigungen an, aufmerksam gemacht, di #dem Verderben ausgese müssen dauerhaft verpa #besonders bei Sendunge Agenauen Adresse des E Openteils und des A Im Frachtbriefe od ebenfalls die vollständi Ostimmungsstatio dem zuständigen Güter stehende Armee) zugefi Bestimmungsstation" Abfertigung, der die ##bekanntgegeben sind. „ Von der hier beze den für abkommandiert und Belgien bestimmten Sendungen sind allgeme Wesel“(Bestimmungsst. und genaue Angabe de Linienkommandantur, A besonders Wert zu lege Die in den Frachtb nicht an einzelne Heere den frachtfrei befördert. dagegen(bis zum Güte sprechende Fracht zu be Die Weiterbeförder durch die Güterdepots. Sendungen werden nac Weiterbeförderung nach regelt das Güterdepot kommandantur. Soweit Sstädtische Kriegsliebesdienstes sich zu sammeln, nach Güt liefern, können entspre Eisenbahl Zum Attental in Bukarest. Bukarest, 17. Okt. Ein neuerliches Verhör ergab, daß der Tater den Brüvern Buxton schon folgte, als die Reise nach Sofia feststand. Er gibt zu, daß heischt und in den ersten Wochen auch darüber noch wesentlich hinausging. Viel beträchtlicher aber natürlich sind noch die Verluste, die durch das Sinken von Wertvapieren und an*- Weichupieren und das Stocken von Handel und Wandel verursacht werden. men Gesellschaft angehörte, deren Aufgabe die Rettung der Türkei ist, als deren größte Gegner er die Brüder Buxton angesehen habe, die einen neuen Balkanbund gegen die Türkei gründen wollten. Den Blättern zufolge sollen die Behörden in Braila auf der Spur des Mannes sein, der Kinder und eleten sich wegen Segen Frauen und geiten, die seegen der Unannehmichso verabschiedeten saeee das Haus verlieben, ich von der Bäuerin wie von der Herrin der Villa so höflich, als nähmen sie von der Gastgediese Bespiele aufzugässen, wäre porty, Abschied. Ale folgen weitere der De 2. bahnverkehrsamte derung des amerikanischen Journalisten Angaben über die Güte und Hilfsbereitschaft Deutschen den Belgiern und den gefangenen Keinden Die 2 Wien, 18. Okt. Ei der österreichischen 2 „Neuen Wiener Tagbl seit Beginn des Kriege richtet er von der jube österreichische Mannscho land auf allen S auf die Soldaten macht 19. Okt814. 538. Mittags=Ausgabe. r in Versendung g. Westfälischer Merkur. elsch fent berein ei: Noel Bürioi na, I: Gorder, Vlign ** Vorhereitung des wistu gen und ge hatte. Jut Hier sind in arg. vern eitete Proklamg. „Wos die Englän. Es werden darin alle ilt, die von England t ist weiter vertagt er, wo es zur Erled. zusammentreten wird. sees Vordeaur. . Thres zulammen schrankt. Die Sessie ern. Die Kammern nten wählen und sich sie für Januar festge. en werden. setzte die Wiedereröff. 30. Oktober fest. Die s U r t e i l amkeiten“ Zeit, zu der Präsidenten Wilson n den Deutschen in erbreitete, fünf ameGelegenheit geboten chamlosen Lügenge. früfen, das Ergebnis Die amerikanische r Männer, die sämtnmung sind, als unsournalisten, welcher t, hat den folgenden flüchtlinge, die am aus der Richtung mten, brachten Eramkeiten der Deutind Kinder und von di war auf das schanzten sich hinter che Stadt war voll als sie vor einem erte. In weniger n Bürger gemütlich eschichten von deuthatten sich in eins rscheinungen aller seiner Umgebung daten auch nur ein lassen. In einer n Cinwohnern, die cht einer Viertelsicht ein einziges Bestrafung hätte eraben können. Die st gelegten Greuelnicht, sondern es erden, der ihnen von unantastbarer umste, was er bei en(19 August) ber R e i t e r, d e m e i n ier reichte, von seikädel einen Kuß sen Truppen marOrtschaften durchot und habe nur hner ohne Provo1 Falle ist es nicht det worden war , als er ein Fernh ist, daß sich brihatten, die auf die Deutschen mögen 1, die Schüsse seien n.. In Merbes= ganz gebliebenen iwohner angegrifu, daß nur wenige esen waren, und### en hatten, als die in verborgen hielsatten. In dieser ermeister, er wisse das die vagen Gesen nach keinen son, der amerikavährend und nach cht Herrn Thompipfe dort von den rden. von denen bedie Angaben zu läßt, welche Pro2 Einwohner geben der deutschen erabgeschossen. In bekannt ist, haben ach unter Leitung dorthin auch ein sen mit tödlichem behaupten, die ng ihrer eigenen d beschossen wurlten. Aber von Erklärung angefen niedergelegt ih, als ob die inde deutsche Abann nur sagen, rgriffe oder Refunden habe, daß er durch die UmIch habe positive ideren Orten die haben, und die n einigen Fällen oi einen Priester haben, wird vielzegen die Kugeln e ausgesuchtester tet. on Brüssel ndern auch freiem Marsche ein ise um Nahrung sicht, sondern ere sich infolge der es fast nie zu iren von ausgegen Frauen und UnannehmlichHaus verließen, In wie von der von der GastgeAbschied. Alle erig. en Journalisten Hilfsbereitschaft naenen Keinden henüber, denen sie buchstäblich das letzte Stück Brot, gaben, uch wenn sie selbst dafür hungern mußten. Die Schlußgerung der Beobachtungen lautet: "„Deutsche Disziplin und deutsche Erziehung scheinen n deutschen Soldaten ein musterhaftes Betragen eingeApft zu haben, das im höchsten Grade bewundernswert ist.“ )ehr deutsches Selbstbewußtsein! Vom stellvertretenden Generalkommando s VII. Armeekorps geht uns folgendes zu: Es ist zur Kenntnis des Generalkommandos gelangt, ß Kriegsgefangenen, die zum Tor hinausgeführt urden, aus dem Straßenpublikum heraus, hinter dem sicken der Begleitmannschaften, Schotolade und Zigaretten irgereicht wurden, während ein dabei stehender verwunker deutscher Krieger den„Spendern keines Blickes irt schien. Ein so schmähliches Gebahren kann nicht scharf genug frandmarkt werden. Wer in dieser Weise sein Volkstum rleugnet, ist nicht würdig, ein Deutscher zu sein. Von n fremden Gefangenen kann man es verstehen, wenn er, ##gleich verbotener Weise, Gaben, die ihm zugesteckt werden, ###nimmt; im Herzen wird er hoffentlich den Spender als ###en Menschen, der seines Deutschtums vergißt, verachten, ##e er es verdient! Kein Franzose würde umgekehrtenfalls in gleicher Art ###ndeln, denn er ist sich eben bewußt, Franzose zu sein, und ##rgibt sich als solcher nichts gegenüber anderen Nationen. #och weniger der Engländer! Wir Deutsche haben lange nug den traurigen Ruhm gehabt, Bewunderer fremden besens zu sein, und es hat Zeiten gegeben, wo das bittere kort von der„Nation von Bedienten“ nicht ohne Wahrheit r. Es scheint, daß es solche Bedientenseelen immer noch ster uns gibt. Sind denn die Tage Ludwigs XIV. oder s ersten Napoleon noch nicht vorüber? Da singt man seutschland, Deutschland über alles!" und macht gleichtig eine nichtswürdige Verbeugung vor dem bewunderten anzosen= und Englandertum. Der verwundete Krieger ser, der das mit ansehen muß, ist ja nur ein Deutscher, ein wöhnlicher einheimischer Soldat! Ihr Unwürdigen! Denkt ihr nicht daran, daß vielleicht sen die Gefangenen, denen ihr mit verbindlichem Lächeln garetten reicht, eure, unsere Väter, Brüder, Söhne in in Tod gesandt oder zu Krüppeln geschossen haben? Denkt r nicht an unsere Krieger, die seit Wochen, in diesem recklichsten Kriege der Geschichte, Stunde um Stunde ihr ben für euch aufs Spiel setzen? Sollte sich ein Fall derart, wie er geschildert worden, schmals ereignen, so ist hoffentlich ein deutscher Mann zur telle, der einer ärgerniserregenden mitleidigen Seele fündlich und unzweideutig vor allem Publikum seine Meiing sagt und sie mit Namen in der Presse so an den ranger stellt, wie sie es verdient! Doch nun ein anderes Bild! Wie behandelt man nsere Gefangenen z. B. in Frankreich? Herzwegend sind die Aussagen, die am 24. September ein is französischer Kriegsgefangenschaft entlassener süddeutser Sanitätsunteroffizier amtlich zu Protokoll gegeben st. Es geht aus ihnen hervor, daß man die Gefangenen, lbst die Kranken und Verwundeten, in schmachvoller Weise ernachlässigt, ihnen roh begegnet und alles versagt, was in uns den fremden Gefangenen als selbstverständlich gejährt wird. Wer diese durch die Presse gehenden Ausigen gelesen, der wird— das ist gewiß— erst recht den sarnruf billigen, der gegen die oben gekennzeichnete selbstherabwürdigung hiermit an alle, die es angeht, geichtet wird! Der Wirtschaftskrieg und die Ausländerei der deutschen Käufer. Die„Textil=Woche" schreibt: Der Wirtschaftskrieg, den unsere Feinde, allen voran England, gegen uns führen, hat erfreulicherweise der ungerechtfertigten Bevorzugung ausländischer Waren seitens der Geschäftsleute und des Publikums ein Ende bereitet. Lange Jahre hindurch hat man vergeblich ggen diese Ausländerei der Deutschen Front gemacht, und scheint, als ob erst dieser Krieg kommen mußte, um uns lich die Tatsache unserer wirtschaftlichen Tüchtigkeit und selbständigkeit völlig bewußt werden zu lassen. Heute benachtet es jeder Deutsche als selbstverständliche Pflicht, nach Möglichkeit nur deutsche Waren zu kaufen und damit die geutsche Industrie zu stärken. Jeder einzelne Verbraucher kann dazu beitragen, daß wir ebenso wie auf dem militärischen auch dem wirtschaftlichen Schlachtfelde Sieger bleiben, sei #, daß er— um nur einige Beispiele anzuführen— statt der anglischen Tuche die deutschen Stoffe, Kottbuser, Forster oder Nachener Herkunft, trägt, statt des englischen Nähgarns deutsches Garn aus Schlesien, Sachsen oder Württemberg verwendet, statt des englischen Velvets deutschen Linden=Sammet kauft oder statt der englischen Sunlight=Seife die Zwei=KaiserSeife der deutschen Provisol=Gesellschaft verbraucht. Der Krieg, der uns fast gänzlich vom Weltverkehr abgeschnitten at, hat deutlich gezeigt, welche starken produktiven Kräfte im leutschen Wirtschaftsleben stecken. Denn jetzt, da Handel und Industrie fast allein auf den Inlandsmarkt angewiesen sind, hat sich dieser nach Aufhören des Imports vom Auslande her als so aufnahmefähig erwiesen, daß dadurch die Wirtschaftsaschine nicht nur in Gang gehalten werden konnte, sonern auf zahlreichen Gebieten auch eine kräftige Belebung von Handel und Wandel eingesetzt hat. Hoffentlich hat der Krieg mit der Ausländerei in der Geschäftswelt und im kauenden Publikum ein für alle Mal aufgeräumt, auch wenn mancher damit alten, liebgewordenen Gewohnheiten ein Ende setzen muß. Bahnsendungen für im Felde stehende Empfänger. Freiwillige Gaben für die bewaffnete Macht oder für bestimmte im Felde stehende Truppenteile sowie Sendungen an einelne im Felde stehende Militärpersonen sind für die Folge von allen Abfertigungen anzunehmen. Die Versender werden darauf aufmerksam gemacht, daß sich die Auflieferung von Waren, die dem Verderben ausgesetzt sind, nicht empfiehlt. Die Frachtstücke emüssen dauerhaft verpackt und haltbar bezeichnet sein, und zwar ##besonders bei Sendungen an Einzelempfänger mit der vollen und Agenauen Adresse des Empfängers; auf die Angabe des Trupspenteils und des Armeekorps ist besonders zu achten. Im Frachtbriefe oder in der Paketadresse ist vom Absender nebenfalls die vollständige genaue Adresse, aber keine Bestimmungsstation anzugeben, da die Sendungen zunächst A dem zuständigen Güterdepot(Sammelstation für die in Frage stehende Armee) zugeführt werden. Die Ausfüllung der Spalte „Bestimmungsstation“ erfolgt ausschließlich durch die annehmende Abfertigung, der die Sammelstellen der einzelnen Truppenteile bekanntgegeben sind. Von der hier bezeichneten Art der Versendung ist auch bei den für abkommandierte Bedienstete der Eisenbahn in Frankreich und Belgien bestimmten Sendungen Gebrauch zu machen. Diese Sendungen sind allgemein an das„Güterdepot der Sammelstation Wesel“(Bestimmungsstation) zu richten. Auf gute Verpackung und genaue Angabe der Adresse— Militäreisenbahndirektion, Linienkommandantur, Amt oder Kompagnie, Bahnhof usw.— ist besonders Wert zu legen. Die in den Frachtbriefen als freiwillige Gaben bezeichneten, nicht an einzelne Heeresangehörige gerichteten Frachtstücke werden frachtfrei befördert. Bei Sendungen an Einzelempfänger ist dagegen(bis zum Güterdepot) die der Auflieferungsfrachtart entsprechende Fracht zu berechnen und im voraus zu bezahlen. Die Weiterbeförderung an die Adressaten geschieht kostenlos durch die Güterdepots. Die bei den Güterdepots eingehenden Sendungen werden nach Armeen und Armeekorps getrennt. Die Weiterbeförderung nach den Etappen=Hauptorten als Militärgut regelt das Güterdepot nach besonderer Anordnung der Linienkommandantur. Soweit sstädtische oder Gemeindebehörden oder Vereine des Kriegsliebesdienstes sich bereit erklären, ihrerseits die Sendungen zu sammeln, nach Güterdepots zu trennen und geschlossen aufzuliefern, können entsprechende Vereinbarungen mit dem zuständigen Eisenbahnverkehrsamte getroffen werden. Die Motormörserbatterien. Wien, 18. Okt. Ein zurzeit in Wien weilender Offizier der österreichischen Motormörserbatterien schildert im „Neuen Wiener Tagblatt“ seine Erlebnisse und Eindrücke „Neuen Wiener Tagblatt“ seine seit Beginn des Krieges. In begeisterten Worten berichtet er von der jubelnden Begrüßung, welche die österreichische Mannschaft bei der Fahrt durch Deutschland auf allen Stationen fand. Tiefen Eindruck auf die Soldaten machte das Telegramm, welches der Kom0 3 K84 Ashrord Follest Margate Bredstaire Ramsgafe NORD SEE # 53 Loues Andrasseles Soulogne, * Guihes1 Aocuien " Oes. DER KANAL S 19062. gber Mahage 11-0 Kallen P Songingues Stomerr— ieshr o#d#e: W Rohet brusemae 248 Auguenbergbe 7 Vorente Bcher-chegnd 2 ba(Gu Perew dauch Wesdin wrfc 2 ##e#erogbe X Seung Lanacnt 35 cevillers Eisenbahren 5 10 Kartenskizze zum Vormarsch der Deutschen längs der belgischen Küste. mandant der Batterie in Köln von Kaiser Wilhelm erhielt, worin der Kaiser die österreichischen Kameraden aufs wärmste begrüßt und ihnen Erfolg wünscht. Der Offizier gibt dann eine ausführliche Darstellung von der Tätigkeit der Batterien vor Namur, Givet, Maubeuge und Antwerpen und von den außerordentlichen Erfolgen, welche im Bericht des deutschen Großen Generalstabs auch rühmend hervorgehoben wurden. Städtisches. Münster, 19. Oktober. * Eisernes Kreuz. Dem Rechtsanwalt Dr. B. Beisenkötter, Leutnant im Reserve=Feldartillerie=Regiment Nr. 13, wurde das Eiserne Kreuz verliehen,„weil er als Erkundungsoffizier auf mehreren Patrouillengängen vor dem Feinde hervorragende Unerschrockenheit, Kuhnheit und Kaltblütigkeit bewiesen hat". Der Ausgezeichnete ist ein Sohn des Gastwirts Johannes Beisenkötter.— Ferner wurde das Eiserne Kreuz verliehen dem Freiherrn Wild. von Weichs, Leutnant im Husaren=Regiment Nr. 8 zu Neuhaus, jüngsten Sohn des Freiherrn von Weichs zur Wenne zu Bladenhorst i. W. * Zigarren für unsere Truppen! Welchen Gefallen man unseren Truppen mit einer Sendung von„Rauchtobak“ erweist, geht aus einer kleinen, erhesternden Episode hervor, die uns aus einem deutschen Biwak in Frankreich erzählt wird. Durch Zufall gelangte dort kürzlich ein Artillerieoffizier in den Besitz einer Zigarre, die nun(das eine Exemplar) brüderlich unter den fünf Offizieren der Vatterie verteilt wurde, indem sie immer wieder die Runde machte. Ein Glück, daß die Zigarre gut„zog“ und ein annehmbares Kraut war. Wie muß es doch manchmal an Zigarren hapern! Orovinzielle Nacbrichten. □ Nienberge, 18. Okt. Wie an verschiedenen anderen Orten in den Vereinen die Liebestätigkeit sich regt, so auch hier. Der bestens bekannte Männergesangverein„Cäcilia", der hier schon manche schöne Stunden durch seine prachtvollen Vorträge bereitet hat, stiftete aus seiner Kasse für die Zwecke des Roten Kreuzes 50 q, und ebenso für die Krieger aus Nienberge den gleichen Betrag, zusammen also 100 M. Möchten diesem schönen Beispiele viele andere folgen! * Hamborn,.17. Okt. Ein folgenschwerer Zusammnestoß zweier Straßenbahnwagen der Kreis=Ruhrorter Straßenbahn ereignete sich hier gestern abend. Zwei Personen wurden getotet, mehrere schwer verletzt. Der Unfall ereignete sich an einer Kurve Mit großer Wucht fuhren die beiden Wagen in der Dunkelheit ineinander. Der Wagenführer Ahne war sofort tot. Einem auf dem Perron stehenden Bergmann wurden beide Beine abgequetscht. Er starb kurz darauf. Die schwer Verletzten sind einige Frauen. Der Sachschaden beträgt mehrere tausend Mark. *Rheinberg, 16. Okt. Das Eiserne Kreuz erhielt der Einjährige Unteroffizier Heinrich Underberg aus Rheinberg, der Sohn des Kommerzienrates und Abgeordneten Underberg. Vermischtes. Berlin, 17. Okt. Ein Mord aufgeklärt. Am 5. Juli wurde bekanntlich im Forste Finkenkrug die 39 Jahre alte Schneiderin Frieda Kliem tot aufgefunden. Vorgestern erschien nun, wie die„Tägl. Rundschau: berichtet, auf der Sparkasse ein junges Mädchen, das sich als die Kliem vorstellte und 125 Mark auf ein Sparkassenbuch der Kliem abheben wollte. Von Beamten verhört, gab das Mädchen an, daß sie auf Veranlassung eines Rentners Paul Kuhle aus Friedenau gekommen sei. Dieser wurde verhaftet. Er bestreitet, mit dem Morde etwas zu tun zu haben, doch wurden bei ihm auch noch Wirtschaftsgegenstände der Kliem gefunden. Straßburg, 17. Okt. Als Warnung für Kriegsschwätzer kann die exemplarische Strafe dienen, die der Händler Eugen Birgentzle von hier von dem außerordentlichen Kriegsgericht erhielt. In einer hiesigen Wirtschaft hatte er, so berichtet die„Straßb. Post“, behauptet, bei Reims seien 80000 Deutsche gefangen genommen worden. Deutschland habe fast keine Soldaten mehr, während die Verbündeten geringe Verluste erlitten hätten. Die neutralen Mächte Italien, Schweden, Amerika hielten zu Franreich, und Deutschland müßte an Belgien 25 Milliarden Kriegsentschädigung zahlen. Vor dem Kriegsgericht bestritt Birgentzle, die Aeußerungen gemacht zu haben. Seine Ausflüchte hatten jedoch keinen Erfolg. Unter Berücksichtigung der zur Schau getragenen Böswilligkeit des Angeklagten verurteilte ihn das Kriegsgericht zu einem Monat Gefängnis. Haag, 17. Okt. Der„Staats=Courant“ veröffentlicht ein Ausfuhrverbot für Kartoffeln, das am 16. ds. bereits in Kraft trat. In der Verordnung behält die Krone sich vor, das Ausfuhrverbot zeitweise aufzuheben und in besonderen Fällen Ausnahmen eintreten zu lassen. Wien, 18. Okt. Meldung des Wiener Korr.=Bureaus: Von feindlicher Seite wird verbreitet, daß in den österreichisch= ungarischen Arsenalen in Montfalcone ein Brand ausgebrochen sei, wobei ein dort im Bau befindlicher Dreadnought völlig zerstört und 6 Torpedoboote beschädigt worden seien. Wie das Marine=Bezirkskommando in Triest feststellt, ist an dieser Meldung nur soviel wahr, als am 14. Oktober ein auf der Schiffswerft in Montfalcone in Bau befindlicher Auswandererdampfer durch Feuer erheblichen Schaden gelitten hat. Christiania, 18. Okt.(Nichtamtlich.) Der Handelsminister hat ein Ausfuhrverbot für Blechplatten das sofort in Kraft tritt. Newyork, 17. Okt. Professor Münsterberg Harvard=Universität tritt, nach der„Frkf. Ztg., weil Major Clarence Wiener erklärte, seine Absicht, der Universität 10 Millionen Dollars zu schenken, würde nicht ausgeführt, wenn Münsterberg bliebe.(1!) erlassen, von der zurück, Schluß der Bugra. Leipzig, 18. Okt. Die Weltausstellung für Buchgewerbe und Graphik wurde heute nachmittag mit einer Feier im Ehrensaale der Halle für deutsches Buchgewerbe geschlossen. Präsident Geheimrat Dr. Volkmann betonte in seiner Schlußrede, daß, wenn auch der Krieg ausgebrochen sei, doch vieles von dem, was die Weltkulturausstellung erstrebte, verwirklicht worden sei und als unverlierbarer Besitz der Allgemeinheit angehöre. Dem Dank, den der Präsident dem Könige, dem Königlichen Hause, den Reichs= und Staatsbehörden und den Kommunen sowie allen weiteren Mitarbeitern für ihre Unterstützung aussprach, schloß sich auch Oberbürgermeister Dr. Ditrich=Leipzig an. Für die neutralen Staaten sprach der Kommissar der Niederlande, Mouton. Er dankte für die liebenswürdige Unterstützung, die er und seine Kollegen aus den neutralen Staaten in Leipzig gefunden hätten. Namens der Königlichen Staatsregierung erklärte alsdann der Staatskommissar die Ausstellung für geschlossen. Kreishauptmann von Burgsdorff brachte auf den Protektor, den König Friedrich August, en Hoch aus. Die deutsche Kartosselernte. Der Deutsche Landwirtschaftsrat gibt folgende Schätzung der Kartoffelernte im Reiche bekannt: Auf Grund der amtlichen Hektarschätzung in Preußen, Mecklenburg=Schwerin und Königreich Sachsen, nach den Saatenstandsziffern der übrigen Bundesstaaten und unter Berücksichtigung, daß ein Teil der Kartoffelernte in Ostpreußen und Oberelsaß infolge der kriegerischen Ereignisse nicht geborgen werden kann, ist die gesamte Kartoffelernte im Deutschen Reich auf 47 Millionen Tonnen zu schätzen, dies sind über 2 Millionen Tonnen mehr als der zehnjährige Durchschnittsertrag von 1904/13 mit 44,8 Millionen Tonnen. In den letzten 5 Jahren betrug die deutsche Kartoffelernte 1909: 46,7 Mill. Tonnen, 1910: 43,5 Mill. Tonnen, 1911 nur 34,4 Mill. Tonnen, 1912: 50,2 Mill. Tonnen und 1913: 54 Mill. Tonnen. Die vorjährige Ernte war die größte, welche jemals auf deutschem Kulturboden gewachsen ist. Besonders ungünstig ist die Ernte in diesem Jahre ausgefallen in Brandenburg, Posen und Mecklenburg, eine befriedigende bis gute Ernte haben zu verzeichnen: Ostpreußen, Westpreußen, Westfalen, Hessen=Nassau, Rheinprovinz, Königreich Sachsen sowie fast ganz Süddeutschland. Hiernach bildet die diesjährige Kartoffelernte in ihrer Gesamtheit eine Mittelernte, die eine sichere Unterlage für die Volksernährung während des Krieges bis zum nächsten Erntejahr gewährleistet. Erdbeben in Griechenland. Athen, 18. Okt. Gestern früh gegen 8 Uhr erschütterten andauernde Erdstöße ganz Griechenland. Der Mittelpunkt des Erdbebens war Theben, wo einige Häuser einstürzten. Zahlreiche Personen wurden verwundet. Die Einwohner flohen auf die Felder und baten um Zelte. Auch Chalcis hat ernstlich gelitten. In Athen erlitten zahlreiche Häuser Risse. Die Minister des Innern und der öffentlichen Arbeten sino nach dem Schauplatze des Unglücks gegangen. Die Erdslöße dauern mit geringerer Stärke fort. Inneneinrichtung der in die Lazarektzüge der deutschen Bahnen eingestellten Wagen. Hierüber wird in der„B. Z. am Mittag“ mitgeteilt:„Die aus einer beschränkten Anzahl von Wagen zusammengesetzten deutschen Lazarettzüge bieten durchschnittlich Raum für die Aufnahme von 300 Verwundeten, wenngleich sie selten voll belegt werden. Sie stellen ein richtiges fahrbares Hospital dar und sind in ihrer durchweg neuen Einrichtung musterhaft zu nennen. Die Wagen, meist solche 4. Klasse, enthalten längsseits in zwei übereinander liegenden Abteilungen je vier Betten, in jedem Raum also acht Lagerstätten. Mit großer Sorgfalt ist auf alles bedacht genommen, was den Kranken eine Erleichterung ihrer Leiden zu schaffen vermag und die Betten selbst ruhen auf stark federnden Unterbauten. An jeder Lagerstätte befindet sich ein kleines kreisrundes, verstellbares Tischplättchen. In Reichhöhe an der Wand ist ein kleines Hängenetz für einige zum Handgebrauch bestimmte Gegenstände angebracht. Im Zuge befinden sich auch Vorratswagen, in denen Eßwaren und Getränke untergebracht sind. In einem der Wagen ist ein Operationszimmer eingebaut, das die volle Ausstattung eines Feldlazaretts hat. Für den Fall, daß sich die Notwendigkeit einer sofortigen Operation während der Fahrt herausstellt, kann die Notbremse gezogen werden, da während der Fahrt größere chirurgische Eingriffe natürlich nicht möglich sind. Der Küchenwagen hat ebenfalls eine technisch vollendete Ausstattung. Große Dampfkochapparate stehen ringsherum an den Wänden, und es ist kaum glaublich, was man bei geschickter Ausnutzung des Platzes in einem verhältnismäßig engen Raum unterbringen kann. Bei der Kücheneinrichtung fehlt sogar der Eisschrank nicht, der in zweckmäßiger Weise auf der Plattform des Wagens untergebracht ist.“ Aus dem Brief eines„Barbaren". 28. September. Wir sind jetzt nah vor Antwerpen. Vor uns donnert es, und die Brummer singen ihr verheißungsvolles, furchtbares Lied. Ich danke Gott täglich, daß Euch ähnliches, wie man es hier sieht, erspart blieb. Gespenstisch wirken diese großen Dörfer und Städte, aus denen alles geflüchtet ist und in denen doch kein Haus äußerlich den Stempel des Kriegs trägt. Wenn man hineingeht, sieht man die Eile der Flucht. Auf dem Flur der Villen hängen noch Hut und Paletot; in den Zimmern steht noch die Kaffeekanne und das Brot, bestrichen mit Butter und halb gegessen. Die Verblendeten! Furchtbar ist der Anblick des massenhaft herrenlos herumlaufenden Viehs. Die Kühe betrachten uns als Befreier, als wir sie von der schmerzhaft drückenden Milch erlösten.—— Ich wohne hier in Wespelaar bei wohlhabenden Leuten, die nur deshalb nicht flohen, weil der Vater im Sterben liegt. Ihnen ist kein Haar gekrümmt worden, trotzdem die Truppen schon seit drei Wochen hier sind. Wir sind glänzend aufgehoben; die Leute betrachten uns als Beschützer. Die aus acht Personen bestehende Familie haust in der Küche. Alle Räume mit den Bildern, Bronzen und Teppichen stehen uns zur Verfügung. Die Tochter des Hauses trägt uns mit weißer Schürze abends ein vielgängiges Souper auf. Unser Doktor behandelt den kranken Vater, und ich gebe aus der Mannschaftsküche das beste Fleisch für ihn, da ja sonst derartiges hier nicht mehr zu erhalten ist. Nie im Leben werde ich den Blick vergessen, mit dem die Frau des Hauses die erste Gabe aufnahm. Sind wir doch Herren über Leben und Tod— oder werden doch als solche empfunden! Reims und Rom. Aus Rom wird der Wiener„Reichspost“ von ihrem dortigen Vertreter berichtet: Das von Frankreich angeregte Protestspiel wegen der Beschädigung der Kathedrale von Reims hat in Italien blitzartig ein Ende gefunden. Anlaß dazu war die Geoli gezeichnete Zuschrift eines Historikers, welcher die Proteste der ausländischen Konsuln gegen den französischen General Oudinot vermerkt, der 1849 im Auftrag des Prinz=Präsidenten Napoleon die Revolution in Rom unterdrückte. Auf die Bitten der Konsuln, von einem Bombardement Roms wegen der unermeßlichen Gefahr für die größten Kunstwerke der Welt abzusehen, antwortete der französische General am 25. Juni, nachdem er den Befehl des französischen Ministeriums, entschieden vorzugehen, textmäßig bekanntgegeben hatte:„Sie sehen, meine Herren, die Befehle meiner Regierung sprechen von keiner Rücksichtnahme. Zweifellos wird das BombardeMontag, den 19. Oktober 1914. ment von Rom das Vergießen unschuldigen Blutes und Vernichtung von Denkmälern zur Folge haben, welche niemals untergehen sollten"(zitiert aus der Eingabe der Konsuln). Ich werde das bedauern; die Franzosen durfen aber nicht als die Verantwortlichen für diese Zerstörungsakte bezeichnet werden, die Geschichte wird sie von jeder Verantwortung freisprechen.“ „Das sollt“ eine Freude geben!“ Aus dem Felde wird nach einer Münchener Notiz erzählt:„Als kürzlich der Kaiser mit dem kommandierenden General des 1. bayerischen Armeekorps, Ritter v. Xylander, und dessen Generalstabschef, Generalmajor v. Nagel, zusammentraf, sagte er nach Anerkennung der hervorragenden Tapferkeit der Bayern: Ich wünsche nur den Engländern, daß sie einmal mit den Bayern zusammenkommen. X Die geprellten Franzosen. Wie der Gefreite Steinmaier von Viecht zum Eisernen Kreuz kam, erzählt die „Landsh. Zeitung": Auf einer Patrouille, die er mit vier Mann zu machen hatte, kam er unbemerkt in die Nähe eines von Franzosen besetzten Laufgrabens. Rasch entschlossen verteilte er seine„4 Mann“ in gedeckter Stellung auf 10 Meter Entfernungs=Zwischenräume. Auf gegebenes Zeichen gaben die tapferen Fünf Schnellfeuer unter furchtbarem Hurragebrülle. Erschreckt kamen 25 Franzosen mit einem Offizier aus dem Lausgraben gesprungen und erhoben die Arme zum Zeichen des sich Gefangengebens. Sie glaubten, eine ganze Kompagnie der gefürchteten Bayern vor sich zu haben. In aller Gemütlichkeit brachten die fünf Altbayern die geprellten Rothosen bei der Truppe ein.„Aber schön is' g’'wen“, sagten sie. Lebewohl„Adieu". Was brauchst du noch„Adieu“, sag' an! Bist du denn nicht ein deutscher Mann, Der nimmermehr sich leihen muß Ein Wort für seinen Abschiedsgruß? Die Muttersprache ist so reich, Daß keine and're kommt ihr gleich; Hast für den Gruß gar manches Wort, Drum wirf das welsche endlich fort! Je nach der Zeit im Alltag sag: „Guten Morgen“ oder„Guten Tag“, „Guten Abend“ oder„Gute Nacht“, Dann hast den Gruß du deutsch gebracht. Und wenn sehr fromm ist dein Gemüt, Ein alter Gruß für dich erblüht, Bevor dich weiter trägt dein Fuß: „Grüß Gott“, so laute deutsch dein Gruß Und sucht ein Freund weit drauß' sein Glück, Den du geleitest noch ein Stück, Dringt dir ins Auge dann die Trän', Beim Abschied sag:„Auf Wiederseh'n!“ Und wandert einer übers Meer, Den nie sein Schicksal mehr führt her, Sag nicht„Adieu", so welsch und hohl, Grüß ihn mit deutschem„Lebewohl!“ Fühlst du, wie reich ist deine Sprach? Dann folge, Deutscher, ihr auch nach; Grüß nur mit deutschem Abschiedswort, Den welschen Gruß„Adieu" wirf fort! (Aus„Bremer Tagblatt".) Literarisches. * Der Kriegsverlauf. Sammlung der amtlichen Nachrichten von den Kriegsschauplätzen— Depeschen des Großen Hauptquartiers und des W. T B.— Weitere Urkunden und Berichte. 132 Seiten. Großoktav.— Berlin, Carl Heymanns Verlag. Preis 1 M. Die Geschichte des gegenwärtigen Krieges zu schreiben, wird einer späteren Zeit überlassen bleiben. Wir Mitlebenden dagegen müssen uns begnügen, die Ereignisse über uns ergehen# lassen, ohne vielfach zunächst ihre Folgen klar erkennen zu könn. Aber die Dokumente einer Zeit die berufen scheint, ein neues Europa erstehen zu lassen, werden immer ihren geschichtlichen Wert behalten. Auf die amtlichen Nachrichten allein beschränkt sich die vorliegende Veröffentlichung. Es ist mit Bewußtsein darauf verzichtet, kritische oder militärische Bemerkungen den Meldungen beizugeben, weil die Wucht der Tatsachen auf den Leser wirken und ihm die Stimmung der Stunden zurückrufen soll, ir dnen ihre Meldung eintraf. Wir alle standen unter dem übermenden Eindruck der kurzen, knappen, eisenharten Sätze des General= quartiermeisters v. Stein, Sätze, in denen mit wahrhaft altpreußischer Einfachheit Weltgeschichte geschrieben wurde. Aber auch die kleineren, weniger wichtigen Nachrichten über den Verlauf der Kämpfe gehören zu dem Gesamtbilde deutscher Kraft, das sich in diesem Krieg entwickelt.— Weitere Hefte der Sammlung werden folgen. G' Der Soldatenfreund. Geleitbüchlein für katholische Soldaten. Von Tilmann Pesch S. J., neu herausgegeben von einem Divisionspfarrer. Mit einem Titelbild. Dritte Auflage. 48°(XVI u. 268 S.) Freiburg 1914, Herdersche Verlagshandlung. Geb. in biegsamem Kunstlederband 65 J. Mehrere Militärgeistliche, denen dieses Büchlein vorgelegen hat, bezeichnen den Inhalt als ganz vorzüglich und höchst zeitgemäß und halten die Einführung des Büchleins neben dem offiziellen Soldaten=Gebetbuch für sehr wünschenswert. Auch die Seelsorger in Stadt und Land werden sich freuen, den abziehenden Soldaten ein Gebetbüchlein mit auf den Weg geben zu können oder ihnen nachzuschicken, das ihnen ein treuer Führer während der Kriegszeit sein wird. Zu dem soeben in dritter Auflage erschienenen Soldatenbüchlein„Wer da?“ von Pater Seb. v. Oer bildet Pesch eine wertvolle Ergänzung, während v. Oer in seiner mit echt soldatischem Geist geschriebenen Schrift zu einer sittlich vert#####en und dabei freudigen Erfassung des militärischen Dienstes anleitet, gibt Pesch dem Soldaten ein gerade für seinen Stand geeignetes Andachtsbüchlein in die Hand. Das Büchlein wird gleich in einer Verpackung geliefert, daß es ohne weiteres als Feldpostbrief abgeschickt werden kann! Sandels-Nacbrichten. * Die Sonderverkaufstage der Webstoftgrossisten. Die Handelskammer in M.-Gladbach hatte bei dem Deutschen Handelstag angeregt, daß dieser sich mit verschiedenen Mißständen, die angeblich durch die in M.-Gladbach, Elberfeld, Frankfurt a. M. usw. regelmäßig abgehaltenen Sonderverkaufstage der Webstoffgrossisten hervorgerufen seien, beschäftigen möge. Demgegenüber stellte sich die Handelskammer in Elberfeld auf den Standpunkt, daß es nicht die Aufgabe des Deutschen Handelstages sei, sich mit einer besonderen inneren Angelegenheit einzelner Handelszweige zu befassen. Wie wir nun hören, haben in diesen Tagen der „Verband Deutscher Buntwebereien“, der Verein Süddeutscher Baumwollindustrieller“, der„Verband Deutscher Gummiwebwaren-Hersteller“ und endlich der Verein Schlesischer Textilindustrieller“, sich gemeinsam mit der Bitte an den Deutschen Handelstag gewandt, doch unter allen Umständen diese für das Webstoffgewerbe so brennende Frage zur Erörterung zu bringen. Welchen Entschluß der Handelstag selbst gefaßt hat, ist noch nicht bekannt geworden. * Ueber die Lage des deutschen Webstoffgewerbes wird berichtet: In einzelnen Zweigen der Wirk- und Strickwarenbranche sind auch in der letzten Woche wiederum größere Aufträge für den Heeresbedarf eingegangen, die viele der bisher stillstehenden Maschinen zu beschäftigen in der Lage sind; das Ausfuhrgeschäft aber ist in allen seinen Teilen noch vollständig geschäftslos. Eine kleine Besserung der Lage wird auch aus der Seidenindustrie gemeldet, doch auch in diesem Zweige sind die bisherigen Bemühungen der Beteiligten, die Ausfuhr zu heben, ohne jedes besondere Ergebnis geblieben. Die in den letzten Monaten erfolgte Verminderung der Herstellung in der Baumwollbranche hat zur Folge, daß sich jetzt für einzelne Artikel eine gewisse Knappheit geltend macht. Die Preise für Baumwollwaren sind infolge der Steigerung des Rohstoffes und der Baumwollgarne weiter erhöht worden. In der Wollweberei hat sich die Lage wenig oder gar nicht geändert. Der Bedarf in Herren- und Damenkonfektionsstoffen ist außerordentlich geringfügig außerdem macht sich auch bei den Wollwarenfabrikanten der Mangel an genügendem Rohstoff immer fühlbarer. Die Situation in der Leinenindustrie bleibt weiterhin sehr günstig; alle Betriebe dieses Zweiges sind voll und auch zu besseren Preisen beschäftigt. Auch die Jutebranche hat, sowelt Rohstoff genügend vorlanden ist, voll zu tun. Verlustliste siehe 4. Seite. Westfälischer Merkur. 3. Garde-Regiment(Berlin). I. und Jüsilier-Bataillon. St.=Cconhard am 26. 9. 14. Bei“s. Fe.r. 3.0 skowst!— ot. K,. Ran Gufste uus Uelendorf— verwundet. Geuintmar# 2. Kompagnie: Haupimann Alexander v. Chappuis— tot. Res. Anton Grote aus Lichtenau, Kr. Büren— tot. Grensadler Theodot.. Audrup, Kr. Meppen— tot. Grenadter Johonn Kp; even aus Essen=Rüttenscheid— tot. umteroft Fuas.. de stappen aus Wankum— verwundet. mntosf. grakdr. Reinders aus Donsbrüggen— verwundet Grenadier Wilh. Fernau aus Gerthe, Kr. Bochum— verw. Johann Kranich aus Gelsenkirchen— verwundet. Vizefeldw. d. Landw. Off.=Stellv. Jakob Ingendahl aus Rheydt, Kr. Mörs— verwundet. Srenadier Imil Hart Rüdinghausen, Kr. Hörde— vermißt. S Lotfried Brüne aus Bonnkirchen, Brilon— verm. Greiwtei Emil Rodepeter aus Grevenbrück— vermißt. 4. Kompagnie: Gnseratt Maul Zaon....— Bottrop— verwundet. unteroff. Lum Zimmermann aus Walkheim— vermißt. II. Bataillon, Altenburg. Oberstltn. Heinrich v. Blücher— tot. Aus der 55. Verinstliste. Montag den 18. Sttober uuu i Insanterie=Regiment Nr. 53(Köln).= I. Bataillon. Chalons am 8. und 9. 9. 14. Musk. Wish. 8.;(in6 aus Wesel— tot. . En Sleinigeweg aus Ladbergen— tot. Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 25(Neuwied). ..„ I. Bataillon. jedan vom 25. bis 28. 8. und Domremy am 5., 8. und 10. 9 14. Haumntmaum 9o. 3. Kompagnie: Haupimann Augustus Baur aus Wesel— tot. Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 27(Sangershausen). .. III. Bataillon. Baberry am 5., Rosoy am 7., Plessis am 7., 8. und 13., Confracourt am 11. und Rouveron vom 13. bis 20. 9. 14. m m. 9. Kompagnie: Haupmann Max Witte— tot. Leutnant Oskar Müller— schwer verwundet. anm m„ 10. Kompagnie: Leum. Werner Müller— tot. Oeutne... 11. Kompaanie: Lennant Ebel— tot. Leutnant Eickhoff— tot. Off.=Stellv. Werner Schunke— tot. 12. Kompagnie: Oberleutn. Wilhelm Danneil— vermißt. Perthes am 13., . 9. 14. Infanterie-Regiment Nr. 28. 15., 16. und 20. und Tahure vom 17. bis 24. I. Bataillon, Koblenz. 9.. 1. Kompagnie: Unteroff. d. Landw. Ernst Biederbick aus Krefeld— l. verw. Musk. August Sauerwald aus Bochum— tot. Musk. Jakob Gerhards aus Kaldentirchen— verwundet. III. Bataillon, Ehrenbreitstein. Musk. Heinr. 10. Kompaanie: Sanitätsgefr Jofah a gst overkahnftreht.g tet, Sannansgest. Lulbo Jvsten aus Sügstein— leicht verwundet. tot. Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 28(Neuß). Sedan am 27. 8. und Tannay am 1. 9. 14. III. Bataillon. Hauptmann ap i Kompagnie: Gefr. Deutzmann Ge 5B,#SA ettmangii! Res. pene. Schloßmacher aus Vorst Kr. Kempen— l. verw. Wehrmaun Prig. H. S. 4 Dortmund schwer verwundet. Wehrmann Friß Kipper aus Geisecker., Kr. Hörde— vermißt. Müller aus Freisenhruch vormißt. Wehrmann Engelbert Müller aus Freisenbrtah— vernigt. Insanterie-Regiment Nr. 30(Saarlouis). m Mesten II. Batallon. Gefechte im westen vom 22. bis 29. 9. 14. Orte nicht angegeben. s. Franz Bran; Lompaanie: Res. Theodor Kohrbach aus Dortmund— leicht verwundet. Res. Withelm S io aus Münster— leicht verwunder. Res. Heinr. Dre Kompagnie: Ref. Neus aus Bochum— leicht verwundet. Jüsilier=Regt. Nr. 35(Brandenburg a. H.). .. II. Bataillon. Cour de Soupir am 14. und Certeaux vom 16. bis 20. 9. 14. amm m„ 7. Kompagnie: Leur. Werner Siber aus Stettin— leicht verwundet. Leutn. Joseph v 8 Kompagnie: Mergenich aus Berlin— tot. Unteroff. Wilh. Piepenhagen aus Wattenscheid— schw. vw. Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 36. Stab, I. und II. Bataillon. Iresnes am 27. und 28. und Marcheville am 27. 9. 14. Obertn u. Ren.=Acs. Woltder Koch aus Mogdeburg— bit. Insanterie-Regiment Nr. 58(Jraunstadt). sadonville am 20. und 21. und Combres vom 22. bis 26. 9. 14. III. Bataillon. Hauptmann Har 9 Kompagnie: Leutm Thoe Adler— leicht verwundet. ——„vering— leicht verwundet. dmmm Site, 10. Kompagnie: Leum. Ftig Koleve vermutlich Kolewa— schwer verwundet. Insanterie-Regiment Nr. 74(Hannover). vom 2. bis. 18. Pesiag., 3. Juentin vom 28. bis 30. 8., Neuvile vom 6. bis 8., Büiry les Reims vom 13. bis 19. Jort de la I. Bataillon. Georg Früsme:ene Rel. crmit WepePil Biebeck, Sburg— leicht verw. Musk. Ferd. Hörnschemeyer aus Hollage, Osndr.— Paz Hahg.9 1ahn aus Kölmn— shwer verwundet Musk. Karl Irtsohann Vem Oenabrück— schwer verw. Mus, Laspor S a. aus Minsier u. vernizt. Musk. Kaspar Si#atemeyer aus Visbeck, Iburg— vermißt. Musk, Friede, G S cteuthgggags Hellern, Osnabrück Rusk. Friedr. Graue aus Lweenburg— leicht verwundet. Haseich P oe henaeggt Peorterhite— 4en. Unterof. Heinrich Binnenfock dogen Sburg— l. verwundet. es beune Feae Surng— echeue ur enuugt Musk. Vernh, Richter Gramsbergen, Osnabrück— tot. Ein.=Freiw. Heinrich T.r hera.=.schwer verwundet. Huniche nabrück— l. verw. Musk. Franz Pe Res. Robert Severin aus Altendorf, Holzminden— vermißt. II. Bataillon. Leutm. Karl K“ 5 Kompaanie: kamp aus Hadmersleben— tot. iesberg aus Sende, Wiedenbrück— leicht vw. Mustaten Zeinr„Bringewatt aus Schinkel— leicht verw. Mustener Karl Bucker aus Osnabrück— leicht verwundet. Musketier Heinr. Witte aus Hollage— schwer verw. Musketier Otto Range aus Börde— vermißt. III. Bataillon. Sergeant Chr. Kahleccnie! Muskeier Gustan Zek der8 aus Schrötinghausen— schw. v. Reserpist Heinr. Osnabrück— vermißt. Reseroit Fried=uchenforth aus Minden— vermißt. #eeere. Geiedt. Exner aus Haltern— vermißt. Hauptmann Johannes 1. canie: Geutmant der wesern: Castner aus Schubin— schwer verw. Leumamt der Reserde Mävers— leicht verwundet. Leutnant Wilh. Lovenfosse aus Neustadt— leicht verw. Leumam= Pampe— leicht verwundet. Einj.=Freiw. Friedr. Giese aus Schwerte— tot. Reservist Markus Pels aus Emden— vermißt. Musketier Karl Spreen aus Alswede— leicht verw. Muskeiter Joh. Fh g““ 1 aus Hagen— leicht verwundet. Mistaer##.#y. oversmann aus Wellendorf— vermißt. Musiener Konrad Wettkamp aus Altenhagen— leicht vw. 12. Kompagnie: Musketier Friedrich Hesse aus Osnabrück— vermißt. Maschinengewehr=Kompagnie: Maussesser Mig a.; T homsen aus Timmel— leicht verw. Musiene. Wah. Jacob aus Osnabrück— schwer verwundet. Einj.=Freiw. Unteroffizier Karl Wentzel aus Hagen— tot. Infanterie-Regiment Nr. 81 Frankfurt a. M. Etrépiuy vom 6.—10., Pargny am 10., Reims vom 17.—21. und Coucy vom 17.—20. 9. 14. Hauxtmang, und Regimentsführer Steppuhn aus BartenIII. Bataillon. snmtman„ Stab. Hauptmann und Bataillonsführer Vollmer— tot. Leutnant und Adjutant Maurhoff aus Berlin— tot. Leutnont„„ 9 Kompagni“: Lemmam v. Boehn aus Wiesvaven— zum 2. Male verwundet. Reservist Hindrik Rosemann aus Groß=Rinz, Reserpift Heinr. Wilh. Schilling aus ar“— tot Reservist Heinr. Wilh. S.,.... g uud Dramsche Musketter Herm. Schipmann aus Bockel— tot. ensereist Heinr. Wilh. Wendt aus BärdReservi Reservis. erh. Reservist Gerh. Reiernist Saaner a aus Wiesbaden— zum 2. Male verwundet. Reseroi nuspur Maag aus Allendorf— leicht verwundet. Muskei mustetier Wilhelm Körner aus Velmede— vermißt 1 Sergean t gub e Ven-: uns volden— tot. sI Gery. herm. Schülting aus Mehringen Heinr. Husteden aus umarn.„ 10. Kompagnie: Haupimann der Res. Probst aus Frankfurt a. M.— tot. Leutnant Schettler— leicht verwundet. Leutnant.„:. 11. Kompagnie: der Reserve Appel— leicht verwundet. Musketier Franz Galka aus Volme— verwundet. Seh B.. 12. Kompagnie: Musreuer perer Kößler aus Schmallenberg— verwundet. Musketier Otto Ruhl aus Altena— vermißt. a Maschinengewehr=Kompagnie: Leumam Ernst v. Heppe aus Kassel— tot. Res. Fritz Achenbach aus Frankfurt a. M.— ow. Musseiser Naiur a.S chemme aus Arnsberg— verwundet. rtener Wah. Salingere aus Meschede— verwundet. Masretier August Schaper aus vr. grant Folkert Heyen aus Remels, Kr. Leer— schwer, Gefreiter Arnold Feldhaus aus Haselünne— leicht Musketier Friedr. Brinkmann aus Eime— leicht ein Musketier Wilh. Brandes aus Tannenheide— Johanning aus Ahausen— schwer olde aus Groß=Minnel ndet.mg Brigade=Ersatzbataillon Nr. 86(Saarlouis). Nomeny am 24. 9. 14. #.. 4. Kompagnie: Oberleutnant Adolf Pielmann aus Pforzheim— schwer verw. Maschinengewehr=Kompagnie: Leutnant der Res. Max Dißmann aus Solingen— schw. vw. Infanterie-Regiment Nr. 87(Mainz). Gesecht= im Mast. III. Balallon. ichte im westen vom 3.—9.(Orte nicht angegeben), Loivre vom 15.—18. und Bourgonce am 20. 9. 14. Gefreiter Wilh. Schreckenberg aus Lüdenscheid— schw. vw. Leutnant Konrad 10 Kompagnie: aus Buer— schwer verwundet. Musketier Karl Fischer aus Bigge— schwer verwundet. Unteroffizier der Res. Aug. Ferber aus Böckernförde— schw. v. Kautmant dur#:. 11 Kompagnie: Leuman der Res. Hermann Gansen aus Bonn— tot. Pesermist m.d.. 12. Kampaanse: Reserbist Kud. Schneider aus Ottmarsbocholt— leicht vw. Unteroffizier der Res. Ant. Stockhausen aus Nuttlar— tot. Gefreiter Willi Prüß— aus Iserlohn— schwer verwundet Anbrerter Wilh, PrundepA Veservist Bernh. nin Reservist Dietr. Bernh. Wilh. K.. o bsnabrück— schwer verwundet. Gefreiter der Res. Joh. Gerh. Klues aus Plantlünng Gefreiter der Res. Joseph Treye aus Westrum— schMusketier Jean Spekker aus Bunde, Kr. Weener— leic“ Musketier Ernst Weber I aus Schweinebrück— leicht Gefreiter Wilh. Schenke aus Nortrup— schwer varm Musketier Karl Becker aus Boffzen— schwer Musketier Gustav Wille aus Lutterbeck— Reservist Friedr. Bohlken aus Hamrick— schwer pern Reservist Jean Dobben aus Hohenkörben— schwer Reservist Herm. Huslage aus Renslage— leicht„. Reservist Franz Pielage aus Limbergen— schwer n. Gefreiter der Res. Jean Portheine aus Nordhorn Reservist Joh. Strotberend aus Handrup— leicht Reservist Bernh. Arnold Kohschulte aus Darme, Reservist Wilh. Barkau I aus Quakenbrück— tot. Reservist Albert Sentker aus Vorwald— tot. Reservist Heinrich Volk II aus Höckel— tot. Gefreiter August Inderlieth aus Dünne— schwer Musketier Joh. Köhler aus Grothusen— schwer Musketier Wilh. Nüßmann aus Andrupp— schwer ver Musketier Bernh. Schultejans aus Lackerde— sch Musketier Alfred Bönig aus Unna— schwer verwundet. Musketier Friedr. Effler aus Gillersheim— schwer per Unteroffizier der Res. Egon Neter aus Bentheim— schw Reservist Jos. Ahlers aus Hoppenbögen— schwer verw. Reservist Franz Athmer aus Schwargtorf— leicht perm. Reservist Joh. Bunning aus Neuvries— schmer Reserve-Insanterie-Regiment Nr. 94. Droiselles am 9., Tracy=le-Mont am 13., Nampcel vom 14.—19. und Bassens vom 20.—27. 9. 14. Maior Freit Ohne Kompagnieangabe: Mafbi Freiherr v. Münchhausen— leicht verwundet. Oberleutnant der Reserve Probst— leicht verwundet. Stabsarzt der Landwehr Endlich— vermißt. Unterarzt v. Falkenhausen— vermißt. 1. Bataillon(Weimar). Hauntm.... 3. Lompagnie: Haupimann v. Kampt aus Weimar— tot. II. Bataillon(Eisenach). Leutnant Freiherr 5 Kompagnie: Leutnant Weis. D: Amhoff— leicht verwundet. Temam Weise— schwer verwundet. Gestnant d.## 7 Kompagnie: Leutnam der Reserve Richard Metz— tot. Leutnant der Reserve Bierhaus— schwer verwundet. Reserve-Insanterie-Regiment Nr. 118. III. Bataillon(Mainz). Binarville am 15. 9. 14. Hauntmann... 12 Kompagnie Haupimann der Reserve Schmidt— verwundet. Infanterie=Regiment Nr. 161(Düren, Eschweiler und Köln). I. Bataillon. Hauptm s 1. Kompaanie: Haupimann Zeidler— tot. Infanterie-Regiment Nr. 164(Hameln und Holzminden). Namur am 22. und 24., St. Quentin vom 28. bis 30. 8., Chalons vom 6. bis 9. und Reims vom 10. bis 25. 9. 14. Männer=Verein Herz=Jesu. Das Mitglied Julius Radtke ist gestorben. Seelenamt Dienstag 8 Uhr; anschließend Beerdigung(QuerAlle Mitglieder sind freundlichst eingeladen. Auling, Pfarrer. TasVolksbureau ir Münster I. W., nur Verspoel 6, 1 Treppe hoch abt suskunft m Fragen sozialer K.#rranken=, Unfall=, Inval.= und Alters= Versicherung, Mietsrecht, Steuerfragen 2c.) und fertigt Schriftsätze an. Geringe Gebühren. Geschältsstelle des Banvereins für die Stadt Münster, Verspoel 6 1 Treppe, nimmt unentgeltlich Beitritts= Erklärungen, Zahlungen, Wohnungs=Anmeldungen und dergl. entgegen. Das Arbeits=NachweisBureau(ebenfalls Verspoel * Nr. c, 1Treyzeboch) „ Ohne Kompagnieangabe: Hauptmann purgold— verwundet. Hauptmann Bokelberg— verwundet. Leutnant Lüders— verwundet. Leutnant Aschoff— verwundet. Leutnant der Reserve Gehring— verwundet. Leutnant der Reserve Kunze— verwundet. Marsen„. 9. Kompagnie: meusretter Gert Wilming aus Hestrup— schwer verwundet. Musketier Joh. Herm. Berling aus Balkum— schwer verw. Mustetier Farl g.. 3e b de aus Schmagstorf— leicht verw. leicht verwundet. Friedr. v. Hören aus Duakenbrück— Unteroffizier Jakob Dirks I aus Hinte, Kr. Emden— tot. Reservist Herm. Gerh. Lager I aus Bockraden— tot. Reservist Herm. Anton Silies aus Berge, Kr. Lingen— tot. Veisrpist Joh. Bergh.,„Oetermann aus Schwartenberg— tot. Keseroist Konrad Hote aus Estringen, Kr. Lingen— tot. ###oist Joh. Bunning aus Reurttes— suwer verw. Meservist Gerh. Drosten aus Klein=Hesepe Gefreiter der Res. Ernst Eickhoff aus Balkum— schwer n Reservist Eilert Evers I aus Hollen— schwer Reservist Gert Evers II aus Johenkörben— schwer Gefreiter der Res. Heinr. Himmers aus Höltighausen— li Reservist Bernh. Kromann aus Neuenlande— leicht verw. Reseroist Jonaß Teepter aus Handrup Gefreiter der Res. Joseph Treye aus Westrum— leicht nerm Reservist Hindrik Schroven aus Hochstede Rathorn Reservist Johann Schov aus Langen, Kr. Lingen— vermißt Reservist Friedr. Jul. Wilberding aus Steinfeld— leicht vu Reservist Franz Clemens Macke aus Ortrup— leicht verw. Aautmant:„. 10. Kompagnie: Leutnam oer Res. Karl Gabler aus Lübz— leicht Vessrpist Herm: Bahle aus Aschendorf— leicht verwundet. Reselbist Ei. censmann aus Bawinkel— leicht verw. Musketier Derk Albers aus Emlichheim— leicht verw. Reierpist germn......“ inden— leicht verm. Resarmit Ferm. Riehans aus Gildehaus— leicht verw. Reselbist aug. Deeters II aus Altenlünne— leicht verw. Heinr. Zumberge aus Westerholte— leicht verw. Gefreiter der Res. Herm. Leiger g dr. Münster— hut Vizefeldwebel Heinrich Buch aus Gronau Wilskeiter Anton Peee aus Schüttorf— leicht vern. Reserpist Th. Dalingan aus Hudenerfähr— leicht vern Reservist Gerd Moß aus Georgsdorf— vermißt. Reservist Jan Lübbers I aus Bimolten— vermißt. Reservist Heinr. Schoppmeyer aus Kirchdornberg— vermißt Reservist Gerh. Preun aus Moorlage— vermißt. Reservist Johann Delage aus Landen, Kr. Lingen— vermißtt Gaumtmann#.. 11. Kompagnie: Hauptmann Gustav Aßmann aus Kassel— tot. Leutnant Kurt Waldecker aus Hamburg— tot. worsz cht gegee aus Rittergut Freismissen bei Vlomben Reservist August Klümpke aus Suttrup— tot. Reseroist Ignatz Hölschu aus Wietmarschen— schwer ven Besammitt Sp#nd##tscher aus Schapen— schwer verw. Reselbist Ludw. von der Heide aus Engter— schwer vern. Gefreiter der Res. Heinr. von der Ahe aus Gr.=Hesepe— verm. Reservist Joseph Kley aus Lingen— vermißt. Reservist Wilh. Schmitz aus Dorpen— vermißt. Reservist Ernst Stromberg aus Quakenbrück— vermißt. Reservist August Menke aus Mühlen, Kr. Vechta— vermißt. (Schluß folgt.) Beronloldeni Sutanen, Sutanellen, iogen, Havelocks Oelerinenmäntel, Oaletots, Hosen, Westen fertig am Lager und nech Maß in größter Auswahl. vermittelt unentgeltlich Stellen zwischen Arbeit ebern und Arbeitnehmern, gewerbl. u. sonst. Arbeitern. Handwerkern. Dienstboten 2c.) Semn fust P 1. Nanbr. mobl. Zimmer m. gut. Pension. Nähe Prinzspalmarkt. Preis 70 Mark. 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Aber je schleuniger, desto ser:„wer schnell gibt, gibt doppelt!“ . Das Generalkommando, dem der Zeitersparnis wegen die Gläser direkt übersandt werden mögen, dankt allen Spendern im Namen der fernen Krieger. Münster, den 8. Oktober 1914. Stellvertret. Generalkommando VII. A.=C. Alleinige Vertreter für Deutschland: Weingesellschaft des Karlshauses Oster& Co., Aachen.*“ Katholisches Vereinshaus.„ u. Flügel in altbewährter Güte IBACH-PIANOLA-PIANOS d. h. IBACH Pianos mit ei gebautem Klavierspiela### rat, Pianolas mit Themodist und Metrostyle, sowie Harmoniums, empfiehlt in reicher Auswahl zu bequemen Bedingungen Rud. 1 PACH Sohh Kais. u. Königl. Hof-Flügel- u. Pianino-Fabi gegr. 1794 Barmen Neuerweg 38—42. Bei Kauf, Miete, Umtausch, Reparatur oder Stimmung wende man sich an die mehr alshundertjährige Erfabrung des durch vier Generationen bestehenden Hauses Heirat. sollte ohne Nähmaschine sein. Die Anschaffungskosten sind gering, der Wert unvergleichber, der Nutzen kolossal. 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Rotations Probenummern: Be wolle man richten TelegrammRedaktion Redaktion: Lütkegass Geschäftsstelle: König S 4 Während des Feldzuges habe die Vertretung des Zuhn Arhtes Stroband, Drubbel 5—0 übernommen. 2379 Behandlung wie früher. Seze: Emil Schneider, Drubbel 5—6. Telephon Nr. 348. Die 2 Konstantinope geben die dem h radjul Ahbar" ent folge der Verhaftu Mehmed Hafiz, ein der bedeutendsten die Stämme, derer Der englische Gene die Freiheit wieder bour drängt die I In Bri Konstantinopel würdiger Seite hal manen des Somal bera, den Hauptort zwei Scheiks angeg ziere wurden von die Stadt von den! englischer Besitz, 18 Regierung besetzt u Die gleichen! die im Bau befin! Adis Abeda, die vi diert hätten und ei Niederlassung der habe. (Also deutsche Eingang des Rotei wichtige, vielbefahr mit auch die Benutz kühnsten Seefahrer den kann, und die dorthin zu leiten wackeren Kreuzer um das Krämervo Stelle zu schädigen. Konstantinopel, „Taswir I Efkiar“ letzten Tagen 120 d ägyptische Offiziere Meinung, daß diese die Situation der E D Konstantinopel, deutschen Allgemein russisches Abkommer meinsamen Angriff geben dem ,„ Ikdam“ dem hervorgehoben die Türkei über die gegen die Türkei er Darstellung der Mesein Erstaunen aus, mühungen Rußland entgegenstellte, heut Blatt kann sich nich eines solchen Abkom des europäischen Kr Aufrechterhaltung ih bemerkt schließlich: wie richtig die Halti des Krieges getroffe friedigend die gegen Berlin, 19. Okt aus Konstantinopel fremden Vertreter be in den Golf von S „Vossische Zeitung" dieses Verbot gegen lichen Mittelmeerbed Portu Mailand, 18. Ol Telegramm über Be Hilfe Portvgals für giesische Regierung h rufen, welches ohne herrsche Ent herrsche großel Enth Stockholm, 18. Besprechung mit S seinem Privatsekret sandten in London Sandringham Georg weilte. Wien, 18. Okt. Portugals am Krieg garn schreibt das„J sich nicht, um Portug sich nicht, vor der ge seiner Schwäche zu g scheint es ziemlich an eilen könnten. Die 2 da die Deutschen in ren, ungeheuer gestieg dringen kann, werden land gegen den droh Daher sollen jetzt die Franzosen Ersatz für Wenn die Triple=unt rung Oesterreich=Ungogar Portugal zur 9 stellen, wie die Ding Sorgen sind in Londo Maritz und denen festgefügt, wie die en will, ist das britische noch gemeldet wird, kreuzer von den deut wurde, so wird diese 2