Februar 1914. ule zu Nachen. eurwelen einschl. WasserBergdau, Chemie, sten(auch für Lehramis. pasten), Wietschats= und und kolomale Uelernehv Gartensichtt=ktur. Im ungen am 14. uptll, mes einschl. Porto 70 Pfg. =Einsendung des mnweisung an das Sckretaschnabme. 96 44 inenbauschule W. trotechnik. Oktober 1. J. 4 44444444111ll. um ühem ipendien verfügt, verssen, ohne Unterschied 5. 1334 4 us Seiler, Prosessor. Settetacttt lum u. Vorschule, lu0). It. Modern eingerichteter Aussicht und Nachhülfe 1195 nd Bfarrer Böckenhoft. al J. Kund. ng im hl. Herzen. (Belgien). Oründliche Anleitung Zuschneide- und Konsbildung im Deutschen, s. u. Engl.(tägl. Konss., Klav., Viol., Manzen, Tanzkursus, gesellnur wissenschattliche eiden und Konfektion genommen. Pensionsven, Bett und Wäsche. sricht. Schlafzimmer. die Oberin. 5419 sensionat Kresets. r seineren und bürgerlichen irbeiten: Zuschneiden und n. 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Februar. Westsälische Merkur erscheint täglich zwelmal, am Tage nach Sonn= und Feiertagen einmal. Beilogen: Illustrierte Unterhaltungs=Beilage(wöchentlich), VBerlosungsliste von Wertpapieren(3 mal monatlich). Beschstosiselle: Khulgste PPechstunden 10—11 Uhr vorm. beschanssteue: Konigstr. 59. Geöffnet 8 Uhr vormittags bis 7 Uhr abends. verlag u. Rotationsdruck der Westfälischen Vereinsdruckerei. Probenummern: Achttägiger Probeversand des Westfälischen Merkur gratis und franko. Bestellungen mit deutlicher Adressenangabe wolle man richten an die Geschäftsstelle, Königstraße 59. Telegramm-Adresse: Merkur, Münsterwestf. Redaktion Nr. 203, Geschäftsstelle Nr. 112. 1914.— Nr. 76. Segründet 1822. Illittags-Husgabe. Bezugspreise Bierteljährlich: In Münster bei der Goschastostelle MA 3.90; auswärts bei allen deutschen Postamtern K 1.30. Zweimonatlich: In Münster dei der Geschäftostelle K 2.00; auswärts durch die Post KA 2.34. Einmonatlich: In Münster A 1.00; auswärts durch die Post (für jeden einzelnen Monat des Quartals zulässig) A 1.17. Einzelnummer: Zu haben in der Geschäftsstelle, an den Bahnbösen Exemplar 10 Pfg. 93. Jahrgang. Bezugspreise: Für die Petitzeile oder deren Raum 25 J. Reklamezeile 7“ Anzeigen=Annahme: In Münster Königstraße sämtliche Annoncen=Bureaus des In= und Ausu#des. pie freideutsche Jugendbewegung. Die ausgedehnten Presseerörterungen, die durch die zugendkultur betitelte Broschüre eines bayerischen Schulmannes und durch die diesbezügliche Debatte im bayerischen Landtag hervorgerusen worden sind, veranlassen uns, nochmals mit dieser speziell für Eltern und Erzieher hochwichtigen Frage uns zu befassen. Und zwar ist es zunächst gegenüber den Versuchen gegnerischer Blätter, die Sachlage zu verschieben— erforderlich, daß genau der Tatbestand festgestellt wird. Der Hauptträger und Verfechter jener Bewegung, die als treie deutsche Jugendkultur bezeichnet wird, ist bekanntlich der in München wohnende Schriftsteller Dr. Gustav Wyneken, welcher seinerzeit der Leiter der„Freien Schulgemeinde" in Rickersdorf war, aus welcher Stellung er aber auf Veranlassung der Herzoglich Meiningenschen Staatsregierung ausscheiden mußte. Es ist ihm damals vom Ministerium bestätigt worden, daß in der„Freien Schulgemeinde" durch Dr. Wyneken und unter seinem Einfluß an den dortigen Zöglingen ein höchst bedenklicher Geist frühreifer, hochmütig absprechender Kritik großgezogen wird. Das Ziel Dr. Wynekens ist die Gewinnung der Mittelund Hochschüler für seine Ideen und Bestrebungen. Unter seinem Einfluß gründete sich deshalb das„Akademische Komitee für Schulreform“, welches sozusagen das Rückgrat der neuen Organisation bildet. Das Komitee unterhält ein Archiv, das offensichtlich den Zweck verfolgt, Material zu sammeln, welches sich gegen Schule und Elternhaus verwerten läßt. Unter der Leitung des A. C. S. stehen dann an den verschiedenen Orten die Sprechsäle für Mittelschüler. Wie man sieht, hat es Dr. Wyneken bereits vortrefflich verstanden, eine festgefügte Organisation zu schaffen. Eine erste Veranstaltung größeren Stils war der am 11. und 12. Oktober 1913 auf dem Hohen Meißner bei Cassel abgehaltene„Erste freideutsche Jugendtag". Die Vorträge, die man dort hören konnte, liefen sämtlich auf eine starte Betonung des Selbstbestimmungsrechtes der Jugend hinaus. Anläßlich dieses freideutschen Jugendtages erschien auch die bekannte„Festschrift“ für die Schuljugend, deren Inhalt kennzeichnend ist für den Geist, von dem die „Jugendkultur" beseelt ist. In dieser Festschrift wird offen der Kampf gegen Religion, Kirche und Dogmenglauben gepredigt. Die 15—16jährigen Jungens werden aufgerufen zum Kampf gegen den„Klerikalismus“ und die „römische Geistesknechtschaft. Ein Herr Fidus sucht die jungen Leute für die Nacktkultur zu begeistern, und eine Dame tritt für Abschaffung der heutigen Form der Ehe und für freie Liebe ein. Diese Proben dürften zur Charakterisierung des Inhalts dieser„Festschrift" genügen. Nun müssen wir uns noch mit der Schülerzeitschrift„Der Anfang" beschäftigen, deren Herausgeber und verantwortlicher Redakteur Dr. Wyneken ist. Das Programm dieser Zeitschrift ist, wie der Verfasser der Broschüre„Jugendkuttur“ schlagend nachweist: Kampf gegen das Elternhaus, Kampf gegen die Schule, Kampf gegen jede positive Religion, Kampf gegen diechristliche Moral. Die demokratische„Frankf. Ztg.“ schrieb schon vor einiger Zeit, daß man in verschiedenen Beiträgen dieser Zeitschrift Ausbruche der Feindseligkeit gegen die Erwachsenen und Ausführungen über jungendliche Erotik findet, von denen ein moderner Naturalist noch etwas lernen könnte. Laut einer Ministerialentschließung des bayerischen Kultusministeriums tritt„Der Anfang burch bewußte Erschütterung jedes Autoritätsgesühls, durch Verhöhnung der Lehrer in der ständigen Rubrik„Klassenspiegel", durch Empfehlung einer„gesunden Erotik" und durch Herabwürdigung der Religion und des ligionsunterrichtes den Zielen und Bestrebungen der höheren Unterrichtsanstalten für eine religiös=sittliche Erziehung der Jugend geradezu feindselig entgegen. Und der liberale bayerische Landtagsabgeordnete Dr. Günther sagt in einem Artikel in der„M.=Augsb. Abendztg.“(Nr. 38 vom 7. Febr.), daß die Zeitschrift eine Reihe von Artikeln bringt, denen man wirklich nicht unrecht tut, wenn man sie als Sumpf bezeichnet. Es mache sich hier schrankenlose Ueberhebung, ein Jugendprotzentum in der abstoßendsten Weise bemerkbar. Wie erinnerlich, ist in der bayerischen Abgeordnetenkammer der Zentrumsabgeordnete Dr. Schlittenbauer auf diese moderne„Jugendkultur“ zu sprechen gekommen, indem er daran scharfe Kritik übte und die Unterrichtsverwaltung zu energischem Einschreiten aufforderte.(Vergl. Nr. 68 des „Westf. Merkur“ vom 7. Februar.) Der Kultusminister teilte damals mit, in der schon erwähnten Ministerialentschließung angeordnet zu haben, daß der Verbreitung der Zeitschrift„Der Anfang“ an den bayerischen Mittelschulen entschieden entgegengetreten wird. Auch Abg. Dr. Günther sprach sich mit EntKs schiedenheit gegen derartige Bestrebungen aus und betonte hierbei, daß Liberalismus und Libertinismus nicht gleichbedeutend seien. Reichstags-Verbandlungen. Berlin, 10. Februar. Stimmungsbild. Bei der Abstimmung über die Ausführung des Kaligesetzes wurden heute im Reichstage durchweg die Kommissionsbeschlüsse fast einstimmig angenommen, mit der einzigen Abänderung, daß die für die Weltausstellung in San Franzisko vorgesehenen 500 000 MA auf Vorschlag des Zentrums und der Konservativen für eine allgemeine Propaganda im Auslande bestimmt wurden. Hierauf fuhr man in der Beratung des Titels„Reichsgesundheitsamt“ fort. Es hatten sich zu diesem Titel wie alljährlich eine solche Anzahl Redner gemeldet, daß der Präsident die Bitte aussprechen mußte, daß einzelne Redner sich im Interesse ihrer Nachfolger kurz fassen möchten. Den Reigen der Redner eröffnete der nationalliberale Abgeordnete Meyer=Celle, der sich in langen Ausführungen über den Gesundheitszustand der Arbeiter in der Großeisenindustrie befaßte und darlegen zu müssen glaubte, daß die Arbeiterverhältnisse gerade in der Großeisenindustrie nicht so schlimm seien, wie allgemein angenommen wird. Der Sozialdemokrat Büchner sprach über den Geburtenrückgang und die Säuglingssterblichkeit, die er natürlich ausschließlich auf die schlechten sozialen Verhältnisse schob. Der Zentrumsabgeordnete Krings erörterte die Belästigungen des Publikums durch die Staubentwicklung, die durch die Automobile und die elektrischen Bahnen veranlaßt werde. Auch das unheimliche Rasen der Kraftwagen wurde von Herrn Krings besprochen, der umfassende Maßregeln dagegen verlangte. Der nationalliberale Abgeordnete Dr. van Calcker trat warm für die Besserstellung des in den privaten und öffentlichen Krankenhäusern beschäftigten, sowie des selbständigen Pflegepersonals ein. Einer freisinnigen Anreaung auf Erleichterung der Quarantänevorschriften an den Grenzen trat der konservative Abgeordnete Frommer sehr energisch entgegen. Der Präsident des Reichsgesundheitsamtes Dr. Bumm sagte eine einheitliche Regelung des Hebeammenwesens zu und verbreitete sich in längeren Ausführungen über die Erfolge, die bei der Bekämpfung der Maul= und Klauenseuche erzielt worden seien. Der Elsässer Thumann wünschte die Vorlage eines Obstbaugesetzes. Der Zentrumsabgeordnete Poppe erkannte an, daß bei der Durchführung der Bestimmungen zur Bekämpfung der Maul= und Klauenseuche in vieler Beziehung Milderung eingetreten sei, wenn er auch noch einige Klagen über ziemliche Härten auf diesem Gebiete vorzubringen hatte. Die weitere Diskussion förderte nichts wesentliches mehr zutage. Bei der zu später Stunde erfolgenden Abstimmung wurden sämtliche zu diesem Titel vorliegenden Resolutionen mit Ausnahme der des Abgeordneten Albrecht(Soz.) angenommen. 210. Sitzung vom 10. Februar. Ueber den Anfang der Sitzung, die um 1,20 Uhr begonnen hatte, wurde schon telegraphisch berichtet. In der fortgesetzten zweiten Beratung des Etats des Reichsamts des Innern (16. Tag) fordert zum Kapitel Reichsgesundheitsamt Abg. Büchner(Soz.) verstärkten Sauglingsschutz und Muttetschutz, vor allem Unentgeltlichkeit der Geburtshilfe. Abg. Krings(Ztr.): Ich habe schon vor zwei Jahren auf die Schädigungen hingewiesen, die aus der Staubentwicklung des Automobilverkehrs für die Gesundheit der Anwohner der vom Automobilverkehr vorzugsweise benutzten Straßen entstehen, ganz abgesehen davon, daß infolge der Staubentwicklung auch die Häuser und Grundstücke an solchen Straßen entwertet werden. Ministerialdirektor Lewald erklärte damals, es stehe ein internationaler Straßenbaukongreß bevor, der wohl Mittel und Wege finden werde, um dieser Staubplags abzuhelsen, auch sei das biologische Institut ersucht worden, Untersuchungen über die Einwirkungen des Staubes anzustellen. Bis heute haben wir noch nichts weiter darüber gehört, insbesondere ist uns auch über das Resultat dieser Untersuchungen nichts mitgeteilt worden. Dazu kommt ferner, daß auch durch das fürchterliche Rasen der Automobile Leben und Gesundheit der Staatsbürger in erheblichem Grade gefährdet werden, namentlich seitdem man die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 15 auf 20 Kilometer erhöht hat. Eine Interpellation darüber wird ja heute im preußischen Landtage im Hinblick auf den schweren Unglücksfall, der zwei unserer Kollegen betroffen hat, verhandelt. Ein anderer Mißstand, durch den Leben und Gesundheit in Mitleidenschaft gezogen werden, ist, daß öffentliche Straßen auf längere Zeit für internationale Wettrennen zur Verfügung gestellt werden, wodurch unter Umständen selbst Aerzte gehindert werden, Krankenbesuche zu machen. Bezüglich der Verhinderung übermäßiger Geschwindigkeiten möchte ich auf ein Mittel hinweisen, das in vielen Kantonen der Schweiz in Gebrauch ist. Dort wird auf den Paßstraßen, die für den Autoverkehr freigegeben sind, oben dem Besitzer gegen Zahlung einer Gebühr eine Karte ausgehändigt, auf der die Abfahrtszeit vermerkt ist; diese wird ihm unten abgenommen und so kann die Geschwindigkeit ganz genau festgestellt werden. Vizeprasident Dove: Autounfälle können gewiß auf die Gesundheit schadlich wirken(Heiterkeit), aber ich glaube, das Reichsgesundheitsamt kann dagegen nicht viel tun, und ich möchte daher den Herrn Redner bitten, sich möglichst kurz zu fassen. Abg. Krings(fortfahrend): Ich würde es fur sehr richtig halten, wenn die Autobesitzer, die die Straßen benutzen, dazu gezwungen würden, für eine ausreichende Besprengung der Straßen zu sorgen. Auf sonstige Maßnahmen, durch die dem gesundheitsschadlichen Treiben Einhalt geboten werden könnte, kann ich jetzt nicht weiter eingehen und beschränke mich daher auf diese Anregung. Ministerialdirektor Dr. Lewald: Ganz gewiß ist die Staubplage im hohen Grade gesundheitsschaolsch. Es fragt sich nur, ob die Ursache im Automobilverkehr oder nicht vielmehr an den Landstraßen liegt. In England hat man der Automobilplage dadurch abgeholfen, daß man die Straßen gründlich geteert hat. Bei der Ausdehnung unseres Straßennetzes würde das wohl zu kostspielig sein: immerhin sind schon recht erhevliche Versuche mit gutem Ersolge gemacht worden. Wenn es bei uns gelingt, wenigstens die großen Straßen, die vorzugsweise dem Automobil dienen, mit Teerung auszustatten, wäre die Staubplage überwunden. Bei den Untersuchungen der biologischen Anstalt handelt es sich darum, festzustellen, ob durch die Teerung eine Schädigung der an die Straßen angrenzenden Wiesen, Felder usw. stattsindet. Es ist festgestellt worden, daß das nicht der Fall ist, da der Teerstaub nicht in die Poren der Pflanzen eindringt und vom Regen leicht fortgewaschen wird. Im übrigen möchte ich nur noch fesistellen, daß eine Freigabe von Straßen für Geschwindigkentsprüfungen und Wettrennen schon seit Jahren nicht mehr erfolgt. Abg. Dr. van Calcker(natl.) begründet eine Resolution, die Arbeits= und Rechtsverhältnisse des in privaten und öffentlichen Kranken=Heil= und Pflegeanstalten beschäftigten, sowie des selbständigen in der Privatpflege tätigen Krankenpflegepersonals durch Aufstellung einheitlicher Grundsätze zu regeln und zwar, soweit dies nicht auf dem Wege der Reichsgesetzgebung oder durch Bundesratsverordnung geschehen kann, durch Vereinbarung zwischen den Regierungen der Einzelstaaten. Redner bittet, die Resolution als Anerkennung und zur Aufmunterung jener Leute anzunehmen, die ihre Kraft in so wohltätiger Weise in den Dienst des gesamten Volkes stellen.(Beifall.) Abg. Leube(Vp.) wünscht Erleichterung der Quarantäne=Vorschriften an den Grenzen für die Einfuhr des Fleisches und tritt für bessere Versorgung des Inlandes mit Fleisch durch mildere Handhabung des Fleischbeschaugesetzes ein. Abg. Fromme(kons.) begründet eine Resolution, für die wissenschaftliche Erforschung der Maul= und Klauenseuche und ihre Bekämpfung weitere größere Mittel möglichst noch in den Etat für 1914 einzustellen. Des weiteren tritt Redner für die Verschärfung des Quarantäneschutzes ein, weil die Seuche zweifellos aus dem Auslande hereingeschleppt worden sei. Zur Bekämpfung der Seuche hält Redner einen weiteren Ausbau der Abschlachtungsbestimmungen für zweckmäßig. Abg. Dombek(Pole) bespricht die Gesundheitsverhältnisse der Arbeiter in der oberschlesischen Hüttenindustrie und polemisiert gegen die Ausführungen des Abg. Meyer=Celle (über die wir schon drahtlich berichteten. D. R.). Abg. Mumm(Wirtsch. Vag.) tritt der sozialdemokratischen Resolution betreffs Regelung der Verhältnisse des Krankenpersonals, die er als eine übertriebene bezeichnet, entgegen. Im weiteren tritt er für eine Reform des Hebammengesetzes ein. Präsident des Reichsgesundheitsamtes Dr. Bumm: Der Reichsgesundheitsrat hat sich im März vorigen Jahres über eine Leitze grundlegender Fragen bezüglich des Hebammenwesens geeinigt, und die Bundesregierungen sind damit beschäftigt, auf dieser Grundlage eine einheitliche Regelung des Hebammenwesens herbeizuführen. Der Abg. Gerlach hat gestern darüber Klage geführt, daß vielfach in unhygienischer und gesundheitsgefährlicher Weise schon einmal gebrauchte Korken mieder verwendet würden. An und für sich ist gegen die Wiederverwendung der Korken nichts einzuwenden. uuf Anregung der deutschen Korkfabrikanten sind aber die Nahrungsmittelpolizeibehörden angewiesen worden, ihr besonderes Augenmerk darauf zu richten, und es sind auch Klagen seitdem nicht wieder laut geworden. Endlich ist geklagt worden über angeblich zu rigorose Maßnahmen zur Bekämpfung der Maul= und Klauenseuche. Gewiß kann die Abschlachtung seuchenverdächtiger Viehbestände im einzelnen Falle als eine sehr schmerzliche Maßregel empfunden werden; aber das Interesse des einzelnen muß in dem Falle hinter dem Allgemeininteresse zurücktreten. Was die wissenschaftliche Ersorschung der Seuche betrifft, so ist es leider bisher noch nicht gelungen, den Seuchenerreger zu finden. Der Anregung, unsere Truppen mit Gesrierfleisch zu ernähren, läßt sich keine Folge geben. Abg. Thumann(Els.): Die Apotheker gehören zu dem Teil des Mittelstandes, für den eine weitere Fürsorge dringend notwendig ist. Das Obst= und Malzweingesetz ist dringend erforderlich. Direktor v. Jonquieres: Ein Gesetzentwurf zur Bekämpfung der Fälschungen von Malzweinen ist heute dem Bundesrat zugegangen. Abg. Jäckel(Soz.) fordert erhöhten Schutz der Heimarbeiter und Besserung der Verhältnisse in der Textilindustrie, insbesondere durch Einführung der automatischen Webschützen. Abg. List-Eßlingen(natl.): Der Vorredner hat vielfach übertrieben. Nicht nur die Arbeit ist gewachsen, sondern auch die Ardeitsgelegenheit. Hygienische Vorrichtungen beim Einsädeln gibt es genug: sie werden aber meistens von den Arbeitern nicht benutzt. Abg. Poppe(Zentr.): Bei dem Biehseuchengesen muß eine Aenderung dahin getrossen werden, daß den durch die Seuche Betroffenen eine Entschädigung aus Reichs= oder Staatsmitteln gezahlt wird. Abg. Vogt-Crailsheim(kons.): Bei der Einführung fremder Weine müssen diese nicht nur auf dem Wege der Analyse, sondern auch auf den Geschmack geprüft werden, damit der einheimische Weinbau geschützt wird. Direktor von Jonquieres: Das Reichsgesundheitsamt hat bereits Normativbestimmungen für das Nahrungsmittelwesen ausgearbeitet. Abg. Dr. Struve(Fortschr. Bpt.): Den medizinischen Praktikanten müsse es gestattet werden, einen Teil ihres praktischen Jahres bei Aerzten durch zumachen. Nach weiterer unerheblicher Debatte wird ein Antrag auf Schluß der Debatte angenommen. Das Kapitel wird bewilligt und die dazu gehörigen Resolutionen werden angenommen, mit Ausnahme der sozialdemokratischen betr. Krankenpflegepersonal, an deren Stelle die denselben Gegenstand behandelnde nationalliberale Resolution einstimmig angenommen wurde. Die Weiterberatung wird auf Mittwoch 1 Uhr vertagt. Außerdem Denkschrift für die Rücklagen bei den Berufsgenossenschaften. Schluß nach 7¼ Uhr. Landtags-Verbandlungen. Abgeordnetenhaus. Berlin, 10. Februar. Stimmungsbild. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses kam zunächst die Interpellation des Zentrums betreffend den Automobilunfall der Reichstagsabgeordneten Hebei und Pütz zur Verhadlung. Recht wirksam wurde die Resolution unter großer Aufmerksamkeit des Hauses durch den Abg. Freiherrn v. Steingecker begründet. Dieser vertrat die Ansicht, daß die Zahl der Automobilunfälle wesentlich herabgemindert werden könnte, wenn die Polizei schärfer auf die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen sehe. Ob bei dem wachsenden Verkehr die gesetzlichen Bestimmungen noch ausreichend seien, sei zu prüsen. Minister des Innern v. Dallwitz brachte die Anteilnahme der Regierung an den Unfällen zum Ausdruck und schilderte kurz den Hergang der Vorfälle, soweit das bis jetzt sich feststellen ließ. Soweit die gesetzlichen Bestimmungen Lücken aufweisen, würde für Abhülfe gesorgt. Bei der Besprechung der Interpellation äußerten sich, von dem nationalliberalen Redner Just abgesehen, die Vertreter sämtlicher Parteien in demselben Sinne wie der Zentrumsredner. Dann wurde die allgemeine Besprechung über den Etat des Ministeriums des Innern fortgesetzt. Minister des Innern v. Dallwitz verteidigte die Regierung gegen die Angriffe des Abg. Dr. Seyda(Pole) am Montag. Es kam dann nur der sozialdemokratische Abgeordnete Hoffmann zu Wort, der länger als fünf Stunden redete und zwar stellenweise so abgeschmackt, daß der Präsident selbst einen Ordnungsruf für nicht mehr angebracht hielt. Die stürmischen Pfutrufe des Hauses schienen auf den Abg. Hoffmann wenig Eindruck zu machen. Um ½3 Uhr hatte der Abg. Hoffmann seine Rede begonnen, und um 7¾ Uhr mußte er seine Ausführungen endlich schließen, nachdem der präsidierende Vizepräsident Dr. Porsch ihn dazauf aufmerksam gemacht hatte, daß die Stenographen die Arbeit nicht mehr leisten könnten. Die Weiterberatung wurde dann auf Mittwoch vertagt. 23. Sitzung vom 10. Februar. Zu der fortgesetzten zweiten Beratung des Etats des Ministeriums des Innern sprach heute außer dem Minister des Innern nur der Abg. Adolf Hoffmann(Soz.), der(wie unserem telegraphischen Bericht nachgetragen sei) u. a. weiter ausführt: Unser Haß gilt nicht der Religion und der Kirche, sondern wir wenden uns nur dagegen, daß das Volk durch die Religion unterdrückt wird. Jungst kam die Meldung, daß in Jena die Religionsfreiheit verkündet worden ist. Wollen Sie(nach rechte) noch hinter Jena zurückbleiben. Den Geburtenrückgang wollen Sie verhindern? Dann schaffen Sie bessere Lebensbedingungen für den Arbeiter. Wer ist denn zuerst gegen die vielen Gevurten losgegangen? Das war die Frau Vopelius, die Gattin eines der Herren aus dem Hause da drüben. Warum heben Sie nicht, um dem Geburtenrückgang entgegenzuwirken, das Zölibat auf? Selbst ist der Mann.(Heiterkeit.) Nach dem Vorgehen des Abg. Seyda bekommen jetzt die Minister und sonstige vornehme Leute Nummern. Der Minister ist nicht hier, auch ist mir seine Nummer nicht bekannt. Hoffentlich ist es nicht die Nummer 175.(Lebhafte Pfuirufe rechts und im Zentrum.) * Eitler Ruhm. Von Jeanne de Coulomb. Autorisierte Uebersetzung von F. von Barmen. (19. Fortsetzung.) Warum verbanden sich diese beiden Vorstellungen in seinen Gedanken? Er fürchtete sich, es sich einzugestehen, und um sich selbst gegenüber nicht allzu offen sein zu müssen, bemühte er sich, über andere Dinge nachzudenken. In welche Garnison würde man ihn jetzt versetzen? Vielleicht nach Brest, Quimper, Rennes oder St. Brieuc? Ihm war es gleich. Nach zwei in der Wüste verlebten Bahren, würde es ihm schon leicht anderswo gefallen. Er versuchte, sich auf seine neue Garnison zu freuen. Wie angenehm war es, nicht mehr aus Frankreich fort zu müssen; wieder bei den Seinigen zu sein!... Aber als einziges Resultat seiner Bemühungen nahm das ihn beherrschende unbehagliche Gefühl immer mehr zu. Endlich trug die Ermüdung den Sieg davon über seine Überreizte Einbildungskraft und er verfiel in festen Schlaf, so wie er ihm seit Wochen notwendig war zur Wiederherstellung seiner geschwächten Gesundheit. 3. Am anderen Morgen erwachte Tanneguy mit demselben inbestimmten Gefühl der Trauer im Herzen, mit dem er eingeschlafen war: Er war entschlossen, demselben nicht nachzugeben, sondern bielmehr seine ganze Kraft daranzusetzen, es von sich abzuschütteln. Um gleich damit zu beginnen, lief er ans Fenster: ein leichter Nebel hüllte die Insel wie in einen durchsichtigen Schleier. Man unterschied selbst die Kornfelder im Tale nicht genau, aber hinter dem feenhaften Vorhange ahnte man die Sonne, die bereit war, Felsen und Meer mit ihrem Zauberspiel zu vergolden. Der Tag versprach strahlend zu werden. ##ch; Ein Wetter, wie geschaffen zu einem Aquarellbilde,“ chte der Hauptmann.„Wo soll ich mich niederlassen?“ „ Sein erster Gedanke war an die Stellen, die seine Gejahrten ihm am vorigen Abende gezeigt hatten; aber dort würde er wohl auch sie antreffen und er hatte heute ein ganz Unbezwingbares Verlangen nach Einsamkeit. „Warum gehe ich denn nicht an den Pfauen=Leuchtcürm?“ fragte er sich und nahm die Karte zur Hand, die ihm die liebenswürdige Händlerin gestern verkauft hatte. : Er packte sein leichtes Künstlerhandwerkszeug zusammen, schob den„Guide de voyageur en Bretagne“ in seine Tasche und nachdem er das Glas schäumender Milch, das Corentine hm gleich unten servierte, hinuntergeschluckt hatte, eilte er ' dannen, wie ein Junge, der an der Schule vorbelläuft. Er wandte sich direkt der schmalen Landstraße zu, die die beiden Teile der Insel miteinander verbindet. An ihrem anderen Ende sieht das Land plötzlich ganz anders aus. Hier gibt es keine mit Coquelicots übersäte Kornfelder, keine rosenumrankte Landhäuser mehr! Hier wachsen nur noch Farnkräuter und Ginster, und überall schauen Felsspitzen hervor und zerklüften den unfruchtbaren Boden. Hier und da kleine Ortschaften mit uralten Wohnungen, deren Steine nicht mehr aneinander halten! Gleich ihren Schwestern in Bréhat haben auch sie nur wenig Fensteröffnungen, aber vom Geschick noch ungünstiger bedacht, als diese stehen sie alle halb verfallen einzeln auf einem großen Platze und sind nur mit Stroh bedeckt... Aufgehäuft vor den Türen, oder wie gigantische Schuppen übereinander hangend trocknet an die Mauern angelehnt der nach dem Vorüberziehen der Herden im Sommer sorgsam gesammelte primitive Brennstoff— der an Winterabenden, wenn der Sturm draußen tobt und heult, die elenden Hütten mit seinem Rauche erfüllt. Tanneguy dachte unwillkürlich: Diejenigen, die diese Häuschen bewohnen, sind außerordentlich arm: sie müssen höchst unglücklich sein; zum Ersatze dafür wissen sie die meiste Zeit nicht, was auf dem Kontinent vor sich geht und sind so vor manchem Kummer behütet. Er beneidete sie fast. Als er einen der verstreut liegenden Häuserkomplexe durchschritt, wünschte er den Namen der Ortschaft zu wissen. Er las: Erech=Urpat!... Die Bezeichnung weckte in ihm die Erinnerung an das, was die Kleinhändlerin ihm gestern abend erzählt hatte! Das hier war das Dörfchen, in welchem Fräulein Le Goff im vorigen Jahre so manchen Tag die pockenkranken Kinder gepflegt hatte. Er stellte sie sich vor, wie sie auf der Schwelle dieser elenden Wohnungen stand: eine lichte Erscheinung in den beschmutzten Türrahmen!.... Aus dem Dunkel der armseligen Betten schauten ihr die fieberglänzenden Augen entgegen. Mut tritt uns in mancherlei Gestalt entgegen...... Tanneguy bewunderte die Seelengröße des jungen Mädchens, das, unbekümmert um seine Schönheit den armen Kranken Linderung und Trost brachte... Bald als Hohlweg, bald als kaum sichtbare Fährte über die Heide, setzte sich der Pfad fort. Je weiter der junge Mann kam, je weiter machte es ihm den Eindruck, als dehne sich der Weg vor ihm aus, wie in einem Feenmärchen. Weidende braungefleckte Kühe blieben stehen und sahen ihn mit ihren scheuen Glotzaugen an, als wollten sie sagen: Wer bist du? Wo willst du hin? Warum störst du unsere Ruhe? Wir wissen sehr wohl, daß du nicht aus unserer Gegend bist? Wieder kleine Häuschen an sandiger Küste, die nur belebt war durch die schmächtige Gestalt einer alten Seegrassammlerin,— jetzt ein mit großen Steinblöcken übersäter nackter Felsenabhang und dann plötzlich durch unerwartetes SichTeilen der Felsstücke wie mit einem Schlage ein Wechsel der Landschaft, ein weithin erstreckendes Leuchten und Glitzern und Schillern! Wie gebannt blieb Tanneguy stehen! Die Sonne hatte den Nebel durchbrochen.... Meer und Himmel waren blau, tief blau, so daß man an das Mittelländische Meer erinnert wurde und von dem azurnen Hintergrunde hoben sich überwältigend schön die gigantischen Formen der den Pfauen=Leuchtturm tragenden Felsen ab. Der rosafarbene Granit nahm im strahlenden Morgenlichte die warme Färbung des von der Abendsonne beschienenen Gesteins an und seine bizarren Formen, die einen Walfisch mit phantastischem Pfauenschwanze darstellen, im Verein mit den feenhaften Farbentönen bildeten ein großartiges, ergreifendes Schauspiel. Wie wäre es möglich, solche Effekte wiederzugeben! dachte der junge Offizier. In der Natur liegt immer noch Harmonie in ihnen; aber unmöglich konnte mein Pinsel diese Harmonie zum Ausdruck bringen, und ich bin schon jetzt überzeugt, daß mein Felsen und mein Meer sich nicht miteinander verschmelzen lassen werden!.... Trotzdem begab er sich mutig ans Werk. An der malerischsten Stelle hatte der Touring=Club eine Ruhebank anbringen lassen: auf ihr richtete Tanneguy sich ein und ließ für heute sein Feldstühlchen beiseite. Man hätte sich keine vollständigere Einsamkeit träumen können. Die Touristen, die von ihrem Retsehandbuche beraten, nach Bréhat kommen, um einen Nachmittag daselbst zuzubringen, haben keine Zeit, sich soweit herauszuwagen.... Der Hauptmann arbeitete eine ganze Stunde lang, ohne einer lebenden Seele ansichtig zu werden.— Vom Leuchtturme her hörte er zwar Kinderstimmen, aber es zeigte sich niemand. Auf dem Meere lag tiefe Stille.. Ein weißes Segel ... am Horizonte ein aufsteigendes Rauchwöllchen und in der Nähe nichts, als schaumgesäumte Felsenriffe. Der junge Liebhabermaler hatte sein Werk fast vollendet, als ein leichter Schritt hinter ihm ihn veranlaßte, den Kopf zu wenden. Beim Anblick der sich Nahenden erhob er sich unverzüglich und begrüßte sie ehrerbietig. Fräulein Le Goff kam auf ihn zu. Sie war nicht in Weiß wie am gestrigen Abend. Ein fußfreier dunkelblauer Rock machten ihr das rüstige Ausschreiten leicht. Sie hatte einen gestickten Schleier um Gesicht und Haar gelegt, mit dessen Enden der Wind spielte. Obschon sich niemand in ihrer Begleitung befand, um sie notwendigenfalls gegen wildwerdende Kühe oder unliebsame Begegnungen zu schützen, trug sie als einzige Waffe ein weißes Sonnenschimmchen in Händen. Freimütig erwiderte sie Ta Freimütig erwiderte Tanneguys Gruß und fest und sicher, des holperigen Weges nicht achtend, schritt sie weiter und bestieg die Treppe, die zum Leuchtturm hinaufführt. Auf der schmalen Plattform kam eine Frauengestalt ihr entgegen und alle beide verschwanden in dem an die Felsen sich anlehnenden Häuschen. Tanneguy gab seinem Aquarell einige letzte Pinselstriche: dann ließ er es trocknen— ein Vorwand um die Bank des Touristenklubs nicht allsogleich zu verlassen! Er brannte danach, zu wissen, was Fräulein Le Goff am Pfauenleuchtturm zu tun hatte und wie lange Zeit sie hier verweilen würde. Nach kurzem Besinnen indessen tadelte er sich selber seiner Neugier wegen, die ihm fast wie Unbescheidenheit erschien. Richtiger wäre es, gleich wegzugehen, dachte er; ich bin sicher, sie wird mir Dank wissen, wenn sie mich bei ihrer Rückkehr nicht mehr findet. Er wollte noch eben sein Aquarell von dem Papierblock ablösen und sich dann zurückziehen. Durch die schwierige Aufgabe ganz in Anspruch genommen, bemerkte er nicht, daß da oben die Tür des Häuschens sich von neuem öffnete... Anne=Marie kam wieder herunter. Ein unerwarteter, unbedeutender Vorfall rief ihn wieder in die Wirklichkeit zurück: der Wind hatte sich aufgemacht: seit wenigen Minuten belästigte er den jungen Maler; plötzlich setzte er sich unter das leichte Blatt Papier, das ein letzter Druck von seinen Gefährten getrennt hatte und trug es federleicht in die Weite. Unwillkürlich sprang Tanneguy auf und lief seiner Studie nach. Da stand er Fräulein Le Goff gegenüber! Sie hatte den ungewöhnlichen Schmetterling im Vorüberfliegen aufgefangen und lächelnd bot sie das Papier, dem Hauptmann hin: „Wenn ich nicht dagewesen wäre, würde Ihr Bildchen ins Meer spaziert sein,“ sagte sie leicht. „Ich danke Ihnen für Ihre liebenswürdige Hülfe, gnädiges Fräulein; aber wenn selbst meine Stümperarbeit ein solch tragisches Ende erlebt hätte, wäre das Unglück nicht so groß gewesen!“ „Sie machen sich schlechter als Sie sind! Die Studie scheint mir sehr wohl gelungen! Es ist so schwer, das Rosenrot des Granits und das Blau am Firmamente in Einklang zu bringen.“ „Ja, gewiß; ich habe mich für meine Erstlingswerke an eine schwere Aufgabe gemacht; indessen, ich bereue das nicht! Ich habe einen entzückenden Morgen in der Einsamkeit hier verlebt, und außerdem habe ich die große Ehre gehabt, Ihnen zu begegnen!... Da niemand zugegen ist, um mich Ihnen vorzustellen, vin ich so frei, es selbst zu tun! Hauptmann de Cootsegu, zur Zeit Pensionär bei Frau Le Goff!“ „Ich las Ihren Namen in der Fremdenliste, Herr Hauptmann... So sind Sie es, der gestern Morgen ankam?"... (Fortsetzung folgt.) Nr. 76. Wittags-Ausgabe. Westfälischer(Derkul Wittwoch, den 11. Februar 1914. 4— Vizepräsident Dr. Kraufe: Die letzte Bemerkung des Redpers war sehr abgeschmackt...... mischen Abg. Adolf Hoffmann(fortfahrend): Die Landrate In# sich in alles ein. Sie verteilen sogar Lotterielose und Billet### zur Fahrt mit Luftschiffen. Unsere Zensur zieht sich fortwährend Blamagen zu. In Hauptmanns Jahrhundertfestspiel ist die Stelle beanstandet worden: Als alle riefen, kam endlich auch der (Unruhe rechts.) In Breslau hat es sich sa im übrigen gezeigt, wie es mit dem Männerstolz vor Königsthronen bestellt ist. In einem Stück kommt ein Gendarm vor; es wurde mi. der Bestimmung gegeben, daß der Gendarm keine preußische Peoso vo Sez haben, Jag aeht nach über Auaust Valing im Pensor angesten,, 552 geg. 2n—.., Balling im Nachdem Redner drei Stunden gesprochen hat, bemerkt er: Ich bringe ein so weitschichtiges Material vor, weil ich befürchten muß, daß mir in der Spezialdebatte das Wort abgeschnitten wird. Die Polizei verwendet die zweiselhaftesten Elemente für ibr Dienste. Ein Mann, der zu mehrjährigen Gefängnis= und Zuchthausstrafen verurteilt ist, arbeitet für die Polizei.(Mit erhobener Stimme:) Das ist ein öffentlicher Skandal.(Rufe rechts: Lauter! heiterkeit.) Nur bei der Sozialdemokratie ist Gerechtigkeit und Uim 7.30 Uhr(die Sitzung hatte um 11.20 Uhr begonnen) erklärte Vizepräsident Dr. Porsch: Es ist mir amtig## worden, daß die Stenographen, n/g1,meh.. sind, die Arbeit weiter zu teinen. Ich schlage halb vor, die Sitzung jetzt abzubrechen und vie Weiterberatung auf Mittwoch 11 Uhr zu vertagen. Der Abg. Hoffmann Das Haus beschlicht gemäß dem Vorschlage der Zeusghenzen. Der Abg. Hoffmann ist somit gezwungen, seine Rede abgurt.. 8tich 5 chr. Darlamentarisches. Dem Herrenhause ist der Entwurf eines Gesetzes über die Aenderung der Landesgrenze gegen das Königreich Bayern am Lochbach längs der preußischen Gemeinde Grumbach, Kreis St. Wendel, und der bayerischen Gemeinde Lauterecken, Bezirksamt Kusel, zugegangen. Es handelt sich um den Austausch einer Gläche von 6 Ar 24 Quadratmeter. Die Wahlprüfungskommission im Abgeordnetenhaus erklärte die Wahl des nationalliberalen Abg. Flathmann(4 Stade) Nir 64hs. Deutschland. Bertin, 10. Februar. * Aenderungen im Militärstrafgesetzbuch. Bekanntlich sind durch das Gesetz vom 8. August 1913 mehrere Strafan„ohungen des Militärstrafgesetzbuches wesentlich gemildert worden. Es handelte sich dabei um eine bedeutende Herabststrafen für Aufwiegelung und militärischen dr ein Mißverhältnis zwischen den Mindeststra, brechen und denen für andere, ihrem Wesen nach weniger schwere Verfehlungen, entstanden ist. Die geringste Strafe für militärischen Aufruhr z. B. beträgt nach dem neuen Gesetz 6 Monate, bei erschwerenden Umständen 1 Jahr Gefängnis. Die untere Strafgrenze fällt dadurch mit der zusammen, die für das an sich weniger schwere Verbrechen des einfachen tätlichen Angriffs gegen einen Vorgesetzten gilt. Wenn ein solcher Angriff im Dienste begangen ist, muß er sogar mit wenigstens zweijähriger Freiheitsstrafe gesühnt werden. Mißverhältnis kann zu sachlich nicht begründeten Ungleichheiten in der Rechtsprechung führen. Zu beseitigen ist es nur durch eine dem Sinne des Gesetzes vom 8. August 1913 entsprechende Herabsetzung der unteren Strafgrenze für solche Verfehlungen, die ihrer Natur nach als weniger schwer anzusehen sind als militärischer Aufruhr und Aufwiegelung. Das Kriegsministerium ist schon vor einigen Monaten in eine Prüfung dieser Frage eingetreten. Ihr Ergebnis ist ein neuer Gesetzentwurf, der dem Reichstage heute, am 10. Februar, zugegangen ist. Es ist übrigens nicht nur auf den Ausgleich des oben dargelegten Mißverhältnisses gerichtet, sondern will auch die mildere Bestrafung einiBroben erbe-ghhnn uin be hrungen der Praxis ohne Gefährdung der Manneszucht urchführbar erscheint. Eine durchgreifende Umarbeitung des Militärstrafgesetzbuches ist nur im engen Zusammenhange mit der des bürgerlichen Strafgesetzbuches denkbar. Eine solche Umarbeitung bedeutet der neue Gesetzentwurf daher nicht. Er zielt vielmehr darauf hin, die oben erwähnten Ungleichheiten zu beseitigen, was um so weniger bedenklich ist, als urch die Aenderungen der innere Wert des Heeres keine Einbuße erleiden kann. ( Zur Gewerkschaftsfrage. Ueber die Gründe, die den Herrn Kardinal Kopp zu seinem Schreiben an den Grafen Oppersdorff bewogen haben, ist in der Presse viel hin und her geschrieben worden. Die„Germania“(Nr. 64) erhält nun anscheinend von sehr gut informierter Stelle eine Zuschrift, in der der wahre Grund des vielbesprochenen Schreibens wie folgt dargelegt wird:„Sollte denn in diesen Kreisen nicht bekannt geworden sein, daß die Enzyklika=Interpretation vom 24. November 1912 in Rom sehr befremdet hat, und daß man besonders infolge des fortgehenden Streites und des Kölner Prozesses sich dort veranlaßt fühlte, die Enzyklikafrage klarzustellen? Um das zu erreichen, hat, wie ich von zuverlässiger römischer Seite erfahre, das päpstliche Staatssekretariat dem Kardinal Kopp den Wunsch ausgedrückt, seinen längst vollzogenen Rücktritt von der Enzyklika=Interpretation auch öffentlich kundzugeben. Diesem Wunsche hat der Kardinal um so bereitwilliger nachkommen können, als er diese Interpretation schon längst als wirkungslos und verwirrend erkannt hatte. Das ist des Rätsels ebenso einfache wie zweifellose Lösung.“ Richter im preußischen Abgeordnetenhause. Im preußischen Abgeordnetenhause sitzen jetzt nicht weniger als 42 Richter, und zwar 3 Landgerichtspräsidenten, 6 Landgerichtsdirektoren, 2 Oberlandesgerichtsräte, 6 Landgerichtsräte, 21 Amtsgerichtsräte, 2 Amtsrichter und 2 Mitglieder von Verwaltungsgerichten. Die Zentrumspartei zählt unter ihren Mitgliedern nicht weniger als 22 Richter; 13 gehören der nationalliberalen, 4 der freikonervativen und 3 der konservativen Partei an. Prozeß Eulenburg. Die„Berliner Neuesten Nachrichten“ hören aus parlamentarischen Kreisen, daß die äußerste Linke des Abgeordnetenhauses beabsichtigt hatte, die Regierung bei der dritten Lesung des Staatshaushalts über den Gesundheitszustand des Fürsten Eulenburg zu befragen, diese Absicht aber nunmehr aufgegeben habe. Der Grund dafür liege jedoch nicht in einer verminderten Neigung, derartige Prozeßstoffe zur parlamentarischen Agitation zu benutzen, sondern darin, daß der Vorsitzende bei dem Eulenburg=Prozesse jetzt als freisinniger Abgeordneter dem Hause angehöre; dieser freisinnige Abgeordnete habe die Herren von der Linken offenbar davon überzeugt, daß eine Anfrage über den Eulenburg=Prozeß ihren Zweck, der Regierung Unbequem. lichkeiten zu bereiten, nicht erfüllen würde. Die Reichslagsersatzwahl in Jerichow. Burg, 10. Febr. Bei der heutigen Reichstagsersatzwahl für den Bezirk Magdeburg 3(Jerichow 1 und Jerichow 2) erhielt Gutsbesitzer Schiele(kons.) 11773 Stimmen, Expedient Haupt(Soz.) 11 663 und Fleischermeister Kobelt (Volksp.) 6559 Stimmen. Es ist somit Stichwahl zwischen Schiele und Haupt erforderlich. Bei der letzten Wahl erhielt der Sozialdemokrat 11 992 Stimmen, der Konservative 9870 und der Fortschrittler 8291 Stimmen. In der Stichwahl erhielt der bisherige Mandatsinhaber Haupt(Soz.) 15 263 und der Konservative 15 256 Stimmen. Bemerkenswert bei der heutigen Wahl ist die starke Zunahme der konservativen Stimmen, denen eine ebenso starke Abnahme der freisinnigen Stimmen gegenüberstehen. Einigung zwischen Aerzten und Krankenkassen. Berlin, 10. Febr. Bei der heutigen Besprechung zwichen Vertretern der Aerzte und Krankenkassen im Reichsamt des Innern über die Fassung der Ausführungsbestimmungen zum Berliner Abkommen vom 23. Dezember 1913 ist eine Einigung erzielt worden. München, 10. Febr. Die„Bayerische Staatszeitung" meldet: Die Nachrichten über eine bevorstehende Ernennung des Erzbischofs von München zum Kardinal sowie die daran geknüpften Erörterungen beruhen auf müßiger Erfindung. sen für jene Versen nach weniger be Graf Roedern vor der Zweiten Kammer. Straßburg i. E., 10. Februar. In der Zweiten Kammer des Landtages ergriff heute sofort zum ersten Punkt der Tagesordnung Staatssekretar Graf Roedern das Wort. Er betonte, daß es sich bei Einführung der Besoldungsreform der außeretatsmäßigen Angestellten um eine Erörterung allgemeiner Fragen nicht handeln könne, um so weniger, als er mit den Verhältnissen noch näher vertraut werden möchte. Für die allgemeine Politik könne er ein Programm nicht vorlegen und es läge dazu auch kein Anlaß vor. Die allgemeinen Richtlinien bestimme der Statthalter. Seine Intentionen seien bekannt. Nach diesen habe er— der Staatssekretär— sich zu richten und werde es freudigen Herzens tun. Des weiteren sprach Graf von Roedern den Wunsch aus, der künftige Kampf der Meinungen möge stets getragen werden von der Ueberzeugung, daß auch der andere das beste des Reiches und des Landes erstrebe. Graf Roedern schloß, indem er mit warmen Worten die Besoldungserhöhung einer so großen Anzahl gering besoldeter Angestellter der wohlwollenden Prüfung des Hauses empfahl. In der nun folgenden Debatte äußerte Abg. Hauß(3.) den Wunsch nach Vermehrung der etatsmäßigen Stellen. Der Abg. Emmel(Soz.) führte aus, er könne der Auffassung des Staatssekretärs, daß von der Notwendigkeit eines neuen Programms nicht die Rede sein könne, nicht beistimmen. Das Proramm des Statthalters Grafen Wedel habe, wenn auch nicht in Elsaß=Lothringen, so doch in Berlin Schiffbruch gelitten. Die Reichsregierung und insbesondere der Reichskanzler haben die Regierung des Statthalters Grafen von Wedel fallen gelassen. Wozu denn sonst der Wechsel des Personals? Es ware sehr interessant zu erfahren, wie sich die Regierung in einem ähnlichen Falle wie Zabern verhalten würde. Erfolge keine Antwort, so könne man annehmen, daß die Regierung von vornherein zugunsten des Militärs kapituliert habe. Hierauf erklärte Staatssekretär Graf Roedern, er könne nicht auf alle vom Vorredner aufgeworfenen Fragen eingehen, müsse aber auf das Entschiedenste die Behauptung zurückweisen, daß die Politik des Statthalters Grafen Wedel in Berlin Schiffbruch erlitten habe. Schließlich überwies das Haus den Nachtragsetat an die Budgetkommission. Berlin, 10. Febr. Der„Reichsanzeiger“ meldet: Durch Verordnung des kaiserlichen Statthalters in Elsaß=Lothringen sind der Staatssekretär Wirklicher Geheimer Rat Graf von Roedern und der Unterstaatssekretär Frhr. v. Stein zu Bevollmächtigten des Bundesrats ernannt worden. 42. Pleuarversammlung des Deutschen Landwirtschaftsrats. [2) Berlin, 10. Februar. In Anwesenheit des Kronprinzen als Vertreters des Kaisers sowie zahlreicher Mitglieder der Reichs= und Staatsregierungen, begannen heute vormittag im Sitzungssaale des Herrenhauses die Beratungen der 42. Plenarversammlung des Deutschen Landwirtschaftsrates, zu der die Mitglieder dieser offiziellen Berufsorganisation der deutschen Londwirtschaft aus allen Teilen des Reiches fast vollzählig erschienen sind. Der Kronprinz, der die Uniform seines Leibhusaren=Regiments trug, erschien pünktlich zu Beginn der Sitzung mit den Herren seiner Umgebung im Auto und wurde im Vestibül des Hauses von dem Präsidenten des Deutschen Landwirtschaftsrates, Grafen v. Schwerin=Löwitz, dem Staatssekretär des Innern, Dr. Delbrück, dem preußischen Landwirtschaftsminister, Frhrn. v. Schorlemer=Lieser, und dem Direktor des Herrenhauses, v. Wedel, empfangen. Er nahm am Ministertische Platz und zwar, was viel bemerkt wurde, an der Seite des früheren Regenten von Braunschweig, Herzogs Johann Albrecht zu Mecklenburg. Der Präsident, Graf v. Schwerin=Löwitz, eröffnete die Sitzung mit folgender Ansprache: Wir haben heute die hohe Ehre, Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit den Kronprinzen des Deutschen Reiches und von Preußen in Vertretung Sr. Majestät des Kaisers in unserer Mitte zu sehen. Ew. Kaiserliche und Königliche Hoheit wollen mir gestatten, namens der deutschen Landwirtschaft unsern tiefempfundenen Dank dafür auszusprechen. Der Deutsche Landwirtschaftsrat hat zum zweiten Male die hohe Ehre, Ew. Kaiserl. und Königl. Hoheit an den Beratungen des Deutschen Landwirtschaftsrates teilnehmen zu sehen. Wir empfinden das als Ausdruck des warmen Interesses, das Ew. Kaiserl. und Königl. Hoheit ebenso wie Se. Majestät der Kaiser unseren Arbeiten und der deutschen Landwirtschaft überhaupt widmen. Diese Kundgebung wird in allen deutschen Gauen und bei allen deutschen Landwirten die größte Freude erregen. Ich fordere Sie auf, unserem Dank und unserer Anhänglichkeit an den Kaiser und die deutschen Bundesstaaten Ausdruck zu geben mit dem Rufe: Se. Majestät der Kaiser, die deutschen Fürsten und Freien Städte, sie leben hoch! Die Versammlung stimmte dreimal in den Hochruf ein. Hierauf nahm der Staatssekretär des Innern, Dr. Delbrück, das Wort zu folgender Ansprache: Es liegt mir ob, den Deutschen Landwirtschaftsrat im Namen des Reichskanzlers, der durch anderweitige dringende Geschäfte zu seinem Bedauern verhindert ist, den Beratungen beizuwohnen, willkommen zu heißen. Ich darf ferner namens der hier anwesenden zahlreichen Vertreter der Regierungen unserer Freude Ausdruck geben, daß wir an den Arbeiten des Deutschen Landwirtschaftsrates wie in allen Jahren, so auch in diesem Jahre teilnehmen dürfen und diesen Arbeiten einen guten Fortgang wünschen. Das mir anvertraute Ressort dem die Leitung der Wirtschaftspolik des Reiches obliegt, verfolgt Ihre Arbeiten mit besonderem Interesse. In diesem Jahre sind für mich vornehmlich von Bedeutung die bevorstehnden Erörterungen über die landwirtschaftliche Vorbereitung auf den Verlauf der Handelsverträge und die Verhandlungen über die Aufgaben und die Stellung der Forschungsstelle des Deutschen Landwirtschaftsrats. Wenn es der Forschungsstelle gelingt, einheitliches, betriebswissenschaftliches Material für die ganze Landwirtschaft zu schaffen, und ständig auf dem Laufenden zu erhalten, so werden damit nicht nur wichtige Unterlagen für die uns unmittelbar berührenden wirtschaftspolitichen Aufgaben geschaffen werden, sondern auch bleibende Werte für die wissenschaftliche Erkenntnis unseres wirtschaftlichen Lebens gewonnen werden. Es gereicht mir zur besonderen Freude, daß es meinem Ressort gestattet sein wird, gemeinschaftlich mit dem preußtschen Herrn Landwirtschaftsminister an diesen Arbeiten unmittelbar teil zu nehmen. Ich erinnere dich dabei der erfolgreichen Arbeit des Jahres 1898 über die Erforschung der Rentabalität einzelner landwirtschaftlicher Betriebe, die seinerzeit wichtiges und bedeutungsvolles Material für die Vorbereitung der Handelsverträge des Jahres 1902 zutage gefördert hat, deren wir uns heute noch erfreuen.(Beifall.) * Die Versammlung trat dann in die Tagesordnung ein und nahm zunächst Referate über das Thema„Die allmähliche Abstoßung der ausländischen Wanderarbeiter“ entgegen. Ueber das Unterthema„Vermehrung der einheimischen Landarbeiterschaft" referierten Prof. Dr. Gerlach=Königsberg und Reichsrat Frhr. v. Thüngen=Thüngen. Die Redner legten eine Resolution vor. in der es u. a. heißt:„Die zunehmende Abhängigkeit der deutschen Landwirtschaft von ausländischen Wanderarbeitern muß wegen der mit ihr verbundenen nationalen und wirtschaftlichen Gefahren herabgemindert und allmählich beseitigt werden. Die Handelspolitik hat Landwirtschaft und Industrie gleichzeitig zu berücksichtigen; die Landwirtschaft muß auf dem Arbeitsmarkt konkurrenzfähig bleiben. Es ist eine den Bedürfnissen der Landwirtschaft in den einzelnen Gebieten entsprechende Grundbesitzverteilung zu erstreben. Die ländliche Wohlfahrtspflege im weitesten Sinne des Wortes ist auszubauen. Die elterliche Autorität ist zu stärken, besonders auch gegenüber der mißbräuchlichen Anwendung der Freizügigkeit auf jugendliche Personen. Der Geburtenrückgang ist zu bekämpfen. Für die wissenschaftliche Erforschung der Landwirtschaft und der wirtschaftlichen Verhältnisse der Landarbeiter und Kleinstellenbesitzer sind Mittel bereit zu stellen.“— Als zweites Hilfsmittel bezeichnen die Referenten Prof. Dr. FischerDahlem und Schurig=Stedten die Verbreitung des maschinellen Landwirtschaftsbetriebes, indem sie folgende Resolution vorlegten:„Die Ausbildung der landwirtschaftlichen Maschinen ist bereits jetzt zu einer solchen Höhe gediehen, daß die Maschinenbenutzung sehr viel zum Ersatz der Handarbeit, besonders der Saisonarbeiter beitragen kann. Eine noch erheblich weitere Verstärkung der Maschinenarbeit ist aber notwendig. Sie muß einerseits durch technische Erfindungen und Verbesserungen seitens der Industrie ermöglich werden, andererseits müssen die Landwirte und ihre Angestellten die Wirtschaftlichkeit der Maschinenverwendung durch richtige Auswahl beim Kauf und sachgemäße Behandlung verbessern. Die Anleitung dazu sollen sie in ihrer Ausbildung und durch besondere Unterrichtskurse erhalten.“ Erster Redner war Prof. Dr. Gerlach=Königsberg i. Pr., der u. a. bemerkte: Eine treibhausartige Entwicklung der Industrie saugt die Bevölkerung vom Lande fort und bringt dadurch die Quelle zum Versiegen, aus der sich auch die städtische und industrielle Bevölkerung fortdauernd ergänzt. Eine allgemeine Arbeitslosenversicherung, welche auch die Abwanderung vom Lande und den Arbeitermangel in der Landwirtschaft verschärfen würde, ist im Interesse der gesamten Volkswirtschaft zu verwersen. Die großen Kapitalsverluste, welche die Abwanderungsgebiete an Erziehungskapital zugunsten der Zuwanderungsgebiete erleiden, müssen durch eine andere Verteilung der öffentlichen, insbesondere der Schul= und Armenlasten herabgemindert werden. Ein Ausgleich ist durch staatliche Fürsorge für die wirtschaftliche Entwicklung und für die Hebung des Kulturstandes der Abwanderungsgebiete zu schaffen, damit sich die Vorzüge des Lebens auf dem Lande voll entwickeln können und zur Befestigung der Landbevölkerung beitragen. Der Redner macht dann Vorschläge zur Verbesserung der Lebens= und Wirtschaftsbedingungen der Landarbeiter und verlangt, daß der Nachwuchs mehr als bisher für die Landwirtschaft gewonnen werde. Der zweite Referent, Bayerischer Reichsrat Frhr. v. ThüngenThüngen, führte aus: Wir deutschen Landwirte haben die Pflicht, die einheimische Bevölkerung unadhängig vom Auslande mit Ledensmitteln zu versorgen.„Das konnen wir und das müssen wir“, so ist uns im vorigen Jahre an dieser Stelle aus allerhöchstem Munde gesagt worden, und wir werden es auch schaffen. Aber dazu gehören vor allem Arbeiter. Wir haben also allen Grund, Maßnahmen zu ergreisen, um die einheimische Arbeiterschaft zu vermehren. Wir müssen darauf sehen, daß unser Volk überhaupt die Vermehrung innehält, die es bisher gehabt hat. Und da ruft uns die neue Statistik ein bedenkliches Menetekel zu. Der allgemeine Geburtenrückgang ist gerade im letzten Jahr ein erschreckender gewesen, und zwar nicht nur in der Stadt, sondern auch auf dem platten Lande. Ein gewissenloser Handel, unterstützt von einer strupellosen Lebensphilosophie, die den Mammon höher schätzt als den Kindersegen, treibt sein lichtscheues Wesen bis in die kleinsten Bauernhütten hinein. Hier wird es vor allem notwendig sein, daß von der Gesetzgebung eingegriffen wird. Da dies kein speziell landwirtschaftliches Thema ist, begnüge ich mich mit diesen wenigen Worten. Der Redner geht dann auf die Abwanderung der ländlichen Arbeiter in die Industrie ein und führt aus, daß die Motive zu dieser Abwanderung die höheren Löhne und die Wohlfahrtseinrichtungen in der Industrie seien. Aber gerade da, wo die besten Wohlfahrtseinrichtungen sind, finden wir die größte Masse der Unzufriedenen.(Sehr richtig!) Das zeigt also: Mit der Wohlfahrt allein und mit den Löhnen ist es nicht getan. Ein Vergleich der Autorität zwischen Eltern und Kindern in den besseren Familien und in den Arbeiterfamilien fällt für die Arbeiter nicht gerade sehr günstig aus. Der Student bleibt noch als reiserer junger Mann unter der Autorität des Elternhauses. Bei den Arbeitern aber läuft jedes halbflücge Mädchen von 13 Jahren in die Stadt, und jeder junge Arbeiter von 15 Jahren fühlt sich schon als„freier Deutscher:(Heiterkeit.) Er läuft dann in die Versammlungen, wo er von gewissen Rednern„belehrt" wird. Das ist ein Zustand, der nicht mehr länger zu ertragen ist.(Lebhafte Zustimmung. Auch der Kronprinz nickt.) Freizugigkeit ist ganz gut, aber muß denn die Freizügigkeit auch auf die Unmündigen ausgedehnt werden? Die größten Völker sind zugrunde gegangen am Ueberwuchern der Großstädte. War es denn im alten Rom anders? Der Landwirtschaft geht es überall da am besten, wo eine richtige Verteilung von großem, mittlerem und kleinem Besitz besteht und der mittlere bäuerliche Besitz das Rückgrat bildet. Unter mittlerem Besitz denke ich mir etwa die Güter von 200 bis 300 Morgen. Redner resümiert: Die Leutenot ist ein Symptom für eine Krankheit unseres landwirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Körpers, das nicht durch äußere Mittel beseitigt werden kann, sondern es wird hier eine strenge gesetzgeberische Arbeit vorausgesetzt, wenn die Verhältnisse sich bessern sollen.(Beifall.) Die Versammlung hörte dann die Referate zu dem zweiten Unterthema: Verbreitung des maschinellen Landwirtschaftsbetriebes. Der erste Referent Professor Dr. Fischer=Dahlem schilderte in seinem durch zahlreiche Lichtbilder erläuterten Vortrage die Entwicklung und Vervollkommnung der landwirtschaftlichen Maschinen, um dann zum Schlusse die Folgerung daraus zu ziehen, die Landwirte müßten ihrerseits noch mehr als bisher den Umgang mit Maschinen lernen, um die Scheu vor den technischen Schwierigkeiten zu verlieren und durch sachgemäße Behandlung die Lebensdauer ihres Maschinenparkes zu verlängern und die Kosten zu vermindern. Gelegenheit zum Lernen hatten sie jetzt schon in manchen Provinzen, in anderen müsse sie noch geschaffen werden. Der Korreferent Schurig-Stedten ergänzte diese Ausführungen durch Einzelangaben. In der anschließenden Diskussion nahm zunächst Kammerherr v. Oldenburg-Januschau das Wort: Mein Betrieb ist einer der wenigen glücklichen, der ganz ohne fremde Arbeiter auskommt. Allerdings muß ich deshalb auch viele Maschinen zur Hilfe nehmen. Ich befinde mich mit den Ausführungen des Freiherrn v. Thüngen vollkommen in Uebereinstimmung. Die Mittel für die Wohlfahrtspflege auf dem Lande reichen allein nicht aus, um Remedur in bezug auf den Arbeitermangel zu schaffen. Wir haben auf dem Lande jetzt auch eine Krankenversicherung bekommen, die sogenannte Landkrankenkasse. Eine solche Versicherung ist für den Grundbesitz aber gar nicht nötig gewesen und macht nur unnötige Kosten. Die Leute hatten, was sie jetzt bekommen, bei uns schon längst, jetzt allerdings unter erheblichen Kosten. Die beiden großen Mittel, die Freiherr v. Thüngen angab, um die Leutenot zu beheben, kann ich auch nur unterschreiben. Vor allem ist da die Stärkung der elterlichen Autorität zu nennen, damit die Eltern ihre Kinder auf dem Lande zurückbehalten können über das schulpflichtige Alter hinaus; bis die Jungen zum Militär kommen und die Mädchen bis zu 20 Jahren. Schon aus sanitären Rücksichten wäre das sehr zu empfehlen. Das zweite aber— was ich für ein ganz hervorragendes Mittel halten würde— wäre, daß den Städten aufgegeben würde, niemanden aufzunehmen, der nicht in der Lage ist nachzuweisen, daß er wenigstens eine Wohnung hat. Auf dem Lande stehen die Wohnugen leer, in den Städten herrscht Wohnungsmangel. Auf dem Lande fehlen Arbeiter, in den Städten herrscht Arbeitslosigkeit. Landrat a. D. v. Klitzing=Nieder=Zauche legt Verwahrung ein gegen die Aeußerung eines Referenten, die so geklungen habe, als ob das Geld den Gutsherrn beherrsche. Das sei Gott sei Dank nicht der Fall. Frhr. v. Wangenheim=Kl.=Spiegel: Wir könnnen Freiherrn v. Thüngen, zumal als Norddeutsche, also als schlimmster Typus der Agrarier(Heiterkeit), dankbar dafür sein, daß er uns auf den Kern der Frage, um den es sich dreht, zurückgeführt hat. Es wird die Aufgabe unserer Wohlfahrtspflege sein, Arbeitgeber und Arbeitnehmer in der Landwirtschaft einander näherzubringen. Mit schönen Worten kommt man aber nicht weiter. Nachdem man leider Gottes die sozialdemokratische„Volksfürsorge“ gestattet hat, hat man damit zugegeben, daß die Sozialdemokratie mit Erfolg in die ländlichen Arbeiterkreise eindringen wird. So gibt es nur einen Kampf auf der ganzen Linie. Mit Bedauern habe ich im Landesökonomiekollegium vernommen, daß dem Verein für Rückwanderer nicht genügend Mittel zur Verfügung stehen. Es muß dringend dafür gesorgt werden, daß da Abhilfe geschaffen wird. Geheimrat Krohne hat uns vor einigen Jahren hier ein Bild davon entworsen, wie gewohnheitsmäßige Arbeits. lose und gewohnheitsmäßige Verbrecher zu Landesmeliorationsarbeiten herangezogen werden können. Wir müssen die Leute, die nicht arbeiten wollen, zur Arbeit zwingen.(Beifall.) Der Kronprinz verabschiedete sich hierauf von der Versammlung und verließ den Saal. Die Leitsätze der Referenten werden einstimmig angenommen.— Es tritt sodann eine kurze Pause ein Frankreich. Cherbourg, 10. Febr. Ein englisches Geschwader ist auf der hiesigen Reede eingetroffen. Der Kommandant ging an Land und machte die ublichen Besuche. Großbritannien. Die Thronrede. London, 10. Febr. Das Parlament wurde heute vom König mit einer Thronrede eröffnet. In dieser heißt es: Unsere Beziehungen zu den fremden Mächten sind andauernd freundschaftlich. Es gereicht mir zu großem Vergnügen, in naher Zukunft imstande zu sein, mit der Königin den Präsidenten der französischen Republik zu besuchen und auf diese Weise Gelegenheit zu erhalten, für die herzlichen Beziehungen, die zwischen unseren beiden Ländern bestehen, Zeugnis abzulegen. Die Thronrede kündigte sodann ein Gesetz an das auf Grund von Beratschlagungen mit den Regierungen der sich selbst regierenden Dominions entworfen worden ist, sich auf die britische Staatsangehörigkeit bezieht und eine Reichsnaturalisierung vorsieht.(Das Gesetz wird die Wirkung haben, daß eine Naturalisierung in irgend einem Teile des Reiches im ganzen Reiche gültig sein wird.) Meine Regierung hat mit den anderen Mächten bezüglich einer Verständigung über Albanien und die Aegäischen Inseln mit der Absicht beratschlagt, die Beschlüsse in die Tat umzusetzen, welche im letzten Jahre von den Mächten während der Botschafterkonferenz angenommen wurden. Ich hoffe, daß diese Beratungen zur Erhaltung des Friedens im Südosten Europas beitragen werden. Von der Internationalen Kontrollkommission für Albanien sind Maßnahmen getroffen werden, um Ordnung und Sicherheit herzustellen, und ich hege das Vertrauen, daß nach der Ankunft des neuen Herrschers ein Fortschritt zur Errichtung einer wirksamen und festen Regierung jenes Landes gemacht werden wird. Ich freue mich, sagen zu können, daß meine Verhandlungen mit der deutschen und der türkischen Regierung über Angelegenheiten, welche für die kommerziellen und industriellen Interessen unseres Landes in Mesopotamien von Wichtigkeit sind, sich schnell einem befriedigenden Abschluß nähern, während die Regelung der Fragen bezüglich der an den Persischen Golf grenzenden Gegenden, die bereits lange mit dem türkischen Reiche schwebt, sich auf gutem Wege in der Richtung einer freundschaftlichen Verständigung befindet. Der König gab sodann seiner großen Befriedigung darüber Ausdruck, daß die Internationale Konferenz für die Sicherheit des Lebens auf dem Meere, die in London tagte, zur Unterzeichnung einer wichtigen Konvention geführt habe, von der er glaube, daß sie zum Schutze des Lebens, besonders auf Ozeanpassagierdampfern, wesentlich beitragen werde. Eine Bill, welche die in der Konvention übernommenen Verpflichtungen zur Ausführung bringen werde, werde dem Parlament zugehen. Er bedauere, daß in Indien das frühzeitige Aufhören der Regenzeit im Herbst die Aussichten für den Ackerbau auf einem Areal von erheblichem Umfange verschlechtert habe. Die Trockenheit sei glücklicherweise begrenzt, und es seien rechtzeitig Maßnahmen getrossen worden, um die notleidende Bevölkerung zu unterstützen. Sodann kündigt der König an, daß die Gesetzentwürfe, über welche in der letzten Session zwischen den beiden Häusern des Parlaments Meinungsverschiedenheiten bestanden, von neuem eingebracht werden wurden. Der König bedauert, daß die Bestrebungen, für die mit der Regierung von Irland zusammenhängen, den Probleme eine Lösung durch ein Uebereinkommen zu erreichen, bisher ohne Erfolg gewesen seien, und fügte hinzu: In einer Angelegenheit, an der Hoffnungen und Befürchtungen so vieler meiner Untertanen intensiv beteiligt sind, und aus der, wenn sie nicht mit kluger Voraussicht und Urteilskraft und 6.enseltisen Rachgebens beba in einem Geiste gegenseirigen Kucht handelt wird, ernste Schwierigkeiten für die Zukunft drohen, ist es mein ernstester Wunsch, daß guter Wille und das Zusammenarbeiten von Männern aller Parteien und Bekenntnisse die Spaltung heilen und den Grund zu dauernder Verständigung legen mögen. Die Thronrede kündigt sodann eine Vorlage an, welche Anleihen autorisiert, die den Regierungen der ostafrikanischen Protektorate für gewisse dringende öffentliche Arbeiten gewährt werden sollen, ferner Vorlagen über die Wohnungsbeschaf. sung für die industrielle und landwirtschaftliche Bevölkerung. über die Entwicklung eines nationalen Unterrichts, systems und über die Behandlung und Bestrafung jugendlicher Milleidter 1 Der Konig machte die Fayrt vom Buaingyampalast zum Parlament in Begleitung der Königin bei prächtigem, frühlingsartigem Wetter. Er eröffnete die Parlamentssession unter den üblichen eindrucksvollen Zeremonien und verlas die Thronrede mit klarer, fester Stimme. Schweden. Rücktritt des schwedischen Ministeriums. Wegen der Ansprache des Königs an die für die Verbeserung der Landesverteidigung eintretenden Bauern ist nun zum Rücktritt des Ministeriums Staaff gekommen. Der König hat den gemäßigt=liberalen Senator und Gouverneur von Kristianstad, Freiherrn de Geer, mit der Bildung des neuen Kabinetts beauftragt. Japan. Der Flottenskandal. Aufruhr in Tokio? Tokio, 10. Febr. Heute nachmittag drang die vor dem Parlament versammelte Menge als ihr die Ablehnung des Mißtrauensvotums mitgeteilt wurde, in die Höfe des Parlaments ein und versuchte, die Türen zu sprengen. legen abend steigerten sich die Tumulte. 3000 Polizeimannschaften in Zivil sind mobilisiert und bemüht, die Gefahr nächtlicher Unruhen abzuwenden. Das Reutersche Bureau berichtet weiter: Als gegen Abend die Erregung zunahm, besetzten die Truppen die wichtigsten Punkte der Stadt. Die Volksmenge wandte sich gegen die Redaktion der Zeitung„Chuo“, des Organs der Regierungspartei. Hier kam es zu dem ernsten Zusammenstoß mit der Polizei, bei dem 4 Personen durch Säbelhiebe verletzt wurden. Die umsichtige Haltung der Polizei in Verbindung mit der starken Kälte dämpfte die Erregung und bewirkte, daß die Menge sich um 10 Uhr abends zerstreute. Tokio, 10. Febr.(Petersburger Telegraphenagentur.) Bei dem Zusammenstoß zwischen Polizei und Volksmenge, die in das Parlamentsgebäude eingedrungen war, sind auf beiden Seiten mehrere Personen verwundet worden. Ein zu Hilfe gerufenes Infanterieregiment umstellte das Gebäude und das Marineministerium. Die Menge griff die Abgeordneten der Seyukipartei an, die gegen das Mißtrauensvotum gestimmt hatten. Später zerstreute sich die Menge allmählich. Tokio, 10. Febr.(Tel.) Bei Anbruch der Nacht wurden Truppen aufgeboten, um den weiteren Versuch zu einem Aufruhr zu unterdrücken. Es besteht Aussicht auf Besserung der Lage TLokio, 10. Febr.(Tel.) Die Budgetkommission des Landtages hat heute einstimmig beschlossen, in dem Marineetat einen Posten von 4600 Pfund Sterling zu streichen, der zur Wiedereinführung des ständigen Marinefonds in den Etat eingestellt worden war.— Wie das Reutersche Bureau von einem japanischen Finanzvertreter in London erfährt, beziehen sich die gestern gestrichenen 3 Millionen Pfund Sterling auf das Schiffsbauprogramm 1916=17, während die erwähnten 4600 Pfund Sterling den Etat für 1914=15 treffen. Die Regierung habe Bedenken, durch diese Summe den Marinefonds zu ergänzen, der infolge der Ausgaben für den russisch=sapanischen Krieg noch weiter unter dem normalen Stande sei. Städtisches. Münster, 11. Februar. § Aus dem„Reichsanzeiger". Verliehen wurden: dem Oberpostsekretär a. D. Rechnungsrat Müller zu Münster der Rote Adlerorden 4. Klasse, dem Rechtsanwalt Justizrat Thiele zu Hamm der Königl. Kronenorden 3. Klasse; dem Postsekretär a. D. Heckmann zu Rheine der Königl. Kronenorden 4. Klasse; dem Oberpostschaffner a. D. Altenkamper zu Warendorf das Kreuz des Allgemeinen Ehrenzeichens.— Dem Kriegsgerichtsrat Rotermund von der 13. Division wurde die Erlaubnis zur Anlegung des ihm verliehenen Fürstlich Reußischen Ehrenkreuzes 2. Klasse erteilt. □ Promotion. An der rechts= und staatswissenschaftlichen Fakultät der Breslauer Universität promovierte Referendar Heinrich König, Sohn des verstorbenen Rechnungsrates Anton König, hier, zum Doktor der Jurisprudenz. Die Dissertation war dem Strafrecht entnommen. (=] Anmeldung schulpflichtiger Kinder. Am Dienstag, den 17. d. M., vormittags von 11—1 Uhr und nachmittags von 3—5 Uhr, sowie am Mittwoch, den 18. d. M., vormittags von 11—1 Uhr, sind diejenigen Kinder, die zu Ostern 1914 schulpflichtig werden, das sind Kinder, die bis dahin das sechste Lebensjahr vollendet haben oder es bis zum 30. September d. J. vollenden werden, in den Schulgebäuden der Knabenklassen der einzelnen Schulbezirke unter Vorlegung des Familienbuches oder eines Geburtsscheines(Impfschein genügt nicht) und, wenn die Kinder nicht in Münster geboren sind, auch eines Taufscheines anzumelden. Die vorgelegten Urkunden werden zurückgegeben. Im übrigen verweisen wir ausdrücklich auf die im Anzeigenteile dieser Nummer enthaltene Bekanntmachung der städtischen Schuldeputation. X Postkarten, die am unteren Rande einen angebogenen, für die Adresse bestimmten Streifen tragen(meist unter dem Namen Pebea=Postkarten bekannt) sind nur im inneren Verkehr Deutschlands sowie im Verkehr zwischen Deutschland und Dänemark, Luxemburg, Norwegen, Oesterreich, Ungarn u. der Schweiz gegen die Postkartentaxe zugelassen. In den übrigen Ländern (namentlich in Belgien, Frankreich, Italien, Portugal, den Niederlanden, Rußland und den Vereinigten Staaten von Amerika) werden sie, wenn die Adreßklappen die im Weltpostvertrage vorgeschriebene Ausdehnung von 2X5 Zentimeter überschreiten, in der Regel als Briefe behandelt und demgemäß mit Nachtaxe belegt. Schlägerei. Gestern nachmittag kam es auf dem Neuplatz nach kurzem Wortwechsel zwischen vier Personen zu einer Schlägerei, wobei zwei das Messer gebrauchten und ihren Gegnern blutige Verletzungen beibrachten. Die Verletzten mußten sich verbinden lassen. Anzeige ist erstattet. Orovinzielle Nacbrichten. = Wulsen, 10. Febr. Eine Wildererbande ist hier anscheinend von ihrem Geschicke ereilt worden. Am Montag ertappte der Polizeisergeant L. in der Feldmark 3 Personen, die unerlaubter Weise frettierten. Eine nähere Untersuchung förderte ein Rehfell zutage, das nach seiner Beschaffenheit zu urteilen, seinem Eigentümer noch nicht lange über die Ohren gezogen sein konnte. Dieser Verdacht wurde noch durch den Umstand verstärkt, daß die Innenseite mit Sand abgerieben war. Die Presonen wurden festgenommen. Lünen, 9. Febr. Der Kreisausschuß hat die Vorlage betreffend Eingemeindung Lippholthausens nach Lünen befürwortet. Der demnächst zusammentretende Kreistag wird über die Angelegenheit noch Beschluß fassen. Die Eingemeindung steht zum 1. April d. J. zu erwarten.— Die Vorbereitungen für den Bau der neuen Straßenbahnstrecke Lünen=BrechtenDortmund sind nunmehr soweit gediehen, daß die landespolizelliche Bauerlaubnis in nächster Zeit nachgesucht wird. Nach stellung der projektierten Bahnlinie ist Dortmund von hier aus in etwa 30 Minuten zu erreicheh.„4 (O Bochum, 10. Febr. Das hiesige Schwurgericht verurteilte den Bergmann Christian Kunkel aus Bochum, der 16. Oktober v. J. seine Frau und sein wenige Wochen altes Kind getötet hat, zweimal zum Tode. Als Grund zur Tat gab der Angeklagte Nahrungssorgen an.. bgn ist nehezl * hagen, 9. Febr. Der Hagener Bahnhofsundanist nahes beendet und die hiesige Bauabteilung soll deshalb am 1. Ap aufgelöst werden. Regierungsbaumeister Brust, der die Umbati arbeiten in den letzten sechs Jahren geleitet hat, wurde nach Detmold versetzt. Die für den Umbau bisher verausgabte Sum beläuft sich auf annähernd 32 Millionen K. Das Empfang gebäude am Hauptbahnhof kostete 775000 M, der Umbau sechs Bahnsteigen mit den Unterführungen und Ueberdachung über 2 Millionen J. Ueber 40 Brücken und Straßenüberfuhrungen sind neu errichtet. Ferner mußte der Goldbergtunnel einer Länge von 2,2 Kilometer zur Verlegung der Volmetalbay aus dem Weichbilde der Stadt gebaut werden. Die noch Nr. 76. 00 G Unns. 10. Fl. in Automobilunsa „ ch enwart dem Wagen h en des 90 bsturze. be2 W enkte der lenkte der Chaufse Autos wurde voll eine Dame einen Schrecken davon. * Rleiberg. Rirc Köln, 10. Fel werden am Freit abhalten. Halberstadt, 10 vergangenen Nacht einem Jahr beim erschossen. Was d hat, ist nicht bekan mandiert worden. Duderstadt, 10. Hilkerode zugetrag Dabei fiel die acht so unglücklich auf trat, an deren Fol Ueber postlage Amtsblatt soeben Danach dürfen post 17 Jahren und jun werden, wenn sie Stellvertreters, des vorweisen können. und Lehrer getroff daß verfrühte Liebschlechter Lektüre 1 Wege des Postverk Enttäuschte Mi Im November v. I schaft Fremann od junges Mädchen no Tuchel in Westpreu Glück gemacht habel Hinterlassung eines in Chattnooga in Testament habe sie wurde sogar behau arme Gärtnerswitn sorgten Kindern in benachrichtigt habe auf dem Wege nach nen. Leider ist an wahres Wort. De die Freudenbotschaft neralin aus Tuchel sonen, die auf Gri ihr auf die angebli also vergebliche Hof Spaltung im bewegung dürfte in zwei der bekanntes den Schwestern Chr gekommen. Christa Mutter, mit der bi brechen zu wollen u auf friedlichem Weg and political Union wird, angekündigt, von Ostlondon, die tigung erzwingen u ist jedoch Miß Lydi Autter und Rulkk. uns Schwest Verhandlungen die gen. Diese Zwietr einer Trennung in Schwestern Pankhur Das neue Mi schiff der Militärvet hasen nach Potsdam schiff sein, das jer die außergewöhnlich Strecke von über Schnelligkeiten von Hierzu kommt noch, seiner Fahrt gegen zukämpfen hatte. fahrungen ver letzten Katastrophen Luftschiff hat eine Li als die Passagier=Lu kabine in Fortfall Die Körperenden ze sehen gewohnt ist. fahren. So sind d Steuer verstärkt wol erzielen. Die theor Meter in der Sekun je 150 PS. ausgestat Heck zwei vierflügel gelangt man zu! artilleristische satzung vermag der und infolge seiner zu machen. Für all gerichtet worden, da den kann, um bei all über 50 Stunden in radius von 2500 Ki rieb. biesen ner Flug auße ihren herbe Bild. schüle von Ober schm der dienst gene Februar 1919. inden, von neuein eingemuert, daß die Bestrebunland zusammenhängen. ebereinkommen zu erreiind fügte hinzu: In einer Befürchtungen so vieler , und aus der, wenn sie d Urteilskraft und Tachgebens behandel: kunft drohen, ist es mein das Zusammenarbeiten ntnisse die Spaltung heindigung legen mögen. Vorlage an, welche Ansen der ostafrikanischen ntliche Arbeiten gewährt Wohnungsbeschaf. irtschaftliche Bevölkerung, alen Unterrichts. d Bestrafung jugendlicher Buckinghampalast zum n bei prächtigem, frühdie Parlamentssession temonien und verlas die N. Zulgsteriumg. an die für die Verbesetenden Bauern ist Staaff gekommen. Der enator und Gouverneur " mit der Bildung des hell. kio? tag drang die vor dem als ihr die Ablehnung rde, in die Höfe des die Türen zu sprengen. multe. 3000 Polizeiilisiert und bemüht, venden. et weiter: Als gegen ten die Truppen die Volksmenge wandte sich uo“, des Organs der Ren ernsten Zusammenstoß durch Säbelhiebe verletzt r Polizei in Verbindung Erregung und bewirkte, Is zerstreute. r Telegraphenagentur.) izei und Volksmenge, die gen war, sind auf beiden t worden. Ein zu Hilie int umstellte das GeDie Menge griff die Abgegen das Mißtrauensreute sich die Menge allnbruch der Nacht wurden n Versuch zu einem Aufissicht auf Besserung der dgetkommission des Landen, in dem MarineSterling zu streichen, gen Marinefonds in den e das Reutersche Bureau er in London erfährt, beNillionen Pfund Sterling während die erwähnten 914=15 treffen. Die ReSumme den Marinefonds ben für den russisch=sapanormalen Stande sei. Nr. 76.(ittags-Ausgabe. vin 8. Münster, 11. Februar. liehen wurden: dem Oberer zu Münster der Rote alt Justizrat Thiele zu isse; dem Postsekretär a. D. ronenorden 4. Klasse; dem er zu Warendorf das — Dem Kriegsgerichtsrat de die Erlaubnis zur AnReußischen Ehrenkreuzes und staatswissenschaftlichen movierte Referendar Heinen Rechnungsrates Anton senz. Die Dissertation war nder. Am Dienstag, den und nachmittags von 3—5 M., vormittags von 11—1 ern 1914 schulpflichtig weras sechste Lebensjahr vollember d. J. vollenden wernabenklassen der einzelnen familienbuches oder eines cht) und, wenn die Kinder eines Taufscheines anzuverden zurückgegeben. 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Nach Fertigst Dortmund von hier aus ge Schwurgericht verntel aus Bochum, der am wenige Wochen altes Kind Grund zur Tat gab der AnBahnhofsumbau ist nahrsz, soll deshalb am 1. uplster Brust, der die Umbau geleitet hat, wurde nach bisher verausgabte Summe onen A. Das Empfangs5 000 M, der Umbau von ungen und Ueberdachungen ücken und Straßenüberfühußte der Goldbergtunnel in Verlegung der Volmetalbahn ut werden. Die noch verBetriebsamt leiten. 2 * Unna, 10. Fedr. Gestern ereignete sich am Massener Damm Automobilunsall, der für die Beteiligten durch die Geistesae egen ur uinr Ain Ainnn Bedgen but: in den. Tagen hatte plößzlich die Bremse versagt und, um ein haarzen des Wagens bei dem starken Gefalle zu verhüten, lantte der Chauffeur gegen einen Baum. Das Vorderteil des Autos wurde vollständig zertrümmert. Von den Insassen erlitt ane Dame einen Nervenchoc; die übrigen kamen mit dem Schrecken davon. Kleiberg. 9. Febr. Die Stadtvertretung hat nunmehr gaut„Glocke“ endgültig beschlossen, einen Neubau für das umiegericht nebst Gefängnis, Richterdienstwohnung und Mahnung für den Gefängnisaufseher zu errichten. Dem Justizuatus, der Gebäude und Bauplätze verzinst, sind(zur Auswahl) #re# Plätze am Nordtor und einer am Südtor angeboten worden. Rahrscheinlich wird in nächster Zeit eine Kommission der Justizgebörde hier eintreffen, um die Plätze in Augenschein zu nehmen. Her Vertrag des Justizfiskus mit dem Grafschaftsbesitzer Landrat " 9. Tenge, dem das jetzige Gerichtsgebäude gehört, läuft noch unkündbar bis 1918. Kirchliche Nacbrichten. Köln, 10. Febr. Die Bischöfe der Kölner Kirchenprovinz werden am Freitag(13. Februar) hier eine Konferenz ataten. Vermischtes. Halberstadt, 10. Febr. In der Kaserne hat sich in der vorvergangenen Nacht der Fahnenjunker Gerd Gerwin, der vor kaum einem Jahr beim hiesigen Insanterie=Regiment Nr. 27 eintrat, erschossen. Was den angehenden Offizier zu der Tat getrieben hat, ist nicht bekannt. Er war für heute zur Kriegsschule kommandiert worden. Duderstadt, 10. Febr. Ein trauriger Anglücksfall hat sich in Hilkerode zugetragen. Mehrere Kinder spielten auf dem Eise. habei fiel die acht Jahre alte Tochter des Maurers Ant. Böning so unglücklich auf den Hinterkopf, daß eine Gehirnblutung eintrat, an deren Folgen das Kind gestern früh starb. Ueber postlagernde Briefsendungen hat das belgische Amtsblatt soeben eine bemerkenswerte Verfügung veröffentlicht: Danach dürfen postlagernde Sendungen an junge Männer unter 17 Jahren und junge Mädchen unter 18 Jahren nur ausgehändigt werden, wenn sie eine schriftliche Bewilligung des Vaters oder Stellvertreters, dessen Unterschrift amtlich beglaubigt sein muß, vorweisen können. Diese Maßregel ist auf Antrag vieler Eltern und Lehrer getroffen worden, um dem Uebelstande zu steuern, daß verfrühte Liebesverhältnisse, unsittlicher Verkehr, Beschaffung schlechter Lektüre und derartiges mehr sich vorzugsweise auf dem Wege des Postverkehrs vollziehen konnen. Enttäuschte Millionenerben. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ schreibt: Im November v. J. ging die Nachricht von einer Millionenecbschaft Fremann oder Freeman durch die Blätter. Ein schönes junges Mädchen namens Ziemann sollte vor vielen Jahren aus Tuchel in Westpreußen nach Amerika gegangen sein und dort ihr Gluck gemacht haben. Jetzt sei sie als Witwe eines Generals mit Hinterlassung eines Vermögens von weit über 20 Millionen A# in Chattnooga in den Vereinigten Staaten gestorben. In ihrem Testament habe sie die Familie Ziemann reich bedacht. Es wurde sogar behauptet, daß der deutsche Konsul in Atlanta eine arme Gärtnerswitwe Auguste Ziemann, die mit sechs unversorgten Kindern in Tuchel lebt, von der ihr zugefallenen Erbschaft benachrichtigt habe und daß der älteste Sohn dieser Frau schon auf dem Wege nach Amerika sei, um die Angelegenheit zu ordnen. Leider ist an der Geschichte von der Millionenerbschaft kein wahres Wort. Der Konsul in Atlanta hat der Frau Ziemann die Freudenbotschaft nicht senden können. Denn die reiche Generalin aus Tuchel hat gar nicht gelebt. Die zahlreichen Personen, die auf Grund einer vermeintlichen Verwandtschaft mit ihr auf die angeblichen Millionen Anspruch erhoben, haben sich also vergebliche Hoffnungen gemacht. Spaltung im Suffragettenlager. Die englische Suffragettenbewegung dürfte in zwei Lager zerfallen. Es ist nämlich zwischen zwei der bekanntesten Führerinnen der Frauenrechtsbewegung, den Schwestern Christabel und Lydia Pankhurst, zu einem Bruch gekommen. Christabel erklärte in Uebereinstimmung mit ihrer Mutter, mit der bisher verfolgten Praxis der Gewalttätigkeiten brechen zu wollen und zu versuchen, das Ziel der Frauenbewegung auf friedlichem Wege zu erreichen. Das Journal„Women social and political Union“ hat demnach, wie aus London gemeldet wird, angekündigt, daß alle Verbindungen mit den Suffragetten von Ostlondon, die durch Gewalttaten die politische Gleichberechtigung erzwingen wollen, abgebrochen seien. Das Haupt dieser ist jedoch Miß Lydia Pankhurst, die jüngere Tochter der Suffragettengeneralin. Diese widersetzt sich nun den Ansichten von Mutter und Schwester auf das lebhafteste, und so sind nach langen Verhandlungen die Pankhursts als Todseinde auseinandergegangen. Diese Zwietracht unter den Führerinnen dürfte auch zu einer Trennung in der Suffragettenarmee selbst führen, da die Schwestern Pankhurst gleichmäßig großen Anhang haben. Luftfahrt. Das neue Militär-Zeppelin=Luftschiff. Das Zeppelin=Lufthiff der Militärverwaltung, das am Samstag von Friedrichsasen nach Potsdam geflogen ist, dürfte das schnellste Luftchiff sein, das jemals eine Luftschiffwerft verlassen hat. Schon die außergewöhnlich kurze Fahrzeit von acht Stunden für eine Strecke von über 600 Kilometern zeigt, daß„Z. 7“ mühelos Schnelligkeiten von 75—80 Kilometern in der Stunde erreicht. Hierzu kommt noch, daß das Schiff während des ersten Teiles seiner Fahrt gegen einen ziemlich starken West=Südwestwind anzukämpfen hatte. Bei diesem Neubau sind bereits die Erjahrungen verwertet worden, die man aus den beiden letzten Katastrophen der Marineluftschiffe gewonnen hat. Das Luftschiff hat eine Länge von 132 Metern, ist also 8 Meter kürzer als die Passagier=Luftschiffe, weil hier das Gewicht der Passagier= kabine in Fortfall kommt. Der Durchmesser beträgt 14 Meter. Die Körperenden zeigen eine schlankere Form, als man sonst zu sehen gewohnt ist. Namentlich das Heck hat Veränderungen erfahren. So sind die Stabilisierungsflächen vergrößert und die Steuer verstärkt worden, um größere Wendigkeit des Schiffes zu erzielen. Die theoretische Eigengeschwindigkeit beträgt über 21 Meter in der Sekunde.„Z. 7“ ist mit vier Maybachmotoren von je 150 PS. ausgestattet, die an der Spitze zwei zweiflügelige, am Heck zwei vierflugelige Schrauben antreiben. Durch einen Turm gelangt man zu der Plattform des Lustkreuzers, die für artilleristische Zwecke bestimmt ist. Mit der vollen Besatzung vermag der Ballon Höhen von 2000 Metern aufzusuchen, und infolge seiner großen Tragkraft stundenlang Höhenfahrten zu machen. Für alle Fälle sind die Benzin= und Oeltanks so eingerichtet worden, daß ihr Inhalt binnen kurzer Zeit entleert werden kann, um bei allzuraschem Fall zu bremsen.„Z. 7“ kann sich über 50 Stunden in der Luft halten und besitzt einen Aktionsradius von 2500 Kilometern. Weftfällscher(Derkur. Die neue Fliegerkatastrophe in Johannisthal. Zu dem gestern kurz gemeldeten abermaligen Zusammenstoß zweier Flugzeuge in der Luft wird dem„B. L.=A.“ näher gemeldet: Bei dem schönen Frühlingswetter herrschte am gestrigen Dienstag in Johannisthal ein außergewöhnlich reger Flugbetrieb. Oftmals waren 10 bis 12 Maschinen in der Luft, die zum größeren Teil von Flugschülern gesteuert wurden. Unter diesen befand sich auch der jugendliche Flieger Degener auf einer Etrich=Taube. Er hatte schon einen längeren Flug zurückgelegt und schickte sich in der Nähe des alten Startzlates zum Landen an, als plötzlich der von dem bekannten ploten Sedlmayr gesteuerte L.=V.=Doppeldecker, in dem außer ihm der Oberleutnant Leonhardy vom FüsilierRegiment Nr. 34 als Passagier saß, unter der Etrich=Taube Degeners hinwegschoß. Ein Zusammenprallen der beiden Flugzeuge war infolgedessen unvermeidlich; die Apparate überschlugen sich in der Luft und stürzten laut krachend mit ihren Insassen zu Boden. Den von allen Seiten zur Hilfe verbeigeeilten Fliegern und Monteuren bot sich ein entsetzliches Bid. Unter der zertrümerten Etrich=Taube lag der Flugschüler Degener, ohne noch ein Lebenszeichen von sich zu geben. Unweit davon fand man Sedlmayr und .„, Leonhardy bewußlos auf. Beide waren wer verletzzt und wurden im Krankenautomobil nach kiettungswache des Flugplatzes gebracht, wo ihnen der densthabende Arzt Gr. Kurth die erste Hilfe leistete. Bei DeLelter war jede arztliche Kunst vergeblich; ein Genickbruch gauten den sofortigen Tod herbeigeführt. Oberleutnant Leontroy wurde mit einem Nasenbeinbruch und einer Gehirnerschutterung nach dem Garnisonlazarett Tempelhof gebracht, wahrend Sedlmayr, der anscheinend mit einem komplizierten Oberschenkelbruch davongekommen ist, Aufnahme im Kreis#nkenhaus Britz fand. Für beide Verunglückte scheint augennialch keine Lebensgefahr zu bestehen. Die Schuldfrage bei der Katastrophe— übrigens der Pierte Zusammenstoß in den Lüften auf dem Flugplatz Jo— ist sehr schwer zu entscheiden. Tatsache ist jedenfalls, daß das obere Traggestell des L.=V.=G.=Doppelseckers zersplittert ist. Hierdurch dürfte der Beweis geliefert sameren g. schnelle Apparat Sedlmayrs sich unter der lang##en Etrich=Taube Degeners hindurchschieben wollte. Was geolmayr zu diesem nicht ungefährlichen Manöver veranlaßt hat, muß seine spätere Vernehmung ergeben. Vielleicht hat er nicht rechtzeitig bemerkt, daß Degener landen wollte; vielleicht hat auch der grelle Sonnenschein von vorn beide Flieger geblendet und ihre Maßnahmen beeinflußt. Jedenfalls muß „Resichtat der sofort eingeleiteten Untersuchung abgewartet Der tödlich verunglückte Degener war erst 22 Jahre alt. Er stammte aus Greifswald, wo sein Vater Fabrikbesitzer ist. Seit dem Dezember vorigen Jahres ließ sich Degener bei der Sportflieger=G. m. b. H. zum Piloten ausbilden. Seine Leiche wurde in der Johannisthaler Totenhalle aufgebahrt. * in Johannizihal I(Teleyr.) Die neue Flugzeugkatastrophe dürfte noch ein Nachspiel haben. Die Sportfliegergesellschaft m. v. H., bei der der tödlich verunglückte Flugschuler Degener ausgebildet wurde, will eine Beschwerde an den Deutschen Luftfahrerverband einreichen, in der um eine Untersuchung der Angelegenheit und um Abänderung der Startverhältnisse gebeten wird. Auch weilte gestern nachmittag ein Vertreter der Militärbehörde in Johannisthal, um diese Frage zu prüsen. Das Befinden Sedlmayers und Oberleutnants Leonardy, die beide schwer verletzt wurden, weist eine Besserung auf. Neueste Nacbrichten. Budapest, 11. Febr.(Tel.) Bei Aranyosmarot überfuhr ein Personenzug einen Wagen mit 10 Schulkindern, die zur Schule fuhren. Drei der Kinder wurden sofort getötet, sechs wurden lebensgefährlich verletzt, eins konnte sich durch Absprengen retten. Auch der Kutscher erlitt schwere Verletzungen. Loderé bei Montpellier, 11. Fedr.(Tel.) In der Wohnung eines spanischen Bergarbeiters, der in Gegenwart von Arbeitskollegen eine Kiste mit Sprengkapseln öffnete, erfolgte eine Explosion, bei der 6 Personen, derunter 2 Kinder, schwer verletzt wurden. 11. P(Telegr.) Die Baumwollspinner in Burnley haben beschlussen, ihre Spinnereien innerhalb der nächsten vier Wochen für vier Wochen zu schließen. Von diesem Beschluß werden 100000 Webstühle und 40000 Arbeiter betroffen; der Verlust an Löhnen wird auf sechs Millionen A geschätzt. In benachbarten Bezirken Breston und Blackburn haben die Arbeitgeber zwar noch keine Kollektivmaßnahmen zur Einschränkung ihrer Betriebe beschlossen, aber eine Reihe einzelner Sxzinnereien wird zweifellos eine Betriebseinschränkung vorPetersburg, 11. Febr.(Tel.) Der Reichsral hat bei der Beratung des Antialkoholgesetzes beschlossen: Branntwein soll als Minimum 37, rektifizierter 40 und Spiritus 50 Grad Alkohol erhalten. . Newyork, 10. Febr. Carnegie hat seine 10 MillionenFriedensstiftung durch eine neue Stiftung von 2 Millionen Dollars ergänzt, um die Sache des Friedens durch die Kirchen der verschiedenen Bekenntnisse zu fördern. Ein Teil der Zinsen soll der Friedensliga der deutsch=englischen Geistlichen zugeführt werden. Newyork, 10. Febr. In einem Teile von Newyork und Brooklin wurde ein leichtes Erdbeben verspürt. Der Tiger im Zigarrengeschäft. Brüssel, 10. Febr. Heute mittag brach aus einer Menagerie, die auf einem freien Platze der Vorstadt Ixelles aufgeschlagen ist, ein Königstiger aus. Es entstand eine Panik, denn das Tier rannte in ein Zigarrengeschäft, wo die Besitzerin gerade hinter dem Ladentisch beschäftigt war; sie schloß sich schnell in ein Hinterzimmer ein. Kurz darauf wurde der Tiger von den nachstürmenden Tierwärtern gefangen und in einen bereitstehenden Käfig gebracht. Sandels-Nacbrichten. * G e w e r k s c h a f t e n. N a c h d e m G e s c h ä f t s b e r i c h t d e r G e werkschaften Trier I-III in Hamm(Westl.) stieg im Jahre 1913 die Förderung auf Zeche Radbod auf 793607(594 562) t und auf Zeche Baldur auf 223 258(78 777) t; insgesamt erhöhte sich danach die Förderung auf 1 016 865(673 339) t. Auf Zeche Radbod entstand im letzten Vierteljahr ein Rückgang in der Förderung infolge einer Schachtstörung infolge Unterseilbruchs, der vier Tage Förderstillstand im Schacht I verursachte. Die Kokserzeugung betrug 148610(26 465) t. Vom 1. April d. J. ab erhöht sich die vom Rheinisch-Westfälischen Kohlen-Syndikat abzunehmende Koksmenge von 150 000 t auf 320 000 t für das Jahr. Die dazu erforderliche Vergrößerung der Kokerei-Anlagen wird rechtzeitig betriebsfertig werden. Der Betriebsgewinn des Jahres 1913 beläuft sich auf 3728 589 (2034 411) M. Nach Abzug der Geschäftsunkosten und aller Zinsen verbleibt ein Rohgewinn von 2 467 558(1 116 624) M. Von dem noch verfügbaren Rest von 4 Mill. M der Schuldverschreibungsanleihe konnten 2.5 Mill. M begeben werden. Ferner ist eine Hypothek von 1.25 Mill. M auf die Arbeiterkolonie der Zeche Baldur fest zugesagt.— Die Gewerkschaft Alte Hause in Sprockhövel förderte im Jahre 1913, laut Geschäftsbericht 133 135(129 085) t. Davon wurden verkauft 65 186 t (60 043 t), zu Briketts verarbeitet 56 880(56 495) t und selbst verbraucht 11 069(12 547) t. Die Durchschnittsleistung für Kohlen belief sich auf 0.78(0.793) t und der Verdienst auf 5.14 (4.80) M je Mann und Schicht. Der Gesamt-Betriebsüberschuß betruß 192 263(203 446) M, woraus 140000(110000) M als Ausbeute verteilt und 71 540(72 756) M zu Abschfeibungen verwandt wurden. Es verblieb ein Ueberschuß von 40000(8500) Mark, der auf Kapital-Rechnung übertragen wurde.— Gewerkschaft des Steinkohlen-Bergwerks Ewald in Herten i. W. Der Grubenvorstand hat beschlossen, für das vierte Vierteljahr 1913 wiederum 500 M für den Kux als Ausbeute zu verteilen; demnach beträgt die Jahresausbeute für 1913 2000 M pro Kux(wie i. V.).— Wie die Abrechnung der Gewerkschaft des Steinkohlenbergwerks Carolus Magnus in Bergeborbeck für den Monat Dezember 1913 ergibt, betrug die Kohlenförderung 26 587 t(Gegen 26 485 t im Vormonat und 30 856 t im Dezember 1912). Die Koksgewinnung stellte sich auf 5885(5544 bezw. 8717) t. Der Gesamtüberschuß belief sich auf 53 125 (104 155 bezw. 69 402) M. Als Monatsausbeute gelangten 30000 (100 000 bezw. 30 000) M zur Ausschüttung. Das Jahr 1913 erbrachte einen Gesamtüberschuß von 738 136(789 228) M. * A.-G. der Gerresheimer Glashüttenwerke(vorm. Ferd. Heye) in Düsseldorf-Gerresheim. Der Aufsichtsrat dieses Unternehmens, das bekanntlich für 1913 wieder 14 Proz. Dividende verteilen wird, beantragt bei der Generalversammlung die Aufnahme einer 5proz. Anleihe von 2 Millionen M sowie die Erteilung der Ermächtigung, den Anleihebetrag eventuell auf 3 Mill. M zu erhöhen. Der Erlös soll zur weiteren Bestreitung der Kosten für die Angliederung einer Spiegelglasfabrik dienen. * Bendorfer Volksbank, A.-G. in Bendorf a. Rh. In der außerordentlichen Hauptversammlung, in der von 350000 M Aktienkapital 217000 M vertreten waren, wurde zunächst über den Stand der Bank am 31. Dezember berichtet. Es bleibt eine Vermögensmasse von 530000 M, nachdem 350 000 Mark abgeschrieben worden sind, während sich die Verbindlichkeiten auf 440000 M belaufen. Es verbleibt nach Rückstellung von weiteren 7000 M ein Ueberschuß von 90000 M; davon sollen nochmals für etwaige unvorhergesehene Verbindlichkeiten und Ausgaben 20000 M abgesetzt werden, so daß für die Aktionäre eine freie Masse von 70000 M oder 20 Proz. des Aktienkapitals verbleibt. Nachdem von verschiedenen Seiten nachgewiesen worden war, daß die Bank für einen Industrieort wie Bendorf, der sich gut entwickle, eine Notwendigkeit sei und bei richtiger Leitung auch bestehen könne, wurde die Weiterführung beschlossen. Da der alte Aufsichtsrat sein Amt niedergelegt hat, wurde ein neuer gewählt. * M a s c h i n e n f a b r i k A u g s b u r g- N ü r n b e r g, A.- G. i n A u g s b u r g. Die außerordentliche Hauptversammlung am 9. d. M. genehmigte einstimmig die beantraßte Kapitalerhöhung um 9 auf 27 Millionen M zu den bekannten Bedingungen. Für die Ausübung des Bezugsrechts ist eine Frist von etwa vier Wochen in Aussicht genommen. Der Vorstand teilte auf Anfrage mit, daß die Bankschuld sich zurzeit ziemlich unverändert auf etwa 16 Mill. M belaufe. Die Anlage in Duisburg sei zurzeit noch nicht werbend. Bisher wurden dort etwa 4.5 Mill. M angelegt, hauptsächlich in Grund und Boden. Mit weiteren Anlegungen müsse man warten in Rücksicht auf die unsichere Geschäftslage, hauptsächlich bei den bayerischen Werken. Wie lange dieser Zustand noch dauern werde, könne nicht gesagt werden. Die Gerüchte über einen Auslandsauftrag von angeblich 30 Mill. M seien unzutreffend. Was eine in letzter Zeit gemachte Erfindung im Rotationstiefdruck betreffe, so habe die Gesellschaft diese Neuerung zwar ins Auge gefaßt, bei den bisher gelieferten Rotationsmaschinen sei aber dadurch kein Ausfall entstanden, weil die Gesellschaft dem Tiefdrucksyndikat angehöre. Die Geschäftslage sei keine einheitliche. In einzelnen Abteilungen sei man stark beschäftigt, in andern wieder unbefriedigend, wie dies auch in andern Industrien der Fall sei. Die Aussichten könnten jedoch als verhältnismäßig nicht ungünstig bezeichnet werden. * Vom französischen Textilmarkt wird gemeldet, daß die Verkäufe in französischen wie in überseeischen Wollen in der letzten Woche nicht von größerem Umfang waren; die Preise haben sich aber nicht nur fest behaupten können, sondern neigen teilweise zur Erhöhung. Mehr Nachfrage wie bisher war für Kammzüge zu beobachten. Ebenso begegneten (ittwoch, den 11. Februar 1914. Kämmlinge und Wollabfälle in allen Beschaffenheiten reder Kauflust. Auch die Notierungen für Kamnmzüge, Kämmlinge und Wollabfälle sind recht fest. Ueber das Wollgarngeschäft ist neues kaum zu berichten; wenn auch für einzelne Nummern und Beschaffenheiten sowohl in Web- wie in Strickgarnen größere Aufträge erteilt werden, so liegt das Geschäft doch im großen und ganzen noch ziemlich ruhig. Auch von einer Belebung des Verkehrs für wollene und halbwollene Stoffe ist nicht zu berichten. Andererseite haben die Fabrikanten von Teppichen, Möbelstolfen und Decken besser zu tun. Auch in der Baumwollweberei hielt der lebhaftere Geschäftsgang an. Stiller lag in der abgelsufenen Woche das Geschäft für baumwollene Garne, die auch weiterhin billiger notierten; nichtsdestoweniger ist heute weder in der Baumwollspinnerei noch in der Baumwolweberei von irgend welchen Betriebseinschränkungen die Rede, da die Fabrikanten allgemein in ihrem Zweige einen Aufschwung des Geschäftsverkehrs erwarten. Der Rohseidenmarkt war wieder fester, infolgedessen war die Kauflust für das Rohprodukt reger; auch die Abgeber von Stoffen zeitten sich gefügiger, die von den Fabrikanten verlangten höheren Notierungen zu bewilligen. Gute Berichte aus der Leinenindustrie lagen auch in dieser Woche vor. In der Jutebranche ist eher eine Abschwächung nicht nur in bezug auf die Preise, sondern auch in bezug auf Nachtrage zu bemerken gewesen, doch werden die Ergebnisse der betreifenden Fabrikanten trotz aliedem als sehr günstig beurteilt. * Neuss, 10 Febr. Preisfestsetzung der Neusser Oelmüller. Rüböl, 100 kg(ohne Faß), beim Kauf von 400 Ztr 65.50 M, beim Kauf von 100 Ztr. aber 66.00 M, mit Faß 3.00 M die 100 kg mehr. Gereinigtes Oel 3.00 M teurer. Rübkuchen bei Abnahme von 10000 kg 96.00 M die 1000 kg. 4 Neuas, 10. Febr. Produktenbörse. Weizen neuer la. 18.70, do. Ila. 17,70. Roggen neuer la 15.30, Ila 14.30 Hafer neuer la. 15,70, Ila. 14.70 M per 100 kg. Kartoffeln 2.00 bis 2.50 M. Heu 2.80—3,20. Luzerner Heu 4,00 4.40 M für 50 kg. Krummstroh 10,00 M. Breitdruschstrot. 11,00 M für 500 kg. Kleie 6,00 M für 30 kg Köln, 10., Februar. Fruchtmarkt. Luzerner Heu 7.70 8,00 M. Wiesenheu 5.40—6,00 M. Roggen Breitdruschstroh 3.50—4,00 M. Krumm- und Preßstroh 2,30—2,90 M die 200 kg * Hamburg, 10. Febr. Weizen, mecklenburger und ostholsteiner. 187,00—193,00, ruhig. Roggen, mecklenburger 6. Altmärker, 156,00 159,00, ruhig, russischer, 9 Pud 10 15 Jan.-Febr. 115.00—116, ruhig. Hafer, Holsteiner u. Mecklenburger, 156—162,00, ruh. Futtergerste, südruss., schwimm., 58 39 Kil., 111,00 000.00, März 110.25, April-Juni 000,00—110,25, ruhig. Mais. La Plata, cif. April-Mai 104.00. ruhig. * Hamburg, 10. Febr. Salpeter. 10.22½. Mai 10.12½. Febr.-Märr 1915 10,22½ ruhig. * Antwerpen, 10. Febr. Chillsalpeter. 25.40, April 25.50. London, 10. Febr. Ammonlak sdlwefels, grau 24## prompt 12 Pfd. 8 s. 3 d. Düsseldorfer Börse. Amtlicher Kursbericht vom 10. Februar. Amerikanische WarenkurseNew-Tork. 10. Febr. Schlußpreise.# Weizen Mai Juli Sept. Dez. Mai Juli " Sept. Dez. Weizen fest. Pale Baumwolle Febr. „ März „ April Baumwolle stetig. 9. 12.00 12.08 11.87 11.77 11.75 11.75 11.57 11.43 20. 12,00 12.08 11.91 11.81 11.80 11.79 11.60 11.66 Weizen fest. Mais fest. Hafer fest. Fettwaren fest. Ergänzungstabelle zur Berliner Börse. Deutsche Hypotheken-Pfandbriefe. Berl.Hyp.Pfdbr.-B. 3.2 do. I, II unk. 14 do. 4% III, IVuk. 15 do. 3 ½%, I unk. 16 Dt. Hyp.-B. IV. VI do. VII, X, XI, XII do. XIII unk. 1913 do. Kom.-O. u. 1913 Goth. Grundkr. I1 123,30 123.10 do. V, VIII 85.30 85.30 do. VI, VII do. IX, IXa do. X, XII uk. 13 14 do. XIII 1915 do. XIV, XIVa Hamb. Hyp. 4 u. 13 do. 3½ unk. 13 Hann. Bodkrd. II do. IX, X unk. 13 do. I do. III, Vm Meining.Hyp.-Bnk u, vi, oil do. VIIl unk. 1914 do. XIII 4 1918 do. Präm.-Pfdbrf. Mitteld. Bdkr. 31 Nordd. Grdkr. III do. VI, X, XI do. 3½ VIIIIX Pr. Bodkr.-Pfdbr. xIn, XIV,XVII. XIX do.XXI unk. 1913 84.50 84 50 93.60 93,60 93.60 93.60 87.50 87,50 94.25 94,20 88,10 88.10 4.— 94.75 94.75 94.75 94.75 94.75 94.75 94.75 94,75 94.75 94.75 95.00 95,00 85.50 85.50 84.40 84.40 94.00 94,00 88,00 88,00 94,00 94,00 94.20 94.20 94,10 94,10 94.10 94,10 142,00 141,90 84.00 84,00 93.50 93.50 93.10 93.10 84,10 84,10 93.90 93.90 93.90 93,90 Pr. Ctr.-Bdkr. 1890 do. 1899, 1901 do. 1903 unk. 1912 do. 1906 unk. 1916 do. Kom.-Obl. 1901 do. do. 87, 91, 96 Pr. Hyp.-A.-B. 4% do. do. 3½ Pr. Hyp.-V.-Z. 4% do. 3 1/% Pr. Pfandbr.-Bank Hyp.-Pfbr. 4% unk. 1912.. 4*" 1914. 4*" 1917.. **" 1919 4%" 1920.. 45" 1922.. 3¼ K" 1912.. 1914. 1912 Schwabenbräu.. 152,50 152 50 Alsen Portl.-Cem. 219.25 21925 Düsseld. Waggon 242,00 241.00 do. Maschinenb. 101.25 101,25 Elberfelder Papier 10,78— Gasmotor Deuts 127,00126,73 3½%„ do. Kom.-Obl. 4% unk. 1920.. 4%" 1921.. Rh.-Westf. Bodkr. I. In, v, VII, VIIa, VIII, Villa, IX, IXa do. X unk. 1915 do. XI unk. 1918 do. XIII unk. 1922 do. II, IV, vI Westd. Bodenkr. 1, u, v, vi do. III, IV Industrie-Aktien. 94.30 94.30 94,00 94.00 94,00 94,00 94.10 94,10 95.90 96.00 86.75 86 80 92.75 92.80 84.50 84.50 94.25 94.25 87,10 87.10 95.75 93.60 93.75 93.60 94.75 94,75 95.00 95.00 95.25 95.25 95.75 95.75 88.10 88.10 88.10 88.10 85.25— 96.50 96.50 96,50 96.50 94.00 94,00 94.00 94,00 94.50 94.50 96.00 96.00 84.50 84,50 94,.00 94.00 84.25 34.25 Kaliwerk Aschersl. 157.50 157.50 Marienhütte Kotzn. 7100 7100 Porta-Union. P.-Z. 114,00 112.50 Riebeck. Montanw. 198.00 199 50 Teutonia Misburg 140,50141 50 Vogt& Woll 285,50 233.50 Argent. Anl. 1887 do. äuß. 88 1000 do. 300 do. 100 Elberfelder Baukv. Hannoversche Bk. Mittelrhein, Bank Old.Spar- u. Leihb. Berlin(S. 2.14) Berlin(Lomb.)(S. 2. Privatdiskont Amsterdam(23. 6. 1. Brüssel(10. 1. 14) Christiania(10. 2. 1 Ital. Plätse(9. 6. 1. Kopenhagen(6. 2. 1 Ausländische Fonds. — Buen. Air. Pr. 10 87.00 86.73 Oest. Gold 1000 fl. 91.50 96.80 96.75 de. Kronen-R. 86.00 — 96.75 Port. unif. II1 02 65,30 65.23 Bank-Aktien. 96.40 98.40 141.50141.80 106.25 106.00 190,00 190.00 Petersburg. intern. Hand.-Bank 212,90 208. 40 Rheinische Bank 104,50 104.50 Westf.-Lipp.V.-Bk. 103.00 103.00 Bank-Diskonte. Lissabon(23 6. 13) 5½ London(29. 1. 14) 3 Madrid 6½ Paris(29. 1. 14) 3½ Petersb. Warsch.(14.12.12) 6 Schweiz(22. 1. 14) 4 Stockholm(6. 2. 14) 4½ Wien(S. 2. 14) 4½ * Dortmand, 9. Februar. Städtischer Viehhof. Zu dem heutigen Schlachtvichmarkt waren aufgetrieben: 812 Stüchk Großvich, 386 Kälber, 41 Schafe, 3282 Schweine. 1. Rinder. A. Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes, die noch nicht gezogen haben(ungejocht). Lebendgewicht 48—51 M. Schlachtgewicht 83-91 M. b) vollfleischige, ausgemästete, im Alter von 4—7 Jahren 43—43 M. 81—85 M. c) junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 36—41 M. 72—82 M. d) mäßig genährte jung gut genährte ältere 30—55 M. 63—65 M. B. Bu! 1 olld) 35 M. 63—65 M. B. Busien: a) voi eischige, ausgewachsene höchsten Schlachtwertes 48—31 M, 83—88 M. b) vollfleischige jüngere 42—44 M, 79—83 M. c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 35—37 M, 72—77 M. C. Färsen und Kühe: a) vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes 45—49 M. 83—88 M, b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 42—45 M. 81—86 M. c) ältere, ausgemästete Kühe und wenig ut entwickelte jüngere Kühe und Färsen 38—41 M. 76—82 M, mäßig genährte Kühe und Färsen 31—34 M. 70—77 M, e) gering genährte Kühe und Färsen 25—29 M. 60—69 M. D. Gering genährtes Jungvich(Fresser) 00—00 M. 000—000 M. 2. Kälber: a) Dopelender, feinste Mast 00—00 M. 000—000 M. b) feinste Mastkälber 63—65 M. 100 104 M, c) mittlere Mast- und beste Saugkälber 57—61 M, 93—100 M, d) geringere Mast- und gute Saugkälber 30—8S M. 89—92 M, e) geringere Saugkälber 39—45 M. 71—80 M. 3. Schafe. A. Stallmaatschafe: a) Mastlämmer und jüngere Masthammel 00—00 M, 00—00 M. b) ältere Masthammel, geringere Mastlämmer und gut genährte junge Schafe 00—00 M, 00—00 M, c) mäßig genährte Hammel und Schafe(Merzschafe) 00—00 M. 00—00 M. B. Weidemastschafe: a) Mastlämmer 00—00 M, 00—00 M. b) geringere Lämmer u. Schafe 00—00 M. 00 00 M 4. Schweine: a) Fettschweine über 300 Pfd. Lebendgewicht 00—00 M. 00—00 M. b) vollfleischige Schweine von 240 300 Pfd. Lebendgcwicht 49—51 M. 61—63 M. c) vollfleischige Schweine von 200—240 Pfd. Lebendgewicht 49—32 M, 61—64 M, d) vollfleischige Schweine von 160—200 Pfd. Lebendgewicht 48—31 M. 59—63 M, e) vollfleischige Schweine unter 160 Pfd. Lebendgewicht 47—50 M. 58—62 M. f) Sauen 46—49 M. 57—60 M. Tendenz: Schweine und Kalber gut, sonst schleppend. * Essen, 9. Februar. Viehmarkt.(Amtlicher Bericht der Notierungskommission.) Auftrieb: Großvich 393, hiervon 90 Ochsen, 154 Bullen, 349 Färsen und Kühe, 000 gering genährtes Jungvich(Tresser), 588 Kälber, 36 Schafe, 4609 Schweine. Preise für 100 Pfd. Schlachtgewicht(in Klammern Lebendgewicht). Ochsen: vollfleischige, höchst. Schlachtwerts 93—94(34—00) M, desgl. 4—7 Jahre alt 88—92(47—49) M: junge fleischige und ältere ausgemästete 88—92(47—49) M. mäßig genährte und ältere 75—86(37—43) M. Bullen: vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 89—90(51—32) M, desgl. jüngere Bullen 84—88 (4345) M: mäßig genährte und ältere 75—82(36—38) M. Färsen und Kühe: vollfleischige Färsen höchsten Schlachtw. 00—00(00—00) M, desgl. Kühe bis zu 7 Jahren 87 88(45—46) M; ältere u. geringere Kühe und Fürsen 82—86(40—43) Mi mäßi genährte 75—80(32—34) M, gering genährte 75 80(32—34) Gering genährtes Jungvieh(Fresser): 00—00(00—00) Kälber: Doppelender feinster Mast 108—118(78—85) Mi feinste Mastkälber 99—104(64—66) Mi mittlere Mast- u. beste Saugkälber 96—103(57—62) Mi geringere 87—105(43—33) M. Stallmastschate: Mastlämmer und jüngere Masthummel 98—00(49—00) M, altere Mast- und gute junge Schafe 90—93 (40—42) M: Merzschafe 00—00(00—00) M. Weide-Mastlämmer 00—00(00—00) M, desgl. geringere 00—00(00—00) M. Fettschweine, Lebendgewicht über 150 kg 00—00(00—00) M; vollfleischige, 120—150 kg. 61—63(48—30) M; 100—120 k# 60—63(47—30) M; 80—100 kg 60—62(46—49) Mi unter 80 h 38—60(46—48) M. Unreine Sauen u. gesch 48) M, alle mit 20 Prozent Tare.— 1er. (46 „#schn. Eber 30. ndenst mittel. Wetter-Nacbrichten. Wetterbericht vom 10. Februar, 9¼ Uhr vormittage. Name der Beobachtungs. Kation. 2. 9• 2 S 500 WindE=13 richtung, 5 S allinh, Welter 2." Wbind #### r stärte Bgg— 5 Witterungs. verten! der letzten 24 Stunden Vorkum Hamburg Nachen Hannover Berlin Men Mänchen Scilli Aberdeen Paris Stagen Kovenhagen Haparanda Petersburg Wien Rem Brindist Helsingfore Zärich 761 2 763.6 762 0 764 2 766 3 766.8 766 4 754,4 762,6 762.6 768.0 762.6 716.4 769.9 770.6 769.0 769.1 701 766.4 S 2 heiter SO s woikig SSW 4heiter SSO 3 wolkenl. S Theiter S 2shald bed. ESW 2swolkenl. S 4halb beb. ESO 1/bedeckt SSO 2lheiter SSW 4Dunst SW 2/Dunst SW 2sbedeckt W 3sbedeckt W Nebel N 1sbedeckt WNEIwolkig W 3shalb bed. O 1heiter o meist bewölk! 0 ziemlich heiter 0 meist bewölkt 0 ziemlich heiter 0 vorwiegd. heiter o ziemlich heiter 0 vorwiegd. heiter s vorwiegd. heiter 2 ziemlich heiter 0 meist bewöllt 2 Wetter-Drognose. (Undefugter Nachdruck wird gerichtlich verfolgt. 12. Febr.: Heiter, trocken, Nacht und früh Frost und Reis, am Tage frühlingsmäßig mild. 13. Febr.: Keine Aenderung. (Deteorologische Beobachtungen in(Dünfter am 11. Fedr. morgens 7% Uhr:+ 7.9°0. Am 10. Fedr. beirug das Marimum+ 15.0° C., das Minimum+ 7.0° C. Verantwortlich für den redaktionellen Teil: Hauptredakteur Theodor Warnecke, für den Anzeigen= und Reklameteil: Conrad Kuopp, beide in Münster. u Nür. 76. Oittags-Ausgabe Weftfällicher(Derkaz. (ittwoch, den 11. Februor 1914. Familiennachrichten. ——— S##erdesäßle: 15. Zeirna: Ede#rin Sehm Aont ge## herug. 41 3— Omsier da#s. Tran, L udaof. 76 J— 1.:. Zunsand###us heu#ch Sud 9 3 Lelanntmachung. De# Sm ihr de Errcheungen obe achen Telegrapoenlini= in kem zin km 4 1 der#rcet 1n B#uferode Alberslon gs Geneemege und zu deu bes wurn aappeiger den tsarherer wer: ton Scul# 3=Imsan var de den Teegemteimt i Mind. (####l. som 7. Seiruer eb auf 4 Boczen aus. Seit. 2 Setr. 1914. Bekanntmachung. Forsn 1914 5 K. us a 4 1—1 der Keiserl. Tar Volksbureau * Mönster I. V., Berspest 8, 1 1u. de1 al Ausfunte u Fragen uzu#r #mtr=, Unfill=, Jusul= uns ###ur Bernn.-uns# Verurtagenu. uu wrag Seert lape au. Geringt Grbühsen. Geschattskeüe des Seuorrain: #ir iu Stadt Rönder, Beovoc. 1 Tre#er, mun unentgel###l##### Vers Erkuirrnger, Jui unse Sou-Samsbungen und der.! DasArbeits=NachweisBureau edensalls Bersp. Nr 6, 1Treore Srwirictt umentgeitlich#e # Ar-#edern und Urterschmern, gronde u bert. Artonerz. erkrn. T#er##oer Ibach Flügel Pianos But-sctib. Büerperreung und Lager für den Beyei Nürper. Opoinat-Zeischreie Luutpe Sppesser. hede Ver=Leden. Telzeilangen Heinr. Niemann, i. 12. Acktet: Ferus am Plage. bange-Uhr ist das Original aller Glashütter Uhren Feirkt gepünde 1845. Niederlage und Vertretung: H. Abeler Mänster I. W. Bogenstr. 2(unterm Bogen) Pernruf 1577. nn Speztal-Presiiose graste. Stellenvermittelung des Verbandes kath. kaufmännischer Vereivigungen Deutschlands IE.V.), in über 500 Städten vertreten. Für die Herren Prinsipale und Mieglöeder koosenlBewerbungspapiere eind za bezieben durch die Zentrale in Essen(Ruhr) oder durch Herrn Franz Hogrebe, Prndpeimattt pr 16 Weich Ebeldenkender, Herr oder Pawe, biltt einem durch eine langjpt erledigte Familienlest in Bediün uis gerate en Gewerde. treidenden durch ein seiortiges Tarlehn v. 2000 Mt. gegen üblich Ziusen? in jährlichen Naten innerdold 5 Jadven. Mebrsoche S#cherdett vordanden. Gefl. Cfferten unter L. M. 1218 a. d Geschöf sstelle d. Westicliichen Merkur. IT Auskunftstelle des Kathol. Frauenbundes, Lomplatz 37—38. Am Teensang, de I#r ans nacitzungs son—5 hgr. semie 14. Jeveuer 1914 vormnruags von 11—1 Uhr. 5nd L#uder, die zu Oddern 1974 inulp#atzug werden, das snd Amnder. dur des dahm dus irchene Ledenszahr vochendet baden, oder es bis pom 3 Sezeender à J. vollenden werden, in den Schugedäuden der Kuiderlossen der amzelumn Schulde###e des Sem inemnuches aber eimes Seuartsichemen uin ruth) und nenn die Kiader ncht in Nünder gesogen uud. uub eumes Tr##ichemes enpmelden. Die serpdlegsen Urtanden Fr#s em Kind wegen Kruukhos aber körpertuher Gebrucen Die Schute nach niht beruben kann, in der Kuarag aurf beklung vom Schutdeluche under Verugrung emer enflichen Beicheugung elsbald an den Orrsiculu pekder(P#orter) oder bert. me em Ortsshuturspelzor aubt vorhamden is. an den Schatleuer der verreisenden Schute ze rachten. Zum Bernde amer obbentluden Boiksichufe uud dachenngen Kinder undht verz luden, die iu emner anderen inländiichen Schule r zu Haute mu eubtruchendem Erfeige nuch einem Ley#p#en ruchter werden, der hunker den Lehrgeten emner isercgen Volksichute nuct zurückdinet. Dreie Lirder sind der nitengen Schuldepaucmen uiuder Angade der Person, die den Enserrache ertett von den Eisera namhait zu runden. In den erben Wochen des neuen Schutheders werden die Kinder dom Schularg auf üren Beimdbesszusund unsertucht. Sockzen Eitern die Unnert##tunz unde mimichen, io haben de bei der Arfnatme des Kindes in die Schute ein Zeugnas des Hauserpes unch ergeihnedenem Formaler deizudrungen. ie werden sm den Schulienern bei der Hamelsung Lünßer, den 3 Sebruat 1914 Die Nädiige Sanldeputation Virhfracheaponzeilicht Aubrbauug Berufsberoung für Frauen und Mädchen jeden Alters und Standes Ledrstellen=Bernnttlung für schulentlassene Mädden.(Keine Stellenvermittelung für dereits im Erwerd stehende Mädchen und Frauen.) Auskunft und Vermittlung völlig bostenlos. Sprechstunden Dienstag vormittags von ½10—11 Udr. Freiag nachmittags von 4 6 Uhr. Schrinliche Anfrogen werden außerdem jederzett deantwortet durch Leterin Frau Maria Braschke, Steibergstraße 13. 4237 Auf Grund der§t 17, 75 ders Bachlenchengelepes som 24 Juni 191(Nuchsgesenbien S. 519 und um Schege gegen dae Moat= und Lirerieuche auf Grund der H 19 fl. derierven Geleges wird mn Ermächtgung des Murberz fur Landwarricheft. Bemine und Ferhen beigrabes beinmms: S 1. Elonennuch, des aus den Provunzen Ospreahen und Westpreuhen in den Regierungsbeprt Nurmer eingeruhet wird, ist. wenn es mut der Enerdahn oder zu Scheff erngejühet wird, bei der Emnfuhr an den von dem Landim osenttithz beinumt gegerenen o#er nich beksung zu gederden Umen aumgssellen einer amsverör####en Unter##cung zu umergeeden. Der Beuger oder Begleuter des Beehtransports hat dem für den Enfade= oder Emnfahrort zufändegen deamteten Tiereigee oder dehen amtlich bestekten Vertreter von dem Ermressen des untertasngs###chugen Liedes rechezeung Nachricht zu geden. Das Lietz derf nucht eher von der Entladeuelle oder von dem deisrmmmten Unter#humgserne entiernt werden, bis die Unserischung berndet ist. S 2. Im Anschluß an die amzsnerärgtiche Unsertuchung( 1) i alles zu einem Atausporte zehenge Klauenrieh an dem Besummungsorte in abgesonderten Stokraumen untergadringen und für die Dauer von ac Tagen der polizerlucher Beodaatung zu unterwersen. In des Biey für verichiedene Besiger deinmnt, so darf die Verteilung erst mach Ablauf der Berdachtungszen rergenommen werden. Wenn die Unterdringung des Biedes in gesonderten Staürdumen nicht durchführder in, so in die polrzeiliche Vesrochtung auf alles in den Stellen umergedrachte Bieuenoch arspeöehner Ein Wechiel des Standortes des unter polizeiliche Beodin verdoten. Die Ausfuhr des Liedes hrend der Besdachtungsins unter den Bieh aus Verbachtungsgevieten geltenden Bedingungen mut polizedlicher Genehmigung gestauet. Weueren Verkehrs= und Rugungsdeschränkungen unterliegt das unter Beobachtung stehende Biet nucht Nach Ablauf der achnagigen Frist ist das der Beobachtung unterliegende Bieh amstierärzlich zu untersuchen. Wenn die Unteriuchung die Unverdächtigken der Tiere ergibt, ist die Beebchtung ant webeden 2. Klauenvieh, das aus den genannten Bezirken zur sofortigen oder auf Abschlachztung in offentliche Schlachthauser einge## Schlachtviehmärtte aufgetrieben wird, ist von den Vorschriften üder die abgesonderte Aufstellung und die polizetliche Beobachtung G 2) ausgenommen. Das auf Schlachtriebmärkte ausgetriedene Klauenrieh darf jedoch von den Schlachtviehmärkten nur zur Schlachtung oder zum Auftried auf andere Schlachtviehmärkte abgerrieden werden S 4. Für Behandlung des Viehes, welches aus Beobachtungsgedieten der im§ 1 genannten Bezirke eingeführt wird, bleiden die besonderen bei der Ausfuhr solchen Biehes vorgeschriebenen Beingungen mahgebend. Die Losten der amtstierärztlichen Verrichtungen fallen im Rahmen des§ 25 des Preußischen Ausführungsgeiepes vom 25. Juli 1911(G.=S. S. 149) dem Unternehmer oder den dort bezeichneten anderen Zahlungspflichtigen, im übrigen nach§ 24 desselben Gesepes der Staatskasse zur Last.(Gebödrenordnung vom 14. Juli 1912, siehe Amtsblatt von 1912 Seite 252.) Zuwiderhandlungen gegen diese Anordnung werden nach 9 74 fl. des Biehseuchengesepzes vom 26. Juni 1909 bestraft. S 7. Diese Anordnung tritt am 16. Janvar 1914 in Kraft. Münster, den 9. Januar 1914. Der Neaierungspräsident. Graf Merveldt. Vorstehende viehlenchenpolizeiliche Anordnung des Herrn Regierungspräsidenten hierselbst wird hiermit zur Kenntnis der beteiligten Kreise gebracht mit dem Hinzufügen, daß als Landeingangsstelle die Chaussee nach Telgie und zwar an der Stadtgrenze(Haltestelle St. Mauritz) bestimmt wird. Mit den Untersuchungen ist der Kreistierarzt Dr. Diedrichs hierselbst beauftragt, der in Verhinderungsfällen von dem Kreistierarzt Dr. Schubert vertreten wird. Münster, den 26. Januar 1914. Der Oderbürsermeister. Eduard Kettner, Cöln, Hohestrasse Cöln-Suhler mechanische Gewehrsabrik. Erstklassige Jagdgewehre u. Jagdartikel aller Art. Folgende Preisusten sieden konenos zu Ziensten. Preisliste Nr. 1 über Jagdgewehre aller Art, a'6 Toppelklinten, Büchsslinten, Bockbüchssliuten, Dreilautgewehre, Doppelbüasen, Repetter= u. Einzella der=Buchsen, automatische Zelbstlade=Gewedre für 2arot- und Kugelschuß, Scheivendüchsen, Ziel=Fernrohre. Preisliste Nr. 2 üde Teschings, Revolver, automat. 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